Prolog:

Judith guckte traurig aus dem Fenster. Noch immer hatte sie es nicht geschafft ihn zu vergessen. Was auch immer sie versuchte...es klappte nicht.
Es war so als, wenn das Wetter sie verstehen würde. Ganz nach ihrer Stimmung regnete es nun schon seit Wochen. Aber eigentlich müsste sie es ja gewohnt sein. Ursprünglich kam sie schließlich aus Irland. Doch in Deutschland, wo sie nun schon für ein paar Monate wohnte, war es doch ungewöhnlich.
„Judy...jetzt sag bloß du denkst schon wieder an ihn?“ „Was soll ich denn machen? Ich liebe ihn immer noch.“ „Aber warum hast du dich denn auch von Barry getrennt, wenn du ihn nicht vergessen kannst und weißt, dass du ihn liebst?“, fragte Cathleen ihre Freundin. „Weil ich es nicht länger ertragen konnte.“ „Was denn? Seit du hier bist hast du es mir nicht erzählst und so langsam würde ich doch mal gerne wissen warum du immer so traurig bist.“ „Bitte sei mir nicht böse Cathy. Du weißt ich hab dich unendlich lieb aber ich kann nicht. Noch nicht.“ „Ist gut. Ich geh dann schlafen. Das solltest du auch machen.“, seufzte sie und ging in ihr Zimmer.
Warum sie sich damals von Barry getrennt hatte war einfach gewesen. Sie konnte es nicht ertragen, dass Mark und er andauernd stritten wegen ihr. Mark mochte sie nicht besonders, weil er der Meinung war, dass sie nur mit Barry zusammen war weil Mark in der berühmten Gruppe Westlife war. Doch da hatte er sich getäuscht. Wie oft hatte Barry versucht ihn davon zu überzeugen, dass es nicht stimmte und auch sie aber nichts hatte genützt.
Plötzlich fing sie an zu weinen und musste sich an alles erinnern. Wie alles anfing und wie dann auch alles sein Ende nahm.

~*~*Flashback~*~*

„Judy komm doch bitte endlich. Ich möchte noch heute in den Club.“, rief ihr bester Freund Tobias. „Ich komme ja schon Tobi. Erwartest du dort noch eine Lady oder warum hast du es so eilig?“, lachte sie und fiel ihm um den Hals. „Du weißt doch genau, dass ich nur auf dich warten würde. Nee...spaß beiseite. Ich möchte dir dort einen Kumpel von mir vorstellen. Er ist echt nett. Du wirst ihn mögen.“ „Hast du etwa schon wieder vor mich zu verkuppeln. Lass es sein. Du weißt, dass ich das nicht mag. Nur weil ich noch Single bin. Es ist eben noch nicht der richtige bei mir vorbei gekommen.“, seufzte sie genervt. Eigentlich hatte sich Judy gewünscht endlich mal mit ihn weggehen zu können ohne das er versuchte sie einen Mann näher zu bringen. Doch anscheinend hatte sie sich getäuscht. „Gib ihm doch bitte eine Chance.“, flehte er. „Na gut, wie heißt er denn?“ „Ryan! Er ist bei mir im Kurs und wirklicht total nett.“ „Na gut, wenn du das sagst wird es wohl stimmen. Aber erwarte bitte nicht zuviel von mir. Du weißt, wie ich es hasse wenn du sowas machst.“ „Das mache ich doch nur, weil ich dein bestes will.“, grinste Tobias und duckte sich als ein Kissen geflogen kam. „Manchmal muss ich mich echt fragen, warum wir schon solange befreundet sind.“, zwinkerte ihm Judy zu. „Sag bloß du willst mich jetzt auf einmal im Stich lassen. Du weißt doch. Zusammen sind wir stark und können alles schaffen. Einzeln sind wir schwach. Wir zwei könnten sowieso nie auseinander gehen.“ „Jaja...ist ja schon gut. Ich weiß es doch. Aber jetzt lass uns gehen. Ich will doch nicht, dass dein toller Freund Ryan auf uns wartet.“ „Ok aber erst muss ich dir noch was geben.“ „Ach ja und was?“ „Das hier.“, antwortete Tobi und gab Judy einen Kuss auf die Wange. „Wofür war das denn?“ „Der war dafür, dass du immer für mich da bist, wenn ich dich brauche und obwohl ich eigentlich nur Dummheiten im Kopf hab du immer zu mir stehst was auch passiert. Und für die letzten 18 Jahre, wo ich das große Glück hatte dich als meine beste Freundin bezeichnen zu können. Ich hab dich lieb.“ „Ich dich auch du Dummerchen.“, antwortete sie und gab ihm ebenfalls einen Kuss auf die Wange. „Aber jetzt lass uns wirklich gehen.“ Tobias nickte und hielt ihr den Arm hin, wo sie sich dann einhackte.
„Darf ich dir vorstellen, Ryan? Das ist meine beste Freundin Judy. Judy das ist Ryan.“, stellte Tobi die beiden vor. „Hallo freut mich dich kenne zu lernen.“, meinte Judy und gab ihm die Hand. „Freut mich auch sehr. Tobi hat mir ja schon von dir erzählt. Ich hoffe es stimmt auch alles.“, grinste er. „Wenn er nur gutes erzählt hat wird es wohl stimmen.“ „Ok...kommt wir suchen uns ein Platz. Ich hab keine Lust nachher zu stehen, nur weil ihr zwei nicht aufhören könnt zu reden.“ „Dann such ihr schon mal einen Tisch. Ich bestell schon mal die Getränke. Wer möchte was trinken?“, fragte Ryan. Nachdem Tobi und Judy ihm gesagt hatten was sie zu trinken haben wollten machte er sich auf den Weg und die zwei suchten einen Tisch.
„Und was sagst du?“, fragte Tobi neugierig. „Was soll ich sagen? Ich kenne ihn grade mal 5 Minuten. Da kann ich doch schlecht sagen, dass ich ihn mag oder sowas in der Art.“, antwortete sie wahrheitsgetreu und fügte dann noch schnell hinzu: „Aber er scheint ganz nett zu sein.“ Tobias nickte und setzte sich dann auf den Stuhl. Keine zwei Minuten später kam auch schon Ryan mit den Getränken wieder.
„Tobi hat mir erzählt du studierst Journalismus. Ist das wahr?“ „Es wird wohl stimmen, wenn er das sagt oder weißt du einen Grund warum er dich anlügen sollte.“, grinste sie. Er Schütteltete den Kopf und fragte Judy weiter aus. Nach und nach verlor sie immer mehr das Interesse daran ihm zuzuhören. Wie sehr wünschte sie sich, dass jetzt ihr bester Freund hier wäre um sie zu erlösen doch er war zu einen hübschen Mädchen hin und flirtete sehr stark mit ihr. „Und was hälst du davon?“ „Ähm...was hast du gesagt. Ich habe dir grade nicht so ganz zugehört. Tut mir leid.“ „Ist nicht so schlimm. Ich wollte wissen was du von der Musik hier hälst.“ „Ich finde sie eigentlich ganz gut. Mir gefällt sie sehr gut. Ich bin mal kurz für kleine Mädchen ok?“ Ryan nickte und Judy verließ den Tisch.
Als sie wieder kam stoß ein junger Mann gegen sie und beschüttete Judy mit seinen Drink. „Oh Gott...das tut mir so leid. Das wollte ich wirklich nicht.“, entschuldigte er sich sofort. „Ist nicht so schlimm. Ich denke mal, dass es wieder rausgehen wird. Zumindest hoffe ich das mal.“, lächelte sie und schaute ihm ins Gesicht. Was sie dort sah ließ sie erschaudern. Solche schönen Augen hatte sie selten gesehen. Eigentlich noch nie aber sie ließ sich nichts anmerken. „Trotzdem. Kann ich dich auf einen Drink einladen?“ „Gerne.“, antwortete sie und zusammen machten die beiden sich auf den Weg zur Bar, wo sie sich auf einen Hocker niederließen. „Ach bevor ich es noch vergesse. Ich heiße Barry und wie ist dein Name? Wenn ich fragen darf.“ „Natürlich darfst du fragen. Mein Name ist Judith aber werde von allen immer Judy gennant.“ „Du trägst einen schönen Namen.“, lächelte er. „Danke. Das Kompliment kann ich nur zurück geben.“ Die zwei unterhielten sich immer mehr als auf einmal Ryan neben ihr stand. „Ich dachte du wolltest nur auf Toilette und nicht hier mit einen jungen Mann sitzen und dich unterhalten.“, sagte er mit einen Ton, den Barry und Judy zusammen zucken ließ. „Warum regst du dich so auf? Dieser junge Mann hat mich auf einen Drink eingeladen außerdem geht dich das gar nichts an.“ „Ich denke schon.“ „Und wieso?“ „Na du bist doch mit mir hier.“ „Eigentlich ja nicht. Ich bin mit Tobi hier. Er hat uns beide nur gegenseitig vorgestellt vorhin.“, antwortete sie ruhig. „Ach mach doch was du willst.“ „Mach ich auch und dafür brauch ich ja wohl nicht deine Erlaubnis.“ Ryan wollte noch etwas sagen doch er drehte sich nur um und machte sich auf den Weg zu Tobias. „Ist das dein Freund?“ „Wer? Ryan? Oh nein. Ich hab ihn eben erst kennen gelernt. Mein bester Freund Tobi hat ihn mir vorgestellt. Er möchte mich unbedingt mit einen Freund sehen. Wieso weiß ich auch nicht?“, lächelte sie. „Also bist du nicht in festen Händen?“, fragte er interessiert und sehr schüchtern. „Nein das bin ich nicht.“, meinte Judy. „Würdest du dich dann vielleicht mal auf einen Kaffee treffen in den nächsten Tagen mit mir treffen?“ „Das würde ich wirklich sehr gerne machen aber ich schreib ziemlich wichtige Prüfungen in der Uni und dafür muss ich ziemlich viel lernen.“, antwortete sie wahrheitsgetreu. „Oh, wenn das so ist. Schade. Ich hätte mich gerne mit dir getroffen.“ „Jetzt denke bitte nicht, dass das nur eine Ausrede ist. Ich muss wirklich viel lernen. Mir ist es wichtig, dass ich gut abschneide.“ „Ich glaube dir doch. Keine Sorge! Aber dürfte ich vielleicht deine Handynummer haben, dass ich dich mal anrufen kann oder ich geb dir meine, dass du dich mal melden kannst, wenn du Zeit hast.“ Bevor Judy antworten konnte kam Tobi und zog sie von Barry weg. Sie konnte ihn nur noch traurig winken und war dann in der Menge verschwunden.
„Wieso hast du das gemacht?“, fragte sie ihn sauer. „Was denn? Ich wollte doch nur mit dir reden?“ „Und warum ziehst du mich dann von Barry weg. Er wollte mir grade seine Handynummer geben. Ich finde ihn ziemlich nett und bei meinen Glück werde ich ihn hier nicht mehr finden und ihn danach auch nie mehr wiedersehen und das alles nur, weil du mit mir reden wolltest. Was gibt es denn so dringendes, dass du mich von ihn wegzerren musstest.“ „Es geht um Ryan. Er hat gemeint, dass du nicht mehr gekommen bist nachdem du auf Toilette warst und als er dich dann suchen war sah er dich mit diesen Typen da sitzen.“ „Ja und?“ „Was ja und? Du hättest ihm wenigstens bescheid sagen können.“ „Ja ich weiß und tut mir auch leid. Aber dieser Typ ging mir schwer auf die Nerven. Ich wusste nicht was ich machen sollte. Und als ich dann von der Toilette wieder kam schüttete mir Barry ausversehen sein Getränk über, lud mich zu einen Drink und wir kamen ins Gespräch. Auf einmal kam dann Ryan und meinte, ob ich sie noch alle hätte. Das ist doch nicht normal oder?“ Tobi schüttelte den Kopf und entschuldigte sich. „Ist ja nicht so schlimm. Ich mach mich dann mal auf die Suche von Barry.“ „Ist gut aber ich wollte in einer halben Stunde gehen.“ „Ist ok Tobi. Ich bin dann in 30 Minuten draußen vor der Tür.“ Er nickte und machte sich dann wieder auf den weg zu seinen Flirt.
Die ganzen 30 Minuten suchte Judy verzweifelt nach Barry konnte ihn aber nicht mehr finden. Geknickt ging sie nach draußen, wo auch Tobias auf sie wartete. „Und hast du ihn noch gefunden?“, fragte er neugierig. „Nein leider nicht.“ „Tut mir leid, dass ich es versaut habe.“ „Ach es sollte anscheinend nicht so werden. Komm lass uns gehen. Ich möchte in mein Bett.“ Er nickte und zusammen machten sie sich dann auf den Weg nach Hause.

*~*~*~*~*~*~*~*~*

Am nächsten Morgen wachte Judy mit großen Kopfschmerzen auf. Soviel hatte sie eigentlich gar nicht getrunken und sie konnte sich auch nicht vorstellen, wovon das kommen sollte. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie die halbe Nacht nicht schlafen konnte, weil ihr dieser Barry nicht mehr aus den Kopf gegangen war. Sie kannte ihn vielleicht mal grade 15 Minuten und doch trotzdem konnte sie ihn nicht vergessen. Irgendwas an ihm hatte sie verzaubert.
„Judy aufstehen. Wir haben schon 13 Uhr und du wolltest noch lernen.“, rief Tobi von der Küche aus. „Ich bin doch schon wach und ich weiß auch wie viel Uhr wir haben. Das brauchst du mir nicht sagen.“, antwortete sie als sie in die Küche kam. „Nur weil du schlechte Laune hast brauchst das nicht an mir auslassen.“ „Ich weiß. Tut mir auch leid. Das wollte ich nicht.“ „Ist schon ok. Warum bist du denn so schlecht gelaunt?“ „Ich konnte nicht schlafen. Andauernd musste ich an Barry denken und ich hab keine Ahnung wieso. Ich mein ich hab höchstens 15 Minuten mit ihm geredet aber es hat schon gereicht.“ „Wozu hat es gereicht?“, fragte er grinsend. „Naja...ich glaub ich hab mich in ihn verliebt aber ich weiß es nicht so genau. Irgendwas an ihn hat mich so verzaubert. Ich kann es nicht beschreiben.“, lachte sie glücklich. „Oh man...das hört sich ja wirklich so an und guck, dass du ihn wieder findest.“ „Du bist witzig. Wie soll ich das denn machen?“ „Keine Ahnung. Hast du denn gesagt wo du wohnst oder wie du mit Nachnahmen heißt oder auf welche Uni du gehst.“ Traurig verneinte sie es. „Hat er irgendwas gesagt?“ Wieder verneinte sie es traurig. „Ach ihr seid ja welche. Aber vielleicht meint es das Schicksal ja gut mit euch und ihr werdet euch wiedersehen.“, sprach er aufmuntert auf sie ein. „Ja vielleicht hast du recht. Ich sollte aber jetzt lernen gehen. Ich will schließlich morgen nicht die Prüfung verhauen.“ „Das ist wohl das beste. Ich treffe mich auf alle Fälle jetzt mit meinen Flirt von gestern. Wir waren nicht so dumm wie du und Barry.“, grinste er. „Wenn du mich nicht von ihm weggezogen hättest hätte ich jetzt seine Handynummer. Aber ist doch jetzt auch egal. Man kann es nicht mehr rückgängig machen.“ „Es tut mir auch immer noch sehr leid. Doch ich muss jetzt wirklich gehen.“, sagte er und umarmte sie noch mal bevor er dann endgültig ging. „Ich sollte dann jetzt wirklich anfangen zu lernen.“, sagte sie zu sich selber und holte ihre Unterlagen aus ihrem Zimmer. Warum sollte sie denn dort lernen, wenn sie es auch in der Küche machen konnte, wo sie doch schon mal die Chance dazu hatte? Schnell machte sie sich noch einen Kaffee und ein Brötchen und begann dann zu lernen. Doch was auch immer sie machte Judy konnte sich einfach nicht darauf konzentrieren. Immer wieder schweiften ihre Gedanken zu Barry. So langsam wusste sie selber nicht mehr was mit ihr los war. Sie konnte nicht verstehen, dass schon 15 Minuten reichen konnten um einen Menschen der art zu verzaubern. Doch sie wollte nicht länger darüber nachdenken und wirklich nun versuchen sich auf ihr Lernmaterial zu konzentrieren. Morgen würde eine wichtige Prüfung geschrieben und dann musste sie auch den Stoff kennen. Da konnte kein Junge in ihren Gedanken rumspuken.

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Nach zwei Stunden, wo sie es wirklich geschafft hatte sich alles zu merken was sie brauchte und beschloss sie ein wenig spazieren zu gehen. Das Wetter war ungewöhnlich schön und es war ja auch erst vier Uhr. Also die besten Voraussetzungen.
Judy hatte beschlossen unten in das schöne Café zu gehen. Schon zu lange war sie nicht mehr da gewesen. Entweder hatte sie das Uni Leben davon abgehalten oder sie war einfach zu müde um noch irgendwas zu machen.
„Ah Judy, schön dich hier auch noch mal zu sehen. Wie lange ist es schon her, dass du hier warst?“ „Viel zu lange Mr. O’Brien, glauben Sie mir. Mir hat das schon ein wenig gefehlt.“ Der ältere Mann grinste, ging und kam zwei Minuten später mit einen Kaffee zurück. „Aber ich hatte doch noch gar nichts bestellt.“, wunderte sie sich. „Meinst du etwa ich hätte vergessen, was du immer getrunken hast. Auch wenn es schon ziemlich lange her ist, dass du hier warst.“, lächelte Mr. O’Brien und ging weiter an den nächsten Tisch. Entspannt lehnte sie sich zurück und wollte jetzt nur ein bisschen alleine sein. Eigentlich wollte sie ja nur einen Kaffee zum mitholen haben aber sie hatte es sich schon anderes überlegt gehabt als sie Mr. O’Briens lächeln gesehen hatte. Früher war sie oft mit ihren Eltern hier gekommen, doch seitdem ihr Vater und ihre Mutter letztes Jahr nach Amerika ausgewandert waren war sie nicht mehr so häufig hier gewesen.
„Ich dachte du müsstest lernen.“, sagte auf einmal eine bekannte Stimme. „Eigentlich müsste ich das auch. Aber da ich meiner Meinung nach genug für heute gelernt hatte wollte ich spazieren gehen. Doch dann bin ich hier geblieben. Ich dachte du hättest ein Date.“, antwortete sie Tobias. „Hatte ich ja auch. Bis ihr Freund kam. Du kannst dir nicht vorstellen, wie schlimm diese Situation für mich war. Ich hatte das Gefühl als wenn er gleich auf mich losgehen würde. Er sah nicht glücklich darüber aus, dass ich da mit seiner Freundin saß.“ „Du bist mit einen Mädchen ausgegangen, die in festen Händen ist?“, fragte Judy unglaubwürdig. „Ich wusste es ja nicht. Gestern im Pub hatte sie es verneint, als ich sie danach gefragt hatte.“, seufzte er. „Tja...dann würde ich sagen Pech gehabt. Nicht wahr? Komm lass uns heim gehen.“, schlug sie vor. Tobi nickte und Judy bezahlte noch schnell bevor die beiden dann zusammen raus gingen. „Man könnte fast meinen wir beide könnten niemals die wahre Liebe finden.“, meinte Tobias ein wenig traurig. „Hey was redest du denn da? Wir sind noch jung und haben das ganze Leben vor uns. Von so ein paar Niederschlägen werden wir uns doch nicht den Glauben daran nehmen lassen oder etwa doch?“ „Nein natürlich nicht. Du hast recht. Sag mal was hälst du...! Judy? Warum bleibst du stehen?“, fragte Tobias irritiert. „Dort vorne ist er.“ „Wer?“ „Na Barry.“ „Dann geh hin und frag ihn nach seiner Handynummer, die du wegen mir gestern nicht gekriegt hast.“ „Ich kann da doch nicht einfach hingehen und sagen „Hey Barry. Ich bin’s Judy. Erinnerst du dich noch. Die jenige, die von ihren besten von Freund von dir getrennt wurde.“, sagte sie. „Natürlich kannst du das. Jetzt geh schon. Sonst wirst du ewig rumjammern, dass es nicht gemacht hast. Und da ich mit dir zusammen wohne werde ich es auch hören und das kann ich nicht vertragen.“, grinste Tobi. „Ok ich geh ihn ja schon fragen. Ich wüsste mal gerne warum du immer so stur bist.“ „Ich bin nicht stur. Ich hab nur meine Meinung dazu gesagt. Das ist alles.“ „Ich bin dann weg. Bis später.“ „Ja, ich geh dann schon mal heim. Bis später.“ Judy winkte ihn noch und lief dann über die Straße, wo sie eben Barry noch gesehen hatte. Doch irgendwie war er auf einmal weg. Sie schaute sich noch mal um und sah ihn dann auf den Spielplatz zu gehen. So schnell sie konnte ging sie ihm hinter her.

Als Barry dort angekommen war setzte er sich auf eine Bank. Judy überlegte, ob sie sich einfach neben ihn setzten sollte. Doch was hatte sie schon verlieren? Nichts.
„Hallo Barry. Schön dich wiederzusehen.“, lächelte sie freundlich. Er dreht sich mit den Kopf zu ihr und lächelte ebenfalls. „Ja ich freu mich auch. Ich dachte du müsstest lernen und könntest deswegen nicht weggehen.“, grinste er. „Ich konnte mich einfach nicht darauf konzentrieren also hab ich mir gedacht, dass ich ja eigentlich auch spazieren gehen könnte. Und was führt dich hier hin?“ „Ach nichts besonderes. Ich wollte auch nur ein wenig raus.“ Ein paar Minuten war stille bis Judy wieder anfing. „Wegen gestern tut mir leid. Ich wusste nicht, dass Tobias mich auf einmal weg ziehen würde. Und als wir dann mit unseren Gespräch fertig waren hab ich dich nicht mehr gefunden.“ „Ich hatte mich auch ein wenig gewundert. Das du mich nicht mehr gefunden hast war klar. Etwa fünf Minuten nachdem du weg warst kam ein Freund von mir und wollte nach Hause. Aber meinst du ich könnte vielleicht jetzt deine Handynummer oder ich geb dir meine.“, fragte er schüchtern. Judy nickte glücklich und gab ihm ihre Visitenkarte in die Hand. „Da steht alles drauf was du wissen musste. Adresse, Telefon, E-Mail und so weiter.“, grinste sie. Barry nickte und lächelte dann freundlich. Nachdem er sich die Karte eingesteckt hatte gab er Judy seine Nummer und verabschiedete sich dann mit der Begründung, dass er noch was zu Hause zu erledigen hätte. Doch bevor er endgültig ging drehte er sich noch mal um. „Hast du heute Abend vielleicht Zeit?“ Judy nickte. Sie dachte nicht mehr daran, dass sie morgen eine wichtige Prüfung schreiben würde aber in diesen Moment war es ihr auch egal. „Würdest du vielleicht mit mir was essen gehen?“, fragte er wieder ganz schüchtern. Wieder nickte Judy. „Meine Adresse hast du ja. Am besten kommst du so um 7 Uhr vorbei ok?“, sagte sie an Barry gewandet. Diesmal wer er der jenige, der nickte und verabschiedet sich dann.
„Und hast du die Nummer?“, fragte Tobias neugierig. „Nicht nur das. Ich habe heute Abend um 7 Uhr ein Date mit ihm. Wir gehen was essen.“ „Ähm, du weißt schon, dass du morgen eine wichtige Prüfung schreibst oder?“, fragte er ungläubig. „Natürlich weiß ich das. Und ich habe natürlich auch dafür gelernt. Was ist denn schon dabei, wenn wir nachher mit einander ausgehen. Besser gesagt in zwei Stunden. Warte mal...in zwei Stunden. Oh Gott ich muss noch Duschen und mich fertig machen.“, antwortete sie hektisch und war schon in ihrem Zimmer verschwunden. Tobi konnte nur noch den Kopf schütteln. Dieser Barry musste ja ganz schön was angerichtet haben, wenn sie mit ihm ausging, obwohl Judy morgen eine Prüfung schreiben würde. Doch er freute sich auch sehr für sie. Sie hatte anscheinend jemanden gefunden bei dem es klappen könnte. Es stimmte schon das Sprichwort, dass man nicht nach der Liebe suchen sollte, da sie von alleine kommt. Und dieses mal war es wirklich so geschehen. Ob man es wirklich schon Liebe nennen konnte war er sich nicht sicher aber Barry hatte es ihr angetan und solange sie dann glücklich war war es Tobias auch.

*~*~*~*~*~*~*~*~*

„Kannst du mal bitte kommen? Du musst mir unbedingt sagen, ob ich hier das so anziehen kann oder ob ich was anderes anziehen soll.“, rief Judy runter in die Küche. Tobias kam ihrer Aufforderung nach und stand keine zehn Sekunden später in ihrem Zimmer. „Wow, du siehst traumhaft aus. Also wenn er sich nicht direkt in dich verliebt versteh ich das absolut nicht. Wäre ich nicht schon so lange mit dir befreundet und würde dich so gut kenne würde ich mich direkt in dich verlieben.“, lächelte er. „Danke du bist ein Schatz. Manchmal wüsste ich echt nicht was ich ohne dich machen sollte.“ „Gar nichts.“, grinste er frech und bevor Judy antworten konnte klingelte es unten an der Tür. „Kannst du bitte hingehen und sagen, dass ich in 5 Minuten bei ihm sein werde.“, fragte Judy. Er nickte und machte sich dann auf den Weg zur Tür. „Hallo! Du musst Barry sein. Ich bin Tobias. Ihr bester Freund und Mitbewohner.“, stellte er sich vor und ließ Barry eintreten. „Ja der bin ich. Ist Judy schon fertig?“ „Nein noch nicht. Aber ich soll dir ausrichten, dass sie in 5 Minuten bei dir sein wird. Möchtest du in der zwischen Zeit vielleicht etwas trinken?“ „Ein Wasser wäre nicht schlecht.“ Tobias nickte und ging dann in die Küche. Als er gerade ins Wohnzimmer gehen wollte kam Judy die Treppe runter. „Du siehst wirklich traumhaft aus. Für mich würdest du dich niemals so schick machen.“, meinte er gespielt beleidigt. „Mit dir geh ich ja auch nicht aus und wie du eben schon gesagt, du bist meine bester Freund. Für dich brauch ich mich nicht hübsch zu machen.“, grinste sie und ging dann mit klopfenden Herzen ins Wohnzimmer. Sie war auf die Reaktion von Barry gespannt. Doch bevor sie weiter darüber nach denken konnte stand sie schon vor ihm. „Du siehst wunderschön aus.“, gab er ihr das Kompliment und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Du siehst auch gut aus. Wohin gehen wir denn?“ „Lass dich überraschen ok? Es ist nicht weit von hier. Das heißt, wenn du keine Lust mehr auf mich hast kannst du einfach gehen. Was aber hoffentlich nicht passiert.“ „Keine Sorge. Das wird es nicht.“, lächelte sie leicht verlegen. „Tja ich würde mal sagen, dass mit den Wasser hat sich ja jetzt erledigt. Ihr wollt doch sicher jetzt gehen oder?“, fragte Tobi. Ein eindeutiges Nicken der beiden bestätigte seine Aussage. „Ok, ich wünsche euch dann viel Spaß.“ „Danke.“, antwortete Barry knapp und gab ihm noch mal die Hand. „Ich wünsche dir einen schönen Abend und denk an deine Prüfung morgen ok?“, sagte Tobias noch mal als er sie umarmte. Judy nickte und hakte sich dann bei Barry ein.
„Und du willst mir immer noch nicht sagen wohin es geht?“, fragte sie noch mal nach. Sie war ein sehr neugieriger Mensch und konnte es nicht haben, wenn sie etwas nicht wusste aber die andere Person schon. „Nein, tut mir leid. Du musst noch warten. Wir sind auch gleich da. Versprochen.“ „Ok...dann will ich dir mal glauben.“, lächelte sie.
Keine fünf Minuten später kamen die beiden vor einen Restaurant, dass von außen wie eine Bruchbude aussah aber von innen das schönste Restaurant war, dass Judy in ihren bisherigen Leben gesehen hatte. „Wow! Das ist wunderschön hier.“ „Ich weiß. Lass uns grade zu dem Mann dort gehen. Ich hab für uns reserviert. Mein Vater hat es mir empfohlen.“ Sie nickte und folgte Barry. „Guten Abend! Ich habe auf Feehily reserviert.“ „Ach ja stimmt. Folgen Sie mir bitte. Aber darf ich bitte vorher Ihre Mäntel entgegen nehmen?“, fragte der Mann übertrieben freundlich. Barry und Judy nickten und folgten dann dem Tischzuweiser.
Nachdem der Kellner gekommen war um den beiden die Karte zu bringen trat eine kurze Stille ein, die jedoch schnell von Judy unterbrochen wurde. „Was machst du eigentlich beruflich oder studierst du?“ „Ich studiere und du?“ „Ich studiere Journalismus und habe noch ein Semester vor mir. Dann bin ich fertig und kann endlich meinen Traumjob ausüben.“, grinste sie glücklich als sie daran dachte bald für eine Zeitung schreiben zu können. Schon lange hatte sie davon geträumt und es würde nicht mehr lange dauern bis sie ihren Traum erfüllen konnte. Sie hatte schon einige Bewerbungen weggeschickt und bis jetzt kamen immer nur positive Antworten, was sie auch sehr freute. Sie wusste zwar noch nicht genau für welche Zeitung sie sich entscheiden sollte aber das war ihr jetzt noch egal. Schließlich hatte sie noch 3 Monate Zeit um sich zu entscheiden, denn dann wollten die Redakturen ihre Entscheidung wissen. „Du lächelst so glücklich bei den Gedanken bald Journalistin zu werden. Anscheinend ist es einer deiner Träume.“ Sie nickte und bevor sie noch etwas dazu sagen konnte kam der Ober und nahm ihre Bestellungen auf. „Sag mal wie alt bist du eigentlich? Das hatte ich dich ganz vergessen zu fragen. Tut mir leid.“, meine Barry. „Du brauchst dich doch nicht zu entschuldigen. Ich hab dich ja auch nicht gefragt. Aber ich bin 21 und du?“ „22, aber jetzt erst geworden.“ „Erzähl doch mal bitte ein bisschen über dich.“, forderte Barry sie auf. „Ok, aber danach bist du dran.“ Er nickte und sie begann zu erzählen: „Ja also, mein Name ist Judy O’Leary und lebe hier seit ich drei Jahr alt bin. Vor eine Jahr sind meine Eltern nach Amerika ausgewandert und seitdem lebe ich mit meinen besten Freund Tobias zusammen in einer Wohnung. Das war wohl das wesentlich über mich. Jetzt bist du dran.“, grinste sie. „Bevor ich von mir erzähle musst du mir erst noch erzählen, wie du und Tobias euch kennen gelernt habt. Bitte. Man erlebt nicht oft, dass eine Frau und ein Mann nur so befreundet sind ohne das zwischen ihnen was läuft.“ „Wir kennen uns seit dem Kindergarten. Also knapp ein Jahr nachdem ich hier hin gezogen bin. Damals haben wir uns öfters gesehen und seit der Grundschule waren wir dann unzertrennlich. Nichts konnte uns trennen. Als es dann vor zwei Jahren hieß, dass ich mit nach Amerika ziehen sollte brach für mich eine Welt zusammen. Erstens, weil ich hier nicht weg wollte. Schließlich hatte ich erst grade mein Studium begonnen und zweitens, wollte ich nicht von ihm weg. Aber denk jetzt bitte nicht, dass zwischen und was läuft oder jemals was lief.“ „Nein, ich glaube dir schon. Und ihr seid wirklich schon so lange befreundet?“, fragte er ein wenig ungläubig. Judy nickte. „Das erlebt man nicht mehr oft, dass eine Freundschaft so stark ist. Aber jetzt erzähl ich dir mal ein bisschen über mich. Mein Alter brauch ich dir ja nicht mehr sagen, dass kennst du ja schon. Mein Name ist Barry Feehily und studiere ebenfalls. Ich wohne seit meiner Geburt hier in Sligo und ich hab eigentlich nicht vor hier jemals wegzuziehen. Das war es schon von mir. Also das wichtigste.“, lächelte er. „Reicht doch für den Anfang. Wir werden bestimmt noch mehr Zeit haben um uns besser kennen zu lernen. Sofern du das möchtest?“, meinte sie ein wenig verunsichert. „Ja sehr gerne sogar. Aber jetzt lass uns erst mal hier den Abend schon mit einander verbringen. Denn das jetzt und hier zählt.“, antwortete er und ehe sie darauf etwas erwidern konnten kam das Essen.
Nachdem Barry für sich und Judy gezahlt hatte gingen sie noch ein bisschen spazieren ehe er sie zurück zu ihrer Wohnung brachte. „Das war wirklich ein schöner Abend. Meinst du du wirst die demnächst vielleicht ein bisschen Zeit haben damit wir uns noch mal treffen können?“, fragte sie Barry. „Ich hab dir schon im Restaurant gesagt, dass ich dich nur zu gerne wiedersehen möchte. Aber jetzt muss ich erst mal die Prüfungen hinter mich bringen, die wir noch hier die Woche schreiben. Aber dann hab ich sehr viel Zeit.“, antwortete sie und schob noch hinten dran: „Die ich sehr gerne mit dir verbringen würde.“ Barry lächelte glücklich und bevor Judy hoch ging gab sie ihm noch einen Kuss auf die Wange. Kurz bevor sie die Tür aufschloss winkte sie ihm noch mal zu und war dann auch schon verschwunden.

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„Und wie war es?“, fragte Tobias als er Judy die Tür rein kommen hörte. „Das willst du wirklich wissen?“, grinste sie. Er nickte aufgeregt. Er wollte doch schließlich wissen, ob Barry was ernstes sein könnte oder ob sie sich bei ihm nur gelangweilt hätte. Doch an ihren Augen konnte er schon erkennen, dass es ihr sehr gefallen hatte. „Also gut. Es war wunderschön. Erst waren wir in einen wunderbaren Restaurant und danach sind wir noch spazieren gegangen. Barry hat mich noch nach Hause begleitet. Wenn ich die Prüfungen für hier das Semester hinter mir habe werden wir uns wieder treffen. Also spätestens in einer Woche.“, erzählte sie glücklich und verabschiedete sich dann direkt mit dem Grund, dass sie jetzt schlafen müsse. „Ok schlaf gut.“, rief er ihr noch hinterher bevor sie ihn ihren Zimmer verschwunden war. Tobi freute sich sehr für sie. Anscheinend hatte sie jemand gefunden in dem sie sich verlieben könnte. Was seiner Meinung auch langsam Zeit wurde. Zu lange hatte sie schon ihre Gefühle zurück gesteckt um ganz für ihr Studium da zu sein. Aber wie ein Sprichwort sagte, die Liebe findet dich immer egal wo man ist und was man tut.
Judy legte sich in ihr Bett und konnte es nicht fassen. Schon lange hatte sie sich nicht mehr so wohl bei einen Jungen gefühlt außer bei ihren besten Freund. Aber das war ja auch was anderes. Sie lächelte glücklich und freute sich schon auf ihr nächstes Treffen auch wenn es noch nicht fest stand. Aber sicher war, dass die zwei sich wieder treffen würden.

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„Judy du musst aufstehen oder willst du zu spät zu deiner Prüfung kommen?“, fragte Tobi und rüttelte sanft an ihrer Schulter. Verschlafen machte sie ihre Augen auf. „Ist es denn wirklich so früh, dass ich aufstehen muss?“ „Also wenn du nicht die Prüfung verpassen willst ist es so spät. Wir haben schon halb acht.“ „Was? Warum hast du mich denn nicht früher geweckt. Ich muss doch um halb neun da sein. Wie soll ich das denn schaffen? Ich muss noch duschen, Frühstücken und dann noch dahin fahren.“, sagte sie verzweifelt und sprang aus dem Bett. „Tut mir leid. Aber das Frühstück hab ich schon gemacht. Aber duschen musst du alleine.“, lachte er. „Haha bist du witzig. Tut mir leid aber dafür hab ich jetzt überhaupt keinen Nerv.“, antwortete sie genervt und lief dann ins Bad.
Zwanzig Minuten später kam Judy die Treppe runter gelaufen und holte sich schnell die zwei Brötchen, die ihr Tobias gemacht hatte. „Soll ich dich schnell fahren?“, fragte er und guckte in die Küche rein. Als er gehört hatte, dass sie Treppe runter kam ist er sofort ihr hinter her. Sie nickte und ging schon mal raus. Tobias ging ihr sofort hinter her und zwei Minuten später saßen die beiden im Auto. „Wieso bist du denn eigentlich noch zu Hause?“, fragte sie ihren besten Freund verwundert als sie auf den Weg zur Uni waren. „Meine erster Kurs fängt erst um 9.30 Uhr an. Das heißt ich hab noch ein bisschen Zeit.“ Judy antwortete nicht mehr darauf. Seit gestern hatte sie sich sowieso auf nichts mehr konzentrieren können. Sie wusste nicht wie Barry es geschafft hatte aber sie war in ihn verliebt. Und das ohne Zweifel. Sie fühlte sich frei und geborgen, wenn sie mit ihm zusammen war aber sie konnte sich nicht erklären warum sie ihn noch nie begegnet war. Sie lebte hier schon so lange. Und sie überlegte die ganze Zeit, woher sie woher sie den Namen „Feehily“ kannte. Judy war sie sich ihn schon mal irgendwo gehört zu haben und doch konnte sie ihn nicht wirklich zu ordnen was sie verwirrte. „Hörst du mir überhaupt zu?“, fragte Tobi gereizt nach Judy ihm nach mehreren Nachfragen immer noch keine Antwort gegeben hatte. „Was hast du gesagt. Ich hab dir nicht zugehört.“ „Ja das hab ich gemerkt. Ging es wieder um Barry?“ „In gewisser Weise. Ich hab das Gefühl als wenn ich seinen Nachnamen schon mal irgendwo gehört hätte aber ich kann ihn einfach nicht zuordnen. Wie sehr ich mich auch anstrenge. Es gelingt mir einfach nicht.“ „Wie ist denn der Name? Vielleicht kann ich dir ja helfen?“ „Feehily. Barry Feehily!“ „Vielleicht ist er ja irgendwie mit Mark Feehily von der Boyband Westlife verwandt. Du weißt doch. Die mit ihren Hits „Flying wihout wings“ und „Fool Again“. Kannst du dich erinnern. Du hast doch auch einen Song von denen.“ „Ja ich weiß wer Westlife ist. Das brauchst du mir nicht sagen. Aber ich kannte ihren Namen nicht. Ich werde Barry einfach fragen, wenn ich mich demnächst mit ihm treffe. Das wird wohl das beste sein.“, antwortete sie und Tobi hielt dann vor der Uni, wo Judy dann auch ausstieg. „Wie lange hast du heute?“, fragte Tobias noch. „Bis 1 Uhr.“ „Da hab ich noch eine Vorlesung. Sonst hätte ich dich mitgenommen. Kommst du auch so nach Hause.“ Judy nickte und lief dann schnell in die Universität ein.
„Du kommst heute aber spät. Sonst bist du doch auch nie so spät hier.“, wunderte sich Michelle als sie Judy außer Atem neben ihr im Vorlesungsraum stand. „Ich hab verschlafen.“, war ihre knappe Antwort. „Du und verschlafen? Wie geht das denn?“ „Naja...ich hatte gestern Abend noch ein Date und bin erst ziemlich spät eingeschlafen, weil ich noch lange über ihn nach gedacht hab nachdem er mich nach Hause gebracht hatte.“, erklärte Judy. „Oh wer ist denn der glückliche von dem du dich sogar ablenken lässt.“ „Barry Feehily.“ „Der Barry Feehily aus Sligo.“, fragte sie mit großen Augen. „Ja wieso?“ „Na das ist der Bruder von Mark Feehily. Einer aus der angesagtesten Gruppe zur Zeit in Irland.“ „Bist du sicher, dass es sein Bruder ist?“ „Ja ganz sicher sogar.“ „Hoffentlich denkt er nicht ich würde nur mit ihm ausgehen, weil sein Bruder in Westlife ist.“, gab sie zu bedenken. „Quatsch. Wieso sollte er denn? Du wusstest es bis eben ja noch nicht wirklich.“ „Trotzdem. Ich glaub ich werde es ihm das nächste mal sagen, wenn wir uns sehen.“ „Könnten die Damen in der vierten Reihe bitte mal ein bisschen leiser und mir hier zuhören. Was hier beredet wird ist noch ein Bestandteil der Prüfung.“, mahnte Professor Hatwick Judy und Michelle. „Ja. Entschuldigen Sie bitte.“, antwortete Michelle mit hoch roten Kopf.
„So jetzt musst du mir aber alles erzählen. Wie hast du ihn denn kennen gelernt?“, fragte Michelle neugierig nachdem die Vorlesung zu Ende war. „Naja...wir haben uns in einen Club getroffen, uns nett unterhalten und nachdem mich Tobi von ihm weg gezogen hatte hab ich ihn nicht wieder gefunden. Doch gestern haben wir uns zufällig wieder getroffen oder besser gesagt ich hab ihn gesehen und nachdem Tobi mich dazu gedrängt hatte zu ihm zu gehen bin ich ihm hinterher und dann haben wir uns verabredet.“ „Das klingt ja fast nach Schicksal. So als wenn ihr für einander bestimmt wärt.“, grinste Michelle. „Ach quatsch...du weißt doch, dass ich an sowas nicht glaube. Das war einfach nur Zufall. Aber ein sehr schöner, wenn du mich fragst.“, lächelte sie. Bevor Michelle weiter fragen konnte mussten sie weiter zum nächsten Kurs.
Total erschöpft kam Judy um halb 2 nach Hause. Die paar Vorlesungen, die sie gehabt hatte waren ihr zu viel gewesen und dann auch noch die Prüfung, die sie heute geschrieben hatte. Sie wusste nicht genau, ob sie ein schlechtes oder gutes Gefühl haben sollte. Einerseits hatte sie sich sehr gut darauf vorbereitet. Sie hatte ja schon zwei Wochen vorher angefangen zu lernen oder anderseits hatte sie immer wieder Barry im Kopf gehabt. Sie wusste, wenn sie sich nicht zusammen reißen würde würde sie die Prüfungen, die sie noch hier die Woche zu schreiben hatte nicht schaffen. Für den Rest der Woche durfte es keinen Barry Feehily mehr geben.
„Judy bist du zu Hause?“, rief Tobi als er die Tür aufschloss und rein ging. „Wo soll ich denn sonst sein du Witzbold. Ich schreib hier die Woche noch drei Prüfungen. Außer Mittwoch jeden Tag. Also wo sollte ich mich wohl sonst aufhalten?“, fragte sie gereizt. Sie schaffte es einfach nicht Mathe in den Kopf zu bekommen. Was aber nicht an Barry lag sondern daran, dass sie es einfach nicht konnte. Sie hatte schon jeden Lösungsweg gemacht, der im Buch stand und irgendwie war sie immer auf ein anderes Ergebnis gekommen. Woher sollte sie denn jetzt wissen was das richtige und was das falsche war und ob sie überhaupt die richtige Lösung hatte? Judy war kurz davor zu verzweifeln. Sie wusste auch nicht wen sie hätte anrufen können. Die anderen aus ihren Kurs hatten damit auch genug zu tun. „Ich wollte es doch nur wissen. Du musst mich ja nicht direkt anmeckern, weil ich nach dir frage.“, patzte er zurück. Tobi wusste, dass es für sie ziemlich wichtig war gut abzuschneiden aber das war doch noch lange kein Grund ihn anzumeckern, nur weil er fragte, ob sie zu Hause wäre. „Tut mir ja leid aber ich krieg hier das einfach nicht in meinen Kopf. Ich hab schon alles versucht aber immer wieder komm ich auf ein anderes Ergebnis. Das kann doch nicht wahr sein.“, sagte sie verzweifelt und hielt sich die Augen zu. Sie war schon vorhin in Tränen ausgebrochen, weil sie nicht mehr weiter wusste und jetzt stand sie wieder kurz davor. Warum musste das denn auch alles so kompliziert sein? „Hey...nicht weinen. So schwer kann es doch gar nicht sein. Was hälst du davon, wenn ich dir erkläre. Ich mein, vielleicht kapierst du dann ein bisschen und fällst nicht durch. Denn so wie ich dich kenne sind das deine größten Ängste zur Zeit.“ „Ich schaff das einfach nicht mehr. Wenn ich gewusst hätte, dass das Studium so schwer ist hätte ich das erst gar nicht angefangen.“ „Jetzt hör mir mal zu. Du wusstest von Anfang an, dass es nicht leicht werden würde und du hast seit du 13 Jahre alt warst darauf hin gearbeitet, dass du Journalismus studieren kannst und nur weil du jetzt Mathe nicht verstehst willst du alles schmeißen? Das glaube ich nicht.“, meinte er ein wenig entsetzt. So hatte er seine beste Freundin noch nie erlebt. Klar war sie schon des öfteren verzweifelt gewesen aber noch nie hatte sie vor gehabt, dass Handtuch zu werfen. „Ich erkläre er dir jetzt mal und du wirst sehen es ist ganz einfach.“ Judy nickte und wischte sie verstohlen die Tränen weg und ließ dann Tobi neben sich setzen. „Also wo ist denn das Problem?“, fragte er noch mal. Nachdem sie ihn aufgeklärt hatte, begann er zu erklären und so langsam aber sicher verstand sie es.
Nach zwei Stunden entschied Judy das es genug war. Sie hatte es tatsächlich verstanden. All die Aufgaben gaben auf einmal einen Sinn und es herrschte kein Durch einander mehr in ihren Kopf. „Du bist der beste. Ich weiß gar nicht wie ich das wieder gut machen kann.“, sagte sie glücklich. „Ach das hast du schon lange gemacht. Aber jetzt muss ich mal lernen, wenn ich morgen die Prüfung in Betriebswirtschaftslehre nicht verhauen will.“ „Ach ja. Du schreibst ja morgen auch was...und ich halt dich davon ab zu lernen.“ „Ist doch nicht so schlimm. Eigentlich kann ich ja alles. Ich will es mir nur noch ein paar mal durch lesen. Und bevor ich es vergesse. Was hälst du davon, wenn wir uns für heute Abend einen Film ausleihen. Du bist fertig und spätestens einer Stunde hab ich es auch hinter mit. Das heißt wir könnten heute ganz entspannt einen Film schauen.“ Judy nickte und packte dann ihre Sachen vom Tisch um dann hoch in ihr Zimmer zu gehen. „Hey nicht einfach so abhauen. Sollen wir zusammen gehen oder willst du alleine den Film aussuchen.“ „Lass ihn uns gemeinsam aussuchen. Dann haben wir die Gewissheit, dass er uns auf alle Fälle gefallen wird.“, grinste sie und ging dann endgültig.
„Können wir gehen oder bist du noch nicht ganz fertig?“, fragte Judy nachdem sie nochmal alle Aufgaben in ihren Zimmer durch gegangen. „Klar lass uns gehen. Hast du dir schon überlegt was du gerne gucken würdest?“ „Ich hab an Armageddon oder Fluch der Karibik gedacht. Was hälst du davon?“ „Hört sich beides gut an. Aber ich wäre dann eher für „Fluch der Karibik“. „Ok...dann holen wir den.“, grinste Judy und schloss hinter sich die Tür.

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Die Woche verging und heute war der letzte der Tag an dem Judy eine Prüfung schreiben musste. Die letzte für hier das Semester. Und danach hieß es dann zwei Wochen lang nichts tun und faulenzen. Vielleicht würde sie sich auch wieder mit Barry treffen doch dafür musste sie ihn erst mal anrufen. Doch das hatte Zeit bis nach den Unterricht. In einer Stunde musste sie in der Aula sein. Das heißt sie hatte noch ein wenig zum lernen, obwohl sie sich sehr gut darauf vorbereitet hatte. Noch nie hatte sie so sehr für Prüfungen gelernt, wie für die letzten, die sie geschrieben hatte.
„Und kannst du alles?“, fragte Michelle. „Aber sicher doch. Meinst du etwa ich würde mich nicht darauf vorbereiten.“ „Ach quatsch...ich kenn dich doch. Du würdest niemals etwas nur dem Schicksal überlassen. Und hast du noch mal was von Barry gehört?“ „Nein. Aber auch nur weil ich es so wollte. Als wir uns am Sonntag getroffen hatten sagte ich ihm, dass ihn anrufen werde, wenn ich die Prüfungen hinter mir habe und das ist heute.“, lächelte sie leicht. Während der letzte Woche hatte sie nicht sehr oft an ihn gedacht aber wenn doch mit einen Lächeln im Gesicht. „Na dann wirst du ihn bestimmt heute anrufen oder nicht?“ „Ja ich denke schon. Vielleicht hat er ja Zeit und wir können uns treffen.“ „Wirst du es ihm sagen.“ „Ja. Nicht das er auf dumme Gedanken kommt.“ Michelle nickte und forderte dann Judy auf mit ihr schon mal zur Aula zu gehen. Sie hatten zwar noch eine halbe Stunde Zeit aber das war ihnen egal. Dort konnten sie dann noch in aller Ruhe reden und vielleicht auch noch lernen.
„Und wie fandest du es?“ „Ich hätte gedacht, dass es schwerer werden würde.“, antwortete Michelle auf die Frage ihrer Freundin. „Ich auch. Aber ich bin trotzdem froh, dass ich soviel gelernt habe. Denn ich bin mir sicher, wenn ich das nicht gemacht hätte wäre es nicht so gut verlaufen.“ „Da könntest du recht haben. Was machen wir denn jetzt noch?“ „Ich wollte eigentlich nach Hause und Barry anrufen. Ich hoffe das ist nicht so schlimm.“ „Nein, ich geh dann auch mal zu meinen Freund. Ich hab ihn in der letzten Woche auch ganz schön vernachlässigt. Das muss ich jetzt alles nachholen.“, grinste Michelle und verabschiedete sich von Judy mit einer Umarmung. „Sehen wir uns dann erst wieder in zwei Wochen oder sollen wir was zusammen unternehmen, wo wir jetzt auch frei haben?“ „Mir ist das egal Michelle. Ich meld mich dann bei dir oder du bei mir. Wie du möchtest.“ „Ok...ansonsten sehen wir uns in zwei Wochen wieder hier.“

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Als Judy nach Hause kam war Tobi noch nicht da. Sehr wahrscheinlich musste er noch ein bisschen länger in der Uni bleiben oder er traf sich wieder mal mit irgendeinen Mädchen. Judy hatte schon lange den Überblick verloren mit wem er sich alles traf. Vor einen Jahr hatte er sich auch noch mit Michelle getroffen doch nachdem sie ihren jetzigen Freund kennen lernte trennte traf sie sich nicht mehr mit ihm. Judy wusste zwar, dass Tobi nur auf der Suche nach einer Freundin war aber ihm schien es zu entfallen, dass er damit den Mädchen, mit denen er sich traf, manchmal nicht mehr meldete sobald er wusste, dass sie nicht eine „Kandidatin“ war. Wie oft hatte sie schon mit ihm darüber geredet. Aber so richtig verstanden hatte er es wohl immer noch nicht. Da passte mal wieder der Spruch „Typisch Männer“. Doch sie wollte sich darüber nicht weiter Gedanken machen. Sie wollte jetzt einfach nur Barry anrufen, seine Stimme hören und fragen, ob er Zeit hätte.
„Ja.“, erklang es am anderen Ende des Telefons. „Ähm...hallo. Hier ist Judy. Bin ich mit Barry Feehily verbunden?“ „We möchte das wissen?“ „Das hab ich doch eben schon gesagt. Judy.“ „Nein, tut mir...“, hörte sie schon die andere Person sagen als sie auf einmal ein Rascheln hörte und dann eine ganz andere Stimme am Hörer war. „Sorry Judy. Das war mein älterer Bruder Mark. Der ist immer ein bisschen misstrauig. Schön das du dich meldest. Hast du jetzt alle deine Prüfungen hinter dir?“ „Ja und zwei Wochen frei. Aber was ich dich fragen wollte: hast du vielleicht Zeit, dass wir uns treffen könnten?“, fragte sie ihn und Judy hatte Angst, dass er selbst durch das Handy ihren Herzschlag hören konnte. Denn schon lange war sie nicht mehr so aufgeregt gewesen und dementsprechend schlug auch ihr Herz. „Ja sehr gerne sogar. Was hälst du davon, wenn wir uns jetzt treffen würden denn heute Abend hab ich leider keine Zeit.“ „Ja ist in Ordnung. In dem Park, wo wir uns wieder gesehen haben?“ Barry nickte und merkte gleich, dass Judy ihn gar nicht sehen konnte und antwortete mit einen freudigen Ja. „Ok...dann bis gleich. Ich freu mich schon.“ „Ich mich auch.“, sagte er noch und legte dann auf.
„Judy wo willst du denn hin? Ich muss dir was wichtiges erzählen.“, sagte Toby schnell als sie ihm die Tür aufmachte. „Hat das nicht Zeit? Ich treff mich gleich mit Barry und eigentlich hab ich nicht vor zu spät zu kommen.“, antwortete sie ein wenig genervt. Sie war immer für ihn da. Ohne Frage. Aber jetzt wollte sie eigentlich nur noch zu Barry. „Ähm, ja. Das kann auch bis nachher warten.“, antwortete er ein wenig enttäuscht und ging dann rein. Natürlich war ihr der Ton seiner Stimme nicht verborgen geblieben und ging wieder rein. „Ok...dann lass mich grade Barry anrufen um abzusagen. Ich möchte nicht, dass es dir schlecht geht aber anscheinend ist es so. Also muss ich mir jetzt Zeit für dich holen.“ „Aber du wolltest dich doch unbedingt mit ihm treffen.“ „Ja das schon. Aber wenn ich sehe, dass es meinen besten Freund nicht gut geht und ich mich entscheiden muss zwischen dir und Barry würde ich dich nehmen. Jetzt auf alle Fälle noch. Ich weiß ja nicht wie es sich zwischen mit und ihm weiter entwickelt.“ , sagte und grinste bei den letzten beiden Sätzen frech. „Ach bist du wieder witzig heute. Aber es kann wirklich warten. Jetzt geh schon. Du sollst ihn nicht ein zweites Mal wegen mir verlieren.“ „Bist du dir auch ganz sicher?“, fragte sie nochmal nach. „Ja klar und jetzt verschwinde schon.“ „Ok aber ich werde mich beeilen. Versprochen.“, sagte sie noch schnell und war aus der Tür verschwunden. Er guckte noch lange an die geschlossene Tür. Tobi hätte sie jetzt wirklich gebraucht doch er wollte auch ihrem glück nicht im Wege stehen. Und das ging nur, wenn er sie gehen ließ. Das wusste er. Langsam schlenderte er in die Küche und machte sich über sein Problem Gedanken. Nachher hätte er ja auch noch Zeit mit ihr zu reden.

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„Ah da bist du ja. Ich dachte schon du wolltest mich versetzen.“, lächelte Barry als Judy auf ihm zuliefen sah und dann vor ihm stehen blieb. „Tobi hat Probleme und eigentlich wollte ich auch bei ihm bleiben und ihm helfen aber er hat gemeint, dass es nicht so schlimm wäre wenn ich ginge. Natürlich hätte ich dich dann auch noch angerufen. Tut mir leid.“ „Ist doch nicht so schlimm. Was wollen wir machen.“ „Hm...weiß ich nicht. Aber bevor wir anfangen darüber zu grübeln hab ich noch eine Frage an dich.“ „Ok, dann schieß los. Da bin ich ja mal gespannt.“, lächelte er. „Weißt du, ich hab mit einer Freundin von mir ein bisschen über dich geredet und da kam auch dein Nachname drin vor. Darauf hin fragte sie mich, ob du der Bruder von Mark Feehily wärst. Der bei Westlife dabei ist. Und da ich es selber nicht so genau weiß wollte ich dich jetzt fragen ob es stimmt. Also das du der Bruder bist.“ Barry wusste erst nicht was er darauf hin sagen sollte. Ihm war schon klar, dass es irgendwann raus gekommen wäre aber nicht so früh. Aber eigentlich hätte er ja damit rechnen müssen. Schließlich gab es in Sligo nicht so viele Mark Feehilys. „Ja das ist wahr. Ich bin sein Bruder.“ „Oh...jetzt denk bitte nicht, dass ich nur mit dir ausgegangen bin, weil du sein Bruder bist. Ich wusste es vorher ja nicht. Wirklich.“ „Ich glaube dir ja. Keine Sorge. Also was sollen wir jetzt machen.“, versuchte er vom Thema abzulenken. Da es Judy ziemlich egal war, ob er mit einer berühmten Person verwand war oder nicht ging sie darauf ein. Nur weil er der Bruder von Mark war hieß es ja nicht, dass sie auf eimal eine ganze andere Person neben sich hätte. „Wie wärst wenn wir noch ein bisschen spazieren gehen oder einen Kaffee trinken. Dann können wir noch ein wenig reden und noch besser kennen lernen.“, schlug sie vor. Er nickte und zusammen machten sie sich dann auf den Weg zu einen Café.
Sie unterhielten sich ungefähr eine Stunde nachdem sich Judy dann von ihm verabschiedete. „Es tut mir leid aber ich müsste nun wirklich gehen. Ich hab Tobi versprochen nicht lange wegzubleiben. Außerdem mach ich mir doch ein bisschen Sorgen um ihn. Ich hab ihn schon lange nicht mehr so verzweifelt gesehen. Ich hoffe du bist jetzt nicht sauer.“ „Ach quatsch. Wenn dein bester Freund dich braucht dann geh hin. Wann meinst du denn, dass wir uns wieder sehen könnten?“, fragte Barry. „Ich ruf dich an ok?“ Er nickte und Judy verließ dann das Café.
„Tobias ich bin wieder da.“, rief Judy als sie die Wohnung betrat. Doch alles was sie vorfand waren leere Räume. Wo war er denn hin? Schließlich wollte er doch noch vorhin mit ihr reden und jetzt auf einmal sollte er weg sein? Sie sah sich überall noch mal um. Er hatte ihr auch keine Nachricht hinterlassen. Eine Sache, die er normal immer tat, wenn sie „verabredet“ waren und er dann auf einmal weg musste. Judy fing an sich sorgen zu machen. Es war nicht seine Art einfach wegzugehen. Sie beschloss seine Eltern anzurufen. Vielleicht war er ja dort. Schnell suchte sie die Nummer aus ihren Handy und rief an. Nach mehreren Klingeln ging Tobis Mutter dran. „Hallo hier ist Judith. Ist Tobias vielleicht bei euch?“ „Nein Judith tut mir leid. Er ist hier nicht mehr. Er war vorhin kurz hier aber ist dann nach 10 Minuten gefahren, weil er auf dich bei euch zu Hause warten wollte.“ „Hier ist er aber nicht. Weißt du vielleicht wo er sonst sein könnte. Bei einen Freund oder bei seiner Oma?“ „Ich weiß es wirklich nicht. Du müsstest es doch eigentlich wissen. Keiner kennt ihn besser als du.“, antwortete seine Mutter lächelnd, was Judy nicht sehen konnte. „Ok danke. Ich denke ich versuch es mal auf seinen Handy und wenn ich ihn dann nicht erreiche bei seinen Freunden.“ „Ist gut Judith. Ruf mich bitte dann an, wenn du was weißt.“ „Ja mache ich und sag deinen Mann bitte einen lieben Gruß von mir.“ „Werde ich machen. Bye.“ „Bye.“
Erst versuchte Judy ihn auf seinen Handy zu erreichen doch jedes mal ging die Mailbox dran. Nachdem sie bei seinen Freunden angerufen hatte und sie es immer wieder verneint hatten fing sie an sich richtig Sorgen zu machen. Sofort rannte sie raus. Irgendwo musste er doch sein. Tobi hatte nie von einen Lieblingsplatz hier in Sligo geredet deswegen wusste sie auch eigentlich nicht, wo sie anfangen sollte. Doch was blieb er anderes übrig? Sie musste ihn finden. Judy machte sich schreckliche Vorwürfe. Wenn sie doch bei ihm geblieben wäre und ihm zugehört hätte anstatt sich mit Barry zu treffen. Plötzlich knallte sie mit jemanden zusammen. „Tut mir leid.“, war das einzige was sie sagte und lief dann weiter. Sie musste ihn finden.

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Nachdem sie zwei Stunden durch ganz Sligo gegangen war fiel ihr nur noch ein Platz ein, wo er vielleicht sein könnte. Judy hatte alles abgesucht was sie mit Tobi in Verbindung bringen konnte. Jetzt blieb eigentlich nur noch Sligo Bay übrig. An diesen Platz trafen sich die beiden früher, wenn sie Probleme hatten.
Langsam ging sie runter am Strand, wo sie eine Person sitzen sah. Sie betete zu Gott, dass es sich um ihren besten Freund handelte und ihre Gebete wurden erhöht. Als sie ihn erkannte, lief sie auf ihm zu und umarmte ihn. Judy liefen die Tränen die Wangen hinunter. Sie war so froh ihn zusehen und zu wissen, dass ihm nichts passiert war. „Oh Gott sei dank bist du hier. Hast du eigentlich eine Ahnung was für sorgen ich mir um dich gemacht habe? Ich laufe seit zwei Stunden hier rum und suche dich. Warum hast du keinen Zettel oder sowas hinterlassen.“ „Entschuldige bitte.“, war alles was er dazu sagen konnte. „Mehr nicht? Hast du mir überhaupt zugehört? Ich mach mir hier die größten Sorgen um dich und du sitzt hier. Hättest du nicht anrufen können?“, schrie sie ihn. Als er sich zu ihr umdrehte und sie ihm in seine Augen konnte stockte ihr der Atem. Seine Augen waren völlig leer. Keinerlei Ausdruck von Gefühlen waren darin vorhanden. Sie fragte sich, ob es vorhin auch schon so war und wenn ja, warum hatte sie es nicht bemerkt? „Was ist passiert?“, fragte sie ihn. Er gab ihr keine Antwort sondern gab ihr einen Brief, den er erhalten hatte kurz bevor er nach Hause gekommen war. Sie begann zu lesen um musste die Tränen unterdrücken. „Es tut mir so leid Tobi. Warum hast du mir das nicht gesagt. Ich wäre bei dir geblieben. Ich hätte dich trösten können. Warum verdammt nochmal hast du mich dann gehen lassen?“ „Ich wollte dir und deinen Glück nicht im Wege stehen.“ „Hör mir mal zu. Du stehst niemanden im Weg und mir schon gar nicht. Hast du verstanden? Du bist die wichtigste Person in meinen Leben und daran wird niemand was ändern können, auch nicht Barry, wenn es ihm mit klappen sollte ok?“ Er nickte, lächelte leicht und lehnte sich dann gegen sie. Kurze Zeit später war er an ihrer Schulter eingeschlafen.
Immer wieder musste sie zurück an den Brief denken. Es war ein Brief von seinen Eltern. Tobi war nicht ihr richtiger Sohn. Er war nur adoptiert. Hätten sie es ihm nicht früher sagen können? Und warum über einen Brief? Deswegen war er wohl auch dort gewesen. Warum hatte seine Mutter es ihr denn nicht am Telefon gesagt? Das es für Tobi ein Schock sein musste konnte sie sich vorstellen. Wie gerne würde sie ihm helfen. Aber Judy wusste nicht wie. In diesen Moment fühlte sie sich ziemlich verloren. Ihr bester Freund brauchte ihre Hilfe und sie konnte nichts für ihn tun. Außer ihm zuhören und für ihn da zu sein, wenn er sie brauchte.
Judy saß da und sah hinab auf Tobi. Für ihn musste bestimmt eine Welt zusammen gebrochen sein. Er hatte immer gedacht, dass es seine echten Eltern waren. Sie konnte es einfach nicht verstehen, dass sie ihm ein so wichtiges Thema durch einen Brief mitgeteilt hatten. Man könnte fast meinen sie hätten Angst vor seiner Reaktion gehabt. Aber wie hätte er denn schon reagieren können nach so einen Schock? Judy tut Tobias unheimlich leid und war doch froh, dass sie nicht die Person die das durchzustehen hatte.
Nach einer Stunde beschloss sie ihren besten Freund zu wecken. Es wurde langsam kalt und sie wollte nicht, dass einer von den beiden krank würde. „Komm Tobi. Wach auf. Lass uns nachhause gehen. Es ist ziemlich kühl geworden.“ Langsam öffnete er seine Augen und sah direkt in die von Judith. „Ja...du hast recht. Ich möchte nach Hause.“ Judy half ihm noch hoch und dann machten sich die beiden zusammen auf den Weg.

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„Warum haben sie mir es nicht so gesagt? Warum mussten sie es mir durch so einen blöden Brief mitteilen? Kannst du mir das mal sagen. Es ist doch sowieso schon ein Schock so etwas zu erfahren und wenn sie das dann auch noch über einen Brief sagen ist es noch schlimmer. Ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll.“, sagte er und brach in Tränen aus. Nachdem die beiden zu Hause angekommen waren legte er sich hin. Doch mitten in der Nacht schreckte er auf und schrie. Er hatte schlecht geträumt und Judith war sofort zu ihm gelaufen. Kurz nachdem er wieder etwas ruhiger geworden war fing er an ihr zu erzählen wie er fühlte. „Ich bin so verzweifelt. Mein ganzes Leben hab ich gedacht, dass diese Personen meine Eltern sind und dann finde ich heraus, dass es nicht so ist. Das ist doch nicht fair.“ „Hör mir mal zu. Nur weil sie nicht deine leiblichen Eltern sind heißt das doch noch lange nicht, dass sie dich jetzt weniger lieben. Sie waren doch trotzdem immer für dich oder haben sie dich jemals anders behandelt? Haben sich dich jemals im Stich gelassen als du sie brauchtest?“ „Nein natürlich nicht Judy. Es wäre so an sich nicht so schlimm, weil ich ja weiß, dass sie mich lieben und das ich sie liebe. Daran gibt es keine Zweifel. Es tut nur so weh, dass sie es mir nicht persönlich gesagt haben und als ich dann heute Mittag da war und sie zur Rede stellen wollte haben sie erst mal gar nichts gesagt. Da ich keine Lust hatte wie lange auf eine Antwort zu warten hab ich das gesagt was ich sagen wollte und bin dann gegangen. Wohin weißt du ja.“ „Du hättest ihnen wenigstens Zeit geben können. Jetzt schlaf erst mal weiter und morgen redest du dann am besten mit ihnen ok?“ Er nickte und legte sich wieder hin. Judith ging langsam in ihr Zimmer zurück. Viele Gedanken schossen ihr durch den Kopf sodass es ihr schwer fiel wieder zurück in ihre Träume zu finden.

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Die Wochen vergingen. Tobi hatte sich mit seinen Eltern ausgesprochen. Doch verziehen hatte er ihnen immer noch nicht. Für ihn war es noch zu schwer. Barry und Judy waren sich immer näher gekommen. Heute waren sie wieder zusammen aus und gingen am Strand spazieren. „Judy, ich möchte gerne mit dir reden.“ Sie nickte und setzte sich dann in den Sand, der noch ein wenig feucht war von dem Regen. „Was gibt es?“, fragte sie ein wenig ängstlich. Judy fürchtete sich davor, dass er ihr jetzt sagen würde, dass sie sich nicht mehr sehen könnten oder sowas in der Art. Denn in den letzten Wochen hatte sie gemerkt, dass sie sich immer mehr zu Barry hingezogen fühlte. Sie konnte mittlerweile sagen, dass sie sich ihn verliebt hatte. Alles an ihm faszinierte sie. Sein Grübchen, wenn er lachte. Seine Augen, die so blau waren wie das Meer, das vor ihnen rauschte. Aber am meisten faszinierte sie es wie er war. Seine Persönlichkeit. Judy hatte noch nie zuvor jemand gesehen, der wie er war. Und sie wollte es auch nicht missen mit ihm zusammen sein. „Du wolltest mir was sagen Barry. Dann musst du auch anfangen.“, lächelte sie, doch innerlich starb sie beinahe, weil sie nicht wusste was jetzt auf sie zukommen sollte. „Meine Eltern haben mich gefragt, ob ich dich nicht mal nach Hause bringen möchte, weil wir uns jetzt schon so lange sehen. Ich hab zu ihnen gesagt, dass ich dich fragen würde und das hab ich jetzt getan. Also würdest du morgen vielleicht mit mir und meiner Familie zu Abend essen. Mark ist wird auch da sein. Dann kannst du alle kennen lernen.“ Judy lächelte und nickte ihm dann zu. Sie hatte mit allen gerechnet aber nicht mit sowas. „Natürlich. Ich würde sehr gerne deine Familie kennen lernen.“ „Aber ich muss dich warnen. Wir sind alle ein bisschen verrückt.“ „Ach das ist doch nicht so schlimm. Nenn mir mal eine Person, die normal ist.“ „Hm...eigentlich niemand.“, lachte er und fing sie dann an zu kitzeln. „Hör auf. Du weißt das ich das nicht mag, wenn man kitzelt.“ „Aber deswegen mach ich es doch.“ Nach einer weiteren halben Stunde in der Barry aufgehört saßen die beiden Arm in Arm dort und schauten dem Meer zu. „An was denkst du?“, fragte Barry nach einer Weile. „Das hier der Moment niemals zu Ende gehen soll. Ich wünschte die Zeit würde stehen bleiben und nur diesen einen Moment festhalten. So das ich ewig in deinen Armen liegen könnte.“, gab sie als antwort und schaute ihn dabei lächelnd an. Barry nickte und zog sie noch enger an sich.
„Was hälst du davon, wenn wir mal gehen. So langsam wird mir doch ein bisschen kalt.“ „Ok...ich bring dich noch mit nach Hause.“ Judy nickte und Barry legte wieder seinen Arm um ihre Hüfte.
Judy war einfach glücklich. Sie hätte niemals damit gerechnet, dass sie ihren Mann fürs Leben jetzt schon finden würde. Sie wusste, dass viele nun sagen würde das sie das nur denken würde, weil sie frisch verliebt war doch irgendwas in ihr sagte, dass Barry Feehily der Mann mit dem Alt werden wollte. Den sie nie mehr hergeben wollte...für nichts auf der Welt. All das was sie in den letzten Wochen mit ihm erlebt hatte, ob es nun Spaziergänge waren oder ob sie Essen waren, gehörte zu dem besten Sachen in ihren Leben. Sie hatte das Gefühlt ihre andere Hälfte gefunden zu haben. Natürlich war Tobias, ihr bester Freund, ihr Seelenverwandter aber nur mit Barry fühlte sie sich komplett. Als wenn sie die ganze Zeit darauf gewartet hätte ihn endlich zu finden...was nun auch geschehen war.
„Heute war wiedermal ein wunderschöner Abend und ich freu mich schon auf morgen.“, sagte Judith als sie vor ihrer Haustür standen. „Ich freu mich schon auf morgen.“, antwortete er schon fast flüsternd. Gerade als sie sich küssen wollten ging die Tür auf und Tobi stand im Türrahmen. „Oh Sorry.“, sagte er schnell bevor er die Tür wieder schloss. „Also...ich hol dich dann morgen um 6 Uhr ab.“ „So früh?“ „Naja...du kannst dann schon mal meine Familie so kennen lernen. Mark kommt erst später. Aber ich muss dich warnen. Du wirst mit ihm nicht leicht haben. Er ist immer sehr misstrauisch, wenn ich Freundinnen mit nach Hause bringe. Er meint direkt, dass sie nur mit mir zusammen wären, weil er ein Bestandteil von Westlife ist.“ „Ich denke mal wir werden das schon bestimmt hinkriegen oder meinst du nicht? Aber hast du eben gesagt, dass ich deine Freundin bin? Ich dachte wir würden nur ausgehen.“, sagte sie ernst. Doch als sie Barrys entsetzen Gesichtsausdruck sah musste sie anfangen zu lachen. „Nicht immer Ernst nehmen was ich sage ok? Ich bin froh, dass du mich so genannt hast.“ Er lächelte sie mit seinen schönsten Lächeln und wollte grade gehen als Judy ihn zurück zog. „Das wir Frauen auch immer den ersten Schritt machen müssen.“, sagte sie gespielt genervt und küsste ihn dann. „Wow! Das war...das war schön!“, meinte Barry nachdem die beiden aufgehört hatten sich zu küssen. „Aber was sollte eben der Spruch, dass immer Frauen den ersten Schritt machen müssen.“ „Na, du wärst jetzt einfach gegangen ohne mich zu küssen, obwohl wir schon so nahe eben dran waren bevor Tobi rauskam und ganz schnell wieder verschwand.“ „Naja ich wollte dich ja auch küssen aber ich hab mir gedacht, dass ich das lieber lasse. Vielleicht wolltest du das gar nicht und dann...!“ „Du hättest es einfach machen sollen, wie ich es gemacht habe. Also ich geh dann rein. Wir sehen uns dann morgen um 6 Uhr.“, verabschiedete sich Judy und ging rein, doch nicht bevor ihm vorher noch einen kurzen Kuss zu geben. Barry grinste und ging dann auch runter um zu seinen Wagen zu gehen.
„Ich wollte euch eben nicht stören.“, sagte Tobias verlegen als Judith die Tür reinkam. „So gesehen störst du nie aber das war wirklich nicht der passendeste Augenblick.“ „Ja ich weiß. Aber egal oder? Was gibt’s denn so neues in Sachen Barry?“, grinste er neugierig. „Seine Familie will mich kennen lernen. Er holt mich morgen um 6 Uhr ab.“, antwortete sie ein wenig bedrückt. „Das sollte dich doch freuen. Warum guckst du dann so betrübt.“ „Barry meinte, dass ich nicht leicht haben werde mit seinen Bruder Mark. Er ist anscheinend misstrauisch, weil er doch ein Teil von Westlife ist.“ „Ach komm schon. Es wird schon alles gut gehen. Glaub mir.“ „Ja ich hoffe du hast recht. Ich geh dann jetzt schlafen.“ „Warte nochmal kurz. Wie war heute eigentlich die Arbeit in Mathe?“ „Ich denk mal ganz gut. Ich hab dafür ja auch genug gelernt. Also Gute Nacht.“, antwortete Judy, gab Tobias noch einen Kuss auf die Wange und ging dann hoch in ihr Zimmer. Sie fragte sich immer wieder wie es wohl morgen sein wird. Wie Mark auf sie reagieren würde? Wie die ganze Familie auf sie reagieren würde. Bisher war sie noch nie mit ihren ehemaligen Freunden bei ihm zum Essen eingeladen worden.

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„Ich bin so aufgeregt. Was ist wenn ich mich nicht richtig verhalte oder wenn seine Eltern nicht mögen?“, fragte sie verzweifelt. Judy hatte die Nacht über nur sehr schlecht geschlafen. Die ganze Zeit hatte sie darüber nach gedacht, wie sie sich verhalten sollte und ob sie sich auch mit allen verstehen würde. Vor allem dachte sie darüber, ob Mark wirklich so misstrauisch war wie Barry es gesagt hatte. „Jetzt mach dir mal keine Sorgen. Es wird schon schief gehen. Außerdem...wer dich nicht mag ist richtig im Kopf.“, grinste Tobi. Er hasste es, wenn sie sich so nervös ist. Dann hatte er ist nicht einfach sie wieder zu beruhigen. Meistens brauchte er dafür so lange bis es dann Zeit zum gehen war. Er wollte heute noch zu seinen Eltern, mit ihnen reden und da hatte er keine Zeit sie zu beruhigen. Er sollte in einer halben Stunde zum Kaffeetrinken dort sein. „Du bist witzig. Das ist doch normal, dass man so nervös ist oder nicht?“ „Ja klar aber du schaffst das schon. Mach dir mal keine Gedanken.“ Sie nickte nur und ging dann ins Badezimmer. „Judy ich muss jetzt fahren. Sonst komm ich zu spät zu meinen Eltern. Du brauchst mich doch nicht mehr oder?“ „Nein fahr du nur. Es sind ja nur noch 1 ½ Stunden bis Barry kommt. Ich werde mich schon noch ablenken.“, lächelte sie freundlich und verschwand dann wieder im Bad. Er nickte und ging dann.

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„Kann ich wirklich so gehen oder hätte ich mich doch nicht umziehen sollen?“, fragte Judy nervös Barry als sie bei ihm im Auto saßen und auf den Weg zu ihm nach Hause waren. „Du siehst traumhaft aus. Aber das hab ich dir doch schon gesagt. Und jetzt hör auf dich verrückt zu machen. Ich weiß gar nicht warum du so nervös bist.“ „Weil ich deine Familie kennen lerne. Ist das nicht ein Grund dazu?“, fragte sie ihn sarkastisch. „Das sind doch nur meine Eltern und meine Brüder. Sie werden dich schon nicht aufessen. Mach dir keine Sorgen.“ Sie nickte doch innerlich war ihr nach Schreien zumute. Was auch immer Barry sagte würde sie nicht beruhigen. Sie dachte an die ganzen Dinge, die ihr passieren könnten und was seine Familie wohl dann über ihn denken würde.
Bevor sie sich versah hielt der Wagen vor einen großen Haus. „Wir sind da.“ „Ich sehe es. Das Haus ist aber groß.“, stellte sie mit großer Verwunderung fest. „Ja, das ist das gute wenn man einen reichen Bruder hat.“, grinste er, stieg aus, lief auf die andere Seite und machte Judy die Tür auf. „Danke.“ „Kein Problem. Lass uns rein gehen.“ „Vorher möchte ich nicht noch einen Kuss.“, sagte sie frech und wartete auf keine Antwort, sondern küsste ihn direkt nachdem sie es ausgesprochen hatte.
„Mum, wir sind da.“, rief Barry als sie das Haus betraten. Sofort kam seine Mutter zu ihm und umarmte ihn bevor sie auch Judy in die Arme schloss. Marie führte die beiden in das Wohnzimmer, wo auch schon Barrys Vater und sein jüngerer Bruder Colin auf ihn wartete. „Setzt euch. Du bist also Judith. Die Frau von der Barry nicht mehr aufhört zu reden seit er dich kennen gelernt hat.“, stellte Oliver fachmännisch fest. Barry wurde leicht rot im Gesicht und Judy nickte. „Erzähle doch bitte ein bisschen über dich.“, bat Marie nachdem sie aus der Küche wieder gekommen war. „Soviel gibt es nicht über mich zu erzählen. Ich heiße Judith O’Leary, werde aber von allen Judy genannt. Ich bin 21 und studiere Journalismus zur Zeit. Doch mit dem Studium bin ich in 4 Wochen fertig. Danach werde ich hier in Sligo für die Zeitung arbeiten. Ich lebe mit meinen besten Freund zusammen in einer Wohnung, da meine Eltern letztes Jahr nach Amerika gezogen sind. Das war es eigentlich auch schon von mir. Also wie ihr seht...es gibt nichts interessantes über mich.“, lächelte sie schüchtern. Bis jetzt war es gut gelaufen und sie hoffte auch, dass es so bleiben würde. „Das hört sich aber interessant an. Und wie lebt es sich alleine und nur mit den besten Freund?“ „Es ist witzig und ich bin froh, dass ich hier nicht alleine war als meine Eltern umgezogen sind. Er war damals mein einziger halt.“ Marie und Oliver nickten und meinten, dass alle bitte schon mal ins Esszimmer gehen sollten. „Wann wollte Mark denn genau kommen?“, fragte Barry als sie sich alle um den Tisch gesetzt hatten. „Eigentlich müsste er gleich hier sein. Er hat vor einer halben Stunde angerufen und bescheid gesagt.“ „Dann ist gut. Sollen wir dann schon mal Essen rein holen?“ Seine Eltern nickte und Barry stand auf um ihnen zu helfen. Judy wollte ebenfalls ihnen zur Hand gehen doch Marie meinte, dass sie sitzen bleiben sollte.
„Ich bin wieder da.“, rief Mark als er die Tür hinter sich geschlossen hatte. Nachdem er seine Jacke aufgehängt hatte ging er ins Esszimmer wo er das unbekannte Mädchen musterte und ohne ein Wort zu sagen in die Küche ging. „Mum. Du sollst doch keine Fans einladen.“ „Das hab ich auch nicht. Außerdem red ein wenig leiser. Sie soll dich nicht hören. Das Mädchen heißt Judy und ist Barrys Freundin.“, klärte sie ihn auf. Judith hatte alles mit angehört und hoffte das sie sich mit Mark nun auch noch so gut verstehen würde, wie mit den Rest der Familie. Sie seufzte leise. „Warum seufzt du, wenn ich fragen darf?“, meinte der jüngste von den Feehily Brüdern. „Ich bin nur ein bisschen müde das ist auch alles Colin.“ Er nickte und ging dann auch in die Küche um endlich seinen Bruder zu begrüßen.
Nach ca. 5 Minuten kam Barry mit Mark wieder. Er wollte sie ihm vorstellen. „Mark darf ich vorstellen? Das ist Judith O’Leary. Meine Freundin.“ Er schaute sie mit misstrauen an und als Judy ihm die Hand hinstreckte ignorierte er diese Geste und setzte sich. Judy guckte Barry verwirrt und traurig an und setzte sich dann auch wieder.
Während des Essens versuchte sie des öfteren noch mit Mark ins Gespräch zu kommen aber es klappte nicht.
„Judy würdest du mir helfen den Tisch abzuräumen?“, fragte Marie nach dem alle gesättigt waren. „Ja sehr gerne.“, meinte sie und stand dann auf um der Mutter ihres Freundes in die Küche zu folgen. „Nimm es bitte nicht so ernst mit Mark. Er ist immer am Anfang misstrauisch. Das legt sich bestimmt bald wieder.“ Judy nickte traurig und ging dann wieder ins Esszimmer um die restlichen Sachen vom Tisch zu nehmen.
Nach zwei Stunden bat Judy Barry sie nach zu Hause bringen. Sie und seine Familie hatten sich noch angeregt unterhalten und jeder hatte sich daran außer Mark. Wenn Judith eine Frage stellte, die an Mark gewidmet war ignorierte er sie oder antwortete einsilbig. Was auch immer sie versucht hatte hatte nicht funktioniert.
„Der Abend hat mir sehr gut gefallen. Es würde mich freuen, wenn ich euch irgendwann noch mal alle wiedersehen würde.“, lächelte Judy schüchtern. „Wir würden uns auch freuen, wenn wir dich hier bald wiedersehen. Was hälst du davon, wenn wir uns jetzt schon mal festlegen?“, fragte Marie freundlich. Schon lange hatte Barry nicht mehr so eine liebe Person mit nach Hause gebracht und es freute sie zu sehen, dass Judy das selber für ihren Sohn empfand, wie auch er auch für sie. „Mum. Das hat doch noch Zeit. Ich könnte ihr dann auch bescheid sagen, wenn sie das nächste Mal zu uns kommen kann.“, antwortete er schnell. Es war ihm doch ein bisschen peinlich, dass seine Mutter direkt schon wieder was neues mit seiner Freundin ausmachen wollte. Er wollte Judy noch öfters mit nach Hause holen aber das ginge ja schlecht, wenn seine Mutter sie verkraulen würde mit dem Angebot. Judy und Marie ignorierten was Barry gesagt hatte und einigten sich auf den nächsten Samstag.
„Judith! Das mit Mark tut mir schrecklich leid. Ich hatte nicht gedacht, dass er so schlimm reagiert bzw. gar nichts macht. Bei meiner früheren Freundin war er nicht so.“ „Na das ist ja beruhigend zu wissen.“, meinte sie sarkastisch und fügte noch hinzu: „Weißt du eigentlich was das schlimmste ist? Das er mich die ganze Zeit ignoriert hat. Ich konnte machen was ich wollte hab aber nie eine Antwort gekriegt. Ich hab mich mit allen aus deiner Familie gut verstanden nur mit Mark nicht. Ich kann ja verstehen, dass er misstrauisch ist aber muss er das so stark zeigen oder besser gesagt kann er mir denn nicht eine Chance geben?“ „Ich werde mit ihm reden.“, versprach Barry seiner Freundin. Er sah ihr an, dass sie es schwer mitnahm. Sie hatte sich sowieso schon die ganze Zeit darüber gesorgt, dass sie sich nicht mit einen aus seiner Familie verstehen würde und jetzt hatte es sich ja bestätigt. Er konnte nicht verstehen, dass sein Bruder Judy noch nicht mal eine Chance geben wollte. Denn nach dem wie er sich heute benommen hatte hatte er bestimmt nicht vor das zu tun.
„Danke, dass du mich noch nach Hause gefahren hast.“, bedankte sich Judy nach dem sie ihm noch einen Kuss gegeben hatte. „Das ist doch klar. Sehen wir uns morgen?“ „Ich muss lernen. Tut mir leid. Aber was hälst du davon, wenn wir uns am Dienstag treffen?“ „Ok. Ich hol dich dann von der Uni ab. Ist das in Ordnung für dich?“ „Aber natürlich. Ich freu mich schon drauf.“
„Und wie war es.“, fragte Tobi neugierig. „Ich hab mich eigentlich mit allen gut verstanden. Nur mit Mark nicht. Was ich versucht habe. Ich konnte es nicht schaffen, dass er nur ein paar Worte mit mir wechselt. Ich mein...ich kann verstehen, dass er misstrauisch ist aber kann er mir nicht mal eine Chance geben. Ich liebe Barry und bin nicht mit ihm zusammen, weil Mark sein Bruder ist.“ „Was hast du grade gesagt?“, fragte Tobi ungläubig. „Na das Mark mir eine Chance geben soll.“ „Nein das hab ich nicht gemeint. Du liebst Barry?“ „Hab ich das eben wirklich gesagt? Also ich.“, stotterte sie und fügte dann hinzu: „Ja ich liebe ihn.“

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„Und Mark wirklich so schlimm? Das kann ich mir gar nicht vorstellen.“, sagte Michelle entsetzt. Judy hatte ihr alles von dem Abend erzählt und mittlerweile bereute sie es schon fast. Ihre Freundin hatte so laut geschrieen, dass es wohl jeder in der Klasse mit bekommen hatten, denn jeder schauten sie an. „Kannst du vielleicht ein bisschen leiser sein. Das muss ja wohl nicht jeder direkt mit kriegen oder?“ „Nein natürlich nicht. Sorry. Aber ich kann das einfach nicht glauben. Er kommt doch immer so freundlich im Fernsehen und Zeitschriften rüber. Deswegen ist das schwer zu glauben, dass Mark Feehily solch ein Ekel sein soll.“ „Na so würde ich das jetzt auch nicht nennen. Er hat sich mir gegenüber nur nicht richtig verhalten. Vielleicht ändert sich das ja noch. Zumindest hoff ich das mal. Denn ich möchte nicht ewig von ihm ignoriert werden, wenn ich bei ihnen bin und er nicht grade mit seiner Band unterwegs ist.“ „Lass den Kopf nicht hängen Judy. Es wird schon alles gut werden.“ Judith nickte nur und zusammen mit ihrer Freundin machte sie sich dann auf den Weg zu ihrer nächsten Stunde.

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„Mark wird auch wieder da sein. Meinst du er wird diesmal ein bisschen netter zu mir sein und versuchen mich kennen zu lernen?“, fragte Judy nervös ihren besten Freund. „Lass ihm doch ein bisschen Zeit. Vielleicht muss er erst einsehen, dass du Barry wirklich magst. Sehr wahrscheinlich gab es schon einige Mädchen die gar nicht an Barry interessiert waren sondern nur an Mark. Ein bisschen musst du ihn schließlich auch verstehen.“ „Das mach ich ja. Wirklich. Nur trotzdem ist es für mich auch nicht so einfach. Ich hab letzte Woche alles versucht gehabt um mit ihm zu reden.“ „Jetzt mach dich nicht selber fertig. Alles wird gut. Vertrau mir.“

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„Barry was ist denn mit dir los? Warum hast du bis jetzt noch kein Wort mit mir gewechselt seit dem ich bei dir eingestiegen bin?“, fragte Judy ein wenig sauer. Kurz nachdem sie das Gespräch mit Tobi beendet hatte war auch schon ihr Freund gekommen um sie abzuholen. Doch seit die beiden in das Auto gestiegen waren hatten sie kein Wort zu einander gesagt. „Nichts schlimmes. Ich bin nur ein bisschen mit den Nerven am Ende.“ „Das kannst du deiner Großmutter vormachen. Aber nicht mir. Ich weiß das dich was bedrückt. Warum willst du es mir denn nicht sagen?“ Einen kurzen Moment war stille zwischen den beiden eingetreten und Judy wartete auf eine Antwort. Kurz bevor sie wieder was sagen wollte begann Barry zu erzählen: „Es hat was mit dir zu tun. Mark und ich hatten eben noch einen Streit, weil er dich letzte Woche so mies behandelt hat. Ich möchte, dass er dich kennen lernt aber er weigert sich. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll. Seit er nach Hause gekommen ist versucht er mich davon zu überzeugen, dass ich mich von dir trennen soll. Er denkt, dass du nur mit mir zusammen wärst, weil er in der Band Westlife ist. Was soll ich denn noch tun um ihn zu überzeugen, dass es nicht so ist? Mark lässt ja auch nicht mit sich reden. Er denkt jetzt so und das wars. Er lässt sich auch nicht von Mum ins Gewissen reden.“ Barry hatte angehalten als angefangen hatte zu erzählen und nun liefen ihm einzelne Tränen die Wangen hinunter. Judith konnte nichts anderes machen als ihn in den Arm zu nehmen und auch sie konnte nicht anders als weinen. Ihre schlimmsten Befürchtungen hatten sich bestätigt und sie war jetzt nicht mehr die einzige, die darunter litt. Den Mann, den sie liebte bedrückte es sehr und sie wollte ihn nicht so leiden sehen. „Barry was ich jetzt sage fällt mir schwer. Sehr schwer sogar, aber meinst du nicht wir sollten uns dann trennen? Du leidest so sehr darunter und das will ich nicht. Vor allem möchte ich aber auch nicht, dass du dich mit deinen Bruder deswegen streitest.“ Barry guckte sie entsetzt und musste erst mal verstehen was sie da eben gesagt hatte. „Das ist doch wohl nicht dein Ernst. Ich möchte mich nicht von dir trennen und ich will unsere Beziehung nicht aufgeben. Wir werden das schaffen. Ganz bestimmt sogar.“ „Du hast recht...ich weiß auch nicht, wie ich auf eine solche dumme Idee kommen konnte.“
Nach fünf Minuten in denen sie sich einfach in den Armen gelegen hatten beschloss Barry das es wohl Zeit wäre weiter zu fahren, da sich sonst seine Familie Sorgen machen würden, wo sie denn blieben.
Eine viertel Stunde kamen Barry und Judy bei den Feehilys an, wo auch schon die Mutter vor der Haustür stand und darauf wartete, dass die beiden kämen.
Der Abend verlief noch angespannter als der vorige. Mark ignorierte Judith vollkommen. Wenn immer sie ihn etwas fragte tat er so als wenn er nichts gehört hatte.
Um 22 Uhr bat Judith dann darum von Barry nach gefahren zu werden. Sie konnte es nicht mehr ertragen, dass Mark sie dermaßen übersah. Während der Autofahrt redeten die beiden nicht viel. Barry wusste, dass es Judy sehr schwer fiel und am liebsten hätte er ihr auch geholfen. Aber er wusste, dass sie von alleine anfangen müsste mit ihm zu reden.

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„Und wie war es?“, fragte Tobi als Judith die Tür aufschloss. Doch ohne ein Wort zu sagen ging sie direkt in ihr Zimmer, wo sich in ihr Bett legte und anfing zu weinen. Sie wollte nicht, dass Barry darunter litt doch das würde automatisch passieren. Sie hatte nicht daran gedacht, dass es auch noch andere Personen gab, die mit der jetzigen Situation nicht zufrieden waren. Sie wollte nicht der brüderlichen Beziehung von Mark und Barry im Wege stehen. Aber was sollte sie tun? Sie liebte und wollte ihn nicht aufgeben. Konnte es keinen anderen Weg geben? Warum wollte Mark nicht einsehen, dass er falsch lag? Diese Fragen stellte sie sich immer wieder und doch kam Judy nicht auf die Antwort, die dringend suchte und brauchte.
„Darf ich reinkommen?“, hörte sie von draußen ihren besten Freund fragen. Ohne auf einen Antwort zu warten ging er rein. Tobi erschrak als er Judith zusammen gekauert auf den Bett liegen sah. Er hatte bisher noch nie erlebt, dass sie so verzweifelt war. In ihren Augen konnte er erkennen, dass es sich um schwerwiegendes Problem handelte. Er wollte ihr helfen und hoffte, dass sie auch seine Hilfe annehmen würde.
„Was ist denn los?“, fragte er in einer beruhigenden Tonlage. Sie gab ihm keine Antwort sondern legte ihren Kopf auf seinen Schoß. Judy wollte jetzt nicht reden. Sie wollte nur einfach das Gefühl haben, dass sie nicht alleine ist.
Eine halbe Stunde nachdem Tobias gekommen war wollte er rüber in sein Zimmer gehen. Er wusste, dass sie nicht reden wollte sondern einen brauchte, der für sie da war. Aber langsam fielen ihm die Augen zu. In dem Moment, wo er sich bewegte hörte er wie Judy ihn fragte, ob er die Nacht nicht mit ihr Zimmer bleiben könnte. „Ich geh mich nur schnell umziehen. Dann komm ich wieder.“ Sie nickte und legte sich wieder hin. Fünf Minuten später befand er sich wieder in ihrem Zimmer und legte sich mit ihr unter die Bettdecke.
„Danke Tobi. Ich wünsche dir eine gute Nacht.“, hörte er sie noch sagen bevor er ihre Lippen auf seiner Wange spürte. „Ich dir auch.“

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Die Wochen vergingen und Mark war wieder mit Westlife Unterwegs. Judy hatte mittlerweile begriffen, dass wohl niemals ein freundschaftliches Verhältnis zwischen ihr und Mark geben wird.
Sie war noch des öfteren bei den Feehilys zum Essen gewesen. Auch als Mark noch da war. Doch nichts hatte sich geändert. Noch immer ignorierte er sie und tat alles um Barry und Judy aus einander zu bringen. Aber die zwei hatten sich geschworen sich nicht ihre Beziehung von Mark zerstören zu lassen.
Judith hatte zwar noch oft mit dem Gedanken gespielt sich von Barry zu trennen um ihn die Streitigkeiten mit seinen Bruder zu ersparen aber dann fühlte sie immer wieder, dass dies nicht der richtige Weg war. Sie wusste, dass sie um die Liebe und die Beziehung kämpfen musste und nicht aufgeben konnte, weil es grade schwierig wurde.
Mittlerweile hatte sie auch ihr Studium zur Journalistin beendet. In vier Wochen sollte sie in Sligo bei einer Zeitung anfangen. Sie hoffte, dass ihr die Arbeit Spaß machen würde. Sie fing an zu zweifeln, ob es wirklich die richtige Entscheidung war Journalismus zu studieren, wo sie es jetzt geschafft hatte. Sie hatte sich immer so sehr auf diesen Beruf fixiert, dass sie gar keine anderen Berufe an sich ran gelassen hatte. Für sie gab es nur Journalismus. Judy wollte nicht darüber nach denken und beschloss darauf zu warten bis sie in der Zeitung angefangen hatte.

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Später am Nachmittag klingelte das Telefon von Judy und da sie unter der Dusche war ging Tobias ran. „Hey Schatz! Was hälst du davon, wenn wir heute Abend ins Kino gehen oder zusammen was Essen?“, fragte Barry. „Klar können wir heute Abend essen gehen oder ins Kino. Ganz wie du möchtest.“, antwortete Tobi und versuchte die Stimme seiner besten Freundin nachzuahmen, was ihm aber natürlich nicht gelang. „Ach Tobi du Blödi. Sag mir doch, dass du es bist.“, lachte Barry in den Hörer und fragte immer noch lachend, wo denn Judith sei. „Die ist duschen.“ „Weißt du was ich kommt jetzt vorbei und überrasche sie. Bis sie fertig ist können wir uns ja noch unterhalten. Bis gleich.“, sagte Barry und hatte schon aufgelegt.
Die Freundschaft zwischen Tobias und Barry hatte sich immer weiter entwickelt. Die anfängliche Eifersucht, die Tobi verspürt hatte, wenn Judy mit Barry weg war war verschwunden und man konnte sagen, dass die zwei sowas wie beste Freunde unter Männern waren.
„Da bist du ja schon. Dann warst du aber nicht weit von hier entfernt.“, lachte Tobias, als er die Tür öffnete, Barry einließ und ihn freundschaftlich umarmte. „Ist Judy immer noch nicht fertig?“, fragte er ungläubig nachdem Tobi ihnen was zu trinken aus der Küche geholt hatte. „Nein. Ich frag mich echt was Mädchen immer solange im Bad machen müssen. Mein Gott! Da duscht man sich und damit hat sich das dann.“ Barry nickte ihm zustimmend zu, trank was aus seinen Glas und begann dann das neuste aus seinen Leben zu erzählen.
„Hey Tobi kannst du mal bitte meine Sachen aus meinen Zimmer bringen? Ich hab sie vergessen mit ins Bad zu holen.“, schrie Judith vom Badezimmer aus. „Klar kann ich das machen.“, antwortete er und meinte leise zu Barry, dass er doch gehen sollte. Mit einem Grinsen im Gesicht erhob er sich und holte die Sachen um dann ins Bad zu gehen. Ohne anzuklopfen betrat er es. „Ah gut...leg es bitte dahin.“, sagte Judith ohne sich umzudrehen. Langsam ging Barry auf sie zu und küsste sie sanft am Hals. „Sag mal hast du sie noch alle?“, meinte sie entsetzt, drehte sich um und wollte im grade eine scheuern als sie erkannte wer vor ihr stand. „Oh mein Gott. Was machst du denn hier? Du kannst hier doch nicht einfach reinkommen. Ich hab gedacht es wäre Tobias.“ „Ich weiß. Ich warte unten auf dich. Achso...sollen wir heute Abend ins Kino gehen oder was essen?“ „Ich bin fürs Kino.“ Barry nickte und ging dann wieder runter.

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„Was sollen wir denn gucken?“, meinte Judy und guckte sich fragend die Filmplakate an, die man von vor dem Kino gucken konnte. Doch anstatt eine Antwort zu geben zuckte Barry nur mit seinen Schultern. „Von mir aus können wir auch was anderes machen. Es läuft ja eh nichts. Was hälst du davon, wenn wir beide uns heute einen schönen Abend zu Hause machen?“, grinste Judy. „Aber immer doch. Bei mir, wo die ganze Familie ist oder bei dir, wo Tobi auf dich wartet?“, fragte Barry ein bisschen schärfer als er vor gehabt hatte zu antworten.
Kurz bevor die beiden losgegangen waren hatte er eine SMS von seinen Bruder Mark bekommen. Wiedermal der selbe Text und die gleiche Aussage. Er konnte es nicht mehr hören und wollte auch nichts mehr von Mark hören solange er nicht eingesehen hatte, dass Judith ihn liebte. Aber was sollte er tun? Mark war sein Bruder und er liebte ihn auch. Doch was zur Zeit zwischen den beiden Brüder ging konnte nicht so weiter gehen. Je länger er darüber nach dachte desto schlimmer wurde seine Laune und die ließ er in letzter Zeit immer mehr an seiner Freundin aus. Er wollte das nicht. Es passierte einfach. Barry entschuldigte sich danach immer wieder bei ihr aber wusste, dass sie es sehr verletzte, wenn er sie öfters mit schlimmer Laune ansprach und seinen Frust an ihr ausließ. Er wusste, dass sie ihm gerne helfen würde doch er weigerte sich Judy davon zu berichten. Barry war der Meinung, dass er es auch alleine mit Mark schaffen würde.
„Kannst du mir mal sagen was jetzt schon wieder ist? Warum musstest du mir jetzt mit so einer Tonlage antworten? Hättest du das nicht auch normal machen können? Weißt du mir ist es egal was du heute noch machst. Ich gehe jetzt nach Hause. Ich kann das heute nicht ertragen. Immer wieder habe ich es ignoriert, wenn du schlechte Laune hattest und immer wieder gehofft, dass es bald vorbei ist aber anscheinend nicht. Und du lässt dir auch nicht von mir helfen. Wenn du bereit bist mir zu vertrauen und deine schlechte Laune wenigstens ein bisschen abgelegt hast kannst du dich wieder bei mir melden. Machs gut.“, während sie das sagte liefen ihr einzelne Tränen die Wange hinunter. Aber sie konnte das nicht mehr durchstehen. „Schatz bitte...!“, fing Barry an doch Judith schüttelte nur den Kopf und lief dann davon. Barry stand regungslos dort und konnte sich nicht rühren. Was hatte er da nur getan?

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„Was machst du denn schon wieder hier? Ich dachte du und Barry wolltet euch einen Film im Kino ansehen.“, wunderte sich Tobias. „Das hatten wir auch vor aber dann haben wir uns gestritten. Was dann passiert ist kannst du dir ja denken oder? Schließlich bin ich ja hier in unserer Wohnung und nicht mehr bei Barry.“, erzählte sie aufgelöst. Judy bereute es jetzt schon, dass sie diesen Schritt gegangen war aber es musste sie sein. Sie konnte nicht ewig die Launen von ihren Freund ignorieren. Sie verletzte es zu tiefst, wenn er so mit ihr sprach oder ihr nicht sagte warum er so wäre. Judith hatte in den letzten beiden Wochen oft versucht mit ihm zu reden doch er hatte nicht mit sich reden lassen. Immer wieder war es die gleiche Antworte gewesen und immer wieder wusste sie, dass es an was anderen lag und dass er sie belog. Sie hatte sich ab dem Zeitpunkt vorgenommen herauszufinden woran es lag doch mittlerweile war sie sich nicht mehr so sicher, ob sie es überhaupt noch wissen wollte. Natürlich wollte sie Barry helfen aber was konnte sie tun, wenn er ihr es nicht anvertraute und stattdessen lieber schwieg?
„Magst du mir nicht erzählen was vorgefallen ist?“ „Ach das gleiche worüber wir schon das letzte mal gesprochen haben. Nur dieses Mal konnte ich es nicht ignorieren und wollte es auch nicht. Er kann doch nicht ständig Geheimnisse vor mir haben. So kann man doch keine Beziehung führen, die länger halten soll als 3 Monate. Eine Partnerschaft besteht aus Vertrauen und keine Geheimnisse haben. Die erste Zeit hab ich mir ja gedacht, dass er vielleicht jetzt bald damit zu mir kommt doch als ich ihn heute gefragt habe warum er denn schon wieder so eine schlechte Laune hätte kam die selber Antwort wie davor die Tage bzw. Wochen auch.“, schluchzte sie. Tobias sagte kein Wort. Er nahm sie nur in den Arm um ihr zu zeigen, dass er bei ihr war. Dass sie keine Angst haben müsste dieses alleine durchzustehen. Er hoffte sehr, dass sich Barry bald besinnen würde und er Judy dann alles erzählen würde damit die Beziehung zwischen den beiden weiterhin funktioniert. Doch zwischen seinen hoffen kriegte er auch plötzlich Wut. Er wütend darüber, dass Barry ihr dermaßen wehtat. Er konnte es nicht verstehen und nahm sich vor heute Abend noch mit ihm zu reden.
„Was hälst du davon, wenn du jetzt schlafen gehst. Ich fahr dann mal rüber zu Barry und rede mit ihm.“, schlug er vor. Doch sie schüttelte nur den Kopf: „Nein. Das musst du nicht tun. Ich muss es irgendwie alleine schaffen. Ich kann doch nicht ewig von dir abhängig sein.“ „Ich weiß, dass ich das nicht tun muss aber ich möchte es ok? Du gehst jetzt hoch und ich fahr zu den Feehilys. Ich denke mal er wird danach dann auch nach Hause gegangen sein. Ich mein ihr zwei seit erst seit 3 ½ Monaten zusammen. Das kann doch wegen so einen kleinen Streit doch nicht vorbei sein.“, lächelte er sanft und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Judith nickte und ging dann hoch, doch bevor sie ganz oben angekommen war drehte sie sich noch mal um: „Danke, dass du es machst. Rufst du kurz an, wenn du da bist, dass ich auch ganz sicher sein kann, dass du dort angekommen bist. Bei deinen Fahrstil mache ich mir immer große Sorgen. Das weißt du doch.“, grinste sie ein wenig. Tobias bejahte es und ging dann zur Tür raus.
Judy stand noch eine Weile an der Treppe. Sie hoffte, dass Tobias mehr bei Barry erreichen würde als sie bei ihm.

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Judith lag wach in ihrem Bett. Seit Tobias gefahren war waren zwei Stunden vorbei und er hatte nicht angerufen oder ihr irgendwie bescheid gesagt, dass er gut bei Barry angekommen war. Sie machte sich schreckliche Sorgen. Das letzte mal als er sich nicht gemeldet hatte hatte er mit seinen Freunden einen über den Durst getrunken und war später in Dublin aufgewacht. Er wusste weder wie er dahin gekommen war noch mit wem. Er musste sich nicht ständig bei Judy melden nur, wenn er Auto fuhr und ein Sturm draußen tobte.
Nach weiteren 20 Minuten, in denen sie sich von einer Seite auf die andere gewälzt hatte, beschloss sieh ihn auf das Handy anzurufen. Doch es meldete sich nur die Mailbox. Es blieb ihr nichts anderes übrig als Barry anzurufen und zu fragen, ob Tobi noch da wäre.
„Feehily.“, meldete sich eine nur zu bekannte Stimme am Ende der Leitung. Mark. War er denn nicht gerade auf Tour? „Hallo wer ist denn da?“, fragte er sauer. „Hallo Mark. Hier ist Judith. Ist Barry zufällig da?“ Einen Moment hörte sie nichts außer seinen Atem dann plötzlich hörte sie ihn sagen, dass er ihn holen gehen würde. Sie seufzte. Was anderes hätte sie auch nicht erwarten können oder? Ihr war schon klar gewesen, dass er sie nicht freudig am Telefon empfängt aber hätte er nicht Anstandsweise fragen können, wie es ihr geht? So schwer es ihm auch viel? Anscheinend war dies ja zu viel verlangt. Doch darüber wollte sie sich jetzt keine Gedanken waren. Wichtiger war es zu wissen, dass ihr bester Freund noch bei Barry war und das ihm nichts zugestoßen war.
„Hey Judy! Tut mir leid mit heute Mittag. Ich wollte dich nicht verletzen und ich weiß, dass ich das mit meinen schweigen getan habe.“, fing Barry direkt an ohne darauf zu warten, ob Judith etwas sagte oder nicht. „Ich weiß das ja. Aber eigentlich rufe ich an, weil ich fragen wollte ob Tobi noch bei dir ist.“ „Nein er ist nicht hier. Er war den ganzen Abend nicht hier gewesen. Wieso?“ „Du verarschst mich jetzt oder? Bitte sag mir, dass das nur ein Scherz ist. Er wollte vorhin zu dir fahren und mit dir reden. Er hatte auch vorgehabt hier anzurufen, wenn er bei dir ist aber das hat er nicht getan. Barry...bitte sag mir, dass er bei dir ist.“, flehte sie ihren Freund an. „Judy so gerne ich das auch tun würde. Aber ich kann dir das nicht sagen, weil es nicht die Wahrheit wäre. Ich komme schnell zu dir. Ich laufe durch den Park. Dann ist das schneller und dann gehen wir ihn zusammen suchen ok?“ Judith nickte und als sie merkte, dass Barry sie gar nicht sehen konnte bejahte sie es sehr leise.

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15 Minuten später war er bei Judith angekommen. Ohne zu klopfen oder zu klingeln öffnete er die Tür und fand seine Freundin zusammen gekauert auf dem Sofa sitzen. Er schmiss seine nasse Jacke auf den Boden, setzte sich behutsam neben sie und nahm sie besorgt in seine Arme. „Barry! Ich bin so froh, dass du hier bist. Bitte wir müssen ihn jetzt suchen gehen ok?“, flehte sie ihn an und schmiegte sich noch näher an ihn ran. Er nickte, stand auf und wollte sein Jacke anziehen als Judith ihm eine andere gab. „Die ist zu nass.“, sagte sie und war schon aus der Tür verschwunden.
„Wo fangen wir an?“, fragte Barry. „Am besten wir gehen die Straße erst mal entlang. Er wollte ja zu dir fahren. Ich hoffe bloß ihm ist bei dem Regen nichts passiert.“ „Mach dir mal keine Gedanken. Es wird schon alles gut werden ok? Vielleicht hat er sich in einen Pub verzogen oder sowas in der Art.“ „Klar um 2 Uhr nachts in einem Pub hier in Irland.“, meinte sie leicht ironisch. Barry nickte nur und nahm dann ihre Hand.
Die zwei waren seit einer Stunde unterwegs als Barry sah, dass ein Auto wohl gegen die Leitblanke gefahren war und sich danach überschlagen hatte. Im stillen betete er, dass es sich nicht um das Auto von Tobi handelte.
Als Judith das Auto sah lief sie so schnell sie konnte dorthin. Noch nie in ihrem Leben hatte sie eine solche Angst. Sie hoffte so sehr, dass es nicht das Auto von ihren besten Freund war. Doch die Gebete von Barry wurden nicht erhöht und Judys Hoffnung starben als sie das Nummernschild sah.
„Barry ruf sofort einen Krankenwagen. Das ist Tobis Auto. Das ist sein Auto.“, schrie sie von weiter vorne und brach dann weinend zusammen. So schnell Barry konnte lief er zu ihr hin, nahm sie in den Arm und rief den Krankenwagen.
Als Judy sich den Auto noch nähern wollte hielt er seine Freundin auf. Er wusste, dass es kaum Chancen gab, dass Tobi noch am Leben wäre. Das Auto war ziemlich kaputt und er lag nun auch schon sehr lange hier. Wie lange genau konnte man nicht sagen. Wäre Judy nun dort hin gegangen und würde ihn sehen würde sie das nicht verkraften. Das wusste er ganz genau.
Nach 10 Minuten war der Krankenwagen da. Ohne auf Judy und Barry einzugehen liefen die Sanitäter auf den Wagen zu um Tobias daraus zu befreien. Da der Wagen mit dem Dach auf der Straße lag mussten sie noch die Feuerwehr anrufen. So schnell es ging lief einer zurück und funkte die Feuerwehr an, die 10 Minuten später am Ort des Geschehens eintraf.
Weitere 5 Minuten später hatten sie es geschafft Tobi aus dem Wagen zu befreien. So schnell es ging legten die Ärzte Tobias auf die Liege und trugen ihn rüber zum Krankenwagen, wo sie dann auch direkt losfuhren.
Barry und Judith hatten dem Geschehen nur zugeguckt. Was hätten sie anderes machen sollen? Doch nun wo der Krankenwagen weg war fing Judy an zu begreifen, dass sie ihren besten Freund vielleicht verlieren würde. Was wäre denn, wenn er es nicht schaffen würde? War er überhaupt noch am leben? Sie hatte keine Ahnung und das machte ihr schwer zu schaffen. Barry ging es nicht anders. Ihm liefen die Tränen in Bächen hinunter. Während die beiden den Ärzten und den Feuerwehrmännern zugesehen hatten hatte er angefangen zu realisieren, dass alles viel zu schnell vorbei sein kann. Er betete zu Gott, dass es Tobias gut gehen würde. Das er es schaffen würde.
„Entschuldigen Sie bitte. Wer von ihnen hat den Krankenwagen gerufen und wie haben sie das Auto entdeckt?“, fragte einer der Polizisten, die vor ein paar Minuten gekommen waren. „Er ist ein Freund von mir. Tobias hatte sich nicht gemeldet also hab ich Barry angerufen und gefragt, ob wir ihn suchen gehen. Barry hat auch den Krankenwagen angerufen.“, erzählte Judy wie in Trance. „Am besten bringe ich Sie beiden auch ins Krankenhaus, dass sie untersucht werden. Ihre Freundin scheint unter Schock zu stehen.“, meinte der Polizist fürsorglich. Barry nickte, half Judith beim aufstehen und folgte dann mit ihr dem Polizisten.

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Als die beiden im Krankenhaus ankamen wurde Judy direkt untersucht. Wie der Polizist gedacht hatte stand sie unter Schock. Sie konnte nicht begreifen warum ausgerechnet sowas ihren besten Freund passiert war. Aber es bestand noch die Möglichkeit, dass er es überleben würde.
Die Ärzte gaben ihr ein Beruhigungsmittel und ließen sie dann auf ein Zimmer legen.
„Sind Sie der Freund von Judith O’ Leary?“, fragte der Arzt, als er Barry im Wartezimmer sitzen sah. Dieser nickte. „Ihre Freundin hat einen Schock erlitten. Wir haben sie auf ein Zimmer legen lassen und ihr Beruhigungstabletten gegeben. Wir möchten gerne, dass sie über Nacht hier bleibt.“, erklärte der Arzt sachlich. „Und was ist mit Tobias?“, fragte Barry besorgt. „Mit wem?“ „Dem jungen Mann, der kurz vorher eingeliefert wurde. Wir zwei haben ihn gefunden. Er ist der beste Freund meiner Freundin.“ „Tut mir leid. Ich darf Ihnen darüber keine Auskunft geben. Aber seine Eltern wurden schon informiert und werden wohl auch in den nächsten Minuten hier eintreffen.“, meinte der Arzt bevor er dann zurück ging.
10 Minuten später trafen die Eltern von Tobias ein. Als sie Barry erblickten liefen sie direkt auf ihn zu. „Weißt du schon was? Wo ist Judy?“, fragte Tobis Mutter als sie den besten Freund ihres Sohnes umarmte. „Die Ärzte wollten mir keine Auskunft geben. Judy hat einen Schock erlitten und liegt hier in einem Zimmer. Der Arzt meinte, dass die ihr Medikamente zu Beruhigung gegeben haben.“, weinte Barry. Noch nie in seinen Leben hatte er sich so alleine gefühlt. Er wusste nicht, ob sein bester Freund noch am Leben war. Seine Freundin hatte einen Schock erlitten und lag in irgendeinen Zimmer in diesen Krankenhaus und er konnte noch nicht mal die Person anrufen, die er normal immer anrief, wenn es ihm schlecht ging. Seinen Bruder Mark. Immer wenn es um Judith ging schaltete er auf Durchzug und Barry wusste nicht, ob es Mark überhaupt interessieren würde.
Tobias Eltern konnten und wollten nicht mehr warten. Also beschlossen sie den Arzt aufzusuchen, die ihnen Auskunft über ihren Sohn machen könnten. In der Zeit beschloss Barry auch etwas. Er musste seinen Bruder anrufen. Er musste mit ihm reden. Ihn hören. Er ging rüber zum Telefon, schmiss Geld hinein und wählte dann die Nummer von Mark. Nach mehreren Klingeln ging er verschlafen an sein Handy. „Mark hier ist Barry. Wir müssen reden. Es geht um Judy.“, weinte er in den Hörer rein. Mark war sofort hellhörig. Vielleicht hatte sie ihn ja verlassen. Das beste was Barry, seiner Meinung nach, hätte passieren können. „Was ist denn los? Jetzt erzählt erst mal.“ „Tobias hatte einen Autounfall. Wir sind dann zusammen in suchen gegangen. Nach ca. 1 Stunden fanden wir sein Auto auf der Straße mit ihm drin. Es hatte sich überschlagen. Die Chancen stehen schlecht, dass er es überlebt. Judy hat einen Schock und liegt hier in einem Zimmer in diesen verdammten Krankenhaus. Mark ich kann nicht mehr. Ich fühl mich so alleine wie noch nie zuvor in meinen Leben.“, weinte Barry immer mehr. Mark was sprachlos. Er hatte mit vielen gerechnet aber nicht mit das. „Das tut mir leid Barry.“, war alles was er sagte. „Das ist alles? Ich hätte es mir auch denken können. Immer wenn es um meine Freundin geht stellst du auf Stur. Egal um was es sich handelte.“, schrie er seinen Bruder durch den Telefonhörer an. „So ist das nicht...“ „Machs gut Mark. Wir sehen uns.“, sagte Barry. Er hatte seinen Bruder nicht ausreden lassen. Was hatte er auch schon erwartet? Ein bisschen mehr Mitgefühl. Sein bester Freund und seine Freundin lagen im Krankenhaus und alles was Mark sagen konnte war, dass es ihm leid täte.

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Als Barry zurück kam waren auch Tobis Eltern wieder da. Er sah wie sehr die Mutter weinte und das auch dem Vater von ihm die Tränen die Wangen hinunter flossen. Er wusste das etwas passiert sein musste. Sogar vielleicht das schlimmste.
Barry kam vorne an bei den Eltern an. Die Mutter von Tobias guckte ihn an und schüttelte den Kopf. Er guckte sie entsetzt an. Barry hatte vorher schon angefangen sich damit auseinander zu setzen, wenn Tobi wirklich sterben würde. Doch immer noch hatte er Hoffnung gehabt, dass diese Situation gar nicht eintreten würde. Aber er hatte sich getäuscht. Weinend brach er auf den Boden zusammen. Das konnte doch nicht wahr sein. Sein bester Freund konnte doch nicht einfach sterben. Ihn, Judy, seine Familie und seinen ganzen Freunde im Stich lassen. Er konnte doch nicht einfach gehen ohne zu wissen, wie sehr ihn die anderen lieben. Ohne zu wissen, dass er ein wundervoller Mensch. Einfach gehen und nicht mehr an andere denken. Das ging doch nicht. Was war mit seinen Träumen gewesen von denen er immer wieder erzählt hatte? Was war jetzt mit seinen Freunden und Familie? Wie sollte er es denn Judy sagen? Wie würde sie es verkraften, dass ihr bester Freund nun tot war. Er war einfach weg. Ja...er war weg. Als er dies dachte realisierte Barry das erst richtig. Tobias war weg und kam auch nie wieder zurück. Nie wieder konnte er ihn zur Begrüßung in den Arm nehmen oder einfach nur mit ihm lachen.
Barry saß einfach nur auf den Boden bis er eine Hand auf seiner Schulter spürte. Als er hochblickte sah er das Gesicht seiner Mutter. Ohne lange zu überlegen sprang er auf und fiel ihr in die Arme. „Mum...er ist tot. Er ist einfach tot.“, schrie er schon fast als er sich mit seiner Mutter langsam auf die Stühle setzte. „Shh...alles wird gut, mein Sohn!“ „Wie soll denn alles gut werden? Mein bester Freund ist tot. Judy hat ebenfalls ihren besten Freund verloren und sie weiß es noch nicht mal. Wie soll ich es ihr denn sagen? Sie wird damit noch weniger klar kommen als ich. Sie kennt ihn doch schon ihr leben lang.“, weinte er immer mehr. Marie wusste darauf keine Antwort. Sie wusste in diesem Moment gar nichts mehr. Auch sie hatte Tobias gekannt. Nicht gut aber gut genug um zu wissen, dass Gott einen Fehler gemacht hatte als er beschloss ihn zu sich holen. Sie wusste, dass er ein guter Mensch war und das er nun fort sein sollte fiel auch ihr schwer zu glauben.

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Am nächsten Morgen, als Judy aufwachte saß Barry an ihrem Bett. In den ersten paar Minuten konnte sie sich nicht daran erinnern warum sie hier war. Doch dann kamen sie wieder...die schrecklichen Erinnerungen an die letzte Nacht. Sofort fragte sie nach ihren besten Freund. Doch ehe Barry nur antworten konnte hatte sie schon in seinen Augen lesen können was passiert war. Ihr bester Freund war fort und es würde keine Rückkehr für ihn geben.
„Barry...wie kann das sein? Warum? Warum musste er gehen?“, fragte sie völlig aufgelöst. „Ich weiß es nicht. Ich habe mich das auch schon so oft in der letzten Nacht gefragt und keine Antwort gefunden. Ich kam einfach auf keine. So gerne ich auch eine hätte hab ich das Gefühl als wenn ich niemals darauf eine finden werde.“, sagte er leise und kurz davor in Tränen auszubrechen. Doch er unterdrückte sie. Er wollte stark sein für Judy und für sie da sein in dieser schwierigen Situation, mit der er auch nur sehr schwer zurecht kam.
„Was soll ich denn jetzt machen?“, fragte sie ihn verzweifelt. „Ich weiß es nicht. Einige Menschen würden jetzt sagen, dass das Leben weiter gehen muss. Das ist schon wahr aber jetzt musst du erst mal trauern.“ „Genauso wie du. Er war dein bester Freund.“, sagte sie und die Tränen liefen ihr in Bächen die Wangen hinunter. Für sie war es einfach unbegreiflich, dass er fort war. Judy hatte bisher ihr ganzes Leben mit ihm verbracht und nun musste sie alleine, ohne ihn leben.

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Einige Tage später fand die Beerdigung statt. Tobis Eltern hatten Judy gefragt, ob sie nicht die Rede in der Kirche halten könnte. Ohne zu zögern hatte sie ja gesagt. Sie wollte ihm somit die letzte Ehre erweisen. Doch nun kam sie sich vor, als wenn sie das schlimmste auf der ganzen Welt machen müsste.
„Barry ich kann da nicht hingehen. Ich kann nicht auf die Beerdigung von Tobi. Ich würde das nicht aushalten.“, heulte Judy. Sie kam immer noch nicht damit zurecht, dass ihr bester Freund tot sein sollte. Sie waren ihr ganzes Leben lang zusammen gewesen und nun würde das nie wieder Fall sein. Sie konnte nicht begreifen warum er fort gehen musste. All das erschien für sie sinnlos. Sie hatten noch viele Pläne gemacht. Sie wollten noch um die Welt reisen, alles sehen was sehenswert war. Tobias wollte doch noch seine Frau fürs Leben finden und später eine große Familie gründen. All das konnte er jetzt nicht mehr machen. „Jetzt hör mir zu Judy! Ich bin bei dir, wenn du mich brauchst. Ich werde immer bei dir sein. Du wirst doch die Rede halten bevor wir auf den Friedhof gehen. Du wirst das schaffen, weil du eine starke Person bist. Außerdem glaube ich nicht, dass Tobi gewollt hätte das du traurig bist. Ich weiß, ihr zwei hattet noch viele Pläne aber ihr könnt sie nun nicht mehr gemeinsam durchführen. So hart es auch klingt, er ist tot und wird nicht wieder kommen. Aber du musst dein Leben weiterleben. Du kannst jetzt nicht aufgeben. Hast du mich verstanden?“, fragte er vorsichtig. Judy nickte und fiel ihm dann in die Arme. „Aber es ist so schwer. Ich habe mein ganzes bisheriges Leben mit ihm verbracht. Wir haben alles zusammen gemacht. Ich weiß nicht wie ich das durch stehen soll.“ „Du wirst schaffen. Ganz bestimmt.“ „Du bist ja bei mir und hilfst mir. Danke Barry. Ich liebe dich!“ „Ich dich auch. Dann lass uns jetzt gehen ok?“ Judy nickte und hielt sich dann an ihm in dem Moment wo sie los gingen.
„Ist die Rede so gut oder hätte ich sie nochmal ändern sollen?“, fragte Judy. Eigentlich war es ihr egal, denn es waren die Gefühle, die zur Zeit empfand aber im Auto war es zu still gewesen und sie wollte mit Barry reden. „Sie ist sehr gut geworden. Und alle werden wissen, wie du dich fühlst. Seine Eltern hatten wussten warum sie dich danach fragten. Du kanntest ihn einfach am besten.“ „Es ist so schrecklich.“ „Ja...ich weiß. Ich hab ihn auch sehr gemocht.“, antwortete Barry und ihm liefen die Tränen an seinen Wangen herunter. Judy schaute ihn ein wenig erstaunt an. Sie hatte ihn seit sie davon wussten nicht weinen gesehen. „Es tut mir leid. Eigentlich wollte ich nicht weinen.“ „Ist nicht so schlimm. Es ist ganz natürlich, wenn man seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Das mach ich auch die ganze Zeit.“ „Aber ich wollte stark für dich sein.“ „Das brauchst du nicht. Du brauchst für keinen stark sein.“ Barry nickte und dann ging die Fahrt schweigend weiter.

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„Und nun bitte ich Judith O’ Leary hier hin zu kommen. Sie ist bzw. war schon ihr ganzes leben Lang mit den Verstorbenen befreundet und die Eltern von Tobias haben sie darum gebeten eine Rede zu halten.“, sagte der Pfarrer und nickte ihr zu.
Barry drückte nochmal ihre Hand und dann ging sie hoch und stellte sich dort hin, wo bis eben noch der Pfarrer gestanden hatte. Sie schaute sich in das Gesicht von Barry und begann dann ihre Rede vorzulesen:
„Ich stehe hier und muss mich hier von einen der wichtigsten Menschen in meinen Leben verabschieden. Von einen sehr guten Freund, meinen Seelenverwandten und meinen Bruder. Ja, von meinen Bruder. Denn genau das war er für mich. Wie ein Bruder. Wenn ich ihn brauchte war er für mich da. Er versuchte mich von all dem zu beschützen was seiner Meinung nach nicht gut genug für mich war.
Tobias machte es nichts aus für mich in Gefahr zu geraten. Denn für ihn hätte ich das selbe gemacht. Nichts hätte ich mich davon abbringen können für ihn da sein. Auch nicht als man uns Verbot weiterhin mit einander befreundet zu sein, weil wir es nicht mehr mit der Schule vereinbaren konnten. Doch das hat uns nicht aufgehalten uns weiterhin zu sehen und für einander da zu sein. Auch als jemand unsere Freundschaft zerstören wollte haben wir zusammen gehalten. Denn unser Spruch war: „Alleine sind wir beide schwach doch zusammen sind wir stark und uns gehört die Welt.“ Ja, das war unser Spruch. Und jetzt bin ich alleine und schwach. Ich weiß, dass ich nicht alleine bin, denn ich habe Menschen hier, die auf mich aufpassen und die mich lieben. An denen ich mich festhalten kann. Ich weiß auch, dass mein Leben weiter gehen muss...ohne Tobias. So hart es für mich auch ist. Denn mein ganzes Leben lang war er immer für mich da gewesen. Und obwohl all diese Menschen für mich da sind fühle ich mich schwach.
Mein Leben hat sich vor 5 Tagen drastisch geändert. Denn an diesen Tag starb mein bester Freund, Tobias. Für mich ist es nicht zu verstehen warum Gott mir das antut. Warum er es uns allen antut. Denn er hat ihn uns allen weggenommen. Gott hat nur an sich gedacht als er beschloss ihn zu sich zu nehmen. Denn es war nicht fair einen Engel zu sich zu holen, wo er doch schon so viele hat. Warum musste er dann einen der wenigen Engel, die hier auf der Erde weilen uns noch stehlen. Ja wirklich stehlen. Indem er Tobias zu sich geholt hat hat er auch einen Teil von mir zu sich geholt, der sich nicht mehr füllen lässt. Auf jeden Fall nicht in nächster Zeit und vielleicht nie mehr.
Ich möchte nun einen Satz aus einen bestimmten Lied von Xavier Naidoo zitieren. „Und ich wollte noch Abschied nehmen. Das werde ich mir nie vergeben. Jetzt soll ich dich nie mehr sehen.“ Und so ist es auch. Ich wollte noch Abschied nehmen. Denn wenn ich gewusst hätte, dass es das letzte Mal ist, dass ich ihn umarme hätte ich mir seinen Duft eingesogen. Wenn ich gewusst hätte, dass es das letzte Mal ist das ich seine Augen strahlen sehe, sein Grübchen wenn er lächelt dann hätte ich ein Foto gemacht. Wenn ich gewusst hätte, dass es das letzte Mal ist, dass ich ihn winken sehe hätte ich auch meine Hand erhoben um ihn zurück zu winken. Denn das habe ich an diesen Tag leider nicht gemacht. Wenn ich gewusst hätte das ich das letzte Mal lebend sehe hätte ich mir jede seiner Bewegungen gemerkt und sie hätten sich in mein Gedächtnis eingebrannt damit ich nichts vergesse. Aber ich wusste es nicht. Und somit kann ich nicht sagen, dass ich das gemacht habe. Denn für mich war es schon normal ihn jeden Tag in meiner Nähe zu haben. Für mich war es normal, dass ich am nächsten Tag wieder sehe. Doch dieses eine Mal gab es kein nächstes Mal. Das einzige was mir jetzt noch bleibt sind die Erinnerungen an unsere Freundschaft, die im Kindergarten Anfing und erst vor 5 Tagen auf schreckliche Weise beendet wurde. Erinnerungen an eine Freundschaft, die alles überstanden hat und die18 Jahre andauerte. Erinnerungen an eine Freundschaft, die ewig in meinen Herzen weiter leben wird. Genau wie Tobias.
Nun kommt noch ein Lied von einer Band, die er normal nicht so sehr mochte aber dieses Lied hat er geliebt. Er meinte immer, dass genau dieses Lied auf seiner Beerdigung gespielt werden sollte. Wer konnte ahnen, dass dieser Tag so schnell kommen sollte.
Das Lied heißt „Angel“ und gesungen von Westlife.“
Während sie vorgelesen hatte liefen ihr die Tränen die Wange hinunter und sie musste immer wieder stoppen. Für sie war es einfach schwer zu akzeptieren, dass Tobias nun weg sein sollte...und das für immer. Sie hatte in der Rede einmal gelogen. Obwohl so viele Leute da waren und für sie da waren fühlte sich alleine. Sie hatte niemanden mehr, der sie von allen beschützen würde. Keinen mehr, der sie einfach in den Arm nahm, wenn sie es brauchte. Keine mehr, für den sie einfach da war oder andersrum. Sie hatte zwar Barry, den sie liebte aber es war nicht das selbe. Obwohl Barry ihr Freund war stand Tobi immer bei ihr an erster Stelle. Denn für sie war diese Freundschaft mehr wert als alles andere und nun war einfach alles vorbei.
„Judy!“, war das einzige bevor Barry sie in seine Arme holte und einfach nur fest hielt. „Barry wir müssen auf den Friedhof.“ Er nickte und nahm ihre Hand. Er wollte ihr jetzt nicht das Gefühl, dass sie alleine war. Er hatte schon immer gewusst, dass die Freundschaft zwischen ihr und Tobi Judy wichtiger war als ihre Beziehung. Was ihn aber nicht störte, weil er es verstehen konnte. Und nun wo Judith nicht mehr ihren besten Freund hatte wollte er nicht, dass sie denkt, dass er nicht für sie da wäre.
Langsam folgten die beiden den Leuten, die auf den Weg zum Friedhof waren. Als sie vor Tobis Grad angekommen waren sagte der Pfarrer noch ein paar Worte und dann wurde langsam der Sarg heruntergelassen. Barry und Judith gingen nach vorne um ihn die letzte Ehre zu erweisen und um ihn eine Rose auf den Sarg zu schmeißen. „Judy...du musst dich jetzt verabschieden.“ Sie nickte, schmiss die Rose und sagte noch ein paar Worte ehe sie sich zu Barry drehte, sich in seine Arme legte und dann mit ihm fortging.


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Es waren zwei Wochen nach der Beerdigung vergangen und für Judith war es immer noch so als wenn eine Welt zusammen gebrochen wäre. Ihre Welt. Warum konnten die anderen nicht verstehen, dass sie noch ein bisschen Zeit brauchte um darüber hinweg zu kommen? Hätten die anderen nicht genauso reagiert, wenn ihr bester Freund und Seelenverwandter gestorben wäre? Hätten sie dann nicht auch Zeit gebraucht um das alles wirklich zu realisieren? Es war ihr klar, dass sie ihr Leben weiterleben musste doch dazu fühlte sie sich jetzt noch nicht richtig bereit. Sie musste sich noch über so vieles klar werden.
Zur Zeit wohnte sie mit bei Barry. Judy hatte es nicht geschafft weiterhin in der Wohnung zu wohnen, wo sie die letzten paar Jahre mit Tobias gewohnt hatte. Darauf hin war sie bei Barry hingezogen nachdem sie ihn gefragt hatte, ob sie nicht ein bisschen bei ihm bleiben könnte bis sie eine neue Wohnung hätte. Ohne zu zögern hatte er damals ja gesagt und sie war ihm so dankbar dafür. Sie wüsste nicht was sie getan hätte, wenn sie keine einzige Person um sich herum gehabt hätte. Falls Barry nicht da war war immer ein anderer Teil der Familie da mit dem sie reden konnte, wenn es ihr noch schlechter ging als es sowieso der Fall war.
Mark war seit der Beerdigung einmal zu Hause gewesen. Als er Judith erblickte und erfuhr, dass sie nun für einen unbestimmten Zeitraum bei ihnen wohnen würde sagte er nichts. Doch man hatte ihm angesehen, dass es ihm nicht gefiel, dass die Person, die er im Moment am wenigstens mochte bei ihnen wohnte. Er hatte ihr auch nur ein kurzes „Es tut mir leid“ gesagt. Doch all dies machte Judy nichts aus, denn das waren für sie im Moment nur Kleinigkeiten. Sie musste erst mal mit sich und all dem ganzen ins Reine kommen ehe sie sich über so was aufregen konnte. Und das würde noch eine Zeitlang dauern.

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„Hey Schatz! Wie geht es dir?“, fragte Barry als er die Tür öffnete und seine Freundin am Fenster stehen sah. „Dem Umständen entsprechend. Ich glaube es geht so langsam wieder bergauf aber trotzdem fühl ich mich so alleine. Bitte versteh mich nicht falsch. Ich weiß, dass du und deine Familie für mich da ist aber...ach ich weiß es auch nicht. Überall wo ich bin fühl ich mich so, als wenn mir was wichtiges fehlen würde. Etwas was ich aber dringend brauche. Aber ich finde es nicht und ich fühle mich einfach nur noch Einsam in solchen Momenten.“, während sie gesprochen hatte hatte sie angefangen zu weinen. Barry war langsam auf sie zugekommen und drehte sie um sodass sie ihm ins Gesicht sehen musste. „Es ist klar, dass du dich einsam fühlst. Ich würde das auch tun. Wenn ich jetzt sagen würde, dass ich weiß wie du dich fühlst wäre das gelogen, weil ich das noch nie durch stehen musste. Worüber ich auch froh bin. Aber ich weiß, dass ich immer für dich da sein werde, dass du dich nicht alleine fühlst. Ich möchte für dich da sein, wenn du mich brauchst. Dich in den Arm nehmen um dir zu zeigen, dass du auf mich zählen kannst, wenn du mich unbedingt brauchst. Und das du denkst, dass dir etwas fehlen würde kann ich verstehen. Solange du dich erinnern kannst warst du mit Tobias zusammen und nun ist er weg. Du hast das verloren was dir in deinem Leben am wichtigsten war. Und ich kann auch verstehen, dass du ihn vermisst. Denn ich mach das auch. Ich kannte ihn nicht solange wie du aber auch er war mein bester Freund. Ich vermisse ihn ebenfalls schrecklich. Auch ich habe das Gefühl, als wenn mir ein kleines wichtiges Stück fehlen würde. Und das dieses Gefühl bei dir größer ist kann ich verstehen. Aber was auch immer geschieht...ich bin für dich da. Genauso wie meine Familie und deine restlichen Freunde. Vergiss das bitte nie.“, meinte Barry. Während er gesprochen hatte musste er die Tränen unterdrücken doch als er geendet hatte konnte er nicht mehr als seinen Tränen freien Lauf zu lassen. Er hatte Judith fest umarmt und wollte sie nicht loslassen. Denn zu groß war die Angst, dass er auch sie irgendwie verlieren würde.

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Drei Monate nachdem Tobias von ihnen allen gegangen war fing Judith an zu arbeiten. Ein Monat später als eigentlich geplant war. Aber da sie sich noch nicht bereit gefühlt hatte jetzt in den Beruf einzusteigen hatte sie darum gebeten einen Monat später anzufangen und der Vorschlag wurde angenommen. Die Arbeit machte ihr Spaß und seit langem hatte sie sich das erste Mal wieder frei gefühlt. Sie hatte es sich ihren Traum zu erfüllen. Doch dann kam wieder dieses bedrückende Gefühl, dass Judy immer mit sich rum trug. Sie konnte den Erfolg nicht mit ihren besten Freund feiern, der immer zu ihr gestanden hatte und ihr geholfen hatte weiterhin an sich und ihren Traum zu glauben. Am liebsten erinnerte sie sich immer an den einen Spruch von ihm, den sie immer wieder aufgebaut hatte und dies immer noch in dieser schwierigen Situation tat. Und dann begann sie den Spruch leise zu flüstern: „Was wäre denn das hier für eine Welt, wenn jeder Mensch auf hören an sich und seine Träume zu glauben? Wenn all die Hoffnung verschwinden würde? Eine trostlose Welt, die nur noch aus Menschen bestehen würde, die nichts mehr vom Leben erwarten.“ „Was hast du gesagt?“, fragte Kevin. Einer ihrer Arbeitskollegen und mit dem sie den nächsten Artikel schreiben sollte. „Ach nicht so wichtiges. Ich hab mich nur an etwas erinnert und anscheinend ausgesprochen.“ Kevin nickte und recherchierte dann im Internet weiter.
Sie machte sich Gedanken über den Spruch während ihrer Pause. Sie hatte beschlossen sich in ein Café zu setzen und einfach die Sonne zu genießen, die zur Zeit sehr viel schien und das wollte sie noch ausnutzen. Schon lange hatte sie sich nicht mehr so unbehaglich gefühlt.
Der Spruch stimmte wirklich. Wenn man die Träume aufgibt und aufhört zu hoffen was bleibt einen dann noch? Eigentlich gar nichts. Der Mensch ist dann zwar noch zu sehen aber es ist nur noch die Hülle da. Deswegen brauchte Judy ihre Träume und Hoffnungen. Schon alleine aus dem Grund, weil auch Tobias immer an sie geglaubt hatte.

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„Darf ich mich zu Ihnen setzten? Das hier ist der einzige Tisch wo noch was frei ist.“, fragte sie eine männliche Stimme. Judith nickte und der Mann setzte sich. Ohne ihn weiter zu beobachten starrte sie einfach vor sich hin und erinnerte sich an so viele Sachen aus ihrem Leben als noch vieles in Ordnung war und das Leben einfacher.
„Wenn ich fragen darf. Wie heißen Sie?“, wurde sie aus ihren Erinnerungen gerissen. „Ähm…Judy. Und Sie?“, fragte sie und schaute ihn zum ersten Mal an. „Schon gut. Sie brauchen mir nichts sagen. Ich weiß wer Sie sind. Sie sind Shane Filan.“ „Sie kennen mich?“, fragte er nicht sehr überrascht. Er lebte hier in Irland besser gesagt in Sligo. Da war es klar, dass man ihn kannte. „Ja. Sie sind Sänger der Band Westlife. Aber es liegt nicht an ihrer Musik, dass ich Sie kenne. Eher an meinen Freund.“ „Wieso? Mag er unsere Musik so sehr?“, fragte er nun leicht lächelnd. „Doch ich denke schon. Mein Freund ist der Bruder von Mark Feehily.“ Shane stockte der Atem. Er hatte schon viel von Judith erfahren. Sein Kollege hat schon oft von ihr erzählt. Sie persönlich getroffen hatte er sie noch nie. Und er musste sagen, dass die Erzählungen von Mark nicht übereinstimmten. „Nach Ihrem Gesichtsausdruck könnte man fast meinen, dass Sie schon einiges über mich gehört haben? Was hat Mark denn alles schreckliches über mich erzählt? Sehr wahrscheinlich, dass ich Barry nur ausnutze um an ihn ranzukommen. Denn damit versucht er auch immer seinen Bruder gegen mich aufzubringen.“ „Ja…sowas in der Art.“, meinte Shane kleinlaut. Er fühlte sich ihr ein bisschen schuldig gegenüber, obwohl er nie etwas über sie gesagt hatte. Und doch…er hatte Mark immer geglaubt ohne die Freundin seines Bruder kennen gelernt zu haben. Doch das wollte er nun nach holen und vielleicht würde er es auch schaffen Mark davon zu überzeugen, dass Judy eine nette Person wäre. Denn das was er bis jetzt von ihr kennen gelernt hatte war liebenswert.
„Aber er hat auch gesagt, dass du in letzter Zeit sehr gelitten hast.“, meinte Shane und hatte sie automatisch geduzt. Judith seufzte und musste die Tränen unterdrücken. Konnte sie ihm davon erzählen? Er war zwar in der selben Band wie Mark aber konnte sie ihm auch vertrauen? Was wäre, wenn er genauso wie Mark wäre und sie nur aushorchen wollte und später alles seinen Freund erzähle? Doch er hatte etwas an sich was sie an irgendjemanden erinnerte. An zwei Personen. An Barry und an Tobias. Sie schaute ihm in die Augen und sah was sie immer nur an bei diesen zwei Menschen gesehen hatte. Ein vertrautes Gefühl machte sich in ihr breit und ab dem Moment wusste sie, dass sie es konnte. Ihm Vertrauen.
„Ja nichts war und ist einfach. Ich muss immer noch damit klar kommen, dass mein bester Freund fort ist. Aber Barry ist da und ist mir eine große Stütze. Ich glaube ohne ihn wäre ich verloren gewesen. Egal was auch Mark dir immer gesagt hat…ich liebe Barry. Alles was ich immer gesucht hab habe ich in ihm gefunden. Wenn ich mit ihm zusammen bin sind meine Probleme zwar nicht weg geblasen aber er hilft mir sie zu bewältigen. Ich kann mir jetzt schon nicht mehr vorstellen, wie es wäre, wenn ich ohne ihn wäre.“, sagte sie und schaute ihm in die Augen um ihn damit zu zeigen, dass sie es ernst meinte. „Ich glaube dir. Mark hat wirklich nicht immer die besten Sachen über dich gesagt aber ich bin mich sicher, dass du es ernst meinst. Ich muss jetzt gehen. Wenn du möchtest können wir uns ja noch mal sehen. Frag einfach Barry. Dann können wir vier, also du, ich, Barry und Gillian, meine Frau, zusammen ausgehen.“, schlug er vor. „Ja ich werde ihn fragen. Er wird dich dann anrufen. Barry wird deine Nummer ja haben.“, lächelte sie und winkte ihm dann zum Abschied.
Nach 10 Minuten bezahlte sie und machte sich dann wieder auf den Weg zu ihrem Arbeitsplatz. Judith konnte es kaum erwarten bald wieder bei Barry zu sein. Als sie mit Shane geredet hatte hatte sie wiedermal gemerkt, wie sehr ihn doch brauchte und liebte.

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„Hallo Marie! Ich bin wieder da.“, sagte Judy als sie in die Küche reinkam. Da sich keiner außer der Mutter ihres Freundes im Haus befand beschloss sie ihr zu helfen und vielleicht ergab sich dann auch die Chance noch mal mit ihr zu reden. In letzter Zeit hatten die beiden oft geredet. Über die Sachen, die sie belasteten, über die Gefühle, die Judith gegenüber Barry fühlte und über die Sache mit Mark.
„Hi. Wie war dein erster Arbeitstag.“ „Es war schön. Mein Traum ist heute wahr geworden und das hab ich eigentlich nur Tobias zu verdanken, weil er immer an mich geglaubt habe und somit hab ich auch selber nicht aufgehört an mich zu glauben.“ „Ja…wenn er hier war um mit Barry was zu unternehmen hörte man die beiden öfters über dich reden. Natürlich nur positives.“, lachte sie. Judy staunte ein wenig als sie das hörte aber sie fragte auch nicht nach um was für Sachen es sich gehandelt hatte, wenn die beiden über sie geredet hatten. „Und was hast du sonst noch heute so gemacht?“, fragte sie direkt dahinter. Marie hatte ihren Gesichtsausdruck gesehen. Sie wusste, dass Judy nicht anfangen würde zu weinen aber sie vermisste ihn immer noch sehr stark. Wie sie selber auch. Den Jungen mit den blauen Augen und den schüchternen Lächeln…den besten Freund ihres Sohnes und der Freundin ihres Sohnes. „Ähm…ja. Ich hab dann noch zufällig Shane getroffen. Also Shane Filan. Warum ist er hier und Mark nicht?”, fragte Judy. „Sehr wahrscheinlich konnte er mit deinen Namen schon was anfangen. Mein ältester Sohn wird ihm bestimmt sehr viel über dich erzählt haben. Du weißt ja wie er ist. Und jetzt wo Shane dich kennt und sich anscheinend auch bemüht hat dich ein wenig bis jetzt kennen zu lernen wird er Mark hoffentlich überzeugen können, dass du ein guter Mensch bist und das beste bist was Barry hätte passieren können.“, endete Marie. „Weißt du? Barry ist auch das beste was mir passieren konnte.“, meinte Judith und nahm Marie in den Arm.

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Abends als Barry und Judy im Bett lagen fiel ihr wieder das Gespräch mit Shane ein. Normal hatte sie vorgehabt direkt mit ihren Freund zu reden, wenn er zu Hause war. Allerdings war Mark mit ihm durch die Tür gekommen und so hatte sie es vergessen. Alles war sie wollte dem großen Bruder von Barry aus dem Weg zu gehen. Sie konnte es nicht ertragen, dass er sie die ganze ignorierte. Denn dies war sie noch schlimmer, als wenn er sie beleidigen würde.
„Barry. Bist du noch wach?“ „Ja. Was gibt es denn?“, fragte er und drehte sich zu Judith um. „Ich hab heute Shane getroffen. Wir haben ein bisschen geredet und gefragt, ob wir, also du, ich, er und seine Frau nicht mal zusammen weg gehen wollen.“ „Du redest doch grade von Shane Filan oder liege ich da falsch?“ „Nein, nein. Es ist schon richtig so. Wundert es dich, dass wir miteinander geredet haben?“, fragte sie leicht enttäuscht, was auch Barry auffiel. „So war das nicht gemeint. Wirklich nicht. Aber ich hab gedacht, dass Mark seinen Bandkollegen wohl soviel über dich erzählt hat, dass sie dich noch nicht mal mit ihren Popo begucken würden.“ „Er wusste nicht wer ich war als wir angefangen haben zu reden. Doch auch als er es wusste war es für ihn kein Problem. Wir haben normal weiter geredet. Also was hälst du davon, wenn wir mal zusammen Essen gehen würden?“ „Ich finde die Idee gut. Am besten wäre es ja dann wenn ich ihn morgen anrufe und wir direkt ein Datum ausmachen oder?“ Judy nickte, gab Barry noch einen kurzen Kuss auf den Mund und legte sich dann hin.

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Als Judith auf die Uhr schaute schlug es gerade halb 3 Uhr morgens. Sie hatte einen Alptraum gehabt aber konnte sich nicht dran erinnern worum es hauptsächlich darin ging. Nur das Tobias darin vorkam, wie auch Barry und Mark.
Noch lange lag sie wach im Bett und dachte über den Traum nach. Sie versuchte sich zu erinnern was vorgekommen war. Warum sie auf einmal aufwachte und trotzdem sich nicht mehr erinnern konnte.
Sie schaute noch mal auf die Uhr und stellte mit erstaunen fest, dass es eine Stunde vergangen war seitdem sie das letzte mal nach der Uhrzeit gesehen hatte. Nach langen hin und her ging sie runter. Da sie nicht mehr schlafen konnte wollte sie sich einen Kaffee machen.
Als sie die Treppen runter kam sah Judy, dass Licht in der Küche brannte. Sie betete, dass es sich nicht um Mark handeln sollte. Doch als sie eintrat stand er vorm Kühlschrank und suchte nach was essbarem. So leise, wie möglich wollte sie sich wieder umdrehen doch Mark hatte sich schon umgedreht und sah sie. Er sah sie und sagte ein kurzes ’Morgen’ bevor er sich an den Tisch setzte und begann sich ein Sandwich zu machen. Eigentlich wollte sie sie schnell wie möglich wieder hoch zu Barry doch Judy sah hier die Chance endlich mit Mark reden zu können. Ihm zu sagen, dass er sich keine Sorgen machen musste, weil sie seinen Bruder wirklich vom ganzen Herzen liebte. Sie hoffte nur, dass das Gespräch auch zustande kommen würde ohne, dass einer der beiden Parteien anfangen müsste zu schreien.
„Darf ich mir eine Tasse Kaffee holen?“, fragte sie, als Judith sah, dass frisch aufgebrühter Kaffee in der Kanne war. Er nickte mit den Kopf. Sie machte sich eine Tasse voll und setzte sich gegenüber von Mark. Nach 5 Minuten, wo sie sich angeschwiegen hatten ergriff sie das Wort. „Können wir reden?“ Er schaute einige Sekunden und nickte dann wieder mit den Kopf. „Ich weiß, dass du mich nicht besonders magst und eigentlich weiß ich noch nicht mal warum. Du denkst, dass ich ein Fan bin und nur mit deinen Bruder zusammen bin wegen dir...aber das stimmt nicht. Ich bin mit Barry zusammen, weil ich ihn liebe und um ehrlich zu sein. Ich weiß gar nicht mehr was ich ohne machen sollte. Er ist mir eine Stütze in allen Lebenslagen. Barry und ich sind seit 11 Monaten zusammen. Und in diesen paar Monaten ist so viel passiert, dass ich das gar nicht alles alleine gepackt habe. Er bedeutet mir mehr als alles andere auf dieser Welt.“ „Was soll ich jetzt dazu sagen?“, war Mark antwort auf Judys Erklärung. „Ich weiß es nicht. Vielleicht aber denkst du jetzt ein bisschen anders über mich.“ „Nein eigentlich nicht. Ich kann mir sowas auch vorher aufschreiben und auswendig lernen. Das ist ja wohl kein Problem. Ein bisschen schauspielerisches Talent hat ja jeder.“ Als Judith das hörte konnte sie nicht anders. Von ihrer Wut gepackt schrie sie ihn an: „Ich weiß gar nicht was du dir einbildest. Nur weil du ein Popstar bist heißt es nicht, dass dir die ganze Welt zu Füßen liegt. Das jeder mit dir zusammen sein möchte. Ich habe mich nun mal in deinen Bruder verliebt. Aber ich will dich nicht. Die einzige Person, die ich liebe in diesen Haus ist Barry. Auch wenn du es nicht wahr haben willst Mark Feehily. Du bist für mich völlig uninteressant.“, endete sie und rannte dann schnell hoch.
Mark saß dort ganz verdutzt und konnte sich nicht rühren. Bis jetzt hatte es noch keiner gewagt so was gegen ihn zu sagen. Einige Minuten dachte er darüber nach was Judy gesagt aber dann kam er wieder zu dem Entschluss, dass sie einfach verdammt gut lügen konnte.

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Als Judith durch das Klingeln des Weckers wach wurde fühlte sie sich besser. Sie hatte Mark all das ins Gesicht gesagt was sie schon lange sagen wollte. Sie hoffte jetzt nur, dass er ihr auch glauben schenken würde. Doch als sie unten im Wohnzimmer ankam und ihn dort sitzen sah wusste sie genau, dass er seine Meinung über sie nicht geändert hatte. Er würdigte sie mit keinen Blick. Langsam und mit hängenden Kopf ging sie durch die Tür in die Küche, wo sie Marie traf. Die Mutter hatte während der Nacht mit gekriegt was Judy Mark an den Kopf geworfen hatte. Und obwohl sie als Mutter normal hinter ihren Sohn hätte stehen müssen war sie stolz auf die Freundin von Barry. Stolz darauf, dass sie Mark endlich gesagt hatte was Sache ist. Doch nach ihrer Meinung schien Mark sich trotzdem nicht geändert zu haben.
Marie bat Judith ihr beim Essen machen zu helfen und sprach sie dann auf die letzte Nacht an. „Ich hab gehört was du zu Mark gesagt bzw. geschrieen hast. Und ich bin stolz auf dich. Ich bin so froh darüber, dass du es meinen Sohn gesagt hast.“, lächelte sie und stellte die Butter währenddessen auf den Tisch. „Es ist nur die Frage, ob es auch was gebracht hat. Ich glaube eher weniger.“, seufzte sie und meinte dann, dass sie Barry wecken gehen wollte.
„Hey Barry! Komm du musst aufstehen.“, sagte sie während sie die Tür öffnete. Doch als sie auf das Bett schaute sah Judith, dass er nicht mehr im Bett lag. Darauf hin vernahm sie Wasser das aus dem Badezimmer kam. Ohne anzuklopfen trat sie.
„Ich hab dich heute Nacht gehört, wie du Mark angeschrieen hast.“, sagte er traurig. Er wusste ja, dass Judy und Mark ihre Differenzen hatten aber er hatte nicht gewusst, dass es soweit ging. „Es tut mir leid. Ich wollte normal mit ihm reden was ich auch am Anfang tat. Doch seine Antwort auf den was ich sagte ließ mich so wütend werden, dass ich nicht anders konnte als ihn anzuschreien.“ „Soll ich noch mal mit ihm reden.“ „Wenn du willst aber ich glaube nicht, dass es was nützt. Aber es wäre trotzdem nett, wenn du es noch mal versuchen würdest.“, meinte sie seufzend und ging dann wieder runter. Doch bevor sie dir Tür schloss drehte sie sich noch mal um. „Du solltest dich besser beeilen. Sonst ist das Frühstück kalt. Lächelnd nickte Barry und machte dann weiter mit der morgendlichen Pflege.
Nach dem Frühstück nahm Barry seinen großen Bruder noch mal zur Zeit und ging mit ihm in den Garten. Vom Wohnzimmerfenster aus konnte Judith mit ansehen, wie die beiden Brüder sich gegenseitig anschrieen. Als sie das sah schossen ihr die Tränen in die Augen. Diese zwei Menschen waren immer sowas wie beste Freunde gewesen und nun stritten sie sich. Sie konnte das nicht mit ansehen und wollte dazwischen gehen als Marie sie sanft am Arm packte und den Kopf schüttelte. Sie hatte sehen können was Judy dachte und hatte sich deswegen auf den Weg gemacht ums ins Wohnzimmer zu gelangen. „Sie müssen das alleine ausdiskutieren.“, sagte sie nur und ging schon wieder in die Küche zu ihren Mann ehe Judith hätte antworten können.
Da sie keine Zeit mehr hatte um zu sehen, ob die beiden sich vertragen würden bat Judy Marie ihr bescheid zu sagen.
Sie musste sich beeilen damit sie nicht direkt am 2 Tag zu spät zur Arbeit kam.

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„Ich hab gedacht du wolltest mir bescheid sagen, wenn sich was neues gibt.“, meinte Judith ein wenig vorwurfsvoll als sie in die Küche trat. Der Tag war anstrengend gewesen und die ganze Zeit hatte sie auf eine Nachricht von Marie gewartet. Doch nichts war gekommen. „Es gibt ja auch nichts neues. Barry kam kurz rein. Hat sich krank gemeldet und ist dann wieder raus zu Mark. Und die ganze Zeit kannst du die beiden hören, dass sie streiten.“ „Und das alles wegen mir.“, sagte Judy betrübt und lief hoch in das Zimmer von ihr und Barry.
Marie schaute ihr hinterher. Ihr tat es sehr leid, dass die Freundin von Barry so sehr leiden musste. Aber dennoch taten ihr auch ihre beiden Söhne leid. Noch nie hatten sie dermaßen gestritten. Sie waren sowas wie beste Freunde gewesen bevor das mit Judy angefangen hatte. Natürlich gab sie nicht ihr die Schuld aber dennoch wünschte sie sich manchmal die Zeit zurück in der Barry und Mark zusammen was unternommen haben ohne das sie sich stritten.
Als Mark rein kam ging er in die Küche. „Hast du dich mit deinen Bruder ausgesprochen. Bitte sag mir, dass wieder alles in Ordnung ist.“, flehte sie schon fast. Mark guckte seine Mutter traurig an: „Es tut mir leid, Mum! Das würde ich ja gerne aber das wäre gelogen. Ich geh ein bisschen spazieren. Ich hab dich lieb!“.

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Die Monate vergingen und die Situation hatte sich immer mehr zugespitzt und es sah so aus als wenn sie bald eskalieren würde.
Barry und Judy waren nun mittlerweile 1 Jahr und 5 Monate zusammen. Sie hatten den ersten Todestag von Tobias zusammen durch gemacht und auch die ständigen Streitereinen zwischen den beiden Parteien. Obwohl die beiden nun schon so lange ein Paar waren wollte Mark es immer noch nicht sehen, dass Judy Barry liebte. Auch seine Bandkollegen hatten es nicht geschafft ihn vom Gegenteil zu überzeugen.
An dem entscheidenden Morgen saßen die drei in der Küche. Colm war schon in der Schule. Mark hatte zur Zeit Urlaub. Barry und Judy hatten sich hier den Tag extra frei genommen. Und die Eltern von den drei Feehily Jungs waren arbeiten.
Wiedermal find die Diskussion von vorne an. „Mark wie oft soll ich dir denn noch sagen, dass ich Barry liebe. Meinst du etwa ich wäre solange mit ihm zusammen, wenn ich nur an dir interessiert wäre. Wohl kaum oder meinst du nicht auch?“ „Weiß ich doch nicht. Man macht vieles um einen Star kennen zu lernen.“ „Für mich bist du kein Star. Für mich bist du ein Idiot, der nicht sehen kann, wie glücklich sein Bruder ist...und seine Freundin auch.“ „Ja das hätte ich jetzt auch gesagt.“, meinte Mark seelenruhig und biss in sein Brötchen. Bis eben hatte Barry nur schweigend daneben gesessen doch nun mischte er sich ein. „Schatz, wenn du willst kannst du dich ja schon mal anziehen gehen. Ich kläre das hier jetzt.“ Sie nickte und ging dann hoch in das Zimmer. Noch oben konnte sie es hören. In dem Moment fasste sie den Entschluss, dass das alles endlich auf hören musste. Sie setzte sich an den Schreibtisch und fing an einen Brief zu schreiben. Einen Abschiedsbrief.

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„Barry ich geh noch mal kurz raus ok? Ich liebe dich!“, rief Judith und ging schnell auf die Terrasse damit keiner der beiden die Koffer sehen konnte, die sie in der Hand hielt.
Vom Zimmer aus hatte sie den Flughafen angerufen und nach einen Flug nach Deutschland gefragt. Zu ihren waren noch ein paar Plätze frei gewesen. Sie griff direkt zu. Sie hatte den Entschluss gefasst zu ihrer Freundin nach Deutschland erstmal zu ziehen. Nachdem sie das Ticket bestellt rief sie bei ihrer Freundin an, die nichts dagegen gehabt hatte.
„Warte kurz. Kannst du noch mal kurz kommen?“, rief ihr Barry nach. Als sie sah, dass er aus der Küche gehen wollte schloss sie schnell die Tür vor sich und ging ihm entgegen. „Was gibt es denn?“, lächelte sie gequält. Denn sie wusste es war das letzte Mal, dass sie in seine Augen würde. Das letzte Mal, dass sie ihn berühren würde. Das letzt Mal, dass sie ihn küssen würde. „Ich liebe dich auch. Vergiss das nicht! Und wir werden das mit Mark noch schaffen.“, meinte er und nahm sie in seine Arme. Ohne zu antworten gab sie ihm einen Kuss und ging dann hinaus.

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Nachdem Judith nach zwei Stunden immer noch nicht wieder gekommen war begann er sich Sorgen zu machen. Sie wollte doch nur für ein paar Minuten hinaus gehen. Sie hatte nicht gesagt, dass sie solange fort bleiben wollte. Sie hatten sich doch extra den Tag frei geholt um mal wieder Zeit mit einander verbringen zu können ohne das sie jemand stört. Er ging wie ferngesteuert hoch in das Zimmer und sah einen Umschlag auf seinen Kissen liegen. Sofort wusste er, dass dies nichts gutes bedeuten konnte. Noch nie zuvor hatte sie ihm einen Brief gestanden. Er wollte ihn nicht lesen. Er wollte nicht die Wahrheit daraus erfahren, die er schon in dem Moment erahnt hatte, als Judy sich mit den Kuss verabschiedet hatte. Schon da hatte er das Gefühl hab als wenn es ein Abschied für länger sein sollte. Nur wollte er es nicht wahrhaben.
Vorsichtig nahm der den Brief heraus und begann zu lesen. Mit jeder einzelnen Zeile füllten sich seine Augen mit Tränen.


Lieber Barry,

wenn du diesen Brief liest werde ich wahrscheinlich schon weg sein. Ich kann dir nicht sagen wohin, weil ich weiß, dass du versuchen würdest mich umzustimmen...und das du es schaffen würdest. Aber ich kann das nicht zulassen.
All die Streitereien, die du mit Mark hattest während unserer gemeinsamen Zeit waren zuviel für mich. Wir haben so oft versucht ihn zu sagen, dass ich dich wirklich liebe aber er hat mir und dir nicht geglaubt.
Bitte verzeih mir, dass ich diesen Weg gehe aber es muss sein. Ich möchte nicht, dass du mit deinen Bruder Streit hast. Ich möchte nicht der Grund dazu sein.
Die letzten 1 ½ Jahre waren die schönsten in meinen ganzen Leben. Obwohl auch eine sehr schwere Zeit dabei war und du mir geholfen hast darüber hinweg zu kommen. Sonst wäre ich wahrscheinlich daran zugrunde gegangen. Wärst du nicht an meiner Seite gewesen, als mein bester Freund starb hätte ich nicht gewusste was ich machen sollte.
Dir diese paar Zeilen zu schreiben ist das schmerzvollste was ich seit langen machen muss. Denn ich weiß, dass ich wieder die wichtigste Person in meinen Leben verliere. Die Person, für dich ich sterben würde. Die Person, die immer zu mir gestanden hat. Die Person, die ich niemals aufhören werde zu lieben. Die Person, die du bist.
Ich hoffe du kannst mir irgendwann verzeihen.

Ich werde dich ewig lieben. Nie wieder werde ich einen Mann so lieben können wie dich. Frag mich nicht woher ich das weiß aber es sagt mir mein Gefühl. Und nochmal...bitte verzeih, dass ich diesen Weg gehe und dich alleine lasse!

In ewiger Liebe,
Judy

Obwohl Barry es Schwarz auf Weiß dort stehen hatte konnte er es nicht glauben. Ihm liefen die Tränen über die Wange. Wieso machte sie das? Hatten sie nicht noch vor wenigen Stunden ausgemacht, dass sie nochmal mit Mark reden wollten? Das sie es ihm endlich klar machen wollten, dass sie ihn wirklich liebte und nicht mit ihm zusammen war, weil Mark in der Band Westlife war? In diesen Moment hasste er seinen Bruder. Wegen ihm hatte er seine große Liebe verloren und würde sie vielleicht nie wieder sehen. Er hatte all das verloren was ihm im Leben so wichtig war. Er hatte sein Leben verloren, denn Judy war es gewesen. Sein Leben!
Barry stand auf und ging rüber in das Zimmer von seinen Bruder. „Hey Barry! Was ist los? Ist Judy immer noch nicht da?”, fragte er leicht grinsend. „Ich hoffe du bist jetzt zufrieden.“, schrie er und schmiss Mark den Brief vor die Füße. Er drehte sich um und lief aus dem Haus. Er musste weg dort. Er musste von dem Mann weg, der Schuld daran war, dass Judy weg war. Barry frage sich, ob ihn jemals verzeihen könnte und ob Mark überhaupt wusste was er ihm damit angetan hatte?

Judy stieg in den Flieger. Ihr neues Leben würde in zwei Stunden beginnen. Ab den Moment, wo sie in Deutschland würde sie neu anfangen müssen. Ihre Freundin Cathleen würde sie abholen und dann würden sie in ihre Wohnung fahren.
Mit Tränen in den Augen drehte sie sich nochmal um und versuchte sich alles genau zu merken. Sie wollte nichts vergessen. Alles sollte für immer in ihren Gedächtnis bleiben. Denn dieses Land würde sie sehr wahrscheinlich nie wieder sehen. Auch wenn es ihre Heimat war.

„Wusste ich doch, dass ich dich hier finde. Es tut mir leid was ich angerichtet habe. Das war nicht meine Absicht gewesen.“, entschuldigte sich Mark als er sich neben seinen Bruder setzte. „Nicht deine Absicht gewesen? Warum hast du dann die ganze Zeit immer wieder versucht uns aus einander zu bringen. Warum konntest du nicht verstehen, dass sie mich wirklich liebte und das wir zusammen alt werden wollten? Weißt du eigentlich, dass ich schon den Ring gekauft hatte. Ich wollte ihr demnächst einen Heiratsantrag machen, weil ich sie so sehr liebe und weil ich an uns glaube bzw. glaubte. Denn jetzt gibt es für mich keinen Grund mehr an irgendwas zu glauben. Und jetzt lass mich alleine. Ich möchte dich in der nächsten Zeit weder sehen noch hören. Denn du bist Schuld, dass ich meinen Sinn fürs Leben verloren habe.“ „Barry, ich...“. „Geh bitte.“ Ohne noch ein weiteres Wort zu sagen stand Mark und ging. Mark wusste, dass er einen Fehler gemacht hatte. Doch nun war es zu spät um ihn wieder rückgängig zu machen.

„Judy da bist du ja. Und wie geht es dir?“, fragte Cathleen. „Nicht so gut...können wir bitte jetzt fahren. Ich bin ziemlich fertig.“ Ihre Freundin nickte und ging schon mal zu dem Band, wo die Koffer drauf lagen. Ein letztes Mal blickte Judy zu dem Flugzeug, dass sie nach Deutschland gebracht hatte. Das Flugzeug, dass sie ihn ihr neues Leben „geflogen“ hatte.

~*~*Flashback Ends~*~*

Judy stand auf. Das alles war jetzt sechs Monate her und sie liebte ihn immer noch. Sie würde auch niemals damit aufhören. Das wusste sie. Niemals mehr würde sie einen Mann so sehr lieben können, wie Barry. Manchmal überlegte sie noch, ob sie nicht doch den falschen Weg gegangen war aber dann kamen ihr wieder die Streitereien mit Mark in den Sinn und sie wusste, dass es das richtige gewesen. Nur so würden sich die beiden Brüder wieder vertragen. Vielleicht hätte sie auch noch länger mit Barry kämpfen sollen. Vielleicht hätte Mark sie dann irgendwann akzeptiert. Aber da sie nicht wusste, ob überhaupt irgendwann dieser Zeitpunkt gekommen wäre musste sie gehen. So sehr sie Barry auch liebte.
Sie war mittlerweile in ihren Zimmer angekommen. Sie schaute sich das Bild von Barry und ihr an. Eines kurz bevor sie abgereist war. Judy küsste das Bild ein letztes Mal und machte dann das Licht aus.