Eure Honey!
"Drrrrrrrrrr!", es klingelte an der Tür. Nicky rappelte sich auf: "Erst 7:00 Uhr morgens. Wer wagt es mich so früh zu stören.", dachte er sich während er im Morgenmantel zur Tür schlurfte. Wie er wieder aussah, die Haare völlig verstrubbelt, die Hauslatschen waren auch schon fast kaputt und am Morgenmantel war ein großer Kaffeefleck vom Vortag.Außerdem lag seine Lederjacke immer noch über dem Schuhschrank, die Schuhe standen quer über den Flur verstreut und das Geschirr stapelte sich in der Spüle.
Wie sollte er da Besuch empfangen?Es war aber auch schrecklich! Immer, wenn Geo mal für ein Wochenende zu ihren Eltern fuhr verwandelte sich das Haus in ein Schlachtfeld und jedes Mal, wenn sie zurück kam gab es wieder einen Ehekrach.
Er nahm sich deshalb fest vor heute Vormittag noch aufzuräumen, denn so gegen 14:30 Uhr würde Georgi wieder kommen und er wollte nicht schon wieder einen Streit riskieren. Nun nahm er die Kette vor der Tür weg und schloss mit dem Ersatzschlüssel, den er aus der Küche im obersten Schubfach geholt hatte, denn seinen fand er auf die Schnelle nicht.
Wahrscheinlich war der noch in seiner Jeans, die er gestern getragen hatte. Als er die Tür öffnete bekam er jedoch einen Schock: "Bryan! Um himmels Willen, was ist denn passiert?" Bryan stand mit rot geweinten verquollenen Augen vor der Tür und zitterte am ganzen Körper. "Komm doch erst mal rein!", forderte Nicky ihn auf
Und Bryan tat wie ihm geheißen. Als Nicky die Tür hinter ihm geschlossen hatte, ließ er sich in seine Arme fallen und fing wieder an zu heulen. Nicky führte ihn erst mal in sein Wohnzimmer und verfrachtete Bryan auf die Couch.Dann setzte er sich zu ihm und versuchte ihm eine Erklärung für seine Heulkrämpfe zu entlocken, doch so leicht war das gar nicht. Also rief er bei Shane an, weil der ein Talent dafür hatte jemanden unauffällig auszuquetschen und gleichzeitig zu trösten. Dieser versprach auch gleich mit Kian und Mark vorbeizukommen und so war Nicky beruhigt und wartete auf seine drei Kumpels.
Endlich, nach zweieinhalb Stunden trafen sie auch ein. Sie sahen sehr gestresst aus und erzählten, dass sie auf der Autobahn in einen endlosen Stau geraten waren. Nicky nickte darauf jedoch bloß und ging mit ihnen zu Bryan, der immer noch schluchzend auf der Couch lag.
"Oh my god! Bry, was ist denn passiert?", riefen die drei fast gleichzeitig. Doch als Bryan nicht reagierte hockten sich Kian und Shane vor die Couch und versuchten ihr Bestes. Während dessen gingen Mark und Nicky in die Küche und brühten einen Kaffee auf, um erst mal richtig munter zu werden.
"Hey Bry, wir sind doch deine Freunde...", fing Kian an, "Ja, und Freunde sind zum helfen da.", ergänzte Shane.
"Schhh! Ist ja gut Bry, erzähl doch erst mal...", meinte Kian. "Ja, friss nicht alles in dich rein! Reden hilft, glaub es mir.", sagte Shane.
"Jjja.", flüsterte Bryan darauf hin immer noch von kräftigem Schluchzen geschüttelt. Nun nickten Shane und Kian bloß und hielten seine Hände. Nach weiteren Minuten begann Bryan schließlich stockend mit seinem Bericht:
"Wisst ihr, ich glaube ... Kerry ... sie ... ich mein’ ... sie hat ... ein ... einen ... anderen.", nun brach er wieder heulend zusammen und Kian und Shane schauten sich erschrocken an: "Oh Bryan, das tut uns echt leid.", begann Shane und Kian stimmte ihm zu, "Das ist ja ... oje ... einfach ... schrecklich." Bryan nickte und versuchte weiter zu sprechen: "Meine Mutter hat immer gesagt, dass mich später mal nichts so schnell verrückt machen oder umwerfen wird, aber ... wer würde damals gedacht haben, dass ich jemals meine Gedanken so weit abschweifen lassen würde? Kerry sagte immer, dass ich ein Träumer bin und jetzt? Jetzt ist alles vorbei."
Wieder fing er hemmungslos an zu heulen und die anderen verstanden ihn und wollten ihm helfen, so gut es halt ging in dieser Situation.
Nicky und Mark kamen zurück ins Zimmer und stellten den Kaffee und die Tassen auf den Tisch und setzten sich dazu. Kian erklärte ihnen kurz die Lage und auch sie waren geschockt. Bryan beruhigte sich langsam wieder etwas, zumindest so, dass er weiter erzählen konnte:
"Ich träume jetzt von Dingen, die mich ganz verrückt machen. Es sind nur kleine Sachen, wie wenn ich sie zu Hause anrufe und er geht ans Telefon oder nur ihr Anrufbeantworter fängt an zu quatschen und ich hör’ nicht mehr meine Stimme darauf, sondern ihre oder womöglich noch seine. Das ist einfach so ... einfach nur schrecklich. Ich finde keine Worte dafür und wenn ich mir vorstelle, was sie wohl gerade machen, wenn wieder mal der Anrufbeantworter ran geht, dann ... mir ist so elend ... ich kann einfach nicht mehr ..."
"Ist gut Bry, wir sind immer für dich da und das weißt du.", versuchte Shane ihn zu beruhigen und Kian stimmte ihm zu: "Ja Bry, wir helfen dir, wo wir nur können." "Willst du nicht erst mal etwas essen?", fragte Nicky und wollte Bryan damit von seinen trübseligen Gedanken ablenken, denn essen war schon immer Bryans Lieblingsbeschäftigung gewesen. Doch, oh Schreck ... Bryan schüttelte den Kopf und wischte sich die Tränen mit seinem Ärmel vom Pullover ab.
"Erzählst du noch weiter oder ...", wollte Shane fragen, doch Bryan unterbrach ihn: "Yeah, du hast ja Recht, ich darf nicht alles in mich hinein fressen." "Genau! Also, wir sind bei dir Bry, egal was kommt.", meinte Kian. "Danke Jungs, ihr seit echt meine besten Freunde.", flüsterte Bryan. "Okay, dann erzähl doch mal weiter!", meinte Nicky.
"Ja, also, wenn ich nachts in meinem Bett liege, nicht schlafen kann und immer an die schöne Zeit denken muss, als ich noch mit ihr abends weggegangen bin und mit ihr die ganze Nacht getanzt, gesungen und gelacht habe, dann frage ich mich immer wieder "Warum?"."Wieder brach er zusammen und rief verzweifelt: Oh, mein Engel, bitte schick mich doch nicht fort! Ich kann nicht so weiter leben. Oh, mein Engel, bitte lass mich wissen, dass du zurück kommst, damit ich mich wieder entspannen kann und sicher bin, dich bald wieder in meinen Armen halten zu können."
"Bry! Bry! Bitte ist ja gut! Wir sind doch bei dir. Nur hör doch auf zu schreien!", versuchten Kian und Shane ihr Glück ihn zu beruhigen und nach einer halben Stunde hatten sie ihn endlich so weit, dass er wieder ruhig war, doch nun lag er völlig entkräftet auf der Couch und starrte mit gläsernen Augen an die Zimmerdecke. Nicky stand auf und ging in die Küche, um für sich und die Jungs ein Frühstück zu machen, schließlich war es bereits 11:00 Uhr und sie hatten bisher alle nur einen Kaffee getrunken. Als er zurück zu den anderen kam war Bryan eingeschlafen und Kian und Shane hatten sich auf die Zweisitzer-Couch gepflanzt und sahen sehr besorgt und gestresst aus.
Doch als sie das Frühstück sahen huschte sogar ein kleines Lächeln über ihre Lippen. Dann machten sie sich darüber her und anschließend schien es ihnen auch wieder besser zu gehen. Sie unterhielten sich noch eine Weile, bis Bryan im Schlaf Aufeinmahl um sich schlug und immer wieder "Kerry! Kerry! Kerry!" rief. Kian und Shane sprangen sofort auf und schüttelten ihn, damit er aufwachte.
"Mensch Bry, wach doch endlich auf! Es ist doch nur ein Traum!", rief Shane und endlich öffnete dieser verängstigt die Augen und wollte Shane eine runter hauen, doch Kian reagierte schnell genug und hielt seine Hand fest.
"Bry! Wir sind’s doch.", rief er, um Bryan wieder in die Realität zurück zu holen,doch dieser schnallte nur langsam, wo er war.Als er jedoch seine Kumpels erkannte entschuldigte er sich sogleich.Diese konnten ihm natürlich auch nicht böse sein, denn sie verstanden seine Lage sehr gut."Geht es dir jetzt besser?", fragte Nicky, doch Bryan zuckte nur mit den Schultern und ließ sich wieder in die Couchkissen fallen.
"Willst du uns nicht noch etwas erzählen?", fragte jetzt Mark.Kian schaute ihn vorwurfsvoll an und meinte im Flüsterton zu Shane:"Na toll! Das war ja jetzt wieder ein Volltreffer." "Mh, gerade, wenn es ihm mal etwas besser geht.", seufzte Shane und nickte Kian zu."Schon gut.", sagte Bryan leise und kämpfte schon wieder mit den Tränen."Ach Bry, es ist echt schlimm jetzt, aber irgendwann ... irgendwann .... da wirst auch du wieder lachen können.", seufzte Shane und nahm wieder Bryans Hand. "Mh, aber jetzt? Jetzt ist es wie ein Zug der Liebe, der ohne mich abgefahren ist.
Oder nein, noch besser, sie ist der Zug der Liebe, 20 Jahre alt und ich bin heute ausgestiegen,aber keiner hat mir gesagt, dass es eine Haltestelle zu spät war die ich ausgestiegen bin.Nun bin ich allein und denke an kleine, dumme, schmerzhafte Sachen, wie als ich sie angerufen habe und er ans Telefon gegangen ist oder der Anrufbeantworter sich gemeldet hat und ich nicht mehr meine Stimme darauf höre.Dann liege ich nachts in meinem Bett und denke daran, als ich noch mit ihr in Bars war und wir die ganze Nacht getanzt, gesungen und gelacht haben."
Wieder fing er an schrecklich zu weinen und verkroch sich in die Couchecke, Kian saß daneben und Shane kniete vor ihm auf dem Teppich, während sie ihn beruhigten.Wieder schluchzte Bryan und sagte flehend: "Oh, mein Engel, bitte schick mich doch nicht weg! Ich kann mein Leben nicht so weiter leben. Oh, mein Engel, bitte lass mich wissen, dass du zurück kommst und ich dich bald wieder in meinen Armen halten kann, damit ich mich entspannen kann und sicher bin, dass du bald wieder bei mir bist."Endlich gelang es Shane und Kian ihn zu beruhigen und er versuchte weiter zu sprechen:"Vielleicht ist es Zeit uns zu verabschieden und uns zu trennen,vielleicht ist es Zeit alles hinzuschmeißen,aber da ist trotzdem noch einiges klarzustellen.
Nun sind wir halt verschiedene Wege gegangen und trotzdem kann ich nicht in diesen Tagen der Verzweiflung leben, das ist es, was ich versucht habe euch beizubringen."
Jetzt war es wieder mal völlig vorbei. Bryan brach in Tränen aus und lief los.Er rannte aus dem Haus und direkt zu einer der Brücken, die über die Straßen Dublins führen.Dabei rief er immer wieder: "Oh, mein Engel, bitte schick mich doch nicht so weg!Ich kann mein Leben nicht mehr so weiter leben.Oh, mein Engel, bitte lass mich jetzt wissen, dass du zu mir zurück kommst und ich dich bald wieder in meinen Armen halten werde,damit ich mich entspannen und sicher sein kann, dass du bald wieder bei mir bist."
Kian rief, während sie Bryan folgten, Kerry an und sie kam auch sofort mit Molly dort hin. Da stand sie nun mit Molly auf dem Arm, den vier Lifern neben sich und sah ihren Mann, wie er auf der Brüstung der Brücke saß und jede Sekunde springen würde. Sie schrie aus Leibeskräften: "Bryan, Bitte nicht! Tu’ es für Molly und mich, bitte! Molly braucht dich doch!" "Ach ja und du? Du brauchst mich ja nicht. Ich werde springen.", rief er völlig verzweifelt und immer noch heulend zurück.
"Doch Bryan, ich brauche dich, wie nichts anderes auf dieser Welt!", rief Kerry und brach weinend zusammen. Da erschien plötzlich der neue Freund von ihr und zog sie hoch: "Reiß dich zusammen Kleine! Du gehörst jetzt mir.", grinste er hässlich und begann sie zu fesseln. "Bryan!!! Bitte kümmer dich um Molly!", schrie sie noch, bevor der Kerl sie wegziehen konnte. Bryan reagierte sofort und kletterte wieder zurück auf die Brücke und lief, so schnell er konnte, dem Halunken und Kerry hinterher.
Dieser hatte nicht mit so etwas gerechnet und erschrak total, als Bryan ihm eine verpasste, ihn zu Boden warf und Kerry befreite.Die anderen Westlifer hatten auch schon längst die Polizei verständigt und diese kam auch wenig später und führte den Entführer von Kerry ab.Bryan und seine Kerry saßen inzwischen völlig geschafft von dem Tag auf dem Gehweg und lagen sich in den Armen.Bryan flüsterte immer wieder: "Meine Kezza, MEINE Kerry! Mein Pooh, meine Molly!"
Molly quietschte vergnügt dazwischen und rief: "Mummi? Dadda lie had?", was soviel wie "Mummi? Hast du Daddy lieb?" Heißen sollte.
Die vier Lifer fotografierten die drei beim Schmusen und machten sich dann aus dem Staub.Am nächsten Tag trafen sich Shane und Bryan und schrieben über die Geschehnisse des Vortag einen Song, woraus dann "Bop bop baby" entstand.Bryan widmete dieses Lied seiner kleinen Tochter Molly, die er ganz sehr liebte und die er fast verlassen hätte.
The end
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Ich freu’ mich über jede Reaktion, egal, ob positiv oder negativ.
Ich warte schon sehnsüchtig. ;-)
Gruß Honey!!!