
Liebe Mama,
Ich wollte dir nur sagen, dass es mir gut geht. Ich werde ganz sicher nicht
zurückkehren. Du hast mich zu sehr wehgetan. Das was du getan hast, werde
ich dir nie verzeihen. Für dich waren es vielleicht nur ein paar Poster
und CD’s, die du weggeschmissen hast. Für mich war es mein Herz. Du hast
es nie verstanden, wie viel mir diese Fünf Jungs bedeuten, vor allem Shane.
Ich liebe ihn über alles und du hattest nie Verständnis dafür,
du hast immer nur gelacht und gesagt, ich solle aufhören mit meiner Spinnerei.
Das ist keine Spinnerei und das siehst du ja jetzt ! Ich schreibe dir nur, weil
ein Freund gesagt hat, ich solle es tun ! Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann
mal wieder !
Bye Deine Tochter ANGELA !!!!
"Ist der Brief so okay ?" "Ja ist er, ich bringe ihn sofort zur Post!" Shane
stand auf, nahm den Brief und ging. Angie legte sich wieder ins Bett und fragte
sich, wie es nun weiter gehen sollte. Sie schlief wieder ein und als sie aufwachte,
war es schon Abend. Sie stand langsam auf und ging aus dem Zimmer. Sie war immer
noch wackelig auf den Beinen. Sie ging ins Wohnzimmer, wo Shane, Peter und Mae
saßen. "Hey Angie, wir haben gerade von dir gesprochen. Ich habe es meinen
Eltern erzählt, keine Angst, sie erzählen es nicht weiter und sie
schicken dich auch nicht zurück. Jetzt stell dir mal vor, ich habe sie
gefragt, ob du vielleicht hier wohnen willst, ich meine so richtig. Du willst
ja nicht zurück und das müssen wir akzeptieren. Ich würde mich
wahnsinnig freuen. Du bist schon wie eine Schwester für mich !" "Shane,
sag, dass das nicht wahr ist ! Ich ? Hier bleiben ? Natürlich will ich
! Wenn ihr nichts dagegen habt ?" Sie sah mit ihrem Dackelblick zu Peter und
Mae. "Natürlich haben wir nichts dagegen, unsere Kinder sind schon alle
aus dem Haus und wir haben genug Platz. Und das hat auch was Gutes, dann haben
wir jemanden, der uns mit den Pferden helfen kann.", sagte Mae. "Pferde ? ach
ja stimmt, ihr habt ja Pferde !" Angies Augen fingen an zu strahlen, als sie
das von den Pferden hörte. Shane entging das natürlich nicht. "Magst
du Pferde ? Kannst du reiten ?" Shanes Augen fingen auch an zu strahlen, aber
das taten sie immer, wenn er von Pferden sprach. "Ich liebe Pferde, ich hab
sie schon immer geliebt, aber ich kann nicht reiten, das konnten wir uns einfach
nie leisten!" Angie wurde traurig, als sie das erzählte. "Hey nicht traurig
sein!" Shane entging wirklich nichts. "Ich kann es dir beibringen, wenn du willst!"
"Nein, das meinst du nicht wirklich ? Ich komme mir vor, wie in einem Traum.
Erst treff ich dich nach dem Konzert. Das war mein größter Traum
und jetzt darf ich dich richtig kennen lernen, und du wirst nie wieder gehen
oder ?" "Nein werde ich nicht!", sagte Shane und sah ihr in die Augen. "Dann
darf ich hier bleiben, und dann darf ich auch noch reiten lernen mit Shane,
das ist mein größter Traum. Ich bin so glücklich!" Angie strahlte,
man sah ihr gar nicht an, dass sie eigentlich noch krank war, so glücklich
war sie.
Angie wurde rasch wieder gesund und der Tag der Sligo Konzertes war da ! Shane
war jeden Tag da gewesen und er war schon wie ein Bruder zu ihr. Vor ein paar
Tagen hatte er sogar die anderen Jungs mitgebracht und sie waren superlieb gewesen.
Mark ist richtig rot geworden, als Angie ihm ein Kuss auf die Wange gegeben
hatte. Bryan hatte nur Blödsinn im Kopf und die größte Überraschung
kam dann mit Nicky. Nicky hatte sich verspätet und kam eine Stunde später
am Haus von Shane’s Eltern an. Neben ihm lief ein kleines fast zweijähriges
Mädchen. "Molly!!!" , rief Angie sofort und auch Molly schien sie erkannt
zu haben. Sie lief auf das Bett zu und Angie nahm sie in den Arm. Sie umarmte
sie ganz fest und hob sie dann ein bisschen von sich weg, um sie anzuschauen.
"Bist du groß geworden, und hübsch, das hast du bestimmt von deiner
Mama!", sagte Angie und blickte grinsend in Bryan’s Richtung. Bryan zog eine
Schnute und schaute beleidigt an die Decke. "Hey Bry, war nur ein joke ! Molly
hat die wunderschönen blauen Augen natürlich von dir, und die süßen
Ohren auch." Bryan sah Molly, dann Angie an und musste grinsen. Sie spielte
auch dieses mal wieder lange mit Molly, doch dieses mal sagte Nicky: "Halt Stop
Angie, jetzt gehört sie mir, ich will sie auch mal haben !" Angie grinste
und gab Molly Nicky. Jetzt war er seelig. Er nahm sie auf den Schoß und
spielte mit ihr. Das war so süß. Er konnte sehr gut mit Kindern umgehen
und es machte ihm riesig viel Spaß, das sah man ihm an!
Nun war der Tag, des Sligo Konzertes endlich da. Shane war schon früh aufgestanden,
was sonst nie seine Art war und lief aufgeregt im Wohnzimmer herum. "Hey Shany,
was ist los, du bist doch sonst nicht so aufgeregt." "Aber diesmal ist es was
anderes, es ist meine Heimatstadt, ich freu mich so sehr, dass ich hier auftreten
darf, bin aber natürlich viel aufgeregter. Weißt du was, ich nehme
dich gleich mit Backstage ja ? Da kannst du dich dann vor die Absperrung stellen,
da steht Gil auch immer und die Securitys auch." "Echt, ist ja cool. Danke!"
Sie gab ihm ein Kuss auf die Wange und ging dann ins Bad. Sie hatte sich langsam
daran gewöhnt, dass Shane immer da war. Sie konnte es zwar immer noch nicht
glauben, dass das ihr wirklich passiert war und sie konnte es auch nicht begreifen.
Nur mit einem wurde sie nicht fertig. Sie liebte Shane immer noch, genauso wie
am ersten Tag und sie würde ihn auch immer lieben, das wusste sie, aber
er liebte sie ja nicht. Aber er war immer da. Immer. Immer, wenn sie ihn brauchte,
war er da, wie ein Bruder. Aber sie wollte ihn nicht als Bruder haben. Sie wollte,
dass er sie liebt, aber das würde er nie tun und sie hatte auch nie eine
Hoffnung gehabt. Aber, dass auch Shane sich seiner Gefühle nicht mehr sicher
war, das wusste sie nicht und hätte es auch nie geahnt. Shane wusste nicht
mehr, was er für Angie empfand. War es Freundschaft oder Liebe ?? Was sollte
er denn tun ? Er war verlobt und war mit Gillian glücklich und plötzlich
taucht dieses Mädchen auf und bringt alles durcheinander.
"Shane, jetzt komm endlich, wir warten ! Wir müssen los, wir müssen
uns noch vorbereiten und umziehen!" Nicky lief durch das Haus von Shanes Eltern
und war auf der verzweifelten Suche nach Shane. "Ich bin hier, ich komm sofort
!", rief Shane und kam die Treppe herunter gelaufen. "Wir müssen noch schnell
auf Angie warten, sie kommt gleich. Sie muss sich noch schnell umziehen." "Ich
komme schon!" Angie kam die Treppe herunter. "Oh mein Gott, bist du ein Engel?",
Mark bekam sein Mund nicht mehr zu. Angie hatte sich vor zwei Tagen etwas neues
zum Anziehen gekauft und führte es nun den Jungs vor. Es war ein kurzer
roter Jeans - Rock und ein wunderschönes Blau-glitzerndes Top, dass sie
auf dem Rücken zusammengebunden hatte. Dazu hatte sie ihre langen blonden
Haare noch eingedreht und sah einfach umwerfend aus. "Marky boy klapp deinen
Mund wieder zu okay ?" Angie musste grinsen. Shane starrte sie an. Er konnte
den Blick nicht von ihr abwenden. Er spürte, wie er sich mehr und mehr
in sie verliebte. Er konnte nichts dagegen tun, er wollte es gar nicht. Sein
Kopf sagte Nein, doch sein Herz.
Er konnte es ihr aber noch nicht sagen. Sie würde doch nie mit ihm zusammen
sein wollen. Er wusste ja, wie sehr Angie ihn geliebt hatte. Er hatte sie ja
gesehen, an dem Konzert, wie sehr sie geweint hatte. Aber nun ? Sie wohnte jetzt
schon 2 Wochen bei ihm und in diesen Wochen sind die Zwei zusammengewachsen,
wie Geschwister. Shane war sich sicher, dass die Liebe von Angie zu ihm erloschen
war.
"Shane, jetzt guck nicht so, sondern pack diese Schönheit in dein Auto
und lass uns dann bitte endlich zum Konzert fahren." , Kian war schon so aufgeregt.
Sie fuhren endlich los und kamen zehn Minuten später an. Sie liefen mit
13 Bodyguards an dem Platz entlang und steuerten geradewegs auf ein Backstage
Eingang zu. Plötzlich kam eine Gruppe von Fans angelaufen und fingen an
zu kreischen: "Hier sind sie, Hier sind sie, kommt alle schnell her !" Auf einmal
kam eine Flut von Fans auf sie zugerannt. Sie wurden alle von den Bodyguards
umringt, damit keinem was passierte. Die Fans wurden von den übrigen Bodyguards
auf die Seite gedrängt, sodass die sechs passieren konnten. Doch Angies
Anwesendheit, ist den Fans nicht entgangen. Nachdem sie im Eingang verschwunden
waren, redeten die Fans über sie. "Wer war denn das ? Die habe ich ja noch
nie gesehen ! Das war doch nicht Gillian. Hat Shane etwa eine neue Freundin
? Das kann dich nicht sein. Seht mal, da vorne kommt Gillian ja ! Sollen wir
hingehen und fragen ?", fragte ein Mädchen, die schon seit fast 13 Stunden
vor dem Platz saß. "Ja machen wir das, mich würde das interessieren!
Außerdem können wir nicht jeden Tag mit Shanes Verlobten reden, falls
sie es noch ist!" , sagte ein anderer Fan. Die zwei Mädchen standen auf
und liefen zu Gillian hinüber. Bevor diese den Eingang erreichte, hatten
die zwei Mädchen sie eingeholt. "Hey Gillian, können wir mal kurz
mit dir reden ?" "Was gibt es denn ? Wenn ihr mich beschimpfen wollt, ich solle
Shane verlassen, oder sonst irgendeinen Scheiß, dann könnt ihr gleich
wieder gehen!" "Nein wollen wir nicht. Solange Shane glücklich ist, haben
wir nichts dagegen und außerdem ist das nicht unsere Angelegenheit, wir
kommen sowieso nie an ihn ran, außerdem bin ich Nicky Fan. Ja aber wegen
was wir mit dir sprechen wollten. Wir haben vorhin Shane und die anderen reingehen
sehen und da war ein Mädchen dabei. Sie lief neben Shane. Sie sah wunderschön
aus. Du weißt nicht zufällig, wer das ist ? Ist das Marks Freundin
oder Shanes Schwester ?" "Weder noch, aber das braucht euch nicht zu interessieren,
wenn Shane es öffentlich machen will, dann wird ihr das schon früh
genug erfahren. Und nun entschuldigt mich. Mein Verlobter wartet!" Arrogant,
wie sie war, stolzierte sie an den beiden Mädchen vorbei, auf den Backstage
Eingang zu und verschwand darin. "Mein Verlobter wartet uhhh !!!! Gar nicht
arrogant, die Ziege!" Die zwei Mädchen gingen wieder zurück an ihren
Platz.
Inzwischen war Gillian bei den anderen angelangt und begrüßte sie.
" Hi na wie geht’s euch denn ? Hab euch schon lang nicht mehr gesehen ! Genau
wie dich mein Schatz. 3 Stunden sind einfach zu lang. Wann übernachtest
du eigentlich mal wieder bei mir ? Angie geht es doch wieder besser, wie ich
sehe !" Sie warf einen herablassenden Blick auf Angie, legte ihren Arm und Shanes
Hals und küsste ihn triumphierend. Sie wusste, dass Angie sehr viel für
Shane empfand. Sie wusste es, seitdem sie gesehen hatte, wie Angie Shane ansah.
Sie wusste, wie sich das anfühlte. Was sie aber nicht wusste, ist, dass
Shane sich auch in Angie verliebt hatte. Und das war nicht nur irgendeine Phase,
das ist ihm klar geworden. Als sie in ihrem Super Outfit die Treppe runter kam,
da wusste er, wie sehr er sie liebte. Es hatte schon damals im Tourbus angefangen,
aber da wollte er es nicht wahrhaben. Er hatte gedacht, er würde sie nie
wieder sehen. Doch dann stand sie aus heiterem Himmel in ihrem Abteil im Flugzeug.
Was sollte er machen ? Er konnte sich nicht dagegen wehren. Und als er sah,
wie Angie mit Molly spielte, war es um ihn geschehen. Er liebte Kinder so sehr
und dann sah er, wie Angie mit der Kleinen spielte, wie ihre Augen strahlten,
als sie Molly auf dem Arm hielt. Er konnte es einfach nicht vergessen. Er liebte
Gillian ja auch, aber nun auf eine ganz andere Weise. Gillian war hübsch,
sie war auch nett, aber Shane hielt sie für etwas oberflächlich und
nun hatte er es ja auch gesehen. Er hatte gespürt, wie Gillian ihn geküsst
hatte. Es war kein Kuss, weil sie ihn so vermisst hatte, nein, es war ein Kuss,
um Angie weh zu tun. Und das konnte er nicht ertragen. Er sah, wie das funkeln
in Angies Augen erloschen, in dem Moment, als Gillians Lippen die seinen berührt
hatten. "Gil, hör auf jetzt, ich muss mich noch ein bisschen konzentrieren,
bevor ich auf die Bühne gehe. Ihr zwei könnt euch doch schon mal auf
eure Plätze gehen. Das sind die Besten überhaupt. Gillian zuckte nur
ahnungslos mit den Schultern und ging dann mit Angie hinaus. "Na bist wohl ganz
schon verliebt in Shane he?" , sagte Gillian zu Angie " Wie kommst du darauf
? Wieso sollte ich in Shane verliebt sein ? Nur weil ich bei seinen Eltern wohne,
heißt es noch lange nicht, dass ich ihn liebe." Angie hatte so energisch
gesprochen und ist dabei rot geworden, wie eine Tomate, dass Gillian sofort
wusste, was los war. "Du brauchst es nicht zu leugnen, dir glaube ich sowieso
nicht, aber rechne dir ja keine Chancen bei ihm aus. Shane gehört mir und
er liebt mich, hast du das verstanden ?" Angie nickte traurig und stellte sich
auf ihren Platz. Der Platz war einfach nur super. Man sah von dort aus alles.
Sie standen zwischen Bühne und Absperrung. Dort standen auch die Bodyguards.
"Hier stand ich schon oft, das ist mein Stammplatz hier, für mich ist es
ganz normal, hier zu stehen!", sagte Gillian. Doch für Angie war es eine
völlig neue Erfahrung, beim letzten Konzert, stand sie hinter der Absperrung
und hätte alles getan, hier zu stehen. Und nun stand sie hier. Für
sie war das alles wie in einem Traum, abgesehen von Gillian. "Oh die Fans dürfen
rein. Vorsicht jetzt geht es los. Alle, die dich hier stehen sehen, werden dir
Löcher in den Bauch fragen, aber für mich ist das ganz normal, ich
werde hier immer vollgequatscht !" , Gillian drehte sich um und sah, wie die
Fans herein stürmten. Auch Angie drehte sich um. Ihr wurde ganz flau im
Magen. Was sollte sie denn sagen, wer sie ist ? Sie kann doch nicht sagen, ein
Bekannter von Shane ! Oder doch? Naja ich sag erst mal einfach gar nichts. Und
das tat sie dann auch. Die Fans, die ganz vorne standen, fragten und fragten,
aber dann fing die Show an und alle konzentrierten sich auf die fünf süßen
Jungs auf der Bühne. "HI SLIGO !!! Wir sind so happy endlich mal hier auftreten
zu dürfen. Das war unser größter Traum. Seid alle auch gut drauf
?" , Shane begrüßte die Menge. Lautes Gekreische war die Antwort.
"Wie die meisten schon bemerkt haben, steht heute noch jemand vor der Absperrung,
nicht nur meine reizende Verlobte Gillian, sondern auch eine Wunderschöne
Frau, namens Angie. Angie komm doch mal bitte rauf zu uns !" "Was ich?" , formte
Angie mit den Lippen, denn sie brachte kein Ton raus. Shane nickte. Zwei von
den Bodyguards hoben sie auf die Bühne und nun sah Angie, wie viele Menschen
hier waren. Es waren Tausende, sie wusste nicht wie viele. "Also das ist Angie,
meine neue Mitbewohnerin. Sie stand einfach so vor meine Tür und ist nicht
mehr gegangen. Ich habe sie so in mein Herz geschlossen. Sie ist für mich
wie eine Schwester, also begrüßt sie bitte sehr herzlich in unserer
Westlife - family ! Sie gehört genauso dazu, wie ich oder Nicky oder Bryan
!!!" Ein riesiges Geschrei erhob sich und Angie konnte ihren Namen hören.
Sie war so gerührt, dass ihr Tränen in die Augen traten. Sie wusste
nicht was sie tun sollte, doch Shane wusste es. "So Angie und du wirst uns jetzt
bei unserem nächsten Lied unterstützen! Unser nächstes Lied heißt
Tonight!" "Oh nein bitte nicht Tonight, weißt du nicht mehr, wie sehr
ich da geweint habe ?", flüsterte Angie zu Shane. "Ja weiß ich, also
geht dir das Lied sehr nahe und deshalb möchte ich es mit dir singen!"
"Aber ich kann doch gar nicht singen, die lachen mich doch alle aus !" "das
werden wir schon sehen!", sagte Shane und drückte ihr ein Mikrofon in die
Hand und Bryan fing an zu singen. Bei dem Refrain gab sich Angie einen Ruck
und sang mit. Auch bei Shanes Strophe sang sie mit und wurde zusehens mutiger.
Plötzlich hörte Shane mitten in seiner Strophe auf und Angie sang
alleine. Sie merkte es nicht, sie war so vertieft, dass sie es gar nicht bemerkt
hatte. Erst als die anderen bei dem Refrain wieder mitsangen, hatte sie es bemerkt
und bekam einen roten Kopf und fing fast an zu weinen. Ihr war das so peinlich.
Doch Shane ging zu ihr und flüsterte ihr ins Ohr: "Du hast wunderschön
gesungen, ich hätte nie gedacht, dass du eine so wunderschöne Stimme
hast. Willst du nicht mal mit uns ein Duett oder eher ein Sextett aufnehmen
? Spaß beiseite, wenn du willst, kannst du wieder runter." Angie gab Shane
ein Kuss auf die, Wange, was den Fans nicht verborgen blieb. Sie klatschten
und kreischten.
Angie stieg wieder runter, und stellte sich an ihren alten Platz. Die ans, die
sie vorher gelöchert hatten, riefen sie und Angie ging zu ihnen hinüber.
"Hey du bist ja voll nett und singen tust du auch noch total geil ! Ich fände
es tausend mal besser, wenn du Shanes Freundin wärst. Hast du Gillian schon
mal singen gehört ? Grausam! Man sieht sofort, dass ihr zwei ein wunderschönes
Paar wärt. Du liebst ihn stimmts ? Man siehts dir an. Als du ihm den Kuss
auf die Wange gegeben hast, haben deine Augen richtig gestrahlt. Ich kenn dich
zwar nicht, aber ich finde dich super sympatisch!" Angie war überwältigt,
von dem, was sie gerade gehört hatte. "Vielen Dank, du weißt gar
nicht, was mir das bedeutet!" Angie umarmte sie kurz und ging wieder zu ihrer
netten Begleitung. Sie sahen sich den Rest vom Konzert an und gingen danach
wieder Backstage. "Hey das Konzert war einfach einsame Spitze, aber musstest
du mir so einen Schock verpassen und mich auf die Bühne holen ? geht’s
dir zu gut oder was ?" Angie schlug Shane freundschaftlich gegen die Schulter.
"Hey Angie, ich wusste gar nicht, dass du so geil singen kannst, du machst uns
ja Konkurrenz!", sagte Bryan mit voller Bewunderung. "Ach mit euch kann ich
doch in hundert tausend Jahren nicht mithalten. Ihr seid die besten !" "So gehen
wir jetzt feiern oder wollt ihr lieber nach Hause?", fragte Mark. "Also ich
möchte gerne mit Gina feiern !", sagte Nicky. " Und ich mit Jodie!", sagte
Kian. Bryan wollte unbedingt zu Kerry, Lilly und Molly. Und Mark wollte lieber
zu seiner Familie. "Und was machen wir ? Mein Schatz ?", fragte Gillian Shane.
"Ich würde sagen, du fährst nach Hause oder machst was mit deinen
Freundinnen, weil ich muss unbedingt mit Angie reden, ich komm dann später
zu dir einverstanden ?" "Ja ok, aber versetz mich nicht!" Gillian schien etwas
sauer zu sein und verließ den Raum.
Shane und Angie fuhren nach Hause und setzten sich dann in Shane’s Zimmer. "Was
willst du denn so wichtiges mit mir bereden, das keine Zeit hat?", fragte Angie
ganz neugierig. "Ich weiß einfach nicht, wo ich anfangen soll!" Shane
musste es ihr jetzt einfach sagen, egal, was sie dazu sagen würde. Er konnte
es nicht mehr länger für sich behalten. Seine Gefühle für
Angie wurden immer stärker und die Gefühle für Gil immer weniger.
Er musste Gil nur mit Angie vergleichen und er wusste, mit wem er lieber zusammen
sein mochte. Angie war so ganz anders als Gil. Angie war für ihn einfach
perfekt. Sie war wunderschön und trotzdem natürlich. Sie war witzig,
liebte Pferde und Kinder. Sie brachte jeden zum Lachen und als er sie heute
singen gehört hatte, da wusste Shane, dass er nie wieder mit einer Anderen
zusammen sein wollte. Vor ein paar stunden auf der Bühne, hätte er
fast zu weinen angefangen, weil sie ihn mit ihrem Gesang mitten ins Herz getroffen
hatte. "Am besten am Anfang !", sagte Angie und riss Shane damit aus seinen
Gedanken.
"Ja ähh. Also ich muss dir was sehr wichtiges sagen, es ist mir jetzt egal,
was du sagst, aber es muss einfach raus." Shane rutschte noch ein stück
näher an Angie heran und sah ihr tief in die Augen. "Angie, ich hab mich
hoffnungslos in dich verliebt. Ich kann nicht anders. Es ist einfach passiert,
ich liebe dich, mehr, als du dir vorstellen kannst." Angie sprang wütend
auf und sah Shane an. "Wie kannst du es wagen, so einen gemeinen Scherz zu machen
? Du weißt ganz genau, wie sehr ich dich liebe, dass es mir verdammt weh
tut, dich mit Gillian zu sehen und dann sagst du so was. Sag mal spinnst du?
Weißt du eigentlich, wie weh das tut?" Angie zeigte Shane den Vogel und
rannte schluchzend aus dem Haus. Shane wusste nicht, was er machen sollte. Es
war doch die Wahrheit gewesen. Warum glaubt sie mir nicht? Ich hab sie doch
nicht verarscht, Ich liebe sie doch wirklich! Nun wusste er, was er zu tun hatte,
er musste hinterher. Er stand auf und rannte hinterher. Angie rannte durch den
Garten auf die Straße. Sie weinte so sehr, dass sie das herankommende
Auto nicht sah. "Angie pass auf!" Shane hatte es gesehen, doch es war zu spät.
Angie sah auf und sah das Auto auf sich zufahren. Der Autofahrer konnte nicht
mehr bremsen. Angie war so starr vor schreck, dass sie sich nicht mehr rühren
konnte. Angie wurde von dem Auto erfasst. Sie wurde von der Wucht des Aufpralls
in die Luft geschleudert und schlug dann ein paar Meter weiter auf dem Boden
auf und blieb reglos liegen. Shane rannte zu ihr. Er sah sie an. Sie hatte die
Augen geschlossen, ihr Mund war Blutverschmiert. Es sickerte Blut auf den Boden.
Sie hatte eine schwere Kopfverletzung und sie atmete nur noch schwach. "Angie
bitte, verlass mich nicht, nicht so ! Ich liebe dich doch!" Shane fing hemmungslos
an zu schluchzen. Er setze sich zu ihr und hielt ihre Hand. Der Autofahrer stieg
aus und kam hergerannt. "Es tut mir so furchtbar leid, aber ich konnte nicht
mehr bremsen, oh mein gott lebt sie noch?" "Ich weiß es nicht du Idiot,
konntest du nicht ein bisschen langsamer fahren ? Ruf einen Krankenwagen, verdammt
noch mal und zwar schnell, sie stirbt sonst!" "Ich hab schon den Arzt gerufen,
er kommt sofort. Shane weinte, er konnte sich nicht beruhigen. Er redete die
ganze Zeit auf Angie ein, doch er wusste nicht, ob das irgendeine Wirkung hätte.
Sie hörten die Sirenen des Krankenwagens. Sie näherten sich. Er sah
den Krankenwagen heran fahren. Ein Arzt und ein Sanitäter stiegen aus und
kamen sofort hergerannt. "Oh mein Gott was passiert?", fragte der Arzt und fing
sofort an, Angie notdürftig zu versorgen. "Das Arschloch da, hat sie einfach
angefahren, nur weil er wahrscheinlich sturzbetrunken ist!", schrie Shane wutentbrannt.
"Ich habe nicht getrunken und was kann ich dafür, wenn sich diese blöde
Kuh einfach mitten auf die Straße stellt. Das war zuviel für Shane.
Er ging auf den Typ los und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht. Er schlug
auf ihn ein, doch auch Shane bekam einen heftigen Schlag ins Gesicht. Shane
wollte weiterprügeln, doch der Sanitäter zog ihn von ihm runter und
hielt ihn fest. "Das hat doch keinen Sinn, sie können jetzt eh nichts mehr
ändern, am besten sie fahren mit ins Krankenhaus." "Ja ich muss mit, ich
lasse Angie niemals alleine. Shane stieg zu Angie in den Krankenwagen. Angie
lag auf der Trage und hatte die Augen immer noch geschlossen. Die Tür schloss
sich und sie fuhren so schnell sie konnten ins Krankenhaus. Dort wurde sie sofort
in den Operationssaal gebracht. Shane stand verloren im Gang des Krankenhauses
herum und ließ sich schließlich auf einen der Stühle fallen.
Er fing an zu weinen. Es war alles seine Schuld, dachte er. Warum habe ich sie
nicht festgehalten, warum hab ich sie nur gehen lassen, in dem Zustand wie sie
war? Ich bin an allem Schuld. Plötzlich klingelte sein Handy. Er überlegte,
ob er rangehen sollte. Dann entschied er sich, hinzugehen. Was ist, wenn sie
sich sorgen um mich machen ? "Hallo?" "Shane? Hey wo bist du denn? Wir waren
doch verabredet. Wo ist Angie, die ist auch nicht aufgetaucht? "Ich bin im Krankenhaus,
es ist was schreckliches passiert!" "Oh mein Gott, was ist denn passiert ?",
Nicky am anderen Ende der Leitung war ganz durcheinander. "Das erzähle
ich euch später, aber kann bitte eine von euch vorbeikommen, ich schaff
das nicht alleine." "Natürlich kommen wir, du bist im General Hospital
oder ?" "Ja bin ich, vor der Intensivstation." "Okay wir kommen!" "Hey aber
bitte, kommt nur ihr vier, andere könnte ich jetzt nicht ertragen." "Okay,
wir sind sofort da, rühr dich nicht vom Fleck!" Nicky legte auf. "Hey Jungs,
auf geht’s, wir müssen zu Shane ins Krankenhaus. Es ist was passiert, er
braucht uns." "Hey was ist passiert?", fragte Mark völlig erschrocken.
"Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass es Shane ziemlich scheiße
geht und wir ihm jetzt beistehen müssen, also los auf geht’s!" Sie standen
auf und fuhren sofort ins Krankenhaus. Sie fanden Shane, auf dem Stuhl sitzen.
Er war am Ende. Seinen verweinten Augen starrten ins Leere. Das Strahlen in
seinen Augen, das sonst immer zu sehen war, war völlig erloschen. "Hey
Shane, da bist du ja! Oh Gott, wie siehst du denn aus? Was ist passiert? Jetzt
sag schon!" Shane, der seine blutende Nase bis jetzt gar nicht bemerkt hatte,
nahm sich erst einmal ein Taschentuch und wischte das Blut weg. "A..A.Angie
! Sie ist .. sie ist angefahren worden! Sie wird gerade operiert. Es ist so
schrecklich, ihr hättet sie sehen sollen. Alles voller Blut und wie sie
dalag, wenn sie.." Er brach ab. Er wollte nicht daran denken, aber was ist,
wenn sie es nicht schafft? "Shane sie wird nicht sterben. Sie ist stark und
sie wird kämpfen!" Nicky nahm Shane in den Arm und Shane schluchzte. "Aber
wie ist das denn passiert, ich dachte, ihr wolltet was wichtiges besprechen!",
sagte Mark aufgebracht. Man merkte ihm an, dass auch er Angie sehr ins Herz
geschlossen hatte, denn auch er hatte Tränen in den Augen. "Ja wir haben
auch geredet. Ich habe ihr gesagt, wie sehr ich sie liebe und dass ich für
immer mit ihr zusammen sein will, und mit niemand anders. Da ist sie aufgesprungen
und hat mich angeschrien, sie sagte, ich solle sie nicht so verarschen, und
ich wüsste doch genau, wie sehr sie mich liebt und das so ein Scherz nicht
witzig sei. Dann ist sie weinend rausgerannt und hat auf die Straße nicht
geachtet und... und dann kam dieser Idiot angerauscht und hat sie einfach über
den Haufen gefahren." Wieder fing er an zu weinen. "Und woher hast du deine
blutende Nase und dein Blaues Auge ?", fragte Bryan. "Ich habe diesem Typ eine
auf die Fresse gehauen!" "Hey Shane, wollen wir nicht lieber heimfahren, du
kannst doch hier eh nichts machen." Kian wollte ihn schon nach draußen
zerren, aber Shane sagte: " Ich bleibe hier. Ihr könnt ja gehen, aber ich
bleibe hier und wenn es Wochen sind." "Okay, dir ist ja sowieso nicht zu helfen!",
sagte Bryan. "Bry, jetzt stell dir mal vor, Kerry wäre das passiert, dann
würdest du doch auch Tag und Nacht bei ihr bleiben wollen oder nicht?"
"Natürlich würde ich bei ihr bleiben wollen, ich würde ihr nicht
von der Seite weichen. Ich versteh dich." "Ja eben, ihr könnt ja nach Hause
fahren, das wär glaub ich auch besser, es ist meine große Liebe und
ich werde bei ihr bleiben, egal was passiert." "Okay Shany, aber wenn was ist,
dann rufst du uns sofort an ja?" "Klar Kian, mach ich!" "Ich bleibe aber hier,
ich kann dich nicht alleine lassen!" Hey Mark das ist aber nicht nötig!"
"Aber ich möchte es gerne und ich möchte auch bei Angie sein, ich
hab sie so in mein Herz geschlossen!" Shane umarmte Mark und bedankte sich bei
ihm. Die anderen umarmten Shane kurz und gingen dann bedrückt nach Hause.
"Und was machen wir jetzt ? Soll ich uns einen Kaffee holen?" "Ja mach das Mark,
den könnte ich gut gebrauchen." Mark stand auf und holte Kaffe. Er kam
mit zwei Pappbechern zurück und drückte Shane einen in die Hand. Sie
warteten und warteten. Inzwischen war es schon sieben Uhr morgens. Shane fand,
das war ein gutes Zeichen. Wenn sie immer noch operieren, heißt es, sie
ist noch am Leben, "Andererseits aber heißt es, dass sie sehr schwer verletzt
sein muss!", sagte Mark. "Hey Mark schau mal, die Tür geht auf. Oh Gott
bitte, lass sie noch am Leben sein! BITTE !" sie standen auf und sahen, wie
ein Bett heraus geschoben wurde. Im Bett lag "Angie, oh mein Gott, wie geht
es ihr denn?" Shane war ganz aufgelöst. "Wer sind Sie denn, wenn ich fragen
darf." Der Arzt musterte Shane und Mark und sagte dann schließlich: "
Natürlich weiß ich wer Sie sind, Sie sind Shane Filan und Mark Feehily
von Westlife, nicht wahr?" "Ja sind wir und das ist eine sehr enge Freundin
von mir, fast meine Schwester, bitte sagen Sie mir, wie es ihr geht!" "Okay,
also ihr geht es den Umständen entsprechend gut, aber lassen Sie uns das
bitte auf dem Zimmer klären und nicht hier auf dem Gang." Der Arzt schob
das Bett in ein Zimmer auf der Intensivstation und bat, dann Shane, sich zu
setzen. Mark musste draußen warten. "Also, sie hat vier gebrochene Rippen,
eine schwere Gehirnerschütterung, es ist mir ein Rätsel, wie sie das
geschafft hat, bei diesem Aufprall sich nicht den Schädel zu brechen. Na
ja auf jeden Fall hat sie noch einen Gebrochenen Arm, aber das schlimmste sind
die inneren Blutungen. Wir konnten sie nicht ganz stoppen und im OP ist sie
uns fast weggestorben, wir haben es gerade noch geschafft. Und das, was ich
ihnen jetzt sage, wird sie bestimmt nicht aufheitern, aber sie wollen die Wahrheit
wissen oder?" "Ja will ich! Sie wird doch nicht etwa..?" "Das wissen wir noch
nicht, aber sie ist vorhin ins Koma gefallen und wir wissen nicht, wann und
ob sie jemals wieder aufwachen wird." " Nein, das kann nicht sein. Bitte sagen
sie, dass das nicht wahr ist!!" "Leider doch, wir können nicht mehr sehr
viel für die tun, den Rest muss sie alleine schaffen. Sie müssen sie
regelmäßig besuchen und mit ihr reden. Das hilft den meisten Koma
- Patienten, wieder aufzuwachen." Shane hatte begonnen zu weinen, er konnte
es nicht glauben. Seine geliebte Angie lag im Koma und er konnte nichts für
sie tun. Er war verzweifelt. Er musste sich setzen. Der Arzt lief raus und holte
Mark rein. "Shane um Himmels Willen, was ist denn passiert?" Mark lief zu ihm
und nahm ihn in den Arm. "Angie, Angie, sie ist ins Koma gefallen und keine
weiß, ob sie je wieder aufwachen wird." Er schluchzte hemmungslos in Marks
Armen. "Nein, das kann doch nicht sein, da muss man doch was machen können."
Mark war auch völlig verzweifelt, ihm stiegen Tränen in die Augen.
"Hey Shane, wie wärs, wenn wir jetzt mal nach Hause fahren und du dich
ein bisschen hinlegst. Das war einfach zu viel für dich." "Ja okay!" Shane
hakte sich bei Mark unter, denn er wusste nicht, ob er alleine aufrecht laufen
konnte. Shane war am Ende, er wusste nicht, was er machen sollte. Mark stützte
ihn. Sie gingen zum Auto und Mark fuhr ihn zu seinen Eltern. "Wissen es meine
Eltern schon?", fragte Shane. "Nein ich glaube nicht." Sie gingen hinein und
Shanes Mum kam ihm schon entgegengelaufen. "Shane Oh mein Gott, was ist passiert?
Wo ist Angie, wo hast du das Blaue Auge her?" "Mum ich erklär dir alles,
aber bitte, ich muss ins Bett, ich bin am Ende!" "Warte ich bring dich schnell
nach oben!", sagte Mark. "Nein ich will in mein altes Bett!", sagte Shane und
ging in Angies Zimmer. Mark kam hinterher und schloss dann die Tür, nachdem
er sich versichert hatte, dass Shane keine Dummheiten anstellte. In dem Zustand,
in dem er war, konnte alles passieren. Shane legte sich ins Bett und versuchte
zu schlafen, doch erinnerte ihn alles an Angie. Alles roch nach ihr, sie roch
so wunderbar. Shane ließ sich in die Kissen und fallen und schlief dann
doch ein. "Mark jetzt erzähl uns bitte endlich, was los ist!", sagte Shanes
Mum zu Mark. "Okay ich erzähle es euch. Also Shane hat gestern nach dem
Konzert mit Angie gesprochen. Dabei ist sie wütend geworden und weinend
rausgerannt. Sie achtete nicht auf die Straße und wurde angefahren. Sie
wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und wurde die ganze Nacht operiert. Shane
und ich saßen die ganze Nacht im Krankenhaus. Der Arzt hat uns vorhin
gesagt, Angie sei ins Koma gefallen und man wüsste nicht, ob die jemals
wieder aufwacht." "Oh mein Gott, das ist ja schrecklich, was sollen wir denn
jetzt machen?" "Shane ist so am ende, er hat die ganze Zeit geweint. Er hat
sich nämlich in Angie verliebt. Er liebt sie über alles und jetzt
liegt sie im Koma." "Wir wissen, dass er in sie verliebt ist, man hat es gesehen.
Immer, wenn er sie angeguckt hat, dann hat man das Strahlen in seinen Augen
gesehen. Das habe ich noch nie gesehen, auch bei Gillian nicht!", sagte Shanes
Mum. "Ich würde sagen, ihr lasst Shane erst mal schlafen und dann sehen
wir weiter ja?" "Okay machen wir, geh du jetzt auch mal schlafen. Willst du
nicht lieber hier bleiben und in Shanes Zimmer schlafen? Mir wäre es lieber,
wenn du jetzt nicht mehr alleine Auto fährst." "Okay, aber könnt ihr
dann bitte meine Mum anrufen und ihr sagen, dass ich heute nicht mehr komme?"
"Ja machen wir. Schlaf du dich jetzt erst mal aus."
Mark ging nach oben in Shanes Zimmer und legte sich hin. Er sah ein Foto von
Angie auf dem Tisch stehen. Sie sah wunderschön aus. Was wird wohl sein,
wenn sie nicht mehr aufwacht? Mark wollte nicht daran denken und versuchte nun
auch endlich, einzuschlafen.
Shane und Mark hatten den ganzen Tag und die ganze Nacht durchgeschlafen, was
sie auch bitter nötig gehabt hatten. Sie standen beide um neun Uhr auf
und frühstückten zusammen. Shane hatte zwar überhaupt keinen
Appetit, aber Shanes Mum sagte, er müsse was essen und deshalb aß
er eine Scheibe Toast und trank ein Glas Orangensaft. Als er fertig war, sagte
er. "Ich fahre jetzt zu Angie ins Krankenhaus, ich muss schauen, wie es ihr
geht!" Shane stand auf und verließ das Haus. Mark kam hinterher und sagte,
er würde mitfahren. So fuhren sie zusammen ins Krankenhaus. Shane betrat
das Zimmer und sah Angie in ihrem Bett liegen. Es sah so aus, als würde
sie nur schlafen und jeden Moment aufwachen, doch das würde nicht geschehen,
das wusste Shane. Shane ging zu ihr, setzte sich neben ihr Bett und nahm ihre
Hand in seine. "Angie, es tut mir so leid! Ich wollte das nicht, ehrlich! Und
ich habe nicht gelogen, ich liebe dich wirklich, und zwar mehr, als du dir vorstellen
kannst. Bitte wach auf! Ich kann ohne dich nicht mehr leben. Bitte !" Shane
fing an zu weinen und die Tränen fielen auf Angies Bettdecke. "Bitte Angie,
komm zu mir zurück, lass mich nicht alleine. Ich bin nichts ohne dich,
bitte glaub mir. Das ist die Wahrheit!" Shane weinte und hielt Angies Hand.
Er wusste nicht, wie lange er da saß, doch Mark öffnete plötzlich
die Tür und meinte: "Shane wollen wir dann nicht langsam mal gehen, du
sitzt schon zwei Stunden bei ihr." Das ist mir egal, ich bleibe hier! Geh du
nach Hause, ich brauch dich jetzt nicht mehr, mir passiert nichts mehr, ehrlich!"
"Okay, aber wenn was ist," "Dann melde ich mich, ich weiß!" "okay dann
ciao!" Mark wollte gerade die Tür schließen, da sagte Shane: "Hey
Mark ich kann dir gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass du da bist. Ohne dich
hätte ich das nicht durchgestanden. Danke für alles!" "Hey kein Problem,
dafür sind Freunde da." Mark schloss die Tür und ging. Shane blieb
bei Angie sitzen und redete mit ihr. Doch sie zeigte keine Reaktion. Um 22 Uhr
abends fielen Shane dann doch die Augen zu und sein Kopf sank auf Angies Bett.
Am nächsten Morgen wurde er von der Krankenschwester geweckt. Ihm tat alles
weh. Es war nicht sehr bequem gewesen, doch für Angie würde alles
tun. Die Krankenschwester schickte ihn nach Hause, doch nach zwei Stunden war
er schon wieder bei Angie. Er konnte ihr einfach nicht von der Seite weichen.
Das ist wahre Liebe, dachte die Krankenschwester, als sie Shane wieder bei Angie
sah. Weil Shane sowieso nicht von Angies Seite wich, stellte die Krankenschwester
ein zweites Bett in Angies Zimmer auf, so konnte Shane Tag und Nacht bei Angie
sein. Er ging nicht mehr weg. Er saß jeden Tag bei ihr am Bett und in
der Nacht legte er sich in das Bett nebenan und nahm Angies Hand, bis er einschlief.
So ging das die nächsten 4 Wochen, doch Angie wachte nicht auf. Es war,
als wäre sie auf einem anderen Stern und würde Shane nicht hören.
Eines Tages, in der fünften Woche, in der Angie nun schon im Koma lag,
kamen die anderen 4 Jungs vorbei, um nach Angie und auch nach Shane zu sehen.
Sie betraten das Zimmer und sahen, wie Shane neben Angie saß und ihre
Hand hielt. Eine einsame Träne rollte Shanes Wange hinunter. "Hey Shany,
na wie geht’s? wir wollten nur mal nach Angie und dir sehen.", Nicky und die
anderen waren sehr besorgt um Shane, er zog sich immer mehr zurück, was
auch kein Wunder war. "Mir geht’s gut, aber Angie ist immer noch nicht aufgewacht.
Sie hat nicht mal eine kleine Reaktion gezeigt!" "Du Shane ich möchte dir
jetzt nicht zu nahe treten oder so, aber ich würde an deiner Stelle endlich
mal das mit Gillian klären, du hast ihr immer noch nicht gesagt, dass du
dich von ihr trennen willst, das willst du doch oder?" "Natürlich will
ich das, oder glaubst du, ich trenn mich erst von ihr, wenn Angie wieder aufwacht?
Meinst du etwa, ich halte mir Gillian warm, für den Fall, dass Angie doch
nicht mehr aufwacht?" "Nein so habe ich das nicht gemeint!", verteidigte sich
Bryan. "Dann ist ja gut, aber ich werde jetzt zu Gillian gehen und es ihr sagen.
Bleibt ihr noch ein bisschen ? Ich will nicht, dass sie so lange alleine ist."
"Klar machen wir!", kam es von Kian und Mark. Shane verließ das Zimmer
und machte sich auf den Weg zu Gillian. "HI mein Schatz, da bist du ja mal wieder,
ich habe schon ganz vergessen, wie du aussiehst!" Gillian wollte Shane ein Kuss
geben, doch Shane drehte sich weg und sagte: "Gillian, es tut mir leid, dass
ich dir das sagen muss, aber ich liebe dich nicht mehr. Ich habe mich unsterblich
in Angie verliebt und Angie braucht mich jetzt. Ich wollte dir das nur sagen,
weil ich finde, dass das fair ist. Ich hoffe, du kannst mir irgendwann verzeihen.
Ich habe dich wirklich sehr geliebt, aber ich kann nicht mehr mit dir zusammen
sein!" "KLATSCH!" Gillian gab Shane eine Ohrfeige und knallte ihm die Tür
vor der Nase zu. "Du feiges Arschloch, ich will dich nie wieder sehen, verschwinde!",
schrie Gillian durch die geschlossene Tür. "Okay dann gehe ich jetzt, ich
wollte es freundschaftlich mit dir klären, aber wenn du nicht willst. Ich
liebe dich nun mal nicht mehr, und das musst du akzeptieren!", rief Shane zurück
und ging wieder zu seinem Auto. Ihn wunderte es, dass es ihm nicht mehr ausmachte,
wie Gillian reagiert hatte, aber er war sich seiner Gefühle 100%ig sicher.
Zur selben Zeit im Krankenhaus verabschiedeten sich Kian, Mark, Nicky und Bryan
von Angie. Jeder gab ihr ein Kuss auf die Wange und flüsterte ihr etwas
ins Ohr. Nicky war als letzter dran. Er gab ihr ein Kuss auf die Wange und verabschiedete
sich von ihr. Da hörte er, wie Angie ganz leise den Namen "Shane" flüsterte.
Ganz leise, doch er war sich 100%ig sicher. Er schrie auf. "Was ist denn Nicky?",
fragte Bryan. "Sie hat was gesagt, sie hat was gesagt, ganz leise, aber ich
habe es gehört! Sie hat Shane geflüstert!" "Seht mal, ihre Finger,
sie bewegen sich! Das ist ein gutes Zeichen! Schnell, rufen wir Shane an, er
soll sofort wieder herkommen!", sagte Mark. "Ich bin schon da! Was ist denn
los?" Shane war gerade zur Tür hereingekommen. "Shane da bist du ja ! Angie,
sie hat was gesagt, sie hat ganz leise deinen Namen gesagt, ich habe es gehört,
als ich mich von ihr verabschiedet habe. Und ihre Finger haben sich bewegt."
"Nein, das gibt es doch nicht! Wirklich?" Shane lief zu ihr hin, dich sie sah
aus wie immer. Sie bewegte gar nichts mehr. Shane war am Boden zerstört.
Warum war er nicht dagewesen? "Hey Shane ist doch nicht so schlimm, sie wacht
schon wieder auf, das war doch schon mal ein gutes Zeichen oder?" Nicky versuchte
ihn zu trösten. "Ja, aber ich will, dass sie jetzt aufwacht, ich habe so
Sehnsucht nach ihr. Ihr Lachen, Ihre Augen, einfach alles. Ich kann nicht mehr!"
"Hey Shane, du schaffst das. Wie wäre es, wenn wir ihr was vorsingen, das
hilft vielleicht!", sagte Kian. "Das ist ne gute Idee, was sollen wir denn singen?",
sagte Bryan. "Tonight!" kam es ganz leise von Shane. "Natürlich Tongiht,
warum sind wir nicht gleich darauf gekommen? Okay auf drei ja?", sagte Mark.
Sie stellten sich alle um Angies Bett herum auf und fingen an zusingen. Alle,
die auf dem Gang standen, kamen näher, um zu sehen, was dort los war.
Als Shane die zweite Strophe sang, fing er an zu weinen. Stumme Tränen
rannen ihm die Wangen hinuter. Doch was war das? Angie holte plötzlich
tief Luft und öffnete langsam die Augen. Shane sah es und stockte. Er konnte
es nicht glauben. Er lief zu ihr hin. Er fiel ihr um den Hals und weinte, wir
er noch nie geweint hatte. "Ich hab dich endlich wieder! Endlich! Ich hätte
es nicht mehr ohne dich ausgehalten! Angie, ich liebe dich! Glaub es mir, ich
liebe dich so sehr, dass es weh tut." Angie umarmte ihn auch und fing an zu
weinen. "Shane, ich liebe dich auch, mehr als du dir vorstellen kannst. Ich
weiß, dass du immer da warst. Ich habe es gespürt. Du bist meine
große Liebe." Sie küssten sich. Endlich, dachte Shane und Angie dachte
das Selbe.
Die anderen fingen an zu klatschen, auch die Leute auf dem Gang klatschten.
Nun kam der Arzt rein und sah, dass Angie wach war. Er staunte. Er hätte
es nicht für möglich gehalten, dass Angie noch einmal die Augen öffnen
würde. "Willkommen zurück!" , sagte er und fing an, sie zu untersuchen.
"Es ist erstaunlich, wie sich ihre Werte verbessert haben. Das ist geradezu
ein Wunder. Wenn es weiter so bergauf geht, dann können sie in einer Woche
nach Hause." "Wirklich? Ich darf sie mitnehmen?" Shane war außer sich
vor Freude. Er konnte es nicht glauben. Seine Angie war endlich aufgewacht und
sie liebte ihn auch. Jetzt konnte nichts mehr schief gehen.
Angies Zustand verbesserte sich von Tag zu Tag und tatsächlich, nach einer
Woche durfte sie aus dem Krankenhaus. Shane holte sie ab und sie gingen langsam
hinaus. Sie war immer noch wackelig auf den Beinen, was auch kein Wunder war.
Sie lag 6 Wochen lang im Bett.
Shane sperrte die Tür vom Haus seiner Eltern auf und trat ein. Angie kam
hinterher und Mae rannte sofort auf sie zu. "Angie, da bist du ja wieder! Endlich,
wir haben uns solche Sorgen gemacht, vor allem Shane. Du hättest ihn mal
sehen sollen!" "Sorry mein Schatz, dass ich dir so viele Sorgen bereitet habe!"
Angie gab Shane einen Kuss auf die Nasenspitze und lächelte. "Hab ich da
was verpasst? Seid ihr etwa zusammen?", fragte Peter. "Und ob wir das sind,
und zwar für immer und ewig, nicht wahr meine Süße?" "Ja für
immer und ewig!" Sie küssten sich.
"Seid ihr ein süßes Paar!" Kian stand in der Tür und hatte alles
gesehen. "Hey Ki, na wie geht’s ? Wie siehts denn eigentlich aus mit unserem
Urlaub? Wann müssen wir wieder ran?" "Wir haben noch 2 Wochen frei und
dann müssen wir ab ins Studio, du weißt doch, Album ? Single?" "Natürlich
weiß ich das, ich wollte nur wissen, ob wir noch Zeit haben, wegzufahren.”
"und können wir?", fragte Angie ganz aufgeregt. "Ja können wir, wo
willst du denn hin?" "Das ist mir egal, aber können wir vielleicht einen
kurzen Zwischenstop in München machen, ich möchte unbedingt meine
beste Freundin wieder sehen!" "ja klar können wir, aber willst du nicht
zu deiner Mutter auch?" "Nein will ich nicht, die behält mich nur wieder
bei ihr und ich will nie wieder weg von dir!" "Musst du ja auch nicht, aber
ich denke, ein kurzer Besuch, ist nicht verkehrt!" !Aber wenn sie mir sagt,
ich soll dableiben? Was ist, wenn sie die Polizei ruft? Da kannst du dann auch
nichts machen, auch wenn du mein Freund bist, da müsstest du schon mein
Verlobter oder Mann sein!" "Okay, willst du mich heiraten?" Shane holte einen
Ring aus seiner Tasche und kniete vor ihr nieder. "Ich wollte dir den Antrag
eigentlich im Urlaub machen, aber wenn das so ist, dann frage ich dich jetzt:
Angie mein größter Schatz auf dieser weiten Welt, willst du meine
Frau werden?" Angie stand da und wusste nicht, was sie machen sollte. Doch dann
begannen ihre Augen zu strahlen und sie sagte "JA natürlich will ich! Ich
liebe dich!" Shane steckte ihr den Ring an den Finger, hob sie dann auch und
wirbelte sie durch die Luft. Auch seine Augen strahlten. "Weißt du, dass
du mich zu dem glücklichsten Menschen der Welt machst?", sagte Shane und
küsste seine Angie. "du kannst nicht glücklicher sein, als ich." "Doch
kann ich" "Nein kannst du nicht!" Eine Zeit lang stritten sie darum, wer denn
glücklicher sei. Sie einigten sich auf ein Unentschieden. Plötzlich
hörten sie klatschen. Sie sahen sich um und merkten, dass nicht nur Kian
und Shanes Eltern da waren, es standen auch die anderen 3 Jungs in der Tür.
Kerry, Lilly, Molly und Gina waren auch dabei. Sie wollten Angie zu Hause willkommen
heißen und nun hatten sie den wunderschönen Heiratsantrag live miterlebt.
"Ist das süß, Ich wünsche auch alles Gute!" Kerry lief zu Angie
hin und umarmte sie, auch Shane wurde von ihr umarmt. Die anderen machten es
ihr nach und Angie war so glücklich, wie noch nie in ihrem Leben.
"So mein Schatz, jetzt müssen wir aber unsere Reise planen. Du hast gesagt,
München Stopp? "Ja habe ich, müssen wir jetzt auch zu meiner Mutter
fahren?" "Ja fahren auch zu deiner Mutter!" "Und was machen wir, wenn sie mich
dabehalten will?" "Dann reden wir mit ihr und wenn sie es nicht einsieht, dann
nehme ich dich einfach wieder mit!" "Okay so machen wir das!" Angie grinste.
Am nächsten Morgen sollte es schon losgehen. Sie war so aufgeregt. Endlich
mal wieder nach Deutschland. In ihre alte Heimat, denn dort fühlte sie
sich schon lange nicht mehr zu Hause. Ihr zu Hause war in Irland, In Sligo,
bei Shane. Und sie wollte nirgends anders mehr sein.
"Angie kommst du jetzt? Wir müssen los, wir verpassen sonst unseren Flieger!"
"Ich komme!" "WOW, ist das meine Angie?" Angie kam die Treppe runter. Sie hatte
ein wunderschönes schwarzes Sommerkleid an, dazu eine silberne Kette und
die passenden Ohrringe dazu. Sie hatte sie von Shane geschenkt bekommen. Und
natürlich der wunderschön schimmernde Verlobungsring mit einem weißen
Diamanten. Angie hatte ihre Haare wieder eingedreht und sah einfach nur phantastisch
aus. "Ja das ist sie und sie möchte jetzt losfahren!" "Okay dann steigen
Sie ein meine Dame!" Sie standen draußen vorm Haus und Angie stieg in
Shanes Auto. Shane stieg auch ein und sie winkten noch mal Shanes Eltern, die
an der Tür standen. Dann fuhren sie los. Am Flughafen angekommen, brachten
sie erst mal ihr Gepäck weg und dann kamen sie auch schon. DIE FANS. Angie
hatte sich das schon gedacht. Sie hatten Shane erkannt und rannten kreischend
auf ihn zu. Shane gab bereitwillig Autogramme und sagte dann schließlich:
"Sorry, ich muss aber jetzt weg. Meine Verlobte und ich fahren in Urlaub." Er
nahm Angies Hand und zog sie davon. Die Fans schauten ihnen hinterher. "Das
war doch nicht Gillian oder ?", sagte das eine Mädchen. "Nein das war sie
ganz sicher nicht. Hat er sich von ihr getrennt? Das wusste ich ja gar nicht!
Aber war das denn nicht die Frau, die schon beim Konzert auf der Bühne
war und mit Shane und den anderen gesungen hat?" "Doch das war sie, stimmt!
Und wir haben auch noch mit ihr geredet und ihr gesagt, wir fänden es besser,
wenn sie Shanes Freundin sein würde und jetzt?" Die Mädchen lachten
und gingen. Shane und Angie waren inzwischen im Flugzeug und setzten sich in
die 1.Klasse. "Shany, warum hast du den Mädchen vorhin gesagt, wer ich
bin? Ich dachte, du würdest es erst noch geheim halten, dass du nicht mehr
mit Gillian zusammen bist." "Nein ich will es nicht geheim halten. Du bist das
wichtigste in meinem Leben und dich werde ich nie verleugnen. Außerdem
möchte ich mit der ganzen Welt mein Glück teilen." "Du bist so süß,
weißt du das?" "JA weiß ich", gab Shane zurück und grinste.
"Ich liebe dich mein kleiner Dieb!" Sie küsste ihn. "Warum Dieb?", fragte
Shane. "Ja kannst du mir verraten, wer mein Herz sonst geklaut haben könnte,
wenn du es nicht warst?" Angie lachte und Shane musste mitlachen.
Flugzeug erhob sich und Angie wurde zusehend nervöser, je näher sie
dem Ziel kamen. Schließlich landeten sie in München und sie stiegen
aus. Shane und Angie suchten sich ihre Koffer und Shane mietete einen Wagen.
Dann müssten sie nicht mit dem Zug fahren müssen. Sie stiegen in das
Auto ein, das in der Tiefgarage stand und fuhren los. Angie fing an zu zittern.
"Hey Schatz, ganz ruhig, wir schaffen das schon." "Ja wir schaffen das, aber
lass mich nicht alleine bitte!" "Ich lass dich nie wieder alleine, dich lass
ich nie wieder gehen, du bist mein ein und alles und das weißt du!" "Danke
mein Schatz." Sie beugte sich rüber und sie küssten sich. Nach ca.
1 ½ Stunden Fahrt, kamen sie in Angies altem Dorf an. Sie sagte Shane,
wo er fahren müsse, dass sie zu Nina kamen. Sie hielten vor Ninas Haus
und Angie nahm sich vor, sie ein wenig zu ärgern. Sie nahm ihr Handy heraus
und wählte Ninas Nummer. Nina ging hin. "Hallo, wer ist da?" "Hi hier ist
Angie, ich wollte mich mal wieder melden!" "Hey Angie, endlich hört man
mal wieder was von dir! Wie geht’s dir denn? Ich würde dich am liebsten
mal wieder in die Arme nehmen!" "Also mir geht es gut, sag mal bist du alleine
?" "Ja bin ich wieso ?" "Ich wollte es nur wissen, jetzt erzähl mir mal,
was machst du denn so?" Während Nina Angie erzählte, was bei ihr so
alles passiert war, stieg Angie aus und gab Shane leise zu verstehen, dass er
ihr folgen sollte. Die zwei schlichen sich nach oben. Sie zeigte Shane, wo er
stehen bleiben sollte, damit Nina ihn nicht sah. "Sag mal Nina, bist du eigentlich
immer noch Westlife Fan?" "Ja und wie! Du müsstest mein Zimmer mal sehen,
ich glaube, ich werde langsam so schlimm wie du, aber ich muss dir was beichten!"
"was denn?" , Angie konnte es kaum noch erwarten, ihre Nina zu überraschen,
aber sie riss sich zusammen. "Ich bin kein Kian - Fan mehr, ich mag jetzt Shane
am liebsten, sorry, aber ich kann nichts machen!" "Hey macht doch nix nur ich
muss dir immer wieder sagen, Shane gehört mir verstanden?" "Ja verstanden!"
Angie konnte sich das Lachen kaum noch verkneifen. Wenn Nina wüsste, dass
sie mit Shane verlobt war. Wenn sie wüsste, dass sie vor ihrer Tür
steht. Wenn sie wüsste, dass sie Shane dabei hatte. "Sag mal, wo bist du
eigentlich gerade?" "das sage ich dir später!" Jetzt klingelte Angie an
Nina’s Tür. "wart mal kurz ich muss die Tür aufmachen." "Ja ich warte!"
Nina öffnete die Tür. Sie kreischte. "ANGIIIIIIIEEEE !!!! was machst
du denn hier?" Sie sprang Angie entgegen und umarmte sie stürmisch. "Ich
musste dich einfach wieder sehen!" "Ja ich freu mich wahnsinnig, du siehst ja
super aus. Woher hast du denn den teueren Schmuck? Und der Ring ! Oh Mein Gott,
du willst mir aber jetzt nicht sagen, dass das ein Verlobungsring ist oder ?"
"Doch das ist einer, ich habe in Irland mein Traumprinzen getroffen, ich habe
ihn dabei, willst du ihn kennen lernen?" "Ja natürlich! Wo ist er denn?"
"SCHATZ kommst du bitte her?" Plötzlich kam Shane aus seinem Versteck,
ging zu Angie hin, legte seinen Arm um ihre Hüften und gab ihr einen Kuss.
"Du verarschst mich doch jetzt! Das kann doch nicht wahr sein! Das ist SHANE
!!!! Ich glaubs nicht, Shane steht vor meiner Tür! Oh GOTT ! NEIN, du willst
doch nicht sagen, das ist dein Verlobter?" "Doch das ist er! Wir sind seit gestern
verlobt, er hat sich in mich verliebt, seit ich bei euch gewohnt habe stimmts
schatz?" "Ja genau, ich bin dir ganz und gar verfallen." "Ja und als du dann
noch die ganzen fünf Wochen bei mir im Krankenhaus warst, da ist auch bei
mir alles zu spät gewesen, du hast mich verzaubert!" Shane gab Angie einen
Kuss auf die Nasenspitze. "Du warst im Krankenhaus? Warum? Was ist passiert
?" "Du könntest uns auch erst mal reinbitten!" , sagte Angie. "oh ja sorry,
kommt, du weißt ja, wo mein Zimmer ist." "Was ist denn hier passiert?
So kenn ich dein Zimmer gar nicht. Gefällt mir aber!" "ja mir auch!" ,
sagte Shane und grinste. Von den Wänden schauten ihn seine Bandkollegen
und natürlich er selbst an. "Tja ist viel passiert." "Ja das kann man wohl
sagen." "So und jetzt erzähl mir alles von Anfang an. Wie ist das mit euch
passiert, warum wohnst du bei ihm, warum warst du im Krankenhaus, wie war es
auf dem Sligo Konzert?" "Ganz langsam Nina, alles nach der Reihe!" Nun fing
Angie zu erzählen. Sie erzählte ihr alles von Anfang bis Ende. Wie
sie mit Westlife im Flugzeug saß, wie sie sich im Wald versteckt hatte,
wie sie in dem Haus gewesen ist. Sie erzählte von ihrer Krankheit, sie
erzählte, wie sich Shane um sie gekümmert hatte und wie er sie dazu
überredet hatte, den Brief zu schreiben. "Ja deine Mutter hat mir von dem
Brief erzählt, sie ist so am Ende, seit du weg bist!" "ja wirklich? Wir
werden später zu ihr fahren, aber ich werde danach mit Shane wieder nach
Irland zurück kehren, egal was sie sagt." "Okay erzählt jetzt weiter!"
Angie erzählte weiter. Sie erzählte, wie sie auf dem Sligo Konzert
war und wie sie hatte auf die Bühne kommen müssen uns singen. Sie
erzählte, wie Shane ihr die Liebeserklärung machte und sie wütend
raus rannte, und wie sie vom Auto angefahren wurde und 5 Wochen im Koma lag.
Nina ging der Mund immer weiter auf. Shane erzählte, wie er sich um Angie
gekümmert hatte und wie sie wieder aufgewacht war. Angie erzählte,
wie sie aus dem Krankenhaus rauskam und wie Shane ihr den Heiratsantrag machte.
Ihre Augen füllten sich mit Tränen, als sie es erzählte. Sie
war so glücklich. "Und nun sind wir hier!", schloss Angie ihre Geschichte.
"Das ist ja der Wahnsinn, ich glaub das nicht! Aber ihr werdet mich doch zu
eurer Hochzeit einladen oder?" "Ja natürlich, nur meine Trauzeugin kannst
du nicht werden, das hab ich schon jemanden anders gefragt!" "Wen denn?", fragte
Shane ganz neugierig. "Ja Kerry, wen sonst! Gillian ganz bestimmt nicht! Stehst
du heute ein bisschen auf der Leitung mein Schatz?" "Nein eigentlich nicht,
aber wann hast du sie denn gefragt?" "Ja gestern, als sie mit Bry, Lilly und
Molly da war." "achso ja okay!" "Und wer wird dein Trauzeuge?" "Mark! Er hat
mir so sehr geholfen, als du im Krankenhaus warst. Ohne ihn hätte ich das
nicht durchgestanden."
"Okay, dann hätten wir das auch geklärt. Aber wir müssen jetzt
echt los. Ich muss zu meiner Mutter!" "Okay, aber kommt ihr noch mal vorbei,
bevor ihr wieder fahrt?" "Ja machen wir, bis später Süße!" "Bye
Nina", sagte Shane und die Beiden gingen nach draußen und fuhren davon.
Nina konnte das alles nicht glauben. Sie setzte sich auf ihr Bett und dachte
nach.
Angie und Shane kamen am Haus von Angies Mutter an. Angie wurde plötzlich
sehr nervös. "Hey Schatz, ich bin bei dir, du brauchst keine Angst haben!"
"Danke, ohne dich würde ich das nicht schaffen." Sie gingen zur Haustür
und klingelten. Sie mussten kurz warten und dann öffnete Angies Bruder.
"Hey Andreas, dich habe ich schon so lange nicht mehr gesehen, komm her!" Angie
öffnete die Arme und ihr kleiner Bruder lief auf sie zu und schmiss sich
in ihre Arme. "Angie wo warst du? Mama und ich waren ganz traurig." "Ich bin
ja wieder da, aber ich kann nicht lange bleiben! Wo ist denn Mama?" "Mamaaaaaa,
komm schnell Angie ist wieder da!" Andreas lief in die Wohnung und Angie lief
mit zittrigen Knien hinterher. Shane kam langsam hinterher. "Mama?" Angies Mutter
saß auf der Couch. Sie sah verweint aus. Sie hob den Kopf und sah Angie.
"ANGIE, da bist du ja wieder ! Weißt du, was ich mir für Vorwürfe
gemacht habe? Es tut mir alles so leid. Komm her mein Kind!" Angie ging auf
ihre Mutter zu und sie umarmten sich. Ihre Mutter fing an zu weinen. Angie fing
auch an. Sie ließen sich los und ihre Mutter sagte: "Angie bitte sag mir,
wo du warst? Ich möchte alles wissen, und wer ist denn der junge Mann,
den du mitgebracht hast?" "Also Mama, darf ich dir vorstellen, das ist Shane
Filan mein Verlobter, Shane, das ist meine Mutter!" Shane ging auf sie zu und
schüttelte der verwirrten Frau die Hand und begrüßte sie. "Dein
Verlobter? Hab ich das richtig gehört? Du bist verlobt?" "Ja bin ich, sieh
her!" Sie zeigte ihrer Mutter den wunderschönen Verlobungsring. "Oh mein
Gott, meine Tochter ist verlobt!" Angie machte sich auf ein Donnerwetter gefasst,
doch... "Ich freu mich so für dich, wann wird denn geheiratet, bin ich
auch eingeladen?" "oh Mama!" Sie fiel ihrer Mutter um den Hals und weinte. Sie
war so glücklich, dass ihre Mutter es so gut aufgefasst hatte. Sie war
so glücklich, dass wieder alles in Ordnung war. "Mama ich muss dir aber
sagen, dass ich wieder mit Shane zurück nach Irland fahre. Wir haben gerade
angefangen, ein Haus zu bauen. Es wird wunderschön. Aber natürlich
wirst du zu unserer hochzeit eingeladen!" "Ich dachte mir schon, dass du wieder
zurück willst, aber ich werde dir keine Steine in den Weg legen. Werde
glücklich! Ich hab vieles gut zu machen! So jetzt erzähl mir aber
mal, was du so gemacht hast! Wie ist es dir ergangen? Ich will alles wissen!"
Und Angie erzählte die Geschichte heute zum zweiten mal. Als Angie erzählte,
dass sie fünf Wochen im Koma lag, fing ihre Mutter an zu weinen. "Hey Mama
ist doch alles gut, mir geht’s gut und ich bin so glücklich wie noch nie!"
"Ja okay, geht schon wieder, erzähl weiter!"
Und Angie erzählte die Geschichte bis zum Schluss. "Da hast du aber viel
durchgemacht und ich bin an allem Schuld! Es tut mir so leid!" "Mama ist okay,
ich habe dir schon längst verziehen!" Sie umarmten sich noch einmal und
dann sagte Angie, dass sie jetzt weiter müssten. Der Flieger nach Irland
wartet nicht. Sie wollten noch ein paar Tage durch Irland reisen. Shane wollte
Angie unbedingt "Seine" Insel zeigen und natürlich Angies neues zu Hause.
Sie verabschiedeten sich und fuhren dann noch mal kurz zu Nina, um ihr auf Wiedersehen
zu sagen und fuhren dann wieder zum Flughafen.
Angie war mehr als glücklich, sie stieg in den Flieger ein und nach einer
halbe Stunde war sie an Shanes Schulter angelehnt, eingeschlafen.
"Hey Schatz aufwachen ! Wir sind gelandet!" Shane stupste Angie sanft an und
sie öffnete ihre Augen langsam. "Was ist denn los ? Oh bin ich etwa eingeschlafen?"
Angie lächelte verlegen und wurde rot. "Ja mein Schatz du hast geschlafen,
wie ein Engel, ich wollte dich nicht wecken!" Angie und Shane schnallten sich
ab und stiegen aus dem Flugzeug aus. Sie waren wieder in Dublin gelandet. Es
war schon sehr spät und sie beschlossen, nachdem sie ihr Gepäck geholt
hatten, sich ein Hotel zu suchen. Sie stiegen in Shanes Auto ein und fuhren
zum nächsten Hotel. Sie stiegen aus und gingen erst einmal an die Rezeption
um zu fragen, ob noch ein Zimmer frei ist. "Entschuldigen Sie, wir hätten
gerne ein Zimmer für heute Nacht. Haben Sie noch etwas frei?" erkundigte
sich Shane. "Ja natürlich haben wir noch etwas frei. Ein Doppelzimmer oder
zwei Einzelzimmer Mr. Filan ?" Shane wunderte sich nicht, dass der Mann an der
Rezeption seinen Namen kannte. In diesem Hotel hatten er und die Jungs schon
oft übernachtet und die Tatsache, dass Shane zu einer der berühmtesten
Band Irlands gehörte, ist ihm auch nicht entgangen. "Ein Doppelzimmer bitte,
für mich und meine Verlobte." Sagte Shane grinsend und legte den Arm um
seine Angie und küsste sie auf die Stirn. "Wie Sie wünschen. John,
kommen Sie bitte her und tragen Sie den Herrschaften hier die Koffer auf Zimmer
2507." Ein Mann kam herüber, begrüßte sie freundlich, nahm die
Koffer und lief zum Aufzug. Angie und Shane liefen ihm hinterher, doch Angie
stand unentschlossen vor dem Fahrstuhl. "Was ist denn Schatz?" fragte Shane.
"Ich habe riesen Angst vor Aufzügen, können wir nicht die Treppen
nehmen?", bettelte Angie. "Du bist ja noch schlimmer, als Nicky und der hat
ja schon riesen Schiss vor den Dingern. Komm, du steigst da jetzt mit mir ein
und ich halte dich ganz fest, da kann dir nichts passieren okay ?" "Okay!" Angie
stieg ein. Als sich die Türen schlossen, klammerte sie sich panisch an
Shane. Er nahm sie in den Arm und strich ihr sanft über die Haare. Sie
zitterte. Doch die Türen öffneten sich schon und Angie sprang heraus.
"Na bitte, du hast es doch geschafft, bin sehr stolz auf dich." Shane küsste
sie zärtlich. Der Mann mit ihren Koffern lief schon mal vor, blieb vor
einer Tür stehen und schloss sie auf. "Bitte sehr, einen angenehmen Aufenthalt!"
"Vielen Dank!" Er ging wieder nach unten und Shane und Angie gingen in das Zimmer,
schlossen die Tür und ließen sich aufs Bett fallen. "Heute war so
ein schöner Tag, ich habe meine beste Freundin wieder gesehen, ich hab
meine Mutter wieder gesehen, ich habe mich mit ihr vertragen und ich habe meinen
Traummann für immer an meiner Seite. Shane ich liebe dich so sehr, du kannst
dir nicht vorstellen, was das für mich bedeutet, dich zu heiraten. Weißt
du, wie oft ich von dir geträumt habe ? Die unzählbaren Tränen
die ich geweint habe, die unzähligen Stunden, in denen du nicht bei mir
warst ? das alles kommt mir jetzt so weit weg vor, du gehörst mir und du
liebst mich ! oder?" Angie sah in seine großen braunen Augen und sie musste
nur in diese wundervollen Augen schauen, die sie so verrückt machten und
sie wusste, was er sagen würde. "Angie, ich liebe dich über alles,
mehr als mein Leben. Ich hätte nicht gedacht, dass mir das passiert. Ohne
dich bin ich überhaupt nichts mehr. Bitte verlass mich nicht ! Nie wieder
! verstehst du?" "Never Ever. I swear !" Sie gab ihm einen leidenschaftlichen
Kuss und er wusste, dass Angie DIE Frau seines Lebens war und er würde
sie nie wieder gehen lassen.
Am nächsten Morgen wachten sie auf und ließen sich erst mal das Frühstück
ans Bett bringen. Sie frühstückten gemütlich und zogen sich an,
bereit, die Insel zu erkunden. Sie gingen aus dem Hotel und stiegen in Shanes
Auto und fuhren durch Dublin. Sie hielten mal hier, mal dort. Shane zeigte ihr
Sachen, die sie vorher noch nicht gesehen hatte. Sie staunte. Sie liebte dieses
Land mehr und mehr. Sie kam davon nicht mehr los, das wusste sie. Genauso, wie
sie nie von Shane loskommen würde. Aber das wollte sie ja gar nicht. Sie
war so glücklich. Dann fuhren sie ans Meer. Sie brauchten 3 Stunden bis
sie endlich ankamen. Doch es hatte sich gelohnt. Der Ausblick, den man vor hier
hatte, war einfach fantastisch. Es ging ein starker Wind und Angie fror. Shane
merkte es sofort und nahm Angie in seine Arme, damit sie nicht fror. "Danke
mein schatz!", sagte Angie und küsste ihn. Sie standen am Strand und sahen
aufs Meer hinaus. Die Sonne ging unter. Es war wunderschön, zu sehen, wie
der große rote Ball im Meer versank. "Shane ich liebe dich so sehr und
dieses Land auch. Ich kann nicht glauben, dass das wahr ist!" "Doch es ist wahr,
mein Schatz, ich bin so froh, dass es dich gibt. Manchmal glaube ich, wenn ich
morgens in meinem Bett aufwache, dass das alles nur ein wunderschöner Traum
war und wenn ich dann sehe, wie du mir neben mir liegst und schläfst, wie
ein Engel, glaube ich erst, dass es wahr ist." Shanes Augen strahlten vor Freude,
man sah ihm an, wie glücklich er doch war.
Langsam gingen sie wieder zum Auto und überlegten, wo sie denn schlafen
könnten. Dann sahen die, etwas weit entfernt ein Haus stehen. Sie fuhren
dort hin, und lasen auf einem Schild "Zu vermieten! Tel. 254 6923." Ich ruf
an!", sagte Shane. Er wählte die Nummer und eine Frau hob ab. Sie war sehr
freundlich und als sie hörte, wer dran war, sagte sie: "Ah Mr. Filan, Sie
kenn ich natürlich ! ich habe eine Tochter, die ist total Westlife Fan
! Hätten sie was dagegen, wenn ich dann morgen mit ihr kurz vorbeikomme
? Sie mag Sie am aller meisten!" "Nein ich habe nichts dagegen, vorausgesetzt,
Sie haben nichts dagegen, dass ich mit meiner Verlobten in ihrem Haus wohne!"
"Ah Ms. Walsh haben sie auch mitgebracht ! Wie s.." " Nein nicht Ms Walsh !
Ms Walsh ist nicht mehr meine Verlobte!" "Oh entschuldigen Sie vielmals, also
der Schlüssel für das Haus ist unter der Fußmatte, ich komme
dann morgen mit meiner Tochter vorbei und regele dann alles mit Ihnen, ich wünsche
eine gute Nacht!" "Gute Nacht und vielen Dank!" Er legte auf, nahm den Schlüssel
und steckte in ihn das Schlüsselloch. Es war ein schönes Haus, mit
einem Wohnzimmer, Küche, einem großen Bad und im 1. Stock waren drei
große Zimmer. "Schön hier ! wollen wir hier bleiben ? es ist so schön,
die Aussicht ! Wir können ausschlafen, dann zum Strand oder in die Stadt
fahren." Angie war völlig begeistert. "natürlich können wir hier
bleiben! Alles was meine Prinzessin wünscht!" sagte Shane und lächelte
ihr verliebt zu. Angie lief auf ihn zu und er hob sie hoch. Die zwei sahen so
verliebt aus und das waren sie auch.
Am nächsten Tag, ca. um 13 Uhr kam dann auch Mrs. Connor, die ihnen das
Haus vermietet hatte und ihre Tochter war auch dabei. Es schien so, als ob ihre
Tochter Grace nichts von Shane wusste, denn sie rief: "Mum, warum musste ich
unbedingt mitkommen, ich wollte doch meine Poster in meinem Zimmer noch mal
neu aufhängen." "Warts ab, das hier wird dir noch viel besser gefallen!"
sagte ihre Mutter, grinste und sperrte die Tür auf. "was soll mir hier
schon besser gefallen?", sagte Grace missmutig. "Ich will wieder nach H.." "AHHHH
oh mein Gott, das ist jetzt nicht wahr!!!" Sie war in das Haus reingegangen
und sah Shane von Westlife auf der Couch sitzen. Shane war doch ihr absoluter
Liebling, das konnte doch nicht sein. "Hi Mrs. Connor, hi du ! na wie gehts?
Shane stand auf und ging auf sie zu. Grace hatte zu weinen begonnen und Shane
nahm sie natürlich in den Arm. Grace schluchzte und zitterte am ganzen
Körper. Angie sah es und sie wusste, wie es sich anfühlte. Sie erinnerte
sich ganz genau daran, wie Shane sie auf dem Konzert umarmt hatte. Sie hatte
genauso geschluchzt und gezittert. Sie stand auf und begrüßte auch
Mrs. Connor und Grace. "Wer sind Sie?" fragte Grace. "Das ist meine Verlobte
Angela !" sagte Shane und legte den Arm um sie. "Verlobte ? und was ist mit
Gil?", fragte Grace ganz neugierig. "Mit der bin ich nicht mehr zusammen!" sagte
Shane und drückte Angie noch fester an sich. "Ist auch gut so, ich habe
sie nie gemocht, aber du bist mir voll sympathisch!", sagte Grace. "Nun ist
aber gut Grace, kannst du bitte im Auto warten ich muss noch was klären,
wegen der Vermietung." Grace ließ sich noch ein Autogramm von Shane geben,
und was Angie wunderte, von ihr auch, umarmte Shane dann noch einmal und ging
hinaus. Sie einigten sich mit Mrs. Connor über die Miete und die Dauer
und dann verabschiedete sich auch sie.
Die nächsten Tage verbrachten Shane und Angie mit ausschlafen, am Strand
spazieren gehen und in der Stadt bummeln. Es war einfach herrlich, bis plötzlich,
eines Nachmittags, ein Anruf von Nicky kam.
Es schien dringend zu sein, denn Nicky sprach schnell und seine Stimme zitterte.
"Shane, du musst kommen, schnell, du musst ..." "Hey Nicky nun mal langsam,
was ist los, was ist passiert?" "Gillian !! Sie steht oben auf dem Dach ! Auf
dem Hochhaus ! sie will runter springen ! Schnell komm ! Nur du kannst sie aufhalten!"
"Das ist jetzt nicht wahr oder ?? Ich komme sofort ! wo seid ihr?" "Wir sind
in Dublin, du weißt doch das große Hochhaus bei Bryan in der Nähe!"
"Ja ich weiß schon, ich komme sofort hin, halt sie auf!" Shane legte auf
und schmiss sein Handy weg. Er stürmte an Angie vorbei aus dem Haus. Angie
lief ihm hinterher. "Hey Shane, was ist passiert?" "Steig ein ! ich erklärs
dir unterwegs." Angie stieg in das Auto ein und Shane fuhr auch schon mit quietschenden
Reifen los. "Und jetzt erzähl!", drängte Angie. "Gillian will sich
umbringen ! Sie steht oben auf einem Hochhaus, Nicky hat es mir gerade gesagt,
ich muss sie aufhalten. Ich bin zwar nicht mehr mit ihr zusammen, aber ich glaube,
sie steht nur meinetwegen da oben, und wenn ihr dann was passiert, das könnte
ich mir nie verzeihen!" Shane zitterte und ihm traten die Tränen in die
Augen. Er hatte Gillian geliebt und er wollte nicht, dass ihr was passierte.
"Hey Shane beruhige dich, du bist dafür nicht verantwortlich, wenn jemand
schuld ist, dann bin ich das." Shane machte eine Vollbremsung, dass Angie fast
das Herz stehen blieb. Shane sah Angie tief in die Augen und sagte laut: "Du
hast überhaupt keine Schuld ! Hast du mich verstanden ? Ich liebe dich
und habe mich für dich entschieden ! Sag nie wieder so etwas!" Shane war
die Röte ins Gesicht gestiegen. "ja okay!", gab Angie kleinlaut zurück.
So hatte sie Shane noch nie gesehen. Shane fuhr wieder los und gab noch mehr
Gas. Nach einer halben Stunde waren sie da. Er stieg aus und rannte zu der Menschenmenge,
die sich vor dem Haus gebildet hatte. Und tatsächlich. Dort oben, ganz
oben auf dem Dach stand Gillian. Sie stand ganz nah am Abgrund. Ein Schritt
weiter und sie würde in die Tiefe fallen.
"GILLIAN !! SPRING NICHT ! BITTE !" Shane schrie sie an. Er wollte nicht, dass
sie sprang. "ICH WILL NICHT MEHR LEBEN OHNE DICH ! LASS MICH IN RUHE !" schrie
sie zurück. 1000 Tränen liefen ihr die Wangen hinunter. "Kian ! rede
mit ihr, sie ist deine Cousine. Ich geh nach oben und versuche, sie abzuhalten!"
sagte Shane und lief Richtung Aufzug. Er stieg ein und fuhr ganz nach oben.
Die Tür öffnete sich und er stand plötzlich auf dem Dach und
sah, wie Gillian ein paar Meter weiter am Abgrund stand. Sie schluchzte leise
vor sich hin. Sie war so in Gedanken versunken, dass sie weder das Geschrei
von Kian vernahm, noch merkte sie, wie Shane sich ihr näherte. Shane ging
langsam zu ihr herüber. Er trat auf eine Cola Dose, was ein lautes Geräusch
machte. Gillian drehte sich um und sah Shane. "Bleib, wo du bist. Ich springe,
das schwör ich dir!" "Bitte Gillian nicht! Das bringt doch nichts. Es tut
mir so leid, wie alles verlaufen ist, aber was sollte ich denn tun. Ich liebe
dich nun mal nicht mehr so!" "Und deshalb verlobst du dich gleich mit der nächsten
??? Ich weiß schon ! Du hast mich schon vorher betrogen stimmts?" "Nein,
das habe ich nie, und so gut müsstest du mich inzwischen kennen !" "Lass
mich jetzt in Ruhe ich will alleine sein!" "Komm gib mir deine Hand und lass
uns zusammen nach unten gehen, wir werden ein Lösung finden, das verprech
ich dir." Shane war nun bei Gillian angelangt und streckte ihr die Hand entgegen.
Sie schien zu überlegen, was sie tun sollte. Dann drehte sie sich langsam
um, doch sie rutschte aus und wäre beinahe gefallen. Shane rannte zu ihr,
packte sie an der Hand und versuchte sie nach oben zu ziehen, doch ihre Hand
war rutschig. Die Leute schrieen und hielten sich die Hände vors Gesicht.
Gillian war fast oben, sie setzte einen Fuß auf den Blechvorsprung und
zog sich nach oben. Gerade, als sie es geschafft hatten, rutschte Shane plötzlich
aus und fiel.
Shane konnte sich gerade noch an dem Vorsprung festklammern, doch von alleine
kam er nicht hoch.
"SHANE !! NEIN !!" Angie sah Shane fallen. Sie schlug sich die Hände vors
Gesicht und klammerte sich an Mark, der neben ihr stand. Sie fing hemmungslos
an zu schluchzen.
Doch Nicky und Bryan zögerten keine Sekunde. Sie rannten so schnell sie
konnten nach oben, um Shane zu helfen. Shane klammerte sich nur noch mit einer
Hand fest und der Vorsprung drohte abzubrechen. Er schrie. "Hilfeee, jetzt helft
mir doch!" Angie weinte nur noch mehr und sie wollte nicht hinsehen. Gillian
stand oben auf dem Dach und konnte sich nicht bewegen. Sie war starr vor Schreck.
Endlich. Nicky und Bryan kamen oben an, rannten zu Shane, packten ihn an den
Händen und zogen ihn nach oben. Shane fiel auf den Boden und atmete schnell.
Die Leute unten klatschten und jetzt sah Angie wieder auf. Mit ihren verweinten
Augen sah sie vorsichtig nach oben und sah, dass Shane nicht mehr dort hing.
Sie sah Nicky und Bryan oben auf dem Dach stehen. Jetzt stand auch Shane auf.
Sie sah ihn. Er war unverletzt. Sie lachte und umarmte vor Freude Mark, der
sie ganz verdutzt ansah. Gillian stand immer noch da, wie ein Häufchen
Elend. "Komm Gill, ich bring dich nach Hause!", sagte Bryan und nahm sie auf
den Arm und trug sie nach unten. Nicky nahm Shane erst mal in den Arm. "Man
bin ich froh, dass dir nichts passiert ist. Ich hatte eine Scheiß Angst,
das kannst du mir glauben." "Glaubst du ich hatte keine ? Du hingst nicht gerade
da an dem Abgrund!", sagte Shane und ließ sich von Nicky stützen,
während sie die Treppe runter gingen. "SHANE!" Angie rannte auf Shane zu
und warf sich in seine Arme. Sie weinte schon wieder. "Oh Gott, hatte ich eine
Angst um dich! Bitte mach das nie wieder ! was soll ich denn ohne dich machen?"
"Hey ist ja gut mein Schatz, es ist ja alles gut gegangen!" Er gab ihr einen
Kuss.
Bryan hatte Gillian in sein Auto gesetzt und fuhr sie jetzt zu ihren Eltern.
Das war das Beste für sie, dachte er. Gillian saß auf dem Beifahrersitz
und starrte ins Leere. Sie dachte nach. Shane hatte ihr Leben zerstört.
Sie hatte ihn geliebt und er servierte sie einfach ab und jetzt hatte er ihr
auch noch ihren Plan zu nichte gemacht. Sie wollte sterben und wer hatte sie
davon abgehalten? SHANE ! Sie wollte ihn heiraten, doch wer hatte sie einfach
sitzen gelassen? SHANE ! Sie wollte Rache. Sie wollte ihm das Leben zerstören.
Für immer. Bei diesem Gedanken huschte ein Lächeln über ihr Gesicht.
Ein gemeines Lächeln.
Shane und Angie wollten wieder zu ihrem Ferienhaus fahren. Sie hatten es noch
drei Tage gemietet und nach diesem Erlebnis brauchten sie erst recht Entspannung.
Shane ging es wieder ganz gut. Er hatte das Erlebnis gut verkraftet, doch Angie
zitterte immer noch. Sie hatte solche Angst um Shane gehabt. Beinahe wäre
er abgestürzt und sie hätte ihn für immer verloren. Vor ihrem
inneren Auge sah sie immer Shane. Shane, wie er am Abgrund hängt und sich
verzweifelt festklammert. Doch es hilft nichts, er fällt. Er fällt
in die Tiefe. Angie muss es mit ansehen. Sie kann nicht helfen. Sie schreit.
Kurz bevor Shane auf dem Boden aufschlägt, schreckt sie hoch und bemerkte,
dass es nur ein Traum war. "Hey Angie, was ist los mit dir? Wieso hast du geschrieen
?" Shane saß neben ihr im Auto. Sie waren unterwegs zu ihrem Ferienhaus.
"Ich hatte nur einen Albtraum, weiter nichts.", sagte Angie. "Was hast du denn
geträumt ?", fragte Shane besorgt. "Ach ist nicht so wichtig. Den Traum
habe ich schon hundert mal gehabt, aber er ist einfach so schrecklich und so
real und heute ist er sogar wahr geworden." "Soll das etwa heißen, dass
du schon mal geträumt hast, wie ich an einem Abgrund hänge und fast
abstürze?", fragte Shane mit großen Augen. "Ja schon oft, nur in
meinen Träumen fällst du und kurz bevor du auf dem Boden aufschlägst
wache ich auf.", erzählte Angie. "Dann bin ich ja froh, dass nicht das
passiert ist, was du träumst. Aber versprich mir, dass du heute schön
träumst okay?" "Okay mein Schatz!"
Sie kamen an und stiegen aus. Angie und Shane betraten das Haus. Es sah genauso
aus, wie sie es verlassen hatten. Shane sah sein Handy auf dem Boden liegen.
Er hob es auf und fragte sich: "Wieso liegt mein Handy auf dem Boden?" "Schatz
das hast du heute morgen fallen gelassen, als du den Anruf von Nicky bekommen
hast!" "Stimmt, wollen wir jetzt ins Bett gehen und diesen Tag einfach nur vergessen?"
"Ja lass uns das machen!", sagte Angie und gähnte laut. Sie gingen nach
oben in das Schlafzimmer, zogen sich um und Angie schlief dicht an Shane gekuschelt
ein. Da konnte man gar nicht schlecht träumen.
Am nächsten Tag wachten sie ziemlich spät auf. Es war schon 13 Uhr.
Angie war als erstes wach und stupste Shane sanft an. "Hey Shany Schatz aufwachen,
du kleine Schlafmütze." , flüsterte Angie ihm leise ins Ohr. "Shane
grunzte laut und drehte sich auf die andere Seite. Angie lachte leise und stand
dann auf. Sie wollte ihn noch etwas schlafen lassen. Er hatte gestern so viel
durchgemacht, da schadet es auch nicht, wenn er etwas länger schläft,
dachte sie sich. Sie wickelte sich eine Decke um den Körper und ging langsam
die Treppen hinunter. Sie ging in die Küche und machte sich erst mal einen
Kaffe. Angie ging mit ihrem Kaffe zur Terrassentür und öffnete sie.
Sie trat auf die Terrasse und stellte ihren Kaffe auf den Tisch. Sie fror etwas
und wickelte sich noch fester in die Decke ein und nahm die Kaffetasse wärmend
zwischen ihre Finger. Sie sah aufs Meer hinaus.
Es sah wunderschön aus. Das Sonnenlicht spiegelte sich in den Wellen und
man konnte hören, wie die Wellen gegen die Felsen schlugen.
Angie nahm einen Schluck aus ihrer Kaffeetasse auf einmal ging ihr ein Lied
durch den Kopf. Was für ein Lied sollte es wohl anders sein, als Tonight.
Mit diesem Lied verband sie so viel schönes. Shane hatte sie dort zum ersten
mal gesehen. Dieses Lied hatte sie auf dem Sligo Konzert vor Tausenden von Leuten
mit ihrem Shane gesungen.
Dieses Lied hatten Shane und die anderen im Krankenhaus vorgesungen, damit sie
wieder aus dem Koma erwachte, und es hatte sogar geklappt.
Sie konnte nicht anders, als es zu singen. Sie sang ganz leise vor sich hin:
"Tonight, I’m gonna make it up to you, Tonight, I’m gonna make love to you..."
Plötzlich legte jemand seine Hand auf ihre Schulter. Angie erschrak und
drehte sich um. "Shane hast du mich erschreckt!" , sagte Angie und sah in die
wunderschönen Augen ihres Verlobten. "Guten Morgen erst mal mein Schatz
! Du hast wunderschön gesungen. Willst du nicht mal mit uns ein Duett aufnehmen?"
"haha guter Witz mein Hasi, ich will mich nicht vor euch blamieren." Sie gab
ihm einen Kuss auf die Nasenspitze und lächelte ihn herausfordernd an.
"Du und blamieren ? das ist ja wohl ein Witz oder ? Du hast die schönste
Stimme, die ich jemals gehört habe. Da kann Mariah Carey einpacken." "Red
doch nicht so einen Unsinn, ich werde niemals ein Duett mit Westlife aufnehmen,
das war schon seit 2 Jahren mein größter Traum und es kann einfach
nicht sein, dass..." Sie brach ab. Ihre Augen füllten sich mit Tränen.
Sie musste daran denken, wie sie früher in ihrem Zimmer stand und gesungen
hatte. Sie hatte sich dabei immer vorgestellt, wie es wohl sein würde mit
Westlife zu singen. Das war ihr größter Traum. Und nun stand sie
hier und war mit ihrem Shane zusammen, wegen dem sie 100000 Tränen vergossen
hatte, weil er nicht bei ihr war, und nun ?? "Hey Angie, warum weinst du denn
? Ist die Vorstellung, mit mir und den anderen 4 crazy Westlifern in einem Studio
zu sein, so grauenhaft?" Angie schüttelte den Kopf und nun liefen heiße
Tränen über ihre Wangen. "Nein, aber ich kann es einfach nicht glauben,
was du da gesagt hast. Ich mit euch singen ? Nein, das kann einfach nicht sein
! Das war mein aller größter Traum." "Wenn das dein Traum ist und
dich das glücklich macht, dann werde ich gleich morgen mit Louis sprechen.
Wir müssen doch in zwei Tagen ins Studio, das Album aufnehmen. Und ich
glaube, mich zu erinnern, dass Bryan ein ganz tolles Lied geschrieben hat, das
könnten wir mit dir singen. Oh, ich und mein Schatz und ein Lied. Das wär
wundervoll." Auch Shane war total glücklich und Angie umarmte ihren Shane.
Dort fühlte sie sich am wohlsten.
Nachdem sie gegessen hatten, packten sie langsam ihre Sachen, denn sie wollten
heute Abend schon wieder abreisen, weil sie den letzten freien Tag noch bei
Shanes Eltern verbringen wollten. Um 18 Uhr waren sie fertig mit packen und
verließen mit einem Seufzen das Haus. Es war ein wunderschöner Urlaub
gewesen. Der schönste überhaupt, dachte Angie. Sie setzten sich ins
Auto und fuhren los. Angie lehnte sich an Shanes Schulter an und träumte
vor sich hin, bis sie mal wieder eingeschlafen war. Shane sah auf sie herab
und als er sie so friedlich schlafen sah, traten ihm Tränen in die Augen.
Er wusste nicht warum. Er war so glücklich, dass er sie gefunden hatte.
Gott meint es gut mit mir, sehr gut, warum hat er mir seinen schönsten
Engel gegeben ?, dachte Shane. Sie fuhren in die Einfahrt rein und Shane hielt
an. Er rüttelte Angie sanft und flüsterte: "Angie Schatz, aufwachen,
wir sind da!" Angie öffnete die Augen und sah in Shanes. Sie lächelte.
"Bin ich schon wieder eingeschlafen? Ich weiß auch nicht, beim Autofahren
schlafe ich immer gleich ein, tut mir leid, mein schatz!" "Was tut dir leid?
Du hast so schön geschlafen, du hast wie ein Engel ausgesehen! Außerdem
schläfst du nicht nur im Auto, sondern auch im Flugzeug." Shane lachte
und stieg dann aus. Angie folgte ihm. "Die Sachen holen wir morgen aus dem Auto,
lass uns erst mal reingehen. Angie lief um das Auto herum und ging neben Shane
zum Haus. Shane legte einen Arm um Angie. Er öffnete die Haustür und
sie gingen leise in sein Zimmer. Es schliefen ja schon alle. Die beiden waren
von der langen Fahrt so erschöpft, dass sie auch gleich nebeneinander ins
Bett fielen und sofort einschliefen.
Am nächsten Morgen kamen sie ins Wohnzimmer und Mae rief sofort: Shane,
Angie, da seid ihr ja wieder ! Wie war der Urlaub denn ? Wann seid ihr angekommen
?" "Nun mal langsam Mum!", sagte Shane, lächelte frech und umarmte schließlich
ihre Mutter. " Hi Mae, schön wieder da zu sein!" , sagte Angie und umarmte
sie ebenfalls. "Hey wie wärs, wenn wir die anderen zum Lunch einladen,
ich vermiss meine Kumpels so langsam!", sagte Shane. " Ja das ist eine gute
Idee, kommen Kerry, Lilly, Molly und Georgina auch mit?", fragte Angie. " Ich
denke schon. Ich glaube kaum, dass Bryan ohne seine zweite Hälfte kommt
und wenn Kerry mitkommt, dann sind die kleinen natürlich auch dabei." Shane
bemerkte, wie Angies Augen zu strahlen begannen, als er von den zwei kleinen
redete. "Ja und ich denke schon, dass Nicky Gina mitbringt. Ich mache mal schnell
einen Rundruf!" Shane ging zum Telefon und rief seine Kumpels an. Sie versprachen
auch, gleich zu kommen. Nach ca. 1 Stunde trudelten die ersten ein. Mark und
Kian waren die Ersten. "Marky, Ki ! Schön euch mal wieder zu sehen ! aber
wie seht ihr denn aus ? Nur gefeiert oder was?" Shane lachte bei dem Anblick.
Alle Beide hatten rote Augen und tiefe Augenringe. "Haha sehr witzig Shane.
Können wir ja nix dafür, dass du so ein Weichei geworden bist, sorry
Angie, hat nix mit dir zu tun." "Glaubst du, du kannst besser feiern, als ich
Mr. Egan ? das glaubst auch bloß du. Dir zeige ich mal, wie man feiert!"
"Okay, wann geht’s los?", fragte Kian. "weiß noch nicht, heute geht’s
unmöglich, wir müssen ab morgen ins Studio, oder nicht?" "Doch müssen
wir. Ach und was du ja noch gar nicht weißt. Du warst ja weg. Du kennst
doch das neue Lied, das Bry geschrieben hat?" "Ja kenn ich! Was ist damit? Kommt
es nicht aufs Album? Boah, ich wird Louis meine Meinung dazu geigen." "Shane
beruhig dich, es kommt aufs Album, aber wir sollen es nicht alleine singen,
sondern wir sollen uns diesmal eine Sängerin suchen, mit der wir das Lied
aufnehmen." , erzählte Mark. "Nein das ist doch jetzt nicht wahr oder?
Genau über das Lied hab ich gestern mit Angie geredet. Ich hab sie nämlich
gestern singen gehört, ich sags euch, meine Angie singt 1000000 mal besser,
als Mariah Carey, sorry Mark!" "No Problem! Aber kann sie uns dann mal was vorsingen?",
fragte Mark. " Ich weiß nicht, frag sie doch, da kommt sie." Angie kam
aus dem Wohnzimmer und Mark umarmte sie sofort. "Hi Angie, na wie geht’s?" "Gut
und dir Marky?" "Mir auch, Shane hat uns gerade gesagt, dass du so gut singst,
und wir suchen noch eine Sängerin, die mit uns das neue Lied von Bry singt.
Natürlich müssen wir ihn noch fragen, weil es ist ja sein Lied, aber
würdest du uns vielleicht was vorsingen? Bitte?" Mark setzte seinen Dackelblick
auf und da konnte Angie nicht wiederstehen. Sie grinste verlegen und sagte schließlich
ja. " Aber warten wir noch auf die anderen, wenigstens auf Bry, weil er muss
ja sagen, ob er es will." "Ob ich was will?" , Bryan stand in der Tür.
"Hey Bryan da bist du ja ! und die ganze Family hat er mitgebracht, aber wo
ist denn Molly ?" , fragte Shane, nachdem er seinen Kumpel umarmt hatte. "Na
wo wohl?", sagte Bryan und deutete mit dem Kopf nach hinten. Da lief Molly und
wer hatte sie an der Hand? "Nicky, du kannst es auch nicht lassen oder? Bist
du der kleinen so verfallen?" , grinste Mark und Nicky errötete leicht.
"Sie ist so süß, Bry. Ich kann gar nicht verstehen, dass sie von
dir ist!" , sagte Nicky und duckte sich, als Bryan auf ihn losging. "das war
ein Joke, verschon mich!", rief Nicky. "Ihr zwei Kindsköpfe!", sagte Kerry
und ging ins Haus. "HI Kerry, wie geht’s dir?" Angie umarmte sie. "Könnte
nicht besser sein und wie stehts bei dir oder bei euch?", "Super, Shane ist
mein Traum Mann und den lass ich nie wieder los!!" "Ich versteh dich, mir geht
es mit Bry genauso, was würde ich nur ohne ihn und meine zwei kleinen machen?"
Die anderen kamen auch ins Wohnzimmer und sie setzten sich auf die Couch! "Also
jetzt erzählt mir mal, worum es vorhing ging. Was soll ich wollen oder
nicht wollen?", fragte Bryan ganz ungeduldig. Angie rutschte unruhig auf ihrem
Stuhl herum. "okay also.." begann Mark. " Du weißt doch, dass Louis will,
dass wir dein neues Lied mit einer Frau singen sollen. Und wir sollen uns erst
mal umgucken." "Ja und ich soll dann entscheiden hat er gesagt und ich hab mich
schon entschieden und es ist mir egal, ob du Mariah Carey schon gefragt hast
Mark.", sagte Bryan. Angie war den Tränen nahe. Jetzt konnte sie doch nicht
mit ihnen singen. Ihr Traum war wie eine Seifenblase zerplatzt. "Ach Bry, kannst
du dir es nicht noch mal überlegen?", fragte Shane. "Wieso sollte ich,
außerdem muss ich sie erst noch fragen, ob sie es überhaupt macht."
"Ja aber dann ist ja noch gar nichts sicher, wen willst du denn fragen?", fragte
Nicky. "Ähm okay, also... Angie, willst du mit uns mein neues Lied aufnehmen
für unser neues Album?" Angie traute ihren Ohren nicht. "Wirklich ? du
fragst mich? MICH??? OH GOTT !!! NEEEEIIIIIIIINNNNN !!!!! "Du willst nicht?",
fragte Bryan vorsichtig. "Ob ich nicht will? Spinnst du? Das ist mein größter
Traum.!" , schrie Angie, sprang auf und fiel Bryan um den Hals und gab ihm einen
Kuss auf den Mund. Bryan schaute ziemlich verwirrt aus der Wäsche. "Das
mir das jetzt aber nicht zur Gewohnheit wird okay ?", sagte Shane und sah leicht
eifersüchtig zu Bryan herüber. "Nein mein Schatz, ich gehöre
für immer dir! Versprochen!" Angie gab ihm einen langen und innigen Kuss.
"Ach ja Angie, du hast gesagt, du singst uns was vor , wenn alle da sind und
es sind alle da.", sagte Mark. "Nein Gina fehlt, aber sie kann heute nicht,
sie ist mit ihren Mädels unterwegs, ein Hochzeitskleid zu kaufen und da
darf ich ja nicht mit." , sagte Nicky. "Okay, ich singe, aber nicht lachen okay
?" , sagte Angie. "Wir lachen nicht, das weißt du!", sagte Shane. "okay
ich singe Angel, wenn es euch nichts ausmacht ! ich hoffe, verhunze dieses Lied
nicht." "Jaaaa sing Angel!", bettelte Mark. "okay.. Spend all your time waiting...!"
Angie beendete ihr Lied und sie sah, wie Shane und Mark Tränen in den Augen
hatten. "Du hast es wunderschön gesungen. Ich habe das Lied noch nie so
schön gehört. So viel Gefühl!" Mark lief eine Träne die
Backe herunter. Angie ging zu ihm hin und wischte sie weg. Mark sah sie an.
"Angie du bist echt was besonderes, Shane pass gut auf sie auf!" , sagte Mark.
"Ja das werde ich, ich lasse sie nie wieder gehen!" "Schön, dass ich da
auch mal gefragt werde!", sagte Angie im Spaß. "Ach willst du etwa weg?",
fragte Shane. "NEVER EVER!", sagte Angie und küsste Shane auf die Stirn.
Und so saß die große Westlife family im Wohnzimmer und redeten über
alles mögliche. Die Zeit verging so schnell, dass Bryan dann um ca. 23.45
Uhr sagte: "Du, Ich glaube, wir verabschieden uns jetzt mal, wir müssen
morgen ins Studio." "Ja du hast recht. Gehen wir lieber." Und so verabschiedeten
sie sich voneinander und versprachen, sich morgen im Studio wieder zu treffen.
Jeder wurde noch mal umarmt und dann verließen Bryan, Kerry, Lilly, Molly,
Nicky, Kian und Mark das Haus. Shane und Angie beschlossen, auch ins Bett zu
gehen, damit sie morgen fit für den Studiotag wären.
Um 5 Uhr morgens klingelte der Wecker und Angie verkroch sich unter der Decke,
damit sie ihn nicht hörte. Shane suchte mit seiner Hand nach dem Wecker
und haute drauf, damit er aufhörte zu klingeln. Er hätte am liebsten
weitergeschlafen, aber er wusste, wie sauer Louis werden kann, wenn man zu spät
kommt und dann auch noch, wenn es ins Studio geht. Shane schreckte hoch. Ihm
war gerade eingefallen, dass er Louis noch sagen musste, dass er nicht mehr
mit Gillian zusammen war. Das wusste er noch gar nicht, auf jeden Fall noch
nicht richtig. Shane rüttelte Angie sanft, die sich unter ihrer verkrochen
hatte. Man sah nur ihre Konturen. "Angie Schatz aufstehen!" "Wie spät ist
es?" kam es unter der Decke hervor. "Es ist 5 Uhr, wir müssen raus." "5
Uhr spinnst du ? lass mich schlafen!" "Wir müssen aber ins Studio, Louis
wartet nicht gerne !" Die Decke flog im hohen Bogen, Angie jumpte heraus und
rannte ins Bad. "Was ist jetzt los?", fragte Shane. "Ich hab vergessen, dass
wir ins Studio müssen!" schrie Angie verzweifelt und rannte im Zimmer umher
und suchte ihre Sachen zusammen. Dann stand auch Shane auf und zog sich an.
Nach einer halben stunde waren sie fertig und gingen hinunter zum Frühstück.
Sie frühstückten und als sie fertig waren, klingelte es an der Tür.
Shane öffnete und Mark stand vor der Tür. Er sah ziemlich fertig aus.
Er zitterte. "Good Morning Marky, wie siehst denn aus? was ist passiert ? ich
dachte, wir sehen uns im Studio! Komm rein!" Mark ging in die Küche, begrüßte
Angie mit einem Küsschen auf die Wange und setzte sich dann. "So und jetzt
erzähl!", drängte Shane. "was ist denn los?", fragte Angie. "Das will
ich grad wissen!", sagte Shane ungeduldig. "Ja okay, also ich wollte gerade
mit meinem Auto losfahren, damit ich nicht zu spät komme, du weißt
doch, wie sauer Louis dann immer ist. Und dann bin ich losgefahren und kam an
einer roten Ampel an, ich wollte bremsen, doch die Bremsen haben nicht reagiert,
dann hab ich das Steuer rumgerissen und in einen Garten gefahren und gegen eine
Mauer. Aber mir geht es gut, nur mein Auto." "Oh Gott, bist du wirklich okay?",
fragte Shane erschrocken. "Ja bin ich, aber langsam kommt mir das unheimlich
vor! Ein manipuliertes Flugzeug, kaputte Bremsen! Was sollen wir davon halten
Shane?" "Ich weiß es nicht, es heißt auf jeden Fall, dass wir vorsichtig
sein müssen. Du fährst jetzt einfach mit uns mit okay?" "Ja okay,
danke!", sagte Mark und goss sich eine Tasse Tee ein. Eine halbe Stunde später
brachen sie endlich zum Studio auf. "Shane, schau lieber erst mal nach den Bremsschläuchen
bitte, bevor wir fahren!", sagte Mark. "Okay mach ich!", sagte Shane und beugte
sich unter das Auto und was er da sah, drehte ihm fast den Magen um. Seine Schläuche
waren auch durchgeschnitten. Er kam wieder hoch und war bleich wie ein Gespenst.
"Was ist los Shane?", fragten Angie und Mark gleichzeitig. "Meine, meine...
Br.. Bremsschläuche! Sie .. sie sind durchgeschnitten.", brachte Shane
schließlich hervor. "Das kann nicht sein! Ohh Gott!" , sagte Angie. "Was
denn?" , fragte Shane. "Wir wir müssen die anderen anrufen, die dürfen
nicht mit ihren Autos fahren, was ist, wenn die auch manipuliert worden sind??"
"Du hast recht, schnell Mark ruf Kian an, ich rufe Bryan an und du Nicky okay
Angie ?" , sagte Shane und tippte schon die Nummer von Bryan. Angie holte ihr
Handy raus und wählte die Nummer von Nicky. Es klingelte. Er hob ab. Gott
sei dank. "Nicky ? Nicky gott sei dank, wo bist du?" "Angie? Was ist los, ich
bin aufm Weg ins Studio! Wo bist du?" "Das ist unwichtig, sitzt du in deinem
Auto?" "Wo denn sonst?" "Halt an! Schnell!" "Wieso? Was ist..." Es gab einen
lauten Krach und die Leitung brach ab. Angie schrie ins Telefon: "NIIIIIIIIICKYYYYY!"
Sie brach zusammen. "Angie oh mein Gott, was ist los?" "Shane beugte sich z
ihr runter. Sie öffnete schon wieder die Augen und fiel Shane weinend um
den Hals. "Nicky ich habe mit ihm telefoniert, er er hat gesagt, er sitzt im
Auto und ich habe gesagt, er soll anhalten, dann hab ich ihn nur noch kurz gehört
und dann gabs einen Knall und dann brach die Verbindung ab! Was ist, wenn ihm
was passsiert ist?" "Oh mein Gott, wir müssen sofort die Polizei anrufen."
"Was ist mit den anderen? Sind sie in Sicherheit ?" "Ja mein schatz, sie wollten
gerade losfahren, als ich Bryan noch erwischt habe, er war schon aus der Haustür
draußen und Kerry und die zwei Kleinen saßen schon im Auto. Dann
ist er noch mal rein, weil er das Telefon gehört hat. Er hat dann unterm
Auto nachgesehen und seine Schläuche waren auch durchgeschnitten." "Ohh
Nein, dann wären sie ja fast!" "Ja aber nur fast!" Angie weinte, sie konnte
es nicht ertragen, wenn Nicky oder den anderen was passieren würde. Mark
hatte die Polizei verständigt und dann rief er ein Taxi. Es kam auch sofort
und sie fuhren in Richtung Studio, denn dort müssten sie ja irgendwann
auf Nicky stoßen. Und tatsächlich, sie standen auf einmal in einem
Stau, weil wahrscheinlich ein Unfall passiert war. Die Drei sprangen aus dem
Wagen und rannten zwischen den Autos nach vorne. Sie sahen dort Nickys Wagen.
Er stand gegen eine Leitplanke gedrückt da. Das Auto hatte Totalschaden.
Doch Nicky saß nicht mehr drin. Doch da lag jemand auf der Straße
neben dem Auto. Ein paar Leute waren zu der Person hinunter gebeugt und versuchten
zu helfen. "NICKY!!!!", schrie Angie und rannte sofort zu ihm. Nicky öffnete
die Augen und sah sie an. "A.. Angie, die Bremsen!" "Ich weiß Nicky, bei
uns und bei den anderen waren die Bremsschläuche durchgeschnitten. Bleib
ganz ruhig liegen, der Krankenwagen kommt gleich." Und tatsächlich kam
der Krankenwagen dann auch und fuhr Nicky so schnell es ging ins Krankenhaus.
Shane, Angie und Mark fuhren mit dem Taxi auch gleich hinterher. Sie kamen im
Krankenhaus an und fragten die Schwester am Empfang: "Nicky Byrne ! Wo ist er
? er ist gerade eingeliefert worden ! Autounfall!" "Er ist gerade im OP, er
muss operiert werden!", sagte die Schwester. Angie fing an zu weinen. Shane
nahm sie in den Arm und tröstete sie. Sie setzten sich auf eine Bank vor
dem OP und warteten. Auf einmal klingelte Angies Handy. "Ja wer ist da?" keiner
meldete sich "Hallo?", sagte sie noch mal. Dann hörte sie ein Lachen, ein
fieses Lachen. "Das war erst der Anfang, pass nur gut auf deinen Shane auf!"
Aufgelegt. Angie schmiss ihr Handy weg, so war sie erschrocken. Wieder fing
sie an zu weinen. "Angie was ist los ? Wer war das ?" Shane machte sich große
Sorgen um sie. Mit zitternder Stimme erzähle sie Shane und Mark, was gerade
passiert war. "Wer kann das nur gewesen sein? Wer macht so was? Hat sie auch
die Schläuche durchgeschnitten?" Shane war aufgesprungen und lief im Gang
umher. "Ich weiß es nicht, auf jeden Fall ist sie eifersüchtig auf
mich und deshalb macht sie das! Ich bin an allem Schuld!" Angie brach in Tränen
aus und verbarg ihr Gesicht in den Armen. "Angie hör mir zu! Du bist an
gar nichts schuld, du kannst doch nichts dafür, dass ich dich liebe." Shane
ging zu ihr und nahm ihre Hände und sah ihr tief in die Augen. "okay?",
fragte Shane. "Okay!", flüsterte Angie. In dem Moment ging die OP - Tür
auf und ein Bett wurde herausgeschoben. "Nicky!", schrie Angie. Nicky hatte
die Augen geschlossen und schlief tief und fest, wie es aussah. "Doktor, wie
geht’s ihm?", fragte Shane den Arzt. "Es geht ihm soweit gut, er hat riesiges
Glück gehabt. Er hat sich einen Wirbel gebrochen, aber es ist kein Nerv
eingeklemmt!" "Dann hatte er ja Glück im Unglück!", sagte Angie. "Ja
hatte er, aber wie ist das denn passiert, es war doch gutes Wetter, gute Sicht?"
"Man hat seine Bremsschläuche durchgeschnitten, genau wie unsere und von
den anderen Jungs, aber wir haben es gemerkt und die anderen gewarnt, bei Nicky
war es aber zu spät!", erklärte Shane. "Ich habe noch mit ihm telefoniert,
bevor es passiert ist, ich habe den Knall gehört!", sagte Angie und Tränen
kullerten ihr die Wangen herunter. "Sie müssen zur Polizei gehen!", sagte
der Arzt. "Sind wir schon, sie schauen gerade unsere Autos an, um sicher zu
gehen, dass sie wirklich manipuliert worden sind." " ach wir müssen die
anderen noch anrufen, das hab ich total vergessen, machst du das Mark?", fragte
Shane? "Ja mach ich." Mark nahm sein Handy und rief bei Kian an. "Kian Egan?"
"Ki, hi hier ist Mark!" Kian ließ Mark nicht ausreden. "Hey Mark, wo seid
ihr denn? Shane und Nicky und Angie sind auch noch nicht da? Braucht ihr mit
dem Taxi etwa so lange? Louis ist schon sauer, sei froh, dass er gerade draußen
ist, sonst würdest du dir jetzt einen saftigen Anschiss abholen müssen.
Sag mal..." "Kannst du mich jetzt mal ausreden lassen? Shane und Angie sind
bei mir. Ich bin schon um 6 Uhr losgefahren, damit ich nicht zu spät komme,
aber ich bin gegen eine Mauer gefahren, weil meine Bremsen nicht gingen, dann
war ich bei Shane und wir wollten losfahren. Da hab ich ihm gesagt, er solle
doch vorsichtshalber unter sein Auto schauen und seine Schläuche waren
auch durchgeschnitten. Da haben wir euch angerufen." "Ja und? Ist doch alles
gutgegangen. Ihr hättet schon seit 2 Stunden da sein können.." "JETZT
HÖR MIR ZU VERDAMMT!", schrie Mark. " Ich hab ja dich angerufen und Shane
Bryan und Angie Nicky. Bei Nicky war es zu spät, Angie hat nur noch den
Knall gehört und wir sind sofort hingefahren und jetzt sitzen wir schon
seit 2 Stunden im Krankenhaus, weil Nicky operiert worden ist. Er hat sich einen
Wirbel gebrochen! Verstehst du jetzt du Idi?" "Oh Gott, ist es schlimm? Wir
kommen sofort!" Kian legte auf und erzählte es Bryan. Sie sprangen sofort
auf und wollten gerade rausgehen, als Louis wieder reinkam. "Wo wollt ihr denn
hin? Sind die anderen immer noch nicht da? Langsam werde ich stinksauer!" "Louis,
Nicky hatte einen Unfall, wir müssen ins Krankenhaus!" , schrie Kian. "WAS?
Was ist passiert?" "Das erzählen wir dir unterwegs, fahren wir mit deinem
Auto?" "ja machen wir! Habt ihr eure wieder zu Schrott gefahren?" "Nein haben
wir nicht, aber wir erklären dir alles im Auto." Sie stiegen ein und Kian
erzählte alles von Anfang bis Ende. Louis war geschockt. "Warum habt ihr
denn nichts gesagt? Dagegen müssen wir was unternehmen! Sind die Fans wieder
mal durchgeknallt, weil Shane und Nicky heiraten? Ich weiß nicht, was
die gegen Georgina und Gillian haben!" "Gillian?", fragten Bryan und Kian gleichzeitig.
"Ja Gillian, oder hab ich da was verpasst?" "Ja hast du! Shane wird heiraten,
aber nicht Gillian, sondern Angie! Sie sind schon lange zusammen. Seit Angie
aus dem Koma aufgewacht ist!", sagte Kian. "Angie ist doch die, die bei Shanes
Eltern gewohnt hat oder?" "Ja genau und sie ist mit Shane zusammen, er wollte
es dir heute sagen, bitte sei nicht sauer auf ihn. Die zwei passen so gut zusammen
100000 mal besser als Shane und mein Kusinchen.", sagte Kian.
Sie hielten am Krankenhaus und liefen sofort zu den anderen. "Was ist mit Nicky?",
fragten die Neuankömmlinge. "Ihm geht’s den Umständen entsprechend
gut ! Er hat sich einen Halswirbel gebrochen, aber es ist kein Nerv eingeklemmt!",
sagte Shane. Die anderen atmeten auf. "Ach und das ist deine neue Verlobte Shane?",
sagte Louis. "Ja ist sie, und sie ist auch die Sängerin, die mit uns "Never
Ever aufnehmen wird." "Never Ever?" "Ja Angie, Brys Song, der heißt so!
Cool oder?” "Ja cool, ich freu mich schon total!” "Also du singst da mit! Kannst
du gut singen?" "Ja kann sie, und wie, vergiss Mariah Carey!", sagte Mark. "Mark,
seit wann gibt es für dich eine bessere Sängerin als Mariah Carey?"
"Seit ich Angie kenne!", sagte Mark und bekam rote Ohren.
Der Arzt kam und sagte, dass man jetzt zu Nicky könne , aber nur 2. Shane
und Angie durften zu ihm. "HI Nicky, sag mal was machst du denn für Sachen?",
sagte Shane und setzte sich zu Nicky. Auch Angie holte sich einen Stuhl und
setzte sich zu ihm. "Ich weiß auch nicht, ich wollte anhalten, weil Angie
mir bescheid gesagt hat und schon hats geknallt. Die Bremsen!" "Ich weiß,
bei uns allen waren die Bremsschläuche durchgeschnitten und Angie hat einen
Drohanruf bekommen.", sagte Shane. "Hey Angie, was ist mit dir los?" Angie saß
nur da und weinte. "Ich mach mir so Vorwürfe, Ich hätte früher
anrufen müssen, ich hätte.." "Angie hör auf, du bist nicht schuld,
red dir doch nichts ein!" Nicky nahm ihre Hand und schaute ihr in die Augen.
Shane nahm sie in den Arm und langsam beruhigte sie sich. "Nicky du musst jetzt
schlafen, ruh dich aus, wir brauchen dich bald wieder im Einsatz!" "okay Shany,
sag den anderen einen schönen Gruß!" "Machen wir und Angie? Kopf
hoch okay?" "danke Nicky!" Sie umarmte ihn vorsichtig und ging dann mit Shane
hinaus. Die anderen warteten draußen und bestürmten die Zwei dann
mit Fragen. "Ja es geht ihm gut, er muss jetzt noch 4 Tage hier bleiben, dann
kann er nach Hause, darf aber kein Sport machen oder reisen oder so!" "Und ins
Studio?", fragte Louis. "Ich denke schon, dass wir es bis zum Termin schaffen
Louis!" "Dann ist ja gut, wir machen jetzt noch die 4 Tage frei und dann geht’s
mit Nicky wieder rund okay?" "Okay chef!", sagte Bryan. "und passt gut auf euch
auf, ich schicke euch morgen jedem 2 Bodyguards, das ist sicherer okay?" "Ja
okay, wenn’s sein muss!" , sagte Mark. "Ja muss sein, ich will nicht, dass euch
was passiert!"
Mit den Worten verabschiedete sich Louis und ging. Die anderen beschlossen,
zu Bryan nach Hause zu fahren, um über diesen Vorfall zu sprechen. Keiner
konnte sich vorstellen, wer so etwas tun würde. Gab es da jemanden, der
sich rächen wollte ??
Sie redeten noch bis spät in die Nacht über den Vorfall, vor allem
Angie wurde ausgequetscht. Sie musste noch mal genau erzählen, was die
Person am Telefon gesagt hatte und wie sie sich angehört hatte und natürlich
das mit Nicky. Als sie alle durcheinander auf sie einredeten, fing sie an zu
weinen und rannte raus. Shane sprang natürlich sofort auf und wollte ihr
hinterher, doch Mark hielt ihn auf. "Was ist ? Lass mich los?" "Shane, lass
sie! Sie muss sich erst wieder beruhigen, das war einfach zu viel für sie
und wir quetschen sie auch noch aus. Wir hätten uns denken müssen,
dass das nicht der richtige Zeitpunkt ist, um sie das alles zu fragen. Ich könnte
mich ohrfeigen!" "Mark, du bist nicht alleine Schuld, wir haben sie alle bedrängt,
ich wusste ja nicht, wie nah ihr das alles geht!", sagte Bryan und stand auf.
"Ja wie würde es dir denn gehen, wenn du Nicky am Telefon gehabt hättest
und hättest zuhören müssen, wie er.." , sagte Kian. "Das hat
sie sehr mitgenommen. Ich möchte nach ihr sehen!", sagte Mark und ging,
nachdem alle zugestimmt hatten, nach oben. Er schaute in alle Zimmer, wo Angie
denn sein könnte und hörte dann ein unterdrücktes Schluchzen.
Sie war in Mollys Zimmer und Kerry war auch da. Kerry hatte Angie umarmt und
streichelte ihr sanft über die Harre und redete beruhigend auf sie ein.
Kerry sah Mark und gab ihm zu verstehen, dass sie alles im Griff hatte und er
wieder runter gehen könnte. Mark kam die Treppe herunter und betrat das
Wohnzimmer. "Wie geht es ihr? Was ist los?" , kam es von allen Seiten. "Keine
Sorge, Kerry ist bei ihr, sie kümmert sich um sie!" "Meine Kerry, sie kann
auch alles!", sagte Bryan stolz. Sie saßen da, wie 4 begossene Pudel und
wussten nicht, was tun. Nach 10 Minuten kamen Kerry und Angie die Treppe herunter.
Angie hatte verweinte Augen, aber sie weinte nicht mehr. Shane kam sofort auf
sie zugerannt und nahm sie in die Arme. "Oh Shane, es tut mir so leid, dass
ich weggelaufen bin, aber es war mir einfach zu viel, Nickys Unfall, die durchgeschnittenen
Bremsschläuche, der Anruf! Ich war einfach nur fertig." Ihr traten die
Tränen in die Augen. "Hey Angie, wir müssen uns bei dir entschuldigen,
wir hätten dich nicht so bedrängen sollen. Es tut uns leid!", sagte
Mark kleinlaut und ging auf Angie zu. Er hielt die Hand ausgestreckt. "Du Nuss!",
sagte Angie lächelnd, schob seine Hand weg und umarmte ihn. Als sie ihn
losließ hatte er ganz rote Ohren und die anderen konnten sich kaum halten
vor lachen. Auch Bryan und Kian entschuldigten sich und sie wurden auch in die
Arme genommen!
Shane stand daneben und schmollte. "Und was ist mit mir?", sagte er. "was sollte
mit dir sein mein Hasi, du weißt doch, du bist mein Lieblingslifer.",
Angie grinste und ging zu Shane, um ihn zu küssen. Shane holte sich seinen
wohl verdienten Kuss ab und strahlte wieder. "So und was machen wir jetzt ?
Es ist erst 2 Uhr!", fragte Kian schelmisch. "Kian, du denkst aber jetzt nicht,
an das, was ich denke, an was du denkst?", fragte Shane. "Ach bist du doch ein
Weichei geworden?", fragte Kian und grinste ihn an. "Nein bin ich nicht!", wehrte
sich Shane. "Wann geht’s los?" "Sofort?" "Wer kommt noch mit ins three-sixtee
??" "Ich bin dabei!" , kam es von Mark. "Geh schon!", sagte Kerry, als Bryan
ihn mit Hundeaugen ansah. "Danke mein Schatz, ich liebe dich!", sagte Bryan.
"Angie bist du auch dabei?", fragte Mark. "Logisch Marky, oder glaubst du, ich
lass euch alleine auf Sauftour gehen?", sagte Angie und grinste. "Na dann auf
geht’s." Die Fünft gingen riefen sich zwei Taxis und fuhren auch gleich
in den Pub. Sie setzten sich in die hinterste Ecke und Mark holte die erste
Runde Guiness. "Ich hab das noch nie getrunken!", flüsterte Angie zu Shane.
"Keine Angst, es ist nicht vergiftet und es schmeckt sehr gut!", sagte er und
schüttete sich das Bier auf Ex-rein. Angie wollte es nicht riskieren und
nippte erst einmal vorsichtig an Ihrem. Es schmeckte ihr. Darauf trank sie gleich
fast alles aus und bekam danach einen heftigen Hustenanfall. Die anderen kringelten
sich vor Lachen und Angie schaute sie schmollend an. "Das ist nicht lustig!",
sagte sie und drehte sich weg. "Hey Angie-Schatz, nicht böse sein, es sah
einfach nur so lustig aus, wie du zuerst nur daran genippt hast und dir dann
alles auf einmal reingeschüttet hast und dein Hustenanfall war auch nicht
von schlechten Eltern.", sagte Shane und musste wieder lachen. Angie sah wütend
aus, doch sie sagte nichts. Die anderen sahen sie an und plötzlich lachte
Angie los. Sie lachte und lachte. Tränen kullerten ihr die Wangen herunter,
so sehr lachte sie. Die anderen konnten gar nicht anders, als mitlachen. Nachdem
sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatten, bestellten sie die nächste
Runde. Doch diesmal ging Angie es vorsichtiger an. Nach dem 5. Bier hörte
sie dann aber doch auf, denn es wurde ihr schon leicht schwummrig, doch die
Jungs dachten gar nicht daran, schon nach dem 5. Bier aufzuhören. Sie tranken
eins nach dem anderen und es wurde immer lustiger mit ihnen. Dann um 5 Uhr machte
der Pub schließlich zu und sie mussten nach Hause. Angie rief 2 Taxis,
die sie dann wieder zu Bryan fahren würden. Angie dachte sich, das wär
das Beste, denn bis nach Sligo wollte sie den betrunkenen Shane, den ebenfalls
nicht mehr ganz nüchternen Kian und den total blauen Mark nicht transportieren.
Die Autos kamen auch gleich und setzten die Fünf bei Bryans Haus ab. Angie
lief zur Haustür und klingelte. Kerry öffnete, denn sie wusste, dass
ihre vier Männer nicht ganz nüchtern heimkommen würden. Sie kam
auch schon raus und half Bryan und Kian ins Haus. Angie schnappte sich ihren
Shane und Mark, den sie sehr schwer wach bekam. Sie schleifte die Zwei ins Haus
und legte sie auf die Couch. "Wie Babys!", sagte Kerry und musste lachen, als
sie sah, wie alle vier auf der Couch lagen und schlafen. Angie lachte ebenfalls
und fragte dann Kerry, wo sie denn schlafen könne. "Du kannst im Gästezimmer
schlafen oder auch bei Molly im Zimmer, da steht auch ein Bett, du musst halt
damit rechnen, dass sie in der Nacht weint. "Kein Problem, ich freue mich sehr,
wenn ich bei Molly sein kann!" "Ich weiß, man sieht es dir an, wie sehr
du Kinder magst." Angie grinste verlegen und folgte dann Kerry in das Zimmer
von Molly. Sie sagte Kerry gute Nacht und schloss die Tür. Sie ging langsam
zu Mollys Bett und sah die Kleine an. Sie schlief tief und fest. Dann ging sie
zu dem Bett und ließ sich hineinfallen. Nach ein paar Minuten war sie
auch schon eingeschlafen.
Mitten in der Nacht wurde Angie wach, weil sie Durst hatte. Sie machte die kleine
Nachttisch Lampe an und ging leise ins Bad. Sie trank ein Schluck Wasser und
wollte dann auch schon wieder ins Bett, schaute aber dann doch noch mal nach
Molly. Sie sah sie an. Sie schlief immer noch friedlich. Angie strich Molly
sanft über die Wange. Plötzlich fiel ihr auf, dass die Kleine glühte.
Sie hatte Fieber, sehr hohes sogar. Und ihr fiel auf, dass sie nicht richtig
atmete. Ihr wurde heiß und kalt gleichzeitig. Sie sprang sofort auf und
lief in Kerrys und Bryans Zimmer. Da Bryan eh im Wohnzimmer schlief, ging sie
einfach hinein. Kerry schlief. Sie machte das Licht an und rüttelte Kerry.
"Kerry du musst aufwachen, Molly ist krank!" Bei den Worten war Kerry hellwach
und sprang auch sofort auf. Sie lief rüber in ihr Zimmer und tatsächlich.
Molly ging es nicht gut, sie hatte hohes Fieber. "Kerry wir müssen zum
Arzt.", sagte Angie. "Ja, zieh du Molly an und geh schon mal runter, ich komme
gleich." Angie zog Molly an und lief schon mal runter zu Kerrys Auto. Am Garagenbrett
hingen die Schlüssel. Sie setzte Molly in ihren Kindersitz und wollte gerade
einsteigen, als ihr einfiel: Die Bremsschläuche. Sie bückte sich unter
das Auto und sah nach, ob noch alles in Ordnung war. Alles okay. Sie stieg ein
und schon kam Kerry angelaufen. Sie setzte sich ans Steuer und fuhr los. Sie
raste zum Krankenhaus, stieg aus und rannte mit Molly im Arm hinein. Ihr kam
auch schon ein Arzt entgegen. "Bitte sehen Sie sich meine Tochter an, sie hat
hohes Fieber und sie atmet nicht richtig." Der Arzt nahm Molly und legte sie
auf eine Liege. Er untersuchte sie und sagte dann: " Mrs McFadden, ihre Tochter
hat eine schwere Mandelentzündung, wenn Sie sie nur eine oder zwei Stunden
später gefunden hätten, dann wär es zu spät gewesen. Ich
gebe ihr jetzt Antibiotika, keine Angst nicht viel. Und dann möchte ich
sie aber noch ein Tag hierbehalten!" "Ja okay, vielen Dank." Kerry war ganz
aufgelöst. Sie fing an zu weinen und Angie nahm sie in den Arm. "Oh Angie,
wenn du sie nicht gefunden hättest!" "Hey Kerry, nicht weinen, ist doch
alles noch mal gutgegangen." Angies Handy klingelte. "Ja?", "Angie, wo bist
du denn ? weißt du zufällig, wo Kerry und Molly ist?" Es war Bryan.
Konnte sie es ihm sagen, oder sollte Kerry es machen? "Wart einen Augenblick!"
"Kerry, Bry ist am Telefon, willst du mit ihm sprechen?" "Nein sag du es ihm,
ich kann nicht!" "Okay! Bryan? Wir sind gerade im Krankenhaus, Molly ist heute
Nacht krank geworden. Sie hat eine Mandelentzündung. Es ist aber..." "Meine
Molly ist krank? Ich bin sofort da!" Mehr hörte sie von Bryan nicht mehr.
Er hatte aufgelegt. "Er ist unterwegs!", sagte Angie. "Gut!"
Nach 10 Minuten trafen alle vier Westlifer ein. "Kerry!! Was ist los? Was ist
passiert?" Bryan kam auf seine aufgelöste Frau zu und nahm sie erst mal
in den Arm. "Molly, sie ist heute Nacht krank geworden. Angie hat es zufällig
bemerkt, dass sie Fieber hat. Der Arzt hat gesagt, wenn wir sie eine Stunde
später gefunden hätten, wäre es zu spät gewesen." Kerry
schluchzte in Bryans Armen. "Angie, du hast sie gefunden?" "Ja!" "Danke, das
vergess ich dir nie, niemals!" Bryan hatte auch Tränen in den Augen. "Mein
Schatz!" Shane kam auf Angie zu und nahm sie auch in den Arm. "Ich glaube, ich
bringe euch nur Unglück. Erst will Gillian sich umbringen, dann hat Nicky
einen Unfall und jetzt Molly!" "Hey Angie, das hat nichts mit dir zu tun, okay
?? Ich war noch nie so glücklich, wie mit dir, also sag so was nicht !
Du bist dafür nicht verantwortlich." Shane drückte seine Angie noch
fester an sich.
Der Arzt kam wieder und sagte zu Bryan und Kerry: "Also das Fieber ist gesunken,
die Atmung ist auch wieder normal. Wenn Sie mir versprechen, immer ein Auge
auf sie zu haben, dann kann ich sie Ihnen wieder mit nach Hause geben." "Ja
machen wir auf jeden Fall! Vielen vielen Dank." Kerry gab dem Arzt die Hand
und nahm dann die schlafende Molly auf den Arm. Sie gingen Alle langsam zu Ausgang.
Sie fuhren wieder alle zusammen zu Bryan. Kerry ging mit Molly nach oben, um
sie ins Bett zu bringen. Die anderen saßen im Wohnzimmer und überlegten,
was sie tun könnten. "Wie wärs, wenn ihr mir mal den Song vorsingt,
bei dem ich mitsingen soll?", fragte Angie. "Hey das ist ne gute Idee. Dann
können wir gleich ein bisschen üben. Louis wird begeistert sein, wenn
du deinen Text am Donnerstag schon kannst." Bryan holte seine Gitarre und er
fing an, das Lied zu spielen und Shane sang seine Strophe. Dann kam der Refrain.
"Das ist deine Strophe, Angie!", sagte Bryan und fing an, die Strophe zu singen.
Sie beendeten das Lied und Angie hatte Tränen in den Augen. "Das Lied ist
wunderschön Bryan und das darf ich mit euch singen?" "Da das Lied dürfen
WIR mit DIR singen!", sagte Bryan grinsend. Die nächsten Tage waren sie
eigentlich nur damit beschäftigt das Lied einzuüben, bis es am Mittwoch
an der Tür klingelte. Angie ging schon ganz selbstverständlich an
die Tür. Sie öffnete und stieß einen kleinen Schrei aus. "NICKY
!!! Da bist du ja wieder!" Sie umarmte ihn stürmisch. "Hey Angielein langsam
bitte!", sagte er und deutete auf seine Halskrause. "Sorry Nickylein.!" Jetzt
kamen auch die anderen angerannt und begrüßten Nicky. "Ja dann können
die Arbeiten fürs Album beginnen!" "Ja können sie! Ich freu mich schon
wahnsinnig darauf, das war vielleicht langweilig, die ganze Zeit im Krankenhaus
liegen!" "Ja das ist ja jetzt vorbei, wie geht’s dir denn jetzt ?" "Mir könnte
es nicht besser gehen, ich bin fit wie ein Turnschuh!", sagte Nicky grinsend.
"Na so fit auch wieder nicht!", lachte Bryan.
Am nächsten Tag fuhren sie wie verabredet ins Studio und Louis erwartete
sie schon, aber sie waren nicht zu spät, sondern Louis war wie immer zu
früh dran. "Hi, da seid ihr ja, jetzt kanns ja endlich losgehen, bevor
ihr wieder nach Paris abhaut, stimmts Nicky?", begrüßte Louis die
Jungs. "Nein Louis, wir fahren nicht nach Paris, Gina und ich haben unsere Hochzeit
verschoben, wegen meiner Verletzung, außerdem wollen wir doch in Irland
heiraten, aber erst nächstes Jahr, das hielten wir für besser." "oh,
das wusste ich nicht, aber es gibt keinen Stress bei euch oder?", fragte Louis
besorgt. "Nein überhaupt nicht, aber wir wollen uns dann doch Zeit lassen.
Und mit welchem Lied fangen wir jetzt an?", fragte Nicky ungeduldig. Welches
kennt ihr jetzt schon am besten?", fragte Louis. "NEVER EVER!", kam es von allen
sechs gleichzeitig. Sie sahen sich gegenseitig an und lachten. Louis schaute
verwirrt von einem zum andern, ließ es aber dann doch bleiben, danach
zu fragen, was denn so lustig sei. "Okay dann geht in die Kabinen, ihr kennt
euch ja aus!" "Was muss ich machen?", flüsterte Angie Shane ins Ohr. Shane
lachte und sagte dann laut. "Wartet mal einen Moment, meine Angie war noch nie
in einem Studio!" "Das kann ja heiter werden, ich dachte, wir können jetzt
endlich anfangen und so richtig loslegen und jetzt muss ich erst mal wieder
durch das ganze Studio rennen, bevor wie anfangen können. Es ist zum Haare
raufen!", sagte Louis und Angie war den Tränen nahe. Jetzt würde sie
Westlife bei ihrer Album Aufnahme aufhalten und Louis war sauer auf sie. "nein
musst du nicht, wir stellen sie jetzt einfach in ihre Kabine vor das Mikro,
setzen ihr die Kopfhörer auf, und sie singt jetzt einfach mal, wir werden
ja sehen, was rauskommt!", sagte Bryan grinsend. Angie war ihm dafür so
dankbar. Und so machten sie es dann auch. Sie stellten sich alle auf und dann
wurde auch schon die Musik abgespielt und Shane fing an die erste Strophe zu
singen. Er machte es sehr professionell und Angie bewunderte Shane für
seine wunderschöne Stimme. Sie konnte es einfach nicht begreifen, was in
den letzten Monaten passiert ist. Sie hatte ihren absoluten Traummann gefunden,
durfte mit Westlife singen und bald würde sie heiraten. In dem Land, was
schon immer für sie so anziehend gewesen war. Und nun durfte sie dort leben,
was hatte sie nur für ein Glück. Als Shane seine Strophe zu ende gesungen
hatte, kam der Refrain und Angie sang einfach. Sie sang so, wie sie auch die
ganze Zeit bei Bryan gesungen hatte. Es klappte gut. Doch dann kam ihre solo
Strophe. Sie war so aufgeregt, doch sie sang einfach weiter. Sie sang so gut
sie konnte und sie war gut. Als sie das Lied zu Ende gesungen hatten, klatschten
Louis und die Tontechniker. "Was ist denn?", fragte Angie und kam zusammen mit
den anderen aus den Kabinen heraus. "Das haben wir noch nie geschafft, ein Lied
auf den ersten Versuch im Kasten!", sagte Louis stolz. "Wollt ihr es mal hören
?" "Na logisch!", sagte Nicky. Sie ließen das Lied laufen und es hörte
sich einfach nur genial an. "Bryan, das Lied ist einfach Klasse!", sagte Shane.
"danke Shane, aber ohne deine und Angies Stimme wäre es lange nicht so
gut geworden!" Angie wurde rot. Bis jetzt hatte sie nur die erste Strophe und
den Refrain gehört. Jetzt kam ihre Strophe. Den anderen klappte der Mund
auf. Sie hörten das Lied ja auch zum ersten mal. "Angie, du singst einfach
genial!", sagte Mark und Shane schwoll vor stolz an und nahm Angie in den Arm.
"Seid ihr ein süßes Paar, ich würde sagen, ihr solltet jetzt
endlich mal ein Interview geben, damit die Fronten mal geklärt werden,
die Fans sollen doch bescheid wissen oder ?" "Ja stimmt, das ist eine gute Idee
Louis, machst du bitte den Termin?" "Ja logisch, für wann denn?" "Am besten
heute Nachmittag.", sagte Shane. "Okay!", sagte Louis und ging sofort mit dem
Redakteur der "Sun" telefonieren. Die rissen sich natürlich um die Jungs
und es kam ja nicht so oft vor, dass die Jungs von Westlife einen Termin von
alleine ausmachen. Da musste also was passiert sein. 3 Journalisten und ein
Fotograf machten sich am Nachmittag sofort auf den Weg ins Studio, wo sie im
Vorraum schon von Shane und Angie erwartet wurden. Sie wurden sofort mit Fragen
gelöchert, doch Shane blieb locker. Er wusste ja, wie das vor sich ging,
aber Angie schien ziemlich nervös zu sein. "Shane Filan, sie haben uns
herbestellt, um ein Interview zu geben, ist denn etwas passiert? Wird sich die
Band trennen? Wann kommt das neue Album? Wie heißt die neue Single?" "Nun
mal langsam. Die Band wird sich ganz sicher nicht trennen und es geht auch nicht
um das Album, ich möchte nur meinen Fans die Wahrheit nicht vorenthalten
und gebe deshalb mit meiner Verlobten ein Interview. Das ist meine Verlobte
Angela." "hallo!", sagte Angie schüchtern. Nun brach ein Donnerwetter los.
Blitzlichter, fragen über fragen. Shane und Angie redeten eine Stunde mit
den Journalisten, die dann total zufrieden wieder abfuhren. "Geschafft, war
doch nicht so schlimm oder Angie?" "Nein war es nicht, aber ich würde zu
gerne wissen, wie meine Freunde und Verwandten zu Hause reagieren." "Weißt
du was, ruf einfach in zwei tagen bei Nina an und frag sie, ob sie was gehört
hat und was die anderen so sagen!" "das ist ne gute Idee!" und so wollte sie
es auch machen. Zwei Tage später, rief sie bei Nina zu Hause an. Nina nahm
ab. "Hallo?" "Hi ich bins Angie, ich wollt mich nur mal melden und dich fragen,
ob du irgendwelche news von Westlife gehört
hast!” "Hi Angie Maus, na wie gehts ? mir gut, ja ich habe was gehört,
ich habe was gelesen, was ich schon längst gewusst habe." "ach was denn?",
fragte Angie grinsend. "na was wohl? Das ihr verlobt seid, man die in der Schule
sind voll ausgetickt, das kannst du dir nicht vorstellen. Sie haben gesagt,
jetzt hat sie doch ihren Shane gekriegt und haben sich voll für dich gefreut.
Ich soll dir shane grüße bestellen!" "SHANE Grüße?" Bei
diesen Worten horchte Shane auf. "ja sorry, das ist westlife Sprache verstehst
du? Da gibt’s noch viel mehr, wie zum Beispiel bis Byrne, was heißen soll,
bis bald, oder Feehily Spaß und so weiter. Cool oder? Hat ne Freundin
von mir erfunden. "Ja cool, das werde ich den Jungs später gleich mal erzählen!",
sagte Angie grinsend. "NEIN ! das machst du nicht. Oh gott ist das peinlich.
Was mach ich denn, wenn ich dann auf eurer hochzeit bin und Nicky spricht mich
darauf an? Ich würde sterben. Außerdem wann siehst du die Jungs denn
immer?" "Ich sehe sie jeden Tag, sie sitzen grad neben mir. Wir sind doch im
Studio, das Album aufnehmen. Bald sind wir fertig, ich glaube aber, Louis will
Never Ever noch mal aufnehmen oder Bryan?", sagte Angie so nebenbei zu Bryan.
Nina hörte durchs Telefon Bryan antworten: " Ja Angie, das will er noch
mal aufnehmen, weil ihm die Gitarre noch nicht so ganz gefallen hat, er ist
halt ein Perfektionist." Nina drehte am anderen Ende der Leitung durch, als
sie Bryan hörte. Angie saß wirklich neben Bryan und sprach mit ihm
und dann war sie auch noch im Studio dabei. Nina kreischte so laut, dass Angie
das Telefon weiter vom Ohr weghielt. Sogar die anderen Westlifer hörten
Ninas gekreische. "Was ist denn mit der los?", fragte Nicky lachend. "War das
Nicky?", fragte Nina völlig aufgelöst. "Ja war er, aber was hast du
dauernd mit Nicky, was ist mit Shane?" Die fünf Westlifer checkten überhaupt
nicht mehr, um was es ging. "Ja Nicky ist doch jetzt mein Liebling und diesmal
für immer!", sagte Nina zitternd. "Achso, wart mal bitte kurz, da kommt
ein Anruf.", sagte Angie unter einem Vorwand und setzte Nina in die Warteschleife.
"Also Nicky, hättest du was dagegen, wenn du mal kurz mit Nina telefonierst,
sie ist jetzt in dich verliebt. Zuerst war es Kian, dann MEIN Shane und jetzt
bist du dran, sie sagt, bei dir sei es für immer." "Aha, da kann ich ja
einpacken!", sagte Kian lachend. "und ich habe ja meine Traumfrau schon!", sagte
Shane. "Was für eine Ehre, also wenn sie genauso hübsch und so toll
singen kann, wie du, dann muss ich mir das mit meiner Hochzeit gut überlegen."
, sagte Nicky scherzend. "Und redest du kurz mit ihr?", sagte Angie bettelnd.
"Ja klar, gib schon her!", sagte Nicky. "Wart noch kurz!" Angie nahm ihr Telefon
und drückte auf den Knopf. "Nina, bist du noch da?" "Ja natürlich,
ich hab mich wieder ein bisschen beruhigt!" "Dann ist weil da will dich jemand
sprechen!" Mehr sagte Angie nicht und reichte das Telefon an Nicky weiter. "Hallo
Nina hier ist Nicky, wie geht’s dir den ?", fragte Nicky. Er hörte nur
ein Kreischen und dann einen heftigen Knall. "Was ist jetzt passiert?", fragte
Nicky erschrocken. Angie nahm das Telefon aus Nickys Hand und hörte. Doch
sie hörte nichts mehr. "Oh gott, ich glaube, ich hätte sie vorwahnen
müssen. Sie ist in Ohnmacht gefallen, glaub ich mal!" "und was machen wir
jetzt?", fragte Nicky ahnungslos. "Ich ruf unten an, bei ihrer Mutter im Wohnzimmer,
sie soll nach ihr sehen.", sagte Angie und wählte die Nummer und Ninas
Mutter ging ran. Angie erzählte ihr alles und ihre Mutter rannte dann auch
sofort nach oben. Und tatsächlich. Nina lag auf dem Boden und war Ohnmächtig.
Ihre Mutter gab ihr eine Ohrfeige und Nina wachte auf.
Sie wusste gar nicht, was passiert war. "Was ist los?" "Du bist Ohnmächtig
geworden, weil Angie dir Nicky gegeben hat!" "Das war wirklich Nicky? Das war
kein Traum? OH GOTT !", kreischte Nina und stand langsam auf und setzte sich
auf ihr Bett. "Aber woher weißt du das bitte, mum?", fragte Nina. "Ich
hab gerade mit Angie telefoniert. Sie hat mich angerufen und mir alles erzählt
und hat mir gesagt, ich soll nach dir schauen, weil du wahrscheinlich umgefallen
bist." "Ist sie dran?", fragte Nina und zeigte auf das Telefon. "Ja ist sie,
willst noch mal mit ihr reden ?" "Ja will ich, gib sie mir." Nina nahm das Telefon.
"Angie, spinnst du eigentlich? Du kannst mir doch Nicky ans Telefon holen, ohne
mir was zu sagen, willst du mich umbringen?" "Sorry Nina, ich wusste ja nicht,
wie sehr du auf Nicky stehst!", sagte Angie und grinste Nicky an und er grinste
zurück und wurde rot. "Ach Nina, weißt du was?" "Was denn?" "Nicky
steht grad neben mir und hat gehört, was ich grad gesagt habe!" "WAS? Er
hat das gehört? Sind die anderen auch da? OH gott peinlich!" "Ja sie sind
auch da, aber was ich dir sagen wollte, Nicky ist rot geworden.. Nicky lass
das!", sagte Angie. "Was denn?" "Er kitzelt mich, das ist gemein, hör auf!",
rief sie Nicky lachend zu. "Okay, aber das gibt Rache, das weißt du. Ich
bring dich später beim singen so zum Lachen, dass du noch mal anfangen
musst, das versprech ich dir!", rief Nicky scherzend. "Singen? Singst du etwa
mit Westlife?" "Ähhh ja tu ich, ich wollte es eigentlich nicht verraten,
aber da Nicky sich jetzt eh verquatscht hat, kann ich es dir ja sagen. Bry hat
ein Lied geschrieben, das ist sooo geil und er hat mich gefragt, ob ich da die
Frauenstimme singen will und weißt du, was das allergeilste ist?" "Noch
geiler? Was denn?" "Das LIED kommt aufs neue Album! Mit mir! Ist das nicht geil?"
"AHHHHHH !!!!!" das war das einzige, was sie von Nina hörte. "Nina beruhig
dich!" "Okay, du kann ich jetzt bitte kurz mit Nicky sprechen? Ihr seid so gut
befreundet, das ist soo geil, und mir ist grad was eingefallen." "Okay ich geb
ihn dir, aber nicht umfallen, verstanden?" "Okay" Nina zitterte, aber ihr war
grad was ganz wichtiges eingefallen. "Hi, hier ist noch mal Nicky, bitte nicht
wieder umfallen, so schrecklich bin ich doch nicht oder?" "Nein bist du nicht,
überhaupt nicht! Ich bin nur so erschrocken, weil ich doch so ein Fan von
dir bin, was heißt Fan, ich liebe dich. Außerdem haben wir uns doch
schon mal gesehen, weißt du nicht mehr?" "wann denn?" "Im Bus, nach dem
München Konzert, ich war Angies Freundin, fällts dir wieder ein?"
"Ja stimmt, jetzt weiß ich wieder, ich fand es total lustig." "Ja ich
auch, du kannst du mir einen gefallen tun? Ich muss mit dir was besprechen,
was aber Angie auf keinen Fall hören darf, kannst du kurz rausgehen oder
so?" "Ja kann ich, wart kurz." Nicky stand auf, und ging mit Angies Handy grinsend
an den anderen vorbei und ging in eine Studiokabine, da würde Angie ganz
sicher nicht hören. "Okay jetzt kann ich sprechen!", sagte Nicky lachend.
"Okay, also wie ihr bestimmt Alle wisst, hat Angie nächste Woche Dienstag
Geburtstag un.." "Nein das wissen wir nicht, sie ist doch einfach plötzlich
dagewesen, da haben wir sie gar nicht nach ihrem Geburtstag gefragt und sie
ist glaub ich, zu stolz, was zu sagen." "Ja kann sein, aber auf jeden Fall,
wollte ich sie überraschen und vielleicht rüber kommen, also halt
nach Irland, aber ich weiß ja nicht, ob Angie zeit hat, und wie ich vom
Flughafen zu ihr kommen soll, ohne dass sie es mitkriegt." "Stimmt, das ist
schwierig, aber wie wärs, wenn ich dich vom Flughafen abhole? Dann könnten
wir kurz zu Shanes Eltern fahren und alles vorbereiten und die Anderen dann
aus dem Studio holen, Mae und Peter haben da bestimmt nichts dagegen!" "Was
du mich abholen ??? Und die anderen treffe ich dann auch? Ich treffe Westlife?
Oh gott, das kann nicht sein!" Nina fing an zu weinen, versuchte aber, es sich
nicht anmerken zu lassen. Nicky aber, bemerkte es sofort und versuchte zu trösten.
"hey Nina nicht weinen, es ist doch nicht so schlimm, uns zu treffen oder?"
"Ganz im gegenteil, ich freu mich nur so!" "Also wann kommt dein Flieger am
Dienstag an?" " Ich glaube, er kommt in Dublin um 11.30 Uhr an, ich muss schon
ganz früh raus." "Okay dann bin ich um 11.30 Uhr in Dublin am Flughafen,
du wirst mich ja erkennen, ich bin derjenige, der von 100 Fans umringt ist!",
sagte Nicky grinsend. "okay, dann bis Dienstag, oh Gott, ich freu mich so!"
"Ach was sollen wir eigentlich vorbereiten für Angie, die anderen wissen
ja noch gar nicht bescheid." "Lasst euch was einfallen, einen song, ein Kuchen,
teure Geschenke, ihr habt doch so viel Geld!", gab Nina lachend zurück.
"Okay dann bis Dienstag. Bye Nina, ich muss aufhören, Angie guckt schon
ganz böse." "Okay dann bis Dienstag. Bye Nicky." Sie legte auf und setzte
sich auf ihr Bett. Sie konnte es nicht glauben. Ihre beste Freundin wohnte in
Irland und war mit Shane verlobt und sie fährt jetzt bald nach Irland und
ihr Traummann holt sie ab.
Nicky kam aus der Kabine raus und Angie fragte: " was hast du denn bitte jetzt
so lange mit ihr telefoniert?" "Nichts!", gab Nicky scheinheilig zurück.
Dann sagte er: " Jungs, ich muss mit euch mal kurz reden. Kommt mal bitte mit!"
Die Jungs guckten ihn blöd an und folgten ihm dann aber. Angie saß
sich auf die Couch und wartete. Was die wohl wieder aushecken. An ihren Geburtstag
dachte sie in diesem Moment nicht. "Was ist denn los Nicky boy?" , fragte Shane.
"Warum darf Angie nicht dabei sein? Das find ich fies, jetzt kommt sie sich
sicher voll ausgeschlossen vor, Ich geh wieder zu ihr!" "Jetzt warte mal Shane,
Nina hat mir gesagt, dass Angie nächsten Dienstag Geburtstag hat und sie
sie überraschen will." "Achso, man wieso haben wir sie nach ihrem Geburtstag
gefragt?", sagte Shane und schlug sich gegen den Kopf. "Na ja auf jeden Fall
will Nina herkommen und ich hole sie am Dienstag am Flughafen ab und dann fahren
wir zu dir Shane und bereiten ein bisschen was vor, Kuchen und so weiter." "Okay,
macht das, was sollen wir ihr denn schenken?" , fragte Bryan. "Am besten fände
ich ein Lied, ein Geburtstagssong!", sagte Mark. "das ist eine gute Idee. Und
die teueren Sachen, die überlassen wir ihrem verlobten, nicht Shane?",
sagte Kian grinsend. "Ja macht das, ich weiß schon, was ich ihr schenke!",
sagte Shane. "Okay dann wär das geklärt und wir müssen dann eh
weiter machen." Sie kamen wieder rein und Shane setzte sich gleich neben Angie.
"Und was gabs so wichtiges zu besprechen?", fragte Angie. "Ach nix!", sagte
Shane und küsste Angie. Dann ging es für die Fünf wieder ab in
die Kabinen und Angie hörte begeistert zu, wie sich die neuen Songs anhörten.
Sie wurden immer besser, dachte sie sich und hörte Shane zu, wie er gerade
eine wunderschöne Ballade sang. Shane sah, dass Angie ihn ansah und sah
sie durch die Scheibe auch an. Sein Blick war voller Liebe. Sie liebte diesen
Blick. Wenn er mit seinen Hundeaugen sie so ansah, dann konnte sie nicht wiederstehen.
Sie liebte diesen Mann so sehr.
Am Abend fuhren Shane und Angie erschöpft nach Hause und ließen sich
nach dem Abendessen auch gleich ins Bett fallen. Jetzt wusste Angie, was für
harte Arbeit es ist, ein Album aufzunehmen, und trotzdem machte es einen riesen
Spaß. Die nächsten Tage verbrachten sie im Studio und nahmen das
Album weiter auf. Bald würde es fertig sein, doch Louis wollte immer noch
irgendetwas anders haben. So war er halt und die anderen kannten es ja schon.
Und so nahmen sie Never Ever auch noch einmal auf und dann war es aber Perfekt.
Am Montag in der Früh, als Angie ganz gewohnt mit Shane ins Studio fahren
wollte, sagte Shane plötzlich. "Angie, willst du heute nicht mal zu Hause
bleiben? Es wird heute nichts interessantes im Studio gemacht und außerdem
kommt Denise heute nach Hause, du kannst sie mal kennen lernen, sie war doch
ein Jahr in Amerika und jetzt ist sie wieder da und du könntest mit ihr
mal zu den Pferden gehen. Das haben wir in dem Stress ja total vergessen." "Ja
das ist eine gute Idee, dann bleibe ich heute mal da, obwohl ich nicht weiß,
wie lange ich es ohne dich aushalte. Ein ganzer Tag ist fast zu viel.", sagte
Angie und schaute Shane verliebt an. "Ich weiß mein Schatz, aber wir sehen
uns heute Abend, und dann bin ich nur für dich da." Sie standen im Flur
und küssten sich. Ein Schlüssel wurde in das Schlüsselloch gesteckt
und die Tür ging auf. Denise war heimgekommen. Doch Shane und Angie hatten
es nicht bemerkt, bis Denise rief: "Hey Shany, ich bin wieder da, wie geht’s
meinem kleinen Brüderchen?" "DENISE ! Hi, ich hab dich gar nicht bemerkt,
sorry." Shane löste sich von Angie und umarmte seine Schwester. "Und wer
ist denn die junge Dame neben dir?", fragte Denise freundlich. "Das ist mein
größter Schatz auf dieser Welt. Schwesterchen, darf ich vorstellen,
meine Verlobte Angie. "Verlobte? Ach ja, hat Mum ja erzählt, hi. Ich bin
Denise." Angie ging auf sie zu und wollte ihr die Hand schütteln, doch
Denise umarmte sie. "willkommen in der Familie!", sagte sie. "Danke!" Angie
war so gerührt. Shane ging wieder zu Angie und legte seinen Arm um ihre
Hüfte. "Angie Schatz, ich muss jetzt los, pass auf dich auf!" "Ja du auch,
ich vermiss dich jetzt schon." "ich dich auch!" Shane umarmte Angie und sie
küssten sich zum Abschied. Shane öffntete die Tür und wollte
gerade gehen, als Angie rief: "Shane ich liebe dich!" "Ich dich auch!", rief
Shane zurück und warf ihr noch einen Kuss zu und ging dann. "Seid ihr ein
süßes Paar.", sagte Denise und lachte. "Shane ist mein Traummann,
ich wüsste nicht, was ich ohne ihn machen würde." "Ja mein Brüderchen
ist schon ein toller Typ!" "Ich weiß!", grinste Angie. Angie verstand
sich mit Denise sofort und auch Denise fand Angie auf Anhieb sympathisch. Auch
sie erzählte, dass sie mit Gillian nicht viel anfangen konnte. "also was
Shane an Gillian gefunden hat, versteh ich nicht, ich habe schon gedacht, er
kommt nie zur Vernunft. Da habe ich mich wohl getäuscht." "Soll das ein
Kompliment sein?" "Ja wenn du es so sehen willst!" Die zwei setzten sich ins
Wohnzimmer und quatschten erst ein bisschen. Denise hatte viel zu erzählen
und auch Angie. Angie erzählte mal wieder alles von Anfang an, wie sich
das mit Shane entwickelt hatte. Nach zwei Stunden, fragte Angie Denise: " Shane
hat gesagt, dass du mir vielleicht die Pferde zeigen kannst, solange er im Studio
ist!" "Ja klar kann ich das machen, hat er dir wieder von seinem Carlton Flight
vorgeschwärmt ?" "Ja hat er und ich würde ihn zu gerne sehen!" "Ach
bist du etwa auch so ein Pferdenarr, wie alle hier in der Familie?" "Ja bin
ich!" "Okay dann lass uns gehen! Das wird ja immer besser. Du wirst mir immer
sympathischer, du hättest Gillian mal bei den Pferden sehen sollen: Ahhhh
Der beißt mich!", lachte Denise und Angie musste mitlachen.
Sie standen auf und gingen zu der Pferdekoppel. Dann gingen sie in den Stall
hinein und Angie schaute sich die ganzen Pferde an. Sie blieb bei jedem stehen
und streichelte es ein bisschen. Das nahm ziemlich viel Zeit in Anspruch, den
bei über 50 Pferden... "Willst du nicht mal reiten?", fragte Denise. "Ich?
Reiten? Aber das kann ich doch gar nicht!" "du kannst nicht reiten? Egal, das
bringen wir dir schon bei!" "Okay!" Denise sattelte Cartlon Flight, Shanes Liebling
und half Angie dann aufs Pferd. Sie war ziemlich nervös, aber Denise hielt
das Pferd fest. Sie ritten hinaus auf die Koppel und Denise erklärte ihr,
wie man mit Pferden umgeht. "willst du es mal alleine versuchen?" "Ja okay,
aber ich hab Angst!" "Das schaffst du schon, jeder hat mal angefangen." Denise
ließ das Pferd los und sie trabten langsam über die Koppel. Doch
plötzlich kam ein LKW in die Einfahrt gefahren und das Pferd scheute. Es
warf seine Reiterin ab und suchte das Weite. Denise lief erst dem Pferd hinterher,
um es einzufangen und zu beruhigen, damit es nicht vor Angst auf Angie oder
Denise losgeht. Sie hatte es schnell geschafft, und es am Zaun festgebunden.
Dann lief sie sofort zu Angie, die auf dem Boden saß und sich den Fuß
hielt. "Angie, ist dir was passiert?" "Mein Knöchel tut weh." "Kannst du
aufstehen? Es tut mir so leid, ich hätte dich nicht jetzt schon alleine
reiten lassen sollen. Shane bringt mich um!" "Warum denn? Weil ich sein Pferd
so erschreckt habe?" "Nein, weil ich schuld bin, dass sich sein "größter
Schatz" verletzt hat!" "ach das ist doch nicht so schlimm, ich glaube, er bringt
dich oder mich eher um, weil ich sein Pferd genommen habe!" "Das glaube ich
weniger. Ich glaube, er würde sogar sein geliebtes Pferd für dich
weggegeben, so verliebt, wie er vorhin aussah. So habe ich ihn noch nie gesehen.
Komm wir gehen jetzt rein und sehen uns deinen Fuß an, meine Mutter die
kennt sich da ganz gut aus." Angie versuchte aufzutreten, doch schmerzte zu
sehr. Denise stützte sie und sie humpelten ins Haus. Denise setzte Angie
aufs Sofa und ging dann auf die Suche nach ihrer Mutter. Sie fand sie in der
Küche: "Mum, kommst du mal bitte, Angie ist vom Pferd gefallen!" "was?
Vom Pferd? Ist ihr was passiert?" Mae kam sofort ins Wohnzimmer gerannt: "Angie,
was ist passiert? Ist alles okay?" "Ja ist schon okay, nur mein Fuß tut
weh!" "Ich rufe sofort Shane an. Der soll..." "Nein nicht Shane anrufen, der
hat doch so viel arbeit." "Okay, aber ich seh mir mal deinen Fuß an."
Mae setzte sich aufs Sofa und nahm Angies Fuß auf ihren Schoß und
sah ihn sich an. Er war geschwollen und rot geworden. "Ein verstauchter Knöchel,
das ist nicht so schlimm. Weißt du, wie viele verstauchte Knöchel
ich schon gesehen habe? Dauernd ist irgendeiner von meinen Kindern von den Pferden
gefallen, am öftesten aber Shane." "Shane?" "Ja er ist nämlich der
allergrößte Pferdenarr in der Familie und konnte es auch nie lassen,
zu den Pferden zu gehen. Denise? Holst du mir bitte die Salbe und einen Stützverband?"
"Mach ich!" Denise lief ins Bad und holte, was ihr aufgetragen wurde. Mae rieb
Angies Fuß mit der Salbe ein und verband ihn. "So das hätten wir,
du bleibst jetzt einfach auf der Couch liegen und legst deinen Fuß hoch."
"Mach ich! Aber bitte nicht Shane anrufen!" "Nein mach ich nicht!" "Denise?
Bleibst du noch da oder musst du weg?" "Nein ich bleib da, ich bin ja schließlich
schuld!" "Nein du bist nicht schuld, ich bin einfach zu blöd zum reiten,
das muss ich einsehen!" "Das stimmt doch nicht, du hast es doch vorhin gehört,
wie oft Shane vom Pferd gefallen ist. Und er ist auch immer wieder aufgestiegen
und jetzt ist er auf seinem Pferd fast unschlagbar." "Ja stimmt, ach hast du
Carlton Flight eigentlich schon in den Stall gebracht?" "Ohh Nein, hab ich nicht,
warte ich mach es schnell." Denise sprang auf und rannte nach draußen.
Cartlon Flight stand seelenruhig da und mampfte Gras und schaute, als wär
nie was gewesen. "Na du kleiner Held, da wird Shane sich aber freuen, wenn er
sieht, was du mit seiner Angie gemacht hast!", sagte Denise scherzend und brachte
ihn in den Stall. Sie sattelte ihn ab und brachte ihm frisches Heu und Wasser.
Dann ging sie wieder rein zu Angie. Sie unterhielten sich ein wenig und am Nachmittag
brachte Mae ihnen Kaffe und eine Sahnetorte. Sie setzte sich dazu und Denise
erzählte nun wieder ein bisschen was, von ihrem Jahr in Amerika.
Um ca. 5 Uhr kam Shane nach Hause und schaute neugierig ins Wohnzimmer. Er sah
seine Angie auf dem Sofa liegen mit einem dicken Verband um den Fuß. Dann
sah Angie Shane und sprang auf, ohne daran zu denken, dass sie sich ja den Knöchel
verstaucht hatte. Sie wollte ihm um den Hals fallen, doch so weit schaffte sie
es gar nicht. Sie trat mit dem Fuß auf, weil sie ja nicht daran gedacht
hatte und fiel hin. Shane lief zu ihr hin und half ihr auf. "Was ist denn passiert?"
Ich... Ich... ähhm bin nun ja, vom Pferd gefallen." "WAS? Vom Pferd? Wie
hast du das denn angestellt? War Denise denn nicht dabei?" "Doch war sie, aber
sie hatte keine Schuld, da kam ein LKW und schon ist es passiert.", sagte Angie
und klammerte sich an Shane, um nicht umzufallen. "Shane, jetzt lass sie doch
mal wieder hinsetzten, sie kriegt doch ein Krampf im Bein, wenn sie noch länger
auf einem Bein stehen muss!", sagte Mae. "Oh Sorry mein Schatz, komm setz dich!",
sagte Shane besorgt und trug sie zum Sofa. "So und jetzt erzähl mal von
Anfang an!" "okay!" Angie erzählte Shane, wie es passiert ist und dann
musste er auf einmal lachen. "Was ist denn da jetzt so lustig?" "Nichts, ich
erinnere mich nur daran, wie ich dauernd vom Pferd gefallen bin, stimmts Mum?"
"Ja stimmt, so oft, wie du verletzt warst, das haben die anderen sechs nicht
mal zusammen hingekriegt!", sagte Mae lachend. Dann musste auch Angie lachen.
"Und der Knöchel ist nur verstaucht oder?" "Ja ist er! Ich glaube, ich
muss morgen wieder mit ins Studio kommen. Wenn du nicht bei mir bist, dann passiert
mir gleich was, also bist du mein Schutzengel!" "Ja morgen nehm ich dich wieder
mit. Noch ein Tag ohne dich halte ich nicht aus!" , sagte Shane verliebt und
legte Angie seinen Arm um die Schultern. "Ich auch nicht, ich hab dich so vermisst
mein Schatz!" "Ich dich auch, und wie!", sagte Shane und küsste seine Angie.
Am nächsten Tag mussten sie mal wieder sehr früh aufstehen und sie
fuhren dann auch gleich ins Studio. "Da erwarteten sie die anderen schon. Die
staunten nicht schlecht, als sie Angie mit Krücken hereingehumpelt kam.
"Angie, was ist denn mit dir passiert? Bist du vom Pferd gefallen oder was?",
sagte Mark. "genau das Marky!", sagte Angie und grinste ihn an. "Du passt wirklich
gut zu Shane, der ist früher auch immer runtergefallen und dann wollte
er mich auch immer auf diese Viecher draufsetzten, aber ich weiß schon
warum ich da nie drauf wollte!", sagte Kian und zeigte auf Angies Fuß.
"Ja ist gut, ich weiß, dass ich da dauernd runtergefallen bin, ihr müsst
es mir nicht immer unter die Nase reiben!" , sagte Shane schmollend. "Ach Shany
Schatz, jetzt lass sie doch, du lachst auch immer, wenn Nicky im Aufzug steht
und sich zitternd am Geländer festhält!", sagte Angie und grinste
Nicky an. "Ja ich weiß!", sagte Nicky und wurde rot. Dann kam Louis und
sie mussten wieder an die Arbeit. Dann um 11 Uhr sagte Nicky, dass er mal schnell
wohin fahren müsse, um etwas abzuholen. Was Angie wunderte, hatte Louis
nichts dagegen. Aber sie wusste nicht, dass das gestern alles schon abgeklärt
worden war. Sie ahnte nichts von der Überraschung.
Nicky ging zu seinem Auto und fuhr zum Flughafen. Und wie es vorauszusehen war,
kamen auch schon 100 Fans angerannt und wollten ein Autogramm. Er gab ein paar
Autogramme, lief dann aber weiter, gefolgt von den 2 Bodyguards, die ihm hinterher
gefahren waren. Das war Louis Anordnung gewesen und diese zwei finsteren Gestalten
nahmen ihren Job sehr ernst. Und was ihn wunderte, ließen sie ihn sogar
alleine aufs Klo gehen.
Er ging zu dem Gate, wo drauf stand, das dort der Flieger aus München landete.
Die Türen öffneten sich und er hielt Ausschau nach Nina. Er hatte
sie ja schon mal gesehen, aber das war schon sehr lange her. Dann kam ein Mädchen
durch die Tür, die ungefähr Angies Alter hatte. Sie sah Nicky und
schrie auf. Das war Nina. "Hi Nina, ich hab doch gesagt, ich hol dich ab, jetzt
komm aber schnell, wir müssen alles vorbereiten, bevor die anderen kommen."
"Wo sind die anderen denn?" "Die sind noch im Studio, außerdem haben wir
jetzt ein bisschen mehr Zeit, als geplant!" "Wieso denn?" "Weil Angie sich den
Fuß verstaucht hat und nicht mehr so schnell ist, mit ihren Krücken!",
sagte Nicky grinsend. "Oh was ist denn passiert?" " Vom Pferd gefallen, genau
wie unser Shany früher immer!", lachte Nicky schadenfroh. "Ja aber was
ist denn mit deinen Aufzügen bitte?", gab Nina lachend zurück. "Was
soll damit sein?", sagte Nicky und schaute in die Luft. "Ach nix!" Sie gingen
nach draußen und Nina stand dann vor Nickys Auto. "WOW geiles Auto!" "Danke,
das hört man gerne!", gab Nicky zurück und stieg ein. Nina ließ
sich auf dem Beifahrersitz nieder und sie fuhren los.
Bei Shanes Eltern angekommen, stiegen sie aus und klingelten. Peter öffnete
die Tür und sagte: "Hi Nicky, komm doch rein, und das ist sicher Nina oder?"
"Ja ist sie, das ist Angies beste Freundin und sie hilft mir ja, die Geburtstagsparty
vorzubereiten." "Ach ja genau, Angie hat ja heute Geburtstag, dann kommt mal
rein." Nina und Nicky betraten das Haus und machten sich dann auch sofort an
die Arbeit, alles vorzubereiten. "Was schenkst du Angie eigentlich?", fragte
Nicky. "Ich habe ein Fotoalbum für sie gemacht, mit Fotos von früher.
Willst mal sehen?" "Ja klar!" Nina zeigte Nicky das Album und er blätterte
es begeistert durch. "Die sind ja süß, die Fotos. Sie ist wirklich
deine beste Freundin, das sieht man." Ich weiß", grinste Nina. Dann waren
sie fertig und Nicky rief wie verabredet bei Shane an. Er ging hin und versprach,
mit den anderen und natürlich Angie sofort zu kommen. Er gab den anderen
ein Zeichen und Bryan sagte dann schließlich zu Louis: "Louis können
wir nicht heute mal früher Schluss machen, es ist so warm draußen?"
"hmmm, na gut, aber nur heute, ausnahmsweise, weil ich heute meinen Spendiertag
habe!", sagte er und grinste. Shane schob Angie zur Tür heraus und Louis
gab Bryan noch die CD, die gerade fertig geworden war.
Sie standen dann alle draußen vor dem Studio und Shane sagte: "Jungs,
wie wärs, wenn ihr noch mit zu uns kommt, wir könnten zusammen essen."
"Das ist eine gute Idee, Shany, ich bin dabei und ihr?", sagte Kian. "Wir auch!";
kam es von den anderen. Und so fuhren sie zu Shane nach Hause. Sie kamen an
und stiegen aus. Shane ging auf die andere Seite seines Autos und half Angie
aus dem Auto. "Jungs, geht ihr schon mal vor und klingelt, wir kommen dann nach."
, sagte Shane. Die Jungs grinsten und rannten schon mal vor. Nicky hatte sie
schon gesehen und öffnete die Tür. Sie lehnten die Tür an und
stellten sich dann in den Flur. Nina hatte sich hinter Bryan versteckt, damit
Angie sie noch nicht sah. Angie humpelte voran und öffnete mit einer ihrer
Krücken die Tür. "HAPPY BIRHTDAY !" Angie staunte nicht schlecht,
als die ganzen Westlifer (bis auf ihren Shane) da standen und ihr zum Geburtstag
gratulierten, obwohl sie fest überzeugt war, keiner würde von ihrem
Geburtstag wissen. "danke ihr verrückten, das hätte ich nicht erwartet!",
sagte Angie überglücklich und umarmte Nicky, der ihr am nächsten
stand. "Wir haben noch eine Überraschung für dich!", sagte Mark grinsend.
"Was denn?", fragte Angie ganz neugierig. "Bryan geh mal auf die Seite!", sagte
Kian. Bryan ging auf die Seite und da stand Nina. "NINAAAAA, AHHHHH !" sie sprang
Nina entgegen, so gut es ging mit ihren Krücken. Die zwei umarmten sich
stürmisch und Nina sagte: "Alles gute zum Geburtstag mein Muffin." "Danke,
meine Süße ich freu mich so, dass du da bist." "Ich musste einfach
kommen. Seit unserem zweiten Geburtstag war ich an jeden Geburtstag da und deswegen
bin ich jetzt auch da. "So und jetzt gibts Geschenke.", sagte Nicky. "Zuerst
das von uns allen und dann das von Nina. "Och man ihr sollt mir doch nichts
schenken." "Tun wir aber!" Nicky nahm die CD und legte sie in den CD-Player
ein. Er drückte auf play, und was hörte sie da. Ihre Westlifer, die
ihr zum Geburtstag gratulieren, mit einer ganz süßen Liebeserklärung
von ihrem Shane. Dann sangen sie ein Lied. Nur für sie. Sie hatte Tränen
in den Augen. Erst fiel sie Nicky um den Hals, dann Bryan, bei dem sie ein wenig
Schwierigkeiten hatte, weil er so groß war. Dann drückte sie Mark
einen Kuss auf die Wange, und auch Kian wurde geknuddelt. Dann humpelte sie
zu ihrem Shane und bedankte sich mit einem KUSS. Dann kam Nina mit ihrem Geschenk.
Angie packte es aus und fiel auch Nina um den Hals. Sie war so happy. Doch das
beste kam ja bekanntlich zum Schluss. "So mein Schatz, jetzt kommt mein Geschenk,
aber ich weiß nicht, ob es jetzt noch so passend ist, aber schau es dir
an." Sagte Shane und nahm sie an der Hand. "Wo gehst du mit mir hin?", fragte
Angie. "das wirst du gleich sehen. Die anderen Westlifer und Nina folgten ihnen.
Sie gingen um das Haus herum und standen dann auf der Pferdekoppel. Dort stand
ein wunderschönes weißes Pferd mit einer roten Schleife um den Hals.
"Das kann doch nicht wahr sein! Du schenkst mir ein Pferd? Das ist das schönste
Geschenk, was ich je bekommen habe, danke!" Angie umarmte Shane und küsste
ihn, bis er sich von ihr löste, um Luft zu holen. "Oh ist das SHANE, das
Pferd!", sagte Nina. "WAS?", fragten die fünf Lifer gleichzeitig. "Ohhh!"
Nina wurde rot und wäre am liebsten im Boden versunken, so peinlich war
ihr das. Sie hatte sich fest vorgenommen, so was nicht zu sagen, aber es war
ihr doch passiert. "Also, SHANE bedeutet schön, in der Westlife sprache
und da gibts dann auch noch so was wie Feehily Spaß, was so viel heißt,
wie VIEL spaß und bis BYRNE, was BYE heißen soll und so weiter.",
erklärte Angie. "Ah verstanden, das ist ja cool, jetzt gibt es auch noch
eine Westlife Sprache!", sagte Mark beeindruckt. Sie gingen wieder ins Haus
und schnitten die leckere Sahnetorte an, die Shanes Mutter gebacken hatte. Sie
hatten einen wundershanen Tag und für Angie war es der schönste Geburtstag
in ihrem Leben.
Die fünf Westlifer, Nina und Angie feierten noch bis spät in die Nacht
hinein. Sie hatten sehr viel Spaß und keiner wollte daran denken, ins
Bett zu gehen. Um halb zwei nachts stand Shane dann auf und ging nach oben auf
den Speicher, um etwas zu suchen, wie er sagte. Nach 5 Minuten kam er wieder
und hielt ein Spiel in der Hand. "Pantomime? Du willst jetzt, nach dem wir alle
total betrunken sind, mit uns Pantomime spielen? Das ist doch nicht dein Ernst!",
sagte Kian und versuchte einen Lachanfall zu unterdrücken, was ihm aber
nur gelang, weil er seine ganze Faust in den Mund steckte. "Warum nicht? Ich
dachte, das wird vielleicht lustig. Jetzt seid keine Spielverderber!" "Hey jetzt
kommt Leute, das ist doch mal eine witzige Idee. Kommt, wir machen 3 Gruppen,
in einer sind halt dann drei. Shane, Kian und ich, Mark und Bryan und Nicky
und Nina. Ist das so okay?", fragte Angie und schrieb die Gruppen schon auf
einen Zettel, ohne auf die Antwort zu warten. Angie hatte mit Absicht Nina und
Nicky in eine Gruppe gesteckt. Sie wusste, dass Nina Nicky liebte. Sie war sich
aber fast sicher, dass Nina bei ihm keine Chance hatte, denn sie hatte Nicky
schon oft mit Georgina gesehen und die Zwei sahen so glücklich miteinander
aus und sie wollte ihm das Glück auf keinen Fall zerstören, doch sie
wollte, dass Nina wenigstens ein bisschen Zeit mit Nicky verbringen kann. Nina
sah Angie darauf hin entsetzt an, sprang auf und sagte: " Angie, kommst du mal
bitte kurz mit?" Angie folgte ziemlich verwirrt ihrer Freundin. "Was ist denn
los?", flüsterte Angie im Flur. "Wieso hast du mich zu Nicky in dir Gruppe
getan, du weißt doch, wie sehr ich ihn liebe!" "Ja genau deswegen hab
ich es getan, ich wollte, dass du ein bisschen Zeit mit ihm verbringen kannst.
Ich weiß, wie schwer das für dich ist, was glaubst du, wie es für
mich gewesen ist, als ich noch nicht mit Shane zusammen war und bei ihm gewohnt
habe? Ich habe ihn jeden Tag gesehen und ich musste meine Liebe zu ihm verbergen.
Es war so schwer. Ich habe noch nie so viel geweint, wie in dieser Zeit und
trotzdem war ich glücklich wie nie zuvor. Kannst du dir das vorstellen?"
Angie schloss ihre lange rede und sah Nina mit ihren großen blauen Augen
an. "Ja ich weiß, aber ich bin so nervös in seiner Gegenwart, was
soll ich denn tun?" "Sei einfach ganz normal, wir spielen jetzt das Spiel und
haben einfach nur Spaß ja?" "Okay!" Die zwei gingen wieder ins Wohnzimmer,
wo die anderen schon warteten. "Na habt ihr euch ausgequatscht?" "Ja haben wir
und sei nicht so frech Egan, du weißt, ich kann böse sein!", sagte
Angie und versuchte, bei diesem "ernsten" Gespräch nicht laut los zu lachen.
Doch es gelang ihr nicht und sie fing an zu lachen, bis ihr die Tränen
kamen. Auch Kian musste mitlachen. Als sie sich wieder beruhigt hatte, fragte
Mark: "SO können wir jetzt loslegen?" "Ja auf geht’s, wer fängt an?"
"Immer der, der fragt, also auf geht’s Shane!" Shane stand auf, nahm die erste
Karte von dem Stapel und las den Begriff. Er musste sofort lachen, doch keiner
wusste warum. Nachdem er sich wieder gefangen hatte, fing er an, den vorgegebenen
Begriff darzustellen. Er verbog seine Arme und fuchtelte wie wild umher. Er
drehte die Arme im Kreis. Immer wieder, doch keiner kam auf das, was es sein
sollte. "Ein Windrad, habt ihr noch nie ein Windrad gesehen oder was?", sagte
Shane und ließ sich lachend auf seinem Stuhl nieder. "Ein Windrad soll
das gewesen sein? Ich dachte, das sollte ein Affe sein, der gerade gekifft hat.",
sagte Nicky und alle fingen an zu lachen. Das ging die ganze Zeit so weiter.
Das Spiel war wirklich ein voller Erfolg. Doch um 4 Uhr morgens sagte Angie
plötzlich: "Jungs, sorry, wenn ich das jetzt sage, aber kann es sein, dass
ihr oder wir morgen wieder ins Studio müssen?" "Oh shit, ja stimmt, jetzt
sollten wir aber schnellstens ins Bett." So schnell wurde bei den Westlifern
noch nie eine Party beendet, aber sie wussten, wenn sie jetzt nicht wenigstens
ein bisschen Schlaf bekommen, dann gäbe es morgen gewaltigen Krach mit
Louis, und das wollten sie auf jeden Fall vermeiden. Vor allem, weil er ihnen
auch noch so großzügig frei gegeben hatte, was er sonst nie tat.
"Hey wollt ihr nicht hier schlafen, bis nach Dublin ist es jetzt noch sehr weit
und ihr zwei könnt doch auch hier pennen, die paar stunden." "das ist eine
gute Idee, aber ich muss Kerry noch schnell anrufen und ihr bescheid sagen!",
sagte Bryan, schnappte sich sein Handy und verlies den Raum.
Als alles geregelt war, wünschten sie sich alle eine gute Nacht und gingen
in ihre Zimmer. Shane und Angie gingen auch auf ihr Zimmer, zogen sich um und
legten sich ins Bett. Angie kuschelte sich in Shane’s Arme. Dort lag sie am
liebsten. Dort fühlte sie sich sicher und geborgen. "Shane?" "Ja mein Engel?"
"das war mein allerschönster Geburtstag, den ich je hatte. Vielen, vielen
Dank." "Für was denn Danke? Ich habe dich glücklich gemacht, und dadurch
auch mich selbst zum glücklichsten Menschen der Welt gemacht. Du siehst,
das war reiner Eigennutz!", sagte Shane und lächelte Angie verliebt an.
"Spinner!", sagte Angie und lehnte sich zu Shane herüber um ihn zu küssen.
Shane näherte sich ihr und sie küssten sich lang und innig. "Ich liebe
dich so sehr, weißt du das?" "Ich liebe dich noch viel mehr!" "Hey, wie
wärs, wenn wir morgen nach dem Studio noch kurz auf die Baustelle fahren
und sehen, wie weit sie mit unserem Haus sind?", fragte Shane. "Au ja, das würde
ich zugerne sehen, was glaubst du denn, wie lange es noch brauchen wird?" "Ich
glaube, nicht mehr so lange, höchstens noch zwei, drei Wochen, bis wir
einziehen können." "Ich bin so glücklich und daran bist alleine du
schuld, das weißt du, du Schuft?" "Ja ich weiß und du bist allein
daran schuld, dass ich der glücklichste Mensch der Welt bin, was würde
ich ohne dich machen?", fragte Shane. Er hatte plötzlich einen komischen
Ausdruck in den Augen. War es Angst? Oder Unsicherheit. Angie machte dieser
Blick irgendwie Angst. "Shane was ist los?" " Nichts, alles okay!", sagte er,
konnte Angie aber nicht mehr in die Augen sehen. "Shane, ich sehe, dass mit
dir was nicht stimmt, sags mir doch, bitte!" Angie war den Tränen nahe.
Hatte sie irgendetwas falsches gesagt? "Ich weiß es nicht, auf einmal
hab ich das Gefühl, dass ich dich irgendwann verliere, und das könnte
ich nicht ertragen. Ich weiß nicht, woher das Gefühl kommt und warum
gerade jetzt aber ich hab Angst, große Angst, verstehst du?" "JA ich versteh
dich, mir geht es oft so. Ich kann einfach nicht glauben, dass ich dich gefunden
habe und dann überkommt mich eine Angst. Eine furchtbare Angst, dich wieder
zu verlieren, aber Schatz, bitte glaub mir, ich werde dich nie, nie im Leben
verlassen. Ich liebe dich so sehr, dass es weh tut!" Nun kullerten ihr Tränen
über die Wangen. Shane nahm sie wieder in den Arm und küsste sanft
ihre Stirn. Er streichelte ihr Haar und sagte zu ihr. "Schatz beruhig dich doch,
ich weiß, wie es dir geht, mir ging es eben genauso, bitte nicht weinen,
ich kann nicht sehen, wenn du weinst. Angie sah Shane tief in die Augen. Dieser
Blick. Wie er sie ansah. Sie liebte diesen Blick. Seine Augen waren voller Liebe,
Wärme und Zuneigung. Angie hob ihren Kopf und küsste Shane zärtlich.
Nach diesem Gespräch schliefen sie aneinander gekuschelt ein.
Am nächsten Morgen wachten sie beide auf, weil der Wecker mal wieder unaufhörlich
klingelte. Shane schaltete ihn ab und stupste Angie sanft an: "Schatz, aufwachen,
wir müssen ins Studio, das weißt du doch." "Bääääh!"
das war das einzige, was Shane von Angie hörte. "Okay, dann geh ich eben
alleine und du bist wieder den ganzen Tag alleine hier ohne mich!", sagte Shane
grinsend. Das wirkte. Angie kam unter der Decke hervor und gab ihm einen Guten
Morgen Kuss. "Du Gauner! Du weißt genau, dass ich da nicht wiederstehen
kann." Shane grinste sie an und dann standen beide auf und gingen hinunter zum
Frühstück. Bryan und Nicky saßen schon beim Frühstück.
Von Kian, Mark und Nina fehlte jede Spur. "Morgen, na gut geschlafen? Wo sind
denn unsere Morgenmuffel? Und Nina fehlt auch noch!", sagte Angie. "Mark und
Kian sind glaub ich noch nicht aus den Federn gekommen und Nina wollten wir
nicht wecken, weil sie muss ja nicht ins Studio und ich glaube, sie will lieber
noch weiterschlafen!", erklärte Nicky. "Bist du dir sicher? Ich meine,
sie wacht dann auf und keiner ist da, von uns. Glaubst du Louis würde es
erlauben, wenn sie heute noch mit Studio kommt, danach seit ihr doch fertig
mit dem Album oder?", fragte Angie. "Ja wenn wir heute richtig ranklotzen, könnten
wir fertig werden. Ich könnte Louis mal fragen.", sagte Nicky und schnappte
sich gleich sein Handy und ging nach draußen. "Ich geh mal rauf und wecke
Mark, kannst du Kian bitte wecken Angie?", fragte Shane und war schon auf dem
Weg nach oben. "Klar, warte auf mich.", rief Angie und sprang hinterher. "Hier
rein, mach ein bisschen Radau, da wird er sicher wach. Und wunder dich nicht,
wenn er dich ein bisschen anfährt oder so, er ist immer so schlecht drauf,
wenn er nicht ausgeschlafen ist.", flüsterte Shane, während er Mark’s
Zimmertüre öffnete. Angie hörte, wie Shane zu Marks Bett ging
und ihm die Decke wegzog. "Los aufstehen du Schlafmütze, wir müssen
in 20 Minuten los und du pennst immer noch." "In 20 Minuten schon? Ich hab mich
doch nur ein paar Minuten umgedreht, so ein Mist." Sie hörte, wie Mark
langsam aufstand, doch langsam sollte sie selbst mal damit anfangen, die Schlafmütze
in dem anderen Zimmer zu wecken. Sie öffnete leise die Tür, und wollte
dann schon anfangen, Kian aufzuwecken, doch sie sah, dass das nicht nötig
war. Kian saß angezogen auf dem Bett und schien in Gedanken versunken
zu sein. "Kian? Was ist los? Seit wann bist du denn schon wach?" "Was, wie?
Ah, hi Angie, ich bin schon länger wach, aber ich musste nachdenken." "Wieso,
ist was passiert?" Angie war besorgt. Angie war immer besorgt. Sie konnte es
nicht mit ansehen, wenn es einem ihrer besten Freunde schlecht geht. So war
es auch dieses Mal. Sie sah Kian sofort an, dass etwas nicht stimmte. "Es geht
um meine Cousine. Du kennst sie ja!", sagte Kian, so leise, dass Angie ihn kaum
verstand. Sie ging zu ihm hin und setzte sich neben ihn aufs Bett. "Meinst du
Gillian?" "Ja wen sonst?" "Was ist denn passiert? Aber nicht so etwas, wie das
auf dem Hochhaus oder?" "Nein das nicht, aber ich befürchte, dass sie hinter
all dem steckt." "wo hinter?" Angie verstand nicht, was Kian meinte. "Ja, ich
meine das mit den Bremsschläuchen und so weiter!" "Wieso glaubst du, dass
Gillian das war? Das ist doch deine eigene Cousine." Ja, und ich kenne sie genau.
Sie war schon immer so. Wenn sie nicht das bekommt, was sie will, und in diesem
Fall ist es Shane, dann kannst du bei ihr mit allem rechnen." "Aber du hast
doch gesehen, wie nah ihr das ging, dass Shane sich von ihr getrennt hat. Sie
wollte sich umbringen, woher willst du wissen, dass sie danach so einen schrecklich
Plan gemacht hat und uns alle umbringen wollte?" Angie konnte und wollte nicht
begreifen, was Kian versuchte, ihr gerade zu erklären. "Ich weiß
es nicht, auf jeden Fall hat sie gerade angerufen und hat versucht, mich über
euch zwei auszuquetschen. Sie wollte alles wissen. Wo ihr seit, wann ihr in
Urlaub fährt und wohin, wie weit euer Haus ist, wann ihr heiratet und so
weiter. Und das ist ein weiterer Grund, dass ich glaube, dass sie es war. Shane
hat sich von ihr getrennt und somit geht sie das alles nichts mehr an, aber
sie will es trotzdem wissen. "Ja weil sie Shane immer noch liebt und ihn zurück
haben will!" "Das glaube ich nicht. Shane hat ihr sehr weh getan. Ich weiß,
er wollte das nicht und ich steh voll hinter ihm, was er getan hat. Weil ich
fände es noch schlimmer, wenn er es ihr nicht gesagt hätte. Shane
ist so eine ehrliche Haut und er würde nie so etwas tun. Er hat mich Gillian
reinen Tisch gemacht, bevor ihr zusammen wart!" "Wann denn? Das hat er mir gar
nicht erzählt." "Es war an dem Tag, an dem du aufgewacht bist, aus dem
Koma. Shane saß wie immer in der Früh bei dir und hat deine Hand
gehalten. Dann kamen wir rein, um dich und Shane zu besuchen und sehen, wie
es euch geht, weil Shane ging es zu diesem Zeitpunkt sehr schlecht. Er liebt
dich so sehr. Er war immer da. Immer. Er hat bei dir im Krankenhaus geschlafen.
Dann als wir da waren, hat Bryan gesagt, dass er vielleicht mal mit Gillian
reden sollte, falls er sich von ihr trennen will. Darauf ist Shane richtig sauer
geworden und hat Bryan angemault und ihn gefragt, ob er glaube, dass er sich
Gillian warm halten wolle, falls du doch nicht mehr aufwachst. Das hat ihn richtig
getroffen. Natürlich hat Bryan das nicht so gemeint, aber Shane war zu
dieser Zeit so verletzlich. Na ja und dann ist Shane aufgestanden und zu Gillian
gefahren und hat mit ihr Schluss gemacht. Bevor er gefahren ist, hat er uns
gebeten, noch ein bisschen bei dir zu bleiben, damit du nicht so lange alleine
bist. Das haben wir auch gemacht. Wir hatten uns gerade von dir verabschiedet.
Nicky gab dir einen Kuss auf die Wange und hat die was ins Ohr geflüstert,
was wir alle getan haben. Dann hat Nicky gesagt, er hätte gehört,
wie du ganz leise, Shane, gesagt hättest. Das war ein wirkliches Wunder.
Wir wollten sofort Shane anrufen, aber er war schon wieder da. Wir erzählten
es ihm und er war so froh, doch dann, als du wieder genauso da lagst wie vorher,
hat er so geweint. Er hat sich solche Vorwürfe gemacht, weil er nicht da
war. Ja und dann hat jemand von uns, ich weiß nicht mehr wer, vorgeschlagen,
ihr ein Lied vorzusingen, doch keiner wusste welches." "Tonight!", flüsterte
Angie leise, als sie das hörte. "Genau, Shane hat es genauso gemacht, wie
du jetzt. Er hat ganz leise geflüstert und gesagt, wir sollen dir Tonight
vorsingen. Das haben wir dann auch getan. Du hättest Shane sehen müssen.
Als er seine Strophe sang, sind ihm die Tränen nur so über die Wangen
gerollt. Er war am Ende. Ich wüsste nicht, was wir gemacht hätten,
wenn du nicht aufgewacht wärst. Shane war überglücklich, aber
das hast du ja gesehen." "Das hat mir noch keiner erzählt, ich wusste das
alles gar nicht, nur dass ihr mir Tonight vorgesungen habt." "Und glaubst du
mir? Ich meine, wegen Gillian?", fragte Kian vorsichtig. "Ja ich glaube dir,
obwohl ich ihr so was nie zu getraut hätte, aber du kennst sie ja besser,
als ich. Sie ist ja deine Cousine." "Eben, aber wir sollten jetzt runter gehen,
ich glaube, wir sind schon spät dran." "Ja ich glaub auch, aber willst
du den anderen erzählen, von deinem Verdacht?" "Nein erst mal nicht, ich
will keinen beunruhigen. Weil ich bin mir da ja auch nicht sicher, aber wenn
du Gillian irgendwo siehst, geh ihr bitte aus dem Weg. Ich glaube, sie hat es
besonders auf dich abgesehen. Sie hasst dich, glaub mir. Uns wollte sie bestimmt
nur umbringen, um dir weh zu tun. Genauso, wie Shane. Bitte, pass auf. Versprich
es mir, versprich es!" Kian war außer sich vor Angst, das sah man ihm
an. Er hatte Tränen ihn den Augen, die jetzt langsam über sein Gesicht
liefen. Seine Hände zitterten. Angie hatte ihn noch nie so gesehen. Sie
nahm seine Hände in ihre und sagte zu ihm. "Ich versprech es dir, sobald
ich Gillian irgendwo sehe, gehe ich ihr aus dem Weg, versprochen!" "Danke!"
Kian nahm Angie in die Arme und Angie versuchte Kian zu beruhigen, was ihr auch
einigermaßen gelang. Dann gingen sie nach unten zu den anderen, die schon
angezogen waren und auf sie warteten. Nina war auch da. "Da seid ihr ja endlich,
ich dachte, du kommst gar nicht mehr aus den Federn.", sagte Nicky scherzend.
"War schwer, ihn aus dem Bett zu kriegen, stimmts?", fragte Bryan. "Ja sehr
schwer, du hast ha gesehen, wie lange ich gebraucht habe!", sagte Angie und
versuchte, so zu klingen, als würde sie die Wahrheit sagen. Sie hatte Kian
versprochen, den anderen nichts zu sagen. Kians verweinte Augen bemerkte auch
keiner, denn er hatte nach dem Aufstehen immer rote Augen und so bemerkte auch
das niemand. Nachdem, was Angie gesagt hatte, sah Kian Angie dankbar an. "Okay
wollen wir fahren?", fragte Shane. "Los geht’s, letzter Studiotag, wenn wir
hart arbeiten. Wer fährt wo mit?" "Also Angie fährt ja mit Shane,
sie ist so vernarrt in dieses Auto.", sagte Bryan. "Ja ist doch so, ich liebe
dieses Auto und auch den Fahrer." Sie grinste. "Das will ich auch hoffen!",
sagte Shane und lächelte zurück. "Nina fährt mit mir oder?",
fragte Nicky und grinste. "ja!", sagte Nina und sah Angie mit einem verstohlenem
Grinsen an. "Ihr anderen habt eure Autos ja alle da. Also los." Und dann fuhren
sie alle zusammen ins Studio. Sie kamen an, stiegen aus und gingen hinein. Nina
sah sich neugierig um, doch dann sah sie Louis Walsh auf sich zukommen und ging
hinter Bryan in Deckung, weil sie gehört hatte, wie streng dieser Mann
sei. "Morgen Jungs, na fit für den letzten Tag?" Louis klopfte Shane und
den anderen auf die Schulter. Er schien guter Laune zu sein. "ach ja und alles
Gute Nachträglich zum Geburtstag Angie." Er umarmte sie, was nicht nur
Angie wunderte. Das tat er sonst nur mit den Jungs selbst, nie mit Georgina
und auch nicht mit Gillian. Nina sah, dass Louis sehr nett war und nicht nur
streng. Sie kam hervor und Louis begrüßte auch sie sofort, sagte
ihr aber, dass sie sich ruhig in eine Ecke setzen solle und möglichst nichts
sagen sollte, genauso wie Angie. Dann ging es ab in die Kabinen und sie nahmen
heute ihr letztes Lied auf. Es war eine Up-tempo Nummer. Angie und Nina gefiel
sie sofort. Doch nach dem 45ten mal, konnten sie das Lied langsam nicht mehr
hören. Am Nachmittag um Vier waren sie dann schließlich fertig und
alle waren überglücklich, das neue Album endlich fertig zu haben.
Shane kam als erster heraus und sprang vor Freude in die Luft. "Unser Album
ist fertig!" Angie sprang ihm sofort entgegen und umarmte ihn. Er küsste
sie stürmisch. Man sah, wie glücklich er war. "Und jetzt mein Schatz,
fahren wir zu unserem Haus, und sehen, wie weit es ist." "au ja!" Louis kam
wieder herein und brachte ihnen die ersten Sieben Cd’s. Das Album war fertig,
es musste nur noch das Cover gedruckt werden und auch die Cd’s mussten bedruckt
werden. Doch sie nahmen die Cd’s, um es sich zu Hause anhören zu können.
"Sieben? Wieso sieben?", fragte Shane, als er die Cd’s zählte, die er in
der Hand hielt. "Ja für jeden eine, oder hab ich mich etwa verzählt?",
sagte Louis und tat so, als müsste er noch mal die Personen zählen,
die vor ihm standen. "Stimmt doch." "Was? Ich bekomme auch eine?", fragte Nina
völlig überrascht. "Ja, wenn du mir versprichst, dass du sie nicht
kopierst und deinen Freunden so schenkst. Sie soll ja schließlich gekauft
werden.", scherzte Louis und Shane gab ihr eine CD. "Nein mach ich nicht. Ganz
ehrlich.", sagte Nina und umarmte den völlig überraschten Louis. Doch
er lachte. "Okay, dann seid ihr jetzt erst mal fertig. Wir sehen uns in einer
Woche, wir müssen nach Deutschland für einen Auftritt." "Okay, am
Freitag, wann und wo?" "Am Flughafen in Dublin um 5 Uhr!" "was so früh?",
Mark schaute entsetzt. "Ja so früh, dann musst du wohl oder übel mal
deinen Hintern ein bisschen früher aus dem Bett schwingen, Feehily.", sagte
Louis scherzend. "Und jetzt macht, dass ihr wegkommt.", rief Louis und das ließen
sich die Sieben nicht noch einmal sagen. Sie liefen nach draußen zu den
Autos und verabschiedeten sich. Jeder hatte etwas anderes vor. Kian wollte nach
Hause. Mark auch, er wollte sich noch ein bisschen hinlegen, und Schlaf tanken.
Bryan musste sich mal wieder zu Hause blicken lassen, was ihn aber gar nicht
störte. Wenn er nur 1 Tag von Kerry und den Kleinen getrennt ist, dann
hält ihn nichts mehr und fährt zu seiner Family. Nicky wollte Nina
ein bisschen Dublin zeigen, bevor Nina wieder nach Deutschland zurück fährt.
Und Shane und Angie wollten ja auf die Baustelle, um zu sehen, wie weit denn
ihr Traumhaus ist.
Shane und Angie stiegen aus. Sie waren an der Baustelle angekommen und sahen
sich nach dem Bauleiter um. Da kam er auch schon und begrüßte die
Beiden herzlich. "Wenn Sie mir bitte folgen wollen, ich zeige ihnen, wie weit
wir schon gekommen sind, aber ich muss darauf bestehen, dass sie beide Helme
aufsetzen!", sagte der Mann und Shane und Angie setzten die Helme auf und folgten
ihm. Er erklärte ihnen, was sie in der Letzten Zeit alles geschafft hatten
und zeigte ihnen, was alles schon fertig war und was noch etwas Zeit brauchte.
Schließlich fragte Shane: "Wie lange wird es denn noch dauern, glauben
Sie?" "Ich schätze, wenn wir so weiter machen, sind wir in 2 Wochen fertig,
dann können sie alles einrichten." "In Zwei Wochen schon? Das hätte
ich nie gedacht!", sagte Angie und fiel Shane vor Freude in die Arme.
Dann verließen sie beide die Baustelle und sie beschlossen, noch etwas
trinken zu gehen. Sie gingen in ein schönes Pub und setzten sich in die
hinterste Ecke, um ungestört zu sein. Sie bestellten was zu trinken und
Shane legte einen Arm um Angie. "Shane, hier ist es einfach so wunderschön,
ich weiß gar nicht, womit ich das verdient habe. Ich meine, es gibt doch
Tausende Fans, die dich bestimmt genauso lieben, na ja vielleicht nicht ganz
so viel, aber du weißt, was ich meine. Warum ausgerechnet ich?" "Warum
ausgerechnet du? Das fragst du mich? Ich würde am liebsten Gott fragen,
warum ausgerechnet ICH seinen schönsten und wertvollsten Engel bekommen
habe!" Shane sagte dies und sah Angie dabei tief in die Augen, und sah mehr
verliebt aus, denn je. Darauf hatte Angie Tränen in den Augen, aber sie
wollte nicht weinen, nicht schon wieder. Sie strahlte Shane an und wollte ihn
gerade küssen, als Angie sie sah.
Gillian kam in das Pub herein und setzte sich ganz in die Nähe von ihnen.
Angie erschrak. Gillian hatte stark abgenommen und sah ganz bleich aus. Doch
ihre Augen machten Angie Angst. Ihr Blick war eiskalt. Früher, als sie
noch mit Shane zusammen war, hatte sie nur immer eingebildet ausgesehen, doch
in ihren Augen der blanke Hass zu sehen. Sie sah zu ihnen herüber und sah,
dass Angie sie anstarrte. Shane hatte sie noch nicht gesehen, weil er mit dem
Rücken zu Gillian sah. Doch Shane bemerkte, dass Angie irgendetwas erschreckt
hatte und er wollte wissen, was es war. "Hey Schatz, was ist auf einmal los?
Wovor hast du Angst?" Angie hatte Angst, große Angst sogar. Sie hatte
Angst vor dieser Frau. Kian hatte ihr alles genau erzählt und nun, als
sie diesen Ausdruck in Gillians Augen gesehen hatte, wusste sie, dass Kian recht
hatte. "Nichts, ist schon okay, aber bitte, bitte lass uns woanders hingehen."
Sie dachte an das Versprechen, dass sie Kian gegeben hatte. Und sie hatte auch
nichts dagegen, dieses Versprechen einzuhalten.
"Wenn du das willst, dann gehen wir natürlich, aber ich bitte dich, mir
zu erzählen, was du hast. Wir haben uns immer alles erzählt, ich will
nicht, dass das anders wird, okay?" "Okay ich versuche es, aber bitte lass uns
erst gehen.", Angie bekam Panik, sie wusste nicht wieso. Sie wusste zwar, dass
Gillian nicht ganz harmlos war, aber dass sie solche Panik bekommen würde,
das wusste sie nicht. Es war ja nicht so, dass Gillian ihr eine Pistole an den
Kopf hielt. Shane und Angie standen auf und verließen das Pub, nachdem
sie gezahlt hatten. Shane hatte Gillian nicht bemerkt, wofür Angie gesorgt
hatte. Sie ging so an Gillian vorbei, dass Shane sie gar nicht sah. Sie fuhren
zu Shanes Eltern nach Hause und setzten sich ins Wohnzimmer. Im Moment war keiner
zu Hause und sie waren ungestört. "So und willst du mir jetzt erzählen,
was los ist?", fragte Shane. "ich will dich zu nichts drängen, aber ich
hab einfach Angst verstehst du?" "Wovor hast du Angst?" "Davor, dass wir uns
irgendwann nicht mehr vertrauen können und wir uns auseinander leben, und
das will ich nicht, ich will nicht mehr ohne dich leben." "Shane ich ohne dich
doch auch nicht. Ich erzähle dir alles, das weißt du, nur im Moment
ist es so, dass ich es jemandem versprochen habe, nichts zu sagen, verstehst
du? Ich will es dir ja sagen, ich will keine Geheimnisse vor dir haben." "Ist
es so etwas schlimmes, dass du darüber nicht reden darfst?" "Ja, nein,
ach ich weiß nicht! Weißt du was? Ich rufe ihn an, und frage, ob
ich es dir erzählen darf, wenn ich es nur dir erzähle, dann dürfte
er nichts dagegen haben." "ER? Wer denn?" "Warte kurz okay?" "Okay!" Angie stand
auf und ging ins Nebenzimmer und wählte die Nummer von Kian. Kian hob ab.
"Egan?" "Kian, ich bin es, Angie. Ich muss kurz mit dir reden." "Was ist denn
los?" "Ich hab vorhin Gillian gesehen. Und sie.." "Wo?" kam es sofort von Kian.
"Shane und ich waren im Pub und dann kam sie rein." "Ist was passiert?" "Nein,
wir sind dann auch gleich gegangen, Shane hat sie gar nicht gesehen. Ich wollte
nicht, dass die alten Wunden bei ihm wieder aufreißen." "Gut so, aber
was hast du zu Shane gesagt, als ihr so schnell gegangen seit? Er ist doch sicher
misstrauisch!" "Misstrauisch nicht, aber er ist besorgt und möchte wissen,
was los ist, deswegen rufe ich an!" "Ja und weiter?" " ich wollte dich fragen,
ob ich es Shane erzählen darf, ich will keine Geheimnisse vor ihm haben!"
"Ja okay, mit den anderen wollte ich auch bald sprechen, ich mach mir nämlich
große Sorgen." "Wieso? Ist was passiert?" "Gillian ist von zu Hause ausgezogen
und jetzt weiß keiner wo sie ist und was sie macht. Sie hat sich so verändert,
zum schlechten!" "Ich weiß, ich hab sie ja gesehen, ich hab richtig Angst
bekommen!" "Wie sah sie denn aus, ich habe sie schon ewig nicht gesehen!" "Sie
hat stark abgenommen, ist nicht mehr viel dran, ihr Gesicht war weiß,
aber ihre Augen. Sie waren so eiskalt. Ich hatte richtig Panik, dass sie jetzt
gleich auf uns losgeht oder so. Ich weiß, das klingt verrückt, aber
es war wirklich so." "Ich glaube dir, mir geht es nicht anders, deswegen hab
ich es dir ja erzählt." "Okay, ich werde dann mit Shane reden, ich hab
ihm noch nicht mal erzählt, dass ich mit dir schnell telefonieren muss,
ich hab nur gesagt "ER", dann hat er gleich gefragt. Ich glaube, er ist eifersüchtig,
könnte ja ein anderer Typ sein." "Unser Shane. Da siehst du mal, wie sehr
er verliebt ist, er war sonst nie eifersüchtig." "Okay ich geh dann mal
zu ihm, danke, dass ich es ihm erzählen darf!" "Kein Problem, ach Angie?"
"Ja?" "Danke, dass du dein Versprechen eingehalten hast und gegangen bist, wer
weiß, was passiert wäre." "Ist schon okay, ich wollte ja weg!" "Okay
dann bis bald okay?" "Ja bis bald!" Angie legte auf und ging wieder zu Shane.
"Und was hat ER gesagt?" "Jetzt sei doch nicht eifersüchtig, ich hab nur
mit Kian telefoniert." "Mit Kian, aber was Kian damit zu tun?" "Kian hat mir
was anvertraut, was er euch noch nicht sagen wollte, er wird es aber bald tun,
und ich hab ihn gebeten, dass ich es dir jetzt schon sagen darf." "Und was hat
er gesagt?" "Ja ich kann es dir erzählen, aber kein Wort zu den anderen,
er will es den anderen sagen." "Okay, aber was ist so schlimm, dass er es uns
nicht mal sagen kann?" "Shane, es geht um Gillian." "Um Gillian? Was ist denn
mit ihr?" "Kian vermutet, dass sie hinter den Anschlägen auf euch steckt."
"Wie kommt er darauf, es ist doch seine eigene Cousine!" "Eben, er kennt sie
sehr gut. Es hat sie zu sehr verletzt, dass du dich von ihr getrennt hast. Keine
Angst, Kian macht dir keine Vorwürfe, er steht voll hinter dir, aber er
hat einfach Angst, dass Gillian etwas vor hat. Sie ist keine Person, die so
was einfach wegsteckt!" "Aber wieso sollte sie das gewesen sein? Ich meine,
sie wollte sich umbringen." "Ja aber danach hat sie sich total verändert,
sie ist von zu Hause ausgezogen und keiner weiß, wo sie ist, und was sie
jetzt macht!" "wirklich? Aber glaubst du auch daran, dass sie es war? War sie
das auch, die bei dir auf dem Handy angerufen hat, im Krankenhaus?" "Ja kann
sein, ich weiß es nicht mehr, auf jeden Fall hab ich Kian versprochen,
dass wenn wir sie sehen, wir schnellstens verschwinden. Shane, Kian hat Angst,
große Angst, ich habe ihn noch nie so gesehen. Er hat es mir heute morgen
gesagt. Er hat nicht mehr geschlafen, er war schon wach. Seine Augen waren so
rot, weil er geweint hat. Er hat Angst um mich, um dich und um die anderen.
Ich hab es ihm versprechen müssen. Deswegen wollte ich heute so schnell
aus dem Pub raus. Gillian war da!" "WO war sie, ich habe sie gar nicht gesehen???"
"du bist mit dem Rücken zu ihr gesessen. Sie sieht schlimm aus. Sie hat
so abgenommen, ganz bleich ist sie. Aber ihre Augen. Ich habe noch nie Augen
gesehen, die so voller Hass waren." "Wirklich?" "Ja wirklich, ich hatte richtig
Panik, deswegen wollte ich gehen. Verstehst du?" "Ja jetzt versteh ich es, aber
ich weiß nicht, ob Gillian es wirklich war, aber vorstellen kann ich es
mir jetzt, nachdem du mir das erzählt hast!"
Sie redeten noch lange über das Thema, bis sie schließlich beschlossen
nach oben ins Bett zu gehen und zu schlafen. Sie hatten jetzt eine Woche frei
und die wollten sie so richtig genießen.
Angie wachte in der früh auf und sah auf den Wecker. Es war erst 8 uhr.
Sie wollte sich dann noch einmal umdrehen und weiter schlafen, doch dann entschied
sie sich doch dafür aufzustehen. Sie wusste, dass sie ihren Schatz noch
nicht wach bekommen würde und ließ ihn deshalb weiterschlafen. Sie
zog sich an und ging nach unten. Denise war auch schon wach und saß am
Küchentisch. "Morgen Denise!" "Morgen Angie, na gut geschlafen?" " Es geht
so, ich hab schon besser geschlafen." "Wo hast du denn Shane gelassen? Mal ohne
deine zweite hälfte unterwegs?", fragte Denise scherzend. "Shane pennt
noch, den kriege ich so früh nicht aus den Federn, außerdem hat er
es sich verdient. Er und die Jungs haben gestern das nächste Album fertig
aufgenommen! Willst du mal hören?" "Ja klar, man bin ich neugierig, was
meine Brüderchen da wieder produziert hat!", sagte Denise aufgeregt. Angie
schob die CD rein und sie hörten das Album komplett durch. Das letzte Lied
war "Never Ever" Denise wusste nichts davon, dass Angie da mitsang. Als sie
die Frauenstimme hörte, fragte sie sofort: "Wer singt denn das? Das klingt
echt total gut!" "ähm ja, das bin ich!" "DU? Echt? Du hast ja eine tolle
Stimme, du passt ja immer besser zu Shane." , sagte Denise und Angie freute
sich sehr darüber. "Ach was ist eigentlich mit den Pferden?" "Was soll
mit denen sein?" "Ja wollen wir nicht mehr zusammen hingehen, oder hast du den
Rest deines Lebens die Nase voll von ihnen?" "Das meinst du doch nicht ernst?
Aber stimmt, ich war schon lange nicht mehr bei den Pferden. Und ich sollte
mal mein eigenes besuchen!" "Du hast ein eigenes? Seit wann?" "Seit vorgestern,
Shane hat mir eins zum Geburtstag geschenkt!" "Du hattest Geburtstag? Oh sorry,
Alles Gute nachträglich. DU weißt ja, ich war in den letzten Tagen
in Dublin bei einer Freundin." "Ist schon okay, willst du das Pferd mal sehen?"
"Ja klar, los gehen wir!" Angie und Denise standen auf und gingen zusammen in
den Stall. Ganz hinten in einer, der größten Boxen stand ihr Pferd.
Es sah genauso traumhaft aus, wie beim letzten mal, als sie es gesehen hatte.
"Das ist ja ein wunderschönes Pferd, man sieht mein Bruder, weiß
was gut ist, und es scheint, für dich ist ihm nichts zu teuer. Das muss
ein Vermögen gekostet haben." Angie ging zu ihrem Pferd, streichelte es
und gab ihm ein Stück Zucker, dass sie aus dem Haus mitgebracht hatte.
Zusammen gingen die beiden wieder ins Haus. Da kam Shane die Treppe herunter.
"Angie, da bist du ja, ich hab dich schon vermisst!" Shane ging zu ihr und begrüßte
sie mit einem Kuss. "Denise und ich waren bei den Pferden. Ich habe doch nach
meinem "Carlton Beauty" schauen müssen.", sagte Angie grinsend. "Du hast
ihn wirklich so genannt? Das ist so süß von dir!"; sagte Shane und
küsste sie wieder. "Also ich bin dann mal weg, ihr braucht mich ja sicher
nicht mehr.", sagte Denise und ging.
"Und was wollen wir heute anstellen?", fragte Shane. "Ich weiß nicht,
ich dachte, wir könnten vielleicht zusammen ausreiten? Davon habe ich immer
geträumt, wir beide, zusammen an einem See entlang reiten." "Einverstanden,
du willst sicher auf Carlton Beauty reiten, dann nehme ich..." "Ich dachte,
wir nehmen eins zusammen, ich kann doch nicht reiten, das weißt du doch!"
"Achso und dann kannst du dich an mir festhalten, wenn du Angst kriegst oder
was?", sagte Shane grinsend. "Ja genau!", gab Angie zurück. Und so gingen
die beiden zusammen zum Stall und sattelten Angies Pferd. Sie ritten los und
Shane hatte Angie versprochen, ihr einen wunderschönen Ort zu zeigen. Dort
ging es nun hin. Angie saß hinter Shane auf dem Pferd und hatte ihre Arme
um seine Hüften geschlungen, um nicht runterzufallen. Sie ritten an Shanes
Haus vorbei, und kamen dann an eine Wiese. Shane und Angie ritten über
die Wiese und kamen dann an ihrem fast fertigen Haus vorbei. Sie blieben kurz
stehen und sahen den Bauarbeitern bei der Arbeit zu. Dann wollten sie aber weiter
und Shane führte das Pferd an der Straße vorbei in einen Wald. Heute
war wunderschönes Wetter. Die sonne schien und es waren fast keine Wolken
am Himmel, was sehr ungewöhnlich für Irland war. "Shane, wo führst
du mich hin?" "Das wirst du dann schon sehen!" "Ich wills aber wissen!", quengelte
Angie. "Wenn ich es dir sage, wird es ja keine Überraschung mehr." Sie
ritten weiter den Waldweg entlang und kamen dann schließlich an eine Lichtung.
Dort fiel die Sonne auf einen wunderschönen kleinen See, der genau in der
Mitte lag. Die Sonnenstrahlen trafen auf das Wasser und wurden 1000 mal vom
Wasser reflektiert. Es sah aus, wie in einem Märchen. Um den See herum
wuchsen viele Blumen und gleich am Ufer war eine kleine Wiese, die genau richtig
war, um sich dort hinzulegen und auszuruhen. "Und habe ich zu viel versprochen?",
sagte Shane und lächelte. "Nein! Shane, das ist einfach nur toll hier."
"Ich weiß, hier war ich früher oft, wenn es mir schlecht ging oder
wenn ich einfach nur meine Ruhe haben wollte. Siehst du das Kaputte Baumhaus
da oben?" "Ja, was ist damit?" "Das habe ich mit meinen Brüdern gebaut!"
"Echt? Das ist ja süß! Aber wieso wolltest du gerade hierher mit
mir?" "Weil du mir mal gesagt hast, dass du Seen liebst und weil es bei dir
in Deutschland, wo du gewohnt hast, auch einen See gegeben hat und du diesen
See bestimmt vermisst, wollte ich dir mal einen echten Irischen See zeigen."
"Shane, du bist verrückt, du merkst dir auch alles, was ich dir erzähle,
und sogar meinen geliebten See zu Hause hast du entdeckt. Du bist echt einmalig!"
Angie war überglücklich. Auch sie, war früher immer an den See
gegangen, wenn es ihr schlecht ging, oder wenn sie nachdenken wollte. "Wollen
wir uns ein bisschen ans Ufer setzen und vielleicht die Füße ins
Wasser hängen lassen?" "Au ja." Beide zogen ihre Schuhe und ihre Socken
aus und ließen die Füße ins Wasser hängen. Es war nicht
so kalt, wie Angie gedacht hatte. Aber sie war auch relativ unempfindlich, was
kaltes Wasser angeht, denn sie war meistens schon im April in ihrem See schwimmen
gegangen, und da hatte er nicht mehr als 9°C. Auch Shane merkte nicht, wie
kalt das Wasser war, und beide planschten gemütlich im See. Carlton Beauty
stand etwas abseits und kaute genüsslich an dem saftigen, grünen Gras,
dass hier wuchs. Shane und Angie saßen an dem See, redeten über alles
mögliche und kuschelten ein bisschen. Dann nach einer Stunde wurde der
Himmel plötzlich dunkel. Schwarze Wolken zogen auf, und nach 2 Minuten
begann es, in Strömen zu regnen. Irland war bekannt für seine plötzlichen
Regenschauer. Shane und Angie sprangen sofort auf und liefen zu ihrem Pferd.
Shane hob Angie auf das Pferd und kletterte hinterher. Sie ritten los. Shane
ging in den Galopp und nach 15 Minuten waren sie am Stall angelangt. Sie brachten
Carlton Beauty in seine Box, versorgten es mit Wasser und Heu und gingen dann
schnell ins Haus. Sie waren von oben bis unten klatschnass. "Wie seht ihr denn
aus, wart ihr Baden?" Shanes Mutter kam aus dem Wohnzimmer und sah die beiden.
"Nein wir waren nicht baden, wir waren am See und dann hat es plötzlich
angefangen zu regnen und bis wir wieder hier waren, sind wir patschnass geworden!",
erklärte Shane seiner Mutter. "Achso, dann zieht euch aber gleich um, sonst
werdet ihr mir krank." "Machen wir!", rief Shane und zog Angie mit sich nach
oben in ihr Zimmer. Angie umarmte Shane so stürmisch, dass sie beide auf
dem Bett landeten "Nein, nicht aufs Bett, wir sind doch beide noch nass!", rief
Angie, aber es war schon zu spät. "Ist doch egal, wir können es später
noch überziehen, jetzt lass uns ein bisschen kuscheln!" "Okay mein Hase."
Die beiden küssten sich und Angie lag in Shanes Armen. Sie waren beide
noch nass, aber das merkten sie überhaupt nicht mehr. Angie war von dem
Tag so erschöpft, dass sie in Shanes Armen einschlief, als er ihr gerade
etwas erzählte. Shane merkte, wie Angies Kopf weiter auf seine Schulter
sank und sah sie an. Sie war wieder mal eingeschlafen. Jetzt geh ich erst mal
duschen und zieh mich um und dann wecke ich sie auf, sie kann ja nicht den ganzen
Tag in den nassen Sachen hier rumliegen, dachte sich Shane und ging erst mal
duschen. Nach einer Stunde ging er zu Angie und weckte sie sanft. "Angie schatz,
du musst aufstehen und dich umziehen, du bist immer noch nass!" "Was? Achso
ja!" Angie stand langsam auf und bewegte sich Richtung Dusche. Angie duschte
sich lange, zog sich an und war dann wieder richtig wach. "So und was machen
wir jetzt?" , fragte sie Shane, der auf dem Bett lag. Er gab keine Antwort.
Er war eingeschlafen. Er schlief wie ein Baby und Angie deckte ihn zu, gab ihm
einen Kuss und ging dann nach unten. Sie wollte Nicky mal anrufen und ihn fragen,
wie es ihm und Nina ginge. Sie dachte, sich zu erinnern, dass Nina morgen früh
zum Flughafen müsse um wieder heim zu fliegen. Doch Angie kam es so vor,
als wollte Nina noch gar nicht nach Hause. Plötzlich kam ihr eine Idee.
Westlife müssen doch nächste Woche nach Deutschland. Da könnte
Nina doch mit ihnen mitfliegen und dann nach Hause fahren. Sie fand die Idee
einfach super, aber dazu müsste sie erst Louis fragen und auch Ninas Mutter.
Das würde sie schon hinkriegen. Aber sie hatte die Telefonnummer von Louis
nicht. Shane hatte sie, das wusste sie. Sie brauchte Shanes Handy. Sie ging
nach oben ins Zimmer, wo Shane immer noch seelenruhig schlief, nahm sein Handy
aus der Tasche und ging nach unten. Sie fand die Nummer schnell und wählte
sie auch gleich. Louis meldete sich am Telefon. "Hi, ihr ist Angie, ich wollte
dich etwas fragen!" "Schieß los!" Er hatte also immer noch gute Laune,
eine bessere Gelegenheit würde sie nicht bekommen. "Du kennst doch meine
Freundin Nina, sie müsste morgen früh nach Deutschland fliegen und
ich dachte mir, da wir eh nach Deutschland fliegen nächste Woche, können
wir sie da nicht mitnehmen?" "Wenn sie das will, und ihre Mutter einverstanden
ist, habe ich nichts dagegen. Sie scheint ja ganz nett zu sein." "Wirklich,
du sagst ja?" "Ja ich denke schon!" "Danke, vielen Dank!" "Okay, dann bis Freitag!"
"Bye und vielen dank noch mal!" Angie legte auf und wählte sofort die Nummer
von Nina daheim. "HI, hier ist Angie, ich hab mal ne Frage an dich!" Ninas Mutter
war am Telefon und da Angie Nina schon so lange kannte, kannte sie auch Ninas
Mutter sehr gut und deswegen duzten sie sich auch. "Ah hi Angie, na wie geht’s
dir?" "Mir geht’s gut. Danke, aber ich hab ne Frage, Nina hat doch gesagt, dass
sie morgen wieder heimkommt oder?" "Ja hat sie gesagt wieso?" "Ja, es ist so,
wir fliegen nächste Woche Freitag auch nach Deutschland und wir könnten
Nina auch mitnehmen. Wäre das für dich in Ordnung?" "Ja wenn Nina
nichts dagegen hat und sie auch gut heimkommt?" "Ja das ist kein Problem! Danke!"
"Kein Problem, hab mich gefreut, dass du angerufen hast!" "Ja okay, bye!" "bye
Angie." Angie legte auf und war überglücklich. Das musste sie Nina
sofort erzählen, aber sie wollte es ihr nicht am Telefon sagen. Deshalb
rief sie bei Nicky an. "HI Nix, hier ist Angie!" "Hi, na wie geht’s?" "Gut danke,
ich wollte dich was fragen. Ist Nina bei dir?" "Ja ist sie, wo soll sie denn
sonst sein?" "Ja klar, okay wo seid ihr denn gerade?" "Wir sind bei mir zu Hause,
wir sind gerade angekommen. Ist es okay, wenn Nina hier pennt?" "Ja kein Problem,
aber kann ich vielleicht noch kurz vorbeikommen, ich muss mit Nina reden, wegen
ihrer Heimfahrt morgen." "Da wird sie sich aber gar nicht freuen, wenn du mit
ihr darüber redest, sie will gar nicht mehr weg." "Ja darum geht es ja,
ich habe mit ihrer Mutter gesprochen, und sie hat nichts dagegen, dass sie mit
uns nächsten Freitag nach Deutschland fliegt, aber sag ihr bitte nichts
okay, ich will es ihr sagen." Nein kein Problem, aber was ist mir Louis, der
muss es auch noch erlauben und das wird schwierig!" "Ich hab ihn schon gefragt,
er hat ja gesagt!" "Echt, ist ja cool!" "Jetzt muss nur noch Nina wollen." "Die
will ganz bestimmt!" "Okay, ich komme jetzt dann vorbei okay?" "Ist das nicht
ein bisschen weit, von Sligo bis nach Dublin, du hast doch kein Auto!" "Stimmt,
was mach ich dann?" "Weißt du was, ich komme mit Nina schnell vorbei okay?"
"Das wäre gut, dann könnten wir vielleicht noch zusammen weggehen.
Soll ich die anderen fragen, ob sie mitwollen?" "Ja mach das, wir alle mal wieder
zusammen, das wird witzig!" "Okay, dann macht euch mal auf den Weg, aber frag
du Bryan gleich, dann kann er mit dir mitfahren oder so!" "Mach ich, bis dann!"
"Bis dann!" Angie legte auf und machte sich gleich daran, Shane aufzuwecken.
"Shane aufwachen!" "Was wie wo?" "Los raus aus den Federn, Nicky und Nina kommen
gleich vorbei und die anderen vielleicht auch. Wir wollen zusammen losziehen."
"Echt? Cool!" Shane war auf der Stelle wach. "Rufst du Mark an? Ich ruf Kian
an und frag ihn!" "okay!" Shane nahm sein Handy und rief Mark an. Er versprach,
sofort zu kommen. "Hi Kian, hier ist Angie, ich wollte dich nur fragen, ob du
Lust hast, mit uns allen zusammen weg zu gehen, ein bisschen feiern? "Also für
feiern hab ich im Moment keinen Kopf, das weißt du doch, aber wenn wir
vielleicht alle bei euch bleiben, dann könnte ich mit den anderen endlich
mal reden, wegen Gillian, du weiß schon." "Warte mal, ich frag kurz Shane!"
Sie hielt eine Hand auf das Telefon und fragte Shane, was er davon hielt. "Das
fände ich auch besser, die anderen müssen das auch endlich wissen."
"Also Shane wäre das auch lieber, dann machen wir das so. Den anderen sagen
wir es, wenn sie da sind okay?" "Okay, ich will euch aber jetzt nicht die Laune
verderben!" "Das tust du nicht, irgendwann müssen wir doch mal darüber
reden." "Okay, dann bis gleich!"
Nach einer halben Stunde waren alle eingetroffen und sie setzten sich alle ins
Wohnzimmer. Shanes Eltern wussten, dass sie lieber ungestört waren und
gingen deshalb nach oben. "Okay, über was wolltet ihr mit uns sprechen?
Was ist so wichtig?", fragte Mark. "Ich wollte mit euch über etwas sprechen.
Angie und Shane wissen es schon!" "Worum geht es Kian, und warum wissen es Angie
und Shane schon und wir nicht?" , fragte Nicky. Sie waren alle neugierig, was
denn so wichtig sei. "Das war so, gestern, sollte Angie mich doch aufwecken,
nur ich war schon wach und dachte über etwas nach. Angie merkte, dass es
mir nicht gut ging und sie fragte mich danach. Ich erzählte ihr es. Und
dann ist etwas passiert, und Angie fragte mich, ob sie es Shane erzählen
darf, weil ich ihr gesagt habe, sie soll es NOCH keinem sagen." "Was denn? Jetzt
erzähl!", Sie wurden alle langsam ungeduldig und wollten wissen, was Kian
so bedrückte. "Es geht um Gillian!" "Ist etwas passiert? Hat sie wieder
versucht, sich umzubringen?", rief Bryan dazwischen. "Nein, aber ich habe lange
über sie nachgedacht und ich bin mir nun ziemlich sicher, dass sie hinter
den Anschlägen auf uns steckt!" "Wieso glaubst du, dass sie es war? Du
hast doch gesehen, wie es sie aus der Bahn geworfen hat, als Shane sich von
ihr getrennt hat!" "Ja das schon, aber sie ist keine Person, die so etwas einfach
wegsteckt. Shane, du weißt, ich stehe voll hinter dir. Du hast das einzig
richtige getan, dich von ihr zu trennen. Und da stimmen mir die anderen bestimmt
zu!" "Ja auf jeden Fall!" "gut, na auf jeden Fall hat sie sich schon immer gerächt,
wenn ihr irgendjemand was angetan hat! Jetzt nicht auf so eine Weise, wie sie
es bei uns versucht hat, aber immerhin." "Ist das der einzige Grund, warum du
glaubst, dass sie es war?" "Nein, nicht der einzige, aber einer davon. Sie ist
von zu Hause ausgezogen, keiner weiß, wo sie ist, und was sie macht. Und
sie ist zu allem fähig, das weiß ich. Und ich habe Angst, wirklich.
Ich meine das total ernst. Das habe ich Angie gestern morgen erzählt, und
sie hat mir versprochen, sobald sie Gillian irgendwo sieht, soll sie verschwinden.
Ich weiß nicht, was mich so sicher macht, dass sie es ist." "Ich habe
Gillian gesehen!" "Wo denn?", fragte Nicky. "Im Pub, gestern, als ich mit Shane
da war. Sie kam herein. Ich habe einen richtigen Schock bekommen. Sie hat sich
so verändert." "Wie hat sie sich verändert?" "Sie hat abgenommen,
und das hatte sie bei weitem nicht nötig. Jetzt ist sie nur noch Haut und
Knochen. Sie ist blass, wie eine Leiche und ihre Augen. Ihre Augen haben mir
am meisten Angst gemacht. Ihre Augen waren so voller Hass, ich habe so Panik
bekommen. Ich dachte, jeden Moment zieht sie eine Pistole und schießt
auf uns. Und das hat mich überzeugt, dass Kian recht hat!" "Genau, das
meine ich, und ich habe einfach Angst, versteht ihr? Ich habe Angst um euch
alle, aber besonders um Angie. Ich glaube, Gillian kann es nicht ertragen, dass
du jetzt an ihrer Stelle stehst. Deswegen bitte ich euch, wenn ihr sie seht,
geht bitte. Geht ihr aus dem Weg. Ich will nicht, dass euch was passiert." Kian
zitterte und sein Blick sagte alles. Er hatte wirklich Angst. Seine Augen waren
voller Angst. "Kian, ist okay! Wir werden Gillian aus dem Weg gehen, versprochen!",
sagte Bryan und alle anderen nickten. Kian war erleichtert. Den ganzen Abend
redeten sie noch darüber, aber um 24 Uhr, wollten sich Nina, Nicky und
Bryan auf den Weg nach Hause machen. Da fiel Angie ein, dass sie Nina noch gar
nicht gesagt hatte, dass sie morgen noch nicht heim musste. Gerade, als ihr
das einfiel, sagte Nina: "Es war echt toll bei euch, aber ich muss morgen leider
wieder nach Hause!" Die anderen wollten sich gerade von ihr verabschieden, als
Angie sagte: "Nein du musst noch nicht nach Hause!" "Was soll das heißen?"
Nina war ganz aufgeregt. "Ich habe mit deiner Mutter gesprochen und sie hat
nichts dagegen, dass du mit uns nächsten Freitag nach Deutschland fliegst."
"Und was ist mit Louis? Der hat doch bestimmt was dagegen! Ihr könnt mich
doch nicht einfach mitnehmen!" "Stimmt Angie, du musst Louis auch fragen!",
sagte Shane. "Hab ich doch schon!" "Wirklich?", fragte Nina. "Was hat er gesagt?"
"Er hat gesagt, er hat nichts dagegen!" "Echt?" "Echt!" "AHHHHHHHH!" Nina sprang
im Zimmer herum und fiel dann Angie um den Hals. "Du bist echt die Beste mein
Muffin!" Nina drückte ihr einen Kuss auf die Wange. "Danke mein Cookie!"
"Was sind denn das für Kosenamen?", fragte Shane. "So haben wir uns schon
früher immer genannt, Nina ist mein Cookie und ich bin ihr Muffin, stimmts
Cookie?" "Ja stimmt Muffin!"
Nina, Nicky und Bryan verabschiedeten sich von den anderen und gingen nach draußen.
Angie ging noch ein Stück mit und Nina flüsterte ihr zu, bevor sie
ins Auto stieg: "Nicky ist so lieb zu mir, ich merke, dass er mich nicht so
liebt, wie ich ihn, aber nicht mal das, was jetzt im Moment passiert, hätte
ich nie für möglich gehalten, vielen Dank Muffin!" "ist schon okay,
ich hab nicht viel gemacht, genieße es, wir haben jetzt noch ein paar
tage, mal sehen, ob du dich bei mir auch mal blicken lässt oder ob du nur
bei Nicky abhängst! Was ist eigentlich mit Gina? Hat die nichts dagegen,
dass du da bist?" "Nein hat sie nicht, sie weiß es, aber sie ist gar nicht
da, sie muss mit ihrem Dad eine Reise machen." "Achso, ja dann.." "Könnt
ihr euch jetzt endlich mal losreißen, ich möchte dann mal losfahren!"
, rief Bryan. "Ja ich komme schon.. Bye Muffin!", rief Nina und stieg ins Auto.
"Bye Cookie, bis spätestens Freitag." Angie sah den dreien zu, wie sie
davon fuhren und ging dann zu Shane, der in der Tür stand. "So jetzt haben
wir nur noch 2, die wir loswerden müssen!", grinste Shane. Die Zwei gingen
hinein zu Mark und Kian. "So und was machen wir jetzt noch?", fragte Shane.
"Also ich glaube, ich fahr nach Hause, wenn wir um 5 am Freitag in Dublin sein
müssen, dann muss ich viel Schlaf tanken!", sagte Mark und gähnte.
"Sag mal, was bist du denn für eine Schlafmütze?", rief Angie. "Der
ist schon immer so. Der ist auch in der Schule früher immer eingeschlafen,
außer bei Französisch ah oui?" "Sehr witzig Shane, kann ich doch
nix dafür, dass du so schlecht in Französisch warst." "Ich war nicht
schlecht in Französisch, ich hatte nur keine Lust." , gab Shane schmollend
zurück. "Jetzt hört auf von der Schule zu reden, ich bin froh, dass
ich da nicht mehr hinmuss. Außerdem musste ich auch Französisch lernen,
aber wenn du das jeden Tag hast, jeden Tag eine Stunde Französisch, dann
geht dir das so auf die nerven!" , sagte Angie um den "Streit" zu schlichten.
"Ist ja gut, reden wir von was anderem. Wisst ihr eigentlich, wo es genau hingeht,
am Freitag?", fragte Kian. "Ich glaube, wir fahren nach Köln in eine Fernsehsendung,
um unsere neue Single vorzustellen, dann geht’s nach Düsseldorf und München
zur Autogrammstunde.", sagte Mark. "München? Oh Cool, darf ich da eigentlich
mit?", fragte Angie. "Natürlich darfst du da mit, mein Schatz, ohne dich
gehe ich da gar nicht hin." "Du darfst aber keine Autogramme schreiben, da bist
du noch zu klein!", grinste Mark. "Sehr witzig Feehily, pass auf, was du sagst!"
"und was mach ich dann da, wenn ich keine Autogramme schreiben darf?" "Also
wenn wir im Studio sind, musst du leider Backstage bleiben, aber bei den Autogrammstunden,
kannst du dich hinter uns setzen, wir sitzen da immer an so Tischen und hinter
uns stapeln sich die Kuscheltiere und Rosen und Briefe. Du darfst sie verwalten,
wenn du willst.", sagte Kian. "Kein Problem, Hauptsache, ich kann bei euch bleiben,
alleine würde ich da die Krise kriegen, wenn ich zwischen den ganzen Fans
erdrückt werde." "Das hat dich doch früher nicht gestört oder?
Da standst du auch immer zwischendrin und würdest erdrückt!" "Ja aber
da hab ich auch gedrückt!", grinste Angie zurück. "Also, ich verschwinde
jetzt, ich muss mich ausschlafen, ich bin so froh, dass wir das Studio hinter
uns haben!", sagte Kian und stand auf. "Ich komm gleich mit!", sagte Mark und
stand ebenfalls auf. "Okay Jungs, ich denke wir sehen uns am Freitag, wir werden
unsere paar freie Tage glaube ich hauptsächlich damit verbringen, schlafen,
kuscheln, schlafen, kuscheln oder Schatz?" "Ja ich denke schon mein kleiner
Kuschelbär!", sagte Angie und grinste. Shane wurde rot. Ihm war das peinlich,
vor seinen Bandkollegen so genannt zu werden und er wusste auch warum. Kian
und Mark grinsten und Kian rief: "Okay, gute Nacht Angie, gute Nacht Kuschelbär!"
Kian duckte sich, denn Shane hatte ein Kissen nach ihm geworfen. "Jetzt haut
schon ab!", rief er ihnen hinterher. Die zwei stiegen in ihre Autos und fuhren
dann auch nach Hause.
"So geschafft! Ich will ja nicht sagen, dass mir die Jungs auf die Nerven gehen,
aber wenn sie so drauf sind wie heute, dann ist es mir lieber, wenn ich mir
dir alleine bin, was ich ja sowieso so selten bin." Shane sah Angie tief in
die Augen und küsste sie. Die beiden gehörten zusammen und das wussten
sie. Sie waren beide so glücklich, wie noch nie. Shane trug Angie nach
oben ins Zimmer. Sie lagen auf dem Bett, Angie in Shanes Armen. "Shane?" "Ja,
Schatz?” "Singst du mir was vor?” "Was willst du denn hören?" "Tonight!",
flüsterte Angie ganz leise. "Okay, wenn du es willst!" Shane begann, IHR
Lied zu singen. Es klang wunderschön. Shane hatte die beste Stimme, die
Angie je gehört hatte. Als sie an all das dachte, dass sie mit diesem Lied
verband, liefen ihr langsam ein paar Tränen die Wangen herunter. Shane
bemerkte es erst nicht, doch als er zu Ende gesungen hatte und sie ansah, bemerkte
er es. "Angie, nicht weinen, bitte!" "Ich weine doch nur, weil ich so glücklich
bin, Shane. Dieses Lied, es bedeutet mir so viel. Das Lied, so empfinde ich
es, hat mich zu euch gebracht, das Lied hat mich zu dir gebracht. Und wenn ich
das Lied höre, muss ich an all das denken, was es mir gebracht hat. So
viel Glück auf einmal, dass ich es gar nicht fassen kann, verstehst du
das?" "Ja ich versteh dich, ich liebe diesen Song, ich habe ihn von Anfang an
geliebt, ich hab gefühlt, dass der Song irgendetwas zu bedeuten hat. Ich
weiß nicht, wieso gerade das Lied und ich weiß auch nicht, wo das
Gefühl herkam, aber ich glaube, es war vorbestimmt, dass dieses Lied uns
zusammen bringt. Das klingt komisch, aber genauso fühle ich!" "Shane, das
hast du wunderschön gesagt, und mir ging es nicht anders. Jedes mal, wenn
ich auf meinem Bett lag, das Lied hörte und dir in die Augen sah. Natürlich
nur auf Bildern, da wusste ich, dass wir zusammengehören, nur ich hab immer
geglaubt, dass das nie passieren wird, weil du so weit weg bist, so unendlich
weit, und das du verlobt bist und ich es nie mit Gillian aufnehmen kann. Sie
war hübsch, hatte eine Hammer Figur und du hast sie geliebt!" "Angie, merk
dir das, es gibt keine hübschere und bessere Frau als dich. Du bist für
mich perfekt. Wenn du lächelst, dann geht die Sonne auf, wenn du sprichst,
ist das für mich schöner als Vogelgesang und wenn du singst, dann
berührst du mein Herz, glaub mir, Niemand kann es mit dir aufnehmen und
Gillian erst recht nicht. Ich habe sie geliebt ja, aber ob sie mich geliebt
hat. Ich meine richtig, das kann ich dir nicht sagen. Ich weiß, dass du
mich liebst, ich brauche dich nur anzusehen, in deine Augen sehen. Wenn du mich
ansiehst, dann strahlen deine Augen, wie Millionen Sterne und das kann man nicht
spielen. Ich weiß, dass du mich liebst und das ist das größte
Geschenk, das ich je bekommen habe." Angie hörte Shane die ganze Zeit zu,
ohne ein Wort zu sagen, doch ihre Tränen sagten alles, was sie zu sagen
hatte. Sie liebte Shane über alles. Wenn sie sich nur vorstellte, irgendjemand
würde ihn ihr wegnehmen, wurde sie verrückt vor Angst. Um ihr Herz
war es geschehen. Shane hatte es gestohlen und würde es nie wieder rausrücken,
da war sie sich sicher. Angie hatte sich einigermaßen wieder beruhigt
und sagte zu Shane: "Shane, das ist das schönste, was man mir je gesagt
hat. Du bist mein ein und alles, ohne dich bin ich nichts mehr, und du kannst
mir glauben, ich habe niemanden so sehr geliebt wie ich dich liebe, und das
werde ich niemals können. Ich liebe dich!" "Ich dich auch!" Nach dieser
Liebeserklärung schliefen die beiden ein und Angie lag wie immer in Shanes
Armen. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Sie träumte. Von
Shane.
Am nächsten Morgen wachte Shane sehr früh auf. Angie schlief noch,
doch sie schlief unruhig. Sie wälzte sich hin und her und murmelte vor
sich hin. Shane verstand es nicht. Angie sah nicht gut aus. Sie hatte Schweißperlen
auf der Stirn. Shane hielt es für besser, sie zu wecken. "Angie Schatz!
Wach auf!" "NEIIIIN!" Angie schrak aus ihrem Traum hoch und saß Kerzengrade
im Bett. "Was ist los
Angie? Hast du schlecht geträumt?" "J..J..Ja, aber ich weiß nicht
mehr, was ich geträumt habe!", log Angie. Sie wusste genau, was sie geträumt
hatte. Westlife und sie waren in Deutschland bei der Autogrammstunde und mitten
unter den Fans stand Gillian, sie zog eine Pistole und zielte auf Shane. Sie
schoss. Angie konnte nichts machen, sie musste hilflos mit ansehen, wie Shane
in ihren Armen starb. "Angie geht’s dir gut, du siehst nicht gut aus?" Auch
Angie merkte es, nachdem sie sich beruhigt hatte. Sie hatte ein fürchterliches
Kratzen im Hals, auch ihre Nase war zu. Auch ein wenig Fieber hatte sie. "Ach,
ist nur eine kleine Erkältung, das vergeht wieder!", sagte Angie und stand
auf. "Wollen wir nicht Frühstücken gehen? Ich hab Hunger!" Shane musterte
Angie und sie gingen dann zusammen nach unten. Angie fühlte sich lang nicht
so gut, wie sie es Shane gesagt hatte. Ihr war schwindelig und einmal musste
sie sich festhalten, um nicht umzufallen, aber Shane bemerkte es nicht. Sie
hatte sich eine fürchterliche Erkältung eingefangen, als sie ausreiten
waren und sie sich dann nicht umgezogen hatte. Das war jetzt die Quittung dafür.
Sie saßen unten am Küchentisch, doch als Angie das ganze Essen sah,
hatte sie doch keinen Hunger mehr. Ihr war richtig schlecht. "Angie iss doch
was, du hast doch gesagt, du hast Hunger!" "Nein mein Hunger ist doch nicht
so groß, ich muss noch mal kurz nach oben.", sagte sie und stand auf.
Sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. Das Fieber war in der letzten
halben stunde gestiegen und ihr ging es immer schlechter. Doch sie wollte Shane
den Urlaub nicht verderben und wollte sich deswegen nichts anmerken lassen.
Sie wollte nach oben und sich kurz ausruhen und dann wieder nach unten kommen.
Angie ging langsam die Treppe nach oben, doch auf halbem Weg wurde ihr so schwindelig,
dass sie sich nicht mehr halten konnte. Sie wollte sich festhalten, doch sie
war zu schwach. Sie fiel. Sie fiel die Treppen hinunter und blieb am Treppenabsatz
liegen. Shane hörte das poltern und wollte nachsehen. Er stand auf und
ging in den Flur. "ANGIE!!!! Oh mein Gott, was ist passiert?" Sie war immer
noch bewusstlos, Blut sickerte auf den Boden. "Mum schnell, ruf den Krankenwagen,
Angie ist die Treppe runtergefallen!" Shanes Mum rief auch gleich den Krankenwagen.
Shane hielt Angies Hand. Er merkte, wie heiß sie war und fühlte Angies
Stirn. Sie hatte hohes Fieber. "Warum habe ich das nicht bemerkt? Ich bin so
ein Idiot!" Shane machte sich große Vorwürfe. Ihm kamen die Tränen.
Er wusste, dass ihre Verletzung nicht Lebensgefährlich war, aber das alles
erinnerte ihn so sehr an Angies Unfall damals, dass er nicht anders konnte.
Der Krankenwagen kam auch gleich und der Arzt meinte: " Wir nehmen sie vorsichtshalber
mit ins Krankenhaus, sie hat eine schwere Grippe, wenn wir es nicht behandeln,
könnte eine Lungenentzündung draus werden." "Ich fahr mit!", rief
Shane. "Von mir aus!" Angie, die immer noch nicht aufgewacht war, wurde auf
eine Trage gelegt und ins Krankenhaus gefahren. Sie wurde dann noch mal untersucht,
ihre Wunde am Kopf wurde versorgt und dann wurde sie in ein ruhiges Zimmer verlegt.
Der Arzt sprach draußen noch mit Shane. "Wie geht es ihr denn?" "Ich darf
es ihnen nur sagen, wenn Sie ein angehöriger sind!", sagte der Arzt und
musterte Shane. "Ich bin ihr Verlobter!" "Okay, also sie hat eine leichte Gehirnerschütterung
von dem Sturz. Ihr Handgelenk ist geprellt und wie gesagt, hat sie eine schwere
Grippe, aber sie wird mit Antibiotikum versorgt." "Wann kann sie denn wieder
nach Hause?" "Wir warten bis sie aufwacht und sehen dann wie es ihr geht. Dann
wollen wir sie noch einen Tag zur Beobachtung hier behalten, eine Grippe kann
auch zu Hause behandelt werden!" "Aber kann sie dann auch nächste Woche
mit nach Deutschland fliegen?" "Das weiß ich noch nicht, wann wollen Sie
denn fliegen?" "Am Freitag!" "Dann kommen sie am Donnerstag noch mal und ich
werde sie dann noch mal untersuchen, und dann kann ich es Ihnen sagen!" "Okay,
vielen Dank, kann ich jetzt zu ihr?" "Ja natürlich!"
Shane betrat leise das Zimmer. Angie lag im Bett und schlief. Über eine
Infusion wurden ihr Medikamente verabreicht. Shane nahm Angies Hand und streichelte
sie sanft. Angie regte sich und schlug langsam die Augen auf. Das erste was
sie sah, war Shane. Das beruhigte sie schon einmal. "Shane, wo bin ich?" "Du
bist im Krankenhaus, du bist die Treppe runtergefallen!" "Ich kann mich an nichts
erinnern. Ach doch, jetzt weiß ich wieder. Mir war beim Frühstück
so schwindelig, deswegen wollte ich nach oben gehen. Ich wollte nicht, dass
du es bemerkst, ich wollte dir den Urlaub nicht versauen, in dem ich krank bin.
Und dann wurde mir auf der Treppe so schwindelig, dass ich wahrscheinlich runtergefallen
bin, an mehr kann ich mich nicht mehr erinnern." "Du wolltest mir den Urlaub
nicht versauen? Schatz, wenn du krank bist, dann kümmere ich mich um dich.
Und das mache ich gerne, sehr gerne sogar. Hauptsache ich bin bei dir, das müsstest
du doch langsam wissen." "Ja ich weiß, tut mir leid!" "Du weißt
auch, dass du dich nicht entschuldigen musst!" "Okay, wann komm ich denn hier
raus?" "Morgen wahrscheinlich!" "Das ist gut, aber o ich eine ganze Nacht ohne
dich aushalte? Einmal nicht in deinen Armen einschlafen?" "Das schaffst du schon,
ich weiß auch noch nicht, wie ich die Nacht überstehen soll, das
wird die längste Nacht meines Lebens."
An der Tür klopfte es. Mark, Kian, Bryan, Nicky, Nina, Kerry und auch die
Zwei kleinen kamen herein. "Was macht ihr denn hier? Hat es sich schon wieder
rumgesprochen?", fragte Shane. "Jein, Nina hat bei euch angerufen, weil sie
Angie sprechen wollte und deine Mum hat es Nina erzählt, dann haben wir
die anderen gleich alarmiert und sind sofort hergefahren.", erzählte Nicky.
"Muffin, was machst du für Sachen?" Nina rannte auf Angies Bett zu und
umarmte sie. "Mir geht’s gut, ist schon okay, Cookie!" "Jetzt sag nicht immer,
dass es dir gut geht, wenn es dir nicht gut geht!", rief Shane. "Schon okay,
mein Hase. Ich werde ab sofort immer ehrlich sein, was mein Gesundheitszustand
betrifft okay?" "Okay, dann bin ich ja zufrieden!", sagte er und küsste
Angie auf die Stirn. "Also, Angie, was du für Sachen machst!" "Hi Kerry,
na wie geht’s dir und den Kleinen?" "Uns geht’s gut, aber Molly hat dich schon
vermisst!" Bryan hatte Molly auf dem Arm, die schon die ganze Zeit strampelte.
"Willst du etwa zu Angie, meine Maus?" , sagte Bryan zu Molly. "A!" "Ich glaube
das heißt ja!", grinste Bryan und gab Angie Molly. "Na du Süße,
wie geht’s dir denn?" Angie war in ihrem Element. Sie liebte Kinder über
alles. Die anderen machten es sich um Angies Bett bequem und redeten noch ein
wenig mit ihr, doch dann kam der Arzt rein und sagte, sie bräuchte jetzt
Ruhe. "Morgen darf sie eh wieder nach Hause, sie können sie ja morgen mittag
abholen!", sagte der Arzt und ging. "Okay, Angie, dann mach’s gut, wir sehen
uns am Freitag!", sagte Nicky und küsste sie auf die Wange. Alle machten
es ihm nach und verabschiedeten sich von Angie mit einem Kuss auf die Wange.
Auch von Molly bekam sie ein Küsschen. Lilly schlief. Shane küsste
sie lange und innig, bevor er sich von ihr verabschiedete. "Schatz, ich liebe
dich! Ich komme morgen gleich in der Früh!" "Ich liebe dich auch, aber
schlaf du dich auch lieber aus. Obwohl ich dich jetzt schon vermisse." Sie küssten
sich noch einmal, dann ging Shane mit den anderen hinaus. Angie lehnte sich
in die Kissen zurück und versuchte ohne Shane einzuschlafen, was ihr nach
einer halben Stunde gelang. Sie war so müde und die Medikamente machten
sie schläfrig.
Am nächsten Morgen wachte sie auf und wer saß an ihrem Bett? Shane.
Er war schon ganz in der Früh aufgestanden und hatte sich zu ihr ins Zimmer
geschlichen und ihr beim Schlafen zugesehen. "Shane, was machst denn du schon
hier?" "Ich konnte nicht mehr schlafen und dann bin ich gleich zu dir gekommen!"
"Du bist so süß, weißt du das?" "Wenn du das sagst!" "Ja das
sage ich, darf ich denn heute nach Hause?" "Wenn es dir besser geht, dann dürfte
das kein Problem sein." "Mir geht es besser!" "Sicher?" "Sicher!" Es klopfte
an der Tür und der Arzt kam herein. "Sie sind ja auch schon wieder da,
Mr. Filan?" "Ja, ich lasse meine Angie nicht gerne alleine!" Der Arzt grinste
und fühlte Angie den Puls. Er untersuchte sie, maß Fieber und sagte
dann schließlich: " Ich glaube, wir können Sie ihnen mit nach Hause
geben, Mr. Filan, aber denken sie dran: ABSOLUTE BETTRUHE und keine Ausflüge
oder sonstiges, sonst kann ich für nächsten Freitag nichts garantieren!"
"Machen wir, ich werde dafür sorgen, dass sie das Bett hütet, gut
dass ich diese Woche frei habe." "Was ist mit Freitag? Kann ich etwa nicht mit?"
"Das wissen wir noch nicht, deswegen musst du ja im Bett bleiben diese Woche!",
sagte Shane. "Aber ich muss mit nach Deutschland, solange ohne dich? Ich halte
es ja kaum eine Nacht aus!" "Wir werden sehen, mein Schatz, glaubst du, ich
will ohne dich fliegen?" "Also, jetzt fahren Sie mal nach Hause und ruhen Sie
sich gut aus, wir sehen uns dann am Donnerstag. Und ziehen Sie sich warm an,
wenn sie rausgehen." "Dafür hab ich gesorgt!", sagte Shane und zog seine
Jacke aus, um sie Angie zu geben. Einen Schal hatte er auch dabei. Er war so
süß, dachte Angie, während sie sich anzog. Shane band ihr den
Schal um den Hals und half ihr in die Jacke, die er bis oben zumachte, dass
nur noch Angies Nasenspitze rausschaute.
Sie verabschiedeten sich von dem Arzt und gingen zu Shanes Auto.
Zu Hause angekommen, ging Shane um das Auto herum, öffnete er die Tür
und trug Angie ins Haus. "Wo willst du hin mein Schatz?" "Aufs Sofa, ich will
nicht ganz alleine in meinem Bett liegen." "Okay, warte kurz!" Angie ließ
sich in den Sessel fallen, während Shane alle Decken und Kissen holte,
die er finden konnte. Angie legte sich auf das Sofa und Shane deckte sie mit
fünf Wolldecken, zwei Bettdecken zu und türmte mindestens 7 Kissen
aufeinander. So eingepackt lag Angie auf dem Sofa und Shane brachte ihr einen
Kräutertee und eine Wärmflasche. "Shane du bist so süß,
aber ist das nicht etwas zu viel?" "Nein, ich will dass du am Freitag fit bist
und deshalb musst du das jetzt ertragen!", sagte Shane und grinste sie an. "Okay,
okay." Sie unterhielten sich eine Zeit lang, doch nach einiger Zeit merkte Angie,
dass sie noch lang nicht so fit war, wie sie gedacht hatte. Sie wurde sehr müde
und schlief dann auch ein. Shane bemerkte es und ging leise aus dem Wohnzimmer
und schloss dir Tür. "Nicht ins Wohnzimmer. Angie ist gerade eingeschlafen.
Schlaf kann sie gut gebrauchen." "Okay, ich sag den anderen bescheid.", sagte
Mae und ging wieder in die Küche. Die nächsten Tage waren ereignislos.
Angie schlief fast die ganze Zeit. Ab und zu musste sie eine Hühnerbrühe
oder ähnliches essen, weil das sie wieder zu Kräften bringt, wie Shane
sagte. Er war so süß, er kümmerte sich die ganze Zeit um sie.
Angie konnte sich also nicht beklagen, doch sie war immer so müde. Und
am Abend stieg das Fieber immer wieder. Im Moment sah es nicht gut aus, mit
Deutschland, und es war schon Mittwoch. Morgen müssten sie zum Arzt, der
dann entscheidet, ob sie mitfliegen kann oder nicht.
Am nächsten Morgen wachte Angie auf und fühlte sich ein wenig besser.
Sie war noch nicht fit, aber sie hoffte, dass es für Deutschland reichen
würde. Es wird anstrengend, das wusste sie, aber sie wollte um nichts in
der Welt von Shane getrennt sein. Sie war richtig abhängig von ihm. Er
war für sie wie eine Droge. Sie brauchte immer mehr, immer mehr, egal wie
sie es anstellte. Wenn sie längere Zeit ohne ihn wäre, würde
sie Entzugserscheinungen bekommen und würde verrückt werden. Doch
sie wollte um nichts in der Welt einen SHANE-Entzug machen. "Guten Morgen mein
Schatz, wie geht’s dir?" "Besser als gestern, ich hoffe, es reicht. "Ich auch,
lass und mal Fiebermessen." Shane maß Fieber und das Fieber war gesunken
auf 37.5°C. "Das ist okay, ich hoffe, er lässt dich mitfliegen, lass
uns gleich fahren." Shane und Angie zogen sich an und fuhren gleich zum Arzt.
"Ah da sind Sie ja, wie geht es Ihnen?", fragte der Arzt, der ihnen entgegenkam.
"Ganz gut, ich hoffe, ich kann mit!", sagte Angie und der Arzt bat sie in eines
der Untersuchungszimmer. Er untersuchte sie, fühlte den Puls, Blutdruck
und maß Fieber. "So weit ganz okay, wie geht es Ihnen mit essen und trinken?"
"Es geht, ich habe die letzte Woche nur Suppe und Tee bekommen. Anweisung von
ganz oben!", sagte Angie und grinste Shane an. Shane grinste zurück. "War
auch genau richtig, also ich denke, wenn sie sich immer warm anziehen, und sich
nicht überanstrengen, dann können sie mitfliegen." "Wirklich?" Der
Arzt nickte. "Juhuuuuuuuuuu!" Angie umarmte Shane stürmisch. "Langsam,
langsam. Heute musst du dich aber noch hinlegen und ausruhen, wir müssen
um 5.00 Uhr aufstehen." "Ich mache alles, was du sagst, Hauptsache du nimmst
mich mit!"
Shane und Angie kamen zu Hause an und Shane packte Angie sofort wieder in ihre
Decken und Kissenburg ein. "Shane, was soll das, ich darf doch morgen mitfliegen!
Warum muss ich immer noch hier in diesem mega Berg von Decken und Kissen liegen?"
"Schatz, du hast gehört, was der Arzt gesagt hat. Du darfst zwar mitfliegen,
aber du bist immer noch schwach und deswegen wirst du dich schonen, bis wir
morgen früh losfliegen, ich ruf mal die Jungs an und frag, wie wir das
morgen machen!" Mit diesen Worten ging Shane nach draußen, um mit Mark
zu telefonieren. "Hey Marky, na wie geht’s?" "Ja geht schon, bin müde,
aber was macht ihr so?" "Na ja ich muss meine Angie pflegen, sie ist doch krank!"
"Ach ja stimmt, wie sieht es denn aus? Kann sie morgen mit? Ich weiß nämlich
nicht, wie ich dich ertragen soll, wenn du deine Angie nicht dabei hast.", sagte
Mark scherzend. "Der Arzt hat gesagt, sie darf mit, aber sie darf sich nicht
überanstrengen, also nerv sie nicht klar?", gab Shane zurück. "Ich
nerve sie nicht!" "Ja ist schon gut, aber was ich dich eigentlich fragen wollte,
wie machen wir das denn morgen, hast du mit den anderen schon geredet?" "Ja
hab ich, also Kian holt mich ab und dann fahren wir zu dir und holen dich und
Angie ab. Wir fahren zusammen zum Flughafen nach Dublin, da warten dann Nina,
Nicky und Bryan." "Fahren Kerry und die Kleinen nicht mit?" "Nein die bleiben
zu Hause, Molly geht es nicht so gut, also ist nicht schlimm, aber Kerry möchte
den Kleinen nicht so viel zumuten, sie bleiben da!" "Achso, da wird Angie aber
traurig sein, aber ist glaube ich eh besser, wenn die Kleinen im Moment nicht
in Angies Nähe sind, sie ist doch immer noch krank." "Ja schon klar, also
wann sollen wir dann morgen aufkreuzen?" "Ich würde sagen, so um 3, wir
brauchen mindestens 1 ½ Stunden nach Dublin. Und ich will nicht zu spät
kommen." "Okay, also dann bis morgen! Bye Shane, sag Angie einen schönen
Gruß und gute Besserung!" "Mach ich, bye Mark!" Shane legte auf und ging
wieder zu Angie. "Und was hat er gesagt?" "Er und Kian kommen morgen um 3 und
holen uns ab, dann fahren wir zusammen nach Dublin zum Flughafen, da warten
dann Bryan, Nicky und Nina, von da geht’s dann nach Deutschland." "Und wo fahren
wir zuerst hin?" "Zuerst sind wir in München, wir landen in München
und fahren dann zu so einer Zeitungsredaktion und da schreiben wir Autogramme
und haben einen Fototermin, dann müssen wir nach Köln fliegen und
da in so einer Fernsehshow auftreten, und dann haben wir kurz frei! Wir übernachten
in einem Hotel in Köln und fliegen dann am nächsten Tag nach Berlin,
geben da Autogrammstunden und haben ein Interview Termin und dann fliegen wir
nach England, da geht es in verschiedene Radioshows und Autogrammstunden, in
London, Manchester und Birmingham. Danach geht’s nach Irland, da müssen
wir nach Dublin und Promotion für die neue Single und das Album machen.
Du siehst, die nächsten Tage werden stressig und ich weiß nicht,
ob du das schaffst!?" "Ich schaff das schon mein Schatz, wenn du bei mir bist,
dann schaff ich das!" Shane nahm Angie in den Arm und drückte ihr einen
Kuss auf die Stirn. So aneinander gekuschelt lagen sie auf dem Sofa und Angie
sah zu Shane auf. "Shane?" "Ja?" "Weißt du, dass ich dich liebe?" "Ja
und ich liebe dich noch viel mehr!" "Ich bin so froh, dass ich dich hab! Weißt
du, dass wir uns noch nie gestritten haben?" "Ja ich weiß, aber ich bin
froh darüber und hoffe, dass wir uns nie streiten." "Weißt du eigentlich
schon, wann wir genau heiraten? Oh mein Gott, nur Gedanke daran, macht mich
schon ganz zappelig!" "Also genau weiß ich es noch nicht, aber ich wollte
warten bis nach Sylvester und bist wir mit unserem Haus fertig sind!" "Ja das
wollte ich auch, das Haus selber ist ja bald fertig, aber alles einrichten?
Das dauert noch! Ich wollte dich noch was fragen!" "Dann frag doch!" Shane lächelte
sie an. "Wo wolltest du denn heiraten? Ich dachte, wir heiraten in unserem Haus,
das wird bestimmt toll!" "Ja, das wollte ich auch, es ist bestimmt groß
genug.", grinste Shane Angie an. "Oh Shane, das wird so toll!" "Ja, das wird
unser schönster Tag im Leben, das versprech ich dir!" "Ich würde sagen,
wir gehen jetzt ins Bett, wenn Kian und Mark schon um 3 Uhr auftauchen, dann
müssen wir um 2 Uhr aufstehen." "Ja stimmt, aber dann müssen wir uns
noch schnell von meinen Eltern verabschieden, weil ich will sie nicht mitten
in der Nacht wecken!" "Wo sind sie denn?" "Dad ist draußen bei den Pferden
und Mum packt unsere Koffer, sie denkt mal wieder an alles!" Shane und Angie
standen auf und gingen zusammen nach oben. Shanes Mum war gerade dabei, Shanes
und Angies Koffer zu schließen. "Ach Mum, das musst du doch nicht machen,
das weißt du!" "Ja weiß ich, aber wenn du es machst, dann fliegt
wieder alles in der Gegend herum und alles ist so verknittert, dass du es nicht
anziehen kannst!", lachte Shanes Mum. "Das stimmt doch gar nicht!"; versuchte
Shane sich zu verteidigen. "Doch natürlich stimmt es, aber das ist doch
egal, ich habe deine sagen jetzt gepackt und damit hat sich’s okay?" "Ja okay,
wir wollten uns jetzt noch von dir und Dad verabschieden, wir gehen jetzt ins
Bett, wir müssen um 2 Uhr aufstehen." "Oh mein Gott, so früh? Na dann
macht es gut und pass ja auf Angie auf, verstanden?" "Verstanden!" Shane umarmte
seine Mutter und auch Angie wurde umarmt. "Pass ja auf dich auf, du bist noch
nicht fit!" "Ja mach ich!" Shane und Angie gingen auf ihr Zimmer und zogen sich
um. Sie legten sich ins Bett und Angie kuschelte sich wie immer an Shane. "Schlaf
gut mein Schatz und träum was süßes!", sagte Shane. "Ja werde
ich, ich träum von dir!", grinste Angie, gab Shane einen Kuss und beide
schliefen auch schnell ein.
Mitten in der Nacht um 2 Uhr klingelte Shanes Wecke und er stellte ihn auch
gleich ab. Er drehte sich zu Angie, um sie zu wecken. "Hey, Angie aufwachen,
es geht los. Wir müssen aufstehen." Angie wurde wach und stand auch diesmal
sofort auf. Beide zogen sich an, nahmen ihre Koffer und schlichen sich leise
nach unten. Die Koffer stellten sie neben die Tür und Angie setzte sich
auf einen Stuhl, während Shane Kaffee machte. Um viertel vor 3 klingelte
es an der Tür. Angie öffnete und Kian und Mark standen vor der Tür.
"Morgen Mark, Morgen Kian, na ausgeschlafen?" "Angie umarmte beide zur Begrüßung
und zusammen gingen sie in die Küche. "Na ihr zwei, ausgeschlafen? Sieht
nich so aus, wollt ihr noch einen Kaffee?" Beide nickten, sie waren anscheinend
noch nicht fähig zu sprechen. Sie tranken alle noch ihren Kaffee und gingen
dann nach draußen. Shane nahm seinen Koffer und Kian trug den für
Angie nach draußen. Sie vertauten sie in Shanes Auto und fuhren dann zusammen
los. Mark und Kian fuhren in Marks Auto und Shane und Angie fuhren in Shanes
zum Flughafen. Nach gut 1 ½ Stunden kamen sie am Flughafen an. Sie stellten
ihre Autos am Parkplatz ab und gingen in die Eingangshalle. Der Flughafen war
noch leer. Keiner war da. Bis auf Nicky, Nina und Bryan, die in der Eingangshalle
saßen und auf sie warteten. "Nina!!!" Angie sprang auf Nina zu und die
beiden Freundinnen umarmten sich. "Guten Morgen Jungs!" "Morgen Angie, Shane!"
Alle waren noch ziemlich müde und deshalb nicht sehr gesprächig, bis
auf Angie und Nina. Da sie so etwas noch nie mitgemacht hatten, waren beide
total aufgekratzt. Sie sprangen in der Halle herum und konnten nicht aufhören
zu kichern. "Könnt ihr nicht mal ruhig sitzen bleiben, so gute Laune am
Morgen hält doch keiner aus!" "Das sagt der richtige! Bryan ich würde
mich zurückhalten, sonst wird Angie böse!"; sagte Angie zu Bryan und
grinste ihn an. Da musste auch Bryan grinsen und die Stimmung wurde etwas besser.
Dann um 10 vor 5 kam Louis und der Rest der Crew an und alle gingen Richtung
Flugzeug.
Als sie ihr Gepäck verstaut hatten, setzten sich alle auf ihre Plätze.
Shane und Angie saßen natürlich nebeneinander. Bryan saß neben
Kian und Nicky neben Nina. Mark saß alleine, er wollte noch etwas schlafen.
Nach zwei Stunden landeten sie in München und stiegen aus. Sie holten ihr
Gepäck ab und gingen zwischen 6 Securitys zum Ausgang. Dort stand schon
ein großer Van für sie bereit. Sie wollten einsteigen, doch vorher
mussten sie sich nun endgültig von Nina verabschieden. Nina stiegen Tränen
in die Augen. Sie wollte ihre beste Freundin nicht im wieder verlieren. Und
sie wollte auch nicht von Nicky getrennt werden und von den anderen. Sie waren
so lieb zu ihr gewesen. "Mein Cookie, komm her!" Angie nahm Nina ganz fest in
den Arm und Angie fing auch an zu weinen. "Ich wird dich so vermissen, mein
Muffin. Ich hab dich so lieb!" "Ich dich auch, mein Cookie, aber wir sehen uns
an meiner Hochzeit spätestens wieder okay?" "Okay!" Angie löste sich
von ihrer Freundin und wischte ihr die Tränen aus dem Gesicht. Nach der
Reihe verabschiedeten sich alle von ihr. Alle umarmten sie und gaben ihr einen
Kuss auf die Wange, bis auf Nicky. Er war der letzte. Er ging zu Nina und wischte
ihr, genau wie Angie eine Träne aus dem Gesicht. "Nicht weinen Nina!" Er
umarmte sie und Nina klammerte sich an ihn! "Ich liebe dich so Nicky!" Nicky
löste sich von ihr und schaute ihr in die Augen. Diese blauen Augen machten
Nina ganz verrückt. Sie liebte ihn, mehr als alles andere. Nicky wusste
nicht, was er erwiedern sollte. Er hatte Nina gern, sehr gern sogar, aber er
war sich sicher, dass Georgina seine große Liebe ist. Er überlegte
kurz und drückte Nina dann einen Kuss auf den Mund. Nina sah ihn an. Nicky
sah sie an. Sie wusste nicht, was sie jetzt sagen sollte. "N..Nicky ich...!"
"pst, sag jetzt nichts! Wir sehen uns bald wieder! Bye Nina!", Nicky sah sie
ein letztes mal an und stieg dann vor allen anderen in den Van. Nina war ganz
durcheinander, was sollte sie jetzt davon halten? Sie wusste es nicht. Die anderen
standen nur da und schauten von Nicky zu Nina, sie wussten nicht, was sie sagen
sollten, also verabschiedeten sich alle noch mal von Nina und stiegen auch in
den Van. Sie fuhren los und Nina stand da und sah ihnen nach. Dann ging sie
mit ihrem Gepäck zum Zug und fuhr nach Hause. Wann würde sie Nicky
wieder sehen? Wie lange musste sie warten und hoffen, dass er sich doch in sie
verliebte?
Der Van hielt vor einem großen Gebäude. Der Fahrer brachte sie zum
Hintereingang, denn sie sahen schon von weitem, wie viele Fans vor dem Haus
warteten. Alle waren bewaffnet mit Fotoapparaten, Filzstiften und Autogrammheften.
Alle wollten ihren Stars ganz nahe sein. Dort stand ich auch mal! Dachte Angie
und musste lächeln. Sie stiegen aus und gingen so schnell es ging in das
Haus hinein. Dort warteten schon Journalisten und Fotografen. Sie wurden Fotografiert
und gaben ein Interview. Dann mussten Westlife nach draußen in die Eingangshalle,
wo ein langer Tisch aufgebaut war, mit fünf Stühlen. Sie setzten sich
und machten sich bereit für die erste Autogrammstunde. Angie setzte sich
auf einen Stuhl, der hinter Shane stand. Louis gab ein Okay-Zeichen und die
Securitys machten die Türen auf und ließen die Fans hinein. Sie fingen
sofort an zu schreien, als sie Shane und die anderen sahen. Die Securitys gaben
Anweisungen, die Fans sollten sich in einer Reihe aufstellen und kämen
dann nacheinander dran. Nach einigen Minuten hatten sie es geschafft und Westlife
gaben eifrig Autogramme. Hin und wieder wurde einer von ihnen umarmt oder auf
die Wange geküsst. Sie bekamen Geschenke in rauen Mengen. Rosen, Briefe,
Kuscheltiere. Es stapelte sich alles hinter, vor und neben Angie. Nach einer
Stunde mussten sie dann auch schon wieder gehen und die Fans, die nicht drangekommen
waren, waren total enttäuscht. Angie konnte es ihnen nachfühlen. Auch
sie war mal bei einer Autogrammstunde gewesen und sie kam auch dran, sie hatte
von allen ein Autogramm bekommen, außer von Shane. Sie wollte gerade zu
Shane gehen, als der Security sagte, sie müssten jetzt gehen. Er ging zu
ihr und schob sie auf die Seite. Shane hatte sie nicht einmal gesehen. "Shane
schau mal dahinten, das Mädchen, sie hat ein Plakat in der Hand, du bist
ihr Fave. Sieh mal, wie sie weint. Kannst du ihr nicht noch ein Autogramm geben?"
Angie sah Shane mit ihren blauen Augen an und setzte ihren Dackelblick auf.
"Angie, wie soll ich das machen, sie steht ganz hinten, wenn ich da hinter gehe,
werde ich zerquetscht!" "Dann sag doch deinen Securitys, dass sie sie kurz nach
vorne holen, bitte!" "Aber wieso gerade sie?" "Weil sie mich so an mich erinnert,
aber das erzähl ich dir später!" "okay!" Shane rief einen Security
her und sagte ihm, er solle das Mädchen nach vorne holen. Er sah ihn ziemlich
komisch an, machte aber dann doch das, was Shane ihm aufgetragen hatte. Er ging
zu dem Mädchen und sagte ihr, sie sollte mitkommen. Sie sah ihn ganz erschrocken
an. Sie dachte, sie hätte was ausgefressen! "Keine Angst ich beiße
nicht, mir hat nur jemand gesagt, ich soll dich holen!", sagte der Security
zu ihr. "Warum mich, wer will denn was von mir?"; fragte das verstörte
Mädchen. "komm einfach mit, du wirst es gleich sehen!" Er führte sie
geradewegs zu Shane. Sie schrie, als sie plötzlich vor Shane stand. "Hey,
so schlimm bin ich doch auch nicht, ich wollte dir nur noch kurz ein Autogramm
geben, bevor wir gehen müssen!"; sagte Shane lächelnd. Das Mädchen
legte ein Poster auf den Tisch und Shane unterschrieb es. "d..d..danke!" stotterte
sie. "Kein Problem!" "aber warum gerade ich, da stehen doch noch ganz viele
andere Fans! Warum ich?" "Das hast du nur meiner Angie zu verdanken, sie ist
einfach ein Engel und sie hat dich gesehen, deshalb!" "Aber warum?" Das Mädchen
war mit den Nerven völlig am Ende und wusste nicht, was sie tun sollte.
"Sei doch einfach froh!", sagte Shane und nahm sie für ein Foto in den
Arm. Dann mussten sie aber endgültig gehen.
Sie stiegen wieder in den Van und fuhren zum Flughafen. Dort warteten schon
hunderte von Fans, alle wollten zu ihren Lieblingen, sie nur einmal berühren,
aber die Securitys schoben sie beiseite und Westlife und Angie liefen zum Flugzeug.
"So geschafft, jetzt geht es nach Köln, zu dieser Fernsehshow, was ist
das eigentlich genau für eine Sendung?", fragte Mark. "Das ist eine Fernsehshow
auf Viva, die nennt sich Interaktiv, da seid ihr zwei Stunden, ihr performt
ein paar Songs, seid kurz im Interview und dann fahren wir zum Hotel!"; erklärte
Louis. Nach einer Stunde landeten sie in Köln und mussten wieder durch
die ganze Menge zu dem Van. Es war wirklich sehr stressig, Die ganze Zeit vor
den Fans flüchten, vom Van ins Flugzeug, vom Flugzeug in den nächsten
Van, vom Van ins Hotel, dann wieder in den Van zur nächsten Show oder Interview.
Angie merkte, wie viel der Trip von ihr verlangte. Sie war wirklich noch nicht
fit. Ihr Fieber stieg wieder, aber sie hatte versprochen, es durch zu stehen.
Sie kamen in Köln an und gingen sofort ins Studio. Sie mussten noch kurz
Proben und schon fing die Show an. Die Fans in dem Studio kreischten und konnten
sich nicht mehr beruhigen. Westlife sangen einen Song und alle sangen mit. Es
war wirklich super. Danach machten sie kurz eine Werbepause und Westlife gingen
kurz hinaus. "Hey Mark, hast du das Mädchen da gesehen? Sie sieht dich
die ganze Zeit an und weint, wegen dir. Man sieht ihr das total an, lächle
ihr doch mal zu oder so und schau nicht immer so böse!", sagte Angie, die
Backstage saß und alles sah. "Welche meinst du denn?", fragte Mark, der
ziemlich ahnungslos aussah. "Die, die links neben dem E-mail Master steht!"
Angie zeigte auf den Monitor, auf dem man das Publikum sehen konnte. Mark sah
sie an, sie war wirklich hübsch. Sie hatte blonde Haare und schöne
blaue Augen. Ihre Augen strahlten vor Freude, weil sie ihren Idolen so nah sein
konnte. Sie sieht wirklich süß aus, dachte Mark und er sah sie eine
ganze Weile auf dem Monitor an. "Mark jetzt komm endlich, wir müssen wieder
raus.", rief Shane, der schon ins Studio marschierte. Mark sprang auf und lief
hinterher. Im Studio angekommen, fingen die Fans wieder an zu kreischen. Mark
sah sofort auf das Mädchen, dass er die ganze Zeit auf dem Bildschirm betrachtet
hatte. Er sah sie direkt an, er sah ihr in die Augen. Auch sie sah ihn an. Er
lächelte sie an und als sie das sah, kullerten ihr die ersten Tränen
die Wangen hinunter. Sie ist einfach nur der Wahnsinn. Mark merkte, dass er
sich verliebt hatte. Zum ersten mal seit Jahren war er wieder verliebt. Und
zwar so richtig. Aber warum ausgerechnet in einen Fan? Wie sollte das gut gehen?
Dachte er sich. Doch dann dachte er an Shane und Angie. Angie war auch ein Fan
gewesen, sie kommt auch aus Deutschland, und er hatte Shane noch nie so glücklich
gesehen, wie mit Angie, warum sollte das bei ihm nicht so werden? Er machte
sich so viele Gedanken darüber, dass er total vergas zu singen. Alle sahen
ihn an und er stieg dann sofort wieder in den Song ein, aber alle hatten gehört,
dass er seinen Einsatz verpasst hatte. Er war verliebt und wie. Aber wie sollte
er das anstellen, dass sie nicht verschwindet, ohne, dass er mit ihr sprechen
konnte? Er musste sich etwas einfallen lassen, und zwar schnell. Aber erst sangen
Westlife noch einen Song. Tonight. Shane dachte sofort an Angie und man merkte,
wie viel ihm der Song bedeutete. Angie saß backstage und sah Shane auf
dem Bildschirm. Er lächelte und sah genau in die Kamera, sie wusste, dass
er gerade an sie dachte. Und sie konnte nicht anders. Wie immer bei diesem Song,
kamen ihr die Tränen und sie hielt sie auch nicht zurück. Es war ein
schönes Gefühl.
Während dem Song sah Mark immer wieder zu dem Mädchen. Er lächelte
sie an und sah sie so verliebt an, dass alle Welt merkte, wie sehr verliebt
er war. Doch das Mädchen war so verstört, weil ihr absoluter Liebling
sie die ganze Zeit ansah, dass sie das nicht merkte, und sie würde es auch
nicht glauben, wenn sie es gemerkt hätte. Sie brach in Tränen aus,
als Mark sie ansah. Ihre Freundin daneben nahm sie in den Arm und tröstete
sie. Nach dem Song mussten Shane, Mark, Kian, Nicky und Bryan noch mal Backstage.
Shane hatte gemerkt, wie Mark das Mädchen dauernd ansah. Shane wusste,
wenn Mark jemanden so ansah, dann war er hoffnungslos verliebt. "Mark komm mal
kurz bitte!" "Was ist?" Shane und Mark gingen ein bisschen weiter weg von den
anderen und Shane fragte: "Mark, du bist verliebt in das Mädchen stimmts?"
"Ja stimmt, ich hab mich total in sie verliebt und ich weiß nicht, was
ich machen soll! Was soll ich tun, damit sie nach der Sendung nicht gleich wieder
verschwindet und ich leine Chance habe, mit ihr zu reden?" "Weißt du was?
Ich gehe kurz zu einem der Securitys und kläre das, ich komme dann ein
bisschen später in die Sendung, also die Werbepause wird dann schon auch
schon aus sein, aber für das Glück meines Kumpels!" "Danke Shane,
du bist echt der beste!" "Ich weiß und jetzt geh schon mal!" Mark ging
nach draußen und Shane suchte einen Security vom Studio hier. Er fand
auch einen, der war aber höchst nervös. "Was machen Sie noch hier?
Sie müssen schon längst wieder im Studio sein!", sagte der Security
zu Shane. Und tatsächlich, er hörte den VJ fragen: "Wo ist denn Shane
abgeblieben?" Er hörte Mark antworten: "Er kommt gleich, er muss ganz wichtig
telefonieren!" "telefonieren?", fragte der Security, der vor ihm stand. "Nein
nicht wirklich, aber ich muss mit Ihnen was sehr wichtiges besprechen. Sie sehen
doch das Mädchen, links neben dem e-mail Master oder?" "Ja, was ist mit
ihr?" "Gehen sie bitte nach der Sendung zu ihr und bringen Sie sie in unsere
Garderobe. Sie soll dort warten, wir kommen dann gleich! Es ist wirklich wichtig!"
"Okay, mach ich, aber gehen Sie jetzt bitte ins Studio!" "Danke!" Shane klopfte
ihm auf die Schulter und ging dann ins Studio. Die Shane-Fans kreischten. "Entschuldigung
die Verspätung!", sagte Shane und stellte sich grinsend neben Mark. Er
sah ihn mit fragendem Blick an. Shane zeigte mit dem Daumen nach oben und Mark
entspannte sich sofort. Sie blieben noch eine Weile im Interview und verabschiedeten
sich dann auch. Sie gaben ein paar Fans die Hand und gingen dann nach draußen.
Sie wollten eigentlich sofort zum Hotel fahren, da sie ja bis morgen frei hatten.
Doch Mark wollte noch kurz warten. "Wartet doch noch kurz, ich fahre dann gleich
mit, aber ich muss noch kurz mit jemandem reden!" "Mit wem denn?" "Das sag ich
euch dann danach okay?" "Okay, komm lasst uns Tischfußball spielen, da
drüben steht ein Kicker!", sagte Kian. Kian, Bryan, Nicky machten sich
sofort auf den Weg. Shane ging zu Angie, die auf dem Sofa saß. "Na Schatz,
wie geht’s dir? Wie hat dir die Show gefallen?" Angie wollte antworten, konnte
aber nicht. Sie war so müder und erledigt. Das Fieber war wieder gestiegen
und Schweißperlen rannen ihr die Stirn herunter. "Angie? Geht’s dir gut?"
Shane setzte sich zu ihr hin und fühlte ihre Stirn. "Oh nein, du hast wieder
Fieber, geht’s oder müssen wir zum Arzt?" "Nein, es geht schon, ich bin
nur müde!" "Komm her!" Angie legte sich auf Shanes Schoß und schlief
auch sofort ein. Er strich ihr eine Haarsträne aus dem Gesicht. "Wie geht
es ihr denn?" Mark stand neben Shane. "Nicht so gut, das Fieber ist wieder gestiegen."
"Das wird schon wieder!" "Ja, ich glaub auch! Aber was machst du noch hier,
jetzt geh endlich in die Garderobe, sie is bestimmt schon da." "Okay, wünsch
mir Glück!" Mark ging langsam zur Garderobe, in der das Mädchen schon
wartete. Sie wollte gerade zum Hinterausgang rennen, wie alle anderen, um Westlife
noch zu erwischen, doch ein Security hielt sie fest. "Was soll das? Lassen Sie
mich los!" "Tut mir leid, aber ich habe Anweisungen bekommen, Sie mitzunehmen.
Jemand möchte Sie sprechen, danach dürfen Sie gehen, aber ich verspreche
Ihnen, es ist nichts schlimmes." "Wenn es sein muss, Chrissy, warte auf mich
draußen!", rief sie ihrer Freundin zu und folgte dem Security. Wer will
nur was von mir? Hab ich was angestellt. Amy konnte sich nicht vorstellen, wer
was von ihr wollte. Der Mann schob sie in eine Garderobe und sagte ihr, sie
sollte hier warten. Das tat sie jetzt schon 10 Minuten und es kam noch keiner.
Sie wollte gerade gehen, als sich die Tür öffnete. Mark stand schon
seit 5 Minuten vor der Tür und traute sich nicht hinein zu gehen. Er war
zu schüchtern, aber er musste jetzt endlich was tun, für sein Glück.
Deshalb öffnete er die Tür und ging hinein. Amy drehte sich um und
sah Mark vor ihr stehen. Sie kreischte. "OH mein Gott!" "Was ist denn? Bin ich
so schlimm?" "N.. N.. Nein, aber du bist Mark!" "Ich weiß und ich wollte
mit dir reden!" "MIT MIR??? Warum? DU willst mit MIR reden?" "Ja eigentlich
schon, aber kannst du mir noch vorher verraten wie du heißt?" "A.. Amelie,
aber alle sagen Amy zu mir!" "Okay Amy, also ich weiß nicht, wo ich anfangen
soll, aber ich habe dich im Publikum gesehen und ich habe....!" "Was hast du?
Jetzt sag schon!" Amy wusste nicht, was sie davon halten sollte. Sie liebte
diesen Mann, der im Moment vor ihr stand und nicht wusste, was er sagen sollte.
Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er sich in sie verliebt hatte.
Mark ging auf sie zu. Er musste jetzt was tun. Er nahm ihre Hände, sah
ihr tief in die Augen und sagte schließlich: "Ich hab mich in dich verliebt!
Ich hab dich gesehen und schon war es um mich geschehen! Jetzt ist es raus!"
"Du hast was? DU liebst MICH? Weißt du, wie oft ich das geträumt
habe? Weißt du eigentlich, wie sehr ich dich liebe?" "Du liebst mich auch?
Willst du mit mir zusammen sein? Obwohl ich öfter weg sein werde, als normale
Freunde?" "Das ist mir egal, ich liebe dich Mark!" "Würdest du mit mir
nach Irland kommen? Mit mir dort wohnen?" "Für dich würde ich überall
hingehen! Ich kann es nicht glauben, das ist ein Scherz oder?" "Nein ist es
nicht!" Mark sah ihr tief in die Augen und dann küsste er sie. Er küsste
sie lang und innig. Amy war so glücklich, ihr liefen Tränen über
die Wangen. Mark löste sich von ihr. "Warum weinst du?" "Ich weine, weil
ich noch nie so glücklich war, du bist der einzige, den ich je wollte,
und jetzt habe ich dich, einfach so!" "Das war nicht so einfach, ich hatte so
Angst, dass du einfach wieder weg bist und ich dich nie wieder sehe, und nie
die Chance habe, dir das alles zu sagen!" "Wie hast du das überhaupt gemacht?
Das mit dem Security und so? Dass er mich überhaupt hier her bringt. Wie
bist du überhaupt auf mich aufmerksam geworden, ich meine, da waren so
viele im Publikum und ich bin bei weitem nicht die hübscheste!" "Also erst
mal bist du für mich das hübscheste Mädchen auf der ganzen Welt!
Dass ich dich überhaupt bemerkt habe, ist Angies schuld, du weißt
doch, Shanes Verlobte. Sie saß Backstage und hat dich gesehen, wie du
mich immer angesehen hast, dann hat sie mir gesagt, dass ich dich mal anlächeln
soll oder so, weil du die ganze Zeit schon weinst. Ja das habe ich ja dann gemacht,
und als ich dich gesehen habe, war es um mich geschehen. Und das mit dem Security
ist nur Shane zu verdanken. Er hat sofort gemerkt, dass ich mich verliebt hatte.
Er hat mir den Vorschlag gemacht, er klärt das, dass du dann nach der Show
auf mich wartest, ja deswegen kam er ja zu spät in die Sendung, er hat
mit dem Security geredet." "Dann ist also Shane und Angie schuld, dass ich jetzt
das wertvollste auf der Welt habe?" "Ja sozusagen!", Mark grinste verlegen.
Mark küsste seine Amy noch einmal und genau in dem Moment ging die Tür
auf und Nicky und Bryan standen in der Tür. "Hat unser Kleiner jetzt etwa
eine Freundin?", sagte Bryan. "Ja hat er und nenn mich nicht Kleiner!", wehrte
sich Mark. "Und stellst du uns die hübsche Lady mal vor?" "Ja klar, das
ist Amy, mein Schatz, sie wird hoffentlich mit mir nach Irland kommen!" "Ja
werde ich, mich kriegst du nicht mehr los!" "Das will ich auch gar nicht, mein
Engel! Wo sind eigentlich Shane und Angie? Ich muss mich unbedingt bei ihnen
bedanken und ihnen meine Amy vorstellen." "Shane ist bei Angie. Angie schläft,
das Fieber ist wieder gestiegen!" "Stimmt ja, sollten wir die Zwei jetzt nicht
holen und dann ins Hotel fahren? Du kommst doch mit oder?" "Klar, wenn du mich
mitnimmst?", sagte Amy. "Aber ich muss Chrissy noch bescheid sagen, sie steht
draußen und wartet auf mich. Amy nahm ihr Handy aus der Tasche und wollte
sie anrufen. "Ach Mist ich hab kein Geld auf dem Handy. Ich geh kurz nach draußen
und sag ihr bescheid!" Sie wollte schon aufstehen. "Hey Engel, nimm mein Handy."
Mark hielt ihr sein Handy hin und Amy nahm es und bedankte sich mit einem Kuss.
Sie wählte die Nummer von Chrissy und erzählte ihr alles. "WAS???
Das kann doch wohl nicht wahr sein!" "Doch Chrissylein, es ist alles wahr, du
kannst dir gar nicht vorstellen, wie glücklich ich bin. Ich werde bald
zu Mark nach Irland ziehen! Aber das erzähl ich dir wann anders, ich muss
jetzt dann weg, ich fahre mit Mark und den anderen ins Hotel!" "Ins Hotel? Oh
mein Gott, ich sterbe!" "Nein bitte nicht, wir sehen uns bald okay Chrissy?"
"Okay, und sag Kian, dass ich ihn liebe okay?" "Mach ich! Bye!" "Bye!" "Okay
ist alles geregelt!" Amy gab Mark das Handy zurück und die 4 machten sich
auf den Weg. Shane weckte Angie vorsichtig auf und nahm sie dann auf den Arm.
Er trug sie zum Van und die andern kletterten hinterher. Da sie nicht so viel
Platz hatten in dem Van, nahm Mark Amy auf den Schoß. Sie fuhren los.
Sie fuhren am Hinterausgang vorbei und Amy winkte ihrer Freundin, die sie am
Hinterausgang stehen sah. Chrissy sah sie und drehte wirklich durch. Die anderen
Fans löcherten sie mit Fragen, doch Chrissy sagte nichts. Am Hotel angekommen,
stiegen sie aus, und wollten sofort aufs Zimmer gehen, doch in der Hotel halle
warteten die Fans. Shane wurde langsam echt sauer. Er war so glücklich,
dass sie so viele Fans hatten, aber wenn Angie krank war, verstand er keinen
Spaß, er wollte einfach nur noch mit Angie aufs Zimmer, damit sie sich
erholen konnte. Sie war total schwach, konnte nicht mal alleine laufen. Er war
schon aus dem Van ausgestiegen, wartete bis die anderen draußen waren,
um Autogramme zu geben. Das war eine kleine Ablenkung für die Fans. Shane
hob Angie aus dem Van und trug sie schnell zum Fahrstuhl. Er stieg mit ihr ein
und bevor sich die Tür schloss, bemerkten die Fans Shane, wie er in den
Aufzug gestiegen war. Sie rannten auf ihn zu, doch die Tür schloss sich
und sie waren auf dem Weg in das Hotelzimmer. Der Plan hatte funktioniert, auch
wenn seine Bandkollegen leiden mussten. Amy und Mark verzogen sich auch sofort
auf ihr Zimmer. Sie hatten sich viel zu erzählen und Mark wollte alles
von Amy erfahren. Außerdem mussten sie morgen nach Berlin fahren und dann
nach England, und da konnte Amy einfach noch nicht mit. Sie würde dann
mit dem Flugzeug nachkommen. Und dann mit ihm zusammenziehen. Das hatten sie
schon ausgemacht, aber Amy und auch Mark konnten sich nicht vorstellen mindestens
zwei Monate getrennt zu sein, jetzt da sie sich endlich gefunden hatten. Shane
hatte Angie sofort ins Bett gepackt und ihr eine Wärmflasche gebracht.
Sie schlief sofort ein und Shane hoffte, dass es ihr bis morgen besser ginge.
Er legte sich aufs Sofa zum schlafen, damit Angie sich in Ruhe erholen konnte.
Am nächsten Morgen wurden sie von Louis und der Crew um 7 Uhr geweckt,
sie mussten jetzt nach Berlin fliegen. Also wieder ab in den Van zum Flughafen
und in den Flieger. Angie ging es ein bisschen besser. "Shane es tut mir so
leid, ich wollte es doch durchstehen!" "Du musst dich nicht entschuldigen Schatz,
du kannst nichts dafür, dass du krank bist!" Er küsste sie sanft.
"Ihr zwei passt echt super zusammen!"; sagte Amy, als sie Shane und Angie zusammen
sah. "Ich weiß, aber pass mir bloß gut auf unseren Mark auf okay?",
sagte Angie und lächelte sie schwach an. "Mach ich und du, erhol dich gut!"
"Werde ich, bei dem Mann, bleibt dir gar nichts anderes übrig!", sagte
Angie und deutete auf Shane. "Was soll das denn heißen?" "Das soll heißen,
dass wenn man nur ein bisschen hustet, man sofort in 10 Decken eingewickelt
wird und mit Kräutertee verwöhnt wird!", sagte Angie und lächelte
Shane an. "Ja und das ist auch richtig so, und Entschuldigung, wenn ich dich
verbessere, aber das war nicht nur ein bisschen Husten, das war eine schwere
Grippe, oder besser gesagt, es ist eine, also sei jetzt ruhig und trink deinen
Tee!"; sagte Shane streng, was natürlich nicht so gemeint war. "So Jungs
auf geht’s, wir müssen jetzt gehen!" Louis war reingekommen. "Es wird Zeit!",
sagte Mark und sah Amy an. Beide gingen nach draußen. Sie mussten sich
jetzt verabschieden. Amy hatte Tränen in den Augen. Sie hatte ihren Traumprinzen
gefunden und musste ihn jetzt für so lange Zeit gehen lassen. "Ich vermiss
dich jetzt schon!", sagte Mark. "Ich dich auch und wie!" Jetzt liefen heiße
Tränen ihr Gesicht herunter. "Nicht weinen bitte, wir sehen uns bald wieder
und ich rufe dich jeden Tag an, versprochen!" Mark wischte ihr die Tränen
weg. Doch sie kamen immer wieder. Amy konnte nicht anders. Sie umarmte Mark
und schluchzte an seiner Schulter. "Ich liebe dich!" "Ich dich auch, und deshalb
schaffen wir das auch okay?" "Okay!" Sie küssten sich ein letztes mal und
die Tränen, die Amys Wangen hinunter liefen, berührten Marks Gesicht.
Sie lösten sich voneinander und Mark sah Amy tief in die Augen. "Ich liebe
dich, vergiss das nie! Ich werde dich immer lieben und wenn du zu mir nach Irland
kommst, werde ich dich nie wieder loslassen!" "Mark, ich liebe dich so, wie
soll ich so lange ohne dich aushalten?" "Ich weiß auch nicht, wie ich
es schaffen soll, aber wir werden es schaffen und wir feiern zusammen Weihnachten
und Sylvester, und Shanes und Angies Hochzeit." "Okay!" Amy konnte nichts mehr
sagen, aber ihre Tränen sagten alles. "Machs gut mein Schatz!" "Du auch,
ich liebe dich!", rief Amy und ging dann den Gang entlang. Sie drehte sich noch
einmal um und warf Mark einen Kuss zu, dann war sie verschwunden. Wenn sie noch
länger für den Abschied gebraucht hätten, hätte es Amy es
nie geschafft, sich von Mark zu trennen.
Mark ging traurig und ziemlich geknickt wieder zu den anderen. Endlich hatte
er seine große Liebe gefunden, und nun war sie schon wieder weg und er
würde sie erst Weihnachten wieder sehen. Das war für ihn sehr hart.
Er, der sowieso unter starkem Heimweh litt. Er ging in den Essraum, wo die anderen
noch saßen und sich nun auch auf den Weg machten. Shane ging auf Mark
zu und redete ihm gut zu. "Ach komm Mark, zieh nicht so ein Gesicht, du siehst
sie doch bald wieder!" "Bald? Bald nennst du das? Was würdest sagen, wenn
du deine Angie erst in zwei Monaten wieder sehen würdest?" "Ich würde
sterben!" "Siehst du, und glaubst du, dass es mir anders geht?" "Nein, ist schon
okay, ich wollte dich nur aufmuntern!" "Schon okay, Shane. Ich weiß, wie
du es gemeint hast. Aber komm, wir müssen jetzt gehen." Alle standen auf
und sie gingen wieder zum Van. Unter dem Gekreische der Fans, die vor dem Hotel
standen, stiegen sie in den Van ein und fuhren zum Flughafen. Am Flughafen in
Köln angekommen, gaben sie ein paar Fans Autogramme und stiegen dann aber
schnell ins Flugzeug. Der Flug dauerte nicht lange und schon nach einer Stunde
saßen sie schon wieder im Van und fuhren zu einem großen Musikladen
in der Innenstadt Berlins. Dort gaben sie eine Autogrammstunde. Angie saß
wieder hinter ihnen und wurde mit Kuscheltieren, Briefen und Rosen bombadiert.
Die Fans kreischten und schrieen. Angie konnte es ihnen nicht übel nehmen.
Sie wusste, wie sehr sie Westlife verehrten. Ihr war es früher nicht anders
ergangen. Sie stand mitten drin in der Menge und schrie genauso wie die anderen.
Nun musste sie es ja nicht mehr. Die Mitglieder von Westlife waren ihre besten
Freunde geworden und Shane war der Liebste Mann auf der ganzen Welt. Was wollte
sie mehr? Nach einer Stunde mussten Westlife auch schon wieder von den Fans
verabschieden. Sie mussten noch ein Interview geben, bei einem Fernsehsender,
der in Berlin seinen Sitz hatte. So fuhren dahin und saßen auf ein Sofa
und warteten auf die Fragen, der Journalisten. "Herzlich Willkommen Westlife,
endlich sieht man euch mal wieder in Deutschland, die Fans haben euch glaube
ich sehr vermisst!" "Es tut uns sehr leid, dass wir erst jetzt wieder hier sein
können, aber wir waren die letzten Monate im Studio und haben unser brandneues
Album aufgenommen, es kommt nächsten Monat auf den Markt!", erklärte
Kian. "Wenn das so ist, dann werden eure Fans euch bestimmt verzeihen! Aber
nun zu der Musik. Wann wird denn die erste Single auf den Markt kommen und wie
wird sie heißen?" Nicky beantwortete die Frage: " Unsere Single kommt
jetzt am 6.10. raus und sie heißt "It is real Love" es ist eine Ballade,
die Mark und Shane zusammen geschrieben haben. Ein toller Song!" "Da werden
sich die Fans ja freuen. Wie steht es denn mit euren Beziehungen, ich habe gehört,
Nicky hat jetzt doch nicht geheiratet und Shane hat eine neue Freundin?" "Ja
so ist es, ich habe doch noch nicht geheiratet, aber das ist nur verschoben
worden, weil ich einen Unfall hatte und im Krankenhaus lag. Danach hatten Georgina
und ich nicht genug Zeit alles vorzubereiten, deshalb wird erst nächsten
Sommer geheiratet, wenn unsere Europa - Tour im Frühling vorbei ist. So
Shane, was sagst du jetzt du deiner Angie?" Nicky grinste Shane an und er musste
auch grinsen. "Shane, was ist denn genau passiert?" "Es ist nichts besonderes
passiert, ich habe mich von Gillian getrennt, weil die Gefühle einfach
nicht mehr da waren. Ich habe mich in Angie verliebt und wir sind auch Verlobt,
wir werden im Januar heiraten und ich bin sehr sehr glücklich mit ihr!"
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen!" Shane könnte eigentlich noch viel mehr
über seine Angie sagen, aber das gehörte nicht an die Öffentlichkeit,
obwohl er am Liebsten der ganzen Welt sagen würde, wie sehr er Angie liebte
und er sie brauchte. "Also ist Mark jetzt der einzige, der noch nicht in einer
festen Beziehung steckt?" Mark wurde rot. Was sollte er jetzt sagen? Konnte
man es der Presse schon sagen, oder war es dafür noch zu früh? Würde
Amy es wollen, dass er es schon sagte? Er war lieber auf der sicheren Seite
und verriet nicht alles: " Ich bin im Moment sehr verliebt, aber es ist noch
zu früh, um irgendetwas zu verraten." Er lächelte schüchtern
und der Journalist war völlig verwirrt. Er hatte nicht mit dieser Antwort
gerechnet und wusste deshalb nicht, was er noch fragen sollte. "Vielen Dank
für das Interview, Westlife! Ich hoffe, ihr seid bald wieder hier in Deutschland!"
Westlife verabschiedeten sich und gingen dann schnell wieder zum Van. Heute
übernachteten sie in London in einem Hotel, deshalb flogen sie von Berlin
gleich nach London und stiegen in dem Hotel ab. Keiner war in besondere Stimmung
noch irgendwohin feiern zu gehen. Shane ging mit Angie aufs Zimmer. Angie musste
sich noch ein wenig ausruhen. Nicky wollte sich hinlegen, genauso wie Bryan
und Kian. Mark aber hing schon die ganze Zeit am Telefon. Er telefonierte mit
Amy. Es war im wirklich ernst. Er war so verliebt in Amy, er konnte es kaum
einen Tag ohne sie aushalten. "Mein Engel, ich vermisse dich so! Was machst
du gerade?" "Ich liege auf meinem Bett und denke nur an dich! Was machst du
gerade, wie war es in Berlin?" "Ich bin alleine auf meinem Zimmer und vermisse
dich! Berlin war ganz okay, ein Journalist hat heute gefragt, ob ich der einzige
von Westlife bin, der noch keine Freundin hat!" "Was hast du gesagt?" "Ich wusste
nicht, wie ich reagieren sollte, ich wusste ja nicht, was du dazu sagst. Ich
hatte keine Ahnung, ob du es willst, dass es morgen schon in der Zeitung steht.
Ich habe gesagt, ich bin Momentan sehr verliebt, aber es ist noch zu früh,
um irgendetwas zu verraten!" "Das klingt doch gut, aber Bärchen, du hättest
es ruhig sagen können, meinetwegen kann die ganze Welt wissen, wie glücklich
ich bin. Obwohl.." "Was obwohl?" Mark schaute ziemlich erschrocken, was sollte
das jetzt heißen?" "Im Moment bin ich ja nicht so glücklich?" "Warum
das denn?" Mark stand auf der Leitung. "Weil ich nicht bei dir bin, deswegen
du Nuss!" "Achso, das meinst du, ich hatte schon Angst, du liebst mich nicht
mehr!" "Mark, so schnell geht das nicht, meine Liebe zu dir, geht nicht so schnell
weg, da kannst hundert Jahre warten und sie ist nicht mal ein bisschen weg,
sie ist nur noch stärker!" "Mein Engel, Ich liebe dich, wann sehen wir
uns denn wieder? An Weihnachten oder?" "Ja an Weihnachten, früher kann
ich hier nicht weg, ich muss noch alles regeln, wegen dem Umzug und so weiter,
das dauert." "Ja ich versteh schon und ich kann auch nicht zu dir, wir müssen
jetzt in ganz England und Irland Promotion für das Album und die Single
machen. Ich weiß gar nicht wie ich das schaffen soll, ohne dich!" "Bärchen,
das schaffst du schon, wenn ich das schaffe, schaffst du das auch! Wir sehen
uns ja in zwei Monaten wieder und dann bleibe ich für immer bei dir!" "Versprochen?"
"Versprochen!" "Ich muss jetzt aufhören! Rufst du mich morgen an?", sagte
Amy, die ganz traurig klang. "Ja gleich, wenn ich aufstehe okay?" "Okay, ich
vermiss dich!" "Ich dich auch!" "Bis Morgen mein Bärchen, ich liebe dich!"
"Ich dich auch mein Engel und pass auf dich auf." Mark schickte noch einen Kuss
durch die Leitung und legte dann auf. Er legte sich in sein Bett und schlief
dann auch bald ein. Der Gedanke an seine Amy und dass er sie bald wieder sehen
würde, vertrieb die Sehnsucht ein wenig. Am nächsten Tag mussten sie
wieder früh aufstehen und sofort zu einer Radiostation, wo sie ein Radiointerview
geben mussten. Es waren eigentlich immer wieder die selben Fragen. Wie geht
es Lilly und Molly? Was ist mit Shanes neuer Freundin? Warum hat Nicky seine
Hochzeit verschoben? Ist Kian wirklich mit Jodie zusammen? Hat Mark eine Freundin?
Wann kommt das neue Album? Die neue Single? Immer die selben Fragen.
Danach ging es nach Manchester, auch zu Radioshows. Interviews wuden gegeben.
Angie hörte zu und wunderte sich, dass Shane und dir anderen so ruhig blieben.
"Ich wäre schon längst den Journalisten an den Hals gesprungen, wenn
sie mir dauernd die selben Fragen stellen würden!", sagte Angie schließlich
zu Shane nach dem 5. Interview, wo wieder die selben Fragen kamen. Shane musste
lachen. "Was ist daran so lustig?" "Angiemaus, wenn solche Fragen kommen, musst
du sie beantworten, das verlangt nun mal dieser Job von uns und wenn wir jedem
an die Gurgel springen würden, der uns was fragt, was schon mal jemand
gefragt hat, dann säßen wir alle fünf schon längst im Gefängnis
wegen Massenmord!", sagte Shane und musste grinsen. "Und außerdem, wenn
wir "Never Ever" als Single rausbringen, dann blüht dir das selbe, wie
uns!" "Das wollt ihr doch nicht als Single rausbringen?" "Mal sehen, was Louis
sagt, er bestimmt, welchen Song wir rausbringen, aber ich hätte nichts
dagegen, der ist so toll."
Die Sechs gingen wieder zum Van und fuhren zum Flughafen. Angie kannte das ja
nun schon alles und stieg in das Flugzeug und versuchte zu schlafen. Das war
im Moment die einzige Möglichkeit, genug Schlaf zu bekommen. Im Flugzeug
angekommen, sofort in eine Decke einrollen und versuchen zu schlafen, auch wenn
der Flug nur 45 Minuten dauert. In Birmingham angekommen, stiegen sie wieder
aus und fuhren sofort wieder in einen Musikladen, in der Innenstadt, Autogramme
zu geben. Angie nahm ihren gewohnten Platz ein und sah den Fans zu, wie sie
nervös vor ihnen standen und kein Wort raus bekamen. Angie sah einen Fan,
der vor Shane stand und total weinte. Das Mädchen war total fertig. Angie
konnte sie voll und ganz verstehen. Shane dachte sofort an seine Angie, als
er sie sah. Auch sie weinte damals die ganze Zeit. Er stand auf und nahm das
Mädchen in den Arm. Das Mädchen schrie und wäre beinahe umgekippt.
Ein Security führte sie vom Tisch und die nächsten Fans kamen an die
Reihe. Das Mädchen erinnerte Shane daran, dass Angie ihm noch was erzählen
wollte, von der Autogrammstunde in München. Als sie nach der Autogrammstunde
und nach den anstehenden Interview und Fototerminen im Hotel ankamen, fragte
Shane nach. "Angie, du wolltest mir noch was erzählen, weißt du noch
bei der Autogrammstunde in München? Das Mädchen, dass nach vorne kam,
am Schluss, ich hab dich gefragt, warum du sie gesehen hast!" "Ach ja stimmt,
das wollte ich dir ja erzählen, aber das erzähle ich dir dann, wenn
wir alleine sind." "Okay!" Noch saßen mit den anderen im Esszimmer und
aßen zu Abend. Dann gingen alle auf ihr Zimmer. Mark musste mit Amy telefonieren,
Nicky mit Georgina, Bryan mit Kerry und Kian mit Jodie. Alle hingen am Telefon,
nur Shane hatte Angie dabei, und darüber war er sehr glücklich. Sie
gingen auf ihr Zimmer und legten sich aufs Bett. Angie kuschelte sich an Shane.
"So jetzt erzähl!" "Ich hab dich darum gebeten, dass du sie nach vorne
holst, weil das Mädchen mich so sehr an mich erinnert hat. Auch sie ist
dir verfallen." "Aber das sind doch viele, das soll jetzt nicht eingebildet
klingen, aber!" "Ich weiß, was du meinst! Ja, aber sie hat so sehr geweint,
weil sie dich wieder nur von weitem gesehen hat. Sie wollte dich unbedingt sehen,
dir die Hand geben, dir sagen, dass sie dich liebt, ein Autorgramm von dir bekommen
und dann gehst du einfach wieder, ohne, dass sie bei dir war!" "Ja aber es waren
noch viele da, die uns nicht gesehen haben und es haben auch bestimmt viele
geweint, ich verstehe einfach nicht, warum gerade sie dich an dich selbst erinnert."
"Okay, dann erzähle ich es dir, ich wollte es eigentlich nicht erzählen,
aber ist ja jetzt egal." "Du musst es nicht erzählen, wenn du es nicht
willst, ich will dich zu nichts zwingen." "tust du nicht, es ist eigentlich
nichts schlimmes, nachdem ich ja jetzt mit dir zusammen bin, aber als es passiert
ist, hat es mich sehr verletzt, ich war Wochen nicht zu gebrauchen, weil ich
nur geweint habe." "Ach Schatz, was war denn so schlimm?" "Ich war auch mal
auf einer Autogrammstunde in München und ich habe mich so darauf gefreut
und ich wollte dich unbedingt endlich mal sehen. Ich wollte dir all das sagen,
was mir schlaflose Nächte bereitet hatte. Warum ich die ganze Zeit weine,
warum du mir so viel bedeutest, ich wollte dich berühren, nur einmal, das
war meine Chance dachte ich und dann..." "Bist du auch nicht drangekommen, genau
wie das Mädchen oder?" "Nicht ganz, für mich war es schlimmer! Du
bist ganz hinten am Tisch gesessen und ich hatte von den anderen schon ein Autogramm
und dann wollte ich zu dir. Ich hab so gezittert, ich war so nervös. Ich
hab schon fast angefangen zu weinen, weil ich es nicht mehr erwarten konnte,
endlich vor dir zu stehen. Endlich vor dem Mann zu stehen, den ich mehr als
alles andere liebte. Ja und dann sagte der Security, dass Westlife jetzt gehen
müssten. Er schob mich grob zur Seite und schon wart ihr weg. Du hast mich
nicht einmal gesehen. Nicht einmal, Ich konnte nichts tun, ich musste zusehen,
wie du einfach wieder gehst, ohne dass ich dich auch nur einmal berühren
konnte. Ich habe danach tagelang geheult, ich war einfach nur am Boden zerstört,
das war meine einzige Chance, dich zu sehen, dir vielleicht einen kleinen Teil
sagen zu können, was ich dir gerne sagen wollte!" "OH mein Schatz, das
tut mir so leid, wenn ich das gewusst hätte. Das ist wirklich hart. Aber
dafür liebe ich dich jetzt um so mehr! Was wolltest du mir denn alles sagen?"
"Ich wollte dir sagen, wie sehr ich dich liebe, dass ich nachts nicht schlafen
kann, weil ich dich so vermisse, weil du nicht bei mir bist. Ich wollte dir
sagen, dass du der einzige bist, den ich jemals geliebt habe und jemals lieben
werde. Ich wusste nicht, was ich ohne dich machen sollte. Ich hätte für
dich alles getan. Ich würde für dich immer noch alles tun und das
habe ich ja auch getan. Ich habe meine Familie verlassen, weil sie mich nicht
verstanden haben. Meine Mutter wollte einfach nicht einsehen, dass ich dich
liebe und ohne dich nicht leben kann, sie hat sich einfach immer nur über
mich lustig gemacht. Sie hat mich nie in den Arm genommen, wenn ich wieder wegen
dir geweint habe. Ich habe oft wegen dir geweint und das einzige was mir geholfen
hat, war eure Musik. Das war das einzige. Ich habe meine Poster angesehen oder
eine DVD und habe mich besser gefühlt, ich dachte, ihr seid mir näher,
wenn ich euch angesehen habe. Ich war wirklich verzweifelt und als meine Mutter
meine Poster und CD’s und alles andere weggeschmissen hat, hat sie damit auch
mein Herz weggeworfen, alles, was mir was bedeutete und dann musste ich einfach
weg." Angie machte eine Pause, sie hatte schon lange nicht mehr so offen mit
jemandem geredet. Aber es tat ihr gut. Shane lag da und hörte ihr zu. Dann
sagte er: "Aber du bereust es doch nicht, dass du von zu Hause weggelaufen bist
oder? Vermisst du deine Heimat? Ich tue alles, damit du dich hier wohlfühlst!"
"Shane, das habe ich niemals gesagt, ich fühle mich nirgends wohler, als
bei dir. Und ich vermisse meine Heimat nicht, weil ich in meiner Heimat bin.
Irland ist meine Heimat geworden und ich liebe dieses Land über alles,
das kannst du mir glauben. Ich habe es schon vorher geliebt, vor Westlife. Ich
hab mich schon immer an das Land hingezogen gefühlt. Ich wollte hier schon
immer leben, am liebsten mit dir." "Wirklich?" "Ja wirklich, Shane ich liebe
dich über alles und auch dieses Land, das ist das beste, was mir je passieren
konnte. Ich habe so viel geweint wegen dir, und ich würde wirklich alles
für dich tun. Ich habe sehr gelitten, das kannst du dir nicht vorstellen.
Ich wollte..." Angie hielt inne. Das konnte sie Shane nicht erzählen, er
würde sich vielleicht Vorwürfe oder Sorgen machen. Aber sie hatte
keine Geheimnisse vor Shane und das ist das letzte, was sie wollte. Sie liebte
ihn über alles und erzählte ihm auch alles, und warum das auch nicht.
Er wird es schon verstehen, dachte Angie. "Was wolltest du? Was ist denn los?",
Shane sah sie besorgt an. "Nichts, ist schon okay, ich habe nur überlegt,
ob es gut wäre, dir das zu erzählen." "Warum solltest du es mir denn
nicht erzählen?" "Weil ich nicht möchte, dass du dir Vorwürfe
oder Sorgen machst und das habe ich noch nie jemandem erzählt, es weiß
nur Nina." "Schatz, ich habe es dir vorhin schon gesagt, du musst mir nichts
erzählen, was du nicht willst!" "Ich will es dir ja erzählen, aber
ich habe einfach Angst! Außerdem will ich keine Geheimnisse vor dir haben.
Ich vertraue dir 100%ig aber ich möchte nicht, dass du dir Sorgen machst."
"Schatz, wenn willst, dann erzähl es mir, wenn du nicht willst, musst du
nicht, ich zwinge dich zu nichts und das hat nichts mit Vertauen zu tun. Du
kannst dir Zeit lassen, ich laufe dir nicht weg, erzähl es mir, wenn du
dazu bereit bist!" "Ich bin bereit! Ich habe dir heute schon so viel erzählt
und du bist der beste Zuhörer, den es gibt!" "Okay, aber wenn du nicht
mehr willst oder so, dann sag es okay?" "Okay! Also, wo fange ich an? Also,
ich hab dich damals schon so sehr geliebt. Ich hab mich in dich verliebt, als
ich dich zum ersten mal gesehen hab. Ich war noch nicht mal Westlife Fan, da
habe ich euch im TV gesehen und hab mich sofort in dich verliebt. Von da an
war ich Westlife Fan, ich habe alles gekauft, was es von euch gegeben hat: Eure
Songs waren für mich einfach nur wunderschön. Ich weiß nicht,
was ohne Westlife aus mir geworden wäre. Doch es war nicht immer leicht.
Ich habe gemerkt, dass ich mich immer mehr in dich verliebe. Ich habe gemerkt,
wie sehr ich mich da reingesteigert habe und keiner konnte mir irgendwie helfen,
ich war in meiner eigenen Welt, wo es nur mich und Westlife gab, hauptsächlich
dich!" Shane hörte zu, er wusste nicht, wo das Gespräch noch hinführte,
aber er wurde unruhig. Was würde ihn noch erwarten? "Wenn ich dich im Fernsehen
sah, wenn du im Interview etwas gesagt hast, hab ich mich immer mehr in dich
verliebt. Ich habe es geliebt, wie du sprichst, wie du deinen Kaugummi kaust,
wie du mit deiner Zunge über deine Lippen fährst, wie du dasitzt,
wie du auf den Boden schaust und eigentlich gar nicht zu hörst, was deine
Bandkollegen sagen. Deine Eckzähne, deine Augen, deine Stimme. Du hast
mich einfach nur verzaubert, ich habe alles an dir geliebt und ich schwöre
dir, dass ich nicht nur den Shane von Westlife geliebt habe, sondern auch den
Shane Filan. Ich liebte deinen Charakter. Und als ich gemerkt habe, als ich
realisiert habe, dass ich niemals mit dir zusammen sein werde, dass du bald
heiratest, dass du mich nicht mal kennst. Als ich das entgültig realisiert
hatte, das war nach der Autogrammstunde. Ich war kurz davor, endlich vor dir
zu stehen, dir endlich alles sagen zu können. Das war mein Traum. Und dann
platzt mein Traum einfach so, wie eine Seifenblase. Ich war am Boden. Niemand
konnte mir helfen, keiner. Ich war völlig alleine. Mit Nina konnte ich
auch noch nicht reden, sie war kein Westlife Fan. Sie hätte das nicht verstanden.
Ich war ganz alleine mit meinem Schmerz, mit meinem Kummer. Ich wusste nicht
ein noch aus. Was sollte ich tun? Ich liebte dich nun mal so sehr, ohne dich
hatte mein Leben keinen Sinn mehr. Ich weinte die ganze Nacht durch, ich war
so fertig, ich konnte nicht in die Schule gehen, am nächsten Tag, meine
Mutter entschuldigte mich. Sie sagte, ich sei krank, was sie auch dachte. Ich
konnte es ihr ja nicht erzählen, ich konnte es niemandem erzählen.
Meine Mutter ging dann wie immer zur Arbeit und ich war alleine zu Hause. Ich
hatte mich einigermaßen beruhigt, doch dann, als ich die Poster angesehen
habe. Du lächeltest mich an. Und ich in meinem Schmerz, sah dich an. Ich
habe das Poster eine stunde oder länger angesehen, dann brach alles aus
mir raus. Ich fing an zu weinen, wie ich noch nie geweint hatte. Ich schrie
alles aus mir heraus. Alles. Ich musste mich fast übergeben, weil ich so
sehr geweint habe. Ich bekam keine Luft mehr, ich dachte der Schmerz frisst
mich auf. Ich wusste nur noch einen Ausweg. Ich wollte mich umbringen. Ich wollte
nicht mehr leben. Ich ging ins Bad und holte eine Rasierklinge. Ich habe mir
unter Tränen die Pulsadern aufgeschnitten, aber genau in dem Augenblick
kam Nina zur Tür rein. Mein Bruder hatte ihr die Tür aufgemacht. Sie
schrie und rannte zu mir. Sie nahm einen Pulli und drückte ihn auf die
Wunde. Dann rannte sie ins Bad und holte einen Verband. Sie verband mir die
Hand. Ich war schon ganz schwach, ich wäre fast eingeschlafen. Für
immer. Aber Nina schrie mich die ganze Zeit an, dass ich nicht einschlafe. Nachdem
sie mir das Handgelenk verbunden hatte, ging es mir nach einiger Zeit wieder
besser. Sie half mir wieder ins Bett. Sie hat mich unter Tränen gefragt,
warum ich das getan hatte. Ich versuchte, ihr das so gut wie möglich zu
erklären, ich war sehr schwach, habe ihr aber alles erzählt. Sie weinte
die ganze Zeit, sie machte sich große Vorwürfe, dass sie mir nicht
geholfen hatte, als ich es am meisten gebraucht hatte. Es war für mich
so schrecklich zu sehen, wie sehr dich meine beste Freundin quälte, nur
wegen mir! Aber sie hat mich verstanden und ich musste ihr versprechen, dass
ich das nie wieder tun würde und sie versprach mir, dass sie von nun an
immer für mich da sein würde, egal was passiert. Meiner Mutter haben
wir nie was davon erzählt, das war unser Geheimnis und ist es immer noch.
Ich wollte es dir nicht erzählen, weil ich Angst hatte, dass du dir Vorwürfe
machst, dass das alles nur wegen dir passiert ist, aber das stimmt nicht. Es
ist passiert, weil ich einfach zu schwach war, dass alles zu akzeptieren und
weil ich einfach in meiner Traumwelt gelebt habe und die Autogrammstunde damals
mich wieder in die Realität zurück geholt und die war für mich
einfach zu hart!" Angie hatte Shane nun alles erzählt. Sie wollte es ihn
niemals erzählen, aber nun, als es raus war, ging es ihr viel besser und
sie fühlte sich erleichtert, doch sie hatte auch Angst, was jetzt kommen
würde. Was würde Shane sagen? Er sagte eine Zeit lang gar nichts.
Angie machte das unruhig, warum sagte er nichts? Sie lag immer noch in Shanes
Armen. "Shane warum sagst du nichts gesagt?" Sie sah zu ihm hoch, was sie da
sah, versetzte ihr einen kleinen Schock. Shane weinte. Tränen liefen ihm
über das Gesicht. Für Angie war das schwer mit an zu sehen. Sie liebte
diesen Mann so sehr, sie konnte es nicht sehen, wenn er weinte. Er hatte ihn
noch nie weinen sehen, außer einmal. Damals im Krankenhaus. Doch dort
hatte er aus Freude geweint. Sie war schuld, dass Shane jetzt weinte. "Shane,
ich wollte das nicht, ich wollte nicht, dass du weinst. Bitte verzeih mir!"
"Ach Angie!" Mehr konnte Shane nicht sagen, aber er drückte Angie so fest
an sich, als hätte Angst, dass jetzt gleich ein großer Wirbelsturm
kommt und ihm Angie wegnimmt. Er hatte sie noch nie so fest umarmt, aber Angie
konnte ihn verstehen. Es war sehr hart, was sie ihm gerade erzählt hatte,
und damals, das war auch eine harte Zeit für sie gewesen. Das war die schlimmste
Zeit in ihrem Leben. Sie wollte sich das Leben nehmen, weil sie Shane von ganzem
Herzen liebte und ohne ihn nicht leben konnte. "Shane bitte sag doch was!" Angie
musste jetzt wissen, was Shane dachte, was er nun von ihr dachte. "Angie, es
tut mir so leid, wenn ich gewusst hätte! Ich meine, ich hatte nie eine
Vorstellung, wie sehr ich geliebt werde. Du wolltest dir das Leben nehmen, weil
du mich so sehr geliebt hast? Du kanntest mich doch nur aus dem Fernsehen!"
"Shane, das hat mir gereicht, um zu wissen, dass ich nur dich liebe und dass
ich alles für dich tun würde!" "Es tut mir so leid, aber glaub mir,
ich liebe dich jetzt, und für immer! Du bist mein ein und alles! Aber warum
hast du so was getan?" "Der Schmerz war einfach zu groß, mein ganze Körper
bestand nur daraus, ich wollte nicht mehr und ich konnte auch nicht mehr! Ich
hatte mal einen schlimmen Alptraum. Ich hab geträumt, dass Westlife ein
Konzert haben und ich stand in der zweiten Reihe und hinter mir stand ein Mädchen,
die zog plötzlich eine Pistole und schoss auf dich. Du bist auf der Bühne
zusammengebrochen und gestorben. Die anderen Jungs standen da und wussten nicht,
was sie tun sollten. Kian war bei dir, er wollte dir noch helfen. Nicky brach
weinend auf der Bühne zusammen. Die Securitys brachten alle Fans nach draußen.
Überall im Fernsehen hat man immer wieder die Szene gesehen, wie du zusammengebrochen
bist. Ich selbst in dem Traum bin dann auch zusammengebrochen, ich wurde ins
Krankenhaus gebracht. Ich bin dann schweißgebadet aufgewacht und hab geweint,
weil ich solche Angst hatte, dass das wirklich mal passiert. Ja und das einzige,
was mir damals geholfen hat, dass ich einigermaßen normal weiterleben
konnte, war der Gedanke, dass es dir und den anderen gut geht und dass so was
nie passieren wird. Ich hatte solche Angst um dich und ich habe immer noch Angst!"
"Vor was hast du Angst?" "Ich habe Angst, dass dir was passiert, dass du mir
weggenommen wirst, dass ich wieder alleine bin!" "Angie, ich lasse dich nie
wieder alleine. Ich liebe dich so sehr, weißt du das?" "Ich liebe dich
auch, Shane, ich würde für dich alles tun, ich würde für
dich sterben. Hauptsache es geht dir gut." "Angie, sag so was nie wieder! Wenn
du für mich sterben würdest, was wird dann aus mir? Ohne dich kann
ich nicht mehr leben, ohne dich, bin ich nichts!" Angie kuschelte sich ganz
nah an Shane, so lagen sie da und sagten kein Wort. Das liebte Angie so an Shane.
Sie konnte mit ihm über alles reden, sie konnte ihm alles anvertrauen,
aber sie verstanden sich auch ohne Worte. Shane war ihre große Liebe,
und das wusste sie. Sie hatte sich jetzt endlich alles von der Seele geredet
und hatte Shane alles erzählt. Jetzt ging es ihr besser und sie konnte
beruhigt an Shane gekuschelt einschlafen. Doch Shane war noch wach. Er konnte
noch nicht einschlafen. Er hörte Angie gleichmäßig atmen und
strich ihr sanft über das Haar. Er dachte über all das nach, was Angie
ihm vorhin erzählt hatte. Das alles hatte ihn sehr geschockt. Angie wollte
sich wegen ihm umbringen, sie hat wegen ihm ihre Familie und Freunde verlassen.
Er wusste nun, dass sie es gerne getan hatte und nichts bereute, doch das alles
berührte ihn so sehr, dass er noch nicht schlafen konnte. Er dachte über
all das nach, was Angie ihm gerade erzählt hatte. Angie hatte noch nie
so viel über sich und ihr früheres Leben erzählt. Er wusste eigentlich
nicht viel über sie, aber was er wusste, reichte ihm. Er wusste, dass sie
ihn über alles liebte und dass sie mit ihm für immer zusammen sein
wollte. Doch er konnte nicht begreifen, dass sie sich wegen ihm, ja wegen ihm
das Leben nehmen wollte. Sie liebte ihn so sehr. Er war einerseits glücklich,
doch andererseits auch beunruhigt. War sie so labil? Musste er sich Sorgen um
sie machen? Angie wollte es ihm nicht erzählen, weil sie Angst hatte, dass
er sich Vorwürfe oder Sorgen machen würde. Und sie hatte recht. Er
machte sich wirklich Sorgen und natürlich auch Vorwürfe. Er dachte
an die Autogrammstunde, bei der Angie gewesen war. Natürlich konnte er
sich nicht an Angie erinnern, er hatte sie ja nur flüchtig gesehen, aber
er dachte darüber nach, warum er ihr nicht doch noch ein Autogramm gegeben
hatte. Warum ist er einfach gegangen, ohne auf sie zu achten? Ohne zu sehen,
wie es ihr geht? Warum bin ich so blind, warum hab ich nicht gesehen, wie schlecht
es ihr wegen mir geht? Nur ich bin schuld! Immer wieder dachte er daran. Er
hatte Angie versprochen, sich keine Vorwürfe zu machen, aber er konnte
nicht anders, er kam von dem Gedanken nicht los, dass er schuld ist, an dem
Selbstmordversuch von Angie, von der Person, die er am meisten liebte. Er kam
nicht davon los, dass er sie nie kennen gelernt hätte, nur durch seine
eigene Schuld. Er dachte an Nina, der er eigentlich seine Angie verdankte. Sie
hat sie gerettet. Er musste am nächsten Tag mit ihr telefonieren. Er musste
sich bei ihr bedanken. Bei dem ersten Gedanken kam er sich ein bisschen blöd
vor. Er wollte Nina für was danken, was schon so lange her ist, aber nach
längerem Überlegen, entschied er sich dafür, sie am nächsten
anzurufen, wenn er Zeit dazu finden würde. Angie darf davon natürlich
nichts erfahren, sagte er sich und ob er mit den anderen reden würde, das
wusste er noch nicht. Aber Shane war sich sicher, dass er alleine mit dieser
Situation nicht fertig werden würde. Sein Kopf war voll, er wusste nicht,
an was er zuerst denken sollte. Er musste morgen nach Dublin fliegen und mit
seinen Bandkollegen das neue Album und die neue Single vorstellen, er musste
Mark mit seinem Liebeskummer helfen, er musste Angie helfen. Sie war immer noch
krank und dann noch das. Mit diesen ganzen Gedanken schlief auch er dann endlich
ein.
Am nächsten Tag wurden sie wie immer von Louis aufgeweckt. Er rief immer
in allen Zimmern an und warf sie aus dem Bett. Shane wachte auf und wollte Angie
guten Morgen sagen. Er drehte sich auf die Seite, doch sie war leer. Auch das
Bett war nicht mehr warm, sie war also schon länger wach. Ihre Anziehsachen
waren weg, ihr Mantel und ihre Schuhe auch. Shane sprang aus dem Bett und sah
im Bad nach. Dort war sie nicht. Er rief bei Kian im Zimmer an. "Kian, weißt
du, wo Angie ist? Sie ist weg!" "Nein ich hab sie heute noch nicht gesehen,
aber was heißt, sie ist weg?" "Ja sie ist nicht mehr da, ich bin aufgewacht
und sie war nicht da, ihre Schuhe und ihr Mantel sind auch nicht da!" "Ich helf
dir gleich, sie zu suchen, aber hast du die anderen schon gefragt?" "Nein noch
nicht, das mach ich jetzt!" "Okay, ich ruf Mark an, und du Bryan und Nicky,
das geht schneller okay?" "Okay!" Shane legte gleich auf und rief die anderen
beiden an. Doch auch sie wussten nicht, wo Angie steckte. Shane bekam langsam
Panik. Das hatte sie noch nie gemacht, einfach aufstehen und irgendwo hin gehen,
ohne ihm bescheid zu sagen, und dann auch noch in einer fremden Stadt. Er zog
sich an und ging sofort zu Louis, sie konnten doch nicht nach Dublin fliegen,
wenn Angie verschwunden war. Er klopfte an seine Tür. "Herein!" "Louis,
Angie ist verschwunden!" Shane kam in das Zimmer geplatzt. "Was heißt
verschwunden, sie war doch gestern noch bei dir?" "Ja war sie, aber als ich
vorhin aufgewacht bin, war sie weg! Ihre Anziehsachen, ihre Schuhe, Ihr Mantel,
alles ist weg." "Aber ihr Koffer ist noch da?" "Ja das ist schon noch alles
da, aber es heißt, dass sie nicht im Hotel ist! Sie war doch noch nie
in Birmingham, sie kennt sich hier nicht aus, was soll ich denn machen?" "Hast
du sie schon mal auf dem Handy angerufen?" "Nein, oh man, was bin ich für
ein Idiot? Darauf brauchst du jetzt nicht antworten!", sagte Shane zu Louis.
Shane nahm sein Handy heraus und rief sofort auf Angies Handy an, aber es ging
nur die Mailbox hin. "Scheiße, was mach ich denn jetzt?" "Hast du keine
Ahnung, wo sie sein könnte? Habt ihr euch gestritten? Hat sie Sorgen?"
"Ich weiß nicht, wo sie sein könnte und wir haben uns nicht gestritten
und sie hat auch keine..!" Dort hielt er inne. Hatte Angie wegen gestern Abend
Sorgen? Machte sie sich Vorwürfe und ist deshalb rausgegangen? Ist sie
in der Stadt umhergelaufen und kennt sich nun nicht mehr aus und weiß
nicht, wo sie hin soll? War ihr was zugestoßen? "Shane was hast du?" "Nichts
ist schon okay, aber ich weiß nicht, wo sie sein könnte, ich mach
mir große Sorgen." Da klopfte es an der Tür und die anderen kamen
ins Zimmer. "Shane, hast du schon was von ihr gehört?", fragte Nicky. "Nein
ich hab keine Ahnung wo sie sein könnte!" "Aber so was hat sie doch noch
nie gemacht, einfach so weggehen, ohne wenigstens einem von uns bescheid zu
sagen!" "Ja ich weiß, und sie kennt sich hier doch nicht aus, was ist,
wenn ihr was passiert ist? "Jetzt mal nicht den Teufel an die Wand Shane! Wir
werden sie jetzt suchen gehen und ich verspreche, dass wir sie finden werden.
Sorry, Louis, aber dann fliegen wir eben einen Tag später nach Dublin,
aber das geht vor!", sagte Bryan. "Bryan, ich versteh euch doch, glaubst du
im ernst, dass ich jetzt einfach so ohne Angie nach Dublin geflogen wäre?
Glaubst du, ich mache mir keine Sorgen?" Das überraschte Bryan jetzt sehr.
"Danke Louis!" Sie gingen alle nach unten in die Eingangshalle. Sie hatten alle
eine Kappe und Sonnenbrille auf, damit man sie nicht erkannte, aber die Fans
waren eh schon weg. Alle dachten, sie sind schon am Flughafen. Sie teilten sich
auf. Bryan und Nicky wollten die Innenstadt absuchen. Mark wollte sich in der
Nähe vom Hotel umschauen. Kian im Park. Und Shane wollte die ganzen Krankenhäuser
und Cafés und so weiter abklappern. "Shane wollen wir nicht lieber zusammen
gehen, ich glaube, du packst das alleine nicht, du siehst schon so blass aus!"
Kian machte sich auch Sorgen um Shane. Shane war außer sich vor Sorge.
Warum war Angie einfach so gegangen? Ohne ihm was zu sagen? Wo wollte sie hin?
"Ja okay, wenn du willst!" Shane war es egal, er wollte sie einfach so schnell
wie möglich finden. "Komm wir fahren jetzt in den park und fangen dort
an ja?" "Okay!" Sie stiegen in die Mietwagen, die sie sich besorgt hatten und
fuhren zum Park. Kian und Shane stiegen aus und liefen in den Park hinein. Sie
liefen ein Stück, bis sie dann beschlossen, sich zu trennen. Kian sollte
nach links gehen und Shane nach rechts. In einer halben Stunde würden sie
sich wieder treffen. "Wenn ich was sehe, ruf ich dich auf dem Handy an okay?",
rief Kian Shane hinterher. "Okay!" Shane rannte in den Park. Er sah überall
nach. Er lief und lief. Doch er fand sie nicht. Sie war nirgends zu sehen. Nach
einer halben Stunde traf er sich wieder mit Kian. Er hatte sie auch nicht gefunden.
Sie fuhren wieder mit dem Auto in die Stadt hinein. Wo sollten sie als nächstes
schauen? "Schauen wir mal in dem Café nach, vielleicht wollte sie einfach
nur mal in Ruhe nachdenken oder so! Habt ihr euch gestritten?" "Nein haben wir
nicht! Sie hat mir gestern was erzählt, was sehr schlimmes, das hat mich
ziemlich geschockt. Sie wollte es mir eigentlich nicht erzählen, aber gestern
hat sie es dann doch gemacht. Sie hatte Angst, dass ich mir Vorwürfe mache,
deswegen wollte sie es mir nicht erzählen. Ja und heute in der Früh
war sie einfach weg!" "Was hat sie dir denn erzählt?" "Das soll sie euch
selber erzählen, ich weiß nicht, ob sie das will, es ist wirklich
sehr schlimm für sie gewesen. Komm, halt hier an, hier können wir
parken!" Kian hielt an und die beiden gingen in das Café. Sie sahen sich
um und merkten bald, dass Angie hier nicht war. Sie wollten schon wieder gehen,
als Shane hörte, wie sich zwei junge Mädchen unterhielten, die an
der Bar saßen. "warst du schon mal an diesem herrlichen See, der hinter
der Cork Street ist? Der ist wunderschön!" "Nein da war ich noch nicht,
aber ich glaube, denn werde ich mir mal ansehen...!" "Ich glaube, ich weiß,
wo sie ist!", sagte Shane. "Wo?" "An dem See, hast du die zwei Mädchen
reden gehört?" "Ja, aber warum sollte sie gerade dort sein?" "ich war mit
ihr schon mal an dem See, der bei uns in der Nähe ist, wir sind dort hingeritten
und sie hat mir dort erzählt, dass sie früher immer an ihren See gegangen
ist, wenn es ihr schlecht ging. Sie saß am Ufer und dachte nach, das hat
ihr immer geholfen! Es kann doch sein, dass sie nicht schlafen konnte und aufgestanden
ist. Dann hat sie auf der Stadtkarte nachgesehen und gesehen, dass hier in der
Nähe ein See ist. Wie ich sie kenne, ist sie sofort dorthin gefahren und
hat völlig die Zeit vergessen!" "Okay, worauf warten wir noch?" Sie stiegen
in das Auto und fuhren sofort zu dem See. Shane sprang aus dem Auto und lief
sofort zum Ufer. Es hatte angefangen zu regnen. Der See war wunderschön.
Auch hier wuchsen viele Blumen und Kräuter. Niemand war am See. Bis auf
eine kleine Gestalt, die zusammengekauert am Ufer saß. Shane erkannte
sie sofort. Ihm fiel ein Stein vom Herzen, als er sie sah. "ANGIE!" Er schrie
und lief auf sie zu. Sie drehte sich um und stand auf. Angie hatte geweint.
Sie hatte rote und verquollene Augen. Aber sie war unendlich glücklich,
Shane zu sehen. Sie rannte auf ihn zu und fiel in seine Arme. "Shane!" Sie lehnte
sich an seine Schulter und begann jetzt heftig zu schluchzen. Sie weinte, wie
sie schon lange nicht mehr geweint hatte. Sie wusste nicht warum, aber sie konnte
nicht anders. Es war ihr einfach zu viel geworden. "Angie, was ist denn los
mit dir?" Shane war erschrocken, als Angie plötzlich anfing zu weinen.
"Shane, es tut mir so leid!" Shane hatte sie immer noch umarmt und Angie löste
sich auch nicht von ihm. Kian, der gesehen hatte, was passiert war, ging langsam
wieder zum Auto. Er wollte die Zwei erst mal alleine lassen. "Es tut mir so
leid, dass ich dir so große Sorgen bereitet habe! Wie kann ich das wieder
gut machen?" "Woher weißt du das, ich habe dir doch gar nichts erzählt?"
"Du hast unruhig geschlafen, du hast im Schlaf geredet. Das tust du sonst nie.
Du hast gerufen. Angie, bitte nicht, tu das nicht, lass mich nicht im Stich!
Ich wusste, dass du dir Sorgen machen würdest, aber dass es dir danach
so schlecht geht, das wusste ich nicht und wollte ich auch nicht! Deshalb bin
ich aufgestanden und bin hierher gekommen. Ich saß hier am Ufer und habe
geweint. Ich wollte dir keinen Kummer machen!" "Schatz, ich habe mir Sorgen
gemacht, ja, aber das ist doch nicht so schlimm. Ich bin vorhin 1000 Tode gestorben,
als ich aufgewacht bin, und du nicht da warst. Ich dachte, du bist weg und...!"
"Shane ich würde dich nie verlassen. NIE!" "Ich weiß, aber ich hatte
solche Angst!" Auch Shane hatte Tränen in den Augen. "Bitte, mach das nie
wieder!" "Versprochen, es tut mir leid!" "Ist schon okay, und bitte denk dran,
ich bin so glücklich mit dir und wenn es dir schlecht geht, dann red mit
mir! Ich will nicht, dass es dir schlecht geht und ich dir nicht helfen kann.
Es ist egal, was ist, ich höre dir immer zu! Ich liebe dich!" "Ich dich
auch!" Shane sah Angie tief in die Augen und sie küssten sich endlich.
Angie liefen immer noch Tränen über die Wangen, aber sie war erleichtert.
Jetzt erst merkte sie, wie sehr sie fror. Sie zitterte richtig und ihre Zähne
klapperten. "Angie, du zitterst ja, hier nimm meine Jacke." Shane zog seine
Jacke aus und gab sie ihr. Sie wickelte sich in die Jacke ein uns sog Shanes
Geruch ein. Er roch so gut. Sie liebte seinen Geruch. Angie nahm seine Hand
und sie gingen zum Auto, wo Kian auf sie wartete. "Na, das verlorene Schaf wieder
eingefangen?", grinste Kian. "Ja genau!", Shane grinste auch. "Hast du die anderen
schon angerufen?", fragte Shane. "Nein habe ich noch nicht, habe ich total vergessen."
"Warum die anderen?" "Weil die gesamte Band + Louis Walsh in ganz Birmingham
nach dir sucht." "Wirklich?" Angie wurde rot. "Ja wirklich und ich ruf sie jetzt
schnell an!" Kian nahm sein Handy und rief erst Nicky an, der war ja mit Bryan
unterwegs. "Nix, hier ist Kian, wir haben sie gefunden!" "Wirklich? Na Gott
sei Dank! Geht es ihr gut, wo war sie denn?" "Sie war an einem See. Shane kam
auf die Idee, dass sie hier sein könnte. Es geht ihr gut, bis auf das,
dass die Lady hier mit einem dünnen Jeansmantel an einem See saß
und es auch noch regnet und sie gerade eine schwere Grippe hatte." Angie wurde
noch röter im Gesicht und versteckte sich hinter Shane. "Da gibt es dann
aber noch Ärger mit mir, das kannst du ihr ausrichten!" "Werde ich machen,
Nix, sagst du den anderen bescheid? Ich würde sagen, wir treffen uns am
Hotel und fahren dann zusammen zum Flughafen." "Okay mach ich. Dann bis später!"
Nicky legte auf und Bryan löcherte ihn sofort mit Fragen. "Wo ist sie?
Wie geht’s ihr?" "Sie ist bei Shane, die zwei haben sie an einem See gefunden,
es geht ihr ganz gut, bis auf das, dass sie mit ihrem dünnen Mäntelchen
an einem See gesessen hat, noch dazu auf dem Boden und Regen!" "Da muss ich
dann noch ein Hühnchen mit ihr rupfen!" "Ja ich auch, aber ich muss jetzt
erst mal den anderen bescheid sagen."
Eine Stunde später warten alle wieder im Hotel eingetroffen und Angie hatte
schon eine Tasse heißen Tee in der Hand. "Was ist eigentlich passiert,
dass du einfach gegangen bist, ohne uns was zu sagen?" , fragte Nicky. "Das
ist eine lange Geschichte, die erzähle ich euch, wenn ihr wieder Urlaub
habt okay?" "Okay!" Damit gaben sich die anderen erst einmal zufrieden, sie
wollten Angie zu nichts drängen.
Shane hatte beschlossen, dass Angie erst mal nach Hause fährt und dass
er dann nachkommen würde, wenn die Promotion vorbei wäre. Die dauerte
nur ungefähr 4 Tage. Angie hatte sich erst gewehrt, doch dann war sie einverstanden.
Sie musste sich endlich mal ausruhen und richtig auskurieren. Shanes Eltern
waren informiert und sie hatten versprochen, Angie vom Flughafen in Dublin anzuholen,
da Shane nicht so viel Zeit hatte. Sie waren eh schon zu spät dran, wegen
der großen Suchaktion. Am Nachmittag kamen sie in Dublin an und Shane
sah seine Eltern schon. "So mein Schatz, jetzt heißt es Abschied nehmen,
aber es ist ja nicht für lange!" "Nicht lange? Ohne dich wird es zur Ewigkeit!"
"Ich weiß, aber ich komme gleich zu dir, wenn alles vorbei ist okay?"
"Das will ich auch hoffen!" "Ich liebe dich!" "Ich dich auch!" Sie küssten
sich ein letztes mal und Angie ging dann mit Mae und Peter zum Auto. Sie drehte
sich noch mal zu Shane um und eine Träne lief ihr die Wange hinunter.
Als Angie und Shanes Eltern im Auto saßen und Richtung Sligo saßen,
sagte Mae dann: "Und Angie, wie war es denn, erzähl doch mal?" Sie wollte
die Stille brechen, die im Auto herrschte. Shane hatte ihr am Telefon schon
erzählt, was passiert war. "Es war total interessant, den Jungs bei der
Arbeit zu zuschauen, aber das wär nichts für mich!" "Wieso denn nicht?"
"Weil das viel zu anstrengend für mich wäre und wie ich Shane schon
gesagt habe, wäre ich den Journalisten schon längst an die Gurgel
gesprungen, wenn dir mir dauernd die selben Fragen stellen würden!" "Ja
aber das verlangt nun mal der Job von einem!" "Genau das hat Shane auch gesagt!"
Sie grinsten beide. Mae wollte nicht schon wieder etwas fragen, deshalb ließ
sie es sein und Angie schlief dann auch bald auf dem Rücksitz ein. Als
sie am Abend in Sligo ankamen, war es schon dunkel und Angie schlief immer noch
tief und fest. Peter hob sie vorsichtig aus dem Auto und trug sie in ihr Zimmer.
Er legte sie aufs Bett und deckte sie zu. Angie schlief seelenruhig weiter.
Sie war so müde und erschöpft, dass sie bis spät in den nächsten
Tag hineinschlief. Sie wachte erst um 14 Uhr ein und ging dann auch nach Unten.
Shanes Mum war in der Küche und hatte einen Kuchen gebacken. "Ach auch
ausgeschlafen?" "Ja ich denke schon, ich war so müde!" "Ja das haben wir
gemerkt, aber es tut dir mal gut, endlich mal wieder auszuschlafen. Shane hätte
dich nicht mitnehmen sollen, er hätte wissen müssen, das es zuviel
für dich wird." "Nein, ich wollte doch unbedingt mit, ich habe ihn die
ganze Zeit angebettelt. Ich halte es doch keine Minute ohne meinen Shane aus.
Ich weiß gar nicht, wie ich die nächsten 4 Tage aushalten soll."
Angie vermisste Shane wirklich sehr. Sie war heute aufgewacht und hatte Shane
nicht neben sich liegen gesehen. Seine Seite war noch total unbenutzt und sie
war völlig alleine. Sie vermisste ihn sehr. "Ich werde dich ablenken, Denise
hat doch heute Geburtstag und morgen könntet ihr zwei doch mal Einkaufen
gehen, nach Dublin oder so!" "Was sie hat heute Geburtstag? Das wusste ich doch
gar nicht, jetzt habe ich gar kein Geschenk für sie!" "Ach das macht doch
nichts. Denise hat sie noch nie besonders viel aus Geschenken gemacht, sie ist
einfach nur glücklich, dass du da bist, ich glaube, das ist das wichtigste.
Wenn schon Shane nicht da sein kann, aber er ist wirklich so selten da." Mae
hatte einen traurigen Ausdruck in den Augen. "Mae, glaub mir, Shane wäre
bestimmt gerne hier, aber was glaubst du, wie glücklich er ist, dass es
mit der Band so gut läuft? Singen ist sein Leben, ich weiß gar nicht,
was er ohne seine Band wäre. Er ist so glücklich, das ist das, was
er schon immer machen wollte." "Ich weiß und ich freue mich wahnsinnig
für ihn, ich bin ja auch eigentlich schuld. Ich habe Louis Walsh die ganze
Zeit angerufen und ihn voll gelabert, dass ich einen Sohn habe, der eine Band
hat und er soll sie doch mal vorsingen lassen!" "Ja ich weiß, ich hab
ja früher alles gelesen, was mit Westlife zu tun hatte." "Aber ich vermisse
ihn trotzdem so sehr. Was glaubst du, wo er gerade ist und was er macht?" "Ich
weiß nicht, aber ruf ihn doch an!" "Das ist eine gute Idee, ich vermisse
ihn so!" Angie ging nach oben, nahm ihr Handy und wählte Shanes Nummer.
"Shane Filan?" Shane meldete sich an seinem Handy und klang sehr genervt. "HI
mein Schatz, na wie geht’s dir? Stör ich?" "Angie, hallo mein Schatz, du
störst doch nicht, ich dachte nur, es ist wieder Louis, der mir sagen will,
dass ich andere Schuhe anziehen soll!" "Nein, ich bin es und ich vermisse dich
so, was machst du gerade?" "Ich sitze mit den anderen grade im Van, wir fahren
zu einem Interview in Glasgow!" "In Glasgow? Das ist ja so weit weg!" "Ich weiß,
ich wäre am liebsten bei dir!" "Ja ich auch bei dir, ich weiß gar
nicht, wie ich es aushalten soll! Aber die nächsten zwei Tage bekomme ich
ein Ablenkungsprogramm!" "Was denn für eins?" "Denise hat heute Geburtstag
und da feiern wir ein bisschen und.." "Ach stimmt, Denise hat heute Geburtstag,
sag ihr alles alles gute von mir okay?" "Mach ich! Sie wird sich bestimmt freuen!
Und wann du kommst du denn wieder?" "Ich hab dir doch gesagt, dass es ungefähr
4 Tage dauert, also ich komm so am Sonntag nach Hause, dann haben 2 Tage frei
und dann müssen wir wieder weg, aber da kannst du mit, wenn du willst,
aber das erzähle ich dir, wenn ich wieder da bin, und was hast du morgen
vor?" "Ich fahre mit Denise morgen nach Dublin, wir wollen shoppen gehen, ich
muss mir was hübsches kaufen." "Für was denn, du bist doch schon hübsch
genug!" "Aber ich will für dich am Sonntag ganz toll aussehen, hast du
Angst um dein Vermögen?" "Nein eigentlich, du kannst meinetwegen alles
ausgeben, solange ich dich habe, ist mir das egal!" "Du bist so süß
mein Schatz, weißt du das?" "Ja weiß ich, nein Spaß beiseite,
Mark wollte noch kurz mit dir sprechen." "Okay, aber ich will mich dann von
dir noch verabschieden ja?" "Okay!" Shane gab das Handy an Mark weiter. "Hi
Angie, na wie geht’s dir?" "Mir geht’s ganz gut, aber was wolltest du denn von
mir?" "Ich wollte dich fragen, ob du vielleicht mal mit Amy telefonieren kannst?
Sie kommt doch auch aus Deutschland und an Weihnachten zieht sie zu mir und
ich glaube, sie fühlt sich ein bisschen alleine dann, also halt ohne ihre
Freunde und so und ich dachte du kannst ihr da vielleicht ein bisschen die Angst
nehmen?" "Klar kann ich das machen, wir sind ja so etwa im selben Alter oder?"
"Ja, sie hat im Januar Geburtstag, da wird sie 17!" "Ja da bin ich ein bisschen
älter, aber nur ein bisschen, ich ruf sie später an, kannst du mir
ihre Nummer geben?" "Klaro!" Mark gab Angie Amys Nummer. "Danke Angie, dass
du das machst!" "Kein Problem, mach ich doch gerne, sie ist bestimmt super nett,
dann hab ich hier auch eine Freundin mehr, das wird bestimmt witzig, wenn wir
dann alle zusammen feiern gehen." "Ja das glaube ich auch, sie ist wirklich
eine ganz liebe und ihr Humor und ihr..." "Mark ich weiß, ich werde sie
dann anrufen okay?" "okay!" Mark war das peinlich, die ganze Zeit schwärmte
er von seiner Amy und merkte es nicht einmal. "Gibst du mir dann Shane noch
mal?" "Okay, bye Angie und vielen Dank!" "Kein Problem, bye Mark!" "Angie?"
"Ja, was denn mein Schatz?" "Ich muss dann leider wieder aufhören! Wir
sind am Flughafen!" "Wo fliegt ihr denn jetzt hin?" "Wir fliegen jetzt nach
Belfast. Da haben wir einen Auftritt!" "Okay mein Schatz, ich wünsch dir
viel Glück, aber du schaffst das schon!" "Okay also dann machs gut, ich
ruf dich heute abend noch mal an!" "Mach das, ich freu mich schon!" "Ich mich
auch, Ich liebe dich!" "Ich dich auch, KUSS!" "Kuss zurück!" Dann legte
Shane auf und Angie stand vom Bett auf und ging nach unten. Denise war gekommen.
"Happy Birthday Denise!" Angie umarmte die und gab ihr ein kleinen Kuss auf
die Wange. "Danke Angie, das ist echt lieb!" "Aber ich hab kein Geschenk für
dich, ich habe heute erst erfahren, dass du Geburtstag hast!" "Das macht doch
nichts, ich hatte auch kein Geschenk für dich." "okay, ach ich soll dir
noch ganz liebe Grüße von Shane ausrichten und es tut ihm sehr leid,
dass er nicht hier sein kann, aber er ist grad mit seinen Jungs auf Promo. Kennst
das ja!" "Ja kenn ich, meinen kleinen Bruder bekomme ich kaum noch Gesicht,
aber er hat es verdient. Er hat sich seinen Traum erfüllt und ich bin ganz
stolz auf ihn." "Ja ich auch und er kann so froh sein, dass er so eine tolle
Familie hat, die so hinter ihm steht!" "Wollt ihr jetzt ein Stück Kuchen
essen?" Mae steckte den Kopf durch die Küchentür. Die Zwei standen
immer noch im Hausgang. "Ja gerne!" Beide gingen ins Wohnzimmer und setzten
sich auf das Sofa. Sie aßen alle ein Stück Kuchen und quatschten
über alles mögliche. Dann fiel Angie doch ein Geschenk für Denise
ein. Sie würde ein kleines Geburtstagsständchen für sie singen.
"Denise, ich habe doch ein kleines Geschenk für dich!" "Was denn?" Angie
stand auf und fing an, Happy Birthday, erst auch Englisch, dann auf Deutsch
und dann auch noch auf Französisch zu singen. "Das war einfach toll, vielen
Dank Angie!" Denise umarmte Angie und sie war total gerührt. "Das hat Shane
auch immer gemacht, wenn ich Geburtstag hatte, aber du kannst es genauso gut!"
"Nein kann ich nicht, keiner kann so toll singen, wie Shane!" "Das würde
ich nicht sagen!" Denise grinste und Angie wurde rot. "Ach hast du eigentlich
Lust, mit mir Morgen nach Dublin zu fahren und einkaufen?" "Klar, wenn du Lust
hast, ich kenne da ein Paar gute Läden, aber mein Auto ist in der Werkstadt!"
"Ach dann nehmen wir Shanes Auto!" "Angie, spinnst du? Der killt mich, wenn
ich sein Auto nehme!" "Aber mich nicht!" Angie grinste hinterhältig und
dann musste auch Denise lachen. "Shane kann dir nichts abschlagen stimmts?"
"Stimmt!" "Okay, dann morgen um eins?" "okay, dann sehen wir uns morgen, weil
ich muss dann noch nach oben, ich hab Mark versprochen, dass ich noch seine
Freundin anrufe!" "Warum musst du seine Freundin anrufen? Und seit wann hat
Mark denn eine Freundin?", fragte Denise. "Er hat eine Freundin seit ungefähr
einer Woche, und ich hab ihm versprochen, dass ich sie anrufe, weil sie auch
aus Deutschland kommt und sie an Weihnachten zu Mark zieht, aber er hat Angst,
dass sie sich dann ein bisschen fremd fühlt, ich meine in einem fremden
Land, wo man eigentlich nur einen hat, den man wirklich kennt. Das ist schon
schwer, und deshalb ruf ich sie dann an." "Das ist aber süß von dir,
du bist wirklich ein Engel!" "Ach Quatsch, das würde doch jeder tun!" "Nein,
nicht jeder!" "Also, ich geh dann mal nach oben!" Angie ging in ihr Zimmer und
nahm ihr Handy. Sie wählte die Nummer von Amys Handy. "Amy hier?" "Hi Amy,
ich bins Angie, kennst mich noch?" "Ja.. äh hi, wie geht’s ?" "Ganz gut
und dir?" "Auch gut, wieso rufst du mich denn an?" "Weil Mark mich drum gebeten
hat, aber sags ihm bitte nicht, dass ich es dir gesagt habe okay!" "Okay, aber
warum hat er dich darum gebeten?" " Naja er hat mir erzählt, dass du an
Weihnachten zu ihm ziehst und dass es dann für dich vielleicht schwer wird,
dich einzuleben, hier ohne deine ganzen Freunde und halt in einem ganz anderen
Land!" "Ja ich weiß, das wird schon schwierig, aber ich würde alles
tun, um bei Mark zu sein !" "Mir geht es da genauso, wenn ich dir die ganze
Geschichte erzählen würde, wie ich und Shane zusammengekommen sind,
das würde ewig dauern. "Also wenn du willst, kannst du sie mir ruhig erzählen,
ich bin sehr neugierig." "Aber es gab eingie Turbulenzen!" "Ja? Erzähl,
ich will alles wissen!" "Okay, also wie du weißt, komm ich ja auch aus
Deutschland!" "Stimmt, woher denn eigentlich genau?" "Ich komm aus der Nähe
von München, ich war dieses Jahr auf einem Konzert von Westlife in München!"
"Hey, ich auch, ich wohne auch in er Nähe von München!" "Hey, das
ist ja cool! Naja auf jeden Fall war ich auf dem Konzert und als sie mein absolutes
Lieblingslied gespielt haben, Tonight, da konnte ich nicht anders und habe so
angefangen zu heulen, aber das kennst du ja sicher!" "Ja klar kenn ich das,
bei mir ist es bei Flying without wings so schlimm. Da heule ich immer, okay,
sorry, erzähl weiter!" "Ja und genau in dem Augenblick als ich so geheult
habe, hat Shane mich angesehen. Er hat mich ganz lange angesehen, und ihm tat
das so weh, dass ich heule, da ist er einfach von der Bühne gesprungen
und hat mich umarmt!" "DAS HABE ICH GESEHEN! Ich stand fast daneben, das warst
du????" "Ja das war ich, ich war so fertig ich meine, das hast du ja gesehen.
Nach dem Konzert waren wir dann vor der Halle und ich und meine Freundin hatten
keine Ahnung, wo wir schlafen sollten, weil ich bin von Zu Hause abgehauen,
weil meine Mutter mir das Konzert nicht erlaubt hatte!" "Du bist echt abgehauen?
Wegen Westlife?" "Das war eigentlich noch gar nichts, da kommt noch was ganz
anderes, aber alles nach der Reihe. Ja dann standen wir vor der Halle und haben
uns dann einfach unter ein Dach gesetzt, hinter uns war eine alte Tür,
aber wir dachten, dass da eh keiner mehr durchgeht, da hatten wir uns getäuscht.
Das war der Hinterausgang. Nach einer halben Stunde kamen Westlife dann raus!"
"ECHT? Ich wäre gestorben!" "Bin ich dann auch, weil sie kamen nämlich
wieder genau zu dem Zeitpunkt, wo ich so geheult habe. Das können die richtig
gut. Nina, also meine Freundin hat ihnen das dann erklärt, warum wir hier
saßen und dass kein Zug mehr nach Hause fährt, erst wieder am nächsten
Tag in der Früh, da hat Kian zu uns gesagt, wir können bei ihnen im
Bus pennen, na ja gepennt haben wir nicht viel. Wir haben die ganze Nacht geredet
und dann sind wir in der Früh nach Hause gefahren. Das war so geil, aber
ich hab so geheult, weil ich Shane so nahe war und er sich nicht in mich verliebt
hatte. Ich liebte und liebe ihn immer noch so sehr." "Und was ist dann passiert?"
Amy war atemlos vor Spannung. "Dann kam ich nach Hause und meine Mutter hatte
sich natürlich riesen Sorgen gemacht, aber anstatt sich zu freuen, dass
ich wieder da bin, hat sie mich ins Gesicht geschlagen und mich angebrüllt.
Ich bin hoch in mein Zimmer gerannt und dann hat mir der Schlag getroffen!"
"Wieso was war denn?" "Meine Mutter hatte alle meine Westlife Sachen weggeschmissen,
alles, meine Poster, meine CD’s, einfach alles!" "OH mein Gott, ich wäre
meiner Mutter an die Gurgel gesprungen!" "Ja wäre ich auch fast, aber ich
hab einfach meine Sachen gepackt und bin entgültig abgehauen, und zwar
wieder zurück nach München!" "Aber was hast du in München gemacht?"
"Ich bin zum Flughafen und habe mir ein Flug nach Sligo gebucht, das Flugzeug
startete auch am selben Tag und ich bin rüber geflogen!" "Du bist nach
Irland abgehauen?" "Ja bin ich, und im Flugzeug saßen Westlife!" "NEIN!"
"Doch, und ich habe die ganze Zeit mit ihnen geredet. Weil das war so, ich hatte
einen Flug in der Zweiten Klasse, aber mein Sitz wurde zwei mal gebucht und
es war kein Platz mehr frei, deswegen hat die Stewardess in der 1. Klasse nachgefragt,
ob da noch Platz wäre, weil die Erste Klasse, war ganz reserviert, für
Westlife, aber ich hatte ja jetzt kein Platz, weil die am Flughafen scheiße
gebaut hatten, deswegen durfte ich dann in die 1. Klasse und da saßen
sie!" "Is ja geil und dann?" "Ja ich saß mit ihnen im Flugzeug, hab mit
Kerry geredet und hab ganz lange mit Molly gespielt!" "Hast du ihnen gesagt,
dass du abgehauen bist, wegen ihnen?" "Nein hab ich nicht, die hätten mich
sofort wieder zurück geschickt! Ich bin dann ausgestiegen, hab mich versteckt
und habe gewartet, bis sie weg waren, aber das komische war, dass Shane mir
noch eine Karte für das Sligo Konzert geschenkt hatte, mit Backstage Pass,
der eigentlich für Gillian war, aber er hat gesagt, Gillian komme auch
so rein, deshalb bekomme ich sie." "Is ja süß!" "Ich hab mich so
riesig gefreut, aber als ich in der Halle gewartet habe, bis sie weg waren,
habe ich noch gehört, wie Mark zu Shane gesagt hat, er soll kein so ein
Gesicht ziehen, er würde mich schon wieder sehen, ich hätte ja die
Karte. Darauf hatte Shane gesagt, dass er sich aber nicht sicher sei, ob ich
auch wirklich kommen würde, aber er hätte noch was mit mir zu klären!"
"Was denn klären!" "Ja das habe ich mich auch gefragt! Ich war völlig
fertig mit den Nerven, ich wusste nicht, ob ich hingehen sollte!" "Bist du hingegangen?"
"Jetzt warte noch, es kam ganz anders. Ich war ja dann in Sligo und musste schauen,
wo ich schlafen könnte. Die erste Nacht habe ich im Park geschlafen, es
war so kalt, man hab ich gefroren, aber ich wollte um keinen Preis zurück,
am nächsten Tag ging ich in die Stadt, um mir was zum Anziehen und was
zu Essen kaufen. Da hab ich in den Nachrichten in so einem Fernsehgeschäft
gesehen, dass sie auch schon hier nach mir suchen, da musste ich mich natürlich
verstecken, dass die Polizei mich nicht findet und zurück bringt!" "Wo
hast du dich versteckt?" "In einem alten Haus, das abgerissen werden sollte,
aber erst zwei Wochen später. In diesem Haus, war ich dann zwei Wochen
oder so, ich kaufte mir zu essen und zu trinken und blieb die ganzen zwei Wochen
in diesem Haus, ich musste es nur bis zum Sligo Konzert aushalten, da würde
ich dann Shane wiedersehen." "Und wie war das Konzert?" "Na ja vorher bin ich
krank geworden, weil ich doch in diesem Haus war und da war es nicht besonders
warm, ich hatte eine schwere Mandelentzündung und wenn ich in dem Haus
geblieben wäre, wäre ich vielleicht gestorben. Naja ich habe es eingesehen,
dass ich einen Arzt brauchte, deshalb bin ich auf die Straße gegangen,
aber keiner wollte mir helfen und ich war so schwach, ich hab dann an einem
Haus geklingelt und bin dann vor der Tür zusammengebrochen. "Oh mein Gott!
War es schlimm, haben sie dir geholfen?" "Also, das war das Haus von Shanes
Eltern, wo ich zusammengebrochen bin!" "Wirklich? Ist ja krass!" "Ja und Shanes
Vater hat mich dann auch reingetragen und Shanes Mutter hat mich dann wieder
gesund gepflegt. Shane kam dann auch von einer Promotiontour heim und wollte
in sein Bett, aber da lag ich ja! Shanes Mum hatte ihm aber bescheid gesagt,
aber sie wussten ja nicht, wer ich war, weil ich die ganze Zeit bewusstlos war,
aber Shane hat mich wiedererkannt!" "Und dann?" "Ja dann habe ich Shane alles
erzählt, auch dass ich von zu Hause abgehauen bin, wegen ihm. Das hat ihn
voll geschockt und hat zu mir gesagt, ich soll meiner Mutter einen Brief schreiben,
das habe ich dann auch gemacht. Aber Shane hat mich nicht zurück geschickt,
er hat gesagt, wenn ich in Irland bleiben will, dann kann und will mich nicht
davon abhalten. Weißt du was er getan hat?" "Was denn?" "Er hat seine
Eltern gefragt, ob ich bei ihnen wohnen dürfte!" "Echt? Ist ja süß!"
"Ja, ich war so happy und dann war ich auch wieder gesund und hab schon eine
Woche bei ihnen gewohnt, die anderen kannte ich auch schon total gut und dann
war das Konzert! Wir sind hingefahren und ich und Gillian sind vor der Absperrung
gestanden und dann bei Tonight hat Shane mich auf die Bühne geholt, und
ich habe mit ihnen zusammen Tonight gesungen! Ich wusste da noch nicht, dass
Shane sich in mich verliebt hatte!" "Hat er es dir gesagt?" "Ja, nach dem Konzert,
bei ihm zu Hause, aber ich wollte es nicht glauben, ich hatte schon alle Hoffnung
aufgegeben und dann sagte er plötzlich zu mir, dass er sich in mich verliebt
hätte!" "Und dann wart ihr zusammen?" "Nein noch lange nicht, es ist was
dazwischen gekommen!" "Was denn?" "Ich habe es Shane nicht geglaubt, dass er
mich jetzt auf einmal liebte. Ich bin aufgesprungen, habe ihn angeschrieen,
er solle keine Scherze mit mir machen. Ich lief aus dem Haus und hatte Tränen
in den Augen, deshalb habe ich nichts gesehen und bin in ein Auto reingelaufen!"
"OH mein Gott, ist was passiert?" "Ja kann man wohl sagen, ich wurde ins Krankenhaus
gebracht und gleich operiert, aber ich lag dann 5 Wochen im Koma!" "5 Wochen?"
"Ja, aber Shane war immer bei mir, die ganzen Wochen, er hat bei mir im Krankenhaus
geschlafen, saß jeden Tag an meinem Bett und hat meine Hand gehalten!"
"Und dann in der 5. Woche, waren die anderen auch da und dann haben sie mir
ein Lied vorgesungen, Tonight haben sie gesungen. Da bin ich aufgewacht! Shane
ist zu mir gerannt und hat mich umarmt, er hat so geweint, er hat mir gesagt,
wie sehr er mich liebt, dann haben wir uns geküsst!" "Ist das süß!"
Amy schluchzte leise am Telefon. "Du weinst aber jetzt nicht oder?" "Doch, tu
ich, weil das so eine traurige aber auch schöne Geschichte ist!" "Ich weiß,
eine Woche später kam ich aus dem Krankenhaus raus, dann kamen wir zu Hause
an und Shane wollte mit mir in Urlaub fahren, er hat mich gefragt, wo ich hinwill,
da hab ich gesagt, ich würde gerne meine Freundin in Deutschland besuchen.
Dann hat er gesagt, ich müsste dann auch meine Mutter besuchen. Ich sagte
ihm, dass sie mich bestimmt in Deutschland festhalten würde, und er da
nichts machen könne, außer, wenn er mein Verlobter oder mein Ehemann
wäre, dann hat er mir einen Antrag gemacht!" "einen Heiratsantrag?" "Ja,
und ich habe natürlich JA gesagt, es war so schön! Ja das war jetzt
meine Geschichte, ich sagte doch, sie würde ewig dauern." "Aber die ist
total schön, ihr zwei seid echt ein schönes Paar, ich beneide dich,
dass du bei Shane kannst und ich nicht bei Mark!" "Ich bin auch grad nicht bei
Shane! Er ist auf Promotion tour, für das Album!" "Ach, bist du auch alleine?"
"Ja bin ich und ich vermisse Shane so sehr!" "Ich Mark auch!" "Also ich glaube,
dass wir uns gut verstehen werden, wenn du erst mal da bist!" "Ja glaube ich
auch, aber wie ging es dir eigentlich? Ich meine so ganz ohne Freunde, hast
du keinen vermisst? Weil wenn ich dran denke, dass ich meine Chrissy hier lassen
muss!" "Ja ich habe auch meine beste Freundin vermisst und ich vermisse sie
immer noch, aber sie hat mich an meinem Geburtstag besucht, obwohl ich nicht
viel von ihr gesehen habe!" "Wieso das denn?" "Weil sie Nicky Fan ist und bei
ihm übernachtet hat!" "Echt? Und was war mit Gina?" "Die war nicht da!
Aber es war voll cool, ich war ja dann in Deutschland mit auf Tour, obwohl ich
nicht auf dem Album drauf bin, bis auf einen Song!" "Du bist auf dem Album drauf?"
"Ja bin ich, der letzte Song, Never Ever, ich singe die Frauenstimme!" "Das
bist du? Ist ja cool, das Lied finde ich so toll!" "Danke, aber ich sollte dann
langsam mal aufhören, wir telefonieren schon über 2 Stunden, und ich
muss Shane noch anrufen und wetten Mark ist schon ganz verzweifelt, weil er
bei dir nicht durchkommt?" "Oh ja stimmt, er wollte ja anrufen, aber mit dir
quatschen ist voll cool, du bist echt total lieb!" "Du auch, ich freu mich schon,
wenn wir uns wiedersehen, beim letzten mal hatten wir ja nicht viel Zeit zum
reden." "Stimmt, aber das holen wir nach, hast du morgen Zeit zum telefonieren?"
"Ja, aber erst am Abend, ich gehe mit Denise shoppen, nach Dublin!" "Denise?"
"Ja, Shanes Schwester, sie hat heute Geburtstag!" "Dann sag ihr schöne
Grüße, auch wenn sie mich nicht kennt!” "Mach ich! Also dann, ich
rufe dich morgen an okay?" "Okay!" "Und sag Mark schöne Grüße
von mir!" "Mache ich und du sagst Shane schöne grüße!" "Okay,
das bringts zwar nicht, aber ist doch egal!" "Okay, dann bis Morgen!" "Ja, freu
mich schon, bye!" "Bye!" Angie legte auf, sie hätte nie gedacht, dass es
so ein langes Gespräch werden würde, aber Amy war wirklich total lieb
und Mark war bei ihr in guten Händen, das wusste sie jetzt, man hat es
gehört. Wie sie von Mark gesprochen hatte, total verliebt und total aufrichtig.
Da es schon sehr spät war und sie Shane versprochen hatte, ihn anzurufen,
blieb sie gleich am Telefonhörer und wählte Shanes Nummer. "Shane
Filan?" "Hi mein Schatz! Na wie geht es dir?" "Hi Süße, mir geht
es gut, bis auf das, dass ich dich furchtbar vermisse! Und wie geht es dir?"
"Mir geht es auch gut, ich habe gerade mit Amy telefoniert, ach apropos, telefoniert
Mark schon mit ihr?" "Nein, er hat es seit 2 stunden verzweifelt probiert, aber
es war immer besetzt, jetzt hat er es aufgegeben, aber jetzt wissen wir ja warum
besetzt war!" Shane grinste frech und wartete auf Angies Antwort. "was soll
das heißen?" "Das soll heißen, dass meine kleine Labertasche wieder
am Werk war!", lachte Shane. "Das ist nicht lustig! Ich habe mich mit ihr nett
unterhalten und ich glaube, wir werden uns super verstehen!" "Das freut mich,
soll ich es Mark erzählen, oder willst du es ihm erzählen?" "WAS ERZÄHLEN?"
Mark war gerade in den Raum gekommen und hatte den letzten Satz von Shane gehört.
"Warte ich geb ihn dir mal kurz okay, Angie?", sagte Shane und gab das Handy
an Mark weiter. Mark ging mit dem Telefon in der Hand nach draußen und
setzte sich auf eine Couch im Raum nebenan, dort war er ungestört. "Ja?
Wer ist da?" "Hi Mark, ich bins, ich wollte mich bei dir entschuldigen!" "Wofür
denn Angielein?" "Für das, dass ich dir deine Freundin festgehalten habe
und dass du nicht durchgekommen bist!" "Du warst das? Ich dachte, ihr telefoniert
nur kurz!" "Ja das was du kurz nennst, nennen wir 2 Stunden!" "So lange? Das
heißt, ihr versteht euch gut?" "Ja sehr sogar, sie ist total lieb und
man kann mit ihr über alles quatschen und ich kann dir versichern, dass
sie dich nicht verarscht!" "Warum bist du dir da so sicher? Ich meine, ich weiß,
dass ich ihr vertrauen kann, aber warum glaubst du, dass sie mich nicht verarscht,
wie so viele?" "Ich hab sie gehört, wie sie von dir geredet hat. So eine
Verliebtheit in der Stimme kann man nicht spielen! Sie hat fast geweint, als
wir drüber geredet haben, dass sie erst an Weihachten kommt." "Oh meine
Maus, ich vermisse sie schon so! Aber hat sie auch was vom Umzug gesagt, ich
meine, das ist doch auch ein großer Schritt für sie." "Ja hat sie.
Sie hat mir erzählt, dass sie sich total drauf freut, endlich bei dir zu
sein, aber sie hat natürlich auch Angst. Sie muss ihre ganzen Freunde und
auch Familie zurücklassen!" "Glaubst du es ist doch nicht so gut, dass
sie jetzt schon zu mir kommt?" "Nein, so habe ich das nicht gemeint. Es ist
doch klar, dass sie davor ein wenig Angst hat, aber stell dir mal vor, du verliebst
dich und du musst deine Heimat in Irland aufgeben und in ein fremdes Land ziehen,
deine Freunde und Familie bleiben hier und musst sie zurücklassen. Würde
dir das nicht schwer fallen?" "Und ob mir das schwer fallen würde, jetzt
merk ich erst, was sie alles für mich aufgibt. Dafür lieb ich sie
noch mehr!" "Ja das kannst du auch, ich hab mit ihr geredet und sie hat mir
gesagt, dass sie für dich alles tun würde und sie liebt Irland genauso
wie ich und du. Sie hat mich gefragt, wie ich das geschafft habe, meine Freunde
und Familie zurückzulassen, dann habe ich ihr die ganze Geschichte erzählt
und ich hab ihr glaube ich, ein bisschen die Angst genommen. Und ich habe ihr
auch versprochen, dass ich immer für sie da bin, wenn was ist, ich war
ja in der selben Situation, oder in einer ähnlichen." Angie lächelte
bei dem Gedanken, wie alles anfing. "Das ist so lieb von dir Angie, danke! Aber
ich glaube, dein Shane will dich wieder haben, er steht schon neben mir und
schaut mich böse an." Shane war tatsächlich reingekommen und sah Mark
von der Seite an, als würde er sagen wollen, "Mark, gib mir meine Angie
wieder!" "Okay, mach das, Amy wartet bestimmt auch schon!" "Okay, ciao Angie
und vielen Dank!" "Kein Problem, bye Mark!" Mark gab das Handy an Shane weiter,
"Hier hast du sie wieder!" Mark ging grinsend hinaus und schnappte sich sofort
sein Handy. "Was hattet ihr jetzt so lange zu bereden?" "Ach, es ging um Amy,
ich habe heute mit ihr telefoniert und mit ihr über ihren Umzug geredet,
sie hat halt ein bisschen Angst!" "Ja, aber das ist doch normal!" "Ja das habe
ich zu Mark auch gesagt, aber genug jetzt. Erzähl mir, wie es dir geht,
und was ihr so macht?" "Ach wir haben den ganzen Tag Promo Auftritte und Interviews,
immer das selbe, und alle wollen wissen, wie es dir geht!" "MIR? Wieso mir?"
"Ja weil die Reporter mitbekommen haben, dass du krank bist. Sie haben mitgekriegt,
wie ich dich in das Hotel reingetragen habe!" "Oh, denen entgeht auch gar nichts."
"Stimmt, aber ich habe ihnen gesagt, dass es dir wieder besser geht, stimmt
doch oder?" "Ja stimmt. Ich habe mich ordentlich ausgeschlafen und morgen gehe
ich mit Denise nach Dublin, ach was ich dich noch fragen wollte!" Angie klang
auf einmal ziemlich kleinlaut. "Was denn mein Schatz, ist es so was schlimmes?"
"Ja, äh Nein, ich weiß nicht!" "Sag doch einfach!" "Ich wollte mit
Denise ja nach Dublin, aber ihr Auto ist in der Werkstadt...!" "Du willst mein
Auto?" "Ja, eigentlich schon, wir fahren auch ganz vorsichtig!" "Du willst meinen
BMW ausleihen, mein Baby?" "Ja schon, bitte bitte mein Schatz!" "Ja okay, aber
ein Kratzer und du kriegst kein Kuss mehr!" "Das ist gemein!" "Ich weiß!",
Shane grinste. "Ich pass ganz fest drauf auf, versprochen!" "Dann ist ja gut,
du ich muss jetzt wieder unser Flieger geht gleich!" "Wo geht es denn schon
wieder hin?" "Ach keine Ahnung. Ich kann mir nicht alles merken!" "Okay, wann
kommst du denn eigentlich wieder?" "Ich glaube, in zwei Tagen!" "Sooo lange,
das halt ich nicht aus!" "Musst du leider ich kanns auch kaum erwarten, aber
ich muss jetzt wirklich!" "Okay, tschüss mein Schatz!" "Bye!" Shane hatte
aufgelegt. Er hatte es wirklich eilig und er musste auch wirklich zum Flugzeug,
aber er wusste genau wo es hinging. "Endlich geht es nach Hause, man bin ich
froh!" Shane kam gerade wieder zu den anderen, die alle am zusammen packen waren.
Die Promo-Tour war früher als geplant beendet und sie hatten spontan 2
Tage frei bekommen. Shane wollte natürlich sofort nach Hause zu Angie.
Er war schon lange von ihr getrennt, viel zu lange, wie er fand. Angie legte
sich mittlerweile auf ihr Bett und wollte sich ein bisschen ausruhen, bis sie
plötzlich hörte, wie jemand die Treppe heraufgepoltert kam. Ihre Tür
wurde aufgerissen und Denise stand schnaufend in der Tür. Sie war ganz
blass und völlig durcheinander. "Denise, was ist denn los? Setz dich erst
mal, du bist ja völlig durcheinander." "Angie, Angie, es ist was schreckliches
passiert." "Was denn? Was ist passiert?" "D...D..D Dein Pferd..." "Was ist mit
Carlton?" "Er ist... Er ist tot!" "WAS??????? WARUM???" Angie war wie gelähmt
vor Schock. "Irgendjemand ist in unser Gestüt eingebrochen und hat ihm
ein Gift gespritzt. Dad hat ihn vorhin entdeckt! Ich kann es nicht glauben.
"Mein Pferd...Wer tut so etwas?" Angie war mit ihren Nerven am Ende. Jetzt schossen
ihr Tränen in die Augen und liefen unaufhaltsam ihre Wangen hinunter. Sie
ließ sich in ihre Kissen fallen und schluchzte hemmungslos. "Angie, komm
her!" Denise hob Angie vorsichtig aus den Kissen und nahm sie in den Arm. Angie
ließ alles mit sich geschehen, sie war völlig am ende. Sie liebte
dieses Pferd so sehr, es war ein Geschenk von Shane. "sch..sch, beruhig dich!
Ich glaube, es ist besser, wenn ich Shane anrufe, er soll sofort herkommen!"
"Nein, Nein bitte nicht, er hat so viel Arbeit, er kommt ja bald!" "Angie, bist
du dir sicher? Du bist völlig fertig!" "Ja ich bin mir sicher, bitte ruf
ihn nicht an!" Auch Denise wusste nicht, dass Shane schon längst auf dem
Weg war. "Lass mich aber jetzt bitte alleine!" "Ich glaube, das wär jetzt
nicht so...!" "Nein, bitte lass mich allein!" "Okay!" Denise ging kleinlaut
hinaus und ließ Angie alleine. Sie warf sich wieder auf ihr Bett und fing
wieder an zu weinen. Sie konnte es nicht glauben, warum ihr Pferd? Warum Carlton
Beauty? Er war ihr ein und alles.
Nach einer Stunde hatte sie sich immer noch nicht beruhigt, sie konnte sich
nicht an den Gedanken gewöhnen, dass ihr geliebtes Pferd tot war. Immer
wenn sie sich wieder ein bisschen beruhigt hatte, fing es von neuem an. Denise
hatte es aufgegeben, Angie zu trösten. Sie wollte alleine sein und das
musste sie respektieren, obwohl es ihr so weh tat, Angie so zu sehen. Auch Shane
hatte sie nicht angerufen. Sie hatte es ihr versprochen.
Shane war inzwischen am Flughafen in Sligo angekommen. Er mietete sich ein Wagen
und fuhr sofort nach Hause. Er stieg aus und sperrte die Tür auf. Er erhoffte
sich einen großen Empfang, doch keiner war zu sehen. Er ging ins Wohnzimmer
und sah Denise und seine Eltern auf dem Sofa sitzen. Alle sahen ziemlich ernst
aus und Denise kullerten ein paar Tränen hinunter. "hey, was ist denn mit
euch los, freut ihr euch gar nicht, dass ich da bin?" "Doch natürlich Shane,
aber es ist was schreckliches passiert!" Shanes Mum stand auf und umarmte ihren
Sohn. "Was ist denn passiert und wo ist Angie?" "Angie ist oben, sie ist völlig
am Ende." "Wieso denn?, was ist denn passiert?" "Carlton Beauty ist tot!" "WAS?
Wie konnte das passieren?" "Jemand hat ihn vergiftet mit einer Spritze, aber
es gibt noch keine Spur!" "OH mein Gott, warum hat mich keiner angerufen, wann
ist es passiert?" "Ich habe es vor 2 Stunden entdeckt. Wir wollten dich anrufen,
wegen Angie, aber sie wollte nicht, dass du wegen ihr kommst. Warum bist du
eigentlich schon da?" "Die Promo-tour war schon früher zu Ende. Aber ich
muss jetzt zu Angie." Shane stand auf und ging sofort nach oben und klopfte
an Angies Zimmer. Für Angie war alles zu viel. Sie hatte keine Ahnung,
dass Shane schon da war. Sie wollte einfach ihre Ruhe haben. Sie schrie: "JETZT
LASST MICH DOCH ALLE IN RUHE, VERDAMMT NOCH MAL!" Sie hatte sich so aufgeregt
und war so verzweifelt, dass sie vom Bett fiel und weinend auf dem Boden zusammenbrach.
Shane öffnete die Tür und sah Angie auf dem Boden liegen. "Angie,
mein Schatz, komm her!" Angie sah auf. "SHANE!" Angie sah ihn an und konnte
es erst nicht glauben. Dann ließ sie sich in Shanes Arme fallen und schluchzte
hemmungslos an seiner Schulter. "Wer konnte ihm nur so was antun?" "Ich weiß
nicht mein Schatz, wenn ich den erwische, dem dreh ich den Hals um!" "Shane,
was soll ich denn jetzt machen?" "Ich bin bei dir, das versprech ich dir!" "Danke
mein Schatz, ich liebe dich!" Angie küsste Shane unter Tränen. "Komm,
leg dich hin, du musst dich ausruhen!" Shane hob Angie auf das Bett, und deckte
sie zu. "Versuch zu schlafen okay?" "Okay!" Shane ging nach draußen. Er
wollte heute wo anders schlafen, dass Angie sich von dem Schock erholen konnte.
Er ging nach unten ins Wohnzimmer und setzte sich zu den anderen. Peter erzählte
Shane alles von Anfang an, wie es passiert ist. Nach 2 Stunden, um 23 Uhr, wollte
Shane noch mal nach oben gehen und nach Angie sehen. Er öffnete leise die
Tür. Er hatte gerechnet, dass Angie tief und fest schlafen würde,
doch er hatte sich geirrt. Sie stand am Fenster mit einer Decke um den Körper
gewickelt, und sie weinte bittere Tränen. Sie schluchzte leise. Sie hatte
Shane nicht bemerkt, doch jetzt ging er langsam auf sie zu und Angie drehte
sich um und sah ihn. "Angie, warum schläfst du nicht?" "Ich kann nicht,
ich kann es nicht vergessen!" "Komm her!" Shane nahm sie in den Arm und tröstete
sie, so gut es ging. "Komm leg dich wieder hin." Shane führte sie zum Bett
und deckte sie wieder zu. Er wollte wieder nach draußen gehen, doch Angie
hielt ihn am Arm fest. "Shane, bleib bei mir, bitte!" "Na Klar!" Shane legte
sich zu ihr und nahm sie in den Arm. Sie kuschelte sich an ihn und Tränen
liefen ihr immer noch die Wangen hinunter. "besser?" "Ja, viel besser!" "und
jetzt versuch zu schlafen." Angie schloss die Augen und Shane strich ihr über
die Haare. "True Lovers never make it slowly When they’ve found the one and
only, Nothing can replace this feeling, Knowing someone loves you….” Shane fing
an zu singen, um Angie ein bisschen zu beruhigen. Sie schluchzte immer noch,
doch langsam wurde sie ruhiger. Sie war eingeschlafen. Auch Shane versuchte
zu schlafen, er konnte das alles noch nicht begreifen. Wer konnte nur so etwas
tun? Und warum? Ein Pferd einfach so umbringen. Lange dachte er nach und schlief
dann doch auch ein.
Shane wachte am nächsten Morgen und drehte sich zu Angie um. Sie schlief
noch tief und fest, aber man sah ihr an, dass sie im Schlaf geweint hatte. Shane
stand leise auf und ging nach unten. Er wollte Angie etwas zum Essen machen.
Er ging in die Küche und sah durch das Fenster seinen Vater, der mit einem
Polizisten sprach. Er wusste, dass es um Angies Pferd ging. Deshalb ging Shane
nach draußen, um zu hören, was die Polizei zu all dem sagte. "Morgen
Dad, hat die Polizei schon was rausgefunden?" " Nein leider nicht, aber es war
ganz sicher kein Unfall. Das Pferd wurde gezielt vergiftet, aber der Täter
hat keine Spuren hinterlassen. Wie können Ihnen also leider noch nicht
sagen, wer für die Tat verantwortlich ist.", sagte der Officer. "So ein
Mist. Sind sie mit ihren Ermittlungen hier fertig?" "Shane, sei nicht so unfreundlich!",
sagte Shanes Dad. "Bin ich nicht Dad, aber ich will nicht, dass Angie das alles
mitkriegt, sie leidet genug darunter." "Ist schon gut, wir sind hier fertig,
wir wollten gerade fahren. Vielen Dank für die Auskünfte Mr. Filan!"
Der Officer machte sich auf den Weg zu seinem Auto und fuhr vom Hof. "Und wie
geht es Angie? Hat sie es einigermaßen verkraftet?" Shane und Peter gingen
wieder ins Haus und Shane machte sich daran, ein Frühstück zu machen.
"Nicht wirklich! Ich wollte doch gestern nach ihr schauen. Sie stand am Fenster
und hat geweint. Ich habe sie wieder ins Bett gebracht und sie ist dann in meinen
Armen eingeschlafen, aber sie hat sehr unruhig geschlafen, sie hat immer wieder
im Schlaf geweint. Es tut mir so weh, sie so zu sehen, dad. Und ich weiß
nicht, was ich machen soll! Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann."
"Shane, du hilfst ihr schon genug, in dem du einfach nur da bist und sie tröstest."
"aber ich weiß nicht, ob das so viel hilft, ich meine, wenn ich mir vorstelle,
dass mein Carlton Flight auf so grausame Weise umgebracht, ich wüsste nicht,
was mich aufheitern könnte." "Ich glaube, dass Angie in dieser Situation
deine größte Stütze wäre." "Wieso bist du dir da so sicher?"
"Shane, ich kenn dich schon dein ganzes Leben lang und ich hab dich noch nie
so glücklich gesehen. Angie ist die richtige für dich und das sehen
und spüren hier alle. Du liebst sie über alles und sie dich auch,
ihr würdet für den anderen alles tun und vertraut euch 100%ig, obwohl
ihr euch verhältnismäßig kurz kennt." "Stimmt, Angie ist mein
Leben und ich werde alles versuchen, um ihr zu helfen. Danke Dad!" "Für
was denn?" "Für deine Hilfe!" Shane ging mit dem Tablett nach oben und
öffnete leise die Tür. Er wollte Angie gerade wecken, doch er merkte,
dass sie gar nicht da war. Als er nach unten gegangen war, war sie noch im Bett
gelegen. Er lief sofort wieder nach unten. Er machte sich wie immer Sorgen.
"Dad, hast du Angie gesehen, sie ist nicht mehr in ihrem Zimmer?" "Nein habe
ich nicht, wo kann sie denn sein?" "Ich weiß nicht! Sie verkriecht sich
immer, wenn es ihr schlecht geht." "Glaubst du, sie ist im Stall?" "Das könnte
sein, ich geh gleich nachschauen. Shane zog sich Schuhe an und rannte sofort
rüber zum Stall. Er öffnete die Tür und ging leise hinein. Er
hörte leises Schluchzen. Er ging langsam an den Boxen vorbei und sah Angie
dann durch einen kleinen Spalt bei Carlton Flight sitzen. "Wie konnte man meinem
Pferd nur so was antun? Kannst du mir das verraten Kleiner? Wie kann man so
schönen Geschöpfen nur so weh tun?" Angie stand neben Carlton Flight
und streichelte seine Mähne und schluchzte vor sich hin. Tränen liefen
ihr unaufhaltsam die Wangen hinunter. Shane konnte das nicht länger mit
ansehen. Auch ihm traten Tränen in die Augen, doch er drängte sie
zurück. Jetzt ging er noch ein paar Schritte näher, sodass Angie ihn
sehen konnte. "Shane, was machst du denn hier?" "Ich habe dich gesucht! und
was machst du hier?" "Ich wollte ein bisschen nachdenken. Das kann ich hier
ganz gut!" "Ich weiß, hier bin ich auch immer gewesen, wenn ich traurig
war. Angie, hör mir zu!" Shane nahm Angies Hand und sah ihr tief in die
Augen. "Ich weiß, wie schwer es für dich ist, das alles zu begreifen,
mir geht es nicht anders, ich kann es einfach nicht glauben. Aber ich bin immer
für dich da, du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst.
Ich hab immer ein offenes Ohr für dich, und du brauchst deine Gefühle
nicht vor mir verstecken. Ich weiß, dass du in meiner Gegenwart versuchst
stark zu sein und deine Gefühle vor mir zu verstecken, aber das brauchst
du nicht. Ich liebe dich, mit all deinen Stärken UND Schwächen." "Shane,
das ist das liebste, was du mir je gesagt hast. Ich weiß auch nicht, warum
ich mich immer vor dir verstecke, aber das ist bei mir ist das voll automatisch,
wenn was passiert, dann mach ich zu. Das ist bei mir wie ein Schutz, ich hab
einfach Angst, verletzt zu werden, verstehst du? Ich hab im Leben schon viel
durchgemacht. Und ich hab einfach riesen Angst, noch mal im Stich gelassen zu
werden." Tränen fielen auf den Boden. "Angie, mein Schatz, ich schwör
dir, ich werde die nie NIE alleine lassen, da kann kommen, was wolle. Und ich
bin immer für dich da!" "Danke mein Schatz, aber in solchen Momenten muss
ich einfach alleine sein. Das hat nichts mit dir zu tun, ich habe einfach nur
Angst, verstehst du?" "Ja ich verstehe dich, ich weiß wie es dir geht,
und ich will dir helfen!" "Shane du hilfst mir schon genug, wenn du einfach
da bist und mich in den Arm nimmst und das bist du, meistens jedenfalls!" "Angie,
wenn ich zu oft weg bin, dann musst du das sagen. Ich würde für dich
alles tun, soll ich aussteigen?" "Wo aussteigen?" "Ja bei Westlife!" "Du willst
bei Westlife aussteigen? Für mich?" "Angie, für dich tu ich alles.
Wenn du das willst, dann mach ich das." "Shane ich will das aber nicht. Ich
weiß, wie viel dir deine Musik und dir deine Jungs bedeuten und sie bedeuten
mir auch alles. Wenn ich damals gehört hätte, dass du die Band verlässt,
wegen deiner Freundin, ich wäre zusammengebrochen und ich will den Fans
nicht so was antun und wenn du nicht mehr bei Westlife bist, dann hast du das
wichtigste im Leben verloren, deine Musik und daran will ich nicht schuld sein."
"Angie, DU bist das wichtigste in meinem Leben und für dich würde
ich alles aufgeben, es wäre zwar schwer für mich, aber ich würde
nichts bereuen!" "Aber ich! Ich könnte es nie ertragen, wenn du unglücklich
wärst und ohne deine Musik wärst du unglücklich, das weiß
ich! Shane, mach dein Ding mit den Jungs, ich steh voll hinter dir und ich werde
dich einfach immer begleiten, wenn ich Sehnsucht nach dir habe okay?" "Okay,
vielen Dank!" "Für was denn?" "Dass ich meine Musik nicht aufgeben muss!"
"Shane, das hätte ich nie von dir verlangt. NIE." "Ich weiß, und
dafür bin ich dir ewig dankbar. Ich liebe dich!" "Ich dich auch!" Sie küssten
sich und gingen dann zusammen wieder ins Haus. Sie setzten sich im Wohnzimmer
auf die Couch und kuschelten sich eng aneinander und sahen sich einen Film an.
Shane wollte Angie ein bisschen ablenken und Angie wollte so viel Zeit, wie
möglich mit ihrem Shane verbringen. Doch am Nachmittag klingelte Angies
Handy. "Hallo?" "Hi Angie, hier ist Kian. Ich wollte dich fragen, ob du morgen
schon was vor hast?” "Nein eigentlich nicht, aber sag mir bitte erst, was du
vor hast!" "Nix hat doch morgen Geburtstag und wir wollten ihn überraschen,
mit einer Party bei Bryan zu Hause, hättest du Lust? Mark kommt auch und
Gina weiß auch schon bescheid, es fehlt nur noch ihr zwei, kommt ihr?"
"ich weiß nicht, ich muss Shane fragen, wart kurz!" "Shane hast du Lust
morgen mit den anderen Nicky’s B-day zu feiern, Überraschungsparty?" "Ja
wenn du willst, glaubst du, das wäre gut?" "Ja ein bisschen Ablenkung tut
mir sicher gut. Und ich will bei Nicky’s Geburtstag schon dabei sein." "Okay,
dann gerne!" "Kian? Wir sind dabei, wann sollen wir denn da sein?" "Um 17 Uhr
am besten okay?" "Geht klar, dann bis morgen!" "okay, aber was ich noch wissen
wollte, wieso brauchst du Ablenkung?" "Das erzähl ich euch allen morgen
okay?" "Ist okay, dann bis morgen, bye!" "Bye, bis morgen!" "Bist du wirklich
sicher, dass du morgen zu einem Geburtstag gehen willst, wo alle so gut drauf
sind?", fragte Shane besorgt. "Ja ich bin mir sicher, das ist nämlich der
erste Geburtstag von euch, den ich mit euch zusammen feiern kann. Deinen habe
ich ja leider ganz knapp verpasst und der nächste ist nun mal erst Nicky
und wie schon gesagt, ich kann eine Ablenkung gut gebrauchen. Mach dir keine
Sorgen mein Schatz, wenn mir es zu viel wird, dann sag ich bescheid." "Dann
ist es ja gut!" "Ach, was ich noch fragen wollte, glaubst du, es ist gut, wenn
ich den anderen das alles morgen erzähle? Ich mache ihnen doch dann sicher
die Feier kaputt." "Das müssen wir dann morgen sehen, wie die anderen drauf
sind. Aber was ganz anderes, hast du was, für Nicky zum Geburtsag?" "Oh
nein, hab ich nicht, hast du was?" "Nein ich auch nicht, was machen wir denn?"
"Keine Ahnung, sollen wir ihm was vorsingen oder noch was kaufen?" "Weißt
du was? Wir schenken ihm einfach später was, er wird schon nicht böse
sein, dass wir morgen nichts für ihn haben, außerdem regt er sich
eh immer so auf, wenn er was von uns zum Geburtstag bekommt!" "Wieso?", fragte
Angie. "Weil er von uns nichts geschenkt bekommen haben will, es reicht ihm,
wenn wir alle da sind, aber es hält sich sowieso keiner dran, dass wir
uns nichts schenken!" "Okay, und was machen wir jetzt noch? Es ist erst 17 Uhr."
"Also ich hab keine große Lust, wohin zu gehen und für dich wäre
es auch besser, wenn du dich noch ein bisschen ausruhst." "Shane, ich bin nicht
krank!" "Ich weiß, aber...!" Shane wollte sich rechtfertigen, doch Angie
grinste ihn an. "Shane, ich will ja auch nicht weggehen, ich wollte dich nur
informieren, dass ich nicht krank bin okay?" "Okay, Entschuldigung!" "Macht
nichts, ist schon okay, mein Hasi!" Sie küssten sich und Angie kuschelte
sich wieder an Shane und atmete seinen Geruch ein. "Shane?" "Ja?" "Ich wünschte,
dieser Moment würde nie vergehen. Einfach nur so liegen und bei dir sein!"
"Mein Schatz, ich versprech dir, dass du das noch ganz oft machen kannst! Ich
werde immer bei dir bleiben und ich habe absolut nichts dagegen, dich bei mir
zu haben." "Wie weit ist das Haus eigentlich? Ich will endlich einziehen, es
ist so toll." "Der Bauleiter hat gesagt, dass es in zwei Wochen fertig sein
würde, das war vor einer Woche. Also eine Woche wirst du es wohl noch aushalten,
und dann müssen wir einziehen, das wird ein Stress. Wir müssen noch
die ganze Einrichtung kaufen." "UIIII Einkaufen!" Angie schien ganz begeistert.
"Ach heißt das, du willst mein Vermögen ausgeben?" "Ja so in der
Art!" Angie grinste ihn schelmisch an. "Na dann mach mal. So lang noch ein bisschen
was für mich übrig bleibt!" "Ja ich denke schon!" "Wollen wir uns
noch einen Film anschauen?", fragte Shane dann. "Ja gerne, aber was für
einen?" "Auf was hast du denn Lust?" "Hmmmmm, am liebsten würde ich jetzt
meinen Lieblingsfilm anschauen, aber ich glaube, das ist nicht so ganz dein
Geschmack!" "Ach und wenn nicht, ist auch egal, mit dir schaue ich alles an,
aber wenn wir deinen Lieblingsfilm anschauen, dann schauen wir meinen dann auch
an okay?" "Okay, und welchen schauen wir zuerst?", fragte Angie. "Ja ich weiß
ja nicht mal, ob wir deinen Lieblingsfilm überhaupt haben. Schauen wir
erst meinen an und dann suchen wir deinen okay?" "Okay, dann tu ihn mal rein!"
"Okay, aber wehe du lachst!", sagte Shane und schob eine Kassette rein. Shane
setzte sich wieder zu Angie und sie kuschelte sich an ihn. Was würde jetzt
kommen?" Der Anfang kam ihr ziemlich bekannt vor und dann fing sie plötzlich
an zu lachen. "Was ist denn so lustig? Du hast mir versprochen, dass du nicht
lachst!" Shane zog eine Schnute und musste warten, bis Angie sich wieder beruhigt
hat. "Shane, das ist Titanic!" "Ja ich weiß, ist das so schlimm?" "Nein,
aber DAS ist mein Lieblingsfilm...!" "Wirklich? Ist ja witzig!" Angie schaute
zu Shane auf und er beugte sich nach unten, um sie zu küssen. Dann schauten
sie zusammen den Film an und wie immer am Schluss musste Angie weinen. "Hey,
nicht weinen, ich habe mich extra zusammengerissen!", scherzte Shane. "Man,
ich muss da immer heulen, ich kann nicht anders." Nach dem Film beschlossen
sie, ins Bett zu gehen. Es war zwar noch nicht spät, aber sie waren beide
total geschafft und morgen, da waren sie sich sicher, würde eine lange
Nacht werden. Sie schliefen eng aneinander gekuschelt ein und Angie schlief
endlich mal wieder durch.
Am nächsten Morgen standen die beiden auf und gingen gleich nach unten,
um zu Frühstücken. Peter kam kurz darauf in die Küche und hielt
die Post in der Hand. "Angie, für dich ist auch ein Brief dabei." Peter
legte ihr den Brief hin. Er hatte keinen Absender. "Dankeschön!" Sie öffnete
ihn sofort und ein mit Computer geschriebener Brief kam zum Vorschein:
Das war nur der Anfang, wenn du nicht endlich die Finger von Shane lässt.
Wer weiß, wem es als nächstes so geht, wie deinem armen Pferd, aber
daran bist nur du selber schuld. Würdest du Shane in Ruhe lassen, wäre
das alles nicht passiert. Ich rate dir, pass gut auf dich und die anderen auf,
es könnte ja sein, dass ihnen aus versehen was schreckliches passiert.
Du kleine Schlampe, glaubst du, nur weil du mit Shane zusammen bist, was besseres
bist? Da hast du dich aber getäuscht. Keines Miststück, du wirst noch
von mir hören, das versprech ich dir!
Angie war wie versteinert. Was sollte das? Von wem kam der Brief? Warum musste
ihr das nur passieren. Angie brach in Tränen aus und lief nach oben auf
ihr Zimmer. Shane erschrak fürchterlich. Er hatte den Brief noch nicht
gelesen und wusste nicht, worum es ging. Er nahm den Brief in die Hand und las
ihn durch. Er konnte nicht glauben, was er da las, aber er wusste, dass er sofort
zu Angie musste. Er lief nach oben und öffnete leise die Tür. Angie
lag auf dem Bett und weinte bitterlich. "Angie, beruhig dich doch. Es wird sich
alles aufklären, das versprech ich dir!" Shane nahm Angie in den Arm. "Was
soll sich denn da bitte aufklären, derjenige hat doch recht. Ich bin an
allem schuld!" "Angie, red dir so was doch nicht ein. Du bist an gar nichts
schuld, das ist irgendein durchgeknallter Irrer, der uns Angst machen will.
Du bist die letzte die Schuld hat." "Shane, es ist zu gefährlich, wenn
ich bei euch bin. Solange ich bei euch bin, seit ihr nicht sicher, und ich will
nicht, dass euch was passiert." "Angie, jetzt rede nicht so einen Unsinn, ich
lasse dich nicht gehen, NIE. Ohne dich bin ich verloren und um uns mach dir
mal keine Sorgen, wir können schon auf uns aufpassen." "Aber ich will so
ein Risiko nicht eingehen, ich glaube, es ist besser, wenn ich aus eurem Leben
verschwinde..." Der Gedanke, den sie gerade ausgesprochen hatte, brach ihr fast
das Herz. Ohne Shane war sie verloren, aber wenn sie ihn schützen wollte,
musste sie weg von ihm, sonst war er nie sicher. Und wenn Shane was passieren
würde, das würde sie sich nie verzeihen. "Angie, du bleibst bei mir.
Wenn du mich verlässt, dann ist mein Leben sinnlos. Wenn du von hier weg
willst okay, aber nicht ohne mich. Ich weiche dir nicht von der Seite. Du bist
nämlich auch in Gefahr und in so einer Situation lass ich dich NIEMALS
alleine, hast du mich verstanden?" Shane war wirklich verzweifelt. Ihm war klar
geworden, dass sie wirklich in Gefahr waren. Das Flugzeug, die Bremsen vom Auto,
der Drohanruf, der Mord an Angies Pferd, der Brief. Das wurde langsam zu viel.
"Angie, wir fahren jetzt zu den anderen und reden mit ihnen, sie müssen
das erfahren, auch wenn es Nickys B-day ist, das geht einfach vor. Okay?" "okay,
aber Shane, bitte, bitte pass auf dich auf okay?" "Ja aber du auch auf dich,
wenn dir was passiert, ist mein Leben sinnlos, das weißt du!" Sie standen
auf und fuhren dann auch gleich nach Dublin zu Bryan. Sie klingelten und Kerry
öffnete ihnen die Tür. "Hi, ihr seid aber ein bisschen früh dran,
aber schön, euch mal wieder zu sehen." "Sie umarmten sie und gingen dann
zusammen ins Haus. Es waren schon alle da. "Komisch, du hast doch gesagt, wir
sind früh dran, warum sind dann doch alle da?", sagte Shane. "Ist doch
egal, wir haben beschlossen, dass wir doch keine Überraschungsparty machen,
sondern einfach später weggehen, ich glaube, das ist dir auch lieber, stimmts
Nix?" "Stimmt genau, ihr wisst, dass ich Überraschungspartys hasse!" "Happy
Birthday Nicky, sorry, ich habe kein Geschenk für dich, aber uns ist was
dazwischen gekommen." "Macht nichts Angie, ich bin froh, dass ihr überhaupt
da seid. Angie umarmte ihn und auch Shane umarmte seinen Bandkollegen. "Kian
hat uns schon erzählt, dass irgendwas nicht in Ordnung ist. Was ist denn
los?", fragte Nicky. "Das ist eine lange Geschichte, Shane kannst du sie bitte
erzählen, ich kann das nicht." "Okay, mein Schatz, wenn es dir zu viel
wird, dann sag es aber bitte okay?" "Ja, mach ich!" "Also, ihr wisst doch, dass
ich Angie zum Geburtstag ein Pferd geschenkt habe?" "Ja wissen wir, was ist
damit?" "Es ist umgebracht worden!" "WAS? Das kann doch nicht wahr sein, wer
war es?", Kian war vor Zorn aufgesprungen. "Keine Ahnung, das wissen wir nicht,
und wir wussten bis heute auch nicht warum!" "Und seit heute wisst ihr es? Woher?"
"Angie hat heute einen Brief bekommen, wartet, ich lese ihn vor." Shane las
den Brief von heute morgen vor und den anderen verschlug es regelrecht die Sprache.
"Wer tut so was nur?" Mark war der erste, der seine Sprache wieder fand. "Keine
Ahnung, irgendein verrückter Fan, der es nicht ertragen kann, dass Shane
verlobt ist, und bald heiratet?" "Keine Ahnung, auf jeden Fall wollten wir mit
euch reden und euch reden, ihr habt den Brief gehört, auch von euch ist
die Rede und wir machen uns natürlich große Sorgen um euch alle."
"Wir passen schon auf uns auf, versprochen!" "Ja schon, aber ich bitte euch,
passt wirklich auf und nehmt das ernst, ich weiß nicht, was ich davon
halten soll.", sagte Shane besorgt. Angie saß neben ihm und hörte
zu, doch ihr wurde es zu viel. Den Stress der letzten Tage sah man ihr deutlich
an, und sie brach zusammen. Sie sank auf dem Sofa nieder und war Ohnmächtig.
So ging ihr das schon früher immer. Wenn sie etwas fürchterlich fertig
machte, fiel sie oft ich Ohnmacht. Shane fiel es auf und versuchte sie, mit
einer Ohrfeige wieder aufzuwecken, doch sie reagierte nicht. "Shane, lass mal,
ich bringe sie nach oben, sie muss sich unbedingt ausruhen. Das ist alles zu
viel für sie." Bryan nahm Angie auf den Arm und trug sie nach oben. Kerry
folgte ihm, sie wollte bei Angie bleiben, bis sie wieder aufwachte. Nach 5 Minuten
kam Bryan wieder hinunter. "Und wie geht es ihr?", fragte Shane sofort. "besser!
Sie schläft jetzt. Sie ist aufgewacht und Kerry hat sie getröstet
und hat ihr dann ein Beruhigungsmittel gegeben." Das ist gut, das tut ihr bestimmt
gut.", sagte Nicky. "Sie hat die letzten Tage kaum geschlafen, sie hat immer
nur geweint. Und ich konnte nichts tun!" Shane machte sich Vorwürfe, das
sah man ihm an. "Shane, du kannst da nichts tun. Ich wüsste auch nicht,
wie ich mich verhalten sollte, aber das wichtigste ist, dass du für sie
da bist, und das bist du!" "Wisst ihr, was sie mir vorhin vorgeschlagen hat?"
"Nein, was denn?" "Sie hat gesagt, es wäre besser, sie würde uns verlassen,
weil sie für uns eine zu große Gefahr wäre. Versteht ihr? Sie
liebt uns so sehr und sie macht sich solche Sorgen, dass sie uns sogar verlassen
würde, damit uns nichts passiert!" "Wirklich? Du hast ihr das hoffentlich
ausgeredet?", fragte Bryan. "Ja natürlich habe ich das. Ich würde
sie niemals gehen lassen, denn nicht nur wir sind in Gefahr, sondern Angie selbst
auch. Ich glaube sogar, dass sie noch viel mehr in Gefahr ist, als wir. Derjenige,
der das getan hat, will Angie loswerden, nicht uns. Er will Angie damit doch
nur Angst machen, damit sie genau das tut, was sie vorhatte." "Sie wollte uns
und DICH verlassen, weil sie Angst um uns hat?", fragte Mark. "Ja genau das
wollte sie!" "Das ist ja heftig. Aber ich würde gerne mal wissen, wer so
was tut und warum!" "Ich hab keine Ahnung Nix, wenn ich eine hätte, hätte
ich schon längst was unternommen!", sagte Shane. "Aber bitte lass uns von
was anderem reden, wie wäre es, wenn wir jetzt noch ein bisschen auf die
Piste gehen und einfach mal alles vergessen, das könnte ich gut gebrauchen!",
sagte Shane. "Ja das ist eine gute Idee, aber was ist mit Angie?" "Geht ruhig,
ich bin da. Ich werde mich um sie kümmern." "Danke Kerry, aber ich glaube,
ich sollte doch lieber dableiben, ich kann sie doch nicht einfach alleine lassen!"
"Shane ich bin hier und ich werde auf sie aufpassen, du musst dich auch ein
bisschen entspannen, du bist sonst am Ende deiner Kräfte und kannst Angie
nicht mehr helfen!" "Vielleicht hast du recht!" "Ja das hab ich, und jetzt verschwinde
endlich!" "Okay, dann bis später!" Die Jungs verabschiedeten sich und fuhren
auch gleich zu ihrer Stammkneipe. Sie stiegen aus und gingen auch gleich hinein.
Kian, Nicky, Mark und Bryan hatten sich fest vorgenommen, Shane abzulenken,
damit er endlich mal an etwas anderes denken konnte. Er machte sich immer Sorgen
und hatte es im Moment wirklich nicht einfach. Außerdem wollten sie mit
Nicky seinen Geburtstag ausgiebig feiern, schließlich wurde man ja nur
einmal 25. Sie setzten sich zusammen an einen großen Tisch und Mark bestellte
die Getränke. "Auf Nicky, Happy Birthday Kleiner!", sagte Bryan und grinste
ihn an. "Sehr witzig, du Riese, trotzdem Danke." Sie stoßen an und tranken
ihr Bier fast auf einmal aus. Vor allem Shane kippte alles in sich rein, was
er nur in die Finger bekommen konnte. Die anderen wollten ihn zwar ein bisschen
ablenken, aber so war das eigentlich nicht gemeint. Doch am Anfang bemerkte
das noch keiner, denn wenn die Westlifer zusammen feiern gingen, dann floss
immer viel Alkohol. Nach drei Stunden hatten alle viel getrunknen und Shane
war schon total betrunken, als ein paar Journalisten ins Pub kamen. "Scheiße,
da sind Journalisten!", rief Nicky. "Was machen wir jetzt ? Wenn die Shane so
sehen, dann gibt das morgen mega Schlagzeilen!" Und da hatten sie recht. Shane
war mehr als nur betrunken, er hatte den ganzen Frust und die ganzen Sorgen
die er hatte durch Alkohol ertränken wollen, was eigentlich auch ganz gut
geklappt hatte, denn er konnte sich mit Mühe und Not noch an seinen Namen
erinnern, geschweige denn, an das, was er durchgemacht hatte. Die Journalisten
und Fotografen hatten sie noch nicht gesehen, denn sie saßen ziemlich
versteckt, doch offensichtlich hatten sie einen Tipp von jemanden bekommen,
dass sie hier feierten. "Bryan, schaff Shane hier raus, wenn die ihn so sehen
oder auch noch ein Foto machen, dann gibt’s Ärger, du weißt!", sagte
Nicky. "Ja mach ich, komm Shane auf geht’s, zum Auto, beweg dich." "W...w...as
will u von mir?" "Du sollst deinen Hintern bewegen und frische Luft schnappen,
damit du wieder weißt, wer du bist!" Doch auch das half nichts, Shane
blieb einfach sitzen und starrte Bryan verwirrt an. Bryan hatte die Schnauze
voll. Er schnappte sich Shane und trug ihn zum Auto. Die Journalisten hatten
das nicht gesehen, entdeckten jetzt aber die anderen. Sie fingen an, Fotos zu
schießen und Fragen zu stellen, doch sie waren das ja schon gewöhnt
und standen einfach auf, bezahlten und gingen ohne Kommentar nach draußen.
Die Journalisten wollten ihnen folgen, doch sie sahen ein, dass sie eh kein
Interview bekommen würden. "wenigstens haben wir ein gute Bilder geschossen,
aber es haben doch zwei gefehlt oder nicht?", sagte ein Fotograf. "Ja soviel
ich mitbekommen habe, sind Bryan und Shane gleich abgehauen, als sie uns gesehen
haben!", sagte der andere altklug. Er wollte etwas dazu beitragen, obwohl er
gar nichts gesehen hatte. Die Westlifer waren inzwischen bei den Autos angekommen
und überlegten, wie sie nach Hause kommen konnten. Sie hatten alle zu viel
getrunken, um noch nach Hause fahren zu können. "Sperren wir die Autos
einfach ab und rufen uns ein Taxi!", sagte Nicky. "Ja ich glaube, das ist das
beste. und dann kann Shane das Taxi voll kotzen und nicht meins.", sagte Kian
belustigt, während er Shane betrachtete, der auf dem Boden saß und
am Auto angelehnt schlief. "Stimmt. Aber findet ihr es nicht ein bisschen komisch?",
meinte Mark. "Was denn?" "Dass Shane so viel getrunken hat, das macht er sonst
nie. Ich meine, nicht so viel, wie er heute getrunken hat und dann auch noch
an deinem Geburtstag, eigentlich solltest du da jetzt sitzen, Nix!"; meinte
Mark zu Nicky gewandt. "Ich kann mich ja dazu setzen, wenn du willst!"; grinste
Nicky. "So war das nicht gemeint. Ich meinte nur, dass es seltsam ist, dass
Shane so viel trinkt, er ist eigentlich der Vernünftigste von uns, meistens
jedenfalls.", erwiederte Mark. "Lass uns das bitte zu Hause besprechen, ich
hab keine Lust, noch länger in der Kälte rumzustehen!", sagte Bryan
und rief mit seinem Handy zwei Taxis. Nach zehn Minuten kamen die auch und Mark
und Bryan halfen dem völlig betrunkenen Shane auf die Beine. Sie fuhren
alle bis zu Bryans Haus und stiegen aus. Nicky wollte eigentlich nach Hause,
aber Bryan sagte: "Nix, bleib doch hier, jetzt noch alleine nach Hause, das
ist mir auch in deinem Zustand ein bisschen riskant." "Okay, überredet!"
Er stieg aus, bezahlte den Fahrer und folgte dem Dreiergespann Mark-Shane-Bryan
ins Haus. Kerry war noch wach und nahm sie im Wohnzimmer in Empfang. "Was habt
ihr denn mit Shane gemacht? Ich dachte eigentlich, dass Nicky der betrunkenste
von euch wäre." "Dankeschön für das Kompliment, Kerry!", sagte
Nicky grinsend, der hinter Bryan stand. "war nicht böse gemeint, Nix" "Ich
weiß. Ich hab mich schon dran gewöhnt, dass alle glauben, nur weil
ich Geburtstag habe, mich zulaufen lasse, aber da seit ihr diesmal auf dem Holzweg!"
Nicky grinste in die Runde. "Aber warum hat sich Shane denn so zulaufen lassen?"
"Ich glaube, er wollte sich ein bisschen ablenken. Er hatte so viel um die Ohren
in der letzten Zeit und wir haben das gar nicht bemerkt und das ist nun das
Ergebnis.", sagte Kian vorwurfsvoll. "Ach komm, da seid doch nicht ihr dran
schuld, daran hat keiner Schuld und er liegt ja auch nicht im Sterben, er ist
nur....!" "Total betrunken!", kam es von allen gleichzeitig. "bringt ihn am
besten nach oben ins Gästezimmer, aber in das hintere, im vorderen schläft
Angie und ich glaube nicht, dass sie besonders begeistert wäre, wenn Shane
ihr noch das Bett voll kotzt, was glaube ich, passieren könnte!"; sagte
Kerry. "In Ordnung, ich bring ihm einen Eimer vorsichtshalber.", sagte Bryan
und legte sich einen Arm von Shane um die Schulter und hievte ihn nach oben.
Shane merkte gar nichts mehr, er war schon längst im Land der Träume
versunken.
Am nächsten Tag wachte Angie schon ziemlich früh auf, da sie sehr
früh ins Bett gegangen war. Sie überlegte, ob sie schon nach unten
gehen könnte, oder ob sie noch warten sollte. Da hörte sie ein weinen,
das entweder von Molly oder Lilly kam. Wie es aussah, war Kerry auch schon wach.
Deshalb beschloss sie auch, nach unten zu gehen. Wie sie richtig vermutet hatte,
war Kerry schon wach und versuchte gerade Molly zu beruhigen, die weinte. "Morgen
Kerry!" "Ah guten Morgen Angie, ich hab dich gar nicht bemerkt!" "Wundert mich
nicht, die schreit ja ziemlich laut!" "Ja das kann sie ziemlich gut! Hat sie
dich aufgeweckt?" "Nein hat sie nicht, ich war schon länger wach. Wann
sind die Jungs denn gekommen?" "So um 4 glaube ich, und ganz schön betrunken,
na ja wenn ich es mir überlege, war es gar nicht so schlimm. Sie konnten
alle noch normal reden, bis auf Shane natürlich." "Wieso Shane?" "Ach keine
Ahnung, die anderen haben eigentlich nicht so viel getrunken wie sonst, dafür
hat Shane ganz schön ins Glas geschaut, der hat gestern nicht mal mehr
gewusst, wer er überhaupt war, hat Bryan mir erzählt. Zu Hause hat
er schon längst geschlafen!", erzählte Kerry. "Aber er trinkt doch
sonst nicht so viel, oder?" "Nein eigentlich nicht, aber er schläft oben
im anderen Gästezimmer und ich glaube, das kann sich nur noch um Stunden
handeln, bis der wieder aus dem Bett findet und geradeaus laufen kann." "Na,
dann lass ich ihn lieber mal schlafen. Wo sind die anderen denn alle?" "Die
haben sich auf die Zimmer verzogen und werden wohl auch noch eine Weile schlafen,
wie es aussieht, haben wir erst mal eine Männerfreie Zone." "Ach ist doch
auch nicht schlecht!" "Ne eigentlich nicht, du könntest mir ja helfen,
einen Kuchen backen, ich hatte gestern keine Zeit mehr. Dann kriegt ihn Nicky
halt heute!" "Ja klar gerne, aber meine Backkünste lassen zu wünschen
übrig!" "Ach das macht nichts, wir kriegen das schon hin. Und es wird bestimmt
lustig." Da hatte Kerry recht, es war in der Tat sehr lustig. Gerade, als Angie
ein Ei aufschlagen wollte, kam Molly in die Küche gekrabbelt und zupfte
Angie am Hosenbein. Die erschrak und ließ das Ei fallen. Angie und Molly
waren so voller Ei, dass Angie die Kleine auf den Arm nahm und für eine
kleine Waschaktion im Bad verschwand. Als sie wiederkam, war der Kuchen schon
im Backrohr. Während sie warteten, setzten sie sich ins Wohnzimmer und
redeten ein bisschen, vor allem über die letzten Geschehnisse. Kerry wollte
Angie zu nichts drängen, doch Angie erzählte ihr die ganze Geschichte.
Sie hatte sich jetzt ziemlich lang Gedanken darüber gemacht, und nun fiel
ihr es etwas leichter, darüber zu sprechen. Als der Kuchen fertig war,
holten sie ihn aus dem Backrohr und verzierten ihn noch mit Sahne und Marzipan.
Sie malten eine große 25 darauf und stellten ihn zum Auskühlen in
den Kühlschrank. "Schau, ist doch ein wahres Kunstwerk geworden, und falls
Nicky schon wieder geradeaus gucken kann, dann wird er es vielleicht auch erkennen.",
sagte Kerry und musste grinsen. "Ja ich kann schon wieder geradeaus gucken!"
Nicky kam die Treppe herunter. "Ach guten Morgen, auch schon ausgeschlafen?"
"Ja einigermaßen, wo sind denn die anderen?" "Die schlafen noch und ich
denke, bei ein paar dauert das auch noch ein bisschen, bis sie wieder geradeaus
gucken können!", sagte Kerry. "Du meinst damit aber nicht zufällig
Shane?" "Wen denn sonst? Es hat ja keiner so viel getrunken, wie er oder nicht?"
"Nein, Shane war diesmal unser Meister!", grinste Nicky. "In was war ich Meister?"
Shane kam auch die Treppe heruntergetorkelt. Er war noch ziemlich wackelig auf
den Beinen. "Shane! Mit dir hätte ich am wenigsten gerechnet!", sagte Kerry
völlig überrascht. "Wieso das denn? AUA!" Shane setzte sich auf die
Couch und hielt sich den Kopf. "Du brauchst ne Aspirin stimmts?" "Das wär
lieb! Danke!" Kerry ging in die Küche und holte Shane eine Tablette und
ein Glas Wasser. Shane nahm dankbar die Tablette und lehnte sich in die Kissen
zurück. Angie setzte sich neben ihn und lehnte sich bei ihm an. "Guten
Morgen mein Schatz!" "oh Guten Morgen, hab dich gar nicht gesehen!" Shane gab
Angie einen Kuss und lehnte sich dann wieder zurück. Er hatte höllische
Kopfschmerzen, konnte sich aber nicht erinnern, von was. "Warum tut mir nur
so der Schädel weh?" "Das fragst du noch? So viel wie du getrunken hast,
ist es mir ein Rätsel, warum du nicht gekotzt hast!", sagte Nicky. "Ich
hab doch nichts getrunken! Waren wir gestern weg?" "Ja waren wir, Shane. Wir
haben meinen Geburtstag gefeiert und du hast ein bisschen zu tief ins Glas geschaut.
Bryan hat dich nach draußen getragen, als Journalisten ins Pub kamen,
sonst hätten wir jetzt ein wunderschönes Foto von dir in der Zeitung.",
erzählte Nicky grinsend. "Oh, hab ich vergessen, und wie bin ich ins Bett
gekommen?" "Bryan hat dich nach oben getragen, er hat gestern, oder eher heute
Nacht Shane-Sitter gespielt!" "Oh mein Gott, warum hab ich nur so viel getrunken?"
"Das haben wir uns auch gefragt!", sagte Nicky.
Nach und nach kamen auch die anderen nach unten, doch keiner von ihnen sah so
schrecklich aus, wie Shane. Alle hatten sich einigermaßen zusammengerissen
und keiner von ihnen hatte einen solchen Kater, wie Shane. "Wir müssen
noch unsere Autos holen!", sagte Mark. "Die stehen immer noch vor dem Pub, hoffe
ich." "Ja dann holen wir sie schnell oder? Aber wer holt Shanes Auto? Ich glaube,
er sollte in diesem Zustand nicht fahren!", sagte Kian. "Okay, dann komm ich
mit, Angie, du kannst doch sicher solange, auf Lilly, Molly und Shane aufpassen
oder?" "Ja kann ich machen!" "Auf mich muss man nicht aufpassen!", rief Shane,
doch keiner nahm ihn ernst. So machten sich alle auf den Weg, ihre Autos zu
holen und Angie setzte sich zu Shane auf das Sofa und kuschelte sich an ihn.
"Und wie war es gestern?" "Wenn ich das wüsste, würde ich es dir verraten!",
sagte Shane. Er war noch nicht fähig für ein richtiges Gespräch,
deshalb ließ Angie es sein und schaute ein bisschen TV. Molly und Lilly
schliefen friedlich und Angie musste sich um nichts kümmern, nach einer
dreiviertel Stunde kamen die anderen auch schon wieder. Sie hatten ihre Autos
vor dem Haus geparkt und Kian und Mark wollten sich eigentlich Richtung Sligo
auf den Weg machen. Sie hatten noch 1 Tag frei und dann ging es mal wieder auf
Promotion Tour. "Shane willst du mit uns mitfahren? Ich glaube, es ist nicht
so gut, wenn du fährst!", sagte Kian und musterte Shane. "Ja ich glaube,
das ist besser.", sagte Shane. "Mark nimmst du Angie mit und ich Shane, okay?"
"Klar, mach ich!" Sie verabschiedeten sich von den anderen und machten sich
dann auf den Weg nach Sligo.
In Sligo angekommen, stiegen Shane und Angie aus, und verabschiedeten sich von
den anderen. Sie würden sich ja morgen wiedersehen, obwohl Shane noch nicht
wusste, ob Angie morgen mit auf Tour kommen könnte oder nicht.
Am nächsten Tag musste Shane schon früh aufstehen. Sie hatten mit
Louis abgesprochen, dass sie sich um 6 Uhr in Dublin am Flughafen treffen.
"Und weißt du schon, ob ich mitkann oder nicht?", fragte Angie Shane beim
Frühstück. "Nein, weiß ich noch nicht, aber so weit ich weiß,
fährt Gina diesmal auch mit. Dann dürfte das kein Problem sein, dass
du auch mitfährst!", sagte Shane und schob sich ein Stück Toast in
den Mund. "Gina fährt auch mit? Ist ja cool, dann lerne ich sie mal richtig
kennen.", sagte Angie. "Ich ruf schnell Louis an und frag ihn lieber, ob du
mit kannst oder nicht!", sagte Shane und schnappte sich schnell sein Handy.
"Alles Klar, du kannst mit. Ihr müsst halt dann Backstage bleiben, aber
ich glaube, das ist okay oder?" "Klar ist das okay, Hauptsache ich bin bei dir!"
Die Promotion Tour dauerte ungefähr 2 Wochen, danach hatten sie 1 Woche
frei, denn danach würden die Tourproben für die kommende Tour beginnen.
"Komm Angie wir müssen los! Mark und Kian sind schon da, wir fahren mit
ihnen mit, ich hab mein Auto doch noch bei Bryan stehen." Kian und Mark standen
schon draußen und warteten auf die Zwei. "Ich fahr bei Kian mit!", sagte
Angie und ging gleich auf ihn zu, nachdem Shane und sie sich anzogen und nach
draußen gegangen waren. "Morgen Ki, na wie geht’s?", sagte Angie, als
sie ins Auto stieg. "Morgen, ja es geht, ich bin müde, immer muss uns Louis
so früh aus dem Bett schmeißen." Die restliche Fahrt waren beide
eigentlich ziemlich still. Angie schlief noch ein bisschen, was sie im Auto
immer tat und Kian konzentrierte sich so gut es ging auf den Verkehr.
Am Flughafen in Dublin angekommen, stellten sie ihre Autos wie immer in die
Tiefgarage und gingen in die Eingangshalle. Die anderen waren auch schon da.
Nicky, Georgina und Bryan saßen auf einer Bank und waren auch nicht gerade
wach, bis auf Georgina, die recht aufgeregt schien. "Morgen, auch schon da?",
sagte Bryan und begrüßte die anderen. "Hi ihr!", sagte Angie und
umarmte alle zur Begrüßung. "Hi, ich bin Angie, wie du sicher weißt.
Jetzt bin ich schon so lange da und wir haben uns immer nur ganz kurz gesehen!",
sagte Angie zu Georgina. "Stimmt, aber ich denke, wir können das in den
nächsten Tagen nachholen, wir haben ja nicht viel zu tun, außer unseren
Männern zuschauen, wie sie arbeiten.", grinste Georgina. "Vielen Dank mein
Schatz, du baust mich auf. Ich hatte es schon verdrängt, dass Louis uns
wieder von Stadt zu Stadt hetzen wird.", sagte Nicky und legte einen Arm um
Georgina. "und da kommt ja unser Sklaventreiber, morgen Louis!", sagte Shane,
der Louis entdeckt hatte, wie er auf sie zukam. "Morgen Jungs, Morgen Angie,
Gina! Kommt auf, unser Flug geht in einer halben Stunde!" "Wo geht es denn hin?",
fragte Kian. "Zuerst müssen wir nach London, da bleiben wir 2 Tage, dann
geht es weiter nach Stockholm, da müssen wir die neue Single vorstellen
und anschließend fliegen wir für ein paar Promo Auftritte nach Deutschland.
Wie es weitergeht, sag ich euch dann, wenn es so weit ist!" "Nach Deutschland?
Wo fliegen wir da genau hin? Wie lange bleiben wir?" Mark war aufgesprungen,
als er das Wort Deutschland gehört hatte. "Wir fliegen erst nach Köln,
für eine Autogrammstunde und dann geht es weiter nach München, aber
da bleiben wir nur kurz. Wir fahren zu einem Radiosender, ihr gebt ein Interview,
stellt die Single vor und dann geht es gleich wieder weiter!", sagte Louis.
"Ich muss telefonieren.", sagte Mark, schnappte sich sein Handy und ging mit
seinem Gepäck schon mal voraus, um telefonieren zu können. Er musste
unbedingt Amy anrufen, vielleicht könnte sie ja nach München oder
Köln kommen. Dann würde er sie endlich wieder sehen. In Deutschland
war es schon halb acht, sie ist bestimmt schon wach, dachte Mark und wählte
ihre Nummer. "Ja hallo?", Amy meldete sich am Telefon und klang noch ein bisschen
verschlafen. "Hi Mein Schatz, na wie geht’s dir?" "Mark, hallo! Naja es geht,
ich bin ein bisschen krank, aber sonst geht es mir gut. Und dir?" "Ja mir auch,
ich wollte dich nur fragen, ob du in zwei tagen in Köln oder München
sein kannst?" "Warum das denn?" "Weil wir gerade auf dem Weg nach London sind
und dann geht es nach Köln und nach München und ich dachte mir, wir
könnten uns doch sehen." "WIRKLICH?" "Ja wirklich!" "München ist bei
mir ganz in der Nähe, wo seid ihr denn in München?" "Bei irgendeinem
Radiosender, aber welcher, das weiß ich nicht!" "Hier gibt es nur einen
großen in der Nähe, ich komme auf jeden Fall hin, aber ich glaube,
ich werde nicht reinkommen, weil ich bin doch für alle nur ein Fan!" "Ach,
ich ruf dich einfach an, wenn ich da bin und dann kriegen wir das schon hin
und dann können wir es ja gleich offiziell machen, dass wir zusammen sind.
Was meinst du?" "Ja, ich freu mich schon soo, endlich seh ich dich wieder!"
"Ich kann es kaum erwarten, also sehen wir uns in 2 tagen in München?"
"Okay!" "Ich muss dann aufhören, mein Flieger nach London geht jetzt!"
"Okay, dann bis bald, ich liebe dich!" "Ich dich auch!" Mark legte auf und war
so happy wie schon lange nicht mehr, die anderen wussten auch gleich, worum
es ging. "Und wann seht ihr euch?", fragte Shane, obwohl er nichts von dem Gespräch
mitbekommen hatte. "In München, sie kommt zu dem Radiosender."
Amy inzwischen war im Nu aus dem Bett gehüpft und hatte sich angezogen.
Sie hatte sich fest vorgenommen, Mark zu überraschen und schon nach Köln
zu kommen und ihn bei der Autogrammstunde zu überraschen. Sie hatte Schulferien,
da war das kein Problem. Sie rief sofort bei ihrer besten Freundin Chrissy an.
Sie musste ihr das doch erzählen. Sie wollte bestimmt mit, zur Autogrammstunde.
Sie war doch auch Westlife Fan, vielleicht konnte sie ja mit Kian reden oder
so. "Hallo?" Auch Chrissy klang sehr müde, am Telefon. "Hi Chrissy, hast
du Lust übermorgen mit mir nach Köln zu fahren?" "Wieso nach Köln,
geht’s dir noch gut, weißt du, wie weit das ist?" "Ja weiß ich ,
aber ich will meinen Freund überraschen!" "Hä? Ich dachte, Mark von
Westlife wäre dein Freund, oder ist das nicht mehr aktuell, hast du mich
doch verarscht und das stimmt alles gar nicht?" "Nein hab ich nicht und ich
hab auch keinen neuen Freund.." "Was dann?" "Jetzt überleg mal!" "DU WILLST
MIT ABER JETZT NICHT SAGEN, DASS WESTLIFE ÜBERMORGEN IN KÖLN SIND
UND WIR DA HIN FAHREN?" "Doch genau das will ich dir sagen, ich hab vorhin mit
Mark telefoniert und er hat gesagt, sie fliegen jetzt nach London und übermorgen
sind sie in Köln bei einer Autogrammstunde und danach in München bei
einer Radioshow." "Aber warum fährst du nicht nach München, das ist
lang nicht so weit?" "Weil ich ihn überraschen will, er rechnet erst in
München mit mir, und ich will bei der Autogrammstunde in Köln schon
da sein und ihn überraschen, vielleicht darf ich oder wir mit ihnen nach
München fliegen, dann können wir von München wieder nach Hause."
"DAS MEINST DU ABER JETZT NICHT ERNST? MIT WESTLIFE IN EINEM FLUGZEUG?" "Ja
vielleicht, ich weiß es nicht, aber willst du mit mir nach Köln?"
"Was denkst du denn? Wann geht’s los?" "Übermorgen, den ersten Zug nach
Köln ja?" "Okay, ich komm dann morgen bei dir vorbei, dann können
wir zusammen gleich zum Bahnhof ja?" "Okay, dann bis morgen!" Amy legte auf
und ließ sich wieder auf ihr Bett fallen. Endlich würde sie Mark
wieder sehen. Jetzt musste sie doch nicht bis Weihnachten warten.
Zwei Tage später machten sich Westlife, Angie und Gina auf den Weg nach
Köln. Mark konnte es schon gar nicht mehr erwarten, endlich nach München
zu kommen, so eilig hatte er es. "Jetzt Mark beruhig dich erst mal, du bist
so nervös, dass du bestimmt deinen Namen nicht mehr schreiben kannst, aber
das musst du jetzt leider machen, bestimmt 100mal.", grinste Shane. Die 5 Jungs
betraten durch den Hintereingang das große Musikgeschäft und setzten
sich hinter den langen Tisch, der schon bereitstand. Die Fans durften noch nicht
rein, doch jetzt öffneten die Securitys die Türen. Kreischend kamen
die ersten Fans hereingestürmt. Es durfte immer nur eine bestimmte Anzahl
an Fans zu ihnen, sonst würde es zu Verletzungen kommen. Amy und Chrissy
standen in der Mitte und waren in gut 20 Minuten dran. Amy war so aufgeregt.
Da vorne saß ihr Mark und sie konnte es kaum erwarten, ihn wieder zu sehen,
was würde er sagen? "Fall mir bitte jetzt nicht um okay?", sagte Chrissy
und hielt die zitternde Amy fest. "Nein ich schaffs schon." Währenddessen
schrieben Westlife ein Autogramm nach dem anderen und sahen schon gar nicht
mehr auf. Dann nach gut 20 Minuten kam Amy endlich dran. Mark saß ganz
am Ende vom Tisch. Shane saß ganz vorne und sah Amy an. Er erkannte sie
sofort und wollte sie schon begrüßen, doch sie legte einen Finger
auf den Mund und zeigte auf Mark, der weiter hinten ganz tapfer Autogramme schrieb,
und versuchte, sich abzulenken. So ging es dann auch weiter, auch die anderen
erkannten sie, doch sie gab ihnen zu verstehen, sie sollten leise sein. Chrissy
kam ihr immer hintergelaufen und konnte gar nicht glauben, was da vor sich ging.
Dann stand sie endlich vor Mark. Sie musste sich beherrschen, ihm nicht gleich
an den Hals zu springen. Mark unterschrieb ihr Poster und wollte schon Chrissy’s
nehmen, als Amy sagte: "Kannst du bitte für Amy draufschreiben?" Dann sah
er auf. Er sah in ihre Augen, in deren schon Tränen glitzerten. "Das kann
nicht wahr sein." "Doch ist es!", flüsterte Amy. Dann sprang Mark auf,
lief um den Tisch herum und Amy fiel in seine Arme. "Endlich hab ich dich wieder!",
flüsterte Amy. Sie hob ihren Kopf und sah ihn an. Dann küssten sie
sich. Die anderen Fans guckten ziemlich blöd aus der Wäsche. Auch
Mark bemerkte es und sagte zu ihr: "Weißt du was, geh bitte nach hinten
in den Aufenthaltsraum, sonst gibt es hier noch eine Massenhysterie." "Kann
Chrissy mitkommen, damit ich nicht so alleine bin?" "Ja nimm sie mit, Dan wird
euch nach hinten bringen. Angie und Gina sind auch da." Ein Security kam und
brachte die Beiden nach hinten und Mark setzte sich wieder. Er war so überrascht,
dass er kaum noch seinen Namen schreiben konnte, genau wie Shane ihm prophezeit
hatte. Amy und Chrissy folgten derweil Dan, der sie "Backstage brachte. Er blieb
vor einer Tür stehen und öffnete sie. "Hier könnt ihr warten."
Er ging davon. Sie gingen hinein. Angie und Gina saßen auf einer Couch
und hatten sich unterhalten. Doch jetzt sahen sie auf. Angie erkannte Amy. "Hey,
Amy, was machst du denn hier?" "Hi Angie, schön dich zu sehen." Angie stand
auf und die zwei umarmten sich. Auch Gina stand auf und Angie stellte Amy vor.
"Gina, das ist Amy, die Freundin von Mark! Amy, du kennst Gina ja bestimmt!"
"Ja kenn ich, hi!" "Hi!" "Und wer bist du?", fragte Angie an Chrissy gerichtet.
"I.. I..Ich b..b.. bin!" "Das ist Chrissy, meine beste Freundin, ich glaube,
sie ist ein bisschen aufgeregt!" "Was heißt hier ein bisschen. Ich habe
gerade Kian die Hand gegeben, und stehe vor Shanes und Nickys Freundinnen!"
"Ja und? Wir beißen nicht, oder doch Gina?", sagte Angie. "Nein ich glaube
nicht!" , grinste sie. Die 4 setzten sich und unterhielten sich. Chrissy war
sehr aufgeregt. Sie wusste, dass jetzt dann Kian und die anderen rein kommen
würden und dann würde sie vor ihm stehen. Sie war so verliebt in ihn.
Als hätten sie darauf gewartet, öffnete sich die Tür und die
Westlifer kamen hineingestürmt. Mark allen voran. "Mein Schatz!" Er ging
auf Amy zu und hob sie hoch. Die zwei waren nun völlig beschäftigt.
"Musstest du lange warten, mein Schatz?" Shane war zu Angie gegangen und gab
ihr einen Begrüßungskuss. Auch Nicky ging zu Gina und die zwei waren
dann nicht mehr ansprechbar. Bryan hing am Telefon und telefonierte mit seiner
Kerry. Chrissy zitterte richtig und plötzlich stand sie vor Kian. "Hi,
wer bist du denn?", fragte Kian freundlich. "I...Ich B...B... Bin, Chrissy,
die Freundin von Amy." "Ach so. warum bist du denn so aufgeregt? Ich beiße
nicht, wirklich!" "Ich bin ein riesen Westlife Fan und ich habe niemals damit
gerechnet, einmal vor dir zu stehen, ich weiß nicht, was ich sagen soll!"
"Ich bin auch nur ein Mensch, versprochen, und jetzt beruhig dich mal!" Kian
umarmte sie plötzlich, um sie zu beruhigen, doch es löste genau das
Gegenteil aus. Sie drehte fast durch, doch versuchte sich, dann zu beruhigen.
"Und was machen wir jetzt?", fragte Amy. "Ich denke, wir müssen dann nach
München fliegen, du weißt ja, die Radiosendung." "Kann ich und Chrissy
vielleicht mitfliegen, von München aus, ist es nicht so weit, bis nach
Hause?", fragte Amy und schaute Mark mit ihren Hundeaugen an. "Ich weiß
nicht, ich denke schon, aber ich muss Louis noch fragen.", sagte Mark und stand
auf. Er ging hinüber in den angrenzenden Raum, wo Louis saß und telefonierte.
Mark wartete, bis er fertig war und fragte ihn dann. "Louis, können wir
vielleicht Amy und eine Freundin mit nach München nehmen. Sie hat mich
hier überrascht, wir wollten uns eigentlich erst in München treffen,
aber jetzt ist sie schon hier." "Wenn es sein muss. Ich spiele nicht gerne Taxi
für Leute, die ich nicht kenne.", sagte Louis. Er war ziemlich schlecht
drauf, warum auch immer. "Du kannst sie ja kennen lernen, Amy und Chrissy sind
wirklich total lieb und Angie und Gina verstehen sich auch super mit ihnen.",
warf Mark ein. "Und was ist mit den anderen Jungs? Ich hab keine Lust auf Streit
an Bord" "Ich denke schon, dass sie sich gut verstehen. Die anderen, bis auf
Shane kennen Amy ja kaum, aber sie werden sich schon vertragen." "Und was ist
mit der anderen?" "Chrissy ist wirklich auch eine ganz liebe. Vorhin hat sie
sich mit Kian unterhalten." Mark öffnete die Tür einen Spalt und Louis
sah hinaus. Chrissy und Kian saßen zusammen auf dem Sofa und unterhielten
sich. Chrissy strahlte Kian förmlich an und auch Kian schien sich gut zu
unterhalten. Mark schloss die Tür wieder. "Ist okay, sie können mit,
aber das ist eine Ausnahme, ich nehme ungern Fans mit." "Amy ist meine Freundin,
falls du das vergessen haben solltest!", sagte Mark gereizt. "Das weiß
ich und ganz Deutschland jetzt auch!", giftete Louis zurück. "Ach darum
geht es dir? Nur weil ich meine Freundin geküsst habe, nachdem ich sie
einen Monat nicht gesehen habe?" "Nein, dass du sie vor allen anderen Fans geküsst
haben, die vor euch standen und in Tränen ausgebrochen sind." Schrie er.
"Weißt du, wie egal mir das ist. Ich hab sie vermisst, verdammt noch mal
und wenn sie plötzlich vor mir steht, kann ich nicht so tun, als wäre
sie ein normaler Fan!" Auch Mark fing an zu schreien. "Ach soll das heißen,
dass deine Fans dir plötzlich egal sind?" "Nein, das habe ich nie gesagt,
musst du mir alles im Mund umdrehen. Die Fans müssen sich schließlich
dran gewöhnen, dass ich eine Freundin habe!" "Dann hast du sie also geküsst,
um den Fans zu zeigen, dass du eine Freundin hast? Sehr gut Mark, das hast du
ausgezeichnet gemacht!" "Das hab ich nie gesagt, du weißt genau, wie es
gewesen ist, und du drehst mir trotzdem die Worte im Mund um, das ist so was
von unfair, weißt du das?" "Ach, mach doch, was du willst!", sagte Louis
und stand auf. "Das tu ich auch, verlass dich drauf!", schrie Mark und öffnete
mit Schwung die Tür. Die anderen sahen ihn an, als hätte er gerade
irgendetwas außergewöhnliches getan. "Ist was? Hab ich einen Pickel
im Gesicht oder was?", rief Mark. "Nein, aber ist alles in Ordnung mein Schatz,
wir haben dich und Louis streiten hören, was war denn?", fragte Amy und
legte ihre Arme um Marks Hals, um ihn zu beruhigen. Er war völlig aufgebracht.
"Der Typ kotzt mich im Moment so an, er verdreht mir alles im Mund und stellt
mich als Idiot hin. Das lass ich nicht mehr mit mir machen!" Mark setzte sich
mit Amy auf ein Sofa und erzählte den anderen, um was es ging. Shane und
die anderen Jungs waren völlig auf Marks Seite. "Wenn ich Angie einen Monat
nicht gesehen hätte, und SIE stünde bei einer Autogrammstunde plötzlich
vor mir, würde ich genauso reagieren, Mark." "Danke Shane, aber was machen
wir jetzt. Louis führt sich auf wie ein wildgewordenes Nashorn, wenn er
sauer ist. Ich hab einfach keinen Bock, die ganzen nächsten zwei Wochen
mit so einem Typ abzuhängen.", sagte Mark. "Dann rede noch mal mit ihm.
Ich glaube, das ist die einzige Möglichkeit!", sagte Nicky. "Bist du verrückt,
der reißt mir den Kopf ab!", sagte Mark. "Das tut er so oder so, du kennst
ihn doch, da kannst es auch gleich hinter dich bringen!", erwiderte Nicky. "Da
hast du recht. Na gut, dann geh ich ihn mal suchen!" Mark stand auf und wollte
verschwinden. "Halt Mark, das ist nicht mehr nötig.", rief Shane. Louis
war von der anderen Seite ins Zimmer gekommen. "Hi", sagte Mark, als er Louis
sah. "HI Mark, können wir noch mal reden?", sagte er. "Ja das wollte ich
auch." Die zwei gingen zusammen nach draußen. "Es tut mir leid, dass ich
dich vorhin so angeschrieen hab, ich war einfach sauer." "Das hab ich gemerkt,
aber ich hab auch Dinge losgelassen, die mir leid tun!", sagte Mark. "Heißt
das, wir vergessen das ganze okay?" "Nichts lieber als das! Müssen wir
jetzt nicht bald mal zum Flughafen?", sagte Mark. "Stimmt, holst du die Jungs,
ich mach draußen alles startklar.
Mark kam wieder ins Zimmer und setzte sich viel entspannter neben Amy. "Und
alles geklärt, das ging ja schnell!", sagte Amy. "Ja Gott sei Dank, wir
haben alles geklärt und jetzt geht es nach München, los auf.", sagte
Mark. "Können wir jetzt eigentlich mit?" "Ja könnt ihr, ich hab alles
geklärt!" "Juhuu!" Chrissy sprang auf und freute sich riesig. Sie konnte
es immer noch nicht glauben, dass sie jetzt mit Westlife nach München fliegen
würde, und dass sie auch noch über eine Stunde mit ihnen in einem
Raum gesessen hatte und sich ewig mit Kian unterhalten hatte.
Am Flughafen angekommen, ging es immer los, mit der großen Hetzerei. Gepäck
wegbringen, sich vor Fans in Sicherheit bringen. Durch die Kontrolle, ins Flugzeug.
"Geschafft! Jetzt haben wir eine Stunde Zeit, bis wir in München landen!",
sagte Kian und ließ sich in einen Sitz fallen. "Darf ich mich neben dich
setzen?" Chrissy stand neben ihm. "Natürlich, Amy sitzt ja glaub ich, neben
Mark.", sagte Kian und Chrissy setzte sich neben ihn. "Ja, und ich glaube, sie
haben genug zu bereden.", sagte sie. "Na, ich weiß nicht, nach reden sieht
das nicht aus.", sagte Kian und deutete auf die Zwei, die einer Tätigkeit
nachgingen, die tatsächlich nicht viel mit Reden zu tun hatte.
"Shane es ist so schön, bei dir zu sein. Ich glaube, ich würde das
zu Hause nicht noch mal aushalten, ohne dich!", sagte Angie und kuschelte sich
an Shane. "Ohne dich halte ich das auch nicht aus, nicht noch mal so lange.
Ich glaube, du musst jetzt immer mitkommen!", sagte Shane. "Ja das glaube ich
auch, aber wie oft, müsst ihr denn noch auf Promo-Tour gehen?" "Ich weiß
es nicht genau, aber ich glaube, jetzt noch die Zwei Wochen, dann haben wir
frei, aber nicht lange. Dann fangen die Proben für die Tour an. Dazwischen
ist Weihnachten, Silvester und eine Hochzeit!", grinste Shane. "Weißt
du schon, wann wir heiraten?", fragte Angie ganz aufgeregt. "Ja, ich glaube
schon, ich hab schon mal nachgefragt, ob es an diesem Termin geht, weil ich
hab eine gute Idee. Willst sie wissen? Ich weiß ja nicht, ob du einverstanden
bist!" "Solange du mich einplanst, ist alles in Ordnung, dann ist es mir egal,
wann wir heiraten!" "Also ich hab mir gedacht, wir heiraten am 5.1. !" "Wenn
du willst, gerne, aber was ist an dem so besonders?" Shane fing an zu flüstern.
"Da haben Bryan und Kerry auch geheiratet!" "Hey, das ist eine gute Idee. Warte
mal, ich glaube, dass Amy auch am 5.1. Geburtstag hat. Das wär es doch
oder?" "Bist du dir da sicher, dass sie da Geburtstag hat?", fragte Shane. "Nein
bin ich nicht, aber wir können sie ja fragen.", sagte Angie. "Ich glaube,
das solltest du später machen, sie ist glaube ich, im Moment nicht fähig
zu sprechen!", sagte Shane und nickte mit dem Kopf Richtung Mark und Amy. "Hast
recht, das machen wir dann, wenn wir gelandet sind, oder wenn Amy wieder fähig
ist, zu sprechen."
Das Flugzeug landete in München und Mark und Amy mussten sich jetzt wohl
oder übel voneinander trennen, was aber auch einen Vorteil hatte. Man konnte
wieder mit ihnen sprechen und sie waren fähig zu antworten. "Hey Amy, ich
muss dich kurz was fragen, komm mal her!", sagte Angie, als sie in der Halle
im Flughafen angekommen waren. "Was ist denn?", fragte Amy und ging zu Angie.
"Ich wollte dich nur kurz fragen, wann du Geburtstag hast!" "Ich? Am 5.1. wieso?"
"Das dachte ich mir schon, ich war mir nur nicht mehr sicher." Angie beugte
sich jetzt zu Amy, damit die anderen sie nicht hören konnten. "Weil Shane
und ich am 5. heiraten wollen, und ich wollte es nur wissen, ob du da wirklich
Geburtstag hast!" "Ihr wollt an meinem Geburtstag.." "Pst, sei leise, das soll
eine Überraschung werden, weißt du denn nicht, was noch am 5.1. ist?"
"Nein, was ist da??" "Da haben auch Kerry und Bryan geheiratet und wir wollten
ja auch im Januar heiraten und haben die ganze Zeit überlegt, an welchem
Tag, weil wir wollten ein besonderes Datum, und da ist uns der 5. eingefallen!"
"Das ist ja voll cool, bin ich auch eingeladen?" "Nein, bist du nicht... Natürlich
bist du eingeladen, du kannst blöde Fragen stellen!" Amy und Angie gingen
gefolgt von den anderen zum Ausgang und stiegen, wie sie es gewohnt waren, in
den Van, der schon vor dem Flughafen auf sie wartete und fuhren gleich zu dem
Radiosender. Sie gaben ein Kurzes Interview und sangen einen kleinen Teil ihrer
neuen Single Acapella und mussten dann schon wieder gehen. Das hieß auch,
dass sich Mark und Amy voneinander verabschieden mussten. "Ich will nicht schon
wieder gehen!", sagte Amy und sah Mark mit Tränen in den Augen an. "Schatz,
jetzt ist es nicht mehr lange, noch ein Monat und dann kommst du für immer
zu mir!" "Ich weiß, aber ich weiß nicht, wie ich es so lange ohne
dich aushalten soll!" "Das weiß ich leider auch noch nicht, aber wir haben
es bis jetzt geschafft, den Rest kriegen wir auch noch hin okay?" "Okay!" Sie
küssten sich zum Abschied und Amy verabschiedete sich auch von den anderen.
Auch Chrissy ließ sich von jedem noch einmal drücken und dann gingen
sie Richtung Bahnhof davon.
"Und wo müssen wir jetzt hin?", fragte Shane. "Jetzt geht es nach Glasgow!",
sagte Louis und scheuchte sie wieder zum Van.
Eine Woche später war die Promo-Tour endlich vorbei und Angie ließ
sich neben Shane aufs Sofa fallen. Gerade hatten sie es sich gemütlich
gemacht, da klingelte Shanes Handy. "hallo?" ..... "Wirklich? Das ist ja großartig!"
..... "Vielen dank, dass Sie mir gleich bescheid gesagt haben!" .... "Danke,
auf wiedersehen!" Shane legte wieder auf und grinste plötzlich wie ein
Honigkuchenpferd. "Was ist denn, jetzt sag schon!", bohrte Angie. "Das Haus
ist endlich fertig!", sagte Shane strahlend. "NEIN!" "Doch!" "Ahhhhhhh wie geil!!"
Angie sprang auf und lief wie eine verrückte im Zimmer herum. "Shane, bitte
lass uns gleich hinfahren!", bettelte Angie. "Natürlich, wenn du das willst.
Der Bauleiter hat gesagt, der Schlüssel ist im Briefkasten." Sie zogen
sich also sofort wieder an und fuhren 2 Straßen weiter, zu dem riesigen
Haus, das endlich fertig war und nur noch drauf wartete, bezogen zu werden.
"Shane, das ist einfach phantastisch.", rief Angie, als sie durch das riesige
Haus liefen. "Gefällt es dir?" "Ob es mir gefällt? Es ist der Wahnsinn!"
Die Möbel hatten sie schon vor Monaten ausgesucht, sie mussten sie nur
noch bestellen, was sie auch gleich am selben Tag taten. Die nächsten Tage,
die sie frei hatten, richteten sie das Haus ein. Es war ein hartes Stück
Arbeit, aber Shanes Vater und sein Bruder Liam halfen kräftig mit und nach
3 Tagen waren sie soweit fertig, dass sie einziehen konnten. Es gab 3 Schlafzimmer.
Eins für Angie und eins für Shane und eins für sie zusammen.
Dann gab es ein Musikzimmer, 2 Büros, ein Poolzimmer, 8 Badezimmer, 5 Gästezimmer,
ein riesiges Wohnzimmer, eine überdimensionale Küche, einen großen
Keller, einen Speicher und eine große Garage für Shanes Autos. "Shane,
hier ist es einfach nur herrlich, ich geh hier nie wieder weg!", sagte Angie
und ließ sich wie immer auf die neue riesige Couch fallen. Plötzlich
klingelte es an der Tür. Shane öffnete sie und Kian und Mark standen
vor der Tür. "HI Shane, wir dachten, wir schauen mal vorbei, wie weit seit
ihr denn?", sagte Kian. "Kian, du hast doch genau gewusst, dass wir schon fertig
sind. Deshalb seit ihr auch jetzt erst gekommen, damit ihr nicht helfen müsst,
stimmts?" Kian grinste. "Stimmt doch gar nicht!"
"Was morgen schon? Und wo?" "Muss das sein, und wie lange?" "ist ja schon gut,
ich werde da sein, wie immer!" Shane drückte den Knopf auf seinem Handy
und setzte sich wieder neben Angie aufs Sofa. "Was ist denn mein Schatz?" "Ach,
das war Louis, er hat gesagt, dass morgen in der Früh die Proben für
die Tour anfangen. Wie sollen wir denn das alles schaffen, wir wollen in 2 Monaten
heiraten, und in 4 Wochen ist Weihnachten und dann muss ich mich auch noch mit
dieser dummen Choreographie abquälen." "Hey Shane, das hast du doch bis
jetzt immer geschafft, abgesehen von der Hochzeit. Und ich bin auch noch da,
ich werde dir schon helfen, wo sind denn die Proben diesmal, ich hoffe nicht
wieder in London!" "Woher weißt du, dass wir letztes Jahr in London für
die Tour geprobt haben?", fragte Shane verblüfft. "Shane, ich war bzw.
bin ein großer Westlife Fan, ich habe jeden Artikel gelesen und da stand
auch unter anderem drin, dass ihr in London geprobt habt." "Achso, nein diesmal
ist es nicht in London Gott sei Dank, wir proben in Dublin in einer großen
Halle. Da muss ich jetzt jeden Tag hin und schwitzen!", sagte Shane. "Aber du
kommst dann schon nach Hause oder?" "Natürlich, die zwei Stunden Autofahrt
werde ich dann auch noch hinkriegen!", sagte Shane.
Am nächsten Tag hieß es mal wieder für Shane, früh aufstehen
und dann ab nach Dublin. Angie blieb erst mal zu Hause. Sie hatte so das Gefühl,
dass Louis nicht einverstanden war, wenn sie dauernd wie eine Klette an Shane
hing.
So vergingen die nächsten zwei Wochen, Shane musste in der Früh los
zur Probe und kam spät abends nach Hause und fiel dann müde ins Bett,
was Angie ihm auch nicht übel nahm. Ab und zu fuhr Angie mit und sah bei
den Proben zu.
Es war genau eine Woche vor Weihnachten, als Shane wieder einmal total müde
und erschöpft von den Proben zurück kam. Er ließ sich völlig
geschafft in den Sessel fallen. Angie kam aus der Küche und begrüßte
ihn mit einem Kuss. "Und wie war es heute?" "Anstrengend wie immer, Priscilla
lässt uns schuften wie die Ochsen." "Och mein armer Schatz. Aber es ist
doch für einen guten Zweck oder nicht!" "Doch natürlich, weißt
du, was das für ein tolles Gefühl ist, auf der Bühne zu stehen
und die Fans jubeln zu hören. Das ist einfach der Wahnsinn." "Das glaub
ich dir, ich hab es jetzt erst einmal erlebt, aber das war wirklich umwerfend."
Angie erinnerte sich daran, wie Shane sie bei dem Sligo Konzert auf die Bühne
hob und sie mit ihm zusammen singen durfte. "Wie lange müsst ihr denn jetzt
noch vor Weihnachten arbeiten?", fragte Angie. "Wir müssen am Dienstag
noch ran, aber wir haben schon Nachmittags frei. Dann haben wir es so gemacht,
dass wir am 27. ; 28. ; 29.; und 30. arbeiten. Dann haben wir ab Silvester 3
Wochen frei. Dann können wir in die Flitterwochen fliegen." "Wo fliegen
wir denn hin? Bitte sags mir!", bettelte Angie. "Nein ich sags dir nicht, das
wird nicht verraten. Außerdem sagst du mir auch nicht, wie dein Kleid
aussieht." , verteidigte sich Shane. "Das sag ich dir auch nicht, das bringt
nämlich Unglück." Angie war unter der Woche mit Kerry und Georgina
losgezogen, um nach einem Hochzeitskleid zu suchen. Nach 5 Stunden fanden sie
auch endlich eins, was ihnen von Anfang an gefiel. Es war ein weißes schulterfreies
Kleid und war an der Taille anliegend und unten weit. Angie hatte dazu wunderschöne
weiße Handschuhe und einen langen Schleier. "Du siehst einfach toll aus,
Angie. Wenn Shane da nicht umfällt, dann weiß ich auch nicht!", sagte
Gina und betrachtete Angie in ihrem Kleid.
Am nächsten Tag stand Shane wie immer früh auf und Angie verabschiedete
sich von ihm. Er fuhr wie immer nach Dublin und ließ sich zusammen mit
den anderen von der Choreographin quälen. Dann ging es für die Jungs
ab zum Gesangstraining. So ging es die nächste Woche weiter. Während
Shane arbeitete, schmückte Angie das Haus weihnachtlich. Sie wollten den
Weihnachtsabend zu zweit verbringen und die Feiertage, dann mit Shanes Familie
und mit den anderen Jungs. Angie fing an, überall Lichterketten an den
Fenstern aufzuhängen und kleine Sternchen an die Fenster zu kleben. Am
Montag, 2 Tage vor Weihnachten, klingelte es am Vormittag an der Tür. Angie
öffnete sie und hatte einen riesigen Tannenbaum vor der Nase. Sie musste
lachen. "Guten Tag lieber Weihnachtsbaum, wollen Sie nicht reinkommen?", sagte
sie zum Spaß. "Ach der Weihnachtsbaum darf reinkommen und ich nicht?",
sagte die Person hinter dem Baum. "Natürlich darfst du reinkommen." Peter
schleppte den Baum an Angie vorbei und legte ihn erst einmal ab. "Ich dachte
mir schon, dass Shane es vergisst, den Baum zu besorgen, kein Wunder, bei der
vielen Arbeit die er hat. Wo willst du ihn denn hinhaben?" "Am Besten da neben
den Kamin. Warte ich hole schnell den Baumständer." Angie ging in den Keller
und holte den Baumständer. Peter stellte den Baum auf und ließ sich
danach auf der Couch nieder. "Vielen Dank für den Baum. Der ist echt toll."
"Kein Problem, ich war eh grad in der Nähe. Und wie läufts bei euch
so, man bekommt euch gar nicht mehr zu sehen. Ich hoffe, dass wir euch wenigstens
an Weihnachten zu Gesicht bekommen." "Bei uns läuft es ganz gut. Shane
hat so viel Arbeit, aber da kann er ja nichts dafür. Ich schmücke
nebenbei das Haus und kümmer mich ein bisschen um die Hochzeit, aber ich
bekomme ja kräftig Hilfe. Gina und Kerry helfen mir! Was Weihnachten betrifft.
Wir wollten den 24. alleine feiern, aber die Feiertage sind wir dann bei euch
und den anderen Jungs." "Okay, das ist ein Kompromiss. Es ist ja klar, dass
ihr Weihnachten zu Zweit verbringen wollt." Angie und Peter redeten noch ein
Bisschen und dann musste er sich auch schon wieder verabschieden. Angie begleitete
ihn noch ein Stück. Sie musste noch schnell zur Druckerei, die Einladungen
abholen. Shane und sie hatten sie zusammen entworfen und in Auftrag gegeben.
Sie mussten sie nur noch verschicken. Es waren über 500 Einladungen.
Als sie wieder zu Hause war, fing sie an, den Baum zu schmücken. Zwei Stunden
brauchte sie, um den riesigen Baum zu schmücken. Um die Spitze oben drauf
zu setzen, brauchte sie sogar eine Leiter. Ein Stuhl war zu klein, denn der
Baum war wirklich riesig. Angie hatte noch nie so einen großen Baum gehabt.
Sie holte die Leiter und stieg hinauf und setzte die goldene Spitze oben drauf.
Sie wollte wieder heruntersteigen, doch sie sah nicht richtig hin und rutschte
ab. Sie fiel unsanft auf den Boden und die Leiter kippte um. Angie hielt die
Arme schützend über ihr Gesicht. Die Leiter fiel auf ihr linkes Bein
und kippte dann auf die Seite.
Langsam versuchte sie, sich aufzurappeln, doch es gelang ihr nicht. Die Leiter
war auf ihr Bein geknallt, das jetzt heftig schmerzte. Angie versuchte verzweifelt
aufzustehen, aber es ging nicht. Ein Schlüssel drehte sich im Schloss um
und Shane kam zur Tür herein. "Shane!", rief Angie und sah verzweifelt
in seine Richtung. "Angie!", Shane hatte sie gesehen und kam ihr sofort zu Hilfe.
Er hob sie hoch und trug sie zum Sofa. "Was ist denn passiert?" "Ach, ich bin
einfach zu dumm, um einen Baum zu schmücken. Ich wollte die Spitze oben
drauf setzen und wollte ich die Leiter runterklettern und hab nicht richtig
aufgepasst. Da bin ich runtergefallen und die Leiter ist auf mein Bein gefallen!",
erzählte Angie und rieb sich mit schmerzverzerrtem Gesicht ihr Bein. "Lass
mal sehen!" Shane schob die Hose vorsichtig nach Oben und betastete ihr Bein.
"Aua!!", rief Angie. "Das Knie schwillt an, ich hoffe, es ist nichts schlimmes!"
"Ich auch nicht, ich will nicht mit einem Gips heiraten.", sagte Angie verzweifelt
und Tränen glitzerten in ihren Augen. "Nicht weinen mein Schatz, wir fahren
jetzt zum Arzt und lassen das anschauen. Kannst du laufen?" Angie versuchte
aufzustehen, doch es tat zu weh. "Nein , das geht nicht!", sagte Angie verzweifelt!"
Shane hob sie kurzer Hand auf seine Arme, schnappte neben bei Angies Jacke und
ging zum Auto. Shane fuhr sofort zum Arzt und als Notfall kamen sie auch gleich
dran.
"Es ist nur geprellt!", sagte der Arzt und verband Angies Knie. "In 3-4 Tagen,
ist wieder alles in Ordnung, aber es wird noch ein paar Tage weh tun. Sie dürfen,
das Knie nicht belasten. Halten Sie es ruhig, dann wird alles wieder in Ordnung
kommen." "Wirklich? Kann ich dann auf meiner Hochzeit im Januar tanzen?" "Natürlich,
aber Sie müssen sich jetzt wirklich schonen, das Bein am besten hochlegen
und das Knie jeden Tag mit dieser Salbe einreiben. Ich denke, Ihr Verlobter
wird schon dafür sorgen, dass Sie sich nicht allzu viel bewegen!", sagte
der Arzt und nickte Shane zu. Der nickte zurück. Der Arzt gab Angie zwei
Krücken, mit denen sie ja schon vertraut war. Sie humpelte zusammen mit
Shane zum Auto. "Kannst du mir sagen, warum das immer mir passiert? Was bin
ich eigentlich für ein Pechvogel? Ich lasse mich von Autos anfahren, falle
von Pferden und Leitern.", sagte Angie verzweifelt, als sie im Auto saßen.
"Ach Angie, du bist dafür der süßeste Pechvogel der Welt!",
sagte Shane und lächelte sie verliebt an. "Danke, das baut mich auf!",
sagte Angie mit einem kleinen Lächeln auf den Lippen. Sie kamen zu Hause
an, und Angie brauchte ihre Krücken doch nicht so oft, wie sie gedacht
hatte. Shane trug sie nämlich ins Haus. "Soll ich Louis anrufen und ihm
sagen, dass ich morgen nicht Arbeiten kann?", fragte Shane. "Nein, das brauchst
du nicht. Du hast doch gesagt, du musst morgen nur bis Nachmittag arbeiten,
den Vormittag werde ich glaube ich auch ohne Unfälle überstehen."
"Bist du dir sicher?" "Ja ich bin mir sicher. Ich werde einfach im Bett bleiben,
dann kann mir nichts passieren ja?" "Versprichst du mir das?" "Ja ich verspreche
es dir. Vielleicht werde ich ganz vorsichtig ins Wohnzimmer humpeln und mich
auf die Couch legen und kein Finger mehr rühren versprochen!"
Am nächsten Tag stand Shane wie immer in der Früh auf und fuhr nach
Dublin. Angie stand erst später auf und humpelte dann langsam ins Wohnzimmer
und legte sich auf die Couch. Um 13 Uhr kam Shane wieder nach Hause. "Hallo
mein Schatz, na ist alles noch heil?", fragte Shane im Spaß und küsste
Angie zur Begrüßung. "Sehr witzig, Shane! Und ja es ist noch alles
dran!" Angie schmollte ein bisschen, weil Shane sie immer noch damit aufzog,
dass sie von der Leiter gefallen war. "Jetzt hab ich endlich frei, aber leider
nur 3 Tage." "Ja ich weiß, aber dafür machen wir uns die Tage wunderschön,
und wenn du dann noch die vier Tage gearbeitet hast, hast du 3 Wochen frei und
wir können wegfahren.", sagte Angie. "Jetzt fang nicht schon wieder an!"
"Womit denn?", fragte Angie ganz unschuldig. "Du willst doch nur wissen, wohin
wir in die Flitterwochen fliegen, hab ich recht?" "Wie kommst du denn darauf?"
"Angie ich kenn dich doch! Hab ich nicht recht!" "Nein hast du nicht!", sagte
Angie in einem Ton, dem Shane keine Zweifel ließen, dass Angie es doch
wissen wollte.
Am nächsten Morgen standen Shane und Angie ziemlich spät auf. Es
war Heilig Abend. Sie frühstückten ausgiebig und fingen dann an, Plätzchen
zu backen. Sie alberten in der Küche herum und machten eine Mehlschlacht,
bis es aussah, als hätte es in der Küche geschneit. "Tja mein Schatz,
das musst du heute aber aufräumen. Wie du weißt, bin ich verletzt,
und darf mich nicht überanstrengen und so wie es hier aussieht, wäre
das eine große Anstrengung, es wieder aufzuräumen!", sagte Angie
und grinste Shane unschuldig an!" "Angie, du bist manchmal wirklich ein Biest,
weißt du das?", sagte Shane grinsend. "Ja weiß ich. Hattest du mit
meinem anderen ich nicht gerechnet?" "Nein eigentlich nicht, ich kannte dich
immer nur als liebe kleine Angie!" So ging es eine Weile weiter und sie stritten
sich im Spaß. Dann trug Shane Angie zum Sofa und er machte sich daran,
die Küche sauber zu machen. Als er fertig war, setzte er sich zu ihr und
dann sangen sie zusammen ein paar Weihnachtslieder. Das war das schönste
Weihnachtsfest, das Angie jemals hatte. Dann setzten sie sich zusammen an den
Kamin und Angie kuschelte sich an Shane. "Shane, es ist so wunderschön
bei dir. Ich weiß gar nicht, was ich machen würde, wenn ich dich
nicht kennen gelernt hätte." "Bitte rede nicht davon, ich will es auch
nicht wissen, wenn du nicht hier wärst, dann wär mein Leben ziemlich
langweilig." Sie lagen lange da am Kamin und redeten miteinander. Angie fühlte
sich so wohl, wie schon lange nicht mehr und sie wollte jeden Augenblick genießen,
den sie mit Shane verbringen konnte. Shane war nun mal sehr beschäftigt,
er war viel unterwegs und konnte nicht immer bei ihr sein, wann er wollte. Doch
Angie respektierte es und sie kam auch einigermaßen gut klar damit. Wenn
Shane länger als eine Woche mit der Band unterwegs war, dann fuhr sie einfach
mit und wich Shane kaum von der Seite. Und auch Shane fand das sehr angenehm.
Mit Gillian war das früher immer anders. Shane hatte auch Gillian sehr
geliebt und sie ihn auch, doch sie war nicht so verständnisvoll wie Angie.
Auch sie wollte immer bei ihm sein, doch sie hasste es, im Rampenlicht zu stehen,
und wollte deshalb nie mit Shane mitfahren. Weder auf Promotion-Tour noch auf
Autogrammstunden oder Interviews. Sie ging lediglich mit ins Studio. Und das
war einfach zu wenig. Shane hatte 3 Wochen im Jahr frei. Und Sie waren vielleicht
4 mal im Jahr im Studio. Das war für eine richtige Beziehung zu wenig und
dann kam Angie auch noch in Shanes Leben gestolpert. Sie brachte damals alles
durcheinander. Schon als sie und Shane gemeinsam im Tourbus saßen, hatte
Shane mächtig Schmetterlinge im Bauch. Doch als sie wieder weg war, redete
Shane sich ein, dass das nichts zu bedeuten hatte. Doch dann, da war sie wieder.
Plötzlich tauchte sie wieder in seinem Leben auf. Im Flugzeug. Da konnte
Shane es fast nicht mehr verdrängen. Er wollte diesmal verhindern, dass
sie sich wieder aus den Augen verlieren. Er gab ihr die Backstage Karte für
das Sligo Konzert, um sicher zu gehen, Angie wenigstens noch einmal zu sehen.
Dann war sie wieder verschwunden. Doch wie sie es anscheinend gerne tat, tauchte
sie wieder genauso unerwartet in Shanes Leben. Sie lag krank in seinem Bett
und Shane machte sich so große Sorgen, obwohl er sie doch kaum kannte.
Er pflegte sie mit soviel Liebe wieder gesund, und Angie sagte ihm dann auch
die Wahrheit, warum sie in Sligo aufgetaucht war. Shane versuchte alles, ihr
zu helfen und schließlich nahmen Shanes Eltern sie bei sich zu Hause auf
und Shane nahm sie mit zum Sligo Konzert. Er war sich jetzt fast sicher, dass
er sich unsterblich in Angie verliebt hatte, doch er hatte immer noch Angst,
sich einzugestehen. Deshalb sagte er noch nichts, doch als Shane Angie auf die
Bühne holte und sie mit ihm zusammen "Ihr" Lied sang, war er sich 100%ig
sicher, dass er mit keiner anderen Frau zusammen sein wollte, er wollte nur
noch sie. Er nahm sich vor, noch am selben Tag mit ihr zu reden. Das tat er
dann auch. Doch Angie glaubte ihm nicht und rannte wütend nach draußen.
Das schlimmste, was Shane sich vorstellen konnte, trat ein. Angie lief in ihrer
Wut und Trauer in ein Auto und wurde schwerverletzt ins Krankenhausgebracht.
Sie lag 5 Wochen im Koma und Shane kümmerte sich rührend um sie. Er
wich ihr nicht von der Seite. Dann wachte sie endlich wieder auf. Shane hatte
in seiner Verzweiflung mit den anderen Jungs Angie "ihr" Lied vorgesungen und
sie war aufgewacht. Seit dem Tag waren Shane und Angie unzertrennlich. Shane
machte ihr einen Heiratsantrag und in gut 2 Wochen würde der große
Tag endlich da sein.
"So Angie, jetzt gibt’s Geschenke!" , sagte Shane und holte sein Geschenk für
Angie heraus. Angie bedankte sich mit einem Kuss bei ihm und öffnete das
Geschenk. "Shane bist du wahnsinnig?", sagte Angie, als sie die Schatulle öffnete.
Es war ein silbernes Diadem mit weißen Diamanten. "Angie, das gehörte
meiner Großmutter, sie hat es mir vererbt. Ich weiß nicht, warum
mir, aber auf jeden Fall bedeutet es mir sehr viel und ich wollte es dir schenken
und ich habe gehofft, du trägst es bei unserer Hochzeit!" Angie kamen die
Tränen. Sie fiel Shane um den Hals und sagte leise: "Shane, das ist das
schönste Geschenk, dass ich je bekommen habe. Ich werde es bei unserer
Hochzeit tragen!" Auch Shane kamen nun die Tränen und sie küssten
sich lang und innig. "So jetzt kommt mein Geschenk!" Angie holte ein Päckchen
hervor und gab es Shane. "Ein Fotoalbum!" "Ja, ich weiß, es ist nichts
besonderes, aber ich kann dir ja schlecht ein Geschenk von deinem Geld kaufen!",
sagte Angie ein wenig geknickt. Sie hatte Angst, Shane würde es nicht gefallen.
Er schlug die erste Seite auf. Da war ein großes Foto von Angie drauf.
Sie hatte genau das an, das sie am Tag des Sligo Konzertes anhatte. Den roten
Rock, das Blaue Top und ihre wunderschönen blonden Locken. Auf der nächsten
Seite war wieder ein Bild von ihr. Auch auf den nächsten Seiten hatte Angie
Bilder von sich eingeklebt, die sich extra beim Fotografen hatte machen lassen.
Dann auf den nächsten Seiten, waren Bilder von Shane zu sehen. Sie hatte
die schönsten Ftos von ihm rausgesucht und auf den letzten Seiten waren
Bilder von ihnen zusammen drauf. Dann auf der allerletzten Seite hatte Angie
etwas geschrieben: Mein Geliebter Shane!
Mit diesem Geschenk wollte ich dir noch mal sagen, wie sehr ich dich liebe und
ich will dich nie verlieren. Du bist mein ganzer Lebensinhalt, mein Lebenselixier.
Ohne dich kann ich nicht mehr leben und will es auch nicht! Du Bedeutest mir
alles. Ich hoffe, das Geschenk gefällt dir. Ich liebe dich! Frohe Weihnachten
mein Schatz!
Deine Angie
Shane waren die Tränen gekommen, während er es gelesen hatte. Jetzt
umarmte ER Angie und küsste sie. "Angie, du bist wirklich die allerbeste,
das Geschenk ist wunderschön." Sie lagen sich wieder in den Armen und genossen
den Abend.
Am nächsten Tag fuhren sie wie versprochen zu Shanes Eltern und verbrachten
mit seiner Familie den Tag. Und der nächste Tag gehörte ganz und gar
der Westlife-Family. Sie trafen sich alle bei Shane. Bryan, Kerry, Lilly, Molly,
Nicky, Georgina, Kian, Jodie, Mark und Amy trafen alle nacheinander ein und
machten es sich im Wohnzimmer bequem. Amy wurde am stürmischsten von Angie
begrüßt. Amy war also endlich zu Mark gezogen. "AMY !!!!!" "ANGIE!!!!"
Die Zwei Freundinnen umarmten sich und Amy war überglücklich, Angie
wieder zu sehen. "Und wie ist es hier? Behandelt dich Mark auch anständig?",
fragte Angie. "Nein er ist ein fürchterlicher Sklaventreiber, ich muss
alles selber machen. Ich muss sogar für ihn putzen!" "MARK, was hör
ich denn da?", fragte Angie im Spaß. "Ja ich brauch doch meine Putzfrau,
so oft wie ich weg bin, schaffe ich das alleine nicht!", sagte Mark und musste
sich das Lachen verkneifen. Solche Unterhaltungen führten sie oft. Sie
führten zu nichts und waren völlig sinnlos, doch es machte Spaß.
Sie alberten den ganzen Tag herum, aßen, tranken, verteilten gegenseitig
ihre Geschenke. Alles in Allem war es ein wunderschönes Weihnachtsfest
gewesen, für Angie das allerschönste.
Am nächsten Tag musste Shane wieder so früh aufstehen, um rechtzeitig
in Dublin zu sein. Shane und die Jungs hatten mit Louis ausgemacht, dass sie
noch bis 30.12. arbeiten, dafür dann aber 3 Wochen am Stück frei haben.
Angie konnte schon langsam wieder normal laufen. Es tat immer noch weh, aber
es ging wieder einigermaßen. Am Nachmittag klingelte es an der Tür.
Angie öffnete und Amy stand vor der Tür. "Hi Amy, was machst du denn
hier?" "Hi Angie, Mark muss doch arbeiten und alleine fällt mir zu Hause
die Decke auf den Kopf und ich dachte, ich kann mal kurz vorbei kommen!" "Du
kannst auch lange vorbei kommen!", sagte Angie und ließ Amy hinein. Amy
setzte sich auf die Couch und Angie machte eine Kanne Tee. "Und wie gefällt
es dir hier?", frage Angie, nachdem sie sich neben Amy auf die Couch gesetzt
hatte. "Es ist wirklich wunderschön hier und Mark liest mir auch jeden
Wunsch von den Augen ab, wenn er da ist!", sagte Amy. "Ich weiß, das ist
schwer. Sich daran zu gewöhnen, dass unsere Männer nicht so oft da
sind, wie andere, aber dafür liebe ich sie um so mehr!" "Ja ich auch. Wissen
die anderen jetzt eigentlich schon, wann ihr heiratet und wo und so weiter?",
fragte Amy ganz aufgeregt. "Also ich denke, heute werden sie es erfahren. Ich
habe die Einladungen schon verschickt. Und wir wollten eigentlich zuerst hier
bei uns im Haus feiern, aber wir haben nicht genug Platz. Das ist uns aufgefallen,
als wir die Einladungsliste geschrieben haben. Es sind über 500 Leute.
"Wo feiert ihr denn dann?" "Wir wollten im Slane Castle heiraten. Da hat auch
schon Bryan und Kerry geheiratet und da ist es wirklich wunderschön. Wir
heiraten in der Kirche in Dublin und fahren dann alle zum Schloss. Aber du darfst
nichts verraten okay?" "Keine Angst, meine Lippen bleiben verschlossen!", sagte
Amy und trank einen Schluck Tee. Plötzlich klingelte das Telefon. Angie
nahm ab. "Hallo?" "Hi Angie, Kerry hat mich gerade angerufen!" Bryan war am
anderen Ende. "Ja und was hat sie denn gesagt?", sagte Angie mit einem Grinsen.
Sie wusste schon, was jetzt kommen würde. "Ihr hättet uns auch früher
sagen können, dass ihr am 5.1. heiratet. Ich bin fast umgefallen, als Kerry
mir es gerade gesagt hat, und dann auch noch im Slane Castle, sag mal, was soll
das denn werden?", sagte Bryan lachend. "Ich weiß auch nicht. Wir wollten
so bald wie möglich heiraten und ich will immer an einem bedeutenden Tag
heiraten und im Januar ist mir halt nur der 5. eingefallen. Und das mit dem
Schloss war eigentlich nicht geplant, wir wollten eigentlich bei uns zu Hause
feiern, aber wir haben nicht genug Platz, das ist uns erst aufgefallen, als
wir die Gästeliste geschrieben haben." "Ist schon okay Angie, du musst
dich nicht rechtfertigen, ich wollte dich nur mal anrufen und fragen, ob das
auch kein Druckfehler ist!" "Nein ist es nicht, aber ich hoffe auch, dass ihr
4 an dem Tag auch Zeit habt, nicht, dass ihr irgendwo hinfahren wolltet oder
so, ich wollte euch euren Hochzeitstag doch nicht verderben." "Angie, bist du
verrückt? Einen schöneren Hochzeitstag können Kerry und ich uns
gar nicht vorstellen. Aber wir müssen später darüber reden. Shane
steht neben mir und will noch kurz mit dir reden, bevor wir weiter machen müssen."
"Okay, bye!" Bryan gab das Handy an Shane weiter. "Hi mein Schatz, na wie gehts
dir?” "Mit geht’s gut und dir? Amy ist bei mir und wir quatschen ein bisschen!"
"Ach, dann sag ihr mal einen schönen Gruß von mir und von Mark bestimmt
auch!" "Ja werde ich machen!" "Okay, mein Schatz ich muss leider schon wieder
aufhören, denn unsere Sklaventreiberin ruft schon wieder!" "Okay, bis dann
mein Schatz, ich liebe dich!" "Ich dich auch, bye!"
Shane legte auf und Angie setzte sich wieder zu Amy. "Und was wollte er denn?",
fragte Amy. "Es war Bryan. Er hat mich gefragt, ob das nicht ein Druckfehler
auf den Einladungen ist. Er hat es nicht richtig geglaubt, dass wir auch am
5.1. heiraten und dann auch noch im selben Schloss."
"Angie aufstehen. Das letzte mal in diesem Jahr!" Mit diesem Satz wurde Angie
am Morgen des 31.12.2003 geweckt. "Hä? Was?!" "Du sollst aufstehen. Wir
hatten doch mit den anderen ausgemacht, dass wir Silvester bei Bryan und Kerry
feiern." "Oh ja stimmt!" Mit diesen Worten hüpfte Angie aus dem Bett und
zog sich schnellstens an. Sie suchte ihr schönes schwarzes Kleid und schlüpfte
hinein. "Ach Mist!", kam es von Angie. "Was ist denn los?", sagte Shane, der
gerade sein Hemd zuknöpfte. "Ich muss doch noch Duschen und Haare waschen!",
sagte Angie und war schon wieder dabei, das Kleid auszuziehen und unter die
Dusche zu springen. Nach einer halben Stunden kam sie wieder aus dem Bad und
zog zum Zweiten mal das Kleid an. Dann, kaum hatte sie das Kleid an, lief sie
ins Bad und föhnte ihre Haare und schminkte sich. Dann kam sie wieder ins
Schlafzimmer gerannt mit einer Haarbürste in der Hand, heftig am Haare
kämmen. "Shane hast du meine Kette gesehen, du weißt schon, die mit
dem silbernen Anhänger." Sie drehte sich um zu Shane und er hielt die Kette
in der Hand und grinste sie an. "Hier bitte schön!" "Danke du bist echt
ein Schatz!" Angie drehte sich mit dem Rücken zu Shane, hielt ihre Haare
hoch und Shane schloss den Verschluss der Kette. Angie bedankte sich bei Shane
mit einem kurzen Kuss und war dann schon wieder dabei, sich die Haare zu kämmen.
"Für wen machst du dich eigentlich so hübsch?", fragte Shane. "Für
dich!", sagte Angie und lächelte ihn an. "An Silvester mach ich das immer.
Ich finde, das ist ein ganz besondere Tag und da sollte man auch besonders aussehen."
Nach insgesamt 2 Stunden war Angie endlich fertig und es war schon 14 Uhr. Sie
und Shane hatten bis 12 Uhr geschlafen und Angie hatte 2 Stunden gebraucht.
Endlich stiegen sie in Shanes Auto und fuhren nach Dublin. 2 Stunden später
standen sie vor Bryans Haus und klingelten an der Haustür. Bryan öffnete
ihnen die Tür und bat sie herein. Nicky, Georgina, Kian, und Jodie waren
auch schon da. Nur Mark und Amy fehlten noch. "Hi alle zusammen!" Angie und
Shane betraten das Wohnzimmer und begrüßten alle mit einer Umarmung.
"Und, was machen wir heute?" "das was wir an Silvester immer machen!", sagte
Bryan. "Und was wäre das?", fragte Angie zurück. "Wir feiern jedes
Jahr bei jemand anders von uns. Letztes Jahr war Kian dran und diesmal hat es
mich getroffen. Wie losen das jedes Jahr gleich an Silvester aus, damit dann
kurz vor Silvester keiner sagen kann, er wusste nicht, dass er dran ist. Wollen
wir gleich losen?", fragte Bryan und holte Zettel hervor. "Ist das denn so schlimm,
wenn man bei einem zu Hause feiert?", fragte Angie ratlos. "Ja und wie. Weil
der Gastgeber muss nämlich für Essen und Trinken sorgen und du glaubst
ja gar nicht, wie viel die vier essen können!", sagte Bryan und grinste
in die Runde. "Aber Bryan du bist auch nicht viel besser!", sagte Kian. "Und
außerdem muss der Gastgeber auch wieder alles sauber machen und für
das Feuerwerk sorgen!", erklärte Bryan weiter. "Oh, okay, dann weiß
ich, was du meinst!", grinste Angie. "Und wer wird es nächstes Jahr?" sagte
Bryan und warf 4 Zettel in eine Schüssel. "Warum nur 4 Zettel?", fragte
Angie wieder. "Weil ich es schon dieses Jahr gemacht habe und es unfair wäre,
wenn ich es zweimal hintereinander machen müsste, deshalb bin ich nicht
dabei!", sagte Bryan mit einer erleichterten Miene. "Ich würde es Kian
gönnen!", sagte Nicky grinsend. "Wieso mir?", fragte Kian. "Weil du immer
so geizig bist, dann müsstest du mal wieder alles zahlen, das würde
dir ganz gut tun!", sagte Nicky lachend. "Das ist doch gar nicht wahr!", versuchte
Kian zu verteidigen, obwohl er wusste, dass Nicky Recht hatte. "AND THE WINNER
IS…!” Bryan zog einen Zettel. "SHANE UND ANGIE! Das nächste Jahr trifft
es euch!" "Oh Nein, muss das sein?", sagte Shane, dem man es ansah, dass er
große Angst um sein neues Haus hatte. "Shane du weißt, dass du dich
nicht drücken kannst, außerdem warst du erst einmal dran!", sagte
Bryan. "Ja ich weiß, aber ich darf doch mein Missfallen darüber zum
Ausdruck bringen oder nicht Mr McFadden!", sagte Shane und musste fast schon
wieder lachen. Es fiel auch ihm schwer, lange ernst du bleiben. Dann klingelte
es an der Tür und Amy und Mark kamen. "Hey Marky, Hey Amy. Weißt
du, wo nächstes Jahr Silvester gefeiert wird?", sagte Bryan. "Nein weiß
ich nicht, ich hoffe doch, nicht bei mir!" "Nein du wurdest diesmal verschont.
Shane und Angie hat es getroffen und Shane ist gar nicht glücklich!" "Das
kann ich mir denken. Aber Shane du brauchst gar nicht erst fragen, ob ich dir
beim Aufräumen helfe, ich erinnere dich nur dran, wie es bei mir ausgesehen
hat und ich musste die Sauerei auch alleine wegmachen!"
Den ganzen Tag machten sie irgendeinen Blödsinn, aßen und tranken
und vor allem lachten. Angie lachte wie schon lange nicht mehr. Bryan konnte
so albern sein, aber die anderem standen ihm in Nichts nach. Dann am Abend,
kurz vor 12Uhr gingen sie nach draußen in Bryans riesigen Garten und warteten
auf Mitternacht. "10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 3, 2, 1, 0, HAPPY NEW YEAR!”, schrieen
alle um Mitternacht. Angie ging zu jedem und Umarmte ihn und wünschte ihnen
ein frohes neues Jahr. "Frohes Neues Jahr Nicky!" "Dir auch Angie!" Sie umarmte
Nicky und ging dann endlich zu Shane. Shane hatte sie sich bis zum Schluss aufgehoben.
"Frohes neues Jahr mein Schatz, das nächste Jahr wird unser Jahr! Ich liebe
dich so sehr!" "Dir auch frohes neues Jahr. Ich liebe dich noch viel mehr, du
bedeutest mir so viel, das kann ich gar nicht beschreiben." Shane nahm Angie
fest in die Arme und dann küssten sie sich lang und innig. Sie wollten
sich gar nicht mehr voneinander lösen. "Shane, Angie wollt ihr nicht langsam
wieder reinkommen?", fragte Nicky. Die anderen standen alle schon wieder auf
der Terrasse und gingen hinein. "Ja wir kommen!", sagte Shane und die Beiden
gingen Arm in Arm hinein. Sie feierten noch bis spät in die Nacht und Shane
und Angie verzogen sich dann auf ein Gästezimmer. Sie kuschelten sich aneinander
und Angie sagte zu Shane. "Shane, das war das schönste Silvester in meinem
ganzen Leben. Ich weiß ich sage das oft, aber es ist so. Seit du bei mir
bist, könnte nichts schöner sein!" "Angie, weißt du, wie glücklich
du mich damit machst? Du bist mein ein und alles. Und wenn ich dich nicht hätte,
dann will ich nicht wissen, wo ich jetzt wäre." Angie sah Shane tief in
die Augen und sie machten sie verrückt. Er hatte so wunderschöne Augen.
Tränen stiegen in ihr auf. "Hey, was ist mit dir los? Warum weinst du?",
fragte Shane und nahm sie noch fester in den Arm. "Shane, ich weiß nicht,
wie ich es ausdrücken soll. Aber du bist das beste, was mir je hätte
passieren können und für dich würde ich alles aufgeben. Ich kann
meine Liebe zu dir nicht beschreiben, und wenn ich dran denke, was ich für
ein Glück im Leben habe. Was ich für ein Glück habe, bei dir
sein zu können, dann kann ich einfach nicht anders, als zu weinen. Ich
liebe dich so sehr. Ich kann es nicht in Worte fassen." "Angie, Ich liebe dich
über alles und ich will dich nie wieder verlieren und ich weiß auch
nicht, wie ich dir zeigen kann, wie sehr ich dich liebe. Ich würde für
dich alles tun, für dich würde ich überall hingehen. Bis ans
Ende der Welt und noch weiter. Ich kann nicht mehr, als es dir immer wieder
zu sagen, wie sehr ich dich liebe und der 5.1. wird der schönste Tag in
meinem Leben. Davon habe ich immer geträumt und du lässt meine Träume
wahr werden und dafür werde ich dich für immer lieben!" Angie liefen
die Tränen die Wangen hinunter, doch sie strahlte und man sah ihr an, wie
glücklich sie war. Unter Tränen küssten sie sich und Angie schlief
überglücklich in Shanes Armen ein.
Sie wachten erst spät am nächsten Tag auf und zogen sich im Schneckentempo
an. Sie hatten so lange gefeiert, dass sie beide ziemlich müde waren. "Guten
Morgen Kerry!", sagte Angie, als sie unten im Wohnzimmer unten ankamen. "Guten
Morgen, na habt ihr gut geschlafen?", frage sie, während sie das Geschirr
von gestern Abend abwusch. "Ja sehr gut, danke!", sagte Shane. "Wann wolltet
ihr denn nach Hause fahren, ich kann mir vorstellen, ihr habt noch sehr viel
zu tun oder sehe ich das falsch?" "Nein absolut nicht, wir wollten uns sobald
wie möglich verabschieden, ohne unhöflich zu erscheinen!", sagte Angie
und Shane nickte ihr zu. "Wieso denn unhöflich, ihr könnt gehen wann
ihr wollt!", sagte Kerry und schaute die beiden verständnislos an. "Nun
ja, ich finde das schon unhöflich, wir feiern die ganze Zeit mit euch,
du musst jetzt aufräumen und wir gehen einfach!", erklärte Angie.
"Hey, Angielein, es ist so ausgemacht. Wir haben diesmal da Pech gehabt, die
Party zu veranstalten und so lief das immer bei uns, du wirst es schon sehen,
beim nächsten mal seit ihr dran, glaubst du Bryan wird zum Abwasch bleiben,
da hast du dich aber getäuscht!", grinste sie die beiden an. "Okay, überzeugt!
Wir würden dann auch bald verschwinden. Wir sehen uns ja spätestens
alle am 5.1. okay?" "Ja klar, und Angie, ich hab mich sehr gefreut, dass ich
deine Trauzeugin sein darf!" Kerry ging zu ihr und umarmte sie. "Kein Problem,
ich freue mich, dass du es machst, du warst hier meine erste Freundin, dich
ich gefunden habe!" "Hey und was ist mit mir und den anderen, hast du das nach
dem Konzert schon vergessen?", rief Shane ganz entrüstet. "Shane, seit
wann bist du denn meine Freundin, ich dachte du bist mein Verlobter?" "Ja schon,
aber...!" "Nichts aber, das war so gemeint, dass ich in Kerry eine neue beste
Freundin gefunden habe!" "Achso!", sagte Shane uns grinste verlegen. "Okay,
wir sehen uns dann am 5.1. um 14 Uhr ist die Trauung !" "Ja wir werden schon
nicht zu spät kommen!", sagte Kerry, drückte beide noch mal und dann
gingen sie zum Auto. "Shane, morgen kommt die Hochzeitsplanerin und will mit
uns noch mal alles durchsprechen, du bist doch da oder?", fragte Angie vorsichtig.
"Ja klar bin ich da, ich freu mich schon total!" Nach zwei Stunden waren sie
wieder zu Hause und Angie ging erst mal unter die Dusche. Das warme Wasser weckte
sie nun endgültig auf. Sie war es nicht so sehr gewöhnt, wie Shane
und die anderen so lange und ausgiebig zu feiern, dass sie noch sehr müde
war. Shane hatte inzwischen was zu Essen hergezaubert und Angie setzte sich
im Morgenmantel zu ihm an den Tisch und die beiden aßen. "Shane, ich bin
so aufgeregt. Ich kann es kaum noch erwarten.", nuschelte Angie mit Nudeln im
Mund. "Mir geht es nicht anders, aber ich versprech dir, dass wird ein Wundervoller
Tag. An diesem Tag unternahmen sie nicht mehr viel. Sie machten eine Kleine
Reise vom Küchentisch aufs Sofa und machten es sich dort bequem. Angie
machte das, was sie am liebsten machte. Sie kuschelte sich an Shane und auch
er schien es zu genießen. Er liebte es, wenn Angie bei ihm war. Er war
in letzter Zeit so viel unterwegs gewesen und doch hatten sie es geschafft,
ein wunderschönes Weihnachtsfest zu feiern und dann noch ein atemberaubendes
Silvester. Sie sahen noch ein bisschen TV und kuschelten vor allem. Dann gingen
sie ins Bett und schliefen sich richtig aus. In der Früh kam Angie und
auch Shane wie immer nicht aus dem Bett. Wenn Shane mal ausschlafen konnte,
dann tat er das auch. Doch sie hatten um 14 Uhr ein Termin mit der Hochzeitsplanerin
und da war wohl nichts mit bis um 15 Uhr schlafen, was Shane unheimlich gerne
tat, wenn er frei hatte. Um 12 Uhr mittags gelang es Angie endlich, Shane wach
zu bekommen, doch er konnte ihren Worten noch nicht so ganz folgen. "Shane,
du musst jetzt langsam aufstehen, die Hochzeitsplanerin kommt um 14 Uhr und
du liegst noch im Bett und schläfst, wir haben 12 Uhr, hallo jemand anwesend?",
rief Angie mit lauter Stimme und schüttelte Shane. Von ihm kam nur ein
genervtes Brummen und er drehte sich auf die andere Seite. Mit einem Ruck zog
Angie ihm die Decke weg und rüttelte ihn wach. "Wasn los?", grunze Shane.
"Shane, ich habs dir doch gerade gesagt, in 2 Stunden kommt die Hochzeitsplanerin
und du liegst noch im Bett. Ich würde vielleicht gerne noch etwas essen
und du musst dich noch fertig machen, ich weiß doch, wie lange du immer
brauchst!", sagte Angie langsam ein bisschen genervt. "Okay okay, ich steh schon
auf.", sagte Shane und erhob sich langsam. "Geht doch!", sagte Angie mit einem
Grinsen. Lange konnte sie ihrem Schatz eh nicht böse sein. Sie umarmte
ihn und wollte ihn küssen, doch ihre Umarmung war etwas zu Stürmisch
und sie landeten zu Zweit wieder auf ihrem Bett. Angie lag auf Shane. "Und du
wolltest mich zum aufstehen bringen und jetzt schickst du mich wieder ins Bett?",
scherzte Shane und sah Angie mit seinem schelmischen Blick an, den er ziemlich
gut drauf hatte. "Du weißt, dass das nicht geplant war!", sagte Angie.
"Und das soll ich dir jetzt glauben?", fragte Shane. "Ja sollst du!" Shane sah
sie an, doch sein schelmischer Blick war verschwunden. Nun sah er sie voller
Liebe und Wärme an. Angie war diesem hoffnungslos verfallen, dass sie nicht
anders konnte, als ihn zu küssen. Shanes Hand fuhr unter Angies T-shirt,
dass sie sich gerade angezogen hatte und fuhr über ihren Rücken. "Shane,
nicht jetzt, wir haben keine Zeit!", sagte Angie, doch sie konnte und sie wollte
Shane keinen Widerstand leisten...
Um 13 55 Uhr, sprangen beide aus dem Bett, als Angie Shane mit einem Aufschrei
und mit dem Finger auf den Wecker gestikulierte, dass es schon höchste
Zeit war, endlich aufzustehen und sich fertig zu machen. Um Viertel nach 2 waren
beider Fertig, und die Hochzeitsplanerin war auch noch nicht da, doch in diesem
Moment, als Angie und Shane im Wohnzimmer ankamen, hörten sie einen Wagen
in die Einfahrt fahren. Angie ging zur Tür und bittete die Hochzeitsplanerein
herein. "Guten Tag Mrs. Filan, darf ich das schon sagen?" "ähhm, ja wenn
Sie wollen, das ist noch sehr ungewohnt, aber klingt gut, nicht war Schatz?",
sagte Angie, als sie bemerkte, dass Shane seine Arme um ihre Hüfte schlang
und sie küsste. "Ja das klingt sehr gut. Guten tag Mrs..." " Mrs James,
Silvia James!", sagte die Frau und Angie bittete sie herein. "Sie haben es ja
wunderschön hier. Und ein Sie sind wirklich ein Traumpaar, wenn ich das
sagen darf!" "Natürlich dürfen Sie das, setzten Sie sich doch, kann
ich Ihnen was zu trinken anbieten?" , sagte Angie und ging in die Küche.
"Ein Wasser bitte, wenn Sie haben!" "Ja natürlich einen Moment! Schatz,
was willst du?" "Auch ein Wasser, wenn du so lieb bist." Angie kam mit drei
Wassergläsern wieder und setze sich zu Shane auf die Couch. "Also wollen
wir anfangen? Ich wollte mit Ihnen noch mal die Hochzeit ganz durchsprechen,
bis auf ein paar Einzelheiten, zum Beispiel das Brautkleid!", sagte Mrs James
und lächelte. Shane rollte mit den Augen, er wollte das Kleid endlich sehen.
"Also. Die Trauung ist für 14 Uhr geplant. Sie werden schon um 13 50 Uhr
in der Kirche sein und zum Altar geführt, dort müssen sie selbstverständlich
auf die Braut warten. Sie werden in einer Weißen Limousine ankommen und
dann ebenfalls zum Altar geführt. Die Kirche die Ihre Verlobte und ich
ausgesucht haben ist okay?", fragte sie an Shane gewandt. "Ja sie ist wunderschön,
und sie liegt so toll, wir haben sie schon angeschaut!", sagte Shane und warf
Angie einen verliebten Blick zu. "Nach der Trauung wird das Brautpaar mit der
selben weißen Limousine zum Schloss gefahren, wo die Feier stattfinden
wird. Die Gäste kommen entweder mit ihren Autos oder werden mitgenommen.
Dort gibt es ein großes Buffet mit ausgewählten Speisen, wenn Sie
wollen, können wir das Menu auch noch mal besprechen!", sagte Sie und holte
eine Mappe hervor. "Nein das brauchen wir nicht, das haben wir ja schon 2 mal
durchgesprochen!", sagte Angie. "Gut, dann werden verschiedene Reden gehalten
und dann wird gegessen, getanzt und gefeiert. Das überlass ich Ihnen. Um
ca. 20 Uhr abends gibt es das Feuerwerk, dass Sie sich gewünscht haben
und ab diesem Zeitpunkt, ist es Ihnen überlassen, wie der Abend weiter
verläuft. Ich habe mich um die Dekorierung und Gestaltung der Kirche und
des Schlosses gekümmert, Sie können mir vertrauen, dass es ein unvergesslicher
Tag wird!" "Ja das glauben wir auch, vielen Dank!", sagte Angie und auch Shane
bedankte sich bei ihr. Sie brachten sie zur Tür und verabschiedeten sich
von ihr. "Sie wird natürlich auch bei der Hochzeit dabei sein, damit alles
gut läuft, ist doch in Ordnung oder?", fragte Angie. "Natürlich, ich
bin der Frau sehr dankbar, dass sie meinen schönsten Tag im Leben noch
schöner macht!" Er küsste sie auf die Wange und sie gingen dann zusammen
wieder rein.
Am 4.1. klingelte es um ca. 16 Uhr an der Tür. "Erwartest du noch jemanden?",
fragte Angie. "Nein eigentlich nicht!" Angie stand auf und öffnete die
Tür. "Was macht ihr denn alle hier?", fragte Angie laut, als sie begriff,
wer vor ihr stand. Nicky, Mark, Bryan, Kian, Gina, Amy, Kerry und Jodi standen
vor der Tür. "Wir müssen dich mitnehmen!", sagte Kerry zu Angie. "Und
wir müssen Shane mitnehmen!", sagte Nicky grinsend. "Aber wieso?", fragte
Angie verdutzt. "Ja die Nacht vor der Hochzeit dürft ihr doch nicht zusammen
verbringen. Du kommst mit uns und wir werden dich auf deinen großen tag
vorbereiten und Shane geht mit den Jungs noch was trinken glaub ich. Aber nicht
zu viel ja?", sagte Gina lachend. Angie lief also schnell nach oben, holte alle
ihre Sachen und wurde dann von Kerry und den anderen Mädels entführt.
"Und was machen wir?", fragte Shane ratlos. "Wir gehen was trinken, im Pub!",
sagte Mark grinsend. "aber macht euch keine Hoffnungen ich werde nicht so viel
trinken, wie bei Nix’ Geburtstag.", sagte Shane und stand auf. Die anderen grinsten
ihn an. Dieses Grinsen gefiel ihm überhaupt nicht, doch er musste es wohl
oder übel über sich ergehen lassen, egal was kam.
Angie, Kerry und die anderen Mädels schleppten sie zu Georgina nach Hause.
Da die Hochzeit in der großen Dubliner Kirche stattfand, fanden sie es
am praktischsten, Dublin zu bleiben. "Und was machen wir jetzt?", fragte Angie,
als sie ankamen. "Das kannst du entscheiden. Bei uns ist das immer so. Die Braut
darf entscheiden, was wir machen, aber der Bräutigam wird von den anderen
Jungs mitgeschleppt und muss machen, was sie sagen!", grinste Kerry. "Du kannst
es dir aussuchen, entweder wir gehen noch richtig auf die Piste und machen richtig
einen drauf oder wir bleiben hier und machen einen Weiberabend, dafür haben
wir auch nie Zeit, findet ihr nicht?", fragte Gina. "Stimmt, aber ich bin für
weggehen!", sagte Angie und grinste. "Okay, ihr habts gehört, auf geht’s
Mädels!", sagte Gina und alle richteten sich noch ein bisschen. Angie musste
sich ja noch umziehen. Doch sie hatte ja gar nichts dabei. "Wenn du willst,
kannst du dir das Top hier von mir ausleihen, das passt super zu deiner Hose!",
sagte Gina und hielt ihr ein rotes Oberteil mit Spagettiträgern hin. "Das
ist echt super, dankeschön!", sagte Angie und zog es gleich ein. Damit
sah sie mit ihrer schwarzen Hüfthose und den langen blonden Harren einfach
umwerfend aus. "Was mach ich mit meinen Haaren? Wo sind meine Ohrringe? Wo ist
meine Wimperntusche?", so ging das die ganze Zeit. Bis die anderen vier Mädels
Angie endlich geholfen hatten, ihre Haare zu einer schönen Hochsteckfrisur
zu machen, Ihre Ohrringe in ihrer Jackentasche fanden und ihre Wimperntusche
+ anderes Make Up in der Schnell gepackten Tasche fanden, war es schon ziemlich
spät, als sie aufbrachen. "Wo gehen wir jetzt hin?", fragte Angie. "Erst
in den Club da vorne, abtanzen und dann in unseren Lieblingspub!", sagte Jodie
sofort. "Okay, auf geht’s!" Die vier ausgesprochen hübschen Mädchen
gingen in den Club und bestellten sich erst ein mal einen Drink und unterhielten
sich ein wenig. Das Gespräch sah aber so aus, dass sie sich gegenseitig
in die Ohren schreien mussten. Deshalb beschlossen sie, endlich abzutanzen.
Das tat Angie richtig gut. Sie tanzte voll guter Laune und war gar nicht mehr
zu bremsen. Die anderen Vier legten eine Pause ein, doch sie tanzte weiter.
Plötzlich hatte sie einen Typen vor sich, der sie antanzte. Er sah nicht
schlecht aus, aber gegen ihren Shane hatte er keine Chance. "Darf ich dich auf
einen Drink einladen?", fragte er schließlich. Angie hatte schon die richtige
Antwort parat. "Nein, danke! Außerdem kann ich dir mitteilen, dass ich
verlobt bin!", sagte sie und hielt ihrem Verehrer ihren Verlobungsring unter
die Nase. Der wurde plötzlich bleich und verdrückte sich schnell.
Angie musste lachen und ging dann auch zu den anderen. "sag mal was war denn
das gerade?", schrie Kerry. "Weißt du was? Sollen wir vielleicht jetzt
dann in den Pub gehen und dann erzähl ich es euch da, dann muss ich nicht
so schreien, ich muss morgen ja schließlich noch "ja" sagen können!",
schrie Angie zurück und grinste Kerry an. "Okay, Mädels wir wollen
dann gehen okay?", rief Kerry den anderen zu. Die anderen nickten und bezahlten.
Als sie draußen waren, kam es Angie so vor, als hätte sie etwas in
den Ohren. Sie hörte alles auf einmal so leise, doch sie dachte, dass das
von der lauten Musik kommen musste. Sie liefen ein bisschen die Straße
entlang und kamen dann auch bei dem Pub an. Sie gingen sofort hinein und wurden
von dem Wirt gleich begrüßt. Er wusste anscheinend, dass sie kommen
würden. Er zeigte in eine Richtung, Kerry winkte ihm und ging in diese
Richtung. Dort war ein kleine Ecktisch frei, der ziemlich versteckt war und
wo man sich offensichtlich ungestört von den anderen Gästen unterhalten
konnte. Sie zogen ihre Jacken aus und setzten sich auch gleich. Kaum saßen
sie, kam auch der Wirt schon und fragte nach der Bestellung. "Champagner bitte.
Wir haben was zu feiern!"; sagte Kerry und grinste die verwunderte Angie an.
"Wie Sie wünschen.", sagte er und verschwand.
"Seit wann bist du so spendabel oder muss ich das bezahlen?", sagte Angie. "Nein
das bezahlen wir, du bist eingeladen, aber ich würde gerne mit dir anstoßen.
Ich bin so froh, dass du bei uns gelandet bist. Hätte auch eine andere
sein können!", sagte Kerry und hatte einen komischen Gesichtsausdruck.
Angie musste in dem Moment an Gillian denken. Was machte sie wohl gerade? Hatte
sie es schon verkraftet, dass Shane sie wegen ihr verlassen hatte? "Hey Angie,
hallo, noch da?", sagte Amy und stupste sie an. "Ja wie was?", sagte Angie und
erschrak. "Ich hab dich gerade gefragt, wo ihr die Flitterwochen verbringt.",
wiederholte Amy ihre Frage. "Wenn ich das wüsste, Shane will es mir nicht
verraten!", sagte Angie. Den ganzen Abend redeten sie noch über die Hochzeit
oder über ihre Männer. Es war ein wundervoller Abend, ob es Shane
wohl genauso gut ergangen war?
Kian, Bryan, Mark und Nicky schleppten Shane in ihren Stammpub in Sligo und
bestellten schon die erste Runde Guinness. "Ich hab euch gesagt, ich werde nicht
so viel trinken, ich darf morgen doch keinen Kater haben!", wehrte sich Shane
gegen die fünfte Runde Guinness. "Ach Shane jetzt sei kein Weichei!", sagte
Nicky. "Nein Nix vergiss es, bei deiner Hochzeit werde ich dich auch abfüllen,
mal sehen wie du reagierst! Was machen wir jetzt eigentlich noch?", fragte Shane.
"Eigentlich wollten wir dich abfüllen und dir dann zusehen, wie du kotzt,
aber das können wir ja jetzt vergessen!", grinste Mark. "Ja das könnt
ihr, aber wie wärs, wenn ihr alle so viel sauft, bis ihr kotzen müsst,
dann kann ich euch zuschauen!", sagte Shane und lachte. "Sag mal Shane bist
du gar nicht aufgeregt?", fragte Bryan. "Ich bin damals fast gestorben vor Aufregung!"
"Doch ich bin sehr nervös, aber es wird der schönste Tag in meinem
Leben, ich mach mir keine Sorgen, dass irgendwas schief geht. Vor ein paar Tagen
war die Hochzeitsplanerin da und wir haben alles noch mal genau durchgesprochen,
das wird einfach herrlich, sag ich euch!" Auch die fünf Jungs redeten hauptsächlich
über die Hochzeit und ließen Shane seine Cola trinken. Sie hatten
doch nichts schlimmes für ihn vorbereitet, wofür er sehr dankbar war.
Um halb 4 war auch für sie Schluss. Länger wollte Shane auf keinen
Fall aufbleiben und doch konnte er nicht mehr schlafen. Er war zu nervös.
Auch Angie lag im Bett und konnte nicht einschlafen. Morgen würde ihr größter
Traum in Erfüllung gehen. Wie oft hatte sie davon geträumt, als Shane
ihr noch so fern war? Wie oft? Sie konnte es gar nicht zählen und morgen
würde es so weit sein.
"Angie du musst aufstehen, wir haben schon 10 Uhr, wir müssen dich richten.
Der Friseur ist auch schon da und die Visagistin.", rief Gina und schmiss Angie
an ihrem bedeutesten Tag aus dem Bett. "was schon? AHHH!", Angie war mit einem
mal hell wach und wickelte sich in ihren Morgenmantel. Sie brauchte ja nichts
anderes anziehen, denn sie würde eh gleich in ihr Hochzeitskleid gesteckt.
"Ich komme!", sie kam unten an und wurde erst mal von allen umarmt. "Guten Morgen,
Mrs. Fast Filan, ich bin Ihr Friseur und werde ihnen jetzt die Frisur zaubern,
die Sie sich im Vorfeld ja schon ausgesucht haben!", sagte er und zeigte Angie
noch mal das Bild von der wunderschönen Hochsteckfrisur, die sie in dem
Hochzeitskatalog gesehen hatte. Sie setzte sich auf den Stuhl und ließ
den Friseur machen. Es dauerte über eine Stunde, bis die Frisur so saß,
wie sie sollte. Er hatte einzelne Strähnen zu Zöpfen gelochten, andere
Strähnen eingedreht und mit Perlen und Blumen befestigt. Auch das wunderschöne
Diadem, das Angie von Shane bekommen hatte, wurde in die Frisur miteingebracht
und sie sah einfach super aus. Angie war völlig begeistert, so begeistert,
dass sie aufstand und dem Friseur ein Kuss auf die Wange gab. Der wurde ganz
rot und verpackte dann seine Utensilien und verabschiedete sich. Dann kam natürlich
die Schminke dran. Die Visagistin begrüßte sie und fing sofort an.
Ihr MakeUp sollte ja nicht zu stark sein, aber trotzdem sehr hübsch. Auch
dies dauerte über eine Stunde und als sie fertig war, war Angie so begeistert.
"Ich erkenne mich gar nicht wieder, bin das wirklich ich?", fragte sie und sah
in den Spiegel. "Ja das sind Sie! Sie sehen fantastisch aus, ohne, dass ich
mich selbst loben will!", sagte die Visagistin und verabschiedete sich ebenfalls.
"So jetzt sind wir dran!", sagte Amy und grinste sie an. "Schnell in das Kleid!",
sagte Kerry und hielt ihr das Kleid hin, das sie ja alle zusammen ausgesucht
hatten. Es war weiß und tailliert und ging unten in einem weiten Rock
über. Es war außerdem Schulterfrei und Angie hatte dazu Handschuhe,
die allerdings vorne nur eine kleine Schlaufe hatten, die sie sich um den Mittelfinger
streifte und sonst war die ganze Hand frei. Oben auf der Handfläche war
der "Handschuh bestickt mit ebenfalls weißen Blumen. Angie zog sich im
Badezimmer das Kleid selbst an so gut es ging und kam dann wieder ins Wohnzimmer,
wo die anderen schon drauf warteten, ihr zu helfen. "Kann mit einer das Kleid
hinten zumachen?", fragte sie. "Ja klar!", sagte Kerry und machte sich daran,
oben das Kleid zuzuschnüren. "Die Handschuhe? Wo sind sie?", fragte Angie.
"Die hab ich, komm her, ich helf dir! Das kriegst du doch alleine nicht mehr
hin, so nervös wie du bist!" Und damit hatte Amy völlig recht. Angie
war inzwischen schon so nervös. In einer halben Stunde würde sie sich
auf den Weg in die Kirche machen. "Hier Angie, ich hab noch deine Halskette!",
sagte Gina und zeigte Angie ihr Diamantenkollier, dass sie unbedingt tragen
wollte. "Danke Gina, kannst du sie mir zumachen?" "Klar, komm her!" So waren
alle Vier damit beschäftigt an Angie herum zu zupfen, bis ihnen endlich
alles gefiel. Gerade als sie dachten, sie wären fertig, schrie Angie plötzlich
auf. "Was ist denn?" "Der Schleier! Ich hab den Schleier vergessen, den wollte
ich doch hinten in die Haare reinmachen, der Friseur ist aber schon weg!" Jetzt
hatte sie fast das wichtigste vergessen. "Keine Panik, ich mach ihn dir rein,
ich weiß schon, wie das geht, einen Moment!", sagte Gina und holte den
Schleier aus Angies Zimmer. "So, ich denke, das müsste halten und sieht
doch super aus oder?", sagte Gina, nachdem sie den Schleier ganz unten an einer
Haarsträhne mit einer schönen Spange befestigt hatte. "Ja sieht gut
aus und er hält auch sehr gut!", sagte Angie. "Danke Gina, du bist ein
Schatz!" "Schon okay, aber ich denke, wir sind jetzt fertig!", sagte sie und
Kerry, Amy, Jodi, Amy und Gina stellten sich vor Angie und betrachteten sie
von allen Seiten. "Angie, du siehst einfach nur fantastisch aus. Wenn Shane,
da nicht Ohnmächtig wird oder so, dann bin ich der Kaiser von China!",
sagte Kerry lachend. "Danke Kerry, aber ohne eure Hilfe hätte ich das nie
geschafft, vielen Dank!", sagte Angie und umarmte sie alle. Draußen hupte
es. Die Limousine war da, um Angie zur Kirche zu fahren. "Angie, wir begleiten
dich noch mit nach Draußen und dann müssen wir uns noch ein bisschen
zurecht machen, aber wir kommen pünktlich versprochen. Peter dürfte
schon in der Limousine sitzen, er führt dich ja zum Altar.", sagte Amy
und die Vier begleiteten die zitternde Angie nach Draußen. Sie hatte noch
einen langen Mantel übergezogen, damit sie nicht so sehr fror. Es war immerhin
Januar.
Der Chauffeur stieg aus und hielt Angie die Tür auf. Sie umarmte noch mal
ihre vier Freundinnen und stieg zu Peter in die Limousine. "Du sieht einfach...wow
!", sagte Peter. Ihm fiel nichts anderes ein. "Danke!", grinste Angie und umarmte
auch ihn. Sie fuhren los und Angie wurde immer nervöser. Nach zehn Minuten
steckten sie im Stau und es sah so aus, als kämen sie da erst mal nicht
raus. Es war 14:10 Uhr.... 14:20 Uhr... 14:25.... Schließlich wurde es
14:34 Uhr, als sie endlich an der Kirche ankamen. Überall waren Fans zu
sehen. Die kreischten und bei dieser Kälte warteten. Die Gäste waren
auch schon alle in der Kirche und warteten auf die Braut. Auch Kerry und die
anderen waren schon da, sie mussten einen anderen Weg gefahren sein. Sie sah
Kerry an der Kirchentür stehen und warten. Die Limousine parkte und der
Chauffeur stieg aus. Er öffnete die Tür und Peter stieg als erstes
aus. Er hielt ihr die Hand hin und Angie nahm sie und stieg aus. Als die Fans
sie sahen, kreischten sie laut und zeigten auf sie. Angie grinste und winkte
kurz. Dann ging sie mit Peter den langen roten Teppich entlang auf die Kirche
zu. *Ich gehe gerade auf einem roten Teppich zu meiner Traumhochzeit* , dachte
Angie sich, während sie immer nervöser werdend dem Eingang näherte.
Sie sah schon ein Paar Gäste in der Kirche. Nun war sie bei Kerry angekommen.
Auch die Blumenmädchen standen bereit. Angie strahlte, sie wollte nur noch
zu Shane. "Alles klar?", fragte Kerry und lächelte sie an. "Ja!", bekam
sie gerade noch heraus. Sie stellten sich auf, bereit in die Kirche zu gehen.
Jemand gab dem Spieler an der Orgel ein Zeichen und er legte los. Sie lief mit
Peter am Arm in die Kirche hinein. Sie sah Shane vorne am Altar stehen. Er drehte
sich nicht um, doch er sah auch von hinten umwerfend aus. Er hatte einen weißen
Anzug an und man sah ihm auch von der Entfernung aus an, wie nervös er
war. Shane hörte die Melodie und hörte wie alle Gäste aufstanden.
Er wusste, dass Angie endlich eingetroffen sein musste. Angie schritt langsam
auf den Altar zu. Sie musste langsam laufen, doch sie konnte es nicht mehr erwarten.
Am liebsten wäre sie nach vorne gestürmt und in Shanes Arme gefallen.
Doch das durfte sie nicht. Sie sah, wer alles gekommen war. Alle Freunde und
Verwandte von Shane und den anderen Jungs. Da war Louis Walsh, da war Ronan
Keating mit seiner Frau Yvonne. Und da stand ihre Nina und ja, auch ihre Mutter
und ihr kleiner Bruder waren da. Angie strahlte sie an und sie sah, dass ihre
Mutter Tränen in den Augen hatte. Endlich, nach Stunden, wie es Angie vorgekommen
war, trat sie neben Shane und endlich. Endlich sah er sie an. Shane konnte es
nicht fassen. Sie war so wunderschön. Die Haare, das Kleid, Ihre ganze
Ausstrahlung in diesem Moment machte Shane wirklich sehr zu schaffen. Eine Träne
glitzerte in seinen Augen, doch auch Angie hatte Tränen in den Augen. Sie
war so glücklich, hier mit ihm, mit ihrem Traummann stehen zu können.
Der Pfarrer fing an mit seiner Rede. Sie war wunderschön. Er sagte sehr
viele Persönliche Dinge und es war einfach fantastisch, und dann kam DIE
Frage. "Shane Steven Filan, willst du die hier anwesende Angela Schuhmann zu
deiner Frau nehmen? Dann antworte mit ja!", sagte der Pfarrer zu Shane gewandt.
Shane holte tief Luft. Er hielt Angies Hand. Sie spürte, wie er zitterte.
Er sah ihr noch einmal in die Augen und sagte: "Ja, ich will!" "Und nun frage
ich auch dich, Angela Schuhmann, willst du den hier anwesenden Shane Steven
Filan zu deinem Mann nehmen, dann antworte mit ja!" Auch Angie sah Shane in
die Augen und sagte dann schließlich: "Ja ich will!" "Nehmt die Ringe
als Anzeichen, eurer Verbundenheit!", sagte der Pfarrer und gab ihnen die Ringe.
Shane nahm den Ring und steckte ihn langsam an Angies Finger. In ihren Augen
glitzerten jetzt Tränen. "Angie ich liebe dich, nimm diesen Ring, als Zeichen
meiner unsterblichen Liebe zu dir!" Auch Angie nahm jetzt den Ring und steckte
ihn Shane an den Finger. "Shane ich liebe dich, nimm diesen Ring, als Zeichen
meiner unsterblichen Liebe zu dir!", sagte Angie und die beiden drehten sich
wieder dem Pfarrer zu. Sie warteten beide auf den wichtigsten Satz. "Sie dürfen
die Braut jetzt küssen!", sagte der Pfarrer zu Shane mit einem Lächeln,
er wusste, dass sie auf das gewartet hatten. Shane drehte sich zu Angie und
sagte: "Du hast mich gerade zu dem glücklichsten Menschen auf der Welt
gemacht!" "Shane ich liebe dich so sehr!" Die beiden küssten sich. Angie
war in diesem Moment der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt. Als sie
sich wieder voneinander lösten (was ihnen anscheinend schwer gefallen war)
nahmen sie sich an die Hand und gingen als erstes aus der Kirche heraus. Sie
blieben vor der Kirche stehen, für Fotos. Dann gingen sie aber beide zu
der Limousine, die immer noch auf sie wartete und die sie ins Schloss bringen
sollte.
Der Chauffeur hielt ihnen die Tür auf und Shane und Angie stiegen überglücklich
ein. "Shane, das ist der schönste Tag in meinem Leben. Ich kann dir gar
nicht sagen, wie glücklich ich bin!" "Das freut mich, ich bin aber noch
viel glücklicher als du. Ich kann es gar nicht glauben, dass wir jetzt
verheiratet sind und alle unsere Freunde und Verwandte waren da. Hast du gesehen,
Nina war auch da, und deine Mum!" "Ja, es war so schön, wieder alle wieder
zu sehen, aber ich konnte noch nicht mit ihnen reden." "Ja dafür wirst
du jetzt genug Zeit haben!" Sie fuhren zum Schloss hinauf und blieben vor dem
riesigen Tor stehen. Auch dort war ein roter Teppich ausgerollt. Shane und Angie
waren die ersten. Sie stiegen aus und liefen zusammen die Stufen hinauf. Sie
kamen im Großen Empfangssaal an und ihnen wurden auch schon die Jacken
abgenommen und in den Salon geführt. Es sah herrlich aus. Alles war mit
weißen und roten Rosen geschmückt und überall standen Kerzen
und das Buffet war an einem langen Tisch aufgebaut. Es waren ungefähr 20
Lange Tische, an denen die Gäste Platz nehmen konnten. Auch eine kleine
Bühne und eine Tanzfläche waren vorhanden. Eine riesige Hochzeitstorte
stand in der Mitte des Raumes. Sie war 8 Stöckig und war mit Shanes und
Angies Initialen verziert. Überall waren Marzipanrosen und Sahnehäubchen.
Sie sah viel zu schön aus, um sie zu essen.
"Shane das ist einfach Wahnsinn. Ich glaub einfach nicht, dass das alles wahr
ist!" "Doch es ist wahr mein Schatz! Würden Sie mir bitte folgen, Mrs Filan,
damit wir zusammen unsere Gäste begrüßen können.", sagte
Shane feierlich und hielt Angie den Arm hin. Sie hakte sich bei ihm ein und
zusammen gingen sie wieder zum Eingang, denn die ersten Gäste trafen schon
ein. Unter ihnen waren natürlich die Westlife Jungs mit Anhang. Kerry kam
auf Angie zugestürmt und umarmte sie erst mal, um ihr zu Gratulieren. "Alles
gute zu deiner Hochzeit, du sahst wunderschön aus!" "Danke Kerry, und das
habe ich nur euch zu verdanken. Und wie findet ihr euren Hochzeitstag denn so,
bis jetzt?", fragte Angie. Kerry ging zu Bryan und schmiegte sich an ihn und
sah ihn verliebt an. Die beiden waren auch verliebt wie am ersten Tag. "Wunderschön,
nicht wahr Bärchen?" "Ja mein Schnurzelchen!" Die beiden mussten lachen
und das steckte ziemlich an. Kerry gratulierte nun Shane und auch Bryan umarmte
Angie. "Das du gut auf unseren Shane aufpasst ja? Alles gute zur Hochzeit!"
"Danke Bryan, keine Angst, ich werde gut für ihn sorgen!"; sagte Angie
im Spaß. "Hey das habe ich gehört!", sagte Shane, lächelte seine
Frau aber genauso verliebt an, wie eben. Jetzt waren die anderen an der Reihe.
Es gab ein Geknuddele und Gratulieren in einer Tour, aber Angie war so unendlich
glücklich und dass ihre Besten Freunde da waren, machte sie nur noch glücklicher.
Die Gäste gingen alle schon mal hinein, denn wenn alle ihnen am Eingang
gratulieren würden, ständen sie am nächsten Tag noch draußen.
Doch Amy war die letzte, die ihr gratulierte. "Alles gute zur Hochzeit, du warst
die schönste Braut, die ich je gesehen habe!" "Danke, aber ich glaube ich
muss mich bei dir entschuldigen!" "Wieso denn bei mir und warum?", Amy war völlig
überrascht. "Weil ich vergessen hatte, dass du Geburtstag hast, obwohl
wir uns den ganzen Vormittag gesehen haben, hab ich dir nicht gratuliert. Aber
jetzt: Alles Alles gute zum Geburtstag und, dass alle deine Wünsche in
Erfüllung gehen, so wie meine!"
"Deswegen willst du dich entschuldigen? In deiner Situation hätte ich auch
nicht daran gedacht! Aber danke, dass du jetzt dran denkst, Mark hat es nämlich
vergessen, aber ich glaube, er weiß gar nicht, wann ich Geburtstag habe!",
grinste Amy. "Mark was muss ich da hören?", grinste Angie in Marks Richtung.
"Nein, sags ihm nicht!" "Doch das mach ich jetzt, das geht doch nicht!" "Was
ist denn Angielein?", fragte Mark und kam rüber. "Nein Angie lass es!",
sagte Amy. "Nein heute nicht!", grinste Angie. "Marky, ich glaube du hast etwas
vergessen!" "Ne was denn?" "Deine liebe Amy hat heute Geburtstag!" "Nein! Wirklich?
Warum sagst du denn nichts? Woher soll ich das denn wissen? Tut mir so unendlich
leid mein Schatz, wie kann ich das je wieder gutmachen?" Mark nahm sie in den
Arm und küsste sie. "War doch gut, dass ich es gesagt habe oder nicht?",
sagte Angie und lächelte Amy an. "Okay, du hast recht, danke Angie!", sagte
Amy und ging dann mit Mark davon. Auch Nina und Angies Mutter hatte Angie schon
entdeckt. Nina sprang ihr sofort in die Arme und gratulierte ihr wild. "Ja meine
Nina maus ich freue mich auch, dass du da b ist, aber du musst mich nicht erwürgen,
ich glaub, da hat jemand was dagegen!" "Ja und wie ich da was dagegen habe!",
sagte Shane und kam auf Angie zu. Er war auch völlig beschäftigt mit
Gäste begrüßen und kam jetzt zu Angie und Nina. "Hi Nina, schön
das du da bist!" Er umarmte sie auch. Dann kam plötzlich Angies Mutter
auf Angie zugerannt. "Angie!", schrie sie und Angie ließ sich von ihrer
Mutter umarmen. "Alles gute Mein Schatz. Ich wünsch dir alles Glück
der Welt!" "Danke Mum, ich bin so froh, dass du da bist!" "Darf ich dich auch
drücken?", fragte Angies Mum Shane. "Aber natürlich!", sagte Shane
und auch er umarmte Angies Mum. Endlich waren alle Gäste eingetroffen und
Shane und Angie setzten sich auf ihre Plätze. Zuerst wurde gegessen. Das
Essen schmeckte herrlich und Angie konnte ihr Glück immer noch nicht fassen.
Dann nach dem Dessert, stand Shane auf und schlug leicht mit seinem Messer gegen
sein Glas. Alle verstummten und drehten sich zu Shane um. "Liebe Gäste,
Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich an dem heutigen Tag bin. Ich
habe meine Traumfrau endlich heiraten dürfen und nichts kann mich glücklicher
machen." Er nahm Angies Hand und zog sie von ihrem Stuhl. Nun stand sie neben
Shane. "Sie ist das beste, was mir passieren konnte. Sie ist die absolute Traumfrau
und ich kann nicht glauben, dass sie jetzt meine Frau ist. Ich liebe sie so
sehr. Ich kann es nicht beschreiben. Ihre Liebe gibt mir den Halt im Leben.
Ihr Humor hält mich auf dem Boden der Tatsachen und Ihre Ausstrahlung ist
das schönste was ich je auf Erden gesehen habe. Wenn sie lächelt geht
die Sonne auf. Wenn sie mich anschaut, trifft mich ihre Liebe in meinem Herzen
wie ein Schlag...!" KNALL ! Alle fuhren zusammen. Der laute Knall hallte durch
den Salon und verstummte langsam. Keiner bewegte sich. Es war totenstill, als
hätte jemand den Ton abgedreht. Plötzlich brach Angie zusammen und
blieb am Boden reglos liegen. "ANGIE!" Shane beugte sich zu ihr und wollte nachsehen,
was geschehen war. Da sah er es. Blut. Blut sickerte auf den Boden. Überall
breitete es sich aus. Ihr wunderschönes weiß, war plötzlich
rot. "Nein, das kann doch nicht wahr sein!" Shane war wie in einem Schockzustand.
Er setzte sich zu Angie hinunter und nahm ihren Kopf auf seinen Schoß.
Sie hatte sie Augen geschlossen. Shane, der sich auf nichts anderes konzentrieren
konnte, als auf seine Angie, die in seinen Armen verblutete, bemerkte nicht,
wie die Person, die geschossen hatte, von den Bodyguards Paul und Fran festgehalten
wurde, als sie das Schloss verlassen wollte. Es war Gillian. Doch wie hatte
sie sich verändert. Sie war noch blasser und noch dünner als jemals
zu vor. Ihr Gesicht war eingefallen und in ihren Augen spiegelte sich der blanke
Wahnsinn. Sie zitterte und hatte die Pistole noch in der Hand, mit der sie auf
die glückliche Braut geschossen hatte. "Angie, bitte, lass mich nicht allein,
doch nicht jetzt!" Shane hatte langsam begriffen, was passiert war und Tränen
liefen ihm die Wangen hinunter. Die anderen Gäste waren aufgestanden und
wollten wissen, was passiert war, vor allem Bryan und die anderen. Shane schrie
plötzlich: "Jetzt holt doch einer einen Krankenwagen, schnell, verdammt
noch mal!" Sofort wurde ein Handy gezückt und der Notruf verständigt.
Die übrigen Bodyguards schafften die Gäste nach draußen. Sie
hielten es für das beste. Auch Bryan, Kerry, Mark, Amy, Kian, Jodie, Nicky,
Georgina, Nina und ihre Mutter wurden nach draußen gebracht. Alle konnten
das nicht begreifen. Allen rannen stumm die Tränen hinunter. Draußen
auf dem Schlosspark klammerte sich Kerry an Bryan und schluchzte in seinen Armen.
"Wer tut so was, warum? Hat sie das verdient?" "Nein mein Schatz, aber alles
wird gut ich versprechs dir!" Auch Amy lag weinend in Marks Armen. Nina brach
plötzlich weinend zusammen und Kian konnte sie gerade noch auffangen, weil
er ihr am nächsten stand. Drinnen war nur noch Shane und Angie. Er wiegte
Angie hin und her und hatte sein Jacket auf ihre Wunde gepresst und betete zu
Gott, dass er seine Angie rettete. "Du kannst mir doch mein aller größten
Schatz der Welt nehmen, bitte nicht!" Shane weinte ununterbrochen. Er konnte
das alles nicht glauben. Plötzlich spürte er Angies Hand auf seiner.
"Angie, du bist wach! Oh mein Gott ich bin so froh!" "S..S..Shane ich liebe
dich so sehr." Tränen liefen ihr die Wangen hinunter. "Nein, nicht verabschieden,
hörst du, du wirst wieder gesund, der Arzt ist gleich da. Halte durch!"
Shane nahm ihre Hand und küsste sie unter Tränen. "Mir ist s...so
kalt!", sagte Angie leise und zitterte am ganzen Leib. "Der Arzt kommt gleich,
halte durch bitte!" Doch Angie war so schwer verletzt. Selbst wenn der Arzt
früher gekommen wäre, hätte sie es nicht geschafft. Sie sah Shane
an, mit ihrem Blick, den er so liebte. Sie sah ihn mit ihrer ganzen Liebe an,
die sie geben konnte. "Küss mich bitte, noch einmal!" Angie wusste, dass
es vorbei war und es brach ihr das Herz. Sie konnte Shane nicht alleine lassen.
Sie konnte nicht, doch sie musste. Shane weinte immer mehr, er wollte es nicht
wahrhaben, doch er erfüllte ihr den Wunsch. Er berührte langsam ihre
Lippen mit seinen und seine Tränen vermischten sich mit ihren. Er löste
sich von ihr. Sie schaute ihn das letzte mal tief in die Augen und flüsterte:
"Ich liebe dich! Für immer!" Dann schloss sie ihre Augen. Für immer.
Ihre Hand lag schlaff in Shanes Hand. Nun brach Shane weinend zusammen. Er schluchzte
und hielt immer noch Angies Hand. Plötzlich öffnete sich wieder das
Tor und der Notarzt und der Sanitäter kamen hereingestürmt. Der Sanitäter
kümmerte sich sofort um Shane. Er zog ihn mit sich und setzte ihn auf einen
Stuhl. Shane ließ nun alles mit sich machen. Er hatte einen schlimmen
Schock und konnte nicht begreifen, was gerade passiert war. Der Arzt versuchte
sein möglichstes um Angie wieder ins Leben zu rufen, doch sie war tot.
Er deckte sie mit einem Tuch zu und hob sie auf die Trage. Die anderen Helfer
trugen sie nach draußen und wollten sie in den Krankenwagen bringen, bevor
sie sich um Shane kümmerten. Als der Arzt und die Helfer die Trage über
das Schlossgelände trugen, wo alle Gäste standen und hofften, sahen
alle die Trage mit dem Tuch über der Person, die darunter lag. Kerry brach
weinend zusammen. Auch Amy musste von Mark gestützt werden. Georgina weinte
in Nickys Armen und Auch Jodie liefen die Tränen die Wangen hinunter. Bryan,
Nicky, Kian und Mark konnten es nicht glauben, doch auch sie weinten. Alle Gäste,
die es mitbekommen haben weinten leise vor sich hin. Keiner wusste, was er nun
tun sollte. "Wir müssen zu Shane!", sagte Nicky plötzlich und lief
allen anderen voraus in den Salon. Dort saß Shane und weinte. Er saß
da in seinem Blutverschmierten Anzug und weinte. "Shane!" Nicky kam bei ihm
an, er wusste nicht was er sagen sollte. Er konnte ja schlecht sagen, na alles
in Ordnung mit dir? Und so nahm er ihn einfach in den Arm und Shane schluchzte.
"Warum? Kannst du mir sagen warum? Wer tut mir so was an? Was soll ich tun?"
Shane war so verzweifelt. "Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass
sie bezahlen wird. Dafür wird sie für immer Hinter Gittern sitzen!",
sagte Nicky und wischte sich die Tränen weg. "Wer?", sagte Shane nun und
sah mit Tränenverquollenen Augen zu Nicky auf. "Na Gillian, wer sonst?
Sie hat geschossen!" "NEIN! Das kann nicht wahr sein. Sag mir, dass das nicht
wahr ist!" "Doch sie war es. Sie muss wohl irgendwie ohne Einladung reingekommen
sein, aber Fran und Paul haben sie erwischt, bevor sie fliehen konnte. Sie bringen
sie gerade zu Polizei." Das machte Shane erst recht fertig. Die Frau, die er
mal geliebt hatte, machte ihm sein größtes Glück auf Erden kaputt.
Das war zu viel für ihn. "Shane, wir bringen dich jetzt nach Hause, das
hat doch keinen Sinn mehr!", sagte Nicky. "Ja du hast recht, es hat keinen Sinn
mehr. Wie soll ich ohne sie leben?", sagte Shane unter Tränen. "Shane,
sag so was nicht. Wir brauchen dich. Und wir werden dir alle helfen!", sagte
Kian. Nicky und Bryan halfen Shane auf und brachten ihn nach draußen zu
Bryans Auto. Er ließ alles mit sich geschehen. Er war am Ende seiner Kräfte.
Einmal brach er in Tränen aus und konnte sich nicht beruhigen und einmal
starrte er nur ins Leere und beachtete keinen. Bryan und Kerry fuhren mit Shane
zu sich nach Hause, während die anderen die Gäste nach Hause schickten.
Was anderes konnten sie nicht tun. Sie sagten alles ab, was heute noch geplant
war. Dann, nach 2 Stunden war alles erledigt. Angies Mutter und ihr Bruder und
Nina waren mit Shanes Eltern mitgegangen. Mae hatte versprochen, sich um sie
zu kümmern. Nicky und die anderen fuhren auch gleich zu Bryan und Kerry.
Die beiden saßen auf der Couch, als sie reinkamen. Kerry war an Bryan
gelehnt und weinte bitterlich. Amy, Georgina und Jodie sahen auch nicht anders
aus. Keiner von ihnen konnte glauben, was heute passiert war und es wollte auch
keiner glauben. "Wo ist Shane?", fragten Nicky und Amy gleichzeitig. "Wir haben
ihn hochgebracht. Er schläft. Wir haben ihm 2 Schlaftabletten gegeben,
sonst wäre er nie eingeschlafen!", sagte Kerry unter Tränen. Alle
setzten sich. Doch sie hatten sich getäuscht. Shane schlief nicht, er war
nur zu müde von den Tabletten um, aufzustehen und irgendetwas kaputt zu
schlagen. Er war so wütend und voller Trauer. Er wusste nicht, wie sein
Leben weitergehen sollte. Er lag im Bett und weinte so sehr, wie er noch nie
geweint hatte.
Am nächsten Tag waren alle schon ziemlich früh wach und saßen
auf der Couch, als Shane runter kam. Amy bemerkte ihn als erstes. "Shane!" Sie
sprang auf und umarmte ihn. Wieder kamen ihr die Tränen. "Es tut mir so
leid, ich weiß nicht, wie ich dir helfen kann!" Auch Shane liefen die
Tränen hinunter und klammerte sich an Amy. Dann ließ er sie los und
ging zu den anderen. "Es tut mir leid, dass ich gestern nicht bei euch war!",
sagte Shane und setzte sich. "Dafür brauchst du dich doch nicht entschuldigen.
Wir können dich alle so gut verstehen. Shane ich weiß nicht, was
ich tun soll. Ich bin so ratlos. Das kann doch alles nicht wahr sein!", sagte
Kerry, ebenfalls unter Tränen. Plötzlich klingelte es an der Tür.
Bryan öffnete. Ein Polizist stand vor der Tür. "Guten Tag Mr McFadden,
es tut mir Leid, wenn ich störe, aber ist Mr. Filan bei Ihnen?" "Ja, was
wollen Sie von ihm? Ihm geht es sehr schlecht!" "Das kann ich mir denken, aber
ich muss mit ihm sprechen, es geht um den Mord an seiner Frau." Als Shane das
hörte brach er wieder in Tränen aus. Wie sich das anhörte. Mord.
Wie in einem schlechten Krimi. "Kommen Sie rein, aber bitte nicht zu lang!";
sagte Bryan und ließ ihn eintreten. "Guten tag alle zusammen. Mein Herzliches
Beileid!" "Danke!", sagten alle. "Aber ich möchte bitte ganz kurz mit Mr.
Filan alleine sprechen, es ist wichtig!" Die anderen ließen Shane und
den Polizisten alleine. Er setzte sich neben Shane und legte seine Mütze
ab. "Ich muss Sie fragen, ob sie etwas zu der Person wissen, die das getan hat.
Kennen Sie Ms. Gillian Walsh?" "Und ob ich sie kenne. Ich war mit ihr verlobt.
Doch dann verliebte ich mich in Angie und trennte mich von ihr! Das hat sie
wohl nicht verkraftet. Sie wollte sich das Leben nehmen, doch ich habe sie davon
abgehalten und jetzt tut sie mir so was an!", erzählte Shane und er konnte
nicht aufhören zu weinen. "Das wussten wir nicht, dass sie mit ihr verlobt
waren, das sagt viel über ihr Motiv aus. Aber ich muss Ihnen noch etwas
anderes mitteilen. Wir haben den Bericht des Gerichtsmediziners." Shane sah
auf. Er wusste nicht, was jetzt kommen würde. "Mr. Filan, ich muss Ihnen
mitteilen, dass Ihre Frau schwanger war!" Für Shane war das wie ein heftiger
Schlag ins Gesicht. "Sagen sie das noch mal! Das kann nicht wahr sein. Gillian
hat nicht nur meine Frau umgebracht, sondern auch mein Kind?" "Ja so ist es
leider, es tut mir so leid, Mr. Filan!" Shane fing wieder hemmungslos an zu
schluchzen und bemerkte nicht, wie sich der Officer verabschiedete und ging.
Auch, als die anderen wieder kamen, bemerkte er nicht. "Shane was ist los? Was
hat der Officer gesagt?", fragte Kerry völlig verzweifelt. Shane erzählte
es ihnen mit zitternder Stimme und unter Tränen. Kerry und auch alle anderen
waren völlig geschockt. Wieder weinten alle. Die nächsten Tage blieb
Shane bei Bryan und Kerry. Sie fürchteten, dass Shane wieder zusammenbrechen
würde, wenn sie ihn nach Hause bringen würden, dort wo alles ihn an
Angie erinnern würde. Kerry hatte sich auch bereit erklärt, mit Angies
Mutter für die Beerdigung zu sorgen. Sie machten alles perfekt und 3 tage
später war es auch so weit. Shane konnte es nicht glauben, dass er zu der
Beerdigung seiner geliebten Frau ging. Angie wurde auf dem Friedhof in Sligo
beigesetzt. Alle Verwandten und Freunde kamen und trugen den Sarg zum Grab.
Unter Tränen aller, wurde der Sarg hinunter gelassen. Der Pfarrer, der
sie auch getraut hatte hielt die Grabrede, bevor alle eine weiße Rose
nahmen und sie auf den Sarg warfen. Alle verabschiedeten sich mit ein paar Worten
bei ihr. "Du warst die beste Freundin, die man sich wünschen konnte, ich
vermisse dich jetzt schon unendlich!", flüsterte Kerry leise und warf die
Rose auf den Sarg. Bryan nahm sie dann in den Arm und führte sie weg. Als
letzter war Shane dran. Er hielt eine rote Rose in der Hand. "Mein Schatz, warum
bist du gegangen? Warum nur? Wie soll ich ohne dich leben? Meine ganze Liebe
gehört dir, du bist mein Leben, meine Freude gewesen, doch du hast sie
mit ins Grab genommen. Ich werde nie mehr jemanden lieben so wie dich. Ich vermisse
dich so sehr! Ich liebe dich!" unter Tränen warf er die letzte Rose auf
den Sarg und Kian zog ihn dann vom Grab weg. Auf dem weißen Grabstein
stand. In Erinnerung an den wundervollsten Menschen der Welt:
Angela Filan
* 26.08.1986
05.01.2004
Shane und die anderen Jungs hatten von Louis 3 Monate Urlaub bekommen und die
hatte vor allem Shane bitter nötig. Er wohnte wieder in seinem Haus. Doch
wie es zu erwarten war, erinnerte ihn alles an Angie. Er konnte es nicht begreifen
und auch nicht verkraften. Ihm wurde das liebste genommen, das er auf Erden
hatte. Er wollte nicht weiterleben, doch er wusste, dass es keinen Sinn hatte,
wenn er sich jetzt auch noch das Leben nahm. Was würden seine Freunde,
seine Familie ausstehen müssen? Schließlich hatten auch sie Angie
verloren nicht nur er. Angies Mutter war mit Nina wieder nach Deutschland zurück
gekehrt. Sie versuchte, sich abzulenken mit einem Haufen Arbeit, doch auch ihr
gelang es nicht. Ihre Geliebte Tochter war an ihrem Glücklichsten Tag einfach
so gestorben.
Gillian wurde vor Gericht gestellt und zu 15 Jahren Haft verurteilt. Doch danach
wurde sie keineswegs freigelassen. Danach würde sie in die Nervenklinik
eingewiesen werden und erst entlassen, wenn es die Ärzte für richtig
halten würden.
Nach 3 Monaten ging es wohl oder übel mit Westlife weiter. Shane hatte
sich lange überlegt, ob er nicht aussteigen sollte. Er war zu nichts mehr
fähig. Doch dann erinnerte er sich daran, wie sehr Angie Westlife und ihre
Musik geliebt hatte. Sie würde nicht wollen, dass er es aufgab. Und so
machte er weiter. Für Angie. Louis hatte sie alle angerufen und ins Studio
bestellt. "Hallo Jungs. Ich weiß es ist schwer, aber wir müssen weiter
machen, aber ich habe auch einen Vorschlag zu machen. Der richtet sich besonders
an dich Shane!" "Was denn?", fragte Shane, der schon wieder in Gedanken versunken
war. "Ich dachte, dass wir als Andenken an Angie, "Never Ever" als Single rausbringen
sollten. Ich dachte es mir so, dass wir den Song, wo Angie mitgesungen hat,
mit auf die CD tun, aber ihr ihn noch mal aufnimmt und zwar würde ich vorschlagen,
Shane du singst Angies Teil. Und wenn ihr ihn live performt, singt ihr diese
Version von dem Song, was haltet ihr davon?" Alle waren begeistert. Eine Single
für Angie als Andenken, auch Shane lächelte bei dem Gedanken daran,
was schon seit Wochen oder sogar Monaten nicht vorgekommen war. Sie machten
sich sofort an die Arbeit. Nach 4 tagen war alles im Kasten und die Cd im Druck.
Am 18.3. würde die Single erscheinen. Das Video dazu drehten sie in Irland
am Meer. Eine einfache Kulisse zu einem wunderschönen Song passte immer.
Im Video vergoss Shane sogar ein paar Tränen und zwar echte. Am 2.4. stiegen
Westlife mit Never Ever in die Charts ein und landeten sofort auf Platz 1. Auch
in Deutschland waren Westlife mit dieser Single auf Platz 1, was sie noch nie
geschafft hatten. Mit dieser Single hatten sie überall den Durchbruch geschafft,
und waren berühmter als je zuvor. Doch Shane konnte es nicht glücklicher
machen. Kein Geld der Welt oder Konzert in ausverkauften Hallen konnten ihm
seine Angie wieder bringen, die er so geliebt hatte. Er hätte für
sie alles gegeben und dann wurde sie ihm einfach weggenommen. Einfach so. Sein
wunderschönes Strahlen in den Augen, das er immer hatte, wenn er glücklich
war oder das er auch so immer hatte und alle, vor allem Angie immer so verzaubert
hatte, war für immer verloschen.
*~~The End~~*