„ So nun sag mir was die gesagt haben?“ forderte Anna ungeduldig und ließ
sich neben Linda auf das Sofa fallen. „Was wohl, als Tänzerin gibt´s
keine Jobs und ich solle mir doch was Vernünftiges suchen.“ „Das tut mir
leid für dich, aber ich hab da ´ne Ablenkungstechnik!“
„Was soll ich einkaufen gehen weil du es vergessen hast oder wie???“
„Nee quatsch, ich wollt dich bitten heut mit mir wegzugehen, Westlife sind in
der Stadt und da dachte ich...“
„So so Westlife!!!! Mensch Anna du bist 22 wann hörst du endlich auf für
diese Boyband zu schwärmen?! Und vor allem wie stellst du dir das vor,
willst du dich da vor ´s Hotel stellen?“
„Erstens sind Westlife keine typische Boyband und zweitens sind die alle verdammt
sexy, vor allem Shane“
„Shane“ Linda verdrehte die Augen und stimmte zu, denn sie wusste dass sie sowieso
keine andere Wahl hatte.
Chapter 2
Später am Abend standen Linda und Anna vor dem Hotel, indem Westlife wohnen
sollten. In Gedanken bereute Linda zum bestimmt hundertsten Mal dem hier zugestimmt
zu haben. “Anna es ist kalt, fängt an zu Regnen und ich stehe in einer
Horde pubertierender Zahnspangenträger, wie willst du das jemals wieder
gut machen?“ „Gar nicht“, war die knappe Antwort, die Linda nur mit einer ärgerlichen
Grimasse quittierte. „Hey Linda, was machst du denn hier hätte dich eigentlich
nicht für ´nen Groupie gehalten?“ Diese Worte kamen von einem Jungen
Mann, der gerade aus dem Hotel gekommen war und nun direkt vor Linda stand.
„Hallo Meiko, na wie läuft es denn so bei Overground, ihr sucht nicht zufällig
mal wieder ´ne Tänzerin?“ Er sah sie verwundert an:“ Bist du hier
etwa auf Jobsuche?“ „Nein, meine Freundin Anna ist totaler Westlife-Fan und
hofft sie hier zu sehen.“
„Da könnt ihr lange warten die vier sind vor circa zwei Stunden weg, ich
denk mal die wollten Party machen. Apropos Party hast du Lust mit in ´nen
Club zu kommen, deine Freundin ist natürlich auch eingeladen“ Anna, die
die ganze Zeit ungläubig daneben gestanden hatte nickte nur sprachlos.
Sie wusste zwar das Linda schon für Overground gearbeitet hatte, aber das
sie so eng mit den „Stars“ war, das hatte sie nicht geahnt. Linda hingegen war
alles andere als sprachlos: „Gut lass uns gehen, ich wäre übrigens
auch ohne dich gegangen Anna. Ich bin nämlich schon ´nen Eiszapfen“
Während Anna und Linda über die Absperrung kletterten machte Meiko
den Security´s klar ,dass das schon okay sei.
Der Club in den Meiko sie mitgenommen hatte war schon was Besonderes, es gab
keinen Vip-Bereich, dafür wirkte der ganze Club wie eine Vip-Zone . Anna
war sofort auf der Tanzfläche verschwunden und nun dort verschollen und
Meiko war seit geraumer Zeit mit dem Ex-NoAngel Lucy unterwegs. Also saß
Linda allein an der Bar und nippte an ihrem Drink, als sie plötzlich bemerkte
wie etwas Kaltes, Nasses ihren Rücken hinunter in ihr weiße Hose
lief. Schnell drehte sie sich um und schaute direkt in ein paar stahlblaue Augen.
„Sorry das tut mir so leid, das Bier ist mir einfach ausgekippt.“ „Na Klasse
und wo krieg ich jetzt neue Klamotten her, meine sind nass, kalt und stinken
und daran sind sie schuld!“ Linda war auf 180, dieser Scheiß Tag schien
kein Ende zu nehmen. Als sie sich den Kerl näher ansah wurde ihr auf einmal
klar warum er ihr so bekannt vorkam und ihm ging wohl auch ein Licht auf. „Sind
sie nicht die Lady von heute morgen, die mich so angemotzt hat?“
„Jep, das bin ich aber waren sie ja wohl selber Schuld“
„Ich weiß und es tut mir echt Leid, wollen wir nicht Frieden schließen?
Ich bin Nicky“ Er hielt ihr seine Hand hin und sie schlug ein. „Linda, übrigens
das mit heute morgen tut mir auch leid ich war einfach mies drauf.“ „Schon gut,
und nun zu deinen Sachen, ich denke wir gehen zu mir ins Hotel, ich gebe dir
das Geld für die Klamotten und was Trockenes zum Anziehen, aber natürlich
nur wenn du einverstanden bist.“
„Meine Freundin Anna ist hier noch irgendwo, ich kann sie nicht einfach alleine
lassen!“
„Geben wir deine Freundin doch bei meinen Kumpels ab, einer von uns trinkt sowieso
nie was, damit die Anderen sicher nach Hause kommen und da können sie sie
auch nach Hause bringen. Und ich garantiere ihr ´nen lustigen Abend.“
„Okay ich frag sie, da hinten ist sie“ Linda wusste nicht warum aber sie fand
Nicky sympathisch und wenn seine Freunde genauso waren brauchte sie sich um
Anna keine Sorgen zu machen.
Nachdem sie Anna gefragt hatte und diese einverstanden war, gingen beide zu
dem Tisch, von dem aus Nicky schon heftig winkte. Dort angekommen stellte Nicky
ersteinmal alle vor.
„ Jungs das hier sind Linda und Anna und das hier sind Mark, Kian und Shane,
meine drei besten Kumpel.
„Byrne, du angelst dir aber auch immer die besten Mädels.“ sagte ein Blondschopf,
den Nicky als Kian vorgestellt hatte, grinsend.
„Hört nicht auf ihn, der hat schon zuviel intus!“ Alle mussten lachen und
Linda bemerkte, wie Anna ihr aufgeregt etwas sagen wollte, darum zog sie sie
mit der Ausrede vor dem Gehen noch einmal auf die Toilette zu müssen von
den Jungs weg. „Anna was ist los?“
„Linda das sind Westlife, die vier Typen sind Westlife“
„Umso besser für dich, jetzt hast du ´nen netten Abend mit drei von
ihnen, ich geh jetzt nämlich meine Klamotten wechseln und dann nach Hause
in mein Bett. Kuck mal da kommen schon Shane und Nicky.“
„Hey Anna hast du Lust zu Tanzen, ich darf heut nämlich nicht trinken,
also muss ich mich halt anderweitig amüsieren.“ Annas Schüchternheit
war auf einen Schlag vergessen. „Klar ab auf die Tanzfläche“ Damit waren
die beiden verschwunden und Nicky und Linda machten sich auf den Weg nach draußen.
Hier hat Kian mir für dich gegeben, er meinte nachdem ich dir die Sachen
ruiniert habe musst du nicht auch noch eine Erkältung kriegen.“ Nicky reichte
ihr eine dunkle Männerjacke, Linda nahm diese dankend an. „Und was ist
mit Kian der läuft jetzt frierend rum, oder wie?“
„Nope, erstens fahren die Anderen und außerdem schadet es unseren Kavalier
gar nicht wenn er mal ´ne runde friert. Er hat dir die Jacke schließlich
so aufopferungsvoll überlassen.“ Linda musste lachen als sie Nickys Grimasse
sah. „Na dann sag ihm mal schönen Dank von mir.“
Nicky und Linda standen jetzt kurz vor dem Hotel, doch vor dem Eingang warteten
immer noch rund 50 Fans. „Shit, wenn wir da jetzt durch den Vordereingang gehen
muss ich erst mal etliche Autogramme schreiben und du stehst weiter in nassen
Klamotten in der Kälte. Los wir gehen durch die Tiefgarage.“ Er zog Linda
schnell hinter sich her. „Ach übrigens Shane und ich haben vorhin euer
Gespräch mitgekriegt, du weißt also dass ich bei Westlife bin?!“
„Ja aber erst seit Anna mir das im Club gesagt hat und ich hätte sie trotzdem
nicht alleine gelassen, wenn ihr nicht so sympathisch gewesen wärt.“
Beide gelangten unerkannt in den Hotelflur, Linda wollte gerade in den Fahrstuhl
steigen, als Nicky sie festhielt. „Lass uns die Treppe nehmen, ich hab ´ne
wahnsinnige Angst vor Fahrstühlen.“
„Auch das noch!“ Linda rollte mit den Augen, „na gut nehmen wir halt die Treppe.“
Schwer atmend kam sie kurz nach Nicky im vierten Stock an und war erstaunt wie
fit er noch aussah, er schien das öfter zu machen. „Na ganz schön
aus der Puste, aber jetzt hast du es geschafft hier ist mein Zimmer.“ Linda
betrat das geräumige Zimmer und setzt sich auf das Sofa. Währenddessen
suchte Nicky schon im Schrank nach etwas Passendem. „Hey du hast sogar Glück
hier ist noch ´ne Jeans von Georgina, aber den Pulli musst du wohl von
mir nehmen.“
„Ist das für deine Freundin okay, wenn ich ihre Klamotten anziehe?“
„Ach klar, sie ist nicht eifersüchtig oder so.“
„Gut!“ Linda atmete erleichtert auf und beide prusteten los.
„Ich geh dann mal ins Bad und zieh mich um.“
„So fertig, na wie sehe ich aus?“ Linda trat gerade aus der Badtür und
drehte sich nun einmal um ihre eigene Achse.
„Toll, wenn man den Pulli, indem du fast versinkst mal außer acht lässt!“
„Kann ich etwa was für deine weiten Pullis?“
„Schon gut ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil. Hast du Lust
noch was zu essen, wir könnten den Zimmerservice bestellen?“
„Gerne, ich will dir aber nicht auf den Nerv gehen.“ Nicky schüttelte nur
den Kopf und bestellte per Telefon.
Inzwischen saßen beide auf dem Bett und aßen, als Nicky fragte was
sie denn so beruflich mache.
„Zur Zeit bin ich auf Jobsuche, ich bin Tänzerin, aber in der Musikbranche
sieht es mies aus, vielleicht fang ich mein Studium eher an. Aber ich würde
lieber noch eine weile als Tänzerin arbeiten.“
Nicky nickte nur, doch in seinem Kopf arbeitete es, Louis hatte doch gesagt
sie suchten noch eine Tänzerin und Linda war nett, sympathisch und das
sie tanzen konnte, daran hatte Nicky auch keinen Zweifel. Aber er sagte ihr
noch nichts von seinem Plan, schließlich wollte er sie nicht enttäuschen,
wenn es nicht klappte.
Als beide mit dem Essen fertig waren stand Nicky auf und schrieb seine Handynummer
auf ein Blatt Papier und gab es Linda mit den Worten: „Ich würde mich freuen
dich mal wiederzusehen und die Jungs bestimmt auch.“ Linda steckte die Nummer
ein und schrieb nun ihre Handynummer auf und gab sie Nicky. „Ich geh jetzt wohl
besser, ich bin total fertig von diesem Tag.“
„Ist gut, kann ich verstehen, wie oft kommt es schon vor, dass man sich gleich
zweimal an einem tag über den selben Kerl ärgern muss!“ Lächelnd
sagte Linda: „Ich bin dir nicht böse im Gegenteil durch dich hat der Tag
wenigstens ein schönes ende genommen.“
„Danke“ Nicky reichte ihr ihre Sachen und beide umarmten sich zum Abschied,
bevor Nicky die Tür schloss und Linda sich Richtung Lift bewegte. „Verrückt“,
Linda lehnte sich gegen die wand am Fahrstuhl, „heute morgen sah der Tag so
düster aus und nun hatte sie solche netten Kerle kennengelernt.“
Das dieser Tag noch sehr viel positivere Auswirkungen haben würde, ahnte
sie noch nicht.
Part 2
3 Tage später ....
Linda und Anna saßen gerade gemeinsam in einem Cafe, als Lindas Handy
klingelte: „Hallo!“
„Hey Linda hier ist Nicky.“ „ Was gibt´s denn?“
„ Ich hab da einen Angebot für dich, wir suchen noch eine Tänzerin,
und wir sind uns einig, dass wir dich wollen.“
„Echt ist das wahr?!“
„Klar aber du müsstest heute noch in unserem Hotel vorbeikommen und mit
Louis den Vertrag unterschreiben.“
„Okay wann soll ich kommen?“
„So um 17:00 Uhr, wir sind dann zwar schon weg, aber Louis hat noch was zu erledigen?
Wir sehen uns dann in einer Woche in Dublin zu den Proben.“
„Schon in einer Woche?“ „ Ist das ein Problem?“
„ Nein, nein geht klar!“ „ Gut bis dann.“
Etwas geschockt schaltete Linda ihr Handy aus und lehnte sich zurück.
„Was war das denn?“ Anna hatte nur noch ein riesiges Fragezeichen über
ihrem Kopf.
„Das war Nicky, Westlife wollen mich als Tänzerin, nächste Woche fangen
die Proben in Dublin an.“
„Du machst Witze ,oder?“
„Nein das ist mein Ernst, ich soll heute bei ihrem Manager den Vertrag unterschreiben.“
„Aber das heißt du gehst nach Dublin, unfassbar1“
„Wieso das ist doch total praktisch, du gehst nächsten Monat zum Studium
nach London und ich muss mir keinen Kopf mehr machen wie ich die Wohnung alleine
bezahle.“
„Und außerdem ist London nicht so weit von Dublin entfernt“ , bemerkte
Anna lachend.
Sie bezahlten und trennten sich dann, schließlich gab es jetzt noch viel
zu organisieren.
Linda musste ins Hotel und anschließend die Ämter von ihren neuen
Job inklusive Umzug in Kenntnis setzen. Anna hingegen machte sich auf den weg
zum Vermieter um die Wohnung zu kündigen.
Doch etwas nervös betrat Linda das Hotel und fragte an der Rezeption nach
Mr. Louis Walsh, woraufhin man sie in den Konferenzraum im zweiten Stock schickte.
Dort angekommen klopfte sie zaghaft an die Tür und trat dann ein. Louis
Walsh war gerade beim Telefonieren und deutete ihr sich zu setzen. Als er das
Gespräch beendet hatte reichte er ihr die Hand mit den Worten: „Sie müssen
Linda sein, ich darf sie doch so nennen, der?“
„Ja, natürlich kein Problem.“ „Gut, also ich denke wir kommen gleich zur
Sache, Nicky hat ihnen sicher schon gesagt, dass sie schon nächst Woche
anfangen müssten?“ Linda nickte.
„Ja, das ist kein Problem.“ „In Ordnung, sie werden zusammen mit den Jungs,
den Tänzerinnen und einem Teil der Crew im Hotel wohnen. Die Proben dauern
nur noch 8 Wochen, dann müssen sie fit für die Tour sein, es wird
also eine menge arbeit auf sie zukommen, die anderen Tänzerinnen haben
alle schon mit dem Training begonnen. Aber ich bin mir sicher sie schaffen das.“
Mit einem kleinem lächeln auf den Lippen schob er ihr ein Blatt Papier
rüber.
„das ist ihr Arbeitsvertrag, ganz normal, der einzige Zusatzparagraph besteht
darin, dass sie sich verpflichten sich mit keinerlei Informationen an die Presse
wenden.“
Linda las sich den Vertrag in Ruhe durch, Louis hatte die Wahrheit gesagt, alles
ganz normal, wie sonst auch, und das sie keine Informationen weitergeben sollte
war durchaus üblich, also unterschrieb sie schnell und machte innerlich
einen Luftsprung.
„Na dann auf gute Zusammenarbeit.“ Er gab ihr den Durchschlag des Arbeitsvertrages,
und steckte das Original ein , dann verabschiedeten sie sich und Linda verlies
glücklich das Hotel.
1 Woche später am Flughafen....
Linda und Anna hatten sich gerade tränenreich verabschiedet und nun war
Linda aufgeregt auf dem weg ins Flugzeug, aufgeregt vor allem, da dieses halbe
Jahr ihre letzte Einstellung werden würde, danach wollte sie endlich mit
ihrem Studium beginnen. Außerdem hatte sie vor ihrem Abflug Annas Westlife-Dvd´s
angesehen und festgestellt, dass die Toren der Vier es wirklich in sich hatten.
Linda war an ihrem Platz angekommen und lehnte sich nun zurück um schlafend
den Flug nach Dublin zu verbringen.
„Verdammt, wo bleiben die denn nur, der Flug hatte Verspätung und trotzdem
ist noch niemand da um mich abzuholen.“ Linda setzte sich leicht verzweifelt
auf ihre Koffer. Das fing ja gut an, alleine mitten in der Nacht in Dublin ,
keine Ahnung wo man hinmuss und keine Rettung in Sicht.
Auf einmal hörte Linda laute Stimmen hinter sich. „Kian warte, bei dem
tempo kommt niemand hinterher.“ “Dave, man wir sind fast eine stunde zu spät,
und dass nur weil Nicky mal wieder voll verpeilt ist.“ Die zwei Männer
liefen an Linda vorbei, sie erkannte Kian sofort, doch noch bevor sie ihn zurückrufen
konnte hatte er schon abrupt gebremst, sich umgedreht und lief nun auf sie zu.
„Hallo Linda! Herzlich willkommen in Dublin!“ Beide umarmten sich kurz. „Hey
Kian ihr seit aber ganz schön spät.“
„Sorry, aber ich bin nicht schuld, Nicky wollte mit Dave“, dabei zeigte er auf
die zweite Person und Linda und Dave begrüßten sich,“ zum Flughafen
fahren, na ja aber Nicky hat das voll verpennt und da hat Dave mich vor einer
¾ stunde angerufen und wir sind wie blöd hierher gerast. Also bedank
dich bei Nicky“
„Schon okay jetzt seit ihr ja hier.“
„Jep, dann wollen wir mal. Ist das alles dein Gepäck?“ Erstaunt blickte
Kian auf 3 Koffer und eine Reisetasche und den Rucksack. Linda nickte nur. „Man
dann ist es ja gut das wir zu zweit gekommen sind.“
„Wieso, das ist doch nicht viel ich bin für mind. acht Wochen von zu Hause
weg. Da braucht man ´nen Teil Klamotten, aber keine Angst ich schaff das
auch alleine.“ Linda nahm den Rucksack und die beiden Koffer und ging los, Dave
hatte inzwischen schon einen Koffer und die Tasche genommen.
Kian schaute Linda verdutzt hinterher und beeilte sich dann aber doch um ihr
die Koffer abzunehmen.
Während der fahrt sprachen die beiden nur über Belanglosigkeiten,
bis sie vor Lindas Hotelzimmer standen und es aus Kian herausplatzte: „Was ist
eigentlich zwischen dir und Nicky gelaufen?“
„WAS?“ Linda starrte ihn einen Moment geschockt an, doch dann musste sie lachen.
„Erstens finde ich die Frage etwas unverschämt, zweitens solltest du das
vielleicht lieber Nicky fragen und drittens wissen wir beide, dass Nicky verheiratet
ist und ich würde nie was mit Typen anfangen, die in festen Händen
sind. Also Gute Nacht Kian und danke für´s abholen.“
Sie gab ihm ein Küsschen auf die Wange, schloss dann die Tür und ließ
sich auf das Bett fallen.
„Dublin hier bin ich!“
Chapter 6
Am nächsten Morgen entdeckte Linda an ihrer Tür folgende Notiz: „Hey
Linda, komm bitte um 10:00 Uhr in Raum 10 dort findet das Tanztraining statt.
Bis dann Nicky!“
Linda schaute auf die Uhr, 9:30 Uhr, nur noch wenig Zeit um zu frühstücken.
Rasch zog Linda ihre Trainingsklamotten an und ging frühstücken. Zehn
Minuten vor 10stand Linda vor Zimmer Nummer 10, atmete noch einmal tief ein
und ging dann mutig hinein. „Hey du muss Linda sein, ich bin Meike und das sind
Steffi und Jessy und das da hinten ist Chris unser Choreograph. „Hey Linda!“,
erklang es fröhlich von allen dreien. „Hallo, ich hoffe ich bin pünktlich
?!“ Chris lächelte sie an. “Klar, wir sind nur so pünktlich, weil
wir neugierig auf dich waren und wie du siehst fehlen hier ja auch noch 4 Herren!“
„Wir fangen wohl trotzdem schon mal an, hier ist die Setlist Linda“, Jessy reichte
ihr ein Blatt Papier, „die Dance-parts sind mir D gekennzeichnet!“
Linda schaute sich das Blatt genauer an:
Setlist
Imaginary diva D
You make me feel D
What makes d´man D
Lost in you
Where we belong D
Singing forever
I won´t let you down D
You don´t know
Greased Lightning D
Bad (MJ) D
Lollipop D
We go together D
My Love
When you´re looking like that D
Flying without wings
Somebody needs you D
I wanna grow old with you
Swear it again
Thank you
Unbreakable
„Na dann wollen wir mal da gibt’s sicher ´ne Menge für mich nachzuholen.“
„Schon nur ohne die Jungs läuft morgens gar nichts, nachmittags trainieren
wir dann die Parts ohne die Vier.“ Antwortete Meike und schaute genervt auf
die Uhr. Da öffnete sich die Tür und Shane, Nicky, Mark und Kian betraten
den Trainingsraum.
„Pünktlich wie immer, nicht wahr!“ Chris klatschte in die Hände. „Na
dann mal los Linda kennt ihr ja schon. Los, los wir haben schon genug Zeit vertrödelt.
Linda du tanzt erst mal mit Mark, wir haben keine festen Partner das wechselt
je nach Song. Wir starten mit Somebody needs you.“
Zwei Stunden später saß Linda zusammen mit den anderen total erschöpft
am Boden, Chris hatte ihr die komplette Choreo von „Somebody needs you“ in diesen
2h beigebracht. Dazu kam das wie Chris gesagt hatte sich selbst in dem Song
die Partner wechselten, so musste sie ständig vom Marks doch eher plumpen
Tanzweise auf Nicky umschalten ,der zwar besser aber eben auch ganz anders tanzte.
Linda wollte nur noch eins unter die Dusche und sich ausruhen, denn um 15:00
Uhr begann schon das nächste Training. Mit einem Ruck stand sie auf und
folgte den anderen aus dem Raum.
Nachdem Linda auch das nächste, diesmal 4-stündige Training überstanden
hatte, bat Chris sie noch einen Augenblick zu bleiben. „Linda, ich weiß,
dass das hier anstrengend ist, aber da wir zu wenig Zeit haben solltest du die
Choreografien abends noch mal trainieren.“
„Ist kein Problem Chris, ich kenne das und es ist normal das ich was aufholen
muss.“
„Gut dann lass ich den Raum offen und die Musik hier und Linda, du bist echt
gut, es ist halt nur die Zeit....!“ „Chris es ist okay!“
Trotzdem sie wusste, dass Chris recht hatte war sie nicht davon begeistert
und stocherte lustlos in ihrem Abendessen herum, als Meike ihr gegenüber
Platz nahm. “Hey was ist denn los?“
„Ach nichts besonderes. Chris hat mir Extrastunden verdonnert, womit er ja recht
hat ich muss euren Vorsprung aufholen.“
„Wenn du .........“
„Sorry , kann ich mich vielleicht zu euch setzten?“ Kian stand mit einem vollem
Tablett vor den Beiden. „Klar!“ Linda rückte den Stuhl ein Stück zurück,
sodass Kian sich setzten konnte.
„Also was ich sagen wollte, wenn du willst trainier ich mit dir!?“ beendete
Meike ihren Satz.
„Worum geht’s?“ fragte Kian und sah dabei kurz von seinem Teller auf.
„Linda muss Sonderstunden schieben um die Choreos nachzuholen.“
„Also, ich kann euch gerne helfen, dann passen die Parts wenigstens und du musst
nicht mit Meike als Partnerersatz trainieren.“
„Ihr müsst aber nicht eure Freizeit für mich opfern.“
„Ach quatsch, wir machen das doch gerne, stimmt´s Meike?“
„Seit wann so hilfsbereit Mr. Egan?! Aber okay, ich würde sagen wir treffen
uns um 20:00Uhr am Trainingsraum.“
„Okay ich hab mit Chris gesprochen, wir sollen an „Imaginary Diva“ und „When
you´re looking like that“ arbeiten.“
„Also fangen wir an, „Imaginary Diva“! Kian hat seinen Part vorn. Die Jungs
sitzen vorne auf Stühlen und springen immer mal wieder für die Dance
Parts auf. Im Prinzip soll unsere Choreo so aussehen als würden wir du
ihn anmachen, aber eben nur in seiner Vorstellung.“
„Aha, na dann los, die Choreo kann ich ja.“ Linda band sich nur noch schnell
die Haare zusammen und dann schaltete Meike die Musik ein.
2½ Stunden schwitzen die Drei zur Musik, auch wenn Kian eher die Rolle
des Statisten übernahm, Linda musste schließlich nur wissen wie das
Zusammenspiel laufen sollte und daher musste er nicht seine gesamte Choreografie
tanzen und hatte genug Zeit Linda immer wieder zu beobachten.
Meike musste sich das Lachen verkneifen, es war einfach zu deutlich, dass Kian
Linda attraktiv fand. Und es stimmte, er konnte sich nicht Sattsehen an ihren
strahlenden haselnussbraunen Augen und den langen dunklen Haaren, die ihr jetzt
verschwitzt und verklebt in Nacken hingen, doch selbst so fand er sie einfach
nur wahnsinnig sexy.“
„Okay, das reicht für heute, ich kann nicht mehr.“ Linda nahm sich ihre
Wasserflasche und das Handtuch und machte sich auf den Weg zur Tür, die
Anderen folgten ihr.
„Es ist auch wirklich spät genug ich brauch jetzt auch erst mal ´ne
Dusche und du Kian?“
„Ich brauch erst mal ein Guinness, tschau bis morgen!“
Meike machte sich auf den Weg zu Mark, zwar wusste es noch niemand, aber Mark
und Meike hatten sich von Anfang an zueinander hingezogen gefühlt und nun
waren sie seit 2 Wochen ein Paar, allerdings wollten sie das ersteinmahl geheim
halten.
„Hey Mark, ich muss dir unbedingt was erzählen.“
„Was gibt’s denn sweetheart?“ Mark zog sie sanft zu sich auf das Bett, strich
ihr eine Strähne aus dem Gesicht und gab ihr liebevoll einen Kuss.
„Ich hab doch eben mit Linda und Kian trainiert, du hättest sehen müssen
wie er sie angestarrt hat, ich glaub der hat sich verknallt.“
„Unser Kian, ja ja, aber der war schon so komisch als es darum ging wer Linda
vom Flughafen abholt, nachdem Nicky das verpennt hatte. Er war geradezu versessen
darauf sie abzuholen und als wir Linda zum ersten mal getroffen haben hat er
auch so ´nen Spruch abgelassen, von wegen Nicky sucht sich auch immer
die Hübschesten Mädels aus. Wenn ich so zurückdenke, er klang
ganz schön eifersüchtig, obwohl da ja gar nichts wahr! Ich glaube
du könntest mit deiner Vermutung richtig liegen.“
„Na wir werden sehen.“ Lächelte Meike verschmitzt bevor sie in die dusche
verschwand.
Chapter 10
5 Tage ging das so weiter, 5Tage in denen es nur Training, Training und nochmals
Training gab.
Und auch jetzt war Linda auf dem Weg zum abendlichen Training, als Meike ihr
auf dem Flur entgegenkam uns sie kurzerhand anhielt. „Nichts da, heute wird
nicht trainiert, wir suchen dir jetzt ´nen paar Klamotten und dann gehen
wir mit den Jungs feiern.“ „Aber.....“
„Nichts aber, los los, in 15 Minuten treffen wir uns unten in der Lobby.“
Als Linda topgestylt in Jeans, High Heals und schwarzem Satin-Top aus ihrem
Zimmer kam, stolperte sie fast über Mark und Meike, die küssend im
Gang standen. „Was ist denn hier los?“
„Ähm, hey Linda...“ Mark lächelte sie verlegen an.
„Mark gehst du schon mal runter und sagst den Anderen wir brauchen noch ´nen
paar Minuten!?“ Mit diesen Worten zog Meike Linda zurück in ihr Zimmer,
dessen Tür noch nicht ganz geschlossen hatte.
„Okay was war das denn da gerade?“ „Na ein Kuss“ „Das hab ich auch gesehen,
aber was hat das zu bedeuten?“ „Mark und ich sind zusammen, schon seit 3 Wochen,
du sagst doch nichts oder?“
„Nein, natürlich nicht ,wenn ihr das nicht wollt.“
„Wir sagen es den Anderen ja auch noch, nur nicht jetzt.“
„Okay, das ist eure Sache, ich schweige und nun los oder wollen wir die Party
verpassen?!“
Chapter 11
Zu sechst machten sie sich auf den Weg, Mark, Kian, Linda, Meike, Nicky und
Georgina. Shane und Gillian waren lieber im Hotel geblieben. Nicky und Mark
organisierten gerade etwas zu trinken, als die ersten Takte von „Abbas Dancing
Queen“ erklungen und Linda ausrief:“ Oh Gott, ich liebe diesen Song!“ „Na dann
lass uns tanzen!“ Kian zog Linda auf die Tanzfläche.“
Die beiden tanzten eng umschlungen, Linda fühlte wie sich Schmetterlinge
in ihrem Bauch ausbreiteten, es kribbelte am ganzen Körper und auch Kian
fühlte sich als würden Millionen kleiner Ameisen in ihm krabbeln.
Als die letzten Takte verklungen, kam Kian ihr noch ein Stückchen näher
und flüsterte ihr liebevoll ins Ohr: „You are my Dancing Queen!“ Beide
versanken in einem tiefen, leidenschaftlichen Kuss.
„Okay und jetzt noch mal zum mitschreiben, du bist mit Kian Egan von Westlife
zusammen!“ „Anna schrei doch nicht so ins Telefon, Mensch ich wird noch taub.“
„Und wie..“ „Nachdem wir aus der Disco kamen, sind wir auf sein Zimmer gegangen
und haben erzählt, gekuschelt,... und sind dann irgendwann eingeschlafen.“
„Habt ihr es schon jemandem erzählt?“ „Nein,...aber ich denke Meike ahnt
was, na ja aber wir wollen es ihnen heute gleich sagen.“ Während Linda
sprach, öffnete sie die Tür, ließ Kian hinein und begrüßte
ihn mit einem flüchtigem Kuss, um dann Mark und Meike hereinzulassen. „Anna
ich muss schlußmachen, ich ruf dich an.“ „Hey was macht ihr denn ale hier“
Linda schaute erstaunt in die Runde. „Nicht reden, küssen.“ Kian zog sie
zu sich aufs Bett, wo er ihr zärtlich eine Haarsträhne aus dem Gesicht
strich. „Ähm Leute“, Meike räusperte sich, „ ich möchte euch
ja nicht stören, aber wir sind auch noch da.“ „Sorry“ Linda löste
sich von Kian, woraufhin er sie aber sofort zurückzog und sie mit Schmollmund
und Dackelblick ansah. Sie musste lachen und ließ sich zurück auf
Kians Schoß fallen. „Also was gibt’s?“ Kian schaute die beiden neugierig
an. „Na ja da ihr ja jetzt offensichtlich zusammen seid, wollten wir euch sagen,
dass wir es den anderen heute mitteilen werden.“ Linda nickte: „Ja wir auch!“
„Momentmal seit wann bist du mit Meike zusammen?“ „Ach Kian, du bist wirklich
blind, das war doch offensichtlich.“ Linda lächelte. „Na dann auf in den
Kampf.“
Unten angekommen waren zum Glück schon alle da, die vier erzählten
von ihrem neuen glück und warteten gespannt auf die Reaktionen. „Kian,
Mark können wir mal kurz mit euch reden.“ Shane schaute die beiden fordernd
an und Nicky fügte hinzu: „Chris gehst du mit den Mädels bitte schon
mal trainieren!“ Jessy, Steffy, Meike, Linda und Chris verschwanden im Trainingsraum,
während Shane und Nicky warteten bis sie unter sich waren. „Sagt mal, was
soll das werden, ihr kommt hier an und sagt uns so einfach ihr habt was mit
2 unserer Tänzerinnen.“ „Aber...“ „Nichts aber, ihr glaubt doch nicht wir
kucken uns so was noch mal an, wie ihr alle weiblichen Personen in unserem Umfeld
durchvögelt.“ Mark konnte sehen wie Kian immer wütender wurde, er
selbst kämpfte mit den Tränen, er liebte Meike und er wollte das nicht
verstecken und er wollte nicht das die Jungs dachten sie wäre nur ein weiteres
One-nightstand, doch bevor er zu Wort kam sagte Nicky:“ Versteht uns nicht falsch,
wir haben nichts dagegen, dass ihr ´ne Freundin habt, aber wenn ihr die
Mädels nur verarscht,.....ich mag die beiden nämlich wirklich. “Mein
Gott Nicky ich liebe Meike und Kian..“ „Ach du liebst sie, so wie du die 10,
20 oder 39 vorher auch geliebt hast oder was?“ Mark stieß Shane und Nicky
zur Seite, und rannte weg, er konnte nicht mehr und er wollte nicht vor ihnen
weinen. „Na das habt ihr ja toll hingekriegt.“ Kian schrie die beiden wütend
an, nun kamen auch die anderen auf den Flur. „Kian was ist hier los?“ „Ach diese
beiden Vollpfosten haben Mark und mir Vorwürfe gemacht und da ist wohl
einer etwas dolle übe die Strenge geschlagen, nicht wahr Nicky.“ Er schaute
ihn böse an. „Wo ist Mark?“ Meike schaute sich fragend im Flur um. „Ich
denke er ist in sein Zimmer gelaufen, am besten du schaust mal nach ihm.“
Chapter 12
Meike stand im Türrahmen und sah Mark am Boden sitzen, sein Rücken
lehnte an der Wand und er hatte die Beine eng an den Körper gezogen. Trotzdem
konnte sie die Tränen in seinem Gesicht sehen, die aus diesen wunderschönen
blauen Augen kamen und sich langsam den Weg über das Gesicht bahnten. Es
war ganz ruhig im Raum, nur hin und wieder unterbrach sein Schluchzen die Stille.
Wie er da so saß, zusammengerollt wie ein kleines Kind, das Angst hat,
sah er unglaublich zerbrechlich und hilflos aus. Leise ging sie auf ihn zu und
setzte sich, ohne etwas zu sagen neben ihn, er schaute auf und sie sah diese
blauen Augen in die sie sich vom ersten Moment an verliebt hatte, tiefblau,
so wie ein ruhiger See. Er wollte etwas sagen, doch sie schüttelte den
Kopf und nahm ihn in den Arm, sie verstanden sich auch ohne Worte. Mark begann
erneut zu weinen, er versuchte nicht einmal die Tränen vor ihr zu verbergen,
er lehnte sich an ihre Schulter, er suchte Schutz ,es war okay, und langsam
versiegten die Tränen.
Chapter 13
Zur gleichen Zeit im Trainingsraum...
Nachdem Nicky und Shane zähneknirschend von den Ereignissen erzählt
hatten und sich bei Kian und Linda entschuldigt hatten, sagte diese:“ Ist schon
gut, ihr habt es ja irgendwie nur gut gemeint, aber bei Mark solltet ihr euch
echt noch richtig entschuldigen.“
Dreißig Minuten später standen die beiden vor Marks Zimmer und klopften,
Meike öffnete die Tür.„Was wollt ihr den hier?“ „Wir, wir wollen uns
bei euch entschuldigen“ Meike ließ die beiden hinein, Mark der immer noch
auf dem Boden gesessen hatte stand auf und hielt fast demonstrativ Meikes Hand.
Nicky fing an:“ Ja, also Mark, dass mit vorhin tut uns leid, wir haben einfach
überreagiert, wir waren so überrascht.“ „Was natürlich keine
Entschuldigung für unser Benehmen ist“ fiel Shane ihm ins Wort. „Natürlich
nicht, aber Mark kannst du uns noch mal verzeihen?“ „Shane ergänzte: „
Du natürlich auch Meike, wir wollten dich damit in keinster Weise beleidigen,
es es tut uns echt leid.“ Mark schaute Meike an, sie nickte und er war den beiden
nicht mehr böse er wusste ja das sie ja durchaus gute Gründe hatten
anzunehmen Meike wäre nur ein weiteres One-nightstand. „Ist gut Jungs,
ich verzeihe euch, aber wehe ihr beleidigt meine Süße noch mal, dann
lass ich euch nicht so ungestrafft davonkommen. Er lächelte und küsste
Meike in einem langen Zungenkuss. „Wir gehen dann mal besser. Tschau ihr beiden
und noch mal SORRY!“
Chapter 14
Tage später ...
Linda saß gerade in einem abgetrennten Teil der Lobby, als Meike durch
die Drehtür hereinstürzte und sie sah. Genervt ließ sie sich
neben Linda fallen und schmiss ihr Baseballcape neben sich. „Seit ich mit Mark
benehmen sich da draußen alle wie im Irrenhaus. Vielleicht hätten
wir es so wie ihr machen sollen, und es für uns behalten.“ „Hat auch so
seine Nachteile, jedes Mal wenn wir das Hotel verlassen, ja eigentlich schon
wenn wir unser Zimmer verlassen, passen wir wahnsinnig auf, dass uns nicht irgendjemand
in einer verfänglichen Situation erwischt.“ „Aber irgendwann müsst
ihr euch sowieso der Presse stellen.“ „Ja, aber mir wäre es lieber ich
müsste es nicht.“ „Mir auch, dass kannst du mir glauben.“
Langsam gingen die Proben ihrem Ende entgegen, in 2 Wochen begann die Tour
in Dublin. Linda schrieb gerade einen Brief an Anna, als es an ihrer Tür
klopfte. Sie rappelte sich aus ihrem Bett und öffnetet die Tür. Kian
zog sie mit einer Hand zu sich und küsste sie innig, seine zweite Hand
verbarg er hinter seinem Rücken und sah sie verschwörerisch an. „Ich
habe eine Überraschung für dich, komm zieh das an.“ Er holte hinter
seinen Rücken ein Päckchen hervor und sie verschwand damit im Bad.
Als sie wieder heraus kam, trug sie ein elegantes langes schwarzes Kleid, dessen
Dekollete mit rosanem Seidenband eingefasst war, ihr Haar hatte sie zu einem
Halbzopf geflochten, sodass ihr ein teil der Haare locker ins Gesicht fiel.
Kian konnte seinen Blick nicht von ihr abwenden, sie machte eine spielerische
Drehung und trat auf ihn zu, Kian sah genau in ihre braunen Augen, die vor Freude
funkelten .“Du siehst umwerfend aus.“ „Danke“, sie errötete leicht, „Kian
dieses Kleid ist wunderschön“; sie küsste ihn sanft auf den Mund,
„danke“. „Mmhh, an diese Art danke zu sagen könnte ich mich gewöhnen,
aber jetzt los.“ „Wohin?“ „Überraschung!“ Kian führte Linda zur Tiefgarage
des Hotels und öffnete ihr die Tür zu seinem Wagen. Es regnette wie
so oft und Linda rutschte in ihrem dünnen Kleid noch ein wenig tiefer in
den Sitz. „Ist dir kalt?“ fragte Kian sie besorgt und drehte ohne eine Antwort
abzuwarten die Heizung auf. „Ki, wo fahren wir hin, das hier ist die Autobahn?!“
„Geheimnis!“ „Kian John Francis Egan, ich will jetzt wissen wohin du mich hier
entführst.“ „Du bist so süß, wenn du dich aufregst, weißt
du das!“ „Hallooooooooo!! , Erde an Kian, WO FAHREN WIR HIN?“ „Nope keine Chance
du wirst dich wohl oder übel noch gedulden müssen.“ In der nächsten
Stunde schmollte Linda still vor sich hin, versuchte aber anhand der Straßenbeschilderung
herauszufinden wo sie war. „Hey du machst mir meine Überraschung kaputt.“
Kian hielt an bei der nächsten Gelegenheit an, stieg aus und öffnete
Lindas Beifahrertür. „Ki, was soll das?“ „Mach einfach die Augen zu, ich
will nicht ,dass du mir die Überraschung verdirbst, also Augen zu.“ Als
er ihr die Augen mit einem Tuch verband, wollte sie kurz protestieren, doch
er legte ihr beschwichtigend einen Finger auf den Mund und stieg wieder ein.
Als Kian eine weitere Stunde später endlich einparke, platzte Linda fast
vor Neugier. Er half ihr beim Aussteigen, nahm ihr die Augenbinde ab und führte
sie in ein kleines Restaurant. Der Kellner begleitete sie in den hinteren Teil
des Restaurants, wo für sie ein Tisch im Kerzenlicht gedeckt war. Nachdem
Essen gingen die Beiden nach draußen, wo Linda sagte: „Kian, das alles
hier war wunderschön, aber wir sollten nach Dublin zurückfahren, es
ist schon spät.“ Er schüttelte nur den Kopf. „Wir fahren nicht zurück,
zumindest nicht heute. Wir alle haben für 3 tage frei.“ „Aber wieso?“ „Warum
nicht wir arbeiten doch hart genug.“ Während sie wieder ins Auto stiegen
fragte Linda:“ Und wo sind wir hier?“ „In Sligo, ich dachte wir machen die 3
Tage Urlaub bei mir zu Hause.“ „Aber ich hab nicht mal was zum anziehen!“ „Doch
hast du.“ Er parkte vor einem Haus im viktorianischem Stil und ging zum Kofferraum.
Linda, die ihm folgte sah wie er 2 Koffer aus dem Wagen hob, von denen einer
definitiv ihr gehörte. „Kian, woher hast du meinen Koffer?“, sie konnte
nur noch staunen. „Ach weißt du Sweetheart Meike hat mir da so `n bisschen
geholfen.
Kian nahm die Koffer und öffnete Linda die Tür, sie trat ein und schaute
sich um. Geradeaus konnte sie in ein geräumiges Wohnzimmer blicken, links
von ihr führte eine Treppe in das zweite Geschoss. Er stelle die Koffer
ab. „Komm ich zeig dir alles.“ Zuerst führte er sie in das Erdgeschoss
mit dem geräumigem Wohnzimmer, dem angeschlossenem Arbeitszimmer, der Küche
und dem doch recht luxuriösem Badezimmer. Dann nahm er ihren Koffer und
ging in die zweite Etage. Während er die Treppe hochging, konnte Linda
seinen muskulösen Po sehen, sie musste es sich ernsthaft verkneifen ihm
an den hintern zu fassen. ( Anmerkung von der Autorin also mir: Ist das kitschig
oder so bin mir nicht sicher ob das drinbleibt???) Er zeigte ihr das zweite
Badezimmer, sein Musikzimmer und sein Schlafzimmer, indem ein riesiges Himmelbett
stand. „Wow, Kian das ist wunderschön, aber irgendwie hätte ich es
mir anders vorgestellt.?“ „Wieso, größer und protziger, wie?“ Er
lächelte, auch Linda musste über ihre eigenen Gedanken lachen: „Ja
irgendwie schon, aber ich bin froh, dass es das nicht ist, es ist perfekt so!“
„Dankeschön, aber warte erst mal bis du dein Zimmer siehst.“ Er ging zur
gegenüberliegenden Tür , ölnette diese und stellte den Koffer
ab. Linda, die er immer noch an der Hand hatte zog er zu sich und machte eine
weite Geste: “Das hier ist dein Zimmer, mach es dir gemütlich, ich muss
leider noch mal weg.“ Ihre Lippen berührten sich, doch nur für einen
kurzen Augenblick konnte Linda seine sanften warmen Lippen spüren, dann
lief er die Treppe hinunter , rief ihr noch zu:“ Ich komme so in einer halben
Stunde wieder, fühl dich wie zu Hause okay.“, und verschwand dann mit einem
Türklappen. „Na klasse, nächstes Mal lasse ich meine Gäste auch
alleine in ihrem Zimmer stehen!“ Linda war eher amüsiert als wütend
über Kians verschwinden. Sie klappte ihren Koffer auf der Suche nach einem
Duschgel auf, dabei fand sie folgenden Zettel:
Hey Linda,
ich hoffe die Klammoten, die ich gepackt habe sind okay, und keine Angst ich
war alleine, Kian hat das Chaos in deinem Zimmer nicht zu Gesicht bekommen.
;-)
Viel Spaß in Sligo!!!
Tschau Meike
Linda schaute auf die Uhr, schon nach 23:00 Uhr, sie verschwand unter der Dusche
und ließ sich das warme Wasser über ihren Körper rieseln, bevor
sie sich in bequemer Kleidung auf den Weg nach unten machte. Im Wohnzimmer schaltete
sie den Fernseher ein und setzte sich in meine Decke eingewickelt auf die Couch.
Gelangweilt zappte sie durch die Programme, nur Polittalk, Soapserien und langweilige
Spielfilmwiederholungen, bei einem Musiksender bleib sie schließlich hängen,
zwar war die Musikauswahl eher zweifelhaft, aber immer noch als die restliche
„Auswahl“.
Als Kian zurückkam wunderte er sich warum er sich warum er nirgendwo Licht
sah. Er streifte seine Schuhe ab und ging den Geräuschen nach in das Wohnzimmer.
Er stellte sich hinter Linda und flüsterte ihr ins Ohr: “Na gibst du mir
einen Teil der Decke ab?“ Sie machte mit der Decke eine einladende Geste, woraufhin
er die Jacke auszog, achtlos fallen ließ und sich mit einer schnellen
Bewegung neben sie schwang. „Oh, sportlich sportlich Mr. Egan!“ Sie schaltete
den Fernseher aus. „Wo war denn mein sportlicher Held?“ fragte sie mit schmachtendem
Blick. Kian lächelte, fasste mit einem Finger unter ihr Kinn und zog sie
so zu sich heran um ihre Nasenspitze zu küssen. „Ich war bei meinen Eltern
und Geschwistern, zu Hause, wir sind morgen bei ihnen zum Essen eingeladen,
ja aber warum ich dich nicht mitgenommen habe..., keine Angst ich muss weder
sie noch dich verstecken,....obwohl bei deinem Benehmen...!!“ Er grinste sie
breit an, woraufhin er von ihr ein Kissen ins Gesicht bekam. „Das nimmst du
zurück, klar!“ Doch bevor sie noch reagieren konnte, hatte Kian sie schon
auf die Couch zurückgeschubst und fing nun an sie auszukitzeln. „Ki hör
auf das ist unfair.“ Er stoppte: „Dann sag Kian ist der beste und hat immer
recht.“ Linda streckte ihm die Zunge raus. „Dein Ego ist wohl auf Solotrip,
oder was? Ne, ich hab da `ne viel bessere Idee.“ Sie zog ihn zärtlich zu
sich, wobei sie ihm das Shirt auszog, er schob indessen ihr Nachthemd noch ein
Stück höher, sodass sie es leicht abstreifen konnte. Ihre Küsse
wurden intensiver, fordernder, er konnte ihren Atem spüren, sie vergrub
ihre Finger noch tiefer in seinem Haar, kleine Schweißtropfen bildeten
sich auf seiner Stirn und perlten auf ihr Dekollete. Er konnte ihre Wärme
spüren, seine Haut an ihrem Körper.... Zufrieden schliefen die beiden
aneinandergekuschelt ein.
Fortsetzung folgt