"Boah, tun mir meine Füße weh!" jammerte Bridget als sie das Brautmodengeschäft verließen und auf die Grafton Street traten. "Meine auch, aber wenigstens hab ich jetzt das perfekte Kleid gefunden. Danke dass du mitgekommen bist, Bridge." strahlte Ann. "Was tut man nicht alles?! Falls ich irgendwann mal heiraten sollte, werd ich dich auch stundenlang durch alle möglichen Läden schleifen." - "Jetzt tu nich so! Wenn ich mich recht erinnere, hast du selbst auch so einige Kleider anprobiert und hattest mächtig Spaß dabei." - "Na so war es doch auch viel lustiger, als nur zu warten bis du fertig bist. Wenigstens noch ein bisschen Fun, bevor ich jetzt eine Woche lang meine Alten besuchen muss." Bridget steckte sich pantomimisch den Finger in den Mund. Als sie sich den Bauch hielt weil sie nicht mehr lachen konnte, hatte Ann sich immer noch nicht wieder eingekriegt. "Hey Lachsack, dein Kopf ist schon ganz rot!" - "Kann ich mir vorstellen, aber bei deinen spontanen Aktionen muss ich mich halt immer feiern." Als Ann sich wieder beruhigt hatte, verabschiedete sie sich von Bridget. "Na gut dann sehen wir uns spätestens bei meinem Junggesellinnenabschied." - "Worauf du dich verlassen kannst, also kauf schon mal reichlich Alk!" - "Und nicht vergessen, es ist zwei Tage vor der Trauung..." - "Ja und nicht einen, damit du an deinem großen Tag auch gut erholt und ausgeschlafen bist. Schon klar, ich werds nicht vergessen."
Ann machte sich auf den Nachhauseweg und träumte so vor sich hin, als sie eine bekannte Stimme hinter sich vernahm. "Hi Annie!" Erschrocken drehte sie sich um. "Mark!... Gut siehst du aus, aber das weißt du ja selbst. Also dann, ich muss weiter." Mark lief ihr hinterher. "Jetzt renn doch nicht so! Ich bin sicher, egal was es ist, es kann so lange warten." - "Hah! Was weißt du schon von meinem Leben?!" - "Tja, ich hatte gehofft wir könnten uns bei einem Tee ein bisschen darüber unterhalten, komm ich lad dich ein." - "Kein Interesse! Du hast dich 7 Jahre lang nicht um mich gekümmert, da kann ich jetzt auch gut auf dich verzichten." - "Ich hab seitdem auch nichts von dir gehört." - "Falls du dich erinnerst, DU hast mit mir Schluss gemacht. Es war nicht meine Entscheidung!" - "Bist du deswegen etwa noch sauer?" - "Nein, ich bin nicht sauer. Es geht mir gut, ich werde nächsten Monat heiraten. Es kotzt mich nur unheimlich an, dass du jetzt auf einmal die Freundschaftsnummer abziehen willst. Lass mich einfach in Ruhe, ok?!" Mit diesen Worten ließ Ann ihn auf der Straße stehen und verschwand im Haus. Sie schleppte die Einkaufstaschen ins Schlafzimmer und brach weinend auf dem Bett zusammen. Die ganzen alten Erinnerungen und Gefühle kamen wieder hoch und stürzten in einer riesigen Flutwelle auf sie ein. Die Jahre vergingen, es kamen andere Männer, Ann ging nach Dublin um dort zu studieren, begann ein neues Leben. Sie ließ Sligo zurück, ihre alten Freunde und alle Dinge, die sie mit Mark verbanden. Ann dachte, sie hätte es verkraftet, nun musste sie erkennen, dass sie den Schmerz in Wahrheit immer nur verdrängt hatte, denn plötzlich fühlte sie sich wieder wie der zornige und enttäuschte Teenager von damals.
Als Mark daheim ankam, eilte er sofort in den Keller. Die zwei Stunden Fahrt waren ihm ewig vorgekommen. Er knipste das Licht an und stand nun inmitten von verstaubten Kisten und alten Schränken. Nach einer viertel Stunde wurde er schließlich fündig und hielt endlich, das selbstgebastelte Fotoalbum in den Händen, das Annie ihm mal zu Weihnachten geschenkt hatte. Er drückte es fest an sich und verließ den Keller. Mark setzte sich auf sein Bett und betrachtete das Album als wäre es von unschätzbarem Wert. Er glitt mit den Fingern über das Cover und wieder fiel ihm auf, mit wie viel Liebe sie es gestaltet hatte. Es war vorher mal ein ganz gewöhnliches Klapphüllenfotoalbum, das Annie mit total süßem Geschenkpapier eingespannt hatte, auf dem Snoopy und Woodstock abgebildet waren wie sie in einen Laubhaufen springen und das die Aufschrift trug "We love the simple things in life". Auf dem Einband hatte sie mit rotem Geschenkband seinen Namen aufgeklebt. Mark sah sich jedes der Pics intensiv an. Sie zeigten Annie wie sie mit einer Weihnachtsmannmütze posierte, Mark lachend am Strand und Bilder die sie dort selbst von sich gemacht haben, Fotos von der Kursfahrt nach Paris, Annie beim Hockey und wie sie nach dem Spiel auf Marks Schoß sitzt und glücklich den Pokal von den Schulmeisterschaften umklammert, wie sie beide auf Annies Geburtstagsparty engumschlungen tanzen. Mark klappte das Fotoalbum zu und legte sich hin. Annie war heute so kalt zu ihm gewesen, doch als sie sagte er solle sie in zufrieden lassen wirkte sie nicht aggressiv, nur traurig und erschöpft. Sie würde in wenigen Wochen heiraten, ob sie wirklich so glücklich war? Alles was er wusste war, er wollte sie wiederhaben, mit jeder Faser seines Körpers. Mark griff zum Telefon und rief die Auskunft an.
Ann hatte es sich gerade auf der Couch bequem gemacht, um im Fernsehen "Die Teufelin" anzuschauen. Der Film hatte soeben angefangen, als das Telefon klingelte. Wiederwillig stand sie auf. "Ja?!" - "Hallo Annie!" - "Habe ich dich nicht um etwas gebeten?!" - "Annie, wir haben eine Menge zu besprechen." - "Ich wüsste nicht was. Wir gehen schon seit vielen Jahren getrennte Wege und ich finde das sollte auch so bleiben." - "Ich hab das alles nicht gewollt. Ich meine dass es so kommt. Ich wollte dich nie verlieren." - "Wir wissen beide, dass das eine große Lüge ist." Annie ging zurück zum Sofa und legte sich wieder hin, als das Phone ein zweites Mal klingelte. "Bitte lass es nicht Mark sein!... Ja?!" - "Annie, ich..." - "Sag mal, verstehst du meine Sprache nicht?! Ich hab absolut keine Lust mich mit dir zu unterhalten!" - "Annie bitte, hör mir nur eine Minute zu! Ich hab es wegen der Band getan. Wir sind am Anfang so viel rumgereist und ich wollte nicht, dass du auf mich wartest. Es hätte nicht funktioniert." - "Und bist du jetzt glücklicher? Was willst du überhaupt von mir? Ich glaube das weißt du nicht mal selbst!" - "Doch Annie, ich will dich zurück!" - "Hast du getrunken oder warum redest du so einen Schrott?" - "Ich meine das ernst!" - "Oh, das muss ja Methylalkohol gewesen sein." Ann knallte den Hörer aufs Telefon und zog den Stecker aus der Wand. "Ich darf morgen nicht vergessen, es wieder einzustöpseln." sagte sie zu sich selbst und pappte als Gedankenstütze einen Klebezettel auf den Hörer. "Tssh, es hätte nicht funktioniert!" machte sie Mark nach. "Und das sagt einer, der es nie versucht hat!"
Nach der kurzen Begegnung von heute Nachmittag war Mark nicht wirklich überrascht, dass Annie so reagierte. Am Telefon würde sie wohl nicht mit ihm reden. Er musste sie noch einmal treffen, aber ab morgen würde er mit Westlife wieder wochenlang Promoreisen machen müssen, und zwar nach Süd- und Nordamerika.

ein paar Tage später in Acapulco:
Mark wälzte sich schlaflos im Bett herum, die Enge der Dunkelheit drohte ihn zu ersticken. Also stand er auf und ging zum Balkon. Ab Sonntag hatten sie zwei Tage frei, dann würde er zu Annie fliegen können, die Zeit bis dahin schien endlos. Ihr Gesicht verfolgte ihn. Er vermisste ihre warme Umarmung. Erinnerungen überkamen ihn, wie sie sich liebten und jede Nacht engumschlungen einschliefen. War das nicht die schönste Zeit seines Lebens? Er hörte ihre sanfte Stimme wie sie ihn anflehte "Bitte geh nicht! Geh nicht!" Mark ertrank in seiner Verzweiflung. Was war er doch für ein Idiot gewesen? Und jetzt würde sie einen anderen heiraten. Gab es überhaupt eine Chance das zu verhindern? "Ich muss es versuchen sonst sterbe ich." flüsterte er in die tropische Nacht. Mark lauschte noch eine Weile dem Rauschen des Meeres, da es eine beruhigende Wirkung auf ihn hatte. Dann wischte er sich seine Tränen weg und schlich leise zurück ins Zimmer um Kian nicht zu wecken.

Sonntag Abend:
Ann war dankbar für das Klingeln an der Tür, sie korrigierte jetzt schon seit 2 Stunden Klausuren und die Arbeit nahm kein Ende. Sie setzte ihre Lesebrille ab und lief zur Tür. Als sie Mark davor stehen sah, verschwand ihr Lächeln. "Was soll der Mist? Hast du keinen Bock mehr auf Groupies und denkst dir ach versuchen wir es doch mal wieder bei Ann?!" - "Alles was ich will ist ein Gespräch mit dir." - "Meinst du nicht, das es ein bisschen spät ist für Erklärungen?!" - "Komm schon Braveheart, danach werd ich nie wieder etwas von dir verlangen." Ann glaubte sich verhört zu haben. "Das weißt du noch?" - "Natürlich! Wie könnte ich das vergessen? Ich habe dich an deinem Geburtstag ins Kino eingeladen und du hattest ein bisschen Schiss vor dem Spiel am nächsten Tag, ihr wart im Finale der Schulmeisterschaften. Ich weiß nicht mehr gegen wen ihr gespielt habt, aber im Jahr zuvor seid ihr gegen die aus dem Turnier geflogen. Du fandest den Schlachtruf der Schotten im Film so cool. Und um euch ein bisschen Mut zu machen, seid ihr mit erhobenen Hockeyschlägern aufs Spielfeld gestürmt und habt geschrieen Für Sligo, Für die Freiheit. Ich glaub das hat eure Gegner am Anfang ein bisschen verwirrt und später konnten sie euren Vorsprung nicht mehr aufholen. Nach dem Match hast du noch den Ball mitgehen lassen und bei dir im Zimmer aufgestellt, als Erinnerung, da der Pokal ja euch allen gehört und deshalb in der Schule aufbewahrt wird. Na ja und seitdem hattest du den Spitznamen Braveheart weg." lächelte Mark. Fassungslos saß Ann neben ihm auf der Couch. "Ich hab da noch was, das ich dir geben wollte." Mark holte das Fotoalbum aus seiner Tasche und reichte es Ann. Als sie es durchblätterte war es ganz um sie geschehen. "Ich musste viel an dich denken, Annie." - "Ich hab auch oft an dich gedacht." - "Es tut mir leid, dass ich dir damals so weh getan hab." - "Das ist jetzt nicht wichtig." Überwältigt von ihren alten Gefühlen rückte sie näher zu Mark und küsste ihn sanft. Sie wollte jetzt nicht vernünftig sein, nicht an morgen denken, sie wollte nur noch einmal so glücklich sein, wie sie es mit ihm war. Als sie sich langsam gegenseitig auszogen spürte sie sofort die gleiche Vertrautheit wie Jahre zuvor...
"Mhh, Annie stell das Ding ab!" maulte Mark verschlafen und rüttelte an ihrer Schulter. Ann schaltete den Wecker aus. "Du bist immer noch kein Frühaufsteher." - "Nee." - "Eine halbe Stunde kriegste noch." Ann verschwand im Bad.
In Unterwäsche rannte Ann durchs Wohnzimmerzimmer und packte ihre Tasche zusammen. Sie warf einen kurzen Blick auf ihre Uhr und beschloss, dass es Zeit war Mark aus dem Bett zu schmeißen. Sie stellte sich neben ihn und schüttelte ihre langen Haaren die noch feucht waren, so dass er ein paar Spritzer abbekam. "Na warte, das gibt Rache." lachend stürzte er sich auf Ann und fing an sie zu kitzeln. "Ich kann nicht. Ich schreibe gleich in der ersten Stunde eine Kontrolle mit den Elfern und muss noch mein Buch suchen." Mark griff nebens Bett und angelte etwas hervor "Meinst du das hier? Industrielles Rechnungswesen, igitt!" und warf es in die andere Ecke des Raumes. "Hey!" Doch er brachte sie mit einem leidenschaftlichen Kuss zum schweigen. "Ah und wieder mal muss ich hungrig in die Schule weil du mir meine Zeit stielst." - "Du kannst doch frühstücken gehen nachdem du den Test ausgeteilt hast. Deine Schüler würden sich freuen." - "Kann ich mir vorstellen. Vielleicht mach ich das ja wirklich. Die haben auch mal ne Chance verdient." stöhnte Ann als Mark sanft ihre Schenkel streichelte. "Seh ich dich heute Nachmittag noch mal?" - "Leider nicht, Elternsprechtag! Vor 19.00 komm ich bestimmt nicht heim." verdrehte sie die Augen. "Na dann lass die Stunde ausfallen und schreib die Arbeit ein andermal!"...
Als Ann aufstand um sich anzuziehen ging Mark ins Bad. Nachdem er geduscht hatte, hinterließ er ihr eine Botschaft auf dem Spiegel "Danke für die wundervolle Nacht + natürlich auch den Morgen :)" darunter schrieb er seine Handynummer und malte ein Herzchen. "P.S.: Ich kauf dir einen neuen Lippenstift."

Ann bog gerade um die Ecke, als sie Mark auf ihrer Treppe sitzen sah. Sie wollte umdrehen, doch er hatte sie schon gesehen und lief auf sie zu. "Du hast nicht angerufen und du bist scheinbar nie zu Hause. Wieso hast du nicht angerufen? Wir haben diesen Wahnsinnssex und du rufst nicht an. Seitdem sind 10 Tage vergangen. Annie, ich bin immer noch ein ungeduldiger Mensch. Das ist für mich die totale Folter." Er war das reinste Nervenbündel und hatte anscheinend Tage lang nicht geschlafen. "Ich weiß, dass es nicht zu spät ist für uns, sonst hätte es die letzte Nacht nicht gegeben. Oder hast du das etwa nur getan um mich zu verletzen?" - "Nein, so ist es wirklich nicht. Ach Mark, was erwartest du denn von mir? Du tauchst nach so vielen Jahren auf und glaubst es wäre alles beim alten nur weil ich zwei mal mit dir geschlafen habe, dass ich deswegen sofort alles aufgeben würde." - "Ja eigentlich hab ich das gedacht." Mark zog sie eng an sich und streichelte ihr übers Haar. "Annie, du fühlst doch das gleiche wie ich. Was gibt es da noch zu überlegen?" - "So einfach ist es aber nicht. Die Hochzeit ist nächsten Samstag und ich habe keinen Schimmer wie ich das Steve erklären soll. Geschweige denn, was ich überhaupt sagen soll. Er war die letzten 3 Wochen auf Geschäftsreise in Australien und wenn er morgen zurückkommt, ist das letzte Jahr Geschichte?" Ann riss sich aus Marks Armen los. "Bitte geh jetzt, ich muss allein sein. Das verstehst du doch? Ich meld mich bei dir, wenn die Achterbahn in meinem Kopf keine Loopings mehr fährt." - "Versprochen?" - "Ja natürlich, aber es kann ein paar Tage dauern, ok?" - "Annie, ich meine es wirklich ernst mit dir, also spiel bitte nicht mit meinen Gefühlen!" Da sie ihn nicht so traurig gehen lassen konnte, gab Ann Mark einen liebevollen Kuss, sollten die Nachbarn doch denken was sie wollten.

Am nächsten Donnerstag Abend:
Ann saß mit Bridget, Linda und Charlotte bei sich in der Küche, um einen Abend wie zu Studentenzeiten zu verbringen, sich betrinken, Schnulzenfilme gucken und quatschen bis in die Morgenstunden. Sie wollten gerade anfangen mit Essen, als Charlotte ihr Glas erhob. "Am Samstag ist es dann wohl soweit. Meine beste Freundin wird als erste von uns heiraten. Ich bewundere deinen Mut und stehe, wie immer, in großer Ehrfurcht vor jedem, der einen solchen Schritt wagt. Ich weiß, ich könnte es nicht. Auf Annie und Steve!" "Auf Annie und Steve!" stimmten auch Bridget und Linda ein und prosteten Ann zu. Diese lächelte gequält "Danke für deine lieben Worte, Charles." und sank dann auf dem Tisch zusammen. "Wie fang ich bloß an? Ich hätte schon viel eher mit euch darüber reden sollen." Ihre drei Freundinnen sahen sie gespannt an. "Meine große Liebe aus der Schulzeit ist vor ein paar Wochen aufgetaucht." - "Und jetzt bist du dir nicht mehr so sicher was Steve angeht, stimmts?" - "Richtig, Linn!" - "Und hast du na ja... mit ihm geschlafen?" - "Mhh!" "Ah, ist das aufregend..." kreischte Bridge. "...Ja und?" - "Oh mein Herz ist fast explodiert. Es war genau so, als wären wir nie getrennt gewesen." "Dich hats voll erwischt!" grinste Charlotte. Ann lächelte zurück. " Wieso hast du nie von ihm erzählt?" - "Mark und ich waren seit der 10. zusammen, nich ganz zwei Jahre. Ich weiß, das hört sich jetzt doof an, weil ich da noch so jung war, aber ich wollte wirklich mein ganzes Leben mit ihm verbringen. Dann war ich auf einmal nicht mehr gut genug für ihn, er hat mich verlassen, weil er mit Westlife die Welt erobern wollte. Er meinte er könne keine Fernbeziehung führen und was ich darüber dachte hat ihn überhaupt nicht interessiert." - "Na vielleicht war es ja auch gar nicht seine Entscheidung, möglicherweise gab es Verträge, die das verbieten." - "Nein, dieser Nicky ist doch auch schon seit seiner Teenagerzeit mit seiner Frau zusammen und der hat da nie n Geheimnis draus gemacht. Aber wenn man die Tochter des Premiers ist, wird man natürlich nicht so leicht abserviert. Ich bin ja nur eine blonde Provinzschönheit, die lieber Hockey spielt, anstatt ihre Freizeit mit so anspruchsvollen Dingen wie Modeln bei Wohltätigkeitsveranstaltungen zu verbringen." Linda drückte Ann, die den Tränen nah war ganz fest an sich. "Ach Sweety! Du bist nie drüber hinweggekommen, was?" Ann schüttelte den Kopf. "Mark will mich jetzt zurückhaben, nach über 7 Jahren." - "Aber du kannst ihm nicht verzeihen?!" - "So hab ich das nie betrachtet. Alles was ich weiß, ist das ich es nicht noch einmal aushalte von ihm verletzt zu werden." - "Und du bist dir ganz sicher, dass du nicht nur eine letzte Affäre gebraucht hast, weil du plötzlich Bammel vor der Hochzeit gekriegt hast, oder weil du dich gelangweilt hast, als Steve weg war?" - "Nein, ich will wirklich mit Mark zusammen sein, alles was mich hindert ist die Angst vor der Liebe und diese Chance zu ergreifen." Charlotte sah Ann eindringlich an. "Annie, du bist erst 25. Du musst noch nicht heiraten! Du solltest es überhaupt nicht tun, solange du dir nicht wirklich sicher bist! Ich würde sagen, du versuchst es noch mal mit deinem Mark, oder?" - "Ja, ich muss einfach lernen ihm wieder zu vertrauen. Ich habe es in 7 Jahren nicht geschafft, ihn zu vergessen, selbst der Rest meines Lebens wird dazu nicht ausreichen." "Mir ist gerade eingefallen, wie du aus der Klemme am Samstag easy rauskommst." grinste Bridget "Also, du könntest doch einfach nicht dort auftauchen, du haust ab und nimmst dir ne Auszeit... oder du sagst einfach Nein." - "Klingt nicht sehr verlockend. Ich werde mich vor meiner ganzen Familie blamieren, die freuen sich auf die Feier und es ist doch schon alles bezahlt." - "Aber wenn du das durchziehst, weiß auch wirklich jeder bescheid. Sonst müsstest du alle Gäste anrufen und dir dämliche Fragen gefallen lassen."
Zur gleichen Zeit auf der anderen Seite der Erde:
Mark passte während des Radiointerviews überhaupt nicht auf und beantwortet keine der Fragen. Er musste, wie immer, ständig an Ann denken. "Ein paar Tage hat sie gesagt." Ein paar Tage waren für Mark zwei, doch seitdem er Annie das letzte Mal gesehen hatte, war bereits eine Woche vergangen. "Das bedeutet dann wohl nein?" Annie machte einen ziemlich verwirrten Eindruck, aber sie hatte ihn geküsst bevor er ging. Die letzten Tage hatte er alle seine Hoffnungen auf diesen Kuss gebaut. "Aber Annie war schon immer ziemlich schlecht darin Entscheidungen zu treffen. Vielleicht will sie von mir davor gerettet werden? Die Hochzeit ist am Samstag, mir läuft die Zeit davon. Wir müssen jetzt noch eine Stunde bei diesem Sender hocken. So lange kann ich nicht mehr warten."
Mark erhob sich von seinem Stuhl, es war ihm völlig egal, was seine Freunde oder der Rest der Welt darüber denken würde. "Es tut mir leid, dass ich euch allein lasse, gerade hier, wo wirs so nötig haben. Aber wenn ich jetzt nicht gehe, werde ich das mein Leben lang bereuen." Er sah Shane und Kian an. "Annie, meine Freundin aus der 10. Klasse wird am Samstag heiraten und ich will versuchen sie zurückzugewinnen." - "Annie?" Shane blickte ihn nachdenklich an. "Die blonde Hockeyspielerin, Braveheart?" - "Genau die!" "Jetzt ist er völlig durchgedreht." bemerkte Kian als Mark ging. Nicky saß total bedeppert daneben. "Das ist das wahre Leben hier bei Miami 5! Sie hören jetzt die neue Single von Westlife, die in Europa schon ein Hit ist. Wir alle wünschen Mark viel Glück und sind gleich wieder zurück, wenn Nicky, Shane und Kian ihren ersten Song Swear it again a cappella zum besten geben."

Freitag Nachmittag:
Ann quälte sich aus dem Bett. Während sie zur Tür lief, zog sie sich ihren Bademantel an. Ihr Kopf dröhnte. "Annie, du wirst mich nicht los!... Äh, bist du gerade erst aufgestanden?" - "Ja, gestern war mein Junggesellinnenabschied. Komm rein!" - "Bitte tus nicht, Annie! Ohne dich sind die Gefühle von heute nur die leere Hülle der Gefühle von damals. Ich hab ein wichtiges Interview in Miami geschmissen, weil ich dich nicht schon wieder verlieren möchte." Überglücklich fiel ihm Ann um den Hals. Die Tatsache, dass sie nicht hinter der Band anstand, war für sie der ultimative Liebesbeweis.

Samstag Morgen:
Nervös saß Ann auf der Hollywoodschaukel und ließ ihre Beine baumeln, als sich Charlotte zu ihr gesellte. "Bereit Nein zu sagen?" - "Charles, ich hab Angst!" - "Annie, du bist niemandem Rechenschaft über deine Gefühle schuldig! Du musst zusehen dass DU glücklich wirst!" Sie half Ann auf und die beiden schlenderten zu ihren Freundinnen hinüber.
Währenddessen in Anns Apartment:
Nach einer erfüllten Liebesnacht wachte Mark nun in einem leeren Bett auf. Der Platz neben ihm war kalt. "Annie?" Als niemand antwortete stand er auf und lief durch die ganze Wohnung. "Shit, sie ist weg!" und irgendwie hatte Mark das Gefühl, dass sie nicht nur Brötchen kaufen war. "Sie wird doch wohl nicht? Ich muss sie finden, bevor sie irgendwelche Dummheiten begeht!" Er zog sich schnell an und suchte nach Hinweisen über den Ort der Trauung. Auf Anns Schreibtisch fand er schließlich eine Art Programm auf dem der Veranstaltungsort und ein Zeitplan stand. 9.30 sollte die Zeremonie anfangen, jetzt war es 9.00 und er hatte keinen Schimmer, wo das war. "Hoffentlich weiß es Annies Volvo!" Mark schnappte sich ihren Autoschlüssel, der auf dem Couchtisch lag und betete, dass es sich um einen mit Navigationssystem handelte. Er sollte Glück haben. Doch als er am Ziel ankam, wurde ihm etwas anders zumute. Es handelte sich nicht um eine Kirche, sondern ganz offensichtlich um den riesengroßen Garten der Eltern ihres Freundes. "Auf in die Höhle des Löwen!" Mark atmete tief durch und warf noch einen Blick auf seine Uhr. 9.30 gerade noch rechtzeitig. Als er durch das Gartentor trat kam ein Gast, schätzungsweise Mitte 50 auf ihn zu. "Hallo junger Mann! Sind Sie der Hochzeitssänger, den meine Schwiegertochter Ann engagiert hat?" - "Ja der bin ich." log Mark. "Wunderbar, Sie sind zwar etwas früh dran, aber Sie können trotzdem gleich anfangen, um die Zeit zu verkürzen. Wir warten nämlich noch auf zwei Familienmitglieder." Mark sah Annie schon von weitem, wie sie in der ersten Reihe neben ihrem Typen saß. Er würde sie also nicht so einfach mitnehmen können und aus der Nummer mit dem Hochzeitssänger kam jetzt auch nicht so leicht raus. Am besten wäre es wohl das durchzuziehen. Er stieg auf die kleine Bühne und ergriff das Mikro. "Annie, das ist für dich!" Steve sah zu Ann. "Ist der Hochzeitssänger ein Freund von dir?" - "Ja." lächelte sie und konnte es noch gar nicht fassen, dass Mark da war um sie hier rauszuholen. Mark fing an zu singen:
This romeo is bleeding, but you can’t see his blood
It’s nothing but some feelings, that this old dog kicked up
It’s been raining since you left me, now I’m drowning in the flood
You see I’ve always been a fighter, but without you I give up
Now I can’t sing a love song like the way it’s meant to be
Well I guess I’m not that good anymore, but baby that’s just me
And I will love you, baby, always
And I’ll be there forever and a day, always
I’ll be there ‘till the stars don’t shine
’Till the heavens burst and the words don’t rhyme
And I know when I die, you’ll be on my mind
And I’ll love you always
Now the pictures that you left behind
Are just memories of a different life
Some that made us laugh some that made us cry
One that made you have to say goodbye
What I’d give to run my fingers through you hair
To touch your lips, to hold you near
When you say your prayers, try to understand
I’ve made mistakes, I’m just a man
When he holds you close, when he pulls you near
When he says the words you’ve been needing to hear
I wish I was him, with these words of mine
To save you ‘till the end of time
And I will love you, baby, always
And I’ll be there forever and a day, always
If you told me to cry for you, I could
If you told me to die for you, I would
Take a look at my face, there’s no price I won’t pay
To say these words to you
Well there ain’t no luck in these loaded dice
So baby if you give me just one more try
We can pack up our old dreams and our old lives
We ‘ll find a place where the sun still shines
And I will love you, baby, always
And I’ll be there forever and a day, always
I’ll be there ‘till the stars don’t shine
’Till the heavens burst and the words don’t rhyme
And I know when I die, you’ll be on my mind
And I’ll love you always
Als er fertig war, stand Ann auf und begann zu klatschen, die restlichen Gäste machten lautstark mit. Ann ging auf Mark zu und umarmte ihn. "Ich meine es ernst, Annie! Genau so wie ich es eben sang." flüsterte er ihr ins Ohr. "Komm!" Er nahm ihr Hand und sie verließen die Bühne. Ann warf Charlotte im vorbeigehen ihren Strauß zu und zwinkerte ihr zu. Diese grinste zurück. Ann und Mark rannten zum Auto und fuhren davon. "Wo wollen wir eigentlich hin?" - "Egal, erst mal weg." - "Wir könnten was frühstücken gehen. Ich bin vor Hunger schon fast..." Ann brach ab als sie im entgegenkommenden Wagen ihren Bruder am Steuer sah. Der blickte sie verwundert an. Im Rückspiegel sah sie, wie er eine Vollbremsung machte und wendete um ihnen zu folgen. Sekunden später klingelte es im Handschuhfach, in dem Ann offensichtlich vorgestern ihr Handy vergessen hatte. Am anderen Ende der Leitung war Jessica, die Freundin ihres Bruders. "Annie was machst du denn und wer ist dieser Kerl?" - "Wart mal kurz!" "Wir fahren zu Bewley’s Cafe, ok?" sagte sie zu Mark und wieder zu Jessi "Ich erklär euch gleich alles in Ruhe bei nem Tee. Fahrt uns einfach hinterher." "Das waren mein Bruder Francis und seine Freundin. Die sind, wie immer, zu spät dran."
Hand in Hand gingen Mark und Ann auf die anderen beiden zu. "Fran, das ist meine Jugendliebe Mark..." Francis blickte sie verwirrt an. "Du hattest so viele Freunde!" - "...Wir waren in der 10. Klasse zusammen." - "Ach so, Mark, natürlich!" Francis reichte ihm die Hand. "Was ist gehen wir rein?... Ich glaubs nicht, meine kleine Schwester!..." grinste er. "...Du warst die letzte, der ich so ne mutige Aktion zugetraut hätte." - "Was glaubst du werden unsere Eltern sagen?" - "Mum wahrscheinlich: Aber Annie, das schöne Kleid! und Dad bestimmt: Wunderbar, ich konnte diesen Steve noch nie leiden." - "Wirklich? Wieso ist mir das nie aufgefallen?" - "Weil ich der einzige bin der es weiß. Paps wollte dir und deinem Glück nicht im Weg stehen... Haste aber Schwein gehabt, dass du deine eigene Bude noch nich aufgegeben hast!" - "Na ja, ich hab den Vertrag zu spät gekündigt und wenn ich eh noch Miete bezahle, kann ich ja wenigstens noch halbwegs da wohnen bleiben. Steve und ich wollten den endgültigen Umzug erst in den Sommerferien durchziehen." - "Und was habt ihr jetzt vor?" Ann zuckte mit den Schultern. Mark schaute sie an. "Ich hab gedacht wir fahren erst mal für n paar Tage weg, oder?" - "Mhh!" "Na gut, wir machen uns dann mal. Ich will unbedingt noch zum Ort des Geschehens zurück und die Lage checken. Ich ruf dich nachher mal an Schwesterherz." grinste Fran als er und Jessica sich verabschiedeten.
Nachdem sie aufgegessen hatten gingen auch Ann und Mark. "Wir müssen jetzt gleich mal bei Steves Apartment vorbei fahren um meine Sachen zu holen, bevor der noch die Schlösser austauscht. Ich will das nämlich nicht machen, wenn er da ist."
Mark nahm ihren Schlüsselbund aus seiner Hosentasche und gab ihn Ann. Nach einer Stunde hatte sie alle ihre Sachen zusammen. Ann zog Steves Wohnungsschlüssel von ihrer Sammlung ab und warf ihn in seinen Briefkasten. Ein riesiger Stein fiel ihr vom Herzen, jetzt war es endgültig. "Was hältst du von einer Woche Mexiko, vier Sternehotel All inclusive?" - "Du willst jetzt also mit mir deine Hochzeitsreise machen?" - "Klar, wieso denn nicht? War n Geschenk von meinen Eltern und ich glaub kaum, dass sie es zurück haben wollen, weil ich heute nicht geheiratet habe. Selbst hinzufliegen haben sie keine Zeit und bezahlt ist auch schon alles. Wär doch schade die Reise verfallen zu lassen." - "Wann geht der Flieger?" - "Morgen Abend."

Sonntag Mittag:
Ann schlief noch als Mark der Hunger aus dem Bett trieb. Er setzte gerade Teewasser auf, als er eine Sms von Shane bekam. "Hey Alter! Schön zu sehen, dass du Ann wieder hast. Woher ich das weiß? Sun Seite 4. Grüß Braveheart!" Mark rief gleich zurück und Shane quatschte sofort auf ihn ein. "Wir sitzen hier grad am Flughafen in Montreal und warten auf die Maschine nach Vancouver. Kian war Kaffee holen, weil 7.00 morgens, du weißt ja und als er zurückkommt meinte er, ihr seid groß aufm Titel der Sun. Nix und ich sofort zum Zeitungsstand und alle Klatschblätter durchgesucht. Also ihr seid auch noch im Daily Mirror und im Star." - "Ja und was steht drin?" - "Also was die anderen schreiben weiß ich nich, die lesen Kian und Nicky ja grad, aber die Headline der Sun lautet erst mal Mark heiratet Jugendliebe, darunter is n Bild von euch, wie ihr gerade Hand in Hand aus nem Cafe kommt. Na ja und weil Ann ihr Brautkleid anhat haben die gleich wieder zu viel hineininterpretiert. Aber sag mal, hast du sie wirklich von der Feier entführt?" - "Ja, ich wurde für den Hochzeitssänger gehalten und da hab ich natürlich erst ma mitgespielt, war auch am besten so. Denn die saßen alle schon auf ihren Plätzen und da hätt ich sie ja schlecht gleich mitnehmen können, während ihr Typ und die Schwiegereltern daneben sitzen." - "Wahnsinn! Ich bin echt stolz auf dich!" - "Danke Shay! Aber was steht denn nun in der Sun?" - "Wie immer nicht viel und das bissl is natürlich nur Bullshit. Ein Insider sagt, ihr wärt schon seit einem Jahr wieder zusammen und habt jetzt heimlich geheiratet, um zu vermeiden, dass Fans und Presse euch belagern und dass in ein paar Monaten die richtig große Feier stattfindet. Es sind ein Haufen Bilder drin. Die haben sogar auf Anns Hand gezoomt, um n Foto von dem Ring zu machen." - "Ja das is n Freundschaftsring, ihre Freundin Charlotte hat den gleichen, nur der Stein is andersfarbig. Hat mir Annie erzählt als ich sie mal darauf angesprochen hab, ich dachte nämlich erst das wäre ihr Verlobungsring." - "Kian drängelt schon die ganze Zeit, dass er auch mal mit dir sprechen will, also dann mach’s gut und viel Spaß noch mit Braveheart!" Mark konnte sich gar nicht mehr von Shane verabschieden, da Kian ihm anscheinend schon das Phone entrissen hatte. "Ich bin einfach nur total geflasht! Gut, du willst sicher wissen, was die vom Mirror schreiben. Große Überschrift Marks heimliche Hochzeit. Im Prinzip steht das selbe drin wie in der Sun und außerdem kennen sie euer angebliches Reiseziel Fronkreisch." - "Nein, wir wollen eigentlich eine Woche nach Acapulco, wenn ihr so lange ohne mich auskommt." - "Ich frag mal... Hat keiner was dagegen. Alter, du musst da unbedingt mit ihr surfen gehen. Das macht irre Spaß! Die Wellen im Pazifik sind der Hammer! Ich war doch n paar mal im Meer als wir dort waren. Aber wie ich dich kenne, wirst du bestimmt die ganze Zeit im Bett verbringen." Marks Lachen bedurfte keiner weiteren Worte. "Alles klar! Na ja, ihr habt ja auch viel nachzuholen und sie ist ja echt mhh! Ok, ich geb dir dann mal Nicky." - "Ja ciao!" "Der Verrückte! Labert die ganze Zeit nur von surfen... Hat sich in Miami noch den Zinken angeschlagen. Das war aber auch ein Sturm. Ich bin am Strand fast gestorben vor Angst, weil ich befürchtet hab dass Kian uns ersäuft. Mann, ich dachte echt ab jetzt sind wir nur noch zu dritt." - "Warum haste denn keinen Rettungsschwimmer geholt?" - "Hab ich doch, aber der wäre fast selbst noch abgegluckert. Wenn ich Zeit hätte würd ich die Lifeguard Licence selbst machen, dann brauch ich mir nicht immer Sorgen zu machen, dass unserer Wasserratte was passiert. Der is in letzter Zeit ganz schön unvorsichtig geworden!" - "Ja, aber du bist auch ziemlich ängstlich geworden seit Gina schwanger is!" - "Kann schon sein. Übrigens, im Star steht Ann wäre im zweiten Monat, behauptet ein sogenannter Freund von euch. Aber etwas Gutes hat es auch, dass ihr jetzt in der Regenbogenpresse seid. Ich weiß jetzt auch wie sie aussieht, hehe. Also wenn eure Flitterwochen vorbei sind musste sie unbedingt noch mit nach Lateinamerika schleifen, damit ich sie auch kennen lernen kann!" - "Ich werd sehen was ich machen kann. Kommt drauf an wie lange sie noch frei hat." - "Schon krass, was du angestellt hast damit sie jetzt wieder mit dir zusammen is. Ann bedeutet dir wirklich ne Menge, was?" - "Ja und diesmal werd ich keinen Mist bauen!"
Da er die Pressefotos natürlich schnellstens selbst betrachten wollte, lief Mark zum Zeitungsladen. Als er die drei Klatschblätter bezahlte, grinste ihn der Verkäufer vielsagend an und die alte Lady, die sich gerade die Sun aus dem Regal nahm sagte "Es ist schön, dass Sie jetzt auch die richtige gefunden haben." - "Ähm danke!" - "Grüßen sie ihre hübsche Frau und machen sie weiter so wunderbare Musik, ich muss da immer an meinen verstorbenen Mann denken."
Mark setzte sich zu Ann, die immer noch schlief, ans Bett und streichelte ihr über die langen Haare und den nackten Rücken. Sie schlug ihre Augen auf und lächelte ihn liebevoll an. Er gab ihr einen langen Kuss und hob dann die Zeitungen auf, die er nebens Bett gelegt hatte. "Hier schau dir das mal an!" - "Was?! Mark Feehily, Sänger von Westlife, hat am Samstag Vormittag heimlich seine große Liebe aus der Schulzeit, Ann McMurphy, geheiratet, während sich seine Bandkollegen derzeit zu Promotion- Zwecken in den USA aufhalten... Woher kennen die meinen Namen?" - "Tja, die wissen halt immer alles. Daran wirst du dich gewöhnen müssen." - "Null Problemo, wenn das der Preis ist, den ich zahlen muss, um mein Leben mit dir zu verbringen, nehm ich das in Kauf."

Ende