Nicky stand ganz vorne auf der Klippe. Unter seinen Füßen tat sich
das nichts auf, welches im 100 Meter unter ihm im tosenden Meer endete. Das
Gesicht wie versteinert. Der Wind zerrte an seinen Haaren und seiner Kleidung.
Er war ganz in schwarz gekleidet. Die schönen, unsagbar blauen Augen tränten
von der Kälte des Windes. Sein Blick war starr in die Ferne gerichtet.
Plötzlich breitete er die Arme aus, streckte sie waagrecht zu seinem Körper,
legte den Kopf in den Nacken und sprang. Er fiel schnell. Der Schwarze Mantel,
den er trug, flatterte wie Rabenflügel hinter ihm her. Das Meer verschluckte
ihn. Kein Schrei zerriß die Stille. Nur der Wind heulte sein trauriges
Lied.
"Nickiiieeeee"
Mit diesem lauten Schrei setzte sich Shane, schweißgebadet im Bett auf.
Er zitterte am ganzen Körper. "Oh mein Gott, oh nein. Ich muß zu
Nickey." Verwirrt sprang er aus dem Bett. Noch hatte er nicht realisiert, das
er geträumt hatte. Er schlüpfte in seine Jeans und zog sich einen
Pullover an. "Was hast du denn Shane?" fragte seine Mutter, den Kopf durch die
Türe streckend. Er zog gerade einen Socken an und sah erstaunt auf, als
er die Worte vernahm.
"Mum? Verd.. sorry. Wo bin ich denn?" "Zu Hause, wo solltest du denn sonst sein?"
antwortete sie erstaunt. Sie betrat nun das Zimmer und sah ihren Sohn prüfend
an. "Geht’s dir nicht gut ?" "Doch, ich hatte nur so einen blöden Traum."
Er zitterte noch immer. "Komm zum Frühstück. Dann geht’s dir gleich
besser." "Ja, ich komm gleich runter." Nachdem er sich die Schuhe zugeschnürt
hatte, verließ er sein Zimmer, stieg langsam die Stufen hinunter und betrat
die Küche. "Morgen." murmelte er und setzte sich an seinen Platz. " Shay,
was brüllst du denn am frühen Morgen schon das ganze Haus zusammen?"
fragte Finbarr ihn "und wer ist Nickey?" Shane sah ihn mit offenem Mund an.
Kein Wort wollte seine Kehle verlassen. "Du kennst doch Nickey. Der war doch
schon so oft hier." "Shane, iß jetzt dein Müsli. Du hast nur schlecht
geträumt. Nickey? Ist das nicht der nette Junge von McBarrets, die neu
hier her gezogen sind ?" fragte seine Mutter, während sie ihm Kaffee einschenkte.
Shane sprang auf und schrie : "Nein, Nickey ist mein Bandkumpel und mein bester
Freund." Sein Vater erhob sich und legte ihm seine Hand auf die Stirn. "Fieber
hat er keins. Was ist denn los mit dir Junge? Und von was für einer Band
redest du denn. Du kannst doch gar nicht singen und ein Instrument spielst du
auch nicht" Finbarr legte ihm eine Hand auf die Schulter und sah ihn an "Hast
wohl gestern zuviel getrunken Kleiner." "Was ist hier los? Ihr kennt doch meine
Band. Wir sind weltberühmt." "Shane beruhige dich. Du mußt hier nicht
so rumschreien. Und wenn du meinst, du hättest einen Band, dann gründe
doch eine. Ich fände das wirklich nett. Du hast als Kind immer sehr schön
gesungen. Allerdings hab ich dich seit dem Stimmbruch nicht mehr singen gehört."
sagte seine Mutter ruhig.
Shane wurde schlecht. Was war das bloß? " Bin ich jetzt irre geworden?
Oder wo bin ich. Ich müßte eigentlich in England auf Tour sein. Die
tun alle so als wäre ich nie von zu Hause weg gewesen." dachte Shane ängstlich.
"Mum, was für ein Datum haben wir ?" "Heute ist der 9. Juli mein
Schatz ." "Das Jahr Mum, das Jahr." Seine Stimme klang, als würde er gewürgt.
"Shane, also wirklich...." "Bitte" flehte er. "1997." Stöhnend sank er
auf seinen Stuhl und legte sein Gesicht in seine Hände. "Das kann nicht
sein. Gestern war noch das Jahr 2003 und jetzt bin ich wieder in der Vergangenheit?"
"Shane, was redest du denn? 2003 ! Sag mal hast du irgend welche Drogen genommen,
oder was getrunken, das dir nicht gut getan hat ?" "Ich weiß es nicht.
Ich weiß nur, das ich gestern in England auf der Bühne stand und
gesungen hab. Und jetzt ist das alles nicht wahr? Kein Westlife?? Bryan existiert
nicht? Nickey kenn ich keinen ? Und was ist mit Mark und Kian. Gibt’s die auch
nicht?" "Oh doch Kian und Mark kommen doch heute zu dir ." lächelte Mae,
obwohl sie sich große Sorgen um Shane machte. "Peter ruf mal den Doc.
Ich glaube Shane ist ernsthaft krank." "Ich bin übergeschnappt. Das ist
die einzige Erklärung." schrie Shane, sprang auf und rannte hinaus. "Weg,
ich muß weg von hier. Wo ist das verdammte Zeittor?"
"Was für ein Zeittor?" fragte eine sanfte Stimme. Shane drehte sich ruckartig
um, um zu sehen wer das gesagt hatte und schlug sich heftig den Kopf an, als
er aus dem Bett fiel.
"Man Shay, was machst du denn?" Nickey’s Gesicht erschien an der Bettkante
und er schaute verschlafen zu ihm hinunter. "Nickey? Oh man, ich glaub, das
überleb ich nicht." stöhnend schloß er die Augen. Nick stand
auf und hockte sich zu Shane auf den Boden. "Was hast du denn? Erst rufst du
meinen Namen und dann suchst du ein Zeittor. Hast schlecht geträumt?" "Das
war der schlimmste Traum meines Lebens." Und er erzählte Nickey den verrückten
Traum, nur den ersten Teil, mit dem Sprung ließ er weg. Nickey schüttelte
den Kopf, als Shane geendet hatte und meinte nachdenklich:
"Ich weiß ja nicht, was dich zu der Annahme verleitet, alles könnte
ein Traum gewesen sein, aber traumhaft ist unsere Karriere schon. Komm jetzt."
Er half ihm aufstehen und sah, das Shane sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen
hatte. "Du blutest ja. Warte ich verbinde dir das mal." Shane tapste mit den
Fingern in die Wunde und verzog das Gesicht. "Ich bin doch echt ein Depp, oder?
Schlag mir den Kopf im Schlaf auf." Zusammengesunken saß er auf der Bettkante.
"Ja, das kann wirklich nur dir passieren." kicherte Nickey. Nach dem er Shane
ein Tuch auf die Wunde am Hinterkopf gelegt hatte packte ihn wieder ins Bett.
"Versuch zu schlafen." "Ich hab Angst, das ich wieder so was träume." "He,
Alpträume haben keine Fortsetzung." "Ich hoffe, du hast recht." flüsterte
Shane und schloß die Augen.
"Aufstehen! Shane komm zu dir. Es ist Zeit zum Frühstücken." Nickey
stand angezogen vor dem Bett und schaute besorgt auf Shane herab, der blinzelnd
zu ihm hochsah. "Wie spät?" brummte er. "11.30 Uhr. Wir sind spät
dran, also komm hoch." "Ja, bin gleich so weit." fauchte er und setzte sich
auf. Übelkeit stieg in ihm auf und er schluckte trocken. "Mir ist schlecht."
stellte er fest. "und Kopfweh hab ich auch." "Wundert dich das, nach dieser
Nacht?" fragte Nickey. "Nö." Shane schnappte sich seine Klamotten und verschwand
im Bad.
Es klopfte an der Zimmertüre und Nickey öffnete sie. Bryan lehnte
lässig am Türrahmen. "Na, schon wach?" fragte er grinsend. "Ja klar,
fit wie ein paar Turnschuhe." lächelte Nick zurück. "Wo ist Shane?"
"Duschen." "Was habt ihr denn schönes gemacht, heute Nacht?" fragte er
anzüglich weiter. Er und Kian hatten das Zimmer gleich neben Nickey’s und
sie waren von Shane’s Schrei wach geworden. "Komm rein und mach die Türe
zu, dann erzähl ich es dir." flüsterte Nickey geheimnisvoll. Bryan
bekam große Augen und trat ein. "Shane hatte heute Nacht Alpträume,
die sich gewaschen haben. Er ist aus dem Bett gefallen und hat sich den Kopf
aufgeschlagen."
"Ich dachte schon ne ganze Weile, das etwas mit ihm nicht stimmt. Er ist so
ruhig in letzter Zeit. Den bedrückt etwas." sinnierte Bryan. "Ja, ich hab
auch ein komisches Gefühl, was das angeht." stimmte Nickey Bryan zu. "Man,
du wohnst doch mit ihm im selben Zimmer, quetsch ihn doch mal aus." drängte
Bryan. "Ich werd’s versuchen." antwortete Nickey.
Shane stand unter der Dusche. Er stützte sich mit den Händen an der
Wand ab. Heiß lief ihm das Wasser über den Kopf und den Rücken
und spülte seine Träne ab. Normalerweise sang er immer, wenn er duschte,
aber in letzter Zeit hatte er überhaupt keine Lust mehr zu singen. Weder
unter der Dusche, noch auf der Bühne. Leise schluchzend richtete er sich
auf. "Reiß dich zusammen, Shane." schimpfte er sich selbst. Er griff zum
Shampoo und rieb es sich in die Haare. Dann hob er sein Gesicht in den Strahl
und versuchte, auch die Gedanken, die ihn belasteten, wegzuspülen.
"Wenn ich nur wüßte...ach quatsch, Shane vergiß es... Nickey.
Ich ertrage das bald nicht mehr. Immer im selben Bett und ich darf ihn nicht
anfassen. Wie gerne würde ich ihn in die Arme nehmen und ihn streicheln.
Aber er ist ja so normal. Mag Mädchen. Ich ja auch und das ist das schlimmste.
Ich weiß nicht mehr wer ich bin . Oder was." Er erinnerte sich nur zu
deutlich, wie er Nickey das erste mal gesehen hatte. Das Vorsingen hatte gerade
angefangen, und Shane war natürlich mal wieder zu spät dran. Also
war er gerannt und hatte die Türe zum Proberaum kräftig aufgestoßen.
Nickey, der nicht damit gerechnet hatte, das jemand mit der Brachialgewalt eines
D-Zugs in den Raum stürmen würde, hatte an der Tür gelehnt. Er
flog nach vorne auf die Knie. Nur dank seiner geschulten Reflexe hatte er sich
nicht verletzt. Und da stand Shane und starrte ihn an, als ob er einen Blick
in den Himmel werfen würde. Er hatte gespürt, wie ihm das Blut in
den Kopf stieg und er stammelte nur "Oh, sorry ich....man " und er streckte
die Hand aus, um diesem Engel, mit den schönsten blauen Augen, die er je
gesehen hatte, wieder auf die Beine zu helfen. Nickey nahm seine Hand, stand
auf und lachte ihn an. "Du bist noch nicht an der Reihe." schmunzelte er. "
Was? Ich?.. ne ich sing doch nicht" stotterte Shane. "Schade, hast es schon
mal versucht ?" "Shane! Endlich." Mark kam angehüpft und war ganz aufgeregt.
"Der da singt, der ist echt gut, findest nicht? Heißt Bryan und der hat
Humor." Verwirrt schaute er dann auf Shane‘s Hand, die immer noch Nickey’s hielt.
Shane wurde wieder rot und ließ Nick`s Hand los. "Hallo ich bin Mark.
Ich gehöre zu der Band und der dich umgeschmissen hat, heißt Shane
und gehört auch dazu." Mark reichte Nickey auch die Hand.
"Hallole, ich bin Nickey und bin zum Vorsingen hier, der da oben ist mein Freund"
und an Shane gewandt "du singst also doch ?" "Ja ... ich singe auch. Ich meinte
doch nur...." "Du bist dran" meinte Mark und schob Nickey in Richtung Bühne.
Nickey sang so gut er konnte und sah dabei fast nur Shane an. Shane starrte
zurück und verspürte den dringenden Wunsch, das Nickey einer derer
sein sollte, die ausgewählt werde würden.
Plötzlich stand neben ihm ein baumlanger Kerl und grinste auf ihn herunter.
"Nix ist echt gut. Der kommt bei den Mädels super an. Als er noch Fußball
spielte, waren da immer viele Mädchen beim Training zum zusehen. Dabei
wollten sie nur Nickey sehen." erzählte er "Oh ich bin Bryan." er streckte
die riesige Hand aus. "Ich weiß, hab dich singen gehört. Du bist
auch sehr gut. Ich bin Shane" antwortete er und ergriff die dargebotene Hand,
aber ohne Nickey aus den Augen zu lassen. "Der hat ne gute Stimme. Ich denk,
ihr beide würdet gut zu uns passen." Das fand Louis auch.
Ja, so war das damals. Und seit dieser Zeit waren sie immer gute Freunde gewesen.
Shane gestand sich nun ein, das er sich damals im ersten Augenblick in Nickey
verliebt hatte. Und zwar so heftig, wie er ihm die Türe in den Rücken
gestoßen hatte. Nur das Nickey eben normal war und er nicht. Weiter sinnierend
schäumte er seine behaarte Brust ein. "Immer wenn wir ne Fotosession haben
und wir uns berühren sollen, werd ich so was von aufgeregt. Und er berührt
mich ja auch immer, nur das es bei Fußballern eben so üblich ist
und die sich nichts dabei denken. Ich denk mir wohl was dabei und nutze jede
Gelegenheit, wenn Nickey mal wieder diesen Berührungsdrang hat. Ich stell
mich ja immer so, das ich ihm am nächsten bin. Das er eben mich drückt."
Seine Hände kreisten tiefer und reinigten auch seinen Penis, der sich halb
aufgerichtet hatte. Das passierte ihm immer, wenn er an Nickey dachte. Traurig
lächelnd stellte er den Wasserstrahl auf kalt und keuchte, bis die Errektion
abgeklungen war, unter dem kalten Strahl. Er stieg aus der Dusche und trocknete
sich ab. Es klopfte und Nickey streckte den Kopf durch die Türe. Shane
bedeckte schnell seinen Unterleib mit dem Handtuch und schaute fragend zu Nick.
Der musterte ihn mit unergründlich funkelnden, blauen Augen. "Hey Süßer,
kommst du bald?" fragte er einen lüsternen Filmhelden imitierend.
"Er ist immer so gut drauf und merkt nicht, wie es mir dabei geht" dachte Shane
und antwortete "Ja, nur noch anziehen und stylen, dann komm ich."
"Oh, ich kann dir beim kommen helfen." schnurrte Nickey anzüglich grinsend.
Shane wurde rot und schob ihn ohne ein weiteres Wort aus der Türe. Dann
lehnte er sich mit dem Rücken dagegen und murmelte " wenn du das nur mal
tätest. Ich wär der glücklichste Mensch auf dieser Welt."
Nickey stand an der Türe und schloß die Augen. "Ich sollte das lassen.
Ich werd noch verrückt, wenn ich ihn nackt sehe und dann nehme ich ihn
mir und wir sind danach keine Freunde mehr. Wenn er nur nicht so sexy wäre
und so normal." Traurig schlenderte er zum Sofa und ließ sich darauf fallen.
Den Kopf an die Lehne gelegt träumte er von ihrer ersten Begegnung.
Er hatte an der Türe gelehnt, als Shane, der zu spät dran war, sie
ihm in den Rücken gestoßen hatte. Er war auf die Knie gefallen und
hatte sich, dank jahrelangem Training, abgerollt. Wütend hatte er sich,
noch am Boden, umgedreht und wollte grade losbrüllen, als er in das liebste
Gesicht, das er je gesehen hatte, blickte. Grün-braune Augen sahen ihn
erschrocken an. Ein gerötetes Gesicht und er hatte ihm die Hand hingestreckt.
Eigentlich hätte er die nicht benötigt, aber er ergriff sie und ließ
sich beim Aufstehen helfen. Eine schöne, warme Hand war das. "Wenn sie
mich doch nur einmal anders als freundschaftlich berühren würde."
wünschte sich Nickey.
Shane hatte irgend etwas gemurmelt, aber er hatte nicht darauf geachtet. Er
war viel zu beschäftigt, das Gesicht zu studieren. "Ich hab mich sofort
in ihn verliebt. Dieses Lächeln und so schüchtern." Den Kopf in Richtung
Badtüre gedreht flüsterte er " Du hast meine Hand lange gehalten,
aber du hast nicht bemerkt, was dabei mit mir geschehen ist. Vielleicht hätte
ich dich nicht gleich so aufziehen sollen. Ich hab dich ja wie einen kleinen
Jungen behandelt. Aber du kamst mir so jung und unerfahren vor und ich wollte
dir deine Schüchternheit nehmen. Dich in den Arm nehmen und dich küssen."
"Was ist? Übst du nen Text oder was?" fragte Mark, der plötzlich vor
ihm stand. Nickey war so in Gedanken gewesen, das er das Klopfen überhört
hatte. "Was? Nein...ja.. ach vergiß es. Was ist denn los?" Mark setzte
sich neben Nick und fragte ihn ganz sanft " Nickey, ich will das jetzt ganz
ehrlich von dir wissen." "Was?" "Was ist zwischen dir und Shane? Aber sei ehrlich.
Mir kannst du vertrauen. Ich kenn Shay schon mein ganzes Leben und dich, glaub
ich, kenn ich auch ganz gut. Da ist etwas zwischen euch"
"Ach Mark." schluchzte Nickey auf. Mark war ehrlich erschrocken über den
Aufschrei , legte dem weinenden Nickey den Arm um die Schulter und überlegte
kurz-
"Verliebt? Klar, du bist verliebt in Shane. Das mir das nicht früher klar
wurde. Bei euch hat‘s doch schon das erste mal, als ihr euch gesehen habt gefunkt.
Man oh man und Shane merkt nichts ? Oh doch, dem geht’s nämlich nicht anders
als dir und keiner traut sich, es dem anderen zu sagen."
Schniefend sah Nickey Mark an " Du hast das bemerkt? Damals?"
" Na wenn zwei Jungs sich die Hände halten und sich ansehen, als wäre
der jeweils andere das Beste und Schönste, das er je gesehen hat, dann
ist das doch klar." "War das so offensichtlich?" "Hm nein, aber jetzt wo ich
Shanes Launen und deine Tränen zusammen zähle, da wird mir so einiges
klar." Sich erhebend sagte Nickey leise:
"Shane fühlt nicht so wie ich. Der ist doch immer mit Mädchen zusammen
und flirtet und..." "Moment. Der treibt sich immer in deiner Nähe rum und
wenn du jemanden in den Arm nimmst, ist es doch meist er.
Und wie er dich anschaut, wenn du es nicht merkst. Weiß Bryan eigentlich
davon?" "Das ich verliebt bin? Ja, er hat mir das klar gemacht, als wir nach
dem Vorsingen nach Hause gegangen sind."
Nickey dachte daran zurück.
Sie waren die Ersten gewesen, die vorgesungen hatten. Erst Bryan und dann er
selbst. Er hatte nur für Shane gesungen und hatte immer wieder zu ihm hingesehen.
Dummer Weise hatte er damals keine Kontaktlinsen getragen und so konnte er nicht
sehen, ob Shane ihn beobachtete.
Nach seinem Vortrag hatte Louis ihnen gesagt, das sie von nun an dazugehören
würden und Bryan und er hatten einen Freudentanz aufgeführt. Bryan
hatte, im Überschwang seiner Freude, alle umarmt, was Nickey sofort nachmachte,
weil er so Shane in den Arm nehmen konnte. Der hatte ihn fest gedrückt
und schüchtern lächelnd gesagt, das er sich riesig freuen würde.
In Bryan‘s bäriger Umarmung hatte er so klein und verletzlich ausgesehen.
Nach den Formalitäten waren Bryan und er gemeinsam nach Hause gegangen.
Erst hatten sie sich über das Vorsingen unterhalten und dann hatte Bryan,
in seiner unnachahmlichen Art, angefangen Mark, Kian und Shane zu charakterisieren.
Lächelnd drehte sich Nickey zu Mark um und meinte "Weißt du, wie
Bryan dich damals beschrieben hat?" " Ne, hast mir nie erzählt. Wie denn?"
Nick stellte sich in Positur und ahmte Bryan gekonnt nach: "Dieser Mark
Hat nichts als Musik in sich. Der singt mit Sicherheit auf dem Klo und sein
Urin singt sicher auch. Sein Duschgel in der Dusche singt und im Schlaf singt
er auch noch. Und dann tut er so, als würde er nichts von der Außenwelt
mitkriegen. Aber glaub mir eins. Der sieht alles und hat nen Weitblick, den
wir uns nur wünschen können. Nebenbei hat er auch noch nichts wie
Blödsinn im Kopf. Ne gelungene Mischung. Der wird uns noch verblüffen.."
" Das hat Bryan über mich gesagt?" fragte Mark ungläubig. "Ich dachte
immer, er hält mich für nen abgehobenen Idioten." "Tut er auch, aber
er hat ne sehr hohe Meinung von dir." grinste Nick. Mark freute sich, auch das
Nickey wieder lächelte.
"Ja und als er dann Shane als geducktes Huhn und Landei bezeichnete, da bin
ich dann ausgerastet. Ich hab ihn angeschrien, das er Shane doch überhaupt
nicht kennt und das er so nett wäre. Da sagte mir Bryan auf den Kopf zu,
das ich verliebt wäre. Man das war mir nicht klar gewesen, bin ja nicht
zum ersten mal verliebt, aber in nen Jungen, das war neu für mich. Ich
wollte Shane nur beschützen. Und Bryan sagte dann, das ich mich vorsehen
müsse, weil ein Landei nie mit nem Kerl was anfangen würde. Nur nach
Norm. Mit Mädchen. Basta. Ich hab mir das zu Herzen genommen und mich nur
immer nach ihm gesehnt. Aber langsam kann ich nicht mehr. Wir schlafen im selben
Zimmer. Manchmal sogar im selben Bett. Ich seh ihn nackt. Ich höre ihn
stöhnen, wenn er träumt. Ich nehm ihn in den Arm und mehr darf ich
nicht. Ich weiß, das du das nicht verstehst, aber..." "Ich versteh dich
besser, als du glaubst." sagte Mark.
Plötzlich stand Shane im Zimmer.
"Shay, du siehst nicht gut aus. Bist du krank?" fragte Mark besorgt. "Kopfweh."
brummelte er. Mark stand auf und sah Shane in die ausdrucksvollen, vom weinen
geröteten, Augen.
"Soll ich jetzt was sagen, oder laß ich es? Nein das müssen die beiden
selber klären." dachte Mark und nahm Shane am Arm. Der starrte Nickey an,
als wollte er etwas sagen. "Wie lange bist du schon im Zimmer?" fragte Nickey
mit belegter Stimme.
"Mark, bitte geh." sagte Shane ganz leise. Mark ließ seinen Arm los und
verließ das Zimmer.
Nickey setzte sich auf einen Sessel, strich sich mit der Hand die goldenen Haare
aus dem Gesicht und sah zu Boden. Shane bewegte sich auf ihn zu und stellte
sich vor ihm auf. " Ich bin schon lange genug im Zimmer um das wichtigste zu
hören. Nickey, Nix ....ich" er holte tief Luft, was ihm nur zitternd gelang
. Nickey wollte ihn nicht ansehen, weil er befürchtete, etwas zu sehen,
das er nicht sehen wollte. Ablehnung, das Ende der Freundschaft. "Nein, bitte
Shay, tu mir das nicht an." flehte er in Gedanken. "Nickey." Nick sah nun doch
nach oben und was er sah, traf ihn tief. Tränen rollten über Shane’s
Wangen. Er sank langsam vor Nick in die Knie, legte seine Hände auf dessen
Knie und sah ihn an. "Wieso hörst du eigentlich immer auf andere?" fragte
er schluchzend. "Ich war vom ersten Augenblick in dich verliebt. Ich wußte
lange nicht was mit mir los war, aber dann wurde mir klar, das ich mit Mädchen
nichts mehr anfangen wollte. Ich hab dich, wenn du geschlafen hast, oft beobachtet.
Und mir hat es beinahe das Herz zerrissen, wenn du gestöhnt hast und ich
nicht der Grund war. Du warst immer so cool, das ich mich nie getraut habe,
etwas zu sagen." Seine Hände schoben sich langsam die Oberschenkel hinauf,
"Nickey, ich mag ein Landei sein, aber ich weiß genau was ich will. Dich
und sonst nichts." Weinend hob Nickey die Hand und wischte Shane die Tränen
mit dem Daumen weg. Shane schloß die Augen und schmiegte seine Wange in
Nickey’s Handfläche. "Du bist schlecht rasiert." lächelte Nick unter
Tränen. Shane legte den Kopf in den Nacken und lachte sein so typisches,
ansteckendes Lachen. Dann kitzelte er Nickey erbarmungslos. Da Shane aber noch
kitzeliger war als Nickey, zog er bald den Kürzeren und so kugelten sie
auf dem Boden und lachten aus vollem Hals. Nickey gewann die Oberhand und setzte
sich auf seinen Bauch. Er hielt Shane’s Arme über dessen Kopf fest und
beugte sich langsam über Shane’s Gesicht. Ihre Nasen berührten sich
fast. Nickey flüsterte: "Jetzt werde ich mal sehen, ob du so gut schmeckst
wie du riechst. Dein Rasierwasser turnt mich voll an." Und er legte seine Lippen
auf Shane’s. Ein Zucken ging durch Shane’s Körper und er öffnete die
Lippen. Seine Zunge suchte Nickey’s und das war das schönste Gefühl,
das er jemals erlebt hatte. Er hatte es sich nie vorstellen können, wenn
andere Jungs von den Knutschereien erzählten, das man da weiche Knie bekam
und alles Blut sich scheinbar in den Lenden sammelte. Auch er hatte geknutscht,
aber das war, na ja, nicht so wie mit Nick.
Tatsächlich bestand er nur noch aus Gefühl und konnte nicht mehr denken.
Nickey legte sich auf Shane und ließ seine Hände los. Dafür
streichelte er ihm über die Ohren und ließ dann eine Hand auf der
Ausbuchtung seiner Hose liegen. Shane stöhnte und sein Kopf bog sich zurück.
Nickey knabberte an seinem Adamsapfel und ließ zärtlich seine Zähne
über die Haut am Hals schaben. Shane’s Hände legten sich an Nickey‘s
Kopf und die Daumen strichen sanft an seinen Wangen entlang. " Du könntest
dich auch mal rasieren." flüsterte er atemlos. Nickey lachte auf und übte
etwas mehr Druck auf Shane‘s intimste Stelle aus. "Nicht, sonst hast du nur
noch ein Landrührei." kicherte Shane überglücklich. "Ich kann
mit Eiern gut umgehen." grinste Nickey, um dann sofort aufzuspringen, weil lautes
Klopfen an der Türe ihn erschreckt hatte. Er streckte Shane die Hand hin
um ihm aufzuhelfen. Shane griff danach und ließ sich hochziehen. Dabei
legte er seine Hand auf sein bestes Stück um die Errektion zu unterdrücken.
"Alles anständig da drin?" fragte Mark’s Stimme von draußen. Shane
blies die Backen auf und atmete ein paar mal tief durch. Nickey drückte
auf seinen kleinen Soldaten und versuchte, sich wieder in den Griff zu bekommen.
"Komm rein." Mark streckte nur den Kopf rein, als ob er Angst hätte, das
er etwas an den Kopf kriegen könnte. "Wird Zeit. Seid ihr soweit? Alles
klar?" fragte er vorsichtig als er die erhitzten Gesichter der beiden erblickte.
"Streit?" fragte er. Beide sahen sich an und lachten. "Ne, ein kleiner Kampf,
aber sonst ist alles o.k." grinste Shane. "Na gut dann kommt. Der Wagen wartet."
Nickey setzte sich in Bewegung und Shane strich ihm sanft über den Po.
Sofort reagierte dessen Goldjunge. Nickey zog zischend die Luft ein und legte
seine Hand darüber. "Was ist denn los?" fragte Bryan ahnungslos. " Ich
hab mir, glaub ich, die Leiste gezerrt, beim blödeln mit Shane." "Äh.
Was?" er sah Nickey scharf an. Der senkte seinen roten Kopf und Bryan verstand
auf einmal alles. Er grinst vor sich hin und ging pfeifend weiter. "Hätte
ich nicht gedacht, das Shane sich traut. Aber die Liebe ist unberechenbar."
sinnierte er. Aber einen Spaß auf ihre Kosten mußte drin sein. Soviel
stand fest. Kian und Bryan setzten sich ins Auto und warteten, das Mark endlich
die Türe freigab, das auch die Anderen einsteigen konnten. Shane war etwas
zurück geblieben, um ein paar Fans die Hände zu schütteln. Nickey
schaute zu ihm zurück und dachte."Mein Shane. Er ist immer so charmant
zu jedem." Plötzlich, ein Knall, es entstand ein Tumult und Nickey wurde
auf die Seite gerissen. Zu erst dachte er, es wäre ein Bodygard, aber er
sah sich getäuscht. Eine Faust flog direkt auf ihn zu. Nur seinen ausgezeichneten
Reflexen verdankte er, das seine Nase von dem Schlag nicht gebrochen wurde.
Aber sie erwischte ihn an der Wange und er sank benommen zu Boden. Grobe Hände
hievten ihn hoch und schleiften ihn mit. Er wollte sich wehren, aber er war
zu benommen um viel auszurichten. Jemand packte ihn unter den Armen und ein
Anderer nahm seine Füße. Er wollte schreien, aber kein Ton verließ
seine Kehle. Er wurde auf die Ladefläche eines Lkws geworfen und schon
beschleunigte der Wagen kraftvoll.
Shane erging es nicht viel besser. Ein Mädchen wollte ihn nicht los lassen
und er zerrte an seiner Hand. Plötzlich explodierte etwas vor seinen Augen
und Dunkelheit umfing ihn. Die Tritte und den Aufprall auf der Ladefläche
spürte er nicht mehr.
Bryan hatte alles mit angesehen und wollte sich aus dem Auto stürzen, aber
Kian saß ihm im Weg. "Weg!! Shane!! Nickey!! Verdammt die werden entführt.
Tut doch was!!" brüllte er. Die Bodygard’s taten was sie konnten, aber
das Ablenkungsmanöver war einfach perfekt gewesen. Es war zu spät.
Die Polizei war schon an Ort und Stelle, aber mehr als Fragen konnten sie auch
nicht stellen.
"Wir können nur auf die Lösegeldforderung warten." meinte Inspektor
Lord. "Und wenn sie kein Lösegeld verlangen? Wenn sie sie umbringen?" knurrte
Brian. "Wieso sollten sie das denn? Die Jungs sind doch so viel Wert, da wären
sie doch dumm, nicht viel Geld zu verlangen." "Man wo leben sie denn? Noch nie
Nachrichten gesehen oder gehört?" schrie Bryan. "Wer so was macht, ist
nicht ganz klar im Kopf. Der ist weich im Mischer und kommt auf die blödesten
Ideen!! Ich sagte ihnen doch bereits, das es ein blauer Pickup war. So viele
von diesen Wagen gibt’s doch in Glasgow auch nicht,
oder? " "Richtig Mr. McFadden, aber die Fahndung läuft doch schon und wir
werden ihre Freunde sicher bald finden."
"Und wenn nicht?" fragte Mark leise.
"Dann werden wir einen anderen Weg finden." beruhigte Inspektor Lord.
"Sie haben die Ruhe weg, man." schnappte Kian.
"Wir tun alles, was in unserer Macht steht." "Das seh ich." brummelte Bryan
und zog heftig an seiner Zigarette.
Ein Polizist betrat den Raum und er hielt ein Papier in der Hand. "Und?" fragend
sah der Inspektor ihn an. "Ein Bekennerschreiben. Sieht nicht gut aus Sir."
antwortete der ruhig.
"Her damit!" Ehe jemand ihn aufhalten konnte, hatte Bryan ihm den Brief aus
der Hand gerissen und las:
So ihr arroganten Ärsche.
Ihr macht kein Mädchen mehr verrückt. Suchen könnt ihr euch sparen.
Diese Hurensöhne seht ihr nie wieder. Vielleicht gräbt mal jemand,
so in 100 Jahren, einen von den beiden aus. Bis dahin sind unsere Mädchen
aber anständig und benehmen sich nicht mehr wie läufige Hündinnen.
Eure schwarze Macht ist gebrochen.
Bryan war blaß geworden. "Verdammt. Der oder die sind verrückt."
Er blickte in die Runde und flüsterte: "Wir müssen Nickey’s und Shane’s
Familien benachrichtigen." "Ist schon geschehen. Wir werden eine Soko bilden
und jedes Haus überprüfen. Schnell."
Eine Hundertschaft von Polizisten durchkämmten Glasgow und Umgebung.
Ohne Erfolg.
Nickey und Shane blieben verschwunden.
Nickey zitterte und registrierte verwirrt, das er sich nicht bewegen konnte.
"Wo bin ich denn? Hallo?" ängstlich versuchte er die Dunkelheit mit den
Augen zu durchdringen, aber die Augen hatten jeden Wert verloren. Tiefe, erstickende
Schwärze umgab ihn und die Angst streckte ihren kalten Finger nach Nickey’s
Herz aus. Noch einmal versuchte er sich zu bewegen und bemerkte das Seil, das
seine Hände auf dem Rücken festhielt. "Dann sind meine Beine sicher
auch gefesselt." stellte er fest. Die Luft war feucht und roch unangenehm. Nun
hörte er das stetige Tropfen. "Eine Höhle!" dachte er. " Nein, das
kann nicht sein. In einer Höhle riecht es nicht so beschissen. Oh! Ja beschissen.
Dreck aber auch, ich liege hier wohl in einer Kanalisation. Und mir ist schlecht.
Wieso bin ich hier und gefesselt auch noch?" fragte er sich verzweifelt durch
den Mund atmend, um dem Gestank zu entgehen. Sein Gesicht schmerzte und im fiel
wieder die Faust ein. "Entführt! Ich bin entführt worden." Panik ließ
sein Herz rasen.
Ein leises Würgen ließ in aufhorchen und seine Panik verwandelte
sich in Hoffnung. "Hallo? Ist da jemand? Bitte. Hilfe!!" Seine Stimme hallte
gespenstisch in den Katakomben. "Da kotzt einer. Kein Wunder bei dem Gestank."
dachte er. "Hallo." versuchte er es etwas lauter. "Nickey?" kam es schwach aber
nahe. "Shane? Shane, sprich weiter ich versuch, zu dir zu kommen." "Nickey?
Wo sind wir? Gott ist mir schlecht. Mein Kopf platzt gleich und..." Shane übergab
sich noch einmal. Nickey robbte, die Knie immer wieder an den Leib ziehend und
mit den Füßen abstoßend, auf dem schmierigen Boden in Richtung
Shane’s Stimme. "Bist du auch gefesselt?" fragte er Shane keuchend. "Ja, ich
kann mich überhaupt nicht bewegen." kam es kläglich von Shane. Nickey
stieß an etwas weiches und Shane wimmerte leise. "Das war meine Schulter.
Ich glaub, die ist ausgerenkt." "Scheiße, Shane, wieso sind wir hier?
Wem haben wir was getan?" schluchzte Nickey "Weiß nicht Nix, aber wir
müssen versuchen hier raus zu kommen. Ich will nicht hier unten sterben.
Wo immer das auch ist." "Also erst mal die Fesseln." beschloß Nickey,
Mut fassend und drehte sich mit dem Rücken zu Shane’s Rücken " Ich
hab das schon in so vielen Filmen gesehen, wäre doch gelacht, wenn ich
das nicht auch hinkriegen würde." "O.k. Häuptling Nick. Versuch dein
Glück." scherzte Shane unter Schmerzen. Nickey ertastete Shanes Fesseln.
Zum Glück waren sie nicht sonderlich kunstvoll angelegt. Die Entführer
hatten wohl gedacht, das sie nicht versuchen würden, sich zu befreien.
Oder es gab kein Entkommen aus dieser Kloake. Doch soweit wollten die Beiden
nicht denken. Endlich, nach einer, wie es Nickey schien, endlosen Zeit hatte
er Shane’s Fesseln an den Händen gelöst. Shane versuchte sich aufzusetzen,
was ihm erst nach dem dritten Versuch gelang. Seine Rippen schmerzten höllisch,
aber er wollte Nickey nichts davon merken lassen. Mit einer Hand, die andere
konnte er nicht bewegen, fummelte er an dem Seil, konnte es aber so nicht lösen.
"Ich schaff das so nicht!!" rief er verzweifelt und beugte sich stöhnend
zu Nickey’s Händen hinunter. "Ich werde nicht darüber nachdenken,
was alles auf diesem Stück Seil rumglibbert. Ich werde einfach die Fessel
lösen und nichts denken." Also nahm er den Knoten zwischen die Zähne
und machte sich an die Arbeit. Endlich gaben auch Nickey’s Fesseln nach und
er rieb sich im Aufsetzten die Handgelenke. "Meine Uhr ist weg." stellte er
empört fest. "Na und." stöhnte Shane. Nick löste den Knoten an
seinen Füßen. Shane war zur Seite gefallen und würgte endlos.
Seine Rippen stachen und seine Schulter pochte wie verrückt. " Shane? Shane
komm ich helf dir." Nickey löste Shane’s Fußfessel und versuchte
ihn aufzuheben. "Aahhh, nicht ich kann nicht. Laß mich hier streben."
wimmerte er unter großen Schmerzen kläglich. "Shane! Nein, du stirbst
doch nicht. Wir kommen hier raus. Du wirst sehen." Er tastete über Shane’s
Gesicht und fühlte eine große Schwellung um seinem linken Auge.
Nickey hatte wieder Mut gefaßt, als sich seine Fesseln lösten und
er wollte Shane jetzt auch Mut machen. "Heute Mittag hast du entschieden besser
gerochen." Versuchte er zu witzeln. "Du auch." würgte Shane. "Komm, versuch
mal aufzustehen." Nickey hielt seinen Freund vorsichtig am unverletzten Arm
und am Gürtel und zog ihn hoch. Er fühlte, wie Shane schwankte. "
Wird’s denn gehen?" "Muß." quetschte Shane mühsam hervor. Nickey
legte sich Shane’s unverletzten Arm um seinen Hals und packte ihn mit der anderen
fest am Gürtel. So begann ihre Odyssee im Abwasserkanal von Glasgow.
"SCHEIßE!!!" brüllte Bryan und warf das Glas, aus dem er gerade getrunken
hatte, an die Wand. Mit einem lauten Klirren zerbrach es und die Splitter spritzten
in das Zimmer, wie ein Regen aus Diamanten. Mark schüttelte betrübt
den Kopf. So hatte er Bryan noch nie gesehen. Das Warten war für alle hart,
aber das Bryan so ausflippte, war schon merkwürdig. "Mal sehen ob ich ihn
etwas beruhigen kann." dachte er.
Kurz zuvor war Bryan Kian an die Kehle gegangen und hatte ihn beschuldigt, schuld
an der ganzen Sache zu sein, weil er ihn nicht vorbei gelassen hatte.
Als ob das was geändert hätte. "Bryan." "WAS?" "Beruhige dich doch
mal wieder. Damit änderst du auch nichts." Inzwischen hatten alle, außer
Mark, das Zimmer verlassen. "Was hast du denn bloß? Wir machen uns alle
große Sorgen, aber du bist ja ganz weg, Mensch."
Bryan sank in sich zusammen und Tränen glitzerten plötzlich in seinen
Augen. Seine Wut war gebrochen, wie das Glas, das er keine Minute zuvor an die
Wand geworfen hatte. "Weißt du," fing er leise an zu sprechen "als wir
damals bei dem Vorsingen waren, fand ich es so komisch, das sich die beiden
in einander verliebt hatten. Sie himmelten sich an, von Anfang an. Ich sagte
damals zu Nickey, er soll‘s lassen. Das bringe nichts. Er hat sich daran gehalten.
Aber ich war ein Egoist. Ich wollte keinen schwulen Freund und wußte genau,
was ich sagen muß, das er nichts unternimmt. Dann, heute, als sie endlich
zu ihren Gefühlen standen, da hab ich eingesehen, das sie zu einander gehören.
Ich hab ihnen ihr Glück versaut und jetzt sind sie tot und hatten nicht
mal eine Nacht zusammen." Tränen rollten über seine Wangen und er
tat nichts um sie zu verbergen, oder abzuwischen. "Sie sind nicht tot, das weiß
ich genau. Und du solltest so was nicht mal denken. Sie werden gefunden und
alles wir gut. Mir ist auch etwas komisch, wenn ich denk, das sie ein Paar sind,
aber sie sind ein schönes Paar und sie lieben sich. Ist das nicht das wichtigste?"
"Das sind jetzt 24 Stunden Mark. Es ist kalt draußen und..." "Na so kalt
ist es auch wieder nicht, schließlich ist es Juli, falls du es vergessen
haben solltest." Bryan blickte zum Fenster und flüsterte : "Es Regnet."
Auch Mark schaute blicklos zum Fenster und schwieg.
Shane stolperte zum wiederholten mal und Nickey spürte, das seinem Freund
nicht mehr viel Zeit bleiben würde, bis er zusammenbrach. Sie irrten seit
Stunden in diesen stinkenden Gewölben umher und fanden keinen Ausgang.
" Wir müssen dahin, wo die Brühe herkommt. Nicht weg von ihr." sagte
Shane plötzlich schleppend. "Wieso denn?" fragte Nickey erschöpft.
"Na weil dort die Häuser sind, und dann auch Öffnungen zum rauskriechen."
murmelte Shane erschöpft. "Scheiße!! Du hast recht. Und ich dachte
immer, ich könnte logisch denken." Aus einem Seitenkanal strömte wieder
ein Schwall stinkender Brühe und schwemmte Ratten auf sie zu.. "Das wird
hart Shane." "Alleine schaffst du das schon." "Ich laß dich hier nicht
alleine. Das kannst du dir abschminken. Dich fressen keinen Ratten." sagte Nickey
mit schriller Stimme. "Kann nicht mehr." "Oh doch du kannst. Du willst nur nicht.
Bist mal wieder zu faul. Komm schon Weichei." Shane wußte nun, wenn er
zusammenbrach, würde Nickey auch hier sterben und das wollte er unter keinen
Umständen. "O.K., dann los." Das Abwasser reichte ihnen bis zur Mitte der
Oberschenkel und stank pestilenzartig. Das Laufen machte Shane unsagbare Mühe
und so versuchte er sich abzulenken, in dem er leise und abgehackt vor sich
hin summte. Seine Schmerzen waren so schlimm, das er, hätte er eine Pause
gemacht, sicher nicht mehr hätte aufstehen können. "Was singst du?"
fragte Nickey keuchend. Auch seine Kräfte ließen langsam nach, da
er seinen Freund fast
tragen mußte. "Was?" "Ja, was singst du denn?" "Puzzle of my heart." stöhnte
Shane "glaub ich wenigstens." "Guter Song. Den mag ich besonders."
"Ich mag lieber you make me feel. Erinnert mich immer an uns. Sing es an meinem
Grab." "Einen Scheiß wird ich tun. Wenn du stirbst, rede ich nie wieder
mit dir. Auch im Himmel nicht." "Ich werd mich bemühen, nicht zu sterben,
aber ich hab so gemeine Schmerzen, das es, glaub ich, nicht viel länger
geht." "An einer ausgerenkten Schulter ist noch keiner gestorben." "Wenn es.."
"Da vorne ist Licht!!" schrie Nickey. "Wo? Ja ich seh‘s auch! Aber ich glaub‘s
nicht." "Kannst du aber. Da ist ein Ausgang."
"Inspektor!! Inspektor!!" der Uniformierte rannte zu Lord und übergab ihm
eine Brief. "Ein neuer Bekennerbrief, Sir." sagte er laut und aufgeregt.
"Her damit." schnauzte Lord und riß ihm das Kuvert aus der Hand, bevor
Bryan sich wieder das Beweismittel aneignen konnte. Der hatte schon die Hand
nach dem Brief ausgestreckt, doch diesmal war der Inspektor schneller. Er entnahm
das Schreiben seiner schützenden Hülle und las laut:
Nun fressen schon die Ratten an den Söhnen des Teufels.
Dort, wo sie hingehören, müssen sie auf ewig in Pestilenz und Unrat
wandeln und im Dreck der rechtschaffenen Menschen harren.
Auch die anderen Söhne des Teufels werde ich erwischen, auf das sie mit
ihren verdammten Genossen auf Ewig büßen.
"Na der hat sich ja einiges vorgenommen!" brummelte Inspektor Lord.
Mark hatte mit gesenktem Kopf dagestanden und hatte den Worten gelauscht. Nun
hob er den Kopf und schaute mit aufgerissenen Augen in die Runde"Der Dreckskerl
hat sie in die Kanalisation gebracht!" rief er plötzlich. "Wie kommst du
denn darauf?" fragte Kian. "Na, das ist doch klar. Wo gibt es Ratten und wo
ist der Dreck, der rechtschaffenen Menschen?" "In der Kanalisation!" sagten
alle wie aus einem Mund. Inspektor Lord war schon bei dem Wort Kanalisation
los gerannt und hatte alle zu den Eingängen des unterirdischen Systems
beordert.
Nun begann eine fieberhafte Suche. In welchem Stadtteil waren die Beiden? Lebten
sie noch? Noch mehr Polizeikräfte wurden angefordert. Und wer war der Irre
Entführer?
"Und wie kommen wir da hoch? Ist bestimmt verriegelt." Shane konnte nicht mehr
sonderlich klar denken. Sein Kopf schwamm im Schmerz und das Atmen ging nur
noch ganz flach. Er hielt sich an einer Eisenstange, die in der Wand eingelassen
war, fest und schwankte hin und her. Nickey sah zum ersten mal wie schlimm Shane’s
Auge geschwollen war und befürchtete nun, das Shane schlimmer verletzt
war, als er bisher angenommen hatte. "Shane, du hängst an der Leiter die
nach ober führt." sagte er sanft und sehr besorgt. Shane blickte nach oben
und senkte sofort wieder den Kopf. Schwindel durchzuckte ihn und er wäre
beinahe ohnmächtig geworden. Er lehnte sich halt suchend an die Wand "Kletter
du zuerst und schau nach, ob wir hier raus können." flüsterte Shane
schwach.
Nickey wußte, das es keine andere Möglichkeit gab, als ihn alleine
zu lassen.
"O.K ich geh und schau nach, aber du singst mir eins, während ich klettere."
"Ich versuchs." Nickey sah ihn noch einmal prüfend an und machte sich auf
den Weg zur Erdoberfläche. Oben angekommen, drückte er mit der Schulter
gegen den Schachtdeckel und der hob sich leicht. Er drückte ihn ganz zur
Seite und rief nach unten. "Shane, ist nicht verriegelt! Shane?" "Hab‘s gehört."
kam ganz schwach von unten. Wendig wie ein Äffchen kletterte Nix nun schnell
nach unten. Die Aussicht, diese Kloake zu verlassen, mobilisierte seine letzten
Kraftreserven.
Die würde er auch brauchen um Shane von hier weg zu bekommen.
Bei Shane angekommen, legte er dem die Hand auf den gesunden Arm und lächelte
ihn an. "Bald ist es geschafft. Dann nehmen wir erst mal ein langes Bad und
tun so viele Duftöle rein, das dieser Wohlgeruch hier für immer vergessen
ist. Bist du so weit?" "Nix ...ich... schaffe... das ....nicht." "Shane Steven
Filan, du hörst jetzt auf zu jammern und machst dich auf den Weg nach oben."
Nickey hatte Shane’s Mutter so perfekt nachgemacht, das Shane ohne Widerspruch
zu klettern anfing. Nickey kletterte nur eine Stufe hinter ihm, um ihn Notfalls
zu stützen und ihm zu helfen. Es war anstrengend und Nickey fing an zu
zittern. Shane kam nur seh langsam voran, aber er kletterte. Endlich, frische
Luft umströmte ihre Köpfe. Shane setzte sich zusammengekrümmt
an den Rand des Schachts. Sein Atem kam hechelnd. So tat es am wenigsten weh.
Nickey setzte sich neben ihn und sah ihn entsetzt an. Shane‘s linke Gesichtshälfte
war geschwollen und blutunterlaufen. Das Auge zugeschwollen. Am rechten Haaransatz
hatte er eine Platzwunde die, verdreckt und nässend, sehr schlimm aussah.
Geronnenes Blut war rechts an seiner ganzen Seite bis zu seiner Taille. Kurz.
Er sah aus wie ein Zombi aus dem Film. Nickey stieß einen leichten Pfiff
aus. "Man, warum hast du mir nicht gesagt, das du so schwer verletzt bist?"
"Bin ich das? Du siehst schlimm aus Nick. Deine linke Wange ist blau und ganz
geschwollen." "Du siehst schlimmer aus. Überall Blut und dein Auge.. Du
brauchst dringend einen Arzt." "Ja das glaube ich auch, aber welcher Arzt hilft
schon solchen Pennern wie uns ?" "Dann müssen wir uns eben waschen und
neue Klamotten besorgen." "Und wo?" Nick hielt einen Rundblick und blieb an
einem Haus hängen, das nicht weit von ihnen entfernt, einsam an einen kleinen
Hügel geschmiegt, stand. Eine kleine Stadt war etwas weiter entfernt zu
sehen. Erst jetzt fiel Nick auf, das es wohl später Nachmittag sein mußte
und sie mitten auf einer Straße saßen. Die Sonne versuchte ihr bestes,
die Regenwolken zu verdrängen. "Ich möchte mal wissen, wie lange wir
da unten waren. Komm, das ist eine Straße und wir müssen runter davon.
Wer weiß schon, ob nicht der Typ, der uns gekidnappt hat, hier wohnt."
Entsetzt schaute Shane zu ihm auf "Ist das möglich ?" "Alles ist möglich
." Nick stand auf und schwankte leicht, fing sich aber unter Shane’s prüfendem
Blick sofort wieder. "Komm ich helf dir." Er zog Shane hoch und stützte
ihn an der Seite. Der krümmte sich sofort vor Schmerz.
"Rippen auch gebrochen?" fragte er entsetzt. Shane konnte nur nicken. "wenn
ich das gewußt ...."
"Wenn du das gewußt hättest, wären wir immer noch da unten."
keuchte Shane. "Stimmt. Und ich Idiot sag zu dir Weichei. Du bist der härteste
Typ den ich kenn. Da kommt ein Auto. Nichts wie weg." So schnell sie konnten,
verschwanden sie in die Straßenböschung. Das Auto fuhr weiter und
sie atmeten auf. "Wenn ich jetzt da drüben Klamotten und Seife klau, bleibst
du hier und wartest." "O.K. aber sei vorsichtig. Bitte Nix." "Mach ich."
Nix tigerte los und verschwand wenig später im Haus. Niemand war da, was
Nickey sehr erleichterte. Er raffte Hosen und dicke Pullover zusammen, griff
nach einer Flasche Shampoo und einem Stück Seife. Alles steckte er in eine
Plastiktasche, um es nicht schmutzig zu machen. "Wenn du noch was zu essen suchst,
komm in die Küche." rief eine alte Stimme.
Nickey blieb wie angewurzelt stehen. "Scheiße" entfuhr es ihm. "Genau
so riechst du mein Söhnchen. Komm nur, ich verpfeif dich nicht, egal was
du auch angestellt hast." So schlich Nix um die Ecke zur Küche, immer auf
einen Schlag gefaßt. "Komm nur, ich beiß nicht, schon gar nicht,
wenn man so riecht wie du." Erstaunt sah Nickey einen Mann, dessen Alter er
nicht schätzen konnte. Er konnte 50 oder 100 Jahre alt sein. Er war so
groß wie Nickey, schlank, fast sehnig und hatte eine geradezu königliche
Haltung. Die Haut war aber schrumpelig wie bei einem uralten Apfel und das üppige
Haar war schneeweiß. "Wau, deine Wange sieht aber gar nicht gut aus. Hast
du Kopfschmerzen? Ich hab da nen Tee, der kann dir helfen. Mein Name ist Moses."
"Danke." Stammelte Nickey überrascht. "aber ich muß weg von hier,
ganz schnell." "Bist nicht aus dieser Gegend. Stimmt‘s? Ire, würd ich mal
sagen. Meine Frau, Gott hab sie selig, war eine Irin. Ein Temperament, sag ich
dir, nur vom feinsten. Ich mach dir jetzt erst mal Wasser zum waschen warm und
dann mach ich dir was zu essen." "Ich kann nicht hier bleiben." flüsterte
Nickey, plötzlich am Ende seiner Kraft.
"Und wieso nicht? Wenn du jetzt da raus gehst, kippst du mit Garantie in fünf
Minuten aus den Socken." Er drückte ihn auf einen Holzschemel. "Ich will
jetzt alles wissen. Erzähl mir nur keine Märchen. Lügner mag
ich nicht leiden." " Shane." "Du bist also nicht allein?" Nick schüttelte
leicht den Kopf. Es tat so gut, zu sitzen und sich auszuruhen. "He. schlafen
kannst du später. Wieso ist dein Freund nicht mit auf die Ausräumtour
gekommen? He?" "Der ist verletzt." "Na und, bist du auch." "Schlimm." "Wo ist
er?" fragte Moses scharf. "Draußen an der Straße." "Was genau fehlt
ihm?" "Ich glaub, er hat die Rippen gebrochen und ne Gehirnerschütterung."
"O.K du bleibst jetzt genau hier sitzen und ich hole deine Freund. Bleib sitzen,
ich kann nicht zwei tragen." schnauzte er, als Nickey sich erheben wollte. Nick
sah Moses hilflos an. Der beugte sich vor und sah Nickey mit kobaldblauen Augen
an "He Kleiner, ich will euch wirklich helfen." Nickey senkte den Kopf. Er mußte
Moses vertrauen, er hatte keine Kraft mehr und so nickte er ergeben. Moses holte
aus einem Schrank ein Bettuch und riß es in breite Streifen. "Für
seine Rippen, nicht das sie die Lunge durchstoßen."
Plötzlich starrte er Nickey an. "Hat er Blut gehustet?" " Weiß ich
nicht. War zu dunkel." "So zu dunkel. Na egal. Bin gleich wieder da. Mit deinem
Freund." Moses nahm noch eine Decke mit und verließ das Haus. Suchend
blickte er am Straßenrand entlang und entdeckte kurze Zeit später
ein Bündel. "Gut getarnt." lächelte er. Und ging mit großen
Schritten auf Shane zu. Der lag auf der Seite und versuchte keine Panik zu bekommen,
als Nickey so lange weg war. Mit geschlossenen Augen lag er da und hörte
die Vögel singen. Dann vernahm er Schritte und öffnete das rechte
Auge vorsichtig. Das linke war zugeschwollen. Das Licht verschlimmerte seine
Kopfschmerzen. Er zuckte zusammen und verbiß einen Fluch zwischen den
Zähne, als der Schmerz über ihn hinwegrollte. "Ich bin im Delirium.
Das kann es nicht geben." dachte er und schloß das Auge wieder. Moses
beugte sich zu ihm herunter und berührte ihn sanft am Arm. Er stöhnte
nur. Mit kundiger Hand stellte Moses fest, das die Schulter ausgerenkt war.
Dann tastete er den Gestank nicht achtend, seine Rippen ab. "Drei Rippen sind‘s
auf jeden Fall. Komm hoch, gleich kannst du besser Atmen." Er zog Shane in eine
sitzende Position und zog ihm vorsichtig die Jacke aus. "Ahh, nicht." "Doch,
muß sein." Er faßte Shane‘s ausgerenkten Arm fest am Ellenbogen
und am Oberarm vollführte eine geschickte Drehung und das Gelenk rutschte
wieder in die Pfanne. Shane schrie und wollte sich wehren, aber das war nur
ein schwacher Versuch. "Muß dir leider noch ein paar Schmerzen mehr zufügen,
bevor du wieder ganz bist. Das du nicht bewußtlos geworden bist. Ein zäher
kleiner Kerl bist du." Moses erwartete keine Antworten. Er redete immer mit
sich selbst, wenn er behandelte. Nun zog er Shane das stinkende Hemd vom Körper
und betrachtete den Brustkorb. Shane zitterte und hatte schreckliche Angst.
"Hat der Irre Nickey schon umgebracht und was hat er mit mir vor?" fragte sich
Shane verwirrt "Hat dich wohl jemand zwei oder dreimal getreten." stellte Moses
fest. Fest umwickelte er Shane’s Brustkorb mit dem in Streifen gerissenen Bettuch.
"So. Ist es jetzt besser mit dem Atmen?" fragte er Shane. Der blinzelte mit
dem einen Auge zu ihm auf und nickte benommen. Das Stechen hatte gleich nachgelassen.
"Sehr schön. Bleib kurz hier. Ich muß euren Fluchttunnel noch schließen."
Moses schaute links und rechts, lief dann zu dem Schachtdeckel und schob ihn
wieder an seinen Platz. Dann kehrte er zu Shane zurück und legte ihm die
Decke um die Schultern. "Die stinkt doch nachher." murmelte Shane "Hohoho. Ja,
das wird sie vermutlich, aber das macht nichts Söhnchen. Die Hauptsache
ist, das dir nicht mehr so kalt ist." "Komm schon. Dein Freund denkt sicher
schon ich hab dich Sklapiert." Shane, der inzwischen Fieber hatte und alles
nur verzerrt sehen konnte, dachte verwirrt. "Der Lacht wie der Weihnachtsmann."
Moses zog ihn hoch und stützte ihn. Seine Jacke und das Hemd hatte er vorsorglich
in einer Plastiktasche verstaut. "So nun wirst du und dein Freund erst mal gebadet
und dann gibt’s was zu essen." Langsam führte er Shane auf das Haus zu.
Nickey hatte das ganze vom Haus aus beobachtet und als Shane schrie, wäre
er fast aus dem Haus gelaufen. Aber komischer Weise vertraute er Moses bereits
vollkommen.
Als der mit Shane das Haus betrat, war Nick aber doch sehr erleichtert. "Wie
geht’s dir Shay?" "Besser, glaub ich." flüsterte er. "Setz dich, Shane?"
sagte Moses freundlich. "Ja, ich bin Shane und das ist Nickey." "Freut mich,
Gentleman, ich bin Moses."
Inspektor Lord war kurz vor dem Verzweifeln. Sie hatten die ganze Kanalisation
von Glasgow mit Männern und Kameras abgesucht und nichts gefunden. Den
Rest der Band, hatte er überzeugt nach Hause zu fahre, da es ihm, nach
der neuen Drohung, zu gefährlich war, sie hier zu haben. "War ja auch nur
ein Strohhalm." brummelte er, obwohl er fest damit gerechnet hatte, die Beiden
dort zu finden. "Und wenn sie nun in eine andere Richtung gelaufen sind. Oder
nicht in Glasgow ausgesetzt wurden? Der Radius muß größer sein.
Der Irre schreibt wie einer vom Land, also müssen wir eher außerhalb
suchen. Die Zeit ist so verdammt knapp. Schon 36 Stunden. Wenn sie gefesselt
oder bewußtlos sind, sind ihre Chancen zu überleben so oder so fast
Null. Verdammt, und das zwei Jahre vor meiner Pensionierung." "Sir! Sir! Wir
haben den Pickup." "Endlich!! Wo?" "Haversmith, eine kleine Ortschaft ca. zwei
Stunden nordwärts von Glasgow." "Wem?" "Abel Grifith, ein Prediger, der
merkwürdige Ansichten und viele Anhänger hat." "Bingo." freute sich
der Inspektor. "Festnehmen und verhören. Die Suche nach den Beiden dort
ausdehnen." "Schon veranlaßt, Sir." "Gut der Mann. Danke." Zwei Stunde
später wurde der Inspektor darüber unterrichtet, das man ca. 100 Kilometer
von Haversmith entfernt in der Kanalisation Seile gefunden hatte, aber von Shane
und Nickey keine Spur. "Ich bin mir sicher, sie Leben, aber verdammt, wo zum
Teufel stecken sie? Schon 38 Stunden."
Das Baden war für Shane sehr schmerzhaft gewesen, aber auch eine Wohltat,
den Gestank wegzuwaschen. Nun lag er unter einer Decke und versuchte die Suppe,
die Moses gekocht hatte, ohne zu viele Schmerzen in seinen Magen zu bekommen.
Nickey saß im Schneidersitz neben ihm und aß genauso vorsichtig
. Tiefe Ringe waren um seine Augen aber er lächelte schon wieder schief,
was Shane sehr freute. Moses saß auf einem Schemel und löffelte schnell
und methodisch seine Suppe.
Ihm fielen die Blicke auf, die die beiden sich zuwarfen und dachte sich seinen
Teil. "Würde mich jetzt aber doch interessieren, wie ihr beiden hier her
nach Haversmith kommt. Und das noch in diesem Zustand. Und durch die Kanalisation.
Ich stelle fest, ihr wart beide gefesselt. Ihr wurdet beide zusammengeschlagen,
böse zusammengeschlagen und ihr seid einander sehr zugetan. Also. Wer fängt
an zu erzählen?" Nick hatte sich bei dem Wort zugetan verschluckt und rang
nach Atem. "Nun," begann Shane langsam. Sein Gesicht schmerzte immer noch, genau
so wie sein Kopf, auch nach den Kompressen und den Tees die Moses ihm und Nickey
verabreicht hatte. "mein voller Name ist Shane Filan und das ist Nickey Byrne.
Wir gehören zu der Band Westlife und heute Mittag...oder war es gestern?
vorgestern? Ich weiß es nicht genau, da sollten wir zu einem Auftritt
fahren. Als wir das Hotel verließen, schüttelte ich noch ein paar
Mädchen die Hände..... " Shane erzählte das, an was er sich noch
erinnerte und Nickey ergänzte mit seinem Wissen. "Da habt ihr aber einen
Höllenritt hinter euch. Wenn Abel gewußt hätte, das ihr schwul
seid, wäre das vermutlich nicht passiert. Ich kenne den Idioten schon lange
genug. Man da soll bei ihm jedes Mädchen bis ans Ende ihrer Tage Jungfrau
bleiben. Ein Spinner eben, nur hätte ich nicht gedacht, das er jemanden
so verletzen würde. Ich werde ihn anzeigen und dann kommt er in eine geschlossene
Anstalt. Das hätte ich schon viel früher tun sollen. Ihr seht, ich
bin auch mit schuld an eurem Erlebnis und eurem Zustand. Es tut mir aufrichtig
leid."
Shane sah Nickey an und meinte dann an Moses gewandt. " Keiner sieht in das
Herz des anderen, Moses. Du konntest nicht wissen, was Abel alles anstellen
würde." "Ich hätte es ahnen können. Aber nein, ich hab‘s nicht
gewußt." "Wir müssen die Polizei benachrichtigen. Die machen sich
doch alle Sorgen." sagte Nickey leise. "Ich hab da bisher nichtmal daran gedacht.
Aber die denken bestimmt, wir sind tot." Moses nickte. "Ich hab auch nicht daran
gedacht. Ich hielt euch für Streuner, die wegen irgend einem Diebstahl
statt Polizei eine Tracht Prügel bezogen haben." Shane und Nickey lachten,
aber nur vorsichtig. Die Schmerzen waren einfach noch zu groß. "Ich hab
zwar kein Telefon, aber Funk im Auto. Nur.. der wird von den Anhängern
Abels abgehört. Was sollen wir tun?" Shane hatte die Augen geschlossen
und öffnete sie jetzt mühsam. " Schlafen möchte ich." Nickey
wollte etwas sagen, aber Moses winkte ab. "Ich denke das sollten wir alle tun.
Es ist bereits drei Uhr vorbei und da schlafen auch eure Lieben, die sich dann
der Sorge durch etwas Schlaf entziehen. Morgen Früh bring ich euch dann
nach Glasgow zur Polizei. Nick, es ist besser und sicherer." "Vermutlich hast
du recht. Danke Moses." "Wofür denn?" lächelte er freundlich und deckte
Shane zu.
Als die Sonne gerade den ersten Hügel von Haversmith erklomm, war alles
schon gepackt. Shane steckte in, ihm viel zu großen Hosen, die von Moses‘
Sohn stammten. Der Pullover, den er trug, war weit, grünlich und verwaschen.
Gummistiefel ergänzten das ganze Outfit und Nickey lachte. "Das ist das
Outfit, das du dir überall aussuchen würdest." spöttelte er.
Dabei sah er keinen Deut besser aus. Weite Hosen und einen langen, verwaschenen
Pullover. Shane versuchte vorsichtig ein Lächeln. Es geriet, auf Grund
der Schmerzen, etwas schief, aber es ging. "He Jungs, los geht’s." Sie stiegen
in den grünen Pickup und Moses beschleunigte sanft. Als sie kaum hundert
Meter von der Ausfahrt des Hauses entfernt waren, bog in den Weg ein blauer
Pickup ein. Männer stiegen aus und durchsuchten das Haus. Nichts ahnend,
fuhr Moses in Richtung Glasgow.
Seine Gäste waren noch einmal eingeschlafen, was er ihnen nicht verübeln
konnte. Die sahen so nett und frisch aus, na ja, wenn man von den Blessuren
mal absah, das sie gut aufs Land gepaßt hätten. Aber sie waren berühmt.
Und doch so normal. Moses lächelte und stellte seinen Sprechfunk im Wagen
an.
"Was soll das heißen, der Vogel ist ausgeflogen?" schrie Lord in das
Telefon. "Ich hatte erwartet, das ihr den Mann dingfest macht und ihr könnt
ihn nicht finden. Genauso wenig könnt ihr die beiden Jungs finden. Verdammt,
dann strengt euch mal an." Wütend und frustriert warf er den Hörer
auf die Gabel. "Und dann diese alten Telefone. Und überhaupt. scheiß
Job. Martha hat recht. Ich warte nicht. Ich gehe in den Ruhestand . Es reicht.
Sobald ich diesen Fall gelöst habe, geh ich in den Ruhestand!"
Das Telefon klingelte und Lord hob nur widerwillig ab. "Ja? Lord SokoW1, was
kann ich für sie tun?"
"Hör mir genau zu. Ich sag‘s nur ein mal. Diese Söhne des Teufels
sind mir entkommen, aber ich werde sie mit der Hilfe Gottes noch vor Sonnenuntergang
in das dunkle Reich zu ihrem Erschaffer geschickt haben. Auch du, Handlanger
des Bösen, kannst ihnen nicht mehr helfen. Auch dich wird mein gerechtes
Schwert treffen. Sie sind auf dem Weg hinab in die gläserne Stadt und dort
wird ihr Schicksal sie ereilen. Und dich auch." Tuuuuut.
Das Freizeichen zerrte an seinen Nerven, und er legte auf, um sofort den Hörer
wieder aufzunehmen. "Wer hat angerufen? Wie hat er sich gemeldet??" fragte er
mit mühsam beherrschter Stimme. "Abel der Auferstandene. So hat er sich
gemeldet, Sir." antwortete die monoton klingende Frauenstimme am anderen Ende.
"Ihr habt nicht zufällig eine Fangschaltung aufgebaut?" fragte er hoffnungslos.
"Doch Sir. aber der Anruf kam von einem mobilen Gerät, vermutlich ein CB-Funk-Gerät."
Voller Freude murmelte Inspektor Jonathan Lord, als er den Hörer sanft
auf seinen Platz legte "Ha, die kann man orten. Nun du Irrer. Ich kriege dich
am Schwanz und wenn es das letzte ist was ich kriege. In die gläserne Stadt??
Was meint er nur damit." sinnierte er nun angestrengt. "Ich komm nicht drauf.
Verdammt, was kann mir helfen?
Das Telefon klingelte und er hob geistesabwesend ab und meldete sich automatisch
mit "Soko W1 Lord am Apparat. Was kann ich für sie tun?"
"Feehilly hier. Hallo Jonathan. Ich bin’s Mark, gibt’s was neues?"
"Mark!" brüllte Jonathan in den Hörer, so das Mark ihn schnell von
seinem Ohr wegzog und ihm einen bösen Blick zuwarf. "Deinen Anruf schickt
der Himmel." "Was gibt’s den ?" fragte Mark sofort in Alarmbereitschaft. Beide
hatten sich auf das DU geeinigt, als Mark den Tipp mit der Kanalisation gegeben
hatte. "Mark, ich hatte eben einen Anruf von dem Irren, der Shane und Nickey
entführt hat." "Ja und?" "Er sagt, sie sind ihm entwischt und fahren auf
die gläserne Stadt zu... ." "Logo, Glasgow." "Scheiße, ich bin vernagelt
in dem Fall. Nun klickts auch bei mir. Hinab heißt von oben also Norden."
sagten beide synchron. "Danke Mark, hast mir sehr geholfen. Was gibt’s? Wolltest
du was wissen?" "Nö, hast mir schon alles gesagt. Ich komm sofort nach
Glasgow." " Tu das, mein Junge, ich kann dich hier gut brauchen. Bis später."
Jonathan legte auf und lächelte, das erste mal seit fast drei Tagen.
"Ich kriege dich Saukerl."
"Abel one an Genesis one, bitte kommen" "Hier Abel one. Was gibt’s?" Moses
drehte lauter und weckte damit Nickey. " Sorry, aber ich wollte hören was
der Feind macht." "Macht doch nichts." gähnte Nick und verzog das Gesicht.
Er hatte vergessen, das er verletzt war und das es noch nicht vorbei war. Er
blickte Shane an, der zwischen ihnen schlief. "Du hast ihm was in den Tee gegeben,
oder?" Moses lächelte sparsam und meinte dann: "Mit gebrochenen Rippen
ist nicht zu spaßen, ebensowenig wie mit einer Gehirnerschütterung.
Er übersteht das besser, wenn er schläft." "Und wenn wir flitzen müssen?"
Moses zog eine gefüllte Spritze mit geschützter Nadel aus der Jackentasche.
"Dann, haben wir noch die. Ich hoffe nur, wir brauchen sie nicht." "Ich auch."
sagte Nickey und begann zu beten.
"Hier Abel one Die Teufelssöhne sind in der Nähe der gläsernen
Stadt. Der Meeresbeherrscher bringt sie." "Hier Abel one! Moses du verdammter
Aasgeier, wenn ich dich mit den Söhnen des Teufels erwische, dann Gnade
dir Gott. Du bist tot. Das schwöre ich dir." Nickey sah Moses an und erschrak.
Sein Gesicht wirkte wie versteinert, aber um Jahre jünger. "Du kennst ihn
gut?" fragte Nick mit piepsiger Stimme. "Ja leider. Er ist mein irrer Bruder."
Nick stöhnte auf. "Willst du ihm nicht antworten?" fragte er schüchtern.
"Wozu? Der ist irre und bleibt irre. Da hilft nur noch eine Zwangsjacke. Das
Reden hab ich schon vor Jahren aufgegeben. Damals hatte er gerade unseren ältesten
Bruder erschossen. Sie hatten sich wegen eines Mädchen gestritten und Kaleb,
mein ältester Bruder, wollte Abel erklären, das sie nicht Unzucht
getrieben hatte, sondern vergewaltigt wurde. Abel meinte wohl, sie sei selbst
schuld, wenn sie so unzüchtig rumliefe. Ein Wort gab das andere und ein
Schuß löste sich und traf Kaleb direkt ins Herz. So noch 10 Kilometer
und wir sind in Glasgow." Nickey senkte den Kopf. "Das kann nur ein böser
Traum sein. Ein Alptraum wie der von Shane. Aber mein Gesicht tut weh und Shane
sieht aus als wäre er durch den Wolf gedreht. Also kein Traum." realisierte
er. Plötzlich überholte ein Auto und stellte sich vor ihnen quer.
Moses reagierte blitzschnell. Er überfuhr die Straßenbegrenzung und
landete mit einem gewaltigen Satz in er Botanik. Dort beschleunigte er wie ein
Rennfahrer. Nickey hatte Shane festgehalten, der von der ganzen Sache nichts
mitbekam. Moses lenkte, trotz der Unebenheit des Geländes, den Wagen sicher
bis zu einer alten Scheune. Er fuhr hinein, sprang sofort aus dem Auto und schloß
die großen Flügeltüren. Dann hetzte er zurück und zog die
Spritze aus der Tasche. Mit den Zähnen zog er die Schutzkappe ab und versenkte
die Nadel in Shane’s Armvene. Kurze Zeit später schlug Shane die Augen
auf und blickte verwirrt um sich. "Schon zu Hause?" fragte er schläfrig.
"Ihr müßt jetzt alleine weiter. Ich versuche sie aufzuhalten, aber
versprechen kann ich nichts." sagte Moses ruhig. "Los macht schon. Ich wünsch
euch viel Glück. Schreibt mir mal, wie es euch geht." Mit diesen Worten
drückte er beide kurz und schob sie zu einer kleinen Türe. "Lauft
immer in diese Richtung, dann kommt ihr in die Stadt. Meidet offenes Gelände
und die Straße." Shane fragte "Was meinst...." Nickey nahm Shane’s Arm
und zog ihn hinter sich her. "Du raffst heute aber auch gar nichts ," zischte
Nick "Wir müssen flitzen!." Sie rannten geduckt über das hügelige
Gelände.
"Wie weit ist es denn noch?" fragte Shane keuchend. Er hatte wieder starke Schmerzen,
aber die Angst war stärker und so trabte er neben Nickey her. "Weiß
nicht, oh man Shane, ich wünschte wir hätten nen Wagen oder ein Pferd
oder irgend was anderes. Ich kann nicht mehr, aber wenn die uns erwischen, sind
wir am Arsch." "Weiß ich auch, aber ich hab Hunger und die Rippchen melden
sich auch wieder." grinste Shane. "Bist du high, oder was. Was gibt’s denn da
zu grinsen?" "Ist doch ne komische Situation, oder? Da wetzen wir durch die
Pampa und sehen wie zwei Schläger aus. Und Mörder sind hinter uns
her. Und dann, als wir kriminell werden, treffen wir nen Arzt, der als Einsiedler
lebt und stellen fest, das sein Bruder uns ans Leder will." Nick grinste jetzt
auch "Hast recht. So betrachtet ist das der Stoff für nen perfekten Krimi."
"Mein ich auch. Da vorne sind Häuser." bemerkte Shane. Sie blieben stehen
und holten keuchend Atem. "Und jetzt?" fragte Shane unsicher. "Weiß nicht.
Wo sind wir nur? Ist das jetzt Glasgow oder nicht? Ich hab keine Orientierung
mehr." " Ich auch nicht. Aber da steht das Ortsschild. Warte mal. Glasgow. Klasse.
Dann sind wir 10 Km gerannt." "Na
super , aber wo sollen wir jetzt denn hin. Wenn uns ein Journalist oder ein
Fotograf erwischt kannst du sicher sein, das wir ganz schön blöd dastehen.
Die glauben das mit der Entführung doch eh nicht." " Dann werden wir eben
noch einmal kriminell und klauen uns andere Klamotten und ne Sonnenbrille."
" Gute Idee! Dann los." Kurze Zeit später tauchten in Glasgow zwei Typen
mit Kaputzenkittel, weiten Jeans, Turnschuhen und Sonnenbrille auf, die etwas
unsicher durch die Straßen schlichen. " Wenn wir wenigstens Geld hätten,
dann könnten wir uns ein Taxi zur Polizei nehmen. Ich weiß nicht
mal wo das Headquater der Bullen ist." maulte Shane. "Wie wär’s denn mit
nem Hotel? Dann könnten wir was essen und dann die Bullen anrufen?" fragte
Nickey.
"Gebongt. Wir spazieren das rein, nehmen die Brillen ab und fliegen hochkant
wieder raus. Hast du ne Ahnung wie wir aussehen??" erwiderte Shane. "Man die
kennen uns doch. Die schmeißen uns nicht raus." behauptete Nickey. "Glaub
ich nicht. Aber versuchen wir es einfach. Ich mag nicht mehr rumlaufen." Inzwischen
waren sie in der Innenstadt und blieben vor dem Hilton stehen. Zweifelnd sah
Shane an der Fassade hoch. "Sollen wir?" fragte Nickey leise. " Ich weiß
nicht. Mit den Klamotten? Und den Gesichtern ? Die schmeißen uns raus,
sag ich dir." In diesem Moment fuhr ein Taxi vor und Mark und Bryan stiegen
aus. Sie waren wieder in die Stadt gekommen, um den Inspektor etwas unter Druck
zu setzten. Bryan hatte eine schwarze Sonnenbrille auf und meinte , an Mark
gerichtet. "Ich wollte, die beiden würden jetzt hier stehen und hallo Bryan
sagen." "Hallo Bryan, lädst du uns zum Essen ein? Wir haben nämlich
kein Geld bei uns." Bryan fuhr herum und starrte diese komischen Typen, die
da vor ihm standen an.
Er erkannte sie nicht und brummte. "Geht zur Heilsarmee oder sonstwo hin. Für
solche Scherze hab ich heute keine Zeit." Mark, vollkommen in Gedanken, hatte
nicht auf die Typen geachtet, aber nach Bryan‘s knurren besah er sie sich gründlicher.
Nickey zog den einen Mundwinkel nach oben und Shane kicherte. Was Mark da erblickte,
war abenteuerlich. Nick trug weite Hosen die auf die Hüfte gerutscht war.
Einen roten, zu großen Kaputzenkittel in dessen Taschen er seine Hände
vergraben hatte, die Kaputze hatte er tief über Augen gezogen, welche von
einer übergroßen Sonnenbrille beschattet wurden. Von seinem Gesicht
war nicht viel mehr zu sehen, außer der Schwellung an der linken Wange.
Shane sah nicht viel besser aus. Auch seine Hosen waren auf halbmast und sein
blauer Kaputzenkittel war noch eine Spur größer als der Nickey‘s.
Die Kaputze beschattete sein Gesicht und die Brille sah gruselig aus, über
der Schwellung seiner Gesichtshälfte. Er hatte die Schultern hochgezogen
und die Hände in den Taschen seiner Jeans. Mark hatte Mitleid mit diesen
abgebrannten Kerlen, aber er erkannte sie nicht und sagte: "Komm Bryan, denen
geht’s echt nicht so gut. Lade sie doch ein." "Hab jetzt echt andere Dinge im
Kopf." sagte er und betrat das Hotel. "Ich hätte nicht lachen sollen, verflixt,
tut das weh." dachte Shane und krümmte sich zusammen. Nickey reagierte
sofort und legte seinen Arm um seine Schulter, um ihn zu stützen. Auch
Mark reagierte. Er nahm Shane’s Arm und führte ihn auf den Hoteleingang
zu. Gemeinsam betraten die Drei das Hotel. Bryan stand an der Rezeption und
hob die Augen in Richtung Decke, als er Mark mit den zwei Pennern die Lobby
betreten sah. "Fehlt nur noch, das die hier ne Schlägerei anfangen." knurrte
er und sah dem entgegen was wohl kommen mußte. "Mark, ich finde das nicht
gut. Wenn die dich ausrauben, bist selber schuld." " Wie rauben niemanden aus,
haben nur Hunger und sind tierisch müde." sagte Shane leise. Mark, der
direkt neben Shane stand, blickte ihn nun noch einmal prüfend an und dann
erschien ein Lächeln des Erkennens auf seinem Gesicht. Schnell schob er
Shane und Nick auf den Aufzug zu und drückte den Knopf. An Nickey gewandt
fragte er: " Oder willst du lieber laufen?" Nickey grinste, als ihm klar wurde,
das Mark sie erkannt hatte und flüsterte "Ich bin genug gelaufen, für
die nächste Zeit." Der Aufzug kam und Mark schob die Beiden hinein. "Kommst
du mit Bryan?"
fragte er an der Türe. "Hmhm." brummelte Bryan, klimperte mit den Codekarten
und bestieg hinter Mark den Aufzug.
Die Angestellten des Hotels schüttelten die Köpfe, als sich die Aufzugtüren
geschlossen hatten.
Im Aufzug starrte Bryan vor sich hin, sonst hätte er das glückliche
Grinsen Mark’s sicher merkwürdig gefunden. Shane hielt sich seine Rippen,
aber er mußte doch heftig grinsen und zwinkerte Nickey über den Rand
seiner Sonnenbrille zu. Der grinste ebenfalls und sagte leise: "Danke Mann,
echt cool von dir." Mark sagte nichts und lachte auf, als Bryan schnaubte. "
Ja und wie stellst du dir das jetzt vor? Packst sie jetzt in unser Zimmer und
legst sie auch noch in unser Bett und fütterst sie mit Kaviar, oder wie?"
"Mir wär ein Hamburger lieber." schmunzelte Shane. "Kriegst du!" lachte
Mark und die Aufzugtüre öffnete sich. Er schob sie zur Zimmertüre
und zog die Codekarte durch den Schlitz. Die Türe wurde entriegelt und
sie traten ein. "Bryan, komm mit hier rein ich muß dir was zeigen." kicherte
Mark. "Ich hab schon genug gesehen." schnauzte er, betrat aber doch Mark’s Zimmer.
Mark schloß die Türe und ging ans Telefon. "Was wollt ihr?" fragte
er während er den Hörer abhob. "Hamburger mit allem wäre O.K."
grinste Nickey. Mark bestellte und fragte dann Bryan "Auch was?" "Ja, das selbe."
brummte er. "Setzt euch und nehmt diese gruseligen Brillen ab. Ich will mal
sehen wie ihr zugerichtet wurdet. Braucht ihr nen Arzt?" meinte Mark ernst und
trat zu Shane, der sich die Seite hielt und sich langsam in einen Sessel sinken
ließ. "Ich brauch keinen, aber Shane." Sagte Nickey, der Shane beim setzen
stützte. Bryan riß die Augen auf und war mit zwei Schritten bei den
Dreien. Er zog Nickey’s Kaputze und Brille herunter und starrte ihm dann wortlos
in das zerschlagene Gesicht. Dann beugte er sich zu Shane, der sich die Kopfbedeckung
schon selbst in den Nacken geschoben hatte, herunter und sagte ganz leise. "Mein
Gott. Ihr seht schlimm aus. Wie geht’s euch denn? Wieso seid ihr so komisch
angezogen? Wo wart Ihr? Wieso hast du mir nicht gleich...." "Halt die Luft an
Bryan. Sie müssen erst mal essen und dann müssen wir die Polizei verständigen
und einen Arzt für Shane." "Mach ich sofort." Während Bryan zum Telefon
griff, kam das Essen und Nickey und Shane fielen hungrig darüber her. "Hallo?
Ja hier ist McFadden. Ich will Inspektor Lord sprechen. Inspektor? Ja, sie sind
wieder da. Dachte ich mir. Bringen sie einen Arzt mit. Ja, beide. O.K. bis gleich."
Bryan legte auf und setzte sich neben Shane, der zusammenzuckte, als er sein
Gewicht verlagerte.
"Was fehlt dir denn? Was gebrochen?" fragte er besorgt. "Hmhm, die Rippen."
sagte Shane mit vollem Mund. "Und du ?" fragte er Nickey. "Bei mir ist alles
klar, bis auf die Schramme hier." "Gut, aber ich platze gleich, so neugierig
bin ich." "Warte noch etwas, sonst müssen sie das alles noch einmal erzählen."
Als machte Bryan sich über sein Essen her. Es klopfte und der Inspektor
stürmte, gefolgt von einem älteren Mann, dem Arzt, in das Zimmer.
"Ich glaub es nicht. Da sucht man ganz Glasgow ab und die sitzen hier und schlagen
sich den Magen voll und melden sich nicht." " "Moment. Sehen sie sich diese
Prellungen an. Das war kein Ausflug, das war eine Entführung." meinte der
Arzt ruhig und nahm Nickey’s Gesicht vorsichtig in die Hände um den Bluterguß
zu betrachten. "Kopfschmerzen?" " fragte er dann. " Mir geht’s gut, kümmern
sie sich lieber um Shane." Das machte der Arzt sofort, als man ihm von den Rippenbrüchen
erzählte. "Gut verbunden, aber noch nicht geröntgt?" "Nein, wir sind
erst seit einer Stunde wieder in der Stadt." sagte Shane müde. " Und wo
wart ihr, um Himmels willen?" fragte Lord.
Nickey warf Shane einen langen Blick zu und begann, die abenteuerliche Geschichte
zu erzählen.
Als sie geendet hatten, war es still im Zimmer. "Man, das hätte böse
enden können. Aber ich ..." "Telefon Inspektor." "Danke." Der Inspektor
nahm das Handy ans Ohr. "Ja? Wie? Wann? Von wem weiß man das? Alleine?
Gut Ich komme sofort auf die Wache." er drückte den Auflegenknopf und drehte
sich zu Shane und Nickey um. "Wie haben ihn." "Klasse, das ist die beste Nachricht."
lachte Bryan. "Ihr bringt jetzt die beiden ins Krankenhaus. Aber so, das es
nicht auffällt." sagte er zu Mark und Bryan "Ich geh auf die Wache und
verhöre den Irren." " Was ist mit Moses?" fragte Shane leise. "Dem geht’s
gut. Streifschuß, aber sonst geht’s ihm gut . Ihr werdet ihn im Krankenhaus
treffen." Mark hatte ein Taxi gerufen und so fuhren sie am Krankenhaus vor.
Shane brauchte ziemlich lange zum Aussteigen aber er schaffte es. Seine Kaputze
hatte er wieder über den Kopf gezogen und die Brille wieder vor den Augen.
Die Tarnung war perfekt.- Niemand erkannte sie. Nach dem Röntgen wurde
Shane neu verbunden und sein Auge mit Salbe versorgt. Nickey wurde auch geröntgt,
aber ohne Befund. Nur eine leichte Gehirnerschütterung. Shane hatte vier
gebrochene Rippen und eine leichte Gehirnerschütterung. Der Arm war blutunterlaufen,
schmerzte ihn aber nur noch, wenn man darauf drückte. Moses hatte gute
Arbeit geleistet. Dieser schaute noch kurz bei ihnen Vorbei und erzählte
ihnen ernst, das sein Bruder versucht hatte, ihn zu töten, wie er es angekündigt
hatte. Er hatte ihn in die Scheune gelockt und Abel hatte auf ihn geschossen.
Moses konnte ihn dann niederschlagen. Als ihr Anführer gefangen war, gaben
seine Anhänger auf. Moses verabschiedete sich und ging.
"Ich bleibe nicht hier im Krankenhaus. Nein, ich will nach Hause." "Mr Filan,
mit Gehirnerschütterung dürfen sie nicht fliegen." erklärte der
Arzt ruhig. "Sie brauchen Ruhe und schlaf, um wieder ganz gesund zu werden und
die finden sie hier am besten. Mr. Byrne muß auch hier bleiben." "Was?
Ich bleibe mit Sicherheit nicht hier. Wenn schlafen, dann im Hotel, aber niemals
im Krankenhaus." empörte sich Nickey. Shane nickte zustimmend. "Nun gut.
Wenn sie unbedingt wollen, dann eben das Hotel, aber sie müssen täglich
zur Kontrolle kommen." "Ja, Ja. Kann man ja alles machen." "Ich geh jetzt schlafe."
sagte Shane und stand auf. Gemeinsam fuhren sie wider ins Hotel zurück.
Nick trat an die Rezeption und buchte ein Doppelzimmer mit Badewanne. Der Manager
sah ihn etwas hochnäsig an und fragte . "Ich kann ihnen kein Zimmer geben.
Wie möchten sie das denn bezahlen?" Bryan lachte lauthals und Mark schüttelte
amüsiert den Kopf. Nickey sah ihn an und sagte, die Brille abnehmend und
seine blauen Augen blitzten. "Ich verdiens mir heute Nacht. Wollen sie auch
kommen ?" Er hatte mit dem Ton das Klischee des Homosexuellen genau getroffen.
Dann drehte er sich um, hakte sich bei Shane und Bryan ein und ging hüfteschwingend
in Richtung Aufzug. Shane hielt sich seine Rippen und lachte Tränen. Bryan
grölte laut. Mark lief hinterher und stolperte vor Lachen. "Pennt ihr halt
in meinem Zimmer." sagte Bryan atemlos vor lachen. "Hab auch Badewanne und ein
Doppelbett. Ich schlaf dann mit Mark, äh bei Mark" "Na dann gute Nacht."
kicherte Shane und zog den Kittel beim Betreten des Zimmers aus. Darunter trug
er nur den Verband. Nickey schloß die Türe, lehnte sich dagegen und
beobachtete seinen Freund. "Was ?" fragte Shane und blickte Nickey groß
an. "Sind deine Schmerzen schlimm?" "Auszuhalten. Warum?" "Nur so." langsam
schlenderte Nick auf Shane zu und als er ihn erreicht hatte, blieb er ganz dicht
vor ihm stehen. Seine Hand berührte die unverletzte Seite seines Gesichts.
"Ich mag deinen Bart, wenn er so ist wie jetzt. Du siehst dann so verwegen aus
wie ein Pirat." Shane zog ihn an sich und ihre Lippen trafen sich. "Und du,
mein blonder Engel, wirst immer mir gehören. Küß mich." imitierte
Shane den Piraten gekonnt. Nickey lachte und küßte Shane dann stürmisch.
Der öffnete den Gürtel an Nickey’s Hose und die rutschte sofort auf
seine Füße. "Ich trage keine Unterwäsche." flüsterte er
und Shane wollte das natürlich nachprüfen. Er faßte mit einer
Hand unter den Kaputzenkittel und streichelte dort Nickey’s Hoden. Keuchend
legte Nick den Kopf in den Nacken und strich an Shane’s Arm abwärts. An
dessen Gürtel hielt er an und öffnete den. Die Hose folgte der Schwerkraft
und blieb auf Shane’s Füßen liegen. "Ich kenn mich auch mit Eiern
aus." murmelte er zwischen zwei Küssen und legte seine Hand um die festen
Kugeln. Shane stöhnte und flüsterte. "Ich muß mich hinlegen,
oder ich nehm dich hier auf dem Teppich und das wäre nicht so schön."
Nickey löste sich nur schwer und nach unzähligen, kleinen Küssen
erreichten sie das Schlafzimmer. "Ich hoffe, ich tu dir nicht all zu weh, wenn
ich dich jetzt vernasche." lächelte Nickey "Hab schon schlimmere Schmerzen
gehabt." grinste Shane zurück. Nick zog Shane die Socken und Schuhe aus.
Das war das einzige, das er noch am Leib hatte. Dann zog er sich selbst aus
und kuschelte sich an Shane. Eine leichte Decke über sie ziehend, bedeckte
er Shane‘s Gesicht und Brust bis zum Verband mit vielen kleinen Küssen.
Shane streichelte seinen Rücken, seine Hände blieben auf seinem Po
liegen und kneteten die muskulösen Halbkugeln. Shane drehte sich auf die
unverletzte Seite und strich mit sanfter Hand über Nickey’s Gesicht. Dann
ließ er die Finger über seinen Hals zu seiner Brust gleiten. Dort
verweilte sie an den rosa Brustwarzen, und spielten dort aufreizend. "Ah.. oh..
hmm...Ja. Oh ist das schön." Diese Worte erregten Shane sehr, was Nick
sofort fühlte, da er seine Hand genau an dieser Stelle hatte. Er ließ
Shane’s Goldjungen los und ließ seine Hand leicht über seine Hüfte
zu seinem Po gleiten. "Du hast den schönsten Po, den ich jemals gesehen
hab. Ich wollte den schon immer streicheln." Und das tat er, bis Shane nur noch
ein vibrierendes Bündel unter seinen Händen war. Shane war inzwischen
an Nickey’s Samenspender angelangt
und zog die Vorhaut zurück . Er befeuchtete seine Finger mit Speichel und
begann sanft, Nickey’s Eichel zu umkreisen. "Aahhh....nein ....ohh ich ....."
zuckend kam Nickey zum Höhepunkt und Shane hielt ihn fest in den Armen.
Nach Atem ringen flüsterte Nick "Das war gemein. Ich .. Du hast mich überrascht."
Shane, immer noch kurz vor seiner Entspannung, lächelte zittrig und antwortete
"Ich dachte du wärst soweit. Und ich hatte recht." " Na warte." "Das tu
ich." Nick küßte ihn wild und voller Verlangen. Dann drehte er ihn
auf den Rücken und kniete sich zwischen seinen Schenken hin. Shane’s kleiner
Soldat stand stramm und Nick kicherte. "Vorwitziger Kerl. Mal sehen ob ich ihn
zum tanzen bring." "Was....?" weiter kam Shane nicht mehr. Nickey zog die Vorhaut
zurück und seine Zunge spielte über den empfindlichen Kopf. "Aahhhh....hmmmmmm.....Nickeiieeee!!"
Heftig zitternd rief er Nickey’s Namen und der Orgasmus überflutete ihn.
Schwer atmend öffnete er die Augen und lächelte. "Nickey. mein Nickey.
Wieso haben wir nur nie darüber gesprochen?" "Weil wir Angst hatten den
Anderen zu verlieren. Wie geht’s dir?" "Glücklich, müde und zerschlagen."
lächelte er und küßte Nick. Arm in Arm schliefen sie sicher
und zufrieden ein.