Hi ihr Lieben!
Hier endlich mal wieder ne Story von mir.
Wurde ja mal wieder Zeit, ich weiß.
Es ist eine Story die von Weihnachten handelt.
Naja, zumindest ein bisschen. *g*
Okay, viel Spaß beim Lesen!

"Boah endlich...?", geschafft ließen sich die vier Jungs ins Auto fallen, das sie nach Hause bringen sollte. Sie kamen gerade von einer anstrengenden Promotour zurück und es war bereits der 22. Dezember. Eigentlich war das alles anders geplant gewesen, doch dann hatte sich Mark eine Ggrippe, die nicht von schlechten Eltern war, eingefangen und lag erstmal zwei Wochen flach. Dadurch hatte Jake, ihr Mannager, den Terminplan völlig verändert und so verschob sich auch die Promotour auf die letzten Wochen vor Weihnachten. Doch nun hatten sie es endlich hinter sich gebracht ...

* * * Flash back * * *

"Los Guys! Die TV-Show wartet nicht auf euch.”, Jake trieb seine Schützlinge zur Eile an, denn sie waren mal wieder zu spät dran. Wenige Minuten später saßen alle im Buss und träumten vor sich hin, denn es war noch früher Vormittag. Es kam selten vor, dass die Jungs in einer Show so zeitig auftraten, aber wenn es dann doch mal so war, dann gab es meistens Stress. Der eine muss da noch einen Klecks Schminke bekommen, der andere dort und das alles bloß, weil sich die vier in den Kopf gesetzt hatten keinen Kaffee mehr zu trinken. Das war eine reihne Trotzreagtion, denn die Diät, die Jake ihnen verordnet hatte passte ihnen ganz und gar nicht. Sie sollten nicht mehr feiern gehen, keinen Alkohol mehr trinken, nicht mehr rauchen und das schlimmste, sie sollten auch keine Pommfritz, Pizzen oder sonstiges Fast Food essen. Also hatten sie kurzer Hand auch beschlossen keinen Kaffee mehr zu trinken, denn da war ja Koffein drin, also auch bloß eine Droge. Natürlich machten sie das nur um Jake zu ärgern, denn wenn sie am Morgen keinen Kaffee tranken, dann waren sie einfach müde und zu nichts zu gebrauchen. Am TV-Studio angekommen scheuchte Jake sie gleich in die Maske, denn die Leute dort würden eine Weile brauchen, um die vier halben Leichen wieder so halbwegs gut aussehen zu lassen. Nachdem sie fertig waren saßen sie zu dritt auf einer Couch, im hinteren Teil ihrer Gardarobe. Shane telefonierte und zog ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter, Nicky saß mit gekreuzten Beinen daneben und beobachtete das Treiben und vor allem Shane, da er so traurig aussah, Kian schrieb wie ein Weltmeister SMS und bemerkte nichts um sich herum und Mark ... ja, der war mal wieder verschollen, weiß der Teufel wo. Doch kurz darauf kam Jake in die Gardarobe gestürmt und jagte die drei hoch. Als sie aus der Tür kamen stand Mark bereits dort und grinste. Gleich darauf bekamen sie ein Zeichen und ab ging es, auf die Bühne oder besser gesagt ins Studio. Eine Moderatorin stellte ihnen blöde Fragen, fanden die Jungs zu mindest. Es waren so wie so immer die selben und das wurde mit der Zeit wirklich nervig. "Kian, wie läuft es bei dir mit Jodi?" "Ach, sehr gut, wir lieben uns sehr und sind super glücklich im Moment." "Mark, wie geht es dir jetzt, nach deiner Grippe?" "Oh, danke gut. Ich habe mich einige Tage ausgeruht und brav Kamillentee getrunken.", dabei verzog er das Gesicht. "Und Nicky, bei dir und Georgina, auch alles in Ordnung?" "Ja, wir sind glücklich so wie es ist. Es könnte nicht besser sein." " "Gut und nun der letzte im Bunde. Shane, auch bei dir und Gillian alles okay?" "Mh, alles klar.", antwortete dieser jedoch bloß knapp und schien nicht wirklich mit den Gedanken bei dem Interview zu sein. "Okay, wo verbringt ihr Weihnachten?" Kian: "Wir fahren Heim. Es ist schön mal die ganze Familie um sich rum zu haben und einfach mal Mensch zu sein. Eben derjenige zu sein der man wirklich ist und nicht Kian Westlife." Mark: "Ja, ich fahre auch Heim zu meinen Eltern und Geschwistern. Ich sehe sie so selten und zu Weihnachten ist immer eine so schöne ruhige Atmosphäre, das find ich am schönsten." Nicky: "Ich werde mit meiner Familie und Georgina bei mir in unserem Häuschen feiern und es wird herrlich werden. Georgina bereitet schon alles vor, da ich leider erst am 22. Dezember heim komme, aber dann gehe ich ihr tatkräftig zur Hand. "Aha gut und bei dir Shane?", meinte die Moderatorin nach einigen Sekunden, wo keiner etwas gesagt hatte. "Äh, ich fahre auch nach Hause. Meine Familie ist mir schon immer sehr wichtig gewesen und wir werden Weihnachten auch zusammen verbringen." "Ach und wird Gillian auch dabei sein?", bohrte die nervige Tante, wie sie Nicky später nannte weiter. Doch Shane nickte nur und sagte dazu nichts. Nicky sah ihn schief von der Seite an, sagte aber nichts, denn das konnte auch noch bis nach dem Interview warten. "Wann kommt denn ihr nun genau auf Tour?" Kian: "Die Tourdates sind überall bekannt gegeben worden und wenn sie die jetzt immer noch nicht haben, dann können wir auch nichts dafür. Wir treten in so vielen Ländern und Städten auf, dass wir den ganzen Plan doch gar nicht im Kopf haben können. Vielleicht kommt hier und da auch noch ein neuer Termin, aber im Großen und Ganzen sind sie ja jetzt schon fest." Mark und Nicky nickten zustimmend. So verging die Zeit und als sie das Interview hinter sich gebracht hatten waren sie heilfroh. Doch zu früh gefreud ... Jake kam in den Raum und scheuchte sie zu einem Fotoshooting, einer Kleideranprobe, wieder zu einem Fotoshooting und gleich danach hatten sie noch eine Autogrammstunde in einem Plattenladen. Am Abend fielen sie dann totmüde in ihre Betten und schliefen auf der Stelle ein. So vollgestopft wie dieser Tag waren auch alle anderen gewesen ...

* * * Gegenwart * * *

"Bye Guys!", Nicky riss Shane aus seinen Träumen, da das Auto gerade vor seiner Haustür gehalten hatte, um ihn als ersten abzusetzen. Er selbst würde noch mindestens zwei Stunden warten müssen bis auch er endlich daheim angekommen ist. "Bye, see ya!", riefen Kian und Mark mit einem Grinsen im Gesicht, nur er selbst lächelte schwach und winkte. Nicky guckte etwas betröppelt, denn so eine halbhärzige Verabschiedung hatte er von Shane nicht erwartet. Und promt, eine Minute später klingelte auch schon Shanes Handy. "Hallo?", Shane nahm genervt ab, andauernd störte ihn jemand und er wollte doch einfach bloß seine Ruhe. "Hey Shay, was is denn mit dir los?", Nicky war an der Strippe und wollte der Sache nun auf den Grund gehen. "Oh ne Nix, jetzt nicht.", fing Shane an zu nöhlen. "Ey spinn nicht rum Shorty, was für eine Laus ist dir denn über die Leber gelaufen?" "Mein Gott Nicky, merkst du nicht, dass du nervst?!", Shane war patzig, was Nicky nicht gewohnt war von seinem besten Kumpel. "Hey hey, bleib mal ruhig Shay und erzähl mir doch was los is.", versuchte es Nicky weiter, doch Shane wurde immer grilliger. "Nein! N E I N, Nein! N, wie Nordpol. E, wie Emil. I, wie Ida. N, wie Neonröhre. Nein. Kappier es endlich!" So giftig hatte Nicky seinen Freund noch nie erlebt und beschloss noch heute nach Sligo zu fahren, um in Erfahrung zu bringen, was da los war und dass da etwas ganz gewaltig schief lief konnte man nicht leugnen.

Shane lehnte sich nach diesem Gespräch seufzend zurück in seinen Sitz und hoffte inständig jetzt seine Ruhe zu haben, aber da hatte er nicht mit Kian gerechnet, der Shanes Wutausbruch am Telefon bemerkt hatte und ebenfalls sehr merkwürdig fand. Nur vor Kians Fragen und vor allem den durchdringlichen Blicken konnte er nicht so einfach entkommen, wie dem Gespräch mit Nicky, also gab er nach einer kurzen Zeit, wo er noch versucht hatte Kian auszuweichen auf und begann stotternd, aber dann immer flüssiger zu erzählen. Kian war näher zu Shane rüber gerutscht und legte seinen Arm um ihn, damit dieser merkte, dass er nicht allein war. "So Shay, nun erzähl schon, was is denn bloß los mit dir? Was mit Gill, du hast letztens in der Gardarobe so traurig geguckt, als du mit ihr telefoniert hast. Hat Nicky gesagt." "Mh, nicht mit Gill, also, naja, irgendwie ist zur Zeit alles so schwer. Ich mein, wir sehen uns kaum und wenn, dann nur ganz kurz und am Telefon hat Mum mir erzählt, dass Kelly, unsere trächtige Stute ziemlich krank ist und wenn sie das Folen bekommt, dann werden sie und das Folen Sterben. Aber sie ist doch schon so weit, das Kleine sollte doch schon gestern kommen.", Shane musste die Tränen zurück halten. Kian verstand seinen Freund zwar, aber wie man wegen solchen Bestien, wie Pferden heulen konnte, das war dann doch zu viel für ihn. "Em Shay? Steckt da wirklich nicht noch ein bisschen mehr dahinter?" "Naja, du weißt doch, dass Gillian gern dieses Folen haben wollte. Sie wollte es von klein an großziehen und es auch selbst trainieren und nun ... ihr größter Traum ist geplatzt. Zumal Kelly die einzige andalusische Stute war, die wir haben." "Oh, arme Gilly. Aber vielleicht könnt ihr ja eins von beiden retten?", fragte er hoffnungsvoll. "Nein, so wie Mum das gesagt hat besteht da kaum eine Chance. Das Schlimmste ist ja, dass Mum es sich nicht getraut Gill zu sagen und das soll ich jetzt übernehmen. Ganz toll. Da ist Weihnachten ja gleich im Eimer." "Mh", überlegte Kian, "an deiner Stelle würd ichs ihr sofort erzählen. Bevor die Stute wirklich stirbt." "Ja, wird ich auch machen, wenn es nicht schon zu spät ist.", hängte er noch leise dran und lehnte sich wieder zurück. Kian strich ihm noch einmal über den Arm, "Das wird schon, lass den Kopf nicht hängen.", sollte das wohl heißen. Dann kehrte wieder Stille ein und jeder hing seinen eigenen Gedanken nach.

"Hey lads, guckt mal, Ortsschild Sligo!", rief Kian freudig und riss Mark und Shane aus ihren gedanken. "Oh endlich, gleich daheim!", rief Mark sichtlich erfreud und schaute aus dem Fenster, um die schönen Häuser Sligos nach einer langen Zeit mal wieder zu sehen. Shane blickte nur kurz auf und nickte, dann lehnte er sich wieder zurück in seinen Sitz. Doch lange blieb er dort nicht mehr, da das Auto vor dem Hof seiner Eltern anhielt und er aussteigen musste. Langsam erhob er sich, stieg aus, ging zum Kofferraum und holte seine Taschen heraus. Als er die Klappe zu geschlagen hatte lief er nochmal um das Fahrzeug herum und machte Kians Tür auf: "Bye Ki, wir sehen uns sicher noch und danke fürs Zuhören. Bye Mark", rief er zum Schluss und die zwei verabschiedeten sich ebenfalls mit einem "Bye Shay!" Dann fuhr das Auto davon und die zwei winkenden Gestalten mit ihm.

Shane atmete die schöne kühle Winterluft Sligos tief in seine Lunge ein und nahm anschließend seine Taschen wieder auf und trug sie die Einfahrt hoch zum Haus. An der Tür angekommen drückte er mit dem Ellenbogen auf den Klingelknopf und wartete zitternd, da er keine Jacke an hatte, schließlich war es im Auto warm gewesen, darauf, dass ihm geöffnet wurde und tatsächlich, 10 Sekunden später stand Denise vor ihm: "Oh hi Shane, komm doch rein!", sie freute sich ihren kleinen Bruder endlich mal wieder zu sehen. "Hi Jelly, wie geht’s dir?", fragte er im Vorbeilaufen und stellte seine Taschen einfach im Flur ab, um sie erstmal zu umarmen. Jelly war übrigens ihr Spitzname, da sie als kleines Kind total verrückt nach Gummibärchen und allem was Gelierartig war verrückt gewesen war. "Ganz gut, aber nun komm, wir gehen zu Mum und Dad.", meinte sie und zog ihn mit sich. Als sie ins Zimmer traten sprang Mae sogleich auf, um ihren Jüngsten in die Arme zu schließen. "Hallo mein Schatz, schön, dass du auch endlich frei hast.", sie wollte ihn gar nicht mehr loslassen, doch irgendwann wurde es Shane zu bunt. Er wollte nun endlich wissen, wie es Kelly ging und ob seine Eltern es nicht doch noch geschafft hatten es Gillian zu sagen. Er glaubte es eigentlich nicht, aber insgeheim hoffte er es doch, da es für ihn eine Qual werden würde. Erst das Strahlen von Gillian und dann, wenn er die grausame Wahrheit sagen musste, die Trauer und Entteuschung, ja vielleicht sogar die Tränen sehen zu müssen und zu wissen, ihr nicht helfen zu können, da er selbst nichts gegen die momentane Situation tun konnte. Doch er wurde jeh aus seinen Gedanken gerissen, da nun Peter, sein Vater ihn in den Arm nahm und herzlich begrüßte. Shane sah ihm ins Gesicht und sah, dass Peter besorgt aussah. Er wusste nicht warum, aber er schätzte schon, dass es wegen Kelly war. "Hi dad.", mehr brachte er nicht raus, denn sein Vater hatte ihn gleich auf die Couch gedrückt und sah sehr ernzt aus. Gleich würde er anfangen zu sprechen, ihm vielleicht sagen, dass Kelly und das Folen tot waren, doch er wollte es gar nicht hören, doch eigentlich schon, bloß, wenn sie wirklich gestorben sein sollte, dann wollte er es lieber nicht wissen. "Also Shane", wie er seinen Namen schon aussprach, das hieß nichts Gutes, "Mae hat dir am Telefon schon von den Komplikationen bei Kelly erzählt, oder?", Shane war nicht in der Lage zu antworten, darum nickte er auch bloß schweigend. "Wir konnten es Gillian nicht sagen. Es wird für sie ein Schock sein und in diesem Moment braucht sie dich. Du musst stark sein Junge, es wird schlimm werden, aber ihr schafft das." Shane nickte, aber das, was er jetzt unbedingt wissen wollte war immer noch nicht beantwortet und deshalb fragte er dann ganz vorsichtig: "Dad, wo ist Kelly und wie geht es ihr nun genau?", nachdem er seine Frage gestellt hatte, fühlte er sich irgendwie erleichtert. "Kelly ist in der Geburtenbox, die ist schön groß und das Folen müsste jeden Tag da sein. Am besten du gehst dann selbst mal zu ihr und schaust sie dir an, schließlich ist sie ja auch dein Pferd. Sie vertraut keinem Menschen so wie dir. Vielleicht kannst du sie dazu bringen, dass sie etwas frisst." Damit stand Peter auf und ließ einen verwirrten Shane zurück. Doch wenn es um Pferde ging brauchte Shane nie lange, bis er die Initiative ergriff und so machte er sich auch gleich auf den Weg zum Stall, wo Kelly untergebracht war. Als er aus der Haustür trat, spührte er auch gleich wieder die eisige Kälte, die ziemlich schnell rote Wangen verursachte. Er zog den Reißverschluss ganz zu und schlug den Kragen hoch, dann lief er über den Hof zu den Stallungen. Mit einem etwas mulmigen Gefühl betrag er den Gang des Stalles und ging langsam an den ersten Boxen vorbei. In diesen standen die Gästepferde, etwas weiter hinten kamen dann die Privatpferde, wie Clover, Blacky, Silver oder Nelly und erst ganz am Ende des Ganges war die Box, wo sich Kelly befinden sollte. Shane traute sich gar nicht weiter zu gehen, denn gleich würde er sie sehen und er hatte Angst eine schlimme Entdeckung zu machen, doch dann gab er sich einen Ruck und ging entschlossen auf die Box zu. Da erblickte er auch schon Kelly, wie sie kraftlos im Stroh lag und den Kopf hob, als sie ihn kommen hörte. Plötzlich stand sie mühsam auf und streckte ihm ihren Kopf entgegen. Sie schien ihn erkannt zu haben und er streichelte sie kurtz, bevor er die Boxentür öffnete, um ihr frisches Wasser und Heu zu geben. Außerdem hatte er ein paar Äpfel dabei, wovon er ihr gleich einen hin hielt. Und... oh Wunder, Kelly schnupperte kurz daran und fraß ihn sogleich. Shanes Verwunderung war groß, doch er fing sich sofort wieder und gab ihr noch einen. Auch diesen nahm sie ohne zu zögern und Shane freute sich irre über diesen Erfolg. So verfütterte er alle fünf Äpfel hinter einander weg. Anschließend brachte er Kelly sogar noch dazu etwas Heu zu fressen und ein bisschen Wasser zu saufen. Glücklich verließ er den Stall wieder und ging zurück ins Haus, wo er auch gleich auf seinen Vater traf. Natürlich musste Shane diesem gleich von seinem Erfolg erzählen und Peter freute sich mit ihm. "Shane?", Mae rief aus der Küche zu ihnen heraus, "Gillian kommt am Nachmittag rüber." "Ja Mum, ist okay.", antwortete er und ging dann, samt seinen Reisetaschen, die immer noch im Fluhr gestanden hatten, hoch in sein Zimmer. Dort sortierte er erst mal die Wäsche in den Kleiderschrank, die noch nicht benutzt gewesen war und die Schmutzwäsche brachte er anschließend ins Bad. Dann verließ er das Haus wieder und ging zurück zu Kelly. Er wollte so viel Zeit wie möglich mit ihr verbringen, um bei ihr zu sein, wenn das Folen kommen würde und ... sie sterben müssten. So saß er eine ganze Weile in ihrer Box und hing seinen Geddanken nach. Plötzlich tippte ihn jemand von hinten an. Es war sein Vater. "Oh Dad, ich hab dich gar nicht gehört. Was ist, du siehst so ernzt aus?", Shane wurde mulmig, das konnte nichts Gutes heißen, wenn Peter so guckte. "Shane, ich habe eine Stute bei dem gleichen Händler bestellt, wie damals Kelly. Er verkauft sie mir aber nur, wenn ich sie noch vor Weihnachten abhole. Ich kann hier aber nicht weg und ... naja..." "...Da wolltest du mich fragen?", Shane sah ihn entgeistert an, "Das kannst du nicht machen! Kelly braucht mich.", Shane war nicht begeistert. Erst war seine Kelly in Lebensgefahr und dann sollte er nichtmal bei ihr bleiben dürfen. "Ja, ich weiß, es ist nicht einfach, aber sicher ein kleiner Trost für Gillian, wenn sie eine andere Stute dafür bekommt. Gib dir einen Ruck Shane, bitte! Tu es für Gill, nicht für mich.", Shane überlegte, nickte dann langsam. "Okay, für Gill, allein für sie tu ich es.", mit hängendem Kopf stand er auf, gab Kelly noch einen Apfel und lief in sein Zimmer, wo er die Tasche nun wieder packen musste. Ihm passte es überhaupt nicht, dass er am 22. Dezember, so kurz vor Weihnachten, noch mal nach Spanien fliegen sollte, aber was blieb ihm anderes übrig, wenn er Gillian nicht völlig entteuschen wollte. Als die Reisetasche fertig war, lief er die Treppen runter, verabschiedete sich von seinen Eltern und trat hinaus auf den Hof, wo es inzwischen begonnen hatte zu tröpfeln. "Komisch.", dachte sich Shane, denn die Lufttemperatur war innerhalb der letzten halben Stunde mindestens um 10 Grad Celsius nach oben gestiegen, sonst hätte es jetzt schneien müssen. Gerade als er die Einfahrt herunter lief, kam ein Luksusschlitten um die Kurfe gerauscht und hielt mit quietschenden Reifen vor ihm an. Shane traute seinen Augen nicht, es war Nicky. "Nicky?!!!", stieß er hervor und verstand überhaupt nicht, was jetzt hier los war. "Ja Shay, ich bins.", lachte dieser und schlug die Autotür zu. "Äh, sorry, aber ich kappier grad gar nichts mehr. Was machst du hier?", stotterte Shane und schaute seinen Freund und Bandmathe fragend an. "Ach, ich wollt nur wissen, ob es dir gut geht und was mit dir los ist.", antwortete Nicky und machte eine abwertende Handbewegung. "Haha, sehr witzig Byrne.", knirschte Shane und sah Nicky böse an. "Okay Shaney, dann erzähl mal.", vorderte er Shane nun auf und dieser ließ sich breitschlagen. Also hockten die beiden sich in Nickys Auto und fuhren Richtung Dublin, da Shane es so gewollt hatte. Seinem Dad schrieb er noch fix eine SMS, dass er ihn nicht mehr zum Flughafen fahren müsse, da er schon auf dem Weg dahin war und begann dann langsam zu erzählen. Nicky hörte ihm aufmerksam zu und meinte, nachdem Shane seinen Bericht beendet hatte: "Du fliegst nach Spanien? Alleine?" "Ja, ganz alleine. Stell dir das mal vor.", spottete Shane, da Nicky sich schlimmer als seine Mutter benahm. "Nein, du fährst nicht allein dort hin.", wiedersprach Nicky, doch Shane lachte nur: "Ach nein, klar fahr ich allein hin, ich bin doch kein Baby mehr.", doch Nicky erwiderte: "Nein, du fliegst da nicht allein hin!", Shane wurde sauer, "Doch! Du kannst mir gar..." "Ich komme mit.", beschloss Nicky und grinste seinen Freund an. "Du willst was?", fragte Shane vorsichtheitshalber noch mal nach. "Mitkommen?", sagte Nicky und lachte. "Aber wieso?", Shane verstand seinen Freund nicht, warum wollte er mit ihm nach Spanien fliegen, wo er doch eine Frau zu Hause sitzen hatte und die sicher auf ihn warten würde. "Weil ich sehe, dass es dir nicht gut geht und da lass ich dich doch nicht allein dort hin fliegen.", antwortete da Nicky auch schon. "Du willst echt mitkommen?", Shane konnte es noch gar nicht fassen, Nicky meinte es wirklich ernzt. "Ja, will ich! Und jetzt frag mich ja nicht noch mal!", er lachte und Shane lächelte dankbar. Dann lehnte er sich zurück und schloss für eine Weile die Augen.

"Wir sind da. Hey Shane, aussteigen!", Nicky hatte den Wagen auf einem Parkplatz vor dem Flughafen geparkt und sprang nun heraus. Er schlug die Tür zu und lief um sein Auto herum, um Shanes Tür zu öffnen. "Äh was?", murmelte Shane verschlafen. "Hey, hoch mit dir! Das Flugzeug wartet nicht.", Nicky stand grinsend vor Shane und hielt ihm die Tür auf. Dann endlich stieg auch Shane aus und schnappte sich seine Tasche. "Äh Nicky?" "Ja?" "Du hast gar keine Klamotten mit.", erinnerte Shane seinen Kumpel. "Och, dann zieh ich halt welche von dir an. Wir sind doch gleich groß.", feixte Nicky und auch Shane musste schmunzeln. Dann gingen sie zum Ticketservice und holten sich anschließend noch einen Burger, denn beide hatten schon seit Stunden nichts mehr gegessen. Anschließend setzten sie sich noch in ein Cafe, denn sie hatten noch über eine Stunde zeit, bis der Flieger starten würde. Einen Kaffee, eine heiße Schockolade und 50 Minuten später machten sie sich endlich auf den Weg zu ihrem Gate. Ihr Flug wurde bereits zum zweiten Mal aufgerufen, sodass sie auch gleich durch die Gangway ins Flugzeug steigen konnten. Sie suchten sich ihre Plätze und schnallten sich an, denn das müssten sie sonst eh in fünf Minuten machen. Etwa eine viertel Stunde später setzte sich das Flugzeug in Bewegung und rollte die Startbahn entlang, bis es endlich langsam abhob. Die Häuser wurden immer kleiner und die Wolken kamen immer näher. Shane und Nicky machten es sich in ihren Sitzen bequem und versuchten ein bisschen zu schlafen, denn das hatten sie in den letzten Wochen nicht gerade viel gekonnt.

"Em Mister? Schnallen sie sich bitte an! Wir landen gleich.", eine Stewardess war aufgetaucht und versuchte Nicky, da er am Gang saß, zu wecken. "Mh, ... Äh, was? Ach so, ja.", Nicky war noch verschlafen und rieb sich die Augen, dann schnallte er sich an und weckte auch Shane. Wenig später setzte das Flugzeug in Spanien auf und die Passagiere stiegen nach und nach aus. So auch Shane und Nicky. Sie gingen gleich zum Gepäckband und fischten Shanes Tasche aus den vielen Koffern und Reisetaschen heraus. Anschließend schaute Shane sich suchend um. Ein Mann mittleren Alters, vielleicht 10 Jahre jünger als Shanes Vater, stand winkend da und schien sie zu meinen, denn er schaute genau in ihre Richtung. Die Beiden liefen auf ihn zu und Shane fragte: "Guten Tag, sind sie Mr. Robertson?" "Ja genau, der bin ich. Herzlich willkommen im schönen Spanien. Sie sind Mr. Filan, richtig?", plapperte der Spanier gleich los. "Ja, ich bin Shane Filan. Mein Dad konnte nicht kommen, desshalb hat er mich geschickt.", Shane kam sich irgendwie blöd vor, da war es nur gut, dass Nicky dabei war. "Ah ja, Peter Filan hatte sowas gesagt. Aber ich dachte sie kommen allein?", Mr. Robertson schien verwundert. "Äh, ja, wollte ich auch, aber mein Kumpel wollte unbedingt mitkommen. Er heißt übrigens Nicky.", meinte Shane und ihm war es unangenehm, dass er so einfach noch jemanden mitgebracht hatte. Doch wenig später, als sie erst die Limosine von Mr. Robertson und dann sein riesiges Anwesen mit einem eben so großen Haus sahen, waren Shanes Bedenken wie weg geblasen. Es war schon spät und darum beschlossen die zwei sich für heute aufs Ohr zu legen und die herrliche Umgebung Andalusiens am nächsten Tag zu erkunden.

Als Shane die Augen aufschlug war es bereits hell draußen. Er streckte sich und wagte dann einen Blick auf den Wecker. "Oh, schon halb neun, nun aber los", sagte er zu sich und rappelte sich auf. Leise schlich er zu seiner Tasche und holte sein Waschzeug. Anschließend verschwand er im Badezimmer. Schnell zog er sich aus und sprang unter die Dusche. Das warme Wasser brasselte auf seine nackte Haut und er entspannte sich ein wenig. Eine halbe Stunde später stand er fertig angezogen in seinem Zimmer und wollte Nicky wecken, der immer noch im Tiefschlaf zu sein schien. "Hey Nicky, aufsteh’n! Es ist schon neun durch. Ey! Wach auf! Hallooo??? Sag mal, du Schlafmütze, wenn du nicht gleich aufwachst, dann muss ich zu härteren Maßnahmen greifen!", drohte Shane, doch es half alles nichts. Nicky schlief seelenruhig weiter. Shane überlegte kurz, dann breitete sich ein Grinsen auf seinem Gesicht aus. Er lief zurück ins Bad und holte einen Zahnputzbächer voll kaltem Wasser, was er Nicky dann langsam übers Gesicht laufen ließ. "Ahhh!", krietschte dieser daraufhin sofort los, "Shaaanee! Du Fießling! Na warte, das bekommst du zurück!", jammernd sprang Nicky aus dem nassen Bett und verschwand nun endlich auch im Badezimmer. Als auch er fertig angezogen war kam er zurück zu Shane ins Zimmer. "So, da bin ich, wir können", sagte er und bekam auch gleich ein "Wurde ja auch Zeit.", von Shane zur Antwort.

Nach dem Frühstück zogen sie sich warm an und verließen das Haus, um nun endlich die schöne Gegend zu erkunden. Mr. Robertson gab ihnen jedem ein Pferd, damit sie nicht alles zu Fuß ablaufen mussten, denn das hätten sie in der kurzen Zeit, die sie nur hier waren, nie geschafft. Shane bekam einen braunen, fast schwarzen Hengst und Nicky eine braune Stute. So ritten sie zu zweit die Gegend ab und Shane beschloss im nächsten Sommer mit seiner Gillian hier mal Urlaub zu machen. Das land hier war hüglich und sehr schön grün, doch seine Heimat Irland übertraf es noch längst nicht. Nur war es hier im Sommer und Herbst viel wärmer als in Irland, das war der einzige Vorteil. Lange ritten sie einfach nur schweigend neben einander her und genossen die Stille, die sie in ihrem Alltag ja nun gar nicht hatten, denn irgendwo tauchten immer Fans auf und wollten ein Autogramm haben. Nicht dass es sie gestöhrt hätte, nein ganz im Gegenteil, sie liebten ihre Fans und freuten sich jedes mal, wenn sie wieder ein Mädchen glücklich machen konnten, aber jetzt waren sie einfach mal froh ein bisschen für sich zu sein. Gegen Nachmittag kamen sie dann erholt zurück auf den Hof und versorgten die Pferde. Anschließend bekamen sie noch etwas zu Essen und folgten dann Mr. Robertson hinaus auf die Kopel, wo viele Pferde grasten. Eines davon sollte Shane mit nach Sligo nehmen. "Welches Pferd hat mein Vater denn gekauft?", fragte Shane auch gleich, denn er liebte diese Tiere und ritt für sein Leben gern. Schon als kleiner Junge hatte er das Reiten gelernt und seither war er ganz vernarrt in diese Tiere. Auch Rennen hatte er schon geritten und seinen ersten Preis hatte er mit vier Jahren bekommen. "Welches würdest du denn denken?", fragte Mr. Robertson lächelnd zurück, denn er hatte bemerkt, wie fastsiniert Shane von den Pferden war und dass er etwas davon verstand sah man gleich. "Oh, schwirig, die sind ja alle so edel. Aber ich glaube für Gill ... em ... die Schimmelstute da drüben.", meinte er schließlich und zeigte auf eine prächtige Stute am anderen Ende der Kopel. "Wow! Du bist ja echt begabt", schwärmte Mr. Robertson, "Genau die hat er gekauft." "Was echt? Is ja geil!" "Sie heißt Libella und ist ein echter Star, denn sie beherrscht die Kunst des Tanzens.", erzählte Mr. Robertson. - Sorry, das hab ich aus ner Wendi Story geklaut. Ist aber nicht so schlimm, oder? Könnt ihr mir noch mal verzeih’n? Biiiitteee! *grins* - "Wow! Das haut mich um. Da wird sich Gill aber freun. Vielen Dank Mr. Robertson!", rief Shane begeistert und umarmte Mr. Robertson stürmisch. Dieser begann daraufhin laut zu lachen, denn so ein Temperament wie die Iren hatten die Spanier weiß Gott nicht. Darum war er auch erst etwas erschrocken. Anschließend gingen sie zurück zum Haus und füllten die Verträge aus. Shane unterschrieb und war irre glücklich ein so tolles Pferd mit nach Hause nehmen zu können. Wenig später machten sie alles klar für den Transport, denn es war schon nicht so einfach ein Pferd von Spanien nach Irland zu bekommen. Doch so gegen Abend ging es dann endlich los. Peter wollte mit dem Pferdetransporter nach Dublin kommen und Libella dort in Empfang nehmen. Auch Shane würde er natürlich gleich mit nach Hause nehmen und Nicky hatte ja sein Auto immer noch Am Flughafen stehen. Also fuhr er dann auch gleich heim zu seiner Georgina, die sicher schon sehnsüchtig auf ihn wartete. Er wusste, dass es jetzt Stress geben würde, denn normalerweise wäre er ja schon einen Tag früher da gewesen und nun war es mitten in der Nacht vom 23. zum 24 und der Weihnachtsbaum musste sicher noch aufgestellt werden, denn das war bisher immer seine Aufgabe gewesen und Georgina hatte das sicher schon aus Trotz nicht gemacht. Shane hingegen war inzwischen ziemlich zappelig, denn Kellys Folen war immer noch nicht da und er hoffte inständig, dass sie sich noch gedulden würde bis er da war, denn er wollte dabei sein und ihr Beistand leisten - in sofern das ginge - und vor allem wollte er sie noch einmal sehen, bevor sie, nach den Angaben des Arztes höchst wahrscheinlich sterben musste und das Schlimmste war ja, dass auch das Folen zu 90 Prozent sterben würde. Diese Gedanken machten Shane traurig und er sagte die ganze Heimfahrt kein Wort. Als sie endlich Sligo erreicht hatten war es bereits fünf Uhr und Shane war totmüde, denn er hatte die ganze Nacht kein Auge zu gemacht, doch bevor er in sein Bett fiel, ging er noch mal zu Kelly, um sich zu versichern, dass es wirklich noch nicht so weit war. Doch sie ließ sich Zeit...

"Shane? Shane! Shane!!!”, sein Bruder Liam stand vor der Tür und klopfte wie ein Kaputter daran. Müde schlug Shane die Augen auf und musste erstmal realisieren, wo er sich befand. Doch dann fiel es ihm wieder ein und er sprang wie elektrisiert auf und lief zur Tür: "Liam, was ist los? Ist es so weit?", fragte er ganz aufgeregt. "Äh ja, mach hin und ruf Gill an! Sie muss dabei sein.", rief Liam, während er schon wieder die Treppen hinunter jagte. Shane flitzte zurück in sein Zimmer und zog sich einen Trainingsanzug drüber. Dann rannte er mit dem Handy in der Hand rüber zum Stall. "Tuht ... tuht ... tu..." « Walsh?», meldete sich endlich jemand. Es schien Joanna, Gillians große Schwester zu sein. "Hi hier ist Shane. Gib mir mal ganz schnell Gill!" "Äh ja, warte, die ist gerade unter der Dusche. ...", man hört schritte, dann ein Klopfen "Gilly? Mach mal schnell auf! Shane ist am Telefon. Klingt sehr eilig." Kurz darauf hört man wie die Tür aufgerissen wird: "Gib her! Shaney? Is was passiert?", Gillian klang sehr besorgt. "Hi Gill, komm bitte sofort her! Kelly bekommt das Folen und es gab Komplikationen. Komm bitte so schnell es geht! Tuht, tuht, tuht, tuht..." "Shane? Aber was… Aufgelegt”, Gillian wurde panisch. Sie rannte ins Bad, zog sich blitzschnell an und stürmte, ohne ein Wort zu sagen aus dem Haus. Im Affentempo raste sie in Richtung der Filans, wo Shane inzwischen bei Kelly hockte und sie streichelte. Er war verzweifelt, nicht nur dass Kelly und das Folen das wahrscheinlich nicht überleben würden, sondern dazu kam noch, dass sein Dad und seine Mum schon am frühen Morgen nach Galway gefahren waren, um noch irgend etwas zu besorgen, sodass er mit Liam ganz allein war. Er wusste nicht, wie er das alles schaffen sollte und so kramte er sein Handy ein zweites Mal hervor und rief Kian an: "Tuht ... tuht ..." "Ja Shay, was gibt’s und lass dir was gutes einfallen, denn sonst wird ich sauer. Um 11:00 Uhr holst du mich aus dem Bett, schäm dich!" "Halt die Klappe Kian! Spring in deine Klamotten und scher dich hier her!" So hatte Kian seinen Freund schon lange nicht erlebt, zuletzt als sie noch Kinder waren. "Shane? Was is’n passiert? Is was mit Gil oder warum bist du so giftig?", Kian machte sich echte Sorgen, denn er wusste, dass Shane nicht umsonst eine solche Laune hatte und er wusste auch, dass sein bester Freund oft nur so eklig war, wenn er seine echten Gefühle verstecken wollte. "Hör auf zu labern und heb die Füße!", dann legte er auf. Liam war ins Haus gegangen, um den Tierarzt anzurufen und eine Kanne Kaffee für sich und Shane zu kochen.

Shane hingegen hockte inzwischen vor der Box von Kelly in einem Strohhaufen und war verzweifelt, denn Kelly machte Anzeichen dafür, dass ihr Fohlen jede Minute kommen wollte und er hatte noch nie allein einer Stute geholfen, wenn diese ihr Fohlen bekam. Doch jetzt war es zu spät. Kelly legte sich ins Stroh und presste. Erst schaute Shane gespannt zu, doch dann, als Kelly es nicht mehr allein schaffte, ging er zu ihr und zog vorsichtig an dem kleinen Babypferdchen. Kelly war schon völlig entkräftet und Shane hatte Angst, dass der Arzt zu spät eintreffen würde. In diesem Moment kam Liam angerannt und half Shane das Kleine abzureiben, denn Kelly war selbst zum Abschlecken zu schwach. Wenig später lagen Mutter und Kind im Stroh und Liam lief zurück ins Haus, um den Kaffee zu holen, der bereits fertig sein dürfte. Das Folen hatte die Augen immer noch geschlossen und bewegte sich nicht. Zu erst hatte Shane das gar nicht regestriert, doch jetzt fiel es ihm auf. Doch er traute sich nicht noch mal hinzugehen, denn Liam hatte zu ihm gesagt, dass Kelly jetzt keinen an das Kleine ran lassen würde. So blieb er also in seinem Strohhaufen sitzen und betete, dass das Kleine endlich die Augen aufschlagen möge. Doch nichts geschah... Es lag nur da und rührte sich nicht. Langsam wurde Shane panisch, ihm stiegen allmählig die Tränen in die Augen und er stützte den Kopf in die Hände. So fand ihn Kian, der sich nur eine Jacke und eine Hose übergezogen hatte und gleich losgerannt war. "Oh mein Gott Shane! Was ist denn mit dir passiert?", rief er schon von weiter weg. Als er bei ihm angekommen war ließ er sich neben ihm ins Stroh fallen und umarmte ihn fest. Dann begann Shane endlich zu erzählen. Er ließ nichts aus und langsam begriff Kian... "Shaney? Wo bist du? Oh Kian, du bist auch da. Hey Shaneylein, ist was passiert? Was ist mit dem Fohlen und Ke...", doch da erblickte sie die beiden und erstarrte, denn auch sie sah, dass das Fohlen regungslos am Boden lag. "Shane? Sag das das nicht wahr ist! Bitte, sag dass es nicht...", doch Shane unterbrach sie und nahm sie in seine Arme. "Gillian, du musst jetzt stark sein. Kelly hatte schwere Komplikationen und der Tierarzt hat gesagt, dass sie es höchst wahrscheinlich beide nicht überleben werden. So schlimm und traurig es auch ist, wir müssen damit klar kommen." "Shane? Alles in Ord... Oh hi Kian. Oh und Gillian, du bist auch schon da. Aber Shane, was ist denn los? Ihr schaut so traurig aus.", Liam schaute fragend zu seinem Bruder hinunter. "Mh, schau mal in die Box!", meinte Shane lam. "Aber ... das kann doch nicht sein ... gerade war, obwohl ...oh nein!", Liam schossen ebenfalls die Tränen in die Augen und auch Gillian war schon am Heulen. In diesem Moment fuhr ein Wagen vor und wenig später betrat der Tierarzt den Stall. Er ging auch sofort zu Kelly und ihrem Baby und untersuchte beide. Dann schickte er die Jungs und Gillian erst mal ins Haus, wo sie einen Happen zu sich nahmen und anschließend wieder nach draußen gingen. Shane und Liam überredeten Gillian wieder heim zu gehen, denn hier würde sie so wie so nicht helfen können. Als sie zurück in den Stall kamen, war der Arzt auch schon fertig mit den Untersuchungen und als Shane in die Box schaute sah er nichts Neues. Das Kleine lag immer noch bewegungslos im Stroh und Kelly daneben. Er ließ sich wieder ins Stroh fallen und Liam neben ihm. Die Kaffeekanne stand auch noch da und so schenkte Liam dem Tierarzt, Shane und sich eine Tasse ein. Eine Weile saßen sie so im Stroh bis Shane auf einmal aufschrie: "Daaaa!!! Liam, Liam schau nur, das Kleine hebt den Kopf!", jauchzent sprang er auf und zog Liam mit sich. Shane tanzte vor Freude im ganzen Stall herum und sang aus vollem Halse irgendwelche Songs, die ihm in den Sinn kamen. In diesem Moment fing es an zu schneien und Shane war glücklich. Inzwischen war es auch schon 16:00 Uhr und seine Eltern würden jeden Moment zurückkehren. Der Tierarzt hatte seine Arbeit auch beendet und machte sich nun auf den Heimweg, denn schließlich war Weihnachten. Shane nahm sich vor seine Gillian zu überraschen und dachte sich etwas ganz romantisches aus... "Gillian?", Joanna lief durchs ganze haus und suchte ihre kleine Schwester. "Gillian! Wo steckst du denn?" "Hier", hörte sie es leise aus Gillians Zimmer kommen. Vorsichtig öffnete sie die Tür und sah ihre Schwester mit verheulten Augen auf dem Bett sitzen. "Gilly? Was ist denn passiert?", und darauf folgte ein langes Gespräch zwischen den beiden., in dem Gillian ihrer Schwester alles von Kelly und dem Fohlen erzählte. "...und nun werden sie sterben", beendete sie ihren Bericht. Joanna schloss sie daraufhin gleich in die Arme und versuchte sie zu trösten. Doch dann fiel ihr der Anruf wieder ein. "Du Gilly?" "Mh" "Shane hat gerade angerufen. Du sollst so gegen 17 :30 Uhr zu ihm kommen", Gillian schaute auf: "Hat er gesagt warum?" "Nein, tut mir leid, das hat er nicht" "Okay, dann muss ich mich aber beeilen!" Und schon war sie im Badezimmer verschwunden. So gegen 17:15 Uhr machte sie sich heute zum zweiten Mal dick eingemummelt auf den Weg zu Shanes Elternhaus. Als sie am Hof der Filans ankam, erblickte sie lauter Windlichter, die lustig im Wind flackerten. Das Ganze führte über den ganzen Hof zu ihrem Geheimversteck, einer alten Scheune, wo sie schon als Kinder immer gespielt hatten. Am Ende der Windlichterspur war ein riesiges Herz aus Rosenblüten gelegt und mitten drin saß ihr Shaney mit der Gitarre und begann einen Song zu singen. Sie stand nur wie verzaubert da und lauschte den gefühlvollen klängen des Songs, den Shane wahrscheinlich selbst geschrieben hatte. Rings um sie herum fielen leise die weißen Flocken vom Himmel und alles war ruhig. Es schien als bliebe die Zeit stehen...

"I would die for you
Lay down my life for you
The only thing that means everything to me
'Cause when you're in my arms
You make me prouder than
Than anything I ever could achieve
And you make everything that used to seem so big
Seem to be so small since you arrived

On angel's wings, an angelical formation
Angel's wings, like letters in the sky
Now I know no matter what the question
Love is the answer
It's written on angel's wings

And I often wonder why,
Someone as flawed as I
Deserves to be as happy as you make me
So as the years roll by
I'll be there by your side
I'll follow you wherever your heart takes me
Cause you make everything that used to be so big
Seem to be so small since you arrived

On angel's wings, an angelical formation
Angel's wings, like letters in the sky
Now I know no matter what the question
Love is the answer
It's written on angel's wings

Now anyone who's felt the touch of heaven in their lives
Will know the way I'm feeling,

looking in my baby's eyes
That's why I can't bear to be too far away
I know that god must love me

cause He sent you to me on angel's wings

On angel's wings, an angelical formation
Angel's wings, like letters in the sky
Now I know no matter what the question
Love is the answer
It's written on angel's wings

Love is the answer
It's written on angel's wings...

Gillians Augen hatten sich mit Tränen gefüllt, doch nicht vor Trauer, sondern vor Rührung. Ihr Shane hatte einen Song nur für sie geschrieben und ihn so wunderschön gespielt und gesungen. Und der Text... Einfach überweltigent. Sie fiel ihm um den Hals und sie küssten sich leidenschaftlich. "Frohe Weihnachten my Angel!", flüsterte Shane seiner Gillian ins Ohr. Dann stand er langsam auf und zog sie mit sich. Er lief mit ihr im Arm um die Scheune herum und dort stand Libella angebunden. "So meine Süße, die Stute habe ich persönlich gestern aus Spanien geholt. Wir wussten, dass das Fohlen nicht überleben würde und haben für dich extra eine andalusische Stute gekauft. Sie heißt Libella und kann sogar tanzen. Wenn du das lernen willst, dann würde Mr. Robertson seinen Sohn oder seine Tochter mal her schicken und die würden dir dann alles beibringen. Ist das was?", lächelnd sah Shane ihr in die Augen, die vor Glück wie Sterne funkelten. "Jaah! Jaaaahhh!", sie fiel ihm strahlend um den Hals und wieder verfielen sie in einen nicht enden wollenden Kuss. Doch dann lösten sie sich wieder von einander und Gillian strich Libella über das schneeweiße Fell. "Die ist wunderschön Shane. Danke, vielen vielen Dank!", sie strahlte über’s ganze Gesicht und wäre es Sommer gewesen, dann hätte sie mit der Sonne um die Wette strahlen können und sie hätte garantiert gewonnen. Anschließend brachten sie Libella zurück in den Stall und versorgten sie. Gillian konnte sich gar nicht von ihrem neuen Pferd trennen, doch dann zog Shane sie vorsichtig weg und sie ließ es geschehen. Plötzlich flüsterte Shane ihr etwas ins Ohr: "Schau mal Gilly!" Sie wendete den Blick von Shanes wunderschönen haselnussbraunen Augen ab und guckte in die von ihm angegebene Richtung. Was sie da sah trieb ihr wieder die Tränen in die Augen, wie schon so oft an diesem Tag. Doch dieses mal war sie glücklich, wie auch Shane zwei Stunden vor ihr. "Ist das wahr Shane? Wird es wirklich überleben?", Gillian liefen die Tränen die Wangen herunter und Shane hielt sie ganz fest. "Ja Gilly, es ist über den Berg und Kelly auch. Sie werden wieder ganz gesund." "Oh Shane ich liebe dich!", Gillian drehte sich in seinen Armen um und küsste ihn so voller Leidenschaft, dass ihm fast die Luft weg blieb. "Wie heißt es denn?", fragte sie, als sie sich mal kurz von ihm löste. "Na was glaubst du denn? Es ist dein Pferdchen, also gibst du ihm auch gefällichst einen Namen.", grinste er und sie sprang vor Freude auf seinen Arm und küsste ihn ab. "Hey, hey, nicht so stürmisch! Alte Männer vertragen das nicht.", lachte er und sie begann ebenfalls laut loszuprusten. "Okay mein Alter, dann setz dich und ruh dich aus und ich überlege mir einen schönen Namen.", grinste sie und bekam daraufhin einen Klaps auf den Hinterkopf von Shane. Anschließend küssten sie sich wieder und Shane umarmte seinen Engel von hinten und legte sein Kinn auf ihre Schulter. So standen sie eine ganze Weile da und sagten kein Wort, sondern beobachteten nur Kelly und ihr Kleines. "Was hältst du von Keely?", fragte sie nach einer langen Zeit leise. "Hey wow, super Name und fängt auch mit K an, wie Kelly. Den nehmen wir!", entschied er und so war es beschlossene Sache. Wenig später liefen sie händchenhaltend und überglücklich ins Haus, wo der Rest der Family schon mit dem Essen und der Bescherung wartete. Das Essen schmeckte hervorragend, wie eigentlich immer, wenn Mae Filan, Shanes Mum kochte und auch der restliche Abend wurde wunderschön. Als sie mit Abendessen so langsam alle fertig waren, verschwand Peter unauffällig aus der Küche. Wo er wohl hingegangen ist?... Der Rest saß noch am Küchentisch und unterhielt sich, als plötzlich eine Glocke leutete. Da standen alle auf und liefen rüber zur Wohnstube, wo das Glockengeleut her kam. Denise öffnete die Tür und Peter stand vor dem Weihnachtsbaum und strahlte seine Family glücklich an. "Frohe Weihnachten!", sagte er lächelnd und nahm als erstes seine Frau in den Arm. Im Hintergrund lief leise eine Platte mit Weihnachtsliedern und auch die anderen wurden gedrückt und so wünschten sie sich erst einmal alle gegenseitig eine frohe Weihnacht. Shane schlang seine Arme um Gillian, die noch ganz überwältigt von dem Ganzen war und küsste sie liebevoll. "Merry christmas Gill! You are the best that ever happened to me. I love you!”, flüsterte er ihr verliebt ins Ohr und Gillian strahlte ihn überglücklich an. Dann kehrte langsam Ruhe ein und Peter und Mae verteilten die Geschenke, die bisher noch unter dem Weihnachtsbaum gelegen hatten. Shane bekam von seinen Eltern einen wunderschönen Schlüsselanhänger, wo sein Clover als dreidimensionales Bild drinnen war. Gillian hatte ihr Geschenk ja schon bekommen, denn ein Pferd lässt sich ja nunmal nicht so einfach unter einen Weihnachtsbaum legen. Für dieses große Geschenk hatten Peter und Mae auch mit Shane zusammengelegt, denn ein Pferd war ja nun nicht gerade billig und vor allem ein so begabtes, wie es Libella war hatte seinen Preis. Shane hatte außerdem noch eine total coole Jeans bekommen, die er auch gleich anprobieren musste. Mairead bekam einen zwei Gutscheine für einen Kinobesuch, denn das war auch ziemlich teuer gewurden. Liam hatte ein paar neue Reitstiefel bekommen und Denise bekam eine riesige Packung Gummitiere, denn ihr eigentliches Weihnachtsgeschenk hatte sie schon eher bekommen, da sie bis zum Umfallen gedrängeld hatte. "Aber Mum, ich habe am Wochenende doch dieses wichtige Date und am Sonntag noch einen wichtigen Auftritt. Biiiitteeee!!!", so hatte sie andauernd genervt, bis Mae endlich nachgegeben hatte. Finbarr, Yvonne und Peter waren bei ihren Freunden bzw. Freundinnen Weihnachten feiern, sodass die Bude Filan auch nicht überfüllt war. Nur Oma und Opa waren noch gekommen, worüber sich Shane immer sehr freute, denn er sah seine Großeltern leider viel zu selten. So hockten sie alle im Wohnzimmer auf Sesseln, Stühlen, der Couch und sogar dem Boden und packten die vielen herrlichen Geschenke aus. Danach glich das Wohnzimmer eher einer Müllhalte, denn das ganze Geschenkpapier und -band lag auf dem Boden verstreut rum. Dazwischen quer über der Erde die Geschenke verteilt. Da war es ein Wunder, dass jeder seine noch erkannte. Doch das war jedes Jahr so und desshalb waren die Filans darin schon geübt. Als endlich alles bestaunt und ausprobiert worden war, setzten sich alle gemüdlich um den großen Stubentisch und tranken ein Glas Wein zusammen. Dann begann Peter mit einem sehr bekannten Weihnachtslied und nach und nach stimmten alle mit ein.

Die Lichter am Weihnachtsbaum leuchteten und strahlten ein gemüdliches warmes Licht aus. Mae hatte zusätzlich noch die vier Kerzen des Adventskranzes angezündet und so saßen sie alle zusammen bei Kerzenlicht und sangen gemeinsam Weihnachtslieder. Shane hielt seine Gillian den ganzen Abend im Arm und man sah ihnen an, dass sie momentan die glücklichsten Menschen der welt waren.

So, ich hoffe euch hat meine Story gefallen?
Über Feetback würde ich mich höllisch freuen -> Orthia.b@freenet.de
Also, meldet euch bei mir.
Und ich wünsch euch natürlich frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2005!

Eure Honey!