Dies ist unsere erste gemeinsame Story, und wie wir festgestellt haben, sind wir beide ein Unschlagbares Team ;o) Wir waren einfach so fresch unsere Personen (mit anderen Nachnamen) einzubauen - wir hoffen ihr habt genauso viel Spass beim Lesen wie wir hatten!!!! *g*
Hauptpersonen : Shane & Kian
Kapitel: 1 - 2
- 3 - 4 - 5 - 6
- 7 - 8 - 9 - 10
- 11 - 12 - 13 - 14
- 15 - 16 - 17 - 18
- 19 - 20 - 21 - 22
- 23 - 24 - 25 - 26
- 27 - 28 - 29 - 30
- 31 - 32 - 33 - 34
- 35 - 36 - 37 - 38
- 39 - 40
CHAPTER 1:
"Hey Susi, na bereit für 2 Wochen pure Erholung?" fragte Jenny ihre Freundin
am Telefon. "Na klar immer doch, das wird traumhaft!" entgegnete sie ihr fröhlich.
"Hast du deinen Koffer schon zu?" "Ja wieso?" "Ähm,...weil ich da ein kleines
Problem hab, meiner will irgendwie nicht so ganz..." "Tja Jenny, das kommt davon,
wenn man seinen ganzen Kleiderschrank mitnehmen muss!" "Ach Blödsinn, das
ist ja nicht mal die Hälfte meines Kleiderschrankes! Kommst du rüber
und hilfst mir kurz?" "Klar, ich bin in 1 Minute da!" Das war das Praktische
an Susi und Jennys Wohnungen: nur ein schmaler Hausflur trennte die beiden von
einander.
Sie lernten sich vor ca. 2 Jahren kennen, damals zog Jenny gerade in die Wohnung
gegenüber von Susi, die schon ein halbes Jahr dort lebte. Sue half Jenny
sich ganz schnell hier einzuleben und auch ihre Wohnung einzurichten. Eigentlich
hätten die beiden auch zusammenleben können, denn sie verbrachten
sowieso die meiste Zeit zusammen, in einer der beiden Wohnungen. Doch da beide
natürlich auch ihren Freiraum brauchten, war es schon gut so, dass jeder
sein eigenes Reich ganz für sich alleine hatte, denn Männer gab es
zur Zeit keine in ihren Leben. Hin und wieder mal ein, zwei Dates, aber Mr.
Right lief ihnen leider noch nicht über den Weg.
KLOPF, KLOPF! Jenny rannte zur Tür und öffnete sie freudig. "Hier
kommt der 'Koffer-Zukrieg-Service’ Sie haben mich bestellt?" grinste Sue sie
an. "Ah ja, sehr gut, dass Sie da sind, mein Koffer will einfach nicht zugehen!"
alberte Jenny mit ihr rum. "Hm,.... da hilft nur eins..." mit einem Satz sprang
Susi auf den Koffer und sah Jenny auffordernd an. "Du bist echt der Hammer!"
entgegnete Jenny ihr und versuchte krampfhaft den Koffer zu schließen,
was ihnen dann auch nach langen 10min endlich gelang. "So, jetzt haben Sie sich
aber eine kleine Erfrischung verdient!" sagte Jenny und verschwand in der Küche.
"Ist ne Coke OK?" rief sie aus der Küche. "Ja, klar!" . Kurze Zeit später
kam sie dann auch schon wieder mit zwei Gläsern und einer Flasche Cola
in der Hand zurück ins Wohnzimmer.
"Hm.... sag mal was ist denn eigentlich mit diesem Denis, den wir letzte Woche
kennen gelernt haben?" "Was soll mit ihm sein?" " Na ob er sich schon bei dir
gemeldet hat?" Jenny grinste und sagte dann "Ja, er hat mich zum Essen heute
Abend eingeladen!" "WAS, und das erzählst du mir nicht?" "Ich hielt es
nicht für so wichtig..." "Nicht wichtig? Hey Süße du bist jetzt
schon ein halbes Jahr Single , heulst mir immer die Ohren voll und dann sagst
du mir nicht mal, wenn sich was in deinem Liebesleben ändert? Tolle Freundin
bist du!" sagte Susi gespielt böse. "Bist du sauer?" fragte Jenny vorsichtig.
"Auch was, ich freu mich für dich!!!! Meinst du aus dir und Denis könnte
mehr werden?" Jenny grinste verträumt vor sich hin und zuckte mit den Schultern.....
CHAPTER 2:
Am selben Abend, pünktlich um 19:30 Uhr klingelte es an Jennys Haustür,
und Susi öffnete sie. "Ähm, wohnt hier Jenny?" "Ja, du bist doch dieser
Denis, nicht wahr? Komm rein, Jenny ist noch nicht ganz fertig, du kannst dich
aufs Sofa pflanzen. Ich geh in der Zeit mal nach ihr sehen..." und schon verschwand
sie zu Jenny ins Bad, wo Jenny schon ganz verzweifelt versuchte ihr Kleid zu
zubekommen. "Ach mist!" maulte sie. "Hey Jey, ganz langsam, ich helf dir!" beruhigte
Sue Jenny. Sie trat hinter sie und zog ganz vorsichtig den Reisverschluss nach
oben. "So, und jetzt lass dich mal begutachten!" forderte sie ihre Freundin
auf. Jey drehte sich zu ihr um. "Oho, gut siehste aus, doch sexy, aber da fehlt
noch was....ach ich hab’s!" schrie sie erfreut auf und rannte aus dem Badezimmer
raus, rüber in ihre Wohnung. Jenny sah ihr verdattert hinterher. Nach wenigen
Minuten hörte sie schließlich wieder ihre Haustür ins Schloss
fallen und wenige Schritte späten befand sich Susi wieder bei ihr im Bad.
"So da bin ich wieder!" "Ja das seh ich!" "Dreh dich mal um....so Moment....fertig!"
Jenny sah in den Spiegel und eine Wundervolle Kette verzierte ihren Ausschnitt.
"Oh Susi, das... das... nimm sie wieder ab!" "Nein, warum? Ich will, dass du
sie heute Abend trägst!" forderte Susi. "Aber... das ist doch die Kette
deiner Großmutter!" "Ja und ich will, dass du sie trägst!" Jenny
fiel ihr vor Freude um den Hals. Susi war echt die beste Freundin, die man sich
vorstellen konnte. "So, jetzt aber Hurti-hurti! Denis wartet schon ganz ungeduldig!"
"Was, er ist schon da?" Jey sah verwundert auf die Uhr. "Ach Gott, schon viertel
vor 8!" erschrak sie. "Ja dann würd ich mich mal beeilen!" Mit diesen Worten
stupste sie Jenny aus dem Badezimmer. "Oh, hi Denis!" begrüßte sie
Denis schüchtern, der mittlerweile vom Sofa aufgestanden war und Jenny
nun freudig angrinste. Er kam langsam auf sie zu und gab ihr ein Kuss auf die
Wange. "Ähm, ich verschwinde dann mal!" kam es schließlich von Susi.
"Sue, was hast du denn heute noch so vor?" wollte Denis von ihr wissen. "Och,
ich mach mir heute mal einen Gemütlichen, zu Hause, mal sehn was so in
der Glotze läuft...also viel Spaß ihr Süßen!" verabschiedete
sie sich dann von den beiden und verschwand durch die Tür, doch bevor sie
ging, zwinkerte sie Jenny noch einmal kurz zu. Und Jenny wusste sofort, was
Sue damit aussagen wollte: "Der ist ganz sweet, schnapp ihn dir!"
"Darf ich bitten?" Denis, hielt Jenny auffordernd seinen Arm hin. Sie schnappte
sich noch schnell ihre Tasche und ihre Jacke und hackte sich dann bei ihm unter.
"Gerne!"
Kaum saßen sie im Auto, fuhr Denis auch schon los. Völlig konzentriert
auf die Straße, merkte er gar nicht, das Jenny ihn von der Seite beobachtete.
Hm...also ich muss schon sagen, meint Typ ist er allemal!...Er hat einen ziemlich
guten Kleiderstil...elegant aber trotzdem sportlich und unheimlich sexy! Genau
wie ein Mann gekleidet sein sollte...braune Haare hatten meine Ex - Freunde
bis jetzt auch immer, also ist das ein weiterer Pluspunkt, schöne Lippen
und....oh Gott jetzt sieht er mich an....wundervolle Augen!!! dachte sie sich.
"Was ist denn?" riss Denis sie plötzlich aus ihren Gedanken "Was? - ähm...nix!"
"Dann ist gut!" Die restliche Fahrt über hatten sie eine mehr oder weniger
normale oder man könnte auch sagen eine langweilige Konversation. "So,
wir sind da!" gerade wollte Jenny die Tür zum Aussteigen öffnen, als
Denis das schon für sie erledigt hatte. "Wie bist du denn jetzt so schnell
ums Auto herum gekommen?" "Übung!" grinste er und seine strahlenden Zähne
kamen zum Vorschein. Das ist er, - Mr. Right! Ganz sicher! dachte sie sich und
stieg dann aus.
Während dessen bei Susi:
"So Casanova, und was machen wir zwei Süßen jetzt?" fragte sie ihren
Kater, der sich um ihre Beine schmiegte. "Kuscheln willste? Das ist eine gute
Idee!" sie schnappte sich Casanova und setzte sich mit ihm aus ihr Sofa und
schaltete den Fernseher ein. "Na Casanova, was willste denn sehn? Es ist nix
Besonderes drin..." gelangweilt zappte sie sich durch die einzelnen Sender und
legte nach einer Weile dann die Fernbedienung zur Seite.
Was Jenny wohl jetzt macht?...Sicher hat sie viel Spaß. Denis scheint
ja ein ganz Lieber zu sein...ja und Jey’s Typ, glaub ich auch....die sind sicher
zusammen, wenn sie Heim kommt... und dann?...Dann bin ich diejenige die IMMERNOCH
Single ist...Jenny widmet ihre Zeit dann sicher voll und ganz Denis...da bleibt
wohl keine Zeit mehr für mich... die Liebe ist schon Scheiße, sie
lässt Freundschaften völlig in die Brüche gehen...!
"Tja Casanova, da müssen wir uns wohl langsam nach neuen Bekanntschaften
umsehen, sonst versauern wir noch alleine..." sagte sie an ihren Kater gerichtet,
der es sich breits auf ihrem Schoß gemütlich gemacht hatte. Ihre
Gedanken vertieften sich immer weiter, bis plötzlich...
*KLING* *KLIING* das Telefon klingelte...
"Ja?" meldete sich Susi "Hi Sue, ich bin’s John. Ich wollte dir und Jenny nur
sagen, dass ich einen neuen Auftrag für euch hab, ihr sollt Bühnenoutfits,
für eine Boyband schneidern..." "Aha, und deshalb rufst du mich jetzt an?"
"Ja, ihr erhaltet eine ziemlich gute Gage dafür, nächste Woche Montag
soll’s losgehen, dann lernt ihr erst mal die Jungs kennen,... kannst du mir
mal Jenny geben? Ich dachte mir sie ist sicher wieder bei dir, weil ich bei
ihr niemand erreicht hab..." "Sorry, aber die ist auch nicht bei mir, die ist
mit ihrem Date unterwegs! Ich kann’s ihr aber morgen sagen OK?" "Ja, mach das
und meldet euch bitte morgen noch mal bei mir, ob ihr den Auftrag annehmen wollt
oder nicht, denn dann müsste ich Shelly & Joan damit beauftragen, doch
ich hab dem Manager versprochen, ihm meine besten Schneiderinnen zu schicken,
und das seit nun mal ihr!" " Oh danke, du Schleimer! Das heißt WIR müssen
jetzt DEIN Versprechen einlösen?" "Ja so in der Art... ich wäre euch
auf jeden Fall echt dankbar!" "Ja, ist OK, ich red mit Jey drüber und sag
dir dann morgen bescheid,...Bye!" "Ja danke, bye!"
Sie legte auf und machte sich wieder Gedanken...
Nun gut, endlich hatten sie mal wieder einen Auftrag in Sicht, nach langer Dürrezeit
würde also endlich mal wieder die Flut in ihre Geldbeutel kommen....wurde
auch Zeit, denn langsam wurde ihr Monatsbudget ziemlich eng... schneidern und
designen war ja ihr Job und auch eine der Leidenschaften der beiden, in dieser
Hinsicht, waren sie echt ein Dreamteam, Jenny entwarf immer die Outfits und
schlug Susi Stoffe und Muster vor und sie zauberte dann aus den Entwürfen
immer die wunderbarsten Outfits...und diesmal sollte es etwas für eine
Boyband sein... na ja mit Bands hatten beide so ihre Erfahrungen gemacht und
erst beim letzten Auftrag schworen sie sich nie wieder etwas für eine Boyband
zu schneidern, John, ihr Chef lobte sie zwar in den Himmel, doch die 3 Jungs
waren ganz und gar nicht beeindruckt von den Outfits...sie waren ihnen ZU abgefahren
hatten sie damals 3 Tage vor der Show gesagt und das hieß Jenny& Susi
mussten Tag und Nacht über ihren Nähmaschinen & Entwurfmappen
verbringen....Es war die Hölle! Und diese Quälerei gerade mal für
ihren Mindestlohn...
Langsam ging sie zurück zu ihrem Sofa und machte es sich dort richtig gemütlich.
Sie schaltete wieder den Fernseher an.
Plötzlich hörte sie den Nachrichtensprecher etwas sagen, was ihr den
Atem stocken lies, schnell drehte sie die Lautstärke des Fernsehers auf....
"Heute gab Kian John Francis Egan, Sänger der erfolgreichen Boyband WESTLIFE,
endlich seine Verlobung mit Jodie Albert bekannt,....der Star sagte; Er sei
zur Zeit der Glücklichste Mensch der Welt, denn Jodie sei seine absolute
Traumfrau und er wird nun bald endlich für immer mit ihr zusammen sein
können.... das Trauungsdatum ist allerdings noch geheim!
So und nun zum Sport...."
Susi schaltete geschockt den Fernseher aus. Kian würde nun also heiraten
und zwar diese Jodie Albert. Ihr stiegen die Tränen in die Augen.
Warum kann er mit IHR plötzlich in die Öffentlichkeit treten? Warum
mit ihr und nicht mit mir? Mich wollte er damals schützen, sagte er zu
mir und deshalb mussten wir unsere Beziehung immer geheim halten, was uns ja
auch gelang...niemand weiß bis heute noch nicht mal etwas von uns; Das
wir beide mal ein Paar waren..
Susi erinnerte sich an die wundervolle Zeit, die sie mit Kian verbracht hatte.
Ganze 2 Jahre waren es, bis sie sich vom einen auf den anderen Tag trennten,...
und das alles nur, weil Kian einmal bei einem Interview einem Reporter auf die
Frage, ob er denn zur Zeit vergeben wäre mit NEIN antwortete. Und das gerade
mal einen Tag, nachdem er Susi einen romantischen Heiratsantrag gemacht hatte
und ihr schwor, es der Öffentlichkeit nun endlich zu erzählen. Susi
war damals so wütend und enttäuscht, über seine Feigheit, es
war unglaublich! Und nun sagte er ganz easy, dass er heiraten wird... 2 Jahre
nach ihrer Trennung! Gerade mal Jenny wusste über ihre Beziehung Bescheid,
sonst niemand. Doch Nicky wusste es noch, aber das war es dann auch schon.
Susi versank immer mehr in ihren Tränen, sie hatte Kian verlassen, obwohl
sie ihn liebte und dies immer noch der Fall war. Es tat ihr so weh ihn so glücklich
ohne sie zu sehen, doch ändern konnte sie nichts mehr...
Sie wischte sich energisch ihre Tränen an ihrem Pulloverärmel ab und
schwor sich Kian John Francis Egan nie wieder sehen zu wollen. NIE WIEDER!!!!
CHAPTER 3:
Sie beschloss sich mit ihrem Liebling Casanova einen schönen Fernsehabend
zu machen. Auf ihrer Liste standen viele Filme bei denen sie immer heulen musste,
aber das war ihrer Meinung nach auch erst einmal nötig.
Eigentlich wollte Susi so lange aufbleiben, bis sie glaubte Jey zurück
kommen zu hören. Doch sie schaffte es nicht so lange munter zu bleiben
und schlief mit Casanova und einer großen Packung Taschentücher bei
einem ihrem Lieblings- Liebesfilmen "Pearl Harbour" ein. Am nächsten Morgen
wachte sie auf, als sie Geräusche in der Küche hörte. Susi schlich
langsam und leise in Richtung Küche und war überrascht Jey zu sehen!
"Jey?! Wow also mit dir hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet...Was machst
du hier?" "Aufräumen! Da lagen unzählige Taschentücher bei dir
rum und deine Küche sah auch alles andere als aufgeräumt aus. Ist
alles in Ordnung? Ich meine du klangst gestern überhaupt nicht so, als
ob du Schnupfen hättest. Deswegen war ich etwas überrascht so viele
Taschentücher bei dir zu finden", fragte Jenny besorgt ihre Freundin. "Nein!
Alles okay. Aber lieb von dir, dass du fragst. Ach so!!! John hat gestern angerufen.
Er hat wieder was für uns - mal wieder eine Boygroup!"
"Glaubt er echt, dass wir das Theater vom letzten mal wiederholen wollen????"
"Er hofft es jedenfalls, weil er schon so gut wie zugesagt hat! Wie lief denn
eigentlich dein Date mit Denis? Habt ihr euch gut verstanden?" fragte Sue wie
immer neugierig. Jey geriet ins schwärmen: "Einfach traumhaft!!!! Er ist
ein wirklicher Gentleman!!! Und sein Lächeln und dann noch die tollen Augen!"
So erzählte Jenny Sue alle Einzelheiten des mega romantischen Dinners und
strahlte dabei über beide Ohren. Langsam verschwand Sue’s Lächeln.
Immer wieder tauchte der Fernsehbericht vor ihren Augen auf. Irgendwann konnte
sie nicht mehr und musste anfangen zu weinen. Jey tröstete Susi und fragte
sie nach einer Weile: "Hey Süße, was ist denn nur los??? Nun sag
schon! Du müsstest doch wissen, dass man vor mir nix geheim halten kann
und erst recht nicht, wenn man soo deutlich zeigt, das mit einem etwas ist!!!
Also?!" Sue erzählte ihr von dem Bericht, den sie gestern im Fernsehen
gesehen hatte. Jey war empört: "Was???! Dieser Typ will seine angebliche
Traumfrau heiraten, obwohl seine Wirkliche hier sitzt und sich die Augen ausweint??!
Weißt du was? Vergiss den Typ!!! Der hat dich nun wirklich nicht verdient!!!
Also hör bitte auf zu weinen!" Sue beruhigte sich langsam und als Jey vorschlug
irgendwas zu machen, damit es ihr besser ginge, war sie sofort dabei! Die beiden
machten das, was bei Liebeskummer meistens half: Shoppen! Natürlich konnten
sie sich nicht alle Boutiquen leer kaufen und so blieb es größten
Teils leider nur beim Schauen. Am Abend sagten sie noch John Bescheid, dass
er auf sie zählen konnte. Bis Montag ging Jey noch einmal mit Denis aus,
obwohl ihr bei dem Gedanken, ihre beste Freundin allein zu lassen, nicht gut
war. Aber Sue hatte sie so dazu gedrängelt und als Denis sie auch noch
mal fragte, fiel es ihr einfach viel zu schwer NEIN zu sagen! Währendessen
rückte der bedeutende Montag näher und näher....
CHAPTER 4:
Endlich war es Montag!! Jey und Sue waren ziemlich aufgeregt, da die Band doch
sehr erfolgreich sein musste, wenn man bedenkt, dass die Bad vorher auch ziemlich
erfolgreich war, aber die Bezahlung alles andere großzügig. Außerdem
freuten sie sich schon Bekanntschaft mit den Jungs zu machen, da die meisten
ziemlich nett sind und man sich gut mit ihnen befreunden kann. Doch Jey sah
dem ganzen mehr als optimistisch entgegen "Na dann werden wir ja mal sehen,
welche Schönlinge da auf uns warten, hä?" Jenny knuffte ihre Freundin
in die Seiten. "Ja ich bin auch schon gespannt" "Aber eins kann ich dir sagen,
Sue, wenn die meinen sie müssten ihre arroganten Seiten raushängen
lassen, dann kann John sich an die Nähmaschine setzten, das schwöre
ich dir!" "Ach Jenny, so schlimm wird’s sicher nicht, die letzen Boys sind echt
nicht mehr zu toppen! Außerdem verlässt John sich jetzt auf uns,
und wir wollen ihn ja nicht enttäuschen oder?" "Nein, aber...!" "Nix aber,
jetzt mach und gib endlich Gas, die Ampel steht schon wieder auf grün!"
Und Jenny ging voll in die Eisen.
"Hat John eigentlich was gesagt, wann wir mit den Entwürfen anfangen müssen,
ich meine wir wollten ja nächste Woche unseren Urlaub antreten und den
würde ich wirklich nur ungern sausen lassen!" meinte Jey. "Nee Süße,
keine Ahnung aber ich hoffe, dass das Ganze nach unserer Reise beginnt!" Plötzlich
klingelte Jennys Handy "Ups, das ist wohl meins, Sue würdest du mal dran
gehen, das müsste in meiner Tasche sein!" "Ja klar.... Hallo???-Nein ich
bin Sue!-oh, hi Denis!-Nee, Jenny kann grad nicht-na weil sie Autofahren muss!-oder
willste, dass wir einen Unfall bauen?-soll ich ihr was sagen?-Ja OK, ich sag’s
ihr!-ja ja, schon gut!-OK, bye!"
Jenny warf ihr einen fragenden Blick zu. "Und?" "Was und?" "Na was wollte er?"
"Ach so, er wollte dir sagen, dass er dich liebt!" "Och wie süß!"
Jenny’s Augen begannen zu funkeln. "Hallo??-Erde an Jenny? Du sollst ihn später
zurückrufen!" "Was?-äh, ja ja mach ich!"
"Sag mal dich scheint’s ja ganz schön erwischt zu haben, was?" "Oh Susi,
da kann echt kein Mann mithalten, Niemand!!" "Ja ja Jey, schon gut ER ist Mr.
Wonderful...." "Wer’s glaubt" fügte sie noch leise hinzu...
CHAPTER 5:
"Stooooooppppp!!!!" schrie Susi plötzlich auf und Jenny legte vor Schreck
eine Vollbremsung hin "Sag ma spinnst du??? Was is denn jetzt los???" "Na weißt
du denn überhaupt wo wir hin müssen?" "Ja, ins Clarkston- Hotel, warum?"
"Na weil wir gerade eben vorbei gefahren sind!!" "Echt? Hab ich gar nicht mitbekommen."
meinte Jenny grinsend "Ja ja, typisch Jey, mit den Gedanken immer völlig
woanders! Da hinten kannst du sicher drehen!" sagte Susi und deutete zu einer
kleinen Hofeinfahrt. Nach gekonntem Wendemanöver begaben sie sich schließlich
wieder in die richtige Richtung auf den Weg zum vereinbarten Hotel.
Nachdem sie ihren Wagen endlich geparkt hatten, stiegen sie zügig aus und
rannten die Treppe zum Eingang hinauf. " Wow, schon ziemlich edel der Schuppen"
stellte Sue fest. Oben angekommen, öffnete ein Mann mit schicker Uniform
den beiden die Tür und begrüßte sie höflich. "Jetzt mach
schon Jenny, wir sind eh spät dran und ich glaub nicht, dass das einen
super Eindruck macht!" rief sie ihrer Freundin zu, die ihr völlig außer
Puste folgte.
An der Rezeption erkundigten sie sich, wo sie eigentlich hin mussten. Nach einem
kurzen Telefonat sagte die Dame am Empfang dann freundlich zu ihnen "Die Herren
erwarten sie bereits, sie müssen in den 8. Stock, Zimmer 802!" "8. Stock?
- oh Gott, wo sind denn die Aufzüge?" wollte Jenny dann total außer
Atem wissen. "Dort drüben!" Die Dame machte eine elegante Handbewegung
und die beiden Mädels rannten los.
"So, wie seh ich aus?" wollte Sue von ihrer besten Freundin wissen, bevor sie
an der Zimmertür klopften. "Gut wie immer, wieso? Hälste nach nem
neuen Lover Ausschau?" auf Jey’s Gesicht verbreitete sich ein breites Grinsen.
"Ach was, es geht hier nicht um mein Vergnügen, sondern um unseren Job!
Und der 1. Eindruck ist meist entscheidend!" Jenny nickte zustimmend und gerade
als sie an der Tür anklopfen wollten, klingelte Sue’s Handy "Oh man, wer
stört denn jetzt?" sie sah auf ihr Display JOHN "Unser lieber Boss!" stöhnte
sie genervt auf. "Ja du kannst dich ja von ihm vollquatschen lassen, aber ich
geh jetzt da rein, bevor die es sich doch noch mal anders überlegen..."
sagte Jenny energisch und klopfte an der Tür. Sue verschwand währenddessen
mal schnell um die Ecke, um ungestört telefonieren zu können.
Wow! Ein Mann mit braunen Haaren und braunen Augen öffnete ihr die Tür,
begrüßte sie freundlich und bat Jey schließlich einzutreten.
Hinter ihr schloss er wieder die Tür. Jey sah in die Runde. Die Jungs wirkten
auf sie sehr sympathisch und einer kam ihr auch irgendwie bekannt vor. Da sie
es sich aber nicht erklären konnte, versuchte sie den Gedanken zu unterdrücken.
Der gutaussehende, braunhaarige Typ stellte erst sich und dann die anderen vor:
"Ich bin Shane und das dort sind meine besten Freunde und Bandkollegen Bryan,
Nicky, Mark und Kian." Jenny durchfuhr es! Hieß nicht Sue’s Ex-Freund
Kian und war in einer Band????!!!
Währenddessen draußen:
"Hi John! Was gibt es denn?" wollte Sue von ihm wissen. "Ich wollte nur fragen,
ob ihr schon bei den Jungs seid und wenn nicht, wie lange ihr noch braucht.
Es macht nämlich keinen so guten Eindruck, wenn keiner dort auftaucht.
Bei mir kann es noch ne ganze Weile dauern! Ich stecke grad voll im Stau. Irgendwo
wird hier gebaut und das habe ich natürlich zu spät erfahren! Na gut.
Also seid ihr schon da?" "Keine Bange! Alles unter Kontrolle! Wir sind schon
da und wären beide auch schon drinnen, hätte an der Tür nicht
mein Handy geklingelt! Jey ist schon rein gegangen, na ja und ich telefoniere
noch grad mit dir. Also darf ich jetzt gehen?" ärgerte Sue John absichtlich.
John gab sein Einverständnis und Susi ging zur Tür. Man konnte hören
wie sich Jenny schon mit den Jungs unterhielt. Sie zögerte nicht lange
und klopfte an. Shane stand auf und ging in Richtung Tür.
CHAPTER 6:
"Oh, hallo fertig telefoniert? Wir haben dich schon erwartet! Komm rein!" Die
Tür wurde wieder geschlossen "Ich bin Shane, das ist Mark!" Mark stand
auf und schüttelte ihre Hand. "Das ist Bryan!" fuhr Shane fort. Bry stand
auf und begrüßte sie mit Küsschen rechts Küsschen links.
"Nicky!"
Nicky , der die ganze Zeit auf seinem Handy rumgetippt hatte, schaute nun unter
seiner blauen Basecap hervor " Sue???" "Nicky??? Was??!...Oh nein, sag bloß...."
Ja, genau im richtigen Zeitpunkt trat auch Kian aus dem Schlafzimmer von neben
an, in dem er kurz verschwunden war. "Jungs ich hab...." er stockte, als er
Susi erblickte "Sue??? Was machst du denn hier???" "Oh, hallo Kian!" mehr brachte
sie nicht raus, der Schock war ziemlich groß "Ihr kennt euch?" hackte
Shane sich ein. Und nicht nur Kian und Susi war die Situation unangenehm, sondern
auch Nicky & Jey fühlten sich sichtlich unwohl. "Woher kennt ihr euch
denn alle???" wollte Mark aufgeregt wissen. Keiner wusste so recht, was sie
sagen sollten. "Wir sind alte Freunde!" log Kian schließlich. Das war
eindeutig zu viel für Sue, sofort stürmte sie aus dem Zimmer direkt
in John hinein, der ihr irritiert nachsah. Als dann auch noch Jenny folgte,
konnte er gerade noch zur Seite springen. "Wo wollt ihr denn hin?" schrie er
ihnen hinterher "Sorry John, ich muss was mit Sue klären, bin gleich wieder
da!" schrie Jenny ihm entgegen. Kopfschüttelnd betrat er dann den Raum,
in dem er 5 ziemlich verwirrte Gesichter erblickte. Als er eintrat, sahen die
Jungs auf.
"Hi ich bin John Kingston, Boss der Design-Agentur 'Freaky Dress’" .
"Sue, jetzt warte doch!! Sue stopp!" Jenny holte ihre Freundin noch rechtzeitig
vor dem Hotel ein und stoppte sie mit einem festen Griff am Arm. "Jey, ich kann
nicht, ich kann einfach nicht, wieso jetzt, wieso überhaupt?" "Ganz ruhig,
shhhh!" Jenny nahm sie fest in den Arm und strich ihr tröstend über
den Rücken. "Jenny ich kann doch jetzt nicht auch noch für ihn arbeiten!
Nein, das mach ich nicht!!" "Süße, ich weiß, dass es schwer
ist, aber..." "Nix aber, es war schon schlimm genug, ihn gestern mit dieser
Schlampe im TV zu sehn, aber jetzt...." "Ja ich weiß!" "Ach, nix weißt
du! Du hast doch keine Ahnung, wie es ist verleugnet zu werden!" fuhr sie ihre
Freundin an. Und plötzlich wurde auch Jenny wütend "Nein, das weiß
ich nicht, aber da kannst du jetzt auch nix mehr dran ändern, Sue! Das
ist Vergangenheit, kapier das doch endlich!" "Vergangenheit?? Sogar eben hat
er mich noch verleugnet, er hätte ja auch genauso gut sagen können
ich wäre eine Ex, was stimmen würde, aber sogar dazu ist er zu feige!!
Oh wie ich ihn hasse, dieses Arschloch!" Sue schrie fast die ganze Straße
zusammen.
--- Stille---
"Sue willst du wirklich nur wegen IHM jetzt deinen Job verlieren?? John schmeißt
dich raus, wenn du ihn jetzt hängen lässt!" "Warum mich? Du willst
doch wohl nicht ernsthaft für diese Typen arbeiten, oder? Ich dachte du
wärst meine Freundin!" "Bin ich doch auch, Sue, aber ich muss auch etwas
an mich denken, ich kann zur Zeit ja kaum meine Miete zahlen und da ist so ein
riesen Auftrag doch gerade richtig! Sue, ich brauche dich aber dazu, ohne dich
bring ich doch nix zu Stande! Bitte, reiß dich zusammen!"
Sue schaute nachdenklich zu Boden. Jenny hatte schon Recht mit dem was sie da
sagte. Sie waren wirklich knapp bei Kasse und John würde sie sicher feuern,
wenn sie ihn jetzt so im Stich lassen würden, denn immerhin hatten sie
ihm schon zugesagt!
"Und? Sue, du willst diesem Egan doch nicht noch beweisen, dass du nicht ohne
ihn klarkommen würdest, oder?" Sue schüttelte den Kopf, sah aber immer
noch zu Boden.
"Na also, dann lass uns jetzt da hoch gehen uns unseren Job zu 1000% erfüllen
und es diesem Kian mal so richtig zeigen, OK?" Sue wischte sich die Tränen
an ihrem Pulloverärmel ab und sah Jey nun mit festem Blick an "Ja, ich
werde es ihm zeigen, verlass dich drauf! Ich brauche keinen Mr. Beautiful- Kian
Egan, nein ich nicht!" "So gefällst du mir, also gehen wir wieder hoch?"
Sue nickte heftig und drehte sich auf einem Absatz um.
Im 8 Stock öffnete sich ein Fenster John schaute nach unten auf die beiden
Girls und rief dann "Was ist, kommt ihr endlich wieder hoch??? Oder braucht
ihr ne extra Einladung?" "Ja John wir sind schon auf dem Weg!" schrie Jey ihm
entgegen. Dann wandte sie sich wieder Sue zu. "Alles OK?" Sie nickte und beide
machten sich wieder auf dem weg nach oben. Im Aufzug fragte Susi Jenny dann
"Jey, seh ich eigentlich ziemlich verheult aus?" Jenny begutachtete sie etwas,
zog dann ein Taschentuch aus ihrer Hosentasche und wischte ihr sachte die Reste
ihrer Wimperntusche weg. "So müsste es gehen!" sagte sie zufrieden "Danke!"
und schon ging die Aufzugtür wieder auf und sie standen vor der "Tür
zum Grauen".
CHAPTER 7:
"Sue? Was ist denn, wenn uns einer der Boys, also Bry, Mark oder Shane, fragt
was los war? Sollen wir es ihnen erzählen?!" Susi überlegte bis zum
Entschluss kam: "Er verleugnet es aus einem bestimmten Grund. Und der Grund
bin ich!...Ich will ihm nicht im Weg stehen. Erst recht nicht jetzt, wo seine
Hochzeit bevorsteht. Soll doch ruhig seine Geschichte wahr sein. Ich will ihn
nicht bloß stellen und ihn so mies fühlen lassen, so wie er es mit
mir gemacht hat."
Jey und Sue klopften an die Tür. John öffnete etwas verärgert.
"Ich weiß zwar nicht, was ist, aber ich hoffe es hat sich geklärt!!
So ein Angebot können und dürfen wir uns nicht entgehen lassen!!!
Habt ihr verstanden??!!" Beide nickten und traten ein. Sue’s Herz klopfte wie
wild, als sie wieder Kian sah. Aber sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen.
Er sollte nicht merken oder wissen, wie sehr sie verletzt war, nicht er, nicht
so! Nicky traute sich nicht auf zu schauen. Ihm war die ganze Sache mehr als
unangenehm. Während Kian lässig gegen die Wand gelehnt war und sehr
ruhig wirkte. Wie kann er nur so ruhig und gelassen sein, wenn seine Ex-Freundin,
die er verleugnet hatte vor ihm steht???? Sue verstand die Welt nicht mehr.
Es klopfte plötzlich noch einmal an der Tür: Es war Anto Byrne, der
Tourmanager der Band, der auch an dem Gespräch teilnehmen wollte. Bryan
versuchte die angespannte Situation zu locker: "Hey Leute! Lasst uns mal loslegen.
Ihr süßen Girls wollt doch wohl nicht etwa in unserem Hotelzimmer
versauern, oder? Ihr habt bestimmt für heut Abend wichtigeres zu tun, wie
zum Beispiel auf einen neuen Auftrag anstoßen oder solche Sachen. Also
los!" Sie setzten sich zusammen und besprachen wofür die Klamotten sein
sollten und was sich die Boys so vorstellten. Während des ganzen Gespräches
bemerkte Jey immer wieder, wie unbeschreiblich süß dieser Shane lächeln
konnte, versuchte sich aber nicht davon ablenken zu lassen, was wenigstens einmal
beinahe passierte. Susi und Kian saßen sich gegenüber. Keiner der
beiden wagte auch nur eine Sekunde den anderen anzuschauen und auch Nicky verhielt
sich im Vergleich zu sonst ziemlich ruhig. Sue wusste nicht, wie ihr zu Mute
sein sollte oder war: Sie hätte Kian eine klatschen aber ihn dann doch
wieder küssen können oder ihn wenigsten umarmen. Andererseits wollte
sie ihn nicht berühren! Sie wusste absolut nicht, was mit ihr los war.
Um so froher war sie, als das Meeting endlich beendet war. Jenny ging es jedoch
ganz anders! Sie war auf eine gewisse Art und Weise...wie soll man sagen, von
Shane fasziniert.
Nun verabschiedeten sie sich von einander: Bry verabschiedete die beiden wieder
mit einem Kuss auf jede Wange, Mark konnte sich schon zu einer Umarmung hinreißen
lassen und auch Nicky wurde umarmt. Für Shane gab es sogar schon ein Küsschen
und das Beste war, dass es von beiden gleichzeitig ausging. Als sie das merkten,
mussten sie beide schmunzeln. Dann kam Kian an die Reihe. Während Jey ihm
die Hand gab, sagte Sue, so weit wie möglich von ihm entfernt, 'BYE’. Kian
wollte nach 'Bye’ noch mehr sagen, hatte aber keine Chance mehr, da Sue schon
verschwunden war. Er lehnte sich gegen die Wand und fuhr sich durch die Haare.
Wieso hatte er nicht mit ihr geredet? Warum war er wieder so feige gewesen und
hatte sie abermals verleugnet? Warum musste sie überhaupt wieder in seinem
Leben auftauchen? Überhaupt jetzt hatte sie nichts in seinem Leben zu suchen!!!
Jetzt, wo er heiraten würde und zwar seine große Liebe: Jodie. Er
versuchte sich keine weiteren Gedanken drüber zu machen. Das wurde ihm
aber gewaltig erschwert und zwar weil eine bestimmte Person ihn und Nicky ja
über Sue und Jey ausfragen musste: Shane. "Zum letzen Mal!!! Ich kenne
nur Sue! Und das auch nur flüchtig! Wenn du irgendwas hören willst,
frag Nicky! Ich hab heut keinen Bock mehr! Und jetzt lass mich einfach nur in
Ruhe!!!!" Kian stand ärgerlich auf und ging. Selbst Nicky war über
seine Reaktion sehr überrascht. Allerdings versuchte auch er dem Gespräch
mit Shane aus dem Weg zu gehen, tat dies aber um einiges freundlicher als Kian.
Auch Jey ging es nicht sehr viel anders als Shane, nur das sie die Situation
kannte und ihre beste Freundin nicht noch mehr quälen wollte. Den ganzen
Abend spuckte ihr Shane im Kopf herum und sein Kuss brannte immer noch auf ihrer
Wange und Denis war fast ganz aus ihrem Kopf verschwunden. Aber auch nur fast,
denn ihr alltägliches Telefonat stand noch bevor, doch eigentlich hatte
Jenny momentan andere Gedanken, als mit ihrem Denis zu telefonieren. Sue ließ
ihr keine Ruhe, vielleicht sollten sie wirklich diesen neuen Job nicht annehmen,
ihrer Gefühle zu Liebe. Jenny dachte angestrengt nach als...
CHAPTER 8:
KLING -KLING ihr Telefon sich bemerkbar machte. " Jennifer Ryan?" " Hallo Schatzi!"
"Oh, hi Denis!" "Na wie war dein Tag heute so???" "Hm..." Jenny überlegte
.... sie dachte nach was heute alles passiert war "Och das Übliche eben!"
antwortete sie schließlich. "Aha und habt ihr den Job?" "Ja, eigentlich
schon. Es ist aber nicht 100% sicher!" "Warum denn nicht, Süße?"
"Ach weißt du, es gibt gewisse Unstimmigkeiten in der Gruppe!" "Wie jetzt?"
"Ach schon gut, ich erzähl es dir ein anders mal, OK?" "Klar wann immer
du willst, mein Schatz!" "Du Denis, ich warte noch auf einen dringenden Anruf,
wäre es schlimm, wenn ich jetzt auflege?" "Wenn es denn sein muss!" stöhnte
Denis genervt auf. "Sorry, aber es geht um diesen Job und außerdem muss
ich von John noch wissen, wann wir genau anfangen müssen!" "Ach, ist schon
OK...seid ihr morgen wieder dort?" "Wo?" "Na in diesem Hotel bei dieser Boyband?"
"Hm.. kann sein, wir müssen noch einige Einzelheiten klären, kann
aber sein, dass ich dort alleine oder mit John hingehe!" "Geht Sue nicht mit?"
"Mal sehn, sie hat da ein paar, hm wie soll ich sagen, persönliche Probleme
mit diesen Jungs!" "Oh das kann ja heiter werden - sind die sooo schlimm??!"
Jenny musste schmunzeln, sie dachte an Shane "...nein! Ganz im Gegenteil. Sie
sind sehr nett, sorry aber ich leg jetzt besser auf, OK?" "OK, ich hol dich
morgen von der Arbeit ab, OK?" "Denis, das musst du doch nicht!" "Ich will aber!"
"OK, dann um 16.00 Uhr, OK?" "Ja ist gut, ich bin da! Jenny?" "Ja?" "Ich liebe
dich!" "Ich dich auch, bye!"
Dann drückte sie das Gespräch weg und widmete sich wieder ein paar
ihrer Entwürfe, sie sich schon mal auf ein Blatt Papier gekrickelt hatte.
KLING- KLING Und wieder das Telefon.
"Jennifer Ryan?" "Ja, hi Jey, ich bin’s John!" "Oh, hi ich warte schon ewig
auf deinen Anruf!" stöhnte sie übertrieben aus.... "Ja ja schon gut,
ich hab noch so lange mit Louis Walsh telefoniert!" "Und was hat er gesagt?"
wollte sie neugierig wissen "Ihr habt den Job!" "Echt??? Coool!" "Ja, ihr müsstet
euch morgen aber noch mal mit den Guys treffen, damit sie ihre Wünsche
bezüglich ihrer Outfits äußern können, wäre übrigens
gut, wenn ihr ihnen morgen schon ein paar Entwürfe vorlegen könntet!”
"JOHN!!!! Morgen?? Spinnst du???!!! Wir können doch nicht hexen!!" "Das
werdet ihr aber müssen, die Tour der Jungs startet übrigens in 6 Wochen,
also haltet euch ran!" "Sag mal, drehst du jetzt völlig durch??? Wie sollen
wir das denn schaffen???" "Lasst euch was einfallen - ihr seid doch die Besten!"
"Ja aber John, wir wollten nächste Woche wegfliegen!" "Tja das könnt
ihr wohl vergessen!" "John, du hast uns versprochen nicht wieder solchen Stress,
wie dieser letzte Auftrag!!!!" "Ja ja, ich weiß..." Jenny merkte wie John
die Situation völlig unangenehm wurde. "Ach man, wir hatten uns so gefreut!"
maulte Jenny weiter "...und Sue gefällt das sicher auch nicht!" "Ihr könnt
mich nicht hängen lassen, Jey! Ihr seid mir noch was schuldig, falls du
vergessen hast!" "Ach John ich weiß doch, aber..." "Nix aber! Ihr schafft
das! Ich vertraue euch! - ich meld mich dann morgen wieder bei euch, OK?" "Ja
ist gut, bye!" traurig legte sie auf.
Wie bring ich dass nur Susi bei?? Die reißt mir den Kopf ab oder reißt
sich den Kopf ab... oh man die Ärmste, muss ihrem Ex jetzt wohl andauernd
begegnen!
Ganz langsam wählte sie Susis Nummer nach einigen Momenten ging ihr Anrufbeantworter
an. Das konnte Jenny ja überhaupt nicht leiden! Also sprach sie nicht darauf,
sondern beschloss Sue lieber eine SMS zu schreiben, denn ihr Handy hatte sie
wirklich ÜBERALL dabei. Sie lief los, um ihr Handy zu suchen. Es dauerte
einige Zeit bis sie es gefunden hatte, denn sie war nicht gerade die Ordentlichste.
Doch irgendwann fand sie es dann doch.
Hey Sue,
John hat mich eben angerufen. Er hat mit Louis Walsh telefoniert, wir haben
den Job!!
Allerdings müssen wir morgen schon wieder um 13:00 bei diesem Hotel sein!
Du Ärmste wirst Kian wohl so schnell nicht los!
Ich hole dich morgen so gegen 12:30 ab, sei bitte bis dahin fertig (und verschlaf
nicht wieder)
Ich mach mich jetzt noch etwas an die Arbeit, um ein paar Entwürfe zu zaubern
- ob das klappt?
Na ja bis morgen!!!! Luve ya!!!! ~JEY~
Sie legte ihr Handy zur Seite und beugte sich wieder über ihre Entwurfmappen,,,
CHAPTER 9:
"JENNY!!!!!!!" Bumm Bumm "JENNY!!!"MACH AUF!"
Langsam öffnete Jenny ihre Augen. Müde blinzelte sie der Sonne entgegen.
Wer stört denn jetzt schon am früher Morgen? Wir haben doch erst...
13:00. WAS???? Oh Shitte!!!!
Sofort stürmte sie an ihre Tür. Sue sah ihr böse entgegen "12:30,
hä??" "Sag nichts, ich bin sofort wieder da!" Abwehrend hob sie die Hände
und rannte zurück in ihre Wohnung. Sie musste wohl tatsächlich gestern
noch so lange an ihren Entwürfen gefeilt haben, dass sie todmüde einfach
eingeschlafen war. "Jenny jetzt mach schon!" "Jetzt hetz mich doch nicht so!"
schnauzte sie zurück. "Du wirst es schon noch abwarten können deinen
Kian zu sehn!" - UPS, dass war fies!!! "Tschuldige!" murmelte Jenny. Schnell
sog sie sich eine frische Bluse über, packte ihre ganzen Blätter zusammen,
die scheinbar in der ganzen Wohnung verteilt waren, schnappte sich ihren Autoschlüssel,
nahm Sue energisch am Arm und zog sie hinter sich her.
Sue maulte und jammerte die ganze Zeit im Auto rum: "Ich will ihn aber nicht
wieder sehen!! NIE WIEDER!!! Ich bin ihm voll egal und...er ist mir auch voll
egal und deswegen will ich keine einzigste Sekunde mit ihm in einem Raum sein!!!!
Können wir nicht einfach sagen, dass ich krank bin? Ich kann das noch ganz
gut simulieren! BIIIIIITTEEEEEEEEEE!" "Ach du willst mich ganz allein mit der
ganzen Arbeit lassen?! Außerdem können wir nicht anders! Ich habe
gestern mit John telefoniert und die Jungs brauchen uns dringend. Die Klamotten
müssen nämlich schon in 6 Wochen fix und fertig sein!" Darauf konnte
Sue nichts mehr sagen, sondern saß nur noch mit offenen Mund da.
Jey war heut irgendwie mies drauf! Erst hatte sie gestern von John erfahren,
dass alles innerhalb von 6 Wochen fertig sein musste, sie hatte heute verschlafen
und dann quengelte noch Sue neben ihr rum.
Endlich kamen sie nach mehren Umleitungen am Hotel an. Jenny stieg aus und wollte
schon fast das Auto zuschließen, als sie sich wunderte, wo Sue nur abgeblieben
sein könnte. Sie sah ins Auto und erblicke sie immer noch auf den Beifahrersitz.
"Sue!!! Wir sind schon durch mich und die blöden Baustellen spät dran!
Wollen wir es uns ganz bei den Typen verscherzen?! Wir müssen uns zwar
ziemlich ins Zeug legen, aber wir brauchen das Geld!!! Und sie bezahlen gut.
Sogar sehr gut! Also komm jetzt endlich!" Sue bewegte sich wiederwillig aus
dem Auto und gemeinsam gingen sie ins Hotel. Entnervt klopften beide an die
Tür. Und innerhalb von wenigen zehntel Sekunden war Jey’s schlechte Laune
verschwunden. "Da seid ihr ja endlich! Wir haben uns schon Sorgen um euch gemacht
und dachten euch wäre etwas passiert!" wurden sie, freundlich wie immer,
von Shane begrüßt. Und er strahlte noch mehr, als er sah, dass er
Jey eine wunderschönes Lächeln entlocken konnte. Nur bei Sue gelang
ihm dies nicht. Nicky, Bryan und Shane gaben ihnen zur Begrüßung
wieder einen Kuss auf jede Wange. Während Mark sie wieder schüchtern
umarmte. Als erstes stand Jenny vor Kian und umarmte ihn der Höflichkeit
halber, dann kam Sue, die mit verschränkten Armen und ernsten Blick vor
Kian stand. "Also wie alte Freunde kommen die mir nicht vor!" flüsterte
Bryan. "Hi Sue. Schön dich wiederzusehen." Sagte er und kam behutsam mit
leicht geöffneten Armen auf sie zu. "Tja! Schönheit lag schon immer
im Auge des Betrachters, Kian. Schon immer!" sagte sie kühl zu ihm und
wandte sich danach wieder den anderen zu. Shane beugte sich zu Jey und fragte
im Flüsterton: "Haben wir irgendetwas zwischen den beiden verpasst? Oder
warum ist sie so eiskalt zu ihm?"
Jenny konnte, da er sehr nah bei ihr war, sein Aftershave riechen und es roch
unbeschreiblich gut. Dann versuchte sie sich auf die von Shane gestellte Frage
zu konzentrieren. "Ähm, das weiß ich nicht genau. Ich habe mit ihr
noch nicht über ihn gesprochen. Wer weiß, was in der Freundschaft
schief gelaufen ist. Hat er schon mal eine Andeutung euch gegenüber gemacht?"
fragte Jey. "Nein noch nicht. Oder zumindest nicht wirklich. Auf jeden Fall
wirkt er gereizt, wenn man über sie spricht oder ihn zu ihr was fragt."
Danach wandten sie sich wieder der Arbeit zu. Jenny und Sue, aber eigentlich
nur Jenny, fragten, was sich die Jungs genau vorstellten, wie viele Kostüme
sie bräuchten und alles was sie wissen mussten. Während Sue alles
mitschrieb, hatte sie irgendwie das Gefühl beobachtet zu werden, machte
sich aber darüber keine weiteren Gedanken. Hätte sie nur ein einziges
Mal aufgeschaut, hätte sie gemerkt, dass Kian, der ihr wieder gegenüber
saß, die Person war, die sie beobachte oder zumindest anschaute und das
ununterbrochen. Während zwischen Kian und Susi funkstille herrschte, hatten
Jenny und Shane andauernd Augenkontakt und hörten einander sehr aufmerksam
zu.
Natürlich bekamen auch die anderen von ihr Aufmerksamkeit, aber die meiste
bekam ihr Shany, wie sie ihn jetzt schon gedanklich nannte. Beide lächelten
sich öfters an und schienen auch etwas miteinander zu flirten. Das merkten
die anderen selbstverständlich und fanden es sehr amüsant sich das
ganze große Spektakel anzuschauen: Auf der einen Seite zwei flirtende
Menschen und auf der anderen Seite schien ein eisiger Wind zu wehen.
Nach ca. 3 Stunden war das Meeting beendet und Louis schlug vor, damit sie sich
besser kennen lernen würden, doch miteinander essen zu gehen. Natürlich
waren fast alle davon begeistert und so würden sie in einem irischen 4
Sterne Restaurante am Abend essen gehen.
CHAPTER 10:
"Ich geh nicht mit!" "Wie du gehst nicht mit? Sue, du wirst mitgehen!" "Nein,
ich brauche kein Kennenlern-Esen! Wirklich nicht!" "Och Sue! Stell dich doch
bitte nicht an, wie ein kleines Mädchen!" Jenny war sichtlich genervt.
"Denis, sag du Susi doch bitte mal, dass sie endlich über ihren Ex wegkommen
muss!" wandte sie sich an ihren Freund, der gerade zu Besuch da war. "Jey hat
recht, du solltest diese Jungs erst mal richtig kennen lernen, nicht alle Typen
sind so wie dein EX!" er warf Jenny einen liebenswerten Blick zu. "Denis, ich
brauch Kian & Nicky nicht kennen lernen, ich kenn die beiden nur zu gut,
glaube mir!" Sue war mächtig geladen, was bildete sich dieser Denis eigentlich
ein wer er sei, der liebe Gott? Nein, er wusste doch gar nichts über Sue,
wie konnte er dann sagen, was sie zu tun hat?
"So, Sue du ziehst das hier und dieses mit den Schuhen an....was hältst
du davon?" Jenny schmiss ihr ein komplettes Outfit aufs Bett. "Wofür?"
"Na für heute Abend, was denkst du denn?" "Heute Abend? Jey ich geh nicht
in die Disco!" "Na und? Du musst dich deshalb doch nicht gehen lassen, oder?"
sie zwinkerte ihr zu. "Meinst du nicht, dass DAS etwas zu gewagt ist, ich meine,
das ist doch nur ein 'Geschäftsessen’ mehr nicht!" "Ja das ist es vielleicht,
aber wir gehen nicht irgendwohin, sondern ins 'Bronx’ du verstehst...die achten
da sehr aufs Aussehen!". Skeptisch hielt Sue sich den Schwarzen Rock (Knielang
mit Schlitz) und das Türkise Top, mit sexy Ausschnitt an..."Na ich weiß
nicht...." "Ach was. Das sieht toll aus, findeste nicht Denis?" "Ähm...doch,
doch ganz ähm...sexy!" Jenny nickte zufrieden. "Na gut, warum bist du eigentlich
so super im Überreden?" Sue seufzte. "Tja, weil ich DIE Beste bin!" Alle
mussten lachen. "Gut, ich komm um 19:30 rüber, OK? Denis fährt uns
hin!" Somit schloss Jenny die Tür und ließ Sue verdattert im Zimmer
stehen. Gut Sue, dann mach dich mal schick für deinen Ex- Freund....sagte
sie sich in Gedanken vor....
19:15 Uhr "Wow Schatz, kann ich dich so überhaupt weglassen, ohne das
du einen Typ nach dem anderen aufreißt?" Denis stockte förmlich der
Atem, als er Jenny in ihrem Abendoutfit sah. Sie trug ein knielanges schwarzes
Kleid und eine wunderschöne Kette, ihre langen blonden Haare hatte sie
elegant zurückgesteckt. "Baby, am liebsten würde ich dich hier und
jetzt vernaschen, glaube mir!" "Pass auf, du sabberst mir noch meine schöne
Couch voll, wenn du so weiter machst!" Jenny musste lachen. "Aber Jenny?" "Was
denn?" "Du bist doch treu, oder?" "Was soll denn die Frage, Denis?" Sie sah
in skeptisch an "Na ja ich meine ja nur...versprich mir, dass du dich nicht
von irgendeinen Typen anmachen lässt, OK?" er sah Jenny tief in die Augen
"Ich verspreche es dir !" Jenny drückte Denis liebevoll einen Kuss auf
den Mund.
Pünktlich um 19:30 klopfte es an Susis Tür. Eilig öffnete sie
und erblickte Jenny & Denis auf dem Flur. "Ich bin gleich so weit. Ich muss
nur noch meine Tasche holen!" "Nur keine Hektik Süße, wir haben Zeit!
Übrigens, sehr gut siehst du aus!" Sue wurde leicht rot "Danke!" murmelte
sie und schloss die Tür eilig hinter sich.
Sue sah in ihren Spiegel. Sie sah heute wirklich toll aus, das musste sogar
sie zugeben, aber wollte sie so unwiderstehlich aussehen? Es war immerhin nur
ein einfaches Geschäftsessen und das auch noch mit ihrem EX!!! Anderer
Seits ging es um einen guten Job und in diesem Outfit konnte sie beweisen, dass
sie und auch Jey, die ebenfalls unbeschreiblich schön aussah, Ahnung von
Mode und auch einen guten Geschmack hatten. Dann nahm sie ihre Tasche und ging
langsam zu Denis und Jenny. "Na komm Süße! Wir haben ein paar Jungs
zu überzeugen, dass sie keine Besseren als uns finden. Also zeig dein schönstes
Lächeln!" forderte Jey ihre Freundin gutgelaunt auf. Sie schaffte es sogar
Sue ein Lächeln abzugewinnen, zwar ein etwas gequältes, aber immerhin
man konnte ja während der Fahrt dran arbeiten.
Als sie endlich am 'Bronx’ ankamen hatte es Jenny endlich geschafft, Sue das
Lächeln wieder beizubringen! Die beiden stiegen aus und Jey wurde zum Abschied
noch mal von Denis zärtlich geküsst. Dann rückte der große
Moment näher und näher. Die beiden sexy Ladys betraten das Restaurant
und wurden vom Ober zum Tisch gebracht, wo Bryan, Kian, Mark, Nicky und Shane
schon warteten. Die Jungs trauten ihren Augen nicht und starrten die beiden
regelrecht ungläubig an. "Mund zu, sonst kommen die Fliegen rein!" sagte
Jey frech. Shane stand auf, ging zu Jenny, zog ihr höfflich die Jacke aus,
hing sie auf und rückte ihr auch den Stuhl zurecht. WOW! Was für ein
Gentleman dachte Jenny.
Nicky trat Kian heftig gegens Schienbein. "Au!" fuhr Kian ihn an. Nicky sah
ihn ärgerlich an und deutete auf Sue, die selber ihre Jacke auf hing, da
ihr niemand helfen wollte. Nach mehren Tritten von Nicky, gab Kian sich einen
Ruck stand auf und hielt ihr den Stuhl hin. Sie sah ihn überrascht an,
aber bedankte sich höflich. Während des Essens erzählten die
Jungs von ihrer Karriere, ihren Erfolgen und ihrem Privatleben, bis wieder die
Frage aufkam woher sich Kian und Sue kannten. "Wie schon gesagt: Wir sind alte
Freunde! Stimmt’s Sue?" fragte er sie. Was bildete er sich eigentlich ein!?
Glaubte er wirklich ich würde ihm zustimmen? Mich weiter verleugnen lassen?
"Wenn du denkst." entgegnete sie ihm trocken. "Was ist denn eigentlich mit euch?
Single oder schon in festen Händen?" fragte Shane, mehr Jenny als Sue,
interessiert. "Ich bin Single." Sagte Susi knapp, damit mehr Zeit für Jey’s
Antwort war. "Ich? Ähm...na ja ich habe momentan einen Freund. Wir sind
erst seit kurzem zusammen." Jetzt fing Bryan an stolz von seiner Hochzeit und
seiner Familie zu erzählen. Plötzlich stand Sue auf. "Entschuldigt
mich mal bitte kurz." Die anderen sahen ihr verdattert hinterher. Selbst Jenny
wusste nicht, was sie tun sollte. Doch sie entschloss sich, dass Sue wohl lieber
jetzt alleine sein wollte und diese Zeit gab sie ihr. Nachdem Sue nach draußen
verschwunden war, ging das Gegrummel in der Runde wieder los.
"Sag mal habt ihr euch eigentlich schon ein paar Ideen zu euren Kostümen
gemacht? Welches Motto habt ihr denn dieses Jahr?" fragte Jenny fröhlich
in die Runde. Das war eindeutig Nicky’s Stichwort, denn plötzlich sprudelte
es nur so aus ihm raus.... "Ja also die Tour heißt `Keep on survival`
also Überlebenskampf - ne? Hm...am Anfang brauchen wir so ne Art Tarnanzug,
verstehste....?" Er sah Jenny mit leuchtenden Augen an, diese nickte stumm....
"...wir werden in einem zugehängten Käfig über den Fans abgelassen,
dann fallen die Hüllen und wir stecken in so nem Eisenkäfig fest....cool,
gell?" Nicky strahlte übers ganze Gesicht und Jenny amüsierte sich
köstlich darüber! "Nixta hol ma Luft! Sonst erstickst du uns hier
noch!" ermahnte Bryan ihn plötzlich und alle begannen laut zu lachen. Er
schenkte ihm einen beleidigten Blick und fuhr dann schnell fort.
"...ja auf jeden fall....später hängen wir dann so einzeln über
den Leuten-so ist es zumindest noch geplant! Da hat Louis gemeint wären
zerfetzte Klamotten ziemlich cool... hm na ja ich kann mir das zwar nicht so
vorstellen, aber ich denke euch fällt sicher was tolles ein, oder?" Jenny
malte sich die ganze Show bereits vor ihrem inneren Auge aus. Wieder nickte
sie stumm. "Dann kommen wieder einige Balladen und da sind die Leute noch am
planen. Mehr wissen wir selbst noch nicht....!" "Aha gut, ich kann mir jetzt
so in etwa vorstellen, wie das ablaufen soll" meinte Jenny grinsend und schob
somit das Thema Outfitplanung schnell zur Seite.
Als ihr Blick auf ihre Uhr fiel, bemerkte Jenny, das Sue mittlerweile schon
fast eine halbe Stunde verschwunden war. "Ihr entschuldigt mich kurz, ich muss
mal nach Sue sehen!" einstimmiges Kopfnicken zeigte ihr, dass es in Ordnung
wäre.
DRAUßEN:
Jenny sah sich voller Sorge nach ihrer Freundin um, doch keine Spur von Sue?
Wo kann sie nur sein? fragte Jenny sich. Es war ja mittlerweile schon fast Nacht
und für eine Frau Anfang 20 nicht gerade ungefährlich alleine durch
die Straßen zu irren.
"Jenny?" Sie drehte sich ruckartig um. Da saß sie ja frierend und ganz
alleine auf einer alten Bank, direkt neben der Eingangstür. Warum hatte
Jenny sie denn nicht gesehen?
Langsam ging sie auf Sue zu. "Darf ich mich setzten?" fragte sie leise. "Natürlich!"
bekam sie genauso leise zurück. "Du hängst immer noch an ihm stimmt’s?"
Jenny wollte nicht lange um den Heißen Brei herumreden und kam deshalb
sofort auf das Thema KIAN EGAN zu sprechen. Sue nickte stumm. "Liebst du ihn
noch?" wieder bekam sie ein stummes Nicken zur Antwort, dann herrschte Stille
zwischen den beiden. Sue fand ihre Stimme wieder "Die Vergangenheit ist nicht
so einfach zu vergessen, Jey. Ich meine ich war 2 Jahre der glücklichste
Mensch der Welt, auch wenn ich meine Liebe nicht öffentlich machen durfte...Wir
wollten sogar heiraten, Heiraten Jenny!!! Verstehst du??!" Jenny merkte, wie
Sue die Tränen in die Augen stiegen und nahm sie behutsam in den Arm. "Ja
ich weiß Sue!" "...Vielleicht hätten wir jetzt schon Kinder, wer
weiß? Doch jetzt heiratet er diese Jodie!!!" Enttäuschung machte
sich in ihrer Stimme breit. Jetzt konnte Jenny auch endlich mal ihre Meinung
äußern. "Sue, ich weiß, dass es schwer für dich ist, doch
er ist dein EX, nicht dein Leben, verstehst du? Er sollte gar nicht erst merken,
wie du wegen ihm leidest! Das ist er gar nicht wert! - Diese Jodie wird auch
noch sehen, was sie für einen Fehler macht! Glaube mir!" Sue war froh über
Jennys Worte, denn sie trafen genau den Punkt. "Jey, weißt du was? Ich
marschiere jetzt da rein und zeige ihm, dass er nichts wert ist! Wäre doch
gelacht, wenn ich nicht so stark wäre!" Mit einem Satz sprang Sue auf und
stampfte davon.
"Ah da seid ihr beiden ja endlich wieder!" Die Jungs atmeten erleichtert aus.
Sue & Jenny begaben sich auf ihre Plätze zurück. Kian fiel auf,
dass Sue geweint hatte und sagte zu sich selbst "Oh Gott muss die Zeit sich
geändert haben, wenn Sue jetzt zur Heulsuse wird! Lächerlich so ein
Theater zu veranstalten!" zu seinem Pech bekam Sue diesen Spruch deutlich mit...
"Tja Kian lieber eine verdammte Heulsuse, als so ein erbärmlicher Lügner
wie du einer bist, der sich nicht mal traut seinen angeblichen Freunden die
Wahrheit zu sagen, `Wir sind alte Freunde!` Pah! Von wegen Kian! Freunde wohnen
nicht zusammen, Freunde lieben sich nicht und Kian, Freunde schlafen auch nicht
miteinander! - demnach waren wir also keine Freunde, ach stimmt ja ich war ja
deine hm... wie heißt das, was Jodie jetzt ist??? - ach ja, stimmt deine
VERLOBTE!!!!!!!!!" Sue hatte Kian’s Spruch so in Rage versetzt, dass sie nun
wütend ihm gegenüber stand. Kian saß mit offenem Mund vor ihr.
"VERLOBTE???" Bryan fragte verwirrt noch einmal nach. "Okay, jetzt weiß
ich wenigstens, woher der eisige Wind weht!" versuchte er die grauenhafte Stille
aufzulockern.
Sie sah Kian kopfschüttelnd an, verabschiedete sich knapp von den anderen
und verließ das Restaurant. Es herrschte eine eisige Stille am Tisch.
Nach einer Weile meinte Nicky: "Vielleicht hättest du sie nicht noch mal
verleugnen sollen! Das muss damals schon schlimm für sie gewesen sein und
dann das selbe Spiel noch mal und auch noch vor deinen besten Freunden. Ich
will dir jetzt zwar nicht in den Rücken fallen, aber..." "Aber was??!"
unterbrach Kian ihn wütend. "Sie ist für mich Vergangenheit! Versteht
ihr?! Ich werde Jodie heiraten und ich bin froh darüber! Ich liebe sie
und ich bereue nichts! Wenn Sue denkt, dass sie sich hier so aufspielen muss:
Okay! Ist ja nicht mein Problem! Und eures erst recht nicht!!!" fuhr er seine
Freunde an. "Aber als deine Freunde hättest du es uns ja mal erzählen
können! Verdammt noch mal, Kian!!! Ihr wart verlobt und keiner von uns
wusste davon! Na gut! Außer Nicky halt! Das ist auch nicht sehr nett!
Du hättest ja wenigstens sagen können, dass sie deine Ex ist! Dann
hätten wir auch einiges besser verstanden!!! Aber so wie es aussieht, vertraust
du wohl nicht allen von deinen besten Freunden!!!" meinte Shane beleidigt.
Sie redeten noch etwas über die Tour, um auf ein anderes Thema zu kommen.
Jenny machte sich weiter Notizen und Zeichnungen und somit verging die restliche
Zeit doch noch einigermaßen schnell. Nachdem sie bezahlt hatten, wurde
Jey von Shane etwas gefragt: "Ähm Jey? Hast du eigentlich jemanden, der
dich nach Hause fährt? Wenn nicht, dann könnte ich dich Heim fahren!"
erkundigte er sich hoffnungsvoll. "Ist zwar echt lieb gemeint, aber ich werde
schon abgeholt. Trotzdem Danke!" In diesem Moment tauchte Denis auf und begrüßte
Jenny mit einem zärtlich Kuss. Shane betrachtete das Szenarium eifersüchtig,
was von seinen Kumpels nicht unbeachtet blieb. Die Jungs verabschiedeten sich
noch von Jey, wünschten ihr und Sue eine gute Nacht und viel Spaß
bei den ersten Entwurfs-Ideen der Kleidung.
"Und habt ihr euch gut amüsiert?" fragte Denis leicht eifersüchtig.
"Kommt drauf an. Für einige von uns war der Abend toll und für andere,
wie Sue, halt nicht. Aber ich will jetzt ehrlich gesagt nicht drüber reden."
Fertigte Jey ihn, ab als sie merkte, dass er mehr Infos haben wollte. So blieb
es den Rest der Fahrt sehr ruhig.
CHAPTER 11:
"Boah, was für ein Abend!" Jey lies sich seufzend neben Denis auf die Couch
fallen. "Sagst du mir endlich, was mit Sue los ist? Ich sehe nämlich, dass
dich das ganze ziemlich mitnimmt! Und vielleicht kann ich dir ja helfen?" Denis
sah Jenny sorgeerfüllt an, sie liebte diesen Blick, er strahlte so viel
Wärme und Liebe aus. Sie zog ihre Beine nah an ihren Körper und legte
ihren kopf auf Denis Schulter, dann begann sie zu erzählen. " Denis, weißt
du das ist alles nicht so einfach zu erklären..." " Fang doch einfach an,
wenn du nicht willst, dass ich etwas dazu sage, dann höre ich dir eben
nur zu! OK?" Er legte seinen Arm ganz sachte um Jenny, was es ihr wesentlich
leichter machte Denis ihre Sorgen zu erklären. "Gut,...hm wie fang ich
am Besten an?" sie überlegte kurz "Also ca. 4 Jahren hat Sue einen Mann
kennen- und lieben gelernt, sie war bis über beide Ohren in ihn verschossen
und sehr glücklich mit ihm, ich glaube so glücklich habe ich sie seither
nicht mehr gesehen. Nach dem sie knapp 2 Jahre zusammen waren, hat er ihr dann
einen romantischen Antrag gemacht, den sie unter Tränen annahm, doch dann
haben sich die beiden vom einen auf den anderen Tag getrennt und das macht Sue
immer noch schwer zu schaffen!" Jenny schluckte und ihre Stimme wurde immer
leiser, obwohl es sie nicht direkt betraf, fühlte sie Schmerz und Trauer
in sich selbst. Denis hatte ihr aufmerksam zugehört "Und warum haben sie
sich dann getrennt, wenn beide so glücklich waren?" wollte er wissen. "Nun
ja es war Kian Egan, mit dem sie zusammen war, ich weiß nicht ob du ihn
kennst, er ist Sänger bei Westlife und das war auch der Grund, warum sie
nicht wirklich eine Zukunft hatten. Sie mussten ihre Beziehung nämlich
geheim halten. Doch nach dem Antrag wollte er es der Öffentlichkeit zeigen,
hat er aber nicht gemacht, sondern Sue verleugnet!" Denis hörte noch immer
zu und nickte stumm. "Das wäre ja alles noch zu ertragen gewesen, doch
Sue hat letzte Woche erst über’s TV erfahren, dass er demnächst wirklich
heiraten will, na ja und jetzt müssen wir auch noch Kostüme für
die ganzem Westlife- Jungs machen, die sind nämlich unser neuer Auftrag!"
Jetzt verstand Denis das ganze Problem. "Und du machst dir natürlich jetzt
Sorgen um Sue, nicht wahr?" Er sah Jey fragend an, diese nickte ihm zu. "Schatz,
so gerne ich dir da helfen würde, ich weiß leider nicht wie? Aber
es wäre ziemlich dumm den Auftrag wegen diesem Typ abzulehnen!" Denis hatte
Recht und das wusste Jenny auch.
Eine zeitlang saßen sie eng aneinander gekuschelt auf der Couch, bis Denis
plötzlich sagte " Jey- Schatz, es ist schon spät, ich denke ich werde
jetzt lieber nach Hause fahren" Jenny sah auf ihre Uhr - 01:45 . Sie sah Denis
traurig an "Willst du wirklich jetzt noch nach Hause fahren? Ich meine du kannst
auch hier übernachten, wenn du willst!" Denis` Gesicht hellte sich schlagartig
auf .
Langsam beugte er sich zu ihr nach unten, um in einem langen leidenschaftlichen
Kuss zu versinken. Immer leidenschaftlicher und leidenschaftlicher wurden die
beiden. Vorsichtig hob Denis Jenny hoch und setzte sie langsam auf der Couch
wieder ab, ohne das sich ihre Lippen voneinander lösten. Unschlüssig
sah Denis Jenny an: Ihre braunen Augen funkelten ihn entgegen. Sollte er weiter
gehen? Oder wollte Jenny nicht? Zum Glück nahm sie ihm die Entscheidung
ab, indem sie ihn auf sich drauf zog. Sachte strich er erst den einen Träger
von Jennys Kleid von ihrer Schulter, dann den anderen und bedecke diese nun
mit heißen Küssen, die fast auf der Haut brannten. Jenny genoss es
seine Nähe zu spüren. Mit einem Satz, zog sie ihm sein Shirt über
den Kopf und lies es neben sich auf den Boden fallen. Seine nackte Brust bedeckte
sie mit zärtlichen Küssen die immer fordernder wurden. Denis zog Jenny
schnell die restlichen Kleidungsstücke vom Körper und ließ schließlich
auch sie seine Hose abstreifen.
Der Atem der beiden wurde immer schneller und schneller, bis sich Denis erschöpft
und glücklich neben Jenny fallen lies. "Denis, Ich liebe dich!" hauchte
sie hm noch ins Ohr, bevor sie zufrieden an seiner Schulter einschlief. Nun
war Denis sich endlich sicher, dass seine Jenny ihm treu war, denn man sagt
ja nicht "Ich liebe dich" wenn man es nicht so meint, zumindest macht das keine
Frau, da war er sich ganz sicher....
CHAPTER 12:
Am nächsten morgen wurde Sue durch die warmen Sonnenstrahlen geweckt, die
durch ihr Fester traten. Neben ihr lag Casanova und schlummerte noch friedliche
Katzenträume. Ein Blick auf ihren Wecker sagte ihr, dass es gerade mal
8:00Uhr war. Nachdem sie sich ausgiebig gestreckt hatte, überlegte sie
sich, was sie mit diesem wundervollen Tag anstellen sollte? Arbeiten ging sie
heute mit Sicherheit NICHT! Da kriegten sie keine 10 Pferde mehr hin, das hatte
sie nämlich gestern Nacht für sich beschlossen und daran würde
sich zumindest heute nichts mehr ändern.
Zur selben Zeit wurde auch Jenny von den Sonnenstrahlen die ich Gesicht erwärmten
geweckt. Müde blinzelte sie ihnen entgegen. Neben ihr lag Denis, den Arm
um sie geschlungen. Jenny sah auf die Uhr und merkte, dass sie sich nun langsam
auf den Weg zur Arbeit machen musste, wenn sie nicht wieder zu spät kommen
wollte. Schnell wand sie sich aus seiner Umarmung, stand auf und ging ins Bad.
Nachdem sie angezogen und gestylt war, lief sie zurück zur Couch drückte
Denis einen Kuss auf die Stirn, schrieb ihm noch schnell einen Zettel, damit
er wusste wo sie war, schnappte sich ihre Schlüssel und ihre Mappe und
verschwand. Gegenüber klingelte sie bei Sue, um sie abzuholen, doch niemand
öffnete die Tür, was wohl daran lag, dass Sue sich wieder in ihr Bett
verkrochen hatte, da sie ja heute sowieso nicht mit Jenny mitfahren wollte.
Auf Kian hatte sie heute wirklich keine Lust, nicht nach seiner dämlichen
Aktion gestern, nicht wenn sie keine Entschuldigung dafür bekommen würde.
Jenny klingelte nun schon zum 5. Mal und immer noch öffnete Sue nicht.
Komisch, na ja vielleicht ist sie ja schon vorgefahren, wer weiß? dachte
Jey sich und machte sich auf den Weg zu ihrem Auto.
Dank der tausend Baustellen kam sie eine ¾ Stunde später am Clarkston
- Hotel an. Mit ihrer Entwurfmappe unter dem Arm machte sie sich auf den Weg
in den 8. Stock. Sie hoffte, dass Susi ausnahmsweise mal vor ihr dort war und
sie nicht wieder ewig auf sie warten mussten. Doch ihre Gebete wurden nicht
erhört, denn als sie das Hotelzimmer betrat sah sie nur Nicky, Bryan, Kian,
Shane; Mark und Anto. Die 6 Männer bemerkten Jenny gar nicht. Bryan stand
am Fenster und war am telefonieren, Mark am SMS schreiben, Kian am Zeitung lesen
und Nicky diskutierte mal wieder mit Anto und Shane, die ihm krampfhaft versuchten
zu erklären, dass er ausnahmsweise mal nicht Recht hatte, was das Fußballspiel
letzte Woche anging.
Jey räusperte sich, doch nur Kian sah von seiner Zeitung auf "Hi Jey, na
alles klar?" Nun bekam sie auch Aufmerksamkeit von den anderen, die nun endlich
merkten, dass sie schon da war. Nachdem sie von allen begrüßt wurde,
fragte sie Nicky, wo sie denn Sue gelassen hätte? "Ich dachte die wäre
schon hier, denn zu Hause war sie nicht!" Nicky sah sich suchend um und schüttelte
dann den Kopf "Nein, also hier war sie noch nicht, wir dachten ihr kommt sicher
zusammen, doch da haben wir uns wohl geirrt!" Jenny wunderte sich und machte
sich langsam wirklich Sorgen um ihre Freundin - wie in letzter Zeit so oft.
"Setz dich doch erst mal zu uns und lass mal deine Entwurfmappe sehn!" meinte
Shane und klopfte auf den Platz neben sich. Jenny setzte sich neben ihn und
das breite Grinsen der anderen Jungs entging ihr nicht.
Jenny drückte Shane ihre Mappe in die Hand und sagte "Ich hoffe euch macht
es nichts aus, dass ich noch mal kurz verschwinde um Sue anzurufen und zu fragen,
wann sie kommt" "Nein keine Angst, geh nur wir sehen uns in der Zeit mal deine
Entwürfe an, ja?" Jenny nickte und ging aus dem Zimmer. Schnell wählte
sie Sue’s Nummer. Nach dem 10.Tuten erklang endlich ihre Stimme "Sue Summers?"
"Sue? Was zum Teufel machst du denn noch zu Hause? Du müsstest schon seit
einer halben Std. schon hier sein!" "Ich denk ja gar nicht dran!" "Sue?! Spinnst
du?! Du kannst mich doch nicht alleine lassen mit dieser verdammten Arbeit!"
"Das will ich ja auch gar nicht, ich habe nur keine Lust auf Kian, gestern hat
er mich echt aufgeregt und das hab ich ihm noch nicht verziehen, verstehst du?"
"Heißt das, wenn Kian sich bei dir entschuldigen würde, kommst du
her?" "Hm.... zumindest würde ich drüber nachdenken!" "OK, wenn du
meinst. Ich mach dann mal Schluss, OK? Bye!" "Bye!"
Als sie das Hotelzimmer wieder betrat, hingen die Lifer streitend über
ihrer Mappe. "Schöne Mappe haste da!" "Tolle Entwürfe, die gefallen
uns echt sehr gut!" gab Anto anerkennend zu.
"Also mir gefällt ja das hier am Besten" sagte Bryan lachend und hielt
ein Gemälde von Shane in die Höhe. Scheiße, wie ist DAS denn
da rein gekommen? Schoss es ihr ruckartig durch den Kopf. Jey war Gott sei Dank
nicht um Ausreden verlegen und so sagte sie einfach, dass sie von jedem der
Jungs ein solches Gemälde angefertigt hätte, diese aber noch in ihrer
Wohnung liegen würden. Die Boys nahmen ihr das mehr oder weniger ab (eher
weniger als mehr *g*)
"Wann kommt denn jetzt Sue?" fragte Anto, um auf ein anderes Thema zu kommen.
Jenny ließ sich wieder neben Shane nieder, der sie liebevoll anlächelte.
Dann antwortete sie: "Sie kommt nicht!" "Wieso?" kam es aus 5 Mündern gleichzeitig.
Jenny sah erstaunt in die Runde, alle hatten gefragt, alle außer Kian.
Sie sah ihn fest an und sagte dann "Wegen ihm!" Sie machte eine Kopfbewegung
in seine Richtung.--- Allgemeines Stöhnen---
"Toll haste das mal wieder hinbekommen Blondie! Doch echt toll!" schnauzte Bryan
Kian wütend an. Nicky drehte sich zu Kian um "Vielleicht solltest du dich
bei ihr entschuldigen, deine Aktion gestern war echt scheiße, und das
weißt du auch!"
Kian sah Jey fragend an und sie nickte ihm auffordernd zu. Mit einem schwerfälligen
Seufzer stand er auf und verschwand nach draußen; Er wollte Sue anrufen!!!
CHAPTER 13:
Es läutete eine ganze Weile bis sich eine Stimme entspannt meldete: "Ja,
Sue Summers? Wer da und was gibt’s?" "Ähm, Sue? Hier ist Kian. Ich ,...ähm,
wollte fragen, warum du nicht da bist? Du wirst nämlich schon vermisst."
"So? Von allen? Oder von allen bis auf dir? Und frag nicht so ahnungslos, warum
ich nicht da bin. Das weißt du ganz genau! Und du weißt auch, dass
du der Grund bist!" sagte sie kühl. "Sue..." versuchte Kian anzufangen,
"Es...es tut mir Leid! Ich wollte so etwas fieses nicht sagen! Auf jeden Fall
wollte ich dich nicht verletzen. Und das weißt du hoffentlich auch. Es
ist mir aber leider rausgerutscht und ich hoffe du kannst mir verzeihen! Bitte,
Sue! Wir brauchen dich und Jenny immerhin für unsere Tour! Bitte lasst
uns nicht im Stich! Also? Kommst du noch?" fragte Kian vorsichtig und irgendwie
süß. Sue überlegte eine Zeit lang, willigte aber letztendlich
ein. Glücklich umarmte sie Casanova, zog sich an und machte sich auf den
Weg. Kian legte erleichtert auf und ging ganz cool wieder zu den anderen und
berichtete ihnen von seiner erbrachten Leistung. In der Zeit, als Kian draußen
war, hatte Jey den anderen die Entwürfe angefangen zu erklären und
machte einfach weiter, da sie ja nicht wusste, wann Sue aufkreuzen würde.
Nach einer Weile klopfte es vorsichtig an der Tür. Sue trat mit gesenkten
Kopf ein, entschuldigte sich für die Verspätung und gesellte sich
zu den anderen, die sie erst mal begrüßten. Susi war total froh,
dass sie so begrüßt wurde. Jetzt konnten sich alle den Entwürfen
von Jenny widmen, wobei Sue auch überrascht die Zeichnung von Shane bemerkte,
aber nichts dazu sagte. Alle waren von den ersten Entwürfen begeistert
und Sue bekam auch ein paar neue Einfälle, was bei der tollen Vorarbeit
von Jey nicht schwer viel. "Und wann könnt ihr mit der praktischen Arbeit
anfangen?" wollte Anto ungeduldig wissen. "Sobald wir noch ein paar genauere
Sachen dazu sagen können. Aber eigentlich könnten wir schon mal mit
dem Messen der Jungs anfangen und uns die Maße und so aufschreiben. Das
könnten wir theoretisch auch schon morgen machen und dann brauchen wir
uns nur noch die Stoffe aussuchen und anfangen unsere Ideen in die Wirklichkeit
umzusetzen, vereinfacht gesagt." meinte Jey. "Natürlich wird es trotzdem
knapp alles in 5 1/2 Wochen fertig zu stellen!!!" "Sogar ziemlich knapp!" fügte
Sue hinzu. "Aber es ist möglich?!" fragte Anto nervös nach. "Wenn
wir Tag und Nacht schuften und unser Bestes geben: JA!!!" schoss aus entschlossen
aus Jey raus. "Und wir sind auch die Besten! Es wird schwer, aber wir können
es schaffen!" unterstützte Sue Jenny.
Shane sah Jey anerkennend an: "An Selbstbewusstsein mangelt es euch 2 Süßen
nicht, oder? Auf jeden Fall merkt man nix davon!!" "Wir wissen nur, was wir
können!" sagten Jey und Sue gleichzeitig und alle mussten anfangen zu lachen.
Am nächsten Morgen standen die beiden schon früh auf, um sich weiter
an die Entwürfe zu machen. Außerdem würden 10:00 Uhr sowieso
die Jungs kommen, damit Jenny und Susi sich ihrer Körper annehmen und durch
messen schauen durften, wie gut in Form die Jungs wirklich waren. "Also für
die Balladen würde ich etwas edles vorschlagen, meinst du den Jungs würden
Anzüge stehen?" fragte Sue Jey. Jenny stellte sich Shane grad in einem
Anzug vor: Er sah einfach nur umwerfend aus. "Ja ich denke schon. Ich weiß
ja nicht, steht Kian auch ein Anzug?" forschte sie nach. "Ja sogar sehr. Ich
denke auch, dass allen ein Anzug steht. Man muss nur schauen, wem welcher Style
genau steht. Nicky ist, zum Beispiel, ein cooler Typ und braucht etwas cooles;
Während ich Shane in etwas edleres stecken würde. Aber natürlich
darf es dann nicht blöd aussehen, wenn alle Jungs zusammen auf der Bühne
sind, verstehtste? Was frag ich! Na klar verstehst du das!" wurde Sue klar.
"Hab mich schon gewundert. Wir arbeiten schon so lange zusammen und du fragst
mich, ob ich was nicht verstehe!!! Mein Gott! Manchmal brauchen wir uns nur
ansehen und wissen schon, was die andere meint!" meinte Jenny beleidigt. "Sorry!"
sagte Sue und knuddelte ihre Freundin. Sie machten sich weiter an die Arbeit
und kriegten in kürzester Zeit noch ein paar traumhafte Entwürfe hin.
"Du, Jey? Hast du nun eigentlich schon von den anderen auch so ein Bild, wie
von Shane, gemalt? Nicht, dass sie ihre Bilder sehen wollen, wenn sie hier sind."
Jenny durchfuhr es! Scheiße! Sue hatte recht. Was, wenn die Jungs auch
ihre Bilder sehen wollten?! "Dann such ich sie, kann sie aber nicht finden.
Ich hab sie verlegt, oder so. Meinst du, dass das eine glaubwürdige Ausrede
ist?" Susi überlegte kurz, aber beruhigte Jenny mit einem überzeugtem
Nicken. Nach einer Weile wurden sie durch ein Klingeln plötzlich aus den
Gedanken gerissen. Die beiden Girls schauten auf die Uhr. Es war schon 09:59!!!
Was schon sooo spät!!!!!??? durchfuhr es beide.
Sie stürmten zur Tür und wären dabei beinahe gestolpert, da Casanova,
der schon die ganze Zeit durch die Wohnung gestreunert war, es sich kurz vor
der Tür bequem gemacht hatte. Zum Glück bemerkte er noch früh
genug die 'Gefahr’ und sprang mit einem Satz davon und die Mädels krachten
gegen die Tür. Man konnte hören, wie draußen ein Gelächter
ausbrach. Dann fragte eine Stimme noch halb lachend: "Alles okay bei euch da
drin?...Ähm, können wir schon rein oder braucht ihr noch etwas Zeit?
Wozu auch immer." Wieder ging das Gelächter los. Dann konnte man Shane’s
besorgte Stimme hören: "Ihr habt euch doch nichts getan, oder? Wir können
ja rein kommen und gucken, ob ihr okay seid, natürlich nur, wenn ihr nichts
dagegen habt?" Susi und Jenny öffneten die Tür und sahen in die amüsierten
Gesichter der Jungs. Shane war jedoch der einzigste, der sie auch besorgt ansah
und musterte. "Was war denn da drin los?" fragte Kian immer noch sehr amüsiert,
als jemand auf ihn zukam. "Ach Casanova! Dich gibt’s also auch noch!" sagte
er zu dem Kater, den er Sue während ihrer glücklichen Beziehung mal
geschenkt hatte, damit sie sich nicht so einsam ohne ihn fühlte. "Da haste
den kleinen Grund!" sagte Sue auf Casanova deutend. Die Jungs fingen noch mal
an zu lachen. Shane legte führsorglich den Arm um Jey und meinte: "So lange
euch nichts passiert ist, sollten wir beruhigt sein. Habt ihr eigentlich weiter
an den Entwürfen gearbeitet?" "Na klar! Wir müssen euch doch immerhin
gut aussehen lassen! Das ist doch immerhin unser Job und den erledigen wir immer
wenigsten zu 100%!!"antwortete Jey und deutete auf die Blätter, die auf
dem Stubentisch rumlagen.
CHAPTER 14:
"Setzt euch doch noch einen Moment, wollt ihr was trinken?" fragte Sue als höfliche
Gastgeberin, nachdem sie die Jungs hereingebeten hatte. "Ich hätte gern
ne Coke, wenn’s geht!" "Ja ich auch!" "Mark, Shane, Kian was trinkt ihr?" "Och
wir nehmen auch ne Coke!" und schon war Sue in ihrer kleinen Küche verschwunden.
"Habt ihr was dagegen, wenn wir dann gleich maßnehmen, wenn Susi zurückkommt?"
Jenny erhielt ein Nicken von allen Seiten. Schon stand Sue mit einem Tablett
voll Gläser wieder im Raum. "Warte ich helf dir!" Kian stand sofort auf
und nahm ihr das schwere Tablett ab. Sue sah ihn ganz erstaunt an. "Was ist?
Ich werde dir doch wohl noch helfen dürfen oder?" "Ja ich sag doch gar
nichts!" Die restlichen Lifer und auch Jenny konnten sich ihr grinsen bei dieser
Szene nicht verkneifen.
Nachdem jeder sein Glas brav geleert hatte, Sprang Sue energisch auf und meinte
"So dann lasst uns mal sehen, wie gut ihr noch in Form seit, ok?" Allgemeines
Lachen machte sich breit. "Bry hat extra heut morgen nicht viel gefrühstückt,
damit ihr keinen Schreikrampf kriegt!" "Man Nix, musste alles verraten!" Das
Lachen wurde noch lauter. Jey & Sue mochten die Späße der Jungs.
"Ok, wer kommt zuerst dran?" wollte Mark voller Tatendrang wissen. "Also wir
haben gedacht, wir machen das ganz einfach, nach dem Alphabet, Bry kommt zu
mir, Kian zu Sue, Mark zu mir, Nicky zu Sue und Shane wieder zu mir, oder habt
ihr was dagegen?" Jenny erklärte den Boys von ihrem Vorhaben. Shanes Gesicht
erhellte sich schlagartig als er erfuhr, dass Jenny sich seiner annahm.
"Ach Jey, hast du eigentlich noch die Stoffvorlagen in deiner Wohnung? Dann
könnten die Jungs sich nämlich gleich nach nem Stoff umgucken!" "Ähm,
ja müsste ich gucken. Die sind auf jeden Fall noch da, nur wo, das ist
die Frage! Außerdem müsste mir wohl jemand beim tragen helfen, denn
soweit ich weiß, war das ziemlich viel!" "Ok, dann kann Shane ja mit dir
kommen und Kian kommt dann als erstes zu mir!"
Die beiden Jungs standen also auf und folgten der jeweiligen Dame durch die
Tür.
Bei Kian und Susi:
Kian schloss ganz vorsichtig die Türe hinter sich, als beide Sue’s Schlafzimmer
betreten hatten. "Wo soll ich mich hinstellen?" fragte er ganz diskret "Da vor
den Tisch am besten!" Gesagt, getan! Sue schnappte sich ihr Maßband und
stand nun genau vor Kian, eine unangenehme Situation, wie sie fand.
Schüchtern standen die beiden sich gegenüber. Kian war es schließlich,
der die Stille durchbrach "Bin ich so widerlich?" Sue sah erstaunt auf "Was
ist denn das für eine Frage?" "Na ja ich meine ja nur, du stehst hier vor
mir, wie vor irgendeinem Fremden" "Kian, kannst du denn nicht verstehen, dass
es für mich nicht gerade leicht ist, dir wieder so nahe zu sein?"
"Natürlich, es ist ja auch nicht gerade leicht für mich, aber es geht
hier ja gerade nur um unsere Kostüme, also ums Maßnehmen, das ist
doch OK für dich, oder?" Er sah ihr besorgt in die Augen, doch seinem Blick
konnte sie nicht standhalten und schaute deshalb schnell zu Boden. "Nein, es
ist OK, ist ja mein Job und außerdem behältst du ja deine Klamotten
an.!" Sue sah kurz zu ihm auf, doch seine eisblauen Augen ließen ihren
Körper mit Unsicherheit überhäufen. Langsam legte sie ihr Maßband
um seinen Oberkörper. "Kann es sein, das du Zugenommen hast?" "Hm... ja
das kann sein, ist es so offensichtlich?" "Nein, steht dir gut. Ist mir nur
so aufgefallen, gerade wo ich dir so nahe bin!" "Nun ja Jodie kann sehr gut
kochen!" "Jodie kann kochen? Hätte ich ihr gar nicht zugetraut!" Susi zog
anerkennend ihre Augenbrauen hoch. "Hey red mal nicht so von meiner Zukünftigen....Ja,
sie kann kochen und außerdem beherrscht sie auch noch andere Dinge!" Ein
freches Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. "Verschone mich bitte
mit Einzelheiten!" stöhnte Sue genervt auf. Sie wollte jetzt bloß
nicht höre wie toll Jodie doch war....
"Gut, ich kann aber auch den Bauch einziehen, aber dann wäre es deine Schuld,
wenn die Hose zu eng ist und ich auf der Bühne tot umfalle, weil ich keine
Luft mehr krieg! Und das willst du doch nicht oder?" "Wer weiß?" Sue sah
ihn frech an. "Aha, das soll also ein Attentat auf mich werden?" Verdient hättest
du es ja! Dachte sie sich nur. "Nein, das könnte ich nicht verkraften!"
"Oh wow, bin ich dir so wichtig?" "Du nicht, aber mein Job, und den wäre
ich los, wenn ich meinen Kunden umbringen würde!" "Hey jetzt werd` mal
nicht frech!" Kian knuffte Sue in die Seiten "Hey Kian, bitte hör auf,
du weißt doch, dass ich so verdammt kitzelig bin!" Doch er dachte gar
nicht dran aufzuhören. Sue konnte nicht anders, sie fing an lauthals zu
lachen. Erst als sie ihn weitere 20mal bat aufzuhören, ließ er Gnade
walten. Sue sammelte sich und schon standen sie wieder schweigend voreinander.
Kian sah sie nachdenklich an und Sue überkam dieses Gefühl, das sie
so lange vermisste, es war das Gefühl der Vertrautheit. Bedrückt sah
sie ihn an.
Und dann geschah es!!!!
Kian hob sachte ihr Kinn an und beugte sich leicht zu ihr nach unten. Als ihre
Lippen sich berührten, war es wie ein Feuerwerk, dass über Sue hereinbrach.
Doch schnell realisierte sie, das Das, was sie hier taten falsch war. Sofort
löste sie sich von ihm und drehte sich weg. "Was war denn das?" fragte
sie leise. Kian stand schuldbewusst hinter ihr und kratzte sich verlegen am
Hinterkopf. "Sue, es... es tut mir leid, das eben... ich weiß auch nicht...
das war.... es hätte nicht passieren dürfen!" "Kian, ist schon ok,
es... es war... ach ich weiß auch nicht... ein Ausrutscher, nichts Bedeutsames,
ok?" Susi schossen die Tränen in die Augen und so sehr sie auch versuchte
sie zurück zu halten, gelingen wollte es ihr nicht. "Sue, alles in Ordnung
mit dir?" Sie drehte sich langsam um. Kian machte einen vorsichtigen Schritt
auf sie zu, doch sie wich zurück. "Nein Kian, nichts ist in Ordnung, gar
nichts.... seitdem du wieder in meinem Leben auftauchen musstest, ist alles
furchtbar, ich kann nicht mehr Essen, nicht mehr schlafen. Deine Anwesenheit
macht mich völlig unsicher und ich... ich ... ich..." Susi flossen die
Tränen in Strömen über die Wange. Ki legte schließlich
doch, nach kurzem zögern seine Arme um sie und Sue ließ es geschehen.
"Shhhhhh" sachte und beruhigend strich er ihr über den Rücken, dann
sprach sie weiter " ich... liebe dich noch immer ... so sehr ich mich auch dagegen
wehre, meine Gefühle zu dir werden nur stärker und stärker..."
"Sue, meine Gefühle zu dir haben sich auch nie geändert, doch ich
werde bald heiraten, um genau zu sein in 2 Monaten und..." "2Monate?" Susi sah
ihn erstaunt an "Aber du kennst sie doch gerade mal 1 Jahr ... oder kanntest
du sie etwa schon zu unserer Zeit? Zumindest scheinst du dich sehr verändert
zu haben, denn du heiratest Jodie schließlich nach 1 Jahr und nicht erst
nach 2 Jahren Beziehung!" "Wenn’s dich interessiert, wir kennen uns gerade mal
10 Monate, ich hab sie also neben dir noch gar nicht gekannt! Und wenn du’s
genau wissen willst: Sie hat mir den Antrag gemacht, nicht ich ihr, wenn’s nach
mir ginge, hätte ich gewartet!" Er stoppte kurz, um sich etwas von Sue
zu lösen, dann sah er sie ernst an "Und verändert hab ich mich auch
nicht, höchstens mein Gewicht, aber meine Gefühle dir gegenüber
sind fast die selben wie damals...." Sue hätte ihn am liebsten jetzt geküsst
und sie hätte sich auch über sein Geständnis freuen müssen,
doch sie konnte nicht, denn ihr war klar, dass ihre gemeinsame Zeit zu Ende
war und nun Jodie in Kians Leben getreten war.
Sie stand ihm so hilflos gegenüber, dass er nicht anders konnte als sie
in den Arm zu nehmen "Es tut mir leid Sue, es tut mir leid!".....
In der Zwischenzeit in Jey’s Wohnung:
"Oh man, die müssen doch hier irgendwo sein, verdammt!" Jenny stand auf
ihrer Leiter und durchwühlte ihren Schrank nach diesen verflixten Stoffvorlagen,
die sie heute brauchten.
"Sei bloß vorsichtig, hörst du?" Shane stand unten und beobachtete,
wie Jey auf der Metallleiter rumturnte, um in die hinterste Ecke zu kommen.
"Ah, ich hab’s! Wusste doch, dass die hier irgendwo sein müssen! Ich muss
nur noch ganz hinten drankommen. Wenn ich doch nur ein Stückchen größer
wäre!" Jenny maulte eigentlich eher mit sich selbst als mit diesen dummen
Stoffen rum.
Shane hob Jey von der Leiter runter und holte einen Stuhl. "Und das soll mir
beim größer werden helfen??" fragte sie skeptisch. "Nein! Aber das!"
entgegnete er ihr, stieg mit Jenny auf den Stuhl und hob an. Jetzt konnte sie,
wenn sie Shane richtig lotste, an die Stoffe rankommen. Shane musste sich selber
loben! Er konnte was für Jenny und somit für die Arbeit tun und hatte
dabei auch sein Vergnügen. Er betrachtete sie ausgiebig aus dieser Position,
denn wer wusste, wann er dazu das nächste mal die Chance hätte. Jenny
bemerkte dies zufällig und musste, ganz zufällig natürlich, sich
noch mehr strecken, um an die Stoffe ranzukommen. Das Spiel schien beiden zu
gefallen; vielleicht einer der Gründe, warum sich beide Zeit ließen.
Nach einander legten sie die Stoffe auf den Boden und fingen an rumzualbern,
so sehr, dass beide das Gleichgewicht verloren. Shane legte geistesanwesend
schützend seine starken Arme um Jenny. Zum Glück fielen sie auf das
weiche Bett, was hinter ihnen stand. Nachdem sie sich von dem Schock erholt
hatten, fingen beide zulachen an. Nach einer Weile, die sie Arm in Arm so da
lagen, kamen sie sich näher. Stück für Stück näherten
sich ihre Gesichter. Jenny konnte seinen Atem spüren und er ihren. Es war,
als ob die Welt still stehen würde, oder sie sich nur um sie drehen würde.
Dann auf einmal hatte Jenny das Gefühl, dass tausende von Schmetterlingen
in ihren Bauch plötzlich zum Leben erwachten und wild umherflogen. Erst
ein paar hundertstel Sekunden später realisierte sie warum. Sie fühlte
unglaublich zarten Lippen auf ihren. Sie hatte schon vorher viele Typen geküsst,
aber dieser Mann hatte es wirklich drauf!!! Sie waren so in den Kuss vertieft,
dass sie nicht merkten, das jemand in der Tür stand: DENIS!
Er sah sich das Spektakel eine Weile an, in der Hoffnung die Küssenden
würden ihn bemerken. Aber wahrscheinlich waren Shorty und Jey zu sehr ich
ihren Kuss vertieft.
Denis klopfte mal kurz bei Sue, um zu schauen, ob jemand bei ihr sei und wurde
nicht wirklich überrascht, als Nicky die Tür öffnete und erklärte,
dass Denis störe. "Das wundert mich nicht wirklich. Nur das hier nicht
auch solche Orgien gefeiert werden, wie drüben!!!" schnauzte er den total
verwirrten Nicky an. Nixta wurde langsam ungeduldig und lugte einfach mal ins
Zimmer rein, um zu erfahren, wie weit die beiden schon waren. Überhaupt
waren alle überrascht, dass alles im Zimmer so ruhig vor sich ging und
alles so viel Zeit brauchte. Sue war wieder in Kian’s Armen und schluchzte noch
leicht, als sie Nicky bemerkte: "Wir sind sofort fertig! Nur noch 1, 2 Sekunden."
Sue und Kian sahen sich an. Er wischte ihre Tränen weg. Auch wenn es ihr
sehr schwer viel, versuchte sie sich wieder an die Arbeit zu machen. Innerhalb
von wenigen Sekunden hatte sie Kian’s Maße gemessen und notiert.: "Okay,
du kannst jetzt gehen, wenn du willst." "Und was, wenn ich nicht will?" "Dann...
Kian. Du weißt, dass du jetzt raus musst. Ich muss mich doch noch um die
anderen kümmern...und da würdest du nur stören. Also bitte geh
raus Kian, bitte!" Widerwillig tat er ihr den Gefallen und verließ das
Zimmer, worauf Nicky endlich reinkommen konnte. Er wusste nicht, wie er sich
verhalten sollte. Er war ja sehr neugierig, traute sich aber nicht recht zu
fragen. Da Sue ihn ja kannte sagte sie ungeduldig: "Na los! Frag schon! Ich
weiß doch, dass du wissen willst, was hier los war, damit du es weiterquatschen
kannst!" "Wow, danke für den freundlichen Empfang! Du warst echt nie charmanter!"
meinte Nicky verletzt. Sue entschuldigte sich und ging an die Arbeit. Beide
schwiegen die ganze Zeit bis Nicky sich traute einen Ton von sich zu geben.
"Ich weiß, dass du nicht drüber reden willst, oder? Also macht es
dir hoffentlich nichts aus, wenn ich...irgendwas erzähle und du zuhörst?"
Susi nickte Nicky schmunzelnd zu. Und Nicky tat das, was er neben sexy sein
am Besten konnte: reden. Mit seinen Albernheiten heiterte er sie ziemlich schnell
auf und war traurig, als alles notiert und gemessen war.
Wieder bei Jey:
Nach einer Weile konnten die beiden sich langsam wieder von einander lösen
und sahen sich an. Shane fuhr Jey über die Lippen. Diese Berührung
ließ ihr einen Schauer über den Rücken laufen. Sie war wie gefesselt
von seinem Blick, seinen Berührungen, von einfach allem! Nach einer endlosen
Zeit des gegenseitigen Anschauens, fing Shane an zu lächeln. Sie musste
auch lächeln und fragte: "Ist was?" "Nein, ich hab nur grad festgestellt,
dass ich hier mit der allerschönsten Frau die es gibt, zusammen in einem
echt gemütlichen Bett liege und der Rest meines Lebens so weitergehen könnte,
weil ich nichts andres brauche!" Er war einfach unglaublich süß!!!
Jenny lächelte verlegen. Sie war ja schon viele Komplimente von Denis gewohnt
aber Shane überbot ihn locker! DENIS!! Sie hatte ihn voll und ganz vergessen!
Was sollte sie jetzt nur tun? Einfach aufstehen und sagen 'Sorry Shane war zwar
ganz nett, aber ich hab nen Freund!’???!!! Jenny überlegte. Nach einer
Weile spürte sie Shane’s Lippen ihren Hals lang fahren. Doch die beiden
wurden gestört, als es an der Tür klopfte: "Ähm, Jey? Shane?
Seid ihr hier? Ich hab schon alle Typen jetzt gemessen, damit es voranging.
Hoffe es ist nicht schlimm. Na ja die Jungs würden jetzt gern die Stoffe
ansehen und Shane’s Maße brauchen wir ja auch noch...Kann ich reinkommen?"
Jey und Shane standen auf, hoben eine große Stoffrolle auf und waren für
den Transport bereit. "Klar kannst du. Musst aber nicht. Da wir grad dabei sind
die erste Rolle rüberzutragen. Du kannst aber die Tür aufmachen. Bist
du bitte so lieb, Sue?" "Klar."
Susi ging wieder zu den anderen rüber und wartete mit ihnen bis alle Stoffrollen
drüben waren. Nicky unterhielt sich mit Kian, der etwas genervt wirkte
und zur Ablenkung öfters zu Sue rübersah und sie anlächelte.
Sie sah ihn auch die ganze Zeit und überlegte, was sie denken, tun oder
fühlen sollte. Tausende von Gedanken durchströmten sie, aber brachten
ihr nicht die erhoffte Lösung. Nach wenigen Minuten waren alle Stoffrollen
drüben und die Jungs, vor allem Nicky, stürzten sich wie wild drauf,
bis auf Kian, der das Ganze um einiges gemütlicher anging. Nicky war begeistert:
"Ui!! DAS KÖNNTE MAN FÜR DIE KÄFIG-SACHE NEHMEN!!! UND DARAUS
KÖNNTE MAN DIE KLAMOTTEN SCHNEIDERN, DIE WIR DANN IN DEN EINZEL-KÄFIGEN
ODER SPÄTER ANHABEN!!!!" Alle mussten über Nicky’s überschäumende
Begeisterung schmunzeln. Jey und Shane verzogen sich erst mal in Sue’s Schlafzimmer
um seinen Körper zu vermessen. Währenddessen fragte Nicky Sue mal,
ob sie diesen merkwürdigen Typ, den er ihr beschrieb, kannte. Sie wusste
sofort, dass er Denis meinte. Nicky erzählte auch noch wie "freundlich"
er gewesen war und was er alles so gesagt hatte. So kannte sie Denis noch gar
nicht und verstand auch nicht den Grund für Denis’ kleinen Ausraster. Sie
entschloss mal nach Jenny zu sehen, um ihr davon zu berichten. Susi erstarrte
in der Tür: Shane und Jey küssten sich! Und das nicht nur ganz kurz.
Kian bemerkte ihre Erstarrung und beschloss dem Grund dafür nachzugehen.
Auch Kian war von dem Szenarium überrascht. "Sieht so aus, als ob wir nicht
die Einzigen wären, die nicht voneinander lassen können!" flüsterte
er ihr ins Ohr. "Wer kann hier nicht von wem lassen?!" "Das ist doch sonnenklar:
Es geht uns beiden gleich, besser gesagt uns vieren." "Kian! Schon vergessen??
Du hast doch Jodie und heiratest in 2 Monaten." "Stimmt! Sorry!...Wow Shane
geht dafür, dass er sie kaum kennt aber ganz schön ran! So kennt man
ihn ja gar nicht!" Kian legte aus alter Gewohnheit seine Arme um Sue und beide
betrachteten die beiden Küssenden weiter. "Sollen wir dazwischen gehen?"
fragte Sue ahnungslos. "Weiß nicht. Die beiden sehen doch ganz süß
zusammen aus! Ich weiß bloß nicht, ob das Shane’s Fast-Freundin
gefallen würde. Aber die sind halt sowieso noch nicht wirklich zusammen.
Kennen sich nur sehr gut und küssen sich manchmal und so..." Sue schloss
leise wieder die Tür und klopfte an. "Ja?! Ach ja! Ähm, wir kommen
gleich!!" ertönte Jenny’s Stimme. Wenige Sekunden später kamen sie
auch tatsächlich raus. Nicky saß immer noch über den Stoffen
und ließ seiner Fantasie freien lauf. Sue und Jey schrieben seine Ideen
auch auf, da sie alles andere als schlecht waren. Dann mussten die Jungs auch
schon wieder gehen und ihre Termine einhalten. Diesmal umarmte jeder jeden zum
Abschied.
CHAPTER 15:
"Boah, was ein Tag!" Jenny ließ sich erschöpft neben Sue auf die
Couch fallen. "Ja zum Glück haben wir den ersten stressigen Teil hinter
uns! Die Jungs sind echt schlimmer als kleine Kinder!" stellte Sue lächelnd
fest. Jenny schaute während dessen traurig auf ihr Handy. "Er hat sich
heute noch gar nicht gemeldet!" sagte sie leise vor sich hin. "Wer?" "Na Denis,
er ruft sonst mehrmals täglich an und heute noch kein einziges Mal!" Sue
wurde ernst "Na an seiner Stelle würde ich mich so schnell auch nicht mehr
bei dir melden!" Jenny schaute Sue schockiert an "Wieso denn?" "Ähm...
Jey, ich will’s mal so formulieren,...ähm...also wenn du rein Zufällig
mitkriegst, dass deine Freundin wild knutschend mit einem anderen Mann auf eurem
Bett liegt, das würde dir sicher nicht gefallen!" Jey wurde blass. "W...w...wie
meinst du das?" fragte sie unsicher nach. "Jey, mir musst du nichts vorspielen.
Ich weiß, dass du Shane wirklich magst!" Sue grinste sie an. "Ähm...Sue,
ich glaube du hast da was falsch verstanden...!" "Ach ja, was kann man denn
an 'Zungenkampf’ falsch verstehen?" "SUE! Ich glaube du hast Wahnvorstellungen,
meine Liebe!" Doch Sue wurde ernst. "Jenny du weißt, dass du meine beste
Freundin bist, ja? Und du weißt auch, dass ich dich immer unterstützen
werde, egal was passiert, aber bitte tu mir einen Gefallen, ja?" Jey nickte
stumm und fragte dann "Was denn Sue?" "Verlieb dich bitte nicht so wie ich in
einen Star!" Jey sah bedrückt zu Boden, sie wusste, dass sie Sue nicht
vormachen konnte, dass zwischen Shane und ihr nichts war, deshalb versuchte
sie es auch gar nicht mehr abzustreiten. "Sue, ich ...ich fühl mich so
schlecht, ich hab Denis hintergangen... meinst du er weiß es irgendwoher
und meldet sich deshalb nicht?" Sue nickte zustimmend "Ja da bin ich mir sehr
sicher, denn Nicky hat mir vorhin erzählt, das ein Typ, wie wildgeworden
vor meiner Tür stand und Nix beleidigte... er sagte irgendwas von wegen
Orgien feiern und wildes Geknutsche bei Jey... ach keine Ahnung, auf jeden Fall
schien er nicht einfach ohne Grund so sauer gewesen zu sein!" Jenny legte ihr
Gesicht in ihre Hände. "Also doch!" "Was also doch?" fragte Susi nach.
"Ich dachte vorhin, ich hätte mir eingebildet meine Haustür zu hören
und jemanden wäre hereinkommen... dachte dann aber wieder, dass es nicht
sein konnte... aber anscheinend war es doch jemand... und zwar Denis!" Jenny
fing an zu weinen, sie fühlte sich einfach furchtbar. Susi nahm sie tröstend
in den Arm.
"Shhh schon gut!" sie strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. "Was
soll ich denn jetzt machen Sue? Ich weiß es nicht, Denis ist sicher total
sauer und Shane, bei ihm weiß ich ja gar nicht woran ich bin...und Zukunft
hätte es sicher auch keine..!" Jey fing noch mehr an zu weinen. "Also wenn
du mich fragst... Shane ist zwar ein sehr netter Kerl, doch ich glaube bei Denis
bist du besser aufgehoben....!" "Ich glaube du hast Recht!"
Während dessen bei Westlife:
"Sag mal Shorty, dein Dauergrinsen, woher kommt denn das?" wollte Bryan neugierig
wissen. Doch Shane schwieg und grinste nur noch breiter.
Kian ließ sich neben Shane nieder "Du magst sie sehr stimmt’s?" "Wen?"
"Na Jey, sie scheint’s dir schon irgendwie angetan zu haben!" Kian grinste ihn
frech an und Shane machte keinerlei Anstallten dies zu leugnen. "Boah Ki, sie
ist einfach unglaublich! Wenn ich sie sehe, bin ich hin und weg!" "Das merkt
man dir an Shorty!" "Echt? So auffällig?" Nun gesellten sich auch Mark
und Nicky in die Runde. "Was ist auffällig?" fragte Mark nach, der nur
ein paar Worte vom vorigen Gespräch mitbekommen hatte. "Na das Shorty in
Jenny verschossen is!" kam es ganz locker von Nicky. Shane sah ihn verblüfft
an. "Ey Nixta, sonst kriegste doch auch nix mit, aber wie kommste denn bitte
jetzt da drauf??" "Boah Shane, das sieht sogar ein Blinder mim Krückstock!"
kam es, noch bevor Nicky antworten konnte, von Bryan. Ungläubig schüttelte
Shane den Kopf. Unglaublich diese Jungs, sie kannten ihn wohl schon zu gut!
"Ne jetzt mal im Ernst, was läuft denn da zwischen euch?" wollte Mark wissen.
"Was soll denn da laufen? Nicht viel..." "Nicht viel, ha das ich nicht lache,
vorhin hättet ihr euch ja beinahe aufgefressen!" Schallendes Gelächter.
"OK, OK, wir haben uns geküsst... und ich... na ja ich finde sie sehr anziehend!"
er grinste breit vor sich hin. "Na ich glaube da hat Amor zugeschlagen oder?"
"Ja kann schon sein!" gab Shane glücklich zu.
CHAPTER 16:
"Denis, bitte glaube mir doch... da war nichts weiter!" "Nichts weiter? Warum
sollte ich dir denn glauben? Wenn du schon mit irgendwelchen Stars rumknutschst,
woher soll ich denn wissen, dass du nicht noch weiter gehst?" "Du musst mir
einfach glauben. Denis, es tut mir leid, ich weiß nicht wie das passieren
konnte!" "Tja eigentlich hätte das überhaupt nicht passieren dürfen,
oder bist du mit einem Mann nicht zufrieden, brauchst du gleich zwei um deine
Bedürfnisse zu stillen? Du kommst mir vor wie irgendeine billige Schlampe!"
Jenny wusste, dass sie einen Fehler gemacht hatte, doch Schlampe? Das war sie
nun wirklich nicht! Sie brach heulend am Telefon zusammen. "Denis, bitte verzeih
mir... ich ich liebe dich doch!" Es war kurze Zeit still dann sagte er " Jenny,
ich war mir sicher, das ich dich liebe, doch jetzt hast du mein Vertrauen echt
gebrochen und ich will dir ja verzeihen, doch ob ich das kann weiß ich
nicht!" "Was muss ich tun damit du mir verzeihst?" fragte sie mit zitternder
Stimme nach, sie wusste ganz genau was nun folgen würde. "Nun, mir würde
es besser gehen, wenn du ihn nicht mehr siehst!" "Aber Denis, wie soll ich das
denn machen? Ich arbeite doch mit ihm zusammen!" "Lass dir was einfallen. Ich
will dich jedenfalls nicht mehr mit ihm zusammen sehen!" "Das kannst du doch
nicht von mir verlangen!" "Jey, liebst du mich?" "Ja, mehr als alles andere!"
"Dann kann ich das auch von dir verlangen!" Jenny seufzte sammelte sich kurz
und versprach Denis schließlich, Shane nicht wieder zu sehen, doch wie
sie das hinkriegen sollte, wusste sie selbst nicht.
Kaum hatte sie aufgelegt, brachen die Tränen förmlich aus ihr raus,
ohne das sie es wollte. Hemmungslos schluchzte sie vor sich hin. Sie liebte
Denis, da war sie sich sicher und sie wollte auch alles tun, damit er ihr verzeihen
konnte. Doch Shane, ihn hatte sie so sehr in ihr Herz geschlossen, seine Liebenswerte,
zuvorkommende und fröhliche Art, hatten sie begeistert.
Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Also ging sie zu der Person mit der sie
über alles reden konnte und die ihr auch immer half so gut es ging: Sue.
Sue lag grad auf ihren Sofa schmuste mit Casanova und erzählte ihm von
Kian und das sie sich wieder verstanden, als es an ihrer Tür klopfte. Sue
sah erstaunt zur Uhr. Wer könnte das denn noch sein? Sie stand auf öffnete
die Tür und sah vor sich eine verheulte und verzweifelte Jenny. "Hey Süße!!
Was ist denn los???!!!?" fragte Susi sie sehr erschrocken. Jey versuchte zu
antworten doch statt Worte kamen nur Tränen aus ihr raus. Sue brachte sie
erst mal ins Wohnzimmer, setzte sie auf die Couch und machte für beide
einen schönen Tee. Während dieser vor sich hin zog, widmete sie sich
wieder ihrem Gast. Susi nahm sie erst mal in den Arm und wartete bis sich ihre
Freundin ausgeweint hatte. Danach begann sie vorsichtig nachzufragen, was denn
nun eigentlich los sei. Jenny brachte nicht viel raus, dafür aber ein deutlich
zu verstehendes Wort: Denis! "Ja und was ist mit ihm?...OH! Euer Gespräch...ihr
habt doch schon miteinander gesprochen, oder?" Jey nickte stumm. "Und was ist
dabei rausgekommen? Hat er Schluss gemacht, oder...?" Jenny verneinte dies durch
ein Kopf schütteln. Sue runzelte die Stirn. "Aber ihr habt euch heftig
gestritten, oder was ist mit dir los, Süße?" "Ich darf Shane nie
wieder sehen. NIE WIEDER!" "Aber das...das geht doch nicht!!! Ihr müsst
doch miteinander arbeiten! Du kannst doch nicht deinen Job für ihn aufgeben!
Er weiß doch gar nicht, was er sagt! Er sollte sich mal in unsere Lage
reinversetzten!!!" fing Susi an zu schimpfen. "Aber er macht sonst Schluss!!
Und ich...ich liebe ihn! Das weiß ich mit Sicherheit! Aber ich mag halt
auch Shane und das halt auch sehr!" "Jey, sweety! Du kannst nicht einfach deinen
Job aufgeben! Mensch...ich weiß auch nicht weiter...Ich werde mit Denis
reden!" beschloss sie. Sue wählte seine Nummer und ging in einen anderen
Raum, da sie es hasste solche Gespräche im Beisein einer Person zu führen,
die das Gespräch mit betraf. Als sich Denis am Ende der anderen Leitung
meldete fing Sue sofort an, ihn anzuschnauzen: "Sag mal was fällt dir eigentlich
ein Jennifer das anzutun!!!??? Hast du sie noch alle???! Der Job ist unbeschreiblich
wichtig für uns und das weißt du auch! Wenn wir ihm nicht hätten
und auch sonst noch mehr zu bezahlen hätten würden wir bald auf der
Straße leben!!! Willst du das etwa Jenny antun??? Mein Gott!!! Sie liebt
dich, verdammt noch mal, Deni, und das weißt du auch!!!" wurde Denis fast
angeschrieen. "Wenn diese dumme Schlampe gleich mit dem nächst Besten rummacht?!
Woher soll ich denn wissen, ob ich ihr vertrauen kann! Sie könnte mich
doch jede Sekunde, die ich nicht anwesend bin, mit diesem irischen Schaf betrügen
und das lasse ich nicht auf mir sitzen!!! Ich meine, sie könnte auch genauso
gut zu Hause arbeiten. Müsst ihr das jetzt langsam nicht sowieso? Oder
auf jeden Fall könnt ihr jetzt so arbeiten, dass ihr ihnen nicht jeden
Tag begegnen müsst." verteidigte er sich. Sue musste sich doch verhört
haben! Er hatte doch wohl nicht etwa zu Jenny Schlampe gesagt! Es gab ja viele
Personen, wo man das sagen konnte, auch wenn es nicht wirklich stimmte, aber
Jey war definitiv KEINE!!!!!!! "Sorry Denis! Wieder hol bitte den ersten Satz
noch mal!" "Den weiß ich doch jetzt nicht mehr!" "Okay! Dann frag ich
anders: Du hast Jey doch wohl nicht grad eine Schlampe genannt oder???" "Doch
das hab ich! Und meiner Meinung nach stimmt das auch!" "Also das reicht mir!
Ich weiß echt nicht warum du sie auch nur noch eine einzigste Sekunde
verdient hättest! UND: Um eins noch mal klarzustellen - Jey ist KEINE SCHLAMPE!!!"
Sue knallte den Hörer auf. Sie war außer sich vor Wut! Wie konnte
man Jey nur eine Schlampe nennen!? Von Denis hatte sie jetzt erst mal gewaltig
die Schnauze voll! Und Jenny hoffentlich auch! Sie war noch so sauer, dass sie
die Schlafzimmer zuknallte. Jey, die schon den Tee in die Stube gebracht hatte,
erschrak. "Sorry." "Ist schon okay. Ich bin mit den Gedanken woanders gewesen
und deswegen erschrocken. Und?" Susi setzte sich behutsam neben Jey. Wie sollte
sie ihr das alles erklären? "OK. Willst du meine ehrlich Meinung hören?
Vergiss den Typen!!! Wer dich eine Schlampe nennt, kann dich nicht wirklich
lieben. Glaub mir!" "Also nennt er mich immer noch so..." sagte Jenny getroffen.
"Was???!!! Er hat dich schon mal so genannt???!! Also das reicht jetzt wirklich!
Soll der Typ doch in der Hölle schmoren! Wir können und dürfen
unseren Job nicht aufgeben!!! Das hast du mir doch auch versucht klar zumachen!
Schon vergessen? Und wenn ich die Sache mit Kian wieder einigermaßen hingekriegt
hab, schaffst du das auch mit Denis und Shane!" Die beiden Freundinnen umarmten
sich. "Ich bin sicher Denis beruhigt sich wieder, falls dir wirklich so viel
an ihm liegt, was ich allerdings nicht ganz so verstehen kann. Aber glaube mir:
Es wird alles wieder gut. Und ich verspreche dir, dass wieder Gras über
die Sache wachsen wird. Wir sehen die Jungs sowieso erst in einer Woche wieder,
also mach dir bitte keine Sorgen." Hoffentlich hat Sue recht und es wird wieder
alles gut, hoffte Jenny mit all ihrem Herzen.
CHAPTER 17:
Bei Westlife war es momentan sehr stressig und umso günstiger war es auch,
dass sie sich erst mal nicht mehr mit den Mädels treffen mussten. Es war
zwar das Beste, fiel den Jungs aber merklich schwer, da sie die beiden schon
richtig ins Herz geschlossen hatten. Andrerseits freuten sie sich schon riesig
auf die ersten richtigen Entwürfe. Besonders Nicky war die Vorfreude anzumerken.
Er redete fast nur noch von der bevorstehenden Tour und von den Kostümen
und allem was dazu gehörte. Während Nicky anfing mit dem Thema Tour
zu nerven, quälte Shane die Truppe mit dem nicht zu stoppenden Sätzen
über Jenny Ryan. Die ganze Sache mit Jey hatte aber einen großen
Vorteil: Shane hatte innerhalb kürzester Zeit neue Songs geschrieben und
somit ging die Arbeit wie gewohnt weiter.
Jenny und Sue arbeiteten von früh morgens bis spät abends und gönnten
sich, wenn überhaupt nur kleine Pausen, da ja alles sehr schnell fertig
sein musste. In der ganzen Zeit hatten Sue und Jey weder richtigen Kontakt zu
den Liefern noch zu Denis. Ab und zu schaute natürlich mal John nach den
beiden, um zu gucken, wie weit seine besten Leute waren und erzählte dies
dann auch immer stolz Anto, damit die Jungs wenigstens ein paar Infos bekamen.
Die Arbeit ging sehr gut voran und so war schon nach kurzer Zeit das erste 5er
Outfit fertig. Nun mussten Jenny und Sue es natürlich den Jungs präsentieren,
damit sie wussten, ob irgendetwas geändert werden musste.
Der große Tag der ersten Präsentation rückte näher und
näher. Anto hatte den Jungs nichts davon erzählt, da er sie überraschen
wollte. Er sagte Bryan, Kian, Mark, Nicky und Shane nur, dass sie an diesem
Tag zur verabredeten Zeit im Zimmer sein sollten. Eine Sache, die die Jungs
außerdem noch sehr freute war, dass sie an diesem Tag ausnahmsweise mal
wieder frei hatten und das genossen alle: Bry hatte seine tolle Frau Kerry und
die 2 süßesten Kinder der Welt mitgebracht und auch Nicky wollte
die Zeit mit Georgina verbringen. Shane stellte den Jungs an diesem Tag jemanden
vor, den die anderen noch nicht so gut kannten: Michelle. Sie und Shane hatten
sich vor einiger Zeit in einem Pub kennengelernt und verstanden sich ganz gut
und obwohl Shane nie auf die Frage, was zwischen ihm und Michelle laufe, geantwortete
hatte, waren die Jungs sich sicher, dass die beiden mehr als nur gute Freunde
waren - auf jeden Fall bis zu jenen Tag, an dem Shane Jenny kennenlernte.
Mark war momentan immer noch Single und brachte somit keine Person an seiner
Seite mit. Dafür erschien Kian seit langem mal wieder zusammen mit seiner
Verlobten Jodie. Alle11 saßen zusammen in einem Zimmer, unterhielten sich
und überraschender Weise wurden sie von Nicky’s pausenlosen reden verschont,
da er die ganze Zeit sich entweder Georgina oder Molly bzw. Lilly widmete. Das
Spielen mit Molly und Lilly gehörten zu seinen Lieblinsbeschäftigungen
und Bryan musste Nicky immer wieder darin zügeln, um sicher gehen zu können,
dass Nicky die beiden nicht einmal mit nach Hause nehmen würde. So unterhielten
und amüsierten sich alle, als es überraschend an der Tür klopfte
und Anto reinkam: "So! Ich hatte euch Jungs eine Überraschung versprochen
und hier ist sie!!!" Nach dieser feierlichen Ankündigung wurde ein kleiner
Wagen, der mit einem weißen Tuch bedeckt war, reingefahren - von Jenny
und Sue! Das Lächeln der beiden Girls verschwand jedoch als sie sahen wer
noch so anwesend war. Sue starrte einfach nur zu Jodie, die genießerisch
in Kian’s Armen lag. Dieser Anblick zerbrach ihr Herz in noch kleiner Stücke,
als es sowieso schon zerbrochen war. Genauso ging es auch Jenny. Sie hatte sich
schon die ganze Zeit auf das Wiedersehen mit Shane gefreut und was musste sie
jetzt mit ansehen??? Da saß eine völlig fremde Person bei ihrem Shane
und es schien nicht so, als ob sie nur gute Freunde wären. Hatte Shane
nur mit ihr geflirtet und sie geküsst, um seinen Hormonspiegel wieder zu
senken oder um zu prüfen, ob er immer noch so gut bei Frauen ankam????
Warum war die ganze Welt in letzter Zeit nur so grausam zu ihr??? Warum musste
Denis sie aufs übelste Beschimpfen und sich so gut wie von ihr trennen
und dann tat die einzigste männliche Person, außer Denis, die ihr
soviel bedeutete, DAS an!! Jey versuchte ihre Tränen zu unterdrücken,
was ihr nur schwer gelang. Sie entschuldigte sich kurz und verschwand auf die
Hoteltoilette, während Sue immer noch wie versteinert im Türrahmen
stand. Die Situation war allen Anwesenden sichtlich unangenehm. Sue löste
sich langsam aus ihrer Starre und versuchte die ganze Situation zu erfassen.
"Ich...ich geh mal nach Jenny schaun. Was genau los ist und ob es ihr etwas
besser geht." stotterte Sue. Die Frauen an den Seiten der Lifer verstanden natürlich
überhaupt nicht, was los war und es bemühte sich auch keiner die Situation
aufzuklären.
"Jey? Süße? Bist du hier?" fragte Sue vorsichtig. Ein schluchzenden
und leises 'Ja’ antwortete ihr auf die Frage. "Alles Okay mit dir süße?...Sorry
dumme Frage. Geht’s schon wieder?" "Was denkst du denn???!!! Die Person, die
der Grund für den Stress mit Denis ist, sitzt neben einer Person, die sicherlich
nicht nur seine gute Freundin ist!!! Wie soll ich mich bitteschön dann
fühlen, hä?????!!!" wurde Sue angemotzt. "Jenny! Ich...ich kann doch
auch nichts dafür!!! Was denkst du denn, wie es mir geht??? Ich meine,
ich hab Jodie und Kian noch nie zusammen gesehen und dann seh ich sie plötzlich
nebeneinander turtelnd! Denkst du etwa, dass das für mich schön ist???!!!"
"Nein, aber du wusstest ja immerhin von den beiden und auch, dass sie seine
Verlobte ist!!! Ich wusste ja noch nicht mal, dass Shane vergeben ist!!!!" Noch
langem Diskutieren hatte Sue es geschafft, Jey davon zu überzeugen, dass
es das Beste wäre wenn sie jetzt langsam wieder ins Zimmer gehen würde.
Die beiden gingen in Richtung Hotelzimmer und klopften an die Tür.
"Herein!" erklang eine Stimme von innen und Sue griff nach der Türklinke
und öffnete die Tür. Gespannte, besorgte und fragende Gesichter erwarteten
sie drinnen. Jenny atmete einmal tief durch und sagte dann "Tut mir leid, ich
hab momentan einfach einige Probleme, die nicht so leicht für mich sind!"
dann ließ sie sich neben Shane nieder, der ein Stück zu Seite gerutscht
war. Doch sie würdigte ihm keines Blickes. "Geht’s wieder?" fragte er sie
leise und wollte seinen Arm dabei beruhigend um Jey legen, doch das war momentan
das Letzte, was sie wollte und deshalb rutschte sie ein Stück von ihm weg.
Shanes verwirrtes Gesicht bemerkte sie jedoch nicht.
Susi war vor dem verhängten Kleiderständer stehen geblieben, sammelte
sich kurz und fing dann an zu erklären. "Also eure ersten Kostüme
sind jetzt fertig und heute dürft bzw. müsst ihr sie zum 1. Mal anprobieren."
Mit diesen Worten zog sie das Tuch vom Ständer und 5 schwarz-weiße
Nadelstreifenanzüge kamen zum Vorschein. "Cool!" Nicky war der Erste, der
freudig aufsprang und zu Sue eilte. Georgina sah ihm belustigt hinterher. "Welcher
ist mir, hä? Welcher, welcher?" Nix stand wie ein kleiner Junge an Weihnachten
mit großen Augen vor Sue. "hm... mal sehen,... dieser hier!" Sie zog einen
Schwarzen Anzug vom Ständer und reichte ihn ihm. "Klasse!" Nicky’s Begeisterung
war kurz vorm überschäumen und vor lauter Freude drückte er Sue
einen Kuss mitten auf den Mund. Sue sah ihn überrascht an, dann zu Geo,
diese lachte und somit war nichts Ernstes für sie dabei.
Einer nach dem anderen bekam seinen Anzug zugeteilt, in welchen sie auch gleich
schlüpften. Kian, Bryan und Nix trugen schwarze Anzüge, während
Mark und Shane weiße anprobierten.
"Jungs, gut seht ihr aus!" kam es lobend von Kerry, die die Lifer genauestens
begutachtete.
Obwohl jeder Anzug andere Merkmale hatte, passten die 5 perfekt zusammen und
nicht nur Sue und Jey waren stolz auf ihre ersten Kostüme, sondern auch
die Westlife -Boys waren überglücklich damit. "Ok, soweit so gut,
jetzt müssen wir gucken ob noch irgendwas geändert werden muss, oder
ob alles passt!" Sue stimmte Jenny nickend zu. "Also ich würd sagen, damit
Bryan nicht immer den Bauch einziehen muss, sollte seine Hose, vielleicht etwas
geweitert werden!" Nicky grinste. "Haha Nixta, vielleicht ist meine Hose zu
eng, aber immerhin seh ich nicht aus, als hätte ich die Hosen meines Daddys
an!" Bryan brach in schallendem Gelächter aus und Shane schmollte vor sich
hin, da es ja nicht überhörbar war, das dieser Spruch mal wieder gegen
seine Größe gerichtet war.
"Ok, fassen wir mal zusammen...!" Sue holte einen Block aus ihrer Tasche und
fing an zu schreiben, während Jey sich die 'Probleme’ der Jungs ansah und
Sue sagte, um wie viel cm die Anzüge geändert werden müssten.
Als Jenny sich vor Shane kniete um nach seinen Hosenbeinen zu sehen, sah er
sie forschend von oben herab an und wendete seinen Blick nicht von ihr ab. Michelle
saß auf der Couch und sah dem Treiben mit zynischem Blick zu.
"So, und Shane’s Hosenbeine müssten ca. 4cm kürzer gemacht werden!"
Sagte Jey knapp und stand wieder auf. "War’s das, oder noch irgendwelche Mängel?"
fragte Sue in die Runde und als niemand antwortete, packte sie ihre Unterlagen
bei Seite.
"Gut, dann werden wir uns mal wieder auf den Heimweg machen und schnell eure
Anzüge ausbessern, damit Jey und ich nicht so einen Stress haben, wenn
wir mit euren anderen Kostümen beginnen!" Die Jungs zogen ihre Klamotten
wieder aus und reichten sie den Girls . Einen Blick auf ihre Bodys konnten sich
Jey und Sue dabei dennoch nicht entgehen lassen. Als alle Sachen schließlich
zusammen gepackt waren, machten sich die beiden Designerinnen auf den Weg. Kian
bekam von Nicky einen Stoß in die Rippen und er nickte ihm auffordernd
zu.
An der Tür wurde Sue plötzlich an der Hand zurückgehalten. Als
sie sich erschrocken umdrehte, sah sie in Kians lächelndes Gesicht. "’Tschuldige
Sue, wollte dich nicht erschrecken, ich wollte euch nur fragen, ob ihr beiden
heute Abend schon was vor habt, oder ob ihr mit mir und den Jungs in einen Club
gehen wollt?" Sue beugte sich zur Seite, um an Kian vorbei schielen zu können
und sah die Jungs fragend an. Bryan grinste ihr fröhlich entgegen, während
Shane und Nicky ihr einen bittenden Blick zuwarfen, dem sie nicht widerstehen
konnte. Lachend antwortete sie "Also ich hab heute Abend noch nichts vor, Jey
du?" sie drehte sich zu Jenny um, die mittlerweile auch stehen geblieben war.
"Ich?...ähm... na ja also eigentlich wollten Denis und ich..." "Ach was...
bring Denis doch einfach mit!" unterbrach Bryan Jennys Stottereien. Sue’s Blick
sagte ihr, das sie doch bitte 'Ja’ sagen sollte.
"Hm...Ja ok mal sehen, ob Denis Lust hat!" "Oh ja cool, das wird lustig!" brach
es aus Bryan raus und Shane zwinkerte ihr zu. Doch sie sah ihn nur kurz an,
drehte sich um, murmelte ein flüchtiges 'Bye’ vor sich hin und lief los.
Kian sah Sue fragend an, Sie zuckte mit den Schultern und lief Jenny dann hinterher.
CHAPTER 18:
"Denis? Ich bin daheim!...Denis?" Jenny warf die Tasche in die Ecke und sah
sich suchend nach ihrem Freund um. Schließlich erblickte sie ihn im Wohnzimmer
auf der Couch sitzend.
"Hi ich bin da!" Denis blickte von seiner Zeitung auf und sah dann streng auf
die Uhr "Wird ja auch Zeit, du sagtest du wärst bis 16.00Uhr wieder da
und nun haben wir 17.00Uhr!" "Ja ich weiß, tut mir leid. Es hat etwas
länger gedauert, da die Anzüge nicht 100%ig gepasst haben!" versuchte
sie ihm zu erklären. "Ja sicher, du willst mich doch wohl nicht schon wieder
belügen oder? Du warst doch sicher wieder mit diesem Typ unterwegs, gib’s
doch zu!" Denis wurde sauer und Jenny blieb der Mund offen stehen, wie konnte
er nur so etwas von ihr denken? "Denis, ja ich war zwar mit ihm zusammen, aber
doch nur rein geschäftlich, weiter nichts...und außerdem ist er nicht
irgendein Typ, sondern er hat genauso einen Namen wie du und ich und der ist
Shane!" "Oh aha, Shane,schwuler ging’s nicht oder?" "Denis, bitte hör auf,
mir hier eine Szene zu machen!" Jenny hatte keine Kraft, um sich mit Denis zu
streiten, sie wollte einfach nur ihre Ruhe, weiter nichts. Doch da hatte sie
die Rechnung ohne ihren Freund gemacht, denn dieser redete sich gerade schön
in Rage. "Ich dir hier eine Szene machen? Du lügst mir hier doch so dreckig
ins Gesicht!" "Nein verdammt noch mal, das tu ich nicht! So glaub mir doch!"
"Dir glauben? Jey du bist über eine Stunde zu spät! Da hattest du
genug Zeit für ein kleines Nümmerchen, das hast du sicher genossen!"
Denis grinste sie spöttisch an. Und Jenny überkam die Wut und Verzweiflung
und ehe sich beide versehen konnten, gab es eine schallende Ohrfeige für
Denis. Es dauerte einige Sekunden bis beide begriffen, was eben passiert war.
- Und dann die Kurzschlussreaktion, Jenny bekam ihre Ohrfeige deftig zurück.
Tränen des Schmerzes und des Schocks brachen über sie herein.
"Verschwinde!" doch Denis blieb stehen "VERSCHWINDE, hast du nicht gehört?!
HAU AB!!". Denis griff nach seine Jacke, ging zum Ausgang und knallte die Tür
heftig hinter sich zu. Kaum fiel die Tür ins Schloss, erwachte Jenny aus
ihrer Starre und sank weinend zu Boden.
Sie hatte Schmerzen, ihre Wange pochte und ihr Herz zerbrach. Plötzlich
klopfte es an ihrer Tür. Jey sah auf, doch die Türe öffnete sie
nicht. "Jenny? Jey, Süße? Mach auf! Was ist denn passiert? Ich habe
deine Tür zufliegen gehört und jemand ist über den Flur gerannt...Jey,
was war los? Jey, mach bitte auf! JENNY! Oder ich schlag die Tür ein!"
Nein, Jey machte die Türe nicht auf. Sie lauschte den Geräuschen,
die von draußen kamen. ---Stille---
Jenny sah verwundert auf, als sie einen Schlüssel ins Schlüsselloch
stecken hörte. Und wenige Sekunden später stand Susi in ihrer Wohnung.
Als sie Jenny am Boden sah, stürzte sie sich zu ihr und nahm sie in den
Arm, sie wusste zwar nicht, was vorgefallen war, doch denken konnte sie es sich.
Jenny konnte nur weinen, auch wenn sie es nicht mehr wollte, konnte sie einfach
nicht anders. Sue nahm sich viel Zeit für ihre Freundin und tat ihr Bestes,
doch Jey wollte und wollte sich einfach nicht beruhigen. Somit entschloss Susi
kurz ins Nebenzimmer zu gehen, um kurz zu telefonieren. "Ja Kian Egan?" "Kian?
Hier ist Sue. Ich wollt nur sagen, dass wir leider doch nicht kommen können.
Tut uns Leid." "Was heißt, ihr könnt nicht kommen?! Vorhin ging es
doch noch!...Ist es wegen mir?? Sue!!" "Nein nicht wegen dir! Nehm dich mal
nicht so wichtig!!!” unterbrach Sue ihn. "Jey hatte einen heftigen Streit mit
Denis und ich kann sie unmöglich allein lassen!!!! Sie ist total fertig!!!!!!!"
"Oh! Das wusste ich nicht. Tut mir Leid. Wir können auch zu euch kommen."
"Kian!!! Verstehst du nicht???!! Jenny ist am Boden und ich denke das Beste
für sie ist eindeutig Ruhe!!!!" "Ist ja schon gut!!! Ganz ruhig, Sue! So
aufgebracht hab ich dich ja selten gesehen!!" "Sorry. Also wir kümmern
uns um die Änderungen der Sachen und arbeiten an den anderen weiter. Bis...zum
nächsten Mal. Bye" "Bye." Sie kümmerte sich weiter um Jenny, die ganz
langsam anfing sich zu beruhigen. In der Zwischenzeit suchte Sue die wenigen
Sachen, die Denis gehörten zusammen und tat sie in einen großen Beutel.
"Jey? Süße? Ich...ich hab Denis’ Sachen zusammen getan. Falls er
noch mal auftaucht werde ich sie ihm in die Hand drücken, Okay? Und, auch
wenn’s blöd klingt: Ich werde ihn NIE WIEDER zu dir lassen!! Jemanden der
Frauen schlägt, auch wenn es nicht so gemeint war, sollte man nicht mehr
zu sich lassen. Wer weiß, was er dir noch antun könnte!" Jey nahm
das alles mehr oder weniger zur Kenntnis. Irgendwie war sie nur teilweise mit
ihren Gedanken anwesend, der andere Teil schwebte in einem unbekannten Nichts.
Jenny gab den ganzen Abend kaum Laute von sich, was Sue sehr beunruhigte. Sollten
sie Denis wegen Körperverletzung anzeigen?? Verdient hätte es dieses
miese Schwein locker! Aber vielleicht wollte Jey es ja nicht. Diese Nacht blieb
Susi lieber drüben bei ihrer Freundin in der Hoffnung, dass es ihr am nächsten
Morgen besser gehen würde. Als Jey die Augen öffnete fielen warme
Sonnenstrahlen auf ihr Gesicht und es roch lecker nach Frühstück Kaffee.
Sie stand, noch etwas schlafbenommen, auf und ging ins Wohnzimmer. Der Tisch
war mit leckeren Essen gedeckt und Sue brachte aus der Küche grad die warmen
Getränke. Jenny versuchte sich an gestern zu erinnern, was ihr irgendwie
schwer fiel, deshalb setzte sie sich einfach hin und überlegte weiter.
"Wie geht’s dir?" fragte eine Stimme vorsichtig neben ihr. "Ganz gut. Etwas
Kopfschmerzen aber ansonsten bin ich okay. Was war denn gestern los?" "Ähm...du
hattest gestern einen heftigen Streit. Mit Denis. Er...er hat dich... ähm...geschlagen..."
Jetzt konnte sich Jenny wieder klar an alles erinnern. An jede Szene an jedes
Wort - an jeden Schmerz! "Jenny? Darf ich mal meine Meinung äußern?"
Ein Nicken gab ihr die Erlaubnis. "Ich würde entweder den Kontakt zu Denis
abbrechen, oder ihn...na ja...anzeigen. Bitte versteh mich nicht falsch!!! Aber
er...er hat dich geschlagen!!! Und ich glaube nicht, dass es das einzigste Mal
bleiben wird!!! Und außerdem ist schon das eine Mal Körperverletzung!!!!!
Und dann hat er dich auch noch so wüst beschimpft. Ich finde einfach, dass
er dich nicht verdient hat. Verstehst du??" ---Schweigen---
Nach einer Weile fand Jey dann endlich richtig ihre Stimme wieder. "Du hast
leider recht. Ich sollte mich wohl besser von ihm fernhalten." Sie fasste sich
an ihre Wange. Der Schmerz war immer noch spürbar - und er saß verdammt
tief! "Weißt du, er dürfte einfach nicht so extrem ausrasten! Das
erste Mal war ja schon heftig, aber egal aus welchem Grund auch immer. Er darf
dich nie schlagen. Das verstößt gegen die Menschenrechte. Außerdem
hast du einen besseren Menschen verdient." Versuchte Sue verzweifelt sich und
ihren Standpunkt zu erklären. Es klopfte überraschend an der Tür.
Jey wollte aufstehen, doch Sue hinderte sie daran. "Ich geh ran. Nur für
den fall, das es Denis ist." Vor der Tür stand ein besorgter John. "Ich
hab gehört, dass es Stress gab. Ist alles okay mit euch beiden???" "Ja.
Jenny ging es gestern nicht so gut, aber sie hat sich wieder gefasst. Und keine
Sorge wir werden natürlich weiterarbeiten!" "OK. Aber falls ihr eine kleine
Auszeit braucht..." "Keine Sorge. Wir haben diesen Auftrag angefangen und deshalb
werden wir ihn auch beenden!!!" "Gut. Dann will ich euch auch nicht weiter stören.
Bye" sagte John beruhigt. "Bye." Nach dem Frühstück machten sich die
beiden sofort wieder an die Arbeit. Die eine überarbeitete die bereits
fertigen Anzüge und die andere kümmerte sich um die neuen Kostüme.
Glücklicher Weise ließ Denis erst mal nichts von sich hören.
Dadurch konnten sie auch wieder pausenlos arbeiten und besuchten wieder die
Jungs mit den neuen und gekürzten Sachen.
Nicky öffnete ihnen freudeüberschäumend die Tür. "Soll ich
euch helfen???? Kann ich euch irgendwie helfen??? Bitte sagt irgendwas!!!!"
"Nicky: Setzt dich hin!!" sagten die beiden Girls gleichzeitig. Alle mussten
lachen. Diesmal waren es glücklicher Weise nur die Lifer und Anto, die
anwesend waren. Die Jungs probierten noch mal die Anzüge an: Sie passten
perfekt!! Nun waren die neues Kostüme dran. Nicky wollte unbedingt ein
Blick erhaschen, doch Susi und Jenny hinderten ihn daran. "IHR SEID SO FIES!!!"
sagte Nicky beleidigt spielend. Die beiden knuddelten ihn liebevoll. Um es besonders
spannend zu machen, sollten alle die Augen schließen, während die
Mädels die Klamotten verteilten. Als die Jungs ihre Augen wieder öffneten,
konnten sie diesen nicht trauen: Die Klamotten waren mehr als umwerfend!!!!!!
Die Klamotten waren im Street-Style und an einigen Stellen absichtlich etwas
zerfetzt, schmutzig oder kaputt. "Ich glaube wir brauch jetzt noch ein paar
Bodyguards mehr. Wenn euch die Mädels so auf der Bühne sehen, müsst
ihr ja um euer Leben bangen!!!" scherzte Anto. Wieder mussten alle lachen. Die
Chemie stimmte einfach zwischen allen. Glücklicher Wiese passte diesmal
den Jungs alles. Nicky war sogar so sehr begeistert, dass er seine Sachen gar
nicht mehr ausziehen wollte. Nach einer Weile hatten ihn die anderen überredet,
dass es aber das Beste wäre, da sein Outfit sonst zu abgenutzt sein würde.
Nachdem sie noch einpaar Kleinigkeiten geklärt hatten, machten sich die
Mädels wieder auf den Weg. Doch Sue musste schon mal allein vorausgehen,
da Jenny kurz aufgehalten wurde. "Jey? Kann ich mal bitte mit dir reden?" fragte
ein süßer braunhaariger Lifer ganz traurig. "Wenn’s sein muss." "Danke.
Ich wollte fragen, was mit dir los ist?? Du warst letztes mal so abweisend zu
mir. Und...na ja...das hat mich irgendwie verletzt. Ist es wegen Denis?" "Ich
dachte, du wolltest lieber mit deiner Süßen rumflirten oder keine
Ahnung was machen! Ich habe mich da überflüssig gefühlt. Und
mit Denis hat das alles nichts mehr zu tun. Nachdem ich, dank dir, unglaublich
viel Ärger bekommen habe, ist es zwischen mir und ihm aus." "Hey!! Jetzt
mal halblang!!! Dank mir??? Du hast doch mitgemacht und schienst es auch sehr
genossen zu haben!!!! Aber es tut mir trotzdem leid! Sorry für alles!!
So wie es leider scheint auch für die schönen Momente!!!" Shane ging
verletzt weg. Das musste er sich doch nicht bieten lassen! Es gab sehr viel
Frauen, die was von ihm wollten und ihn auch liebten. Da musste er sich doch
nicht mit Jenny rumärgern.
Shane war die nächsten Tage nicht gerade gutgelaunt. Eines Abends gesellte
sich jemand zu ihm. "Mensch Shorty!! Was isn mit dir los???!!! Komm, mir kannst
du es doch sagen! Wir sind doch beste Freunde." "Ich weiß nicht. Ich will
dich nicht nerven, Nicky." "Keine Widerrede!!!!!! Du erzählst mir jetzt
sofort, was los ist, oder ich zerreiß dein Kostüm!!!" "Is ja schon
gut Nix!!! Ich erzähl ja schon!!" Shorty schüttete ihm sein Herz aus.
Das er Jenny sehr möge und das auch von ihr dachte, sie sich aber nun stark
verändert habe...
Sue und Jenny wurden nun öfters bei ihrer Arbeit gestört, man konnte
sogar fast sagen, dass sie terrorisiert wurden. Denis rief fast jede Stunde
an, oder versuchte bei Jenny in die Wohnung reinzukommen. Irgendwann hatte Jey
genug und sagte ihm auf den Anrufbeantworter, dass Schluss sei und er selber
dran schuld sei. Langsam nahm der Terror ab, trotzdem machte die ganze Story
Jenny zuschaffen.
CHAPTER 19:
Einen Tag später kam Jenny gerade vom Einkaufen zurück, sie war Hundemüde
und total genervt, als sie Denis vor ihrer Tür stehen sah.
"Was willst du hier?" fragte sie ihn barsch. "Mit dir reden!" kam es als Antwort.
"Ich wüsste nicht, was es zu bereden gäbe. Ich denke ich habe dir
alles auf deinen Anrufbeantworter gesprochen, was es zu sagen gibt!" "Ja das
ist es ja gerade, du kannst doch nicht einfach so Schluss mit mir machen!" Jenny
hatte Angst vor Denis, sie hatte Angst er würde wieder so ausrasten, wie
letzte Woche. "Denis, bitte versteh mich doch! Ich kann nicht mehr... deine
ganzen absurden Behauptungen machen mich fertig und.... und... außerdem
hast du mich geschlagen!" Denis sah betrübt zu Boden. "Es tut mir Leid
Jey, ich wollte dir nicht wehtun!" "Denis, für eine Entschuldigung ist
es eindeutig zu spät, lass mich bitte mein Leben leben!" "Nein Jenny, ich
liebe dich doch, das kannst du mir doch nicht antun!" Jenny wich einen schritt
zurück, als Denis näher kam. "Doch Denis, ich kann. Tut mir leid...
du hast mich so verletzt, ich kann und will nicht mehr mein Leben mit dir teilen!"
"Leben...was heißt das schon? Für mich bedeutet es rein gar nichts
mehr ohne dich! Bitte Jey gib mir nur noch eine Chance!" Jenny schüttelte
langsam den Kopf. "Warum nicht?" Denis brach in Tränen aus. "Das ist nicht
dein Ernst Denis, oder? Du fragst wirklich warum? Schau dich nur an, was du
hier anrichtest, dann weißt du warum!" Das war eindeutig zu viel für
ihn. "Nun gut, es ist deine Entscheidung....!" Jenny atmete erleichtert aus,
Denis hatte wohl endlich begriffen was los war. Sie ging zu ihrer Haustür
um sie zu öffnen, als Denis weitersprach. "...aber wenn ich nicht mit dir
leben kann, dann will ich gar nicht mehr leben!" Mit diesen Worten zog er eine
Schusswaffe aus seiner Hosentasche und hielt sie sich an die Schläfe. Jenny
lies vor Schreck ihre Einkaufstüten fallen und schlug ihn gerade noch rechtzeitig
bevor er abdrücken konnte die Pistole aus der Hand. Die Kugel ging direkt
gegenüber in die Hauswand.
Denis sah sie schockiert an. Ihm liefen Tränen über die Wangen. "Es
tut mir leid!" sagte er mit kaum hörbarer Stimme. Auch wenn Denis Jey’s
Leben zur Hölle gemacht hatte, sie fühlte sich zu ihm hingezogen,
sie war sich jedoch nicht sicher, ob es Liebe war. Schließlich nahm sie
ihn in den Arm. Er weinte bitterlich los, und Jenny schaffte es nur durch einen
sanften Kuss ihn zu beruhigen. "Ich liebe dich Jenny, mehr als alles auf der
Welt, es tut mir leid was ich dir angetan habe, dass ich dir nicht glauben wollte.
Aber ich werde mich ändern, für dich, wenn du uns noch eine Chance
gibst!" Jenny atmete schwer. Was sollte sie nun tun?? Ihre Gedanken kreisten
hin und her. Sie wanderten zwischen Denis und Shane, Shane und Denis, Denis
und Shane...
Sie kam zu dem Entschluss, Denis doch noch eine letzte Chance zu geben, jeder
macht ja mal Fehler und er wird sich ändern... dachte sie zumindest!
CHAPTER 20:
Nachdem Denis gegangen war, musste sie mit jemandem reden, mit irgendjemanden!
Doch absolut nicht mit Sue, die hätte sie für völlig verrückt
erklärt. Doch sie musste reden ganz dringend. Den ersten der ihr in den
Sinn kam rief sie an :
"Bei Filan?" "Ähm... Michelle?" "Ja, wer da?" "Ähm... hallo, hier
spricht Jennifer Ryan, Shanes Kostümbildnerin, ist er da?" "Ah du bist
es... ja Moment er ist gerade duschen, ich sehe mal nach, wie weit er ist!"
Jey hörte das Michelle den Hörer bei Seite gelegt hatte und sich einige
Schritte entfernte. "Jennifer? Er steht gerade noch drunter, kann ich..." Plötzlich
hörte Jenny Shanes Stimme im Hintergrund fragen "Wer ist es denn?" und
Michelle antwortete "Ähm... nicht für dich, ist für mich!" "Achso,
na dann!" dann fuhr Michelle frech ihren Satz fort "...kann ich ihm was ausrichten?"
"Ähm... war er nicht eben im Hintergrund zu hören?" "Nein nein, das
war... sein Dad, er ist gerade zu besuch!" "Es hat sich aber verdammt nach Shane
angehört!" widersprach Jenny ihr "Nein, kann nicht sein...ich muss jetzt
Schluss machen bye!" *TUT TUT*
Unglaublich, da hatte dieses Miststück doch tatsächlich einfach aufgelegt!
Von wegenShane’s Dad, es war Shane 100%ig. Warum wollte Michelle nicht, dass
sie mit ihm sprach? Jenny legte traurig den Hörer auf. Sie musste ihre
Gedanken ordnen, es war zu viel Chaos darin.
Warum hatte sie ausgerechnet mit Shane reden wollen? Derjenige, wegen dem es
zu diesem furchtbaren Streit mit Denis kam? -Ganz einfach: sie wusste, dass
sie Shane vertrauen konnte und er ihr vielleicht sogar weiterhelfen würde...
noch dazu fühlte sie sich verdammt zu ihm hingezogen. Sie sortierte gerade
ihre Unterlagen, als ihr ein Blatt herunterfiel. Was war denn das? Shanes Portrait
und darunter eine Telefonnummer? Wo kam die denn her? Stand die schon immer
da? Sicher nicht! Jenny griff spontan zum Hörer und wählte drauf los,
sie wollte einfach nur wissen, wem diese verdammte Nummer war.
Es dauerte eine zeitlang bis sich eine Stimme meldete "Filan?" ---Schock---
Jenny konnte sich zwar denken, dass es Shanes Nummer sein könnte, doch
irgendwie hoffte sie doch es sei eine andere.... zu spät! "Filan hallo???"
"Ähm... Shane? Ich bin’s Jey... kann ich mit dir reden?" "Oh, hallo Jenny!"
seine Stimme klang merklich erfreut. "Natürlich, hier am Telefon, oder
soll ich zu dir kommen?" "Ach Shane, du brauchst doch nicht extra vorbei zu
kommen!" "Ach was, ist doch kein Problem, ich muss eh noch mal in die City,
was holen, bin gleich da, OK?" "Ähm... ja, ist gut... bis gleich!"
Jenny legte auf. Was tat sie da eigentlich gerade? Sie wollte mit Shane reden,
gut, doch sie wollte ihm dabei eigentlich nicht in seine wunderschönen
Rehaugen sehen müssen, was 100 pro passieren würde. Oh Gott Jenny
was tust du da eigentlich? Denis rastet aus, wenn er das wieder mitkriegt...
doch er will sich ja ändern... also ist doch alles ok, und passieren wird
heute mit Sicherheit nichts, ich will ja nur reden....
Kurze Zeit später klopfte es an Ihrer Tür. Es war schon relativ spät
und so öffnete Jenny in ihrem Lieblingsschlafanzug die Türe.
Shane sah sie freundlich an. "Schickes Outfit!" grinste er. Jey sah an sich
runter und musste auch grinsen "Danke, hat Sue mir gemacht! Komm rein!" Sie
ging ein Stück zur Seite, um Shane rein zu lassen, dann schloss sie leise
die Tür. Er zog seine Jacke aus und pflanzte sich auf die Couch. "Willst
du was trinken? Ich hab gerade Tee gemacht, wenn du magst?" "Ja gerne!" Jenny
verschwand in der Küche. Sie merkte, dass sie nervös war, ihre Beine
zitterten und ihr Herz raste. Warum nur? Sie war doch nicht krank!
Sie machte ein Tablett fertig und trug es zurück ins Wohnzimmer, wo Shane
schon lächelnd wartete. Mein Gott, lächelt dieser Mann eigentlich
immer so süß?
"Bitte sehr!" "Dankeschön!" Jenny setzte sich hin und er drehte sich leicht
zu ihr um und wartete das Jenny anfing zu erzählen. Langsam rührte
sie in ihrer Tasse herum, bis sie kurze Zeit später aufsah. "Zuerst möchte
ich dir sagen, das es mir leid tut, das ich gestern so fies zu dir war!" "Ach
ist doch schon vergessen!" "Nein Shane, ist es nicht... na ja tut mir leid..."
Wieder nahm sie einen Schluck von ihrem Tee. "Was ist eigentlich los?" fragte
er sie, als sie nicht so recht wusste, was sie sagen sollte, bzw. wie sie anfangen
konnte.
Jenny begann Shane die ganze Geschichte zu erzählen und es fiel ihr merkbar
schwer. Bei einigen Stellen musste sie sogar anfangen wieder zu weinen. Zum
Glück saß Shane neben ihr und nahm sie zärtlich in den Arm.
Dieses Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit hatte sie unvorstellbar vermisst.
Vor allem als Denis diese Ausraster hatte, fühlte sie sich alles andere
als sicher bei ihm, im Gegenteil: Sie hatte sogar Angst um sich in dieser Zeit
gehabt. Um so mehr genoss sie diese Nähe, die Wärme die ihren Körper
bei seiner Gegenwart durchfloss. Sie wünschte sich, dass dieser Moment
ewig andauern würde. Shane fuhr ihr beruhigend über den Rücken.
Seine zarten Lippen fuhren immer wieder ihre Wange lang. Um so öfter sie
seine Lippen an ihrem Gesicht spürte, um so mehr wuchs in ihr das Verlangen
ihn zu küssen! Irgendwann konnte sie es nicht mehr unterdrücken und
begann ihn zu küssen. Erst zärtlich und vorsichtig, doch dann wollte
sie Shane immer mehr spüren. Sie wollte seinen Körper und seine Lippen
auf ihrem Körper spüren. Sie begannen sich immer wilder zu küssen.
Shane genoss jede Berührung, jeden Kuss von Jey. Und auch er wurde immer
fordernder. Er dachte nicht an Michelle und erst recht nicht an Denis. Somit
leider auch nicht an die Auswirkung, die Geschehene nach sich ziehen könnte.
Sie kamen sich immer näher und um so näher sie sich kamen, um so mehr
fielen die Hüllen. Es war atemberaubend. So etwas hatte Jey noch nie erlebt!!!!
Shane war einfach göttlich! Noch nie hatte ein Mann ihre Welt so zum Beben
gebracht. Danach schliefen Shane und Jey zusammen in eine Decke gekuschelt ein.
Am nächsten Morgen wurde Shane durch ein klopfen geweckt und sah auf die
Uhr. Er erstarrte regelrecht, als er sah, dass es schon 8:30 Uhr war. Der gutaussehende
Ire sprang auf, zog sich schnell wieder an, gab Jey nen vorsichtigen Kuss auf
die Wange und ging zur Tür. Zwei Verdutzte Gesichter sahen sich an. "Ähm...morgen
Sue. ...Ja...man sieht sich, nicht wahr? Also dann bis...zum nächsten Mal!!
Bye!" Susi stand immer noch total verwirrt bei Jey vor der Tür. Was hatte
Shane bei ihr zu suchen??? Ausgerechnet um diese Uhrzeit??? Und Jenny? Sie schlief
noch auf dem Sofa...SOFA??????????? Nun wurde Sue alles ziemlich schnell klar.
Sie betrat langsam Jenny’s Wohnung, ging zu ihrer Freundin, um zu prüfen,
ob diese schon munter wär. Da Jey in letzter Zeit viel durchgemacht hatte,
entschloss Sue erst mal Kaffee zu kochen und das Frühstück vorzubereiten.
Diese Düfte weckten Jenny automatisch und sie folgte ihnen in die Küche,
wo sie überrascht Susi entdeckte. "Hi! Was machst du denn hier??? Mit dir
hab ich ja nun echt nicht gerechnet!" "Morgen. Nein? Mit wem denn dann? Shane??!"
Jey räusperte sich. "Du, ähm, hast ihn gesehen???!” "Ja. Ich wollte
zu dir wegen unserer Arbeit und da ist er mir entgegen gestürmt. Er schien
ziemlich in Eile gewesen zu sein. Aber was hatte er überhaupt bei dir zu
suchen?? Ich meine falls er geschäftlich hier gewesen ist, was ich bezweifele,
dann wäre er nicht bis zum frühen Morgen bei dir in der Wohnung geblieben.
Also? Warum war er hier? Ich meine du musst es mir ja nicht sagen. Ist ja dein
Privatleben und nicht meins. Würde mich halt nur interessieren. Nun?" "Du
hast Recht: Es ist mein Privatleben. Reicht das als Antwort??!" "Klar. Is ja
deine Entscheidung, nicht meine." Die beiden machten sich wieder an die Arbeit
und schwiegen sich größten Teils nur an. Am Nachmittag musste Sue
noch in die Stadt, um einige Einkäufe für Jey und ihren Kühlschrank
zu erledigen. Währenddessen arbeitete Jenny weiter an den Kostümen.
Sie wurde allerdings durch ein an der Tür erklingendes Klopfen gestört.
Genervt machte sie sich auf in Richtung Tür. "JA?!" entfuhr es ihr genervt.
Doch sie wurde durch eine Ohrfeige wach gerüttelt. Überrascht erblickte
sie den Menschen, dessen Handabdruck sie immer noch auf ihrer Wange fühlen
konnte. MICHELLE?????!!! "Was zum...Was willst du???!! Und was sollte das eben
bitteschön??!!" "Hat Shane gestern evtl. bei dir übernachtet???" "Kann
schon sein! Und wenn ja, was soll’s??!! Du weißt ja nicht, was wir so
gemacht haben!!" deutete Jey sehr provokant an. FATSCH! Noch eine! Was bildete
sich diese arrogante Kuh ein, wer sie sei???!! Somit sah Jey nur eine Lösung:
FATSCH! Bekam Michelle ihre Hand zu spüren. Die beiden begannen sich, wie
Kleinkinder, gegenseitig eine zu klatschen. Irgendwann schien das beiden nicht
mehr zu reichen und sie begannen sich aufs übelste zu beschimpfen!! Sie
fingen an, sich wie wild an den Haaren zu ziehen, sich weiter zu beschimpfen
und kratzten sich auch sogar gegenseitig. "Hört sofort auf damit!!! Beide!!!"
schallte eine Stimme den Gang entlang.
"S...Shane???! Was machst du denn hier??!" fragte Michelle erschrocken. "Euch
beide verrücktgewordenen auseinander bringen. LOS!" So sauer hatte Jenny
ihn noch nie gesehen, aber irgendwie fand sie das sexy. Er funkelte beide böse
an. "So nun erklärt ihr mir mal bitte schön, was hier grad los war!!"
"Michelle hat irgendetwas gegen mich. Ich weiß auch nicht was, oder warum!
Ich meine sie hat mich ja schon gestern nicht zu dir ans Telefon gelassen. Sie
hatte behauptet du wärst dein Dad. Aber ich kenne ja deine Stimme und habe
sofort gemerkt, dass sie mich anlügt. Als ich ihr das gesagt habe, hat
sie einfach aufgelegt!!! Kannst du dir das vorstellen??!" Shane sah Michelle
prüfend an. "Stimmt das???" "Es war schon spät. Außerdem standest
du unter der Dusche! Ich wollte dich nicht stören. Aber anscheinend hast
du auch so noch den Weg zu ihr gefunden." Versuchte Michelle sich verzweifelt
zu erklären. "Michelle!!! Ich habe dir vertraut! Und du belügst nicht
nur mich, sondern auch Jenny!? Was, wenn es etwas wichtiges gewesen wäre???
Ich hätte nichts davon erfahren. Und warum? Weil du mir in meiner eigenen
Wohnung Sachen vorenthältst!!!!!" fassungslos schüttelte er den Kopf.
"Tut mir Leid,.... aber ich will nichts mehr mit dir zu tun haben.....Es ist
aus!!! Quatsch, was rede ich denn da??! Es war doch nie etwas beziehungsähnliches
zwischen uns!!!!...Okay, dann will ich dich NIE WIDER sehen!! Na los! Verschwinde!!!"
Michelle hatte nicht mit so einer heftigen Reaktion gerechnet. Verletzt zog
sie sich zurück, sah aber Jenny bedrohlich an. "Wir beide haben aber noch
ein Hünchen zurupfen, meine Liebe! Darauf kannst du Gift nehmen!!! Das
versprech ich dir sogar hoch und heilig!!!" Dann war sie endlich verschwunden.
Shane legte schützend die Arme um Jenny "Alles okay?" fragte er Jey, die
doch ziemlich mitgenommen aussah. "Komm lass uns zu dir reingehen und dich verarzten.
"Du hättest auch Krankenpfleger werden können. Bei dir fühlt
man sich so sicher und geborgen." Shane lächelte geschmeichelt. Sie wurde
ihm immer sympathischer und somit stiegen auch seine Gefühle zu ihr mehr
und mehr.
Während dessen stand Sue total genervt in einer riesigen Schlange zur Supermarktskasse.
Plötzlich vibrierte etwas in ihrer Hose: ihr Handy, das sie einfach überall
dabei hatte. Eine überraschende und doch süße SMS von Kian:
Hi süße!
Hab gedacht wir könnten mal wieder essen gehen. Der Tisch ist schon bestellt.
Ich würde sagen 19:55 vorm "Bronx"?! Bis dann.
Ich freu mich schon auf dich!
Kian
Susi war verwirrt. Galt diese SMS wirklich ihr??? Warum eigentlich nicht? Essen gehen, natürlich nur als Freunde, war ja ganz okay. Außerdem konnte diese SMS wohl kaum für Jodie sein. Der Buchstabe J lag doch ziemlich weit von S entfernt. Sollte sie wirklich dahin gehen? Sie überlegte und überlegte. Letzten Endes entschloss sie sich dahin zu gehen, natürlich nur freundschaftlich gemeint, sicherte sie sich nun schon zum wenigstens 1000 Mal ab. Nachdem sie zu Hause angekommen war, packte sie erst mal die Einkaufsbeutel aus und brachte Jenny die ihren. Danach machte sie sich zurecht. Als sie in den Spiegel sah, war sie sehr zufrieden. Sie sah einfach umwerfend aus. Aber das war sowieso egal, da sie ja nur mit einem alten Freund, der gaaanz zufällig ihr Ex war, Essen ging. Dann machte sie sich auf den Weg zu ihrer 'Verabredung’.
CHAPTER 21:
Pünktlich um 19.50 Uhr stand Sue wartend vorm 'Bronx’. Von Kian war jedoch
noch weit und breit nichts zu sehen. Minütlich sah Susi auf ihre Uhr, nicht
das sie schon nervös genug war, nein Kian ließ sie auch noch eine
halbe Ewigkeit vor der Tür warten. Typisch Mr. Egan, hätte ich mir
ja denken könne. Er sich nicht sonderlich verändert hat... tja das
bekommt wohl noch nicht mal Jodie aus ihm heraus.... Dieser Gedanke brachte
ihr ein zufriedenes Lächeln.
Immer noch völlig aufgeregt, tippelte sie von einem Fuß auf den anderen
und sah immer wieder prüfend an sich runter. Sie hatte das Gefühl,
das alle Leute sie anstarren würden und plötzlich fühlte sie
sich ganz und gar nicht mehr wohl, geschweige den sexy in ihrem Outfit. War
es vielleicht doch nicht die richtige Wahl gewesen? Es war ja schließlich
kein 'Date’ in diesem Sinne, vielmehr eine kleine Verabredung mit einem alten
Freund....
Sue erschrak und zuckte zusammen als sie von hinten die Augen zugehalten bekam.
Sie war so in ihre Gedanken vertieft, dass sie gar nicht merkte, dass jemand
hinter sie getreten war.
"Hey was soll denn das??" "Wer bin ich?" "Was denn??" "Wer bin ich??" "Nimm
bitte deine Hände aus meinem Gesicht!" "Wer bin ich?" "Kian, du sollst
mich bitte nie wieder so erschrecken!" ---Stille---
Die warmen, zarten Hände ließen von ihren Augen ab. Ruckartig drehte
sie sich um und sah direkt in Kians verdutztes Gesicht. "Woher weißt du
denn, dass ich es bin?" Sie sah ihn ironisch an. "Das ist wohl nicht schwer!"
brachte sie hervor. "Und warum bist du so schick? Hast wohl noch ne Verabredung?...hm...dein
Süßer hat dich wohl sitzen gelassen, oder lässt ganz schön
auf sich warten!" "Ja, er hat mich wirklich lange warten lassen!" Kian sah sich
suchend um.
"Wie sieht er denn aus?" "Hm... na ja er ist 1.75m groß, blond, und hat
die wahnsinnigsten Augen, die ich kenne!" Susi grinste breit. Doch Kian begriff
noch immer nicht. "Hm... ich sehe leider niemanden auf den diese Beschreibung
passt!" "Kannste ja auch nicht!" Verdutzt sah er sie an, sah dann aber auf seine
Armbanduhr und wieder neugierig in der Gegend rum. "Sag mal, wartest du etwa
noch auf jemanden?" fragte Sue mit zuckersüßer Stimme. Er sah sie
an und schenkte ihr ein Nicken. Susis Grinsen verschwand auf einen Schlag. "Hm...
ja eigentlich müsste Jodie schon längst hier sein... sie ist normalerweise
immer überpünktlich.. ich bin nämlich mit ihr hier zum Essen
verabredet, weißt du?" -Schock für Sue.
Also war die Sms doch für Jodie und nicht für sie! War ja auch schon
komisch... warum sollte Kian ausgerechnet mit IHR ausgehen? Trauer und Enttäuschung
machte sich in ihr breit doch sie versuchte sich nichts von Kian anmerken zu
lassen....
"Ich denke mein Date kommt nicht mehr, ich werde dann wohl mal gehen..." Susi
schenkte ihm ein mehr oder weniger gezwungenes Lächeln und wollte gerade
ihren Heimweg antreten als.... "Hey Sue, warte doch bitte...." Sie drehte sich
langsam wieder um. "Ja? Was denn?" "Na ich denke Jodie kommt jetzt sicher auch
nicht mehr... und... ähm... hättest du vielleicht Lust?..." "...Mit
dir essen zu gehen?" Susi sah ihn fragend an. Kian nickte grinsend. "Gerne!"
Sues Laune stieg in diesem Moment unaufhörlich. Auffordernd hielt er ihr
seinen Arm hin, bei dem sie sich auch sofort freudig einhackte. Wenige Schritte
später blieb er stehen und hielt ihr Gentleman-Like dir Tür auf. "Wow
Kian, ich staune!" "Naja ich bin halt nicht immer so unsensibel wie du denkst!"
Er zog eine beleidigte Schnute, die Sue früher schon immer zu süß
fand.
Kaum saßen sie an ihrem Tisch ganz still in einer Ecke, kam auch schon
der Kellner um ihre Bestellung auf zu nehmen. Er stutzte kurz "Mr. Egan, heute
gar nicht mit Miss Albert hier?" "Nein heute mal nicht, dafür aber mit
einer bezaubernden Dame, die ich sehr mag!" Hatte Sue eben richtig gehört?
'Bezaubernde Dame’ ?? 'sehr mag’?? Susi wurde leicht verlegen, doch Kian schien
es zu gefallen. "Du siehst übrigens sehr gut aus heute Abend, schade dass
dich deine Verabredung nicht so sehen kann, er wäre dir sicher total verfallen!"
Er grinste sie frech an. "Danke... na ja wer nicht will, der hat schon!" sagte
sie locker. Kian mochte Susis fröhliche und offene Art und für einen
kleinen Moment hatte er das Gefühl, alles sein wieder wie früher,
vor Jodies Zeit.
"Du scheinst immer noch genau zu wissen, was eine Frau hören will, oder?"
"Ich sag nur die Wahrheit - wie immer!" E lächelte sie super süß
an und Sue konnte nicht anders, als dieses Lächeln zu erwidern. "Ich hab
dich schon seit Ewigkeiten nicht mehr so schön lächeln gesehen!" schmeichelte
er ihr weiter. "Das liegt vielleicht zum einen daran, dass wir uns lang nicht
mehr gesehen haben?!" "Und zum anderen??" fragte er frech. "Was willst du denn
jetzt hören?" "Kommt ganz drauf an, was du mir zu sagen hast!" Beiden machte
das Flirten sehr viel Spaß. Kian schaute sie an - direkt in die Augen
und ohne Unterbrechung, außerdem lächelte er sie weiterhin an. "Hab
ich heute schon mal erwähnt, wie bezaubernd du aussiehst?" "Ähm, mehr
oder weniger schon. Wieso?" "Ich dachte nur, dass es nur noch einmal deutlich
gesagt werden musste. Dein Date muss echt unglaublich dumm sein, sich so was
Bezauberndes entgehen zu lassen." Vorsichtig strich Kian Sue eine Strähne
aus dem Gesicht. Ihr Herz konnte einfach nicht aufhören, wie wild zu pochen.
Am liebsten hätte sie ihn sofort, hier und jetzt, geküsst. Aber zum
Glück schien Kian das für sie übernehmen zu wollen. Er näherte
sich ihr mit seinem Gesicht. Beide sahen sich tief in die Augen. Ich glaube
ich sterbe jeden Moment an einem Herzinfarkt!!!! Sue’s Hals fühlte sich
trocken an und sie hatte, dass Gefühl in den nächsten Stunden wohl
kein Wort mehr rausbringen zu können. Ganz langsam und vorsichtig berührten
Kian’s Lippen ihre. Es war, als ob tausende von Schmetterlingen in ihrem Bauch
freigesetzt werden würden. Kian legte seine Hand an ihr Gesicht und küsste
sie weiter zärtlich. Susi genoss diese Berührung unbeschreiblich.
Sie vergaß alles um sich herum. Es war einfach...wunderschön. Nach
einigen Minuten schaffte es Kian sich von Sue zu lösen. Beide sahen sich
an und wurden leicht rot. "Es...ähm...es tut mir Leid." "Ist schon okay,
Kian, so was kann schon mal passieren und außerdem hab ich ja..." "Nein
es ist nur meine Schuld! Ich meine, du hättest wohl kaum angefangen, wenn
ich nicht...naja du weißt schon..." unterbrach er Sue. "Außerdem
dürfte etwas derartiges nicht passieren. Immerhin heirate ich ja bald."
Fuhr er weiter fort. "Mach dir keine Vorwürfe!!!! Ich hätte ja auch
abblocken können! Und ich hätte dich vielleicht auch jede Sekunde
angefangen, dich zu küssen!!" Er sah sie überrascht an. Irgendwie
war Sue dieser Satz jetzt peinlich und somit nuschelte sie ein 'Sorry’ vor sich
hin. "Du hättest...mich geküsst? Von dir aus? WOW! Das überrascht
mich jetzt ehrlich gesagt doch." ---Schweigen---
Den beiden wurde das Essen serviert und so fingen sie erst mal an, sich die
Köstlichkeiten auf der Zunge vergehen zu lassen.
Sue war mit der momentanen Situation irgendwie unzufrieden. Am Anfang war es
so gut verlaufen. Und jetzt??? Jetzt schwiegen sie sich an. Und das nur wegen
einem kleinen, blöden Kuss! Der allerdings sehr atemberaubend gewesen war,
dass musste Susi innerlich zugeben. Und nun? Was konnte man nur machen, um die
Stimmung aufzuheitern. Sie überlegre krampfhaft und stocherte dabei in
ihrem Essen rum. "Schmeckt’s dir etwa nicht? Oder gibt’s nen anderen Grund,
warum du so in deinem Essen rumstocherst???" "Nein, es schmeckt echt super.
Ich...ich hab nur überlegt. Das ist alles." "Und worüber hast du nachgedacht?
Wenn ich fragen darf?!" "Fragen darfst du immer. Ne andere Sache ist, ob ich
dir antworte oder nicht!!" grinste sie Kian frech an. Beide mussten lachen.
Es ist wie in alten Zeiten., ging es beiden durch den Kopf. "Mit wem warst du
nun eigentlich verabredet?? Ich will ja nicht zu neugierig erscheinen aber,
die Beschreibung der Person klang sehr gutaussehend. Wenn du wüsstest,
wie gutaussehend er ist, dann würdest du mich bestimmt verstehen!, dachte
sie schmunzelnd. "Wie hattest du dich denn mit Jodie verabredet. Also hast du
sie angerufen, oder ihr ne Karte geschrieben, oder gesimst, oder wie?"! "Ne
Karte geschrieben, weißte! Nee, jetzt im Ernst: gesimst." "Ach das war
ein Scherz? Warum denn keine Karte???" Kian sah sie mit einem 'Jetzt hör
schon auf so fies zu fragen, du weißt doch genau, wie das alles gemeint
war’ - Blick an. "Antworte doch mal lieber auf meine Frage, als mich andauernd
ärgern zu müssen!!! Sonst bekomm ich wegen dir noch graue Haare!!!
Und du weißt ja wie schrecklich das aussieht! Vor allem in meinem zarten
Alter!!!" Sue prustete laut los!! Sie konnte nicht einfach anders. Erst als
sie merkte, dass sie von mehreren Gästen verständnislos angeschaut
wurde, versuchte sie sich zu beruhigen. "Was war denn bitteschön sooo witzig,
hm??" "Deine extreme Eitelkeit!!! So warst du früher noch nicht. Auf jeden
Fall kenn ich dich nicht so" "Naja wenn man berühmt ist und oft im Mittelpunkt
steht, muss man lernen, was gut aussieht und so. Naja und ich glaube dann wird
man halt auch eitel." "So wie’s scheint sogar sehr!" "Danke für das Kompliment!"
bedanke sich Kian sarkastisch. "Du hast mir übrigens immer noch nicht geantwortet.
Mit wem warst du nun eigentlich verabredet???!" "Mit dir. Du hattest die SMS
nicht an Jodie, sondern, wie es scheint, an mich geschickt." Antwortete sie
ihm leicht verletzt. "Echt?? Oh! Ähm, das tut mir echt Leid. ...Daher wusstest
du also auch, dass ich dir die Augen zugehalten hatte!!! AH! Jetzt macht einiges
Sinn. WOW! Und du hast dich nur für mich so...unbeschreiblich schön
gemacht???!! Das seh ich als Kompliment an!!" Susi nickte leicht verlegen. Er
schenkte ihr ein zuckersüßes Lächeln, bei dem sie dahin hätte
schmelzen können. Als Nachtisch hatten sich beide Eis bestellt und Sue
konnte es sich nicht verkneifen ihn wegen seinem Gewicht zu ärgern. "Na
ob du dir ein Eis leisten kannst?? Ich meine vom Geld her klappt das ja locker
aber,...na ja." "Was naja????! Was meinst du???" "So oft geht ihr ja nicht ins
Fitness. Choreographietraining ist auch nicht so oft, weil eure Trainerin ja
sonst völlig verzweifeln würde und wenn dann noch das gute Essen von
Jodie auf deine Rippen kommt...aber das geht mich ja nix an!" Kian schaute an
sich runter. "Findest du mich etwa so fett?????!" fragte er halb verzweifelt.
Und brachte Sue wieder zu einem kleinen Lachanfall. "Mein Gott! Über so
nen sinnlosen Satz hättest du früher nicht gleich so gedacht! Ich
finde dich definitiv nicht fett! Ich finde dich sogar immer noch verdammt sexy
und süß!" Kian atmete erleichtert und musste auch lachen, dann sah
er ihr wieder in die Augen. Er fing an zu schmunzelnd und verunsicherte Susi
so etwas. Gab es einen Grund für sein Schmunzeln? Wenn ja, was ist es denn??
Kian näherte sich wieder mit seinem Gesicht. "Ich glaube es gibt noch ein
paar Sachen die sich wohl nie ändern werden! Du scheinst zum Beispiel immer
noch nicht gelernt tu haben, wie man ordentlich Eis ist, oder?" flüsterte
er ihr sanft ins Ohr, dann küsste er die kleinen Eisreste um Sue’s Mund
weg. "Aber was Eis angeht hattest und hast du immer noch einen guten Geschmack!"
Dann fuhr er mit seiner Nase ihre Wange und Hals lang. Kian wieder so nah zu
spüren, seine zärtlich Berührungen auf der Haut zu fühlen
tat einfach unbeschreiblich gut. Langsam lösten seine Lippen die Nase ab.
Sue konnte seine Küsse und seinen Atem an ihrem Hals spüren und wie
seine Lippen sich wieder langsam zu ihrem Gesicht hocharbeiteten. Ihre Blicke
trafen sich wieder, kurz danach begannen beide nochmals sich zu küssen.
Susi genoss das alles so sehr, dass sie die Zeit vergaß und beide erst
wieder aufmerksam wurden, als sich eine Person neben ihnen räusperte. "Ihre
Rechnung, Sir. Ich hoffe Sie haben nicht nur den Aufenthalt, sondern auch Ihr
Essen genossen. Zahlen Sie zusammen, oder getrennt?" "Zusammen!" kam es ohne
zögern von Kian. Sue sah ihn verdattert an. "Das geht nicht! Ich... ich
meine...du...du kannst doch nicht einfach für mich mit entscheiden!!! Ich
will selber bezahlen!" "Nichts da! Ich meine, ich hab so einiges gut zu machen!
Seh es doch einfach positiv! Ich glaube nämlich nicht, dass du nur auch
einen blassen Schimmer hast, wie schweineteuer hier das Essen ist!!" Sie warf
eine kurzen Blick auf die Rechnung und schon der reichte, um ihr die Sprache
zu verschlagen! "Okay! Du zahlst!!! Gerne! Bei den Preisen lass ich mich doch
gerne überreden!!" Kian musste schmunzeln: "Außerdem hab ich dich
ja sowieso eingeladen. Schon vergessen? Und ich bin vielleicht auch irgendwie
ganz froh, dass ich mit dir und nicht mit Jodie hier bin. Und falls ich es noch
nicht erwähnt habe: Das hier mit dir ist ein toller Abend!! Ehrlich!" Nachdem
sie gezahlt hatten, standen sie auf und auch hier erwies sich Kian weiterhin
als Gentleman: Er rückte ihr den Stuhl zurecht, gab Sue ihre Jacke, und
öffnete ihr auch beim Verlassen des Restaurants die Tür. "Soll ich
dich jetzt noch nach Hause fahren? Mir ist es nämlich nicht so recht, dich
um diese Uhrzeit ganz allein durch Dublin streifen zulassen. Ich bin zwar nicht
mit dem Auto unterwegs, aber ich hätte auch nichts gegen einen längern
Spaziergang durch Dublin und außerdem verbrenn ich so wieder einige Kalorien."
"Klar! Ich bin die Letzte, die etwas dagegen sagen würden!!" Sie gingen
in die Richtung, wo Susi und Jenny wohnten und unterhielten sich. Kian schaffte
es immer wieder sie zum Lachen zubringen, was ihn sehr freute.
CHAPTER 22:
Vor Sues Tür kamen beide schließlich zum stehen. So, nun ist es so
weit jetzt kommt der unangenehme Teil des Schweigens....
"Es war wirklich ein sehr schöner Abend Sue und das meine ich wirklich
ernst, ich glaube ich habe mich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt
und so viel gegessen!" Sue kicherte, sie mochte Kians Sinn für Humor schon
immer. Sie hob ihren zuvor gesenkten Blick und sagte dann feste "Ja, das fand
ich auch... Danke, dass du diesen Abend mit mir geteilt hast!" Sie beugte sich
zu ihm vor um ihm einen Kuss auf die Wange zu geben, doch Kian wich clever aus
und so landeten Sues zarte Lippen auf seinen. Sue wollte von ihm ablassen, doch
Kian verstärkte den Druck seines Kusses. Wenige Minuten später ließ
er sie los. Sie sah ihn skeptisch an und plötzlich kullerten Sue einige
Tränen die Wange hinunter. Sie senkte wieder ihren Blick und drehte sich
im selben Augenblick von Kian weg.
"Was ist denn los? Hab ich was falsch gemacht?" Kians Stimme klang sorgeerfüllt.
Susi schluckte, um ihm antworten zu können "Ja, du hast so ziemlich alles
falsch gemacht, was du falsch machen hättest können!" -Schock für
Kian!!! Er wollte sie doch nicht verletzen, doch was war eigentlich mit ihr
los? Sie sagte doch sie hätte den Abend genossen, also was konnte er denn
falsch gemacht haben?
Sue sammelte sich "Ich glaube es ist besser, wenn du jetzt gehst, Kian!" 'Kian’,
wie sie seinen Namen nur aussprach, mit so viel Liebe und Wärme. Sie war
gerade dabei den Schlüssel im Schloss umzudrehen, als "Was habe ich getan
Sue? Was?" Susi drehte sich wieder ihm zu, durch ihre Tränen wurde ihre
sauber getuschten Wimpern zu klebrigen Spinnenbeinen. "Einfach alles, Ki, alles!"
"Was Sue? Bitte was genau?" "Du hättest hier nicht wieder auftauchen dürfen...
du brichst mir nun zum zweiten Mal mein Herz. Kian, ich weiß nicht, ob
ich das aushalte!" "Aber Sue ich...!" "Kian, es war wirklich schön mit
dir heute Abend und die letzte Zeit, doch allein der Gedanke, dass du mich so
zärtlich küsst und eine halbe Stunde später Jodie das gleiche
Gefühl gibst.... das ist... es ist...!" Sue fehlten die Worte um beschreiben
zu können, wie weh es ihr tat. Kian machte einen Schritt auf sie zu und
schloss sie beruhigend in seine Arme. "Nein Kian, siehst du? Genau das meine
ich... ich liebe es, wenn du so bist und das darf ich nicht lieben... ich darf
DICH nicht lieben... weil ich mich dadurch nur selbst verletzten werde... und
das will ich nicht, nicht noch einmal!!" Kian verstand Sue, doch es bereitete
ihm einen Stich im Herzen.
"Es tut mir Leid Sue, leid was ich dir alles angetan habe. Das ich dich so verletzt
habe, dich verleugnet und gedemütigt habe... bitte glaube mir es tut mir
Leid!...Und der Kuss... die Küsse sie ... sie ... tun mir auch leid!" ER
machte auf seinem Absatz kehrt um zu gehen. Sprachlos wollte Sue endlich in
ihre Wohnung, doch es kam anders....
"NEIN Sue, nein mir tut alles Leid, wirklich alles nur deine Zarten Lippen wieder
gespürt zu haben, DAS tut mir nicht Leid... und weißt du auch warum?"
Kian lief langsam wieder auf sie zu. Susi schüttelte den Kopf, Sie wusste
ganz genau, was jetzt kommen würde. "Nein Kian, sag es nicht, wenn du es
nicht genau so meinst!" Er nickte. "...Weil ich dich immer noch liebe!" "Aber
Ki ich ...ich..." "Ssssshhhhh!" Ein wahres Feuerwerk brach über die beiden
ein. Es durchströmte ihre Körper und ihren lange unterdrückten
Gefühlen ließen sie endlich freien Lauf. Diese eine Nacht war es,
die beide wieder miteinander vereinte...
Ohne aufzuhören sich zu küssen betraten beide Sues Wohnung. Der direkte
Weg führte sie ins Schlafzimmer. Unterwegs ließen sie ihre Hüllen
fallen, erst Kian’s Jacke, dann Sue’s Weste, Sein Hemd, ihr Top...Kian’s Hose
Sue’s Rock...
Ihre Küsse wollten nicht enden. Vorsichtig legte Kian Sue auf dem Bett
ab und begann sofort mit heißen Küssen ihren Bauch zu bedecken. Mit
geschickten Fingern ließ er Susis BH neben das Bett fallen. Bevor er sie
weiterküsste, sah er sie fragend an... Susi schenkte ihm ein ermutigendes
Lächeln und zog ihn wieder an sich ran...Dann drehte Sue den Spieß
um und setzte sich auf Kian drauf. Es gefiel ihm, das Sue ihre 'wilden’ Seiten
zeigte. Langsam bahnte sie sich ihren Weg zu seinem Shorts- Bund . Dann begann
sie zu grinsen. "Was?" Hauchte Kian. "Ich bemerkte nur grad, das ich mich wohl
doch geirrt habe, du bist nämlich noch verdammt gut in Form!" Sie strich
ihm demonstrativ über seinen Bauch. "Wenn du meinst?" Er zuckte mit den
Schultern. Als er merkte, was Sue gerade vorhatte, wurde sein Atem deutlich
schneller. Beide ließen ihrer Liebe und der entstandenen Leidenschaft
freien Lauf, und somit dauerte diese Nacht noch verdammt lange an ;)
Am nächsten Morgen wurde Susi vom Zwitschern der Vögel geweckt. Sie
drehte sich zur anderen Seite und ein schlafender Kian versüßte ihr
die Stimmung. Sachte strich sie ihm eine Strähne aus dem Gesicht. Sue erinnerte
sich an letzte Nacht und seufzte erleichtert aus...
Jetzt wird endlich alles wieder wie früher! Dachte sie zumindest.....
Kurze Zeit später erwachte auch Kian aus seinen süßen Träumen.
"Guten Morgen mein Engel!" "Guten morgen mein Schatz!" "Na, gut geschlafen?"
"Na neben dir doch immer!" Sue drückte ihm einen Kuss auf den Mund. "Soll
ich Frühstück machen?" "Nein, das brauchst du nicht, ich muss nämlich
gleich schon wieder los, ich hab später nämlich mal wieder Tourproben
vor mir!" Er verdrehte die Augen. Sue musste lachen.
Langsam kroch Kian aus dem Bett und schlüpfte in seine Klamotten. Auch
Sue stand auf, doch sie wickelte sich nur ihr Bettlacken um ihren nackten Körper.
Zärtlich umarmte Kian Sue und sie legte freudig ihren Kopf an seine Brust.
"Wann sehen wir uns wieder?" fragte er voller Hoffnung. Susi zuckte unwissend
mit den Schultern "Ich glaube morgen haben wir den nächsten Anprobe Termin
für euch!" "Morgen? So lange?" "Ach komm, du wirst es schon mal einen Tag
ohne mich aushalten, oder?" heftigst schüttelte Kian seinen Kopf. "Na gut
dann bekommst du noch einen letzten Kuss von mir, damit du nicht ganz auf Entzug
musst!" scherzte sie. Und ihre Lippen trafen sich.
Kians Handy machte sich bemerkbar "Och man, wer stört den jetzt?... Egan?"
"Oh hi Darling!" Sues Miene verfinsterte sich merklich. Sie wand sich aus Kians
Umarmung und ließ sich genervt auf’s Bett fallen. "...Heute? ähm...
Tourproben... ja so um 20 Uhr... wieso? Das war Heute? Och nein! Hm... und ich
muss da mit?.... ja ich weiß, dass dir deine Family wichtig ist... ja
schon gut... ich bin da! Bye Darling!.... Ich dich auch!" Er legte auf.
"Bye Darling....!" äffte Sue ihn nach. "Och Sue, bitte mach mir jetzt keinen
Aufstand ja?" "Ich mach dir keinen Aufstand...!" "Nein okay, aber du bist sauer!"
"Ja und wenn schon, hab ich kein Recht darauf?" "Man Sue, was soll ich denn
tun? Jodie ist auch, wenn die Nacht gestern echt ein Traum war,.... meine Verlobte...
ich kann sie nicht einfach so wie Luft behandeln!" "Ach heißt das du bleibst
weiterhin mit ihr zusammen.... und fährst mit mir Zweigleisig? Oder war
das gestern nur so’n One-Night-Stand für dich?" Sue war merklich sauer,
sie hätte platzen können. "Nein das war es ganz und gar nicht! Und
ich werde sicher nicht mit ihr zusammen bleiben... aber bitte gib mir Zeit mich
von ihr zu trennen, ich will sie nicht verletzten!" "Zeit? Kian wann ist deine
Hochzeit?" "In ca. 3 Wochen!" "Da hast du’s.... und du redest von Zeit!"
"Keine Angst Sue, ich habe dich einmal verleugnet und das passiert mir nicht
noch einmal!"
CHAPTER 23:
Eine halbe Std. später war Kian endlich verschwunden und Sue ließ
sich rücklings auf ihr Bett fallen. Viele Gedanken kreisten in ihrem Kopf,
eindeutig zu viel, wie sie fand. Sie schloss ihre Augen, was sie immer tat wenn
sie abschalten musste. Doch mit abschalten wurde nichts, denn es klopfte an
ihrer Tür. Sie stand auf, zog ihr Bettlacken, das sie immer noch um den
Körper trug fester und marschierte zur Tür.
"Wer stört?" Sie riss die Tür förmlich auf und blickte in Jey’s
erstaunten Gesicht. "Ich? Wenn’s recht is?" "Komm rein!" Sie trat bei Seite
um Jenny rein zu lassen. "Ich dachte mir du hast vielleicht Lust mit mir zu
frühstücken? Ich hab Brötchen geholt!" Susi blickte Jenny verwirrt
an "DU hast Brötchen geholt? Wie kommt denn das? Du warst doch letzte Woche
kein einziges Mal aus deiner Wohnung draußen, weil du Angst hattest du
könntest Denis begegnen!" "Ja okay, das war letzte Woche, doch jetzt ist
wieder alles in Butter!" "Wie jetzt?" Sue begriff nicht. "Naja bevor du mich
anschreist... Nein, ich bin nicht verrückt!!" "Jetzt sag schon!" forderte
Susi. "Gut, ich bin wieder mit Denis zusammen und hatte außerdem noch
eine wundervolle Nacht mit Shane!" "WAS??????? Hast du sie noch alle???" "Ich
hab gesagt, ich bin nicht verrückt!" "Ja, aber wie kam es denn dazu?" wollte
Sue wissen, nachdem sie den ersten Schock verdaut hatte...Jenny erzählte
ihr jede Einzelheit......
"Aha, okay... und dann hast du so richtig mit Shane?...." Jenny nickte breitgrinsend.
"Sue er ist einfach ein Traum!" schwärmte Jenny ihr vor. "Boah Jey du kleines
Luder, hast was mit 2 Männern...Weiß Michelle was davon?" Jenny nickte.
"Echt? Krass! Und wie hat sie reagiert?" "Sie hat mir eine Gewischt!" Sue hätte
sich beinahe an ihrem Brötchen verschluckt, als sie das hörte. Sie
starrte Jey an und wartete darauf ,dass sie weiter sprach. "Na und was hast
du dann gemacht????" fragte sie ungeduldig, als Jenny nicht weitersprach. "Na
was wohl! Ich hab ihr auch eine geknallt! Was denkst du denn??? Ich lass mir
doch was nicht bieten!!! Dann haben wir uns weitergeschlagen und auch beschimpft!"
sagte sie mit einer Leichtigkeit, die Sue die Sprache verschlug. "Naja während
wir so rumzickten, kam dann zufällig Shane. Ich weiß ehrlich gesagt
nicht mehr, warum er eigentlich noch mal hier war, aber das ist ja jetzt auch
egal. Dann hab ich noch gepetzt, dass Michelle mich nicht zu ihm gelassen hatte
- also am Telefon, mein ich jetzt. Du hättet seine Reaktion miterleben
sollen!!! Er war so was von wütend!! Und was auch immer zwischen ihm und
Michelle war - es ist vorbei!!!!!!!!!!!!!" Susi sah sie ungläubig an. "Und
was jetzt? Du bist doch mit Denis zusammen!!! Und ich glaube nicht, dass er
da so freudig darauf reagiert!" Jenny erschrak. "Scheiße!!!! Das hatte
ich voll vergessen!!! Aber ich konnte nicht anders! Du hättest die Situation
miterleben müssen, Sue! Er hatte eine Waffe!!! Und er wollte sich das Leben
nehmen!! Nur wegen mir!!!" "Jenny Süße! Wenn der Kerl ne Waffe hat,
würde ich ganz schnell die Sache beenden!!! Was, wenn er dich noch mal
mit Shane erwischt???!! Er würde ihn sicherlich, ohne zu zögern, abknallen!!!
Ich will nicht mal dran denken, was er mit dir anstellen würde!!! Und wegen
der Sache mit dem Leben nehmen: Vielleicht hat er ja gehofft, dass du so reagierst,
wie du’s getan hast! Er hatte vielleicht nie vor sich abzuknallen!! Süße,
bitte sei vernünftig!! Komm! Mir ist echt nicht wohl bei der ganzen Sache
und außerdem hab ich dann ständig Angst, dass der Typ dir was antun
würde. Und das wird er sicherlich tun, wenn du Shane wieder mal zu nahe
kommst. Naja und das ist bei dir halt so ne Sache. Ich glaube nämlich nicht,
dass du die Finger von Shane lassen kannst. Also, nimm das jetzt bitte nicht
böse auf! Das ist halt nur...naja die Wahrheit würde ich sagen..."
Beide schwiegen sich an.
Wenn Jenny überlegte, musste sie feststellen, dass Sue gar nicht mal so
unrecht hatte. Sie war Shorty definitiv verfallen und Denis,..würde er
wirklich so gefährlich werden können? Er hatte sie geschlagen, ja
das stimmte aber würde er sie auch mit einer Waffe bedrohen? Oder diese
gar anwenden? Nur weil er sich erschießen wollte, musste er ja nicht gleich
gestört, verrückt oder so sein. Und sie konnte sich Denis auch nicht
als so große Gefahr vorstellen. "Du, Susi? Was hatte eigentlich Kian hier
zu suchen? Als ich vom Bäcker hochkam, ist er mir entgegengekommen. Und
na ja da ist eine ziemlich ungewöhnlich Zeit für einen Lifer hier
rumzuirren." "Nicht ungewöhnlicher, als die Uhrzeit um die dich Shane gestern
verlassen hat." Versuchte sie kurz und knapp auf den Punkt zu kommen, um nicht
weiter drüber reden zum müssen, denn sie hatte jetzt echt keinen Bock.
Jedenfalls nicht jetzt, nachdem er mit seinem 'Darling’ hatte reden müssen
und sie genau wusste, dass Kian und Jodie sich noch heute treffen würden.
In 3 Wochen.... dachte Sue etwas sauer. Dann wird er heiraten. Es sei denn er,
schafft es wirklich innerhalb dieser kurzen Zeit mit Jodie Schluss zu machen,
was ich ehrlich gesagt leider bezweifle. "Was würdest du machen, wenn Shane
verlobt wär?" "Ganz ehrlich? Hm, ich würde alles versuchen, um ihn
für mich zugewinnen, wenn es tot sicher wäre, dass er mich lieben
würde. Und ich würde meiner Konkurrentin die Augen auskratzten!!!
Naja das hab ich ja jetzt eigentlich schon geschafft! Aber zum Glück ist
Shane ja auch nicht mit dieser blöden Kuh verlobt gewesen. Irgendwie aber
doch schade! Da hätte das Augen auskratzen noch viel mehr Spaß gemacht!"
stellte Jey schmunzelnd fest.
Nachdem ich Susi angezogen hatte, frühstückten die beiden weiter..
"Wieso wolltest du da eigentlich wissen? Lief da was zischen dir und Ki?" "Sonst
wär er wohl nicht um dieses Zeit gegangen, oder? Ich will aber jetzt nicht
wirklich drüber reden. Dazu bin ich momentan noch zu sauer." "Wieso? Hat
er’s nicht gebracht?!" fragte Jenny scherzhaft. "Ha Ha!! Ich lach mich tot!
Nein, er war...es war genauso schön wie früher. Bloß irgendwie
hab ich das Gefühl, dass das nur ein One-Night-Stand war und es auch bleiben
wird... Auch wenn er das Gegenteil behauptet. Ich weiß nicht. Ich...ich
hab Angst! Angst wieder verleugnet zu werden! Wieder so verletzt zu werden."
Sie wurde mit großen Augen angeschaut. "Kian hat dir versprochen, dass
ihr wieder zusammen kommt???!! Hat er auch gesagt, dass er dich noch liebt und
so???" Sue nickte. "Ich liebe ihn ja auch immer noch! Und erst recht nach dem
gestrigen Abend! Ich hab mich lange nicht mehr so amüsiert und er bringt
mich auch immer noch genauso leicht zum Lachen! Er ist einfach...großartig.
Aber ich will nicht wieder nur ein Spielzeug sein, oder so was in der Art."
"Naja ich kenn Kian ja nicht und kann also auch nicht sagen, ob er das alles
ernst gemeint hat. Aber irgendwie hoff ich das für dich. Auch wenn du immer
wieder gesagt hast, dass du diesen Typen hasst, ihn nie wieder sehen willst,
und so weiter." Beide aßen erst mal weiter und machten sich dann wieder
an die Arbeit und unterhielten bzw. diskutierten weiter zum Thema Boys. Sue
erzählte ihr die Einzelheiten des wunderschönen Essens und auch die
Szenen des heutigen Morgens. Jenny redete auf sie ein und hoffte es zu schaffen
sie davon zu überzeugen, dass sie ruhig mal wieder auf ihr Herz hören
könne! "Nein danke! Ich glaube nicht, dass ich solche Probleme wie du haben
will! Na gut, bei mir können sie nicht auftauchen, da ich mich ja nicht
zwischen 2 Typen entscheiden muss! Ich würde an deiner Stelle mal langsam
anfangen zu überlegen, wie du das in die Reihe kriegen willst! Du kannst
natürlich auch was mit beiden haben, aber ich glaube sie wären nicht
begeistert darüber und außerdem ist Denis eine viel zu große
Gefahr um so leichtsinnig zu sein!" Sue musste ja immer alles besser wissen!
Selber bekam sie ihre Probleme nicht in Reihe, aber den anderen noch tolle Ratschläge
gebe, das konnte sie immer!!! "Am besten kümmert sich jeder um seine Angelegenheiten!
Ich glaube damit hat jeder schon genug zu tun!" "Ich wollte dir ja nur helfen!!!
Es tut mir echt leid!!!" "Du willst ja immer nur helfen!!! Aber das deine Ratschläge
nicht immer das sind, was die andere Person evtl. glücklich machen könnte!!!"
"Manchmal muss man Sachen tun, die einen nicht glücklich machen! Aber man
weiß, das es das Beste ist!!!" wehrte sich Sue verletzt. "
Anscheinend waren beide durch ihre Probleme, die sehr an ihnen nagten, extrem
gereizt. Wie gestern arbeiteten sie schweigend vor sich hin, als es an der Tür
klopfte. "Ich geh schon!" sagte Jenny zur Tür gehend. Der überraschende
Besucher war John! "Hey John! Was machst du denn hier? Willst du etwa kontrollieren,
ob ihr unsere Arbeit auch gut machen??!!" "So ungefähr. Ich wollte generell
mal nach euch schauen und dann auch gleich nach den Ergebnissen eurer harten
Arbeit. Wie sind die Jung eigentlich so? Kommt ihr gut mit ihnen aus?" fragte
er, während er Jey’s Wohnung betrat. "Ja sie sind ganz nett. Vor allem
Nicky is voll cool! Der freut sich immer riesig, wenn wir mit den Kostümen
kommen! Das ist dann immer voll süß anzuschauen. Ja und der Rest
der Jungs ist auch echt super! Also sie sind nett und wir kommen ganz gut mit
ihnen aus, stimmt’s Sue?" Ein 'Ja’ erklang aus Jenny Arbeitszimmer. "Darf ich
mal sehen wie weit ihr schon seid?" "Klar! Sue hol mal bitte die schon fertigen
Anzüge und so raus. John will sie sich mal ansehen." John betrat den Raum
und sie begrüßten sich. "So das ist das, was wir bis jetzt geschafft
haben. Die Anzüge sind auch schon gekürzt wurden, also passen sie
den Jungs jetzt wie angegossen. Und die Sachen, die hier liegen, sind auch schon
fast fertig. Also wir werden bestimmt spätestens heute Nachmittag mit ihnen
fertig sein. Und dann müssen nur noch 2 Outfits entworfen und geschneidert
werden. Ja dann hätten wir auch schon unseren Job erledigt und können
dann hoffentlich endlich unseren schon so lange versprochenen Urlaub antreten.
Oder?" "Ist ja gut! Ich weiß, dass der Auftrag sehr kurzfristig war, aber
er macht euch Spaß und außerdem ist die Bezahlung sehr gut. Also
regt euch nicht auf, ihr braucht das Geld immerhin. Und danach dürft ihr
ja auch endlich in euren Urlaub. Ihr habt ihn euch dann auch echt verdient.
...Ja doch! Die Klamotten sehen sehr gut aus! Und den Jungs gefallen sie auch?
Dann ist ja alles gut. Aber bitte überarbeitet euch nicht. Legt ab und
zu kleine Pausen ein. Ihr hab immer noch ca. 3 Wochen und schon die Hälfte
geschafft!" "Ja und die anderen 3 Wochen brauchen wir dann halt für die
anderen 2 Outfits! Also arbeiten wir weiter wie bisher: gründlich, zügig
und gut. Wir merken schon, wenn unsere Konzentration nach lässt und wir
ne Pause einlegen sollten." "Ich sehe schon ihr beiden seid euer Geld wirklich
wert. Ihr wisst was ihr könnt und wie ihr arbeiten müsst!! Ich bin
sehr zufrieden!! Gut also ich will euch dann nicht länger stören und
euch von eurer Arbeit abhalten! Man sieht sich! Bye." Mit diesen Worten verabschiedete
sich John und ging.
Die Mädels machten sich sofort wieder an die Arbeit, denn sie hatten noch
einiges vor sich. "Ich bin mal wieder auf Nicky gespannt!" meinte Sue grinsend.
Jenny stimmte ihr lachend zu: "Stimmt! Der ist ja schon so ganz süß,
aber dann ist er immer noch viel süßer!" Beide mussten lachen. 12:30
begannen die beiden zu überlegen, ob man nicht mal essen gehen könnte.
Sie entschlossen sich für die kleine Pizzeria um die Ecke. Sie nahmen ihre
Sachen und öffneten die Tür. Sue fuhr vor Schrecken zusammen, was
Jey ansteckte. "Denis! Musst du mich so erschrecken??!" fauchte Sue ihn an.
"Sorry! Ich wollte grad klingeln und fragen, ob Jenny Lust hat, mit mir essen
zu gehen." Sue warf ihr einen Blick zu. Würde sie, wie vereinbart, mit
ihr, oder mit diesem Irren Essen gehen? "Ähm, das ist echt lieb von dir
Denis, aber Sue und ich wollten schon zur Pizzeria gehen und noch einiges besprechen.
Du weißt schon, wegen dem Job." "Würde ich etwa dabei stören,
oder besteht doch noch ne Chance, dass ich mitkommen kann??!" Jey sah Sue fragend
an und diese antwortete ihr mit einem finsterem Blick. "Ähm, ich glaube
du würdest dich nur langweilen und...nimm’s bitte nicht böse Denis,
okay!!??" "OK: Ist schon gut. Ich find’s halt nur Schade." Sagte Denis und schaute
Sue, bevor er ging, noch mal forschend an.
Hm, scheint so, als ob Jenny’s Freundin ein Problem mit mir hat. Fragt sich
nur was für eins? Hat Jey ihr etwa was erzählt??? Wenn, ja, dann fürchte
ich, dass sie etwas zu viel geplaudert hat. Oh Oh! Böse Jenny, ganz böses
Mädchen! Du sollst doch nicht immer so viel reden. Das ist nicht gut! Ganz
und gar nicht!! Bevor ich aber anfange in irgend einer Richtung hin zu handeln,
muss ich erfahren, was Sue so alles weiß...
CHAPTER 24:
Bei "Pepe’s" angekommen, gingen die beiden Freundinnen direkt zu ihrem Lieblingstisch
in der Ecke. Kurze Zeit später kam auch schon Pepe’ persönlich um
die beiden zu begrüßen. Pepe’ war ein alter Freund der beiden und
Jey sowie Sue seine beiden Lieblings Stammgäste.
"Hi ihr beiden, man ich hab euch ja schon ewig nicht mehr hier in meinem bescheidenen
Reich gesehen, wie geht es euch denn?" "Also ich denke uns geht es zur Zeit
recht gut, sind gerade mitten in einem großen Auftrag und können
deshalb leider nicht so oft deine Anwesenheit genießen!" antwortete Sue
für beide. "Naja freut mich jedenfalls euch mal wieder zu sehen. Was darf
ich euch bringen? Das gleiche wie immer, einmal Pizza Mageritha und eine Fungi?
Dazu zwei große Cokes?" Pepe’ kannte Jey und Sue wirklich sehr gut. Beide
nickten ihm lachend zu. "Ist schon unterwegs!" mit diesen Worten drehte er sich
auf dem Absatz um und verschwand in die Küche.
"Pepe’ ist echt ein wahrer Schatz, findest du nicht?" fragte Sue Jey. Jenny
nickte nur stumm.
"Sag mal was ist denn mit dir los? Du bist so still!" Jenny sah vom Tisch auf
und zuckte mit den Schultern "Ich weiß es auch nicht so genau, irgendwie
fühle ich mich so komisch,...ach egal!" "In wie fern?" "Ich weiß
es ja eben nicht so genau, kennst du es, wenn du dieses Leere Gefühl im
Magen hast, das dich innerlich belastet?" Sue lachte auf "Na das wird dein Hunger
sein, der sich bemerkbar macht!" Jey lächelte gequält und als Sue
merkte, dass ihr Witz nicht den gewünschten Effekt brachte, wurde sie wieder
Ernst. "Ich weiß nicht was mit dir los ist, ich stecke nicht in deiner
Haut.... kann es sein das du dir solche Gedanken um Denis und Shane machst?"
Wieder zuckte Jenny nur die Schultern "Kann schon sein...!"
Wenig Später stand Pepe’ mit zwei lecker duftenden Pizzen und zwei Cokes
vor ihrem Tisch. "Geht heute auf’s Haus!" sagte er den beiden mit einem Zwinkern.
"Oh danke Pepe’ das wäre doch echt nicht nötig gewesen, du bist ein
Schatz!" Die beiden Girls drückten Pepe’ gleichzeitig einen Kuss auf die
Wange, als kleines Dankeschön. "Mach ich doch gerne, für meine reizenden
Stammgäste!" wieder verschwand er in der Küche.
Jennys Blick blieb am großen Fenster hängen. "Sag mal Jey, was is
denn jetzt schon wieder? haste doch keinen Hunger? Du hast die Pizza ja nicht
mal angerührt!" "Nein nein alles ok, ich dachte nur gerade ich hätte
Denis auf der anderen Straßenseite gesehen, aber das kann ja nicht sein...
er ist ja schließlich grad wieder arbeiten..." Sue sah forschend aus dem
Fenster, doch sehen konnte sie Denis nicht.
Nachdem sich die beiden ihre Pizza schmecken ließen und mehr als gesättigt
waren, beschlossen sie noch einen kleinen 'Verdauungsspaziergang’ zu machen.
Sie verabschiedeten sich herzlich von Pepe’ und bedankten sich noch einmal für
das leckere Essen und gingen schließlich.
Es war herrliches Wetter draußen, kaum zu glauben, dass hier in Irland
so ein Wetter herrschen kann. Sie liefen durch den großen Park am Ende
der Stadt, doch irgendetwas stimmte nicht, und das merkte auch Susi. Jenny sah
sich immer wieder prüfend um und hörte Sue eigentlich gar nicht richtig
zu, die ihr gerade versuchte zu erklären, wie es nun mit den Kostümen
weitergehen sollte.
"Boah Jey, jetzt reicht’s aber, du machst mich noch verrückt.... was suchst
du eigentlich?" ----kurze Stille---
"Sue, ich kriege langsam echt Angst, oder Wahnvorstellungen....ich werde das
Gefühl nicht los, dass uns jemand beobachtet!" Wieder schaute Jenny sich
mit ängstlichem Blick um.
"Ach was, wer soll uns denn schon beobachten?" "Denis?" sagte Jenny mit fragendem
Unterton. Sues Gesichte wirkte plötzlich nachdenklich. "Naja ich meine,
ich kann mich auch täuschen, doch vorhin dachte ich schon zum 2 mal ich
hätte ihn gesehen, nur habe ich da nichts gesagt!" "Ich glaube es ist besser
wir gehen so schnell wie möglich nach Hause. Ich weiß zwar nicht,
ob ich dir glauben soll, aber Angst hast du mir auf jeden fall mächtig
gemacht!" Jenny schnappte sich Sues Hand und drückte diese auf dem Rückweg
immer wieder feste, wenn sie ein merkwürdiges Gefühl überkam...
Susi schloss die Wohnungstür hinter sich und atmete im gleichen Moment
erleichtert aus.
Kaum viel die Tür ins Schloss, klingelte Jenny’s Handy. Denis war am anderen
Ende...
"HI Denis.... na alles klar?... was willst du?... nein habe ich nicht.... später?
Da muss ich mit Sue noch mal zu Westlife.... nein nein du brauchst uns nicht
zu fahren.... wann? Um 16.00... nein Denis wirklich... Denis... fang bitte nicht
wieder damit an.... nein ich pass auf....ich sagte nein!" Jennys Stimme klang
sehr aufgebracht fand Sue, die neben ihr auf der Couch saß und alles mit
anhörte. "Ja ist gut, dann bis heute Abend..." Jenny beendete das Gespräch.
Sie zog ihre Beine nah an den Körper und ließ ihren Kopf auf ihre
Knie sinken. "Sag schon!" forderte Susi sie auf. Jenny hob den Kopf an "Er wollte
wissen, wo ich genau war, wann ich wieder hier war... warum ich mich nicht gemeldet
habe...ob nur du dabei warst... was ich heute noch zu tun habe und ob wir uns
sehen können, heute Abend!" Susi blieb der Mund offen stehen. "Sag, dass
das eben nicht wahr war, du hast mir eben nicht ernsthaft erzählt, dass
er alles ganz genau wissen wollte, oder?" Doch leider nickte Jenny langsam.
"Er weiß doch, dass wird vorhins essen waren! Das ist ja der reinste Psychopath,
schieß ihn doch endlich in den Wind süße!" "Das... das kann
ich nich...." "Nein? Warum nich?" "Weil...weil... ich ihn liebe! Und ich nicht
will, dass er sich was antut!" "Jenny!!! Jetzt sei doch bitte nicht so verdammt
blind! Dieser Mann fängt an dich zu kontrollieren und dich wie sein Eigentum
zu behandeln, merkst du das nicht?" "Na komm... so schlimm ist er auch wieder
nicht,.... er macht sich doch nur Sorgen um mich.... er will sich doch ändern!"
Jenny versuchte krampfhaft Denis zu verteidigen und Sue konnte nicht glauben,
das Jenny das tat, warum tat sie das nur für Denis, wenn sie sagte sie
mochte Shane viel mehr? "Jenny zum letzten Mal... Denis fängt an dich zu
manipulieren, sieh doch du glaubst ja nicht mal mehr mir, deiner besten Freundin!"
"Sue, du hast doch keine Ahnung!" "Ach nein? Ich sehe aber ziemlich gut, wie
scheiß dreckig es dir momentan geht!" "Tut es gar nicht, mir geht es gut!"
Beide wurden mit ihrer Stimmlage immer lauter, bis sie sich irgendwann heftigst
anschrieen. "Ich glaube es ist besser, wenn du jetzt gehst!" meinte Jenny schließlich,
der die Tränen mittlerweile nur so die Wangen herunter tropften. Ohne auch
nur ein Wort zu erwidern, stand Sue auf und ging zur Tür, bevor sie diese
schloss, sagte sie ein letztes Mal "Jey, wach endlich auf, Denis macht dich
abhängig.... es liegt nun an dir!"
Sie ging.
Es war 15.30 und es klingelte an Jennys Tür. Wer kann das denn sein? Sue?
Sicher nicht, so wie wir uns gestritten haben? Shane? wohl kaum, ihn seh ich
ja gleich im Hotel....
Sie öffnete und Denis stand davor... mit finsterem Blick. "Hi Denis, was
machst du denn hier, ich dachte wir wollten uns erst heute Abend treffen!" Ohne
zu antworten trat er ein. "Ja ich weiß, doch ich dachte ich fahr dich
zu deiner Arbeit!" "Aber Denis, ich sagte dir doch schon am Telefon, das es
nicht nötig ist!" "Nein das ist schon nötig, ich will ja nicht, dass
du Sue wieder irgendwelche Lügen über mich erzählst" Er blinzelte
Jey böse an. "Welche Lügen? Ich habe Sue gar nichts erzählt!"
"Ach nein? Siehst du, du lügst mir wieder mitten ins Gesicht! Ich dachte,
dass wollten wir nicht mehr!" "Denis, was willst du eigentlich von mir? Wenn
es wegen Shane ist, ich hab ihn kaum gesehen!" behauptete Jenny und hoffte,
dass sie diesen Satz eben wenigstens glaubwürdig rübergebracht hatte,
denn sie wusste genau, dass sie Denis gerade wieder anlog. "Shane? Diese Irische
Schwuchtel? Is mir doch egal, ich will dir auch geraten haben ihn nicht mehr
außerberuflich zu sehen, nein Jey, es geht um was anderes!" Denis machte
einen Schritt auf sie zu, Jenny bekam wieder Angst, Denis hatte diesen Blick
drauf, diesen Blick den er bei seinem letzten Ausraster schon einmal hatte.
Sie wisch zurück, doch plötzlich spürte sie die Kalte Wand an
ihrem Rücken.... sie saß in der Falle.
"W...w...was denn sonst?" fragte sie ihn leise. In Jennys Augen spiegelte sich
die pure Angst.
"Du hast Sue erzählt, ich hätte dich geschlagen und bedroht, stimmt
das etwa? Du weißt doch, dass ich dir so was nie antun würde!" Jennys
Atem wurde schneller... was würde nun folgen... blieb er so ruhig wie eben
oder würde er gleich wieder ausrasten?
"Ich... ich habe gar nichts gesagt!" "LÜGNERIN!" Denis schrie Jey mitten
ins Gesicht. Sie stand so unter Schock, dass sie anfing vor Angst zu zittern.
"Du lügst mich an? Du wagst es? Du weißt, was passiert, wenn du das
noch einmal tust, oder?" "Denis du hast mir versprochen du änderst dich,
was bitte ist mit dir los?" "Jey, hier geht es nicht um mich, es geht um dich
und deine Lügen!" "Welche Lügen? Es war die reine Wahrheit!" Jenny
wurde lauter.
FATSCH hatte sie wieder eine hängen. Fassungslos sah sie in sein grinsendes
Gesicht.
Seine Augen, was war nur mit ihnen los? Sie waren schon lange nicht mehr die
selben wie früher, die sie so geliebt hatte, in die sie sich verliebt hatte!
Nein sie wirkten nur noch dunkel, leer und voller Hass.
"Lügst du mich noch einmal an?" Denis ergriff Jennys Oberarme und drückte
feste zu. "Aua... Denis lass mich los! Du tust mir weh!" "Lügst du mich
noch einmal an?" wiederholte er seine Frage. Jey antwortete nicht. "Antworte
gefälligst! Du Schlampe!" "Ich bin keine Schlampe!" versuchte sich Jenny
mit letzte Kraft zu wehren. "Ach nein? Aber außer mir dürfen wohl
auch noch die anderen 5 irischen Bastarde drüber rutschen, was?" "Denis,
was ist nur los? Warum tust du das nur?" Ihre Tränen hatte sie lange genug
zurück gehalten, doch jetzt ging es nicht mehr anders, auch wenn es ein
Zeichen von Schwäche war, sie brachen aus ihr heraus.
"Heul bloß nicht los! Hörst du? Du sollst nicht heulen!" Denis war
wütend. Er drückte Jey unsanft gegen die raue Wand. Jenny winselte
vor sich hin, sie hatte Schmerzen, höllische Schmerzen, doch das sollte
nicht das Ende sein. Denis war gerade erst richtig in Fahrt und Schläge
folgten, einer nach dem anderen. Sie hatte keine Kraft sich zu wehren, nicht
die geringste... völlig fertig sackte sie in ihrer eigenen Wohnung zusammen.
Denis beugte sich ein letztes mal über sie "Lügst du mich noch einmal
an?" "Nein!" kam es schwach von Jey. "Gut, das will ich dir auch raten, sonst
ist dein süßer Shane der Nächste! Also wag es ja nicht weder
Sue noch der Polizei was zu erzählen!" Jenny sackte geschwächt in
der Ecke zusammen, dabei knallte sie mit ihrem Kopf heftig gegen die Wand und
verlor ihr Bewusstsein. Etwas später an diesem Abend wollte Sue doch noch
mal bei Jey vorbei schauen und sich bei ihr entschuldigen. Sie klopfte ein paar
mal und wurde immer unruhiger, als niemand antwortete und nichts zu hören
war.
Sue trat von einem Fuß auf den anderen. Sie holte ihren Zweitschlüssel
für Jey’s Wohnung aus ihrer Tasche und schloss vorsichtig die Wohnung auf.
"Jey? Sweety?? Bist du hier? Hey Süße!? Bitte antwortete doch mal."
Dann entdeckte Sue etwas, was ihr einen gewaltigen Schauer über den Rücken
liefen ließ: Eine mit vielen blauen Flecken bedeckte und blutende Jenny.
Sie nahm sofort ihr Handy und verständigte den Notarzt, der zum Glück
schnell da war. Jey wurde ins Krankenhaus gebracht und untersucht, während
Susi ungeduldig draußen auf ein Ergebnis wartete. Sie hatte in der Zwischenzeit
auch mit John gesprochen, der das zuerst nur für einen miesen Scherz gehalten
hatte. Nun saß Sue ganz allein in diesem großen Krankenhaus und
keiner konnte oder wollte ihr eine Antwort geben. Sie war verzweifelt und besorgt.
Diese Gefühle übernahmen die Kontrolle über Susi und sie musste
anfangen zu weinen. Der Versuch die Tränen zu unterdrücken gelang
einfach nicht! Sie hatte solche Angst! Was, wenn Jey schlimm verletzt wär??
Und wie war das alles überhaupt passiert??? All diese Gedanken schossen
ihr durch den Kopf und verzweifelten sie nur noch mehr.
Sie war so in Gedanken vertieft, dass die extrem zusammenzuckte, als Arme um
sie gelegt wurden. Sue sah mit ihren total verheulten Augen auf: Sie erblicke
4 sehr besorgt dreinblickende Lifer und einen 5., der sie fest an sich drückte.
"Hey Sue! Na Süße, wie geht’s? Ist alles okay mit dir?" fragte Kian
sie vorsichtig, da er Susi noch nie so hatte weinen sehen. Diese versuchte zu
antworten, was ihr aber nicht gelang und wieder weinen musste. "Ssshhhhhh! Ist
ja gut! Ganz ruhig Susi. Beruhig dich doch! Es wird alles wieder gut! Ssshhhhhhh!
Das wird schon wieder, meine Süße..." "Miss Summers?" Sue schreckte
hoch und sah einen Mann im weißen Kittel.
"Wir haben ihre Freundin behandelt. Sie hat mehrere Blutergüsse, eine Gehirnerschütterung
und eine kleine Wunde am Kopf, die wir bereits genäht haben. Ihr Zustand
ist relativ stabil. Wenn sie wollen, können Sie in einer viertel Stunde
zu ihr. Aber ich möchte Sie bitten, nur kurz zu bleiben, da sie sehr schwach
ist. Wenn es in der Zwischenzeit etwas neues gibt, werde ich Ihnen Bescheid
sagen." Mit diesen Worten verschwand der Arzt. Sue kuschelte sich wieder an
Kian und weinte weiter. Er und die anderen versuchten Sue wieder zu beruhigen
und ihr Mut zu machen. "Hey Sue! Sieh mal sie ist einigermaßen okay wieder!
Das ist doch schon mal ganz gut, oder? Ich meine es könnte auch viel schlimmer
sein, auch, wenn wir sicherlich nicht nur einen Gedanken an so was verschwenden
möchten. Aber versuch es doch bitte mal von der Seite zu betrachten. Okay?!"
"OK, Nicky." antwortete sie fast ohne Stimme. Dann spürte Susi etwas. "Du,
Kian? Deine Hose vibriert!" Die Jungs schauten sich grinsend an. "Na Kian? Was
vibriert denn da schönes in deiner Hose??!" fragte Bryan lachend. "Das
muss mein Handy sein! ...Jabs. Ähm, bitte entschuldigt mich mal kurz. Kümmert
sich bitte einer von euch um Sue? Ja, danke!" Das überließen die
Jungs am besten Mark, da er ein super Einfühlungsvermögen hatte. Mark
redete auch gleich beruhigend auf sie ein und versuchte sie abzulenken.
CHAPTER 25:
"Ja, Jodie was gibt’s?" "Wo bist du grad??!" "Im Krankenhaus. Aber keine Sorge:
ich bin OK!" "Und was hast du dann bitteschön in einem Krankenhaus zusuchen???!!!
Du könntest auch genauso gut bei mir sein!" "Ich bin wegen einer Freundin
bzw. wegen zweien hier. Der einen ist etwas passiert und der anderen geht es
deswegen mies. Das sind übrigens die beiden Mädels die unsere Kostüme
machen, falls du dich noch erinnern kannst." "Ah ja. Ich erinner mich. Welcher
von beiden ist was passiert?" "Jenny. Hast du nur angerufen, um zu erfahren
wo ich bin, oder gibt’s noch nen anderen Grund?" "Eigentlich schon. Aber das
ist nicht soo wichtig. Also du kannst ruhig da bleiben. Ich meine wir können
ja auch noch ein anders mal darüber reden. Ich weiß ja jetzt nicht
genau in wie vielen Wochen du wieder frei hast..." "Ist schon okay. Ich versuch
so bald wie möglich hier weg zu kommen. Mal sehen wie ich das anstellen
soll. Is es wirklich so wichtig?!" "Ja!!!!" "Okay. Wo treffen wir uns? Bei mir
also in unserer zukünftigen Wohnung. Bis dann mein Schatz! Ich liebe dich,
Darling!" "Ja gut dann bis dann. Bye."
"Hi Leute, da bin ich wieder!" er setzte sich neben Susi, die sich wieder einigermaßen
gefangen hatte. "Alles okay bei dir, Süße?!" "Ja ja. Geht schon.
Wer war’s denn?" "Hä?" "Am Telefon! Mit wem hast du telefoniert?!" "Achso!
Ja ähm...ist nicht so wichtig." "Dann kannst du es mir ja sagen, oder??"
"Okay. Es, ähm, war Jodie." "Aha. Und was wollte sie?" "Sie wollte nur
wissen, wo ich bin. Mehr nicht. Sie hat sich einfach nur Sorgen um mich gemacht.
Ich glaube die viertel Stunde ist rum. Oder? Dann können wir ja zu Jenny."
Normalerweise hätte Susi ihn noch mal prüfend gemustert, hatte aber
momentan absolut nicht den Nerv dafür. Sie betraten vorsichtig das Zimmer,
in dem Jey lag. Sie hatte einige Verbände um und war an einen EKG-Gerät
angeschlossen. Es gab gleichmäßige Töne von sich. Sue kamen
bei diesem Anblick die Tränen und fing an zu schluchzen. Shane ging als
erster von ihnen langsam auf Jey zu und kniete sich zu ihr.
"Hey Süße. Ich weiß nicht, ob du mich hören kannst. Die
Ärzte haben dir ein Beruhigungsmittel gegeben, damit du dich erst mal erholen
kannst und nicht jetzt aufwachst. Du hättest sonst wohl starke schmerzen."
Seine Stimme wurde zittrig. Er strich ihr übers Haar. "Aber die hast du
ja glücklicher Weise nicht. Wir können leider nicht lange bleiben.
Besser gesagt dürfen wir das nicht, weil das angeblich nicht gut für
dich wäre. Meinen die Ärzte, aber warum sollte dir das schaden? Es
stärkt doch eher, wenn man die Anwesenheit seiner Freunde spürt."
Sagte er und gab ihr einen vorsichtigen Kuss auf die Wange. "Okay. Ich mach
mal lieber Platz für die anderen, die auch nur wegen dir hier sind. Ich
weiß ja nicht, ob du es mitkriegst, aber außer mir sind auch noch
Susi, Kian, Bry Nix und Mark hier. Ich liebe dich!" Dann stand er mit Tränen
in den Augen auf und sah in die Gesichter seiner Freunde. Sie waren alle von
seinen Sätzen gerührt. Nun beschloss Sue ihrer besten Freundin Kraft
zu geben. "Hi Jey, Sweety! Zum Glück kannst du uns grad nicht sehen. Es
wäre für dich bestimmt kein schöner Anblick, unsere verheulten
Gesichter zu sehen. Ich... ich wollte einfach nur sagen, dass es mir Leid tut.
Ich habe es immerhin zugelassen, dass Denis wieder Kontakt zu dir hat. Das war
falsch. Wir hätten schon beim 1. Mal, als er dir eine scheuerte, zur Polizei
gehen sollen. Erst recht, als er sich angeblich erschießen wollte, nur
wegen dir! Weil sein Leben angeblich keinen Sinn mehr ohne dich hat. Er hat
gelogen. Sein Leben macht nur keinen Sinn mehr, wenn er niemand foltern und
quälen kann!!! Es tut mir so unendlich Leid!!! Ich...ich hätte besser
auf dich aufpassen sollen. Ich wünschte, ich könnte es wieder gut
machen! Und ich werde alles geben, nur damit dieser Typ nicht mehr an dich rankommt.
Und ich werde die Polizei darüber informieren, aber um die etwas Respekt
zu zeigen erst, wenn du wieder munter bist. Ich meine hier bist du sicher. Er
wird bestimmt nicht sofort vermuten, dass du in einem Krankenhaus bist. Und
dann hat er hier in Dublin auch noch die Qual der Wahl. Außerdem werde
ich heute, oder wenn ich mal wieder zu Hause bin, nach einem Foto von ihm suchen.
Das werde ich unter anderem auch dem Krankenhaus geben. Dann wissen sie, dass
sie diesen Typen nicht zu dir lassen dürfen! Dann bist du etwas sicherer!
Ich hoffe es hilft." Flüsterte sie leise zu ihrer Freundin, aber so, dass
es die Lifer nicht mitkriegten. Jeder der restlichen 4 Lifer versuchte noch
was nettes zu ihr zu sagen. Dann kam schon der Arzt, der sie bat das Zimmer
zu verlassen. Schweren Herzens ließen sie Jenny allein. "Ähm, Sue
ich muss leider weg. Ich hoffe es ist okay." Sie sah ihn mit ihren verheulten
Augen an. Wie konnte er sie jetzt alleine lassen??! Jetzt ,wo sie ihn so sehr
brauchte?! Hatte er denn keine Ahnung wie scheiße er ihr ging? Das sie
ihn brauchte. Nein, das konnte man wohl von Mr Egan nicht verlangen. "Okay.
Ich werde bestimmt zurecht kommen. Geh ruhig." Versuchte sie ehrlich klingend
zu sagen. "Gut. Danke, Susi!" Er gab ihr einen Kuss auf die Wange und verschwand
mit den anderen Lifern. "Sag mal Kian, wie kannst du sie jetzt allein lassen??!!!
Sie braucht dich jetzt so wie nie zuvor! Nicht nur wegen Jenny! Was, wenn dieser
Denis ihr auch noch was tut??! Was dann??!!" wollte Shane fassungslos wissen.
"Das glaube ich nicht. Warum sollte er ihr etwas antun. Außerdem ist sie
ein sehr vorsichtiger Mensch. Sie ist auch ohne mich sicher." "Mich würde
es nicht wundern, wenn sie sich wieder im Stich gelassen fühlen würde!
Aber was ich mich frage ist, was so wichtig sein kann, dass man Sue einfach
so allein lässt und ihr ihre schlechte Lüge abkauft!!" fragte er ärgerlich
weiter nach. "Jodie will über etwas wichtiges mit mir reden. Es klang wirklich
sehr wichtig! Sonst hätt ich sie doch nicht einfach so allein gelassen!"
"Jodie ist ja auch wichtiger als sie. Ich meine in ihrer teuren luxuriösen
Wohnung, mit all ihrem Geld ist sie auch wichtiger, als eine alte sehr gute
Freundin, für die du offensichtlich auch noch etwas empfindest! Nein! Schon
okay! Voll verständlich!" Shorty konnte einem manchmal wirklich voll auf
die Nerven gehen! Kian blieb stur und fuhr jeden einzelnen nach Hause und dann
direkt zu Jodie. "Da bin ich! Was gibt’s denn so wichtiges mein Liebling?" fragte
Kian laut, als er die Wohnung betrat. Er ging ins Wohnzimmer und sah Jodie,
die ihn finster ansah, auf dem Sofa sitzen; vor ihr die neuste Zeitung, auf
der groß ein Foto von ihm und Sue im Restaurant abgebildet war.
CHAPTER 26:
"Kannst du mir das erklären?" "Was soll ich dir bitte erklären?" wollte
Kian wissen. "Na dass hier!" sie schmiss ihm die Zeitung entgegen. "Jodie, es...
es...es.." "Stotter hier nicht so rum und sag mir gefälligst, was das soll!
Ich dachte du hättest mit deiner Ex keinen Kontakt mehr... ok sie arbeitet
für euch... aber wo sind bitteschön die anderen auf diesem Gottverdammten
Bild? Nirgends, also komm mir jetzt bloß nicht mit einem Geschäftsessen!"
So wütend hatte Kian seine Jodie noch nie erlebt, er dachte immer, sie
sei einer der ruhigsten Menschen auf dieser Welt, also ganz anders als Kian,
der normalerweise bei Kleinigkeiten ausflippt.
"Ja, ok, ich gebe es zu: Ich war mit ihr Essen, doch das war eher ein versehen..."
Jodie unterbrach ihn: "Ein Versehen? Kian, bitte! Wie soll das ein Versehen
sein? So ähnlich sind wir uns nun auch nicht, dass du sie mit mir verwechselt
hast!" Das Wort 'sie’ klang aus Jodies Mund abstoßend und niedrig, es
bereitete ihm Schmerzen im Herz, das Jodie so über sie sprach bzw. dachte.
"...lass mich bitte ausreden...ja ein Versehen, ich wollte dich per SMS zum
Essen ins 'Bronx’ einladen, muss diese aber aus versehen an Sue geschickt haben...
nun gut dann bin ich mit ihr essen gegangen, aber nur als 'gute Freunde’ weiter
nichts.!" "Wirklich? Da war nichts weiter?... aber warum warst du denn dann
im Krankenhaus?" "Weil Sue trotz allem eine sehr gute Freundin ist und ich für
sie da sein wollte!" "Das heißt zwischen dir und Sue war wirklich nichts?"
Jodie sah ihn mit Dackelblick an und Kian hasste sich jetzt schon für das,
was er nun tat: "Nein Darling, glaube mir: Ich liebe nur dich und niemand sonst!"
Er verleugnete Sue wieder.
Am nächsten Morgen machte sich Sue zeitig auf den Weg zum Krankenhaus,
sie hoffte, dass es Jey schon besser ging, und sie deshalb heute länger
als gestern bei ihr sein durfte.
Vorsichtig öffnete sie die Tür zu Jennys Zimmer. Jey lag zwar wach
in ihrem Bett, aber ihr Blick haftete an dem großen Fenster, durch welches
helle Sonnenstrahlen kamen. Susi kam langsam auf das Bett zu. "Guten morgen
meine Süße, wie geht es dir denn?" "Geht so" kam es ganz leise von
Jenny, doch ihr Blick hing noch immer am Fenster. "Hier ich hab dir schöne
frische Muffins mitgebracht, extra Schoko nur für dich... die magst du
doch so gerne!" "Ich habe keinen Hunger!" Susis Blick fiel auf das Frühstückstablett,
dass auf dem Nachttisch neben dem Bett stand. Der Teller völlig unberührt.
"Hast du denn heute überhaupt schon was gegessen?" - keine Antwort--
"Jenny bitte, ich mach mir doch nur Sorgen um dich!" "Brauchst du nicht, mir
geht’s gut!" "Ach ja? Und was soll das hier bitte sein? Nach einer Schönheitsfarm
sieht es hier sicher nicht aus!" - Wieder Schweigen--
"Was hat Denis nur mit dir gemacht?" Nun löste Jey ihren Blick langsam
vom Fenster und drehte ihren Kopf zu Sue "Nichts!" "Jenny!!! Sag mir doch, was
los war!" "Ich sagte dir doch schon, es war nichts!" "Und woher kommen bitte
deine ganzen Blutergüsse, Prellungen und Wunden? Jenny verkauf mich doch
nicht für blöd!" Jey wendete ihren Blick wieder ab und antwortete
nicht. "Jey, wenn du nicht zur Polizei gehst, dann tu ich es!" "Dann mach doch,
aber ohne meine Aussage können die nichts machen!" "Du wirst aussagen Jey,
du musst!" "Ich muss gar nichts und ich werde auch nichts tun!" "Damit machst
du doch nur noch alles schlimmer, wenn du jetzt schweigst!" Sue stiegen die
Tränen in die Augen, sie wusste das Jey recht hatte, das ohne eine Aussage
nichts gemacht werden konnte, doch warum wollte sie nicht aussagen? Warum nur?
- Es tat ihr weh, ihre beste Freundin in einem solchen Zustand zu sehn und nichts
aber auch wirklich gar nichts tun zu können. "Jenny, sei doch bitte vernünftig.
Warum schützt du Denis noch?" es dauerte einen Moment bis Jenny antwortete
"Weil ich ihn liebe!" Sue traute ihren Ohren nicht. "Liebe? Nein Jey, das ist
keine Liebe, dass nennt man Besessenheit, nicht Liebe, wenn man jemanden liebt,
dann schlägt man ihn nicht, man droht nicht... nein süße das
ist keine Liebe... das ist Angst! Du hast nur Angst vor ihm, dass er dir wieder
etwas antun könnte, stimmt’s?" "Nein, es stimmt nicht! ich habe keine Angst,
dass er mir etwas antun könnte, ich habe Angst, dass er.... dass er..."
Jenny brach ab und fing an zu weinen. Susi zog sie ganz feste an sich, sie hielt
sie schützend im Arm "Was, Jey, was?" Jey schluckte "Dass er... dir und
Shane was antut!" Wieder fingen ihre Tränen an sich ihren Weg zu bahnen.
Susis Umarmung wurde fester. "Das wird er nicht Jey, das wird er nicht" "Er
weiß wo ihr wohnt, er hasst Shane bis aufs Tiefste, und dich, weil du
die einzige bist, die mir wirklich immer helfen würde, immer! Ich haben
Angst, Sue, wahnsinnige Angst! Ich will dich nicht verlieren, dich und Shane,
ich liebe euch beide so sehr..." "Aber wir müssen doch was tun!" beharrte
Sue. "Nein, wir können nichts tun, bitte Sue, versprich mir eins!" "Was
Jey?" "Bitte versprich mir, dass du nicht zur Polizei gehst, dass du niemandem
etwas erzählst, bitte Sue!"
"Ich verspreche es dir! Und jetzt schlaf noch eine Runde, ich werde vielleicht
heute Abend noch mal kommen!" Sue gab ihr einen Kuss auf die Stirn und ging
dann langsam aus dem Zimmer. Ich muss Jenny helfen, ich muss! Polizei? Nein,
dass würde Jey mir niemals verzeihen, niemals, denn ein Versprechen muss
man halten! Dann muss ich mir ziemlich schnell etwas einfallen lassen, bevor
Jey noch ganz fertig gemacht wird... Shane? Sie schützt ihn, und opfert
sich... ja, das ist Liebe!
Sue ging zum Hotel in dem die Lifer wohnten und suchte nach Shane. Hatten sie
alle ein Einzelzimmer oder teilten sie sich diese zu zweit? Sie klopfte einfach
wahllos an eine Tür in der Hoffnung die richtige zu erwischen. Ein blonder
Ire öffnete ihr die Tür. "Oh, hi Nicky! Ähm, weißt du,
wo Shane ist? Es ist dringend." "Ähm, ja gleich neben an. Was gibt’s denn
so wichtiges?" fragte Nicky, nachdem er auf die Tür neben sich gewiesen
hatte. "Sei mir bitte nicht böse, aber es ist was privates. Okay? Danke!"
Bevor Nicky antworten konnte, hatte sich Sue schon der besagten Tür zugewandt.
Sie klopfte wieder. "Es ist offen!" drang eine deprimiert klingende Stimme nach
draußen. Sue betrat vorsichtig den luxuriös ausgestattenden Raum.
Wow! Das soll ein Hotelzimmer sein??!! GEIL! So lässt’s sich wirklich aushalten!
Dann besann sie sich wieder auf den Grund ihres Erscheinens. "Shane? Ich muss
mal dringend mit dir reden." Erst jetzt sah Shorty auf, um zu sehen wer in besuchen
wollte. "Okay. Red los!" "Es geht um Jenny. Und bevor ich anfange zu reden,
musst du mir versprechen alles was jetzt gesagt wird für dich zu behalten!
Schwöre!!!" Er sah Susi prüfend an. "Wenn es um Jey geht, würde
ich sogar auf mein Leben schwören!" "Gut. Es geht um diesen Typen, Denis.
Und darum was er ihr antut. Wir können das nicht weiter ignorieren!" "Gehen
wir doch einfach zur Polizei!" fiel ihr Shane ins Wort. "Das geht nicht! Unter
anderem, weil ich Jey versprochen hab, es nicht zu tun. Sie wollte es nicht
und hat extrem drum gebeten. Ihre Entscheidung hat auch einen bzw. 2 Gründe."
"Und welche?" unterbrach er Susi wieder ungeduldig. "Wir beide. Denis hasst
dich unbeschreiblich. Und wenn Jey auch nur ein Wort zu mir, zur Polizei oder
sonst wem sagt, tut dieser Irre wenigsten einen von uns beiden etwas an. Jenny
liebt dich aber so sehr, dass sie es nie verkraften würde! Und eigentlich
hat sie die Regeln schon gebrochen, als sie mit mir darüber sprach. Also
dürfen und können wir nicht zur Polizei! Verstehst du, Shane? Jen
würde das alles physisch oder psychisch nicht durchstehen!" Shane musste
die Worte erst mal auf sich wirken lassen, nickte dann aber zustimmend. "Und
was sollen wir dann tun? Wir können sie doch nicht in Gewalt dieses Typen
lassen!" "Im Krankenhaus ist sie erst mal sicher. Habt ihr irgendwelche Bodyguards
übrig? Vielleicht könnten die ihr ja helfen?!" "Übrig haben wir
zwar keine, aber wir könnten ja die Agentur mal anrufen und fragen, ob
sie noch welche haben. Mehr so für den täglichen Gebrauch. Also ich
meine damit, dass sie nicht in diesen schwarzen Anzügen rumlaufen dürfen
und nicht so auffällig sein dürfen. Sonst wird er vielleicht misstrauisch
und findet eine Sekunde in der ausgerechnet dann keiner bei ihr ist und dann
könnte er ihr sonst was antun und sie sonst wie leiden lassen. Ich glaube,
dass ist sowieso das, was er will." "Klingt sehr gut. Hast du die Nummer? Denn
es ist wohl besser, wenn das alles so schnell wie möglich passiert." Shane
stand auf und klopfte an Nicky’s Tür, die in seinem Zimmer war.
Alle Zimmer der Jungs waren durch Türen in den Räumen verbunden, was
sehr günstig war, falls man schon in Boxershorts war, sich aber noch Zahnpasta
usw. ausleihen musste.
Er öffnete die Tür und sah Shorty fragend an. "Nix, können wir
ma die Nummer von dieser Agentur haben, wo unsere Bodyguards herkommen? Es ist
wichtig." "Ja ja dachte ich mir schon. Aber ihr könnt nicht drüber
reden stimmt’s? Ich weiß, ich weiß... Hier. Aber verliert die ja
nicht! Anto macht mir sonst die Hölle heiß!" "Wir können uns
auch die Nummer jetzt aufschreiben und dir den Zettel wiedergeben. Dann kann
nichts passieren, es sei denn du verlierst ihn, was dann aber nicht unsere Schuld
wär." "Gute Idee, Sue!" Nachdem Shorty die Telefonnummer notiert hatte,
versuchte er es gleich mal mit einem Anruf. "Ja "’Security and Saving Agency’,
was kann ich für Sie tun?" "Hier ist Shane Filan." "Oh Mr Filan! Welch
Überraschung! Was wünschen Sie? Sind Sie mit unseren Leuten etwa nicht
zufrieden?" "Doch, doch sehr sogar! Ähm es geht aber um eine sehr gute
Freundin, die dringend Schutz braucht. Sie ist allerdings kein VIP, also wäre
etwas mehr alltagtauglicheres passender, wenn Sie verstehen, was ich meine?"
"Natürlich Mr Filan. Am besten kommen Sie mal mit dieser Freundin her und
schauen sich ein paar Leute an, wie wär’s?!" "Das ist leider etwas schlecht,
da sie...ähm...momentan verhindert ist. Aber ich würde mit ihrer besten
Freundin vorbeikommen. Wir beide kennen sie am besten und werden schon das richtige
finden. Könnten wir sofort vorbeischauen?" "Aber natürlich Mr Filan.
Jederzeit! Also bis gleich?" Er sah Sue fragend an. Sie nickte. "Ja, dann bis
gleich. Wiederhören." Zu zweit machten sie sich auf den Weg zur Agentur.
Während der Fahrt beschäftigte Susi sich noch mit einem anderem 'Problem’
namens Kian Egan. Würde er die Sache mit Jodie wirklich einfach so beenden?
Hatte er sich so sehr verändert, oder einfach nur erkannt, dass sie die
Liebe seines Lebens war? Sie war noch sehr skeptisch hoffte aber, dass ihre
Gefühle sie täuschten. "Was beschäftigt dich denn so sehr, dass
du keinen Ton von dir gibst?" "Nichts...nichts wirklich wichtiges." "Mir kannst
du es ruhig erzählen, komm." "Es hat nur was mit Kian zu tun, mehr nicht.
Also wie gesagt nichts wichtiges. ...Ich weiß nicht, ob die Sache mit
den Bodyguards so gut ist...ich dürfte eigentlich niemanden was davon erzählen
und Jey wird mir, wenn sie wieder genug Kraft hat, dafür den Kopf abreißen."
Versuchte Sue das Thema zu wechseln. "Du brauchst dir darüber keine Sorgen
machen. Wir können sie ja heimlich überwachen lassen. Und nun versuch
nicht so schlecht das Thema zu wechseln. Was ist mit Ki?" "Nichts...ich will
nicht wirklich drüber reden, Shane, bitte nimm’s mir nicht übel, okay?"
"Ist schon in Ordnung! Du musst ja nicht. Hab dich ja nur ganz lieb gefragt."
Sagte Shane beleidigt spielend, aber Susi sprang nicht drauf an. Sie war mit
ihren Gedanken schon wieder weit weg...
Da die Autofahrt eine längere war, bekam Shane unterwegs Hunger und musste
mal kurz an einem Imbissstand halten. Des guten Willens wegen begleitete Susi
ihn mitrein. Am Tresen begegneten sie einer Überraschung: "Kian, was machst
du denn hier??!!" "Sue! Shane! Ich ähm...esse?! Gegenfrage: Was macht ihr
hier?" "Shane hat Hunger bekommen und konnte nach na Weile nicht mehr und bevor
er einen Unfall baut, sind wir lieber hier rein gegangen." "Warum isst du ausgerechnet
hier?" wollte Sue neugierig wissen. "Ich wohne hier in der Nähe. Und warum
bist du mit Shane unterwegs?" "Hat was mit Jenny zu tun. Ich erzähl’s dir
lieber ein anderes Mal. Wieso wohnen? Du wohnst doch immer nur in Hotels oder
bei deinen Eltern in Sligo?" "Stimmt, aber hier ist seine Wohnung mit Jodie."
Antwortete Shane für Ki. "...Jodie?!...." entfuhr es Susi "Hab ich etwas
falsche gesagt?" Wollte Shane irritiert wissen, da Sue’s Reaktion ihn merkwürdig
vorkam. "Nein, nein! Schon gut. Sogar sehr aufschlussreich..." Sie sah Kian
kurz an. "Weißt du was, Shane? Ich hab keinen wirklichen Hunger. Hol du
dir was und ich warte im Auto auf dich." Kian legte schnell das Geld hin und
eilte ihr nach. "Sue, Hey warte doch!!! Sue bitte! Verdammt noch mal! Sue, bleib
doch endlich mal stehen!!!" er packte ihr Handgelenk noch bevor sie in den Wagen
gestiegen war. "Sue, bitte lass mich erklären..." "Nein Kian, ist schon
gut. Da gibt es nichts mehr zu erklären. Du warst bei Jodie. Das ist vollkommen
okay. Ich meine du bist immerhin immer noch mit ihr verlobt, immer noch stimmt
doch, oder? Stimmt’s Kian? Sag schon!" "Sue...hm...ja es stimmt. Jodie hat keine
Ahnung von uns beiden, oder das ich mich von ihr trennen will. Aber Sue, bitte
versteh auch mal mich! Ich kann nicht einfach zu ihr hoch und sagen: 'Hi Jodie
schön dich zu sehen! Ach übrigens ich trenn mich von dir und komm
wieder mit meiner Ex zusammen. Du wirst doch sicherlich kein Problem damit haben.
Bis irgendwann mal. Bye’ Das ist nicht so einfach!" "Das 'schön dich zu
sehen’ musst du ja auch nicht sagen...Ich will dich nur daran erinnern, dass
du in 3 Wochen heiratest...entweder sie oder ich, Kian. Du wirst dich entscheiden
müssen..." "Und das habe ich bereits und du weißt, dass ich dich
gewählt habe, Sue." "Gut dann sag es ihr bald, oder sie wird es von mir
erfahren müssen, Kian. Man sieht sich." Mir diesen Worten stieg sie ins
Auto und stellte das Radio so laut, dass sie Kian nicht mehr reden hören
konnte. Shane kam mit einem schönen leckren Döner aus dem Imbisshäuschen.
"Sag mal Ki, was war denn grad da drinne los? Hab ich irgendwas verpasst oder
gibt’s nen bestimmten Grund für Sue’s Eifersuchtsausbruch? Seid ihr etwa
wieder zusammen?" "So ungefähr. Ich hab ihr versprochen, dass ich mit Jodie
noch vor der Hochzeit Schluss mache...Shit!" "Noch vor der Hochzeit??! Na da
bin ich aber mal gespannt, wie du das Jodie in 3 Wochen beibringen willst...Gut
ich und Susi müssen weiter. Am besten schaust du heut Abend oder so noch
mal bei ihr vorbei und bringst ihr Rosen oder ähnliches mit. Dann wird
sie sich sicher wieder beruhigen. Toi toi!" Shorty stieg zu ihr ins Auto. "Wollen
wir weiter oder willst du erst mal reden, oder...irgendwas anderes?" "Nein schon
okay. Jey’s Sicherheit ist wichtiger, als dieser Vollidiot."
"Tag Mr Filan! Schön Sie zu sehen!" "Ja, danke, gleichfalls. Darf ich vorstellen? Das ist Ms Summers, die beste Freundin des besagten Schützlings." Nachdem sich Sue und die Frau begrüßt hatten, wurde ihnen ein Ordner gegeben. "Hier sind alle Leute drinnen, die uns momentan zur Verfügung stehen. Ich hoffe Sie finden welche, die ihren Vorstellungen entsprechen." Die beiden durchforsteten den Ordner in der Hoffnung jemanden passendes zu finden. "Wir brauchen aber jemanden, der das Undercover macht, da sie dagegen sein wird. Also darf die Person überhaupt nicht auffallen...halt irgendeine Durchschnittsperson." "Mr Filan es wird schwer sein eine 'Durchschnittsperson’ zu finden, die auch als Bodyguard arbeiten kann. Aber wir haben viele gute Leute die auf Undercoveraufträge spezialisiert sind." "Gut dann zeigen sie uns die Leute die Ihnen in der Hinsicht zur Verfügung stehen." antwortete Shane, der hauptsächlich das Gespräch führte, während Sue die meistens schwieg.
CHAPTER 27:
Nach einer halben Stunde waren schließlich alle Sicherheitsvorkehrungen
getroffen und alle Einzelheiten besprochen.
"Das mit Kian, scheint dich ganz schön zu treffen, nicht wahr?" Sue sah
Shane ganz erstaunt an, zuckte dann aber unsicher mit den Schultern. "Nein Nein,
ich mache mir nur Gedanken um Jenny, sonst nichts..." "Das kannst du jemandem
erzählen, der nicht so viel Menschenkenntnis hat wie ich!" Sue drehte ihren
Kopf zum Fenster und sah hinaus, auf keinen Fall wollte sie schon wieder dieses
Thema anschneiden. Doch Shane ließ nicht locker.
"Ich weiß, dass dich dieses Thema nervt, aber Kian geht’s, seit dem du
wieder aufgetaucht bist richtig gut, er hat so gute Laune wie schon lange nicht
mehr...also ich würde sagen, er hat sich wieder in dich verliebt.... und..."
"....heiratet in 3 Wochen Jodie!... Ach Shane hör doch bitte auf, mir alles
schön zu reden...es bringt doch so oder so nichts. Er wird sich nicht von
ihr trennen, ich weiß es... er wird es nicht tun Shane" Shane sah angestrengt
auf die Straße, er wusste, dass Sue vielleicht gar nicht so unrecht haben
könnte, mit dem was sie sagte. "Du hast Recht Sue, vielleicht, nein nicht
vielleicht, sondern wahrscheinlich wird er es nicht tun.... doch wenn er einmal,
nur einmal in seinem ganzen Leben etwas richtig tun kann, wird er seinen Weg
gehen und ich werde dir jetzt nicht sagen, dass du ihn auf diesem Weg begleiten
wirst, denn er muss für sich wissen, welcher Weg für ihn der richtige
ist, er alleine!"
Die restliche Autofahrt über schwiegen die beiden sich an. "Ich wollte
noch einmal zu Jey, möchtest du mitkommen?" Sue sah ihn fragend an. "Ich
weiß nicht, ob sie mich sehen möchte..." "Ach Shorty, sicher will
sie! Also?" Shane nickte zustimmend und schlug den Weg Richtung Hospital ein.
Ein Schrilles Klingeln weckte Jenny aus ihrem unruhigen Schlaf auf. Mit Mühe
und Not gelang es ihr sich aufrecht hinzusetzen und den Hörer von der Gabel
zu nehmen. "Jennifer Ryan?" "Guten Tag Mrs. Ryan, hier ist ein Anruf für
sie, soll ich ihn durchstellen?" Jey dachte sich nichts dabei und willigte ein.
"Ja, bitte!" "Einen Moment bitte...." Dann hörte man nur noch ein klacken
in der Leitung und die Dame vom Empfang und war aus der Leitung verschwunden.
"Jennifer Ryan , hallo?" "Hi Schätzchen, na hast du mich vermisst?" Diese
Stimme ließ Jey das Blut in den Adern gefrieren. -Es war Denis!!!
"Was willst du?" "Ich wollte nur hören, wie es meinem Engel geht, weiter
nichts!" "Das kannst du dir doch denken, oder? Du weißt ja schließlich
ganz genau, was mit mir geschehen ist!" "Ja genau, aber ich dachte nicht, dass
ich dich im Hospital ausfindig machen müsste, aber lieber hier als bei
den Bullen, nicht wahr Liebes?" "Nenn mich nicht Liebes! Und nein, ich war nicht
bei der Polizei, wenn du das wissen willst!" "Braves Mädchen, das war schlau
von dir, sonst hätte ich deinen Süßen was zu Leide tun müssen,
doch dann hätte ich mir nur meine Hände schmutzig gemacht!" "Warum
lässt du Shane da nicht einfach raus? Er hat dir doch gar nichts getan!"
"Oh doch Schätzchen, das hat er...er hat mir meine Freundin weggenommen!"
"Das hat er nicht,... jedenfalls nicht direkt, du hast mich vertrieben Denis,
nur du und deine Eifersucht!" "Eifersucht? Das ich nicht lache, ich weiß
ja, dass er dich nie bekommen wird, denn du liebst ja mich, und niemanden sonst!"
"Was redest du da nur wieder für einen Blödsinn? Ich liebe dich nicht,
meine Liebe gehört einer anderen Person, und das weißt du auch!"
"Das hättest du eben nicht sagen dürfen Jey. Nein, das war gar nicht
gut!" "Denis, nein...bitte... was... was hast du vor..." "Dein Süßer
fährt einen Silbernen BMW, nicht wahr?" Jenny schluckte, sie hatte kein
gutes Gefühl. Ein Kloß blieb ihr im Hals sticken... "Ja..."stotterte
sie "Den fährt er wohl nicht mehr lange... schade um das schöne Auto,
aber in 3 Minuten ist es schrottreif!" "NEIN!!!!!" "Bye Bye, Meine Süße!"
"DENIS ! Nein warte....!" Zu spät, Denis hatte schon aufgelegt.
Weinend brach sie zusammen, wie in letzter Zeit schon so oft. Sie konnte nicht
mehr. Denis nahm ihr ihre letzte Kraft, ganz langsam und schmerzvoll. Wie konnte
sie sich nur in einen solchen Menschen verlieben? Ihre Gedanken rasten hin und
her, was hatte Denis nur damit gemeint, in 3 Minuten wird Shanes Auto schrottreif
sein? Was hatte er vor? Eines war sicher, er wusste genauestens über Shorty
Bescheid und würde es ausnutzen.
Er wird ihm etwas antun, ihn sogar vielleicht umbringen! Schoss es Jey durch
den Kopf. Tränen überströmten ihr blasses Gesicht, sie konnte
nichts tun, rein gar nichts! Nur mit ansehen, wie ihre wahre Liebe Schmerzen
erleiden wird! Das war zu viel für sie und Jey fiel in einen regelrechten
Schockzustand, ihr Puls raste, doch ihr Herz schlug unregelmäßig
und schließlich wurde sie Ohnmächtig....
"So, da sind wir!" sagte Shane, als er auf dem Hospital Parkplatz parkte. Sue
und er stiegen eilig aus und gingen auf den Haupteingang zu. An der Anmeldung
übernahm Sue das Sprechen. "Guten Tag, ich bin Sue Summers und das ist
Shane Filan. Wir wollten zu unserer Freundin Jennifer Ryan..." "Ms. Summers,
es tut mir leid, doch sie können momentan nicht zu ihr..." "Aber warum
denn nicht? Wir waren doch heute morgen schon mal da!" Sue sah die Dame fragend
an. "Ja das stimmt, doch Ms. Ryans Zustand hat sich drastisch verschlechtert
und momentan wird sie noch untersucht!" "Was ist mit ihr, Mam?" Shane sah sie
mit seinen großen braunen Augen angsterfüllt an. "Das kann ich ihnen
so nicht sagen!" "Aber warum nicht? Wir sind doch ihre Freunde!" versuchte Sue
noch einmal ihr Glück. "Ich muss zu ihr, Ich... ich will sofort zu ihr!"
Shane drehte sich um und lief eilig Richtung Jey’s Zimmer. "Shane, warte doch!"
Susi rannte ihm hinterher. "Mr. Filan und Ms. Summers, ich sagte doch, sie dürfen
nicht zu ihr, ehe die Untersuchungen abgeschlossen sind!” Doch die beiden hörten
die Schwester schon gar nicht mehr. Shane rannte weiter und betrat ohne auch
nur eine einzigste Sekunde inne zu halten Jey’s Krankenzimmer. Sie war an viele
Schläuche gebunden. Es war ein schreckliches Bild. Jen war sehr blass und
wirkte so leblos. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als ihn eine Hand grob
anpackte und ihn aus dem Zimmer zog. "Sagen Sie mal, was fällt Ihnen eigentlich
ein??! Sie dürfen doch nicht einfach so in ein Zimmer reinplatzen! Außerdem
wird Ihnen die Schwester sicherlich gesagt haben, dass hier momentan kein Zutritt
ist!" "Mir egal! Ich will nur endlich wissen, was mit ihr ist! Warum geht es
ihr so schlecht? Und warum sagt es uns niemand!!!" "Shane!" Sue legte ihre Hand
auf seine Schulter. "Das kann man auch anders klären. Herr Doktor, wir
wissen, dass es verboten war, aber wir machen uns nur riesige Sorgen um unsere
Freundin. Ich meine, sie war auf dem Weg der Besserung und dann auf einmal so
ein extremer Rückfall. Wir verstehen es nur einfach nicht.
Außerdem ist es unfair, wenn man uns kein einziges Wort sagt, warum es
ihr so schlecht geht. Bitte! Sagen wenigstens Sie uns, was mit ihr los ist.
Ich flehe Sie an! Bitte!" "Der Arzt sah skeptisch von Shorty zu Susi. "Na gut.
Diese Verschlechterung des Zustandes der Patientin, kam auch für uns ziemlich
plötzlich. Wir haben ihr Blut und auch andere Befunde untersucht. Es ist
eigentlich wie vorher. Nur das wir einen erhöhten Anteil der Stresshormone
feststellen konnten. Wir haben leider keine genauen Hinweise woran es liegt
und so können wir nur Vermutungen aufstellen. Daher denken wir, dass evtl.
ein Anruf, den sie vorher bekommen hat, sie in einen Schock zustand oder ähnliches
versetzt haben muss und ihr Körper noch zu schwach war, um damit umgehen
zu können. Das ist alles, was wir bisher an Informationen bzw. an Vermutungen
haben." Dann begannen die beiden zu betteln, ob sie nicht doch zu Jennifer Ryan
ins Zimmer dürften. Erst war der Arzt sehr hartnäckig, ließ
sich dann aber doch überreden. Aber es dürfte nur 1 eine Person im
Zimmer sein. Eine Zeit lang sahen sich die beiden an. Wen würde Jey wohl
eher sehen wollen? Nach einer Weile des angestrengten Nachdenkens verhielt sich
Shorty mal wieder voll Gentlemanlike und ließ Sue zu ihrer besten Freundin...
Vorsichtig betrat sie das Zimmer. Die Geräte gaben leise im taktgehende
Geräusche von sich und in ihrer Mitte lag Jenny, an Schläuche gebunden,
noch schlafend... Susi kniete sich an ihr Bett und schaute die friedlichschlafend
Wirkende an. Wenn doch nur wirklich so eine Ruhe und Geborgenheit herrschen
würde. Als nach 10 langen Minuten immer noch nichts drauf hinwies, dass
Jey aufwachen würde, wollte Sue wieder in Richtung Tür gehen. "Sue,
bitte warte.", konnte man eine Stimme sehr schwach sagen hören. Überrascht
sah sie Jenny an und stürzte dann sofort zu ihrem Bett und umarmte überglücklich
ihre Freundin. "Sue, ich muss dir etwas sehr wichtiges sagen!! Und bitte verschwende
keine Zeit damit, es Shane zu sagen! Ich bitte dich! Es geht um Leben und Tod!!!!"
brachte Jey ein paar Worte aufgebracht hervor. "Hey, Süße! Ganz ruhig!
Du bist noch sehr schwach. Das letzte, was du gebrauchen könntest ist Aufregung!!
Also. Was ist mit Shane?" "Ich weiß es nicht genau! Aber es hat etwas
mit seinem silbernen BMW zu tun! Bitte sag ihm, er darf nichts mit dem Auto
machen. Er soll lieber eines der anderen nehmen!!" Sue stand auf und ging zügig
zur Tür. "Hey Shorty. Irgendwas muss mit deinem BMW sein." "Mit wem redest
du denn, Sue?" kam eine leise Frage aus dem Raum. Susi öffnete die Tür
etwas weiter, damit Jenny den süßen Iren sehen konnte. Sie war so
überrascht, dass sie vor Freude anfing zu weinen. In Tränen sagte
sie immer wieder seinen Namen. Da sie so aufgewühlt war, tauschten Sue
und Shorty die Posten und er durfte endlich zu seiner geliebten Jenny. "Hey
meine Kleine! Ganz ruhig. Es ist ja alles gut. Ich bin ja bei dir!!! Okay? Mir
geht’s gut. Mir ist nichts passiert." Er drückte sie ganz fest an sich
und wollte sie am liebsten nie wieder loslassen. Sehr schnell fingen ihre Lippen
an sich mal wieder zu suchen und fanden sich endlich. Nach einer weile lösen
sie sich langsam wieder voneinander und Jey muss immer noch weinen. "Was ist
denn mit meinem Lieblingsengel los? Ich bin doch hier. Oder hat das etwa was
mit den Sachen zu tun, die dir Denis angetan hat?" Schnell drehte sie sich weg.
Ihr war das Thema immer so unangenehm. Doch dann sah sie ihm fest in die Augen.
Woher wusste er das? Sie hatte ihm nur einmal ein kleines bisschen was von Denis
erzählt. Und die einzigen Personen, die von der jetzigen Sache wussten
waren sie, Denis und....Sue!!! "Shane, es tut mir Leid, aber wir können
uns in Zukunft leider nicht mehr sehen. Die Gefahr ist zu groß. Wenn wir
Glück haben, werden wir uns in ein paar Jahren wieder treffen können.
Bis dahin bleibt unser Kontakt rein beruflich!" Shane verstand die Welt nicht
mehr. Bis grade eben heulte sie ihm noch voll und plötzlich verpasst sie
ihm eine so kalte Abfuhr. "Und was, wenn ich das nicht will? Wenn ich dich nicht
verlieren will?" "Wenn du nicht meinen Worten folgst, dann wirst du mich verlieren
und noch viel mehr Menschen, die dir am Herzen liegen. Glaube mir, Shane. Und
nun geh!!! Es ist besser, für uns beide. Und bevor du das Gebäude
verlässt, kannst du Sue noch mal reinrufen..." "Susi? Du sollst noch mal
zu Jey rein. Ich glaube du kannst dich auf einiges gefasst machen. Die dreht
grad völlig am Rad!"
"Ich sollte noch mal reinkommen? Was gibt es denn so wichtiges noch?" "Sag mal
Sue, was fällt dir eigentlich, hm??? Ich habe dir vertraut verdammt noch
mal!!! Warum tust du mir das an! Warum????" Sue blickte verwirrt und erschrocken
in Jenny’s wütendes Gesicht. Tränen liefen über ihre Wangen.
"Jey, sweety, ich versteh dich nicht..." "Oh doch!! Du verstehst mich, sogar
sehr gut! Ich hatte dich dringendst gebeten Shane und überhaupt sonst keiner
Person von der Sache mit Dennis zu erzählen, nicht wahr? Und was machst
du??! Du wirst nicht nur dein Versprechen sondern auch unsere Freundschaft einfach
so in den Dreck! Eine tolle Freundin bist du! Wirklich!! Weißt du was?
Du machst mich krank! Wenn du nur mein Leben aufs Spiel gesetzt hättest
wäre das ja noch okay gewesen, aber SHANE’S ?????? Hau bloß ab! Ich
will dich nie wieder sehen!! NIE WIEDER!!!!!!!!! Nicht nach dieser Sache!" fuhr
Jey Susi wutentbrannt an. "Aber, aber Jenny! Das, das verstehst du falsch! Bitte
lass mich doch erklären!" "RAUS!!!!!!! VERSCHWINDE ENDLICH!!!" Bevor Sue
noch irgendetwas sagen konnte, platzte der Chefarzt rein: "Was zum Teufel ist
denn hier los!? Ich hab Ihnen doch gesagt, dass Miss Ryan Ruhe braucht! Bitte
verlassen Sie sofort den Raum! Wir müssen erst mal Miss Ryan’s sehr kritischen
Zustand untersuchen und hoffen, dass sie durch die Aufregung, die Sie verursacht
haben, nicht noch mehr geschwächt wird oder schon ist. Also bitte gehen
Sie!" Ehe sich Sue besinnen konnte stand sie vor Jenny’s geschlossener Zimmertür.
Ihr Herz raste immer noch heftig. So wütend hatte sie Jey noch nie gesehen.
Sie wollte ihr doch nur helfen! Wieso sah Jenny das denn nicht ein??!! Noch
betrübter als zuvor verließ sie die Abteilung und wollte zu Shane
und seinen Auto zurück. Susi erstarrte regelrecht als sie dort, wo Shane’s
Auto stand, eine Meer aus Flammen, die Feuerwehr und einen verzweifelten Shorty
erblickte.
CHAPTER 28:
"Ach du Scheiße, was ist denn hier los?" dachte Sue sich als sie auf das
Flammenmeer sah.
"Shane, was ist denn hier passiert? Ist mit dir alles ok?" "Ich.. ich.. weiß
nicht was passiert ist Sue, aber mit mir ist alles in Ordnung!" Vor Sorge und
Schreck nahm sie ihn in die Arme und drückte ihn feste an sich.
"Bitte alle zurücktreten, hier gibt es nichts zu sehen, wir haben alles
unter Kontrolle, bitte gehen sie weiter!" mit diesen Worten drückte einer
der Feuerwehrmänner sie nach hinten. "Aber das ist mein Wagen, der da in
Flammen steht!" sagte Shane. Er sah Shane streng an "So? wie ist ihr Name?"
"Shane Filan!" antwortete dieser. "Gut, dann würde ich sie bitten mit zu
kommen..." Susi und Shane folgten ihm.
Nach einer halben Ewigkeit war das Feuer endlich gelöscht und die Polizei
sah sich das Wrack genauer an. Shane musste in der Zwischenzeit seine ganzen
Angaben hinterlegen und wurde mehrmals befragt. "Mr. Filan, wissen sie eigentlich,
dass sie verdammt viel Glück hatten?" Shorty sah den Polizisten fragend
an "Warum Glück?" "Nun ja, wir haben eben den Grund für die plötzliche
Explosion heraus gefunden, doch ob sie den Grund wissen wollen, weiß ich
nicht..." er verzog sein Gesicht. "Machen sie mich bitte nicht so neugierig,
natürlich möchte ich wissen, wieso mein geliebter BMW in die Luft
geflogen ist!" "Nun gut, Mr. Filan haben sie Feinde, oder gibt es Personen,
die auf Ihren Erfolg neidisch sind?" "Nicht dass ich wüsste. Natürlich
gibt es einige Personen, die auf den Erfolg von Westlife neidisch sind, doch
ich denke nicht, dass sie zu so etwas fähig wären!" "Hm... gut, jedenfalls
haben wir einen Mini-Sprengkörper an ihren Wagen gefunden, welcher für
die Explosion verantwortlich war!" "Das heißt, sie denken jemand hat versucht
Shane umzubringen?" Sue hielt sich vor Schreck die Hand vor den Mund. "So wie
es aussieht, Ja!" Shane wurde schlagartig kreidebleich. "A...aber wer kann denn
so etwas tun? Ich meine ich hab doch niemandem etwas getan!" stotterte er. "Doch...."
kam es von Sue, die starr zu Boden sah. Shane sah sie fragend an. "Wie meinst
du das Sue?" "Naja, ich könnte mir vorstellen, dass Denis..." Sie stoppte.
"Denis? Wie ist sein Nachname?" klingte sich der Polizist in das Gespräch
wieder mit ein. "Ich kann es nicht sagen..." "Sue, sag es ihm. Verdammt noch
mal, der Irre hat versucht mich zu killen!" forderte Shane. "Shane, ich... ich..
ich kann nicht... Jenny,... sie.. sie würde es mir niemals verzeihen..."
"Doch, das würde sie. Ihr seid die besten Freundinnen, klar würde
sie dir das verzeihen, außerdem tust du Jey nur einen Gefallen damit,
wenn du Denis endlich hinter Gittern bringst!" Hatte Shane recht mit dem was
er sagte? Es klang alles sehr einleuchtend...doch vielleicht habe ich mich ja
auch völlig geirrt und Jenny liebt Denis wirklich über alles und ich
würde dann ihr Liebesleben zerstören.... Verdammt Nein, Denis hat
Jey geschlagen noch dazu versucht Shorty zu töten... nein, das ist keine
Liebe...
"Sie wissen, dass Sie sich strafbar machen, wenn sie den Namen des Täters
nicht nennen, dann können wir sie wegen unterlassener Hilfeleistung und
Verleugnung, sowie Hilfe bei der Fahrerflucht anzeigen."
"...Mc Coin..." kam es ganz zögernd von Susi. "Danke Miss..." "... Summers,
Sue Summers!" "Gut, ich werde dann das Gerichtsverfahren einleiten..." Mit diesen
Worten drehte der Polizist sich um und lief zum Streifenwagen. "Sue? Ich bin
verdammt stolz auf dich. Das war kein leichter Schritt, doch es war der Richtige!"
Shane nahm Sue tröstend in den Arm. "Komm lass uns gehen!"
CHAPTER 29:
Jenny lag in der Zwischenzeit in ihrem Krankenhausbett und starrte an die Decke.
Die Ärzte hatten ihr ein starkes Beruhigungsmittel verabreicht, so dass
sie keinerlei Schmerzen verspürte, sogar ihr Herz schlug wieder völlig
normal und regelmäßig. Ihre Gedanken kreisten.
Was hast du nur getan? Sieh dich doch nur an Jennifer Ryan, du bist das reinste
Wrack, hast keine Kraft und keine Freunde mehr, bist völlig allein! Was
soll denn nur aus dir werden? Wie lange hältst du das noch aus? Warum hast
du deine Beste Freundin nur so angeschrieen? Sie wollte doch nur dein Bestes!
Und was ist mit Denis? Warum verteidigst du ihn noch? Du brauchst ihn nicht,
du liebst ihn nicht. Nein du hasst ihn sogar bis in den Tod! Also wehre dich
endlich!
Jenny hörte eine Stimme mit ihr reden, doch im Raum befanden sich neben
den ganzen Geräten nur noch ein paar alte Möbel, weiter nichts, wie
sie feststellte. "Toll Jey, jetzt wirst du noch verrückt, warum liefern
sie dich denn nicht gleich in der 'Klappse’ ein?" sagte sie etwas lauter zu
sich. "Du bist nicht verrückt Jennifer Ryan, höchstens wenn du Denis
weiterhin schützt und ihn dein Leben zur Hölle machen lässt!
Also wehre dich endlich!" "Wer ist denn da?" Jey bekam langsam aber sicher Panik.
"Wer ich bin? Du kennst mich, und zwar sehr gut, denn ich bin ein Teil von dir,
man nennt mich dein Unterbewusstsein!" "Na toll Jenny, jetzt redest du schon
mit deinem Unterbewusstsein. Du bist kranker als die Ärzte sagen!" Jey
dachte es wäre vielleicht eine Nebenwirkung des Beruhigungsmittels, dass
sie Stimmen hörte deshalb drückte sie auf den Notfallknopf und rief
somit die zuständige Schwester zu sich.
"Nein Miss Ryan, sie sind soweit völlig gesund und Nebenwirkungen können
höchstens Übelkeit und Schwindelgefühl sein!" "Aber das ist doch
nicht möglich, ich meine ich habe diese Stimme doch ganz deutlich gehört...."
"Ich denke es wird das beste sein, wenn sie sich jetzt wieder schlafen legen
und einfach nicht weiter darüber nachdenken!" mit diesen Worten verabschiedete
sich die Krankenschwester von Jenny.
Gerade hatte Jenny sich wieder zurück in ihre Kissen sinken lassen, als
die Stimme wieder auftauchte. "Ruf Sue an, entschuldige dich bei ihr und alles
wird wieder gut!" sagte sie.
Und tatsächlich Jey griff wie von selbst zum Hörer und wählte
Susis Nummer.
"Summers?" Jenny wollte was sagen, brachte jedoch keinen Ton raus. "Jenny?"
fragte die Stimme am anderen Ende vorsichtig. "Es tut mir Leid Sue, es tut mir
Leid!" "Jenny es ist schon gut, es ist... gut!" "Ich wollte dich nicht so anschreien,
und ich wollte auch nicht, dass du gehst!" "Jey, es tut mir Leid, dass ich mein
Wort dir gegenüber gebrochen hab, du hast Recht ich hätte Shorty nichts
sagen sollen, doch er hat sich solche Sorgen um dich gemacht, dass ich nicht
anders konnte, verstehst du das?" "Ja das verstehe ich, und ich verstehe auch...
das du Recht hattest, was Denis betrifft... Ich werde bei der Polizei aussagen!
Doch du musst mir schwören, dass du vorsichtig bist, ok? Man weiß
nicht, zu was er in der Lage ist!" "Jey? Er ist zu verdammt viel in der Lage!"
"Wie meinst du das?" ---Schweigen---
"Sue, was ist denn los? Hat er dir was angetan? Nun sag schon!" Jennys Stimme
klang sorgeerfüllt. "Nein, mir nicht, aber Shorty, na ja eigentlich uns
beiden!" "Oh mein Gott, was ist mit Shane? Sag schon!" "Jenny beruhige dich,
es geht ihm gut, es ist ihm nichts passiert, nur sein schöner BMW ist schrottreif!"
Bei den Worten "Sein schöner BMW ist schrottreif!" lief Jenny eine Gänsehaut
den Rücken runter, sie erinnerte sich an Denis’ Worte. "Warum? Was ist
passiert? Hattet ihr einen Unfall?" "Nein, der Wagen muss erst kurz nachdem
wir ausgestiegen sind explodiert sein!" "Dann bin ich ja beruhigt." "Und geht
es körperlich ja auch ganz gut. Aber Shorty ist halt fix und fertig wegen
seines neuen BMWs. Der Arme! Aber ist halt auch froh, dass es noch am Leben
ist und vor allem, dass es dir gut geht. Dafür ist er aber umso verletzter,
was deine Worte im Krankenhaus angeht. Er liebt dich wirklich sehr, Jey. Mehr
als alles andere sonst. Bitte Jenny! Sei nicht so hart zu ihm. Die ganze Situation
ist, da er berühmt ist, für ihn schon schwer genug. Mach es ihm nicht
noch schwerer und freue dich, dass er dich so sehr liebt das...das er zu dir
steht. Ich glaube er würde keine Sekunde zögern, das mit euch öffentlich
zu machen. Bloß momentan ist es halt zu gefährlich, wegen Denis.
Jennifer Ryan! Dein ganzes Leben hast bzw. wolltest du auf deinen Mr Right warten.
Verdammt noch mal! Warum willst du ihn dann jetzt einfach so gehen lassen??!
Du brauchst noch nicht mal um ihn kämpfen. Du brauchst ihn bloß zeigen,
dass deine Gefühle immer noch die selben sind wie vor ein paar Tagen...
Also Jey?" "Ich weiß nicht. Ich meine: klar liebe ich ihn! Und das so
sehr, wie keinen anderen. Aber ich habe solche Angst um Shorty, verstehst du
das denn nicht??!! Ich möchte ihn einfach nicht verlieren. Und Denis ist
so krankhaft eifersüchtig, oder was auch immer er ist, dass er keine Sekunde
zögern würde Shorty zu töten. Und das will ich nicht! Nein! Ich
warte erst mal ein bisschen...2, 3 Wochen oder so. Dann mal sehen wie die Sache
mit Denis ist und wenn mich Shane dann immer noch liebt und mich immer noch
will und wir dann auch sicher sind dann bin ich für alles offen. Aber so
lange möchte ich noch warten. Auch als kleinen Test für Shorty." "Naja,
wenn du meinst. Danke für den Anruf. Ich wollte mich nicht mit dir streiten
und ich finde es auch ganz toll, dass du aussagen willst. Und glaub mir, dann
wird alles besser." "Danke, Sue. Du gibst mir wieder Hoffnung. Grüß
die anderen Lifer bitte schön von mir und ich hoffe die Arbeit ist nicht
all zu viel. Ansonsten bring ruhig was mit ins Krankenhaus. Dann hätt ich
nämlich endlich was gegen die Langeweile!! "Langeweile? Jenny? Du schläfst
du halben Tag! Dafür sorgen ja schon die Beruhigungsmittel. Also komm du
mir hier nicht mit Langeweile. Und das mit der Arbeit kannst du vergessen! Du
brauchst immerhin deine Ruhe!!!" belehrte Sue mal wieder ihre Freundin. "Ist
ja schon gut, Susi! Bis zu deinem nächsten Besuch! Bye." "Bye." Endlich
musste Sue mal wieder lächeln. Sie war die letzten Tage nie in der Stimmung
dazu gewesen. Erst die Sache mit Ki und Jodie und dann der Krankenhaus Aufenthalt
von Jenny und als ob das nicht genug wäre muss auch noch Shane’s Auto explodieren.
Wirklich. Momentan könnte es nicht besser laufen. Bei diesen Gedankenzügen
fiel Sue die Arbeit ein: Sie hatten noch einiges vor sich und das war auch schon
der Fall bevor Jey ins Krankenhaus kam. Also sprang Susi vom Sofa auf und machte
sich sofort an die Arbeit und sie wusste, dass es wohl eine lange Nacht werden
würde. Sie war so in ihre Arbeit vertieft, dass sie die Anrufe, die bei
ihr ankamen gar nicht bemerkte. Und auch wenn Sue sie bemerkt hätte, hätte
sie nicht abgenommen, da Kian die Person war, die sie erreichen wollten.
Sue öffnete langsam ihre Augen und spürte warme Sonnenstrahlen auf
ihrem Gesicht und einen schweren und warmen Körper auf ihrem Schoß,
der schnurrte. "Mist! Ich bin wohl eingeschlafen! Scheiße!" Vorsichtig
hob die Casanova auf den Boden. Sie sah auf den Tisch vor sich und überprüfte,
wie viel sie geschafft hatte und wie die Qualität war. Wenigstens etwas...Hab
ich einen Hunger...Ich hab ja auch gestern kein Mittag und Abendbrot gegessen.
Hm, was könnte man feines essen? Oder bin ich faul und kauf mir schon was
fertiges? Ich glaub heut bin ich mal faul! Wo könnte man denn da hingehen?!
Ach ich ess ein Brötchen und geh zum Mittag zu Pepe’s.
Dieser hatte natürlich auch schon etwas vom Aufenthalt Jennys im Krankenhaus
gehört und fragte besorgt nach, wie es ihr ginge. Nachdem Sue ihm alle
Fragen ausführlich beantwortet hatte, bekam sie schon ihr essen. Sie war
erst überrascht, da sie doch noch nicht bestellt hatte. Aber sie war ja
auch bei Pepe und der wusste ja, was sie immer aß. Sie ließ es sich
schmeckten, bezahlte dann und bekam noch einen Blumenstaus für Jey in die
Hand gedrückt und Wünsche für Jenny’s gute Besserung. Sue machte
sich auf den Weg für einen kurzen Zwischenstopp bei ihrer Süßen.
Sie klopfte sachte an die Tür. "Die Tür ist offen!" erklang eine nicht
mehr so kränklich klingende Stimme. "Hi Sue! Schön dich zu sehen.
Mit dir hatte ich zwar überhaupt nicht gerechnet, aber ich hab nichts dagegen,
dass du da bist - im Gegenteil! Oh sind die Blumen schön! Sind die für
mich?" "Ja klar! Sie sind von Pepe. Der hat sich ganz besorgt nach dir erkundigt
und die mir halt gleich in die Hand gedrückt. Du siehst überraschend
gut aus. Also gestern klangst du zumindest nicht so...energiegeladen." "Ja ich
weiß. Mir geht es wirklich schon wieder ganz gut. Ich hab nur noch ein
paar Schmerzen aber ich kann am Freitag evtl. schon wieder raus und dann helf
ich dir wieder ganz fleißig bei der Arbeit, denn so wie’s scheint bist
du echt geschafft!" meint Jey ganz besorgt. "Ja ich...ich hatte nur etwas wenig
Schlaf die Nacht. Das ist alles. Aber ich merk es erst jetzt. Aber es ist okay...ich
leg mich dann ein wenig hin und dann wird’s schon gehen..." "Na wenn du meinst...Hauptsache
dir geht es gut! Wie geht es denn den anderen? Hast du mal wieder mit ihnen
gesprochen?" erkundigte Jenny sich neugierig. "Nein, leider noch nicht. Ich
arbeite erst mal an den Kostümen weiter und dann mal sehen. Sonst quält
mich Nicky wieder mit seiner Neugier und will alles wissen und dann komm ich
überhaupt nich mehr zur Arbeit!" Beide lachten. "Und wie läuft’s mit
Ki?" wollte Jey so nebenfällig wie möglich fragen. "...Falsche Frage."
"Okay. Sorry...weißt du, wie es Shorty geht?" Sue musste schmunzeln. "Dafür,
dass du erst mal auf Shane Entzug gehen wolltest, wirst du aber ziemlich schnell
rückfällig oder zumindest schwach." "Ich hab ja nur gefragt...mehr
nicht. Und ich werde das auch durchziehen..." --Schweigen-- "Weißt du
schon, wann du bei der Polizei aussagen wirst?" "Nein noch nicht. Aber wahrscheinlich
erst, wenn ich aus dem Krankenhaus entlassen werde, da ich dann dem Stress eher
gewachsen bin, als jetzt. Das meinen zumindest die Ärzte. Und du weißt
ja, wie die sind!" Jey verdrehte die Augen. "Keine Bange, die werden schon wissen,
was sie tun." Sue warf einen Blick auf die Uhr. "Okay, ich muss dann leider
wieder nach Hause und weiter machen. Soll ich dir beim nächsten mal irgendwas
mitbringen? Ein neues Buch oder noch irgendwas von deinen Sachen?" "Nein, danke
Sue, ist aber echt lieb von dir, dass du fragst. Also dann bis...zum nächsten
mal?! Und noch mal danke für deinen Besuch! Hab dich echt lieb!" Beide
umarmten sich.
Als Sue nach Hause kam sah sie auf den Anrufbeantworter: 8 neue Nachrichten.
Sie erschrak, da es ja was wichtiges sein kann, wenn jemand so oft versucht
einen zu erreichen. Also fing sie an ihn abzuhören. Eine neue Nachricht
war von John, der wissen wollte, wie weit Sue mit der Arbeit war und ob sie
Hilfe bräuchte. Eine andere war von Shane der sich erkundigte, wie es ihr
und auch Jenny ging und ob sie sich schon mal wieder bei Sue gemeldet hatte.
Wenn ja, ob Jenny auch gleich ihre Meinung zu dem Besuchsverbot von Shorty und
ihr etwas gesagt hätte. Die anderen 5 waren von Kian. Einmal entschuldigte
er sich bei ihr wegen der blöden Situation beim Imbiss. Dann beteuerte
er mal wieder, dass er sich von Jodie trennen werde und das auch wie versprochen
vor der Hochzeit. Beim fünften Anruf wollte er vorsichtig erfragen, ob
Sue sich nicht mal zu einem Gespräch mit ihm treffen wollen würde.
Nachdem sie alles Anrufe angehört hatte, antwortete sie John und Shane
und machte sich dann wieder an die Arbeit, was dringend notwendig war. Sie arbeite
bis in den Abend hinein ohne auch nur eine kleine Unterbrechung. Um 20:00 klingelte
es überraschend an der Tür und so wandte Sue sich der Arbeit ab und
öffnete die Tür. Vor ihr stand Kian mit einem großen Strauß
dunkelroter Rosen und einem bereuenden Hundeblick.
CHAPTER 30:
Susi stieg sofort die Wut in den Bauch. "Hallo Darling!" "Spar dir dein Darling!"
Sue stand mit verschränkten Armen vor Kian. "Was willst du Kian?" "Mich
bei dir entschuldigen!" "Für was denn dieses Mal??... Ich kann deine Lügen
nämlich nicht mehr hören!" Sie wollte gerade die Türe vor seiner
Nase zuschlagen, doch dieser stellte seinen Fuß in den Türspalt.
"Kian, geh!" "Nein, erst musst du mir zuhören!" Sue stämmte sich gegen
ihre Wohnungstür, doch Kian war stärker als sie, viel stärker,
mit einem Schlag flog die Tür hinter gegen die Wand und Susi stolperte
nach hinten. Noch bevor sie unsanft aufkam, hatte Kian sie in seinen Armen aufgefangen.
"Alles okay mit dir, Sue?" "Dein 'Alles okay?’ kannst du dir auch sparen! Es
ist natürlich nichts okay!!! Ein Psychopath macht meiner besten Freundin
das Leben zur Hölle und bedroht nicht nur sie, wegen ihm liegt sie schwer
verletzt im Krankenhaus, deswegen lieg ich mit den Vorderrungen des Auftrags
hinterher, mein Ex platz plötzlich in mein Leben und behauptet er würde
wieder etwas für mich fühlen, kann sich aber doch nicht recht von
seiner Verlobten lösen...Nein Kian, sorry ich hab mich geirrt: Es ist alles
bestens. Es könnte nur kaum noch schlimmer kommen!!! Und du bist ein Grund,
warum es mir so schlecht geht!!!" Susi war so mit ihren Nerven am Ende, dass
sie nur noch weinen konnte. Wie sie doch diese Sensibilität hasste. Es
war eine ihrer größten Schwächen. Und noch mehr hasste sie das
alles, da sie wusste was folgen würde. Kian nahm sie noch mehr in den Arm
und drückte sie fest an sich. Er strich ihr beruhigend über den Rücken
und flüsterte ihr beruhigende Worte ins Ohr. Nachdem sie sich einigermaßen
beruhigt hatte legte er sie vorsichtig aufs Sofa. "Möchtest du was trinken?
Oder hast du sonst irgendwelche Wünsche??!" "Ja, das du endlich aus meinem
Leben verschwindest!!" "Sue...Lass es mich doch bitte noch einmal in aller ruhe
erklären, okay? Es ist halt alles nicht so einfach. Ich meine da sind Gefühle
für Jodie sie sind zwar sehr schwach aber nicht so schwach, dass ich das
alles ihr so kaltherzig an den Kopf knallen könnte, verstehst du? Und dann
sind auch Gefühle für dich. Unbeschreibliche Gefühle und ich
wünschte du könntest mir das glauben. Und dann ist auch noch der ganze
Stress im Beruf. Das alles macht es nicht gerade einfach, Susi. Ich weiß,
dass was ich damals getan habe war falsch und hat dir das Herz gebrochen. Und
ich schwöre dir, dass mir das nicht noch einmal passiert. Aber dafür
musst du mir Zeit geben und mich nicht so unter Druck setzten. Sonst wird wohl
leider das selbe passieren, weil ich Beziehungen nicht unter Druck richten kann.
Du weißt, dass das meine große Schwäche ist, warum förderst
du sie also so sehr?" "Weil ich dich immer noch liebe und es mich verletzt dich
im Fernsehen mit Jodie glücklich zu sehen! Nicht, dass ich es irgendeinem
von euch nicht gönne bloß...hast du auch nur den geringsten Schimmer
wie weh das tut? Weißt du wie unerträglich das ist??!" "Nein...Aber
dein Schmerz wird noch größer, wenn du mich weiter so in die Enge
treibst. Also bitte lass mich das auf meine Weise lösen, okay?" Sue nickte
schniefend. "Wenn’s dir hilft kann ich auch heut bei dir übernachten. Natürlich
nur wenn du willst." "Naja ich hab eigentlich noch echt viel zu tun. Dadurch
das Jenny nicht hier ist..." "Das ist schon okay...John und Louis haben schon
miteinander telefoniert. John will dir evtl. Eine Hilfe beiseite stellen oder
wenn du möchtest den Auftrag ganz abgeben. Natürlich würdet ihr
für eure bisherigen Leistungen die entsprechenden Beträge bekommen."
"Toll. Und das sagt er alles euch?! Und ich hab vorhin noch mir ihm telefoniert
und er hatte mir kein Sterbenswörtchen davon erzählt!!" "Hey Sue,
beruhige dich. Vielleicht klangst du so, als ob du damit allein zurecht kommst
und deswegen hat er es sich anderes überlegt. Kann doch sein. Oder vielleicht
ist auch keiner da, der dir helfen könnte, weil alle anderen beschäftig
sind." "Dann hätte er mir trotzdem Hilfe angeboten. Und es gibt auch welche,
die ganz erpicht darauf sind den Auftrag von mir und Jey zu übernehmen.
Verdammte Scheiße!! Haben sich denn jetzt alle gegen mich und Jenny verschworen??!!"
"Shhhhhhhhh! Komm mal wieder runter Susi! Du leidest ja schon fast an Verfolgungswahn."
Sue war mit ihren Nerven am Ende. Es war für die letzten Wochen einfach
alles viel zu viel gewesen. Umso mehr genoss sie die Anwesenheit von Kian, die
sie langsam wieder beruhigte. Nach einer kurzen Zeit war Sue in Kian’s Armen
eingeschlafen, wie früher schon so oft. Ki genoss auch dieses Gefühl,
was er irgendwie vermisst hatte und schlief ruhig neben ihr ein. Und damit alles
perfekt war, kuschelte sich Casanova schnurrend dazu.
Shorty hatte dagegen diese Nacht nicht sehr viel Schlaf. Er nutzte die Gelegenheit
mit den Bodyguards dazu endlich wieder in der Nähe seiner großen
Liebe zu sein. Während Jenny’s Leibwächter die Umgebung erkundeten,
hielt Shane die ganze Zeit vor ihrem Zimmer Wache. Nachdem sie irgendwann eingeschlafen
war, gesellte er sich zu ihr. Er war so überglücklich wieder in ihrer
Nähe sein zu dürfen und zu sehen, dass sich in einem recht guten Verfassungszustand
war. Er nahm ihre Hand in seine und streichelte sie immer wieder beruhigend.
Wem er damit mehr beruhigen wollte, ist aber eher fraglich. ;o)
"Mr Filan? Wir haben uns umgesehen. Es konnte nichts Verdächtiges gefunden
werden. Natürlich werden wir öfter ein paar Rundgänge machen,
aber Ms Ryan wird nie in Gefahr sein - einer wird immer bei ihr in der Nähe
Wache halten. Sie können also unbesorgt sein." "Gut. Ich danke Ihnen vielmals.
Ich werde in dieser Nacht Ihnen ein bisschen Helfen, was das Bewachen angeht,
wenn sie nichts dagegen haben?!" Die Bodyguards schüttelten schmunzelnd
mit ihren Köpfen und Shorty hielt die ganze Nacht lang Wache, wobei seine
Augenlider gegen Morgen immer schwerer wurden und die Müdigkeit ihn letzten
Endes besiegte.
CHAPTER 31:
Gähnend schlug Jenny am nächsten Morgen ihre Augen auf. Es war ein
Tag, wie die Tage davor auch. Ganz gewöhnlich, völlig entspannend
und ruhig, so ruhig wie es in einem Krankenhaus eben sein konnte. Sie wollte
sich aufrecht hinsetzen, doch etwas hinderte sie daran. Fragend sag sie nach
unten und erkannte das 'Problem’. Sie stutzte, als sie Shane erblickte. Was
wollte er denn hier? Schlafend lag er auf ihrem Schoß. Sein Atem war flach
und gleichmäßig. Jey wollte ihn wecken, doch sie sah ihn einfach
nur an. Sie konnte ihren Blick nicht von ihm abwenden. Er strahlte soviel Ruhe
und Wärme aus und gab Jenny das Gefühl von Geborgenheit, obwohl er
einfach nur da lag und friedlich schlief. Sie schmunzelte. Sachte strich sie
ihm mit ihrer Hand über die Stirn, hin zu seiner Wange und blieb schließlich
sanft an seinem Hinterkopf liegen. "Ich liebe dich Shane!" flüsterte sie
leise, kaum hörbar.
"Guten Morgen Mrs. Ryan, na gut gesch,." Kimberly die Krankenschwester betrat
gutgelaunt Jennys Zimmer, doch stoppte ruckartig, als sie Shane schlafend vorfand.
"Mrs. Ryan, ich bringe ihr Frühstück und müsste ein paar Untersuchungen
bei ihnen durchführen, doch wie ich sehe ist das gerade unpassend!" sagte
sie leise und grinste schelmisch. Jey zuckte mit den Schultern und machte ein
wehleidiges Gesicht. "Schon klar, ich verstehe schon, ich verschwinde ja schon
und komme in ca. einer Stunde wieder, ist das ok für sie ??" "Danke, sie
sind ein Schatz Kimberly!" "Nein, kein Schatz nur eine gut gelaunte Krankenschwester,
die noch den Sinn für Liebe hat!" Sie zwinkerte ihr frech zu und verschwand
dann. Jenny sah ihr Kopfschüttelnd hinterher. Leider fiel die Tür
etwas zu laut ins Schloss, so dass Shane erschrocken aufsah. Irritiert sah er
sich um. "Na gut geschlafen?" fragte Jenny ihn gleich drauf los. Müde nickte
er ihr als Antwort zu. "Wie geht es dir?" war das erste was er sagte an diesem
Morgen. "Recht gut, ich hoffe ich darf endlich hier raus, sonst sterbe ich hier
noch vor Langeweile!" "Na jetzt bin ich ja da und ich weiche auch nicht mehr
von deiner Seite, es sei denn du willst es so" Shorty sah Jey mit seinen großen
braunen Augen an und wartete auf eine Reaktion von ihr. "Ich will nicht das
du gehst, und auch nicht, dass du von meiner Seite weichst!" Er strahlte. Verträumt
sahen sich die beiden in die Augen, sie wirkten so vertraut miteinander, so
als würden sie sich schon ewig kennen. Behutsam strich er ihr über
die Wange und sie legte ihre Hand auf seine. Langsam zog er sie an sich heran,
um sie endlich küssen zu können. Beide genossen ihre Zweisamkeit,
doch leider blieben sie nicht weiter ungestört, denn es klopfte an der
Tür. "Hach man," schmollend löste Shane sich von ihr ",Immer wenn’s
am Schönsten is," Jenny lächelte, drückte ihm einen kleinen Schmatzer
auf den Mund und sagte dann "Herein!".
Nickys Kopf erschien durch den kleinen Türspalt, darüber Mark und
darunter Kians Kopf. Sie brachten Jenny damit zu lachen. "Hey Jungs schön
das ihr hier seid, macht schon und kommt rein!" "Wow, da ist aber jemand ganz
besonders gut drauf!" bemerkte Kian, als sie die Tür ganz öffneten.
"Kann sie ja auch nur, wenn Shorty schon so früh bei ihr is!" meinte Mark.
"Ja genau Mr. Filan, was machen sie denn überhaupt schon so früh hier?"
Nicky prustete sich vor Shane auf, doch dieser begann bei Nicky’s verkrampftem
Gesichtsausdruck nur lauthals an zu lachen. "Mach dich locker Nix!" Und Schwups
ließ er die Luft aus seinem Körper und sackte direkt in sich hinein.
"Nee aber jetzt ma im Ernst, wir haben grad mal 8 Uhr, was in Gottes Namen machst
du denn schon ihr?" "Du meinst NOCH hier!" korrigierte Jenny ihn und die Fragezeichen
in den Gesichtern der Westlife-Boys wurden größer. "Aha, also NOCH,
jaja Shorty du Kleiner Schlingel du," "Tja der Gentleman genießt und schweigt!"
Er warf Jey einen vielsagenden Blick zu. ", Aber was macht ihr um diese Zeit
bitte schon hier?" "Wir waren auf dem Weg zum Studio und dachten wir schaun
mal bei Jenny vorbei!" erklärte Mark. "Schön, dass ihr so an mich
denkt! Ist aber lieb von euch, und mir geht es auch schon wirklich viel besser,
der Oberarzt sagte gestern, wenn die Untersuchung heute gut ist, darf ich nach
Hause!" "Hey Süße, das ist ja ne tolle Nachricht, dann kann ich dich
ja später mit Heim nehmen!". Nicky, Kian und Mark setzten sich um Jennys
Bett herum.
"Hey Jey gar kein Hunger?" "Ne Ki, das Krankenhausessen ist nicht so mein Fall,
aber bedien dich ruhig, wenn du willst!" Sie reicht Kian ihren Teller. Kian
wollte sich gerade eine Scheibe Brot nehmen, da verdarb Nicky ihm auch schon
den Appetit. "Aber Blondie, pass bitte auf deine Traumfigur auf, sonst passt
du nächste Woche nicht in deinen Trauanzug!"
"Trauanzug?" Jenny stockte der Atem. "Du heiratest also doch? Ich dachte du
bist wieder mit Sue zusammen!" "Na ja eigentlich ja schon, aber,. Aber," Kian
suchte nach der passenden Erklärung, als es an der Tür klopfte. "Herein!"
kam es von Jenny und Kimberly öffnete die Tür. "So, ich muss die Herrschaften
nun bitten das Zimmer zu verlassen, damit ich Mrs. Ryan in Ruhe untersuchen
kann! Also Marsch Marsch!" schleppend verließen die 5 das Zimmer. "Ich
ruf dich an Darling, ok? Und wenn alles gut geht, hol ich dich später ab!"
Schnell drückte er Jenny noch einen letzten Kuss auf den Mund, bevor er
von Mark am Arm aus dem Zimmer gezerrt wurde.
Shane war so überglücklich, dass er fast den ganzen Weg aus dem Krankenhaus
hüpfte. Seine Kumpel beobachteten das mit breitem Grinsen. Ki war von allen
aber mal wieder am ernsten, was ja auch seinen Grund hatte. Nächste Woche
würde er dann Jodie heiraten müssen. Jodie hatte alles vorverlegen
wollen, damit sie das alles noch vor der Tour hätten abschließen
können und nun hatte Kian nicht die geringste Ahnung, wie er es seiner
Verlobten beibringen sollte, dass er sie nicht mehr wirklich liebe. Und vor
allem Sue! Wie sollte er ihr das beibringen??!! Erst vor kurzem hatten sie sich
doch deswegen so gestritten und nun war alles ohne seine Einwilligung vorverlegt
worden. *seufz*
Langsam bemerkten auch die anderen 4 Kian’s Schweigen. "Hey Ki? Was isn los
mit dir?" fragte Mark mitfühlend. "Ach nichts! Es ist nur wegen der Hochzeit
und wegen Sue. Und dem riesen großen Problem, was sich daraus entwickelt!"
"Ach Kian. Das wird schon wieder! Ich meine, das mit mir und Jey ist ja jetzt
auch wieder okay!" "Ja, bloß du warst nicht mit Michelle verlobt und hättest
sie in einer Woche geheiratet!!" erklärte er verzweifelt. "Tja, da können
wir dir auch nicht helfen. Du musst wissen, was du willst bzw. wen du willst.
Entweder du entscheidest dich bald, oder du wirst mit den Konsequenzen leben
müssen. Mehr können wir dir langsam auch nicht mehr sagen!", erinnerte
Nixta. Nix hatte Recht! Er musste was tun! Er musste sich entscheiden! Und zwar
jetzt! Er eilte zu seinem Auto und verabschiedete die anderen, dann fuhr er
zu seiner gemeinsamen Wohnung mit Jodie.
Chapter 32:
Er schloss die Tür auf und rief ihren Namen: "Jodie? Schatz? Ich bin wieder
da!" Nein! Wieso hatte er 'Schatz’ gesagt??! Das war der falsche Anfang! Kian
wartete erst mal kurz auf Geräusche, die auf eine anwesende Person deuteten.
Und er konnte welche aus der Küche vernehmen! Mit festen Schritt betrat
er den Raum. "Abend mein Süßer! Ich habe dein Lieblingsessen gekocht!
Und der Tisch ist auch schon gedeckt. Setzt dich schon mal hin, ja?" "Ähm...ja
okay. Aber ich muss dann mal mit dir reden, okay?" Brav setzte er sich und versuchte
sich schon mal Sätze im Kopf bereit zu legen. Doch ihm wurde es durch einen
himmlischen Duft erschwert. Warum musste Jodie auch ausgerechnet heute Steak
und Pommes machen!!?? "Ich hoffe es schmeckt dir, Darling!" Darling...wie liebevoll
sie diese Worte sagte. "Also? Über was wolltest du mit mir reden? Geht
es um die Hochzeit? Möchtest du ein paar kleine Änderungen? Hast du
eigentlich schon deine Gästeliste endlich fertig? Wir heiraten in 8 Tagen!!
Langsam sollten das auch alle wissen!" "Ähm...ja. Ich hab sie hier. Du
kannst also die anderen Karten jetzt auch drucken lassen." "Okay, gibt es sonst
noch was?" fragte Jodie zuckersüß. "...Nein! Alles bestens." Log
er feige. Wie sollte er das alles nur Sue beibringen? Diese Frage beschäftigte
ihn so sehr, dass er während des ganzen Essens kein Wort von sich gab.
Was Jodie immer wieder dazu veranlasste, sich nach einem möglichen Grund
dafür zu erkunden. Als sie merkte, dass man mit Ki heute nicht viel reden
konnte, erledigte sie weiter die Planungen für die Hochzeit und ließ
die restlichen Einladungen drucken und rausgehen.
An diesem Abend musste Sue mal wieder die ganze Nacht durcharbeiten, um mit
der Arbeit einigermaßen hinterher zu kommen. Aber sie war mit ihrer Arbeit
sehr zufrieden und es ging auch einigermaßen schnell voran. Sie würde
schon sehr bald fertig sein und wenn Jenny noch in den nächsten Tagen aus
dem Krankenhaus entlassen werden würde, wäre es fast perfekt!
Sie war so in ihre Arbeit vertieft, dass sie hochschrak, als sie etwas an ihrem
Bein spürte. "Ach Casanova! Du hast mich aber erschreckt! Tut mir Leid
Süßer, dass ich momentan keine Zeit für dich hab. Nur noch ca.
2 Wochen und dann haben wir uns wieder. Vielleicht bekommen wir dann auch öfters
Besuch von Kian. Du erinnerst dich doch sicherlich noch an diesen gutaussehenden,
blonden und charmanten Iren, oder? Bestimmt, immerhin hat er dich ja als ganz
kleines Kätzchen geholt. Und du wohntest ja auch mal eine gewisse Zeit
mit mir bei ihm. Aber keine Sorge! Es wird vielleicht bald wieder alles wie
früher! Drück mir deine kleinen süßen Pfoten, ja? Und nun
raus mit dir! Ich muss arbeiten."
"Ja, Filan?" "Hi Shane! Ich bin’s: Jey! Also der Arzt meinte ich könnte
morgen früh entlassen werden! Ist das nicht toll?! Und na ja ich dachte.."
"Klar werde ich dich abholen, meine Süße! Das ist doch logisch! Aber
schön, dass es dir wieder besser geht! Wir hatten alle riesen Angst um
dich....und ich vermisse dich auch schon ganz doll. Wir können ja morgen
irgendwas schönes machen, etwas was dich noch mehr entspannt, oder was
du völlig genießen kannst. So als kleines Willkommensgeschenk. Wie
wär’s mit nem Wellness-Tag? Einen Beauty-Tag brauchst du ja nicht! Du bist
schon so unglaublich schön! Schöner geht’s ja nicht!" "Shane! Du machst
mich ja noch ganz verlegen! Ein Wellness-Tag wär echt nicht schlecht, aber
ich will den ganzen morgigen Tag nur bei dir, nur mit dir verbringen. Ich will
keine anderen Leute dann in meiner Nähe haben, außer dir! Zumindest
morgen. Okay? Holst du mich gegen 09:00 ab?" "Natürlich, mein Liebling!
Für dich würd ich sogar die Sterne vom Himmel holen, bloß dann
hättest du nichts, was dich an mich erinnert, wenn wir mal eine gewisse
Zeit nicht beieinander sein können! Okay. Ich bin dann so 8:50 morgen bei
dir! Ich liebe dich! Bye." "Ich dich natürlich auch! Und sogar noch viel
mehr!!! Bye." Sie legte schnell auf, damit Shorty ihr gar nicht erst wiedersprechen
konnte! Sie war einfach unbeschreiblich glücklich! Die Beziehung zwischen
ihr und Shane lief fantastisch und morgen sie würde endlich aus diesem
blöden Krankenhaus wieder rauskommen. Es könnte nicht besser laufen!
Halt! Sie müsste dann ja Sue helfen! Vielleicht kam sie ja gar nicht hinterher,
in der Zeit wo Jey weg war! Aber sie wollte eigentlich nicht sofort an die Arbeit.
Etwas schwach fühlte sie sich doch noch! Andererseits konnte sie Sue nicht
noch mehr Arbeit zumuten. Schien so, als hätte Jenny keine andere Wahl...
Sue war grad mit den Feinheiten eines der Kostüme beschäftigt, als
sie mal wieder hochschrak. Mensch, Sue was is denn in letzter Zeit mit dir los?!
Reiß dich mal zusammen! Ein kurzer Blick auf die Uhr: 22:00.
"Ja? Summers?" "Hey sue! Na Sweety? Wie geht’s dir denn so?" "Ganz gut. Aber
das müsste ich dich eigentlich fragen! Sorry das ich mich in den letzten
Tagen mich nicht so hab blicken lassen, aber..." "Hey Sue! Das ist okay! Ich
meine durch mich hast du doppelt so viel Arbeit gehabt! Brauchst du Hilfe? Ich
werd morgen entlassen und da dachte ich, ich könnte dir vielleicht helfen...."
"Das kommt überhaupt nicht in Frage! Ist zwar echt lieb gemeint, aber morgen
ruhst du dich noch aus!!! Übermorgen kannst du dann, wenn du willst, mir
etwas helfen. Aber eher nicht! Ist das klar??!! Und ich werde Shorty bitten,
auf dich aufzupassen!" "Keine Bange! Der holt mich morgen vom Krankenhaus ab...Also
bin ich sicher! Gut. Dann komm ich halt erst übermorgen...Also: Arbeite
nicht mehr allzu lang und schlaf dann schön! Hab dich lieb! Bye!" "Ja,
ich dich auch! Und schön, dass es dir endlich wieder besser geht! Bye!"
Warme Sonnenstrahlen berührten Jey’s Gesicht, als sie aufwachte und sie
wusste, dass sie heute endlich wieder frei sein würde. Gutgelaunt richtete
sie sich auf. Neben ihr stand das Krankenhausfrühstück, was erstaunlich
gut roch und ihren Appetit weckte. Nachdem sie genüsslich gefrühstückt
hatte, kam auch schon der Chefarzt in ihr Zimmer. "Einen wunderschönen
guten Morgen Miss Ryan. Wie ich sehe haben sie mal ordentlich gegessen. Haben
sie auch gut geschlafen?" Ein lächelndes Gesicht nickte ihm zur Antwort.
"Wie ich sehe wissen Sie, was heute für ein Tag und Sie scheinen es auch
kaum erwarten zu können hier endlich raus zu kommen. Mal ehrlich: War es
hier so schlimm?" "Nein bloß...ich freu mich sehnsüchtigst auf meine
Wohnung und einen Job hab ich ja auch zu erledigen!" Das Lächeln auf dem
Gesicht des Arztes verschwand. "Sie wissen, dass Sie sich noch schonen müssen,
Miss Ryan? Als was arbeiten Sie eigentlich?" "Ich arbeite bei einer Agentur
die Kleider entwirft und schneidert, Sir. Sie sehen also ich werd mich kaum
allzu sehr überanstrengen. Außerdem darf ich heute noch nicht anfangen.
Meine Kollegin und beste Freundin hat es mir verboten!" Jetzt schmunzelte der
Arzt wieder. "Schlaue Person. Nun Gut. Ihre Werte sind alle sehr zufriedenstellend.
Sie dürfen jetzt also Ihre Sachen packen und gehen. Haben Sie eine Person,
die sich im Sie kümmert und Sie abholt?" "Ja, mein Freund müsste jeden
Moment hier sein!" "Gut. Auch wenn Sie eine noch nette Person sind hoffe ich,
dass wir uns nicht so schnell wieder sehen! Zumindest nicht hier! Passen Sie
bitte schön auf sich auf, Miss Ryan. Ich wünsche Ihnen noch einen
schönen Tag und noch gute Besserung! Wiedersehen!" Jey verabschiedete sich
noch von den ganzen Schwestern und den übrigen Leuten, die in den paar
Wochen sich so nett um sie gekümmert hatten. Die Bodyguards hatte Jenny
allerdings nicht einmal bemerkt. Sie wollte grad in Richtung Fahrstuhl, als
ihr die Augen zugehalten wurden. "Rate wer bin ich!?" Vorsichtig tastete sie
erst Gesicht dann Körper des Fremden ab und fing dann an zu lächeln.
"Hey Süßer, du bist aber schnell da!" Sie drückte der Person
einen Kuss auf die Lippen. "Ich würde dich immer wieder erkennen! Egal,
ob ich nun blind oder taub wär. Du bist so tief und fest in meinem Herzen
eingeprägt, das mich all das leitet." Sagte sie und sah der Person ins
Gesicht! DENIS! Er hatte ein teuflisch verrücktes Grinsen in seinem Gesicht
und packte sie grob am Arm. Er holte etwas aus seiner Tasche. EIN MESSER! Ein
großes und sehr scharfes Küchenmesser! "So jetzt bist du dran! Deine
Freunde sind nicht mehr da. Ich hab sie in die Hölle geschickt! Genau der
passende Ort für eine freche Hure, wie du es bist! Sprech dein letztes
Gebet, damit die Engel oben mitkriegen, wie ich dich zerstückel! Das Messer
bohrte sich tief in ihren Magen! Das Einzigste, was sie noch fühlen konnte,
waren Schmerzen! Unerträgliche Schmerzen! Jenny schrie so laut sie nur
konnte! Doch sie gab keinen Ton von sich, egal wie sehr sie sich bemühte!
Sie hatte keine Kraft mehr und sank blutend zu Boden!
Schweißgebadet öffnete sie ihre Augen. Der Schrecken saß tief.
Hatte sie das alles gerade nur geträumt? Zitternd betrachtete sie sich.
Sie schien zu leben. Oder war DAS jetzt nur ein Traum? Sie wusste es nicht.
Total verwirrt saß sie nun erhoben in ihrem Bett, als die Tür aufging
und Jenny zusammenzucken ließ. Der Chefarzt persönlich betrat ihr
Zimmer: "Einen wunderschönen guten Morgen Miss Ryan. Ich hoffe Sie haben
gut geschlafen. Sie wissen doch, was heute für ein Tag, ist nicht wahr?"
er sah sie fragend an. Jenny versuchte sich zu sammeln und klar zu denken. Trotzdem
ließ es sie schauern, dass der Arzt grob die selben Worte bzw. Formulierungen
nutzte wie in ihrem Traum. "Ist alles mit Ihnen in Ordnung?" Dieser Satz riss
sie wieder aus ihren Gedanken. Besorgt schaute er sich ihre Werte an. "Ist vorhin
etwas passiert? Ihre Herzfrequenz vermerkte einen rapiden Anstieg!" fragend
sah der Arzt sie an. "Ja. Es....es ist alles in Ordnung. Vermutlich nur ein
Alptraum. Also kann ich jetzt endlich gehen? Darf ich nach Hause?" fragte Jenny.
"Natürlich. Wenn sie mir versprechen sich ja nicht zu überarbeiten.
Ihre Werte sind, mal abgesehen von dem kleinen Vorfall, alle wieder perfekt.
Nun Gut. Sie dürfen jetzt also Ihre Sachen packen und gehen. Haben Sie
eine Person, die sich im Sie kümmert und Sie abholt?" Da! Da war es schon
wieder! Er sprach dieselben Sätze!! "Ja, mein Freund müsste jeden
Moment hier sein!" Nachdem sie den Satz beendet hatte, bemerkte Jey, dass auch
ihre Antworten relativ Traumgetreu waren. Sie schauderte. Sie verabschiedete
sich zögerlich von den Schwestern und Krankenpflegern und ging leicht zitternd
in Richtung Aufzug, als ihr die Augen zugehalten wurden. Erschrocken schrie
sie auf! "Jenny? Ist alles okay mit dir, Süße?!" Shane’s Stimme zu
hören machte sie überglücklich! Sie drehte sich um und sah in
seine wunderschönen, besorgten Augen und fiel ihm um den Hals. "Ich freu
mich auch dich zu sehen! Was soll denn das! Du wolltest wohl doch nicht alleine
deine Koffer schleppen??! In deinen Zustand?!" "Shane! Ich bin nicht schwanger,
okay? Und außerdem muss es mir ja wieder einigermaßen gut gehen
,wenn die Ärzte mich nach Hause lassen. Also bleib ruhig, okay mein wilder
Hengst?" Beide schmunzelten. Jenny wusste, dass das sein Lieblingsspitzname
war. "Okay. Wenn du willst kannst du schon mal langsam mit den Koffern nach
unten gehen. Ich hol nur schnell den Wagen und fahr so nah wie möglich
an die Tür ran. Bis gleich Darling! Und sei ja schön vorsichtig!"
Er küsste sie zärtlich und wollte losstürmen als ihn etwas einfiel.
Er hielt immer noch einen Blumenstrauß hinter seinem Rücken versteckt,
den er eigentlich Jenny schenken wollte. Er machte kehrt und ging die paar Schritte
zurück zu Jey, die schmunzelnd dastand und jetzt zuckersüß fragte:
"Hast du etwa was schönes für mich?!" "Ja. Rosen. Sie sind zwar wunderschön,
doch können sie dich nicht mit ihrer Schönheit übertreffen!"
Er überreichte ihr den Strauß. Shane war immer sooo süß!
Einfach himmlisch! Shorty eilte so geschwind wie möglich die Treppen runter
zu seinem Auto. Bevor er einstieg orientierte er sich noch mal kurz, wo er stand
und wohin er fahren musste und fuhr dann los.
Er näherte sich immer mehr seinem Lieblingsengel. Als plötzlich ein
Krankenwagen seinen Weg kreuzte versuchte abrupt zu bremsen, doch irgendetwas
stimmte nicht. Er konnte nicht mehr bremsen!!! Zum Glück war der Krankenwagen
schon an ihm vorbeigezogen, doch nun fuhr er genau auf Jenny zu!!! Um sie zu
retten, riss er geistesgegenwärtig das Lenkrad um und fuhr in eine andre
Richtung. Die Leute wichen hektisch seinem Auto aus. Als sein Auto endlich eine
'vernünftige’ Richtung eingeschlagen hatte und auf eine Wand zurollte,
riss er seine Tür auf und sprang aus dem Auto. Er rollte über den
harten Boden des Krankenhausgeländes und kam irgendwann zum Stillstand.
Shane rührte sich ein paar Sekunden lang nicht und blieb zusammengerollt
liegen. Erst als er Jey’s besorgte Stimme und ihre Schritte hörte, wagte
er aufzusehnen. "Oh mein Gott! Shane! Alles in Ordnung bei dir! Was war denn
los??!!" Sie kniete sich über ihren verletzten Shany. Er stöhnte vor
Schmerzen auf. Zum Glück hatte man das Ereignis mitbekommen und so kamen
schon ein paar Sanitäter herbei geeilt. Sie untersuchten ihn grob und stellten
fest, dass er lediglich ein paar Kratzer, Prellungen, blaue Flecke hatte. "Da
haben Sie aber noch mal Glück gehabt! Brauchen Sie noch Hilfe, oder geht
es Ihnen wieder gut?" "Nein ,danke. Es...es geht wieder..." Langsam richtete
sich Shorty auf, wobei Jey ihm noch dabei helfen musste. "Alles okay, mein Süßer?"
"Ja es geht langsam wieder. Wo...was ist mit meinem dunkelblauen BMW?" fragte
Shane sorgeerfüllt um seinen zweiten Lieblings-BMW. "Ähm..." versuchte
Jenny anzufangen mit ihren Augen auf den brennenden Schrotthaufen gerichtet,
"Wie gern hattest du das Auto?" Bei diesem Satz drehte sich Shane ruckartig
um und sah seinen wunderschönen dunkelblauen BMW lichterloh brennen. Wenn
er allein gewesen wär hätte er gern, wie beim silbernen BMW, am liebsten
geheult. Jenny sah ihren Liebling an, dass es ihn mitnahm und legte tröstend
die Arme um ihn. "Hey Shorty....kannst ruhig weinen, mein Süßer.
Ich weiß, wie viel dir diese Autos bedeuten..." "Ach Quatsch! Sie bedeuten
mir zwar viel, aber solange du in Ordnung bist, ist alles gut. Du bist mir nämlich
unbeschreiblich viel mehr wert als diese Autos. Die kann man sich immer wieder
kaufen, aber du bist einfach einzigartig!" Jenny kamen die Tränen. In den
ganzen Beziehungen, die sie bisher gehabt hatte, war noch nie einer sooo süß
gewesen! Ja jetzt wurde sie sich immer sicherer: Shane Filan war es! Er war
der so häufig herbeigeträumte Mr. Right!!! Die beiden wurden aber
in ihrer kleinen Reise zu Wolke 7 unterbrochen, als sie Sirenen hörten:
Die Polizei. "Wir haben gehört, dass es hier einen Unfall gab? Kann mir
irgendjemand etwas dazu sagen? Und wurden schon alle Insassen aus dem Auto geholt?"
"Ja keine Bange. Ich war die einzigste Person im Auto und ich konnte, bevor
es gegen die Wand gekracht ist, noch rausspringen. Der Wagen gehört mir...na
ja bzw. gehörte. Der dunkelblaue BMW gehörte mir." Der Polizist musterte
Shane. "Und was suchen Sie schon wieder hier auf dem Krankenhausgelände?
Und die wichtigere Frage: Warum ist schon wieder eines Ihrer Autos hier zerschrottet?!
Eigentlich kennen wir Sie ja als einen sehr guten und gewissenhaften Fahrer."
"Da bin ich ja beruhigt. Also ich bin mal wieder hier, weil ich meine Freundin
abholen wollte. Sie war einige Zeit hier stationiert und darf heut nach Hause.
Und warum wieder mein Auto weiß ich nicht. Das letzte ich ja ohne mein
Wissen explodiert und bei dem hier funktionierten plötzlich die Bremsen
nicht mehr." Jey stockte der Atem. Erst jetzt, vor allem nach diesem schrecklichen
Traum, trat Denis immer mehr wieder in ihr Gedächtnis zurück. "Hm
gut. Wir werden das überprüfen lassen. Meinen Sie, dass dieser gewisse
Denis Mc Coin etwas damit zutun haben könnte?" "Na ja könnte gut möglich
sein. Es wird ja auch vermutet, dass er für die Explosion meines schönen
silbernern BMWs verantwortlich ist. Also würd ich die Idee nicht als so
abwegig ansehen." "Gut wir werden uns um den Fall kümmern. Gibt es sonst
noch was?" fragte der Polizist höflich. Shane sah Jenny drängelnd
an, die erst nicht ganz schnallte, was er nun eigentlich wollte. "Achso! Ähm...ja.
Ich...ich möchte eine Aussage machen. Über Denis Mc Coin. Es hat zwar
nur im entfernteren Sinne was damit zu tun, aber es ist notwendig, dass ich
mich an Sie richte." Der Polizist nickte und bot an Shane und sie zum Polizeirevier
zu fahren. "Sollen ihre Bodyguard auch mit ins Auto oder wie hätten Sie
es gern, Miss Ryan?", erkundigte sich der Officer "Meine Bodyguards??? Das muss
ein Missverständnis sein. Ich hab doch keine Bodyguard." "Ähm das
ist so nicht ganz richtig, Honey. Du hast seit ca. 5 Tagen welche. Ich hab das
zusammen mit Sue gemacht. Wir wollten nur deine Sicherheit und wir wussten aber,
dass du das nicht zulassen würdest also haben wir es ohne dein Wissen gemacht.
Ich hoffe du bist jetzt nicht wütend." Jey’s leicht wütendes Gesicht
entspannte sich sofort wieder. "Mensch...das ist echt nett von euch. Ihr hättet
mir das halt auch bloß schon eher sagen können! Oder hattet ihr etwa
Angst vor mir??!!" Shorty räusperte sich: "Nun ja so ähnlich." "Tschuldigung,
dass ich störe, aber ich hätte gern eine Antwort auf meine Frage.
Egal von wem." "Sie dürfen ruhig mitfahren. Immerhin würde ich sie
ja auch mal gerne kennen lernen. Also ja. Sie dürfen." Bejahte Jenny die
Frage.
CHAPTER 33:
Zwei Tage später erwachte Jenny aus ihren süßen Träumen
und sah, dass sie sich in Shanes Bett befand. Lächelnd sah sie neben sich
und erblickte ihren schlafenden Shorty. Die Kratzer und Blauen Flecken in seinem
Gesicht und an seinem Körper ließen Jenny für kurze Zeit traurig
werden. Sie wusste nicht, ob die Polizei jemals Denis finden würde und
wie lange der ganze Terror noch andauert. Sie machte sich Vorwürfe, dass
sie ihre ganzen Liebsten so in Gefahr brachte. Sie schlug ihre Decke zurück
und deckte Shane etwas weiter zu. Die ganzen Strapazen der letzten Wochen gingen
nicht spurlos an ihm vorbei und die letzte Nacht war die erste in der Shane
wieder ruhig und ohne Alpträume geschlafen hatte. Sachte strich sie ihm
über die Stirn und stieg dann aus dem warmen Bett. Leise tapste sie die
Treppen runter in die Küche um Frühstück zu machen.
Der Geruch von frischen Brötchen und warmen Kaffe stieg Shane in die Nase
und schlagartig öffnete er seine Augen. Unwillkürlich musste er lächeln
als er Jenny in der Küche umherirren hörte. Vorsichtig richtete er
sich im Bett auf und gähnte erst mal herzhaft, bevor er sich auf den Weg
nach unten machte.
Jey stand mit dem Rücken zu ihm. Shane trat nahe an sie heran und umschloss
sie mit seinen Armen "Morgen Darling!" hauchte er ihr ins Ohr. "Guten Morgen!"
Shane merkte, dass Jenny angespannt war und fragte daher "Was ist denn los??"
Er ließ von ihr ab und Jenny drehte sich zu ihm um. Er erkannte, dass
sie einen Umschlag in ihren Händen hielt. Sein Blick haftete auf ihm. "Was
ist denn das?" Ohne ein Wort streckte sie ihm den Umschlag entgegen. Zögernd
griff Shane danach. Drinnen enthalten war eine Karte mit einer goldenen Aufschrift
- "Einladung"
~Einladung Zu Unserer Hochzeit~
Nun ist es endlich soweit, gemeinsam mit euch, wollen wir zusammen den Bund
der Ehe schließen und laden euch deshalb recht Herzlich am Sa. den 25.6.
nach St. Patricks Cathedral ein, um Gottes Zeugen zu sein!!!
In Liebe
Jodie & Kian
Er ließ das Blatt langsam sinken und sah in Jennys Gesicht. Darin spiegelte
sich das pure Entsetzen. "Frag mich jetzt bloß nicht, was ich für
ein Problem hab,." Warnte sie ihren Freund. "Nein ich hatte dich nicht vor zu
fragen!" "Das ist auch gut so, denn du kannst dir ja wohl denken, dass ich nicht
auf dieser Hochzeit erscheinen werde!" "Aber Jey, wir sollten Kians Entscheidung
akzeptieren und ihn dabei unterstützen!" "Akzeptieren? Schatz, in dieser
Zeit muss ich Sue beistehen und nicht Jodie, die kann ich im Übrigen nicht
gut leiden,und ich glaube kaum, dass Sue es diesmal akzeptieren wird!" Shane
seufzte und zog Jenny wieder näher an sich ran. "Darling, Kian ist mein
Freund und auch wenn ich seine Entscheidung nicht 100%ig gutheißen werde,
bin ich froh, dass er es letztendlich überhaupt auf die Reihe gekriegt
hat, sich zu entscheiden!" "Ja ich weiß es, aber bitte versuche nicht
mich überreden zu wollen ich sollte doch mitkommen, denn dass werde ich
OHNE Sue sicher nicht tun!" "OK."
Mit Casanova auf dem Arm schlurfte Sue am frühen Morgen zur Tür,
um nach der Post zu sehen. Langsam schloss sie den Briefkasten auf, als ihr
schon unzählige Rechnungen und Werbeprospekte entgegen kamen. Kopfschüttelnd
schmiss sie den Stapel auf ihren Tisch und ging dann erstmal ins Bad, um zu
duschen.
Etwa eine halbe Stunde später setzte sie sich mit einer Tasse Kaffe in
der Hand zurück an ihren Tisch. "Rechnungen, Rechnungen, Rechnungen, Werbung,
Werbung und noch mal Werbung, Casanova, wir müssen schleunigst diesen Auftrag
beenden, sonst sitzen wir vor Lauter Rechnungen bald auf der Straße, hm,
was ist denn das?" Ein Weißer Umschlag mit goldener Beschriftung stach
ihr ins Auge. Sie hielt den Umschlag in Händen, der ihr zukünftiges
Leben vollkommen verändern sollte.
Ohne zu zögern öffnete sie ihn und zog die kleine Karte heraus. Sie
klappte sie langsam auf, als ihr zusätzlich noch ein weiterer Brief entgegen
fiel.
Liebste Sue!
Ich weiß nicht wie ich anfangen soll, und du sollst wissen, dass es mir
verdammt schwer fällt diesen Brief überhaupt zu schreiben, doch es
ist an der Zeit diesen Schritt zu machen.
Sue, Bitte verzeih mir, so sehr ich dich auch liebe und begehre, unsere Liebe
wird keine Chance haben, denn ich habe einen Entschluss gefasst, der vielleicht
der größte Fehler meines Lebens werden wird. Doch das kann ich erst
herausfinden, wenn ich dieses Risiko eingehe!
Sue, ich werde kommenden Samstag Jodie zu meiner Frau nehmen!
Auch wenn ich nicht davon ausgehe dich dort zu sehen, wünsche ich mir nichts
sehnlicheres als dich dort zu treffen! Die Trauung findet um 10.00 in der St.
Patricks Cathedral statt - Bitte komm!
Verzeih mir bitte für meine Dummheit
In tiefster Liebe Kian
Mit Tränenerfüllten Augen starrte sie das weiße Papier an.
Keine Regung war in ihrem Körper.
Sie muss wirklich eine Ewigkeit hier gesessen haben, denn als sich Casanova
vor Hunger bemerkbar machte, war es bereits dunkel draußen. Mit einem
lauten Schrei und voller Wut zerriss sie den Umschlag samt Inhalt. Jeder normale
Mensch hätte wahrscheinlich
die ganze Nacht um ihre Liebe geweint, doch nicht Sue! In dieser Nacht machte
sie einen für sie und ihr Leben wichtigen Entschluss. "Casanova hörst
du mich? Eines kann ich dir sagen, ich werde nicht kampflos aufgeben, nein diesmal
nicht!" Sie war stark genug, um Kian nicht schon wieder einen Triumph zu gönnen,
deshalb beschloss sie am Samstag bei der Trauung
Anwesend zu sein um Kian seinen letzten Wunsch diesbezüglich zu erfüllen.
CHAPTER 34:
Am nächsten Morgen kam Jenny ganz normal zu Sue um an den letzten Resten
der Kostüme zu basteln. Beide wussten von Kians Hochzeit, doch keiner der
Beiden wollte sich dazu äußern. Jenny hatte Angst damit einen Wunden
Punkt bei Sue zu treffen. Die Anspannung war zu bemerken.
Nach einiger Zeit hielt Jey es nicht mehr aus "Ich wurde zu Kians Hochzeit eingeladen!"
"Ja ich weiß. Ich auch!" Sue wunderte sich selbst, wie normal und uninteressiert
sie diesen Satz über ihre Lippen brachte. Jenny stutzte "Ähm Sue ich
hab mir überlegt nicht hinzugehen,." "Nicht?? Das ist aber Schade? Ich
dachte eigentlich wir gingen zusammen!" Nun brachte Jenny vor Erstaunen kaum
noch ein Wort raus. "Du,du willst wirklich da hin gehen?" Susis Blick war eiskalt
"Ja, warum denn nicht, Kian wünscht es sich, dass ich komme!" "Warum denn
nicht?? Sue- vielleicht weil Ki vorher noch mit DIR in der Kiste war und das
neben Jodie??? Es hat doch ganz den Anschein, als wollte er nur noch mal seinen
Spaß haben! Und da machst du mit?" Jenny konnte nicht fassen, wie locker
Sue das alles nahm. "Wer sagt denn, dass ich nicht auch nur meinen Spaß
haben wollte?" Jenny lachte laut los "Du und deinen Spaß, Sue verkauf
mich doch nicht für blöd. Du hast dich wieder bis über beide
Ohren in ihn verliebt!" Susi senkte ihren Blick. Treffer für Jey. "Können
wir vllt. Jetzt das Thema wechseln? Ich werde am Samstag bei Kians Hochzeit
anwesend sein und ihm Glück für seine Ehe wünschen,. Denn das
wird er sicher brauchen!" fügte sie noch leise und kaum hörbar hinzu.
"Gut, wie du meinst. Dann werde ich wohl doch noch mein 'Sonntagskleid’ aufbügeln
müssen, denn wir feiern Hochzeit!" Jenny sah Sue missbillig von der Seite
an. Sie wusste, das ihre Freundin die starke Frau markieren wollte, doch Jey
hatte sie schon durchschaut.
Spät am Abend fuhr Jenny nach Hause. "Hey Schatz, da bist du ja endlich!"
Shane kam mit besorgtem Gesichtsausdruck auf Jey zugelaufen. "Ja da bin ich,
was ist denn los?" "Ich dachte dir sei vielleicht was passiert, weil du nicht
auf meine Anrufe reagiert hast und in den Nachrichten sagten sie ein knall gelber
Beatle, wie du ihn fährst, hätte einen schweren Unfall gehabt. Die
Insassin ist tödlich verunglückt!" "Ganz ruhig, mir ist nichts passiert,
ich fahr doch immer vorsichtig und das weißt du doch auch oder?" "Ja sicher,
doch ich dachte vielleicht hätte Denis damit wieder,." Jenny unterbrach
ihn. "Schatz, ich habe keine Angst mehr vor Denis, und an meinem lieben Beatle
ist absolut nichts dran!" "Bist du sicher?!" "Shorty, bitte mach dir keine Sorgen,
mir geht’s gut!" Mit einem festen Kuss stoppte sie seine Widerworte.
"Und wie geht es Sue?" "Sie spielt die Starke Emanze! Wir nehmen sie am Samstag
mit zu Kians Hochzeit!" Shane sah erstaunt auf. "Sie geht mit?" Man konnte sichtlich
das Fragezeichen in seinen Augen erkennen. "Ja sie geht mit - sie wollte Kian
seinen letzten Wunsch ihr bezüglich erfüllen, was auch immer dieser
sein sollte!" "Kian hat Sue einen Brief geschrieben und ihr darin erklärt,
wie es um die beiden steht!" "Oh, das wusste ich nicht. Sue hat ganz gelassen
darauf reagiert!" "Na vielleicht hat sie sich damit abgefunden?" "Sue? Nein,
das glaube ich nicht. Kian hat ihr so viel bedeutet und sie war die letzten
Wochen wieder so glücklich wie zuvor!"
Am nächsten Morgen war ein großer Tag. Die Lifer sahen zum 1. mal ihre fertige Garderobe. Nun musste jeder noch mal in sein Kostüm schlüpfen, damit dann bald für ihre große Tour alles bereit war. Nicky hüpfte vor Freude wie ein kleines Kind auf und ab und die andren hatten Mühe ihn wieder zu beruhigen. "Hey Nixta! Bleib ma ganz cool, okay? Du darfst ja gleich in deine Klamotten schlüpfen." Besänftige Shane ihn grinsend. "Du hast leicht reden!!! Du bist ja mit Jey zusammen. Die kann dir ja schon heimlich alles gezeigt haben!!!" "Hat sie aber nicht! Vor allem da das ganze Zeug in der letzten Zeit bei Sue lag, da sie ja ne Weile allein arbeiten musste!" konterte er und streckte Nix die Zunge raus. "Sag ma Jenny: Seit wann arbeiten wir eigentlich für einen Kindergarten?" "Gute Frage Sue. Eigentlich müssten wir dafür extra bezahlt werden." Jetzt wurde Shane hellhörig. "Also kommt! So schlimm sind wir doch nun auch nicht!! Und außerdem scheinst du Abends nie so sonderlich geschafft zu sein!" Alle grinsten frech. Das war die Chance! Die Stimmung war so aufgelockert, dass sich Kian langsam Sue näherte. "Hi. Na wie geht’s dir so?" fragte er vorsichtig. "Wie soll’s mir denn gehen? Die Arbeit is fast geschafft, das Wetter ist wunderbar. Jey ist wieder Topfit und auch Casanova schleicht gesund auf seinen Samtpfoten herum. Also alles bestens! Warum sollte es auch anders sein?!" Er sah sie prüfend an. Tat sie nur so sorglos oder hatte Susi eine 180° Drehung hingelegt. "War nur ne Frage. Es freut mich, wenn es dir gut geht. Kommst du eigentlich zur Hochzeit?!" "Ja klar. Ich muss dir und Jodie doch den Segen geben! Ihr habt es immerhin auch verdient. Seid ja so ein süßes Paar. Ich freu mich sogar richtig drauf. War schon seit Ewigkeiten nicht mehr auf einer Hochzeit. Und warum sollte ich dann eine verpassen wollen und ausgerechnet die eines sehr guten Freundes?" "Sue...du weißt doch, dass ich dich liebe. Das tust du doch, oder?!" "Kian...du heiratest Jodie und somit ist die Sache für mich gegessen. Okay? Ich hab den Brief gelesen. Und ich unterstütze dich da voll und ganz, aber nur wenn du damit aufhörst mir zu sagen, dass du mich liebst. Denn mit jedem mal mit dem du mir das sagst, brichst du mehr und mehr mein Herz. Und das will und werde ich auch nicht mehr zulassen, Kian." Er sah sie mit seinen meeresblauen Augen traurig an. Sie wich seinem Blick aus. Sie durfte keine Schwäche zeigen, nicht jetzt, nicht vor ihm. Er fuhr langsam mit seiner Hand von ihrer Wange zu ihrem Hals und kam einen Schritt näher. Susi Herz begann wie wild zu hämmern. Sein Gesicht näherte sich ihr immer mehr und dann flüsterte ihr schließlich ins Ohr: "Noch bin ich aber nicht verheiratet." Sue sah ihn empört an. "Ach und da denkst du, dass ich dann wohl ehe du unter der Haube bist, mit dir noch mal in die Kiste steige???!!!" Sie drehte sich ruckartig um und wollte den Raum verlassen. "NEIN! Sue! Halt, so warte doch bitte!!! So war das nicht gemeint!!! Verdammt noch mal Sue! Du bist für mich nicht nur eine nette Bettgefährtin! Du bedeutest mir aufrichtig was!!" rief Kian laut. Nun alle drehten sich zu den beiden um. "Kian. Wir sind hier auf Arbeit. Da sollte privates besser außen vor bleiben. Das könnte nur die Geschäftsbeziehung strapazieren." Gab sie kühl von sich und entfernte sich von ihm. "Uh Ki...Ich glaube so ne Abfuhr hast du seit unserem Berühmtsein noch nie gekriegt, oder?" warf Bry in den Raum. Kian warf ihn einen 'Wenn Blicke töten könnten, dann...’-Blick zu und Bryan wusste ihn zu verstehen. Louis sprach dann die erlösenden Worten: "Hey Leute. Alles was wir hier machen ist: Rein in die Klamotten, Fehler notieren, und wieder raus aus den Sachen. Dann können die Mädels weiter ihre tolle Arbeit machen und wir haben auch eigentlich noch ne Menge zu tun. Und alles was privat ist, müsst ihr nachher klären. Oder ein andermal. Okay?! Gut. Dann also wieder alle volle Konzentration!" Gesagt - getan. Alles ging den normalen Lauf weiter. Sue kontrollierte die Kleidung von Kian. "Ich hoffe ich bin nicht zu dick. Nicht das ihr dann alle meine Klamotten noch mal machen müsst!" scherzte Ki und konnte ihr sogar ein Lächeln entlocken. "Ich wollte mich noch mal entschuldigen. Ich meine, ich kann nicht von dir verlangen, dass du meine Entscheidungen verstehst und dann mich auch noch liebst und mich willst. Ich möchte einfach nur...wenigstens mit dir befreundet sein. Weil du bedeutest mir zu viel, als das ich dich wieder aus meinem Leben verschwinden lassen könnte." Susi sah Kian tief in die Augen: Er schien es ernst zu meinen. "Schon gut. Hätte mir sowieso nicht so viel erhoffen dürfen. Du brauchst dich auch nicht entschuldigen. Ich weiß oder hoffe, dass du mich nicht absichtlich wieder verletzten und wieder sitzen lassen wolltest!" War es nur Zufall oder wurde das 'wieder’ absichtlich hervorgehoben? Es war sowieso egal. Hauptsache er konnte in Sue’s Nähe sein! Und immerhin kam sie erstaunlicher Weise auch zu seiner Hochzeit, was ihn sehr beeindruckte und unglaublich glücklich machte.
CHAPTER 35:
Die letzte Nacht schlief Sue wirklich überhaupt nicht gut und somit war
es nicht verwunderlich, dass sie mit höllischen Rückenschmerzen in
ihrem Korbsessel vor dem Fernseher aufwachte.
Sie war extra früh ins Bett gegangen um sich nicht all zu viele Gedanken
über den morgigen Tag zu machen, doch gebracht hatte es ihr gar nichts,
denn ihr Kopf war voll mit Gedanken über Kian, Jodie und sie selbst. Gegen
3 Uhr nachts, beschloss sie sich mit einer heißen Tasse Tee vor den Fernseher
zu setzten, klar das um diese Uhrzeit nichts gutes mehr lief und so öffnete
sie ihre Videoschublade und zog ein altes Privatvideo heraus, es war nicht beschriftet,
und obwohl sie eigentlich ihren Lieblingsfilm "Pearl Harbour" suchte, machte
sie dieses Video neugierig. Natürlich schaltete sie den Videorekorder ein,
um sich das Video anzuschauen. Vielleicht hätte sie es nicht tun sollen,
Der Bildschirm flimmerte, dann erschien Sue im Bild, daneben Jenny, wie beide
vor einigen Jahren noch aussahen Sue musste lachen, Beide alberten vor der Kamera
rum. Dann trat plötzlich Alex ins Bild (Jeys damaliger Freund) und Susi
erschrak, wie er sich doch verändert hatte, mittlerweile ist er dicker
geworden, ist verheiratet und hat 3 Kinder, ziemliche Rotzlöffel wie Sue
fand, das wusste sie nur, weil sie ihn letzte Woche beim Einkaufen in der Stadt
sah. Dann wieder flimmernder Bildschirm,
", Happy Birthday, dear Sue, Happy Birthday to you," Kian erschien auf dem Bildschirm.
Er trat mit einer riesen Geburtstagstorte in den Raum. Sue schluckte bei diesem
Anblick. Sie erinnerte sich noch sehr gut an diesen Tag, es war ihr 20. Geburtstag
also vorletztes Jahr. Kian sang ihr extra ein Ständchen an diesem Abend,
Sue wusste auch, was danach auf dem Videoband kam und sie wollte es so schnell
wie möglich ausschalten. "Scheiße, wo ist denn nur diese dumme Fernbedienung???"
Sie fand sie nicht und das Video lief weiter,.
Kian ging vor ihr auf die Knie "Sue, du weißt du bist die Liebe meines
Lebens, ich will dich nie mehr verlieren, ich will mit dir eine Familie gründen,
ich will mit die Alt werden. Sue, ich, Sue Summers hiermit frage ich dich, willst
du meine Frau werden???"
Sue drehte sich mit Tränenerfüllten Augen zum Fernseher um. Sie sah
gerade noch wie sie selbst zu Kian auf den Boden sank und unter Tränen
seinen damaligen Antrag annahm, sie küssten sich,. Dann flimmerte der Bildschirm
wieder,.Das Band war zu Ende und Sue kniete weinend vor dem Rekorder. Sie holte
Das Videoband heraus, stand auf und schmiss es mit voller Wucht gegen die Wand,
danach ging sie wie in Trance zu ihrem Sessel kuschelte sich in eine dicke Decke
und schlief wohl kurz darauf ein,.
Mit einem breiten Gähnen und Strecken stand sie auf und sah auf die Uhr. 7.30 Sie hatte überhaupt nicht lange geschlafen, kein Wunder dass sie sich so miserabel fühlte. Sue schlurfte in die Küche um sich erst mal einen starken Kaffe zu machen, damit sie überhaupt wach wurde. Der Kaffe würde noch etwas dauern und so ging sie erst einmal ins Bad um zu duschen, danach fühlt sie sich bestimmt besser. Und wirklich körperlich ging es ihr besser, doch psysisch war sie ein Wrack, und froh, wenn dieser Tag endlich dem Ende zuging, damit sie das Kapitel Kian Egan endlich abhacken konnte. Obwohl Kian ja wollte, dass sie Freunde bleiben und Susi ihm zustimmte, war es eher eine leere Versprechung von ihrer Seite.
Mit dem Morgenmantel um ihren Körper geschlungen und Casanova auf dem
Arm marschierte sie in ihr Schlafzimmer an ihren Kleiderschrank . "So, dann
wollen wir doch mal sehn, was wir heute anziehen werden. Für diesen festlichen
Anlass muss man sich ja schick machen, hab ich Recht Casanova?" Casanova schnurrte.
Es war ein wunderschöner Sommertag, perfekt zum heiraten und so entschloss
sich Sue für ein elegantes Cremfarbenes- Knielanges Kleid, welches mit
Spitzen und Rügen im "Romantic-Style" bestickt war. Und der Ausschnitt
zauberte Sue die perfekte Oberweite, passend zu ihrer Figur. Ihre Haare steckte
sie zu einer schönen Hochfrisur zusammen und komplettierte diese mit einer
Weißen Rose als Haarspange.
Dazu kam noch ein dezent gewähltes Make Up und Rose` farbener Lipgloss.
Zufrieden betrachtete sie sich nach einer ganzen Stunde im Spiegel.
Und gerade als sie in die Küche zurück wollte, um endlich ihren Kaffee
zu trinken, klingelte es an der Tür.
"Wow" War das einzige was Shane herausbrachte, als Susi ihm die Tür öffnete.
Sie grinste ihn an "Shorty gaff nicht so, sonst bekommst du Ärger mit Jey,wo
ist sie eigentlich?" suchend sah sie über seine Schulter. "Ähm, nee
nee mit der bekomm ich heute sicher keinen Ärger. Ich hab ihr schon gesagt,
wie wunderbar sie aussieht, sie stellt gerade die Rosen ins Wasser, die ich
ihr mitgebracht habe!" Er grinste schelmisch. Susi musste lachen "Ach Shane,
ich freu mich so, dass ihr beiden so glücklich miteinander seid und wer
weiß bei wem die Hochzeitsglocken als nächstes läuten???" Shane
wollte gerade antworten, als Jenny schon hinter ihm auftauchte "Was läutet??"
"Ach nichts Darling, wir haben nur gerade gesagt, dass Kian nun endlich unter
die Haube kommt!" "Achso, hi Süße!" Jenny begrüßte Sue
liebevoll "Auch hi, gut siehst du aus," "Danke, dass Kompliment kann ich nur
zurückgeben!" "Ich glaube ich muss noch ein paar Bodyguarts engagieren.
Das könnte mir zum Verhängnis werden, wenn ich mit zwei so bezaubernden
Damen unterwegs bin, Girls, die Jungs werden mich beneiden, wenn sie mich mit
euch sehen," Er grinste herzhaft und hielt beiden seine Arme auffordernd hin.
Sue und Jey hackten sich ein und schon ging’s los - Auf geht’s zu Kians Hochzeit!!!
Chapter 36:
Sue’s Herz begann immer schneller zu schlagen, umso näher sie der St. Patricks
Cathedral kamen. Die große Kirche im Gotikbaustil war schon von weitem
sichtbar und eine der schönsten Sehnwürdigkeiten in Dublin. Langsam
bog Shane mit einem seiner vielen BMWs auf den Parkplatz vor der Kirche auf.
Es standen schon etliche anderes Autos da. Die meisten waren wohl von Verwandten.
Shane stieg als erster aus und öffnete den beiden bezaubernden Ladys die
Tür. "Wow! Jey, wo hast du den denn dressieren lassen? Oder kann man so
ein Model etwa auch im Laden kaufen?!" scherzte Sue. "Nein nein. Den muss man
schon dressieren. Und das kostet auch noch ne ganze Stange Geld. Aber immerhin
es nützt was, stimmt’s mein Süßer!?" Als Antwort bekam Jey einen
langen Kuss, während Shortys Arme sich um sie schlangen. Naja immerhin
passte das Bild zu einer Hochzeit im Gegensatz zu Sue, die allein da stand und
irgendwie verloren wirkte. "Hey Sue. Schön dich zu sehen!" sagte eine Stimme
hinter ihr. Sie drehte sich um und sah Kian in einem Smoking, der ihm so gut
stand, dass es Susi die Sprache verschlug. "Ähm...wow! Hi Kian. Du,du siehst
echt sehr gut aus! Wer hat denn den Smoking für dich ausgesucht?" Sofort
verzog sich Kian’s Gesicht zu einer großen Schnute. "Ich selber! Ganz
allein! Ich brauch nicht immer Stylisten um mich herum!" "Sorry! Wusst ich ja
net! Und war auch nich so gemeint! Ich wollt dir ja nur ein Kompliment machen.
Sorry, dass es missglückt is. Es war jedenfalls nicht böse gemeint,
Kian, ehrlich nicht." Ki’s Gesichtszüge wurden wieder weicher und er begann
zu lächeln. "War mir schon klar. Ich wusste ja nicht, dass du dir das so
zu Herzen nimmst. Ich meine, ich kenn dich doch, Sue! Du könntest doch
nie etwas böse meinen!" Er gab ihr einen Kuss auf die Wange. Susi war ihm
so nah, dass sie sein Duschgel riechen konnte und es war wie immer sehr betörend.
Wie gerne wäre sie ewig so verweilt oder hätte ihn gar geküsst.
Aber sie war vernünftig genug, um ihren Sinnen klar zu machen, dass vor
ihr ein zukünftiger Ehemann stand - und es war nicht ihrer.
"Jey? Süße? Was vibriert da in deiner Handtasche?" wollte Shorty
neugierig wissen. "Was wohl?! Mein Handy! - Ja, Ryan?" "Hallo Hübsche.
Kennst du mich noch? Ich bin’s: dein Mr Right." Sie hörte ein hämisches
Lachen am anderen Ende der Leitung. "Okay Süße. Sag mir eine Zahl
von 1 bis 10." "Ich bin nicht deine Süße! Und was soll die Scheiße
überhaupt??!!" schnauzte Jenny ins Handy. Denis antwortete mit tot ernster
Stimme: "Falsche Antwort!" Zeitgleich hörte man eine kleine Explosion.
Ein kleines Denkmal der Kirche war urplötzlich explodiert. Die meisten
hielten es nur für einen Zufall, aber Jennifer wusste es besser. "So und
das nächste mal, wenn du mir wieder so frech kommst, explodiert aber was
anderes - das kann ich dir versichern." Jenny atmete tief durch: "Okay, was
willst du Denis?!" "Dich. Aber da du dich mir verweigerst, dachte ich, ich strafe
dich mal wieder etwas, damit du erkennst das es die dümmste Entscheidung
in deinem Leben war, die du je getroffen hast! Anstatt mich zu wählen schmeißt
du dich einem Möchtegern Sänger an den Hals! Mal sehn, wer dafür
mehr büßen wird - er oder du!" "Denis: Was zum Teufel willst du??!!"
"Rache!" *TÜT TÜT TÜT *
Aufgelegt. Panisch sah sie sich um. Warum musste alles wieder von vorne anfangen,
warum heute?! Konnte er sie nicht einfach mal in Ruhe lassen??!! Und hatte das
mit der Zahl von 1 bis 10 etwa einen tieferen Sinn?? "Jey? Jenny? Süße?
Hey? Shane Filan an Jennifer Ryan?!" Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen.
"Alles okay mit dir? Du wirkst irgendwie verstört. Wer war denn dran?"
"Hä? Achso am Telefon. Ähm niemand....falsch verbunden!" log sie.
Shorty begutachtete sie sehr skeptisch, seufzte dann allerdings leicht verzweifelt.
"Na gut. Wenn du meinst. Dann lass uns mal gehen, okay?" Jenny konnte nur nicken,
der Schock saß noch zu tief.
"Tja und bist du schon nervös, Ki?" fragte Sue, um die Stille zwischen
ihnen zu unterbrechen. "Hm. Ich weiß ehrlich gesagt nicht recht. Teils
- teils. Ich find es nebenbei gesagt sehr schön, dass du heute hier bist
Sue. Das bedeutet mir echt viel." Sie lächelte etwas gequält, versuchte
jedoch den Schmerz in ihr zu unterdrücken. "Sollen wir schon reingehen?"
fragte er, hielt ihr seinen Arm hin und wartete darauf, dass sie sich einhackte.
Zögerlich stimmte sie zu. Gemeinsam betraten sie die große Kathedrale
in der sich schon etliche Hochzeitsgäste versammelt hatten. Ganz vorn war
ein wunderschöner Altar und auch schon der Pfarrer. Eine ältere Dame
saß an der großen Kirchenorgel und spielte sich schon mal ein. Alles
wirkte friedlich und so harmonisch. Und wie sehr wünschte sich Susi jetzt
mit Kian bis ganz nach vorne zum Altar gehen zu können und die Worte des
Pfarrers nachzusprechen. Doch es sollte nun mal nicht so sein. Immerhin hatte
Ki sich für eine andere entschieden und damit musste Sue lernen zu leben.
"Huhu! Sweety?! Hier sitzen wir!!" Rief Jenny aus der 1. Reihe ihr zu. Na toll,
dann würde sie also alles aus nächster Nähe mit ansehen müssen.
Hätte es noch eine härtere Strafe für sie geben können?!
Kian begleitete sie zu ihrem Platz und unterhielt sich noch etwas mit ihr. Die
Zeremonie würde zwar erst in 15 Minuten beginnen, aber Kian war schon jetzt
sichtlich nervös geworden. "Hey Kian ganz ruhig. Es ist fast wie vorher.
Nur das du...das du schwörst Jodie auf ewig zu lieben. Das wird doch wohl
nicht so schwer sein?!" "Eigentlich nicht. Aber was, wenn ich das nicht tue?
Also sie ewig zu lieben und ich das schon jetzt weiß?" "Tja. Das ist allein
deine Entscheidung, mein Bester. Aber ich glaube du denkst nur so, weil du langsam
kalte Füße bekommst." "Denk ich nicht. Ich hab schon früher
drüber nachgedacht und gezweifelt. Es hat also nichts mit Angst zu tun."
Sue schwieg. "Du musst wissen, was du tust Kian. Ich kann nicht deine Entscheidungen
treffen. Sonst würdest du nicht hier sein, nicht jetzt und erst recht nicht
mit ihr. ...Wie auch immer. Toi toi." Mit diesen Worten wand sich Susi von ihm
ab.
"Hach Bryan. Ist das nicht schön hier? Da kommen alte Erinnerungen hoch!"
schwärmte Kerry. "Tja wir können gerne noch mal heiraten. So lange
du die Braut bleibst ist alles okay für mich!" Sie küssten sich. "Wenn
ihr jetzt beschäftigt seid, kann ich mir doch sicher mal Molly und Lilly
ausleihen, oder?" bettelte Nixta. Mit einen Lächeln beantworteten Bry und
Kez seine Frage und sofort entführte Nicky die beiden kleinen Mäuse
zu Geogie. Während Molly schon vor Freude zu quieken anfing, zog Lilly
eine Schnute und begann zu weinen. "Hey Süße? Nicht weinen. Ich bin’s:
Onkel Nicky! Och nun komm schon Lilly! Tu mir das nicht an!" Er gab sein bestes
und nach ein paar Minuten hatte er wieder ein bezauberndes Kinderlachen auf
ihr Gesicht gezaubert. "Also Nicky! Findest du das nicht ein bisschen unfair?
Du bekommst gleich beide geschenkt! Ich und Jenny wollen aber vielleicht auch
eins abhaben?!" Shorty klaute den beiden Molly. "Also ich glaube, wir sollten
den Jungs mal klar machen, dass das immer noch unsere Kinder sind, denkst du
nicht auch Bry?" "Ja ist wohl besser so. Wer weiß zu wem unsere beiden
Prinzessinnen sonst bald 'Daddy’ sagen!" scherzte Bryan mal wieder.
Molly schien es egal zu sein, bei welchem der Lifer sie war: Ihr gefiel es wohl
überall. "Ist sie nicht süß Jenny?!" fragte Shorty seine Angebetete
und hielt ihr Molly entgegen. "Natürlich ist sie das!" Vorsichtig nahm
sie Shane die Kleine ab. "Hey Molly! Ich Jenny! Ich bin die Freundin von Onkel
Shane." "Hallo Tante Jenny!" sagte Molly während sie Jey umarmte. Als ihre
Arme dieses kleine Mädchen umschlossen, fühlte sie eine Wärme
ihren Körper durchflutend und sie wünschte sich, dass dieser kleine
Engel doch zu ihr und Shorty gehören würde. Sie schenkte ihrem wilden
Hengst ein Lächeln, der es erwiderte. "Wart mal bitte Darling! Das sieht
so süß aus, dass ich es einfach fotografieren muss. Du könntest
glatt die Mum der Kleinen sein, so vertaut sieht das aus!" Er holte ganz schnell
einen Fotoapparat und knipste so viel er konnte. Doch die kleine Molly schien
mit dem ganzen Blitzlicht noch nicht so sehr vertraut und fing zu weinen an.
"Hey Kleine ganz ruhig. Onkel Shane hat doch nur ein paar Fotos gemacht. Brauchst
nicht weinen Molly. Okay? Komm schon Mäuschen! Schenk mir dein bezauberndes
Lächeln!" Nach ein paar Minuten des Einredens auf Molly, während ihr
Jennifer über den Rücken strich, schien sie sich wieder zu beruhigen.
"Na siehst du?! Jetzt zeigst du uns mal wieder, was für ein großes
Mädchen du bist!" "Wow! So schnell krieg ich sie selten ruhig!" brachte
Nixta erstaunt hervor. "Du bist ja auch nicht ihr Dad! Das bin und bleibe immer
noch ich!" verteidigte Bry mal wieder seinen Posten und sammelte seine beiden
Engelchen ein. Kian hatte in der Zwischenzeit einen kleinen Anruf bekommen und
stand nun auf, um eine Nachricht für alle zu verkünden: "Ähm.
Dürfte ich mal bitte um eure Aufmerksamkeit bitten? Die Feier wird etwas
später beginnen! Die Limousine, die die Braut chauffiert steckt im Stau.
Wir müssen uns also wenigstens 30 Minuten noch gedulden. Ich hoffe, dass
das für euch alle akzeptabel ist." Er sah in die Menge: viele gemischte
Gefühle. Dann fasste sich eine Person ein Herz, stand auf und zeigte allen
anwesenden ihren Standpunk: "Kian. Das hier ist doch nicht unser besonderer
Tag. Es ist deiner. Und dann auch nicht irgendeiner sondern deine Hochzeit.
Heute soll es also nur um dich und Jodie gehen. Und keiner von uns wird sich
dann wohl dazwischen stellen." Ki sah Susi überrascht und gerührt
an. "Danke Sue, das ist...du bist....Danke! Danke für alles!" Er war so
erfreut über ihre Worte, dass er sie umarmte. Inzwischen meldeten sich
immer mehr Gäste, die der selben Meinung waren, wie Susi. Nach diesen Worten
beruhigten sich die Gäste und vor allem der Bräutigam. Um sich zu
entspannen, entschloss Jey sich mal etwas die Beine zu vertreten und verließ
die St. Patricks Cathedral.
Sie kam in den warmen Sonnenschein und sog die frische Luft ein - und sofort
war aller Stress und alle Sorgen vergessen. Sie ging gemächlich durch das
Kirchengelände und genoss nebenbei das zauberhafte Zwitschern der vielen
Vögel. Es war wie in einem Bilderbuch oder in einem der schönen Träume,
die sie schon so lange nicht mehr hatte. Wann hatte sie eigentlich aufgehört
so schöne Träume zu haben? Hm, die ersten unruhigen Nächte begannen
mit der Geldnot von ihr und ihrer besten Freundin Susi. Doch die schlimmsten
Nächte ihres Lebens....ja wie konnte sie das auch nur eine Sekunde vergessen,
diese schrecklichen Träume begannen mit Terror. Terror von Denis. Endlose
Anrufe, egal ob Tags oder Nachts. Briefe mit Drohungen und natürlich Misshandlungen.
Sie konnte die Schläge noch regelrecht auf ihrer Haut spüren. Die
Schmerzen, die ihren Körper durchströmten und das Blut, dass sie ihr
Gesicht langfließend fühlte. Die nächsten Sachen, an die sie
sich nach so was immer erinnern konnte, waren die piependen Geräte des
Krankenhauses, in das sie schon öfters eingeliefert wurde.
Jennifer bekam eine richtige Gänsehaut bei den schrecklichen Erinnerungen
und ein Schauer lief in aller ruhe langsam ihren Rücken entlang immer und
immer wieder. Irgendwann hielt sie dieses Gefühl nicht mehr aus und drehte
sich ruckartig um, um ihrem Verstand klarzumachen, dass es nur die Erinnerungen
waren, die sie quälten. Doch mit dem, was Jenny dann erblickte, hatte sie
nun wirklich nicht gerechnet: DENIS! "Hey Süße. Na hast du mich vermisst?!"
lächelte er teuflisch. "Natürlich hast du das! Du hast ja immerhin
grad an mich gedacht! Ich wusste doch, dass du nicht von mir ablassen kannst.
Wir sind voneinander besessen und füreinander bestimmt!" Er kam ihr näher
und näher. Jey wollte schon laut schreien, als seine starke Hand ihren
Hals begann zuzudrücken.
CHAPTER 37:
"Hey Mark, sag mal hast du zufällig meine reizende Freundin gesehen, etwa
1.60groß, blond, wunderschöne Augen, ein bezauberndes Lächeln
und," "Hey hey, schon gut Shane, nein sorry, ich hab Jey nicht gesehen, aber
frag doch mal Sue, die weiß doch solche Sachen immer!" "Naja auch nicht
immer, ich hab sie schon gefragt und sie weiß auch nichts,"
Shorty zog eine beleidigte Schnute. "Na los, ich helf dir sie zu suchen, sie
ist sicher draußen sich die Füße vertreten,komm mit!" Beide
gingen durch die große hölzerne Kirchentür in den Kirchengarten.
"Versuche erst gar nicht zu schreien, dein süßer Loverboy wird dich
nämlich sicher nicht hören" Denis Lächeln wurde verächtich.
Jenny überkam die Panik, sie bekam keine Luft, wegen Denis, dessen Blick
zufrieden auf ihrem verzweifelten Gesicht ruhte. Mit jeder Sekunde wurde Jenny
panischer, sie sah nur noch einen Ausweg, Denis stand Breitbeinig vor ihr, und
Jey trat zu. Mit schmerzverzerrtem Gesicht ließ er von ihr ab und sackte
zu Boden. Jenny holte tief Luft und sagte dann: "Ich weiß nicht, was du
von mir willst,, Du sagst du liebst mich, bist aber bereit mich zu töten.
Denis du bist verrückt und Besessen!" In Ihren Augen spiegelte sich die
Trauer und der Schmerz, den er ihr zugefügt hatte. Langsam richtete er
sich auf, Jey trat einen Schritt zurück, um ihm nicht zu nahe zu kommen.
"Süße, ich bin vielleicht Besessen von dir, aber nicht verrückt.
Ich weiß sehr wohl was ich mache und wenn ich,"
"Jey Darling, bist du hier irgendwo? JENNY??" Jey war froh Shanes Stimme zu
hören, und sie war kurz davor ihm zu antworten, doch Denis schüttelte
bedrohlich mit seinem Kopf, so dass Jey nichts mehr sagte und er fuhr fort ",dich
nicht kriegen kann, dann kriegt ER dich schon gleich gar nicht!" Denis trat
nahe an Jey heran, hielt sie grob fest und drückte ich einen Leidenschaftlichen
Kuss auf den Mund, im selben Moment hörte er Shanes Schritt näher
kommen, ließ Jenny los und rannte weg, doch zuvor sagte er noch "Ich wäre
vorsichtig in nächster Zeit!" Jennifer sah ihm verdattert hinterher, wie
er um eine Hausecke verschwand. Ihr Blick haftete so an ihm, dass sie gar nicht
merkte, dass ihr Freund bereits erleichtert auf sie zu kam.
"Mensch Süße, Mark und ich haben dich überall gesucht, was machst
du denn hier hinten?" "Was? Ähm.. ich.. ach ja, ähm.. mir war übel
und ich dachte frische Luft tut vielleicht ganz gut!" stotterte sie. "Alles
in Ordnung mit dir?" Mark sah sie besorgt an. "Mit mir? Ja, was soll denn sein,
alles Bestens mit mir! Es geht schon wieder, lasst uns wieder rein gehen!" Mit
schnellen Schritten ging sie voran. Shane wollte ihr folgen, doch Mark hielt
ihn kurz zurück. "Shorty, ich weiß ja nicht wie du das siehst, aber
ich glaub hier stimmt was nicht, Jenny war eben sehr verwirrt, findest du nicht?"
"Mark, mein Freund, du hast sie doch gehört, es war ihr schlecht und jetzt
ist wieder alles gut, ich find’s ja nett von dir, dass du dich so um meine Freundin
sorgst, doch es ist alles ok, lass uns gehen!" Er legte seinen Arm um Marks
Schulter und beide gingen wieder zur Kirche zurück, obwohl Mark immer noch
ein ungutes Gefühl hatte.
"Mensch Egan, jetzt bleib mal cool und komm runter, so wie du hier rumtänzelst,
das ist ja nicht zum aushalten!" Nicky leistete seinem nervösem Freund
Beistand, während sie alle auf Jodie warteten. "Nix, wenn Jodie jetzt nicht
bald hier auftaucht, weiß ich nicht, ob ich überhaupt noch vor den
Traualtar trete," Nicky sah ihn fragend an. "Was soll das denn heißen,
Ki? Du kannst doch deine eigene Hochzeit nicht einfach schmeißen,oder
doch?" "Nix, ich bin mir da langsam nicht mehr so sicher, ich meine ich, ach
ich weiß auch nicht, vergiss es einfach, okay?" Nicky schüttelte
verständnislos den Kopf.
Sei Blick schwirrte durch die festlich geschmückte Kirche und blieb an
Sue hängen, die fröhlich lächelnd auf ihn zukam. Verträumt
schaute er sie an. "Fangt bitte nicht ohne mich an, ja? Ich muss noch mal schnell
für kleine Mädels, und ich würde mir nur ungern dieses Spektakel
entgehen lassen!" Der Unterton in ihrer Stimme war kaum zu überhören.
Sie lief an ihm vorbei und Nicky und Kian verfolgten sie mit ihren Blicken.
"Sue sieht heute einfach fantastisch aus, findest du nicht auch?" Kian fühlte
sich von Nicky ertappt und sah schuldbewusst zu Boden.
"Sie sieht einfach atemberaubend aus," kam es kleinlaut von ihm. "Aha, jetzt
verstehe ich, wo dein Problem liegt! Und Kian, ich kann dir sagen, dass wird
Jodie sicherlich nicht gefallen!" "Ach was, Nicky. Ich hab alles mit Sue geklärt,
Jodie weiß, dass ich sie heute heiraten werde, ich .. ich liebe Sue nicht
mehr!" "Das habe ich nicht gesagt Kian, das warst du jetzt, schon klar, dass
du Sue keinerlei Gefühle mehr zuschreibst!" "Nixta, ich hab Scheiße
gebaut!" "Nein Kian, noch hast du nicht die Scheiße gebaut, du baust sie
erst, wenn du Jodie das Ja-Wort gibst und dabei Sue liebst!" "Was soll ich denn
jetzt tun?" "Das musst du allein wissen, ich kann dir diesmal nur sagen, think
twice, bevor du einen weiterer Fehler zu bereuen hast!"
"Na ihr Zwei Süßen? Alles klar soweit? Ist Jodie noch immer nicht
da? Sie wird dich doch wohl nicht etwa versetzen, oder Kian? Wenn doch, hätte
sie dir wenigstens eine Entscheidung abgenommen," Mit diesen Worten ging Susi
zu ihrem Platz zurück. "Als könnte sie Hellsehen, was Blondie?" Nicky
klopfte Kian freundschaftlich auf den Rücken und ging dann auch zu seinem
Platz zurück. Es dauerte weitere 20 Minuten, bis Jodie endlich ankam. Als
der Bodyguard Kian über ihr Ankommen informierte, schlug sein Herz doppelt
so schnell, wie normal. Er war aufgeregt, sehr aufgeregt sogar. Am liebsten
wäre er einfach umgekehrt und nach Hause gefahren, doch das war jetzt unmöglich.
Gedankenversunken ging er zum Altar vor. Der Pfarrer begrüßte ihn
mit einem freundlichen Lächeln, welches Kian nicht erwiderte. Ihm war absolut
nicht zum Lächeln zu Mute. Der Pfarrer gab der Dame an der Orgel ein Kopfnicken
als Zeichen und sie begann zu spielen. Bei den ersten Klängen des Hochzeitsmarsches,
schreckte Kian aus seinen Gedanken hoch. Er drehte sich um und da kam auch schon
Jodie in einem weißen Designer Hochzeitskleid von Gucci auf ihn zu, sie
strahlte bis über beide Ohren. An ihrem Arm begleitete sie ihr Vater. Dieser
klopfte Kian ermutigend auf die Schulter, als sie vor dem Altar zum stehen kamen.
Es kam ihm plötzlich alles vor wie ein schnulziger Traum, aus dem er nicht
mehr fliehen konnte, so sehr er es auch versuchte.
Alle waren so von Jodies Anblick bewältig, dass keiner auch nur ein Wort
rausbrachte. Sue folgte Jodie mit abwertenden du kritisierenden Blick. Was himmeln
die anderen Jodie nur so an?! So umwerfend sieht sie nun auch wieder nicht aus!
Ging es ihr durch den Kopf. Nun stand Jodie Albert vor ihm und schenkte im ihr
schönstes Lächeln. So glücklich hatte Ki seine Freundin noch
nie gesehen. Was sollte er nur tun? So wie sie vor ihm stand, konnte er sie
doch nicht enttäuschen. Er lächelte zurück und Jodie begann noch
mehr zu strahlen. "Du kannst nicht glauben, wie glücklich ich bin, Darling!"
flüsterte sie zu ihm. Sein Herz sank ihm immer mehr in die Hose. Was sollte
er denn nur tun??!! Er sah in Richtung Sue und erblickte sie auch schnell. Argwöhnisch
musterte sie seine Verlobte, doch als sie Kians Blick bemerkte, lächelte
sie sofort. Bevor Kian weiter grübeln konnte, wurde sein Gesicht von einer
zarten Frauenhand wieder zu Jodie gezogen. "Hey Darling?! Wo sind denn nur deine
Gedanken?! Ich bin hier und nicht...." Sie blickte in die Richtung, in die Kian
geschaut hatte, um festzustellen, was ihn so sehr ablenkte und erblickte, nicht
zu ihrer Freude, Susi. Diese lächelte aufgesetzt zu Jodie und winkte ihr
auch noch. Langsam fing die vor dem Traualtar stehende an zu Kochen. Es war
ihr Tag! Ihre Hochzeit und erst recht ihr Mann!!! Jetzt zwar noch nicht, jedoch
in wenigen Sekunden und niemanden konnte ihn ihr mehr nehmen! Auch und erst
recht nicht diese billige Schnepfe in der ersten Reihe. "Na los Kian, Liebling,
lass uns endlich anfangen! Ich möchte nicht noch länger warten!" bettelte
sie während sie sich an Kian kuschelte. Sue war empört! Was war das
denn für eine miese Show?! Jodie musste ja riesen Angst um ihren Süßen
haben, wenn sie schon in eine so billige Trickkiste griff. Jennifer, die eigentlich
mit ihren Gedanken noch ganz woanders war, bemerkte allerdings die Empörung
ihrer Freundin und versuchte sie zu beruhigen. "Hey Sue, was is denn los?!,Oh!
Hey Süße, lass dich von dieser blöden Kuh nicht provozieren!
Die macht das doch nur, weil die weiß, dass sie eigentlich keine Chance
bei Kian hätte. Also bitte reg dich nicht auf. Du musst dich doch nicht
auf das niedrige Niveau eines Wiederkäuer hinablassen! Also: Keep cool!"
Beide Girls fingen laut an zu kichern, was einige Hochzeitsgäste auf Jodies
Seite offensichtlich sehr störte. Auch von Jodie bekamen sie einen erbosten
Blick zugeworfen, während Kian Jey und Susi anlächelte. "Also, darf
ich jetzt mit der Trauung beginnen?!" fragte der Pfarrer, den Bräutigam
und die Braut anguckend. "Ja ja! Nun machen Sie schon endlich! Wir warten immerhin
alle auf Sie bzw. darauf, dass sie endlich mal anfangen! Also kommen Sie ma
ausm Knick!" fauchte Jodie gereizt. Ein Raunen ging durch die mit Gästen
besetzten Reihen und Jodie versuchte sich wieder zu fassen und lächelte
zuckersüß in die Menge. Jenny warf Sue einen vielsagenden Blick zu.
"Na siehste! Die versaut ihre Hochzeit schon von ganz alleine!" Wieder kicherten
beide.
"Wir haben uns heute alle hier versammelt, um diese 2 wundervollen Menschen
in den Bund der Ehe zu entlassen. Sie haben schon ein Jahr sich lieben und schätzen
gelernt und wollen sich dies nun für die Ewigkeit versprechen." Jodie sah
gelangweilt und drängelnd auf ihre kleine, teure und goldene Designeruhr,
was dem Pfarrer unmissdeutlich sagen sollte, er solle sich gefälligst mal
beeilen. "Miss Jodie Albert, wollen Sie den hier anwesenden Kian John Francis
Egan zu Ihrem heilig angetrauten Ehemann nehmen, ihn ehren, lieben, schätzen
und unterstützen - in guten wie in schlechten Zeiten, in Gesundheit wie
in Krankheit, in Streit sowie in Liebe - bis das der Tod euch scheidet, so sagen
Sie: Ja, ich will." Nun strahlte diese wieder zuckersüß: "Ja natürlich!
- Ja, ich will!" Susi verdrehte die Augen. "Am liebsten würde ich dieser
Kuh an den Hals springen und sie ganz langsam erwürgen!" flüsterte
diese zu Jey. Normalerweise hätte Jenny noch eine weitere schnippische
Bemerkung von sich gegebnen, aber Sues Wortwahl rief Erinnerungen in ihr wach,
die sie lieber nicht mehr sehen, hören oder fühlen wollte. Ihre Freundin
bemerkte es sofort und entschuldigte sich. Nun wandte sich der Pfarrer Kian
zu: "Kian John Francis Egan. Wollen Sie die hier anwesende Jodie Albert zu Ihrer
heilig angetrauten Ehefrau nehmen, sie ehren, lieben, schätzen und unterstützen
- in guten wie in schlechten Zeiten, in Gesundheit wie in Krankheit, in Streit
sowie in Liebe - bis das der Tod euch scheidet, so sagen Sie: Ja, ich will."
Kian sah den Pfarrer an, der geduldig auf seine Antwort wartete, dann seine
Freunde und Familie, die in den Reihen verteilt war. Dann auf Sue, auf deren
Gesicht man die Anspannung sehr deutlich sehen konnte und schließlich
zu Jodie die ihn etwas verärgert und ungeduldig ansah - dann mal wieder
auf ihre kleine Uhr - dann wieder ihn. Kian schwieg weiterhin. Wieder ging ein
Raunen durch den Saal. "Worauf wartet er nur?!" fragte Sue. "Vielleicht auf
eine Erleuchtung." meinte Nixta hinter ihr. "Inwiefern meinst du das?!" fragte
sie verunsichert nach. "Ist doch glasklar: Kian liebt dich immer noch und ist
sich nicht sicher, ob er den Fehler noch mal begehen soll und es somit riskieren
würde dich ganz zu verlieren." Erklärte Shorty. Langsam blickte Susi
nach vorne und sah in Kians meeresblaue Augen. Wie würde er nun handeln?
"Kian, Darling? Der liebe Pfarrer wartet auf ein 'ja’ von dir!" gab ihn Jodie
die Antwort eigentlich schon vor. Noch einmal sah Kian zwischen Susi und Jodie
hin und her, dann schloss er kurz die Augen. Denk an das, was du verlieren könntest
Kian. Du liebst Sue immer noch und das wissen fast alle. Und Jodie?! Liebst
du sie wirklich? Liebt sie dich wirklich? Wenn du sie liebst, wie sehr?! Mehr
oder weniger als Susi?! Sie werden schon alle so unruhig. Du musst dich jetzt
langsam entscheiden. Und denk daran, dass diese Entscheidung deine Zukunft sehr
stark beeinflussen wird. Sprach er tief in Gedanken versunken zu sich. Er musste
sich entscheiden und zwar jetzt! Kian holte tief Luft, bereit die Antwort zu
geben und Klarheit in die Unruhe und ins Chaos zu bringen: "Nein." Kam es zögerlich
"Die Antwort lautet nein. Ich könnte das nie ein ganzes Leben lang, Jodie.
Und da ich dich nicht verletzen will, ist es so am besten. Glaub mir." "WAS?!
Ich soll dir glauben?! Ich habe dir geglaubt, als du mir sagtest, dass du mich
liebst! Und nun? Nun versetzt du mich ihr vorm Altar, vor allen Gästen?!"
schrie sie schrill. "Heißt das, du versetzt mich, mich Jodie Albert?!
Hast du dir das auch wirklich gut überlegt? Wir waren immerhin der Liebling
dieser Scheißverdammten Presse und nicht nur sie, sondern auch die Welt
hat uns geliebt! Und nun sagst du, du könntest das nicht ein ganzes Leben
lang? Was denkst du, wie’s mir geht? Glaubst du, es war immer so einfach mit
dir? Du bist träge, isst gerne, was bedeutet ich muss kochen. Verstehst
du?! ICH und KOCHEN! Weißt du, wie oft ich mir, nur für dich, meine
zarten Hände verbrannt habe?! Und nun sagst du alles ab?! Und weißt
du, wie verdammt teuer dieses Hochzeitskleid war? Es ist ein Einzelmodell, mein
Lieber. Nicht zu schweigen von den Kosten, die die ganze scheiß Vorbereitung
für die Hochzeit auf uns geworfen hat! Also komm mir jetzt nicht so! Du
sagst jetzt gefälligst das, was man immer auf einer Hochzeit sagt und das
wäre ein deutlich 'Ja’ und dann werden wir in die gebuchten Flitterwochen
in der Karibik fliegen und glücklich sein! Also ich warte!" kreischte Jodie
fast.
"NEIN! Und wenn ich nein sagte, dann mein ich das auch so Jodie. Weißt
du ich hab vor vielen Jahren schon mal einen großen Fehler begangen und
so was werde ich nicht noch mal machen! Es tut mir leid." Das war zu viel für
sie. Sie klatschte Kian ordentlich eine und stürmte aus der Kirche, von
ihren Bodyguards begleitet. Sofort begann ein Blitzgewitter, was aber genauso
abrupt aufhörte, als man merkte, dass kein Bräutigam bei ihr war.
Dafür wurde die bitterlich Weinende mit tausenden von Fragen bombardiert
und gleichzeitig setzte wieder das Blitzgewitter ein. Das würde eine tolle
Schlagzeile geben und vor allem das bild einer verheulten und Make-up verschmierten
Jodie darunter, würde ein echter Verkaufsschlager werden.
Viele Gäste sahen der wegrennenden Braut hinterher und andere fingen an
zu tuscheln. Jodies Familie warf Kian allerdings nur einen zornigen Blick zu,
vor allem ihr Vater, und dann verließen sie die Kirche. Kians Familie
wusste nicht ganz, wie sie reagieren sollte und sprach erst mal mit seinen Bandmates
drüber. Nach ca. 15 Minuten hatte Kian genug: "Hey Leute. Die Hochzeit
ist vorüber. Ich bin euch zwar sehr dankbar für euer kommen, auch
wenn es leider umsonst war. Aber ich würde euch bitten zu gehen. Ich...ich
möchte bitte erst mal meine Ruhe haben und wieder einen klaren Gedanken
fassen können. Außerdem wäre ich euch sehr dankbar, wenn ihr
nicht auf die Fragen der Reporter eingehen würdet, da sie noch früh
genug zu einer Story kommen werden. Nochmals danke für euer Kommen und
eure Glückwünsche, die schon im Voraus kamen. Die Gäste strömten
aus der St. Patricks Cathedral und auch seine Freunde wussten, dass sie besser
gehen sollten und so leerte sich der Ort des Dramas immer mehr. Die schwere
Kirchentür fiel wieder ins Schloss und es herrschte eine bedrückende
Stimmung. Irgendwann sah Kian auf und entdeckte eine noch anwesende Person,
die immer noch auf ihrem Platz in der ersten Reihe saß und ihn mitfühlend
ansah. "Denkst du, du hast richtig gehandelt, Kian? Ich meine...bereust du es
auch nicht?!" "Sollte ich es denn?!" "Ich ich weiß nicht. Aber ich bin
echt sehr beeindruckt, dass du einfach so vor allen hier anwesenden 'nein’ gesagt
hast und dann auch noch so ruhig geblieben bist, als Jodie sich hier zur Furie
entwickelt hat. Das hätte ich dir nie im Leben zugetraut." "Soll ich ehrlich
sein? Ich mir auch nicht." Beide lächelten. Kian bewegte sich auf Sue zu
und setzte sich neben sie. "Tja aber irgendwie bin ich jetzt erleichtert. Ich
bin und werde mir immer sicherer, dass ich das richtige getan habe." Susi streichelte
ihn über sie Wange. "Auch wenn es eine falsche Entscheidung gewesen sein
sollte, kannst du stolz sein auf dich. Du hast eine Stärke gezeigt, die
ich noch nicht von dir kannte. Und sie zu zeigen auch wenn man weiß, dass
es viele negative Reaktionen darauf geben wird ist mehr als beachtlich. Also
wirklich. Kian John Francis Egan, du verschaffst dir immer mehr Bewunderung
bei mir. Und ich hör nicht auf diese blöde Kuh! Du bist nicht träge.
Im Gegenteil: Also was ich bis jetzt so von deiner Beweglichkeit mitgekriegt
habe ist sehr zufriedenstellend!" Sue und Kian schmunzelten. "Schön, dass
ich wenigstens einen treuen Fan habe, der mich so liebt und so verrückt
nach mir ist." Kian näherte sich langsam Susis Lippen und fing sie vorsichtig
an zu küssen, was sie sichtlich genoss. "Sue Summers? Ich liebe dich! Du
bist einfach...unbeschreiblich. Du bist wunderschön, klug, kreativ, freundlich,
süß, verdammt sexy und ich kenne niemanden der so schön sarkastisch
sein kann und mich deswegen immer zum Lächeln bringt!" "WOW! So eine tolle
Liebeserklärung hab ich noch nie bekommen! Danke Kian. Du glaubst gar nicht,
wie viel du mir bedeutest." "Das vielleicht nicht, aber du hast mir immer wieder,
wie zum Beispiel heute durch dein Kommen, gezeigt wie viel du auf dich nimmst
nur für mich und das hab und werde ich dir auch nie vergessen." Sie küssten
sich wieder. Sue blickte um sich. "Und was macht ihr nun mit dem ganzen Büfett
und mit dem ganzen anderen Zeug? Ich meine ihr habt ja für alles bezahlt."
Kian nickte und begann zu überlegen. Dann sah er Susi an. Er musterte sie.
Dann stand er plötzlich auf und ging zum kleinen Pfarrerraum. "Hallo? Sind
Sie noch da, Vater?" "Natürlich, mein Sohn. Was gibt es denn noch so Wichtiges?
Willst du mir jetzt etwa beichten, dass du deine Zukünftige, hast vorm
Altar stehen lassen? Ist schon okay. Es ist mehr als verständlich bei dieser
Frau. Also möge dir deine Sünde schon vergeben sein." "Nein das ist
es eigentlich nicht, Vater. Aber könnten sie bitte wieder nach vorne kommen?!"
seufzend tat der Pfarrer das, worum er gebeten. "Wir haben Glück Sue! Der
Pfarrer ist noch da!" "Ja und?" Inzwischen war der alte Mann wieder nach vorne
gekommen und schaute sich das Szenarium an. Kian stand nun vor Susi. Langsam
ging er auf die Knie: "Sue Summers, du bist die Liebe meines Lebens und ich
kann nicht ohne dich leben. Deswegen frage ich: Susi, mein süßer
Engel, willst du mich heiraten? Und glaube mir, diesmal meine ich es tot ernst!"
Total überrascht, aber überglücklich fiel sie ihm um den Hals.
"Ja. Ja natürlich will ich das Kian. Ich habe schon mal ja gesagt und ich
war genauso verliebt in dich, wie jetzt immer noch." "Gut. Vater? Würden
Sie die Güte haben und das beenden, was Sie bei mir und Miss Albert angefangen
haben?!" Pater Francis nickte freundlich und bat beide, sich zu erheben. "Nun
gut: Diese 2 Menschen haben sich heute zusammengefunden, um ein glückliches
Schicksal zu besiegeln. Nach anfänglichen Störungen hat Gott nun endlich
dafür gesorgt, dass sich die Richtigen gefunden haben und es auch erkennen.
Somit frage ich euch:
Kian John Francis Egan. Wollen Sie die hier anwesende Susan Summers zu Ihrer
heilig angetrauten Ehefrau nehmen, sie ehren, lieben, schätzen und unterstützen
- in guten wie in schlechten Zeiten, in Gesundheit wie in Krankheit, in Streit
sowie in Liebe - bis das der Tod euch scheidet, so sagen Sie: Ja, ich will."
"Nichts lieber als das: Ja ich will!" "Gut. Miss Susan Summers, wollen Sie den
hier anwesenden Kian John Francis Egan zu Ihrem heilig angetrauten Ehemann nehmen,
ihn ehren, lieben, schätzen und unterstützen - in guten wie in schlechten
Zeiten, in Gesundheit wie in Krankheit, in Streit sowie in Liebe - bis das der
Tod euch scheidet, so sagen Sie: Ja, ich will." "Ja ich will!" sagte sie leicht
schniefend. "Hiermit erkläre ich Sie kraft meines, von Gott verleihendes,
Amtes zu Mann und Frau. Sie dürfen die Braut jetzt küssen, Mr Egan."
Das ließ er sich nicht zwei mal sagen.
Die Leidenschaft sprudelte nur so über. Pater Francis sprach noch ein
"Gott möge sie für immer verbinden!" und verabschiedete sich dann
von den beiden frisch getrauten.
"Kian, ich, ich kann es nicht fassen, ich, oh Gott, ich heiße jetzt Sue
Egan!" "Ist der Name etwa so fürchterlich?" Kian sah sie lächelnd
an. "Nein, mein Schatz ich, du glaubst ja nicht wie glücklich ich bin!"
"Darf ich dir etwas sagen?" fragte Kian Susi schon fast schüchtern. "Ja
sicher, was denn?" "Du siehst heute einfach atemberaubend aus, als ich dich
vorhin sah, stockte mir förmlich der Atem, und ich ,ich bekam richtiges
Herzrasen!" Er nahm ihre Hände in seine und blickte ihr tief in die Augen.
Jetzt wusste Sue, dass es Kian wirklich ernst meinte. Verträumt sah sie
auf den Ring an ihrem Finger. "Sue, wenn du willst bekommst du einen anderen
Ring, ich meine das wäre ja eigentlich Jodies gewesen, und ich weiß
nicht ob er dir," Sie stoppte seine Worte mit einem zärtlichen Kuss auf
die Lippen. "Er gefällt mir wahnsinnig gut!" Sie grinste ihn glücklich
an.
CHAPTER 38:
Hand in Hand schlenderten beide aus der Kirche ins Freie. "Na endlich ihr beiden,
wir dachten schon ihr kommt gar nicht mehr.. gibt’s jetzt endlich was zu essen
," "Bryan!!!" Kerry verpasste ihrem Liebsten einen Hiep in die Seiten "Was denn??
Is doch wahr!"
"Und, habt ihr eure Streitigkeiten geklärt?" fragte Shane die Beiden als
keiner ein Wort sagte. Kian und Susi blickten sich verliebt an und nickten gleichzeitig.
"Oh Wow, ich fass es nicht, Sue, was seh ich denn da??? Ich glaub ich träume,
sag mir jetzt nicht, dass ihr beide eben," "Doch, haben wir," Sue hielt Jenny
überglücklich ihre Hand hin, die von einem bezaubernden Brillianten
Ring geschmückt wurde. "Komm her du!" Jenny fiel ihrer Freundin stürmisch
um den Hals und drückte sie wie einen Teddybär. Als sie sich los ließen
hatte Jey Tränen in den Augen. "Oh Sweety nicht weinen, ja?" "Nein Süße
ich weine nicht, ok, ich heule, aber nur, weil ich mich so doll für euch
freue. Ich habe zu Gott gebetet, dass er euch noch eine Chance gibt, und das
hat er!"
"Gut gemacht Egan!" kam es anerkennend von Nicky, der seinen Freund in die Arme
schloss und ihm zu seiner Hochzeit gratulierte. Nachdem alle Kian & Sue
die besten Glückwünsche für ihre Ehe ausgesprochen hatten, fuhren
sie alle zu Kian, um noch etwas in Ruhe feiern zu könne, doch bereits auf
dem Weg dort hin, bemerkten die Jungs, dass es wohl unmöglich sei alleine
zu sein, Wo man hinsah nur Reporter!
Kian beschleunigte den Gang seines Autos und raste mit Sue auf dem Beifahrersitz
voran. Weitere 3 Autos der Westlife Guys folgten ihnen. "Wo will Kian denn hin?"
fragte Jey Shorty ganz perplex, als sie merkte, dass er nicht den Weg zu seinem
Haus einbog sondern weiter fuhr. Shane grinste "Blondie will seine Ruhe vor
der Presse haben und das kann er am Besten an seinem Lieblingsort!" "Und wo
soll der sein?" fragte Jenny weiter. "Lass dich überraschen Schatz, wir
waren als Kinder oft dort. Es ist einfach traumhaft, besonders bei Sonnenuntergang!".
Er sah Jenny verschmitz an. Sie schüttelte nur lachend den Kopf und richtete
ihren Blick wieder nach vorne.
Nach weiteren Minuten der Autofahrt, kamen schließlich alle 11 an. Sie
hielten mitten auf einer grünen Wiese, weit und breit keine anderen Menschen
um sie herum. Sue stieg aus und sah sich neugierig um. "Wo sind wir denn hier?"
Kian stieg auch aus und antwortete ihr "Shane und Mark wissen wo wir hier sind,
stimmt’s?" er drehte sich zu den Beiden um und erhielt ein eindeutiges Kopfnicken.
"Hm, schöne Gegend hier,und jetzt?" fragte Bry etwas genervt. "Ja, ich
liebe wirklich diesen Ort. Shane, Mark und ich kamen als Kinder öfter hier
her, wenn wir mal wieder Stress mit unseren Eltern hatten" "Ja stimmt Kian,
weißt du noch, wie wir von zu Hause abgehauen sind, weil unsere Eltern
sauer waren, wegen unseren schlechten Noten und der Leidenschaft für Musik?
Na ja jetzt haben wir ja andere Leidenschaften!" Shorty zwinkerte Jey zu als
er das sagte. "Ach sagt bloß, ihr ward als Kids richtige Rotzlöffel?"
fragte Sue amüsant. "Na ja ich würde nicht sagen, dass wir Rotzlöffel
waren, aber sicher keine Engel!" "Shorty, das seid ihr heute immer noch nicht!"
klinkte sich Nicky mit in das Gespräch.
Alle begannen zu lachen.
"Es ist wirklich schön hier!" flüsterte Sue ihrem Kian zu. "Ja? Dann
pass mal auf, bis du das hier siehst," Er nahm sie an der Hand und zog sie hinter
sich her. "Wo wollen wir denn hin?" fragte auch der Rest der Truppe, als sie
Kian folgten. Sie liefen einen schmalen steinigen Weg nach unten. Plötzlich
knickte Sue mit ihren weißen High Heels um, doch ihr Ehemann fing sie
rechtzeitig auf. "Vorsicht Schatz!!" "Schon gut, danke,"
Während dessen hatte Jey auch mit ihren Schuhen und dem steinigen Weg zu
kämpfen. "Mensch Süße, zieh die Schuhe aus und lauf Barfuß
weiter, sonst kommen wir nie an!"
"Nein, nein dass geht schon!" "Ja, ich seh’s. Komm her!" sagte Shane zu Jenny
und zog ihr im Handumdrehen die Beine weg, so lag sie in seinen Armen. "So ist’s
besser, oder?" "Ja, daran könnte ich mich glatt gewöhnen, von dir
auf Händen getragen zu werden" frech grinste Jey Shane an. "Glaub mir Darling,
dass würde ich sogar machen!" verliebt turdelnd gingen sie den Weg weiter.
"So da sind wir!" sagte Kian und ließ gleichzeitig Sues Hand los. Sie
befanden sich einem wunderschönen weißen Sandstrand, der durch hohe
Klippen abgeschirmt war. Sue und Jenny zogen schließlich doch ihre Schuhe
aus und liefen freudig ans Meer.
"Ich auch!" rief Molly und zog sich selbst ihre kleinen Schuhe, jedoch nicht
die Strümpfe aus und rannte los. "Hey Süße, nicht so schnell.
So warte doch mal Molly!" rief Kerry, krempelte ihr Kleid bis zu den Knien nach
oben und rannte hinter ihrer Tochter her. Die Männer, sowie Lilly sahen
dem Treiben belustigt zu. "Kian ich hatte völlig vergessen, wie schön
es hier ist! Weißt du eigentlich, wann ich das letzte Mal hier war?" "Ja
Mark, das frage ich mich auch gerade, wann ist dir denn eingefallen hier her
zu kommen?" fragte Shane als er neben Kian trat. "Jungs, so was nennt man Spontanität,
ich wollte nicht nach Hause und von Pressereportern umringt sein, versteht ihr?"
Natürlich verstanden sie alle Kians Entscheidung. "Jungs ich bin so froh,
dass ihr vor der Kirche auf mich gewartet habt und jetzt hier mit Sue und mir
feiert, nur die wichtigsten Menschen um mich rum, so wie ich mir meine Hochzeit
immer vorgestellt habe!" "Ach komm schon Ki, als hättest du jemals von
deiner Hochzeit geträumt!" "Jaja Shorty, aber wer von uns wird denn wohl
als nächstes heiraten, kannst du mir das vielleicht sagen?" überlegen
grinste Kian in die Runde.
"Wie? Wer will heiraten? Ich bin schon verheiratet, Nixta hat auch seine Liebste,
fehlen nur noch Shorty und Mark, hey Kleiner, hab ich was verpasst?" "Boah Bry,
du bist echt ein Blitzmerker, wann willst du Jey den Antrag machen?" fragte
Nicky ihn, dessen Augen bei dem Gedanken an seinen eigenen Antrag aufleuchteten.
Nun lagen alle Blicke ruhig auf Shane und seine Augen lagen auf Jey, die mit
Molly, Sue, Geo und Kerry im Wasser tollte.
"Heute!" So sicher war sich Shane Steven Filan in seinem ganzen Leben noch nicht.
CHAPTER 39:
Der Tag näherte sich langsam dem Abend und die Sonne stand kurz vor dem
Untergang.
"Jey Darling, kommst du mal bitte?" "Was ist den Shane? Ich spiele grad etwas
mit Molly!" "Die Kleine Maus, kann mal kurz warten, stimmt’s?" Shane beugte
sich zu Molly nach unten und sagte "Jenny kommt gleich wieder Mäuschen,
ist das ok für dich?" Molly nickte eifrig und hüpfte von Jennys Schoß.
Jenny stand auf und ergriff Shanes Hand, die er ihr reichte. "Was willst du
mir denn zeigen?" fragte sie, als sie sich von den anderen entfernten. "Das
siehst du gleich! Komm mit, wir müssen da hoch!" Hand in Hand stiegen sie
erneut den Weg zu den Klippen hinauf. Oben angekommen war es bereits so weit,
dass die Sonne unterging. "Das wollte ich dir zeigen!" Jey war völlig sprachlos,
sie liebte Sonnenuntergänge und hatte auch schon viele gesehen, doch dieser
übertraf sie alle. "Schatz, es ist, es ist wunderschön!" "Nein, du
bist wunderschön Darling," sachte küsste sie ihn auf den Mund. Sie
blieben eine Weile nebeneinander stehen und hingen ihren Gedanken nach. Shane
sammelte sich "Jenny?" "Hm?" "Ich, ich, wollte dich eigentlich noch etwas fragen,"
"Was denn?" Sie drehte sich so zu ihm um, so dass sie vor ihm stand.
"Ich würde ja jetzt gerne vor dir auf die Knie gehen, doch ich denke ganz
so schnulzig muss es doch nicht sein," er grinste frech, ergriff ihre Hände
und hielt sie sachte vor seiner Brust. "Jenny, ich weiß wir kennen uns
noch nicht all zu lang, doch wir haben schon so viel miteinander erlebt, vor
allem," Jey unterbrach seine Worte "Denis!!!" "Ja, Schatz, ganz besonders wegen
ihm," "Nein, Denis,!" "Sagte ich doch gerade. Er hat in unserem Leben ganz schön
Unruhe gestiftet,"
"Shane!!! Pass auf hinter dir!!!" "Was???" Erschrocken drehte er sich um und
entdeckte Denis hinter ihm - in der Hand ein scharfes Messer.
Reflexartig stellte er sich schützend vor Jenny. Dämonisch grinsend
kam Denis immer näher: "Ach Shane! Glaubst du wirklich, du kannst sie beschützen??!
Wie bitteschön willst du das machen? Dich selbst für sie opfern? Das
ist doch das dümmste, was man machen kann. Ich meine, weißt du denn
nicht, was für unendlich große Schmerzen du ihr damit zufügen
würdest? Ich meine ich würde dich brutal zu Boden stechen und du würdest
dann langsam und qualvoll in ihren Armen verrecken! Kein sehr schöner Anblick
für deine Süße, oder?!" Damit hatte Denis leider recht. Das
wäre kein sehr schönes Erlebnis für seine geplante Verlobte.
Wenn er sterben sollte, dann nicht so und erst recht nicht so in ihrer Gegenwart.
Nein, sie sollte ihn so in Erinnerung bewaren, wie die meisten ihn kannten und
nicht blutüberströmt. Shorty sah seine Freundin verzweifelt an. Was
sollte er nur tun? Niemand konnte ihm garantieren, dass Jey in Sicherheit war,
wenn er sich Denis stellen würde. Ihm war alles egal, nur Jenny durfte
nichts passieren.... "Denis. Am besten du legst das Messer weg und wir versuchen
das friedlich zu klären. Ich meine, muss denn wirklich Blut vergossen werden?!
Wir könnten das doch wie vernünftige Erwachsene klären, oder
etwa nicht?" Denis seufzte: "Shane! Hast du denn immer noch nicht verstanden,
worum es mir geht? Ich will Jey um alles in der Welt und wenn ich dafür
über tausende von Leichen gehen müsste. Is mir so was von egal! Also
ich hoffe du siehst, dass ich kein Problem damit hätte dir einfach mal
so die Kehle aufzuschlitzen. Dann könnte zwischen dir und ihr nämlich
nichts mehr laufen. Und das war auch ein Grund warum dich meine süße
Maus ne ganze Weile auf Distanz waren wollte: Sie hatte Angst um dich. Doch
du Idiot hast ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Tja wo die Liebe
so hinfällt, nicht war?! So ein Pech aber auch! He he! Nun ja - genug geredet."
Mit dem Messer in der Hand, jederzeit bereit zu zustechen, ging er weiter auf
die beiden Verliebten zu. Jennifer krallte sich ängstlich an Shane fest.
"Ich hab Angst." "Schon gut. Bleib ruhig Süße. Dir wird schon nichts
passieren. Dafür werde ich schon sorgen!" "Nein! Du verstehst nicht! Ich
habe Angst um dich! Ich liebe dich! Und ich will nicht ohne dich leben! Nie
im Leben!!!!.....Und nur über meine Leiche!" kam es plötzlich sehr
entschlossen von Jey. Shane drehte sich um: "Das is doch wohl nicht etwas dein
ernst, Darling?!" "Doch. Wenn du gehst, dann will ich nicht mehr! Mein Leben
ist dann nix mehr wert!" "Bla bla bla. Haben schwul Romeo und würde gern
Julia endlich zu Ende geschmalzt?! Unten sind noch ein paar andre Leute, denen
man das Leben zur Hölle machen könnte! Also wie ihr hoffentlich seht,
hab ich nicht ewig Zeit!" Sein Finger fuhr langsam und genüsslich das scharfe
Messer entlang, dabei grinste er wieder wie ein Irrer, was er ja auch irgendwie
war. Nun saßen sie leider in der Falle: Vor ihnen Denis und hinter ihnen
die hohen Klippen, die steil aus dem felsige Meer hinausragten. Er kam zu ihnen,
riss Jenny aus Shane’s Armen und zog sie zu sich und presste ihr einen Kuss
auf die Lippen, den Jey nicht mal annähernd erwiderte. Als Denis dies merkte,
verpasste er ihr eine ordentlich Ohrfeige: "Hey! Was soll das!? Lass sie sofort
los! Na los! Nimm endlich deine dreckigen Pfoten von ihr, du Irres Arschloch!"
Shorty stürmte regelrecht zu Denis, nahm Jennifer zur Seite und verpasste
ihm mit der Faust einen starken Schlag in den Magen, so dass sich Denis leicht
krümmte. So stark hatte Jenny ihren Freund noch nie gesehen und so war
sie doch sichtlich überrascht. "Jenny ist eine der bezaubernsten Personen,
sie ist....einfach unbeschreiblich! Und du schlägst sie, misshandelst sie,
brichst ihr Herz und wer weiß was noch! Und all den Schmerz den du ihr
zugefügt hast, müsste man jetzt dir antun!" Shane begann auf Denis
einzutreten. Denis war so überrascht, dass er teilweise nicht sofort reagieren
konnte und von Shane einige heftige Tritte abbekam. "Shane! Bitte hör auf!
Ich....ich kann diese ganze Gewalt nicht mehr mit ansehen! Es macht mich sonst
noch irgendwann kaputt! Bitte! Bitte, nicht du auch noch! Bleib lieber der sanftmütige
freundliche Mann, den ich kenne. Und kein gewalttätiger Rächer. Bitte,
Shane, ich fleh dich an!" flehte Jenny auf ihren Knien Shane weinend an. Sofort
ließ der sonst so sanftmütige Ire von ihm ab und kümmerte sich
um seine Freundin. Diesen kurzen Augenblick der Unachtsamkeit nutze Denis in
seinem Wahn sofort aus und stürzte sich auf die beiden! Shane konnte Jenny
noch rechtzeitig zur Seite schubsen, sodass nur er das Opfer von Denis’ Gewaltstake
wurde. Inzwischen konnte sich Jey nicht zusammenreißen und bekam einen
weiteren Heulkrampf. Dies lenkte Shane vom erbitterten Kampf ab und so hatte
Denis ein leichtes Spiel und durchbohrte seinen Körper. Ein lauter Schmerzensschrei
wurde ausgestoßen. Als Jennifer den Grund sah, weinte sie noch mehr. Da
lag sie nun auf dem Boden von Heulkrämpfen beherrscht und nicht weit weg
von ihr, ihr blutender zukünftiger Verlobter. Jetzt wo Shorty außer
Gefecht gesetzt war, konnte er sich seinem eigentlichen Ziel widmen: JENNY!
Langsam, siegessicher und mit einem Lächeln das seinen Wahnsinn wiederspiegelte,
ging er auf die am Boden kauernde zu. "So da sind wir nun. Sieht nicht grad
so gut für euch beide aus, wie? Aber keine Bange. Ich werde versuchen mich
zurückzunehmen und nur den Typen da zu quälen. Du bist ja irgendwie
viel zu schade dafür. Aber mal sehn wie brav du bist, ob du’s dir verdienst
hast, verschont zu werden. Ich hoffe wir haben uns verstanden. Haben wir das?"
Als keine Reaktion von ihr kam, verpasste er ihr einen heftigen Tritt und Jenny
nickte zaghaft, aber mit aller Kraft. Sie hatte starke Schmerzen aber nicht
nur körperlich. Ihr brach es das Herz mit ansehen zu müssen, wie der
Mann den sie doch so sehr liebte stark blutend am Boden lag und sich versuchte
zu bewegen. Langsam richtete er sich auf. Sein Körper schmutzig und blutverschmiert.
Jetzt sah sogar Denis überrascht auf: "Wow du bist ja doch härter
im Nehmen, als man denk. Aber ich würde dir raten nicht näher zu kommen.
Wie du siehst hab ich hier dieses wunderbar scharfe Messer an der Kehle deiner...sorry
unserer Süßen und nur eine falsche Handlung oder Äußerung
und das Messer wird ihren Kopf sauber vom Rest ihres Körpers trennen."
"Schon klar. Das ist mir ehrlich gesagt auch ein bissel schnuppe. Ich bin verletzt,
hab starke Schmerzen und jetzt nun wirklich die Schnauze voll! Ich hab die Scheiße
lange mitgemacht, aber irgendwann is auch wieder gut! Mach mit ihr, was du willst.
Sonst zieht sie irgendwann den nächsten Typen in die Schwierigkeiten und
vielleicht sogar noch aus dem Leben! Also wie gesagt ich wünsch dir viel
Spaß." Denis musterte Shane skeptisch während Jenny entsetzt wieder
zu heulen anfing. "A...a...aber Shane! Ich...ich dachte du liebst mich?! Wieso
tust du mir das denn nur an?! WARUM? WARUM NUR?" Weiter konnte sie nicht stammeln
und verfiel dem nächsten Heulkrampf. Diese harten Worte hatten ihr nun
wirklich den Rest gegeben. Nun konnte sie wirklich nicht mehr. Alle Kraft hatte
sie verlassen. Sie war verzweifelt. Er hatte sich doch so rührend um sie
gekümmert, war voller Sorge, als sie im Krankenhaus gelegen hatte und etliche
Nächte doch so leidenschaftlich und zärtlich zugleich. Konnte das
alles nur Show gewesen sein? Jennifer wusste es nicht. Sie schaffte es nicht
auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Sie warf einen Blick zu Denis: Glaubte
er das Szenarium? "Dir ist es also völlig scheißegal, was ich mit
der Kleinen hier mache?" fragte Denis skeptisch "Red ich denn so undeutlich??!
JA! Mach, was du willst!" Denis war die Situation nicht ganz geheuer und testete
Shane. Er nahm das Messer fester in die Hand, dann Jennys Hand in die seine
und fuhr schnell mit dem scharfen Messer durch. Langsam lief die rote Flüssigkeit
ihre Hand entlang. Jey zitterte vor Schock und starrte nur auf die lange Schnittwunde.
Breitgrinsend blickte Denis zu Shane auf in der Hoffnung ein geschocktes oder
Schmerzverzerrtes Gesicht zu erblicken. Aber er konnte nichts der gleichen sehen.
Noch nicht einmal Shane. "Scheiße! Wo steckt der Dreckskerl nur?!" fluchte
Denis laut. "Genau hinter dir, du Arschloch!" Er drehte sich um und das letzte
was er sah, war Shane’s Fuß, der sich schnell seinem Gesicht näherte.
Dann nur noch Dunkelheit. Jennifer saß immer noch in der selben Position
und starrte immer noch wie gebannt auf die Hand. Sie schien mit ihren Gedanken
gar nicht mehr in dieser Welt zu weilen. "Jey? Jenny? Hey Süße! Sag
was, irgendwas oder gib mir irgendein Zeichen, das du mich grad hörst!"
Er rüttelte Jenny in der Hoffnung irgendeine Reaktion zu sehen. Nach ein
paar Sekunden schien sie den Weg in Realität zurückgefunden zu haben.
Er sah seiner Freundin in die Augen, doch diese schien an ihm vorbeizusehen.
"Shane!" hauchte sie leise. Den Rest konnte er nicht verstehen. Langsam hob
sie ihre Hand und deutete zitternd hinter ihn. Nun erkannte er den Grund, sprang
wieder von Jenny weg und so verfehlte Denis ihn. Doch so schnell gab dieser
ja nicht auf und versuchte erneut Shane zu attackieren. Erneut war Shane eine
Sekunde schneller. Allerdings begann die Jagd ihn zu schaffen und so stürzte
er. Jetzt witterte der Bewaffnete seine Chance und raste regelrecht auf den
am bodenliegenden Iren zu. Gerade als Denis ihn erreichte, trat er mit aller
Kraft zu und schleuderte ihn über sich. Durch die enorme Geschwindigkeit
konnte Denis nicht mehr stoppen und raste weiter auf die Klippe zu. Er warf
sich zu Boden in der Hoffnung seinen Speed zu bremsen, doch auch dazu reichte
es nicht mehr und so stürzte er die hohe Klippe hinab ins felsige und kalte
Wasser.
CHAPTER 40:
Regungslos lag Shane am Boden, sein Atem war flach. Jenny, die sich vor Angst
ihre blutigen Hände vors Gesicht geschlagen hatte, näherte sich ihm
langsam. "Shane?" fragte sie zaghaft. Doch keine Reaktion. Sie ließ sich
neben ihn sacken "Shane, bitte wach auf, bitte, komm schon, es ist alles vorbei"
Doch noch immer keine Reaktion von ihm. "Shane, du kannst mich doch jetzt nicht
allein lassen, ich, ich.. es ist doch jetzt alles vorbei und, ich, ich liebe
dich doch so sehr!" schluchzend beugte sie sich auf Shanes leblosen Körper.
Sie schloss die Augen - der Kalte Meereswind wehte ihr ins Gesicht und trug
ihre Tränen mit sich.
", und ich liebe dich!" kam es kaum hörbar zurück. Als sie eine Hand
auf ihrer Schulter spürte, richtete sie sich erneut auf und blickte in
Shanes Gesicht, die Augen hatte er noch immer geschlossen, doch seine Hand wanderte
hoch zu Jennys Nacken und zog sie im selben Moment zu seinen Lippen nach unten.
"Shane!!!" überglücklich fiel Jenny ihm um den Hals. "Autsch, hey,
langsam Sweety!" Sie ließ von ihm ab und sah ihm tief in seine braunen
Augen. "Hast du Schmerzen?" Shorty nickte.
"Kannst du dich aufrichten?" "Ja ich denke schon," Tapfer richtete sich Shane
auf.
"Warte hier Darling, ich hole Hilfe!" sagte Jenny schnell und wollte gerade
aufstehen als seine Hand nach ihr griff. "Nein, geh nicht, lass mich nicht alleine,
lass mich bitte nie wieder alleine!" Zärtlich küsste er Jennys Handrücken.
"Nein, das verspreche ich dir, ich lass dich nie wieder alleine ich bin immer
da!" "Heißt das, du willst meine Frau werden?" Jenny lächelte. "Ja,
dass soll es heißen!" Shane zog ein kleines blaues Kästchen aus seiner
Hosentasche, klappte es auf und hielt es seine Freundin und nun endlich Verlobten
unter die Nase. "Oh Schatz, er ist wirklich wunderschön!" "Dann passt er
ja perfekt zu dir!" Shane grinste erleichtert. Jey drückte ihm einen zärtlichen
Kuss auf den Mund, der Shorty jedoch vor Schmerz aufstöhnen ließ.
"So, aber jetzt hol ich wirklich Hilfe, warte kurz," Sie stand auf und trat
nah an die hohen Klippen heran. "Hey ihr da unten, wir bräuchten mal kurz
Hilfe, wäre jemand so nett hoch zu kommen?" schrie Jenny ihren Freunden
zu.
Verwunderte Blicke trafen sie. Und knapp 2 Minuten später standen alle
Mann um Shane und Jenny herum. "Also Shorty, dein Antrag scheint’s ja ganz schön
in sich gehabt zu haben!" sellte Bryan nüchtern fest. "Oh Gott Jey, was
ist denn passiert?" Sue kam sofort zu ihrer Freundin, doch diese schüttelte
nur dem Kopf "Erklär ich dir später, wir müssen zuerst meinen
Verlobten ins Krankenhaus bringen, er hat eine tiefe Stichwunde am Bauch!" "Dein
Was?" Sue dachte sie hätte sich verhört. "Ja, du hast richtig gehört,
was meine Verlobte sagte stimmt!" Shane grinste. "Wow Shorty, das is ja echt
super!" euphorisch fiel Nicky seinem Freund um den Hals. "AUTSCH Nixta!!!!"
schrie Shane mit schmerzverzerrtem Gesicht. "Tschuldigung!" nuschelte Nicky
und half seinem verletzten Freund auf die Beine.
Nachdem sie Shane in Kians Auto verfrachtet hatten, Jenny sich neben ihn pflanzte
und Sue auf dem Beifahrersitz platz nahm, fuhren sie direkt ins Krankenhaus.
"Sag mal Sue, warum grinste denn so blöd?" wollte Jenny von ihr wissen,
nachdem sie sie fast 5Min. unaufhörlich gemustert hatte. "Hach Kinder,
ich freu mich so für euch!" Se hörte sich fast wie Jennys Grandma
an.
"Hey mal ne Frage, wann und wo soll denn die Hochzeit stattfinden?" fragte Kian
beiläufig während eines Blickes in den Rückspiegel,.
6Monate später:
"Sue komm schon! Wir kommen noch zu spät zu Jey und Shanes Hochzeit!" "Jaja
ich komm ja schon, steh du mal morgens mit nem Bauchumfang auf, der einer Wassermelone
ähnelt und häng dich damit mal über’s Klo!! Mr. Egan!" "Hach
Schatz, ich liebe es, wenn deine Schwangerschaftshormone durchdrehen!" Kian
grinste frech. "Du,!" Sue wollte spaßeshalber nach ihm schlagen, doch
Kian hielt sie fest und zog sie gleichzeitig an sich ran, um die werdende Mutter
leidenschaftlich zu küssen.
"Wir haben uns heute hier versammelt um zwei wundervolle Menschen für
immer miteinander zu verbinden,." Der Pfarrer sprach seine Worte und Shane kam
das ganze vor, wie ein wundervoller Traum, er verstand kein Wort von dem, was
Pater Connor von sich gab, denn er hatte nur Augen für Jenny. Als diese
ihn plötzlich fragend anblickte, erschrak er aus seinem Traum und sah Pater
Connor an. "Ich fragte Sie eben, ob Sie die hier Anwesende Jennifer Ryan zu
ihrer rechtmäßig angetrauten Ehefrau nehmen wollen" wiederholte er
seine Frage.
"Ähm,ähm,sorry, ich ich, ich war so abgelenkt von meiner reizenden
Freundin, dass ich ihre Frage nicht hörte." Shane grinste verlegen, was
Jenny unheimlich süß fand.
Nachdem beide mit "JA, ich will !" antworteten, versanken die beiden in einem
Leidenschaftlichen Kuss. Die Hochzeitsgesellschaft brach in tosendem Beifall
aus und Kian hatte nur schwer Mühe seine Frau von der Heulerei zu bewahren.
"Mensch Schatz, ich möchte dich mal erleben, wenn die Hormone mit dir machen
was sie wollen!" wehrte Sue ab. "Och Honey, das war doch nicht böse gemeint
!- Ich liebe dich!" Auch die beiden küssten sich.
Die Hochzeitsfeier verlief wundervoll, es wurde viel getrunken, getanzt, gesungen
und gelacht.
Gegen Abend hatte Jenny noch eine ganz besondere Überraschung für
Shane.
Sie reichte ihm eine kleine Schachtel, die er freudig entgegen nahm und gleich
öffnete. Als er einen riesen Freudenschrei machte, erschraken alle Hochzeitsgäste
und Jenny war sichtlich erleichtert. "Hört mal alle her, Ich wollte euch
eigentlich nur sagen, dass ich,. Also wir, Jey und ich, wir," Vor Aufregung
stotterte Shane wie wild rum und konnte gar nicht ausdrücken, weswegen
er sich so freute. Die Gäste sahen fragend in die Runde. Bryan stand auf
und sagte "Was Shorty meint ist, Er hat einen Volltreffer gelandet!" Immer noch
verdutzte Gesichter. Dann meldete sich Nixta zu Wort "Hach Mann,seid ihr so
schwer von Kapisch?" Schließlich standen auch Mark und Kian auf und sagten
wie im Chor " Na Die beiden bekommen ein Baby!"
Freudenschreie aus allen Richtungen stürzten auf die frisch vermählten
und bald werdenden Eltern ein ein.
*THE HAPPY END*
Written : Dienstag 23. März 2004 - 23. November 2004
Wenn euch die Story gefallen hat, dann schreibt
uns doch,
Über ein Feedback von euch würden wir uns riesig freuen susann.wenzlaff@arcor.de
& Miss_Jp@gmx.de
Jenny & Sue (Eine Fortsetztung ist schon in Arbeit *g*)