Wissenswertes
über die grüne Insel |

"Irland ist cool!", hört man immer wieder. Von Freunden, Bekannten oder eben von Westlife. Sie reden ja viel über "Éire", Dublin und Sligo, dass man schon richtig neugierig wird! ;) Ich hab mich dann mal auf die Suche nach allem Interessanten und Neuem, über "ihr" Land gemacht.
Erst mal Irland allgemein. Einwohner: 3,5 Millionen (5 davon kennen wir ja). Der Großteil dieser 3,5 Mio. entspricht dem typischen Klischee eines Iren: humorvoll (hi Bryan!), hilfsbereit und nett! Und es ist wirklich so! Nehmen wir mal ein Beispiel. Du bist mit dem Auto unterwegs und hast dich verfahren. Was tust du? Du fragst einen Iren nach dem Weg. Als Antwort erhältst du nicht nur eine ausführlich detaillierte Wegbeschreibung sondern auch noch ein Angebot dich hinzubringen! Tja, so was sind wir hier in good old Germany ja leider nicht gewohnt. Aber wär doch schon etwas, von einem Westlifer dahin gebracht zu werden, wo du hin willst, oder? Aber das ist wohl doch etwas zu weit hergeholt. Ich schweife ab. Jedenfalls sind die Iren wirklich super nett!
Irland wäre für mich Großstadtgirl (ok, wohl eher Mittelstadt-) anfangs wahrscheinlich ungewohnt. Eire ist eine ganz andere Welt. Ländlich, freundlich, anders eben. Das fängt bei der Art der Menschen an, geht über die Autos (Linksverkehr!) bis hin zum Wetter, wobei wir auch gleich bei der Lieblingsbeschäftigung der Iren wären, Wetterbeobachtung und -analyse. Das Wetter ist wirklich sehr unbeständig. Es kann schon mal vorkommen, dass es 5 min regnet, dann wieder für 10 min die Sonne scheint und so geht es dann den ganzen Tag weiter! Also sollte man nicht ohne Regenschirm oder einer Kapuze auf die Straße gehen. Obwohl es auch nicht tragisch wäre, da der Regen meistens nicht lange dauert und es eh nur nieselt!
Die schönste Zeit um Irland einen Besuch abzustatten, ist einerseits der
Juli und der August. Da liegen die Höchsttemperaturen bei durchschnittlich
19,5°C und man könnte sogar im Meer baden. Allerdings haben diese Idee
dann mehrere. Im Sommer ist Touristenansturm pur! Wir Fans müssten unsere
Reisezeit dann natürlich auch noch nach dem Terminkalender unsere Sweeties
richten...
Aber auch bei schlechtem Wetter gibt es viele Möglichkeiten sich zu vergnügen.
Obwohl es bei Sonnenschein natürlich viiiiel mehr Spaß macht. Es
gibt einen Haufen Museen, für die sogar ich mich interessieren würde,
obwohl ich nun überhaupt kein Museumsgänger bin! Um nur mal ein paar
Beispiele in Dublin zu nennen: - "Irish Hall of Fame" (interaktive Ausstellung
aller berühmten Rock-, Pop- und Folkstars ab 1960!)
- "Irish Traditional Music Centre" (die irische Musikgeschichte von A - Z)
- "National Transport Museum" (die Geschichte der irischen Fortbewegungsmöglichkeiten)
- "James Joyce Centre" (in seinem ehemaligen Haus kann man vieles über
den berühmten irischen Schriftsteller erfahren, u.a. sind auch einige seiner
alten Sachen zu sehen!)
Über was man sich doch eigentlich wundern müsste, was für eine
Wirkung Irland hat! Ob das der ländliche Einfluss ist? Ronan Keating, U2,
Weslife... Ob ich auch singen könnte, wenn ich da geboren wäre? Oder
die ganzen Schriftsteller! James Joyce. Oder William Butler Yeats, Nobelpreisträger
(und Lieblingsautor von Shane!). Da er viel über Sligo und Umgebung geschrieben
hat, wird die Umgebung von Sligo auch "Yeats County" genannt. Dort liegt auch
sein Grab.
Irland, seit 1921 ein unabhängiger Staat und seit 1994 Republik (irisch 'Poblacht Na h'Éireann' ; englisch 'Irish Republic') ist nach der Verfassung von 1937 eine parlamentarische Demokratie. Sie wird regiert von einem Abgeordnetenhaus ( Dáil Éireann) und einem Senat (Seanad Éireann), dem Premierminister (Taoiseach) und seinen Ministern. An der Spitze des Staates steht ein vom Volk gewählter Präsident (Uachtarán na hÉireann), der seinen Wohnsitz in einem Palais im Phoenixpark von Dublin hat.
Die Fahne der Republik Irland ist eine Trikolore in den Farben grün -
weiß - orange. Als Wahrzeichen des Staates gilt die Harfe. Daneben sieht
man das dreiblättrige Kleeblatt als Symbol und Erinnerung an den hl. Patrick
und seine Deutung und Dreifaltigkeit.
Als Nationalhymne wurde "A Soldier's Song" (geschrieben 1907 von Peada
Kearney) gewählt, ein kriegerisches Marschlied aus der Zeit der Unabhängigkeitskämpfe.
Eine Wehrpflicht besteht in Irland nicht, die Streitkräfte bestehen aus Freiwilligen. Sie haben sich bei Einsätzen der UN - Friedenstruppen in vielen Teilen der Welt bewährt. Die 'Army School of Equitation' stellt mit ihren Equipen die hohen Qualitätemn des irischen Tunierpferdes auf internationaler Ebene unter Beweis.
Nachdem den Iren Schulen wieder erlaubt waren, lagen Erziehung und Unterricht vor allem in dne Händen von Schulorden und Weltgeistlichen. Die "Christian Brothers" haben sich in ihren Instituten besonders um die Ausbildung der Kinder ärmere Schichten verdient gemacht. Heute besteht für Sechs- bis Fünfzehnjährige Schulfpflicht. Der Staat hat "National Schools" (Grundschulen) geschaffen und mit einem für alle Schulen verbindlichen Lehrplan sind Erziehung seiner künftigen Bürger übernommen, doch sind an diesen Schulen auch Geistliche tätig. Im allgemeinen werden die Kinder im 4. oder 5. Lebensjahr in die National Schools eingeschult. Später können sie auf "Secondary Schools" (weiterführende Schulen) überwechseln, die zwar nicht staatlich sind, aber vom "Department of Education" finanziell unterstützt und Überwacht werden. Auch das unserem Abitur vergleichbare "Leaving Certificate" ist staatlich. In den letzten Jahren hat man in Irland zusätzlich eine Reihe weiterführender Gesamtschulen eingerichtet. Der Unterricht für irische Schüler finder von 9 Uhr bis etwa 15Uhr statt. Urlaubern sind die gelben Schulbusse auf den Landstaßen ein gewohnter Anblick.
Für die Weiterbildung jener Schüler, die einen praktischen Beruf
ergreifen wollen, sorgen Berufsschulen (an denen auch, nach Art unsere Volksschulen,
Kurse für Erwachsenen geboten werden) und eine Anzahl von "Technical
Colleges"
Darüber hinaus gibt es in Limerick eine technisch augerichtete Gesamthochschule,
das "National Institute for Higher Education", die 1972 ihren Betrieb
aufgenommen hat. Ein zweites Polytechnikum, das ebenfalls die Bezeichnung "National
Institute for Education" trägt, wurde 1980 in Dublin eröffnet.
In Irland gibt es zwei Universitäten. Die älteste Universität des Landes, Trinity College in Dublin, wurde im Jahre 1591 von Königin ELisabeth 1. ins Leben gerufen und galt ausschliesslich der Förderung und Weiterbildung anglo-irischer protestantischer Jugendlicher. Iren wurden zum Studium in diesem Haus erst 1793 zugelassen; Stipendien, Ämter und Ehren blieben ihnen für weitere 70 Jahre versagt. Trotzdem hat Trinity College in der geistigen und politischen Geschichte Irlands eine bedeutende Rolle gespielt. Unter den Studenten befanden sich Dichter wie Oliver Goldsmith und Jonathan Swift, später Oscar Wild und John Millington Synge; unter den Philosophen ragte EdmundBurke hervor. Aber auch Männer wie Theobald Wolfe Tone und Robert Emmet, die sich für die irische Sache einsetzten und dafür ihr Leben liessen, waren Schüler dieser Universität.
Aus einem College, dessen erster Rektor Kardinal Newman war, entstand zu Beginn unseres Jahrhunderts die "National University of Ireland", die sich inzwischen zu einem Verband von Bildungsstätten entwickelt hat. Heute besteht die "National University" aus drei Colleges in Dublin, Galway und Cork; angegliedert ist ferner das Priesterseminar St. Patrick's College in Maynooth, wo auch Laienstudenten Kurse - u.a in keltischen Studien - belegen können. In Dublin sind an der "National University" über 8000 Studierende eingeschrieben, in Cork rund 4000 und in Galway 3500. Während die Schüler von Trinity College (über 5000) in den klassischen Gebäuden im Herzen von Dublin unterrichtet werden, liegen die drei Colleges der "National University" vor den Mauern ihrer Städte. Besonders in Galway hat man auf einem Gelände am Ufer des Corrib stattliche moderne Gebäude errichtet. An diesem College wurden zunächst alle Fächer - auch die naturwissenschaftlichen - in irischer (gälischer) Sprache gelehrt. Inzwischen gibt es auch Unterricht auf Englisch. Doch diese Lehrstätte begreift sich weiterhin als geistiger und kultureller Mittelpunkt der irischsprachigen Gebiete des Westens und versucht, in die lange vernachlässigte Region neue Impulse auszusenden.
Auch im übrigen Lande bemüht man sich, die alte Landessprache vor dem Aussterben zu bewahren. Irisch ist Pflichtfach an sämtlichen Schulen. In 28 Secondary Schools wid der Unterricht ganz oder teilweise in dieser Sprache unterrichtet. In ihren Sommerfreien fahren Stadtkinder klassenweise in "Gaeltacht" - Gebiete, wo sie in Familien untergebracht werden. Wer als Erwachsener seine Irischkenntnisse vertiefen will, besucht einer der "Irisch Colleges", die ebenfalls im Gaeltacht, ständig Kurse abhalten. Auch Ausländer, meist solche irischer Abstammung, kommen dorthin.
Nachdem Irland 1921 Freistaat geworden war, befand sich der größte Teil des Kapitals weiterhin in den Händen begüterter Anglo - Iren, und die einheimischen Iren waren kaum am Gewinn beteiligt. Als im Jahre 1932 die Fianna Fáil unter Eamon de Valera an die Regierung kam, verfolgte sie die Politik der wirtschaftlichen Selbstversorgung und begünstigte das Wachstum der produzierenden Industrie durch Schutzzölle. Da die neue irische Regierung sich weigerte, die in dem Vertrag von 1921 festgesetzten "land anulities" - Pachtgeld, dass die irischen Grundbesitzer an die britische Regierung zahlen mussten - zu entrichten, kam es zu einem Wirtschaftslkrieg zwischen Irland und Großbritannien: Die britische Regierung verfügte eine vierzigprozentige Einfuhrsteuer auf Importe aus Irland, was ein drastisches Absinken der Menge exportierter irischer Waren zur Folge hatte. Die Auswirkungen dieses "Krieges" wurden durch eine Übereinkunft zwischen den beiden Ländern gemildert, die besagte, dass die Quote für Vieh, dass nach Großbritannien ausgeführt werden konnte, erhöht werden sollte, sofern Irland seinen gesamten Kohlebedrf durch Käufe in Großbritannien decken würde. Im Jahre 1938, als Großbritannien seine militärischen Stützpunkte in Irland räumte, wurde der Wirtschaftskrieg beendet.
Die irische Regierung förderte die wirtschaftliche ENtwicklung des Landes bis zum Zweiten Weltkrieg in hohem Maße, u.a. durch Schaffung zahlreicher halbstaatlicher Einrichtungen ("Agricultural Credit Corporation", "Electricity Supply Board"). Der Austritt aus dem Sommonwealth (1949) bewirkte, dass das Land auch auf wirtschaftlichem Gebiet größere Freiheit gewann.
Irland ist verhälnissmäßig arm an Bodenschätzen. In den
letzten jaren konnte jedoch die Erzgewinnung gesteigert werden. Abgebaut werden
Blei, Zink und Silber (u.a. in Tynnagh, Grafschaft Galway, und in Navan, Grafschaft
Meath), ferner Kupfer, Quecksilber und Pyrit. Ein Naturgasvorkommen wurde bei
Kinsale entdeckt.
Lebensmittel- und Getränkeproduktion sowie Tabak- und Textilindustrie haben
in Irland Tradition. Seit Ende der fünfziger Jahre fördert die Regierung
das Entstehen neuer Industrien und die Ansiedlung ausländischer Betriebe.
In den letzten zwanzig Jahren haben sich britische, US- amerikanische, bundesdeutsche
und niederländische Firmen in Irland niedergelassen. Hergestellt werdem
Maschinen, elektrotechnische und elektronische, pharmazeutische und chemische
Erzeugnisse, ferner Textilien und Nahrungsmittel. Diese exportorientierten Industrien
schaffen in Irland zahlreiche Arbeitsplätze.
Von der gesamten Fläche des landes werden rund sienzig Prozent landwirtschaftlich
genutzt, der überwiegende Teil als Grünland. Bei der Rinderzuch herrscht
im Landesinneren die Fleischproduktion, im Süden die Milchwirtschaft vor.
Daneben hält man Schafe, Schwine und Geflügel. Und auf guten Weiden
werden für den Export Rennpferde gezüchtet.
Bei den Feldfrüchten dominiert der Anbau von Gerste, die sowohl für
die Bierherrstellung wie auch als Futtermittel genutzt wird. Daneben hat die
Produktion von Kartoffeln, Zuckerrüben, Weizen und Hafer wirtschaftliche
Bedeutung. Die Erträge der Fischerreien sind in der letzten Zeit gestiegen,
reichen jedoch für den Bedarf der Bevölkerung nicht aus.
Rund ein Drittel des Energiebedarfes wird durch Wasser- und Torfkraftwerke
gedeckt, gut sechzig Prozent mit Hilfe importierter Energiewerkstoffe (Kohle,
Erdöl). Von den Kraftwerken an den zahlreichen Flüssen des Landes
ist das Shannonkraftwerk das größte.
Hochmoore und Grasmoorflächen bedecken weite Teile der Zentralebende Irlands
und große Gebiete an den Nordwest-, West- und Sädküsten. Torf
war seit alters und ist noch heute der irische Hausbrand. Seit dem Beginn der
Industrialisierung wurde der Brennstoff Torf dann zunehmend auch maschinell
gewonnen. Aber erst im Jahre 1946 gründete die regierung mit "Bord
na Móna" eine Organisation, die sich mit allen Fragen der Gewinnung,
Aufbereitung und Verwendung des Torfes befaßt. Es gibt in Irland mehrere
Kraftwerke, die mit Torf betrieben werden. Torf dient aber auch in Form von
Briketts als Feuerungsmaterial in Haus und Wirtschaft; zu diesem Zweck wird
er vemahlen und maschinell gepresst. Schliesslich setzt man immer mehr Weißtorf
im Gartenbau ein. Ein Forschubgsinstitut in Droichead Nua beschäftigt sich
mit Fragen der Torfverwertung.
Großbritannien ist der Hauptabnehmer irischer Produkte. Doch dieser Anteil fiel von zwei Dritteln in den sechziger Jahren auf weniger als die Hälfte in der Gegenwart. In dem gleichen Zeitraum stieg der Anteil der Exporte in die übrigen Länder der EU auf etwa dreißig Prozent. Exportiert werden Vieh, Fleisch, Maschinen, Textilien und Chemikalien. 1986 lag der Wert der ausgeführtet Waren etwas über dem der eingeführten.
Mit seinen altirischen Kunstdenkmälern, Burgen und Herrensitzen, seiner malerischen Landschaft und seinen liebenswürdigen Menschen bildet Irland für den Fremden ein sehr anziehendes Urlaubsgebiet. Viel besucht sind besonders die Hauptstadt Dublin und der Westen des Landes, wo die Landschaft noch weitgehend im natürlichen Zustand ist und die Menschen ein einfaches leben führen. Im Jahre 1986 haben 1,9 Mio. Touristen die Republik Irland als Reiseziel gewählt, darunter 100000 aus der Bundesrepublik Deutschland. Das Geld, das diue ausländischen Gäste ausgeben, bedeutet für die Wirtschaft des Landes, eine wichtige Einnahmequelle. Bei Leuten, die in Nordirland Urlaub machen, sind besonders Bootsferien auf dem Lough Erne beliebt.
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