
Emilia Lillian Fernandez
- Architektin -
Fishers Lane 22
Sligo
IRL
Telefon 0044-432-669
Handy 0044-64-887695
Dienstlich (O`Neill & Partner) 0044-432-223-4
„Dann habe ich jetzt meine persönliche Architektin, kann ja nie verkehrt
sein!“ er steckte sie in seine Tasche und klopfte darauf.
„Mal sehen ob ich einen Termin für dich frei habe!“ lachte ich.
„Wenn du mal ein wenig deiner Zeit opfern könntest, dann wäre ich
dir au-ßerordentlich dankbar!“ lachte er ebenfalls.
„Mal schauen was sich machen läßt!“ ich setzte eine ernste Miene
auf.
< Werte Passagiere, in wenigen Minuten landen wir in Dublin, bitte schnal-len
sie sich an und stellen ihre Sitze in eine aufrechte Position. Die An-schlußflüge
nach Cork, Sligo und Belfast gehen um 23:20 Uhr von Gate 3, 8 und 13. Vielen
Dank das Sie mit Air Lingus geflogen sind und hoffen Sie bald wieder an Bord
einer unserer Maschinen begrüßen zu dürfen. >
„Nicky! Komm her, wir müssen uns anschnallen!“ rief ich nach meinem ver-lorenen
Neffen.
Nicky kam auch sofort und ich schnallte ihn an.
Nachdem wir gelandet waren, nahm ich Nicky an die Hand und wir gingen zum Gepäckband.
„Es war ein sehr netter Flug! Ich melde mich bei dir!“ Mark gab mir die Hand
und küßte mich auf die Wange.
„Fand ich auch, aber fliegst du nicht auch nach Sligo?“ ich grinste ihn an.
„Nein, ich fliege mit Shane mit dem Heli.“ er deutete auf Shane.
„Ach, so.“ ich hob meine erste Tasche vom Band.
„Enttäuscht?“ zog mich Mark auf.
„Ein wenig!“ gab ich zu.
„Wir sehen uns bestimmt bald!“ versprach er.
Dann kamen der große Nicky, Shane und Kian und verabschiedeten sich von
Nicky und von mir.
„Bye!“ little Nicky sah die drei traurig an.
„Hey Kleiner! Wir sehen und bestimmt mal wieder!“ der große Nicky nahm
ihn auf den Arm.
„Hey mein Schatz!“ eine junge Frau kam auf den großen Nicky zu und küßte
ihn. „Sag mal Schatz, hast du mir was verschwiegen?“ sie sah auf den klei-nen
Nicky.
„Nein, nein der Kleine gehört zu mir!“ ich nahm ihm Nicky ab und sah die
Frau an „Entschuldigung, mein Name ist Emilia Fernandez und das ist mein Neffe
Nicolas O`Brain, freut mich!“ ich gab ihr die Hand.
„Hallo! Mein Name ist Georgina Bryne, ich bin die Frau von Nicky!“ sie lä-chelte
mich an.
„Es hat mich sehr gefreut sie kennen zu lernen und euch auch Jungs. Ich bin
euch dankbar das ihr mit Nicky im Flieger gespielt habt, aber leider muß
ich los unser Anschluß-Flieger geht gleich.“ ich lächelte alle an
und setzte Nicky auf den Kofferstapel auf den Trolli.
„Hat mich auch sehr gefreut, ich bin Gina!“ sie lächelte mir noch mal zu
und winkte.
„Mich auch, ich bin Lilly!“ grinste ich.
„Bye Lilly! Es hat uns nichts ausgemacht!“ Shane streichelte dem kleinen Nicky
über den Kopf und wir gingen zu unserem Gate.
Eine gute Stunde später landeten wir in Sligo und Jenny meine Schwester
holte uns ab. Nicky redete die ganze Zeit wie aufgezogen und war kaum zu bremsen.
„Soll ich dich bei dir raus lassen, oder willst du mit zu uns?“ sie sah mich
besorgt an.
„Es war ein harter Tag und es ist mitten in der Nacht, ich möchte nach
Hau-se.“ sagte ich müde.
„Gut, aber du kommst morgen zum Kaffee, ja. Du hast klein Katie seit 4 Wo-chen
nicht gesehen, sie kann jetzt schon manchmal ihr Köpfchen halten.“ sie
lächelte mich stolz an.
„Mach ich, aber rechne nicht vor 15 Uhr mit mir!“ ich grinste sie an.
„O.K. Kleine! Wir sind da! Bis morgen, ich hoffe ich bekomme Nicky ins Bett!“
sie gab mir einen Kuß.
„Bis morgen! Bye Nicky!“ ich struvelte ihm durch die Haare.
„Bye Lilly!“ rief er vergnügt und schenkte mir ein breites Grinsen.
Ich fuhr nach Hause und fiel todmüde ins Bett. Am nächsten Tag rief
Mark an und wir trafen uns um ins Kino zu gehen. Es war ein sehr schöner
Abend und wir telefonierten öfter und konnten stundenlang über alles
mögliche re-den und lachten sehr viel. Wir telefonierten fast jeden Tag,
auch wenn er mit den anderen Jungs irgendwo in Europa unterwegs war rief er
an und wir erzählten uns wie unser Tag gewesen war.
Nachdem ich wegen eines Auftrages gerade aus Dublin kam schloß ich mei-ne
Wohnung auf und atmete tief durch. Endlich wieder zu Hause. Ich ließ meine
Tasche im Flur fallen und ging ins Bad und ließ Badewasser ein. Ich gab
etwas von meinem Lieblingsschaumbad dazu und zog mich aus. Nach ein paar Minuten
ließ ich mich ins heiße Badewasser gleiten und die An-spannung des
Tages wich aus meinen Muskeln. Kurze Zeit später kuschelte ich mich in
mein Bett und schon war ich eingeschlafen.
Rrriiinngg! Rrrriiiinggg! Mein Telefon klingelte unbarmherzig und ich ver-suchte
es mit dem Kopfkissen zu ersticken. Nachdem es mir nicht gelungen war ging ich
verschlafen ans Telefon.
„Ja.“ murmelte ich.
„Hey Kleine! Ich wollte nur fragen ob du heute zum Kaffe kommst? Bestimmt ja
und ich wollte fragen ob du lieber eine Erdbeertorte oder eine Schokotorte haben
willst!“ flötete Jenny in den Hörer.
„Und das mußt du mich...“ ich sah auf die Uhr „...um 9:30 Uhr fragen?“
ich ließ mich in meine Kissen sinken.
„Ich muß sie doch fertig machen, also Schoko oder Erdbeer?“ fragte sie
ge-knickt.
„Also gut, Schoko! Bis später!“ ich legte ohne ihre Antwort abzuwarten
auf.
Gerade als ich fast wieder eingeschlafen war klingelte mein Telefon erneut.
Ich verfluchte es erneut.
„Jenny, ich möchte einen verdammten Schokokuchen und wenn du es nicht kannst
dann nehme ich auch Erdbeer!“ sagte ich matt.
„Gut zu wissen, aber Schoko ist besser! Aber eigentlich wollte ich dich fragen
ob du morgen Mittag Zeit hast?“ erklang Marks fröhliche Stimme.
„Sorry, meine Schwester hat es vor 10 Minuten gewagt mich zu wecken.“ entschuldigte
ich mich.
„Und jetzt stör ich dich auch noch..“ meinte er geknickt.
„Nicht so schlimm, ich muß eh hoch.“ sagte ich wenig überzeugend.
„Es tut mir wirklich leid! Wie kann ich das wieder gut machen?“ lachte er.
„Ich überleg mir was schönes und sage es dir dann!“ lachte nun ich.
„Einverstanden und was ist mit morgen? Ich bin wieder ein paar Tage im Land.“
meinte er aufgedreht.
„In Ordnung, wann und wo?“ meinte ich lächelnd.
„Ich hole dich um 7 ab und dann gehen wir zu Gino.“ sagte er fröhlich.
„Mhmmm, Gino klingt toll. Ich freu mich!“ ich legte grinsend auf.
Besser gelaunt zog ich mich an und ging eine Runde joggen, kaum war ich wieder
zu Hause klingelte erneut mein Telefon.
„Fernandez.“ meldete ich mich.
„Gut, du scheinst bessere Laune zu haben.“ flötete Jenny.
„Na, was kann ich nun für dich tun?“ meinte ich lächelnd.
„Ich wollte dir nur sagen, das Sean heute einen guten Freund von sich zum Kaffee
eingeladen ha, er ist wirklich sehr nett und....“
„Jennifer O`Brain, könntet ihr endlich aufhören mich zu verkuppeln?
Ich brauche eure Hilfe nicht!“ meinte ich bestimmt.
„Anscheinend nicht, du bist jetzt seit 2 Jahren solo und Sean und ich mei-nen
es gut!“ zickte sie mich an.
„Ich weiß, aber ich brauche eure Hilfe wirklich nicht!“ sagte ich versöhnlich.
„Lilly!“ meinte sie verzweifelt.
„Hör zu Jenny, ich brauche eure Hilfe nicht, ich stelle euch heute jemanden
vor.“ sagte ich ohne zu überlegen.
„Was?? Das freut mich. Bis dann!“ und schon hatte sie aufgelegt.
Ich legte benommen auf und überlegte, dann griff ich erneut ohne zu zögern
nach meinem Telefon und wählte Marks Nummer.
Nach mehrmaligem Klingeln ging er endlich ran.
„Feehily!“ erklang seine Stimme.
„Hallo, hier ist Lilly.“ ich versuchte ruhig zu klingen.
„Hey! Na, was gibt es? Du willst doch wohl nicht etwa für morgen absagen,
oder?“ meinte er fröhlich.
„Nein, nein. Ich wollte fragen ob du heute Nachmittag schon was vor hast?“ gab
ich zu.
„Wieso?“ fragte er lachend.
„Hey, das ist nicht lustig!“ schmollte ich.
„Sorry!“ meinte er versöhnlich „Also was ist heute Nachmittag?“
„Du erinnerst dich an den Schokokuchen?“ fragte ich kleinlaut.
„Den deine Schwester für dich macht?“ fragte er erstaunt.
„Ja, nicht nur das sie und mein Schwager wollen mich mal wieder verkup-peln
und...“ ich verstummte.
„Und?“ fragte er neugierig.
„Na, ja ich habe gesagt ich bringe jemanden mit und da du noch mir noch einen
Gefallen schuldest...“ ich verstummte erneut.
„Dachtest du ich könnte mitkommen und deinen Freund spielen.“ lachte er
nun wieder.
„Mark, es ist mir peinlich genug. Ich frage dich ob du meinen Freund spielst.
Ich glaube tiefer kann man nicht sinken!“ meinte ich verzweifelt.
„Hey! Kein Problem! Wann soll ich bei dir sein?“ sagte er aufmunternd.
„So gegen 14:30 Uhr?“ fragte ich leise.
„Alles klar!“ meinte er fröhlich.
„Ich kann es nicht glauben, ich frage einen der berühmtesten Männer
Irland, ob er für meine Schwester meinen Freund spielt!“ ich schlug mir
gegen die Stirn.
„Nun mal langsam, tu dir nicht weh!“ lachte er „Ich mache es wirklich gern und...“
„Und?“ fragte ich.
„Für dich bin ich immer einfach nur Mark. Nichts anderes!“ sagte er ernst.
„O.K.!“ ich lächelte in mich hinein.
„Bis später!“ er legte auf.
Ich atmete tief aus, holte mir eine Pizza aus dem Tiefkühlfach und machte
mir Mittag. Danach ging ich duschen und suchte etwas zum anziehen. Ich stand
verzweifelt vor meinem Schrank und sah hinaus. Draußen regnete es zwar
nicht, aber es war windig und es waren nicht einmal 10 Grad. Nicht außergewöhnlich
für März aber es erschwerte mir meine Auswahl. Ich ent-schied mich
nach langem hin und her für eine helle Jeans, ein schwarzes Top und eine
rosane Kuscheljacke. Zufrieden zog ich mir meine Sneakers an, machte mir einen
Tee und setzte mich vor den Fernseher. Kurz vor 14 Uhr klingelte es und ich
erschrak da ich in meinen Gedanken versunken war. Dabei schüttete ich mir
den heißen Tee über meine Jacke und meine Hose. Fluchend und mit
Tränen in den Augen öffnete ich dir Tür. Mark strahlte mich an,
ein paar Sekunden später verdunkelte sich seine Miene.
„Was ist passiert?“ er sah mich besorgt an.
„Ich habe mich erschrocken und meinen Tee verschüttet.“ ich rieb mir die
Oberschenkel.
„Du mußt die Hose ausziehen!“ meinte er bestimmt und schob mich ins Wohnzimmer.
„Es tut weh!“ quengelte ich.
„Ich weiß, zieh deine Hose aus und setzt dich.“ er deutete auf die Couch
und ging in die Küche.
Ich zog wie befohlen meine Hose aus und mein rechter Oberschenkel war knallrot
und brannte. Mark kam mit einem kalten Tuch zurück und legte es mir auf
den Oberschenkel.
„Besser?“ er sah mir in die Augen.
„Hmmm!“ nickte ich und eine Träne lief mir übers Gesicht.
„Komm her!“ er setzte sich neben mich und nahm mich in den Arm. Nach ein paar
Minuten nahm er das Tuch weg und die Rötung war deutlich zu-rück gegangen.
Er kniete sich vor mich und pustete darauf.
„Und?“ er lächelte mich an.
„Viel besser!“ ich versuchte zu grinsen.
Er küßte meinen Oberschenkel und ich bekam eine Gänsehaut. „Und
jetzt?“
„Alles wieder gut Herr Doktor!“ meinte ich schüchtern.
Er kam hoch und küßte mich vorsichtig „Du mußt dir aber nicht
jedes Mal einen Tee über die Beine kippen damit ich dich küsse.“ lachte
er.
„Gut zu wissen!“ lächelte ich ihn an und zog ihn zu mir.
Wir küßten uns leidenschaftlich und ich zog ihm seinen Pulli und
sein T-Shirt aus, während er mich von meiner Jacke und meinem Top befreite.
„Das wollte ich schon so lange ich dich kenne machen.“ gab er zu.
Ich grinste ihn nur an und machte mich an seinem Gürtel zu schaffen, er
half mir und befreite mich dann von meinem Slip. Er nahm mich gefühlvoll
auf der Couch und dann lagen wir völlig außer Atem neben einander.
„Jetzt brauche ich deinen Freund nicht mehr zu spielen.“ er fuhr mir durch die
Haare.
„Shit, wir müssen los, Jenny wartet.“ ich sprang auf, sammelte meine Sa-chen
zusammen und lief ins Schlafzimmer. Kurze Zeit später hatte ich eine neue
Jeans und eine neue Jacke an und lief zurück ins Wohnzimmer. Mark hatte
sich zwischenzeitlich auch wieder angezogen und griente mich an.
„Startklar?“ lachte er und strich mir eine Strähne aus dem Gesicht.
„Ja, nur noch meine Schuhe.“ ich setzte mich und band meine Schuhe zu. „O.K.!“
sagte ich nachdem ich fertig war.
„Komm her!“ er nahm mich in den Arm und küßte mich erneut.
„Mark, wir müssen wirklich los!“ meinte ich zwischen zwei Küssen.
„O.K.“ er küßte meine Nasensitze und nahm mich an die Hand.
Wir fuhren zu meiner Schwester und wurden gleich von Nicky begrüßt.
„Lilly!“ er sprang an mir hoch und die beiden Hundebabys folgten dem Bei-spiel.
„Mark!“ rief er aufgedreht und sah Mark aufgeregt an.
„Hey Großer! Na ihr Beiden!“ ich küßte Nicky und krauelte die
Beiden.
„Lilo! Stitch! Aus!“ mein Schwager kam in den Flur. „Hallo Emilia!“ er küßte
mich und sah fragend Mark an. Dieser ließ meine Hand los und streckte
sie ihm entgegen.
„Hallo ich bin Mark, Lilly`s Freund!“ fügte er grinsend hinzu.
„Hallo, ich bin Sean, Lilly`s Schwager!“ meinte dieser perplex „Sind sie nicht...“
„Ja, ich bin der Mark.“ meinte er milde lächelnd.
„Oh, mein Gott! Lilly!“ meine Schwester stand in der Tür und sah mich ge-schockt
an. „Hallo ich bin Jenny, Lilly`s Schwester!“ sie drückte mir Katie in
den Arm und reichte Mark die Hand.
„Freut mich!“ er strahlte sie an.
„Und darf ich dir Katie vorstellen? Das ist unser jüngster Familienzuwachs,
sie ist jetzt 21 Wochen alt.“ ich hielt ihm Katie hin und er nahm sie auf den
Arm.
„Hallo kleine Lady!“ er wiegte sie vorsichtig.
„Dann kommt mal alle mit, der Kaffee wird sonst kalt.“ Jenny nahm Nicky an die
Hand und ging vor.
Mark sah mich hilfesuchend an und ich deutete ihm zu gehen. Er sah auf Katie
und ich schüttelte mit dem Kopf.
„Komm schon, sie zerbricht nicht! Ich verspreche es dir!“ lachte ich und er
ging mit ihr ins Wohnzimmer.
Dort legte er sie vorsichtig in ihren Wipper und wir setzten uns. Jenny und
Sean verstanden sich super mit Mark und wir gingen nach dem Kaffe mit den Kids
spazieren. Wir entdeckten einen kleinen Jahrmarkt und Nicky und Mark hatten
sehr viel Spaß. Mark schoß für mich einen kleinen rosanen Ele-fanten
und gab ihn mir.
„Der ist genauso niedlich wie du!“ lächelte er.
„Du willst mich nicht allen ernstes mit einem Elefanten vergleichen, oder?"
ich sah ihn empört an.
„Aber nein!“ er zog mich in seine Arme und küßte mich.
Später beschlossen wir auch noch zum Abendessen zu bleiben.
„Sagt mal wie und wann habt ihr euch denn kennen gelernt?“ Jenny sah uns abwechselnd
an.
„Im Flieger als ich mit Nicky aus Spanien zu gekommen bin.“ sagte ich aus-weichend.
„Und du hast es nicht für nötig gehalten deiner einzigen großartigen
liebevol-len Schwester davon zu erzählen?“ sie sah mich vorwurfsvoll an.
„Sorry!“ sagte ich kleinlaut.
„Hey Lilly! Ich bin so froh das du glücklich bist.“ sie lächelte mich
liebevoll an. „Und du Mister! Wage es ja nicht ihr weh zu tun!“ sagte sie drohend
zu Mark.
„Ich verspreche es!“ er zwang sich zu einen lächeln.
Kurz nach 9, nachdem ich Katie und Nicky ins Bett gebracht hatte verab-schiedeten
wir uns.
„Kommt bald wieder ihr Zwei!“ rief uns Jenny nach.
„Machen wir!“ rief Mark und winkte ihr zu bevor er ins Auto stieg.
„Hey, das ist doch super gelaufen?“ meinte er als wir los fuhren.
„Ja, sehr gut!“ grinste ich und nahm seine Hand.
Wir fuhren zu mir und Mark verabschiedete sich an der Tür von mir.
„Sehen wir uns morgen?“ er grinste mich an und strich mir eine Haarsträh-ne
aus dem Gesicht.
„Sicher. Um 11 Uhr bei Gino? Dann können wir was leckeres zu Mittag es-sen.“
ich sah ihn fragend an.
„Super! Ich bin da!“ lachte er und küßte mich zum Abschied.
Am nächsten Morgen ging ich gut gelaunt ins Büro und machte mich über
meinen Papierkram her.
„Emilia!“ meine Kollegin Tia kam aufgeregt in mein Büro.
„Was ist denn los?“ ich sah sie erschrocken an.
„Was los ist? Sieh mal hier!“ sie hielt mir eine Zeitung hin.
Auf der Titelseite war ein Bild von mir und Mark, welches gestern auf dem Spaziergang
entstanden war. Darüber stand
CINDERELLA STORY!
Ich merkte wie mir die Farbe aus dem Gesicht wich und ich las mir den Ar-tikel
zu den Fotos durch.
GESTERN SIND DIE WUNDERSCHÖNEN AUFNAHMEN VON MARK FEEHI-LY (25) VON WESTLIFE
UND EMILIA FERNANDEZ (24); EINER ARCITEKTIN AUS SLIGO ENTSTANDEN. DIE BEIDEN
WIRKTEN SEHR VERLIEBT UND LIESSEN KEINE GELEGENHEIT AUS DIESES AUCH ZU ZEIGEN:
DAS MA-NAGEMENT BESTÄTIGTE DIE BEZIEHUNG HEUTE AM FRÜHEN MORGEN AUF
NACHFRAGE:
DOCH WER IST DIESE SPANISCHE SCHÖNHEIT? IHRE LEBENSGE-SCHICHTE ERINNERT
EHER AN EIN SCHLECHTEN FILM ALS AN EINE GLÜCKLICHE KINDHEIT: BEIDE ELTERN
STARBEN BEI EINEM AUTOUN-FALL ALS SIE GERADE EINMAL 13 WAR; SIE WUCHS IN EINEM
KINDER-HEIM IN CORK AUF UND MUSSTE IN IHRER SCHULZEIT GEGEN VORUR-TEILE UND
ANFEINDUNGEN KÄMPFEN: DAS ALLES HAT SIE ABER NACH EIGENER AUSSAGE NUR NOCH
STÄRKER GEMACHT UND SIE KÄMPFTE FÜR IHRE ZIELE: VOR DREI MONATEN
HAT SIE AN DER UNIVERSITÄT OF BALLINA IHR ARCITEKTURSTUDIUM MIT AUSZEICHNUNG
BESTANDEN: NUN SCHEINT SIE ENDLICH ETWAS GLÜCK GEFUNDEN ZU HABEN UND WIR
GÖNNEN DEN BEIDEN IHRE LIEBE: MANCHMAL GEHEN WÜNSCHE IN ERFÜLLUNG:
Ich schüttelte ungläubig den Kopf.
„Woher wissen die das alles?“ ich sah zu Tia.
„Die Presse bekommt alles über kurz oder lang heraus.“ sie zuckte mit den
Schultern.
„Was soll ich jetzt machen?“ ich sah immer wieder auf die Bilder und konnte
es nicht fassen.
„Rede mit ihm, er wird bestimmt wissen was ihr jetzt machen solltet. Er kennt
das ja zu genüge.“ sie nahm mich in den Arm.
Ich ging schon früher zu Gino und Mark saß mit einem Mann den ich
nicht kannte an einem Tisch. Er saß mit dem Rücken zu mir und ich
wollte ihn nicht stören da das Gespräch wichtig aussah. Ich setzte
mich auf einen Bar-hocker hinter ihn.
„...Mark, alles verläuft nach Plan. Das war die beste Publicity die wir
hätten bekommen können. Jetzt mußt du dir nur noch überlegen
wie lange du die-se Geschichte mit dem armen Waisenkind durchziehen willst.“
sagte der Mann gerade zu Mark und ich konnte es nicht glauben.
„Phil, es ist...“ setzte Mark an.
Ich stand auf und ging um den Tisch herum.
„Was glaubst du eigentlich wer du bist?“ schrie ich ihn an.
„Lilly, bitte laß dir erklären!“ er stand auf.
„Was willst du da noch erklären? Du bist ein mieser Heuchler! Wie konnte
ich auch nur einem Wort glauben schenken was du von dir gegeben hast? Ich will
dich nie wieder sehen!“ ich schlug ihm mit der flachen Hand ins Ge-sicht.
„Lilly bitte!“ er hielt mich am Arm fest.
„Faß mich nicht an!“ fauchte ich ihn an „Und glaube mir, damit gehe ich
jetzt an die Presse!“ damit ließ ich ihn stehen.
„Es ist nicht so wie du denkst!“ reif er mir hinterher und folgte mir auf die
Straße.
„Verschwinde aus meinem Leben!“ ich konnte meine Tränen nur schwer zu-rück
halten als er mich einholte und mich zwang ihn anzusehen.
„Lilly, es ist nicht so wie du denkst, ich wollte Phil gerade erklären
das ich mich wirklich in die verliebt habe und das mir die Presse völlig
egal ist.“ er sah mich flehend an.
„Ach ja? Woher wußte dann die Presse so genau über mich Bescheid?“
ich machte mich erneut von ihm los.
„Ich habe mit Phil über dich gesprochen. Ich wußte nicht das er damit
an die Presse geht. Ich habe ihm vertraut und er hat mich enttäuscht.“
gab er zu.
„Dann weißt du ja wie sich so etwas anfühlt.“ ich sah ihm direkt
in die Au-gen und drehte mich dann um, um meinen Wagen aufzuschließen
und los zu fahren.
Ich entschied mich nach einem Gespräch mit Tia nicht an die Presse zu ge-hen
und beruhigte meine aufgeregte Schwester an Telefon. Mark versuchte mich immer
wieder anzurufen und irgendwann stellte ich mein Handy ab und zog mein Telefon
aus, da ich einfach meine Ruhe haben wollte. Er schickte mir Blumen, die ich
sofort dem Mülleimer zukommen ließ, er schrieb mir Briefe, die ich
ungelesen zerriß. Er versuchte mich vor und nach dem Büro abzufangen
bis sie schließlich wieder auf Promotour mußten. Ich ignorierte
ihn jedes Mal, aber es fiel mir schwer ihn zu vergessen und ich stürzte
mich voll und ganz in meine Arbeit. Wir hatten einen sehr großen Auftrag
bekommen und ich war froh die Leitung übertragen bekommen zu haben.
Drei Monate nach diesem verhängnisvollem Tag legte mit Tia erneut die Ta-geszeitung
auf den Tisch.
„Seite 3 dürfte dich interessieren.“ meinte sie vielsagend und ich schlug
die Zeitung auf. Ober auf der Seite war ein Bild von Westlife und daneben eines
des Mannes mit dem ich Mark bei Gino gesehen hatte.
WESTLIFE TRENNEN SICH VON IHREM PROMOTIONCHEF!
GESTERN GAB BMG BEKANNT DAS SICH WESTLIFE VON IHREM PROM-TION CHEF PHILLIP BRODY
TRENNEN: ZU DEN GRÜNDEN GEHÖRT NACH UNBESTÄTIGTEN ANGABEN DIE
BEKANNTGABE DER BEZIEHUNG ZWI-SCHEN MARK FEEHILY UND EMILIA FERNANDEZ; DIE MITTLERWEILE
NICHT MEHR EXISTENT ERSCHEINT: WESTLIFE LEHNTEN JEDLICHE STELLUNGNAHME BEI EINER
PRESSEKONFERENZ IN OSLO AB: KIAN EGAN SAGTE ZU DER TRENNUNG: WIR HABEN UNS AUS
VERSCHIEDE-NEN GRÜNDEN ENTSCHIEDEN UNS VON MR BRODY ZU TRENNEN; UN-TER
ANDEREM GING ER MIT PERÖNLICHEN INFORMATIONEN NICHT VERTRAUEENSWÜRDIG
UM UND WIR SIND DER MEINUNG ER VERTRITT NICHT DAS WAS UND WER WIR SIND:
AUF DER PRESSEKONFERENZ TEILTE DIE BAND EBENFALLS MIT; DAS EINE MEHRMONTAGE
PAUSE NACH DEM LETZTEN KONZERT IN DUBLIN ANSTEHT; DA SICH DIE BANDMITGLIEDER
AUF IHRE FAMILIEN UND IHR PRIVATLEBEN KONZENTRIEREN WOLLEN UM DANN MIT NEUEM
ELAN UND NEUER KRAFT MIT DEM SIEBTEN ALBUM IM FRÜHJAHR DES NÄCHSTEN
JAHRES AUF DIE BÜHNE ZURÜCK ZU KEHREN:
Ich laß mir den Artikel mehrmals durch.
„Er hat es anscheinend wirklich nicht gewußt. Über Kian und Nicky
sind in den letzten zwei Monaten auch ein paar unschöne Dinge ans Licht
gekom-men.“ Tia setzte sich auf meinen Schreibtisch.
„Und was soll ich jetzt machen?“ ich sah sie hilflos an.
„Wie wäre es, wenn du mich heute Abend begleitest?“ sie hielt zwei Karten
hoch.
Ich nahm die Karten in die Hand „Du hast tatsächlich zwei Tickets für
Westlife gekauft?“ ich schüttelte ungläubig den Kopf.
„Sicher und nun komm, du mußt dich noch umziehen und etwas zurecht machen,
du siehst in letzter Zeit schlimm aus.“ sagte sie tadelnd und ich lächelte
sie dankbar an.
Ich fuhr zu mir und zog mich um, nach langem hin und her entschied ich mich
für eine dunkle Jeans, ein rosanes Top und eine rosane Tunika. Ich angelte
meine rosanen Sneakers aus der hintersten Ecke meines Schrankes und ging dann
ins Bad. Ich schminkte mich und steckte meine Haare hoch, ich war gerade fertig
als es klingelte.
„Los komm!“ Tia stand ungeduldig vor der Tür.
„Kann ich so los?“ ich sah sie skeptisch an.
„Natürlich!“ sie zog mich am Arm ins Treppenhaus und ich schnappte mir
im letzten Moment noch den kleinen rosanen Elefanten.
Die Fahrt über war ich in Gedanken versunken und Tia holte mich erst vor
der Halle in die Realität zurück.
„Hey, wir sind da!“ sie rüttelte sanft an meiner Schulter.
Ich sah zur Halle. „Und was nun?“ ich deutete auf einige hundert Leute die vor
der Halle warteten.
„Das wird schon!“ lachte sie.
Wir parkten den Wagen und Dank Tia’s Durchsetzungsvermögen schafften wir
es in der Halle bis in die erste Reihe. Dann erklangen die ersten Takte und
die Hölle brach um mich herum aus. Die Jungs lieferten eine Super Show,
dann kam ein ruhigere Sektion und die Jungs kamen an den Büh-nenrand, Mark
stand ein ganzen Stück von mir entfernt und ich warf den Elefanten zu ihm.
Er landete vor seinen Füßen und er nahm ihn gar nicht wahr, erst
als er einen Schritt nach vorne ging und auf ihn drauf trat hob er ihn auf und
sah sich suchend um.
Nach dem Lied ergriff er das Wort.
„Amüsiert ihr euch? Habt ihr Spaß?“ rief er in die Halle und ein
ohrenbetäu-bendes Kreischen war die Antwort.
„Gut, also habt ihr Spaß!“ lachte Mark „Ich habe heute auch sehr viel
Spaß, das liegt nicht nur an euch, sondern an einem ganz besonderen Menschen,
der heute auch hier ist und zum allerersten Mal eine Show von uns sieht!“ er
grinste und mein Gesicht erschien groß auf der Videoleinwand.
Ich lachte und winkte und die Fans jubelten obwohl auch einige mich aus buhten.
Ein Security Mann half mir über die Absperrung und ich lief auf die Bühne
auf Mark zu. Er fing mich auf und wirbelte mich herum. Dann stellte er mich
hin und küßte mich.
„So Mark! The Show must go on!“ Kian klopfte ihn auf die Schulter und er ließ
meine Hand los.
Ich stellte mich in den Reportergraben und Gina und Gill, die Frauen von Nicky
und Shane kamen zu mir.
„Und du bist also Lilly?“ Gill nahm mich in den Arm.
„Ja, die bin ich!“ lachte ich.
Wir unterhielten uns sehr gut und dann war die Show vorbei und die Jungs kamen
zu uns. Mark nahm mich sofort in den Arm und küßte mich stür-misch.
„Mark, du bist klatschnaß!“ quiekte ich.
„Ich geh schnell unter die Dusche und dann bin ich sofort wieder bei dir!“ grinste
er.
Die anderen kamen zu mir und begrüßten mich erst einmal.
Nachdem Mark fertig war und ich mit Tia telefoniert hatte bestiegen wir alle
einen Kleinbus, wir setzten Nicky und Gina bei ihnen zu Hause ab und machten
uns dann auf den Weg nach Sligo.
Mark und ich setzten uns nach hinten und Mark konnte seine Hände gar nicht
von mir lassen.
„Marky, sucht euch ein Zimmer! Oder warte wenigstens bis ihr zu Hause seid!“
Kian knuffte ihn.
„Ist ja gut!“ Mark zog einen Schmollmund und lehnte sich zurück.
„So raus ihr Beide!“ Shane zog die Tür auf.
„Bis dann!“ grinste ich und Shane verbeugte sich vor mir.„Bis bald und macht
mir keine Dummheiten!“
„Niemals!“ lachte Mark und wir gingen zu seinem Haus.
Zwei Jahre später heirateten wir in einer kleinen Kirche in Sligo im engsten
Familienkreis und nur drei Wochen später kam unser Sohn Noah zur Welt.