Es wurde dunkel. Die Sonne verschwand und der Mond kam langsam hinter
den Wolken hervor. Er war rund und hell und Sonja saß auf einem großen
Felsen an einem kleinen See. Nicky hatte seine Arme um sie gelegt und
die beiden sahen schweigend auf den See hinaus. Sonja hatte sich ein
wenig nach hinten an Nicky angelehnt und konnte seinen Atem spüren und
hören. Es war für sie so angenehm, in seinen starken Armen zu liegen.
Sie
fühlte sich so geborgen in seiner Nähe.
"Wollen wir wieder ins Haus gehen?", fragte er nach einiger Zeit. "Ja,
mir wird langsam kalt", antwortete Sonja und er stand auf. Dabei fiel
sie natürlich nach hinten und landete etwas unsanft auf dem Felsen.
"Hey!", rief sie und drehte sich um. "Oh, tut mir leid", entschuldigte er
sich. Nicky nahm ihre Hand und zog sie hoch. "Das gibt Rache", sagte
Sonja. Nicky trat zurück. Sonja lief auf Nicky zu. "Hilfe! Ich werde von
meiner Freundin verfolgt!" Dann lief er lachend auf ihr Haus zu.
"Spinner", erwiderte sie und stoppte. Als die beiden am Haus angekommen waren,
drehte er sich um und gab ihr einen Kuss. "Glaub ja nicht, dass du dich
damit entschuldigen kannst", meinte Sonja und setzte sich auf das Sofa.
"Machst du mal den Kamin an?" fragte sie ihn und er nickte. Sonja
verschloss noch die Tür und Nicky machte den Kamin an. Nach ein paar Minuten
prasselte ein schönes Feuer und erwärmte das Wohnzimmer. Danach
verschwand Nicky kurz nach oben und als er endlich wieder runter kam, stand
sie auf. Nicky und Sonja standen sich gegenüber. Ganz langsam näherten
sich ihre Lippen und trafen dann aufeinander. Ein Blitz durchzuckte beide
und sie fühlten sich wie auf der berühmten Wolke 7. Sonja schlang
ihre
Arme um seinen Hals und sie küssten sich weiter. Da nahm Nicky Sonja
auf den Arm und trug sie hoch in das gemeinsame Schlafzimmer. Er stieß
die Tür auf und was sie da sah, verschlug ihr den Atem: Überall standen
brennende Kerzen und im Hintergrund lief romantische Musik von ,Dirty
Dancing‘. Nicky und Sonja standen voreinander und schauten sich tief in
die Augen. Langsam beugte sich Nicky zu ihr und gab ihr einen sanften
Kuss. Sonja erwiderte ihn und er schlang wieder seine Arme um ihren
Körper. Er legte sie auf das Bett und küsste sie immer wieder. Vorsichtig
verschwand seine Hand unter ihrem Pullover und zog ihn langsam aus. Sonja
fuhr mit ihrer Hand unter seinen Pullover und zog ihn ebenfalls aus.
Nicky zog auch noch ihr T-Shirt aus und öffnete langsam ihren BH. "Nicky,
ich..." Er legte seinen Finger auf Sonjas Lippen. "Shhh..." sagte er
und küsste sie erneut. Sonja erwiderte diesen leidenschaftlichen Kuss und
öffnete dann seine Hose. Er verstand sofort und zog sie aus. Sonja
drückte Nicky von sich weg und stand auf. Nicky sah sie fragend an, doch
Sonja wusste genau, was sie wollte. Sie stellte sich vor Nicky, der nun
auf dem Bett saß und drückte ihn auf das Bett. Nun lag sie auf ihm
drauf
und küsste ihn. Sie ging immer weiter runter und küsste seinen Körper.
Dann schaute sie auf – in Nickys blaue Augen. Nicky ergriff die
Initiative und drehte Sonja so, dass er wieder auf ihr lag. Er küsste jetzt
ihren Körper und Sonja stöhnte. Minuten später lagen beide ausgezogen
nebeneinander und kuschelten sich eng aneinander. Nicky küsste immer
wieder ihren Nacken. "Sonja, ich liebe dich!" sagte er. "Ich liebe dich auch
Nicky", erwiderte sie und sah wieder in seine blauen Augen. Die Nacht
wurde leidenschaftlich und romantisch zugleich. Nicky und Sonja hatten
sich in dieser Nacht geschworen, sich niemals zu trennen.
Doch wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders, zweitens als
man
denkt.
Am nächsten Morgen wachte Sonja auf und hatte das Gefühl, alleine
zu
sein. Kein Nicky, der neben ihr lag, kein Nicky, der am Morgen seine Arme
um sie geschlungen hatte und schlief. Sonja seufzte und stand auf. Auf
ihrem kleinen Nachttisch lag eine Nachricht von ihm:
Hi Süße,
die Jungs und ich mussten ganz kurzfristig nach Großbritannien, genauer
gesagt nach London. Ich wollte dich nicht wecken, weil du so süß
geschlafen hast.
Bin in einer Woche wieder da.
Ich umarme dich.
1000 Kisses
I love you
NICKY XXX
Sonja musste grinsen. Das war so lieb von ihm. Sie stand auf, duschte,
zog sich an und ging hinunter, um ein leckeres Frühstück zu machen.
Da
klingelte das Telefon im Wohnzimmer. Sie lief hinüber und nahm ab.
"Hallo?"
"Hi, hier ist Nicky!"
"Nicky! Wie schön! Wie geht es dir und den anderen? Ich vermisse dich!"
"Ich dich doch auch! Den anderen Jungs geht es gut. Wir mussten
kurzfristig unseren Plan ändern und deswegen geben wir heute schon die
Interviews und die Fotoshootings. Zwei Konzerte müssen wir auch geben."
"Dann wünsche ich dir und euch viel Spaß. Grüß Shane,
Bryan, Kian und
Mark ganz lieb von mir. Und mach mir keine Schande!"
"Ich doch nicht! Ich liebe dich!"
"Ich dich auch! Bis dann!"
Dann legten sie auf. Sonja frühstückte in Ruhe und fuhr anschließend
in
die Innenstadt. Nicky und Sonja wohnten in einem kleinen gemütlichen
Haus außerhalb von Dublin. Sie haben sich vor drei Jahren kennengelernt,
als sie als Tänzerin für Westlife gearbeitet habe und es immer noch
tut. Sofort bei ihrem ersten Arbeitstag hatte sie Nicky und seine Jungs
kennengelernt und sich auf den ersten Blick in ihn verliebt.
RÜCKBLICK:
"So Miss, ich mache Sie jetzt mit meinen Jungs bekannt", sagte Louis.
Sonja hatte von ihrer Tanzlehrerin von Louis Walsh gehört, der dringend
eine neue Tänzerin für seine Gruppe suchte. Der Name ,Louis Walsh‘
war
ihr gleich ein Begriff, doch sie brachte ihn nicht sofort mit der
Boygroup Westlife in Verbindung. Erst als sie sich bei Walsh vorstellte,
fiel bei ihr der Groschen, doch das ließ sie sich nicht anmerken. Louis
war zufrieden mit Sonja, um nicht zu übertreiben begeistert und stellte
sie ein.
Sonja stand auf und folgte Louis aus seinem Büro in einen anderen Raum.
Er öffnete die Tür und fünf Köpfe richteten sich auf sie.
Sie fühlte
sich ein wenig unwohl, doch als sie in ihre Gesichter sah, war alle
Nervosität verflogen. Bryan, Kian und Mark saßen um einen Tisch herum
und
spielten Karten. Nicky, Shane und spielten Tischfußball, doch als sie
in
den Raum trat, hörten alle auf zu spielen.
"Jungs, das junge Mädchen hier ist eure neue Tänzerin. Sie kommt direkt
von der Schule, also seid nett zu ihr. Bis später!"
"Aber klar! Bis später Louis", kam es aus fünf Mündern und dann
fiel
die Tür ins Schloss. "Hi, ich bin Sonja", stellte sie sich vor und sah
in
die Runde. Sie musterte jeden von ihnen ganz genau. ,Die Fünf sehen in
Wirklichkeit ja noch besser aus als auf den Postern‘, dachte sie und
blieb dann bei Nicky hängen. Sie spürte, wie es in ihrem Bauch anfing
zu
kribbeln und die Hände ganz kalt wurden. Auch Nicky schaute Sonja an
und wenn Shane sich nicht geräuspert hätte, hätte sie ihn noch
ewig
angestarrt. Sie hatte sich wohl gerade verliebt. "Hey Sonja, haben wir es
dir angetan?", rief Bryan. Sonja schaute Bryan an und antwortete
schlagfertig: "Oh Bryan, ja! Ihr seid ja so sexy und... Mir wird schon ganz
heiß!" Alle stimmten in ihr Gelächter mit ein und damit war das Eis
gebrochen. Nicky bot ihr an, sich neben ihm zu setzen. Sonja setzte sich zu
ihm und wurde wieder nervös. "Ja Sonja, dann erzähl doch mal ein
bisschen was von dir", forderte Bryan auf. "Uns kennst du ja schon!" Sonja
erzählte ihnen einiges über sich und musste feststellen, dass die
anfängliche ,Angst‘ sich als unnötig herausstellte. Sie verstand sich
super mit
den Jungs, besonders aber mit Nicky. Schon bald hatte sie gemerkt, wie
verliebt sie in ihn war, doch sie hatte kein Ahnung, dass es ihm
genauso ging.
Außer mit Nicky verstand sie sich mit Shane besonders gut. Sonja hatte
in ihm einen besten Freund gefunden. Er erfuhr natürlich auch als
erster, wie sie für Nicky fühlte, doch auch den anderen blieb das
nach
einiger Zeit nicht mehr verborgen.
Die Wochen und Monate mit den Jungs verliefen super. Sie hatten ihre
Welttournee gestartet und Louis hatte beschlossen, dass Sonja schon mit
dabei sein sollte. Das kam ihr alles vor wie ein Traum. Ein Traum, der
wahr geworden war, denn tanzen war das Größe für sie. Sie hatte
viel
Tanztraining mit den vier Kolleginnen und jeder Westlifer hatte seine
eigene Partnerin bei den Choreographien. Leider hatte Sonja nicht Nicky,
sondern Shane. Mit ihm war es zwar super zu tanzen, aber Sonja wollte
doch lieber Nicky ganz nah sein. Sie erinnere sich noch genau an einen
Tag, an dem alle zusammen Training hatten. Westlife und die ganze Crew
waren für drei Tage in Italien und Westlife mussten dort zwei Konzerte
geben. Sonja hatte sich mit Liz, Anne, Shona und Pam schon aufgewärmt,
als
Nicky, Bryan, Kian, Shane und Mark, wie sooft, zu spät kamen. Tom, der
tolle Choreograph und ein noch gut Aussehender dazu, war das natürlich
gar nicht recht und er meckerte gleich los: "Mensch Jungs! Müsst ich
denn immer zu spät kommen?! Wenn das noch einmal passiert, rede ich mit
Louis und dann bleibt es nicht bei einer Extrastunde Training!"
"Entschuldige Tom, aber wir wurden von Fans aufgehalten, die auf unseren Flur
kamen", sagte Nicky kleinlaut. Wie süß er da stand und die
Entschuldigung stammelte. "Das stimmt", fügte Bryan hinzu, um seinen Freund
zu
unterstützen. "Immer die Fans", rief Tom. "Aber das stimmt", rief Sonja
Tom
zu. Er drehte sich zu ihr um: "Habe ich dich gefragt? Nein!" "Tom? Was
ist denn los mit dir heute?", fragte sie ihn verwundert, "da waren
wirklich Fans vorhin, weil ich auch kurz aufgehalten wurde!" "OK, OK. Drei
gegen einen sind nicht fair! Jetzt aber ran an die Arbeit!" Dann ging
es los. Nach dem Training kam Nicky auf Sonja zu und meinte: "Danke,
dass du dich auch für mich eingesetzt hast!" "Kein Problem, es war ja die
Wahrheit", antwortete sie und wollte an Nicky vorbei zu ihrem Zimmer.
"Hey warte mal, hast du heute Abend schon was vor?" Sie schüttelte den
Kopf. "Wollen wir vielleicht was zusammen unternehmen? Wir könnten ins
Kino und danach tanzen!" "Kino ja, aber von Tanzen habe ich für heute
genug", erwiderte sie lachend, "Tom hat uns ganz schön rangenommen, wie
du sicher selbst gemerkt hast!" "Stimmt. Also um 19:00Uhr in der Lobby?"
"Sehr gerne, ja!" Sonja war so happy, dass Nicky sie eingeladen hatte.
Das war ihr erstes Date. Als sie in ihrem Zimmer war, ging sie duschen
und stand dann vor dem Kleiderschrank. Sonja hatte auf der Tour nur das
Nötigste mit, doch sie fand trotzdem ein passendes Outfit. Sie
entschied sich für einen dunkelblauen Minirock und ein buntes Top. Darüber
zog
sie eine Jeansjacke. Pünktlich um 19:00Uhr war sie in der Lobby, wo
Nicky schon an der Bar auf sie wartete. "Hi Sonja", begrüßte er sie.
"Wow!
Du siehst toll aus!" "Danke", sagte sie, "wollen wir dann los?" "Klar!"
Die zwei machten sich auf den Weg zum Kino, das ganz in der Nähe lag.
"Was machen denn die anderen heute Abend so?", fragte sie Nicky. "Die
wollen unbedingt ein bisschen was trinken gehen", antwortete Nicky. "Und
warum bist du nicht dabei?" "Ich wollte lieber mit dir was machen",
erwiderte Nicky. Sie gingen erst ins Kino und dann Pizza essen. Sonja
hatte sich lange nicht mehr so wohl gefühlt. Seit sich ihr erster Freund
von ihr getrennt hatte... Aber daran wollte sie an diesem Abend nicht
denken. Nachdem die beiden lecker gegessen hatten, schlug sie vor, dass
sie doch noch einen kleinen Spaziergang machen könnten. Nicky war
einverstanden. Sie gingen schweigend durch einen Park mit einem kleinen See
in
der Mitte. "Ich muss dir unbedingt was sagen", unterbrach sie nach ein
paar Minuten die Stille und blieb stehen.
"Was willst du mir denn sagen?", fragte Nicky und wand sich zu ihr. Sie
holte tief Luft: "Ich weiß nicht, wie ich anfangen soll. Ich... also
ich..." "Ist es was schlimmes?" "Nein, eher das Gegenteil. Allerdings
weiß ich nicht, ob es dir genauso geht. Ich... ich wollte dir sagen,
dass... Ich habe mich in dich verliebt!" Bei diesem Satz sah sie Nicky ganz
tief in die Augen. Er schaute sie ebenfalls an, dass es ihr heiß und
kalt wurde. Sie dachte an die erste Begegnung zurück und hatte noch mehr
Schmetterling im Bauch als damals. Nicky nahm auf einmal ihren Kopf in
seine Hände und zog sie sanft zu ihm. Er drückte ihr seine Lippen
auf
die ihre und sie erwiderte den Kuss. "Jetzt weißt du, dass ich genauso
fühle", flüsterte er, "und das, seit ich dich das erste Mal gesehen
habe!" "Mir geht es genauso", murmelte sie. Sonja schlang ihre Arme um ihn
und er hielt sie fest. Dann küssten sie sich wieder.
Die nächsten Tage der großen Tour waren toll. Auf der Bühne
gab Sonja
alles und Louis war immer zufrieden, mit Westlife und mit den
Tänzerinnen. Dann, nach einer Woche, gaben Nicky und Sonja Louis und den
anderen
bekannt, dass sie zusammen waren. Er und Shane, Bryan, Kian und Mark
freuten sich für Nicky und Sonja.
RÜCKBLICK ENDE
Seitdem sind die zwei unzertrennlich und machen fast alles zusammen.
Sonja ist immer auf den Konzerten dabei, weil ja sonst eine Tänzerin
fehlen würde. Außer, wenn Nicky mit seinen Jungs mal etwas unternehmen
will, dann bleibt sie zuhause. OK, manchmal kommt sie auch mit. Das ist
dann immer sehr lustig. Sonja musste grinsen, bei dem Gedanken an das
erste Date.
Als Sonja dann in Dublin- City angekommen war, parkte sie den Wagen und
ging durch die Straßen. Sie schaute hier und da und Mittags setzte sie
sich in ein kleines gemütliches Café, wo sie sich einen Capuccino
und
ein Sandwich bestellte. "Hi Sonja", hörte sie auf einmal eine
Jungenstimme hinter ihr. Sonja drehte sich um und sah, wer da stand: Adam, Nickys
kleiner Bruder. "Hi Adam. Schön dich zu sehen", begrüßte sie
ihn. "Hi!
Wie geht es dir?" "Danke, gut. Aber musst du nicht eigentlich in der
Schule sein?" "Eigentlich schon, aber ich hatte die fünfte Stunde frei."
"Das ist schön. Willst du dich zu mir setzen und auch etwas essen?"
"Nein danke, ich bin mit einem Kumpel verabredet. Wir wollen skaten
gehen." "OK, dann wünsche ich euch viel Spaß." "Danke, Bye", sagte
Adam und
verließ das Café wieder. Ein paar Minuten später war Sonja
auch fertig
mit dem kleinen Mittagessen, bezahlte und verließ ebenfalls das Café.
Plötzlich klingelte ihr Handy. Auf dem Display erkannte sie, dass es
Nicky war.
"Hi Nicky! Was gibt’s?"
"Hi Sonja! Ich wollte nur mal wieder deine Stimme hören!" "Wie süß
von
dir. Und was denkst du jetzt?"
"Es war gut, dass ich dich angerufen habe, denn sonst hätte ich mich
den ganzen Tag nicht mehr konzentrieren können."
"Oh ja, das wäre fatal gewesen!"
"Scherz beiseite! Es ist doch klar, dass ich dich vermisse!" "Ich
vermisse dich doch auch!"
"Es sind immer noch sieben Tage, bis wir uns wieder sehen! Aber jetzt
muss ich auch schon wieder aufhören. Shane drängt. Wir müssen
zu einem
Fotoshooting. Bis dann! Ich liebe dich!"
"Ich dich auch! Ciao!"
Dann legte sie auf, ging zum Auto und fuhr wieder nach Hause. Am
Nachmittag traf sie sich mit Gillian, Shane’s Freundin und Kerry, Bryan’s
Frau, bei Kerry, da sie ja auf Molly und Lilly Sue aufpassen musste. Die
Kleine war echt süß. Sie machten sich einen Frauenabend und schauten
ein
Video an. Als Kerry dann nach dem Film auf ,Stop‘ drückte, kam der
normale Sender. Kerry wollte gerade ausschalten, als Sonja rief: "Halt!
Warte mal! Da läuft gerade ein Interview mit unseren Jungs!"
"Tatsächlich", meinte sie, "lass es uns anschauen!"
Nicky, Shane, Mark, Kian und Bryan saßen auf einem großem, rotem
Sofa
und vor ihnen ein Moderator, der den fünf Fragen stellte.
"Dann stelle ich euch mal die bekannteste Frage: Wer von euch ist
vergeben, wer ist noch solo?"
Nicky antwortete als erster: "Ich bin vergeben, wie ja alle wissen. Ich
bin auch immer noch sehr, sehr glücklich mit Sonja und sie ist meine
große Liebe." "Wie süß er das gesagt hat", meinte Sonja und
schaute
Gillian und Kerry an. Sie nickten. "Pass auf", sagte Gillian, "jetzt kommt
Shane."
Shane meinte: "Meine große Liebe ist immer noch Gillian. Sie ist eine
wunderbare Frau."
Mark: "Ich bin noch solo, aber ich würde gerne eine Freundin haben, die
mich liebt und zuhause auf mich wartet."
Kian beantwortete die Frage ebenfalls: "Ich bin, genau wie Mark, immer
noch solo."
Dann sagte der Moderator: "Was ist mit dir Bryan? Bist du immer noch
mit Kerry Katona zusammen?"
Bryan antwortete: "Ja und ich bin ebenfalls sehr glücklich. Kerry und
ich wollen bald heiraten und ganz viele Kinder haben." "Das hört sich ja
echt gut an bei euch", erwiderte der Reporter, "aber was ist mit euren
weiblichen Fans?"
"Ich denke, dass die uns deswegen nicht böse sind", meinte Shane, "denn
wahre Fans verstehen so etwas."
"Ich bin der gleichen Meinung wie Shane", sagte Nicky und auch die
anderen stimmten zu. "Was habt ihr denn in den nächsten Tagen noch so für
Termine?", wollte der Reporter noch wissen. Shane beantwortete seine
Frage: "Heute Abend müssen wir noch ein kleines Konzert geben, morgen
stehen ein Fotoshooting eine Benefizveranstaltung und weitere Interviews
an." "Da habt ihr ja noch einiges vor. Ich danke euch für dieses
Interview", verabschiedete sich der Moderator. Kerry schaltete den Fernseher
aus und guckte die anderen beiden an: "Da haben wir ja einen richtig
guten Fang gemacht Mädels!" "Wie Nicky das gesagt hat", sagte Sonja
verträumt, "ich bin seine große Liebe!" "Das hat aber auch lange
gedauert",
antwortete Kerry und grinste. "Wo sie Recht hat..." meinte Gillian und
musste ebenfalls grinsen. "Danke, aber eure Männer haben euch sicher auch
nicht sofort ihre Liebe gestanden", erwiderte Sonja. "Stimmt.
Themawechsel: Was wollen wir jetzt noch machen?", fragte Gillian. "Ich weiß
nicht", meinte Sonja und schaute Kerry an. "Habt ihr noch Lust, essen zu
gehen?" "Klar, bei unserem Lieblingsitaliener?", fragte Sonja die beiden.
"Einverstanden", erwiderten Gillian und Kerry. Also fuhren sie zur
Pizzeria und setzten sich dort in ihre gemütliche Ecke. Da kam auch schon
der Kellner: "Hallo, schön euch mal wieder zu sehen!" "Hi Luca, wie
geht’s?" "Gut und selbst?" "Es könnte nicht besser gehen, auch wenn unsere
Männer mal wieder auf Tour sind", antwortete Kerry. "Ihr Armen! Kann
ich euch denn schon was bringen?" "Ja ich nehme eine Cola", bestellte
Sonja. "Ich hätte gerne ein Wasser", bestellte Kerry. "Ich auch", fügte
Gillian hinzu. "Kommt sofort", erwiderte Luca und ging zurück zur Theke.
"Ja Mädels, wisst ihr schon, was ihr essen wollt?", fragte Gillian.
"Ja, ich nehme eine Pizza Schinken", antwortete Sonja und schaute zu
Kerry. "Und du?", fragte Gillian und Kerry meinte: "Ich nehme eine Lasagne."
"Ich nehme eine Pizza Margharita", sagte Gillian. Da kam auch schon
Luca mit den Getränken. Er servierte und fragte dann: "Na, haben die
jungen Damen schon ausgesucht, was sie heute speisen wollen?" "Spinner",
lachte Kerry. Dann gaben die drei ihre Bestellung auf und Luca verschwand
in der Küche. "Ich bin gleich wieder da", entschuldigte sich Sonja
kurz, stand auf und ging Richtung Toilette. Sie schloss die Tür der Kabine
ab und holte das Handy aus der Tasche. Dann wählte sie Nickys Nummer
und wartete. Das Freizeichen ertönte und kurz darauf meldete sich Nicky.
"Hallo?" "Hi Nicky, ich bin’s Sonja", begrüßte sie ihn. "Hi Süße!",
rief Nicky etwas überrascht, "schön dich zu hören! Wie geht’s?"
"Gut, ich
bin mit Gillian und Kerry bei unserem Lieblingsitaliener. Was machst du
so?" "Ich bin gerade auf meinem Hotelzimmer. Mark und Kian wollen aber
unbedingt an unserem freien Abend noch auf Piste." "Dann macht euch mal
einen schönen Abend", sagte Sonja. "Ja, aber ich denke die ganze Zeit
an dich!" "Ich doch auch an dich", sagte Sonja, "ich muss jetzt
aufhören, es klopft", sagte Nicky, "das sind bestimmt Mark und Kian. Ich
liebe
dich, ja?" "Ich dich auch", sagte Sonja und legte dann auf. Sie verließ
die Toilette und gesellte sich wieder zu Gill und Kerry. "Na, mit wem
hast du denn telefoniert?", fragte Kerry. "Woher weißt du...?", fragte
Sonja verwundert. "Das ist doch offensichtlich", meinte Kerry. "Stimmt,
du hast Recht", erwiderte Sonja, "natürlich habe ich mit Nicky
telefoniert!" Ein paar Minuten später kam Luca mit den Pizzen. "Einen guten
Appetit wünsche ich", sagte er. "Danke Luca!", riefen Gillian, Kerry und
Sonja gleichzeitig. Die drei ließen sich das Essen schmecken und gingen
danach noch in eine Disco, um ein bisschen zu tanzen. So gegen 1:00Uhr
machten sich die drei auf den Weg nach Hause. Als Sonja zuhause ankam,
legte sie sich gleich ins Bett und schlief sofort ein. Um 10:30Uhr
wachte Sonja auf und ging erst mal duschen. Danach frühstückte sie
in Ruhe.
Kurz darauf klingelte das Telefon. Sonja nahm ab: "Hallo?"
"Hi Sonja, hier ist Kerry. Hast du schon die Zeitung gelesen?" "Nein,
wieso?" "Ja, mach mal schnell. Titelseite!"
Sonja ging zu ihrer Wohnungstür und schloss auf. Auf dem Boden lag die
Zeitung. "Ich hab sie!", sagte sie, hob sie auf, drehte sie um – und
erstarrte. "Sonja, bist du noch dran?", fragte Kerry. "Jaja, bin ich",
antwortete Sonja fassungslos. Sie schloss die Tür wieder und ging zurück
in die Küche. Dort setzte sie sich erst mal. "Du glaubst das doch nicht
etwas, oder?", wollte Kerry wissen. "Ich weiß nicht", erwiderte Sonja
mit zittriger Stimme. Sie las noch einmal die fette Überschrift: "WER
IST DIE BLONDE NEBEN NICKY BYRNE? BETRÜGT DER WESTLIFE-SÄNGER SEINE
FREUNDIN? Daneben war ein Bild von Nicky und einer jungen hübschen Frau.
"Sonja, das darfst du nicht glauben", meinte Kerry, "Nicky würde dich
nie betrügen." "Ich weiß... ach, im Moment weiß ich gar nichts!
Ich muss
nachdenken, OK?!" Dann beendete Sonja das Gespräch.
Kerry war zwar etwas verwundert, verstand sie aber.
Sonja starrte immer noch fassungslos auf die Zeitung. "BETRÜGT DER
WESTLIFE-SÄNGER SEINE FREUNDIN?" Wie gebannt starrte sie auf diesen Satz.
Doch langsam verschwamm er vor ihren Augen. Sonja konnte ihre Tränen
einfach nicht zurückhalten.
Warum tat er ihr so etwas an? Liebte er sie nicht mehr? Sonja wusste
nicht, was sie machen sollte. Doch dann beschloss sie, nach London zu
fliegen und Nicky zur Rede zu stellen.
Am nächsten Morgen fuhr sie um 11:00Uhr gleich zum Flughafen, buchte
den nächsten Flieger nach London und saß 20 Minuten später im
Flugzeug.
Nach einer Stunde war sie in London gelandet und fuhr mit der U- Bahn zu
Westlife‘s Hotel. Es war natürlich ein 5-Sterne-Hotel, doch sie buchte
trotzdem ein Zimmer für eine Nacht. Sonja fragte nach dem Zimmer von
Nicky und da der freundliche Mann an der Rezeption wusste, dass sie seine
Freundin war, sagte er ihr Nickys Zimmernummer. "Gerade sind die Jungs
aber nicht im Hotel", erklärte er ihr. "Wissen Sie zufällig, wann
die
Fünf wiederkommen?", fragte Sonja ihn und er antwortete: "Zufällig
ja.
Ich habe ungewollterweise ein Gespräch zwischen dem großem jungen
Mann
und dem etwas kleineren Blonden mitbekommen." ,Das mussten Bryan und
Nicky oder Kian gewesen sein‘, dachte Sonja. Dann erzählte Mr Bill weiter:
"Nicht, dass ich die Gäste belauschen würde, aber sie standen gleich
hier vorne." Er zeigte auf die kleine Ecke, die sich links neben der
Rezeption befand. "Sie sprachen davon, dass ein gewisser Louis wollte, dass
sie um 13:00 Uhr wieder hier sind, weil sie noch irgendwelche Termine
haben." "Vielen Dank Mr Bill", verabschiedete sich Sonja. Dann ging sie
auf ihr Zimmer. Das Zimmer war groß und schön hell. Doch Sonja sah
sich
nicht lange um, weil sie die ganze Zeit an Nicky denken musste. War es
überhaupt richtig, hierher zu kommen und ihn zur Rede zu stellen? So
langsam zweifelte sie an dieser Entscheidung, doch jetzt war es zu spät.
Sie war jetzt schon in Nickys Hotel und wollte nicht mehr kneifen.
Sonja legte sich aufs Bett und schloss die Augen. Vor ihr erschien Nicky.
Er sah so süß aus! Sie öffnete meine Augen wieder und das Bild
verschwand. Dann schaute sie auf die Uhr und bemerkte, dass es schon kurz vor
eins war. Sie stand auf, machte sich frisch und stand fünf Minuten später
vor Nickys Tür. Sie holte noch einmal tief Luft und klopfte dann.
Nichts geschah. Sie klopfte noch mal, diesmal kräftiger. Kurz darauf öffnete
Nicky die Tür. "Sonja? Was machst du denn hier?"
"Mit dir reden! Kann ich reinkommen?"
"Klar", erwiderte Nicky und öffnete die Tür ganz. Sonja trat ein und
Nicky schloss die Tür wieder. "Warum bist du hier?", fragte Nicky. Nicht
fordernd oder sauer, sondern ganz normal. "Warum ich hier bin? Das
fragst du noch?" Sonja wurde sauer. "Ich wollte dich eigentlich etwas
fragen: Nicky, betrügst du mich?" "WAS? Wie kommst du denn darauf? Natürlich
nicht!" "Und wer war dann die Frau gestern?" "Welche Frau denn?" "Die
junge Frau, mit der du laut Zeitung rumgemacht hast!" "Welche Frau
meinst du?", fragte Nicky. "Jetzt lügst du auch noch!", schrie Sonja ihn
an
und lief aus seinem Zimmer. Vor Nickys Tür stieß sie mit Kian zusammen,
der offenbar gerade zu Nicky wollte. "Oh! Hi Kian! Und bis dann!" Sonja
setzte meinen Weg fort, sie wollte nur noch weg von hier. "Hi Sonja!",
hörte sie Kian noch sagen. "Hey Nicky, was ist denn mit Sonja los? Und
seid wann ist sie hier?" Kian trat in Nickys Zimmer. "Ich weiß es
nicht", antwortete Nicky und ließ die Schultern hängen. "Sie kam
hier rein
und hat mich gefragt, ob ich sie betrüge. Sie hat sie doch nicht mehr
alle! Ich und sie betrügen! Das ist doch Quatsch!" "Ich weiß Nicky,
aber
anscheinend hast du die Zeitung noch nicht gelesen", sagte Kian und
drückte Nicky die Zeitung in die Hand, die er mitgebracht hatte. "Was soll
das?", fragte Nicky. Er drehte die Zeitung um und sah auf die
Titelseite. "BETRÜGT NICKY BYRNE (24) SEINE FREUNDIN? WER IST DIE HÜBSCHE
BLONDINE AN SEINER SEITE?"
"Was soll das denn?", schrie Nicky, "das ist doch nicht wahr! Ich habe
dem Mädchen doch einen Korb gegeben!" "Ich weiß", sagte Kian, "ich
habe
es doch mitbekommen. Aber Sonja weiß das nicht." "Oh man, in welcher
Scheiße stecke ich denn?", fragte sich Nicky und setzte sich auf sein
Bett. Da kamen Shane, Bryan und Mark in sein Zimmer. "Hey Nicky, hast
du...?" fing Bryan an. "...die Zeitung gelesen?" endete Nicky Bryan‘s Satz.
Er hielt die Zeitung hoch: "Ja, habe ich!" "Aber es ist doch nicht
wahr, was da steht!", meinte Mark. "Natürlich nicht", erwiderte Nicky
aufgebracht, "ihr habt doch selbst mitbekommen, wie das Mädchen mich
angebaggert hat ich ihr aber einen Korb gegeben habe, oder?" "Ja", nickte
Shane, "ich habe es gesehen. Und sie sah nachher sehr sauer aus." "Das ist
es", rief Nicky, "weil ich sie habe abblitzen lassen, hetzt sie mir die
Presse auf den Hals, die das ganze so aussehen lässt, als würde ich
Sonja betrügen." "Raffiniert!", stellte Mark fest, erntete allerdings eine
bösen Blick von Shane. "Weißt du, wo Sonja hinwollte?", fragte Kian,
doch Nicky schüttelte den Kopf. "Ich frage mal an der Rezeption", meinte
Kian und verließ das Zimmer. Unten angekommen, ging er sofort auf den
älteren Herrn am Empfang zu. "Entschuldigen Sie Mr ...", Kian schaute
auf das kleine Namensschild, das Mr Bill an seinem Anzug trug. "...Bill.
Ich habe eine Frage. Ist hier gerade eine junge Frau entlang gekommen?
Mittelgroß, dunkle schulterlange Haare, hübsches Gesicht, Anfang
20!"
Mr Bill überlegte und erinnerte sich an Sonja. "Ja, ich glaube ich weiß,
wen Sie meinen, Mr Egan. Aber das Mädchen ist hier nicht
vorbeigekommen." "Wissen Sie, wo ich sie finden kann? Ich bin mit ihr befreundet
und
es gab ein Missverständnis, das ich gerne aus der Welt schaffen würde!"
"Es tut mir leid, ich darf Ihnen über die Gäste keine Auskunft geben.
Oops!" "Sie wohnt also in diesem Hotel!", hakte Kian nach. "Ich habe
nichts gesagt", verteidigte sich Mr Bill. "Ich weiß. Welche Nummer?"
"202", antwortete Mr Bill kleinlaut. So etwas war ihm sicher in seiner
ganzen Laufbahn noch nicht passiert, aber bei Kian’s Freundlichkeit konnte
er nicht nein sagen. Kian machte sich also auf den Weg zu Sonjas Zimmer.
Als er davor stand, klopfte er und ein paar Sekunden später öffnete
sie. "Hi Sonja, kann ich reinkommen?", fragte Kian und Sonja nickte. Ihre
Augen waren rot vom Weinen. "Hör mal, ich muss mit dir über Nicky
reden!" "Wenn er dich geschickt hat, dann kannst du gleich wieder gehen",
sagte Sonja und setzte sich auf das Bett. "Nein, es war meine eigene
Entscheidung", erwiderte Kian. "Nicky hat dich nicht betrogen. Die Frau von
gestern hat versucht, Nicky zu verführen, doch Nicky hat ihr einen Korb
gegeben. Wir glauben, dass sie aus Rache diesen Artikel hat
veröffentlicht lassen!" "Wer ,Wir‘?", fragte Sonja und schaute Kian an.
"Nicky,
Shane, Bryan, Mark und ich", antwortete Kian. "Gut, ich glaube dir.
Trotzdem muss Nicky mir das selber sagen. Bitte lass mich jetzt allein",
sagte Sonja. Kian stand auf und ging zur Tür. "Rede mit Nicky", riet Kian
ihr und verließ das Zimmer. Sonja legte sich auf ihr Bett und starrte
an die Decke. ,Was soll ich nur machen?‘, fragte sie sich.
Kian war inzwischen wieder auf dem Weg zu seinen Kumpels. Er kam bei
Nickys Zimmer an, öffnete die Tür und wurde sofort von Nicky, der
aufgesprungen war und auf Kian zuging, ausgefragt: "Was hat sie gesagt?
Verzeiht sie mir?" "Ich habe mir ihr gesprochen", antwortete Kian ruhig, "sie
hat gesagt, dass sie mir glaubt. Allerdings sollst du ihr das alles
selber sagen." "OK, mache ich, ich gehe sofort zu ihr", sagte Nicky und
wollte aus dem Zimmer. "Du brauchst ihre Zimmernummer", grinste Kian.
"202!" "Danke", meinte Nicky und verließ das Zimmer. "Glaubt ihr, dass
Sonja ihm glaubt?", fragte Mark und schaute seine Freunde an. "Ich denke
ja", meinte Shane. Auch Kian und Bryan nickten.
Nicky wollte gerade anklopfen, als die Tür geöffnet wurde. "Oh Nicky",
sagte Sonja etwas unsicher. "Hi. Ich wollte mit dir reden!" "Ich auch
mit dir. Komm rein!" Nicky trat ein und setzte gleich an. Doch er wurde
von Sonja gestoppt: "Warte! Ich möchte dir sagen, dass ich dir glaube.
Ich war dumm, zu denken, dass du mich betrügst. Ich habe mich nur von
diesem Bericht lenken lassen. Ich liebe dich Nicky und ich will dich
nicht verlieren!" "Ich liebe dich auch. Und ich versichere dir, dass
zwischen mir und dieser Frau nichts war." "Oh Nicky", rief Sonja und umarmte
ihn. "Ich war so dumm", wiederholte sie, doch Nicky meinte: "Hey, ist
doch jetzt egal. Ich liebe dich und das ist das einzige, was zählt!" Die
beiden küssten sich zärtlich. "Komm, lass uns irgendwas unternehmen",
schlug Nicky vor. "Wir könnten ins Kino gehen." "Eine gute Idee", sagte
Sonja, "und danach Pizza essen. Wie bei unserem ersten Date." "Stimmt",
erwiderte Nicky, "komm, lass uns gehen!" Und so versöhnten sie sich
wieder und gingen fein essen. Sie gingen spazieren und kehrten danach zum
Hotel zurück. Nicky kam mit auf Sonjas Zimmer und die beiden
verbrachten eine schöne Nacht miteinander.
Am nächsten Morgen, die beiden gingen eine Runde joggen, kam auf einmal
eine junge Frau auf die beiden zu. "Nicky! Mein Süßer! Ich habe dich
schon gesucht!", rief sie und warf sich Nicky um den Hals. Sonja wollte
ihren Ohren nicht trauen! "Nicky, kannst du mir das bitte mal
erklären?", schrie sie Nicky an, der versuchte, sich von der Frau loszureißen.
"Sonja, bitte! Ich kenne diese Frau nicht!" "Was? Und ob", sagte diese
und wollte Nicky küssen. Der drehte sich jedoch weg. "Nicky! Sag, dass
das nicht wahr ist!", rief Sonja und sie konnte die Tränen nicht mehr
zurückhalten. Sie knallte Nicky eine und lief davon. "Sonja! Warte doch!"
rief Nicky ihr hinterher. "Lass sie doch", meinte die junge Frau, "du
hast doch mich!" "Lassen Sie mich in Ruhe!" rief Nicky, löste sich
endgültig von ihr und wollte Sonja hinterher laufen. Sie war noch nicht
in
seiner Sicht, als er plötzlich einen Schrei, dann Reifen quietschen und
dann einen Aufprall hörte. Er blieb geschockt stehen und murmelte:
"Sonja!" Dann rannte er zur Straße und sah Sonja auf dem Boden liegen.
"Sonja!!!!!" schrie er, lief auf sie zu und kniete sich zu ihr. "Süße,
hey!"
Sonja versuchte noch etwas zu sagen: "Nicky... ich... liebe dich...
und..." Sie schluckte und kurz darauf lief Blut aus ihrem Mund. "Nicky,
ich... liebe dich... Sag den anderen..." Sie hustete. "Sag den anderen,
sie sollen sich keine Sorgen machen..." Dann schloss sie die Augen und
blieb bewegungslos liegen. "Sonja!!!" schrie Nicky.
"Nicky, was ist los?" hörte er auf einmal Sonja sagen. "Nicky
aufwachen! Du hast geträumt!" "Wie? Was?!" Nicky richtete sich auf und
sah sich
um. Er lag in Sonjas Bett und Sonja neben ihm. "Hey, alles wieder OK?",
fragte sie und Nicky nickte. "Nur ein Traum!" ,Nur ein Traum‘, dachte
Nicky noch einmal und schlief wieder ein.
THE END