>Johanna: Es war ein Tag wie jeder andere seit einiger Zeit. Morgens früh auf und Abends spät ins Bett. Vor einem Jahr hatte alles begonnen völlig unverhofft und alles nur wegen eines Missgeschicks.
Ich hatte ein Meet and Greet mit Westlife gewonnen und hatte in einer Mappe eine Überraschung für die fünf vorbereitet. Unglücklicherweise hatte ich in der Eile die falsche, gleich aussehende, blaue Mappe mitgenommen. Ich erwischte den Bus gerade noch und kam rechtzeitig um 14 Uhr an.
Ich wollte mein Geschenk aus dem Rucksack nehmen als mein Blick auf meine Gartenskizzen fiel...
>Mark: Johanna fiel mir zuerst gar nicht auf, weil wir alle Hände voll zu tun hatten. Erst als sie direkt vor mir stand ,nicht wie alle Anderen etwas signiert haben wollte, auf mich einredete und auf ihre Skizzen zeigte, sah ich sie.
>Johanna: Mark nahm mir meine Mappe aus der Hand und starrte wie gebannt auf meine neueste Skizze. Irgendwie hatte ich das Gefühl als ob er mir gar nicht mehr zuhören würde.
>Bryan: Aufeinmal rief Mark nach mir und wedelte die wild mit einen bunten Blatt Papier. „Das ist das was ich gesucht hatte.", meinte er....
>Johanna: Mark meinte, ich sollte den bepflanzten Hof des Hauses, dass er sich bald kaufen wollte, designen sollte... zuerst zögerte ich und er sagte wir sollten und am Nächsten Tag noch mal treffen....
>Johanna: Mark hat ein wunderschönes Haus. Es hat ein leuchtendes Weiß und mit einem rotem Dach. Ich war überwältigt und versuchte an alles sehr professionell anzugehen, um Mark’s Wünsche zu verwirklichen. Ich mochte es wie er meinen Namen aussprach und er mich immer „Hanna" nannte. Er wollte einen Hof mit viel Grünzeug und Blüten. Nach stundenlanger Arbeit stand der Plan fest.
Mark sagte es wäre ein Grund zum Feiern und lud auch Bry, Shay, Ki und Nixter ein.
Es wurde ein wunderschöner Abend und wir lachten und tranken die halbe Nacht in ihrer Lieblingsbar. Ich konnte die 5 besser kennen lernen und mit jedem Drink wurden sie gesprächiger. Am nächsten Tag hatten sie alle frei und wir wollten etwas miteinander unternehmen.
Sie zeigten mir ganz Sligo und es war so wunderschön, dass ich meine Blicke nicht von den schönen Sehnwürdigkeiten Sligos lassen konnte.
Wir kamen auch an der Konzerthalle vorbei und ich erinnerte mich an mein erstes Westlifekonzert das ich einst mit meiner besten Freundin gesehen hatte.
„Designst du auch noch andere Sachen als Gärten und Parkanlagen?", fragte Kian plötzlich. „Ja aber nur Hobbymäßig" „Auch Konzerthallen?", bohrte er weiter. „Habe ich noch nie versucht!". Ich wusste nicht was er von mir wollte und drum antwortete ich ehrlich. Er fragte nicht mehr weiter, aber es schien als ob es ihm keine Ruhe lassen wollte.
Wir nahmen in einer Eisdiele Platz und bestellten uns Eis. Doch Kian ließ es noch immer keine Ruhe und er entschuldigte sich und die Jungs für ein paar Minuten. Ich sah wie sie um die nächste Ecke verschwanden. Kian’s Verhalten machte mich sichtlich nervös und Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn.
Es kam mir vor wie eine Stunde, bis die 5 endlich wieder auftauchten...
Shane ergriff als erster das Wort und verkündete: „Du bist eingestellt!" Ich wusste nicht wie er das meinte. Ich sah zu Kian er strahlte über das ganze Gesicht. Anscheinend hatte er erreicht was er wollte. Verwirrt blickte ich zu Mark. Er stand da, mit den Händen in der Tasche seiner Hose und auch er lächelte. Nicky und Bryan taten das gleiche.
„ Du darfst unsere Bühne bei der großen Konzerttour gestalten.." , fing Kian wieder an, doch ich ließ ihn nicht weitersprechen sondern fiel ihm gleich um den Hals. Mit so etwas hatte ich nicht gerechnet. Tränen schossen mir in die Augen und ich wurde rot. Erbarmungslos heulte ich vor Freude und fiel jedem um den Hals.
Ich telefonierte mit meiner Mom in Österreich ,dass ich noch länger als erwartet in Irland bleiben würde. Sie schenkte mir keinen glauben und erst als ich den Rand wieder nicht halten konnte glaubte sie mir was passiert war...
Ich lebte nun schon seit einem Viertel Jahr in Sligo, in einer keinen Wohnung ganz in der Nähe von Marks Haus, dass wiederum nahe zu seinem Elternhaus stand. Feehilys waren wie eine Familie für mich geworden. Oft durfte ich bei Mark zu Mittag essen und wenn es uns nicht kochen freute gingen wir zu Mark’s Mom Marie die immer etwas für uns hatte. Sie ist eine reizende Frau, die sich immer sorgen um ihre Söhne macht.
Meine eigene Familie hatte ich schon lange nicht mehr gesehen, obwohl wir immer in Kontakt waren. Mein Leben hatte ich sehr geändert und nun arbeitete ich für meine Vorbilder, reiste mit ihnen, brachte Lob und Kritik an, war das Trostpflaster wenn etwas schief lief und fühlte mich in ihrer Gegenwart zufrieden und verstanden.
Es war wie ein Traum und meine Familie gönnte mir den Erfolg.
Wir hatten wieder einmal länger frei was ja nicht so oft vorkam und ich war gerade auf dem Weg zu Mark und seiner Freundin Monica, mit der er nun schon seit 2 Monaten zusammen war. Die Zeit war so schnell verflogen ....
Ich trat vor die Türe und klingelte. Es surrte und ich trat ein. Es surrte abermals und ich stieß die Haustüre zu Marks Haus auf.
Normal war es nicht Mark’s Art mich so eintreten zu lassen, denn sonst öffnete er die Tür selbst.
Es war still im Haus ich hörte keine Schritte und keine Musik. Ich rief nach ihm, doch er antwortete nicht. Ich wurde Misstrauisch und instinktiv suchte ich ihn im ganzen Haus, weil ich wusste das da etwas faul war.
Solange kannte ich ihn schon. Er hatte sich vom Anfang meiner `Karriere` sehr verändert und sprach nun auch offener über seine Gefühle zu Monica und seiner Freundschaft zu den anderen Lifern.
Ich blickte durch das Küchenfenster in den Hof hinab und sah ihn auf der Holzbank sitzen.
Seine Schultern zuckten und ich hörte sein Schluchzen. Er tat mir leid, alleine wenn ich ihn weinen sah ohne dass ich wusste was los war. Mark hatte die Ellbogen auf den Oberschenkeln aufgestützt und sein Gesicht in den Händen vergraben.
Ich setzte mich zu ihm und legte den Arm um seine Schultern.
Mein `großer Bruder` sah zu mir auf. Marks Gesicht war vom weinen vollkommen nass und Tränen bahnten sich dennoch ihren Weg über seine Wangen. Seine Pupillen waren geweitet und er starrte mir entgegen. „Monica...sie.. sie hat mit... mich..." Ohne das ich ihn gebeten hatte er stockend zu erzählen begonnen. „Es wird alles wieder gut werden!", versprach ich ihm, obwohl ich diesen Spruch selber nicht leiden konnte. Mark ließ sich zur Seite sinken und legte sich mit den Kopf auf meinen Schoß. Er weinte leiser als vorher und ich fuhr ihm mit den Fingern durch sein kurzes, zerzaustes Haar. Lange lang er da, bis er einschlief und ich auch.
Als ich wieder aufwachte schlief Mark noch immer und ich sah in sein tränenverschmiertes Gesicht auf den sich ein Ausdruck der Verzweiflung gebildet hatte...
Ich musste ihm einfach helfen, denn er hätte mir auch geholfen. So wie in den ersten Wochen in Irland und dem Rest der Welt und ich vor Heimweh nichts mehr gegessen hatte...
Ruckartig wachte Mark auf und sah sich um, dann umarmte er mich ganz fest und flüsterte,: „Wenn ich dich nicht hätte!".
Indessen ich Kaiserschmarren zubereitete, erzählte mir Mark was vorgefallen war: Als er nach dem Besprechungstermin mit Walsh heimkam war Monica gerade dabei Mark’s Tresor zu öffnen .. „Ich hatte soviel vertrauen in sie gesetzt und ihr mein Leben offenbart. Wie konnte sie mir das nur antun. Hat sie mich denn überhaupt nicht geliebt?" , fragte Mark mich. Ich wusste es nicht. Musste ich aber auch nicht wissen, denn im nächsten Moment klingelte Mark’s Handy.
„Ja? Feehily!" „Hy Mark, Shane hier ich wollte euch fragen ob ich nicht Lust hättet mit uns auszureiten?" „Ääähhmm... warte mal kurz"
„Willst du mit zu Shane auf eine Runde ausreiten?", fragte er, an mich gewandt.
Eine halbe Stunde später saßen wir bereits auf den Pferden und ritten in den Wald. Kian war da, Bryan war mit Kerry gekommen, Nicky mit Georgina und Shane war soundso mit Gillian da.
„Wo ist denn Monica geblieben?", fragte Kerry mich vorsichtig. Ich zögerte. „Es ist etwas vorgefallen und Mark hat Stundenlang geheult. Er sieht jetzt sogar noch immer ganz blass aus, findest du nicht?" Kerry nickte ernst.
Mark ritt als letzter in der Reihe und sah so niedergeschlagen aus, dass man es sofort merkte das etwas nicht stimmte, aber niemand redete ihn drauf an. Wahrscheinlich weil sie Angst hatten Mark noch mehr zu verletzen und ihn noch unglücklicher zu machen.
Plötzlich passierte es. Mark war noch bleicher geworden als er es eben schon war und war bewusstlos vom Pferd gefallen.
„Mark! Oh nein!" Er lag bewusstlos auf dem Boden und alle kamen angerannt.
Gleich darauf wachte er Gott sei Dank wieder auf. Ich hatte Tränen in den Augen. Es gelang mir nicht sie zurück zu halten und die Träne tropfte auf seine Hand. Ich wagte fast nicht zu ihm zu sehen, doch ich überwand mich und sah ihm ins Gesicht. Er weinte wieder. Sein Blick ging Richtung Georgina, aber er sah weiter.. bis in den Himmel... mit seinen traurigen, verweinten Augen...
Äußerlich schien Mark nichts zu fehlen, aber ich wusste innen drinnen musste wieder alles mühsam zusammengesetzt werden.
Das war meine Aufgabe...
„Sorry, dass ich dir so viel Sorgen gemacht habe!", entschuldigte sich Mark als wir zuhause angekommen waren. Kian hatte uns am Nachhause weg abgesetzt, denn Nicky meinte es wäre echt zu gefährlich, wenn Mark fahren würde und alle sahen das ebenfalls so.
Ich setzte mich zu Mark auf die Couch und reichte ihm eine Tasse Tee. „Ich bin so enttäuscht !", sagte er und ich sah wie Tränen in seine Augen schossen. „Hör auf zu Weinen, Mark, tu mir den gefallen" versuchte ich ihn zu trösten. Ziemlich erfolglos. „Könntest...möchtest du vielleicht heute hier schlafen... ich möchte nicht alleine sein !?"... ich nickte und stand auf um meine Sachen zu holen. Als ich bei der Tür hinaus ging hörte ich noch Mark’s Handy piepsen.
Auf dem Weg zurück schaute ich bei Feehily`s vorbei. Ich wollte Marie fragen was man am Besten tut um Mark aufzuheitern, doch sie meinte das man da nicht viel tun könnte, außer ihm viel Zuwendung schenken. Ich bedankte mich und ging. Ich wusste nicht was ich mit Mark tun sollte um ihn wieder glücklicher zu machen! Tausend Ideen schossen mir durch den Kopf und ich starrte in die Dunkelheit. Nieselregen setzte ein und ich fing an zu laufen.
Teilweise durchnässt kam ich bei Mark an. Ich konnte sein schluchzen aus dem Schlafzimmer hören und ich lief auch sogleich dort hin, um zu sehen was passiert war.
Da lag er quer über das Bett, das Gesicht in einen Polster vergraben. Ich ging zu ihm rüber und strich ihm über den Arm. Er griff nach meinem und fühlte den nassen Pulli. Verwirrt sah er auf. „Es regnet wieder?" Ich nickte. Er stand auf und ging zu seinem Kleiderschrank in dem er irgendwelche Reststücke vom Monica suchte. Als er aber keinen Pulli fand, reichte er mir einen Designerpulli von ihm „Zieh dir was trockenes an, bevor du noch zu Tode frierst. Ich glaub ich brauch dich noch länger!". Er war so lieb zu mir, immer freundlich und ich drückte ihn ganz einfach. Mark erwiderte den Druck. So standen wir für ein paar Minuten.
Dann zog ich mich im Badezimmer um und hängte den nassen Pulli auf den Wäschetrockner. Ich legte mich zu Mark aufs Bett und wischte ihm mit einem Taschentuch die Tränen von der Wange. Er sah nicht sehr gesund aus, war blass und hatte Ringe unter den Augen. Es war schon sehr spät geworden. Mark zeigte mir die SMS die er vorhin bekommen hatte. „Falsche Schlange...", murmelte ich. Nicht bedacht auf das es Mark hören konnte. `Sche*** `, dachte ich mir `Jetzt hast du ihn wieder verletzt`. „Sorry das ist mir jetzt so rausgerutscht... ",entschuldigte ich mich. „Du hast ja recht... vollkommen sogar!", meinte er. Mark legte sich auf meinen Arm und schlummerte ein. Ich war auch müde und mir blieb nichts anderes über, als neben Mark zu schlafen, der es sich auf meinem Arm gemütlich gemacht hatte...
>Mark: Johanna war einfach das Beste was mir in dieser Zeit passieren konnte. Sie nahm mich in den Arm und tröstete mich. Ohne sie wäre ich verloren gewesen... wer weiß was ich gemacht hatte. Ich sollte Monica nicht nachtrauern. Sie hat mich betrogen und ausgenützt. Hanna hat mir das erst klar gemacht. Ihr kann ich vertrauen und meine Gefühle zeigen.
>Johanna: Am nächsten Morgen schlief Mark noch als ich munter wurde und ich ließ ihn schlafen, weil ich mich an seine Worte erinnerte die er vor kurzem in einen Interview erwähnt hatte. „Um halbwegs gut gelaunt zu sein, muss ich solange schlafen bis es nicht mehr geht. Das kann den ganzen Tag dauern!". Ich beschloss Frühstück zu machen. Brot, Butter, Tee, Marmelade, Cornflakes, Kaffee... ich hatte das super riesengroße Frühstück gerade zum Tisch gebracht, als ich Mark’s schlurfende Schritte am Flur hörte. Gleich darauf erschien er in der Wohnküche und betrachtete das riesige Frühstück, bei dem ich alles essbare zusammengetrieben hatte. Mark starrte mich kurz, verwirrt an und kam zu mir rüber. Plötzlich nahm er mich ganz fest in den Arm und flüsterte mir zu: „Weißt du das ich dich unheimlich lieb habe...?"
Mark ging es von Tag zu Tag besser und ich brauchte mir nicht mehr so viele Sorgen um ihn zu machen. Wir starteten die Tour und die Konzerthallen waren überfüllt von kreischenden und weinenden Fans. Die Jugendmagazine schrieben wie die wilden und ich war sehr zufrieden mit der Bühnengestaltung, die ich mit den Jungs zusammengestellt und ausgeklügelt hatte. Wir konnten alles verwirklichen, wie wir uns es vorgestellt hatten und den Zuschauern schien es zu gefallen. Die Jungs leisteten eine perfekte Show und waren rundum zufrieden, bis auf die kleinen Wehwehchen die ich behandeln sollte. Shane drohte einen Schnupfen zu bekommen, was natürlich überhaupt nicht gut sein würde und so kümmerte ich mich speziell um ihn. Ich pumpte Shane mit haufenweise Nasentropfen voll und schaute, dass er sich gesund ernährte, damit sich seine Abwehrkräfte stärken konnten.
>Shay zu Mark: „Sie ist wirklich ein Schatz, nicht? Sie kümmert sich um mich, wie es sonst nur Gill oder meine Mom tun würde!" „Sie ist voll süß und gehört schon fast zu meiner Familie. Ich würde sie niemals eintauschen..." „Dir liegt sehr viel an ihr, oder?" „Ich glaube ich liebe sie sogar!" „Hast du sie schon mal zum Essen eingeladen?" „ Ehrlich gesagt habe ich mich noch nicht getraut" „Du brauchst nicht rot zu werden, Mark. Mir ist es bei Gillian auch nicht anders gegangen. Trau dich nur" ...
>Johanna: Ich durfte beim Interview mit TOTP zusehen und der Interviewer redete sogar ein paar Takte mit mir. Ich fühlte mich sehr geehrt und sah zu den Jungs rüber die sich gerade über mich zu Unterhalten schienen. Meine Blicke trafen Mark’s und plötzlich grinste er mir zu. Ich war verwirrt. Was war da über mich zum grinsen gewesen?
Am Tourbus angekommen verkündete Walsh, dass die Jungs ein paar Minuten frei hätten. Ich wollte noch kurz nach meinem Patienten Shane sehen, bevor er verschwunden sein würde, doch irgendwer hielt mich zurück. Mark. Er sagte er müsse mir was gestehen. Ich verstand nicht was er meinte. Irgendjemand rief nach mir und ich entschuldigte mich bei Mark. Es war Nicky. Nixter hatte sich in der Tür des Tourbusses verfangen und konnte sich nicht selber aus seiner misslichen Lage befreien. „Gut dass du noch da bist!", rief er mir zu. Anscheinend hatte er gar nicht gemerkt das Mark auch noch hier war. Von mir war er es gewohnt das ich mich in der Nähe des Tourbusses befand, um Briefe an meine Familie und an meine Freunde zu schreiben. Ich befreite Nix. Das Hemd hatte nichts abbekommen und er bedankte sich. Ich suchte nach Mark. Traurig sah ich ihn in Richtung Straße trotten und ich wusste das ich ihn verletzt hatte, denn er reagierte sonst nicht so...
Ich ließ ihn gehen. Ich wollte ihn nicht beleidigen, aber weswegen wollte er mit mir reden?
Am Abend gingen wir nach etlichen anderen Interviews ins Hotel. Auf dem Weg zum Bad merkte ich, dass irgendwer einen Brief unter der Tür durchschob. Ich hob ihn auf und las:
Bitte komm nach dem Abendessen in den Park.
Lass mich nicht wieder im Stich.
Mark
Ich ließ ihn nicht im Stich und kam nach dem Abendessen in den Park. Mein Herz drohte vor Herzklopfen zu zerspringen. „Hanna?", hörte ich seine Stimme. „Ja?", erwiderte ich. Er kam näher. „Was ist los mit dir? Liegt dir was auf dem Herzen?", fragte ich. „Ja, was ganz großes, ein riesiger Brocken. Und ich muss es dir ganz dringend sagen!" Nun stand er direkt vor mir. Mark Feehily. Ire, 5 ft 10,schüchtern, blaue Augen, braune Haare. Immer freundlich und hilfsbereit. Normalerweise konnte ich jeden Wunsch aus seinen wunderschönen, blauen Augen ablesen, aber nun war ich ratlos. „Hanna... ich liebe dich!", fing er an. So etwas hatte ich absolut nicht erwartet, aber es war das Schönste was er jemals zu mir gesagt hatte. Ich sagte nichts und gab ihm einfach nur einen langen, liebevollen Kuss.
Nach einem langen Nachtspaziergang, verzogen wir uns in Mark’s Zimmer. Wir küssten uns zärtlich und hielten uns an der Hand.
Am nächsten Morgen mussten die Jungs einen Fernsehauftrittdurchstehen. Ich betete das die Freundinnen Frage nicht aufkommen würde, aber da ließ sich wohl nicht verhindern. Mir blieb das Herz fast stehen als die Moderatorin direkt Mark fragte ob er eine Freundin hat. Mark zwinkerte Shane zu, lachte und sagte: „Hm, dass bleibt mein Geheimnis!" Mir fiel ein Stein vom Herzen. Nach den TV- Auftritt lief ich sofort zu Mark und gab ihn einen dicken Schmatzer auf die Wange. Bryan musste es wohl bemerkt haben und pfiff laut durch die Zähne. Alle in Raum stehenden Personen drehten sich nach uns um und ich konnte es nicht verhindern rot zu werden. Aufeinmal fing Kian zu klatschen an und rief im Takt dazu: „Küssen, küssen...!" Mark tat ihm den gefallen und gab mir einen extra langen Kuss...
Am Abend war es Zeit um nach Irland zurückzufliegen und ich schlief in Mark’s Armen ein. Erst als wir wieder an Höhe verloren wachte ich auf. Mark war auch eingenickt. Ich richtete mich auf und streichelte seine Wange mit meinen Fingern. Langsam öffnete er seine Augen und sah auf mich herüber. Sein müdes Gesicht verzog sich zu einem müden Lächeln. Mark rieb sich den Schlaf aus den Augen. „Wir sind bald wieder in Irland!", sagte ich zu ihm.
Vom Flughafen aus, fuhren wir sofort zu Mark’s Eltern. Er vermisst sie immer sehr, wenn wir so lange fort sind. Wir wurden herzlich begrüßt und ein wahrer Festschmaus wurde uns aufgetischt. Wir aßen bis wir nicht mehr konnten und dann gingen wir nach Hause. Zuerst in meine Wohnung die schon im Staub erstickte. Ich suchte ein paar frische Kleidungsstücke aus dem Kleiderschrank und da kam mir Mark’s Designerpulli unter. Ich wollte ihm den Pullover wieder zurückgeben, aber er lehnte ab. „Den kannst du behalten. Dir passt er sicher besser als mir. Ich komme mir vor wie wenn ich gerade eine Tonne zugenommen hätte!" Wir brachen auf um zu Mark’s Haus zu gelangen. Er hatte seinen Arm um meine Schultern gelegt und ich legte meinen Arm um seine Hüfte. Mark’s Haus hatte eben soviel Staub abbekommen wie meine Wohnung, denn wir waren eine lange Zeit weggewesen in der viel passiert war. Todmüde fielen wir ins Bett und schliefen bis das Telefon klingelte. Sofort war ich hell wach, im Gegensatz zu Mark der etwas unverständliches Knurrte und sich auf die andere Seite drehte. Ich nahm ab. „Mark ?", tönte Gillian’s Stimme aus dem Hörer. „Nein ich bin’s!", erwiderte ich, mit einer kratzigen Stimme. „Wir wollten heute eine kleine Party mit einer Nachtwanderung veranstalten. Als Ausklang der spitzenmäßigen Tour, die unsere Boys veranstaltet haben." „Natürlich kommen wir! Wann geht’s los?" „Um sechs", antwortete Gill. „Wir sind da!", versprach ich und legte den Hörer auf die Gabel.
Um sechs waren wir bereits bei den Filan’s. Sie hatten ein großes Partyzelt aufgestellt und eine Menge Leute tummelten sich bereits auf der großen Wiese. Ziemlich alle die einen größeren Teil zu der Tour mitgewirkt hatten waren da. Es wurde eine lustige Runde, mit viel Sekt und Alkohol. Shane`s Eltern hatten haufenweise Hühnchen hergeschafft und alle bezweifelten, dass wir den Riesen Berg schafften. Doch es war sogar zu wenig und Mae schaffte riesen Berge an Kuchen heran. Es war schon knapp Mitternacht, als Mark, der neben mir saß, aufstand. Ich fragte ihn wohin er wollte, doch er verriet nichts und sagte nur: „Überraschung zur Geisterstunde!" ‚Was hat er wohl jetzt wieder vor‘, fragte ich mich und beschloss mich mit der Überraschung überraschen zu lassen. Bryan war schon vollkommen zu und erzählte Witze am laufenden Band. Es hatten sich schon alle um ihn versammelt und die Zeit verlief wie im Nu. Bry trank wie ein Loch und immer, wenn ihm das Bier ausging, ging irgendjemand um ihn noch eins zu holen. Er erzählte bis ihm keine Witze einfielen, aber dann fing er an von den verrücktesten Fans zu erzählen. Mit einem Schlag fiel mir Mark ein. Ich hatte ihn schon seit langem nicht mehr gesehen... ich fing an mir Sorgen zu machen.
Ich stand auf und wankte auf Kerry zu die etwas abseits saß. „Hast du Mark gesehen?", fragte ich sie. „ Nein, den habe ich schon lange nicht mehr gesehen!" antwortete sie mir. Besorgt ließ ich mich auf die Bierbank neben Kerry fallen. Ich konnte die Tränen nicht mehr zurückhalten. „Wir gehen ihn suchten!", schlug sie vor. Ich nickte. Zusammen machten wir uns auf den Weg. Wir gingen ums ganze Haus und riefen immer wieder seinen Namen. Er meldete sich nicht. „Mark, wo bist du? Melde dich doch!", rief ich verzweifelt in die Nacht.
>Kerry: „Weißt du was? Wir holen uns noch ein paar Leute dazu! Wir werden deinen Mark schon finden!", versprach ich ihr. Sie nickte kaum merklich. Wahrscheinlich war sie mit ihren Gedanken ganz wo anders. Ich lief zum Partyzelt zurück und trommelte ein die Leute zusammen. Wir suchten Mark mit Taschenlampen in der ganzen Umgebung, bis ich einen verzweifelten Schrei vernahm... ich hetzte in Richtung aus der ich den Schrei hörte. Ich sah Hanna am Boden zusammengekauert neben Mark hocken. Der Schein meiner Taschenlampe traf Mark am Kopf. Blut rann über seine Stirn. Sofort überprüfte ich seine Atmung. Atemstillstand. Geistesgegenwärtig begann ich mit der Wiederbelebung. Er begann wieder zu atmen. Aber nur wenig Puls... In der Zwischenzeit waren mehrere Leute zusammengelaufen und jemand hatte die Rettung gerufen. Johanna stand völlig unter Schock, wiederholte immer wieder „Bleib da, Mark!" und weinte bitterlich. Die Rettung kam und sie bestückten Mark mit etlichen Schläuchen und Infusionen. Hanna ließ alles um sich geschehen bis sie selbst ohnmächtig wurde...
>Johanna: Als ich am nächsten Morgen aufwachte, lag ich in einem Krankenzimmer. Sofort fiel mir Mark wieder ein. Heiße Tränen liefen über meine Wangen und ich fühlte mich leer und sehr schlecht. Ich richtete mich auf und sah Kian neben mir sitzen. Er war eingeschlafen. Ich läutete am Schwesternknopf und die Schwester kam. „Wo ist mein Mark?", überstürzte ich sie, bevor sie überhaupt Grüßen konnte. Kian wachte auf. „Mark liegt auf der Intensivstation!", murmelte er noch im Halbschlaf. „Warum? Was ist ihm passiert? Wie geht es ihm? Kann ich ihn sehen?". Ohne das ich es wollte, weinte ich schon wieder. Die Schwester brschte mir eine Nerventablette. Ki erzählte mir, dass Mark eine schwere Gehirnerschütterung erlitten hat und es um ihn gestern nach noch sehr schlecht stand. Maschinen halten ihn am Leben bis er wieder stark genug ist um selbst weiterzuleben. Er nahm mich in den Arm und versuchte mich zu trösten. „Unser Mark schafft das, du wirst sehen. Mark ist ein starker Kerl!"
Kian verständigte Mark‘s Familie und ich wurde eigentlich aus dem Krankenhaus entlassen, aber ich saß stundenlang vor Mark’s Zimmer und wartete mit Mark`s Eltern, auf die Berichte der Ärzte die ihn besuchten. Gerade kam wieder einer aus seinem Zimmer und ich stürzte auf ihn zu um zu erfahren wie es ihm ging. „Sie dürfen Mr Feehily jetzt kurz sehen!", sagte er zu uns. Zuerst gingen Mark’s Eltern zu ihm hinein. Mir kam die viel zu kurze Zeit extrem lang vor. Dann durfte ich zu Mark hineingehen.
Es waren sehr viele Schläuche an ihm befestigt und die Geräte rund um ihn surrten unaufhaltsam. Scheu setzte ich mich auf den Stuhl neben ihn. Er hatte einen dicken, weißen Verband um den Kopf der ihn noch blasser machte als er ohnehin schon war. Ein Sauerstoffschlauch beatmete ihn und sein Brustkorb hob und senkte sich ruckartig. Wie ein Häufchen elend lag mein Schatz in seinem Krankenbett. Ich küsste seine kalten Finger zärtlich. Er zeigte keine Reaktion. Eine Träne fiel auf Mark’s Bett. „Mark ich liebe dich. Wach doch bitte wieder auf. Ich mach mir solche Sorgen um dich... lass mich nicht alleine. Du hast einen Job hier zu tun...." Eine Schwester kam und bat mich wieder zu gehen. Ich ließ seine Hand los. „Werde wieder gesund Liebling", flüsterte ich ihm noch zu......
„Wie geht es Mark?", fragte Shane mich. Einige Wochen waren vergangen und derweilen wohnte ich bei abwechselnd bei den Lifern, die mich nicht im Stich ließen, und zuhause in meiner Wohnung. „Sein Zustand ist endlich stabil, aber sie wissen noch immer nicht ob er durchkommt.", antwortete ich. Er nickte. „Kommst du mit uns essen?", fragte er ganz lieb. Ich senkte den Kopf. „Keine Lust!" „Aber irgendwann musst du etwas essen!", meldete sich nun Mae zu Wort. Wahrlich hatte ich mich sehr verändert. Immer war ich sehr blass und hatte Ringe unter den Augen. Die Sorge um Mark wurde immer mehr, denn er wollte immer noch nicht aus dem Koma aufwachen. Alle gingen zum Essen und ich putzte derweilen die Küche, der Filan’s, um mich auf andere Gedanken zu bringen.
„Shane?" fragte ich verstohlen „Könntest du mich wieder zu Mark fahren?" „Jetzt schon? Es ist erst halb neun!... na logo, aber nur weil du es bist!" Er grinste... sein liebes Grinsen....
Ich saß wie immer auf dem Sessel der neben Mark`s Bett stand. Ich hatte mein kleines Radio mitgenommen und die Liveübertragung des katholischen Gottesdienstes eingestellt, obwohl das eigentlich nicht meine Religion ist. Aber Mark’s. Ich versuchte alles um Mark zu Helfen. Plötzlich, während dem Vater unser, war es mir, als ob sein Finger gezuckt hätte. Ich behielt es für mich, weil ich glaubte es war Einbildung gewesen.
Jeder Tag in meinem Leben war eine neue Qual für mich und auch für Westlife war es keine gute Zeit. Die Fans waren immer noch im Glauben die Jungs würden ein paar Monate Auszeit nehmen, doch in Wirklichkeit machte sich jeder große Sorgen um Marky.
Es war wieder einmal Sonntag und ich horchte wieder die Übertragung des Gottesdienstes. Da sah ich abermals wie Mark’s Hand zuckte. Ich hatte es nun schon öfter bemerkt, aber diesmal war es ganz deutlich zu erkennen. „Mark?" Langsam drehte er den Kopf zur Seite. Ich küsste ihn zart und läutete der Schwester die sofort hereingestürmt kam. „Er bewegt sich", rief ich ihr entgegen. Sie überzeugte sich selbst und holte den Arzt. Ich wurde aus den Zimmer geschoben und verständigte indessen Mark’s Eltern.
Als sie ankamen musste ich vor Freude weinen. Ich wollte alles auf einmal erzählen, doch keiner verstand auch nur ein Wort und schließlich wurde es schwarz vor meinen Augen.
Als ich aufwachte befand ich mich wieder einmal in einem Krankenbett, aber diesmal in einem komischen Raum. Ich ging aus dem Zimmer heraus in dem Gang und sah mich um. Eine Krankenschwester kam auf mich zu. „Geht es ihnen besser?", fragte sie mich. „Ich fühle mich Topfit!", gab ich zur antwort. „Kann ich Mr. Feehily sehen?", hängte ich gleich dran. „Sie haben ihn bereits in ein anderes Zimmer verlegt.", erklärte sie mir. „Da vorne rechts!". Ich bedankte mich sehr herzlich bei ihr. Das ‚Freude‘- Gefühl stieg mit jedem Schritt den ich Mark’s Zimmer näher kam. Gleichzeitig war ich aufgeregt wie am ersten Tag. Ich klopfte. Eine Stimme rief ‚Herein‘. Es war die Stimme von Mark’s Dad. Einmal atmete ich noch tief durch und trat dann leise ein. Mark murmelte ein schwaches unverständliches „Hy!". Er war von den meisten Maschinen befreit worden. Mark`s Familie verabschiedete sich. Marie gab ihm einen Kuss und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Ein zartes Lächeln bildete sich auf Mark’s Lippen. Dann waren alle weg. Ich ging näher an sein Bett und tränen flossen über meine Wangen. „Ich habe dich ja so vermisst, Mark!" Ich nahm seine Hand. Sie war wärmer als sie es sonst gewesen war. „Es war schrecklich ohne dich!", flüsterte er. Ich küsste ihn kurz und setzte mich auf die Kante seines Bettes. Er schnaufte immer nur kurz und war noch sehr schwach. „Wie geht...?", begann er, doch dann musste er schon verschnaufen. „Jetzt geht es allen wieder gut! Streng dich bitte nicht so an Liebling. Du musst noch kürzer treten!", sagte ich zu ihm. Er nickte ein wenig. „Aber erzähl mir... was passiert ist!", bat er mich. Ich erzählte ihm alles was in der Zwischenzeit passiert war, bis auf den Teil mit dem Radio. Zwischendurch stoppte ich immer wieder kurz weil Mark einnickte. Schließlich schlief ich erschöpft vom vielen Erzählen und den Ereignissen des Tages, auf seiner Bettkante ein.
Wieder waren einige Wochen vergangen und Mark würde bald aus dem Krankenhaus entlassen werden. Er hatte sich bereits gestärkt und konnte schon wieder auf Krücken gehen. Der Arzt und die Krankengymnastin sagten Mark wäre viel schneller als erhofft zu Kräften gekommen.
„Morgen werde ich entlassen!", rief mir Mark die freudige Nachricht entgegen, als ich auf den Krankenhausbalkon hinaustrat. Wir gaben uns einen langen, innigen Kuss. „Hast du das Haus etwa auch geputzt?", fragte er. „Natürlich, ich will ja nicht das du schon am ersten Tag deiner Entlassung einen Erstickungsanfall bekommst!" „Womit hab ich dich nur verdient...", fragte er nun wieder. „Na rate mal!... Willst du deinen Unfall eigentlich der Presse und den Fans bekanntgeben?" „Das weiß ich noch nicht, aber wenn ich es tue, dann sage ich ihnen ,dass mir meine bezaubernde Freundin am Meisten in dieser schweren Zeit geholfen hat!" „Das will ich ja wohl hoffen...", sagte ich übertrieben und wir mussten lachen.
Am nächsten Morgen fuhr ich zum Krankenhaus. Mein Sweetheart saß bereits mit Sack und Pack, abfahrbereit auf seinem Bett. Er begrüßte mich mit einem Kuss. „Ich hab schon auf dich gewartet, denn ich kann es gar nicht erwarten nach Hause zu kommen! Es wird schon langsam langweilig hier drinnen!" Seine Augen strahlten wie die eines kleinen Jungen der vor dem Weihnachtsbaum steht. Mark stand auf und ging auf die Krücken gestützt langsam zur Tür. Ich schnappte mir sein Gepäck und ging ihm nach. Am Gang traf er noch seine Lieblingskrankenschwester, die extra ein Küsschen von ihm bekam. Dann küsste er mich auf die Stirn und meinte: „Damit du nicht neidisch wirst!".
Zuhause hatten die Boys und ich eine kleine Party organisiert. Zur Rückkehr wie sie es nannten. Mark freute sich riesig die vier mit Frau und Freundinnen wieder mal alle zusammen zu sehen. Es wurde gelacht und gequatscht bis in die Abendstunden und langsam gingen alle weg. Mark legte seinen Arm um mich. „Warum hast du mir den Teil mit dem Radio nicht erzählt? Ich hab es heute von Kerry erfahren." „Keine Ahnung. Ich hab mir gedacht der Gottesdienst könnte dir nur helfen. Und das hat er auch. Ich zweifle nicht mehr an Gott. Er hat dich mir wieder zurückgegeben", antwortete ich.
Wir beschlossen es uns beim Fernsehen gemütlich zu machen. „Ich habe es mir überlegt, ob ich es den Fans sage." „Und?", fragte ich. „Ich werde ihnen die Wahrheit sagen, denn die echten Fans werden auf uns gewartet haben verdienen die Wahrheit!" Ich nickte. „Bist du einverstanden oder hast du eine andere Meinung?" „Wann soll die Bekanntgabe sein?" „Anfang nächsten Monat ist eine kleine Tour in Irland und England geplant. Zum Einstieg. Die neuen Songs werden schon nächste Woche eingesungen!" „So bald schon!!!", entgegnete ich empört „Naja, ich kann eh nichts machen, aber du musst mir versprechen, dass du dich nicht überanstrengst!" „Ich verspreche es hoch und heilig. Mach dir nicht so viele Gedanken um mich. Wie du siehst geht es mir ja gut. Und das gehen wird auch noch werden. Alles eine Fragen der Zeit!" Wieder einmal war ich überredet.
Die neuen Songs wurden eingesungen und die Westlife setzte ihre Karriere fort.
>Mark: Wir gingen auf die Bühne. Ich war sehr aufgeregt. Schon lange war ich nicht mehr vor so einer großen Menschenmasse gestanden. Die Fans kreischten. Erst als sie meine Krücke sahen, auf die ich immer noch gestützt ging, ging das Gekreische mehr in Getuschel über. Wir nahmen auf den Hockern platz die in der Mitte der Bühne standen. „Ich muss euch etwas erzählen!", begann ich mein Geständnis. Ich fing bei meiner Freundin mit dem Erzählen an und schloss mit dem heutigen Auftritt. Die Fans zeigten sich verständnisvoll und mitleidig zugleich. „Mark hat uns sehr gefehlt und darum haben wir das nächste Album ihm gewidmet und es heißt ‚Never give up‘.", gab nun Bryan bekannt. „Ich freue mich sehr über diese Widmung, doch eigentlich wollte ich euch heute überraschen mit dem Song den ich für euch und unsere Fans geschrieben habe. Er heißt ‚Thanks for your help‘. Danke für eure Aufmerksamkeit." Wir legten uns richtig ins Zeug und der Auftritt wurde ein voller Erfolg.
>Johanna: Mark hatte das wirklich super gemeistert. Ich liebte ihn für seine Art. Seine Art zu singen. Seine Art zu reden, oder etwas zu erklären. Einfach die Art er selbst zu sein. Ein großer Presserummel wartete auf die Westlife-Stars als sie von der Bühne kamen. Mir taten sie schon richtig leid. Alles mussten sie hundert Mal erklären und die unsinnigsten Fragen beantworten.
Als sie mehr oder weniger fertig waren kam mein Mark endlich zu mir rüber. Er küsste mich und nahm mich in den Arm. „Ich habe dich vermisst!", sagte ich zu ihm. „Ich weiß!", antwortet er. „Wieso unternimmst du dann nichts dagegen?", fragte ich. Er lächelte. „Weil ich weiß das die Liebe in schlechten Zeiten stärker wird. Oder kennst du den Spruch nicht: ‚Love is the greatest force on earth!‘?" Ich musste lachen. Mein Mark...