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TEIL 1

"Wenn das so ist…" Da klinglete auch schon die Haustür
klingel. Shane schaute seine Mutter noch einmal an. Dann lief er zur
Tür und
öffnete sie. Kian lächelte ihn entgegen und Shane bat ihn sofort rein.
"Hi!" "Hi Kian, hast du mit?" "Ja! Gehen wir sofort
hoch?" Shane nickte: "Jo!" Er schloss die Tür wieder zu und lief
zur Treppe, wobei er an der Küchentür vorbei musste. Mae schaute ihn
verlegen
an, doch als Kian kam und meinte: "Hi!!" Lächelte sie und winkte
zurück.
Gleich danach liefen Kian und Shane auch schon die Treppen hinauf und
an den
noch immer telefonierenden Peter vorbei. Als Shane die Tür seines
Zimmers
geschlossen hatte, hörten sie noch Mae, wie folgnenes rief: "Peter,
telefonier nicht solange!"
"Wo isses?" Fragte Shane. Kian zog unter seinem Hemd ein
Matheheft hervor und legte es auf den Tisch. "Das ist ja Toms?" Stellte
Shane fest. Kian nickte: "Ja, ich hab’s auch da abgeschrieben.
Sind dieselben Aufgaben!"

"Aber wenn er jetzt Fehler hat und ich dann da abschreibe?"
"Shany, du wolltest doch eben noch abschreiben, dann hätten wa auch die
gleichen Ergebnisse!" "Und wenn der Lehrer auch bei Tom
hatte?" Kian schaute ihn verwirrt an: "Du glaubst doch nicht, dass er
die
Ergebnisse von Tom noch weiß, oder? Dann müsste es ja ein… kein Lehrer
mehr sein!" Shane setzte sich auf den Schreibtischstuhl und dachte kurz
nach. Dann nickte er und griff nach Toms Heft.

Mae drehte sich um und schüttelte den Kopf: "Ich glaub es nicht. Die
schreiben doch tatzächlich von Kians Bruder ab!" Finbarr schaute sie
an:
"Du hast eben gelauscht. Das ist ja schon ein Schock genug für
mich!" "Sorry, aber ich traue Shane eben nicht so, was Mathe angeht! Du
weißt ja!" "Ja, ich weiß schon, aber… em, Shane und Kian
belauschen, dass ist doch nun wirklich nicht deine Art!" "Ich werde
Shane schon lehren…" Finbarr schaute sie ängstlich an.
"Okay man, was tun wa jetzt?" Kian schaute sich im Raum um.
"Sachmal, hasse noch nie mein Zimmer gesehen oder was guckste dich hier
so
um?" Kian drehte sich wieder zu Shane, der noch immer auf den Stuhl saß
und meinte: "Nöö, aber du hast schonwieder was gewonnen…"
Shane nickte stolz: "Ja, hab den 2. Platz von 15 gemacht, cool
was?" "Naja, ich begreif nur nicht, was du an diesen Vichern so toll
findest. Gehen wa Fußball spielen?" Shane nickte und stand auf:
"Klar, wir können ja in die Halle, wenn da nicht jemand trainiert!"
Kian war
einverstanden und so waren sie auf den Weg zum Hof, der nicht weit von
Shanes Haus entfehrnt war und wo man locker zufuß hingelang. Als sie
angekommen
waren, lief Shane ersteinmal die Treppen in der Eingangshalle hinunter
und
kramte nach einen Ball. Hatte er einen gefunden, lief er wieder zu
Kian, der
schaute nur interessiert zur Halle, wo jetzt doch jemand mit einem
Pferd
trainierte. "Und was jetzt?" Fragte Kian. Shane lächelte ihn an:
"Wir gucken, ob die neue Halle auch benutzt wird!" Kian war
einverstanden, so verließen sie die Halle und liefen zur neuen,
größeren Halle, die ein
wenig abseits der Boxen stand. Doch auch da wurde trainiert. "Na toll,
wo
sollen wa denn jetzt hin?" Kian kratze sich am Kopf. Shane jedoch
wusste wieder einen Ausweg: "Der Sprungplatz. Dort dürfte keiner
sein." Kian nickte. Sie mussten um zum Springplatz zugelangen noch um
die alte
Haller herum laufen und den Sanplatz neben der Halle überqueren. Dort
hinter
war eine Weide, auf der etwa fünf Pferde standen. Kian wollte natürlich
den Weg
üm die Koppel herum nehmen, doch Shane meinte: "Komm hier her!"
Und er zeigte mitten auf die umzäunte Weide. "Du willst doch jetzt
nicht, dass ich da her gehe?!" Kian blieb stehen und verschwänkte seine
Arme vor seiner Brust. Shane nickte: "Ach was, die sind lieb die tun
nix,
nur der weiße, der schnappt!" "Na dann gute Nacht. Da geh ich
nicht her!" "Es ist doch wesentlich weiter, um die Wiese drumrum zu
laufen, als quer drüber her!" "Ich hasse Pferde. Keine Zehn
Pferde würden mich auf eine Pferdeweide bringen!" "Und warum nicht?
Weil du immer abhaust, wenn ein Pferd zu nahe kommt!" "Weisse
eigentlich, was für Biester das sind?" Shane stempte die Fäuste in die
Hüften und meinte: "Du, müsstest eigentlich angst vor Fahrrädern anstat
vor
Pferden haben!" Er legte seinen Zeigefinger unter seinem rechten Auge.
Kian tat es ihm gleich, spürte jedoch bei sich die Narbe. Er zog seine
Finger
wieder zurück und meinte: "Viva Las Vegas ich geh da nicht her!"
"Kian… früher oder später wirst du sowieso auf einem Pferd
sitzten!" Kian drehte sich mit den Rücken zu Shane und sagte arrogant:
"Nöö!" Shane schlug sich gegen die Stirn: "Oh man, wie kann ich
dir beweisen, dass die Dinger nix tun?" Kian drehte sich wieder um.
"Sachmal, kannste immer noch keine Grammatik???? Es heißt nicht nix
sondern Nichts!!!" "Jetzt lenk doch net vom Thema ab!!"
"Ich sagte bereits, dass ich nicht über die Koppel gehe!" Shane zuckte
die
Schultern: "Ach was, geh doch drum rum!" Er schlug seinen Weg
wieder ein, der direkt auf das Gatter zusteurte. So groß war die Koppel
nicht,
man hätte auch Gatter sagen können, obwohl in einem Gatter meist nur
Schafe
oder Ziegen vor zu finden wären.
"Shane?? Sh…Shany!" Kian lief ihn hinterher!"
"Also, kommst du jetzt mit über die Weide!?" "Aber du musst die
Pferde ablenken!" Shane verdrehte die Augen und nickte.
Als sie den Zaun erreicht hatten, kroch Shane gleich darunter her und
da die
Pferde genau auf ihn zu kamen, blieb Kian vor den Zaun stehen. Shane
streichelte ein braunes mit einer weißen Nase und klopfte ihn am Hals.
Kian
schluckte nur. Als Shane dann über die Koppel lief , folgten ihn drei
Pferde, doch
zwei weiße standen noch bei Kian. Kian lächelte ihnen arrogant zu und
schaute
dann zu Shane, der am anderen Zaun stand und Kian zuwinkte. Der
lächelte nur
und scheuchte mit Handbewegungen die Pferde weg. Dann kletterte er über
den
Zaun und lief zur anderen Seite. Shane lächelte.

Als Kian schon fast am anderen Ende angelangt war, hörte er ein
Galoppierendes Pferd. Dieses Pferd schien ihm immer näher, das bestätigte sich durch
Shanes Ruf: "Capriola!!!"
Das Kaloppieren hatte aufgehört. Lediglich das Schnaufen vom Pferd vernahm
Kian. Er drehte sich um und schaute direkt auf die Nase vom Pferd. Dieses
Pferd, das von Shane "Capriola" gerufen wurde, schien ihn anzugrinsen, mit seinem
großen, gelben, eckligen Zähnen, mit dem er Kian hätte hervorragend beißen
können und Kian wäre niewieder zu Shane nach Hause gekommen. "Geh weg!" sagte
Kian und machte die selbe Handbewegung wie vorhin. Doch das Pferd reagierte
nicht. "Verzieh dich!" Sagte Kian nacheinmal cool, doch in ihn sprudelte die
Angst. Shane kam auf sie zu und grinste sich einen ab, da Kian dort so
ängstlich stand und Capriola womöglich nur ein Stücl Zucker oder so wollte. "Hey,
Capri!" Sagte er. Das Pferd reagierte nicht und stubste Kian sogar mit seiner
braunen Nase an. "Nicht!" Rief Shane, als Kian einen ohrenbeteubenen Schrei
von sich ab. Dadurch schracken sämtliche Pferde auf und kaloppierten wild los.
Natürlich nahm Kian wie Shane diese Chance, von der Weide zulaufen, bevor
eines der wilden Pferde eines der Kinder mitgenommen hätte. Garantiert hätte
sich der jenige semtliche Knochen gebrochen und Shane... Shane konnte sowieso
mit einer saftigen Strafe rechnen. Doch bevor ein Pferd wieder bei ihnen war,
waren sich schon hinter dem Zaun und ein wenig auf den vermatschten
Sprungplatz gelaufen.
Sie legten ihre Hände auf ihre Knie und rangen nach Luft. Als Kian wieder
einigermaßen genug Sauerstoff bekam, schaute er sich um und meinte: "Wo ist der
Ball?" Shane drehte sich um und schaute auf die andere Seite der Weide. Da
lag er: Groß, gelb, rund! Holen konnten sie ihn nicht. Der Weg um die Koppel
herum wäre viel zu lang und außerdem hatte Hannah, ein Mädchen, das auf dem
Hof ein Pflegepferd hatte, angefangen zutrainieren.
"Die ist doof. Die ist 14 Jahre alt und macht sich über Kinder, die nicht so
alt sind, nur lustig!" Schnaubte Shane. "Naund? Hier kann man sowieso nicht
Fußball spielen, guck dich um!" Shane drehte sich zum Sprungplatz. Stimmt.
Durch die Matschte konnte man unmöglich laufen. "Was jetzt?" "Wir müssen doch
nicht Fußball spielen", schlug Shane vor "ich kenne da eine geniale Stelle,
komm einfach mit..." Shane lief durch den Matsch auf die andere Seite des
Platzes, wo ein großer Wald war. "Wohin führst du mich jetzt schon wieder?" Fragte
Kian entnervt. Das Pferd hatte ihn für den Rest des Tages zu einem Wrack
gemacht, das war Shane nicht entgangen. Deswegen wollte Shane genau da hin, wo
er Kian jetzt hinbringen würde. Shane schüttelte den Kopf und sagte: "Komm
doch einfach mit!" Er lief einen ausgetretenen Weg entlang, der immer tiefer in
den großen Wald hineinführte. "Du Shany, was ist denn jetzt, wenn wir uns
verirren?" Fragte Kian während er Shane folgte. Shane schüttelte den Kopf:
"Also, ich kenne mich hier doch aus und selbst wenn, dann müssen wir Morgen nicht
zur Schule, ist doch auch cool!"

Mit der Ansicht, das Schule unnutz ist,
hatte Shane schon recht, doch eine Oktober-Nacht in soeinem Wald... das wäre echt
nicht Kian's Ding.
"Kian, nur weil dich so ein Pferd berührt hat..." Kian seuftzte nur und
folgte Shane in den Wald.
Sie waren Kians Meinung nach etwa fünf Stunden gelaufen, was sich jeodch nur
auf vierzieg Minuten erwies, bevor Shane Kian am Arm packte und ihn bat,
stehen zu bleiben, da er zielstrebig den Steinweg weiter laufen wollte. "Was ist
denn jetzt?" Fragte er, wieder vernahm Shane, dass Kian richitg genervt war.
Arrrg, das konnte was werden. Wenn Kian jetzt nicht seine genervtseikeit
ablegte, dann würde er wohl die nächsten vier Tage nichts mit Shane zutun haben
wollen und nur mit "Mark" rumhengen wollen. Mark, Graham und Mike. Shane
konnte diese drei "Gestalten" noch nie so richitg ab. Seiner Meinung nach gab
Mark vielzu viel mit seinen Tennis Pokalen an, die er ja schon hatte, seit er
fünf war. Arrg, Shane hatte, seit er vier war, bereits fünfzehn Schleifen oder
Pokale gehabt, die er heute noch immer besaß. Es war ja nur, dass Shane kein
Tennis spielte, sondern auf Pferden ritt. In Moment war in der Schule so eine
Phase, wie sie zu jedem Thema schonmal da war.Pferde waren was für Mädchen
und Fußball was für Jungen. Es gab keine andere Sportarten in der Schule.
Zumindest nicht für diese Klasse. Tennis war da aber die Ausnahme. Weil Mark ja
Tennis spielte. Tennis war seitdem aber auch nur für Jungen. Ein Junge, der
Pferde ritt, war für den Rest der Schule schwul. Shane wunderte sich noch
immer, wie die mit ihren höchstens zehn Jahren auf "scwul" kamen, aber das war ihn
eigentlich doch egal, denn einer aus der Klasse hielt immer zu ihn. Selbst
wenn er sich damit auch nur zum Außenseiter gemacht hatte, Kian war sein
bester Freund und daran würde sich nichts ändern, auch wenn sie vier Tage
zerstritten wären. Denn spätestens am vierten Tag kam Kian ja immer wieder zu Shane
und entschuldigte sich, selbst wenn Shane sich hätte entschuldigen müssen.

Shane schob einige bewachsene Äste zur Seite, hinter ihnen gab sich eine
kleine Höle aus bewachsenen Ästen frei. Die Büsche wölbten sich so schön über
den kelinen Weg, dass Kian schon ganz vergaß, zufragen, was Shane von ihn
wollte. "Komm mit!" Shane bückte sich und kroch in den kleinen Tunnel, Kian folgte
ihn. Nach kurzer Schrecke sah Kian, wie Shane sich aufrichtete und wieder
normal lief. Auch Kian kam am Ende des Tunnels an. Er richtete sich auf,
schüttelte sich und strich sein Hemd glatt, bevor er aufschaute. Wo hatte Shane ihn
jetzt nur wieder hingeführt??? Obwohl, sauer konnte Kian keineswegs sein.
Nur wenige meter vor ihnen war ein Abhang, der wohl kilometer tief hinuter
führte. Kian sah einen schimmernen See unter den Abhang, wohinter ein Wald seine
rotbraunen Kronen freigab, die im orangenen Schein der untergehenden
Abendsonne wie Diamanten schimmerten. Shane nahm Kian am Arm und zog ihn mit zu
einem dichten Baum mit dicken Baumstamm, in dessen Krone eine kleine Hütte, auf
einer großen Astgabel lag. Problemlos kletterte Shane die Leiter hinauf und
ließ sich sogleich in der Hütte nieder. Die Wand, die hätte die Aussicht
versperrt, war nicht vorhanden, so ließen Kian und Shane ihre Beine Baumeln und
schaute sich aneinander lehnent die Sonne bei ihren Untergang an. Shane griff in
seine Tasche und holte zwei kleine Ketten heraus. "Kian, ich weiß ja, dass
das nur was für Mädchen ist, aber..." "Was?" "Ich hab hier..." Shane hielt
Kian die Armbänder vor die Nase, wollte sich jedoch wieder zurück ziehen. Dieser
Einfall war einfach zu dumm. Doch Kian hielt sein Handgelenk fest und nahm
eines der Bänder. Er öffnete es, legte es um Shanes rechtes Handgelenk und
schloss es wieder. Er lächelte Shane an, als dieser das gleiche mit dem andere
Band bei Kian machte.

Die Sonne war schon seit fast einer Stunde nicht mehr zu sehen. "Soviel ich
weiß sind sie zu den Stallungen!" Erklärte Finbarr. Mae zuckte die Schultern:
"Peter war der letzte dort, er hat niemanden mehr gesehen!" "Sie wollten
aber zum Stall. Das weiß ich genau!" "Vielleicht sind sie ja zu Kian. Ich ruf
Patricia an..." Mae nahm sich den Höhrer und wählte die Nummer. "Hi Pat, ich
bins!" "Oh Hi Mae..." "sind die Jungs bei dir?" "Das wollte ich gerade dich
fragen..." "Das heißt...?" "Die Jungs sind nicht hier und Kian wollte nicht zu
spät nach Hause kommen!" "Oh mein... was ist, wenn ihnen was zugestoßen
ist???" "...wenn sie verlezt irgendwo liegen???" "...oder garn entführt wurden?"
"...Wir benachrichtigen die Polizei!" "Sofort. Sobald ich was neues habem ruf
ich dich an!" "Ich dich auch!" "Okay, bye!" Mae legte auf. Finbarr sagte:
"Also da sind sie nicht?" Mae schüttelte den Kopf und hatte schon einen Polizei
Beamten an der Leitung.
Kian rieb sich seine Augen und fragte: "Shany, wie spät ist es eigentlich?"
"Ich weiß nicht..." Kian sprang auf und sagte: "Mist, ich wollte um sieben zu
Hause sein!" Shane richtete sich ebenfalls auf: "Mom bringt mich um bevor
sie mich zu tode bestraft!" "Wir gehen!" Shane nickte und lief Kian hintehrer,
der schon in den Buschtunnel verschwunden war.

"Da sind die Stallungen!" Rief Shane. Kian atmete auf; sie hatten den Weg
trotz dunkelheit noch gefunden. "Komm hier!" Shane zog an Kians Arm. Sie
kletterne über den Zaun der den Sprungplatz makierte. Shane rannte los, merkte
jedoch ziehmlich schnell, wie unmöglich es war, auf den Platz zurennen, denn er
stolperte, konnte sein Gleichgewicht nicht halten und prallte mit den Kopf
gegen einen Pfosten, der die Sprünge hielt. "Oh mensch Shany, gehts gut?" Kian
lief schnell zu ihn. Shane richtete sich auf und fasste sich die Stelle, mit
der er aufgeprallt war. "Au..." jammerte er, als er die Hand wieder zu sich
nahm. "Shane, du blutest!?" Kian zeigte auf Shanes Hand. Shane sah ebenfalls
dorthin und schrack kurz zurück. Dann stellte er sich ganz auf die Beine und
sagte: "Is doch egal, ich muss nach Hause!" Er nahm natürlich den Weg um die
Koppel, wo Kian am Nachmittag so "brutal" angegriffen wurde, obwohl er wusste,
dass die Pferde höchstwahrschienlich in ihren Boxen sein würden. Kian war
immer dicht hinter ihn. Als sie am Weg ankamen, der zum Haus führen sollte,
blieben sie stehen. "Was?" Fragte Kian. Shane packte sich wieder an den Kopf und
sagte: "Ich hab Kopfschmerzen..." "Komm lieber, bevor du zu Hause noch mehr
Schmerzen bekommst!" Shane nickte und lief den Weg entlang.

Im Haus brennte nur in einem Zimmer Licht. Shane schluckte und Kian meinte:
"Es ist bestimmt schon zehn Uhr! Ich geh besser nach Hause!" "Lieber nicht,
Kian!" Shane und Kian schracken auf und drehte sich in die Richtung, von der
die Stimme kam. Es war Shanes Bruder. "Pete???" Shane schluckte. "Naja, Mom
hat sowieso schon herausgefunden, dass du weg bist, sogar die Polizei sucht
nach euch!" "Wie...?" Peter nahm Kians und Shanes Arm und zog sie mit ins Haus.
"Peter?" Mae kam sofort zum Flur und sah neben Peter auch noch Shane und
Kian. Sie lächelte erleichtert, meinte dann aber streng: "So junger Mann!" Shane
und Kian sahen sie verlegen an und Peter hatte sie endlich losgelassen. Mae
sagte nichts, sie drehte sich nur um und lief zum Telefon, um die Nummer von
Kians Elern zu wählen.
Als das geklärt war, wand Mae sich wieder Shane und Kian zu. "So ihr lieben,
Kian, ich habe mit deinen Eltern telefoniert und ausgemacht, dass du diese
Nacht hier bleibst, ist das okay?" Kian nickte. Mae wand sich Shane zu, der
mit seinen vermatschten Klamotten auf den Stuhl neben Kian saß und über dem
Auge blutete. "Das ist nicht schlimm, wir desinfizieren die Wunde und in ein
paar Tagen siehts aus wie früher", Erklärte Mae "ihr könnt schonmal hoch gehen!"
Das ließen sich Kian und Shane nicht zwei mal sagen und nach der Aussage
waren sie schon in Shanes Zimmer.
"Was meinst du, ob das noch später kommt?" Fragte Shane. Kian nickte: "Ganz
bestimmt, die vergisst das nicht so schnell..."
 

Normalerweise lief jetzt Kian neben Shane. Vorne liefen vier Schüler aus seiner Klasse. Shane kannte drei. Es waren diese arroganten Jungen, Mark, Graham und Mike. Doch der vierte war ihn unbekannt. Es hätte Kian sein können, doch er war es nicht. Schließlig hatte Shane genauso großen Ärger wie Kian. Als sie am Schultor angekommen waren, blieben die vier Jungen stehen. Sie versperrten Shane den Weg und drehten sich um. "Hmm, Shane, oder?" Mark kam auf Shane zu. Shane ob eine Augenbraue und Mike fragte: "Du bist doch der Reiter, oder?" Die anderen kicherten. Mark legte seinen Arm um Shane und fragte: "Bist du es?" Shane wollte Marks Arm wieder von ihn hinunterlegen, doch sobald er Mark berührte, drehte dieser seinen Arm einmal um Shanes und packte sein Handgelenkt und drückte fest zu. Shanes Gesicht verzog sich, als auch noch Mike seine Tasche griff, sie öffnete und den gesamten Inhalt auf den vom Regen aufgeweichten Boden verteilte. Zum Schluss schubste Mark Shane noch in eine Pfütze. Mike und Mark lachten, doch der andere und Graham schauten sich nur an. "Du bist so gemein!" Sagte der andere und er und Graham liefen zum Schulgebäude. Mark ließ sich nicht viel daran stören. Er tratt nocheinmal fest in die Pfütze, das Shane und seine gesamten Bücher und Hefte vom schmutzigen Regenwasser nass gespritzt wurden.

Shane richtete sich erst wieder auf, als Mark und Mike zum Dong verschwunden waren. Als Shane seine Hausaufgaben und anderen Unterlagen einsammelte, stellte er fest, dass man mit denen garnichts mehr anfangen konnte. Auch seine Tasche war hinüber und selbst war er dreckig und total nass. "Shane!!!!" Shane schaute auf. "Hey Shane, was ist passiert?" Finbarr kam zu ihn gelaufen. Shane kniete auf den schmutzigen Boden und stopfte seine gesammten Bücher und Hefte in seine kaputte Tasche. Gelegntlich hörte man das schluchzen, was das weinen verursachte. "Hey Shany!" Finbarr hockte sich zu ihn. "Hey Boy, was ist denn?" "Ach nichts!" "Und deswegen sammelst du deine Bücher aus einer Pfütze auf?" "Das ist meine Sache..." "Shany, ich will dir doch nur helfen!?" Shane richtete sich auf und schrie Finbarr an, er brauche sich keine Sorgen machen. "Sorry Shany, aber dein Gesicht ich voller Schmutz!" Finbarr fuhr Shane einmal durch das Gesicht. Shane drehte sich von Finbarr weg und meinte: "Geh zum Unterricht!"

 Währenddessen waren Mark und Mike schon im Klassenraum. Als es zum Unterricht schellte, lief Mark zum Lehrer und sagte: "Mr. Maloney, Shane Filan hat mir gerade gesagt, er wolle heute die Schule schwänzen!" Er drehte sich zu Mike, der ihn verschwörerisch angrinste.

 Es klopfte an der Tür. "Ja bitte!" Shane trat in den Klassenraum. "Mr. Filan?" Der Lehrer schaute ihn steng an. Shane senkte den Blick, ging zum Lehrer und sagte ihn etwas, so leise, dass Mark es nicht verstehen konnte. Dann ging Shane zu seinen Platz. Der Lehrer wollte sich wieder zur Tafel drehen, meinte dann jedoch: "Em, Shane? Du bleibst bitte nach der Stunde noch hier!" Shane nickte. Es Gongte. Kaum war das vorbei, war der Klassenraum leer, außer Sahne und Mr. Maloney saßen noch an ihren Plätzen.


TEIL 2

"Shane", Mr. Maloney stand auf und kam zu Shane. "Dein Freund hat mir eben erzählt, dass du heute schwänzen wolltest!?" Shane schüttelte den Kopf: "Ich wollte nicht schwänzen und außerdem hab ich keine Freun..." Das hätte er nicht sagen sollen. Wenn man bei Lehrer nur einen falschen Satz sagte, das war einer von diesen, dann war es so, dass man beim Lehrer der arme kleine war. Das hasste Shane. "Ich rede von Marcus Feehily..." "Der ist nicht mein Freund!" wehrte Shane ab. "Was würde das bedeuten?" "Dass er Sie angelogen hat! Ganz einfach!" "Hm, okay Shane. Du kannst gehen! Bitte!" Shane stand auf ohne Mr. Maloney noch ein Wort zusagen aus den Raum.

Schwänzen. Mark.. oder Maloney hatte ihn auf seine Idee gebracht. Shane könnte schwänzen und dann würde er nicht so geärgert werden.

Als er aus der Tür trat, wunderte es ihn garnicht, dass er eine Ladung Dreck ins Gesicht bekam. Erst jetzt bemerkte er, wie Kian ihn geholfen hatte. Shane fuhr sich mit seinem Pullover Ärmel einmal durch's Gesicht und sah Mark und Mike, die sich vor lachen kringelten. Shane wollte einfach an ihnen Vorbei gehen, doch so hatte er ihre Höhe erreicht, hielt Mike ihn fest. Mark betrachtete Shane forschend. Dann legte er seine Hand auf Shanes Brust und griff nach seiner Kette. "Wofür ist denn dieser?" Shane schluckte und meinte: "Das ist meine Sache!" Mark hielt einen kleinen Schlüssel in der Hand, der an Shanes Hals hing. "Deine Sache? Und, warum gehört der Schlüssel dann mir?" Mark riss die Kette an Shanes Hals kaputt und hielt nun den Schlüssel lose in seiner Hand. "Gib ihn mir!" Sagte Shane und riss sich aus Mikes umklammerung. Mark steckte sich den Schlüssel in seine Hosentasche und sagte: "Das ist meiner!" Er lachte schräg und verschwand dann.

Graham und der neue, der sich als Derek erwies, hatten das beobachtet und fanden, das Mark eimählich zuweit ging. Shane lief zu den Toiletten, sobald er angekommen war, wusch er sich den rest Dreck aus seinem Gesicht. Er kannte es von sich selbst, dass es anderen Langweilig wurde, wenn der jenige, den sie ärgerten, nicht wehrte. Es Gongte. Mark und Mike kamen aus einer Kabine und lachten sich an, als sie Shane sahen, verstummte ihr Lachen. Dann liefen sie aus der Tür hinaus. Shane drehte sich noch einmal zum Spiegel und sah sich an. Seine Grünbraunen Augen waren ganz feucht und sein Gesicht immernoch dunkel. Die braunen Haare saßen wie gehört. Er atmete durch und lief dann zurück zu seinem Klassenraum. Er war gerademal fünf Minuten, mindestens, später als Mark in die Klasse gekommen, doch jetzt hang die gesamte Klasse an Shanes Platz ab und lachten. Shane kam zu seinem Platz und kämpfte sich durch... zu Mark, der aus Shanes Tagebuch vorlas. Shanes Tagebuch war doch wie seine Seele. Schließlig hatte er seinem Tagebuch sein Leid geschildert. Vielleicht war es ja gut, dass Mark dass Buch hatte. Wenn er lesen würde, was er Shane an getan hatte, würde er vielleicht aufhören. Doch er fand es beschissen, dass nun die ganze Klasse und bald womöglich die ganze Schule bescheid wissen würde, dass Shane auf Ronan Keating und Boyzone stand. Doch als Shane sich umsah, lachten nich alle. Viele schauten sogar nur gemein zu Mark, die anderen begeistert zu Shane und der Rest lachte. Mark laß das Buch und bemerkte garnicht, wie er immer leiser wurde. Er schaute auf zu Shane, der schon fast am weinen war, wie er sich zu Mark durchkämpfte, ihn das Buch aus der Hand riss und dann das Klassenzimmer verließ. Er klammerte sich um sein Buch, sah garnichts mehr, wegen den Tränen und lief den Flur entlang. Plötzlich merkte er, wie etwas weiches ihn auffing. Shane ließ sein Buch los und es fiel, auf einer Doppelseite aufgeschlagen, auf den Flurboden, auf dem letztendlich auch Shane landete. Der Leherer, in den Shane hinein gelaufen war, hocke sich zu Shane und half ihn auf die Beine. "Shane?" Shane wischte sich die Tränen weg und sah Mr. Maloney an. Der drehte sich zum Buch und erstarrte kurz. Auf den weißen Seiten, die grau beschmiert waren, standen groß folgene Worte Die, Marcus Feehily, die!!

Mr. Maloney nahm das Buch, klappte es zu und gab es Shane. "Hier bitte, komm mit zum Unterricht!" Während sie zum Klassenraum gingen, wechselten sie kein Wort miteinander. Maloney kam zuerst in den Raum und rief: "Setzt euch bitte!" Mit den Ruf saßen alle still auf ihre Plätze und schauten zu Shane, der in den Klassenraum kam, um sein Buch klammernt und zu seinem Platz ging. Maloney beachtete Shane kein einziges mal, so oft er sich meldete. Auch wenn Maloney wusste, dass keiner die Antwort der Frage wusste, aber Shane, Maloney sagte lieber selbst die Antwort, statt Shane dran zu nehmen. Am Ende der Stunde lief Shane zu ihn. "Wieso haben Sie mich nicht beachtet, Mr. Maloney?!" "Ich habe dich gesehen!" "Sie haben mich kein einziges mal dran genommen, obwohl ich der einzigste war, der aufzeigte!" Maloney hockte sich in Shanes Höhe, legte seine Hände auf Shanes Schultern und sagte: "Ich muss mich mit dir unterhalten!" Er richtete sich wieder auf und sah sich im Getummel der Kinder um "Mark?" Rief er. Alle blieben ruhig. Was das nur wieder bedeuten konnte... Shane bei Maloney und der rief Mark zu sich. Heute konnte Shane garantiert wieder mit einem blauem Auge rechnen. Alle schauten sich um. Niemand sah Mark und er zeigte sich auch nicht! "Em, Marcus?" Maloney sah sich um. Auch alle anderen im Raum waren verwundert. Im Unterricht war Mark noch da, auch wenn er deprimirt war, was Maloney aufgefallen war. Doch die Tür wurde nicht geöffnet! "Wo ist Mark?" Maloney sah Mike an. Shane machte sich keinerlei Sorgen. Er dachte nur, dass es endlich vorbei wäre. Doch natürlich würde Mark wieder auftauchen. Arrg, nichteinmal sich selbst ließ Shane die Schadenfreude...

Mark hatte sie gehört. Er hatte die anderen verzweifelt nach Mark suchend gehört. Doch was störte es ihn? Shane wünschte ihn den Tod. Das musste man sich vorstellen. Ein Leben ohne ihn? Ja, Shane wollte sicherlich ein Leben ohn ihn. Was hatte Mark mit Shane gemacht? Ihn bis auf die Knochen blamiert, beschimfpt, bespuckt. Für Mark war Shane immernur sowas wie die Puppe einer kleinen Schwester gewesen, die keine Schmerzen empfand, nicht "Aua" rufen konnte. Auch, wenn sie nur mit Wörtern beschimfpt wurde. Sie hatte keine Gefühle, die er hätte verletzten können. Doch es war nicht die Puppe. Es war ein kleiner Junge. Ein Kind, sowie er selbst. Hatterlich ein Leben ohn ihn. Was hatte Mark mit Shane gemacht? Ihn bis auf die Knochen blamiert, beschimfpt, bespuckt. Für Mark war Shane immernur sowas wie die Puppe einer kleinen Schwester gewesen, die keine Schmerzen empfand, nicˆöÀp(xžA" Mark drehte sich um lief davon. Doch er blieb im Flur stehen. Er sah Shane um die Ecke kommen. Mark hatte vor, Shane die Hand zugeben und sich zuentschuldigen. Doch stattdessen kam er auf Shane zu, ballte seine Hand zu einer Faust und ehe er dachte, was er tun wollte, lag seine Faust auch schon auf Shanes rechtem Auge. Mark zog die Hand wieder weg, schaute Shane böse an, der den Blick zum Boden want und seine Hände vor seine Augen hielt, und verschwand dann. Shane lief schniefend zum Schulhof. Er sah sich um, alles war verschwommen und jeder, der nicht verschwommen war, schaute ihn an und lachte ihn aus. Shane drehte sich, doch überall waren die aus seiner Klasse und überall lachten sie ihn aus. Er lief los. Er lief vom Schulhof auf den Hof zu. Zu seinen Pferden. Er wischte sich oft die Tränen aus seinem Gesicht, und als er mit der rechte Hand über sein Auge strich, merkte er, wie etwas seine Haut unter dem Auge aufschlif und wie Blut aus der Wunde kam. Shane schaute im laufen auf das Armband. Wenn Kian sein Freund war, wieso lief Shane jetzt weg? Shane riss sich das Band von der Hand und warf es auf den Boden. Es war im egal, wie schwer seine Beine wurden und dass er ganz außer Atem war. Er wollte nur weg. Weg von Mark... weg von hier. Als er die Stallungen erreicht hatte, sah er, dass es auf den Hof ruhig war. Niemand war da und dunkle Wolken waren aufgezogen. Shane lief über den Sandplatz, um die Koppel herum, über den Sprungplatz auf den Wald zu. Er lief schnell, so schnell, das er fast nur zehn Minuten brauchte, bis er am Haus angekommen war. Da, wo er geglaub hatte, einen Freund fürs Leben gefunden zuhaben. Und was war jetzt? Kian war nicht da! Niemand war da. Nichteinmal sein Tagebuch. Jeglich sein Auge, um dem sich ein dunkler Bluterguss gebildet hatte. Er setzte sich hin und sah mit an, wie die Regentropfen an ihn vorbei huschten.

 

 TEIL 3 

Der Tag neigte sich dem Ende zu und Shane war immer noch nicht nach Hause gekommen. Mae machte sich natürlich riesen große Sorgen und wollte schon wieder die Polizei benachrichtigen. Doch erfolgreich hielt man sie davon ab. Mae rief schließlig bei Patricia an, doch die wusste auch nicht, wo Shane war, denn bei Kian, war er nicht. Patricia erzälte Kian von Shanes verschwinden, doch Kian wusste nicht, wo Shane war.

Mark hatte natürlich schon von Shanes wegsein gehört und machte sich sehr große Sorgen. Auch Maloney, Mike und Graham, sogar Derek dachten den ganzen Abend an Shane.

Kian saß in der Küche auf einen Stuhl und lehnte sich an der Lehne an. Er dachte nach, warum Shane weggelaufen war, wohin er war. Er hatte nur eine Antwort. Er wusste, wo Shane hingelaufen war. Ganz bestimmt war Shany da. Er sprang auf und lief aus dem Haus. Patricia schaute ihn nur verwundert hinterher. Sie hatte keine Lust, ihn hinterher zulaufen, weil sie noch viel zu geschockt von Shanes verschwinden war und außerdem wusste sie nicht, wo Kian hin wollte. Wenn er nun wohin laufen würde, wo es keine Straßenlaternen gab, dann könnte sie ihn leicht verlieren und sich selbst verirren. Stattdessen rief sie Mae an und sagte ihr, dass Kian eine Idee hatte, wo Shane sein könnte.

 

Kian war so lange gerannt, dass er ganz aus der Puste war und nur noch schnell lief. Als er schon fast bei den Stallungen war, fiel ihn etwas im Mondlicht glitzernes auf. Er hob es auf und sah sofort, dass es Shanes Armband war. Er betrachtete es genau und entdeckte auch das Blut von Shanes Wunde. Mit einem mal wurde Kian klar, was Shane passiert sein könnte. Wenn er hier war, als es schon dunkel war? Und hier lag das Band, blutverschmiert... Shane könnte... Kian bekam Tränen in den Augen und begann zu rennen. Er wollte sich vergewissern, dass Shane da war und nicht in der Gewallt eines Entführers...

Nur zu gut wusste Kian, wo der Tunnel war. Er lief ohne nach zu denken auf den dicken Baum zu. Er kletterte die Leiter hinauf, als er endlich über den Boden hinweg gucken konnte, seuftzte er erleichtert. Schnell kletterte er in die Hütte und sagte: "Shany?!" Shane fuhr sich durch sein Gesicht und schaute zu Kian. Nicht zu übersehen war, dass Shane sehr wütend auf Kian war. Der kam zu ihn und setzte sich neben ihn auf den kalten Boden. "Oh oh, wenn Blicke Brötchen wären, hätte ich für die nächsten drei Wochen keinen Hunger!" Sagte Kian ein wenig lachend zu Shane. Shane schaute ihn böse an, doch dann konnte er sich nicht mehr verstecken und musste grinsen. "Warum bist du abgehauen?" Kian wollte Shane nicht auf seine Verletzungen ansprechen. Shane drehte sich zum See und sagte: "Ich hatte keine Lust mehr!" Erst wollte Kian fragen, worauf er denn keine Lust mehr hätte, doch er wusste es. Er legte seine Hand auf Shanes Schulter und meinte: "Du hast das hier verloren!" Shane drehte sich wieder zu Kian, in dessen Hand ein Armband baumelte. "Oder hast du es weggewohrfen?" Shane schüttelte den Kopf: "Nein, muss ich verloren haben!" "Komm her!" Kian nahm Shanes Arm und Band es ihn wieder ums Handgelenk. "Oh man Shane, dass ist doch Arschkalt hier und du hast ja nichteinmal einen Pullover!" Kian schüttelte sich. Shane nickte und nicht anders zu erwarten zog Kian seine Jakce aus und gab sie Shane. Natürlich war es Shane schon etwas kalt und ohne wiederrede zog er sie an. Sie saßen eine Zeit dort und sagten nichts. Schließlig aber fragte Kian: "Shany, woher kommen die Wunden?" Er führte seinen Finger unter sienem eigenen Auge. Shane sah zu ihn und sagte: "Ich... ein Ast! Ein Ast hat das gemacht!" Natürlich wusste Kian, dass das nicht stimmte. Sein blaues Auge hatte er mit sicherheit von Marcus Feehily. Kian hatte ja auch schon längst erfahren, was in Shanes Tagebuch stand. Es war ja nicht nur die Sache mit Boyzone, und den Wunsch, dass Mark stirbt. Schließlig hatte Shane sehr viel mehr hineingeschrieben... und auch diese Sache. Es war schrecklich, dass sich ein Kind in diesem jungen Alter sowas wünschte. Doch natürlich wollte Shane das nicht. Er würde viel zu vielen Leute ein Leid anrichten, sogar Mark hatte sich Sorgen gemacht, als er von Shanes Verschwinden hörte. Doch das sagte Kian nicht!

"Shany, willst du das wirklich?" Shane schaute Kian fragerisch an. Durch Kians Blicke wusste Shane sofort, was sein Freund meinte. Shane schaute auf sein Armband und drehte es an seinem Handgelenk immer um den Arm. Er schüttelte den Kopf: "Nein. Nein ich will das nicht!" "Bitte lüg nicht. Sag die Wahrheit... bitte", Kian legte seine Hand auf Shanes. Shane schuate zu ihn, drehte sich dann wieder seinem Armband zu, an was er nun nichtmehr ran kam, weil Kian ja die Hand hielt. Shane seuftzte um seine Tränen zurück zu halten und meinte: "Erlich... ich wollte nie!" "Bitte sieh mich an..." Auch Kian musste weinen. Shane sah zu Kian und... Kian nahm Shanes Hände. Shane sah ihn an, dann senkte er den Blick zu ihren Händen und dann sah er wieder zu Kian, dem die Tränen über die Augen kulerten. Auch Shane tat, was er tun musste... "Ich wollte, ja ich wollte mal... ich will aber jetzt nicht mehr... ich hab doch Gründe..." "Shany..." Kian nahm ihn in die Arme und so saßen sie noch eine Weile in der Hütte, umarment und weinend...

 Als sie wieder zur Schule gingen, entschuldigte sich Mark bei Shane und tat nie wieder etwas derartiges. Kian und Shane verbrannten das Tagebuch und später wurde Marcus Michael Patrick Feehily auch noch ein Freund von Kian John Francis Egan und Shane Steven Filan. Die Story wurde von Anfang bis zum Ende vergessen, nur eines trugen die besten Freunde noch davon... ihr Freundschaftarmbänder, die sie noch sehr sehr lange trugen...

~*ENDE*~