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content and therefore you should not read this if you are under 18 or easily
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Kapitel: 1 - 2 - 3
- 4
KAPITEL 1
„Mein Gott,“ dachte Shane „hoffentlich ist sie nicht schlimm
verletzt. Ich darf sie nicht verlieren. Nicht daran denken,“ dachte er
weiter. „So schlimm wird es schon nicht sein. Sie war schließlich
angeschnallt. Sie war immer angeschnallt.“ Aber auch dieser Gedanke beruhigte
ihn nur wenig. Alles Mögliche war ihm die letzten zwanzig Minuten durch
den Kopf geschossen. Aber es waren nur wirre Gedanken. Ein
heilloses Durcheinander. Er konnte nicht klar denken. Jede Art von Gefühl
war ihm die letzten Minuten durch den Körper gefahren. Angst, Panik, Verzweiflung
und dann wieder Hoffnung und die Überzeugung das sie bestimmt einen Schutzengel
gehabt hatte. In diesem Moment riß er die Eingangstür zum Krankenhaus
auf. Gefolgt von Mark, Kian und Nicky stürmte er den Flur entlang zur Information.
Mit hastigen Worten erklärte er der Schwester weshalb er hier war und wurde
dann gleich weiter geschickt in den zweiten Stock. Sie liefen am Fahrstuhl vorbei,
stürmten die Treppe hinauf. Er stieß die große Glastür
auf und registrierte im vorbei rennen das Wort „Notaufnahme“. Hier
muss es sein, schoß es ihm durch den Kopf. Im gleichen Moment blieb er
plötzlich stehen und wurde dann gleich von Kian gestoßen, der nicht
damit gerechnet hatte und ungebremst in ihn hinein rannte. Aber das störte
ihn nicht. Er stolperte kurz, fing sich aber gleich wieder. Suchend sahen sich
alle um. Wohin ging es jetzt? „Da hinten sind ihre Eltern,“ hörte
Shane Nicky sagen und sah dann in die Richtung in die Nicky zeigte. Wieder rannten
sie los. Noch zwanzig Meter den langen Flur entlang. Endlich hatten sie sie
erreicht. „Was ist mit ihr? Wo ist Beth? Können wir zu ihr?“
sprudelte es aus ihm heraus. Er sah von ihrem Vater zu ihrer Mutter. Ängstlich,
mit großen fragenden Augen. Als er ihrer Mutter in die Augen sah, brach
sofort Panik bei ihm aus. Tränen liefen ihr in Strömen über die
Wangen und im nächsten Moment klammerte sie sich an ihn. Völlig geschockt,
legte Shane seine Arme um sie und sah nun ihren Vater fragend
an. Genau wie Kian, Mark und Nicky. Der atmete ein paar Mal tief ein und aus.
Suchte nach Worten und bemühte sich nun auch, nicht ebenfalls in Tränen
auszubrechen. „Sie operieren noch. Es dauert noch ein Weile,“ brachte
er dann stockend hervor. „Beth hat ein paar schlimme Beinbrüche und
ein Arm ist auch gebrochen. Aber am Schlimmsten ist, daß sie einen Schädelbruch
hat. Irgend ein Stück Blech ist bei dem Aufprall durch die Frontscheibe
geflogen und hat sie am Kopf getroffen.“ Bei seinen Worten war das Schluchzen
seiner Frau noch lauter geworden. Er packte sie bei den Schultern, drehte sie
zu sich herum und zog sie nun an sich. Beruhigend strich er ihr immer wieder
über den Rücken und hielt sie fest im Arm. Shane war nicht fähig
irgend etwas darauf zu sagen. Einen Moment stand er einfach
nur da und stierte auf irgendeinen Punkt an der Wand. Dann holte er plötzlich
tief Luft, weil er das Gefühl hatte irgend etwas würde ihm den Brustkorb
zusammen drücken. Plötzlich begann er zu zittern und sein Herz klopfte
ihm bis zum Hals hinauf. Um das Zittern seiner Hände zu verbergen steckte
er sie tief in seine Hosentaschen. Langsam setzte er sich in Bewegung, drehte
sich um und ging den
Flur weiter entlang zum großen Fenster hinüber, von wo aus man auf
den Hof hinunter schauen konnte. Er legte seinen Kopf gegen die Fensterscheibe,
die seine Stirn kühlte. Aber er bemerkte es kaum.
Das Zittern wurde immer schlimmer. Er zog seine Hände aus den Taschen,
kreuzte sie vor seiner Brust und umfaßte mit seinen Händen die Oberarme.
Auch seine Beine zitterten bedenklich. Als ihm das bewußte wurde, drehte
er sich um und ließ sich, mit dem Rücken gegen die Scheibe lehnend,
in die Hocke rutschen. „Lieber Gott hilf ihr,“ dachte er. „Ich
brauche sie. Ich kann nicht ohne sie sein. Bitte, du mußt ihr helfen.
Sie ist alles, was ich immer wollte. Nimm sie mir nicht weg.“ „Shane,
was ist mit dir? Du zitterst ja am ganzen Körper?“ Kian setzte sich
neben seinen Freund und legte ihm besorgt den Arm um die Schultern. Shane sah
ihn mit ausdruckslosen Augen verwirrt an. „Der braucht einen Arzt,“
kam es nun von Nicky und im gleichen Moment war er auch schon verschwunden.
Eine halbe Stunde später ging es Shane schon etwas besser. Man hatte ihm
eine Beruhigungsspritze gegeben. Die OP dauerte noch etwa zwei Stunden. Irgendwann
tauchte dann plötzlich der Arzt auf und rief Beths Eltern und Shane zu
sich in sein Arztzimmer. Einen Moment war es ganz ruhig, nachdem sich alle gesetzt
hatten, und der Arzt sah von einem zum anderen. Fragende, ängstliche Blicke
waren auf ihn gerichtet. „Ich darf ihnen sagen, daß die Operation
erfolgreich verlaufen ist. Wir haben alles getan, was möglich war um ihrer
Tochter zu helfen,“ fing der Arzt an. Erleichtert sahen sich die drei
an und Shane brachte sogar ein zaghaftes Lächeln fertig. „Die Brüche
an den Beinen sind operiert und geschient und der Arm hat auch einen Gips bekommen,“
redete nun der Arzt weiter. „Es wird zwar ein paar Wochen dauern, aber
ich habe keine Bedenken, daß es da irgendwelche Komplikationen gibt. Aber
ich muß ihnen leider auch sagen, daß der Schädelbruch uns ganz
schön zu schaffen gemacht hat, und daß es da im Moment noch ein Problem
gibt, bei dem wir uns nicht so ganz sicher sind, wann es da eine Änderung
geben wird.“ Nun machte er eine Pause und sah mit gerunzelter Stirn wieder
von Einem zum Anderen. „Ich muss ihnen leider sagen, daß ihre Tochter
zur Zeit im Koma liegt. Aber ich bin mir ziemlich sicher, daß es sich
nur um ein paar Tage handeln kann, bis sie die Augen öffnen wird.“
Nun sah Beths Mutter den Arzt mit offenen Mund und großen Augen an. Und
brach dann gleich wieder in heftiges Schluchzen aus. Shane erstarrte in diesem
Moment förmlich und wieder begann er zu zittern. „Beth im Koma?“
dachte er. Er konnte es nicht glauben. Und er wollte es nicht glauben. „Seine
Beth. Die immer so munter war. Die ihn immer wieder aufgerichtet hatte, wenn
er völlig fertig war, und wenn ihm alles zu viel war. Die ihm Stunden lang
zuhörte, wenn er Nachts keinen Schlaf finden konnte, weil er nach einem
Auftritt so aufgedreht war das er einfach keine Ruhe fand. Seine Beth, die sich
so warm und weich in seinen Armen anfühlte, wenn sie sich an ihn schmiegte
und ihm zärtlich über die Brust strich, die ihn schon Morgens anlächelte
so bald sie die Augen öffnete und ihm in’s Gesicht sah. Deren Lachen
durchs ganze Haus hallte, wenn sie miteinander herum alberten und sich gegenseitig
auskitzelten. Die Beth, die er in fünf Monaten heiraten wollte. Und nun
lag sie im Koma. Völlig bewegungsunfähig. An Schläuche und Apparate
angeschlossen?
„Und ich kann nichts für sie tun. Ich kann ihr nicht helfen,“
dachte er verzweifelt. „Hilf du ihr lieber Gott,“ dachte er weiter.
„Du kannst ihr helfen. Sie braucht dich. Wo bist du, wenn man dich braucht?
Bitte hilf ihr.“
KAPITEL 2
Zwei Wochen waren seit dem vergangen. Und bisher hatte Gott sich nicht blicken
lassen. Immer noch lag ich in meinem Bett und rührte mich nicht. Die Brüche
verheilten gut. Die Gehirnströme waren in Ordnung. Atmung, Blutdruck, Herz
und so weiter waren OK. Aber das, was hätte passieren sollen, passierte
nicht. Immer noch lag ich im Koma. Immer noch zeigte ich keine Anzeichen dafür
irgendwann in nächster Zukunft die Augen zu öffnen. Meine Eltern,
Gina, Nicky, Kian, Jodi, Mark und Kevin und meine Freundinnen Nelly und Mieke
wechselten sich ab bei ihren Besuchen, so daß ich nie alleine war. Die
Jungs hatten im Moment eine Menge Zeit, weil Shane sich nicht dazu überreden
ließ, sich auch nur mehr als zwei Stunden von meinem Bett zu entfernen.
Also hatte man in einem Interview um Verständnis gebeten, daß die
Jungs ein paar Wochen eine Auszeit nahmen. Wie es im Moment allerdings aussah,
würde das auch noch eine Weile länger dauern. Shane saß blaß
und abgemagert auf meinem Bett. Ich sah ihn nicht. Aber ich hörte ihn plötzlich.
Beruhigend redete er auf mich ein. Ich fühlte seine Hand, die fortwährend
meine streichelte. „So langsam müssen wir mal darüber nachdenken,
wen wir zu unserer Hochzeit einladen wollen. Ich kann das nicht alleine machen.
Du mußt mir da schon ein bißchen helfen,“ hörte ich ihn
sagen. „Aber dazu müsstest du erst mal gesund werden und dich vor
allem mal anstrengen, die Augen auf zu machen.“ Einen Moment sagte er
nichts mehr. „Ich will wieder sehen das du mich anlächelst, wenn
wir uns wieder sehen. Und ich will deine Hände wieder fühlen wie sie
mich streicheln, wenn du in meinen Armen liegst, und ich will wieder fühlen
wie du dich an mich drängst wenn wir uns lieben. Ich vermisse dich so Beth.
Wo bist du nur? Wann hab‘ ich dich endlich wieder?“ Seine Stimme
klang plötzlich ganz traurig. „Ich bin doch hier,“ sagte ich.
„Ich bin doch bei dir Shane.“ Hatte ich das nur gedacht? Kein Ton
war von mir zu hören. „Ich bin hier Shane,“ sagte ich noch
einmal. Aber wieder hörte ich nichts. Mein Gott, was ist mit mir? Wieso
höre ich meine Stimme nicht? Ich versuchte die Augen auf zu machen. Aber
nichts passierte. Aber ich kann seine Hände fühlen, dachte ich und
versuchte nun ebenfalls Shanes Hand die mich immer noch streichelte, zu streicheln.
Aber meine Finger bewegten sich nicht. Mein Arm rührte sich nicht, stellte
ich dann fest. Und meine Beine? Nichts. So viel ich mich auch anstrengte irgend
ein Glied meines Körpers zu bewegen. Nichts. Nichts passierte. „Oh
mein Gott,“ dachte ich, „was ist denn mit mir los? Warum kann ich
mich nicht bewegen? Warum höre ich meine Stimme nicht?“ „Hörst
du mich denn nicht, Shane?“ schrie ich. Aber wieder kam kein Laut über
meine Lippen. Er hört mich nicht. Und ich kann mich nicht bewegen. Ich
kann überhaupt nichts. Was ist denn nur passiert? Panik stieg in mir auf.
Panik und blanke Angst. Ich holte tief Luft, weil mein Hals plötzlich wie
zugeschnürt war und mein Herz wie wild pochte.
Tränen stiegen in mir auf und rollten über meine Wangen. Shane sah
mich in diesem Moment völlig ungläubig an. Er sah die Tränen.
Und er hatte auch gemerkt, daß ich tief Luft holte und im gleichen Moment
sah er auf dem Monitor, dass mein Herz plötzlich schneller schlug. Aber
immer noch lag ich völlig bewegungslos mit geschlossenen Augen da. In diesem
Moment wurde die Tür auf gerissen und der Arzt eilte an’s Bett. Durch
das Gerät hatte er in seinem Arztzimmer das Signal erhalten, daß
es eine Veränderung gab. Shane sah den Arzt nun mit großen Augen
fragend an, als dieser begann mich zu untersuchen. „Hat sie sich bewegt?“
wollte er von Shane wissen. „Nein, sie hat sich nicht bewegt.“ Shane
sah vom Arzt wieder zu mir. „Aber sie weint. Und ich hab‘ gemerkt,
daß sie tief Luft geholt hat. Hat das was zu bedeuten Dr. Miller?“
„Das hat bestimmt was zu bedeuten. Ihr Herz schlägt schneller und
ihr Puls auch um einiges. Ich will ihnen nichts versprechen, Mr. Filan. Aber
das ist ein gutes Zeichen. Ich bin mir nicht sicher. Dafür haben wir in
diesen Sachen auch zu wenig Erfahrung. Ich will ihnen auch nicht zu viel Hoffnung
machen. Um ehrlich zu sein, hätte ich erwartet, daß ihre Verlobte
schon viel früher wieder aufwachen würde. Aber ich glaube, daß
das die ersten Anzeichen dafür sind, daß sie zurück kommt.“
Er sah Shane aufmunternd an, worauf der ein kleines hoffnungsvolles Lächeln
zustande brachte. „Machen sie so weiter wie bisher,“ redete Dr.
Miller weiter. „Reden sie mit ihr. Vielleicht kann sie sich im Augenblick
noch nicht bewegen. Aber vielleicht hört sie sie. Halten sie ihre Hand.
Tun sie das, was sie sonst auch mit ihr tun. Berühren sie sie. Spielen
sie ihr ihre Lieblingsmusik vor und reden sie von Sachen, die sie zusammen erlebt
haben. Alles was sie glücklich gemacht hat. Alles, was es wert ist, die
Augen zu öffnen und sich zu bewegen. Sie muß es wollen. Holen sie
sie zurück Mr. Filan. Ich glaube, sie braucht sie dazu.“ „Ja.
Ich brauche dich,“ dachte ich in diesem Moment. „Ich hab‘
Angst Shane. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Niemand hört mich
und ich kann mich nicht bewegen. Shane, hilf mir.“ Wieder liefen mir Tränen
über die Wangen. Dr. Miller hatte nun bereits das Zimmer wieder verlassen.
Plötzlich fühlte ich Shanes Hände in meinem Gesicht. Behutsam
wischte er mit den Daumen die Tränen weg. „Hab‘ keine Angst
Beth,“ sagte er „ich bin bei dir. Ich laß dich nicht alleine.
Es wird alles wieder gut. Ich weiß es. Du bist bald wieder bei mir. Hab
keine Angst.“ Und seine Worte beruhigten mich wirklich. Und dann fühlte
ich seinen Atem in meinem Gesicht. Und im nächsten Moment küßte
er mich zärtlich. Sanft strichen seine Finger dabei über meine Wange.
Zärtlich ließ er seine Zunge über meine Lippen streichen und
legte dann wieder fest seinen Mund auf meinen. „Ich liebe dich. Und ich
bin bei dir. Hab keine Angst,“ hörte ich ihn noch sagen, bevor ich
einschlief. Von nun an war alles anders. Ich hörte jedes Wort, erkannte
die Leute die um mich waren. Erkannte, wie sehr meine Eltern darunter litten,
daß ich hier so bewegungslos im Bett lag, dass ich nicht mit ihnen reden
konnte. Hörte die Angst in ihren Stimmen. Wie gerne hätte ich meine
Mutter getröstet. Kein Tag verging, an dem sie nicht das Zimmer verließ
ohne zu weinen.
Ganz anders war es, wenn die Jungs da waren. Oder Gina und Jodi. Immer hatte
irgendeiner etwas zu erzählen. Ich hörte ihr Lachen, wenn sie über
Sachen sprachen die wir zusammen erlebt hatten und lachte mit ihnen ohne das
sie es bemerkten. Hinterher war ich nur leider immer ganz traurig, weil ich
mich immer noch nicht bewegen konnte. Meine Augen blieben geschlossen und über
meine Lippen kam kein Ton. Ich konnte nicht teilhaben an ihren Gesprächen.
Immer wieder versuchte ich es. Oder ich versuchte mich zu bewegen. Oder auch
nur die Augen ein Stückchen zu öffnen. Aber nichts passierte. „Sie
hat schon wieder Schweiß auf der Stirn,“ hörte ich Gina einmal
sagen. Und sie wischte mir mit einem kühlen Tuch den Schweiß ab.
„Ja. Natürlich schwitze ich,“ dachte ich. „Vor Anstrengung.
Weil ich mich nicht bewegen kann. Weil meine Beine nicht wollen wie ich will.
Und weil meine Arme mir nicht gehorchen.“ Am besten ging es mir zu dieser
Zeit, wenn Shane da war. Meistens legte er irgendeine Westlife-CD ein. Und manchmal
sang er die Lieder mit. Er legte sich dann zu mir und ich hörte seine Stimme
leise an meinem Ohr. Dann streichelte er mir dabei über’s Haar oder
seine Finger berührten sanft die Haut in meinem Ausschnitt. Oder er ließ
seine Hand zärtlich über meinen Arm streichen. „Spürst
du das?“ fragte er mich nun. „Du hast eine Gänsehaut Beth.
Merkst du wenn ich dich streichle? Wie fühlt sich das an? Ich liebe es
dich zu streicheln. Und dich zu küssen.“ Und dann fühlte ich
wieder seinen Mund auf meinen Lippen. Warm und weich fühlte sich das an.
„Ich liebe dich so Beth. Und ich vermisse dich so. Aber du bist hier,
nicht wahr? Du hörst mich. Ich fühle es. Du bist ganz nah bei mir.
Mach‘ die Augen auf Süße. Versuch‘ es. Ich weiß
das du es kannst. Streng dich an. Lass mich nicht mehr so lange warten. Ich
halte das nicht mehr lange aus. Du fehlst mir so.“ Und wieder fühlte
ich seine Lippen auf meinem Mund. Zärtlich küßte er mich. Und
zärtlich streichelten seine Finger über meine Augen. Dann nahm er
plötzlich meine Hand in seine und führte sie an seine Lippen. Ausgiebig
und genußvoll küßte er die Innenfläche. „Komm in
meinen Arm,“ redete er weiter und im gleichen Moment legte er einen Arm
um mich und zog mich zu sich heran. Vorsichtig legte er meinen Kopf auf seine
Brust. Nun hielt er mich fest im Arm. So wie er es früher schon getan hatte,
wenn wir in unserer Wohnung in Sligo auf der Couch lagen, oder in unserem großen
Bett. „Ich will dich halten. Ich will dich fühlen. Ganz nah bei mir.“
Er nahm meine Hand und schob sie nun in den Ausschnitt seines Hemdes. Dann schob
er sie auf seine Brust. „Wie ist das Beth? Findest du das auch so schön
wie ich? Das fühlt sich gut an, oder? Ich vermisse das so. Von dir gestreichelt
zu werden. Deine Hände zu fühlen auf meiner Haut. Kannst du das verstehen?
Vermißt du das auch?“ Ich hätte ihm so gerne geantwortet. „Ja.
Shane,“ hätte ich gesagt „ich vermisse das auch.“ Aber
wieder kam kein Ton über meine Lippen. Statt dessen versuchte ich meine
Hand zu bewegen. Ich will ihn streicheln, dachte ich. Ich versuche es. Er fühlt
sich so gut an. Und nun streichelte er auch noch mit seinen Fingern meinen Rücken
hinunter. Und wieder fühlte ich seine Lippen auf meinem Mund. „Ich
schaffe das,“ dachte ich nun. „Nur einen Finger. Bitte lieber Gott
hilf mir. Er soll
wissen das ich da bin, dass ich ihn fühle und das ich ihn vermissen. Bitte
lieber Gott hilf mir.“ Ich setzte alle Anstrengung in meine Hand. Versuchte
mich nur auf meine Finger zu konzentrieren. Fühlte Shanes Lippen auf meinem
Mund und hatte nur noch den Wunsch ihn zu streicheln. Es kostete mich meine
ganze Kraft. Alles was ich an Reserven hatte. Shanes Augen sahen in diesem Moment
auf den Monitor und ungläubig löste er plötzlich seine Lippen
von meinen und stierte auf das Gerät. Die Pulsfrequenz erhöhte sich
und das Herz schlug plötzlich schneller. Und im nächsten Moment fühlte
er das Zucken auf seiner Brust. Fühlte wie sich meine Finger krümmten
und sich dann wieder entspannten. „Beth. Du hast die Finger bewegt,“
hörte ich ihn nun erstaunt sagen. „Ich hab’s gefühlt,
Süße. Ganz deutlich.“ Und im nächsten Moment legte er
seine Hand auf meine, die immer noch auf seiner Brust lag. „Du kommst
zurück. Ich weiß es,“ sagte er. „Ich warte auf dich.
Mach dir keine Gedanken. Du schaffst das.“ Wieder küsste er mich
und dabei liefen ihm Tränen über die Wangen Dieses Gefühl war
unbeschreiblich. Er war sich jetzt ganz sicher. „Es dauert nicht mehr
lange,“ hörte ich ihn flüstern. In diesem Moment platze der
Arzt in’s Zimmer. „Ist was passiert?“ fragte er neugierig.
„Hat sich was verändert?“ „Sie hat ihre Finger bewegt,“
sagte Shane. „Ich hab’s ganz deutlich gefühlt. Hier auf meiner
Brust.“ Gleichzeitig war er sich nicht sicher, ob er weinen oder lachen
sollte. Aber glücklich war er. Was man ihm deutlich anmerkte. Da mußte
nun auch der Arzt lächeln. „Der Mann ist genau richtig für diese
Frau,“ dachte Dr. Miller in diesem Moment. „Er wird sie zurück
holen. Wenn er es nicht schafft, schafft es keiner.“
KAPITEL 3
Von nun an, machte ich mit jedem Tag Fortschritte. Es waren immer nur kleine
Dinge die zeigten das ich zurück wollte. Einmal ein zuckender Fuß.
Und ein anderes Mal die Augenbrauen die ich fast unmerklich hoch zog. Fünf
Tage später hielt ich die Hand meiner Mutter, die ich leicht drückte.
Was sie vor Freude weinen ließ. Und etwa zehn Tage später bewegte
ich meinen Kopf. Unsagbare Anstrengung kosteten mich diese Dinge. Aber ich fühlte
das es voran ging. Etwa sechs Wochen nach meinem Unfall wurde mir der Verband
abgenommen. Meine Haare waren bereits an der Stelle an der ich operiert worden
war wieder nachgewachsen. Aber immer noch war natürlich die Stelle gut
zu sehen. Man wusch mir die Haare und frisierte sie, so daß ich wieder
halbwegs normal aussah. Ich war glücklich darüber. Shane sollte mich
so nicht sehen. Ich wollte hübsch für ihn sein. Am späten Nachmittag
öffnete sich die Tür. Ich hörte das jemand eintrat. Daran wie
er sich bewegte merkte ich das es Shane war. Aber es war noch jemand bei ihm.
„Sieh sie dir an Nicky. Wie sie da liegt. Hübsch sieht sie aus. Endlich
kann man ihr Gesicht wieder ganz sehen. Und die Haare haben sie ihr auch so
schön gemacht. Jetzt erkennt man sie erst richtig wieder.“ Bei den
letzten Worten versagte ihm fast die Stimme und ich merkte das er mit den Tränen
kämpfte.
„Ja, Shane, du hast recht. Sie ist hübsch.“ Ich hörte
wie Nicky ihm tröstend die Hand auf die Schulter schlug. „Und bald
hast du sie zurück. Ich bin mir ganz sicher. Sie hat schon so große
Fort-schritte gemacht. Jeden Tag ein bißchen mehr.“ „Ich weiß,“
hörte ich Shane sagen und gleich darauf merkte ich, daß er sich zu
mir auf’s Bett setzte. „Aber es dauert schon so lange. Ich weiß
nicht, wie lange ich das noch durchhalte. Es macht mich ganz krank, sie so zu
sehen und nichts für sie tun zu können. Ich würde ihr so gerne
helfen. Aber ich weiß nicht wie.“ „Du hilfst ihr doch schon.
Du bist immer für sie da. Dir allein ist es zu verdanken, daß sie
so große Fortschritte macht. Du hilfst ihr, weil du hier bist. Sie spürt,
daß du ihr fehlst und das du sie liebst.“ „Ja. Shane, so ist
es,“ dachte ich. „Ich will zu dir zurück. Ich liebe dich. Und
du fehlst mir auch.“ Wieder stiegen mir Tränen in die Augen. „Sie
weint,“ sagte Shane und ich fühlte seine Finger die mir die Tränen
wegwischten.Dann legte er plötzlich seine Hände um mein Gesicht und
beugte sich zu mir herunter, legte seine Stirn gegen meine. „Warum weinst
du Beth,“ flüsterte er und im gleichen Moment fühlte ich seine
Tränen meine Wangen hinunter laufen. So nah war er mir. Und ich hätte
ihn so gerne getröstet. Ich ertrug es nicht, wenn er so traurig war. „Es
tut weh lieber Gott,“ dachte ich. „Hilf mir doch. Ich will nicht,
daß erso traurig ist.“ Mit aller Kraft versuchte ich meine Augen
zu öffnen. Es bereitete mir fast Schmerzen mich so anzustrengen. Aber ich
gab nicht auf. „Jetzt könnte es klappen,“ dachte ich. „Irgend
wann muss es doch gehen. Ich will ihm endlich wieder in die Augen sehen.“
Und dann fühlte ich plötzlich das Zucken meiner Wimpern. „Ja.
Endlich. Jetzt muß es gehen. Streng dich an Beth. Tu es für ihn.
Tu es für dich.“ Sekunden vergingen und immer noch konzentrierte
ich mich nur darauf, endlich die Augen zu öffnen. Und dann sah ich ihn
plötzlich. Zuerst nur ganz verschwommen aber von Sekunde zu Sekunde deutlicher.
Und dann waren meine Augen plötzlich ganz geöffnet. Im gleichen Moment
bemerkte es Shane. Langsam nahm der den Kopf höher und sah mich ungläubig
an. Wie glücklich ich in diesem Augenblick war sah er allerdings nicht.
Keine Regung war in meinem Gesicht zu erkennen. Nur meine Augen sahen ihn ausdruckslos
an. Aber immerhin sahen sie ihn an. „Nicky, sie hat die Augen geöffnete,“
sagte Shane nun. Und sofort stand Nicky an meinem Bett. Auch er sah mich ungläubig
an. Und ich sah ihn an. „Sie bewegt sie sogar,“ rief er. „Sie
sieht mich an Shane. Siehst du das?“ „Ja. Ich sehe es.“ Und
wieder sah ich Shane an. „Hörst du mich Beth? Kannst du mich verstehen?“
Hoffnungsvoll sah er mir nun wieder in die Augen. „Ja, ich kann dich verstehen,“
hätte ich gerne gesagt. Aber nichts kam über meine Lippen. Shane nahm
plötzlich meine Hand und sah mich dann wieder fragend an. „Wenn du
mich hören kannst, drück‘ meine Hand. Nur ein bißchen.
Nur so viel das ich es merken kann Beth.“ Ich versuchte es. Aber ich war
schon so erschöpft davon die Augen zu öffnen, daß es mir unheimlich
schwer viel. Ein paar Sekunden passierte überhaupt nichts. Innerlich schimpfte
ich mit mir.
Und ich war wütend auf mich selbst, weil es nicht klappte. „Sie hört
mich nicht,“ sagte Shane nun traurig. „Aber sie kann sich doch auch
kaum bewegen,“ hörte ich Nicky sagen. Aber dann plötzlich schaffte
ich es doch. Nur mein kleiner Finger bewegte sich. Drückte leicht gegen
Shanes Hand. Nicky hatte es auch gesehen und die Beiden strahlten sich an. „Noch
einmal Beth. Bitte noch einmal. Komm Süße, streng dich an. Ich muß
es sicher wissen. Hörst du mich?“ Und dieses Mal war es gar nicht
mehr so anstrengend. Noch einmal drückte ich meinen Finger gegen seine
Hand. Und wieder strahlten sich die Beiden an. Dann sah Shane mir wieder in
die Augen. „Du hörst mich. Mein Gott, endlich. Jetzt wird alles gut.
Ich weiß es. Ich bin mir ganz sicher. Keine Angst Beth. Bald hast du es
geschafft.“ Wieder nahm er mein Gesicht zwischen seine Hände und
küßte mich zärtlich. Aber es war immer noch ein weiter Weg.
Wieder vergingen zwei Wochen. Aber nun machte ich kaum noch Fortschritte. Ich
konnte die Beine nicht bewegen und meine Arme auch nicht. Nur meine Finger und
manchmal ein Fuß, vielleicht auch mal ein wenig den Kopf. Aber das war
auch schon alles. Wenn ich schlief hatte ich die Augen geschlossen und wenn
ich wach war, hatte ich sie geöffnete. Shane der am Anfang noch glücklich
war, daß er mir wieder in die Augen sehen konnte, verlor jeden Tag ein
bißchen mehr den Mut, weil es nicht weiter ging. Ich konnte ihm zwar zu
erkennen geben, daß ich ihn hörte aber weiter konnte ich mich nicht
mitteilen. Fast jede Nacht wurde ich wach und fand dann keinen Schaf mehr, weil
ich so verzweifelt war. Meistens nutze ich dann die Zeit und versuche endlich
wieder einen Ton heraus zu bringen. Aber es dauerte Tage bis ich es endlich
schaffte ein schiefes Krächzen vor mir zu geben. Allerdings ermutigte mich
das so sehr, dass ich jetzt ständig übte. Ein Krächzen war doch
schon mal was. Dafür das ich seit Wochen nicht gesprochen hatte, war das
immerhin ein Anfang. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, daß ich
endlich wieder so etwas wie einen normalen Ton von mir gab. Jede Nacht, wenn
ich es wieder mal nicht schaffte in den Schlaf zu finden, übte ich bis
zur totalen Erschöpfung und fiel danach meistens in einen tiefen Schlaf.
Wochen waren wieder vergangen. Dreizehn Wochen war der Unfall nun schon her.
Es war bereits gegen 9.oo Uhr am Abend. Shane war den ganzen Tag noch nicht
da gewesen. Nun kam er plötzlich in’s Zimmer. „Tut mir leid,
Süße, du hast sicher schon gewartet,“ fing er an „ich
bin ein bißchen spät dran.“ Er ging um das Bett herum und legte
sich dann neben mich. Dann beugte er sich herunter und küßte mich
sanft. Dabei sahen mich seine dunklen Augen an. „Louis hat mich heute
bequatscht. Er will das es endlich weiter geht. Die Fans schreien nach einer
neuen Single. Wir müßten endlich wieder arbeiten, sonst verschwindet
Westlife in der Versenkung.“ Shane nahm meine Hand und begann mit meinen
Fingern zu spielen. „Aber ich bin noch nicht so weit. Du bist noch nicht
so weit. Ich kann dich nicht alleine lassen. Ich muß mich doch um dich
kümmern. Du bist mir viel wichtiger als Westlife. Ohne Westlife könnte
ich leben. Aber nicht ohne dich. Erst muß es dir wieder besser gehen.“
Zärtlich küßte er mich wieder.
„Ich hab‘ ein ganz anderes Problem,“ redete er weiter. „Es
sind nur noch sieben Wochen bis zu unserer Hochzeit. Ich fürchte, ich muß
den Termin verschieben. Wenn ich nur wüßte, ob es dir bis dahin wieder
besser geht. Aber ich weiß auch nicht, wie du dir die Hochzeit wünscht.
Darüber hatten wir ja noch gar nicht gesprochen. Und ich möchte nicht
alles alleine entscheiden. Ich möchte, daß die Hochzeit so wird,
wie du sie dir wünscht. Schließlich soll das der schönste Tag
in deinem Leben sein. Und in meinem natürlich auch.“ Eine Weile sagte
er nun gar nichts mehr. Schließlich legte er sich hin und zog mich in
seine Arme. Wie so oft lag mein Kopf auf seiner Brust und er hielt mich fest
an sich gedrückt. Minuten lang lag er regungslos da. Aber auf einmal hörte
ich ihn schluchzen. Und sein ganzer Körper bebte plötzlich als er
nun hemmungslos zu weinen an fing. Er vergrub sein Gesicht in meinen Haaren
und zog mich noch fester an sich. „Lieber Gott wo bist du wenn man dich
braucht?“ hörte ich ihn weinend sagen. „Ich halt das nicht
mehr aus. Ich vermisse sie so.“ Und wieder wurde er von einem Weinkrampf
geschüttelt. Minuten lang. „Es tut mir leid Beth. Ich wollte nicht
weinen. Du solltest mich nicht so sehen. Ich muß doch stark für dich
sein. Aber ich halte es manchmaleinfach nicht mehr aus. Du bist hier und trotzdem
bist du so weit weg. Und ich vermisse dich so unheimlich.“ Wieder sagte
er eine Zeit lang nichts. Einmal schniefte er noch und wischte sich dann mit
dem Handrücken über die Augen. „So. Jetzt geht es wieder,“
sagte er dann plötzlich, hob seinen Kopf und lächelte mich nun aufmunternd
an. „Wird nicht wieder vorkommen,“ grinste er nun. Aber dann sah
er mich wieder ernst an. „Aber ich will heute Nacht nicht gehen. Ich bleibe
bei dir. Ich will dich endlich wieder im Arm halten. Eine ganze Nacht. Und morgen
früh wieder in deine Augen sehen können, wenn ich wach werde.“
Er erhob sich, zog Schuhe, Socken und seine Hose aus. Zog sich sein Shirt aus,
und legte sich dann nur in Boxers wieder neben mich. Wieder zog er mich in seine
Arme. Mein Kopf lag auf seiner nackten Brust. Er nahm meine Hand und legte sie
auf seine Rippen. Jeden einzelnen Knochen fühlte ich. Und sein Herz fühlte
ich schlagen. Dann zog er die Decke über uns und kuschelte sich an mich.
„Das fühlt sich gut an,“ hörte ich ihn sagen und er streichelte
sanft mit seiner Hand meinen Rücken hinauf und wieder herunter. „Ich
liebe dich Beth.“ „Ich.... liebe.... dich.... Shane,“ brachte
ich leise stockend hervor. Und freute mich in diesem Moment unendlich, meine
Stimme zu hören. Ruckartig hob Shane seinen Kopf und sah mir in’s
Gesicht. Und im gleichen Augenblick brachte ich sogar ein schiefes Lächeln
zustande. Shanes Augen füllten sich mit Tränen und dann breitete sich
ein glückliches Lächeln auf seinem Gesicht aus. Und dann bedeckte
er mein Gesicht mit vielen kleinen Küssen. Bis sein Mund schließlich
meinen verschloß und er mich sanft küßte. Dann zog er mich
wieder an sich. „Lieber Gott, ich danke dir,“ hörte ich ihn
sagen. Weniger später waren wir beide eingeschlafen. Shane hielt mich fest
in seinen Armen. Wir hätte in diesem Moment nicht glücklicher sein
können.
KAPITEL 4
Drei Wochen sind seit dem vergangen. Nun saß ich auf meinem Bett und sprühte
vor Energie. Vor zwei Woche hatte man den Gips von meinen Beinen entfernt. Mein
Arm funktionierte bereits wieder wie früher. Täglich bekam ich Massagen
und machte Gymnastik. Heute Morgen hatte ich das erst mal ein paar Sekunden
lang auf meinen Beinen gestanden. Meine Mutter war mir danach glücklich
um den Hals gefallen. Und sogar mein Vater hatte Mühe in diesem Moment
seine Tränen zurück zu halten. Endlich fühlte ich wieder so etwas
wie Kraft in meinen Beinen. Und auch sonst ging es mir mit jedem Tag besser.
Kevin und Mark saßen links und rechts von mir am Bett. Wir spielten Karten
und alberten herum. Mark schaffte es nicht auch nur ein Spiel hinter sich zu
bringen, ohne zu betrügen. Dabei stellte er sich so ungeschickt an, daß
er jedesmal damit aufflog. Tat aber dann, als ob es aus versehen passiert wäre.
Kevin hatte schließlich die Nase voll und schmiß seine Karten auf’s
Bett. „Mit dir Spiele ich nie wieder. Das macht ja keinen Spaß,“
maulte er und schmollte. „Mit dir Spiele ich auch lieber andere Spiele,“
grinste nun Mark und zwinkerte ihm zu. Worauf wir alle laut lachten. In diesem
Moment kam Shane in’s Zimmer. „Ihr scheint ja `ne Menge Spaß
zu haben,“ war das erste was er sagte. „Kann man vielleicht mit
lachen?“ Er sah von einem zum anderen. „So lustig ist das hier gar
nicht,“ sagte darauf Kevin „Mark schummelt ständig beim Karten
spielen. Hast du ihm das beigebracht?“ „Das merkst du erst jetzt,“
wollte Shane wissen. „Mark schummelt bei allen Sachen. Wusstest du das
nicht?“ Jetzt grinste auch Shane. „Anscheinend kenne ich ihn doch
nicht so gut, wie ich dachte.“ Mark grinste nun und sah Kevin dann verliebt
in die Augen. „Vielleicht müßtest du dich ein bißchen
mehr mit mir beschäftigen,“ meinte er dann ohne seinen Blick von
Kevin zu wenden. Wie das gemeint war, sah man an seinem Blick. Außerdem
knisterte es plötzlich merklich in der Luft. Shane verdrehte die Augen.
„Muß Liebe schön sein,“ kam es plötzlich lahm und
mit einem gespielt genervten Unterton von ihm. „Wie wäre es, wenn
ihr euch jetzt mal ein bißchen dünne macht, damit ich mein Mädchen
für ein paar Minuten für mich alleine habe.“ Lächelnd ging
er um mein Bett herum, sah mich dabei unentwegt an und setzte sich schließlich
auf’s Bett. Dabei legte er einen Arm um mich und zog mich an sich. Mark
und Kevin waren mittlerweile aufgestanden. „Gut,“ sagte Mark und
legte dabei seinen Arm um Kevins Schulter „lassen wir die Zwei alleine.
Schließlich können wir unsere Zeit auch sinnvoller verbringen als
hier herum zu sitzen.“ Dabei sah er Kevin mit seinen blauen Augen an und
drückte ihm dann einen sanften Kuß auf den Mund. Und im nächsten
Moment schloß sich die Tür hinter ihnen. Ich kuschelte mich an Shane
und sah ihn erwartungsvoll an. „Und?“ wollte ich wissen „wie
ist es gelaufen?“ „Super,“ kam es zurück. „Die
Single ist im Kasten und kommt in drei Wochen raus.“ Er drückte mir
einen dicken Kuß auf den Mund und strahlte nun. „Du kannst es wohl
gar nicht mehr abwarten, daß es endlich wieder los geht?“
Er zog mich noch näher an sich. „Also wenn ich ehrlich sein soll,
geht es mir nun gar nicht schnell genug. Aber ich sitze natürlich auch
genau so gerne hier bei dir auf dem Bett und halte dich im Arm,“ meinte
er ironisch und grinste mich frech an. Da mußte ich lachen. „Ich
kann dich ja verstehen,“ sagte ich. „Du solltest endlich wieder
das tun, was dir Spaß macht. Du hast dich lange genug um mich gekümmert.
Ich glaube ich halte es auch mal kurze Zeit ohne dich aus.“ Jetzt mußte
ich grinsen. „Ach nee. Jetzt wo du mich nicht mehr brauchst, kann ich
also gehen. Du bist mir ja `ne Nette.“ Gespielt traurig sah er mich an
und zog eine Schnute. Ich legte meine Hand an seine Wange und streichelte zärtlich
darüber. Ernst sah ich ihm in die Augen. „Ich brauche dich immer,
Shane,“ sagte ich „und ich vermisse dich immer wenn du nicht bei
mir bist. Nur wegen dir geht es mir wieder so gut. Du hast mir geholfen zurück
zu kommen. Nur weil ich dir endlich wieder nahe sein wollte habe ich zurück
gefunden.“ Ich ließ meine Hand in seinen Hemdausschnitt gleiten
und streichelte nun sanft seine Brust. Wieder sah ich ihm in die Augen. „Ich
liebe dich Shane. So sehr, daß ich es manchmal nicht aushalte vor Sehnsucht
nach dir, wenn du nicht bei mir bist. So sehr, daß es manchmal weh tut,
wenn ich weiß das es noch Tage dauert bis ich dich wieder sehe. Du bist
mein Leben, Shane. Weißt du das?“ Zärtlich strich ich nun mit
den Fingern über seinen leicht geöffneten Mund. „Ich liebe dich
auch Beth. Und mir geht es genau so. Du weißt gar nicht, wie glücklich
ich bin, seit dem es dir mit jedem Tag wieder besser geht. Ich hab‘ dich
so vermißt, die ganzen Monate lang. Es war schrecklich mit ansehen zu
müssen, daß du dich nicht bewegen konntest. Zu merken, daß
du alles hörst und verstehst und keine Möglichkeit hast dich mitzuteilen
oder zu sprechen. Es muß ganz schrecklich für dich gewesen sein,
einfach so da zu liegen und nichts tun zu können. Und ich konnte dir auch
nicht helfen. Es hat mich ganz krank gemacht nichts für dich tun zu können.“
„Aber du hast mir doch geholfen Shane. Du warst immer für mich da.
Ich hab dich gespürt. Du hast mich in den Arm genommen und mich gestreichelt.
Und ich habe deine Stimme gehört und irgendwann konnte ich dich auch wieder
sehen. Du hast mich dazu gebracht, daß ich immer mehr wollte. Das ich
zu dir zurück wollte. Weil ich es nicht erwarten konnte dich wieder richtig
zu fühlen. Dich zu küssen und mich an dich zu kuscheln.“ Was
ich in diesem Moment wieder tat. Shane strich mir sanft über’s Haar
und lächelte. Aber dann drehte er sich nach hinten und schaltete die Nachttischlampe
ein, weil es nun dämmerte und es im Zimmer bereits dunkel wurde. „Ich
muß dir was zeigen,“ sagte ich und löste mich von ihm. Ich
schob mich an ihm vorbei und setzte mich auf’s Bett. Worauf Shane nun
aufstand und mich erwartungsvoll ansah. Vorsichtig ließ ich mich vom Bett
rutschen bis meine Füße den Boden berührten. Shane packte mich
am Oberarm und wollte mich festhalten. „Nein, laß mich. Ich kann
alleine stehen.“ Im gleichen Moment erhob ich mich vom Bett und stand
dann auf meinen Füßen. Noch etwas wackelig. Aber es klappte. Glücklich
sah ich Shane an. Es glitzerte verdächtig in seinen Augen. Aber er strahlte
über’s ganze Gesicht und zog mich im nächsten Moment an sich.
Fest hielt er mich im Arm. Ich schlang meine
Arme um seinen Nacken und vergrub mein Gesicht an seinem Hals. Zärtlich
glitten seine Hände meinen Rücken hinunter. „Ich freu‘
mich so für dich, Beth. Bald bist du wieder ganz gesund.“ Er drückte
mich wieder fest an sich. Aber irgendwie hörte ich ihn in diesem Moment
gar nicht. Sein Rasierwasser stieg mir in die Nase und ich atmete tief ein.
Langsam begann ich seinen Hals mit vielen kleinen Küssen zu bedecken und
die Finger meiner rechten Hand schoben sich in sein dichtes Haar. Noch enger
kuschelte ich mich an ihn und begann dann an seinem Ohr zu knabbern. „Beth.
Was tust du da? Was hast du vor?“ „Ich will dich fühlen Shane,“
flüsterte ich ihm in’s Ohr. „Halt mich fest Shane. Und streichle
mich. Ich hab solche Sehnsucht danach.“ Wieder küßte ich seinen
Hals und ich fühlte dieses bekannte Ziehen in meiner Brust, das ich schon
so lange nicht mehr gefühlt hatte. „Was hier?“ fragte nun Shane.
„Ja, hier. Bitte.“ Gierig küßte ich ihn nun. „Willst
du es denn nicht auch? Es ist doch schon so lange her?“ Zärtlich
ließ ich meine Zunge über seine Lippen streichen. „Wenn du
wüßtest, wie sehr ich es will. Wie oft ich daran gedacht habe, wenn
du bewegungsunfähig in meinen Armen lagst. Wenn deine Hand kraftlos auf
meiner Brust lag.“ Er hatte die Augen geschlossen und brachte nun ein
unterdrücktes Stöhnen hervor als ich eine heiße Spur mit meiner
Zunge von seinem Ohr seinen Hals hinunter zog. Plötzlich nahm er mich auf
den Arm und legte mich auf’s Bett zurück. Mit wenigen Schritten war
er bei der Tür und drehte den Schlüssel um. Dann schaltete er die
Nachttischlampe wieder aus und legte sich wieder zu mir. Halb lag er über
mir, streichelte mit den Daumen sanft über meine Wangen und sah mich eindringlich
mit seinen dunklen Augen an. Das letzte Licht der untergehenden Sonne und das
Licht der Straßenbeleuchtung zwei Stockwerke unter uns gab gerade so viel
Licht, dass das Zimmer nur noch spärlich beleuchtet war. Verliebt sahen
wir uns an, und Shane küßte mich zärtlich. „Ja,“
flüsterte er. „Ich will dich auch fühlen. Ich will dich streicheln
und dich küssen. Es ist schon viel zu lange her. Ich weiß gar nicht
mehr, wie du dich anfühlst.“ Und dann fühlte ich wieder seinen
Mund. Und seine Hand die nun zaghaft über meine Brust streichelte. „Ich
hoffe, ich tu‘ dir nicht weh. Du bist so zerbrechlich geworden die letzten
Monate,“ sagte er plötzlich. „Und ich weiß nicht, ob
ich mich unter Kontrolle habe, wenn ich dich erst mal streichle.“ Ich
schüttelte mit dem Kopf und mußte dann lächeln. „Du wirst
mir nicht weh tun Shane. Du kannst mir gar nicht weh tun. Dafür bist du
viel zu besorgt um mich. Aber ich bin nicht aus Glas. Und ich bin bestimmt nicht
zerbrechlich. Ich will das du mich liebst, wie du mich früher geliebt hast.
Ohne Hemmungen und ohne nachzudenken.“ Immer noch sah er mir besorgt in
die Augen. Ich nahm seine Hand, schob sie nun langsam meinen Bauch hinunter
und drückte sie zwischen meine Beine. Augenblicklich veränderte sich
Shanes Gesichtsausdruck.„Fühlst du das?“ flüsterte ich
nun „Fühlst du die Wärme meiner Haut. Ich fühle sie. Und
ich fühle das Ziehen zwischen meinen Beinen, das die letzten Minuten immer
stärker geworden ist. Ich brauche dich Shane. Liebe mich. Oder muss ich
erst betteln?“ Ich beugte mich vor und küßte ihn zärtlich.
Sanft knabberte ich dann mit den Zähnen an seiner Unterlippe. Worauf er
wieder seinen Mund auf meinen preßte und mich fordernd küßte.
„Du brauchst nicht betteln, Beth,“ hörte ich ihn dann sagen.
„Ich kann es doch auch gar nicht mehr erwarten. Ich werde dich lieben.
Ich will dich fühlen und dich küssen. Und es gibt nichts, was mich
davon abhalten könnte.“ Und dann redeten wir nicht mehr. Wenig später
zog ich ihm seine Shorts aus und warf sie achtlos vor’s Bett. Aufrecht
saß Shane nun auf dem Bett und ich bewunderte seinen Körper. Einen
Impuls folgend beugte ich mich vor und umschloß mit meinem Mund eine Brustwarze.
Zärtlich sog ich daran, worauf Shane tief die Luft ein und wieder aus atmete.
Fast gleichzeitig, hatte er mein Nachtkleid unten am Saum gefaßt und zog
es mir nun über den Kopf. Ausgiebig sah er an mir herunter. Dann hob er
eine Hand und ließ sanft die Finger über meine Brust gleiten. Ich
sah ihm dabei in die Augen und konnte in diesem Moment sehen, wie sehr er mich
wollte. Ich zitterte am ganzen Körper vor Erregung und hatte nur den einen
Wunsch, seinen nackten Körper auf meinem zu fühlen. Ich legte mich
in die Kissen zurück und streckte ihm meine Arme entgegen. Sofort legte
er sich zu mir. Lag halb auf mir und umschlang mich mit seinen Armen. Ich hatte
die Arme um seinen Nacken gelegt und zog ihn an mich. Langsam und ganz sanft
rieben sich unsere Körper aneinander. Und zärtlich fühlte ich
wieder seine Lippen auf meinem Mund. „Oh Gott,“ hörte ich ihn
plötzlich flüstern „wie ich dich vermisst habe. Du fühlst
dich so gut an, Beth. Ich laß dich nie mehr los.“ Und wieder küßte
er mich. Aber dieses Mal leidenschaftlich und fordernd. Noch mehr drängte
er sich an mich, so daß ich seine Männlichkeit an meinem Schoß
fühlte. Fest umschloß seine Hand meine Brust. Plötzlich drehte
er sich auf die Seite, legte sich auf den Rücken und zog mich mit sich,
so das ich nun auf ihm lang. Ich fühlte seiner Erregung zwischen meinen
Beinen und drängte mich noch mehr an ihn. Fest strichen seine Hände
meinen Rücken hinunter und legten sich dann auf meinen Po. Immer wieder
drückte er nun mein Becken gegen seines. Und immer wieder fühlte ich
dabei wie sein harter Penis durch die feuchte Stelle zwischen meinen Beinen
glitt. Shane stöhnte und keuchte. Langsam ließ ich mich nun hinunter
rutschen und verwöhnte seine Brust. Immer wieder ließ ich meine Zunge
um die Warze streichen bis ich schließlich begann sanft daran zu knabbern.
Wieder stöhnte Shane. Aber ich wollte noch mehr. Wollte ihn streicheln,
ihn schmecken. Gierig ließ ich meine Hände über seinen Bauch
hinunter gleiten, bis ich seinen steifen Penis in meiner Hand fühlte. Sofort
begann ich ihn zu massieren. Langsam, aber mit festem Druck. Shane stöhnte
bei jeder Bewegung. Das machte mich so heiß und trieb mich nur noch mehr
an. Wieder ließ ich mich weiter nach unten rutschen und hinterließ
dabei mit der Zunge eine feuchte Spur auf seiner Haut, bis ich endlich seinen
Penis in den Mund nahm und ihn verwöhnte. „Beth, ich halt das nicht
aus. Was tust du? Ich kann gleich nicht mehr.“ Aber ich wollte ja auch,
daß er nicht mehr konnte. Ich wollte ihm geben, wonach er sich sehnte.
Immer weiter verwöhnte ich ihn mit dem Mund und massierte gleichzeitig
mit einer Hand seine Hoden. Shane keuchte nun nur noch stoßweise. Seine
Hände krallten sich in die Laken und er kniff die Augen zusammen, bevor
ihm schließlich gänzlich die Luft weg blieb und er im gleichen Moment
heftig kam. Langsam verteilte sich
das Naß auf seinem Bauch. Ich nahm ein Papiertaschentuch vom Nachttisch,
wischte es weg und warf es achtlos in den Mülleimer vor meinem Bett. Umständlich
schob ich mich wieder hinauf zu Shane und kuschelte mich erschöpft in seinen
Arm. Glücklich sahen mich seine dunklen Augen an. „Das war toll.
Und aufregend. DU bist toll Beth.“ Er zog mich noch enger an sich. „Ich
liebe dich über alles. Du bist alles was ich will.“ Wieder küßten
wir uns leidenschaftlich. Aber ich war nun völlig erschöpft. Shane
sah es mir an. „Ruh dich aus Süße,“ hörte ich ihn
sagen. „Und schlafe, wenn du willst. Ich bin bei dir. Ich halte dich.
Und ich streichle dich. Und ich laß dich nie mehr los.“ Aber ich
wollte nicht schlafen. Ich wollte ihn fühlen. Ich brauchte nur ein paar
Minuten. Ein paar Minuten mich auszuruhen und wieder Kraft zu schöpfen.
Denn seine Hände streichelten mich immer noch. Und wieder stieg das Verlangen
in mir, ihn zu streicheln und zu küssen und von ihm geliebt zu werden.
Ein paar Minuten lag ich ganz still und genoß die sanfte Berührung
seiner Hand. Zärtlich streichelte er meinen Arm und verfolgte dabei jeden
Zentimeter mit seinen Augen. So viel Zärtlichkeit und Liebe lag in seinem
Blick und augenblicklich breitete sich auf meinem Körper eine Gänsehaut
aus. Schließlich trafen sich unsere Augen und ich schob meine Hand in
seinen Nacken zog ihn zu mir heran und küßte ihn leidenschaftlich.
Meine andere Hand legte sich wie von alleine um ihn auf seinen Po und fordernd
zog ich ihn an mich, so daß er nun schon fast auf mir lag. Wieder drängten
wir uns aneinander und schon wieder fühlte ich seine Erregung an meinem
Schoß. Gierig glitten seine Hände über meinen Körper und
massierten dann fest meine Brust. Sanft rieb er die harte Knospe zwischen Daumen
und Zeigefinger was mich nun heftig und lautstark atmen ließ. „Ich
will mehr,“ flüsterte ich ihm in’s Ohr und begann gleichzeitig
an seinem Ohrläppchen zu knabbern. Nun schob Shane sich ganz auf mich.
Lag zwischen meinen gespreizten Beinen und schob immer wieder sanft seine Erregung
durch die feuchte Stelle. Ich klammerte mich an seinen Hals und schob ihm mein
Becken entgegen so weit das möglich war, so schwach wie ich immer noch
war. Shane half mir in dem er plötzlich einen Arm um meine Hüfte legte
und meinen Unterleib zu sich heran zog. Zärtlich sahen mich seine Augen
an als er im nächsten Moment vorsichtig und sanft tief in mich dran. Ich
stöhnte, weil ich ihn plötzlich so groß und stark in mir fühlte.
„Tu ich dir weh,“ kam es dann auch gleich besorgt von ihm. „Nein,
du tust mir nicht weh. Ich will mehr,“ brachte ich keuchend hervor. Shane
griff sich nun das Kissen, zog es langsam unter mir weg und stopfte es dann
unter meine Po, so das er noch tiefer in mich dringen konnte. Und dann bewegte
er sich. Schob sein Becken immer wieder vor und zurück und drang dabei
tief in mich. Immer und immer wieder. Wir stöhnten beide im Rhythmus seiner
Bewegungen. Und die ganze Zeit über sah Shane mir in die Augen. Ich hielt
mich mit beiden Händen an seinen Armen fest, mit denen er sich im Bett
abstützte und schloß nun die Augen, weil dieses Gefühl das sich
in mir aufbaute mich völlig einnahm. Immer schneller bewegte sich Shane
und ich stieß spitze kleine Schrei aus mit jedem Stoß seines Beckens.
Schließlich beugte Shane sich zu mir herunter und verschloß meinem
Mund mit einem leidenschaftlichen Kuß. Und dann stöhnte er in meinen
Mund und er zitterte plötzlich am ganzen Körper als er sich im nächsten
Moment in mir ergoß. Ich hatte
meine Hände um seinen Hals gelegt und klammerte mich regelrecht an ihn,
weil die Anspannung in mir sich plötzlich explosionsartig entlud und eine
heiße Welle in mir auf stieg als ich zum Höhepunkt kam. Erschöpft
löste ich mich von Shane und ließ mich in’s Bett zurück
sinken. Und ebenso erschöpft fiel im nächsten Moment Shane neben mir
in die Laken. Einen Moment hörte man nur unser heftiges Atmen und Keuchen.
Tränen liefen mir plötzlich über die Wangen. Ich war völlig
erfüllt, von dem was gerade passiert war. Es hatte sich so wunderbar angefühlt.
Wunderbar und aufregend. Ich war in diesem Moment so glücklich. Ich schniefte
leise. Bemüht es Shane nicht hören zu lassen. Aber natürlich
hatte er es gehört. Nun legte er sich wieder auf die Seite. Ganz dich kuschelte
er sich an mich. Seinen Kopf stützte er auf seinem angewinkelten Arm ab
und sah mir in die Augen. Zärtlich ließ er einen Finger in kleinen
Kreisen über meinen Bauch streichen. „Bist du auch so glücklich
wie ich, Beth? War es für dich auch so schön?“ Ich konnte nichts
sagen. Nickte nur und lächelte ihn an. Ich hob meine Hand und strich ihm
sanft über die Wange. Worauf er nun meine Hand nahm und jeden einzelnen
Finger küßte. „Eine Zeit lang habe ich gedacht, ich würde
dich nie wieder lieben können. Ich dachte ich könnte dich nie wieder
im Arm halten und dich küssen. Ich hatte Angst, nie wieder deine Stimme
zu hören. Ich war so verzweifelt.“ Wieder küßte er mich
sanft. „Ich bin so glücklich, daß ich dich wieder habe. Ich
liebe dich Beth.“ „Ich liebe dich auch Shane. Für immer.“
-----ENDE-----
Ich hoffe, meine Geschichte hat euch gefallen. Würde mich freuen, wenn
ihr mir eure Meinung dazu schreibt. elisabeth.rolfes6@ewetel.net
LILI