"Vorsicht! Der beißt", rief Jennifer als sie auf die Wiese gerannt kam.
Ein Boy, den sie vorher noch nie gesehen hatte, beugte sich gerade zu einem
Hund runter und wollte ihn streicheln. Gerade noch rechtzeitig zog er die Hand
vom Hund weg, denn dieser wollte ihn gerade beißen. Stephanie und Sabrina,
Jennifers beste Freundinnen, gesellten sich zu Jennifer und Stephanie fragte:
"Wer ist denn dieser Boy?" "Ich weiß es nicht, würde es aber gerne
wissen!" Sabrina meinte: "Wieso geht ihr nicht hin und fragt ihn? Seid ihr zu
feige?" Sie lachte und fügte dann hinzu: "Wenn ihr nicht geht, geh ich
halt!" "Nein, nein ich geh schon selber", sagte Jennifer schnell. Sie drehte
sich um und ging auf den Boy zu. Jennifer räusperte sich und fragte anschließend:
"Ähm, ich wollte mal fragen wie du heißt." Sie schaute verlegen auf
den Boden und der Boy antwortete: "Ich heiße Tobias, und du?" "Ich....
ich heiße Jennifer. Du bist neu hier, nicht wahr?" "Ja, ich, meine Eltern
und meine beiden Brüder sind gerade dabei in eines der Hochhäuser
einzuziehen. Weißt du vielleicht, wo hier das Haus Nr. 5 ist?" "Ja, in
diesem Haus wohnen meine beiden Freundinnen und ich auch. Komm mit, ich zeige
es dir." "Warte, da kommen noch meine zwei Brüder!" Plötzlich tippte
jemand bei Jennifer auf die Schulter und als sie sich umdrehte schaute sie ins
Leere. Sie drehte sich wieder um und schaute in das Gesicht eines anderen Boys.
"Das ist Nicky, und der dort drüben, der mit deinen Freundinnen redet,
ist Kian. Sie sind meine Brüder." Und flüsternd fügte er hinzu:
"Und voll bescheuert!" Nicky hörte das und schubste Tobias auf den Boden.
Dieser ließ sich das nicht gefallen, sprang auf und jagte Nicky über
die ganze Wiese hinüber zu Kian, Stephanie und Sabrina. Sabrina und Stephanie
sprangen erschrocken zur Seite und sahen zu, wie Kian in die Irre geführt
wurde und auf den Boden fiel. Zu seinem Pech landete er direkt in Hundescheiße.
Sabrina half Kian lachend auf die Füße zurück und Stephanie
holte ein Taschentuch aus ihrer Tasche um Kian von der Hundescheiße an
seinem Hintern zu befreien. Dieser sagte: "Das kann ich auch alleine, schließlich
bin ich kein Baby mehr!" Stephanie gab ihm beleidigt das Taschentuch und sagte
trotzig: "Ich wollte dir nur helfen." Jennifer hatte sich inzwischen zu den
anderen gesellt und lachte sich kaputt. Sie konnte sich nicht mehr einkriegen
und erst als Kian sie böse ansah, verstummte sie. Nun machten sie sich
auf den Weg zum Hochhaus
Nr. 5. Stephanie fragte neugierig: "In welche Etage zieht ihr?" "In Etage 3."
"Hey, das ist die gleiche in der ich auch wohne. Was für ein Zufall!" Sie
grinste zu Stephanie und Jennifer und diese verstanden sofort. Jennifer fragte:
"Sollen wir euch beim Tragen helfen?" "Wenn es sein muss!", antwortete Nicky
frech, doch als er die drei Girls ansah, sagte er schnell: "Das war ein Scherz.
Natürlich könnt ihr uns helfen." Die sechs gingen zu dem Transporter
von den Johnsons und jeder nahm einen Karton. Sie liefen ins Hochhaus und mussten
die Treppen hochsteigen, da der Aufzug kaputt war. Sie hatten gerade den halben
Weg geschafft, als Sabrina plötzlich einen Schrei von sich gab. Nicky,
der hinter ihr gelaufen war, hatte sie geschubst, und nun rutschte Sabrina die
Treppe wieder hinunter. Nicky rutschte hinterher, denn er hatte vergessen, das
er ja nicht vor, sondern hinter Sabrina lief. Die Kartons von den beiden lagen
ausgeschüttet auf dem Boden.
Nicky sagte: "Scheiße, ich bin so ein Trottel. Ich hatte vergessen das
du mich mit runterziehst, wenn ich dich schubse. Ist nun auch egal, jetzt ist
es zu spät. Soll ich dir auf helfen?" "Das wäre nett." Nicky nahm
Sabrinas Hand und zog sie auf die Füße. Die anderen lachten sich
mittlerweile schlapp über die beiden, denn es sah zu komisch aus wie sie
die Treppe runtergerutscht waren. "Das hast du ja wieder toll hinbekommen, Nicky.
Gleich am ersten Tag blamierst du uns vor drei so hübschen Mädels.
Schäm dich." "Welche drei hübschen Mädchen? Ich habe heute noch
keine gesehen." Nicky musste natürlich wiedersprechen, doch diesmal bekam
er einen Rippenstoß von Sabrina. "Ich hoffe, du bist nicht immer so. Ich
habe keine Lust wegen dir noch im Krankenhaus zu landen." Alle stimmten wieder
in Gelächter ein. Plötzlich trat eine alte Frau auf den Flur und schrie:
"Könnt ihr Gören nicht mal still sein? Ich versuche zu lesen." "Doch
können wir. Wir haben aber keine Lust!" Dieser Satz kam mal wieder von
Nicky. Sabrina flüsterte: "Leg dich nicht mit ihr an. Wenn sie unseren
Eltern sagt, dass wir Krach im Flur machen, verdonnern die uns wieder der ollen
Oma zu helfen. Darauf habe ich echt keinen Bock." Ausnahmsweise hielt Nicky
nun seine Klappe und die Oma ging wieder in ihre Wohnung. Die sechs setzten
ihren Weg fort, nachdem sie die Sachen vom Boden aufgehoben hatten. Vor der
Wohnung der Johnsons blieben sie stehen. Stephanie sagte: "Hey Sabrina, das
ist ja die Wohnung neben dir. Ich hatte ganz vergessen das sie leer steht."
"Ich auch. Aber ist ja auch egal. Hauptsache ist doch, dass wir nun Freunde
sind. Zumindest glaube ich das." "Dann glaub mal schon weiter ..." Weiter kam
Nicky nicht, denn Kian unterbrach ihn. "Jetzt hör aber auf Nicky. Klar
sind wir nun Freunde. Ich hoffe das wird sich auch nicht so schnell ändern."
Alle stimmten ihm zu und nun betraten sie die Wohnung der Johnsons. "Boa, ist
die groß. Ich glaube, wir müssen uns ein Zimmer teilen, Brüder."
"Oh nein! Ich möchte aber nicht mit Kian auf ein Zimmer. Der schnarcht
so laut!" Nicky machte ein schnarchen nach und Kian wurde rot. "Was soll ich
denn dagegen machen?" "Gar nichts. Du schnarchst, dafür redet Nicky im
Schlaf. Er redet immer über die Girls, in die er verliebt ist. Manchmal
ist das ziemlich witzig, vor allem wenn er es am nächsten Tag nicht mehr
weiß!" Die sechs begannen wieder zu lachen, doch schnell verstummten sie,
denn Herr und Frau Johnson betraten die Wohnung. "Na Boys, wer sind denn eure
drei kleinen Freundinnen? Ich kenn sie noch gar nicht!" "Wie denn auch? Wir
haben sie heute erst kennen gelernt. Also, das ist Sabrina, das ist Stephanie
und als letztes Jennifer. Sie sind wirklich ziemlich nett." Tobias schaute seine
Eltern an und diese sagten: "Wenn das so ist, also wir sind die Johnsons. Ich
hoffe ihr kommt mit Nicky klar. Er hält sich für einen richtigen Scherzkeks.
Doch manchmal geht er etwas zu weit." "Mum, hör auf ihnen von mir zu erzählen.
Nicht das du noch auf die Idee kommst, ihnen Babyfotos von mir zu zeigen!" "Danke
für die Idee Nicky. Darauf wäre ich ohne dich nicht gekommen. Jetzt
aber genug mit den Späßen, wir müssen schließlich noch
alles auspacken." Sie verbrachten den ganzen Nachmittag damit, den Johnsons
beim Tragen der Sachen zu helfen, ehe sie endlich fertig waren. "Jetzt habe
ich Hunger. Wann gibt es was zu essen?" "Dauert noch etwas. Wir wollten nach
McDonalds fahren. Hättet ihr drei Girls Lust mitzukommen?" "Klar, wir gehen
eben unsere Eltern fragen." Die drei sprangen auf, verließen die Wohnung
der Johnsons und gingen zu ihren Eltern. Nach fünf Minuten stand Sabrina
schon wieder bei ihnen vor der Tür. Frau Johnson fragte: "Wie hast du das
denn gemacht? Bist du geflogen?" "Nein, ich wohne direkt neben ihnen. Meine
Mutter möchte wissen, ob sie, ihr Mann und Nicky, Kian und Tobias mal zum
Kaffee kommen möchten." "Gerne." Sabrina ging zu Nicky, Kian und Tobias
und sie unterhielten sich ein bisschen über ihre Hobbies. Sie stellten
fest, dass sie einiges gemeinsam hatten, z.B. waren alle leidenschaftliche Skater
und machten gerne Partys. Nach einer Weile kamen dann auch Stephanie und Jennifer
wieder. "Und, dürft ihr mit?" "Ja klar." Die sechs quetschten sich mit
Herr und Frau Johnson in den Wagen und fuhren los. Bei McDonalds angekommen
suchten sie sich einen extra großen Tisch und setzten sich. "Ich nehme
ein Happy Meal, mit Tigger", rief Nicky. Die anderen entschieden sich für
einen Big Mäc, Pommes und Cola. Frau Johnson ging zur Kasse, bekam alles
und bezahlte. Als sie zu dem Tisch zurückkam und das Happy Meal vor Nicky
stellte, meinte dieser: "Das war nur ein Scherz, Mum." "Jetzt ist es zu spät
Nicky." Nicky öffnete sein Happy Meal und schaute sich das spärliche
Menü an. "Davon wird doch kein Schwein satt", maulte er. "Das ist deine
eigene Schuld. Und nun iss." Nachdem sie alle fertig waren, fuhren sie nach
hause. Sie verabschiedeten sich voneinander, denn morgen mussten sie zur Schule.
Sabrina bekam diese Nacht nicht viel Schlaf, denn Nicky, Kian und Tobias waren
die ganze Zeit über am rumschreien und klopften ständig gegen die
Wand. Als sie sich am nächsten Morgen alle für die Schule trafen,
fragte Sabrina: "Was habt ihr eigentlich die ganze letzte Nacht bei euch im
Zimmer getrieben?" "Wir haben doch gar nichts gemacht. Du hast das sicher nur
geträumt." "Klar. Jetzt mal im ernst, was habt ihr gemacht?" Sie stritten
noch bis sie an der Schule ankamen, dann gab Sabrina auf. Die drei Girls gingen
alle in verschiedene Klassen, denn sie waren alle unterschiedlich alt. Sabrina
war die Älteste, 15, ging also in die 9. Klasse. Nicky sollte nun auch
in ihre Klasse kommen. Sabrina hätte fast einen Schreikrampf bekommen als
sie das erfuhr. Kian kam zu Stephanie in die 8. und Tobias zu Jennifer. Jennifer
war auch in der 8., aber nicht in der selben wie Stephanie. In der Pause trafen
sie sich alle und Jennifer fragte: "Und, wie ist es mit Nicky in der Klasse,
Sabrina?" "Es ist eigentlich ganz cool. Nicky ärgert die ganzen Lehrer
und musste sogar schon vor die Tür. Das ist er aber auch selbst Schuld,
wenn er die Lehrerin mit Schwalben bewirft. Aber was soll´s. Ich finde
es cool ihn bei mir zu haben. So ist es wenigstens nicht mehr so öde."
Nach der Schule wollten sie alle noch ins Kino gehen. Sie wollten in "Ghost
Ship", doch da dieser Film für unter 16jährige nichts war, entschieden
sie sich schließlich für "Manhattan Lovestory". Sie setzten sich
in die letzte Reihe. Nicky hatte einen Jumbobecher Popcorn gekauft und bewarf
nun die Leinwand damit. Plötzlich kam eine Stimme aus einem Lautsprecher:
"Junger Mann, würden sie bitte so freundlich sein und das Popcorn wieder
aufheben? Das wäre nett. Machen sie es nicht, werden sie aus dem Kino geworfen."
Nur wiederwillig ging Nicky nach vorne und hob das Popcorn auf. Als er sich
wieder setzte, meinte er: "Irgendwie habe ich jetzt keine Lust mehr auf Kino.
Können wir nicht gehen?" "Nö, der Film ist cool. Ich möchte ihn
bis zum Ende sehen." Als sich kein anderer überreden ließ mit ihm
rauszukommen, blieb Nicky doch im Kino. "Seht mal, Nicky ist eingeschlafen",
sagte Sabrina, nachdem der Film zuende war. "Sollen wir ihn wecken oder lieber
schlafen lassen? Was meint ihr?" "Ich glaube es ist besser ihn zu wecken, sonst
ist er noch böse auf uns. Das fände ich nicht sehr toll, schließlich
sind wir erst seit gestern Freunde." Stephanie übernahm den Job, Nicky
zu wecken und sprang auf seinen Schoß. Nicky schrak hoch und schrie: "Was?
Wo bin ich?" "Nicky du Schlafmütze. Wir sind immer noch im Kino. Du bist
eingeschlafen." Nicky kam wieder zu sich und sagte dann: "Das lag wohl daran,
dass der Film so spannend war, sonst wäre ich wohl nicht eingeschlafen."
Er grinste in die Runde und alle mussten lachen. Die sechs beschlossen, noch
ein wenig Fußball zu spielen. "Hat irgendjemand einen Ball?" "Ja, wir
haben einen. Ich geh ihn kurz holen." Jennifer rannte los und stand keine fünf
Minuten später wieder vor ihnen. "Wie hast du das denn gemacht?", fragte
Tobias erstaunt. "Ich bin gelaufen. Kannst du das nicht so schnell, du lahme
Ente?" Nun teilten sie sich in zwei Mannschaften auf. Nicky war mit Sabrina
und Stephanie in einem Team und Jennifer mit den anderen beiden. Das Spiel machten
ihnen viel Spaß, denn Nicky alberte die ganze Zeit rum und verfehlte mehrmals
den Ball. Gerade hatte Sabrina den Ball, als Kian plötzlich von der Seite
angerannt kam und ihn ihr abnahm. Dabei flog Sabrina über seine Füße
und landete im Dreck. "Aua, mein Bein. Wieso hast du mir Beinchen gestellt,
Kian?" "Habe ich doch gar nicht. Ich habe dir nur den Ball abgenommen und du
musst dann über meine Füße gefallen sein." Nun kamen auch die
anderen angelaufen und Jennifer fragte: "Was ist passiert?" "Ach nichts. Ich
bin nur über Kian´s Füße gestolpert, mehr nicht. Könnte
mir mal einer aufhelfen?" Tobias nahm Sabrinas Hand und zog sie wieder auf die
Beine. "Autsch!" Sabrina hatte ihren Fuß nur kurz auf den Boden gestellt,
als sie wieder zu Boden sank. "Was ist nun los?" "Ich weiß nicht. Irgendetwas
stimmt mit meinem Fuß nicht." Nicky beugte sich zu ihr runter und nahm
den Fuß in die Hand. Dann drehte er ihn ein bisschen und als Sabrina aufschrie,
ließ er ihn erschrocken los. "Du Trottel. Das tat weh." "Sorry. Soll ich
dich vielleicht zu deiner Wohnung tragen?" "Wenn du mich Elefant hoch bekommst."
Nicky versuchte es und schaffte es tatsächlich Sabrina auf den Arm zu nehmen.
"Kommt ihr mit, oder wollt ihr hier warten?" "Wir kommen natürlich mit.
Meinst du wir lassen dich mit Sabrina alleine? Nie im Leben." Sie machten sich
auf den Weg zu Sabrinas Wohnung und hielten davor an. Als Sabrinas Mutter öffnete,
meinte sie: "Was ist passiert?" "Sabrina ist über Kian´s Füße
gestolpert und kann nicht mehr laufen. Am besten ist, sie fahren mit ihr zum
Arzt", sagte Kian wie ein Klugscheißer. "Das ist ein gute Idee. Ihr bleibt
am besten alle hier, oder möchtest du das jemand mitkommt?" "Ja. Ich habe
keine Lust nur mit dir dazusein. Ich möchte, dass Kian mitkommt." Kian
schaute sie an, als ob er nicht richtig gehört hatte. "Wieso soll ich denn
mitkommen?" "Weil ich wegen dir zum Arzt muss, also brauchst du auch keinen
Spaß zu haben. Selber Schuld." Wiederwillig trabte Kian hinter Sabrina,
Nicky und Sabrinas Mutter her. Nicky setzte Sabrina in ihrem Auto ab und sagte
noch schnell: "Ich hoffe, es ist nichts gebrochen, sonst wird Kian sein blaues
Wunder erleben." Als er Kian´s Gesicht sah, begann er zu lachen und meinte:
"War doch nur ein Scherz, Brüderchen. Natürlich werde ich dir nichts
tun." Der Wagen fuhr los und während des ganzen Weges sagte niemand ein
Wort. Beim Arzt angekommen, musste Kian Sabrina tragen, da sie für ihre
Mutter zu schwer war. Im Wartezimmer ließ Kian Sabrina auf einen Stuhl
fallen und gerade als er sich setzen wollte, sagte die Frau an der Anmeldung:
"Sabrina Wolf, der Arzt erwartet sie." Kian nahm Sabrina wieder auf den Arm
und trug sie in das Behandlungszimmer. Stephanie sagte: "Hoffentlich kommen
die beiden schnell wieder. Ohne sie ist es total öde." "Stimmt. Wie wär´s,
wenn wir bis sie wiederkommen Wahrheit oder Pflicht spielen?" "Super Idee. Wer
fängt an?" Sie einigten sich auf Jennifer und diese sagte: "Nicky, Wahrheit
oder Pflicht?" "Wahrheit." "OK, bist du zurzeit verliebt?" Irgendwie hatte Nicky
es im Gefühl gehabt, dass er diese Frage gestellt bekommt. Nach einer kurzen
Pause sagte er verlegen: "Ja bin ich. Ich sage aber nicht in wen." Er wurde
ganz rot und nahm dann Stephanie dran: "Ich nehme Pflicht." "Das ist aber schön.
Nun kann ich richtig gemein zu dir sein. Deine eigene Schuld. Mhhh, mal überlegen
........ du musst zum Fenster gehen und rausschreien: Ich bin blöd." Stephanie
trat ans Fenster, öffnete es und schrie dann: "Ich bin blöd." Alle
lachten als Stephanie sich wieder zu ihnen setzte. "Gut gemacht, Stephanie.
Zur Belohnung darfst du jetzt Tobias eine Pflicht stellen."
Währenddessen wurde Sabrina gerade mitgeteilt, was mit ihrem Fuß
ist. "Also junge Dame. Ihr Fuß ist angeknackst und sie müssen ihn
mindestens eine Woche lang schonen, sonst wird es schlimmer. Wiedersehen." Kian
stützte Sabrina bis zum Auto und dann stiegen sie alle ein. Sie fuhren
zurück nach Hause und dann fragte Sabrina: "Darf ich noch zu den anderen?"
"Na klar. Aber schone deinen Fuß." Kian half Sabrina aus dem Auto und
die beiden liefen zum Aufzug. Er war am Tag zuvor repariert worden. "Tobias.
Was könnte man dir für eine Pflicht stellen?" Sie überlegt kurz
und sagte dann: "Ich hab´s. Du musst Jennifer küssen. Auf den Mund."
Sie schaute Jennifer an und sah, wie diese rot wurde. Tobias beugte sich zu
ihr rüber und die Lippen der beiden kamen sich immer näher. Dann berührten
sie sich endlich. Plötzlich ging die Tür auf und Kian und Sabrina
betraten das Zimmer. Als sie Jennifer und Tobias so sahen, fragte Sabrina: "Haben
wir etwas verpasst?" Tobias und Jennifer trennten sich schnell voneinander und
Jennifer sagte schnell: "Nö, habt ihr nicht. Der Kuss war nicht ..... wie
soll ich sagen ........ er war halt nicht richtig. Tobias musste mich küssen,
weil wir Wahrheit oder Pflicht gespielt haben." "Ach so, verstehe. Wenn das
so ist." Kian grinste alle an und Tobias fragte: "Was ist denn jetzt mit deinem
Fuß?" "Er ist angeknackst. Ich soll ihn schonen, aber wenn Kian auf mich
aufpasst wird es schon nicht schlimmer. Ich glaube, Kian wird schon auf mich
acht geben, nicht wahr?" "Natürlich. Schließlich ist es meine Schuld,
dass dein Fuß angeknackst ist." Sabrina sah, wie Nicky aufstand und auf
Kian zuging. "Ich werde schon auf sie aufpassen. Nicht das er dich noch mehr
verletzt." "Nicky, hör auf so über deinen Bruder zu reden. Kian ist
sehr zärtlich und passt auf, dass er mir nicht weh tut. Glaub mir, er wird
schon aufpassen." Nicky drehte sich um und ließ Sabrina los. Diese fiel
genau auf Kian drauf, der sich auf den Boden zu den anderen gesetzt hatte. "Sorry
Kian. Ich habe das Gleichgewicht verloren. Habe ich dir weh getan?" "Ne, alles
ist OK." Plötzlich bekam Sabrina ein Kissen vor den Kopf. Sie hob es auf
und warf es Tobias vor den Kopf. Daraus wurde eine wilde Kissenschlacht, die
nicht enden wollte. Erst als alle völlig außer Atem waren, hörten
sie auf. "Jennifer! Stephanie! Sabrina! Es ist schön spät. Ihr müsst
jetzt langsam mal nach hause gehen. Ihr könnt ja morgen wiederkommen."
Die drei Girls verabschiedeten sich von den Boys und Sabrina fragte: "Kian,
könntest du mich bitte bis zu meiner Haustür abstützen? Danke!"
Kian stand sofort auf und stützte Sabrina. Die vier verließen die
Wohnung der Johnsons und gingen zu ihren eigenen Wohnungen. "Danke Kian. Ich
glaube du musst jetzt wieder rüber. Wir sehen uns morgen wieder. Bye!"
Die beiden umarmten sich und dabei schaute sie in Kians blaue Augen. Boah, der
hat voll die geilen Augen, dachte sie. Oh nein! Ich habe mich doch nicht etwa
in ihn verknallt, oder etwa doch? "Alles in Ordnung?" Sabrina hatte gar nicht
bemerkt, dass Kian noch bei ihr stand. "Doch, doch, es ist alles in Ordnung.
Ich habe nur gerade geträumt, von dir!" Schnell schlug sie sich die Hand
vor den Mund. Sie hatte es doch jetzt nicht in echt gesagt, oder. Als sie in
Kians Gesicht sah wusste sie, dass sie es gesagt hatte. "Ähm, ich geh dann
mal besser. CU!" Er drehte sich um und ging dann in seine Wohnung. Sabrina klingelte
und als ihr Mutter öffnet ging sie ohne ein Wort zu sagen an ihr vorbei
und legte sich in ihr Bett. Am nächsten Tag wurde Jennifer durch ein Klopfen
an ihre Tür geweckt. "Was ist los?" "Ich bin es, Stephanie. Kann ich reinkommen?"
"Klar, kein Problem." Stephanie betrat das Zimmer und setzte sich bei Jennifer
aufs Bett. "Ich war gerade unten bei den Johnsons. Dort hat Kian mir erzählt,
dass Sabrina gesagt hatte, sie habe von ihm geträumt. Meinst du das stimmt?"
"Keine Ahnung. Und wenn es stimmt, was wäre so schlimm daran? Sie wären
doch ein gutes Paar." Stephanie gab ihr recht, doch innerlich kochte sie vor
Wut. Sie hatte schon die ganze Zeit ein Auge auf Kian geworfen, doch nun kam
Sabrina und wollte ihn ihr wegnehmen. Das konnte sie einfach nicht glauben.
"Am besten stehst du jetzt mal auf, oder willst du den ganzen Tag verschlafen?"
"Was willst du denn machen? Ohne Sabrina macht es doch keinen Spaß und
die kann ja nicht mit nach draußen kommen." "Wie wäre es, wenn wir
ein Picknick machen? Da kann sie dann mit uns draußen sein." Jennifer
fand die Idee gut und machte sich fertig. Dann packten sie ein paar Dinge ein
und gingen zu den Jungs. "Hi! Na wie geht’s seit gestern?" "Eigentlich ganz
gut. Nur jetzt da ihr gekommen seit, geht’s mir schlecht. Ich glaub ich muss
mich übergeben." Er tat so, als ob er die Girls treffen würde und
lachte dann. "Was wollt ihr denn meine Süßen?" "Wir wollten fragen,
ob ihr vielleicht Lust hättet, ein Picknick mit Sabrina und uns zu machen.
Sabrina kann ja sonst nicht raus." Die Boys waren einverstanden und Nicky sagte:
"Ich werde Sabrina holen. Bereitet ihr schon mal alles vor. Bis gleich." Er
stürmte aus der Wohnung und klingelte bei Sabrina. Sabrinas Mutter öffnete
und ließ ihn zu Sabrina. "Sie schläft noch, aber du kannst sie ruhig
wecken." Bevor Nicky zu Sabrina ging, ging er ins Bad und füllte ein Glas
mit Wasser. Dann ging er in Sabrinas Zimmer und schüttete ihr das Wasser
übers Gesicht. Sabrina schrie und als sie die Augen öffnete und Nicky
sah meinte sie: "Bist du eigentlich wahnsinnig? Das Wasser war arschkalt. Nimm
nächstes Mal warmes, OK?" Sie grinste Nicky an und dieser grinste zurück.
"Komm ich helfe dir. Die anderen warten draußen schon auf uns." Er half
Sabrina aus dem Bett, doch dann sagte Sabrina: "Jetzt musst du aber mal kurz
raus. Ich möchte mich anziehen." Wiederwillig ging Nicky vor die Tür.
Er versuchte durchs Schlüsselloch zu schauen, doch Sabrina war schlau und
hatte etwas davor gehangen. Als sie ihn wieder rein rief meinte Nicky: "Wieso
hast du etwas vors Schlüsselloch gehangen? Das war nicht nett von dir."
Für diese Bemerkung bekam Nicky einen Schlag auf den Rücken. Endlich
war Sabrina fertig und verließ mit Nicky die Wohnung. Er stützte
sie bis sie unten waren und Sabrina hatte gar nicht daran gedacht, das Kian
ja auch da war. Ihr war die Sache vom letzten Abend immer noch ziemlich peinlich.
Sie setzte sich neben Jennifer und wunderte sich, warum diese sie die ganze
Zeit angrinste. Als sie Jennifer einmal fragte, antwortete diese: "Kian hat
mir das von gestern Abend erzählt. Das muss dir ziemlich peinlich gewesen
sein, oder?" Sabrina wurde wieder feuerrot und Jennifer sah das als ja, was
natürlich auch richtig war. Sie fragte Sabrina auch nicht weiter danach.
"Was haltet ihr davon, wenn wir Flaschendrehen spielen?", kam es von Stephanie.
Alle waren damit einverstanden. Tobias holte eine Flasche und durfte auch anfangen.
"Auf den die Flasche zeigt, der muss auf den Baum dort hinten klettern." Er
drehte die Flasche und sie zeigte auf Stephanie. Sie lief zu dem Baum, doch
sie kam nicht sehr weit hoch, denn es hatte in der Nacht geregnet und der Baum
war noch glitschig. Jetzt war sie dran. "Auf den die Flasche zeigt, der muss
Sabrina einen Kuss geben." Sie drehte die Flasche und Stephanie beobachtete
sie genau. Wenn die Flasche jetzt auf Kian zeigt, dann raste ich aus, dachte
sie. Und wie erwartet hielt sie bei Kian. Oh mein Gott, ich darf Kian küssen,
dachte Sabrina. Die Lippen der beiden kamen sich immer näher und als sie
sich berührten drehte Stephanie sich weg und wischte eine Träne von
ihrer Wange. Sie konnte einfach nicht glauben, dass Sabrina etwas von ihrem
Kian wollte. Der Kuss der beiden dauerte fast 2 Minuten und als sie aufhörten
fragte Nicky: "Wieso habt ihr euch solange geküsst?" Darauf gaben beide
keine Antwort, sondern wurden rot. Stephanie drehte sich nun wieder zu ihnen
und fragte: "Können wir nicht doch etwas anderes machen? Das wird langweilig."
"Dann schlag du doch was vor, du Spielverderberin." Nicky musste natürlich
wieder einen seiner dämlichen Sprüche loswerden. "Keine Ahnung. Hat
irgendeiner von euch ne Idee?" "Wir könnten ins Freibad gehen. Sabrina
kann sich ja dort sonnen und außerdem wird ihr Fuß im Wasser sowieso
nicht angestrengt. Und, hättet ihr Lust?" Keiner hatte etwas einzuwenden,
denn es war an diesem Tag ziemlich heiß. Sie packten ihre Schwimmsachen
und Essen ein und machten sich auf den Weg. Sabrina wurde die ganze Zeit gestützt.
Mal von Kian, mal von Tobias und mal von Nicky. Im Freibad angekommen suchten
sie sich eine sonnige Stelle und breiteten ihre Decken aus. Dann zogen sie sich
ihr Schwimmzeug an und ließen Sabrina alleine auf der Decke zurück.
"Hey Kian, hast du Lust zu rutschen?" "Klar, aber nur wenn wir es zusammen machen."
"Klar doch." Stephanie freute sich, denn so konnte sie Kian einmal ganz nah
sein. Sabrina sollte noch erleben, wer Kian bekommt. Sie schwamm mit Kian zur
Rutsche und sie kletterten hoch. Oben angekommen setzte sich Stephanie auf Kians
Schoß und sie rutschen mit einem Affenzahn hinunter. Unten platschten
sie ins Wasser und als sie auftauchten schwammen sie zu Jennifer, Tobias und
Nicky zurück. Diese waren gerade dabei, sich gegenseitig unter Wasser zu
drücken. Stephanie konnte es nicht lassen und half ihnen mit. Kian hatte
keine große Lust darauf und ging deshalb zu Sabrina. Diese lag mit dem
Rücken nach oben auf einer der Decken und war in ein Buch vertieft. Kian
schlich sich zu ihr und rief: "Was machst du da?" Sabrina erschrak und warf
Kian ihr Buch gegen den Kopf. "Oh, sorry, das war keine Absicht. Wieso erschreckst
du mich auch so?" "Darf ich doch, schließlich macht man das unter Freunden."
Er setzte sich zu Sabrina auf die Decke und schaute sich das Buch an. "Oh, "Fear
Street”. Was für ein spannendes Buch. Liest du immer so eine Scheiße?"
"Nenn es wie du willst, aber ich find sie gut." Sabrina nahm ihm das Buch weg
und las weiter. Nach einer Zeit wurde es Kian langweilig und er ging zu den
andern zurück. "Wo warst du Kian? Wieder auf Bräutejagd? Hast was
gefunden?" "Haha, sehr witzig. Ich war bei Sabrina, schließlich ist sie
ja auch noch da." "Stimmt ja, ich hatte sie schon vergessen. Danke Kian!" Stephanie
sprang aus dem Wasser und lief zu Sabrina. "Hey Sabi. Wie geht’s? Wieso kommst
du nicht auch ins Wasser? Es ist herrlich!" "Nö, keine Lust." Plötzlich
kam Stephanie eine Idee. Sie lief zu den anderen und erzählte es ihnen.
Diese fanden die Idee ganz witzig und machten sich alle zusammen auf den Weg
zu Sabrina. Bei ihr angekommen nahmen sie Sabrina auf den Arm, trugen sie zum
Wasser und warfen sie hinein. "Ihr seit doch wahnsinnig." Die anderen sprangen
nun auch wieder hinein und hatten nun alle Spaß zusammen. "Sabrina, hättest
du Bock zu rutschen? Ich trag dich auch!" Kian kam zu Sabrina geschwommen, legte
seine Hände um ihre Taille und hob sie hoch. Dann lief er mit ihr zur Rutsche.
Sie die Rutsche hochzubekommen war schwerer als er gedacht hatte und er rutschte
ein paar mal ab und fiel mit ihr ins Wasser zurück. Als er es endlich geschafft
hatte, musste sich Sabrina auf seinen Schoß setzten und es ging los. Es
gab einen lauten Klatscher als sie ins Wasser fielen. Stephanie hatte alles
wieder eifersüchtig beobachtet und hatte Mühe ihre Wut zu unterdrücken.
Doch sie schaffte es und war freundlich wie immer. Gegen Abend machten sie sich
auf den Rückweg. "Nicky, würdest du mich bitte auf Huckepack nehmen?
Ich kann nicht mehr." "Klar Sabrina. Komm her." Er bückte sich und nahm
Sabrina auf seinen Rücken. So liefen sie zu Hochhaus Nr. 5 zurück
und kamen geschafft an. "Wir sehen uns morgen. Bye." Diesmal war es Nicky, der
Sabrina wegbrachte. Er gab ihr zum Abschied einen Kuss auf die Wange und ging
dann zu Kian und Tobias. Nach einer Woche war Sabrinas Fuß dann endlich
wieder in Ordnung und sie beschlossen gemeinsam eine Shoppingtour zu machen.
Sie fuhren mit dem Zug nach Oberhausen zum Centro und verbrachten dort eine
lustige Zeit. Gegen Mittag gingen sie in ein Eiscafé und bestellten sechs
Früchtebecher. Gerade als sie anfangen wollten zu essen, kamen zwei Boys
und bedienten sich aus den Schüsseln von Stephanie und Jennifer. "Hey,
was soll das? Holt euch doch selbst welche." Als sie immer noch nicht aufhörten
stand Tobias auf, stellte sich vor die beiden und schlug dem einen mit der Faust
ins Gesicht. Sofort ließ dieser den Löffel fallen und machte sich
mit seinem Kumpel aus dem Staub. "Tobias, das hättest du nicht machen dürfen."
"Und wieso nicht? Sie haben einfach euer Eis gegessen ohne euch zu fragen. Das
ist unhöflich." "Es ist aber auch unhöflich sie deswegen zu schlagen."
Nachdem Jennifer dies gesagt hatte, wechselten sie den ganzen Tag kein Wort
mehr darüber. Als sie mit Eisessen fertig waren, gingen sie in einen Klamottenladen.
Dort beratschlagten die Boys Jennifer, Stephanie und Sabrina und nach einer
Zeit hatte Stephanie genug: "Wenn ihr so Modebewusst seit, dann sucht ihr uns
jetzt was aus." Gesagt getan. Die Boys holten jedem der Girls etwas und diese
probierten es an. Tobias hatte für Stephanie einen knielangen Rock und
ein Trägershirt geholt, Kian für Jennifer ein Cappi und ein sportliches
Kleid und Nicky holte für Sabrina Hotpants und eine bauchfreie Bluse. Sabrina
meinte zu Nicky: "Das ist doch nicht dein ernst, oder?" "Doch ist es. Ich finde
es passt zu dir. Du bist echt sexy, genau wie Jennifer und Stephanie. Also los,
probier es an. Ich möchte wissen wie es an dir aussieht." Sabrina marschierte
in die Kabine und probierte es an. Die Girls kamen alle gleichzeitig wieder
raus, und die Boys bekamen nur ein "Wow" heraus. Tobias fasste sich als erstes
wieder: "Ihr seht total geil in diesen Sachen aus. Ihr müsst sie kaufen.
Wenn ihr es nicht macht, machen wir es." Jennifer schaute ihre Freundinnen an
und sagte dann: "Ihr müsst sie uns nicht kaufen. Wir kaufen sie selbst,
aber dafür müsst ihr heute Abend mit uns in die Disco. OK?" Die Boys
überlegten kurz und Kian antwortete: "OK. Ihr müsst die Klamotten
aber heute Abend anziehen, sonst gehen wir nicht mit." Die Girls nickten und
zogen wieder ihre normalen Klamotten an. Dann bezahlten sie und verließen
das Geschäft. "Können wir mal auf Toilette? Ich habe keine Lust auf
den Boden zu pinkeln." Sie liefen zu einem Klo, doch das war es schon zu spät.
Nicky, der so dringend musste, machte sich in die Hose, vor Augen aller. Sabrina
war die erste die lachte und alle Leute die um Nicky herum standen lachten auch.
Nicky lief rot an und rannte in die Toilette. "Kian! Tobias! Geht hinter ihm
her und versucht ihn zu beruhigen.” Die beiden gehorchten und liefen zu Nicky
auf die Toilette. "Nicky, bist du da?" "Was wollt ihr? Wenn ihr euch lustig
über mich machen wollte tut das woanders." "Wir wollen uns nicht lustig
über dich machen, wir wollen dich beruhigen." Tobias flüsterte zu
Kian: "Geh und kauf ne neue Hose für ihn. Er kann ja wohl schlecht mit
einer nassen Hose rumlaufen!" Kian ging in die nächste Boutique und kaufte
eine Hose für Nicky. Diese brachte er zu ihm und rief: "Hey Nicky. Ich
habe eine neue Hose für dich gekauft. Zieh sie an und komm wieder mit hinaus.
Vielleicht erinnert sich schon keiner mehr dran!" Nicky rief: "Und wenn doch?
Ich bin bis auf den letzten Knochen blamiert. Wie soll ich das bloß wieder
ändern?" "Komm doch erst einmal raus. Dann sehen wir weiter." Nicky öffnete
die Tür seiner Kabine und zog sich die neue Hose an. Dann lief er mit gesenktem
Kopf hinter Tobias und Kian nach draußen. "Da seit ihr ja endlich wieder.
Wird auch mal Zeit. Wir dachten schon ihr habt euch entschieden dort einzuziehen."
Nicky lachte: "Der war gut. Ich glaube ich sollte nicht so viel mit euch rumhängen,
sonst werdet ihr noch genauso wie ich." "Das glaube ich nicht. Mädchen
sind niemals so affig wie Jungs." Nicky hatte sein Blamage schon fast vergessen,
doch als ein Girl kam und fragte: "Na, hat unser Hosenpisser wieder trockene
Hosen?" Dann ging sie lachend mit ihrer Freundin davon. "Ich glaube es ist besser,
wenn wir jetzt nach hause fahren." Sie stiegen in den nächsten Zug nach
Gladbeck und fuhren los. Zuhause angekommen ging Nicky sofort in sein Zimmer.
"Ich glaube er traut sich nie wieder ins Centro. Wir müssen ihn irgendwie
ablenken, aber wie?" Sie zerbrachen sich noch eine halbe Stunde den Kopf darüber
und dann verabschiedeten sie sich mit Küsschen auf die Wange. Am nächsten
Tag trafen sie sich um 10 Uhr vor dem Haus. Sie wollten heute nach Warner Brothers
Movie World. Bei Warner angekommen stellten sie sich an und waren nach ziemlich
langer Zeit endlich an der Reihe. "Das ist aber verflucht teuer hier!", maulte
Tobias nachdem sie bezahlt hatten. "Das ist halt so. Dafür ist hier alles
umsonst, bis auf das Essen und so. Aber alle Geräte sind kostenlos." Als
erstes wollten sie zur "Wild Wild West", eine Achterbahn aus dem wilden Westen.
Als sie endlich an der Reihe waren setzte sich Kian neben Sabrina, Nicky neben
Stephanie und Tobias neben Jennifer. Alle waren mit dieser Sitzordnung zufrieden,
bis auf Stephanie. Sie wollte lieber neben Kian sitzen, doch dieser saß
lieber neben Sabrina. Sie konnte es einfach nicht verstehen. Was findet der
bloß an Sabrina so hübsch? Ich bin doch viel hübscher, dachte
sie. Als die fahrt begann fing Nicky an zu schreien. "Bist du verrückt?
Die Fahrt hat doch gerade erst angefangen." "Na und? Ich darf machen was ich
möchte und ich schrei immer bei Achterbahnen." Als ein Foto gemacht wurde
zeigte Nicky Stephanie Hasenohren. Als Stephanie das Foto sah musste sie lächeln.
Irgendwie war Nicky gar nicht so blöd wie sie immer dachte. Eigentlich
war er ganz OK, bis auf manchmal, wenn er einen zu großen Humor hatte.
Nun gingen sie zum "Wild Bunch", einem ziemlich hohen Turm der nach oben geht
und die Sitze im freien Fall ca. 60 Meter tief fallen. Sabrina saß zwischen
Kian und Tobias und die anderen drei saßen neben ihnen. Als der Turm nach
oben ging packte Kian plötzlich Sabrinas Hand. "Wieso hältst du meine
Hand?" "Weil ich schreckliche Höhenangst habe." "Du Armer. Versuche einfach
die Augen offen zu halten. So schlimm wird es nicht. Glaub mir!" "Wenn du das
sagst. Ich halte dein Hand aber trotzdem, also nicht wundern wenn ich sie drücke."
Oben angekommen drehten sie sich im Kreis und dann fielen die Sitze hinunter.
Alle schrieen, bis auf Kian. Er war ganz weiß geworden und zerdrückte
Sabrinas Hand. Unten angekommen fragte Stephanie: "Machen wir das noch mal?
Das war einfach geil!" "Klar. Kommt ihr mit?", fragte Nicky. "Ne, geht lieber
ohne mich. Mir ist irgendwie ein bisschen schlecht." "Ich bleibe auch hier unten.
Ich hasse dieses Vieh. Ich konnte es noch nie leiden." Die vier stellten sich
noch einmal beim Turm an und nachdem sie die zweite Fahrt auch überstanden
hatten wollten sie etwas essen. "Ich nehme ein Hotdog, Pommes und ein Eis."
Nicky hat anscheinend einen riesigen Hunger, was auch kein Wunder war, denn
sie hatten seit 6 Stunden nichts mehr gegessen. Sie aßen an einem schattigen
Platz und unterhielten sich über alles Mögliche. Als sie fertig waren
beschlossen sie in die "Unendliche Geschichte" zu gehen. Es war ziemlich leer
und sie kamen sofort dran. "Oh schaut mal, Pferde." "Nicky, das sind doch keine
Pferde. Das sind einfache Plastikbäume. Pferde sehen anders aus." "Stimmt
doch gar nicht. Ich sehe ganz genau, dass das Pferde sind." "Nicky, wenn du
noch nicht mal den Unterschied zwischen einem Baum und einem Pferd siehst, dann
ist dir nicht mehr zu helfen." Alle lachten und sahen nicht die nächste
Kurve kommen. "Ich finde, dass dich das zu etwas ganz besonderem macht!" Jennifer
lachte und drehte sich dann wieder aus dem Boot. Plötzlich schrie Stephanie
auf. "So ein Mist. Ich bin ganz nass." "Pech gehabt. Was setzt du dich auch
an den Rand?" Nicky grinste sie an und meinte dann noch: "Oh schaut mal, ich
habe Tobias gefunden." Er deutet auf eine schielende Schnecke. "Was bist du
dann? Ich sehe ja viel hübscher aus als du, das musst du schon zugeben."
"Du und schön? Das ich nicht lache. Sogar ein Wurm ist schöner als
du." Alle lachten, bis auf Tobias. "Ach Tobias, nimm es nicht so schwer. Nicky
ist halt ein bisschen, wie soll ich sagen, na ja, er ist ein bisschen verrückt.
Du als sein Bruder musst das doch eigentlich wissen. Außerdem find ich
dich hübscher als Nicky." Als sie das gesagt hatte, lief sie rot an. "Ist
das dein ernst?" "Ja ist es. Außerdem ist Tobias erwachsener als du."
Das saß. Nicky drehte sich beleidigt weg und redete den restlichen Tag
nicht mehr mit Jennifer und Tobias, dafür aber mit Stephanie umso mehr.
"Ähm, Stephanie, es ist mir etwas peinlich dich das zu fragen, aber hast
du zurzeit einen Freund?" "Das musst dir nicht peinlich sein, und nein, ich
habe keinen Freund. Ich bin im Moment Single, aber wer weiß wann sich
das ändert." Sie schaute Nicky tief in die Augen und dieser schaute zurück.
"Es ist besser, wenn wir jetzt zu den anderen gehen. Die sind schon weitergegangen.
Beeil dich!" Er packte Stephanie bei der Hand und zog sie mit sich. "Hey, Nicky,
nicht so schnell. Ich habe keine Lust im Dreck zu landen, also mach mal etwas
langsamer." Nicky hörte nicht auf Stephanie und lief einfach weiter. "Nicky,
hast du nicht gehört? Lauf mal etwas langsamer." Als er immer noch nicht
auf sie hörte gab sie ihm eine Ohrfeige. "Wofür war die denn?" "Die
war dafür, weil du nicht auf mich hörst. Ich wäre wegen dir beinahe
auf die Fresse geflogen, weil du so gerast bist. Anders konnte ich dich nicht
stoppen, da du so ein taubes Schwein bist." "Ach, ein taubes Schwein bin ich
also? Wenn du das so siehst dann lauf doch alleine zu den anderen. Ich gehe
nach hause. Auf wiedersehen." Er drehte sich von Stephanie weg und stapfte davon.
Stephanie ging langsam zu den anderen und dachte dabei nach. Ich war wirklich
nicht nett zu Nicky. Ich hoffe mal, er möchte noch mit mir befreundet sein.
Sie merkte gar nicht, dass sie mittlerweile bei den anderen angekommen war.
"Hey Stephanie. Wo warst du und wo ist Nicky?" "Was? Sorry, hab nicht zugehört,
war am träumen. Sag noch mal!" "Wo warst du und wo ist Nicky?" "Nicky und
ich sind hinter euch gelaufen und dann wart ihr verschwunden. Nicky hat mich
gepackt und mich durch die Gegend gezogen. Er wollte einfach nicht stehen bleiben
und dann hab ich ihm eine Ohrfeige gegeben. Nun ist er sauer auf mich und nach
hause gegangen." "Das hört sich aber übel an. Am besten gehen wir
auch nach hause!" "Wieso denn? Nicky kann auch alleine bleiben. Ich bleibe noch
hier", kam es von Kian. Da keiner ohne Kian gehen wollte, blieben alle in Warner.
"Wo sollen wir als nächstes hingehen?" "Wie wär´s mit der "Ereaser"?"
"Von mir aus", sagte Jennifer. Sie machten sich auf den Weg und kamen nach kurzer
Zeit an. "Kian, möchtest du neben mir sitzen?", fragte Stephanie. "Klar."
Stephanie freute sich und wollte Sabrina erst die Zunge rausstrecken, ließ
es dann aber doch bleiben, da sie keine Erklärungen abgeben wollte. Sabrina
setzte sich neben Jennifer und diese fragte: "Kann es sein, dass Stephanie in
Kian verliebt ist? Sie schaut dich immer eifersüchtig an wenn Kian bei
dir ist." "Und wenn schon. Sonst ist sie doch auch immer so mutig, also wieso
sagt sie es ihm dann nicht?" "Keine Ahnung." Nachdem sie die Fahrt überstanden
hatten, meinte Tobias: "Wir müssen jetzt los, sonst kommen wir noch zu
spät." Sie liefen zu ihren Bikes und fuhren nach hause. Als sie bei den
Johnsons in die Wohnung kamen fragte sie Frau Johnson: "Wo ist Nicky?" "Ist
er noch nicht hier? Er hat sich mit Stephanie gestritten und wollte nach hause
kommen. Komisch das er noch nicht da ist!" "Am besten rufe ich die Polizei.
Wer weiß was passiert ist." Frau Johnson lief zum Telefon und wählte
die Nummer der Polizei. "Hallo. Mein Name ist Jessica Johnson und ich wollte
eine Vermisstenanzeige aufgeben. Mein Sohn Nicky ist nicht von einem Ausflug
mit seinen Freunden zurückgekommen. Sie hatten sich gestritten und er wollte
früher nach hause, doch er ist nicht angekommen." "Wir werden sofort einen
Polizeibeamten zu ihnen schicken. Der wird alles regeln." Der Polizeibeamte
legte auf und Frau Johnson sagte: "Ein Polizeibeamter wird gleich kommen. Ich
hoffe meinem Nicky ist nichts passiert." Plötzlich klingelte es und als
Frau Johnson öffnete stand der Polizeibeamte vor ihr. "Wie haben sie das
denn gemacht? Ich habe doch gerade erst angerufen." "Ich war in der Nähe.
Also, was ist das Problem?" "Mein Sohn Nicky ist von einem Ausflug nicht zurückgekommen."
"Wie sieht ihr Sohn denn aus?" "Er hat blaue Augen, ist ca. 1,80 m groß,
hat kurze dunkelblonde Haare und trug Shorts und ein blaues Tshirt." "Wir werden
alles mögliche tun um ihren Sohn zu finden, also bewahren sie Ruhe. Wenn
wir etwas wissen sagen wir ihnen natürlich sofort Bescheid. Auf wiedersehen."
Der Polizist verließ das Haus und Frau Johnson brach in Tränen aus.
"Oh mein armer, kleiner Nicky. Wieso er? Es gibt noch genug andere Leute, aber
wieso musste ausgerechnet er verschwinden? Ich kann das einfach nicht glauben."
Sie lief ins Schlafzimmer und verschloss die Tür hinter sich. "Arme Mutti.
Ich hoffe Nicky taucht schnell wieder auf. Wieso habt ihr beide euch auch gestritten?
Vielleicht wäre er dann nicht abgehauen." Kian schob nun die ganze Schuld
auf Stephanie. "Was kann ich denn dafür? Jennifer und Tobias haben sich
auch mit ihm gestritten. Ich bin nicht alleine dran Schuld." "Genau Kian, schieb
nicht alles auf Stephanie. Jennifer und ich haben auch Schul daran." Kian sagte
nun nichts mehr, sondern dachte nach. Hoffentlich kommt Nicky wieder wohlbehalten
zurück. "Hey Ki. Wir gehen jetzt. Versucht euch nicht zu große Sorgen
um Nicky zu machen. Er wird schon wieder auftauchen." Sabrina streichelte Kian
über den Arm und die drei Girls verließen die Wohnung der Johnsons.
"Bye Sabrina! Bye Stephanie! Betet mal schön das Nicky nichts passiert
ist!" Jennifer verabschiedete sich von ihren beiden Freundinnen und lief zu
den Treppen. Als sie außer Sicht war, meinte Stephanie: "Kian hat recht.
Es ist meine Schuld. Hätte ich Nicky nicht geschlagen, wäre er nicht
abgehauen und wir wären noch Freunde. Was soll ich bloß machen?"
"Versuch einfach dir nicht die ganze Schuld in die Schuhe zu schieben, schließlich
haben Jennifer und Tobias auch Streit mit ihm. Bete einfach nur, dass er heil
wieder kommt. Gute Nacht." Sabrina ließ Stephanie auf dem Flur stehen
und ging in ihre Wohnung. "Na mein Schatz. Wie war es heute mit den anderen?",
fragte Jennifers Mutter. "Nicht gut. Stephanie, Tobias und ich haben Streit
mit Nicky, Stephanie hat Nicky geschlagen und nun ist Nicky verschwunden und
alles nur wegen uns drei." "Das hört sich nicht gut an. Hat Frau Johnson
schon die Polizei verständigt?" "Ja. Der Polizist meint, sie werden alles
geben um Nicky zu finden. Hoffen wir nur mal, dass sie ihn auch noch lebendig
finden." Voller Schuldgefühle ging Jennifer in ihr Zimmer und bekam die
ganze Nacht kein Auge zu. Sabrina und Stephanie ging das genauso. Plötzlich
schlug etwas gegen Sabrinas Fenster. Sie stand auf und schaute hinunter. Als
sie Nicky sah, öffnete sie sofort ihr Fenster. "Hey Nicky, wo warst du
bloß? Alle machen sich große Sorgen um dich." "Ich brauchte einfach
etwas Zeit für mich." "Dann hättest du wenigstens mir Bescheid sagen
können. Komm doch erst mal hoch. Dann können wir deiner Mutter sagen,
dass du noch lebst." "OK, bis gleich." Nicky schlich die Treppen hoch und hielt
vor Sabrina. "Es ist schön das du wieder da bist. Ich hatte riesige Angst
um dich. Mach das bitte nie wieder ohne mir Bescheid zu sagen, OK?" "Einverstanden."
Sabrina klingelte bei den Johnsons und als Jessica öffnete und Nicky sah,
umarmte ihn stürmisch und Freudentränen rannen ihr von den Wangen.
"Nicky, ich bin ja so froh das du wieder da bist. Wo warst du nur?" "Ich brauchte
etwas Zeit um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Tut mir Leid das ich euch
Angst gemacht habe und ich verspreche, dass ich das nicht mehr mache ohne euch
etwas davon zu sagen. Kann ich jetzt schlafen gehen? Ich bin ziemlich müde."
"Natürlich mein Schatz. Ruh dich erst mal aus." Nicky löste sich aus
der Umarmung seiner Mutter und ging in sein Zimmer. "Ich werde dann auch mal
schlafen gehen. Bis Morgen, Frau Johnson." Sabrina ging zurück in ihr Zimmer
und ließ sich glücklich in ihr Bett fallen. Ein Glück ist Nicky
wieder da, dachte sie sich, ich hatte schon gedacht, er ist tot. Sie schlief
ein und wachte früh am Morgen wieder auf, weil jemand an ihre Tür
geklopft hatte. "Wer ist denn da? Kann man nicht mal in Ruhe schlafen?" "Ich
bin´s, Kian. Kann ich reinkommen, oder soll ich wieder gehen?" "Ne, komm
rein. Was willst du denn so früh von mir?" "Ich wollte mich nur bei dir
bedanken, dass Nicky wider da ist. Du hast ihm gut eingeredet das er hoch kommen
soll. Das war nett von dir." "Wenn du meinst. Ich glaube aber, dass hätte
jeder getan, nicht nur ich. Was habt ihr für heute geplant?" "Erst mal
müssen wir Stephanie, Jennifer und Tobias dazu bringen sich wieder mit
Nicky zu vertragen. Das ist das Wichtigste und wenn dann noch Zeit ist, können
wir ja noch einen Ausflug machen. Kann man hier irgendwo Pferde ausleihen?"
"Ja kann man. Willst du etwa ausreiten?" "Warum leiht man sich sonst Pferde
aus? Essen möchte ich sie nicht." "Fang jetzt nicht wie Nicky an. Ein Witzbold
reicht mir." Die beiden lachten und Sabrina meinte noch: "Würdest du jetzt
bitte mein Zimmer verlassen, oder willst du mir beim Anziehen zuschauen? Das
wäre nicht nett von dir." "Natürlich gehe ich hinaus. Ich würde
nur meiner Freundin zuschauen, wenn überhaupt." Lachend ging er hinaus.
Dieses Mal muss ich nichts vors Schlüsselloch hängen. Kian ist nicht
so ein Schwein wie Nicky, dachte Sabrina, doch damit hatte sie sich geirrt.
Kian schaute ihr die ganze Zeit zu und dachte sich: "Sabrina sieht einfach gut
aus. Wieso kann ich ihr nicht einfach meine Liebe gestehen? Vielleicht weil
ich zu schüchtern in Sache Liebe bin. Dabei ist Sabrina einfach mein Traumgirl.
Plötzlich schrak Kian hoch, denn Sabrina öffnete die Tür. Als
sie Kian auf dem Boden sitzen sah schrie sie ich an: "Du perverse Sau. Wieso
hast du mir beim Umziehen zugeschaut? Du bist genauso widerlich wie Nicky. Verschwinde."
Traurig verließ Kian die Wohnung. Jetzt habe ich es mir mit ihr verscherzt,
dachte er und rannte in Jennifer. "Ach, hi Kian. Wo warst du?" "Ich war bei
Sabrina um ihr etwas zu sagen, wegen Nicky, doch jetzt ist sie sauer auf mich.
Irgendwie haben wir jetzt alle Streit miteinander und ich hasse das." "Wieso
ist sie sauer auf dich?" "Weil, na ja, ich habe ihr beim Anziehen zugeschaut.
Ich weiß, dass das falsch war und ich kann es mir selbst nicht verzeihen."
"Das war wirklich nicht sehr nett von dir Kian. Du musst das wieder gutmachen."
"Aber wie Jennifer?" "Mal überlegen. Am besten ist etwas, wo wir uns alle
wieder vertragen. Aber was?......... Ich hab´s. Wie wär´s mit
einem Tagesausritt?" "Das ist ne gute Idee, vor allem, weil ich sowieso heute
ausreiten wollte. Sabrina wollte mir nachher zeigen wo man Pferde ausleihen
kann." "Wenn das so ist. Wir müssen die anderen holen. Du holst deine Brüder
und ich Stephanie und Sabrina. Wir treffen uns unten. Bis gleich!" Jennifer
klopfte bei Sabrina und als Sabrinas Mutter öffnete meinte sie: "Sabrina
geht’s nicht so gut." "Kann ich trotzdem mal zu ihr?" "Wenn es sein muss." Widerwillig
ließ Sabrinas Mutter Jennifer vorbei und Jennifer ging in Sabrinas Zimmer.
"Hey Sabi. Hast du Bock heute mit uns was zu unternehmen?" "Nur wenn Kian nicht
dabei ist." "Ach Sabrina. Er hat mir alles erzählt und nimm es nicht so
schwer. Ihm tut es schrecklich Leid und er sieht auch ein, dass es falsch war.
Komm mit." Sie packte Sabrina am Arm und zog sie mit sich hinaus. "Wo willst
du hin Jennifer?" "Wir müssen noch Stephanie holen. Die Boys warten sicherlich
schon auf uns also los." Nachdem sie Stephanie geholt hatten gingen sie zu den
Boys. "Da seit ihr ja endlich. Kann es endlich losgehen?" "Wenn es unbedingt
sein muss. Große Lust habe ich nicht!" Schweigend liefen zu zum Reiterhof
Schulz und liehen sich sechs Pferde aus. "Ich hoffe sie sind nicht zu schwierig
für euch." "Wir werden schon mit ihnen klar kommen. Bis später." Sie
ritten durch Wälder und kamen an einer Wiese an, wo ein See war. "Am besten
machen wir hier mal ne Pause. Habt ihr etwas zu Essen dabei? Ich sterbe schon
fast vor Hunger!" "Ja, Her Schulz hat uns ein wenig Essen mitgegeben. Es ist
bei den Pferden in den Satteltaschen!" Gierig sprang Tobias auf und öffnete
die Satteltaschen der Pferde. "Hey Tobi, das war nur ein Scherz. Wir haben das
Essen in unseren Rucksäcken", sagte Kian lachend, als Tobias sich über
die leeren Satteltaschen wunderte. "Das war nicht nett. Los raus mit dem Essen."
Tobias nahm Stephanie den Rucksack ab und schüttete ihn aus. "Lass das.
Da ist nicht nur Essen drin, sondern auch Privatsachen." Doch da war es schon
zu spät. Aus der Tasche fiel ein Brief und ehe Stephanie ihn greifen konnte,
hatte sich Nicky den Brief unter den Nagel gerissen. "Mal sehen was unsere Stephanie
so schreibt." Nicky öffnete den Brief und begann ihn laut vorzulesen:
Lieber Kian!
Ich wollte dir schon lange etwas sagen, doch als ich bemerkt habe,
dass du Sabrina mehr magst als mich, habe ich mich nie getraut.
Ich sage es dir jetzt in diesem Brief. Also, als ihr bei uns eingezogen seid,
habe ich mich in dich verliebt. Ich finde deine Augen sind einfach
der Hammer. Alles an dir scheint so perfekt zu sein, dass du schon fast wie
ein Traum bist. Aber ich kann nicht begreifen, dass du Sabrina mehr magst als
mich.
Was hat sie, was ich nicht habe? Was ich dir aber mit diesem Brief sagen wollte
ist, dass ich dich Liebe und ich hoffe das du mir endlich mehr Aufmerksamkeit
schenkst!!!!!
Deine Stephanie XXX
Als Nicky mit lesen fertig war, starrten alle Stephanie an. Kian räusperte
sich und fragte dann: "Ist das dein ernst Stephanie? Denkst du wirklich das
ich zu viel Zeit mit Sabrina verbringe?" "Ähm, ja, dass denke ich." Stephanie
war feuerrot und schaute nicht in Kians Augen. "Stephanie, schau mich bitte
an, wenn wir reden." Stephanie hob ihren Kopf und schaute Kian an. "Ich muss
dir was sagen Stephanie. Ich finde es ja schön, dass du mich so doll magst,
aber es würde nicht lange halten." "Wieso denn nicht?" "Weil wir dafür
schon zu gute Freund sind. Danach wären wir nie mehr die selben und das
möchte ich einfach nicht. Ich finde dich als Freundin OK, aber nicht als
feste." Damit war für Kian das Thema gegessen und er machte sich am Essen
zu schaffen. "Möchte jemand ein Sandwich? Es sieht total lecker aus." "Kian,
wie kannst du nur jetzt ans Essen denken? Du bist so was von herzlos. Komm Stephanie,
wir gehen ein bisschen spazieren." Stephanie stand auf und folgte Jennifer.
"Das war ja mal wieder eine Glanzleistung, Kian", kam es von Tobias. "Hättest
du ihr das nicht ein bisschen harmloser beibringen können?" "Ich hätte
schon, habe es aber nicht gemacht." "Mann Ki, jetzt sei mal nicht so. Stephanie
ist gar nicht so schlimm. Aber es ist ja deine und nicht meine Entscheidung."
Sabrina schaute die anderen beiden an und teilte ihnen so mit, das Thema zu
wechseln. Plötzlich hörten sie Gelächter hinter sich und Stephanie
und Jennifer kamen zurück. "Wieso lacht ihr denn so?" "Ach, nur so." "Und,
geht’s dir wieder besser Steffie?" "Ja, glaube schon. Ach, und Kian, es ist
nicht schlimm das du mich nicht liebst, schließlich gibt es noch genug
andere Boys auf der Welt. Ich werde schon nicht sterben." Sie setzte sich lachend
und alle anderen stimmten in das Lachen ein. "Sind wir jetzt alle wieder Freunde,
oder gibt es immer noch Streithähne unter uns?" Alle verneinten und beschlossen,
sich nie wieder zu streiten. "Sollen wir weiterreiten? Dann können wir
nachher auch noch in die Disco, da wir es letztens nicht gemacht haben. Einverstanden?"
Alle fanden die Idee mit der Disco gut, besonders Stephanie, denn so hatte sie
die Möglichkeit neue Boys kennen zulernen. Sie brachten die Pferde zum
Reiterhof zurück, gingen nach hause und machten sich für die Disco
fertig. Sabrina war die einziger der drei Girls, die das Outfit, was Nicky für
sie gekauft hatte, anzog. Stephanie und Jennifer zogen lieber Klamotten an,
die sie sich selbst gekauft hatten. Sie trafen sich alle um 8 Uhr vor dem Haus
und Nicky entfuhr ein "Boah, seht ihr geil aus" und sie gingen los. Sie gingen
in die Disco mit Namen "Mausefalle" und Jennifer war die erste auf der Tanzfläche.
"Ist sie immer so stürmisch in Discos?" "Nicht immer, aber heute ist sie
besonders gut drauf! Hättest du Bock zu tanzen?", fragte Stephanie Tobias.
"Gerne." Die beiden betraten die Tanzfläche und begannen wild zu tanzen.
"Schau dir mal Tobias und Stephanie an. Die geben ganz schön Gas, oder?",
fragte Sabrina. "Ja, hast du Durst? Ich besorge und einen Drink wenn du möchtest."
"Das wäre nett Kian." Kian dackelte davon und Nicky, der auch noch bei
ihnen stand, meinte: "Du und Kian versteht euch sehr gut, finde ich." "Kann
sein. Er ist halt kein Macho und das finde ich gut." "Bin ich etwa ein Macho?"
"Nein, bist du nicht. Ich mag dich auch. Ich mag euch alle. Ihr seid total gute
Freunde, muss man sagen." Kian kam mit zwei Drinks wieder und Nicky ging nun
auch tanzen. "Ist in dem Drink Alkohol?" "Eigentlich nicht, aber vielleicht
habe ich ja was reingemischt!" "Haha, sehr witzig Kian, jetzt mal im ernst,
ist das was drin?" "Nein, ich würde so etwas niemals bei dir machen, vielleicht
bei Nicky." Die beiden lachten und nachdem sie die Drinks getrunken hatten,
fragte Kian: "Lust zu tanzen?" "Klar doch." Sabrina nahm Kians Hand und führte
ihn auf die Tanzfläche. Genau in diesem Moment wurde ein langsames Lied
gespielt und Sabrina sah, wie Tobias und Stephanie aneinander gedrückt
tanzten. Plötzlich zog Kian Sabrina ganz nah an sich und begann zu tanzen.
Er sah ihr dabei die ganze Zeit in die Augen und Sabrina wurde rot. Wieso muss
Kian auch so geile Augen haben? Wieso?, dachte sie sich. "Autsch, das war mein
Fuß!" "Oh, sorry Sabrina. War nicht mit Absicht." Kian schaute wieder
in Sabrinas Augen und sie bemerkte gar nicht, dass Kians Lippen immer näher
zu ihren kamen. Kurz bevor sie sich berührten drückte Sabrina Kian
von sich. "Ich kann dich nicht küssen, Kian. Zu Stephanie hast du gesagt,
dass ihr für ne Beziehung zu gute Freunde seid, da kannst du mich doch
nicht als Freundin nehmen. Ich möchte Stephanie nicht weh tun, das musst
du verstehen." "Ich habe das nur gesagt, weil ich sie nicht liebe, sondern dich.
Kannst du das nicht verstehen?" "Doch kann ich, ich möchte aber nicht.
Ich kann nicht glauben das du Stephanie wegen mir belogen hast." Sabrina löste
sich aus Kians Armen und rannte aus der Disco. Jennifer sah das und lief hinter
ihr her. Sie fand Sabrina weinend auf einer Bank vor und setzte sich neben sie.
"Was ist denn passiert, Sabrina?" "Ach, es ist wieder mal wegen Kian. Er hat
mir gesagt, dass er mich liebt, und ich Trottel habe ihn angeschnauzt. Er hat
Stephanie wegen mir belogen und finde ich nicht schön. Hätte er ihr
nicht einfach die Wahrheit sagen können? Ich liebe Kian zwar auch, aber
dafür muss er nicht eine meiner besten Freundinnen anlügen. Das läuft
bei mir nicht." "Du Arme. Komm her!" Jennifer nahm Sabrina in den Arm und tröstete
sie. "Am besten sagen wir Stephanie die Wahrheit." "Aber dann wird sie doch
sauer auf mich sein, weil Kian nicht sie, sondern mich möchte. Das ist
alles zum Verzweifeln." "Ein Versuch ist es aber wert. Und nun komm, ich habe
keine Lust hier draußen mit dir zu versauern." Sie zog Sabrina hoch und
die beiden gingen in die Disco zurück. "Ach Stephanie, können wir
dich kurz sprechen? Alleine?" "Was ist denn?" Sabrina wusste nicht wie sie anfangen
sollte. "Also, es ist wegen Kian. Er hat dich vorhin angelogen, das habe ich
eben erfahren. Er meinte, er sei in mich verliebt, doch hat er vorhin zu dir
gesagt, dass wir für ne Beziehung schon alle viel zu gute Freunde sind."
"Und was hast du gemacht, als er dir seine Liebe gestanden hat?" "Ich habe ihm
gesagt, dass ich es nicht verstehen kann, dass er dich wegen mir belogen hat
und habe ihn einfach sitzen gelassen. Ich hoffe du bist jetzt nicht sauer."
"Ein kleines bisschen, aber nicht auf dich, sondern auf Kian. Der wird noch
sein blaues Wunder erleben. Mich einfach anzulügen, so weit kommt es noch."
Sie marschierte geradewegs auf Kian zu und verpasste ihm dann eine saftige Ohrfeige,
dass ihm hören und sehen verging. "Was sollte das denn?" "Die war dafür,
dass du mich belogen hast. Zu gute Freunde sind wir, dass ich nicht lache. Gute
Freunde lügen sich nicht an, aber du hast es gemacht. Du bist so ein Schwein.
Wieso hast du mir nicht einfach gesagt, dass du nicht mich, sondern Sabrina
liebst?" "Weil ich deine Gefühle nicht verletzten wollte, darum!" "Das
hast du aber und ich weiß nicht, ob ich dir das jemals wieder verzeihe."
Damit drehte sie sich um und ging zu Sabrina und Jennifer zurück. "Da hast
du ihm aber schön deine Meinung gesagt. Gratuliere." "Am besten gehen wir
jetzt. Ich habe keine Lust Kian länger zu sehen. Kommt ihr mit oder soll
ich alleine gehen? Ich will euch schließlich nicht den Abend verderben."
"Ich bleibe noch hier. Wir sehen uns dann morgen. Bye!" Jennifer entschied sich
auch fürs bleiben und so ging Stephanie alleine.
Unterwegs dachte sie über Kian nach. Wie könnte er mir das nur antun?
Wie konnte er mich wegen Sabrina belügen? Wieso? Diese Fragen wollten ihr
einfach nicht aus dem Kopf gehen. Am besten vergesse ich Kian, es gibt schließlich
noch genug andere Boys auf der Welt, dachte sie. Plötzlich stieß
sie einen Schrei aus. Sie hatte nicht darauf geachtet wo sie hinlief und nun
war sie gegen eine Laterne gelaufen. "So ein Mist. Wieso muss ich auch die ganze
Zeit an Kian denken?" "Hast du dir weh getan?" Stephanie hatte nicht gemerkt
das ein Boy neben ihr stand. "Mein Kopf tut nur ein bisschen weh, mehr nicht."
"Soll ich dich nach hause bringen? Vielleicht wird dir noch schwindelig." "Ich
kann schon alleine nach hause gehen, aber trotzdem Danke für das Angebot."
Sie drehte sich um und fuhr mit ihrem Weg fort. Plötzlich schwankte sie,
fiel auf den Boden und wurde Bewusstlos. Der Boy kam sofort zu ihr gerannt und
rief einen Krankenwagen mit seinem Handy. "Hey, aufwachen." Er schüttelte
Stephanie, doch diese wachte nicht auf. Der Boy stand auf und hielt nach dem
Krankenwagen Ausschau. Nach kurzer zeit sah er ihn und winkte, damit er bei
ihm anhält. Die Sanitäter sprangen aus dem Wagen und holten eine Trage.
"Seit wann ist sie schon Bewusstlos?", fragte einer den Boy. "Seit ungefähr
10 Minuten. Kann ich mitkommen?" "Ja, steig hinten ein." Der Boy setzte sich
auf einen Stuhl neben Stephanie und schaute sie die ganze Fahrt über an.
Im Krankenhaus angekommen ging alles sehr schnell. Der Boy musste ins Wartezimmer
und Stephanie wurde untersucht. "Junger Mann, wissen die Eltern von ihr schon
Bescheid das sie im Krankenhaus ist? Wie heißt ihre Freundin eigentlich?"
"Ich weiß es nicht. Ich habe sie kurz vor dem Unfall kennen gelernt, als
sie gegen eine Laterne gelaufen ist. Ich weiß nichts von ihr." "Dann müssen
wir warten bis sie wieder wach ist." Die Krankenschwester wandte sich ab und
ging wieder ihrer Arbeit nach. Nach endlosem Warten kam ein Arzt zu dem Boy
und sagte: "Also, ihrer Freundin geht es schon wieder besser. Sie hat eine leichte
Gehirnerschütterung und eine Platzwunde am Kopf. Morgen kann sie schon
wieder entlassen werden." "Kann ich zu ihr?" "Kommen sie, ich bringe sie hin."
Der Boy folgte dem Arzt und nachdem der Arzt vor einem Zimmer stehen geblieben
war, betrat der Boy das Zimmer. Vor ihrem Bett blieb er stehen und plötzlich
schlug sie die Augen auf. "Geht’s die etwas besser?" "Ja, und danke das du mir
geholfen hast. Wie heißt du denn?" "Ich heiße Bryan. Mit wem habe
ich die Ehre?" "Ich heiße Stephanie. Könntest du bitte meinen Eltern
Bescheid sagen? Ich möchte nicht das sie sich Sorgen machen." "Klar mach
ich das." Stephanie gab Bryan ihre Telefonnummer und Bryan rief bei Steffies
Eltern an. Diese machten sich sofort auf den Weg zum Krankenhaus. Bryan erwartete
sie am Eingang. "Bist du Bryan?" "Ja, bin ich. Ich bringe sie zu Stephanie und
dann muss ich auch nach hause." "Stephanies Eltern folgten ihm und vor Stephanies
Zimmer verabschiedete er sich von ihnen. "Auf wiedersehen und danke das du Stephanie
geholfen hast." "Das war doch selbstverständlich. Das hätte jeder
andere auch gemacht. Sagen sie Stephanie von mir Gute Besserung." Mit diesen
Worten verließ er das Krankenhaus. Die andern waren mittlerweile nach
hause gegangen und machten sich keine Sorgen um Stephanie. Sie dachten, dass
sie schon in ihrem Bett liegt und schläft und wollten sie nun nicht mehr
stören. Am nächsten Morgen war Kian der erste der aufstand. Ich glaube
ich gehe und entschuldige mich bei Stephanie, dachte er. Er machte sich fertig
und ging dann zu Stephanies Wohnung. Als er klingelte öffnete Stephanies
Mutter. "Ist Stephanie da?" "Tut mir Leid, aber sie ist im Krankenhaus. Sie
hatte gestern, wie soll ich sagen, einen eher peinlichen Unfall. Sie ist gegen
eine Laterne gelaufen und wurde Bewusstlos. Zum Glück war ein Boy in der
Nähe und hat einen Krankenwagen gerufen. Sie kommt aber nachher wieder
nach hause. Es lohnt sich nicht sie jetzt zu besuchen. Ich schicke sie nachher
zu euch. OK?" Kian war einverstanden und ging wieder zu sich zurück. Als
die anderen auch endlich wach waren erzählte er ihnen von Stephanies Unfall.
Alle begannen zu lachen, bis auf Kian. "Wieso lacht ihr denn jetzt? Das ist
nicht witzig. Stellt euch mal vor der Boy wäre nicht in der Nähe gewesen.
Vielleicht würde sie jetzt immer noch da liegen, ohne seine Hilfe." Alle
verstummten und sahen es ein. Gegen Mittag klopfte es bei den Johnsons an der
Tür. "Ach, hallo Stephanie. Die anderen sind bei den Jungs im Zimmer. Du
kannst gerne zu ihnen gehen." "Das ist nett." Als Stephanie zu den anderen ins
Zimmer kam wurde sie erst mal mit Fragen gelöchert. Jeder wollte wissen
was genau passiert war und wer der Boy ist, der ihr geholfen hat. "Ich habe
über etwas nachgedacht und habe die Laterne nicht gesehen, die im Weg stand.
Erst als ich sie gerammt habe, bin ich aus meinen Gedanken erwacht. Bryan, der
Boy der mir geholfen hat, wollte mich nach hause bringen, doch ich habe abgelehnt.
Und dann bin ich ohnmächtig geworden. Erst im Krankenhaus bin ich wieder
zu mir gekommen." "Das muss aber etwas sehr wichtiges gewesen sein, worüber
du nachgedacht hast, sonst wärst du wohl nicht gegen eine Laterne gelaufen."
"Und wenn schon." Nicky, dem das Thema zu langweilig wurde fragte: "Können
wir nicht heute eine Fahrradtour machen? Das Wetter ist genau richtig dafür."
"Super Idee, Nicky. Ich wusste nicht, dass du auch mal was Vernünftiges
sagen kannst!", entfuhr es Jennifer. "Dann siehst du mal, dass auch Wunder geschehen."
Nun packten sie ein paar Dinge für ein Picknick ein und fuhren los. Als
sie an einem schönen Platz, mit Fluss und viel Schatten ankamen, machten
sie Halt. "Dieser Platz ist genau richtig für ein Picknick, was meint ihr?"
Tobias erhielt keine Antwort mehr, denn es stand keiner mehr bei ihm. Die fünf
waren mit Klamotten in den Fluss gesprungen und tobten ausgelassen herum. Tobias
hatte noch keine Lust auf schwimmen und breitete die Decke für ihr Picknick
aus. "Hey Leute. Habt ihr keinen Hunger? Wenn ihr bis drei nicht hier seit,
esse ich alles alleine. 1 ...... 2 ....." Noch bevor Tobias drei sagen konnte,
waren die anderen keuchend bei ihm angekommen. "Wusste ich es doch. Ihr seit
kleine Vielfrasse." Tobias lachte und verteilte dann Sandwiches. "Komm doch
gleich mit ins Wasser. Es ist herrlich", schwärmte Sabrina vom Wasser.
"Ach nö, keine Lust. Ohne mich habt ihr doch viel mehr Spaß." "Wenn
du nicht freiwillig mitkommst, müssen wir dich halt zwingen. Freunde, ihr
wisst was zu tun ist." Alle standen auf und nahmen Tobias auf den Arm. "Halt,
ich ergebe mich. Ich gehe ja schon alleine, aber lasst mich bloß hinunter."
Doch die anderen hatten keine Lust und erst als sie bis zu den Hüften im
Wasser standen, ließen sie Tobias fallen. Dieser tauchte unter und schwamm
zwischen die Beine von Stephanie. Dann zog er ihr die Füße weg und
sie rutschte aus. "Das war gemein du miese Ratte. Das zahle ich dir heim", sagte
Stephanie Wasser spuckend, als sie wieder auftauchte. Tobias schrie wie ein
kleines Mädchen und schwamm so schnell er konnte davon; Stephanie war ihm
dicht auf den Fersen. Tobias hatte nicht damit gerechnet, dass Stephanie schneller
ist als er, doch als er plötzlich unterging wurde es ihm bewusst. Stephanie
war auf ihn gesprungen und tat nun so, als ob Tobias ihr Pferd ist. "Hüa
Pferdchen. Bring mich zum Ufer!" "Du kriegst gleich hüa, wenn du nicht
sofort von mir runter gehst!", schrie Tobias, als er mal nicht unter Wasser
war. Stephanie gehorchte und rutschte wieder ins Wasser. Die anderen lachten
sich währenddessen über die beiden schlapp, denn es sah einfach zu
komisch aus, wie Stephanie so auf Tobias gesessen hatte. "Hey Tobias, spiel
doch auch mal für mich den Hengst", lachte Jennifer. "was hast du denn
nun für Probleme? Kann es sein das du Fieber hast oder wieso stellst du
so dämliche Fragen?", sagte Tobias genervt. "Nun sei doch mal kein Spielverderber,
Tobias. Das war nur ein Scherz." "Ein toller Scherz. Du hast schon so einen
dämlichen Humor wie Nicky." "Jetzt vergleiche mit bitte nicht mit Nicky.
Mädchen können nicht so albern sein, hast du das schon vergessen?"
"Wie könnte ich?" Nun begannen wieder alle zu lachen und beschlossen, nach
hause zu fahren, denn es wurde langsam frisch und ihr Klamotten waren durchnässt.
"Weiß einer zufällig, wo wir unsere Bikes abgestellt haben?" "Sie
müssten eigentlich genau hier stehen, doch ich kann sie nirgends sehen."
"Dann muss sie wohl jemand gestohlen haben. So ein Mist. Aber wie geht es, dass
wir niemanden bemerkt haben?" "Vielleicht wurden sie gestohlen, als wie gerade
im Wasser waren." "Nun ist es zu spät. Lasst uns losgehen. Es wird langsam
Dunkel und wir müssen durch den Wald." Sie liefen los, doch nach einiger
Zeit meldete sich Sabrina: "Mir ist kalt. Kann mir jemand seine Jacke leihen?"
"Sorry, ich brauche sie selber, aber wenn du willst, kannst du dich an mich
kuscheln. Dann wird uns beiden warm", antwortete Kian. Er will mich also immer
noch, aber egal. Hauptsache mir ist gleich nicht mehr so kalt, dachte sie sich.
Sie ging zu Kian hinüber und hakte sich bei ihm ein. So gingen die beiden
eng aneinander geschlungen nach hause weiter. "Wie weit ist es denn noch? Wir
hätten längst aus dem Wald raus sein müssen. So weit waren wir
überhaupt nicht drinnen." "Ich verstehe das auch nicht", sagte Nicky. "Kann
es sein, dass wir uns verlaufen haben?" "Es scheint ganz so. Wir müssen
uns einen Platz zum Übernachten suchen, und morgen früh gehen wir
weiter. Einverstanden?" Keiner hatte etwas dagegen, denn alle waren müde
und hatten Hunger. "Haben wir noch etwas zu Essen?", fragte Stephanie. "Ja,
aber es ist nicht mehr sehr viel." Tobias gab jedem noch ein Sandwich und dann
setzten sie sich unter einen besonders großen Baum. "Hoffen wir mal, dass
es diese Nacht nicht regnet. Wenn ich mir so den Himmel anschaue, schwant mir
nichts Gutes." Nachdem Stephanie dies gesagt hatte, war sie auch schon eingeschlafen.
"Sie war wohl sehr müde, aber am besten schlafen wir nun auch. Gute Nacht."
Und nun war auch Nicky eingeschlafen. Nach und nach schliefen alle ein, bis
auf Jennifer. Sie hatte Angst vor den ganzen Käfern und Spinnen; außerdem
war es ihr in der Nacht in Wäldern nicht ganz geheuer. "Hey Jennifer. Wieso
bist du noch wach?" Jennifer zuckte zusammen. Es war Tobias "Habe ich dich erschreckt?
Tut mir Leid." "Ist schon gut. Ich war gerade mit meinen Gedanken woanders."
"Wieso bist du denn noch wach?" "Es ist mir peinlich, aber ich habe Angst vor
Insekten und ich finde es nicht geheuer in diesem Wald." "Würdest du dich
sicherer fühlen, wenn du dich an mich kuscheln dürftest? Dann warst
du immer in meiner Nähe und wüsstest, dass du nicht alleine bist."
"Macht es dir auch nichts aus? Ich glaube nämlich, dass mir das etwas helfen
würde." Die beiden legten sich nebeneinander vor einen Baum und Jennifer
legte ihren Kopf auf Tobias´ Brust. Sie wollte ihren Kopf nicht in das
Laub legen, denn da krabbelten ihr zu viele Insekten herum. Mitten in der Nacht
wurden sie alle wach, denn es hatte zu regnen angefangen. Ein Blitz erhellte
die Nacht und kurz darauf folgte ein lautes Donnern. "Hilfe! Hilfe!" Sabrina
schrie wie am Spieß, denn sie hatte schon seit sie ein kleines Kind war
Angst vor Gewittern. "Komm zu mir Sabrina. Ich werde auf dich aufpassen." Kian
nahm Sabrina tröstend in den Arm und sofort fühlte Sabrina sich geborgener.
Das Gewitter wurde immer stärker und plötzlich schrei Tobias: "Schnell
weg hier. In den Baum schlägt gleich ......." Weiter kam er nicht, denn
da war es schon zu spät. Alle bis auf Nicky und Stephanie schafften es,
weg zu springen. Es knallte einmal laut, dann knirschte es und der Baum brannte
lichterloh. Sabrina und Jennifer schlugen erschrocken die Hände vor den
Mund ehe sie wirklich realisierten was da eben passiert war. "STEPHANIE!!!!!
NICKY!!!!!" Die vier schrieen sich die Seele aus dem Leib, doch vergebens. Sie
erhielten keine Antwort. Der Baum brannte nun nicht mehr; der Regen hatte ihn
gelöscht, doch es brutzelte noch etwas. Die vier gaben die Hoffnung schon
auf, doch auf einmal bewegte sich etwas unter dem Haufen der Äste, die
durch das Feuer abgefallen waren. "Schnell. Wir müssen ihnen helfen." "Woher
willst du wissen, dass das keine Tiere sind?" "Ich weiß es nicht, aber
auch wenn es Tiere sind, helfen müssen wir." Kian lief auf den Aschehaufen
zu und begann die Äste durch die Luft zu werfen. "Mann Kian, nun pass doch
mal auf." "Wieso sollte ich? Ich versuche wenigsten zu helfen, im Gegensatz
zu euch." Sabrina kam nun zu Kian um ihm zu helfen. "Danke Sabrina", sagte Kian
und lächelte Sabrina dabei an. "NICKY!!! STEPHANIE!!! Könnt ihr mich
hören?" Kian bekam nur ein Husten zur Antwort, doch das genügte ihm.
Schnell buddelten er und Sabrina weiter und nach einiger Zeit hatten sie es
endlich geschafft. Die beiden zogen Nicky und Stephanie aus den Ästen und
schleppten sie zu Jennifer und Tobias. "Das habt ihr beiden gut gemacht." Jennifer
strahlte die beiden an, doch diese würdigten sie keines Blickes. "Was ist
nun schon wieder los?" "Das weißt du ganz genau. Du und Tobias, ihr hättet
ruhig helfen können, aber nein, ihr wolltet lieber zuschauen und euch nicht
dreckig machen. Tolle Freunde seit ihr, wirklich tolle." Damit wandte sich Sabrina
wieder zu Nicky und Stephanie. "Hey ihr beiden. Sagt doch endlich was!" Ein
Husten von Stephanie ließ sie vernehmen, dass sie noch lebte. Von Nicky
hörten sie aber überhaupt nichts, und das machte ihnen Sorge. "Meint
ihr Nicky ist ....... tot?" Nur wiederwillig brachte Jennifer das letzte Wort
hinaus. "Ich weiß es nicht Jennifer, aber hoffen wir mal nicht." "Hat
einer von euch sein Handy dabei?" Sabrina zog ihr aus ihrer Tasche und reichte
es Kian. "Ähm, hallo. Mein Name ist Kian Johnson und ich wollte ihnen einen
Unfall mitteilen. Zwei meiner Freunde wurden unter brennenden Ästen begraben
als ein Baum vom Blitz getroffen wurde. Wir haben sie schon befreit, doch einer
der beiden gibt keine Lebenszeichen von sich! ........ Was wir noch im Wald
zu suchen haben? Wir waren auf einem Ausflug und unsere Bikes wurden gestohlen.
Auf dem Rückweg haben wir uns dann verlaufen. ....... Keine Ahnung wo wir
hier sind. Irgendwo in der Nähe vom Waldrand, hoffe ich. Sie müssen
uns wohl oder übel suchen. Wiederhören." Er legte auf und gab Sabrina
das Handy zurück. "Nun bleibt uns nichts anderes übrig als zu warten.",
sagte er beruhigend zu den anderen. "Alles wird wieder gut, dass verspreche
ich dir." Er drückte Sabrina ganz fest an sich und diese genoss das sichtlich.
Plötzlich hörten sie Sirenen. Sie waren zwar noch weiter weg, aber
sie hörten sie. "Hat hier jemand etwas dabei, womit man ihnen Signale schicken
kann wo wir sind? Die finden uns sonst nie." In Sabrinas Stimme war die Verzweiflung
nicht zu überhören. "Ich habe eine Taschenlampe dabei", rief Tobias.
"Wieso bin ich nicht eher darauf gekommen? Wir können versuchen sie damit
auf uns aufmerksam zu machen." Er holte die Taschenlampe aus seinem Rucksack
und leuchtete in den Himmel. "Das können die doch nicht sehen. Es ist viel
zu schwach. Es kommt ja fast gar nicht oben an. Und nun, du Schlauberger?" "Keine
Ahnung." Plötzlich hörten sie Schritte hinter sich und Stimmen. "Hallo?
Ist da jemand?", rief Jennifer. "Dort entlang. Die Stimme kam von dort vorne."
Die vier erkannten das es die Sanitäter waren. "Gott sei dank sind sie
endlich da. Kümmern sie sich schnell um Nicky, er atmet nur sehr schwach."
Die Sanitäter hoben die beiden auf Tragen und nun machten sich alle auf
den Weg zum Krankenwagen. Als sie den Wald verließen stießen alle
erleichterte Schreie aus. Die Sanitäter schauten sie verdutzt an, doch
das störte sie nicht. Sie waren alle nur froh aus dem Wald raus zu sein.
"Zwei von euch können mitkommen, die anderen beiden gehen am besten nach
hause und sagen den Eltern der Verletzten Bescheid, OK? Wer kommt mit?" Sie
entschieden sich schnell für Kian und Sabrina, da diese für die beiden
mehr gemacht hatten als Jennifer und Tobias. "Sagt auch Sabrinas Eltern Bescheid.
Bis später." Die beiden stiegen zu Nicky und Stephanie in den Krankenwagen
und dieser fuhr mit Blaulicht los. Nicky hatte bis jetzt immer noch kein Lebenszeichen
von sich gegeben was ihnen Angst bereitete. "Meinst du Nicky schafft es noch?",
fragte Sabrina und versuchte ihre Angst aus der Stimme zu verbannen, doch es
gelang ihr nicht. "Nun zerbreche dir mal nicht den Kopf darüber. Im Krankenhaus
wissen wir mehr." Wieder nahm er Sabrina in den Arm, doch diesmal wurde er von
Sabrina zurückgestoßen. "Was ist den Sabrina?" "Ich kann das nicht.
Du versuchst dich wieder bei mir einzuschleimen, dass ich vielleicht doch mit
dir gehe, aber so einfach ist das nicht, schließlich hast du meine beste
Freundin wegen mir belogen und das kann ich dir nicht so leicht verzeihen. Da
müsste schon ein Wunder passieren. Kian schaute sie traurig an. "Aber ...."
"Kein aber Kian. Vielleicht irgendwann einmal, aber nicht jetzt." Kian tat so,
als ob er das einsah, doch der Liebeskummer zerfraß ihn. Eine Träne
rollte seine Wange hinunter und noch bevor er sie wegwischen konnte, hatte Sabrina
sie gesehen. "Du musst doch nicht wegen mir weinen." "Lass mich doch in Ruhe,
schließlich muss ich mein ganzes Leben wegen dir alleine verbringen. Du
warst die erste Frau die ich jemals so stark geliebt habe wie ich es jetzt tue.
Lass mich ruhig mit meinem Schmerz alleine." Er sah auf den Boden und dabei
kullerte eine weitere Träne von seiner Wange. "Ach Kian, so habe ich das
doch nicht gemeint. Ich sagte nur, es muss ein Wunder passieren, damit ich dir
verzeihe. Keiner hat gesagt, dass das nie passieren wird. Nur sieh es doch endlich
ein: Du hast Stephanie angelogen, meinetwegen, und das war nicht nett. Überlege
dir etwas um das wieder gut zu machen und dann sehen wir weiter." Für Sabrina
war das Thema gegessen und sie nahm Stephanies Hand in ihre. "Halte bitte durch,
Stephanie. Was soll ich nur ohne dich machen?", flüsterte sie zu Stephanie.
Plötzlich blieb der Krankenwagen stehen und das musste wohl heißen,
dass sie am Krankenhaus angekommen waren. Einer der Sanitäter öffnete
die Tür und Kian und Sabrina stiegen hinaus. Dann wurden Stephanie und
Nicky mit Tragen ins Krankenhaus gebracht und Sabrina und Kian setzten sich
in die Cafeteria. Ein "Kellner" kam und wollte ihr Bestellung aufnehmen. "Ich
nehme eine Cola und du Kian?" "Das Gleiche." Der "Kellner" ging hinter die Theke
und kam kurze zeit später mit zwei Gläsern Cola wieder zurück.
"Das macht dann 3 €." Kian wollte dem "Kellner gerade das Geld geben, als dieser
davon ging. "Ich wollte doch bezahlen", meckerte Kian. "Ich war aber schneller.
Pech gehabt." Die beiden tranken nun schweigend ihr Cola und Nachdem sie fertig
waren beschlossen sie, noch etwas zu essen. "Diesmal bezahle ich aber, verstanden?",
sagte Kian. "Meinetwegen." Sie nahmen beide 2 Sandwiches mit Käse, Salat
und Ei und Kian bezahlte. "Lass es dir schmecken!", schmatzte Sabrina und sah
Kian an. "Das werde ich, vor allem weil du bei mir bist." "Müssten nicht
die Johnsons und Stephanies Familie langsam mal hier sein?" "Eigentlich schon.
Ich werde sie am besten noch mal anrufen. Bin gleich wieder da." Sabrina stand
vom Tisch auf und ging zu einer Telefonzelle im Krankenhaus. Wieso nimmt denn
keiner ab?, fragte sie sich, als sie bei den Johnsons anrief. Plötzlich
hörte sie ein "Ja?" am anderen Ende und Sabrina sagte: "Hallo, ich bin
es, Sabrina, ich wollte ihnen nur mitteilen, dass Nicky und Stephanie im Krankenhaus
liegen. Am besten kommen sie vorbei und bringen Stephanies Eltern gleich mit.
Wir wissen immer noch nicht wie es um sie steht, doch sie sind schon seit 2
Stunden in Behandlung. Bis gleich." Sabrina legte auf und überlegte: Wieso
haben Tobias und Jennifer ihnen nicht Bescheid gesagt? Auf die beiden ist echt
kein Verlass. Sie ging wieder zu Kian und dieser fragte neugierig: "Und, kommen
sie?" "Ich denke schon. Tobias und Jennifer haben ihnen nicht Bescheid gesagt,
ich weiß nicht mal ob sie schon zuhause sind. Die werden morgen was erleben,
dass kannst du mir glauben." "Nun sei mal nicht so. Vielleicht haben sie es
einfach vergessen." "Das glaubst du doch selbst nicht." "Da hast du recht",
grinste er und aß dann sein zweites Sandwich. "Hast du deine beiden schon
auf, Sabrina?", fragte Kian mit vollem Mund. "Nein, ich bin gerade dabei!" Kian
sah, wie Sabrina die Folie von ihrem Sandwich abzog und herzhaft hinein biss.
"Scheint dir zu schmecken, wie?" Als die beiden aufgegessen hatten gingen sie
ins Wartezimmer. Kurz nachdem sie sich gesetzt hatten kam ein Arzt zu ihnen
hinüber. Kian fragte: "Und, wie geht es ihnen?" "Also, dem Mädchen
geht es schon wieder etwas besser, aber dem Jungen, er liegt zurzeit noch auf
der Intensivstation." "Nennen sie die beiden doch einfach Stephanie und Nicky,
dass macht es einfacher." "OK. Also, Nicky hat eine schwere Rauchvergiftung.
Wahrscheinlich hat er versucht Stephanie zu schützen, doch dabei hat er
sich selbst in Lebensgefahr gebracht." "Wie lange wird er denn dort liegen bleiben
müssen?" "Keine Ahnung. Wenn sich sein Zustand nicht verbessert dauert
es noch, bis er auf ein normales Zimmer kann. Aber wenn sie möchten, können
sie nun Stephanie besuchen." Sabrina und Kian sahen sich entsetzt an und folgten
dem Arzt. Vor Stephanies Zimmer machte er kehrt und lief zurück. "Sollen
wir rein, oder lieber nicht?", fragte Kian. "Natürlich gehen wir rein.
Ich möchte nicht, dass Stephanie so alleine ist." Die beiden betraten das
Zimmer und sahen Stephanie im Bett am Fenster. Sie schlug ihre Augen auf und
flüsterte dann: "Sabrina, ein Glück das du da bist. Wo ist Nicky?"
"Nicky geht es nicht gut. Er liegt noch auf der Intensivstation. Hat er versucht
dich vor den Flammen zu beschützen?" "Ich weiß nicht, es wurde alles
schwarz um mich herum und ich habe nur gemerkt, dass Nicky mich an sich drückte
und dann bin ich ohnmächtig geworden." "Du Arme. Hoffentlich darfst du
bald wider nach hause. Das ist schon das zweite Mal in dieser Woche, dass du
hier bist." "Das stört mich nicht. Ihr müsst mir versprechen, für
Nicky zu beten. Ich werde es auch tun." "Ich verspreche es dir." Sabrina streichelte
Stephanie über die Wange und redete noch ein bisschen mit ihr. Plötzlich
ging die Tür auf und Stephanies Eltern stürmten hinein, dicht gefolgt
von den Johnsons. "Oh ein Glück Stephanie, du lebst." "Ja das tue ich,
dank Nicky. Er hat versucht mich vor den Flammen zu beschützen, doch das
hätte er nicht machen sollen." "Wo ist Nicky denn?", fragte Frau Johnson
besorgt. "Ähm, Nicky liegt auf der Intensivstation. Haben sie zufällig
Jennifer und Tobias gesehen? Sie wollten nach hause gehen und ihnen Bescheid
sagen." "Die waren noch nicht da. Die sind im Moment auch nicht so wichtig.
Nicky ist viel wichtiger. Komm Sebastian, wir werden zu Nicky gehen. Kian, am
besten übernachtest du heute bei Sabrina, da ich nicht weiß wann
wir wiederkommen. Das macht dir doch nichts, oder Sabrina?" "Wieso sollte es?
Er kann ja auf der Couch schlafen." "Dann bis morgen mein Schatz." Frau Johnson
drückte Kian einen Kuss auf die Stirn, und Kian wurde rot. Er hasste es
von seiner Mutter in aller Öffentlichkeit geküsst zu werden, vor allem,
wenn Girls dabei waren. Sabrina und Kian verabschiedeten sich von Stephanie
und ihren Eltern und machten sich auf den Nachhauseweg. "Muss ich wirklich auf
der Couch schlafen?", fragte Kian. "Ne, dass war nur ein Scherz. Du kannst in
meinem Zimmer auf dem Boden schlafen. Es ist doch nicht schlimm, dass es dort
unten ein bisschen hart ist, oder?" "Ne, das macht nichts. Hauptsache ist, ich
muss nicht alleine im Wohnzimmer schlafen." Kian grinste und dann brachen beide
in Gelächter aus. Nach gut einer viertel Stunde laufen waren sie am Hochhaus
Nr. 5 angekommen. "Stop!", flüsterte Kian zu Sabrina und Sabrina blieb
sofort stehen. "Was ist denn?" "da hinten bewegt sich was. Warte kurz hier."
Kian schlich zu der Stelle, wo sich was bewegte und musste dann grinsen. Jennifer
und Tobias lagen Arm in Arm auf dem Boden und küssten sich. Wenn ich das
Sabrina erzähle, glaubt die mir das nie. Er winkte Sabrina zu sich und
als sie die beiden so sah, musste sie einen Lachkrampf unterdrücken. Schnell
lief sie ins Haus und begann dort zu lachen. Kian war ihr gefolgt und lachte
ebenfalls. "Sahen sie nicht süß zusammen aus?" "Und wie. Schade das
ich noch solo bin", jammerte Kian. "Nun fang nicht schon wieder damit an." Die
beiden gingen in den Fahrstuhl und Sabrina drückte auf den Knopf für
das dritte Stockwerk. Auf halber Strecke gab es plötzlich einen kräftigen
Stoß und der Aufzug bewegte sich nicht mehr. "So eine Scheiße. Ich
könnte diesen Tag verfluchen!", schrie Sabrina. "Beruhige dich mal. Nun
müssen wir wohl oder übel hier übernachten. Hoffen wir mal, dass
die Luft bis morgen reicht." Kian setzte sich an eine Wand des Aufzuges und
zog Sabrina neben sich. "Komm, lehn dich an meine Schulter und versuch zu schlafen.
Du bist sicherlich sehr müde." Damit hatte er recht und es machte ihr auch
nichts aus, ihren Kopf an seine Schulter zu lehnen. Sabrina schlief auch sofort
ein, doch Kian nicht. Er schaute Sabrina beim Schlafen zu und dachte: Wenn sie
schläft sieht sie noch süßer aus als wenn sie wach ist. Einige
Zeit später schlief auch Kian ein. Am nächsten Morgen wachten alle
schon früh auf. "Simon, weißt du wo Sabrina ist?" Sabrinas Mutter
rief nach ihrem Mann und als dieser nur ein Grummeln von sich gab, beschloss
sie mal bei den Johnsons nachzufragen. Sie klingelte, doch es öffnete ihr
niemand. Vielleicht ist sie schon mit ihren Freunden rausgegangen. Sabrinas
Mutter ging in ihre Wohnung zurück und bereitete das Frühstück
vor. Tobias und Jennifer wachten nun auch auf. Als Tobias aufstehen wollte,
merkte er, dass Jennifer neben ihm saß. "Ach, guten Morgen Jennifer. Wieso
sind wir hier draußen und was machst du in meinem Arm?" "Hast du das etwa
vergessen? Wir sind nach hause gegangen und dann hast du mich in diese Ecke
gezogen und mich angefangen zu küssen. Dann sind wir irgendwann eingeschlafen."
"Jetzt fällt es mir wieder ein. Es war wunderschön, du bist wunderschön."
Er drückte Jennifer an sich und gab ihr einen guten Morgenkuss. Sabrina
und Kian waren immer noch am schlafen, doch Sabrina wachte durch ein Geräusch
auf, dass dicht an ihrem Ohr war. Sie drehte sich in die Richtung aus der das
Geräusch kam und merkte dann, dass es Kian war. Sie hatte ganz vergessen,
dass er schnarcht. Wieso kann ich ihm nicht einfach verzeihen? Dann wären
wir beide glücklich, dachte sie, aber nein, ich bin halt ein Sturkopf.
Plötzlich wachte Kian auf und sah direkt in Sabrinas Augen. "Guten Morgen
Kian, gut geschlafen?" "Ja, bis gerade." "Soll das heißen, dass ich dich
geweckt habe?" "Nein, soll es nicht. Ich hatte bis gerade gut geschlafen, doch
nun beginnt mein Tag auch gut." "Wieso das denn?" "Weil ich als erstes in deine
schönen, grünen Augen geschaut habe." Sabrina fand das süß
und drückte ihm einen Kuss auf die Wange. "Ich will mehr!", jammerte Kian
und hielt ihr seine Wange hin. "das kommt nicht in Frage. Die andern Küsse
bekommt nur mein Freund." "Welcher Freund? Du hast doch gar keinen, oder weiß
ich da etwas nicht?" "Ne, du weißt alles über mich. Ich habe keinen
Freund. Ich meinte nur, dass mein späterer Freund meine ganzen Küsse
bekommt und ich sie nicht an dir verschwenden werde." Dafür bekam Sabrina
einen Stoß in ihre Rippen. "Das war nicht nett, schließlich bin
ich jeden Kuss von dir wert." "Aber vielleicht möchte ich dich nicht küssen.
Was hältst du davon? Vielleicht ist mir dein Gesicht zu haarig." "Haha,
sehr witzig." Kian betastete sein Gesicht, doch er fühlte nichts. "Du Dummerchen,
das war ein Scherz. Glaub mir doch nicht immer alles." Kian lachte und meinte
dann: "Hab ich doch auch nicht, aber irgendwann werde ich wirklich zu viele
Haare im Gesicht haben." Beide lachten und dann meinte Sabrina: "Ich werde jetzt
mal meine Eltern anrufen und sie fragen, ob sie mal einen Handwerker herbestellen
können, damit wir endlich hier rauskommen." "Ich finde es aber schon ganz
gemütlich hier drinnen." Sabrina nahm ihr Handy und wählte ihre Telefonnummer.
"Wer ist da?" "Hallo Mum. Ich bin es, Sabrina. Ich wollte dich nur mal fragen,
ob du mal einen Handwerker bestellen kannst, der den Aufzug repariert. Kian
und ich stecken seit gestern Nacht hier drinnen und es wird langsam stickig."
"Natürlich mache ich das mein Schätzchen." Sie legte auf und nun rief
Sabrinas Mutter den Handwerker. Nach einiger Zeit gab es einen Ruck, wie sie
ihn kannten, doch diesmal blieb der Aufzug nicht stecken, sondern bewegte sich.
Auf Etage 3 machte er Halt und Sabrina und Kian stiegen glücklich aus.
"Wissen sie, ob meine Eltern noch im Krankenhaus sind?", fragte Kian höflich
Sabrinas Eltern. "Wieso sollten sie denn im Krankenhaus sein?" "Weil, na ja,
gestern Nacht ist eine Art Unfall passiert, nur das wir nicht die Schuldigen
waren." "Am besten erklärt ihr uns das in aller Ruhe beim Frühstück."
Sabrinas Mutter stellte sich hinter Kian und Sabrina und schob sie in die Wohnung.
Dann befahl sie: "Hinsetzten und essen, aber dalli." Die beiden gehorchten und
bissen herzhaft in ihre Toasts. "Mann, sind die lecker." "Ich habe das Brot
ja auch selber gebacken. Nun erzählt mir, was gestern Abend passiert ist."
"Sabrina, mach du das. Ich ergänze nur." Kian hatte keine Lust zu reden
und aß lieber weiter. "Also, wir haben eine Radtour gemacht, wie du weißt
und als wir zurück wollten, waren unsere Fahrräder verschwunden, also
beschlossen wir zu laufen, was auch nicht weiter tragisch gewesen wäre,
doch es wurde langsam dunkel und wir mussten durch den Wald. Das erschwerte
uns den Rückweg sehr und wir haben uns verlaufen. Dann wollten wir die
Nacht im Wald verbringen und haben uns unter einen großen Baum gelegt.
Irgendwann hat es dann zu regnen angefangen und dann musste natürlich auch
noch ein Gewitter kommen. Zu unserem Pech schlug ein Blitz genau in den Baum
ein, unter dem wir lagen. Wir konnten alle noch wegspringen, bis auf Nicky und
Stephanie." Sabrina stockte und machte Kian dann ohne Worte klar, dass er weitererzählen
sollte. "Nun ja, Sabrina und ich haben die beiden dann ausgegraben, aus den
Trümmern des Baumes, natürlich nachdem das Feuer gelöscht war.
Als wir sie gefunden hatten, merkten wir, dass Stephanie noch lebte, doch Nicky
gab kein Lebenszeichen von sich. Wir riefen einen Krankenwagen und nun liegt
Nicky auf der Intensivstation und Stephanie auf einem Normalen. Hab ich was
vergessen?" Sabrina schüttelte nur den Kopf, denn sie fand das alles immer
noch zu schrecklich. "Können wir jetzt aufstehen Mum, und zum Krankenhaus?"
"Klar doch mein Schatz. Weißt du was, ich fahr euch." Sabrinas Mutter
stand auf und holte ihre Autoschlüssel. Sabrina und Kian folgten ihr ohne
ein Wort zu sagen zum Auto und stiegen dann ein. Gerade als Sabrina ihre Tür
schließen wollte, sah sie Jennifer und Tobias auf sie zukommen. "Hey Sabrina,
könntet ihr uns mitnehmen?" "Vergiss es. Lauft doch, dass würde euch
gut tun nach eurem Geknutsche letzte Nacht." Lachend schloss sie die Tür
und bat ihre Mutter loszufahren. "Das war aber nicht sehr nett von dir. Wieso
warst du so gemein zu den beiden?" "Die haben nichts anderes verdient. Sie waren
erstens zu edel um uns zu helfen, als wir Nicky und Stephanie ausgegraben haben
und dann haben sie noch nicht mal den Eltern der beiden Bescheid gesagt, sondern
lieber in einer Ecke rumgeknutscht. Das ist einfach unmöglich von den beiden.
Sollen sie doch zusehen wie sie zum Krankenhaus kommen." "Ich werde mal schauen
wie es Nicky geht. Ihr dürft ja noch nicht auf die Intensivstation. Wenigsten
du nicht, Kian. Sabrina, du gehst am besten auch nicht. Glaub mir Kind, dass
ist ein schrecklicher Anblick, wenn man den Freund an den ganzen Schläuchen
sieht." Nun waren sie endlich am Krankenhaus angekommen. "Bis später dann
ihr beiden", sagte Sabrinas Mutter und machte sich auf den Weg zur Intensivstation.
"Ich werde nachher auch mal zu Nicky gehen, schließlich ist er mein Freund."
"Ahja, was so ans Licht kommt. Also ist Nicky dein Freund?" "natürlich,
was dachtest du denn? Er ist witzig, nett. Halt alles was du nicht bist!" Sie
lachte und meinte dann: "Bevor du losheulen musst, er ist mein Kumpel, genauso
wie du." "Schade, ich dachte ich wäre mittlerweile mehr für dich als
nur ein Kumpel." "Pech gehabt, schließlich hast du noch nichts gemacht,
damit ich mich in dich verliebe." "Dann muss ich mir schnell was überlegen,
damit ich dein Herz noch erobern kann bevor es ein anderer tut." In Stephanies
Zimmer traf sie fast der Schlag: Stephanie war nicht da und all ihre Sachen
waren weggeräumt. "Wo ist bloß Stephanie?" Sabrina war ganz außer
sich. Sie lief zu einer Krankenschwester und fragte aufgebracht: "Wo ist Stephanie?
Sie wurde gestern nach einem Unfall hier eingeliefert. Sie war gestern noch
auf Zimmer Nr. 102, doch nun ist sie nicht mehr dort." "Warten sie kurz, ich
schaue eben nach. ....... Da haben wir es ja. Sie musste auf die Intensivstation
verlegt werden, weil sich ihr Zustand radikal verschlechtert hatte." Sabrina
hörte nicht mehr, was die Krankenschwester noch sagte, sondern rannte in
Richtung Intensivstation. "Hey Sabrina, wo willst du hin?", fragte Kian ganz
außer Atem, denn er hatte Mühe mit Sabrina Schritt zu halten. "Wohin
wohl? Zu meiner besten Freundin natürlich." Sie lief weiter und vor einer
Tür, die zur Intensivstation führte, blieb sie stehen. "Du wartest
hier auf mich, OK? Ich bin in 10 Minuten wieder bei dir." Sie öffnete die
Tür und betrat zum ersten mal in ihrem Leben die Intensivstation. Als sie
die ganzen Menschen sah, die an Schläuchen und Tausenden von piepsenden
Geräten hingen, wurde ihr schlecht. Nun schnell Stephanie finden und dann
so schnell wie es geht wieder raus hier. Nach einigem Suchen hatte sie ihre
beste Freundin gefunden, und neben ihr lag Nicky. Bei den Anblicken der beiden
wurde ihr noch schlechter, doch sie versuchte Ruhe zu bewahren. Als ein Arzt
vorbeikam, fragte sie: "Wieso wurde Stephanie nach hier verlegt?" "Also, der
Zustand ihrer Freundin hat sich in der Nacht um einiges verschlechtert. Wenn
sie nicht kämpft, wird sie wohl oder übel sterben." Sabrina wurde
ganz bleich: "Und was ist mit Nicky?" "Er braucht auch viel Kraft und muss kämpfen,
sonst wird er auch.....!" "Genug, ich verstehe. Danke für ihre Hilfe."
Der Arzt ging weiter und Sabrina setzte sich zu Nicky. "Armer Nicky. Du warst
doch so ein toller Kerl. Bitte kämpfe. Ich würde es nicht verkraften
dich zu verlieren, dafür warst du ein zu guter Freund." Sabrina liefen
Tränen über die Wangen und sie nahm Nickys Hand in ihre. Plötzlich
merkte sie, wie Nicky ihre hand drückte; zwar nur leicht, aber er drückte
sie. "So ist gut Nicky, nur weiter so. Glaube mir, du wirst es schaffen, wenn
du nur willst." Nicky drückte ihr Hand noch einmal, doch diesmal etwas
fester. "So ist es richtig Nicky, kämpfe weiter für dein Leben. Du
wirst sehen, du schaffst es." Sabrina ließ Nickys Hand los und ging zu
Stephanie. "Na meine Süße. Du musst stark sein, so wie Nicky. Ich
werde immer für dich da sein, doch wenn du mich verlässt, werde ich
nie wieder richtig Leben könne. Du bist meine beste Freundin und das schon
seit 10 Jahren und ich hoffe, du wirst es auch weiter bleiben und zwar lebendig.
Denk daran, ich werde dich nie vergessen, weil ich mir ein Leben ohne dich einfach
nicht vorstellen kann. Mit wem soll ich denn dann Spaß haben? Jennifer
hat jetzt Tobias und ich habe niemanden. Nur Kian und dieser will immer noch
mit mir zusammen kommen. Bitte kämpfe weiter, damit ich wenigstens dich
noch habe." Sabrina wischte wieder eine Träne weg und küsste Stephanie
vorsichtig auf die Stirn. Zum Abschied flüsterte sie noch: "Gebe niemals
auf. Hab dich lieb!", dann ging sie wieder zu Kian. "Und, was ist mit ihnen?"
Als er jedoch Sabrinas fahles Gesicht sah, beschloss er, mit seinen Fragen noch
zu warten. Er nahm Sabrina in den Arm und drückte sie fest an sich. "Alles
wird wieder gut, glaub mir. Solange die beiden dich haben, wird ihnen nichts
passieren, denn sie wissen das du sonst böse wirst." Dieser letzte Satz
zauberte wieder ein Lächeln in Sabrinas Gesicht. "Danke Kian, du bist ein
guter Freund. Vielleicht wird es mit uns doch noch was, wenn alles wieder in
Ordnung ist. Vielleicht muss ich erst den zärtlichen Kian kennen lernen,
um mich zu entscheiden. Wer weiß. Am besten gehen wir nun aber, ich habe
keine Lust länger hier zu bleiben." Kian nahm Sabrina in den Arm und führte
sie hinaus. "Fahren wir mit dem Bus oder laufen wir?" "Hast du Geld dabei?"
"Ne, dann müssen wir wohl laufen." Sabrina wusste nicht wie ihr geschah,
denn Kian hatte sie Huckepack genommen und trug sie nun. Sabrina wehrte sich
auch nicht, denn so musste sie sich wenigstens nicht anstrengen und das gefiel
ihr. "Wie wäre es, wenn wir nun die Rollen tauschen? Du musst mich tragen!"
"Das geht nicht, du bist viel zu schwer. Ich würde zusammenbrechen und
du könntest mich gleich ins Krankenhaus zurück bringen, mit einem
Leistenbruch." "Das möchte ich natürlich nicht. Dann werde ich dich
halt weiter tragen müssen. Auch egal." Es dauert eine Ewigkeit bis sie
endlich zu hause ankamen. "Sabrina, würdest du jetzt bitte von mir runtergehen?
Mein Rücken tut mir ein wenig weh." "Oh du Armer, soll ich dich ein wenig
massieren?" "Das wäre nett, schließlich tut er deinetwegen weh."
Die beiden lachten und Sabrina ging mit Kian zu den Johnsons in die Wohnung.
Lautes Fußgetrappel ließ sie stehen bleiben. "Und, wie geht es den
beiden?", fragte Jennifer. "Geht doch selbst hin, oder müsstet ihr dann
aufhören zu knutschen? Das wollen wir ja nicht. Ihnen geht es nicht sehr
gut, aber als ob es euch was kümmert. Ihr denkt nur noch an euch selbst
und nicht an die besten Freunde. Ich wünsche euch nun noch viel Spaß
zusammen und hoffe, ihr werdet miteinander glücklich, ohne Freunde. Und
nun schert euch weg." Jennifer schaute Sabrina entsetzt und zugleich wütend
an. "Schön, wenn du unbedingt unsere Freundschaft kündigen möchtest,
bitte, aber komm ja nicht morgen an und jammere mir was vor. Das zieht bei mir
nicht. Komm Tobias." Jennifer nahm Tobias an die Hand und zog ihn hinter sich
her. "Musstest du so nett zu den beiden sein?" fragte Kian. "Ja. Sind sie doch
selbst Schuld. Vielleicht würden Nicky und Stephanie nicht auf der Intensivstation
liegen, wenn sie uns geholfen hätten sie zu befreien." Sabrina ging in
Kians Wohnung, dicht gefolgt von Kian. "Soll ich dich nun massieren oder nicht?"
"Natürlich!" Kian legte sich auf sein Bett und Sabrina setzte sich auf
seine Beine. Dann begann sie ihn zu massieren. "Das tut gut. Hör bitte
nie wieder auf." "Und ob ich das mache. Gleich darfst du mich massieren." "Och
menno, ich will aber nicht." "Dann muss ich mich halt auf deinen Kopf setzen,
bis du deine Meinung änderst." Sabrina rutschte bis zu Kians Kopf und setzte
sich dann drauf. Nur mühsam bekam Kian "Ist ja schon gut., Ich massiere
dich, aber geh bitte von meinem Kopf, ich ersticke" heraus. "So ist brav." Sabrina
sprang auf den Boden und als Kian aufgestanden war, legte sie sich aufs Bett.
"Na los. Zeig was du drauf hast." Kian setzte sich nun auf Sabrina und begann
sie zu massieren. "Mach mal ein bisschen sanfter, du brichst mir ja noch meine
Rippen." "Und wenn schon, ist mir doch egal." "Na klar, es wäre dir voll
egal." Sabina schaute Kian an und merkte, dass sie Recht hatte. Kian würde
niemals wollen, dass Sabrina wegen ihm ins Krankenhaus kommt, dafür mochte
er sie zu sehr. Nun hatte Kian keine Lust mehr Sabrina zu massieren und legte
sich neben sie. "Sollen wir noch ein bisschen fernsehen?" "Was denn?" "Wir können
eine DVD schauen. Ich suche eine aus. Warte kurz hier." Kian lief aus dem Zimmer
und kam kurze Zeit später mit Chips und einer DVD zurück. "Was ist
das denn für ein Film?" "Lass dich überraschen." Er warf die Chips
zu Sabrina und legte die DVD ein. Als der Film begann und Sabrina sah, dass
es ein Liebesfilm war, musste sie lächeln. "Das ist "Titanic". Kennst du
ihn schon?" "Nein, habe aber schon von ihm gehört." An der Stelle angekommen,
wo sich Jack und Rose zum ersten mal küssen, legte Kian seinen Arm um Sabrina.
Sie dachte: Er ist ja so süß. Vielleicht verzeihe ich ihm ja doch
schneller als ich dachte. Nun kam die Stelle, wo Jack und Rose im Auto waren.
(Da viele den Film gesehen haben, muss ich ja nicht mehr erzählen was die
beiden gemacht haben *g*) Kian dachte: Soll ich sie jetzt küssen, oder
lieber nicht? Weiter dachte er nicht nach, denn seine Gefühle waren stärker.
Er beugte sich zu Sabrina und küsste sie. Sabrina war erst überrascht,
doch dann erwiderte sie den Kuss. Als sie sich voneinander lösten, fragte
Kian: "Wieso hast du den Kuss erwidert?" "Weil ich nicht anders konnte. Ich
finde dich schon lange unheimlich süß, wie du eigentlich wissen müsstest.
Und irgendwie konnte ich mich grad nicht mehr von dir lösen. Du kannst
so gut küssen. Vielleicht lag es daran." Sie schauten sich in die Augen
und dann meinte Kian: "Ich habe keine Lust mehr auf den Film, und du?" "Ich
auch nicht. Lass uns noch mal zu Nicky und Stephanie gehen." Sie machten sich
auf den Weg und dabei unterhielten sie sich ein bisschen über Tobias und
Jennifer. Im Krankenhaus angekommen kam ihnen sofort ein Arzt entgegen. "Sie
sind doch die Freundin von Nicky und Stephanie, oder?" Sabrina nickte und der
Arzt fuhr fort: "Nach ihrem Besuch heute morgen, ging es beiden besser. Sie
sind zwar immer noch auf der Intensivstation, aber wenn sich ihr Zustand noch
weiter verbessert, können sie morgen schon auf ein normales Zimmer. Wollen
sie wieder zu den beiden?" "Ja, gerne. Darf er denn bitte mitkommen? Er ist
zwar noch keine 15, aber er ist auch ein guter Freund von Stephanie und Nicky
ist sein Bruder." Der Arzt willigte ein und die beiden gingen zur Intensivstation.
Als sie die Station betraten, wurde Sabrina wieder schlecht, doch sie ließ
es sich nicht anmerken. Bei Stephanie und Nicky angekommen, redete sie wieder
auf die beiden ein. Kian stand neben ihr und hörte nur zu. "Sag du doch
auch mal was zu den beiden, Kian." Kian redete nun auch und siehe da, plötzlich
schlug Nicky die Augen auf. "Warte kurz hier, Kian. Ich hole kurz einen Arzt."
Sabrina fand schnell einen und brachte ihn zu Nicky. "Sehen sie, er hat seinen
Augen geöffnet. Bedeutet das was Gutes?" "Natürlich." Der Arzt untersuchte
Nicky einmal und stellte dann fest: "Der Zustand ihres Freundes verbessert sich
von Minute zu Minute mehr. Wie stellt ihr beiden dann nur an?" Sabrina und Kian
zuckten mit den Schultern und lächelten Nicky an. Dieser lächelte
schwach zurück. "Am besten lassen wir sie noch ein bisschen schlafen und
ausruhen. Wir können ja morgen wiederkommen." Sabrina verabschiedete sich
kurz von den beiden und dann verließen Sabrina und Kian das Krankenhaus.
"Was machen wir jetzt?", fragte Kian. "Am besten gehen wir nach hause. Wir sehen
uns ja morgen wieder." "Ich möchte dich aber immer sehen", jammerte Kian.
"Pech gehabt. Ich gehe jetzt nach hause, auch ohne dich." Sabrina lief los,
doch kaum war sie zwei Schritte gegangen war Kian schon wieder neben ihr. "Ach,
kommst du nun doch mit?" "Ja, ich habe keine Lust alleine dort zu stehen." Die
beiden liefen nach hause und verabschiedeten sich. Gerade wollte Kian Sabrina
noch einmal küssen, doch Sabrina sagte: "Kian, dass geht nicht. Irgendwie
liebe ich dich nicht richtig. Vorhin das war ein Ausrutscher. Ich habe schon
seit langem keinen Freund und wie habe ich mich nach einem Kuss gesehnt. Es
tut mir Leid, das ich dich ausgenutzt habe, aber was kann ich dafür? Ich
konnte mich nicht mehr steuern. Verzeihst du mir bitte? Ich möchte nicht
noch einen Freund verlieren." Kian sah sie mit einem entsetzten Gesicht an.
Als er sich endlich wieder gefasst hatte, meinte er: "Hast du sie nicht mehr
alle? Ich habe dich wirklich geliebt. Wie konntest du mir das nur antun? Ich
weiß nicht, ob ich dir das jemals wieder verzeihe. Ich dachte, du meinst
es jetzt auch endlich mit mir ernst, aber da habe ich mich geirrt. Lass mich
jetzt alleine." Ohne ein weiteres Wort zu sagen stürmte er in seine Wohnung
und schmiss sich auf sein Bett. Tränen rannen von seinen Wangen und er
schluchzte in sein Kissen. Plötzlich sprang er auf und lief ins Badezimmer.
Vor einem Spiegel blieb er stehen und schaute sich darin an. "Wieso Sabrina?
Ich habe es ernst mit dir gemeint. Wegen dir werde ich keiner Frau mehr vertrauen
können. Ich hoffe du hast erreicht was du wolltest." Er wischte sich seine
Tränen mit seinem Tshirt weg, doch das half nichts, denn im nächsten
Moment rollten schon wieder neue von seiner Wange. "Schau was du getan hast,
Sabrina! Ich habe noch nie wegen einem Girl geheult, doch nun weiß ich,
dass meine Gefühle zu dir sehr stark gewesen sein müssen." Er trat
gegen die Wand, doch das war ein Fehler. "So ein Mist." Er nahm seinen Fuß
in die Hand und zog seinen Schuh aus. Sein Zeh war zwar noch in Ordnung, jedenfalls
hatte er noch seine normale Farbe, aber dafür tat er saumäßig
weh. "Das zahle ich Sabrina irgendwann heim, mich so zu hintergehen", schrie
er. Sabrina war mittlerweile auch in ihre Wohnung gegangen. "Wo ist denn Kian?",
fragte ihr Mutter. "Ach, ich habe ihn schrecklich hintergangen. Vorhin haben
wir uns geküsst, doch jetzt weiß ich dass das ein Fehler war. Ich
habe Kian zwar am Anfang geliebt, doch er wurde mir zu anhänglich und ich
habe mich neu verliebt. Jetzt ist er schrecklich sauer auf mich. Wieso musste
ich ihn auch unbedingt küssen, obwohl ich ihn schon gar nicht mehr liebe?
Ich bin so ein Trottel. Alle meine Freund mögen mich nicht mehr." Sabrinas
Mutter kam angelaufen und nahm ihre Tochter in den Arm. "Alles wird wieder gut,
mein Engel, und wenn nicht, was ist mit Stephanie und Nicky?" "Die sind doch
im Krankenhaus. Was, wenn sie noch sterben? Dann habe ich niemanden mehr." Sabrina
löste sich von ihrer Mutter und rannte in ihr Zimmer. Dort schloss sie
die Tür ab und hatte nicht vor, sie schnell wieder zu öffnen. "Meinst
du es war richtig den beiden nicht zu helfen Nicky und Stephanie auszugraben?
Vielleicht hat Sabrina ja recht und sie würden sonst wirklich nicht auf
der Intensivstation liegen, schließlich wären sie dann schneller
befreit gewesen. Ach, ich mache mir solche Vorwürfe." Jennifer dachte nun
endlich mal über Sabrinas Worte nach. "Aber Jennifer, vielleicht würden
sie nicht auf der Intensivstation liegen, aber trotzdem hätten sie ins
Krankenhaus gemusst." "Das kann schon sein, Tobias, aber trotzdem. Ich hätte
wenigstens mithelfen können. Am besten gehe ich mich bei Sabrina entschuldigen.
Kommst du mit?" "Nein, geh du mal schön alleine." Jennifer sah ihn verständnislos
an und machte sich dann auf zu Sabrinas Wohnung. Als sie anklingelte öffnete
Sabrinas Mutter. "Ähm, ist Sabrina da?" "Ja ist sie, aber ich glaube sie
braucht etwas Ruhe." Sabrina hatte gehört, dass Jennifer da war und wollte
nun wissen, was sie wollte. "Mum, las Jennifer ruhig rein, ich möchte wissen,
was sie mir zu sagen hat." Sabrinas Mutter gehorchte und Jennifer lief in Sabrinas
Zimmer. "Was willst du?" "Ich wollte mich bei dir entschuldigen. Ich habe endlich
eingesehen, dass es falsch war euch nicht zu helfen! Nimmst du meine Entschuldigung
an?" Sabrina überlegte kurz, doch dann entschied sie sich fürs Annehmen,
da sie jetzt eine Freundin brauchte. "Ja, ich verzeihe dir. Ach, es ist alles
so schrecklich." "Was ist denn schrecklich?" Sabrina erzählte Jennifer
nun alles und als sie fertig war, fragte sie Jennifer: "Und nun?" "das ist ja
ein schweres Ding. Wieso hast du Kian auch hintergangen? Er meinte es wirklich
ernst mit dir." "Was kann ich dafür? Ich weiß, ich habe ihn auch
geliebt, doch als er mich wegen Steffie belogen hatte, da wurden meine Gefühle
für ihn schwächer, dafür aber die zu Nicky größer.
Nicky ist irgendwie mehr mein Typ." "Dann erklär Kian das." "Aber nur,
wenn du mitkommst." "Na gut, aber dann mal los." Die beiden Girls verließen
die Wohnung und klingelten bei den Johnsons. "Wer ist da?", kam es von drinnen.
"Ich bin es, Jennifer. Kann ich reinkommen?" "Warte, ich schließe kurz
auf." Die beiden Girls hörten wie ein Schlüssel umgedreht wurde und
dann öffnete Kian auch schon. "Sabrina, was machst du denn hier? Hast du
mich nicht schon genug verletzt?" "Ich bin hier, um mich bei dir zu entschuldigen.
Ich weiß, ich hätte dich niemals küssen dürfen, aber es
ist halt passiert und daran kann man nun auch nichts mehr ändern." "Sonst
noch was?" Kian klang genervt und wollte möglichst schnell von Sabrina
weg. "Ja! Ich wollte dir sagen, dass ich dich geliebt habe, doch als du Stephanie
belogen hattest, wurden meine Gefühle schwächer und ich verliebte
mich in Nicky." "Du hast was gemacht? Das ist ein Scherz, oder?" "Nein, ist
es nicht. Glaub mir, ich wollte dich nicht so sehr verletzen. Ich hätte
es dir schon früher erzählen sollen, doch habe mich nie getraut, schließlich
hast du mich fast wie eine Göttin behandelt." "Und das fandest du richtig
so, oder wie soll ich das verstehen?" "Nein, fand ich nicht. Nur noch eine Bitte:
Wenn du mir verzeihst, dann sag es mir bitte jetzt, oder rede mich nie wieder
an. Überlege es dir!" Sabrina schaute Kian an und sah, wie dieser am nachdenken
war. Endlich sagte er etwas: "Es ist schwer dir so etwas zu verzeihen. Ich werde
wahrscheinlich nie mehr so mit dir umgehen können, wie ich es bis jetzt
getan habe, aber wenn du das so möchtest. Ausnahmsweise verzeihe ich dir."
Sabrina sprang Kian glücklich um den Hals, doch schnell ließ sie
ihn wieder los. "Tut mir Leid", entschuldigte sie sich schnell. "Schon gut."
Sabrina und Jennifer verabschiedeten sich von Kian und als er dir Tür geschlossen
hatte. Meinte Sabrina: "Zum Glück hat er mir verziehen. Und zum Glück
bist du nun auch wieder meine Freundin." "Wie geht es denn Stephanie und Nicky?"
"Sie sind beide noch auf der Intensivstation, doch wenn alles gut geht, werden
sie morgen auf ein normales verlegt." "Das ist ja super!" "Was ist eigentlich
mit Tobias?" "Der hatte keine Lust mit zu kommen. Er ist so bescheuert. Wie
konnte ich bloß mit ihm zusammenkommen? Das muss mir mal jemand erklären."
"Vielleicht weil du in ihn verliebt bist?" "Das kann sein, aber ich weiß
nicht, ob er der Richtige für mich ist. Was meinst du?" "Keine Ahnung,
wenn man noch so jung ist, macht man sehr oft Fehler. Glaub mir." "Vielleicht
sollte ich noch etwas warten, bis ich mir einen festen Freund suche. Ich werde
mich von ihm trennen. Ich bin noch zu jung und er auch. Kommst du mit?" "Klar!"
Die beiden Girls gingen zu Tobias und als er Jennifer sah, sprang er auf und
wollte sie küssen. "Ähm, Tobias, da gibt es etwas das ich dir sagen
muss. Es ist so: Ich finde, dass wir beide noch zu jung für eine feste
Beziehung sind, deshalb sage ich dir, es ist aus." "Das Gleiche wollte ich dir
auch sagen. Ich finde, wir sollten noch warten bis wir uns feste Freunde, oder
in meinem Fall Freundinnen, suchen." Jennifer war erleichtert, dass Tobias sie
so gut verstand und meinte dann: "Dann ist ja alles geklärt." "Aber wir
bleiben noch Freunde, oder?" Jennifer war sich nicht sicher, ob Tobias und sie
noch befreundet sein konnten, nach ihrer kurzen Beziehung, denn meistens können
sich getrennte Paare nicht mehr leiden. "Natürlich bleiben wir Freunde,
schließlich haben wir alle Spaß zusammen. Da ist es egal, ob man
mal ein Paar war oder nicht." Jennifer stimmte ihm zu und ehe sie sich versah
wurde sie von Tobias umarmt. "Diese Umarmung war rein freundschaftlich!", sagte
er schnell. "Ist schon gut." "Was machen wir nun? Sollen wir noch was unternehmen?
Wir können nicht die ganze Zeit im Krankenhaus abhängen. Das ist langweilig.
Außerdem brauchen Nicky und Stephanie ein wenig Ruhe!" "Dann schlag mal
was vor!" "Am besten holen wir erst mal Kian und dann entscheiden wir alle zusammen,
was man noch unternehmen kann, OK?" "Klar doch." "Hey Sabrina, geh und hol Ki.
Wir warten hier auf euch beide und überlegen schon mal", rief Jennifer
zu Sabrina. Nur ungern machte sich Sabrina auf den Weg, da sie nicht wusste,
ob Kian noch sauer auf sie war oder nicht. Vorhin das hatte für sie nicht
so ausgesehen, als ob Kian ihr wirklich verziehen hatte. Als sie bei den Johnsons
klingelte, öffnete ihr Kian und fragte dann: "Was gibt’s, Sabrina?" "Ich
soll dich holen, weil wir noch was unternehmen wollen, alle zusammen. Wir müssen
nur noch überlegen was. Kommst du mit?" "Gerne." Die beiden gingen in den
Aufzug, weil sie nicht laufen wollten. Das war eine von tausend Gemeinsamkeiten
die sie hatten. Beide waren ziemlich faul. Bitte lass den Aufzug diesmal nicht
stecken bleiben, dachte Sabrina. Kian dachte das Gleiche, doch da passierte
es. Es gab wie letztens einen kräftigen ruck und der Aufzug blieb stecken.
"Irgendwie passiert das nur bei uns. Bei Jennifer und Tobias ist er noch nie
steckengeblieben. Sind wir irgendwie verflucht?", fragte Sabrina lachend. "Das
glaube ich langsam auch." "Auch gut. Dann müssen wir halt warten, bis uns
jemand befreit, denn leider ist meine Handykarte leer", sagte Sabrina und setzte
sich auf den Boden. "Setz dich zu mir, Kian. Du musst jetzt nicht stehen bleiben."
Kian setzte sich neben Sabrina und dabei berührte seine Hand die von Sabrina.
"Oh, sorry. Das wollte ich nicht", kam es von Kian. "Ist doch nicht so schlimm.
Das kann doch passieren." Kian war etwas rot geworden, doch er versuchte das
vor Sabrina zu verbergen. Er wollte nicht, dass sie bemerkte, dass er immer
noch in sie verliebt war. "Hey Ki, nun werde doch nicht gleich rot", sagte Sabrina
mit einem Grinsen. Beide erschraken als auf einmal Sabrinas Handy klingelte.
Sabrina holte es aus ihrer Tasche und ging dran. "Hey Sabrina. Wo bleibt ihr
beiden denn?", fragte eine bekannte Stimme. Es war Jennifer. "Kian und ich sind
schon wieder mal im Aufzug steckengeblieben. Könntet ihr den Handwerker
rufen?" "Aber natürlich. Könnte etwas dauern. Also bis nachher." Jennifer
legte auf und Sabrina steckte ihr Handy wieder in ihre Tasche. "Jennifer ruft
jetzt einen Handwerker, also wird es nicht mehr so lange dauern bis wir hier
draußen sind." "Zum Glück." "Was soll das denn heißen, Kian?"
"Ach, nichts. Ich weiß aber, dass ich von nun an nicht mehr Aufzug fahre.
Ich nehme jetzt lieber die Treppe." "Da bist du nicht der einzige. Ich werde
auch auf die Treppen umsteigen." Die beiden lachten und unterhielten sich dann
noch ein bisschen. Auf einmal flog Sabrina gegen Kian, weil sie der Aufzug mit
einem Ruck wieder in Bewegung gesetzt hatte. "Tut mir Leid, Ki. War keine Absicht."
"Ist schon gut." Kian stand auf und half dann auch Sabrina wieder auf die Beine.
Als sich die Aufzugtür öffnete gingen die beiden glücklich hinaus
und schnappten erst mal frische Luft.
"Hey ihr beiden! Na, habt ihr euch mittlerweile überlegt, was wir machen
sollen? Ihr hattet ja genug Zeit im Aufzug darüber nachzudenken!", sagte
Jennifer. "Eigentlich haben wir uns nichts überlegt, wir haben gequatscht.
Aber wir können ja schwimmen gehen!", schlug Kian vor. "Wo denn?" "Ihr
kennt doch den See hinten im Wald, oder? Das wäre der perfekte Ort zum
Schwimmen." "Na klar kennen wir den. Das ist eine wirklich geniale Idee", entfuhr
es Tobias. "Worauf warten wir noch?", fragte Sabrina und war die erste die wieder
nach oben zu ihrer Wohnung lief. Jennifer lief ihr hinterher und packte sie
am Arm. "Was ist denn noch?" "Ich wollte dich nur fragen, ob wir nicht unsere
neuen Bikinis anziehen sollen." "Warum nicht", sagte Sabrina und ging weiter.
Nach kurzer Zeit trafen sich Jennifer und Sabrina wieder im Treppenhaus, da
sie dachten die Boys warteten schon auf sie. Unten angekommen merkten sie, dass
die Boys noch nicht da waren. Plötzlich hörten sie weiteres Getrampel
im Hausflur. "Das müssen wohl die Jungs sein", sagte Jennifer. Als die
Jungs bei ihnen ankamen, meinte Sabrina: "Ihr habt euch ja extra für uns
beeilt. Das wäre doch nicht nötig gewesen." Sie mussten leider laufen,
da ihre Räder ja gestohlen worden waren, also liefen sie schön gemütlich
zum See los. Als sie am See ankamen war es nicht gerade leer, deswegen beschlossen
sie, zur anderen Seite des Sees zu laufen. Kaum waren sie dort, war Jennifer
schon im Wasser. Tobias hatte große Augen gemacht, als Jennifer mit ihrem
neuen Bikini ins Wasser gerannt war. Sabrina hatte auch keine Lust länger
zu warten, zog sich ihr Tshirt aus und bemerkte gar nicht, dass Kian sie anstielte.
Nun rannte sie zu Jennifer ins Wasser und diese flüsterte ihr zu: "Du hättest
grad mal Kian sehen sollen als du dein Tshirt ausgezogen hast. Er hat dich richtig
angestarrt." "Tobias war aber auch nicht besser. Er hat dich angeschaut, als
ob du von einem anderen Stern wärst." "Wirklich?" "Klar doch", antwortete
Sabrina und beide fingen laut an zu lachen. Tobias und Kian sahen die beiden
verdutzt an und rannten dann auch ins Wasser. "Wieso lacht ihr denn?", fragten
Tobias und Kian wie im Chor, als sie bei den Girls angekommen waren. "Ach, nur
so. Das ist nichts für euch." Die Boys ließen es darauf beruhen und
drückten Sabrina und Jennifer unter Wasser, als so eine Art Rache, weil
die Girls Geheimnisse vor ihnen hatten. Jennifer tauchte vor Sabrina wieder
an die Oberfläche und fragte dann: "Wofür sollte das denn gut sein?"
"Das war dafür, weil ihr vor uns Geheimnisse habt." Sabrina war immer noch
nicht wieder aufgetaucht. Plötzlich gab Tobias einen Schrei von sich und
verschwand unter Wasser. "Was war das denn jetzt?", fragte Jennifer verwundert.
"Keine Ahnung!" Ein hecheln hinter ihnen ließ sie vernehmen, dass einer
der beiden wieder aufgetaucht war. "Ist Tobias noch nicht wieder aufgetaucht?",
fragte Sabrina mit einem zuckersüßen Ton in der Stimme. "Nö,
noch nicht. Wieso bist du denn so nett?" "Ich bin doch immer nett", gab Sabrina
vorwurfsvoll zurück. "Hast du mich jemals böse gesehen?" "Ich ..........",
kam es von Kian, doch ehe er weiterreden konnte, wurden er und Jennifer unter
Wasser gezogen. Tobias schwamm zu Sabrina und meinte dann: "Lass uns schnell
ans Land schwimmen, bevor sie wieder auftauchen." Gesagt, getan. Die beiden
schwammen wie Weltmeister zum Ufer zurück und setzten sich auf ihre Decken.
Von dort hielten sie nach Jennifer und Kian Ausschau. Nach wenigen Sekunden
tauchte Kian wieder auf, doch erstaunt schrieen sie nur: "Wo ist Jennifer?"
"Weiß ich doch nicht", schrie er zurück und schwamm dann auch ans
Ufer. In der Zeit wo sie rumgelabert hatten, war Jennifer zwischen die Schilfrohre,
die etwas abseits standen getaucht. So leise sie konnte schlich sie hinter Kian,
Tobias und Sabrina und schrie dann: " Buh!" Die drei fuhren erschrocken hoch
und drehten sich dann zu Jennifer um. "Boah Jennifer, hast du mich erschreckt",
sagte Tobias. "Das hatte ich auch vor!", lachte Jennifer und setzte sich zu
den anderen auf den Boden. Stimmen hinter ihnen ließ sie herumfahren.
"Oh nein, jetzt sind wir ja nicht mehr alleine. Das ist doch scheiße!"
"Mach dir nix draus, Kian. Wir können doch trotzdem machen was wir wollen,
schließlich ist das nicht der See von denen!" Kian gab Sabrina recht und
die vier rannten wieder zum Wasser. Die drei Boys, die gerade gekommen waren,
liefen auch ins Wasser und schwammen ein bisschen durch die Gegend. Tobias und
Jennifer beobachteten die drei die ganze Zeit und erst, als einer der Boys:
"Was glotzt ihr denn so?" rief, schauten sie wieder weg und lachten. "Wieso
habt ihr die so angestarrt? Sind das etwas Aliens?", fragte Sabrina und musste
über ihren eigenen Witz lachen. "Sorry!", entschuldigte sie sich schnell.
Plötzlich hörten sie Geplätscher hinter sich. Sie drehten sich
um und sahen in die Gesichter der drei Boys. "Was wollt ihr denn?", fragte Jennifer
spöttisch. "Wir wollten euch nur fragen, warum ihr uns die ganze Zeit anstarrt
als ob wie Aliens sind." "Tun wir doch gar nicht", schoss es aus Sabrina. "Du
nicht, aber die beiden dort", sagte einer der Boys und deutete auf Jennifer
und Tobias. "Also.... ähm....... wir haben uns doch nur die Gegend angeschaut.
Was können wir dafür, wenn ihr genau in unserem Blickfeld seid?" "Das
ich nicht lache, aber egal. Wir wollen keinen Streit mit euch. Wie heißt
ihr denn?" "Mein Name ist Kian. Sabrina. Jennifer und Tobias! Wie heißt
ihr?" "Also, ich bin Shane. Der dort ist Bryan und hier ist Mark." "Ähm,
Bryan, kennst du vielleicht ne Stephanie?" Sabrina fragte ihn das, weil in Gladbeck
gab es nicht gerade viele Bryans und Stephanie hatte ihnen ja mal erzählt,
dass ein Bryan ihr geholfen hatte. Sie war einfach zu neugierig. "Ja, tu ich.
Wieso?", antwortete Bryan und schaute Sabrina fragend an. "Weil Stephanie unsere
Freundin ist und ich denke du sollst wissen, dass sie schon wieder im Krankenhaus
ist." "Wieso das denn?" "Weil sie fast von einem Blitz getroffen worden ist."
"Oh nein! Lebt sie denn noch?", fragte Bryan vorsichtig. "Ja, aber sie liegt
zurzeit auf der Intensivstation, doch keine Panik, ihr geht es schon wieder
etwas besser." Bryan war sichtlich erleichtert. "Hättet ihr vier Bock den
restlichen Tag mit uns zu verbringen? Ihr seid nämlich irgendwie richtig
nett." "Das ist ja auch kein Wunder, wenn man mit Stephanie befreundet ist."
"Klar hätten wir Lust. Was wollt ihr denn noch machen? Weit weg können
wir nicht, denn unsere Räder wurden vor kurzem gestohlen." "Wir wollten
heute noch ne kleine Party machen. Ein paar Freunde von uns sind noch eingeladen,
aber wenn ihr Lust habt, könnt ihr auch kommen. Sie findet bei Mark statt.
Wartet kurz, ich schreibe euch eben die Adresse auf. Shane schwamm zum Ufer
und holte einen Zettel aus seiner Tasche, Nachdem er die Adresse draufgeschrieben
hatte, legte er sie bei Sabrina in die Tasche und ging zurück ins Wasser.
"Wann ist denn die Party?" "Heute Abend um 8 Uhr fängt sie an und endet
um ca. 24 Uhr." "Dann machen wir uns besser schon mal auf den Weg, denn die
Girls brauchen sicherlich ewig bis sie fertig sind." Sie verabschiedeten sich
von Mark, Shane und Bryan, packten ihre Sachen zusammen und gingen nach hause.
"Hey Sabrina! Was ziehst du an?", fragte Jennifer. "Keine Ahnung. Lass dich
überraschen." Sie wollten sich um halb acht draußen treffen, denn
sie wussten nicht wie lange sie bis zu Mark brauchen. Als sie sich draußen
trafen, bewunderten sie sich erst mal gegenseitig. "Sabrina, ist das nicht das
Outfit, was Nicky dir mal gekauft hat?", fragte Kian mit einem gierigem Blick.
"Ja ist es. Was dagegen? Und hör auf mich wie ein geiler Hengst anzustarren,
das nervt!" Kian wurde rot und schaute schnell weg. "Am besten ist, wir gehen
jetzt los, sonst kommen wir noch zu spät und das wollen wir doch nicht,
oder?" Alle verneinten und so machten sie sich auf den Weg. "Irgendwie hätte
ich mir ne Jacke mitnehmen sollen, denn mir wird langsam kalt, aber so ist das
halt. Wenn man sich beeilen muss, vergisst man die Hälfte!" "Möchtest
du meine Jacke haben, Sabrina?", fragte Kian höflich. "Ist dir denn nicht
kalt?" "Eigentlich nicht!" Er reichte Sabrina seine Jacke und diese zog sie
sofort an. "Danke Ki, du bist wirklich ein toller Kumpel!" Bei Mark angekommen,
klingelten sie und als Mark öffnete und sie erkannte, ließ er sie
sofort herein. "Na ihr. Ihr habt euch aber richtig in Schale geworfen!" Sein
Blick fiel natürlich sofort auf Sabrina, da sie das kürzeste Outfit
von allen trug. "Ähm Mark. Hab ich irgendwo Scheiße hängen oder
was ist?" "Ach nichts. Du siehst einfach toll aus. Hast du Lust zu tanzen?"
Sabrina willigte ohne Zögern ein, denn tanzen war eine ihrer größten
Leidenschaften. Gerade als sie die Tanzfläche betraten, kam ein schneller
Sound und die beiden legten richtig los. Sabrina kann voll geil tanzen, schoss
es Mark durch den Kopf, und obendrein sieht sie auch noch hammergeil aus! Erst
als Sabrina ihn anstupste, wachte Mark aus seinem Tagtraum auf. "Ey, was ist
denn?" "Von wem träumst du? Du sahst so glücklich aus." "Ach, von
niemanden. Sehe ich so aus als ob ich am helllichten Tag träume?" "Vorhin
sah es jedenfalls so aus. Aber lass uns jetzt nicht streiten, sondern lass uns
tanzen." In diesem Moment wurde ein langsamer Song gespielt und Sabrina zog
Mark eng an sich. In dem Moment wurde Mark klar, dass er sich in Sabrina verliebt
hatte. "Mark, du stehst auf meinem Fuß", motzte Sabrina ihn an. "Sorry",
murmelte Mark und zog sie wieder an sich. Sie hat so ein süßes Lächeln,
dachte Mark, als Sabrina ihn einmal anlächelte. Am besten sage ich ihr
einfach, was ich fühle. Mehr als einen Korb kann ich nicht bekommen. Als
das Lied zuende war, fragte er: "Möchtest du vielleicht einen Drink?" Sabrina
willigte ein und folgte ihm zur Bar. Sie suchten sich einen freien Tisch und
setzten sich an ihn. Kian, Jennifer und Tobias waren derweil auf der Suche nach
Mark und Sabrina. Gerade als sie die beiden gefunden hatten, sagte Mark zu Sabrina:
"Ähm, ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll, aber ...... ähm
.... ich ..... ähm .... ich habe mich in dich verliebt!" "Du hast was?
Aber ich sehe doch so scheiße aus, wie kannst du dich da in mich verlieben?"
"Du bist nicht hässlich, du siehst wunderschön aus ......" Noch bevor
Mark weiterreden konnte, spürte er Sabrinas Lippen auf seinen. Nach eine
paar Minuten ließen sie sich los und schauten dann in die Gesichter von
den anderen. "Was war das denn?", fragte Kian entgeistert, nachdem er sich zu
Mark und Sabrina gesetzt hatte. "Das hast du doch gesehen, oder etwa nicht?",
antwortete Mark. "Doch, habe ich, aber ich dachte das Sabrina in Nicky verliebt
ist!" "War ich doch auch, aber jetzt finde ich halt Mark süßer",
sagte Sabrina und schaute dabei Mark verliebt an. Kian verstand nun gar nichts
mehr, beschloss aber, Sabrina nicht weiter mit dem Thema zu nerven. Nach einer
Stunde machten sie sich auf den Weg nach Hause und Mark küsste Sabrina
noch einmal vor der Haustür. "Sehen wir uns morgen wieder?", fragte Sabrina.
"Klar, ich kann ohne dich nämlich nicht mehr leben", sagte Mark und klaute
sich noch einen Kuss von Sabrina. Nun musste sie sich wirklich auf den Weg machen,
denn die anderen waren schon ohne sie losgegangen. Aber sie hatte sie schon
an der nächsten Ecke eingeholt. "Wieso habt ihr nicht auf mich gewartet,
Leute?", fragte Sabrina außer Atem, da sie gerannt war.
"Wir müssen dir doch nicht beim Knutschen zuschauen, oder?", sagte Jennifer
trocken. "Ne, müsst ihr nicht, aber ihr hättet trotzdem warten können."
"Was sollte das eigentlich, Sabrina?", wollte Kian von ihr wissen. "Was sollte
was?" "Wieso hast du Mark geküsst, und das auch noch vor meinen Augen?"
"Darf ich doch, schließlich bin ich nicht dein Eigentum und kann machen
was ich will!" "Aber du hast mir erzählt, dass du in Nicky verliebt bist
und deshalb nicht mit mir zusammen sein kannst, weil du ihn mehr liebst als
mich. Wie soll ich das denn jetzt verstehen?" "Ich habe mich halt in Mark verliebt.
Da kann man nichts machen. Die Liebe ist unberechenbar. Sieh das doch bitte
ein, ich will nämlich nicht schon wieder mit dir Streit haben. Mark hat
auf Anhieb mein Herz erobert und da kann Nicky nun auch nichts mehr machen!"
Für Sabrina war es damit gegessen, doch Kian wollte einfach nicht nachgeben.
"Und was hat unser lieber Markie was ich nicht habe?" "Er ist charmant, hat
ein super süßes Lächeln, seine blauen Augen sehen einfach total
geil aus und einfach alles an ihm ist total sexy." "Bin ich nicht sexy?" "Doch,
doch, aber ich weiß nicht, Mark hat mich mehr in seinen Bann gerissen
als du. Und nun Schluss damit." Sie waren mittlerweile bei sich am Hochhaus
angekommen und nun meldete sich Jennifer mal wieder zu Wort. Sie hatte die ganze
Zeit alles schweigend mit angehört, doch nun fand sie, dass sie dazwischengehen
sollte. "Hey ihr beiden Streithähne. Hört endlich mit dem Müll
auf. Kian, es ist doch egal das Sabrina jetzt mit Mark zusammen ist. Es gibt
noch genügend andere Girls auf der Welt. Zum Beispiel Stephanie. Und Sabrina,
ich finde es nicht richtig von dir, dich vor Kian mit Mark zu küssen. Du
weißt doch, dass Kian in solchen Sachen sehr empfindlich ist, also mach
es das nächste Mal, wenn er nicht dabei ist!" Den letzten Teil hatte sie
geflüstert, da sie nicht wollte, dass Kian und Tobias alles mitbekamen.
"Also, reicht euch die Hände und vergesst alles, sonst werde ich ziemlich
böse!" Sie schaute Sabrina und Kian drohend an und diese reichten sich
schnell die Hände. Sabrina sah, dass eine Träne von Kians Wange rollte.
Ich bin so ein Trottel. Wieso habe ich mich auch vor den Augen von Kian mit
Mark geküsst? Ich hätte doch wissen müssen das ihn das verletzt,
dachte sie und nun kamen Schuldgefühle in ihr auf. Sie ging einen Schritt
nach vorne und nahm Kian in den Arm. "Bitte weine nicht meinetwegen. Ich bin
es nicht wert, dass du wert das du weinst, schließlich habe ich dir eine
Abfuhr gegeben nachdem wir uns geküsst hatten. Das war falsch von mir,
ich weiß, aber ich bitte dich, hör auf mir hinterher zutrauern. Ich
kann es einfach nicht mit ansehen, wie dich der Liebeskummer immer mehr zerfrisst.
Such dir ein Girl, dass deiner würdig ist, OK?" Sabrina redete ganz langsam
und versuchte, dass ihre Stimme nicht allzu sehr zitterte, denn sie stand auch
kurz vor dem Heulen. Sie hatte Kian schon so oft während ihrer kurzen Freundschaft
verletzt, dass konnte sie sich einfach nicht verzeihen. "Ist schon gut, Sabrina.
Ich weiß das es noch genug andere Mädchen auf der Welt gibt, aber
du warst etwas besonderes für mich. Für kein anderes Mädchen
hatte ich je so starke Gefühle wie für dich und du hast mich einfach
ausgenutzt. Und nun das mit Mark. Es wird vielleicht etwas dauern bis ich über
all das hinweg bin, aber ich werde mich ab jetzt zusammenreißen. Das verspreche
ich dir." Er drückt Sabrina einmal und gab ihr dann einen Kuss auf die
Wange. "Ähm, Sabrina. Hast du morgen schon was vor?", fragte Kian noch,
nachdem er Sabrina wieder losgelassen hatte. "Ja, habe ich. Ich bin mit Mark
verabredet." "Ach so!" Kian schaute traurig auf den Boden und Sabrina meinte
dann: "Hey, Kian. Sei nicht traurig. Wir können ja den Morgen zusammen
verbringen, OK?" Kian nickte und schaute schon wieder etwas fröhlicher.
"Ich hol dich dann um 10 Uhr ab. Bis morgen!" Kian lief ins Haus und begab sich
in den Aufzug. Gerade als sie die Tür schloss fiel ihm wieder ein, dass
er ja kein Aufzug mehr fahren wollte. Aber Sabrina ist ja nicht dabei, also
wird nichts passieren, dachte er und damit lag er richtig. Ohne Probleme hielt
der Aufzug in der dritten Etage. Sabrina machte sich nun auch auf den Weg zu
ihrer Wohnung, denn sie hatte keine Lust alleine draußen zu stehen, denn
Jennifer und Tobias waren schon gegangen. In ihrem Zimmer schmiss sie sich auf
ihr Bett und schlief ein. Erst als sie am nächsten Morgen von jemandem
angestupst wurde, wachte sie wieder auf. "Sabrina, aufwachen. Ich bin es, Kian.
Wir wollten doch den Vormittag miteinander verbringen. Hattest du das vergessen?"
Sabrina schlug die Augen auf und blickte in das Gesicht von Kian. "Hi Kian.
Ich hatte es nicht vergessen, aber ich war ziemlich müde gestern Abend
und habe meinen Wecker nicht gestellt." "Ist nicht so schlimm. Kann ja mal passieren.
Wie wäre es, wenn wir ein bisschen skaten?" Sabrina war einverstanden und
ging ins Bad um sich anzuziehen. Sie wollte nicht den gleichen Fehler wie das
letzte Mal begehen, als sie von Kian beim Anziehen beobachtet wurde. Als sie
fertig war gingen die beiden nach unten und zogen ihre Skates an. Auf einmal
klingelte Kian´s Handy und als er dran ging hörte Sabrina ein Girl
am anderen Ende der Leitung. "Guten Morgen, Carina. Wie geht’s dir denn heute?"
Sabrina wunderte sich und beschloss Kian zu fragen wer Carina ist sobald er
aufgelegt hatte. Das Gespräch von Kian und Carina dauerte noch 5 Minuten
und dann fragte Sabrina: "Wer ist Carina?" Sie hatte nicht vorgehabt das so
schnell zu sagen, aber es rutschte ihr einfach so raus. "Sie ist eine Freundin
von mir. Was dagegen?" Sabrina verneinte und meinte dann: "Wann hast du sie
denn kennen gelernt?" "Gestern auf der Party. Ich habe niemandem von ihr erzählt,
denn es muss ja nicht jeder von meinem Privatleben wissen. Auf jeden Fall treffen
wir uns heute Nachmittag. Nur wir sind gestern noch nicht so weit gegangen wie
du und Mark, denn ich warte lieber ab was draus wird. Also, fahren wir jetzt?"
Jennifer und Tobias wollten heute zu Nicky und Stephanie ins Krankenhaus gehen,
denn sie hatten die beiden noch gar nicht besucht. "Meinst du sie sind schon
wieder auf einem normalem Zimmer? Wenn nicht, dürfen wir sie ja noch nicht
besuchen." Jennifer war optimistisch und meinte: "Ich glaube schon das sie wieder
auf einem normalem Zimmer sind, denn es ging ihnen vorgestern doch schon wieder
besser, durch Sabrina." Tobias stimmte ihr zu und sie machten sich auf den Weg
zum Krankenhaus. Vor der Haustür trafen sie noch Kian und Sabrina, die
gerade losfahren wollten. "Ach, hallo ihr beiden. Schon so früh unterwegs?"
"Ja, da wir beide heute Nachmittag ein Date haben, unternehmen wir jetzt etwas
zusammen. Und was macht ihr so früh?" "Wir gehen zu Nicky und Stephanie.
Sollen wir sie von euch grüßen?" "Natürlich. Nun müssen
wir aber los, sonst lohnt es sich nicht mehr. Bis später und viel Spaß
bei den beiden." Kian und Sabrina fuhren los und gleich an der ersten Ecke lagen
sie auf dem Boden, denn Sabrina hatte sich an Kian geklammert und dieser hatte
das Gleichgewicht verloren. Lachend rappelten sie sich wieder auf und fuhren
weiter. "Das fängt ja gut an, Kian. Wir sollten ein bisschen vorsichtiger
sein."
Im Krankenhaus angekommen gingen sie als erstes zur Rezeption. "Hallo. Wir wollten
mal fragen auf welchem Zimmer Nicky Byrne und Stephanie Bobe liegen." Die Krankenschwester
hinterm Tresen schaute kurz in ihren Dateikarten nach und sagte dann: "Die beiden
liegen auf Zimmer 187." Tobias packte Jennifer und zog sie hinter sich her,
ehe Jennifer noch etwas fragen konnte. "Was sollte das denn, Tobias?" "Ich möchte
nur schnell zu den beiden, schließlich habe ich meinen Bruder lange nicht
mehr gesehen." Sie stiegen in den Aufzug und Jennifer schickte schnell ein Gebet
nach oben. Sie wünschte sich, dass sie nicht mit Tobias im Aufzug stecken
bleiben würde und ihr Wunsch wurde erfüllt. Sie kamen unversehrt auf
Etage 4 an, wo das Zimmer 187 war. Sie waren so in Eile, dass sie vergaßen
zu klopfen und stürmten einfach ins Zimmer. Nicky und Stephanie und schauten
die beiden verdutzt an und dann rief Stephanie: "Hallo ihr beiden, schön
das ihr uns besuchen kommt. Wie geht es euch?" "Ganz gut und euch?" Jennifer
hatte sich zu Stephanie auf das Bett gesetzt und umarmte sie. Tobias begrüßte
auch beide und setzte sich dann auf einen Stuhl neben Nickys Bett. "Mir geht
es auch ganz gut. Was gibt es denn so Neues?" "Nicht viel. Sabrina und Kian
waren für 10 Minuten ein Paar, doch Sabrina meinte, sie liebt Kian nicht
richtig und machte dann Schluss mit ihm. Aber sie hatten sich erst geküsst.
Kian ist darüber immer noch nicht richtig weg." "Das hätte ich Sabrina
niemals zugetraut." Sie unterhielten sich noch eine Weile und dann mussten Tobias
und Jennifer auch schon wieder gehen, denn sie wollten noch schwimmen gehen.
Mittlerweile war es 1 Uhr und Sabrina machte sich auf den Weg zu ihrem Mark
und Kian ging zu einem Café, wo er sich mit Carina treffen wollte. Er
war noch viel zu früh, doch das störte ihn nicht, denn er war froh,
mal ein wenig Abwechslung zu haben. Carina kam so gegen halb 2 und begrüßte
Kian mit einem Kuss auf die Wange und Kian begrüßte sie auf die gleiche
Weise. Sabrina und Mark gingen währenddessen Hand in Hand zum Krankenhaus,
denn sie wollten Stephanie und Nicky auch besuchen. Nachdem sie nach der Zimmernummer
gefragt hatten, mussten sie nicht lange suchen, denn Mark kannte sich sehr gut
in diesem Krankenhaus aus. Er hatte mal als Pfleger hier gearbeitet, doch seine
Ausbildung abgebrochen da es ihm keinen Spaß mehr machte. Als sie das
Zimmer von Stephanie und Nicky betraten, stürmte Sabrina sofort zu Stephanie
und begrüßte sie stürmisch. Mark blieb in der Tür stehen
und schaute sich um. "Hey Mark, du brauchst keine Angst zu haben. Die beiden
beißen nicht." Mark kam nun auch ins Zimmer und stellte sich neben Sabrina.
"Wer ist den Mark? Ich habe ihn noch nie gesehen!", wunderte sich Stephanie.
"Also, dass ist mein neuer Freund Mark. Ich habe mich auf Anhieb in ihn verliebt
und wie es schien, ist ihm das Gleiche bei mir passiert. Eigentlich war ich
ja in Nicky verliebt, aber Mark hat es mir dann noch mehr angetan und nun sind
wir seit gestern Abend ein Paar." "Das freut mich für euch", sagte Stephanie
und schüttelte den beiden die Hand. "Das ist sehr nett von dir." Nicky
hatte bis jetzt noch nicht mit Sabrina geredet und Sabrina ging nun zu ihm.
"Hey Nicky, wieso sagst du nicht mal was?", fragte Sabrina und schaute Nicky
dabei an. "Ich bin nur ein wenig überrascht, dass du in mich verliebt warst.
Das ist alles." Mark unterhielt sich gerade mit Stephanie, also beschloss Sabrina
ein bisschen mit Nicky zu reden.
Kian und Carina waren in der Zwischenzeit zu Carina nach hause gegangen, denn
dort konnten sie ungestört miteinander reden. "Na ja, hast du zurzeit eine
Freundin?", fragte Carina und schaute Kian dabei mit einem zuckersüßen
Lächeln an. "Eigentlich nicht. Ich hatte vor kurzem eine, doch unsere Beziehung
hielt gerade mal 5 Minuten, da meinet sie, sie ist in einen anderen verliebt.
Wie sieht es bei dir aus?" "Ich habe seit 1 Monat keinen Freund mehr gehabt."
Carina schaute Kian tief in die Augen und zog sein Gesicht ein wenig näher.
"Ich liebe dich Kian!", flüsterte sie leise und schaute Kian immer noch
in die Augen. Kian konnte ihr einfach nicht wiederstehen und er wusste, dass
ihre Gefühle kein Schwindel waren. "Ich liebe dich auch, Carina!" Nun schaute
auch er tief in ihre Augen und dann begann er sanft ihren Hals zu küssen.
Carina genoss es einfach und zog nach einer Weile seinen Kopf hoch und küsste
ihn voller Leidenschaft. Nun griff Carina unter Kian´s Hemd und streichelte
seinen Rücken. Kian gefiel das und so ließ er sich nicht davon abbringen,
seine Carina weiter zu küssen. Nach einem unendlich langem Kuss saßen
sie Arm in Arm auf Carinas Couch. "Ach Kian. Du bist einfach traumhaft. Muss
ich dich jemals wieder hergeben?" "Nein. Ich werde dich auch nie wieder hergeben.
Du bist von nun an ein Teil von meinem Herzen." Sie saßen noch lange auf
der Couch und um 10 Uhr meinte Kian dann: "Oh shit! Ich hätte schon längst
zu hause sein sollen. Sehen wir uns morgen wieder?" "Gerne! Ich hol dich um
12 Uhr ab. Bis morgen!" Kian lief so schnell er konnte nach hause. Leise schlich
er in die Wohnung, doch seine Eltern waren noch wach. "Kian, komm doch bitte
mal ins Wohnzimmer!" Mit einem schuldbewusstem Gischt betrat Kian das Wohnzimmer
und ehe seine Eltern was sagen konnten, meinte er: "Tut mir Leid das ich so
spät bin, aber ich habe nicht mehr auf die Zeit geachtet. Ich verspreche
das ich in Zukunft pünktlich bin!" "Ähm, darüber wollten wir
gar nicht mit dir reden. Wir wollten dir nur sagen, dass Nicky und Stephanie
morgen nach hause dürfen. Tobias weiß es schon. Er ist noch oben
bei Jennifer. Was machst du jetzt noch?" "Ich werde mal bei Sabrina vorbeischauen.
Bis später!" Er verließ die Wohnung und klingelte an der Tür
nebenan. "Ach, hallo Kian. Tut mir Leid, aber Sabrina ist noch nicht zu hause.
Sie ist glaube ich noch bei Mark." "Ach so. Dann bestellen sie ihr nur, dass
ich da war!" Traurig ging Kian wieder in seine Wohnung und legte sich hin. Ist
ja auch egal das sie nicht zuhause ist, schließlich hat sie jetzt einen
Freund und ich eine Freundin. Ich sollte ihr nicht so hinterher krauchen, dachte
er. Tobias kam nun auch und als er Kian so bedröppelt auf seinem Bett liegen
sah, fragte er mitfühlend: "Was ist denn, Kian?" "Ach, es ist wegen Sabrina.
Ich habe sie heute morgen das letzte Mal gesehen und nun ist sie bei Mark. Ich
kann sie einfach nicht aus meinem Kopf verbannen. Was soll ich denn jetzt machen?
Ich kann ihr nicht mein ganzes Leben lang hinterher krauchen. Außerdem
würde sonst Carina, meine Freundin, eifersüchtig werden, und das möchte
ich nicht!" "Du hast eine Freundin? Davon wusste ich ja gar nichts. Aber hör
auf Sabrina hinterher zutrauern, sie ist es nämlich nicht wert." "Ich weiß,
aber Sabrina ist immer noch etwas ganz besonderes für mich, denn ich habe
sie wirklich geliebt und meine Gefühle für sie sind immer noch sehr
stark." Tobias versuchte noch eine Weile Kian davon zu überzeugen, dass
Sabrina so etwas nicht wert war und gab es dann auf. Die beiden legten sich
hin und Kian sank in einen unruhigen Traum. Er träumte davon, dass er und
Sabrina ein Paar waren und dass Sabrina ihn mit seinem Bruder Nicky betrog.
Das wollte Kian nicht einsehen und versuchte Sabrina umzubringen. Schweißgebadet
wachte er auf und ging in die Küche um etwas zu trinken. Auf keinen Fall
wollte er weiterträumen! Doch was blieb im anderes übrig? Es waren
noch 5 Stunden, bis es 9 Uhr war und er wollte nicht alleine im Wohnzimmer hocken.
Er legte sich wieder hin und versuchte mal nicht an Sabrina zu denken, doch
das war für ihn schwerer als er gedacht hatte. Um 9 Uhr wurde er von Tobias
geweckt. "Hey Kian, alles in Ordnung? Du hast gerade die ganze Zeit von Sabrina
geredet und gemeint, dass sie für das was sie getan hat büßen
wird. Was meintest du damit?" "Nichts. Ich habe nur geträumt das Sabrina
mich mit Nicky betrogen hat und wollte sie dann in meinem Traum umbringen. Ach,
es ist alles so schrecklich." Er stand auf und ging etwas essen. Als er mit
allem fertig war, beschloss er mal bei Sabrina vorbeizuschauen, denn er hatte
noch 2 Stunden bis er sich mit Carina treffen wollte und die wollte er am liebsten
mit Sabrina verbringen. "Ist Sabrina zuhause?", fragte er höflich als Sabrinas
Mutter öffnete. "Nein, sie hat die Nach bei Mark verbracht, aber sie wollte
um 11 Uhr nach hause kommen, da heute ja Stephanie und Nicky aus dem Krankenhaus
entlassen werden." "OK, dann bis später!" traurig ging Kian zurück
in seine Wohnung. Muss sie nun jeden Tag mit Mark verbringen?, dachte er sich
und ließ sich auf sein Bett fallen. Plötzlich erschrak er, denn er
hatte geträumt und nun war jemand ins Zimmer gekommen und hatte seinen
Namen gerufen. Als Kian aufblickte erkannte er Nicky. "Hi Nicky. Schön
das du wieder da bist. Wie geht’s denn so?", fragte Kian. "Ganz gut. Weißt
du wo Sabrina ist? Sie wollte uns eigentlich erwarten, aber sie ist nicht zuhause."
"Ach, sie ist bei Mark. Sie hat bei ihm geschlafen und ist noch nicht wiedergekommen.
Ich war vorhin auch bei ihr." "Schade, ich wollte sie nämlich fragen, ob
sie Lust hat mit mir ins Kino zu kommen, da ich mich noch nicht so anstrengen
darf, weißt du. Und ich will nicht alleine gehen." Kian verstand das und
meinte dann: "Nimm doch Stephanie mit. Sie wird sich bestimmt heute auch langweilen!"
"Wird sie nicht. Sie und Jennifer gehen heute shoppen." "Keine Ahnung was du
dann machen kannst. Ich muss auf jeden Fall los. Bis später!" Kian verschwand
ohne ein weiteres Wort zu sagen aus dem Haus. Plötzlich klopfte es bei
den Johnsons an der Tür. Nicky öffnete und Sabrina stand vor ihm.
"Hi Sabrina. Was machst du den hier? Und wo ist Mark?" "Mark ist bei sich zu
hause und ich wollte dich nur mal begrüßen, aber ich sehe das du
schlechte Laune hast, also werde ich mal wieder gehen. Bye!" "Warte doch Sabrina!
So war das nicht gemeint. Ich wollte dich noch was fragen. Hast du Lust mit
ins Kino zu kommen? Ich möchte nicht alleine gehen und so vergammel ich
zu hause nur." Sabrina überlegte kurz und antwortete dann: "Von mir aus
gerne." Sie ging noch mal kurz in ihre Wohnung und holte ihren Rucksack. "Am
besten nehmen wir den Bus, denn ich habe keine Lust zu laufen", kam es von Sabrina.
Nicky war einverstanden und so warteten sie an der Bushaltestelle auf den Bus.
"Und, hast du dir schon überlegt in welchen Film du willst, Nicky?" "Nö,
vielleicht in "Das Dschungelbuch 2", wie wäre es damit?", schlug Nicky
mit einem Grinsen im Gesicht vor. "Oh ja, den wollte ich schon immer mal sehen!",
sagte Sabrina und begann dann zu lachen. Nicky tat es ihr gleich und die Leute
die um sie rum standen, verstanden die Welt nicht mehr, doch das war ihnen egal.
Nicky genoss es, dass Sabrina bei ihm war, denn mit ihr hatte er am meisten
Spaß. "Du, Sabrina?" "Was ist, Nicky?" "Kannst du mich mal am Rücken
kratzen?" "Wo denn, mein armer kleiner Nicky?" "Da!" Nicky versuchte mit seinem
Finger auf eine Stelle am untersten Rand seines Rückens zu zeigen, doch
er kam nicht dran. Sabrina kratzte ihn also dort und nachdem sie fertig war,
meinte Nicky: "Das darfst du von nun an immer bei mir machen, OK? Du bist dafür
geboren." Sabrina ließ ein Lächeln über ihr Gesicht blitzen
und dann kam der Bus. "Ich bezahle für dich, Sabrina!", sagte Nicky schnell
und gab dem Busfahrer das Geld.
Währenddessen war Kian wieder bei Carina. Die beiden waren bei Carina im
Pool und hatten viel Spaß zusammen. "Ach Kian, es ist einfach total schön
mit dir. Ich glaube ich habe noch nie einen so süßen freund wie dich
gehabt. Du bist zärtlich, nett. Mit einem Wort: perfekt!" Kian fand das
sehr nett von Carina und gab ihr einen langen Kuss. "Du kannst noch mehr haben,
wenn es dir gefallen hat", meinte Kian nach dem Kuss. Carina nickte nur und
die beiden versanken in einen nicht enden wollenden Kuss.
Jennifer und Stephanie kauften in der Zwischenzeit die Kaufhäuser in der
Stadt leer. Beide hatten schon drei Tüten mit Klamotten, die sie tragen
mussten. "Ich glaube, ich werde das ganze Jahr über keine neuen Klamotten
brauchen, dafür aber jetzt etwas zu trinken", stöhnte Jennifer, denn
es war ziemlich heiß und sie trabten schon seit über 4 Stunden durch
die Stadt. In einem kleinen Café setzten sie sich an einen Tisch und
ein Kellner kam um ihre Bestellungen aufzunehmen. "Was wünschen die zwei
hübschen Ladies?", fragte er höflich. "Also, ich nehme eine Pepsi,
und du Jennifer?" Jennifer entschied sich für eine normale Cola und als
der Kellner wieder weg war, sagte Stephanie: "Der sieht gar nicht schlecht aus,
was meinst du?" "Stimmt. Er hat einen geilen Body, wie Tobias, aber bestimmt
eine Freundin." In diesem Augenblick kam der Kellner wieder und Stephanie und
begann mit ihm zu flirten. "Was meinst du wie dieser netter Kellner heißt?",
wandte sich Stephanie an Jennifer und deutete dabei auf den Kellner. "Wieso
fragst du ihn nicht einfach?", gab Jennifer zurück. Stephanie wandte sich
nun dem Kellner zu und fragte: "Wie heißt du?" "Also, mein Name ist Kai.
Mit wem habe ich die Ehre?" "Mein Name ist Stephanie und das dort ist meine
Freundin Jennifer. Hast du heute Abend schon was vor?" Stephanie ging gerne
schnell an die Sachen ran, bevor die Boys abhauen konnten. "Eigentlich nicht.
Willst du mich etwa um ein Date bitten?" "Ja, das will ich. Und, hast du Lust
mit mir in eine Disco zu gehen?" "Und ob. Soll ich dich abholen?" Stephanie
nickte und gab ihm ihre Adresse. "ich warte um sieben draußen vor dem
Haus. Bis später." Während ihres Gespräches hatten die beiden
Girls ihre Getränke ausgetrunken und nun machten sie sich auf den Nachhauseweg.
"Da hast du dir aber einen coolen und obendrein gutaussehenden Typen geangelt.
Gratuliere!" "Danke, aber du musst wissen, mir kann halt niemand wiederstehen."
Die beiden Girls kamen lachend am Hochhaus Nr. 5 an. "Und was machen wir jetzt?"
"Am besten helfe ich dir dich für dein Date zurechtzumachen." Stephanie
und Jennifer gingen zu Stephanie in die Wohnung und hatten dann die Qual der
Wahl. Stephanie hatte so viele verschiedene Klamotten zur Auswahl, dass es fast
2 Stunden dauerte, bis sie etwas Passendes gefunden hatten!
Fortsetzung:
Nicky und Sabrina waren in der Zwischenzeit am Kino angekommen und überlegten
in welchen Film sie gehen sollten "Wie wäre es mit "Matrix"?", schlug Nicky
vor. "Ach ne, ich mag so was nicht. Wie wäre es stattdessen mit "Ich weiß
noch immer was du letzten Sommer getan hast"?", fragte Sabrina. "Der ist auch
OK. Also los, er fängt gleich an und ich möchte nicht den Anfang verpassen."
Die beiden stürmten zur Kasse und Sabrina sagte: "Du hast für mich
den Bus bezahlt, jetzt bezahle ich für dich das Kinoticket. Und keine Wiederrede."
"Ich hatte gar nicht vor was zu sagen, denn wie oft wird man schon ins Kino
eingeladen?" Er lachte und wartete darauf das Sabrina endlich bezahlte. "Hier
Nicky, und verbummel sie ja nicht bis zur Kontrolle, verstanden?" "Ich doch
nicht", sagte Nicky unschuldig. Im Kinosaal angekommen setzten sie sich in die
letzte Reihe, obwohl sie die einzigen im ganzen Saal waren. Das ist gut das
wir alleine sind, so kann ich versuchen näher an sie ranzukommen, ohne
das es peinlich wird, dachte Nicky triumphierend. Der Film begann und Nicky
legte ganz unauffällig seinen Arm und Sabrinas Schultern. Diese hatte nichts
dagegen einzuwenden, denn sie dachte Nicky mache das rein freundschaftlich.
Doch damit lag sie falsch. In der Mitte des Filmes sagte Nicky: "Ähm Sabrina,
ich muss dich mal was fragen. Bist du glücklich mit Mark?" Er fand diese
Frage zwar nicht sehr klug, aber egal. Er wollte versuchen so nah wie möglich
an Sabrina ranzukommen, doch erst mal versuchte er sie in ein Gespräch
zu verwickeln. "Also, im Moment bin ich noch glücklich mit ihm. Mark ist
so zärtlich beim Küssen und sieht so süß aus. Ich habe
mich sofort in ihn verliebt!" Das war eigentlich nicht ganz genau das, was Nicky
hören wollte. "Ach so, und was würdest du machen wenn dir ein Boy
über den Weg läuft der süßer ist als Mark?" Nicky gab nicht
auf, Sabrina zu erobern. "Kommt drauf an, wie er küsst. Nein Scherz. Dann
weiß ich nicht, was ich mache. Vielleicht verlasse ich Mark, aber das
wäre nicht fair ihm gegenüber." Nicky verstand das, doch er mochte
Sabrina mehr als ihm lieb war und so versuchte er es weiter. "Und was würdest
du tun, wenn einer deiner Freunde zu dir sagt, dass er sich in dich verliebt
hat?" "Nicky, was sollen die ganzen Fragen?" "Ähm, also ....... das ist
so ..... ich ähm ...... ich habe mich in dich verliebt, doch da du ja Mark
liebst weiß ich, dass ich bei dir keine Chancen habe!" "Aber Nicky, wieso
hast du so lange um den heißen Brei geredet? Du bist doch sonst nicht
so schüchtern." "Ich weiß, aber wenn ich jemandem meine Liebe gestehe,
ist das anders. Dann bekomme ich keinen vernünftigen Ton hinaus." "Wenn
das so ist, aber zum Glück verstehst du ja, dass ich mit Mark glücklich
bin!" Nicky konnte seine Blick nicht mehr von Sabrina abwenden und schaute ihr
die ganze Zeit über tief in die Augen. Er wollte nur einmal in seinem ganzen
Leben Sabrinas Lippen auf seinen spüren. Er bemerkte gar nicht, dass er
immer näher zu Sabrinas Gesicht kam. Erst als sich ihre Lippen berührten,
begriff er, was gerade in diesem Moment passierte. Erst küssten sich die
beiden nur ganz sanft, doch daraus wurde schnell ein leidenschaftlicher Kuss.
Als sich ihre Lippen langsam voneinander gelöst hatten, fragte Nicky: "Ähm,
Sabrina. Wieso hast du meinen Kuss erwidert?" "Ich konnte nicht anders, aber
eins muss ich dir sagen, Nicky, du bist ein verdammt guter Küsser." "Meinst
du wirklich? Aber ne andere Frage: Was wird Mark zu dem Kuss sagen?" "Er muss
es doch gar nicht erfahren. Kannst du denn noch normal mit mir umgehen? Jetzt
nach diesem Kuss mein ich." "Eigentlich schon, aber du musst noch wissen, dass
du für mich mehr als dieser eine Kuss bist und auch bleiben wirst." Sabrina
fand es schon süß von Nicky, ihr so offen seine Gefühle zu gestehen,
aber sie hatte ja ihren Mark.
Steffie war derweil auf Hochtouren, denn sie hatte nicht mehr lange bis sie
sich mit Kai treffen wollte. "Jennifer, was soll ich nur mit meinen Haaren machen?
Ausgerechnet heute wollen die nicht so wie ich es will. Es ist zum Mäuse
melken. Ich werde nie rechtzeitig fertig." Steffie regte sich immer vor einem
Date auf, weil dann immer alles schief ging. "Ach komm schon. Ich kriege das
schon hin. Keine Panik", sagte Jennifer und machte sich sogleich an Steffies
Haaren zu schaffen. Nach kurzer zeit hatte Steffie eine coole Frisur und genau
in diesem Moment klingelte es. Steffie ging aufgeregt zur Tür und öffnete.
Kai stand davor und hielt ihr einen riesigen Strauß roter Rosen entgegen.
"Ach Kai, das wäre doch nicht nötig gewesen", sagte Steffie geschmeichelt.
"Finde ich aber schon. Hübsche Girls haben auch einen Strauß Rosen
verdient." Steffie schaute verlegen auf den Boden und meinte dann: "Von mir
aus können wir gehen. Ich bringe nur eben die Rosen weg." Steffie drehte
sich um und ging in die Küche um die Rosen in eine Vase zu stellen. "Ich
werde dann mal gehen, Steffie, und viel Spaß heute Abend mit Kai. Du musst
mir morgen aber alles haarklein erzählen. Also, bis morgen." Jennifer wandte
sich von Steffie ab und quetschte sich an Kai vorbei. "Hallo und Tschüß",
sagte Jennifer und ging dann zu ihrer Wohnung.
"Ich muss dann mal wider, Carina. Es war ein wunderschöner Tag mit dir
und ich hoffe, so was machen wir öfters. Sehen wir uns morgen?" "Ich würde
mich ja morgen gerne mit dir treffen, aber ich habe einen Zahnarzttermin. Aber
übermorgen bin ich wieder voll und ganz für dich da." Sie drückte
Kian noch einen Kuss auf den Mund, doch daraus wurde wieder ein ziemlich leidenschaftlicher
und langer Kuss. "Ähm, bis dann!", sagte Kian, als sie sich voneinander
lösten. Er stieg aus dem Pool und zog sich noch schnell an. Carina beobachtete
ihn und als er gehen wollte rief sie noch: "Ich liebe dich, Kian!" "Ich dich
auch, Carina!" Er musste sich ein wenig beeilen, denn er war wieder ein wenig
spät dran. Zuhause angekommen schloss er die Wohnungstür auf und ging
in sein Zimmer. Tobias lag auf seinem Bett und schaute fern. "Hey, Tobias. Wie
geht’s dir?" "Ach, ganz gut, bis auf das ich mich den ganzen Tag gelangweilt
habe. Hast du übrigens Nicky schon gesehen? Er wollte mit Sabrina ins Kino,
dass weiß ich, aber sie sind immer noch nicht zurück." Kian wunderte
das und er sagte dann: "Vielleicht sind sie noch in eine Disco." Daran glaubte
er zwar selber nicht, aber er konnte auch nicht glauben, dass Sabrina ihren
Mark mit Nicky betrog.
"Es war ein schöner tag mit dir, Sabrina. Hast du morgen schon was vor?"
"Ja, tut mir leid, aber ich darf Mark jetzt nicht vernachlässigen, das
verstehst du sicherlich, oder?" "Ja!" Er klang nicht sehr überzeugend,
aber zum Glück bemerkte Sabrina nichts davon. "Also, bis dann." Nicky öffnete
langsam die Tür zu seiner Wohnung, drehte sich dann aber noch einmal zu
Sabrina um. Wieso muss sie auch so hübsch sein? Wieso?, dachte er sich.
Als er seinen Blick endlich von ihr lösen konnte, ging er in die Wohnung
und schnurstracks in sein Zimmer. "Hallo Nicky. Wo warst du denn die ganze Zeit?"
"Ich war mit Sabrina im Kino." "So lange? Kein Film dauert den ganzen Tag",
meinte Kian und schaute ihn fragend an. "Und wenn schon. Was geht es euch an,
was ich mit meinem Tag anfange? Das ist allein meine Sache und jetzt gute Nacht."
Wütend legte er sich in sein Bett und vergaß dabei ganz, sich umzuziehen.
Irgendwann muss er dann eingeschlafen sein, denn er sah Sabrina vor seinem geistigen
Auge und wie diese mit Mark rumknutschte. Er versuchte die beiden auseinander
zu reißen, aber es gelang ihm nicht. Kian beobachtete ihn die ganze Zeit,
denn er konnte nicht schlafen, solange er nicht wusste was mit Sabrina und Nicky
war. Als er sah, dass Nicky immer unruhiger wurde, weckte er ihn schließlich.
"Nicky, sag mir doch bitte was los ist." "Ach Kian, es ist wegen Sabrina. Wir
haben uns vorhin im Kino geküsst. Aber es war allein meine Schuld. Ich
konnte einfach nicht anders. Sabrina hat mich so in ihren Bann gezogen, dass
ich alles um mich rum vergessen habe und nicht mehr wusste was ich getan habe.
Und jetzt weiß ich nicht mehr weiter, denn sie ist ja in Mark verliebt."
"Nicky, du musst sie vergessen. Ich weiß wie schwer das ist, denn ich
schaffe es ja selbst nicht so richtig, aber wenn wir nur an sie denken und nichts
mehr machen können ohne Spaß zu haben, ist das Leben sinnlos. Ich
weiß, es wird schwer, aber wir werden das schaffen." "Du hast recht, Kian.
Du bist ein toller Bruder." Nicky drehte sich um und versuchte wieder einzuschlafen.
Es gelang ihm auch und diesmal träumte er nicht mehr von Sabrina, was ihm
gut tat, denn er war ziemlich müde. Am nächsten Morgen wurde er von
Kian geweckt. "Hey Nicky, draußen steht jemand für dich." Noch ziemlich
verschlafen stand Nicky auf und watschelte zur Tür. Als er öffnete
blickte er in das Gesicht von Sabrina. "Hallo Sabrina. Was möchtest du
denn so früh von mir?" "Ich wollte dich fragen, ob du Lust hast heute was
mit mir zu unternehmen. Mark ist heute nicht zuhause und da dachte ich mir,
wir könnten shoppen gehen." "Ach ja, jetzt bin ich dir wieder gut genug,
wenn Mark keine Zeit hat. Aber ich werde nicht auf dich reinfallen, Sabrina.
Gestern als ich dich gefragt habe, ob du heute Zeit hast, meintest du, du triffst
dich mit Mark und jetzt wo er keine Zeit hat, kommst du wieder angekrochen,
aber ich habe keine Lust. Tschüß." Er schlug Sabrina die Tür
vor der Nase zu, doch Sabrina war zu geschockt, um sich zu bewegen. Nicky hatte
sie soeben voll zur Sau gemacht und das musste sie erst einmal verarbeiten.
Immer noch geschockt ging sie geistesverloren zu Steffie. Als sie klingelte
öffnete aber nur ihre Mutter. "Ähm, hallo. Ist Steffie zu hause?"
"Nein. Sie war gestern Abend verabredet und ist noch nicht wieder zurückgekommen.
Soll ich ihr was von dir ausrichten?", fragte Steffies Mutter höflich.
"Nein, eigentlich nicht. Ich wollte nur mit ihr reden. Also, bis später!"
Sabrina drehte sich um und beschloss zu Jennifer zu gehen.
"Hey Kai. Ich hätte schon lange zu hause sein müssen. Meine Mutter
regt sich bestimmt voll auf, wenn ich nicht langsam gehe. Ich hätte ihr
Bescheid sagen sollen, als wir beschlossen haben das ich bei dir übernachte."
"Nun ist es auch zu spät. Bleib aber bitte noch etwas. Es ist schön
mit dir. Du bist echt voll in Ordnung und man kann mit dir Spaß haben.
Das ist das Wichtigste." Oh Mann, ich glaube er hat sich in mich verliebt, aber
liebe ich ihn auch?, fragte sie sich. "Hallo, erde an Steffie. Lebst du noch?"
"Ja, in deiner Gegenwart kann man gar nicht sterben", sagte sie lachend. "Dann
ist ja gut. Was machst du denn heute?" "Ich werde nach hause gehen und mich
um meine Freundin Sabrina kümmern. Ich habe sie lange nicht gesehen und
möchte auch mal wieder ein wenig Zeit mit ihr verbringen. Außerdem
muss ich mich noch ein bisschen schonen, denn ich bin gestern erst aus dem Krankenhaus
gekommen." Kai verstand das, doch trotzdem wollte er den ganzen Tag mit Steffie
verbringen. "Aber wir sehen uns doch mal wieder, oder?", fragte Kai. "Wenn du
möchtest. Du musst mich dann nur vorher anrufen. Also, bis irgendwann mal!"
Steffie ging langsam nach hause, doch sie warf noch zwei, drei Blicke nach hinten
zu Kai. Dieser starrte ihr hinterher und immer wenn sie sich umdrehte, lächelte
er sie an. Er ist voll sweet. Ich werde mich bestimmt noch mal mit ihm verabreden,
dass ist sicher, dachte sie sich so und wäre beinahe in Bryan reingelaufen.
"Ach, hallo Bryan. Wie geht es dir denn so? Wir haben uns ja ne verdammt lange
Zeit nicht gesehen", begrüßte Steffie ihn herzlich. "Mir geht es
ganz gut. Dir denn auch wieder?" "Natürlich. Wo gehst du gerade hin?" "Ich
bin auf den Weg zu Shane. Du kennst ihn nicht. Er ist ein guter Kumpel von mir
und wir wollen heute schwimmen gehen. Und wo warst du?" "Ich war bei meinem
Date, Kai, und nun muss ich aber leider nach hause, denn ich habe meiner Mutter
nicht Bescheid gesagt, dass ich bei ihm übernachte. Das gibt bestimmt erst
mal ein bisschen Ärger, aber was soll es. Ich hatte mit Kai meinen Spaß
und das genügt mir. Also, wir sehen uns." Steffie wollte gerade weitergehen,
als sie von Bryan an der Schulter gefasst wurde. "Steffie, ich muss dir was
sagen. Bitte versuche nicht mit Kai zusammenzukommen. Er meint es mit Weibern
nicht ernst und trennt sich nach kurzer zeit immer von ihnen. Falls du dich
nun fragst woher ich das weiß, also na ja, meine Schwester war mal mit
ihm zusammen und er hat sie mit jemand anderem betrogen. Und zwar mit einem
Mann." Steffie schaute Bryan verwundert an und meinte dann: "Ach Bryan, hör
auf mir solche Märchen zu erzählen. Kai würde mir so was nicht
antun. Dafür mag er mich zu sehr. Außerdem, wenn er schwul wäre,
wieso trifft er sich dann mit mir und möchte mich wiedersehen?" Steffie
kochte vor Wut. Bryan wollte ihr tatsächlich weiß machen, dass Kai
schwul ist. Das konnte sie einfach nicht glauben. Bevor Bryan antworten konnte,
drehte sich Steffie um und rannte davon. Bryan starrte sie an und schüttelte
dann den Kopf. Sie wird schon sehen, was sie davon hat, wenn sie mir nicht glaubt.
Aber dann ist sie es ja selbst Schuld, dachte sich Bryan.
Sabrina war währenddessen bei Jennifer und redete mit ihr. Sie erzählte
ihr alles, was am gestrigen Tag und heute Morgen passiert war. "Was soll ich
nun machen, Jennifer? Ich habe Mark sozusagen betrogen, und Nicky ist sauer
auf mich. Das ist alles so bescheuert." "Beruhige dich doch, Sabrina. Das ist
doch alles halb so schlimm. Na ja, ich weiß zwar nicht, wie du das mit
Nicky wieder hinbiegen kannst, aber du musst es Mark erzählen. Wenn es
anders rauskommt, wird er dir das nie verzeihen, glaub mir. Außerdem ist
Ehrlichkeit in einer Beziehung das Wichtigste. Am besten gehst du gleich morgen
früh zu ihm und regelst alles. Mit Nicky lass ich mir noch was einfallen.
So das kann doch alles nicht weitergehen. Andauernd hat irgendwer von uns Streit
miteinander, obwohl wir uns nicht mehr streiten wollten." "Du hast Recht, Jennifer.
Aber was soll ich Mark sagen? Vielleicht: Mark, ich habe vorgestern Nicky geküsst
als wir zusammen im Kino waren. Verzeihst du mir noch einmal? Ich verspreche
dir das mir so ein Ausrutscher nie mehr passiert. Meinst du das kann ich Mark
sagen? Er wird mich doch links liegen lassen. Wie konnte ich auch nur Nicky
küssen?" "Vielleicht hast du ihn geküsst, weil du ihn immer noch liebst,
schließlich warst du doch in ihn verliebt, wie du mir erzählt hast.
Wer weiß, vielleicht hast du ja immer noch Gefühle für ihn."
"Meinst du wirklich?" "Ich stelle nur Vermutungen auf. Du musst selber herausfinden,
ob sie wahr sind, oder halt nicht. Das ist alleine deine Angelegenheit." Sabrina
seufzte und meinte dann: "Ich werde jetzt mal gehen. Ich muss erst mal in Ruhe
nachdenken. Ich komm nachher noch mal vorbei." Sie stand auf und verließ
die Wohnung von Jennifer.
"Kian, wie konnte ich Sabrina gerade nur so anschreien? Ich habe voll die Kontrolle
über mich verloren und nun habe ich eine sehr gute Freundin verloren. Und
nun? Sie wird bestimmt nie wieder mit mir reden. Was habe ich da bloß
angestellt?" "Nicky, du hast einen kleinen Fehler gemacht, aber Sabrina war
auch nicht besser. Sie hat dich geküsst, obwohl sie einen Freund hat. Vergiss
sie einfach." "Das versuche ich doch die ganze Zeit, aber Sabrina will mir einfach
nicht mehr aus dem Kopf gehen. Sie verdreht jedem total den Kopf, auch wenn
sie es nicht merkt. Ich habe sie wirklich sehr gern, vielleicht sogar mehr als
nur eine Freundin. Aber sie will das nicht einsehen. Ich weiß, sie hat
ihren Mark, aber wenn ihr nichts an mir liegen würde hätte sie mich
auch nicht geküsst, oder?" Kian gab ihm im Stillen recht und meinte dann:
"Aber du musst es wenigstens versuchen, sonst wirst du dein restliches Leben
mit einem gebrochenen Herzen rumlaufen. Ich habe mich auch daran gewöhnt
das sie einen Freund hat und bin nun auch endlich glücklich mit Carina.
Versuche doch das gleiche Glück wie ich zu finden. Du wirst sehen, du wirst
Sabrina vergessen." Für Kian war das Thema nun gegessen und so stand er
auf und verließ die Wohnung. Er wollte zu Carina gehen, da er nichts besseres
zu tun hatte.
Steffie saß derweil in ihrem Zimmer und schaute fern. Dabei dachte sie
die ganze Zeit über Bryans Worte nach. Was ist, wenn Kai wirklich schwul
ist?, diese Frage stellte sich Steffie mindestens 10.000.000 Mal. Durch das
Klingeln ihres Handys wurde sie aus ihren Gedanken gerissen. Sie schaute auf
das Display und erkannte die Nummer von Kai. Zögerlich nahm sie ab und
sagte: "Hi Kai. Was gibt’s?" "Nichts. Ich wollte nur wissen, ob du heute Zeit
hast?" Steffie überlegte kurz und antwortete dann: "Na gut. Was möchtest
du denn machen?" "Hast du vielleicht Lust zu mir zu kommen?" "Ich war doch gestern
erst bei dir. Kannst du nicht zu mir kommen? Ich bin heute zu faul zum laufen!"
"OK, ich komme zu dir. Wann denn?" "Wenn du willst sofort. Bis gleich." "OK,
ich mach mich dann auf den Weg. Bye, bis gleich." Steffie legte auf und sagte
dann zu sich selbst: "Wieso habe ich nicht einfach "Nein" gesagt? Ich bin so
dumm. Ich hätte erst einmal über Bryans Worte zuende nachdenken sollen."
Sie lenkte ihre Gedanken wieder auf den Film, in dem sich gerade ein Paar küsste.
"Ach, hallo Kian. Was machst du denn hier?" "Ich wollte dich besuchen. Darf
ich reinkommen?" "Das ist im Moment nicht gut." "Und wieso nicht? Sonst konnte
ich doch auch immer reinkommen, egal was war." "Aber jetzt halt nicht. Bitte
verstehe mich. Komm doch morgen wieder vorbei, OK?" Gerade als Kian antworten
wollte, entdeckte er eine Gestalt hinter Carina. Bei genauerem Hinschauen erkannte
er, dass es sich um einen Jungen handelte. "Du, Carina Schatz, was will der
Typ denn hier?" "Keine Ahnung. Ich kenne ihn gar nicht", kam es von Carina.
"Ach ja, ganz plötzlich kennst du mich nicht mehr du miese Schlampe?" Als
Kian das gesagt hatte, kam der Typ, der hinter Carina stand aus dem Haus und
baute sich vor Kian auf. "Wie nennst du meine Freundin?" "Schlampe, falls es
dich nicht stört", sagte Kian ganz ruhig. Kian konnte sich gerade noch
rechtzeitig ducken, denn in diesem Moment holte der Typ aus und wollte Kian
ins Gesicht schlagen. Carina schaute sich alles nur ruhig an und machte keine
Anstalten ihren neuen Lover von Kian wegzuholen. "Nennst du meine Freundin noch
einmal Schlampe, dann wirst du dein blaues Wunder erleben und das meine ich
ernst." "Oh, jetzt habe ich aber Angst. Aber was kann ich dafür, wenn sie
eine so billige Schlampe ist? Erst macht sie mit mir rum und nun hat sie einen
neuen, ohne sich von mir zu trennen?" "Das reicht jetzt du kleine Missgeburt."
Kian war schlauer als dieser Typ und duckte sich wieder rechtzeitig. Dann griff
er nach seinen Füßen und zog daran. Der Typ flog rückwärts
auf den Boden und Kian lief davon. Er warf noch einen letzten Blick zu Carina
zurück, die zu ihrem neuen Typen gelaufen war und nun über ihm beugte.
Kian konnte es nicht glauben, dass er schon wieder hintergangen worden war.
Erst Sabrina und nun auch noch Carina. Ob ich jemals einem Girl wieder trauen
kann?", dachte er.
Sabrina hatte beschlossen einen kleinen Spaziergang zu machen und einmal in
aller Ruhe über alles nachzudenken. Sie musste immer wieder an Nicky denken,
doch dann verdrängte Mark Nicky wieder aus ihren Gedanken. "Wieso habe
ich Nicky geküsst?", redete sie vor sich hin. "Genau Sabrina, wieso hast
du mich geküsst?", fragte plötzlich jemand neben ihr. "Nicky!", rief
Sabrina erschrocken. "Wieso bist du hier?", fügte sie noch hinzu. "Ich
bin dir gefolgt, weil ich mit dir reden muss." "Am besten gehen wir in den Park
und setzen uns dort hin. Da können wir in Ruhe reden", schlug Sabrina vor.
Sie gingen schweigend in den Park und suchten sich eine friedliche Stelle. "Also,
worüber willst du mit mir reden?", fragte Sabrina. "Es geht um uns beide.
Ich möchte gerne mal wissen, ob dir der Kuss was bedeutet hat." "Auf eine
Art und Weise, die ich nicht beschreiben kann, hat er mir was bedeutet, aber
ich will mich da nicht so sehr hineinsteigern. Ich habe Mark und ich möchte
ihn jetzt nicht verlassen und wenn er die Wahrheit erfährt, dann ist es
garantiert aus mit uns. Also bitte, sag ihm nichts von diesem Kuss." "Ich hatte
niemals vor ihm was darüber zu erzählen, aber du musst mir versprechen,
dass dir so ein Ausrutscher nie mehr passiert." Sabrina versprach es ihm und
dann umarmten sie sich kurz. "Ich werde dann mal besser wieder gehen. Ich möchte
dich nicht weiter stören", sagte Nicky und wollte gerade aufstehen, als
er von Sabrina festgehalten wurde. "Du störst mich gar nicht, Nicky. Hast
du vielleicht noch Lust mit mir zu clubben?" Nicky nickte und die beiden verließen
den Park. "Ich möchte mich aber noch umziehen", sagte Sabrina und sie liefen
zu ihrem Hochhaus. "Bis gleich", verabschiedeten sie sich auf ihrem Stockwerk
voneinander und jeder ging in seine Wohnung. Sie wollten sich um 8 Uhr vor dem
Hochhaus treffen, also blieb Sabrina noch jede Menge Zeit um sich fertig zu
machen.
Tobias saß derweil auf seinem Bett und dachte an die Zeit mit Jennifer.
"Warum habe ich ihr gesagt, dass wir noch zu jung für eine Beziehung sind?,
fragte sich Tobias immer wieder. Er schaltete den Fernseher an und wollte sich
so ablenken. Doch er fand nichts besonderes im Fernsehen. Er schaltete den Fernseher
wieder aus und ging nach draußen. Er ging zur Halde, die hinter dem Haus
war, und kletterte darauf. Als er oben war, schweiften seine Gedanken wieder
zu Jennifer. Er schaute nach unten und sah plötzlich Jennifer. Erst wollte
er sie rufen, doch dann traute er sich doch nicht. Er schaute ihr hinterher,
bis sie um die Ecke gelaufen war. Er seufzte und legte sich ins Gras. Doch er
hatte vergessen, dass es am Abend vorher geregnet hatte, so war seine Jacke
und seine Hose klatschnass. Er blieb eine Stunde auf der Halde und dann stand
er langsam wieder auf. Langsam stieg er wieder von der Halde und lief zu sich
nach Hause. Er wollte auf keinen Fall Jennifer über den Weg laufen, deshalb
nahm er den Fahrstuhl. Doch als die Fahrstuhltür sich öffnete, lief
ihm Jennifer über den Weg. "Oh hi, Jennifer. Na, wie geht es dir?", fragte
Tobias. "Gut und dir?" "Auch, was machst du denn so den ganzen Tag?" "Dies und
das, aber jetzt muss ich auch wieder los und deshalb bye." Jennifer stellte
sich neben Tobias und Tobias ging aus der Kabine.
In diesem Moment klingelte es bei Steffie an der Tür. Sie öffnete
und schaute in Kais Gesicht. "Hi Kai." Kai wollte Steffie gerade zur Begrüßung
küssen, doch Steffie wich ihm aus. "Was hast du denn, Steffie?", fragte
Kai. "Ich möchte dich noch nicht küssen, denn wir kennen uns noch
nicht so lange. Das verstehst du doch, oder?", fragte sie. Kai nickte und fragte
dann: "Darf ich reinkommen?" Steffie trat einen Schritt zur Seite und ließ
Kai rein. Sie führte ihn zu ihrem Zimmer und schaltete den Fernseher aus.
Kai muss ja nicht unbedingt wissen, was für Filme ich mir anschaue, dachte
sie sich. "So, und was machen wir nun?", fragte Kai. "Wir können uns ja
Pizza bestellen und dann ein wenig fernsehen", schlug Steffie vor. Kai war damit
einverstanden und Steffie lief zum Telefon. Gerade als sie mit wählen anfangen
wollte, klingelte Kais Handy. "Hi, mein Süßer", hörte Steffie
aus ihrem Zimmer. Wer das wohl ist, fragte sie sich. Sie störte sich erst
mal nicht weiter dran und wählte dann die Nummer von der Pizzeria. "Ich
hätte gerne 2 große Salamipizzas", sagte Steffie. Dann hinterließ
sie noch ihre Adresse und legte wieder auf. Sie wollte wieder in ihr Zimmer,
doch das, was sie von drinnen hörte, ließ sie aufhorchen. "Ja, mein
Schätzchen. Ich liebe dich auch total und freue mich schon total auf nachher."
Eine kleine Weile herrschte Stille und dann vernahm sie noch ein: "Bye" und
dann war es wieder still in ihrem Zimmer. Sie betrat es und fragte: "Wer war
das denn, Kai?" "Ach, das war nur mein Kollege, Simon." "Seit wann nennt man
seinen Kollegen den Süßer und Schatz?" Diese Frage war Kai sichtlich
unangenehm, aber er wusste auch, dass er Steffie nun die Wahrheit sagen musste.
"Ähm ja, es ist mir ein wenig peinlich, aber Simon ist mein Freund. Ich
bin schwul!" Steffie schaute Kai ganz ruhig an und dachte dann: Dann hatte Bryan
ja doch recht. Kai hatte mit einer anderen Reaktion gerechnet und fragte: "Stört
es dich denn gar nicht?" "Doch tut es, aber durch Bryan hatte ich schon eine
Vorahnung. Er hat es mir erzählt." Kai klappte der Mund runter und sagte
dann: "Und wieso hast du mich nicht früher darauf angesprochen?" "Weil
ich mir nicht ganz sicher war, ob es wirklich stimmt." "Willst du trotzdem noch
mit mir zusammen sein?" Diese Frage überrumpelte Steffie, doch sie wusste
sofort eine passende Antwort: "Du fragst mich, ob ich mit dir zusammen bleibe,
obwohl du schwul bist? Sag mal, spinnst du? Ich würde niemals mit jemanden
zusammen sein, der schwul ist. Und nun fände ich es besser, wenn du nun
gehen würdest." Kai wollte noch etwas sagen, doch Steffie sagte schnell:
"Verschwinde!" Kai verließ die Wohnung und Steffie schmiss sich auf ihr
Bett. "Wie konnte er nur?", schrie sie. "Ich hasse ihn!"
Derweil hatte Sabrina sich umgezogen und sie trafen sich vor dem Hochhaus. Sabrina
hackte sich bei Nicky ein und liefen so zur Bushaltestelle. Dort warteten sie
auf den Bus und stiegen ein. Der Bus brachte sie zur Diskothek
"Mausefall". Sie betraten sie und genau in dem Moment spielten sie Sabrinas
Lieblingslied "Unbreakable". Sabrina und Nicky schauten sich an und dachten
das gleiche. Sie sprangen sofort auf die Tanzfläche und fingen an sich
zu dem Rhythmus zu bewegen. Plötzlich spürte Sabrina eine Hand auf
ihrem Rücken. Sie drehte sich um und blickte Mark in die Augen. "Mark!
Wie geht es dir?", fragte sie. "Wie soll es mir gehen, wenn du mich betrügst?"
"Wieso sollte ich dich betrügen?" "Immerhin bist du mit Nicky hier und
nicht mit mir. Und ich dachte, dass du meine Freundin bist." "Das bin ich ja
auch, aber Nicky ist einer meiner besten Freunde und da kann ich doch auch mal
mit ihm in die Disco gehen, oder?" "Aber beste Freunde tanzen nicht so eng aneinander
gekuschelt." "Hey, nun reg dich mal nicht so auf. Da läuft wirklich nichts
zwischen uns beiden. Nur wie soll man bei so einem Lied sonst tanzen? Sollten
wir uns vielleicht einen abrocken?" "Das wäre besser als so eng beieinander
zu tanzen." "Mark, du bist doch nicht etwa eifersüchtig?", fragte Sabrina.
"Nein, ich mag es nur nicht, wenn du mit anderen so eng tanzt. Das machen doch
alle Männer."
"Du Tobias, hast du Lust noch etwas mit mir zu machen? Ich langweile mich sonst
nur." Tobias überlegte kurz und sagte dann: "Kommt drauf an was." Für
diese Antwort hätte er sich selbst ohrfeigen können. Eigentlich wollte
er Jennifer ja aus dem Weg gehen, denn sonst konnte er nicht mehr klar denken.
Er liebte Jennifer immer noch sehr, auch wenn er es ihr nicht sagen wollte.
Irgendwann, wenn die Zeit reif genug war, dann würde er es ihr vielleicht
sagen. "Also, wir beide könnten doch ins Kino gehen. Es gibt da so einen
Film, den ich sehr gerne sehen möchte, aber alleine habe ich keine Lust
dazu." Tobias überlegte wieder kurz und sagte dann: "Wenn du unbedingt
möchtest, dass ich mitkomme, dann werde ich dir den Wunsch erfüllen."
Er ging noch einmal kurz in seine Wohnung, holte sein Geld, sagte seinen Eltern
Bescheid und ging dann wieder zu Jennifer. "So, von mir aus können wir
los." Tobias stieg zu ihr in den Aufzug und sie fuhren in den ersten Stock.
Dann mussten sie noch auf den Bus warten, denn sie waren ein paar Minuten zu
spät dran. "Wie heißt denn der Film, in den du möchtest?", fragte
Tobias. "Er heißt "Mädchen Mädchen"." "Das hört sich interessant
an", kam es von Tobias. Als der Bus kam, stiegen sie ein und fuhren zum Kino.
"Ich werde für dich bezahlen", sagte Tobias, als sie sich an die Kinokasse
stellten. "Das ist aber nett von dir, Tobias", sagte Jennifer. Nachdem Tobias
die Karten gekauft hatte, betraten sie den Kinosaal und setzten sich in die
letzte Reihe, wie sie es eigentlich immer taten. "Wir haben lange nichts mehr
zusammen unternommen", sagte Tobias. "Ich hatte auch keine Zeit." "Ach so."
Der Film begann und Tobias legte wie durch Zufall seinen Arm um Jennifers Schulter.
Jennifer hatte nichts dagegen und sie schauten sich den Film an. "Der Film ist
total cool", sagte Tobias, als ungefähr die Hälfte des Filmes vorbei
war und es eine Pause gab. Jennifer stimmte ihm zu. "Doch er wird noch besser!",
meinte Jennifer. "Wirklich?", fragte Tobias erstaunt. Jennifer nickte und begann
dann, ihm ein wenig vom Film zu erzählen. Dabei schaute Tobias die ganze
Zeit über verträumt zu Jennifer herüber. "Hörst du mir eigentlich
zu?", fragte Jennifer dann. "Was?" Tobias schaute verlegen zu Boden. "Ich habe
dir gerade nicht zugehört." "Woran hast du denn gedacht? Du hast so verträumt
geschaut." "Ähm.......ähm......an...." Tobias stockte. Er wusste nicht,
was er Jennifer sagen sollte. Entweder log er sie an, was er nicht wollte, oder
er sagte ihr einfach die Wahrheit. "Ja, das ist so. Ich........ich....liebe
Dich noch immer!", brachte er dann heraus. Jennifer sah ihm tief in die Augen
und brachte dann ein zaghaftes: "Ich Dich auch!" heraus. Tobias sah sie ein
wenig erstaunt an und fragte dann: "Ist die Zeit denn nun reif für eine
Beziehung?" Da musste Jennifer gar nicht lange drüber nachdenken und begann
ihn sanft zu küssen.
"Das machen nicht alle Männer. Jeder andere würde sich nicht aufregen,
nur weil ich mit einem anderen Boy tanze", schrie Sabrina. Nicky sagte gar nichts
mehr. "Ach, kannst du das so gut beurteilen?", fragte Mark. Darauf sagte Sabrina
nichts mehr. Sie nahm Nickys Hand und zog ihn hinter sich her aus der Disco.
"War das nicht ein wenig hart?", fragte er draußen. "Wieso? Wie kann man
nur so eifersüchtig sein?" Sabrina wollte nicht weiter darüber reden
und setzte sich auf eine Bank. Nicky setzte sich neben sie. "Ist dir kalt?",
fragte er, als er Sabrina zittern sah. "Ja, schon ein wenig", gab Sabrina zu.
Nicky legte seinen Arm um ihre Schulter und zog sie eng an sich ran. "Ist es
so besser?", fragte er dann. Sabrina nickte und kuschelte sich an ihn. Sabrina
wusste nicht, dass Mark sie beobachtete. Er saß ein wenig abseits in einem
Busch und schaute sich alles ganz genau an. "Meinst du, Mark verzeiht mir?",
fragte Sabrina plötzlich. "Ich weiß nicht. Am besten redest du gleich
morgen früh mit ihm." "Ich weiß echt nicht mehr, ob er wirklich der
Richtige für mich ist", meinte Sabrina auf einmal. "Wie kommst du denn
jetzt darauf?", fragte Nicky erstaunt. "Ich meine, bei Mark habe ich kein Kribbeln
im Bauch, wenn wir uns küssen, so wie es sonst ist, wenn ich verliebt bin."
"Hast du denn bei jemanden anderen ein Kribbeln?", fragte Nicky. Sabrina nickte
nur. Marks Mund war aufgeklappt und er dachte sich: Du miese kleine Schlampe.
Du hast mich nur ausgenutzt. Na warte, dass zahle ich dir heim! Mark machte
aber immer noch keine Anstalten zu gehen. Er wollte wissen, was als nächstes
passieren würde. Sabrina sah hoch in Nickys Gesicht. Wie gerne hätte
sie ihm doch gesagt, dass er der jemand war, bei dem sie ein Kribbeln im Bauch
hatte. Sie fasste einen Entschluss. "Ähm........du, Nicky.......Ich muss
dir was sagen." "Schieß los." "Also............na ja.............es ist
so....Ich würde dir gerne anvertrauen, bei wem ich das Kribbeln habe. Ich
kann es nicht länger verschweigen. Es zerfrisst mich von innen." Nicky
sah sie erwartungsvoll an. "Nun ja, ich.........ich.......habe das Kribbeln
bei......Dir." Nicky sah sie überrascht an. "Ist das jetzt echt wahr, oder
willst du nur wieder mit mir spielen?", fragte er. "Ich hatte eigentlich nie
vor dich auszunutzen. Ich wollte ein paar Erfahrungen sammeln und niemanden
damit verletzen. Es tut mir wirklich unendlich Leid. Aber ich weiß ganz
genau, dass meine Gefühle diesmal echt sind. Ich liebe Dich schon sehr
lange, doch ich konnte Mark nicht einfach so sitzen lassen. Er ist sehr nett,
doch es geht leider nicht mehr. Ich will gerne wieder mit Dir zusammen sein,
denn du gibst mir das Gefühl, geborgen zu sein." Sabrina sah Nicky tief
in die Augen und wartete auf seine Reaktion. Vorsichtig nahm Nicky Sabrinas
Kopf zwischen seine Hände und küsste sie. Mark hielt es nicht länger
aus, stürmte aus dem Busch und lief geradewegs auf die beiden zu. Energisch
zog er sie auseinander und gab Sabrina eine schallende Ohrfeige. Sabrina hielt
sich ihre schmerzende Wange und Nicky sprang auf. Er schubste Mark auf den Boden
und schrie: "Hast du sie noch alle? Man schlägt keine Frauen. Wenn du unbedingt
Streit willst, dann such dir gefälligst Männer." Mark kam wieder auf
die Beine und starrte Nicky an. "Bist du zu feige zum Reden?", fragte Nicky
und lachte. Das war genug. Mark packte Nicky bei den Armen und trat ihm in den
Magen. Stöhnend ließ sich Nicky auf den Boden sinken. "Hast du jetzt
genug?", fragte Mark höhnisch. Nicky sagte gar nichts. Sabrina hatte sich
derweil wieder von ihrem Schock erholt und trat vor Mark. Ohne ein Wort holte
Sabrina aus und trat Mark in seine edelsten Teile. "Das ist dafür, dass
du meinem Freund weh getan hast." Dann spuckte sie ihn noch an. "Und das dafür,
weil du mich geohrfeigt hast." Sabrina bückte sich jetzt zu Nicky hinunter
und nahm ihn in den Arm. "Komm mit, Nicky. Wir gehen jetzt am besten nach hause."
Sabrina half Nicky auf die Beine und stützte ihn ab. Ihm war furchtbar
schlecht geworden und er hatte das Gefühl, gleich umzukippen. "Danke, Sabrina",
murmelte Nicky und lief langsam neben ihr her. Mark schaute ihr verächtlich
nach, doch das sah Sabrina nicht. Sie machte sich mehr Sorgen um Nicky. Er war
total weiß geworden und taumelte die ganze Zeit. "Ist alles OK, oder sollen
wir lieber ins Krankenhaus gehen? Vielleicht hat er dich verletzt. Man weiß
ja nie", meinte Sabrina. "Es geht schon." Es dauerte fast eine Stunde, bis sie
am Hochhaus Nr. 5 ankamen. "Ich glaube es ist besser, wir fahren nicht mit dem
Aufzug, sonst bleibt er wieder stecken, so wie er es meistens tut, wenn ich
drin bin", entgegnete Sabrina. "Meinst du, du schaffst die Treppen?" "Ich werde
es schon bis in den dritten Stock schaffen. Mach dir mal keine Sorgen." Sabrina
half ihm nach oben und vor der Haustür meinte sie noch: "Nicky, ich liebe
dich." Dann verschwand sie in ihrer Wohnung. Nicky schaute noch immer auf die
Stelle, wo Sabrina noch eben gerade gestanden hatte und ihm die drei schönsten
Worte, die es gab, gesagt hatte. Diesmal wusste er, meinte Sabrina es ernst
mit ihm. Er hatte seine Schmerzen ganz vergessen, doch ein stechender Schmerz
durchzuckte seine Magengegend. Eiligst schloss er die Tür auf und lief
ins Bad. Gerade noch rechtzeitig erreichte er die Toilette, ehe er sich übergeben
musste.
Steffie hatte sich schon wieder einigermaßen vom Nachmittag erholt. Um
ihn ganz zu vergessen, beschloss sie, in die Disco zu gehen. Sie wollte nie
wieder etwas von ihm hören und sie wollte ihn schon gar nicht noch einmal
sehen. Sie zog sich um und verließ dann das Haus. Vor dem Haus traf sie
auf Kian. "Hey. Wo willst du denn noch hin?", fragte Kian, überrascht Steffie
so spät noch draußen zu sehen. "Ich wollte ein wenig feiern gehen.
Ich muss auf andere Gedanken kommen und alleine in meinem Zimmer geht das nicht.
Und was machst du hier draußen?", fragte Steffie nun. "Ich hab einen kleinen
Spaziergang gemacht." Nun herrschte Stille. Keiner der beiden sagte etwas. "Ich
werde mich dann mal auf den Weg machen. Wir sehen uns." Damit drehte sich Steffie
um und wollte losgehen, doch Kian packte sie an den Schultern. "Was ist denn
noch?", fragte sie. "Ich muss mit dir reden. Ich halte das einfach nicht mehr
aus." "Was ist denn?" "Ich.........ich habe mich in dich verliebt. Vielleicht
kommt das jetzt plötzlich, aber ich liebe dich schon eine ganze Weile,
nur leider war ich zu schüchtern es dir zu sagen. Außerdem warst
du nie alleine." Steffie musterte Kian. Bei ihm konnte sie auf jeden Fall sicher
sein, dass er es ernst mit ihr meinte, sonst wäre er bestimmt nicht so
fertig gewesen, als Sabrina ihn ausgenutzt hatte. "Hast du noch Lust ein wenig
mit mir rumzulaufen?", fragte Steffie. "Dann können wir in Ruhe darüber
reden. Ich finde es unpassend hier vor dem Hochhaus darüber zu reden."
Kian war einverstanden. Langsam liefen sie durch die Gegend. "Weißt du,
ich habe dich geliebt, als ihr hierher gezogen seit, doch du wolltest lieber
Sabrina. Mein Liebesbrief hat dich auch kalt gelassen. Das tat damals sehr weh",
begann Steffie zu reden. "Das mit dem Liebesbrief tut mir leid. Ich wollte dich
nicht verletzen, nur mir hatte bis zu dem Zeitpunkt noch nie jemand einen Liebesbrief
geschrieben und ich wusste nicht, wie ich mit der Situation umgehen sollte",
erklärte Kian sein Verhalten von damals. "Ist schon gut", winkte Steffie
ab. "Ich konnte dich nach diesem Vorfall trotzdem nicht links liegen lassen.
Immer wenn ich dich danach gesehen habe, hat mein Herz Saltos gemacht", fuhr
Steffie fort. "Was ich damit sagen will ist, dass ich dich auch liebe und das
mein Herz niemanden anders gehört, außer dir. Kai hab ich nie wirklich
geliebt. Ich musste immer an dich denken." Sie hörte auf zu reden. Langsam
griff sie nach Kians Hand und zog ihn zu sich. Sanft strich sie über seinen
Rücken und Kian konnte sich nicht länger halten. Er begann Steffie
lang und herzhaft zu küssen. Steffie schwebte auf Wolke 7. Auf diesen Moment
hatte sie gewartet, seit Kians Familie in ihr Hochhaus gezogen war und nun war
er endlich bei ihr.
Nicky legte sich langsam ins Bett. Ihm war total schlecht und er wollte nur
noch schlafen. Er schloss die Augen, doch schlafen konnte er nicht. Er dachte
an das eben Geschehene, an den Kuss mit Sabrina und an Mark. Endlich gehörte
Sabrina ihm, doch dafür hatte sie Mark den Laufpass gegeben. Langsam stiegen
Schuldgefühle ihn ihm auf. Ich habe Mark die Freundin ausgespannt, dachte
er. Doch schnell verbannte er den Gedanken wieder, denn Sabrina hatte ihm ja
zuerst die Liebe gestanden, also hatte sie ihn verlassen. Mit diesem Gedanken
ging es ihm gleich etwas besser und er schlief ruhig ein.
Sabrina machte sich währenddessen keine Gedanken mehr über Mark. Sie
war mit Nicky glücklicher als mit irgendeinem anderen. Das ich Mark den
Laufpass gegeben hab, war die richtige Entscheidung, dachte sie. Nicky ist der
Richtige für mich, dass spüre ich einfach. Noch mal werde ich ihn
nicht sitzen lassen, dazu liebe ich ihn zu sehr. Sie setzte sich auf ihr Bett
und schaute aus dem Fenster. Vor dem Hochhaus sah sie zwei Gestalten, hand in
Hand und sich küssend. Als sie genauer hinsah, sah sie, dass diese zwei
Gestalten Kian und Steffie waren. Sie beobachtete die beiden noch eine Weile
und legte sich dann ins Bett. "Schlaf schön, Nicky", sagte sie noch und
schlief dann ein.
Am nächsten Morgen klingelte ziemlich früh Sabrinas Handy. "Das wirst
du mir büßen", rief eine Stimme, als sie abgenommen hatte. "Mark,
lass diese Scherze. Lass mich einfach in Ruhe. Ich liebe dich nicht mehr, sieh
das ein. Wenn du dich an mir rächen willst, hast du echt ein Rad ab. Kommst
wohl mit Liebeskummer nicht klar, was? Aber das ist bei deinem Erbsenhirn kein
Wunder." Ohne ein weiteres Wort legte Sabrina auf. Schlafen konnte sie nun nicht
mehr. Sie stand auf und ging langsam in die Küche. "Guten Morgen", wurde
sie von ihrer Mutter begrüßt. "Morgen", entgegnete Sabrina. "Hast
du gut geschlafen?", erkundigte sich die Mutter. Sabrina nickte nur, denn so
früh am Morgen war sie noch nicht wirklich für ein Gespräch aufgelegt.
Sie setzte sich auf einen Stuhl und nahm sich ein paar Cornflakes. Nachdem sie
mit frühstücken fertig war, zog sie sich an und verließ die
Wohnung. Sie wollte zu Nicky gehen. Als sie bei den Johnsons klingelte, öffnete
ihr Tobias. "Hey. Ist Nicky schon wach?", fragte sie ihn. "Ja, er liegt aber
noch im Bett. Möchtest du reinkommen?" Sabrina nickte. Tobias ging wieder
ins Wohnzimmer, zu Kian. Sabrina ging langsam in das Zimmer von Kian, Tobias
und Nicky. Dieser hatte die Augen geschlossen. Sabrina setzte sich auf die Bettkante
von Nickys Bett und strich ihm über die Wange. Dann drückte sie ihm
einen Kuss auf den Mund. Nicky erwiderte ihn. "Guten Morgen, mein Engel", flüsterte
Sabrina, als Nicky die Augen öffnete. Nicky zog Sabrina zu sich ins Bett
und drückte sie an sich. "Hast du gut geschlafen?", fragte Sabrina. "Natürlich.
Ich habe von dir geträumt, wer schläft da nicht schön?", sagte
Nicky und lächelte Sabrina an. "Ich habe auch von dir geträumt. Wollen
wir den heutigen Tag zusammen verbringen?", fragte Sabrina nun. Nicky nickte
und küsste Sabrina wieder.
"Schau dir die beiden an", sagte Kian zu Tobias, als sie ins Zimmer kamen. Nicky
und Sabrina nahmen von den beiden gar keine Notiz. "Schauen süß zusammen
aus, oder?", fragte Tobias. "Schon. Wollen wir die beiden stören oder sollen
sie sich weiterküssen?", überlegte Kian laut. "Ich bin fürs weiterküssen.
Sie sehen glücklich aus. Lass uns mal lieber nicht stören." Leise
verließen die beiden das Zimmer wieder und gingen ins Wohnzimmer. "Ich
glaube, nicht nur die beiden sind jetzt endlich glücklich", meinte Tobias.
"Glaube ich auch nicht. Ich bin mit Steffie bestimmt noch glücklicher als
die beiden." "Ich glaube, glücklicher geht es schon gar nicht mehr. Die
beiden passen super zusammen. Ich frage mich, warum Sabrina früher nur
mit Nicky gespielt hat", sagte Tobias. "Das ist mir eigentlich egal. Ich werde
jetzt zu Steffie gehen. Bis dann." Mit diesen Worten verließ Kian die
Wohnung und ließ Tobias alleine. Dieser machte sich dann auf den Weg zu
Jennifer.
"Und, was machen wir heute?", fragte Sabrina, als sie endlich mal voneinander
ablassen konnten. "Ich möchte am liebsten den ganzen Tag mit dir im Bett
liegen und nichts tun", meinte Nicky und sah Sabrina an. "Wir können ja
den Fernseher in euer Zimmer holen, dann können wir auch noch Videos schauen",
schlug Sabrina vor. "Das gefällt mir. Dann mal nichts wie ran an den Speck.
Lass uns den Fernseher holen gehen." Nicky sprang aus dem Bett und lief dicht
gefolgt von Sabrina ins Wohnzimmer. "Der ist ziemlich schwer", stöhnte
Nicky, als er versuchte den Fernseher alleine hochzuheben. "Warte, ich helfe
dir", rief Sabrina und packte mit an. Mit gemeinsamen Kräften schafften
sie es schließlich, den Fernseher in Nickys Zimmer hinzustellen, ohne
das er kaputtgegangen war. "Hast du auch Hunger?", fragte Nicky, als sie erschöpft
auf dem Boden saßen. "Und wie. Arbeiten macht ziemlich hungrig." "OK,
dann lass uns schnell ein paar Brote machen und dann faulenzen", meinte Nicky
und verschwand in die Küche. Langsam rappelte sich Sabrina auf und folgte
Nicky. Als sie fertig waren, beschlossen sie, Titanic zu schauen. "Den Film
habe ich zwar schon gesehen, aber ich finde ihn einfach geil", gestand Sabrina
und ließ sich neben Nicky ins Bett fallen. "Ich habe ihn auch schon ziemlich
oft gesehen, aber das ist mir egal." Sabrina lehnte ihren Kopf an Nickys Brust
und dieser strich ihr sanft durch die Haare.
"Hallo, ist Steffie zu hause?", fragte Kian, der derweil bei Steffies Wohnung
angekommen war. "Ja, komm doch rein", sagte Steffies Mutter und Kian betrat
die Wohnung. "Ihr Zimmer ist gleich dort drüben", meinte sie und wies auf
eine Tür, die mit Postern behangen war. Vor der Tür blieb er stehen
und musterte die Poster, ehe er das Zimmer betrat. "Du hast mir noch gar nicht
gesagt, dass du Atomic Kitten Fan bist", war das erste, was Kian sagte. "Willst
du mich nicht lieber erst mal begrüßen, bevor du rummeckerst?", fragte
Steffie beleidigt. "Tut mir Leid", sagte Kian schnell und küsste Steffie
zärtlich. "So ist es schon viel besser", grinste Steffie und meinte dann
noch: "Ich habe dir nicht gesagt, dass ich Atomic Kitten mag, weil ich ja auch
gar nicht weiß, was du für Musik hörst." "Dann werde ich es
dir am besten jetzt sagen. In Beziehungen sollte man nie Geheimnisse voreinander
haben. Also, ich höre gerne Bon Jovi." "Was? Diesen Schrott hörst
du dir an?", fragte Steffie und lachte sich schlapp. "Ja, was dagegen? Ich mag
seine Musik halt." "Na ja, ich muss mir so was nicht anhören und das werde
ich bestimmt auch niemals." Es herrschte eine Weile Schweigen zwischen den beiden,
ehe Steffie sich wieder zu Wort meldete: "Warum bist du eigentlich so früh
am Morgen zu mir gekommen?" "Ich konnte es einfach nicht eine Sekunde länger
ohne dich aushalten", meinte Kian wahrheitsgetreu und küsste Steffie wieder.
"Ich habe dich auch vermisst, Kian!"
"Schön dich zu sehen", begrüßte Jennifer Tobias, als dieser
bei ihr geklingelt hatte. "Hast du Lust, was mit mir zu machen?", fragte Tobias.
"Natürlich. Hast du auch eine Idee, was?" Tobias überlegte kurz. "Wir
haben lange nichts zusammen unternommen, also mit den anderen. Wir könnten
ja zusammen skaten oder schwimmen gehen", schlug Tobias vor. "Und du meinst,
die anderen haben Lust dazu?", fragte Jennifer. "Fragen kostet nichts. Hast
du denn Lust?" "Klar. Dann lass uns mal die anderen fragen gehen." Jennifer
verließ ihre Wohnung und machte sich zuerst auf den Weg zu Steffie. Als
sie klopfte, öffneten ihr Kian und Steffie. "Na ihr beiden. Alles klar
bei euch?", fragte Jennifer. "Es könnte nicht besser laufen", meinte Kian.
"Ich wollte euch fragen, ob ihr Lust habt, heute was mit uns zu unternehmen?
Wir würden dann auch noch Nicky und Sabrina fragen gehen." "Was wollt ihr
denn machen?", fragte Steffie. "So genau wissen wir das noch nicht, aber vielleicht
skaten oder schwimmen. Wenn ihr was besseres wisst, könnt ihr das gerne
sagen." "Ich würde viel lieber in den Wald gehen und dort picknicken",
kam es von Steffie. "Von mir aus können wir auch das machen", meinte Jennifer.
"Also seid ihr dabei?", fügte sie noch hinzu. "Klar, warum nicht?" "Gut,
dann werden wir jetzt noch Nicky und Sabrina fragen gehen. Wir treffen uns in
10 Minuten vor dem Haus." Damit ging Jennifer zu Sabrinas Wohnung. Tobias folgte
ihr schweigend. "Wieso sagst du nichts mehr?", fragte Jennifer ihn. "Du machst
das so schön, da wollte ich dich nicht störe", meinte er lachend.
"Wenn das so ist", lachte Jennifer und blieb vor Sabrinas Wohnung stehen. Gerade
als sie klingeln wollte, meinte Tobias: "Sabrina ist bei uns." Er schloss die
Tür auf und ging hinein, gefolgt von Jennifer. Als sie in das Zimmer von
den Boys kamen und Sabrina und Nicky Arm in Arm im Bett liegen sahen, fragte
Jennifer Tobias: "Sollen wir die beiden echt fragen, ob sie mitkommen? Die wollen
bestimmt nicht gestört werden." "Die liegen bestimmt schon seit 2 Stunden
zusammen im Bett, da wird ihnen die frische Luft bestimmt gut tun." Tobias stellte
sich vor den Fernseher und Nicky meckerte: "Was soll das?" "Jennifer und ich
wollen euch was fragen", begann Tobias. "Dann beeilt euch. Wir wollen den Film
sehen." "Gut. Also, wir wollten euch fragen, ob ihr mit in den Wald kommt. Steffie
und Kian kommen auch mit. Wir haben vor, mal wieder was gemeinsam zu unternehmen,
da wir das lange nicht mehr gemacht haben", erklärte Jennifer. "Hast du
Lust darauf, Darling?", fragte Nicky an Sabrina gewand. "Ich weiß nicht.
Irgendwie bin ich heute so faul", meinte sie. "Dann ist es beschlossene Sache.
Wir bleiben hier. Viel Spaß im Wald und jetzt geh da weg, Tobias", rief
Nicky. Widerwillig verließen Tobias und Jennifer das Zimmer. "Das habe
ich mir gleich gedacht, als ich sie da im Bett gesehen habe", meinte Jennifer.
"Dann müssen wir halt zu viert gehen. Wird bestimmt trotzdem witzig." Sie
verließen die Wohnung wieder, nachdem sie ein wenig Proviant eingepackt
hatten. Draußen warteten schon Steffie und Kian. "Wo sind denn Sabrina
und Nicky?", fragte Kian verwundert. "Die haben keine Lust. Die wollen lieber
im Bett liegen und fernsehen", sagte Jennifer. "Ist ja nicht so schlimm", kam
es von Steffie. "Genau. Dann lasst uns mal losgehen." Gegen Mittag ließen
sie sich an einem kleinen Bach nieder. "Ich brauche jetzt erst mal was zum Essen",
meinte Steffie und packte ihren Rucksack aus. "Der Platz ist bestens geeignet,
um den Tag hier zu verbringen", sagte Jennifer. "Stimmt. So schön ruhig",
stimmte ihr Tobias zu. "Schade aber, dass Nicky und Sabrina nicht da sind",
kam es von Jennifer. "Wenn sie keine Lust haben, können wir das nicht ändern.
Nicky war schon immer eine faule Sau", lachte Tobias. "Tobias, wie redest du
nur von unserem Bruder? Warte, bis ich ihm das erzähle", grinste Kian.
"Wehe du sagst es ihm. Dann werde ich ihm auch einiges erzählen, was du
schon über ihn gesagt hast." "Jungs, hört auf. Sind wir hier, um zu
relaxen oder um zu streiten?", fragte Steffie. "Wir hören ja schon auf.
Keine Sorge." Die vier hatten einen sehr unterhaltsamen Tag. Am Nachmittag machten
sie sich auf den Heimweg. "Meint ihr, die beiden liegen immer noch im Bett?",
fragte Jennifer. "Vorstellen könnte ich es mir bei den beiden." Langsam
begann es zu dämmern. "Wir sollten uns lieber beeilen, wenn wir noch im
Hellen ankommen möchten", meinte Steffie. "Ach, dass schaffen wir sicher
noch, auch wenn wir nicht schnell gehen", entgegnete Tobias. "Habt ihr eine
Idee, was wir gleich noch machen können? Es ist ja noch sehr früh."
"Wir können ja noch durch die Clubs ziehen. Vielleicht kommen Nicky und
Sabrina ja diesmal mit." "Meinst du? Ich denke, die wollen ihre Ruhe haben",
sagte Jennifer. "Lass uns wetten. Der Verlierer gibt nachher einen aus", meinte
Kian. "Abgemacht. Ich sage, die kommen nicht mit." "Schön. Ich überlege
mir dann schon mal, was ich trinken will." "Mach dir keine großen Hoffnungen."
Mittlerweile waren sie am Hochhaus angekommen. "Jetzt werden wir gleich wissen,
ob sie mitkommen oder nicht", meinte Tobias. Sie betraten die Wohnung und gingen
in ihr Zimmer. Nicky und Sabrina lagen eng umschlungen im Bett. "Ihr seid ja
immer noch im Bett. Seid ihr überhaupt mal aufgestanden?", fragte Steffie
ungläubig. "Ja, zum Chips holen, trinken holen und um auf die Toilette
zu gehen", erklärte Nicky. "Faulpelze, wir haben mal eine Frage an euch.
Kommt ihr mit uns mit? Wir wollen durch die Clubs ziehen, nur ohne euch macht
es nur halb so viel Spaß", sagte Kian. "Ich find die Idee gar nicht so
schlecht. Mein ganzer Körper ist mir eingeschlafen. Ich brauch jetzt ein
wenig Bewegung. Kommst du auch mit, Nicky?" "Ich lass dich bestimmt nicht mit
den anderen alleine." Kian warf Jennifer einen siegreichen Blick zu. "Dann mal
nichts wie los. Die Clubs warten auf uns", rief Tobias in die Runde. Sie verließen
das Hochhaus und gingen zur Bushaltestelle. "Wann kommt der nächste Bus?",
fragte Jennifer. "In einer halben Stunde", meinte Nicky. "Boah, das dauert ja
noch ewig. Lasst uns lieber laufen", kam es von Steffie. Alle anderen waren
damit einverstanden. "Nicky, kannst du mich bitte tragen?", fragte Sabrina plötzlich.
"Nur, wenn du mich auf dem Rückweg trägst", meinte Nicky. "Ich werde
es versuchen", sagte Sabrina und sprang Nicky von hinten an. "Hey, Tobias. Wieso
nimmst du dir nicht mal ein Beispiel an Nicky? Er ist ein richtiger Gentleman",
lachte Steffie. Plötzlich taumelte Tobias nach vorne, konnte sich aber
im letzten Moment noch halten. "Jennifer! Was soll das denn jetzt?", fragte
er. "Ich möchte wissen, ob du auch so ein Gentleman bist, wie Nicky." "Und
was, wenn ich es nicht bin?", fragte Tobias. "Dann habe ich wohl Pech gehabt",
entgegnete Jennifer. "Aber ich will mal nicht so sein", kam es dann doch von
Tobias. "Ausnahmsweise trage ich dich, aber nicht, dass ich es jetzt immer machen
muss, OK?", fügte er grinsend hinzu. "Natürlich, mein Knuddelbärchen",
meinte Jennifer verführerisch und drückte ihm einen Kuss auf die Wange.
"Hey, schaut euch mal Steffie und Kian an", kam es plötzlich von Sabrina.
Alle Köpfe wandten sich den beiden zu und begannen zu lachen. "Steffie,
nicht das du dich überanstrengst", lachte Tobias. "Haha, sehr witzig. Du
kannst von mir aus gerne Kian tragen. Er ist so leicht wie eine Feder", meinte
Steffie mit ironischem Unterton. "Ne, lass mal lieber. Ich will ihn dir doch
nicht wegnehmen", sagte Tobias und rannte mit Jennifer auf dem Rücken davon.
"Wo sind denn Tobias und Jennifer schon wieder hin?", fragte Nicky. "Bestimmt
in einem Busch", lachte Kian. "Was treiben die denn da bloß?", fragte
Sabrina grinsend. "Kannst du dir das nicht denken?", fragte Steffie. "Nein,
bin ich denn Gott?" "OK, lass es mich dir erklären. Sie ......." "Nun spiel
nicht wieder den Klugscheißer", wurde sie von Nicky unterbrochen. "Ich
spiel keinen Klugscheißer, ich bin einer", lachte Steffie. "Das ist ja
was ganz Neues für uns", meinte Nicky. "Sei du bloß still, Nicky.
Sei nicht traurig, weil du nicht annähernd so schlau bist, wie ich", sagte
Steffie. "Willst du damit etwa sagen, dass ich dümmer bin als du?", fragte
Nicky gespielt beleidigt. "So kann man das auch sagen." Das ließ sich
Nicky nicht gefallen und er rempelte Steffie an. Diese geriet ins Schwanken
und fiel schließlich auf den Boden. Kian hinterher. "Du, ich glaube, wir
verstecken uns jetzt vor denen, OK?", fragte Nicky jetzt Sabrina, wartete jedoch
auf keine Antwort und rannte davon. "Lass uns in einen Busch gehen und warten,
bis sie an uns vorbeikommen und dann jagen wir ihnen erst mal einen riesigen
Schrecken ein, OK?", schlug Sabrina vor. "Hey, dass ist gut. Ich wusste ja nicht,
dass du so gute Ideen haben kannst", lachte Nicky. "Haha", meinte Sabrina höhnisch.
Sie mussten noch eine Weile laufen, bis sie einen gutgeeigneten Busch gefunden
hatten, hinter den sich beide verstecken konnten. "Autsch!", kam es plötzlich
von Sabrina. "Was ist?" "Ich hab mich an einem Dornen gestochen." Nicky begann
zu lachen, doch nach kurzer Zeit stach er sich ebenfalls an einem Dornen, als
er schauen wollte, wo Steffie und Kian blieben. "Haha, du kleines Stachelschwein.
Du hast dir doch nicht etwa wehgetan, oder?", lachte diesmal Sabrina. "Wie kommst
du denn darauf? Ich schreie hier aus Spaß rum." "Siehst du Steffie und
Kian denn irgendwo?" Nicky schüttelte den Kopf und meinte dann: "Lange
warten wir aber nicht mehr, denn es wird langsam unbequem hier drin."
"Was ist Steffie?", fragte Kian, als er wieder aufgestanden war. "Ich kann nicht
aufstehen." "Und wieso nicht?" "Weil mein Knie wehtut." "Warte, ich helfe dir."
Kian bückte sich und zog Steffie sanft auf die Beine. "Meinst du, du kannst
bis nach hause laufen?" Steffie schüttelte den Kopf, versuchte es dann
aber trotzdem einmal und knickte dabei um. "Nene, so geht das nicht", sagte
Kian kurzerhand. Er fasste Steffie um die Hüfte und nahm sie dann auf den
Arm. "Willst du mich jetzt echt den ganzen Weg nach hause tragen?", fragte diese
erstaunt. "Wieso denn nicht? In die Disco kannst du ja jetzt eh nicht mehr und
ich habe ohne dich keine Lust. Außerdem bist du ja nicht schwer, also
werde ich mir schon keinen Bruch an dir heben." Schwatzend liefen sie nach hause.
Manchmal warfen ihnen ahnungslose Passanten missmutige Blicke zu, gingen aber
schweigend weiter. "Ey, was glotzt ihr so? Habt ihr noch nie einen Jungen gesehen,
der seine Freundin auf Händen trägt?" Schnell liefen die Passanten
weiter, ohne sie noch eines weiteren Blickes zu würdigen. "Denen hast du
es aber gezeigt", lachte Steffie.
Währenddessen waren Jennifer und Tobias schon in der Disco und tanzten.
"Sollen wir nicht mal was trinken gehen?", fragte Tobias nach einer Weile. "Ne,
ich will noch nicht!", sagte Jennifer. "Ich hab gerade den coolen Groove in
den Beinen!" "OK! Es ist aber in Ordnung, wenn ich mir jetzt trotzdem etwas
hole, oder?" "Ja klar, wieso denn nicht?" Nach einer Weile konnte sie dann auch
nicht mehr und ging zu Tobias an einem kleinen Tisch, der weit hinten in einer
kleinen Ecke stand. Doch er war nicht allein. Ein Mädchen, dass Jennifer
noch nie gesehen hatte, saß bei ihm. Jennifer setzte sich zu ihnen an
den Tisch und fragte Tobias: "Wer bitteschön ist das?" "Eh, das ist meine
Cousine Jessica!" "Das glaub ich dir nicht", meinte Jennifer wütend und
verließ die Disco. Tobias rannte ihr hinterher und ergriff dabei ihren
Arm. "Hey warte mal." "Wieso sollte ich?!" "Bleib doch erst mal stehen. OK?"
Jennifer blieb widerwillig stehen und sah ihn mit Tränen im Gesicht an.
"Komm wir gehen durch den Park. Da können wir in Ruhe reden!", sagte Tobias
und nahm Jennifer in den Arm. "War das wirklich deine Cousine? Sei ehrlich!"
"Nein, es war nicht meine Cousine! Die hatte sich nachdem ich den Tisch gefunden
hatte, einfach zu mir gesetzt. Sie wollte dann auch nicht mehr gehen." "Warum
hast du mir dann gesagt, dass sie deine Cousine ist?" "Ich weiß es nicht,
es kam einfach so" ,sagte Tobias. "Versprich mir bitte, dass du mich nicht noch
einmal anlügst, ja? Ich möchte keinen Streit mit dir." "OK, versprochen.
Ich weiß echt nicht, wieso ich gerade gelogen habe. Es ist mir so rausgerutscht."
"Lass uns nicht mehr darüber reden. Ich glaub dir, dass du sie nicht kennst
und damit ist es genug. Lass uns jetzt am besten nach hause gehen.....Ach, weißt
du eigentlich, wo die anderen sind?" "Mir ist gar nicht aufgefallen, dass sie
nicht da waren", gab Tobias zu. "Hattest wohl nur Augen für einen, was?"
"Du meinst, für eine, denn ich bin nicht schwul, oder jedenfalls weiß
ich nichts davon." "Nein, mein Bärchen. Sonst müsste ich ja ein Boy
sein." Jennifer zog Tobias in ihre Arme und drückte ihm einen langen Kuss
auf den Mund.
"Sag mal, wie lange sollen wir eigentlich noch hier im Busch sitzen bleiben?
Kian und Steffie sind bestimmt nicht mehr da. Lass uns am besten nach hause
gehen, oder willst du noch in die Disco?", fragte Sabrina Nicky, als sie langsam
genug von den Dornen bekam. "Ne, auf Disco hab ich auch keinen Bock mehr, dafür
ist es jetzt nämlich zu spät. Wenn Steffie und Kian jetzt zuhause
sind, bring ich die um", sagte Nicky ernst. Vorsichtig kletterten sie aus dem
Busch und versuchten den Dornen aus dem Weg zu gehen, doch sie waren überall.
"Mist. Ich hab mich schon wieder gestochen", fluchte Sabrina. "Mach dir nichts
draus. Ich hab mich auch 1000 Mal gestochen. Ich spür schon gar nichts
mehr", meinte Nicky. Als sie beide aus dem Busch rauswaren, trat Sabrina vor
Nicky und küsste ihn. "Wofür war der?" "Ich wollte nur wissen, ob
du wenigstens das noch spürst", grinste Sabrina. "Natürlich spür
ich das. Davon kann ich nie genug bekommen." Hand in hand liefen die beiden
die Straßen entlang, zu ihrem Hochhaus. Auf ihrem Weg trafen sie auf Tobias
und Jennifer. "Hey ihr beiden. Wo wart ihr die ganze Zeit?", fragte Jennifer.
"Wir waren in einem Busch", erklärte Sabrina. Tobias uns Jennifer sahen
sich an und begannen dann zu lachen. "Ach so, wir verstehen. Hat es Spaß
gemacht?" "Ey, wir haben es nicht miteinander getrieben, falls ihr das denkt.
Wir haben uns vor Steffie und Kian versteckt und wollten sie eigentlich erschrecken,
doch sie sind irgendwie nicht an uns vorbeigekommen und dann haben wir uns gerade
entschlossen, nach hause zu gehen", meinte Nicky. "Und ihr meint, wir nehmen
euch diese Story ab?", fragte Jennifer. "Tja, entweder ihr tut es oder halt
nicht." "Wo wart ihr eigentlich? Ihr seid vorhin so schnell weggerannt, ohne
uns zu sagen, wohin ihr geht", entrüstete sich jetzt Nicky. "Wir waren
in der Disco", antwortete Tobias. "Ach ja, und wieso sollten wir euch das glauben?"
"Weil es stimmt." "Das kann ja jeder sagen. Aber ist ja jetzt auch egal. Lasst
und nach hause gehen. Ich wette, Steffie und Kian warten schon sehnsüchtig
auf unsere Rückkehr." Schwatzend liefen sie zu ihrem Hochhaus und kamen
kurze Zeit später dort an. Draußen vor der Tür trafen sie zwei
Gestalten, die sich als Kian und Steffie entlarven ließen. "Da seid ihr
ja auch mal wieder. Wir haben uns schon Sorgen gemacht", sagte Kian. "Habt ihr
uns etwa vermisst?" "Eigentlich nicht. Wir hatten auch ohne euch Spaß
zusammen, nicht wahr, Kian?" Sabrina, Nicky, Jennifer und Tobias brachen in
Gelächter aus. Kian und Steffie sahen sie verdutzt an. "Was habt ihr denn
jetzt?", fragte Kian. "Ach, nichts. Gar nichts", meinte Sabrina immer noch lachend.
"Dann hört gefälligst auf zu lachen", befahl Steffie. Die vier versuchten
ihr bestes, doch es dauerte noch eine ganze Weile, bis sie endlich aufhörten.
"Und, was habt ihr gemacht?", fragte Kian. "Jennifer und ich waren in der Disco
und Sabrina und Nicky in einem Busch." "Ach ja. Was habt ihr denn im Busch gemacht?",
fragte Steffie grinsend. "Wir haben uns da vor euch versteckt, denn wir wollten
euch erschrecken, aber ihr seid ja nicht gekommen. Wegen euch haben wir jetzt
zig Dornen in unseren Armen stecken. Habt ihr was zu eurer Verteidigung zu sagen?",
fragte Nicky. "Ja, dass haben wir. Als du mich umgestoßen hast, Nicky,
da hab ich mir irgendwas am Knie gemacht und konnte nicht mehr laufen. Kian
hat mich dann nach hause getragen, da ich nicht mehr in die Disco konnte." "Toll,
wieso habt ihr uns denn nicht Bescheid gesagt?", fragte Sabrina. "Du bist vielleicht
schlau. Wie denn?" "Wie wäre es per SMS?", schlug Nicky vor. "Oh, daran
haben wir gar nicht gedacht2, gab Kian zu. "Und du willst schlauer sein als
ich, Steffie?", meinte Nicky und gab Steffie einen Stoß in die Rippen.
"Ja, dass bin ich auch und wenn du es mir nicht glaubst, ist es deine eigene
Schuld. Ich beweis es dir demnächst, OK?" Nicky war einverstanden und die
6 beschlossen, langsam aber sicher mal in ihre Wohnungen zu gehen. Schnell waren
sie alle eingeschlafen und in süße Träume versunken.
Am nächsten Morgen wurden die Boys von einem Geräusch geweckt, dass
aus Sabrinas Zimmer kam. "Was macht die denn jetzt schon wieder?", fragte Kian.
"Weiß sie eigentlich, wie spät es ist?", beschwerte sich Tobias.
"Hey, Jungs. Es wird schon einen Grund geben, wieso es bei ihr im Zimmer so
laut ist", beschwichtige Nicky seine Brüder. "Und der wäre?" "Ey,
ich bin nicht Gott. Lasst uns doch einfach rüber gehen und nachsehen",
schlug Nicky vor. "OK, aber wir sollten uns vorher lieber anziehen." Nachdem
sie sich angezogen hatten, verließen sie die Wohnung und klingelten nebenan.
"Guten Morgen. Ist Sabrina da?", fragte Kian, als Sabrinas Mutter die Tür
öffnete. "Natürlich. Kommt doch rein." Sie trat zur Seite und ließ
die Boys hinein. Vor Sabrinas Tür blieben sie stehen. "Ich finde, wir sollten
einfach reingehen", sagte Nicky. "Und was ist, wenn Sabrina das nicht will?"
"Ach, mit mir ist sie nicht böse, also haben wir nichts zu verlieren."
Mit einem Ruck riss Nicky die Tür auf und betrat das Zimmer, dicht gefolgt
von Kian und Tobias. Sabrina lag seelenruhig in ihrem Bett und war noch am schlafen.
"Komisch.....Wenn sie noch schläft, woher kamen dann die Geräusche?",
fragte Kian flüsternd. "Keine Ahnung. Tja, lasst uns lieber wieder rüber
gehen, bevor wir sie noch aufwecken." Gerade wollten sie das Zimmer verlassen,
als Sabrina aufwachte. "Jungs, was macht ihr denn hier?", fragte sie verschlafen.
"Ähm......wir hatten nur eben was nachschauen wollen", erklärte Tobias.
"Und was bitteschön?" "Wir hatten Geräusche aus deinem Zimmer gehört
und wollten wissen, was es war, denn wir sind davon aufgewacht." "Aber ihr habt
dann nicht das Recht, einfach in mein Zimmer zu kommen, ohne anzuklopfen", meckerte
Sabrina. "Tut uns Leid, Süße", versuchte Nicky sie zu beruhigen.
Er sah sie mit seinem Hundeblick an, dem Sabrina einfach nicht wiederstehen
konnte. "Ach, komm her Nicky." Sabrina klopfte mit der Hand auf ihr Bett und
Nicky setzte sich neben sie. Sanft küsste sie ihn. Tobias und Kian sahen
es sich nur kurz an, ehe Tobias meinte: "Lass uns lieber mal gehen. Ich möchte
ihnen nicht dabei zusehen. Wer weiß, was gleich noch alles passiert."
Eilig verließen sie das Zimmer, verabschiedeten sich noch schnell von
Sabrinas Mutter und verließen die Wohnung. "Weißt du was? Ich gehe
jetzt zu Jennifer. Bis später." Kian bewegte sich in Richtung Steffies
Wohnung. Tobias rannte die Treppen nach oben und klingelte bei Jennifer. "Ist
Jennifer schon wach?", fragte er, als die Tür geöffnet wurde. "Ich
denke, sie schläft noch. Möchtest du trotzdem reinkommen?" Tobias
nickte und betrat die Wohnung. Er war lange nicht mehr da gewesen und wunderte
sich auch nicht, dass Jennifer ihre Tür ein wenig umgestaltet hatte. Er
war ein wenig geschmeichelt, als er ein Herz entdeckte, auf dem "Ich liebe dich
für immer, Tobias" draufstand. Vorsichtig klopfte er an die Tür, denn
er wollte nichts kaputtmachen. "Herein", rief eine verschlafene Stimme von innen.
Tobias betrat das Zimmer und als Jennifer ihn erblickte, wurde sie schlagartig
hellwach. "Tobias. Ich freue mich, dich zu sehen. Hast du gut geschlafen?" "Natürlich.
Ich habe von dir geträumt, da schläft man doch am allerbesten." "Ich
schlaf immer am besten, wenn du in meinen Träumen rumspukst", grinste Jennifer.
"Und, was machen wir beide heute?", fragte Tobias. "Keine Ahnung, aber vielleicht
können wir ja nach Movie World gehen. Haben wir denn gutes Wetter?" Tobias
zog das Rollo hoch und meinte dann: "Es scheint ganz so. Also, von mir aus können
wir gerne dahin gehen. Da letzte Mal, dass wir da waren, ist ja schon eine ganze
Weile her und da hatten wir ja dann mit Nicky Zoff. Sollen wir denn die anderen
fragen, ob sie mitkommen?" Jennifer überlegte kurz und meinte dann: "Wieso
eigentlich nicht? Vielleicht läuft es ja diesmal besser, als das letzte
Mal." Fröhlich sprang Jennifer aus ihrem Bett und zog sich ihr Nachthemd
über den Kopf. "Ähm....sollte ich nicht besser raus gehen?", fragte
Tobias verlegen. "Ach was, bleib ruhig drin, denn schließlich bist du
doch mein Freund und früher oder später siehst du mich eh so. In diesem
Fall ist es wohl früher." Jennifer drehte Tobias den Rücken zu und
zog sich weiter aus. Tobias wollte eigentlich woanders hinsehen, doch irgendwie
konnte er seinen Blick nicht von Jennifer abwenden. Sie hat einen traumhaften
Body, dachte er. Als Jennifer sich fertig angezogen hatte, verließen die
beiden Hand in Hand die Wohnung. "Zu wem gehen wir zuerst? Kian und Steffie
oder Sabrina und Nicky?", fragte Jennifer. "Ich denke, wir gehen erst zu Steffie
und Kian, denn die anderen beiden schienen mir gerade noch sehr beschäftigt
zu sein", erklärte Tobias. "Wenn das so ist, stören wir halt erst
Kian und Steffie."
"Na, ihr beiden. Habt ihr Lust heute mit uns nach Warner zu gehen? Das Wetter
ist perfekt dazu." "Ich würde ja gerne mitkommen, aber ich kann immer noch
nicht richtig laufen. Ich wäre nur eine Behinderung für euch", meinte
Steffie. "Wenn Steffie nicht mitgeht, bleibe ich auch hier", entschied Kian.
"Schade, aber daran kann man wohl nichts ändern. Fragen wir halt Nicky
und Sabrina ob sie mitkommen. Viel Spaß euch beiden. Wir erzählen
euch später, wie es gewesen ist." Jennifer und Tobias verließen die
Wohnung und klingelten dann bei Sabrina. Wieder öffnete die Mutter und
ließ die beiden rein. "Ich denke, es ist besser, wenn wir klopfen", entschied
Tobias. Als sie vor der Tür stehen blieben, zögerten sie, denn es
schien so, als ob Sabrina und Nicky gerade jede Menge Spaß hatten. Trotzdem
klopften sie schließlich an. Keine Antwort von drinnen, nur lauter werdende
Geräusche. "Also, wenn wir wissen wollen, ob sie mitkommen, müssen
wir da jetzt wohl oder übel reingehen", sagte Jennifer. "Und was ist, wenn
die beiden......Na, du weißt schon", sagte Tobias. "Tja, dann haben sie
halt Pech gehabt. Mach dir mal keine Sorgen, so schlimm wird es schon nicht
sein." Langsam öffnete Jennifer die Tür und warf einen vorsichtigen
Blick ins Zimmer. Schnell zog sie die Tür wieder zu. "Ich denke, wir gehen
alleine nach Warner", erklärte sie Tobias. Dieser verstand sofort und fragte
auch nicht weiter nach, was Jennifer genau gesehen hatte. Er wollte es gar nicht
wissen. "Wie kommen wir eigentlich nach Warner?", fragte Tobias, als sie draußen
waren. "Mit dem Fahrrad." "OK, wenn es sein muss", meinte Tobias. "Nicht so
eine Begeisterung. Du kannst ja meinetwegen auch laufen." "Ach ne, lass mal
lieber. Ich will ja nicht, dass dich böse Jungen überfallen", sagte
Tobias grinsend. Langsam gingen sie Keller und brachten ihre Fahrräder
nach draußen. "Wer als letztes bei Warner ist, muss den Eintritt für
den anderen bezahlen", rief Jennifer und stürzte davon. "Das ist unfair",
rief ihr Tobias hinterher, der versuchte, mit ihr Schritt zu halten. "Juhuuuuu,
ich hab gewonnen", rief Jennifer freudig, als sie vor Warner hielt und ihr Fahrrad
ankettete. "Boah, du bist fies", sagte Tobias. "Ich weiß, aber ich bezahle
meinen Eintritt selber, war nur ein Scherz vorhin. Will dich ja nicht in den
Ruin treiben." Jennifer zwinkerte Tobias zu und marschierte zum Eingang.
"Nicky, dass war einfach wunderschön", meinte Sabrina und kuschelte sich
an Nicky. "Und ich hatte Angst, dir wehzutun", gab Nicky zu. "Du warst total
einfühlsam, Süßer. So hab ich mir das immer vorgestellt." "Echt?
Auch mit mir?" "Seit ich dich kenne schon und vorher hatte ich gar nicht daran
gedacht." "Das freut mich zu hören." Zärtlich wurde Sabrina von Nicky
geküsst. "Ich liebe dich, Nicky, und will dich für nichts auf der
Welt mehr hergeben." "Meinst du es diesmal auch wirklich ernst?" "Natürlich.
Ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Ich möchte mit keinem anderen als
dir zusammen sein, verstehst du das nicht?" "Doch, tu ich und ich glaube es
dir einfach mal." "Schön." Sabrina kuschelte sich noch ein wenig enger
an Nickys Brust und schloss die Augen. "Nicky, du riechst total gut, weißt
du das?" "Jetzt, wo du es mir gesagt hast, schon." Nicky lächelte Sabrina
an und diese meinte: "So könntest du mich immer angucken." "Wenn du es
willst, kann ich das auch machen." "Natürlich will ich das. Was denkst
du die ganze Zeit von mir? Ich hab es dir sooft gesagt, dass ich nur noch dich
will." "Ja, ist ja gut. Ich glaube es dir ja." "Und jetzt lass uns bitte nicht
mehr davon reden, ja?" "OK, ich verspreche es dir." Noch einmal küssten
sie sich, ehe sie Arm in Arm, eng aneinander gekuschelt, einschliefen.
"Irgendwie ist mir langweilig", meinte Steffie nach einer Weile. "Was könnte
man denn dagegen machen?", fragte Kian schelmisch. "Ich weiß nicht. Vielleicht
könntest du mich massieren." "Und davon geht deine Langeweile weg?", fragte
Kian. "Ist schon möglich. Auf jeden Fall kann ich dann schön träumen."
"Ach ja? Von wem denn?" "Von wem wohl, du Schlaumeier? Von dir natürlich."
"Dann ist ja gut. Hätte ja sein können, dass du mir fremd gehst."
"So was würde ich niemals machen." "Dann ist ja gut." Kian setzte sich
hinter Steffie und begann sie sanft zu massieren. "Gefällt es dir so?",
fragte Kian. "Und wie. Hör nie wieder auf." "Gleich bist du auch mal an
der Reihe, OK?" "Wenn du unbedingt willst, aber ich kann nicht gut massieren.
Lass dir das gesagt sein." "Besser als Sabrina bist du bestimmt." "Wieso als
Sabrina?" "Weil die mich schon mal massiert hat und ich sie." "Ach, wirklich?
Wann denn?" "Ich war doch mal ganz kurz mit ihr zusammen, und da haben wir das
gemacht", erklärte Kian. "Ach so, sag das doch gleich. Ich hatte das schon
voll vergessen, oder eher verdrängt."
"Hey, wo willst du hin?", fragte Tobias Jennifer, als er seinen Eintritt bezahlt
hatte. "Ich will unbedingt in das Bermudadreieck, weil es da grad so leer ist."
"Wieso jetzt schon? Dann müssen wir ja den ganzen Tag mit nassen Klamotten
rumlaufen", meinte Tobias. "Och, OK. Hast ja recht. Aber dann gehen wir nach
’Riddler’, ja? ... Bitte, bitte, bitte", bettelte Jennifer. "OK, da können
wir gerne hingehen, aber du musst auf mich aufpassen, ja?" "Kleiner Angsthase,
du. Aber weil du es bist, mache ich es gerne." Sie küssten sich kurz und
gingen, nein rannten eher, zum Riddler.