Sequel to 'You’re in the arms of an angel'

Wie oft hat man sich nicht schon gefragt, wei es weiter gehen soll, wenn man einen geliebten Menschen verliert? Es ging sicher vielen schon einmal so. Die Frage, was man jetzt allein tun soll, wie es weitergeht, und wie man dies ueberstehen soll.
So ging es auch Mark Feehily nachdem er seine grosse Liebe Curly veloren hatte. Es war ein schmerzvoller Abschied, doch er musste der Tatsache ins Auge sehen, dass sie nie wieder zurrueck kommen wuerde. Und wo auch immer sie jetzt war, sie wuerde ihn lieben bis zu dem Tag, an dem er bei ihr sein wuerde und sie wieder "unbreakable" vereint sein wuerden, so hatte er es noch zu ihr gesagt Doch war es wirklich so? Mark begann daran zu zweifeln. "Koennen Tote lieben? Nein. Oh mann, Feehily, sie ist Tot, sie kann Dich nicht mehr lieben. Tot ist sie. T-O-T!"

Mark stuerzte sich in die Arbeit, um seinen Kummer halbwegs im Griff zu haben. Noch bis spaet in die Nacht sass er im Londoner Tonstudio, wo Westlife zur zeit waren und feilte an Songs. Er tat das mit so einer Unbeirrtheit, dass seine Bandmates ihn eines Abends ansprachen.
"Also., wir gehen jetzt, OK?" fragte Kian. Doch Mark war so in seine Arbeit vertieft, dass er nicht darauf reagierte. "Mark?" fragte Shane und griff ihm von hinten langsam an die Schulter. Der schrak auf: "ja?" Shane fragte: "Bist Du OK?" "Jaja!" antwortete Mark schnell, was mal wieder bewies, dass Mark seine Gefuehle gut hinterm Berg halten konnte, aber nicht gut genug fuer seine Bandmates, die merkten, dass er nicht OK war. Shane fragte: "Kommst Du mit, wir wollen noch auf einen Drink in einen Club?" Doch Mark wimmelte sie ab: "geht Ihr mal, ich feile hier noch an den Songs!" Bryan trat von hinten an ihn heran: "C’mon Mark, das ist schon der dritte Abend, den Du hier im Tonstudio verbringst, Du kannst doch nicht immer den ganzen Abend arbeiten, Du musst doch auch mal ein Bisschen Spass haben Du warst doch frueher bei solchen Dingen immer edr erste, der HIER rief!" "Ich habe Spass!" meinte Mark mit leicht genervten Unterton in der Stimme und einem verbissenen Gesichtsausdruck. Seine Lippen bebten und er hatte die Haende zu Faeusten geballt. Shane meinte leise zu den anderen: "Lass uns gehen!" und sie verliessen das Tonstudio.
Draussen meine Nicky: Er ist abends am laengsten da, morgens als erstes und sieht dann ziemlich fertig aus, ausserdem liegt dann immer eine Wolldecke auf dem Sofa und auf dem Tisch stehen jede Menge leere Red Bull Dosen, ich habe das Gefuehl, er schlaeft im Tonstudio! Habt Ihr bemerk, er hat schon seit 3 Tagen die selben Klamotten an?!" Bryan sagte: "Ja, aber er trinkt doch sonst auch viel Red Bull!" Shane meint: "Aber keine 20 Dosen am Tag! Hast Du Dir mal das Dosenlager Morgens angesehen?" und Nicky fuegte hinzu: "Und er hat seit der Beerdigung nicht mehr ein Wort ueber sie geredet!" Kian hebt die Arme und meint fassungslos: "das kann doch nicht so weitergehen!"
Kopfschuettelnd gingen sie weiter. Im Pub gab es noch einige sorgenvolle Gespraeche ueber Mark. "Curly haette das sicher nicht gewollt, dass er sich so benimmt!" meinte Kian. "Aber Du kennst doch Mark, der fechtet eine Kaempfe allein und im Stillen aus!" meinte Nicky und setzte sein Pint an, um einen Schluck des kuehlen, dunklen Guinnes zu geniessen.

Inzwischen bei Mark: Er hatte schon die sechste Dose Red Bull an diesem Abend geleert, er muesste jetzt Energie haben, um Baeume auszureisen und dennoch fuehlte er sich wie erschlagen. Sein Kopf fuehlte sich schwer an, seine Augen brannten. Er schlos sie einen Moment und da hatte er Curly’s Gesicht vor Augen. Sie laechelte und ihre Augen leuchteten waehrend einzelne gelockte Haarstraehen im Wind wehten. Eine Traene bahnte ich seinen Weg nach unten und tropfte auf den Text, den Mark soeben verfasst hatte. In diesem Text hatte Mark all seine Gefuehle niedergeschrieben. Mark legte seine Atme auf den Tisch und stuetzte seinen Kopf in die selbigen. "Curly!" schluchzte er "Curly! Ich vermisse Dich so!" und er schlug mit den Faeusten auf den Tisch.
Am naechsten Morgen lag er noch immer mit dem Kopf in den Haenden gestuetzt da. Er war so, mit den Traenen in den Augen eingeschlafen.
Da kamem Kian, Nicky, Byan und Shane herein: "Mark?" meinte Kian leicht verwundert. Mark reagierte nicht, Kian giff ihm von hinten an die Schulter. Mark atmete tief, hob langsam den Kopf und sah Kian aus seinen geroeteten, verschlafenen Augen an.
"Hast Du hier geschlafen?" fragte Shane. Mark meinte gaehnend: "Ich bin wohl eingenickt!" Nicky nahm eine der Blau-Silbernen Dosen mit Roter Aufschrift vom Tisch und meinte: "also, dass Du nach dieser Menge Red Bull noch schlafen kannst, ist mir ein Raetsel!" Shane sagte: "Wir haben doch spaeter noch Termine und heute Abend steht der Auftritt an! Wir haben an deinem Hotelzimmer geklopft, doch es oeffnete keiner und da wussten wir, dass Du wohl noch im Studio sein musstest!" berichtete Nicky. Kian trat einen Schritt naeher an ihn heran: "Mark, das ist doch nicht gut, was Du da machst, arbeiten, arbeiten und arbeiten die ganze Zeit und Dich vergraben, Du musst doch auch mal wieder raus "Achja?" fuhr Mark ihn an und sprang auf. "Seit wann weisst Du denn was gut fuer mich ist?" Seine Augen blitzten scharf, so als wuerde jeden Moment ein Gewitter ueber den Raum hereinbrechen. "und spaeter ist das Interview, da musst Du spaetestens wieder Kontakt zu anderen Leuten aufnehmen und raus in die Realitaet!" fuegte Kian vorsichtig hinzu. Mark fegte mit einem Arm einen Stapel Papiere vom Tisch: "Und was ist, wenn ich auf die ganze Scheisse hier keinen Bock mehr habe?"
Stille brach ueber den Raum herein. Mark stand mit geoeffnetem Mund da. Hatte er das wirklich gesagt? Hatte er wirklich keinen Bock mehr auf Westlife, was war nur mit ihm los? Er war einfach nicht mehr er selbst! Eine dicke Traene rinnte ueber seine rote erhitzte Wange. Seine Knie fuehlten sich wie Gummi an, wie Wachs, der von der Hitze eines Feuers schmilzt. Warum drehte sich den ales um ihn herum? Mark kam es sovor, als wuerde sich unter ihm eine Falltuere auftun, durch die er rutschen und in ein unendlich tiefes Loch fallen wuerde. Seine Augen wurden schwer und ein Blickfeld verdunkelte sich, bis es ganz schwarz war. Das naechste, was er vernahm, war ein dumpfer Rumms und kurz darauf verzerrte Stimmen, die nach ihm riefen. "Mark!" "Hoerst Du mich?" doch all diese Stimmen schienen wieder Lichjahre entfernt. "Mark!" rief Kian, der neben ihm kniete und an seinen Schultern ruettelte. "Mark!" doch Mark reagierte nicht. Shane hatte schon sein Handy herausgeholt und die Notrufnummer gewaehlt: "ha-hallo? Ja, ja, hier ist Filan, ein Freund ist gerade umgekippt und er reagiert nicht, wir brauchen Hilfe! Ja, Die Tonstudios, ja genau die, bitte beeilen Sie sich, Danke, Bye!"

Kian und Bryan hatten schon kontrolliert, ob er noch atmete und da er dies tat, hatten sie ihn auf das Sofa gelegt. "Shit, es ist meine Schuld, dass das passiert ist, nur meine!" aergerte sich Kian. Bryan sah zu ihm hinueber und meinte: "Das haette jedem von uns auch passieren koennen, er war eben ein Pulverfass und es war nur eine Frage der Zeit, wann es hochgehen wuerde!"
Nicky sagte: " ich gehe raus und zeigen denen den Weg!" und er stand auf. Wenige Minuten spaeter war der Notarzt da und kam herein: "Wo ist er?" fragte er, Nicky geleitete ihn in den Raum, wo Mark auf dem Sofa lag. Der Arzt kniete sich neben ihn und oeffnete seinen grossen grauen Alukoffer. Bryan erklaerte die Situation und der Arzt sah nach Mark: "das war eindeutig zu viel fuer Ihren Freund! Ok, wir nehmen ihn mit ins Krankenhaus!" "Kann ich mitkommen?" fragte Bryan "Ich bin sein bester Freund!" "OK!" sagte der Arzt. Mark wurde herausgebracht und in den Notarztwagen verfrachtet. Dann ging es eilig zum naechsten Krankenhaus.

Mark bekam von alll dem kaum etwas mit, er hoerte hektische Stimmen um ihn herum. "Geben sie mir !" "Allright!" Bryan sass still in einer Ecke und beobachtete mit grossen Augen, was die Aerzte mit Mark taten. Mark’s Gesicht war blass. "Allright, Atmung normal, aber der restliche Kreislauf ist total im Keller!"
Blitze leuchteten vor Mark’s Augen, die waren so hell, Mark hatte wieder ein Bild vo Curly vor Augen, Curly tug ein weisses Gewand, sie laechelte und ihr Haar wehte im Wind. Hinter Ihr war ein geheimnisvoller weiss-leuchtender Nebel. Curly schien so nah zu sein, dass man sie fast greifen konnte. "Curly?" dachte Mark. "Bin ich bei dir?" Er versuchte vergeblich sie zu greifen, doch er erreichte sie nicht, seine Arme schienen zu kurz. Curly stand da und laechelte. Warum kam sie nicht auf ihn zu, damit er sie anfassen konnte? Warum? Der Nebel um sie herum wurde dichter und umhuellte Curly mehr und mehr, bis er sie ganz verschlang. Mark streckte seine Arme nach Curly aus und wollte sie rufen und seinen Mund oeffnen, doch er bekam ihn nicht auf.

Curly oeffne den Mund und begann zu sprechen, doch ihre Stimme war komisch, so wie er sie nicht kannte und die wieder so verzerrt klang, wie einn Schallplattenspieler, den man auf eine andere Plattengroesse gestellt hatte und die nun total komisch klang "Haaaallo Mister Feehily, koennoen Sie mich hoereeen?" Doch warum klang Curly so komisch? Und warum sprach sie ihn mit "Mister Feehily" an? Er war wieder Lichtjahre entfernt, als dass er antworten koennte. Einen Moment lang vernahm er einen kurzen stechenden Schmerz." Ok, hoffen wir, das das hilft. Komm schon Junge!" Kurz wurde es wieder heller vor seinen Augen. Er oeffnete sie kurz zu kleinen Schlitzen und konnte die Umrisse von einem Gesicht erkennen, das ihn ansah, doch wenige Augenblicke spaeter verschwamm die Welt wieder vor einen Augen und es wurde dunkel. Dann erklang ein Geraeusch einer sich oeffnenden Wagentuere und es ruckte mehrmals. Eine andere Tuere oeffnete sich quietschend und jemand rief: "Maennlich, 22 Jahre, Zusammenbruch!" und eine weibliche Stimme meinte: "OK, bringen Sie ihn in B 2!" Es wurde wieder kurz heller und Mark oeffnete seine Augen wieder ein ganz kleines Bisschen. Breite Neonleuchtroehren schwebten an der Decke ueber ihm vorbei und rechts und links von ihm befanden sich zwei Koepfe. Einer hatte wohl eine Glatze und Brille, Mark konnte es nur verschwommen erkennen, der andere war gross und blond und sah nach Bryan aus. Es ging nach links, dann nach rechts. Hektisch wurde eine Tuere geoeffnet, die wenige Sekunden wieder zufiel. Wenige Augenblicke spaeter wurde die Tuere abermals geoffnet und eine andere Person trat hinein. Die erste meinte nocheinmal: "Maennlich, 22, Zusammenbruch!" und die andere, auch maennliche Stimme fragte: "Ok, was haben sie ihm gegeben?" Doch allmaehlich wurden auch die Stimmen um Mark herum leiser und zunehmend mehr Blitze schwirrten vor seinem Auge herum. "Curly, wo bist Du?" fragte sich Mark in Gedanken, doch der geheimnisvolle Nebel hatte sie volkommen verschluckt.

Bryan lief vor der Tuere auf und ab und machte sich Sorgen. Wenige Minuten spaeter kamen die anderen Westlifer hereingehetzt: "Bryan!" Bryan drehte sich erschrocken um und sah seine Freunde. "Er ist noch im Behandlungsraum!" rief er und eine Freunde stoppten vor ihm. Bryan erzaehlte.

Vor Marks inneren Auge wurde es wieder heller und er oeffnete die Augen. Das erste was er sah, war die Decke. Langsam drehte er den Kopf nach rechts und da sass Bryan und sah ihn besorgt an. "Hi Mark, da bist Du ja wieder! Mann, Du hast uns ganz schoen erschrocken!" Unverstanden blickte Mark Bryan an und blickte um sich. "Du Bist im Krankenhaus, Du warst zusammengebrochen!" erklaerte sein Freund ihm. Mark’s Blick wanderte umher: er lag in einem weiss gestrichenen, kargen Raum in einem Bett mit ebenso weisser Bettwaesche. Neben seinem Bett befand sich ein zweites leeres Bett. Er sah an Bryan vorbei, etwas hoeher hing eine glaeserne Flasche mit eier klaren Fluessigkeit, die lagsam in einen Schlauch lief, mit dem Mark verkabelt war. Diese Flussigkeit lief so langsam in einen winzig kleinen Behaelter, um dann durch den duennen durchsichtigen Schlauch in ihn zu laufen. Mark beobachtete es. Blubb ..blubb ..blubb .blubb . Sein Mund war sehr trocken und er sprach leise zu Bryan: "Wasser!" Bryan nickte, ging heraus und kam wenige Augenblicke spaeter mit einem Glas wieder. Er half Mark beim Trinken. "Allright?" fragte er, als er das das Glas wieder absetzte. Mark nickte und blinzelte muede. "OK, Louis ist draussen, ich gehe dann mal. Ruhe Dich aus, see ya’!" und er verliess das Zimmer. Mark starrte zur Tuer. Der Tuergriff senkte sich wieder und da stand Louis Walsh, der Westlife Manager. "Mensch Junge, was machst Du denn nur fuer Sachen?" fragte er und eilte an Marks Krankenbett. "Wie geht es Dir?" Mark nickte und meinte leise: "Ganz OK, mir ist noch etwas schwindelig und ich bin muede, aber sonst geht es!" und er schluckte laut. Louis sagte: "deinen Arbeitseifer in allen Ehren, aber hattest Du es gleich so uebertreiben muesen, wenn es Dir nicht so gut ging?" Mark drehte seinen Kopf und starrte zum Fenster hinaus. Der Himmel war Wolkenverhangen und es sah aus, als wuerde es gleich anfangen zu regnen. Louis sprach: "Sag mal Mark, hast Du das ernst gemeint, dass Du keinen Bock mehr auf Westlife hast?" Eine dicke Traene rinnte ueber Mark’s fahle Wange und tropfte auf das weisse Kissen. Er zuckte mit der Schulter. Mark wusste nicht, warum er das gesagt hatte, er konnte aber nichts darauf antworten, er war zu verwirrt. Mark wollte doch nicht vor Louis weinen?! Warum konnte er diese Traene nicht zurrueckhalten? "So, wie ich Dich kenne war das doch sicher nur aus Wut aus Dir herausgekmmen!" meinte Louis und er fasste Mark an die Schulter: "Ruhe Dich aus, Du bist ueberarbeitet. Bald geht es Dir wieder besser und dann kanst Du Dich wieder der Arbeit widmen!" und er verliess das Zimmer. Mark schloss die Augen und nach wenigen Minuten nahm ihn die Muedigkeit in seine Arme und trug ihn ins das Reich des Schlafes.

Inzwischen waren die anderen Westlifer wieder im Hotel angekommen. Alle waren noch reichlich aufgedreht von dem Geschehnis und unterhielten sich ueber Mark. "Er schien immer so stark zu sein, doch das hat das Gegenteil bewiesen!" meinte Bryan "Er muss einfach mal zurrueckschalten!" sagte Louis im bestimmten Ton. "Wir werden die naechsten Konzerte ohne ihn ueber die Buehne bringen muessen, im wahrsten Sinne des Wortes! Er muss sich ausruhen um dann wieder 100 Prozent einsetzbar zu sein!"

Am naechsten Tag ging es Mark schon besser und er orderte den Arzt zu sich: Der kontrollierte ersteinmal, wie es um seine Kreislauf stand "Ihr Kreislauf hat sich wieder gut stabilisiert!" meinte der Arzt zuversichtlich. "Ich moechte raus hier, zurueck ins Hotel!" meinte Mark, der Arzt widersprach ihm jedoch: "ich halte es fuer noch nicht gut, wenn Sie das Krankenhaus jetzt schon verlassen. Sie hatten gestern einen Zusammenbruch und muessen sich noch ausruhen!" "Das kann ich auch im Hotel, ich ertrage diese weissen Waende nicht mehr!" entgegnete Mark. Der Arzt meinte: "Wir koennen Sie nicht hier festhalten, wenn Sie gehen moechten, tun sie das aber auf eigene Gefahr, aber wir wuerden Sie noch gerne ein paar Tage hierbehalten und beobachten!" Mark schuettelt den Kopf. Der Arzt fuhr fort: "Doch wenn Sie wirklich das Krankenhaus verlasen wollen, Mr. Feehily, dann hole ich Ihnen ein Formular, das Sie ausfuellen muessen und bestaetigen, dass sie das Krankenhaus auf eigenen Wunsch verlassen haben!" Der Arzt liess Mark spueren, dass es durchaus ernst gemeint war und man diese Situation nicht auf die leichte Schippe nehmen sollte. So drehte er sich um, um das Zimmer zu verlassen. Er haette erwartet, dass Mark sich vielleicht doch noch besinnen wuerde und entschloss, doch dort zu bleiben, doch es kam nicht ein Ton von Mark. Der Arzt blickte sich kurz um, doch auf Mark’s Gesicht lag ein verbissener Gesichtsausdruck. Dies machte ihn klar, das es keinen Sinn haette, Mark umstimmen zu wollen.

Waehrendesen sassen Westlife im Hotel beim Fruehstueck. Louis las die Zeitung "die Sun". "Und Louis, was interessantes drin?" fragte Kian. Bryan sah Louis ueber die Schulter und meinte breit grinsend: "C’mon Louis, du kaufst Dir die Zeitung doch nur wegen den Maedels von Seite 3! Wow, hast Du die da gesehen ?" Louis sah ihn schief an: "das konnte ja nur von unserem Bryan kommen. Konzentriere DU Dich lieber auf deine Musik und Deine eigene Familie Bryan, das bekommt Dir besser!" Shane biss in sein Schinkenbroetchen und meinte kauend: "Neuigkeiten von Mark?" "Nil!" antwortete Louis. "Gehen wir nach dem Fruehstueck zu ihm?" fragte Shane weiter und setzte seine Teetasse an. Louis nahm die rechte Hand, in der er die eine Haelfte der Zeitung hielt etwas tiefer, sodass sich die obere Ecke umschlug und meinte: "Ja, aber nicht so lange. Erstens soll er sich erholen und dann haben wir nachher noch einen Termin bei einem Radiosender, um das neue Lied vorzustellen, nicht zu vergessen das Konzert heute Abend!"

Mark Feehily - mit diesem -seinen Namen- unterschrieb Mark das Formular. Er war sich sicher, dass er hier heraus wollte und das so schnell wie moeglich.
Man bereitete ihn vor fuer sein verlassen des Krankenhaus, entfernte alle Verkabelungen und: "Und vergessen Sie nicht Mr. Feehily, die naechsten drei Tage muessen sie sichn ausruhen und das bedeutet bedingungslose Ruhe, denn wenn Sie sich nicht daran halten, sind sie bald wieder hier! Ist Ihnen das Klar?" "Ja!" meinte Mark mit leicht genervten Unterton in der Stimme und knoepfte den letzten Knopf seines Oberteiles zu. Da kam eine Schwester und meinte: "das Taxi ist da Mr. Feehily!" Mark stand auf und rief ihr im Vorbeigehen ein knappes "Thanks!" zu, dann ging er zum Aufzug und fuhr hinunter um wenige Augenblicke in das schwarze Taxi zu steigen, das ihn zum Hotel bringen wuerde.

Mark lehnte mit dem Kopf an der Fensterscheibe und blickte nach draussen, wie das Taxi an grossen, vornehm anmutenden Hausern der Londoner Innenstadt; Parks, den gruenen Lungen der Stadt; Parkenden, fahrenden und wartenden Autos und auf den Buergersteig flanierenden Leuten mit froehlich bunter Kleidung vorbeifuhr. Er atmete tief und ueberlegte sich, wie es nun weitergehen sollte, doch Mark fand keine Antwort darauf. Also, erstmal abwarten, kam ihm in seine Gedanken.

Im selben Moment kamen seine Bandmates mit Louis und Bodyguard am Krankenhaus an und fuhren sogleich in den 5. Stock, wo sie Mark zu dieser Zeit eigentlich erwartet haetten, in seinen weissen Kissen liegend, muede, erschoepft und froh ueber den Besuch, der ihm ein wenig Freude bereiten wuerde in dieser allzu sterilen Atmosphaere des Kahlen, weissen Krankenhauszimmers. Wenn die nur gewusst haetten
Vorsichtig klopfte Louis an der Tuere, doch als keiner antwortete ging er der Annahme, das Mark schliefe und oeffnete die Tuer einen Spalt, um hinein zu lugen. Doch das Bett war leer, es war frisch bezogen und wartete nur auf den naechsten Patienten, der in den kuehlen weissen Kissen liegen wuerde. Hektisch eilte Louis zum naechsten Arzt, waehrend die anderen Jungs nur fragend zurrueck blieben. Kian oeffnete die Tuere und alle vier sahen hinein. Nun wussten sie, warum Louis so aufgeregt war. Sie eilten hinter Louis her und umringten den Arzt, der sich in all dem aufgeregten Geschnatter ersteinmal das Wort verschaffen musste: "Wenn ich Sie bitten duerfte ihre Lautstaerke ein Bisschen herunter zu drehen, wir sind hier in einem Krankenhaus und bitte sprechen Sie nacheinander die Herren, Danke!" Louis holte tief Luft und fragte die Frage aller Fragen: "Wo ist Mark, aehm, ich meine Mr. Feehily?" der Arzt erklaert die Situation: "Mr. Feehily hat sich vor einer Stunde entschlossen, das Krankenhaus auf eigene Gefahr zu verlassen!" "Das kann doch nicht sein!" meinte Louis unverstanden. "ich kann Ihnen gerne das Dokument zeigen, dass bestaetigt, dass !" meinte der Arzt mit etwas Nachdruck, doch Louis meinte: "nein nein, ich glaube Ihnen ja, doch ich kann einfach nicht glauben, dass er das getan hat, einen Tag nach seinem Zusammenbruch! Konnten Sie das nicht verhindern?" der Arzt seufzte: "Tut mir Leid Mr. Walsh. Sein Kreislauf hatte sch zwar weitgehend wieder normalisiert und stabilisiert, doch aus medizinischer Sicht war und ist es auesserst bedenklich, ihn jetzt schon gehen zu lassen. Ich habe Mr. Feehily ueber seinen Zustand aufmerksam gemacht, doch er beharrte darauf zu gehen. Wir koennen niemanden gegen seinen Willen hier behalten. Doch ich habe ihn nicht gehen lassen, ohne ihm klarzumachen, dass, wenn er sich jetzt nicht 100 Prozentig ausruht, sich so ein Zusammenbruch wiederholen koennte!"
Louis kratzte sich am Kopf, denn all diese Fachgelaber verwirrte ihn doch ein wenig, ganz zu schweigen von seinen Schuetzlingen, der Westlifer. Louis meinte: "OK Doctor Murphy, dann ist er sicher ins Hotel zurrueck. Ich moechte mich nochmal in aller Form bei Ihnen entschuldigen, das wir Sie so stuermisch attakiert haben, aber wir haben uns Sorgen gemacht, als das Bett ploetzlich leer war!"

Wow, gaebe es einen Wettbewerb, sich gewaehlt auszudruecken, wuerde Louis ihn sicher gewinnen. In manchen Situationen kann seine Aussprache wirklich sehr vornehm klingen, war er nicht Irlands Popgruppenmanager und Produzent Nr. 1 und somit ein VIP.

Die Westlifer gingen zum Aufzug und fuhren hinunter. Louis schuettelte den Kopf: "das gibt’s doch nicht, warum hat er das getan?" Kian meinte: "Du kennst Doch Mark, Louis!" Nicky lehnte sich an die Wand und beobachtete sich im Spiegel, dann strich er sich eine Haarstraehne aus dem Gesicht und betrachtete missfallend einen kleine Falte neben seinen Augen. "Ich glaube ich werde langsam alt, da ist so eine Falte !" Die Aufzugtuere hatte sich schon geoeffnet und die anderen waren hinausgetreten. "Falten !" meinte Louis kopfschuettelnd " in Deinem Alter, ich waere froh, wenn ich nochmal so ein junger Huepfer waere!" Bryan meinte frech grinsend: "C’mon Nicky die Schoenheitschirurgie ist im 7. Stock!" Die anderen konnten sich das Kichern und Lachen nicht verkneifen. "Haha!" meinte Nicky und trat heraus in die Eingangshalle, um mit den anderen hinaus zum Parkplatz zu gehen, auf dem der Van stand. Da kam ein etwa 9 jaehriges Maedchen aufgeregt und mit Kruecken auf sie zu. "Hallo, gebt ihr mir ein Autogramm?" und sie zeigte auf ihr Gipsbein. "Tut mir leid, wir haben es eilig!" meinte Louis, doch Kian war gestoppt. "Aber nicht eilig genug, um einem Fan nicht ein Autogramm zu geben!" und er zueckte einen Stift. "Wie ist Dein Name?" "Carol!" antwortete das Maedchen und Kian signierte den Gipsfuss mit fuer Carol von Kian. Hoffe dein Fuss ist bald wieder OK! Die anderen Jungs stellten sich nun auch an. Nicky schrieb Le gra go deo, Nicky Byrne, Shane schrieb best wishes for you Carol, lots of love Shane und Bryan schrieb Bryan Mc Fadden und zeichnete daneben ein kleines Maennchen "Ach, schoen hast Du das gemacht Bry!" lobte ihn Nicky im ironischen Ton. "Naja, nicht besonders schoen, aber nagut!" antwortete Bryan verlegen ueber sein "Kunstwerk". "Sieht doch ganz so aus wie Du!" meinte Nicky und er erntete dafuer von Bryan einen Rippenstoss! Louis verdrehte die Augen: "Koennen wir jetzt mal gehen, wenn die Herren mit ihren Albernheiten fertig sind?" "Wo ist Mark?" fragte Carol. Nicky sagte: "Weisst Du, es geht ihm nicht so gut im Moment !" "Ist er hier im Krankenhaus?" fragte Carol aufgeregt. "Nein!" grinste Nicky freundlich. " er ist schon wieder im Hotel! So jetzt muessen wir aber los!" "OK Bye Carol!" riefen die Westlifer dem Maedchen hinterher. Sie gingen zum Parkplatz stiegen in den Van und machten sich auf den Weg zum Conrad Hotel, dem Londoner Stammhotel der Westlifer.

Dort war Mark jetzt angekommen, fuhr hinauf und ging auf sein Zimmer im 3. Stock, Nummer 309. Im beruechtigten Nachbarzimmer 308, wo Bryan und Kerry immer wohnen, waren ihre Toechter Molly und Lilly "entstanden". Doch diesmal konnte Kerry nicht mitkommen, weil sie etwas anderes zu tun hatte.
Mark wurde vom Bodyguard Paul Higgins empfangen: "Mark, was machst Du denn hier, ich dachte Du waerst im Krankenhaus?!?" Mark sagte: "Man hat mich auf eigenen Wunsch entlassen und jetzt wuerde ich gerne ein Bisschen relaxen, dass ich fuer heute Abend ausgeruht bin!" uns so schloss Mark die Tuere hinter sich und verschwand in seinem Schlafzimmer. Paul blieb kopfschuetteld zurrueck. In seinem Hotelschlafzimmer legte Mark sich auf sein Bett, nahm enen tragbaren CD Player vom Nachttisch und kramte in dessen Schublade nach seiner "Prince - Greatest Hits" CD, die er in letzter Zeit so gerne hoerte und legte sie ein um wenige Augenblicke spaeter die Augen zu schliessen und zu entspannen.
Etwa eine Viertelstunde spaeter klopfte es an der Tuere, doch Mark bemerkte es nicht, er hatte seine Augen noch immer geschlossen und war eingedoest, waehrend ihm der CD Player mit "You’re the most beautyful Girl in the World" von Prince vollsprudelte.
Louis trat hinein und drueckte die Stopptaste des CD Players, waehrend er sich zu Mark ans Bett setzte. Mark oeffnete schlagartig die Augen. Er sah den Manager, der ihn fragend ansah. Mark nahm den Kopfhoerer von den Ohren, stuetzte sich auf die Haende, um etwas hoeher zu rutschen und meinte leicht ueberrascht: "Louis?" "Was soll den das schon wieder bedeuten Junge? Warum hast Du das Krankenhaus verlassen?" "Ich habe es nicht mehr ausgehalten!" erklaerte Mark. Louis antwortete: "Junge Mark, Du bist gestern zusammengebrochen, da kannst Du doch nicht einfach heute schon das Krankenhaus verlassen!" "Mir get’s aber gut!" erwiederte Mark etwas stur. "Nein!" sagte Louis und schuettelte den Kopf " wuerde es Dir gut gehen, dann waerst Du gestern nicht zusammengebrochen!"
"Ich bin OK!" meinte Mark nocheinmal und Louis sagte: "Ich hoffe aber, dass Du Dich an de Anweisungen des Arztes haelst und Dich ausruhst!" Mark verdrehte dei Augen. "Hast Du mich verstanden, die naechsten drei Tage ruhst Du Dich aus?" fragte Louis mit Nachdruck und Mark antwortete genervt: "Ja Doctor Walsh!"

Als die Westlifer ihre Termine wahrnahmen lag Mark in seinem Bett und drehte die Videocasette von "Stadt der Engel" in seinen Haenden, doch legte sie dann wieder zur Seite. Nein, diesen Film konnte er sich jetzt nicht ansehen, nicht jetzt
Oh mann, die anderen sitzen jetzt da und beantworten Fragen im Interview. Warum konnte er nicht dort sein? Auf der anderen Seite wuerde man ihn wieder ausfragen ueber .! Nein!
Da hatte er wieder Bilder von Curly und sich vor Augen. Wie es eine Rumms machte und ploetzlich dieses Girl, das von links in ihn gerannt war, am Boden sass und sich die Ellenbogen rieb. Wie SIE dann bei all den anderen Fans an der Halle stand. Es waren so viele Gesichter, doch IHRES stach ihm sofort wieder ins Auge. Er sah Bilder, wie SIE mit verlegener Roete im Gesicht das Gedicht fuer ihn vorlas; wie sie im Schwimmbad waren, SIE mit dem Ruecken zum Rand und ihre Gesichter kamen sich so verdammt nah; Wie er sie in den grossen Pool warf; Mark sah Bilder vom Picknick auf der Dachterasse, wie Curly nach den Erdbeeren greifen wollten, die er weg hielt und beide umkippten und SIE dann auf ihm lag und ihn kuesste. Eine Traene rinnte ueber seine Wange. Die Bilder liefen wie ein Film an ihm vorbei und rissen nicht ab. Wie sie klatschnass nach dem Picknick in Curly’s Zimmer kamen und dort miteinander schliefen; wie sie sich dabei unter ihm bei jeder seiner Bewegungen gemniesserisch kruemmte, er ihren Atem auf seiner Haut fuehlte und Curly ihre Hande in seinem Haar vergrub; wie er fuer sie bei Louis gekaempft hatte; wie ploetzlich alle raus rannten und Kian ihn anstarrte, nur ein Wort sagte: "Curly"; wie Kian’s Haende blutverschmiert waren und alle wie in Trance ins Krankenhaus fuhren. Wie Curly da lag; Wie sei ein letztes mal die Augen oeffnete und ihm sagte, er solle gut auf Teddy aufpassen! "Aber das schoenste, was ich je erlebt habe, warst Du! Bitte pass’ gut auf Teddy auf!" Ploetzlich fiel ihr Kopf zur Seite und aus dem Monotonen Piepen wurde ein langes durchgezogenes Piepen Diese letzte Szene wiederholte sich wieder und immer wieder vor seinem inneren Auge: " Bitte pass’ gut auf Teddy auf pass’ gut auf Teddy auf! Pass’ gut auf ihn auf!" – Piiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeep! ihre liebliche Stimme, die diese harten, entgueltigen und letzten Worte sagten, hallte in seinem Kopf nach.
Mark schluchzte und drueckte Teddy fest an sich. Er hatte so ein gutmuetiges Gesicht, so als koennte nichts auf der Welt schlimm sein. Doch Teddy’s immerwaehrendes Laecheln und sein treuer Blick konnte Mark nicht helfen. Er fuehlte sich wie eine zerbrochene Blumenvase, die nun in tausenden kleinen Einzelteilen am Boden lag, hoffnungslos, sie wieder zu reparieren!
Eine dicke Traene tropfte von Marks Wange hinunter auf das schwarze Knopfauge des Teddys. Mark’s Augen schienen eine unerschoepfliche Quelle zu besitzen, immer mehr Traenen zu produzieren. Er hatte in der letzten Zeit schon so viel geweint, dass man ohne Schwierigkeit mit all den Traenen selbst den groessten Stausee damit haette ueber die Ufer treten lassen koennen.
Mark legte sich zurrueck, zog die Beine dicht an seinen Korper heran und starte zum Fenster hinaus, dabei hielt er Teddy fest im Arm. Es regnete und die Regentropfen rinnten rund und schwer am Glas des Fensters hinunter. Es schien, als wuedre das Wetter mit ihm weinen. Mark blinzelte immer wieder, doch dann wurde er von der Muedigkeit uebermannt und schlief mit Traenen in den Augen ein.
Als nach zwei Stunden seine Bandmates wieder ins Hotel kamen, klopfte Bryan bei Mark an der Tuere, doch niemand oeffnete. Da liess sich Bryan von Louis den Zweitschluesel zu Mark’s Zimmer geben, um nach Mark zu sehen ER oeffnete die Tuere einen Spalt und sah hinein in den geraeumigen Wohnraum des Hotelzimmers, doch es war kein Mark in Sicht. Bryan ging zum Schlafzimmer und sah hinein. Ploetzlich erschrak er leicht: "Mark!"

Waehrendessen sassen Nicky und Kian auf dem Sofa in Shane’s Hotelzimmer und unterhielten sich. Man hoerte im Bad Wasser rauschen und nach wenigen Augenblicken kam Shane heraus mit einem erleichterten Seufzen: "Puh, das war noetig! Wo ist Bryan?" "Er sieht nach Mark." Erklaerte Nicky. Da kam Louis hinzu, der waehrend des Interviews leider einen anderen Termin wahrnehmen musste: "Und Jungs, alles glatt galaufen!" "Tausende Fragen ueber Mark." Murmelte Nicky "Ja, alle wollten wissen, wo er ist, was mit ihm ist!" fuegte Kian hinzu.

Inzwischen bei Bryan und Mark. Mark lag in sienem Bett und waelzte sich herum, dabei rief er immer wieder Curly’s Name "Curly nein bleib’ doch hier Nein geh nicht ich kann doch doch ohne Dich nicht leben Curly! Curly, nein!" Da kam Kian ins Zimmer herein: "Bock auf ein Spiel?" Kurz stockte er und fragte dann "Was ist mit Mark?" Bryan sagte: "Er traeumt und waelzt sich herum und dauernd ruft er nach ihrem Namen!" "Armer Mark!" meinte Kian.
"Bryan ruettelte an ihm: "Mark Mark!" Mark hatte Schweissperlen auf der Stirn und rollte mit den geschlossenen Augen. Ploetzlich schreckte er hoch: "Curly?" Bryan sagte: "nein, ich bin’s. Du hat Dich rumgewaelzt und im Schlaf nach ihr gerufen." Mark atmete schnell und sah sich erschrocken um. "Keine Angst, Du bist hier in Deinem Hotelzimmer!" erklaerte Bryan. Mark wischte sich den Schweiss von der Stirn und erzaehlte: "Sie stand da in diesem Nebel und laechelte mich an, ich habe die Hand ausgestreckt, doch ich konnte sie nicht greifen und egal wie weit ich gerannt bin, sie war immer genauso weit weg von mir. Ich konnte sie nicht fassen!" und er schluchzte: "ich konnte sie nicht greifen!" Bryan nahm seinen Freund in den Arm und liess Mark sich ausweinen. Als keine Traeen mehr nachkamen, sagte Bryan: "Komm, lass uns ruebr gehen, wir wollen drueben was spielen, Du brauchst ein Bisschen Ablekung, c’mon!" Mark erhob sich und griff nach siener Basecap. Man sollte nicht sehen, dass er verweinte rote Augen hatte. Und so schlurfte er hinueber in den Wohnraum. Kian hatte schon seine Badmates zusammengetrommelt und ein Spiel, "Ludo", was "Mensch aergere Dich nicht" in englisch ist herbei geholt und aufgebaut. Nicky und Bryan sassen schon vor dem Spiel und Bryan rieb sich gierig die Haende: "Diesmal kriegst Du’s aber, Nixter!" Nicky lachte: "Das werden wir ja noch sehen McFadden! Ich hoffe nur, Du bescheisst nicht wieder, wie letztes mal!" "Ich? Bescheissen?" sagte Bryan und machte ein Unschuldsgesicht. "Sagen wir’s mal so, ich habe meinem Glueck auf die Spruenge geholfen!" "Hmm-hmm!" machte Nicky und sah ihn schief an.
"Shane, spielst Du auch mit?" fragte Kian seinen Kumpel, doch der antwortete nur: "nee, spielt Ihr mal, ich gehe mal rueber und rufe Gill an!" Nicky meinte: "Aber ueberanstrenge Dich nicht zu sehr bei deinen Aktivitaeten am Telefon!" Shane meinte: "was soll denn das schon wieder heissen?" Bryan meinte: "Oh ja c’mon, gib’s mir Baby fester..ja..ja ja..!" seine Stimme wurde hoeher mit jedem "Ja" und er lachte. Auch die anderen brachen in schallenden Gelaechter aus. "C’mon, mach’ Dir ‘nen Knoten rein und halte deine Hormone mal ein Bisschen unter Kontrolle McFadden!" lachte Shane kopfschuettelnd. Und im Hinausgehen stoppte er kurz und drehte sich nochmal um: "Uebrigens, es gibt noch anderes als Sex auf der Welt MISTER McFADDEN!" sagte er betont Bryans Name und er verliess den Raum kopfschuettelnd.

"Koennen wir endlich mal anfangen?" fragte Mark genervt. Ihm ging das ganze gelaber ueber die Girlfriends und so weiter auf die Nerven, hatte er doch gerade seine Freundin verloren! Das Geplappere stoppte augenblicklich und alls sahen Mark an. "OkOK!" meinte Kian. "Wer faengt an?" "Ich schlage vor Mark faengt heute mal an!" sagte Bryan und Mark antwortete: "Warum behandelt Ihr mich alle so komisch? Ich brauche Euer Mitleid nicht!" fuhr er im scharfen Ton in die Runde. Nicky seufzte tief und meinte darauf: "Gut, dann fange ich an, wenn Du nicht anfangen magst!" und er wuerfelte. "Drei eins vier nix! Kian Du bist dran!" "Okidoki!" antwortete der und wuerfelte: "Komm schon! Fuenf zwei vier. Mist! Ich schaffe es in der ersten Runde doch nie, raus zu kommen! Bryan It’s your turn!" Bryan rieb sich die Haende und meinet: "Dann last mal den Meister ran!" Nicky sah ihn schief an: "Aber wehe, Du schummelst wieder Ich hab ein Auge auf Dich McFadden!" "Jetzt hat schon Nicky ein Auge auf mich, das ist ja genau wie zu Hause bei Kerry!" und er lacht "Komm schon Bry, Du kannst froh sein, dass Du Kerry hast!" meint Kian. "Bin ich ja auch!" grinst Bryan und Nicky fuhr fort: "Na dann ist ja gut und jetzt wurfele, Du haelst ja den ganzen Laden auf!"

Mark war inzwischen ganz in seinen Gedanken versunken: Warum ist die Welt manchmal so grausam? War es Schicksal und somit vorbestimmt, dass er niemals gluecklich werden wuerde? Warum, warum ist das Leben bei ihm so aus den Fugen geraten, so wie ein Zug, der entgleist? Was tat er ueberhaupt hier? Hatte das hier alles noch einen Sinn?
Ploetzlich schrak er auf: "Ma-hark, haaaaaalooooo!" Nicky schnippste mit den Fingern vor ihm herum, was Mark augenblicklich wieder aus seinen Gedanken in die Realitaet holte. "Alles in Ordnung bei Dir, bist Du OK?" fragte Nicky fuersorglich. "Wie? aehm jaja!" meinte Mark eilig. "Du bist dran!" sagte Kian und nickte mit dem Blick auf den Wuerfel gerichtet.
Mark wuerfelte. "Drei zwei sechs!" riefen seine Bandmates freudig. Mark stellte seine erste Spielfigur hinaus. Bryan hatte schon wieder zwei Spielfiguren draussen stehen, keine Ahnung, wie er das wieder gemacht hatte. "Du darfst nochmal!" meinte Kian auffordernd und hielt Mark den Wuerfel hin. Der wuerfelte und auf dem kleinen roten Holzwuerfel erschien eine zwei. Mark setzte seine Spielfiguer um die besagte Anzahl an Feldern vor und uebergab den Wuerfel an Nicky. Der machte eine grosse Show und schuettelte der Wuerfel in seinen zwei zusammengehaltenen Haenden.

Am spaeten Nachmittag fahren die Jungs dann zur Konzerthalle. Mark bettelt, mitzukommen, doch seine Mates haben etwas dagegen: "Du musst Dich ausruhen, Du kannst nicht mit!" meint Kian. Doch Mark meint trotzig: "Mir geht es aber doch gut!" Nicky sagt: "Du kannst doch nicht so tun, als waere nichts gewesen, Du hattest einen Zusammenbruch Mark, einen Zusammenbruch!" Mark starrte an Nicky und Kian vorbei an die Wand. Dieses Wort "Zusammenbruch" lies ihn nachdenklich werden und er fuehlte sich, als wuerde alle Kraft ploetzlich aus ihm entweichen. Seine Knie zitterten. Nicky legte seinen Arm um Mark’s Schulter und geleitete ihn in sein Zimmer: "Komm schon komm geh auf dein Zimmer. Je schneller Du Dich erholt und regeneriert hast, um so schneller kannst Du auch wieder voll dabei sein!" und er schob Mark vorwaerts.
Die Kraft, die ihm entwichen ist, hat ihm auch die Kraft genommen, sich dagegen zu wehren und so schlurfte Mark hinueber.

Waehrend Westlife auf der Buehne standen, lag Mark in seinem Bett und hatte wieder diesen Traum von Curly. Wie sie mit wehendem Haar vor ihm stand und ihn anlaechelte, doch er konnte sie nicht greifen. "Bitte nein Curly Bitte bleib doch geh nicht wieder ich liebe Dich doch!". Ploetzlich schrak er in seinem Bett hoch. Sein Kissen war nassgeschwitzt und sein Mund war extrem trocken. Schnellatmend sah sich Mark um. Es war schon dunkel draussen und die Stadt war erleuchtet. Das Licht schien in sein Zimmer hinein an die Wand und beleuchtete ein Stilleben, welches dort hing. Mark klappte die Decke weg und ging ins Bad, um sich ein Glas Wasser zu holen, red Bull hatte er keins mehr hier, leider, also musste er sich mit Wasser genuegen. Mark schaltete das Licht an und ging mit seinem Glas hinueber zum Waschbecken. Er drehte den Hahn auf und goss sich Wasser in sein Glas, dabei sah er in den Spiegel. Wer war das dort im Spiegel? Das konnrte doch unmoeglich Mark Feehily sein, mit den dicken Augenringen unter seinen roten Augen und dem blassen Gesicht. Die Haare hingen straehnig ins selbige und seine Lippen sahen trocken aus. Was war nur mit ihm passiert???
Wasser lief ueber den Rand des Glases hinweg und ueber seine Hand. Mark sah nach unten und nahm das Glas unter dem Wasserstrahl weg, dann setzte er es an und trank einen Schluck, dann sah er wieder in den Spiegel. Er fand sich einen jaemmerlichen Eindruck. Das Wasser lief und lief, doch das realisierte er nicht, er starrte wieder in den Spiegel. Seine Augen waren voller Trauer, so als wuede aller Kummer der Welt auf ihm liegen. Traenen stiegen in ihm hoch. Warum war die Welt doch nur so schiesse? Mark drehte das Wasser ab und stuetzte sich mit einer Hand am Waschbecken ab, waehrend er in der anderen Hand noch das Glas hielt. Die Traenen stroemten ueber sien Gesicht. Oh, mann, wie sollte es weitergehen, was war das doch fuer einen verdammte Welt? Mark warf aus lauter Wut das Glas auf den Boden, Sekunden der Stille vergangen, dann drehte Mark sich um und rutschte hinunter bis in die Hocke. Er stuetzte den Kopf in die Haende und schluchzte: "Oh nein, Curly nein Curly warum hast Du mich verlassen? Curlyyyyyy! "Mark nahm die eine Hand nach unten, um sich damit am Boden abzustuetzen. Das fuehlte er etwas hartes, glattes. Mark oeffnete die Augen und sah, dass da eine Glasscherbe lag, die er ertastet hatte. Er starrte auf die Scherbe. Sie war recht gross und glaenzte im Licht. Mark ueberlegte, dass er damit seinem jaemmerlichen Leben ein Ende bereiten koennte. Einfach alles hinter sich lassen, den ganzen Scheiss und alles Schlechte, was ihn zu Boden drueckte, so als wuerde eine zentnerschwere Last auf ihm liegen. Wenn er im Leben schon nicht bei Curly sien konnte, vielleicht waeren sie dann im Tod vereint und "Unbreakable". Ein einfaches Stueck durchsichtiges Glas koennte all die Last und den Kummer, das dieses jaemmerliche Leben mit sich bringt von ihm nehmen. Mark zoegerte kurz, denn er sah seine Kumpels von Westlife vor sich: Nicky, der totale Fussballfreak, der von fast nichts anderem sprach als von diesem Sport und seiner verlobten Georgina, der Tochter es irischen Premierministers Bertie Ahern; Shane, dem totalen Pferdenarr und seiner blonden Freundin Gillian; Bryan, der, wie schlimm es auch war, immer einen Scherz auf lager hatte und leute damit aufbauen konnte, der verheiratet war mit dem Ex- Atomic Kitten Girl Kerry, welche mit ihm zwei suesse Toechterlein hatte und zuguterletzt Kian, der ewige Single, der wohl immer etwas pech mit sienen Freundinnen hatte. Nicht zu vergessen Mom und Dad, Barry und Collin, seine Familie, die er ueber alles liebte. Snoopy, sein schwarzer Labrador, wie sehr der sich immer freute, wenn Mark nach Hause kam und ihn schwanzwedelnd empfing. Doch all diese Leute, die er liebte konnten sich nicht in ihn hineindenken, wie schlimm es fuer ihn war, seine geliebte Curly verloren zu haben. Und Louis konnte es erst recht nicht!!!

Zur selben Zeit hatte die anderen Jungs das Konzert beendet. Shane meinte: "ich rufe gleich mal Mark an und erzaehle ihm, wie das Konzert gelaufen ist!" Kian verschwand ins bad, waehrend Bryan schon wieder einmal etwas zu Essen in der Hand hielt und Nicky rief mit seinem Handy seine Georgina an, die zu hause in Dublin war. Kian stand mit geschlossenen Augen unter der Dusche und genoss, wie das Wasser hart auf seine erhitzte Haut prasselte und Bryan hatte nichts besseres zu tun, als sich leise an ihn heranzuschleichen und das Wasser auf KALT zu stellen. Ein kurzer erschrockener Aufschrei entfuhr Kian und er drehte sich um. Mit boesem Blick sah er Bryan ins Gesicht. Der zog die Mundwinkel herunter und sagte : "Oh-oh!" und ging langsam rueckwaerts. Kian schnappte sich ein Handtuch, wickelte es um seine Hueften, ahm sicheine Buerste am langen Stiel, die man benutzte, um sich den Ruecken zu schrubben und stapfte Bryan hinterher: "Na warte McFadden, das kriegst Du wieder!" raunte er wuetend ud verfolgte Bryan ueber den Flur, durch den Umkleideraum. Bryan schluepfte unter dem Kleiderstaender hindurch und versteckte sich dahinter. "Komm raus, McFadden!" drohte ihm Kian und sah verwirrt nach rechts und links, denn er wusste nicht, hinter welchem der Kleiderstaender sich Bryan denn nun befand. Da kam Bryan rechts zwischen den Klamotten hervor und rannte hinaus. Dabei rannte er fast Shane um!" "Holla!" rief der, als Bryan ihn anrempelte Shane stand da und versuchte Mark zu erreichen.

Zur selben Zeit sass der noch immer am Boden, das penetrante aufdringliche Klingeln des Telefons ignorierte er. Mark schloss die Augen und naeherte sich mit der Scherbe der Innenseite seines Handgelenkes. Seine Haende zitterten, doch er hielt die Augen geschlossen, er wollte und konnte nicht hinsehen, Mark wollte nur einfach alles hinter sich lassen.

"Tuuut-tuuut ..tuuut-tuuut ..tuuut-tuuut ..tuuut-tuuut!" komm schon, Mark, geh’ doch ran!"
Bryan und Kian stoppten augenblicklich. "was ist?" fragte Kian. "Mark geht nicht ans Telefon!" Bryan meinte: "Du kennst ihn doch! Wenn Mark schlaeft, dann koennte eine Bombe neben ihm explodieren!" "Naja!" meint Shane und drueckt den Knopf zum Auflegen. "dann erzaehle ich es ihm eben spaeter!"

Mark drueckte seine Augen zusammen und biss sich fest auf die Unterlippe. Ein leises "aaah!" durchbrach die Stille und Marks rechte Hand mit der blutverschmierten Scherbe sank zu Boden. Ein stoehnender Seufzer entfuhr Mark und er oeffnete seine Augen. Sein Blick wanderte zu seinem linken Handgelenk aus dem das Blut lief. Es lief und lief und lief. Es war rot, so rot, wie die Erdbeeren, die Er mit Curly zusammen gegessen hatte. Er starrte wie gebannt zu Boden, wie die Blutpfuetze sich immer mehr ausbreitete, von dem Blut, das aus seinem Arm lief.

Wenig später kamem Westlife wieder zurrueck ins Hotel. Shane ging gleich hinueber zu Mark. "Mark wir sind wieder da!" und er ging ins Schlafzimmer. "Mark?" Die Bettdecke liess ihn darauf schliessen, dass Mark wohl geschlafen hatte. Sein Blick ging nach rechts, woe die Badtuere etwas aufstand und einen Lichtspalt auf den Fussboden des Schlafzimmers warf. Er klopfte: "Ach hier bist Du Mark, ich wollte nur sagen, dass das Konzert super war, wir hatten so viel Spass, doch es hatte etwas gefehlt, haha!" Warum antwortete Mark nicht? Shane klopfte erneut, doch bekam wieder keine Antwort. So oeffnete Shane die Tuere und lugte hinein. "Mark oh Gott, Mark!" meinte er bestuerzt und eilte zu ihm hin. Was machst Du da?" Mark liess sienen Kopf zur Seite rollen und meinte mit leiser Stimme: "Lass mich in Ruhe!" Shane sah Marks Handgelenk und dann die blutige Glasscherbe in Mark’s rechter Hand und meinte: "Bist du bekloppt?" Schnell zog er ein Handtuch vom Handtuchhaken und versuchte damit die Blutung zu stoppen, indem er das Handtuch fest auf Mark’s Handgelenk drueckte. Mark sah noch blasser aus, als in der letzten Zeit, was ja kein Wunder war, denn er hatte ja schon einiges an Blut verloren. "Hilfe!" rief Shane "Kian, Nicky, Bryan, Louis, Paul Hoert mich denn keiner? ich brauche Hilfe!" rief er verzweifelt. Mark versuchte sich zu wehren und Shane’s Hand mit dem Handtuch von sich zu schieben, doch er hatte einfachh nicht die Kraft dazu, dies zu tun. "Lass mich!" meinte er. "Oh nein!" das werde ich nicht!" meinte Shane. "Warum laesst Du mich nicht einfach? Ich will und kann nicht mehr!" fuhr Mark mit schwaecher werdender Stimme fort. "Ich will zu Curly, ich will bei ihr sein!" und er schluckte laut
Da kam Bryan herein geeilt: "Shane, alles in Ordnung?" "Bryan komm schnell und ruf den Notruf an!" antwortete Shane. Bryan kam ins Bad und konnte nicht glauben, was er da sah. Das erste was ihm ins Auge stach, war all das Blut, Mittendrin Mark und Shane. Ohne zu zoegern holte er sein Handy heraus und waehlte die Notrufnummer. "Ja, hier ist McFadden, mein Freund Mark hat sich verletzt. Bitte kommen Sie schnell, er hat schon sehr viel Blut verloren, Bitte beeilen Sie sich. Conrad Hotel, Zimmernummer 309! Schnell!" seine Stimme klang fast flehend. Er hochkte sich neben Mark und meinte zu Shane: "Wir muessen seinen Arm hoch halten, damit das Blut wieder zum Herz zurruecklaeuft!" Er nahm ein zweites Handtuch und versuchte, Marks Arm abzubinden. "Lasst mich! Lastt mich in Ruhe!" stoehnte Mark leise und rollte mit seinem Kopf nach links und rechts. Ein Schwindelgefuehl brach ueber Mark herein. Die Welt drehte sich wieder so schnell. Und da war es wieder: das Bild von Curly in diesem wehenden weissen Gewand, mit dem Haar, das ebenfalls im Wind wehte. Sie laechelte und winkte Mark zu sich: "Komm Mark komm!" Mark’s Augen wollten langsam zufallen, doch Bryan schrieh ihn an: "Mark, mach die Augen auf, sieh mich an!" und er schlug ihm leicht ins Gesicht, um Mark wach zu halten. Mark blinzelte und Bryan machte weiter: "Oeffne Deine Augen ganz, ich will, dass Du mich ansiehst! Hoerst Du mich Mark?"
Wenige Minuten spaeter kam endlich Hilfe angehetzt. "Hallo?" "Ja, wir sind hier im Badezimmer!" rief Bryan und drehte den Kopf zur Tuere in dem im naechsten Augenblick der Notarzt herein kam. "was ist passiert?" "Er hat sich verletzt!" antwortet Shane besorgt. "Bitt helfen Sie ihm!" "Haaalooo, koennen Sie mich hoeren?" fragt der Arzt und hockte sich neben Mark. Der oeffnete die Augen nur zu kleinen Schlitzen: "Lasst mich!" meinte er leise. "Oh nein!" meinte der Arzt und versuchte die Blutung zu stoppen. Bryan meinte: "ich gehe schnell rueber zu den anderen und informiere Oliver und Marie Feehily!" und er verschwand.
Ach wenigen Minuten meinte der Arzt: "Gut, die Blutung steht, aber er muss sofort ins Krankenhaus, er hat sehr viel Blut verloren. Mark war schon kaum mehr ansprechbar, als er nach unten gebracht wurde und man ihn in den Notarztwagen schob.

"Waaas?" Die Westlifer machten entsetzte Gesichter als Bryan von Mark’s "Unfall" erzaehlte. "Oh my god!" meinte Louis und wollte gleich alles genau wissen. Bryan berichtete alles, wie er es gesehen hatte, seitdem er herein kam. Kian schluckte laut und starrte vor sich hin: "das gibt’s doch nicht, Mark und sich um " er vermochte es kaum, es auszusprechen und musste sich ersteinmal setzen. Nicky sprang auf: "Los, fahren wir ins Krankenhaus!" und er zog sich seine Jacke ueber. Inzwischen fuhr der Notarztwagen ab in Richtung Krankenhaus. Es war schon das zweite Mal in dieser Woche, dass mark ins Krankenhaus kam, doch diesmal war die Situation wesentlich dramatischer. Wenige Minuten spaeter kamen sie am Krankenhaus an und man lud Mark aus, um ihn dann hinein zu bringen. Die glaeserne Schiebetuere oeffnete sich wieder, wie sie es schon vorgestern getan hatte und der Arzt rief: "Maennlich, 22, Schwere Schnittverletzungen am Handgelenk, vermutlich Selbstmordversuch! Wir brauchen auch Blutkonserven " Die Frau im weissen Kittel am Empfang rief: "Ok, bringen sie ihn in B 3!" Shane lief nebenher, doch vor der Tuere vom Behandlungsraum musste er warten. Er kreuzte seine Finger, was bei uns dem Daumendruecken entspricht und sah durch ein Fenster in der Tuere, was die Aerzte da drinnen mit Mark machten, dann drehte er sich um ud lief aufgeregt auf und ab. Bis Kian, Bryan, Louis und Bryan zusammen mit Bodyguard Paul angehetzt kamen. "Shane!" und sie stoppten Augenblicklich. "er ist noch im Behandlungsraum!" Bryan ging zur Tuere und sah durch das Fenster nach drinnen. Es herrschte Hektik da drinnen. Nicky sass inzwischen auf einem der Steuhlen und sprach ein stilles Gebet fuer Mark. Da kam eine Schwester an ihnen vorbeigerauscht, was Nicky aufblicken lies. "Excuse me please!" sagte sie und bahnte sich den Weg in den Behandlingsraum. In ihrer Hand hielt sie mehrere Behaelter mit Blut, was die Westlifer darauf schliessen liess, dass die Situation durchaus ernst war! Kian lief auf und ab, ploetzlich schreckte er zusammen: "Marie und Oliver! Wir muessen doch Mark’s Eltern anrufen!" "Mist, das hatte ich in all der Aufregung glatt vergessen!" meinte Bryan.
Kian eilte zum Telefon und waehlte: "Null Null drei fuenf drei sieben hach, eins, nicht zwei! Also nochmal!" In seiner Aufregung war er von der richtigen Taste auf die danebenliegende gerutscht und er versuchte es erneut: ": "Null Null drei fuenf drei sieben eins hmm hmm hmm hmm hmm!"
Tuut-tuuut ..tuut-tuuut ..tuut-tuuut "Komm schon, geht dran!" tuut-tuuut ..tuut-tuuut. Fuer gewoehlich dauerte es lange, bis bei den Feehily’s jemand ans Telefon ging, doch diesmal erschien es Kian wie eine Ewigkeit. Tuu..knack "Hallo?" "Oh Hallo Barry, ich bin’s Kian, gibst Du mir mal bitte schnell Deine Eltern?" "Moo-hoom, Daaa-haaad! Kian ist am Telefon, es klingt wichtig!" Marie und Oliver kamen an "Kian?" fragte Marie verwundert und nahm das Telefon: "Hallo Kian? ja waaas? nein oh my god .Mark?" "Was ist los, was ist mit Mark?" fragte Oliver, waehrend er um Marie herum huschte und versuchte mitzubekommen, was los war. "Oh my god!" meinte Marie erneut und liess sich geschockt auf den weichen Polstersessel im Flur nieder. "Ja und was ist jetzt mit ihm? Oh dearest god! Ja wir werden sofort versuchen nach London zu kommen ja .bye!" und ihre Stimme ging hinunter. Nachdem Kian aufgelegt hatte, hatte Marie noch immer das Telefon am Ohr, welches jetzt tut-tut tut-tut tut-tut von sich gab. Sie lies das Telefon an ihrer Wange herunter rutschen und starrte ins leere. "Was ist mit Mark?" fragte Oliver aufgeregt: "Mark hatte einen Unfall Er hat sich mit einer Glasscherbe am Arm verletzt und viel Blut verloren! Kian meinte es war kein Unfall, es waere Absicht gewesen!" "Waas?" Oliver war geschockt. Barry rannte hinueber ins Zimmer des Juengsten der drei Feehily Soehne Collin, der gerade in seinem Zimmer sass mit seinem Freund Sean. Barry oeffnete stuermich die Tuere, was Collin und dessen Freund sofort aufschrecken liess. Atemlos meinte Barry: "Mark hatte einen Unfall!"
Geschockt sah der Juengste der Feehily Soehne seinen aelteren Bruder an: "Was sagst Du da? Mark hatte einen Unfall?" und Collin sprang auf "Mo-hom, Da-had, ist das wahr, das Mark einen Unfall hatte?" Marie, die gerade auf dem Wegt hinueber ins Schlafzimmer war, stoppte kurz vor ihrem Juengsten und hielt Collin’s Gesicht fest. Sie sagte: "Ja, mein Schatz, Mark hatte einen Unfall, er hat sich mit einer Glasscherbe verletzt und wir fliegen sofort zu ihm nach London. Dad organisiert schon den Flug. Ich werde Sean’s Mom fragen, ob Du ein paar Tage bei ihnen bleiben darfst. Barry meint, er kommt alleine klar. Er geht dann auch mit Snoopy raus!" und Marie drueckte Collin einen Kuss auf die Stirn: "Aber Du und Barry, ihr versprecht mir, dass Ohr gut auf Euch aufpasst, ja?" dabei klang ihre Stimme zitternd, fast weinerlich. "Ja Mom!" und er rannte in sien Zimmer, waehrend Marie ins Schlafzimmer ging und zwei Koffer packte. Im Hintergrund hoeret man Oliver trelefonieren: "Ja hier ist Feehily, Bitte, wir brauchen zwei Tickets von Sligo nach London und das so schnell wie moeglich, Unser Sohn hatte einen Unfall und wir muessen dringend rueber. Uhrzeit? So bald wie moeglich Ja Ja, bitte
das ist uns egal, solange wir nur mitkommen .Ja werden die Tickets dann am Schalter hinterlegt? Ja .hmmm ja OK Gut, ja, mit dem Aufpreis das ist uns egal, wir muessen dringend zu unserem Sohn, er ist schwer verletzt Ja ja Ok, Ok ja danke danke Bye!" und er legte auf. "Marie, unser Flug ist in vier Stunden, hast Du schon bei den Nolans angreufen, ob Collin bei ihnen bleiben darf?" "nein!" schallte es aus dem Schlafzimmer und Oliver ging zu Collin ins Zimmer, wo der mit einem Freund bedrueckt herum sass. "Du, Sean, gibst Du mir mal Eure Telefonnummer?" " Vier zwei acht eins sieben!" antworteet dieser und Oliver waehlet die besagte Nummer.

Zur selben Zeit im Krankenhaus:
Die Jungs von Westlife sassen noch immer vor dem Behandlungsraum. Ab und zu stand immer mel einer auf und sah durch das Fenster in der Tuere. So jetzt Kian, der Beobachtete was drinnen vor sich ging. Das Licht war auf Mark gerichtet, rundherum standen zwei Aerzte und zwei Schwestern, einer der Aerzte hatte ein licht um seinen Kopf geschnallt, damit er besser sehen konnte was er tat. Auf Mark’s handgelenk lag ein Tuch mit einem Loch und darin arbeiteten die Aerzte, die wohl gerade alles durchtrennte wieder zusammenfuegten und vernaehten. Kian schuettelte verzweifelt den Kopf und sah ueber seine Schulter hinweg zu den anderen, die noch immer da sassen. Nicky hatte den Kopf in die Haende vergraben und doeste, Shane hatte seinen Kopf nach hinten an die Wand gelehnt und starrte wie in Trance vor sich hin. Louis hatte die Arme veraschraenkt und schuettelte nur den Kopf, waehrend er ab und zu ein unverstandenes Schnauben von sich gab, Paul, der Boyguard ging den Flur auf und ab und sah jedes mal in die nach rechts und links abgehenden Gaenge, was vermuten liess, dass er wieder ueber die Sicherheit wachte und Bryan tippte dauernd mit den Fingern auf der Stuhllehne auf, was die anderen Westlifer ganz aufgeregt machte. Sie warfen ihm einen Boesen Blick zu, dann waren seine Finger still fuer einige Minuten. Er konnte das lange warten auch nicht ausstehen.
Eine Dreiviertelstunde spaeter oeffnete sich die Tuere und man schob Mark in einem Bett heraus. Alle sprangen auf: "Was ist mit ihm?" fragte Louis. Dr. Murphy antwortete: "Wir heben das durchtrennte Gewebe wieder zusammengefuegt und vernaeht. Er hat ziemlich gut geschnitten. Mr Feehily hat etwa 3 Liter Blut verloren. Jetzt bekommt er Blutkonserven. Gut, dass Sie ihn noch rechtzeitig gefunden haben und versucht haben, die Blutung zu stoppen. Eine Halbe Stunde spaeter waere es bereits zu spaet gewesen. Aber wir muessen jetzt abwarten, was mit ihm ist und ob er es schafft. "Er ist noch nicht ausser Lebensgefahr! Sagen Sie Mr. Walsh, hatte diese Tat etwas mit seiner Verzweiflung ueber den Tod seiner Freundin zu tun?" "Shane erklaerte: "Ich denke! Mark sagte mir, als ich ihn fand, ich solle ihn lassen, er wolle nicht mehr und er wolle zu Curly!" "Das ist, bzw. war siene Freundin!" erklaert Louis. "Also " meint Dr. Murphy "Am besten gehen Sie jetzt, Sie koennen im Moment nichts fuer Ihren Freund tun, wir haben ja ihre Handynummer, Mr. Walsh. Wir werden Sie benachrichtigen, wenn es etwas neues gibt!"
Und Mark wurde weitergeschoben in einen Aufzug, der dann hinauf in den vierten Stock fuhr, dort brachte man ihm in einen Raum, der noch steriler erschien, als der Raum, in dem Mark vorgestern lag.
Man verkabelte Mark wieder mit allen moeglichen Geraeten und verliess dann das Zimmer.
Mark lag mit geschlossenen Augen in seinem Bett, sein Gesicht war fahler als der Mond und kamen der Wandfarbe gleich, seine Haare waren verwuschelt und unordentlich, was in diesem Moment aber zweit-, wenn nicht letztrangig war. Er trug ein hellblaues Gewand, was der einzige Farbtupfer in diesem Raum war. Sein linkes Handgelenk war dick verbunden und er war, wie schon gesagt an vielen Kabeln angeschlossen. In seinem Zimmer, war ein Fenster, was zum Flur gerichtet war und wodurch man einen Blick in den Flur oder von aussen einen Blick ins innere des Zimmers werfen konnte.

Wenige Stunden spaeter kamen Marie und Oliver Feehily in London an und liessen sich sofort zum Conrad Hotel fahren. Dort wartete schon Louis auf Mark’s aufgeregte Eltern: "Mr Walsh, Wie geht es ihm?" meinte Marie aufgeregt und Louis erklaerte die Situation. Louis hatte schon ein Doppelzimmer auf dem selben Flur wo die Westlifer waren organisiert. Oliver und Marie fuhren nach oben und brachten ihre Koffer auf’s Zimmer, dann fuhren sie wieder nach unten und liessen sich schnellstmoeglich ins Krankenhaus bringen.

Marie war den Traenen nahe, als sie Mark in dem Bett liegen sah. Sie und ihr Mann Oliver mussten sich ebenfalls ein Gewand ueberziehen, bevor sie zu Mark gingen. Marie und Oliver nahmen sich Stuehle und setzten sich ans Bett. Marie nahm Mark’s Hand in die ihre und streichelte diese mit ihrem Daumen. "Mein armer Junge, warum hast Du das nur gemacht?" fragte sie mit zitternder Stimme. "Du weisst doch, dad und ich sind immer fuer Dich da, warum bist Du nicht zu uns gekommen, warum hast Du das gemacht?" Doch Mark reagierte nicht. Oliver reichte Marie ein Taschentuch und umarmte sie: "Pschhh es wird sicher wieder, glaube mir Schatz!"
Noch nie hatten sich mark’s Eltern solche Sorgen um ihren Aeltesten gemacht, gut sie glaubten schoneinmal, dass ihre Sorgen, die groessten waeren, doch gegen das, was sie jatzt durchstanden, waren diese gar nichts!
Da kam der Arzt: "Mr. Und Mrs. Feehily, nehme ich an!" "ja!" antwortete Oliver und stand auf, waehrend sich Marie ihre Traenen aus den Augen wischte. "Wie sieht es aus?" fragte Oliver. Dr. Murphy meinte: "Ihr Sohn hat sehr viel Blut verloren, beinahe 3 Liter, das ist die Halfte, des ganzen Korpereigenen Blutes! Wir konnten die durchtrennten Gewebe und Gefaesse wieder zusammenfuegen und haben es vernaeht. Ihr Sohn hatte ja vor zwei Tagen schon einen Zusammenbruch und war hier. Er hatte seine Trauer um diese Freundin wohl nicht verkraftet und hat sich in die Arbeit gestuerzt, kein Wunder, wenn dann der Koerper streikt! Und jetzt war er wohl so am Ende, dass er sich das Leben nehmen wollte. Ich hoffe, dass es ihm bald beser geht und wenn ja und wenn er hier heraus ist, wuerde ich ihm dringend zu einer Therapie raten!" und Dr. Murphy ueberpruefte, wie es um Mark stand. "Sein Zustand hat sich etwas stabilisiert! Er scheint das Blut gut zu vertragen."

Am naechsten Morgen sassen Mark’s Eltern wieder an seinem Bett. Er brauchte keine Blutkonserven mehr und dennoch war er nicht ansprechbar! Oliver ging hinaus, um etwas Luft zu schnappen, waehrend Marie am Bett blieb. Da oeffnete Mark ganz langsam die Augen: "Mark, mein Junge!" rief Marie und ihre Stimmung befand sich zwischen Freude und dennoch Angst. "Mom!" sagte Mark leise und blinzelte. "Warum hast Du das gemacht?" fragte Marie. Mark zuckte mit den Schultern und hatte Traenen in den Augen. "Ich weiss einfach nicht mehr weiter!" und er blinzelte wieder. "Du weisst ja nicht, was Du da sagst!" redete marie auf ihren Sohn ein. Oliver bremste seine Frau etwas und meinte: "Wir sollten ihnm jetzt keine Vorwuerfe machen, wir sollten ihn lieber unterstuetzen, sein Leben wieder in den Griff zu kriegen, aber am allerwichtigsten ist, dass wir ihn sich jetzt ausruhen lassen!" "Ok, mein Junge!" meinte Marie.
Am naechsten Tag hatte Mark morgens Besuchvon Kian und Shane, worueber er sich freute. Die brachten ihm ein paar Bilder mit, die sie gestern gschossen hatten. Bryan mit einem Handtuchturban auf dem Kopf, Nicky beim Schlafen mit geoeffneten Mund. Louis mit einem merkwuerdigen Gesichtsausdruck, Bryan, wie er Louis nachaefft, Kian beim Quatschmachen mit der Gitarre und noch ein paar komische Bilder mehr. Nachmittags bekam Mark dann besuch von seinen Eltern, die eine ganze Stunde dablieben. Bevor sie gingen fragte Marie ihren Sohn: "Aber versprich mir, dass Du sowas nie wieder machst! Versprichst Du das Mark?" und sie sah Mark fragend an. Der hatte eine Traene in den Augen und nickte nach kurzem Zoegern.

Nachdem Mark’s Eltern wieder gegangen waren, liess Mark seinen Kopf nach rechts fallen und starrte truebsinnig aus dem Fenster, dabei standen seine Augen wieder voller Traenen, die im naechsten Moment ausbrechen und ueber sien Gesicht rinnen wuerden. Oh Mann, er hatte es nicht geschafft, warum kam Shane gerade zun diesem Zeitpunkt rein?
"Hallo! Warum weinst Du denn?" sprach da eine kindliche Stimme. Mark drehte erschrocken den Kopf nach links und sah da ein Maedchen stehen, wie alt mochte es wohl sein? Fuenf oder sechs Jahre alt. Mark sah sie an. Das Maedchen hatte keine Haare auf dem Kopf, aber ein niedliches Gesichtchen, grosse, dunkle Augen und sie sah ihn fragend an.
"Wer bist Du?" fragte Mark. "Hannah!" antwortete das Maedchen. "Warum weinst Du denn? Bist Du traurig?" Mark seufzte und nickte. "Bist Du traurig, weil Du im Krankenhaus bist?" fragte das Maedchen weiter. Mark antwortete: "Nein!" "Warum denn dann?" Eigentlich ging Mark diese ganze Fragerei auf die Nerven, doch Hannah hatte so einen lieben Gesichtsausdruck, dass Mark klar war, dass Hannah es nicht boese meinte. "Tja weisst Du kleibe Hannah !" fing Mark nach einem kurzen Seufzer an zu erzaehlen: "es gibt Situationen, da weiss man einfach nicht mehr weiter und dann " und er stockte. Sollte er ihr wirklich von seinem Selbstmordversuch erzaehlen? Nein, Feehily, Sie weiss sicher noch nicht, was das ist, schocke dieses kleine Maedchen nicht so! Und er antwortete weiter: " Und dann weint man eben!"
"was ist denn mit deinem Arm? Hast Du Dir den gebrochen?" fragte sie "nein!" antwortete Mark "ich habe mich an etwas geschnitten! " und Mark machte eine kurze Pause und stellte die erste Gegenfrage: "Was ist mit Dir, warum bist Du hier?" Hannah erzaehlte: "Meine Mommy und mein Daddy sagen, ich bin sehr krank. Ich bin schon ganz lange hier. Zuerst hab ich noch ganz schoene Haare gehabt, aber dann sind alle abgefallen und jetzt sehe ich so doof aus!" Mark meinte: "Ach quatsch, ich weiss zwar nicht, wie Du vorher ausgesehen hast, aber Du siehst jetzt immer noch huebsch aus!"
In dem Moment oeffnete sich eine Tuere und eine Schwester kam herein: "Hannah! Du solltest doch in Deinem Bett bleiben, was machst Du hier?" und sie nahm Hannah bei der Hand: "Entschuldigen sie, Hannah ist sehr kontaktfreudig, man kann sie kaum kontrollieren und eigentlich sollte sie jetzt in ihrem Bett sein!" meinte die Schwester mit Nachdruck im Ton. "Morgen faengt deine naechste Therapie an!" und die Schwester schob Hannah zur Tuere hinaus. Mark sah ihnen nach.
Diese kleine Hannah ging Mark den ganzen Abend nicht mehr aus dem Kopf. Obwohl sie offemtsichtlich schwer krank war, schien sie ihre Froehlichkeit noch nicht verloren zu haben.
Spaeter am Abend war die Schwester nochmal bei Mark, um nach ihm zu sehen: "So Mr. Feehily, hier haben wir noch Ihre Tabletten und dann koennen Sie schlafen!" Die Schwester hielt Mark einen kleinen Plastikbecher hin und wartete, bis Mark diesen geleert hatte, dann reichte sie ihm ein Glas Wasser nach. "Allright?" fragte sie, als sie das Glas von Marks Mund absetzte. Mark nickt und schluckte. Die Schwester wollte gerade das Zimmer verlassen, da fragte Mark: "Was ist mit diesem kleinen Maedchen Hannah?" Die Schwester drehte sich herum: "Sie ist schwer krank, sie hat Blutkrebs! Morgen bekommt sie ihte naechste Therapie, wir hoffen, dass wir dieses mal alle betroffenen zellen besiegen koennen! So, nun sollten sie aber schlafen!" und sie verlies das Zimmer. In Mark’s Kopf haltten diese Worte noch mehrmals nach. Hannah war noch so klein, erst im Grundschulalter und hatte schon so eine schwere Krankheit. Hannah hatte doch das genze Leben noch vor sich und dann kommt so eine bloede Krankheit !" Doch viel weiter konnte Mark nicht denken, denn die Muedigkeit, verursacht von dem Schlafmittel ueberkam ihn und trug ihn ins Reich des Schlafes. Das Licht ueber seinem Kopf war gedimmt und beleuchtete das Zimmer nur gedaempft , waehrend Mark da in seinen weissen Kissen lag und schlief

Den darauffolgenden Tag kamen Nicky und Bryan ins Krankenhaus, um ihren freund zu besuchen. Mark ginbg es soweit schon wieder ganz gut und so organisierte Bryan einen Rollstuhl, damit mark mal rauskam aus seinem Zimmer. Unter der Bedingung, dass dies fuer nicht laenger als eine halbe Stunde war, liess man ihn. Bryan und Nicky schoeben Mark ueber den Gang nach rechts, zwei Tueren weiter rief Mark: "haltet mal an!" und er sah durch das Fenster in das Zimmer. Es war Hannah’s Zimmer. Hannah lag in ihrem Bett, mit geschlossenen Augen und ueber ihr hing auch so ein Glaeserne Flasche mit einer durchsichtigen Fluessigkeit. Mark oeffnete die Tuere und sagte zu seinen Bandmates: "Fuenf Minuten!" und er rollte sich in das Zimmer. Vor Hannah’s Bett blieb er stehen. Hannah, sah blass aus und schien zu schlafen. Mark nahm die Hand des Maedchens und streichelte diese. Da oeffnete die kleine langsam ihre Augen. "Hallo Hannah!" sagte Mark mit gesenkter Stimme. "Hallo!" meinte Hannah leise und versuchte zu laecheln, was sie offensichtlich ziemlich anstrengte. Mark sagte: "gestern hast Du mich besucht und jetzt besuche ich Dich!" und Hannah nickte blinzelnd. "Mark meinte: "Wenn Du wieder gesund bist, dann lade ich Dich ein fuer einen ganzen Tag und wir gehen irgendwo hin, wo es schoen ist und da esen wir dann ein grosses Eis!" Hannah nickte wieder leicht. "Aber nun ruhe Dich aus, Morgen komme ich wieder!" und er strich ihr mit der Hand ueber den Kopf. Dann rollte er sich wieder nach draussen, wo ihn schon seine zwei Freunde erwarteten. Mark erzaehlte ihnen, was mit Hanna los war, waehrend sie ihn zum Aufzug schoben, um hinunter zu gehen und Mark ein Bisschen im Park spazieren zu gehen. "ist schon gemein! " meinte Mark waehrend Nicky ihn schob und Bryan nebenher lief. "Dieses Maedchen ist noch so jung und hat schon so eine schwere Krankheit!" und er machte eine kurze Pause "aber gestren, als sie mich besucht hatte, schien sie so unbekuemmert, sie fragte mich, warum ich so traurig sei und baute mich wieder auf, obwohl sie diese Krankheit hat!" "Das ist bewundernswert!" meinte Nicky und Bryan fuegte hinzu: "Von meinem Onkel George der Nachbar hatte auch Blutkrebs bekommen und ist daran gestorben!" und er machte ein bedruecktes Gesicht. Mark meinte: "Nicht aber Hannah! Nicht Hannah, SIE wird es schaffen!" und er klang so stark, wie seit langem nicht mehr. Nicky sah auf die Uhr und meinte mit einem Seufzer:" Ich glaube, wir muessen langsam mal zurrueck, bevor, die Schwestern einen Aufstand machen, wir sind schon 5 Minuten ueber die Zeit!" Bryan grinste: "Dann gehe ich schonmal vor und lenke die Schwestern ein Bisschen ab!" und er zeigte mit dem Daumen selbstsicher auf sich, doch bevor Bryan losrennen konnte, hatte ihn Nicky schon gestoppt: "Hier geblieben Mister McFadden!" worauf Bryan seine Mundwinkel nach unten zog und einen Schmollmund zum besten gab. "Wie geht es eigentlich Kerry und Molly?" fragte Nicky absichtlich, um Bryan wieder daran zu erinnern, dass er verheiratet war und eine Tochter hatte, obendrein war das zweite Kind unterwegs. Er hatte sich schon einmal einen schlimmen Fehltritt geleistet uns seine junge Ehe damit beinahe auf’s Spiel gesetzt, doch Frauen waren und sind immer noch sehr faszinierend fuer Bryan.
Gerade als Bryan und Nicky mit Mark aus dem Aufzug kamen und um die Ecke biegen wollten, hoerten sie auf dem gang eine Schwester sprechen: "ist Mr. Feehily wieder zurrueck, Du weisst doch der von Westlife!" ein "Nicht dass ich wuesste!" schallte es von einer anderen Stimme und die erste Stimme meinte wieder: "Dr. Murphy hatte ihnen erlaubt, 15 Minuten spazieren zu gehen und nicht 23! Gleich kommt Dr. Rossman und moechte sich mit ihm unterhalten, der hat doch auch noch andere Patienten die warten! Mr. Feehily mag zwar ein beruehmter Saenger sein, doch ist er auch einer unserer Patienten und hat sich genauso an unsere Anweisungen zu halten wie alle!" Nicky sah Bryan an und meinte im Fluesterton: "Na los, ich denke Du wolltest sie ablenken? Jetzt ist es Zeit fuer Deinen Einsatz!" und Bryan ging zu den Schwestern: "duerfte ich sie mal einen Moment unterbrechen? Ich haette da eine Frage !" Eine der Schwestern stoppte ihn aprupt: "ich haette da auch mal eine Frage: ist Mr. Feehily auf seinem Zimmer?" Ups, erwischt, oder was? Nein, Bryan liess nichts anmerken und meinte "Natuerlich, wir sind vor fuenf Minuten wieder gekommen!" und waehrend er die Schwestern in ein Gespraech verwickelte, schlich sich Nicky mit Mark im Rollstuhl vorbei in sein Zimmer. Nicky half ihm aus dem Rollstuhl, weil es ihm mit der Linken Hand verstaendlicherweise noch schwer fiel, sich aufzustuetzen. Man hoerte Bryan’ Simme und die Stimme der Schwester naeherkommen. Nicky klappte schnell Mark’s Decke weg und half Mark in sein Bett. Gerade noch rechtzeitig, bevor sich die Tuerklinke senkte. Mark deckte sich zu und er und Nicky versuchten angestrengt so zu tun, als waeren sie mitten in einem Gespraech. Nicky drehte sich um: "Hallo Schwester..aehm !" und er sah auf ihr Namensschildchen. "Schwester Fiona!" Schwester Fiona musterte ihn mit strengem Gesichtsausdruck und meinte dann: "Ich muss die Herren dann bitten, zun gehen. Mr. Feehily, gleich kommt Dr. Rossman und moechte sich ein wenig mit ihnen unterhalten!" Mark verdrehte die Augen. Bryan hielt seine Hand seitlich seines Kopfes aif der Hoehe seiner Stirn, streckte seine Finger aus und liess diesen kreisen. Nicky und er verabschiedeten sich bei Mark. "Viel Spass beim Seelenklemptner!" sagte Bryan in irisch, damit die Schwester es nicht verstehen konnte. Nicky klopfte Mark aufmunternd auf die Schultern: "Take it easy my friend!" und diue zwei Westlifer verliessen das Zimmer, um wieder zum Hotel zurrueck zu fahren.

Fuenf Minuten spaeter sass Dr. Rossman auf einem Stuhl neben Mark’s Bett: "Also, Mr. Feehily, wie geht es ihnen denn heute so? Mark zuckte mit den Schultern und meinte: "Ganz gut, warum?" Dr. Rossman seufzte und stuetzte die Arme auf seine Beine und spielte mit einem Kugelschreiber in seiner Hand. "Sie wissen sicher, worueber ich mit Ihnen reden will!" Mark sah nach unten. Der Arzt fuhr fort: "Ich moechte mit ihnen herausfinden, warum Sie in dieser Situation geglaubt haben, keinen anderen Ausweg mehr zu haben!" Mark war leicht ueberrascht, denn er haette eher die knallhart direkte Frage ‘warum haben Sie das gemacht?’ erwartet, als dass man diese Tat auf die ganze Situation schiebt, all den Druck, der auf Mark lag. Doch er war sich unsicher. Verbirgte er doch seine Gefuehle sonst eher, als dass der sie preis gab, doch wuerde das auch bei Dr. Rossman klappen? Sicher nicht, soenst wuerde er hier ja nicht arbeiten. Mark biss sich auf die Unterlippe und starrte auf sein linkes Hangelenk, was noch immer dick verbunden war. "Wollen Sie mir nicht erzaehlen, was Sie zu so einer entgueltigen Tat getrieben hat?" Doch Mark blieb still. Fragend sah ihn Dr. Rossman einige Minuten an, doch von Mark kam nicht ein Wort."Kommen Sie schon Mr. Feehily, wie soll ich Ihnen helfen, wenn Sie sich mir gegenueber so verschliessen?" Hakte Dr. Rosman nach. Mark antwortete : "ich brauche keine Hilfe, ich will einfach nur hier raus!"
"das halte ich nicht fuer richtig, Sie jetzt schon zu entlassen, es waere sehr leichtsinnig und riskant, dass Sie sich nicht wieder etweas antaeten!" "Werde ich nicht!" meinte Mark genervt. Der Arzt etgegnete: "ich habe gehoert, dass Sie schon einen Zusammenbruch hatten, letzte Woche, wie kam es dazu?" Mark zuckte mit den Schultern. "Dr Rossman meinte: "das war ein zeichen Ihres Koerpers, etwas kuerzer zu treten und vor allem, Sie haetten sich jemanden anvertrauen sollen, zum Beispiel ihren Eltern, die erschienen mir doch sehr nett und verstaendnisvoll, warum sind Sie nicht zu denen gegangen oder Ihren Freunden wenn sie Probleme haben?" Mark entgegnete: "es brauch doch nicht jeder alles zu wissen!" "es ist nicht gut, alles allein auszufechten!" redete Dr. Rossman auf Mark ein. "Familie und Freunde sind dazu da, einem zu helfen, meinen Sie nicht auch? Sind sie denn da, wenn ein Freund sie brauch?" "Ja!" antwortete Mark. "na also!" sagte Dr. Rossman "und Ihre Freunde sind sicher auch fuer Sie da!" Er machte eine kurze Pause: Mr. Feehily, Ihre Eltern haben mir von einem Trauerfall erzaehlt Ihre Freundin !" meinte Dr. Rossman vorsichtig. "War das der Grund, der Sie so verzweifelt gemacht hatte?" Mark hatte eine Traene im Auge und nickte stumm. Nun hatte Mark doch mehr verraten. Er wollte doch eigentlich nichts gegenueber dem Seelenklemptner sagen, jetzt hat Dr. Rossman ihn doch herausgelockt, Aww, Feehily, er hat Dich!
"Ich weiss, so etwas ist schlimm." Meinte Dr. Rossman. "Achja, wie wollen Sie denn wissen, wie es mir geht?" fuhr Mark ihm im gereizten Ton an. Dr. Rossman hatte solch eine Antwort schon erwartet und begann fortzufahren: "Ja, ich tue es! Als ich acht Jahre alt war, ist mein Vater gestorben. Von diesem Zeitpunkt an habe ich kein Wort mehr gesprochen. Ich kam mir so allein vor, obwohl mir meine Mutter immer das Gefuehl gegeben hat, dass sie fuer mich da war. Sie hat mir gezeigt, dass es trotz der Trauer doch einen Grund zu leben gab mich! Sie hatte eien achtjaehrigen Sohn und das hielt sie!" und er sah auf den Teddy, den Mark fest im Arm hielt: "ist der von Ihrer Freundin?" Mark biss sich auf die Unterlippe und eine Traene, die Eben noch in sienem Auge glitzerte, rinnte ueber seine Wange nach unten. "Sie hat mich gebeten, gut auf ihn aufzupassen!"
Nach einer kurzen Atempause sagte Dr. Rossman: "sehen Sie! Das war und ist Ihre Aufgabe! Vorgestern hat mir die kleine Hannah, die ich auch betreue, erzaehlt, dass sie Sie besucht hat. Die kleine ist so froehlich, obwohl sie so eine schwere Krankheit hat und wir nicht wissen, ob es gut fuer Hannah ausgeht und sie wollen sich einfach umbringen. Gut, Sie haben einen geliebten Menschen verloren, doch SIE leben! Die kleine Hannah hat es nicht so gut, sie muss um ihr Leben kaempfen! Gut dann lasse ich Sie jetzt mal ausruhen, genug fuer heute!" Dr. Rossman kritzelte schnell etwas auf seinen Block, was Hyroglyphen gleich kam. Also wenn er schon immer so eine Sauklaue hatte, dann hatte er als Arzt geneu den richtigen Beruf gewaehlt. Er erhob sich und ging aus dem Zimmer. Mark dachte an die kleine Hannah und da kam ihm die Idee, bei ihr vorbeizusehen. So klappte er seine Decke weg, stieg aus dem Bett. Er ging zur Tuere, lugte einmal nach rechts und links und schlich sich dann ueber den Flur zu Hannah’s Zimmer. Er oeffnete die Zimmertuere und ging hinein. Mark nahm sich einen Stuhl und setzte sich zu Hannah ans Bett. Dann nehm er Hannah’s Hand in die seinen. "Hiya!" meinte Mark mit gesenkter Stimme. "Hallo!" antwortete Hannah leise. Mark meinte: "Vorgestern hast Du mich besucht, wo es mir nicht so gut ging und jetzt besuche ich Dich!" Hannah nickte leicht. Sie sah nicht sehr gut aus, blass und duenn. Mark streichelte immer wieder ihre Hand. "Wenn es Dir wieder gut geht, dann lade ich Dich zu mir nach Hause in Irland ein und Du darfst auf useren Pferden reiten!" Hannah versuchte zu laecheln, was sie offensichtlich ziemlich anstrengte. Wie heissen Deine Pferde?" fragte sie leise Mark antwortete: Jenny, Freddy und Star!" er laechelte sie an und strich ihr ueber den kahlen Kopf. Ein Gesichtsausdruck aenderte sich von einem hoffnungvollem schlagartg in ein beorgtes Gesicht. "Hannah!" meinte er und sprang auf, eilte zur Tuere und rief nach einer Schwester: "Schwester? Eine Schwester bitte!" Schwester Fiona kam herbeigeeilt: "Was ist los, Mr. Feehily?" Mark erklaerte aufgeregt : "Hannah sie sie..glueht richtig!" Schwester Fiona meinte: "Ihr Koerper kaempft wohl gegen die Krankheit! Waren sie bei ihr?" "Ja!" antwortete Mark. Schwester Fiona sagte im trengen Ton: "Sie wisen doch, dass sie nicht so einfach zu Ihr duerfen, ihr geht es nicht gut, um nicht zu sagen schlecht! Hoffentlich haben Sie sie nicht zu sehr angetrengt und aufgeregt!" und sie sah nach Hannah, Mark nahm Hannah’s Hand, doch Schwester Fiona meinte: "Sie gehen als erstes mal aus dem Zimmer! und schob Mark in Richtung Tuere. Hannah streckte ihre Hand nach Mark aus: "Nein, Mark, bleib hier!" und sie fing leicht an zu weinen. "Mark!", doch Mark musste gehen. Er ging nach draussen und sah durch das Fenster in den Raum. Wenige Augenblicke spaeter kamen zwei Aerzte herbeigeeilt und gingen in das Zimmer. Schwester liess die Aluminiumlamellen-Rollaeden am Feter, was Zwischen Zimmer und Flur lag, herunter. Mark drehte sich um und rutschte hinunter in die Hocke. "Oh Mann, bin ich daran schuld?" und er schuettelte den Kopf. Er fuehlte sich so schuldig, so, als wuerde er sich am liebsten selbst Ohrfeigen. Doch ist ein Besuch eigentlich nicht gut fuer Patienten? All diese Fragen stellte er sich nun. "Mark?" ertoente eine Stimme. Mark blickte auf und sah in das besorgte Gesicht seiner Bandmates Bryan, Shane, und Kian sowie manager Loius, die natuerlich wissen wollten, was mit ihm los war. Mark erzaehlte geschockt was los war und warum er sich so fuehlte. Louis legte seinen Arm um Mark und sagte: "Komm, lass uns rueber auf Dein Zimmer gehen!"
Den ganzen Tag muste Mark an Hannah denken und wie es ihr jetzt wohl ging.
Wenig spaeter kam Nicky nach "Hi alter, wie geht’ Dir denn?" begruesste ihn Nicky. "Naja!" sagte Mark. "Tut Dein Arm noch weh?" fragte Nicky, um Mark dazu zu bringen, dieses ‘naja’ etwa genauer zu definieren. Mark antwortete: "Nein, mein Arm ist soweit Ok, ich mache mir nur Sorgen um die kleine Hannah, von der ich Euch doch erzaehlt habe. Es geht ihr verdammt schlecht und ICH bin da wahrschienlich mit dran schuld!" "Achquatsch, was erzaehlt Du denn da Junge?" redete Louis auf ihn ein, warum solltest Du daran schuld ein, da e ihr so schlecht geht? sagtest Du nicht, sie hat Blutkrebs?" Mark meinte darauf: "aber ich habe sie gestern besucht und ploetzlich ging es ihr so schlecht!" Kian hob seinen rechten Arm und meinte: "Wenn Du nur so kurz da warst, dann ging es ihr schon vorher so, denk’ doch mal logisch Mark, Du kannst daran nicht schuld sein! Ueberleg’ doch mal!" Mark seufzte: "Und ich kann nichts fuer sie tun. Shane antwortete darauf: " Doch, Beten kannst Du Mark, beten und hoffen!" Mark sah mit dunklen Augen nach oben und wiederholte murmelnd: "Beten und hoffen?!!"
Die Stmmung war mal wieder ziemlich bedrueckt, kein Wunder! Mark fragte Bryan: "Bry, bringst Du mir spaeter das Video ‘Stadt der Engel’ vorbei?" Kian, Shane und Nicky sahen sich an. Nicky fluesterte zu Kian: "Das hat er sein Curly soviel ich weiss, nicht mehr gesehen." Kian fluestert zurrueck: "Ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?" Nicky zuckte mit den Schultern.

An diesem Nachmittag hatten Westlife wieder Termine und Abends sollte ein Konzert stattfinden. Zwischendurch gab Bryan Mark’s Eltern das Video von "Stadt der Engel" mit, die gerade auf dem weg zu ihrem aeltesten ins Krankenhaus waren. Oliver und Marie gingen zu dem gemieteten Wagen und fuhren ins Krankenhaus, waehrend Bryan, Louis, Nicky und kain auf Shane warteten, der nach fuenf Minuten auch endlich angeschlendert kam mit einem handy am Ohr: "Allrigt Gill, jaja! klar rufe ich Dich spaeter an, hmm!" und er knabberte sich kurz am Fingernagel herum. Louis machte eine Handbewegung um Shane zu sagen, er solle sich doch ein Bisschen beeilen, denn Bryan und Nicky sassen schon im Van und alberten herum auf ihre uebliche weise und Kian war auch gerade im Begriff, den Van zu entern. Louis schuettelte den Kopf: "Mach schon Junge!" "Ok Gill, muss aufhoeren, ja, bis nachher, ich Dich auch!" und er drueckte einen dicken Schmatzer in das Telefon, bevor er auflegte. Louis schob ihn auf die Sitzbank und schloss die Schiebetuere, bevor er dann vorne links im Van platz nahm. Paul, der Bodyguard, der vorne rechts am Steuer sass, blickte ueber seine rechte Schulter nach hinten ins innere des Vans: "Alle Mann an Board?" "Hmm!" brummte Louis etwas genervt. Nicky und die anderen hatten mal wieder nichts anderes zu tun, als Shane zu aergern: "Tschuess Gill!" floetete Bryan.
Nicky kicherte. Shane seufzte: "Ach Bryan, wann wirst Du endlich erwachsen? Es sieht so aus als haette die Arme Kerry drei Kinder zu Hause!" und er zog sich die Sonnenbrille ins Gesicht, knaeuelte seine Jeansjacke zwischen sich und dem Autofenster und lehnte sich hinein, um ein wenig zu doesen. Kian und Nicky grinsten sich an und nichten sich zu. Wenige Sekunden spaeter fingen beide an zu singen: " Goodnigt sweetheart, well it’s time to go
Goodnight sweetheart, well it’s time to go I hate to leave you, but I really must say ! Goodnight sweetheart, good night!" Doch Shane zeigte ihnen nur den Stinkefinger und kuemmerte sich nicht weiter um siene nervigen Bandmates. Doch die waren jetzt erst recht angestachelt, Shane zu aergern. "Boeh!" bloekte Nicky wie ein Schaf. "Boeh!", doch Shane ignorierte ihn. Bryan, der neben Shane sass, pustete ihm leicht ins Ohr. Keine Reaktion, nocheinmal etwas fester. Shane rubbelte sich mit seinem Finger im Ohr. Nocheinmal, bis Shane sich rumdrehte, sien Sonnenbrille hochzog und Bryan boese ansah, waehrend er seine Hand zu Faust geballt hatte. Bryan’s Mundwinkel gingen etwas nach unten: "uh-oh!"

Inzwischen war Dr. Murphy bei Mark und sah sich dessen Handgelenk an: "Na, das sieht ja ganz gut aus! Es waechst gut zusammen. Aber eine Narbe wird schon bleiben!" Mark biss sich auf die Unterlippe, warum hatte er das eigentlich gemacht? Er wusste selbst keine Antwort darauf. Er schaemte sich etwas vor dem Arzt, der seinen Arm begutachtete. Er fuehlte sich wie ein kleines Kind.
Da klopfte es an der Tuere und Mark’s Eltern lugten vorsichtig hinein: "Oh, wir stoeren wohl, wir warten draussen!" meinte Marks Dad, doch Dr. Murphy sagte: "Kommen sien ruhig rein, Mr. und Mrs. Feehily!" Mark’s Eltern traten vorsichtig heran. "Wie sieht es aus?" fragte Oliver Feehily beim Blick auf Mark’s Arm. Dr. Murphy sagte: "Es waechst gut zusammen, in etwa zwei Tagen koennen wir die Faeden ziehen. Marie schuettelte nur den Kopf. Sie konnte noch immer nicht begreifen, warum ihr Sohn das getan hatte. Und Mark schaemte sich immer mehr fuer seine Tat. Jetzt schaemte er sich schon vor seinen Eltern. Wie konnte er nur so dumm gewesen sein und seine Eltern und Familie hinter sich zu lassen, die ihn ueber alles liebten?
Dr. Murphy verband den Arm noch einmal neu, waehrend sich Marie einen Stuhl holte und neben Mark ans Bett setzte, Oliver blieb stehen und beobachtete jeden von Dr. Murphy’s Handgriffen. Als der Arzt damit fertig war verliess er das Zimmer.
Marie griff an ihre Handtasche, die sie noch um ihre Schultern haengen hatte und oeffnete diese: "Bryan hat mir ein Video fuer Dich mitgegeben!" und sie holte es heraus und legte es auf Mark’s Decke. Mark sah es an. Das Bild auf dem Cover zeigte die Hauptfiguren des Films Maggie und Seth im roetlichen Licht der Untergehenden Sonne stehend. Darueber pragte in weisser Schrift der Titel der Films "City of Angels", was dem deutschen namen "Stadt der Engel" entspricht und er musste wieder an Curly denken. Aber nicht mehr auf solch depressive Art und Weise, wie vor Tagen. Die Tabletten, die er hier bekam, verhinderten dies.
"Hast Du schon was neues von der kleinen gehoert?" "Nein!" Meinte Mark. Oliver erzaehlte: "deine Freunde haben uns zu ihren, bzw. Eurem Konzert eingeladen!" "Ja, deswegen koennen wir auch nicht sooo lange bleiben!" meinte Marie und laechelte ihren Sohn an. Oliver sah auf seine Uhr. "zehn vor sechs!" und er blickte aus dem Fenster vor dem so ganz allmaehlich die Daemmerung hereinbrach.


Drei Tage spaeter ging es Mark schon soweit wieder ganz gut und er durfte nach Hause. Bevor er von seinen Eltern abgeholt wurde, ging er noch einmal schnell bei seiner kleinen Freundin Hannah vorbei. Hannah ging es besser, als noch vier Tage zuvor. Mark sagte: "Hi, kleines! Wie geht es Dir?" "Gehst Du nach Hause?" fragte Hannah, als sie Mark’s Tasche erblickte und sah ihn mit dunklen, traurigen Augen an. Mark rueckte sich einen Stuhl ans Bett und nahm Platz. "Ja! Ich werde entlassen!" und er nahm ihre Hand zwischen die seinen. "Sehen wir uns wieder?" fragte Hannah immer noch sichtlich traurig. Mark laechelte ihr aufmunternd zu und sagte: "Natuerlich, Ich habe Dir doch versprochen, dass ich Dich zu mir nach Irland einlade, wenn es Dir wieder besser geht! Versprochen ist versprochen!"

Da klopfte es an der Tuere. Mark und Hannah sahen an die selbige, durch deren Spalt Mark’s Mutter den Kopf steckte. "Ah hier bist Du! Das haben wir uns doch schon gedacht, als Du nicht in Deinem Zimmer warst! Kommst Du?" "Eine Minute, ja?" fragte Mark und Marie wartete vor der Tuere. "Also!" sagte Mark "ich glaube, ich muss dann mal gehen. Aber ich verspreche, dass ich Dich bald wieder besuchen werde! Ganz fest versprochen!...Aber Du musst mir versprechen, dass Du bald wieder ganz gesund wirst!"

Hannah nickte. Mark strich ihr noch einmal mit der Hand über die Wange und verließ dann das Zimmer, vor dem schon seine Eltern warteten.

Louis hatte Mark noch eine Woche Urlaub gegeben, um sich vollkommen zu erholen und so flog er wieder nach Sligo.

Das erste, was er dort tat, war zu einem Floristen zu gehen und den schönsten Strauß Lilien zu kaufen, den es dort gab. Anschließend ging er zu dem kleinen Friedhof und Curly’s Grab. Er entleerte die Grabvase, befüllte sie mit frischem Wasser und stellte die Blumen hinein, die er zuvor gekauft hatte. Leise sprach er: "Sorry, ich habe mich dumm benommen. Ich habe gedacht, ich könnte Dir auf diesem Wege nachfolgen, doch ich habe festgestellt, dass ich dazu kein Recht habe! Ich hebe begriffen, dass es Leute gibt, denen es viel schlechter geht, als mir. So wie die kleine Hannah. Durch sie habe ich gerafft, was es bedeutet, zu Leben. Hannah muss sich jeden Tag neu erkämpfen sie hat den Willen, ihre Krankheit zu besiegen und ich wollte mein leben so einfach wegwerfen! Ich werde LEBEN, und sei es für Hannah! Ich weiß, dass Du immer bei mir sein wirst, egal was da kommen mag, bis wir uns irgendwann wiedersehen. Und ich werde so lange für Hannah da sein! Ich liebe Dich Curly! Er glaubte an das Schicksal, aber er wusste, dass seine Zeit noch nicht gekommen war. Eine weiße Taube flog heran und ließ sich auf dem Grabstein nieder. Mark beobachtete sie und lächelte. Schließlich erhob er sich und ging zu seinem Wagen, mit dem er dann davon fuhr. Ein junger Mann saß am Strand, wo sich rauschend das Wasser ergoss mit den weißen Schaumkronen der Gischt über den Strand, um dort viele kleine Priele und Muscheln zu hinterlassen. In seinem Kopf schwirrte der Text von Richard Marx’ Song "Now and Forever" herum. "...Untill the day, the ocean dies and touches the sand, now and forever, I will be your man..." Hoffnungsvoll sah er der untergehenden Sonne am Horizont entgegen, die einen roten Schweif durch den Himmel zog und die Benbulben, die der junge Mann im Rücken hatte in ein geheimnisvolles rot-goldenes licht tauchte. Bald würde die Nacht hereinbrechen und die Welt in ihren dunklen Mantel hüllen. Und MORGEN würde die Sonne wieder aufgehen. Ja, Morgen...!

ENDE
By Danny W.
October- Dezember 2003