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Chapter 1:

 Nachdem ich mit Westlife 4 Monate Promotion hinter mir hatte, ging ich nach langer Zeit mal wieder an der Hauptstraße in Sligo entlang. Louis hatte uns 3 Wochen frei gegeben. Als ich so an der Straße entlang schlenderte, traf es mich plötzlich wie ein Blitz! Da stand sie, ein hübsches blondes Mädchen, und sah in das Schaufenster eines Modegeschäfts auf der anderen Straßenseite. Sie war der Wahnsinn! Erst als ich näher hinsah erkannte ich sie: Es war Gillian, Gillian Walsh. Ich kannte sie schon aus meiner Schulzeit und hatte sie schon ewig nicht mehr gesehen, weil ich mit Westlife so viel unterwegs war. Und nun stand sie fast vor mir und mich durchzuckten 1000 Blitze. So ein Gefühl hatte ich noch nie. Seit diesem Moment wusste ich: Das ist sie. Diese Frau willst du heiraten!

Als ich mich wieder gefasst hatte, lief ich auf sie zu. „Ob sie mich noch kennt?“, diese Frage schwirrte mir die ganze Zeit im Kopf herum. Eigentlich war es sehr unwahrscheinlich das sie mich nicht mehr kannte, schließlich kannten wir uns schon seit wir 12 waren und außerdem war sie auch noch die Kusine von meinem Bandkumpel Kian und dazu kam auch noch, dass wir uns schon einmal verabredet hatten, aber an das dachte ich in diesem Moment wirklich nicht. Diese Frage machte mich fast verrückt. Ich lief also über die Straße und tippte sie vorsichtig von hinten auf die Schulter. Langsam drehte sie sich um und sah mir mit ihren Wahnsinns Augen direkt in meine. Wieder durchzuckten mich diese Blitze. Es war schon erstaunlich was für Gefühle ein Mädchen auslösen konnte! Als sie mich erkannte, fiel sie mir gleich glücklich um den Hals. „Shane! Dich hab ich ja schon ewig nicht mehr gesehen! Ich freu mich ja so das ich dich endlich mal wieder seh! Wie geht’s dir?“ Mit so einer Reaktion hatte ich echt nicht gerechnet und war anfangs schon ein bisschen überrumpelt, aber als ich realisierte was gerade geschah, erwiderte ich ihre Umarmung. Ich genoss es ihr so Nah zu sein. Ich weiß nicht wie lange wir so dagestanden hatten, aber es waren schon einige Minuten. Ich werde auch nie diesen Duft vergessen. Sie roch einfach fantastisch! Nach ein paar Minuten entschied ich mich aber dann doch, auf ihre Frage zu antworten. „Ach mir geht es ganz gut. Was machst du hier so allein??“ Wir redeten noch eine ganze Weile und ich war fasziniert von ihren tollen Augen, ihrem süßen lächeln, von der Art wie sie sprach und sich bewegte, sie war einfach der Hammer! Solche Gefühle wie die, die ich für Gillian empfand hatte ich noch bei keinem Mädchen. Sie machte mich richtig verrückt, verrückt nach ihr! Wir liefen zusammen die Hauptstraße hoch, bis zu ihrem Haus. Auf dem ganzen Weg hatten wir über Gott und die Welt geredet und dabei sehr viel gelacht. Ich hatte echt schon lange nicht mehr so viel gelacht, obwohl ich eigentlich immer lach, vor allem wen Bryan in meiner Nähe war. Als wir vor der Haustür standen, fasste ich all meinen Mut zusammen und fragte sie ob sie mit mir ausgehen wolle. „Gillian“ „Ja“ „Können wir uns am Samstag Abend treffen?“ „Ja klar! Das währe super!“ „Okay ich hol dich um 7 ab.“ „Super! Bis dann!“ „Ja bis dann“ Ich wollte schon gehen als sie mich an der Hand festhielt, mich zu ihr her zog und ins Ohr flüsterte: „Shane, ich hab dich vermisst!“ Bevor sie sich umdrehte, den Schlüssel ins Schloss steckte und im Haus verschwand, gab sie mir noch einen Kuss auf die Wange. Ich starrte noch einige Minuten auf die geschlossene Haustür. Ich war noch ganz hin und weg von ihren zarten und weichen Lippen. Sie war einfach perfekt! Noch ganz verwirrt und in Gedanken versunken lief ich nach Hause. Gillian ging mir keine Sekunde mehr aus dem Kopf. Ich dachte Tag und Nacht an sie, ich träumte sogar von ihr. Nach 2 Tagen hielt ich es echt nicht mehr aus, sie fehlte mir richtig. Ich musste unbedingt mit jemandem über meine Gefühle sprechen. Nur mit wem? Ich entschied mich für Nicky, schließlich war er mit seiner Georgina schon über 7 Jahre zusammen. Ich rief ihn gleich an. „Hey Nix! Ich muss unbedingt mit dir reden. Kann ich vorbei kommen?“ „Hallo erst mal. Ja klar kannst du vorbei kommen. Geo wollte eh mit ihrer Freundin shoppen gehen und auf so was hab ich echt keine Lust. Um was geht’s denn?“ „Oh super! Also um was es geht, kann ich dir am Telefon nicht so sagen. Ich bin dann in ungefähr 2 ½ Stunden bei dir.“ „Geht klar. Du kannst ja gleich bei mir pennen. Dann brauchst du Abends nicht wieder heimfahrn. Das eine Gästezimmer ist noch frei!“ „Oh klasse! Okay bis gleich.“ „Jep, bis dann.“ Ich lief gleich in mein Zimmer, packte meinen Rucksack, der schon eine Ewigkeit unter meinem Bett vergammelte, und stopfte das Notwendigste rein. 10 Minuten später saß ich auch schon im Auto und machte mich auf den Weg nach Dublin. Es war schon toll so einen guten Freund zu haben. Mit ihm konnte ich über alles reden. Das konnte ich mit den anderen 3 natürlich auch, aber bei dem Thema Frauen und so war mir Nicky am liebsten. Er hatte von uns 5 eben schon am meisten Erfahrung. Nach 2 Stunden und 10 Minuten kam ich bei Nicky an. Ich konnte ohne Zwischenstopp und ohne Stau durchfahren. Ich parkte mein Auto direkt neben dem von Nicky. Das war schon eine Luxuskarre! Na ja egal. Als ich aus dem Auto ausstieg wartete Nicky schon an der Tür, er hatte das Auto herfahren hören. „Hey Alter. Komm rein!“ Ich betrat das Haus und folgte Nicky ins Wohnzimmer. „Setzt dich doch, willst du einen Tee?“ „Au ja! Ich hab seit 3 Stunden nichts mehr getrunken.“ „ Okay kommt gleich. Über was willst du jetzt mit mir reden?“, wollte er wissen während er in die Küche lief um Tee zu kochen. „Also es geht um ein Mädchen, genauer gesagt um Gillian.“ „Was? Um meine Schwester?“, fragte mich Nicky leicht geschockt und drehte wieder um, so das er mich ansehen konnte. „Ne, ne. Um Kians Kusine.“ „Ach so. Ich dachte schon. Na gut und was ist mit ihr?“ „Das erzähl ich dir wenn du sitzt!“ „Jetzt mach’s nicht so spannend!“, forderte er mich auf, aber ich blieb hart. Nach 5 Minuten kam er mit zwei Tassen zurück ins Wohnzimmer und setzte sich neben mich. Ich erzählte ihm alles, von unserer Begegnung vor 2 Tagen, bis hin zur Verabredung, die am nächsten Abend war. „Wow, dich hat’s ja voll erwischt! Aber wirklich voll!“ „Ja, sie ist einfach fantastisch! Wie war das denn bei Geo und dir?“ Nicky erzählte mir die ganze Geschichte über ihn und Georgina. Ich dachte schon er hört gar nicht mehr auf zu erzählen, aber nach einer halben Stunde war er dann doch fertig. Inzwischen war es schon 18 Uhr und Georgina trudelte mit ihrer Freundin an. Jede von den beiden hatte 5 oder 6 Einkaufstüten. Ich frag mich immer wieder, wie man nur so viel einkaufen kann! Nicky erklärte Geo, dass ich in dieser Nacht da schlafe und sie machte sich gleich auf den weg ins Gästezimmer um das Bettzeug herzurichten. Wir hatten derweil schon den Fernseher angemacht und sahen uns Fußball an. Irland gegen Deutschland. Und ich muss zugeben ich hatte Gillian sogar für einen Moment vergessen. Etwas Ablenkung tat mir wirklich gut, ich vermisste sie wirklich sehr! Ich hätte nie gedacht das es so etwas gibt. Ich hatte sie nach ca. 5 Monaten mal wieder gesehen und vermisste sie. Das war schon Hammer! Während wir TV guckten, fing Geo mit ihrer Freundin, die im anderen Gästezimmer schlief weil sie stress mit ihrem Freund hatte, an zu Kochen. Es gab ein 3 Gänge Menü! Zuerst eine Suppe, dann Schnitzel mit Pommes und Salat und zum Schluss Schokoladenpudding! Es schmeckte wirklich super, das hätte ich Geo nie zugetraut. Ich hätte echt nicht gedacht, dass sie so gut kochen kann! Nach dem Essen erledigten wir, ganz Gentleman, den Abwasch. Nachdem das ganze Geschirr wieder da war wo es hingehörte, hauten wir uns wieder aufs Sofa und sahen Fern. Wir machten alle Kanäle durch, weil nichts gescheites kam und als wir bei MTV ankamen, traf mich fast der Schlag! „Ist Westlife Sänger Shane Filan vielleicht schon vergeben? Diese Bilder wurden vor 2 Tagen in seiner Heimatstadt Sligo gemacht. Wer dieses blonde mysteriöse Mädchen ist, haben wir allerdings noch nicht herausgefunden, aber wir werden euch auf dem Laufenden halten.“ Auf dem Bildschirm sah man ein Foto, ich und Gillian, eng umschlungen. „So eine scheiße! Das kann doch nicht sein! Wir waren weit und breit die einzigen Menschen auf der Straße! So ein Mist!“, fluchte ich und Nicky versuchte mich zu beruhigen. Sogar die zwei Mädels hatten wegen mir ihren Weibertratsch unterbrochen. Es war echt zum verzweifeln! In manchen Situationen wünschte ich, ich wäre nie berühmt geworden! Aber das lies sich jetzt nicht mehr ändern. Kurz darauf klingelte mein Handy. „Ja?“ „Hi Shane! Ich bin’s Kian. Ich hab da grad was bei den MTV News gesehen. Da warst du und Gillian. Kann das sein?“ „Hi Ki. Ja das war ich und Gillian. Wir haben uns vor 2 Tagen getroffen. Wir haben uns auch für Samstag Abend verabredet.“ „Aha. Was läuft denn da zwischen euch?“ Ich erzählte Kian die ganze Geschichte am Telefon und er war begeistert. Einer seiner besten Freunde und seine Kusine waren kurz davor ein Paar zu werden. „Wo bist du eigentlich. Ich hab heut bei dir angerufen und deine Eltern wussten auch nicht wo du bist.“ „Ich bin bei Nix. Ich musste einfach mit jemandem darüber reden. Ich hatte echt nicht damit gerechnet das man uns gesehen hat. Na ja jetzt ist es schon passiert! Und ich muss auch damit rechnen das es am Samstag Abend auch so läuft.“ „Da hast du recht. Gillian ist übrigens auch total begeistert von dir. Meine Mum hatte gestern Geburtstag und Gill war auch da. Sie hat den ganzen Abend von dir geschwärmt!“ „Echt? Is ja cool!“ “Oh sorry Shane. Ich muss schluss machen. Ich hab meinem Bruder versprochen mit ihm zu spielen und er hängt gerade an meinem Bein und will mich weg ziehn.“ „Ja okay. Bye“ „Bye“ Jetzt klingelte mein Handy im 10 Minuten Takt. Komischerweise hatten alle meine Verwandten und alle meine Freunde die MTV News geguckt und wollten alle wissen wer das blonde Mädchen war. Nach dem 17. Anruf hatte ich echt keine Lust mehr und schaltete das Handy aus. Das war mir dann echt zu blöd! Nicky und ich redeten noch eine ganze Weile und um halb 2 waren wir beide schon müde, also gingen wir ins Bett. Geo und ihre Freundin wollten noch reden, aber das störte uns nicht, wir gingen trotzdem. Ich konnte allerdings nicht besonders gut schlafen, weil am nächsten Tag ja die Verabredung war. Irgendwann nach 5 Stunden oder so, schlief ich dann doch noch für 3 Stunden ein. Man sah mir wirklich an, dass ich wenig schlaf hatte. Als ich, noch völlig verpennt, runter in die Küche lief wurde ich von Geo und Nix schon erwartet. „Na nu? Nix? Du bist schon wach? Du schläfst doch sonst immer bis Mittag.“ „Ja sonst. Geo hat mich rausgehaut, gell Süße?“ Geo lachte und gab ihm einen Kuss. Ob das bei mir und Gillian auch mal so wird? Dachte ich mir. Also bis jetzt waren wir ja noch nicht mal zusammen, aber das konnte ja noch werden. Nach dem Frühstück packte ich meine 7 Sachen und machte mich auf den Heimweg. Ich bedankte mich nur noch schnell bei Nix für seine Hilfe und so und bei Geo für das gute Essen.

 Chapter 2:

 2 Stunden vor der Verabredung wusste ich echt nicht mehr was ich machen sollte, ich war so aufgeregt und ich wusste nicht mal genau warum. Ich hatte schon mehr Dates als Finger an meinen Händen und ich war noch nie so nervös gewesen. Ich begann dann so langsam mich fertig zu machen. Ich wusste bloß nicht genau was ich anziehen sollte. Eher Sportlich oder Elegant. Ich entschied mich für meinen blauen Anzug. Er hatte Ähnlichkeit mit dem, den ich im Video zu „What makes a man“ anhatte. Nach dem anziehen ging’s weiter ins Bad. Da brauchte ich aber nur 10 Minuten. Etwas Gel in die Haare noch schnell die Zähne geputzt und fertig. Jetzt war es noch 1 Stunde. Nervös lief ich im Wohnzimmer hin und her. Meine Mum sah mich schon ganz verwundert an. „Shane jetzt setzt dich doch endlich hin. Du machst mich ganz verrückt!“, meinte sie und sah mich sehr ernst an. Ich hielt es echt nicht mehr aus und fuhr schon eher weg. Ich konnte ja im Auto warten bis es 7 Uhr war. Unterwegs kaufte ich noch einen Strauß roter Rosen. Ich hoffte sie mag Blumen. Um punkt 7 Uhr klingelte ich an der Tür. Gillians Mum öffnete und begrüßte mich wie einen alten bekannten, obwohl wir uns vorher noch nie gesehen hatten! „Du musst Shane sein. Gillian hat ja schon so viel über dich erzählt. Sie müsste gleich kommen.“ Ich wartete vor der Treppe die nach oben führte. Und dann kam sie. Im schwarzen, rückenfreiem Kleid. Um den Hals trug sie eine wunderschöne Kette. Die Haare hatte sie nach oben gesteckt. Ich musste mich am Treppengelände festhalten, sonst wäre ich wahrscheinlich umgekippt. Sie sah so Traumhaft aus. Ich hatte noch nie so ein schönes Mädchen gesehen! Als sie unten ankam Küsste ich sie auf die Wange und gab ihr die Rosen. Sie bedankte sich mit einer langen Umarmung. Nachdem sie die Rosen weggebracht hatte führte ich sie zum Auto und wir fuhren nach Ballina, ein Ort in der Nähe von Sligo. Dort hatte ich in einem Restaurant reserviert. Im Auto redeten wir über Westlife. Sie wollte alles wissen. Von der Gründung bis hin zum jetzigen Erfolg. Kian hatte ihr irgendwie nie etwas darüber erzählen wollen, als tat ich ihr den gefallen. Nach einer halben Stunde Fahrzeit kamen wir endlich am „eL`Caravia“ an. Ich führte sie hinein, wo wir gleich von einem Kellner begrüßt worden waren. Er brachte uns zu einem Tisch in einer Ecke wo wir ungestört wahren. Nachdem wir Essen und Trinken bestellt hatten, nahm ich vorsichtig ihre Hand und sah ihr tief in die Augen. Daraufhin beugte sie sich zu mir rüber und wir küssten uns zum ersten Mal auf den Mund. Es war einfach traumhaft. Von diesem Moment träumte ich schon seit unserer Begegnung vor 4 Tagen. Sie hatte so einen zarten und weichen Mund, am liebsten hätte ich den ganzen Abend weitergeküsst! Nach dem Kuss lächelte sie mich an. Es war das bezauberndste lächeln das ich je gesehen hatte. Sie machte mich so glücklich, wie ich schon lange nicht mehr war. Sie war einfach ein Traum. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch über dies und jenes und sahen uns dabei immer ganz tief in die Augen. Ihre Augen waren echt der Wahnsinn! Sie leuchteten und strahlten so viel wärme und liebe aus. Man konnte das echt nicht beschreiben! Nachdem ich bezahlt hatte wollten wir noch am Strand spazieren gehen. Wir mussten nur 10 Minuten fahren. Arm in Arm liefen wir am Strand entlang. Man hörte nur die Wellen des Meeres. Es war eine traumhaft schöne Nacht mit vielen Sternen am Himmel und einem Mond der alles erhellte. Wir liefen noch ein ganzes Stück, bevor wir uns in den Sand setzten und vor uns hin schwiegen. Sie war die erste die wieder das Wort ergriff. „Shane, der Abend mit dir war wunderschön.“ „Nein, du bist wunderschön.“ Ich beugte mich zu ihr und wir versanken in einem langen und sehr zärtlichem Kuss. Es war so schön ihre Nähe zu spüren. Ich liebte sie, wie ich noch kein anderes Mädchen vor ihr liebte. Sie machte mich zu dem glücklichsten Menschen der Welt. Nach diesem sehr intensiven Kuss sah sie mir wieder tief in die Augen und gestand mir ihre liebe. „Shane, ich habe dich so vermisst. Ich denke seit unserer Begegnung vor 4 Tagen nur noch an dich. Du bist einfach ein Traum und ich möchte mit dir zusammenleben. Ich liebe dich, wie ich noch niemanden vorher geliebt habe!“ „Mir geht es genauso.“ Wieder versanken wir in einem sehr zärtlichem Kuss, der nicht enden wollte. Wir gingen noch etwas am Strand entlang und redeten über unsere Zukunft. Und wir kamen zu dem Entschluss, dass es erst mal geheim bleiben sollte. Die Fans würden das sicher verstehen, hofften wir. Es war einfach noch zu bald und Gillian war es lieber im Hintergrund zu bleiben. Sie wollte die Freundin von Shane Filan sein und nicht die von Shane dem Star. Also erfüllte ich ihr den Wunsch und unsere Liebe blieb geheim. Diesen Abend werde ich nie vergessen, er war so schön. Um 2 Uhr in der Nacht brachte ich Gillian heim. Vor ihrer Tür küssten wir uns noch einmal bevor ich ihr „Ich liebe dich“ ins Ohr flüsterte und mich auf den Heimweg machte. Ich dachte die ganze Nacht über nach, was vor wenigen Stunden geschehen war. Ich konnte es noch nicht glauben und wartete darauf aufzuwachen und festzustellen das alles nur ein Traum war. Aber es war kein Traum, es war die wunderschöne Realität.

 Chapter 3:

 Am nächsten Tag wachte ich erst gegen Mittag auf. Meine Mum hatte schon den Tisch für das Mittagessen gedeckt als ich noch recht verschlafen die Treppe herunter kam. Killian, mein kleiner Neffe der die Nacht bei uns geschlafen hatte, begrüßte mich fröhlich. „Onkel Shane! Spielst du mit mir ein Spiel?“ „Tut mir leid Killian, aber ich kann jetzt nicht, aber später, okay?“ Als ich das traurige Gesicht sah konnte einfach nicht gehen und spielte mit ihm ein kurzes Spiel. Als der kleine wieder glücklich war, machte ich mich fertig, ich wollte zu Kian fahren und ihm alles erzählen. Davor rief ich aber noch bei Nicky an, ich fand es gerecht das er der erste war, der erfuhr wie das Date verlaufen war. Er freute sich total für mich und wünschte mir nur das beste. Ich war echt froh einen so super Freund zu haben. Nach dem Telefonat mit Nicky lief ich zu Kian, der nicht weit weg wohnte. „Hey Alter! Komm doch rein!“ Ich lief schnurstracks ins Wohnzimmer. Ich kannte mich bei Kian schon fast so gut aus wie bei mir zu Hause. Schon als Kind war ich regelmäßig zu ihm gekommen und wir spielten zusammen oder machten Musik und sangen. Es war immer recht lustig. Ich setzte mich also auf die Couch und begann von dem gestrigen Abend zu erzählen. Er freute sich auch für mich und meinte im Spaß: „Behandle mein Kusinchen ja gut! Sonst bekommst du es mit mir zu tun!“ Wir fingen beide an zu lachen. Da ich an diesem Tag eh nichts mehr vor hatte, blieb ich bei Kian und wir lieferten uns ein heißes Fußball-Match mit seiner Playstation. Kian gewann natürlich, er war bei solchen Spielen ein Vollprofi und es war so gut wie unmöglich ihn zu schlagen. Am Abend, so gegen 8, rief ich bei Gillian an. „Walsh“ „Hi Süße! Ich bin’s.” “Hi! Na wie geht’s dir?“ „Na ja nicht so gut, du fehlst mir so sehr.“ „Ach Shane, mir geht es genauso.“ Wir redeten bestimmt 1 Stunde miteinander. Es tat richtig gut ihre süße Stimme zu hören. Sie fehlte mir wirklich, obwohl es noch nicht einmal 24 Stunden her waren, wo wir uns zum letzten mal gesehen hatten. Nach dem Gespräch rief ich noch bei Mark und Bryan an. Sie hatten ja auch das Recht zu erfahren, was zwischen Gillian und mir lief. Auch die beiden Freuten sich für mich, sie meinten sie hätten mich schon lange nicht mehr so glücklich gehört. Und sie hatten recht, ich war schon lang nicht mehr so glücklich wie im Moment. Ich hatte die tollste Frau der Welt an meiner Seite und mit Westlife könnte es auch nicht besser laufen. Das Leben erschien mir wie ein Traum. Am nächsten Morgen rief ich sofort bei Gillian an. Ich musste sie einfach wieder sehn. Wir wollten beide zum Strand fahren. Um 15 Uhr holte ich sie ab und sie sah einfach wieder bezaubernd aus. Sie hatte einen schwarzen Rock mit wunderschönen Schuhen und ein rotes One-Shoulder-Top an. Ihre schönen Augen hatte sie mit einem hell rosa Liedschatten und ein wenig Wimperntusche betont. Ihre Lippen schimmerten auch in einem ganz zartem rosa. Sie sah einfach wieder perfekt aus. Sie Küsste mich zärtlich zur Begrüßung bevor es losging zum Strand. Wir brauchten allerdings schon 1 Stunde bis wir dort waren, wir suchten uns nämlich eine Stelle aus an der so gut wie nie Menschen waren, weil wir ungesehen bleiben wollten. Das wäre ein gefundenes Fressen für die Klatschzeitungen gewesen. „Shane von Westlife und Gillian, die Kusine von Bandkollegen Kian, zusammen am Strand.“ Diesen gefallen wollten wir denen nicht tun. Und allein war es auch viel schöner. Wir gingen wieder Meilenweit am Strand entlang, wie am Abend vor 2 Tagen. Ich weiß nicht wie weit wir schon gelaufen waren, aber Gillian und mir taten schon die Füße weh. Es war ja auch nicht leicht im Sand zu laufen, also setzten wir uns wieder in den Strand und genossen es beieinander zu sein. Es war ein ausgesprochen herrlicher Tag in Irland, weit und breit keine Wolken am Himmel. Wir legten uns beiden in den Sand und sahen den Vögeln, die vorbei flogen, zu. Gillian legte ihren Kopf auf meine Brust und ich fing an mit meiner Hand ihrem Bauch zu streicheln. Ich glaube ihr gefiel das, denn sie schloss ihre Augen und bewegte sich keinen Zentimeter weg. Wir genossen es, die Sonnenstrahlen auf unser Gesicht scheinen zu lassen und einfach nur so dazuliegen. Es war einfach herrlich, schöner hätte der Tag echt nicht werden können. Nach 1 Stunde standen wir wieder auf und machten uns auf den Rückweg, wir wollten noch ins Kino und es war inzwischen schon 17.45 Uhr und wir mussten ja noch zurücklaufen und zurückfahren. Wir wollten uns irgendeinen einen Liebesfilm ansehen, wie der hieß, weiß ich aber bis jetzt immer noch nicht. Gillian wollte ihn unbedingt sehen und ich verließ mich auf ihren Fraueninstinkt, also haben wir eben diesen Film angesehen. Wir fuhren gleich zu Gillians Haus, sie wollte sich noch mal frisch machen, obwohl das gar nicht nötig gewesen wäre. Sie sah nämlich noch genauso perfekt aus wie vor 4 Stunden. Nach 15 Minuten, ich hatte so lange im Wohnzimmer auf der Couch gewartet, war sie fertig und wir konnten los. Wir bekamen noch einen Platz in der letzten Reihe. Von dem Film bekam ich allerdings nicht recht viel mit. Ich beobachtete meistens Gillian und fragte mich die ganzen 1 ½ Stunden wir sie nur so hübsch sein konnte. Ich verfolgte jede ihrer Bewegungen, sie war einfach Klasse! Ab und zu Küssten wir uns auch und so bekam ich vielleicht 15 Minuten, von einem Film der 1 ½ Stunden dauerte, mit. Nach dem Film gingen wir noch ein bisschen durch Sligo und kauften uns an einem Hotdogstand Hotdogs und ne Cola. Um 12 brachte ich sie wieder nach hause. Wir hatten Glück, denn es hatte mich keiner erkannt und doofe fragen gestellt. „Sehen wir uns morgen?“ „Ja klar meine Süße! Was willst du denn machen?“ „Das ist mir egal, Hauptsache ich bin mit dir zusammen unterwegs.“ „Also wenn es dich nicht stört könnten wir ja nach Dublin fahren und ein bisschen shoppen und Abends mit Nicky und Georgina weggehen. Mit Geo verstehst du dich doch ganz gut, oder? Und ich denke die 2 hätten auch nichts dagegen, wenn wir sie besuchen würden“ „Ja das wäre klasse. Dann bis morgen.“ „Ja ich hol dich um 11 ab, ist das okay?“ „Ja klar“ Wir küssten uns noch ein letztes mal an diesem Abend und Gillian strich mir dabei langsam immer den Rücken auf und ab. Es war ein tolles Gefühl so geliebt zu werden. „Schlaf gut mein Schatz und träum was süßes!“, rief ich ihr noch hinterher, bevor sie hinter der braunen Haustür verschwand.

 Chapter 4:

 Ich stellte meinen Wecker auf 9 Uhr. Noch ein letztes mal streckte ich mich ausgiebig, bevor ich mich auf den Weg ins Bad machte. Zum wach werden, stellte ich mich gleich unter die dusche. An diesem Tag war ich super gelaunt, unter der Dusche fing ich deshalb auch gleich an zu singen: „This is the story of love, let’s make it last forever, you hold the words that means so much, let’s make a vow together…” Nach einem ungewöhnlich langem Waschgang, war ich nach 20 Minuten fertig. Mit einem Handtuch bekleidet ging ich zurück in mein Zimmer und holte mir meine Boxershort, meine schwarzen Socken, meine frisch gebügelte Jeans und mein neues T-Shirt aus dem Schrank. Schnell zog ich mich an und lief runter um zu Frühstücken. Ich holte mir die neue Packung Cornflakes aus dem Schrank und machte die Schüssel voll. Jetzt fehlte nur noch die Milch und das Frühstück war perfekt. Hastig schlang ich die Cornflakes runter, ich hatte nämlich nicht mehr so viel Zeit. Es war inzwischen schon 10 Uhr und ich musste noch Nicky anrufen, ob er überhaupt da war, mich fertig stylen, Dusche sauber machen und zu Gillian fahren. Nach dem das Bad wieder glänzte, putzte ich noch Zähne und schmierte mir Gel in die Haare. Das musste einfach sein, ohne Gel ging so gut wie nie aus dem Haus! Dann rief ich noch schnell Nix an. Der war sofort begeistert, dass wir vorbei kamen. Wir wollten uns um 7 bei Nicky treffen und um 9 in dem Pub gehen, der gleich um die Ecke von Nickys Haus war. Er machte mir auch das Angebot bei ihm zu übernachte, was ich dankend annahm. Als das alles geklärt war und ich ein paar Sachen für den nächsten Tag gepackt hatte, setzte ich mich ins Auto und machte mich auf den Weg zu Gillian. Es waren zwar noch 15 Minuten bis 11, aber sie musste ja auch noch Sachen für den nächsten Tag packen, sie wusste ja noch nicht mal das wir bei Nicky übernachten werden. Ich hoffte sie hatte nichts dagegen! Gillian öffnete mir die Tür, nachdem ich geklingelt hatte, und sie fiel mir gleich um den Hals. Wir küssten uns wieder und dann erklärte ich ihr, dass wir die nacht in Dublin verbringen würden. Sie fand das super, weil sie auch nicht scharf drauf war mitten in der Nach noch zurück nach Sligo zu fahren. Nach 5 Minuten hatte sie alle Sachen gepackt und es konnte los gehen. Auf dem Weg erzählte sie mir von einem Traum den sie vor ein paar Wochen hatte und was sie alles kaufen wollte. Nach 2 ½ Stunden kamen wir in Dublin City an. Ich parkte mitten in der Stadt und Gillian stürmte gleich aus dem Auto in den ersten Laden. So schnell konnte ich gar nicht schaun, da war sie schon hinter der Einkaufstür verschwunden. Ich folgte ihr in den Laden und es war gar nicht so einfach sie dort wieder zu finden. Dann hatte ich sie aber doch noch gefunden, sie war in der Kosmetik Abteilung. Das hätte ich mir eigentlich denken können. Sie war so vertieft sich die ganzen Schminksachen zu bewundern, dass sie mich gar nicht bemerkte. Ich fasste ihr von hinten an die Taille und beugte mich vor um sie zu küssen. Sie strahlte mich mit ihren wunderschönen Augen an. Es war echt der Wahnsinn wie diese Augen strahlen konnten, sie leuchteten richtig. Solche tollen Augen hatte ich echt noch nie gesehen. Vorher waren mir die nie aufgefallen und jetzt andauern. Wir hatten uns aber auch noch nie so oft und intensiv in die Augen gesehen. Sie holte 3 verschiedene Lidschatten die ihr am besten gefielen und fragte mich, welcher ihr wohl am besten stehen würde. „Oh sorry, da bist du bei mir an der falschen Adresse! Mit so was kenn ich mich echt nicht aus! Aber das Problem haben wir gleich. Gib her ich kauf dir alle 3!“ „Nein! Das musst du nicht!“ „Keine Wiederrede! Willst du noch was?“ Sie schüttelte den Kopf und ich stellte mich an der Kasse an. Mich wunderte es, dass ich noch keine Autogramme geben musste, aber man soll bekanntlich den Morgen nicht vor dem Abend loben! Kaum waren wir aus dem ersten Laden draußen, versammelte sich eine große menge kreischender Teenies um uns. Alle wollten wissen wer Gillian war. Ich hasste es die Fans anzulügen, aber es musste sein. „Sie ist meine beste Freundin und Modeberater. Was glaub ihr wer meine Hosen und so aussucht!“ Nachdem alle mit Autogrammen versorgt waren, machten wir uns aus dem Staub. Wir beschlossen nur noch durch die kleinen Gassen zu gehen und in den kleine Läden einzukaufen. Da war das Risiko geringer von Fans belästigt zu werden. Als wir an einem Schmuckgeschäft vorbeikamen entdeckte sie eine wunderschöne Kette. „Ist die nicht toll?“, fragte sie mich und bewunderte die schöne Kette. Die Kette kostete allerdings 15 000 €! „Die würde ihr wirklich gut stehen“, dachte ich mir. Gillian verwarf den Gedanken, die Kette zu kaufen, aber schnell als sie den Preis sah. Sie zog mich mit zum nächsten Modegeschäft. Drinnen angekommen stürzte sie sich sofort auf einen roten Minirock. Der sah wirklich klasse aus, doch als sie den Preis sah, hängte sie ihn traurig wieder zurück. Zuerst wusste ich gar nicht wieso sie ihn nicht anprobierte, aber als ich dann auf das Preisschild sah wusste ich warum. 109,99 €! „Hey Süße! Probier den Rock doch mal an. Der sieht an dir sicher klasse aus.“ Nach ein paar Minuten hatte ich sie überredet und sie probierte ihn an. Als sie aus der Kabine kam, wurde mir fast schwindelig. Der Rock passte wie angegossen und sie sah einfach wunderschön darin aus. „Wow, du siehst fantastisch aus!“ „Ja und wer soll sich so einen Rock leisten können?“ „Hey lass das mal meine Sorge sein.“, meinte ich und zwinkerte ihr zu. „Das kannst du doch nicht machen! Shane! Der kostet ein halbes vermögen!“ „Für dich ist mir nichts zu teuer! Jetzt suchst du dir noch ein passendes Oberteil aus und dann zahl ich.“ „Nein. Das kannst du doch echt nicht machen!“ „Wetten das?“ Sie gab endlich nach und wir fanden auch noch ein tolles Top, das super zum Rock passte. Ich ging zur Kasse um zu bezahlen und das ding zeigte 165,98 € an! Da sieht man mal wie die einem das Geld aus der Tasche ziehen, 165.98 € für einen Rock und ein Top, aber für Gillian war mir echt nichts zu teuer! Glücklich und strahlend lief sie mit mir aus dem Laden. „Du bist echt verrückt! Du gibst ein halbes Vermögen für mich aus. Komm her lass dich küssen!“ Sie nahm meinen Kopf ihn ihre Hände und küsste mich. Ihre Küsse waren einfach der Wahnsinn! Am liebsten hätte ich sie nie mehr von meinem Lippen gelassen, aber ich brauchte auch noch eine neue Hose und neue Boxershorts, also machten wir uns auf den Weg in ein Männerbekleidungsgeschäft. Kaum war Gillian drin, brachte sie mir 3 Hosen. Die sahen wirklich gut aus, also probierte ich sie an. Nachdem alle 3 anprobiert waren, entschied ich mich für die 1. und 3. Hose. Ich hätte wahrscheinlich 3 Stunden gebraucht, bis ich eine Hose gefunden hätte. Zum Glück war Gillian dabei, so ging das alles viel schneller. Nun brauchte ich nur noch Boxershorts. Ich nahm gleich einen 6er Pack. Ganz stinknormale graue. Ich bezahlte schnell an der Kasse und dann ging’s weiter. Wir ließen echt kein Geschäft aus. Für Gillian kaufte ich noch eine schwarze Hose mit einem blauen One-Shoulder-Top und neue Ohrringe. Es sah an ihr wirklich alles klasse aus, es hätte keinem anderen Mädchen besser stehen können als meiner Gillian. Ich fand für mich noch 2 Hemden und 1 T-Shirt. Nach 3 Stunden taten uns die Füße weh und wir setzten uns in eine Eisdiele. So einen riesigen Eisbecher hatten wir uns echt verdient. Nach unserem Eis machten wir uns so langsam auf den Weg zu Nicky. Es war nämlich schon 18 Uhr. Langsam liefen wir zurück zum Auto, das am anderen Ende von Dublin City stand. Nach 45 Minuten kamen wir an und fuhren gleich los. Bis zu Nicky waren es nur noch 10 Minuten. Ich parkte wieder neben Nickys Luxusschlitten. Georgina öffnete uns die Tür. „Hi Shane, hi Gillian. Kommt doch rein.“ Gillian und Geo umarmten sich, sie kannten sich von einigen Aftershowpartys auf der die beiden waren. Geo wegen Nicky und Gill war öfters mit Kian gekommen. „Nicky ist noch unter der Dusche, aber er müsste gleich fertig sein. Setzt euch doch schon mal ins Wohnzimmer.“ Das taten wir wirklich gerne, nach 3 Stunden shoppen, nutzt man jede Sitzgelegenheit, die man bekommt! Ich weiß nicht wann mir meine Füße zuletzt so weh getan hatten als nach dieser Shoppingtour! Geo brachte uns auch gleich noch was zu trinken und dann kam auch schon Nicky. „Hey Shane du altes Haus, lange nicht gesehen! Hi Gillian, wie geht’s?“ „Hi Nicky, ach ganz gut.“ Wir redeten nur ein bisschen über den vergangenen Tag, bevor wir uns auf den Weg in den „Lá Cuba“ machten. Anfangs war noch recht wenig los, aber gegen 11 füllte sich das ding! Gillian zog mich auf die Tanzfläche, Geo Nicky. Sie konnte wirklich super tanzen! Sie bewegte sich so, als würde sie den ganzen Tag nichts anderes machen. Es war schon erstaunlich, jeden Tag stellte ich mehr tolle Sachen an ihr fest, die sie einfach einzigartig machten. Wir tanzten bestimmt eine halbe Stunde bevor wir uns wieder setzten und ich mir ein Guinness bestellte. Normal ging ich aus solchen Pubs immer leicht bis sehr angetrunken zurück, aber an diesem Abend beherrschte ich mich und trank nur ein Guinness und Apfelschorle. Nicky guckte mich ganz verwundert an, als ich zum Kellner „Eine Apfelschorle, bitte“ sagte. Ihm war es egal ob Geo dabei war oder nicht, er knallte sich fast immer die Birne zu! Ich muss zugeben, das ich auch sehr oft betrunken nach Hause kam, aber ich wollte nicht gleich das erste mal, wenn ich mit Gillian in einem Pub bin, von ihr nach Hause geführt werden. Das konnte ich ihr echt nicht antun und ich konnte auch sehr gut ohne Alkohol Party machen! Und seit es mir einmal so schlecht, aber wirklich schlecht, nach einer Sauftour ging, trank ich sowieso etwas weniger als sonst! Wir machten durch bis um halb 6! Nicky der nicht mal mehr allein stehen konnte, wurde von mir zurück getragen. Ich brachte ihn hoch in das Schlafzimmer und legte ihn ins Bett. Das Gästezimmer war gleich gegenüber. Während Gillian sich im Bad abschminkte und sich fürs Bett fertig machte, richtete ich Bettzeug und das ganze zurecht. Also sie ins Zimmer kam, bekam ich wieder weiche knie, sie sah sogar im Schlafanzug bezaubernd aus. Wir küssten uns noch mal bevor ich ins Bad ging um mich fertig zu machen. Jetzt denkt ihr vielleicht, sie schlafen zusammen in einem Bett, da muss doch was passieren, aber mehr als ein paar heiße Küsse, waren da nicht. Wir waren uns beide einig, es war noch etwas zu früh um miteinander zu schlafen und wir wollten das auch nicht unter diesem Umständen machen. Wir waren beide sehr romantisch, und es ist wirklich nicht so toll, es im Gästezimmer meines besten Freundes zu tun! Und außerdem waren wie beide total kaputt! Als ich aus dem Bad kam und das Zimmer betrat lag Gillian schon im Bett. Ich legte mich neben sie und wir küssten uns wieder einige Male. Ich liebte das, ihre Küsse waren echt der totale Wahnsinn! Wir redeten noch einige Minuten bis wie beide einschliefen.

 Chapter 5:

 Am nächsten Tag wachte ich erst um 15 Uhr auf. Gillian schlief noch in meinen Armen, sie hatte ihren Kopf auf meine Brust gelegt. Ich wollte sie nicht wecken, also verhielt ich mich möglichst ruhig. Sie sah aus wie ein Engel, wenn sie so schlief. Mit ihren blonden Haaren. Sie war einfach wunderschön! Vorsichtig küsste ich sie auf die Stirn. 10 Minuten später wachte auch sie auf. „Guten morgen mein süßer Engel. Hast du gut geschlafen?“ „In deinen Armen und auf deiner Brust schläft man doch immer gut!“ Sich lächelte mich an und wir küssten uns wieder sehr zärtlich und lang. Langsam und leise liefen wir die Treppe runter, wir wussten ja nicht ob Geo und Nix schon wach waren. Wir liefen in die Küche, Geo war schon wach. „Hey guten morgen. Na ihr beiden, gut geschlafen?“ „Jep! Sehr gut.“ Geo machte für uns Kaffee. „Nicky schläft noch, oder?“ „Ja. Das ist das einzige was ich an ihm hasse! Er muss sich immer betrinken, wenn wir weg sind! Du hast es doch auch ausgehalten nur ein Guinness zu trinken, warum er nicht?“ „Also so viel wie gestern hat er schon lang nicht mehr getrunken, aber vielleicht geht es ihm heute auch sehr schlecht und er lernt daraus! Irgendwann stellt auch er fest, dass es eigentlich nichts bringt sich die Birne voll zu haun! Mir ging es genauso. Seit es mir einmal so miserabel gegangen ist, dass ich 3 Tage flach lag, trink ich wesentlich weniger als vorher! Klar bin ich auch mal voll zu, aber so wie vorher echt nicht mehr!“ „Na hoffentlich sieht das Nicky auch so.“ Nach 1 Stunde kam Nicky die Treppe runtergekrochen. „Hast du Aspirin für mich? Mein Kopf platzt gleich und mir ist so kotz übel!“ „Leg die ins Wohnzimmer ich komm gleich und bring dir Aspirin und wenn ich mich nicht täusch müsste ich auch noch was gegen Übelkeit haben!“ Nicky sah wirklich nicht gut aus, so hatte ich ihn noch nie gesehen! Er war kreide bleich und es fiel ihm sichtlich schwer die paar Schritte ins Wohnzimmer bis zur Couch zu gehen. Ich dachte echt er kippt jeden Moment um, deshalb stützte ich ihn vorsichtshalber mal. Als wir im Wohnzimmer ankamen, kam auch schon Geo mit der Medizin angelaufen. Nachdem Nicky versorgt war, kam sie wieder zu mir und Gill in die Küche. „So hab ich Nicky noch nie gesehen! Er sieht total schlecht aus!“, meinte Geo besorgt. Wir machten uns dann auf den Heimweg. Es war schon halb 5! Wir verabschiedeten uns von Geo und bedankten uns für alles. Sich bei Nicky zu verabschieden wäre sinnlos gewesen, er hätte es sowieso nicht richtig wahrgenommen. Diesmal brauchten wir anstatt 2 ½ Stunden 7 von Dublin nach Sligo! Wir standen 4 mal im Stau! Es war die reinste Katastrophe! Wenigstens kamen im Radio gute Lieder. Sie spielten fast jede halbe Stunde einen Westlife Song und die anderen Lieder waren auch nicht schlecht! „Wann bist du eigentlich wieder mit Westlife unterwegs?“ „Ich hab jetzt noch knapp 2 Wochen frei und dann muss ich für 2 Wochen nach Deutschland und gleich danach 1 Monat nach Asien. Ich vermiss dich jetzt schon, wenn ich nur daran denke! Aber vielleicht könntest du sogar mit nach Deutschland, wenn das mit deinem Studium hinhaut!“ „Das mit meinem Studium wäre kein Problem, ich hab noch 4 Wochen frei. Aber meinst du Louis würde das erlauben?“ „Er muss! Ich ruf ich gleich an wenn wir zuhause sind, vorausgesetzt wir kommen heute noch an!“ „Ich hätte auch nichts dagegen mit dir im Auto zu schlafen!“ Die Fahrt zog sich ewig lang hin. Ich glaube wenn wir gelaufen wären, wären wir schneller gewesen! Am Anfang der fahrt, schien noch die Sonne und als wir das erste Mal im Stau standen, es waren 1. ½ Stunden wo gar nichts vorwärts ging, legte sie Gillian aufs Autodach und sonnte sich. So was verrücktes hatte ich noch nie gesehen, die anderen Autofahrer sahen mich schon ganz verwundert an. Im zweiten Stau spielten wir dann Karten die ich noch im Auto gefunden hatte. So verging die Zeit etwas schneller und es war wirklich lustig. Ich wurde leider auch erkannt. Plötzlich standen 3 junge Mädchen vor meinem Auto und klopften wie die blöden an die Scheibe. Also stieg ich aus und gab ihnen Autogramme. Ich musste mich sogar mit ihnen Fotografieren lassen, mitten auf der Autobahn! Als die wieder verschwunden waren, ging es wieder etwas vorwärts. Ich dritten Stau, veranstalteten wir eine Karaoke Party. Ich hatte im Auto noch eine Kassette gefunden, auf der uralte Lieder in Karaoke Version drauf waren. Wir sangen nur so drauf los. Ich muss schon sagen, es hat mir noch nie ein Stau so viel Spaß gemacht, wie an diesem Abend. Es war wirklich verrückt. Im vierten Stau viel uns nichts mehr ein und wir redeten nur, aber sogar beim reden lachten wir bis und die Tränen kamen. Um halb 11 kamen wir dann doch noch in Sligo an. Bei Gillian war keiner Zuhause, ihre Eltern machten 1 Woche Urlaub in Wexford bei Bekannten, und sie bat mich bei ihr zu übernachten, weil sie nicht allein schlafen wollte. Ich tat wirklich nichts lieber als das! Sie führte mich hoch in ihr Zimmer. Während sie im Bad verschwand, sah ich mir ihre Kinderbilder, die im Zimmer standen, an. Sie war ja ein so süßes Baby gewesen. Ich entdeckte auch eins wo Gillian und ich abgebildet waren. Wir waren ungefähr 12 Jahre alt und ich küsste sie auf die Backe. Als ich das sah musste ich lächeln, sie hat mir eigentlich schon immer gefallen, aber irgendwann hatten wir uns aus den Augen verloren und dann kam auch noch der ganze Stress mit Westlife dazu. Als ich alle Bilder betrachtet hatte, zog ich meine Hose aus und setzte mich nur mit T-Shirt und Boxershort bekleidet aufs Bett. Ich dachte nach und stellte fest das Gillian das beste war, das mir je passieren konnte. Sie machte mich zu dem Menschen der ich wirklich war, ich liebte sie wirklich sehr! Ich liebte einfach alles an ihr, ihre Augen, ihr lachen, ihre Stimme, ihre Bewegungen einfach alles! Als Gill zurück ins Zimmer kam, lief sie auf mich zu, drückte mich nach hinten, so das ich auf dem Bett lag, setzte sich auf mich drauf und begann mich zu küssen. Langsam zog ich ihr Schlafanzugoberteil aus und schmiss es irgendwo ins Zimmer. Als ich sie, Obenrum nur noch mit BH bekleidet, sah musste ich schlucken, sie hatte einen fantastischen Körper! Auch sie zog mir mein T-Shirt aus, so das ich nur noch mit einer Boxershort bekleidet auf ihrem Bett lag. Langsam strich ich ihr über den warmen Rücken während wir uns leidenschaftlich küssten. Irgendwann wendete sich die ganze Sache und ich lag auf ihr. Langsam begann ich sie zu küssen, zuerst am Hals dann ging ich immer weiter nach unten bis ich an ihrem Bauchnabel ankam und wieder ganz langsam nach oben ging. Sie streichelte mir sanft über meinen Rücken, als ich wieder bei ihrem Mund ankam. Schließlich landeten wir Arm in Arm im Bett und lachten uns an. Wir sahen uns noch eine ganze Weile nur an und schwiegen vor uns hin, während sie mir immer wieder üben den Bauch streichelte. Es war so schön, so mit ihr im Bett zu liegen. Wir küssten uns noch einige male sehr zärtlich und leidenschaftlich, bis wir einschliefen.

 Chapter 6:

 Wir wurden am nächsten morgen durch einen Typen geweckt, der Sturm an der Haustür läutete! Noch verschlafen, schlüpfte Gillian in ihren Morgenmantel und lief die Treppe runter. Der Postbote war gekommen und übergab ihr ein Päckchen. Wieso der Sturm geklingelt hatte, wissen wir bis heute nicht, sonst hatte er die Päckchen und Pakete immer den Nachbarn gegeben, wenn niemand die Tür öffnete. Gillian kam mit der kleinen Kiste wieder hoch zu mir. Sie legte sie auf ihren Schreibtisch, zog ihren Morgenmantel wieder aus und schlüpfte wieder zu mir unter die Deckte. „Na meine kleine Maus, hast du gut geschlafen?“ „Ja klar. Du warst ja neben mir.“ Sie lächelte mich mit ihrem bezaubernden lächeln an und küsste mich. Wieder streichelte sie mir dabei sanft über den Bauch. Wir blieben noch etwas liegen, bis wir runter liefen um zu frühstücken. „So ein Mist. Der ganze Kühlschrank ist leer! Ich sollte vielleicht mal wieder einkaufen! Was solln wir denn jetzt Essen?“ „Hey Süße, ich geb mich auch mit einer Schüssel Cornflakes zufrieden!“ „Das ist glaub ich auch das einzige was hier noch an Essbarem zu finden ist!“ Sie holte zwei Schüsseln aus dem Küchenschrank und stellte die Cornflakes und Milch auf den Tisch. Gerade als sie sich setzten wollte zog ich sie zu mir rüber und setzte sie auf meinen Schoß. Wir fütterten uns gegenseitig mit Cornflakes. Es gingen leider Gottes auch einige Ladungen daneben. Wir sahen aus wie zwei kleine Schweinchen, aber mit hat ein Frühstück noch nie so gut gefallen. Wir lachten wieder nur die ganze Zeit! Ich hatte meine Lachmuskeln echt noch nie so oft beansprucht wie in diesen letzten Tagen. Ich war der glücklichste Mensch der Welt! Zusammen liefen wir nach oben ins Bad. „Wie wär’s wenn wir duschen? So können wir jedenfalls nicht auf die Straße!“ „Da fragst du noch, mein Engel?“ Wir begannen wieder uns zu küssen und dabei langsam gegenseitig auszuziehen. Eng umschlungen stiegen wir in die Dusche ohne unsere Lippen voneinander zu trennen. Vorsichtig schaltete ich das Wasser an. Es war einfach traumhaft mit ihr unter der Dusche zu stehen und sie zu küssen, während die lauwarmen Wassertropfen über unsere Körper liefen. Als wir fertig waren trocknete ich ihr vorsichtig den Rücken ab. „Shane, das war wunderschön.“ „Shhhhh.“ Als wir beide trocken und wieder leicht bekleidet waren (nur mit Unterwäsche) hob ich sie hoch und trug sie in ihr Zimmer wo ich sie sanft auf ihr Bett legte. Vorsichtig legte ich mich zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr: „Du bist die tollste, hübscheste und wundervollste Frau der Welt. Ich liebe dich!“ „Du bist so süß. Ich liebe dich auch, mehr als alles andere auf der Welt!“, antwortete sie mir mit ihrer zarten Stimme während sie zärtlich an meinem Ohr knabberte. Dann sprang sie auf, weil es schon wieder geklingelt hatte. Schnell schlüpfte sie in ihre Jeans und ihr T-Shirt, das sie beides über ihren Stuhl gehängt hatte. „Ich bin gleich wieder bei dir, mein Süße.“, sagte sie bevor sie die Treppe runterrannte und öffnete. „Hey Kusinchen! Na wie geht’s dir?“ Es war Kian. Als ich seine Stimme erkannte, schlüpfte auch ich in meine Jeans und mein T-Shirt, Kian brauchte ja nicht alles zu wissen und es wäre schon etwas blöd gekommen, wenn ich, nur mit Boxershort bekleidet, auf Gillians Bett saß! Keine Sekunde nachdem ich fertig angezogen war, kam Kian auch schon ins Zimmer. „Hey Shane. Mit dir hätte ich jetzt echt nicht gerechnet. Was machst du hier?“, fragte er und zwinkerte mir zu. „Na was wohl! Ich bin die neue Putzfrau im Hause Walsh!“ „Hey Super! Auf geht’s, das Bad wartet darauf sauber gemacht zu werden!“ sagte Gillian und lachte, genauso wie Kian und ich. „Also dann mal Spaß beiseite. Habt ihr Lust heute Abend mit mir weg zu gehen? Nicky geht es grad nicht so gut, Bryan ist auf dem Geburtstag von seiner Oma und Mark hat keine Lust.“ „Na Babe, willst du?“ „Na klar, solang ich mit dir zusammen sein kann, ist mir egal was wir machen“ „Okay super! Dann muss ich wenigstens nicht allein gehen! Treffen wir uns um 9 im ‚Salevá’?“ „Ja.“ „Okay ich muss dann auch schon wieder los. Meine Mum wartet sicher schon auf ihre Butter, die ich für sie besorgen sollte.“ Und schon war Kian verschwunden. „So mein Süßer und was machen wir heute noch?“ „Wir?“ Nach diesem Wort spielte Gill die beleidigte, sie wusste natürlich das ich nur Spaß machte. Schnell schnappte sie sich ein Kissen und warf es mir direkt ins Gesicht. Das lies ich mir natürlich nicht gefallen und war zurück, so war eine große Kissenschlacht im Gange. Nach 10 Minuten ließen wir uns Glücklich ins Bett fallen. „Was willst du denn machen?“ „Ich weiß nicht, schlag was vor.“ „Wie wär’s wenn ich dich meinen Eltern mal vorstellen würde?“ „Okay, das müssen wir irgendwann so oder so machen, aber vorher müssen wir noch einkaufen, wenn es dir nichts ausmacht.“ „Okay, dann müssen wir uns aber beeilen um diese Zeit ist noch nicht so viel los und die Gefahr erkannt zu werden ist geringer!“ Wir machten uns gleich auf den Weg zum nächsten Supermarkt, der nur 2 Straßen weiter war. Nach einer halben Stunde waren wir fertig und fuhren zurück. Als alles im Kühlschrank und in der Vorratskammer verstaut war, schlug Gillian vor uns eine Lasagne zu machen. Während sie die Nudelplatten in die Auflaufform legte, bereitete ich schon mal die Hackfleischsoße zu. Das mit dem würzen überlies ich aber dann doch lieber Gillian. Als ich fertig war, ging ich von hinten an sie heran, faste ihr um die Taille und sah ihr gespannt über die Schulter. „Es ist schon interessant, wie eine Frau Nudelplatten in eine Auflaufform legt.“, meinte sie lachen und drehte ihren Kopf so das wir uns küssen konnten. „Die Nudelplatten sie nicht mal halb so interessant wie du!“ „Dann ist ja gut! Bist du mit deiner Soße schon fertig.“ „Jep, muss nur noch gewürzt werden.“ „Dann gib mal her.“ Als die Soße fertig war tat sie abwechselnd Nudelplatten und Soße in die Form bis die voll war. Zum Schluss streute sie noch Käse drüber und schob das ding in den Ofen. „Und was machen jetzt bis das Essen fertig ist?“ „Ich weiß da schon was!“ Ich zog sie her zu mir und wir fingen an uns zu küssen. Irgendwann lagen wir auf dem Boden, aber das störte uns nicht. Wir hörten erst auf, als es anfing leicht verbrannt zu riechen. Es war gerade noch rechtzeitig, als Gillian die Lasagne aus dem Ofen holte. Ich wollte den Tisch decken, aber da fiel mir ein das ich ja gar nicht wusste wo Teller waren, also überließ ich das Gillian. Die Lasagne schmeckte wirklich ausgezeichnet. Besser hätte sie ein Italiener auch nicht hingekriegt. Sie war eine super Köchin musste ich feststellen. „Boah, bin ich satt. Du bist echt eine klasse Köchin!“ „Danke.“ Nach dem Abwasch, der eine halbe Stunde dauerte weil wir uns immer mit Schaum bespritzten, wollten wir uns auf den Weg machen, aber Gillian fiel ein das sie das Päckchen noch gar nicht aufgemacht hatte. Wir liefen hoch und Gillian öffnete das Päckchen. Es waren 2 Deutsche Wörterbücher drin. „Hä wer hat die denn bestellt?“ „Ich glaub meine Mum, sie wird nächstes Jahr in Deutschland Urlaub machen.“ „Ach so und wieso steht da Gillian Walsh drauf?“ „Das weiß ich auch nicht, na ja ich werd sie mal fragen, wenn sie wieder da ist.“ Wir liefen wieder runter und machten uns auf den Weg zu meinen Eltern. Sie wussten noch nicht mal das ich mit Gillian zusammen war, geschweige denn wer sie war. Als ich klingelte öffnete mir meine Schwester Mairead. Ich nahm Gillian an der Hand und führte sie ins Wohnzimmer. Dort waren auch meine Mum und mein Dad. Ich stellte Gillian kurz vor, bevor wir uns auf das Sofa setzten. Meine Mum kam darauf gleich mit Kaffee und Kuchen angerannt. Sie lud jedem sofort zwei Stückchen auf den Teller. Nach einer Stunde mussten meine Eltern allerdings fort, sie waren mit irgendeinem Berater verabredet. Dann fiel mir Louis wieder ein, ich wollte ihn ja noch anrufen. „Walsh“ „Hi Lou, hier ist Shane.“ „Hi Shane was gibt’s denn?“ „Also es geht um... na ja...“ „Also das mit Gillian weiß ich alles schon von Kian.“ „Oh dann ist gut. Na ja und jetzt wollte ich fragen ob sie vielleicht mit nach Deutschland kann.“ „Was? Sorry, aber das geht wirklich nicht!“ „Aber warum nicht?“ „Ich müsste die ganzen Hotels umbuchen und überhaupt, das währe zu vie aufwand!“ „Aber...“ „Kein aber. Es tut mir leid.“ „Na gut.“ „Okay, dann bis in 2 Wochen.“ „Ja. Bye“ Sauer knallte ich den Hörer auf die Telefongabel. Am liebsten hätte ich ihn auf der stelle umgebracht! „Lou meint es geht nicht, weil er die Hotels umbuchen müsste. Aber ich weiß genau, dass es gehen würde. Er will bloß nicht. So ein Idiot!“ „Shane, beruhig dich wieder!“ „Aber das kann er doch nicht machen! Er weiß ja gar nicht wie das ist so lange von der Person getrennt zu sein die man liebt!“ Gillian nahm mich in den Arm. „Das wird schon.“ Vorsichtig küsste sie mich. Ich führte sie in mein Zimmer wo wir uns aufs Bett legten und uns aneinander kuschelten. Wir blieben ziemlich lange so liegen, bis mir einfiel, dass ich ihr die Pferde zeigen könnte. Sie war von der Idee begeistert und wir machten uns gleich auch den Weg.

„Kannst du reiten?“ „Nicht so gut.“ „Okay wir reiten zusammen.“ Ich holte meinen ‚Carlton Clover’ aus dem Stall und sattelte ihn. Als das Pferd startklar war, half ich Gillian hoch und als sie saß, setzte ich mich hinter sie auf das Pferd. Ich griff nach den Zügeln und ritt langsam los. Wir ritten nach Holywell, eine schöne gegen die gar nicht weit von den Ställen entfernt war. Nach einer halben Stunde setzten wir uns unter einen Baum in den Schatten. Das Pferd machten wir am Baum fest und ließen es grasen. Gillian legte ihren Kopf an meine Schulter und ich begann zu singen: „’Cause every moment we share together, Is even better than the moment before, If every day was as good as today was, Then I can’t wait until tomorrow comes…” Nach dem ersten Chorus summte Gillian leise die Melody mit. Es war einfach herrlich, ein wunderschöner warmer Sommertag in Irland mit der Frau die ich liebte an meiner Seite. „Sing bitte noch mal! Das war so schön!“ Ich tat ihr den gefallen und begann wieder zu singen. Als die Sonne so langsam unter ging ritten wir zurück und ich brachte Gillian nach Hause. Wir wollten uns um 20.45 Uhr bei ihr treffen und dann zusammen ins ‚Salevá’ gehen. An diesem Abend entschied ich mich für ein eher sportliches Outfit. Ich holte meine Beigefarbene Cargo-Hose aus dem Schrank, dazu zog ich ein eng geschnittenes weißes T-Shirt an und darüber eine blaue Sweat-Jacke mit der Aufschrift ‚New York’. Nun musste ich nur noch meine Haare neu stylen und ich war fertig. Pünktlich um dreiviertel neun stand ich vor Gillians Haustür. Fröhlich lachend öffnete sie mir und wir küssten uns wieder sehr zärtlich. Und als ich sie näher betrachtete, schnürte es mir die Luftröhre zu. Sie sah wieder so wunderschön aus. Sie trug einen Lila Rock mit einem schlitz auf der Seite, dazu eine Netzstrumpfhose und schwarze Stiefel. Das Oberteil war Rosé in edler spitzen Optik und V-Ausschnitt. Um den Hals trug sie eine silberne Kette. Sie sah einfach traumhaft aus! Ich war wirklich stolz, eine so hübsche und tolle Frau an meiner Seite zu haben! Sie war auch schon startklar, sie holte nur noch ihre schwarze Handtasche und wir liefen los zum Pub ‚Salevá’, der nur 3 Straßen weiter war. Kian war schon drin, als wir ankamen. Gut gelaunt setzten wir uns zu ihm, wir saßen allerdings nicht lange. Gleich beim nächsten Lied zog mich Gill mit auf die Tanzfläche. Es war ein sehr langsames und schönes Lied, genau richtig um sich näher zu kommen. ;-) Zusammen tanzten wir und ich wünschte dass das Lied nie ein Ende nehmen wollte. Es war so schön mit ihr, aber leider ging auch dieses Lied mal zu Ende. Wir setzten uns zurück zu Kian der uns zugesehen hatte. Als Gillian mal kurz auf der Toilette war sagte Kian etwas zu mir, das ich nie vergessen werde: „Shane ich hab Gillian schon sehr lange nicht mehr so glücklich gesehen! Du bist der beste Freund den sie sich wünschen kann. Ich hab noch nie ein so glückliches Paar gesehen wie euch! Wenn ich euch so sehe werde ich richtig neidisch! Es tut ihr gut, dich zu haben“ „Danke Kian!“ Ich war so happy, glücklich umarmte ich ihn, den letzten Satz verstand ich zwar nicht ganz, aber das war ja egal. Er war schon ein guter Freund, einer auf den ich echt stolz sein konnte und das war ich auch, aber noch viel stolzer war ich auf meine Gillian! Wir blieben noch bis halb 3, wie lang Kian noch war weiß ich nicht genau, er hatte an diesem Abend noch ein Mädchen kennengelernt und er hatte schon ein paar Bier zu viel, so das er selbst nicht wusste wie lang er war. Ich hatte auch ein paar Bier zu viel, aber ich konnte mich wenigstens noch an alles erinnern und laufen konnte ich auch noch, zwar nicht mehr so gut, aber ich konnte es noch. „Shane, du bleibst heute nacht wieder bei mir, so kannst du auf keinen Fall nach Hause fahren.“ Sie brachte mich hoch wo sie mich sofort aufs Bett legte. An mehr kann ich mich nicht mehr erinnern, weil ich sofort eingeschlafen bin. Gillian hat mir erzählt, das sie mich noch bis auf die Boxershort ausgezogen hatte und sich dann neben mich legte und auch sofort schlief. Ich hatte einen sehr unruhigen, aber traumlosen schlaf.

 Chapter 7:

 Am nächsten Tag wachte ich allein und mit Kopfschmerzen, wie ich sie noch nie hatte, auf. „Gillian? Süße? Mäuschen, wo bist du?“ Als keine Antwort kam, beschloss ich mal runter zu sehen. Sie saß im Wohnzimmer und sah Fern. Als sie mich in der Tür stehen sah, lief sie auf mich zu. „Guten Morgen, mein Schatz. Ich dachte schon du stehst gar nicht mehr auf!“ „Ich bin aufgewacht, weil ich deine Wärme und Nähe vermisst habe“ „Komm her ich geb sie dir jetzt!“ Sie zog mich zu sich und wir begannen uns wild zu küssen. Ich weiß nicht wie das ging, aber irgendwann lagen wir auf dem Sofa, während im TV gerade „Swear it again“ lief. Wir waren beide nur noch in Unterwäschen, als es an der Tür klingelte. „Das darf doch nicht wahr sein! Wer kommt den jetzt wieder?“ Sauer zog sie sich wieder an und lief zur Haustüre, ich blieb auf dem Sofa sitzen. „Oh hallo Oma. Wie geht’s dir?” Ich hörte die zwei im Gang reden. „Ach Mama und Papa sind noch WEG.“ Dieses Weg betonte sie sehr auffällig und es sollte wahrscheinlich heißen, das ich mich verstecken sollte, bevor ihre Oma mich halbnackt im Wohnzimmer sah. Ich wollte mich in der Küche verstecken, kannte mich aber noch nicht so gut aus und lief ihnen genau entgegen! „Ahhh! Was macht dieser nackte Mann in eurem Haus?“ „Ach... na ja... also... das... das ist Shane.“ Ich stellte mich vor ihre Oma und gab ihr schnell die Hand, dann lief ich an ihr vorbei, hoch in Gillians Zimmer. So etwas peinliches war mir bis zu diesem Zeitpunkt noch nie passiert! „Weißt du, er ist gerade erst aufgestanden.“ „Was er hat hier geschlafen?“ „Äh... ja. Setzt dich doch schon mal hin. Willst du einen Kaffee?“ „Ja gerne.“ Bevor sie Kaffe kochte kam Gillian hoch zu mir. „Sorry Süße, ich wollte mich in der Küche verstecken, aber ich hab die Richtung verwechselt!“ „Ach das macht doch nichts. Aber ich hab meine Oma noch nie so ruhig gesehen. Also normal wäre sie voll ausgeflippt, sie hatte schon immer was gegen meine Freunde und wenn die dann auch noch halbnackt durchs Haus laufen... Aber dich mag sie bestimmt!“ „Na toll. Also so lang die da ist geh ich nicht runter!“ „Hey komm schon. Dich mag sie sicher, so einen süßen Kerl wie du es bist muss man einfach lieben! Und wenn sie dich nicht mögen würde, wäre sie schon bei eurer ersten Begegnung voll ab gegangen und sie ist ja relativ ruhig geblieben!“ „Okay überredet.“ Ich küsste sie noch schnell bevor ich mich anzog. Noch ein bisschen unsicher betrat ich das Wohnzimmer und setzte mich auf die zweite Couch und lächelte die Oma an. „Haben sie gut geschlafen?“ „Äh... ja eigentlich schon.“ Diese Oma war ganz schön neugierig! Ich musste ihr alles über mich erzählen und als sie wusste das ich Popstar war und so zu sagen Reicht leuchteten ihre Augen! Nun kam auch Gillian wieder und stellte die Tassen und die Kaffeekanne auf den Tisch. „Einen netten Burschen hast du dir da ausgesucht!“ „Ja ich weiß! Er ist das beste was mir passieren konnte!“ Lächelnd sah sie mich an und schüttete daraufhin Kaffee in meine Tasse. Nach einer Stunde verschwand die Oma wieder, worüber ich eigentlich ganz froh war. Wir hatten ihr, bevor sie ging, noch eine Predigt gehalten, dass niemand erfahren dürfte, dass wir ein Paar waren. Sie hatte versprochen es niemandem zu sagen und wir hofften das sie sich daran hielt! Ich half Gillian noch den Tisch abzuräumen und den Abwasch zu erledigen. Zu dieser Zeit war nämlich der Geschirrspüler kaputt. Als alles erledigt war fuhr ich nach Hause. Nach einer Verabschiedung die 15 Minuten dauerte, fuhr ich los. Wir hatten uns noch für den nächsten Tag verabredet. Wir wollten schwimmen gehen, aber schon Vormittags, weil da die meisten Arbeiten mussten und die Teenies in der Schule waren, so hofften wir das nicht so viel los war und wir unerkannt blieben. Zuhause angekommen wurde ich schon von meiner Mum erwartet. „Mensch Junge, dich bekommt man ja gar nicht mehr zu Gesicht!“, meinte sie lachend als sie mir die Tür öffnete. Es roch schon wieder nach Abendessen. Meine Mum war echt eine ausgezeichnete Köchin! Sie führte mich schnurstracks in die Küche wo sie mich gleich auf einen Stuhl drückte und Teller herräumte. Das Essen schmeckte ausgezeichnet! Danach ging ich gleich in mein Zimmer ich wollte noch ein bisschen nachdenke, über die vergangenen Tage. Es kam mir immer noch so vor, als wäre es ein Traum aus dem ich jeden Moment aufwachen könnte. Aber es war natürlich kein Traum, das wurde mir bewusst, als ich das Bild von Gillian auf dem Tisch neben meinem Bett sah. Sie war wirklich meine Freundin! Auf dem Bild sah sie aus wie ein Engel, sie war ein Engel! So hübsch, so wunderbar, so liebevoll, sie musste ein Engel sein, anders hätte ich mir das nicht erklären können! Ich dachte noch sehr lange nach, ich lies die letzten Tag noch eine Revue passieren bis ich einschlief. Es war zwar noch relativ früh, aber was sollte ich machen? Gegen den schlaf ist man Machtlos! ;-) Mitten in der Nacht wachte ich auf, ich hatte einen Alptraum den ich nie vergessen werde. Gillian und ich liefen an einem Abend am Strand entlang. Plötzlich kam eine schwarze gestallt auf uns zu. Er lief direkt auf Gillian zu und als er vor uns stand hob er sie hoch und rannte mit ihr weg. Sie schrie immer wieder meinen Namen und ich versuchte ihm zu folgen, doch meine Beine wurden immer schwerer. Irgendwann brach ich im Sand zusammen und als ich wieder aufwachte lag sie neben mir. Tot. Dann bin ich aus meinem Traum erwacht. Schweißgebadet lief ich ins Bad und schüttete mir einige Ladungen Wasser ins Gesicht. Ich musste erst mal realisieren das alles nur ein Traum war. Ich setzte mich auf den Rand der Badewanne und dachte über den Traum nach. Er war schrecklich! Ich saß bestimmt 1 Stunde nur so auf der Badewanne und dachte nach. Der Traum beschäftigte mich sehr, irgendwann fiel mir ein das meine Mum mal so ein Buch hatte in dem Traumsymbole stranden und was sie bedeuteten. Es hätte natürlich auch bis zum nächsten Tag warten können, aber ich wollte nicht warten ich wollte sofort wissen was dieser Traum bedeutete. Ich lief leise runter ins Wohnzimmer zu dem Schrank in dem das Buch bis jetzt immer gestanden hatte. Ich musste gar nicht lang suchen, da fand ich es auch schon. Es war nicht sehr dick, so das ich auch gleich fand was ich suchte:

TOD: Im Traum ist der Tod in allen Erscheinungsformen immer ein Hinweis auf einen neuen Lebensabschnitt. Irgendetwas aus der Vergangenheit muss endlich abgeschlossen werden.

Ich klappte das Buch zu und lief zurück in mein Zimmer. Der neue Lebensabschnitt war wahrscheinlich meine Beziehung mit Gillian, aber was sollte abgeschlossen werden. Ich dachte lange darüber nach, aber mir fiel beim besten willen nichts ein! Es war nur ein Traum, aber ich machte mir sehr viele Gedanke darüber. Irgendwann schlief ich wieder ein. Ich hatte aber einen sehr unruhigen schlaf.

 Chapter 8:

 Am nächsten Tag wurde ich um 9 von dem Bellen eines Hundes geweckt. Noch etwas müde schlich ich die Treppe runter. Na nu? Noch gar keiner wach? Okay meine Geschwister waren schon lang wach, sie mussten ja arbeiten, aber wo meine Eltern waren wusste ich nicht. Erst als ich zum Kühlschrank lief um mir Milch zu holen entdeckte ich den Zettel der an der Tür befestigt war.

Guten Morgen Shane.

Wenn du aufstehst sind wir wahrscheinlich schon weg. Peter trifft sich mit einem Pferdekäufer aus Longford und ich geh ein bisschen einkaufen. Es wäre schön wenn du unserem Stalljungen helfen würdest die Pferde zu füttern. Le grá Mae xxx

Ich wusste gar nicht das mein Dad ein Pferd verkaufen wollte. Ich beschloss nachher gleich mal den Stalljungen zu fragen um welches Pferd es sich handelte. Ich machte mir wieder eine Schüssel Cornflakes, bevor ich zu den Ställen fuhr um die Pferde zu füttern. Unterm essen viel mir mein Traum wieder ein. Er brachte mich wieder zum Nachdenken. Ich konnte mir immer noch nicht erklären was ich abschließen sollte. Ich beschloss nicht weiter darüber nachzudenken, ich würde sowieso zu keinem Ergebnis kommen! Als ich auf der Pferderanch ankam war Nick, unser Stalljunge, schon eifrig mit dem Ausmisten beschäftigt. Wenn ich nicht mit Gillian verabredet gewesen wäre hätte ich ihm geholfen, Ausmisten ist nämlich super zum Nachdenken und Relaxen! „Hi Shane, wie geht’s dir? Hab dich schon lang nicht mehr gesehen.“ „Hi. Ach mit geht’s gut. Ich bin zur Zeit nur immer so viel unterwegs.“ Von Gillian brauchte er ja nichts zu erfahren!. „Meine Mum meinte ich soll dir beim füttern helfen.“ „Das ist gut. Die Boxen 1-25 hab ich schon, könntest du die restlichen machen, das ich weiter ausmisten kann?“ „Geht klar. Ach weißt du welches Pferd Dad verkaufen will?“ „Ne, er will eins Verkaufen?“ „Ja, na ja ist ja egal, ich fang dann mal an.“ Nach einer halben Stunde war ich fertig und fuhr wieder zurück. Ich duschte mich und packte dann die Badesachen zusammen. Um halb 11 stand ich vor Gills Haustür. „Hallo mein Engel!“ begrüßte ich sie und hob sie hoch. Wir küssten uns wieder sehr leidenschaftlich, wie schon so oft in den letzten Tagen. Sie hatte bereits auf mich gewartet. Den ganzen Weg zum Freibad überlegte ich ob ich ihr von meinem Traum erzählen sollte oder nicht. Ich machte es lieber nicht, ich wollte sie nicht mit meinen Träumen belästigen. Vor dem Bad zog ich noch schnell meine Baseball Cap und meine Sonnenbrille auf, ich wollte es nicht riskieren das die junge Kassiererin mich erkannte. Das Bad war fast leer, nur vereinzelt schwammen Menschen in den verschiedenen Becken, mir war das ganz recht so. Wir suchten uns einen Platz in einer ruhigen Ecke des Bades. Bevor wir uns in die ‚Fluten’ stürzten cremte ich ihn noch den Rücken ein. Sie sah im Bikini wieder einfach nur fantastisch aus. Wir liefen langsam zum Schwimmbecken runter und wir mussten Feststellen dass das Wasser im Schwimmerbecken Saukalt war, also beschlossen wir in das Erlebnisbecken zu gehen. „Hast du Lust zu rutschen?“ „Also eigentlich bin ich ja gegen rutschen, weil ich als Kind mal sehr unsanft gelandet bin, aber wenn du mich festhältst würde ich sogar ne Ausnahme machen!“ „Ja klar, halt ich dich fest!“ Zusammen liefen wir den Weg zur Rutsche hoch und dieser Typ vor uns kam mir sehr bekannt vor. Mark. „Hey, was machst du hier?“ „Nach was sieht’s denn aus?“ Wir alberten da oben noch ein wenig rum, bis wir uns auf den nach unten weg machten. Mark wartete unten schon auf Gillian und mich. Wir hatten wirklich viel spaß und als sich gegen Nachmittag das Bad füllte machten wir uns auf den Nachhause weg. Mark der mit öffentlichen Verkehrsmitteln hergekommen war fuhr mit uns zurück. Gillian kam noch mit zu mir und ich hätte auch nichts dagegen gehabt, wenn Mark auch mitgekommen wäre, aber er hatte keine Zeit, er musste noch Kofferpacken, weil er am nächsten Tag für 1 Woche nach Ibiza flog. Party machen, meinte er. Nun mir war das auch recht. Wir waren allein zuhause, als wir um 16 Uhr bei mir ankamen, meine Eltern waren noch weg und meine Geschwister mussten noch arbeiten. In meinem Zimmer angekommen, fiel mir ein das wir noch gar nicht zu Mittag gegessen hatten. „Hast du Hunger?“ „Ja, aber nur auf deine Lippen!“ Diese Aufforderung ließ ich mir nicht zweimal sagen und ich drückte sie auf mein Bett wo wir begannen uns zu küssen und uns langsam entkleideten. Wir lagen beide nur noch in Unterwäsche da und mir schwirrte die ganze Zeit eine Frage im Kopf: „Soll ich oder soll ich nicht?“ Ich entschied mich für den ersten Teil der Frage, fasste all meinen Mut zusammen und öffnete vorsichtig ihren BH. Sie schmiegte sich sanft an meinen Körper während sie mir die Boxershort auszog. Nun war ich an der Reihe, langsam fasste ich nach unten und zog ihr den Slip aus. Dann passierte es, vorsichtig drang ich in sie ein. Es war ein wundervolles Gefühl ihr so Nah zu sein, ihr so Nah zu sein wie ich es vorher noch nie war. Es war wunderschön. Glücklich lagen wir eng umschlungen in meinem Bett. Ich hatte mich noch nie so glücklich gefühlt, den Moment unserer ersten Begegnung und unserem ersten Kuss und alle gemeinsamen Stunden mit ihr mal weg genommen. Während wir wieder nebeneinander lagen und sie mir wie schon so oft sanft über den Bauch strich, sang ich ihr „Flying without wings“ vor. Dieses Gefühl hatte ich eben selbst fühlen dürfen, es war als würde ich fliegen, einfach Traumhaft! „Oh Shane. Ich liebe dich ja so sehr!“ „Ich liebe dich auch, mehr als alles andere auf dieser Welt.“ Jetzt lief ihr eine Träne über die Backe, ich war etwas verunsichert, hatte ich etwas falsches gesagt? „Wieso weinst du denn?“ Sie sagte nichts, sie rutschte nur noch näher zu mir. Ich nahm sie tröstend in den Arm, als sie in Tränen ausbrach. „Meine Süße, alles wird gut!“ Ich fragte sie immer wieder, was los sei und versuchte sie zu beruhigen, aber sie fing immer stärker an zu weinen. Ich wusste nicht was sie hatte, aber sie tat mir so leid. Ich wollte ihr helfen, aber dazu musste ich sie erst einmal beruhigen. Als sie sich wieder etwas gefasst hatte, versuchte ich erneut zu erfahren, was sie so quälte. Sie war die letzten Tage doch so glücklich gewesen. „Shane ich kann nicht, ich kann es dir nicht erzählen, es tut so weg!“ „Gillian du kannst mir alles erzählen. Ich will nicht das du traurig bist. Ich würde alles tun um wieder dein bezauberndes lächeln zu sehen. Ich will dir helfen!“ „Okay ich versuch es. Aber bitte lass mich zu ende erzählen“ wieder kullerten ihr ein paar Tränen über die Backe. Ich nahm sie in den Arm, ich ließ sie die ganze Zeit nicht los während sie erzählte. „Es war vor 6 Jahren. Mein Bruder fuhr mit seinem Freund, nach einer Party eines Schulfreundes, nach Hause. Er war nur Beifahrer, weil er derjenige von den Beiden war, der mehr getrunken hatte. Sie fuhren auf der Landstraße von Drumcliff nach Sligo. Beide wollten so schnell wie möglich nach Hause. Da passierte es. Sie fuhren um eine Kurve und sahen den herankommenden LKW nicht und...“ Sie brach wieder in tränen aus. Ich konnte mir schon denke was passiert war. Ich drückte sie fester an mich „Du musst nicht weitererzählen, wenn du nicht willst.“ „Doch, jetzt hab ich angefangen, jetzt hast du das Recht auch das Ende zu erfahren, auch wenn es schwer ist.“ Sie riss sich zusammen und erzählte weiter. Ich sah ihr an das es ihr schwer fiel, darüber zu reden. „Die beiden Fahrzeuge kollidierten. Andy, mein Bruder, hatte keine Chance. Der LKW hatte 40 km/h zu viel drauf und fuhr direkt in seine Seite, er war sofort tot.“ Sie schluckte und es kullerten ihr wieder einige Tränen über die Backe. „Michael kam mit einem eingequetschten Bein davon. Es war das schlimmste was mir passieren konnte. Mit Andy konnte ich über alles reden. Er war mein Bruder und bester Freund gleichzeitig. Es war schwer über seinen Tod hinweg zu kommen. Bei ihm fühlte ich mich geborgen. Wenn ich stress mit Mama hatte, war er es der mich wieder aufbaute. In seiner Nähe war ich einfach am liebsten. Er beschützte mich vor jedem, wir hatten eine sehr enge Beziehung zueinander. Sein Tod war ein schrecklicher Verlust für mich. Er war es der mich bei meinem ersten Liebeskummer wieder aufbaute, er war es der mir in jeder weiße half! Bei dir fühle ich mich genauso. Wenn ich in deiner Nähe bin weiß ich das ich mich geborgen fühlen kann. Gerade, es war so schön mit dir und da kamen alle Erinnerungen an ihn wieder hoch. Ich fühlte mich so wohl bei dir, wie ich es auch in seiner Nähe tat. Kian hat es auch schwer getroffen. Die beiden waren einfach unzertrennlich. Für ihn war es genauso schlimm wie für mich. Seit seinem Tod habe ich mich bei niemandem mehr so wohl gefühlt, als bei dir. Du erinnerst mich sehr an ihn, du bist genau der selbe Typ. Ich weiß gar nicht was ich ohne dich machen würde. Mir ist gerade bewusst geworden das ich dich nie verlieren möchte!“ Sie fing wieder an zu weinen, inzwischen kullerten auch mir die Tränen über die Backen. Es berührte mich sehr. Ich nahm sie ganz fest in meine Arme und wir beide weinten. Es war der schönste Abend meines Lebens, weil wir zum ersten Mal miteinander geschlafen hatten und gleichzeitig der Emotionalste. Ich hatte noch nie so viele Tränen vergossen, wie an diesem Abend. „Kian hat mir nie von Andy erzählt.“ „Seit seinem Tod hat niemand mehr über ihn gesprochen. Michael ist aus Sligo fortgezogen, weil er es nicht mehr ausgehalten hat. Alle haben über ihn geredet und ihn für den Tod meines Bruder verantwortlich gemacht, aber ihn traf überhaupt keine Schuld. Er lebt jetzt in Galway, ich hab ihn schon ewig nicht mehr gesehen.“ Jetzt verstand ich auch was Kian mit „Es tut ihr gut, dich zu haben.“ meinte. Sie tat mir so leid, sie hatte den Menschen verloren den sie am meisten liebte. Irgendwann sind wir beide unter Tränen eingeschlafen. Gillian wachte mehrmals in den Nacht auf und ich musste sie beruhigen. Das ganze nahm sie sehr mit, auch wenn es bereits 6 Jahre her war. Es hatte ihr sehr viel Überwindung gekostes, mir das alles zu erzählen. Sie brauchte mich jetzt mehr als alles andere das fühlte ich. Mitten in der Nacht, als Gillian wieder eingeschlafen war, viel mir mein Traum wieder ein. Vielleicht sollte die Person, die in dem Traum starb, etwas aus der Vergangenheit abschließen. Es konnte sehr gut möglich sein. Gillian hatte jetzt vor ein paar Stunden etwas abgeschlossen, sie hatte mit mir über ihren Bruder geredet. Vielleicht wollte das der Traum symbolisieren ich weiß es immer noch nicht genau, aber ich bleibe einfach bei dieser Erklärung für meinen Traum. Irgendwann schlief ich dann auch wieder ein und wurde erst am nächsten Morgen durch den gleichen Hund, wie einen Tag vorher, geweckt.

 Chapter 9:

 Gillian schlief noch um sie nicht zu wecken stieg ich ganz langsam und vorsichtig aus dem Bett. Ich schlüpfte schnell in meine Boxershort die auf dem Boden lag und lief runter in die Küche. Ich wollte meinem Engel das Frühstück ans Bett bringen. Vorsichtig stellte ich das Tablett auf dem Tisch neben dem Bett ab. Nun wurde auch Gillian wach. „Guten Morgen, Maus.“ „Guten Morgen.“ Ich küsste sie und übergab ihr dann das Frühstück. Sie lächelte mich an. Ich war froh das sie lächelte, nach dem was am Abend vorher passiert war. „Shane, wegen Gestern. Danke das du mir zugehört und geholfen hast. Ich fühl mich jetzt viel freier, es tat gut mit dir darüber zu sprechen und nicht den schmerz in mich reinzufressen auch wenn es schon 6 Jahre her ist.“ „Hey das hab ich doch gern getan.“ Wir küssten uns wieder, bevor wir uns auf das Frühstück stürzten. Ich brachte das ganze Geschirr runter, während sie duschte und sich anzog. Ich fragte mich wie sie sich wohl fühlte. Als sie fertig runter kam, wollte sie auch gleich gehen. „Shane, sei mir nicht böse, aber ich muss einfach über Gestern nachdenken.“ „Ja natürlich. Ich versteh das. Soll ich dich heimfahrn?“ „Nein lass mal. Ich laufe, frische Luft tut mir sicher gut.“ „Okay, pass auf dich auf!“ Wir küssten uns noch mal bevor sie das Haus verließ und weg ging. Ich sah ihr noch hinterher, bis sie um eine Ecke verschwand. Sie tat mir so leid, ich hätte Andy gerne kennengelernt. Er muss ein wundervoller Mensch gewesen sein, genau wie Gillian. Ich beschloss Kian anzurufen, ich wollte mit ihm über Andy reden. Als ich ihm am Telefon sagte um was es ginge, wurde seine stimme traurig. „Wir können auch ein andermal reden. Es war nur so eine Frage.“ „Nein Shane, kannst schon kommen.“ Ich machte mich gleich auf den Weg zu Kian. Als ich bei ihm ankam, stand er schon in der Tür und wartet auf mich. „Hi Ki!“ „Hi Shane, komm rein.“ Wir gingen in sein Zimmer und setzten uns auf sein Bett. Da saßen wir immer, wenn ich zu ihm kam um mit ihm über etwas zu reden. Ich erzählte alles vom vergangenen Abend und als ich fertig war, fing Kian an zu erzählen: „Andy war zu der Zeit mein bester Kumpel. Er war genau wie ich und hatte nur Unsinn im Kopf. Als er damals starb, zog ich mich zurück, ich wollte keinen mehr hören und sehen. Erst als ich dich kennenlernte, begann ich wieder nach vorne zu sehen.“ Kian erzählte noch sehr lange über das Leben von Andy und ich musste feststellen das er ein wirklich wunderbarer Mensch gewesen sein musste. Kian versuchte die ganze Zeit stark zu bleiben und es gelang ihm auch, aber am Ende brach auch er in Tränen aus. Ich nahm in ihn den Arm und versuchte ihn zu trösten, so wie ich es einen Tag zuvor mit Gillian gemacht hatte. Eigentlich weinte Kian so gut wie nie, aber das nahm auch ihn sehr mit! Er hatte sich wieder beruhig, als ich ihn fragte ob er in Foto habe. Er nickt und stand auf. Er öffnete den Schrank der gegenüber vom Bett stand und holte eine Schachtel heraus. „Hier hab ich alle Erinnerungen an ihn drin.“, sagte er und versuchte zu lächeln, aber es gelang ihm nicht ganz. Er setzte sich wieder zu mir und öffnete die Schachtel. Sie war voll mit Erinnerungen an ihn. Er gab mir ein Foto das kurz vor seinem Tod gemacht wurde. Andy hatte sehr viel Ähnlichkeit mit Gillian. Wenn ich nicht gewusst hätte, wer er war, hätte ich es auch so herausgefunden. Ich blieb noch bis 19 Uhr bei Kian, weil ich sah das es ihm nicht so gut ging. Wieder zu Hause angekommen, rief ich bei Gillian an, ich wollte wissen wie es ihr ging. „Hallo Maus, wie geht es dir?“ „Hallo Süßer, ach es geht schon wieder.“ „Bis du dir sicher?“ „Ja klar“ Sie lachte, es tat gut sie wieder lachen zu hören. „Na gut, dann bin ich aber froh.“ „Das Gespräch tat gut. Ich fühl mich einfach nicht mehr so allein, bis jetzt dachte ich immer ich hab alles im Griff, aber das stimmte nicht. Jetzt hab ich alles im Griff, weil ich den Mut hatte über alles zu reden. Es ist wie eine Erlösung!“ Wir redeten noch ziemlich lange am Telefon. Ich wurde erst durch meine Schwester gestört, die schon zum 100. mal fragte, wann sie endlich Telefonieren könne. „Gute Nacht. Schlaf gut, mein Engel!“ „Du auch. Ich liebe dich.“ Wie legten beide auf und meine Schwester veranstaltete ein Freudengeschrei, dass wahrscheinlich die ganze Nachbarschaft hörte. Sie war schon ein verrücktes Huhn! Ich lief hoch um mich zu duschen. Eigentlich wollte ich das erst am nächsten Morgen tun, aber mir fiel nichts besseres ein. Als ich so unter der Dusche stand und das Wasser über meinen Körper lief, viel mir plötzlich ein, dass Gillian ja in 4 Tagen Geburtstag hatte. Und ich Idiot hätte das beinahe vergessen! Ich stellte das Wasser ab und suchte Verzweifelt nach meinem Handtuch. Verflixt das hatte ich doch extra hergerichtet und jetzt war es weg. Na gut dann lief ich eben nackt und völlig nass in mein Zimmer um mich anzuziehen. Das würde schon wieder trocknen dachte ich mir. Schnell schlüpfte ich in eine frische Boxershort und in meine Jogginghose und in das blaue T-Shirt das in einer Ecke lag. Ich setzte mich an meinen Schreibtisch und überlegte krampfhaft was ich ihr schenken sollte. Nach einer halben Stunde viel mir die Kette aus Dublin wieder ein. Die hatte ihr doch so gut gefallen. Gleich am nächsten Tag wollte ich sie kaufen, wenn es nicht schon zu spät war. Aber eigentlich war ich mir sicher, dass die Kette noch da war, so ein Teures ding kauft man sich ja nicht alle Tage. Das hoffte ich zumindest! Da es schon halb 12 war wollte ich ins Bett gehen, aber schlafen konnte ich nicht so richtig. Ich wachte im Stunden Takt auf.

 Chapter 10:

 Um 6 Uhr war mir das dann zu blöd und ich stand auf. Müde quälte ich mich die Treppe runter, die an diesem Tag gar nicht enden wollte. Ich lief in die Küche, wo mein Bruder sich gerade die Brotzeit für seine Mittagspause machte. Der arme musste sogar Samstags Arbeiten! „Was machst du denn schon auf?“, fragte er mich verwundert. „Ich kann nicht mehr schlafen.“ antwortete ich und während ich mich auf den einen Stuhl in der Küche setzte, fiel mir das Pferd wieder ein. „Hey Liam, weißt du was für ein Pferd Dad verkaufen will?“ „Weißt du das noch gar nicht?“ Er sah mich ungläubig an während ich nur den Kopf schüttelte. „Er verkauft ‚Carlton Lady’“ „Und warum?“ „Er meint sie währe für Turniere schon zu alt und der Käufer will sie nur für seine kleine Tochter.“ „Ach so.“ „Willst du auch ein Brot zum Frühstück? Ich würde dir sogar mal eins machen, wenn ich eh schon dabei bin.“ „Ne danke, ich esse lieber Cornflakes.“ „Du und deine Cornflakes!“ Er lachte uns schmierte eifrig weiter Margarine auf sein Brot. Ich lief wieder hoch, ich wollte mich noch duschen, bevor ich mich auf den Weg nach Dublin machte. Während ich duschte, kam mir die Idee, dass ich Bryan mal wieder besuchen könnte. Ich hatte ihn schon über 1 Woche nicht mehr gesehen und ich war ja eh in Dublin. Ich stellte das Wasser ab und trocknete mich ab. Schnell zog ich meine blaue Jeans und meinen blauen Pullover an. Ich packte meinen Geldbeutel, den Autoschlüssel und stieg ins Auto. Um halb 8 war ich schon unterwegs nach Dublin, das hätte ich auch nicht gedacht. Sonst schlief ich immer mindestens bis 10, wenn ich frei hatte und nicht gerade wieder der Nachbarshund bellte oder ich den Wecker gestellt hatte. Um kurz vor 10 kam ich in der Dubliner Innenstadt an. Ich parkte wieder auf dem gleichen Parkplatz wie letztes mal. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen. So schnell ich konnte lief ich in den nächsten Laden und wartete bis es wieder etwas aufgehört hatte. Es war ein riesiges Kaufhaus und ich wurde natürlich auch erkannt. Es standen bestimmt 30 Teenager um mich herum die allen ein Autogramm und ein Foto wollten. Ich fragte ich nur, wieso die nicht in der Schule waren, bis mir einfiel das ja Samstag war. Als es wieder einigermaßen aufgehört hatte zu regen machte ich mich aus dem Staub. „Sorry Mädels, ich hab echt keine Zeit mehr.“ Ich lief aus dem Geschäft und die ganze Gruppe Teenies hinterher. Na toll, dachte ich mir. Wie sollte ich die jetzt wieder loskriegen? Da half nur eins. Ich lief zurück zu meinem Auto und fuhr weg. Irgendwann in einer kleine Gasse hielt ich wieder an und parkte. Ich war, glaub ich, bis zum anderen Ende von Dublin gefahren, ich brauchte auf jeden Fall 1 ½ Stunden bis ich an dem Schmuckgeschäft war in dem Gillians Geschenk im Schaufenster lag. Völlig nass und genervt betrat ich den Laden. Hinter der Theke stand ein alter man, der Zeitung las. „Entschuldigung.“ Der Mann rührte sich nicht und fand es auch nicht für angebracht von seiner Zeitung aufzusehen und mich zu bedienen. „Guten Tag!“ Immer noch keine Reaktion. „HALLO! Sie haben Kundschaft!“ Erst als ich ihn genervt anschrie, hielt er es für nötig zu fragen was ich wollte. Ich sagte ihm welche Kette es sein sollte, zahlte und verschwand. Ich hatte echt keinen Bock da noch länger drin zubleiben. So ein Arsch. Na egal, genervt lief ich zurück zum Auto, das 1 ½ Stunden von hier wegstand. Heute ging doch echt alles schief. Als ich endlich ankam, machte ich mich auf den weg zu Bryan. Noch völlig nass klingelte ich. Sue seine Schwester öffnete. „Hi Shane, du willst sicher zu Bryan, oder?“ Ich nickte und sie ließ mich rein. „Bryan komm mal runter, du hast besuch!“ schrie sie hoch und er kam mit Chip, seinem Hund, im Arm die Treppe runter. „Hey Shane! Was machst du denn da?“ „Ich wollt dich mal wieder besuche, oder stör ich?“ „Nein, ich freu mich! Hey du bist ja ganz nass! Komm mal mit hoch ich geb dir trockene Sachen.“ „Danke.“ Nachdem ich wieder trocken war setzten wir uns ins Wohnzimmer und wir erzählten uns was in den vergangenen Tagen so passiert war. Nur das mit Andy ließ ich weg, ich wusste nicht ob es Kian stört wenn alle bescheid wussten, also hielt ich lieber die Klappe! Er hatte es mir ja auch nicht freiwillig erzählt, nur weil ich ihn gefragt hab. „Hey ich freu mich für dich. Ihr scheint ja richtig glücklich zu sein.“ Er klopfte mir auf die Schulter und stand dann auf um noch mal ne Flasche Cola zu holen. Ich holte Gillians Kette aus meiner Tasche und hielt sie Bryan vor die Nase, als er mit der Flasche angetrudelt kam. „Was ist das?“ „Na was wohl? Schau mal genau hin, dann müsstest auch du erkennen dass das eine Kette ist.“ „Oh. Ist die für Gillian?“ „Ne für mein Pferd! Klar ist die für Gillian du Witzbold! Zum Geburtstag.“ „Da freut sie sich bestimmt, aber hat die nicht ein halbes Vermögen gekostet?“ „Woher weißt du das? Na egal. Sie war schon teuer, aber für Gillian geb ich das gerne aus.“ „Wie viel hat sie den gekostet?“ „15 000 Euro“ „Wow, da bekommste ja schon fast so nen Schlitten wie der von Nix, okay nicht ganz, aber vielleicht die 4 Reifen.“ Ich bekam so einen Lachanfall das alles zu spät war. Sue die nicht mitbekommen hatte warum ich lachte, guckte mich schon ganz doof an. Wenn ich bei Bryan war musst ich echt immer die ganze Zeit lachen! Ich blieb noch bis um 11 bei Bryan, wir veranstalteten einen Playstation Abend. Komischerweise war ich bei allen Spielen immer der Verlierer! Bryan war echt unschlagbar, aber ich denke mal das lag daran das er schon in Übung war. Aber es war echt witzig. Mit Bryan war es eigentlich immer lustig, er brachte mich immer so zum lachen das ich heulen musste. Um 11 fuhr ich dann wieder Richtung Heimat. Ich konnte ohne Probleme durchfahren. Als ich kurz nach 1 ankam wollte ich nur noch in mein Bett. Ich schleppte mich die Treppe hoch und lies mich ins Bett fallen. Ich schlief auch sofort ein ich hatte nicht mal mehr die kraft mich noch umzuziehen. Ich glaub ich war noch nie so froh ins Bett zu kommen.

 Chapter 11:

 Ich schlief durch und wachte erst auf als ich durch einen Kuss geweckt wurde. Ich machte die Augen auf und vor mir saß Gillian. „Gillian, was machst du hier?“ „Hey guten Morgen. Ich wollte dich besuchen und deine Mum hat mich hochgeschickt.“ „Wie lang bist du denn schon hier?“ „Bin gerade erst gekommen. Du siehst echt süß aus wenn du schläfst!“ „Oh danke, gleichfalls.“ Ich stand auf und küsste sie zärtlich auf den Mund. „Hast du schon gefrühstückt?“, fragte ich sie, in der Meinung es sei noch irgendwann am Vormittag. „Ich hab sogar schon Mittag gegessen. Wir haben jetzt halb 3!“ „Oh.“ Ich hatte echt nicht gedacht das es schon so spät war. Ich machte mir nur schnell eine Schüssel Cornflakes, wie immer, auch wenn es schon halb 3 war. Ich beeilte mich, wir wollten nämlich noch ein bisschen am Strand spazieren gehen und der Himmel bewölkte sich schon. Ich packte noch schnell meine Jacke und um 3 fuhren wir los, wieder zu unserem geheimen Platz an dem wir auch an unserem 1. Abend waren. Wir waren weit und breit die einzigen Menschen. Es war herrlich. Händchenhaltend liefen wir am Wasser entlang und redeten über unsere Kindheit. Ich weiß nicht wie wir auf dieses Thema gekommen waren, aber es war echt lustig, so alte Kindergeschichten zu hören. Sie war eine wirklich kleine freche Maus. Irgendwann setzten wir uns auf einen Steinhügel und sahen ins Meer hinaus. „Süßer, du kommst doch zu meinem Geburtstag, oder?“ „Ja klar komm ich.“ „Meine Oma kommt auch.“ Sie sah mich an und wir fingen an zu lachen. Wir saßen noch eine ganze Weile einfach nur da, erst als es anfing zu regnen machten wir uns so schnell es ging aus dem staub. Wir wussten das es bis zu mir noch sehr weit war und wir liefen in die andere Richtung, nicht weit entfernt war ein anderes kleines Dorf. Wir hofften das uns dort jemand reinließ. Als wir so rannten, entdeckten wir eine Höhle in den Klippen die hinter uns empor ragten. Weil wir das Dorf immer noch nicht sahen, entschieden wir uns, uns in diese Höhle zu setzen. Ich muss zugeben ganz geheuer war es mir dabei nicht, aber immer noch besser als durch den regen zu laufen dachte ich mir. Aber wir mussten bald feststellen das es keine so gute Idee war. Wir setzten uns auf den sandigen Untergrund und ich nahm Gillian in den Arm. Da bemerkte ich das sie am ganzen Körper zitterte. „Ist dir kalt?“ Diese Frage war eigentlich nicht nötig, ich sah ja das sie fror. Sie nickte und ich legte ihr meine Jacke über die Schultern, zum Glück hatte ich die noch mitgenommen. „Besser?“ Sie nickte wieder. Wir setzten uns ganz eng aneinander und schwiegen vor uns hin. Ich rieb ihr mit meiner Hand an ihrem Arm immer auf und ab um sie zu wärmen. Plötzlich zuckten wir beide zusammen, es hatte gedonnert und wie. Die ganze Höhle bebte! Wir wussten aber beide das es gefährlich wäre, jetzt zurück zu laufen und wir blieben lieber sitzen. Es fing noch stärker an zu regnen und es das Gewitter wurde auch stärker. Die Höhle kühlte auch extrem ab, wir beide zitterten schon. Eng umschlungen saßen wir da und wärmten uns gegenseitig. Ich hab mir noch sie so sehr gewünscht in einem warmen Raum zu sein oder wenigstens eine Decke zu bekommen. Es war eisigkalt und der regen machte auch keine anstallten aufzuhören, im Gegenteil es wurde immer schlimmer. So langsam wurde es auch dunkel, da viel mir ein das ich noch das Feuerzeug von Bryan in meiner Tasche haben müsste. Er hatte es vor kurzem bei mir liegen lassen und ich hatte es ihm noch nicht zurückgegeben. Das Schicksaal meinte es ausnahmsweise mal gut mit uns und ich fand tatsächlich das Feuerzeug in meiner Tasche. Jetzt musste nur noch etwas brennbares her. Ich ließ Gillian kurz allein und ging tiefer in die Höhle und ich wurde fündig. Es lagen überall so dünnen Äste rum die ich sofort packte und nach vorne trug. Jetzt musste ich sie nur noch irgendwie anzünden. „Hast du ein Taschentuch oder irgendwas leicht brennbares?“ „Ne, oder warte mal ich hab zuhause noch ein Blatt Papier in meine Tasche gesteckt, ich sollte für meine Mum aufschreiben wie die Öffnungszeiten in diesem neuen Frisörsalon sind. Hier.“ „Danke du bist ein Schatz! Jetzt muss das ding nur noch dafür sorgen das die Äste auch brennen.“ Ich zündete das Papier an und legte es unter die Äste und mich wunderte es, dass diese so schnell Feuer fingen. Wir hatten ein schönes Lagerfeuer zustande bekommen. Es wurde richtig schön warm. Als wir wieder einigermaßen aufgetaut waren redeten wir wieder über alte Zeiten. Unter anderem auch über unsere erste Begegnung, als ich 12 war. Wir lachten noch viel und nachdem wir schon über 4 Stunden in diesem kalten Loch saßen lies der regen endlich nach. Inzwischen war es aber auch schon 23 Uhr! Wir löschten das Feuer und liefen aus der Höhle in die Richtung aus der wir gekommen waren. Es war gar nicht leicht wieder zurückzufinden, es war ja schon stock dunkel! Wir fanden das Auto schließlich doch noch und sehr erleichtert und durchnässt setzten wir uns ins Auto und fuhren heim. Als wir bei mir ankamen, war niemand mehr auf, was mich sehr wunderte. Meine Eltern und Geschwister gingen normal nie vor 2 Uhr ins Bett, wieso sie an diesem Tag so früh gingen, weiß ich bis heute nicht. Wir betraten das Haus und schlichen uns hoch ins Bad und wir duschten. Es tat richtig gut, wie das warme Wasser über unsere Körper floss. Wir duschten ausgesprochen lang. Nur mit einem Handtuch bekleidet setzten wir uns in mein Zimmer. Ich lief schnell in Denise’ Zimmer und holte Gillian trockene Sachen. Denise war gerade mit ihrem Freund im Urlaub auf Sizilien und ich wusste das sie nichts dagegen hatte, wenn ich Gillian Sachen von ihr gab. Ich lief damit in mein Zimmer zurück, wo Gillian mich schön sehnsüchtig erwartete. Sie lief gleich auf mich zu und schwung ihren Arm um mich, während sie mich küsste. Ich liebte ihre Küsse, sie waren so liebevoll, zärtlich und sexy in einem, einfach Wahnsinn! Wir legten uns ein mein Bett und wir versanken in einer aufregenden Nacht, wo wir uns wieder sehr, und wenn ich sehr schreibe dann mein ich auch sehr, nah waren. Es war einfach wunderschön, ich werde diese Momente nie vergessen.

 Chapter 12:

 Es war toll am nächsten Tag in ihren Armen aufzuwachen. Sie sah so unglaublich süß aus wenn sie schlief, sie war ein Engel, ein lebender Engel! Ich zauberte ihr ein klasse Frühstück und wir verbrachten noch den ganzen Tag zusammen und auch am nächsten Tag waren wir zusammen unterwegs. Es waren die schönsten Stunden, wenn ich mit ihr zusammen sein konnte! Und ich wollte das ausnutzen, schließlich war ich bald wieder ein paar Wochen mit Westlife unterwegs. Und dann war er auch schon da, Gillians Geburtstag. Da ich ein nicht sehr begabter Geschenkeinpacker war, überlies ich das meiner Mum, die das gerne tat. Ich steckte das kleine Päckchen in meine Jackentasche und machte mich auf den Weg zu Gillian. Ich brauchte gar nicht zu klingeln, Gillian hörte mein Auto und wartete auch schon in der Tür. „Happy Birthday, mein Schatz!” Ich hob sie hoch und wirbelte sie durch die Luft. Als ich sie wieder runterließ, brachte sie mich ins Wohnzimmer. Ihre Eltern und ihre Oma saßen schon auf dem Sofa und begrüßten mich freudig. Stolz holte ich daraufhin das Päckchen aus meiner Tasche und gab es meiner Maus. Sie packte es aus und als sie sah was sich darin empfand, klappte ihr das Kinn runter. „Oh mein Gott, Shane. Danke. Du bist echt wahnsinnig, die hat doch ein vermögen gekostet!“ Glücklich fiel sie mir um den Hals. „Für dich ist mir nichts zu Teuer!“ Wir küssten uns sehr zärtlich und daraufhin legte ich ihr die Kette um den Hals. Ich schwöre, diese Kette hätte keiner Frau besser gestanden als Gillian, meiner Gillian. Am späten Nachmittag, verschwand Gillians Oma und auch ihre Eltern mussten noch was erledigen. Das hieß wir waren allein und das bedeutete ungestört, das dachten wir zumindest. Gerade als wir angefangen hatten uns auf dem Sofa zu küssen, klingelte es an der Tür. Es war Kian. „Hey Kusinchen, alles gute zum Geburtstag!“ Die zwei umarmten sich und Gillian bekam von Kian einen Küsschen auf die Wange. „Wie alt bist du geworden? 4 oder 5?“ Er lachte und kassierte für diesen Spruch einen klaps auf den Hintern. Es wurde noch ein schöner Abend, wir lachten sehr viel. Um halb 4 verabschiedete sich Kian, der schon ein paar Bierchen zu viel hatte. Lallend verließ er das Haus. „Meinst du wir können den allein heimlaufen lassen?“ fragte Gillian besorg. Ich hatte auch so meine bedenken und brachte ihn schnell nach Hause, ich hatte wesentlich weniger getrunken als er. Ich beeilte mich und lief wieder zu Gillian zurück, die mich gleich in ihr Zimmer schleppte. Gemeinsam lagen wir auf dem Bett und Liebkosteten uns. Es wurde wieder eine Wundervolle Nacht mit vielen Zärtlichkeiten. Auch die nächsten Tage waren super, aber der Tag des Abschiedes rückte immer näher und dann war er da. Meine Eltern brachten mich nach 3 Woche Urlaub zum Flughafen in Dublin. Gillian fuhr auch mit, aber das hättet ihr euch sicher denken können, oder? Am Flughafen wurde ich von der ganzen Westlife-Crew herzlichst empfangen. Es war schon toll alle wieder zu sehen, aber es war auch hart von meinen Eltern und von meiner Gillian abschied zu nehmen. Wir hatten zum Glück etwas länger als geplant Zeit um Abschied zu nehmen, weil Bryan wie immer zu spät kam. Als er mit einer halben Stunde Verspätung in der fast leeren Ankunftshalle eintrudelte, wurde es Zeit mich entgültig von meinen Liebsten zu verabschieden. Den anderen 4 Jungs ging es genauso wie mir, auch ihnen viel es schwer sie von ihren Liebsten zu verabschieden. Dann wurde es Zeit, ich küsste Gillian noch einmal sehr zärtlich und sah ihr noch einmal Tief in die Augen. Bevor ich ging flüsterte ich ihr noch „Ich liebe dich“ ins Ohr. Als ich losging, sah ich wie sie langsam Tränen in ihren Augen bildeten und auch in meinen Augen bildeten sich Tränen. In unserem Privatjet setzte ich mich neben Nicky dem es genauso ging wie mir. Auch ihm standen Tränen in den Augen. „Sind alle da?“ rief Louis in den Passagierraum. Als keiner eine Antwort gab erfasste er das als ja und gab dem Piloten bescheid zum Abflug. Auf nach Germany, hieß es. Während des Fluges lockerte sich die Anfangs angespannte Stimmung ein wenig. Bryan machte wie immer seine Späße und brachte uns alle zum lachen.

Die 2 Wochen in Germany und der 1 Monat in Asien, waren ein tolles Erlebnis für alle. Die Fans waren einfach großartig. Auch wenn ich Gillian vermisste, durfte ich mir das nicht anmerken lassen. Das war mein Job, ich musste die Fans glücklich machen. Ich Telefonierte 5x täglich mit ihr, was meine Handyrechnung dramatisch in die Höhe steigen lies.

 Chapter 13:

 Dann war der Tag gekommen. „In nur noch weniger als 2 Stunden, seh ich meine Maus wieder.“ dachte ich mir auf dem Weg von Hong Kong nach Dublin. Alle freuten sich darauf ihre Familien und Freundinnen wieder zu sehen. Wir hatten 3 Tage frei, bevor es mit Studioaufnahmen für das neue Album los ging. Auf diesen Moment wartete ich schon seit 1 ½ Monaten, das Flugzeug landete in Dublin. Ich stieg aus dem Flugzeug aus und da stand sie auch schon. Schnell rannte ich auf sie zu und umarmte sie Glücklich. „Ich hab die ja so sehr vermisst!“ sagte sie und wir küssten uns stürmisch. Ich war so froh sie wieder in meine Arme schließen zu können. „Ich dich auch.“ Wieder küssten wir uns. Meine Eltern waren auch gekommen die ich nun auch fröhlich in meine Arme schloss. Ich hatte eine sehr enge Beziehung mit meiner Mum, sie fehlte mir auch immer so sehr. Ich war so froh das ich sie endlich wieder sah! Ich verabschiedete mich noch schnell von meinen Jungs und wir machten uns auf den Heimweg. Ich erzählte die ganzen 2 Stunden von Dublin nach Sligo über die vergangenen 6 Wochen. Zuhause angekommen freute ich mich auf das Essen meiner Mum, das in Asien war nicht so toll, so das ich 7 Kilo abgenommen hatte. Meiner Mum war das gleich aufgefallen. „Mein Junge du bist ja richtig abgemagert!“ hatte sie gesagt.

In den nächsten 3 Tagen verbrachte ich jede Sekunde mit Gillian. Wir waren keine Sekunde getrennt. Es war so schön, endlich wieder in ihrer Nähe zu sein, ihre wärme zu spüren. Die 3 Tage vergingen leider viel zu schnell. Es war Mittwoch um 4 Uhr morgens als mein Wecker klingelte und uns aus dem schlaf riss. Ich hatte am Abend davor schon mein Gepäck, für unseren Kurztrip nach Stockholm ins Tonstudio, in mein Auto gepackt. Noch verschlafen liefen wir die Treppe runter in die Küche, wo wir noch schnell Frühstückten und uns dann auf den Weg nach Dublin machten. Von meinen Eltern hatte ich mich schon am Abend vorher verabschiedet, ich wollte nicht das sie wegen mir um 4 Uhr aufstanden, nur Gillian wollte mit. Wir kamen pünktlich am Flughafen an und sogar Bryan kam nicht zu spät. Diese Verabschiedung ging etwas schneller, schließlich war ich nicht wieder 1 ½ Monate weg sondern ‚nur’ 3 Wochen. Ich Telefonierte wieder 5x Täglich mit ihr, es tat gut ihre Stimme zu hören.

Unser 2. Album wurde wirklich gut und wir wurden noch erfolgreicher, als wir eh schon waren. Es schoss von 0 auf Platz 1 in den UK Charts und auch in Deutschland, wo wir vorher nur mäßig Erfolg hatten, wurde es gut verkauft. Wir waren wirklich stolz. Es wurde aber auch immer schwerer Gillian geheim zu halten und als wir ungefähr 1 Jahr zusammen waren, kam es ans Licht. Es war damals eine kleiner Skandal. Ich hatte 1 Jahr unsere Fans belogen, aber es schadete uns nicht. Es wurde jetzt viel leichter, wir brauchten uns nicht mehr zu verstecken und konnten ohne Angst erkannt zu werden durch die Städte laufen und in Pubs oder Clubs gehen.

Ich freute mich auch über die Reaktion der Fans, fast alle akzeptierten Gillian und freuten sich für mich und sie. Natürlich gab es auch einige denen es gar nicht passe und die Gillian am liebsten Verbannt hätten, aber die Mehrheit unterstützte uns. Ich bekam jeden Tag mehrere Kisten voll Fanpost und in den meisten Briefen standen Glückwünsche für unsere Beziehung. Hier ist mal ein Beispiel von Jenny, 14 aus Deutschland:

 

                                             Hallo Shane!!!!

Ich bin schon lange ein sehr großer Westlife Fan und mein Liebling warst schon immer du! Als ich von Gillian hörte, war ich schon ein bisschen traurig, aber inzwischen weiß ich das sie die einzige ist, die dich wirklich verdient hat. Ich kenne einige ‚Fans’ die Gillian am liebsten aus dem Weg räumen würde, aber ich unterstütze euch. Ich bin Glücklich, weil du es auch bist.

Ich hoffe du führst noch lange ein glückliches Leben mit ihr. Ich wünsche euch nur das Beste für eure gemeinsame Zukunft.

Viele liebe Grüße (auch an Gillian)

                                                         Jenny xxx

 

Über diese Briefe freute ich mich immer sehr. Es tut gut zu hören das die Fans einen unterstützen in allem was man macht. Auch Gillian war sehr froh von den Fans akzeptiert zu werden. Sie wurde sogar nach Autogrammen gefragt, aber trotz allem blieb sie mehr im Hintergrund.

Wir führten eine sehr glückliche Beziehung und als wir 4 Jahre zusammen waren bat ich um ihre Hand.

 Chapter 14:

 Es war der 13.10.2004 und wir liefen am Strand entlang, an unserem Strand. Wir kamen sehr oft zu dem Ort an dem wir an unserem ersten Abend auch waren. Ich kniete mich vor ihr in den Sand und sah ihr ganz fest in die Augen, während ich sprach: „Gillian, du bist eine wundervolle Frau und ich möchte mein ganzes Leben mit dir verbringen. Ich könnte mir ein Leben ohne dich gar nicht mehr vorstellen, du machst mich zum glücklichsten Menschen der ganzen Welt! Ich liebe alles an dir, deine Augen, deinen Mund, dein Lächeln, einfach alles! Willst du mich heiraten?“ Sie fiel mir glücklich um den Hals. „Na klar will ich. Ich liebe dich auch so sehr!“ Sie weinte vor Freude und auch in meinen Augen bildeten sich Tränen. Als wir uns wieder beruhigt hatten holte ich den Ring aus der Tasche und steckte ihn ihr an den Finger.

Wir erzählten noch am selben Tag, allen von unserer Verlobung. Auch die Presse erfuhr es noch am selben Tag, wir wollten nicht das es wieder 1000 Gerüchte gab, wir konfrontierten sie gleich mit der Wahrheit. Die Fans freuten sie riesig für uns, wir hatten echt die besten Fans die man sich wünschen kann. Sie unterstützten uns in allem! Wir wollten am 14. Februar 2005, dem Valentinstag, heiraten. Aber nur im engsten Familien und Freundes kreis.

Nicky und Janie, Gillians beste Freundin, gaben wir die Ehrenvolle Aufgabe der Trauzeugen. Wir mieteten uns das Schloss in dem auch Bryan mit seiner Kerry feierte.

Alles war perfekt und der schönste Tag in meinem Leben rückte immer näher.

 Chapter 15:

 Nervös stand ich in der Kirche und wartete darauf das meine Braut endlich kam. Ich trug ganz traditionell einen schwarzen Anzug. Endlich ertönte der klang der Orgel und Gillian kam, geführt von ihrem Dad, in die Kirche. Als sie neben mir ankam, wurden meine Augen immer größer. Sie sah fantastisch aus! Sie hatte ein wunderschönes cremefarbenes Kleid an. Oben war es relativ schlicht und einfach und unten war es sehr schön mit Rosen und was weiß ich allem geschmückt. Im Haar trug sie ein kleines Krönchen an dem die Schleppe befestig war, die bis zum Boden reichte. Sie sah einfach wunderschön aus.

„Gillian, wollen sie den hier anwesenden Shane Filan zu ihrem Mann nehmen und ihn lieben und ehren bis das der Tod euch scheidet?“ „Ja ich will“ „Shane, wollen sie die hier anwesende Gillian Walsh zu ihrer Frau nehmen und sie lieben und ehren bis das der Tod euch scheidet?“ „Ja ich will“ „Sie dürfen die Braut nun küssen.“ Wir versanken in einem sehr zärtlichem Kuss, der nicht enden wollte, erst als der Pfarrer sich räusperte widmeten wir ihm wieder unsere Aufmerksamkeit. Es wurde eine Traumhochzeit, sie war einfach Traumhaft, ich werde diesen Tag nie vergessen. Wir feierten noch lange bis in die frühen Morgenstunden.

Nach unserer Traumhochzeit flogen wir für 1 Woche nach Teneriffa in die Flitterwochen.

Ein Jahr später schenkte mir Gillian eine wunderbare Tochter, Gina. Sie war ein wundervolles Kind. Ich liebte sie über alles.

Noch ein Jahr später, trennten sich Westlife. Wir wollten alle mehr Zeit mit unseren eigenen Familien, die wir Gegründet hatten, verbringen.

Gillian und ich bekamen noch 4 weitere Kinder, Nicholas, Mike, Sarah und Josh. Meine 5 Kinder und meine wundervolle Frau, waren das beste was mir passieren konnte! Wir führten ein sehr glückliches Leben, als glückliche Familie.

Nun bin ich 72 Jahre. Gillian musste mich vor 2 Jahren verlassen. Sie starb an Herzversagen, ich dachte ich überlebe ihren Verlust nicht. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt allein klar zu kommen, meine Kinder helfen mir in allem, worüber ich sehr Glücklich bin.

Das war meine „Story of love“ und ich hoffe sie hat euch gefallen. Ich versichere euch es ist nichts davon gelogen, alles ist wahr.

 

Le grá go deo

                        euer Shane XxX

 

~*THE END*~