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‚Warum? Warum hab ich mich auf DAS eingelassen?’ diese Frage schoss ihr jetzt
wohl zum X-ten Mal durch den Kopf.
Sie fuhr mit dem Rennrad durch die Stadt, auf der Suche – nach was eigentlich?
–
Sie stand vor dem Haus ihrer Freundin – natürlich!
„Hallo Ms. O’C. – Sie kennen ja den Weg!?” wurde sie eingelassen.
„Ja, danke sehr...“ - sie kannte den Weg nur zu gut...
Sie klopfte und hörte ein „Herein“ und öffnete die Tür.
„Hallo Süße...“
„Liebes? - Wo kommst Du denn her?“ sie umarmten einander.
Die beiden jungen Frauen waren so unterschiedlich wie Tag und Nacht, doch auch
so unzertrennlich. Sie kannten einander, besser als irgendjemand ahnte...
„Süße, ich glaub ich kann DAS nicht...“ schüttelte sie ihren
Kopf so stark, das ihre wilde, caramelblonde Mähne nur so flog.
„Liebes, das ist normal. Du bist nur nervös, so geht das jedem – auch ihm...“
sie strich ihrer Freundin ein paar Strähnen aus dem Gesicht und berührte
dabei ihre Wange. Die beiden lächelten sich wissend an und nahmen sich
dann in die Arme.
„Trotzdem! Ich weiß nicht, ob DAS nicht doch ein Fehler ist...“
„Wenn Du es für einen hältst, dann tu es nicht!“
„Jetzt noch aussteigen? Wie sieht das denn aus?“
„Besser, wie wenn Du es später tust...“
„Aaah... was mach ich denn nur?“
„Erst mal bleibst Du heute Nacht hier. Jetzt lass ich Dich eh nicht mehr mit
dem Rad durch die ganze Stadt fahren...“
So geschehen...
Der folgende Morgen:
Die beiden hatten sich das Bett geteilt, wie sie es seit Jahren taten. Eng aneinander
gekuschelt wachten die beiden auf.
„Guten Morgen, Liebes.“
„Morgen, Süße...“ sie küssten sich und standen dann auf.
„Hast Du frische Wäsche für mich?“ fragte Sandy.
„Ja, weißt ja wo...“ rief Georgie aus dem Bad, das zu ihrem Zimmer gehörte.
„Wie lange brauchst Du denn noch im Bad? Ich wollte vor dem Mittagessen wieder
los...“
„Ach, schon?!“ war Georgie enttäuscht.
„Sü-ße...“
„Ach, bleib doch noch was ...“ bettelte Georgie.
„Wie soll ich denn so *Nein* sagen...?“ Sandy konnte ihrer jüngeren Freundin
noch nie gut was abschlagen.
„Gar nicht! – Wir gehen shoppen! Du brauchst echt mal wieder was Anständiges
zum Anziehen...“
„Was, bitteschön, gefällt Dir denn an mir nicht?“ Sandy zeigte entrüstet
auf sich, wie sie nackt im Raum stand.
„Doch nicht an DIR, Liebes! Nur das was Du so drüber trägst. - Du
brauchst Dich doch nicht unter solchen Schlabbersachen verstecken! Ich würde
sonst was darum geben, so einen muskulösen Bauch zu haben...“ sie streichelte
besagten zärtlich.
„Hmm, das gefällt mir...“ brummte sie.
„Hmm, mir auch...“
„Wir sollten das lieber lassen!“ sie entzog sich der anderen und kleidete sich
an.
„Du schuldest mir noch was...“ erinnerte Georgie ihre Freundin.
„Und das willst Du in Naturalien?!“ Sandy sah Georgie skeptisch an.
„So ähnlich...“
„Georgie, Du machst mich kirre! - Was ist los mit Dir?“ Sandy konnte sie kaum
noch ertragen, so hatte sie Georgie noch nie gesehen.
„San, ... Du musst mir helfen!“ – das klang ernst –
„Klar, weißt Du doch. - Schieß los!“ sie setzten sich zusammen aufs
Bett.
„Äh, ... das ist nicht ganz so leicht...“ und dann sprudelte es aus ihr
heraus.
Hier die Kurzform: Georgie war sich sicher, das Nicky der Mann für's Leben
war, aber doch hatte sie das Gefühl, was zu verpassen. Weil sie aber für
einen Seitensprung zu feige war, wollte sie einen Dreier mit einem anderen Kerl.
„Du... das... Georgie???“ Sandy sah sie verblüfft an. „Das ist… ein Scherz,
Süße?“ fragte sie Georgie.
„Nein… Aber das geht nur mit Dir!“ Georgie sah sie flehend an.
„Und wann?“
„Bald... sonst hab ich vielleicht keinen Mut mehr dazu...“ Georgie sah wirklich
verwirrt aus.
Sandy nahm sie in den Arm und versuchte das vernünftig zu überdenken.
„Georgie, das...“ sie seufzte. „…aber nur weil Du meine beste Freundin bist...“
Georgie fiel ihr um den Hals. „Georgie?!“ Sandy versuchte sich zu befreien.
Sie küssten sich auf die Wangen und Georgie strahlte plötzlich so.
„Danke! Danke! ... Du bist doch meine beste Freundin in der ganzen Welt...“
„Schon gut, Süße.“
Sie grinsten sich nur vielsagend an, gingen dann frühstücken und schon
waren sie in der Stadt shoppen.
Abends waren sie zusammen mit ihren Boyz in ihrem Stamm-Club.
Nach einigen Drinks waren alle relaxt und genossen den Abend.
Nur Sandy nicht! Bei dem Gedanken an das Versprechen, das sie Georgie gegeben
hatte wurde ihr flau. Irgendwann fing sie systematisch an sich zu betrinken.
– Das würde eine Katastrophe werden, da war sie sich diesmal absolut sicher!!!!!!!!!!
Dave brachte sie heim! Sie hatte keine Ahnung wie; aber sie war froh, dass
sie an diesem Morgen alleine in ihrem Bett erwachte.
Das war gestern doch bitte nur ein böser Traum gewesen, oder? - Ah, diese
Kopfschmerzen - sie erinnerten Sandy schlagartig daran, das es kein Traum gewesen
war... SCH**SSE!!!!!
Gegen Abend rief Georgie an. Sie erinnerte Sandy an ihr Versprechen und drängte
nach Einlösung. Nicky würde am kommenden Wochenende wegfahren und
Dave hatte sich entschieden Freunde zu besuchen. Es war - zu - perfekt.
Sie verabredeten sich und Georgie wollte sich die Wohnung einer Bekannten leihen,
wo die beiden die Tage schlafen wollten, na ja und das andere...
Es lief alles wie am Schnürchen, es war kaum zu glauben;
Sie waren erst in der Stadt shoppen; sie wollten sich Klamotten kaufen, die
sie danach verbrennen würden. Nichts sollte beweisen könne, wozu sie
fähig waren...
Im Pub, nach einigen Testläufen, hatten sie dann ein passendes Opfer gefunden:
blond blauäugig, ungefähr in Georgies Alter und ein kleiner Macho.
- Er war aber auch süß...
Nachdem die Girls ihn unauffällig von seinen Kumpels separiert hatten,
war er schnell willig sie zu begleiten.
Nach – noch mehr – Alkohol (aber nicht zu viel...!!!) hatten die beiden ihn
da, wo sie ihn haben wollten.
Erst entkleideten sich die Girls gegenseitig, dann begannen sie sich vor seinen
Augen zu verwöhnen, bis er irgendwann einfach mitmachte und es sichtlich
genoss mit zwei Frauen Spaß zu haben.
Als es zum eigentlichen Akt kam, ließ Sandy Georgie den Vortritt (bevor
sie kneifen konnte...) und dabei verwöhnten die drei sich weiter gegenseitig.
Als er mit Georgie fertig war, setzte Sandy sich auf ihn und ritt ihn ziemlich
wild. Er wurde aber auch immer fordernder und Georgie ließ sie plötzlich
alleine und die beiden besorgten es sich voller Verlangen. Er kam kurz vor ihr,
bereitete ihr aber doch noch die Lust mit seinen Fingern, bevor auch sie kam.
Sandy sah ihn kurz an, küsste ihn zum Dank und verließ ihn nun ebenfalls
und ging zu Georgie ins Bad.
Die duschte und sie stieg zu ihr unter die Dusche. Sofort fielen sie sich in
die Arme und Georgie weinte.
„Shhh, Süße. Ruhig, meine Süße. Es ist vorbei...“ sie
blieben ziemlich lange unter der Dusche, bis Georgie sich beruhigt hatte und
sie beide sich ordentlich sauber geschrubbt hatten.
Als sie zurückkamen, war er weg.
GSD! Sie kannten nicht seinen Namen und er nicht ihre.
Wie in einer Art Ritual schafften sie schweigend Ordnung; die Bettwäsche kam sofort in die Maschine, die neuen Klamotten stopften sie in ein riesiges Gefäß, in dem man ein Feuer machen konnte und sie zündeten sie an. Die Girls sahen den Flammen zu, Arm in Arm, wie sie die letzten Spuren vernichteten. Dann tranken sie noch eine ganze Flasche Rum, *zum desinfizieren* und gingen dann in das andere Schlafzimmer, wo sie dicht aneinander gekuschelt einschliefen.
Dieses Geheimnis war bei ihnen beiden sicher, das wussten sie beide nur zu gut.
Von nun an klebte Georgie regelrecht an Nicky - der fand’s gut... Männer eben!
Doch ihre Vergangenheit holte sie wieder ein:
Eigentlich war Sandy grade mit ganz anderen Dingen beschäftigt, doch am
Klingeln ihres Handys erkannte sie schon, dass es sich um Georgie handelte und
das konnte um diese Uhrzeit (morgens um zwei) nur ein Notfall sein und sie ging
ran. „Georgie? - Was ist passiert?“
„San, ... Du musst sofort zu mir kommen, bitte! Es ist furchtbar!!!“ sie schluchzte
so heftig ins Telefon, das Sandy sich sofort noch mehr Sorgen machte. „Langsam,
Süße! Was ist los?“
„Der Typ, ... er ist in Nicky's Band...“
„Welcher Typ?“
„DEEEEEEER TYP!“ Georgie schrie ins Telefon und Sandy erstarrte zu Eis.
„NEEEEEEEIIIIIIIIIN!?!?!?!?“ schrie sie zurück.
„Doooooch...“
„Bin in gleich bei Dir! – Rühr Dich nicht vom Fleck, hörst Du?“
„Beeil Dich...“
„Georgie, beruhige Dich, bitte! Du machst mir Angst...“ Sandy hatte Georgie
nun schon fast eine Stunde in ihren Armen und hatte alles Mögliche versucht
sie zu beruhigen.
Erst nach einer Flasche Rum, waren sie beide so weit wieder ruhig, dass sie
darüber reden konnten.
Georgie erzählte Sandy; von dem Casting; das Nicky genommen wurde; er zu
den anderen in ihr Kaff an der Westküste gefahren war; wieder in Dublin
hatte er ihr die neuen Kumpels vorgestellt; Georgie hatte fast der Schlag getroffen,
als sie in diese blauen Augen gesehen hatte, die sie hatte nie wieder sehen
wollen.
Er hatte sie auch wieder erkannt, aber kein Wort gesagt und sie gingen sich
seitdem, wenn irgend möglich, unauffällig aus dem Weg.
„Sch**ße!“ mehr fiel Sandy nicht ein.
„San, was machen wir denn nun? - Nicky wird langsam stutzig. Er hat mich schon
gefragt, ob ich ihn nicht leiden kann.“ Georgie war schon wieder den Tränen
nah.
„Wann kommt Nicky wieder?“ wurde Sandy praktisch.
„Übermorgen. – Warum?“ Georgie sah sie mit einem Funken Hoffnung an.
„Gut. – Dann bin ich eben wieder die Böse...“ in Sandy wuchs ein teuflischer
Plan...
„Was hast Du vor?“ Georgie war auch alarmiert.
Sandy erzählte es ihr grob und Georgie sah sie dankbar, traurig und besorgt
an. Nur Georgie schafft so was gleichzeitig.
Die Girls schliefen ihren Rausch aus, brachten die Wohnung auf Vordermann und machten sich gegenseitig Mut. Was sie, bzw. Sandy vorhatte, war nichts für brave Mädchen – doch was tut man nicht alles für die beste Freundin und deren Mann-fürs-Leben?
Nicky kam heim, doch was die Girls nicht wussten war, dass er die ganze Sippschaft
gleich mitbrachte. Er fiel über Georgie her, die er offensichtlich sehr
vermisst hatte und Sandy war in die Küche geflüchtet, bevor sie jemand
sehen konnte.
„Nixter? – Du, wir haben da schon Besuch...“ Georgie zeigte auf die geschlossene
Küchentür und Nicky lief sofort hin.
„AHHHH! – Du bist auch hier!? Komm her, Schatz!“ er stürmte auf Sandy zu
und küsste sie, hob sie immer wieder hoch. Sie waren schon immer die besten
Freunde… nicht nur wegen Georgie!
Als man Rufe aus dem Wohnzimmer hörte, ließ er sie endlich runter.
„Komm, ich stell Dich den Jungs vor...“ er zog sie hinter sich her ins Wohnzimmer,
wo eine Horde junger Männer sie wie das achte Weltwunder anstarrten. Nicky
stellte sie einzeln vor und den Letzten erkannte Sandy nun wirklich gut, nur
seinen Namen kannte sie nicht: Kian Egan.
Sie sah ihn nur wissend an, worauf er keinen Ton von sich geben konnte.
„Hey, es gibt eine Frau, die unserem Casanova die Sprache verschlägt!?
Es gibt einen Gott!“ der Typ, den Nicky Sandy als Brian vorgestellt hatte, fiel
vor Sandy auf die Knie.
„So möchte doch jede Frau beim ersten Date behandelt werden...“ belächelte
sie ihn amüsiert.
Georgie schmiegte sich verstohlen an Nicky, der sie sofort sanft an sich zog
und küsste.
Sie waren amüsant.
Georgie wich nicht von Nicky's Seite.
Sandys Blick kreuzte immer wieder den von Blondie, wie sie ihn nannte.
Er konnte ihrem Blick noch nicht standhalten, nach einigen Bieren klappte es
aber schon besser.
Sandy flirtete unauffällig mit ihm, was ihm wohl etwas seine Scheu nahm,
denn er setzte sich irgendwann mal in ihre Nähe und mischte sich unauffällig
in ein Gespräch zwischen Brian und Sandy ein.
Die Jungs sollten auch in Dublin übernachten. Brian nahm jedoch Mark und
Shane mit zu sich, so dass Blondie bei Nicky, Georgie und Sandy bleiben würde.
Georgie sah Sandy leicht entsetzt an, doch gab diese ihr mit einem Blick zu
verstehen, dass sie die Dinge in die Hand nehmen würde.
Die anderen drei zogen also irgendwann ab und Kian sollte sich das Gästezimmer
mit Sandy teilen - es gab dort noch eine Couch.
Georgie hatte Nicky schnell nach oben bekommen und so machte Sandy sich mit
Kian auf in *ihr* Zimmer.
Etwas verlegen stand er im Weg herum.
„Plötzlich schüchtern?“ fragte sie ihn amüsiert.
„Hä?“ er erschrak regelrecht.
„Hey, ruhig Blut, Blondie... Alles easy...” Sandy ging nur einige Schritte auf
ihn zu…
„Diesmal nur wir beide?“ fragte er da forsch.
„Wenn Du willst...“ sie sah ihn herausfordernd an.
„Oh jaaa...“ er kam auf sie zu und schon küssten sie sich.
Also, er schlief nicht auf der Couch...
Als sie ihre Augen öffnete sah sie schon in seine blauen Augen – süß...
„Guten Morgen, Schönheit.“ Er küsste sie ganz zärtlich.
„Hmmm, morgen...“ sie ließ ihn weitermachen... konnte ja nicht schaden...
Diesmal war er aber so... anders eben!
Also der Plan war ja auch nicht ihn gleich wieder in die Jagdgründe zurück
zu stoßen...
Er ging nach ihr duschen und so konnte sie schon mal in die Küche zu Georgie.
„Und?“ fragte diese nur.
„Angebissen. – Der wird schweigen...!“ Sandy grinste Georgie mit einem teuflischen
Lächeln an und sie war beruhigt.
Die beiden quatschten noch bis die Jungs runter kamen.
Nicky gab auch Sandy den obligatorischen Guten Morgen Kuss.
Kian tat es ihm gleich und schon war er in Nickys Kreuzverhör gelandet.
„E-gan?! – Du hast doch nicht...“ er sah verwundert von ihm zu Sandy und wieder
zurück.
„Ähm,...“ Kian war doch tatsächlich verlegen...
„Nein. Ich ihn!“ erklärte Sandy nur knapp.
Nicky sog scharf Luft ein. „Sandy!?“
„Byrnice, Klappe! Oder ich ruf Dave an, der kann das besser UND darf das!!!“
sie sah ihn scharf an.
„Schon gut...“ war er sofort kleinlaut.
„Dave?“ fragte Kian.
„Ihr Bruder.“ log Georgie sofort, plötzlich gar nicht mehr so schüchtern!
„Geo?! – Kaum ist San hier, kannst Du ja doch mit ihm reden...?“ erstaunt sah
Nicky zu Georgie, die kurz rot wurde.
„Nixter, Du weißt doch, das DEIN Mädchen nicht jedem um den Hals
fällt...“ spottete Sandy ihn an.
„Im Gegensatz zu Dir!“ spottete er zurück.
„Genau. Ich darf das auch...“ spielte sie die Arrogante.
„Hey, was geht denn hier ab?“ Kian sah nun komplett verwirrt in die Runde.
„Nichts, Süßer. - Hier, iss Dein Toast mit Eiern, die wirst Du brauchen...“
stellte Sandy ihm einen Teller vor und küsste ihn kurz auf die Stirn.
„Danke, *Mummy*...“ grinste er nur und gab ihr einen Klaps auf den Hintern.
Sie frühstückten in geselliger Runde.
Als Georgie mit Nicky spazieren waren – allein – wollte Sandy aufs Zimmer gehen,
doch wurde sie sehr schnell verfolgt!
Und schon war das Bett ein weiteres Mal Schauplatz des Geschehens – diesmal
wieder wild!
Kurz nachdem Nicky und Georgie zurück waren, kamen zwei der anderen Jungs
Kian abholen. Sie wollten heimfahren.
„Sehen wir uns wieder?“ fragte Kian Sandy plötzlich.
„Vielleicht...“ sie sah ihm direkt in seine blauen Augen.
„Bitte...“ er küsste sie auf die Wange.
„Mal sehen...“ sie ließ ihn zappeln.
„Komm schon...“ er küsste sie am Ohr und bettelte schon... zu schnell!
„Nicky gibt Dir bestimmt meine Nummer...“ sie gab ihm einen Abschiedskuss und
drückte ihn weg, zur Türe. Er ging mit einem sehnsüchtigen Blick
und sah irgendwie traurig aus.
‚Grünschnabel’, dachte sie nur lächelnd.
Oh man, das mit der Nummer war echt ein Fehler gewesen;
Es verging keine Stunde ohne SMS, kein Tag ohne zwei Anrufe täglich, usw.
Nach einer Woche war Sandy tierisch genervt!
Dave wurde auch schon neugierig. "Das ist nur Georgie…" log Sandy
ihn an – und hatte gleich ein schlechtes Gewissen.
In einem Monat sollte sie Dave heiraten und sie wusste immer noch nicht, ob
sie das überhaupt noch wollte…
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Back in good old London:
Dave und Sandy waren mitten in den Hochzeitsplanungen und Sandy wusste nicht wirklich, ob sie Dave überhaupt noch heiraten WOLLTE, die beiden hatten jeden Tag Streit wegen irgendwelcher Kleinigkeiten. Sandy freute sich mittlerweile über jede SMS von Kian und jeder Anruf brachte sie dem Entschluss Dave NICHT zu heiraten näher…
Leider – oder GSD? – gab es einen ziemlich eindeutigen Artikel in der nächsten
Sun über diese Hochzeit, da Dave nun mal kein Unbekannter war und schon
hatte Sandy Georgie am Telefon.
„Sandy. – Ist das Teil des Plans? Oder was?“
„Süße, calm down, ja?“ – Dave war noch nicht fertig mit Sandy...
„Dave, Stop!“ sie hielt zwar ihre Hand vors Handy doch war’s laut genug für
Georgie.
Er ließ ab von ihr und verschwand im Bad.
„Sandy?!“ Georgie’s Stimme ...
„Ja, Süße?“
„Dreimal darfst Du raten, wer sich bei Nicky am Handy austobt...“ – grinste
sie oder war sie schockiert? Sandy konnt’s nicht sagen...
„Ja, und?“ fragte Sandy gelangweilt.
„San, was denn nun?“ Georgie klang verunsichert.
„Wenn Du glaubst, dass er Nicky vor Wut ALLES erzählt, dann kann ich Dich
beruhigen. Er wird ihm nur die halbe Wahrheit sagen und das schließt Deinen
Part eindeutig aus.“
„SAN! Ich dachte nicht, das Du SO skrupellos sein kannst!?“
„Georgina, darf ich Dich daran erinnern, das es Deine Idee war und ich - und
nur Ich - dabei bin, die Konsequenzen dafür zu tragen? – Also komm mir
nicht mit Vorwürfen, Schätzchen!“ jetzt war Sandy sauer.
„Oh, sorry. Schon gut, ja. – Was soll ich den Jungs sagen?“
„Ist ja gut, Süße. Du weißt doch, dass ich Dir nicht böse
sein kann. – Lass Dir was einfallen... Und das es mir Leid täte, wenn Blondie
in unser Techtelmechtel mehr hinein interpretiert hätte, als es je war.
– Das sollte ihn runter holen, denkst Du nicht?“
„Aber heftigst! Das hat er nicht verdient!“
„Hört Nicky zu?“
„Hmmm.“
„Okay, spiel weiter...“
„Das kannst Du doch nicht machen!? – Der Ärmste...“ – sie machte ihre Sache
richtig gut, Sandy bekam ja wirklich fast Schuldgefühle... na ja, eben
nur fast, denn Dave küsst ihr schon wieder den Rücken... ?
„G? – Das reicht jetzt.“ Grinste Sandy nur.
„Oh, .. ist gut. – Meldest Du Dich wieder?“ sie klang zerknirscht – gutes Mädchen...
„Natürlich, Schätzchen. Gib Nicky einen Kuss, ja? Er soll mich nicht
verurteilen...“
„Werde mein Bestes tun...“ jetzt grinste sie, eindeutig hörbar.
„Bye, Kleines.“
„Bye, Große.“
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Nun ja, wenn man in der gleichen Branche arbeitet, dann läuft man sich
eben irgendwann wieder über den Weg… so auch Kian und Sandy.
Erst ignorierte er sie, denn sie tat so als wenn sie ihn noch gar nicht gesehen
hätte.
Sie war die Begleitung von Dave, natürlich.
Als Sandy von der Tanzfläche zurück an die Bar kam, lauerte ihr Nicky
auf.
"Na, Du Biest!" er gab ihr einen Kuss auf die Wange, wie gehabt. Er
war ihr also nicht mehr wirklich böse…
"Hallo, Nixter…" sie tranken was zusammen und schwafelten so, bis
er auf den Punkt kam.
"Das mit Kian war nicht, was ich von Dir erwartet hatte…"
"Nico, pass mal auf! Er ist kein Baby mehr und wenn er sich zu viele Hoffnungen
gemacht hat – sein Pech!"
…
"Frieden?" er hielt mir die Hand hin.
"Klar. Frieden." Sie erwiderte seinen Händedruck und sie gingen
auseinander.
Etwas später wurde sie wieder abgefangen, diesmal von einem angetrunkenen
Kian…
"Hey, Du Miststück." Er lallte ein wenig.
"Oh, Hi. - Wie war doch gleich Dein Name?" sie sah ihn etwas angeekelt
an, denn er hatte eine Fahne… bah!!!
"Ha! Das ich auf eine wie Dich reingefallen bin, war mir eine Lehre. –
Danke!" zischte er aber jetzt ohne Schwierigkeiten…
"Gern geschehen, Milchbubi." Zickte sie ihn arrogant von der Seite
an.
Er griff nach ihrem Handgelenk und zog mit einem Ruck daran, so dass sie ihm
nun direkt ins Gesicht sah. "Wie hast Du mich genannt?" fauchte er
leise.
"Milchbubi." Antwortete sie nur, ohne seinem Blick auszuweichen.
"Warum tust Du das?"
"Weil ich es will. So ist das Leben. Werd erwachsen…"
"Dafür hast Du bereits gesorgt…"
"Ach, bevor ich es vergesse: Solltest Du auch nur daran denken, etwas über
Georgie zu erzählen, schwöre ich Dir, werde ich Dich fertig machen!"
sie sagte es scharf, aber leise.
"Das würde ich nicht mal in Erwägung ziehen…" zuckte er
nur sehr kurz zusammen.
"Gut so… und jetzt lass los." sie sah ihn immer noch an. Er lockerte
seinen Griff, ließ aber nicht los.
"Hab ich Dir wirklich nichts bedeutet?" es klang traurig.
"Nicht soviel wie Du gerne hättest, aber ich schlafe auch nicht mit
jedem…"
"Wie viel denn?" erkannte sie da einen Anflug von Hoffnung? – Ah,
nein… ?
"Es liegt nicht an Dir, aber… Nicky kann's Dir vielleicht erklären,
ja? - Und bitte mach mir das nächste Mal nicht wieder so ein Theater. Das
mag ich nämlich überhaupt nicht!" sie lächelte ihn aufmunternd
an und er grinste schon wieder etwas schief.
"Versprochen. Darf ich Dich wenigstens küssen?"
"Auf die Wange, oder mein Knie verdirbt Dir für immer den Spaß…"
Er tat wie ihm geheißen, dann trennten sich ihre Wege wieder.
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Eigentlich hatte Sandy nicht mal mehr an ihn gedacht, doch nach zwei Wochen
traf sie ihn schon wieder auf so einer Party. Sie grüssten sich freundlich,
mit Küsschen auf die Wange und gingen dann wieder jeder seiner Wege.
Das passierte jetzt noch ein paar Mal, bis er dann irgendwann mal mit ihr tanzte.
Das nächste Mal tranken sie auch was zusammen, wieder ein anderes Mal wollten
sie sich ein Taxi teilen.
Unterwegs entschied er, dass er ihr unbedingt seine neue Wohnung zeigen wollte…
und - ja doch… - sie taten es schon wieder…
Als sie sehr früh erwachte, schlich sie sich aber schnell davon.
Er rief nicht an und sie machte sich keine Sorgen, dass er wieder klammern könnte.
So ging das nun immer wieder mal, doch die Abstände dazwischen waren recht
groß.
Und mittlerweile war sie - noch vor der Hochzeit - von Dave getrennt.
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"Sag mal, Schätzchen, was ist eigentlich mit Dir los? Du bist keinen
Monat mehr zickig, wie sonst; Du futterst wie ein Scheunendrescher, dass Du
schon so was wie einen kleinen Bauch hast und Du bist noch hübscher geworden..."
Manoel, ihr Chef, frühstückte mit ihr in seinem Lieblings-Cafe. Es
war wie ein Meeting in angenehmer Atmosphäre und so war es schon zur Gewohnheit
geworden, dort ihre Besprechungen abzuhalten.
"Wie meinst Du das denn jetzt?" - Komplimente am frühen Morgen?
- "Manoel, bist Du krank? Geht's Dir gut?" sie fühlte ihm die
Stirn.
"Sandy! – Bitte, geh selber mal zum Arzt. Ich mein, so wie Du zur Zeit
drauf bist, könnt ich Dich glatt heiraten, Schatz!" er lachte sie
schelmisch an.
"Mano!? – Du Spinner…"
Zwei Tage später ist sie dann aber im Büro umgekippt – einfach so!?!
Manoel fuhr sie persönlich zum Arzt.
"Mrs. O'Callahan, sie sind schwanger."
"WAAAAAAAAAAAS?" sie fiel fast vom Stuhl! "Äh, das kann
gar nicht sein. Ich hatte seit drei, nein, vier Monaten keinen Sex mehr…"
Sandy sah den Mann verständnislos an.
"Doch das kann sein, denn sie sind Ende des vierten Monats schwanger."
Er sah sie belustigt an. – Hallo? Lustig? Das hier war alles andere als lustig!
SCH**SSE!!!!
Beim Verlassen des Sprechzimmers sprang Manoel direkt auf Sandy zu, so dass
der Arzt ihn für den Vater hielt. Er gratulierte ihm und riet ihm, gut
auf sie zu achten, denn sie sei doch sehr verwirrt und solle sich gefälligst
schonen.
Die beiden gingen schweigend zu seinem Wagen.
"Sag mir, das der Typ sie nicht mehr alle hat, ja?" sie sah Manoel
verzweifelt an.
"Der ist Arzt, Liebes…" er streichelte ihr sanft die Schulter.
"Das kann doch nicht wahr sein!" jetzt heulte Sandy, und wie! SCH**SSE!!!
Manoel fuhr sie nach Hause und blieb noch etwas, bis sie sich beruhigt hatte.
Nachdem er ungefähr eine Stunde weg war, klingelte jemand an ihrer Türe Sturm. Sie wollte keinen sehen und machte nicht auf. Dann hörte sie Georgie draußen schreien und schon lief sie an die Türe.
"…was…?" weiter kam Sandy nicht. Georgie schloss Sandy in ihre Arme
und schob sie dabei zurück aufs Sofa.
"Das kriegen wir hin! Wir stehen das zusammen durch!"
"G?!" Sandy war doch noch viel zu durcheinander… "Was machst
Du so schnell hier?" fragte sie.
"Manoel hat mich angerufen; das erste Mal als er beim Arzt auf Dich gewartet
hat und da bin ich gleich los…" Georgie nahm Sandy schon wieder in die
Arme.
"G?!" nach zwei Stunden, hatte Sandy soweit wieder einen klaren Kopf,
dass ihr auch einfiel, wer sie zur Mutter machen würde… OH NEIN!!!????????
"Äh, das mit dem bei Euch bleiben, müssen wir knicken…"
Georgie sah sie fassungslos an.
"San?!"
"Der *Produzent* soll es nicht erfahren…" – das Wort Vater brachte
sie nicht über ihre Lippen!
"Wer ist es?" Georgie's Stimme klang plötzlich tonlos.
"Genau der…" Sandy nickte zaghaft.
– Es kam nur ER in Frage, denn in dieser Zeit hatte sie absolut gar nichts anderes
laufen gehabt und danach auch nicht mehr! Aber ihnen war das Kondom kaputt gegangen,
so wild waren sie gewesen… SCH**SSE!!!
"Das… sag… nicht wahr ist…" Georgie war kreidebleich geworden.
"Leider doch…" Sandy war ja auch nicht grade erpicht darauf…
"Oh, SCH**SSE!!!" – Georgie?
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Na gut; Sandy bekam ihren Kleinen dann eben in London und lebte hier - trotz
allem - unbehelligt. Wie kann man denn seinen eigenen Spross nicht lieben? Er
war ihr Sonnenschein und sie würde ihn nie wieder hergeben.
Georgie und Nicky kamen so oft es ging und Nicky spielte Ersatzpapa, die beiden waren ja auch seine Paten.
Die vier waren also nach langer Zeit mal wieder gemeinsam im Hyde-Park und
spielten mit dem zweijährigen Paidir (gälisch für Gebet, denn
er war wie ein erhörtes Gebet; Sandy war viel ruhiger geworden, ausgeglichen.
Sie hatte ihren Platz in der Welt zum Teil gefunden...).
Nicky tobt mit ihm und einem Ball durch den Sandkasten und Georgie und Sandy
sahen den beiden lachend zu.
"Nicky wird auch mal ein guter Vater…" hörten sie plötzlich
eine vertraute Stimme, nicht weit von ihnen. Es waren Kian und Jodie, seine
jetzige Freundin.
"Das wird er bestimmt!" Sandy war total ruhig und begrüßte
die beiden höflich. Kian stellte sie einander vor und dann ging Sandy zu
Nicky und ihrem Sohn.
"Nixter, bitte! Du kannst mit ihm trainieren, wenn er größer
ist…" lachend fischte Sandy sich ihren Sohn und nahm ihn auf den Arm.
Nicky erblickte Kian und Jodie, er sah Sandy fragend an. Sie nickte und er lächelte.
"Wie machst Du das?" kopfschüttelnd gab er ihr einen Kuss und
ging zu den anderen.
"Na, Paddy. Willst Du rutschen?" Sandy's Sohn reckte sich schon nach
dem Gerät und sie hatte Mühe ihn auf dem Arm zu halten, doch es gelang
ihr – alles eine Frage der Übung...
Nach einer Weile kamen Nicky und Kian zu den beiden. Sandy sah an ihnen vorbei
und erblickte Georgie, die Jodie in ein intensives Gespräch verwickelt
hatte. "Schuhe!" lachte Nicky nur. "Aha." Mehr brauchten
sie nicht zu sagen und lachten.
"Das ist also Dein Sohn?" Kian fing Paidir am Ende der Rutsche auf
und schwang ihn durch die Luft.
Sandy lief ein kalter Schauer über den Rücken…
"Von wem soll der denn sonst sein?" fragte sie und brachte ein Lächeln
zustande.
Nicky legte ihr den Arm um die Hüfte und drückte sie an seine Seite.
Dankbar legte sie ihren Kopf auf seine Schulter.
Kian spielte mit dem Kleinen, als wenn es das Natürlichste von der Welt
wäre.
Sandy drängelte sich immer dichter an Nicky.
"Das schaffen wir." Flüsterte er ihr noch ins Ohr und küsste
ihre Wange.
"Es wird Zeit." Sagte Sandy nun, laut genug, das Kian inne hielt
und sie ansah.
"Geht's Dir gut? Du bist ganz blass!" erschrocken kam er mit Paidir
auf dem Arm zu Nicky und Sandy.
Sie nahm ihm schnell ihren Sohn ab, auch um sich abzulenken.
"Alles okay. Sie ist nur etwas überanstrengt. Wir werden dann mal
wieder heimgehen und dann mach ich meinen Süßen erstmal einen Tee,
ja Liebes?" Nicky küsste sie schon wieder. "Du bist doch der
Beste." Sie küsste ihn zurück und mit dem einen Arm nahm er Paidir
hoch und den anderen legte er ihr wieder um.
Bei Georgie und Jodie angekommen, fragte Jodie verwundert "Nicky, ist der
von Dir?" Georgie sah sie verwundert an, so wie die anderen auch.
"Vielleicht…" Nicky blickte verschwörerisch von Sandy zu Georgie.
Den beiden huschte ein teuflisches Lächeln übers Gesicht. "Wer
weiß…" zuckte Georgie grinsend mit den Schultern.
Die beide sahen sich tief in die Augen, dann kam Georgie zu Sandy und legte
ihr den Arm um die Hüfte und Sandy ihr ihren.
"Entschuldigt uns. – Jodie, nett Dich kennen gelernt zuhaben. Bye."
Sie verließen das Paar und kehrten in Sandy's Wohnung zurück.
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"Okay, wie lange wird er brauchen?" fragte Nicky die Frauen, die sich
den Bauch vor Lachen hielten.
"Wieso?" fragten Georgie und Sandy gleichzeitig.
"Na ja, so wie ich den Macho kenne, platzt der doch vor Neugierde was zwischen
uns dreien ist…" - Georgie wurde blass.
"Ach Nixter, Du solltest besser mal nach Paidir sehen. Der braucht bestimmt
frische Windeln…" deutete Sandy auf einen dunklen Fleck auf dem hinteren
Teil seiner Hose hin.
"Schon unterwegs!" und schon war er mit dem Kleinen verschwunden.
"Georgie? – Nicht! Er weiß es nicht!" Sandy nahm ihre Freundin
schnell in die Arme.
"Hast Du Kians Gesichtsausdruck denn nicht gesehen?" Georgie sah Sandy
schockiert an.
"G! Bitte! – Davon wissen nur wir drei und so wird es immer bleiben…"
langsam beruhigte sie sich.
Als Nicky mit einem frischen Paidir zurückkam, klingelt auch schon sein
Handy.
"San, geh mal ran, ja?" nickte er Sandy zu.
"Byrnice." Meldete Sandy sich daraufhin.
"Sandy?"
"Blondie!?"
"Äh,… also wenn ich Dich schon dran hab… kann ich mich mal mit Dir
alleine treffen?"
"Was?" Sandy war ja doch irgendwie überrascht…
"Komm schon…!" - das war nicht mehr der Grünschnabel, der bettelt
– das ist ein Mann, der drängt!? –
"Moment!" sie hielt die Hand aufs Telefon.
"Der will wirklich wissen, was bei uns abgeht. Ich soll mich mit ihm treffen…"
Sandy sah von Georgie (die geschockt wirkte und sich wegdrehte) zu Nicky (der
beide Daumen hoch streckte) und wendete sich dann wieder zum Telefon.
"Ist gut…" erwiderte sie etwas schwach.
"In einer Stunde! Im Hard Rock Cafe." Kommandierte er dann.
"Bis dann." Legte sie auf.
Georgie gab vor, ihr sei nicht gut und Nicky passte sowieso auf Paidir auf.
Also zog Sandy sich schnell eine Jeans, Shirt, Jacke, Basecap, Sonnenbrille
und Sneakers an.
Dann schnappte sie sich ein Taxi und ließ sich zur Ecke Park Lane bringen.
Kian war schon da und schien – zu ihrer Beruhigung - irgendwie nervös…
"Hey." Er stand auf und küsste sie, wie gewohnt, auf die Wange.
"Hi." Er hielt ihr den Stuhl und wartete bis sie saß, bevor
er sich gleich neben sie setzte.
"Was möchtest Du trinken?"
"Bier."
Er bestellte.
"Du bist wunderschön... Mutter sein macht Dich… anders."
"Danke, danke. – Du siehst aber auch nicht aus, als wenn's Dir schlecht
ginge…"
Nach einigem Schweigen;
"Also? Was habt ihr beide mit dem armen Nicky angestellt?"
"Wieso wir?"
"Oh, ich erinnere mich da noch an…"
"Du solltest nicht mehr daran denken…" zischte sie ihn ungewollt bösartig
an.
"Hey, bleib locker. – Du weißt, dass ich ihm das NIE erzählen
könnte…" er legte ihr zur Beruhigung seine Hand auf den Unterarm.
"Paidir ist nicht von Nicky." Beantwortete sie seine eigentliche Frage.
"Aha." Er atmete erleichtert aus. "Und welcher Schuft lässt
eine so schöne Frau, wie Dich und so ein wundervolles Kind einfach im Stich?"
"Einer, der nichts von uns weiß." - Ist ja fast die Wahrheit…
"Wieso? Aber…"
"Warum wolltest Du mit mir reden?" unterbrach sie ihn schnell.
"Was? – Wieso?" – konnte der nur noch Fragen stellen? -
"Hallo?!" sie sah ihn fordernd an.
"Weil ich Dich mal wieder alleine sehen wollte. – Wir haben uns jetzt schon
so lange nicht mehr getroffen…"
"Den Grund kennst Du ja jetzt…" erwiderte sie schwach.
"Ja. – Den hast Du gut hinbekommen. So einen wünsch ich mir auch mal…"
sehnsüchtig sah er in sein Glas. – Hat der zu lange in der Sonne gelegen,
oder was ist hier los? –
Die zweiten Getränke kamen endlich.
"Auf Dich und den Kleinen."
"Auf uns." Lächelte sie schwach.
Die beiden redeten nur noch belangloses Zeug und verabschiedeten sich dann auch
schon wieder.
Zu Hause erwartete Sandy dann zweimal Kreuzverhör, denn Georgie war immer
noch im Bett.
Nicky war schnell zu befriedigen, er hatte nichts anderes von seinem Kumpel erwartet.
Georgie war dagegen ein schwieriger Fall…
Sie machte sich nicht nur um die Vergangenheit sorgen, nein! Sie meinte plötzlich
auch, dass der Kerl ein Recht darauf hätte, zu wissen, dass er Vater sei.
Aber da war sie bei Sandy an der falschen Adresse…!!!
Sie stritten heftig und als es Sandy zu bunt wurde, ist sie einfach aus dem
Zimmer gegangen.
Bei Nicky und Paddy spielten sie mit dem Kleinen.
Am folgenden Tag mussten Nicky und Georgie sowieso zurück. Georgie und
Sandy waren ruhiger und verhaltener im Umgang miteinander, was natürlich
auch Nicky auffiel. Er nahm Sandy zur Seite und fragte, was denn los sei.
"Wir haben Streit. Und da kannst und sollst du auch nichts dran machen!
Verstanden?" fuhr sie nun auch ihn ein bisschen heftig an.
"Okay, okay… wenn ihr's so haben wollt. – Aber bitte vertragt Euch irgendwann
wieder, ja?" er gab Sandy einen Kuss zum Abschied und schon waren sie weg.
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Nun ja, so als allein erziehende Mutter hat man plötzlich einen Freundeskreis,
der sich in ähnlichen Situationen befindet…
Ab und zu traf sie sich ja auch mal mit Kerry McFadden, wenn sie in der Stadt
war und passte auf Molly und Lilly auf, wenn Kerry arbeiten musste. Kerry erzählte
ihr auch immer brühwarm, was grade so los war.
Oder Sandy traf sich mit anderen Freundinnen, die jetzt Kinder hatten.
Also einsam war sie wirklich nicht.
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Dann musste Sandy ja mal wieder auf IHN treffen; London ist zwar groß,
aber doch nicht groß genug…
Es war im Supermarkt und er hielt ihr von hinten die Augen zu. Leider erkannte
sie ihn nur zu gut an seinem Aftershave…
"Hey. Wer bin ich?" fragte er mit verstellter Stimme. Doch Paddy quiekte
schon "Kee…" und damit war Sandy fein raus. – Ähm, woher kannte
eigentlich ihr Sohn denn Kian's Namen? Er hatte ihn doch bisher nur einmal gesehen?
(Kinder…) –
"Hallo."
"Hi." Er gab ihr den obligatorischen Kuss auf die Wange - das hatte
sich nicht geändert…
"Wie geht's Dir so, Süße?" er war sichtlich gut gelaunt.
"Och Du, bis grade ging's eigentlich noch…" grinste sie.
"Ja ja, immer noch zickig wie eh und je, ja?" grinste er zurück.
"Nur bei den gleichen Leuten…"
"Sag, was habt ihr beiden denn gleich noch so vor?"
"Wieso? Willst Du unseren Einkauf nach Hause bringen?"
"Das auch…" er grinste schelmisch.
"Was hast Du denn vor?" fragte sie kess.
"Also, erstmal bring ich Euch zwei Hübschen samt Einkauf nach Hause.
- Da war ich ja noch nie und die Chance lass ich mir jetzt nicht mehr entgehen…"
"Na gut…"
"… und dann sehen wir weiter, ja?"
Was soll's!? "Okay, dann pack mal mit an, ja?" drückte sie ihm
den Einkaufswagen in die Hände. Mit Paddy auf dem Arm konnte sie nun die
letzten Dinge schnell einsammeln und sie gingen zur Kasse. Danach packten sie
alles ein und fuhren zu Sandy.
Sie stellten alles in die Küche (na, eigentlich nur er…) und sie setzte
schon mal Teewasser auf. Paddy hatte sie in seine Spielecke verfrachtet, wo
er nun selig spielte.
"Puh! – Ist das immer so viel?" fragte er, mit einem Packet Windeln
unterm Arm.
"Nein, nicht immer. Aber wenn's sein muß…" sie grinste ihn amüsiert
an. "Tee?"
"Gern." Erschöpft fiel er auf den Küchenstuhl und sah ihr
zu, wie sie den Tee fertig machte und nebenbei noch Sandwichs machte. Es war
fünf Uhr nachmittags und sie hatte mittags noch nichts gegessen.
Als sie alles auf ein Tablett gestellt hatte, kam Kian und nahm es ihr einfach
ab.
Sie gingen ins Wohnzimmer und machten es sich gemütlich.
"Sag mal, wenn ich einen Babysitter finde, gehst Du dann mal wieder mit
mir aus?" fragte Kian plötzlich.
"Wieso sollte ich das tun?" – Sandy war ihm gegenüber nun skeptischer…
"Ach, wir verstehen uns doch eigentlich ganz gut und ich bin gerne mit
Dir zusammen. Da liegt es nah, dass ich auch gerne mit Dir ausgehe…"
"Aber Du hast doch Jodie…" wandte sie ein.
"Schon, aber das ist nicht das gleiche! Mit Dir fühle ich mich wohler."
"Keen, was sagst Du da? - Weißt Du eigentlich, was das für Dich
bedeutet?"
"Hmm, schon eine ganze Weile…"
"Und?"
"Wie *und*?"
"Kee!!!"
"Ohm, ja also…"
"Hey, falsche Adresse! Darüber musst Du mit Jodie reden, nicht mit
mir!"
"Du machst mir das Leben ja schon wieder zur Hölle!" stöhnte
er.
"Hallo?! – Ich Dir? Kee, Du kommst zu mir und offenbarst mir, das Du lieber
mit mir zusammen bist, einer älteren allein erziehenden Mutter, als mit
Deiner jüngeren Freundin…"
"Was hat das jetzt mit dem Alter zu tun?" fragte er verständnislos.
"Nicht so viel, aber… das ist doch verrückt?!"
"Das kannst Du laut sagen… ich bin verrückt nach Dir!" er nahm
sie in seine Arme und küsste sie, erst zaghaft, doch dann fordernder.
"Hey, mal langsam…" sie hatte Mühe ihn auf Distanz zu bekommen.
Sandy war die ganze Situation irgendwie unheimlich; ihr Sohn spielte im Nebenzimmer fröhlich vor sich hin und sie lag in den Armen seines Erzeugers, der noch nicht mal wusste, das er es war… und jetzt offenbarte dieser ihr auch noch, wie gerne er mit ihr zusammen sei, obwohl er eine andere zur Freundin hatte!? Total Bekloppt, oder?! HILFEEEE!!!
Da klingelte auch schon das Telefon (na endlich meinte das Schicksal es auch
mal mit IHR gut…) und sie ging ran.
"Ja?"
"San?" das war Georgie!?
"G!"
"Hi. - Du, ich wollte mich entschuldigen für…"
"Ist schon okay, Liebes…" – Sandy beobachtete grade Kian wie er mit
Paddy spielte, ein himmlisches Bild, an dem nur leider irgendwie alles verkehrt
war…
"Du klingst so komisch – stör ich Dich bei etwas?"
"Nein, eher das Gegenteil…"
"Was ist los?"
"Habe Besuch und irgendwie ist alles so komisch…"
"Sag mir nicht, das Egan bei Dir ist!?" – was kannte Georgie sie auch
so gut?! -
"Wer bringt mich denn sonst noch aus dem Konzept?"
"San! – Was läuft denn da?" fragte Georgie auch schon vorwurfsvoll.
"Nichts, wenn's nach mir ginge…"
"Aber es geht wohl nicht nach Dir, hab ich recht?"
"Ach, Du kennst ihn doch…"
"Hallo?!"
"Sorry, Du weißt, wie ich das gemeint habe…"
"Ja, schon klar… und was macht er jetzt grade?"
"Spielt mit Paddy."
"Na klasse…"
"So ungefähr, - sieht echt schräg aus…"
"Wie fühlst Du Dich?"
"Durcheinander."
"Weißt Du was? Eigentlich habt Ihr beide, nein, alle drei, Eure Chance
verdient. Findest Du nicht?"
"G… fängst Du schon wieder an?!" stöhnte Sandy etwas zu
laut, denn nun kam Kian wieder zu ihr, drückte ihr ihren Sohn in die Arme
und nahm ihr das Telefon aus der Hand.
"Gina? – Ja, Kian hier. Du, Sandy ruft Dich später zurück, ja?!
– Bis dann." Legte er einfach auf.
"Hallo?! – Bist Du hier zu Hause oder was fällt Dir ein?"
"Sandy, Du hast mir doch was zu sagen, oder?" fragte er nur.
"Was meinst Du?" war Sandy nun verwirrt.
"Na, Du willst mir doch wohl nicht weiß machen, das diese blauen
Augen von Dir stammen!?" deutete er auf Paddy.
"Von wem denn sonst? – Ich hab Dir doch schon gesagt, das Nicky nicht sein
Vater ist…"
"Aber ich!"
"WAAAS?"
"Mein Gott, glaubst Du eigentlich, ich sei blöd?" wurde er etwas
ungehalten.
"Kee, …"
"Sandy, warum hast Du es mir denn nicht einfach gesagt?"
"Wozu? – Es war ein Unfall und ich bin nicht der Mensch, der sich an Konventionen
hält… das müsstest Du doch nun wirklich schon mitbekommen haben!?"
"Ja, das stimmt… aber trotzdem, Du hättest es mir sagen müssen…"
"Hör mir gut zu! – Ich will nicht, dass Du Dich zu irgendwas verpflichtet
fühlst, daher mach ich Dir folgenden Vorschlag; Du kannst Paddy so oft
sehen, wie Du willst oder es Dir möglich ist. Dafür sorgst Du dafür,
dass weder er noch ich in der Presse landen! Einverstanden?"
"Und was ist mit uns beiden?"
"Kee, was soll schon sein? – Du bist mit Jodie zusammen und ich führe
mein Leben…"
"Du weißt, dass ich mehr will…"
"Du kannst aber nun mal nicht alles haben!"
"Warum nicht?"
"Nur weil Du ein Popstar bist, heißt das eben nicht, dass Du alles
bekommst, was Du willst!!!"
"Ich bin aber auch nur ein Mann…"
"Noch schlimmer! – Lass mir Zeit. Das ist alles ein bisschen viel auf einmal…"
Er nahm ihr Paddy ab und zog ihn vorsichtig an sich und schon war der Kleine,
der schon vorher müde geworden war, an seiner Brust eingeschlafen. Lächelnd
betrachtete Kian ihn und Sandy die Beiden. Ihr lief ein Schauer über den
Rücken.
"Darf ich ihn ins Bett bringen?" fragte Kian.
"Natürlich…" also ging Sandy voraus, um ihm den Weg zu zeigen.
Mit geübten Händen hatte er Paddy vernünftig Bett fertig gemacht.
Sandy sah ihn erstaunt an und er flüsterte "hab bei meinen kleinen
Geschwistern geübt…" und grinste sie an.
Als Paddy also in seinem Bettchen selig schlief, gingen die beide wieder runter
ins Wohnzimmer.
"Du bist so blass auf einmal!? Komm mal her." Zog er sie an sich und
sie lehnte sich an ihn. Sanft streichelte er ihr über die Wange und den
Arm, während er sie mit dem anderen Arm an der Schulter festhielt. Es war
ein angenehmes Gefühl und so fielen ihr wohl einfach die Augen zu.
Von einem leisen Brummen wurde sie geweckt. Kian schnarchte ganz leise vor sich
hin, doch hielt er sie noch stets fest.
'Au Backe! Alles könnte so einfach sein…' Doch wenn sie den einfachen Weg nehmen würde, stände sie sich selbst wieder im Weg und das wollte sie Paddy nicht antun. Lieber gleich ohne Vater aufwachsen, als einmal ohne, dann mit und dann doch wieder ohne. - Sandy kannte sich! Wenn sie wieder anfing sich zu langweilen, weil alles so schön einfach lief, würde sie nur wieder eine Katastrophe produzieren. - Aber sie war nun nicht mehr allein, sondern hatte auch für ihr Kind eine Verantwortung und der wollte sie so gut es ging gerecht werden! Basta!!!
Also löste sie mich vorsichtig aus Kians Armen und brachte ihm eine Decke,
mit der sie ihn zudeckte.
Dann ging sie in die Küche und goss sich ein Glass Whiskey ein, leerte
es in einem Zug und ging zu Bett. – Das war ein Tag, fing er doch so harmlos
an und endete in totalem (Gefühls-)Chaos.
Trotz des Whiskeys konnte sie nicht schlafen. Sie musste mit jemandem reden!
Georgie kam leider nicht in Frage – also blieb eigentlich nur noch Nixter!
Mit zittrigen Händen wählte sie seine Handynummer.
"Ja?"
"Nix?"
"San!?"
"Hi. – Kannst Du reden?"
"Warte eine Minute!…" sie hörte ihn im Hintergrund mit jemandem
reden und dann irgendwohin laufen.
"So, jetzt hab ich Ruhe… - Was gibt's denn so dringendes?"
"…" - Sandy erzählte ihm alles, einfach alles, was heute passiert
war. Er hörte ihr aufmerksam zu und unterbrach sie nicht.
Dann war alles gesagt.
"Baby, Du hast aber auch immer ein Händchen alles kompliziert zu
machen…"
"Ich weiß…" seufzte sie nur.
"Aber Deinen Vorschlag finde ich gut – seht erstmal wie sich die Dinge
entwickeln. Kian ist zwar immer schnell mit Entscheidungen, aber danach kommt
dann auch meistens der Katzenjammer. - Aber eins muss man ihm zu Gute halten,
er trägt auch immer die Konsequenzen und bleibt fair…"
"Ja, schon klar…"
"Pass mal auf, Du kommst einfach mit Paddy und Kian für ein paar Tage
zu uns nach Dublin und ihr habt Zeit auf neutralem Boden mal einige Zeit zu
verbringen. Dann hat er die Möglichkeit Paddy kennen zulernen und umgekehrt.
Und ihr beide könnt sehen was aus euch werden könnte… ja?"
"Nicky, das solltest Du vorher mit Georgie besprechen, finde ich…"
- sie wäre bestimmt nicht begeistert… -
"Nö, Du. Die ist nächste Woche mit ihrem Dad unterwegs und gar
nicht zu Hause. – Aber hier habt ihr wenigstens eine Ausrede wegen der Presse
und so…" klang einleuchtend.
"Na gut, ich besprech's mit Keen, okay?"
"Braves Mädchen…"
"Ich und brav? Willst Du mich beleidigen?" schnaubte Sandy kurz.
"Ruf mich an, wie ihr euch entschieden habt. Gute Nacht!"
"Nacht und Danke…" kopfschüttelnd legte sie auf.
"Was willst Du mit mir besprechen?" fragte Kian.
Sandy hatte gar nicht mitbekommen, dass er aufgewacht war und nun in ihrem Zimmer
an der Türe stand.
"Ich dachte Du schläfst?!"
"Dachtest Du die Decke könnte Dich ersetzen? – Also, mit wem hast
Du grade telefoniert?"
"Mit Nicky."
"Und was wirst Du mit mir besprechen?" er stand jetzt direkt neben
ihr.
"Nicky meinte, wir drei könnten für ein paar Tage zu den Byrne's
kommen. Du und Paddy hättet Zeit für Euch und wir vielleicht zum Reden…"
"Klingt doch nicht schlecht…" er setzte sich zu ihr aufs Bett und
legte schon wieder einen Arm um sie.
"Musst Du nicht langsam mal wieder nach Hause? Jodie wird sich Sorgen machen…"
"Nein, ich hab hier immer noch meine eigene Wohnung und da schlaf ich gewöhnlich
auch…"
"Du musst selber wissen was Du tust…" – das war jetzt nicht so klug
gewesen, denn schon fing er an sie zu küssen…
Sandy wußte nicht, ob es an dem Whiskey lag oder daran, das sie sich schon
lange mal wieder nach der Nähe eines Mannes gesehnt hatte, aber sie ließ
ihn gewähren und genoss seine Zuwendungen…
Morgens erwachte sie in seinen Armen und ihr fiel auf, das es ein sehr angenehmes
Gefühl war… so beruhigend, nicht mehr alleine für alles verantwortlich
zu sein.
Nach einer herrlichen Dusche und Zähneputzen, wickelte Sandy sich in ein
flauschiges Frotteehandtuch ein und ging zurück ins Schlafzimmer. Kian
schien immer noch zu schlafen. Er sah so süß aus, wie er so unschuldig
in den Lacken lag. Sie seufzte kurz und weckte ihn dann mit einem kleinen Kuss
auf die Wange. Langsam öffnete er seine verschlafenen Augen (wie Paddy)
und grinste sie an, dann hatte er sie auch schon gepackt und wieder ins Bett
gezogen.
"Das nennst Du *Guten Morgen*? – Ich zeig Dir, was ich unter einem guten
morgen verstehe…" und schon begann er wieder sie mit Küssen zu übersähen…
Doch bevor er zu übermütig wurde, stoppte sie ihn.
"Willst Du Paddy wecken?" fragte sie ihn.
"Wenn ich darf…?" sah er sie fragend an.
"Du solltest aber vorher Duschen gehen. Er ist es nicht gewohnt von halbnackten
Männern geweckt zu werden…" zog sie sich schnell was an.
"Heißt das, Du bist tatsächlich brav geworden?" fragte
er sie doch irritiert.
"Nicky wollte mich auch schon so nennen… Nein, natürlich nicht, aber
ich weiß auch, was sich gegenüber meinem Kind gehört!"
brummte Sandy.
"Unserem Kind!" wurde sie verbessert.
"Wir werden sehen…" lief sie in die Küche.
Sandy hörte die Dusche und dann das vergnügtes Quieken ihres Sohnes.
Dann standen die beiden auch schon in der Küche.
"Morgen, mein kleiner Sonnenschein…" küsste Sandy Paddy, der
ihr schon seine Ärmchen entgegen streckte. Also nahm sie ihn aus Kians
Armen in ihre. Kian machte dann das Frühstück weiter.
Sie saßen also zu dritt am Küchentisch und frühstückten
in aller Ruhe – wie eine kleine richtige Familie… kitschig, nicht?
"Wann sollen wir denn nach Dublin kommen?" fragte Kian.
"Nächste Woche, wenn Georgie außer Haus ist…" antwortete
Sandy spontan.
"Sie hat immer noch ein Problem mit mir, oder?"
"Wer kann's ihr verübeln?"
"Nun ja, ihr habt es doch so gewollt, oder etwa nicht?" sah er sie
durchdringend an.
"Du solltest sie darauf besser nicht ansprechen…"
"Aber ich hab's nur wegen Dir gemacht…"
"WAAAS?"
"Ja, ich wollte Dich, doch euch gab's ja nur im Doppelpack…"
"Kee,…?"
"Kuck nicht so! – Wann läuft denn bei uns schon mal was normal?"
– da hatte er ja nun wirklich Recht…
"Schon, aber…"
"Nichts aber! – Wann begreifst Du eigentlich, wie wichtig Du mir bist?"
"Das mag ja alles sein, aber das reicht noch lange nicht aus, um einen
auf Familie zu machen…"
Er schwieg.
Sie auch.
Nach dem Kian Paddy in seine Spielecke gebracht hatte und Sandy die Reste des
Frühstücks beseitigt hatte, kam er wieder zu ihr und nahm sie von
hinten in den Arm.
"Es tut mir leid. Ich wollte nicht mit Dir streiten." Sanft küsste
er ihren Nacken.
"Du forderst zu viel auf einmal von mir…"
"Warum? Weil ich Dich und den Kleinen will?"
"Auch." Sie drehte sich zu ihm um, doch er ließ sie nicht los.
"Nach allem was passiert ist, kann das mit uns doch nichts werden. – Und
was würden Deine Familie und Freunde überhaupt dazu sagen? Die werden
glauben, dass ich ihn Dir angehängt habe, weil Du berühmt bist…"
"Meine Familie wird MIR glauben und meine Freunde tun es besser auch, sonst
sind sie Geschichte…" er lächelte sie aufmunternd an.
"Lass uns erstmal die Zeit bei Nicky abwarten…"
"Also, wenn Gina nicht da ist, dann freue ich mich schon riesig auf euch
beide…" er freute sich, wie ein kleines Kind auf den Weihnachtsmann.
"Du bist unmöglich…" lachte sie nun.
"Gestern war ich nur verrückt – heute bin ich unmöglich – was
bin ich dann morgen?"
"Ich warne Dich, Egan…"
Er küsste sie einfach…
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Sie saßen zusammen im Flieger nach Dublin; Kian, Paddy und Sandy.
"Weißt Du eigentlich, dass ich wegen Dir Streit mit Mark hatte?"
fragte Kian plötzlich.
"Wegen mir? Wieso das denn?"
"Er fand Dich scharf und wollte Dich anbaggern und da bin ich dann ausgeklinkt
und hab ihm gesagt, er soll gefälligst die Finger von Dir lassen…"
grinste er frech.
"Und darauf bist Du wohl auch noch stolz, oder was?"
"Natürlich! – Du gehörst nun mal zu mir, das wusste ich schon
immer…" grinste er sie frech an.
"Du überheblicher Popstar…" gab sie ihm empört einen Klaps
auf den Oberarm.
"Au-a!" sah er sie nun auch empört an.
"Weichei!" - und noch einen.
"Hör sofort auf damit!" griff er nach ihren Handgelenken und
küsste sie schon wieder.
"Ki-an! Nicht in der Öffentlichkeit…" entzog sie sich ihm gleich
wieder.
"Dann hör auf damit." Grinste er wieder frech.
"Na gut…" gab Sandy sich geschlagen…
Paddy wollte jetzt auf Kians Schoß, wo er gleich einschlief.
Kian lächelte zufrieden vor sich hin und Sandy musste bei dem Anblick auch
lächeln, die beiden sahen zu niedlich aus.
Nicky holte sie am Flughafen ab und brachte sie zu sich nach Hause.
Georgie war wirklich nicht da und so konnten Kian und Sandy aufatmen.
Nicky sah sie etwas irritiert an, doch Kian meinte schnell "Endlich!"
und so lächelte Nicky auch schon wieder.
Sie richteten sich bei den Byrnes häuslich ein und wenn Kian Paddy zu Bett
gebracht hatte, saßen die drei noch ewig quatschend auf den Sofas und
tranken Bier.
So auch heute; Sandy stopfte sich grade eine Handvoll Chips in den Mund, als
Nicky jemanden nachmachte und alle lachen mussten. Schon hatte sie sich verschluckt.
Kian war sofort näher an sie rangerutscht und klopfte ihr auf den Rücken.
"geht schon wieder…" wollte sie sich was zu trinken greifen, doch
Kian war schneller und reichte ihr seine Bierflasche, die sie ansetzte und in
einem Zug leerte…
"Dann geh ich mal Nachschub holen…" stand Nicky auf und ging.
Kian saß immer noch unangenehm dicht neben ihr. Bis jetzt hatten sie immer
einen gewissen Sicherheitsabstand gehalten.
"Schlaf doch heute Nacht bei mir, ja? Du musst doch nicht alleine in diesem
kleinen Bett schlafen…" sagte er leise.
"Kee,…" wollte sie Einspruch einlegen, doch er legte ihr seine Finger
auf die Lippen.
"Ein Nein akzeptiere ich nicht!" sah er sie sehr ernst an.
Sandy konnte nur seufzen…
Also schlief sie in dieser Nacht in Kians Bett.
Doch diesmal waren beide *zahm* und schliefen nur in den Armen des anderen.
Am folgenden Morgen wurde Sandy durch sanfte Küsse auf ihr Gesicht geweckt
und als sie es endlich schaffte, die verschlafenen Augen auf zu machen, sah
sie wieder in diese blaue Augen, die alle so toll fanden.
Ja, ist ja schon gut, sie sind nun wirklich nicht alltäglich.
Doch Sandy erkannte an seinem Lächeln, wie er so drauf war… oh ja, jetzt
war es grade ziemlich lüstern…
"Kee,…" stöhnte Sandy etwas genervt.
"Baby, nicht schon wieder… das halte ich nicht aus!" stöhnte
er nun.
"Es wird Zeit für uns beide mal unter vier Augen zu reden!" meinte
sie sehr ernst.
Er setzte sich auf und sie rappelte sich auch endlich aus den Federn.
"Look…" wollte sie anfangen.
"Listen, Sandy!" unterbrach Kian aber gleich. "Du weißt,
das ich Dich will und Paddy! – Sag Du mir warum Du mich nicht willst!?"
fragte Kian.
"Du weißt, das ich seit Jahren keine längere Beziehung hatte,
in the usual way…" fing sie mal an.
"Aha…" machte Kian nur.
"Du weißt, dass ich nicht nach Konventionen lebe und immer meinen
eigenen Weg gehe…"
"Du bist stur!"
"… oder so… nun ja, es war nie mein Wunsch eine intakte Familie zu gründen
– es war noch nicht mal mein Wunsch Mutter zu werden! Aber ich bin es und jetzt
will ich es nie wieder missen müssen. Paddy ist mein ein und alles!"
"Siehst Du!"
"Was?"
"In dieser Beziehung hast Du Deine Meinung geändert!"
"Ja, aber nur in dieser!"
"Warum?"
"Wie kannst Du mich fragen, warum ich meine Meinung zu meinem Kind ändern
konnte?" rief sie empört.
"Nein. Warum konntest Du sie zu Paddy ändern, aber willst es bei mir
nicht tun?"
"Egan, Du bist nicht grade der Mann, der sich niederlässt und eine
Familie gründet…"
"Warum denn nicht?!"
"Nummer 1; Mr. Popstar liebt das Abenteuer mit seinen Verehrerinnen auch
mal Sex zu haben."
"Hey, ich kann auch treu sein!"
"Was war mit Jodie?"
"Wieso?"
"Du wolltest mich…"
"Ja, aber Du hast doch abgelehnt!?"
"Das Wollen zählt… Punkt 2; Dein Kind wäre den Paparazzies ausgeliefert.
Nicht grade erstrebenswert für so einen kleinen Menschen, oder?"
"Stimmt, aber meine Geschwister haben es auch hin bekommen…"
"Sie sind auch nicht Deine Kinder! – Punkt 3; Du willst aus Pflichtgefühl
mit uns zusammen sein." Ihre Stimme wurde leiser.
"DAS IST NICHT WAHR, Sandy! Das weißt Du genau!"
"WOHER DENN?"
"Ich zeig's Dir…" er stürzte sich auf sie und küsste sie
leidenschaftlicher denn je zuvor. "Kann ein Kuß lügen?"
Sandy war wie vor den Kopf geschlagen – was war hier los?
Zeit! Sie brauchte Zeit – alleine!
"Kee, ich… kann nicht! Noch nicht…" sie sah ihn verwirrt an. Er sah
verletzt aus. "Nein, Kee… nicht was Du denkst… ich muß mir erst darüber
klar werden, ob ich mich für Dich ändern könnte…" jetzt
sah er sie verwundert an.
"Du brauchst Dich nicht ändern – ich will Dich so wie Du bist!"
"Du verstehst mich nicht… ändern, das ich einem Mann trauen kann,
ihn nicht nur für ein paar Nächte liebe und ihn nicht einfach wieder
verlassen…"
"Das Risiko kannte ich vom ersten Tag… doch irgendwie ist es das was Dich
so einzigartig macht! Ich werde nie genau wissen, was Du tust, doch ich werde
wissen, dass Du mich liebst und unseren Sohn zu einem ganz besonderen Menschen
machen wirst. Und das Du immer an mich glauben wirst…" Kian sah sie so
liebevoll an.
"Kee, woher willst Du das alles wissen? ICH weiß es ja noch nicht
mal…" ihr liefen die Tränen und Kian nahm sie in den Arm und trocknete
sie mit seinen Küssen.
"Weil ich Dich kenne… und liebe…" er sah sie so verständnisvoll
an.
"Ach Kee…" warf sie sich in seine Arme und zog ihn rückwärts
zu sich aufs Bett. – Nein, nicht was Ihr schon wieder denkt! Sie haben sich
nur geküsst und gestreichelt, einfach geknuddelt. –
Nicky wollte heute mal zu Brian und Kerry. Paddy könnte mit Molly spielen,
da sie ja im selben Alter waren. So hätten Kian und Sandy mal ein bisschen
Zeit für sich alleine…
Paddy war nicht so begeistert ohne Mummy und Daddy zu Molly zu müssen,
doch Onkel Nick versprach ihm ein Fussballspiel mit Onkel Bry und schon sah
die Welt wieder anders aus…
Doch Kian schmollte auch so vor sich hin.
"Ist er nicht süß, wenn er schmollt?" amüsierte sich
Sandy.
"Wen meinst Du? Den Großen oder den Kleinen?" grinste Nicky
frech.
"Den hier!" ließ Sandy sich auf Kians Schoß fallen. Der
sah sie verwundert an. "Hä?"
"Daddy, das heißt wie bitte…" mahnte sie ihn.
"Daddy?" sah er sie lächelnd an.
"Bist Du doch, oder?" neckte sie ihn.
"Könnte doch auch ich sein…" neckte Nicky ihn nun.
Kians Kopf flog zu Sandy herum und er sah sie sehr ernst an. Sandy konnte seine
Gedanken in dem Moment lesen.
"Nein, Kee. Paddy ist absolut von Dir…" flüsterte sie ihm ins
Ohr.
"Hast Du…" setzte er an, doch konnte oder wollte er den Rest nicht
aussprechen.
Nicky hatte Paddy nun schon angezogen und wollte los.
Sie mussten also kurz unterbrechen und verabschiedeten sich von den Beiden.
"Pass mir gut auf ihn auf, Nick!" rief Sandy ihnen noch hinterher.
"Mach ich, versprochen mein Schatz!" warf er ihr eine Kusshand zu.
Kian und Sandy standen in der Tür bis sie weg waren.
Dann nahm Kian ihre Hand und zog sie ins Wohnzimmer zurück.
"Und nun Klartext: Hast Du mit Nicky geschlafen?"
"KEE!" rief sie entsetzt.
"Sag es mir!" - war er jetzt eifersüchtig oder was?
"Nein. Beruhigt? – Wie kommst Du auf die Idee?" fragte sie empört.
"Vielleicht weil Du und die-ach-so-brave-Gina ja schon ganz andere Dinge
angestellt habt…"
"Kian John Francis Egan, Du bist der einzige, der in den Genuss gekommen
ist und das wird auch so bleiben!"
"Wirst Du denn mit mir alleine zufrieden sein?" sah er sie doch unsicher
an.
"Hey, mein Süßer… noch habe ich mich nicht endgültig entschieden,
aber Du hast gute Chancen…" Sandy war nah an ihn heran gerutscht und küsste
seinen Hals.
"Bitte mach mir keine falschen Hoffnungen mehr…" stöhnte er noch.
"Wenn Du nicht willst…" zog sie sich schnell wieder zurück.
"Nicht wollen?! – Du bist alles was ich seit langem will, doch immer wieder
stößt Du mich weg. Du machst mich noch ganz krank."
"Okay, dann mal zur Sache: Du willst mich, das höre ich nicht zum
ersten Mal. Aber könntest Du das vielleicht auch genauer definieren?"
"Du hast es so gewollt: ich will Dich und unseren Sohn – ganz klassisch."
"Was heißt *klassisch*?"
"Ich will das Du meine Frau wirst und Paddy offiziell mein Sohn."
– uhu! Das war eine deutliche Ansage… -
"Warum kuckst Du so…?"
"…ängstlich!?!" vervollständigte sie seine Frage.
"Wovor hast Du Angst?" er legte seine Hand auf ihre.
"Davor, das ich wieder eine Katastrophe produziere und Paddy und auch Dir
damit das Herz brechen könnte…"
"Warum hast Du kein Vertrauen?" fragte Kian sie geduldig.
"Ich hab ja Vertrauen… in Dich. Aber nicht in mich! Ich bin das Problem,
Kee! Nur ich!"
"Liebes, ich habe aber Vertrauen in Dich. Du wirst keine Katastrophe mehr
machen…" liebevoll nahm er sie wieder in seine Arme und hielt sie ganz
fest. Sandy zitterte am ganzen Körper, wie immer, wenn sie Angst hatte.
"Schatz?" fragte Sandy leise.
"Du nennst mich Schatz? Das ist doch schon ein guter Start…" glücklich
– durch ein einziges Wort? – küsste er ihre Stirn.
"Du hast gesagt, dass Du Paddy mit zu Deinen Eltern nehmen wolltest. Könnte
ich mitkommen?"
"Eigentlich wollte ich das sowieso nicht ohne Dich machen – natürlich!
Ich will meinen Eltern doch die Frau zeigen, die meine ganze Welt auf den Kopf
dreht…"
"Sei nicht so enthusiastisch. Was ist wenn sie mich gar nicht mögen?"
fragte sie besorgt.
"Sie werden Dich mögen, glaub mir."
"Und was ist wenn sie denken, ich hätte Dir nur ein Kind angehangen…"
weiter kam sie nicht.
"Hör auf mit dem Gerede! Grade Du, die ich förmlich dazu zwingen
muß, mit mir zusammen zu sein?!"
"Es tut mir leid, Schatz. Ich bin alles anderes als einfach… Willst Du
Dir das wirklich antun?"
"Ich liebe Dich." Er küsste sie und irgendwie überzeugte
es Sandy…
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