Viel Spaß beim Lesen! Eure Honey!
"Shay?", rief Kian von dem Hotelflur aus in unser Zimmer, "Was ist denn, wir wollen los.""Mh, geht gleich los.", antwortete ich einsilbig, da heute genau fünf Jahre vergangen waren, seit wir uns getroffen hatten. Doch es war nur eine Nacht gewesen, die wir miteinander unter dem Sternenhimmel Dublins verbracht hatten.
Ich denke nicht mehr so oft daran, aber wenn, dann tut es immer noch sehr weh und gerade heute könnte ich nur auf meinem Bett liegen und an sie denken.
Wieder sehe ich ihre Augen und ihr bezauberndes Lächeln vor mir."Shay!", Holte Kian mich aus meinen Träumen, "kommst du nun?"
"Yes.", murmelte ich und sah schon wieder ihre leuchtenden Augen vor mir. Ich stellte mir vor, wie ihre Haare im Wind wehten und wie ihre Wangen geglüht hatten, als wir uns küssten. Sie war richtig aufgeblüht seit ich sie in meinen Armen gehalten hatte.
"Oh Gott Shane, was ist denn los mit dir?", fragte Kian besorgt.Ich erschrak, denn ich hatte nicht bemerkt, wie er ins Zimmer gekommen war.
Jetzt kniete er vor mir und nahm meine Hände in seine:"Shane, hast du Drogen genommen?", fragte er ängstlich und schaute unsicher in meine Augen. Jetzt kehrte ich in die Realität zurück und schaute auf ihn herab: "Nein Ki, hab ich nicht, aber wenn ich welche gehabt hätte, dann ... ach vergiss es."
Er zuckte zusammen und fragte vorsichtig: "Shay? ... Geht es dir nicht gut oder was ist los mit dir? Du bist doch sonst nicht so.""Ach Ki, das verstehst du nicht.", seufzte ich."Shane, ich hab Angst. Du guckst so ... wie wenn du durch mich durch schaust.", meinte er mit bebender Stimme."Ach mensch Kian, versteh doch, ich brauch’ heute meine Ruhe.", begann ich zu schluchzen."Oh my god! Shay, bitte sag mir doch was du hast!", sagte er mit Tränen in den Augen.Ich überlegte, ob ich es ihm wirklich erzählen konnte.
Kian war schließlich schon immer mein bester Freund gewesen und wir hatten uns bisher auch immer alles erzählt. Außerdem machte er sich ja auch nur Sorgen, also zog ich ihn hoch und er setzte sich neben mich auf mein Bett.
Dann begann ich zu erzählen:
An einem schönen Sommertag sind wir mit Mark zu einer Veranstaltung in Dublin gegangen. Dort trennten wir uns und ich streifte nichts ahnend was noch auf mich zu kommen würde durch die Menge und schaute mir den Festplatz an. Es gab so viel zu sehen, hier eine Bühne mit Tänzerinnen, dort ein Karussell, auf der gegenüberliegenden Seite die Fressbuden und hinter mir die Getränkestände.
Als Erstes genemigte ich mir eine Runde Kettenkarussell, dann holte ich mir eine Tüte Pomm und ging anschließend ein kühles Guiness trinken.
Das war genau das, was ich jetzt bei der Hitze gebraucht hatte.
Dort traf ich dann auch auf dich.
Wir quatschten und machten uns über die quiekenden Weiber lustig, die immer so ein Theater machten, wenn sie mal auf einem Karussell waren.
Doch so langsam wurde es später und so machten wir uns auf den Weg zu unserem Treffpunkt, wo wir dann auch auf Mark trafen.
Wir sprachen uns kurz ab und waren uns einig, dass wir noch eine Weile bleiben würden.
Also schnell eine neue Zeit am Treffpunkt ausgemacht und wieder ins Gedränge gestürtzt.
Wenig später begann auch schon die Band zu spielen und die Menge bewegte sich im Rhythmus mit. Die Jugend tanzte natürlich am Meisten
und jubelten der Band, die ich übrigens sehr gut fand zu.
Doch plötzlich bemerkte ich ein Mädchen, die weit ab von der Gruppe stand.
Sie schien sehr schüchtern zu sein und so ging ich auf sie zu und fragte:
"Hi, warum steht ein so hübsches Mädel hier so allein rum?"
Sie blickte erschrocken auf und begann zu zittern.
"Hey, ganz ruhig! Ich tu’ dir doch nichts.", versuchte ich sie zu beruhigen, doch sie sah mich immer noch sehr skeptisch an. "Hey, ich tu’ dir wirklich nichts.", wiederholte ich
und hielt ihr meine Hand hin.
Sie war sich nicht sicher, ob sie sie nehmen sollte und zögerte, deshalb meinte ich
nocheinmal: "Keine Angst! Ich könnte dir nie weh tun." Und endlich ergriff sie meine Hand und ich zog sie hoch. Sie sah schüchtern zu mir hoch und ihre Augen begannen zu leuchten.
Solche Augen ... ein solch herrliches Strahlen ... und ihr Lächeln ... einfach himmlisch.
So standen wir eine ganze Weile und wagten uns nicht uns zu bewegen.
Dieser Moment war einfach zu schön.
Es war wahrscheinlich die Magie des Moments, die uns erstarren ließ.
Doch nun ... sie stellte sich auf ihre Zehenspitzen und ich beugte mich herunter zu ihr,
bis unsere Lippen sich trafen. In diesem Moment durchzuckten mich tausende Blitze,
ein Kribbeln kam in mir hoch und ich spührte die Wärme, die in mir aufstieg.
Was für ein Gefühl ... unendlich schön ... unbeschreiblich ...
ich glaube das nennt man die Liebe.
Wieder küssten wir uns, doch plötzlich begann sie zu weinen und mir zog es das Herz zusammen. Ich kannte sie erst seit einer Minute und trotzdem war es, wie wenn ich sie schon immer kennen würde, fast wie wenn sie meine Schwester währe.
Mir tat es unendlich weh sie so weinen zu sehen, also nahm ich sie fest in den Arm
und fragte leise: "Schh, ist gut! Was hast du denn?"
Es dauerte eine ganze lange Weile, bis sie sich beruhigt hatte und zu erzählen begann:
"Ich komme aus ... ich kann nicht."
"Doch, du kannst. Ich werde zu dir halten und dich nie verlassen, egal was passiert.
Das verspreche ich dir ganz fest."
Sie nickte nicht sehr überzeugt und ich meinte noch: "Ganz ehrlich. Ich liebe dich so sehr,
das es schon weh tut. Ich kann dich jetzt nicht gehen lassen, egal was du sagst."
Da versuchte sie zu lächeln und begann wieder:
"Ich komme aus ...", wieder stockte sie, doch sie riss sich zusammen und sprach tapfer weiter, "...Nordirland.", jetzt brach sie wieder in Tränen aus und ich wiegte sie in meinen Armen:
"Hey, das ist doch ... ohje ... ich weiß nicht, aber wir schaffen das. Irgendwie schaffen wir das." "Wenn das alles währe.", schluchzte sie und versuchte weiter zu sprechen.
Ich konnte nicht mehr und heulte hemmungslos los.
Kian nahm mich in den Arm und sprach ruhig auf mich ein:
"Ach Shay, das muss doch schon ewig her sein."
Ich nickte jedoch nur und sagte unter Tränen:
"Yeah, genau fünf Jahre sind es heute."
"Oh, das ist ja ... mh, nicht so toll.", meinte er betroffen,
"Aber erzähl doch bitte weiter, dann geht es dir sicher auch besser.", forderte er mich auf und ich nickte leicht. Nachdem ich mir die Nase geputzt hatte, versuchte ich weiter zu sprechen:
"Ihre Eltern waren bei einem schweren Autounfall ums Leben gekommen und nun sollte sie
zu ihren Großeltern nach Florida.
Das war natürlich dann ein Schock für mich, weil ich ja nicht so einfach mal nebenbei nach Florida fliegen konnte. Das sagte ich ihr auch und sie warf sich an meinen Hals und bedankte sich tausendmal, dass ich nicht gleich weggelaufen war.
Doch es wurde immer später und so küssten wir uns noch einmal glücklich und dann nahm ich ihre Hand und zog sie ein Stück weiter zum Strand.
Wir stiegen gemeinsam die Stufen herab und hielten Händchen.
Als wir unten angekommen waren, hörten wir die Musik spielen und sahen wie die Menschen
dazu tanzten. Wir hörten wie sie alle durcheinander redeten, doch es schien alles so weit weg zu sein. Denn im Moment zählten nur wir beide.
Sie nahm meine Hand und es fühlte sich an, wie wenn wir schon immer zusammen waren
und wir beide wussten, dass wir zusammen gehörten.
Doch es war uns auch bewusst, dass wir uns bald verabschieden mussten, doch wir beide hatten unsere Träume und wenn wir in die Augen des anderen schauten, hatten wir das Gefühl zu fliegen. Doch wir hatten nur noch diese Nacht und so nutzten wir sie voll aus, um unsere Träume wahr zu machen, denn es blieb keine Zeit mehr, nur diese Nacht."
Wieder brach ich in Tränen aus und konnte mich kaum beruhigen.
Kian gab mir ein Taschentuch und ich schneuzte mich.
Mit gläsernen Augen sah ich meinen besten Freund an, der mich immer noch in seinen Armen hielt. Auch ihm standen die Tränen in den Augen.
"Ach Shane, das ist ja so ... schön und schrecklich zu gleich.", flüsterte er.
In diesem Moment flog die Tür auf und Mark kam herein gestürmt:
"Mensch Guys, wo bleibt ihr denn? Wir wollt ... Shane, Kian, was ist denn los?"
fragte Mark ganz erschrocken, als er den verheulten Shane und Kian,
ebenfalls mit Tränen in den Augen sah.
Er setzte sich auf Kians Bett und blieb ruhig, um die beiden nicht noch mehr zu stöhren.
Doch er machte sich auch große Sorgen, deshalb blieb er im Zimmer.
Als wieder Ruhe eingekehrt war, flüsterte Kian wieder: "Und, ... weiter?"
"Ach Ki, ich werde immer daran zurück denken, als ich gegangen bin,
denn die letzte Erinnerung wird für immer und ewig bleiben
und all’ unsere Tränen werden sich im Regen verlieren, bis mich meine Wege wieder zurück in ihre Arme führen, aber bis dahin weiß sie, dass sie die Königin meines Herzens ist.
Die KÖNIGIN meines Herzens.", wiederholte ich noch einmal leiser und betonte das Königin besonders. "Ja, ... und?", fragte Kian wieder.
"Ja, wir standen halt Hand in hand am Strand und uns blieb nur noch die Nacht, die auch immer mehr verstrich. Wir wollten uns nie mehr trennen, doch wir wussten, dass der Morgen kommen würde. Wir wollten nicht voneinander weggehen, doch es würde so kommen und das war uns klar. Während wir zu der Musik der Band tanzten, küssten wir uns, wie wenn es keinen Morgen geben würde, doch die Zeit verging wie im Flug. Der Morgen rückte immer näher ...", wieder ging die Tür auf und Nicky erschien auf der Bildfläche. Ich war schon wieder am heuln und klammerte mich an Kian fest. Er reichte mir nun schon das vierte oder fünfte Taschentuch innerhalb von einer halben Stunde. Ich wischte meine Tränen ab
und steckte das Taschentuch ein.
Mark hatte Nicky gleich zu sich gewunken und hatte ihm so gut es ging erklärt, was hier vor sich ging. Doch er hatte ja auch nicht alles gehört und so verstand Nicky auch nichts von alle dem was ich dann noch sagte. Zum Glück hatte Mark ihn überreden können, Kian und mich jetzt nicht anzusprechen, sondern ganz leise neben ihm sitzen zu bleiben.
Wieder forderte Kian mich auf weiter zu sprechen und ich begann mühsam wieder:
"Wie gesagt, der Morgen kam immer näher und wir tanzten unter dem Sternenhimmel Dublins. Die Sterne strahlten vom Himmel wie ein Diamantring und ... Ki, ich werde immer an diesen Moment denken, bis ich sie wieder treffe.
Aber so weit weg ..., wo immer sie ist, wenn ich meine Augen schließe
ist sie in meinen Träumen und da wird sie immer sein, bis ich sie wieder treffe.
Ich werde immer daran denken, als ich von ihr gegangen bin ...", diesmal flog die Tür mit einem Knall auf und Bryan kam in unser Zimmer gestürmt:
"Hey Guys! Was soll denn das? Sobald einer hier rein geht, kommt er nicht wieder rau...", ihm blieb das Wort im Halse stecken, als er den heulenden Kian und mich, der noch viel viel mehr heulte, sah. Er setzte sich neben Mark aufs Bett und guckte ihn fragend an, doch dieser konnte ihm auch nicht viel sagen, also verhielt Bryan sich, ganz gegen sonst, ruhig.
"Erzähl bitte weiter Shay.", sagte Kian leise und beruhigend zu mir.
"Ich werde immer daran zurück denken, als ich von ihr gegangen bin.
Ich werde mich immer an diesen Moment zurück erinnern und diese Erinnerung wird für immer bleiben, so sehr ich mich auch bemühe sie zu vergessen.
Ich werde normal weiter leben, auf der Bühne stehen und für alle Girls der Welt singen, doch tief in mir singe ich nur für sie. Ich werde glücklich mit Gillian, werde Kinder mit ihr haben, eines wird ihren Namen tragen, ich werde mein Leben leben, doch in mir weine ich um sie und ich lebe nur für sie. Alle unsere Tränen werden sich im Regen verlieren, bis ich meine Wege zurück in ihre Arme finde, aber bis dahin weiß sie, dass sie die Königin meines Herzens ist. Und sie wird es immer bleiben.", jetzt war es entgültig mit mir aus. Ich bekam richtige Heulkrämpfe, doch die Jungs knieten sich vor mein Bett und redeten beruhigend auf mich ein. "Shane, wir helfen dir.", sagte Bryan und Nicky meinte:
"Ach Shane, das wird schon. Nicht verzagen!"
"Shane, vielleicht kommst du irgendwann über sie hinweg.", sagte Mark.
"Du Shay, ist ja gut ... ich helfe dir, wo ich kann. Wir werden sie finden.", meinte Kian ernzt und ich bin ihm bis heute für seine Hilfe in dieser schweren Zeit dankbar.
So langsam ging es mir besser, vor allem, weil die Jungs mir zur Seite standen und mir halfen, wo sie nur konnten und sie hatten versprochen mit mir nach Florida zu fliegen, um sie zu suchen. Also rappelte ich mich auf und ging ins Bad, um mir das Gesicht zu waschen.
Wenig später verließen wir lachend das Hotel und suchten die nächste Bar auf.
The end
Wenn euch diese Story gefallen hat, dann
schreibt mir doch einfach.
Ich freu’ mich über jede Reaktion, egal, ob positiv oder negativ.
Ich warte schon sehnsüchtig. ;-)
Gruß Honey!!!