"Frauen sind zu gestresst für Sex! Vier von fünf Frauen haben keinen Spaß mehr im Bett, weil sie einfach viel zu erschöpft sind...” kam es aus dem Radio und Mark fügte hinzu "Das is echt wahr!" Shane sah ihn erstaunt an "Willst du damit etwa sagen, dass Jules..." - "Guck auf die Straße, Mann!" Shane trat auf die Bremse und hielt nur knapp vor dem Fuchs an. Das Tier bleib regungslos stehen und glotzte in die Scheinwerfer, es verschwand erst als Shane sich wieder gesammelt hatte und in der Lage war die Hupe zu betätigen. "Sorry!" Die letzten zwei Wochen waren Westlife in Europa rumgereist um in TV Shows aufzutreten oder Interviews zu geben. Kian war gleich bei seiner Freundin in London geblieben und so kam es, dass die beiden jetzt allein vom Dubliner Flughafen nach Sligo unterwegs waren. "Und ich dachte immer du hättest den meisten Sex von uns allen." griff Shane das Gespräch wieder auf. "Seit sie die Klausuren zurückbekommen hat isses damit vorbei, Jules ist das reinste Nervenbündel." - "Hat sie die Arbeiten vor den Baum gesetzt?" - "Für ihre Verhältnisse schon. Deswegen hat sie sich jetzt auch n Haufen Zusatzkram aufgehalst und lernt wie bekloppt für die Kurzkontrollen, weil sie sich noch verbessern will bevor die Noten fertig sind." - "Is doch nich mehr lange bis zu den Weihnachtsferien." - "Die sind erst in drei Wochen! Und wenn man bedenkt dass ich den ganzen Mist schon einen Monat mitmache... Ihr Sexualtrieb hat ziemlich unter den ganzen Hausarbeiten und Vorträgen gelitten." - "Macht es ihr denn keinen Spaß mehr im Bett?" - "Doch, aber es kommt halt viel zu selten vor dass sie mit mir schläft." - "Tja, ich darf heute Abend bestimmt noch ran." grinste Shane. "Na vielen Dank auch!" - "Isses denn wirklich sooo schlimm?" - "So schlimm, dass ich froh sein kann, wenn sie mich an den Wochenenden ranlässt. Jules ist von der Uni immer so geschlaucht, die schläft schon fast beim Zähneputzen ein." - "Hat sie nich ma Zeit für n Quickie?" - "Da steht sie nich so drauf." - "Tja, Scheiße Mann... Aber das kommt wieder in Ordnung. Du wirst schon sehen, wenn erst mal Ferien sind, wirst du sie dir nicht mehr vom Leib halten können."
Währenddessen in Sligo:
"Herzlichen Glückwunsch Mrs. Filan, Sie sind in der 4. Woche schwanger." Somit war Gillians schlimmster Alptraum wahrgeworden. "Nein! Nein! Sind Sie ganz sicher?" - "Ja, wollen Sie Ihr Kind mal sehen?" Dr. Finnegan drehte den Monitor des Ultraschallgerätes in ihre Richtung, doch Gillian wand den Kopf ab. "Nein!... Ich kann dieses Baby nicht gebrauchen." - "Viele Erstgebärende machen sich am Anfang Sorgen wenn sie von einer Schwangerschaft überrascht werden, aber Sie brauchen keine Angst zu haben, Ihr Baby ist völlig gesund und Sie sind es auch. Es bestehen keinerlei Risiken." - "Nein, Sie verstehen das nicht. Ich kann dieses Kind auf keinen Fall bekommen!" - "Ich kann Sie durchaus verstehen, viele junge Frauen, die ungeplant schwanger werden sind unsicher ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, aber das ist völlig normal. Ich schreib Ihnen mal die Nummer von einer Beratungsstelle auf." - "Ich gehe aber zu keiner verdammten Beratung. Es ist völlig indiskutabel, dass ich dieses Kind behalte! Und Sie, als mein Arzt, sind dazu verpflichtet mir zu helfen!" - "Natürlich. Das werde ich auch, ich möchte nur nicht, dass Sie etwas überstürzen und das später bereuen." - "Ich habe mich entschieden, ich will das Baby abtreiben lassen. Können Sie den Eingriff in Ihrer Praxis durchführen?" - "Ja, ich kann das hier vornehmen. Sie können sich wieder anziehen." Der Doktor blätterte in seinem Terminbuch rum und sah Gillian an. "Wann soll die OP stattfinden?" - "Ich möchte es so schnell wie möglich loswerden. Nächste Woche?" - "Freitag?" - "Haben Sie auch Mittwoch noch was frei?" - "Dann müssten sie aber gleich Frühs kommen. 8.00!" - "Das kann ich einrichten." - "Erscheinen Sie bitte nüchtern und lassen Sie sich nach dem Eingriff abholen, Sie sind danach nicht fahrtüchtig." Dr. Finnegan druckte ihr noch ein Rezept für Schmerztabletten aus. "Die hier müssen Sie sich vorher noch in der Apotheke besorgen." - "Danke!" - "Falls Sie es sich doch noch überlegen sollten, rufen Sie einfach an und sagen den Termin ab. Machen Sies gut!" - "Ja, bis Mittwoch."
"Mama! Mama!" Gillian vernahm eine Kinderstimme als sie die Praxis des Frauenarztes verließ. Sie drehte sich um, doch auf der Straße war niemand zu sehen. Sie lief ein paar Schritte und da war es wieder. "Mama! Mama!" Es war schon lange dunkel und normalerweise liefen um acht Uhr abends keine kleinen Kinder mehr allein draußen rum. "Ich bin hier! Hier drin, in deinem Bauch!" "Aber das ist doch nicht möglich..." schoss es ihr durch den Kopf. "...Komm schon Gillian, du spinnst nur ein bisschen weil sich deine Befürchtungen bestätigt haben." beruhigte sie sich. Doch die Stimme verschwand nicht. "Glaub es ruhig, Gillian!" - "Das ist nicht wahr, so etwas gibt es nicht. Ungeborene Babys können nicht auf diese Art mit ihrer Mutter kommunizieren." - "Aber ich bin da. Ich spreche mit dir, ich kann deine Gedankenströme empfangen, ich weiß immer wie du dich fühlst und ich kriege alles mit was um dich rum passiert! Also, warum möchtest du mich loswerden?" - "Weil ich kein Kind von jemandem will, den ich überhaupt nicht liebe." - "Du liebst den Mann gar nicht?... Wieso hast du es dann getan?" - "Lass mich in Ruhe! Was willst du überhaupt von mir?" - "Ich will leben." - "Das geht nicht." - "Wieso hast du es dann getan?" Gillian versuchte das Kind auszublenden, an etwas anderes zu denken, es gelang ihr nicht. "Gillian, das bringt gar nichts. Du kannst deine Gedanken nicht ständig ablenken, früher oder später werde ich es heraus finden." - "Halt die Klappe!" - "Nein!" - "Verschwinde sofort aus meinem Kopf!" - "Ich muss es wissen. Wieso hast du es getan?" - "Nur noch ein paar Schritte, dann bin ich zu Hause und dann werd ich mich so heftig betrinken, dass eine Abtreibung dann vielleicht gar nicht mehr nötig ist, weil dich das schon umgebracht hat! Und falls nicht, bin ich dich doch wenigstens für ein paar Stunden los." Die Bar im Wohnzimmer beinhaltete jedoch nichts außer einer Bacardiflasche in der sich lediglich ein winziges Tröpfchen befand. "Na klasse!" grummelte Gillian und eilte in den Keller um dort nachzusehen. Doch den einzigen Alkohol den sie fand war ein Getränk, das Weihnachtsfan Shane vor einigen Wochen gekauft hatte. "Wäh Glühwein!... Na ja, immerhin besser als nichts." dachte sie und nahm sich eine Flasche davon aus der Kiste. Gillian machte sich eine Tasse nach der anderen davon in der Mikrowelle warm, bis sie die Flasche vollständig geleert hatte und taumelte anschließend ins Bett, wo sie auch sofort einnickte.
Zur gleichen Zeit saß Juliet am anderen Ende der Stadt an ihren Hausaufgaben. "...Also noch mal. Ich habe x0 gegeben und ich soll x ermitteln... Das mach ich mit dieser Formel. Aber was ist dann k?... Argh! Ich hasse diesen Quark! Das ist doch..." - "...nur Beschäftigungstherapie. Wenn ich von der Uni runter bin, brauche ich das nie wieder." beendete Mark, der soeben ihr Arbeitszimmer betreten hatte, den Satz. Freilich würde Juliet das niemals sechs- bis zehnjährigen Kindern beibringen müssen. Aber irgendwie mussten die Bewerber für Lehramt Grundschule ja ausgesiebt werden, weshalb man ihnen Stoff der 12. Klasse gab. "Mark!" strahlte sie ihn an. Er gab seiner Freundin einen Kuss und ging ihr unters Shirt. Sie wehrte seine Hände ab "Ich kann nicht. Ich muss das hier noch fertig kriegen." Er küsste sie erneut und streichelte dabei ihren Nacken. "Ich wüsste da was besseres!" - "Es geht wirklich nicht. Ich muss noch so viel erledigen und ich schnall es einfach nicht." Mark gab nicht auf und saugte an ihrem Hals, in der Hoffnung sie so rumzukriegen, denn das war ihre empfindliche Stelle. "Wir haben uns doch jetzt so lange nicht gesehen!" - "Aber meine Noten könnten echt besser sein." Mark seufzte. "Ich wette du sitzt jetzt bestimmt schon eine halbe Stunde hier und kommst zu keinem Ergebnis..." Und so war es ja auch. "... also lass es doch einfach!" Er hatte recht. Juliet war während des Unterrichtes aufmerksam und erledigte immer ihre Aufgaben, doch es half alles nichts. "Ach zum Teufel mit Mathe!" sie streckte ihren Arm aus und fegte die ganzen Hefter und Bücher vom Schreibtisch. "Das wollte ich schon immer mal tun." Sie setzte sich auf die Tischplatte, lächelte ihrem Freund frech zu und zog ihn an sich...
Jemand anders hatte an diesem Abend weniger Glück. Als Shane nach Hause kam, fand er Gillian tief schlafend vor. "Hey Schatz, ich bin zurück!" flüsterte er in ihr Ohr und strich ihr sanft über die Wange. Als sie gähnte schlug ihm der starke Geruch von Glühwein entgegen. "Schade, dabei hatte ich mich schon so auf sie gefreut." Traurig und unbefriedigt döste er vor dem Fernseher ein.

"Ich hoffe du hast genau solche Kopfschmerzen wie ich." meldete sich das Baby als Gillian aufwachte. "War ja mal wieder klar. Wenn es scheiße läuft dann richtig. Für einen Moment hatte ich geglaubt, du wärst nur ein böser Traum." - "Du bist der wahre Alptraum! Babys können sich ihre Mütter nun mal nicht aussuchen und ich musste unbedingt jemanden wie dich erwischen!" Leise öffnete sich die Schlafzimmertür und Shane erschien, um sich was zum Anziehen aus dem Kleiderschrank zu holen. "Guten Morgen meine Süße!" Er setzte sich zu ihr ans Bett und küsste sie liebevoll auf die Stirn. "Na wie gehts dir?" - "Mhh." - "Soll ich dir ne Kopfschmerztablette holen?" - "Ja, das wär lieb." lächelte sie ihn an. Für gewöhnlich trank Gillian nicht wenn sie allein war, deshalb machte Shane sich Sorgen und wollte sie eigentlich fragen warum sie das getan hat, noch dazu wo sie Glühwein nicht ausstehen konnte, ob sie irgendwelche Probleme hat. Er beschloss jedoch das Gespräch vorerst zu verschieben, wenn Gillian Kopfweh hatte war sie leicht zu reizen. "Das war er doch, oder Gillian? Das war mein Vater." - "Ja." - "Ich hab es gleich gespürt, an seiner warmen Aura... Weshalb bist du mit ihm zusammen wenn du ihn nicht liebst?" Gillian war zu erschöpft um verbale Kämpfe mit dem kleinen auszutragen und vielleicht würde es sie dann in Frieden lassen, wenn sie ihm alles erzählte was es wissen wollte. "Weil er reich ist und auf mich steht, also wieso nicht? Außerdem beneiden mich Millionen von Frauen auf der ganzen Welt um ihn, das ist ein irres Gefühl." - "Nur weil er Geld hat hast du ihn geheiratet?" - "Ja, das war das Beste was ich je zu Stande gebracht habe. Damit hab ich ausgesorgt, wenn ich mich von ihm scheiden lasse, kann ich richtig abkassieren. Eigentlich wollt ich damit ja warten bis fünf Jahre um sind, aber ich hab keine Lust noch mal so ein Horrorbaby verpasst zu kriegen. Nach zwei Jahren bekommt man auch schon ne saftige Abfindung... Was ist, hat es dir die Sprache verschlagen?... Auch gut!"
Für den Rest des Tages hatte Gillian Ruhe vor dem Baby. Da sie sich am Abend wieder bestens fühlte, musste sie es über sich ergehen lassen mit Shane ins Bett zu steigen. Sie waren gerade voll dabei, als das kleine sich wieder einklinkte. "Er hat so zärtliche Hände und alles woran du denkst ist wann es endlich vorbei ist!" - "Argh! Kannst du mich nicht mal dabei allein lassen?" - "Er liebt dich von Herzen. Gib ihm doch eine Chance." - "Ahh, wir versuchen es jetzt also auf die softe Tour. Du kannst sagen was du willst, es wird mich nicht von meinen Zielen abbringen und es gibt nichts was du dagegen tun kannst." Vor ein paar Wochen hatten sie sich gemeinsam Eiskalte Engel im Fernsehen angeschaut und Shane hatten einige Lieder, die im Film vorkamen, aber besonders das von Placebo, so gut gefallen, dass er unbedingt den Soundtrack haben musste. "Achte mal genau auf die Musik, Gillian! ...Like the naked leads the blind, I know I'm selfish, I'm unkind. Sucker love I ALWAYS FIND SOMEONE TO BRUISE AND LEAVE BEHIND... Genau so bist du, selbstsüchtig und unfreundlich. Hast du auch nur mal eine Sekunde daran gedacht, was du ihm alles antust?" - "Das kannst du gleich wieder vergessen, von wegen mir hier Schuldgefühle einreden. Ich bekomme immer alles was ich will!"

Als Gillian sich auf den Weg zum Frauenarzt machte, versuchte das Kind in ihr ein letztes mal sie umzustimmen. "Mama,..." schluchzte es, ihre Unsicherheit ausnutzend "...bitte dreh um und lauf zurück nach Hause!" Gillian hatte nämlich trotz allem doch ein wenig Bammel vor der Operation. "Es tut mir leid mein kleines. Ich hatte doch gar nicht die Absicht schwanger zu werden, es war ein Unfall. Ich hatte zu viel getrunken und die Pille vergessen und als ich es bemerkt habe, war es schon zu spät." entschuldigte sie sich. "Nein! Hab ich etwa gerade mein kleines gesagt? Gillian, denk an deine Zukunft, bau jetzt keine Beziehung zu dem Kind auf!" schoss es ihr im nächsten Moment durch den Kopf. "Du kannst Shane doch nach meiner Geburt immer noch verlassen, wenn du es dann noch möchtest. Er würde sich bestimmt gerne um mich kümmern und mit mir spielen. Ich will doch auch nur dass mich jemand lieb hat." - "Hör auf, hör sofort auf!" Nun flossen Tränen ihre Wangen herab. "Aber was ist mit deinem ganzen Wissen?" - "Sobald sich meine Lungen mit Sauerstoff füllen hab ich alles vergessen. Oder was glaubst du warum Neugeborene erst lernen müssen zu sprechen?" - "Du bist aber kein gewöhnliches Baby! Weshalb sollte ich dir trauen?" - "Du bist doch meine Mutter! Ich bin ein Teil von dir, ich trage deine Gene." - "Das tut jetzt überhaupt nichts zur Sache, ich wollte dich doch gar nicht. Ich will dich immer noch nicht!"
Ihr Arzt hielt noch einmal eine Ansprache, von wegen dass viele Frauen es noch Jahre später bereuen und selbst wenn sie bis dahin schon neue Kinder haben, den Verlust nicht verkraften und fragte Gillian, ob sie wirklich sicher sei. Sie bejahte und lag kurze Zeit später auf dem OP-Tisch.
Nach einer halben Stunde war alles vorbei. Dr. Finnegan hatte ihr unmittelbar danach noch ein Schmerzmittel verabreicht und erklärt wie oft sie die verschriebenen Tabletten einnehmen soll und dass es vorkommen kann, dass sie heute noch unter Krämpfen leidet und blutet. Er hatte sie ausdrücklich darauf hingewiesen nicht zu zögern ihn anzurufen, falls die Beschwerden ungewöhnlich stark sind, da ihre Abtreibung ja relativ zeitig stattfand und somit fast keine Komplikationen nach sich ziehen dürfte. Denn je größer das Kind bereits ist, umso problematischer der Eingriff. Als Gillian sich auf den Heimweg machte fühlte sie sich erleichtert, aber auch eine gewisse Leere in sich. Völlig erschöpft kam sie daheim an und war froh unterwegs nicht zusammengebrochen zu sein. Sie hatte fast doppelt so lange gebraucht für den Weg den sie normalerweise in 15 Minuten zurücklegte. Wer hätte sie denn abholen sollen? Sie konnte es doch niemandem erzählen. Sie ließ sich auf ihr Bett fallen und hoffte dass sie wieder okay ist bis Shane morgen zurückkommt, damit er nichts bemerkt.

Shane lief gerade mit einem Diktiergerät durch sein Arbeitszimmer und sprach Ideen für einen Song darauf, als ihm nichts mehr einfiel beschloss er noch einmal nach Gillian zu sehen. Wahrscheinlich brütete sie nur eine Grippe aus, nichts ungewöhnliches um diese Jahreszeit, trotzdem machte er sich Sorgen. Er betrat das Schlafzimmer und sah wie sie ihre Klamotten in einen Koffer packte. "Liebes was tust du da?" - "Ich werde mich scheiden lassen." - "Was?" - "Ich kann nicht mehr länger mit dir zusammenbleiben." Gillian war zwar immer noch geschwächt, hielt es aber nicht mehr länger aus und wollte daher gleich gehen. "Aber wieso?" - "Ich empfinde nicht mehr das gleiche für dich." Shane hatte nie etwas bemerkt, wie sollte er auch, bei ihnen war doch bisher immer alles in Ordnung und so eine Entscheidung fällt man ja nicht von heute auf morgen. Wenn es vorher schon mal gekriselt hätte, aber so traf es ihn völlig unvorbereitet. "Gillian, ich liebe dich und ich will mich nicht von dir trennen!" Er ging einen Schritt auf sie zu und wollte sie in den Arm nehmen, doch Gillian wich zurück. "Ich bin sicher, dass wir das Problem gemeinsam lösen können. Sieh mal, du kannst mit mir doch über alles reden." - "Was würde das denn ändern?" So abweisend hatte er sie noch nie erlebt und es verletzte ihn, dass sie nicht einmal versuchte ihre Ehe zu retten. "Was habe ich denn falsch gemacht, dass du mir das antust? Wir waren doch glücklich." - "Es liegt nicht an dir." - "Ich versteh das nicht. Wieso um alles in der Welt? Nenn mir wenigstens den Grund." Gillian zögerte. "Das hilft dir doch auch nicht dich besser zu fühlen." Sie wollte gehen, da es ihr langsam zu viel wurde, doch er hielt sie zurück. "Verzeih mir, ich muss es tun." Doch Shane gab nicht nach. "Bitte lass mich gehen." - "Ich will wissen warum, das bist du mir schuldig." - "Bist du dir da auch ganz sicher?" funkelte sie ihn gereizt an. "Raus mit der Sprache!" - "Na schön, wenn du es unbedingt willst, bin ich ehrlich. Ich habe dich nie geliebt und dich nur wegen des Geldes geheiratet." Shane fühlte sich als wenn man ihm das Herz rausgerissen hätte. Doch gleichzeitig war er auch furchtbar wütend, dass sie ihn so hintergangen hatte. Unauffällig ließ er seine Hand in die Hosentasche gleiten und drückte auf Record. "Sag das noch mal Gillian!" - "Ich habe dich nur wegen des Geldes geheiratet." Shane beendete die Aufnahme und spulte ein Stück zurück. Anschließend hielt er das Diktiergerät hoch und spielte ihr die Stelle vor. Gillian fiel fast die Kinnlade runter, bedeppert schaute sie ihn an. "Du hast mir wehgetan, jetzt tu ich dir auch weh. Dank diesem Beweisstück wird dir kein Scheidungsrichter auf der ganzen Welt auch nur einen Cent zusprechen. Ich werde es Kian erzählen und so wird deine ganze Familie davon erfahren wie kaltherzig du bist. Du wirst so allein sein wie nie zuvor, weil sich alle unseren gemeinsamen Freunde von dir abwenden werden. Und jetzt verschwinde aus meinem Leben!"
Nachdem Gillian gegangen war lief Shane zurück in sein Arbeitszimmer, da der Raum eine beruhigende Wirkung auf ihn hatte. Er legte sich auf die Couch um das gerade erlebte zu verarbeiten. In einem einzigen Augenblick war die ganze Welt vor seinen Augen zusammengebrochen und er konnte nichts dagegen tun. Seine Augen füllten sich mit Tränen. Sollte er sich betrinken? Doch was würde das bringen? Er würde den Schmerz nicht ewig damit betäuben können. Aber reden konnte helfen. Shane griff zum Telefon und rief Mark an, der auch sofort vorbeikam.
"Wie, Gillian hat dich verlassen?" Shane spielte Mark die Aufzeichnung vor. "Das ist ja so was von mies!" - "Warum war ich bloß nicht vorsichtiger, als sie sich auf einmal wieder für sie interessierte? Nachdem ich dieser umschwärmte Typ geworden war und nicht mehr derjenige den sie während der Schulzeit abserviert hatte, weil er ihr zu langweilig war." - "Du warst verliebt. Keiner von uns hätte geahnt was sie wirklich vorhat, immerhin ist sie ja Kians Cousine." - "Weißt du eigentlich, dass ich damals nie aufgehört hatte ihr nachzutrauern? Ich war so glücklich eine zweite Chance zu bekommen... All die Jahre hat sie mich nur benutzt, dabei war sie einzige Frau, bei der ich mir vorstellen konnte, dass es ewig hält, mit der ich Kinder wollte. Und nun steh ich vor dem Nichts und bin wieder allein... Kian und Nicky haben es schon richtig gemacht, sich reiche Frauen auszusuchen... Oh sorry, ich wollte damit nich sagen dass Jules..." - "Schon klar!" - "Mhh! Jetzt bin ich wieder voll ins Fettnäpfchen gelatscht." - "Is ja nichts neues." - "Was soll das denn heißen?" empörte er sich. Mark grinste ihn an und jetzt musste auch Shane lachen.
Natürlich war Shane das ganze nur so rausgerutscht, doch es hatte in Mark etwas ausgelöst und er konnte es nicht lassen darüber nachzudenken, als er sich einige Stunden später auf den Nachhauseweg machte. Und je länger Mark sich damit beschäftigte, umso mehr stellte er fest, dass Jules überhaupt keine Gemeinsamkeiten mit Gillian hatte. Nachdem sie zusammengezogen waren, hatte sie trotzdem ihren Nebenjob behalten, auch wenn sie jetzt keine Miete mehr zahlen musste. Als es an der Uni stressiger wurde, hatte er sie gebeten zu kündigen, damit sie mehr Zeit füreinander haben. Aber Jules hatte ihm damals erklärt, dass sie ihr eigenes Einkommen braucht, weil es ihr unangenehm ist, nur von seinem Geld zu leben und daher lediglich die Arbeitsstunden reduziert. Außerdem war sie nicht so eine Glamourtussi wie Gillian, Jules hatte ein Problem damit viel für Klamotten auszugeben, es war ihr unangenehm.
Als Juliet am Abend nach Hause kam, war ihre Jeans unten an den Waden vom Regen durchnässt und dreckig. Sie stellte ihre Schultasche neben den Schreibtisch, zog sich die Hose aus und nahm gleich die anderen Klamotten, die über dem Stuhl hangen mit um sie zu waschen. Sie betrat das Badezimmer und sah Mark in der Wanne liegen. "Hey Schatz!" - "Gut, du hast schon mal angefangen dich auszuziehen..." grinste er als Anspielung auf ihre unbekleideten Beine. "...Komm rein, das Wasser ist schön warm!" In dem Moment klingelte Juliets Handy im Arbeitszimmer. Sie wartete schon den ganzen Tag auf den Anruf einer Freundin von der Uni wegen dem Aufsatz in Erziehungswissenschaften, den sie übers Wochenende aufbekommen hatten. Ihr Lehrer war dafür bekannt jedes Jahr die gleichen Sachen aufzugeben und Vanessa war an eine Arbeit zu dem Thema rangekommen und hatte Jules versprochen, sie deswegen anzurufen, da sie sich Freitags nicht sahen. Jules hatte mit einer kleinen Studiengruppe praktischen Unterricht (was bedeutete dass ein Lehrer ihnen beibrachte wie man unterrichtete) in der Grundschule und Vanessa war an diesem Tag in der Uni, da sie einer anderen Gruppe zugeteilt war. "Ich muss rangehen, es ist wichtig." - "Aber das bin ich auch!" Hin und hergerissen blieb sie einen Moment regungslos stehen. "Sorry!" Sie schmiss die Klamotten auf die Waschmaschine und sprintete los. Gerade noch rechtzeitig holte sie das Phone aus ihrer Schultasche. Es war tatsächlich Vanessa, also begannen sie über den Aufsatz zu lamentieren und Juliet machte sich Notizen aus dem was ihre Freundin vorlas. Nach fünf Minuten wurde Mark ungeduldig, er überlegte ob er ihr zurufen sollte "Jules, ich bin nackt und warte auf dich!" oder so was in der Richtung, ließ es aber bleiben, weil ihre Freundin am anderen Ende der Leitung dann mit Sicherheit annimmt, dass er sexgeil ist. Muss ja nicht jeder die Wahrheit kennen, dachte er sich. ;) Als das Wasser schließlich kalt war, stieg er aus der Wanne und trocknete sich ab. Da er Jules eine Freude machen wollte, fing er an die Wäsche einzusortieren, als er merkte, dass in ihrem Strickmantel noch ein Zettel steckte. Er wollte ihn gar nicht lesen, da der aber wie ein Geschäftsbrief gefaltet war, stach Mark zwangsläufig das Logo einer Baufirma ins Auge und jetzt war er natürlich schon neugierig. Der Brief war an sie adressiert und erst wenige Tage alt. Er trug den Betreff "Auftragsbestätigung". Dem Text konnte Mark entnehmen, dass es sich um einen ungefähr 3.000 € teuren Pool handelte, der im Februar bei ihnen im Garten gebaut werden sollte und dass man den ganze Spaß von seinem Konto abbuchen würde. "Also doch!" Er stürzte ins Arbeitszimmer, als Juliet ihn bemerkte beeilte sie sich das Gespräch zu beenden. Wütend hielt er ihr den Zettel hin. "Jules, kannst du mir das vielleicht mal erklären?" - "Das sollte eigentlich eine Überraschung für deinen Geburtstag werden, bis dahin wäre der Pool nämlich fertig." - "Ja und ich darf dieses Ding auch noch selber bezahlen, oder was?" - "Deine Mum meinte auch es wäre eine nette Idee und weil du ja keine Zeit hast dich um so was selbst zu kümmern, hat sie mir eben deine Bankdaten gegeben und ich hab die Sache in die Hand genommen." - "Ach ja eine nette Idee, wirklich! Ich kaufe mir doch keinen 3.000 € teuren Pool, wenn ich in einer Stadt wohne, die am Meer liegt und einen Sandstrand hat! Wie kommst du bloß dazu eine solche Entscheidung hinter meinem Rücken zu treffen?" - "Na ich dachte es wäre schön, wenn wir im Sommer Poolpartys mit Freunden feiern könnten..." Sie ging einen Schritt auf ihn zu und legte ihre Hand auf seine Brust. "...oder allein ein bisschen im Wasser herumtollen." Ärgerlich wies er sie zurück. Er wollte sich nicht von ihrem hübschen Gesicht ins Unglück stürzen lassen, doch das würde früher oder später passieren. Wer weiß was sie ihm noch alles verheimlichte? Wenn er sich noch mehr in sie verliebte, dann würde es erst richtig weh tun, es war besser jetzt einen Schlussstrich zu ziehen, wenn er relativ unbeschadet aus dieser Beziehung rauskommen wollte. Natürlich würde er ein paar Wochen Liebeskummer haben, aber er würde es überleben. Mark vergrub seine Hände in den Taschen seines Bademantels, und als er merkte, dass sich darin ein Geldstück befand knallte er es auf den Tisch. "Hier, meinen letzten Cent kannst du auch noch haben!" Juliet hätte nie geglaubt, dass ein Mann, der einen Bademantel mit einem lachenden Seestern auf der Brust trägt, so sauer werden könnte. Es war ein merkwürdiges Bild, was er da abgab. "Mein Gott, wenn ich gewusst hätte, dass du dich so aufregst, hätte ich es gelassen." - "Ich werde mich von dir trennen." - "Was? Das ist nicht dein Ernst!" - "Das ist mein voller Ernst!" - "Doch nicht etwa wegen diesem scheiß Pool?!... Das glaub ich einfach nicht!" Juliet fühlte Tränen in sich aufsteigen, aber sie wollte unter keinen Umständen jetzt vor ihm weinen. Also griff sie sich eine Hose aus ihrem Kleiderschrank, schnappte sich ihr Handy und rannte zur Tür. Schluchzend zog sie sich dort an. Immer wenn sie nicht weiter wusste ging sie spazieren und nun war definitiv einer dieser Momente. Mark tat sie zwar leid, doch er musste es tun, wenn er nicht wie Shane enden wollte.
Juliets Haut brannte, als sich ihre Tränen mit der Kälte mischten, doch es war ihr egal, sie wollte einfach alles rauslassen. Sie war vielleicht zwei Minuten draußen als plötzlich ihr Handy klingelte. Mit zitternden Fingern nahm sie es aus der Jackentasche in der Hoffnung es wäre Mark, der ihr sagen wollte, dass er das alles nicht so gemeint hat, doch auf dem Display stand Shanes Name. Sie holte tief Luft und zwang sich nicht zu weinen als sie ranging, es gelang ihr nicht. "Ja!" - "Jules gehts dir nich gut?" fragte er als er das Schluchzen vernahm. "Neiiin!" Shane glaubte den Grund dafür bereits zu kennen. "Oh Mist, das ist meine Schuld. Ich hab was dummes zu Mark gesagt und jetzt hattet ihr deswegen Stress, stimmts?" - "Er hat mit mir Schluss gemacht!... Aber ich versteh nicht wie das deine Schuld sein kann, was ist denn passiert?" - "Gillian hat mich verlassen und mir vorher noch gesagt, dass sie mich nur wegen des Geldes geheiratet hat." - "Wie fies! Und wie gehts dir jetzt? Dumme Frage, ich weiß, wie solls dir schon gehen. Aber ich mein, muss ich Angst haben, dass du dir was antust?" Shane lachte. "Nein, ich bin okay. Natürlich tut es ganz furchtbar weh, aber der Ärger überwiegt." - "Na da bin ich ja beruhigt, denn weißt du, ich hatte immer den Eindruck Gillian wäre der ganze Inhalt deines Lebens." - "Sie hat mir schon ne Menge bedeutet, aber so krass isses nicht. Weswegen ich eigentlich anruf, ich wollte euch fragen, ob ihr nicht Lust habt morgen mit mir ausreiten zu gehen, aber kriegt erst mal eure Beziehungsprobleme in den Griff. Ich hoffe ich hab da nicht allzu viel Schaden angerichtet." - "Ach was, du kannst ja nichts für das was Mark sich so in den Kopf setzt. Mach dir mal keine Sorgen, ich krieg das schon gebacken." - "Okay, na dann viel Glück. Ach so und kannst du Mark mal bitte noch sagen, dass er sein Telefon bei mir vergessen hat." Juliet lachte. "Mark wäre nicht Mark wenn er nicht ständig irgendwas liegen lässt. Ich werds ihm ausrichten. Ciao!"
Shane musste grinsen. So ein verrücktes Huhn, denkt er würde sich deswegen gleich umbringen wollen. Nein, Gillian war nicht sein ganzes Leben, er hatte noch die Musik und seine Freunde. Shane sah das Bild über der Couch in seinem Arbeitszimmer an, dass sie alle vier zeigte. Es war dieses Jahr bei einer Sommerparty entstanden. Fotofan Jules hatte es als Poster vergrößern lassen, es gerahmt und ihm zum Geburtstag geschenkt. Die Jungs und die Musik würden ihm helfen das mit Gillian durchzustehen. Shane ging zum Fenster und blickte zum Sternenhimmel. "Was solls Gillian, dann hast du mich eben nicht geliebt, aber eines Tages werde ich die Frau treffen, die das von Herzen tut, ganz bestimmt!"
Nun war Juliet klar, was hinter Marks Reaktion steckte, er hat Angst sie hätte die gleichen Absichten wie Gillian und würde ihm eines Tages das selbe antun. Sie lief über den weihnachtlich geschmückten Marktplatz und bestaunte die Lichterketten in den kahlen Bäumen, es sah richtig toll aus, so warm. Gillian, diese Alte, wie konnte sie Shane das nur antun so kurz vor Weihnachten? Juliet hatte noch niemals einen Menschen kennen gelernt, der Weihnachten so sehr mochte wie Shane und hoffte Gillian hatte ihm das jetzt nicht auf ewig verdorben. Sie setzte sich auf eine Bank um den Anblick noch eine Weile zu genießen. "Tja, jetzt muss ich Mark wohl beweisen, dass es mir um ihn geht." Und sie beschloss nicht eher zurückzugehen bis ihr etwas eingefallen war, denn irgendwie hatte sie nicht das Gefühl Mark würde sich von allein wieder beruhigen. "Aber wie? Was soll ich denn tun damit er mir glaubt, dass ich ihn liebe? Ich will ihn doch nicht verlieren!" schluchzte sie leise. Sie saß eine Weile so da als ein kleiner Junge über den einsamen Marktplatz lief. "Miss McFarlane?" Schnell wischte sie sich die Augen trocken. "Max, was machst du denn so allein im Dunkeln draußen?" - "Ich war noch bei Sandy weil ich fragen wollte was ihr so in der Schule gemacht habt, aber sie war diese Woche selber krank." - "Also kommst du Montag wieder?" - "Ja ich bin wieder fit." Er spannte demonstrativ seinen kleinen dürren Arm an und Juliet musste lachen. "Also am Freitag haben wir in Englisch ein Märchen von Grimms gelesen, du weißt schon, das sind diese zwei berühmten deutschen Typen." - "Ja hab ich schon mal gehört. Aber was mich viel mehr interessiert ist, warum du vorhin geheult hast?" - "Ach, es ist wegen meinem Freund." - "Wieso? Habt ihr euch getrennt? Haste Liebeskummer? Weißt du was, du solltest mal mit meinem Bruder Michael ausgehen. Er hat gesagt du wärst genau sein Typ, als er mich letztens von der Schule abgeholt hat. Er ist 21, spielt Fußball, ist groß und hat schwarze Haare." Hörte sich nach einem echten Frauenschwarm an, aber zum jetzigen Zeitpunkt konnte sich Jules trotzdem nicht darüber freuen. "Ja, dann sag deinem Bruder danke für das verlockende Angebot, vielleicht später mal, aber ich hoffe doch, dass mein Freund es sich noch anders überlegt." - "Ach nö! Du sollst doch mit Mike zusammenkommen. Na ja, ich muss jetzt heim, hab Kohldampf. Bis denn!" - "Ciao!" Juliet lachte, Maximilian war wirklich ein aufgeweckter kleiner Wirbelwind, total niedlich. Vielleicht sollte sie sich auch mal auf den Weg machen, ihr war schon ganz schön kalt, doch sie wusste immer noch nicht was sie wegen Mark unternehmen sollte. Sie überlegte angestrengt, doch ihre Gedanken schweiften immer wieder zur Schule ab und so drängte sich auch das Märchen von der klugen Bauerntochter wieder in ihr Bewusstsein. Vielleicht war das die Lösung, vielleicht sollte sie ihm genau das sagen, was die junge Königin darin ihrem Mann sagt. Eiligen Schrittes lief sie nach Hause in der Hoffnung dass Mark da sein würde. Sie sollte Glück haben, denn er hatte nach ihrem Streit keine Lust irgendwohin zu gehen und sah sich zum tausendsten mal "Die Asche meiner Mutter" im Fernsehen an, als sie zurückkam. "Ich bitte dich nur um eines, ich möchte mir als Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit etwas aus diesem Haus mitnehmen, das mir sehr viel bedeutet." - "Okay." Sie ergriff seine Hand. "Na dann komm!" Er sah sie leicht verwirrt an. "Aber du bist doch das Liebste und Beste was ich habe!" Da stiegen ihm Tränen in die Augen und er zog sie zu sich auf die Couch und drückte sie an sich. "Ach Jules, wie dumm ich war deine Liebe nicht zu erkennen." Sie küssten und streichelten einander als gäbe es keinen Morgen und nach einer Weile fragte er sie "Jules, versprichst du mir was?". Verliebt sah sie ihn an. "Alles!" - "Nicht mehr beim Vorspiel einschlafen, auch wenn du zur Uni musst." Sie lachte. "Na dann wirst du aber meine Lehrer bestechen müssen damit ich trotzdem so gut bleibe." - "Ach weißt du, mir ist das doch egal, so lange du hier vollen Körpereinsatz zeigst."...

Ende