Wie die fünf Jungs ihn hassten! Wer sind die fünf Jungs? Das sind
WESTLIFE:
Shane Steven Filan, Nicholas Bernhard James Adam Byrne, Mark Michael
Patrick Feehily, Kian John Francis Egan und Bryan Nicholas McFadden.
Und
wen hassten sie so sehr? Simon "Kiddo" Cowell, ihren Produzenten. Was
war passiert? Das lässt sich ganz einfach sagen: Sexueller Mißbrauch,
genauer gesagt: Vergewaltigung. So hat sich das Ganze zugetragen:

Schon seit einiger Zeit hatten die Fünf das Gefühl, dass Simon sie
versuchte zu isolieren. Er hatte einfach mehr Bodyguards eingestellt,
die sie auf Schritt und Tritt bewachten. Das die Jungs noch allein
auf’s
Klo gehen durften, war schon ein Wunder. Die Leibwächter erstatteten
Simon Cowell getreulich Bericht über alle Aktivitäten der Jungs. Die
fünf WESTLIFER waren gar nicht gefragt worden. Besonders Bryan tat sich
schwer mit dieser Situation. Sein Freiheitsdrang war sehr stark
ausgeprägt. Auch die anderen Vier hatten Probleme damit. Nun bemerkten
sie, dass es immer enger um sie herum wurde. Bryan, Shane, Kian, Nicky
und Mark befanden sich im Tanzstudio, um Gesang und Choreographie für
ihre bevorstehende Tour zu proben. Die Proben liefen gut. Trotzdem
fühlten sich die Fünf unbehaglich.
"Verflixt" schimpfte Bryan, "lange halt ich das nicht mehr aus. Ich
hab‘
das Gefühl, dass Simon uns permanent beobachtet. Ziemich ätzendes
Gefühl."
Bryan hatte nicht ganz unrecht. Simon hatte tatsächlich alle im Visier,
aber auf Zwei hatte er sein Hauptaugenmerk gerichtet: auf Bryan und
Shane. Diese beiden jungen Männer hatten sich in seinen Augen besonders
gut entwickelt. Shane fand er immer sexy und attraktiv: mit seinen
braunen Augen, dem umwerfenden Lächeln, dem knackigen Hintern. Tja, und
Bryan... er war ein junger Mann, den Simon von Anfang an gewollt hatte:
große blaue Augen, knackiger Hintern, sinnlicher Mund... Bryan besaß
eine ziemlich erotische Ausstrahlung. Nur musste er in Simon’s Augen
gezähmt werden. Er war ein richtiger Wildfang. Allerdings war das auch
sehr reizvoll. Simon hatte sich bereits einen perfiden Plan
zurechtgelegt.
"Die fünf Jungs gehören mir. Daran können auch Kerry, Gilian und
Georgina nichts ändern. Gott sei Dank sind Kian und Mark noch solo."

"Leute, ich wird‘ das miese Gefühl nicht los, dass wir alle in einem
Käfig sitzen, den Simon uns gebaut hat" meinte Shane.
"Habt Ihr mal bemerkt, wie Simon unseren langen Lulatsch und Shorty
beobachtet?" warf Nicky ein.
"Klasse, toll! Danke für das ‚Shorty‘. Bryan und mich beobachtet er
besonders? Hab‘ ich noch nicht gemerkt. Du Bryan?"
"Ähem, ja schon... und..." stotterte Bryan herum.
"Was ist Bryan?" fragte Mark.
"Hey, Macker. Raus mit der Sprache" bohrte Kian vehement nach.
"Na ja, ist schon lange her. Vor 3 Jahren, wir hatten gerade
anstrengende Proben hinter uns und wollten duschen. Ihr ward schon
wieder draussen. Ich kam gerade aus der Dusche, hatte nur ein Handtuch
umgewickelt. Plötzlich stand Simon vor mir. Ich war überrascht. Ich
sagte zu ihm, ich wolle mich umziehen. Er meinte "Dann mach nur." Ich
bat ihn rauszugehen und drehte mich um. Auf einmal packte er mir an den
Hintern! Ich drehte mich um und hab‘ ihm eine reingehauen. Simon war
ziemlich unbeeindruckt. Er lächelte nur. Er sagte "Was ist denn? Ist
doch gar nichts passiert. Du gefällst mir nun mal, von Anfang an schon,
als ich Dich das erste Mal gesehen habe."
"Du spinnst wohl. Halt gefälligst deine Wixgriffel bei Dir. Grapsch
andere an, aber nicht mich."
"Ach so. Gut. Dann werde ich mich mal Shane zuwenden."
"Ich warn‘ Dich! Du fasst keinen von uns an! Du kannst froh sein, dass
Du ein so guter Produzent bist und viel für uns tun kannst. Vergiss
nie:
Du arbeitest für uns! Wir zahlen Dein Gehalt!" Ich glaub‘, Simon war
platt. Er drehte sich dann um und ging. Mir wurde ganz schön übel."
Shane musste sich erstmal setzen.
"Bah! Ich glaub‘, ich muss gleich kotzen."
"Scheiße. Was machen wir denn jetzt?" fragte Mark ziemlich ratlos.
"Ich denke, wir alle wissen, was zu tun ist" sagte Kian.
"Wenn wir uns einig sind, dann feuern wir ihn" warf Nicky ein.
Alle waren einverstanden. Sie wollten gerade geschlossen zu Simon
gehen,
um ihm die Nachricht zu überbringen, als dieser mit den Bodyguards den
Raum betrat. Er lächelte die WESTLIFER an.
"Was gibt’s denn?" fragte er scheinheilig.
"Du miese Ratte, das weißt Du ganz genau" donnerte Bryan "Du bist
gefeuert. Verpiss Dich!"
"Nichts da mein Schöner. Ihr kommt alle mit. Ich bringe Euch jetzt von
hier weg."
"Bitte? Ich glaub‘, ich hab‘ mich grad‘ verhört?" Shane war verwirrt.
" Nein, mein Lieber. Du hast Dich nicht verhört. Ihr seid ab jetzt
meine
Gefangenen. Ich lasse Euch in mein Haus bringen. Und jetzt kommt mit!
Widerstand ist lohnt sich nicht."
Er winkte die Bodyguards heran.
"Los. Nehmt den Jungs die Handy’s ab und schafft sie in den
Lieferwagen!"
Bryan, Shane, Kian, Nicky und Mark waren erst einmal völlig reglos, als
ihnen die Handy’s abgenommen wurden. Dann blitzte es in Bryan’s Augen
gefährlich auf. Der größte und kräftigste der Leibwächter trat hinter
ihn und ergriff seinen Oberarm.
"Hey, Du dressierter Kampfhund. Pfoten weg!"
"Vorsicht Bürschchen. Du hast ein ganz schön loses Mundwerk.
Mitkommen."
Der Leibwächter drehte Bryan den Arm auf den Rücken, mit der anderen
Hand hielt er ihm den Mund zu. Bryan wehrte sich heftig, so wie alle
Anderen auch.
"Bryan, mein schöner irischer Wildkater" sagte Simon mit einem feinen
Lächeln "Du, Shane und die Anderen... Ihr gehört mir!"
"Du wiederliches Schwein" brüllte Shane "lass uns in Ruhe."
"Nein, mein Hübscher. Niemals. Los, bringt sie weg."
Die Bodyguards zerrten ihre Gefangenen zum draussen geparkten
Lieferwagen. Bryan war nicht zu bändigen.
"Simon, komm, wir brauchen Hilfe. Du musst sie fesseln. Fang bloß mit
dem hier an. Ich kann ihn nicht mehr lange halten."
Simon kam eilig heran. Er packte Bryan’s Handgelenke und schnürte sie
sehr fest zusammen.
"Aua, Du Arsch. Das tut weh. Dafür wirst Du bezahlen" wütete Bryan.
Simon gab ihm eine schallende Ohrfeige.
"Schweig. Ich will Dir nicht weh tun."
"Haha, sehr komisch" höhnte Bryan.
Er wollte noch weiter schimpfen, als sein Bewacher ihm einfach wieder
den Mund zuhielt. Simon trat zu Shane und fesselte auch seine Hände.
Shane war besonnener. Er stand ganz ruhig und fixierte Simon die ganze
Zeit. Simon vermochte Shane nicht anzusehen. Er ging zu den anderen
Jungs, um mit ihnen genauso zu verfahren. Dann wurden die Fünf in den
Lieferwagen verfrachtet. Bryan konnte nicht aufhören zu schimpfen. Er
war so wütend! Auf Simon wirkte er damit noch anziehender. Nur, jemand
musste ihn ruhigstellen.
"Oh no, hat der Junge eine Energie. Simon, wo hast Du diesen Wildfang
bloß her? Könntest Du ihn bitte zum Schweigen bringen?"
"Aber natürlich."
Auf einmal presste er Bryan einen mit Chloroform getränkten Lappen auf
Mund und Nase. Fast augenblicklich erlahmte sein Widerstand. Die
anderen
Jungs starrten Bryan und Simon ganz entsetzt an. Simon hatte ihren
Freund einfach betäubt! Wie weit würde er noch gehen? Shane war äußerst
besorgt. Nicht nur um sich, sondern um sie alle. Die größte Angst hatte
er allerdings um Bryan. Es war sonnenklar, dass sein bester Freund
Simon’s wertvollste Geisel war. Und dann kam wohl er selbst. Vor allen
Dingen mussten sie ruhig bleiben. Das musste er Bryan unbedingt
einhämmern. Nicky, Kian, Mark und Shane betrachteten ihren bewusstlosen
Freund. Es war klar, dass sie unbedingt versuchen sollten, ihn zu
beschützen. Irgendwie. Sie waren nach langer Fahrt fast am Ziel, als
Bryan wieder zu sich kam.
"Hoppla. Was ist los? Wo bin ich eigentlich?"
Dann fiel es ihm wieder ein: Er und seine besten Freunde waren von
ihrem
Produzenten Simon Cowell entführt worden. Der Transporter hielt. Sie
waren angekommen. Die Jungs wurden aus dem Wagen gezerrt und ins Haus
gebracht. Man ging nicht eben sanft mit ihnen um. Es war ein großes
luxuriöses Haus. Im Salon baute sich Simon vor ihnen auf.
"Was willst Du eigentlich von uns?" fragte Kian.
"Ich habe, was ich wollte: Euch! Hört gut zu: Ihr bleibt von jetzt an
hier. Raus kommt ihr, wenn überhaupt, nur unter strengster Bewachung.
Euer Zimmer ist sehr komfortabel ausgestattet. Versucht nicht, zu
entkommen. Diese Männer hier haben Euch ständig im Auge. Vergesst das
nie!"
Dann ging Simon von Einem zum Anderen. Bei Mark fing er an:
"Deine großen Augen und dein verlegenes Lächeln sind klasse, mein
Junge."
Mark starrte ihn entgeistert an.
"Nicky. Deine funkelnden Augen mit den langen Wimpern und dein freches
Grinsen ziehen jeden an."
Nicky blickte zu Boden.
" Nun Kian. Dein intensiver Blick, deine tiefe Stimme lassen Einen
alles
vergessen."
Kian funkelte Simon an, sagte aber nichts.
"Shane, mein Hübscher. Deine Augen, dein Lächeln, dein knackiges
Hinterteil und dein unglaubliches Talent lassen Einen schnell schwach
werden."
Er trat dicht an Shane heran und packte an dessen Po.
"Pfoten weg!"
"Oh, wohl auch viel Temperament. Gut."
Nun stand er vor Bryan.
"Lass deine schmutzigen Finger von mir!"
" Oh nein, Du Wildkatze. Wirklich, Du erinnerst mich an einen schwarzen
Panther: Elegant, kraftvoll, geschmeidig, wild. Ich frage mich, ob Du
im
Bett auch so feurig bist."
"Das wirst Du nie herausfinden."
"Irrtum, mein Lieber, das werde ich. Wer kann deinen Augen, deinem
Körper, deiner Attraktivität schon widerstehen? Ich sicher nicht. Du
kommst in mein Bett, genau wie Shane und auch die Anderen. Allerdings
gebe ich Euch noch etwas Zeit, damit ihr Euch an eure Lage gewöhnen
könnt. Los Männer, bringt sie nach oben und sperrt sie ein. Nehmt ihnen
auch die Fesseln ab. Bewacht sie gut!"
Grob wurden Bryan, Shane, Nicky, Kian und Mark die Treppe
hinaufgezerrt.
Oben wurden sie in ein riesiges Zimmer gestossen. Man nahm ihnen die
Fesseln ab.
"Schönen Aufenthalt" sagte ein Wächter höhnisch.
"Danke, Du Penner" schoss Bryan zurück.
Dann wurden sie eingeschlossen. Es war wirklich ein sehr komfortables
Zimmer: fünf große bequeme Betten, ein grosser Fernseher, Stereoanlage,
ein grosses Bad, jede Menge Klamotten und... grosse vergitterte
Fenster.
"Toller Käfig" meinte Shane ironisch.
Bryan starrte total entgeistert auf diese vergitterten Fenster.
"Simon hat an alles gedacht. Vielleicht werden wir auch noch per Kamera
oder Mikro überwacht."
" Na super. Wie unter’m Mikroskop."
Bryan hatte seine Sprache wiedergefunden.
"Verflucht. Wir müssen hier unbedingt raus."
"Bryan, bleib ruhig. Wir kennen deinen ausgeprägten Freiheitsdrang. Wir
müssen leider erstmal abwarten."
Shane handelte klug und besonnen, wie stets. Aber auch er hasste es
zutiefst, sich nicht frei bewegen zu können.
"Sagt mal Leute, sollen wir die ganze Zeit unsere Klamotten anbehalten
und warten, bis sie von selber abfallen?" meinte Nicky.
"Keineswegs" ließ sich eine Stimme von der Tür vernehmen. Simon stand
im
Raum.
"Wenn Ihr Euch diesen großen Schrank mal genauer anseht, werdet Ihr
feststellen, dass dort alles drin ist, was Ihr braucht. Allerdings
würde
ich Euch ohne Kleidung vorziehen."
Bei diesem Satz hatte er genau Bryan im Blick. Dieser schauderte.
"Träum weiter, Du hinterhältige Ratte."
"Abwarten."
Simon drehte sich um und verließ das Zimmer.
"Mir ist schlecht. Ich glaub‘, ich muss kotzen" hörten sie Mark sagen.
"Was hat er nur vor?" fragte sich Nicky.
"Nixter" ließ sich Kian vernehmen "liegt doch auf der Hand: Er will uns
alle in seinem Bett haben, Shane und Bryan bevorzugt. Gerade Bryan.
Habt
Ihr gemerkt, wie Simon ihn im Visier hatte?"
Bryan war ganz blass geworden. Er fing an zu zittern. Die Anderen waren
überrascht. Diese Reaktion kannten sie von ihm gar nicht. Bryan hatte
selten Angst. Doch nun schien das anders zu sein. Shane trat auf ihn
zu.
" Hey, Grosser. Wir haben alle Schiss, aber wir müssen den Tatsachen
ins
Auge sehen: Simon hat uns in der Hand. Aber niemand verlangt von uns,
dass wir dabei Spass haben. Nur, verhindern können wir das alles wohl
nicht."
"Vielleicht doch" warf Bryan ein.
Er rief die Wachen.
"Bringt mich zu Simon, aber dalli!"
Zwei packten ihn am Arm und brachten ihn nach unten, zu ihrem
Entführer.
"Was für eine nette Überraschung. Unser Wildfang. Was kann ich für Dich
tun?"
"Hör auf zu sülzen. Ich hab‘ Dir was anzubieten."
"Und was wäre das?"
"Mich."
"Wie darf ich denn das verstehen?"
"Du willst doch hauptsächlich mich. Ich bleibe freiwillig hier und Du
lässt die Anderen gehen. Auch Shane."
"Wie edelmütig. Aber darauf gehe ich nicht ein."
"Warum nicht?"
"Erstens will ich Euch alle. Zweitens will ich Lösegeld. Und Drittens
weiss ich genau, dass Du einen Weg finden würdest, mir zu entkommen.
Für
Einen allein ist das wesentlich leichter, als für fünf Leute. Ausserdem
wird es mir ein Vergnügen sein, Dich zu zähmen."
"Du mieses perverses Schwein" zischte Bryan.
Ein Wächter packte ihn und brachte ihn wieder nach oben, zu den
Anderen.
Simon folgte. Man stieß Bryan zurück in den Raum.
"Wisst Ihr Jungs. Euer Freund wollte sich opfern für Euch. Damit ich
Euch gehenlasse. Eine äußerst noble Geste. Findet Ihr nicht?"
Mit leisem Lachen verließ er das Zimmer. Shane fuhr Bryan an:
"Sag mal, hackt’s bei Dir im Oberstübchen? Sowas können wir auf keinen
Fall zulassen."
"Ich wollte doch nur, dass er Euch freilässt."
"Und Du wirst dann allein von ihm gequält? Nichts da Freundchen. Wir
stehen das irgendwie gemeinsam durch. Nicht nur Du allein" sagte Kian
bestimmt.
Alle Fünf schwiegen. Sie wussten ja, was ihnen bevorstand. Wen würde
Simon als erstes in sein Bett zwingen? Bryan? Shane? Oder würde er sich
das Beste bis zum Schluss aufheben? Bryan hatte sich inzwischen auf’s
Bett gelegt. Er war eingeschlafen. Die Vier sahen ihn an. Sie konnten
verstehen, warum Simon verrückt nach ihm war. Kian, Nicky und Mark
musterten Shane unauffällig. Auch hier war offensichtlich, warum. Die
Tür ging auf. Die fünf Leibwächter betraten den Raum. Einer ging auf
Mark zu und packte ihn.
"Autsch, lass mich gefälligst los!"
"Nein, wir bringen Dich zu Simon...ins Schlafzimmer."
"Nein, Ihr dressierten Köter."
Bryan war wieder wach. Doch der riesige Wächter, der ihn schon einmal
in
Schach gehalten hatte, drückte ihn auf’s Bett. Schmerzhaft verdrehte er
Bryan’s Handgelenke.
"Für Dich, Du Wildfang, hat sich der Boss was ganz Besonderes
ausgedacht. Er wird Dich schon kleinkriegen."
Mark wurde, obwohl er sich heftig wehrte, aus dem Zimmer gezerrt. Die
Anderen waren wie gelähmt. Nicky fand als Erster seine Sprache wieder.
"Soso. Der Typ rollt das Feld also von hinten auf. Erst Mark, dann ich,
dann Kian anschließend Shane und zum Schluss ist Bryan an der Reihe.
Aber was meinte diese tumbe Nuss mit: Simon würde Macker schon
kleinkriegen?"
"Ich wird’s wohl bald genug erfahren."
"Mist" ließ Shane verlauten "wir haben keine Möglichkeit Dich zu
schützen Grosser."
"Shorty, Du stehst doch auch ganz oben auf seiner Liste. Hast Du denn
um
Dich keine Angst?"
"Sicher Bryan, habe ich Angst. Nur ich weiss genau, dass Mark, Nicky,
Kian und ich später besser damit umgehen können, so schrecklich es auch
ist. Aber Du, denn dafür kenne ich Dich zu gut, wirst damit nicht
fertigwerden."
Bryan musste sich eingestehen, dass Shane recht hatte. Nie würde er das
hinnehmen können! Die Tür flog auf. Mark wurde zurück ins Zimmer
gestossen. Dafür holten sie jetzt Nicky. Mark war ganz zittrig und
leichenblass. Er legte sich auf’s Bett.
"Schlimm?" fragte Kian.
"Schmerzhaft, obwohl es schnell ging. Ich hab‘ das Gefühl, Simon wärmt
sich auf" erwiderte Mark und schlief ein. Drei Augenpaare richteten
sich
entsetzt auf Bryan.
"Super. Schaut mich ruhig weiter so an. Genau das, was ich brauche."
Nach einiger Zeit wurde Nicky zurückgebracht. Er meinte dasselbe wie
Mark. Dann holten die Wachen Kian. Dieser brach einem der Wächter
allerdings die Nase. Shane und Bryan hockten gemeinsam auf einem Bett
und hielten sich an den Händen. Beide vermochten nichts zu sagen. Kian
kam zurück.
"Perverses Schwein. Ich könnt‘ ihn massakrieren."
Zwei Männer traten auf Shane zu. Sie zerrten ihn vom Bett. Er und Bryan
sahen sich nur an. Dann war Shane verschwunden. Man brachte ihn in
Simon’s Schlafzimmer. Simon lächelte ihn schleimig an.
"Ah, mein Hübscher. Nun zu einem Höhepunkt des Abends."
Shane blieb merkwürdigerweise ruhig, obwohl seine Beine ihm fast den
Dienst versagten. Er fixierte Simon die ganze Zeit, sagte aber kein
Wort. Die Wachen hielten ihn fest, während Simon ihn auszog. Der Ältere
weidete sich an Shane’s gut gebautem Körper. Er konnte sich kaum
zurückhalten. Dann wurden Shane die Arme hinter dem Rücken gefesselt.
Man legte ihn quer über das Bett. Und Simon vollendete sein Werk. Dann
wurde er wieder angezogen.
"Dafür mache ich Dich kalt" schleuderte er Simon ins Gesicht.
Shane wurde wieder zu den Anderen nach oben gebracht. Er sah Bryan an,
als wollte er sagen "Bleib ruhig", doch das ging nunmal gegen Bryan’s
Naturell. Zwei Wachen waren nötig, um den jungen Mann zu packen. Einer
hielt seine Arme hinter dem Rücken, der Andere ergriff seinen Oberarm.
Gemeinsam zerrten sie Bryan aus dem Zimmer. Die anderen Drei stürzten
sich auf Shane.
"Alles ok bei Dir?" fragte Nicky besorgt.
"Na ja... so ok, wie’s eben geht."
Dann schwiegen sie. Alle bangten sie um ihren rebellischen Freund.
Inzwischen hatte man Bryan ins Simon’s Schlafzimmer verfrachtet. Quer
über der Zimmerdecke war ein solider Holzbalken angebracht... Simon
trat
vor, mit einem Seil in der Hand. Er zerrte Bryan’s Hände nach vorn.
Dann
fesselte er ihn. Prüfend sah Simon sein Opfer an, das längst nicht so
gefügig war, wie man vielleicht annehmen könnte. Bryan spuckte ihm ins
Gesicht.
"Dafür wirst Du bezahlen, Du mieses Arschloch" beschimpfte er Simon.
Er hatte nicht gemerkt, dass seine Fessel aus einem sehr langen Seil
bestand. Plötzlich, mit einem Ruck, wurden Bryan’s Arme schmerzhaft
nach
oben gerissen. Simon hatte das Seilende über den Deckenbalken geworfen
und gut verknotet. Der junge Mann stand nun mit nach oben gereckten,
gefesselten Händen vor ihm. Simon grinste seinen Gefangenen
hinterhältig an.
"Lasst und allein" befahl er den Wachen.
"Nun zu Dir, Du Wildkatze. Du reizt mich sehr, weißt Du dass
eigentlich?"
"Ist mir scheissegal!"
"Wollen mal sehen, ob Dir das auch scheissegal ist."
Mit einem Ruck zeriss er Bryan’s T-Shirt. Simon’s Augen glänzten beim
Anblick des muskulösen jungen Fleisches. Er ging um seinen hilflosen
Gefangenen herum. Dabei strich er über Bryan’s Oberkörper, seine Arme.
"Drecksfinger weg."
"Nun, dann testen wir mal, ob Du gleich auch noch so widerspenstig
bist."
Bryan’s ohnehin schon grosse Augen waren vor Entsetzen geweitet. Simon
stand böse lächelnd mit einem Gürtel in der Hand vor ihm.
"Jemand muss Dich endlich zähmen. Diese Aufgabe übernehme ich natürlich
gern."
Simon trat hinter ihn.
"Du mieser Sadist" brachte Bryan noch hervor, als der erste Hieb ihn
traf. Er stöhnte auf. Fünfzehn Schläge ließ Simon auf den nackten
Oberkörper seines Opfers niedergehen. Ausser einem schmerzerfüllten
Stöhnen gab Bryan keinen Laut von sich. Oben im Zimmer hörten die vier
Freunde ein klatschendes Geräusch, als ob jemand ausgepeitscht würde.
Bryan stand nur noch wacklig auf den Beinen. So hatte Simon keinerlei
Mühe ihm die Hände auf den Rücken zu binden und ihn bäuchlings auf das
Bett zu werfen. Dann zog er ihn vollständig aus. Gefällig ruhte sein
Blick auf Bryan’s wohlgeformtem Hintern, seinen langen schlanken
Beinen.
Oh, was für ein Vergnügen! Mit einer Hand fuhr er zwischen die
wohlgerundeten Hinterbacken. Bryan protestierte, war aber zu schwach,
um
wirklich dagegen ankämpfen zu können. Simon konnte sich kaum noch
beherrschen. So lange hatte diesen wilden temperamentvollen Mann haben
wollen. Nun war es soweit. Er hatte sich seine Hose abgestreift und
vollendete seine Tat. Bryan hatte für kurze Zeit das Bewustsein
verloren, doch nun war er wieder ganz klar bei Sinnen. Inzwischen hatte
man ihn wieder vollständig angezogen und war gerade dabei ihn nach oben
zu schaffen.
"Bis bald mein Schöner."
Bryan war stumm vor Scham und Ekel. Alles tat ihm weh. Grob wurde er
ins
Zimmer gestossen. Sofort verkroch er sich in eine Ecke. Er legte die
Arme um die Knie und verbarg seinen Kopf. Das Zittern konnte er kaum
beherrschen. Die Anderen traten vorsichtig auf ihn zu. Shane berührte
ihn leicht am Arm, doch sofort wich Bryan weiter zurück. Sie Vier
hatten
es geahnt!
"Leg Dich wenigstens auf’s Bett" meinte Kian.
Mühsam zog Bryan sich hoch und legte sich hin. Er sprach kein Wort.
"Bitte" wandte Shane ein "lass mich sehen. Du bist verletzt."
Bryan nickte nur. Vorsicht schob Shane das T-Shirt nach oben. Ihm wurde
übel. Blutige Striemen zogen sich über den Rücken seines Freundes! Also
hatten sie doch richtig gehört. Die Anderen waren einfach nur total
entsetzt. Soviel musste Bryan erdulden! Solch eine Grausamkeit!
Entsetzlich!
"Bitte...kein Mitleid" sagte Bryan leise.
"Ob’s Dir passt oder nicht, Du hast es" erwiderte Mark.
Shane hatte feuchte Handtücher geholt und sie behutsam auf Bryan’s
zerschundenen Rücken gelegt. Er weinte! Bryan weinte! Es war furchtbar.
Doch niemand konnte ihn trösten. Er weinte sich in den Schlaf. Shane
war
mehr als besorgt. Hoffentlich wurden sie bald gefunden! Nicht nur, dass
sie alle vergewaltigt worden waren, sondern nun auch noch dies. Wenn
man
sie nicht bald befreite, würde Bryan daran zerbrechen, das stand fest.
Doch nun brauchten sie alle etwas Ruhe.
"Geht schlafen" meinte er zu den Anderen "ich bleibe hier bei Bryan
sitzen."
Die Anderen taten, wie ihnen geheissen. Bald schliefen alle. Auch Shane
war eingenickt. Auf einmal fuhr er aus dem Schlaf. Die Wachen standen
im
Zimmer. Alle waren nun vollends wach. Bryan wurde gepackt und aus dem
Bett gezerrt. Er wehrte sich, konnte aber vor lauter Panik nichts
sagen.
Shane sprang auf, wie eine zum Angriff bereite Katze. Doch schon hatten
die Männer Bryan fortgeschleppt.
"Oh mein Gott, nicht schon wieder" stöhnte Kian auf.
"Wie soll er das nur verkraften?" fragte Nicky.
Die Zimmertür wurde erneut aufgestossen. Nun ergriffen die Männer
Shane.
Doch der blieb diesmal nicht ruhig. Er war zwar nicht besonders gross,
aber dafür wendig und schnell. Trotzdem, gegen drei Männer konnte er
nichts ausrichten. Man schleppte ihn in Simon’s Schlafzimmer. Sofort
fiel sein besorgter Blick auf Bryan. Dieser war an einen Stuhl
gefesselt. Mit mörderischem Blick sah Bryan seinen Peiniger an.
"Also" dachte Shane bei sich "musste er wieder dran glauben."
Simon trat auf ihn zu, schnürte ihm brutal die Hände auf den Rücken und
stieß ihn gegen die Wand. Er zog ihm die Hose aus.
"Lass Shane in Ruhe, Du Perversling. Du hast mich. Reicht Dir das
nicht?"
"Oh nein, mein Wildfang. Ihr seid beide äußerst anziehend. Ausserdem
sollst Du sehen, was mit deinem besten Freund geschieht, wenn Du nicht
gefügig wirst."
"Bryan, hör nicht auf ihn" stieß Shane hervor, bevor Simon über ihn
herfiel.
Bryan wollte etwas sagen, doch einer der Wachen hatte ihn geknebelt.
Hilflos musste er mit ansehen, wie sein bester Freund vergewaltigt
wurde. Alles nur wegen ihm! Verkehrte Welt! Simon war fertig mit Shane.
Dieser war bewundernswert gesammelt und ruhig. Simon trat auf Bryan zu.
Er zog ihn vom Stuhl hoch. Dann streifte er ihm die Hose ab. Simon’s
Hände gingen an den Beinen seines Opfers auf Wanderschaft, von unten
nach oben. Dann kniete er sich vor den jungen Mann und vollendete sein
Werk...
"Zwei begehrenswerte junge Männer hintereinander. Köstlich!"
Er gab den Wachmännern ein Zeichen. Diese zerrten Shane und Bryan die
Treppe hinauf ins Zimmer. Oben angekommen wurden sie von den Fesseln
erlöst und einer nahm Bryan das Tuch aus dem Mund. Sofort stürzte
dieser
ins Bad. Shane, Kian, Nicky und Mark hörten, wie er sich über der
Toilette erbrach. Shane erzählte, was passiert war. Die Anderen mussten
sich setzen. Totenbleich kam Bryan aus dem Bad. Er zitterte am ganzen
Leib. Er sank auf den Boden. Warum? Warum hatte Simon ihnen das
angetan?
Und ihn so gedemütigt? Shane kam zu ihm.
"Bryan, alles ok?"
Bryan hob den Kopf.
"Wohl kaum. Und bei Dir?"
"Genauso."
Auf einmal hörten sie von draussen Polizeisirenen. Die Tür zu ihrem
Gefängnis flog auf. Simon, gemeinsam mit den Leibwächtern betrat den
Raum. Die fünf Wächter hatten Handschellen dabei. Ausserdem zielten
alle
Sechs mit Waffen auf die LIFER.
"Los, hoch mit Euch" befahl Simon.
Die Fünf standen auf. Die Wachmänner legten ihnen die Handschellen an.
"Was ist denn los?" fragte Kian verständnislos.
"Frag‘ nicht so blöde. Die Bullen kommen."
"Gott sei Dank!" entfuhr es Nicky.
"Pech gehabt, Du Sack" zischte Mark.
"Schnauze. Los jetzt. Ich kümmer‘ mich auch noch um Bryan."
Scheisse, nun hatte er zwei Aufpasser. Das war schlecht. Sie wurden
brutal nach draussen gezerrt. Shane wagte einen Versuch.
"Simon lass uns frei. Du hast doch keine Chance. Gib auf!"
"Euch freilassen? Nein! Und die Wildkatze schon gar nicht. Bryan bleibt
schön bei mir. Und Du auch. Sozusagen als Zusatzversicherung."
"Vergiss es" schimpfte Bryan aufgebracht.
Simon ohrfeigte ihn.
"Du tust, was ich Dir sage. Du entkommst mir nicht, klar?"
"Denkste."
Inzwischen waren sie draussen. Überall Polizei. Die Kidnapper hielten
Shane, Kian, Nicky und Mark ganz fest und richteten die Waffen auf ihre
Köpfe. Der Riesenwächter und Simon hatten Bryan in einer gemeinsamen
Umklammerung. Simon grinste höhnisch.
"Lassen Sie die Geiseln frei!"
Simon dachte nach.
"Leute: Kian, Nicky und Mark können gehen. Die anderen Zwei bleiben
hier!"
Die Drei bekamen einen Stoss. Sie durften tatsächlich gehen! Sie wurden
von der Polizei, Ärzten und natürlich ihren Angehörigen in Empfang
genommen. Aber sie hatten Angst um Bryan und Shane. Sie betrachteten
das
Drama. Inzwischen hatten die beiden Gefangenen sich heimlich
untereinander verständigt. Shane rammte seinem Bewacher die Ellbogen in
die Magengrube. Dann rannte er los und... hatte es geschafft! Er war in
Sicherheit! Fehlte nur noch Bryan. Dieser hatte seinen Kopf
zurückgerissen und damit seinen Bewacher schachmatt gesetzt.
Gleichzeitig trat er Simon die Waffe aus der Hand. Kickboxen war doch
gut! Er stürzte sich sofort auf Simon, legte ihm die gefesselten Hände
um den Hals und drückte zu. Simon rang verzweifelt nach Luft. Sein
Wildfang wollte ihn tatsächlich erwürgen!
"Ich hab’s geschworen. Ich mach Dich kalt, Du mieses perverses Schwein.
Weißt Du eigentlich, was Du mir angetan hast?"
Man zog Bryan von Simon herunter. Die fünf Freund fielen sich in die
Arme. Endlich frei! Kerry rannte auf ihren Mann zu, wollte ihn umarmen,
doch... Bryan wich zurück.
"Rühr‘ mich nicht an!"
Kerry war total geschockt. Was war los? Shane kam auf sie zu.
"Kerry, lass ihm Zeit. Es ist zuviel passiert. Er hat furchtbar
gelitten."
Dann erzählte er alles. Sie war kreidebleich geworden. Auf einmal hörte
man ein Poltern. Bryan war bewustlos zusammengebrochen. Sofort wurden
er
und seine Freunde ins Krankenhaus gebracht. Alle wurden gründlich
untersucht. Sie mussten es auch über sich ergehen lassen, fotografiert
zu werden. Als Beweis für die Vergewaltigungen. Dann lagen sie alle
gemeinsam in einem Zimmer. Shane, Kian, Nicky und Mark unterhielten
sich
über die Ereignisse. So konnten sie das Ganze besser verarbeiten. Nur
Bryan sprach nicht. Er lag im Bett, die Knie angezogen und war fast
komplett unter der Decke verschwunden. Die anderen LIFER sahen ihn
besorgt an, als er wieder mal zur Toilette rannte und sich dort
übergab.
Wir konnten sie ihm nur helfen? Er sagte nicht viel, aß kaum etwas,
ließ
sich selten anfassen. Auf einmal wirkte dieser grosse Mann, den sie
alle
als lustig und willensstark kannten, hilflos und sogar zerbrechlich! Es
war seltsam. Bryan kam zurück, ganz schwach.
"Bryan" begann Shane "bitte sprich mit uns. Das erleichtert ungemein,
glaub‘ mir. Wie können wir Dir sonst helfen?"
"Ihr könnt mir nicht helfen. Niemand kann das. Bitte drängt mich nicht
weiter" sagte er ganz leise. Dann vergrub er sich wieder in seinem
Bett.
Seine Freunde waren in allergrösster Sorge. Bryan war doch sonst ein
Kämpfer. So kannten sie ihn wirklich nicht. Inzwischen war Bryan in
einen unruhigen Schlaf gefallen. Die Vier wussten, er würde oft
hochschrecken, schweissgebadet, laut aufschreiend.
"Nein, nein... bitte nicht nochmal" hörten sie seine flehende Stimme im
Traum.
"Shit" fluchte Kian "wir müssen doch irgendwas für Macker tun können!"
"Tja, mein Gutster, was denn? Hast Du ‚ne Ahnung Shane?" fragte Nicky.
"Nein, noch nicht. Hoffentlich fällt und bald was ein, sonst geht er
elend vor die Hunde. Das ertrage ich nicht mehr länger."
Bryan schrie! Sofort eilte Shane zu ihm, legt ihm beruhigend die Hand
auf die Stirn. Bryan schlug die Augen auf, voller Panik, erneut
vergewaltigt zu werden. Dann erkannte er Shane.
"Rühr‘ mich nicht an!"
"Schon gut, beruhige Dich. Ich tu Dir doch nichts" beschwichtigte Shane
seinen zitternden Freund. Doch dieser drehte ihm einfach den Rücken zu
und schlief mühsam wieder ein.
"Da seht Ihr’s. Kerry gelangt ja auch nicht zu ihm durch" meldete sich
Mark zu Wort.
"Und morgen dürfen wir nach Hause. Wie soll das bei Kerry und ihm nur
weitergehen?" sagte Shane.
Der nächste Morgen kam. Die fünf WESTLIFER wurden von ihren Familien
abgeholt. Kerry hatte vorher mit dem behandelnden Psychologen
gesprochen. Er riet ihr viel Geduld mit ihrem Mann zu haben, auch wenn
dies viel Kraft koste. Die Wochen vergingen. Shane, Kian, Nicky und
Mark
konnten fast wieder ein normales Leben führen. Nur Bryan nicht. Die
einzigen Menschen, die er ertrug, waren seine beiden Töchter: Molly
Marie und Lilly Sue. Kerry ging er aus dem Weg. Eines Tages war Kerry
total am Ende. Sie weinte sich bei Shane aus.
"Ich kann nicht mehr! Ich dringe nicht zu ihm durch. Sicher, es war
bestimmt furchtbar, aber wir brauchen ihn. Ich liebe ihn doch!"
"Weiß ich" sagte Shane und nahm sie tröstend in die Arme.
Plötzlich richtete er sich schlagartig auf.
"Was ist?" fragte Kerry.
"Ich hab’s!" rief Shane.
"Hä?"
"Ich weiß endlich, wie wir Bryan helfen können."
"Wie denn?"
"Na ja, also...ich werde mit Bryan das Gleiche machen wie Simon. Nur,
dass er sich diesmal wehren kann. Das wird ihm sicher helfen."
"Das könnte gehen" meinte Kerry.
Sie besprachen das Wann. Dann weihte Shane die Anderen ein. Die waren
ganz angetan von der Idee. Bereits in dieser Nacht sollte es losgehen.
Kerry ließ die Vier herein. Ganz leise schlichen sie nach oben ins
Schlafzimmer. Bryan wälzte sich wieder einmal hin und her. Klitschnass
geschwitzt. Er stöhnte, als ob er erneut gequält wurde. Shane
schluckte.
Kian und alle Anderen traten lautlos ins Schlafzimmer hinein. Shane
ging
zum Bett. Tief durchatmen. Er blickte seinen besten Freund an. Bryan
sah
so hilflos aus! Beinahe zerbrechlich! Aber es musste sein. Anders würde
er nicht gesund werden. Dann wären Kerry, Molly und Lilly Sue ganz
allein. Das durfte nicht sein!
"Okay, dann los" murmelte er vor sich hin.
"Hallo, meine schöne irische Wildkatze."
Shane konnte Simon’s Stimme perfekt nachmachen. Bryan wachte nicht auf.
Gut so. Er zog ihm die Bettdecke weg. Shane streichelte ihn am ganzen
Körper, obwohl es ihn grosse Überwindung kostete. Es tat ihm so weh zu
sehen, wie Bryan sich wie ein Igel zusammenrollte. Oh Gott! Shane schob
Bryan’s T-Shirt hoch.
"Oh, welch ein Anblick. Sehr schön. Na los! Wehr Dich ruhig. Das macht
Dich noch verführerischer. Wehr Dich, Du Feigling!"
"Nein, bitte bitte nicht" flehte Bryan inständig, dass es Shane bis ins
Herz traf.
"Los hoch mit Dir. Ich bin noch nicht fertig."
Auf einmal sprang Bryan aus dem Bett.
"Oh nein, Du schwuler perverser Sack. Du vergewaltigst mich nie
wieder!"
"Abwarten mein Schöner."
"Ich bring Dich um!"
Bryan packte Shane, den er immer noch nicht erkannt hatte, und
schleuderte ihn durchs Zimmer. Krach! Shane landete in einer Ecke.
Mühsam rappelte er sich wieder hoch. Das tat echt weh! Gegen Bryan zu
kämpfen war ziemlich aussichtslos, doch es ging weiter. Er bekam einen
Kinnhacken verpasst. Shane hebelte Bryan aus. Beide wälzten sich nun am
Boden und schlugen aufeinander ein.
"Dich zu zähmen ist schwer, aber ein Vergnügen, Wildfang."
"Nie wieder" brüllte Bryan.
Plötzlich sank er bewusstlos zu Boden, genau wie Shane. Beide hatten
sich gegenseitig ko geschlagen!!! Bryan wurde neben Shane auf’s Bett
gelegt und wurden nun fürsorglich gepflegt.
"Heftig" meinte Nicky.
"Sehen aus wie zwei tote Makrelen" lachte Kian.
"Morgen früh sehen sie eher aus wie buntgescheckte Kühe" grinste Mark.
"Lassen wir sie schlafen. Hoffentlich hat’s geklappt" sagte Kerry.
Die beiden Männer schliefen durch bis zum nächsten Morgen. Bryan wurde
als erster wach.
"Heilige Scheisse! Ich fühl‘ mich, als hat mich ein ganzer Konvoy
überrollt. Was willst Du denn hier, Shorty?"
"Hey Macker. Siehst cool aus."
"Und Du siehst aus wie ‚ne zerdetschte Pflaume. Was machst Du überhaupt
in meinem Bett? Schaust nicht aus wie meine Frau. Ich hab‘ geträumt,
Simon wollte mich wieder besteigen. Dann hab‘ ich ihn verprügelt.
Endlich!"
Shane schwieg. Bryan sah ihn prüfend an. Es dämmerte ihm.
"Du? Du warst das diese Nacht?"
"Ähem... ja. Das schien uns... mir die einzige Möglichkeit Dir zu
helfen."
"Hey, schon in Ordnung. Danke Mann, dass war bestimmt schwer für Dich."
"Oh ja, ich bin schließlich nicht vom anderen Ufer."
"Weiß ich doch. Komm, lass uns frühstücken."
"McVielfraß" lachte Shane.
Sie gingen nach unten. Alle waren da. Gilian nahm Shane sofort in die
Arme. Nur Kerry stand ganz still. Was würde ihr Mann jetzt tun? Bryan
sah sie eindringlich an. Dann lächelte er. Kerry flog in seine Arme.
"Gott sei Dank! Wir... ich hab‘ Dich wieder!"
"Ja, dank Shane. Wenn er nicht gewesen wäre..."
"Ich weiss. Entschuldige mich mal kurz."
Kerry gab Shane einen herzaften Kuss auf die Wange.
"Hey Süße! Ich bin dein Mann, nicht der Stöpsel da."
"Keine Panik. Du bist und bleibst meine einzige wahre Liebe."
"Na gut, dann lass ich das von gerade nochmal durchgehen" meinte Bryan
schelmisch.
Alles schien wieder im Lot. Wochen vergingen und Bryan hatte sich
wieder
komplett erholt. Simon saß im Knast. Wirklich??? Eines abends hockten
Bryan, Kerry, Shane, Gilian, Kian und Mark vor der Glotze. Aufeinmal
diese Meldung:
"Der Entführer von Bryan McFadden, Shane Filan, Kian Egan, Nicky Byrne
und Mark Feehily, bekannt als WESTLIFE, ist aus dem Gefängnis geflohen.
Simon Cowell hatte nach seiner Verurteilung geschworen, sich an den
fünf
jungen Männern zu rächen. Scotland Yard ermittelt bereits."
Alle sassen wie versteinert.
"Ich glaub’s nicht." Bryan war total fassungslos.
"Das, das kann nicht sein" stammelte Shane.
"Also Leute, ganz ruhig. Wir müssen kühlen Kopf bewahren. Wollen wir
uns
auf Schritt und Tritt bewachen lassen? Oder soll das Ganze jetzt ein
für
allemal enden?" fragte Kian in die Runde.
"Was meinst Du damit" liess sich Nicky vernehmen.
"Ja, sag mal" hörten sie Mark.
"Nun, wir sollten alles so machen wie bisher. Keine verstärkten
Sicherheitsmaßnahmen. Simon kommt von selbst. Dann machen wir ihn
fertig. Ich weiss, gerade für Bryan und Dich, Shane, ist das besonders
schwer."
"Ja, stimmt. Aber sonst würden wir ewig weglaufen" pflichtete ihm Shane
bei.
"OK" meinte Bryan "alle einverstanden?"
Die Anderen nickten, aber... Erstens kommt es anders, Zweitens als man
denkt. Tage vergingen. Nichts geschah. Eines Tages kamen die fünf
WESTLIFER vom Shoppen zurück zu Bryan’s Anwesen. Überall Polizei. Alle
beschlich ein unheilvolles Grauen. Die Mädels hatten heute auch einen
gemeinsamen Tag verbracht...
"Kerry, Molly, Lilly Sue" stieß Bryan hervor.
"Oh mein Gott" rief Shane.
Sie rannten ins Haus. Dort wurden sie von Komissar Millar von Scotland
Yard in Empfang genommen.
"Meine Frau, meine Töchter!"
"Mr McFadden, Ihre Frau, Ihre Tochter Molly und Ihre Verlobte, Mr
Filan,
sind von Simon Cowell entführt worden. Alle Anderen haben wir zurück zu
ihren Familien geschickt."
"Was???" schrie Shane fassungslos.
"Ich glaub‘, ich bin im falschen Film. Ich will Kerry und Molly zuück.
Um jeden Preis!"
Bryan fing an zu weinen, Shane zitterte am ganzen Körper.
"Meine Gilian. Was, wenn ihr etwas passiert?"
"Hör auf, so zu reden. Wir kriegen sie zurück. Es ist alles meine
Schuld" meinte Kian zerknirscht.
"Quatsch" warf Bryan ein "Du kannst nichts dafür. Das konnte niemand
ahnen, klar?"
"Stimmt auffallend" sagte Nicky.
"Mr McFadden?"
"Ja?"
"Also, wenn der Kidnapper hier anruft, dann bleiben Sie ruhig.
Verlangen
Sie ein Lebenszeichen von ihrer Frau, ihrer Tochter und Miss Walsh.
Sonst gehen Sie bitte auf all seine Forderungen erstmal ein."
"OK, mach ich."
Das Telefon klingelte. Alle fuhren erschrocken zusammen. Bryan ging an
den Apparat.
"McFadden?"
"Hallo mein Wildfang. Du weißt, wer hier ist."
"Klar."
"Ich will 3 Millionen Euro und..."
"Und was?"
"Dich und Shane. Sonst siehst Du Kerry und Molly nie wieder!"
"Ich will mit Kerry sprechen."
"OK. Komm Du Schlampe."
"Bryan" hörte man Kerry’s zitternde Stimme.
"Engel, wie geht es Euch allen? Wie geht’s Molly? Und Gilian? Seid ihr
wohlauf?"
"Uns geht’s soweit gut. Bitte tu..."
Man hörte nur noch ein "Mmpf" durch den Hörer. Simon hielt Kerry den
Mund zu.
"Kerry?"
"Ruhe, Wildkatze. Hör zu. Du und Shane kommt morgen abend 20 Uhr zur
alten Lagerhalle, Kingston Road. Ohne Bullen, oder sie sind tot!
Verstanden?"
"Ja verstanden."
Es klickte in der Leitung. Das Gespräch war beendet.
"Hast Du mit jemandem reden können?" fragte Mark.
"Ja mit Kerry. Es geht allen den Umständen entsprechend. Er will 3
Millionen Euro und..."
"Und was noch?" hakte Shane nach.
"Dich und mich. Andernfalls sehen wir die Mädchen nie wieder."
"Verfluchtes Dreckschwein" motzte Kian "und was machen wir nun?"
"Darauf eingehen natürlich. Ich will schließlich meine Frau und meine
Tochter zurück."
"Mr McFadden?"
"Hm?"
"Einverstanden, gehen Sie darauf ein, aber nicht ohne uns."
"Der Typ sagte ohne Bullen."
"Ich hab’s gehört. Wir kommen mit, aber niemand wird uns sehen. Können
Sie und Mr Filan eigentlich mit Schusswaffen umgehen?"
"Ja können wir. Warum?"
"Sie kriegen beide eine, allerdings darf er die nicht sehen. Weiß
Cowell
davon?"
"Nein."
Der Tag verging schnell. Alle waren sehr unruhig. Bryan und Shane
würden
sich in die Gewalt des Mannes begeben, der Bryan fast um den Verstand
gebracht hatte. Es war soweit. Sie mussten aufbrechen. Scotland Yard
war
längst an Ort und Stelle. Sie hielten Wort. Niemand war zu sehen.
"Also Jungs. Kian, Nicky, Mark, Shane...wenn mir was passiert, dann
kümmert Euch bitte um Kerry und die Mädchen."
"Hör auf" widerspach Shane "wir packen das. Wir müssen einfach. Ich
will
diesen Albtraum endlich loswerden."
"Trotzdem" beharrte Bryan "versprecht’s mir."
Die Anderen nickten. Und los ging’s. Die Fahrt dauerte nicht lang. An
der Lagerhalle sahen sie schon Simon, zwei andere finstere Typen.
Gilian
gefesselt, Kerry mit Molly auf dem Arm, beide ebenfalls gefesselt. Die
fünf LIFER stiegen aus.
"Oh wie nett. Alle aufeinmal. Ich will aber nur Shane und den
Wildfang."
"OK, wir kommen jetzt. Schick die Frauen gleichzeit los" rief Shane.
Auf der Mitte des Weges trafen sie sich.
"Gilian, alles OK? Geh weiter bitte."
"Shane..."
"Bitte geh!"
"Bryan, tu’s nicht. Du weißt, was Simon mit Dir vorhat" flehte Kerry.
"Engel, es geht nicht anders. Ich liebe Euch. Geht jetzt."
"Bryan bitte nicht."
"Geht endlich" befahl er.
Kerry liefen die Tränen über das Gesicht. Sie wollte ihren Mann nicht
verlieren! Die kleine Molly hielt das Ganze für ein Spiel, denn sie war
noch zu klein, um zu begreifen, dass sie ihren Daddy vielleicht nie
wieder sehen würde. Bryan küsste beide zum Abschied. Dann ging er
weiter, schließlich zielten Simon und die beiden Gangster auf Kerry und
Gilian. Bryan und Shane wurden sofort gepackt. Man verschnürte ihnen
brutal die Hände.
"Aua, Du Saftsack. Das tut weh!"
"Hallo Wildfang. Endlich habe ich Dich und Shane wieder."
"Pack mich nicht an oder ich kastrier Dich!" wetterte Bryan.
"Vorsicht, sonst leidet Shane ganz fürchterlich. Das verspreche ich
Dir."
"Arschloch" schimpfte Shane erbost.
Dafür handelte er sich eine saftige Ohrfeige ein.
"Los mitkommen, sonst..."
"Stop! Polizei! Lassen sie die Geiseln frei, dann passiert Ihnen
nichts!"
"Nein, niemals!" rief Simon.
Er und seine Helfer hielten Bryan bzw. Shane ihren Waffen an den Kopf.
"Shane... jetzt!"
Mit einigen gezielten Tritten konnten die beiden jungen Männer zwei der
Verbrecher ausser Gefecht setzen. Simon...
"Keine Bewegung Bryan. Du bleibst hier."
"Scheisse" fluchte Shane, der genau wie Bryan, seine Waffe gezogen
hatte. Simon presste Bryan fest an sich.
"Shane, Du kannst gehen, aber Bryan nehme ich mit."
"Niemals!" brüllte ein äußerst aufgebrachter Bryan und warf sich zu
Boden.
"Schieß! Knall ihn ab Shorty!"
Man hörten einen Schuss. Shane hatte Simon ins rechte Bein geschossen.
Allerdings hatte dieser seine Waffe nicht fallenlassen, sondern zielte
stattdessen auf den am Boden liegenden Bryan.
"Wenn ich Dich nicht haben kann, dann auch kein Anderer."
Er spannte den Hahn, zielte sorgfältig und wollte gerade abdrücken, als
er überrascht auf seine Brust schaute. Dort breitete sich ein roter
Fleck sehr rasch aus.
"Ich hab’s Dir ja geschworen, ich leg Dich um. Du wirst Shane und mir
nie wieder etwas antun."
"Aber Bryan, ich..."
"Kratz endlich ab" sagte Bryan kalt.
Simon brach zusammen. Er war tot. Die Anderen kamen angelaufen. Alle
fielen sich erleichtert in die Arme. Endlich, endlich war der Spuck
vorbei!
"Guter Schuss Macker."
"Danke Shorty. Nun haben wir Ruhe."
"Ich wusste gar nicht, dass Du so eiskalt sein kannst" staunte Kian.
"Kann ich nur, wenn jemand die Menschen bedroht, die mir am Herzen
liegen."
Kerry gab ihm einen leidenschaftlichen Kuss. Ihr geliebter Mann würde
noch lange bei ihr und den Mädchen bleiben!


ENDE