Nachdem ich mit Westlife 4 Monate Promotion hinter
mir hatte, ging ich nach langer Zeit mal wieder an der Hauptstraße in Sligo
entlang. Louis hatte uns 3 Wochen frei gegeben. Als ich so an der Straße entlang
schlenderte, traf es mich plötzlich wie ein Blitz! Da stand sie, ein hübsches
blondes Mädchen, und sah in das Schaufenster eines Modegeschäfts auf der anderen
Straßenseite. Sie war der Wahnsinn! Erst als ich näher hinsah erkannte ich sie:
Es war Gillian, Gillian Walsh. Ich kannte sie schon aus meiner Schulzeit und
hatte sie schon ewig nicht mehr gesehen, weil ich mit Westlife so viel unterwegs
war. Und nun stand sie fast vor mir und mich durchzuckten 1000 Blitze. So ein
Gefühl hatte ich noch nie. Seit diesem Moment wusste ich: Das ist sie. Diese
Frau willst du heiraten!
Als ich mich wieder
gefasst hatte, lief ich auf sie zu. „Ob sie mich noch kennt?“, diese Frage schwirrte
mir die ganze Zeit im Kopf herum. Eigentlich war es sehr unwahrscheinlich das
sie mich nicht mehr kannte, schließlich kannten wir uns schon seit wir 12 waren
und außerdem war sie auch noch die Kusine von meinem Bandkumpel Kian und dazu
kam auch noch, dass wir uns schon einmal verabredet hatten, aber an das dachte
ich in diesem Moment wirklich nicht. Diese Frage machte mich fast verrückt.
Ich lief also über die Straße und tippte sie vorsichtig von hinten auf die Schulter.
Langsam drehte sie sich um und sah mir mit ihren Wahnsinns Augen direkt in meine.
Wieder durchzuckten mich diese Blitze. Es war schon erstaunlich was für Gefühle
ein Mädchen auslösen konnte! Als sie mich erkannte, fiel sie mir gleich glücklich
um den Hals. „Shane! Dich hab ich ja schon ewig nicht mehr gesehen! Ich freu
mich ja so das ich dich endlich mal wieder seh! Wie geht’s dir?“ Mit so einer
Reaktion hatte ich echt nicht gerechnet und war anfangs schon ein bisschen überrumpelt,
aber als ich realisierte was gerade geschah, erwiderte ich ihre Umarmung. Ich
genoss es ihr so Nah zu sein. Ich weiß nicht wie lange wir so dagestanden hatten,
aber es waren schon einige Minuten. Ich werde auch nie diesen Duft vergessen.
Sie roch einfach fantastisch! Nach ein paar Minuten entschied ich mich aber
dann doch, auf ihre Frage zu antworten. „Ach mir geht es ganz gut. Was machst
du hier so allein??“ Wir redeten noch eine ganze Weile und ich war fasziniert
von ihren tollen Augen, ihrem süßen lächeln, von der Art wie sie sprach und
sich bewegte, sie war einfach der Hammer! Solche Gefühle wie die, die ich für
Gillian empfand hatte ich noch bei keinem Mädchen. Sie machte mich richtig verrückt,
verrückt nach ihr! Wir liefen zusammen die Hauptstraße hoch, bis zu ihrem Haus.
Auf dem ganzen Weg hatten wir über Gott und die Welt geredet und dabei sehr
viel gelacht. Ich hatte echt schon lange nicht mehr so viel gelacht, obwohl
ich eigentlich immer lach, vor allem wen Bryan in meiner Nähe war. Als wir vor
der Haustür standen, fasste ich all meinen Mut zusammen und fragte sie ob sie
mit mir ausgehen wolle. „Gillian“ „Ja“ „Können wir uns am Samstag Abend treffen?“
„Ja klar! Das währe super!“ „Okay ich hol dich um 7 ab.“ „Super! Bis dann!“
„Ja bis dann“ Ich wollte schon gehen als sie mich an der Hand festhielt, mich
zu ihr her zog und ins Ohr flüsterte: „Shane, ich hab dich vermisst!“ Bevor
sie sich umdrehte, den Schlüssel ins Schloss steckte und im Haus verschwand,
gab sie mir noch einen Kuss auf die Wange. Ich starrte noch einige Minuten auf
die geschlossene Haustür. Ich war noch ganz hin und weg von ihren zarten und
weichen Lippen. Sie war einfach perfekt! Noch ganz verwirrt und in Gedanken
versunken lief ich nach Hause. Gillian ging mir keine Sekunde mehr aus dem Kopf.
Ich dachte Tag und Nacht an sie, ich träumte sogar von ihr. Nach 2 Tagen hielt
ich es echt nicht mehr aus, sie fehlte mir richtig. Ich musste unbedingt mit
jemandem über meine Gefühle sprechen. Nur mit wem? Ich entschied mich für Nicky,
schließlich war er mit seiner Georgina schon über 7 Jahre zusammen. Ich rief
ihn gleich an. „Hey Nix! Ich muss unbedingt mit dir reden. Kann ich vorbei kommen?“
„Hallo erst mal. Ja klar kannst du vorbei kommen. Geo wollte eh mit ihrer Freundin
shoppen gehen und auf so was hab ich echt keine Lust. Um was geht’s denn?“ „Oh
super! Also um was es geht, kann ich dir am Telefon nicht so sagen. Ich bin
dann in ungefähr 2 ½ Stunden bei dir.“ „Geht klar. Du kannst ja gleich bei mir
pennen. Dann brauchst du Abends nicht wieder heimfahrn. Das eine Gästezimmer
ist noch frei!“ „Oh klasse! Okay bis gleich.“ „Jep, bis dann.“ Ich lief gleich
in mein Zimmer, packte meinen Rucksack, der schon eine Ewigkeit unter meinem
Bett vergammelte, und stopfte das Notwendigste rein. 10 Minuten später saß ich
auch schon im Auto und machte mich auf den Weg nach Dublin. Es war schon toll
so einen guten Freund zu haben. Mit ihm konnte ich über alles reden. Das konnte
ich mit den anderen 3 natürlich auch, aber bei dem Thema Frauen und so war mir
Nicky am liebsten. Er hatte von uns 5 eben schon am meisten Erfahrung. Nach
2 Stunden und 10 Minuten kam ich bei Nicky an. Ich konnte ohne Zwischenstopp
und ohne Stau durchfahren. Ich parkte mein Auto direkt neben dem von Nicky.
Das war schon eine Luxuskarre! Na ja egal. Als ich aus dem Auto ausstieg wartete
Nicky schon an der Tür, er hatte das Auto herfahren hören. „Hey Alter. Komm
rein!“ Ich betrat das Haus und folgte Nicky ins Wohnzimmer. „Setzt dich doch,
willst du einen Tee?“ „Au ja! Ich hab seit 3 Stunden nichts mehr getrunken.“
„ Okay kommt gleich. Über was willst du jetzt mit mir reden?“, wollte er wissen
während er in die Küche lief um Tee zu kochen. „Also es geht um ein Mädchen,
genauer gesagt um Gillian.“ „Was? Um meine Schwester?“, fragte mich Nicky leicht
geschockt und drehte wieder um, so das er mich ansehen konnte. „Ne, ne. Um Kians
Kusine.“ „Ach so. Ich dachte schon. Na gut und was ist mit ihr?“ „Das erzähl
ich dir wenn du sitzt!“ „Jetzt mach’s nicht so spannend!“, forderte er mich
auf, aber ich blieb hart. Nach 5 Minuten kam er mit zwei Tassen zurück ins Wohnzimmer
und setzte sich neben mich. Ich erzählte ihm alles, von unserer Begegnung vor
2 Tagen, bis hin zur Verabredung, die am nächsten Abend war. „Wow, dich hat’s
ja voll erwischt! Aber wirklich voll!“ „Ja, sie ist einfach fantastisch! Wie
war das denn bei Geo und dir?“ Nicky erzählte mir die ganze Geschichte über
ihn und Georgina. Ich dachte schon er hört gar nicht mehr auf zu erzählen, aber
nach einer halben Stunde war er dann doch fertig. Inzwischen war es schon 18
Uhr und Georgina trudelte mit ihrer Freundin an. Jede von den beiden hatte 5
oder 6 Einkaufstüten. Ich frag mich immer wieder, wie man nur so viel einkaufen
kann! Nicky erklärte Geo, dass ich in dieser Nacht da schlafe und sie machte
sich gleich auf den weg ins Gästezimmer um das Bettzeug herzurichten. Wir hatten
derweil schon den Fernseher angemacht und sahen uns Fußball an. Irland gegen
Deutschland. Und ich muss zugeben ich hatte Gillian sogar für einen Moment vergessen.
Etwas Ablenkung tat mir wirklich gut, ich vermisste sie wirklich sehr! Ich hätte
nie gedacht das es so etwas gibt. Ich hatte sie nach ca. 5 Monaten mal wieder
gesehen und vermisste sie. Das war schon Hammer! Während wir TV guckten, fing
Geo mit ihrer Freundin, die im anderen Gästezimmer schlief weil sie stress mit
ihrem Freund hatte, an zu Kochen. Es gab ein 3 Gänge Menü! Zuerst eine Suppe,
dann Schnitzel mit Pommes und Salat und zum Schluss Schokoladenpudding! Es schmeckte
wirklich super, das hätte ich Geo nie zugetraut. Ich hätte echt nicht gedacht,
dass sie so gut kochen kann! Nach dem Essen erledigten wir, ganz Gentleman,
den Abwasch. Nachdem das ganze Geschirr wieder da war wo es hingehörte, hauten
wir uns wieder aufs Sofa und sahen Fern. Wir machten alle Kanäle durch, weil
nichts gescheites kam und als wir bei MTV ankamen, traf mich fast der Schlag!
„Ist Westlife Sänger Shane Filan vielleicht schon vergeben? Diese Bilder wurden
vor 2 Tagen in seiner Heimatstadt Sligo gemacht. Wer dieses blonde mysteriöse
Mädchen ist, haben wir allerdings noch nicht herausgefunden, aber wir werden
euch auf dem Laufenden halten.“ Auf dem Bildschirm sah man ein Foto, ich und
Gillian, eng umschlungen. „So eine scheiße! Das kann doch nicht sein! Wir waren
weit und breit die einzigen Menschen auf der Straße! So ein Mist!“, fluchte
ich und Nicky versuchte mich zu beruhigen. Sogar die zwei Mädels hatten wegen
mir ihren Weibertratsch unterbrochen. Es war echt zum verzweifeln! In manchen
Situationen wünschte ich, ich wäre nie berühmt geworden! Aber das lies sich
jetzt nicht mehr ändern. Kurz darauf klingelte mein Handy. „Ja?“ „Hi Shane!
Ich bin’s Kian. Ich hab da grad was bei den MTV News gesehen. Da warst du und
Gillian. Kann das sein?“ „Hi Ki. Ja das war ich und Gillian. Wir haben uns vor
2 Tagen getroffen. Wir haben uns auch für Samstag Abend verabredet.“ „Aha. Was
läuft denn da zwischen euch?“ Ich erzählte Kian die ganze Geschichte am Telefon
und er war begeistert. Einer seiner besten Freunde und seine Kusine waren kurz
davor ein Paar zu werden. „Wo bist du eigentlich. Ich hab heut bei dir angerufen
und deine Eltern wussten auch nicht wo du bist.“ „Ich bin bei Nix. Ich musste
einfach mit jemandem darüber reden. Ich hatte echt nicht damit gerechnet das
man uns gesehen hat. Na ja jetzt ist es schon passiert! Und ich muss auch damit
rechnen das es am Samstag Abend auch so läuft.“ „Da hast du recht. Gillian ist
übrigens auch total begeistert von dir. Meine Mum hatte gestern Geburtstag und
Gill war auch da. Sie hat den ganzen Abend von dir geschwärmt!“ „Echt? Is ja cool!“ “Oh sorry
Shane. Ich muss schluss machen. Ich
hab meinem Bruder versprochen mit ihm zu spielen und er hängt gerade an meinem
Bein und will mich weg ziehn.“ „Ja okay. Bye“ „Bye“ Jetzt klingelte mein Handy
im 10 Minuten Takt. Komischerweise hatten alle meine Verwandten und alle meine
Freunde die MTV News geguckt und wollten alle wissen wer das blonde Mädchen
war. Nach dem 17. Anruf hatte ich echt keine Lust mehr und schaltete das Handy
aus. Das war mir dann echt zu blöd! Nicky und ich redeten noch eine ganze Weile
und um halb 2 waren wir beide schon müde, also gingen wir ins Bett. Geo und
ihre Freundin wollten noch reden, aber das störte uns nicht, wir gingen trotzdem.
Ich konnte allerdings nicht besonders gut schlafen, weil am nächsten Tag ja
die Verabredung war. Irgendwann nach 5 Stunden oder so, schlief ich dann doch
noch für 3 Stunden ein. Man sah mir wirklich an, dass ich wenig schlaf hatte.
Als ich, noch völlig verpennt, runter in die Küche lief wurde ich von Geo und
Nix schon erwartet. „Na nu? Nix? Du bist schon wach? Du schläfst doch sonst immer
bis Mittag.“ „Ja sonst. Geo hat mich rausgehaut, gell Süße?“ Geo lachte und
gab ihm einen Kuss. Ob das bei mir und Gillian auch mal so wird? Dachte ich
mir. Also bis jetzt waren wir ja noch nicht mal zusammen, aber das konnte ja
noch werden. Nach dem Frühstück packte ich meine 7 Sachen und machte mich auf
den Heimweg. Ich bedankte mich nur noch schnell bei Nix für seine Hilfe und
so und bei Geo für das gute Essen.
Chapter 2:
2
Stunden vor der Verabredung wusste ich echt nicht mehr was ich machen sollte,
ich war so aufgeregt und ich wusste nicht mal genau warum. Ich hatte schon mehr
Dates als Finger an meinen Händen und ich war noch nie so nervös gewesen. Ich
begann dann so langsam mich fertig zu machen. Ich wusste bloß nicht genau was
ich anziehen sollte. Eher Sportlich oder Elegant. Ich entschied mich für meinen
blauen Anzug. Er hatte Ähnlichkeit mit dem, den ich im Video zu „What makes
a man“ anhatte. Nach dem anziehen ging’s weiter ins Bad. Da brauchte ich aber
nur 10 Minuten. Etwas Gel in die Haare noch schnell die Zähne geputzt und fertig.
Jetzt war es noch 1 Stunde. Nervös lief ich im Wohnzimmer hin und her. Meine
Mum sah mich schon ganz verwundert an. „Shane jetzt setzt dich doch endlich
hin. Du machst mich ganz verrückt!“, meinte sie und sah mich sehr ernst an.
Ich hielt es echt nicht mehr aus und fuhr schon eher weg. Ich konnte ja im Auto
warten bis es 7 Uhr war. Unterwegs kaufte ich noch einen Strauß roter Rosen.
Ich hoffte sie mag Blumen. Um punkt 7 Uhr klingelte ich an der Tür. Gillians
Mum öffnete und begrüßte mich wie einen alten bekannten, obwohl wir uns vorher
noch nie gesehen hatten! „Du musst Shane sein. Gillian
hat ja schon so viel über dich erzählt. Sie müsste gleich kommen.“ Ich wartete
vor der Treppe die nach oben führte. Und dann kam sie. Im schwarzen, rückenfreiem
Kleid. Um den Hals trug sie eine wunderschöne Kette. Die Haare hatte sie nach
oben gesteckt. Ich musste mich am Treppengelände festhalten, sonst wäre ich
wahrscheinlich umgekippt. Sie sah so Traumhaft aus. Ich hatte noch nie so ein
schönes Mädchen gesehen! Als sie unten ankam Küsste ich sie auf die Wange und
gab ihr die Rosen. Sie bedankte sich mit einer langen Umarmung. Nachdem sie
die Rosen weggebracht hatte führte ich sie zum Auto und wir fuhren nach Ballina,
ein Ort in der Nähe von Sligo. Dort hatte ich in einem Restaurant reserviert.
Im Auto redeten wir über Westlife. Sie wollte alles wissen. Von der Gründung
bis hin zum jetzigen Erfolg. Kian hatte ihr irgendwie nie etwas darüber erzählen
wollen, als tat ich ihr den gefallen. Nach einer halben Stunde Fahrzeit kamen
wir endlich am „eL`Caravia“ an. Ich führte sie hinein, wo wir gleich von einem
Kellner begrüßt worden waren. Er brachte uns zu einem Tisch in einer Ecke wo
wir ungestört wahren. Nachdem wir Essen und Trinken bestellt hatten, nahm ich
vorsichtig ihre Hand und sah ihr tief in die Augen. Daraufhin beugte sie sich
zu mir rüber und wir küssten uns zum ersten Mal auf den Mund. Es war einfach
traumhaft. Von diesem Moment träumte ich schon seit unserer Begegnung vor 4
Tagen. Sie hatte so einen zarten und weichen Mund, am liebsten hätte ich den
ganzen Abend weitergeküsst! Nach dem Kuss lächelte sie mich an. Es war das bezauberndste
lächeln das ich je gesehen hatte. Sie machte mich so glücklich, wie ich schon
lange nicht mehr war. Sie war einfach ein Traum. Nach dem Essen unterhielten
wir uns noch über dies und jenes und sahen uns dabei immer ganz tief in die
Augen. Ihre Augen waren echt der Wahnsinn! Sie leuchteten und strahlten so viel
wärme und liebe aus. Man konnte das echt nicht beschreiben! Nachdem ich bezahlt
hatte wollten wir noch am Strand spazieren gehen. Wir mussten nur 10 Minuten
fahren. Arm in Arm liefen wir am Strand entlang. Man hörte nur die Wellen des
Meeres. Es war eine traumhaft schöne Nacht mit vielen Sternen am Himmel und
einem Mond der alles erhellte. Wir liefen noch ein ganzes Stück, bevor wir uns
in den Sand setzten und vor uns hin schwiegen. Sie war die erste die wieder
das Wort ergriff. „Shane, der Abend mit dir war wunderschön.“ „Nein, du bist
wunderschön.“ Ich beugte mich zu ihr und wir versanken in einem langen und sehr
zärtlichem Kuss. Es war so schön ihre Nähe zu spüren. Ich liebte sie, wie ich
noch kein anderes Mädchen vor ihr liebte. Sie machte mich zu dem glücklichsten
Menschen der Welt. Nach diesem sehr intensiven Kuss sah sie mir wieder tief
in die Augen und gestand mir ihre liebe. „Shane, ich habe dich so vermisst.
Ich denke seit unserer Begegnung vor 4 Tagen nur noch an dich. Du bist einfach
ein Traum und ich möchte mit dir zusammenleben. Ich liebe dich, wie ich noch
niemanden vorher geliebt habe!“ „Mir geht es genauso.“ Wieder versanken wir
in einem sehr zärtlichem Kuss, der nicht enden wollte. Wir gingen noch etwas
am Strand entlang und redeten über unsere Zukunft. Und wir kamen zu dem Entschluss,
dass es erst mal geheim bleiben sollte. Die Fans würden das sicher verstehen,
hofften wir. Es war einfach noch zu bald und Gillian war es lieber im Hintergrund
zu bleiben. Sie wollte die Freundin von Shane Filan sein und nicht die von Shane
dem Star. Also erfüllte ich ihr den Wunsch und unsere Liebe blieb geheim. Diesen
Abend werde ich nie vergessen, er war so schön. Um 2 Uhr in der Nacht brachte
ich Gillian heim. Vor ihrer Tür küssten wir uns noch einmal bevor ich ihr „Ich
liebe dich“ ins Ohr flüsterte und mich auf den Heimweg machte. Ich dachte die
ganze Nacht über nach, was vor wenigen Stunden geschehen war. Ich konnte es
noch nicht glauben und wartete darauf aufzuwachen und festzustellen das alles
nur ein Traum war. Aber es war kein Traum, es war die wunderschöne Realität.
Chapter
3:
Am
nächsten Tag wachte ich erst gegen Mittag auf. Meine Mum hatte schon den Tisch
für das Mittagessen gedeckt als ich noch recht verschlafen die Treppe herunter
kam. Killian, mein kleiner Neffe der die Nacht bei uns geschlafen hatte, begrüßte
mich fröhlich. „Onkel Shane! Spielst du mit mir ein Spiel?“ „Tut mir leid Killian,
aber ich kann jetzt nicht, aber später, okay?“ Als ich das traurige Gesicht
sah konnte einfach nicht gehen und spielte mit ihm ein kurzes Spiel. Als der
kleine wieder glücklich war, machte ich mich fertig, ich wollte zu Kian fahren
und ihm alles erzählen. Davor rief ich aber noch bei Nicky an, ich fand es gerecht
das er der erste war, der erfuhr wie das Date verlaufen war. Er freute sich
total für mich und wünschte mir nur das beste. Ich war echt froh einen so super
Freund zu haben. Nach dem Telefonat mit Nicky lief ich zu Kian, der nicht weit
weg wohnte. „Hey Alter! Komm doch rein!“ Ich lief schnurstracks ins Wohnzimmer.
Ich kannte mich bei Kian schon fast so gut aus wie bei mir zu Hause. Schon als
Kind war ich regelmäßig zu ihm gekommen und wir spielten zusammen oder machten
Musik und sangen. Es war immer recht lustig. Ich setzte mich also auf die Couch
und begann von dem gestrigen Abend zu erzählen. Er freute sich auch für mich
und meinte im Spaß: „Behandle mein Kusinchen ja gut! Sonst bekommst du es mit
mir zu tun!“ Wir fingen beide an zu lachen. Da ich an diesem Tag eh nichts mehr
vor hatte, blieb ich bei Kian und wir lieferten uns ein heißes Fußball-Match
mit seiner Playstation. Kian gewann natürlich, er war bei solchen Spielen ein
Vollprofi und es war so gut wie unmöglich ihn zu schlagen. Am Abend, so gegen
8, rief ich bei Gillian an. „Walsh“ „Hi Süße! Ich bin’s.” “Hi! Na wie geht’s
dir?“ „Na ja nicht so gut, du fehlst mir so sehr.“ „Ach Shane, mir geht es genauso.“
Wir redeten bestimmt 1 Stunde miteinander. Es tat richtig gut ihre süße Stimme
zu hören. Sie fehlte mir wirklich, obwohl es noch nicht einmal 24 Stunden her
waren, wo wir uns zum letzten mal gesehen hatten. Nach dem Gespräch rief ich
noch bei Mark und Bryan an. Sie hatten ja auch das Recht zu erfahren, was zwischen
Gillian und mir lief. Auch die beiden Freuten sich für mich, sie meinten sie
hätten mich schon lange nicht mehr so glücklich gehört. Und sie hatten recht,
ich war schon lang nicht mehr so glücklich wie im Moment. Ich hatte die tollste
Frau der Welt an meiner Seite und mit Westlife könnte es auch nicht besser laufen.
Das Leben erschien mir wie ein Traum. Am nächsten Morgen rief ich sofort bei
Gillian an. Ich musste sie einfach wieder sehn. Wir wollten beide zum Strand
fahren. Um 15 Uhr holte ich sie ab und sie sah einfach wieder bezaubernd aus.
Sie hatte einen schwarzen Rock mit wunderschönen Schuhen und ein rotes One-Shoulder-Top
an. Ihre schönen Augen hatte sie mit einem hell rosa Liedschatten und ein wenig
Wimperntusche betont. Ihre Lippen schimmerten auch in einem ganz zartem rosa.
Sie sah einfach wieder perfekt aus. Sie Küsste mich zärtlich zur Begrüßung bevor
es losging zum Strand. Wir brauchten allerdings schon 1 Stunde bis wir dort
waren, wir suchten uns nämlich eine Stelle aus an der so gut wie nie Menschen
waren, weil wir ungesehen bleiben wollten. Das wäre ein gefundenes Fressen für
die Klatschzeitungen gewesen. „Shane von Westlife und Gillian, die Kusine von
Bandkollegen Kian, zusammen am Strand.“ Diesen gefallen wollten wir denen nicht
tun. Und allein war es auch viel schöner. Wir gingen wieder Meilenweit am Strand
entlang, wie am Abend vor 2 Tagen. Ich weiß nicht wie weit wir schon gelaufen
waren, aber Gillian und mir taten schon die Füße weh. Es war ja auch nicht leicht
im Sand zu laufen, also setzten wir uns wieder in den Strand und genossen es
beieinander zu sein. Es war ein ausgesprochen herrlicher Tag in Irland, weit
und breit keine Wolken am Himmel. Wir legten uns beiden in den Sand und sahen
den Vögeln, die vorbei flogen, zu. Gillian legte ihren Kopf auf meine Brust
und ich fing an mit meiner Hand ihrem Bauch zu streicheln. Ich glaube ihr gefiel
das, denn sie schloss ihre Augen und bewegte sich keinen Zentimeter weg. Wir
genossen es, die Sonnenstrahlen auf unser Gesicht scheinen zu lassen und einfach
nur so dazuliegen. Es war einfach herrlich, schöner hätte der Tag echt nicht
werden können. Nach 1 Stunde standen wir wieder auf und machten uns auf den
Rückweg, wir wollten noch ins Kino und es war inzwischen schon 17.45 Uhr und
wir mussten ja noch zurücklaufen und zurückfahren. Wir wollten uns irgendeinen
einen Liebesfilm ansehen, wie der hieß, weiß ich aber bis jetzt immer noch nicht.
Gillian wollte ihn unbedingt sehen und ich verließ mich auf ihren Fraueninstinkt,
also haben wir eben diesen Film angesehen. Wir fuhren gleich zu Gillians Haus,
sie wollte sich noch mal frisch machen, obwohl das gar nicht nötig gewesen wäre.
Sie sah nämlich noch genauso perfekt aus wie vor 4 Stunden. Nach 15 Minuten,
ich hatte so lange im Wohnzimmer auf der Couch gewartet, war sie fertig und
wir konnten los. Wir bekamen noch einen Platz in der letzten Reihe. Von dem
Film bekam ich allerdings nicht recht viel mit. Ich beobachtete meistens Gillian
und fragte mich die ganzen 1 ½ Stunden wir sie nur so hübsch sein konnte. Ich
verfolgte jede ihrer Bewegungen, sie war einfach Klasse! Ab und zu Küssten wir
uns auch und so bekam ich vielleicht 15 Minuten, von einem Film der 1 ½ Stunden
dauerte, mit. Nach dem Film gingen wir noch ein bisschen durch Sligo und kauften
uns an einem Hotdogstand Hotdogs und ne Cola. Um 12 brachte ich sie wieder nach
hause. Wir hatten Glück, denn es hatte mich keiner erkannt und doofe fragen
gestellt. „Sehen wir uns morgen?“ „Ja klar meine Süße! Was willst du denn machen?“
„Das ist mir egal, Hauptsache ich bin mit dir zusammen unterwegs.“ „Also wenn
es dich nicht stört könnten wir ja nach Dublin fahren und ein bisschen shoppen
und Abends mit Nicky und Georgina weggehen. Mit Geo verstehst du dich doch ganz
gut, oder? Und ich denke die 2 hätten auch nichts dagegen, wenn wir sie besuchen
würden“ „Ja das wäre klasse. Dann bis morgen.“ „Ja ich hol dich um 11 ab, ist
das okay?“ „Ja klar“ Wir küssten uns noch ein letztes mal an diesem Abend und
Gillian strich mir dabei langsam immer den Rücken auf und ab. Es war ein tolles
Gefühl so geliebt zu werden. „Schlaf gut mein Schatz und träum was süßes!“,
rief ich ihr noch hinterher, bevor sie hinter der braunen Haustür verschwand.
Chapter 4:
Ich
stellte meinen Wecker auf 9 Uhr. Noch ein letztes mal streckte ich mich ausgiebig,
bevor ich mich auf den Weg ins Bad machte. Zum wach werden, stellte ich mich
gleich unter die dusche. An diesem Tag war ich super
gelaunt, unter der Dusche fing ich deshalb auch gleich an zu singen: „This is
the story of love, let’s make it last forever, you hold the words that means
so much, let’s make a vow together…” Nach einem ungewöhnlich langem Waschgang,
war ich nach 20 Minuten fertig. Mit einem Handtuch bekleidet ging ich zurück in mein
Zimmer und holte mir meine Boxershort, meine schwarzen Socken, meine frisch
gebügelte Jeans und mein neues T-Shirt aus dem Schrank. Schnell zog ich mich
an und lief runter um zu Frühstücken. Ich holte mir die neue Packung Cornflakes
aus dem Schrank und machte die Schüssel voll. Jetzt fehlte nur noch die Milch
und das Frühstück war perfekt. Hastig schlang ich die Cornflakes runter, ich
hatte nämlich nicht mehr so viel Zeit. Es war inzwischen schon 10 Uhr und ich
musste noch Nicky anrufen, ob er überhaupt da war, mich fertig stylen, Dusche
sauber machen und zu Gillian fahren. Nach dem das Bad wieder glänzte, putzte
ich noch Zähne und schmierte mir Gel in die Haare. Das musste einfach sein,
ohne Gel ging so gut wie nie aus dem Haus! Dann rief ich noch schnell Nix an.
Der war sofort begeistert, dass wir vorbei kamen. Wir wollten uns um 7 bei Nicky
treffen und um 9 in dem Pub gehen, der gleich um die Ecke von Nickys Haus war.
Er machte mir auch das Angebot bei ihm zu übernachte, was ich dankend annahm.
Als das alles geklärt war und ich ein paar Sachen für den nächsten Tag gepackt
hatte, setzte ich mich ins Auto und machte mich auf den Weg zu Gillian. Es waren
zwar noch 15 Minuten bis 11, aber sie musste ja auch noch Sachen für den nächsten
Tag packen, sie wusste ja noch nicht mal das wir bei Nicky übernachten werden.
Ich hoffte sie hatte nichts dagegen! Gillian öffnete mir die Tür, nachdem ich
geklingelt hatte, und sie fiel mir gleich um den Hals. Wir küssten uns wieder
und dann erklärte ich ihr, dass wir die nacht in Dublin verbringen würden. Sie
fand das super, weil sie auch nicht scharf drauf war mitten in der Nach noch
zurück nach Sligo zu fahren. Nach 5 Minuten hatte sie alle Sachen gepackt und
es konnte los gehen. Auf dem Weg erzählte sie mir von einem Traum den sie vor
ein paar Wochen hatte und was sie alles kaufen wollte. Nach 2 ½ Stunden kamen
wir in Dublin City an. Ich parkte mitten in der Stadt und Gillian stürmte gleich
aus dem Auto in den ersten Laden. So schnell konnte ich gar nicht schaun, da
war sie schon hinter der Einkaufstür verschwunden. Ich folgte ihr in den Laden
und es war gar nicht so einfach sie dort wieder zu finden. Dann hatte ich sie
aber doch noch gefunden, sie war in der Kosmetik Abteilung. Das hätte ich mir
eigentlich denken können. Sie war so vertieft sich die ganzen Schminksachen
zu bewundern, dass sie mich gar nicht bemerkte. Ich fasste ihr von hinten an
die Taille und beugte mich vor um sie zu küssen. Sie strahlte mich mit ihren
wunderschönen Augen an. Es war echt der Wahnsinn wie diese Augen strahlen konnten,
sie leuchteten richtig. Solche tollen Augen hatte ich echt noch nie gesehen.
Vorher waren mir die nie aufgefallen und jetzt andauern. Wir hatten uns aber
auch noch nie so oft und intensiv in die Augen gesehen. Sie holte 3 verschiedene
Lidschatten die ihr am besten gefielen und fragte mich, welcher ihr wohl am
besten stehen würde. „Oh sorry, da bist du bei mir an der falschen Adresse!
Mit so was kenn ich mich echt nicht aus! Aber das Problem haben wir gleich.
Gib her ich kauf dir alle 3!“ „Nein! Das musst du nicht!“ „Keine Wiederrede!
Willst du noch was?“ Sie schüttelte den Kopf und ich stellte mich an der Kasse
an. Mich wunderte es, dass ich noch keine Autogramme geben musste, aber man
soll bekanntlich den Morgen nicht vor dem Abend loben! Kaum waren wir aus dem
ersten Laden draußen, versammelte sich eine große menge kreischender Teenies
um uns. Alle wollten wissen wer Gillian war. Ich hasste es die Fans anzulügen,
aber es musste sein. „Sie ist meine beste Freundin und Modeberater. Was glaub
ihr wer meine Hosen und so aussucht!“ Nachdem alle mit Autogrammen versorgt
waren, machten wir uns aus dem Staub. Wir beschlossen nur noch durch die kleinen
Gassen zu gehen und in den kleine Läden einzukaufen. Da war das Risiko geringer
von Fans belästigt zu werden. Als wir an einem Schmuckgeschäft vorbeikamen entdeckte
sie eine wunderschöne Kette. „Ist die nicht toll?“, fragte sie mich und bewunderte
die schöne Kette. Die Kette kostete allerdings 15 000 €! „Die würde ihr wirklich
gut stehen“, dachte ich mir. Gillian verwarf den Gedanken, die Kette zu kaufen,
aber schnell als sie den Preis sah. Sie zog mich mit zum nächsten Modegeschäft.
Drinnen angekommen stürzte sie sich sofort auf einen roten Minirock. Der sah
wirklich klasse aus, doch als sie den Preis sah, hängte sie ihn traurig wieder
zurück. Zuerst wusste ich gar nicht wieso sie ihn nicht anprobierte, aber als
ich dann auf das Preisschild sah wusste ich warum. 109,99 €! „Hey Süße! Probier
den Rock doch mal an. Der sieht an dir sicher klasse aus.“ Nach ein paar Minuten
hatte ich sie überredet und sie probierte ihn an. Als sie aus der Kabine kam,
wurde mir fast schwindelig. Der Rock passte wie angegossen und sie sah einfach
wunderschön darin aus. „Wow, du siehst fantastisch aus!“ „Ja und wer soll sich
so einen Rock leisten können?“ „Hey lass das mal meine Sorge sein.“, meinte
ich und zwinkerte ihr zu. „Das kannst du doch nicht machen! Shane! Der kostet
ein halbes vermögen!“ „Für dich ist mir nichts zu teuer! Jetzt suchst du dir
noch ein passendes Oberteil aus und dann zahl ich.“ „Nein. Das kannst du doch
echt nicht machen!“ „Wetten das?“ Sie gab endlich nach und wir fanden auch noch
ein tolles Top, das super zum Rock passte. Ich ging zur Kasse um zu bezahlen
und das ding zeigte 165,98 € an! Da sieht man mal wie die einem das Geld aus
der Tasche ziehen, 165.98 € für einen Rock und ein Top, aber für Gillian war
mir echt nichts zu teuer! Glücklich und strahlend lief sie mit mir aus dem Laden.
„Du bist echt verrückt! Du gibst ein halbes Vermögen für mich aus. Komm her
lass dich küssen!“ Sie nahm meinen Kopf ihn ihre Hände und küsste mich. Ihre
Küsse waren einfach der Wahnsinn! Am liebsten hätte ich sie nie mehr von meinem
Lippen gelassen, aber ich brauchte auch noch eine neue Hose und neue Boxershorts,
also machten wir uns auf den Weg in ein Männerbekleidungsgeschäft. Kaum war
Gillian drin, brachte sie mir 3 Hosen. Die sahen wirklich gut aus, also probierte
ich sie an. Nachdem alle 3 anprobiert waren, entschied ich mich für die 1. und
3. Hose. Ich hätte wahrscheinlich 3 Stunden gebraucht, bis ich eine Hose gefunden
hätte. Zum Glück war Gillian dabei, so ging das alles viel schneller. Nun brauchte
ich nur noch Boxershorts. Ich nahm gleich einen 6er Pack. Ganz stinknormale
graue. Ich bezahlte schnell an der Kasse und dann ging’s weiter. Wir ließen
echt kein Geschäft aus. Für Gillian kaufte ich noch eine schwarze Hose mit einem
blauen One-Shoulder-Top und neue Ohrringe. Es sah an ihr wirklich alles klasse
aus, es hätte keinem anderen Mädchen besser stehen können als meiner Gillian.
Ich fand für mich noch 2 Hemden und 1 T-Shirt. Nach 3 Stunden taten uns die
Füße weh und wir setzten uns in eine Eisdiele. So einen riesigen Eisbecher hatten
wir uns echt verdient. Nach unserem Eis machten wir uns so langsam auf den Weg
zu Nicky. Es war nämlich schon 18 Uhr. Langsam liefen wir zurück zum Auto, das
am anderen Ende von Dublin City stand. Nach 45 Minuten kamen wir an und fuhren
gleich los. Bis zu Nicky waren es nur noch 10 Minuten. Ich parkte wieder neben
Nickys Luxusschlitten. Georgina öffnete uns die Tür. „Hi Shane, hi Gillian.
Kommt doch rein.“ Gillian und Geo umarmten sich, sie kannten sich von einigen
Aftershowpartys auf der die beiden waren. Geo wegen Nicky und Gill war öfters
mit Kian gekommen. „Nicky ist noch unter der Dusche, aber er müsste gleich fertig
sein. Setzt euch doch schon mal ins Wohnzimmer.“ Das taten wir wirklich gerne,
nach 3 Stunden shoppen, nutzt man jede Sitzgelegenheit, die man bekommt! Ich
weiß nicht wann mir meine Füße zuletzt so weh getan hatten als nach dieser Shoppingtour!
Geo brachte uns auch gleich noch was zu trinken und dann kam auch schon Nicky.
„Hey Shane du altes Haus, lange nicht gesehen! Hi Gillian, wie geht’s?“ „Hi
Nicky, ach ganz gut.“ Wir redeten nur ein bisschen über den vergangenen Tag,
bevor wir uns auf den Weg in den „Lá Cuba“ machten. Anfangs war noch recht wenig
los, aber gegen 11 füllte sich das ding! Gillian zog mich auf die Tanzfläche,
Geo Nicky. Sie konnte wirklich super tanzen! Sie bewegte sich so, als würde
sie den ganzen Tag nichts anderes machen. Es war schon erstaunlich, jeden Tag
stellte ich mehr tolle Sachen an ihr fest, die sie einfach einzigartig machten.
Wir tanzten bestimmt eine halbe Stunde bevor wir uns wieder setzten und ich
mir ein Guinness bestellte. Normal ging ich aus solchen Pubs immer leicht bis
sehr angetrunken zurück, aber an diesem Abend beherrschte ich mich und trank
nur ein Guinness und Apfelschorle. Nicky guckte mich ganz verwundert an, als
ich zum Kellner „Eine Apfelschorle, bitte“ sagte. Ihm war es egal ob Geo dabei
war oder nicht, er knallte sich fast immer die Birne zu! Ich muss zugeben, das
ich auch sehr oft betrunken nach Hause kam, aber ich wollte nicht gleich das
erste mal, wenn ich mit Gillian in einem Pub bin, von ihr nach Hause geführt
werden. Das konnte ich ihr echt nicht antun und ich konnte auch sehr gut ohne
Alkohol Party machen! Und seit es mir einmal so schlecht, aber wirklich schlecht,
nach einer Sauftour ging, trank ich sowieso etwas weniger als sonst! Wir machten
durch bis um halb 6! Nicky der nicht mal mehr allein stehen konnte, wurde von
mir zurück getragen. Ich brachte ihn hoch in das Schlafzimmer und legte ihn
ins Bett. Das Gästezimmer war gleich gegenüber. Während Gillian sich im Bad
abschminkte und sich fürs Bett fertig machte, richtete ich Bettzeug und das
ganze zurecht. Also sie ins Zimmer kam, bekam ich wieder weiche knie, sie sah
sogar im Schlafanzug bezaubernd aus. Wir küssten uns noch mal bevor ich ins
Bad ging um mich fertig zu machen. Jetzt denkt ihr vielleicht, sie schlafen
zusammen in einem Bett, da muss doch was passieren, aber mehr als ein paar heiße
Küsse, waren da nicht. Wir waren uns beide einig, es war noch etwas zu früh
um miteinander zu schlafen und wir wollten das auch nicht unter diesem Umständen
machen. Wir waren beide sehr romantisch, und es ist wirklich nicht so toll,
es im Gästezimmer meines besten Freundes zu tun! Und außerdem waren wie beide
total kaputt! Als ich aus dem Bad kam und das Zimmer betrat lag Gillian schon
im Bett. Ich legte mich neben sie und wir küssten uns wieder einige Male. Ich
liebte das, ihre Küsse waren echt der totale Wahnsinn! Wir redeten noch einige
Minuten bis wie beide einschliefen.
Chapter 5:
Am
nächsten Tag wachte ich erst um 15 Uhr auf. Gillian schlief noch in meinen Armen,
sie hatte ihren Kopf auf meine Brust gelegt. Ich wollte sie nicht wecken, also
verhielt ich mich möglichst ruhig. Sie sah aus wie ein Engel, wenn sie so schlief.
Mit ihren blonden Haaren. Sie war einfach wunderschön! Vorsichtig küsste ich
sie auf die Stirn. 10 Minuten später wachte auch sie auf. „Guten morgen mein
süßer Engel. Hast du gut geschlafen?“ „In deinen Armen und auf deiner Brust
schläft man doch immer gut!“ Sich lächelte mich an und wir küssten uns wieder
sehr zärtlich und lang. Langsam und leise liefen wir die Treppe runter, wir
wussten ja nicht ob Geo und Nix schon wach waren. Wir liefen in die Küche, Geo
war schon wach. „Hey guten morgen. Na ihr beiden, gut geschlafen?“ „Jep! Sehr
gut.“ Geo machte für uns Kaffee. „Nicky schläft noch, oder?“ „Ja. Das ist das
einzige was ich an ihm hasse! Er muss sich immer betrinken, wenn wir weg sind!
Du hast es doch auch ausgehalten nur ein Guinness zu trinken, warum er nicht?“
„Also so viel wie gestern hat er schon lang nicht mehr getrunken, aber vielleicht
geht es ihm heute auch sehr schlecht und er lernt daraus! Irgendwann stellt
auch er fest, dass es eigentlich nichts bringt sich die Birne voll zu haun!
Mir ging es genauso. Seit es mir einmal so miserabel gegangen ist, dass ich
3 Tage flach lag, trink ich wesentlich weniger als vorher! Klar bin ich auch
mal voll zu, aber so wie vorher echt nicht mehr!“ „Na hoffentlich sieht das
Nicky auch so.“ Nach 1 Stunde kam Nicky die Treppe runtergekrochen. „Hast du
Aspirin für mich? Mein Kopf platzt gleich und mir ist so kotz übel!“ „Leg die
ins Wohnzimmer ich komm gleich und bring dir Aspirin und wenn ich mich nicht
täusch müsste ich auch noch was gegen Übelkeit haben!“ Nicky sah wirklich nicht
gut aus, so hatte ich ihn noch nie gesehen! Er war kreide bleich und es fiel
ihm sichtlich schwer die paar Schritte ins Wohnzimmer bis zur Couch zu gehen.
Ich dachte echt er kippt jeden Moment um, deshalb stützte ich ihn vorsichtshalber
mal. Als wir im Wohnzimmer ankamen, kam auch schon Geo mit der Medizin angelaufen.
Nachdem Nicky versorgt war, kam sie wieder zu mir und Gill in die Küche. „So
hab ich Nicky noch nie gesehen! Er sieht total schlecht aus!“, meinte Geo besorgt.
Wir machten uns dann auf den Heimweg. Es war schon halb 5! Wir verabschiedeten
uns von Geo und bedankten uns für alles. Sich bei Nicky zu verabschieden wäre
sinnlos gewesen, er hätte es sowieso nicht richtig wahrgenommen. Diesmal brauchten
wir anstatt 2 ½ Stunden 7 von Dublin nach Sligo! Wir standen 4 mal im Stau!
Es war die reinste Katastrophe! Wenigstens kamen im Radio gute Lieder. Sie spielten
fast jede halbe Stunde einen Westlife Song und die anderen Lieder waren auch
nicht schlecht! „Wann bist du eigentlich wieder mit Westlife unterwegs?“ „Ich
hab jetzt noch knapp 2 Wochen frei und dann muss ich für 2 Wochen nach Deutschland
und gleich danach 1 Monat nach Asien. Ich vermiss dich jetzt schon, wenn ich
nur daran denke! Aber vielleicht könntest du sogar mit nach Deutschland, wenn
das mit deinem Studium hinhaut!“ „Das mit meinem Studium wäre kein Problem,
ich hab noch 4 Wochen frei. Aber meinst du Louis würde das erlauben?“ „Er muss!
Ich ruf ich gleich an wenn wir zuhause sind, vorausgesetzt wir kommen heute
noch an!“ „Ich hätte auch nichts dagegen mit dir im Auto zu schlafen!“ Die Fahrt
zog sich ewig lang hin. Ich glaube wenn wir gelaufen wären, wären wir schneller
gewesen! Am Anfang der fahrt, schien noch die Sonne und als wir das erste Mal
im Stau standen, es waren 1. ½ Stunden wo gar nichts vorwärts ging, legte sie
Gillian aufs Autodach und sonnte sich. So was verrücktes hatte ich noch nie
gesehen, die anderen Autofahrer sahen mich schon ganz verwundert an. Im zweiten
Stau spielten wir dann Karten die ich noch im Auto gefunden hatte. So verging
die Zeit etwas schneller und es war wirklich lustig. Ich wurde leider auch erkannt.
Plötzlich standen 3 junge Mädchen vor meinem Auto und klopften wie die blöden
an die Scheibe. Also stieg ich aus und gab ihnen Autogramme. Ich musste mich
sogar mit ihnen Fotografieren lassen, mitten auf der Autobahn! Als die wieder
verschwunden waren, ging es wieder etwas vorwärts. Ich dritten Stau, veranstalteten
wir eine Karaoke Party. Ich hatte im Auto noch eine Kassette gefunden, auf der
uralte Lieder in Karaoke Version drauf waren. Wir sangen nur so drauf los. Ich
muss schon sagen, es hat mir noch nie ein Stau so viel Spaß gemacht, wie an
diesem Abend. Es war wirklich verrückt. Im vierten Stau viel uns nichts mehr
ein und wir redeten nur, aber sogar beim reden lachten wir bis und die Tränen
kamen. Um halb 11 kamen wir dann doch noch in Sligo an. Bei Gillian war keiner
Zuhause, ihre Eltern machten 1 Woche Urlaub in Wexford bei Bekannten, und sie
bat mich bei ihr zu übernachten, weil sie nicht allein schlafen wollte. Ich
tat wirklich nichts lieber als das! Sie führte mich hoch in ihr Zimmer. Während
sie im Bad verschwand, sah ich mir ihre Kinderbilder, die im Zimmer standen,
an. Sie war ja ein so süßes Baby gewesen. Ich entdeckte auch eins wo Gillian
und ich abgebildet waren. Wir waren ungefähr 12 Jahre alt und ich küsste sie
auf die Backe. Als ich das sah musste ich lächeln, sie hat mir eigentlich schon
immer gefallen, aber irgendwann hatten wir uns aus den Augen verloren und dann
kam auch noch der ganze Stress mit Westlife dazu. Als ich alle Bilder betrachtet
hatte, zog ich meine Hose aus und setzte mich nur mit T-Shirt und Boxershort
bekleidet aufs Bett. Ich dachte nach und stellte fest das Gillian das beste
war, das mir je passieren konnte. Sie machte mich zu dem Menschen der ich wirklich
war, ich liebte sie wirklich sehr! Ich liebte einfach alles an ihr, ihre Augen,
ihr lachen, ihre Stimme, ihre Bewegungen einfach alles! Als Gill zurück ins
Zimmer kam, lief sie auf mich zu, drückte mich nach hinten, so das ich auf dem
Bett lag, setzte sich auf mich drauf und begann mich zu küssen. Langsam zog
ich ihr Schlafanzugoberteil aus und schmiss es irgendwo ins Zimmer. Als ich
sie, Obenrum nur noch mit BH bekleidet, sah musste ich schlucken, sie hatte
einen fantastischen Körper! Auch sie zog mir mein T-Shirt aus, so das ich nur
noch mit einer Boxershort bekleidet auf ihrem Bett lag. Langsam strich ich ihr
über den warmen Rücken während wir uns leidenschaftlich küssten. Irgendwann
wendete sich die ganze Sache und ich lag auf ihr. Langsam begann ich sie zu
küssen, zuerst am Hals dann ging ich immer weiter nach unten bis ich an ihrem
Bauchnabel ankam und wieder ganz langsam nach oben ging. Sie streichelte mir
sanft über meinen Rücken, als ich wieder bei ihrem Mund ankam. Schließlich landeten
wir Arm in Arm im Bett und lachten uns an. Wir sahen uns noch eine ganze Weile
nur an und schwiegen vor uns hin, während sie mir immer wieder üben den Bauch
streichelte. Es war so schön, so mit ihr im Bett zu liegen. Wir küssten uns
noch einige male sehr zärtlich und leidenschaftlich, bis wir einschliefen.
Chapter 6:
Wir
wurden am nächsten morgen durch einen Typen geweckt, der Sturm an der Haustür
läutete! Noch verschlafen, schlüpfte Gillian in ihren Morgenmantel und lief
die Treppe runter. Der Postbote war gekommen und übergab ihr ein Päckchen. Wieso
der Sturm geklingelt hatte, wissen wir bis heute nicht, sonst hatte er die Päckchen
und Pakete immer den Nachbarn gegeben, wenn niemand die Tür öffnete. Gillian
kam mit der kleinen Kiste wieder hoch zu mir. Sie legte sie auf ihren Schreibtisch,
zog ihren Morgenmantel wieder aus und schlüpfte wieder zu mir unter die Deckte.
„Na meine kleine Maus, hast du gut geschlafen?“ „Ja klar. Du warst ja neben
mir.“ Sie lächelte mich mit ihrem bezaubernden lächeln an und küsste mich. Wieder
streichelte sie mir dabei sanft über den Bauch. Wir blieben noch etwas liegen,
bis wir runter liefen um zu frühstücken. „So ein Mist. Der ganze Kühlschrank
ist leer! Ich sollte vielleicht mal wieder einkaufen! Was solln wir denn jetzt
Essen?“ „Hey Süße, ich geb mich auch mit einer Schüssel Cornflakes zufrieden!“
„Das ist glaub ich auch das einzige was hier noch an Essbarem zu finden ist!“
Sie holte zwei Schüsseln aus dem Küchenschrank und stellte die Cornflakes und
Milch auf den Tisch. Gerade als sie sich setzten wollte zog ich sie zu mir rüber
und setzte sie auf meinen Schoß. Wir fütterten uns gegenseitig mit Cornflakes.
Es gingen leider Gottes auch einige Ladungen daneben. Wir sahen aus wie zwei
kleine Schweinchen, aber mit hat ein Frühstück noch nie so gut gefallen. Wir
lachten wieder nur die ganze Zeit! Ich hatte meine Lachmuskeln echt noch nie
so oft beansprucht wie in diesen letzten Tagen. Ich war der glücklichste Mensch
der Welt! Zusammen liefen wir nach oben ins Bad. „Wie wär’s wenn wir duschen?
So können wir jedenfalls nicht auf die Straße!“ „Da fragst du noch, mein Engel?“
Wir begannen wieder uns zu küssen und dabei langsam gegenseitig auszuziehen.
Eng umschlungen stiegen wir in die Dusche ohne unsere Lippen voneinander zu
trennen. Vorsichtig schaltete ich das Wasser an. Es war einfach traumhaft mit
ihr unter der Dusche zu stehen und sie zu küssen, während die lauwarmen Wassertropfen
über unsere Körper liefen. Als wir fertig waren trocknete ich ihr vorsichtig
den Rücken ab. „Shane, das war wunderschön.“ „Shhhhh.“ Als wir beide trocken
und wieder leicht bekleidet waren (nur mit Unterwäsche) hob ich sie hoch und
trug sie in ihr Zimmer wo ich sie sanft auf ihr Bett legte. Vorsichtig legte
ich mich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr: „Du bist die tollste, hübscheste
und wundervollste Frau der Welt. Ich liebe dich!“ „Du bist so süß. Ich liebe
dich auch, mehr als alles andere auf der Welt!“, antwortete sie mir mit ihrer
zarten Stimme während sie zärtlich an meinem Ohr knabberte. Dann sprang sie
auf, weil es schon wieder geklingelt hatte. Schnell schlüpfte sie in ihre Jeans
und ihr T-Shirt, das sie beides über ihren Stuhl gehängt hatte. „Ich bin gleich
wieder bei dir, mein Süße.“, sagte sie bevor sie die Treppe runterrannte und
öffnete. „Hey Kusinchen! Na wie geht’s dir?“ Es war Kian. Als ich seine Stimme
erkannte, schlüpfte auch ich in meine Jeans und mein T-Shirt, Kian brauchte
ja nicht alles zu wissen und es wäre schon etwas blöd gekommen, wenn ich, nur
mit Boxershort bekleidet, auf Gillians Bett saß! Keine Sekunde nachdem ich fertig
angezogen war, kam Kian auch schon ins Zimmer. „Hey Shane. Mit dir hätte ich
jetzt echt nicht gerechnet. Was machst du hier?“, fragte er und zwinkerte mir
zu. „Na was wohl! Ich bin die neue Putzfrau im Hause Walsh!“ „Hey Super! Auf
geht’s, das Bad wartet darauf sauber gemacht zu werden!“ sagte Gillian und lachte,
genauso wie Kian und ich. „Also dann mal Spaß beiseite. Habt ihr Lust heute
Abend mit mir weg zu gehen? Nicky geht es grad nicht so gut, Bryan ist auf dem
Geburtstag von seiner Oma und Mark hat keine Lust.“ „Na Babe, willst du?“ „Na
klar, solang ich mit dir zusammen sein kann, ist mir egal was wir machen“ „Okay
super! Dann muss ich wenigstens nicht allein gehen! Treffen wir uns um 9 im
‚Salevá’?“ „Ja.“ „Okay ich muss dann auch schon wieder los. Meine Mum wartet
sicher schon auf ihre Butter, die ich für sie besorgen sollte.“ Und schon war
Kian verschwunden. „So mein Süßer und was machen wir heute noch?“ „Wir?“ Nach
diesem Wort spielte Gill die beleidigte, sie wusste natürlich das ich nur Spaß
machte. Schnell schnappte sie sich ein Kissen und warf es mir direkt ins Gesicht.
Das lies ich mir natürlich nicht gefallen und war zurück, so war eine große
Kissenschlacht im Gange. Nach 10 Minuten ließen wir uns Glücklich ins Bett fallen.
„Was willst du denn machen?“ „Ich weiß nicht, schlag was vor.“ „Wie wär’s wenn
ich dich meinen Eltern mal vorstellen würde?“ „Okay, das müssen wir irgendwann
so oder so machen, aber vorher müssen wir noch einkaufen, wenn es dir nichts
ausmacht.“ „Okay, dann müssen wir uns aber beeilen um diese Zeit ist noch nicht
so viel los und die Gefahr erkannt zu werden ist geringer!“ Wir machten uns
gleich auf den Weg zum nächsten Supermarkt, der nur 2 Straßen weiter war. Nach
einer halben Stunde waren wir fertig und fuhren zurück. Als alles im Kühlschrank
und in der Vorratskammer verstaut war, schlug Gillian vor uns eine
Lasagne zu machen. Während sie die Nudelplatten
in die Auflaufform legte, bereitete ich schon mal die Hackfleischsoße zu. Das
mit dem würzen überlies ich aber dann doch lieber Gillian. Als ich fertig war,
ging ich von hinten an sie heran, faste ihr um die Taille und sah ihr gespannt
über die Schulter. „Es ist schon interessant, wie eine Frau Nudelplatten in
eine Auflaufform legt.“, meinte sie lachen und drehte ihren Kopf so das wir
uns küssen konnten. „Die Nudelplatten sie nicht mal halb so interessant wie
du!“ „Dann ist ja gut! Bist du mit deiner Soße schon fertig.“ „Jep, muss nur
noch gewürzt werden.“ „Dann gib mal her.“ Als die Soße fertig war tat sie abwechselnd
Nudelplatten und Soße in die Form bis die voll war. Zum Schluss streute sie
noch Käse drüber und schob das ding in den Ofen. „Und was machen jetzt bis das
Essen fertig ist?“ „Ich weiß da schon was!“ Ich zog sie her zu mir und wir fingen
an uns zu küssen. Irgendwann lagen wir auf dem Boden, aber das störte uns nicht.
Wir hörten erst auf, als es anfing leicht verbrannt zu riechen. Es war gerade
noch rechtzeitig, als Gillian die Lasagne aus dem Ofen holte. Ich wollte den
Tisch decken, aber da fiel mir ein das ich ja gar nicht wusste wo Teller waren,
also überließ ich das Gillian. Die Lasagne schmeckte wirklich ausgezeichnet.
Besser hätte sie ein Italiener auch nicht hingekriegt. Sie war eine super Köchin
musste ich feststellen. „Boah, bin ich satt. Du bist echt eine klasse Köchin!“
„Danke.“ Nach dem Abwasch, der eine halbe Stunde dauerte weil wir uns immer
mit Schaum bespritzten, wollten wir uns auf den Weg machen, aber Gillian fiel
ein das sie das Päckchen noch gar nicht aufgemacht hatte. Wir liefen hoch und
Gillian öffnete das Päckchen. Es waren 2 Deutsche Wörterbücher drin. „Hä wer
hat die denn bestellt?“ „Ich glaub meine Mum, sie wird nächstes Jahr in Deutschland
Urlaub machen.“ „Ach so und wieso steht da Gillian Walsh drauf?“ „Das weiß ich
auch nicht, na ja ich werd sie mal fragen, wenn sie wieder da ist.“ Wir liefen
wieder runter und machten uns auf den Weg zu meinen Eltern. Sie wussten noch
nicht mal das ich mit Gillian zusammen war, geschweige denn wer sie war. Als
ich klingelte öffnete mir meine Schwester Mairead. Ich nahm Gillian an der Hand
und führte sie ins Wohnzimmer. Dort waren auch meine Mum und mein Dad. Ich stellte
Gillian kurz vor, bevor wir uns auf das Sofa setzten. Meine Mum kam darauf gleich
mit Kaffee und Kuchen angerannt. Sie lud jedem sofort zwei Stückchen auf den
Teller. Nach einer Stunde mussten meine Eltern allerdings fort, sie waren mit
irgendeinem Berater verabredet. Dann fiel mir Louis wieder ein, ich wollte ihn
ja noch anrufen. „Walsh“ „Hi Lou, hier ist Shane.“ „Hi Shane was gibt’s denn?“
„Also es geht um... na ja...“ „Also das mit Gillian weiß ich alles schon von
Kian.“ „Oh dann ist gut. Na ja und jetzt wollte ich fragen ob sie vielleicht
mit nach Deutschland kann.“ „Was? Sorry, aber das geht wirklich nicht!“ „Aber
warum nicht?“ „Ich müsste die ganzen Hotels umbuchen und überhaupt, das währe
zu vie aufwand!“ „Aber...“ „Kein aber. Es tut mir leid.“ „Na gut.“ „Okay, dann
bis in 2 Wochen.“ „Ja. Bye“ Sauer knallte ich den Hörer auf die Telefongabel.
Am liebsten hätte ich ihn auf der stelle umgebracht! „Lou meint es geht nicht,
weil er die Hotels umbuchen müsste. Aber ich weiß genau, dass es gehen würde.
Er will bloß nicht. So ein Idiot!“ „Shane, beruhig dich wieder!“ „Aber das kann
er doch nicht machen! Er weiß ja gar nicht wie das ist so lange von der Person
getrennt zu sein die man liebt!“ Gillian nahm mich in den Arm. „Das wird schon.“
Vorsichtig küsste sie mich. Ich führte sie in mein Zimmer wo wir uns aufs Bett
legten und uns aneinander kuschelten. Wir blieben ziemlich lange so liegen,
bis mir einfiel, dass ich ihr die Pferde zeigen könnte. Sie war von der Idee
begeistert und wir machten uns gleich auch den Weg.
„Kannst du reiten?“ „Nicht so gut.“ „Okay wir reiten
zusammen.“ Ich holte meinen ‚Carlton Clover’ aus dem Stall und sattelte ihn.
Als das Pferd startklar war, half ich Gillian hoch und als sie saß, setzte ich
mich hinter sie auf das Pferd. Ich griff nach den Zügeln und ritt langsam los.
Wir ritten nach Holywell, eine schöne gegen die gar nicht weit von den Ställen
entfernt war. Nach einer halben Stunde setzten wir uns unter einen Baum in den
Schatten. Das Pferd machten wir am Baum fest und ließen es grasen. Gillian legte ihren Kopf
an meine Schulter und ich begann zu singen: „’Cause every moment we share together,
Is even better than the moment before, If every day was as good as today was,
Then I can’t wait until tomorrow comes…” Nach dem ersten Chorus summte Gillian leise die Melody
mit. Es war einfach herrlich, ein wunderschöner warmer Sommertag in Irland mit
der Frau die ich liebte an meiner Seite. „Sing bitte noch mal! Das war so schön!“
Ich tat ihr den gefallen und begann wieder zu singen. Als die Sonne so langsam
unter ging ritten wir zurück und ich brachte Gillian nach Hause. Wir wollten
uns um 20.45 Uhr bei ihr treffen und dann zusammen ins ‚Salevá’ gehen. An diesem
Abend entschied ich mich für ein eher sportliches Outfit. Ich holte meine Beigefarbene
Cargo-Hose aus dem Schrank, dazu zog ich ein eng geschnittenes weißes T-Shirt
an und darüber eine blaue Sweat-Jacke mit der Aufschrift ‚New York’. Nun musste
ich nur noch meine Haare neu stylen und ich war fertig. Pünktlich um dreiviertel
neun stand ich vor Gillians Haustür. Fröhlich lachend öffnete sie mir und wir
küssten uns wieder sehr zärtlich. Und als ich sie näher betrachtete, schnürte
es mir die Luftröhre zu. Sie sah wieder so wunderschön aus. Sie trug einen Lila
Rock mit einem schlitz auf der Seite, dazu eine Netzstrumpfhose und schwarze
Stiefel. Das Oberteil war Rosé in edler spitzen Optik und V-Ausschnitt. Um den
Hals trug sie eine silberne Kette. Sie sah einfach traumhaft aus! Ich war wirklich
stolz, eine so hübsche und tolle Frau an meiner Seite zu haben! Sie war auch
schon startklar, sie holte nur noch ihre schwarze Handtasche und wir liefen
los zum Pub ‚Salevá’, der nur 3 Straßen weiter war. Kian war schon drin, als
wir ankamen. Gut gelaunt setzten wir uns zu ihm, wir saßen allerdings nicht
lange. Gleich beim nächsten Lied zog mich Gill mit auf die Tanzfläche. Es war
ein sehr langsames und schönes Lied, genau richtig um sich näher zu kommen.
;-) Zusammen tanzten wir und ich wünschte dass das Lied nie ein Ende nehmen
wollte. Es war so schön mit ihr, aber leider ging auch dieses Lied mal zu Ende.
Wir setzten uns zurück zu Kian der uns zugesehen hatte. Als Gillian mal kurz
auf der Toilette war sagte Kian etwas zu mir, das ich nie vergessen werde: „Shane
ich hab Gillian schon sehr lange nicht mehr so glücklich gesehen! Du bist der
beste Freund den sie sich wünschen kann. Ich hab noch nie ein so glückliches
Paar gesehen wie euch! Wenn ich euch so sehe werde ich richtig neidisch! Es
tut ihr gut, dich zu haben“ „Danke Kian!“ Ich war so happy, glücklich umarmte
ich ihn, den letzten Satz verstand ich zwar nicht ganz, aber das war ja egal.
Er war schon ein guter Freund, einer auf den ich echt stolz sein konnte und
das war ich auch, aber noch viel stolzer war ich auf meine Gillian! Wir blieben
noch bis halb 3, wie lang Kian noch war weiß ich nicht genau, er hatte an diesem
Abend noch ein Mädchen kennengelernt und er hatte schon ein paar Bier zu viel,
so das er selbst nicht wusste wie lang er war. Ich hatte auch ein paar Bier
zu viel, aber ich konnte mich wenigstens noch an alles erinnern und laufen konnte
ich auch noch, zwar nicht mehr so gut, aber ich konnte es noch. „Shane, du bleibst
heute nacht wieder bei mir, so kannst du auf keinen Fall nach Hause fahren.“
Sie brachte mich hoch wo sie mich sofort aufs Bett legte. An mehr kann ich mich
nicht mehr erinnern, weil ich sofort eingeschlafen bin. Gillian hat mir erzählt,
das sie mich noch bis auf die Boxershort ausgezogen hatte und sich dann neben
mich legte und auch sofort schlief. Ich hatte einen sehr unruhigen, aber traumlosen
schlaf.
Chapter 7:
Am
nächsten Tag wachte ich allein und mit Kopfschmerzen, wie ich sie noch nie hatte,
auf. „Gillian? Süße? Mäuschen, wo bist du?“ Als keine Antwort kam, beschloss
ich mal runter zu sehen. Sie saß im Wohnzimmer und sah Fern. Als sie mich in
der Tür stehen sah, lief sie auf mich zu. „Guten Morgen, mein Schatz. Ich dachte
schon du stehst gar nicht mehr auf!“ „Ich bin aufgewacht, weil ich deine Wärme
und Nähe vermisst habe“ „Komm her ich geb sie dir jetzt!“ Sie zog mich zu sich
und wir begannen uns wild zu küssen. Ich weiß nicht wie das ging, aber irgendwann
lagen wir auf dem Sofa, während im TV gerade „Swear it again“ lief. Wir waren
beide nur noch in Unterwäschen, als es an der Tür klingelte. „Das darf doch
nicht wahr sein! Wer kommt den jetzt wieder?“ Sauer zog sie sich wieder an und
lief zur Haustüre, ich blieb auf dem Sofa sitzen. „Oh hallo Oma.
Wie geht’s dir?” Ich hörte die zwei
im Gang reden. „Ach Mama und Papa sind noch WEG.“ Dieses Weg betonte sie sehr
auffällig und es sollte wahrscheinlich heißen, das ich mich verstecken sollte,
bevor ihre Oma mich halbnackt im Wohnzimmer sah. Ich wollte mich in der Küche
verstecken, kannte mich aber noch nicht so gut aus und lief ihnen genau entgegen!
„Ahhh! Was macht dieser nackte Mann in eurem Haus?“ „Ach... na ja... also...
das... das ist Shane.“ Ich stellte mich vor ihre Oma und gab ihr schnell die
Hand, dann lief ich an ihr vorbei, hoch in Gillians Zimmer. So etwas peinliches
war mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nie passiert! „Weißt du, er ist gerade
erst aufgestanden.“ „Was er hat hier geschlafen?“ „Äh... ja. Setzt dich doch
schon mal hin. Willst du einen Kaffee?“ „Ja gerne.“ Bevor sie Kaffe kochte kam
Gillian hoch zu mir. „Sorry Süße, ich wollte mich in der Küche verstecken, aber
ich hab die Richtung verwechselt!“ „Ach das macht doch nichts. Aber ich hab
meine Oma noch nie so ruhig gesehen. Also normal wäre sie voll ausgeflippt,
sie hatte schon immer was gegen meine Freunde und wenn die dann auch noch halbnackt
durchs Haus laufen... Aber dich mag sie bestimmt!“ „Na toll. Also so lang die
da ist geh ich nicht runter!“ „Hey komm schon. Dich mag sie sicher, so einen
süßen Kerl wie du es bist muss man einfach lieben! Und wenn sie dich nicht mögen
würde, wäre sie schon bei eurer ersten Begegnung voll ab gegangen und sie ist
ja relativ ruhig geblieben!“ „Okay überredet.“ Ich küsste sie noch schnell bevor
ich mich anzog. Noch ein bisschen unsicher betrat ich das Wohnzimmer und setzte
mich auf die zweite Couch und lächelte die Oma an. „Haben sie gut geschlafen?“
„Äh... ja eigentlich schon.“ Diese Oma war ganz schön neugierig! Ich musste
ihr alles über mich erzählen und als sie wusste das ich Popstar war und so zu
sagen Reicht leuchteten ihre Augen! Nun kam auch Gillian wieder und stellte
die Tassen und die Kaffeekanne auf den Tisch. „Einen netten Burschen hast du
dir da ausgesucht!“ „Ja ich weiß! Er ist das beste was mir passieren konnte!“
Lächelnd sah sie mich an und schüttete daraufhin Kaffee in meine Tasse. Nach
einer Stunde verschwand die Oma wieder, worüber ich eigentlich ganz froh war.
Wir hatten ihr, bevor sie ging, noch eine Predigt gehalten, dass niemand erfahren
dürfte, dass wir ein Paar waren. Sie hatte versprochen es niemandem zu sagen
und wir hofften das sie sich daran hielt! Ich half Gillian noch den Tisch abzuräumen
und den Abwasch zu erledigen. Zu dieser Zeit war nämlich der Geschirrspüler
kaputt. Als alles erledigt war fuhr ich nach Hause. Nach einer Verabschiedung
die 15 Minuten dauerte, fuhr ich los. Wir hatten uns noch für den nächsten Tag
verabredet. Wir wollten schwimmen gehen, aber schon Vormittags, weil da die
meisten Arbeiten mussten und die Teenies in der Schule waren, so hofften wir
das nicht so viel los war und wir unerkannt blieben. Zuhause angekommen wurde
ich schon von meiner Mum erwartet. „Mensch Junge, dich bekommt man ja gar nicht
mehr zu Gesicht!“, meinte sie lachend als sie mir die Tür öffnete. Es roch schon
wieder nach Abendessen. Meine Mum war echt eine ausgezeichnete Köchin! Sie führte
mich schnurstracks in die Küche wo sie mich gleich auf einen Stuhl drückte und
Teller herräumte. Das Essen schmeckte ausgezeichnet! Danach ging ich gleich
in mein Zimmer ich wollte noch ein bisschen nachdenke, über die vergangenen
Tage. Es kam mir immer noch so vor, als wäre es ein Traum aus dem ich jeden
Moment aufwachen könnte. Aber es war natürlich kein Traum, das wurde mir bewusst,
als ich das Bild von Gillian auf dem Tisch neben meinem Bett sah. Sie war wirklich
meine Freundin! Auf dem Bild sah sie aus wie ein Engel, sie war ein Engel! So
hübsch, so wunderbar, so liebevoll, sie musste ein Engel sein, anders hätte
ich mir das nicht erklären können! Ich dachte noch sehr lange nach, ich lies
die letzten Tag noch eine Revue passieren bis ich einschlief. Es war zwar noch
relativ früh, aber was sollte ich machen? Gegen den schlaf ist man Machtlos!
;-) Mitten in der Nacht wachte ich auf, ich hatte einen Alptraum den ich nie
vergessen werde. Gillian und ich liefen an einem Abend am Strand entlang. Plötzlich
kam eine schwarze gestallt auf uns zu. Er lief direkt auf Gillian zu und als
er vor uns stand hob er sie hoch und rannte mit ihr weg. Sie schrie immer wieder
meinen Namen und ich versuchte ihm zu folgen, doch meine Beine wurden immer
schwerer. Irgendwann brach ich im Sand zusammen und als ich wieder aufwachte
lag sie neben mir. Tot. Dann bin ich aus meinem Traum erwacht. Schweißgebadet
lief ich ins Bad und schüttete mir einige Ladungen Wasser ins Gesicht. Ich musste
erst mal realisieren das alles nur ein Traum war. Ich setzte mich auf den Rand
der Badewanne und dachte über den Traum nach. Er war schrecklich! Ich saß bestimmt
1 Stunde nur so auf der Badewanne und dachte nach. Der Traum beschäftigte mich
sehr, irgendwann fiel mir ein das meine Mum mal so ein Buch hatte in dem Traumsymbole
stranden und was sie bedeuteten. Es hätte natürlich auch bis zum nächsten Tag
warten können, aber ich wollte nicht warten ich wollte sofort wissen was dieser
Traum bedeutete. Ich lief leise runter ins Wohnzimmer zu dem Schrank in dem
das Buch bis jetzt immer gestanden hatte. Ich musste gar nicht lang suchen,
da fand ich es auch schon. Es war nicht sehr dick, so das ich auch gleich fand
was ich suchte:
TOD: Im Traum ist der Tod in allen Erscheinungsformen
immer ein Hinweis auf einen neuen Lebensabschnitt. Irgendetwas aus der Vergangenheit
muss endlich abgeschlossen werden.
Ich klappte das Buch
zu und lief zurück in mein Zimmer. Der neue Lebensabschnitt war wahrscheinlich
meine Beziehung mit Gillian, aber was sollte abgeschlossen werden. Ich dachte
lange darüber nach, aber mir fiel beim besten willen nichts ein! Es war nur
ein Traum, aber ich machte mir sehr viele Gedanke darüber. Irgendwann schlief
ich wieder ein. Ich hatte aber einen sehr unruhigen schlaf.
Chapter 8:
Am
nächsten Tag wurde ich um 9 von dem Bellen eines Hundes geweckt. Noch etwas
müde schlich ich die Treppe runter. Na nu? Noch gar keiner wach? Okay meine Geschwister waren
schon lang wach, sie mussten ja arbeiten, aber wo meine Eltern waren wusste
ich nicht. Erst als ich zum Kühlschrank lief um mir Milch zu holen entdeckte
ich den Zettel der an der Tür befestigt war.
Guten Morgen Shane.
Wenn du aufstehst sind wir wahrscheinlich schon weg.
Peter trifft sich mit einem Pferdekäufer aus Longford und ich geh ein bisschen
einkaufen. Es wäre schön wenn du unserem Stalljungen helfen würdest die Pferde
zu füttern. Le grá Mae xxx
Ich wusste gar nicht
das mein Dad ein Pferd verkaufen wollte. Ich beschloss nachher gleich mal den
Stalljungen zu fragen um welches Pferd es sich handelte. Ich machte mir wieder
eine Schüssel Cornflakes, bevor ich zu den Ställen fuhr um die Pferde zu füttern.
Unterm essen viel mir mein Traum wieder ein. Er brachte mich wieder zum Nachdenken.
Ich konnte mir immer noch nicht erklären was ich abschließen sollte. Ich beschloss
nicht weiter darüber nachzudenken, ich würde sowieso zu keinem Ergebnis kommen!
Als ich auf der Pferderanch ankam war Nick, unser Stalljunge, schon eifrig mit
dem Ausmisten beschäftigt. Wenn ich nicht mit Gillian verabredet gewesen wäre
hätte ich ihm geholfen, Ausmisten ist nämlich super zum Nachdenken und Relaxen!
„Hi Shane, wie geht’s dir? Hab dich schon lang nicht mehr gesehen.“ „Hi. Ach
mit geht’s gut. Ich bin zur Zeit nur immer so viel unterwegs.“ Von Gillian brauchte
er ja nichts zu erfahren!. „Meine Mum meinte ich soll dir beim füttern helfen.“
„Das ist gut. Die Boxen 1-25 hab ich schon, könntest du die restlichen machen,
das ich weiter ausmisten kann?“ „Geht klar. Ach weißt du welches Pferd Dad verkaufen
will?“ „Ne, er will eins Verkaufen?“ „Ja, na ja ist ja egal, ich fang dann mal
an.“ Nach einer halben Stunde war ich fertig und fuhr wieder zurück. Ich duschte
mich und packte dann die Badesachen zusammen. Um halb 11 stand ich vor Gills
Haustür. „Hallo mein Engel!“ begrüßte ich sie und hob sie hoch. Wir küssten
uns wieder sehr leidenschaftlich, wie schon so oft in den letzten Tagen. Sie
hatte bereits auf mich gewartet. Den ganzen Weg zum Freibad überlegte ich ob
ich ihr von meinem Traum erzählen sollte oder nicht. Ich machte es lieber nicht,
ich wollte sie nicht mit meinen Träumen belästigen. Vor dem Bad zog ich noch
schnell meine Baseball Cap und meine Sonnenbrille auf, ich wollte es nicht riskieren
das die junge Kassiererin mich erkannte. Das Bad war fast leer, nur vereinzelt
schwammen Menschen in den verschiedenen Becken, mir war das ganz recht so. Wir
suchten uns einen Platz in einer ruhigen Ecke des Bades. Bevor wir uns in die
‚Fluten’ stürzten cremte ich ihn noch den Rücken ein. Sie sah im Bikini wieder
einfach nur fantastisch aus. Wir liefen langsam zum Schwimmbecken runter und
wir mussten Feststellen dass das Wasser im Schwimmerbecken Saukalt war, also
beschlossen wir in das Erlebnisbecken zu gehen. „Hast du Lust zu rutschen?“
„Also eigentlich bin ich ja gegen rutschen, weil ich als Kind mal sehr unsanft
gelandet bin, aber wenn du mich festhältst würde ich sogar ne Ausnahme machen!“
„Ja klar, halt ich dich fest!“ Zusammen liefen wir den Weg zur Rutsche hoch
und dieser Typ vor uns kam mir sehr bekannt vor. Mark. „Hey, was machst du hier?“
„Nach was sieht’s denn aus?“ Wir alberten da oben noch ein wenig rum, bis wir
uns auf den nach unten weg machten. Mark wartete unten schon auf Gillian und
mich. Wir hatten wirklich viel spaß und als sich gegen Nachmittag das Bad füllte
machten wir uns auf den Nachhause weg. Mark der mit öffentlichen Verkehrsmitteln
hergekommen war fuhr mit uns zurück. Gillian kam noch mit zu mir und ich hätte
auch nichts dagegen gehabt, wenn Mark auch mitgekommen wäre, aber er hatte keine
Zeit, er musste noch Kofferpacken, weil er am nächsten Tag für 1 Woche nach
Ibiza flog. Party machen, meinte er. Nun mir war das auch recht. Wir waren allein
zuhause, als wir um 16 Uhr bei mir ankamen, meine Eltern waren noch weg und
meine Geschwister mussten noch arbeiten. In meinem Zimmer angekommen, fiel mir
ein das wir noch gar nicht zu Mittag gegessen hatten. „Hast du Hunger?“ „Ja,
aber nur auf deine Lippen!“ Diese Aufforderung ließ ich mir nicht zweimal sagen
und ich drückte sie auf mein Bett wo wir begannen uns zu küssen und uns langsam
entkleideten. Wir lagen beide nur noch in Unterwäsche da und mir schwirrte die
ganze Zeit eine Frage im Kopf: „Soll ich oder soll ich nicht?“ Ich entschied
mich für den ersten Teil der Frage, fasste all meinen Mut zusammen und öffnete
vorsichtig ihren BH. Sie schmiegte sich sanft an meinen Körper während sie mir
die Boxershort auszog. Nun war ich an der Reihe, langsam fasste ich nach unten
und zog ihr den Slip aus. Dann passierte es, vorsichtig drang ich in sie ein.
Es war ein wundervolles Gefühl ihr so Nah zu sein, ihr so Nah zu sein wie ich
es vorher noch nie war. Es war wunderschön. Glücklich lagen wir eng umschlungen
in meinem Bett. Ich hatte mich noch nie so glücklich gefühlt, den Moment unserer
ersten Begegnung und unserem ersten Kuss und alle gemeinsamen Stunden mit ihr
mal weg genommen. Während wir wieder nebeneinander lagen und sie mir wie schon
so oft sanft über den Bauch strich, sang ich ihr „Flying without wings“ vor.
Dieses Gefühl hatte ich eben selbst fühlen dürfen, es war als würde ich fliegen,
einfach Traumhaft! „Oh Shane. Ich liebe dich ja so sehr!“ „Ich liebe dich auch,
mehr als alles andere auf dieser Welt.“ Jetzt lief ihr eine Träne über die Backe,
ich war etwas verunsichert, hatte ich etwas falsches gesagt? „Wieso weinst du
denn?“ Sie sagte nichts, sie rutschte nur noch näher zu mir. Ich nahm sie tröstend
in den Arm, als sie in Tränen ausbrach. „Meine Süße, alles wird gut!“ Ich fragte
sie immer wieder, was los sei und versuchte sie zu beruhigen, aber sie fing
immer stärker an zu weinen. Ich wusste nicht was sie hatte, aber sie tat mir
so leid. Ich wollte ihr helfen, aber dazu musste ich sie erst einmal beruhigen.
Als sie sich wieder etwas gefasst hatte, versuchte ich erneut zu erfahren, was
sie so quälte. Sie war die letzten Tage doch so glücklich gewesen. „Shane ich
kann nicht, ich kann es dir nicht erzählen, es tut so weg!“ „Gillian du kannst
mir alles erzählen. Ich will nicht das du traurig bist. Ich würde alles tun
um wieder dein bezauberndes lächeln zu sehen. Ich will dir helfen!“ „Okay ich
versuch es. Aber bitte lass mich zu ende erzählen“ wieder kullerten ihr ein
paar Tränen über die Backe. Ich nahm sie in den Arm, ich ließ sie die ganze
Zeit nicht los während sie erzählte. „Es war vor 6 Jahren. Mein Bruder fuhr
mit seinem Freund, nach einer Party eines Schulfreundes, nach Hause. Er war
nur Beifahrer, weil er derjenige von den Beiden war, der mehr getrunken hatte.
Sie fuhren auf der Landstraße von Drumcliff nach Sligo. Beide wollten so schnell
wie möglich nach Hause. Da passierte es. Sie fuhren um eine Kurve und sahen
den herankommenden LKW nicht und...“ Sie brach wieder in tränen aus. Ich konnte
mir schon denke was passiert war. Ich drückte sie fester an mich „Du musst nicht
weitererzählen, wenn du nicht willst.“ „Doch, jetzt hab ich angefangen, jetzt
hast du das Recht auch das Ende zu erfahren, auch wenn es schwer ist.“ Sie riss
sich zusammen und erzählte weiter. Ich sah ihr an das es ihr schwer fiel, darüber
zu reden. „Die beiden Fahrzeuge kollidierten. Andy, mein Bruder, hatte keine
Chance. Der LKW hatte 40 km/h zu viel drauf und fuhr direkt in seine Seite,
er war sofort tot.“ Sie schluckte und es kullerten ihr wieder einige Tränen
über die Backe. „Michael kam mit einem eingequetschten Bein davon. Es war das
schlimmste was mir passieren konnte. Mit Andy konnte ich über alles reden. Er
war mein Bruder und bester Freund gleichzeitig. Es war schwer über seinen Tod
hinweg zu kommen. Bei ihm fühlte ich mich geborgen. Wenn ich stress mit Mama
hatte, war er es der mich wieder aufbaute. In seiner Nähe war ich einfach am
liebsten. Er beschützte mich vor jedem, wir hatten eine sehr enge Beziehung
zueinander. Sein Tod war ein schrecklicher Verlust für mich. Er war es der mich
bei meinem ersten Liebeskummer wieder aufbaute, er war es der mir in jeder weiße
half! Bei dir fühle ich mich genauso. Wenn ich in deiner Nähe bin weiß ich das
ich mich geborgen fühlen kann. Gerade, es war so schön mit dir und da kamen
alle Erinnerungen an ihn wieder hoch. Ich fühlte mich so wohl bei dir, wie ich
es auch in seiner Nähe tat. Kian hat es auch schwer getroffen. Die beiden waren
einfach unzertrennlich. Für ihn war es genauso schlimm wie für mich. Seit seinem
Tod habe ich mich bei niemandem mehr so wohl gefühlt, als bei dir. Du erinnerst
mich sehr an ihn, du bist genau der selbe Typ. Ich weiß gar nicht was ich ohne
dich machen würde. Mir ist gerade bewusst geworden das ich dich nie verlieren
möchte!“ Sie fing wieder an zu weinen, inzwischen kullerten auch mir die Tränen
über die Backen. Es berührte mich sehr. Ich nahm sie ganz fest in meine Arme
und wir beide weinten. Es war der schönste Abend meines Lebens, weil wir zum
ersten Mal miteinander geschlafen hatten und gleichzeitig der Emotionalste.
Ich hatte noch nie so viele Tränen vergossen, wie an diesem Abend. „Kian hat
mir nie von Andy erzählt.“ „Seit seinem Tod hat niemand mehr über ihn gesprochen.
Michael ist aus Sligo fortgezogen, weil er es nicht mehr ausgehalten hat. Alle
haben über ihn geredet und ihn für den Tod meines Bruder verantwortlich gemacht,
aber ihn traf überhaupt keine Schuld. Er lebt jetzt in Galway, ich hab ihn schon
ewig nicht mehr gesehen.“ Jetzt verstand ich auch was Kian mit „Es tut ihr gut,
dich zu haben.“ meinte. Sie tat mir so leid, sie hatte den Menschen verloren
den sie am meisten liebte. Irgendwann sind wir beide unter Tränen eingeschlafen.
Gillian wachte mehrmals in den Nacht auf und ich musste sie beruhigen. Das ganze
nahm sie sehr mit, auch wenn es bereits 6 Jahre her war. Es hatte ihr sehr viel
Überwindung gekostes, mir das alles zu erzählen. Sie brauchte mich jetzt mehr
als alles andere das fühlte ich. Mitten in der Nacht, als Gillian wieder eingeschlafen
war, viel mir mein Traum wieder ein. Vielleicht sollte die Person, die in dem
Traum starb, etwas aus der Vergangenheit abschließen. Es konnte sehr gut möglich
sein. Gillian hatte jetzt vor ein paar Stunden etwas abgeschlossen, sie hatte
mit mir über ihren Bruder geredet. Vielleicht wollte das der Traum symbolisieren
ich weiß es immer noch nicht genau, aber ich bleibe einfach bei dieser Erklärung
für meinen Traum. Irgendwann schlief ich dann auch wieder ein und wurde erst
am nächsten Morgen durch den gleichen Hund, wie einen Tag vorher, geweckt.
Chapter 9:
Gillian schlief noch um sie nicht zu wecken stieg
ich ganz langsam und vorsichtig aus dem Bett. Ich schlüpfte schnell in meine
Boxershort die auf dem Boden lag und lief runter in die Küche. Ich wollte meinem
Engel das Frühstück ans Bett bringen. Vorsichtig stellte ich das Tablett auf
dem Tisch neben dem Bett ab. Nun wurde auch Gillian wach. „Guten Morgen, Maus.“
„Guten Morgen.“ Ich küsste sie und übergab ihr dann das Frühstück. Sie lächelte
mich an. Ich war froh das sie lächelte, nach dem was am Abend vorher passiert
war. „Shane, wegen Gestern. Danke das du mir zugehört und geholfen hast. Ich
fühl mich jetzt viel freier, es tat gut mit dir darüber zu sprechen und nicht
den schmerz in mich reinzufressen auch wenn es schon 6 Jahre her ist.“ „Hey
das hab ich doch gern getan.“ Wir küssten uns wieder, bevor wir uns auf das
Frühstück stürzten. Ich brachte das ganze Geschirr runter, während sie duschte
und sich anzog. Ich fragte mich wie sie sich wohl fühlte. Als sie fertig runter
kam, wollte sie auch gleich gehen. „Shane, sei mir nicht böse, aber ich muss
einfach über Gestern nachdenken.“ „Ja natürlich. Ich versteh das. Soll ich dich
heimfahrn?“ „Nein lass mal. Ich laufe, frische Luft tut mir sicher gut.“ „Okay,
pass auf dich auf!“ Wir küssten uns noch mal bevor sie das Haus verließ und
weg ging. Ich sah ihr noch hinterher, bis sie um eine Ecke verschwand. Sie tat
mir so leid, ich hätte Andy gerne kennengelernt. Er muss ein wundervoller Mensch
gewesen sein, genau wie Gillian. Ich beschloss Kian anzurufen, ich wollte mit
ihm über Andy reden. Als ich ihm am Telefon sagte um was es ginge, wurde seine
stimme traurig. „Wir können auch ein andermal reden. Es war nur so eine Frage.“
„Nein Shane, kannst schon kommen.“ Ich machte mich gleich auf den Weg zu Kian.
Als ich bei ihm ankam, stand er schon in der Tür und wartet auf mich. „Hi Ki!“
„Hi Shane, komm rein.“ Wir gingen in sein Zimmer und setzten uns auf sein Bett.
Da saßen wir immer, wenn ich zu ihm kam um mit ihm über etwas zu reden. Ich
erzählte alles vom vergangenen Abend und als ich fertig war, fing Kian an zu
erzählen: „Andy war zu der Zeit mein bester Kumpel. Er war genau wie ich und
hatte nur Unsinn im Kopf. Als er damals starb, zog ich mich zurück, ich wollte
keinen mehr hören und sehen. Erst als ich dich kennenlernte, begann ich wieder
nach vorne zu sehen.“ Kian erzählte noch sehr lange über das Leben von Andy
und ich musste feststellen das er ein wirklich wunderbarer Mensch gewesen sein
musste. Kian versuchte die ganze Zeit stark zu bleiben und es gelang ihm auch,
aber am Ende brach auch er in Tränen aus. Ich nahm in ihn den Arm und versuchte
ihn zu trösten, so wie ich es einen Tag zuvor mit Gillian gemacht hatte. Eigentlich
weinte Kian so gut wie nie, aber das nahm auch ihn sehr mit! Er hatte sich wieder
beruhig, als ich ihn fragte ob er in Foto habe. Er nickt und stand auf. Er öffnete
den Schrank der gegenüber vom Bett stand und holte eine Schachtel heraus. „Hier
hab ich alle Erinnerungen an ihn drin.“, sagte er und versuchte zu lächeln,
aber es gelang ihm nicht ganz. Er setzte sich wieder zu mir und öffnete die
Schachtel. Sie war voll mit Erinnerungen an ihn. Er gab mir ein Foto das kurz
vor seinem Tod gemacht wurde. Andy hatte sehr viel Ähnlichkeit mit Gillian.
Wenn ich nicht gewusst hätte, wer er war, hätte ich es auch so herausgefunden.
Ich blieb noch bis 19 Uhr bei Kian, weil ich sah das es ihm nicht so gut ging.
Wieder zu Hause angekommen, rief ich bei Gillian an, ich wollte wissen wie es
ihr ging. „Hallo Maus, wie geht es dir?“ „Hallo Süßer, ach es geht schon wieder.“
„Bis du dir sicher?“ „Ja klar“ Sie lachte, es tat gut sie wieder lachen zu hören.
„Na gut, dann bin ich aber froh.“ „Das Gespräch tat gut. Ich fühl mich einfach
nicht mehr so allein, bis jetzt dachte ich immer ich hab alles im Griff, aber
das stimmte nicht. Jetzt hab ich alles im Griff, weil ich den Mut hatte über
alles zu reden. Es ist wie eine Erlösung!“ Wir redeten noch ziemlich lange am
Telefon. Ich wurde erst durch meine Schwester gestört, die schon zum 100. mal
fragte, wann sie endlich Telefonieren könne. „Gute Nacht. Schlaf gut, mein Engel!“
„Du auch. Ich liebe dich.“ Wie legten beide auf und meine Schwester veranstaltete
ein Freudengeschrei, dass wahrscheinlich die ganze Nachbarschaft hörte. Sie
war schon ein verrücktes Huhn! Ich lief hoch um mich zu duschen. Eigentlich
wollte ich das erst am nächsten Morgen tun, aber mir fiel nichts besseres ein.
Als ich so unter der Dusche stand und das Wasser über meinen Körper lief, viel
mir plötzlich ein, dass Gillian ja in 4 Tagen Geburtstag hatte. Und ich Idiot
hätte das beinahe vergessen! Ich stellte das Wasser ab und suchte Verzweifelt
nach meinem Handtuch. Verflixt das hatte ich doch extra hergerichtet und jetzt
war es weg. Na gut dann lief ich eben nackt und völlig nass in mein Zimmer um
mich anzuziehen. Das würde schon wieder trocknen dachte ich mir. Schnell schlüpfte
ich in eine frische Boxershort und in meine Jogginghose und in das blaue T-Shirt
das in einer Ecke lag. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und überlegte
krampfhaft was ich ihr schenken sollte. Nach einer halben Stunde viel mir die
Kette aus Dublin wieder ein. Die hatte ihr doch so gut gefallen. Gleich am nächsten
Tag wollte ich sie kaufen, wenn es nicht schon zu spät war. Aber eigentlich
war ich mir sicher, dass die Kette noch da war, so ein Teures ding kauft man
sich ja nicht alle Tage. Das hoffte ich zumindest! Da es schon halb 12 war wollte
ich ins Bett gehen, aber schlafen konnte ich nicht so richtig. Ich wachte im
Stunden Takt auf.
Chapter 10:
Um
6 Uhr war mir das dann zu blöd und ich stand auf. Müde quälte ich mich die Treppe
runter, die an diesem Tag gar nicht enden wollte. Ich lief in die Küche, wo
mein Bruder sich gerade die Brotzeit für seine Mittagspause machte. Der arme
musste sogar Samstags Arbeiten! „Was machst du denn schon auf?“, fragte er mich
verwundert. „Ich kann nicht mehr schlafen.“ antwortete ich und während ich mich
auf den einen Stuhl in der Küche setzte, fiel mir das Pferd wieder ein. „Hey
Liam, weißt du was für ein Pferd Dad verkaufen will?“ „Weißt du das noch gar
nicht?“ Er sah mich ungläubig an während ich nur den Kopf schüttelte. „Er verkauft
‚Carlton Lady’“ „Und warum?“ „Er meint sie währe für Turniere schon zu alt und
der Käufer will sie nur für seine kleine Tochter.“ „Ach so.“ „Willst du auch
ein Brot zum Frühstück? Ich würde dir sogar mal eins machen, wenn ich eh schon
dabei bin.“ „Ne danke, ich esse lieber Cornflakes.“ „Du und deine Cornflakes!“
Er lachte uns schmierte eifrig weiter Margarine auf sein Brot. Ich lief wieder
hoch, ich wollte mich noch duschen, bevor ich mich auf den Weg nach Dublin machte.
Während ich duschte, kam mir die Idee, dass ich Bryan mal wieder besuchen könnte.
Ich hatte ihn schon über 1 Woche nicht mehr gesehen und ich war ja eh in Dublin.
Ich stellte das Wasser ab und trocknete mich ab. Schnell zog ich meine blaue
Jeans und meinen blauen Pullover an. Ich packte meinen Geldbeutel, den Autoschlüssel
und stieg ins Auto. Um halb 8 war ich schon unterwegs nach Dublin, das hätte
ich auch nicht gedacht. Sonst schlief ich immer mindestens bis 10, wenn ich
frei hatte und nicht gerade wieder der Nachbarshund bellte oder ich den Wecker
gestellt hatte. Um kurz vor 10 kam ich in der Dubliner Innenstadt an. Ich parkte
wieder auf dem gleichen Parkplatz wie letztes mal. Inzwischen hatte es angefangen
zu regnen. So schnell ich konnte lief ich in den nächsten Laden und wartete
bis es wieder etwas aufgehört hatte. Es war ein riesiges Kaufhaus und ich wurde
natürlich auch erkannt. Es standen bestimmt 30 Teenager um mich herum die allen
ein Autogramm und ein Foto wollten. Ich fragte ich nur, wieso die nicht in der
Schule waren, bis mir einfiel das ja Samstag war. Als es wieder einigermaßen
aufgehört hatte zu regen machte ich mich aus dem Staub. „Sorry Mädels, ich hab
echt keine Zeit mehr.“ Ich lief aus dem Geschäft und die ganze Gruppe Teenies
hinterher. Na toll, dachte ich mir. Wie sollte ich die jetzt wieder loskriegen?
Da half nur eins. Ich lief zurück zu meinem Auto und fuhr weg. Irgendwann in
einer kleine Gasse hielt ich wieder an und parkte. Ich war, glaub ich, bis zum
anderen Ende von Dublin gefahren, ich brauchte auf jeden Fall 1 ½ Stunden bis
ich an dem Schmuckgeschäft war in dem Gillians Geschenk im Schaufenster lag.
Völlig nass und genervt betrat ich den Laden. Hinter der Theke stand ein alter
man, der Zeitung las. „Entschuldigung.“ Der Mann rührte sich nicht und fand
es auch nicht für angebracht von seiner Zeitung aufzusehen und mich zu bedienen.
„Guten Tag!“ Immer noch keine Reaktion. „HALLO! Sie haben Kundschaft!“ Erst
als ich ihn genervt anschrie, hielt er es für nötig zu fragen was ich wollte.
Ich sagte ihm welche Kette es sein sollte, zahlte und verschwand. Ich hatte
echt keinen Bock da noch länger drin zubleiben. So ein Arsch. Na egal, genervt
lief ich zurück zum Auto, das 1 ½ Stunden von hier wegstand. Heute ging doch
echt alles schief. Als ich endlich ankam, machte ich mich auf den weg zu Bryan.
Noch völlig nass klingelte ich. Sue seine Schwester öffnete. „Hi Shane, du willst
sicher zu Bryan, oder?“ Ich nickte und sie ließ mich rein. „Bryan komm mal runter,
du hast besuch!“ schrie sie hoch und er kam mit Chip, seinem Hund, im Arm die
Treppe runter. „Hey Shane! Was machst du denn da?“ „Ich wollt dich mal wieder
besuche, oder stör ich?“ „Nein, ich freu mich! Hey du bist ja ganz nass! Komm
mal mit hoch ich geb dir trockene Sachen.“ „Danke.“ Nachdem ich wieder trocken
war setzten wir uns ins Wohnzimmer und wir erzählten uns was in den vergangenen
Tagen so passiert war. Nur das mit Andy ließ ich weg, ich wusste nicht ob es
Kian stört wenn alle bescheid wussten, also hielt ich lieber die Klappe! Er
hatte es mir ja auch nicht freiwillig erzählt, nur weil ich ihn gefragt hab.
„Hey ich freu mich für dich. Ihr scheint ja richtig glücklich zu sein.“ Er klopfte
mir auf die Schulter und stand dann auf um noch mal ne Flasche Cola zu holen.
Ich holte Gillians Kette aus meiner Tasche und hielt sie Bryan vor die Nase,
als er mit der Flasche angetrudelt kam. „Was ist das?“ „Na was wohl? Schau mal
genau hin, dann müsstest auch du erkennen dass das eine Kette ist.“ „Oh. Ist
die für Gillian?“ „Ne für mein Pferd! Klar ist die für Gillian du Witzbold!
Zum Geburtstag.“ „Da freut sie sich bestimmt, aber hat die nicht ein halbes
Vermögen gekostet?“ „Woher weißt du das? Na egal. Sie war schon teuer, aber
für Gillian geb ich das gerne aus.“ „Wie viel hat sie den gekostet?“ „15 000
Euro“ „Wow, da bekommste ja schon fast so nen Schlitten wie der von Nix, okay
nicht ganz, aber vielleicht die 4 Reifen.“ Ich bekam so einen Lachanfall das
alles zu spät war. Sue die nicht mitbekommen hatte warum ich lachte, guckte
mich schon ganz doof an. Wenn ich bei Bryan war musst ich echt immer die ganze
Zeit lachen! Ich blieb noch bis um 11 bei Bryan, wir veranstalteten einen Playstation
Abend. Komischerweise war ich bei allen Spielen immer der Verlierer! Bryan war
echt unschlagbar, aber ich denke mal das lag daran das er schon in Übung war.
Aber es war echt witzig. Mit Bryan war es eigentlich immer lustig, er brachte
mich immer so zum lachen das ich heulen musste. Um 11 fuhr ich dann wieder Richtung
Heimat. Ich konnte ohne Probleme durchfahren. Als ich kurz nach 1 ankam wollte
ich nur noch in mein Bett. Ich schleppte mich die Treppe hoch und lies mich
ins Bett fallen. Ich schlief auch sofort ein ich hatte nicht mal mehr die kraft
mich noch umzuziehen. Ich glaub ich war noch nie so froh ins Bett zu kommen.
Chapter 11:
Ich
schlief durch und wachte erst auf als ich durch einen Kuss geweckt wurde. Ich
machte die Augen auf und vor mir saß Gillian. „Gillian, was machst du hier?“
„Hey guten Morgen. Ich wollte dich besuchen und deine Mum hat mich hochgeschickt.“
„Wie lang bist du denn schon hier?“ „Bin gerade erst gekommen. Du siehst echt
süß aus wenn du schläfst!“ „Oh danke, gleichfalls.“ Ich stand auf und küsste
sie zärtlich auf den Mund. „Hast du schon gefrühstückt?“, fragte ich sie, in
der Meinung es sei noch irgendwann am Vormittag. „Ich hab sogar schon Mittag
gegessen. Wir haben jetzt halb 3!“ „Oh.“ Ich hatte echt nicht gedacht das es
schon so spät war. Ich machte mir nur schnell eine Schüssel Cornflakes, wie
immer, auch wenn es schon halb 3 war. Ich beeilte mich, wir wollten nämlich
noch ein bisschen am Strand spazieren gehen und der Himmel bewölkte sich schon.
Ich packte noch schnell meine Jacke und um 3 fuhren wir los, wieder zu unserem
geheimen Platz an dem wir auch an unserem 1. Abend waren. Wir waren weit und
breit die einzigen Menschen. Es war herrlich. Händchenhaltend liefen wir am
Wasser entlang und redeten über unsere Kindheit. Ich weiß nicht wie wir auf
dieses Thema gekommen waren, aber es war echt lustig, so alte Kindergeschichten
zu hören. Sie war eine wirklich kleine freche Maus. Irgendwann setzten wir uns
auf einen Steinhügel und sahen ins Meer hinaus. „Süßer, du kommst doch zu meinem
Geburtstag, oder?“ „Ja klar komm ich.“ „Meine Oma kommt auch.“ Sie sah mich
an und wir fingen an zu lachen. Wir saßen noch eine ganze Weile einfach nur
da, erst als es anfing zu regnen machten wir uns so schnell es ging aus dem
staub. Wir wussten das es bis zu mir noch sehr weit war und wir liefen in die
andere Richtung, nicht weit entfernt war ein anderes kleines Dorf. Wir hofften
das uns dort jemand reinließ. Als wir so rannten, entdeckten wir eine Höhle
in den Klippen die hinter uns empor ragten. Weil wir das Dorf immer noch nicht
sahen, entschieden wir uns, uns in diese Höhle zu setzen. Ich muss zugeben ganz
geheuer war es mir dabei nicht, aber immer noch besser als durch den regen zu
laufen dachte ich mir. Aber wir mussten bald feststellen das es keine so gute
Idee war. Wir setzten uns auf den sandigen Untergrund und ich nahm Gillian in
den Arm. Da bemerkte ich das sie am ganzen Körper zitterte. „Ist dir kalt?“
Diese Frage war eigentlich nicht nötig, ich sah ja das sie fror. Sie nickte
und ich legte ihr meine Jacke über die Schultern, zum Glück hatte ich die noch
mitgenommen. „Besser?“ Sie nickte wieder. Wir setzten uns ganz eng aneinander
und schwiegen vor uns hin. Ich rieb ihr mit meiner Hand an ihrem Arm immer auf
und ab um sie zu wärmen. Plötzlich zuckten wir beide zusammen, es hatte gedonnert
und wie. Die ganze Höhle bebte! Wir wussten aber beide das es gefährlich wäre,
jetzt zurück zu laufen und wir blieben lieber sitzen. Es fing noch stärker an
zu regnen und es das Gewitter wurde auch stärker. Die Höhle kühlte auch extrem
ab, wir beide zitterten schon. Eng umschlungen saßen wir da und wärmten uns
gegenseitig. Ich hab mir noch sie so sehr gewünscht in einem warmen Raum zu
sein oder wenigstens eine Decke zu bekommen. Es war eisigkalt und der regen
machte auch keine anstallten aufzuhören, im Gegenteil es wurde immer schlimmer.
So langsam wurde es auch dunkel, da viel mir ein das ich noch das Feuerzeug
von Bryan in meiner Tasche haben müsste. Er hatte es vor kurzem bei mir liegen
lassen und ich hatte es ihm noch nicht zurückgegeben. Das Schicksaal meinte
es ausnahmsweise mal gut mit uns und ich fand tatsächlich das Feuerzeug in meiner
Tasche. Jetzt musste nur noch etwas brennbares her. Ich ließ Gillian kurz allein
und ging tiefer in die Höhle und ich wurde fündig. Es lagen überall so dünnen
Äste rum die ich sofort packte und nach vorne trug. Jetzt musste ich sie nur
noch irgendwie anzünden. „Hast du ein Taschentuch oder irgendwas leicht brennbares?“
„Ne, oder warte mal ich hab zuhause noch ein Blatt Papier in meine Tasche gesteckt,
ich sollte für meine Mum aufschreiben wie die Öffnungszeiten in diesem neuen
Frisörsalon sind. Hier.“ „Danke du bist ein Schatz! Jetzt muss das ding nur
noch dafür sorgen das die Äste auch brennen.“ Ich zündete das Papier an und
legte es unter die Äste und mich wunderte es, dass diese so schnell Feuer fingen.
Wir hatten ein schönes Lagerfeuer zustande bekommen. Es wurde richtig schön
warm. Als wir wieder einigermaßen aufgetaut waren redeten wir wieder über alte
Zeiten. Unter anderem auch über unsere erste Begegnung, als ich 12 war. Wir
lachten noch viel und nachdem wir schon über 4 Stunden in diesem kalten Loch
saßen lies der regen endlich nach. Inzwischen war es aber auch schon 23 Uhr!
Wir löschten das Feuer und liefen aus der Höhle in die Richtung aus der wir
gekommen waren. Es war gar nicht leicht wieder zurückzufinden, es war ja schon
stock dunkel! Wir fanden das Auto schließlich doch noch und sehr erleichtert
und durchnässt setzten wir uns ins Auto und fuhren heim. Als wir bei mir ankamen,
war niemand mehr auf, was mich sehr wunderte. Meine Eltern und Geschwister gingen
normal nie vor 2 Uhr ins Bett, wieso sie an diesem Tag so früh gingen, weiß
ich bis heute nicht. Wir betraten das Haus und schlichen uns hoch ins Bad und
wir duschten. Es tat richtig gut, wie das warme Wasser über unsere Körper floss.
Wir duschten ausgesprochen lang. Nur mit einem Handtuch bekleidet setzten wir
uns in mein Zimmer. Ich lief schnell in Denise’ Zimmer und holte Gillian trockene
Sachen. Denise war gerade mit ihrem Freund im Urlaub auf Sizilien und ich wusste
das sie nichts dagegen hatte, wenn ich Gillian Sachen von ihr gab. Ich lief
damit in mein Zimmer zurück, wo Gillian mich schön sehnsüchtig erwartete. Sie
lief gleich auf mich zu und schwung ihren Arm um mich, während sie mich küsste.
Ich liebte ihre Küsse, sie waren so liebevoll, zärtlich und sexy in einem, einfach
Wahnsinn! Wir legten uns ein mein Bett und wir versanken in einer aufregenden
Nacht, wo wir uns wieder sehr, und wenn ich sehr schreibe dann mein ich auch
sehr, nah waren. Es war einfach wunderschön, ich werde diese Momente nie vergessen.
Chapter 12:
Es
war toll am nächsten Tag in ihren Armen aufzuwachen. Sie sah so unglaublich
süß aus wenn sie schlief, sie war ein Engel, ein lebender Engel! Ich zauberte
ihr ein klasse Frühstück und wir verbrachten noch den ganzen Tag zusammen und
auch am nächsten Tag waren wir zusammen unterwegs. Es waren die schönsten Stunden,
wenn ich mit ihr zusammen sein konnte! Und ich wollte das ausnutzen, schließlich
war ich bald wieder ein paar Wochen mit Westlife unterwegs. Und dann war er
auch schon da, Gillians Geburtstag. Da ich ein nicht sehr begabter Geschenkeinpacker
war, überlies ich das meiner Mum, die das gerne tat. Ich steckte das kleine
Päckchen in meine Jackentasche und machte mich auf den Weg zu Gillian. Ich brauchte
gar nicht zu klingeln, Gillian hörte mein Auto und wartete auch schon in der
Tür. „Happy Birthday,
mein Schatz!” Ich hob sie hoch und wirbelte sie durch die Luft.
Als ich sie wieder runterließ, brachte sie mich ins Wohnzimmer. Ihre Eltern
und ihre Oma saßen schon auf dem Sofa und begrüßten mich freudig. Stolz holte
ich daraufhin das Päckchen aus meiner Tasche und gab es meiner Maus. Sie packte
es aus und als sie sah was sich darin empfand, klappte ihr das Kinn runter.
„Oh mein Gott, Shane. Danke. Du bist echt wahnsinnig, die hat doch ein vermögen
gekostet!“ Glücklich fiel sie mir um den Hals. „Für dich ist mir nichts zu Teuer!“
Wir küssten uns sehr zärtlich und daraufhin legte ich ihr die Kette um den Hals.
Ich schwöre, diese Kette hätte keiner Frau besser gestanden als Gillian, meiner
Gillian. Am späten Nachmittag, verschwand Gillians Oma und auch ihre Eltern
mussten noch was erledigen. Das hieß wir waren allein und das bedeutete ungestört,
das dachten wir zumindest. Gerade als wir angefangen hatten uns auf dem Sofa
zu küssen, klingelte es an der Tür. Es war Kian. „Hey Kusinchen, alles gute
zum Geburtstag!“ Die zwei umarmten sich und Gillian bekam von Kian einen Küsschen
auf die Wange. „Wie alt bist du geworden? 4 oder 5?“ Er lachte und kassierte
für diesen Spruch einen klaps auf den Hintern. Es wurde noch ein schöner Abend,
wir lachten sehr viel. Um halb 4 verabschiedete sich Kian, der schon ein paar
Bierchen zu viel hatte. Lallend verließ er das Haus. „Meinst du wir können den
allein heimlaufen lassen?“ fragte Gillian besorg. Ich hatte auch so meine bedenken
und brachte ihn schnell nach Hause, ich hatte wesentlich weniger getrunken als
er. Ich beeilte mich und lief wieder zu Gillian zurück, die mich gleich in ihr
Zimmer schleppte. Gemeinsam lagen wir auf dem Bett und Liebkosteten uns. Es
wurde wieder eine Wundervolle Nacht mit vielen Zärtlichkeiten. Auch die nächsten
Tage waren super, aber der Tag des Abschiedes rückte immer näher und dann war
er da. Meine Eltern brachten mich nach 3 Woche Urlaub zum Flughafen in Dublin.
Gillian fuhr auch mit, aber das hättet ihr euch sicher denken können, oder?
Am Flughafen wurde ich von der ganzen Westlife-Crew herzlichst empfangen. Es
war schon toll alle wieder zu sehen, aber es war auch hart von meinen Eltern
und von meiner Gillian abschied zu nehmen. Wir hatten zum Glück etwas länger
als geplant Zeit um Abschied zu nehmen, weil Bryan wie immer zu spät kam. Als
er mit einer halben Stunde Verspätung in der fast leeren Ankunftshalle eintrudelte,
wurde es Zeit mich entgültig von meinen Liebsten zu verabschieden. Den anderen
4 Jungs ging es genauso wie mir, auch ihnen viel es schwer sie von ihren Liebsten
zu verabschieden. Dann wurde es Zeit, ich küsste Gillian noch einmal sehr zärtlich
und sah ihr noch einmal Tief in die Augen. Bevor ich ging flüsterte ich ihr
noch „Ich liebe dich“ ins Ohr. Als ich losging, sah ich wie sie langsam Tränen
in ihren Augen bildeten und auch in meinen Augen bildeten sich Tränen. In unserem
Privatjet setzte ich mich neben Nicky dem es genauso ging wie mir. Auch ihm
standen Tränen in den Augen. „Sind alle da?“ rief Louis in den Passagierraum.
Als keiner eine Antwort gab erfasste er das als ja und gab dem Piloten bescheid
zum Abflug. Auf nach Germany, hieß es. Während des Fluges lockerte sich die
Anfangs angespannte Stimmung ein wenig. Bryan machte wie immer seine Späße und
brachte uns alle zum lachen.
Die 2 Wochen in Germany
und der 1 Monat in Asien, waren ein tolles Erlebnis für alle. Die Fans waren
einfach großartig. Auch wenn ich Gillian vermisste, durfte ich mir das nicht
anmerken lassen. Das war mein Job, ich musste die Fans glücklich machen. Ich
Telefonierte 5x täglich mit ihr, was meine Handyrechnung dramatisch in die Höhe
steigen lies.
Chapter 13:
Dann war der Tag gekommen. „In nur noch weniger als
2 Stunden, seh ich meine Maus wieder.“ dachte ich mir auf dem Weg von Hong Kong
nach Dublin. Alle freuten sich darauf ihre Familien und Freundinnen wieder zu
sehen. Wir hatten 3 Tage frei, bevor es mit Studioaufnahmen für das neue Album
los ging. Auf diesen Moment wartete ich schon seit 1 ½ Monaten, das Flugzeug
landete in Dublin. Ich stieg aus dem Flugzeug aus und da stand sie auch schon.
Schnell rannte ich auf sie zu und umarmte sie Glücklich. „Ich hab die ja so
sehr vermisst!“ sagte sie und wir küssten uns stürmisch. Ich war so froh sie
wieder in meine Arme schließen zu können. „Ich dich auch.“ Wieder küssten wir
uns. Meine Eltern waren auch gekommen die ich nun auch fröhlich in meine Arme
schloss. Ich hatte eine sehr enge Beziehung mit meiner Mum, sie fehlte mir auch
immer so sehr. Ich war so froh das ich sie endlich wieder sah! Ich verabschiedete
mich noch schnell von meinen Jungs und wir machten uns auf den Heimweg. Ich
erzählte die ganzen 2 Stunden von Dublin nach Sligo über die vergangenen 6 Wochen.
Zuhause angekommen freute ich mich auf das Essen meiner Mum, das in Asien war
nicht so toll, so das ich 7 Kilo abgenommen hatte. Meiner Mum war das gleich
aufgefallen. „Mein Junge du bist ja richtig abgemagert!“ hatte sie gesagt.
In den nächsten 3 Tagen
verbrachte ich jede Sekunde mit Gillian. Wir waren keine Sekunde getrennt. Es
war so schön, endlich wieder in ihrer Nähe zu sein, ihre wärme zu spüren. Die
3 Tage vergingen leider viel zu schnell. Es war Mittwoch um 4 Uhr morgens als
mein Wecker klingelte und uns aus dem schlaf riss. Ich hatte am Abend davor
schon mein Gepäck, für unseren Kurztrip nach Stockholm ins Tonstudio, in mein
Auto gepackt. Noch verschlafen liefen wir die Treppe runter in die Küche, wo
wir noch schnell Frühstückten und uns dann auf den Weg nach Dublin machten.
Von meinen Eltern hatte ich mich schon am Abend vorher verabschiedet, ich wollte
nicht das sie wegen mir um 4 Uhr aufstanden, nur Gillian wollte mit. Wir kamen
pünktlich am Flughafen an und sogar Bryan kam nicht zu spät. Diese Verabschiedung
ging etwas schneller, schließlich war ich nicht wieder 1 ½ Monate weg sondern
‚nur’ 3 Wochen. Ich Telefonierte wieder 5x Täglich mit ihr, es tat gut ihre
Stimme zu hören.
Unser 2. Album wurde wirklich gut und wir wurden
noch erfolgreicher, als wir eh schon waren. Es schoss von 0 auf Platz 1 in den
UK Charts und auch in Deutschland, wo wir vorher nur mäßig Erfolg hatten, wurde
es gut verkauft. Wir waren wirklich stolz. Es wurde aber auch immer schwerer
Gillian geheim zu halten und als wir ungefähr 1 Jahr zusammen waren, kam es
ans Licht. Es war damals eine kleiner Skandal. Ich hatte 1 Jahr unsere Fans
belogen, aber es schadete uns nicht. Es wurde jetzt viel leichter, wir brauchten
uns nicht mehr zu verstecken und konnten ohne Angst erkannt zu werden durch
die Städte laufen und in Pubs oder Clubs gehen.
Ich freute mich auch
über die Reaktion der Fans, fast alle akzeptierten Gillian und freuten sich
für mich und sie. Natürlich gab es auch einige denen es gar nicht passe und
die Gillian am liebsten Verbannt hätten, aber die Mehrheit unterstützte uns.
Ich bekam jeden Tag mehrere Kisten voll Fanpost und in den meisten Briefen standen
Glückwünsche für unsere Beziehung. Hier ist mal ein Beispiel von Jenny, 14 aus
Deutschland:
Hallo Shane!!!!
Ich bin schon lange ein sehr großer Westlife Fan
und mein Liebling warst schon immer du! Als ich von Gillian hörte, war ich schon
ein bisschen traurig, aber inzwischen weiß ich das sie die einzige ist, die
dich wirklich verdient hat. Ich kenne einige ‚Fans’ die Gillian am liebsten
aus dem Weg räumen würde, aber ich unterstütze euch. Ich bin Glücklich, weil
du es auch bist.
Ich hoffe du führst noch lange ein glückliches Leben
mit ihr. Ich wünsche euch nur das Beste für eure gemeinsame Zukunft.
Viele liebe Grüße (auch an Gillian)
Jenny xxx
Über diese Briefe freute ich mich immer sehr. Es
tut gut zu hören das die Fans einen unterstützen in allem was man macht. Auch
Gillian war sehr froh von den Fans akzeptiert zu werden. Sie wurde sogar nach
Autogrammen gefragt, aber trotz allem blieb sie mehr im Hintergrund.
Wir führten eine sehr
glückliche Beziehung und als wir 4 Jahre zusammen waren bat ich um ihre Hand.
Chapter 14:
Es
war der 13.10.2004 und wir liefen am Strand entlang, an unserem Strand. Wir
kamen sehr oft zu dem Ort an dem wir an unserem ersten Abend auch waren. Ich
kniete mich vor ihr in den Sand und sah ihr ganz fest in die Augen, während
ich sprach: „Gillian, du bist eine wundervolle Frau und ich möchte mein ganzes
Leben mit dir verbringen. Ich könnte mir ein Leben ohne dich gar nicht mehr
vorstellen, du machst mich zum glücklichsten Menschen der ganzen Welt! Ich liebe
alles an dir, deine Augen, deinen Mund, dein Lächeln, einfach alles! Willst
du mich heiraten?“ Sie fiel mir glücklich um den Hals. „Na klar will ich. Ich
liebe dich auch so sehr!“ Sie weinte vor Freude und auch in meinen Augen bildeten
sich Tränen. Als wir uns wieder beruhigt hatten holte ich den Ring aus der Tasche
und steckte ihn ihr an den Finger.
Wir erzählten noch
am selben Tag, allen von unserer Verlobung. Auch die Presse erfuhr es noch am
selben Tag, wir wollten nicht das es wieder 1000 Gerüchte gab, wir konfrontierten
sie gleich mit der Wahrheit. Die Fans freuten sie riesig für uns, wir hatten
echt die besten Fans die man sich wünschen kann. Sie unterstützten uns in allem!
Wir wollten am 14. Februar 2005, dem Valentinstag, heiraten. Aber nur im engsten
Familien und Freundes kreis.
Nicky und Janie, Gillians beste Freundin, gaben wir
die Ehrenvolle Aufgabe der Trauzeugen. Wir mieteten uns das Schloss in dem auch
Bryan mit seiner Kerry feierte.
Alles war perfekt und der schönste Tag in meinem
Leben rückte immer näher.
Chapter 15:
Nervös stand ich in der Kirche und wartete darauf
das meine Braut endlich kam. Ich trug ganz traditionell einen schwarzen Anzug.
Endlich ertönte der klang der Orgel und Gillian kam, geführt von ihrem Dad,
in die Kirche. Als sie neben mir ankam, wurden meine Augen immer größer. Sie
sah fantastisch aus! Sie hatte ein wunderschönes cremefarbenes Kleid an. Oben
war es relativ schlicht und einfach und unten war es sehr schön mit Rosen und
was weiß ich allem geschmückt. Im Haar trug sie ein kleines Krönchen an dem
die Schleppe befestig war, die bis zum Boden reichte. Sie sah einfach wunderschön
aus.
„Gillian, wollen sie den hier anwesenden Shane Filan
zu ihrem Mann nehmen und ihn lieben und ehren bis das der Tod euch scheidet?“
„Ja ich will“ „Shane, wollen sie die hier anwesende Gillian Walsh zu ihrer Frau
nehmen und sie lieben und ehren bis das der Tod euch scheidet?“ „Ja ich will“
„Sie dürfen die Braut nun küssen.“ Wir versanken in einem sehr zärtlichem Kuss,
der nicht enden wollte, erst als der Pfarrer sich räusperte widmeten wir ihm
wieder unsere Aufmerksamkeit. Es wurde eine Traumhochzeit, sie war einfach Traumhaft,
ich werde diesen Tag nie vergessen. Wir feierten noch lange bis in die frühen
Morgenstunden.
Nach unserer Traumhochzeit flogen wir für 1 Woche
nach Teneriffa in die Flitterwochen.
Ein Jahr später schenkte
mir Gillian eine wunderbare Tochter, Gina. Sie war ein wundervolles Kind. Ich
liebte sie über alles.
Noch ein Jahr später, trennten sich Westlife. Wir
wollten alle mehr Zeit mit unseren eigenen Familien, die wir Gegründet hatten,
verbringen.
Gillian und ich bekamen noch 4 weitere Kinder, Nicholas,
Mike, Sarah und Josh. Meine 5 Kinder und meine wundervolle Frau, waren das beste
was mir passieren konnte! Wir führten ein sehr glückliches Leben, als glückliche
Familie.
Nun bin ich 72 Jahre.
Gillian musste mich vor 2 Jahren verlassen. Sie starb an Herzversagen, ich dachte
ich überlebe ihren Verlust nicht. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt allein
klar zu kommen, meine Kinder helfen mir in allem, worüber ich sehr Glücklich
bin.
Das war meine „Story
of love“ und ich hoffe sie hat euch gefallen. Ich versichere euch es ist nichts
davon gelogen, alles ist wahr.
Le grá go deo
euer Shane XxX
~*THE END*~