
Rückblende
Fröhlich betrat ich das Haus und rief nach David, meinem Freund, mein
Job war ein paar Tage früher beendet und ich freute mich auf ein paar gemütliche
Tage. Nachdem ich nach dem zweiten Rufen keine Antwort erhalten hatte, ging
ich im Haus umher um ihn zu suchen. Ich fand ihn dann auch ziemlich schnell,
in unserem Schlafzimmer mit seiner Sekretärin. Ich stand ein paar Augenblicke
einfach nur da und war nicht fähig irgend etwas zu tun. Dann entwich mir
ein leiser Schrei und die beiden nahmen mich zur Kenntnis. Ich lief aus dem
Zimmer hinunter in die Küche und setzte mich erst einmal. Nach ein paar
Minuten tauchte David auf und sah mich geschockt an.
„Was soll das?“ sagte ich matt zu ihm.
„Es ist nicht so wie du denkst!“ versuchte er die Situation zu erklären.
„An dieser Situation war nichts mißverständliches David!“ ich sah
ihn an.
„Es ist einfach so passiert, ich wollte das nicht, bitte Ash!“
„Nichts bitte, das war’s! Ich habe mich immer wieder der Illusion hingegeben
das alles Gut wird, aber das stimmte nie, es war nie alles in Ordnung...“ ich
stand auf und sah aus dem Fenster auf den Ozean.
„Ash bitte, wir haben so viel zusammen durch gemacht..“ er versuchte meine Hand
zu nehmen aber ich entzog mich ihm.
„Wir haben viel zusammen durch gemacht? Das ich nicht lache, ich habe alles
für dich aufgegeben, meine Eltern, meine Brüder, meine Freunde, meine
Heimat! Weißt du wie schwer das war? Und jetzt nach 5 Jahren erwische
ich dich mit Simóne. Du hast keine Ahnung...“ ich wischte mir eine Träne
beiseite.
„Ich habe dich nicht gebeten deine Familie und deine Heimat zu verlassen um
mit mir hier in Arcachon zu leben, du hast dich selbst entschieden.“ er setzte
sich nun an den Tisch.
„Ich habe mich entschieden weil ich dich liebte und ich dachte wir würden
es schaffen.“ ich drehte mich zu ihm um und sah ihn an.
„Wir können es schaffen...“ setzte er an.
„Nein David, das können wir nicht! Ich habe keine Lust mehr deine Eskapaden
zu ertragen, frag doch Simóne ob sie dazu bereit ist, ich gehe zurück
nach Irland.“ ich nahm meinen Autoschlüssel vom Tisch und ging zu Tür.
„Ich denke nicht das dich deine Familie nach über 5 Jahren mit offenen
Armen empfangen wird, du hast dir hier ein neues Leben aufgebaut, du hast einen
tollen Job, Freunde und genügend Geld. Bleib hier!“
„Ich werde es sehen ob mich meine Familie noch akzeptiert, ich kann mir auch
in Irland ein neues Leben aufbauen. Meine Agentur kann mich auch von dort aus
vermitteln, das ist ja das gute an meinem Job. Wie du weißt kann man als
Model immer und überall arbeiten. Ich will nur so schnell wie möglich
weit weg von dir, von Frankreich und von deinen sogenannten Freunden. Ich lasse
morgen meine Sachen abholen.“ damit ging ich zur Haustür.
„Stell dir das nicht zu einfach vor! Denk darüber nach!“ David stand auf
und kam zu Tür.
„Hör´ zu David mein Entschluß steht fest. Du kannst das Haus
haben, ich nehme nur den Wagen und meine persönlichen Sachen mit. Ich werde
mein Konto hier auflösen und damit sind wir quitt!“
„So einfach ist es nicht...“ er hielt mich an meinem Arm fest.
„Doch David, es ist genauso einfach, ich nehme den BMW und du bekommst das Haus,
ich finde das nur fair. Und wie schon gesagt, es ist mein Konto und damit wäre
alles geregelt, ich lasse den Schlüssel morgen einfach hier. Bye!“ ich
ging zu meinem Wagen und stieg ein.
„Ash!!!“ hörte ich David mir nach rufen.
Ich suchte mir ein Hotel und ließ am nächsten Tag meine Sachen wie
besprochen abholen. Dann besorgte ich mir ein Ticket für Freitag für
die Fähre nach Cork.
Nun stand ich hier in Cork und wußte nicht so Recht was ich machen soll.
Ich steuerte das nächstbeste Hotel an und nahm mir ein einfaches Zimmer.
Ich sah auf die Uhr. 19.44 Uhr. Ich ließ mich mit der Auskunft verbinden.
„Schönen guten Abend hier ist die Auskunft, wie kann ich ihnen helfen?“
„Schönen guten Abend, ich hätte gern die Nummer und die Adresse von
Familie McKenneth in Sligo.“ ich atmete tief durch und mein Herz schlug mir
bis zum Hals.
„Tut mir leid, ich kann keinen Eintrag unter diesem Namen finden. Haben sie
vielleicht eine Straße unter der ich suchen könnte?“ fragte mich
die Dame freundlich.
„Lower Quay Street“ antworte ich ihr.
„Tut mir leid Miss, da ist keine Familie McKenneth verzeichnet. Es kann aber
sein, das sie sich nur nicht eintragen lassen wollten.“
„Danke!“ ich legte wie benommen den Hörer auf.
Ich wußte das meine Familie immer in Sligo gewohnt hatte und ich wußte
das sie vor zwei Jahren umgezogen waren, aber ich war mir sicher das sie nie
aus Sligo wegziehen würden. Ich beschloß am nächsten Tag nach
Sligo zu fahren um selber zu suchen.
Ich wachte früh auf und fuhr gegen 8 Uhr in Cork los, ich hatte nach gute
6 Stunden Autofahrt vor mir und war nervös wie meine Eltern auf mich reagieren
würden. Ich hatte meine Haare aufgelassen, so mochte es meine Mum früher
am liebsten und ich trug einfache Jeans und einen dicken Pulli.
Gegen Mittag kam ich in Sligo an und fuhr durch unsere alte Straße, es
hatte sich viel verändert und unser Haus schien an eine Familie mit Kindern
verkauft worden zu sein. Nach drei Stunden sinnlosem hin und her gefahre fuhr
ich zu einen kleinen Tankstelle und erhoffte dort etwas heraus zu finden. Zögernd
trat ich ein.
„Wunderschönen guten Tag Miss! Wie kann ich ihnen helfen?“ ein älterer
Mann begrüßte mich freundlich.
„Einmal die 2 und ich habe eine Frage, kennen sie eine Familie Robert McKenneth?"
„Das macht dann 47,86 Euro. Ja, ich kenne eine Familie McKenneth, sie wohnen
etwas außerhalb von Sligo. Sie fahren diese Straße bis zum Ende
und dann ca. 4 km immer gerade aus, da stehen ungefähr 5 Häuser, da
finden sie sie.“ er reichte mir mein Wechselgeld und mein Blick fiel auf einen
Kalender an der Wand, heute war der 9. September und mein Dad hatte heute Geburtstag.
Ich bedankte mich eilig bei dem Mann und fuhr dann wieder in Richtung Innenstadt.
Bei einem Juwelier entdeckte ich eine schöne Uhr und ließ sie gravieren,
ich betete zu Gott das sie ihm gefallen würde. Dann machte ich mich auf
den Weg. Wie konnte ich nur vergessen das mein Dad heute Geburtstag hat. Ich
rechnete kurz nach und stellte fest, das er heute sogar einen runden Geburtstag
hat, er wird 50.
Auf dem beschriebenen Weg wurde ich immer langsamer und einige Autos überholten
mich hupend. Wie würden sie reagieren? Wir hatten uns über 5 Jahre
nicht gesehen, ich war gerade mal 18 als ich im Streit, wegen David, auszog
und mich nie wieder meldete. Wie geht es ihnen? Wie geht es Ryan, Daniel und
Patrick? Ich erreichte die Häuser und fuhr an den Straßenrand. Ich
saß im Wagen und atmete ein paar Mal tief durch.....Ich hatte mir in der
Stadt schnell noch ein Kostüm gekauft, plötzlich fand ich Jeans und
Pulli zu unpassend. Nun saß ich hier in meinem hellblauen Kostüm
und den passenden Schuhen und in irgend einem dieser Häuser waren meine
Eltern und meine Brüder. Ich rechnete kurz nach, Ryan ist mittlerweile
24, Daniel 25 und Patrick 16. Ich kämpfte gegen meine Tränen an und
betete das sie mir verzeihen würden. Plötzlich klopfte es an meine
Scheibe. Ich wischte meine Tränen beiseite und sah in das freundliche Gesicht
einer Frau.
„Kann ich ihnen helfen?“ sie sah mich gespannt an.
„Nein.“ stotterte ich.
„Falls sie Mark suchen, der ist in seinem Haus auf der anderen Seite der Stadt.“
sagte sie unvermittelt zu mir.
„Nein, ich kenne keinen Mark. Vielleicht können sie mir doch helfen, ich
suche das Haus der McKenneth´s.“ ich blickte zu ihr hoch.
„Aber sicher Miss, kommen sie mit, sie können das Auto hier stehen lassen.
Ich bin auch gerade auf dem Weg zu ihnen. Robert feiert ja heute groß!“
sie lächelte mir aufmunternd zu.
„Danke!“ ich stieg aus, nahm mein Geschenk und folgte ihr langsam.
„Sind sie eine Freundin von Ryan oder von Danny? Ich habe sie hier noch nie
gesehen!“ sie sah mich prüfend an.
„Nein, ich bin Ashley McKenneth.“ antwortete ich leise.
Sie blieb abrupt stehen und drehte sich zu mir um.
„Oh, mein Gott! Ash? Ich kann es nicht glauben! Erinnerst du dich noch an mich?“
sie nahm mich in den Arm.
„Nein.“ antwortete ich ehrlich.
„Ich bin Marie Feehily, Mark Feehily`s Mum, Ryan ist mit ihm in eine Klasse
gegangen und sie hingen ständig mit Kian, Graham, Rowen und Shane herum.
Du hast ihm damals Nachhilfe in Irisch gegeben. Deine Mum und ich kennen uns
schon eine Ewigkeit.“ sie konnte sich kaum beruhigen.
„Ich erinnere mich, unser Popstar.“ ich grinste „Marie schön sie wieder
zu sehen!“ ich sah sie an, sie hatte sich nicht viel verändert und jetzt
erinnerte ich mich auch wieder.
„Mich freut es erst einmal! Man sieht ja was daraus wird..... „ sie lächelte
in sich hinein „Weiß deine Familie das du hier bist? Ich dachte du wärst
in Frankreich!“ sie harkte mich unter wir gingen weiter auf das Haus zu.
„Da war ich bis gestern auch. Nein, sie wissen es nicht.“ ich blieb stehen und
sah zweifelnd zum Haus „Vielleicht ist das doch keine gute Idee!“
„Doch natürlich, komm schon Ash! So schüchtern kenn ich dich ja gar
nicht!“ sie lächelte mir wieder aufmunternd zu, zog mich zur Eingangstür
und klingelte.
Ich hatte das Gefühl mein Herz müßte jeden Moment aufhören
zu schlagen. Dann wurde die Tür geöffnet und mein ältester Bruder
stand in der Tür.
„Hallo Marie! Da bist du ja wieder! Oliver hatte schon Angst du hättest
dich verlaufen!“ er lachte Marie strahlend an, dann fiel sein Blick auf mich
und er erstarrte.
„Hallo.“ sagte ich leise.
„Bist du es wirklich?“ Daniel sah mich lange an.
„Ja.“ meine Stimme drohte sich ganz zu verabschieden.
Er nahm mich in den Arm und ich begann zu weinen.
„Ash!“ er hielt mich fest und wiegte mich in seinen Armen, dann kam Ryan dazu.
Marie schloß die Tür und ging wieder zu den anderen Gästen.
Ryan brauchte ein paar Augenblicke um zu realisieren wer ich bin, dann nahm
auch er mich in den Arm.
„Mein Gott Ashley!“ Ryan wischte sich eine Träne weg.
„Ihr habt mir so gefehlt!“ brachte ich hervor.
„Du uns auch!“ sagten beide gerührt.
„Komm` wir gehen zu Mum und Dad!“ Ryan zog mich ins Wohnzimmer.
Alle Augen waren auf uns gerichtet.
„Ryan, Danny! Was macht ihr denn da draußen?“ meine Mum drehte sich zu
uns um und erstarrte in ihrer Bewegung. Dann kam sie langsam auf mich zu, immer
wieder schüttelte sie ungläubig den Kopf.
„Ashley?“ sie fing an zu weinen.
„Mummy!“ ich ging zu ihr und nahm sie in den Arm.
„Oh meine Kleine!“ sie streichelte mir eine Strähne aus dem Gesicht und
sah mich an „So ein hübsches Mädchen! Du hast uns so gefehlt!“
„Mummy!“ ich wollte sie gar nicht los lassen.
„Robert! Komm bitte ins Wohnzimmer!“ reif meine Mum nach meinem Dad.
Mein Dad betrat das Wohnzimmer, sah mich und ging dann gleich auf die Terrasse.
„Gib` ihm einen Moment Zeit!“ meine Mum sah zu mir und dann zu meinem Dad. Er
zündete sich eine Zigarette an und ging in den Garten.
Nun kam auch mein jüngster Bruder und begrüßte mich überschwenglich.
„Oh man, bist du groß geworden Paddy!“ ich sah ihn lange an.
„Und du bist ganz schön hübsch geworden!“ er grinste mich an und alle
Gäste fingen an zu lachen.
„Ich möchte euch Ashley, meine große Schwester vorstellen, für
alle die sie noch nicht kennen!“ er zeigte auf mich.
„Hallo!“ warf ich in die Runde und einige Leute erkannte ich wieder.
Ich erkannte auch Maries Mann und ging zu ihm.
„Hallo Mr. Feehily! Ich hoffe es geht ihnen gut?!“ ich reichte ihm meine Hand.
„Danke sehr gut, aber wir waren schon mal bei Oliver!“ er grinste mich an und
nahm meine Hand.
„Ash! Kommst du mal?“ meine Mum winkte mir zu und wir gingen in die Küche.
Kaum dort angekommen nahm ich sie wieder in den Arm.
„Du hast mir so gefehlt Mummy!“ ich drückte sie an mich.
„Du uns auch! Warum hast du dich denn nicht gemeldet?“ sie sah mich ein wenig
vorwurfsvoll an.
„Falscher Stolz? Mummy ich weiß es nicht, ich sehe jetzt erst was ich
verpaßt habe.“ ich sah zu Boden.
„Komm her mein Schatz! Alles wird gut. Was ist mit David?“ sie nahm mich wieder
in den Arm.
„Kann ich es dir morgen in aller Ruhe erzählen? Ich möchte jetzt zu
Daddy!“ ich holte mir ein Tuch und versuchte wenigstens etwas von meinem Make-up
zu retten.
„Geh` ruhig. Wir haben ganz viel Zeit zu reden!“ sie deutete auf den Garten.
Ich nahm das Geschenk für meinen Dad und ging in den Garten. Ich fand ihn
auf einer Bank im hinteren Teil des Gartens.
„Daddy?“ ich setzte mich neben ihn.
Mein Dad sah weiter in die Ferne.
„Daddy, bitte rede mit mir!“ bettelte ich.
„Was gibt es denn zu reden?“ er sah mich nicht an.
„Daddy, ich weiß ich habe viele Fehler gemacht und ich kann es unmöglich
wieder gut machen, aber bitte rede mit mir. Schrei mich an aber tue irgend etwas.“
ich sah ihn flehentlich an.
„Ash, weißt du wie es ist nicht zu wissen ob es seiner Tochter gut geht,
ob sie überhaupt noch lebt? Ob sie glücklich ist? Ob sie vielleicht
krank ist? Ob sie alles hat was sie braucht? Das einzige was wir ab und zu sahen
waren Fotos in irgendwelchen Magazinen die deine Mutter in ein Album geklebt
hat. Mehr hatten wir nicht...nur diese Zeitungsartikel. Kannst du dir vorstellen
wie das ist?“ er sah mich jetzt an und ich sah seine Trauer in seinen Augen.
„Daddy, es tut mir so leid, ich war so stolz, ich wollte nicht nachgeben, ich
wollte es mit David schaffen, ich wollte reich und berühmt sein. Es war
alles so falsch!“ ich kämpfte wie schon so oft an diesem Abend mit den
Tränen.
„Ash!“ er sah mich jetzt an.
„Kannst du mich wieder lieb haben?“ nun liefen mir die Tränen übers
Gesicht.
„Komm her Baby! Natürlich, wie könnte ich dich denn nicht lieb haben?“
er streichelte über meinen Kopf, wie er es früher schon immer gemacht
hatte.
„Happy Birthday!“ ich reichte ihm mein Geschenk.
„DU bist mein größtes Geschenk!“ er küßte meine Hand und
wickelte sein Geschenk aus. „Die ist wundervoll, Danke Ash!“
„Ich habe sie gravieren lassen, schau: What ever happens I love you Your little
Girl!“ sagte ich leise.
Gerührt strich er über die Gravur. „Ich liebe dich Ash!“
Den Rest des Abends fragten mich alle aus und ich war irgendwie froh meine Familie
im Morgengrauen für mich zu haben. Wir redeten lange und gegen Morgen gingen
wir alle zu Bett.
Als ich aufwachte mußte ich einen Moment nach denken um zu wissen wo ich
bin. Ich lag auf dem Fußboden im Zimmer meines Bruders und sah zu ihm
hoch.
„Guten Morgen!“ ich streckte mich.
„Morgen Ash!“ Ryan setzte sich auf.
„FRÜHSTÜCK!“ ertönte es aus der Küche. Ryan und ich sahen
auf die Uhr. 13.34 Uhr. Wir fingen beide an zu lachen und machten uns dann auf
den Weg. Ich erzählte allen was in Frankreich passiert war und das ich
zurück wollte. Alle freuten sich riesig und meine Mum meinte ich könne
erst einmal in Danny`s altes Zimmer ziehen bis ich was eigenes gefunden hatte.
Ich meldete bei der Agentur eine Woche Urlaub an und wir holten am nächsten
Tag meine Sachen aus Cork. Mein Bruder war ganz hin und weg von meinem Auto
und ich ließ ihn die Strecke fahren.
Ryan und ich verbrachten viel Zeit mit einander und in meinem Job lief es super,
gerade hatte ich eine Fotostrecke für einen berühmten Designer beendet,
da bekam ich auch schon einen neuen Auftrag. Ich ging gleich runter in die Küche
um es meiner Mum zu erzählen, außerdem hatte ich mir am Tag zuvor
ein Loft auf der anderen Seite der Stadt angeschaut und ich würde sie nehmen.
„Mum?“ rief ich in den Flur.
„Hier!“ die Stimme kam aus dem Wohnzimmer und ich folgte ihr.
„Mum, ich habe am Dienstag einen neuen Job in Dublin, dauert aber nur zwei Tage
und ich habe mir das Loft in der Fishers Lane angeschaut, ich werde es nehmen.“
„Dann bist ja nur zwei Tage hier!“ sie sah mich traurig an.
„Ja, aber danach mache Urlaub, wir müssen ja neue Möbel kaufen und
das alles und ich zähle auf dich!“ ich grinste sie an.
„Klar bin ich dabei, aber was Inneneinrichtung angeht habe ich keinen Schimmer,
am besten wir nehmen Marie mit, sie hat ein Auge für so etwas!“ zufrieden
sah sie mich an.
„Klar!“ ich strahlte sie an.
„Gut, komm wir müssen noch Paddy zum Fußball bringen und einkaufen.“
sie holte sich eine Jacke und rief Paddy zu uns. Wir brachten ihn zum Fußball
und fuhren dann ins Einkaufszentrum.
„Mum, was machen wir nächste Woche zu Ryan`s Geburtstag?“ ich sah meine
Mum fragend an.
„Ich wollte ein paar Freunde von ihm einladen und eine nette Party machen.“
sie sah mich über eine Packung Cornflakes hinweg an.
„Mum, die mag Paddy nicht, nimm diese die mögen alle....“ ich zeigte auf
eine Packung daneben „....ich dachte wir machen erst ein kleine Party bei uns
und dann lade ich ihn und ein paar Freunde ins Toffs ein. Schlafen können
wir ja dann in meiner neuem Appartement.“
„Klingt gut Ryan findet das bestimmt toll, aber pssst..“ sie legte ihre Finger
an die Lippen.
„...ich weiß es ist eine Überraschung.“ vervollständigte ich
ihren Satz lachend.
„Was willst du ihm schenken?“ sie sah mich gespannt an.
„Das wollte ich noch mal mit dir und Dad besprechen, ich wollte ihm einen BMW
kaufen, ein paar Nummern kleiner wie meiner.“ ich blieb vor ihr stehen.
„Ashley! Das ist zu teuer, du hast uns gerade einen neuen Wagen geschenkt.“
sie winkte ab.
„Mum, ich kann es mir wirklich leisten, es ist in Ordnung. Also, darf ich ihm
den Wagen schenken?“ ich sah sie bittend an.
„O.K. Aber dein Dad und ich geben einen Teil dazu!“ sie schenkte mir ein keine
Widerrede lächeln und wir setzten unseren Einkauf fort.
Dann mußte ich auch schon nach Dublin, ich hatte einen Auftrag für
einen Kalender mit einer Boygroup. Mich interessierte solche Musik überhaupt
nicht, aber das war ja egal. Der erste Shoot fand in einer alten Lagerhalle
im Norden Dublins statt. Meine Haare wurden wild hoch gesteckt und ich wurde
in einen engen Latexanzug gesteckt. Ich fühlte mich unwohl und das merkte
auch der Fotograf.
„Könntest du bitte etwas freundlicher gucken???“ er sah mich strafend an.
„Ich fühle mich wie eine Wurst in der Pelle!“ ich sah an mir runter.
„Eine nette Wurst, wenn ich das so sagen darf.“ hörte ich eine Stimme hinter
mir.
Ich drehte mich um und hinter mir stand eine Gruppe junger Männer und einer
sah mich von oben bis unten an.
„Na danke!“ ich grinste ihn schief an.
„Darf ich vorstellen? Das sind Nicky, Shane, Kian und Mark, besser bekannt als
Westlife.“ der Fotograf zeigte der Reihe nach auf einige Männer und dann
wandte er sich mir und meinen zwei Kolleginnen zu. „Guys, das sind Ashley, Jenny
und Claire, eure persönlichen Models!“ er zeigte auf uns und wir winkten
den Jungs zu.
„Hi!“ sagte wir im Chor.
„O.K. wir befinden uns in unserer ersten Sektion, Guys zieht euch um!“ er winkte
den Jungs von der Garderobe zu.
„Und bitte auch so ein schönes Latex-Kostümchen!“ reif ich ihnen hinterher.
Nach 30 Minuten standen alle vier im Streetgang-Look wieder auf der Matte. Der
Fotograf sah zu den Jungs und dann zu uns.
„O.K. das sieht gelinde gesagt Scheiße aus, Jenny und Ash zurück
in die Garderobe. KEVIN!!!...“ er rief einen der Jungs von der Garderobe zu
uns „.... Kevin, Ash muß stylisch zu Mark passen und suche bitte für
Jenny etwas raus was annähernd zu Kian paßt. Und Kevin....SCHNELL!!!“
er fuchtelte mit den Armen herum.
Wir gingen zurück und ich bekam einen engen dunkelblauen Jeansrock, einen
schwarzen BH, hohe Stiefel und eine durchsichtige Bluse. Mein Make-up wurde
erneuert und dann waren wir wieder am Set.
„O.K. Mark stell dich bitte zu Ash, umarme sie von hinten und sieh dabei in
die Kamera, Kian stell dich bitte an die Wand, Shane und Jenny auf den Boden
in den Vordergrund und Nicky und Claire bitte ganz nach links auf die Couch.“
der Fotograf fuchtelte herum und wir suchten unsere Positionen. Nach langen
zwei Stunden waren die Bilder endlich im Kasten und wir waren durchgefroren
und geschafft. Doch anstatt einer Pause sollten wir uns umziehen und zum nächsten
Set fahren.
Ich ging in die Garderobe, zog mir meine Jeans und einen Pulli an und kämmte
meine Haare durch, dann kam unsere Stylistin und entfernte mein Make-up. Dann
fand ich mich wenige Augenblicke später in einem Van wieder. Mark sah mich
die ganze Zeit von der Seite an und das blieb natürlich nicht unbemerkt.
„Mark, hör` auf Ashley anzustarren!“ Kian boxte ihm in die Seite und ich
mußte grinsen.
„Ich werde das Gefühl nicht los sie zu kennen.“ Mark sah weiter zu mir.
„Mensch Feehily, der Anmachspruch ist uralt und ich bezweifle das er je funktioniert
hat.“ Shane schüttelte den Kopf und ich lachte laut los.
„Moment, Mark Feehily, Shane Filan und Kian Egan? Ich glaube es nicht!“ ich
bekam kaum noch Luft.
„Ja.“ kam es von allen Seiten.
„Wer bist du?“ Shane sah mich genauer an.
„Ich bin...“ ich konnte mich immer noch nicht beruhigen „....ich bin Ashley
McKenneth.“
„DIE Ashley?“ Kian sah mich erstaunt an.
„Kommt drauf an wie viele du kennst.“ ich grinste ihn an.
„Ryan und Daniel McKennth`s kleine Schwester?“ Kian sah mich an „Mein Gott!“
er nahm mich in den Arm.
„Ja, die bin ich!“ sagte ich nachdem ich mich endlich wieder beruhigt hatte.
Die anderen umarmten mich ebenfalls und wir tauschten alte Geschichten aus.
Dann kam das was kommen mußte.
„Ich dachte du bist in Frankreich.“ Shane sah mich von der Seite an.
„War ich und jetzt bin ich wieder da, O.K.?“ ich sah zu Boden.
Shane merkte das er einen wunden Punkt erwischt hatte und die anderen fragten
auch nicht weiter nach.
Dann erreichten wir unser nächstes Set und wurden von drei jungen Frauen
erwartet und die Jungs stürzten förmlich aus dem Auto und rannten
mich fast über den Haufen.
„Das sind die Frauen der Jungs, das ist Jo, das ist Gill und das ist Gina!“
erklärte mir Mark die Situation.
„Danke für die Aufklärung..“ ich grinste ihn an und rieb mir den Ellenbogen,
den ich mir am Auto gestoßen hatte.
„Kein Problem.“ er zwinkerte mir zu.
„O.K. Natural Shoot, kein Kostümwechsel, Kian und Jodie bitte hier an die
Klippe und keine Faxen, einfach nur ruhig stehen und den Sonnenuntergang anschauen.
Parallel Shane und Gill hier rüber an den Baum und .... macht was ihr wollt,
Hauptsache es sieht gut aus. Gina und Nicky hier an den Porsche und immer daran
denken LÄCHELN!“ er schubste alle an ihre Positionen und begann mit seinem
Assistenten wie wild zu fotografieren. Mark, Jenny, Claire und ich standen etwas
abseits und beobachten alles mit einem schmunzeln. Die Jungs mußten bei
gerade mal 5 Grad in T-Shirts und die Mädels in knappen Röcken oder
kurzen Oberteilen posieren und waren sichtlich angespannt. Dann kam der Fotograf
auf uns zu.
„O.K. Mark, vom Style paßt Claire am Besten, aber auf den letzten Fotos
hast du am Besten mit Ash harmoniert. Also Ash laß dir etwas Make-up verpassen,
laß deine Jeans an und laß dir von Kevin ein nettes Shirt geben.
Mark Pulli und Jacke aus und zu den Klippen.“
Nach 10 Minuten stand ich frierend neben Mark an den Klippen und mir war schlecht,
ich kam nie gut mit Höhe klar und fühlte mich unwohl im meiner Haut.
„Hey, ganz ruhig....dir kann nichts passieren!“ Mark nahm meine Hand.
„GUT SO und so bleiben! Mark sieh in die Ferne, Ash sieh nach unten!“ der Fotograf
brüllte uns Anweisungen zu und wir versuchten sie so gut wie möglich
umzusetzen.
Gegen 23 Uhr waren wir endlich fertig und ich freute mich auf ein heißes
Bad im Hotel.
„O.K. Schluß für heute! Ab ins Hotel, morgen um 7 Uhr in der Lobby!“
der Fotograf verabschiedete uns und ich lief gleich zum Fahrstuhl, dicht gefolgt
von Shane, Gill und Mark. Nicky und Gina waren nach Hause und Kian und Jodie
waren zu Jodies Appartement gefahren. Claire und Jenny lagen wahrscheinlich
schon lange in ihren Betten. Ich ließ meinen Kopf an die Wand fallen,
ich war todmüde.
„Anstrengend, hmmm?“ Mark sah mich an.
„Kannst du wohl laut sagen, außerdem bin ich total durchgefroren.“ ich
grinste zu Gill, die ebenfalls mit den Zähnen klapperte.
„So etwas fällt glaube ich unter Körperverletzung!“ sie lachte mich
an.
Ich stieg in meiner Etage aus und verabschiedete mich von dem Rest.
„Bis morgen früh!“ ich winkte ihnen zu und die Türen glitten leise
zu.
Ich nahm ein Bad und ging dann gleich zu Bett. Ich wurde von meinem Wecker geweckt
und konnte kaum glauben das das meine Nacht gewesen sein sollte. Noch total
verpennt fuhr ich in die Lobby. Dort traf ich auf alle anderen, die ebenfalls
nicht sehr frisch aussahen, mit einer Ausnahme, unser Fotograf sah sehr motiviert
aus.
„O.K. nun sind alle da, wir haben heute noch zwei Sets vor uns und das schöne
ist, sie sind beide hier im Hotel. Also erstens haben wir oben eine Suite gemietet,
da machen wir die ersten Shoots, ich denke bis 11 Uhr sollten wir durch sein,
dann geht es ins Schwimmbad ich denke so 3 Stunden und wir sind durch!“ er lächelte
uns an und erntete einstimmiges Gemurmel.
Dann gingen wir in die Suite und bekamen unsere Klamotten und mußten erst
einmal lachen. Die Girls bekamen nur Hot Pants und Männerhemden und die
Jungs Shorts und T-Shirts. Dann wurden etliche Fotos in dem großen King-Size-Bett
gemacht und dann noch einige auf dem Balkon wo wir gleichzeitig unser Frühstück
bekamen. Dann wechselten wir das Set und hatten im Schwimmbad eine Menge Spaß.
Gegen 14 Uhr waren wir fertig und der Fotograf meinte gegen 17 Uhr könnten
wir uns die ersten Abzüge zusammen mit Louis, dem Manager der Jungs anschauen.
Wir gingen ins Restaurant und aßen gemütlich zu Mittag. Wir machten
uns ein paar schöne Stunde und quatschten über Gott und die Welt.
Dann war es endlich soweit und wir gingen in den Konferenzraum des Hotels. Louis
stellte sich uns vor und der Fotograf breitete die Fotos aus.
„O.K. ich dachte an zwei Gruppenbilder, das hier..“ er deutete auf ein Bild
im Bett und eines aus dem Lagerhaus „...und das hier, dann jeweils eines mit
den Girls. „ er deute auf eines von Gina und Nicky auf dem Balkon, von Jodie
und Kian auf den Klippen, von Shane und Gill im Pool. Dann sah er zu Mark. „Und
was machen wir mit dir?“ er grinste ihn an.
„Ich finde das Bild schön.“ er deutete auf ein Bild von mir und sich im
Bett, wir beide albern herum und lachen ausgelassen.
„Gut, aber dann mußt du auf den nächsten Pressekonferenzen immer
wieder erklären das zwischen euch nichts läuft...“ Louis sah ihn streng
an.
„Damit komme ich klar.“ er grinste Louis an.
„Gut, dann vier Einzelportraits und zwei Fotos nach eurer Wahl.“ Louis sah alle
über die Fotos hinweg an.
„Super!“ Nicky war voll zufrieden, auch die anderen stimmten ihm zu.
Nachdem die Jungs dann auch die letzten beiden Bilder ausgesucht hatten, gingen
wir in die Lobby.
„Was machst du heute noch?“ Mark stand neben mir am Fahrstuhl.
„Weiß nicht, ich denke ich werde jetzt noch etwas schlafen und morgen
früh nach Hause fahren.“ der Fahrstuhl hielt und wir stiegen ein.
„Kian, Jodie, Shane, Gill und ich wollen heute noch Party machen. Wie wärs?
Hast du Lust?“ er strahlte mich an.
Ich überlegte kurz und dann strahlte ich ihn ebenfalls an. „Warum eigentlich
nicht! Wann und wo?“
„Um 23 Uhr in der Lobby!“
„O.K. Bis dann!“ ich stieg in meiner Etage aus.
Ich ging auf mein Zimmer schlief zwei Stunden, ging duschen und machte mich
fertig. Ich entschied mich für ein ziemlich gewagten kurze Jeansrock, eine
rosane Tunika und High-Heels. Dann ließ ich meine langen braunen Haare
offen über meine Schultern fallen und schminkte mich dezent. Dann war es
auch schon Zeit und ich ging in die Lobby, wo ich von allen fröhlich empfangen
wurde.
Wir fuhren in einen In Club in der Stadt und gingen in den VIP Bereich. Gill
und ich tanzten ausgelassen als mir jemand auf die Schulter tippte. Ich drehte
mich um und erstarrte, hinter mir stand David.
„David? Was willst du hier?“ ich sah ihn geschockt an.
„Ash, kann ich mit dir reden?“ er sah mich an.
„Warum?“ ich stand irgendwie neben mir.
Mark und Shane kamen dazu.
„Alles klar?“ Shane sah mich fragend an.
„Ja, das ist David.“ stellte ich ihnen David vor, ich hatte ihnen zwischenzeitlich
alles erzählt und sie sahen mich besorgt an.
„Komm..“ ich packte David am Arm und zog ihn auf die Terrasse.
Dort angekommen sah ich ihn haßerfüllt an.
„Was willst du hier? Wo ist Simoné?“ ich sah ihn kalt an.
„Ash, es tut mir leid, du fehlst mir so!“ er wollte meine Hand nehmen.
„David, verstehe es endlich, es ist aus. Es gibt keine Chance für uns,
nie wieder!“ ich machte mich los.
„Denk an die schönen Zeiten die wir hatten!“ er faßte meine Schulter.
„David, ich merke erst jetzt wie glücklich ich sein kann, ich habe meine
Familie, ich habe meine Freunde, ich bin erfolgreicher in meinem Beruf als jemals
zuvor. Ich will dich nie wieder sehen! Also geh jetzt!“ ich drehte mich weg
und hörte seine Schritte als er die Terrasse verließ.
Ich atmete tief durch und hoffte das es nun endlich überstanden war. Nach
ein paar Minuten ging ich zurück zu den anderen und merkte das Mark fehlte.
Ich dachte mir nichts dabei und tanzte mit Jodie und Gill als ob es unser letzter
Abend wäre. Ich fühlte mich wohl und wir genossen den Abend. Gegen
3 Uhr morgens kam Kian zu mir und meinte ich müsse unbedingt mitkommen.
Er führte mich auf einen abgelegenen Balkon. Ich sah ihn fragend an und
er deutete in eine Ecke. Ich ging näher heran und konnte dann Mark erkennen
ich sah perplex zu Kian.
„Was ist los?“ fragte ich geschockt.
„Unser guter Markie hat sich ziemlich voll laufen lassen und beschimpft jeden
und alles. Dann hat er nach dir gefragt und ich bin dich holen gegangen. Shane
organisiert ein Taxi zum Hinterausgang, wenn die Presse ihn so zu Gesicht bekommt
weist ihn Louis morgen früh ein. Wir haben ein ganz großen Problem,
Mark will partout nicht aufstehen. Also versuch dein Glück...“ er zeigte
auf Mark.
Ich ging zu ihm und ging in die Hocke.
„Hallo Mark! Was ist denn los?“ ich sah ihn an und er sah wie in Zeitlupe zu
mir.
„`lo Ashleeeey....“ er sah wieder auf den Boden.
„Ja, ich bin es! Was möchtest du von mir?“ ich legte meine Hand unter sein
Kinn und zwang ihn so mich anzusehen.
„Liebst du den?“ nuschelte er.
„Wen denn?“ ich setzte mich neben ihn auf den Boden.
„Davie?“ er sah mich lange an.
„Wie kommst du denn darauf? Natürlich nicht!“ ich zupfte an meinem Rock,
es war verdammt kalt auf dem Boden.
„Guttt.“ lallte er.
„Markie, kannst du mir einen ganz großen Gefallen tun?“ ich legte erneut
meine Hand unter sein Kinn und zwang ihn wieder mich anzusehen.
„Immer...“ er hatte Schwierigkeiten mich zu fixieren.
„Gut, können wir von dem harten Boden aufstehen und rein gehen? Mir ist
ganz schön kalt.“ ich sah ihn bittend an.
„Sicher.“ er sah mich planlos an.
„Gut, komm ich helfe dir...“ ich versuchte ihn hoch zu ziehen.
Mark half mir so gut er konnte, das hieß er half mir gar nicht.
„KIAN!!!“ schrie ich und dieser kam sofort zu mir. Gemeinsam stellten wir Mark
auf die Beine.
„Gut, jetzt tust du mir bitte noch einen Gefallen und kommst mit.“ ich packte
Mark auf der einen und Kian packte ihn auf der anderen Seiten.
Wir brachten ihn ohne groß Aufsehen zu erregen zum Hinterausgang und Shane
nahm mir Mark ab.
„Ich muß noch schnell meine Jacke holen.“ Ich wollte gerade zurück
gehen.
„Schau mal was ich habe...“ Gill winkte mit meiner Jacke „....deine Tasche habe
ich auch und nun los, wir müssen unseren Trunkenbold ins Bett bringen!“
sie lachte und wir stiegen ein. Mark wurde zwischen Kian und Shane geklemmt
damit er keinen Unsinn anstellen konnte. Kian war fast die ganze Fahrt beschäftigt
ihn auf seinem Sitz zu halten.
„Ashleeey, du bist wunderschön!“ lallte Mark und wollte mal wieder aufstehen
und wurde von Kian unsanft in den Sitz gedrückt.
„Kian! AUA! Ich liebe Dich!“ er versuchte sich gegen Kian zu wehren.
„Markie, ich weiß doch das du mich gern hast, aber jetzt übertreibst
du!“ Kian und der ganze Bus fingen an zu lachen.
„Idiot, ich meinte meine Ashley!“ sagte er langsam und deutlich.
Das war das erste Mal seit dem Balkon, das Mark das e nicht endlos in die Länge
zog.
„Ja klar, komm erst mal wieder von dem Trip runter auf dem du gerade bist!“
ich lachte ihn an.
„Wir sind jetzt da, das macht 22,40 Euro!“ der Fahrer drehte sich zu uns um.
Shane bezahlte und dann bugsierten wir Mark ins Hotel.
„ICH LIEBE ASHLEY!“ brüllte Mark in der Lobby auf einmal los.
„Wir haben es ja gehört und jetzt weiß es auch das ganze Hotel!“
Shane gab ihm einen Klaps und wir quetschten uns in den Fahrstuhl. Dieser hielt
in meiner Etage und ich wollte ausstiegen.
„NEIN!“ Mark begann wie wild zu brüllen und Kian und Shane sahen mich flehend
an.
„O.K. ich bringe ihn mit in sein Zimmer, dann muß ich aber auch irgendwann
mal schlafen...“ ich grinste und stieg wieder ein.
„Du bist definitiv meine Heldin!“ Kian drückte mich.
Wir brachten Mark in sein Zimmer, zogen ihm seine Schuhe und seine Jacke aus
und legten ihn aufs Bett. Doch Mark war nicht müde und stand immer wieder
auf und schrie irgend etwas in der Gegend umher.
„Hey Jungs, geht schlafen ich bekomme ihn gebändigt. In weniger als 10
Minuten schläft er wie ein Baby!“ ich deutete zur Tür und Kian uns
Shane stürzten aus dem Zimmer.
„Danke!“ und weg waren sie.
Ich sah Mark streng an. „Also Mister, du tust mir jetzt bitte einen letzten
Gefallen für heute und legst dich in dein Bett!“
„Allllleineee????“ er sah mich geschockt an.
„JA, wenn ich dir auch nur zu Nahe komme bin ich gleich auch sturzbetrunken,
also bitte!“ ich deutete aufs Bett.
„Du bleibst hier, ja?“ er legte sich hin.
„Ja, siehst du!“ ich setzte mich auf die Couch und machte das Licht aus.
„Bist du noch da?“ flüsterte Mark 5 Minuten später.
„JA!“ erwiderte ich gereizt.
Nachdem Mark die Frage noch ungefähr 20 Mal gestellt hatte bin ich wohl
auf der Couch eingeschlafen.
„GUTEN MORGEN SONNENSCHEIN!“ brüllte Kian und riß die Vorhänge
auf.
„Hey!!!“ ich rappelte mich von der Couch hoch und rieb mir den Nacken.
„Ich gehe jetzt mal in mein Zimmer und dusche erst einmal ausgiebig.“ ich sah
zu Kian und dann zu Mark der langsam aus seinem Koma erwachen zu schien.
„Sorry, dich wollte ich nicht wecken.“ Kian sah mich entschuldigend an.
„Kein Problem, mein Rücken braucht jetzt nur etwas heißes Wasser,
dann geht es mir gut.“ ich rieb mir die Augen und fuhr mir durch die Haare.
„Sehen wir dich noch zum Lunch? Um 13 Uhr im Restaurant?“ Kian hielt mir die
Tür auf.
„Wie spät ist es denn jetzt?“ sagte ich noch nicht ganz wach.
„Kurz nach 11.“ er sah mich skeptisch an.
„O.K. Das sollte ich hin bekommen!“ gähnte ich.
„Bis dann!“ er winkte mir geknickt nach.
„O.K.!“ ich ging auf den Fahrstuhl zu. Auf dem Weg kamen mir Shane und Gill
entgegen und sahen mich entgeistert an. Bevor sie irgendwelche Fragen stellen
konnten hob ich die Hände.
„Ich habe auf der Couch geschlafen und mir tut alles weh! Kein weiteres Kommentar!“
die Fahrstuhltüren öffneten sich und ich steig ein. Shane und Gill
sahen mir verständnislos hinterher.
Im Zimmer angekommen sprang ich gleich unter die Dusche und das warme Wasser
half Wunder. Mein Rücken fühlte sich wesentlich besser und ich war
annähernd fit. Nachdem ich noch eine gute Stunde auf meinem Bett gedöst
hatte klingelte das Telefon.
„Ja?“ meldete ich mich verschlafen.
„Hi hier ist Kian! Kommst du noch zum Lunch?“ fragte er vorsichtig.
„Ich bin in 10 Minuten da.“ ich rappelte mich auf und legte ohne auf Kians Antwort
zu warten auf. Ich ging an meine Tasche und holte eine Jeans und ein Sweatshirt
heraus und band mir meine Haare locker zusammen. Dann suchte ich meine Sneakers
und kurze Zeit später stand ich im Fahrstuhl nach unten. Ich entdeckte
die anderen im Restaurant an einem großen Tisch. Kian winkte mir zu.
„Hi!“ ich setzte mich zwischen Kian und Shane. Mark saß mir ziemlich verknittert
gegenüber.
„Na Mister Feehily. Wie geht es uns denn heute?“ ich grinste ihn an.
„Ging schon mal besser!“ er sah mich mit knallroten Augen an.
„Ich hoffe ihr habt heute keinen öffentlichen Auftritt, so kann man ihn
ja nicht auf die Straße lassen.“ lachte ich und deutete auf Mark.
„Nein, wir haben jetzt erst einmal eine Woche frei.“ Kian sah mich an und grinste.
„Ach, ja bevor ich es wieder vergesse. Ryan hat nächste Woche Geburtstag
und wir wollen eine Party bei meinen Eltern machen und dann noch ins Toffs.
Ihr seid herzlich eingeladen. Nicky und Gina natürlich auch.“
„Klar, klingt gut!“ kam es von allen einstimmig.
„Und Markie was ist mit dir? Es gibt bestimmt ganz viel Wodka und solche leckeren
Sachen und das gute ist deine Eltern wohnen gleich nebenan.“ ich grinste ihn
an.
„Ash!“ stöhnte er und ließ sein halbes Brötchen, was sein Mittagessen
darstellte, fallen und sah mich vorwurfsvoll an.
„O.K., O.K. du kannst mir ja später Bescheid sagen. Ich habe jetzt erst
einmal Hunger...“ ich sah in die Karte und winkte den Kellner zu mir „...Ich
hätte gerne einen großen Salat mit Pute und dazu glibberiges ekeliges
Rührei.“ Ich sah zu Mark und er begann zu würgen.
„Ash!“ er sah mich beleidigt an.
„O.K. der Salat reicht!“ ich grinste den Kellner an. Die anderen lachten los.
„Mark, ich kann nichts dafür wenn du nicht weißt wo deine Grenzen
sind und wenn ich nun einmal Appetit auf ekeliges wabbliges Rührei habe,
dann mußt dich damit abfinden!“ ich streckte ihm die Zunge raus.
Das Essen war wie immer sehr lustig und dann hieß es ab nach Hause.
„Wie kommst du nach Hause?“ Shane sah mich fragend an.
„Mit dem Auto. Wieso?“ ich stellte mein Glas O-Saft auf den Tisch und der Kellner
brachte mir meinen Salat den ich langsam aß.
„Sonst hättest du mit Mark, Gill und mir mit dem Hubschrauber fliegen können.“
er zuckte mit den Schultern.
„Shane ich überlebe es heute nicht mit dem Hubschrauber zu fliegen!“ Mark
blickte ihn kreidebleich an.
„Tja, dann hast du wohl ein Problem nach Hause zu kommen, Kian fliegt zu Jodie
nach London.“ er deutete zu Kian und dieser nickte zustimmend. „Aber wenn du
Ash ganz lieb fragst nimmt sie dich vielleicht mit.“ er deutete auf mich.
„Nach allem was ich schon für ihn getan habe?“ gab ich zurück und
schob meinen Teller zur Seite.
„Bitte!“ Mark sah mich an und versuchte zu lächeln.
Er sah ziemlich jämmerlich aus und er tat mir leid.
„O.K. Mark Feehily ich nehme dich mit, aber Gnade dir Gott wenn du in mein Auto
kotzt!“ ich drohte ihm mit der Faust.
„Nein, nein! Danke!“ Mark stand auf „Ich hole dann mal meine Sachen, in einer
halben Stunde an der Rezeption?“ er sah zu mir und ich nickte.
„Na dann!“ ich erhob mich ebenfalls „Kian ich wünsche euch eine schöne
Woche und wenn ihr wieder in Sligo seid, dann besucht mich, ich wohne ab Dienstag
in der Fishers Lane 7. Spätestens Samstag sehen wir uns ja sowieso, also
denkt daran um 20 Uhr bei meinen Eltern, sie wohnen zwei Häuser von Marks
Eltern entfernt!“ ich umarmte Kian und Jo. Dann ging ich zu Gill und Shane.
„Bye ihr zwei! Wir sehen uns bestimmt! Und Gill ruf mich an wir wollten shoppen
gehen und ich brauche noch allerhand Sachen für meine neue Wohnung.“ grinste
ich.
„Klar!“ Gill umarmte mich und hielt mich dann etwas länger fest „Was ist
denn nun mit dir und unserem Überflieger?“ flüsterte sie mir ins Ohr.
„Mark?“ flüsterte ich zurück.
„Wer denn sonst?“ sie hielt mich immer noch fest.
„Keine Ahnung, ich werde ihn nicht darauf ansprechen, vielleicht erinnert er
sich ja auch gar nicht mehr!“ ich ließ sie los und zuckte mit den Schultern.
„Hey hier wird nicht geflüstert!“ Shane sah uns vorwurfsvoll an.
„Das sind Frauengespräche! Davon verstehst du eh nichts! Bye!“ ich umarmte
Shane und ging dann auf mein Zimmer um meine Tasche zu holen. Als ich an die
Rezeption kam und meinen Schlüssel abgab saß Mark schon auf der Couch
in der Lobby und wartete.
„Dann mal los!“ ich winkte ihn zu mir und wir fuhren in die Tiefgarage.
Die Heimfahrt verlief sehr ruhig und Mark schlief nach nicht einmal 10 Minuten
ein. Kurz vor Sligo weckte ich ihn.
„Mark!“ ich schubste ihn leicht an seiner Schulter an. Keine Reaktion. Ich versuchte
es ein paar Mal und hatte schließlich Erfolg als ich lauter und bestimmter
wurde.
„Hmm?“ er sah mich verschlafen an.
„Zu dir oder zu deinen Eltern?“ fragte ich.
„Zu meinen Eltern.“ er rieb sich die Augen und kramte eine Sonnenbrille aus
seiner Tasche. Nach gut 15 Minuten erreichten wir die Straße in der unsere
Eltern wohnen. Mark steig aus und marschierte auf das Haus seiner Eltern zu.
Ich sah ihm kopfschüttelnd hinterher und holte meine Tasche aus dem Kofferraum,
dabei fiel mein Blick auf Marks Tasche. Ich schnappte sie mir und erreichte
das Haus der Feehilys als die Tür hinter Mark wieder ins Schloß fiel.
Ich klopfte und Marie öffnete mir die Tür.
„Ash?“ sie sah mich erstaunt an.
Ich hielt ihr Marks Tasche entgegen. „Die hat er wohl vergessen!“
„Was ist denn mit ihm los, er hat nur kurz Hallo gesagt und ist dann gleich
in sein altes Zimmer!“ sie sah mich fragend an.
„Er hat gestern ein bißchen zu tief ins Glas geguckt und nun hat er die
Quittung!“ ich grinste sie an und sie lächelte mich an.
„Das erklärt es natürlich, danke das du ihn her gebracht hast!“ sie
lächelte verständnisvoll und nahm mich in den Arm.
„Kein Problem! Sehen wir uns morgen zum Möbel aussuchen?“ grinste ich.
„Sicher! Deine Mum wollte morgen um 10 Uhr mit dir hier sein, dann gucken wir
uns deine Wohnung an und dann geht’s los!“ sie lachte.
„Bis dann!“ ich winkte ihr zu und ging zu meinem Wagen zurück.
„HAPPY BIRTHDAY RYAN!“ schmetterte wir alle im Chor und überreichten ihm
seine Geschenke. Die Party war im vollem Gange und wir hatte alle viel Spaß.
Kian, Shane, Nicky und Mark hatten ihr Wort gehalten und alberten den ganzen
Abend herum.
Ryan hatte gerade angefangen mein Geschenk auszupacken als er anfing zu jubeln
und mir um den Hals fiel.
„Danke Ash! DU bist definitiv die beste Schwester der Welt!“ er wirbelte mich
herum.
„Bedank dich auch bei Mum und Dad!“ ich deute auf meine Eltern und Ryan stürmte
auf sie zu.
Wenig später machten wir uns auf den Weg ins Toffs. Dort angekommen tanzte
ich erst einmal mit dem Geburtstagskind. Rowen begrüßte mich stürmisch.
Mark, Kian und Shane hatten ihn von meinem plötzlichen wieder auftauchen
berichtet. Wir alberten herum und ich kam mir vor, als wäre ich wieder
14.
Ich behielt Mark vorsichtshalber im Auge, noch eine Nacht auf irgendeiner Couch
oder schlimmer auf irgendeinem Boden würde ich nicht überleben. Es
blieb nicht unbemerkt und Kian kam zu mir.
„Er hat für das nächste halbe Jahr genug, er weiß wann er aufhören
muß!“ er grinste mich an.
„Das haben wir ja letzten Samstag gesehen!“ ich verdrehte die Augen.
„Das war ein Ausrutscher!“ beteuerte Kian und ich mußte lachen.
„Wirklich Ash, er macht das sonst nicht!“ Kian sah mich ernst an.
Ich sah ihn ungläubig an.
„Nicht so! Wir trinken ja gerne mal was, aber das er sich so abschießt
das ist fast noch nie vorgekommen!“ er hob die Hand zum Schwur.
„Du mußt dich nicht für Mark rechtfertigen.“ ich sah ihn an.
„Ich weiß, aber nun kannst du die Party genießen ohne darauf zu
achten wie viel Mark trinkt!“ er zwinkerte mir zu und ging.
Kurze Zeit später kam Mark zu mir und Jo, wir beide tanzen gerade und sahen
ihn fragend an.
„Darf ich?“ fragte er zu Jo gewandt.
„Klar!“ sagte sie und ging zu Kian.
Plötzlich ertönte ein langsamer Song.
Mark schlang seine Arme um meine Hüfte und ich schlang meine um seinen
Hals und sah ihn an.
„Super Timing!“ ich grinste ihn verlegen an.
„Tja!“ er grinste und wir tanzen in kleinen Schritten über die Tanzfläche.
„Ich glaube ich habe mich noch gar nicht richtig für letztes Wochenende
bedankt. Es tut mir leid!“ sagte er plötzlich.
„Du hast dich noch gar nicht bedankt!...“ ich lächelte ihn an „...Es ist
schon in Ordnung.“
„Ash?“ er sah mich lange an.
„Ja?“ ich sah ihm direkt in die Augen.
Mark zog mich nach draußen auf die Terrasse.
„Was ist los?“ ich sah ihn fragend an und schlang die Arme um meinen Körper,
es war eisig kalt.
„Ash ich muß dir was sagen!“ er kam wieder näher zu mir und sah mir
in die Augen. Ein Schauer lief über meinen Rücken.
„Ja?!“ flüsterte ich.
„Ich glaube ich liebe Dich!“ er nahm meine Hände und grinste mich an.
„Du glaubst?“ ich grinste nun ebenfalls.
„O.K. Ich weiß es! Ich weiß auch noch fast alles was in Dublin passiert
ist, es war nur so...“
Ich legte meinen Zeigefinger auf seine Lippen. „Psssst“ Dann zog ich ihn zu
mir und seinen Lippen kamen meinen immer näher bis wir schließlich
in einem endlosem Kuß versanken.
„Das hätte ich mir ja denken können!“
Mark und ich blickten erschrocken zu Tür und Kian stand breit grinsend
vor uns.
Wir grinsten uns verlegen an und sahen dann wieder zu Kian.
„Also wenn ihr dann soweit seid, dann könnt ihr gerne wieder rein kommen,
euer verschwinden ist nicht unbemerkt geblieben.“ er grinste und ging dann wieder
rein.
Mark nahm mein Gesicht in seine Hände. „Wo waren wir stehen geblieben?“
Ich grinste ihn breit an und küßte ihn „Ich glaube hier.“ flüsterte
ich.
Nach ein paar Minuten gingen wir wieder zu den anderen und ich wurde von Gina
beiseite gezogen.
„Stimmt es?“ sie sah mich aufgeregt an.
„Was?“ antwortete ich unschuldig.
„Das mit dir und Mark!“ sie sah mich strafend an.
„Ja.“ sagte ich nur.
„Ich freu mich für euch!“ sie nahm mich in den Arm.
„Ich freu mich auch.“ ich strahlte übers ganze Gesicht.
Keine halbe Stunde später wußten es alle und beobachten Mark und
mich mit Argusaugen. Wir verhielten uns so normal wie möglich. Shane kam
zu mir und bat mich um einen Tanz. Wir tanzten zu einem alten Song von Frank
Sinatra, dann kam Mark dazu und lächelte Shane an.
„Darf ich jetzt mit meiner Freundin tanzen?“ er klopfte Shane auf die Schulter.
„Sicher!“ Shane übergab mich an Mark und wir tanzen. Marks Hände ruhten
auf meinem Rücken und meine Hände waren um seinen Hals geschlungen.
Ich lehnte meinen Kopf an seine Schulter und genoß den Augenblick. Als
der Song zu Ende war hob ich meinen Kopf und sah Mark an. Er lächelte und
küßte mich.
„Hey Leute es ist schon ziemlich spät!“ Ryan kam zu uns.
„Was soll mir das sagen?“ ich grinste ihn an.
„Na, ja ich schlafe bei dir und ich bin total erledigt.“ er griente mich schief
an.
„O.K. in 15 Minuten draußen, ich sage den anderen Bescheid!“ ich klopfte
ihm auf die Schulter und er kämpfte sich zum Ausgang.
Ich ging zu den anderen und verabschiedete mich. Shane und Kian wollten mit
ihren Freundinnen noch bleiben, während sich Nicky und Gina uns anschlossen.
Nachdem wir es endlich geschafft hatten und nach draußen zu kämpfen.
Mark ging ein paar Minuten vor mir, Gina und Nicky aus dem Club und uns erwartete
ein Blitzlichtgewitter. Wir lächelten freundlich in die Kameras und trafen
uns 10 Minuten später auf dem Parkplatz. Ryan, Rowen und Mark lehnten relaxed
am Auto und grinsten als wir endlich bei ihnen ankamen.
„Na, überlebt?“ Rowen schubste mich leicht.
„Wenn man berühmt ist gewöhnt man sich an so etwas.“ erwiderte ich
gelangweilt und der Rest fing an zu lachen.
„Dann wird es ja keine große Umstellung für dich werden, wenn die
Presse Wind von der Sache mit dir und Mark bekommt.“ Rowen sah von mir zu Mark.
„Das ist keine Sache Rowen!“ rügte Mark ihn.
„Ich unterbreche euch nur ungern, aber Nicky und ich werden uns jetzt auf den
Weg zum Haus der Filans machen.“ Gina lächelte mich milde an.
„O.k. Wir gehen jetzt zu mir. Willst du noch mit zu mir, Rowen?“ ich sah ihn
gespannt an und umarmte Gina und Nicky zum Abschied.
„Nein danke, aber wir können uns ja morgen zum golfen treffen. Ich will
mich überzeugen ob Kian wirklich gut geworden ist. Und?“ er sah gespannt
in die Runde.
„Klar, gegen 14 Uhr auf dem Golfplatz? Wir sagen den anderen Beschied!“ Gina
bestieg das Taxi was Nicky gerade heran gewunken hatte.
„Bis dann!“ Nicky winkte in die Runde.
„Bye!“ kam es vom Rest im Chor.
„Ich mache mich auch auf dem Weg nach Hause und Markie, tue nichts was ich nicht
auch tun würde.“ Rowen zwinkerte Mark zu und stieg ins sein Auto.
Ryan, Mark und ich liefen die 20 Minuten zu meiner Wohnung und Ryan ging gleich
unter die Dusche. Mark machte es sich auf der Couch bequem und sah sich um.
„Hübsche Einrichtung...“ grinste er „...Meine Mum hat mal wieder ganze
Arbeit geleistet.“
„Ein bißchen Mitspracherecht hatte ich ja auch.“ erwiderte ich schnippisch.
Mark zog mich auf die Couch. „Ich weiß das du einen guten Geschmack hast!“
„Woher denn?“ ich küßte ihn auf die Nasenspitze.
„Weil du mich hast!“ er küßte meinen Nacken.
„Du bist ziemlich überzeugt von dir, hmmm?“ ich kicherte weil er nun an
meinem Ohrläppchen knabberte.
„Manchmal...“ er sah mir in die Augen „...aber was dich angeht würde ich
eher sagen ich habe einen guten Geschmack bewiesen.“
„Ich weiß das ich toll bin!“ ich griente ihn an und legte meine Beine
über seine.
„Das weiß ich auch.“ lachte Mark.
„Wie wollen wir jetzt eigentlich weitermachen?“ ich lehnte mich an seine Brust.
„Nun ja ich werde dich jetzt küssen, dann werde ich dir dein tolles Kleid
vom Körper reißen..“
Ich sah zu ihm auf „Mark Feehily! Das meine ich nicht und das weißt du
ganz genau! Ich werde für meinen Teil morgen mein Management anrufen und
es ihnen sagen, eine offizielle Erklärung wird es aber erst in ca. 6 Monaten
geben. Das ist bei unsere Agentur so.“ ich zuckte mit den Schultern.
„Finde ich gut, ich werde Louis morgen anrufen und ihm das Gleiche mitteilen.
Im August finden die MTV Music Awards statt, da können wir das dann an
die Presse geben. Paßt doch oder?“ er strich mir eine Strähne aus
dem Gesicht.
„Denkst du immer so praktisch?“ ich lächelte leicht und nahm seine Hand
in meine.
„Nein, fiel mir nur gerade so ein.“ er beugte sich vor und küßte
mich.
„Was war das andere noch mal was du vorhattest?“ ich sah ihn mit einem funkeln
in den Augen an.
„Ach du meinst das mit deinem Kleid?“ er nahm einen meiner Träger und ließ
ihn langsam über meine Schulter rutschen.
„Hey immer langsam ihr Zwei!“ Ryan betrat das Wohnzimmer und hielt sich die
Augen zu.
„Ryan! Du bist jetzt 25, wir müssen keine Rücksicht auf dich nehmen.“
lachte ich und warf ein Kissen nach ihm.
„Ash es ist schon schwer genug zu akzeptieren das meine kleine Schwester jetzt
schon 23 ist und mit einem meiner ältesten Freunde zusammen ist. Ich möchte
nicht mehr sehen wie ich muß!“ er schüttelte den Kopf und ging Richtung
Gästezimmer. „Übrigens einer von euch ist für das Frühstück
morgen verantwortlich!“ damit schloß er die Tür des Gästezimmers.
„Ash? Mark? Seid ihr wach und viel wichtiger: Seid ihr angezogen?“ Ryan klopfte
an die Tür meines Schlafzimmers.
Mark und ich sahen uns an und zogen die Decke hoch.
„Du kannst rein kommen, ich besitze eine Bettdecke!“ reif ich ihm zu.
Ryan kam ins Zimmer und sah uns böse an.
„Was ist los?“ Mark sah ihn mißtrauisch an.
„Also ihr Lieben, wenn ich gewartet hätte bis einer von euch Frühstück
macht, dann wäre ich verhungert und dann mußte ich auch noch feststellen
das dein Kühlschrank, liebe Ash, mich angähnt. Ich wußte ja
das Models auf ihre Figur achten müssen, aber das sie total auf Nahrung
verzichten ist mir neu.“
„Sorry!“ ich sah ihn reumütig an „Ich hatte noch keine Zeit einzukaufen.
Bist du jetzt böse?“
Ryan strahlte uns an. „Nein, ich habe euch Frühstück gemacht!“ meinte
er stolz. „Beeilt euch, es ist kurz nach 12, wir treffen uns um 14 Uhr mit den
anderen auf dem Golfplatz!“
„O.k. wir sind in ein paar Minuten in der Küche.“ Mark setzte sich auf.
„Gut, gut...“ Ryan verließ fluchtartig das Zimmer und Mark fing an zu
lachen.
Nachdem wir gefrühstückt hatten machten wir uns fertig und fuhren
dann zum Golfplatz. Jo, Kian und Rowen waren schon da und begrüßten
uns freudestrahlend.
„Da seid ihr ja!“ Jo umarmte mich stürmisch.
„Ja, da sind WIR, aber wo sind die andern?“ Mark sah sich suchend um.
Wie aufs Stichwort fuhr Shanes BMW auf den Parkplatz und ein paar Sekunden später
stiegen Nicky, Gina, Gill und Shane aus.
„Hey ihr! Auf geht’s!“ Rowen war kaum noch zu halten.
Shane verzog das Gesicht und faßte sich an die Stirn.
„Hey Shorty, was ist los?“ Ryan sah Shane skeptisch an.
„Der Kleine hat es gestern wohl etwas übertrieben!“ Nicky lachte und schlug
Shane kräftig auf den Rücken. Dieser schenkte ihm kaum Aufmerksamkeit
und die von uns die schon eine Golfausrüstung hatten holten ihre aus den
Kofferräumen. Der Rest besorgte sich im Club eine Ausrüstung und es
ging los.
Nach ein paar Schlägen waren Gill und ich schon ziemlich weit abgeschlagen
vom Feld, während wir immer und immer wieder versuchten den Ball ins erste
Loch zu befördern waren die anderen mittlerweile über alle Berge.
„Macht dir das Spaß?“ Gill sah mich skeptisch an.
„Nicht wirklich.“ gab ich zu und drosch so kräftig auf den Ball, das dieser
auf nimmer wiedersehen aus unserem Blickfeld verschwand.
„Wie wäre es mit etwas Wellness?“ sie grinste mich verschwörerisch
an.
„Klingt verführerisch.“ ich ließ entmutigt meinen Schläger sinken.
„Worauf warten wir dann noch?“ sie packte ihren Schläger in die Tasche
und sah mich gespannt an.
„Du hast Recht!“ ich stopfte meinen Schläger ebenfalls in die Tasche und
folgte ihr Richtung Club.
Wir gaben unsere Golfbags ab und ließen uns eine Karte für den Wellnessbereich
geben. Im Clubshop kauften wir Zwei uns schnell einen billigen Bikini und keine
15 Minuten später lagen wir am Pool und sahen den Wolken über dem
Glasdach zu.
„Ich finde das ist viel entspannender wie Golf!“ Gill lehnte sich zurück
und nippte an ihrem Drink.
„Wesentlich! Ich weiß nicht wie sich Leute bei Golf entspannen können.“
ich zuckte mit den Schultern.
„Ich hatte das Gefühl ich werde bei jedem Schlag der ins Nirgendwo ging
immer aggressiver.“ sie schüttelte den Kopf.
„Ich auch, ich hätte den Ball mitsamt dem Schläger am liebsten zum
Mond geschossen!“ ich lachte und Gill stimmte mit ein.
„Hier ist es viel, viel schöner!“ sie streckte sich.
„Auf jeden Fall!“ stimmte ich ihr zu.
Nachdem wir ein paar Minuten am Pool relaxed, einen Saunagang hinter uns und
das Solarium genutzt hatten, entspannten wir uns im Wirlpool.
„Das ist ja wohl ein Spaß Ladies!“ wurden wir aus unserer Ruhe gerissen.
Rowen stand am Pool und schüttelte den Kopf.
„Hallo Ro! Seid ihr fertig?“ Gill strahlte ihn unschuldig an und ich mußte
mir das lachen verkneifen.
„Fertig? Wir sind fix und fertig! Wir haben euch fast eine Stunde lang auf der
Anlage gesucht!“ er trat an den Wirlpool und sah uns strafend an.
„Sorry!“ kam es von mir und Gill kleinlaut.
„Ich werde jetzt mal euren besorgten Männern Bescheid sagen, das ich ihre
Frauen in trauter Zweisamkeit und total entspannt im Wirlpool gefunden habe.“
er verließ die Halle.
Gill und ich sahen uns an und mußten beide loslachen.
„Was habt ihr euch denn dabei gedacht?“ Shane kam in die Halle gestürmt.
„Tut mir leid Mister Filan, sie dürfen hier nicht mit Schuhen rein.“ eine
Dame des Clubs lief ihm aufgeregt hinterher.
„Ich habe nur ein Hühnchen mit meiner Frau zu rupfen, dann bin ich weg.“
er sah sie böse an.
„Dann hole ich ihre Frau her, aber sie bleiben hier stehen!“ meinte sie bestimmt.
Gill und ich standen auf und traten zum Eingang der Halle, an dem sich auch
Mark nun eingefunden hatte.
Ich wickelte mein Handtuch enger um mich und sah die beiden an.
„Wie haben uns Sorgen gemacht, verdammt noch mal du hättest doch irgendwo
eine Nachricht hinterlassen können!“ Mark sah mich zornig an.
„Ach ja, wir standen fast eine halbe Stunde am ersten Loch während ihr
einfach weitergegangen seid! Wirklich sehr Rücksichtsvoll, du hättest
ja auch eine Nachricht hinterlassen können!“ ich funkelte ihn nun ebenfalls
an.
„O.k. das war vielleicht nicht nett, aber wir haben euch fast eine Stunde gesucht!
Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht!“ er wurde ruhiger und sah mich durchdringend
an.
„Tut mir wirklich leid.“ gab ich mich geschlagen.
„Komm her!“ Mark zog mich in seine Arme.
Gill und Shane lieferten sich auch einen kurzen Schlagabtausch und wir gingen
uns umziehen. Als wir zum Empfang des Clubs kamen sahen uns die anderen auch
nicht wirklich begeistert an.
„Sorry Leute, es tut uns wirklich leid!“ Gill hob abwehrend die Hände.
„Ihr seid ja wieder da!“ Kian grinste uns an „Nicht nur das Mark es drauf hat
immer mal wieder zu verschwinden, nein auch seine Freundin beherrscht diese
Kunst!“
„Danke für die Blumen!“ lachte ich.
„Und was jetzt?“ Ryan stand auf und stellte sich vor unsere Gruppe.
„Wir werden jetzt zurück nach Dublin fahren, Bertie hat uns heute Abend
zum Essen eingeladen und es ist fast fünf.“ Nicky deutete auf die Uhr.
„Wir schließen uns an, ich muß morgen wieder drehen und sollte ausgeschlafen
sein.“ Jo harkte Kian unter und dieser nickte zur Bestätigung.
„Ich muß mal wieder was für mein Studium tun. Sorry Ryan, aber wir
sehen uns am Freitag zum Golfunterricht! Du brauchst ihn!“ Rowen grinste Ryan
breit an.
„Ich habe mit meiner Frau noch etwas zu klären.“ Shane grinste Gill an
und diese lachte.
„Und ihr?“ Ryan sah Mark und mich hilfesuchend an.
„Sorry, aber ich hätte meine Freundin gerne für mich ganz allein!“
Mark zuckte entschuldigend mit den Schultern.
„O.k. ich habe es verstanden! Fahrt ihr mich rum?“ Ryan ließ die Schultern
hängen.
„Wir sehen uns am Mittwoch in Dub! Wir müssen noch ein paar Songs für
das neue Album fertig kriegen!“ Nicky winkte uns zu und verschwand.
„Bis Mittwoch!“ auch Shane, Gill, Jo und Kian verabschiedeten sich.
„Ich ruf dich an!“ Gill grinste mich an.
„O.k.!“ rief ich ihr nach.
„Bis Freitag!“ Rowen verschwand ebenfalls.
„Na dann Ryan. Let´s go!“ Mark klopfte Ryan auf die Schulter und wir gingen
zum Wagen.
Wir fuhren Ryan zu meinen Eltern und gingen noch kurz mit rein, nachdem meine
Mum uns ein Abendessen aufgezwungen und wir noch kurz bei Marie und Oliver waren,
waren wir gegen neun Uhr endlich bei mir.
„Jetzt habe ich dich mal ganz für mich alleine!“ Mark drehte den Schlüssel
im Schloß herum und grinste mich an.
- 6 Monate später -
„Seid ihr fertig?“ Mark stand in meinem Hotelzimmer und trat von einem Bein
auf das andere.
„Einen Moment noch!“ rief ihm Carry, meine Maskenbildnerin zu.
„Das hast du vor 10 Minuten auch gesagt. Wir müssen los, die Limo wartet!“
meinte er nun ungeduldig.
„O.k. wir haben es.“ Carry ging vor. „Willst du sie sehen?“
„Klar!“ sagte er mit einer gewissen Vorfreude in der Stimme.
Ich trat aus dem Schlafzimmer und Mark seine Augen begannen zu strahlen.
„Du siehst bezaubernd aus!“ brachte er hervor. Er sah auch in meinen Augen unverschämt
gut aus, er trug eine verwaschene Jeans, ein weißes legeres Hemd und ein
weißes T-Shirt.
Ich trug ein weißes langes Kleid von Dolche und Gabbana, es hatte strassbesetzte
Träger, einen mit Staßsteinchen besetzten Saum und einen tiefen Rückenausschnitt.
Dazu trug ich silberne Riemchensandalen und meine Harre hatte Carry elegant
aber locker hochgesteckt. Sie hatte mein Make up in weiß und silber gehalten
und ich fühlte mich wohl. Carry begleitete mich seit ein paar Monaten zu
all meinen Jobs und sie wußte genau was ich mochte.
„Na, dann können wir ja!“ ich strahlte ihn an und harkte mich bei ihm unter.
Wir verabschiedeten uns von Carry und fuhren mit dem Fahrstuhl in die Lobby,
wo die anderen bereits warteten.
Alle sahen klasse aus. Shane trug eine Jeans und ein schwarzes Hemd, darunter
trug er ein weißes T-Shirt, Gill trug ein atemberaubendes langes rotes
Kleid, Nicky trug eine lässige Jeans und ein weißes Muskelshirt,
Gina trug einen Jeansrock und ein pinkfarbendes Top, auch Kian trug eine Jeans,
ein hellblaues T-Shirt und einen Blazer, Jo trug ein kurzes apricotfarbendes
Kleid und Stiefel.
Nachdem wir uns alle Komplimente gemacht hatten, mahnte uns Louis, der dazu
gekommen war zum Aufbruch.
„O.k. ihr fahrt alle einzeln. Shane und Gill zuerst, dann Nicky und Gina, dann
Kian und Jo und zum Schluß bringen wir den Kracher Mark und Ash.“ er grinste
und wir gingen raus um in unsere Limousinen zu steigen.
Kaum saßen wir, begann mein Herz wie wild zu schlagen. Mark merkte es
und nahm meine Hand.
„Alles gut?“ er lächelte mich an .
„Ich habe Angst.“ gab ich zu.
„Brauchst du nicht, ich bin immer bei dir!“ er küßte mich und streichelte
sanft meine Hand.
„Ab morgen weht ein anderer Wind!“ dachte ich laut.
„Vielleicht für ein, zwei Wochen, dann werden wir uninteressant.“ machte
er mir Mut.
Dann waren wir auch schon da. Mark stieg zuerst aus und reichte mir seine Hand
und half mir beim aussteigen. Sofort begannen alles wie wild zu fotografieren
und Mark nahm mich fest in den Arm, dann gab er mir einen Kuß und wir
bahnten uns unseren Weg zum Eingang.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wir schlugen ein wie eine Bombe.
Was dann kam, konnten wir erahnen, aber die Ausmaße waren uns fremd. Wir
wurden auf Schritt und Tritt beobachtet und konnten uns kaum frei bewegen.
„Ich kann das nicht mehr!“ weinte ich, nachdem in der Klatschpresse mal wieder
ein unerfreulicher Artikel über mich erschienen war.
„Ash, wir schaffen das. Der Rummel legt sich bestimmt bald!“ Mark nahm mich
tröstend in den Arm.
„Mark, das geht seit Monaten so!“ schluchzte ich.
„Baby, komm schon!“ er strich mir eine Träne weg.
„Ich kann einfach nicht mehr!“
„Was sollen wir denn machen?“
„Ich weiß es nicht...“ schrie ich nun.
„Beruhig dich!“ er legte mir beschwichtigend die Hand auf die Schulter.
„Nein, ich hätte nie gedacht, das es so schlimm ist! Ich kann mich nicht
einmal mit Gina oder Gill treffen ohne das wir beobachtet werden!“
„Was soll ich tun?“ fragte er mich wieder.
„Ich muß hier weg.“ ich stand auf und ging in unser Schlafzimmer und begann
wie wild meine Sachen zu packen.
„Wo willst du hin?“
„Ich weiß es nicht!“ ich brach auf dem Boden zusammen.
Mark setzte sich zu mir und nahm mich in den Arm. Nach ein paar Minuten hatte
ich mich beruhigt und sah ihn unter Tränen an.
„Ich weiß was wir machen, wir geben der HELLO endlich ihr gewünschtes
Interview und dann fahren wir für ein, zwei Monate weg!“
„Bist du dir sicher?“
„Bei Gina und Nicky hat es damals auch gut funktioniert.“ warf ich ein.
„In Ordnung. Und wo wollen wir dann hin?“
„Nach Schweden, Norwegen oder Finnland?“ ich blickte ihm in die Augen.
„In Ordnung, ich kläre es mit den Jungs ab und dann machen wir das. Finnland
würde mir gefallen!“ er lächelte mir aufmunternd zu.
5 Wochen später saßen wir im Flieger nach Finnland, wir hatten das
Interview gemacht und es hatte einen Teil des Drucks genommen. Wir hatten etwas
mehr Ruhe aber es war immer noch nicht wirklich möglich sich frei zu bewegen.
Wir waren beide froh aus dem Alltag weg zu kommen. Wir hatten uns in Finnland
ein kleines Blockhaus gemietet und nach 3 Stunden Autofahrt erreichten wir es
endlich. Es war der erste Schnee gefallen und Mark machte sich gleich daran
den Kamin anzuzünden.
„Diese Ruhe ist himmlisch!“ meinte ich verträumt und sah hinaus in die
Winterlandschaft.
„Ja.“ Mark trat hinter mich und küßte meinen Nacken. „Weißt
du eigentlich wie sehr ich dich liebe?“ er zog mich an sich.
„Ich liebe dich auch!“ flüsterte ich.
„Willst du mich heiraten?“ flüsterte Mark ein paar Minuten später.
„Wie bitte?“ ich drehte mich verwundert um.
„Willst du meine Frau werden?“ er ging auf die Knie.
„Ja!“ hauchte ich und beugte mich zu ihm runter.
Wir redeten den ganzen Abend über unsere Zukunft und malten uns alles in
den schönsten Farben aus.
Nachdem unsere Zeit der Ruhe vorbei war, flogen wir zurück nach Irland.
Wir gaben eine Pressekonferenz und teilten unsere Verlobung mit.
Drei Monate später standen wir vor dem Traualtar und versprachen uns ewige
Treue.
Wir haben es geschafft uns gegen alle Widerstände durch zu setzten und
haben es geschafft unsere Liebe nicht darunter leiden zu lassen.