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... Es waren vier Monate vor meinen 20. Geburtstag. Ich ging mit meiner besten Freundin Nadja durch die Shopping- Mall in Cork. "Oh, Mann! Nächste Woche bist du 20 und gehst nach Dublin und ich häng noch ein halbes Jahr zu Hause rum, während du Party machst.", stöhnte sie. "Dann bin ich endlich frei! Ich kann nach Dublin und Radio Moderatorin werden!" Ich streckte beide Hände in die Luft, legte den Kopf in den Nacken und lachte auf. "Hey! Hör auf! Du bist ja peinlich, Mel!", lachte Nadja. Sie hackte sich bei mir ein und wir gingen die dritte Etage der Mall entlang.
"Heyyy!!!! Was ist denn DA los??!!", rief ich Nadja, die an einem Schaufenster klebte, vor einer Hose und einer Bluse, die nicht mal ihre Eltern bezahlen konnten, zu.
Ich zeigte auf einen Haufen Mädels, die kreischend aufgeregt auf- und ab hüpften. Sie wurden von schweren, großen Bodygharts zurück gedrängt, um für einen, auch wirklich nur für einen Mann, Platz zu schaffen.
"Weißt du wer das ist?", fragte Nadja mich. Ich schüttelte nur den Kopf. "I don’t know. Den Typen hab ich noch nie gesehen.", sagte ich leise. "Aber der scheint ziemlich berühmt zu sein. Schau dir doch mal die Fans, die ihn an Himmeln, an. Und außerdem sind wir eigentlich gut informiert, was Stars angeht.", widersprach mir Nadja. "Aber heute mal nicht."
Ich starrte die ganze Zeit die Fans und den Mann an. Irgendwie kam er mir bekannt vor. Woher wusste ich aber nicht. Als der junge Mann uns abseits stehen sah, lächelte er mich an und wandte sich aus den Fans und kam auf uns zu. Dies bekamen die Mädels mit und kreischten, als der Mann mir die Hand reichte. "Hey, ich bin Kian, aber du kennst mich ja wahrscheinlich. Bist du Melanie Mölling?" "Nein.", meinte ich. "Wie du bist nicht Melanie Mölling? Oh dann hab ich dich wohl verwechselt mit jemanden anderes. Tut mir leid euch gestört zu haben." Mit diesen Worten drehte sich Kian um und ging wieder zu den Fans. "Hey, Kian warte!", rief ich. Er drehte sich um und sah mich an. Ja?! Was ist?" "Ich meinte das ”Nein" so, dass ich dich nicht kenne, aber ich bin Melanie Mölling." "Wenn das so ist. Wollen wir ein Kaffee trinken gehen?", lud Kian uns nun ein.
"Und du kennst mich wirklich nicht?!", fragte Kian ungläubig. Ich schüttelte den Kopf. "Tut mir leid. Ich hab dich noch nie gesehen." Ich nahm einen Schluck von meinem Kaffee. "Kennst du die Band ”Westlife”?" Diesmal nickte ich. "Ich find ihre Musik ganz okay.", antwortete ich. Nadja trat mich unter dem Tisch und räusperte sich. "Oh- mein- Gott!", stotterte ich. "Tut mir leid, wenn ich dich nicht gleich erkannt habe, Kian." Ich sah verlegen weg, denn ich wollte nicht in die blauen Augen von Kian sehen.
"Also, eigentlich wollte ich ja mit dir reden, Mel. Deswegen bin ich auch hier in Cork." "Aha." "Ähm, Mel, ich muss nach Hause. Wir telefonieren noch mal. Okay?", verabschiedete sich Nadja von uns. "Bye." "Also. Was wolltest du mir sagen?!", fragte ich. "Das ist so." Und auf einmal klingelte sein Handy. "Ja?!"... "Oh, hi Ma.”… "Nein, ich will es ihr gerade sagen."… "Du willst? Okay.”… "Meine Mutter will dich sprechen." Kian gab mir das Handy und eine Frau sprach zu mir. "Hallo?", sagte ich zaghaft. ... "Woher wissen sie meinen Namen?", fragte ich nicht wissend. ... "Ich bin was?!", flüsterte ich in den Hörer. ... "Aber wieso?" ... "Und Kian ist mein Bruder?" ...
Zu Hause angekommen, machte ich erst mal meine "Eltern" fertig. "Wieso habt ihr mir das nicht früher gesagt, dass ich adoptiert bin??!!", schrie ich. "Wir wollten es dir ja sagen, aber wir hatten keine gute Gelegenheit!", rief meine "Mutter" zurück. Ich schüttelte den Kopf und lief nach oben, um meine Sachen zu packen. "Ich gehe mit Kian nach Sligo!", rief ich von oben. "Du bleibst hier!", befahl mein "Vater". "Ich gehe trotzdem. Ich hab das Recht, meine richtige Familie kennen zu lernen!"
Als ich fertig mit packen war kam ich wieder runter. Kian stand immer noch am selben Platz wie vorher. Im Türrahmen. Er beobachtete die ganze Zeit das Geschehen, dass um ihn passierte. "Komm, Kian. Wir gehen.", kommandierte ich ihn. Er drehte sich mit einen Schwung zur Tür, öffnete sie, nahm meine Sachen und ging mit mir zu seinem Auto.
"Wusstest du schon vorher, dass du adoptiert bist?", fragte Kian, als er auf die Strasse bog. "Nö, wieso?" "Nur, das, was du da gesagt hast hat sich ziemlich gekünstelt angehört, so als ob du deinen Text auswendig gelernt hast.", meinte er. "Ich hab mir einen auf den Weg hier her ausgedacht." Kian schaltete das Radio ein. "Ich hab gehört, dass du Radio Moderatorin werden willst?" "Ja stimmt. Aber da ich nicht nach Dublin, sondern nach Sligo ziehe, kann ich es ja nicht werden." "Ach, Quatsch! In Sligo kannst du den selben Job ausüben. Wir haben zwar nur einen Radiosender und es ist auch nur eine 5000 Seelen Stadt, aber du kannst trotzdem noch dort arbeiten. Und falls du etwas mehr von Musik verstehen solltest, kannst du auch unser Musikproduzent werden, denn der hat nämlich gekündigt.", erklärte Kian. "Und nun zu den Verkehrsinfos. Die Autobahn von Cork nach Sligo wurde gesperrt, da im Tunnel von Limerick nach Athlone ein Laster mit Benzin umgekippt ist. Es gab sofort einen Band und viele Menschen kamen ums Leben. Also fahrt entweder durch Dublin nach Sligo.", sprach der Typ im Radio.
"FFFFUUUUUCCCCCCKKKKKK!!!!!!", fluchte Kian und schlug auf das Lenkrad. "Kian, hat dir denn unsere Ma nicht beigebracht, dass du nicht fluchen sollst?!" "Wieso heute?! Immer dann wenn ich was erledigen muss, passiert etwas... !" Kian war ziemlich aufgebracht. "Hey, reg dich ab. Wir wären auch so 4 Stunden gefahren, ja." "Na, okay du hast recht.", sagte Kian widerstrebend.
Er drehte das Radio voll auf, aber machte es gleich wieder leiser, als er hörte, dass ein männlicher Star sang. "Hey, wusstest du, dass dieser Typ, der gerade singt, bei "Pop- Idol" mitgemacht hat und dann noch unsern Song "Evergreen", geklaut hat?!" Kian war wohl wieder voll auf 180. "Ich weiß nicht mal wer das ist, Kian.", meinte ich. "Das ist Will Young, dieser möchte- gerne- Superstar." "Und der hat eueren Song gecovert? Na, und? Was macht das schon? Es gibt viele Leute die Songs covern.", meinte ich. "Dazu kommt noch, dass er schwul ist. Und er hat gesagt, dass er mit uns gerne auf Tour gehen will." "Und was sagen die anderen?" "Die meinen das gleiche wie ich." "Aha.", sagte ich nur darauf.
Wir fuhren schweigend weiter. Als wieder der Verkehrsservice kam, schaltete Kian weiter. "Du hast wirklich gute Laune heute. Dafür solltest du einen Pokal bekommen.", sagte ich sarkastisch. "Ich weiß. Ich bin gespannt wer der 2. Platz ist. Vielleicht Mark?!", gab er ironisch zurück. "Irgendwie kotzt du mich jetzt an!", schnaubte ich. "P.G.H.!”, feuerte er zurück. Wir schwiegen bis wir in Dublin an kamen. "Wir müssen noch was einkaufen. Getränke und Chips.", sagte Kian, als wir vor einem Supermarkt hielten. Ich stieg aus und ging um den Wagen zu Kian. "Los komm schon. Wir müssen uns beeilen. Die anderen warten auf uns in Sligo.", drängte Kian und zog mich am Arm in den Laden.
Als wir wieder raus kamen und voll gepackt mit Einkaufstaschen, klingelte Kian´ s Handy. "Oh, no. Hey, Mel. Geh mal an meine Hosentasche und hol mal mein Handy raus.", forderte er mich auf. Ich ging an seine Tasche und holte das Ding raus, was die ganze Zeit drauf los klingelte. Kian hatte der weile die Tüten hingestellt und ging daher auch selber ans Telefon.
"Ja?!", meldete sich Kian. "Oh, hi Mark."... "Wir sind gerade in Dublin und kommen jetzt."... "Ungefähr in 2 Stunden."... Ja, ja. Wir kommen schon. Dann könnt ihr meine Schwester kenn lernen und ich helfe euch beim Song schreiben. Bye.", mit diesen Worten legte Kian auf und wir stiegen wieder ins Auto.
*2 Stunden später*
In Sligo angekommen hielten wir vor einem kleinem Haus. Als Kian die Tür aufschloss kam gleich eine Frau mittleren Alters auf uns zu gerannt und umarmte Kian und dann mich. Die Frau, die mich ziemlich doll umarmte begann zu weinen. "Oh Gott! Endlich sehe ich meine Tochter.", schluchzte sie. "Ma! Bitte. Lass sie doch mal los. Oder soll sie sich hier draußen erkälten.", zog Kian meine Mutter, die ich vermisste, obwohl gar nicht wusste, dass es sie gibt, weg. "Komm, ich stell dir die anderen vor." Kian nahm meine Hand und führte mich ins Wohnzimmer. Dort saßen 10 Leute. Vier weitere junge Boys, vier Frauen und mein Vater und meine Mutter. "Setz dich zu uns.", bot mir ein braunhaariger Typ mit blauen Augen , in die ich mich gleich verliebte, an. Er klopfte auf einen leeren Platz auf der coach neben sich. Ich setzte mich und schon begannen die Leute sich vorzustellen.
Nach einer Zeit hatte ich keinen Durchblick mehr. Ich hatte schon immer so meine Probleme mit Namen. Obwohl ich die Namen noch mal wieder holte verhaspelte ich mich. Ich verwechselte Shane mit Mark und Nicky mit Bryan. Bei den Girls ging das gerade noch so.
"Und wie ist Cork so?", fragte Shane, als wir beim Abendessen waren. "Ist schon ne´ coole Stadt." "Find ich auch. Kann mich bloß nicht mehr so gut daran erinnern.", sagte Mark. "Das kann ich mir vorstellen. Du warst ja das letzte mal vor 10 Jahren da.", meint Bryan. Alle lachten.
Den Rest des Abends verbrachten wir mit reden und so was alles. "Wann hast du noch mal Geburtstag?", fragte Bryan. "Sag mal Bry hast du nicht zugehört, oder was? Sie hat in vier Monaten Geburtstag.", stellte Nicky fest. "Ach so.", stellte nun auch Bryan fest. "Äh, Kian. Wir gehen heute noch zu einer Feier. Und gehen jetzt los. Wir bleiben das ganze Wochenende. Seit schön lieb." "Mum. 1. bin ich 22 und 2. war ich schon immer lieb." Bei Kians 2. Feststellung, lachten die Jungs, weil sie Kian ja schon seit der Kindheit kannten. "Ja, ja mein Kleiner. Bis dann. Und habt noch viel Spaß." Mit diesen Worten zogen Kians und meine Eltern ab. "Okay. Eltern sind weg. Laden wir jetzt Weiber ein und machen Party?", fragte Nicky in Scherz. "Du bist so blöd und soooooooo Süß.", meinte Geo, klopfte ihm auf die Schenkel, schob sich verkehrt rum auf seinen Schoß, sodass sie sich küssen konnten. "Leute. Das könnt ihr nachher auch noch tun. Okay?", warf Mark ein. Ich sah ihn von der Seite an und lächelte etwas. Ich war total fasziniert von diesen Mann, dass ich gar nicht merkte, dass er mich ebenfalls anlächelte. "Hey. Wir könnten doch ins "Spanky´s" gehen. Dann hocken wir nicht den ganzen Abend hier rum.", meinte Shane. Ich wusste zwar nicht was das "Spanky´s" ist, aber stimmte bei den anderen mit zu. Nachdem ich auf geklärt wurde, dass es sich hier um den besten Pub von ganz Irland handle, ging ich nach oben um mir was Passendes aus zu suchen. Ich entschied mich für eine enge Hüfthose und einem Bauchfreien Top. Als auch ich nun fertig war, machten wir uns auf den Weg nach Dublin. Ich saß mit Kian und Mark bei Kian im Auto. Bryan, Kerry, Shane, Gillian, Nicky und Georgina fuhren mit dem großen Familien Auto von Bryan und Kerry. Nach eine Stunde rasen, kamen wir alle in Dublin, vor der Stammkneipe Westlifes an. Es war eher eine Noble Gaststätte, doch weiter hinten im großem Raum befand sich eine Disco. Wir setzten uns um einen runden Tisch und bestellten unsere Getränke. Da alle Alkoholische Getränke bestellten und ich kein Bier mag, nahm ich ein "Smirn Off Ice". Ich saß zwischen Mark und Bryan, die beide schon ziemlich angeheitert waren. Kerry lehnte sich immer wieder vor oder hinter ihren Mann um mit mir zu sprechen. "Hast du morgen schon was vor, Mel?", fragte sie mich und ging immer wieder vor und zurück, weil Bryan total zappelig war. "Nein. Eigentlich nicht." "Gut wollen wir morgen hier in Dublin shoppen gehen?" "Okay." Mark beobachtete unser hin und her mit einem fetten Grinsen im Gesicht. Als ich ihn wieder mal betrachtete lächelte er nur zurück. Bei diesem Lächeln kann man nur dahin schmelzen. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass so ein süßer Boy keine Freundin hatte, außerdem hatte ich keine Ahnung, dass sich dies bald ändern würde. "Wenn Bryan ein mal angefangen hat zu trinken, kann er nicht mehr aufhören.", flüsterte er mir ins Ohr. "Ach so. Also wäre es besser wenn ich mich das nächste mal nicht neben Bryan setzte, hm." "Das wollte ich damit sagen." Nach dem wir alle unser Essen auf hatten, ging es mit einem Verdauungstanz weiter. "Komm mit. Jetzt wird getanzt.", meinte Mark und zog mich zur großen Tür. Ich sah noch schnell Kian an, der nur nickte und scheuchte mich mit Mark weg. Er zog mich direkt in die mitte des Saales. Es war ein schnelles Lied. Danach folgten noch ein paar mehr und dann kam ein langsames Lied. Ich wollte erst gar nicht zu diesem mit Mark tanzen, doch dazu war es nun zu spät und ich wollte ihn nicht verletzen und irgendwie wollte ich es doch, da ich mich auch noch in ihn verliebt habe.
"Hey. Aufstehen du Schlafmütze.", weckte mich Kian. "Was? Wie spät ist es denn?" "11.30. Du hast gestern noch eine ziemlich heiße Party mit Mark gefeiert. Es sah aus, als wart ihr ein Liebespaar. Ihr habt geknutscht und sonst was gemacht. Hätte ich euch nicht auseinander gebracht und Mark in sein Zimmer und dich in dieses Zimmer gesteckt, wert ihr noch zusammen in einem Bett gelandet.", sagte Kian, zog die Gardinen auf und schockte mich noch mit dieser Nachricht. Ich ließ meinen Kopf ins Kissen fallen und stöhnte auf. "Oh, Gott! Was hab ich nur getan?!", schrie ich auf, dass aber von dem Kissen gedämpft wurde. "Ach ist doch nicht so schlimm. Mir ist das auch mal passiert, als ich 19 war. Bloß bei mir haute das Mädel ab. Und Mark sagte mir vorhin, dass er sich in dich verliebt hat und mit dir gerne so weiter leben möchte." "Aaaaaah! Du hast es ihm doch nicht gesagt, dass ich ihn mag!" Ich stand im Bett und hielt die Bettdecke vor mir. "Was sollte Kian nicht sagen? Hm?" Und in diesem Moment kam auch noch Mark rein. "Du solltest vielleicht das nächste mal deine Socken ausziehen, bevor du ins Bett gehst.", meinte Kian und ging aus den Zimmer. Nun waren Mark und ich alleine und dies war meine Chance. "Äh, Mark? Stimmt es, dass du mich liebst?" "Also, wenn du es so nennst. Natürlich liebe ich dich, Mel. Eigentlich glaube ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick, aber bei dir war es anders. Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen." "Und was wäre passiert, wenn ich nicht nach Sligo gekommen wäre?", fragte ich und sah ihn lieb an. "Entweder ich wäre gestorben oder ich wäre nach Cork gekommen um dich zu suchen." Mark kam auf mich zu, schlang seine Arme um meine Taille, hob mich hoch und wir küssten uns leidenschaftlich. "So. Hier ist dein Frühstück, Mel.", sagte Kian und stellte mir ein Toastbrot mit Spiegelei hin. "Och nö. So was hab ich immer bei meiner ”Nicht- Familie” bekommen. Das hängt mir schon aus dem Hals raus.", nörgelte ich. "Hier wird das gegessen, was auf dem Tisch kommt, mein Fräulein.", meinte Mark in gespieltem strengen Ton. Ich streckte ihm die Zunge aus und ging dann ins Bad. Nachdem ich auch nun fertig war, zeigten mir Kian und Mark die kleine Stadt Sligo. Wir kamen an Shanes Reitplatz vorbei bis zu Marks Lieblingsplatz. "Wieso wohnst du eigentlich nicht alleine oder bei deinen Eltern?", fragte ich Mark. "Weil meine Eltern gestorben sind als ich 18 war und ich konnte mir keine Wohnung leisten und das Haus konnte ich auch nicht bezahlen. Dann hat mir Kian angeboten bei sich zu wohnen. Und nun bin ich bei ihm. "Du kannst doch aber nun alleine wohnen." "Wenn man dich kennt. Ist man nicht alleine. Aber wir können ruhig uns eine eigene Wohnung suchen." "Hey. Mark. Du weißt doch, das sie erst ausziehen darf wenn sie Volljährig ist. Und das ist erst in 2 Wochen.", meinte Kian und sah uns von der Seite an. "Hey, Kian ich bin schon 19 und wird 20. Ich hätte schon letztes Jahr ausziehen können." "Und ich dachte du wärst erst 17.", meinte Kian, schüttelte den Kopf und sah auf den Boden. Kaum sind wir wieder zu Hause angekommen, kam auch schon Kerry mit Bryan vorbei. "Hey, Mel. Bist du bereit zum shoppen? Bryan wollte unbedingt auch mit." "Ist nicht so schlimm." "Hey. Ich hab gehört du und Mark seit zusammen, hm?", grinste mich Bryan an. "Ja. Sind wir. Und kann ich mitkommen in die Stadt?" "Klar." Ich nahm Mark bei der Hand und wir gingen zu Kerrys und Bryans Auto. Mark zog mich auf sein Schoß und schlang seine Arme um mich. In der Stadt angekommen ging ich mit Kerry voraus. Sie hakte sich bei mir unter und wir gingen in jedes Geschäft hinein. Bryan und Mark kamen kaum hinterher. Nach mindestens einer Stunde trug jeder von beiden mindestens 6 Einkaufstaschen. "Hey. Mädels. Wollen wir uns nicht irgendwo hin setzten? Wir können nicht mehr gehen.", nörgelte Mark rum. "Na komm schon. Das hälst du doch noch ne halbe Stunde aus. Wir sind bald fertig. Nur noch 10 Geschäfte.", versicherte ich ihn. "10 Geschäfte willst DU in ner halben Stunde schaffen?! Die schaffst du nicht mal in einer Stunde. So lang wie du da drinnen bist.", widersprach Mark. Ich zog ihn Kopfschüttelnd weiter. Und endlich, für die Jungs war es endlich, kamen wir auch wieder in Sligo an. Es war bereits 20.00Uhr, als wir uns alle auf die Coach niederließen. Shane, Gillian, Nicky und Georgina waren bereits auch gekommen. Und so saßen wir zu neunt im Wohnzimmer. "Was hätte ich wohl gemacht, wenn Kian dich nicht gefunden hätte. Vielleicht wäre ich vor Langeweile umgekommen.", sagte Mark und holte mich auf sein Schoß und knutschte mich ab. "Ich würde jetzt bei meiner Freundin sitzen und wir würden uns irgendein Video reinziehen. Und dann noch haufenweise Chips essen und Cola trinken.", sagte ich nach den Kuss. "Iiiiiihhh! Fette und betrunkene Teenager. Mark, wie kannst du nur auf so was stehen?", neckte Nicky mich an. "1. Bin ich nicht fett und 2. Bin ich nie betrunken!", rief ich ihm zu. "Und was war das gestern? Hm?" "Das gestern war ein Unfall.", meinte ich. "Ja, ja.", Nicky grinste nun von einem Ohr zum anderen. Nach und nach gingen alle. Nachdem dem alle gegangen sind, gingen Mark und ich zu Bett. Mark hatte im Laufe des Tages seine Sachen in mein Zimmer gebracht und so teilten wir uns nun auch noch das große Bett. ...
"Hey, Leute aufstehen. Louis kommt gleich vorbei um uns abzuholen.", weckte Kian Mark und dadurch auch mich. "Was ist los? Ich denk Luise kommt morgen und heute haben wir frei.", sagte Mark total verschlafen. "Nein. Er kommt heute. Du hast dich wohl verschätzt, Mark. Beeil dich lieber." Kian verschwand wieder und Mark stand auf. "Wie lange bist du weg? Ich will nicht den ganzen Tag alleine rum hängen." Ich sah zu wie Mark sich anzog. "Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich bin ich heute Abend oder Nachmittag wieder da. Wenn die Studioarbeit länger dauert vielleicht auch erst in der Nacht. Jedenfalls schläfst du nicht alleine, meine kleine." Mark zog sich seine Hose über den Hintern und setzte sich aufs Bett. Er drückte mich nach hinten und ich ließ mich ins Kissen fallen. Mark legte sich auf mir drauf und küsste mich. "So süße. Ich muss jetzt los." Er stand auf, suchte sich sein T-Shirt und versuchte es sich über den Kopf zu ziehen und neben bei auch noch zu gehen und das auch noch in Richtung Tür. Doch leider war diese verschlossen und er lief, mit dem Shirt noch übern Kopf voll gegen die Tür. "Au! Verfluchte Tür!", fluchte er, machte jedoch dann, aber jetzt mit dem richtig abgezogenen Shirt, die Tür auf und ging runter. Ich verbrachte meinen Tag damit, dass ich aß, fernsah und wieder aß. Abends kamen dann Mark und Kian wieder. Ich merkte gar nicht Kians traurige Miene. Und auch Marks Gesicht sah aus, wie das von Kian. "Hey. Was habt ihr denn?", fragte ich beide. "Komm mal mit in die Küche.", sagte Kian und zog mich in die Küche. "Also. Es geht um unsere Eltern. Deswegen sind wir auch si traurig." Ich sah Kian erwartend an. "Also. Du weißt ja, dass sie verreist sind und sie wollten doch heute wieder kommen. Und auf der Rückfahrt, war ein kräftiger Sturm und da sind sie von der Straße abgekommen und gegen einen Baum gefahren. Und dieser Unfall hatte ein total Schaden. Und dabei sind sie- umgekommen." Kian brach in Tränen aus. Ich ging zu ihm rüber und nahm ihn in den Arm. Nun begann auch ich zu weinen. Nach drei Minuten kam Mark in die Küche. Ich ging auf ihm zu und warf mich in seine Arme. "Sssscht. Es wird alles wieder gut. Ssscht." Er strich mir über den Rücken und redete immer wieder auf mich ein. "Und was wird aus dem Haus?", fragte ich. "Entweder wir verkaufen es oder wir bezahlen weiter. Immerhin haben es unsere Eltern auch geschafft es zu bezahlen. Und sie verdienten nicht so viel Geld wie wir.", meinte Kian. Der Abend verlief ruhig. Kian fuhr (angeblich) nach Longford zu unsere Tante und so waren Mark und ich alleine. Wir machten es uns auf der Coach gemütlich. Ich legte meinen Kopf auf seinen Schoß und Mark streichelte immer wieder über mein Haar. Irgend wann musste ich eingeschlafen sein, denn als ich aufwachte lag ich auf der Coach und war mit einer Decke zu gedeckt. Ich stand auf und ging nach oben. Ich wusste nicht warum, aber ich suchte nach Mark. In meinem Zimmer fand ich ihn jedoch nicht. Ich suchte überall, außer in Marks Zimmer. Als mir einfiel, dass ich ein Zimmer vergessen hatte. Ich ging in seins und fand ihn auf dem Bett liegen. Er hatte Kopfhörer auf und las irgendein Buch. Ich setzte mich zu ihm ans Bett und erst jetzt bemerkte er mich. Mark legte sein Buch bei Seite und nahm die Hörer ab. "Na Süße. Ich dacht du schläfst?" Mark lächelte mich lieb an. "Das dachte ich auch. Doch dann bin ich aufgewacht und hab dich gesucht. Wie spät ist es überhaupt?" "Es ist 0.00 Uhr. Willst du bei mir schlafen?" Ich nickte schüchtern und krabbelte in sein Bett. Mark machte seine Musik aus, legte das Buch weg und schaltete das Licht aus. Ich drehte mich zu ihm und er zog die Bettdecke über uns und schob sich auf mich drauf. Ich schlug erst mal die Decke zurück, da ich keine Luft bekam, unter der Masse von Mark, dann schlang ich meine Arme um seinen Hals, um ihn zu küssen. "Oh, ja. Das liebe ich.", meinte Mark mit einem verführerischen Unterton. Er ging weiter runter und schob mein Top hoch. Mark fuhr nun mit dem Mund über meinen Hals und ging weiter zu mein Dekorttee. Ich setzte mich auf und ging mit meinen Finger über seinen Bauch. Mark hatte mir derweilen mein Top ausgezogen und so hatte ich noch meine Schlafanzughose und meinen BH an. Ich drückte Mark zurück und setzte mich auf ihn und küsste ihn. Er zog mir die Hose aus und zog mich zu sich runter. Sein Mund wanderte über meinen Hals hoch und runter Mit geübten Fingern machte Mark meinen BH auf und ließ ihn aufs Bett fallen....
"Und ihr wisst wirklich nicht wo Kian sein könnte?", fragte Bryan und sah Mark und mich eindringlich an. "Nein. Gestern Abend war er noch zum Abendessen da. Dann ist er abgehauen.", schüttelte ich den Kopf. "Wieso ist er abgehauen. Hat er nicht gesagt, wo er hin wollte?", hakte Shane nach. "Na. Er sagte noch, glaube ich, dass er zu unsere Tante wollte.", dachte Mark nach. "Zu eurer Tante? Er würde nicht nach Glasgow fliegen oder fahren, wenn wir arbeiten müssen. Und sie wird auch die nächsten drei Wochen nicht da sein, weil sie doch in Spanien ist.", meinte Nicky. "Und wo kann er sonst sein?" Die Jungs zuckten mit den Schulterm "Mensch Jungs. Ihr seit die besten Kumpels von Kian. Ihr kennt ihn schon ewig. Ich kenn ihn gerade mal 4 Tage. Ihr müsstet ihn auswendig kennen. Wieso wisst ihr denn nicht wo sein könnte?" "Vielleicht ist er an den Klippen. Das ist seit neusten sein Lieblingsplatz.", meinte Shane. "Da könnte er sein. Wer geht hin und sucht dort nach ihn. Weil wenn wir alle gehen könnten wir ihn verpassen.", meinte nun Nicky. "Okay. Shane geht.", bestimmte Bryan. "Aber nur mit Gil.", widersprach dieser. Shane und Gl verließen das Haus und machten sich auf den Weg zu den Klippen. "Und wo könnte er noch sein? Es gibt bestimmt noch mehrere Orte, wo er sich aufhalten könnte." "Glasgow.", meldete sich Georgina mal zu Wort. "Kian könnte dort sein, was unwahrscheinlich sein wird. Aber wir könnten sie mal anrufen.", sagte nun Kerry. Mark griff zum Telefon und wählte ihre Nummer "Und was hat sie gesagt?", fragte Nicky neugierig. "Sie sagte, dass sie Kian nicht bei ihr war und auch nicht in Glasgow oder in der Nähe der Stadt und schützen wolle sie ihn auch nicht. Sie gibt uns aber bescheid, wenn sie ihn sieht oder er sich bei ihr meldet.", berichtete Mark. "Okay. In Glasgow ist er nicht." Wir überlegten alle eine weile, bis mir einfiel wo er sein könnte. "Wollte er nicht schon immer mal nach Shannon? Zum Friedhof unseres Onkels. Bloß da kam er noch nicht hin.", versuchte ich es und in diesen Moment kamen Shane und Gillian wieder. "Und habt ihr ihn gefunden?", fragte Bryan. Shane schüttelte den Kopf und sie gesellten sich zu uns. "Mel meinte, dass er in Shannon sei. Weil dort ihr Onkel liegen soll. Also auf den Friedhof. Und Kian hatte noch keine Gelegenheit dort hinzu kommen.", berichtete Nicky. Shane nickte mit den Kopf. "Ist er denn nicht in Glasgow?" "Das war eigentlich schon ausgeschlossen und sie sagte auch, dass er nicht in Glasgow sei.", sagte Geo. "Habt ihr sie angerufen?" "Ja, natürlich. Wir können jede Hilfe gebrauchen. Aber vielleicht sollten welche nach Shannon fahren.", bestimmte Nicky. "Mel und ich fahren nach Shannon und suchen dort Kian.", sagte Mark, schnappte sich unsere Jacken und verließ mit mir das Haus. "So doof ist doch Kian nicht. Er würde nie ohne etwas zu sagen wegfahren oder abhauen.", sagte Mark. "Ich kenn ihn nicht so lange, obwohl er mein Bruder ist. Und daher kann ich es nicht beurteilen, was er fühlt oder denkt." "Das kann ich mir vorstellen. Wir brauchten alle eine ziemlich lange Zeit um Kian zu verstehen. Er ist nicht so wie die anderen. Das was er denkt muss er durchsetzten. So wie mit dir. Er hat rausgefunden, dass es dich gibt und du seine Schwester bist, hat er angefangen dich zu suchen. Oder er ist auch der Grund weswegen es die Band Westlife gibt. Shane und ich kannten ihn schon von unsere Kindheit und waren dicke Freunde. Wir wollten eine Band gründen, natürlich nur aus Spaß. Aber Kian nahm es ernst und setzte es durch. Kian kann gut austeilen, aber nicht einstecken. Dies ist seine Schwäche, die wir alle versuchen zu vermeiden." "Der Tod unserer Eltern hat ihn bestimmt sehr mitgenommen." "Klar hat er dies. Sie haben alles getan für ihn. Ihn unterstützt, geliebt und vieles mehr. Ich weiß wie es ist, wenn man Menschen verliert, die man liebt und wenn sie auch noch die eigenen Eltern sind." "Jetzt weiß ich es auch. Als ich in der 3. Klasse war starb meine beste Freundin. Sie hatte einen Fahrradunfall. Ist gegen einen LKW gefahren und starb im Krankenhaus." "Das tut mir leid. Auch das mit deinen Eltern. Du kanntest sie nicht lange." "Trotzdem. Ich hab sie vielleicht gerade mal 3 Stunden gesehen und sie kennen gelernt, aber es war für mich, als wenn ich immer bei ihnen gelebt hätte, so wie Kian." Mark sah gerade aus und ich wendete mich der Landschaft, die an uns vorbei sauste. Ich bekam nicht mit, dass wir mittlerweile in Shannon angekommen sind. "Hey, aussteigen. Wir sind am Friedhof.", holte mich Mark aus meinen Gedanken. Wir gingen Hand in Hand durch den Friedhof und suchten Kian. "Weißt du eigentlich wo euer Onkel liegt?" "Mark, ich war hier noch nicht, also kann ich es auch nicht wissen." Ich sah wie Mark zu einer Gärtnerin ging und sie etwas fragte. "Also diese Frau weiß auch nicht wo er liegt und ein Kian ähnlichen Mann hat sie auch nicht gesehen." Wir gingen einen anderen Weg entlang und ich sah schon von weiten Kian. Auch Mark sah ihn mittlerweile. Er wollte schon ihm zurufen, aber ich hielt ihn die Hand vor dem Mund. "Sssscht. Auf den Friedhof schreit man nicht. Du störst die toten. Hier wird ihnen die letzte Ehre erwiesen und man sollte sie in Ruhe lassen." Mark sah mit einen ausdruckslosen Gesicht zu mir runter. "Was? Hab ich was falsch gemacht? Ich sag nur, was stimmt." "Komm einfach mit." Mark zog mich zu Kian. Dieser hockte vor einem Grab, dass überall mit Blumen übersät war. Es waren ein Paar Schluchzer von Kian zu hören. Ich kniete mich zu ihm runter. "Was willst du denn hier, Mel?" "Das fragen wir uns." "Ich weiß es nicht. Ich konnte nicht mehr und bin hier her gefahren. Das ist aber das Grab von unseren Großeltern. Unser Onkel liegt woanders." "also ist unsere halbe Familie tod, hm?2 Kian nickte. "Du hattest gar nicht so viel Zeit alle kennen zu lernen." Wir saßen schweigend vor dem Grab, als Mark uns aus den Gedanken holte. "Leute, ihr wisst, dass ich Friedhöfe hasse. Und ich kann hier nicht drei Stunden rum hocken. Also könnten wir bitte gehen?" Mark half mir hoch und mit Kian gingen wir zum Auto. "Wo steht dein Auto, Kian?" "Wurde mir irgendwo geklaut." "Oh, Gott. Erst haut dieser Typ ab und jetzt wird ihm noch sein Auto geklaut.", stöhnte Mark. Kian lächelte verschmilzt und stieg hinten ein. Die Rückfahrt verlief leise. Kaum jemand sagte etwas. Da es sehr leise war und ich nicht auf ein klingeln meines Handys vorbereitet war erschrak ich mich. "Hey, Mel. Habt ihr Kian gefunden? Wir haben noch mal ganz Sligo und Umgebung abgesucht.", sagte Nicky am Telefon. "Ja, wir haben ihn und kommen jetzt zurück. Ungefähr in 2 Stunden sind wir da." Nicky plapperte noch ein bisschen vor sich hin( am Telefon) und dann legte ich auf. "Wer war das?", fragte Kian. "Nicky. Sie haben ganz Sligo und Umgebung abgesucht. Nur um dich zu suchen.", antwortete ich. "Oh." "Ja das kannst du laut sagen, mein lieber Freund.", meinte Mark und bog nach links ab.
"Mensch Kian! Wo warst du denn?", schrie Bryan und kam auf ihn zu gelaufen. "Sorry.", murmelte dieser bloß. Ich wollte nicht wirklich in seiner Haut stecken. So wie er jetzt runter gemacht wurde. Als wenn er noch ein kleiner Junge wäre, der irgendetwas angestellt hatte. "Du hättest doch anrufen können, dass du weg bist, Kian.", meinte Shane. "Mein Handy ist doch kaputt und außerdem hab ich es vergessen.", gab Kian zurück und senkte seinen Kopf. "Dann hättest du ja einen Zettel schreiben können, Kian." "Mensch Leute. Könnt ihr mich nicht mal in Ruhe lasen?! Ich wollte nur ein bisschen Zeit für mich haben. Und wenn ich einmal weg bin wird gleich so ein Aufstand gemacht! Das ist beschissen. Man hat hier im Haus kein Privatleben!", schrie Kian nun. "Wir machen uns nur Sorgen um dich. Seit deine Eltern Tod sind hast du dich verändert.", versuchte es Shane noch mal. "1. Bin ich nicht mehr 5 und 2. Verändert sich jeder ab einem bestimmten Alter. Und bei mir ist es nun mal 22." Er war bereits schon aufgestanden und ging nun nach oben. "Was für ein schöner Tag doch heute wieder war.", versuchte Nicky noch ein bisschen Stimmung in die Runde zu bringen, doch es klappte irgend wie nicht. "Du Shane. Ich muss Morgen früh raus. Ich hab ne Vorlesung. Könnten wir bitte nach Hause?", wendete Gillian an Shane. Sie erhoben sich und verabschiedeten sich. Dann verließen sie das Haus. Nach einigen Minuten verließen uns auch Kerry und Bryan. Molly hatte schon fest geschlafen und Kerry wurde auch nun müde. Nicky und Geo blieben ungefähr noch eine halbe Stunden. Dann gingen auch sie, da sie zum Essen mit Geos Eltern verabredet waren, am nächsten Tag. Mark und ich waren jetzt allein, da Kian, diesmal mit Verabschiedung, nach Longford gefahren ist. Mark setzte sich auf das Sofa und schaltete den Fernseher ein. Ich gesellte mich zu ihm und legte meinen Kopf auf seinen Schoß. "Hast du Morgen frei oder bin ich morgen ganz alleine?", fragte ich ihn nach einer Weile. "Du bist Morgen nicht alleine. Du musst den ganzen Tag mit mir rum Hängen." "Och nö! Ich will nicht.", spielte ich ein kleines Mädchen. "Doch du musst.", spielte Mark in einem strengen Ton mit. Mark beugte sich über mich und küsste mich, oder eher er versuchte es. Ich wich ihm aus, bis ich fast von dem Sofa fiel. Mark hielt mich gerade noch so fest und konnte mich endlich küssen, als das Telefon klingelte. Ich griff hinter Mark, der nun mit seinem Mund langsam zu meinen Hals ging. "Hallo?", meldete ich mich. "Hallo? Wer ist denn da?" "Hi. Ich bin’s. Nadja.", sagte die Stimme am anderen Ende der Leitung. "Oh hallo Nadja. Woher hast du denn die Nummer?" "Kian. Er hat mich angerufen und mir die Nummer gegeben. "Das wusste ich gar nicht." "Jetzt weißt du es." "Leg auf Kleines.", sagte Mark und öffnete langsam meine Bluse. "Ricky hat gestern bei deinen "Eltern" angerufen. Und dann noch auf dein Handy. Dort bist du aber nicht ran gegangen." "Der ruft noch an? Ich hab doch Schluss gemacht? Und mein Handy hab ich seit vier Tagen nicht mehr angeguckt. Der hat sich echt gemeldet?" "Ja. Er wollte sich mit dir verabreden und eine heiße Nacht mit dir verbringen. Und er hat mich angerufen, wo du bist und wann du wieder kommst. Weil deine "Eltern" wohl gesagt haben, dass du für längere Zeit weg bist." "Und was hast du ihm gesagt?" "Dass du irgend wo in Irland bist und an diesen Ort bleibst du eine Weile." "Du hast doch nicht gesagt, dass ich in Sligo bin oder doch?" Mark hatte mir nun schon meine Bluse ausgezogen und küsste mich nun am Bauch und Dekortee. "Bist du fertig mit telefonieren?", fragte er ungeduldig. "Sssscht. Das ist ein wichtiges Gespräch. Ich hab meine Freundin eine Woche nicht gesehen.", sagte ich zu Mark. Dieser schüttelte den Kopf und fuhr in seiner Tätigkeit fort. "Nein. Nur, dass du länger weg bleibst. Und dann sagte er, aber ich glaube nur so aus Spaß, weil es klang nicht sehr ernst, dass er dich suchen will und dann mit dir durchbrennen will." "Könnte schwer werden. Irland ist zwar nicht so groß, aber hat viele Häuser. Da braucht Ricky schon mal lange, um mich hier zu finden. Und wenn er dann noch mit seiner alten Klapperkiste an kommt, braucht er bestimmt ein halbes Jahr. Ich muss jetzt Schluss machen. Ich ruf dich noch mal an. Bye." "Bye." Kaum hatte ich aufgelegt viel Mark schon über mich her.
Vier Monate später:
"Happy Birthday, to you! Happy Birthday, to you! Happy Birthday, dear Melanie! Happy Birthday to you!”, klang es an meinen Ohren. Ich wollte erst gar nicht die Augen auf machen. Also drehte ich mich auf die Seite und versuchte weiter zu schlafen. Doch dies gelang nicht, weil dann auf einmal ein Hup ähnlicher Ton erschien. Nun musste ich ja aufstehen. Ich machte die Augen wieder auf und sah genau in neun Gesichter, die mir zu strahlten. "Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, meine Süße.", lächelte Mark und gab mir einen Kuss. Erst jetzt begriff ich, dass ich ja Geburtstag hatte. Und dieser Hup- Ton kam natürlich von Bryan. Dieser hatte ein fettes Grinsen auf dem Gesicht, das noch verstärkt wurde, als er noch mal hupte. Ich presste mein Kopfkissen auf mein Gesicht, damit ich das grässliche Geräusch nicht hören musste. Als Bryan das Ding weg gelegt hatte, nahm ich das Kissen weg und alle anderen gratulierten mir fleißig. "So. Wir gehen schon mal runter und machen Frühstück für unser Geburtstagskind.", sagte Kerry. "Und für mich gibt es kein Frühstück?", fragte Bryan seine Frau und schob die Unterlippe vor. "Armer Bryan. Kriegen wir kein Essen?", neckte ihn Kian und streichelte über seinen Kopf. Das fand vor allem Nicky sehr komisch und begann daher zu lachen. Es war nicht gerade ein normales Lachen. Eher mehr ein sehr komisches Kichern. Es hörte sich ziemlich schwul an. Vielleicht hat unser Nicky ja ein kleines Geheimnis, dass er bestimmt ungern zugeben würde. Mark waren nun alleine, als die ganze Meute hinaus war. "Was würdest du jetzt machen, wenn ich dir sagen würde, dass Westlife fünf Wochen auf Europa- Tournee sind, hm?" "Ich würde in Ohnmacht fallen?" "Nein. Jetzt im ernst. Wir sind nächsten Monat auf Europa- Tournee. Für fünf Wochen." "Ich meinte es auch ernst." Mark zog eine Augenbraue hoch. Dies konnte er ziemlich gut. Ich hab es vorher auch immer versucht es ihm nach zu machen und wollte es mir auch beibringen, doch irgendwie klappte das nie. "Du fällst nicht Ohnmacht. Wenn wir in Irland auf Tour sind. Das ist ja die erste Woche. Da kannst du ja mitkommen. Aber ich glaub nicht, dass du mit nach Deutschland und Frankreich und Schweden und so mit kommen willst." "Hey. Ich hab Deutschland, Frankreich und Schweden noch nicht gesehen. Dann kann ich doch mitkommen." "Nur nach Frankreich.", bestimmte er. Ich zog eine Schnute und stellte mich auf Stur. "Los beeil dich, Kleines. Wir warten schon alle auf dich." Mark stand auf und ging nach unten. Ich lag noch eine Minute im Bett. Dann erhob ich mich und zog mich an. "Hey. Da ist ja unser Geburtstagskind. Hier ist ihr Frühstück, Madam.", sagte Nicky und zog einen Stuhl hervor. "Danke." "Hey. Bei mir machst du das nie, Mr Byrne.", warf Geo ein. "Ich mach das jeden Morgen, klar!" Geo gab sich damit zufrieden und hielt den Mund. Ich setzte mich derweilen hin und schwups bekam ich auch schon Frühstück serviert von Mark. Die andern setzten sich dann auch an den Tisch und begannen zu frühstücken. "Was machen wir heute?", fragte Gillian. "Shoppen?", schlug Kerry vor. Ich sah wie Bryan und Mark sich ansahen und dann: "Ohne Uns!", sagten sie gleichzeitig und winkten ab. Ich konnte es ihnen nicht verübeln, jedenfalls nicht nachdem ich gesehen hab, wie sie gelitten haben unter der Shoppingaktion von Kerry und mir. Kerry und ich grinsten uns an und nickten dann ganz eifrig. "Dann müsst ihr euch aber jemand anderes suchen, der eure Taschen trägt.", sagte Bryan und stellte sich auf Stur. "Okay. Dann such ich mir halt einen neuen Mann." Ich wusste, dass die beiden nur spielten und die anderen wussten es auch, doch es klang sehr ernst. Drei Sekunden später lächelten sie sich an und versunken in einen leidenschaftlichen Kuss. "Also machen wir das so. Wir Frauen gehen shoppen und ihr Männer guckt Fußball.", schlug ich vor. Damit waren alle einverstanden und los ging’s nach Dublin. Wir hatten viel Spaß. Probierten viele Klamotten an und aßen viel. "Guck mal Mel. Das wäre doch ne coole Boxershorts für Mark.", sagte Georgina und hielt eine Boxershorts mit Katzen hoch. Ich begutachtete die Unterhose und schüttelte dann doch den Kopf. "Was willst du Mark dann zum 22 Geburtstag schenken?", fragte Gillian. Ich zuckte mit den Schultern. "Weiß ich nicht." "Kauf ihm Tennissocken. Er spielt ja gerne Tennis.", meinte Kerry. Wieder schüttelte ich den Kopf. Ich glaub ich nehme doch die Katzenshorts und noch die gepunktete und die karierte." Ich nahm Georgina die Hose aus der Hand und suchte die anderen raus. Ich ließ gleich alle in Geschenkpapier einpacken, da ich dafür immer zu faul bin. "Kommst du mit auf Tournee, Mel?", fragte mich Kerry, als wir in ein weiteres Geschäft gingen. "Mark sagte, ich könne nur in Irland und Frankreich dabei sein." "Ich bin auch nur in Frankreich und Irland dabei. Wegen Molly. Sie ist erst ein halbes Jahr alt. Und sie muss nicht jetzt schon die weite Welt sehen. Dafür ist später auch noch genug Zeit." "Dann bin ich wenigstens nicht die einzigste. Dann besuchst du mich der ich komm mal vorbei." Wir waren ungefähr noch zwei Stunden in Dublin. Dann wurde es uns zu langweilig und fuhren zurück nach Hause. "Hey Süßer. Ich hab dich vermisst." Ich viel Mark um den Hals und wir küssten uns innig. "Was ist denn mit dir los?" "Ich freu mich nur dich zu sehen." "Oh. Was hast du denn da für eine Tüte?" "Die ist nichts für Mark Feehilys." "Schade. Und ich dachte du wärst meine Freundin, die immer mit mir spielt und alles mit mir teilt." "Was für Spiele meinst du denn?" "Abenteuerspiele, die nur für uns beide sind. Heute Abend spielen wir doch sicher eins oder?" "Nur wenn ich wieder deine Freundin bin." "Bist du doch immer.", lächelte er und gab mir einen Kuss. "Hast du gut auf Molly aufgepasst?", wendete sich Kerry an Bryan. "Ja. Sie hat mit uns Fußball geguckt und hat immer gefragt, wer das ist, wenn die verschiedenen Spieler eingeblendet wurden. Nun schläft sie.", erzählte Bryan. "Gut gemacht, Bryan. Ich hab hier nämlich was für dich Bärchen." Kerry holte aus einer ihrer Einkaufstaschen ein Taschenbuch von "Donald Duck" raus. Bryan freute sich riesig darüber. "Oh, cool. Das ist eine sehr seltene Ausgabe. Die gibt es nur fünfhundert mal auf der Welt. Danke Schatz." Er umarmte seine Frau und begann gleich zu lesen und im nächsten Moment lachte er auch schon. Zugegeben sah Bryan manchmal wirklich aus wie eine Ente. "Und was hast du für mich, Geo?", fragte Nicky und setzte den berühmten Hundeblick auf. "Erst zu deinem Geburtstag." "Nein. Das sind doch noch fünf Monate." "Na gut. Weil ich dich liebe." Georgina holte aus ihrer Tüte ein grünes T-Shirt raus und gab es Nicky. "COOL! Ein Damon Duff Trikot! Wo hast du das denn her?" "Sag ich nicht." Nicky war diese Antwort eigentlich nun Scheißegal. Er zog das Trikot über seinen Pulli und rannte so durch das ganze Haus. "Und jetzt meins.", sagte Shane und drehte sich zu Gillian. "Erst wenn du Geburtstag hast." Shane war es egal, dass er diese Sache erst in zwei Monaten bekommen würde. "Hey. Wollen wir hier den ganzen Abend versauern. Oder wollen wir Party machen? Schließlich gibt es was zu feiern.", fragte Shane in die Runde. Wir stimmten Shane zu und machten uns auf den Weg in einen Stammpub von Westlife. "Heute zu Zehnt, Jungs?" "Ja wir feiern Mel´s Geburtstag.", sagte Shane und zeigte auf mich. "Ich zeig euch einen Platz wo ihr euch ungestört besaufen könnt.", sagte der Wirt und führte uns zu einer Sitzgruppe. Mark und Bryan waren die lautesten, nachdem sie schon fünf Bier hinter sich hatten. Als Mark sich ein sechstes bestellen wollte sagte ich nein und bestellte ihn und mir eine Cola. Dies passte ihm natürlich überhaupt nicht und er sprach zwanzig Minuten nicht mit mir. "Hey. Wollen wir tanzen gehen?", fragte er mich dann. Ich nickte bloß und ließ mich von ihm auf die Tanzfläche ziehen. Mir war eigentlich nicht nach tanzen, sondern eher nach kotzen. Mir war total schlecht, als wenn ich was falsches gegessen hab, dabei hatte ich zum letzten mal gegessen zum Mittag und das waren nur Kartoffeln (gekocht natürlich). Nach drei Liedern gingen wir, Gott sei dank, wieder zu unserer kleinen Runde. "Du siehst ja gar nicht gut aus, Mel.", bemerkte Kian. "Mir geht es auch nicht gut." "Hast du was falsches gegessen?", fragt mich Kerry und macht ein trauriges Gesicht. Ich zuckte nur mit den Schultern. Ich sah zu Mark, der es gar nicht geschnallt hatte, dass es mir nicht gut ging. Er unterhielt sich nur angeregt mit Bryan auf Irisch. Und dann musste das kommen, was ich natürlich nicht wollte- ich viel um.
Ein Tag später:
Als ich aufwachte, blickte ich in fünf Augenpaare, die mich traurig ansahen. Davon war ein Augenpaar, das mir wirklich gut gefiel- Mark. "Geht es dir besser?", fragte mich Kian. "Ich weiß zwar nicht mehr genau, was passiert ist, aber ich glaub es geht mir besser." "Na, ja. Du bist umgefallen, dann haben wir einen Krankenwagen geholt und die Ärzte sagten, das du eine Lebensmittelvergiftung hast und sie haben dir den Magen ausgepumpt. Mark war die ganze Nacht bei dir.", erzählte Nicky. Mark sah wirklich aus, als wenn er die Nacht nicht geschlafen hatte. Er sollte lieber seine Sonnenbrille wieder aufsetzten. Mark kam mit seinem Stuhl näher zu meinem Bett und nahm meine Hand in seine. "!Tut mir echt Leid für dich. Schließlich war es dein Geburtstag." "ach was du kannst doch gar nichts dafür. Ich kann auch nichts dafür. Es war halt ein Unfall. Ich weiß auch nicht, was ich gegessen hab." "Es gibt da noch was, was ich dir sagen muss.", fing Mark an und sah auf den Boden. "Also das ist so. Ähm... Du bist schwanger, Melanie.", beendete Mark seinen Satz. Mir klappte der Unterkiefer runter. "Ich bin WAS?" Dies war mein zweiter Schock innerhalb von sechs Stunden. "Und ich bin der Vater.", redete Mark weiter. Ich sah in die Runde. Auch die anderen waren geschockt. Anscheint wussten sie auch noch nichts von meinem "Glück". "Mark soll Vater werden. Kann ich mir gar nicht vorstellen. Wenn er fast jeden Tag betrunken ist.", hörte ich Shay zu Gillian flüstern. "Halt die Klappe, Filan.", sagte Mark kühl und wendete nicht seinen Blick von mir ab. "Und was machst du jetzt, Schatz?", fragte mich Mark. "Ich weiß es nicht. Ich muss es erst mal verdauen, dass ich schwanger bin. Ich mein, ich bin noch ziemlich Jung. Gerade mal 20 Jahre alt." "Du bist schon sechs Wochen schwanger.", platzte es nun aus ihm heraus. Wieder klappte mir der Unterkiefer runter. "Willst du das Kind jetzt nun behalten?" "Ich... ich.... ich weiß es och nicht." "Abtreiben kannst du bis zum dritten Monat.", meinte Kerry. Ich sagte allen, auch Mark, dass ich jetzt doch alleine sein möchte und über alles nachdenken will. Sie verließen ohne ein weiteres Wort, das Zimmer und Mark küsste mich noch auf die Stirn.
Ich schloss meine Augen und versuchte alles, was in den letzten sechs Stunden passiert ist, zu verdauen. Ich war so in Gedanken versunken, dass ich nicht mitbekam, dass eine Schwester mit Essen reinkam. Ich machte mich gleich über das Essen her. Wenig später beschloss ich einen Spaziergang zu machen durchs Krankenhaus. Ich ging einen langen Gang entlang und sah verschiedene Patienten, die entweder in Rollstühlen oder mit Tropfen in der Ader. "Daddy, warum laufen diese Menschen so komisch langsam und sehen krank aus?", hörte ich ein kleines Kind seinen Vater fragen. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass ich später auch mal ein Kind haben würde. Mir wurde es nach einer Zeit zu langweilig und ging wieder zurück zu meinem Zimmer. Dort beschloss ich ein wenig zu schlafen.
Eine Woche später:
Mark kam in mein Zimmer, in dem ich noch mal alles durchsuchte, ob nichts vergessen hatte. Heute würde ich endlich wieder nach Hause kommen. Von meinem Arzt hatte ich schon die ersten Ultraschallbilder erhalten. Auf diesen konnte man bloß noch nichts erkennen. Mark nahm meine Tasche und verließ so schnell es ging das Krankenhaus, weil er diese nicht gerade sehr mochte. "Ich hoffe es geht dir wieder gut und dein Magen muss nicht schon wieder ausgepumpt werden.", meinte er, als er seinen Wagen durch die Straßen von Sligo kurvte. "Hoffe ich auch." Ich hielt ein Ultraschallbild in meiner Hand. Der Arzt hatte es mir gegeben bevor Mark und ich gegangen sind. "Wie findest du unser späteres Kind, Marky." "Na ja ich kann zwar nicht sehr viel erkennen, aber es wird bestimmt wunderschön. Genauso wie seine Mutter.", sagte er und hielt an einer roten Ampel. Ich lächelte ihn liebevoll an und Mark küsste mich.
Die letzten Wochen eigentlich noch ganz gut verlaufen, aber mittlerweile hat meine tägliche Übelkeit begonnen. Mark war dies, was morgens geschah eigentlich scheißegal. "Und es geht dir wirklich gut, Schatz?", fragte er mich mit einem besorgtem Blick. "Ja Mark. Das gehört halt dazu. Das ist ganz normal. Das hat jede schwangere Frau." Mark hob nur die Augenbrauen und sah mich schief an. Ich ging aus dem Zimmer, weil ich diesen Blick nicht ertragen konnte. Mark kam mir gleich nachgerannt. "Was hast du denn jetzt schon wieder?", fragte er mich. "Nichts.", winkte ich ab. "Doch. Irgendetwas hast du schon wieder. Du rennst sonst nie vor deinen Problemen weg." "Du bist kein Problem, Mark." "Anscheint doch." Ich verließ die Wohnung, in der Mark und ich wohnten und machte mich auf den Weg zu Kian. "Hey was ist denn mit dir los, Kleines?", öffnete er mir die Tür. "Hab mich mit Mark gestritten.", sagte ich eingeschnappt und setzte mich auf das Sofa und schaltete den Fernseher an. "Und wieso haust du jetzt ab?" "weiß ich nicht." Kian stellte sich vor dem Fernseher. "dann geh zurück zu Mark und sag ihm was los ist. Er wird sich doch sonst noch Vorwürfe machen." "Soll er doch. Geh mal weg Kian. Ich will Fernsehen gucken." Genervt zischte Kian ab.
Mark sah mit hochgezogenen Augenbrauen und einem Angewiderten Blick auf mein Brötchen. Es war mit Butter beschmiert (noch ganz normal) und mit sauren Gurken und Salami belegt. "Was?", fragte ich. "Nichts. Bloß, dass was du da isst, sieht sehr komisch aus." "Du hast bloß keinen Geschmack. Es ist nämlich sehr lecker. Willst du mal probieren?" Ich hielt das Brötchen unter seine Nase. Angewidert zog er seine Nase hoch. "Nee, danke. Ich hab keinen Appetit." "darf ich dann deins essen?" "Haaaallooo. Ich krieg bis heute Abend kein Essen mehr. Dann will ich wenigstens ein Brötchen essen." "Musst du arbeiten?" Mark nickt nur. "Tut mir leid, Kleines. Irgendjemand muss ja Geld verdienen." "Du bist ja echt nett, wieder mal zu mir." "Entschuldigen sie Madam. Muss ich sie jetzt mit Porzellanhänden anfassen nur weil sie schwanger sind?" "Dann kannst du ja abhauen und ich zieh das Kind alleine auf.", schlug ich vor. "Ich muss jetzt los.", sagte Mark, stand auf und gab noch einen Kuss auf den Mund.
Der Tag verging ziemlich langsam. Von Kerry erfuhr ich, dass die Tour auf das nächste Jahr verschoben wurde, da Mark während meiner Schwangerschaft bei mir sein wollte und die ersten vier Monate bei seinem Kind sein will. Dafür sollte die Tour im nächsten Jahr über drei Monate lang sein. Bei diesem Gedanken wurde mir fast schlecht. Es war gegen 23 Uhr, als Mark mich aus meinen Gedanken holte, die ich an einem Film verschenkt hatte. Das Telefon begann u klingeln. Ich registrierte es erst gar nicht. Erst als es zum fünften mal klingelte. Ich schrak hoch und rannte in die Küche, denn ich wollte nicht, dass derjenige auflegte, wenn ich ran gehe. "Endlich angekommen, nahm ich sofort ab. "Holla?" "Hi, Schatz. Du ich komm etwas später. Der Dreh dauert noch etwas länger." "oh." "Ja." "wann kommst du denn wieder?" "Irgendwann in der Nacht." "Na okay. Bis später." Ich legte auf und war etwas enttäuscht, dass ich alleine ins Bett gehen musste. Gegen 2.00 Uhr schaltete ich den Fernseher aus und begab mich ins Bad. Kaum war ich angekommen, bekam ich auch schon Bauchschmerzen. Ich setzte mich sofort auf den Badewannenrand und dann gaben die Schmerzen ein bisschen nach. Ich schnaufte einmal durch und ging dann langsam zum Schlafzimmer. Ich legte mich so schnell wie möglich hin und im nächsten Moment schlief ich auch schon ein. Kaum war ich eingeschlafen fing ich auch schon an zu Träumen...
... Westlife. Es war ein ganz normaler Tag für Westlife. An diesen Tag hatten sie frei und es gab in London ein Fußballspiel. Leeds United gegen Manchester United. Mark war mittlerweile Vater geworden. Wir hatten einen gemeinsamen Jungen namens William (Will). Natürlich gingen Westlife und deren Freundinnen zu diesem Spiel. Ich konnte Mark diesen Gefallen leider nicht machen, da ich auf den kleinen Will auf passen musste. Mark sagte mir das Spiel sei 19.30 Uhr zu ende und er würde gegen 20.30 zurück sein würde. Doch nichts geschah. Mark kam einfach nicht. Ich versuchte bei ihm anzurufen, doch es ging keiner ran. Ich versuchte es bei Kian, Nicky, Shane, Bryan, Kerry, Georgina und Gillian. Auch bei ihnen ging keiner ans Handy. Ich machte mir langsam Sorgen. Dann geschah das Unfassbare. Louis und Anto klingelten an der Haustür. (Mark und ich hatten nun schon ein Haus gebaut.) Louis´ Augen waren voll mit Trauer und bei Anto sah es nicht anders aus. "Was ist? Ist etwas passiert?", fragte ich die beiden mit Will auf dem Arm. Louis sah zu Anto und dann zu mir. "Also, Mel. Hör zu.", fing Louis an. "Es gab ein Flugzeugunfall. Das Flugzeug flog von London Richtung Dublin. In der Nähe von Cardiff ist das Flugzeug abgestürzt. Und... und.. Westlife waren in dem..." Louis hielt inne. "Was waren Westlife?", fragte ich ungeduldig. Will begann auf meinem Arm zu weinen. "Westlife... waren... in dem... Flieger. Der Flieger, der abgestürzt ist." Bei diesen Worten rannen mir die Tränen die Wangen runter. "Sie sind was??" Ich konnte es nicht glauben, dass Mark. Mein Mark tot war. Ich sank auf die Knie und ließ Will runter. Ich heulte nun noch mehr und dann...
...Ich wachte auf. Ich blickte sofort neben mich und sah in Marks wunderschöne blaue Augen. "Mark.", sagte ich heiser. Ich rutschte gleich rüber zu ihm und wir küssten uns leidenschaftlich. "Hey Süße. Was ist denn mit dir los? Du hast dich ja gleich nach einer Nacht verändert." "Nein. Ich bin bloß froh, dich wieder zu sehen." "Hä?! Muss ich das jetzt verstehen?", fragte er mich mit hochgezogenen Augenbrauen. Ich schüttelte den Kopf. "Shhhhh. Ich will das genießen." Mark hielt seinen Mund und es wurde still. Irgendwann mussten wir beide ein geschlafen sein und wachten erst gegen 12.30 Uhr wieder auf.
In den nächsten Monaten hatte ich mich total verändert. Ich war nicht mehr so gereizt gegenüber Mark und Kian. Ich viel beiden gleich immer um den Hals und küsste jeden bekannten, den ich sah. Mark bekam dies natürlich auch mit, aber es schien ihm zu gefallen, dass ich nicht mehr so abweisend zu ihm bin und das ich mich mehr um ihn kümmerte.
"Endlich mal wieder richtiges Essen, nach acht Monaten. Nicht mehr diesen Pizza Fraß." "das ist jetzt vom Chinesen.", wandte ich ein. Mark stand ruckartig auf und lief zur Toilette um es wieder aus zu spucken. "Du weißt doch, dass ich kein chinesisch mag und dann noch von dem um die Ecke rum." "Was willst du dann essen?" "Pizza." Ich atmete einmal tief durch und wählte dann sie Pizzaservicenummer und bestellte zweimal Pizza Hawaii, die dann auch bald kam. "Ich dachte du magst keine Pizza mehr, hm?" "Besser als tote Katzen oder Hunde essen.", meinte Mark und war nun doch stink Sauer auf mich. Ich versuchte den restlichen Abend ihm aus dem Weg zu gehen- klappte natürlich nicht.
Fortsetzung folgt bald
(Anregungen zur Story bitte an meine E- Mail schicken: Sophie@infocity.com
Danke!!!)