
"Kian! Ich will Geld!", kreischte eine hysterische Stimme und Gleichzeit wurde die Tür aufgerissen und eine etwas fülligere Blondine kam hereingestürmt. Kian, Mark, Shane und Nicky, die zuvor sich harmlos unterhaltend auf Sesseln und Sofas herumgelümmelt hatten und sich über ihr Boyband-Dasein unterhielten, als soeben ihre traute Viersamkeit gestört wurde. Kian sprang erstaunt auf und wies verwundert mit seinem Zeigefinger auf die Hoteltür. "Wie...? Ich mein, warum... Was wollen Sie hier?", stotterte er. Die Frau sah ihn böse funkelnd an und zerrte einen ungefähr vierjährigen Jungen am Handgelenk vor sich. "Schau ihn dir an. Es ist deiner, Kian! Und ich will verdammt noch mal endlich den Unterhalt haben!", keifte sie. Kian hob abwährend seine Hände und beschwichtigte: "Moment Mal! Immer langsam. Sie können mir ja wohl nicht irgendein wildfremdes Kind anhängen! Wär ja noch schöner.." "Es ist deins!", schrie die junge Frau. Da stand Shane auf und mischte sich ein: "Könnt ihr euch mal beruhigen?" Kian fuhr zu ihm herum. "Beruhigen? Dieses verdammte Weibsstück erlaubt sich, mir vorzuwerfen ich hätte vielleicht vor...", Kian warf einen Blick auf den kleinen verschüchterten Jungen und fuhr fort: "... fünf Jahren irgendwo ein Kind in die Welt gesetzt!", rief er aufgebracht. "Ja, ja, ja, ja...", machte Shane und fand: "Es gibt sicher eine Erklärung!" "Genau. Und zwar, dass es die Wahrheit ist: Kannst du dich noch an vor fünf Jahren erinnern? - Es war in Schweden nach einem eurer Konzerte und erzähl mir nicht, du weißt nicht mehr, dass wir Sex hatten!", schrie die Frau. "Tut mir Leid... Ich kann mich wirklich nicht mehr an dich erinnern und ich kann dir nicht glauben! Da kann ja jede X-Beliebige herkommen und mir erzählen, ich wär Dad!", knurrte Kian. "Ich lüge nicht!", schrie sie. "Shane ist dein Sohn, verflixt noch mal! Über vier Jahre musste ich ihn allein erziehen, aber ich will dich mal daran erinnern, dass zu Kindern immer zwei gehören und das sind in Shanes Fall du und ich! Und wenn du mir nicht glaubst, dann mach verdammt noch mal einen Vaterschaftstest!" "Ich werd verrückt! Wenn du nicht aufhörst, ruf ich die Polizei - und ohne meinen Anwalt sag ich nichts!", blaffte Kian. "Jetzt schnapp mal nicht über, Mensch! Ich kann mich noch sehr gut erinnern - und schau Shane ins Gesicht: Er sieht aus wie du!", rief die Frau entrüstet, worauf Kian überrascht in Shanes Gesicht sah. "Warum sieht er aus wie ich?", Kian war sichtlich erstaunt. "Ich rede von deinem Sohn!", keifte die Frau, worauf Kian reflexartig in das Gesicht des kleinen Jungen sah. Er erinnerte ihn tatsächlich etwas an seinen kleinen Bruder Colm, der ihm schon wie aus dem Gesicht geschnitten war. "Nein - tut mir Leid, ich kann dir nicht glauben! Und warum überhaupt, hast du ihn dann Shane getauft? Wenn du doch mit mir geschlafen hast?", Kian funkelte sie böse an. "Meine Güte! Eigentlich wollte ich mit Shane Sex haben, aber der hatte keine Interesse, da er ja seine Freundin hatte!", meinte sie leicht verächtlich und fuhr dann fort: "... Mark war ja bekanntlich ebenfalls selber anderweitig beschäftigt und Nicky hatte sowieso nur Augen für Shane und dann musste ich mich notgedrungen mit dir zufrieden geben!" Shane hatte reflexartig seine Hände über die Ohren des kleinen Shanes gelegt und meinte nun an Kian und die fremde Frau gewand: "Ihr seid echt das Allerletzte! Wie kann man sich nur in Gegenwart eines Kindes - und auch noch über dieses Thema - streiten!", er schüttelte seinen Kopf und nahm dann den Kleinen an die Hand. "Kommt mit, Shane! Ich spiel mit dir, okay?" Der Kleine sah ihn mit großen Augen an, aber als er in Shanes freundliche, warme Augen blickte nickte er fröhlich. "Au ja.", er drückte Shanes Hand und die zwei verließen den Raum. Nicky blickte ihn kurz hinterher, dann stand er auf: "Ich spiel mit ihnen!", damit lief er hinter den beiden Shanes hinterher. "Hopp - na los, mach halt einen Vaterschaftstest, wenn du mir nicht glaubst!", schrie die Frau Kian wieder an. "Ich kenn dich überhaupt nicht - weiß nicht mal, wie du heißt!", maulte Kian. "Ich heiße Svenja!", murrte sie und sah Kian durchdringlich in die Augen: "Ich hab es satt, alleinerziehend zu sein - jetzt darfst du auch mal. Immerhin hast du die Millionen auf dem Konto und nicht ich!", rief Svenja. Kian stieß wütend Luft aus. "Ich sage nichts, bevor ich nicht weiß, das sich hundertprozentig der Vater bin!", maulte er. "Okay - dann werden wir halt einen verdammten Vaterschaftstest machen, wenn du’s so willst. Aber ich sag dir, Kian! Danach wirst du dich regelmäßig mit Shane treffen und den Unterhalt zahlen, dass das klar ist!", motzte Svenja. "Natürlich werde ich mich um... um... ihn... also, ich meine Shane... kümmern, wenn er wirklich mein Kind ist!", gab Kian nach. Mark erhob sich derweilen grinsend von dem Sofa, welches er vor gut drei Stunden in Anspruch genommen hatte. Er fand es sehr amüsant, dass Kian Dad war. "Tschüßi, du Daddy!", lachte er und klopfte Kian auf die Schulter. "Haha. Wie witzig!", meinte Kian sarkastisch, als Mark schon aus dem Zimmer lief.
Draußen traf Mark auf Nicky, der gerade aus seinem Zimmer kam. "Häh? Bist du nicht bei Shane und Shane Jr.?", fragte er verwundert. Nicky grinste. "Ich weiß nicht, wo sie hin sind.", erklärte er. "Ich such sie schon die ganze Zeit!" "Ja, wo suchst du denn?", hakte Mark nach. "In der Hotellobby, in meinem Zimmer, auf den verschiedensten Gängen...", Nicky hob ratlos seine Schultern. Mark brach in gellendes Gelächter aus. Nicky hielt sich erschrocken die Ohren zu. Mark fiel ihm spontan um den Hals. "Nicky, du bist so doof, das gibt’s kein zweites Mal!" "Oh - vielen Dank!", Nicky seufzte genervt und stieß Mark etwas weg. "Ich hab einen kleinen Tipp für dich, Nicky:", Mark grinste unverschämt. "Geh mal ins Zimmer 243!", schlug er vor. Nicky hob verwundert eine Augenbraue. "Warum? Das ist Shanes Zimmer - also wa...", Nicky hielt Inne. "Scheiße.", fluchte er und klopfte Mark auf die Brust. "Danke, Mark!", murmelte er und lief in die Richtung von Shanes Zimmer. Mark sah ihm kopfschüttelnd nach. ‚Dumm, dümmer, Nicky Byrne!’, dachte Mark lachend und lief dann nach unten in die Hotellobby, um sich noch einen Drink zugenehmigen. Als er unten an der Bar angekommen war und sich grad sein Lieblingscocktail bestellte, spürte er eine Hand auf der Schulter. Er fuhr herum und lächelte dann. "Hi Gillian!" "Hallo!", Gillian setzte sich neben ihn. "Wie geht’s?" Mark lachte. "Na - mir geht’s gut, aber Kian - stell dir vor: Ist Dad geworden!", platzte es aus ihm heraus. Gillian starrte ihn an. "Bitte?", sie bekam kullerrunde Augen. "Ja, ernsthaft!", Mark kicherte. "Daran merkt man, dass Star-Sein doch nicht das Tollste ist, was es gibt!" Gillian stützte ihr Kinn in die Handfläche auf und sah Mark auffordernd an. "Eine Erklärung bitte!", forderte sie. Mark nickte. "Na gut - willst du auch ’n Cocktail?", fragte er nach. Gillian schüttelte lächelnd ihren Kopf. "Nein - heute mal nicht!", verneinte sie. Mark sah sie erstaunt mit hochgezogener Augenbraue an. "Na gut... wenn du meinst...?!", er nahm einen Schluck und erzählte Gillian dann die ganze Geschichte.
Nicky öffnete die Tür von Shanes Hotelzimmer und lehnte sich lächelnd an den Türrahmen, als er sah, wie Shane mit dem kleinen Shane auf dem großen Bett saß und ihm zeigte, wie man aus Papier kleine Vögelchen und Schiffe basteln konnte. "Hey Shane!", lächelte er dann. Beide sahen auf. "Hey Nicky!", Shane grinste als Nicky auf das Bett zukam und Klein-Shane sich wieder auf sein halbfertiges Schiff konzentrierte. Nicky ließ sich hinter Shane aufs Bett fallen, als der Kleine von Shane wissen wollte: "Wer ist das?" Shane lächelte. "Das ist Nicky! Er ist mein bester Freund!" Der Kleine sah Nicky fragend in die Augen. "Bist du auch mein Onkel?" Nicky sah unsicher zu Shane, überlegte kurz und meinte dann: "Nein, nein. Nur ein guter Freund!" Der Kleine nickte und meinte dann stolz: "Shane ist nämlich mein Onkel!" Nicky hob verwundert seine Augenbraue, doch dann nickte er. "Ja, ja... Stimmt ja - aber heißt es dann nicht genau Anverheirateter-Groß-Cousin?", hatte er eine neue Taktik. Shane kicherte und legte seinen Kopf in Nickys Schoß. "Verwirre mich bloß nicht. Für mich heißt’s Onkel.", lachte er. "Okay, okay...", Nicky sah ihm lächelnd in die Augen und strich Shanes glatte, ungegelte Haarsträhnen wieder zu einem Seitenscheitel. "Ist das richtig so?", wollte der kleine Shane wissen und hielt Shane ein Bötchen unter die Nase. Shane lächelte. "Ja - perfekt!", grinste er, als der Kleine wissen wollte: "Darf ich mal aufs Klo?" "Na klar.", Shane zeigte auf eine Tür. "Einfach da rein - wenn du Hilfe brauchst, rufen!", grinste er. Damit sprang der Kleine auf und ließ zum Badezimmer. Als er weg war, wollte Nicky von Shane wissen: "Warum hast du ihm erzählt, dass du sein Onkel bist?" "Weil es so ist. Mann - er ist hundertprozentig Kians Sohn! Ich mein - ich kenne Kian schon ewig und es ist..." "Ist okay, Shaney! Wenn du’s sagst, sag ich’s auch: Shane ist Kians Sohn!", unterbrach Nicky lachend. Shane nickte. "Genau." "Ich glaub, die Mutter ist ein bisschen verrückt!", gab Nicky dann zu Bedenken. "Na ja... eben ein Groupie!", Shane konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. "Mann - bin ich froh, dass ich meine Süße schon hatte!", seufzte Nicky und Shane zwickte ihm leicht in die Wange. "Oh ja. Unser Vorteil! Mann - ich stell mir grad vor, dass ich der Vater gewesen wär...", murmelte er. Nicky grinste. "Nahe läge es ja... Mir tut ja nur der Kleine Leid! Aber Groupies sind schon der Hammer: Nur weil sie dich nicht bekommen hat, nimmt sie den nächst Besten...", er schüttelte seinen Kopf, dann sah er Shane fragend in die Augen. "Sag, hättest du, wenn du solo gewesen wärst?" Shane fuhr hoch, wobei er fast mit seinem Kopf gegen Nickys gestoßen wär und sah ihm ins Gesicht. "Nie im Leben!", entfuhr es ihm. "Es gibt nichts, was ich widerlicher finde.", bemerkte er. Nicky lächelte zufrieden. "Schön, schön...", er legte seinen Arm um Shanes Schulter und kraulte ihm die Nackenhaare. "Ich bin einfach nur froh!", lächelte er und zog Shane zu sich und nahm ihn fest in seinen Arm.
"Ja wow!", brachte Gillian raus und lachte dann. "Mann... ich werd Tante!", kicherte sie. Mark umarmte sie und verbesserte: "Du bist Tante!" Gillian lachte. "Dass mein Cousinchen so abgeht... krass!", sie schüttelte ihren Kopf. "Wer weiß, wie viele Kinder er da draußen noch so hat...", sie presste, ein Lachen unterdrückend, die Lippen aufeinander. Mark zwinkerte ihr zu. "Und ich persönlich zweifele nicht daran, dass der Kleine Kians Sohn ist. Dazu sieht er ihm zu ähnlich!", grinste er. "Na, ich werd jedenfalls mal meinen Mann besuchen gehen...", meinte Gillian dann und stand auf. "Tu das. 243!", Mark hob seine Hand. "Danke...", damit griff Gillian nach ihrer Handtasche und lief zum Aufzug.
"Na mein Schatzi?", mit diesen Worten öffnete Gillian die Tür von Shanes Hotelzimmer. Etwas verblüfft blieb sie in der Tür stehen, als sie sah, wie Nicky ausgestreckt auf dem breiten Bett lag und lächelnd nach vorne sah. Sie zog ihre Stirn in Falten, denn Nicky sah nun überrascht zu ihr. Sie schloss die Tür, stellte ihr Täschchen ab und kam dann zu Nicky. "Hi Gillian!", meinte Nicky leise und wies dann entzückt auf die Couch, denn dort saß Shane mit dem kleinen Shane auf dem Schoß und las ihm, vertieft in die Geschichte, vor. Gillian schmunzelte und sah einige Augenblicke einfach nur zu den beiden. Shane hatte sie überhaupt nicht gehört. Gedankenverloren setzte sie sich auf die Bettkante und sah verschwärmt zu ihrem Mann. Nicky wand seinen Blick von Shane und Shane Jr. ab und sah dann zu Gillian. Er konnte sich ein Grinsen nicht unterdrücken, aber da stand Gillian dann auf und schlich zu dem Sofa und legte dann ihre Hände von hinten auf Shanes Schulter. Der erschrak sich wohl nicht, war aber dann erstaunt, als er bei einem Abschnitt nach oben sah und Gillian erblickte und nicht den erwarteten Nicky. "Hey Maus!", seine Augen leuchteten, als Gillian sich zu ihm hinunterbeugte und zart küsste. "Warum küsst du die?", wollte der kleine Shane da von ihm wissen. "Weil sie deine Tante ist!", lächelte Shane. Der Kleine sah ihn mit großen Augen an. "Sie ist meine Frau - und die Cousine von deinem Daddy!", versuchte Shane ihm zu erklären. "Liest du mir jetzt trotzdem weiter vor?", wollte Klein-Shane von ihm wissen. "Ja, natürlich!", nickte Shane und las weiter vor. Gillian gab ihm noch einen zarten Kuss auf die Wange und lief dann wieder zu Nicky, der seine Position nicht gewechselt hatte.
Kian und Svenja keiften sich immer noch ununterbrochen an: "Wenn es stimmt - warum bist du dann nicht früher gekommen?", schrie Kian in dem Moment. "Hahaha! Bist du lustig! Ich bin nie an dich rangekommen!", kreischte Svenja. "Nur weil du denkst, ein ach so toller Popstar zu sein...", fing sie an, als Kian sie unterbrach: "Hau jetzt ab, okay? Mach einfach die Fliege! Morgen werd ich den Vaterschaftstest veranlassen und wir werden weitersehen!", damit wollte er Svenja aus dem Zimmer schieben, als sie nachfragte: "Und was ist mit Shane?" "Der hat’s bei meinen Freunden gut, glaub mir. Und jetzt hau ab!", Kian knallte die Tür zu. Schnaufend lehnte er sich an die verschlossene Zimmertür. "Oh - mein - Gott!", brachte er hervor, lief zu seiner Minibar und kippte sich erst mal einen Tequila runter.
"Wo ist Georgina?", wollte Gillian von Nicky wissen, als sie sich wieder neben ihn setzte. Nicky hob seine Schultern. "Was weiß ich?!" Gillian hob eine Augenbraue. "Ach... sie wollte heute mit ihren Freundinnen Einen drauf machen!", meinte er. Gillian nickte. "Ahh... stimmt ja. Sie hat mich auch gefragt ob ich komme..." "...aber?", fragte Nicky nach. "... aber ich hab mir gedacht, ich lass sie lieber mit ihren alten Schulfreundinnen allein. Außerdem muss ich mich doch auch mal wieder um meinen Mann kümmern!", sie grinste. "Da hast du natürlich Recht..." Da kam Shane zu ihnen. "Er schläft.", verkündete er. Gillian lachte ihn an. "Wenn du das bei unseren Kindern dann auch immer so Klasse hinbekommst!", grinste sie und zog Shane am Schlips zu sich herunter um ihn wieder zu küssen. Nicky hatte keine Hemmungen, den beiden zuzusehen und stellte sich vor, wie es wäre, wenn die beiden neben ihnen ein Kind hätten. Unwillkürlich musste er schmunzeln. "Ja und jetzt? Ich mein...", Shane hielt Inne. "Geh halt zu Kian und gib ihm das arme Ding!", schlug Nicky vor. Shane sah ihn an. "Na gut.", er stand auf. "Warte, ich komm mit.", meinte Gillian und die zwei verließen den Raum.
"Kian? Mach mal auf!", bat Shane. "Mooooment!", hörten sie Kians Stimme und nach einer halben Ewigkeit öffnete Kian die Tür. "Wassss wollt ihr?", lallte er. Shane und Gillian sahen sich wortlos an, dann meinte Shane: "Wo ist Svenja?" Kian schwankte ein bisschen hin und her und meinte dann: "Ist mir egal. Behalt den Kleinen, ich schenk ihn dir. Gute Nacht!", damit schmiss Kian die Tür zu. "Oh Mann! Jetzt ist er komplett gestört!", fiel Shane ungeniert auf und nahm Gillian an die Hand. "Dann schläft er eben bei uns. Morgen wird ja wohl alles anders aussehen!", fand er und sie liefen wieder zurück.
Nicky lag noch immer auf ihrem Bett, war aber mittlerweile eingeschlafen. "Womit haben wir das verdient?", fragte Shane gespielt genervt und lehnte seinen Kopf an Gillians Brust. Gillian fuhr ihm lächelnd über den Rücken. "Eine Nacht werden wir’s überleben!", lachte sie und verschwand dann ins Bad. Shane zog sich derweilen um und wickelte den kleinen Shane in eine Wolldecke ein. Er hockte sich vor das Sofa und beobachtete den Kleinen. Er sah Kian wirklich sehr ähnlich und er tat ihm Leid. ‚Hoffentlich klappt das alles...’, hoffte er und stand dann auf und lief zum Bett. Er zog eine Schnute während er Nicky betrachtete und zog ihn dann bis auf die Boxershorts aus und schob ihn an die Wand. "Depp!", raunte er ihm ins Ohr und lief dann zu Gillian ins Bad.
Poch, poch, poch. "Darf ich reinkommen?", Mark klopfte am nächsten Tag an die Tür von Shanes Hotelzimmer. Ein undeutliches Murmeln kam ihm entgegen und so trat Mark ein. Verwundert hob er eine Augenbraue, als er Nicky, Shane und Gillian in dem Bett liegen sah. "Guten Morgen, ihr Drei!", wünschte er und lief zu ihnen. "Ist Shane auch hier?", wollte er wissen. Shane hob einen Arm. "Ja, der liegt hier in der Mitte. Wie kommst du darauf, dass ich meine Frau mit meinem besten Freund in einem Bett lassen würde?", wollte er verschlafen wissen. "Ich meine Kians Sohn!", lachte Mark, als Shane sich langsam aufrichtete und erst mal diversen Arme von sich runterlegte. "Ja, der liegt auf dem Sofa.", meinte er. Mark reckte seinen Kopf und lächelte er, als er den kleinen, schlafenden Shane dort liegen sah. "Kian hat voll den Kater. Es hat ihm sehr zu schaffen gemacht, plötzlich Vater zu werden!", erzählte er. "Kann ich verstehen.", alberte Nicky, der sich plötzlich ganz wach aufrichtete. Shane sah ihn mit großen Augen an, doch bevor er noch etwas fragen konnte, winkte Nicky schnell ab: "Scherz!" "Jedenfalls war er trotzdem im Gegensatz zu euch schon hyperaktiv und hat den Vaterschaftstest veranlasst.", erzählte Mark weiter. Gillian sah ihn erstaunt an. "Aber dazu brauchen sie Shanes Blut doch auch." "Svenja hat vorgesorgt und Kian heute Morgen sein Blut schon zukommen lassen.", erklärte Mark. "Sag mal - du redest immerzu von ‚heute Morgen’! Wie viel Uhr ist es denn?", fragte Shane neugierig. Mark warf einen Blick auf die Uhr. "Halb Zwölf.", verkündete er. "Oh.", machten Shane, Nicky und Gillian gleichzeitig. "Also los. Steht auf!", befahl Mark.
Kian bestand darauf, das Ergebnis des Vaterschaftstests schon am Abend zu haben, aber am Tag über verbrachte er einen schönen Tag mit Shane und musste sich selber schon eingestehen, dass er ihm ähnlich war. Er war nur froh, dass seine Freundin Jodie arbeiten musste und nicht bei ihm war. Wie sollte er ihr die ganze Sache erklären? Und kaum stand schon am späten Vormittag fest, dass Kian tatsächlich der Vater war, hatten die Medien Wind davon bekommen. Kian vereinbarte schweren Herzens mit Svenja, dass er sich regelmäßig um Shane kümmerte und zahlte den Unterhalt. Jetzt sollte der Kleine aber erst mal bei ihm bleiben - in ungefähr einer Woche würde Svenja wieder aufkreuzen und mit Kian alles weiter besprechen.
Dieses war der erste Streich, doch der Zweite folgt sogleich...
Am frühen Abend während Mark Play-Station spielte, klopfte es an seiner Tür. "Joah?", murmelte er, ohne seinen Blick von dem Bildschirm zu lassen. Die Tür öffnete sich langsam und eine brünette, hübsche, junge Frau kam herein, schob vor sich her zwei kleine Jungs. Da Mark ihnen nicht seine Aufmerksamkeit schenkte, räusperte sich die Frau. Mark fuhr herum und starrte die beiden Jungs an. Dann wanderte sein Blick zu der Frau hoch. "Was haben Sie mit meinen Brüdern gemacht?", wollte er entgeistert wissen. Die Frau schüttelte leicht ihren Kopf. "Keine Brüder, Mark!", meinte sie leise. Mark fiel es wie Schuppen von den Augen. Er schlug die Hände gegen die Wangen und schloss die Augen. ‚Okay, gaaanz ruhig!’, redete er sich ein und öffnete dann wieder seine Augen. "Okay. Ich würde vorschlagen... ja, wie heißt ihr zwei denn?", wand sich Mark an die zwei Jungs. "Ich bin Michael...", meinte der eine, worauf der andere hinzufügte: "... und ich bin Patrick!" "Freut mich - ich bin Mark!", stellte Mark sich vor und fragte sie dann: "Was haltet ihr davon, wenn ihr zu Shane geht? Er ist ungefähr so alt wie ihr. Dann könnt ihr gemeinsam spielen!" Patrick und Michael sahen sich an. "Ja.", nickte Patrick dann und Mark nahm beide an die Hand. Er wusste, dass Klein-Shane mittlerweile wieder bei Shane und Gillian - vielleicht auch Nicky - sein musste, da Kian irgendwann am späten Nachmittag keinen Nerv mehr hatte und sein Kind an die Beiden abgeschoben hatte.
Mark schubste die Hotelzimmertür von Shane mit dem Fuß auf und schob Michael und Patrick ins Zimmer. Shane, der gerade mit seinem kleinen Namensvettern am Boden saß, sah verblüfft zu den beiden Jungs. "Sag nichts!", bat Mark und verschwand wieder. ‚Jetzt wird’s krass! Zwillinge!!!’, dachte Shane mit großen Augen und lächelte die beiden Jungs dann an. "Hallo! Ich bin Shane - und wer seid ihr?" "Michael." "Und Patrick!" "Schön schaut mal her - das ist Shane und er will sicher gern mit euch spielen!", meinte Shane, als der Shane Jr. nickte und den beiden Marks in Klein ein Buch zeigte. Shane legte sich auf das Bett und beobachtete die drei Jungs. Er brannte darauf, zu erfahren, was es mit Michael und Patrick auf sich hatte.
Mark auch, denn er erkundigte sich in seinem Zimmer: "Erzähl doch mal - willst du irgendwas Trinken?" Die Frau schüttelte leicht ihren Kopf. "Nein, nein... und es ist mir auch wirklich peinlich...", fing sie an, als Mark sie unterbrach: "Setz dich doch!", er wies neben sich aufs Sofa. Schüchtern setzte sie sich neben ihn und knetete nervös an ihren Fingern. "Okay. Erst mal... ich bin Lena.", stellte se sich vor und meinte dann: "Mir ist es furchtbar peinlich, hier bei dir auf der Matte zu stehen, aber ich hab meinen Job verloren. Ich weiß nicht, ob du dich an mich erinnern kannst, aber es war vor ungefähr fünf Jahren in Schweden, als wir miteinander geschlafen haben. Ich bin schwanger geworden und als meine Eltern das erfahren haben, schmissen sie mich gleich raus. Ich hatte keine Lust mehr. War plötzlich mit den Zwillingen auf mich selber gestellt, doch ich liebte sie so sehr, dass ich mich aufraffte, einen Job suchte und in eine kleine Wohnung zog. Bisher hab ich alles knapp selber geschafft, aber jetzt steh ich ohne Gehalt da und schaff nicht mehr, den Unterhalt selbst zu zahlen. Ich wollte dich eigentlich nicht damit belasten, da ich mir vorstellen kann, wie schwer das Leben eines Stars schon an sich ist, aber jetzt, wo das mit Kian in die Medien kam, dachte ich mir, könnte ich mich ja doch an dich wenden...", sie machte eine Pause und sah in Marks gerührte Augen. "Oh Mann! Das... das tut mir Leid...", meinte er leise und legte instinktiv seinen Arm um Lena. "Glaub mir, ich wollte dich raushalten...", Lena schluchzte. Mark nahm sie in seinen Arm. "Ist doch okay, Lena. Ich zahle natürlich und ich kümmere mich auch um sie. Mein Gott! Das tut mir ja alles so Leid!", murmelte er.
"Shaney!", zwitscherte Nicky und kam in Shanes Zimmer gelaufen. Perplex blieb er in der Tür stehen, als er die drei gleichaltrigen Jungs auf dem Boden spielen sah. Shane lag noch immer auf dem Bett und grinste ihn breit an. Nicky runzelte verwundert seine Stirn, lief dann zu ihm und legte sich neben ihn. "Hast du mir was zu erzählen?", wollte er dann wissen. Grinsend drehte Shane seinen Kopf zu ihm. "Nö - schwul bin ich immer noch nicht geworden!", flachste er. Nicky sah ihn beleidigt an, musste dann aber grinsen und gab Shane einen leichten Klapps auf den Hinterkopf. "Lustig, Filan. Also, wer ist das?", wollte er dann wissen und zeigte auf Patrick und Michael. "Schau sie dir mal an.", befahl Shane worauf Nicky seinen Blick zu den Zwei Jungs wandern ließ. "Zwillinge.", stellte er als erstes fest. "Hmm... und? Was noch?", hakte Shane nach. "Errr... Hmm... wie du sehen sie nicht aus. Meine können’s auch nicht sein... Hat Kian vielleicht...", Nicky hielt Inne und sah wieder in Shanes Gesicht. "Mark!", ging ihm dann ein Licht auf. Shane nickte mit zusammengepressten Lippen. "Oh mein Gott! Jetzt schlägt’s Dreizehn!", Nicky legte seinen Kopf aufs Bett und sah zu Shane hoch. "Was geht denn ab? Ich bin mal gespannt, wo Kian und Mark noch überall rum gepoppt haben!", grinste er. Shane legte seinen Finger auf Nickys Lippen. "Pssst... Bist du wohl still?", flüsterte er leise. Nicky zog eine Schnute. "Na gut. Formulier ich es eben anders: Mal sehen, wie viele Kinder sie noch in die Welt gesetzt haben!", Nicky grinste. Shane schüttelte seinen Kopf. "Nicky! Du bist schlimm!", fand er, als Nicky wissen wollte: "Wo ist eigentlich Gillian?" Shane legte seinen Kopf auf seine Arme und sah wieder zu den Kindern. "Die ist heute früh wieder nach Irland geflogen, kommt aber entweder heute Abend noch oder morgen wieder.", erzählte Shane. Nicky hob verwundert seine Augenbraue. "Und wozu war diese Aktion gut?" "Sie musste zum Arzt!", sagte Shane leichthin. Nicky richtete sich etwas auf und strahlte Shane an, doch der hatte seinen Blick immer noch auf die Kindern gerichtet. Nicky sah ihn eine Weile an, zog dann wieder seine abermals seine Stirn in Falten und legte sich wieder neben ihn.
Derweilen zwang sich Kian dazu, seinen kleinen Sohn wieder zu sich zuholen. Also holte er den kleinen Shane bei Shane und Nicky, die sich mittlerweile über Gott und die Welt unterhielten und zusammen bei Tee in Shanes Bett rumlümmelten, ab, wunderte sich nebenbei über Patrick und Michael und verbrachte dann noch den restlichen Tag mit Shane Jr.
"Und wo willst du nun hin?", fragte Mark nach. Lena hob ihre Schultern. "Ich weiß nicht!", schniefte sie, als Mark ihr ein Taschentuch reichte. "Danke!", sie lächelte ihn dankbar an. "Wenn ich die Miete nicht mehr zahlen kann, werde ich rausgeschmissen!", erklärte sie traurig. "Und du wohnst noch in Schweden?", fragte Mark. Lena nickte. "Okay. Du kannst diese Nacht mit den Kleinen erst mal hier bleiben, wenn du magst.", schlug Mark vor. "Nein, Mark! Das kann ich nicht annehmen, wir..." "Bitte Lena. Ich hab mich nie um euch gekümmert und ich weiß, dass zu Kindern immer zwei gehören. Also bitte bleib hier!", in Marks Augen spiegelte sich ein bittendes Flehen wieder. Lena lächelte leicht. "Okay. Danke, Mark!" "Aber... wenn es dich nicht stört, würde ich morgen doch gern ein Vaterschaftstest machen lassen.", wand Mark ein. "Natürlich. Das ist doch Ehrensache!", sah Lena sofort ein. "Okay, ich werde Shane dann mal von den Kleinen erlösen!", lächelte Mark und stand auf. Lena hielt ihn am Arm fest. "Sag ihm vielen Dank, ja?" Mark lächelte noch mehr. "Ja. Mach ich, aber ich denk trotzdem, dass er’s gern gemacht hat. Er liebt Kinder!", zwinkerte er und verschwand.
"Shane - ich will dich erlösen!", meinte Mark, als er in Shanes Zimmer stand. "Erlösen? Aha? Du hast dich festgequatscht? Willst du mir die Story erzählen?", wollte Shane grinsend wissen. "Deine Kleinen schlafen bereits.", er zeigte auf seine Couch, wo Michael und Patrick schon eingenickt waren. Mark lächelte. "Danke, Shane! Auch im Namen von Lena." Shane hob eine Augenbraue. "Lena? Komm, komm, Mark! Setz dich und schieß los!", Shane richtete sich in seinem Bett auf und setzte sich hin. Mark kam seufzend zu ihm, achtete darauf, dass er sich nicht auf den schlafenden Nicky setzte und erzählte Shane dann die ganze Geschichte.
Bald trugen Shane und Mark die beiden Jungen in Marks Zimmer. Dort wartete Lena schon. Die beiden jungen Männer verfrachteten die Zwillinge in Marks großes Bett und Lena sah Shane dankbar an. "Danke, dass du auf sie aufgepasst hast!" "Schon in Ordnung, Lena!", lächelte Shane und verschwand wieder aus dem Zimmer.
"Du legst dich einfach zu ihnen, okay? Ich geh aufs Sofa.", meinte Mark. "Nein, nein. Ich kann...", fing Lena an zu protestieren, als Mark seinen Kopf schüttelte. "Nein. Mach bitte das, was ich dir sage.", bat er. "Na gut.", gab sich Lena geschlagen und lief kurz ins Badezimmer.
Ein nervtötendes Klingeln weckte Shane aus seinen süßesten Träumen. "Waaah!", schlaftrunken fuhr er hoch und tastete reflexartig mit seiner Hand zu seinem Nachttisch, doch es war nicht sein Handy, welches vibrierte. Shane drehte sich um. "Nicky!", krächzte er heiser. Nicky jedoch schlief noch tief und fest. "Du bist ein Depp!", brummelte Shane und zog Nickys Handy aus seiner Hosentasche, denn gestern war er eindeutig zu faul gewesen, Nicky noch auszuziehen. Auf Nickys Display leuchtete ein "Schnucki-Putzi" auf. Shane unterdrückte ein Lachen und nahm dann ab. "Hallo!", krächzte er und räusperte sich dann. "Morgen Shay. Ist denn mein Mann in greifbarer Nähe?", hörte er Georginas Stimme. "Hmm... Greifbar schon, aber er pennt noch!", meinte Shane schläfrig. Georgina lachte. "Na gut. Dann sag ihm mal schöne Grüße von mir - ich komm heute Mal vorbei!" "Okay, Ciao Süße!" "Machs gut, Shay. Hab dich lieb!”, damit legte Georgina auf. Da er sowieso schon wach war, versuchte Shane, Nicky wachzubekommen. Der war davon zwar nicht sonderlich begeistert, richtete sich dann aber auf. "Was?", maulte er los. "Du auch, guten Morgen, Nicky!", Shane grinste. Nicky lächelte ihn entschuldigend an. "Sorry, Shane! Aber du hast mich grad aus einem Traum gerissen!" "Was haben wir denn geträumt?", wollte Shane anteilnehmend wissen. "Och... von irgendwelchen Monstern und Fahrstühlen, Engeln, Wasser und von Georgina, aber da war sie sieben Jahre alt.", erzählte Nicky. Shane starrte ihn mit offenem Mund an. "Wow.", brachte er dann raus. "Du hast ja wirre Träume.", fand er. Nicky hob seine Schultern. "Tja. Nicht jeder kann sich aussuchen, was er träumen will!", witzelte er, als Shane ihm erzählte: "Georgina hat angerufen. Sie kommt heute." "Fein!", freute sich Nicky und sank wieder in seine Kissen zurück. "Erzähl mir mal was von Marks Kindern!", forderte er dann seinen besten Freund auf. Als der mit seiner Erzählung fertig war, klopfte es an der Tür. Herein kam Jake Duncan, ihr Tourmanager. "Na ihr Zwei?", er lief zu dem Bett. "Euch ist schon bewusst, dass das hier nicht so weitergehen kann?!", meinte er. Shane und Nicky sahen sich an. "Warum? Also, ich meine, was ist daran schlimm, wenn wir in einem Bett schlafen? Unsere Frauen sind doch nicht da...", meinte Nicky unschuldig. Jake verdrehte seine Augen. "Eigentlich meinte ich nicht euch, aber darauf komm ich gleich zu sprechen. Ich rede davon, dass ihr jetzt bereits 2 Tage schon in London seid, in welchen ihr nichts gearbeitet habt!" "Da können wir doch nichts dafür.", versuchte Shane sich zu verteidigen. "Ja, ja... okay, okay.", Jake hob seine Arme. "Aber dass das klar ist: Heute ist euer letzter freier Tag. Morgen wird wieder gearbeitet!", meinte er. "Aber...", fing Nicky an, als Jake ihn wieder unterbrach: "Momentchen. Morgen kommen neue Teilnehmerinnen von "You’re the one" und dann wird das wieder." Nicky verdrehte seine Augen und trotze: "Was können wir Zwei denn dafür, wenn Kian und Mark überall verschiedenste Kinder in die Welt setzen?" "Ja, okay, okay. Aber trotzdem.", sah Jake ein, dann grinste er: "Und zu euch:", er verschränkte seine Arme vor der Brust und grinste Nicky an. "So weit ich zählen kann, warst du jetzt schon die zweite Nacht bei Shane und wenn ihr so weiter macht, könnt ihr auch einfach gleich ein Zimmer verlagen. Dann müssten wir deines nicht mehr zahlen, Nicky! Und wie ich dich kenne gammelst du tagsüber auch bei Shane rum." Nicky zog eine Schnute. "Okay, aber... Heute kommt Georgina und dann werd ich mein Zimmerchen auch mal wieder betreten, aber wir können ja mal drüber nachdenken!", er lächelte Shane an, worauf Jake dann nickend das Zimmer verließ.
Dieses war der zweite Streich, doch der Dritte folgt sogleich...
Kurz darauf fanden sich Shane und Nicky mit Kian, Mark, Jake und Lena im überfüllten Speisesaal des Hotels wieder. Michael, Patrick und Shane Jr. wetzten derweilen zusammen um die verschiedensten Tische und ärgerten fremde Leute. Kian stützte seinen Kopf in seine Handflächen auf und wollte von den anderen wissen: "Wie bring ich das bitteschön Jodi bei?" "Ja Mann, du warst damals ja noch nicht mit ihr zusammen. Also kann sie auch nichts dagegen sagen.", bemerkte Shane und füllte sich eine Schüssel mit Cornflakes auf. "Ja schon, aber ich mein, was würdest du denn sagen, wenn Gillian plötzlich mit ’nem Kind ankommt, was sie schon... hmm... ungefähr 8 Jahre - und zwar nicht von dir - hat?", schlug Kian vor. Shane starrte in seine Flakes. "Ja, also... mir würde ja nichts anderes übrig bleiben, als es zu akzeptieren.", meinte er dann. Kian sah ihn prüfend an. "Du würdest ihr nicht den Laufpass geben?" "Nie im Leben! Mein Gott! Dafür liebe ich sie viel zu sehr!", entrüstete sich Shane und sah seinem Kumpel in die Augen. "Dass heißt, Jodie wird sich nicht von mir trennen?", vergewisserte sich Kian. Shane hob seine Schultern. "Wenn sie dich so sehr liebt wie ich Gillian, dann ja.", grinste er. Kian seufzte. "Das hoffe ich mal...", murmelte er. "Also ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer irgendwen so sehr liebt, wie Shane seine Frau!", mischte Nicky sich mit ein. "Wir sind ja auch nicht verheiratet.", meinte Kian etwas beleidigt und widmete sich dann seinem Ei und Speck als plötzlich eine Frau mit Shane an der Hand zu ihm kam. "Gehört der Kleine ihnen?", wollte sie säuerlich wissen. Kian sah sie erstaunt an. "Ja?" "Er hat soeben mein Brötchen aufgegessen!", maulte die Frau. Kian nahm ihr Shane ab. "Tut mir Leid, wirklich!", entschuldigte er sich und drückte der Frau sein Brötchen in die Hand. "Danke und werden sie glücklich damit!", er schenkte ihr ein 1000-Watt-Lächeln, worauf die Frau lächelnd mit Kians Brötchen davon schritt. "Kinder...", murmelte Kian leise vor sich hin, als Jodie neben ihm stand. "Hallo mein Schatz!", sie beugte sich zu ihm und drückte Kian einen Kuss auf den Mund. Kian sah sie gezwungen lächelnd an. "Hi Süße!" Sie setzte sich neben ihn und nahm seine Hand. "Kian - sag, dass das nicht wahr ist!”, bat sie. Kian tat auf überrascht. "Was meinst du?", wollte er dann wissen. "Dass du Vater bist.", kam es wie aus der Pistole geschossen von Jodi. Kian fasste sich ans Kinn. "Na ja... also...", fing er an, als Jodi meinte: "Es ist ein dummes Gerücht, oder? Ich hab es in der "Sun" gelesen..." "Nein, Schatz. Es ist kein Gerücht... Es ist die Wahrheit!", gab Kian bekannt. Jodi starrte ihn fassungslos an. "Bitte?", fragte sie tonlos. "Komm mal her, Shane! Hast du noch Hunger?", wand sich Shane an seinen kleinen Namensvettern um ihn von Kian und Jodi abzulenken. "Au ja. Will noch en Brötchen!", erklärte der Kleine. Shane stand mit ihm auf und lief mit ihm an der Hand zum Bufett.
Kian griff nach Jodis Händen. "Bitte, Süße. Ich erklär’s dir.", bat er und da Jodi immer noch sprachlos war, konnte ihr gar nichts anderes übrig bleiben als Kian zuzuhören. Mark und Lena standen auf und Mark erklärte Nicky schnell: "Wir gehen jetzt schauen, ob ich Daddy bin!" Nicky nickte, als Mark dann die Zwillinge zu sich rief und die vier verschwanden. Prüfend sah Nicky zu Kian, der auf Jodi einredete und lief dann ohne weiteres zu den beiden Shanes.
"Okay, okay, okay... Ich denke, wir werden es zusammen schaffen, oder?", nach langer ausgespielter Überredungskunst hatte Kian Jodi beruhigen können. Kian nickte. "Danke, Süße!", er gab ihr einen Kuss auf die Schläfe. Sie sah ihn unsicher an und fragte dann: "Aber ein Kind mit mir willst du doch noch nicht, oder?" Er lächelte beruhigend. "Nein, damit können wir uns Zeit lassen. Ein so’n Balg reicht erst mal!", er zog sie zu sich und küsste sie. "Wo ist denn der Kleine eigentlich?", wollte Jodi dann wissen. Kian sah sich um. Als Shane nicht da war, schlug er sich die Hand vor den Mund. "Mist!", fluchend sprang er auf. "Shane! Shane - wo bist du?", rief er quer durch den ganzen Esssaal. Einige Leute drehten sich empört zu ihm um, doch das nutzte Kian als seine Chance und er fragte laut: "Haben sie einen kleinen Jungen gesehen? Vielleicht ungefähr so groß...", Kian deutete Shanes Größe mit seinen Händen an. "Ja. Zwei Männer haben ihn mitgenommen.", meinte ein Mann. Kian starrte ihn an. "Was? Scheiße!", er fuhr herum und sah in Jodis Gesicht. "Ich muss die Polizei rufen. Shane ist entführt worden!", er war in Panik. "Hey... immer mit der Ruhe.", bat Jodi und drückte ihren aufgelösten Freund an den Schultern auf einen Stuhl. "Fuck!", murmelte Kian und versteckte seinen Kopf in seinen Handflächen.
"Kian!", hörten die beiden da eine Stimme rufen. Kian sah auf, als Nicky auf sie zugerannt kam. "Hast du irgendwo meinen Geldbeutel gesehen?", wollte Nicky außer Atem wissen. Kian sah ihn genervt an. "Mein Kind wurde eben entführt und du kommst mir daher von wegen, dass dein Geld weg ist? Ja Mensch!", meckerte Kian. "Da, das ist doch der eine Mann!", rief der Mann, der Kian schon mitgeteilt hatte, dass zwei Männer seinen Sohn mitgenommen hatte, doch Kian hörte ihn überhaupt nicht an und gab Nicky stattdessen einen Rat: "Schau mal in deiner Hosentasche!" Nicky sah ihn verblüfft an und fuhr langsam mit seiner Hand in die Hinterntasche und zog dann seinen schwarzen Ledergeldbeutel hoch. "Mist!", murrte er verschämt, als Kian dann panisch meinte: "Und ich? Mann Nicky! Shane wurde entführt!!!" Nicky sah ihm ausdruckslos in die Augen. Nach kurzer schweigenden Weile legte er seine Hände an Kians Schultern und beugte sich ein Stückchen zu ihm. "Soll ich dir mal was sagen?", fragte er in die lautlose Stille, die sich mittlerweile im ganzen Esssaal ausgebreitet hatte, da Kian sie alle in Panik versetzt hatte. "Der eine Entführer deines Kindes spielt gerade mit diesem verstecken! Guten Tag, noch!", damit drehte er sich um und lief durch die verblüffte Menschenmenge hindurch und verließ das Hotel. Kian sah ihm mit offenem Mund hinterher. "Scheiße!", schrie er dann und kramte nach seinem Handy. Als er es gefunden hatte, drückte er auf die Kurzwahl 3 und atmete dann erleichtert auf, als er Shanes Stimme vernahm: "Ja?" "Hey Shaney! Du… vielen, vielen Dank, dass du auf Shane aufgepasst hast! Ich weiß gar nicht, wie ich dir meinen Dank zeigen soll. Seit 3 Tagen passt du die ganze Zeit auf ihn auf...", Kian machte eine Pause. "Ist doch okay.", kam es von Shane. "Nein, wirklich, Shane! Ich schätz das sehr..." "Ich merk’s mir, Ki! Und wenn Gillian und ich dann mal so weit sein sollten, klingel ich bei dir durch und dann darfst du den Babysitter spielen!" "Au ja!", Kian klatschte begeistert in seine Hände. "Eure Kids werden sowieso die Süßesten der Welt und dann werdet ihr mich kaum mehr loswerden!", schwor er. "Okay, dann hau mal schön ab, dann hab ich wenigstens jetzt noch Ruhe vor dir!", er hörte Shane lachen. "Ach... hast du Nicky gesehen?" "Ja. Der ist hier rumgestresst!", erzählte Kian. "Okay. Bis denn, Ciao.", Shane legte auf. Kian starrte auf sein Handy. "Ich bin so bekloppt!", seufzte er und ließ sich erleichtert auf seinen Stuhl fallen. Jodi grinste die anderen Hotelgäste entschuldigend an. "Danke für ihre Unterstützung, es ist nun wieder alles okay.", sie lächelte verlegen und setzte sich neben Kian.
Pfeifend lief Nicky von einem kleinen Supermarkt zurück zum Hotel. Unterwegs hatte er noch schnell eine "Sun" gekauft, in der mal wieder ein neues Bild von ihrem Ex-Bandkollegen Brian McFadden drin war, wie er stolz seinen Stinkefinger in die Kamera zeigte. Als er im Hotel angelangt war, ließ er sich in der Hotellobby nieder um sein Gekauftes gleich mal nützlich zu machen. Grinsend zog er aus einer Tüte zwei Paar Hausschuhe heraus. Sie waren beide plüschig, und auf dem einen Paar war vorne auf den Zehen ein Puppenkopf drauf, der aussah wie Shane. Grinsend schlüpfte Nicky in das Paar hinein und beobachtete amüsiert, wie Shanes Köpfe hin und her wackelten, wenn er seine Zehen bewegte. Kichernd nahm er das andere Paar Hausschuhe, welche mit seinem Kopf beschmückt waren. Gerade wollte er aufstehen, als er eine bekannte Stimme vernahm: "Nicky Byrne! Ja so was." Nicky sah überrascht auf und blickte in die Gesichter seiner Kumpels von der Boygroup "Busted". "Hi!", Nicky grinste. Die drei Jungs setzten sich zu ihm. "Wie geht’s dir?" "Gut. Euch?", Nicky sah Mattie und James an. "Uns auch, danke!", Mattie grinste. Charlie dagegen sah sauer zu Nicky. "Mir geht’s übrigens auch gut!", wand er ein, doch Nicky ignorierte ihn. "Ich muss euch was lustiges zeigen!", Nicky streifte die Shane-Hausschuhe von seinen Füßen und stellte sie auf den Tisch. "Genial, oder?" "Cool!", James lachte und griff nach dem einen Schuh. Er schlüpfte mit der Hand hinein und sprach dann mit quäkender Stimme: "Hallo! Ich bin Shane - und du?" Mattie stieg mit ein und griff sich den anderen Schuh. "Cool. Ich heiße auch so!", quiekte er hinterher. Die beiden Jungs brachen in Gelächter aus. Da stellte Nicky auch die Hausschuhe von sich auf den Tisch. Charlie lachte und griff nach einem. "Warum hast du denn da noch so lange Haare? Wie unkorrekt!", lachte er. Nicky sah ihn skeptisch an. "Ja und?", er nahm ihm den Schuh weg. "Das ist ganz toll. Die Haare sind mit Klettverschlüssen befestigt und dann kann man meine verschiedensten Frisuren nachmachen.", erklärte er patzig. Charlie sah ihn genervt an. "Weißt du was, Nicky? Du nervst mich!" "Ja toll. War ich es, der versucht hat, deine Freundin anzumachen oder warst du es der versucht hat, meine Frau anzumachen?", Nicky schrie fast. Charlie wollte gerade antworten, als Nickys Handy klingelte. Er sah Charlie böse an und blickte dann auf den Display: "Schnucki-Putzi". Nicky lächelte und nahm ab: "Hey Süße!" "Hallo mein Schatz! Du... ich wollte dir nur Bescheid sagen, dass Gillian und ich erst morgen kommen..." "Warum denn das?", wollte Nicky entgeistert wissen. "User Flug geht über Birmingham und wir dachten uns, dass wir einen Tag da bleiben, da doch Gillians Mutter da gerade wohnt und dann können wir ein bisschen mit ihr quatschen und shoppen gehen..." Nicky zog eine Schnute. "Hmm... na gut.", gab er dann nach. "Aber morgen bin ich ja bei dir.", versprach Georgina. "Ja, ist gut. Lieb dich, mein Schatz!" "Ich dich auch, Nicky!" Nicky legte auf und ließ sein Handy in seine Tasche versinken. "Ich hab Georgina nicht angemacht!", fing Charlie an. Nicky stand auf. "Lass mich in Ruhe, damit! Natürlich warst du es! Georgina wird sich nicht freiwillig an einem anderen vergreifen und schon gar nicht an einem wie dir!", maulte er. "Können wir den Vorfall nicht einfach vergessen?", schlug Charlie vor. "Wie soll ich das bitte einfach so vergessen, wie meine Frau zu mir gerannt kommt und mir erzählt, dass du sie dreckig angefasst hast?", wollte Nicky giftig wissen. "Mensch - da war doch nichts!", beteuerte Charlie. "Lassen wir’s einfach, okay?", fragte Nicky genervt und schlupfte wieder in seine Shane-Hausschuhe. Mattie und James hatten derweilen die beiden Nicky-Hauschuhe mit verschiedenen Frisuren abgeklettet. "Das ist cool.", fand James grinsend. Nicky lachte. "Tja... es gibt schon absurde Sachen von uns.", fiel ihm auf. "Wo hast du das denn her?", wollte Mattie wissen. "Das gab’s in einem ganz normalen Supermarkt.", erklärte Nicky. "Was machst du in einem Supermarkt?", fragte James verblüfft. Nicky lachte. "Hey. Ich bin auch nur ein normaler Mensch. Erstens musste ich für Shane eine neue Hose aus unserem Tourbus holen und zweitens hatten wir auf M&Ms Hunger bekommen. Also hab ich sie gleich mitgebracht.", erzählte er. "Eine neue Hose für Shane?", hakte Mattie nach. "Ja... kleines Missgeschick!", meinte Nicky ausweichend und packte die Hausschuhe in die Tüte zurück. "Aber...", fügte er hinzu. "... war unser Bus zu und kein Jake in der näheren Umgebung der mir hätte aufsperren können, also hat Shaney jetzt immer noch ’ne nasse Hose." Mattie grinste. "Der arme, Kleine.", er zwinkerte Nicky zu. "Na ja... ich pack’s dann mal.", meinte der. "Können wir nicht vielleicht ’n bisschen mit hoch kommen?", bettelte James. "Wir müssen auf einen Auftritt warten, aber unsere Zimmer sind noch nicht frei.", erklärte Mattie schnell. "Na gut. Wir haben ja einen Flur für uns... irgendwo wird schon noch Platz für euch sein.", gab Nicky nach und lief los, als ihm vier Jungs auffielen. "Dunc!", rief er freudestrahlend und fiel dem einen um den Hals. "Hi Nicky!", Duncan grinste. "Was man alles hier so trifft?", erstaunt sah er zu den "Busted"-Jungs. Nicky derweilen begrüßte auch Duncans andere Freunde und Bandkollegen von "Blue". "Was macht ihr denn hier? Ich dachte, ihr habt euch getrennt?", wollte Nicky wissen. "Joah... eigentlich ja schon.", nickte Simon, als Lee erklärte: "Aber wir müssen noch einen Auftritt machen. Und dann sind wir frei!", er schmiss seine Arme in die Luft. Nicky grinste. "Aha... Was ist denn das, wo ihr alle hinmüsst?" "Das ist so eine Show, da wird eine Gewinnerin von einem Casting vorgestellt.", meinte Antony. "Aha? Warum sind wir da nicht auch eingeladen?", wunderte Nicky sich laut, als Mattie meinte: "Das ist dann wahrscheinlich die gleiche Show, wo wir auch auftreten müssen..." Nicky sah ihn beleidigt an. "Wie heißt das denn?" "Keine Ahnung. Aber die Casting-Show heißt irgendwas wie ‚You’re the one’ oder so ähnlich.", meinte Antony schulterzuckend. Nicky starrte ihn an. "Was???", fragte er entgeistert. Die sieben Jungs brachen in Lachen aus. "Hey... wir wissen schon, dass es eure Sendung ist!", lachte Simon. Nicky schlug sich die Hand vor den Mund. "Na dann bin ich ja beruhigt - zu Mindestens, was das angeht!", er grinste kurz, dann meinte er ernst: "Aber das geht nicht. Wirklich heute? Wir haben doch noch gar keine Gewinnerin!", erklärte er. Nun waren es die anderen Jungs, die ihn ungläubig anstarrten. "Das heißt, wir sind umsonst hier?" Nicky biss sich auf die Unterlippe. "Joah... ich mein, wir haben uns mal zwei, drei Tage frei genommen und nicht gearbeitet. Morgen geht’s erst weiter...", meinte er beschämt. "Na toll!", murrte Simon. "Und nun? Ganz klasse. Nur weil ihr zu faul wart!”, meckerte er gespielt. "Hey... kommt. Ich lad euch schnell auf einen Tee ein!", bot Nicky an. "Ohh... gleich einen Tee?", stichelte Duncan ironisch, aber dann grinste er: "Wir nehmen’s an!" "Na gut. Dann los.", Nicky lief weiter, wobei Lee bemerkte: "Schicke Hausschuhe..." "Geil, ne? So hab ich meinen Shaney immer bei mir!", scherzte Nicky.
Als die Jungs beim Aufzug waren, warteten da schon Jodi und Kian. Nachdem sie sich begrüßt hatten, zeigte Nicky in die Richtung der Treppen. "Ich lauf!", meinte er aufgrund seiner Lift-Phobie und lief los, als Simon ihm noch grinsend nachrief: "Wer als erstes oben ist!" Als Nicky im ersten Stock ankam, überlegte er kurz, drückte auf den Lift-Knopf und lief weiter. So machte er es bei einigen Stationen, bis er im 7. Stock angekommen war und total außer Puste vor dem Lift wartete. Nach kurzer Zeit öffneten sich die Türen. "Na? Da hab ich wohl gewonnen!", lachte Nicky und streckte den anderen seine Zunge raus. "Beschiss!", murmelte Mattie, als Nicky die Tür zu dem Flur der "WestLife"-Jungs aufsperrte. Weiter hinten im Flur rannte Shane Jr. herum, als ein abgehetzter Shane in Boxershorts hinter ihm herlief. Als er die anderen erblickte, blieb er stehen. "Wie schön, dass ihr wieder da seid. Ich kann nicht mehr!", er legte seine Hand auf die Brust. "Sind wir nicht mehr in Top Form?", witzelte Lee. Shane nickte. "Das stimmt leider.", gab er zu, als er sich an Nicky wand: "Hast du meine Hose dabei?" Nicky schüttelte bedauernd seinen Kopf und erklärte ihm die Sache. "Warum hast du denn auch nur eine Hose dabei?", wollte Mattie kopfschüttelnd wissen. "Ich hab nur das Nötigste. Das andere ist alles im Tourbus.", meinte Shane und fügte hinzu: "Ich hab ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass man klitschnass wird, wenn man einem kleinen Namensvettern beim Händewaschen hilft...", grinsend wuschelte er dem kleinen Shane über die Haare. "Na komm. Ich leih dir eine von mir.", schlug Nicky vor. Shane hob seine Schultern, als Nicky schon sein Zimmer betrat und mit einer Jeans zurück kam. Noch auf dem Flur schlüpfte Shane rein und Jodi zeigte grinsend auf die Hose. "Jetzt siehst du aus, wie ich wenn ich immer Kians Hosen anziehe!", lachte sie. Shane sah Nicky lachend an, der ihn daraufhin nur beleidigt zu sich zog und schmollte: "Er ist halt so was ähnliches für mich, wie du für Kian!" Shane lachte und piekte Nicky liebevoll in den Bauch. "Eigentlich haben wir nur festgestellt, dass du da unten rum etwas mehr...", fing er an, als Nicky rot wurde. "Oh!", machte er, dann winkte er ab: "Egal!" "Also Nicky? Was ist nun mit unserem Tee?", wollte Simon wissen. "Ach ja... Shaney - können wir bei dir ein Kaffeeklatsch veranstalten?", fragte Nicky an Shane gewand. Der nickte. "Klar. Bin ja sowieso ein Asylheim.", meinte er und ließ Nicky los und trabte in sein Zimmer. Als Nicky, die "Blue"- und "Busted"-Jungs bei Shane auf dem Bett saßen, kam Kian noch mal herein: "Danke, Shane!", grinste er noch mal und war dann abermals verschwunden. "Wie hat Jodi die ganze Sache aufgenommen?", wollte Shane dann von Nicky wissen. "Ich denk mal, sie werden’s versuchen.", meinte der und setzte Wasser auf. "Na dann.", Shane seufzte und ließ sich auf sein Bett fallen.
Die Jungs unterhielten sich froh und munter, als Shane am frühen Abend auf seine Uhr sah und feststellte: "Bald müssten die Girls kommen!" Nicky schlug sich die Hand vor den Mund. "Scheiße!", fluchte er und sah Shane an. "Shaney... ich hab vergessen, dir zu sagen, dass sie nicht mehr kommen!" Shane sah ihn verständnislos an. "Warum?", fragte er traurig. "Sie wollen noch ein bisschen bei Rosaleen bleiben, aber morgen kommen sie." Shane sah auf seinen Ehering herunter und drehte an ihm herum. "Scheiße, Mensch! Ich hab mich so gefreut!", meinte er leise. Nicky sah ihn mitleidig an, wollte gerade etwas schlaues von sich geben, als Shane aufstand und sein Handy aus der Hosentasche kramte. Während er Gillian anrief, meinte Lee: "Zum Glück hab ich keine Freundin. Voll der Stress, hey..." "Aber es ist fantastisch!", widersprach Nicky. "Der Stress?", stichelte Mattie, als Nicky erklärte: "Nein. Eine Frau zu haben - verheiratet zu sein! Was besseres gibt’s nicht auf der Welt!", schwärmte er. Die anderen Jungs sahen sich wortlos an. "Na ja... wenn man so Glück hat, wie ihr, dann vielleicht ja...", meinte Antony, als Shanes Augen plötzlich aufleuchteten: "Hey meine Maus!" "Hi Shaneylein!" "Wie geht’s dir?" "Gut! Ach Shaney... ich muss dir unbedingt was sagen!" "Was?", fragte Shane unsicher. "Das erzähl ich dir morgen...", kam es ausweichend von Gillian. "Aber..." "Nichts aber! Das geht am Telefon nicht!" "Ist es der Grund, warum du heute noch nicht da bist?", Shane sank auf sein Bett. "Unter anderem." "Ich... oh Mann, Gil!" "Ich muss jetzt, Honey! Wir sehen uns morgen, versprochen!" "Aber..." "Psst! Hab dich lieb, Shane!" "Ciao.", völlig perplex legte Shane auf. "Hab dich lieb?", fragte er fassungslos vor sich hin. "Errr.. Shane? Was ist?", fragte Nicky vorsichtig nach. Shane schmiss sein Handy auf den Nachttisch und erklärte: "Sie hat mich lieb!" "Ja und? Ich dich auch!", scherzte Nicky, nahm Shane dann aber in seinen Arm. "Was ist los, Shane? Was hat sie gesagt?" "Sie muss mir irgendwas wichtiges sagen, aber sie will es mir erst morgen sagen - Am Telefon geht das nicht!", jammerte Shane los. "Das ist sicher nicht so schlimm...", versuchte Nicky zu beruhigen. "Aber wenn es toll wäre, dann wäre sie ja wohl gleich zu mir gekommen oder? Aber nein - sie kommt ein Tag später und sie hat mich nur lieb!", regte Shane sich auf, wand sich aus Nickys Armen und lief in’s Badezimmer. Nicky sah ihm hinterher. "Weiber...", machte er vor sich hin und sah dann die anderen ratlos an. "Sie hat ihn hintergangen. Ganz einfach!", erklärte Lee knallhart. Nicky starrte ihn wütend an. "Vergiss es!", brüllte er und stand auf. Lee hob abwährend seine Hände und meinte leise: "Sorry... ich..." "Hör mir mal gut zu, ja?", fuhr Nicky eindringlich dazwischen und verschränkte seine Arme vor der Brust: "Gillian würde Shane nie - und damit meine ich wirklich niemals - hintergehen, ist das klar? Und jetzt raus hier. Eure Zimmer dürften frei sein!", Nicky öffnete die Tür und lief dann zum Badezimmer. "Shay?", er klopfte an und trat dann ein. "Oh!", machte Lee und stand vom Bett auf. "Netter Besuch!", grinste er und die 7 Jungs verließen das Zimmer.
Dieses war der dritte Streich, doch der Vierte folgt sogleich...
"Wollt ihr wieder bei mir schlafen?", fragte Mark, als er, Lena und die Zwillinge am Abend von einem ausgiebigem Tagesausflug zurückkamen. "Gerne... wenn du einverstanden bist!", nickte Lena. "Klar.", Mark lächelte und die vier fuhren hoch in den siebten Stock. Da Michael und Patrick so überanstrengt waren, schliefen sie gleich ohne ein Abendessen ein. Mark ließ sich derweilen etwas für sich und Lena aufs Zimmer bringen. Während die beiden ihr chinesisches Essen verspeisten meinte Lena: "Das war heute ein sehr schöner Tag, Mark." Sie sah Mark an und lächelte: "Du kümmerst dich sehr lieb um die beiden! Sie mögen dich!" Mark musste ebenfalls lächeln. Er sah von seinem Essen auf und sah Lena in die blauen Augen. Dann wollte Lena wissen: "Warum machst du das alles für uns? Du könntest uns doch auch verfluchen und einfach wieder wegschicken..." Mark schüttelte verwundert den Kopf: "Aber ich mag die Kinder! Außerdem hab ich mich jahrelang nicht um sie gekümmert." "Du wusstest ja auch nicht, dass sie existieren", entgegnete Lena. "Aber trotzdem sind sie von mir. Wenn ich von Anfang an gewusst hätte, dass ich Vater bin, hätte ich mich auch von Anfang an um sie gekümmert", Mark konnte seine Augen nicht von Lenas Gesicht lassen. Lena ließ nicht locker: "Ich wusste ja ganz genau, dass unsere gemeinsame Nacht eine einmalige Sache war. Deswegen wollte ich dir die Kinder auch vorenthalten." Die beiden hatten aufgehört zu essen, obwohl sie noch nicht fertig waren. Mark sah zu den schlafenden Kindern. Leise meinte er: "Ich bin froh, dass ich sie kennen lernen durfte!" Den ganzen Tag schon versuchte er sich an diese Nacht mit Lena zu erinnern. Aber es war eben schon lange her und damals hatte er auch einige Groupies gehabt. Aber warum war ihm dieses hübsche Mädchen entfallen? Würde es doof klingen, wenn er einfach nach damals fragte? Mark holte kurz Luft und fragte dann einfach nach: "Erzählst du mir von damals?" Lena sah ihn fragend an. Mark spürte, wie er rot wurde. Er senkte den Kopf und meinte dann: "Na ja... ich mein... Damals... unsere gemeinsame Nacht...?" Lena musste grinsen. Sie hatte sich schon gedacht, dass sich Mark nicht mehr daran erinnern konnte. Also begann sie zu erzählen: "Ich war mit meiner Freundin extra zu eurem Hotel gefahren. Erst ziemlich spät am Abend kamen Kian, Bryan und du heraus. Außer uns waren noch ein paar andere Fans da. Wir bekamen Autogramme und durften Fotos mit euch machen. Als alle Fans zufrieden waren gingt ihr mit zwei Securitys weg. Meine Freundin und ich waren total happy, dass wir euch live getroffen hatten. Wir machten uns auf den Weg, da wir am Abend noch weggehen wollten. Die anderen Fans wollten alle noch warten, ob Shane und Nicky sich noch blicken lassen würden. Meine Freundin und ich gingen in die nächste Disko, wo ich sie dann im Getümmel verlor. Ich machte mir nichts daraus, dachte, ich würde sie so wie so wieder finden, und tanzte weiter. Als ich später an die Bar ging, dachte ich, mir fallen die Augen aus dem Kopf..." Lena kicherte ein wenig, dann erzählte sie weiter: "Da saßt nämlich du. Ganz alleine. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und ging zu dir hin. Du konntest dich noch an mich erinnern, von dem Autogrammschreiben vorher. Ich war sehr stolz. Noch stolzer war ich, als du mir einen Drink spendiertest. Wir unterhielten uns gut. Ich weiß noch, dass du immer nicht tanzen wolltest, im Gegensatz zu Bryan und Kian, die die Tanzfläche ganz schön unsicher machten." Mark musste schmunzeln, er tanzte einfach nicht gerne und Kian und Bryan waren einfach Partylöwen. Trotz Lenas Erzählung konnte sich Mark noch immer nicht an diesen Abend, der sein Leben doch ziemlich veränderte, erinnern. Es war einfach immer ähnlich gewesen, wie Lena es erzählte. Die Fans kamen zu ihm, sie tranken miteinander und dann... Na ja... "Ich schaffte es sogar, dich irgendwann auf die Tanzfläche zu zerren!", Lena musste bei der Erinnerung etwas grinsen. "Da kamen wir uns näher. Ich schwebte im siebten Himmel, da du mein absoluter Held warst und ich nie gewagt hatte von so etwas zu träumen. Als du mir dann auch noch zuflüstertest, ob ich mit ins Hotel kommen wollte, überlegte ich keine Sekunde." Mark schämte sich. Wie hatte er seine Fans doch ausgenutzt. Meistens waren die Groupies zu ihm gekommen und hatten mit ihm Sex haben wollen, aber es kam eben auch öfters dazu, dass es mehr von seiner Seite kam, wenn er zum Beispiel länger keine mehr gehabt hatte... Lena fuhr fort: "Einer von euren Securitys brachte uns zurück zum Hotel. Wir gingen auf dein Zimmer und du kamst gleich zur Sache." Lena sah, wie peinlich Mark das im Nachhinein war. Sie lächelte, denn sie nahm ihm nichts von damals übel. "Ich weiß noch, dass du kein Kondom da hattest und ich erzählt dir einfach, ich würde die Pille nehmen, was gar nicht stimmte. In dem Augenblick dachte ich nur: ‚Wow, ich schlafe mit dem tollsten Mann der Welt! Entweder ich hab Glück, oder ich krieg ein süßes Kind von ihm!’ Ich war eben noch jung und dumm..." Sie zog eine Grimasse. "Etwas später war es auch schon wieder vorbei und ich fuhr beflügelt nach Hause." Mark seufzte. Wie hatte er ihr das nur antun können? Vorsichtig legte er einen Arm um Lena. Sie schlug ihre Augen zu ihm auf. Sie sah nicht verletzt aus, dabei hatte Mark sie doch schrecklich verletzt - damals. Sie schien es ihm verziehen zu haben und er konnte das nicht verstehen. "Was war, als du erfahren hast, dass du schwanger bist?", wollte Mark nun wissen. Schüchtern legte Lena ihren Kopf an Marks Schulter. "Am Anfang war ich sogar stolz, dass ich von einem Superstar ein Kind bekommen sollte. Aber wie gesagt haben meine Eltern mich ja aus der Familie ‚geschmissen’. Bei der Geburt habe ich dich verflucht, dass kannst du mir glauben.", sie lachte kurz auf. "Aber die Jungs sind Engel. Ich liebe sie über alles." Mark sah zu Lena, die in seinem Arm lag und liebevoll zu ihren Söhnen schaute. Mark überkam ein warmer Schauer. Er hatte sich selten so geborgen gefühlt, wie bei dieser Frau. Schweigen breitete sich im Raum aus. Mark lehnte seine Wange an Lenas dunkles duftendes Haar. Eine Weile saßen sie nur so da. Bis Lena nach Marks Hand griff und an seinen Fingern spielte: "Eigentlich wollte ich dich ja nur kurz sprechen und dann mit den Kindern wieder abreisen..." "Aber?", grinste Mark. "Na ja, jetzt bin ich schon eine ganze Weile da, weil... Ich weiß auch nicht, ich mag dich sehr Mark, und du bist so anders als ich gedacht hatte..." Sie sah Mark in die Augen. Mark war etwas verunsichert. Lena näherte sich ihm mit ihrem Gesicht. Mark konnte sich nicht wehren und da war auch schon der Kuss. Es war nur ein kurzer Kuss gewesen. Danach legte Mark einfach seine Arme fest um Lena und die beiden saßen wieder eine ganze Weile schweigend auf dem Sofa. "Wie hast du Michael und Patrick aufgezogen? Mussten sie sich immer zu "WestLife" anhören?", fragte Mark irgendwann. Lena schüttelte lächelnd den Kopf: "Nein, natürlich nicht. Sobald sie da waren, hab ich mit "WestLife" Schluss gemacht. Ich kam mir dann zu erwachsen vor, als dass ich immer noch ein Boygroup-Fan sein wollte. Das Foto, dass meine Freundin von mir und dir vor dem Hotel gemacht hatte, zeigte ich ihnen um ihnen zu zeigen, wer ihr Vater ist. Als wir jetzt zu dir reisten, erzählte ich ihnen, wir würden ihren Vater besuchen. Ich macht ihnen klar, dass es nur einmalig war..." "Ich hoffe doch nicht!", platzte Mark dazwischen. "Ich konnte ja nicht ahnen, dass du so verantwortungsbewusst bist!", meinte Lena, "Ich hatte schon gehofft, dass du den Unterhalt zahlen würdest, da ich ja weiß, dass es dir an Geld nicht mangelt, aber dass du sie regelmäßig sehen willst hätte ich nicht gedacht." "Tja, so kann man sich täuschen!", Mark gab Lena einen liebvollen Nasenstups mit dem Zeigefinger. "Ich hab das Foto von damals sogar dabei!", fiel Lena plötzlich ein. Sie kramte in ihrer Tasche und gab Mark dann ein Foto. Darauf sah man ihn, mit einem hübschen jungen Mädchen im Arm. Plötzlich kam ihm das Mädchen auf dem Bild wieder bekannt vor. Lena hatte sich seit dem sehr verändert. Sie war immer noch sehr hübsch, aber sie schien mit den Kindern viel erwachsener geworden zu sein. "Wie alt warst du da?", wollte Mark wissen. "Achtzehn", antwortete Lena. "So jung wurdest du Mutter?", Mark beschlich wieder das schlechte Gewissen. Er hatte ihr doch irgendwie die Jugend versaut... Er starrte noch ein wenig auf das Bild: "Sind wir nicht ein hübsches Paar?" Lena antwortete darauf nicht. Nach ein paar Minuten legte Mark das Bild weg. Vorsichtig kuschelte er sich an Lena und genoss einfach nur ihre Nähe. Nach einiger Zeit bemerkte er, dass sie eingeschlafen war. Vorsichtig stand er auf und legte sie auf dem Sofa hin. Er deckte sie zu und räumte dann das kalte Essen weg. Dann ging er zu seinem Bett. Dort lagen die Zwillinge so ausgebreitet, dass für ihn kein Platz mehr war. Er warf noch einen kurzen Blick auf die schlafende Lena, dann verließ er das Zimmer. Er ging zu Kian und klopfte an. Nach dem zweiten Klopfen vernahm er ein müdes Brummeln und so trat er ein. Kian war kaum zu sehen, so vergraben war er in seinem Bett, aus welchem aus der anderen Seite ein Frauenarm herausragte. Verschlafen fragte er: "Was machst du hier?" "Kann ich bei dir schlafen?", fragte Mark gut gelaunt. "Pscht!", Kian deutete mit dem Kopf zur Couch. Dort lag Klein-Shane. Dann murmelte er: "Wie du siehst ist das Gästebett schon besetzt." "Macht nichts, dann schlaf ich eben bei dir.", Mark wollte sich schwungvoll neben Kian werfen, als der sich aufrichtete und Mark die Arme entgegenstreckte: "Geht nicht! Bett ist besetzt! Falls es dir nicht aufgefallen ist, hab ich eine Freundin!" Dann wollte er genervt wissen: "Sag mal, was ist denn in dich gefahren?" "Ich glaub, ich hab mich total verliebt...", verriet Mark mit schwärmerischem Unterton. "Doch nicht etwa in diese Groupie-Tante?", Kian war entsetzt. Mark nickte nur. Kian hielt sich seinen Kopf: "Oh nein." Dann kam ihm eine Idee: "Warum schläfst du dann nicht grad mit ihr - ich mein bei ihr?" Mark sah ihn genervt an: "Du Idiot!" Er drehte sich um und wollte gehen, als Kian meinte: "Geh zu Nicky, sein Zimmer ist leer. Er pennt bei Shane!" Mark nickte und verschwand aus dem Zimmer.
Am nächsten Morgen wachte Mark auf. Sofort fiel ihm wieder Lena ein. Ohne weiteres verließ Mark Nickys Zimmer und lief sein eigenes. Die Zwillinge waren schon wach. Sie verhielten sich leise, da ihre Mutter noch schlief. "Guten Morgen, ihr Süßen!", Mark begrüßte sine Söhne jeweils mit einem Kuss auf die Stirn. "Habt ihr schon Hunger?", fragte er sie. Die beiden nickten stürmisch und Mark rief den Hotelservice an. Danach beugte er sich über Lena. Wie hübsch sie aussah wenn sie schlief. Wie ein Engel. Warum hatte er nicht bemerkt, dass er seiner Traumfrau schon einmal begegnet war? Vorsichtig fuhr Mark ihr über die Wange. Zärtlich strich er eine Haarsträne weg. Langsam und verschlafen öffnete Lena ihre Augen. "Hast du gut geschlafen?", wollte Mark wissen. "Hmm...", machte Lena und gähnte dann erst mal ausgiebig. "Bevor dich die Kinder gleich wieder für sich beanspruchen, muss ich dir noch was sagen, Lena... Und zwar muss ich dir sagen, dass... Ich hab mich in dich verliebt.", gespannt wartete Mark auf ihre Reaktion. Sie riss ihre Augen auf. Schlief sie noch? Träumte sie vielleicht noch? Hatte sie richtig gehört? Sie nahm Marks Hand in ihre Hände und flüsterte: "Mark, du musst dich nicht verpflichtet fühlen! Du brauchst nicht glauben, dass ich nicht alleine zurecht käme. Ich war damals selber schuld, okay? Und du musst auch nicht denken, dass ich nur her gekommen bin, weil ich nur Sex mit dir haben will..." Mark legte ihr hastig seinen Finger auf den Mund: "Psst!" Er drehte sich nach den Kindern um, aber die waren dabei, auf seinem Bett herum zu hüpfen und so hörten sie nichts. "Hör bitte damit auf, Lena. Ich meine ernst, was ich sage. Ich liebe dich wirklich!" "Oh Mark, du bist so süß!", Lena drückte seine Hand und konnte die Tränen in ihren Augen nicht verbergen. "Empfindest du denn auch irgend etwas für mich?", fragte Mark vorsichtig. Genau in diesem Augenblick klopfte es an der Zimmertür. Verwirrt sah Mark auf. Er öffnete die Tür. Das Frühstück wurde gebracht. Mark wagte keinen Blick mehr zu Lena, die alle Hände voll zu tun hatte, aufzupassen, dass die Zwillinge nicht ihren Kakao umwarfen. Doch es passierte trotzdem. In seinem Eifer war Patrick etwas schwungvoll gewesen und so ergoss sich der ganze Inhalt der großen Tasse über Tisch und Boden. Betroffen sah der Kleine seine Mama an. "Oh nein!", rief diese aus. "Das tut mir wirklich Leid!" Mark winkte ab: "Das macht doch nichts! Ich hole einen Lappen." Er lief ins Bad und kam kurz darauf mit einem Lappen zurück. Er warf ihn Lena zu und begann dann, Patrick denn vollgekippten Schlafanzug aus zu ziehen. Dann kniete er sich zu Lena auf den Boden um ihr zu helfen. Sie sah ihn kurz an, doch er sah nicht zu ihr auf. Dann schrieb sie mit dem Finger in die braune Brühe am Boden: I LOVE YOU! Mark schlug das Herz schneller. Er sah nun doch zu Lena, die ihn glücklich anstrahlte. Mark berührte mit seiner Hand Lenas Wange. Die beiden sahen sich tief in die Augen und fielen dann in einen zärtlichen Kuss. Plötzlich wurden sie von Michael unterbrochen: "Was macht ihr da?" Die beiden fuhren auseinander und Mark wischte sich verlegen mit dem Handrücken über den Mund. Lena lächelte: "Mami und Papi haben sich geküsst!" Sie zog ihren Sohn auf den Schoß. "Und warum?", wollte nun Patrick wissen, wobei er auf Marks Schoß kletterte. Mark grinste Lena an: "Weil Mami und Papi sich lieb haben!"
"Hmm... Nicky! Aufwachen!", Shane rüttelte an Nickys Schultern. Der öffnete verschlafen seine Augen. "Morgen Shaney! Ich hab was geträumt...", erzählte er dann plötzlich hellwach. Shane grinste schnell. "Schön, schön... wir haben verschlafen! Wir müssen doch zum Casting!" "Fuck!", fluchte Nicky und sprang im Bett auf. Shane ließ sich zurücksinken. "Mann Nicky! Du bist so hyperaktiv!" "Ja Mensch, Jake wird uns killen!", Nicky sprang über Shane drüber und griff nach seiner Hand. "Komm jetzt. Wir müssen uns fertig machen!", er zog Shane erst aus dem Bett, dann ins Badezimmer. Nach knappen 15 Minuten waren sie fertig und rannten - auf Nickys Wunsch - die Treppe nach unten zum Frühstücken.
Im Esssaal waren bereits Kian, Jodi, Jake, Shane Jr. und diversen Boygroupmitglieder von "Blue" und "Busted". "Hau!", machte Shane verschlafen und hob seine Hand. "Ihr seid zu spät.", bemerkte Jake ohne eine Miene zu verziehen und stand auf. "Los, nehmt euch ein Brötchen, dann geht’s los.", befahl er. "Und Mark?", fragte Nicky schnell. Jake sah sich verblüfft um. "Los, hol ihn!" "Nein!", nörgelte Nicky und sah Shane bittend an. "Bitte, Shaney! Du kannst Aufzug fahren!", bettelte er. "Hab dich auch lieb, Nicky! Dann nimm mir ’n Brötchen mit!", meinte Shane und lief zum Aufzug.
"Mark! Aufstehen!", schrie Shane und riss die Tür von Marks Zimmer auf. Verblüfft blieb er stehen, als er Lena und Mark sah, jeweils mit einem Zwilling auf dem Arm und wie sie sich küssten. "Ich... ähh... Glückwunsch!", stotterte Shane. "Hi Shane! Wir kommen ja schon!", Mark strahlte über’s ganze Gesicht. Beeindruckt lief Shane zurück zum Aufzug und fuhr dann mit den anderen vier zusammen nach unten. Dort küsste Mark überraschend für alle anderen Lena auf den Mund und lächelte: "Werd dich vermissen!" "Bis bald, wir gehen jetzt die Ergebnisse vom Vaterschaftstest holen!", erwiderte Lena und nahm Michael und Patrick an die Hand und verschwand dann. Mark sah ihnen verschwärmt hinterher, als Kian durch seine Zähne pfiff. "Wow, Mark! Glückwunsch!" "Ist sie nicht süß?", Mark hatte Herzchenaugen. "Ja, ganz toll!", Jake war genervt und schob die "WestLife"-Jungs aus dem Hotel.
Dieses war der vierte Streich, doch der Fünfte folgt sogleich...
"Der nächste Kandidat heißt... Bryana McFad.", erklärte Jake. Die Jury, welche aus Kian, Shane, Nicky und Mark bestand, sah sich überrascht an. "Die weibliche Form von Brian McFadden!", gackerte Kian, als sich die Tür öffnete und eine stämmige, blondgelockte, dick geschminkte Frau hereintippelte. "Hallo. Ich singe ‚Real to me’ von ‚Brian McFadden’!", verkündete sie mit ihrer Piepsstimme und legte mit tiefer, rockigen Stimme los. Kian, Mark und Nicky sahen sich begeistert an und wippten zum Takt hin und her. Shane dagegen starrte die Frau an, dann schrie er auf und kletterte über den Tisch der Jury drüber. "Brian!", kreischte er und fiel der Frau um den Hals. Die hörte sofort auf zu singen und drückte Shane herzlich. "Hey Shaney!", meinte sie dann mit tiefer Stimme. "Oh mein Gott!", jauchzte nun auch Nicky und die fünf Jungs begrüßten sich erst mal herzlich, bis Brian seine Perücke vom Kopf zog. "Ich wollte euch mal überraschen!", grinste er. "Ist dir gelungen.", witzelte Nicky. "Na ja. Kerry moderiert eure Abschlussshow und da dachte ich, kann ich auch gleich mal bei euch vorbeischauen!" "Prima!", lachte Kian, als Jake grinsend meinte: "Bryana war die letzte. Habt für heute frei, Jungs! Denkt dran! Heute ist schon der erste September und wir müssen uns ranhalten!", warnte er dann noch. "Cool - machen wir irgendwas?", fragte Brian und rieb sich seine Hände. "Ja. Ins Hotel gehen und losspachteln. Ich hab Hunger!", verkündete Mark und zog sich seine Jacke über. "Von wegen, du willst zu Lena!", neckte Nicky ihn und erklärte Brian: "Mark hat sich in die Mutter seiner Kinder verliebt!" Brian hob anerkennend eine Augenbraue. "Glückwunsch, Marky!", grinsend schlug er auf Marks Schulter. Während die fünf Jungs dann - Shane und Brian unterhielten sich angeregt - zurück zum Hotel liefen, telefonierte Nicky mit Georgina, Kian hing seinen Gedanken nach und Mark freute sich schon tierisch auf Lena und lief so gut 5 Meter vor den anderen her.
Dieses war der fünfte Streich, doch der Sechste folgt sogleich...
Kurz darauf saßen sie zusammen mit den anderen am Tisch. Lena und Mark hatten sich ausgiebig begrüßt und nun wedelte Lena mit einem Zettel vor Marks Nase herum. "Die Ergebnisse sind da. Willst du?", sie sah ihn fragend an. Mark schüttelte lächelnd seinen Kopf. "Nein. Mach du!", forderte er sie auf. Neugierig machte Lena den Zettel auf und strahlte Mark dann an: "Herzlichen Glückwunsch, Daddy!", grinste sie und fiel Mark um den Hals. "Darauf trinken wir!", jauchzte Brian und hob sein Orangensaftglas in die Höhe. Die Jungs prosteten sich zu, wobei Brian sich laut grinsend wunderte: "Kaum bin ich hier weg, geht’s bei euch allen ja voll ab!" Da kam Nicky zu ihnen angehetzt: "Jungs! Ich - Oh Gott!", er japste auf. Die (Ex)"WestLife"-Mitglieder und Kerry, Jodi und Lena sahen ihn fragend an, während Molly, Lily, Shane Jr., Michael und Patrick wieder zusammen spielten. "Oh Mann! Ich kann es nicht glauben!", Nicky schlug sich die Hand vor die Stirn. "Vorhin, ja... ich... oh mein Gott! Ich hab einen Anruf bekommen! Ich bin Dad!", Nicky sah die anderen verschreckt an. "Sie heißt Sonia! Mein Gott! Und unser Kind ist drei Jahre alt: Susan!" "Was ist los?", schrie Kian empört. Nicky seufzte laut. "Ich weiß vor allem nicht, wie ich das Georgina beibringen soll!", er machte eine Pause. "Immerhin hab ich sie damals hintergangen!" "Was hast du?", kreischte eine hysterische Stimme von hinten. Nicky fuhr erschrocken herum und blickte genau in Georginas Augen. "Gina... oh Mann! Ich meine... ich..." "Du bist das Allerletzte, Nicky!", schrie Georgina und knallte Nicky eine. "Zwölf Jahre... Zwölf Jahre einfach für die Katz!", Georgina war sichtlich empört. Nicky griff nach ihrer Hand. "Gina! Bitte... ich… Es tut mir Leid!", Nicky wimmerte. "Ich kann das nicht glauben!", kam es da gleichzeitig von Mark, Brian und Kerry. "Du hast ein Kind - von ’ner anderen!", Georgina heulte fast. Nicky biss sich auf die Lippe. "Ich... verdammt! Ich wollte das nicht!", er sah auf den Boden. Doch dann grinste er plötzlich und brach in gellendes Gelächter aus. Georgina prustete nun auch los und sprang auf Nickys Arm. "Ich liebe dich, Nicky!", verkündete sie und sie versanken in einem langen Kuss. "Sorry wegen der Ohrfeige, aber ich wollte das schon immer mal machen!", flüsterte Georgina grinsend in Nickys Ohr. "Ich hab’s mir ja gleich gedacht!", murmelte Shane da, stand auf und lief zum heißen Buffet. Als Nicky und Georgina sich beruhigt hatten, begrüßte Georgina alle und Nicky entschuldigte sich: "Sorry. Aber wir mussten euch verarschen. Ich fand’s irgendwie lustig.. habt ihr das wirklich geglaubt?" Einheitliches nicken. "Shane nicht, oder?", hakte Nicky dann nach und sah zu Shane. Kian nickte, als Georgina erstaunt zu Shane sah. "Was ist mit ihm los?", fragte sie nach. Nicky sah sie an. "Gillian hat ihn nur noch lieb.", erklärte er leichthin, aber Georgina verstand sofort, denn sie war bei dem Gespräch dabei gewesen. "Och Shane!", flüsterte sie leise vor sich hin und fiel Shane dann um den Hals, als der mit vollbeladenem Teller zurückkam. "Wa...", machte der verblüfft vor sich hin, als Georgina ihm einen Kuss auf die Wange drückte. "Hallo Shane!", sie strahlte. "Hallo???!", Shane runzelte seine Stirn. "Denk dir nichts. Ich bin nur gut drauf!", Georgina sprang begeistert auf und ab. "Aha?", Shane ließ sich auf einen Stuhl fallen. "Wo ist Gillian?", fragte er dann nach. "Sie nimmt einen Flug später. Erstens gab’s bei mir nur noch einen Platz und zweitens will sie noch mit ihrer Mutter quatschen!", erklärte Georgina. "Sie quatscht doch schon einen Tag lang mit ihr!", jammerte Shane, als Kerry über seine Hand strich. "Hey... Lass dich nicht hängen, Shane!" "Toll!", Shane entriss ihr seine Hand und stand auf um hoch zulaufen. Schweigend und etwas bedöppelt sahen die anderen ihm hinterher, nur Georgina grinste. "Ach, was ist das für ein schöner Tag!", sie setzte sich auf Shanes Stuhl und fing an, Shanes Essen wegzufuttern. Die anderen sahen sie etwas verständnislos an, doch dann widmeten sie sich wieder ihrem Essen.
Dieses war der sechste Streich, doch der Letzte folgt sogleich...
Shane blieb den ganzen Nachmittag auf seinem Zimmer, versuchte immer wieder, Gillian anzurufen, aber sie hatte ihr Handy immer aus. Er wusste selber nicht, was er denken sollte. Warum war Gillian so abweisend? Oder bildete er sich das nur ein? Er freute sich sehnlichst darauf, Gillian wiederzusehen. Irgendwann kam Nicky zu ihm um ihn zu beruhigen, doch es half nichts. Erst zum Abendessen bequemte er sich schweren Herzens nach unten. Es brach ihm fast das Herz, als er seine Bandkollegen am Tisch sitzen sah: Jeder neben sich die Frau seiner Träume, um sich herumtollend eigene Kinder oder die der Freunde. Nur er, er war allein. Seufzend lief er zu ihnen und setzte sich neben Nicky. "Hey Shane! Lächel mal!", forderte Georgina ihn auf, worauf Shane eine schiefe Grimasse aufsetzte. Die anderen sahen sich schulterzuckend an und aßen weiter, als Brian irgendwann, der ihm gegenüber saß, neben Shane wies und grinste: "Dreh dich mal um, Shane!" Verwirrt drehte Shane sich um und erblickte Gillian, die auf ihren Tisch zu lief. Sofort sprang er auf und schmiss dabei seinen Stuhl um. "Gillian!", rief er während sie auf ihn zurannte. "Shane!", sie sprang ihm auf den Schoß. "Hey meine Süße! Endlich bist du wieder bei mir!", freute sich Shane leise und vergrub seinen Kopf in Gillians weichem, duftendem Haar. "Ich liebe dich, Shane!", flüsterte Gillian glücklich und legte ihre Arme um Shanes Hals, dann hab sie ihren Kopf etwas an und sah Shane in die Augen. "Ich dich auch, Hon!", lächelte Shane und sie küssten sich glücklich. Als Gillian dann wieder vor ihm stand, griff sie nach seiner Hand. "Ich muss dir was sagen.", verkündete sie. Bei diesen Worten sah nicht nur Shane sie an, sondern auch alle anderen. "Ich...", Gillian sah auf den Boden und sprach nicht weiter. "Was ist los?", fragte Shane besorgt und drückte kurz ihre Hand. Plötzlich strahlte sie ihren Mann an und schrie: "Ich bin schwanger!" Shane starrte sie ungläubig an. "Nicht dein Ernst, oder?" "Doch!", jubelte Gillian. Shane fing an zu strahlen und bekam es für den Rest des Tages nicht mehr weg. "Oh Gillian! Ich freu mich so!", jauchzte er und wirbelte Gillian ein paar Mal um sich herum, bis sie wieder festumschlungen stehen blieben und sich innig küssten. "Toll, oder?", wollte Georgina von den sprachlosen Anderen wissen. "Du hast es gewusst?", fragte Nicky, worauf Georgina nur nickte und glücklich zu Shane und Gillian sah. Die anderen brachen nun auch in Jubel aus und beglückwünschten sich gegenseitig. Shane konnte sein Glück überhaupt nicht fassen. Das war also Gillians Geheimnis gewesen, und sie wollte ihn nur überraschen. Und das war ihr eindeutig gelungen. Nun verstand er auch, dass sie soviel mit ihrer Mutter zu besprechen hatte... "Gott ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich!", flüsterte Shane in ihr Ohr und strich mit seiner Hand über Gillians Bauch. "Ich meine natürlich euch!", fügte er hinzu und hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. Da legte Nicky eine Hand auf Georginas Schulter und sah sie fragend an: "Aber du willst nun nicht auch ein Kind von mir, oder?" Georgina grinste. "Nein, nein, Nousey! Ich kann dich beruhigen! Ich bin nicht schwanger...", sie lächelte ihn an. "Freut mich!", Nicky atmetet auf, als Georgina ihm begleitet von dem Gelächter der anderen über die Hand strich: "Ich weiß, dass du dazu noch nicht bereit bist!"
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The End
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