Kapitel: 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 6 - 7 - 8 - 9 - 10 -11 - 12 - 13 - 14 - 15

Nun lag ich hier und schaute unseren kleinen Engel an. Sie war gerade mal 3 Stun-den alt und schlief selig. Ihr Daddy und ihr großer Bruder saßen an meinem Bett und schliefen erschöpft. Es war eine harte Nacht gewesen. Ich lehnte mich zurück und schloß meine Augen. Fast wäre es nie soweit gekommen....

Bevor ich anfange zu erzählen stelle ich mich am besten erst einmal vor. Ich heiße Ashley O`Brain, ich bin mittlerweile 26 Jahre alt und ich komme eigentlich aus York in England. Ich lebe aber seit über 3 Jahren in Irland. Anfangs in Dublin und nun in Strandhill. Ich bin eine Personal-Trainerin und genau das war auch der Grund, wes-halb ich überhaupt nach Irland ging. Aber nun von Anfang an.

3 ½ Jahre zuvor

I.

„Miss O`Brain, kommen sie bitte rein und setzen sie sich.“ Mrs. Ashton, meine Che-fin, wies mich freundlich an Platz zu nehmen. „Miss O`Brain wir haben einen neuen Auftrag für sie, aber es gibt da einen kleinen Haken.“
„Der da wäre?“ ich sah sie skeptisch an.
„Also Miss O`Brain, sie wissen das sie im Moment sehr begehrt sind, ich würde es auch nicht schlimm finden wenn sie diesen Auftrag ablehnen würden...“
„Worum geht es in dem Auftrag, Mrs. Ashton?“ unterbrach ich sie ungeduldig. Heu-te war Dienstag und in meinem Terminplaner stand noch ein Termin für 18.30 Uhr.
„Sie sollen jemanden für eine größere Anstrengung fit machen.“ sagte sie langsam.
„Was heißt das?“ ich zog eine Augenbraue hoch.
„Ich kann ihnen noch nicht allzu viel über den Auftrag sagen, nur so viel: Sie ver-pflichten sich für 2 Jahre und sie müssen umziehen.“ sie wartete auf meine Reaktion.
„Wohin? Wenn ich fragen darf oder ist das auch geheim?“ Im meinem Job war es durchaus üblich, dass die Leute nicht allzu viel von sich preisgaben, ohne mich per-sönlich zu kennen. Aber wenn ich schon umziehen musste wollte ich wenigstens wissen wohin.
„Nein, das ist nicht geheim. Sie müssten nach Dublin ziehen, genauer gesagt nach Dublin/Santry, das ist ca. 20 min von der City entfernt, es würde in zwei Wochen los gehen. Eine Wohnung wird ihnen gestellt, sie müssten sie aber mit jemanden teilen. Wie klingt das bis jetzt für sie?“ sie blickte von ihrem Zettel auf.
„Die Informationen sind ziemlich spärlich.“ stellte ich fest.
„Mehr kann ich ihnen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.“ sie zuckte mit den Schultern.
„Ich denke darüber nach, ich gebe ihnen in den nächsten Tagen Bescheid.“ sagte ich nach einer kurzen Stille.
„Ich bräuchte ihre Zu- oder Absage bis morgen Abend, Miss O`Brain.“ Mrs. Ashton schaute mich lange an.
„O.K. Ich gebe ihnen dann morgen Bescheid. Kann ich jetzt los? Mein Kunde wartet nicht gerne.“ ich stand langsam auf.
„Aber natürlich! Bis bald Miss O`Brain!“ sie lächelte mich freundlich an.
„Bis bald Mrs. Ashton! Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!”
„Gleichfalls!“ sie winkte mir hinterher.
Auch das war manchmal nicht so einfach. In meinem Job muss ich jederzeit für mei-nen Kunden da sein, wann immer er meint er hätte Zeit, dann muss ich sie auch ha-ben. Zur Zeit betreute ich einen gut betuchten Geschäftsmann mittleren Alters, der durch Streß und falsche Ernährung einige Kilos zu viel auf die Wage brachte. Heute wollte ich mit ihm etwas durch den Regent`s Park joggen. Es war zwar schon Okto-ber aber ich freute mich schon auf die zwei Stunden an der frischen Luft. Nach der Stunde verabschiedete ich mich von Mr. Lewis.
„Bye Mr. Lewis und behalten sie schön ihr Trainingsprogramm bei, wenn nicht komme ich persönlich rüber geschwommen!“ ich lächelte ihn an.
„Miss O`Brain, ich finde es so schade das sie das schöne England verlassen, aber ich verspreche ihnen, ich ziehe das Programm weiter durch, ich habe mich selten so wohl gefühlt.“ er hob eine Hand zum Schwur.
„Denke sie daran, sie machen das nur für sich!“ mit diesen Worten stieg ich in mei-nen Wagen.
„Nein, nein, ich mache es auch für meine Frau und meine Kinder.“ meinte Mr. Lewis lachend.
„Na, dann haben sie ja einen guten Ansporn um weiter zu machen. Bye!“ ich startete den Motor und winkte ihm noch einmal kurz zu.
Beim Joggen habe ich viel über das Angebot von Mrs. Ashton nachgedacht. Ich habe mich entschlossen den Job anzunehmen. Mich hielt hier in England nicht so viel. Klar meine Eltern wohnten hier, meine Geschwister und meine Freunde aber wer nicht wagt der nicht gewinnt. Ich fuhr die halbe Stunde nach Hause und ging erst einmal unter die Dusche. Dann ging ich ins Wohnzimmer und erzählte meinen Eltern von meinen Plänen. Anfangs waren sie gar nicht begeistert, aber schließlich gaben sie sich geschlagen. Sie wollten nur das ich glücklich bin.
„Aber was ist mit deinen ganzen Sachen und deinem neuen Auto?“ meine Mum schaute mich entsetzt an.
„Das weiß ich noch nicht, ich gehe morgen zu Mrs. Ashton und kläre alles ab. Das Auto kommt schon irgendwie nach Irland.“ meinte ich augenzwinkernd zu meinem Dad.
Meine Eltern hatte mir das Auto vor 2 Monaten zum Geburtstag geschenkt und es war mein ganzer Stolz. Lange hatte ich mir dieses Auto gewünscht, aber erst zum 23. Geburtstag hatten sie es mir geschenkt. Als ich den Wagen sah bin ich meinen Eltern um den Hals gefallen. Da stand er plötzlich, mein BMW X5 in nachtblau. Ich liebte dieses Auto und ich würde es mit Sicherheit nicht hier lassen, das wußte auch mein Dad. Er grinste mich an und nahm mich in den Arm.
„Wenn alle Stränge reißen, dann bringe ich ihn dir rüber!“ flüsterte er mir zu.
„Ich kann mein Baby doch nicht hier lassen, es ist ganz traurig ohne mich!“ meinte ich lachend zu ihm.
Am nächsten Tag fuhr ich nachmittags in die Agentur. Ich klopfte an die Tür von Mrs. Ashton und trat ein.
„Oh, Hallo Miss O`Brain!“
“Hallo Mrs. Ashton!”
“Was machen sie denn hier? Hat ihnen ihr Kunde heute frei gegeben?“ sie zwinkerte mir zu.
„Ja, das hat er. Ich habe mit Mr. Lewis gesprochen, er braucht keine Trainerin mehr, im letzen ¾ Jahr haben wir solche Fortschritte gemacht, dass er es jetzt alleine packt. Ich habe ihm mitgeteilt das ich nach Irland gehe.“ ich setzte mich und schaute in das erstaunte Gesicht meiner Chefin.
„Sie wollen den Auftrag annehmen?“
„Ja, ich habe darüber nachgedacht und möchte den Job!“
„Das ist ja super. Ich rufe Mr. Walsch gleich an und teile ihm ihre Zusage mit.“ sie griff nach dem Telefon und telefonierte gute 10 min mit Mr. Walsch, dann reichte sie es an mich weiter. Sie hielt die Hand über die Muschel. „Das wird jetzt wohl etwas länger dauern, gehen sie nach neben an, sagen sie Jenice sie möchte sie alleine lassen. Ich ging ins Vorzimmer und Jenice zog sich verständnisvoll zurück.
„Hallo?“
„Hallo spreche ich mit Miss O`Brain?“
„Ja, ich bin Ashley O`Brain.“
„Es freut mich, das sie den Job annehmen. Ich wollte noch einige Sachen mit ihnen besprechen, haben sie Zeit?“
„Ja, ich habe Zeit.“
„Gut, dann mal los...“ er holte tief Luft „... wir haben sie und eine neue Choreografin eingestellt um unsere Jungs für eine 8monatige Welttournee vorzubereiten. Die Tour startet im Juli nächstes Jahr und geht bis circa April des folgenden Jahres. Sie haben also gut ein ¾ Jahr Zeit um sie fit zu machen. Bevor sie jetzt fragen um wen es geht, das werden sie noch früh genug erfahren. Also weiter...“ er las von irgendeiner Liste ab, das konnte man an seiner Stimme hören. „... Ann Brendel, unsere neue Choreografin kommt am Montag den 27. nach Dublin, es wäre schön wenn sie auch am Montag kommen würden, dann könnten wir ihre Verträge fertig machen. Die Jungs haben noch 6 Wochen Urlaub, was ihnen die Zeit gibt sich optimal vorzube-reiten.“
„Entschuldigen sie, wenn ich sie unterbreche Mr. Walsch, aber was mache ich mit meinen ganzen Sachen? Und mit meinem Auto?“
Er lachte kurz auf „Da wir bald sehr viel miteinander zu tun haben werden, denke ich wäre es besser wenn wir uns duzen. Ich bin Louis.“
„Sehr gerne. Danke! Ich bin Ashley!“
„Also Ashley, deine Sache könnten nächste Woche von einer Firma abgeholt werden, du musst nur Bescheid geben, wann es dir passt. Dein Auto können sie auch mit abholen.“
„Gehen die mit den Sachen auch vorsichtig um?“ fragte ich schüchtern.
„Aber klar doch, wenn es irgendwelche Probleme gibt dann kommen wir für den Schaden auf. Es sei denn es sind Antiquitäten unter deinen Möbelstücken, dann sollten wir uns nach einer anderen Firma erkundigen.“
„Es geht nicht um meine Möbel, es geht um mein Auto.“ sagte ich kleinlaut.
„Um dein Auto? Liegt dir viel daran?“ er lachte.
„Es ist mein Traumauto, ich habe es vor zwei Monaten zum Geburtstag bekommen.“ gab ich schmunzelnd zu.
„Darf ich fragen um was für einen Traum es sich handelt?“
„Einen BMW X5!“
„Aha..“ er lachte nun noch mehr „...Kian und du, ihr werdet sicherlich richtig gute Freunde!“
„Wann erwartest du mich am 27.?“
„Sage meiner Sekretärin Beschied, wann dein Flieger landet, ich schicke dann jemanden zum Flughafen der dich abholt.“
„O.K. Louis, dann sehen wir uns am 27. Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit!“
„Also wenn du in Natura genauso charmant bist wie am Telefon, dann ist die Freude ganz auf meiner Seite. Dann wünsch ich viel Spaß beim Sachen packen. Bye Ashley!“
„Bye!“
Gut, jetzt wusste ich schon etwas mehr, aber viel war auch das nicht. Am 24. Oktober wurden meine Möbel, meine Umzugskartons und mein Wagen abgeholt. Ich betete das ich mein geliebtes Auto heil wiedersehen würde.

II.
Dann war es soweit, meine Eltern fuhren mich nach London und ich stieg in den Flieger, der Flug dauerte gerade mal 30 min. Ich verließ das Flugzeug holte mein Gepäck und ging in die Ankunftshalle. Schon von weitem sah ich ein Schild mit meinem Namen darauf. Ein junger Mann wedelte damit herum. Ich ging auf ihn zu.
„Hallo ich bin Ashley O`Brain!“
„Oh hallo, ich dachte schon ich hätte sie verpasst. Mr. Walsch schickt mich um sie abzuholen. Mein Name ist Jeremy Kenth. Folgen sie mir bitte zum Wagen.“
„Ich denke wir können uns duzen, oder würde dich das stören?“
„Nein, ganz im Gegenteil, aber Mr. Walsch sollte es lieber nicht mitbekommen, O.K.?..“ er zwinkerte mir zu „... ich bin J!“
„Hey ich bin Ash!“ ich gab ihm die Hand und wir gingen zum Wagen.
Nach ungefähr 30 Minuten erreichten wir das Büro von Louis. J und ich hatten auf der Fahrt sehr viel Spaß und lachten viel, er zeigte mir im vorbei fahren einige Clubs und Pubs die ich unbedingt besuchen müsste. Dann hielt er vor einem großen Bürogebäude von BMG. J half mir beim Aussteigen und begleitete mich bis zu Louis seiner Sekretärin.
„Schönen guten Tag, ich bin Susan, die Sekretärin von Mr. Walsch. Sie müssen Ashley O`Brain sein. Richtig?“ sie kam lächelnd auf mich zu.
„Ja, das bin ich.“ ich gab ihr die Hand.
„Ich hoffe Mr. Kenth hat sie heile durch die Stadt bugsiert.“
„Alles bestens, ich bin ja in einem Stück angekommen!“
„Sehr schön, sehr schön Miss O`Brain, Mr. Walsch wartet schon auf sie, Miss Brendel ist schon da. Kommen sie bitte...“ sie ging zur Tür. Ich winkte J noch einmal kurz zu und folgte Susan in das Büro.
Louis saß hinter einem imposanten Schreibtisch, auf den sich allerlei Akten und ähnliches stapelten. Er stand auf als ich mit Susan eintrat.
„Mr. Walsch, Miss O`Brain ist angekommen.“
„Danke Susan, ich möchte bitte die nächste Stunde nicht gestört werden.“
„In Ordnung Mr. Walsch.“ Susan zog sich zurück.
„So, du bist also Ashley, setzt dich...“ er gab mir die Hand und deutete auf einen Stuhl“... das ist Ann deine neue Partnerin und deine Mitbewohnerin.“ er deutete auf eine junge Frau, die auf der Couch in der Ecke saß. Ich ging auf sie zu.
„Hallo, ich bin Ashley, freut mich dich kennen zu lernen!“
„Hallo ich bin Ann! Freut mich auch.“
„Wo kommst du her Ann?“
„Ich komme aus Schweden.“
„Das ist ja Klasse, meine Oma wohnt dort seit 30 Jahren. Ich fahre jedes Jahr mindestens 2 Mal zu ihr.“ erzählte ich ihr auf schwedisch.
„Du kannst schwedisch? Das ist ja Klasse. Wie alt bist du, wenn ich fragen darf?“ sie lächelte mich an.
„Ich bin 23. Und du?“
„Ich bin 25.“
„So, könntet ihr jetzt bitte zu einer Sprache zurück kehren, die ich auch verstehe! Wäre lieb von euch! Ich denke die Befürchtungen ihr könntet euch nicht verstehen waren unbegründet.“ Louis lachte und seine Augen strahlten eine gewisse Erleichterung aus.
„Das denke ich doch!“ sagte Ann und ich gleichzeitig und mussten daraufhin grinsen.
„Also Ladies, nehmt bitte hier Platz...“ er weis auf die Stühle vor seinem Schreibtisch. Ann und ich folgten der Anweisung.
„.. also nun ein paar Details zu eurem neuen Job, ihr arbeitet für Westlife, fünf irische Jungs mit ganz schönen Flausen im Kopf, manchmal etwas eigensinnig, manchmal etwas forsch....“
„Ich denke wir wissen beide um wen es sich handelt.“ Ann unterbrach ihn in seinem Redeschwall.
„... O.K. Danke. Also Ashley, deine Aufgabe besteht darin die Jungs fit zu machen, ihnen so etwas wie Kondition zu verschaffen und dafür zu sorgen das sie das Training mit Ann und die Tour überleben. Ann du bist dafür verantwortlich, das sie Bühnenshow der Hammer wird. Ashley du hast Ann als Unterstützung wenn irgendwelche Fragen auftreten, ihr solltet euch absprechen. Ann dir stehen für deine Aufgabe noch ein paar Leute zur Seite, Jack, der Tourmanager der Jungs, Jason der Leiter der Bühnentechnik, J der Organisator der Jungs, mit ihm müsst ihr eure sämtlichen Termine absprechen.“
„J.?“ fragte ich erstaunt.
„Ja, er hat dich doch vom Flughafen abgeholt oder nicht?..“ Louis lachte „...er hat dich reingelegt, oder? Er hat so getan als wäre nur ein ganz kleines Licht hier und hätte einen Riesenschiss vor mir. Richtig?“
„Ja.“ gab ich kleinlaut zu.
„Das macht er öfters, keine Angst jetzt bist du erst mal mit seinen Späßen durch. Apropos J, ihr habt nächste Woche Freitag um 10:00 Uhr ein Meeting mit ihm...“ Ann und ich griffen in unsere Taschen und suchten nach einen Blatt und einem Stift. „.. halt, halt Mädels, ihr bekommt von mir eure Grundausrüstung...“ er stellte eine Kiste auf den Tisch „... so, hier ein Handy für dich uns eins für Ashley, zwei Palms, zwei Pieper und zwei Sender. Die Sender tragt ihr bitte, wenn ihr mit den Jungs draußen trainiert, die Jungs haben auch jeder einen. Die Handys haben Geheimnummer, nur die wichtigsten Leute haben sie. Die Pieper solltet ihr immer dabei haben, damit wir euch erreichen können, wenn das Handy mal kein Netz hat. Tja und die Palms habt ihr, damit ihr mit euren Terminen nicht ins Schleudern kommt. Er ist Laptop kompatibel, ich hörte das du sehr gut im Umgang mit Computern bist, Ashley!“
„Ja, ich habe mein Laptop mit und denke das ich ab und zu Zeit finden werde ihn zu benutzen.“
„Dann kannst ja J mal zeigen wie man mit so etwas umgeht, meine E-Mails bleiben irgendwie immer unbeantwortet. Er kommt mit diesem Kram einfach nicht klar.“
„Kann ich machen.“
„So Mädels hier sind eure Verträge...“ er reichte sie uns über den Tisch „... ihr könnt sie mit nach Hause nehmen und in Ruhe durchlesen, wenn ihr Fragen habt, dann meldet Euch. Wir sehen uns zur Vertagsabschlußbesprechung übermorgen um 11 Uhr, hier bei mir im Büro. J fährt euch jetzt zu eurer Wohnung. Ach, ja Ashley bevor ich es vergesse, dein Auto ist noch nicht hier, es hängt noch an der Grenze fest. Ann, dein Auto steht bei euch in der Tiefgarage.“
Ich blickte ihn erschrocken an.
„Keine Angst..“ fuhr er lächelnd fort „... wir kümmern uns darum, er dauert nur eine Weile. Oh, J ist schon draußen und wartet auf euch..“ er schaute auf seinen Pieper. “... er steht unten vor der Tür. Lebt euch etwas ein, wir sehen uns dann Mittwoch.“
„Bye“ Ann und ich gingen zur Tür.
Unten stand J an den Wagen gelehnt und grinste uns an.
„Na, du Hochstapler!“ ich boxte ihm in die Seite und grinste ihn an.
„Das war doch ganz witzig, behandele mich genauso, wie du den anderen J behandelt hast und wir werden die besten Freunde.“
„Denke aber nicht, das du so meiner Rache aus dem Weg gehen kannst..“ ich lachte los.
Ann und J machten sich bekannt und er fuhr uns zu unserer Wohnung.
Er brachte uns hoch und zeigte uns alles. Louis hatte für uns ein Loft gemietet. Ann und ich schauten uns entgeistert an. Es war alles so riesig. Wir hatten ein riesiges Wohnzimmer, mit einer gemütlichen Couch, einigen Sesseln und einem Großbildfernseher, in einer Ecke stand ein Billiard-Tisch und ein Flipper und in einer anderen Ecke stand eine Essgruppe. An den Wänden hingen einige Poster, aber Ann und ich tauschten kurze Blicke aus und es war klar das diese weichen würden. Auf dem Tisch stand ein riesiger Karton, wir warfen J einen fragenden Blick zu, aber er schritt weiter voran und erklärte alles. Wir gingen in die Küche, alles komplett fertig eingerichtet, einige unserer Kartons schienen schon ausgepackt zu sein. Dann zeigte uns J unsere Zimmer im zweiten Stock, beide waren riesig und hatten zwei große Fensterfronten. Ann und ich waren uns gleich einig wer welches Zimmer nehmen würde. Ich nahm das links vom Flur und Ann das rechts davon, im oberen Stock war noch ein großer begehbarer Kleiderschrank und ein Bad mit Badewanne und Dusche. Dann gingen wir wieder runter, unten zeigte uns J noch ein zweites Bad, nur mit Dusche, unser Arbeitszimmer mit Computer und unseren eigenen Fitnessraum, mit Ballettstange und Spiegeln und einigen Fitnessgeräten. Dann gingen wir zurück ins Wohnzimmer. J setzte sich auf die Couch und Ann und ich ließen uns in jeweils einen Sessel fallen.
„So, Mädels, das ist euer neues Zuhause. Ich hoffe es gefällt euch. Ihr könnt natürlich alles verändern was ihr wollt. Eure Umzugskartons stehen im Fitnessraum, wir wussten nicht mehr welche zu wem gehören.“ er schaute uns entschuldigend an.
„Kein Problem J...“ Ann grinste ihn an „...wir werden unsere Sachen schon auseinander halten können.“
„Eure Möbel sind alle soweit aufgebaut, ich hoffe es ist O.K. so. Nur eure Schlafzimmermöbel die sind noch in Kartons, aber ich helfe euch gerne. Ihr müsst nur was sagen.“
„Ich denke das bekommen wir hin.“ ich schaute mich um und mein Blick blieb wieder an der riesigen Kiste auf dem Tisch hängen. „Was ist da drin J?“
„Ach, ja hätte ich fast vergessen, da drin befinden sich Videos, DVD`s und andere Sachen über die Jungs. Soll euch einen Überblick verschaffen. Ihr habt ja nur 2 Wochen Zeit um mir euren Trainingsplan vorzustellen und damit ihr wisst was euch erwartet haben wir euch dieses Anschauungsmaterial besorgt.“
„Das ist ja lieb von euch“ ich verdrehte die Augen und J musste lachen.
„O.K. Mädels ich muss los. Wir sehen uns nächsten Freitag, wenn was ist, ruft mich an, die Nummer ist in euren Handys gespeichert.“
„O.K. J“ Ann und ich mussten beide grinsen. J verabschiedete sich und Ann und ich begannen Kartons auszupacken und zu verteilen. Wir waren beide leider nicht so schlau gewesen sie zu beschriften, deshalb war es etwas chaotisch. Der Kleiderschrank war zum Glück so groß, das wir beide Problemlos unsere ganzen Sachen in ihm verstauen konnten. Dabei stellten wir fest, das wir die gleiche Kleidergröße hatten, also Klamottenprobleme würden wir vorerst nicht bekommen. Wir packten bis spät in die Nacht aus und legten uns dann auf die Couch zum Schlafen. Am nächsten Morgen fuhren wir beide mit Ann`s Auto zu einem Baumarkt in der Nähe. Wir brauchten noch Farbe für unsere Wohnung. Die Küche sollte himmelblau, das Wohnzimmer sonnengelb, mein Zimmer helllila, das Bad hellgrün und Ann`s Zimmer sollte orange werden. Wir kauften also alle Farben und alles was man zum Malern brauchte, dann entschlossen wir uns noch einige Regale und ein paar Kleinigkeiten mit zunehmen. Zu Hause angekommen machten wir uns an die Arbeit. Am späten Nachmittag waren wir schon fertig. Sichtlich stolz auf uns, bauten wir dann noch unsere Betten und die fehlenden Schränke zusammen. Gegen Mitternacht war dann alles fertig, wir waren aber viel zu aufgedreht um zu schlafen. Ich schloss meinen DVD Player, meine Anlage und meinen Videorecorder an und wir fingen mit den Videos an uns vorzubereiten. Wir lasen uns nebenbei unsere Verträge durch und strichen eine paar Absätze an um mit Louis darüber zu reden. Es wurde noch eine sehr lustige Nacht. Gegen 3 Uhr in der früh schliefen wir beide auf der Couch ein. Wir wurden von einem komischen Geräusch geweckt. Ich schaute Ann an und sie zuckte mit den Schultern. Dann sah ich eines unserer Handys auf dem Tisch ”tanzte“. Ich ging ran.
„Hallo?“
„Ash bist du es?“
„Ja. Wer ist da?“
„Ich bin es J. Wo bleibt ihr? Ihr habt in 10 Minuten eure Besprechung mit Louis.“
„Shit, wir haben verschlafen, kannst du ihn noch so 20 Minuten hinhalten? Biiittteee!“
„Beeilt euch!“
Ich legte auf und stürzte zu Ann ins Badezimmer, einmal kurz über die Haare bürsten etwas Wasser ins Gesicht und schon standen wir beide in der Tiefgarage vor Ann`s Wagen. Sie fuhr einen Ford Cougar und ich wünschte mich sehnlichst mein Auto herbei. Nach 25 Minuten Autofahrt erreichten wir endlich Louis Büro, wir stürmten zu Susan ins Vorzimmer. Sie blickte uns kopfschüttelnd an und deutete uns an herein zu gehen. Louis grinste uns an.
„Da seid ihr ja endlich, noch 2 Minuten länger mit J und mir wären die Ohren abgefallen. Ist mit deinem Auto wieder alles in Ordnung Ann?“ Ann schaute mich fragend an.
„Ja, Louis alles wieder OK!“ antwortete ich für sie.
„Dann setzt euch, ich möchte anfangen.“ ich warf J einen dankenden Blick zu, er grinste mich an und verabschiedete sich von mir und Ann.
Wir sprachen den Vertrag bis ins kleinste Detail durch, einige Absätze wurden nach unseren Wünschen abgeändert, aber bei manchem ließ sich Louis nicht klein kriegen. Am Ende waren wir dann aber alle glücklich und zufrieden.
Die nächsten zwei Wochen wurden sehr stressig, Ann und ich arbeiteten Trainingspläne aus, feilten an neuen Choreografien und setzten uns mit Jack und Jason auseinander. Dann hatten wir die Abschlussbesprechung mit J und wir schafften es nach 5 Stunden endlich uns einig zu werden.
Die folgenden 4 Wochen bereiteten Ann und ich uns auf die Jungs vor und verbrachten viel Zeit mit J, der uns den Probenraum zeigte, die Sporthalle und den Sportplatz zeigte. Mein Auto hing immer noch an der Grenze fest, aber Louis versprach mir immer wieder, es würde bald hier sein.

III.
Dann war es soweit, die Jungs sollten wieder anfange zu arbeiten. Ann und ich hatten uns mit ihnen auf dem Sportplatz verabredet. Mit 20minütiger Verspätung kamen die Jungs dann endlich. Sie kamen zielstrebig auf Ann und mich zu, guckten uns aber verwirrt an. Sie stellten sich der Reihe nach vor.
„Ich bin Ashley O`Brain...“
„Ah, du bist bestimmt die Tochter unseres Personal Trainers.“ Kian trat einen Schritt auf mich zu.
„Nun ja...“ ich war verblüfft und wusste nicht was ich sagen sollte.
„Willst du eine Autogrammkarte von uns?“ fragte nun Bryan ganz frech.
„Nein danke! Ich werde euch aufwärmen, bis mein Vater kommt.“ Na, wartet von euch lasse ich mich nicht behandeln wie ein kleines Kind.
„Wir brauchen uns nicht aufwärmen“ Mark setzte sich mit Bryan auf eine Bank und sie unterhielten sich angeregt mit Ann.
„Na, gut wärmt euch auf oder nicht, in 10 Minuten geht es los.“
Die Jungs setzten sich nun alle und unterhielten sich mit Ann und hörten sich ihre Vorschläge an. Ab und zu zwinkerte Ann mir zu. Nach 10 Minuten gab ich ihnen ein Zeichen das sie bitte zu mir kommen sollten. Nach und nach setzten sie sich in Bewegung und kamen auf mich zu. Sie standen noch gar nicht richtig als ich meine Anweisungen gab. Wir machten einige Dehnungsübungen, die durch das Gequassel von Bryan und Kian immer wieder unterbrochen wurden.
„Sagt mal Jungs, ich hoffe euer Gespräch wird nicht vom Training gestört.“
„Nein, Ashley!“
„Das ist ja fein, denn wir laufen jetzt alle zusammen 3 Meilen um den Platz. Los Jungs auf geht’s!“
Die Jungs stöhnten auf, aber folgten mir dann alle ganz brav auf die Bahn. Dann lief ich los, ich wußte selber das ich ein ganz schönes Tempo vorlegte, aber wer nicht hören will muß fühlen. Nach etwas mehr wie 1 Meile drehte ich mich um und musste mir das Lachen verkneifen. Kian schlurfte mehr als er lief, Shane hechelte wie ein Hund, Bryan hielt sich krampfhaft die Seiten, Mark war ganz schön abgeschlagen vom Feld und versuchte angestrengt Luft in seine Lungen zu bekommen, einzig und allein Nicky konnte ganz gut mithalten. Nach zwei Meilen war aber auch er nicht mehr in der Lage mit meinem Tempo mitzuhalten. Ich erreichte die 3 Meilen, mit 3 Runden Vorsprung vor Nicky und 5 Runden Vorsprung vor Bryan, der nun das Rücklicht bildete.
Als die Jungs es dann auch endlich geschafft hatten und sich völlig K.O. ins Gras fielen ließen, ging ich zu ihnen hin.
„Das war eine ziemlich lasche Vorstellung, ich denke mein VATER braucht heute nicht mehr zu kommen.“ ich betonte das Wort Vater extra.
„W...a...s hei...ßt hi..er zie...m....lich....l...a....sch.“ Mark versuchte einen zu-sammenhängenden Satz hervorzubringen, die anderen versuchten es auch aber hatten ihre Atmung noch nicht wieder unter Kontrolle. Ich grinste, schnappte mir meine Sachen, ging mit Ann zu ihrem Auto und wir fuhren los.
Am nächsten Morgen telefonierte ich mit Louis, er amüsierte sich köstlich über die Geschichte mit den Jungs und bat diese um 15 Uhr zu sich ins Büro.
„So, Jungs ich habe von eurem Personal Trainer gehört, das ihr gestern eine ziemlich schlappe Show hingelegt habt.“
„Woher will er es denn wissen, er war doch gar nicht da. Wir kennen ihn gar nicht und er kennt uns nicht.“ meinte Shane, der bei jeder kleinen Bewegung sein Gesicht schmerzlich verzog.
„Er? Ich denke sie!“ Louis grinste.
„Entschuldige Louis. Ist SIE vielleicht so 1,75 m groß, hat lange braune Haare, grüne Augen und ist so um die 20?“ Nicky schaute Louis bittend an, in der Hoffnung er würde nein sagen.
„Ja, wie sehe kennt ihr sie doch.“ Louis grinste.
„Oh, ja dann kennen wir sie...“ Mark wollte aufstehen, ließ sich aber dann mit einem Seufzer zurück in den Sessel fallen.
„Was war gestern eigentlich los mit euch? Sie war nicht sonderlich angetan von euch. Ich musste ganz schön Überzeugungsarbeit leisten, damit sie bei uns bleibt. Mensch Jungs sie ist eine der Besten auf dem Markt, ich bin froh das sie für uns arbeitet.“
„Wir konnten ja nicht wissen....“ Kian hob die Hände.
„Ihr hättet mich ja fragen können, anstatt davon auszugehen dass ich ja nur die TOCHTER eures Personal-Trainers bin.“ ich betrat Louis sein Büro.
Die Jungs blickten erschrocken zur Tür als ich herein kam.
Den Jungs war es sichtlich unangenehm und sie entschuldigten sich für ihr Verhalten.
„Ich denke ihr seid genug bestraft...“ ich grinste Louis an „....wie geht es denn eurem Muskelkater?“
„Wir haben keinen Muskelkater.“ Bryan stand auf.
„Oh, wenn das so ist, dann haben wir in 30 Minuten auf den Sportplatz unsere nächste Trainingsstunde.“ ich grinste überlegen und ging zur Tür.
„Warte Ashley, o.k. einige von uns haben schon ganz schön argen Muskelkater.“ Shane rieb sich die Oberschenkel.
„Ich bin heute morgen kaum aus meinem Bett gekommen, man von einigen Muskeln wußte ich nicht einmal das sie existieren.“ Mark fuhr sich mit der Hand durch die Haare.
„Du kommst doch auch sonst nicht aus dem Bett.“ Bryan feixte.
„Halt die Klappe McFadden, wer von uns hat den ganzen Weg vom Auto hier hoch rum gejammert?“
„Halt, halt Jungs. Ist ja gut. Unsere Stunde fällt heute etwas ruhiger aus. Ich dachte wir laufen so ein bis zwei Meilen und...“
„Biiittteee nicht laufen!“ Nicky verzog bei dem bloßen Gedanken ans Laufen das Gesicht.
„O.K....“ ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen.“... wir gehen heute Schwimmen, dann können sich eure Muskeln etwas entspannen. Wenn ich das nächste Mal sage ihr sollt euch aufwärmen, dann tut es gefälligst, Verstanden?“ ich guckte die Jungs nacheinander streng an.
„Alles klar Ashley!“ antworteten sie im Chor.
„Wenn ich mit euch Dehnübungen mache, dann können eure Privatgespräche warten, am besten bis nach der Stunde. Verstanden?“ meine Stimme wurde etwas lauter.
„Ja, Ashley!“
„Und hört verdammt noch mal auf mich Ashley zu nennen, ich bin Ash!“ meinte ich amüsiert. Die Jungs saßen vor mir, wie ein Haufen herrenloser Welpen. Die Jungs lachten nun erleichtert auf, sie hatten wohl kurzzeitig Angst bekommen. „Alles klar Coach Ash!“
„O.K. dann in einer Stunde vor der Halle!“ ich machte mich wieder auf den Weg zur Tür.
„Warte Ash, ich habe noch eine Überraschung für dich!“ Louis grinste mich an.
„Ist mein Baby endlich da?“
„Ja, J steht unten und wartet auf dich!“
„Juhu!“ ich fiel Louis um den Hals.
„Ist ja gut, war ja nicht mein Verdienst, die Grenzbeamten haben jetzt wohl alles 100 mal durch gescheckt und sind zu dem Entschluß gekommen das alles in Ordnung ist.“ er ließ mich lachend los.
Ich stürmte an den Jungs vorbei in den Flur und drückte auf den Aufzugsknopf. Ich zappelte herum und nach ein paar Sekunden dauerte es mir zu lange und ich lief zur Treppe. Die Jungs standen mittlerweile auch am Aufzug und schauten mir neugierig hinterher. Auf der Treppe rannte ich Nicky fast über den Haufen. Er reif mir noch irgend etwas hinterher, aber ich konnte es nicht verstehen.
Endlich unten angekommen sprintete ich sofort nach draußen. J stand lächelnd an meinen Wagen gelehnt und schwenkte den Schlüssel hin und her. Ich sprang ihm um den Hals. Dann begutachtete ich mein Baby von allen Seiten. Die Jungs waren mittlerweile auch auf dem Parkplatz angekommen. Kian schaute sich meinen Wagen ebenfalls von allen Seiten an.
„Ist der nicht etwas zu schnell für dich?“ er schaute mich ernst an.
„Nein, ganz und gar nicht!“ erwiderte ich.
„Kannst du denn damit auch um?“ Nicky kam zu mir und Kian.
„Ja, allerdings! Kannst du damit um?“ ich zeigte auf Nicky`s Ferrari.
„Natürlich!“
„Ist bestimmt Automatik, oder?“
„Ja, wieso? Deiner doch auch, oder?“
„Nein, 6-Gang-Sportschaltung. Dieses Spielzeug ist für Jungs also völlig ungeeignet, da müßtet ihr nämlich ab und zu nachdenken beim Fahren, da ist es nicht getan, indem man einfach aufs Gas tritt.“ ich schaute ihn überlegen an.
„O.K. Frieden! Mädels können Auto fahren und Jungs können Kochen!...“ J stellte sich zwischen uns. Kian, Nicky und ich wollten noch etwas sagen doch J hob die Hände. „...die Diskussion ist hiermit beendet. Seid lieb zu einander.“
Kian, Nicky und ich sahen uns an und fingen an zu Lachen, auch der Rest der Jungs konnte sich nun nicht mehr halten. J wurde es nach ein paar Minuten zu bunt.
„Hey Jungs in einer guten Stunde ist Planschen angesagt, also hopp... holt eure Sachen und dann zur Halle.!“
„J, fährst du mich schnell rum? Ich bin mit Bryan gekommen, aber der muß jetzt mit Shane in die andere Richtung und Kian fährt bei Nicky mit.“
„Sorry Mark, aber ich habe einen Termin. Sag mal Ash kannst du ihn kurz rum fahren und dann mit zur Halle nehmen?“
„Klar, ich habe mein Schwimmzeug schon hier.“ ich zeigte auf meine Sporttasche.
„O.K. Mark dann wäre das geregelt.“ J schaute begeistert zu Mark. Der wiederum schaute die anderen hilfesuchend an.
„Oh, Mann hab dich nicht so Mark Feehily. Ich werde den vielen Bäumen hier in der Stadt schon ausweichen.“ ich setzte mich ins Auto. Die anderen taten es mir gleich, nur Mark blieb dort wo er war.
„Brauchst du eine extra Einladung? Beweg deinen Hintern!“ ich startete den Motor. Nun bewegte er sich endlich und ließ sich in den Sitz fallen. Er schnallte sich sofort an und blickte stur gerade aus.
„Ganz ruhig Markilein, ich verspreche dir, du wirst es überleben.“
Die anderen saßen schon in ihren Autos, machten aber keine Anstalten los zu fahren. Sie hofften wohl das ich mich blamieren würde. Ich parkte rückwärts aus und fuhr dann vom Parkplatz. Auf der Straße gab ich so richtig Gas und weg waren die Jungs aus meinem Rückspiegel. Mark hielt sich an seinem Sitz fest, aber nach ein paar Minuten entspannte er sich endlich.
„Na, so schlimm ist es doch gar nicht, oder?“
„Nein, ich muß sogar sagen du fährst ausgesprochen gut.“
„Vielen Dank für das Lob!“
„Stört es dich, wenn ich Musik anmache?“ fragte er vorsichtig.
„Nein.“ Ich lächelte ihn kurz an.
Er drückte ein paar Knöpfe, plötzlich schallte uns in Ohrenbetäubender Lautstärke Nickelback um die Ohren. Ich drehte sofort leiser.
„Sorry, ich dachte J hätte das Radio zwischendurch schon angehabt.“
„Kein Problem. Was oder wer ist denn das?“ fragte er erstaunt.
„Du kennst Nickelback nicht?“
„Das Lied kenne ich schon, wußte nur nicht von wem das ist, solch einen Musikgeschmack hätte ich dir gar nicht zugetraut.“
„Meine Musik wechselt mit meiner Stimmung.“ ich drückte ein paar Knöpfe und wechselte die CD, den Rest der Fahrt hörten wir von allem ein bißchen. Mark und ich unterhielten uns angeregt über alles mögliche.
„Sag mal Mark, wo wohnst du eigentlich?“ ich schaute ihn fragend an, wir waren schon fast raus aus Dublin.
„Noch etwa 2 km, wir haben unser Appartement in Howth. So ganz in der City wollten wir nicht.“
„Ach so, mit wem wohnst du denn zusammen?“
„Mit Shane und Kian. Shane ist aber in letzter Zeit viel bei Bryan und fährt fast jeden Abend nach Hause, nach Sligo zu Gill, seiner Verlobten. Also wohnen Kian und ich quasi alleine hier. Obwohl, so ganz stimmt das auch nicht, Kian ist eigentlich mehr bei Jodie, also wohne ich sozusagen alleine hier. Hier mußt du links...“ wir bogen in eine kleine Seitenstraße ab „ und jetzt halt, so da sind wir. Willst du kurz mit hoch kommen?“
„Nein, ich warte hier. Beeil dich bitte!“
„Immer doch Coach!“ er lächelte mich an, steig aus und ging ins Haus.
Während er seine Sachen zusammen suchte, dachte ich im Auto etwas nach. Ich fand die Jungs super nett und freute mich auf die folgenden 2 Jahre. Nach etwa 10 Minuten tauchte Mark mit seiner Sporttasche auf und stieg ein.
„So, Coach alles beisammen!“ er deutete auf seine volle Tasche.
„Na, dann los. Wir wollen ja nicht die Letzten sein.“
Ich fuhr so schnell es ging zur Halle, aber Nicky und Kian waren schon da. Nicky schaute Mark ganz mitleidig an, doch dieser hob die Hände.
„Hey Jungs, sie kann wirklich sehr gut Auto fahren.“ er legte seine Arme um mich.
„Dankeschön!...“ ich gab ihm einen Kuß auf die Wange und schloß das Auto mit der Fernbedienung ab.
„... ich denke wir gehen schon mal rein.“ ich hatte den Satz noch gar nicht ganz zu Ende gesprochen, da fuhren Bryan und Shane und mit etwas Anstand Ann auf den Parkplatz. Kaum ausgestiegen lieferten sie sich ein heftiges Wortgefecht. Nicky, Mark, Kian und ich gingen zu ihnen.
„Mann, du hast mir vorhin an der Kreuzung die Vorfahrt genommen und auf dem kleinen Weg hierher hast du versucht mich abzudrängen. Sag mal, hast du deinen Führerschein im Lotto gewonnen?“ Ann war außer sich.
„Ich wußte ja nicht das du es bist!“ Bryan versuchte sich zu wehren.
„Auch wenn es jemand anderes gewesen wäre, dir gehört die Straße nicht allein.“
„O.K.“
„Vielleicht solltest du ein paar Fahrstunden bei Ash nehmen. Sie fährt echt gut.“ Mark guckte Bryan treu-doof an.
„Vielleicht sollte er das wirklich!“ Ann mußte sich angesichts Bryan`s Ge-sichtsausdruck das Lachen verkneifen.
„So, Jungs ich möchte nie wieder etwas über den Fahrstil von Frauen hören, ich denke dann werden wir alle gute Freunde.“ ich sah alle nacheinander an.
„O.K.“ Shane schnappte sich seine Tasche.
„Na, dann auf ins feuchte Naß!“ auch Nicky nahm seine Tasche und folgte Shane. Die anderen sahen erst mich und Ann an, aber dann folgten sie den Beiden ziemlich schnell. Ann und ich tauschten unsere Geschichten auf dem Weg zum Umkleideraum aus. Beim Umziehen mußten Ann und ich so viel Lachen das wir etwas länger brauchten. Ich zog meinen hellblauen Bikini an und zog mein altes Liverpool-T-Shirt darüber. Ann zog sich den gelben Badeanzug an, den wir zwei Tage vorher in der Stadt erstanden hatten. Dann zog auch sie sich ein T-Shirt über, wir nahmen unsere Handtücher und gingen in die Halle. Die Schwimmhalle war sehr klein, das Becken war gerade mal 20 m x 40 m, aber für unsere Zwecke reichte es. Die Jungs drehten ihre Köpfe als wir herein kamen, konzentrierten sich aber gleich wieder auf ihre Wasserschlacht, als sie sahen, das es nicht viel zu sehen gab.
Ann und ich stellten uns an den Beckenrand.
„So Jungs! Alle zusammen 10 Bahnen schwimmen.“ ich blies in meine Trillerpfeife (ein Geschenk von Louis). Ohne Murren zogen die Jungs ihre Bahnen. Wir machten noch 1 Stunde Gymnastik, dann beschlossen wir etwas Wasserball zu spielen. Die Jungs waren hellauf Begeistert von der willkommenen Abwechslung. Ann und ich zogen unsere T-Shirts aus und sprangen ins Wasser. Die Jungs staunten nicht schlecht und wir bekamen einige anerkennende Blicke zu geworfen. Das Spiel wurde sehr lustig, obwohl am Ende keiner mehr wußte wer in welcher Mannschaft war. Es spielte einfach jeder gegen jeden. Gegen Ende des Spiels wurde ich nach unten gezogen, ich tauchte keuchend wieder auf und blickte in Marks blaue Augen. Erst wollte ich ihn schimpfen aber dann begann ich zu lachen. Um 19 Uhr entließ ich die Jungs.
„So, für heute Schluß. Wir treffen uns gleich noch mal kurz in der Vorhalle, Ann und ich müssen kurz mit euch sprechen.“ fünf verwirrte Augenpaare starrten Ann und mich an.
„Keine Angst, ist nichts Schlimmes!“ Ann lächelte den Jungs beruhigend zu. Wir gingen unter die Dusche und zogen uns an. Ich wickelte mir einen dicken Schal um und setzte meine Wollmütze auf. Dann setzte ich mich in die Vorhalle. Nach 15 Minuten waren alle beisammen. Ich deute Ann an zu beginnen.
„Also ihr Chaoten, ab morgen haben wir Tanztraining, 5 Mal die Woche nach dem Training mit Ash. Keine Angst die erste Zeit wiederholen wir nur Sachen die ihr schon kennt, wenn eure Kondition dann besser ist, dann wenden wir uns neuen Sachen zu.“
„Ob sie jemals besser wird?“ Bryan schaute zu mir.
„Das wird sie! Das verspreche ich euch. Morgen möchte ich wenn möglich darum bitten, das ihr eure Freundinnen oder Frauen oder was auch immer mitbringt. Wenn einer von euch einen eigenen Koch hat, dann soll er bitte diesen auch mitbringen. Nur mit Training ist es nicht getan, das erste halbe Jahr müssen wir auch eure Ernährung umstellen. Dabei müssen eure Familien euch unterstützen. Also klappt es mit morgen?“ ich sah fragend in die Runde.
„Ich denke ja...“ Nicky stand auf „... bis morgen ihr Zwei. Macht echt Spaß! Ach so, wann morgen?“
„Gewöhne dich nicht dran!“ ich grinste ihn an „...um 15 Uhr hier in der Halle im Konferenzraum.“
„Alles klar!“ die anderen Jungs verabschiedeten sich und gingen zu ihren Autos. Mark blieb sitzen und schaute mich an.
„Soll ich dich rum fahren?“ ich deute auf mein Auto.
„Gerne!“ er stand auf und wir gingen zum Parkplatz, die anderen fuhren gerade los und hupten zum Abschied, ich winkte ihnen kurz zu und steig ein. Ich gab Ann ein Zeichen das ich 10 Minuten später nach Hause kommen würde und fuhr los. Die Fahrt verlief sehr schweigsam und bei ihm angekommen, merkte ich das Mark eingeschlafen war.
„Hey Mister, aufwachen! Wir sind da!“ ich schubste ihn sanft an.
„Hmmm!“ er öffnete die Augen und sah mich verschlafen an.
„Wir sind da!“ wiederholte ich.
„Oh, ich bin wohl eingeschlafen!“ er rieb sich die Augen.
„Bist du wohl! Na, dann ab ins Bett, wir sehen uns morgen!“
Er nahm seine Tasche und stieg aus. Ich hupte noch einmal kurz und fuhr dann nach Hause. Ann und ich machten uns noch einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher und gingen etwas früher zu Bett.

IV.
Am nächsten Tag fuhren Ann und ich um 14 Uhr zu Halle und bereiteten alles vor. Nach und nach trudelten alle ein. Nur Bryan und seine Frau fehlten noch. Die anderen wurden uns vorgestellt. Nicky war mit Georgina seiner Frau gekommen, Shane war mit Gillian, ebenfalls seine Frau gekommen, Kian war mit Jodie, seiner Verlobten gekommen und Mark war mit Lucy, seiner derzeitigen Freundin und Marie, seiner Mutter gekommen. Dann kam endlich Bryan und ich traute meinen Augen nicht wer da mit ihm gekommen war.
„Kerry, ich glaube es nicht!“ ich konnte es nicht glauben.
„Ashley ich kann es nicht glauben, was machst du denn hier?“ sie umarmte mich kurz.
„Ihr kennt euch?“ fragte Bryan unsinniger Weise.
„Ja, ich bin mit Ash zusammen zur Schule gegangen, wir waren gute Freundinnen. Nach der Schule haben wir uns aus den Augen verloren.“ Kerry sah mich lange an.
„Ja.“ ich sah Kerry an und es war immer noch ein totaler Schock für mich.
„Was machst du hier, Ash?“
„Ich bin die Personal-Trainerin der Jungs. Und du hast dir also diesen Chaoten geangelt, hmmm?“ ich deutete auf Bryan.
„Ja, wir haben zwei wundervolle Kinder zusammen, Molly und Lilly, du mußt sie unbedingt mal kennen lernen.“ Kerry wußte nicht wie sich mir gegenüber verhalten sollte.
„Ja, die zwei muß ich mir anschauen!...“ ich deutete auf einen Stuhl und wir setzten uns „...aber ich denke wir besprechen das später!...“ ich sah sie an „...Jetzt erst einmal zu dem Grund warum wir alle heute hier sind. Die Jungs gehen in knapp 9 Monaten auf eine sehr lange und anstrengende Tour und da wir alle wollen, das sie diese überleben gibt es einige Sachen die wir bis dahin beachten müssen. Als Erstes: kein Fast Food. Wir, Ann und ich, bestehen auf ausgewogene, ballaststoffreiche Kost...“
Wir verbrachten fast 4 Stunden damit alles zu erklären und verteilten dann Listen mit den wichtigsten Punkten. Alle trugen es mit Fassung, wir bekamen zwar aus Bryans und Marks Richtung einige böse Blicke, aber diese störten uns nicht wirklich.
„....So, vielen Dank für eure Kooperation, ich denke wir sehen uns vielleicht noch öfter!“ wir waren während des Gespräches dazu über gegangen uns zu duzen.
„Würde mich sehr freuen!“ Marks Mum reichte mir die Hand.
„Mich auch, da läßt sich bestimmt mal etwas einrichten!“ ich guckte Mark an.
„Na, sicher!“ er gab mir die Hand und verabschiedete sich mit einem Kuß auf die Wange.
Ich verabschiedete mich von dem Rest und ging mit Bryan und Kerry runter. Die anderen standen noch in der Vorhalle, da es draußen wie aus Eimern regnete.
„Sag, mal Ash, wie geht es Cath, David, Collin, Josh und deinen Eltern?“ Kerry sah mich von der Seite an. Wir setzten uns zu einigen von den anderen auf eine Bank.
„Cath hatte letztes Jahr einen schweren Reitunfall und sitz seitdem im Rollstuhl.....“
„Oh, mein Gott!“ Kerry schlug die Hand vor den Mund.
„... es geht ihr gut, sie kommt sehr gut damit zurecht, sie studiert mittlerweile im 7. Semester Jura in Cambridge. Mein Dad ist furchtbar stolz auf sie, wie du dir vorstellen kannst. Du kennst ja meinen Dad. David hat vor zwei Jahren geheiratet und ist Daddy von zwei reizenden Jungs, er wohnt in York, zwei Straßen von meinen Eltern entfernt. Joshua ist jetzt mittlerweile seit...“ ich überlegte angestrengt „...4 Jahren verheiratet, er und seine Frau haben 2 Töchter und einen Sohn.“
„Was, der Aufreißer Josh hat Familie? Kaum zu glauben!“ Kerry lachte.
„Kerry, als du ihn das letzte Mal gesehen hast war er 20, er ist mittlerweile 25, aber du hast Recht, meine Eltern hatten die Hoffnung auch schon fast aufgegeben. Aber dann hat er Josie getroffen, es war Liebe auf den ersten Blick, 5 Monate später waren sie verheiratet...“
„Kaum zu glauben!“ Kerry schüttelte lachend den Kopf.
„...Ja, ja und Collin ist mittlerweile 18 und raubt meinen Eltern den Schlaf, er hat sich bei der Armee für 10 Jahre verpflichten lassen und ist gerade in Kuwait.“
„Oh mein Gott, als ich ihn das letzte Mal gesehen habe war er gerade mal 13.“ Kerry blickte mich erschrocken an.
„Ja, die Zeit vergeht. Mein Dad ist mittlerweile 1. Vorsitzender im englischen Parlament und meine Mum desingt immer noch. Sie hat jetzt ein eigenes Label: KOC“ erklärte ich weiter.
„KOC? Mein Schrank ist voll mit Klamotten von ihr!“ Geo schaute mich an.
„Ja, sie ist meine Mum. Kathleen O`Brain-Camdon.“ ich schaute zu Nicky. Er lächelte mich an und ich grinste zurück. Geo war über diese neuen Informationen ganz aus dem Häuschen, auch die anderen schauten mich verwundert an.
„Warum hast du es uns nicht erzählt?“ Shane schaute mich gespielt böse an.
„Jungs, wir kennen uns erst seit 2 Tagen, ich breite ja nicht sofort vor jedem mein Leben aus!“
„Wir sind also Jeder?“ Mark schaute mich an.
„Nein, ihr seid die tollsten, die besten und die charmantesten Jungs die mir je begegnet sind!“ ich lachte los. Die Jungs packten mich und fingen an mich durch zu kitzeln.
„Laßt das!“ ich wand mich in Bryans Griff „Biiittteee!“
Endlich ließen sie von mir ab, ich setzte mich wieder und versuchte ruhig zu atmen. Kerry lächelte mich an.
„Und was hast du die letzten 5 Jahre getrieben? Herrgott als wir uns das letzte Mal gesehen haben war ich 19 und du warst gerade mal 18.“ Kerry schüttelte ungläubig den Kopf.
„Nach der Schule war ich auf dem College. Dann habe ich etwas Sport studiert, dann habe eine Ausbildung zur Personal-Trainerin gemacht und bin ziemlich schnell sehr erfolgreich geworden. Nun hat meine Agentur mich auf deinen Mann und seine Freunde los gelassen. Fertig!“ ich schaute Kerry an.
„Und was ist mit den Männern, Ash?“ sie sah mich lange an.
„Hmm...“
„Nun mach es nicht so spannend, das interessiert uns alle!“ Kian deutete auf sich und den Rest.
„Da gibt es nicht viel zu erzählen. Ich konzentriere ich mich lieber auf meine Karriere.“
„Das tut mir leid!...“ Kerry streichelte mir über meinen Rücken. „...gibt es denn niemanden der dich im Moment interessiert?“
„Ja, es gibt jemanden...“ ich überlegte kurz was ich da gesagt hatte und fügte schnell hinzu „....in London!“ Oh, man was habe ich mir denn dabei gedacht? In meinem Vertrag stand unmißverständlich, das sämtliche Beziehungen zur anderen Mitarbeitern von BMG verboten sind. O.K. Mark gefiel mir schon sehr gut. Er war mein Typ, aber er hatte zwei Makel über die ich nicht hinweg sehen konnte und wollte. Erstens hatte er eine Freundin, auch wenn diese auf mich keinen besonders intelligenten Eindruck macht und zweitens ist er mein Kunde, daran ist nicht zu rütteln. Ich schaute verlegen zu Boden.
„Und sonst gibt es da niemanden?“ Kerry bohrte weiter nach.
Ich holte tief Luft „Nein.“ sagte ich bestimmt.
„Aber die Karriere macht einen doch nicht glücklich!“ Kerry kannte mich immer noch besser als ich dachte.
„Kerry, im Moment macht mir meine Arbeit sehr viel Spaß, schau mal, ich bin 23, ich habe mein Leben noch vor mir.!“
„Ash ich bin 25 und ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als morgens neben dem Mann auf zu wachen den ich über alles liebe...“ sie warf Bryan einen verliebten Blick zu „....und es gibt nichts spannenderes als zu sehen wie unsere bezaubernden Kinder wachsen und jeden Tag etwas neues lernen! Das war doch auch mal dein Traum! Was ist passiert?“
Ich schüttelte kaum merklich den Kopf. „Ja Kerry, das war auch mal mein Traum, aber Träume gehen nicht immer in Erfüllung!“
„Nein, man bekommt seine Träume nicht auf einem Silbertablett serviert, man muss für sie kämpfen!“ Kerry merkte das sie mich damit traf, ich wusste das sie es nicht böse gemeint hatte aber ich war böse auf sie.
„Ja, klar muss man für seine Träume kämpfen, aber irgendwann ist man kaputt davon. Ich habe lange verzweifelt versucht um mein Glück zu kämpfen. Ich hatte im Leben, alles was ich wollte immer sofort bekommen, es war eine harte Einsicht für mich das es so nicht immer sein kann, aber da begann ich zu kämpfen und was hat es mir gebracht? Nichts! Rein gar nichts!“
„Ashley, was ist mit Daniel passiert, hat er alles....“ weiter kam Kerry nicht.
„Kerry Katona bitte tue nicht so als würdest du mich kennen, du kennst mich überhaupt nicht!“ Kerry sah mich geschockt an.
Ich stürmte an Kerry vorbei nach draußen in den Regen. Ich lief zu meinem Auto, stieg ein und fuhr los.
Kerry hatte so verdammt Recht, natürlich macht mich mein Job alleine nicht glücklich. Aber warum sollte ich mich jemanden öffnen? Er könnte mich wieder verletzen und das wollte ich auf gar keinen Fall! Aber wer will das schon?
Ich fuhr kreuz und quer durch Dublin, ich hatte kein Ziel vor Augen, ich wollte nur niemanden sehen und hören. Kurz nach Mitternacht parkte ich meinen Wagen in der Tiefgarage. Ich freute mich auf mein Bett. Ich hatte viel nachgedacht und mich entschlossen, die Jungs so weit wie möglich auf Distanz zu mir zu halten, auch Mark, nein gerade Mark!
Das nächste halbe Jahr verlief ohne besondere Vorkommnisse, Kerry und ich redeten zwar miteinander aber nur das nötigste. Wir beide wußte nicht, was mit uns passiert war, aber wir waren noch nicht bereit darüber zu reden. Die Jungs kamen gut voran und ihre Kondition wurde immer besser. Manchmal gingen Ann und ich mit den Jungs aus. Ann etwas öfter wie ich. Zu meinem 24. Geburtstag organisierten die Jungs eine Party, die sehr lustig wurde. Die Jungs merkten schnell das ich mich von ihnen distanzierte, aber sie nahmen es stillschweigend hin.

V.
An einem Morgen im Mai konnten Ann und ich ausschlafen, da die Jungs Studioaufnahmen und wir somit frei hatten. Noch 2 Monate bis zum Tourstart.... Als ich aufstand roch es in der Küche schon nach Kaffee und Brötchen. Ich setzte mich zu Ann an den Tisch.
„Hey Ash, alles O.K.?“ Ann schaute mich besorgt an, wie sooft n den letzten Monaten.
„Ja, alles in Ordnung!“ Ann schaute mich immer noch besorgt an „ Wirklich, es geht mir gut! Ganz ehrlich! Was machen wir mit dem angebrochenen Tag?“ ich lachte sie fröhlich an.
„Du scheinst wirklich in Ordnung zu sein....“ sie grinste mich an „....ich dachte wir können uns mal die Umgebung von Dublin angucken, ich habe einen tollen Reiseführer gefunden!“
„Supi...“ ich langte nach einem Brötchen, bestrich es dick mit Nutella, biss ab und schaute Ann an.
„Na wenigstens kommt dein Appetit wieder zurück, wenn du noch dünner wirst muß ich dir ein Zeichen auf die Stirn malen, damit ich dich nicht dauernd über den Haufen renne. Ich gehe schnell duschen, dann kannst du! Ich denke wir brechen so gegen 14 Uhr auf.“ sie ging nach oben.
Ich schaute auf meine Uhr, kurz nach 12, ich hatte fast zwölf Stunden geschlafen, gestern Abend war es zum Glück nicht allzu spät geworden. Dafür fühlte ich mich jetzt fit, ich nahm mein Brötchen und setzte mich vor den Fernseher und schaute mir, solange bis Ann fertig war, Cartoons an. Dann ging ich hoch und duschte erst einmal ausgiebig. Nach dem Duschen suchte ich verzweifelt meinen blauen Sweater, nur mit einem Handtuch bekleidet stürmte ich ins Wohnzimmer.
„Ann, wo ist mein..“ ich brach im mitten im Satz ab und schaute mich um, Bryan und Kerry saßen auf der Couch, Mark und Ann standen in der Küche und Nicky und Gina standen am Flipper. Alle Augen waren auf mich gerichtet.
„Suchst du was?“ Mark lächelte mich an.
„Hmmm ja, was zum Anziehen!“ stammelte ich.
„Ja, so kannst du schlecht raus.“ Bryan grinste mich an.
Ich ging zu Ann in die Küche und zog sie an ihrem Arm raus aus der Küche in die hinterste Ecke des Wohnzimmers.
„Was bitte soll denn das?“ fauchte ich sie an.
„Das sind unsere Reiseführer.“ sie drehte sich um und alle winkten ihr zu.
„Ich dachte du redest von einem Reiseführer aus Papier, mit Seiten und Karten und was weiß ich noch...“ ich flüsterte immer noch mit ihr, aber die anderen bekamen jedes Wort mit.
„Hey wir wollen dich besser kennen lernen, Ash. Wir arbeiten jetzt schon über ein halbes Jahr mit dir zusammen und wissen fast nichts über dich. Wir werden bald täglich aufeinander hocken und wir wissen nicht einmal wird du wirklich bist.“ Nicky lehnte sich an den Flipper und wartete auf meine Antwort.
„O.K. nichts gegen besser kennen lernen, aber wenn ich nur im Handtuch aus der Dusche komme, möchte ich das nächste Mal vorgewarnt werden, wenn hier eine Versammlung ist. Ich gehe mir jetzt erst einmal was bequemes anziehen.“
„Was gibt es bequemeres als ein lockeres Handtuch um die Hüften.“ Bryan tänzelte durchs Wohnzimmer.
„Wenn ich könnte würde ich dir das Handtuch um die Ohren hauen Bryan McFadden!“ ich ging langsam die Treppe hoch und Ann ging wieder in die Küche.
„Oh, bitte. Das wäre bestimmt schön.“ Bryan robbte auf den Knien zur Treppe und fing sich von Kerry einen Klaps ein.
Ich lachte und ging in mein Zimmer. Ich zog mir eine Jeans und ein Top an. Ich war gerade fertig als es klopfte. Mark steckte seinen Kopf in mein Zimmer.
„Bist du fertig?“
„In einer Minute..“ ich setzte mich aufs Bett, zog meine Socken und meine Turnschuhe an. „...so fertig! Kann ich so mit?“ ich lief an Mark vorbei.
„Sicher! Dich nehmen wir auch im Kartoffelsack mit!“ Mark holte mich an der Treppe ein, schmiss mich über seine Schulter und trug mich die Treppe runter.
„Ich habe das Raubtier gefangen und gezähmt!“ Mark wirbelte mich durch die Luft.
„Lass mich runter! SOFORT!“ ich strampelte nach Leibeskräften. Mark hatte schnell erbarmen und ließ mich auf die Couch fallen, von der sich Kerry und Gina im letzten Moment retten konnten.
„Können wir jetzt los?“ Bryan kam kauend aus der Küche.
„Ja!“ ich rappelte mich auf, ging zur Garderobe, nahm meinen blauen Sweater, den ich zwischen zeitlich gefunden hatte und meine Tasche. Die anderen sammelten ebenfalls ihre Sachen zusammen.
„Mit welchen Auto fahren wir?“ ich schaute Ann fragend an.
„Wir fahren mit Bryans Kleinbus, da passen wir alle rein.“ Ann hakte mich unter und wir gingen in die Tiefgarage. Bryan lief an uns vorbei und schloss den Bus auf. Er und Kerry setzten sich nach vorne, Nicky, Geo und Ann setzten sich auf die mittlere Sitzbank und Mark und ich krabbelten nach hinten. Dann ging es los.
„Nächster Halt Drogheda! Alle anschnallen es geht los!“ lachte Bryan und gab Gas.
„Sag mal Mark, wo hast du denn Lucy gelassen?“ Ann drehte sich um.
„Keine Ahnung!“ gab Mark gelangweilt zurück.
„Hör mal sie ist deine Freundin!“ Ann boxte ihn.
„Vielleicht ist sie das ja auch nicht mehr.“ bei diesem Satz legte Bryan fast eine Vollbremsung hin und alle starrten Mark an.
„Wie?“ Nicky fand als erster seine Sprache wieder.
„Wir haben uns getrennt.“
„Aber warum denn?“ Gina blickte Mark schockiert an.
„Die Gefühlen waren bei mir einfach nicht mehr da, ich fand es nur fair, ihr gegenüber ehrlich zu sein.“ Mark schaute an mir vorbei aus dem Fenster.
„Gibt es eine Neue?“ Bryan fuhr wieder an und beobachtete Mark im Rückspiegel.
„Lass ihn in Ruhe Bry!“ Kerry schaute Bryan böse an.
Nach einer guten Stunde erreichten wir Drogheda. Wir fuhren zu einer wun-derschönen alten Kirche und alle verließen fluchtartig den Wagen. Kerry zog mich beiseite.
„Ash kann ich mit dir reden?“
„Klar!“ ich lächelte sie an „Du hast mich lange nicht mehr so genannt.“
„Ich weiß. Bist du noch böse auf mich?“
„Nein Kezz!“
„Wirklich nicht? Du fehlst mir, ich kann es nicht ertragen das du nicht mit mir redest.“ Kerry nahm mich in den Arm. Wir merkte beide das eine Mauer in diesem Moment eingerissen wurde.
„Ich rede doch mit dir?“ ich schaute ihr in die Augen, sie hatte mir auch sehr gefehlt.
„Ash, du weißt doch, was ich meine!“
„Ja, es tut mir leid. Ich fühlte mich damals so bloß gestellt. Du kennst mich immer noch so gut, das hat mir Angst gemacht. Es ist so verdammt viel passiert.“
„Ash, WAS ist passiert? Du warst doch sonst nicht so. Es muß noch irgend etwas passiert sein. Warum bist du so abweisend zu allen Menschen in deiner Umgebung?“
„Ja, Kezz es ist etwas passiert, ich weiß nicht wo ich anfangen soll! Ich denke die Jungs sollten es auch erfahren.“
„Hey, wir wollen noch zu zwei weiteren Kirchen, kommt ihr?“
„Nein Schatz, Ash möchte mit uns reden!“
„Klar!“ Bryan holte die anderen.
„Ich möchte mit euch allen reden, meinst du Shane und Kian können hierher kommen?“
„Klingt wichtig, ich rufe sie an.“
Nach ein paar Minuten kam Bryan zurück. „Die beiden sind auf dem Weg, sie sind in ca. 45 Minuten hier!“
„Danke Bry!“ Kerry gab ihm einen Kuß und kam dann zu mir und wir setzten und auf eine Bank und warteten. Dann kamen Kian und Shane. Wir nahmen uns Decken und setzten uns auf eine Wiese in der Nähe der Kirche. Ich schaute alle an und holte tief Luft.
„So Ash, was ist los? Wo ist meine kleine zutrauliche Ash?“ Kerry setzte sich zu mir und nahm meine Hand.

VI
„Die ist vor langer Zeit verloren gegangen...“ mir lief eine einzelne Träne über die Wange.
„Was ist denn passiert?“ sie nahm mich in den Arm. Ich löste mich und atmete tief durch.
„Kerry hatte damals in der Halle doch Daniel erwähnt. Er war meine große Liebe. Wir waren zusammen seit ich 15 war. Kerry kannte ihn auch sehr gut, wir haben viel zusammen unternommen....“ ich lächelte bei den Erinnerungen die vor meinem geistigen Auge auftauchten „... nach der Schule sind wir aufs gleiche College gegangen. Dann kam eine Zeit und der er immer öfter krank wurde. Nach einem halben Jahr kam dann die erschreckende Diagnose. Leukämie im Endstadium. Er hat einen Chemoblock erhalten, aber sein Zustand verschlechterte sich sehr schnell. Das erste Mal im Leben konnte ich mir etwas nicht so sehr wünschen, das meine Eltern es mir kauften. Geld brachte gar nichts. Ich war früher daran gewöhnt immer alles zu bekommen was ich will. Aber nun funktionierte es nicht. Ich saß immer an seinem Bett. Ich las ihm vor, ich sprach mit ihm über alles mögliche. Dann fiel er ins Koma. Ich erinnerte ihn daran was wir alles vorhatten, wir wollten heiraten, wir wollten Kinder.“ ich atmete ein paar Mal tief durch um nicht in Tränen auszubrechen. Kerry legte ihre Hand in meine und drückte sie sanft. „Dann kam der Tag an dem der Arzt mir mitteilte das keine Hirnströme mehr nachweisbar sind. Ich redete lange mit seiner Familie und wir beschlossen die Maschinen ab zu schalten. Ich ging mit dem Arzt in sein Zimmer. Da lag er, so blaß und so zerbrechlich. Er war immer ein Sportler und nun war ihm davon nichts mehr an zusehen. Die Geräte wurden abgestellt...... Ich saß noch lange bei ihm. Es war so schrecklich, ich weiß nicht wie ich die folgenden Wochen überstanden habe. Ich wußte nicht mehr wer ich war, ich wußte nicht wohin mit mir. Mein Leben schien zu Ende. Ich stand mehr wie einmal auf einer Brücke und wollte springen, ich hatte auch mehr wie einmal die Waffe meines Vaters in der Hand und ich hatte weiß Gott oft eine Rasierklinge oder ähnliches in der Hand. Ich dachte es würde nicht mehr weiter gehen. Ich war gerade mal 20 und alles schien vorbei. Ich war so wütend auf ihn, warum hatte er mich allein gelassen?.... Meine Eltern holten mich wieder zu sich nach Hause und versuchten alles um mich wieder in mein Leben zurück zu führen. Ich fand eine neue Aufgabe in meiner Arbeit und verschrieb mich ihr voll und ganz. Männer hatten zu dieser Welt keinen Zutritt mehr und auch viele andere Menschen wurden von mir abgeblockt. Ich habe es drei Jahre geschafft jeden der mir zu Nahe kam, kurz bevor er oder sie sich am Ziel werten aus zu bremsen. Dann aber fühlte ich etwas was ich schon lange nicht mehr gefühlt hatte. Ich fühle das hier Leute sind die sich wirklich für mich interessieren und das macht mir Angst....“
Nun war es Kerry die weinte. „Oh, mein Gott! Ash es tut mir so unendlich leid, ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Es tut mir leid! Aber bitte laß die Jungs und ihre Familien an dich heran, sie werden dich dafür belohnen!“ sie blickte mich hoffnungsvoll an.
„Hilfst du mir?“
„Aber klar, erinnerst du dich noch an unseren geheimen Spruch?“ Kerry sah mich erwartungsvoll an.
„Für immer zusammen, durch nichts getrennt, das ist das was man wahre Freundschaft nennt!“ sagten wir beide gleichzeitig.
„Ich bin für dich da, wann immer du mich brauchst und wenn ich nicht mit euch auf Tour sein kann, dann ist bestimmt Gina da. Du kannst ihr vertrauen Ash. Sie ist superlieb!“
„Ich bin für dich da!“ Gina`s Stimme klang belegt.
Ich schaute hoch, alle sahen mich mit Tränen in den Augen an.
„Wir sind alle da!“ sagte Kian bestimmt, stand auf, setzte sich neben mich und nahm mich in den Arm. Die andern folgten ihm und wir saßen lange einfach nur da und hielten und fest. Nach einer Weile wollte ich etwas spazieren gehen.
„Darf ich dich begleiten?“ Kerry sah mich an.
„Ich wollte dich darum bitten!“ ich lächelte sie zögerlich an. Wir liefen eine Weile schweigend neben einander her. Dann brach ich das Schweigen.
„Kezza, da ist noch etwas?“
Kerry blickte mich erschrocken an. Ich mußte widerwillig grinsen.
„Es ist nichts schlimmes!...“ ich schaute zu Boden „... ich fühle noch etwas was ich schon lange nicht mehr gefühlt habe. Ich fühle mich zu jemandem hingezogen, mehr als für meinen Job gut wäre.“
„Laß mir ja meinen Bry in Ruhe!“ sie boxte mich in die Seite „ Nein im Ernst? Wer ist denn der Glückliche?....Nein, ich beantworte es mir selbst! Es ist Mark!“ sie nahm meine Hand und ich sah sie an.
„Ist es so auffällig?“ ich wurde rot.
„Nein, ganz und gar nicht! Aber Mark müßte so dein Typ sein!“ sie grinste mich an.
„Du hast Recht! Ein Blick und in meinem Magen explodiert ein Feuerwerk. Aber das darf nicht sein!“ ich begann schon wieder zu weinen.
„Warum denn nicht?“ Kerry wirkte ratlos.
„Also erstens steht in meinem Vertrag das ich das gar nicht darf, zweitens weiß ich nicht wie er zu mir steht und drittens hat er sich gerade erst von Lucy getrennt!“ die Tränen bahnten sich ihren Weg und ich fühlte mich so erleichtert. Kerry war wieder bei mir, meine kleine Kezza war wieder da.
„Also erstens ist wirklich ein Problem, aber da kann man sicherlich etwas machen und über zweitens mach dir mal keine Sorgen, ich höre mich mal unauffällig um. Und zu drittens, er macht auf mich nicht den Eindruck als ob er todtraurig wäre, er war einfach fair zu ihr.“ sie lächelte mich unsicher an.
„Bitte sehr unauffällig, wenn Louis davon Wind bekommt, dann bin ich Geschichte!“
„Es tut so gut, dich wieder zu haben! Du hast mir so gefehlt, es tat so weh dich zu sehen, aber keinen Weg zu dir zu finden!“ Kerry weinte nun auch wieder.
Wir nahmen uns in den Arm und hielten uns lange einfach nur fest und weinten. Alles was sich in den letzten Monaten und Jahren angestaut hatte brach aus mir heraus. Es tat so gut, das Kerry mich einfach nur festhielt und mir über den Rücken strich. Ich fühlte mich wie damals Kind, als Kerry einfach nur für mich da war und unser Hauptproblem darin bestand für unsere Freundschaft zu kämpfen. Keiner konnte verstehen warum wir uns so nah waren. Ich aus den allerbesten Kreisen Englands und Kerry als ein Mädchen das nie eine wirkliche Familie gehabt hat. Aber wir hatten und haben die gleichen Ziele und das machte uns unzertrennlich, bis zu unserem Abschluß, die erste Zeit hatten wir noch lockeren Kontakt aber dann pas-sierte die Sache mit Daniel, in der Zeit ist dann unser Kontakt völlig abgebrochen. Meine Eltern bemühten sich darum, das ich nicht alle Freunde verlor vor allem nicht Kerry, da sie wußten wie viel sie mir bedeutete, aber in dieser Zeit war Daniel das aller wichtigste in meinem Leben. Nun hatte ich sie wieder und ich würde sie nie wieder gehen lassen. Das war sicher. Ich weiß nicht wie lange wir da so zusammen gesessen hatten, als Bryan uns fand.
„Hey Bry.“ ich wischte mir die letzten Tränen weg.
„Ich habe euch gesucht. Alles in Ordnung?“ Bry sah von Kerry zu mir.
„Ja“ sagten wir beide gleichzeitig und mußten grinsen.
„Die anderen haben Hunger, wir wollten ein kleines Picknick machen. Wir wollen zum Supermarkt und alles einkaufen. Wollt ihr mit?“
Kerry schaute mich an.
„Geh ruhig Kezz und passe auf daß sie nicht allzu ungesunde Sachen kaufen. Bringst du mir Chips mit?“ grinste ich.
„Klar. Bis gleich!“ Kerry gab Bryan einen Kuß, nahm seine Hand und sie gingen in Richtung Kirche. Kerry drehte sich noch einmal kurz zu mir um.
„Ash ich habe dich lieb!“
„Ich dich auch!“ ich warf ihr eine Kußhand zu.
Ich lief ein Stück über den alten Friedhof, dann entdeckte ich einen kleinen Fluss mit alten Weiden am Ufer. Plötzlich fühlte ich mich wie ein kleines Kind, ich suchte mir den am Besten gewachsenen Baum aus und kletterte hinauf. Auf einem stabil aussehendem Ast über dem Wasser ließ ich die Beine baumeln und dachte nach. In Gedanken sprach ich mit Daniel, ich erzählte ihm von meinem Wiedersehen mit Kerry und von meinem Kennenlernen mit den Jungs und ihren Familien. Ich dachte mir das er das alles schon weiß, aber das er sich freut es aus meinem Mund zu hören. Ich erzählte ihm auch das ich ihn jetzt hinter mir lassen muß und das ich jetzt nach vorne schauen muß, Richtung Zukunft. Ich erzählte ihm auch von Mark und welche Gefühle er in mir weckt, ich hatte nicht das Gefühl mich bei ihm entschuldigen zu müssen. Ich war mir sicher er würde sich wünschen das ich glücklich werde. Ich verabschiedete mich von ihm, das erste Mal in all der Zeit war ich nicht mehr böse auf ihn. Ich hatte ihm endlich vergeben. Als ich fertig war, lief mir eine einzelne Träne aus dem Augenwinkel, sie hatte noch nicht meine Wange erreicht als ein leiser Windstoß sie erreichte und fort trug. Ich lächelte, ja er mich verstanden...

VII
Etwa eine halbe Stunde später hörte ich Nicky und Bryan nach mir rufen. Ich kletterte vom Baum und lief ihnen entgegen. Nicky sah mich als erstes und kam auf mich zu. Er nahm mich in den Arm und ich umarmte ihn auch. Das allererste Mal in all der Zeit, er hatte Tränen in den Augen. Ich streichelte seine Wange und sagte ihm das alles in Ordnung sei. Er lächelte, nahm mich an die Hand und führte mich zu den anderen. Die Decken waren so beladen, das ich hätte schwören können, sie hätten den ganzen Supermarkt leer gekauft. Alle fragten mich ob alles in Ordnung sei.
„Hey Leute, mir geht es gut, richtig gut, das erste Mal seit 3 Jahren. Ich habe mich von Danny verabschiedet und er hat mir alles Glück der Welt gewünscht. Es ist gut das ihr jetzt alles wißt, aber bitte ich will nach vorne schauen und meine Vergangenheit endlich ruhen lassen. Schaut mich nicht so an..... Ich möchte nicht euer Mitleid, ich möchte eure Freundschaft.“
Gina nahm mich in den Arm. „Wir sind immer für dich da! Immer!“ die anderen stimmten ihr zu. Jodie und Gillian waren zum Essen dazu gekommen und wir hatten eine Menge Spaß. Wir aßen und fuhren gegen Abend zurück nach Dublin. Ich schlief während der Fahrt ein und wurde erst wach als mir jemand zärtlich über die Wange strich. Ich öffnete die Augen und sah direkt in Marks Gesicht.
„Aufwachen Ash, wir sind zu Hause!“
„Hmmmm, ja O.K.!“ ich rappelte mich auf du stieg hinter Mark aus.
Nicky und Gina verabschiedeten sich von uns und fuhren zu sich nach Hause. Shane und Kian mitsamt Anhang sind gleich zu sich gefahren. Auch Kerry und Bryan verabschiedeten sich. Ich schaute Mark an.
„Soll ich dich rum fahren?“
„Nein danke, ich habe mit Ann gesprochen, ich bleibe heute Nacht bei euch und fahre morgen früh mit euch zum Training, wenn du nichts dagegen hast!“
„Natürlich nicht, komm mit!“ ich ging vor ihm die Treppe hoch. Bryan hupte noch einmal kurz, ich drehte mich um und winkte ihnen kurz zu. Als ich aufschloß, war Ann schon dabei sich fürs Bett fertig zu machen. Ich holte Bettzeug von oben und wollte Mark die Couch fertig machen.
„Ich kann das auch alleine.“
„Du bist unser Gast, ich mach das schnell.“ ich klappte die Couch aus und richtete sein Bett ein. „So, fertig!“ ich lächelte ihn an.
„Danke!“
„Ich bin oben wenn du irgend etwas brauchst.“
„Danke. Gute Nacht!“
„Gute Nacht!“
Ich ging nach oben und zog meine Schlafsachen an. Ich trug zum Schlafen immer Shorts und ein Top, darin fühlte ich mich am Wohlsten. Ich putze mir die Zähne und schlief dann sofort ein. Gegen 3 Uhr wurde ich wach, ich hatte plötzlich unheimlichen Durst. Ich ging so leise wie möglich die Treppe runter, dann schlich ich mich in die Küche. Ich schenkte mir ein Glas Wasser ein und schaute aus dem Fenster auf Dublin.
„Schön, nicht?“
Ich erschrak fürchterlich und ließ beinahe das Glas fallen.
„Oh entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken!“ Mark schaute mich entschuldigend an.
„Schon in Ordnung. Habe ich dich geweckt?“
„Nein, ich kann nicht schlafen.“
„Ist die Couch nicht bequem?“
„Doch das ist sie, aber in meinem Kopf herrscht völliges Chaos.“
„Wegen Lucy?“
„Auch.“
„Willst du darüber reden?“
„Weiß nicht ob das hilft.“ Mark schaute mich traurig an.
„Ich weiß was da 100%ig hilft....“ ich ging zum Kühlschrank und öffnete das Tiefkühlfach „... leckeres Cookies Eis mit Schokosauce.“ ich hielt den Becher hoch und holte die Sauce aus dem Schrank.
„Meinem Coach würde das ganz und gar nicht gefallen!“ Mark grinste mich an.
„Dein Coach ist oben und schläft, jetzt ist nur Ash hier!“ ich holte zwei große Löffel und wir gingen zur Couch. Wir setzten uns gegenüber aufs Bett und legten die Decke über die Beine. Ich stellte das Eis zwischen uns und reichte ihm einen Löffel. Nachdem wir 10 Minuten lang schweigend unser Eis gegessen hatten schaute ich ihn lange an und brach das Schweigen.
„O.K. Mark. Was ist los?“
„Es ist nicht die Sache mit Lucy, ganz und gar nicht. Meine Entscheidung war absolut richtig. Ich liebe sie nicht. Im Moment mache ich mir Sorgen um meine Familie. Ich bin in zwei Monate für lange Zeit weg. Im Moment bin ich sooft es nur geht bei meiner Mum, mein Dad arbeitet viel, ich helfe ihr wo es nur geht. Barry und Colin, meine Brüder sehen so etwas nicht. Louis hat während unser Tour gerade zwei Mal 5 Tage Urlaub eingeplant. Ich werde sie so schrecklich vermissen.“ Mark schluckte.
„Hey, das ist in Ordnung, ich kann verstehen das du dir Sorgen machst. Ich mache mir auch ständig Sorgen um meine Schwester. Seit ihrem Unfall war ich immer bei ihr, dann bin ich hierher nach Dublin gezogen und sie mußte alleine klar kommen. Und soll ich dir was sagen...“ ich legte meine Hand unter Marks Kinn und zwang ihn mich anzusehen „... sie kommt wunderbar zurecht. Sie hat sich arrangiert. Manche Dinge kann sie immer noch nicht allein, aber dann fragt sie. Sie mußte das erst lernen. Ich bin mir sicher deine Mum wird auch fragen, wenn sie merkt das ihr alles zu viel wird. Vertrau mir!“
„Ich vertraue dir!“ er blickte mich ernst an.
Wir redeten noch eine ganze Weile über unsere Familien.
„Ich habe mit Lucy Schluß gemacht, weil ich mich in jemand anderes verliebt habe.“
Ich schaute ihn verwirrt an, mit so einem Themawechsel hatte ich nun gar nicht gerechnet. Nach ein paar Sekunden hatte ich mich gefangen.
„Kenn ich sie?“
„Glaube schon.“
„Ist sie hübsch?“
„Sehr hübsch sogar.“
„Beschreibe sie mal ein bißchen.“
„O.K. Sie ist wie gesagt sehr hübsch, aber das war es nicht was sie für mich so interessant machte, sie wirkte immer sehr geheimnisvoll und verschlossen, das faszinierte mich und fasziniert mich noch immer und sie überrascht mich immer aufs Neue.“
„Klingt interessant. Wie hast du eigentlich damals Lucy kennen gelernt?“
Nun war er es der verwirrt schaute und sich dann aber schnell wieder fing.
„Ich lernte sie auf einer After-Show-Party in Rom kennen. Sie fiel mir mit ihren blonden langen Harren sofort auf. Wir kamen ins Gespräch und verabredeten und ein paar Mal, dann waren wir zusammen. Nach zwei Monaten wurde es offiziell, die Presse hatte Wind davon bekommen. Dann gab es eine Presseerklärung und nun gibt es wieder eine zu unserer Trennung. Unsere Beziehung war zum Glück fast Skandal frei.“
„Fast?“ echote ich.
„Einmal wurde ihr eine Beziehung mit J von Five unterstellt, aber da war rein gar nichts dran. J und ich sind gute Freunde und ich wußte das da nichts dran sein kann.“ grinste er.
„O.K. Was machen wir jetzt? Zum Schlafen ist es schon etwas zu spät, wenn wir uns jetzt noch hinlegen kommen wir nachher gar nicht aus dem Bett.“
Er schaute auf die Uhr. 05:55 Uhr. Um 08:00 Uhr mußten wir an der Halle sein.
„Wie wäre es mit Musik?“
„Alles klar!“ ich griff hinter ihn nach der Fernbedienung und verlor das Gleichgewicht. Ich hatte dann zwar die Fernbedienung in der Hand, aber ich lag auf Mark. Ich tat als würde ich es nicht bemerken und drückte ein paar Knöpfe. Kurze Zeit später tönte leise Musik aus allen Boxen. Mark hob mich etwas von sich runter.
„Willst du mich ersticken?“ fragte er gespielt böse.
„Nein, ich doch nicht! Niemals!“ ich grinste ihn schelmisch an.
Er fing an mich durch zu kitzeln. Ich quiekte und wand mich, aber ließ nicht locker. Nach 5 Minuten lag er auf mir und drückte meine Hände auf die Couch.

VIII
Er sah mich lange an, plötzlich kam sein Gesicht meinem immer näher. Ich schloß die Augen und spürte dann seine Lippen auf meinen. Erst ganz zögerlich, dann etwas leidenschaftlicher. Nach ein paar Minuten lösten wir uns völlig außer Atem voneinander. Er schaute mich ganz verträumt an.
„Ich habe vorhin von dir gesprochen Ashley, ich habe mich in dich verliebt und wenn ich das jetzt nicht total falsch deute liegt dir auch etwas an mir.“
Ich brach plötzlich in Tränen aus.
„Pssst, was ist denn? Habe ich etwas Falsches gesagt?“ Mark schaute mich ängstlich an.
„Nein...“ schluchzte ich „... ich empfinde auch etwas für dich! Ich empfinde sogar sehr viel für dich, aber es darf nicht sein!“ ich setzte mich auf und umschloß meine Knie mit meinen Armen.
„Warum nicht?...“ nun war er es der mich zwang ihn anzusehen „...es fühlt sich doch richtig an, oder?“
„Ja, es fühlt sich richtig an und danach habe ich mich gesehnt. Aber ich darf laut meinem Vertrag mit keinem von euch etwas anfangen. Mache ich mich Vertragsbrüchig, muß ich Strafe zahlen und bin natürlich raus. Und.... mein Vertrag läuft noch gut ein Jahr!“
„Das bekommen wir hin, wir verheimlichen es so lange.“
„1 Jahr?“
„Spannung ist nie verkehrt.“ er grinste mich an.
„Wir müßten es auch vor Ann und den anderen Jungs geheim halten. Traust du dir das wirklich zu?“ fragte ich ihn skeptisch.
„Für dich würde ich alles tun! Versuchen wir es?“ grinste er verschmitzt.
„O.K. Aber wenn einer von uns nicht mehr kann, dann muß es der andere akzeptieren.“ ich sah ihn ernst an.
„Klar, darf ich dich jetzt küssen?“ er fuhr sich durch die Haare.
„Hmmmm, gerne!“ ich grinste ihn an.
Wir lagen noch eine Zeit lang eng umschlungen auf der Couch und redeten über alles mögliche. Gegen 7 Uhr ging ich duschen und Ann stand auf. Am Frühstückstisch mußten Mark und ich uns zusammen reißen, damit Ann keinen Wind von der ganzen Sache bekam. Um 07:45 Uhr brachen wir auf um zur Halle zu fahren. Mark fuhr bei mir mit und Ann nahm ihren eigenen Wagen. Sie wollte vor dem Tanztraining noch einige Besorgungen machen. In der Tiefgarage verabschiedeten wir uns erst einmal. Ann fuhr vor uns aus der Garage, kaum war sie außer Sichtweite stand Mark ganz dicht hinter mir und küßte meinen Nacken. Ich drehte mich um und küßte ihn leidenschaftlich, dann stiegen auch wir ein und fuhren los.
„Du kannst dich ja nicht mal zwei Stunden zusammen reißen. Wie soll das denn auf der Tour werden?“ ich grinste ihn frech an.
„Keine Ahnung. Ich möchte dich die ganze Zeit küssen und in den Arm nehmen.“ er sah mich traurig an.
Ich hielt an einer roten Ampel und beugte mich zu ihm rüber, ich gab ihm einen Kuss, dann mußte ich weiter fahren, da die Ampel umsprang.
Wir kamen 10 Minuten zu spät an der Halle an und die anderen warteten schon ungeduldig.
„Kommen die Herrschaften auch schon?“ Nicky schaute uns an.
„Ja, reg dich ab, hier sind wir. Es war Stau in der Stadt.“
„Ich bin auch durch die Stadt gefahren und es war nirgendwo Stau.“ Kian lächelte mich überlegen an.
„Wißt ihr, ich bin auch nur ein Mensch. Ich bitte zu entschuldigen! Wir haben heute morgen etwas die Zeit vertrödelt.“ ich sah Kian schuldbewußt an.
„O.K., O.K. Ist in Ordnung, aber das mir das nicht noch einmal vorkommt, Miss!“ er wedelte mit seinem Zeigefinger vor meiner Nase herum.
„Nein Sir!“ ich salutierte vor ihm, dann nahm ich ihn zu seiner Überraschung in die Arme.
„So Jungs, auf geht’s! Zieht euch um, in 10 Minuten genau hier. Und Bryan ich schaue auf meine Uhr! Los hopp hopp!“ ich deutete mit meiner Hand auf die Halle.
Die Jungs trotteten zur Halle und ich setzte mich so lange auf eine Bank. Mark war der Erste der wieder auftauchte. Ich schaute ihn verwirrt an, sonst war er fast immer der Letzte, nur Bryan schaffte es ihn noch in Langsamkeit zu toppen.
„Nanu schon fertig?“ fragte ich erstaunt.
„Jep, ich bin gut ne?“ grinste er überlegen.
„Super!“ ich blickte mich kurz um und gab ihm einen schnellen Kuss.
„Reiß dich zusammen, ich weiß ich bin unwiderstehlich, aber was soll ich machen!“ Mark lachte mich an. Ich boxte ihn in die Seite und drohte ihm mit Kussverbot für mindestens 1 Woche. Er fiel vor mir auf die Knie und winselte um Gnade. In dem Moment tauchte Nicky auf.
„Was ist denn hier los? Mark du schon fertig?“
„Ja.“ Mark schaute mich an und Nicky wartete noch immer auf eine Erklärung.
„Mark wollte sich ums Laufen drücken, aber ich laß mich nicht erweichen!“ sagte ich ironisch.
„Hätte ich mir denken können!“ Nicky lachte Mark aus.
„Was machen wir denn heute Schönes?“ Shane gesellte sich zu uns, Kian und Bryan kamen auch gerade aus der Halle und auf uns zu.
„Erstmal 4 Milen laufen, dann etwas Spinning und dann noch etwas Krafttraining. Dann habt ihr zwei Stunden Pause und dann geht es weiter mit Ann.“
Allgemeines gestöhne von den Jungs.
„Wenn ihr heute ganz lieb seid und ohne Ohmachtsanfälle oder Atemnot durchkommt...“ ein Blick auf Bryan und Mark „....dann habe ich ein Überraschung für euch. Auf geht’s!“ ich ging langsam zur Bahn.
Dann lief ich los und gab den Jungs ein gutes Tempo vor. Das Laufen machte den Jungs mittlerweile richtig Spaß, na ja fast allen... Das Spinning verlief auch ohne Zwischenfälle und beim Krafttraining gab ich den Jungs noch mal einzeln Tipps. Gegen 13:00 Uhr waren wir fertig. Ich schickte die Jungs unter die Dusche und ging dann selbst unter die Dusche. Ich zog mir eine bequeme Jeans, ein enges T-Shirt an und ließ meine Harre offen. Ich setzte meine Sonnenbrille auf und ging nach draußen, die Jungs standen alle auf dem Parkplatz und schauten mich an.
„Was ist?“ ich schaute die Jungs nach einander an.
„Du hattest uns eine Überraschung versprochen!“ antworteten Kian und Bryan wie aus einem Mund.
„Ach ja,...“ ich grinste „... ab jetzt machen wir jeden Freitag eine Sportart eurer Wahl, ihr müßt die ganze Woche immer das machen was ich will, jetzt machen wir mal was ihr wollt.“
„Super!“ Bryan sprang mich fast an.
„Bryan es muß schon etwas mit Bewegung zu tun haben, das ist dir klar, oder?“
„Sicher. Wer darf anfangen?“ er hibbelte rum und sah mich gespannt an.
„Diesen Freitag Nicky, nächsten Mark, danach du, dann Shane und dann Kian. Ich schreibe mir eure Vorschläge auf, damit ich planen kann.“ ich holte meinen Palm aus der Tasche. „Ich höre...“
„Fußball“ Nicky sah mich an, ich nickte und notierte es mir.
„Tennis“ ich schreib mir auch Marks Vorschlag gleich auf.
„Golf“ ich wollte erst was sagen aber Bryan guckte mich so lieb an, das ich lächeln mußte.
„Dann laufen wir die Woche aber jeden Tag 5 Milen!“ ich grinste Bryan an, dieser lachte und wir schlugen ein.
Ich schaute Shane an. „Reiten“
Ich schluckte, lächelte aber dann. „Noch eine weitere Woche mit 5 Milen am Tag!“ ich hielt Shane die Hand hin und auch er schlug ein.
„Und Kian was hast du für uns parat?“ ich schaute Kian an, der angestrengt nachdachte.
„Hmmmm, wie wäre es mit Eislaufen?“ alle lachten los.
„Es ist fast Sommer!“ Bryan zeigte Kian einen Vogel.
„Ja und Superhirn? Es gibt in Dublin eine tolle Eishalle!“ er zog eine Schnute.
„Ist ja gut Jungs, Vorschlag notiert und angenommen...“ ich hob beschwichtigend die Hände. „...wir besprechen morgen die Einzelheiten, ich kümmere mich heute Nachmittag um die Organisation.“
„Kommst du nicht zum Tanzen?“ Shane schaute mich fragend an.
„Nein, ich denke Ann wird heute mit euch allein fertig werden müssen. Wir sehen uns morgen früh. Punkt 9.“
„Nicht 8 Uhr?“ Nicky sah mich erstaunt an.
„Nein, ab heute fangen wir erst um 9 Uhr an und Mittwochs habt ihr frei, von meiner Seite, der Tanzunterricht findet aber trotzdem statt, ihr habt also nur den Vormittag frei. Um 15 Uhr heißt es immer noch tanzen!“
„Womit haben wir denn das verdient?“ Mark schaute mich verwirrt an.
„Eure Kondition ist wirklich schon sehr gut, ich denke in einem Monat werden wir auf drei Mal die Woche runter schrauben.“ ich hatte den Satz noch gar nicht ganz zu Ende gesprochen da fielen mir die Jungs um den Hals und knutschten mich ab.
„Das ist super, das muss ich sofort Kerry erzählen. Bis morgen Ash! Hab dich lieb!“
„Bis morgen! Ich dich auch und grüß Kezza von mir!“
Die anderen schauten mich beleidigt an.
„Euch hab` ich natürlich auch lieb!“ die Jungs grinsten nun wieder und ver-abschiedeten sich alle lieb von mir. Mark blieb noch bei mir stehen als die anderen Jungs zu ihren Wagen gingen.
„Ash?“ flüsterte er.
„Ja, mein Schatz!“ ich lächelte ihn schelmisch an.
„Ich habe nächste Woche Samstag Geburtstag, eigentlich wollte ich mit den Jungs feiern, aber nun möchte ich mit dir ganz alleine feiern.“ Mark sah mich liebevoll an.
„Was werden die Jungs sagen, wenn du absagst?“ ich zog eine Augenbraue hoch.
„Ich sage, ich feiere nun doch lieber mit meiner Familie und meiner Familie erzähle ich, ich feiere mit den Jungs. Dann haben wir den ganzen Tag für uns!“ Mark grinste Stolz.
„Und ich erzähle Ann, das ich zu meinen Eltern fliege, dann haben wir sogar ein ganzes Wochenende!“ ich sah ihn lange an und er lächelte mich an.
„Ich freue mich jetzt schon darauf!...“ er gab mir einen Kuss auf die Wange. „... Ich ruf dich heute Abend an!“
„Bis dann!“ ich winkte ihm zu als er zu Shanes Auto ging.
„Seid ihr endlich fertig? Mensch Mark, ich habe Hunger. Wenn ich jetzt nichts esse, dann breche ich bei Ann zusammen.“ Shane lehnte am Auto und sah Mark streng an.
„Wir können jetzt ja los, ich möchte ja nicht das du verhungerst!“ Mark lachte und stieg ein. Ich winkte beiden noch nach und fuhr dann nach Hause. Ich telefonierte den ganzen Nachmittag und organisierte Plätze und Hallen, das Reiten wollten wir bei Shane machen, er wollte sich darum kümmern und uns dann Bescheid geben. Ich ging ins Bett noch bevor Ann zu Hause war. Ich legte einen Zettel auf den Küchentisch:
<< Hallo Ann! Bitte wundere dich nicht, ich in schon im Bett. Ich bin total fertig. Morgen früh brauchen wir erst um 07:30 Uhr aufstehen, das Training mit den Jungs beginnt jetzt immer erst um 09:00 Uhr. Bussy Ash >>
Mark rief mich an und wir telefonierten noch kurz. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht schlief ich ein.

IX
Am nächsten Morgen waren die Jungs und ich pünktlich an der Halle und wir gingen gleich laufen. Während des Laufens unterhielt ich mich mit Bryan.
„Du Ash, hast du nächstes Wochenende was vor?“ er lächelte mich an.
„Ja, ich fliege nach London zu meinen Eltern.“ ich sah zu Boden. Ich haßte es zu lügen.
„Schade, Kerry und ich wollten dich einladen, da Mark seinen Geburtstag nun mit seiner Family feiert.“
„Wie wäre es denn mit dem übernächstem Wochenende?“ ich drehte mich zu Bryan um, da er die Kunst des Sprechens und Laufens noch nicht so gut beherrschte.
Bevor Bryan antworten konnte klingelte mein Handy. Louis bestellte uns zu einer Besprechung am Freitag ein und ich sollte es den Jungs mitteilen. Worum es genau geht wollte er mir am Telefon nicht sagen. Nach dem anschließenden Krafttraining bat ich die Jungs vor dem Duschen zu mir.
„Hey Jungs, am Freitag hat Louis eine Besprechung angesetzt, um 13 Uhr in seinem Büro. Und eine extra Bitte: Wir möchten bitte ALLE pünktlich erscheinen. Das heißt wir spielen von 09:00 – 12:00 Uhr Fußball und dann fahren wir von hier aus zu Louis, das Tanztraining fällt aus.“
Allgemeines Gemurmel und Gemecker, dann gingen die Jungs duschen und ich fuhr heim. Ich redete noch kurz mit Bryan und klärte alles für das über nächste Wochenende ab.
Am Freitag waren alle Jungs schon um 08:45 Uhr an der Halle, als ich vor fuhr. Ich grinste sie an. Alle hatten Fußball Trikots an und standen wie die Orgelpfeifen neben einander. Ich stieg aus und erntete zwei Buh-Rufe und dreimaligen Applaus. Ich trug ein Trikot von Liverpool, genauso wie Mark, Shane und Bryan. Nicky und Kian trugen Manchester Trikots und buhten mich aus. Wir gingen alle zum Platz, der zur Halle gehörte, Ann die auch mitgekommen war, war unser Schiedsrichter. Sie kannten zwar keine einzige Regel, aber Nicky versuchte ihr im Schnelldurchlauf das wichtigste bei zu bringen. Dann ging es an die Mannschaftsaufstellung. Nicky und Shane wählten die Teams. Ich blieb als letzte übrig und mußte dementsprechend zu Shane und Kian ins Team. Dann ging es los...
Die Jungs spielten mit harten Bandagen, aber ich hatte mich darauf eingestellt und gab gut contra. Wir hatten das Spielfeld verkleinert und der, der dem Tor am nächsten war, der war der Torwart. Nicky staunte nicht schlecht als ich ihn gekonnt umspielte und das erste Tor für meine Mannschaft schoß. Auch die anderen merkten schnell, das Fußball für mich kein Neuland ist. Nach 90 Minuten machten wir Halbzeit, es stand 8:7 für die andere Mannschaft. Mann merkte deutlich das die Jungs jetzt eine sehr gute Kondition hatten.
„Hey Ash, du spielst ja richtig gut!“ Nicky klopfte mir auf die Schulter.
„Danke gleichfalls!“ grinste ich.
„Wo hast du denn so spielen gelernt?“ fragte er erstaunt.
„Ich habe drei Jahre in einer Amateur Mannschaft in London gespielt.“ ich grinste ihn an. „Ihr solltet mich nicht immer unterschätzen!“ fügte ich lachend hinzu.
Dann ging es weiter. Nun wurde das Spiel immer härter, denn keiner wollte verlieren. Bei einem Ballwechsel zwischen mir und Kian, grätschte mich Bryan und ich fiel sehr unsanft zu Boden. Im ersten Moment sah ich Sterne und im nächsten Bryan sein erschrockenes Gesicht.
„Alles klar?“ er hielt mir seine Hand hin.
„Ja.“ brachte ich mühsam hervor und zog mich an ihm hoch.
Die letzten 10 Minuten spielte ich nicht wirklich aktiv mit, da mein Schienbein ziemlich gelitten hatte. Dann endlich der Abpfiff. Nickys Mannschaft hatte 17:14 gewonnen. Die Jungs feierten sich ziemlich wild und ich setzte mich erst einmal auf eine Bank. Ich zog meine Stulpen runter und was ich sah gefiel mir gar nicht, ganz und gar nicht. Ich hatte eine cirka 20 cm lange nicht sehr tiefe Wunde auf meinem rechten Schienbein, vermutlich von Bryans Stollen, die ganz schön heftig blutete. Dann kam auch schon Ann angelaufen und schlug die Hände vors Gesicht.
„Oh mein Gott, kann mir mal einer helfen?“ sie schrie zu den Jungs herüber. Sofort kamen alle angelaufen. Bryan der sowieso kein Blut sehen kann hielt sich als erste Maßnahme die Augen zu. Shane holte seinen Verbandskasten aus dem Auto.
„Ash geht es dir gut? Du bist so blaß!“ fragte er besorgt.
„Alles in Ordnung, tut nur etwas weh.“ ich streckte mein Bein vorsichtig, damit Shane besser an die Wunde kam. Ann nahm ihm aber das Verbandszeug ab, als sie sah das auch er Blut nicht so gut sehen konnte. Ann machte mir einen Jod Verband und mir stiegen beim auftragen des Jods die Tränen in die Augen.
„So Ash, fertig!...“ Ann richtete sich auf „...Das Brennen läßt gleich nach!“
„Das hoffe ich!“ ich wischte mir die Tränen weg.
„So, dann jetzt ab unter die Dusche, kann jemand Ash und ihren Wagen nachher mit zu Louis nehmen? Mit dem Bein kann sie unmöglich Auto fahren.“ Ann sah die Jungs an.
„Ich mach das schon....“ Mark sah sich um, er hatte etwas heftig und etwas schnell geantwortet „...ich bin eh immer der Letzte beim Duschen und Ash wird wohl auch etwas länger brauchen!“ fügte er rasch hinzu. Die Jungs nahmen es hin und trotteten Richtung Halle. Mark kam zu mir und stützte mich. Nachdem ich es endlich fertig gebracht hatte mich zu Duschen und ich versuchte mich anzuziehen klopfte es an der Tür.
„Alles klar bei dir?“ fragte Mark.
„Komm rein, na ja fast alles. Ich komme nicht an meinen Fuß um mir die Socken anzuziehen, Ann hat den Verband zu dick gemacht und meine Hose geht auch nicht drüber. Ich muß wohl meine Shorts anziehen.“ quengelte ich.
„Komm ich helfe dir.“ Mark kniete sich vor mich hin und zog mir meine Socken und meine Schuhe an.
„Komm her, dafür bekommst du einen Extra Kuß!“ ich hielt meine Arme auf und er folgte der Aufforderung. Wir küßten uns eine ganze Weile bis mein Blick auf die Uhr fiel. 12:30 Uhr.
„Wir müssen los Schatz!“ ich gab ihm einen letzten Kuß und packte meine Sachen zusammen. Dann fuhren wir zu Louis.
Die anderen waren schon alle da, auch J saß auf der Couch in Louis seinem Büro. Louis schaute mich fragend an als ich von Mark gestützt das Büro betrat.
„Nur ein kleiner Sportunfall, nicht weiter schlimm. Das ist in ein paar Tagen so gut wie weg.“ ich lächelte ihn an und Mark setzte mich auf einen Stuhl.
„Dann ist ja gut, wer von ihnen hat es dir denn angetan?“ er schaute in die Runde.
„Ich.“ Bryan hob kleinlaut die Hand.
„Hast du dich auch brav entschuldigt?“ Louis sah ihn streng an.
„Sicher hat er das!“ sagte ich lachend als ich Bryans schuldbewußtes Gesicht sah.
„Warum wir alle hier sind die Tourplanung ist fertig. Eure Stationen lauten wie folgt:
1. Indien / Juli
2. Thailand / Juli
3. Malaysia / August
4. China / August
5. Japan / September
6. Rußland / September
7. Türkei / Oktober
8. Nochmals Rußland / Oktober
9. Bulgarien/ November
10. Rumänien / November
11. Ungarn / Dezember
12. Schweden / Januar
13. Norwegen / Januar
14. Österreich / Januar
15. Italien / Februar
16. Schweiz / Februar
17. Spanien / Februar
18. Belgien/März
19. Frankreich / März
20. Portugal / März mit anschließendem 4 Tages Urlaub in Lissabon
21. Deutschland / März
22. Holland / April
23. Dänemark / April
24. Tschechei / April
25. Jugoslawien / April
26. Finnland / Mai
27. England / Mai
28. Und last but not least Irland / Mai
Pro Land habt ihr zwischen 4 und 15 Auftritte. Wir haben erst einmal immer 7 Einzelzimmer reserviert. Kian, Shane, Bryan, Mark, Nicky, Ash und Ann.“ er deutete auf jeden von uns. “J hat teilweise ein Zimmer. Wenn eure Frauen oder eure Familien kommen, dann sagt Bescheid, dann buchen wir um. Eure genauen Urlaubspläne gibt J euch, ich habe auf Anraten einer jungen Dame etwas mehr Urlaub als ursprünglich gedacht war eingeplant. Bedankt euch bei Ash! Habt ihr fürs erste noch wichtige Fragen?“
Allgemeines Kopf schütteln.
„O.K. J gibt euch ein Memo, lest es euch durch. In zwei Wochen treffen wir uns noch einmal, dann könnt ihr alles los werden. Das war es schon für heute, einen schönen Nachmittag!“
J teilte die Memos aus und wir standen alle auf.
„Mark, Ash bitte bleibt noch einmal kurz, ich muss was mit euch besprechen.“ sagte Louis ernst.
Mark und ich schauten uns verdutzt an und setzten uns wieder. Als die Tür wieder zu war legte uns Louis eine Zeitung auf den Tisch.
Auf dem Titelbild waren Mark und ich im Auto an der Ampel, als ich ihm den Kuß auf die Wange gab. Darüber stand in Fettbuchstaben:
MARK FEEHILY (25) VON WESTLIFE
EINE NEUE FRAU IN SEINEM LEBEN?
WAS IST MIT LUCY FERRES (23) MARK`S LANGZEIT-FREUNDIN?
„Könnt ihr mir das erklären?“ Louis schaute Mark und mich abwechselnd an.
„Ich hatte Ash eine CD gekauft, die sie lange gesucht und nicht gefunden hatte. Sie hat sich bei mir bedankt.“ Mark sah Louis an.
„Ist das alles?“ harkte er nach.
„Ja!“ sagten Mark und ich wie aus einem Mund.
„Was ist mit dir und Lucy?“ Louis sah ihn streng an.
„Wir haben uns vor 1 Monat in Freundschaft getrennt.“ antwortete Mark kleinlaut.
„Wann hattest du vor es mir zu sagen?“ fragte Louis geschockt.
„Noch vor der Tour.“ Mark schaute verlegen zu Boden.
Louis tippte ein paar Minuten auf seinem Computer, dann druckte er etwas aus.
„So, das ist eine offizielle Presseerklärung, lest und unterschreibt sie bitte, dann kann sie heute noch raus, Je eher desto besser.“
Mark und ich lasen uns die Presseerklärung durch:
BMG bestätigt die Trennung von Mark Feehily und Lucy Ferres. Die Beiden haben sich in Freundschaft getrennt, als Grund ihrer Trennung sagten beide, das die Zeit füreinander zu gering wäre. Beide dementieren Gerüchte über neue Beziehungen. Bei Mark Feehilys angeblicher neuer Beziehung, handelt es sich um die Personal-Trainerin der Band Ashley O`Brain. Mr. Feehily und Miss O`Brain verbindet eine rein freundschaftliche Beziehung, wie BMG bestätigt. Für weitere Fragen stehen ihnen und ihren Redaktionen gerne das Management der Band zu Verfügung. Die Band, insbesondere Mr. Feehily befinden sich zur Zeit mitten in den Tourvorbereitungen für die anstehende Welt Tournee der Band.
Mark und ich unterschrieben der Erklärung, dann entließ Louis auch uns. Mark brachte mich nach Hause. Ann war noch nicht wieder da, sie wollte noch zum Einkaufen. Wir ginge auf mein Zimmer, die Stimmung war sehr gespannt.
„Mann, das war ganz schön knapp.“ Mark sah mich an.
„Ja, wir müssen noch vorsichtiger sein.“ gab ich traurig zurück.
„Hey, komm mal her!“ Mark zog mich vom Bett auf den Fußboden und nahm mich in den Arm. Ich genoß seine Berührungen.
„Komm Ash, pack deine Sachen zusammen, ich hole dich in einer Stunde wieder ab. Ich warte unten im Parkhaus. Ich miete mir einen Wagen, dann erregen wir keine Aufmerksamkeit. Unsere Autos sind etwas zu auffällig...“ Mark sah in mein trauriges Gesicht „... Süße, wir machen uns ein ganz tolles Wochenende, nur du und ich, ja?!“
„Ja.“ ich beugte mich zu ihm und gab ihm einen Kuß.
„Bis gleich Süße, habe ich dir heute schon gesagt wie viel du mir bedeutest?“ Mark schaute mich fragend an.
„Hmmm....“ ich überlegte angestrengt, dann grinste ich ihn an „... kann mich nicht erinnern!“
„Dann habe ich es dir hiermit gesagt!“ er warf mir von der Tür aus noch eine Kußhand zu und ging.
Ich packte meine Sachen zusammen und setzte mich dann noch kurz in die Küche. Ann kam kurz bevor ich aufbrechen mußte vom einkaufen zurück.
„Hey Ash, soll ich dich zum Flughafen fahren? Du kannst ja schlecht fahren!“ sie deutete auf mein Bein.
„Nein danke ich werde gebracht.“ ich schaute zu Boden, ich haßte es sie anzulügen.
„Oh, das ist ja fein...“ sie begann die Sachen auszupacken „... wer denn?“
„Bitte?“ ich schaute sie verständnislos an.
„Wer fährt dich zum Flughafen?“ sie sah mich an.
„Kezza!“ sagte ich schnell.
„Oh, kommt sie noch hoch? Dann können wir ja noch einen Kaffee zusammen trinken.“ meinte sie fröhlich.
„Nein, sie wartet unten in der Garage auf mich, oh ich muß los. Schönes Wochenende Ann und sei vorsichtig mit J.“ ich grinste, nahm meine Tasche und ging zur Tür.
„Woher willst du wissen...“ setzte sie an.
„Ann ich bin nicht blind“ ich lachte und öffnete die Tür als mir Ann auf den Rücken sprang.
„Sag bitte niemanden etwas!“ meinte sie verschwörerisch.
„Ehrensache, aber denk an unseren Vertrag!“ sagte ich grinsend.
„Das tue ich die ganze Zeit, aber gegen Freundschaft stand da nichts drin, oder habe ich etwas überlesen?“ sie zwinkerte mir zu.
„Nein“ sagte ich bestimmt, setzte mein Basecap auf, nahm meine Sonnenbrille in die eine und meine Tasche in die andere Hand.
„Bye! Grüß deine Family von mir!“ sie winkte mir nach.
„Mach ich!“ ich schloß die Tür hinter mir und atmete erst einmal tief aus. Dann lief ich so schnell ich konnte in die Tiefgarage. Ich konnte aber Mark noch nirgends entdecken. Ich sah mich verzweifelt um. Dann kam jemand auf mich zu und ich mußte zweimal hinschauen um Mark zu erkennen. Er trug eine Mütze, die er tief ins Gesicht gezogen hatte, dazu eine Sonnenbrille, ansonsten war er sehr sportlich angezogen, ein bißchen zu sportlich vielleicht, aber als Tarnung perfekt. Er kam auf mich zu und nahm mich in den Arm.
„Kann es los gehen? Ich will dich ganz für mich alleine!“ er grinste und gab mir einen Kuß.
„Sicher!“ ich lachte ihn an und gab ihm meine Tasche.
Dann gingen wir zu seinem Leihwagen und ich mußte mir erst einmal das Lachen verkneifen. Wir standen vor einem alten Jeep, der aussah als wäre er frisch aus einem Moor gekrochen. Ich deutete auf den Jeep.
„Perfekte Tarnung!“ lachte ich.
„Ich weiß!“ Mark strahlte mich an.
Dann ging es los. Wir hatten uns ein Zimmer mit Meerblick im Carlon Hotel in Youghal gemietet. Wir fuhren gute drei Stunden, dann erreichten wir endlich das Hotel. Wir parkten den Wagen und gingen in die Lobby.
„Wie kann ich ihnen helfen?“ die Dame hinter der Rezeption schaute uns neugierig an. Wir beide waren total getarnt und etwas aufgedreht.
„Wir haben reserviert. Mrs. Cathy und Mr. Davon McFran. Ich hatte am Dienstag angerufen.“ Mark nahm die Sonnenbrille ab und wartete bis die Dame alles in den Computer eingegeben hatte.
„Ja, da haben wir sie. Zimmer 109. Sie fahren mit dem Fahrstuhl in den ersten Stock, dann die 5. Tür rechts. Es ist ein sehr schönes Zimmer mit Blick auf das Meer. Ich hoffe sie werden sich wohl fühlen.“ sie gab Mark den Schlüssel.
Wir gingen aufs Zimmer, es war gemütlich und warm eingerichtet. Ich nahm mein Cap ab und setzte mich auf das Bett, Mark inspizierte erst einmal den Ausblick. Er drehte sich um und strahlte mich an.
„Komm mal her und schau dir das an. Es ist herrlich!“ er zog mich vom Bett und schleifte mich zum Fenster.
„Du hast Recht, es ist wunderschön!“ er umarmte mich von hinten und ich lehnte meinen Kopf gegen seine Schulter. Wir standen eine Zeit lang einfach nur da und schauten aufs Meer. Nach ein paar Minuten entzog ich mich seiner Umarmung.
„Schatz, ich springe schnell unter die Dusche und ziehe mir was bequemes an. Was dagegen?“ ich grinste ihn herausfordernd an.
„Ganz und gar nicht, aber beeile dich!“ er gab mir einen Kuß.
„Ich bin so schnell wieder da, das du gar nicht merkst das ich weg war. Ich schnappte mir ein luftiges Sommerkleid aus meiner Tasche , meine Waschtasche und ging ins Bad. Ich entschloß mich spontan dazu ein Bad zu nehmen. Nach 30 Minuten erschrak ich und sprang aus der Wanne. Ich kämmte nur kurz meine Harre, cremte mich ein, zog einen Slip an, erneuerte meinen durchgeweichten Verband und warf mein Kleid über. Dann ging ich zurück ins Schlafzimmer und hielt den Atem an. Überall standen Kerzen, erst da fiel mir auf das es in der letzten halben Stunde dunkel geworden war. Auf dem Tisch stand eine Flasche Champagner und zwei Gläser. Mark lehnte am Fenster und schaute hinaus. Ich schlich mich an ihn ran und umarmte ihn.
„Es ist so wunderschön, womit habe ich das verdient?“ flüsterte ich.
Er drehte sich zu mir um. „Du bist wunderschön! Ich möchte dich glücklich machen!“ er nahm mich fest in den Arm und schnupperte an meinem Haar.
„Du riechst soo......“ er überlegte.
„Nach Erdbeere!“ lachte ich.
„Hmmm, zum Anbeißen!“ er knabberte an meinem Hals.
„Hey!“ ich schubste ihn weg aber er hielt mich fest.
„Komm mit Süße!“ er nahm mich auf den Arm und trug mich zum Bett.
Er bedeckte jeden Zentimeter freier Haut mit hauchzarten Küssen, dann befreite er mich von meinen spärlichen Sachen. Ich stöhnte auf und wand mich unter ihm. Ich zog ihm sein Hemd und seine Hose aus. Unsere Küsse wurden immer leidenschaftlichen, ich zog ihm schließlich die Shorts aus und als er endlich in mich eindrang wurde mein Körper von einer heißen Woge durchflutet. Er bewegte sich langsam in mir und ich paßte mich seinem Rhythmus an. Dann kamen wir beide zum Höhepunkt und lagen eng aneinander gekuschelt im Bett und tranken den Champagner. Danach schlief ich auf seiner Brust fast ein. Nach ein paar Minuten döste ich und atmete gleichmäßig. Mark dachte wohl ich schlafe schon, er begann mit mir zu reden.
„Meine kleine Ash, du bist das Beste was mir je passiert ist. Es macht mich so glücklich hier mit dir zu sein. In 10 Minuten habe ich Geburtstag und ich war noch nie so glücklich wie genau jetzt in diesem Moment. Ich meine es wirklich ernst mit dem was ich jetzt sage: Ich liebe dich! Du bist ein Traum!“
Ich hob leicht meinen Kopf und schaute ihn an. Er blickte mich erschrocken an.
„Ich liebe dich auch! Und ich war auch noch nie so glücklich!“ mir liefen Tränen die Wangen hinab.
„Ich dachte du schläfst. Ich wollte dich nicht einengen oder überraschen. Ich wußte nicht wie du reagieren würdest. Wegen der Sache mit Daniel...“
Ich legte ihm meinen Zeigefinger auf die Lippen. „Psst... Ich liebe Dich, das ist alles was zählt. Jetzt komm her und küß mich!“
„Gerne!“ er gab mir einen langen Kuß, der dann in unsere zweite Runde führte. Als wir danach zusammen im Bett lagen stand ich auf und ging zu meiner Tasche.
„Happy Birthday to you, happy Birthday to you, Happy Birthday dear Honey, Happy Birthday to you!“ ich gab ihm eine kleine Schachtel.
„Wie süß!“ er strahlte mich an.
Dann packte er das Geschenk langsam aus. Ich hatte ihm eine Kette gekauft, mit einem kleinen Anhänger im Form einer Welle, da ich wußte wie sehr er das Meer liebte. Ich hatte versteckt ein A und ein M eingravieren lassen.
„Sie ist wunderschön. Danke! Ich liebe dich!“ meinte er gerührt.
„Ich dich!“ sagte ich leise.
Er legte die Kette um und zog mich zurück in seinen Arm. Am Morgen wurde ich vom Klingeln meines Handys geweckt. Ich langte in meine Tasche und holte mein Handy heraus. Auf dem Display stand Kezza.
„Hallo?“ sagte ich verschlafen.
„Ash?“ Kerry klang aufgeregt.
„Ja.“ fragte ich verwirrt.
„Wo bist du?“ sagte sie leise.
„Das ist schwer zu erklären....“ ich schluckte.
„Ann ruft bei mir an und fragt ob du deinen Flieger gestern noch gekriegt hast. Mensch Kleine, sprech so etwas mit mir ab. Ich mußte mich ganz schön ins Zeug legen um Ann zu überzeugen.“ sie klang schon wieder etwas ruhiger.
„Sorry!“ sagte ich kleinlaut.
„Wo bist du denn jetzt? Ich habe mit deinen Eltern telefoniert, da bist du nicht.“ stellte sie fest.
„Richtig!“ meinte ich überflüssiger Weise.
„Du kannst jetzt nicht reden, hmmm?“ nun klang sie amüsiert.
„Ist gerade unpassend!“ lachte ich.
„Liegt da jemand neben dir, den ich ganz gut kenne? Da ist nämlich noch jemand verschwunden. Bryan und die Jungs sind gestern zu seinen Eltern gefahren und er war nicht da. Sein Handy ist aus und seine Eltern dachten er feiert mit den Jungs.“ lachte nun sie.
„Oops!“ nun mußte ich unwillkürlich lachen.
„Er soll sich bloß was Gutes einfallen lassen, die Jungs malen sich die verrücktesten Sachen aus......Ich muß Schluß machen, Bryan und Shane kommen mit den Mädels zurück. Ich sag niemanden etwas. Bye!“ sie legte schnell auf.
„Bye und danke Kezza! Ich habe dich lieb!“ sagte ich noch schnell.
Ich legte das Handy auf den Nachtschrank und schaute Mark an.
„Du hast ein Problem, Baby!“ kicherte ich.
„Was?“ er schaute mich erschrocken an.
„Die Jungs waren gestern bei deinen Eltern und wollten dich überraschen und Huch, was für eine Überraschung du warst nicht da. Dann hat Kerry bei meinen Eltern angerufen und huch, noch eine Überraschung ich war nicht da. Kerry hat eins und eins zusammen gezählt und weiß Bescheid, aber sie hält 100%ig dicht. Du, mein Freund, solltest dir aber was Gutes einfallen lassen!“ ich griente ihn an.
„Später?“ er griff nach seinem Handy.
„Laß es bleiben, oder wir haben keine ruhige Minute mehr!“ ich nahm ihm sein Handy ab.
„O.K. Dann brauch ich aber was anderes zum Spielen!“ grinste er.
„Na, dann.“ Ich hob meine Decke an und er folgte der Einladung sofort.
Den Rest des Wochenendes verbrachten wir im Bett und ernährten uns über den Zimmerservice.
Am Sonntag Abend brachte mich Mark nach Hause. Ann empfing mich stürmisch und wir quatschten noch eine ganze Weile. Sie und J waren am Samstag aus und sie hatte einen super süßen Typen kennen gelernt. Sie schwärmte die ganze Zeit von ihm, so das sie gar nicht wirklich nach meinem Wochenende fragte. Mark tischte den Jungs eine Geschichte auf, das er seinen Geburtstag ohne viel Trubel feiern wollte und für sich sein wollte. Die Jungs nahmen es ihm irgendwann ab...

X.
Die folgenden Wochen vergingen wie im Flug und Mark und ich wurden Weltmeister im verstecken, daß Kerry Bescheid wußte machte es uns aber etwas leichter. Ich verbrachte viel Zeit bei Kerry, Bryan, Molly und Lilly. Ich ging quasi bei ihnen ein und aus. Sooft das Bryan schon meinte ich könne ja einziehen. Dann ging die Tour los. Am Abend vorher hatten wir noch eine Besprechung mit Louis und J.
„So Jungs und Mädels, jetzt geht’s los. Ich hoffe ihr habt gepackt.“ er lachte uns alle an „ Morgen um 8 Uhr kommen Wagen zu euch, die euch abholen. Ihr trefft euch dann alle am Flughafen. Euer erster Stop ist Indien, ihr landet in Ahmadabad. Der Flug dauert an die 14 Stunden, am Flughafen steht ein Tourbus für euch bereit. Ich hoffe ihr habt alle eure Memos gelesen...“
„Mann, das Ding hat mindestens 200 Seiten.“ Nicky stöhnte.
„...Trotzdem solltet ihr alle es gelesen haben, es stehen einige Eigenheiten der verschiedenen Länder darin, an einige müßt ihr euch unbedingt halten. In den Östlichen Ländern habt ihr fast jeden zweiten Abend frei, aber paßt bitte auf was und wo ihr etwas macht. Wenn ihr euch nicht sicher seid, bleibt lieber im Hotel. Ich möchte keinen Ärger. Ash, ich erwarte pro Woche eine E-Mail von dir, wenn irgend etwas ist, natürlich auch öfter. J begleitet euch fast auf der ganzen Tour, er managt alles weitere drum herum. Übersetzer, Hotels, Hallen usw. Jeden Tag zwei Stunden vor Konzertbeginn habt ihr Soundcheck. Die Bühne wird am Abend der Show immer gleich abgebaut und weiter transportiert. Ihr habt eine Crew von ca. 350 Leuten, also bitte benehmt euch! Das wars, haut alle ab!“ er wedelte mit der Hand. Alle verab-schiedeten sich von ihm und wir gingen alle nach Hause.
Bei mir und Ann stapelten sich die Taschen und Koffer im Flur, man mußte aufpassen sich nicht den Hals zu brechen.
Punkt 8 Uhr am nächsten Morgen wurden wir abgeholt. Wir brauchten eine gute halbe Stunde um alles im Wagen zu verstauen. Am Flughafen trafen wir auf die Jungs. Gina, Jodie, Gill, Kerry, Molly und Lilly wollten uns erst mal die ersten 3 Wochen begleiten. Dann wurden wir zur Privatmaschine der Jungs gebracht. In der Maschine hatten 20 Leute Platz. Mark und ich trödelten mit Absicht etwas rum, als wir die Maschine betraten waren nicht mehr viele Plätze zur Auswahl und wir mußten uns in die letzte Reihe neben einander setzten. Mark setzte sich ans Fenster und ich an den Gang. Kaum war die Maschine gestartet schlief ich ein. Nach 3 Stunden wurde ich wieder wach, mein Kopf lag auf Marks Schulter und er beobachtete mich. Ich hob meinen Kopf und schaute mich um. Alle schienen zu schlafen, selbst Lilly und Molly schlummerten selig bei Kerry und Bryan auf dem Schoß. Mark schaute mich lange an, in seinem Blick lag so viel Zärtlichkeit, ich beugte mich zu ihm und gab ihm einen Kuss. Wir vergaßen für einen Moment die Welt um uns herum und Marks Hand wanderte unter mein T-Shirt. Ich grinste ihn an.
„Das lassen wir wohl lieber, Mister!“ ich nahm seine Hand in meine und streichelte sie sanft.
„Die anderen schlafen doch!“ er sah mich schmollend an.
„Später im Hotel darfst du dich austoben. Versprochen!“ ich zwinkerte ihm zu.
„Wenn da so ist, na gut!“ er schmollte immer noch ein bißchen.
„Schatz?“ fragte ich jammernd.
„Hmmm“ meinte er grinsend.
„Bekomme ich einen Kuß?“ fragte ich bettelnd.
„Klar!“ er mußte über meine Schnute lachen und gab mir einen Kuß.
Wir kuschelten uns eng an einander und schauten uns eine DVD an. Irgendwann fielen mir die Augen zu. Ich wurde von einem lauten Lachen geweckt und machte die Augen auf.
„Sag bloß das ist bequem?“ Nicky lachte mich an.
Ich schaute an mir hinunter. Ich lag zusammen gerollt auf meinem Sitz und mein Kopf lag auf Marks Knie, ein Arm hing runter und ein Fuß hing in den Gang. Ich reckte mich und merkte das es wohl nicht die geeignete Position zum Schlafen gewesen war, da mir alles weh tat. Auch Mark lag irgendwie komisch da. Sein Kopf war ihm auf die Brust gefallen, ein Arm hing schlaff runter, der andere war unter mir eingeklemmt und seine Beine waren irgendwie verdreht. Ich stand auf, Mark zuckte nicht einmal mit der Wimper.
„Nein Nicky es war absolut nicht bequem!“ ich rieb meine Gelenke und lief im Gang auf und ab. Gina und Gill waren auch wach und unterhielten sich. Shane schlief an Gills Schulter. Ich ging zurück zu meinem Sitz. Nicky hatte sich in die Sitzreihe gegenüber gesetzt.
„Marks Haltung sieht auch nicht gesund aus.“ er mußte sich das Lachen verkneifen.
„Ich wecke ihn!“ meinte ich bestimmt.
„Das solltest du lieber lassen, Mark ist unausstehlich wenn er unausgeschlafen ist.“ warnte mich Nicky.
„O.K. aber so liegen lassen kann ich ihn auch nicht!“ ich holte ein Kissen aus Handgepäckfach, stellte Marks Sitz nach hinten, legte seinen Kopf auf das Kissen, entknotete seine Beine und sortierte seine Arme. Dann schaute ich mir mein Werk an und legte eine Decke über ihn.
„So sollte es gehen!“ meinte ich stolz.
„Du bist ja wie eine Mami zu ihm!“ neckte mich Nicky.
„Ätsch!“ ich streckte ihm meine Zunge entgegen.
„Hey!“ er drohte mir mit der Faust und fing dann an zu lachen.
„Sag mal wie lange fliegen wir noch?“ fragte ich gelangweilt.
„So gute 6 Stunden!“ Nicky sah aus dem Fenster.
Ich ließ mich in meinen Sitz fallen und unterhielt mich mit Nicky. Kurz vor der Landung ging er nach vorne und weckte die anderen, damit sie sich anschnallen konnten. Ich beugte mich zu Mark.
„Hey Schlafmütze aufwachen wir sind gleich da!“ flüsterte ich.
Alles was ich erntete war ein Grummeln.
„Komm Mark du mußt dich anschnallen!“ ich schubste ihn etwas unsanfter an und er öffnete die Augen. „Du mußt dich anschnallen!“ wiederholte ich.
Er sah mich an und grinste.
„Ich will einen Kuß!“ sagte er leise.
„Mark, das geht jetzt nicht!“ zischte ich.
„Gut, dann schnalle ich mich halt nicht an!“ er zog eine Flunsch.
Ich zögerte einen Moment und gab ihm dann einen kurzen Kuß. Er schnallte sich danach artig an und wir landeten. Uns schlug eine Hitzewelle entgegen. Wir gingen zum Bus, der zum Glück klimatisiert war und fuhren zum Hotel. J hatte alles mit den Zimmern geklärt. Ich ging auf mein Zimmer und ging duschen. Dann zog ich mir Hot Pans und ein bauchfreies Top an. Ich war mit den anderen in der Lobby verabredet, wir wollten noch etwas die Stadt erkunden. Am Abend schlich ich mich zu Mark aufs Zimmer und wir verbrachten die Nacht zusammen. Die ersten Länder verliefen sehr ruhig und ich und Mark konnten unser Geheimnis wahren. Allerdings wurde es immer schwieriger und wir stritten uns öfter deswegen.

XI
Am 6.Januar landeten die Jungs nach unseren Weihnachtsferien in Oslo. Ann und ich hatten die Feiertage in Schweden mit unseren Familien verbracht. Mark hatte mit seiner Familie die Feiertage und Sylvester in Irland verbracht. Wir trafen uns erst im Hotel. Ich ging auf mein Zimmer und ein paar Minuten später klopfte es.
„Darf ich rein kommen?“ Mark strahlte mich an.
„Klar!“ ich ging zu ihm und gab ihm einen Kuß.
„Wie waren deine Feiertage?“ er setzte sich aufs Bett.
„Schön, Und bei dir?“ ich setzte mich zu ihm und er nahm mich in den Arm.
„Auch sehr schön.“
„Ich dachte du rufst mal an.“ ich schaute ihn fragend an.
„Ich hatte keine Zeit!“
„Du hattest also in fast 3 Wochen keine Zeit deine Freundin an zurufen?“ ich stand auf.
„Ash, es tut mir leid. Aber ich habe es wirklich nicht geschafft.“ sagte er matt.
„Ist ja gut.“ erwiderte ich böse.
„Ash, wir führen nicht gerade ein Traumbeziehung, für mich ist das alles auch nicht einfach. Ich kann es nicht einmal meiner Familie sagen.“ Mark wurde etwas lauter.
„Du wußtest genau was auf dich zukommt!“ schrie ich ihn nun an.
„Ich dachte nicht das es so schwierig werden würde!“ schrie er zurück.
„Gut, dann laß es uns beenden, so war der Deal, wenn einer von uns beiden nicht mehr kann, dann beenden wir es.“ schrie ich ihm ins Gesicht.
„Ash...“
„Nichts Ash geh jetzt! Es ist vorbei!“ ich drehte mich zum Fenster und wartete bis die Tür ins Schloß fiel. Dann ließ ich mich aufs Bett fallen und fing an zu weinen.
Am nächsten Morgen weckte mich Ann. „Aufstehen Ash, wir müssen zur Halle und willst doch vorher noch frühstücken, oder?“
„Nein, ich habe keinen Hunger. Ich bin in 30 Minuten unten in der Lobby.“
„Alles klar bei dir? Du siehst nicht gut aus.“ sie sah mich besorgt an.
„Es ist alles O.K., ich habe nur schlecht geschlafen!“ sagte ich tonlos.
„Gut, wir sehen uns dann gleich unten.“ sagte sie skeptisch.
Ich kam ein paar Minuten zu spät in die Lobby, die Jungs warteten schon ungeduldig. Wenn Ann schon meinte ich sehe schlecht aus, dann waren die Jungs Leichen. Sie sahen alle krank aus und waren auf dem Weg zur Halle sehr schweigsam. Ich erfuhr von Nicky, das die Jungs am Abend zuvor eine heftige Party hatten.
Die Jungs machten in der Halle den Soundcheck und ich kaufte mir eine Zeitung und setzte mich in den Bus. Als ich das Titelblatt sah, verschlug es mir die Sprache. Mark mit einer anderen im Arm beim rumknutschen.
MARK FEEHILY VON DER GRUPPE WESTLIFE.......HEIßE AFFÄRE MIT EVA ANSUM SCHWEDISCHES TOPMODEL......GESTERN IM CLUB D1 IN OSLO BEIM HEFTIGEN KNUTSCHEN ERWISCHT......DANACH MIT IHR ZUSAMMEN VERSCHWUNDEN.
Ich legte die Zeitung beiseite, mir war schlecht und ich mußte mich übergeben. Ich rief Louis an und bat ihn um zwei Wochen Sonderurlaub, nach langem hin und her willigte er endlich ein. Ich rief beim Flughafen an und buchte für den gleichen Abend einen Flug nach London. Als die Jungs zurück kamen fiel Bryan auf das es mir nicht gut ging.
„Hey Ash, was ist denn los?“ er struvelte mir durchs Haar.
„Nichts, ich muß nur heute Abend wieder nach London fliegen, die nächsten zwei Wochen müßt ihr ohne mich klar kommen.“ ich schaute ich an.
„Ist was passiert?“
„Meiner Mum geht es nicht so gut!“ log ich.
Mark der gerade die Zeitung in der Hand hielt blickte blaß und verlegen in meine Richtung. Er wußte das ich log.
Im Hotel packte ich schnell meine Sachen zusammen und rief Kerry an. Ich erzählte ihr alles und sie versuchte mich zu trösten. Sie wollte mit den Mädchen nach London kommen und mir Beistand leisten. Dann rief ich meine Eltern an und erzählte ihnen, daß ich aus gesundheitlichen Gründen für zwei Wochen kommen würde. Ich erzählte ihnen auch das Kerry kommen würde. Sie waren besorgt, aber sie freuten sich auf Kerry und mich. Plötzlich klopfte es an der Tür.
„Können wir reden?“ Mark sah mich an.
„Da gibt es nichts zu reden. Entschuldige mich, ich muß noch zu Ende packen!“ ich bugsierte ihn zur Tür zurück.
„Laß es dir erklären, es war nicht so wie du denkst!“ sagte er hastig.
„Mark, die Fotos sprechen für sich!“ erwiderte ich traurig.
„Ash, ich habe einen Fehler gemacht! Es tut mir leid!“ er sah mich flehend an.
Ich verpaßte ihm eine Ohrfeige. „Du hast mich so enttäuscht, aber wenn man es genau nimmt bist du ja nicht mal fremd gegangen, wir sind ja seit gestern Abend getrennt. Und jetzt RAUS!“ schrie ich ihn an.
Ich verabschiedete mich nicht von den anderen und fuhr zum Flughafen. In London angekommen holte mich meine Mum ab.
„Ash, du siehst wirklich krank aus, ich mache morgen einen Termin bei Dr. Campel für dich. Jetzt komm Kleine, Cath und dein Daddy sind ganz aus dem Häuschen, obwohl sie dich gerade mal zwei Tage nicht gesehen haben.“ sie nahm mich in den Arm.
Mein Dad hatte extra für mich mein Lieblingsessen bestellt, aber ich bekam keinen Bissen herunter. Er sah mich besorgt an.
„Schmeckt es dir nicht, Schatz?“ fragte er nach einer Weile.
„Es ist lecker, ich habe nur keine Appetit!“ ich ließ die Gabel auf den Teller fallen.
„Dann laß es stehen, du siehst müde aus, du solltest schlafen gehen!“ er lächelte mich an.
„O.K. Daddy! Gute Nacht! Gute Nacht Cath, wir reden Morgen, ja?“ ich ging nach oben.
„Alles klar Ash!“ sagte sie verständnisvoll.
Meine Mum kam aus dem Wohnzimmer in die Küche.
„Ashley Schatz, du hast ja fast gar nichts gegessen, gut das ich schon einen Termin bei Dr. Campel für dich habe. Morgen um 11 Uhr in seiner Praxis.“
„Danke Mum! Gute Nacht!“ ich gab auch ihr einen Kuss und ging auf mein Zimmer. Ich schlief sofort ein und wurde die ganze Nacht von Alpträumen geplagt.
Am nächsten Morgen ging es mir nicht besser, ganz im Gegenteil, ich fühlte mich noch schlechter. Meine Mum saß in der Küche und trank Kaffee als ich rein kam.
„Oh, Gott Ashley! Du siehst furchtbar aus!“ sie nahm mich in den Arm.
„Danke Mum!...“ ich grinste sie schief an „Warum bist du nicht auf Arbeit? Es ist kurz nach 10.“
„Ich fahre dich zu Dr. Campel, ich mache mir Sorgen um dich!“ sie kam auf mich zu und nahm mich in den Arm.
„Du brauchst mich nicht zu bringen, ich frage Joe ob er fahren kann. Daddy braucht ihn ja heute Vormittag nicht mehr!“ sagte ich schnell.
„Wenn du meinst....aber wenn irgend etwas ist, dann rufst du mich sofort an. Ja Schatz?!“ sie legte ihre Hand unter mein Kinn und ich schaute sie an.
„Versprochen und nun gehe ins Büro, ich kenne mich hier im Haus noch sehr gut aus. Los geh und mache schöne Kleider!“ ich lachte und schubste sie zur Tür.
„Ich bin um 13 Uhr zurück, vielleicht essen wir dann eine Kleinigkeit zusammen.“ sie warf mir eine Kußhand zu.
„Schauen wir mal!“ meinte ich.
„Ach, jetzt hätte ich es fast vergessen, Kerry hat angerufen. Sie landet um 12:30 Uhr in Heathrow. Dann verschieben wir unser Essen. Bis später!“
„Danke Mum, ich hab dich lieb!“
„Ich dich auch mein Schatz!“ sie lächelte mich liebevoll an und machte sich dann auf den Weg.
Ich ging nach oben und zog mich an. Joe brachte mich zur Praxis. Ich kam pünktlich dran und Dr. Campel untersuchte mich gründlich. Dann mußte ich noch kurz im Wartezimmer Platz nehmen, bis er alle Untersuchungsergebnisse zusammen hatte. Nach ein paar Minuten wurde ich wieder in das Untersuchungszimmer gebeten. Dr. Campel deutete auf einen Stuhl und ich nahm Platz.
„So Miss O`Brain , ich habe jetzt alle Untersuchungsergebnisse vorliegen.....“ er holte tief Luft „...Herzlichen Glückwunsch!“
„Wie bitte?“ ich verstand gar nichts.
„Sie sind schwanger. Sie sind in der 8. Woche!“ er hielt mir seine Hand entgegen.
Plötzlich wurde alles schwarz vor meinen Augen und als ich sie wieder öffnete lag ich auf der Behandlungsliege. Dr. Campel schaute mich besorgt an.
„Das war wohl nicht geplant, hmmm?“ grinste er.
„Nein, ganz und gar nicht!“ mir stiegen Tränen in die Augen.
„Wenn sie Hilfe brauchen, ich kann ihnen jemanden empfehlen.“ meinte er besorgt.
„Nein danke Dr. Campel, ich komme schon zurecht, es ist nur etwas viel im Moment.“ beruhigte ich ihn.
„Ich sehe an einigen ihrer Werte das sie in letzter Zeit viel Streß hatten, sie müssen ruhiger werden, für sich und das Kind. Im Moment geht es dem Kind und ihnen physisch gut, wie es psychisch aussieht wissen nur sie. Achten sie bitte auf sich!“ er sah mich ernst an.
„Ich versuche es. Darf ich fliegen?“ fragte ich schnell.
„Es bestehen von meiner Seite aus keine Einwände. Nach der 40. Woche dürfen sie auf keinen Fall mehr fliegen, bis dahin ist es kein Problem, wenn die Schwangerschaft ohne Probleme verläuft. Haben sie sonst noch Fragen?“
„Meine Angehörigen dürfen es unter keinen Umständen erfahren.“ sagte ich leise.
„Natürlich nicht! Ich bin an die Ärztliche Schweigepflicht gebunden. Ihrem Mutterschaftspass erhalten sie von meiner Helferin am Empfang. Wenn sie Hilfe benötigen rufen sie mich an....“ er gab mir die Hand „...Passen sie auf sich auf Miss O`Brain!“
„Das mache ich!“ ich stand auf und verließ das Zimmer.
Am Empfang holte ich mir meinen Paß ab und ging runter zum Wagen.
„Nach Heathrow bitte Joe!“
„Alles klar Miss O`Brain!“ Joe schaute mich besorgt an „Alles in Ordnung?“
„Danke Joe es geht schon! Ich fahre die Trennscheibe hoch, ich möchte etwas schlafen. Wie lange brauchen wir bis zum Flughafen?“ ich sah ihn müde an.
„Ich denke ungefähr 45 Minuten! Ich wecke sie dann kurz bevor wir da sind!“ versprach er.
„Danke Joe!“
Ich fuhr die Scheibe hoch und dachte nach. Warum mußte es gerade jetzt passieren? Was soll ich machen? Soll ich es Mark erzählen? Nach gut 40 Minuten sagte Joe das wir den Flughafen gleich erreichen würden. Joe parkte vor dem Eingang und ich ging zum Gate, welches auf der Anzeigetafel angegeben war. Nach ein paar Minuten tauchte Kerry mit den beiden Mädchen auf. Die beiden Kleinen begrüßten mich stürmisch und in diesem Moment wußte ich das ich das Kind bekommen wollte. Wie sollte ich etwas so Wunderbares nicht wollen? Meine anderen Probleme blieben allerdings noch ungeklärt. Kerry nahm mich in den Arm.
„Ash, ich freue mich so dich zu sehen! Du siehst gar nicht gut aus. Ist alles in Ordnung?“ fragte sie besorgt.
„Wir fahren zu mir, dann paßt Cath bestimmt eine Weile auf die Kleinen auf, dann erzähle ich dir alles! Es ist so verdammt kompliziert.“ mir stiegen Tränen in die Augen.
„Hey Kleine, komm her!“ Kerry streichelte über meinen Rücken.
Nach ein paar Minuten wurden die Kleinen ungeduldig und wir gingen zum Wagen. Joe freute sich sehr Kerry wieder zu sehen. Er kannte sie noch von früher. Von den beiden Prinzessinnen war es sofort verzaubert und wir fuhren heim.
Zu Hause angekommen kümmerten sich Cath und Joe nach der Begrüßung um Molly und Lilly. Kerry und ich gingen in den Wintergarten.
„So Kleine, jetzt erzähl mal!“ Kerry nahm meine Hand.
Ich erzählte ihr von dem Streit, von dem Zeitungsbericht und von Marks Versuch alles wieder in Ordnung zu bringen. Als ich fertig war, war ich total aufgelöst.
„Hey Ash, davon geht die Welt nicht unter, es gibt noch andere Fische im Meer!“ sie versuchte zu grinsen.
„Kezza, das ist noch nicht alles. Ich liebe ihn, auch nachdem was passiert ist. Ich kann ihm nur überhaupt nicht mehr vertrauen, er kann nicht nach jedem Streit weglaufen und etwas mit irgendeiner Tussi anfangen. Außerdem ist seit heute morgen alles noch viel komplizierter. Kezza ich bin schwanger.....“ ich schaute sie an und wartete auf ihre Reaktion.
„Oh mein Gott, Ash! Das ist ja wunderbar ........ irgendwie! Was willst du tun? Ich meine willst du es behalten? Wirst du es Mark sagen? Was sagst du Louis?“ fragte sie ohne Punkt und Komma.
„Ich möchte das Kind, ich habe vorhin Molly und Lilly gesehen, da wußte ich das ich es will. Mark soll es nicht wissen, vorerst. Was ich Louis sage? Ich denke ich brauche ihm gar nichts zu sagen, mein Vertrag läuft im Juni aus, bis dahin sollte ich es verheimlichen können.“ ich sah sie ratlos an.
„Wann ist denn der errechnete Geburtstermin?“ sie wurde nun neugierig.
„Am 20.08.“ ich legte meinen Kopf in meine Hände.
„Dann können unsere Kinder zusammen spielen!“ sie lächelte geheimnisvoll.
„Was?“ ich fuhr hoch und sah sie an.
„Na, ja unser Baby ist zwar dann etwas älter als euer Sproß, aber die 3 Monate sind nicht tragisch." sie sah mich strahlend an.
„Du bist schwanger? Oh Gott ich laber dich hier mit meinen Problemen zu und frage nicht einmal was es bei dir Neues gibt. Tut mir leid!“ ich schaute sie entschuldigend an.
„Kein Problem Ash! Bis jetzt weiß es nur Bryan, wir wollten die ersten vier Monate abwarten.“ Kerry strahlte übers ganze Gesicht.
„Ich freue mich so für euch! Herzlichen Glückwunsch! Wann ist es denn so weit? Und wann fliegst du den wieder zu den Jungs?“ nun fragte ich sie ohne Punkt und Komma.
„Der Termin ist auf den 01.06. fest gelegt, aber Molly und Lilly kamen auch früher. Ich denke ich werde mit dir zusammen fliegen. Wenn du willst.“ sie sah mich lange an.
„Klar, ich freue mich. Ich muß nur noch überlegen was ich den Jungs und Louis sage. Zunehmen werde ich ja auf jeden Fall und ich kann es ja nicht auf meine schlechte Ernährung zurück führen.“ ich grinste schief.
„Wir lassen uns was einfallen, Kleine! Die Sache mit Mark solltest du noch einmal genau überdenken. Ich denke er hat ein Recht darauf es zu erfahren......“ sie nahm meine Hände.
Die folgenden zwei Wochen vergingen wie im Flug, ich bekam meine Übelkeit in den Griff und Kerrys Schwangerschaft wurde offiziell. Dann ging der Alltag wieder los. Wir flogen zu den Jungs nach Wien.

XII
Wir wurden von den Jungs am Flughafen abgeholt. Alles begrüßten erst einmal Kerry stürmisch und gratulierten. Ich nahm die Jungs der Reihe nach in den Arm, dann stand plötzlich Mark vor mir. Er sah schlecht aus, er war blaß und sah aus als hätte er die letzten Nächte nicht gut geschlafen.
„Hallo.“ er sah mir nicht in die Augen.
„Hallo.“ ich nahm in ganz kurz in den Arm und trat dann einen Schritt zurück.
„Ash, endlich bist du wieder da! Ich war gestern kurz davor einen Riesenburger und Fritten zu verdrücken und keiner wollte mich aufhalten.“ Bryan wirbelte mich durch die Luft.
„Du hast doch nicht...“ ich drohte ihm mit der Faust.
„Nein, nein Ash, ich habe an dich gedacht und dann hatte ich keinen Appetit mehr!“ er grinste mich an.
„Na, danke Bryan McFadden!“ ich sah ihn böse an.
„So war das nicht gemeint!“ Bryan zog eine Flunsch und alle brachen in Gelächter aus, fast alle. Mark stand nur da und starrte ins Leere. Kerry deutete auf ihn und sah Bryan fragend an.
„Keine Ahnung was mit ihm ist. Er ist schon eine ganze Weile so. Er redet mit niemanden, nicht einmal Shane kommt an ihn ran. Die Shows laufen aber sauber weiter. Vielleicht ist er einfach nur gestreßt.“ Bryan zuckte mit den Schultern.
Die nächsten 1 ½ Monate verliefen relativ ruhig. Dann waren wir in Portugal, wo wir anschließend noch 4 Tage Urlaub verbringen wollten. Jodie, Gill, Gina und Kerry mit den beiden Mädchen kamen auch nach Lissabon. Wir hatten eine schöne Finca direkt am Strand für uns alleine. Mittlerweile zeichnete sich bei mir auch schon eine kleines Bäuchlein ab. Wir waren gerade mal 10 Minuten im Haus als die anderen beschlossen an den Strand zu gehen. Ich trödelte beim Umziehen extra herum und als ich wieder ins Wohnzimmer kam war nur noch Kerry da.
„Kezza ich habe ein Problem!“ jammerte ich.
„Ash, du noch hier? Ich dachte ich bin die Letzte! Was hast du denn für ein Problem?“ sie sah mich an.
Ich zog mein T-Shirt hoch und mein Bäuchlein zeichnete sich deutlich über meiner Bikini Hose ab. Kerry lachte, kam auf mich zu und legte ihre Hand auf meinen Bauch.
„Hey, ich kann es schon fühlen. In welcher Woche bist du jetzt?“ sie sah mich lachend an.
„In der 17. Kerry ich finde das nicht lustig! Was soll ich jetzt machen Ich kann doch nicht die ganze Zeit mein T-Shirt anlassen!“ ich schaute sie verzweifelt an.
„Doch du kannst, ich lasse meins einfach auch an und wir sagen, wir achten auf unseren Teint.“ grinste sie.
„Und das soll klappen?“ ich blickte sie zweifelnd an.
„Was wollen sie tun? Uns zwingen?“ lachte Kerry.
Nun lachte ich auch.
„Wie geht es euch beiden? Weißt du schon was es wird?“ fragte Kerry neugierig.
„Ja, es wird ein Junge!“ Kerry und ich machten uns auf den Weg zum Strand.
„Super, dann können unsere beiden zusammen Fußball spielen.“ sagte ich triumphierend.
„Du weißt es auch schon und hast nichts gesagt. Ich habe eine Entschuldigung, ich weiß es erst seit gestern. Unser Kleiner war vorher zu schüchtern um irgend etwas Preis zu geben. Was ist deine Entschuldigung?“ Kerry boxte mich in die Seite.
„Ich weiß es erst seit 3 Tagen und ich wollte es dir persönlich sagen. Habt ihr schon über einen Namen nachgedacht?“ wollte ich nun wissen.
Kerry nahm mich in den Arm und wir erreichten den Strand, die Jungs waren alle im Wasser und die Mädchen tobten mit ihrem Daddy. Mark tobte mit den anderen zusammen herum, er hatte sich wieder gefangen und nach außen hin ging es ihm wieder gut. Wir hatten seit dem noch nicht wieder unter vier Augen gesprochen. Die Frauen lagen in der Sonne und ließen sich braten. Kerry und ich setzten uns auf unser Handtuch unter einer Palme.
„Wir sind uns über den Namen noch nicht einig. Ich denke an Jared oder Kevin. Bryan denkt an Jason oder Patrick. Aber ich denke wir werden uns schon einig. Und du? Hast du dir schon Gedanken gemacht?“ sie blinzelte mich an.
„Ich schwanke zwischen Noah und Tyler, aber ich tendiere eher zu Noah. Der volle Name wäre dann laut Familientradition. Noah Marcus Oliver Steven. Oh Gott mein armer Schatz!“ ich lachte Kerry an.
„Gefällt mir sehr gut!“ Kerry räkelte sich in der Sonne, ihr Bauch war schon ordentlich rund. Plötzlich fing sie an zu lachen.
„Was ist los Kezza?“ fragte ich perplex.
„Gib mir deine Hand, er strampelt gerade wieder!“ lachte sie.
Kerry nahm meine Hand und ich spürte die Tritte des Kleinen McFadden. Mein Baby konnte ich noch nicht so deutlich spüren. Wir lachten beide. Bryan kam aus dem Wasser auf uns zu.
„Los, ihr Faulpelze, ab ins Wasser mit euch!“ Bryan schüttelte seine Haare über uns aus.
„Laß das Bry, wir wollen nicht!“ Kerry schaute ihn gespielt böse an.
Bryan ließ sich nicht abwimmeln und trug Kerry auf Händen ins Wasser, dann ließ er sie fallen. Ich beobachtete alles von Strand aus und lachte. Plötzlich stürmte Kian auf mich zu und eher ich mich versah lag auch ich im Wasser.
„Sag mal, Ash hast du zugenommen?“ Kian schaute mich belustigt an.
„Nein!“ ich schwamm weiter raus und zog ein paar Bahnen. Dann starteten die Jungs eine Wasserschlacht und nach einen Stunde ließen wir uns erschöpft in den Sand fallen. Nicky schaute mich skeptisch an.
„Du hast wohl doch etwas zugenommen Ash, wir fordern dich wohl nicht mehr genug.“ er deutete auf meinen Bauch und grinste. Ich stand ohne etwas zu sagen auf und ging ins Haus. Nicky folgte mir kurze Zeit später.
„Ashley wo bist du?“ reif er ins Haus.
„Ich bin hier!“ antwortete ich aus der Küche.
Nicky kam zu mir und schaute mich lange an.
„Tut mir leid, ich wollte dich nicht verletzen!“ sagte er geknickt.
„Ist schon gut Nicky, du hast ja Recht, ich habe zugenommen.“ ich blickte zu Boden.
„Du bist immer noch wunderschön!“ er nahm meinen Kopf in die Hände „Wenn ich nicht verheiratet wäre würde ich mich auf dich stürzen!“
„Laß das ja nicht Gina hören, aber danke Nicky du bist ein Schatz!“ ich gab ihm einen Kuß auf die Wange „Ich lege mich jetzt hin, ich bin total kaputt. Eßt ruhig ohne mich.“
„Wenn du meinst! Bis morgen früh!“ sagte er skeptisch.
Der Rest der Tour verlief ohne Zwischenfälle und am 4. Mai landeten wir in Dublin. Es lagen noch 12 Konzerte vor uns, dann hatten wir es geschafft. Louis bot mir eine Vertragsverlängerung an, ich erzählte ihm das ich ein Kind erwarte und er sagte, das er mich trotzdem wolle. Ich nahm sein Angebot an, so würde ich nach der Geburt wieder schnell in Form kommen. Ann und ich sollten ein Team bleiben und wir sollten eine junge Gruppe aus 2 Mädchen und einem Jungen betreuen, das vor ihnen ihre allererste Tour lag. Der Job sollte im November los gehen. Ich unterschrieb mit Ann meinen Folgevertrag und bat Louis um Stillschweigen bezüglich meiner Schwangerschaft. Ich erzählte ihm, das ein Freund aus London der Vater sei und er fragte nicht weiter nach. Im Vertrag stand außerdem das wir nur noch in Dublin und Umgebung arbeiten würden, alles andere wäre für mich und den Kleinen zu streßig, Louis verstand es und wenn es nötig wäre würde Ann die Gruppe begleiten.

XIII
Dann war das letzte Konzert da, am 28.05. in Dublin, Ann und ich sahen es uns aus den Reportergraben an. Nach der Show fielen wir uns alle in die Arme. Wir hatten es geschafft. Die Jungs luden Ann und mich zu einem Essen ein. Ann und ich fuhren noch mal zu unserer Wohnung und die Jungs zu sich um uns fertig zu machen. Als wir ankamen nahm ich Ann kurz zur Seite.
„Ann, kann ich kurz mit dir reden?“ ich sah sie ernst an.
„Klar Ash schieß los!“ sagte sie fröhlich.
„Also, die Sache ist die....“ ich schaute sie an „... ich werde ausziehen....“
„Aber....“ Ann sah mich fragend an.
„....Warte laß mich ausreden. Ich habe schon eine tolle Wohnung in Greystones gefunden. Ann ich mache das nicht, weil ich nicht mehr mit dir zusammen wohnen möchte, aber es wird laut in meinem Leben und das möchte ich dir nicht zumuten.“
„Wie meinst du das?“ Ann sah mich verständnislos an.
„Ich bekomme ein Baby und da brauche ich Platz!“ platze ich heraus.
„Du bekommst was......Oh mein Gott! Warum hast du denn nichts gesagt?“ stammelte sie.
„Ich wußte... ich wollte...Egal, nun weißt du es. Und schlimm?“ stotterte ich.
„Ganz und gar nicht! Ich freue mich. Das erklärt einige Sache in unseren Verträgen. Wer ist denn der glückliche Papa?“ sie sprang aufgeregt um mich herum.
„Ein Freund aus London, er will nichts mit dem Kind zu tun haben!“ sagte ich nur.
„Oh, meine arme Ashley...“ sie nahm mich in den Arm.
„Es ist in Ordnung, ich komme ohne ihn besser klar.“ sagte ich sicher.
„Wissen es die Jungs schon?“ fragte sie neugierig.
„Nein und es soll auch so bleiben. Verstanden Ann?!“ sagte ich scharf.
„O.K. O.K.! Ich habs verstanden. Wann ist es denn so weit?“ sie sah mich neugierig an.
„Ende August.“ ich sah wieder zu Boden.
„Das erklärt deinen Klamottenstil der letzten Zeit. Immer diese Hemden und diese Schlabberpullis, Igitt ich dachte schon du leidest an Geschmacksverirrung. Zeig mal dein Bauch, biiiitttteee!“ sie sah mich flehentlich an.
Ich zog meinen Pulli etwas hoch und mein Bauch kam zum Vorschein, er war zwar noch nicht sehr groß, aber zu groß um ihn unter normalen Klamotten zu verstecken. Ann war entzückt und streichelte meinen Bauch.
„Das ist so toll. Ashley wird Mummy!“ sie tanzte durch Wohnzimmer.
„Ja, das ist ganz toll, aber jetzt brauche ich deine Hilfe. Ich brauche etwas zum Ausgehen, wo man nicht sieht was Sache ist.“ flehte ich sie an.
„Warum sollen es die Jungs nicht wissen?“ sie zog eine Augenbraue hoch und sah mich durchdringend an.
„Ich möchte es einfach nicht, O.K.!“ fuhr ich sie etwas unwirsch an.
„Ist ja gut....“ sie zog eine Flunsch.
„Tut mir leid, ich wollte nicht über reagieren....“ ich fing an zu weinen „....meine Gefühle spielen im Moment Achterbahn mit mir.“ ich schluchzte auf.
„Hey ist in Ordnung.“ Ann nahm mich in den Arm „Jetzt lösen wir erst einmal dein Klamottenproblem, O.K. Schätzchen?“ sie grinste mich an und ich wischte meine Tränen weg.
Die nächsten 1 ½ Stunden verbrachten wir mit Styling, Haaren und Make up. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Ann trug ein schulterfreies langes blaues Abendkleid mit Sandalen, dazu hatte sie ihre Lange blonde Mähne hochgesteckt und war glitzernd geschminkt. Sie sah toll aus. Ich trug eine schwarzes Wickelkleid mit Fransen, wodurch mein Bauch quasi unsichtbar wurde, dazu trug ich etwas höhere Schuhe, meine Haare fielen mir locker über die Schultern und beim Make up hatte ich dezente Farben gewählt. Dann klingelte es auch schon an der Tür. Nicky und Gina holten uns ab. Beide sahen umwerfend aus. Wir fuhren gleich los und Nicky meinte wir gefielen ihm und er könnte es sich gar nicht vorstellen nicht mehr mit uns zu arbeiten. Ich gab das Kompliment an ihn und Gina zurück. Gina und ich verstanden uns super und alberten auf dem Weg zum Restaurant herum. Als wir das Lokal betraten winkte uns Kian freudig zu. Wir setzten uns zu den anderen an den Tisch.
„Hey, da seid ihr ja endlich. Dann können wir ja bestellen. Ich habe schon für uns alle Champagner bestellt.“ Kian grinste uns an. Es war klar das er, Shane, Mark, Gill und Jodie nicht erst ihr erstes Glas vor sich hatten.
„Nein danke, für mich bitte einen O-Saft. Wollen wir nicht noch auf Kezza und Bry warten?“ ich schaute Shane fragend an.
„Die werden nicht mehr kommen, Bry ist vorhin mit Kezz ins Krankenhaus gefahren.“ Shane grinste mich an.
„WAS?“ ich jubelte und strahlte Ann an.
„Jepp, und wenn sich der kleine McFadden noch 3-4 Stunden Zeit läßt, dann hat er mit unserem guten Mark zusammen Geburtstag...“ er schlug Mark freundschaftlich auf die Schulter. „... die Geschenke könnt ihr zu den anderen auf den Tisch dort drüben packen.“ er deutete auf unsere Päckchen und auf einen Tisch in der Nähe. Ann stand auf und legte unsere Geschenke dazu.
Dann bestellten wir das Essen und ließen es uns schmecken, Kian fiel auf das ich nichts außer O-Saft trank.
„Ash du trinkst ja gar keinen Champagner!“ er sah mich fragend an.
„Nein Ki, ich glaube ich bekomme eine Erkältung, ich habe vorhin Tabletten genommen.“ ich grinste ihn entschuldigend an.
„Ach, so! Ich dachte schon du willst nicht auf uns trinken.“ neckte er mich.
„Wie kannst du nur so etwas denken!“ ich lachte und hob mein Glas „Auf die beste Band der Welt, auf die beste Tour der Welt und auf neu gewonnene Freunde!“
„Salut!“ ertönte es im Chor.
Wir aßen und tranken. Wir hatten viel Spaß und amüsierten uns. Wir unterhielte uns über unser erstes Aufeinander treffen und erzählten Gina, Gill und Jodie einige Anekdoten der Tour. Kurz vor Mitternacht erhob sich Shane.
„So Leute noch 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1......“
„HAPPY BIRTHDAY TO YOU! HAPPY BIRTHDAY DEAR MARK! HAPPY BIRTHDAY TO YOU!“ schmetterten wir alle im Chor.
Shane erhob sein Glas und wir taten es ihm gleich.
„Lieber Mark! Alles Gute zu deinem 26. Geburtstag! Wir alle wünschen dir nur das Beste und eine Frau!....“ alle fingen an zu lachen, alle außer mir. „... erhole dich im Urlaub schön von uns, dann kann im August die Arbeit für das neue Album beginnen. Alles Gute! Nun komm her und laß dich drücken!“ er ging um den Tisch und drückte Mark.
„Geschenke auspacken!“ quiekte Kian.
Mark ging zu Tisch und wir folgten ihm.
„Aha von Kian Egan....“ er schüttelte das Päckchen.
„Nicht so doll!“ Kain blickte angstvoll auf Marks Hände.
„....aha ein...“ Mark drehte es und betrachtete es von allen Seiten „....Kian ich will ja nicht unhöflich sein, aber WAS ist das?“
„Das ist eine Alarmanlage für dein neues Auto.“ Kian strahlte übers ganze Gesicht.
„Achso, Danke Ki.“ Mark legte irritiert das Geschenk beiseite.
Dann nahm er das kleinste Päckchen vom Tisch.
„So, so von Shane, Gillian, Nicky und Georgina. Da bin ja mal gespannt...“ er wickelte es vorsichtig aus und zum Vorschein kam ein Autoschlüssel.
„Er steht vor der Tür, ein schwarzer Audi TT, den fandest du doch in Deutschland so toll, und nun hast du deinen eigenen, übrigens, die von Kian spendierte Alarmanlage ist schon eingebaut, der Kabelsalat da drüben ist nur als Anschauungsmaterial gedacht.“ Nicky deutete auf Kians Geschenk.
Mark fiel den Jungs um den Hals.
„Danke, ich weiß gar nicht was ich sagen soll!“ Mark war sprachlos.
„Wie wäre es mit Danke? Wo sind ihre Manieren Mr. Feehily?“ Gina lachte ihn an.
„Danke! Danke! Danke!“ er umarmte Gill und Gina und erdrückte sie fast, Nicky konnte sie im letzten Moment noch retten.
„Hey Mark, das sind noch ein paar Geschenke!“ Kian deutete auf die übrigen Geschenke.
„Kann es sein, daß du etwas neugierig bist Kian Egan?“ Jodie boxte ihm in die Seite.
„Ich??? Nie und Nimmer!“ Kian hob lachend die Hände.
Mark ging wieder zum Tisch. Er nahm eine großes Paket und fing an es aus-zupacken. Es kam noch ein Schachtel, und noch eine, und noch eine....bis er schließlich einen Briefumschlag in den Händen hielt. Er machte ihn auf und las laut vor.
>> Liebster Schatz! Alles Liebe zum Geburtstag! Wir können es gar nicht glauben, das du heute schon 26 wirst. Wo ist nur die Zeit geblieben? Wir schenken dir hiermit eine Reise nach Hawaii, wir denken das du dich da gut von dem Streß der Tour erholen kannst! Alles Liebe Mum, Dad, Barry und Colin!
P.S. Dein Flieger geht am 02.06. und du kommst am 23.06. zurück! Feier schön, wir denken an dich! LuvYa!<<
„Man, 3 Wochen Hawaii! Du bist ein Glückspilz!“ Nicky schaute ihn begeistert an.
Mark nickte und begann die restlichen Geschenke aus zu packen. Von Ann bekam er ein gerahmtes Bild, das während der Tour Backstage entstanden war. Er zeigte uns alle in ausgelassener Stimmung. Von Bryan, Kerry und den Kids bekam er ein Buch über Tennislegenden und eines über Golf. Dann kam er zu meinem Geschenk.
„So, nun das letzte Geschenk, von Ashley....“ er wickelte es vorsichtig aus. Es war ein Bild von einem Maler, den Mark und ich in Rumänien kennen gelernt hatten. Er zeigte einen Strand bei Sonnenaufgang.
„.... Danke Ash, es ist wunderschön!“ er nahm mich in den Arm.
„Gern geschehen!“ meinte ich nur.
Plötzlich klingelte mein Handy.
„Hallo?“ fragte ich erstaunt.
„Ash?“
„Ja, Bry?“ ich verstand ihn sehr schlecht und nun fingen die anderen an laut auf mich ein zu reden.
„LEUTE! Seid leise, ich verstehe sonst kein Wort!“ ich legte den Zeigefinger auf meine Lippen.
„Ja, hier ist Bryan! Er ist da! Er ist da!“ jubelte er.
„Herzlichen Glückwunsch! Und erzähl: Wann? Wie groß? Wie schwer? Name?“ fragte ich aufgeregt.
„Langsam Ash, langsam! Es war so toll, Kerry war so toll! Also er heißt Jared Michael McFadden, er ist 53 cm groß und 3020 g schwer und er hat am 29.05. um 0:05 Uhr das Licht der Welt erblickt!“ erzählte Bryan stolz.
„Das ist großartig! Und wie geht es dem Kleinen? Und wie geht es Kezza?“ fragte ich weiter.
„Den beiden geht es blendend! Ich muß jetzt Schluß machen, ich will wieder zu den Beiden!“ sagte er schnell.
„Alles klar Bry. Bestelle Kezza einen Gruß und eine Kuß von mir und Alles Gute von den anderen Anwesenden! Bye!“ damit legte ich auf.
„Bye! Mach ich!“ damit legte auch er auf.
Alle Augen waren auf mich gerichtet und wir setzten uns an den Tisch.
„Nun erzähl...“ Kian hibbelte auf seinem Stuhl herum.
„Ich sterbe vor Neugier...“ Jodie zappelte herum und sah mich mit großen Augen an.
„Nun mach schon...“ Nicky und Gina grinsten mich an.
Ich lehnte mich zurück und bestellte in aller Ruhe einen O-Saft.
„ASHLEY!“ brüllten nun alle im Chor.
„Ist ja gut..“ ich nahm mein Glas und stand auf „.. also kleine neue Erdenbürger heißt Jared Michael McFadden, ist 53 cm groß, wiegt 3020 g und kam heute um 0:05 Uhr auf die Welt!“
Alle jubelten und fielen sich in die Arme. Wir feierten noch ausgelassen, gegen 4 Uhr ging ich an die frische Luft, da die Luft im Lokal etwas stickig war. Dann hörte ich Schritte hinter mir und ich drehte mich um. Mark stand hinter mir und sah mich an.
„Hallo Ash!“ sagte er leise.
„Hallo Mark!“ erwiderte ich.
„Danke für dein Geschenk, es ist wunderschön!“ bedankte er sich nochmals.
„Ich sagte doch schon, ich habe es gern gemacht!“ ich sah zu Boden.
„Können wir nicht ganz normal mit einander reden?“ fragte er tonlos.
„Tun wir doch, dies ist unser längstes Gespräch seit einem halben Jahr.“ erwiderte ich.
„Ash, es tut mir so leid, was damals in Schweden passiert ist, das mußt du mir glauben!“ sagte er flehend.
„Ich glaube es dir Mark. Ich weiß das es dir leid tut, aber du hast mich so enttäuscht, das kann ich nicht einfach so weg stecken.“ ich ging ein paar Schritte.
„Ich laß dir alle Zeit der Welt, sag mir nur eins, haben wir irgendwann noch eine Chance?“ fragte er leise.
„Ich weiß es nicht, ich weiß es wirklich nicht...“ ich sah ihn an und sah das er Tränen in den Augen hatte.
„Liebst du mich Ash?“ er sah mir direkt in die Augen.
„Ja! Aber ich kann dir nicht vertrauen! Ich brauche noch Zeit!“ ich gab ihm einen Kuß auf die Wange und ging wieder hinein.
„Ich liebe dich auch! Ich laß dir Zeit!“ Mark sagte dies sehr leise, aber ich konnte es verstehen.
„Wir sehen uns irgendwann, ja?“ ich blieb in der Tür stehen und drehte mich zu ihm um.
„Sicher! Bye!“ er winkte mir zu.
Ich ging zum Tisch, schnappte mir meine volltrunkene Ann, unsere Handtaschen, bestellte uns ein Taxi und verabschiedete mich von allen.

XIV.
Mein Umzug verlief reibungslos. Vorher hatte ich mit Ann meine Wohnung gestrichen, neue Möbel ausgesucht und meine Sachen in der alten Wohnung zusammen gepackt. Meine neue Wohnung war einfach super, auf der einen Seite hatte ich einen großen Garten, der direkt an den Strand grenzte. Ich hatte ein Schlafzimmer, zwei Bäder, ein Gästezimmer, eine große Küche, ein großes Kinderzimmer, ein Wohnzimmer und ein Kaminzimmer. Ich hatte mit meinen gespartem Geld die Miete ein halbes Jahr im voraus bezahlt. Meine Eltern hatten, nachdem sie erfahren haben das sie Großeltern werden, darauf bestanden das Kinderzimmer und alles drum herum zu bezahlen. Nach drei Tagen Umzugsstreß war dann endlich alles geschafft. Ann besuchte mich regelmäßig und half mir beim Einkaufen und bei allen anderen Sachen. Wenn Bryan unterwegs war fuhr ich zu Kerry, Jared und den Mädchen, Kerry gab mir viele Tips und beriet mich beim Kauf von Babysachen. Ich konnte in Jareds ersten Lebensmonaten sooft bei ihm sein, das ich mich schon sehr auf mein Baby freute. Sie ging mir zwar wegen Mark auf die Nerven, aber irgendwann gab sie schließlich auf. Mit den anderen Jungs und ihren Frauen telefonierte ich regelmäßig, aber wenn ein Treffen angesetzt war hatte ich immer „beruflich“ was zu tun.
Am 15.08. wachte ich morgens mit starken Bauchschmerzen auf und nach einer guten Stunde wurde mir klar, das es sich um keine normalen Bauchschmerzen sondern um Wehen handelte. Ich rief bei Kerry an. Sie wollte mir bei der Geburt zu Seite stehen. Bryan wollte sie nur sagen, daß es mir nicht gut geht und das sie nach mir schauen würde.
Nach etlichen Klingeln ging Bryan ans Telefon.
„Ja?!“ murmelte er verschlafen, es war ja auch erst 6 Uhr in der Früh.
„Hallo Bry, hier ist Ash....“ ich stöhnte auf, eine neue Wehe kündigte sich an „....kann ich Kezz sprechen, es ist wichtig!“ preßte ich heraus.
„Ashley, alles in Ordnung bei dir?“ Bryan klang besorgt.
„Ja, gib mir bitte Kezza!“ fauchte ich ihn unter Schmerzen an.
„O.K., er dauert einen Moment, ich muß zu Jared ins Zimmer, sie stillt ihn gerade.“ meinte er verwirrt.
Ich stöhnte wieder auf, die Wehe war verdammt heftig.
„Ash ist wirklich alles in Ordnung?“
„GIB MIR KEZZA!“ schrie ich ihn an.
„Ja, ja hier ist sie.......Schatz, es ist Ash, sie klingt irgendwie komisch.“ sagte er zu ihr.
„Ash?“ Kerry klang auch noch etwas verschlafen.
„Kezza, es geht los! Es tut so weh!“ ich fing an zu weinen.
„Ist die Fruchtblase schon geplatzt?“ fragte sie ruhig.
„Nein.“ schluchzte ich.
„In welchen Abständen kommen die Wehen?“ fragte sie weiter.
„Alle 9 Minuten. Kezza ich habe Angst!“ schluchzte ich.
„Ganz ruhig meine Kleine! Du rufst dir jetzt ein Taxi, nimmst die Tasche die wir gepackt haben und fährst ins Krankenhaus, ich komme da hin. Bis gleich! Bye!“ sie legte auf.
„Bye!“ wimmerte ich.
Ich tat was Kerry gesagt hatte und war 30 Minuten später im Krankenhaus. Kerry wartete am Eingang auf mich.
„Ash Schatz!“ sie half mir aus dem Taxi und bezahlte den Fahrer.
„Kezz, ich habe Angst!“ mir liefen schon wieder Tränen übers Gesicht.
„Sch, sch alles wird gut!“ Kerry nahm mich in den Arm, nahm die Tasche und wir gingen hinein. Drinnen schaute ich in Bryans verdutztes Gesicht. Ich schaute Kerry an.
„Er hat es mit bekommen, tut mir leid.“ sagte sie halbherzig.
Bryan holte einen Rollstuhl und ich setzte mich hinein. Ich wollte gerade etwas sagen als mich eine neue Wehe durchfuhr. Ich versuchte so zu atmen, wie es mir beigebracht wurde, aber es half nichts. Ich schaute Bryan hilfesuchend an. Er nahm meine Hand und ich drückte seine ziemlich fest. Nachdem die Wehe vorbei war sah er mich an.
„Warum hast du nichts gesagt? Ich meine du mußt ja schon während der Tour schwanger gewesen sein, oder?“ fragt er erstaunt.
„Ja.“ gab ich kleinlaut zu.
„So, alles fertig. Wir gehen jetzt in dein Zimmer, ein Arzt kommt gleich und schaut nach dir!“ Kerry schob den Rollstuhl Richtung Fahrstuhl. Wir fuhren in den 3. Stock und dort wurde ich in mein Zimmer gebracht. Der Arzt kam gleich und untersuchte mich. Mittlerweile kamen die Wehen alle 7 Minuten, aber der Arzt meinte es würde noch gute vier bis fünf Stunden dauern wenn ich Glück hatte. Kerry und Bryan warteten so lange auf dem Flur und kamen wieder herein, als der Arzt das Zimmer verließ. Sie setzten sich zu mir ans Bett.
„Was hat der Arzt gesagt!“ Kerry nahm meine Hand.
„Es wird noch vier bis fünf Stunden dauern, wenn ich Glück habe!“ ich lehnte mich zurück.
„Ash, warum hast du uns nichts gesagt?“ Bryan schaute mich vorwurfsvoll an.
„Es ist ganz schön kompliziert.“ ich sah ihn an.
„Solange keiner von uns der Vater ist, ist es doch egal.“ Bryan grinste mich an.
Ich schwieg und schaute zu Kerry. Bryans grinsen gefror.
„Ashley, nun mal ganz von vorne und so das ich es auch verstehe. WAS ist hier los? WER ist der Vater? Und WARUM weiß Kezz alles und ich nichts?“ Bryan verstand nun gar nichts mehr.
„Also gut Bry. Mark ist der .....“
„Mark? Unser Mark?“ japste er.
„Ja, euer Mark. Wir hatten eine Beziehung, bis zu der Sache in Olso.“ gestand ich.
„Warum wußte keiner was davon?“ Bryan sah mich lange an.
„Weil ich sonst große Probleme bekommen hätte, ich hatte einen Vertrag unterschrieben, in dem fest gelegt war, das ich mit meinen Kunden nichts anfangen darf. Und ihr, bzw. Mark wart meine Kunden. Jedenfalls haben Mark und ich uns nach der Sache in Oslo getrennt, ein paar Tage später habe ich erfahren das ich schwanger bin. Kezza wußte von Anfang an über alles Bescheid. Ich habe sie gebeten dir nichts zu erzählen und es ist ihr weiß Gott nicht leicht gefallen.“ ich nahm Bryans Hand.
„Weiß Mark von dem Baby?“ fragte er nachdem er sich etwas gefangen hatte.
„Nein.“ sagte ich leise.
„Verdammt nochmal, WARUM NICHT? Er hat ein Recht es zu erfahren!“ Bryan stand auf.
„Meine Rede!“ Kerry stand ebenfalls auf und nahm Bryan in den Arm.
„Tut mir leid Schatz, aber ich mußte es Ash versprechen!“ Kerry sah Bryan in die Augen.
„Ist O.K. Schatz! Ich liebe dich!“ er küßte sie.
„Ich dich auch!“ die beiden Versanken in einem Kuß.
Eine halbe Stunde später, lag ich schmerzgekrümmt, weinend und schwitzend in meinem Bett und kämpfte gegen die Schmerzen. Kerry tupfte mir die Stirn ab und die Wehen kamen alle 4 Minuten aber der Muttermund wollte sich nicht weiter öffnen. Zwischen zwei Wehen sah ich Kerry an.
„Was ist Ash?“ Kerry schaute mich fragend an.
„Rufst du bitte Mark an? Ich schaffe das nicht alleine!“ mir liefen die Tränen übers Gesicht.
Als ob Bryan nur darauf gewartet hatte, stürmte er aus dem Zimmer. Kerry nahm mich in den Arm und versuchte mich zu trösten. Knapp 1 ½ Stunden später ging die Tür auf und Mark sah mich verwirrt an. Kerry ging an ihm vorbei zu Tür, drückte kurz seine Hand und nickte ihm zu. Mark kam zu mir ans Bett. Da lag ich nur vor ihm, Haarsträhnen klebten an meiner Stirn, meine Augen waren rot vom weinen und ich zitterte.
„Ash....was?....Ich verstehe nicht!....Bry wollte mir nichts sagen!“ Mark setzte sich und sah mich an.
„Mark, ich bekomme ein Baby...“ sagte ich unnützer Weise.
„Das sehe ich.“ stellte er trocken fest.
„...unser Baby. Das ist unser Baby!“ ich schaute ihn durch einen Tränenschleier an.
„Das kann nicht sein...“ er schüttelte den Kopf, stand auf und ging ans Fenster.
Eine weitere Wehe durchzog mich, ich krümmte mich vor Schmerzen. Er sah zu mir und schüttelte dann ganz langsam den Kopf.
„Das kannst du mir nicht anhängen.“ damit ging er zu Tür.
Kerry und Bryan kamen wieder herein und schauten mich fragend an.
„Was ist passiert?“ Bryan blickte mir direkt in die Augen.
„Er glaubt mir nicht!“ schluchzte ich.
„Ich rede mit ihm.“ Bryan wollte aufstehen.
„NEIN, wenn er mir nicht glaubt dann kann ich ihn nicht zwingen!“ ich ließ mich ins Kissen zurück fallen und die nächste Wehe kam. 30 Minuten später kam auch der Arzt wieder und ich wurde für den Kreissaal fertig gemacht. Plötzlich stand Mark in der Tür, er hatte ganz rote Augen vom weinen.
„Ist es wirklich wahr? Ist das unser Baby?“ schluchzte er.
„Ja.“ sagte ich leise.
Mark kam auf mich zu, nahm meinen Kopf in seine Hände und gab mir einen Kuß.
„Ich liebe dich Ashley O`Brain, ich möchte das du nie wieder Geheimnisse vor mir hast.“ Mark schlang seine Arme um mich und ich schluchzte an seiner Schulter.
„Entschuldigung, ich will ja nicht stören, aber wir müssen in den Kreissaal! Ihre Freundin bekommt ein Baby junger Mann!“ der Doktor reichte Mark ein Krankenhaushemd. Er zog es sich über und wir fuhren in den Kreissaal.
Wenn ich dachte die Wehen vorher waren schon schlimm, so wurde ich dann eines besseren belehrt. Die Preßwehen waren schlimmer, als alles was ich bis dahin erlebt hatte. Nach weiteren 10 Minuten hielt ich unseren Sohn zum ersten Mal im Arm. Ich weinte vor Glück. Dann durfte Mark den kleinen Mann kurz halten, bevor er zur Untersuchung gebracht wurde. Auch er weinte und konnte sich nur schwer von ihm trennen. Dann wurde ich wieder auf mein Zimmer gebracht. Kerry und Bryan gratulierten uns. Dann schlief ich ein, das Ganze hatte mich ganz schön geschafft.
Als ich die Augen wieder öffnete saß Mark an meinem Bett und schlief mit dem Kopf auf der Bettkante. Ich stuvelte ihm durchs Haar und er sah mich Augenblicke später verschlafen an.
„Hey!“ flüsterte ich.
„Hey!“ Mark gab mir einen Kuß.
„Mark, es tut mir so leid! Ich hätte es dir früher sagen müssen, aber erst war ich zu verletzt, dann zu Stolz und dann dachte ich du willst es vielleicht nicht du dann...ich weiß nicht, dann hatte ich nur noch Angst.“ ich sah ihn an.
„Und dann habe ich vorhin noch so blöd reagiert, es tut mir auch leid. Ich war geschockt...“ er sah mich verlegen an.
„Verständlicher Weise!“ gab ich zu.
„... Ich hätte es trotzdem nie in Frage stellen dürfen. Es tut mir alles so furchtbar leid. Das letzte ¾ Jahr war die Hölle, ich wollte mich immer melden, aber ich war zu feige. Ich habe dich so vermißt, so schrecklich vermißt. Jeder Morgen ohne dich war grausam, jeder Tag ohne dich war grausam und die Nächte waren das Schlimmste...“ Mark fing an zu weinen.
„Ich habe dich auch so vermißt...Wir waren beide zu feige und zu Stolz, wir haben beide Fehler gemacht....Aber das wichtigste ist das wir uns lieben und das wir jetzt eine kleine Familie sind, wenn du mich und den Kleinen noch willst?“ ich sah ihn fragend an.
„Natürlich! Wie kannst du fragen? Ich liebe dich und den Kleinen über alles. Ich habe zwar jetzt so schnell keinen Ring...“ er kramte in der Tasche, fand etwas Silberpapier und bog einen Ring daraus, dann steifte er ihn mir über den Finger „....ich will dich niemals mehr an meiner Seite missen. Ich liebe dich und unseren Sohn. Ashley O`Brain willst du meine Frau werden?“
„JA, JA ICH WILL!“ jubelte ich und fiel ihm um den Hals.
Wir hielten uns eng umschlugen, bis eine Schwester uns den Kleinen brachte.
„Herzlichen Glückwunsch! Der kleine Mann hat Hunger, soll ich ihnen beim anlegen helfen?“ die Schwester legte mir den Kleinen in den Arm.
„Ich denke ich bekomme das hin!“ sagte ich gerührt.
„In Ordnung, wenn sie doch Hilfe brauchen dann klingeln sie.“ sie ging wieder raus.
„Danke!“ ich sah sie dankbar an.
Ich legte den kleinen Mann an und es klappte auf Anhieb mit dem Stillen. Nachdem er satt und zufrieden auf meinem Arm schlief klopfte es an der Tür und ein riesiger Blumenstrauß erschien in der Tür, gefolgt von Shane, Gillian, Kian, Nicky, Gina, Jodie, Bryan und Kerry.
„Was macht ihr denn alle hier?“ Mark stand auf und ließ sich von jedem in den Arm nehmen und beglückwünschen.
„Wir haben gehört du bist heute Daddy geworden. Man ich dachte Bryan hätte irgendwelche Pillen genommen, bis uns Kerry aufgeklärt hat. Mensch Ash, du machst Sachen! Komm laß dich drücken....“ Nicky kam auf mich zu „... Ui, das ist der kleine Feehily? Der ist ja süß! Mark der hat ja gar keine Ähnlichkeit mit dir, bist du dir sicher das du der Papa bist?“ Nicky streichelte dem Kleinen übers Köpfchen und sah Mark grinsend an.
„Ich bin mir ganz sicher Nicky, aber danke der Nachfrage!“ Mark sah den Kleinen liebevoll an. Die anderen begutachteten den Kleinen eingehend und befanden ihn ebenfalls für süß.
„Ashley, Ashley ich muß schon sagen, das habt ihr super hingekriegt!...“ Gina strahlte mich an „...Was hast du denn da am Finger?.....OH MEIN GOTT! ER HAT DICH GEFRAGT? HAT ER? HAT ER?“ sie nahm meine Hand und schaute den „Ring“ eingehend an.
„Ja, er hat mich gefragt und ich habe ja gesagt.“ ich strahlte Kerry an und sie begriff sofort. Sie nahm mich in den Arm und gratulierte mir.
„Was gefragt? Wie jetzt?“ Shane stand auf der Leitung. Bryan begriff erst jetzt was los war und nahm Mark in den Arm. Bis auf Shane und Kian hatten es alle begriffen.
„Kann uns mal jemand aufklären?“ Kian wedelte mit den Händen vor Jodies Gesicht herum, die ganz auf den kleinen Mr. Feehily konzentriert war.
„Mensch Ki, Mark hat sie gefragt, ob sie ihn heiratet und sie hat ja gesagt.“ Jodie wandte sich wieder zu mir um.
„Echt?“ fragten Shane und Kian wie aus einem Mund.
„JA!“ antworteten alle anderen im Chor.
Bryan gratulierte gerade mir als sein Blick auf den Ring fiel.
„Ich will ja nicht nörgeln Mr. Feehily, aber am Ring hast du wohl etwas gespart...“ Bryan grinste Mark an.
„Ash bekommt noch einen richtigen Ring, ich hatte nichts anderes dabei. Gestern Morgen wußte ich ja noch nicht was alles auf mich zu kommt.“ Mark blickte entschuldigend in die Runde.
„Es ist der schönste Ring auf der ganzen Welt!“ ich hielt meine Hand hoch und Mark gab mir einen Kuß.
„....O.K. O.K. ich habe es ja begriffen, da ist noch was, bekommt Feehily Junior heute noch einen Namen, oder soll er ewig Baby heißen?....“ Bryan zuckte mit den Schultern „.... ich meine ja nur!“
Kerry boxte Bryan in die Seite.
„Ist gut Kerry, er hat Recht, der kleine hat auch schon einen Namen. Noah Marcus Oliver Steven Feehily!“ erzählte ich stolz und blickte in die Runde. Mark nickte zu Zustimmung und nahm den kleinen Mann auf den Arm.
„Hallo Noah, ich bin dein Daddy.“ er wiegte Noah zärtlich in den Armen.
„Hallo ich bin Onkel Nicky, sei mir nicht böse, aber du hast so viele Namen, ich nenn dich einfach weiterhin Feehily Junior!“ Nicky schaute über Marks Schulter auf Noah.
„Nicky, der Name ist wunderschön, sein Rufname ist lediglich Noah.“ Gina boxte ihn in die Seite. Nach gut zwei Stunden verabschiedeten sich alle nach und nach. Mark und ich waren endlich wieder allein mit Noah.
„Hast du eigentlich schon deine Eltern angerufen?“ ich sah ihn fragend an.
„Shit, das habe ich total vergessen!“ er faßte sich an die Stirn.
„Hier.“ ich reichte ihm das Telefon.
Er wählte und kurz darauf sprach er mit seiner Mum. Nach ein paar Minuten reichte er den Hörer an mich weiter. Er nahm mir Noah ab und legte ihn in sein Bettchen.
„Hallo Marie!“ sagte ich schüchtern.
„Ashley Schatz!“ sagte sie völlig überwältigt.
„Es tut mir leid, daß ich vorher nichts gesagt habe, aber es war eine lange komplizierte Geschichte.“ meinte ich entschuldigend.
„Das tut alles nichts mehr zur Sache. Hauptsache der kleine Noah ist gesund und munter und mein Sohn macht dir irgendwann einen Antrag.“ sagte sie fröhlich.
„Hat er schon!“ gab ich zu.
„WAS? WANN?“ jubelte sie.
„Gleich nach der Geburt.“ sagte ich grinsend.
„Ich freu mich so. Wenn ich das Oliver erzähle.... Sag mir noch mal alles genau, Name, Gewicht, Größe usw. Ashley, ich bin so glücklich für euch. Mark liebt dich, das höre ich allein an seiner Stimme. Ich bin Oma, ich kann es noch nicht fassen. ICH BIN OMA!“ rief sie.
„Danke das bedeutet mir sehr viel. Also hast du einen Stift?“ sagte ich gerührt.
„Ja habe ich, oh man ich bin so aufgeregt.“ sagte sie atemlos.
„Also Noah Marcus Oliver Steven Feehily, 15.08., 10:32 Uhr, 2870 g, 49 cm!“ sagte ich langsam.
„Oh, so ein kleines Würmchen! Oliver und ich kommen euch morgen besuchen. In welchem Krankenhaus bist du?“ fragte sie.
„Central Dublin Hospital, Zimmer 307! Bis morgen! Bye!“ sagte ich lächelnd.
„Bye Schätzchen!“ sie schickte mir einen Kuss durchs Telefon.
Ich legte auf und sah Mark an, er stand an Noah`s Bettchen und streichelte vorsichtig seine kleine Hand. Es lag so viel Liebe in dieser Geste, ich zog an seinem Pulli und er setzte sich zu mir aufs Bett.
„Was ist Schatz?“ fragte er leise.
„Ich liebe dich so sehr! Ich weiß nicht wie ich es einen Tag ohne Dich aushalten konnte!“ gab ich zu.
„Ich liebe dich auch. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr!“ er küßte mich zärtlich.
Wir lagen uns in den Armen und schliefen irgendwann erschöpft ein. Die Schwestern sahen darüber hinweg und brachten Mark noch eine Decke.

XV
Am 09.05. des nächsten Jahres heirateten wir in Sligo, in der Kirche in der schon seine Eltern geheiratet haben. Noah wurde getauft und Bryan und Nicky waren seine Taufpaten. Bei der anschließenden Feier gaben wir bekannt das wir erneut Eltern werden. Alle freuten sich riesig für uns. Die Presse erfuhr schnell davon und bald wußte es die ganze Welt. Mark und ich wurden von den Fans super angenommen und auch unser Nachwuchs kam Prima an. Noah wurde seinem Daddy immer ähnlicher, er hatte seine Augen und seinen Mund. Wenn ich ihn anschaue frage ich mich, wie ich auch nur eine Sekunde daran denken konnte ihn nicht zu bekommen.

Nun liege ich hier und schaue unsere kleine Tochter an Emely Samantha Marie Cathrin Feehily und ich schaue Noah an, er ist jetzt 15 Monate und unser Sonnenschein. Er kann jeden innerhalb von Sekunden um den Finger wickeln.... das hat er wohl von seinem Daddy. Jeden Morgen wenn ich aufwache und Mark neben mir liegt, danke ich Gott für diesen wundervollen Mann und unseren süßen Sohn. Nun ist unser Glück komplett. Lilly räckelt sich in ihrem Bettchen. Morgen werden sie alle kommen und sie begutachten.
Bryan, Kerry, Molly, Lilly, Jared ; Kian, Jodie (6 Monaten verheiratet), Patrick (5 Monate) ; Shane, Gillian, Kevin & Jenny (3 Monate) ; Nicky, Gina, Collin (10 Monate), Jason (1Monat) und natürlich Marie, Oliver, Barry und Colin. Sie alle können es gar nicht erwarten das neue Mitglied der Feehily Familie kennen zu lernen.

The End