Westlife
Anfangs gab es Bros, New kids on the Block, Take That und Boyzone. Dann kamen Westlife...

Sechs junge Iren, die die Boyband Maschienerie vermeiden und ihre eigene Band formten, während sie im Westen Irland bei Grease mitwirkten. Doch nachdem Louis Walsh sie gesehen hatte, waren sie in der Boyzone-Maschinerie drin. Als Augenweide für Schulmädchen und ihre Mütter wurden die 6 originalmitglieder, zu denen Shane, Kian und Mark gehörten auf 3 reduziert und bei einem späteren Casting kamen Bryan und Nicky hinzu - und Westlife waren geboren. Mit der Hilfe von Manager Ronan Keating wurden Westlife schnell zum Ruhm gebracht...

Fünf Jahre später und
nach 12 No.1 Hits, fünf Alben, 35 Millionen verkauften Singles, 12 Millionen verkauften Alben, drei Hochzeiten, zwei Babies und dem Ausstieg von Bryan sind Westlife immer noch stark.

Letzten November brachten die Jungs das Ocean Terminal Shopping Center in Leith zum Stillstand, als hunderte von Fans zu einer Autogrammstunde erschienen. In der Woche danach traten sie bei der Royal Variety Performance auf, wo auch die Queen zugegen war. Doch alles stand plötzlich im Schatten, als sie zum ersten Mal offiziell als Quartett auf der Bühne standen - vor 8500 Zuschauern.

"Ihr Geheimnis ist, dass sie alle Menschen ansprechen," erklärt Louis Walsh stolz. "Es kommen nicht nur die kids zu ihren Konzerten, da sind auch Mütter, Taxi-Fahrer, Krankenschwestern. Sie arbeiten hart und sie machen das sehr gut."

Nach der Namensänderung fiel das Quintett 1998 in den Pop-Zirkus ein, als Teil der Smash Hits Tour. Da zeigte sich, dass die basis der Fans sie mit ihrer ersten Single 'Swear it again' gleich auf die No.1 brachte. Es folgten 'If I let you go' und 'Flying without wings'. Und innerhalb eines Jahres hatten sie UK Chartgeschichte geschrieben - mit ihrer SIngle 'Fool Again', die für die die fünfte Single in Folge war, die auf No.1 landete. Nach zwei weiteren hatten sie es ins Guiness Buch der Rekorde geschafft - für 7 No.1 Hits in Folge.

Ihr Geheimnis, sagt Nicky, ist 'Qualität'. "Es mag überheblich klingen, aber Talent ist sehr wichtig, wenn es um lange Lebensdauer geht. Außerdem sind wir sehr erhlich miteinander. Wir sind Freunde, reisen rund um die Welt, verdienen Geld und arbeiten hart und wir wollen das auch nicht verlieren. Wenn wir keine Platten mehr verkaufen würden, würden wir sicher andere Sachen versuchen, aber im Moment ist es Westlife, Westlife und noch mehr Westlife. Bisher läuft es großartig und wir haben nie gedacht, dass wir so groß werden würden."

'Groß' ist wohl nicht das richtige Wort dafür. Seit sie zum ersten Mal in die Charts stürmten, erhielten sie eine Menge Aufmerksamkeit, die Mitglieder wurden verfolgt, angegriffen, angegrabscht und erhielten sensationelle Geschenke während der 5 Jahre an der Spitze. Egan, 24, erinnert sich dass Fans ihnen ihre Busen ins gesicht drückten und meint: "Das ist so entwürdigend. Wir fühlen und wie Sex-Objekte."
Filan, 25, merkt an: "Bryan wurde mal ein Schuh vom Fuß gestohlen. Mein T-Shirt wurde zerrissen, Nicky's Kette vom Hals gerissen und Kian wurde ein Ring vom Finger genommen."
Mark Feehily, 24: "In Asien kam mal ein Mädchen auf die Bühne und sprang auf meinen Rücken. Es war fürchterlich - ich dachte es wäre jemand mit einem Messer."

Trotz ihres eindrucksvollen Erfolges und der fanatischen Fan-Base nehmen sie nichts als selbstverständlich hin. "Wir haben beobachtet, wie Blue groß wurden," sagte Nicky Byrne "Wie Manchester United haben wir die Liga drei oder vier Jahre geführt, aber dann kam ein Jahr, wo Blue sehr erfolgreich war und die Brit Awards gewannen. Wir mussten das tolerieren, unsere Musik war nicht mehr so gut wie in den Jahren zuvor und so mussten wir uns was überlegen und kamen zurück mit einem großen Album."

"Aber," so sagt Kian Egan, "so ein Erfolg hat auch Nachteile. Ich hatte eine Phase da hab ich nicht über Konsequenzen nachgedacht. ich wurde fotografiert, als ich betrunken aus einem Nachtclub kam, aber zeig mir jemanden in meinem Alter, der das noch nie gemacht hat. Wir sind auch nur Menschen," sagt er. "Wir trinken gerne mal einen," lacht Nicky Byrne. "Kein Zweifel, aber wir haben einen Code: Arbeite Hart und dann feiere hart!"

Mit dem Ausstieg von McFadden Anfang des Jahres wissen Westlife, dass es keinen Raum für Selbstgefälligkeiten gibt. "Wenn wir uns wie Diva's benehmen, weil wir müde sind oder freie Tage wollen, oder Sachen machen müssen, die wir nicht wollen, dann sagen wir uns, dass wir Zusammenhalten werden und weiterarbeiten, bis wir es geschafft haben," sagt Byrne. "Darum sind wir immer noch da! Es hängt von der Musik und den Songs ab, und wieviel du dafür tun willst. Wir wussten immer, dass schon jemand hinter uns steht, wenn wir nur einen Fuß vom Gras nehmen." Er ergänzt: "Wir sind die glücklichsten Kerle der Welt und wir fangen an es zu begreifen..."