Es war 22.00 Uhr als wir im Krankenhaus ankamen. Oder besser gesagt in die
Notaufnahme stürzten. "Schnell einen Arzt, sie wurde angeschossen", schrie
David hysterisch. Eine Schwester kam auf uns zu, und sagte wir sollten uns erst
mal hinsetzen und kurz warten, da alle Ärzte im OP waren, sie hatten in
dieser Nacht schon mehrere Notfälle bekommen. "Wie warten?" blaffte sie
mein Kollege an. "Soll sie hier verbluten, oder was?" Die Schwester reichte
mir eine Box mit Papiertüchern um die Blutung zu stillen. Dann lief sie
los um einen Arzt zu verständigen. "Komm setzt dich zu mir und beruhige
dich erst mal!" - "Beruhigen? Du blutest wie ein Schwein!" - "Du weißt
doch Unkraut vergeht nicht. Außerdem machst du mich fertig, also setz
dich jetzt bitte. Wenn du was für mich tun willst, dann nimm mal ein paar
neue Tücher raus und drück sie auf meinen Arm, ich brauch meine rechte
Hand frei, ich muss meinen Freund anrufen." - "Du hast einen Freund?" David
sah mich ein bisschen enttäuscht an. Aber dieser Ausdruck verschwand schnell
und wurde durch Neugier verdrängt. "Erzähl mal, wie ist er denn so?"
- "Nicholas ist echt toll" strahlte ich. - "Ja und wieso bringt du ihn dann
nicht mal mit?" - "Er ist verheiratet." - "Oh!"
Keiner von uns wusste was man jetzt noch hätte sagen können, und ich
wollte ja sowieso telefonieren. Ich wählte Nicholas’ Nummer und nach dem
5. klingeln nahm er ab. "Ich wurde angeschossen" sprudelte es aus mir raus.
- "Was?" bellte er kurzangebunden ins Telefon. "Und wo bist du überhaupt?"
- "Im Holles Street Hospital" Von weitem sah ich einen jungen Arzt auf uns zustürmen.
"Sorry, ich hab jetzt keine Zeit dir das alles zu erklären, der Arzt ist
endlich da." - "Warte dort, ich hol dich ab." - "Ich hab dich lieb" Dann legte
ich auf und stopfte mein Handy in meine Hosentasche.
"Miss, kommen Sie bitte." Ich folgte dem AIPler, in einen Behandlungsraum. (für
alle unwissenden: AIP = Arzt im Praktikum J )
Ich hatte Glück gehabt, die Kugel war in meinen linken Unterarm nicht eingedrungen,
ich hatte lediglich einen Streifschuss, den der Arzt sofort nähen konnte.
So blieb es mir erspart, länger im Krankenhaus bleiben zu müssen.
Erleichtert setzte ich mich wieder zu David. "Soll ich dich nach Hause fahren?"
- "Nein, Nicholas holt mich ab." - "Na gut, dann warte ich aber noch. Dann bist
du nicht so alleine." - "Ja, ja, das tust du doch nur um deine Neugier zu befriedigen,
du willst nämlich wissen wie er aussieht, stimmts?! Fahr lieber nach Hause
und schlaf dich aus." - "Haha, das glaubst du doch selber nicht, dass ich diese
Nacht noch mal ein Auge zumachen kann. Wetten gleich ruft der alte Schinder
wieder an?!" Kurz darauf klingelte mein Handy, das Display zeigte McCourt an,
unser Ausbilder bei der Polizei. Ich zeigte es David und wir mussten unwillkürlich
grinsen, obwohl es nicht gerade eine Freude war, ein Gespräch mit McCourt
in Aussicht zu haben. Dann nahm ich ab. "Baumgart, wie geht es Ihnen?" - "Ich
bin ok, Sir. Nur ein Streifschuß." - "Na da bin ich ja beruhigt. Ist O’Driscoll
noch bei Ihnen?" - "Ja, der sitzt neben mir. Wollen sie ihn sprechen?" Ich reichte
David das Telefon.
"Na, was hab ich gesagt, ich muss wieder los, ich will ja die Beschattungsübungen
bei Nacht nicht versäumen" meinte Dave genervt. "Du hasts gut, du bist
erst mal krank geschrieben." - "Na von mir aus, können wir gerne tauschen."
Ich knuffte David in die Seite. "Bevor du gehst, bringst du mir dann noch meine
Tasche her? Die is nämlich noch im Wagen."
Als Dave mir meine Tasche brachte umarmte er mich noch mal kurz und boxte mir
gegen die Schulter von dem gesunden Arm. "Halt die Ohren steif." - "Mach ich.
Du kannst mich ja mal anrufen oder besuchen, wenn die Trainigseinheit zu Ende
ist." - "Na klar. Und viel Spaß noch mit Nicholas!" zwinkerte er mir zu
und ging.
Nun war ich allein. Um mich nicht zu langweilen, schnappte ich mir die Cosmopolitan
aus dem Lesezirkel. Titelthema Astrosex - Wie Männer drauf sind und was
sie mögen. Ich halte für gewöhnlich nicht viel von Horoskopen
oder Sternzeichenprofilen, das ist mir alles zu abgedreht. Umso überraschter
war ich, dass die Einschätzung seines Zeichens Waage stimmte: "sehr zärtlich,
lässt sich immer viel Zeit, bei ihm kommt die Partnerin fast immer zuerst
dran, sie zu befriedigen macht ihn glücklich". Meine Neugier war geweckt,
ich musste also noch den Partnercheck lesen. Ich bin ebenfalls Waage. "Sie sind
schüchtern, er weiß wie er Sie zu nehmen hat". Und das wusste er
wirklich.
Ich lernte Nicholas vor einem ¾ Jahr kennen, ich war erst 2 Monate vorher
nach Irland ausgewandert und hatte meine Ausbildung bei der Polizei erst ein
paar Wochen zuvor angefangen. Ich kannte also noch nicht allzu viele Leute und
hatte auch noch keinen festen Freundeskreis. Möglich dass diese Dinge beeinflussten,
dass ich mich mit einem verheiratetem Mann einließ, aber mit Sicherheit
lag es an ihm selbst. Und wahrscheinlich würde ich jedes mal den selben
Weg wählen, wenn ich mich noch einmal entscheiden könnte. Obwohl es
nicht gerade der sicherste Weg ist, wenn man eigentlich etwas festes sucht.
Um nicht verletzt zu werden, ist es am besten wenn man die Beziehung als Spaß
betrachtet und einfach den Sex genießt. Aber verlieben sollte man sich
besser nicht. Denn sich in einen verheirateten Mann zu verlieben bedeutet Schmerz.
Du weißt nie was er von dir hält, aber in den meisten Fällen
ist es das gleiche: du bist eben eine schöne Abwechslung - aber mehr nicht.
Das alles konnte ich mir vorher denken und dann ist es doch passiert. Aber wie
hätte ich mich denn nicht in ihn verlieben können?
Ich hatte wirklich Glück, an meinem freien Tag war traumhaftes Wetter.
So ein heißer Sommertag ist ja auch viel zu schade um ihn auf dem Polizeirevier
zu verbringen. Ich beschloss aus der Stadt raus und an den Strand zu fahren.
Ich lebte zwar erst seit kurzem in Dublin, aber ich hatte schon gelernt jeden
Sonnenstrahl, der sich bietet zu genießen. Ich parkte meinen uralten dunkelblauen
Ford am Strand und stand kurze Zeit später am Meer. Ich fand das Meer schon
immer klasse, deswegen bin ich wohl auch auf eine Insel ausgewandert. Der Strand
war trotz des schönen Wetters fast menschenleer. Na ja es war ja auch erst
10.00 Uhr früh und an einem Mittwoch sind die meisten Leute doch arbeiten.
Ich fletzte mich in den Sand und fing an mich einzucremen, da ich keinen hatte
der mir den Rücken eincremt beschloss ich den jungen Mann zu fragen, der
ca. 100 m weiter von mir weg saß. Aus der Entfernung und von hinten betrachtet
sah er gar nicht mal schlecht aus. "Sorry, das soll jetzt keine lahme Anmache
sein, aber ich bin ganz allein hier und habe mich gefragt, ob du vielleicht
so nett bist, mir den Rücken einzucremen." Er drehte sich um und jetzt
erkannte ich ihn. Nicht zu merken wer er ist, war unmöglich. Wenn man in
Irland lebt sind Westlife halt allgegenwärtig. Ich sprach ihn aber nicht
darauf an, denn mit Sicherheit gab es einen Grund, warum er so allein am Strand
saß, er wollte seine Ruhe. Sekunden später saß ich neben ihm
im Sand und ließ mir sanft über den Rücken streichen. Vielleicht
lag es an meinem Lächeln, vielleicht aber auch an dem hellblauen Bikini,
ich weiß es bis heute nicht. Ich blickte auf die Irische See, es war keine
Wolke am Himmel zu sehen. "Hoffentlich bleibt das Wetter so traumhaft. Gerade
jetzt, wo die Klimanalage in der Polizeischule ausgefallen ist, bin ich dankbar
für jede freie Minute draußen." - "Du bist bei der Garda?" - "Ja,
ich mache eine Ausbildung zur Kommissarin." - "Und, hast du schon mal jemanden
erschossen?" Ich musste lachen. "Nein, du etwa?" Er sah mich verwundert an.
"Sorry, ich wollte dich nicht auslachen oder so, aber die Frage kommt wirklich
jedes mal, wenn ich irgendwem erzähle, dass ich bei der Polizei bin." Wir
unterhielten uns noch eine Weile über alles mögliche, aber hauptsächlich
über meinen Job, bis mein Handy klingelte. Ich hätte das Scheißding
an meinem freien Tag zu Hause lassen sollen oder das Klingeln einfach ignorieren,
um später wenn ich zurückrufe und mich der Anrufer fragt, warum ich
denn nicht rangegangen bin, behaupten zu können, ich hätte es zu Hause
vergessen. Aber leider bin ich verantwortungsbewusst und hätte ein schlechtes
Gewissen, wenn ich nicht rangehe. Außerdem ist es ja nicht gerade förderlich
für deine Laufbahn bei der Polizei wenn du nie zu erreichen bist.
"Tja, aus der Traum vom Tag am Meer. Ich muss zum Einsatz zurück nach Dub."
- "Schade, ich unterhalte mich so gerne mit dir. Gibt es eine Chance, dass ich
dich noch mal wiedersehe?" - "Das kommt ganz darauf an" Grinste ich. - "Ach
ja? Worauf denn?" - "Na auf dich!" Er nahm mir das Telefon aus der Hand und
tippte seinen Vornamen und Nummer ein. "Danke, Nicholas!" lächelte ich
ihn an, als er mir das Nokia zurückgab. Ich sammelte meine Sachen auf und
schlenderte zum Auto. Es hätte so cool ausgesehen, aber ich konnte nicht
anders, ich musste mich noch einmal umdrehen. Er sah mir nach. Ich musste lächeln
und winkte ihm noch einmal zu.
20.00 Uhr am selben Tag rief ich ihn an. "Hi, ich bin’s Marina." - "Oh hi. Das
ging aber schnell. Hattest du Sehnsucht nach mir?" scherzte er. "Ja, dein hässliches
Gesicht hat mir ganz schön gefehlt." - "Dein hässliches Gesicht hat
mir auch gefehlt." Wir mussten beide lachen. "Ich dachte wir könnten uns
vielleicht treffen. Ich hab heute den ganzen Abend Zeit und morgen kann ich
meinen freien Tag nachholen. Kennst du das Havanna Spirit?" - "Ja, ich weiß
wo das ist." - "Cool, dann treffen wir uns da in 2 Stunden, ok?"
Das Havanna Spirit war nicht weit von meiner Wohnung entfernt, nur 10 min. zu
Fuß. Daher beschloss ich zu laufen. Auf dem Weg dahin zerbrach ich mir
den Kopf. Ich wusste doch gar nicht was er von mir wollte. Immerhin war er verheiratet.
Mir machte das nichts aus, ich fand ihn sehr attraktiv auf eine sehr hormonbezogene
Weise und wollte wenigstens einmal mit ihm schlafen. Ich nahm auch nicht an,
dass ich ihn nach dieser Nacht noch einmal wiedersehen würde, wahrscheinlich
war er nur auf Amore aus. Aber was ist, wenn er mich einfach nur nett fand und
sich mit mir anfreunden will, schoss es mir plötzlich durch den Kopf. "Marina!"
, ich wurde aus meinen Gedanken gerissen. Nicholas kam auf mich zugestürmt.
Er drückte mir einen Schmatzer auf die Wange. Ich ergriff seine Hand und
wir betraten den Club. Meine Sorgen von vorhin vergaß ich ziemlich schnell,
wir tanzten sehr eng und alberten viel rum. "For the longest while we jamming
in the Party and you Wining on me. Pushing everything right back on top of me.”
Nicholas fing an den Song der gerade lief mitzusingen und sah mich herausfordernd
an. "But if you think you're gonna get away from me you better change your mind,
you're going home. You're going home with me tonight!” Er zog mich noch enger
an sich und gab mir einen leidenschaftlichen Zungenkuss. Ich zog ihn von der
Tanzfläche. Kurze Zeit später waren wir bei mir. Selbst als er mir
auf dem Weg ins Schlafzimmer meine Klamotten auszog, lösten sich unsere
Zungen nicht voneinander. Er schubste mich an den Schultern, so dass ich rückwärts
auf mein Bett fiel. Ich streckte meinen Arm aus, griff nach seinem Hosenbund
und zog ihn auf mich...
Am nächsten Morgen kitzelte die Sonne mein Gesicht. Nicholas lag mit dem
Rücken zum Fenster und schlief noch. Er lächelte. Wovon er wohl träumte?
Ich betrachtete ihn noch eine Weile und spielte mit seinen Haaren. Er schlug
seine Augen auf. "Woran denkst du?" - "Ich möchte die Zeit anhalten, weil
ich nicht weiß ob ich dich jemals wiedersehe." - "Wieso denkst du dass
wir uns nicht wiedersehen?" Weil du verheiratet bist, dachte ich. Aber ich sprach
es nicht aus. Ich hatte Angst, dass dieser Satz Schuldgefühle in ihm auslöste
und er dann so was sagen würde wie du hast recht, ich kann dich nicht wiedertreffen.
Stattdessen log ich "Ich weiß es nicht." Ich merkte wie meine Augen feucht
wurden und drehte ihm den Rücken zu. Doch er hatte meine Tränen bemerkt
und streichelte über meinen Rücken. "Hey, natürlich will ich
dich wiedersehen." Er rutschte näher zu mir und küsste meinen Hals.
"Das war doch wunderschön." Ich drehte mich ihm zu. Er sah mich liebevoll
an. Dann küsste er zärtlich meine Tränen weg...
Wir kannten uns jetzt zwar schon eine ganze Weile, seiner Liebe war ich mir
aber trotzdem nicht sicher. Er sagte mir immer nur, dass er mich liebte wenn
er mit mir schlief. Wir redeten auch nie über seine Frau. Ich fand es noch
zu früh ihn darauf anzusprechen und ich hatte Angst. Wenn er richtig mit
mir zusammen sein wollte, würde er sie früher oder später sowieso
verlassen. Ich hatte nicht vor ewig die Geliebte eines verheirateten Mannes
zu sein, ich wollte später eine eigene Familie. Aber eine Weile könnte
ich doch noch mit ihm zusammenbleiben, ich gehörte nicht zu den Leuten,
die mit 20 schon Angst hatten, für den Rest ihres Lebens allein zu bleiben.
Vielleicht dachte er, ich würde nicht mit ihm zusammenleben wollen und
dass mir mein Job wichtiger wäre und hat deswegen noch keine Anstalten
gemacht seine Frau zu verlassen. Aber so war es nicht, ich war mir durchaus
bewusst, dass mich eine Karriere nicht in einer kalten Nacht wärmt. Und
doch gab es all die Nächte in denen ich zum Einsatz ging, die vielen Treffen
die ich absagte. Er muss doch denken, dass ich ihn nicht liebe oder dass er
mir nicht wichtig wäre. Er verlor zwar nie ein Wort darüber, aber
mein Job ging ihm bestimmt gewaltig auf die Nerven. Und jetzt wurde ich auch
noch angeschossen. Oh nein! Ich werde Nicholas verlieren, wenn ich nicht mehr
Zeit mit ihm verbringe.
Die Tür vom Treppenhaus wurde geöffnet und Nicholas stürzte auf
mich zu. An seinen roten Augen konnte ich erkennen, dass er geweint hatte. Ich
stand auf und er umarmte mich so fest, dass ich mich kaum bewegen konnte. "Marina,
ich hab mir solche Sorgen gemacht! Du hast dich 3 Tage nicht gemeldet, ich konnte
dich nirgends erreichen und wusste nicht wo du bist." Ich streichelte durch
sein Haar um ihn zu beruhigen. "Ich war die ganze Zeit in der Stadt. Wir haben
eine spontane einwöchige Trainigseinheit, für spätere Einsätze
mit Geheimhaltungsstufe. Wir haben erst kurz vorher davon erfahren und die Handys
haben sie uns auch abgenommen. Deswegen konnte ich mich nicht bei dir melden."
- "Na klar! Erzähl mir doch nicht, du wurdest bei einer Übung angeschossen!"
Ich löste mich aus seinen Armen. "Konnte doch keiner ahnen, dass gerade
zu der Zeit so ein durchgeknallter Amitourist Amok läuft." Versuchte ich
ihn anzulächeln. Er schnappte sich meine Tasche und ich ergriff seine Hand.
Keiner sagte ein Wort auf dem Weg zum Auto.
Nicholas war so durcheinander, dass er den Motor gleich zwei mal abwürgte.
Am liebsten hätte ich ihm angeboten zu fahren, aber mit meinem angeschossen
Arm war das ja nicht möglich. Als er den Schlüssel ein drittes mal
umdrehen wollte, hielt ich seine Hand fest. "Ich weiß ich mache dir nur
Sorgen. Aber das wird aufhören. Ich werde Nachts nicht mehr fluchtartig
das Bett verlassen wenn wer anruft und an meinen freien Tagen bin ich ab sofort
auch nicht mehr für meine Vorgesetzten zu erreichen. Ich möchte wirklich
gern mehr Zeit mit dir verbringen." Ich sah ihm liebevoll in die Augen. Er erwiderte
meinen Blick. "Ja, ich weiß, ich liebe dich auch." Er zog mich an sich
und gab mir einen Kuss auf die Stirn.
Während der Fahrt ging jeder seinen Gedanken nach. Ich drehte das Radio
ein bisschen lauter, als ein Piano ertönte. "Some people want it all, but
I don’t want nothing at all. If It ain’t you baby, if I ain’t got you baby.
Some people want diamond rings, some just want everything,
but everything means nothing if I aint got you." Nicholas sang ein paar
Zeilen mit und lächelte mich dabei kurz an.
Wir erreichten meine Einfahrt. "Ich habe mich vorhin von Gina getrennt. "Ich
grinste ihn an und fiel ihm um den Hals. "Es war so schlimm nicht zu wissen
wo du bist und was du machst. Und dann dein Anruf vorhin. Ich hatte solche Angst
dich zu verlieren." Ich gab ihm einen zärtlichen Kuss. Er nahm meine Tasche
aus dem Kofferraum und wir gingen Arm in Arm ins Haus. Kaum in meiner Wohnung
angekommen, drückte er mich gegen die Wand und küsste leidenschaftlich
meinen Hals. "Ich bin so froh, dass ich dich wiederhabe!" stöhnte Nicholas
und schob sein Knie in meinen Schritt. Ich wusste wie sehr er es genoss, wenn
ich beim Sex meine Uniform anhatte. Aber mein Arm hatte fast mein ganzes Hemd
vollgeblutet und deswegen fühlte ich mich unwohl. Ich schob ihn von mir
weg. "Ich möchte lieber erst mal baden. Kommst du mit?" Und schon war ich
meine Sachen los. Während Nicholas das Wasser an der Badewanne aufdrehte,
weichte ich mein blutiges Hemd im Waschbecken ein. Er sah es nachdenklich an.
"Keine Angst, du musst unsere Kinder nicht allein großziehen. Ich trage
immer eine kugelsichere Weste. So schnell verblutet man nicht an einem Schuss
in den Arm." Er strahlte mich an. "Du bist schwanger?" - "Nein, aber daran können
wir arbeiten!"...
Ende