Schön, dass ihr neugierig wurdet und auf meine Story geklickt habt. Hoffentlich enttäusche ich euch nicht und erfülle eure Erwartung von einer guten FanFiction.

Für eventuelle Logikfehler (oder auch Rechtschreibfehler), möchte ich mich schon mal im Voraus entschuldigen =D

P.S. Ich würde mich über Lob und Kritik zu dieser FanFiction oder auch zu "Between Love And Hate" freuen. Schreibt mir einfach unter: kleine_alex@msn.com

Es sind nun schon 2 Jahre vergangen. Alex ist, nachdem sie Shane verlassen hatte, nach Amerika gezogen. Nach New York um genau zu sein. Sie wollte einfach alles nur noch vergessen. Zu tief saß der Schmerz. Doch eines war ihr schon klar, als sie damals mit ihrer Freundin Linda, zu der sie den Kontakt verlor, da Alex sie nach einger Zeit wie Dreck behandelte, im Auto abgedüst ist: Das gibt Rache! Niemand darf es wagen, Alexandra O'Connell zu hintergehen.

Doch nun hat sie ein neues Leben angefangen. Sie arbeitet jetzt nicht mehr als "No-Name-Kolumnistin". Nein, sie hat es geschafft, sich richtig dem Journalismus zuzuwenden. Sie ist Redakteurin beim Klatschmagazin X-Press. Sie ist mit ihrem neuen Leben voll und ganz zufrieden. Doch sie hat sich komplett verändert. Nicht nur eine starke Veränderung vom Äußeren her, nein auch ihr ganzer Charakter hat sich verändert. Sie ist nicht mehr die kleine, schüchterne und nette Alexandra O'Connell. Sie ist die mutige, aufgeschlossene, manchmal sehr arrogante und rücksichtslose Alex. Jeder der sie und ihre Vergangenheit kennt, sagt, dass sie einfach schon zu viel durchgemacht hat und dem Druck nicht mehr standhalten konnte. Sie ist zu verbittert und meint, dass wenn andere Leute SIE schlecht behandeln, warum sollte sie es ihnen nicht gleichtun?

Eines Tages klingelt das Telefon in ihrem Appartment, eines typischen Hochhauses in New York. "Ja bitte?", sagte sie leicht angenervt, so wie es immer war. "Hallo Miss O'Connell. Ich habe einen Job für sie. Es gibt da so eine Band namens Westlife. Hier NOCH relativ unbekannt. Sie besteht aus Nicky Byrne, Mark Feehily, Kian Egan, Bryan McFadden und..." "Und Shane Filan, vielleicht?", fragte sie, obwohl sie die Antwort ja schon kannte. "Ähm...ja, genau. Sie kennen die Band?" "Ja, das kann man wohl so sagen. Ich weiß so ziemlich alles über diese Band." "Oh, das ist gut. Dann muss ich ihnen ja nicht noch alle Details aufzählen.Jedenfalls sind diese fünf jungen Männer hier in Amerika, um auch hier Erfolg zu haben. Und wir haben ihnen das Angebot gemacht, durch einen Bericht im X-Press, Leute auf sie Aufmerksam zu machen, damit sie auch hier bekannter werden. Und ihr Job ist es jetz, diesen Bericht zu machen. Das heißt also, dass sie ein Interview mit den Herrschaften führen werden. Ich melde mich dann morgen wieder." Dann legte ihr Chef auf. Hatte Alex sich verhört? Sie sollte allen Ernstes ein Interview mit Westlife führen? Sie sollte sich noch mal ihrem Ex, für den sie nichts mehr übrig hatte, gegenüber stellen? Nein...das konnte sie einfach nicht tun. Das wäre ein Schritt zurück. Und sie darf jetz nicht wieder zurück gehen, wo sie doch jetzt schon so weit vorne war. Wieso mussten Westlife sich wieder in ihr Leben schieben? "Es liegt doch nicht an Westlife...es liegt an Shane!", sagte sich Alex in Gedanken.

Sie setzte sich ins Wohnzimmer auf die Couch und schaltete den Fernseher ein. Sie zappte durch die Sender, achtete allerdings nicht darauf, was gerade im Fernseher lief. Sie war in Gedanken. Sie dachte nach. Sie zappte weiter und weiter. Dann sah sie eine Szene aus einem Film. Eine Frau verpasste einem Mann eine Ohrfeige und sagte: "Du wirst schon noch sehen, was du davon hast. Das werde ich dir heimzahlen. Du wirst es noch bitter bereuen, mir jemals so wehgetan zu haben." Und plötzlich machte sich ein fieses Lächeln auf Alex' Lippen breit. Ihr kam ein genialer Gedanke: "Rache ist süß...sehr süß sogar!"

Alexandra machte sich auf den Weg zur Redaktion. Sie kam herein, ging am Kaffeeautomaten vorbei, an dem sie auch stoppte, um sich einen leckeren Milchkaffee zu holen, da sie zu wenig Zeit hatte, zu Hause einen ordentlichen Kaffee zu trinken. Sie drehte sich um und stieß mit einem Mitarbeiter zusammen. Dabei verschüttete Alex den Kaffee auf ihre Bluse. "Na ganz toll! Das hat mir ja noch gefehlt.", sagte sie sich in Gedanken. "Hast du keine Augen im Kopf, du Idiot, oder was?", schrie sie nun den Mann an, mit dem sie zusammengestoßen ist. "Ähm...es tut mir furchtbar leid.", stammelte der Mann eingeschüchtert. "Toll! Davon geht der scheiß Fleck jetzt auch nicht weg.", schrie sie ihn nochmals an. Dann schubste sie ihn aus dem Weg, damit sie wieder "freie Bahn" hatte. Wütend ging sie in ihr Büro und knallte die Tür zu. Der Krach, der vorher in der ganzen Redaktion herrschte, verstummte und die Leute schauten durch das Fenster, dass in Alex' Büro war. Alle schauten Alex' total schräg an. Natürlich bemerkte sie das sofort, trat wieder auf den Flur hinaus und schrie: "Habt ihr nichts besseres zu tun, als mich dumm von der Seite anzuglotzen?". Darufhin knallte sie die Tür wieder zu. Diesmal zog sie die Jalousien runter. Gestresst ließ sie ihren Kopf auf den Schreibtisch fallen. Als ihr dann auch noch das nervende Bimmeln des Telefons in die Ohren klang, war ihre Laune nun endgültig im Keller. Wütend nahm sie ab und schnauzte: "Ja, mein Gott. Was gibt's denn?" "Hallo. Hier ist nicht Gott sondern ihr Chef. Und ich bitte sie doch wirklich dringend auf ihren Ton zu achten." Alex verdrehte die Augen und äffte ihren Chef stumm nach. "Also...was wollen sie?", sagte sie genervt. "Ich will ihnen jetzt sagen, wann und wo das Interview mit Westlife stattfinden soll. Sie wissen doch noch, dass ich sie gestern angerufen habe?!" "Ja natürlich. Ich leide doch nicht an Alzheimer.", sagte sie patzig. "Nun ja...das Interview ist morgen, um 16.00 Uhr im Konferenzsaal der Redaktion. Noch Fragen? "Ja. Darf ich jetzt auflegen?" Und schon hörte man ein Tuten in der Leitung. Dabei musste Alex grinsen. Solche Sachen waren immer noch die witzigsten.

Doch langsam machte sie sich Sorgen. Würde sie es schaffen, das Interview zu machen? Würde man sie wiedererkennen? Sie glaubte nicht, da sie sich zu sehr verändert hat. Damals sah sie aus wie ein kleines, hübsches Mädchen, mit blondem Engelshaar. Doch jetz war sie die freche, arrogante und reife Lady, mit den schwarzen Haaren. Die schwarzen Haare drücken eine bestimmte Düster- und Bosheit aus, wenn auch nich unbedingt absichtlich. Alex findet aber nicht, dass sie böse ist. Aber wer weiß, was wirklich in Alex steckt? Menschen verändern sich halt...

Alexandra hatte die ganze Nacht kaum geschlafen. Wenn sie dann mal eingeschlafen ist, träumte sie schlecht. Sie träumte z.B., dass sie in den Konferenzsaal kommt, Westlife sitzen schon da, machen Witze und lachen. Als sie dann den Raum betritt, drehen sich alle zu ihr um, und die Gesichter der Jungs springen von fröhlich zu überrascht und total perplex um. Dann sieht sie Shane an und er steht langsam auf. Er kommt immer näher auf sie zu, seine Miene verdunkelt sich, und auch die Gesichter der anderen sind jetzt nicht mehr fröhlich. Und dann umklammert Shane Alex' Hals im Würgegriff. "Was hast du mir angetan? Was hast du dir dabei gedacht, einfach so abzuhauen? Du hast dich wahrscheinlich über mich kaputtgelacht. Über meine Dummheit, da ich wirklich gedacht habe, dass du mich deswegen verlassen hast, weil ich dir nicht verraten habe, dass ich Mitglied einer Band bin.", redete Shane im Traum auf sie ein. Alex schnappte nach Luft, versuchte sich aus Shane's Griff zu befreien. Doch dann wurde ihr schwarz vor Augen. Und in diesem Moment wachte Alex schweißgebadet auf. Sie lief ins Bad, spülte sich ihr Gesicht mit eiskaltem Wasser und lief anschließend in die Küche, um ein Glas Mineralwasser zu trinken. "Das war nur ein Traum. Shane kann gar nicht wissen, weswegen ich ihn wirklich verlassen habe.....oder doch? Hat er vielleicht nur so getan, als ob er es nicht wüsste? NEIN! Das ist unmöglich...einfach unmöglich. Unmöglich und absurd!" redete Alex mit sich selbst. Sie konnte nicht mehr. Sie sank langsam zu Boden. Sie weinte und zitterte. Sie hörte Stimmen in ihrem Kopf, ein lautes Wirr-Warr. Sie hörte Shane's Sätze, die er auch in ihrem Traum sagte und lauter anderer Stimmen, die wütend und böse auf sie einredeten. Alex hielt sich die Ohren zu, als ob die Stimmen wirklich dagewesen wären und sie damit verhindern könnte, sie zu hören. Sie schrie und schrie. Nach einiger Zeit, war sie total erschöpft. Sie legte sich auf den Küchenboden, atmete schwer und sagte nur noch ganz leise "Nein!", bis sie endlich vor lauter Schwäche einschlief.

Am nächsten Morgen wachte sie auf. Sie war total unausgeschlafen. Im ersten Moment wusste sie nicht, wo sie überhaupt war. Doch dann fiel es ihr wieder ein: sie war in ihrer Küche. Dann fragte sie sich aber was sie auf dem Küchenboden zu suchen hat, oder wie sie dorthin gekommen ist. Doch dann fiel ihr die schreckliche Nacht wieder ein. Aber sie verdrängte den Gedanken schnell wieder. Sie wollte sich nicht noch unnötig selber fertig machen. Sie ging ins Bad. Ihre Gliedmaßen taten ihr weh, da sie ja auf dem harten Küchenboden geschlafen hat. Als sie in den Spiegel blickte, hätte sie sich beinahe vor sich selbst erschrocken. Sie hatte riesige, schwarze Augenringe, als hätte man ihr Schläge verpasst. Ihre Haare waren zersaust. Einge Strähnen klebten ihr schweißnass im Gesicht. Sie konnte es kaum glauben, dass sie so scheiße aussah. Sie stellte sich schnell unter die Dusche, damit sie den Schweiß endlich los würde. Dann schminkte sie sich noch so, dass man die Augenringe noch kaum sehen konnte. Sie zog sich einen schwarzen Anzug an, als ob sie auf eine Beerdigung gehen würde und nicht zur Arbeit. Aber der Gedanke daran, Shane wieder zu sehen, war mindestens genauso schlimm, wie auf eine Beerdigung zu gehen. Sie band sich ihre pechschwarzen Haare noch schnell zum Zopf und machte sich dann auf den Weg zur Redaktion.

Als sie ankam war es ca. 11.00 Uhr. Also hatte sie noch fünf Stunden Zeit, sich auf das Interview vorzubereiten. Sie musste sich noch Fragen ausdenken, die sie vorhatte, Westlife zu stellen. Aber was sollte man Leute fragen, die man schon richtig gut kannte? Die man privat kannte? Alex war überfordert. Sie spielte mit dem Gedanken, dass Interview platzen zu lassen, oder es wenigstens jemand anderes machen zu lassen. Doch dann fiel ihr wieder ihr genialer Plan ein. Sie durfte jetzt keinen Rückzieher machen. Sie musste Shane geben, was er verdient hatte.

RACHE!!! Das war das einzige Wort, das ihr noch im Kopf rumschwirrte.

Nach ca. 2 Stunden recherche, was Westlife denn zur Zeit machten, hatte Alex ihre ganzen Fragen beisammen. Sie druckte die Fragen nur noch schnell aus, dann war sie fertig. Jetzt waren es noch 3 Stunden bis zum Interview. Was sollte sie denn bis dahin noch machen? Sie dachte nach. Und ihr ihr fiel ein, dass sie zwar etwas anstellen wollte, damit Shane all seine Fehler bereute, aber einen genauen Plan hatte sie ja noch nicht. Sie musste sich beeilen, denn in 3 Stunden würde er da sein. Und wenn sie bis dahin keinen Plan hatte, würde es zu spät sein und Alex würde sich fortan nur noch Vorwürfe machen, die Chance ihres Lebens nicht ergriffen zu haben. Nach einiger Zeit des Überlegens kam ihr die Idee, sie würde ihn anmachen. Sie würde mit ihm flirten und alles daran setzen, dass er sie nach einem Date fragte. Wieder breitete sich dieses fiese Lächeln auf ihren Lippen aus. Diese Idee würde sie noch zu ihrem Erfolg bringen. Endlich würde Shane so leiden, wie sie es tat.

"Miss O’Connell?" "Ja? Was gibt’s?", fragte Alex unfreundlich. "Westlife müssten jeden Moment hier eintreffen. Ich bitte sie, schon einmal zum Eingang zu gehen, um die Jungs freundlich zu begrüßen. Ich will, dass sie einen guten Eindruck machen, haben wir uns da verstanden? "Klar und deutlich, Mr. Croft.", antworte Alex mit einem übertrieben aufgesetzten Lächeln. Dann bückte er sich ein wenig zu ihr runter, kam mit seinem Gesicht ganz Dicht an ihres, so dass Alex sein Aftershave riechen konnte, so dass ihr fast übel geworden ist. "Ich hoffe sie vermasseln es mir nicht. Das würde nämlich verhärende Folgen für sie haben.", fügte er dann noch hinzu. "Arschloch", sagte Alex, als Mr. Croft verschwunden war. Sie zog sich ihre Lippen noch einmal nach, knüpfte sich ihre Bluse auf, so dass man einen kleinen Einblick hatte und zupfte an ihren Haaren herum, damit sie wieder perfekt saßen. Dann ging sie zum Eingang, um Westlife zu begrüßen, so wie es ihr Mr. Croft befohlen hatte. Sie wartete nicht einmal eine Minute und schon waren Westlife angekommen. Zuerst kam Mark, dem sie "selbsverständlich" die Hand schüttelte, dann kamen Nicky, Bryan und Kian. Ihnen schüttelte sie natürlich auch ganz freundlich die Hand. Als Shane kam, setzte sie ihr verführerischstes Lächeln auf, funkelte ihn an und schüttelte ihm dann auch noch die Hand. "Bitte folgen sie mir", sagte sie zu den Jungs. Sie ging vor und ging etwas übertrieben, um Shane zu imponieren. Zugleich hoffte sie, dass ihr Plan aufging. Sie öffnete die Tür des Konferenzsaales und bittete die Jungs herein. "Setzt euch doch", meinte sie dann. Sie hatte vergessen, ihre Fragen mitzunehemen. "Entschuldigt mich. Ich muss noch kurz die Fragen holen.", sagte Alex daraufhin. "Kein Problem. Aber lassen sie uns nicht zu lange warten.", sagte Shane, ja, schon fast gierig. Alex lächelte ihn verführerisch an. "Es ist sehr wahrscheinlich dass er anbeißt.", sagte Alex sich in Gedanken. Dann ging sie raus, um die Fragen zu holen. "Was ziehst du denn da ab?", fragte Nicky Shane. "Wie, was ziehe ich da ab? Was mache ich denn?", stellte Shane eine Gegenfrage, ahnugslos, was Nickyvon ihm wollte. "Na das eben. Du hast die ja angebaggert, als wärst du spitz wie Nachbars Lumpi.", sagte er frech grinsend. Dank diesem Spruch, hatte er auch gleich Shanes Ellenbogen im Magen. Die anderen lachten sich halb tot. Dann ging die Tür wieder auf und Alex kam herein. Sie setzte sich gegenüber Shane hin und lächelte ihn wieder an. Dann fing das Interview an. Sie stellte die Fragen und die Jungs antworteten ihr. Ab und zu stupste Alex, Shane unterm Tisch, "versehentlich" mit dem Fuß an. Sie wollte ihn anmachen. In diesen Momenten lächelte er sie immer an. "Verlogenes Arschloch", konnte sie in diesem Augenblick dann nur denken. Nach ca. einer Stunde war das Interview dann auch beendet. Dann kam noch ein Fotograf und schoss ein paar Fotos. Die besten würden im Magazin abgedruckt werden.

Als sie sich verabschiedeten fragte sie Shane noch: "Hätten sie vielleicht Lust, mit mir irgendwann einen Kaffee trinken zu gehen?" "Das wollte ich sie eigentlich gerade fragen", lachte Shane. "Heißt das dann ja?" "Ja, ich glaube schon", antwortete er. "Okay, hier ist meine Nummer. Rufen sie mich bei Gelegenheit an, ja?", fragte Alex. "Klar, werde ich machen. Machen sie’s gut." "Machen sie’s besser", sagte Alex und Shane grinste. Dann drehte sie sich erleichtert. Die erste Hürde war schon einmal geschafft. Als Westlife dann weg waren freute sie sich riesig. "Er hat tatsächlich angebissen. Aber er wird noch eine böse Überraschung erleben", sagte sie zu sich selbst und grinste verschmitzt.

Eines Abends saß Alex auf dem Fensterbrett und rauchte. Eine schlechte Angewohnheit, die sie sich auch nur durch Shane angelegt hatte. Plötzlich klingelte das Telefon. Genervt verdrehte sie die Augen. "Krieg ich denn nie meine

Ruhe"?, fragte sie sich, als sie noch ein letztes Mal an ihrer Zigarette zog und sie dann aus dem Fenster schmiss. Dann ging sie langsam zum Telefon, in der Hoffnung, dass der Anrufer ungeduldig ist und gleich wieder auflegte. Aber nein, der Anrufer war einer der hartnäckigen Sorte. "Ja bitte?", sagte sie verärgert. "Hi, ich bins, Shane." "Oh hi", sagte sie aufeinmal total freundlich. "Was gibt’s?", wollte sie wissen. "Ich wollte ein Treffen mit ihnen ausmachen." "Okay. Was halten sie davon, wenn wir uns morgen um 15.00 im Central Perk treffen? Das ist ein Café, ganz in der nähe meines Appartments." "Hört sich verlockend an", meinte Shane und Alex konnte sich sein dummes Grinsen vorstellen, woraufhin sie wieder mit ihren Augen rollen musste. Wie dumm kann ein Typ überhaupt sein? "Ich hab da noch eine Frage. Wie heißen sie überhaupt? Sie haben mir ihren Namen bisher ja noch nicht verraten" "Oh, ich heiße Al..", doch dann stoppte sie. Sie konnte doch nicht ihren richtigen Namen verraten. Dann wüsste Shane ja Bescheid und ihr genialer Plan würde platzen. "Ally. Ich heiße Ally." "Und wie weiter?", lachte er. "Dane. Ich heiße Ally Dane." "Gut. Dann hätten wir das ja schon mal geklärt." "Gibt’s denn noch irgendetwas anderes zu klären?", fragte "Ally" verunsichert. "Naja, im Moment noch nicht. Aber vielleicht ja später.", sagte er und lachte. Alex lachte auch kurz, aber nicht mit sehr viel Begeisterung. "Also dann bis morgen.", sagte sie noch schnell und legte dann auf. "Das hätte jetzt auch nicht so gut ausgehen können", dachte sie dann.

Am nächsten Tag machte sie sich total schick. Auch wenn sie nur Kaffee trinken gehen würden. Sie musste ihm ja schließlich gefallen, damit sie ihn wirklich rumkriegen würde. Sie zog sich einen Mini und einen warmen Pulli an, denn so warm war es im Herbst nun auch wieder nicht. Dann machte sie sich auf den Weg zum Central Perk. Sie suchte schon mal ein hübsches Plätzchen. Als sie eins gefunden hatte, zündete sie sich eine Zigarette an. Sie musste ein wenig warten, bis Shane kam. "Hi. Sorry, ich hab mich ein bisschen verspätet.", sagte er verlegen. "Ach, die paar Minuten sind doch nicht der Rede wert.", meinte sie, lächelte und zog an ihrere Zigarette. Dann kam eine Kellnerin und fragte was sie denn wollten. Alex bestellte einen Milchkaffee, Shane einen Cappucino. Dann redeten sie. Es war ein komisches Gefühl für Alex, da sie Shane doch schon kannte. Sie fragte Sachen, die sie schon längst wusste. Als Shane sie fragte, musste sie meistens lügen, damit es nicht aufflog, dass sie eigentlich seine Ex war. Sie machte ihm total den Hof. Sie machte ihn unübersehbar an. Und es schien ihm wirklich sehr zu gefallen, denn er flirtete auch mit ihr. Aufeinmal kam Alex ein merkwürdiges Gefühl: Sie fühlte sich unheimlich wohl bei ihm. Es hatte ihr anscheinend sehr gefehlt, bei Shane zu sein. Doch das wollte sie nicht wahrhaben. "Ähm, entschuldige mich bitte für einen Augenblick. Ich muss mal kurz auf die Toilette.", sagte sie hektisch. Sie ging schnell aufs Klo. Sie schaute sich in einem der Spiegel an. "Es ist unmöglich, dass ich noch was für Shane empfinde. Ich hasse ihn. Er hat mir so sehr weh getan, dass ich ihn einfach nicht mehr lieben KANN. Ich bilde mir das alles nur ein. Alles nur scheiß Einbildung", sagte sie zu ihrem Spiegelbild. Sie wusch sich noch schnell ihr Gesicht, machte sich ein bisschen zurecht und ging dann wieder zu Shane. "Alles in Ordnung?", fragte er dann besorgt. "Ja klar. Warum sollte etwas nicht in Ordnung sein?" "Keine Ahnung. Du bist aufeinmal so blass geworden." "Ach quatsch." Nach einer Zeit kamen sie wieder ins Gespräch. Sie saßen dort noch eine Weile und redeten, bis Shane sich verabschiedete. Alex war ein bisschen enttäuscht, dass Shane schon gehen musste. Aber warum? "Oh nein, jetzt fängt das schon wieder an", dachte sie sich. Auf dem Weg nach Hause musste sie noch über dieses Treffen nachdenken. Es war für sie unfassbar, dass Shane sie nicht erkannte. Vielleicht ist das ein Zeichen dafür, dass er sie nie geliebt hat. Denn einen Menschen, den man wirklich mal geliebt hat, erkennt man halt wieder. Egal wie lange man sich schon nicht gesehen hat. Und 2 Jahre waren nun wirklich keine Ewigkeit. Plötzlich schossen ihr Tränen in die Augen. Sie hat es gewusst. Shane hat nur so getan, als ob er sie liebte. Deswegen hat er ihr auch weh getan. Für ihn war das ja kein Thema. Sie wischte sich die Tränen schnell weg. Sie wollte nämlich nicht, dass irgendjemand sah, wie sie heulte. Außerdem war Shane es nicht wert. "Ich spare mir meine Tränen für wichtigere Dinge auf, als für irgendeinen Arsch, den ich hasse", dachte sie sich.

Am nächsten Tag ging sie, wie jeden Tag natürlich, zur Arbeit. Nach Dienstschluss fuhr sie mit einer Arbeitskollegin, die gleichzeitig auch eigentlich eine Freundin war, ins Einkaufszentrum. Man konnte ja nicht genug Krimskrams besitzen. Als die beiden also schon eine Weile umher bummelten, trafen sie aufeinmal auf 3 junge Männer. Es waren Nicky, Shane und Mark. Shane lächelte Alex an, woraufhin sie nett zurücklächelte. "Wie wars denn gestern? Shane wollte uns nämlich nichts erzählen", fragten Mark und Nicky total neugierig. "Es war sehr schön", sagte Alex lachend. "Oh. Super. Das wollte ich jetzt auch hören", sagte Mark enttäuscht, da sie jetzt auch nicht viel mehr wussten. "Tja, Pech gehabt Jungs", sagte Alex dann wieder lachend. Die Zeit mit Shane, den Jungs und ihren Frauen bzw. Freundinnen war wirklich eine tolle Zeit gewesen. Aber sie haben sie genauso hintergangen, wie Shane es tat. Sie wollte nicht zu lange die Nette spielen. Bald schon sollten sie alle erfahren, wer sie wirklich warund was sie vorhatte.

Westlife blieben für einige Zeit in Amerika. Außerdem gefiel es ihnen dort sehr. Sie würden sich ein paar Monate in Amerika aufhalten. In der Zwischenzeit verabredeten und trafen sich Alex und Shane immer wieder. Eines Abends geschah es: Alex besuchte Shane in dem Hotel, indem Westlife ihren Aufenthalt lang wohnten. Sie tranken einen Drink oder zwei und redeten dabei über dieses und jenes. Dann sagte er zu Alex: Weißt du was? Mir kommt es so vor, als ob ich dir schon mal irgendwo begegnet bin. Aber das ist ja eigentlich unmöglich, schließlich lebst du in Amerika und ich in Irland. Und ich war ja bisher noch nie in Amerika. Warst du denn schon einmal in Irland?" "Ähmnein. Ich war noch niemals in Irland", stotterte Alex rum. Konnte es sein, dass Shane genau wusste wer sie war? Konnte es sein, dass ER das fiese Spiel spielte und nicht Alex? Ahnt er was los ist und will sie jetzt auflaufen lassen? Bei diesem Gedanken wurde ihr angst und bange. Aber das brauchte es doch gar nicht. Schließlich ist er das Arschloch und sie durfte sich ja wohl rächen. Das war das mindeste. Also wenn er sich darüber aufregen sollte, würde sie ihm schon klar machen, dass er lieber darauf achten sollte, was er tut. "Trotzdem. Es kommt mir wahrscheinlich so vor, weil ich mich so gut mit dir verstehe. Weißt du, ich hatte schon seit 2 Jahren keine Freundin. Meine letzte hat mich eiskalt abserviert", sagte er. "Und das war auch gerechtfertigt. Wie dumm und naiv müsste man denn sein, wenn man sowas mit sich machen lässt?", dachte Alex. "Aber ich habe es auch verdient. Ich habe sie angelogen und ihr was vorgemacht, obwohl ich sie geliebt habe. Ich wünschte ich hätte sie nie verloren", sagte er traurig. "Oh mein Gott. Kann es sein, dass er das ernst meint? , fragte Alex sich. "Oh bitte, Alex. Kein Mitleid haben. Mit dir hatte ja auch keiner Mitleid. Man hat dich doch auch nur ausgenutzt", dachte sie wieder. Allerdings bekam sie ein paar Tränen in den Augen. "Wieso weinst du?", fragte Shane verwirrt. "Okay, jetzt muss ich mir einen verdammt guten Grund einfallen lassen", dachte Alex. "Ähm ich weine, weil du das so rührend erzählt hast. Weißt du ich bin ein sehr sensibler Mensch. Und solche Sachen bringen mich zum Weinen. Du musst wohl sehr an ihr gehangen haben, wenn du mir das soanvertraust", log Alex. "Danke für dein Mitgefühl. Ja, ich hab sehr an ihr gehangen. Ich kanns bis heute teilweise noch nicht fassen. Manchmal, wenn ich aufwache, drehe ich mich um und will Alex, so hieß meine Freundin, zärtlich wecken. Doch sie ist nicht da. Und in solchen Momenten wird mir klar, wie sehr ich sie doch geliebt habe und dass ich einen riesengroßen Fehler gemacht habe", meinte er dann. Dann holte er etwas aus seiner Tasche raus. "Siehst du das hier? Das ist ein Ring, den ich ihr geschenkt habe, als Zeichen meiner Liebe. Dort steht eingraviert Forever Love. Diesen Ring hat sie in jener Nacht, in der sie mich verlassen hat aus dem Auto geschmissen. Es war wie ein Alptraum. Und ich wünschte mir, dass es wirklich einer gewesen wäre", sagte Shane. Und er meinte es wahrscheinlich ernst. "Wenn du von der Liebe zu ihr sprichst, tust du das in der Vergangenheit. Du liebst sie also nicht mehr? Warum trifft es dich dann noch so?" "Es macht keinen Sinn jemanden zu lieben, den du sowieso nie mehr wieder sehen wirst. Ich habe mich mit der Zeit damit abgefunden. Von ihr getrennt zu sein, ist die Strafe, die ich verdient habe", antwortete Shane ihr. "Das glaubst du wirklich? Einfach von mir getrennt zu sein ist deine gerechte Strafe? Du spinnst doch wohl. Du wirst schon noch sehen, was deine wirklich gerechte Strafe ist", dachte Alex wütend und vergaß all das Mitleid, das sie gerade noch mit ihm hatte. "Ich muss dir noch etwas erzählen", sagte Shane dann wieder. "Ach komm, texte mich doch nicht die ganze Zeit so zu", wollte Alex sagen, aber das hätte natürlich keinen tollen Eindruck hinterlassen. Also fragte sie: "Was willst du mir denn erzählen?" "Wie gesagt, ich hab schon seit 2 Jahren keine Freundin mehr. Das liegt daran, dass ich kein Vertrauen mehr zu Frauen habe. Außerdem hat es sehr lange gedauert, bis ich mich mit der Trennung abgefunden habe. Aber du bist die erste Frau, zu der ich mich wieder hingezogen fühle. Du bist so liebenswert und.ich weiß auch nicht. Du bist einfach großartig. Und ich glaube ich habe mich in dich verliebt", sagte er. Alex kam näher und küsste ihn flüchtig. "Ich glaube, ich habe mich auch in dich verliebt", log sie wieder. "Dass ich wieder auf dich reinfalle, glaubst auch nur du", dachte sie sich. Dann küsste sie ihn erneut. Erst schüchtern, dann immer fordernder. Sie wurde immer gieriger. Sie umspielte Shanes Zunge mit ihrer. Sie kniete sich über seinen Schoß und wurde immer fordender. Sie öffnete ihre Bluse und zog sie aus. Anschließend öffnete sie auch Shanes Hemd. Er wollte aufstehen, also umklammerte sie seine Hüften mit ihren Beinen. So trug er sie dann zum Bett. Dann legte er sich über sie und sie küssten sich weiter. Dann machte sie sich an seiner Hose zu schaffen, während er ihren Hals und ihr Dekoltée küsste. Er zog sich die Hose selbst runter. Dann stand er nur in seinen Calvin Klein-Shorts da. Alex musste sich eingestehen, dass Shane den schönsten Oberkörper hat, den sie jemals an einem Mann gesehen hat. Schließlich öffnete er ihre Hose und riss sie ihr vom Leib. Alex konnte sich nicht erinnern, wann er jemals so wild im Bett gewesen war. Umso besser, dass er es jetzt war. Dann ging es weiter. Shane küsste jede einzelne Stelle an Alex’ Körper. Sie lehnte sich ein bisschen vor, um ihren BH zu öffnen. Doch Shane stieß ihre Hände ein wenig grob weg, was ihr jedoch gefiel. Den Job wollte er wohl allein erledigen. Also öffnete er geschickt ihren BH. Die Träger streifte er total erotisch mit seinem Mund ab. Er zog den BH weg und liebkoste Alex’ Brüste. Er zog Kreise um ihre Brustwarze und küsste sie anschließend. Das ließ sie ein wenig aufstöhnen. Er wanderte mit seiner Zunge immer weiter hinunter, bis zu ihrem Bauchnabel. Diesen umkreiste er dann auch. Dann ging er noch ein Stückchen weiter runter und streifte ihren Slip, ebenfalls mit dem Mund, ab. Dann machte er sich mit seiner Zunge in ihrer Intimzone zu schaffen. Dies ließ sie aufstöhnen. Sie krallte sich mit ihren Fingern in seinen Haaren fest. Er setzte sich auf, nahm ihre Beine und legte sie über seine Schultern. Dann strich er mit seiner Zunge über sie, hinauf bis zu ihren Oberschenkeln. Dann lehnte er sich zu ihr vor und sie küssten sich. Dabei behielten sie ihre momentane Stellung bei. Diesmal wollte auch Alex mal die Initiative ergreifen und drehte Shane auf den Rücke, so dass sie nun über ihm lag. Sie stellte ungefähr das gleiche mit ihm an. Irgendwann zog sie ihm seine Calvin Kleins runter und verwöhnte ihn "unten herum". Dann drehte Shane Alex wieder auf den Rücken. Denn nun wollten sie den Höhepunkt erleben. Alex spreizte ihre Beine. Shane nahm sein Glied und führte es zu Alex’ Vagina. Dann drang er mit einem kräftigen Ruck in sie ein. Beide stöhnten laut und lustvoll auf. Nach kurzer Zeit fanden sie einen gemeinsamen Rhythmus und trieben es weiter miteinander. Irgendwann kamen auch sie zum Ende. Ein bisschen erschöpt und verschwitzt lagen sie dann gemeinsam im Bett. Shane schlief schon nach kurzer Zeit ein. Typisch Mann eben. Alex zog sich ihren Slip und ihre Bluse wieder an, trat auf den Balkon des Hotelzimmers und rauchte. Dann ging sie wieder rein und legte sich neben Shane ins Bett. Bevor auch sie einschlief, kam ihr noch ein Gedanke: "Jetzt hab ich ihn endgültig um den Finger gewickelt. Tja, Shane. Jetzt gibt es kein Entkommen mehr für dich."

Am nächsten Tag wachte Alex auf. Erstmal wusste sie nicht, wo sie war. Doch dann fiel es ihr wieder ein. Sie schaute auf die Uhr. Es war 8.00 Uhr in der Früh. Sie musste noch schnell nach Hause kommen, sich duschen, etwas ordentliches anziehen und dann zur Arbeit fahren. Sie hoffte, dass alles schaffen zu können. Unten an der Rezeption sagte sie der Empfangsdame: "Richten sie Shane Filan doch bitte von mir aus, dass ich die gestrige Nacht wunderschön fand und er sich doch bald wieder bei mir melden soll." Bei diesen Worten grinste die Empfangsdame blöd. "Was grinsen sie denn so bescheuert?", fragte Alex unhöflich. "Ähmentschuldigen sie bitte vielmals. Wie heißen sie denn?" "Mein Name ist AlAlly Dane." Beinahe hätte sie ihren echten Namen verraten. Das wärs dann wohl gewesen. Aber sie konnte es zum Glück ja noch retten. Dann machte sie sich schnell auf den Weg nach Hause. Schließlich durfte sie nicht zu spät zur Arbeit kommen.

Nach ihrem Arbeitstag rief Shane sie an. "Hey Babe. Hat man dir meine Nachricht zukommen lassen?" "Ja. Danke. Aber das war nicht sehr klug." "Hä? Wieso? Was meinst du?" "Es kann ja sein, dass diese Empfangsdame zur Presse geht und denen sagt, dass ich eine Geliebte hab." "Oh, sorry. Das wollte ich nicht. Daran habe ich überhaupt nicht gedacht. Es tut mir wirklich unendlich Leid." "Ach komm. So schlimm ist es ja nun auch wieder nicht. Davon geht die Welt nicht unter." "Hmmmwie du meinst. Aber was würdest du denn machen, wenn es wirklich rauskommt? "Dazu müsste ich wissen, was du zwischen uns siehst." "Und was meinst du jetzt DAMIT?" "Ich will wissen ob wir zusammen sind oder nicht. Oder steckt hinter alle dem nur der Sex von gestern?" "Ähmich weiß nicht so genau." "Aha. Naja, dann kann ich dir deine Frage leider auch nicht beantworten. Ich muss jetzt Schluss machen, Ally. Ich ruf dich bald wieder an.", sagte Shane noch und legte anschließend auf. "Shane ist jetzt wohl ein bisschen gekränkt. Ach, der arme", sagte Alex. "Das ist schon mal ein guter Anfang. Ich reserviere ihm schon mal einen Platz in der Hölle" sagte sie und grinste verlogen.

Nach einiger Zeit trafen Alex und Shane sich wieder. Dann redeten sie über ihren jetzigen, momentanen Stand. Und da Shane ja in Alex bzw. Ally verliebt war, und sie angeblich auch in ihn, haben sie beschlossen zusammen zu kommen. Alex machte einen auf verliebt und glücklich. Das einzig gute an allem war, dass sie guten Sex hatten. So ging es einige Wochen, bis Alex die Schnauze voll hatte. Sie hatte keinen Bock mehr, etwas vorzuspielen. Schließlich wollte sie, dass Shane leidet. Langsam musste sie etwas tun, das nicht sehr erfreulich für ihn sein würde. Sie würde es erstmal langsam angehen, mit eher kleinen Streichen. Schließlich konnte sie ihn nicht gleich umbringen. "Das würde erst später kommen", dachte sie sich und lächelte bösartig.

Alex nahm sich für eine Weile frei und flog mit Shane nach Irland. Als sie wieder nach Sligo kam, fühlte sie sich total frei. Jetzt wo sie den Unterschied zwischen Amerika und Irland, zwischen New York und Sligo, sah und spürte, merkte sie erst, dass sie das ganze Großstadtleben eigentlich satt hatte. Sie war einfach kein Großstadtmädchen. Sie gehörte einfach nach Irland, nach Sligo. Doch in Irland leben, würde sie wahrscheinlich nie wieder können.

Eines Tages hatten Westlife Proben. Alex besuchte sie dabei. Die Jungs duschten nach den Proben. Durch das Tanzen sind sie ein bisschen ins Schwitzen geraten. Und spontan kam ihr eine Idee.

"Hey ihrs. Solange ihr duscht, werde ich mich mal ein bisschen in der Stadt umschauen und vielleicht ein paar Kleinigkeiten kaufen, OK?" "OK. Aber du findest auch bestimmt wieder zurück?", fragte Shane besorgt. "Natürlich werde ich das. Also bis dann", sagte sie und gab Shane ein kleines Küsschen auf den Mund. Dann ging sie hinaus. Die Jungs gingen dann duschen. Sobald sie sah, dass die Jungs in die Umkleiden verschwunden waren, wartete sie kurz. Dann schlich sie sich wieder rein. Sie versicherte sich noch einmal, dass die Jungs nicht mehr in der Umkleide, sodern im Duschraum waren, bevor sie hinein ging. Dann suchte sie den Haufen mit Shanes Anziehsachen. Kurz umgeblickt, fand sie ihn auch. Sie schnappte sich seine Unterhosen, versteckte sie in ihrer Tasche und machte sich dann schnell aus dem Staub. Dann ging sie wirklich etwas einkaufen. Alex musste sich halb schlapp lachen. Diese Idee war echt genial. Aber das war ja nur der Anfang vom Horror. Sie schmiss die Unterhosen in einer Mülltonne irgendeines Hinterhofes weg. Dann machte sie sich auf den Weg zurück zu den Proberäumen. Alle außer Shane standen vor den Umkleidekabinen. "Wo ist Shane?", fragte Alex die anderen. Die anderen brachen in Gelächter aus. "Der sucht seine Unterhosen, die angeblich ganz plötzlich nicht mehr da sind", antwortete Bryan, der sich vor Lachen kaum noch halten konnte. Daraufhin fing Alex auch lauthals an zu lachen. Nach paar Minuten kam Shane dann doch raus. "Na Sweetheart? Hast du deine Shorts endlich gefunden?" "Nein, bedauerlicherweise nicht", sagte er verärgert. "Und was hast du dann jetzt gemacht?", fragte Kian. "Na was wohl? Ich hab mir die Hose angezogen", antwortete er patzig. "Und du trägst nichts drunter?", fragte Nicky jetzt. "Nein. Bist ein schlaues Kerlchen", sagte Shane, lächelte kurz übertrieben bis er wieder eine verärgerte Miene zog. Alex und Bryan lachten sich zusammen schlapp. Dann meinte Bryan: "Wahrscheinlich war das irgendein besessener Fan von dir, der ein kleines Erinnerungsstück von dir haben wollte". "Ha ha ha. Echt witzig. Das ist voll der Bullshit", meinte Shane beleidigt. "Oh sorry Schatz. Aber das ist halt zu witzig. Aber eine gute Sache hat das ganze ja", meinte Alex dann. "Ach ja? Und was bitte schön?" "Naja, dann hab ich später nicht so viel zu tun", sagte sie und hob eine Augenbraue nach oben. Es ging ein Raunen durch den Flur. Dann küsste Alex Shane, und er war dann auch schon wieder bei besserer Laune. Sie nahm ihn an die Hand, dann gingen alle nach Hause. Ab und zu musste Shane stehen bleiben, da es ihn manchmal zwickte. Er dachte manchmal, die Leute könnten sehen, dass er nichts drunter trägt. Doch dann sagte Alex ihm, dass das absoluter Schwachsinn war. Die erste Sache hat ja schon einmal gut geklappt.

Nun musste Alex sich etwas Neues einfallen lassen. Am besten etwas, das nicht ganz so harmlos war, wie eine Unterhose verschwinden zu lassen. Bei dem Gedanken an diesen Streich musste sie sich wieder kaputt lachen. Sie blickte aus dem Fenster und sah draußen Shanes Auto stehen. Dann kam ihr DIE Idee.

Irgendwann in der Nacht schlief Shane ein. Alex schlich sich aus dem Haus. Sie nahm ein Messer, Lippenstift und eine Eisenstange mit. Sie schloss die Türen des Autos mit Shanes Autoschlüsseln auf. Sie setzte sich hin. Sie nahm das Messer und fing an, die Sitze aufzustechen. Sie demolierte außerdem auch das Radio und die Lautsprecher. Dann startete sie den Motor um ein Stück weiter weg zu fahren. Shane durfte ja schließlich nicht hören, dass Alex das Auto demolierte. Als sie in sicherer Entfernung war, stieg sie aus, nahm die Eisenstange und haute damit erst auf das Autodach, dann auf die Kofferraumhaube, dann auf alle Scheiben, außer der Windschutzscheibe, denn auf die wollte sie als nächstes mit dem Lippenstift "WICHSER" schreiben. Dann haute sie noch die Spiegel weg, haute ein paar mal auf die Motorhaube, aber nur so leicht, damit sie noch mit dem Auto zurückfahren konnte. Als sie dann wieder vor dem Haus war, schlitzte sie zum Schluss noch alle vier Reifen auf. Dann ging sie wieder rein und legte sich neben Shane ins Bett, als wäre nichts geschehen.

Am nächsten Morgen standen Shane und Alex zur ca. gleichen Zeit auf. "Wir haben keine Brötchen mehr. Ich geh schnell welche holen.", sagte Shane. Er nahm die Autoschlüssel und ging raus. "SHIT! VERDAMMT! WAS IST DENN HIER PASSIERT???", hörte Alex Shane fluchen. Sie musste lachen. Als sie hörte, dass Shane die Haustür aufschloss, versuchte sie schnell aufzuhören zu lachen. "Komm mal mit, Ally!" "Was ist denn los?", fragte sie, aber Shane zerrte sie einfach nur vom Stuhl und hielt sie die ganze Zeit an der Hand. Als sie draußen standen, tat Alex total schockiert. "Oh – mein – Gott!", sagte sie. "Ja, allerdings. Das habe ich auch gedacht, als ich diesen Scheiß hier gesehen habe. Und vorne auf der Windschutzscheibe steht auch noch "WICHSER". Kannst du dir vorstellen, wer mich fertig machen will?"

Shane saß geknickt auf einem Stuhl und starrte ins Leere. Er konnte einfach nicht fassen, dass jemand sein Auto demoliert hatte. Ständig fragte er sich, wer das getan hat und vorallem aus welchem Grund. "Hey Sweetheart. Jetzt sei doch nicht so geknickt. Ich ertrage es nicht, wenn du so traurig bist", sagte Alex. Shane knallte mit seiner Hand wütend auf den Küchentisch. "Ich bin nicht traurig, ich bin verdammt wütend. Ey, mein Auto ist im Arsch. Und ich weiß nicht wer und warum der jenige das getan hat. Und ich soll nicht geknickt sein, wenn mein Auto jetzt nur noch ein Haufen Schrott ist?", schrie er Alex an, stand auf und ging nach oben ins Schlafzimmer. "Volltreffer!", freute sich Alex. "Ich habs geschafft."

Nach einiger Zeit kam Shane runter und ging aus dem Haus. Alex wollte wissen, was er jetzt vorhatte. Shane setzte sich in den "Schrotthaufen". "Hey, du willst doch jetzt nicht damit wegfahren!?", fragte Alex bisschen verwirrt. "Witzig. Sag mir mal, wie ich mit diesem Scheiß hier auch nur einen Meter fahren soll!" "Ja und was machst du dann jetzt?" "Ich hole einige Sachen aus dem "Auto"", meinte er verärgert. Dann stieg er wieder aus und stieß Alex grob mit der Seite weg. "Hallo? Kannst du mir mal sagen was die Scheiße soll? Du stößt mich weg und redest in einem völlig unaktzeptablen Ton mit mir, so als hätte ICH den scheiß Wagen zu Schrott gemacht!", schrie sie nun Shane an. Er funkelte sie nur böse an. Später kam ein Abschleppwagen und nahm Shanes Auto mit. Als der Abschleppwagen wegfuhr schaute sie ihm nach und sagte leise: "Das war nur der Anfang, Sweetheart!", und lächelte böse.

Später an diesem Tag kamen die Jungs und deren Frauen bzw. Freundinnen Shane und Alex besuchen. Kerry und Georgina kannte sie ja schon. Allerdings musste sie ja Ally spielen. Sie durfte sich nichts anmerken lassen. Jodi kannte sie sowieso nicht, da Kian damals noch nicht mit ihr zusammen gewesen ist. Von daher würde sie ihr keine Schwierigkeiten machen. "Hi, ich bin Ally", sagte sie zu Georgina, Jodi und Kerry gewandt. "Hi, ich bin Kerry, das ist Georgina und das ist Jodi", sagte Kerry daraufhin. Selbst die beiden erkannten sie nicht. Sehr gut für Alex. Sie saßen zusammen in Shanes Wohnzimmer, redeten und tranken etwas. Shane hatte die ganze Zeit über schlechte Laune. "Was ist denn los?", fragte Kian ihn. "Nichts man!", antwortete er genervt. "Irgendjemand hat heute Nacht sein Auto zerschrottet. Es sah wirklich schrecklich aus", platzte es aus Alex raus. "Na danke, Ally. Wenn ich gewollt hätte, dass die anderen es wissen, dann hätte ich Kian geantwortet. Ich hab mir schon was dabei gedacht, nichts zu sagen", sagte er wütend. "Tut mir Leid", sagte sie verlegen. "Ach, das kannst du dir sonst wohin schieben!", sagte er nun. Alex brach in Tränen aus. "Kann es sein, dass dir dein scheiß Auto viel wichtiger ist, als ich?", fragte sie heulend. Man, wie gut sie doch schauspielern konnte. "Nein, das kann NICHT sein", sagte er immer noch wütend. "Boah, kannst du mal aufhören sie andauernd so anzufahren? Sie kann doch auch nichts dafür, dass dein Auto zerschrottet ist. Ein Auto kann man neu kaufen. Und außerdem hast du schon mehrere Autos. Also reg dich mal wieder ab, ja?", sagte Bryan nun verärgert. Er konnte nicht mitansehen, wie Shane "Ally" fertig machte. "Man, es geht mir doch nicht um das Auto. Es geht mir darum, dass keiner sieht, was das alles zu bedeuten hat. Meint ihr, jemand demoliert mein Auto aus Spaß? Jemand hat es auf mich abgesehen!"

Nach einiger Zeit hatte Shane sich beruhigt. Er nahm Alex in den Arm und entschuldigte sich dafür, wie er mit ihr umgegangen ist. Sie verzieh ihm natürlich.

Einige Tage stellte Alex nichts mehr an. Es wäre zu auffällig gewesen, wenn jeden Tag etwas Schlimmes passieren würde. Außerdem hatte sie im Moment noch keine Ahnung, was sie denn als nächstes anstellen könnte. Zwischen Shane und ihr war alles in Ordnung.Naja, zum Schein wenigstens.

Eines Tages ging Alex im Park spazieren. Sie sah einige Kinder herumtollen. Sie bewarfen sich mit komischen, roten Beeren, oder so etwas Ähnlichem. Ein Kind bekam dieses etwas gegen den Kopf und es weinte. Alex ging zu diesem Kind hin: "Hast du dir etwas gemacht?" "Ja, aua", schrie es. Dann eilte die Mutter des Kindes herbei. "Vielen Dank, dass sie zu meinem Kind gegangen sind", sagte die Frau. "Kein Problem, ist doch selbstverständlich", sagte Alex bevor sie wieder ihres Weges ging. Als sie schon ein Stück gegangen ist, hörte sie die Frau zu dem Kind sagen: "Justin, wie oft habe ich dir schon gesagt, du sollst nicht mit Juckpulver spielen!" "Juckpulver", dachte sich Alex, grinste und ging dann weiter.

Als Alex wieder bei Shane zu Hause war, ging sie schnell ins Bad. Shane war noch nicht da. Er hatte Proben mit Westlife. Wieder Choreographien und so was. Sie öffnete Shanes Duschgel, gab Juckpulver hinzu, machte das Duschgel wieder zu und schüttelte kräftig. Dann ging sie ins Wohnzimmer und setzte sich vor den Fernseher. Ungefähr 5 Minuten später kam Shane. Er war total verschwitzt. "Hey Babe", begrüßte er Alex. "Hey Sweetheart. Hast du dich nach den Proben nicht geduscht?", fragte sie ihn. "Nein. Ich wollte nicht noch einmal eine Unterhose riskieren", antwortete er. Alex brach in Lachen aus. "Ja, sehr witzig. Ich weiß", meinte er ironisch. "Dafür geh ich mich jetzt duschen", sagte er und ging nach oben ins Badezimmer. "Das würde ich an deiner Stelle nicht tun", dachte sie und bekam wieder dieses eiskalte Lächeln.

Nach ca. 20 Minuten kam Shane wieder runter. Fluchend. "Scheiße, verdammte Scheiße!", sagte er die ganze Zeit. "Was ist denn los?", fragte Alex, also ob sie nicht wissen würde, was jetzt kommt. Dabei wusste sie es ganz genau. Sie musste aufpassen, dass sie nicht in schallendes Gelächter ausbrach. "Oh mein Gott! Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie geschockt. "Ich hab keine Ahnung. Es ist höllisch", konnte er nur antworten. Alex hielt sich geschockt die Hände vors Gesicht. Sie grinste breit. Doch das konnte Shane ja natürlich nicht sehen. Zum Glück. Er sah einfach schrecklich aus. Fast sein gesamter Körper war rot und voller kleiner Beulen. Er kratze sich über all. An einigen Stellen blutete er schon, da er zu fest kratzte. "Es juckt so heftig. Ich halt das nicht aus", schrie er. Er hüpfte auf und ab. "Los, kratz mich mal am Rücken", schrie er weiter und drehte sich um. Sie tat was er wollte. Es sah wirklich sehr schlimm aus. Aber für Alex war das der schönste Anblick seit langem. "Ich hole schnell eine kühlende Creme", sagte sie dann und ging ins Bad. Sie kam mit irgendeiner Creme wieder. Sie rieb ihn damit ein. Für einen kurzen Moment kühlte sie wirklich. Shane beruhigte sich ein bisschen und setzte sich dann hin. Alex setzte sich neben ihn. Für einen klitzekleinen Moment war alles OK. Doch dann: Shane stand auf, wie von der Tarantel gestochen. Er hüpfte wie ein Irrer durch das Wohnzimmer. "Was geht denn jetzt mit dir ab?", fragte Alex entgeistert. Aber sie wusste genau, was er ihr jetzt sagen würde. "Es fängt wieder an zu jucken. Und außerdem habe ich das Gefühl, ich stünde in Flammen. Es ist total heiß", schrie er rum. "Oh nein. Ich glaube wir müssen zum Arzt", meinte Alex daraufhin. Alex hatte ihm keine kühlende Creme aufgetragen. Nein, sie hat ihn mit Rheumasalbe eingerieben. "Mein Gott bin ich gut", dachte sie sich. "Geh hinauf und zieh dir etwas an, wir gehen jetzt zum Arzt", sagte sie dann. "Ich kann so doch nicht in die Öffentlichkeit treten. Mein Gesicht hat rote Pusteln, alles juckt mich, meine Haut brennt und" "Ja, und deswegen gehen wir jetzt zum Arzt. Ansonsten wird es noch schlimmer", unterbrach sie ihn.

Beim Arzt angekommen mussten sie eine Weile warten. Es war recht warm draußen, obwohl es Herbst war. Doch Shane hatte sich einen Rollkragen-Pullover angezogen. Er saß da mit Sonnenbrille und Cappie. Er kratzte sich die ganze Zeit. Die Leute schauten ihn schon ganz schräg an. Shane war es unheimlich peinlich. "Vielleicht denken die ja, dass ich mich nie wasche oder so", sagte er zu Alex gewandt. "Ach komm jetzt. Das ist völliger Schwachsinn. Du bildest dir mal wieder etwas ein", sagte sie. "Ja. Ich bilde mir wahrschienlich auch nur ein, das mich alle anglotzen, dass mich alles juckt und das alles brennt, ne?", sagte er verärgert. Nach einer weiteren Weile Warten wurden sie endlich aufgerufen. "Shane Filan?", sagte die Arzthelferin. Er und Alex standen auf und folgten der Helferin bis zum Untersuchungsraum. Dann kam auch schon die Ärztin. Ärztin? Damals, als Alex noch in Sligo gelebt hatte, gab es in dieser Arztpraxis einen etwas älteren Arzt und keine junge, hübsche Ärztin. Sie schüttelte beiden die Hand. "Was fehtl ihnen denn, Mr. Filan?", fragte sie Shane. "Also, es ist so", fing er an und erzählte anschließend, was passiert war. "Oh je, das hört sich wirklich nicht gut an. Zeigen sie mir das doch bitte mal.", sagte die Ärztin dann. Shane zog sich den Pullover aus. "Oh mein Gott. So etwas habe ich nun wirklich noch nie gesehen", sagte Mrs. Hill, die Ärztin. "Und das kam aufeinmal, ganz plötzlich nach dem Duschen?", fragte sie. Shane bestätigte ihr das noch einmal. Dann verschrieb sie ihm eine Creme. Anschließend gingen Alex und Shane wieder nach Hause.

Shane lag auf den Bauch gedreht, auf dem Bett. Alex cremte ihn gerade mit der Creme ein, die Mrs. Hill ihm verschrieben hatte. "Das war eine echt hübsche und junge Ärztin, ne?", fragte sie Shane. "Worauf willst du hinaus?", fragte er sie, ohne ihre Frage vorher zu beantworten. "Ich will auf gar nichts hinaus. Es ist mir nur augefallen. Und ich wollte wissen, ob es dir auch aufgefallen ist", meinte sie. "Ja, es ist mir auch aufgefallen", beantwortete er dann ihre Frage. Alex klatschte ihm fest auf den Rücken. Dass er keine Hemmungen hatte, sowas zuzugeben, wenn sie ihn fragte. Sie hätte sich wahrscheinlich gewünscht, dass er log und ihr dann Komplimente machte. "Warum rege ich mich denn so auf? Ich bin doch nur zum Schein mit ihm zusammen. Eigentlich kann es mir am Arsch vorbei gehen. Ich mache ihn früher oder später sowieso kalt", dachte sie dann. "AUA! Das war doch nur ein Scherz. Du bist viel hübscher. Niemand ist schöner als du, OK?", meinte er dann und musste lachen. Er fand das auch noch lustig. "Ach ja wirklich? Dann hoffe ich mal, dass du das nicht nur sagst, weil ich dir ansonsten noch eine verpassen würde", sagte sie beleidigt. "Nein, nein. Ich meine das völlig ernst", sagte er und drehte sich auf den Rücken. Er schaute ihr direkt in die Augen. Sie starrte ihn auch an. Er kam mit seinem Gesicht immer näher zu ihrem. Dann küsste er sie. Er schob seine Zunge in ihren Mund. Er umspielte ihre Zunge mit seiner. Er wollte Alex das Sweatshirt über den Kopf ziehen. Doch sie ließ es nicht zu. "Was ist los?", wollte er dann wissen. Sie schaute ihn an und prustete plötzlich los. "Was ist denn so witzig?", fragte er weiter. Sie legte sich nun lachend aufs Bett. Er setzte sich über sie und musste auch lachen. "Sag doch mal was los ist" "Sorry. Es ist wegen", und wieder lachte sie lauthals los. "Ich musste gerade an etwas denken", lachte sie weiter. "Ja und an was, bitte?" "Naja, du hast dich doch überall mit dem Duschgel gewaschen, oder?" "Ja, natürlich!", sagte er, wusste allerdings immer noch nicht, worauf Alex hinaus wollte. "Tja, und ich musste halt daran denken, wie dein Hintern danach aussehen musste", sagte sie und konnte sich vor Lache kaum noch halten. "Da hat der Spruch "Feuer unterm Hintern machen" eine ganz andere Bedeutung", lachte Alex sich schlapp. Das ließ sich Shane nicht gefallen. Er schnappte sich ein Kopfkissen und drückte es Alex ins Gesicht, die sich vom Lachen immer noch nicht beruhigt hatte. Sie nahm sich dann auch dieses Kopfkissen und warf es in Shanes Gesicht. Das artete dann in einer großen Kissenschlacht aus. Irgendwann gaben beide vor Erschöpfung auf. Sie waren so erschöpft, dass sie einschliefen.

Am nächsten Morgen wurde Alex durch irgendwelche Stimmen wach. Sie ging runter und sah, dass Nicky, Mark, Kian, Bryan und Shane unten waren und redeten. "Was ist denn hier los?", fragte sie verschlafen. "Oh sorry Babe, haben wir dich geweckt?" "Nee, nee. Nicht der Rede wert", antwortete sie Shane. "Aber ich würde trotzdem gerne wissen, was ihr alle hier zu suchen habt", fügte sie hinzu, während sie sich einen Kaffee einschüttete. "Ach, wir haben uns halt gedacht, dass wir mal vorbei kommen", sagte Kian. "Na dann. Und worüber redet ihr gerade?", fragte sie weiter. "Ach über gar nichts", sagte Shane schnell. Alex nahm einen Schluck Kaffee und schaute komisch. "Ist irgendwas los, oder warum habe ich so ein komisches Gefühl?", fragte sie verwirrt.Sie befürchtete, dass einer von ihnen herausbekommen hat, dass sie hinter all den "Anschlägen" steckte. Aber das war ziemlich unmöglich. "Nein, es ist überhaupt nichts. Alles in Ordnung", meinte Shane und gab Alex einen Kuss. Sie lächelte. Dann plauderten sie alle noch ein bisschen, bis die anderen wieder gingen. An der Haustür sagten Bryan, Nicky und Kian Alex noch, dass Kerry, Georgina und Jodi sich gerne einmal mit ihr verabreden würden. "Cool. Das würde ich auch gerne. Ich ruf dann mal bei Gelegenheit an."

Es war wieder Zeit für einen kleinen Streich. Alex dachte nach, was sie machen könnte, damit Shane das Blut in den Adern gefror. Und ihr fiel auch nach einiger Zeit des Überlegens etwas ein.

Shane und Alex kamen eines Tages von einem Essen mit ihren Freunden zurück. Alex schlug vor, dass sie alle noch mit zu ihnen kommen könnten.

Shane schaute, ob sich im Briefkasten Post befand. Es war ein Päckchen für ihn angekommen. "Komisch. Ich hab ein Päckchen bekommen, aber es steht nicht drauf von wem es ist", sagte er. "Los, mach auf. Ich will wissen, was du schönes bekommen hast", sagte Alex. Er machte das Päckchen auf und erschrak im ersten Moment, so dass er das Päckchen fallen ließ. Sein Gesicht verzog sich. Alle schauten ihn entgeistert an. Alle, außer Alex. Sie wusste von wem das Päckchen war und was sich darin befand. Sie grinste unmerklich. "Was ist los?", fragte Jodi. "In diesem Päckchen isteine tote Ratte!"

"Was? Eine tote Ratte?", fragten alle wie aus einem Munde. "Ja" "Und ein Brief oder so was", fügte er noch hinzu. "Lies in mal vor", sagte Alex. Also fing Shane an zu lesen: "Die Ratte, die du sicherlich bemerkt hast, ist tot. Ich habe sie qualvoll getötet. Und ich an deiner Stelle wäre virsichtig, denn dir wird es genauso ergehen. Schaufel dir schon mal dein Grab. Mein sehnlichster Wunsch, ist nämlich dein Tod!

Tod! Tod! Tod!"

"Das ist bestimmt irgendein bescheuerter Scherz", sagte Bryan. "Scherz? Das ist kein Scherz. Das ist krank. Merkt ihr denn nicht, dass das in letzter Zeit häufiger vorkommt? Als erstes ist meine Unterhose verschwunden. Und die hat bestimmt keine Beine bekommen. Dann hat jemand mein Auto demoliert. Dann folgte die Sache mit dem Duschgel und jetzt die Rosen und der Drohbrief. Das kann kein Scherz sein. Ich glaube, hinter alle dem steckt ein und dieselbe Person. Bryan, weißt du noch damals im Proberaum, wo du gesagt hast, das mit der Unterhose war irgendein besessener Fan? Ich glaube du hattest recht. Ich weiß zwar nicht wer diese Person ist, aber ich weiß was sie will: Sie will mich um jeden Preis tot sehen", sagte Shane mit zitternder Stimme. Man konnte seine Angst hören. Sie spiegelte sich sogar in seinen Augen wieder.

Geschockt saßen und standen alle herum und starrten auf Shane. Alle fragte sich, wer und warum Shane sowas antun will. Alex machte sich natürlich keine Gedanken. Sie kannte die Antwort auf diese Fragen schon. "Diesmal habe ich ihm wirklich Angst eingejagt."

Alle sorgten sich um Shane. Was wäre wenn dieser "besessene Fan", so wie alle es vermuteten, käme und Shane umbringt? Allen lief bei diesem Gedanken, ein kalter Schauer den Rücken runter. Shane fühlte sich nun keine Sekunde mehr sicher. Der Fan musste ja anscheinend wissen, wo er wohnte, wenn er sein Auto demolierte und ihm Post schickte. Er musste ihn auch verfolgen, wenn er ihm die Unterhose klaute. Wahrscheinlich war er jede Sekunde in seiner Nähe. Dieser Gedanke und diese Einsicht flößten ihm wirklich unheimliche Angst ein. Der Fan könnte jeden Moment angreifen. Shane war nirgendswo mehr sicher.

Irgendwann musste Alex wieder nach Amerika zurück. Sie hatte sich ja schließlich nur Urlaub genommen. Shane ging es sowieso schon schlecht. Doch als Alex ihm eines Abends erzählte, dass sie wieder zurück nach Amerika müsste, gings ihm richtig schlecht. "Du darfst nicht gehen. Ohne dich halte ich das nicht aus", sagte er flehend. "Sorry Sweetheart, aber ich muss. Es geht nicht anders. Ich wohne in Amerika. Ich habe dort meine Arbeit. Ich kann nicht bleiben." "Wann musst du denn los?" "Morgen Abend. Wieso?" "Ich wollte wissen, wie viel Zeit ich noch mit dir verbringen kann."

Am nächsten Tag packte Alex langsam ihre Koffer. Sie fragte sich, wie sie Shane jetzt schikanieren sollte, wo sie doch in Amerika war. Dann wurde es auch schon Abend und Shane brachte sie zum Flughafen in Dublin. Er hatte die anderen, also Nicky, Mark, Bryan, Kian, Jodi, Kerry und Georgina gebeten mit zu kommen.

Dann am Flughafen flossen Tränen. Unehrliche von Alex. Als letztes verabschiedete sie sich von Shane. Er hatte ebenfalls Tränen in den Augen. Aufeinmal kniete er sich hin und sagte: Ally, ich liebe dich über alles. Ich würde es nicht ertragen von dir entfernt zu sein. Ich kann mir ein Leben ohne dich einfach nicht mehr vorstellen." Dann holte er etwas aus seiner Tasche. Es war eine kleine Schatulle. Dann fragte er sie: "Ally, willst du meine Frau werden?" Er öffnete die Schatulle. Alex konnte es kaum glauben. Es verschlug ihr die Sprache. Sie weinte. Diesmal waren es wirkliche Tränen. Sie war nicht gerührt. Sie konnte nicht glauben, dass er ihr damals keinen Heiratsantrag gemacht hatte. Damals wo sie Alexandra O’Connell war und nicht Ally Dane. "Ja, ich will", sagte sie. Wieso hat sie das jetzt gesagt? Es überkam sie einfach. Shane stand auf, küsste Alex und weinte. "Letzter Aufruf: Flug Dublin – New York. Die anderen klatschten. Sie fanden das ganze total rührend. Vorallem die Frauen weinten. Alex umarmte Shane. Er nahm sie hoch und drehte sich mit ihr. Sie küssten sich wieder. Diesmal ganz leidenschaftlich."Jetzt bin ich der glücklichste Mann auf dieser Welt!", sagte Shane.

Sie fuhren wieder nach Hause. Nicky, Georgina, Bryan und Nicky blieben aber in Dublin. Jetzt mussten sie nicht mehr in Sligo proben, also beschlossen sie zu Hause zu bleiben. Die ganze Fahrt lang, weinte Alex. Shane dachte, es hat damit zu tun, dass sie so gerührt war. Aber sie weinte, weil sie sich an ihr früheres Leben erinnerte. Sie war so glücklich gewesen. Und jetzt ist sie schon zu einer ganz anderen Person geworden. Wenn Shane Alex so geliebt hat, wie er es immer beteuerte, warum wollte er sie dann nie heiraten? Sie waren einige Monate zusammen gewesen. "Ally" und Shane waren es nur ein paar Wochen, und er hielt schon um ihre Hand an. Was hatte sie damals nur falsch gemacht? Sie hätte sich gewünscht, das alles wäre nie passiert. Aber sie war ja nicht schuld, Shane war es. Er hat ihr weh getan. Und jetzt unbewusst noch einmal. Diesmal würde er wirklich dafür büßen. Alex konnte nur noch daran denken, wie sehr sie Shane doch hasste.

Zu Hause angekommen sagte sie: Ich liebe dich Shane. Ich bin so glücklich, dass du mich heiraten willst." Shane lächelte sie an. Die ganze Zeit hatte sie ihm etwas vorgemacht, ihm gesagt, dass sie ihn liebt. Doch diesmal fiel es ihr schwer. Sie musste sich innerlich aufraffen. Sie war verletzt. Die Einsicht, dass Shane sie eigentlich nie geliebt hat, tat ihr im Herzen weh. Aber sie wollte es gleichzeitig nicht wahrhaben. Wenn er sie nicht geliebt hätte, hätte er sie verlassen. Wenn er sie nicht geliebt hätte, hätte er nicht so schön über sie mit "Ally" geredet. Aber sie fragte sich trotzdem die ganze Zeit: "Warum? Warum nur?"

"Ähmich bin ziemlich müde. Wir sind 4 Stunden gefahren, du hast mir einen Heiratsantrag gemacht. Und deswegen würde ich mich jetzt gerne schlafen legen", sagte sie zu Shane. "Das ist in Ordnung. Ich bin auch ziemlich fertig. Ich bleib noch ein bisschen wach, aber dann komm ich zu dir." Alex lächelte unter Tränen. Sie legte sich ins Bett. Sie drehte sich auf die Seite und zog sich die Bettdecke so hoch, dass nur noch ihr Gesicht zu sehen war. Sie weinte fürchterlich. Der Mond scheinte schön ins Zimmer hinein. Er leuchtete genau in ihr Gesicht. Alles kam ihr wie ein Alptraum vor. Sie wünschte sich zu tiefst, dass sie bald aufwachen würde. Damals, als sie noch glücklich mit Shane war. Sie würde sich dann an keines der jetzigen Erlebnisse mehr erinnern. Alex war erschöpft und müde, trotzdem konnte sie nicht einschlafen. Sie trat also auf den Balkon. Es war ziemlich kalt. Aber Alex empfand es als "angenehme Kühle". Sie steckte sich eine Zigarette in den Mund und zündete sie an. Das war genau das richtige, was sie jetzt brauchte. Es fühlte sich wie eine kleine Erleichterung an. Doch die Probleme gingen dadurch leider auch nicht weg. Und wieder kam ihr der Gedanke, wie sehr sie Shane eigentlich hasste. Vielleicht war es sogar besser so, dass sie nicht mehr mit ihm zusammen war. Vielleicht war all das Schicksal. Sie dachte nach, was sie jetzt gegen ihn anstellen würde. Sie musste nicht groß nachdenken, um zu wissen was sie tun würde. Diemal würde es nichts harmloses sein. Sie würde das, was sie im Drohbrief geschrieben hat, in die Tat umsetzen.

Am nächsten Morgen wachte Alex auf. Sie fühlte sich total schlecht. Sie hatte große, schwarze Augenringe und ihr taten alle Knochen weh. Sie ging erstmal unter die Dusche und zog sich anschließend an. Ihr war gar nicht danach zu mute, sich schön aufzustylen, so wie sie es eigentlich jeden Tag tat. Sie zog sich eine schlabbrige, schwarze Jeans und einen dicken, schwarzen Rolli an. Sie war blass, hatte schwarze Augenringe und schwarze, zerzauste Haare. Sie sah aus wie eine Leiche. In diesem Moment hätte sie sich wahrscheinlich auch gewünscht, wirklich eine zu sein. Sie schlenderte nach unten. Sie war vollkommen lustlos. Shane stand unten in der Küche und machte Kaffee. Er nahm gerade ein Tasse in die Hand. Als er hörte, dass Alex nach unten kam, drehte er sich um, um sie freudig zu begrüßen. Doch als er sie sah, erschrak er total und ließ die Tasse fallen. "Ist was?", fragte sie leicht verärgert. Es schmeichelte ihr überhaupt nicht, dass man sich vor ihr erschrak. "Sorry. Aber wie siehst du aus?", fragte Shane und hob dann die Scherben, der zerbrochenen Tasse auf, ohne den Blick von Alex zu wenden. "Wie ich aussehe? Wahrscheinlich so, wie ich mich fühle: scheiße! Was dagegen?", meinte sie patzig. Ihre schlechte Laune war kaum zu überhören. "Übrigens: Es ist sehr nett, dass du dich vor meinem Anblick erschreckst und Tassen fallen lässt!", fügte sie, genauso wie eben, patzig hinzu. "Hey, es tut mir leid. So war das aber auch gar nicht gemeint. Du siehst halt sehr heruntergekommen aus. Und da erschreckt man sich nun mal." Kopfschüttelnd und augenverdrehend drehte sie sich von Shane weg. Sie saß da wie ein Häufchen Elend am Küchentisch. Shane ging zu ihr und kniete sich vor Alex. Sie drehte ihren Kopf weg. Sie wollte ihn nicht sehen. Nicht jetzt. "Hey Süße. Schau mich mal an." Doch Alex dachte gar nicht daran. "Bitte Ally, schau mich an." Er nahm ihren Kopf und dreht ihn zu sich. Doch Alex schloss ihre Augen. Shane fand das anscheinend ziemlich witzig und lachte. Dann kam er näher und küsste sie. Sie regte sich allerdings nicht. Eigentlich wollte er sie ganz normal küssen, doch wenn sie sich so anstellte, musste er doch zu anderen Mitteln greifen. Er küsste sie am Hals, knabberte an ihrem Ohrläppchen. Es schien Alex zu gefallen. Das zeigte sich darin, dass sich ihr Gesicht zu einer lustvollen Miene verzog und sie leise stöhnte. Er kam wieder zu ihren Lippen. Aber sie wollte nicht so schnell aufgeben. Shane sollte nicht denken, dass sie schnell schwach wird. Er versuchte seine Zunge in ihren Mund zu schieben. Erst verweigerte sie ihm den Eintritt. Aber Shane war genauso stur wie sie. Er gab nicht auf. Schließlich gab Alex nach. Bei Zungenküssen konnte sie meist nicht widerstehen. Sie öffnete ihren Mund und Shane grinste stolz. Er schob seine Zunge in Alex’ Mund. Sie küssten sich intensiv. Nach einer Weile hob Shane Alex hoch und trug sie ins Schlafzimmer.

"Ich liebe Morgensex. Der ist einfach geil", lachte Shane. Alex fing dann auch an los zu prusten. Sie konnte sich fast nicht mehr einkriegen. "Bist du mir noch böse?", fragte Shane. "Nein. Ansonsten hätten wir keinen "geilen Morgensex" gehabt", antwortete sie und fing wieder an zu lachen. Auch Shane musste bei ihrer Antwort lauthals anfangen zu lachen. Anschließend zogen sie sich wieder an. Jetzt war Alex wieder bei besserer Laune, deshalb zog sie etwas anderes an. Als sie frisch angezogen, mit einem kurzen Trägerkleid, unter dem sie einen Pulli trug, nach unten kam sagte Shane: "Hey! Sexy, sexy! Ich könnte schon wieder" "Nee, nee, mein Lieber. Die Klamotten bleiben diesmal dran", sagte Alex und grinste. "Schade", spielte Shane traurig.

Später am Tag wurde es etwas ernster. "Shane, jetzt wo wir heiraten werde ich ja hier wohnen. Aber ich hab hier keine Arbeit." "Ach, du wirst schon in irgendeiner Redaktion eine Arbeit finden." "Ich will aber nicht in "irgendeiner" Redaktion arbeiten. In Amerika habe ich bei einem angesehenen und erfolgreichen Magazin gearbeitet. Ich habe hart dafür gearbeitet um nach oben zu kommen. Ich kann und vorallem will nicht wieder von neu anfangen." "Hey sorry. Du wirst schon irgendetwas finden. Aber eigentlich ist es doch egal, bei welchem Magazin du arbeitest, oder? "Ach ja? Wieso? Weil du sowieso der "Besser-Verdiener" bist? Weil meine Arbeit sowieso scheiß egal ist, oder warum?" "Jetzt reg dich doch mal ab, ey." "Ich rege mich ganz bestimmt nicht ab. Du verstehst gar nichts. Hauptsache du bist immer mit allem zufrieden!", sagte Alex zum Schluss noch und rannte dann aus dem Haus. Sie lief irgendwo hin. Als sie an einem Café vorbei kam, entschied sie sich dazu, einen Kaffee trinken zu gehen. Sie sah, dass Kerry, Jodi und Georgina an einem Tisch zusammen saßen. Sie unterhielten sich angeregt, deshalb wollte sie sie nicht stören. Sie setzte sich an einen Platz, in der Nähe des Tisches von Jodi u.s.w.

Sie konnte hören, worüber sie sich unterhielten:

Kerry: Shanes neue Freundin

Jodi: Verlobte. Sie ist seine Verlobte.

Kerry: Dann von mir aus Verlobte. Jedenfalls kommt sie mir irgendwie bekannt vor. Ich bin mir sicher, dass ich sie schon einmal gesehen habe.

Georgina: Ja, das gleiche Gefühl habe ich auch.

Kerry: Und wisst ihr was? Sie ist mir nicht ganz geheuer.

Jodi: Ach, warum das denn? Sie ist doch total nett. Also ich find sie in Ordnung.

Kerry: Naja, ich hab ja eher das Gefühl, dass sie etwas im Schilde führt.

Georgina: Was sollte sie denn im Schilde führen?

Jodi: Genau. Das ist doch absoluter Blödsinn, den du da erzählst.

Kerry: Na, ich wäre mir da nicht so sicher. Stille Wasser sind tief.

Georgina: (lacht) Ja, womöglich tue ich auch nur so, als ob ich deine Freundin wäre. Es könnte ja sein, dass ich auch irgendwas im Schilde führe.

Jodi: (lacht auch) Und ich betrüge Kianmit Bryan.

Kerry: Ha ha ha. Sehr witzig. Auf wessen Seite steht ihr denn jetzt? Auf meiner oder auf der von dieser Ally? Ich will euch nur mal daran erinnern: Mich kennt ihr schon viel länger als diese Schnepfe.

Den Rest wollte Alex sich nicht anhören. "Verdammt! Kerry hat Verdacht geschöpft", dachte Alex. Als der Kellner gerade zu ihr kam und sie fragte, was sie denn gerne haben wolle, sagte sie: Ähmnichts. Ich muss jetzt gehen. Auf Wiedersehen." Dann machte sie sich schnell aus dem Staub. Sie wollte noch nicht nach Hause. Das letzte, was sie im Moment wollte, war Shane zu sehen. Also ging sie noch ins Einkaufszentrum. Sie wollte sich mit irgendwas ablenken und beschäftigen.

Shane saß zu Hause und rief Nicky an: "Hi Nixter. Ich bin’s, Shane. Ich brauche jemanden zu reden." "Okay, leg los." "Danke. Es ist so. Als ich mit Ally zusammen gekommen bin, hatten wir keinen Stress. Wir haben uns höchstens einmal harmlos gestritten. Doch seitdem ich ihr den Heiratsantrag gemacht habe, läuft alles ein bisschen aus dem Ruder. Weißt du vielleicht, was das zu bedeuten hat?" "Nun ja, ich bin kein Psychologe oder so, aber ich glaube das liegt nur daran, dass sie mit der jetzigen Situation nicht ganz klar kommt. Sie ist sowas bestimmt noch nie gefragt worden. Das ist Neuland für sie. Ich glaube es gibt keinen Grund zur Sorge." "Hmmm.ich hoffe du hast Recht." "Shane?" "Ja?" "Bist du dir auch wirklich sicher, dass du sie heiraten willst?" "Natürlich! Warum fragst du mich sowas?" "Naja, es sah ein bisschen so aus, als ob du das nur gemacht hast, weil sie ansonsten wieder nach Amerika geflogen wäre." "Wie kannst du mir sowas unterstellen?" "Naja, ihr wart ja nicht sehr lange zusammen. Ihr kennt euch doch kaum." "Nicky! Ich liebe Ally!", sagte Shane und legte wütend auf. "Wie kann Nicky nur sowas denken?", fragte Shane sich.

Es vergingen Stunden, aber Alex kam nicht nach Hause. Shane machte sich Sorgen und Vorwürfe. Er nahm gerade seine Jacke und wollte nach Alex suchen, als plötzlich die Haustür aufging. Er hing seine Jacke wieder auf und stürmte auf Alex zu. "Oh Gott. Ich hab mir solche Sorgen gemacht", sagte er, erleichtert, dass Alex wieder da war. Sie ließ sich umarmen, erwiederte diese Umarmung aber nicht. "Wo warst du denn so lange?", fragte Shane nun. Sie löste sich von seiner Umarmung und ging in Richtung Wohnzimmer. Auf dem Weg dorthin zuckte sie mit den Schultern. Das sollte Shanes Frage beantworten. Shane ging auch ins Wohnzimmer. "Warum redest du denn nicht mit mir?", fragte er. Am liebsten hätte sie ihn gefragt, ob er denn schon vergessen hat, was vorhin passiert ist. Aber sie wollte das "Schweigen" durchziehen. Sie wollte nicht mehr mit Shane reden. "Bitte, Ally. Rede mit mir. Es war dumm von mir, zu sagen, dass es keine Rolle spielt wo du arbeitest. Ich will, dass du beim besten Magazin Irlands arbeitest. Es ist mir wichtig. Es ist mir wichtig, weil es dir so wichtig ist. Ich habe gesehen, dass dir sehr viel daran liegt. Und ich will dass du glücklich bist. Aber rede bitte mit mir", sagte Shane, schon fast traurig. "Soll ich erst mit dir reden, oder soll ich dich sofort küssen?", fragte sie und lächelte. Er grinste breit zurück. "Von mir aus kann es gleich zur Sache gehen." Okay, Alex hat es doch nicht durchgezogen. Stur ist sie, konsequent leider nicht. Sie legte sich aufs Sofa, streckte ihre Arme aus und sagte: "Komm her, Baby. Lass dich vernaschen." Er legte sich auf sie und sie küssten sich wieder. Erst leidenschaftlich, dann immer wilder, bisnaja, ihr könnt euch ja wahrscheinlich denken, was dann passiert ist

;-)

Am nächsten Tag hatte Alex sich vorgenommen, endlich wieder etwas zu tun. Sie konnte nicht die ganze Zeit nichts tun. Sie war nur mit ihm zusammen, um ihn fertig zu machen und dann auszuschalten. Und nicht um jeden Tag mit ihm zu vögeln. Eigentlich wollte sie ihn ja sofort kalt machen, weil sie sonst keine Zeit mehr gehabt hätte. Schließlich wäre sie zurück nach Amerika geflogen. Aber jetzt, wo er um ihre Hand angehalten hat, hatte sie fast unbegrenzte Zeit. Sie wollte noch einige Sachen anstellen, bevor sie ihn wirklich zur Strecke brachte. Ihn einfach so aufeinmal draufgehen zu lassen, wäre sehr unspektakulär gewesen. Doch langsam gingen ihr die Ideen aus. Was könnte sie denn noch machen? Sie überlegte und überlegte. Aber ihr fiel nichts Gescheites ein. Nach langem Überlegen fiel ihr dann aber doch noch was ein.

Alex schaute gerade Fernseher. Es war jetzt 18.30 Uhr. Shane würde bald nach Hause kommen. Er war bei Mark. Er wollte ihn besuchen gehen, da dies in letzter Zeit zu kurz gekommen war. Alex rief einen alten Bekannten an: "Hi Leo. Wie geht’s dir denn?" "Alex? Bist du’s wirklich? Mein Gott ist es lange her. Mir geht’s gut und dir?" "Ja, mir auch. Naja, wie auch immer. Ich hab da mal eine Frage bzw. Bitte." "Welche denn?" "Ich bräuchte kurz dein Auto. Ich muss jemanden abholen, aber mein Auto ist in der Werkstatt." "Klar. Komm vorbei und hol’s dir ab." "Cool, danke. Bis gleich." "Ja, bis gl", wollte Leo sagen, aber Alex hatte schon aufgelegt. Sie machte sich schnell auf den Weg zu ihm. Sie wusste, dass sie bei ihm leichtes Spiel hatte, da er in sie verliebt war. Aber er war die Sorte Mann, auf die nun mal keine Frau stand. Als er hörte, dass sie mit einem Star zusammen war, wäre er beinahe ausgeflippt. Dass sie sich schon 2 Jahre lang nicht mehr bei ihm gemeldet hat störte ihn nicht. Klar, er war ein bisschen enttäuscht, aber es freut ihn umso mehr, dass sie wieder Kontakt suchte. Jedenfalls dachte er, dass sie das tut. Sie benutzte ihn nur als Mittel zum Zweck. Sie wollte das Auto holen, ihm zurückbringen und dann nichts mehr von ihm hören. "Danke Leo", rief Alex aus dem geöffneten Fenster des Autos. "Was ein Idiot", dachte sie sich. Sie fuhr den Weg entlang, den Shane nehmen würde um nach Hause zu gehen. Als sie auf einer kleinen Straße entlang fuhr, entdeckte sie ihn plötzlich. Sie zog sich ihr Cappie tiefer ins Gesicht und drückte aufs Gaspedal. Shane ging nichtsahnend auf dem Bürgersteig entlang, als ihn das laute Geräusch eines Motors aufblicken ließ. Er sah zwei helle Scheinwerfer auf sich zurasen. "Was zum Teufel?", dachte Shane. Das Auto kam immer näher. Shane dachte, dass es jetzt vorbei sein würde mit ihm. Doch überraschender Weise wendete das Auto kurz vor seinen Füßen. Es hätte wirklich nur noch ein cm gereicht und Shane würde an der Motorhaube des Wagens kleben. Als das Auto wendete, quietschten die durchgedrückten Reifen laut. Der wagen fuhr schnell weg. Shane stand ganz benommen da und konnte kaum glauben was da gerade passiert war. Dann kam ihm ein schrecklicher Gedanke: "Der besessene Fan!"

Alex machte gerade Abendessen, als Shane die Küche betrat. "Hey Baby", sagte sie, während sie den Blick auf das Essen richtete, dass sie gerade vorbereitete. Doch sie bekam keine Antwort. "Ähmist was, oder warum grüßt du mich nicht?" "Du wirst nicht glauben, was gerade eben passiert ist", sagte Shane, immer noch sehr benommen. Jetzt wurde sie neugierig. Sie setzte sich auf den Stuhl gegenüber Shane. "Was ist denn passiert?", fragte sie. "Ich war gerade auf der Mansfield Road. Und da kam mir ein Auto entgegen. Es wollte mich fast überfahren. Aber kurz vor meinen Füßen wendete es und fuhr wieder weg." "Oh mein Gott, Shane." Sie stand auf und umarmte ihn. Dabei brach sie in Tränen aus. "Pschhhes ist doch nichts passiert." "Ja, zum Glück. Aber es hätte etwas passieren KÖNNEN", meinte Alex unter Tränen erstickter Stimme. "Glaubst du auch, zu wissen, wer das war?", fragte sie ihn dann. "Wenn du den "besessenen Fan" meinst, ja."

Alex wischte sich die Tränen weg und bereitete das Essen weiter zu. Später servierte sie es. Doch Shane hatte keinen Appetit. Kein Wunder, er wäre ja beinahe zu Muß gefahren worden. Später am Abend rief er noch Mark an, um ihm davon zu erzählen.

Shane ging früh schlafen. Er musste den Vorfall erstmal verdauen. Alex machte den Abwasch. Dann rauchte sie und grinste froh vor sich hin. Auch dieser Plan hatte wunderbar geklappt.

Shane und Alex mussten sich den Hochzeitsvorbereitungen widmen. Sie mussten viele Einladungen schreiben, entscheiden was für Speisen und Getränke es geben sollte, wo die Hochzeit stattfinden sollte, wie die Hochzeit sein sollte. Dann musste Shane sich noch einen Smoking zulegen und Alex ein Brautkleid. Außerdem mussten die beiden auch noch ihre Gelübde schreiben. Irgendwann erledigten sie alles und der Tag der Hochzeit kam immer näher. Alex und Shane entschieden, keine Presse einzuladen. Eigentlich hatte Shane es doch vorgehabt. Aber Alex war strickt dagegen. "Ich will unsere Hochzeit nicht so groß zu Schau stellen. Das ist etwas sehr privates und einmaliges. Und Leute von der Presse würden mir alles verderben", meinte Alex. Shane respektierte das und lehnte Presse ab. Aber das was Alex sagte war nur gelogen. In einer anderen Situation hätte ihr die Presse nichts ausgemacht. Aber sie hatte etwas vor. Sie hatte einen Plan geschmiedet. Die Hochzeit würde nicht ganz glatt ablaufen. Die Leute werden sich noch wundern. Und in solch einem Fall, konnte sie Presse einfach nicht gebrauchen.

Der Tag der Hochzeit war endlich gekommen. Shanes Trauzeugen waren Mark und Nicky. Alex’ Trauzeuginnen waren Kerry und Georgina. Alex gab Kerry ihr Gelübde, dass sie ihr dann später, während der Trauung, geben sollte. "Versteck es in deiner Tasche. Ich möchte nicht, dass du es verlierst.", mahnte Alex. "Ja, ja. Ich werde es schon nicht verlieren."

Dann fing die Trauung an. Shane stand vorne am Altar. Rechts neben ihm stand Nicky, hinter Nicky stand Mark. Mark überreicht Shane den Ring, den er Alex anstecken würde. Nicky überreicht ihm das Gelübde. Nicky hatte so seine Zweifel bei der Hochzeit. Er hatte die Bedenken, dass die Ehe nicht sehr lange halten würde, da Alex und Shane sich nicht allzu lange kannten.

Links neben Shane würde gleich Alex stehen. Kerry war dafür zuständig, Alex das Gelübde zu überreichen. Georgina überreicht ihr den Ring, den sie Shane anstecken sollte. Alle Leute waren etwas aufgeregt. Shane sogar sehr. Alex hatte auch ein komisches Gefühl. Nicht die Tatsache, dass sie heiratete löste dieses Gefühl in ihr aus. Nein, ihr Plan tat es.

Da ihre Eltern schon lange verstorben waren und sie keine richtigen Freunde in Sligo mehr hatte, bat sie Leo, sie zum Altar zu begleiten.

Sobald die Musik, der Hochzeitsmarsch, ertönte standen alle Gäste im Saal auf. Und dann kam sie. Sie trug ein langes, figurbetontes, weißes Kleid und einen Schleier. Ihre Haare hatte sie gelockt. "Wow, sie sieht einfach großartig aus", flüsterte Shane zu Mark und Nicky. Beide mussten lächeln. Shane schaute Alex an und lächelte. Ihm kamen fast die Tränen. Alex lächelte zurück. "Dir wird das Lachen schon bald vergehen", dachte Alex. Dann stand sie endlich vorne am Altar. Die Trauung fing an und die Gäste setzten sich wieder. Die Frauen hatten sich schon Taschentücher bereitgelegt. Irgendwann sagte der Pfarrer: "Shane, bitte tragen sie ihr Gelübde vor." Der Pfarrer drückte Shane das Mikrofon in die Hand, Nicky überreichte ihm das Gelübde und Shane fing an: "Liebste Ally. Als ich dich zum ersten Mal sah, hab ich mich sofort in dich verliebt. Ich habe mir im innersten meines Herzens gewünscht, dass du genauso fühlst wie ich. Und das hast du. Ich weiß, in letzter Zeit war es sehr schwer. Aber du warst die ganze Zeit an meiner Seite. Du standest mir in jeder Situation bei. Und ich weiß, dass es in Zukunft genauso sein wird. Und das ist der Grund, warum ich dich liebe. Es ist wunderschön, dass ich deine Liebe erfahren darf. Du machst mich zum glücklichsten Mann auf dieser Welt." Shane gab das Mikro dem Pfarrer zurück. "Nun Ally, jetzt würde ich sie bitten, ihr Gelübde vorzutragen", sagte der Pfarrer und gab ihr das Mikrofon. Sie wartete darauf, dass Kerry ihr das Gelübde gab. Doch es kam nichts. "Kerry, mein Gelübde!", flüsterte sie Kerry zu. "Ich habe es verloren", antwortete sie. Alex machte dem Pfarrer ein Zeichen, dass eine kurze Unterbrechung nötig war. Shane schaute Mark und Nicky verwirrt an.

"Kerry, ich hab dir doch gesagt, du sollst es in deiner Tasche verstecken", meinte Alex verärgert. "Das habe ich auch getan. Doch als ich es holen wollte, war es nicht mehr da", entgegnete sie. Alex wusste, warum es nicht da war. Sie hatte es schließlich selbst rausgenommen. Das gehörte zu ihrem Plan. Sie sagte dann: Ich glaube es geht auch ohne Gelübde." Shane lächelte sie dann wieder an. Alex hielt sich das Mikrofon vor den Mund. Und das erste was sie tat war lachen. Shane und die anderen Leute fragten sich was das sollte, aber achteten dann nicht mehr darauf. Sie waren gespannt, was Alex zu sagen hatte. Dann fing sie an zu reden: "Mein lieber Shane. Hast du wirklich geglaubt, dass ich dich heirate?" Shanes Lächeln verschwand bei diesen Worten sofort. So erging es wohl jedem im Saal. Dann fuhr Alex fort: "Du bist nichts weiter als ein Stück Dreck. Und bescheuert bist du außerdem auch noch. Genauso wie der Rest. Dass ihr mich allen ernstes nicht wieder erkannt habt. Ich bin nicht "Ally Dane". Mein Name ist Alexandra O’Connell. Na? Klingelts?" Alle rissen ihre Augen und Münder auf. Keiner konnte fassen, was sie da gerade gehört hatten. "Alex?", fragte Shane ungläubig. "Ja, Alex. Du hast mich einmal geliebt? Wie kann man einen geliebten Menschen nicht wieder erkennen? Du wirst dich wohl fragen, was das alles soll. Okay, ich sags dir. Ich wollte mich an dir rächen. Denn du bist das größte Arschloch, das mir jemals übergekommen ist." "Und Nicky, du musst wohl auch total blind und naiv sein, wenn du nicht gemerkt hast, dass deine hübsche Freundin Georgina damals mit Shane rumgevögelt hat. Habt ihr denn alle geglaubt, dass ich Shane nur verlassen habe, weil er mir nicht verraten hat, dass er Mitglied einer Band ist? Das ist doch kein Grund, Schluss zu machen. Aber wenn man mich betrügt und dann auch noch mit einer Freundin, wie ich damals gedacht habe, dann ist es vorbei. Da ist mir alles scheiß egal. Dann gehe ich auch über Leichen. A propos über Leichen gehen, Shane. Die schweren Zeiten die du gerade erwähnt hast, hast du mir zu verdanken. Ich wollte dich leiden sehen. Ich wollte, dass du genauso leidest, wie ich es vor 2 Jahren tat."

"Hey Leute, fangt bloß nichts mit diesem Wichser hier an. Er ist die verlogenste, männliche Schlampe die es überhaupt gibt", fügte sie dann noch hinzu. "Du dummes Miststück!", hörte sie aufeinmal Georgina schreien. "Was fällt dir ein, so einen Scheiß zu behaupten? Ich hatte noch nie etwas mit Shane. Stimmts?", sagte sie und fragte dann an Shane gewandt. "Ja, das stimmt. Wie kommst du darauf?" "Hmmwie komme ich darauf? Nun ja: ICH HAB’S GESEHEN!", schrie sie dann. Nicky war kurz davor, los zu heulen. Georgina rannte zu ihm. "Schatz, das, was diese Schlampe behauptet ist nicht wahr", sagte sie fast weinerlich zu Nicky. Doch er stieß sie weg. "Aus welchem Grund sollte sie lügen?", fragte er. Nein, er schrie es eigentlich. "Meine Lieben. Ich kann’s euch beweisen. Leider haben Shane und Georgina nicht aufgepasst. Sie haben es sich im Wohnzimmer besorgt. Und Shane muss wohl vergessen haben, dass er dort eine Überwachunskamera installiert hat. Shane, ich hab nie geglaubt, dass dieses Ding etwas bringt. Aber ich muss mich entschuldigen. Es hat MIR eine Menge gebracht. Pfarrer, bringen sie einen Fernseher." Alex holte schnell das Videoband. In der Zwischenzeit wollte Georgina zu Shane gehen und ihm etwas sagen. Doch Nicky ließ es nicht zu. Er hielt sie fest. "Bleib hier, du Miststück!", meinte er. Also schaute Georgina Shane in irgendeiner Weise an, die ihm etwas zu verstehen geben sollte. Alle Leute waren aufgebracht. Alle haben sich eine schöne, romantische und harmonische Traumhochzeit vorgestellt. Doch das war alles andere als harmonisch. Alex kam wieder und alle Leute waren gespannt. Ein Fernseher stand vorne am Altar. Alex schob das Videoband hinein und drückte auf "Play". Man konnte sehen, wie Shane und Georgina, wild knutschend, das Wohnzimmer betraten. Shane riss ihr förmlich die Klamotten vom Leib. Georgina tat es ihm gleich. Tränen stiegen in Nickys Augen. Genauso erging es Alex. Alle Leute konnten das heftige, wirklich heftige "Liebesspiel" mit ansehen. Irgendwann schaltete sie das Video aus, klatschte in ihre Hände und sagte: Kompliment Georgina und Shane. Ihr könntet glatt als Hardcore-Porno-Darsteller durchgehen. Da ist von allem ein bisschen dabei: Ein wenig Oral, ein wenig Anal, ein wenig 08/15. Bei diesen Bildern könnte ich kotzen. Ihr widert mich so an. Und? Wollt ihr’s immer noch abstreiten, dass ihr miteinander gevögelt habt?", fragte sie unter Tränen. Georgina und Shane weinten ebenfalls. Dann schrie Georgina: "Du kleines, billiges Flittchen!" "Ach! Von uns beiden bin ICH also das Flittchen?! Dass ich nicht lache." Das gab Georgina den Rest. Sie stürzte sich auf Alex und schlug auf sie ein. Doch Alex wehrte sich. Nicky knüpfte sich Shane vor: "Du dummer Wichser! Du verfluchter Wichser! Es wäre besser gewesen, deinen Schwanz nicht in jegliche Öffnungen meiner Freundin zu schieben", schrie er und prügelte auf Shane ein. Er haute ihm so in die Fresse, dass Shanes Nase anfing zu bluten. Währenddessen kratzten Georgina und Alex sich die Augen aus. Die Leute schauten sich das ganze Drama schockiert an. Kerry ging zwischen Alex und Gina. Jedenfalls versuchte sie es. Bei Nicky und Shane griffen Mark, Bryan und Kian gleichzeitig ein. Der Pfarrer betete. Er verfluchte alle. Er fand es einfach nur widerwärtig, so etwas im Hause Gottes zu veranstalten. Es wäre an jedem anderen Platz zwar auch verachtend, aber in der Kirche war es einfach eine Schande. Alex schnappte sich irgendwann das Mikrofon und haute Gina damit eins über, so dass sie erstmal unfähig war, weiter auf Alex einzuschlagen. Shane lag mittlerweile am Boden und Nicky trat immer weiter auf ihn ein. Die Anderen versuchten ihn weg zu zerren. Irgendwann zog Bryan Shane vom Boden hinauf. Kian und Mark hielten Nicky fest. "Du schwanzgesteuerter Wichser! Ich mach dich fertig!", schrie Nicky. Alex sah Gina, außer Atem, von oben an. "Dich am Boden liegen zu sehen, ist sowas von großartig!", sagte sie und spuckte sie von oben herab an. Sie nahm das Video aus dem Kassettenrekorder und ging dann zu Shane. Sie nahm seine Hand und drückte ihm das Video in die Hand. "Hier! Falls du irgendwann mal Lust auf einen geilen Porno hast!" Dann verpasste sie ihm eine ordentlich schallende Ohrfeige.

Sie rannte vom Altar weg. Sie lief den langen Kirchengang entlang. Alle Leute schauten sie schockiert an. Bis gerade eben musste Alex noch heulen. Doch jetzt grinste sie triumphierend. Sie hob ihr Kleid an, damit sie nicht stolperte und lief. Sie lief einfach. Sie wollte nur noch weg. Dann hörte sie jemanden rufen: "Ally.ähm, ich meine Alex. Warte!" Es war Nicky. Er lief ihr hinterher. Als er bei ihr war nahm sie ihn an die Hand und lief mit ihm weiter. Vor der Kirche stiegen sie in das Auto, mit dem Shane und Alex nach der Hochzeit eigentlich chauffiert werden sollten. "Los! Fahren sie weg!", sagte Alex zum Chauffeur. Der Chauffeur startete überrascht das Auto und fuhr los. "Wohin soll ich sie denn bringen?", fragte er, ohne einen Plan, wo er jetzt hin sollte. "Fahren sie zum Roxx Hotel", sagte Nicky. Er und Georgina hatten dort eingecheckt. "Nicky, es tut mir leid", sagte Alex plötzlich. "Was meinst du?" Er tat so, als ob er nicht wüsste, worauf Alex hinaus wollte. "Es tut mir leid, dass ich dich beschimpft habe. Aber vorallem tut es mir leid, dass du erfahren musstest, dass Gina und Shane" Alex unterbrach mitten im Satz. In Nickys Augen stiegen wieder Tränen auf. Es tat ihr schrecklich leid, dass Nicky jetzt so traurig war. Aber sie musste es tun. Sie hatte Rache geschworen. Und sie hätte sich auf ewig Vorwürfe gemacht, wenn sie es nicht durchgezogen hätte. "Hör mal, Nicky. Ich weiß, dass es echt schrecklich für dich ist. Du hattest 2 Jahre überhaupt keine Ahnung, was deine Freundin getan hat. Meinst du nicht auch, dass es besser ist, dass du es jetzt erfahren hast?" Er nickte nur leicht. "Danke", sagte er dann leise. "Nicky, bedank dich nicht für sowas. Eigentlich müsstest du mich doch hassen, oder?", sagte sie. "Hassen? Wofür? Dafür, dass du mir gezeigt hast, was für eine Bitch meine Freundin ist? Dafür, dass du mir gezeigt hast, dass mein bester Freund ein verdammter Heuchler ist? Ich bin dir auf ewig dankbar, dass du mir die Augen geöffnet hast", antwortete Nicky. Alex fiel ihm um den Hals und brach in Tränen aus. Sie wusste selbst nicht warum. Ihr war gerade irgendwie nach heulen. Den Rest der Fahrt schwiegen die beiden. Alex dachte die ganze Zeit an damals. Wie sie damals war. Ihr wurde klar, zu was für einem Biest sie eigentlich geworden war. Nicky konnte die schrecklichen Szenen vom Video nicht mehr vergessen.

Shane stand benommen da und realisierte gar nichts mehr. "Shane! Shane!", rief Mark die ganze Zeit. Doch Shane stand nur da und starrte vor sich hin. "Ich träume das alles nur. Gleich wache ich auf. Das ist nur ein Alptraum wegen der Hochzeit. Ich bin so aufgeregt. Alles nur ein Traum. Wenn ich aufwache ist alles wieder in Ordnung", sagte Shane. "Nein, Kumpel. Das ist kein Traum. Alles ist wirklich passiert. Es tut mir leid", sagte Bryan und klopfte Shane auf die Schulter. Georgina saß heulend auf einer Treppenstufe, die zum Altar führte. Kerry kam und setzte sich neben sie. "Wie fühlst du dich?", fragte sie vorsichtig. "Wie es mir geht? Da fragst du auch noch? Warst du gerade eben nicht da?", schnauzte Gina Kerry an. Sie stand daraufhin auf und sagte: "Weißt du, eigentlich wollte ich dich trösten. Aber du hast das ganze verdient. Du sollst für immer an diesen Tag erinnert werden!" Kerry ging zu Bryan und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Daraufhin nickte er und sie machten sich auf den Weg nach draußen. "Wo geht ihr denn alle hin?", fragte Shane, mit Tränen in den Augen. Er hatte gar nicht bemerkt, dass so gut wie alle Gäste fort gegangen sind. Eigentlich waren nur noch Gina, Kerry, Bryan, Mark, Kian und Shanes Familie anwesend. Denise, Shanes Schwester, kam zu ihm und umarmte ihn. Er tat ihr leid.

Nicky stieg aus dem Wagen. "Willst du nicht mitkommen?", fragte er Alex. "Hmmmich weiß nicht. Ich muss meine Sachen auch schnell packen" "Wo willst du überhaupt hin? Du wohnst doch bei Shane. Und ich glaube es würde schlecht ankommen, wenn du dort weiter wohnst." "Ich fliege wieder zurück nach Amerika", sagte sie und sie bekam wieder Tränen in den Augen. "Was? Dann muss ich mit allem alleine fertig werden", sagte Nicky. "Es tut mir leid. Aber ich hab keine andere Wahl." "Du kannst für eine Weile bei mir wohnen", schlug Nicky vor. Aber eigentlich hörte es sich wie eine Aufforderung an. "Hmmich weiß nicht." Nicky schaute Alex flehend an. "Naja, okay. Aber wirklich nur eine Weile. Ich muss mein Leben nochmals neu anfangen. Und das schaffe ich hier einfach nicht."

Dann ging Nicky ins Hotel und packte seine Sachen. Alex fuhr zu Shane. Auch sie packte ihre Sachen. Dann fuhr sie zu Nicky und sie machten sich auf den Weg zum Flughafen. Sie wollten so schnell wie möglich nach Dublin. Sie konnten keine weitere Minute in Sligo bleiben. Nach einer Stunde warten und ca. 45 Minuten Flug kamen sie in Dublin an. Nicky rief ein Taxi, das sie zu Nickys Haus bringen würde.

"Willst du irgendetwas trinken?", fragte Nicky Alex, als sie angekommen waren. "Nein, danke.", sagte Alex und lächelte. "Jetzt wo ich weiß, warum man all die "Anschläge" auf Shane verübt hat, bin ich glücklich, dass sie passiert sind. Er hats nicht besser verdient!", sagte Nicky plötzlich. "Oh Gott! Was soll ich denn jetzt nur machen? Wie soll mein Leben weitergehen?", fragte Alex. "Hättest du Lust dich richtig an Shane zu rächen?", fragte Nicky. "Was meinst du?" "Naja, ich meine, warum sollten wir uns nicht mit den gleichen Mitteln rächen?" "Du meinst "Fremdgehen"? Das funktioniert nicht. Ich bin nicht mit ihm zusammen. Es würde ihn kalt lassen, wenn ich ihn mit irgendjemanden betrügen würde. Außerdem: Wie soll das überhaupt funktionieren?" "Du sollst ihn ja auch nicht mit irgendjemanden betrügen", sagte Nicky und seine Augen funkelten bösartig. Seine Lippen verzogen sich zu einem fiesen Grinsen.

"Dann erklär mir mal deinen Plan", sagte Alex, die vor Neugierde fast platzte. "Du und ich, wir würden ein Video drehen. Und das schicken wir dann Gina und Shane." "Ich fasse zusammen: Du betrügst Gina mit irgendeiner Frau, nimmst das auf und schickst dieses Video dann an Gina und ich mache das gleiche, nur dass ich das Video an Shane schicke?" "Genau!" "Wie gesagt, Nicky. Es gibt da niemanden, mit dem ich Shane betrügen könnte. Es würde ihn nicht stören." "Wirklich niemanden? Schau dich doch mal um"

"Oh mein Gott, Nicky. Ich soll ihn mit dir betrügen?", fragte Alex erschrocken. "Ja! Wenn er mit meiner Freundin rumvögelt, warum sollte ich es dann nicht genauso machen?" "Nicky, du vergisst dass ich nicht mehr mit ihm zusammen bin." "Es würde ihn trotzdem treffen. Er soll wissen, was das für ein Gefühl ist." "Ich weiß nicht, ob das eine so gute Idee ist.", sagte Alex dann und versank in ihren Gedanken. Eigentlich hatte Nicky ja recht. Das war der perfekte Plan. Und es waren sogar faire Mittel. Nach einigem Überlegen sagte Alex: "Okay, ich mach mit." Sie grinste breit, genauso wie Nicky nach dieser Antwort.

Nicky holte eine Videokamera. Er schaltete sie ein und grinste rein, damit wenn Gina und Shane das Video später sahen provoziert würden. Alex kam herein. Nicky drehte sich um und ging auf sie zu. Sie schauten sich erst eine Weile an. Es war ein komisches Gefühl. Nicky und Alex hatten nie in dieser Weise miteinander zu tun. Doch als sie an Rache dachten, vergaßen sie alle Hemmungen und legten los. Alex öffnete Nickys Hemd. Nein, sie riss es eher auf. Alex hatte sich nichts anderes angezogen, also stand sie dort in ihrem Brautkleid. Sie nahm den Schleier aus ihrem Haar. Dann streifte sie das Kleid ab. Nicky und Alex küssten sich wild. Genauso wie Shane und Gina auf dem Video. Dann zog Alex Nicky die Hose aus. Er setzte sich auf die Couch und Alex setzte sich auf ihn. Er zog ihr den BH aus. Er küsste ihre Brüste. Dabei lehnte Alex sich nach hinten. Dann nahm sie seinen Kopf in die Hände und küsste ihn. Sie schob ihre Zunge in seinen Mund. Nicky legte Alex auf die Couch und setzte sich über sie. Er nahm ihre Beine und legte sie um sein Becken. Er zog ihr den Slip aus. Sie zog ihm seine Shorts aus. Sie spreitzte ihre Beine und er machte sich unten bei ihr zu schaffen. Dann stand Nicky auf und Alex kniete sich vor ihn. Dann nahm sie sein Glied und steckte es sich in den Mund. Nicky packte Alex am Hinterkopf und drückte ihn, um den Druck zu verstärken. Dann zog er sie hoch, und sie küssten sich wieder. Dann kniete Alex sich auf die Couch. Sie machte einen "Katzenbuckel", wobei Nicky sich dann hinter sie kniete und es ihr im "Doggy-Style" besorgte. Später drang er dann noch in sie ein. Dann küssten sie sich wieder. Alex und Nicky gingen zur Kamera und sagten: "Rache ist süß, Baby!"

Nachdem Alex und Nicky sich wieder angezogen hatten, holte Alex das Band aus der Kamera. Sie musste eine Kopie machen. Schließlich sollte das Video an Shane UND Gina geschickt werden. "Diese Idee war echt genial!", sagte sie dann zu Nicky. Er lächelte und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Sobald Alex die Kopie hatte, würde sie das Band an Shane schicken.

Am nächsten Morgen wurde Alex wach. Sie fühlte sich beobachtet. Kein Wunder, Georgina stand inmitten des Schlafzimmers. Sie schaute auf Nicky und Alex. Alex stubste Nicky an, damit er aufwachte. Irgendwann wurde er dann auch wach. Als er Georgina sah, erschrak er erst. Doch dann grinste er dumm. Er griff nach etwas: Es war das Videoband. "Pack deine Koffer, verschwinde und schau dir das hier an.", meinte er nur. "Was macht Alex hier?", fragte Geo. "Ich habe gesagt, dass du verschwinden sollst! Ich will dich hier nie wieder sehen!", meinte Nicky ohne auf Geos Frage zu achten. Geo nahm das Video an sich. Alex grinste sie höhnisch an. "Was grinst du so dumm?", fragte Geo. "Ich grinse so dumm, weil ich finde, dass du eine einzige Lachnummer bist!", sagte Alex und brach in schallendes Gelächter aus. Nicky fing auch an zu lachen. Wütend, mit Tränen in den Augen, ihren Koffer in der einen Hand, das Video in der anderen Hand verließ Geo das Haus. Nicky und Alex freuten sich. Sie habens Geo gegeben.

Jetzt musste Alex sich nur noch Shane vorknüpfen.

"Meinst du nicht, dass das irgendwie zu harmlos ist?", fragte Alex. "Was?" "Na, einfach so ein Video zu schicken. Shane muss noch viel schlimmer bestraft werden.", sagte sie weiter. "Und was willst du anstellen?", fragte Nicky verwirrt. "Ich will das, was ich angefangen habe zu Ende bringen.", sagte Alex und lächelte böse.

Heute würde Alex zu Shane fliegen und ihm sein besonderes "Geschenk" vorbeibringen. Nach ca. 45 Minuten Flug, kam sie an und fuhr mit einem Taxi zu Shane. Sie klingelte. Kurz danach kam Shane und machte ihr auf. Er wollte die Tür sofort wieder schließen. "Na, na, na! Wir wollen doch nicht so unhöflich sein", sagte Alex, gespielt empört. Sie stoppte die Tür mit ihrem Fuß. "Darf ich rein kommen?" Ohne die Antwort abzuwarten ging sie rein. "Was willst du hier?", fragte Shane. "Wir werden uns an Weihnachten bestimmt nicht sehen, deswegen wollte ich dir mein Geschenk schon heute bringen", antwortete sie und gab ihm ein kleines, hübsch verpacktes Päckchen. "Ich wills nicht haben. Ich lass mich nicht von jemandem beschenken, der mir das Leben zur Hölle gemacht hat." Alex lachte. "Ich hab dir dein Leben zur Hölle gemacht, na klar. Ich wünschte ich hätte es. Denn du hast mein ganzes Leben zerstört.", sagte sie, jetzt wirklich wütend. "Nimm das Geschenk. Es ist wichtig." Shane packte das Geschenk auf. "Ein Video?", fragte er. "Ja, hast du schön erkannt. Siehs dir an.", forderte Alex ihn auf. Shane machte den Fernseher an und schob die Kassette in den Videorekorder. Er sah Nicky grinsend vor der Kamera hocken. "Lehn dich zurück, und entspann dich", sagte Alex. Als er sah, dass Alex und Nicky sich auszogen, wollte er die Fernbedienung nehmen und abschalten. Doch Alex kam ihm zuvor: "Das lässt du schön sein, Baby. Schau dir jetzt dieses verdammte Video an", flüsterte sie wütend. Während er sich gebannt das Video anschaute, fing Alex an, ihm von hinten am Ohrläppchen zu knabbern. Dann flüsterte sie ihm zu: "Na? Was ist das für ein Gefühl, sich sowas anzuschauen?" Shane war nicht im Stande, ihr zu antworten. Er saß nur da und schaute gebannt auf den Bildschirm.

"Rache ist süß, Baby!", klang es zum Schluss aus dem Fernseher. "Und wegen diesem sch", Shane wollte etws sagen. Doch Alex hielt ihm den Mund zu. Dann setzte sie sich neben ihn auf das Sofa. Sie kam näher und führte ihre Zunge in Shanes Mund. Er wollte das ganze nicht, doch er ließ es zu. "Du bist so schwach, Baby! Warum wehrst du dich denn nicht?", fragte sie ihn leise. Er schaute sie nur an. Es schien, als könnte er nicht mehr reden. Sie stand auf und tanzte vor Shane. Dabei zog sie langsam ihre Bluse aus. "Gefällt dir das, Baby?" Mit geöffneter Bluse setzte sie sich wieder auf ihn und küsste ihn. "Sag mir: Warum hast du mich betrogen?" Tränen stiegen in ihre Augen. Sie wischte sie schnell weg. Sie wollte nicht weinen. Sie war so wütend, es war unmöglich, dass sie jetzt wieder anfing zu weinen. Shane wollte Alex wieder küssen. Doch sie verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. "Antworte mir gefälligst", schrie sie ihn an. Auch er bekam jetzt Tränen in den Augen. Alex wollte ihm noch einmal eine Ohrfeige verpassen, doch als sie ausholte, hielt Shane sie am Handgelenk fest. "Es tut mir leid. Ich wollte dir nie weh tun", antwortete er ihr nun. "Warum hast du’s dann getan?", fragte Alex. Diesmal konnte sie ihre Tränen nicht unterdrücken. Shane nahm sie jetzt fest in den Arm. Doch Alex drückte sich wieder weg. Sie haute mit ihren Fäusten gegen seine Brust. Sie wollte das nicht. Sie hatte sich den ganzen Besuch anders vorgestellt. "Alex. Du tust, als ob du stark wärst. Aber das ist nur Fassade. Eigentlich bist du ganz schwach. Du bist ganz winzig, spielst dich aber auf", schwirrte es in Alex’ Kopf herum. Alex riss sich von Shane weg. Sie stand auf und vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Sie weinte fürchterlich. Sie konnte nicht anders. "Ich hab das nicht verdient! Ich hab das einfach nicht verdient!", dachte sie immer wieder. Plötzlich brannte eine Sicherung in ihrem Kopf durch. Sie rastete aus. Sie schnappte sich den nächst besten Gegenstand und schmiss damit nach Shane. Er hielt sich schützend die Arme über den Kopf. "Was tust du da?", schrie er. "Das, was ich schon längst hätte tun sollen!", schrie sie. Sie nahm sich eine Vase und schmiss wieder damit nach Shane. "Alex! Hör auf damit!" Doch Alex beachtete ihn gar nicht. Sie nahm wieder irgendeinen harten Gegenstand und bewarf Shane damit. Endlich traf sie ihn. Aber mehr als leichten Schmerz verspürte Shane nicht. Er fasste sich an die Stirn. Alex lief in die Küche. Shane folgte ihr. "Du drehst völlig durch!", schrie Shane wieder. Alex öffnete irgendeinen Schrank und holte eine Tasse raus, mit der sie Shane auch gleich bewarf. Die Tasse zerbrach vor seinen Füßen. Sie beschmiss ihn mit Tellern und was es sonst noch so gab. Aber sie traf ihn nie richtig. "Dann muss ich wohl zu härteren Mitteln greifen", schrie sie. Sie nahm sich ein Messer. Sie lief geradewegs auf Shane zu. Dieser ging rückwärts zurück ins Wohnzimmer. Alex stand jetzt nur noch paar cm weit von ihm entfernt und fuchtelte mit dem Messer herum. Dann stürzte sie sich auf ihn. Shane wollte entweichen und machte noch einen Schritt zurück. Doch das Sofa war im Weg. Er viel längst auf das Sofa. Alex wurde mitgerissen und fiel auf ihn drauf. Sie stach das Messer ausversehen in die Sitzpolster, dicht neben Shanes Kopf. Sie zog es mit einem Ruck wieder raus und hielt es an Shanes Kehle. "Alex! Stell keine dummen Sachen an!", schrie Shane panisch. "Du mieses Arschloch! Warum hast du mir das alles angetan? Schau, was aus mir geworden ist!", schrie sie. Sie weinte, aber es waren Tränen der Wut. "Es tut mir leid. Ich wünschte ich könnte die Zeit zurück drehen, aber ich kann es nicht. Menschen machen nun mal Fehler", sagte er. "Ach, und du meinst, damit ist jetzt alles wieder in Ordnung? Es mag ja sein, dass Menschen Fehler machen, aber einige sind unverzeihlich. Genauso wie der, den du begangen hast", schrie Alex. "Du begehst gerade auch einen Fehler. Einen großen Fehler, Alex. Was hast du davon, wenn du mich umbringst?" "Was ich davon habe? Zufriedenheit und Gerechtigkeit. Du hast es nicht anders verdient, Shane", schrie sie. Sie hob ihren Arm und wollte zustechen. Wie in einem Film begang es aufeinmal heftig zu regnen und ein Gewitter zog auf. Shane konnte Alex’ Arm noch im richtigen Moment festhalten. Er stieß sie von sich weg. Sie fiel auf den Boden und stieß sich ihren Kopf am Couchtisch. Shane stand schnell auf und rannte zur Haustür. Er lief raus. Doch kaum war Shane aus der Türe, stand Alex auf und lief ihm hinterher.Es war schon Abend, also waren kaum Leute auf der Straße. Da es dazu auch noch regnete und ein Gewitter aufbrach, war wirklich so gut wie keine Menschenseele mehr da. Alex lief Shane hinterher, das Messer fest in der Hand. Sie konnte sich selbst nicht mehr kontrollieren. Leider war Shane etwas schneller als sie. Aber er verlangsamte seine Schritte, da er dachte, Alex wäre noch sehr weit entfernt. Doch er irrte sich. Alex war nur einen Meter weg von ihm. "Ich krieg dich, du Mistkerl!", schrie Alex. Er drehte sich um und sah Alex. Er wurde jetzt wieder schneller. In seinem Gesicht stand Angst geschrieben. Alex und Shane waren schon klatschnass. Der Regen strömte nur so runter. Aufeinmal war Alex ganz dicht hinter Shane. Sie holte aus und stach zu. Sie traf ihn am rechten Arm. Allerdings hatte sie ihn eher gestreift. Shane fiel hin. Er fasste sich an den Arm. "Shit!", rief er und verzog sein Gesicht schmerzvoll. Sein weißer Pulli verfärbte sich an der Stelle, an der Alex zugestochen hatte, rot. Aufeinmal stand Alex vor ihm, mit böse funkelnden Augen. "Halt still, dann geht’s ganz schnell!", sagte Alex, außer Atem. Sie wollte gerade zustechen, doch Shane rollte sich weg und stand wieder auf. Er rutschte kurz weg, aber er rannte weiter. Bei dem missglückten Versuch, Shane abzustechen, rutschte Alex weg und fiel hin. Sie lag dort und regte sich nicht mehr. Shane bemerkte, dass Alex nicht mehr hinter ihm her war. Er drehte sich um und sah Alex regungslos auf dem Boden liegen. Er ging langsam wieder zurück. Er wollte wissen, was geschehen ist. Sie lag da, mit geschlossenen Augen. "Alex? Bist du okay?", fragte er vorsichtig. Plötzlich öffnete sie die Augen und lächelte ihn an. "Oh Gott!", sagte Shane. Er hat sich mächtig erschrocken. Shane wollte wieder weglaufen. Aber Alex hielt ihn am Bein fest. Er fiel hin. Natürlich ergriff Alex diese Chance. Sie setzte sich auf seinen Rücken, hob seinen Kopf an und setzte die Messerklinge an Shanes Kehle. "Sag auf Wiedersehen, Arschloch!", sagte Alex. Plötzlich riss sie jemand grob weg. Es war Mark. Er nahm ihr sofort das Messer weg. Sie bemerkte, dass auch Kian da war. "Was wollt ihr hier? Verpisst euch!", schrie Alex. Kian hatte Shane aufgeholfen und gab ihm seine Jacke. "Kian, ruf die Polizei", rief Mark. "Wehe! Du wirst die Polizei nicht anrufen!", schrie Alex Kian an. Alex stand auf und wollte auf Kian losgehen. Doch Mark hielt sie fest. Sie versuchte sich aus seinem Griff zu befreien. Doch Mark packte sie nur noch fester. So fest, dass sie schmerzvoll aufschrie. "Lass mich los!", schrie sie. Sie strampelte rum. Kian hatte die Polizei gerufen. 5 Minuten später traf ein Streifenwagen mit Blaulicht ein. 2 Polizisten stiegen aus. Einer der beiden fragte: "Alles in Ordnung?" "Mehr oder weniger", sagte Mark. Dann kam der andere Polizist zu Alex, drehte ihre Arme auf den Rücken und legte ihr Handschellen an. Er setzte sie grob in den Streifenwagen. Tränen liefen ihr die Wangen runter. Shane stellte sich vor die Autotür, hinter der sich Alex befand. Er schaute sie an. Nicht verhasst, nicht wütend sondern mitfühlend und traurig. "Holt sie da raus. Es ist doch gar nichts passiert!", hörte sie Shane sagen. "Bist du vollkommen verrückt geworden? Sie hätte dich beinahe umgebracht!", schrie Mark ihn an. Doch Shane überhörte Marks Worte. Er schaute wieder Alex an. Er hockte sich hin und legte seine Hände auf die Scheibe. Alex lehnte ihren Kopf an die Scheibe und weinte fürchterlich. Ein Beamter kam zu Shane und sagte: "Sie müssen mit zur Wache. Sie müssen als Zeuge aussagen. Genauso wie ihre Freunde." Shane lief zurück, holte seinen Wagen und nahm Kian und Mark mit. Kian fuhr das Auto, da Shane wegen seiner Wunde nicht wirklich fähig war, das Auto zu fahren. Bei der Wache angekommen, setzte man Alex erstmal an einen Schreibtisch, genauso wie Shane und die anderen. Shane und Alex saßen sehr weit auseinander, da die Polizisten verhindern wollten, dass irgendetwas passierte. Die beiden schauten sich an. Es schien, als würden sie sich mit den Blicken etwas sagen. "Warum hat er mich in Schutz genommen? Warum wollte er, dass mich die Bullen laufen lassen?", fragte Alex sich ständig. Das fragten sich wohl alle. Und keiner konnte es nachvollziehen. Plötzlich wurde Alex aus ihren Gedanken gerissen, als sie sah, dass einer der beiden Polizisten Shane wegführte. Shane schaute Alex wie gebannt an. Erst als er in einem Raum verschwand, wendete er seinen Blick ab. Dann wurde auch Alex abgeführt. Sie sollte jetzt verhört werden. Es war wie in den Filmen: Im Raum stand ein kleiner Tisch, mit zwei rangeschobenen Stühlen und an der Wand hing ein großer Spiegel. Es war ein Spiegel, hinter dem sich jemand verbarg und in den Raum schauen konnte. Sie wusste, dass Shane hinter dem Spiegel stand. Er würde sich das Verhör mit anhören. "Setzen sie sich", sagte der Beamte. Auf seiner Polizeimarke stand Monroe. Als sie sich setzte, befreite er sie von den Handschellen. Danach schaltete er etwas ein: ein Diktiergerät. "So, Miss O’Connell. Ich werde ihnen jetzt ein paar Fragen stellen." Alex saß regungslos da. Sie nickte nicht, sie saß einfach nur da. "Dann wollen wir mal anfangen. Miss O’Connell, was hatten sie vor?" "Sie wissen doch, was ich vorhatte. Warum fragen sie dann noch?", sagte sie unhöflich. "Ich will es gerne von ihnen hören", sagte Monroe ruhig. "Ich will’s ihnen aber nicht sagen. Ich beantworte keine unnötigen Fragen." "Okay, dann frage ich anders. Hatten sie vor, Shane Filan umzubringen?" Sie wollte nicht wirklich antworten, also nickte sie nur schwach mit dem Kopf. "Warum hatten sie vor ihn umzubringen?", fragte Monroe nun. "Ichich.ich!" Alex brachte keinen Ton raus. "Ich will nicht darüber reden. Sperren sie mich bitte einfach ein", sagte sie dann. "Tut mir leid, Miss O’Connell, aber ich muss wissen aus welchem Grund sie Mr. Filan töten wollten." "Ich will es ihnen aber nicht sagen. Bitte, sperren sie mich ein. Bitte!" Sie fing an zu weinen. "Warum quälen sie sie so? Sie lässt sich freiwillig ins Gefängnis stecken! Warum tun sie ihr nicht den Gefallen und lassen sie in Ruhe?", fragte Shane den anderen Beamten, Sheffield. "Es ist unsere Pflicht", antwortete dieser ihm. Monroe verließ den Raum und ging in den Raum, in dem sich Shane befand. Die beiden Polizisten beredeten etwas miteinander. Shane konnte nicht hören, worüber die beiden redeten. Dann ging Monroe wieder zurück zu Alex. Er legte ihr wieder Handschellen an. Shane verließ den Raum und wartete darauf, dass Alex rauskommen würde. Sie kam mit gesenktem Kopf raus. Sie wurde in eine Zelle gebracht. Shane folgte ihnen. Als Monroe die Zelle aufschloss, sagte Shane: "Bitte, Officer. Sperren sie sie nicht ein." "Tut mir leid, mein Junge. Aber es geht nicht anders." Dann fügte er noch hinzu: "Sie werden in Kürze einen Brief von der Staatsanwaltschaft erhalten."

Shane durfte noch eine Weile bei Alex bleiben. "Shane, es tut mir leid. Ich weiß auch nicht, was aufeinmal mit mir los war. Du musst mir glauben. Es tut mir wirklich schrecklich leid", weinte Alex. "Ich glaube dir", erwiederte Shane. "Warum tust du das alles? Du wolltest, dass man mich frei lässt. Du verzeihst mir? Wieso? Ich hätte dich beinaheumgebracht!", weinte Alex nun noch mehr. "Ich weiß auch nicht. Vielleicht liegt es daran: Ich liebe dich, Alexandra!

"Wie kannst du mich lieben? Ich bin es nicht wert, geliebt zu werden. Man sollte MICH umbringen. Ich hasse mich selbst. Ich war nicht in der Lage, dir zu verzeihen, dass du mich mit Georgina betrogen hast. Und du verzeihst mir, dass ich dich fast ermordet habe?" "Ja, das tue ich. Ich wäre vielleicht auch über Leichen gegangen, wenn du mich betrogen hättest", sagte Shane. "Ich verzeihe dir, weil ich dich liebe. Ich kann mir nicht vorstellen, ohne dich leben zu müssen. Ich will, dass du immer an meiner Seite bist" "Shane! Ich will nicht dass du mich liebst. Ich habe es nicht verdient. Hasse mich! Vergess mich! Aber lieb mich nicht. Bitte!", schrie Alex. Shane küsste sie durch die Gitterstäbe hindurch. "Ich werde alles dafür tun, dass du hier ganz schnell wieder raus kommst", sagte er dann, nachdem er sich von dem Kuss gelöst hat. Dann kam Officer Sheffield und sagte ihm, dass er jetzt gehen müsse.

Als Shane nach Hause kam, traf er Nicky an seiner Haustür. "Was willst du denn hier?", fragte er, erstaunt, ihn anzutreffen. "Wo ist Alex?", schrie Nicky wütend. "Ich wüsste nicht, warum es dich was angehen sollte!", schrie Shane nun auch. "Es geht mich eine ganze Menge an! Also sag mir jetzt wo sie ist!" "OK, ich sags dir: Sie sitzt im Gefängnis!" "Dudumieses Schwein! Was hast du den Bullen erzählt, damit sie jetzt im Kittchen sitzt?", schrie Nicky und packte Shane am Kragen. "Ich habe gar nichts getan. Sie ist hergekommen und mit einem Messer auf mich losgegangen", sagte Shane, diesmal ganz ruhig. "Hör auf so einen Scheiß zu erzählen! Wo ist sie?", fragte er noch einmal. Nicky wollte Shane nicht glauben. "Im Gefängnis, man!", sagte Shane genervt. "Ich komme gerade von dort.Wenn du willst, kannst du dich ja selbst davon überzeugen", fügte er hinzu. Wütend machte Nicky einen Abgang.

Shane besuchte Alex jeden Tag im Gefängnis. Doch bald würde seine freie Zeit vorbei sein. Er musste mit Westlife wieder in der ganzen Welt herumreisen und auftreten. Doch er wollte es aus zwei Gründen nicht. Der erste Grund war der, dass er Alex dann nicht mehr besuchen konnte. Er wollte jetzt nicht von ihrer Seite weichen. Er wusste, dass sie ihn jetzt mehr brauchte, als je zuvor. Der zweite Grund war Nicky. Er wollte ihm nicht gegenüber treten. Und das war ja unmöglich. Doch am meisten beschäftigte es Shane, dass er Alex für eine lange Zeit nicht mehr sehen würde.

Eines Morgens ging Shane zum Briefkasten und holte seine Post. Ein Brief stach ihm sofort in die Augen. Nein, keine überhöhte Rechnung. Es war ein Brief der Staatsanwaltschaft:

Sehr geehrter Mr. Filan. Wir bitten sie in diesem Brief, am 3. Dezember im "Dublin’s Court Of Law (D.C.O.L.)", um 16.00 Uhr als Zeuge , im Falle Alexandra O’Connell auszusagen.

gez. William Martenson, Staatsanwalt "D.C.O.L."

Shane wollte nicht aussagen. Er wollte seine große Liebe nicht ins Gefängnis bringen. Er musste verhindern, dass Alex verurteilt wurde.

Shane ging wie jeden Tag ins Gefängnis, um Alex zu besuchen. Sie saß wie immer auf ihrem harten, schäbigen Bettchen, hatte ihre Beine an ihren Körper gezogen und starrte ins Nichts. Wenn Shane dann da war, sprang sie auf und ein Lächeln machte sich auf ihrem Gesicht breit. Dann war Shane auch glücklich und musste auch lächeln. Doch diesmal war es anders. Er lächelte nicht zurück und Alex’ Lächeln verschwand daraufhin auch sofort. "Was ist denn los?", fragte sie ihn traurig. Er holte etwas aus der Innentasche seiner Jacke. "Was ist das?", fragte Alex nun verwirrt. "Ein Brief. Lies ihn", antwortete Shane traurig aber dennoch bestimmt. Alex nahm den Brief verwirrt an sich. Sie las über die Zeilen. Ihre Augen füllten sich mit Tränen. "Es sollte mich nicht wundern. Oder dachtest du etwa, dass ich ein paar Tage hier bleibe und sie mich dann wieder rauslassen?", fragte sie, aber es klang eher wie eine entsetzte Einsicht. "Mir war auch klar, dass das kommen würde. Aber ich will es nicht wahrhaben", sagte Shane traurig. "Ich habe dir mein Wort gegeben, Alex. Ich werde verhindern, dass du hier eingesperrt wirst!"

Sheffield kam und brachte Shane weg. Alex und Shane küssten sich zum Schluss. Sie küssten sich so lange und intensiv, als ob es ihr allerletzter Kuss gewesen wäre.

"Mister. Ich verstehe sie nicht. Diese Frau, die sie jeden Tag besuchen, die sie jeden Tag trösten, die sie jeden Tag küssen, hätte sie beinahe auf dem Gewissen gehabt. Wieso tun sie dann das alles für sie? Wie kann man einen Menschen lieben, der so etwas grausames tut?" "Entschuldigen sie Sir, aber wahr Liebe überdauert nun mal. Ich kann sie verstehen. Ich weiß nicht, was ich in ihrer Situation getan hätte. Außerdem weiß ich, dass das eine Kurzschlussreaktion war. Sie würde sowas sonst nie tun. Dafür kenne ich sie zu gut", erwiederte Shane. Er war gekränkt. "Woher nimmt sich dieser Typ das Recht, über Alex zu urteilen? Alle sehen nur noch die kaltblütige Mörderin in ihr. Wie sie vorher war und was sie vorher gemacht hat, interessiert keinen. Außerdem kennt er sie noch nicht einmal. Dieser Typ hat höchstwahrscheinlich keinen Plan, was Liebe ist und bedeutet", dachte Shane. Er war wirklich zu tiefst verletzt.

Am nächsten Tag fuhr Shane zum "DCOL". Er musste etwas klären. Er wartete eine Weile, bis er ins Büro von Mr. Martenson reingelassen wurde. "Guten Tag Mr. Filan. Was führt sie zu mir?", fragte Mr. Martenson. "Ich habe einige Fragen, die ich gerne von ihnen beantwortet bekommen hätte", erwiederte Shane. "Nun, dann stellen sie mir doch bitte ihre Fragen." "Okay, meine erste Frage ist, ob ich Alexich meine Miss Alexandra O’Connell nicht auf Kauzion aus dem Gefängnis holen könnte." "Nein. Das ist nicht machbar. Miss O’Connell ist wegen versuchtem Mord angeklagt worden. In diesem Fall kann man jemanden nicht frei kaufen", antwortete Mr. Martenson Shanes Frage. "Dann habe ich noch eine andere Frage. Es ist so: Ich bin der Geschädigte. Und ich habe keine Klage gegen Miss O’Connell erhoben und" "Und sie fragen sich jetzt, warum wir das getan haben?", unterbrach Mr. Martenson Shane mitten im Satz. "Genau", sagte Shane, der verärgert war, dass er unterbrochen worden ist. "Nun ja, Mr. Filan. Miss O’Connell hat versucht, jemanden zu ermorden. Sie zu ermorden. Und es ist unsere Pflicht, sie anzuklagen. Alexandra O’Connell kann eine Gefahr für alle Menschen sein." "Aber ich bin der Geschädigte. Und ich will nicht, dass sie bestraft wird", schrie Shane schon fast. "Entschuldigen sie, Sir. Aber es ist unsere Pflicht. Miss O’Connell muss dafür gerade stehen, was sie gemacht hat. Eine Frage: Warum wollen sie unbedingt, dass sie verschont bleibt? Sie sind sich doch wohl im Klaren, was sie ihnen angetan hat, oder?", meinte Mr. Martenson. Shane kam schon die Kotze hoch. Er hatte es so satt, dass alle Leute immer das gleiche dachten. "Sie ist keine Mörderin!", platzte es aus Shane heraus. Er knallte seine Hand wütend auf den Schreibtisch. Mr. Martenson war sichtlich erschrocken und entsetzt. "Es tut mir wirklich leid, Sir. Aber wir können nichts für sie tun. Wir sehen uns am 3. Dezember", sagte er daraufhin und nahm das Telefon ab, das gerade klingelte. Shane stand auf und verließ das Büro. Er knallte die Tür zornig hinter sich zu. Die Empfangsdame sah erschrocken auf. Doch das kümmerte Shane recht wenig.

Die Tage vergingen sehr schnell und ehe Alex sich versah, stand der 3. Dezember vor der Tür. In ihrem Fall wohl eher vor der Zelle. Es waren nur noch wenige Stunden bis zur Gerichtsverhandlung. Shane kam auch heute wieder zu ihr. Alex hatte ihn am Vortag gebeten, ihr ein paar saubere Anziehsachen zu besorgen. Alex und Shane hielten sich die ganze Zeit fest und schauten ständig aneinander an. Irgendwann stiegen Alex Tränen in die Augen und sie fing an bitterlich zu weinen. Als Shane Alex so sah, musste er auch anfangen zu weinen. "Das Leben ist so unfair!", ging es ihm die ganze Zeit durch den Kopf. Für ihn wäre eine Strafe in Höhe von einem Monat schon der reine Wahnsinn gewesen. Er würde es nicht überstehen. Aber da Alex etwas getan hatte, dass im Gericht sehr hoch ausfiel, war ihm eigentlich schon klar, dass es Jahre sein würden, die Alex im Gefängnis verbringen würde. Dieser Gedanke ließ ihn frösteln. Er versuchte den und viele andere Gedanke zu verdrängen. Aber er schaffte es einfach nicht. Wie sollte er in einem Gefängnis auch an etwas anderes denken können? Er musste den Tatsachen ins Auge sehen.

Es war jetzt kurz vor 16.00 Uhr. Kurz vor der Gerichtsverhandlung. Shane, Mark und Kian waren als Zeugen geladen. Nicky, Bryan, Kerry, Jodie und Georgina schauten sich die Verhandlung an. Genauso wie andere Angehörige. Außerdem waren Geschworene geladen.

Die Geschworenen befanden sich schon im Gerichtssaal, genauso wie Bryan, Kerry, u.s.w.

Mark, Kian und Shane saßen auf einer kleinen Bank vor dem Gerichtssaal und warteten darauf, reingeholt zu werden und ihre Aussage zu machen.

Von Alex war allerdings noch nichts zu sehen. Doch dann wurde sie an Handschellen herbeigeführt. In Alex’ schlecht beleuchteter Zelle merkte Shane gar nicht, wie verwahrlost sie eigentlich aussah. Erst jetzt sah er, dass sie total blass und dünn war. Sie hatte dicke Augenringe und ihre Augen waren glasig. Sie sah aus, als hätte sie seit Wochen kein Auge mehr zugemacht. Dieser Anblick schmerzte Shane. Es war schrecklich für ihn, zu sehen, wie sehr Alex eigentlich leidete. Er sprang auf, küsste und umarmte sie. Kian und Mark schauten sich das alles kopfschüttelnd an. Sie konnten immer noch nicht nachvollziehen, dass Shane Alex liebte. In ihren Augen war es unmöglich, so einen Menschen zu lieben. Der Wachtmeister, der Alex festhielt, zerrte sie wieder weg. Sie sollte so viel Abstand wie möglich zu anderen Menschen haben. "Sie bahandeln sie wie eine Schwerverbrecherin!", dachte Shane verärgert. Alex wurde irgendwohin gebracht, wo sie alleine war. Man hatte die Befürchtung, sie könne irgendwas anstellen. "Was soll ich schon anstellen, wenn man mir Handschellen angelegt hat und ich von einem 2 Meter großen Gorilla festgehalten werde?", fragte Alex sich. Es war jetzt 16.00 Uhr und die Gerichtsverhandlung fing an. Alex wurde hereingeführt. Alex schaute Shane beim Vorbeigehen an. Man sah, wie viel Angst sie hatte. Kurze Zeit später wurde Shane reingerufen. "Okay. Jetzt muss ich aussagen", schoss es ihm in den Kopf. Er setzte sich. Er war total aufgeregt, schließlich war er noch nie in einem Gericht gewesen. Erstmal fragte der Richter ihn seine Daten ab. Name, Geburtsdatum u.s.w. Dann stellte er ihm eine Frage: Mr. Filan. Was ist am 23. November passiert?" "Ähmalso, es war so", stotterte er. Er sah zu Alex rüber. Diese guckte ihn angsterfüllt an. "Ja? Wie war es denn nun?", fragte der Richter ihn erwartungsvoll. "Soll ich ihm die Wahrheit sagen? Natürlich! Was denn sonst? Aber ich will Alex doch nicht weh tun. Aber ich muss trotzdem die Wahrheit sagen", ging es Shane durch den Kopf. "Also. Gegen 18.30 Uhr klingelte es an meiner Tür. Alex stand vor meiner Tür. Ich wollte die Tür sofort wieder zumachen." Warum wollten sie die Tür wieder zumachen?" "Naja, das ist eine längere Geschichte", sagte Shane und lächelte gequält. "Erzählen sie mir die Geschichte", sagte der Richter. "Ähm", sagte Shane und hustete. Er wollte ihm nicht davon erzählen. Doch er musste es. "Also", fuhr er fort. "Ich hatte Alex einen Heiratsantrag gemacht. Sie nahm ihn an. Doch bei der Hochzeit hat sie aufeinmal nein gesagt. Es hatte damit zu tun, dass ich sie vor 2 Jahrenbetrogen habe" "Wieso hat sie den Antrag dann angenommen?", unterbrach der Richter ihn dann. "Okay. Jetzt muss ich von noch viel später anfangen", dachte Shane. Dann sagte er: "Also, ich habe sie vor 2 Jahren betrogen. Deswegen hat sie mich verlassen. Ich habe sie vor ein paar Monaten wieder gesehen. Doch ich wusste nicht, dass sie es ist. Sie hatte vor, sich an mir zu rächen. Sie gab sich für jemand anderen aus. Ich kam mit ihr, bzw. mit der Person, für die sie sich ausgab, zusammen. Als wir dann zusammen waren, wurden, ich nenn es mal "Anschläge", auf mich ausgeübt" "Was waren das für Anschläge?", fragte der Richter. Alex senkte ihren Kopf. Es war fast unerträglich für sie, dass jetzt all die alten Sachen wieder rausgekramt werden mussten. "Nun ja", fuhr Shane fort. Er war nicht mehr so aufgeregt. Aber es bereitete ihm Angst, all das zu erzählen, was Alex getan hat. Er wusste, dass es ihr jetzt schlecht ging und sie das alles nicht hören wollte. "Mein Auto wurde demoliert, man hat mir Juckpulver ins Duschgel gemischt, ich habe verwelkte Rosen bekommen, denen ein Drohbrief zugelegt wurde und ein Auto wollte mich überfahren. Dieses ist allerdings absichtlich wieder weggefahren, ohne mich zu verletzen", sagte Shane. Er wollte das Verschwinden der Unterhosen nicht erwähnen. Es war ihm zu peinlich. Außerdem war es eh nicht von Bedeutung.Der Richter schaute erstaunt. Es war wahrscheinlich das letzte, mit dem er gerechnet hätte. "Stimmt das, Miss O’Connell?", fragte der dann. Sie nickte schwach mit dem Kopf. Es war ihr zu unangenehm. "All die Leute hier denken bestimmt, dass ich ein schreckliches Monster bin. Womit sie Recht hätten", dachte Alex. "Was ist dann passiert?", fragte der Richter wieder an Shane gewandt. "Naja, ich wollte sie heiraten, da ich ja nicht wusste, dass sie hinter alledem steckte. Doch bei der Hochzeit gab sie sich zu erkennen. Es war wie im Film. So unglaublich. Sie war sehr verletzt, deswegen hatte sie ein Video gedreht. Um mir zu zeigen, wie sehr sie verletzt war. Sie kam dann am besagten Tag zu mir und wollte mir dieses Video bringen. Wie gesagt, ich wollte sie erst nicht reinlassen. Doch sie schob ihren Fuß dazwischen und ging rein. Sie drückte mir das Video in die Hand und sagte mir, dass ichs mir anschauen sollte. Das tat ich dann auch. Danach fragte sie mich, was das für ein Gefühl sei, so verletzt zu werden. Sie brach in Tränen aus. Sie wurde wütend und schmiss mit Gegenständen nach mir. Irgendwann griff sie zum Messer. Ich rannte weg, doch sie lief mir hinterher. Sie erfasste mich am Arm. Aber es war keine große Wunde. Das wars." Der Richter schaute ihn an. Shane fragte sich, was jetzt passieren würde. "Sie haben sich das Video angeschaut?", fragte er dann. "Ja", antwortete Shane. Er hoffte, dass der Richter nicht fragte, was auf dem Video zu sehen war. "Was war auf dem Video?" "Na toll", dachte Shane. Man hörte, wie Alex anfing zu weinen. Am liebsten wäre Shane aufgestanden und zu ihr hingegangen. Doch das durfte er ja leider nicht. "Auf dem Video war zu sehen..wie sie.Geschlechtsverkehr mit einem Mann hat", stotterte Shane. Er wollte das eigentlich nicht aussprechen, doch er hatte keine andere Wahl. Nicky hatte das Gefühl, als ob alle wüssten, dass er der Mann war, mit dem Alex Geschlechtverkehr hatte. Alex fing nun richtig an zu weinen. Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen. Es war der pure Horror für sie.

Nach Shanes Aussage kamen noch Mark und Kian und erzählten was sie wussten. "Die Verhandlung wird unterbrochen. Wir werden uns zur Beratung zurückziehen und danach das Urteil verkünden", sagte der Richter, nach allen Zeugenaussagen. Der Richter und die Geschworenen gingen in einen Raum, indem sie sich beraten würden.

Nach einer Weile, die allen ziemlich lange vorkam, kamen der Richter und die Geschworenen wieder herein. "Bitte erheben sie sich", sagte der Richter. "Im Namen des Volkes verkünde ich folgendes Urteil: Die Angeklagte, Alexandra O’Connell, wird in eine Psychatrische Klinik eingewiesen" Bei diesen Worten blieb Alex der Mund offen stehen. Sie hätte mit allem gerechnet, aber nicht damit. Sie wollte dagegen protestieren, aber sie war so geschockt, dass sie kein Wort mehr rausbrachte. "Ich bin doch nicht verrückt!", schrie sie in Gedanken. Tränen liefen ihr die Wangen runter. Sie konnte es einfach nicht fassen. Sie würde lieber ins Gefängnis gehen, als in eine Irrenanstalt. "Zur Urteilsbegründung", fuhr der Richter fort. Dabei schaute er Alex genau an. "Miss O’Connell. Eigentlich hätten wir sie für 2 Jahre und 6 Monate ins Gefängnis bringen müssen. Durch die Anschläge die sie ausgeübt haben, die wir hier gehört haben, hätten wir ein weiteres Verfahren einleiten müssen und die Strafe wäre dann mit Sicherheit auf mindestens 3 Jahre ausgefallen. Da wir allerdings eine Psychologin ins Gericht geladen haben, haben sie Glück gehabt. Mrs. Cornwell, erzählen sie uns bitte, was ihnen aufgefallen ist." Mrs. Cornwell sagte: "Mir ist aufgefallen, dass es Miss O’Connell total fertig gemacht hat, dass ihr Freund sie betrogen hat. Und es muss sie so psychisch fertig gemacht haben, dass sie sich rächen wollte. Sie braucht unbedingt psychologische Hilfe." "Ich brauche keine psychologische Hilfe! Ich bin doch nicht verrückt! Ich gehe in keine Klapsmühle!", schrie Alex nun außer sich. Sie konnte sich diesen Mist doch nicht anhören. "Was wollen sie denn machen? Mich in eine Zwangsjacke stecken?", schrie sie weiter. Dann wurde sie grob vom 2 Meter Mann von ihrem Stuhl gezerrt und ihr wurden mal wieder Handschellen angelegt. Sie fluchte und schrie herum, sie weinte und versuchte sich zu lösen. Doch es half alles nichts. Shane stand auf. Er lief dem "Gorilla" und Alex hinterher. Er schrie: "Lasst sie in Ruhe! Sie ist nicht verrückt! Sie braucht das nicht! Lasst sie frei!" Er schrie nur noch herum, so dass er von einem Wachtmeister festgehalten werden musste.

Alex wurde in ein Auto gesetzt. Dieses Auto sollte sie in eine Klinik bringen.Shane stand vor der Autoscheibe, hinter der sich Alex befand. Sie schrie und weinte. Sie klopfte mit ihren gefesselten Händen gegen das Fenster. "Hol mich hier raus! Bitte Shane, hol mich hier raus!", schrie Alex die ganze Zeit. Aufeinmal kamen Mark u.s.w. Das Auto fuhr aufeinmal los. Alex schaute nun aus dem hinteren Fenster. Sie klopfte wild auf der Scheibe herum. Shane lief dem Auto hinterher. Doch das Auto wurde zu schnell und Shane konnte mit dem Tempo nicht mithalten. Kerry kam und umarmte Shane, der anfing zu weinen. Sie schaute dem wegfahrenden Auto hinterher. "Wann verstehst du es endlich? Es ist gut, dass Alex nun in eine Klinik kommt. Diese Frau ist nicht normal. Sie wollte dich umbringen. Verstehst du? UMBRINGEN! Das kann doch nicht angehen!", fing Mark wieder an, Shane anzuschreien. "ICH LIEBE ALEX! NICHTS UND NIEMAND KANN DARAN ETWAS ÄNDERN! DU HAST KEINE AHNUNG, MARK! DU WEIßT NICHT WAS LIEBE BEDEUTET!", schrie Shane zurück. "Vielleicht weiß ich nicht was Liebe bedeutet, aber ich weiß genau, was sie nicht bedeutet. Und zwar, zu töten. Da hört Liebe garantiert auf", sagte Mark, nun wesentlich ruhiger. "Was geht es dich denn überhaupt an?", meinte Shane, auch ein bisschen ruhiger. "Shane, du bist mein Freund, also geht es mich eine ganze Menge an. Ich will nur das Beste für dich." "Du willst das Beste für mich, ja? Das Beste, was du tun kannst, ist, dich nicht in mein Leben einzumischen." "Leider wird Alex nicht ihr ganzes Leben in der Klinik verbringen. Wenn sie wieder draußen ist, werde ich kein zweites Mal da sein, um dich vor ihr zu retten. Sie wusste ganz genau was sie tut und sie wird es noch einmal tun. Sie benutzt dich doch nur, damit sie wieder aus der Scheiße rauskommt, in die sie sich begeben hat. Aber mach was du willst", sagte Mark. "Das werde ich. Das musst du mir nicht vorher sagen."

Sobald Shane die Zeit fand, fuhr er zu Alex. Das erste Mal war echt komisch für ihn. Er hatte die schlimmsten Bilder vor Augen. Er dachte, er würde irgendeine grausame Klinik betreten, wie in Horrorfilmen. Schließlich hat er eine Psychatrische Klinik noch nie von innen gesehen, aus welchem Grund auch immer. Am Anfang sah es aus wie in einem gewöhnlichen Krankenhaus: weiße Wände, weiße Böden, weiße Kittel, weiß wo immer man auch hinsah. Der Geruch von Desinfektionsmitteln lag in der Luft. "Ich möchte zu Alexandra O’Connell", sagte Shane zu einer Frau, die hinter dem Empfang stand. Sie tippte etwas in den Computer ein und sagte: "Zimmer 347." Shane ging durch die langen Flure und suchte nach Zimmer 347. Zunächst erfolglos. Nach einigem suchen fand er das Zimmer dann doch. Plötzlich wurde Shane unwohl. Aus irgendeinem Grund, hatte er seine Zweifel, das Zimmer zu betreten. "Ich muss da jetzt rein", sagte er zu sich selbst. Er klopfte drei Mal hintereinander an die Tür. "Wer ist da?", hörte Shane eine Frau hören, die ziemlich schwach zu sein schien. "Shane." "Shane! Komm rein!", sagte die Frau erleichtert. Er ging rein und sah Alex in einem Bett sitzen. Sie sah total fertig aus. Shane umarmte sie erstmal. "Ich bin so froh dich zu sehen", sagte Alex. "Geht mir genauso", erwiederte Shane. "Shane, du musst mich hier rausholen. Du kannst dir nicht vorstellen was hier abgeht. Ich bin hier gefangen zwischen irgendwelchen gestörten Leuten, Leute die mir Angst machen. Einer will sich mit mir sogar aus dem Fenster stürzen und was weiß ich nicht noch. Es wimmelt hier nur so von Verrückten. Und das schlimmste ist, dass die Ärzte mich auch für so jemanden halten. Ich halt es hier nicht aus", sagte Alex aufeinmal, als sie sich aus Shanes Umarmung gelöst hatte. Dann sprach sie weiter: "Shane, hol mich hier bitte schnell raus. Sonst werde ich wahrscheinlich auch noch so verrückt, wie alle anderen. Dann gehöre ich wirklich hier hin!" Ihre Stimme klang tränenerstickt. Tränen stiegen ihr in die Augen. Sie wollte sie nicht unterdrücken. Das hätte sie nur zu viel Kraft gekostet. Shane umarmte sie wieder und küsste sie anschließend. "Wie soll ich das anstellen? Meinst du, wenn ich denen sage, dass sie dich rauslassen sollen, tun sie das auch? Ich kann an alledem doch auch nichts ändern. Leider", sagte Shane nun. Dann schrie Alex: "Willst du etwa, dass ich hier noch um den Verstand komme?" "Nein, aber sag mir doch was ich tun soll. Es steht nicht in meiner Macht, dir zu helfen. Ich kann es einfach nicht", sagte Shane mit einer ungewöhnlich ruhigen Stimme. Alex beruhigte sich wieder und entschuldigte sich. Sie wusste, dass Shane Recht hatte. Er konnte nichts für sie tun. Dann kam eine Ärztin rein und sagte: "Mr. Filan, wir müssen einige Tests mit ihrer Freundin machen. Darum muss ich sie jetzt bitten zu gehen. Miss O’Connell, ziehen sie sich bitte um und warten sie auf mich, bis ich sie abhole." Die Ärztin und Shane gingen aus dem Zimmer. "Ähm, entschuldigen sie", setzte Shane an. Die Ärztin drehte sich zu ihm um. "Ja?" "Was für Tests machen sie da mit meiner Freundin?", fragte Shane. "Wir testen ihre geistige Fähigkeit. Denn noch ist nicht ganz klar, ob sie wirklich psychisch gestört ist." "Das kann ich ihnen auch so beantworten: Sie ist definitiv nicht gestört." "Beruhigen sie sich wieder. Noch steht das Ergebnis ja nicht fest. Vielleicht stellt sich ja heraus, dass das alles nur ein Irrtum war." "Und was passiert dann mit ihr?" "Nun ja, eigentlich würde sie von der Klinik entlassen", sagte die Ärztin. Shanes Miene hellte sich auf und er fing an zu lächeln. "Aber da sie immer noch angeklagt ist, müssten wir sie ans Gefängnis übergeben", fuhr die Ärztin fort. Shanes Lächeln verschwand sofort. "Was?", stieß er entgeistert hervor, mehr zu sich selbst, als zur Ärztin. Da durch das Gespräch einige Zeit vergangen war, ging die Ärztin wieder in Alex’ Zimmer und holte sie. Alex wartete sitzend auf dem Bett. Shane starrte immer noch entgeistert auf den weißen Boden. Im Vorbeigehen sagte Alex: "Komm mich bald wieder besuchen."

Shane hatte seine Freunde angerufen, das heißt Bryan, Kerry und Nicky. Er hatte sich inzwischen wieder mit ihm vertragen. Georgina wollte er allerdings nicht sehen, was natürlich verständlich war. Genauso wenig wie Kian und Mark, da sie sich gegen ihn und vor allem gegen Alex stellten. Die anderen standen ihm trotz allem bei. Dafür war er seinen Freunden sehr dankbar.

Er erzählte ihnen davon, dass er Alex besucht hatte, wie angeschlagen sie sei und natürlich auch was er von der Ärztin erfahren hatte. "Und ich dachte, dass der Alptraum irgendwann ein Ende nimmt", meinte Shane verzweifelt. "Mein Leben ist komplett zerstört. Total nutz- und sinnlos." "Sag sowas nicht. Irgendwann ist das alles bestimmt vorbei und dann geht’s wieder aufwärts", versuchte Bryan Shane aufzubauen. "Dass ich nicht lache. Mein Leben wird nie mehr so wie vorher sein. Auch wenn alles wieder in Ordnung kommt, wobei ich bezweifle, dass das so schnell passiert, dann werde ich trotzdem immer die Erinnerung an eine furchtbare Zeit voller Leid haben. Und das macht mir mein Leben unmöglich", sagte Shane. Er hat schon seit einer Ewigkeit kein Auge mehr zugedrückt. Es nahm ihn alles total mit. Die anderen saßen nur so da und schwiegen. Ihnen war die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben. Sie machten einen mitfühlenden und verzweifelten Gesichtsausdruck. Es nahm wohl jeden ein wenig mit. Vorallem deswegen, weil ihr Freund so sehr darunter litt. "Wir müssen optimistisch sein und weiter hoffen", sagte Kerry nun. "Optimismus und Hoffnung sind mir schon seid Langem ein Fremdwort", sagte Shane bestürzt.

Es verging ein hartes Jahr..

Shane lag wach im Bett. Er war sehr müde, trotzdem konnte er nicht einschlafen. Es war wie jede Nacht.Tausend Gedanken kreisten in seinem Kopf herum. Er war am Boden zerstört. Er konnte Alex nicht helfen und das war, was ihn so verrückt machte. Er würde sein Leben nicht mehr in den Griff bekommen. Irgendwann fielen ihm die Augen einfach zu und er schlief.

Am nächsten Tag fühlte er sich einfach nur beschissen. Er wusste, dass dieser Tag genauso grauenvoll werden würde, wie jeder andere auch und dass er nachts wieder schreckliche Gedanken bekommen würde, die ihn nicht einschlafen ließen.

Er fuhr wieder zur Klinik um Alex zu besuchen. Als er der Empfangsdame bescheid sagte, dass er in Zimmer 347 gehen würde, sagte sie ihm: "Tut mir leid, aber es werden gerade Tests mit ihr durchgeführt." Bei diesen Worten überkam Shane eine Gänsehaut. Sie redeten über Alex, wie ein Versuchstier in einem Labor. "Ach, da kommt sie ja schon", meinte sie dann und nickte mit dem Kopf in dir Richtung, aus der Alex kam. Alex rann los und umarmte Shane stürmisch, überglücklich ihn zu sehen. Dann küssten sie sich. "Guten Tag, Mr Filan", sagte die Ärztin, mit der er letztens gesprochen hatte, mit einem Lächeln. Er erwiederte ihren Gruß und schüttelte ihre Hand. "Ich habe gute Nachrichten für sie. Dehr gute sogar." "Wirklich? Was sind das denn für tolle Nachrichten?" Shane übertrieb es ein wenig und man merkte sofort, dass er dachte, dass die guten Nachrichten, eigentlich schlechte waren. "Nun ja. Wir haben durch die Tests herausgefunden, dass ihre Freundin schon seit Längerem unter Depressionen leidet. Das an sich ist natürlich keine gute Nachricht. Aber das: Ich habe mit dem Staatsanwalt geredet, der in ihrer Sache ermittelt. Ich konnte ihn überzeugen, die Klage zurückzunehmen. Ihre Freundin muss außerdem nicht mehr in der Klinik bleiben. Unter einer Bedingung: Sie muss trotz allem weiter in Behandlung bleiben, damit wir etwas gegen ihre Depressionen tun können. Aber sie kann wieder nach Hause." Shane konnte nicht fassen, was er gerade eben gehört hatte. "Ist das ihr Ernst?", fragte er ungläubig. "Ja, allerdings", sagte sie und lachte kurz auf. Shane nahm Alex in den Arm und drückte sie fest, bevor er sie leidenschaftlich küsste. Alex lächelte so sehr, wie Shane es noch nie gesehen hat. Endlich war es vorbei. Alex packte ihre Sachen und ging dann zusammen mit Shane zu seinem Auto. Im Gehen sagte sie zu ihm: "Eigentlich würde ich jetzt vor Freude weinen, aber ich habe in letzter Zeit so viel geweint, dass es mir schon aus dem Hals raushängt." Shane musste lachen. "War das so lustig?", fragte Alex und musste auch lachen. Er nickte nur. Am Auto angekommen, öffnete er ihr die Beifahrertür. Alex wollte einsteigen doch sie drehte sich erstmal noch zu Shane um. "Ich muss dir was wichtiges sagen", sagte sie dann. Shane konnte nicht interpretieren, ob sie jetzt was gutes oder was schlechtes zu sagen hatte. "Was denn?" "Ich liebe dich!" Shane lächelte. "Ich hab dir etwas noch viel wichtigeres zu sagen: Ich liebe dich auch." Sie küssten sich wieder. Diesmal so lange, dass sie dachten, eine Ewigkeit wäre vergangen. Allerdings hatten sie ja einiges nachzuholen. Zu Hause bei Shane angekommen, setzten sie sich erstmal aufs Sofa und schauten sich ganz tief in die Augen. Irgendwann wendete Alex ihren Blick ab und schaute sich im Raum um. "Es ist wunderschön hier zu sein", sagte sie dann. "Nein, es ist schön dich hier zu haben", sagte Shane und lächelte zuckersüß. Alex kam näher und gab ihm einen kleinen Kuss. "Du hast mir so gefehlt", sagte Shane. "Und du mir erst." "Shane?" "Ja?" "Wie kann ich das alles gut machen?" "Was meinst du?" "Du weißt schon! Ich will es nicht aussprechen." "Ach, das meinst du." Beschämt schaute Alex auf ihre Hände, mit denen sie aus Nervosität rumspielte. "Du musst mir versprechen, mich zu lieben und für immer bei mir zu sein", antwortete Shane auf ihre Frage. Sie sah auf und lächelte Shane an. "Ich verspreche es. Ich werde dich immer lieben!"

Sie lagen auf dem Sofa, starrten ins Leere und schwiegen. Sie wollten einfach nur die Wärme des Anderen spüren und dessen Atem hören. Alex schien es so zu beruhigen, dass sie irgendwann einschlief. Shane stand sanft auf, um sie nicht zu wecken und legte dann eine warme Decke über ihren Körper. Danach rief er Nicky an und erzählte ihm, was heute passiert war. Er, Kerry und Bryan sollen heute zu Abend bei ihnen Essen.

Als Alex aufwachte, war es schon dunkel. Shane erzählte ihr, dass Bryan, Kerry und Nicky zum Abendessen kommen würden. Hektisch stand sie auf und lief ins Bad. Sie machte sich schnell fertig. "Aber ich hab doch die ganze Zeit geschlafen. Wie soll ich so schnell jetzt was vorbereiten?", fragte sie schon fast panisch. "Gar nicht. Ich hab das schon erledigt", sagte Shane und grinste anerkennend. Alex musste lächeln, ging auf ihn zu und küsste ihn flüchtig. "Du bist ein Schatz", sagte sie. "Ich weiß!"

Es war 20.00 Uhr und die Gäste kamen. Erst kam Kerry angerannt und umarmte Alex stürmisch. Sie hatte Freudentränen in den Augen. "Oh mein Gott, es ist so schön, dass du wieder da bist. Ich kanns noch gar ncht glauben." Bei diesen Worten bekam auch Alex Tränen in die Augen. Es rührte sie, dass sie so lieb empfangen wurde, obwohl sie Schreckliches getan hatte. Dann kam Bryan, der sich auch total freute, Alex zu sehen. Bei Nicky war das alles schon anders. Es war ihr peinlich, ihm gegenüber zu stehen. Vorallem in Shane’s Gegenwart. Alex lächelte gequält und nahm Nicky zögernd in den Arm. Doch kurz danach löste sie sich von der Umarmung. Sie wollte ihn nicht anfassen oder spüren. Das hatte sie ja schon zu Genüge getan. Nicky hatte auch seine Hemmungen, daher war es ihm nur Recht, dass Alex sich sofort wieder von ihm löste. Nachdem sie sich alle begrüßt hatten, gingen sie Essen. Alex und Shane servierten zusammen das Essen. "Mmhdas sieht aber lecker aus", sagte Kerry. "Es sieht nicht nur so aus, es schmeckt auch so", sagte Bryan mit vollem Mund, der natürlich schon den halben Teller aufgegessen hatte. Alle mussten lachen. Sie redeten über viele Sachen. Unter anderem auch über die Zeit in der Klinik, in der Alex verbracht hatte. Da sie allerdings nicht wirklich darüber reden wollte, wechselten sie das Thema. Alex vermied jeglichen Blickkontakt mit Nicky. Wenn sie ihn ansah, kamen ihr die schrecklichen Bilder von dem, was sie getan hatten, in den Kopf. Es widerte sie an. Um ca. 22.00 Uhr verabschiedeten sie sich und gingen. "Das war ein toller Abend, nicht wahr?", meinte Shane. "Ja, ich fand ihn auch richtig schön", sagte Alex. Dann gingen sie ins Bett. Alex kuschelte sich ganz nah an Shane und schlief, mit einem Lächeln auf den Lippen, ein.

Es vergingen einige Monate. Westlife waren wieder unterwegs. Shane verstand sich noch nicht so richtig mit Kian und Mark. Da die Band aber sehr wichtig für alle war, versuchten sie, sich zusammenzuraufen. "Shane, du bist mein Freund. Ich will nicht, dass wir uns streiten und damit möglicherweise auch noch das Bestehen unserer Band gefährden", sagte Kian. Mark stimmte ihm zu. "Es ist schön, dass ihr es endlich eingesehen habt", meinte Shane. "Moment", sagte Kian. "Ich will nur sagen, dass zwischen uns wieder alles in Ordung sein kann. Aber du musst akzeptieren, dass wir nicht auf Alex’ Seite stehen. Wir sind ihr gegenüber, immer noch misstrausich." "Alles klar! Und dann erwartet ihr von mir, dass ich das so hinnehme? Ich glaub ihr spinnt!", sagte Shane wütend. "Es tut uns Leid, aber du kannst nicht von uns erwarten, dass wir jetzt ganz plötzlich wieder mit ihr auskommen werden", sagte Mark nun. "Und ihr könnt nicht von mir erwarten, dass ich das akzeptiere!", schrie Shane fast schon und lief aus der Garderobe. Die restlichen vier starrten sich an. "Wo er Recht hat", kommentierte Bryan.

Nach einigen Gesprächen mit Mark und Kian, war wieder alles in Ordnung. Die beiden sahen ein, dass Alex krank ist und nichts dafür kann. Es war fast wieder eine heile Welt. Nur noch die Erinnerungen brachten die schlechten Zeiten zurück. Aber alle versuchten diese Zeiten zu vergessen. Wie Kerry immer sagt: "Man sollte im Hier und Jetzt leben. Das Vergangene hinter sich und das Zukünftige auf sich zu kommen lassen."

An einem schönen Tag fuhren Shane und Alex zum Lough Gill und schauten sich den Sonnenuntergang an. Sie saßen allein auf einer Klippe. Keine andere Menschenseele war dort. "Du bist so unendlich romantisch", sagte Alex. Sie sah Shane nicht an, aber sie spürte wie er lächelte. "Es ist einfach wunderschön hier", sagte Alex weiter. "Dieser Sonnenuntergang, ist das schönste, das ich jemals in meinem Leben gesehen hab." "Ich finde, du bist das schönste, das ich jemals in meinem Leben gesehen hab", sagte Shane. Alex sah ihn an. Er kam mit seinem Kopf immer näher, und setzte zu einem Kuss an, der endlos zu sein schien. "Wow", kam es von Alex. "Das war fantastisch!" Beide fingen an zu lachen. Dann standen sie auf. Sie standen sich gegenüber und schauten sich an. Dann nahm Shane Alex’ beiden Hände und hielt sie fest. Er fing an zu reden: "Alex, ich liebe dich über alles. Du bist das beste, was mir passieren konnte. Ich hab gesehen, dass wir sogar die härtesten Zeiten überstehen können. Die Vorfälle in letzter Zeit haben mir gezeigt, dass unsere Liebe endlos ist und durch nichts zerstörbar. Wir gehören einfach zusammen." Er ließ ihre rechte Hand los und ging auf die Knie. "Oh mein Gott", flüsterte Alex. Tränen stiegen in ihre Augen. Sie ahnte, was jetzt kam. In Shane’s Augen bildeten sich auch schon kleine Tränen, dann redete er weiter: "Alex, ich will mit dir alt werden, deswegen frag ich dich" Er holte eine kleine Schatulle aus seiner Jackentasche. "Willst du mich heiraten?" Ihm liefen die Tränen die Wangen runter. Alex weinte schon in Strömen. "Ja, ich will!", sagte sie mit weinerlicher Stimme. Shane stand auf, steckte ihr den Verlobungsring an den Finger und umarmte sie. Anschließend verfielen sie in einen Kuss, der so lange andauerte, dass sie dachten, die Zeit wäre stehen geblieben. Sie weinten zusammen.

"Ich liebe dich, Shane!"

Am nächsten Tag teilten sie den anderen diese wunderbare Neuigkeit, beim Essen in einem Restaurant, mit. Kerry brach in Freudentränen aus und umarmte Alex und Shane erstmal. Sie war total gerührt. Dann kamen die anderen, umarmten Alex und Shane und wünschten ihnen alles Glück der Welt. Während des Essens erzählten sie, wie Shane den Heiratsantrag gemacht hatte. Alex musste dabei wieder ein bisschen weinen. Kerry hielt dann ihre Hand und lächelte ihr lieb zu. "Ich freue mich ja so für euch", sagte sie dann.

Alex und Shane waren mitten in den Hochzeitsvorbereitungen. Einladungen schreiben, Ort der Trauung und Feier aussuchen, Priester aussuchen u.s.w.! Mittlerweile hat die Presse auch schon davon erfahren und die Westlife-Fans freuten sich (die Fans wussten schon seit Längerem, dass Shane eine Freundin hat). Shane hat dafür gesorgt, dass die Presse nichts von dem versuchten Mord erfährt. Allerdings haben sie mitgekriegt, dass Alex in einer Klinik war. Als Grund gaben sie Depressionen an, was ja auch stimmte. Aber wie es dazu kam, dass sie in die Klinik eingewiesen wurde, hatten sie selbstverständlich nicht erzählt.

Shane musste sich einen Smoking besorgen, Alex ein Brautkleid. Sie mussten noch Kleider für die Brautjungfern aussuchen, schließlich musste jede das gleiche Kleid anhaben. Außerdem mussten beide noch ihre Trauzeugen auswählen. Sie waren also ziemlich im Stress. Sie freuten sich dennoch und konnten es kaum erwarten, vorm Altar zu stehen. In einem Gespräch mit Mark und Kian, sagte Kian zu Alex: "Ich hoffe, du wirst nicht das gleiche abziehen, wie letztens, als du mit Shane vorm Altar standst!" "Komm mal wieder runter! Du weißt ganz genau, weswegen ich das alles getan habe. Shane hat mir verziehen, ich hab ihm verziehen und wir lieben uns! Wenn man dich so reden hört, könnte man glauben dass du neidisch bist!", sagte Alex wütend. "Neidisch? Worauf? Dass Shane eine kleine, kranke Psychopathin heiratet? Nein, da kann ich wirklich nicht neidisch sein!", sagte Kian jetzt auch mit wütendem Ton. Mit diesem Kommentar hatte Kian sich eine schallende Ohrfeige eingehandelt. "Du blödes Arschloch!" Weinend lief sie davon. "Ich kann dich ja irgendwie verstehen, aber musste das jetzt sein?", fragte Mark.

Endlich war der große Tag gekommen. Viele Fans und Journalisten waren anwesend. Shane und Alex heirateten in Knockmore, ein Städtchen in der Nähe des Lough Conn (Mayo).

Kerry half Alex gerade beim Anziehen des Brautkleides. "Du siehst echt traumhaft aus", meinte sie. "Vielen Dank", sagte Alex mit einem breiten Grinsen. "Wie fühlst du dich eigentlich? Ist dir immer noch so schlecht, wie heut Morgen?", fragte Kerry sie dann. "Ähmmittlerweile geht’s mir eigentlich schon besser." Kerry bemerkte, dass Alex nervös wurde. "Was ist denn los?" "Ich muss dir was sagen, Kerry!" Alex flüsterte ihr etwas ins Ohr. "Oh mein Gott! Das ist nicht wahr, oder?" "Doch!" "Das ist ja großartig!", freute sich Kerry. "Großartig?" "Ja nicht?" "Also, ichich weiß nicht! Ich hab Angst vor Shane’s Reaktion." "Mach dir da mal keine Sorgen. Er wird sich auf jeden Fall freuen. Das ist das schönste Geschenk, dass du ihm machen kannst." Beide lächelten sich an. Molly, die natürlich auch da war, fragte neugierig: Was los? Ich will auch wissen!" Kerry und Alex mussten lauthals loslachen. Es war einfach zu süß. "Du wirst es schon noch erfahren, meine Kleine", antwortete Kerry ihrer Tochter.Dann half Kerry Alex weiter mit Schminken und Frisieren.

Es waren nur noch paar Minuten bis zur Trauung. Langsam wurde Alex nervös. Und dann war es auch schon so weit. Sie saß alleine in diesem kleinen Hinterraum. Kerry stand schon vorne am Altar. Alex wollte, dass Kerry ihre Trauzeugin werden würde. Shane nahm Bryan als Trauzeugen, weil dieser Shane damals, als er Kerry heiratete, auch als Trauzeugen nahm. Es erklang Musik: der Hochzeitsmarsch. "Oh Gott, ich muss da jetzt raus", dachte Alex. Also ging sie los. Finbar, Shane’s Bruder, führte sie zum Altar. Langsam gingen sie den Gang entlang. Alex schaute die ganze Zeit Shane an, obwohl er mit dem Rücken zu ihr gedreht war. Er wollte Alex erst sehen, wenn sie neben ihm stand. Dann stand sie am Altar. Shane schaute Alex an. Es verschlug ihm fast die Sprache. "Oh mein Gott, bist du es Alex?", fragte er erstaunt. "Ja, das bin ich", sagte sie und lachte. Sie hätte ihn gern geküsst, doch sie warteten auf den "ganz besonderen Kuss". Der Pfarrer erzählte etwas über die Bedeutung der Ehe und so weiter. Dann kamen die Gelübde. Shane fing an zu erzählen: "Alexandra, du machst mich zum glücklichsten Mann auf dieser Welt. Du bist etwas ganz besonderes für mich. Unsere Liebe ist wirklich unsterblich. Wie du weißt, hatten wir eine schwerwiegende Krise. Die meisten Leute hätten sowas nicht überstanden. Es war wirklich sehr heftig, was wir durchgemacht haben. Aber wir haben trotzdem weitergemacht. Das alles hat mir gezeigt, wie sehr ich dich eigentlich brauche. Es tut mir von ganzem Herzen Leid, dass ich dir damals so weh getan hab. Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurückdrehen. Aber ich kann es leider nicht. Umso mehr freut es mich, dass wir beide jetzt, in diesem Moment hier stehen. Ich liebe dich!" Alex weinte mal wieder in Strömen. Kerry tat es ihr gleich. Selbst die Männer hatten feuchte Augen. "Scheiße, ich bin so eine Heulsuse!", sagte Alex und lachte und versuchte damit, aufzuhören zu weinen. Gelächter ging durch die Kirche. Auch Shane musste lachen. Dann fing Alex an, ihr Gelübdnis vorzutragen: "Es tut mir alles so unendlich leid. Ich verstehe eigentlich gar nicht, warum ich heute hier stehen darf. Ich bin es eigentlich nicht wert, deine Frau zu sein. Ich hab dir so viele schlimme Sachen angetan. Und dennoch liebst du mich. Warum? Wie kannst du ein Monster wie mich lieben? Ich glaube, diese Frage werde ich mir bis zu dem Tag, an dem ich sterbe, stellen. Aber ich hoffe, du wirst da sein, wenn ich sterbe. Denn du bist alles was ich habe. Ich liebe dich bis an mein Lebensende. Nichts und niemand wird das jemals ändern können." Alex weinte die ganze Zeit. Sie bat Kerry, ihr ein Taschentuch zu überreichen. Sie wischte sich die Tränen weg. Shane liefen die Tränen auch nur so runter. "Ich hoffe, man konnte verstehen was ich gesagt habe", sagte Alex und musste wieder lachen. Die Leute fanden sie wohl sehr witzig und lachten, genauso wie sie, mit Tränen in den Augen. Dann kam der entscheidende Moment immer näher. Der Pfarrer fragte Shane: "Shane Filan. Wollen sie die hier anwesende Alexandra O’Connell, lieben und ehren, in guten, wie auch in schlechten Zeiten, bis dass der Tod sie scheidet? Dann antworten sie mit "Ja"." "Ja, ich will", sagte Shane und lächelte die weinende Alex von der Seite an. Dann wendete der Pfarrer den Blick auf Alex und fragte auch sie: "Alexandra O’Connell. Wollen sie den hier anwesenden Shane Filan, lieben und ehren, in guten, wie auch in schlechten Zeiten, bis dass der Tod sie scheidet? Dann antworten auch sie mit "Ja"." "Ja, ich will", antwortete sie. "Ich bitte sie, jetzt die Ringe auszutauschen", fuhr der Pfarrer fort. Alex drehte sich zu Kerry, die ihr den Ring entgegenstreckte. Sie nahm ihn und steckte ihn Shane an den rechten Ringfinger. Dann drehte Shane sich zu Bryan und nahm den Ring. Er steckte ihn Alex an ihren rechten Ringfinger. Dann sagte der Pfarrer: "Sie dürfen die Braut jetzt küssen!" Das ließ sich Shane natürlich nicht zwei Mal sagen. Sie küssten sich sinnlich und innig. Sie schlangen die Arme um den Körper des jeweils anderen. Sie wünschten sich, dass dieser Moment niemals aufhören würde. Es war das absolut beste Gefühl, dass die beiden jemals empfunden haben. Alle Anwesenden klatschten.Irgendwann lösten sie sich voneinander und lächelten sich an. Sie flüsterten sich ein leidenschaftliches "Ich liebe dich" zu. Dann fassten sie sich an die Hand. Wieder fing Musik an zu spielen. Dann marschierten beide den Gang entlang. Draußen vor der Kirche stand eine prächtige, weiße Kutsche, an die zwei Pferde gespannt waren. Als sie hinaustraten kreischten die Fans. Sie stellten sich hin und küssten sich wieder. Das freute die Journalisten, die gleich drauf los fotografierten. Die Fans kreischten jetzt nur noch lauter. Dann stiegen Shane und Alex in die Kutsche. Nach und nach kamen die Gäste aus der Kirche. Kerry und Bryan stiegen in eine Limousine. Nicky, Mark und Kian stiegen in eine Zweite. Die beiden Limousinen fuhren der Kutsche hinterher. Die beiden Autos hupten ohrenbetäubend. Einige der Fans heulten sogar, da sie das alles so schön fanden. Alex und Shane winkten den Fans im Vorbeifahren zu. Die Verwandten und Freunde, außer halt Nicky und Co fuhren schon ein Mal vor. Sie würden sich dann an dem Ort, an dem die Hochzeit gefeiert werden sollte, treffen. Es war zu erwarten, dass dort wieder einige Fans stehen würden. Die ganze Kutschenfahrt lang, küssten sich Shane und Alex. Sie lösten ihre Lippen keine Sekunde von einander. Es sei denn, sie wollten dem Anderen sagen, wie sehr sie ihn liebten.

Shane und Alex feierten auf einem kleinen Anwesen in Corroy. Als sie dort ankamen, waren Freunde und Verwandte schon dort. Kurz danach trafen auch Bryan, Kerry, Mark, Kian und Nicky ein. Wie erwartet, standen dort ziemlich viele Fans. Als Alex und Shane aus der Kutsche stiegen, winkten sie den Fans zu und küssten sich.

Sie hatten eine große, fünfstöckige Torte, mit dem berühmtberüchtigten Hochzeitspaar oben drauf. Molly war schon richtig heiß darauf, die Torte zu probieren. Sie versuchte an die Torte ranzukommen, allerdings war der Tisch zu hoch, also kam sie nicht dran. "Molly Kleines, lass das bitte. Du bekommst später auch ein Stück Torte", sagte Bryan mahnend zu seiner Tochter. Daraufhin fing sie an zu weinen. Alex, die die Szene mitbekommen hatte, bückte sich zu Molly runter und sagte: "Nicht weinen, meine Kleine. Ich verspreche dir, dass du gleich ein Stück Torte bekommst. Nein, sogar zwei aufeinmal. Und diese Stücke werden rieeeesig sein!" "Wirklich gaaaanz riesig?" "Ja! Du, meine Kleine, bekommst die größten Stücke überhaupt. Denn du bist mein Ehrengast." "Danke, Tante Alex. Ich hab dich lieb." Molly kam zu Alex und schlang ihre kleinen Ärmchen um sie. Alex lächelte. Molly war einfach zu süß. Bryan musste auch lächeln. "Du kannst echt gut mit Kindern umgehen", sagte er dann. "Findest du? Danke!", meinte Alex. "Tante Alex? Kannst du mich zu Mama nehmen?", fragte Molly. "Na klar!" Alex nahm Molly hoch und marschierte, mit ihr auf dem Arm, zu Kerry. "Du machst eine verdammt gute Figur mit einem Kind auf dem Arm", sagte Kerry grinsend. Alex lachte.

Die Gäste setzten sich und aßen was. Dann gab es die Torte. Wie versprochen bekam Molly zwei Stücke. Dann wurde getanzt. Nach einer ganzen Weile wurde das Brautpaar aufgerufen. Sie sollten als einzige auf der Tanzfläche tanzen. Sie entschieden sich zu dem Lied "Unchained Melody" zu tanzen, da es langsam und romantisch war. Kerry fing an zu heulen. "Warum weinst du denn jetzt?", fragte Nicky sie. "Ich muss an den Film "Ghost" denken. Der war sooo traurig!" Nicky fing lauthals an zu lachen. Dafür wurde er von Kerry auf die Schulter gehauen und eines bösen Blickes gewürdigt. Der Tanz von Shane und Alex war filmreif. Nichtmal im Märchen hätte es schöner sein können. Als das Lied zu Ende war, standen die beiden immer noch Arm in Arm auf der Tanzfläche. Es wurde ganz still. Es war ein Anblick für die Götter. Total romantisch. Langsam lösten sie sich voneinander. Es wurde geklatscht und gejubelt. Alex setzte sich hin. Dann wurde wieder Musik gespielt. Schnellere Musik, damit es nicht langweilig wurde und die Leute sich amüsieren konnten. Shane kam zu Alex. Sie lächelten sich an. "Das war wunderschön, findest du nicht auch?", sagte Alex. "Ja, geht mir genauso. Einfach atemberaubend. Mir kommt das alles vor wie ein Traum." "Da bist du nicht der einzige. Ich glaub, ich hab das alles noch gar nicht richtig realisiert." Dann schrie sie aufgedreht: "Oh mein Gott, wir sind verheiratet!" Sie umarmte Shane wild. Beide mussten lachen. Sie machten sich zum tausendsten Mal an diesem Tag ein Liebesgeständnis. "Ich wünschte, dieser Tag würde nie enden", sagte Shane.

Es sind zwei Stunden vergangen. Jeder hatte Spaß und war glücklich. Shane kam mit zwei Gläsern Champagner zu Alex an den Tisch. "Ähmich will keinen Champagner, danke.", sagte Alex schnell. "Was? Du trinkst schon die ganze Zeit nur O-Saft. Was ist denn los? Wir feiern gerade Hochzeit und da trinkt man für gewöhnlich Champagner", sagte Shane. "Ja, schon. Aber mir ist nicht nach Champagner." "Oh, willst du Wein? Ich hol dir schnell welchen." Shane wollte gerade Wein holen als Alex ihn am Arm packte. Er drehte sich überrascht wieder um. "Shane, ich muss dir was Wichtiges sagen. Setz dich bitte." "Okaywas muss ich befürchten?", fragte Shane unsicher. Alex schluckte vor Angst. "Okay, es ist so. Ich hab mich heute Morgen total schlecht gefühlt. Ich musste mich sogar übergeben. Ich habe in einer Zeitschrift gelesen, dass es an der Nervosität liegt, die man vor dem Heiraten hat. Allerdings habe ich gemerkt, dass meine Tage schon seit 4 Tagen fällig sind. Aus Sorge und Panik bin ich zur nächsten Drogerie und hab mir einen Schwangerschaftstest besorgt." Alex rasselte alles runter, damit Shane keine Zeit hätte, dazwischen zu reden. Shane sah Alex mit weit aufgerissenen Augen an. Er ahnte schon, was sie sagen würde. Trotzdem fragte er sie: "Und?" "Der Test ist..positiv ausgefallen." Alex schaute auf den Boden. Sie hatte Angst. Sie wusste nicht, wie Shane reagieren würde. "Oh mein Gott", sagte er nur. Dann stand er auf und ging weg. Alex fing an, bitterlich zu weinen. Sie rannte aus dem Saal. Kerry lief ihr hinterher. "Süße, was ist denn passiert?" "Ich hab Shane von meiner Schwangerschaft erzählt. Und er hat sich nicht gefreut, so wie du es mir gesagt hast. Er hat "Oh mein Gott" gesagt und ist abgehauen. Was soll ich denn jetzt machen?" Kerry konnte fast kein Wort verstehen, so sehr weinte Alex. "Oh nein", sagte Kerry bestürzt. Dann hörten sie, dass die Band aufgehört hatte zu spielen und stattdessen Shane anfing, etwas zu sagen: "Leute, könnte ich kurz um eure Aufmerksamkeit bitten? Ich muss etwas ganz Wichtiges verkünden." Unsicher trat Alex hinaus. Ihre Schminke war durch das Weinen total verlaufen. Shane winkte sie zu sich her. Langsam und verwirrt ging sie zu ihm auf die Bühne. "Was tust du da?", fragte sie ihn flüsternd. Doch er achtete nicht auf ihre Frage. "Also, wie gesagt, ich muss euch was ganz Wichtiges erzählen. Und zwar: Ich habe gerade erfahren, dass ich Vater werde. Somit ist mein Glück perfekt. Das ist ohne Zweifel, das schönste Hochzeitsgeschenk. Sorry Leute, damit will ich euch nicht zu nahre treten", lachte Shane. Die Leute mussten auch lachen und beklatschten die "frohe Botschaft". Alex grinste von einem Ohr bis zum Anderen. Dann haute sie Shane "liebevoll". "Wofür war der jetzt?" "Das fragst du auch noch? Du hast mir eine Heidenangst eingejagt. Ich dachte, du würdest dich nicht über das Baby freuen. Ich hab gedacht, ich müsste das kleine, süße Ding abtreiben. Mach sowas nie wieder, hörst du?" Alex versuchte ernst zu bleiben, aber das gelang ihr nicht so ganz. Sie fing an, laut los zu lachen. Shane lachte auch und nahm sie in den Arm. "Die beiden sind einfach das perfekte Paar", sagte Nicky an Mark gewandt. "Naja, wie man’s nimmt.", erwiederte dieser. "Wie meinst du das?", fragte Nicky verwirrt. "Er meint: Schon komisch, dass man erst versuchen muss seinen Partner umzubringen, um zu merken, wie sehr man ihn liebt. Zum Glück macht das nicht jeder Mensch", mischte Kian sich ein. Eigentlich wäre Nicky jetzt total wütend geworden, doch er hatte keinen Bock sich jetzt aufzuregen. Er rollte nur genervt mit den Augen und ging weg. Der restliche Abend verlief echt gut. Alle amüsierten sich prächtig. Langsam aber sicher ging der Abend zu Ende. Für die meisten Gäste war der Weg nach Hause zu weit, deshalb hatten sie in Hotels eingecheckt, in denen sie jetzt übernachteten. Als Alex und Shane hinaustraten standen noch einige, wenige Fans da. Nicky sagte: "Unglaublich, dass diese Fans hier so lange rumgestanden haben!" Shane und Alex stiegen in die Kutsche. Alex legte ihren Kopf auf Shane’s Schulter. "Man, das ist so traurig", sagte sie dann. "Was meinst du?", fragte Shane. "Der Tag ist schon vorbei. Er verging so unglaublich schnell. Ich will nicht dass der Tag schon zu Ende ist", sagte sie mit weinerlicher Stimme. "Weinst du etwa?", fragte Shane und musste lachen. "Machst du dich über mich lustig, oder wie soll ich dein dummes Lachen verstehen?", fragte sie ein bisschen beleidigt. "Man, bist du süß. Nein, ich mache mich natürlich nicht über dich lustig. Ich liebe dich einfach." "Okay, du hast Glück gehabt. Ich verzeihe dir ausnahmsweise. Aber glaub ja nicht, dass du dich mit einem "Ich liebe dich einfach" zukünftig immer aus der Affäre ziehen kannst." Sie lächelte. "Tut mir Leid, aber ich muss dich einfach küssen", sagte Shane und setzte, was er gesagt hatte, in die Tat um. "Ich freu mich schon total auf unser Baby", sagte er dann. "Und ich erst. Wo wir schon bei dem Thema sind. Willst du, dass dies unser einziges Kind ist?", fragte Alex und zeigte auf ihren Bauch. "Nein. Ich will ungefähr sieben Kinder." "Hey", sagte Alex empört. "Vergiss nicht, dass ICH die jenige bin, die die Kinder zu Welt bringen muss." Shane musste schon wieder lachen. "Sorry. Ich bin in einer genauso großen Familie aufgewachsen, vielleicht liegt es daran, dass ich so viele Kinder haben will." Sie unterhielten sich die ganze Fahrt lang, über dieses und jenes. Irgendwann kamen sie am Hotel an. Sie gingen die Treppen hinauf zu ihrer Suite. Shane schloss die Tür auf. Alex wollte gerade in die hinein gehen, als Shane sich in den Türrahmen stellte und ihr somit den Weg versperrte. "Was soll das?", fragte Alex, sichtlich überrascht. Ohne zu antworten nahm er sie auf den Arm und trug sie über die "Schwelle". Alex fing an zu lachen. "Du Romantiker!" "Ich hätte mir auf ewig Vorwürfe gemacht, wenn ich das nicht getan hätte", sagte Shane. Er legte sie aufs Bett. Er zog sich sein Jackett vom Smoking aus. Dann band er sich die Fliege ab. Anschließend öffnete er sein Hemd. Danach krabbelte er aufs Bett und legte sich über Alex. Diese hatte ihren Schleier bereits abgenommen. Sie fingen an sich zu küssen. Es folgte eine leidenschaftliche Hochzeitsnacht.

Alex lag im Bett, grinste von einem bis zum anderen Ohr und beobachtete Shane beim Schlafen. Er öffnete seine Augen, und blickte in Alex’ breit grinsendes Gesicht. "Was ist denn mit dir los?", fragte er ziemlich verschlafen. "Was los ist? Wir sind verheiratet!" Shane wollte Alex gerade küssen, doch die sprang aufeinmal aus dem Bett. Sie hüpfte wie ein kleines Mädchen im Zimmer herum. "Ich heiße nicht mehr Alexandra O’Connell sondern Alexandra Filanoh man, ist das geil!" Shane lachte sich fast schlapp. "Hüpf nicht so rum. Es könnte dem Baby vielleicht schaden", sagte Shane besorgt. Alex verdrehte die Augen. "Das glaubst aber auch nur du", erwiederte sie genervt. Sie hüpfte weiter rum und schrie: "Ich werde Mami!" Langsam fand Shane das nicht mehr witzig. Er griff sich das Kopfkissen neben ihm und drückte es auf sein Gesicht. Alex schmollte. Sie fühlte sich beleidigt. "Du liebst mich nicht mehr!", schrie sie. Shane stöhnte unter dem Kopfkissen genervt auf. Er schob das Kopfkissen runter und ging zu Alex, die an die die Wand gelehnt auf dem Boden saß. "Was ist denn mit dir los? So kenn ich dich ja gar nicht", meinte er. Er wollte an ihr vorbei gehen, doch sie hielt ihn am Bein fest. "Sorry, ich weiß auch nicht was mit mir los ist." Er nahm sie an die Hände und zog sie hoch. Er gab ihr einen flüchtigen Kuss. Sie gingen in die Küche. Shane schmierte sich ein Brötchen. Alex machte sich ein Toast, schmierte Marmelade darauf, legte Erbsen darauf und aß als Beilage saure Gurken. Shane zog eine Augenbraue hoch und ließ sein Brötchen beinahe aus der Hand fallen. Er schaute Alex entgeistert an. "Was ist?", fragte sie. "Du bist dir schon im Klaren darüber, was du da gerade isst?", fragte Shane. "Ja, bin ich", sagte sie patzig. "Oh Gott" "Was hast du denn?" "Also mir wird schon beim Ansehen schlecht. Du kannst das doch nicht essen." "Doch, kann ich. Guck halt weg, wenn dir beim Angucken schlecht wird. Meine Güte, stell dich nicht so an." Das Frühstück ging so ähnlich weiter. "Wir müssen heute zum Arzt fahren", sagte Alex nach dem Frühstück. "Warum? Was ist passiert?" Alex klatschte sich an die Stirn. "Ich - bin - Schwan - ger. Soll ichs vielleicht buchstabieren, damit du es kapierst?", fragte sie genervt. "Nein, ich habs schon verstanden. Du hast es deutlich genug gemacht." Es war gerade früh am Morgen, aber Shane war jetzt schon total genervt. Er beschloss, Bryan anzurufen. "Ja bitte?", sagte Bryan am anderen Ende des Telefons. "Hi, ich bins, Shane." "Was gibt’s?" "Lass es mich mal so sagen: Ich werd hier noch wahnsinnig!" "Uuuuuhhhh..was ist denn passiert?" "Alex ist heute total komisch drauf. Heute war sie erst total aufgedreht, dann sauer auf mich, hat mich die ganze Zeit angepflaumt. Und zum Frühstück hatte sie Toast, mit Marmelade und Erbsen und einer sauren Gurke. Was ist mit dieser Frau los?" "Sie ist schwanger." "Ja und?" "Frauen sind während ihrer Schwangerschaft total komisch. Man kann es ihnen einfach nicht Recht machen. Sie stopfen alles Mögliche in sich rein und sind total launisch. Du hast ja noch Glück. Kerry ist ja auch so schon launischaber während der Schwangerschaft? Ich will gar nicht dran denken. Und jetzt mein heißer Tipp an dich: Mach alles, was Alex von dir verlangt. Du kommst eh nicht drumherum." "Was? Du willst mich doch jetzt wohl verarschen?" "Nein Kumpel. Es ist die grauenhafte Wahrheit. Ich wünsche dir neun angenehme Monate!" Bryan hatte aufgelegt. Dann kam eine wütende Alex auf ihn zu und schrie: "Shane, wir fahren jetzt sofort zum Arzt." Er wollte seine Jacke holen gehen doch Alex zog ihn am Ohr zu sich. Er schrie laut auf vor Schmerz. "Wein doch nicht gleich, du Baby", sagte Alex und war sichtlich genervt. Sie ließ sein Ohr los. Shane rieb es. "Meine Jacke", sagte er eingeschüchtert. "Du brauchst keine Jacke. Komm jetzt sofort hier her", schrie Alex dann wieder. "Oh Fuck!", konnte Shane nur noch denken. "Diese neun Monate sind mein Todesurteil."

Shane und Alex waren gerade auf dem Weg zum Arzt. Plötzlich schrie Alex: "Stop! Halt an!" "Oh mein Gottwas ist denn los?", fragte ein total blasser Shane. "Da hinten ist ein Kiosk." "Was???" "Ich will was haben." "Du hättest uns in einen Unfall verwickeln können...wegen eines Kiosks! Das ist doch alles beschissen!" Alex schaute Shane mit offenem Mund an. "Hast du gerade gesagt, dass unser Kind beschissen ist? Du" "Nein, Alex! Das hab ich nicht gesagt." Shane fuhr zu dem Kiosk hin. Genervt fragte er: "Was willst du haben?" "Also, einmal eine Tafel Schokolade, dann eine Cola Light und diese kleinen Weingummis." "Sonst noch etwas?" "Ja! Eine Packung Kaugummi wäre nicht schlecht!" "Oh man, wie peinlich." Shane ging zum Kiosk und kaufte all die Sachen, die Alex haben wollte. Als er zurück zum Auto kam, fand er eine heulende Alex vor. "Oh nein!", sagte er leise. "Was ist denn los, Sweetheart?" "Komm mir jetzt nicht mir "Sweetheart", du Idiot." "Was hab ich diesmal gemacht?", fragte Shane genervt. "Du hast gesagt, dass ich peinlich bin." "Wann soll ich das denn gesagt haben?" "Tu mal nicht sodu hast es gerade eben gesagt." "Du musst irgendwas falsch verstanden haben. Aber ich entschuldige mich trotzdem mal. Hier, deine Schokolade, dein Kaugummi, deine Cola Light und deine Weingummis. Können wir jetzt losfahren?" Alex nickte und strahlte wieder. "Ich versteh Frauen an sich ja schon nicht. Aber schwangere Frauen?", dachte Shane.

Endlich waren Alex und Shane beim Arzt angekommen. Sie mussten eine Weile warten. Dann waren sie aber dran. "Guten Tag, Miss O’Connell", sagte die Ärztin. "Ich heiße seit gestern Misses Filan", sagte Alex. "Oh! Herzlichen Glückwunsch ihnen beiden. Was kann ich denn für sie tun?" "Ich bin schwanger und ich wollte wissen, was ich jetzt tun soll?" "Auch dazu herzlichen Glückwunsch", sagte die Ärztin und lächelte. "Ich würde vorschlagen, wir machen einen Ultraschall. Legen sie sich bitte hier hin." Gesagt, getan. Die Ärztin hob Alex’ Oberteil ein wenig hoch. Anschließend gab sie einen großen Klecks einer durchsichtigen Creme auf Alex’ Bauch. "Ah, das ist ja kalt." Die Ärztin nahm ein Gerät und verteilte die Creme damit auf den ganzen Bauch. Dabei schaute sie die ganze Zeit auf einen kleinen Monitor. "Sehen sie? Das ist ihr Baby." "Wo?", fragte Shane. "Ich seh auch nichts", sagte Alex. Die Ärztin zeigte auf den Monitor und malte die Umrisse des kleinen Wesens mit ihrem Finger nach. "Oh mein Gott, ist das klein", sagte Shane. Er bekam feuchte Augen. Alex ging es genauso. "Ich hab zwar immer noch keinen Plan, wo das Kind auf dem Monitor zu sehen ist, aber ich finds trotzdem unheimlich süß!" Alle drei Anwesenden mussten lachen. Es schien, als hätte Alex sich wieder beruhigt. "Ich kanns gar nicht glauben", sagte Alex. "Ich glaub, ich realisiere erst jetzt, dass wir ein Kind bekommen", kam es plötzlich von Alex. Sie fing an zu weinen. "Umarm mich bitte", sagte sie dann. Das tat Shane gern. "Nicht weinen, Sweetheart", sagte er und küsste Alex auf die Stirn. "Ach, es ist alles so perfekt gerade." Sie bekamen ein Ultraschallfoto mit nach Hause. Da Alex gerade Mal ein paar Tage schwanger war, konnte man noch nicht sagen, welches Geschlecht das Kind haben würde. Aber Shane und Alex einigten sich darauf, dass sie es vor der Geburt auch noch gar nicht wissen wollten. Den Rest des Tages war Alex wieder normal. Sie entschuldigte sich bei Shane für ihre Launen. "Das musst du nicht. Du bist schwanger, das ist ganz normal. Dafür kannst du nichts", sagte er ihr dann.

Die Monate vergingen und irgendwann kam der besagte Tag, an dem die "scheiß Wehen" einsetzten.

Es war gerade 1.03 Uhr in der Früh. Shane schlief fest neben Alex. Diese hatte bis gerade eben auch noch friedlich geschlafen. Doch aufeinmal überkam sie ein furchtbarer Schmerz, der sie sofort aus dem Schlaf riss. Sie versuchte leise zu sein, um Shane nicht zu wecken. Sie hielt die Luft an, um nicht jeden Moment zu schreien. Doch langsam wurde ihr klar, dass diese Schmerzen Wehen waren und dass sie Shane jetzt brauchte. Sie schrie vor Schmerz und rüttelte Shane wach. Voller Panik rief er: "Fuck! Was ist los?" Alex schrie dann noch lauter: "Fuck! Die scheiß Wehen haben eingesetzt." "Oh nein! Sag, dass das nicht wahr ist!" "Jesus Christus im Himmel, stehe mir bei!", schrie sie unter Tränen. "Okay, beruhig dich erstmal. Ich hol dir ein Wasser", sagte Shane. "Junge, bist du bescheuert? Ich bekomme gleich ein Kind! Ich habe keine Zeit zum Trinken. Du musst mich ins Krankenhaus fahren. JETZT SOFORT!", schrie sie wie eine Irre. "Scheiße, scheiße, scheiße!", konnte Shane nur noch von sich geben. Beide zogen sich schnell irgendwas zum Anziehen an. Sie gingen zum Auto. Alex wäre gerne gerannt, aber diese unheimlichen Schmerzen hinderten sie daran. Shane half Alex ins Auto. Dann fuhr er los. Er hielt sich schön brav an die Verkehrsregeln. "Ich hau dir gleich eine runter, wenn du nicht augenblicklich schneller fährst! Ich will wegen dir Idiot, mein Kind nicht im Auto zur Welt bringen! Hast du mich verstanden?", schrie Alex Shane an. Und schon drückte Shane aufs Gaspedal. "Na also, geht doch!" Sie fuhren die ganze Zeit schön schnell. Doch dann kam eine rote Ampel, an der Shane selbstverständlich hielt. Alex haute ihm mit der Hand gegen den Hinterkopf. "Fahr los!", schrie sie. "Es ist rot!" "Das ist mir sowas von scheiß egal! Du sollst fahren!!!!!!!!" Shane war jetzt auch schon alles andere egal. Er trat kräftig aus Gaspedal und fuhr los. Er sah, wie gerade ein Auto von rechts kam. Es fing an zu hupen. "Fuck!", rief Shane. Er legte noch mal einen Zahn zu. Das hatte gereicht, um nicht mit dem Auto zusammen zu prallen. "Siehst du, wo zu du mich treibst?", schrie er diesmal Alex an. "Halt die Fresse und fahr!", sagte sie nur. Nach vielen Flüchen und Schmerzensschreien - von beiden Seiten - kamen sie endlich am Krankenhaus an. Shane half Alex aus dem Auto. Langsam gingen sie ins Krankenhaus. Alex schrie unter Schmerzen. Drinnen im Krankenhaus, sagte er Alex, dass sie sich erstmal hinsetzen sollte. Wenigstens einmal tat sie, was Shane ihr sagte. Er lief schnell zu einer Krankenschwester und sagt: "Meine Frau erwartet ein Kind. Sie müssen uns sofort helfen." Aufeinmal konnte man jemanden schreien hören: Scheiße! Meine Fruchtblase ist geplatzt! Scheißeeeee!!!!!" "Ich nehme an, das war ihre Frau?", fragte die Krankenschwester. Shane nickte und lief zurück zu Alex. Sie war total nass. Shane war verzweifelt. Die Krankenschwester verständigte einen Arzt. Man holte ein Krankenbett, das sie sofort in den Kreissaal brachte. Shane lief neben ihr her. "Darf ich dabei sein?", fragte er den Arzt. "Aber natürlich", antwortete der ihm. Dann ging es auch schon zu Sache: Einmal hier tief Durchatmen, einmal dort stark Pressen. Während des Pressens drückte Alex Shane’s Hand so fest, dass er gleich mit ihr mitschrie. "Du Arschloch! Du bist an allem Schuld! Oh, ich hasse dich so!", beschimpfte Alex Shane. Dieser war vollkommen fassungslos. "Nehmen sie das nicht so ernst. In diesem Moment sagen das viele Frauen", sagte der Arzt. "Da bin ich aber beruhigt!", sagte Shane sarkastisch.

"Komm jetzt endlich raus da!!!", schrie Alex.

So ging es dann ungefähr 2 ½ Stunden. Endlich kam das Kind. "Es ist ein Mädchen", sagte die Hebamme, wickelte das Kind in ein Handtuch und legte es Alex in die Arme. Diese fing sofort an zu weinen. Shane konnte sich nicht zusammenreißen und fing genauso an zu heulen. "Das ist unser Mädchen", lachte und weinte Alex zu gleich. "Darf ich sie auch mal nehmen?", fragte Shane unter Tränen. Alex legte die Kleine in Shane’s Arme. Dieser fing jetzt nur noch mehr an zu weinen. "Wie soll sie denn heißen?", fragte die Hebamme. "Kelly ist ein süßer Name", sagten Shane und Alex gleichzeitig. Sie lachten. "Ja, du bist unsere kleine Kelly!", sagte Shane und schaute lächelnd auf das kleine Baby.

Shane gab Kelly wieder Alex. Dann ging er in den Krankenhaus-Flur und rief Bryan an. Kerry ging dran und Shane sagte: "Es ist ein Mädchen!"

Bryan und Kerry machten sich sofort auf den Weg zum Krankenhaus. Shane sagte Nicky, Mark und Kian auch Bescheid. Diese würden dann auch kommen. Kerry und Bryan kamen gerade angestürmt und Kerry fiel Shane auch schon um den Hals. Sie hatte Freudentränen in den Augen. Sie betraten das Zimmer, indem Alex mit Kelly lag. "Oh mein Gott! Sie ist ja sowas von niedlich!", sagte Bryan. Alex lächelte. Sie war allerdings noch ziemlich schwach. Eine Geburt ist ja auch kein Zuckerschlecken. "Kann ich sie mal halten?", fragte Kerry. Ohne zu antworten gab Alex ihre Tochter Kerry. Nach einigen Minuten trafen Kian und Mark ein. "Herzlichen Glückwunsch, Kumpel", sagten sie zu Shane. Sie waren alle sehr gerührt. Da Nicky in Dublin wohnte, hatte er einen etwas längeren Weg zum Krankenhaus. Nach ca. 2 Stunden kam er dort an. Der Rest war allerdings schon gegangen. Auch er fand Kelly unheimlich süß und freute sich für Shane und Alex.

Später durften Shane und Alex auch schon mit dem Kind nach Hause. Es war 6.00 Uhr morgens als sie zu Hause ankamen. Alex war total müde. "Leg dich schlafen. Ich kümmere mich schon um die Kleine." "Aber ich will bei ihr sein." "Du brauchst jetzt unbedingt Schlaf." "Naja, okay." Widerwillig legte sie sich ins Bett. Shane ging mit Kelly in ihr kleines Zimmer, dass sie schon während Alex’ Schwangerschaft eingerichtet hatten. Da sie nicht wussten, ob sie ein Mädchen oder einen Jungen bekommen würden, richteten sie es so ein, dass es Jungen- und Mädchengerecht war. Behutsam legte Shane Kelly in ihr kleines Bettchen. Er nahm einen kleinen Teddy, der im Bett lag und legte ihn neben Kelly. "Oh man, du bist so verdammt süß!", sagte er zu Kelly. "Ich liebe dich über alles!"

Später an diesem Tag, um ca. 17.00 wachte Alex auf. Sie wollte schnell zu ihrer Kleinen. Also ging sie in ihr Kinderzimmer. Sie musste lächeln, als sie sah, wie Shane auf einem Schaukelstuhl schlief. Sie streichelte ihm zärtlich über den Kopf. Dann ging sie zum Bettchen und beobachtete Kelly. Ihr kamen vor Freude Tränen. "Ich kann noch gar nicht glauben, dass ICH deine Mama bin", sagte Alex. Kelly öffnete ihre kleinen Äuglein und strampelte langsam mit ihren Beinchen. Ihre Händchen griffen in die Luft. Plötzlich fing Kelly an zu weinen. Alex nahm sie aus dem Bettchen und wiegte sie in ihrem Arm hin und her. "Pssschhh", flüsterte sie leise zur Beruhigung. Dann ging sie mit ihr ins Wohnzimmer. Dort setzte sie sich aufs Sofa und stillte Kelly. Aufeinmal kam Shane herein. Er lächelte müde und setzte sich neben Alex. "Es ist wahnsinnig schön, eine stillende Mutter mit ihrem Kind zu sehen", sagte Shane dann. "Du geiler Bock!", sagte Alex frech grinsend. "Nein, nicht deswegen, du Ferkelchen. Was denkst du denn von mir?" "Muss ich diese Frage wirklich beantworten?" Sie lachten. Dann Stille. Außer ein paar Geräuschen, die Babys von sich geben, wenn sie gerade gestillt werden, war es ruhig. Plötzlich liefen vereinzelte Tränen Alex’ Wangen hinunter. Sie wendete ihren Blick zu Shane. Sie lächelte. "Warum weinst du?", fragte Shane leise. Er wollte dieses angenehme Gefühl der Stille nicht unterbrechen. Alex sagte genauso leise: "Ich weine vor Glück. Mir ist gerade was total Schönes in den Sinn gekommen." "Was denn?" "Kannst du dich noch an unsere erste Begegnung erinnern? Ich saß mit Linda, meiner einst besten Freundin, im Golden Café. Wir tranken einen Kaffee. Dann kamen fünf junge, attraktive Männer herein und setzten sich an einen Tisch in der Nähe von dem, an dem ich mit meiner Freundin saß. Einer von diesen Männern fiel mir sofort auf. Du. Ich werde niemals diesen Augenblick vergessen, an dem ich tief in deine wunderschönen Augen sah. Du hattest mich sofort verzaubert. Dann lächeltest du auch noch so bezaubernd. Du hast mich förmlich in deinen Bann gezogen. Plötzlich musste ich gehen und ich hatte Angst. Angst, dich nie wieder zu sehen. Ich kannte dich überhaupt nicht, doch ich war trotzdem traurig darüber. Enttäuscht ging ich nach Hause. Ich weiß nicht, ob ich’s dir jemals erzählt habe, aber damals saß ich immer auf meinem Fenstersims und schrieb Gedichte. Es war eine Art Therapie für mich. So konnte ich meinen Schmerz, den ich empfand, da mein damaliger Freund David gestorben war, ausdrücken und sogar ein wenig loswerden. Wie gesagt, ich setzte mich auf den Sims und fing an zu schreiben. Ich fing an zu weinen, wie ich es so oft tat. Ich weiß nicht, was mich dazu gebracht hatte, aber ich schaute aus dem Fenster. Dann sah ich dich wieder. Wie durch ein Wunder schautest du rauf, lächeltest und winktest mir zu. Ich wischte mir die Tränen schnell weg, aus Angst, du würdest sie bemerken. Ich fing an zu lächeln und winkte dir auch zu. Du verzaubertest mich. Ich war in dem einen Moment noch traurig, doch kaum sah ich dich, fühlte ich mich wie der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt. Doch dann gingst du weg. Ich musste mit ansehen, wie du verschwandst. Diesmal dachte ich wirklich, ich würde dich nie wieder im Leben sehen und das machte mich komischerweise traurig. Und dann trafen wir uns eines Tages im Supermarkt. Wir griffen gleichzeitig nach einer dummen Tüte Milch." Bei diesem Satz musste Alex lachen. Sie weinte bitterlich. Auch Shane weinte, aber lachte. Dann erzählte Alex weiter:" Ich sah auf. Und dann sah ich in deine wunderschönen Augen. Die schönsten Augen, die ich jemals gesehen hatte. Ich war verlegen und wollte so schnell wie möglich aus dem Supermarkt. Obwohl ich wusste, dass dies meine Chance war. Ich wollte doch gar nicht, dass wir uns nie mehr sehen. Und trotzdem hatte ich nur noch einen Gedanken: Schnell weg hier! Doch du hielst mich zurück. Du fragtest mich, was ich eigentlich fragen wollte, aber mich nicht traute zu tun. "Wollen wir uns einmal treffen?" Das taten wir dann. Wir gingen schick Essen, wir stritten uns über die Preise vom Lokal", wieder musste sie lachen. Auch Shane lachte unter Tränen. "Wir fuhren Schlittschuh und tranken einen Glühwein. Irgendwann war der schönste Abend meines Lebens zu Ende. Ich war überglücklich. Irgendwann rief ich dich an und sagte, ich hätte was mit dir zu bereden. Dann gestand ich dir meine Liebe. Du sagtest mir, dass du das gleiche fühlst wie ich. Dann kam es zu unserem ersten Kuss. Ich war einfach nur glück" Alex konnte den Satz nicht zu Ende sprechen. Sie fing an, richtig bitterlich zu weinen. Shane ließ seinen Tränen nun auch freien Lauf. Als Alex sich wieder gefasst hatte, sagte sie: "Das waren schon ziemlich komische Zufälle, wie wir uns immer und immer wieder begegneten." "All unsere "zufälligen" Begegnungen, waren keine verrückten Zufälle, sondern Schicksal. Wir sind einfach füreinander bestimmt", sagte Shane. Das Baby schlief mittlerweile tief und fest. Behutsam umarmte ein weinender Shane eine weinende Alex. Nachdem sie sich von dieser Umarmung gelöst hatten, stand Shane auf und ging ins Schlafzimmer. Nach einer kurzen Weile kam er wieder. "Den hab ich immer aufbewahrt. Und jetzt bekommst du ihn wieder", sagte Shane, nahm Alex’ Hand und steckte ihr einen Ring an den Finger. "Oh mein Gott! Das ist der Ring, den du mir an meinem Geburtstag geschenkt hast!" Alex konnte es kaum fassen. "Aber bitte versprich mir eins: Werf ihn nie wieder weg!" Sie nickte lächelnd.Dann küssten sie sich innig. "Ich liebe dich, Shane!" "Ich liebe dich auch, Alex!"

Und die Worte "Forever Love", die im Ring eingraviert waren, erfüllten nun ihren Zweck.

Das ist die Geschichte von zwei Menschen, die durch das Schicksal zusammengeführt wurden und selbst in den härtesten Zeiten um ihre Liebe kämpften.

Eins wurde deutlich: Egal was passiert, wahre Liebe geht über alles!

THE END