: . : Steckbriefe der Girls: . :

Kicky…
Keira Ann James
30. 05. 1986 geboren in Sligo/Irland (stammt ursprünglich aus Sheffield/England)
Sternzeichen: Zwilling
Job: Schülerin/macht gerade Abi
Eigenschaften: sportlich, selbstbewusst, intelligent, zickig
schlechte Angewohnheit: Fingernägelkauen
Hobbys: FUSSBALL (Manchester), singen, tanzen, reiten, Freunde, telefonieren, Tiere, feiern
Lieblings…
Film: Fight Club
Schauspieler/in: Brad Pitt und Jennifer Aniston
Band: Maroon 5, Destinys Child
Sänger/in: Usher, Nelly, Christina Aguilera
Buch: Fight Club
Essen: Lasagne
Klamotten: Trainingsklamotten
Designer: D & G

Cat…
Catherine Patricia O’Dowd
02.03. 1982 geboren in London/England
Sternzeichen: Fische
Job: Studentin/Innenarchitektur
Eigenschaften: hilfsbereit, lustig, selbstständig, durchgeknallt
Schlechte Angewohnheit: aufbrausend
Hobbys: Telefonieren, lachen, malen, lesen, Musik hören, (schlecht) singen,
Lieblings…
Film: Club der Teufelinnen, Dirty Dancing
Schauspieler/in: Johnny Depp, Whoopie Goldberg
Band: Culture Club
Sänger/in: Whitney Houston, Bryan Adams, Boy George, Shania Twain, Bette Midler
Buch: Die 9 ½ Leben des Käptn Blaubär (von Walter Moers)
Essen: Lasagne
Klamotten: rosa Pullover, weiße Jeans
Designer: Prada

Bekkie…
Rebekka Karen McOwen
30.01.1983 geboren in Wellington/Neuseeland
Sternzeichen: Wassermann
Job: Studentin
Eigenschaften: lustig, schüchtern, hilfsbereit, verantwortungsbewusst
Schlechte Angewohnheit: regt sich zu schnell auf, zickig
Hobbys: lesen, Musik hören, singen (auch wenn sie’s nicht kann), lachen, spazieren gehen
Lieblings…
Film: The Green Mile, Dirty Dancing, Titanic, Armageddon, Coyote Ugly, Save the last dance
Schauspieler/in: Brad Pitt, Julia Roberts
Band: Maroon 5
Sänger/in: Justin Timberlake
Buch: Das Auge der Seherin (Victoria Hanley)
Essen: -
Klamotten: Jeans, weißer Pullover
Designer: Tommy Hilfiger, Jette Joop

Lena…
Helena Marie Mckenzie
31.10.1984 geboren in Boyle/Roscommon/Irland
Sternzeichen: Skorpion
Job: Journalistik Studentin/jobbt nebenbei in einem Club
Eigenschaften: lustig, hilfsbereit, emotional, einfach irisch
Schlechte Angewohnheit: zu viele…
Hobbys: Shoppen, telefonieren, Partys, Musik hören, Filme, Freunde
Lieblings…
Film: Cruel Intentions, Armageddon, Flash dance, Dirty Dancing
Schauspieler/in: Megg Ryan, Charlieze Theron, Mark Whalberg, Josh Hartnett
Band: Miss Teeq, Destinys Child
Sänger/in: Usher, Justin Timberlake, Joss Stone
Buch: Pusteblume (Marian Keyes)
Essen: Spaghetti
Klamotten: dunkle Jeans, rotes Top
Designer: D&G, Chanel


„Beeil dich, wir kommen noch zu spät!“ Lena lief ungeduldig auf der Stelle herum und wartete auf Kicky, die mal wieder etwas zu lang im Bad brauchte.“ Scheiße, man…Lena, meine Haare!“ Kicky war verzweifelt, ihre Haare wollten einfach nicht so wie sie wollte. Lena lief die Treppe hoch und stürmte zu Kicky ins Badezimmer. Die beiden wohnten zusammen mit ihren Freundinnen Bekkie und Cat in einer WG in Sligo, Irland. Das sollte sich aber bald ändern, denn die beiden hatten ein Date und waren deswegen auch ziemlich aufgeregt. „Sorry Süße, aber eine Hochsteckfrisur in dieser kurzen Zeit krieg selbst ich nicht hin, no way… Aber du hast doch so schöne schwarze lange Haare lass sie doch offen, ich bin sicher das Nicky drauf steht.“ Lena grinste zu Kicky rüber die dabei war ihr Zopfgummi aus den Haaren zu fummeln. „Okay Laney, let`s go!“ Angekommen an Lenas Mercedes M3 Angel betrachtete sich Lena noch einmal prüfend in ihrer Scheibe. “Keine Angst, du siehst total schön aus!“ „Danke, du auch.“ Beide schwangen sich lächelnd in das Auto. Kicky, die gerade erst 18 geworden war, hatte noch keinen Führerschein und musste deswegen immer von allen durch die Gegend gefahren werden. Alle außer Kicky in der WG hatten ein Auto, Lena war 21, Bekkie 22 und Cat 23 Jahre alt. Die 4 Mädels kannten sich schon seeeehr lange und hatten sich mit ihrem Haus in Sligo einen Traum verwirklicht. „Ich bin so aufgeregt...“ „Ich ja auch…“ „Kicky, ich kann’s immer noch nicht glauben, das wir ein Date mit Kian und Nicky haben…“ Lena war misstrauisch. „Tja, war sind eben was Besonderes!“ Beide mussten grinsen. Die Boys mit denen Lena und Kicky ein Date hatten waren nicht irgendwelche Boys, nein, sie waren Kian und Nicky von Westlife. Sie hatten Lena und Kicky auf Lenas Arbeit in einem angesagten Club kennen gelernt. Sie hatten sich ein bisschen unterhalten und verstanden sich von Anfang an blendend, es kam schließlich soweit, dass Kian und Nicky die Girls nach einem Date am heutigen Tag dem 21.6. fragten. Sie wollten sich am Strand treffen.“ Hoffentlich bin ich nicht zu nervig!“ sorgte sich Kicky.“ Ach quatsch...reiß dich ein bisschen zusammen, dann geht das schon...“ „Soll das etwa heißen dass ich nervig bin?“ „Nein.. wie kommst du denn darauf?“ Lena grinste und Kicky piekste ihr in die Seite. „Na das will ich ja wohl auch hoffen...“ Sie grinste. Lena stieg aus, Kicky folgte ihr.
„ Wow, anscheinend sind sie noch nicht da!“ Lena sah sich um. „Typisch Männer...“ beide mussten lachen, da sahen sie von weitem auch schon Nickys Ferrari angerollt kommen.
„Oh scheiße, Kicky ich sterbe gleich vor Aufregung…“ „Ruhig Lena, das atmen nicht vergessen!“ Kicky grinste fröhlich dem Auto entgegen. Das Auto hielt an, Kian und Nicky stiegen aus. Lena stockte der Atem, Kian sah super aus, er hatte ein hellblaues Hemd und eine Jeans an. Alles passte perfekt zusammen. Aber auch Kicky hatte es nicht leicht die Ruhe zu bewahren, Nicky hatte ein T-Shirt, was recht eng saß aber ziemlich gut aussah, ebenso die Hose. Nicky und Kian begrüßten die beiden Girls mit einem Küsschen links und einem rechts. „Ihr seht toll aus…“ Nicky lächelte Lena und Kicky glücklich entgegen. Die beiden hatten sich nicht auffällig schön gemacht, aber genau darauf schienten Kian und Nicky zu stehen. Lena hatte einen Mini-Rock und ein kurzes Top an, Kicky eine weite Hose und ein T-Shirt mit der Aufschrift „Everybodys Darlin`“.
Sie gingen den Strang entlang und unterhielten sich über alles Mögliche, bis Lena das Thema „Kickys Ex ansprach“. Kickys Ex Steven war vor ca. einem halben Jahr an einem Tumor gestorben und immer wenn jemand auch nur seinen Namen in den Mund nahm ,stiegen Kicky die Tränen in die Augen ,diesmal versuchte sie es zu unterdrücken, weil es ihr vor Nicky peinlich war ,aber sie schaffte es nicht. „Kicky… es … es tut mir Leid...“ sagte Lena noch, doch Kicky rannte weg, sie rannte den Strand zurück in einem Tempo in dem Nicky nur schwer mithalten konnte. Nicky hatte sich vorher noch schnell aufklären lassen warum Kicky so auf ihren Ex zu sprechen war und dann fing er an hinter ihr her zu rennen. Sie stolperte und fiel in dem Sand zu Boden. Sie weinte noch mehr. Nicky traf schließlich auch ein, außer Atem, er kniete sich zu Kicky nieder. Sie hatte die Hände vors Gesicht geschlagen und weinte. Nicky nahm sie in den Arm und weinte. „Hey Süße, hör auf zu weinen… Ich will nicht das du traurig bist auch wenn du Ste… wenn du ihn sehr geliebt hast. Er ist immer bei dir.“ Kicky sagte darauf nichts, aber innerlich ging es ihr schon besser. Nicky war so lieb zu ihr, sie konnte das alles nicht wirklich begreifen, dennoch fühlte sie sich bei ihm sehr wohl…

„Lass sie…Nicky macht das schon…“ Kian hielt Lena am Arm fest, sie wollte gerade hinter Kicky her rennen.“ Aber……“ Sie brach den Satz ab, als Kian ihr sanft zwei Finger auf ihre Lippen legte. Sie sahen sich einen Moment lang an, bis Kian näher kam und anfing Lena zu küssen. Sofort waren Lenas Sorgen um Kicky vergessen. Sie genoss dieses Moment. Kians Lippen waren so weich und so warm. Tausende und abertausende von Schmetterlingen machten sich auf den weg, um in Lenas Bauch umherzuschwirren. Welch ein schönes Gefühl. So hatte sie sich schon lange nicht mehr gefühlt. Um es genau zu sagen. So hatte sie sich noch nie zuvor gefühlt. Während Kian und Lena die Welt um sich herum vergaßen, lag Kicky immer noch weinend in Nickys Armen. Mittlerweile bahnten sich jedoch nicht mehr ganz so viele Tränen ihren Weg ihre Wangen hinunter, wie zu Beginn. Nicky sprach beruhigend auf sie ein und streichelt ihr sanft über den Rücken. Kicky wischte schließlich die letzten Tränen fort, schaute zu Nicky auf und versuchte zu lächeln. „Es tut mir leid.“ Nicky strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht und lächelte sie mit strahlenden Augen an. „ Du musst dich nicht entschuldigen. Ich verstehe dich. Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verlieren und es kann Jahre dauern, bis man so einen Schicksalsschlag verkraftet. Es ist ganz natürlich, dass es dich immer noch trifft, wenn man ihn erwähnt“. Kicky lächelte ihn dankbar an. Sie war dankbar für die lieben Worte und für seine Nähe. Dankbar auch dafür, dass er sie verstand. Nicky streichelte Kicky über die Wange. „ Du bist wunderschön...“ Er näherte sich langsam ihrem Gesicht. Kicky sah direkt in seine wunderschönen meerblauen Augen bevor sie seine zarten, warmen Lippen auf Ihren spürte. Kicky erwiderte den Kuss zaghaft. Sie genoss diesen Augenblick und doch fühlte sich ein wenig merkwürdig.
„Jaja... unser guter Nicky tröstet mal wieder die Frauen!“, rief Kian, der mit Lena im Arm auf Nicky und Kicky zukam, grinsend. Nicky schreckte zurück und sah seinen Bandkollegen böse an. Musste er immer im falschen Augenblick auftauchen? Und dann auch noch so einen Spruch ablassen? Was sollte Kicky nur von ihm denken? Dass er sich immer an Frauen ranmachte, die seelisch ein wenig labil waren, und er dies ausnutzte ums sie leichter herumzubekommen? Nicky schlug sich diese Gedanken schnellstens wieder aus dem Kopf. So etwas würde sie sicherlich nicht von ihm denken. Kicky stand auf und klopfte sich den Sand von ihrer Hose. „Geht’s wieder, Süße?“ Lena sah ihre Freundin besorgt an. „ Jaja... es geht schon wieder.“, antwortete Kicky und rieb sich die vom weinen brennenden Augen.
Den Rest des Tages verbrachten die vier zusammen am Strand. Am Abend fuhren Nicky und Kian ihre Dates noch nach Hause. Während Lena und Kian eng umschlungen und sich küssend vor der Haustür standen, gab Kicky Nicky einen flüchtigen Kuss auf die Wange, verabschiedete sich und verschwand im Haus. Sie bahnte sich geradewegs den Weg zu ihrem Zimmer und ließ sich dort erschöpft auf ihr Bett fallen. Nicky war so lieb und so einfühlsam. Einfach ein Traummann. Doch irgendwie war es ihr ein wenig unheimlich. Sie kannte diesen Mann erst so kurz und doch schien es als würde sie ihn schon seid Jahren kennen. Diese Vertrautheit, die jetzt schon zwischen den Beiden herrschte, beunruhigte Kicky ein wenig, doch sie schob diese Gedanken schnell hinfort und dachte statt dessen lieber an die tausend Blitze, die sie durchzuckt hatten, als Nicky seine sanften Lippen auf Ihre gelegt hatte. Schließlich schlief sie in ihren Gedanken schwelgend ein. Nach einer halben Stunde betrat schließlich auch Lena das Haus. Nicky hatte Kian und Sie gewaltsam von einander trennen müssen sonst wäre er wahrscheinlich am nächsten Abend noch nicht nach Hause gekommen. Auch Sie ging sofort auf ihr Zimmer, zog ihren Pyjama an und legte sich in ihr Bett. Doch sie konnte beim besten Willen nicht einschlafen. Ihre Gedanken kreisten immer wieder um diesen einen Mann. Kian. Was hatte er nur mit ihr angestellt? Wie konnte er sie nur so fühlen lassen? Es war einfach unglaublich. So starke Gefühle hatte Lena zuvor für niemanden empfunden. Sie hatte das Gefühl, als würde erst Kian ihr zeigen, was richtige Liebe bedeutete. Letztendlich schlief auch sie, natürlich mit den Gedanken immer noch bei Kian, ein.

Am nächsten Morgen wurde Lena durch den Lärm, den Bekkie veranstaltete während sie in der Küche das Frühstück vorbereitete, geweckt. Sie streckte sich, rieb sich die müden Augen und schaute auf ihren Wecker, der direkt neben ihrem Bett stand. Es war erst 8 Uhr morgens. Wie konnte dieses Mädchen nur so früh schon solch einen Lärm machen? Es war Lena unbegreiflich. Sie streckte sich noch einmal, schlug ihre die Decke zurück und schwang sich aus ihrem Bett. Sie ging zum Fenster, zog die Vorhänge auf und schaute hinaus auf die Rasenfläche, die sich direkt unter ihrem Fenster befand. Es war ein außergewöhnlich schöner Morgen. Ausnahmsweise war der Himmel nicht mit grauen Regenwolken verhangen. Stattdessen lachte Lena die wunderschöne Morgensonne entgegen. Lena band sich die Haare schnell zu einem Zopf zusammen, ging kurz ins Bad, um sich das Gesicht zu waschen und machte sich dann auf den Weg in die Küche. Dort angekommen schlug ihr der Duft von frischem Kaffee, Brötchen Orangensaft und Croissants entgegen. Ihre Freundin Bekkie war wie immer bester Laune. Sie lief singend durch die Küche und kramte hier und dort noch ein paar Sachen für das Frühstück aus den Schränken. „Guten Morgen!“, unterbrach Lena ihre Freundin in Ihrem treiben. Diese wirbelte herum und sah Lena mit einem breiten lächeln auf den Lippen an. „ Ich wünsche dir auch einen Guten Morgen! Hast du gut geschlafen?“. Lena dachte an die letzte Nacht. Ja, sie hatte gut geschlafen, denn sie hatte von Kian geträumt. Sie war zusammen mit ihm am Strand gewesen. Es war einfach wunderschön gewesen. Da war es wieder. Dieses kribbeln, dass sie immer empfand, wenn sie an ihn dachte. Dieses Gefühl war einfach wunderschön. „ Ja... ich habe sogar sehr gut geschlafen“, antwortet Lena und lächelte bei dem Gedanken an ihren Traum. „Ach, es ist übrigens heute Morgen etwas für dich abgegeben worden. Um 7 Uhr kam so ein komischer Bote vorbei und hat einen Strauß Rosen für dich abgegeben. Sie stehen noch im Flur. Die sind von irgend so einem Kian.“, teilte Bekkie mit, während sie ihr Brötchen aß. Lena stürmte sofort in den Flur und sah sich den Strauß an. Der musste ein Vermögen gekostet haben, so riesig wie er war. Sie lächelte. Kian hatte ihr also einen Strauß Rosen geschickt. Wenn das mal nichts zu bedeuten hatte. Anscheinend mochte er sie genau so gerne, wie sie ihn. Vielleicht liebte er sie sogar. Sie nahm die kleine Karte, welche sorgfältig an eine der Rosen befestigt war, ab und las, was darauf geschrieben stand. >> Es war gestern wunderschön mit dir. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder. In Liebe. Kian xxx >>
Ihm hatte es also auch so gut gefallen wie ihr. Lena ging zurück in die Küche und ließ sich verträumt auf einem Stuhl nieder.
Während Lena und Bekkie in der Küche saßen und frühstückten, lag Kicky noch in ihrem Bett. Doch sie war keineswegs noch am schlafen. Nein. Sie war schon lange wach. Eigentlich hatte sie gar nicht wirklich geschlafen. Immerzu hatte sie an Nicky denken müssen und an den Kuss. Liebte er sie? Und was war eigentlich mit ihr? Was fühlte sie? Liebte sie ihn oder war es nur eine Schwärmerei? War es vielleicht nur die Sehnsucht nach Nähe, die sie glauben ließ verliebt zu sein?! Sie wusste einfach nicht was sie fühlte bzw. fühlen sollte. Einerseits fühlte sie sich sehr zu Nicky hingezogen doch andererseits machte ihr dieses Gefühl auch Angst. Das letzte Mal, als sie so gefühlt hatte, wurde ihr die Person, die sie über alles geliebt hatte, weggenommen. Weggenommen von einer unheilbaren Krankheit. Sie hatte Angst noch einmal so etwas erleben zu müssen. Noch einmal würde sie so etwas nicht überstehen. Und was war, wenn Nicky es nicht ernst meinte? Würde er sie so verletzten und nur mit ihr spielen? Nein! Das würde er sicherlich nicht tun. So war Nicky nicht! Sie durfte sich nicht so viele Sorgen machen. Sie würde einfach alles auf sich zukommen lassen und ihre Sorgen beiseite schieben.
Kicky schmiss ihre Decke aus dem Bett, stand auf und bahnte sich den Weg ins Bad. Sie stieg kurz unter die Dusche, um wenigstens ein bisschen wach zu werden. Danach zog sie sich an und machte den Fernseher in ihrem Zimmer an. Sie hatte keine Lust mit den anderen zu reden. Sie brauchte Ruhe. Ruhe um über alles nachzudenken und diese Ruhe hatte sie nur allein in ihrem Zimmer. Während Lena nun den ganzen Morgen über den Rosenstrauß und die karte anstarrte und Kicky gelangweilt vor ihrem Fernseher saß, machte Bekkie sich auf den Weg, um den Kühlschrank und die Küchenschränke in der WG aufzufüllen, denn wie immer waren diese wie leergefegt.
Als Bekkie vom Einkauf zurückkam, konnte man sie schon vom weiten schimpfen hören. Sie regte sich über irgendetwas tierisch auf. Sie betrat das Haus und schmiss die Tür mit aller Kraft zu, sodass alles im Haus wackelte. „So ein Arsch! Ich hasse Männer! Ich hasse sie! Alle arrogant, eingebildet und unverschämt!!“, schrie sie durch die WG, „Wenn ich diesen Kerl noch ein einziges mal sehe bring ich ihn um!!“ Lena, die sich gerade im Wohnzimmer befand, kam in den Flur und sah ihre Freundin fragend an. „Was denn? Darf ich mich nicht mehr aufregen?“, wurde Sie von ihrer Freundin angekeift. „Hey, her! Komm mal wieder runter! Ich hab dir doch nichts getan! Was ist denn passiert?“.
„Was passiert ist willst du wissen?! Das kann ich dir gerne erzählen. So ein Arsch von Mann hat mich vor dem Supermarkt über den Haufen gerannt. dabei ist meine Lieblingshose kaputt gegangen!“, erzählte Bekkie wild gestikulierend und deutete auf ein Loch, in Höhe des Knies, ihrer Hilfiger Jeans, „ Und dieser scheiß Typ meinte auch noch, dass er mit einem kleinen >> Entschuldigung>> alles gut machen könnte! Was denkt der sich eigentlich?“. Lena sah ihre Freundin skeptisch an. „Das ist jetzt nicht dein ernst, oder? Nur deswegen regst du dich so auf? Und... wenn er sich entschuldigt hat ist das doch alles kein Thema. Du kannst dir doch eine neue Hose kaufen.“ „Das war ja noch nicht alles! Nicht genug, dass er meine Lieblingshose ruiniert hat, nein... er hat mir auch noch meine Lieblingscornflakes vor der Nase weggeschnappt!!“ Lena schüttelte nur den Kopf und ließ Bekkie, die sich immer noch weiter über den mysteriösen Unbekannten aufregte, allein. Den Rest des Tages verbrachte sowohl Lena als auch Kicky damit, auf einen Anruf von Kian und Nicky zu warten. Doch nichts geschah. Kein Anruf, keine Message, nichts! Beide waren ein wenig beunruhigt, da sie eigentlich auf einen Anruf der Jungs gewartet hatten. Aber sie würden sich sicherlich noch melden. Wenn nicht heute, dann eben Morgen. Da waren die zwei Mädchen sich sicher. Den Abend verbrachten Kicky, Lena, Cat und Bekkie vor dem Fernseher. Sie schauten sich gemeinsam „Rendezvous mit Joe Black“, „Interview mit einem Vampir“ und „Troja“ an. Alle vier liebten Brad Pitt abgöttisch. Da waren diese Filme natürlich ein MUSS.
Bekkie hatte sich mittlerweile, dank Brad Pitt, auch wieder beruhigt. Der Unbekannte wollte ihr jedoch nicht so ganz aus dem Kopf gehen. Je länger sie darüber nachdachte, desto peinlicher war ihr die ganze Aktion. Was hatte sie sich eigentlich dabei gedacht so ein Theater zu veranstalten? Noch dazu vor einem so gutaussehenden Typen. Im Nachhinein fiel ihr auf, wie gut dieser Mann doch ausgesehen hatte. Er war genau der Typ Mann, auf den sie normalerweise stand. Er war ca. 1,75m groß gewesen, hatte haselnussbraune Augen, braune Haar, ein verdammt süßes lächeln und eine sexy Stimme. Leider hatte sie ihn ziemlich zusammengestaucht. Und das nur wegen ihrer dummen Jeans und den Cornflakes. Würde sie den Kerl je wiedersehen musste sie sich dringend bei ihm entschuldigen, falls er nicht schreiend weglaufen würde, wenn er sie sieht. Dies würde sie nach ihrem Auftritt nicht wundern. Während Achilles gerade starb, erhob Bekkie sich von ihrem Platz auf der Couch, wünschte ihren Mitbewohnerinnen eine gute Nacht und verschwand auf ihr Zimmer. Dort angekommen zog sie sich um und verkroch sich unter ihrer Bettdecke. Doch an einschlafen war keineswegs zu denken. Immer und immer wieder tauchte dieses Gesicht vor ihr auf. Sein Gesicht. Sie konnte es einfach nicht aus ihrem Kopf verbannen. Schließlich schlief sie, mit ihrer Wärmflasche im Arm, doch ein.
Auch die anderen drei Mädchen machten sich nach Troja auf den Weg in ihre Zimmer und legten sich schlafen. Cat schlief sofort sorglos ein, während Lena und Kicky selbst in der Traumwelt die Frage, ob Kian und Nicky sich am nächsten Tag melden würden, im Hinterkopf hatten.

Am darauf folgenden Morgen wurde Lena unsanft, von der Klingel der Haustür, aus dem Schlaf gerissen. Sie schaute auf ihren Wecker. Es war 7 Uhr in der Früh. Wer war so bescheuert und klingelte um diese Uhrzeit bei ihr an der Tür? Derjenige konnte sich auf etwas gefasst machen! Es klingelte abermals. „Jaja... ich komme ja schon“, murmelte Lena verschlafen und kroch aus ihrem Bett. Bevor sie zur Tür ging streifte sie noch schnell ihren hellblauen Snoopy-Bademantel über. Sie öffnete die Tür und wollte gerade anfangen denjenigen, der davor stand, zur Schnecke zu machen, als sie erkannte, dass es Kian war. „Oh... Guten Morgen!“ Lena war ein wenig verwirrt und beschämt, weil sie in ihrem Snoopy-Bademantel vor Kian stand. „Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich dir!“, sprach Kian und schenkte ihr ein süßes lächeln, „ Hab ich dich geweckt?!“
„Ja... hast du. Ist aber nicht so schlimm“, log Lena, die noch kurz zuvor, dem Störenfried den Kopf hatte abreißen wollen, „Komm doch rein.“ Lena ging einen Schritt zur Seite und ließ Kian ins Haus. Dieser gab ihr einen flüchtigen Kuss auf den Mund. „Ich musste leider schon so früh kommen. Ich hab es nicht mehr ausgehalten ohne dich.“ Lena lächelte Kian an. Wie süß er doch war. Kian näherte sich langsam Lenas Gesicht und legte seine Lippen auf ihre. Anfangs küsste er sie nur zaghaft wurde jedoch mit der zeit immer stürmischer. Die beiden versanken in einen leidenschaftlichen Kuss, der scheinbar nie Enden wollte.
Plötzlich schraken die beiden auf. „Entschuldigung. Ich wollte euch nicht stören.“ Kicky sah die Beiden entschuldigend an. „ Ich wollte eigentlich nur kurz in die Küche und mir etwas zu trinken holen“, sprach sie und war schon in der Küche verschwunden.
Als Kicky nach fünf Minuten wieder aus der Küche heraus kam, waren Lena und Kian verschwunden. Kicky ging wieder auf ihr Zimmer, setzte sich auf die Fensterbank und beobachtet die Regentropfen, die langsam an ihrer Fensterscheibe hinunterliefen. Kian war nun da. Er hatte sich nicht gemeldet, aber er war nun da. Was war mit Nicky? Würde er sich melden? Aber halt. Warum wartete sie eigentlich darauf, dass er sich meldete? Sie hatte doch seine Handynummer. Sie könnte sich also auch bei ihm melden. Kicky sprang von der Fensterbank, stellte ihr Glas auf ihrem Nachttisch ab und suchte nach ihrem Handy. „Wo ist das verflixte Ding, denn nun schon wieder?“, fluchte sie leide vor sich hin. Sie durchwühlte ihre Handtasche, ihren Nachttisch, ihre Schreibtischschublade, ja sogar ihren Kleiderschrank durchwühlte sie. Nirgendwo war ihr Handy aufzufinden. Schließlich fiel Kicky ein, dass ihr Handy sich noch immer in ihrer Jacke befand. Also kramte sie ihre Jacke aus dem Kleiderschrank hervor und nahm ihr Handy aus der Tasche an der Innenseite der Jacke. Sie entsperrte das Handy und suchte in ihrem Verzeichnis nach N... N, wie Nicky. Aja... da war sie ja. Nicky Handy. Sie drückte auf die Taste mit dem grünen Hörer, doch legte sofort wieder auf, als ihr einfiel, dass es erst 7 Uhr morgens war. Nicky würde sicherlich noch schlafen und wecken wollte sie ihn auf keinen Fall. Sie öffnete also das Menü ihres Handys, ging auf die Kurzmittelungs-Optionen und schrieb eine SMS. Nachdem sie Diese, in der sie Nicky gefragt hatte, ob er mit ihr und ihren Freundinnen in einen Club gehen wollte, abgeschickt hatte, legte sie sich wieder in ihr Bett und schlief ein.

Kian und Lena waren derweil in Zimmer wild am knutschen, als sie plötzlich von Kians klingelndem Handy unterbrochen wurden. Lena nahm Kian sein Handy aus der Hand, weil sie nicht wollte, dass er ran ging. Als sie auf den Display sah erstarrte sie. Jodi-Schatz war dort zu lesen. „Jodi-Schatz ?! Sag jetzt nicht, dass das deine Freundin ist.“ Lena sah Kian mit fragendem Blick an. „Ähm... also du darfst das jetzt nicht falsch verstehen. Jodi ist meine Freundin, aber ich wollte mit ihr Schluss machen! Ehrlich! Ich... ich hab nur noch nicht den passenden Augenblick gefunden.“ Kian versuchte sich so gut es ging zu rechtfertigen. „Aja... ich verstehe. Du hältst dir also zwei Frauen warm für den Fall, dass eine dich dann doch nicht mehr will! Ich bin begeistert! Geh am besten wieder zu deinem Jodi-Schatz, denn ich will dich nicht mehr! Und jetzt raus hier!“ Lena versuchte so gut es ging ihre Tränen zurück zu halten, doch schaffte es nicht ganz. Ein paar vereinzelte Tränen rollten ihre Wangen hinunter bis hin zum Kinn und tropften von dort auf ihren Bademantel. „ Ich...“ Kian begann zu sprechen. Er wollte sie überzeugen, dass sie falsch lag mit ihrer Vermutung. Er liebte sie doch. „Raus habe ich gesagt! Raus mit dir! Ich will dich nicht mehr sehen!“ Kian erkannte, dass es momentan keinen Sinn machte noch weiterhin mit Lena darüber zu reden. Er stand vom Bett auf, trat auf den Flur und verließ schließlich das Haus. Sie würde ihm später sicherlich zuhören. So hoffte er zumindest.
Lena lag während dessen am Boden zerstört auf ihrem Bett und weinte sich die Seele aus dem Leib. Wieso hatte er ihr das angetan? Wieso hatte er sie so hintergangen? Sie verstand es nicht!
In Kickys Zimmer war es still. Es war geradezu beängstigend. Man hörte nur die Regentropfen, welche gegen das Fenster schlugen und langsam daran herunterrollten. Kicky hatte sich zwar vorgenommen noch eine Weile zu schlafen, doch dies war ihr unmöglich. Sie war einfach zu gespannt ob Nicky antworten würde. Sie lag auf ihrem Bett, die Hände hinter dem Kopf verschränkt und starrte die kahle, weiße Decke an. Sie seufzte. Warum war eigentlich alles so kompliziert bzw. warum machte sie alles so kompliziert?! Eigentlich war doch alles ganz einfach. Nicky mochte sie, sie mochte Nicky. Alles bestens und doch irgendwie auch nicht. Vielleicht war sie einfach nicht dazu geschaffen eine Beziehung oder ähnliches anzufangen. Vielleicht war es auch noch zu früh für eine neue Beziehung. Schließlich war Steven gerade mal ein halbes Jahr tot. Abermals bildete sich ein Klos in ihrem Hals und Tränen stauten sich in ihren Augen an. Steven. Wie sehr hatte sie ihn geliebt und wie sehr hatte es sie getroffen ihn zu verlieren. Sie hatte ihn geliebt wie keinen anderen und er wurde ihr einfach weggenommen. Weggenommen von dieser schrecklichen Krankheit. Sie hatte nichts dagegen tun können. Das war wohl das schlimmste an dem Ganzen gewesen. Sie hatte nur zusehen können, wie Steven langsam, ganz langsam von der Krankheit zerfressen wurde und schließlich, nach einem halben Jahr vergebenen kämpfend und hoffend, in ihrem Armen starb. Tränen bahnten sich ihren weg Kickys Wangen hinab. Sie wischte sie schnell mit dem Handrücken weg. Sie musste endlich mit diesem Teil ihres Lebens abschließen. Sie musste sich damit abfinden, dass Steven für immer fort war. Steven hätte sicherlich nicht gewollt, dass sie ihm so lange nachtrauerte. Er hätte gewollt, dass sie weitermacht und eine neue Liebe findet und genau das tat sie. Sie hatte eine neue Liebe gesucht und diese in Nicky, so hoffte sie, gefunden. Kicky wurde aus ihren Gedanken gerissen. Ihr Handy, welches direkt neben ihr auf dem Bett lag, vibrierte und zeigte an, dass sie eine Kurzmitteilung erhalten hatte. Nicky... schoss es ihr durch den Kopf. Sie setzte sich auf, griff nach dem Handy und las die SMS. Sie war tatsächlich von Nicky. Nachdem sie die Kurzmitteilung gelesen hatte, ließ sie sich langsam wieder auf ihr Bett zurück sinken. Er würde am Mittag vorbeikommen. Zwar hatte sie nach einem Clubabend gefragt, aber es war egal ob sie im Club waren oder hier zu Hause. Hauptsache Nicky war da. Kicky schloss die Augen und träumte ein wenig vor sich hin. Nicky, Nicky... das war das einzige woran sie denken konnte. Immer wieder dachte sie an seine wunderschönen Augen, sein lächeln, dass alles übertraf und seine Stimme, die sie fast verrückt werden ließ. Er war einfach unbeschreiblich. Dieser Mann war unglaublich.

Lena hatte sich mittlerweile wieder beruhigt und einen Entschluss gefasst. Sie würde zu Kian fahren und mit ihm reden. Ihr schien es, als wenn er wirklich die Wahrheit sagte. Sie würde ihm die Chance geben alles zu erklären und richtig zu stellen. Sie erhob sich schließlich von ihrem Bett, ging ins Bad, wusch sich, band sich die haare zusammen und ging wieder zurück in ihr Zimmer, um sich dort anzuziehen. Sie kramte eine helle Jeans und einen weißen Pulli aus ihrem Kleiderschrank und zog sie an. Sie trug noch schnell ein wenig Lidschatten, Mascara und Lipgloss auf, schnappte sich ihre Handtasche mitsamt den Autoschlüsseln und fuhr zu Kian.
Vor Kians Haus angekommen war Lena ein wenig nervös. Warum wusste sie selbst nicht. Sie ging an die Tür und drückte zaghaft die Klingel. Es rührte sich nichts. Lena klingelte noch mal. Diesmal drückte sie etwas energischer auf den Knopf. Im Haus war ein poltern zu vernehmen und einige Sekunden später öffnete sich die Tür. Lena sah erstaunt die Person an, die ihr soeben die Tür geöffnet hatte. Das war nicht Kian. Es sei denn er hatte sich innerhalb von der letzten zwei Stunden einer Geschlechtsumwandlung unterzogen. Da Lena sich sicher war, dass Kian sich keiner chirurgischen Behandlung unterzogen hatte, musste dies also Jodi sein. „Was kann ich für dich tun?“, fragte Jodi in schnippischem Ton und musterte Lena von oben bis unten. Lena ließ sich von diesem Blick keineswegs einschüchtern. Warum auch? Sie sah mindestens genauso gut aus, wie dieses lange Etwas, was in knappen Rock und viel zu kurzen Top vor ihr Stand. „Ich möchte zu Kian.“ Kaum hatte Lena diesen Satz ausgesprochen erschien dieser auch schon an der Tür. Jodi legte prompt ihren Arm um Kian und küsste ihn, um Lena zu demonstrieren, dass dies IHR Freund war und sie diesen nicht so leicht an Lena abtreten würde. Kian war die Situation sichtlich unangenehm. „Jodi lass das!“ Er schob seine Freundin von sich weg. „Ich wollte eigentlich mit dir reden, aber ich glaube der Zeitpunkt ist schlecht.“ Lena drehte sich um und ging zu ihrem Wagen. „Nein! Warte! Der Zeitpunkt ist gut.“ Kian rannte hinter ihr her und hielt sie am Arm fest und wandte sich, mit Lena im Arm, an Jodi. „Jodi... es tut mir leid, aber es ist aus. Ich liebe Lena und nicht dich.“
Jodi sah ihren Ex-Freund erst ungläubig an, ging dann auf ihn zu und verpasste ihm eine schallende Ohrfeige. „Du Schwein! Lässt mich einfach sitzen! Was fällt dir eigentlich ein? Du kannst doch nicht MICH sitzen lassen. Ich liebe dich doch! Ich hatte gedacht du wärst anders als alle anderen, aber da hab ich mich wohl getäuscht! Bist doch immer nur auf ne schnelle Nummer aus und wenn dir die eine zu langweilig wird wechselst du einfach mal! Wird doch glücklich mit der kleinen Schlampe!“ Und mit diesen Worten verschwand sie die Straße hinab. Kian rieb sich die schmerzende und stark gerötete Wange. Jodi hatte wirklich einen harten Schlag drauf. Lena sah ihn mitleidig an. „Tut es sehr weh?“. Lena war ein wenig besorgt. Kian lächelte. „Nein, nein. Es geht schon und wenn du mir einen Kuss gibst tut es sicherlich überhaupt nicht mehr weh.“ Lena grinste und legte ihre Lippen vorsichtig auf seine. Die Beiden verschmolzen in einen endlosen, leidenschaftlichen Kuss und vergaßen die Welt um sich herum. Als sie sich nach einigen Minuten wieder von einander lösten waren beide überglücklich. Kian strich Lena über die Wange und flüsterte seiner Freundin leise >>Ich liebe dich>> ins Ohr. Nun waren sie also zusammen. Lena konnte es kaum fassen. Sie hatte nun ihren Traummann an ihrer Seite und würde ihn nie wieder gehen lassen. Das schwor sie sich.

In der Zwischenzeit war auch die WG zum Leben erwacht. Cat war, wie immer, schon auf den Beinen und wieder einmal auf dem Weg zu einem ihrer Lieblingsaufenthaltsorte, der Bibliothek, dort konnte sie Stunden verbringen.
Kicky und Bekkie saßen gemeinsam am Frühstücks- bzw. Mittagstisch. Kicky begann ein wenig nervös zu werden. Es war bereits 11.30 Uhr. In einer halben Stunde würde Nicky vorbeikommen. Sie erhob sich von ihrem Stuhl und ging ins Bad, da sie sich noch herrichten musste. Als es nach einer halben Stunde an der Tür klingelte, war Kicky immer noch im Bad beschäftigt und so musste sich Bekkie, wenn es ihr auch sehr schwer fiel, von ihrem schönen Platz auf der Couch erheben und die Tür öffnen.
Kaum hatte sie die Tür geöffnet, schlug sie Dieses auch wieder zu. Was wollte der denn hier? Was hatte er vor ihrer Haustür verloren? Wie kam der Typ, den sie gestern noch im Supermarkt zusammengestaucht hatte, heute plötzlich vor ihrer Tür? Sie schüttelte verwirrt den Kopf und ging wieder ins Wohnzimmer. Sie ließ sich auf der Couch nieder und griff wieder nach ihrem Buch.
Es klingelte noch ein paar Mal, doch Bekkie überhörte dies dezent. Sie hatte keine Lust auf diesen Typen. Was wollte er denn hier? Konnte er nicht wieder gehen?
„Warum machst du denn nicht auf, Bekkie?“, rief Kicky aus dem Bad. „Ach.. das is son Vollidiot. Der kann ruhig vor der Tür stehn bleiben. Ich weiß eh nicht was der hier will.“ Kicky schüttelte den Kopf, verließ das Bad, ging zur Tür und öffnete. Sie blickte direkt in das Gesicht von Nicky. „Ich dachte schon du wolltest uns nicht hier haben. Deine nette Mitbewohnerin hat uns nämlich die Tür einfach wieder vor der Nase zugeschlagen.“, grinste Nicky. „Ich weiß auch nicht was mit ihr los ist. Sie meinte irgend so ein Vollidiot stände vor der Tür. Komisch..“ Nicky begann zu lachen. „Ich glaube sie meinte meinen besten Freund Shane.“ Er nickte in die Richtung seines Freundes.“ ER hat deine Freundin auch wieder erkannt. Wie hast du sie noch mal genannt Shane?!“, Nicky überlegte kurz, „Achja... genau! Die Furie aus dem Supermarkt!“ Kicky sah die Zwei fragend an und bat sie ins Haus zu kommen und ihr alles näher zu erklären. Doch Shane weigerte sich vehement das Haus zu betreten. „Nein, Nicky! Ich geh da nicht rein! Wer weiß was die alles anstellt! Womöglich kratzt sie mir die Augen aus oder fängt wieder an rum zu schreien! Da habe ich echt keine Lust drauf! Das muss ich nicht haben!“
Nicky seufzte. „Shane. Es ist nur eine Frau. Sie wird dich nicht beißen oder dich in irgendeiner anderen art verletzen. Wahrscheinlich wird sie noch nicht einmal mit dir reden! Also stell dich nicht so an und komm rein!“ Letztendlich gab Shane doch nach und betrat hinter Nicky das Haus. Kicky führte die Beiden ins Wohnzimmer, was ein großer Fehler war, denn Bekkie befand sich immer noch mit ihrem Buch auf der Couch.
„Bekkie, das sind Nicky und sein bester Freund Shane“, stellte Kicky die Jungs vor. Bekkie schaute von ihrem Buch auf und sah die Jungs an. „Oh no! Das ist jetzt nicht wahr, ne? Nicht ER!“ „Ihr kennt euch?“ Kicky sah von Nicky zu ihrer Freundin und wieder zurück. „Nein! Ich rede nicht von ihm! Sondern von dem da!“, antwortete Bekkie und deutete auf Shane, „ Das ist der Kerl, der 1. schuld ist, dass ich meine Hilfiger Jeans wegschmeißen durfte und 2. dafür gesorgt hat, dass ich Morgens verhungern muss!“
Kicky verstand zwar kein Wort, merkte aber auch, dass es keinen Sinn hatte weiter nachzufragen, da Bekkie sich schon von der Couch erhoben hatte, um auf ihr Zimmer zu verschwinden. „Was hab ich gesagt?! Furie!“, murmelte Shane vor sich hin. „Das hab ich gehört! Lieber eine Furie als ein Macho-Arsch!“, gab Bekkie zickig zurück. „Also hör mal! ICH hab mich gestern bei dir entschuldigt und ICH habe dir auch angeboten die Cornflakes zu nehmen, aber DU hast mich ja nur angeschrien! Also habe ICH ja wohl recht damit, dass DU eine Furie bist!“ „Pah! Das muss ich mir echt nicht anhören!“ Obwohl Bekkie wusste, dass Shane Recht hatte konnte und wollte sie dies nicht eingestehen und verschwand lieber auf ihr Zimmer anstatt sich noch weiter mit ihm zu streiten.

In ihrem Zimmer ließ sie sich auf ihr Bett fallen. Ärgerlich boxte sie in ein Kissen. „Idiot...“ murmelte sie vor sich hin. Nachdenklich starrte sie eine Weile an die Decke, als es auf einmal an ihrer Zimmertür klopfte. „Was ist?!“ rief sie ärgerlich. Wenn das jetzt dieser Typ, dieser Shane war; würde sie ihm die Tür vor der Nase zuknallen, sich dann wahnsinnig über alles ärgern das sie zu ihm gesagt hatte und zu heulen anfangen weil sie es sich mit diesem attraktiven Mann von Anfang an versaut hatte.
Doch zum Glück stand nicht Shane vor der Tür, sondern eine ihrer Mitbewohnerinnen, Cat. „He Süße was ist dir denn über die Leber gelaufen?“ fragte sie diese, während sie sich neben Bekkie aufs Bett sinken ließ.
„Ach, dieser .... dieser Kerl da draußen!“ „Nicky?“ „Nee, doch nicht Kickys Neuer, der Andere.“ „Der bei den beiden im Wohnzimmer sitzt?“ „Ja.“ „Was hat der dir denn getan...?“ „Ach, DAS ist der Typ der Schuld ist das meine Lieblingsjeans im Arsch ist und der hat mir mein Frühstück geklaut!“ „Der Typ aus dem Supermarkt gestern? DER?! Echt?!“ Bekkie nickte, und grinste dabei ein wenig, weil Cat ein komisches Gesicht zog. Daraufhin sagte sie eine Weile lang gar nichts, und meinte dann vorsichtig zu Bekkie:
„Aber der sieht doch eigentlich ganz gut aus... Ich meine... ich kenn dich jetzt schon lang genug.... Ist das nicht dein Typ?“ „DAS IST JA MEIN PROBLEM!“ „Oh. Verstehe.“ „Sicher ist er mein Typ, aber das Doofe ist, das ich mich jetzt schon so mit dem gezofft habe, das alles im Arsch ist. Der hält mich für ne Furie...“ „Ach komm, so schlimm kann’s doch nicht sein...“ „Doch, er hält mich für ne hysterische Furie und redet bestimmt kein Wort mehr mit mir. Das Blöde ist... er hat auch noch Recht...“ „Hm...“ Cat grinste breit. „Ich würd mich ja entschuldigen... aber ich trau mich nich...“ gab Bekkie kleinlaut zu.
„Ach komm, pass auf, wir gehen da jetzt zusammen raus, und setzten uns einfach zu den andren ins Wohnzimmer.“ „NEIN! Nicht mal über meine Leiche!“
Cat seufzte. „Na gut. Also,“ sie überlegte einen Moment. „Dann geh ICH jetzt einfach mal allein da rein, und gucke wie’s aussieht. Ich krieg das schon irgendwie hin dass der Junge dir verzeiht und wieder mit dir redet. Irgendwie unterhältst du dich dann ein bissel mit ihm, und dann entschuldigst du dich. Und wenn du DAS hinter dich gebracht hast ist alles in Butter. Der Typ sieht toll aus, da musstest du halt deine Lieblingsjeans für riskieren das du den kennen lernst.“
Bekkie knuffte Cat in die Seite. „Du redest schon als wäre das mein zukünftiger Ehemann oder so was!“ Cat grinste bloß breit und zuckte mit den Schultern.
Dann stand sie energisch auf und machte sich auf den Weg ins Wohnzimmer zu Kicky, Nicky und dessen bestem Freund.
Nicky war ihr sehr sympathisch, er war genau das richtige für Kicky. Er wirkte auch sehr rücksichtsvoll und würde bestimmt vorsichtig mit ihr umgehen.
Sie konnte Kicky ansehen das diese es schwer hatte eine neue Beziehung anzufangen, der Schmerz den Steven hinterlassen hatte war noch zu neu und saß noch viel zu tief um vergessen zu werden.
Im Wohnzimmer saßen die drei und unterhielten sich, Cat setzte sich in einen der Sessel und hörte eine Weile nur zu. „Was habt ihr heute noch so vor?“ fragte sie dann einmal dazwischen.
„Ähm...“ Kicky sah Nicky fragend an, der blickte zu Shane, welcher nur mit den Schultern zuckte. „Also... eigentlich wollten wir noch irgendwo hin gehen, in einen Club, ins Fearless oder so was.“ „Das hört sich gut an, ihr habt doch bestimmt nichts dagegen wenn ich mich anschließe?“ „Nein, eigentlich nicht! Aber ich muss noch mal eben zu mir, weil meine Mum aus London noch vorbeikommen wollte, und sie hat keinen Schlüssel zu meinem neuen Haus. Ich würde sie nur eben reinlassen und euch dann sofort abholen kommen! Wäre das okay?“ fragte Nicky. „Ja, kein Problem. Weißt du was? Ich komme mit. Dann kann ich mir ja auch direkt mal dein Haus angucken“ grinste Kicky.
„Und was ist mit mir? Soll ich etwa mit dieser Furie hier im Haus bleiben und warten, bis ihr wiederkommt?“ fragte Shane. „Ich bin ja auch noch da“, sagte Cat.
Also fuhren Kicky und Nicky zu ihm nach Hause und Cat und Shane blieben im Wohnzimmer.

Währenddessen saß Bekkie oben in ihrem Zimmer und schämte sich schon fürchterlich für ihr Auftreten gegenüber Shane. Sie wollte ihm am liebsten nie wieder in die Augen schauen. Doch alles ist leichter gesagt, als getan, denn Bekkie musste dringend auf Toilette, und das Badzimmer neben ihrem Zimmer wurde im Moment renoviert und deswegen konnte sie nicht dort auf Toilette gehen. Sie musste also ins Erdgeschoss. „Hoffentlich ist er nicht mehr da, hoffentlich!!!“ betete Bekkie. Sie ging schnell die Treppe hinunter, als sie auf einmal über Cat’s Handtasche stolperte. „Ahhhhhhh…..“ und schon fiel sie von der Mitte der Treppe ganz nach unten. Durch das Poltern im Flur aufgeschreckt, kam Shane angerannt. Als er Bekkie dort liegen sah, musste er unwillkürlich grinsen. Bekkie versuchte inzwischen vorsichtig aufzustehen, was ihr aber nicht wirklich gelang. Shane beugte sich vor um ihr aufzuhelfen doch Bekkie machte keine Anstalten seine Hilfe anzunehmen: „Nein danke, einer Furie zu helfen ist sicherlich unter deinem Niveau!“ „Schon wieder“, dachte sie. „Schon wieder hab ich ihn ohne Grund angepflaumt… MIST“. Doch Shane ließ sich nicht beirren und hob Bekkie hoch. „Ich trag dich jetzt zu meinem Wagen und dann fahr ich dich ins Krankenhaus! Du hast dir bestimmt den Fuß verknackst oder, was ich dir nicht wünsche, dir den Fuß gebrochen.“ Bekkie musste vor Schmerz wirklich die Zähne zusammenbeißen, so weh tat ihr Fuß… Auf dem ganzen Weg ins Sligo Hospital redeten sie kein Wort, Bekkie jammerte nur vor sich hin und langsam liefen ihr die Tränen übers Gesicht, nicht nur wegen dem Fuß, nein auch, weil sie gegenüber Shane eine totale Zicke spielte, die sie normalerweise wirklich nicht war.
Als sie am Sligo Hospital angekommen waren, versuchte Bekkie erst gar nicht, alleine auszusteigen, es hätte sowieso nur noch mehr wehgetan. Shane stieg also aus und wollte Bekkie tragen, da bemerkte er ihre Tränen. „Hey Shorty...Komm...wird schon nicht so schlimm sein...Der Oncle Doc bekommt das schon wieder hin!“ versuchte er sie zu trösten. Er hob sie hoch und trug sie in den Eingangsbereich des Hospitals. Dort erfuhren sie, in welches Geschoss sie mussten und wieder trug Shane sie in den Aufzug. „Man...war ich dumm... der ist doch eigentlich voll nett. Typisch ich!“ dachte Bekkie. Auch, als sie auf den Arzt warten mussten, redeten sie kein Wort, Shane spielte nur den Taschentuchautomaten… Bekkie konnte immer noch nicht fassen, dass er sie ins Krankenhaus gebracht hatte. Da klingelte sein Handy; Es war Nicky, er wollte wissen, wo die beiden den wären, denn Cat hätte sich Sorgen gemacht, als er nicht von der Toilette zurückgekommen ist und Bekkie nicht mehr in ihrem Zimmer war. Shane klärte ihn schnell auf, denn da kam auch schon der Arzt und bat sie in das Behandlungszimmer. Er fragte Shane: „Sind sie der Freund oder Ehemann von der Patientin?“ Er antwortete schnell mit „Ja“, Bekkie jedoch gleichzeitig mit „Nein!!!!“ Der Arzt verstand gar nichts mehr und fragte aber gar nicht erst nach. Bekkie guckte Shane nur säuerlich an, dieser guckte aber schnell weg. „Warum sagt er, wir wären zusammen? Ich versteh gar nichts mehr. Eben hat er mich doch noch als Furie bezeichnet. Was ist jetzt los?“ fragte Bekkie sich. Typisch Typ… erst hüh, dann hott.
Die Behandlung war kurz und schmerzvoll, aber sie sollte ihren Fuß eine Woche schonen und keinen Sport machen, dann war sie wieder voll einsatzfähig.
Sie bekam ein paar Krücken, sodass Shane sie nicht wieder tragen musste. Als sie auf dem Rückweg waren, fragte er sie plötzlich: „Hey Shorty, was ich dich noch fragen wollte: Wieso hast du <<Nein!!!>> gesagt, als der Arzt das eben gefragt hat? Wäre doch mal witzig gewesen: Macho-Schwein und Furie... passt doch zusammen.“ Er musste grinsen. „Aber jetzt mal im Ernst, könntest du dir das vorstellen? Ich meine, dass wäre doch mal witzig…“ „NEIN!!! Du bist überhaupt nicht mein Typ und überhaupt... neeeeeee... das würde voll nicht klappen. Du bist so voll der Typ der immer unterwegs ist, ich meine so mit Westlife und so… jede Menge Groupies, die ne schnelle Nummern wollen… außerdem, du würdest dich ja eh nich in so eine Furie wie mich verknallen, oder?“ Shane schwieg. Den Clubabend konnten sie vergessen, erstens hatte Bekkie ja die Krücken und zweitens war es schon zu spät – es würde sich nicht mehr lohnen. „Ich bring dich noch nach Hause, ja? Ich kann dir ja noch bei den Treppen helfen… is bestimmt nich einfach mit den Krücken.“ Jetzt schwieg sie… sie wusste, dass er Recht hatte.
Er brachte sie also noch in die Küche und wollte dann gehen. Bekkie wollte kein Mitleid von ihm und brachte ihn noch bis zur Tür. „Hey... Danke, dass du mit mir ins Krankenhaus gefahren bist. Naja, man sieht sich... gezwungenermaßen. Schlaf gut.“ Er kam auf sie zu und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Schlaf gut, Shorty!“
Er drehte sich zum gehen um als Bekkie sagte: „Sorry übrigens für das Macho-Schwein und das ich so zickig war...schlaf du auch gut!“ Sie drehte sich um und ließ die Tür langsam hinter sich zufallen, Shane blieb noch einen Moment gedankenverloren vor der sich schließenden Tür stehen als er zum zweiten Mal an diesem Tag lautes Poltern hörte. Er stieß sofort die noch einen Spalt offen stehende Tür auf und rannte hinein. „Bekkie?! Bekkie?! Was ist passiert???? Bekkie wo bist du?????“ Bekkie war zum wiederholten Mal an diesem Tag auf der Treppe gestolpert und dumm auf ihren lädierten Fuß gefallen. „Shane??? Shane??? Hier bin ich, auf der Treppe!!!! Auaaaaaaaaaaa...“ Bekkie schrie vor Schmerzen beinahe das ganze Haus zusammen. Shane kam und beugte sich zu ihr hinunter. „Hey Süße, nicht weinen…ich bin doch da!!!“ Er blickte in ihre großen Blauen Augen. Tränen liefen über ihre Wangen. Er kam näher an sie heran und küsste ihr die Tränen von den Wangen... und das waren eine Menge Tränen. Irgendwann küsste er nicht nur die Tränen weg, sondern begann sie auch auf den Mund zu küssen. Erst versuchte sie sich zu wehren, aber irgendwann erwiderte sie seine Küsse. Keiner der beiden hätte am nächsten Morgen sagen können, wie lange sie da auf der unbequemen Marmortreppe saßen und sich küssten...beide wussten nur eins: Es war wunderschön gewesen. So gut hatte sich selbst Bekkie lange mehr gefühlt.
Mitten in der Nacht kamen dann auch Kicky mit Nicky und Lena mit Kian nach Hause. Auch Lena kam irgendwann in den frühen Morgenstunden.
Kicky wusste ja, dass Bekkie sich den Knöchel gestaucht hatte und hatte deswegen als Trost ihr Lieblingsessen gekocht. Nun wollte sie Bekkie vorsichtig wecken. Als sie jedoch die Bettdecke wegzog, schrie sie laut auf: „HELP!!! NICKY, LENA, KIAN, CAT!!!! Kommt mal schnell!!!!“ Die vier stürmten in das Zimmer von Bekkie und staunten alle nicht schlecht: Da lag die Furie mit dem Macho-Schwein im Bett und das sah auf keinen Fall nach Feindschaft aus. Durch den ganzen Rummel in dem Zimmer wachten die beiden auch endlich mal auf. „Was’n los??? Hää??? Hab ich irgendwas verpasst???“ Bekkie staunte nicht schlecht über die ganze Auffuhr in ihrem Zimmer. Alle standen da mit aufgerissenen Augen. „Man wird ja wohl noch mal mit seiner FREUNDIN in einem Bett schlafen dürfen ohne, dass man vorher alle um Erlaubnis fragen muss, oder hab ich irgendwas verpasst?“ Shane machte sich über seine Freunde lustig. „Nein, nein. Ist schon okay.“ Alle grinsten. „Wir lassen euch mal wieder in Ruhe. Es wird euch niiiiiemand mehr stören.“ Draußen vor der Tür mussten alle noch mal lachen, außer Cat... sie war nachdenklich. „Alle haben jetzt einen Freund, nur ich NICHT! Wie immer, die kriegen die ganzen tollen Typen, und für mich bleibt niemand mehr über... alles nur Langweiler“, dachte Cat. Aber da hatte sie Rechnung ohne die drei Freunde ihrer besten Freundinnen gemacht, es sollte zwar noch eine Weile dauern, aber auch sie sollte bald ihr Glück finden!
„Hey Süße, alles okay?! Du siehst so nachdenklich aus.“ Sorgte sich Kicky um ihre Freundin Cat. „Hmmm..“ „Na komm, raus mit der Sprache, ich kenn dich doch!“ „Ach, na ja es ist nur, alle haben jetzt einen Freund, nur ich nicht.“ „Ich will ja nichts sagen, aber Nicky und ich sind auch noch nicht offiziell zusammen.“ „Na, Kicky das sieht doch ein Blinder, dass ihr euch unsterblich liebt und bald zusammen kommen werdet. Er liebt dich und ich denke du liebst ihn auch.“ „Hmmm, ich weiß nicht, keine Ahnung. Irgendwie ist das voll komisch, ich kann mich nicht mehr so einfach verlieben. Aber ich denke schon das ich mich in ihn verliebt…“ Kicky hörte auf zu erzählen, weil Cat vor ihr wild rumgestikulierte und mit ihren Augen hinter Kicky deutete, hinter ihr stand Nicky, er fasste Kicky mit der Hand auf ihre Schulter. „Du…“ Nicky brach ab und stellte fest, dass Cat immer noch bei den zweien rum stand und interessiert zuhörte. Er sah Cat auffordernd an, dass sie gehen soll. Cat verstand sofort und verschwand in der Küche. Nicky wendete sich wieder Kicky zu: „In wen bist du verliebt?“ „In… in gar keinen.“ Kicky war das alles ziemlich peinlich. „Also, ich … ich bin nicht in dich verliebt falls du das denkst. Und wir haben auch eben nicht von dir gesprochen…“ Nicky legte ihr zwei Finger auf ihre Lippen und sah ihr direkt in ihre schwarzen Augen. Kicky überlegte noch einmal was sie da gerade für ein Müll gelabert hatte aber dann widmete sie sich Nickys himmelblauen Augen und blickte tief hinein. „Kicky, ich liebe dich!“ Kicky sah Nicky an das es ihn ganz schön viel Überwindung gekostet hatte das zu sagen. Kicky lächelte ihm entgegen, Nicky näherte sich Kickys Gesicht und küsste sie.

In der Küche ließ sich Cat derweil traurig auf die Eckbank fallen und legte den Kopf auf die Arme. Bestimmt standen Kicky und Nicky jetzt gerade knutschend im Flur.
Lena war irgendwo zusammen mit Kian, und Bekkie lag mit ihrem Shane bestimmt immer noch im Bett.
Ihr war zum heulen zumute, und sie hatte auch keinen Grund die Tränen zurückzuhalten. Sie konnte sich schon gar nicht mehr erinnern wann sie ihr letzter Freund verlassen hatte. Es musste schon vor zweieinhalb Jahren gewesen sein. Mit Chris war sie über zwei Jahre lang zusammen gewesen, bis er Schluss gemacht hatte.
Er hatte sie einfach so verlassen, wegen einer Anderen, die er erst seit einer Woche kannte.
Sie war so verletzt gewesen als er sie verlassen hatte, sie hatte sich mit Arbeit eingedeckt und sich nur noch um ihren Abschluss gekümmert. Und danach hatte sie sich nur um ihr Studium gekümmert, sie wollte keinen neuen Freund, mit Chris war sie glücklich gewesen.
Aber inzwischen sehnte sie sich nach einem neuen Freund, nach einem Mann der sie liebte und den sie lieben konnte. Sie wollte Abends nicht mehr alleine im Bett liegen, sie wollte die Arme eines Mannes um sich spüren.
Fast jede Nacht lag sie stundenlang wach und heulte sich in den Schlaf. Sie brauchte jemanden, der bei ihr war und die Tränen wegwischte und ihr zeigte, dass sie nicht alleine war.
Sie war dankbar für ihre wunderbaren Freundinnen mit denen sie hier zusammen lebte, aber es war nicht das Gleiche wie ein fester Freund, es fehlte ihr so sehr. Außerdem hatten sie jetzt alle einen Freund, auch Kicky, und besseres zu tun als sich um sie zu kümmern. Sicherlich freute sie sich sehr für sie alle, aber vorher waren sie wenigstens alle Singles gewesen, sie hatte sich nicht so allein gefühlt, es ging ihnen allen gleich. Aber jetzt stand sie alleine da, als Single unter lauter glücklichen, frisch verliebten Paaren.
Sie versuchte diese Gedanken zu verjagen und schüttelte schluchzend den Kopf, aber die Gedanken blieben. Die Tränen brannten auf ihrem Gesicht, sie wischte sie weg, aber es kamen immer Neue.
Sie zog die Knie an und schaukelte hin und her, um sich zu beruhigen.

Im Flur standen Kicky und Nicky immer noch eng beieinander und küssten sich. Kicky durchfuhr eine Welle von Glück , ein Gefühl das sie schon lange nicht mehr so gespürt hatte.
Doch die beiden wurden vom Schluchzen in der Küche unterbrochen. Kicky schob Nicky ein wenig von sich und sah ihn an. Sie seufzte als er flüsterte: „Solltest du dich nicht um sie kümmern?“ „Doch, sollte ich wohl.“ Dann fügte sie ganz leise hinzu: „Aber es war gerade so wunderschön...“ Nicky grinste und flüsterte ihr ins Ohr: „Wir können ja später da weiter machen wo wir gerade aufgehört haben.“ Dann schob er sie ein wenig in Richtung Küche, aus der noch immer die schluchzenden Geräusche kamen. „Ich darf doch inzwischen in dein Zimmer gehen, oder?“ fragte er noch. Kicky nickte bloß und betrat dann die Küche, wo sie Cat heulend am Küchentisch vorfand. Sie sah aus wie gerade aus dem Irrenhaus ausgebrochen, als sie so mit angezogenen Knien hin und her schaukelte.
„Och Mensch Süße...“ Kicky setzte sich neben Cat und legte einen Arm um sie. „Was ist denn bloß los mit dir.“ Das war keine Frage, denn sie wusste die Antwort sehr wohl, Cat fühlte sich einsam und zurückgelassen. Es musste ihr sehr unfair vorkommen das alle ihre Freundinnen jetzt einen Freund hatten, nur sie immer noch nicht, obwohl sie schon am längsten von ihnen allen Single war.
Cat wischte ihre Tränen vom Gesicht und meinte schniefend: „Tut mir Leid, ich weiß man soll sich nicht selbst bemitleiden... aber ich kann und will nicht mehr. Ich hab seit über zwei Jahren keinen Freund mehr und ich hab doch inzwischen halb Irland abgegrast auf der Suche nach nem Freund, ich finde ja doch keinen...“ „Dann hast du eben noch nicht an den richtigen Stellen gesucht! Die andre Hälfte von Irland hast du ja noch nicht gecheckt, vielleicht versteckt sich dein Prinz da.“ Kicky lächelte Cat aufmunternd zu, diese musste ein wenig grinsen. Doch schnell verschwand das Grinsen wieder, und Cat flüsterte: „Ich glaub nicht das es da noch jemanden gibt. Vielleicht tut sich hier und da ein One-Night-Stand auf, aber das wars dann auch wieder.“ „Hör endlich auf so einen Blödsinn zu reden!“ „Kicky, ich bin allein und werds bleiben, ich sollte anfangen mich damit abzufinden.“ Kicky sah sie gespielt böse an. „Jetzt ist aber Schluss Süße! Ich schlepp dich jetzt dann irgendwo hin, wo es viele Kerle gibt, und dann suchst du dir einen aus. Und wenn der dich nich nimmt, kriegt er’s mit mir zu tun!“
Cat grinste jetzt dankbar. „Danke Kicky...“ Die beiden umarmten sich, bevor Kicky energisch sagte: „Und du lässt es dir jetzt erstmal gut gehen, mach dir ein heißes Bad, das hilft immer.“ „Ja, aber erst wenn du mir gesagt hast was da grad im Flur passiert ist.“, sagte Cat neugierig. „Ach, gar nichts...“ Kicky grinste und starrte zu Boden. „Gar nichts? Hallo, willst du mich verarschen?“ „Ähm...“ „Ihr habt euch geküsst, gibs zu!“ Kicky nickte gedankenverloren, und lächelnd flüsterte sie: „Er hat gesagt er liebt mich.“ „Oh Mann das ist ja toll! Oh ich freu mich so für dich! Siehst du, ich habs doch gewusst!“

Kurz später, als Cat im Bad verschwunden war, führten Kickys Schritte langsam in ihr Zimmer. Nicky hatte gesagt er würde dort warten. Sie hatte immer noch ein wenig Angst vor dieser neuen Beziehung, aber es war so wunderschön und sie war so glücklich wenn Nicky in der Nähe war.
Sie stand nervös und nachdenklich vor ihrer Tür. Andererseits kam es ihr ein wenig vor als wenn sie Steven betrügen würde.
Sie dachte an das letzte Mal als sie bei ihm im Krankenhaus gewesen war. Sie war jeden Tag bei ihm gewesen, stundenlang, bis man sie sprichwörtlich rauswarf.
Er war mit 20 Jahren viel zu jung gewesen um zu sterben.
Sie versuchte sich an eins der letzten Gespräch das sie geführt hatten in Erinnerung zu rufen. Sie sackte an der Wand zusammen und ließ sich auf den Boden sinken, als sie die Worte wieder in ihrem Kopf hörte.

Flashback:
Steven saß aufrecht im Bett und sah sie gedankenverloren an. Dann sprach er leise: „Kicky, meine Prinzessin...“ er überlegte wie er weiter reden sollte, er hatte lange darüber nachgedacht was er ihr sagen wollte, hatte sich gründlich auf dieses Gespräch vorbereitet, aber jetzt fielen ihm die Worte nicht mehr ein.
Für Kicky war es eindeutig schwerer als für ihn selbst, dabei war er es der sterben würde. Aber genau das war es. Er starb, und sie würde alleine weiterleben müssen.
Keine der Behandlungen hatte wirklich angeschlagen, er wusste das er nicht mehr lange leben würde, wahrscheinlich nur noch ein paar Wochen, vielleicht sogar nur noch ein paar Tage. Deshalb musste er jetzt endlich mit ihr reden.
Er machte sich wenig Gedanken um sich selbst, er war mit sich und der Welt im Reinen, aber er würde nur beruhigt sterben können, wenn er wusste das es seiner großen Liebe weiterhin gut gehen würde. Er konnte sich nicht mehr länger um sie kümmern.
„Kicky, bitte versprich mir das du mich niemals vergessen wirst.“ Sie saß mit Tränen in den Augen auf der Bettkante und hielt seine Hände. Sie schüttelte heftig den Kopf. „Ich werde dich niemals vergessen, niemals, ich versprech es dir.“ Steven zog sie an sich küsste ihr eine Träne von der Wange.
Dann flüsterte er weiter: „Du musst mir noch was versprechen.“ Kicky nickte und wartete darauf was es war. „Ich möchte das du weiter lebst, und ich möchte das du glücklich weiter lebst. Bitte, du musst es mir versprechen. Ich will nicht das du mich vergisst, aber ich will das du nicht dein restliches Leben lang an unserer Beziehung festklammerst. Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt, das weißt du. Ich hätte dich irgendwann ganz sicher gefragt ob du mich heiraten würdest...“ er stockte und redete dann schnell weiter: „Ich will das du ohne mich glücklich werden wirst und dir einen neuen Freund suchst.“ Kicky sah ihn erschrocken an, „Das kann ich nicht! Ich kann ohne dich nicht glücklich werden...“ „Doch das kannst du!“ „Ich will nicht ohne dich glücklich werden, ich will das du bei mir bleibst und wir zusammen glücklich sind!“ Ihr rollten die Tränen wie Sturzbäche übers Gesicht. Steven zog sie an sich und strich ihr beruhigend übers Haar. Er hatte selbst Tränen in den Augen, es tat ihm weh seine große Liebe so leiden zu sehen.
„Warum nur, warum, verdammt noch mal warum!“, schrie sie auf einmal. Sie schlug mit der Faust auf das Bett. „Ich weiß es nicht... aber dagegen kämpfen macht es nur noch schlimmer, es ist nun einmal so und wir können es nicht ändern. Je mehr wir uns dagegen wehren, desto schmerzvoller ist es.“
Kicky schwieg und schluchzte bloß.
„Oh Kicky, meine Süße... mein Schatz...“ Er hielt sie fest im Arm und spürte wie sie zitterte. Nach einer Weile sprach er leise weiter: „Bitte, versprich mir das du wieder glücklich wirst. Sonst kann ich nicht beruhigt gehen... Mach es mir nicht so schwer, ich möchte mit der Gewissheit gehen das es dir gut gehen wird...“ „Aber ich brauche dich... Ich liebe dich...“ schluchzte sie. „Ich liebe dich auch, und genau deshalb will ich das du ohne mich glücklich wirst.“ Kicky antworte nichts. „Bitte, es fällt mir auch nicht leicht... Prinzessin, es tut mir so weh ich so zu sehen...“ Kicky hörte auf zu schluchzen und drückte ihr Gesicht gegen seinen warmen Hals.
Eine lange Zeit saßen sie einfach nur so da. Doch irgendwann hob Kicky den Kopf und sah Steven mit rotgeheulten Augen an. „Und wenn ich jetzt sage das ich nicht glücklich werde, dann musst du doch bei mir bleiben...“ Steven lächelte und strich ihr über die Wange. „Meine Süße... du bist nicht dumm, du bist nicht so naiv... Du weißt genauso gut wie ich, das ich gehen muss, ob ich es will oder nicht. Du kannst es mir bloß schwer oder leicht machen.
Ich will dich nicht verlassen, aber ich muss es. Ich habe keine Wahl, keinen Joker den ich ausspielen kann. Man kann dieses Spiel nicht abbrechen, man muss es nehmen wie es kommt.
Ich kann nicht beruhigt gehen, wenn du mir nicht versprichst das du wenigstens versuchst glücklich zu werden.“ Er machte eine kurze Pause und redete dann weiter: „Meinst du nicht das es mir auch weh tut daran zu denken, wie du einen anderen Mann küsst, mit ihm verliebt auf dem Sofa kuschelst? Aber es tut mir noch lange nicht so weh, als wenn ich wüsste das du nie wieder glücklich bist. Bitte lass mich in Ruhe sterben und beruhigt gehen...“ Kickys Augen füllten sich bei diesen Worten mit Tränen. Aber dann nickte sie. „Ich versprech es dir, wirklich, ich schwöre dir tausendmal das ich alles versuche... Ich vergesse dich niemals, niemals in meinem ganzen Leben und ich versuche .... ohne dich glücklich zu werden...“ Diese Worte auszusprechen fiel ihr sehr schwer.
Ein dankbares Lächeln breitete sich auf Stevens Gesicht aus, er zog Kicky an sich und küsste sie. „Danke...“ hauchte er.
Flashback Ende

Kicky saß mit Tränen in den Augen auf dem Boden, neben ihrer Zimmertür und hatte die Knie an den Körper gezogen. Sie vermisste Steven so sehr, es tat immer noch weh wenn sie an ihn dachte.
In diesem Moment öffnete sich die Tür und sie sah Nicky heraus kommen. Nicky hatte nicht erwartet sie am Boden sitzend zu finden und sah sie ein wenig erstaunt an. „Was machst du denn am Boden Süße...“ Er setzte sich dann einfach neben sie auf den Teppich.
Kicky seufzte. „Ich denke nach...“ Nicky nahm ihre Hand und spielte ein wenig mit ihren Fingern. „Darf ich wissen über was?“ fragte er leise. Sie antwortete ebenso flüsternd: „Über Steven.“ „Oh...“
Wieder seufzte sie und starrte dabei auf den Boden. „Er wusste das er sterben wird, und er hat es hingenommen... es war ihm egal... er hat sich nur Sorgen um mich gemacht.“ „Sorgen um dich?“ „Ja... er hat gesagt er möchte das ich ihn niemals vergesse, aber das ich trotzdem ohne ihn glücklich werde. Er lag im Krankenbett und ich musste ihm versprechen mir einen neuen Mann zu suchen, mich neu zu verlieben und glücklich zu werden.“ Nicky starrte bedröpelt auf seine Schuhe und wusste nicht was er dazu sagen sollte.
Kicky drückte seine Hand und sah ihn an. „Weißt du, ich dachte ich könnte niemals ohne ihn glücklich werden, geschweige denn jemals wieder einen anderen Mann lieben.“ Sie holte noch mal tief Luft, und sprach dann schnell weiter bevor sie es sich wieder anders überlegen konnte: „Aber du hast mir bewiesen das es nicht so ist! Du bist der Beweis das ich wieder lieben kann! Ich habe versprochen glücklich zu werden, und mit dir ist das wie von selbst gegangen! Ich musste mich nicht zwingen glücklich zu sein, weil ich dich liebe!“ Nicky sah ungläubig auf und starrte sie an. „Was hast du gerade gesagt? Bitte, sag’s noch mal!“ „Ich liebe dich Nicky!“
Nicky lächelte Kicky überglücklich an. „Ich liebe dich auch…“ Nicky stand auf, nahm Kickys Hand und zerrte sie zu sich ins Zimmer, wo sich beide küssend aufs Bett fallen ließen. Unterdessen bei Shane und Bekkie im Zimmer: „Och nee, nicht jetzt!“ Shanes Handy klingelte, er ging genervt ran: „Ja bitte, wer stört?“ „Ich bin’s… Mark!“ „Oh, Hey Mark…“ „Sag mal, wo bist du, bzw. wo seid ihr? Keiner von euch ist ans Handy gegangen, Nicky und Kian haben ihre Handys sogar aus!“ „Ja, das äh…Das erkläre ich dir besser persönlich.“ „Okay… Wann wollen wir uns treffen? Ich kann ja vorbei kommen…Verdammt, wo bist du?“ „Bei meiner …“ er brach ab und räusperte sich. „Bei meiner Freundin.“ „Was??? Du hast ne Freundin?“ „Mark… Pass auf, ich zieh mich jetzt schnell an und dann komm ich zu dir.“ „Was, ausgezogen bist du auch noch? Sag mal Shane, was macht ihr da?“ „Bis dann Marky-boy!“ Shane legte kopfschüttelnd auf und zog sich schnell an. „Sorry Schatz…Aber ich bin Mark glaub ich eine Erklärung schuldig, und da ich bezweifele das die anderen beiden sich von ihren Frauen losreißen können muss ich das wohl machen, denn einer muss unseren armen kleinen Marky ja aufklären.“ Er grinste. „Ist schon okay, aber beeil dich denn lange halte ich es ohne dich auch nicht aus, du fehlst mir jetzt schon!“ „Ich bin schon weg…“ Shane gab Bekkie noch einen innigen Kuss und verschwand dann aus der ehemaligen Mädchen-WG.
Draußen angekommen schwang Shane sich elegant in seinen schwarzen Mercedes und machte sich auf den Weg zu Mark, dessen Haus sich ca. 3 Kilometer weiter weg befand. Bei Mark angekommen stieg Shane wieder aus seinem Auto aus, er hörte schon von weitem Marks Hund Snoopy bellen. „Ah… Natürlich, er spielt mal wieder mit Snoopy, was auch sonst.“ Grinsend und zielsicher betrat Shane Marks Garten. „Ah, Shane… Na endlich!“ Mark kam auf Shane zu und umarmte ihn flüchtig. „Hast du mir nicht was zu sagen?“ Mark blickte neugierig drein. „Nein, also…Ja schon…Nicky und Kian haben da so 2 Girls kennengelernt… Und ich bin vor ein paar Tagen mit einem ziemlich Gutaussehenden Mädchen im Supermarkt zusammengestoßen, die mir zuerst überhaupt nicht sympathisch war… Und na ja, Nicky wollte mir seine neue Freundin vorstellen, die zu dem Zeitpunkt noch nicht wirklich seine Freundin war, aber er wollte sie mir halt einfach mal zeigen. Und ich hatte keine Ahnung, das die „Furie“ aus dem Supermarkt dort erwartete… Wir wollten dann eientlich in nen Club gehen aber Bekkie hat sich den Fuß verstaucht ich war mit ihr beim Arzt und naja... als wir dann wieder bei ihr waren ist sie nochmal gestürzt und irgendwie kam eins zum anderen und wir haben uns geküsst…und dann naja... ist ja auch egal, auf jeden fall sind wir jetzt zusammen und zwar ziemlich glücklich.“ Shane lächelte. Mark der immer noch versuchte der Story zu folgen brachte schließlich auch noch was raus: „Ah ja, verstehe…Also hab ihr jetzt alle ne Freundin und nur ich bin immer noch alleine? Das ist echt nicht fair.“ Mark zog eine spielerisch traurige Miene. „Na, du wirst auch schon noch wen finden, glaub mir. In der WG zum Beispiel ist auch ein ziemlich süßes Girl, ich glaube die würde dir gefallen…“ Shane grinste frech. „Selbst wenn, ich bin einfach viel zu schüchtern…“ „Ach komm Marky, keine Widerrede du kommst jetzt mit in die WG, sieh sie dir wenigstens einmal an.“ Mark wusste dass es nichts bringen würde seinem Freund zu widersprechen und brachte Snoopy ins Haus, was dem nicht sehr gefiel, denn er hätte noch gerne mit Mark weitergespielt.
Mark und Shane fuhren zurück in die WG. Angekommen in der WG wurde Shane schon sehnsüchtig von Bekkie erwartet die mit Nicky und Kicky, die nach ca. einer Stunde auch mal wieder aus Kickys Zimmer aufgetaucht sind, bei einem Cappuccino in der Küche. „Schaaaaaaaaaatziii!!!!“ Bekkie war begeistert das Shane wieder da war. Shane ging zu ihr und gab ihr einen Kuss, wendete sich jedoch dann wieder Mark zu. „Das ist mein Freund Mark…“ „Ich weiß Shane…“ verarschte Nicky ihn. „Hey Nicky!“ begrüßte Mark ihn. „Hallo Mark, ich bin Kicky und das ist meine beste Freundin, bzw. Shanes, Bekkie.“ Mark stand etwas verpeilt in der gut eingerichteten Küche rum und machte nur eine winkende Handbewegung in Richtung der beiden Girls. Cat, die mal wieder geweint hatte, weil sie so schrecklich allein war kam auch in die Küche, denn sie hatte die Aufruhr gehört. „Hey Süße… Na, alles klar? Du siehst so fertig aus…“ sagte Kicky. „Ja, das Übliche halt.“ „Mark, das ist Cat… Die vierte Mitbewohnerin dieses Hauses.“ Stellte Shane sie vor. „Oh, Hi Cat, ich bin Mark…“ „Hey Mark…“ Was anderes brachte Cat nicht raus, denn sie war in Marks himmlisch schönen blauen Augen versunken die sie von unten bis oben musterten. Nicky konnte sich das Lachen nicht verkneifen, sah zu Shane rüber und prustete los. „Erde an Mark…!“ machte sich Nicky über Mark lustig. „Haha, sehr witzig Nicky…! Wo ist eigentlich die andere Mitbewohnerin, also die die mit Kian… na ja, zusammen ist!?“ „Ja, das äh… ist eigentlich eine gute Frage.“ Fügte Kicky hinzu.
Bekkie erklärte: „Als ich vorhin ins Bad wollte, sind mir die beiden entgegen gekommen und haben gesagt das sie spazieren gehen wollen, und danach vielleicht noch ins Kino.“ „Ah ja gut zu wissen“ meinte Kicky und fügte grinsend hinzu: „Ob die beiden heute noch mal wieder kommen?“ „So wie ich Kian kenne, verschwindet er nachher mit Lena bei sich zu Hause.“, meinte Nicky. Shane musste grinsen, „Ja, ja... unser Kian.“
„Mark willst da drüben überwintern oder dich zu uns setzten“, dabei deutete Kicky auf den freien Stuhl neben sich. Mark setzte sich schüchtern neben Kicky und hoffte das Cat sich auf den letzten freien Stuhl neben sich setzten würde, weil er sie nämlich ziemlich süß fand.
Cat die sich gezwungermaßen neben Mark setzten musste, da kein anderer Platz mehr frei war, blickte lächelnd in die Runde. Sie traute sich gar nicht den jungen Mann neben sich anzusehen, und starrte daher die ganze Zeit in Kickys Richtung. Sie bemerkte daher nicht, das sich Marks Hand ebenfalls in Richtung der Wasserfalsche die auf dem Tisch stand, bewegte.
Die Hände der beiden berührten sich nur für eine zehntel Sekunde. Cat zog ihre Hand wie unter einem Stromschlag schnell wieder zurück, Mark stotterte ein: „S... Sorry.“ „Macht nichts..., trink du zuerst…” Mark bot ihr an: “Soll ich dir auch ein Glas einschenken?” „Ja, gerne“, antwortete Cat lächelnd.
Die anderen beobachteten grinsend die Szene. Bekkie stand auf und zog Shane an sich, „Ja... wir..., müssen dann mal wieder...“ „Ja, natürlich...“ Kicky grinste als Nicky hinzusetzte: „Viel Spaß!“ Shane antwortete: „Ja, danke Nicky, werden wir haben.“ Und grinste Nicky frech an.
Hand in Hand verschwanden die beiden aus der Wohnküche.
“So, und was machen wir vier Hübschen jetzt noch?“ Sie wusste, das sie Cat nicht alleine lassen sollte, sie wollte das Cat bei Nickys Freund, Mark, blieb. Und wenn sie sich jetzt mit Nicky verkümmeln würde, würde Cat nur in ihr Zimmer abhauen.
Nicky blickte Kicky erwartungsvoll an, und sie meinte grinsend: „Nein Schatz, jetzt nich, später.“ Nicky zog eine Schnute, und widmete sich seinem Glas Guinness.
Cat atmete erleichtert auf.
Keiner der Vier sagte was, bis Kicky das Schweigen brach: „Wie wärs wenn wir zusammen eine Runde Billiard im Keller spielen?“ Nicky fragte überrascht: „Ihr habt nen Billiard Tisch?“ „Ja, Schatz wir haben alles.“ „Na wenn das so ist, habt ihr auch nen Kicker?“ „Ja Schatz, natürlich.“ antwortete Kicky selbstverständlich. Mark warf schüchtern ein: „Ich kannte noch nie Girls die nen Kicker und nen Billiardtisch zu Hause haben.“ „Du kennst Kicky wohl noch nicht, die spielt schon seit Jahren Fussball im Verein.“, meinte Cat schüchtern, sah aber Mark dabei nicht an. „Ach Schatz das wusst ich gar nich?“ fragte Nicky neugierig und ein wenig beleidigt. „Ich bin auch noch nicht wirklich dazu gekommen, es dir zu erzählen.“ Nicky tat immer noch beleidigt, und Kicky legte versöhnlich einen Arm um ihn. „Tut mir Leid Schatz...“ Nicky tat als wenn er kurz überlegen müsste, und wandte dann versöhnlich ein: „Na gut, ok, dann verzeih ich dir das noch mal.“ Er zog Kicky lächelnd an sich und küsste sie.
Cat und Mark saßen ein wenig bedröppelt daneben und wussten nicht wie sie sich verhalten sollten. Mark räusperte sich, und Kicky drückte Nicky von sich weg.
„Dann zeigen wir euch jetzt mal unseren Party-Raum im Keller.“, meinte sie auffordernd. „Ich muss dann mal wieder in mein Zimmer...“ schob Cat leise ein und wollte sich aus dem Staub machen. Kicky bemerkte wie Mark versuchte ein enttäuschtes Gesicht zu verbergen, packte Cat am Arm bevor sie aus der Küche verschwinden konnte und sagte: „DU bleibst schön hier, verbarrikadier nicht immer in deinem Zimmer, du sollst nicht immer so allein sein.“ „Ist ja gut, ich komm ja mit.“
Kicky hakte sich bei Cat unter, damit diese nicht mehr entwischen konnte und winkte den Jungs, „Hier geht’s lang.“
Die beiden folgten den Mädchen die Treppe hinunter in den Keller.
Mark zog Nicky näher an sich heran und flüsterte: „Seit wann bist du denn mit... ähm...“ „Kicky.“, half ihm Nicky weiter. „Ja, mit Kicky zusammen?“ „Seit... etwa drei Stunden.“ Mark sah ihn erstaunt an. „Erst?“ „Ja, offiziell erst so kurz, getroffen haben wir uns ja schon vorher.“ „Ihr passt gut zusammen.“, meinte Mark. Nicky lächelte glücklich, „Ja, find ich auch...“ Er blickte kurz zwischen Cat und Mark hin und her. „Weißt du mit wem DU gut zusammen passen würdest?“ fragte er flüsternd. Mark zuckte bloß mit den Schultern. Nicky deutete auf Cat, die nur zwei Meter vor den beiden die Treppe hinunter ging.
Der Partyraum im Keller war ziemlich geräumig. Es war eine große Musikanlage aufgebaut, davor gab es eine Tanzfläche und mehrere Sessel und Sitzkissen standen im Zimmer verteilt. In einer etwas dunkleren Ecke gab es eine kuschlige Sitzecke mit vielen Kissen.
Durch ein rechteckiges Loch in der Wand kamen die Vier in den zweiten Aufenthaltsraum, in dem der Billiardtisch und der Kicker standen. Die Wand war dunkelrot tapeziert, an einer Wand stand ein breites Sofa, außerdem lagen ein paar riesige Sitzkissen im Raum verteilt. Nicky steuerte sofort zielsicher auf den Kicker zu. Kicky stellte sich auf die gegenüberliegende Seite und suchte den Ball, der sich wieder mal in Luft aufgelöst hatte. „Sag mal Cat wo ist eigentlich der Ball schon wieder hin?“ „Donald.“, sagte Cat bloß. “Och ne, bitte nich schon wieder. Ich hab doch letzte Woche erst nen Zehnerpack gekauft!“ Nicky zauberte einen Kickerball aus der Hosentasche. Cat fragte neugierig: „Trägst du immer nen Kickerball mit dir in der Hosentasche rum?“ „Ne, den hab ich vorhin vorm Hundekorb aufm Boden gefunden.“ „Ach Schatz, was tät ich bloß ohne dich.“ „Mit Sicherheit kein Kicker spielen.“, antwortete Nicky grinsen. „Also spielen wir ne Runde?“ fragte Kicky. „Und was machen wir?“ fragte Mark leise. „Ja, natürlich mitspielen.“, sagte Nicky. „Ich hab aber kein Talent zum Kicker spielen, ich verliere immer.“ Mark meinte aufmunternd: „Na, komm, wir zwei schaffen schon.“ Er nahm sie mutig an der Hand und zog sie an den Kickertisch. „Das glaubt auch nur ihr. Nicky und ich sind unschlagbar.“ Das Pärchen grinste sich siegersicher an, und Nicky brachte den Ball ins Spiel.
Sie kickerten etwa fünf Minuten, bis Nicky endlich das erste Tor schoss. Cat hatte den Ball nicht mehr aufhalten können. „Mist!“ rief sie. Kicky fiel Nicky um den Hals. Cat trat ärgerlich auf den Boden auf. Mark legte beruhigend eine Hand auf Cats Arm. „Na komm, wir kriegen die schon noch, das eine Tor holen wir locker auf.“
Das nächste Tor schoss Kicky, wofür sie von Nicky einen Kuss bekam. „Schatz du bist die Beste!“
Cat und Mark leisteten weiterhin erbitternden Widerstand, bis Mark das erst Tor für sie schoss. Cat fiel Mark stürmisch um den Hals. „Jippie!“ rief sie. Erschrocken über ihren plötzlichen Mut wollte sie wieder zurück fahren, aber Mark hielt sie fest im Arm und ließ sie nicht los.
Er wusste nicht warum er das tat, er spürte das sie ein wenig zitterte, aber er wollte sie nicht mehr loslassen.
Cat atmete tief Marks angenehmen Geruch ein. Wann hatte sie letztes Mal ein Mann so in den Armen gehalten? Es war schon viel zu lange her...
Sie standen wohl eine lange Zeit so da, denn irgendwann hörten sie Kickys Räuspern: „Wir würden dann gern mal weiter spielen.“ „Oh, ähm, ja natürlich.“, stotterte Cat. Nicky und Kicky grinsten sich an. Kicky freute sich innerlich riesig für Cat, weil diese wieder Gefallen an einem Mann gefunden hatte. Noch besser fand sie das er mit Nicky befreundet war. Sie hatte nicht daran gedacht, das sich so schnell ein Traumprinz für Cat finden würde, nachdem sie es ihr heute Mittag erst prophezeit hatte. Sie wusste das Mark voll und ganz Cats Typ Mann war. Auch Nicky war sich sicher, das Cat Mark gefiel.
Sie spielten ohne Pause weiter, bis Nicky schließlich das letzte Tor schoss. Kicky jubelte und fiel Nicky um den Hals. „Wir haben gewonnen, wir haben gewonnen!“ sang sie. Nicky wirbelte sie durch den Raum und küsste sie innig.
Mark zwinkerte Cat aufmunternd zu, da diese ein ziemlich bedröppeltes Gesicht machte. „Ich hab dir gesagt, das ich das nicht kann. Ich bin ein Unglücksvogel.“ „Ach Quatsch, gegen die beiden verliert doch jeder, die sind halt die Champions. Aber wir haben uns doch mit 6 Toren gut gehalten.“
Kickys und Nickys Knutscherei wurde von Bekkies lauter Begrüßung gestört: „Hey, feiert ihr hier ne Party, ohne uns einzuladen?“ Hinter ihr trat Shane, gefolgt von Kian und Lena, in den Raum, in der Hand hielten sie einige Flaschen Guinness.
Nicky freute sich wie ein Blöder über das Guinness, das sie mitgebracht hatten. „Mann Shaney, du denkst doch echt an alles!“ „Ja, so bin ich halt, Sweetheart.“ „Hey, das ist mein Sweetheart!“ rief Kicky lachend.
Sie gingen alle in den vorderen Raum und machten es sich dort gemütlich. Cat holte die Guinness Gläser aus dem Schrank in der Ecke, als sie zurück kam, stellte sie enttäuscht fest das neben Mark kein Platz mehr frei war. Sie stellte die Gläser auf den kleinen Tisch und ließ sich traurig neben Kicky sinken. Nicky durchwühlte gerade den CD Haufen der neben der Musikanlage lag, dann fragte er: „Ich darf doch, oder?“ „Sicher, mach ruhig.“
Als Michael Jackson durch den Raum tönte, ließ er sich neben Kicky fallen, legte einen Arm um sie und zog sie an sich.
Kian erzählte Mark über den Film den er mit Lena im Kino gesehen hatte.
„Also ich möcht jetzt lieber erst mal ne Cola...“ meinte Cat leise. Sie fühlte sich abgeschoben und allein.
Während Cat draußen in den Kisten nach einer Flasche Cola light suchte, fragte Kicky Nicky leise: „Schatz, sag mal, meinst du Mark mag Cat?“ Nicky überlegte nur ganz kurz, bevor er nickte. „Ja, ich glaube schon.“ „Das wäre schön.... Cat fühlt sich so einsam, sie hatte schon seit zwei Jahren keinen Freund mehr gehabt... deshalb hat sie heute Mittag auch so geheult.“ „Hm...“ „Sie ist in letzter Zeit immer total fertig deswegen, vor allem jetzt wo wir hier alle ne Beziehung haben und sie immer noch alleine ist.. Ihr Zimmer liegt ja gegenüber von meinem, und manchmal hör ich sie nachts heulen...“ „Oh...“ „Ja... ich weiß dann immer nicht was ich machen soll, ich kann ja nicht jede Nacht zu ihr kommen und sie tröstend, vor allem weil’s mir vor kurzem ja selber noch so scheiße ging...“ Nicky zog Kicky noch näher an sich und küsste sie innig. „Geht’s dir jetzt immer noch so scheiße?“ fragte er hinterher. Kicky grinste glücklich und flüsterte: „Nein, jetzt nicht mehr.“ Doch als Cat wieder den Raum betrat wurde sie wieder ernst: „Die beiden würden gut zusammen passen, meinst du nicht?“
Cat ließ sich mit ihrer Cola neben Kicky sinken und wandte sich dann aber an Lena und ließ sich erzählen wie toll Kian war und wie super schön es mit ihm im Kino gewesen wäre.
Dabei wurde sie ganz schwermütig, am liebsten hätte sie Lena gesagt sie solle die Klappe halten, aber statt dessen nickte sie bloß müde lächelnd.
Immer wieder blickte sie vorsichtig zu Mark, doch immer wenn er sie auch ansah, tat sie so als starrte sie irgendwo anders hin und würde sich angeregt mit Lena unterhalten.
Mark hielt es nicht mehr aus, er fühlte sich zu sehr zu Cat hingezogen, also nahm er all seinen Mut zusammen, ging zu ihr uns sprach sie an: „Hast du nicht vielleicht Lust dich ein bisschen mit mir zu unterhalten?“ er lächelte sie süß an. „Doch…klar, gerne!!“ Cat war sichtlich begeistert, aber dennoch verhielt sie sich ziemlich ruhig und schüchtern, sie wollte schließlich nicht das er merkte das sie ihn toll fand, was er sowieso schon lange bemerkt hatte, aber es beruhte auf Gegenseitigkeit. Sie unterhielten sich eine Weile und verstanden sich von Sekunde zu Sekunde immer besser. Kicky und Nicky beobachteten dies mit einem Lächeln. „Ach Nicky, ich freu mich so für sie…“ „Ich freu mich auch für Mark, er hat ja auch sooooo lange nach einer Freundin gesucht, ich hoffe das das zwischen den beiden mehr ist als nur eine einmalige Flirterei!“ „Ich denke schon… Cat meint es auf jeden Fall ernst und ich hoffe für Mark das er es auch ernst meint, denn wenn er nur mit ihr spielt, dann kann er sich warm anziehen.“ Kicky grinste frech. „Na, ich denke nicht dass er es mit so einem gefährlichen Mädchen wie dir zu tun kriegen will…“
Nicky gab seiner Freundin einen Kuss, Bekkie folgte der Situation und auf einmal war nichts mehr so wie vorher. Sie waren Stars, tausende von 13- Jährigen Teenies schwärmten da draußen für sie und sie saßen hier drinnen, tranken Guinness und knutschten rum. Das überforderte Bekkie und als Shane ankam um ihr einen Kuss zu geben drückte sie ihn kräftig weg. „Lass mich Shane…!“ Sie rannte nach oben in ihr Zimmer und schloss sich ein. Kicky, die nur mitgekriegt hatte das ihre beste Freundin auf einmal nach oben gerannt war stürmte hinter ihr her. „Bekkie!! Bekkie? Bekkie wo bist du? Was ist los?“ Kicky machte sich ernsthafte Sorgen, sie klapperte das ganze Haus ab, bis sie an Bekkies verschlossene Zimmertür kam. Sie klopfte wie wild gegen die Tür. „Süße! Komm mach auf, was ist los?“ Keine Reaktion von drinnen. Erst als Kicky allmählich zickig wurde und sagte: „Und ich dachte immer beste Freundinnen erzählen sich ALLES!“ Sie drehte sich gerade um und war bereit zum gehen, da hörte sie in der Tür wie sich der Schlüssel umdreht und Bekkie rauskommen sah. „Nein, geh nicht…Warte.“ Bekkie kam zu ihr und hielt sie am Arm fest. „Komm, lass uns in dein Zimmer gehen, dann kannst du es mir ja erzählen.“ Beide gingen in Bekkies Zimmer und ließen sich auf Bekkies Sitzsack zu Boden fallen. „Also, was ist los?“ „Na ja, guck mal… Sie.. also Nicky, Shane, Kian und Mark, sie sind nicht normal. Sondern sie sind Stars.“ „Ja, und? Denkst du sie sind keine normalen Menschen oder wie?“ „Kicky… Tausende von anderen Mädchen da draußen sind in UNSERE Freunde verliebt, träumen jede Nacht von ihnen und schreien rum wenn sie bei Konzerten nur einmal von ihrer Hand berührt worden sind!“ „Hmmm, ja, aber deswegen kann man doch trotzdem mit ihnen zusammen sein. Ich weiß, ich hatte auch anfangs meine Probleme damit aber ich liebe Nicky und ich will mit ihm zusammen sein und das können wir auch nicht irgendwelche Fans kaputt machen.“ „Ist ja schön wenn du damit klar kommst, ich tu es nicht.“ „Aber Bekkie, du liebst Shane… oder etwa nicht? Außerdem hättest du das von Anfang an wissen müssen und jetzt wo Shane sich unsterblich in dich verliebt hat zu sagen das du mit seinem berühmt sein nicht klarkommst ist total unfair.“ Kicky versuchte sie lange zu überreden, fast 2 Stunden lang diskutierte sie mit Bekkie hin und her, aber als sie merkte das Bekkie es einfach nicht verstehen wollte oder sogar nicht verstehen konnte, gab sie auf. „Also wenn du wirklich so denkst, dann solltest du mit Shane Schluss machen, denn ich denke er will eine Frau die ihn wirklich liebt und auch seinen Beruf akzeptiert!“ Das war Kickys letzter Satz, traurig und genervt ging sie wieder zurück in den Keller. Es schien anfangs alles so perfekt, sollte dies jetzt vorbei sein?! Kicky dufte das nicht zulassen, aber gegen Bekkies Meinung war selbst sie machtlos.
„Schatz, was war los?“ fragte Nicky Kicky. Alle 5 saßen um Shane rum, denn er verstand nicht was auf einmal in Bekkie gefahren war. „Ich hab doch gar nichts gemacht!“ Shane verstand gar nichts mehr. „Ich glaube Bekkie sollte dir alles selbst erklären…Sie ist in ihrem Zimmer, Shane.“ Shane stand auf und ging nach oben in Bekkies Zimmer. Sie saß immer noch in ihrem Sitzsack und weinte. „Was ist los Bekkie? Hab ich was Falsches gemacht oder gesagt?“ Shane verstand die Welt nicht mehr. Am liebsten wäre er zu ihr gegangen und hätte sie in den Arm genommen, doch da er befürchtete das Bekkie das wohl kaum zulassen würde und ihn wieder wegdrücken würde setzte er sich lieber gleich auf ihr Bett. „Shane, ich… Es geht einfach nicht mehr…Ich kann nicht mit dir zusammen sein!“ „Was? Aber…aber wieso denn?“ „Du bist ein Star Shane… Du könntest jede haben, also warum ausgerechnet ich?“ „Weil ich dich liebe!“ „Tut mir leid Shane… Es geht einfach nicht, es ist ja schön wenn Kicky und Lena damit klarkommen, aber ich nicht… Wenn dein Urlaub wieder vorbei ist dann sehen wir uns vielleicht 3 oder 4-mal im Monat, ich kann das nicht…es…“ Sie brach ab und schluchzte einmal bevor sie weiter sprach. „Es ist aus…“ „Wie bitte? Du machst Schluss? Aber ich liebe dich… und… du liebst mich doch auch!“ „Raus Shane…Raus aus meinem Zimmer!“ Sie fing an lauter zu werden, was ihr dennoch sehr schwer fiel, denn sie war kräftig am weinen und auch Shane der aufstand und das Zimmer verließ konnte seine Tränen nicht länger zurück halten und sackte vor Bekkies Zimmer zusammen und weinte. Es war alles so schön gewesen, er verstand Bekkie nicht. Wieso musste sie alles kaputt machen? Er liebte sie doch so… Nicky, der vor hatte mal nach den beiden zu sehen, dachte es sei bereits alles wieder in Ordnung gewesen und erwartete deswegen nicht Shane weinend auf dem Flur des obersten Stockwerkes zu finden. „Shane? Shane, was ist?“ „Sie… sie hat Schluss gemacht, einfach so!“ Nicky beugte sich zu seinem besten Freund runter und nahm ihn in den Arm.
„Ich versteh das nicht!“ Nicky strich Shane beruhigend über den Rücken. „Das ist nicht fair…“ „Shane, ich weiß das sie dich liebt und na ja, es hat sie halt alles ein wenig überfordert. Aber in ein paar Tagen wird sie merken das sie ohne dich nicht kann und dann wird sie zu dir zurück kommen, da bin ich mir sicher.“ Nicky lächelte Shane ermutigend an.
Dieses erwiderte Shane nur gequält. „Hey, das wird schon wieder… Und jetzt komm mit runter… Lass dich nicht so hängen.“ „Hast du ne Ahnung Nicky, ich habe gerade die Frau verloren die ich seid ein paar Tagen über alles Liebe!“ „Shane, hör auf mich anzuzicken ich habe jetzt keine Lust mit dir zu streiten, wirklich nicht.“ Shane verstand Nicky, denn er konnte schließlich auch nichts dafür das Bekkie mit ihm Schluss gemacht hatte. Nein, niemand konnte was dafür, nicht mal Shane selbst und genau das war das was Shane so sehr plagte, letztendlich raffte er sich doch auf, stand auf und ging mit Nicky wieder zurück in den Keller wo die anderen schon auf sie warteten. Allerdings erwarteten sie das Shane in der Begleitung von Bekkie kam. Als die beiden den Raum betraten und Kicky sah das Bekkie nicht mit von der Partie war, sagte sie nur: „Oh nein… Ich hab’s geahnt.“ „Was hast du geahnt?“ fragte Cat neugierig. „Das sie Schluss gemacht hat…“ sagte Kicky mit trauriger Miene. „Bitte was? Sie hat Schluss gemacht? Das kann sie nicht machen…! Ich glaube ich muss mal mit ihr reden…“ mischte sich Lena ein. „Nein Lena, lass gut sein, das bringt jetzt eh nichts…Lass sie allein und gib ihr eine Chance nachzudenken.“ sagte Kicky. „Sag mal Schatz, bist du dir sicher das du erst 18 bist?“ fügte Nicky hinzu. „Ja… wieso sollte ich denn älter sein?“ „Na ja, du wirkst so vernünftig… Gar nicht wie ne 18- Jährige.“ „Spinner…“ Nicky und Kicky grinsten sich verliebt an. Dieses hätten sie jedoch lieber sein lassen sollen, denn Shane verkraftete es jetzt nicht ein so glückliches Pärchen wie Nicky und Kicky es waren zu sehen, sofort stiegen ihm wieder die Tränen in die Augen. „Shane… es ist besser wenn wir fahren, ich bringe dich nach Hause.“ sagte Mark. „Wenn du nicht fahren willst, dann kannst du auch bei uns bleiben.“ bot Cat an, ohne weiter darüber nachzudenken. Sie wollte nicht das Mark verschwand. „Duhuuu, Cat, sei mir nicht böse aber das war ne scheiß Idee…“ sagte Kicky leise. „Oh, ja stimmt... ‘Tschuldigung...“ entschuldigte sich Cat. „Mark und ich werden dann jetzt mal abhauen, danke für eure Unterstützung, danke Nicky. Mark, ich geh schon mal vor und warte draußen, verabschiede dich in Ruhe.“ Mit den Worten verließ Shane den Party Keller und ging hinaus und setzte sich dort auf die Treppe um auf Mark zu warten.
Unterdessen fing Mark an sich bei jedem einzeln zu verabschieden. Er verabschiedete alle mit einer Umarmung, bis er bei Cat angekommen war. „Kann ich dich mal kurz alleine sprechen?“ fragte Mark Cat. „Ja sicher.“ Mark ging die Treppe hoch in den Flur, Cat folgte ihm. Mark holte noch einmal tief Luft und wendete sich dann zu Cat. „Der heutige Abend war wirklich wunderschön, na ja abgesehen von dem mit Shane und Bekkie… Und ich würde lügen wenn ich sagen würde das du nicht diejenige warst die den Abend so besonders gemacht hast. Und ich find dich… Na ja ich find dich wirklich ziemlich süß und vielleicht können wir ja mal wieder was zusammen unternehmen?!“ Mark war wirklich erleichtert das er das hinter sich hatte. Cat war etwas geschockt, positiv geschockt, denn sie konnte ihr Glück nicht fassen. „Dankeschön… Ja, sicher gern, ich fands heute Abend auch echt wunderschön und es wäre schade wenn wir das nicht wiederholen können.“ „Ja, also… dann… dann mach’s gut!“ Mark drehte sich um, um raus zu Shane zu gehen, doch auf einmal drehte er sich noch einmal um und gab Cat einen Kuss auf den Mund. Cat wusste nicht wie ihr geschah. Wie lange hatte sie keine Lippen mehr auf ihren gespürt? Es musste schon ziemlich lange her sein. Tausende von kleinen Schmetterlingen flogen ihr durch den Bauch. „Wir sehn uns Cat!“ grinsend verließ Mark das Haus.
Cat stand bloß glücklich grinsend da und sah ihm nach. Als die Tür hinter Mark zugefallen war drehte sie sich auf dem Absatz herum und ging zu den Anderen in den Keller zurück.
Dort saßen die restlichen Vier; Lena, Kicky, Nicky und Kian noch immer still am selben Platz wie vorher.
Cats überglückliches Grinsen bemerkte keiner, alle waren viel zu sehr mit dem Gedanken beschäftigt wie sie Bekkie überreden könnten wieder zu Shane gehen. Cat war deshalb ein bißchen enttäuscht, sie hätte es am liebsten in die ganze Welt hinaus geschrien das sie, das Mauerblümchen und Dauer-Single, sich verliebt hatte und gerade geküsst worden war. Aber es war nicht ihre Art sich über so etwas zu beschweren, so setzte sie sich bloß zu den anderen und nippte an ihrem Guinness und begann auch zu grübeln was in Bekkie gefahren war.

Draußen vor dem Haus der vier Girls, schlug Mark Shane gerade vor: „Komm, lass mich fahren.“ „Warum das denn?“ „Versteh mich nicht falsch, aber ich will nicht riskieren später an einem Baum zu kleben.“ „Ja aber...“ wollte Shane widersprechen, aber Mark ließ ihn nicht zu Wort kommen: „Shane du hast keinen klaren Kopf, und den braucht man zum fahren, also gib mir den Schlüssel und setzt dich endlich in den Wagen.“ Shane seufzte, starrte kurz seine Autoschlüssel an, und warf sie dann zu Mark. Dann grinste er. „Na ich bin mir ja nicht so sicher ob DU einen klaren Kopf hast...“ „Ich weiß gar nicht was du meinst...“ meinte Mark bloß, ebenfalls grinsend.
Im Auto redeten die beiden nichts. Mark musste sich leider aufs fahren konzentrieren, es stimmte schon, er hatte auch keinen wirklich klaren Kopf, aber bestimmt einen klareren als Shane. Dauernd spukten ihm Cats Augen im Kopf herum und wie weich ihre Lippen gewesen waren. Er konnte während der ganzen Fahrt das glückliche Grinsen auf seinem Gesicht nicht verschwinden lassen.
Shane starrte inzwischen bloß aus dem Fenster und betrachtete die vorbeifliegende, bekannte Gegend. Er wollte nicht denken, es würde ihn bloß wahnsinnig machen. Er konnte es immer noch nicht fassen, es konnte doch nicht sein das seine liebste Furie mit ihm Schluss gemacht hatte. Das Glück war viel zu kurz gewesen, es konnte doch nicht einfach so vorbei sein!
An Shanes Haus angekommen, stiegen die beiden aus. Mark lehnte sich gegen den Wagen und sah Shane nachdenklich an. „Geht’s dir auch gut, ja? Soll ich noch da bleiben?“ fragte er vorsichtig. „Nein, ist schon in Ordnung.... wie kommst du jetzt heim?“ „Ach, ich geh zu Fuss, ist ja nicht so weit.“
Shane grinste. „Bedank dich endlich dafür das ich dich gezwungen habe mitzukommen!“ „Ja, ist ja gut. Ich bedanke mich VIELMALS bei dir das du mich dazu gezwungen hast mit dir zu den Girls zu kommen und ich dadurch ... Cat kennen gelernt habe.“ „Na also. Es geht doch.“ Mark warf Shane seine Autoschlüssel zu und starrte dann kurz in den wolkenbehangenen Himmel. „Dann kann ich mal davon ausgehen das du Cat sympathisch findest?“ „Naja, sympathisch ist nicht ganz das Wort dafür.“ Shane sah ihn fragend an. „Ich hab sie gefragt ob wir demnächst nicht mal was zusammen unternehmen wollen, und sie sagte Ja.“ „Na das ist doch toll! Cat ist echt lieb und süß. Außerdem sah sie so aus als wenn sie dich mögen würde.“ Mark nickte bloß lächelnd, nahm Shane noch einmal in den Arm und meinte vorsichtig: „Machs gut Alter, denk nicht zuviel über die Sache nach. Das wird schon wieder, deine Freundin hat halt einfach nen kleinen Schock gekriegt als sie realisiert hat das du ein Star bist...“ Shane seufzte. „Ich mach mich dann auf den Weg, wir sehn uns.“ Mark wandte sich zum gehen, aber Shane rief ihm noch lachend hinterher: „Verlauf dich nicht auf dem Weg!“ „Verlaufen?“ „Das sieht ein Blinder mit Krückstock das du total verliebt bist, da kanns schon vorkommen das man sich verläuft.“ Mark schüttelte bloß lachend den Kopf und ging weiter.
Auf dem kurzen Weg grübelte er ein wenig, konnte es wirklich sein das er sich nach so kurzer Zeit verliebt hatte? Normalerweise dauerte es immer einige Zeit bis er aufgetaut war, geschweige denn das er sich jemals so schnell in jemanden verliebt hätte.
Was war eigentlich in ihn gefahren als er Cat so einfach einen Kuss gegeben hatte? Er hatte noch nie jemanden nach dem ersten Treffen geküsst! All das spukte ihm im Kopf herum.

Im Partykeller der Mädchen war noch immer eine sehr gedrückte Stimmung. Kian meinte: „Tut mir Leid, das hört sich jetzt vielleicht egoistisch an, aber ich mag mir jetzt grad keine Gedanken mehr über Shane und Bekkie machen, das wird mir jetzt zuviel.“ Lena seufzte bloß. „Ich glaub ich gehe nach Hause. Lena Schatz kommst du mit?“ fragte er Lena.
Die war natürlich total begeistert und ließ sich von Kian hochziehen. „Bye Nicky, bis später!“ rief Kian bloß noch. „Hey!“ rief Kicky. “Lena kommt du heut nochmal nach Hause oder bleibst du bei Kian?” Lena überlegte kurz. „Ach ich weiß nicht, mal sehen. Wenn ich bleibe, ruf ich euch kurz an, okay?“ Kicky nickte bloß, legte ihren Kopf an Nickys Brust und schloss die Augen.

Cat kam sich ein klein wenig überflüssig vor. Aber genau in diesem Moment fragte Kicky: „Warum hat Mark dich denn allein sprechen wollen? Was ist denn da gelaufen?!“ Nicky musste grinsen. Cat wurde ein wenig rot und starrte auf ihre Füße.
„Nichts besonderes, er hat gefragt ob wir nicht mal was zusammen machen wollen.“ „Und? Ich hoffe du hast Ja gesagt?!“ fragte Kicky aufreget und krallte sich in Nickys Bein, der sein Gesicht verzog. „Natürlich hab ich Ja gesagt!“ Kicky sprang freudig auf und fiel Cat um den Hals. Cat flüsterte Kicky ins Ohr, so das Nicky es nicht hören konnte: „Er wollte schon gehen, da hat er sich noch mal umgedreht und mir einen kleinen Kuss gegeben.“ Kicky machte große Augen. „Nein?!“ Cat lächelte glücklich. Kicky warf sie stürmisch und vor lauter Freunde vom der Bank.
„Süße, nicht so stürmisch, du scheinst dich mehr zu freuen als ich selbst!“ lachte Cat. „Das bezweifle ich aber ich finds nur sooooo schön! Ich freu mich so wahnsinnig für dich, das glaubst du gar nicht.“ Sagte Kicky mit erfreutem Unterton. „Ich würd mich auch gern freuen…“ sagt Nicky der sich etwas vernachlässigt vorkam. „Schatz sorry, du wirst es schon noch mitkriegen…“ blockte Kicky ab. Nicky zog eine traurige Miene woraufhin Kicky nicht anders konnte, zu Nicky ging und ihm einen Kuss gab. „Schatz, du kannst mir gar nicht böse sein, ich weiß das…“ sagte Kicky frech. „Zicke!“ Nicky grinste von Cat zu Kicky und wieder zurück. „Na ja, ich will dann nicht weiter stören. Ich geh lieber schlafen. War ziemlich anstrengend heute.“ wollte sich Cat verabschieden. „Du störst nicht wirklich, aber ich denke mal wir werden dann auch so langsam… na ja schlafen gehen.“ sagte Kicky und gähnte dabei. „Ach schlafen gehen nennst du das, Süße…?“ Nicky grinste. „Schatz du bist so was von… Ah, mir fehlen dir Worte, du versautes kleines Etwas.“ lachte Kicky. Cat folgte dem Gespräch gespannt. „Du fängst schon wieder an Zwergenwitze zu reißen…Das ist nicht nett von dir.“ „Du bist nun mal klein, ich bin schließlich auch nicht besonders groß…“ entgegnete Kicky. „Ja, du bist auch ne Frau.“ Warf Nicky ein. „Wisst ihr was?“ fragte Cat. „Nein, was denn?“ sprachen Nicky und Kicky wie aus einem Mund worauf sie sich angrinsen mussten. „Ihr habt echt ein an der Waffel!“ Cat lachte und verließ somit den Keller und ging rauf auf ihr Zimmer.
Kicky überkam es und sie kniff Nicky in seinen Oberarm und jagte wie wild die Treppe hoch. Nicky der erst Sekunden später checkte das seine Freundin eine Art „Fang- spiel“ spielen wollte rannte jedoch hinter ihr her, die Treppe hoch. Er merkte das Kicky derweil in ihr Zimmer gegangen sein musste und betrat somit auch ihr Zimmer. Sie bemerkte Nicky nicht und fuchtelte an ihrer Musikanlage herum, weil diese mal wieder nicht anspringen wollte. Nicky stürzte sich von hinten sie heran, legte seine Arme um sie herum und seinen Kopf auf ihre Schulter. „Kicky, ich nehm alles zurück was ich vorhin gesagt habe… Von wegen du wirkst erwachsener als eine 18- jährige.“ Nicky musste lachen. „Sorry, mir war gerade so danach.“ Nicky find an seine Kicky zu küssen und sie ließen sich wieder mal küssend aufs Bett fallen, was dann geschah ist voraus zu sehen.
„Do you really want to hurt me…“ Cat sang laut zu ihrer Cd mit. Sie musste daran denken was Mark wohl gerade machen würde. Ob er auch mit seinen Gedanken bei ihr war? Sie zumindest konnte an nichts anderes mehr denken als an Mark. An seine männliche Stimme und an den guten Geruch seines Parfüms. Er ging ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf. Dennoch sah sie ein dass sie schlafen musste. Ihre Augen begannen auch schon von alleine zu zufallen. Sie beschloss sich umzuziehen und schlüpfte in ihren rosa Snoopy- Schlafanzug und legte sich in ihr Bett. In dieser Nacht konnte sie an nichts anderes denken als an den Mann ihrer Träume, an: Mark. So lange hatte sie jetzt schon auf ihn gewartet und nun hatte sie ihn endlich gefunden, so glücklich war sie selten zuvor gewesen.
Bekkie war am nächsten Morgen die Erste die aufwachte. Sie hatte die ganze Nacht nicht geschlafen, denn sie musste immer an Shane denken, wie er mit Tränen in den Augen aus ihrem Zimmer gerannt war. Auf einmal war sie sich nicht mehr so sicher ob es das richtige war mit Shane Schluss zu machen. Aber dennoch konnte sie sich mit dem Gedanken mit einem Star zusammen zu sein nicht anfreunden. Sie setzte sich an den runden Tisch in der Küche und machte sich 2 Toast. Als sie gerade genüsslich in ihr eines Toast, was mit Marmelade bestrichen war reinbeißen wollte ertönte ein: „Guten Morgen Süße! Gut geschlafen?“ Kicky war sichtlich gut gelaunt, was bei ihr morgens ein Wunder war, denn sie ist ein Morgenmuffel und zwar einer der übelsten Sorte. „Na ja, ich hab gestern mit Shane Schluss gemacht, wie soll’s einem danach schon gehen?“ „Es war nicht meine Entscheidung Bekkie, das hast du ganz alleine gemacht.“ „Na ja, lass uns nicht drüber reden. Was hab ich gestern noch verpasst?“ Bekkie war neugierig. „Cat und Mark, sie haben sich geküsst. Obwohl wir können eher sagen Mark hat Cat geküsst… Denn ich glaube sie hatte das nicht wirklich erwartet.“ Kicky lächelte und auch auf Bekkies Gesicht zeichnete sich langsam ein fettes Grinsen auf. „Was? Nein echt? Is ja geil… Ich hab’s gewusst.“ „Jaja, ich finde die beiden passen wirklich perfekt zusammen.“ Sagte Kicky die sich immer noch für Cat freute. „Ja, fast so gut wie…Ach vergiss es.“ Bekkie brach ab. „Nein, was denn? Wie wer? Du hast schon recht…“ „Fast so gut wie du und Shane. Süße, sieh es einfach ein, ihr gehört zusammen.“ „Kicky, hört auf, ich will wirklich nicht drüber reden.“ „Schon klar, erst so ne Scheiße bauen und dann nicht mal mehr drüber reden… Echt super, Bekkie.“ Nuschelte Kicky und stand dabei auf um sich auch ein Toast zu machen. „Was?“ hakte Bekkie nach. „Nichts, schon gut, ich sagte das heute echt tolles Wetter ist, wir könnten mal wieder zum Strand fahren! Ich denke ein bisschen Ablenkung tut dir ganz gut!“ Zu Kickys Glück hatte Bekkie sie nicht verstanden und konnte sich somit noch mal rausreden. „Ja, da hast du wohl Recht. Wir können Nicky ja auch noch mitnehmen. Wo ist der eigentlich?“ fragte Bekkie. „Ich gehe davon aus, dass er noch schläft.“ antwortete Kicky. „Achso, na dann!“ „Ah, wenn man vom Teufel spricht. Morgen Schatz!“ Nicky betrat die Küche und bekam von Kicky einen Kuss. „Morgen die Damen!“ Nicky sah leicht verschlafen aus und hatte nur eine Boxershorts an. „Könntest du dich bitte anziehen, Nicky? Ich will nicht das du so freizügig bei uns in der WG rumläufst, das ist gefährlich.“ sagte Kicky grinsend. Nicky der schon wieder auf dem Weg zurück in Kickys Zimmer war um sich was anderes anzuziehen rief: „Jaja Mum!“ Nicky schrie wohl so laut rum, dass es Cat aus dem Bett schmiss. „Kann man hier nicht mal in Ruhe schlafen?“ genervt guckte sie auf ihren Wecker der auf ihrem Nachttisch stand. Es war bereits halb zehn und sie beschloss auch aufzustehen. Sie quälte sich aus ihrem Bett, zog sich an, verließ ihr Zimmer und ging zu den andern in die Küche. „Einen wunderschönen guten Morgen Cat!“ strahlte Kicky. „Gott, Kicky was ist denn mit dir los? Seid wann hast du denn morgens gute Laune?“ fragte Cat. „Seid es mich gibt!“ Nicky betrat wieder die Küche. „Ah verstehe…“ lächelte Cat. „Lena scheint noch bei Kian zu sein… Und als Strafe dafür werde ich sie jetzt aus dem Bett klingeln.“ Drohte Kicky. „Schatz, du bist fies.“ Nicky versuchte es ihr auszureden, aber schaffte es nicht. „Ja ja, so bin ich eben…“ „Kicky, lass es…!“ Cat nahm ihr das Handy weg. „Spielverderberin…“ sagte Kicky beleidigt. „Ich weiß ja nicht was ihr jetzt macht, aber ich geh duschen!“ Bekkie verabschiedete sich von den dreien und ging in ihr Bad um zu duschen. „Armer Shaney…“ bemitleidete ihn Nicky. „Ja… der ist wirklich arm dran. Wir müssen uns irgendwas für Shane einfallen lassen, das er seine Bekkie wiederkriegt…“ Kicky grübelte. „Ja, einen Liebesbeweis oder so.“ schlug Cat vor. „Du, das ist gar nicht so schlecht. Nicky, wann habt ihr den nächsten Tv-Auftritt der live übertragen wird?“ fragte Kicky nach. „Äh… Übermorgen glaub ich. Wieso?“ „Sehr gut… Na ja, da ich Bekkie wohl gut genug kenne weiß ich das es ihr mit Sicherheit gefallen würde wenn Shane ihr eine Liebeserklärung im Fernsehen macht wo es alle Welt mitbekommt.“ Kicky stellte sich es einmal gründlich vor und sie war sicher, dass es klappen würde. „Das ist gut!“ Cat war begeistert und auch Nicky freundete sich mit der Idee schnell an. „Perfekt…Das werd ich Shane gleich mitteilen, was dagegen wenn ich jetzt erst mal zu ihm fahre?“ Nicky blickte sich fragend um. „Nein, nein Schatz, mach nur, ich geh dann jetzt erst mal mit den Hunden am Strand joggen…“ Kicky war einverstanden. „Ja und… und ich…“ Nicky fiel Cat ins Wort. „Du wirst dich jetzt schön bei Mark melden und ein Date für heute Abend ausmachen.“ Nicky drückte ihr grinsend Marks Handynummer in die Hand. „Nein, danke Nicky, das kann ich nicht machen…“ Cat wollte nicht, sie kam sich einfach viel zu schüchtern vor. „Na, wirst du wohl aufhören Nicky zu widersprechen? Du machst das jetzt schön brav…“ entgegnete Kicky und alle mussten lachen.
„Okay… Ich werd’s tun, und was krieg ich als Belohnung?“ spaßte Cat. „Ein Date mit Mark.“ antwortete Nicky. „Hahaha Nicky, sehr witzig.“ meinte Cat. „Ich weiß, danke!“ Nicky und Kicky verließen zusammen die Küche, Nicky nahm sich seinen Autoschlüssel und Kicky nahm sich 2 Hundeleinen und leinte die Hunde an. „Wir sehen uns Schatz!“ Nicky gab seiner Freundin noch einmal einen Kuss und verschwand dann draußen. Kicky rief noch einmal: „Bis daaaaaaaaaahaaaaann!!!“ „Verdammt, Kicky musst du immer so schreien?“ ertönte es aus der Küche. „Ooops, sorry…“ redete Kicky mit sich selbst, nahm die Hunde an der Leine und verließ das Haus um joggen zu gehen.
Cat machte mehrere Anläufe um Mark anzurufen, aber jedes Mal wenn sie den Hörer bereits am Ohr hatte und es einmal klingeln hörte, legte sie sofort wieder auf.
Nach kurzer Zeit kam Kicky wieder nach Hause. Cat lag in ihrem Zimmer auf dem Bett und starrte an die Decke. „Na Süße, haste bei Mark angerufen?“ Cat seufzte bloß auf diese Frage und zog sich die Decke übers Gesicht. „Feige Sau.“ Unter der Bettdecke kam nur ein grummeln hervor. „Du hebst jetzt sofort deinen Arsch aus dem Bett und rufst Mark an, dass das klar ist! Du verlässt dein Zimmer nicht, bevor du da nicht angerufen hast! Jetzt mag dich schon mal einer, und du rufst ihn nicht an!“, brüllte sie.
Auf einmal stand Nicky in der Zimmertür und meinte lachend: „Na, na, Schatz, mal nicht so harte Worte.“ „Na, aber du! Du redest auch nich andres wenn du sauer bist.“ „Ja, aber ich darf das.“ „Du eingebildetes Arschloch.“ Nicky stürzte sich auf Kicky und begann sie zu Tode zu kitzeln. Kicky schrie wie am Spieß und trat wild um sich. „Hey, lasst mein Zimmer ganz!“
Erst als Kicky schon keine Luft mehr bekam und ganz rot im Gesicht wurde, ließ Nicky von ihr ab.
Die beiden versuchten noch eine Weile Cat dazu zu bringen bei Mark anzurufen, aber diese war einfach zu feige.
Nach 15 Minuten wurde es den beiden zuviel, und sie beschlossen an den Strand zu fahren und im eiskalten Wasser zu baden.
Kicky ging los um die Badesachen einzupacken. „Ich glaube bei mir fliegt irgendwo noch eine Männer-Badehose rum! Ich glaub irgendso ein rosa Teil mit Punkten!“ Nicky verzog nicht gerade begeistert das Gesicht.
Cat fragte Nicky nach Shane. „Wie ist es denn gelaufen? Fand Shane die Idee auch so gut wie wir?“
„Ja, Ich hab nicht lange gebraucht um Shane zu überreden. Ich muss wohl sehr überzeugend gewirkt haben.“ Cat nickte. „Das wird bestimmt funktionieren.“
Schon einen Moment später stand Kicky mit der Badetasche in der Tür. „Los geht’s, ich will an den Strand!“ „Ihr holt euch noch ne Erkältung, was wetten wir?“ „Mir egal!“ rief Kicky, immer noch begeistert und zog Nicky aus Cats Zimmer.
Doch dann wandte sie sich noch mal um und sah Cat ernst an. „Und du rufst bei Mark an, dass das klar ist!“ damit verschwand sie endgültig.
Doch Cat brachte es immer noch nicht über sich bei Mark anzurufen, den ganzen Tag starrte sie auf die Handynummer und rief aber nicht an.
Kicky kam erst spätabends zurück, Lena und Kian kamen schon etwas früher nach Hause. Kicky fragte zum Glück nicht mehr nach ob Cat nun bei Mark angerufen hatte oder nicht.

Am nächsten Tag kämpfte Cat immer noch mit sich selbst ob sie nun bei Mark anrufen soll oder nicht. Letztendlich schaffte sie es doch noch ihre Scheu zu überwinden und wählte nervös Marks Nummer. Sie redete mit sich selbst: „Geh nicht ran, geh nicht ran, geh…“ „Hallo?“ ertönte es an der anderen Leitung.
Mark hatte es anscheinend gehört was sie zu sich selbst gesagt hatte, denn sie konnte das Grinsen in seiner Stimme hören. „Ich bin’s…Cat“„Oh, Hey Cat! Alles klar?“ „Ja, sicher...“ Sie stockte kurz und kratzte dann alles an Mut zusammen das sie hatte: „Du hast heute nicht zufällig noch Zeit und willst dich mit mir treffen?“ Mark freute sich wirklich das sie sich gemeldet hatte, denn er mochte sie sehr und deswegen war für ihn die Antwort klar. „Na sicher will ich mich mit dir treffen! Wann und wo?“ „Vielleicht am… Ja, am Strand oder so dachte ich?!“ „Gerne. Ich hol dich so um 19.00h ab, ist das okay?“ Cat strahlte übers ganze Gesicht und es fiel ihr schwer sich zurück zu halten und nicht ins Telefon zu schreien. „Okay, also dann bis dann Mark!“ Sie legte auf und ließ sich zurück auf ihr Bett fallen. Sie hatte Mark gerade wirklich nach einem Date gefragt. Es kam ihr alles vor wie im Traum. Kurze Zeit später hörte sie wie die Tür laut ins Schloss fiel, das konnte nur Kicky sein, so trampelig wie sie war. Immer noch mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht ging sie aus ihrem Zimmer um Kicky stolz von ihrer Aktion zu berichten. „Kicky, Kicky! Ich hab Mark nach einem Date gefragt und wir treffen uns heute Abend um sieben!“ Sie fiel der leicht verschwitzten Kicky um den Hals. „Wow, Cat ich bin so stolz auf dich.“ Sie grinste. „Aber dennoch brauch ich jetzt erst mal ein Bad, danach kann ich mich sicher besser mit dir freuen.“ „Kicky, aber beeil dich… Sonst muss ich Selbstgespräche führen und das tu ich nur ungern.“ um ihren Kleiderschrank zu checken. Sie wusste jetzt schon das sie heute Abend Schwierigkeiten hat was gescheites zum anziehen zu finden, deswegen fing sie jetzt schon damit an. Sie durchwühlte ihren gesamten Kleiderschrank, bis sie auf ein schlichtes schwarzes Top und eine ganz einfache Jeans stieß. Sie wusste dass sie sich nicht zu sehr stylen sollte denn sie wollte nicht overdressed wirken.
Sie zog ihr Outfit einmal an um zu checken ob sie sich so blicken lassen konnte oder nicht. Da kam auch Kicky schon wieder frisch gebadet und angezogen aus dem Badezimmer wieder. Sie wollte natürlich sofort alles über das bevorstehende Date wissen. „Was, wie, wo und wann?“ begann Kicky Cat auszufragen. „Bleib mal ruhig, heute Abend um sieben… Sag mal, kann ich mich so blicken lassen?“ fragte Cat. „Na sicher… Sieht süß aus.“ Antwortete Kicky. Cat lächelte und bedankte sich. „Danke!“ Somit verschwand Kicky auch wieder aus Cats Zimmer und ging in ihrs. Sie wollte sich gerade auf ihr Bett legen, Musik hören und ein bisschen entspannen, da platzt Lena in ihr Zimmer. „Kicky! Oh man… Kian is so… so süüüß!“ schwärmte Lena. Kicky verdrehte die Augen. „Mein Freund ist viel süßer als deiner!“ „Na, das glaubst auch wirklich nur du. Ich hab heute Nacht bei Kian geschlafen.“ Lena strahlte. „Bei oder mit?“ fragte Kicky die von Lena wegen ihrer doofen Frage gehauen wurde. „Ja, was? Das ist ein Unterschied!“ „Oh Kicky, du bist unmöglich.“ „Danke Lena ich weiß.“ Beide mussten über sich selbst lachen, als sie sich wieder gefangen hatten fing Lena wieder von neuem an zu schwärmen. „Es war soo romantisch, im ganzen Zimmer waren Kerzen verteilt und da waren nur er und ich.“ Sie seufzte bei dem Gedanken an die Vergangene Nacht. „Hört sich nach ner Liebesschnulze an wenn du mich fragst… Nun ja, wenn ihr drauf steht.“ Lena musste lachen. „Lass uns doch…“ „Ich sag ja schon gar nichts mehr. Lena, würdest du mir nen Gefallen tun?“ „Ja, klar, was denn?“ „Könntest du mir vielleicht mal 5 min. Ruhe gönnen? Ich bin schon den ganzen Tag auf den Beinen und wenn meine Nerven blank liegen, dann kann ich Cat nachher nur sehr schwer vor ihrem Date beruhigen.“ „Was? Cat hattn Date? Mit Mark?“ Lena stürmte von Kickys Zimmer hinein in Cat ihrs. „Du hast ein Date mit Mark und ich erfahre das erst jetzt?“ überfiel Lena Cat, die gerade dabei war sämtliche Haarklemmen und Konsorten aus ihrem Schrank zu wühlen, sie wirkte leicht überrumpelt. „Lena? Ich dachte du bist bei Kian!“ „Nein, wir du siehst bin ich das nicht mehr.“ „Ja, jetzt wo dus sagst seh ich es auch.“ Beide mussten grinsen. „Na, was is bei euch gestern so gelaufen?“ wollte Cat wissen. „Cat, lenk nicht ab… Du hast ein Date mit Mark, oder nicht?“ „Hmmm ja, Date würd ich das nicht nennen.“ „Sondern?“ „Na ja, wir treffen uns um ein bisschen zu reden und so, also nichts weiter.“ „Ah ja, Cat, das ist ein Date.“ „Na und, selbst wenn… Da läuft nichts! Ganz und gar nichts wird da laufen!“ „Da wäre ich mir nicht so sicher, Süße. Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück für heute Abend!“ „Danke: Bis dann!“ Lena verschwand wieder aus ihrem Zimmer.
Cat war aufgeregt. Sie hatte schon so lange kein richtiges Date mehr gehabt. Bei den anderen war sie zumindest nie so verliebt in die Typen gewesen, aber das war jetzt anders. Sie musste immer wieder an den Kuss denken, den Mark ihr im Flur gegeben hatte. Seine Lippen waren so weich gewesen und sie konnte es schon gar nicht mehr erwarten sie wieder auf ihren zu spüren.

„Nicky? Ich hab bei Louis angerufen, er hat mit dem Totp-Team gesprochen, das mit meiner Liebeserklärung geht klar. Und mir ist da noch so was rausgerutscht... Na ja, Louis weiß jetzt das Kian und du auch ne Freundin haben, er war nicht sehr begeistert, aber er akzeptiert es. Ich meine was anderes bleibt ihm ja auch nicht über. Nun ja, er meinte aber, dass unsere Fans auf jeden Fall auch so schnell wie möglich davon erfahren sollten. Deswegen schlug er vor das wir morgen in der Show zu unseren Freundinnen stehen, also du und Kian. Also an eurer Stelle würd ich das auch machen. Denn wenn unsere Fans uns heimlich mit unserer Freundin rumknutschen sehen werden sie nicht sehr erfreut sein.“ Nicky fand das Shane mal wieder zu viel quatschte und hörte ihm zum Schluss schon gar nicht mehr richtig zu. „Nicky? Nicky bist du noch da oder hast du schon aufgelegt?“ Nicky sagte vorerst nichts, denn er war mit seinen Gedanken bei Kicky gewesen. „Äh, ja bin mit einverstanden.“ Stimmte er zu. „Okay, also dann geht das klar morgen. Und vergiss nicht das wir um 14.00h zum Soundcheck müssen, ach und unsere Flieger dahin geht um… Ja der geht um 12.00h!“ „Nein, wird ich nicht vergessen Shane. Ich werde an nichts anderes mehr denken und mir überall Zettel im Haus aufhängen wo drauf steht, dass wir morgen um 14.00h Soundcheck haben und das der Flieger dahin um 12.00h geht. Verdammt, um 12.00h? Sag mal, wie lange wollen wir denn dann da in London rumgammeln? Mann, Mann, Mann… Wer hat sich den scheiß ausgedacht?“ Shane lachte kurz. „Bedank dich bei Louis, du Nicky ich muss auflegen. Meine Mum ist grad gekommen. Wir sehen uns. Bye!“ Shane legte auf und Nicky machte sich auf dem Weg zu seiner Family um ihnen von Kicky zu berichten.
Unterdessen verbreitete Cat in der WG ziemliche Hektik. „LENA!!! ZUM TEUFEL wo ist mein Kajal?!“ „Verdammte scheiße… Der liegt doch da!“ genervt von Cats verbreiteter Hektik ging sie in ihr Bad, nahm den Kajalstift und gab ihn Cat sehr unsanft. „Da. Mann, mach doch einmal deine Augen auf.“ pflaumte Lena Cat an. „Ist ja gut, ich lass dich ja schon in Ruhe.“ Cat ging in ihr Bad um sich zu stylen. Und Lena ging wieder zurück in ihr Zimmer wo sie Musik hörte.
Es war bereits 18.45h und Cat war fast fertig. Sie musste nur noch einmal Lena, Bekkie und Kicky nach ihrer Meinung fragen ob sie gut aussah. „MÄDELS! Kommt mal her!!!“ rief Cat so laut durch das Haus, das alle ankamen und keiner es überhören konnte. „Seh ich gut aus?“ „Ja, du siehst wunderbar aus.“ sagte Lena. „Wirklich?“ „Ja wirklich!“ antwortete Bekkie. „So gut das Mark sicher umfallen wird, sich wehtut und ihr euer Date im Krankenhaus verbringen müsst.“ spaßte Kicky. Cat lächelte ihre Freundinnen an, drehte sich um uns verließ das Haus um auf Mark zu warten. Sie war so sehr aufgeregt dass sie ihre Hände zu zittern begannen. In ein paar Minuten würde sie mit Mark im Auto sitzen und mit ihm zum Strand fahren. Vor einem Monat hätte sie sich so was nie träumen lassen. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, denn ein schwarzer fuhr vor. Es musste Mark sein. Jetzt gab es für Cat kein zurück mehr, sie ging zu Marks Auto und stieg ein. „Hallo Mark…!“ Sie war aufgeregt und brachte nichts anderes heraus als ein „Hallo Mark“ sie hätte sich dafür schlagen können, aber rückgängig konnte sie es jetzt auch nicht mehr machen. „Hey Cat. Na alles klar bei dir?“ „Ja…“ sie lächelte. „Klar, und bei dir?“ „Auch, muss ja wenn man mit so einer süßen Person ein Date hat.“ Cat dachte sie hörte nicht richtig. Und sie wusste auch nicht was sie darauf erwidern sollte und lächelte Mark einfach nur an. Er war inzwischen losgefahren und musste sich deswegen Gott sei dank aufs Fahren konzentrieren, dennoch hoffte sie, dass sie bald am Strand angekommen waren. Denn lange hielt sie dieses Stille im Wagen nicht aus. Sie sagten beide die ganze Fahrt nichts mehr. Man hörte nur das Radio. Nach ca. 5 min. Fahrzeit waren sie am Strand angekommen. Es war ein recht sonniger und warmer Tag gewesen, deswegen wunderte es Cat, dass so wenig am Strand los war. Außer ein paar vereinzelten Spaziergänger mit ihren Hunden war nichts zu sehen. Mark parkte sein Auto und stieg aus. Cat folgte ihm. Sie gingen eine Weile am Strand entlang und unterhielten sich.
Hauptsächlich unterhielten sie sich über Shane und Bekkie und über die Idee von Kicky die morgen durchgeführt werden sollte.
„Na ja, Nicky und Kian wollen ja dann morgen auch in aller Öffentlichkeit zu ihren Freundinnen stehen... Nur ich hab wieder wie immer keine Freundin…“ Mark schob den Sand mit seinem Schuh umher. Sie schwiegen sich eine Weile an. Bis Mark es nicht mehr aushielt und Cat etwas sagen musste: „Weißt du… Ich mein, wir kennen uns ja jetzt wirklich noch nicht lang und so was ist mit auch noch nie passiert. Zumindest nicht so schnell. Aber du bist wirklich eine Wahnsinns Frau …“ Cat hörte zu und hielt gespannt die Luft an und ließ ihn zu Ende sprechen. „Und na ja, ich glaub… Ich glaub ich hab mich wirklich in dich verliebt.“ Cats Herz machte einen Riesen Sprung. Hatte er das gerade wirklich gesagt?! Sie konnte es nicht glauben, aber es stimmte. Mark hatte ihr gerade seine Liebe gestanden. Cat holte ein mal tief Luft. Sie sah Mark tief in die Augen. „Ich glaube ich habe mich auch... in dich verliebt... Schon als wir uns das erste Mal gesehen haben.“ Sie lächelte Mark an.
Dieser näherte sich langsam ihrem Gesicht und küsste sie vorsichtig. Cat genoss diesem Augenblick. Wieder spürte sie diese wunderbar weichen Lippen auf Ihren. Sie wollte, dass dieser Kuss niemals endet, doch leider ließ Mark nach einer Minute von ihr ab uns sah sie lächelnd an. „Liebe auf den ersten Blick gibt es also doch“, sagte Mark und sah Cat dabei tief in die Augen. Die beiden versanken wieder in einem Kuss. Dieser Kuss war voller Leidenschaft. Den restlichen Abend verbrachten die Beiden am Strand. Sie gingen ein wenig spazieren und unterhielten sich über Dies und Das. „Sag mal Cat...“, Mark sah ein wenig schüchtern zu Boden, „Darf ich morgen bei der TV-Show auch bekannt geben, dass ich eine Freundin habe?“ Cat tat, als wenn sie ernsthaft nachdenken würde, begann dann zu lächeln und sagte: „Natürlich darfst du das“. Mark strahlte über ganze Gesicht und gab seiner Freundin einen Kuss.

Erst um 24 Uhr betrat Cat das Haus. Sie hatte sich soeben mit einem sehr leidenschaftlichen Kuss von ihrem Mark verabschiedet. Sie lehnte sich an die hölzerne Eingangstür und seufzte. Was für ein Abend. Endlich hatte sie auch wieder einen Freund. Nach Jahrelanger Suche hatte nun auch sie ihr Glück gefunden. Sie ließ den Abend mit Mark noch einmal Revue passieren.
Nach ein paar Minuten beschloss sie doch ins Bett zu gehen, da sie fröstelte. Schließlich konnte sie ja nicht die ganze Nacht an die Tür gelehnt da stehen und an Mark denken.
In ihrem Zimmer wartete eine Überraschung auf sie. Schon unterhalb der Treppe hörte sie die Girls lachen und quatschen. Als sie ihre Zimmertür aufstieß, sah sie die drei Mädchen auf ihrem Bett und in den Sesseln herum gammeln, Tee und Cola trinken und Kekse futtern.
“Was macht ihr denn hier?!“ „Na wir haben auf dich gewartet, wir können ja nich beruhigt schlafen gehen, wenn du uns nicht sofort alles bis ins kleinste Detail erzählt hast.“, meinte Kicky lachend. „Das könnt ihr ja mal gleich vergessen, ich will jetzt schlafen.“ Cat lachte. „Nichts da, du erzählst uns ALLES!“ rief Bekkie. Cat ließ aufs Bett neben Bekkie fallen und grinste. „Was soll ich da schon groß erzählen...“ „Wie lange hats gedauert bis er dich geküsst hat?!“ fragte Lena drauf los. „Ähm...“ „Nicht lange, wette ich. Wie sollte er auch unserer Süßen hier schon widerstehen?!“, lachte Bekkie. Cat wurde bloß rot und nuschelte: „Naja...“ dabei griff sie sich einen der Kekse. „Nun sag schon, seid ihr zusammen!?“ Kicky stürzte aus dem Sitzsack und fiel über Cat her und begann sie überall zu kitzeln, als diese bloß mit den Schultern zuckte. „Halt, ich krieg keine Luft mehr, HAAALLT!!!“ „Erst wenn du erzählt hast was wir wissen wollen!“ „JA! JA wir sind zusammen!“ Cat japste lachend nach Luft. „Yeah!“ schrie Kicky. Bekkie sagte: „Das ist ja super, ich freu mich so für dich!“ Dann fügte sie noch besorgt an: „Aber schrei nicht so Kicky, sonst kriegen wir noch Ärger mit den Nachbarn...“
Die Mädchen saßen noch über eine Stunde zusammen, quatschten und hatten Spaß.

Am nächsten Morgen war es sehr ruhig in der Mädchen – WG. Bekkie war, wie immer, als erstes wach. Sie hatte auch letzte Nacht nicht schlafen können. Immer wieder musste sie an Shane denken. Er ging ihr einfach nicht aus dem Kopf. Mittlerweile fragte sie sich, ob sie wirklich das richtige getan hatte. Ob es richtig gewesen war sich von Shane zu trennen? Ganz ohne es wenigstens versucht zu haben? Sie schob diese Gedanken in den hintersten Teil ihres Gehirns, legte sich auf ihr Bett und beschäftigte sich statt dessen wieder mit ihrem Buch.

Gegen 12 Uhr Mittags erwachte auch der Rest der WG zum Leben. Cat hatte das Bad in Beschlag genommen und nahm ein ausgiebiges Bad. Unter dessen frühstückten Kicky und Lena, laut von ihren Freunden schwärmend, in der Küche.
Bekkie war froh, wenn Kian, Nicky und Mark morgen wieder aus London zurückkamen. Das Gejaule ihrer Freundinnen, wenn die Jungs nicht da waren, war wirklich unerträglich. Natürlich freute sie sich für ihre Mitbewohnerinnen, doch war sie momentan wirklich nicht in der Lage sich die Schwärmereien und das Gejammere, wann die drei endlich wiederkamen, anzuhören. So verbrachte Bekkie weitere zwei Stunden in ihrem Zimmer. Allein mit ihren Bücher fürs Studium.
Kurz vor 14 Uhr klopfte es an Bekkies Tür. „Herein!“ Kicky betrat das Zimmer. „Hey Süße. Willst du nicht zu uns ins Wohnzimmer kommen? Du kannst doch nicht den ganzen Tag hier auf deinem Zimmer verbringen.“ Bekkie schüttelte nur den Kopf. „Nee. Lass mal. Ich bin schon ganz glücklich hier allein mit meinem Buch.“ Kicky sah ihre Freundin mit einem Hundeblick an. Bekkie seufzte. „Okay, okay. Ich komm ja schon.“ Sie sprang von ihrem Bett hakte sich bei Kicky unter und folgte ihrer Freundin ins Wohnzimmer, in dem Cat und Lena es sich schon auf den Sesseln bequem gemacht hatten. Kicky und Bekkie machten sich also auf dem Sofa breit.
„Was schauen wir denn Schönes?“ „Das wirst du noch sehn“, antwortete Lena mit einem breiten grinsen im Gesicht. Bekkie sah ein wenig verwirrt in die Runde. Was hatte das nun wieder zu bedeuten? Wie sie ihre Freundinnen kannte führten diese was im Schilde. Da Bekkie jedoch wusste, dass Cat, Lena und Kicky ihr nicht verraten würden, was los war, fragte sie gar nicht erst weiter, lehnte sich zurück und wartete auf das, was kommen würde.

Nach einigen Minuten Werbung erschien auf dem Fernsehbildschirm das TOTP-Logo. Bekkie war nun noch verwirrter. Sie hatte keine Ahnung, was DAS nun schon wieder sollte. Warum guckten sie Top of the Pops? Das guckten sie sonst eigentlich nie... „Naja, ich werde es schon merken.“, dachte Bekkie sich.
Und sie hatte Recht! Nach ca. 30 Minuten wusste Sie endlich, was das Alles zu bedeuten hatte. Auf dem Bildschirm erschienen Westlife. Westlife. Die Band, die aus Mark, Nicky, Kian und Shane bestand.
„Was soll das?“, fragte Bekkie. Keines der anderen Mädchen antwortete auf ihre Frage. Sie deuteten ihr statt dessen nur, dass sie ruhig sein und zuhören sollte.
„We started as friends…“ Ließ Shane das Lied erklingen. Bekkie wurde ganz anders. Sie wusste auf einmal nicht mehr ob es in Ordnung gewesen war mit Shane Schluss zu machen, er schien sie wirklich geliebt zu haben. Und dieser Auftritt beruhigte sie kein Stück, denn bei „Obvious“ traf wirklich jede Textzeile auf Bekkies und Shanes Gefühle zu. Sie fragte sich ob Shane wohl gerade an sie dachte. Als Nicky anfing die zweite Strophe zu singen hörte sie nur ein lautes quietschen vom Sessel, das konnte wirklich nur Kicky sein. Und auch Lena und Cat schauten sehr verliebt zum Fernseher. „But you never seem to see, I’ll say it in this... lovesong.” Shane ließ das Lied wieder ausklingen. Bekkie wollte sich gerade wieder aufraffen und in ihr Zimmer gehen, da wurde sie von Lena zurück gehalten. „Hey, warte das war noch nicht alles.“ Bekkie fragte sich was da noch groß kommen sollte. Aber dennoch blieb sie da und ließ sich wieder zurück auf die Couch sinken. Shane, Kian, Mark und Nicky standen immer noch auf der Bühne und bekamen tosenden Beifall. Sie gingen nicht weg. Warum gingen sie nicht ganz normal wieder zurück hinter die Bühne wie nach jedem Auftritt? Bekkie verstand es nicht. Anscheinend warteten sie darauf dass es wieder leiser wurde.
Als nach ca. 3 Minuten die Fans leiser wurden und sich wieder beruhigten atmete Shane noch einmal tief durch, führte das Mikro wieder zurück zu seinem Mund uns sagte: „Ich wollte noch was loswerden… Vor ein paar Tagen hat meine Freundin mit mir Schluss gemacht. Und na ja… Bekkie, ich liebe dich wirklich über alles, ich kann und will einfach nicht ohne dich. Ich habs wirklich versucht, aber ich halte es nicht mehr länger aus so ohne dich. Bitte komm zu mir zurück. Ich liebe dich…“ Shane stiegen Tränen in die Augen, er hoffte so dass sie jetzt wieder zu ihm zurückkommen würde.
Bekkie war sprachlos. Als sie Shane so da stehen sah, mit Tränen in die Augen gab es für sie keinen Halt mehr. Sie fing an zu weinen. Und das nicht zu knapp. Sie hatte es geschafft dass ihre Schminke nicht länger als 2 Sekunden hielt und kräftig verlaufen war. Sie liebte Shane und jetzt würde sie ihn sicher wieder zurück nehmen. Sie hatte gemerkt das es falsch war mit ihm Schluss zu machen.
Was war los? Die Jungs standen immer noch auf der Bühne und wieder mussten sie warten, denn ihre Fans applaudierten und heulten wie wild, weil sie das Liebesgeständnis von Shane sehr ergriff. Dennoch wurde es wieder ruhig in der Halle und Kian begann zu sprechen. „London, wie geht’s euch allen? Ja, Shane hat es hinter sich und nun bin ich an der Reihe euch etwas zu sagen. Ich habe eine neue Freundin und ich bin sehr, sehr glücklich mit ihr. Lena, ich wollte dir sagen das ich dich liebe!“ Jetzt fing auch Lena an zu weinen. Sie ging zu Bekkie rüber und umarmte sie. Alle 4 waren sprachlos. Nicky ging zu Mark und legte einen Arm um ihn. Nicky begann zu sprechen. „Ja, wo wir grad so schön dabei sind... auch wir 2 müssen euch sagen das wir eine Freundin haben. Und ja, mehr gibt es da glaub ich nicht zu sagen… Oder Mark? Kicky, ich liebe dich!“ Kicky begann sofort loszuheulen und hielt sich ein Kissen vors Gesicht. Bei fast allen war nun die Spannung raus, nur bei Cat noch nicht. Mark begann zu sprechen: „Ja, ich habe auch eine Freundin. Ich habe lange gesucht und es hat auch wirklich lang genug gedauert gehabt bis ich eine so tolle Frau gefunden habe wie Cat.“ Sie krallte ihre Fingernägel in die Polsterung des Sessels und hielt die Luft an. „Cat, you are my very first thought in the morning and my last at nightfall! Und, ich liebe dich.“ Mark beendete den Auftritt und die 4 gingen hinter die Bühne. Jetzt war nur noch ein undefinierbares Geräusch, gemischt aus Quietschen, Schluchzen und Schreien von Cat zu hören.
Dann herrschte in der WG auf einmal absolute Stille, alle paar Sekunden war mal ein Schniefen hier und da wahrzunehmen, aber sonst nichts. Bis Kicky das Schweigen brach und sagte: „Mädels, jetzt bin ich endgültig im Arsch…“ Alle mussten lachen und waren somit wieder bestens gelaunt um den Nachmittag fortzusetzen.

Alle vier konnten es kaum erwarten am nächsten Morgen ihre Liebsten wiederzusehen, vor allem Bekkie war total neben sich. Den ganzen restlichen Tag lag sie den Mädchen in den Ohren: „Ich hab so einen großen Fehler gemacht! Oh Gott was hab ich bloß getan, was hab ich mir bloß dabei gedacht...!“
Lena hatte sich bereits in ihrem Zimmer versteckt und telefonierte mit Kian, während Cat und Kicky immer noch bei Bekkie im Wohnzimmer saßen und ihr bei ihrem Gejammer zuhörten. Kicky rief irgendwann: „Ich habe es dir doch gesagt, aber du hörst ja nicht auf mich! Das hast du jetzt davon! Sei froh das Shane dich so sehr liebt und das getan hat.“ Cat warf ein: „Ja, wir wollen morgen eine filmreife Versöhnung sehen!“
Bekkie fragte schniefend: „Wann kommen die Jungs wieder?“ „Morgen. So gegen 11 Uhr landet der Flieger in Dublin.“, antwortete Cat. „Wollt ihr sie abholen?“ Kicky schüttelte traurig den Kopf. „Nein, nachdem sie gelandet sind müssen sie noch irgendwo ein Interview geben. Aber danach wollten sie direkt zu uns fahren. Nicky meinte das sie so gegen 14 Uhr spätestens bei uns sind.“ „Ja, aber es ist vernünftiger, wäre doch blöd wenn wir sie am Flughafen abholen und dann müssen sie gleich noch ein Interview geben.“ Warf Cat ein. Leise fügte sie noch an: „Außerdem bin ich momentan nicht besonders geil darauf von Millionen Papparazzi am Flughafen gesehen und fotografiert zu werden.“ Kicky meinte: „Dann hättet ihr eure Beziehung wohl erstmal geheimhalten sollen...?“ „Ach, naja. Geheimhalten... wir haben gestern schon darüber gesprochen. Wir haben uns darauf geeinigt das Mark sehr wohl sagen wird, das er eine Freundin hat. Weil es unfair wäre es geheimzuhalten, seinen Fans gegenüber. Aber sonst nichts. Wir wollen nicht gleich überall zusammen gesehen werden.“ Cat seufzte. „Ihr wisst wie ich bin. Ich kann sowas gar nicht haben, soviel Aufmerksamkeit...“ „Ach das ist doch total cool! Vielleicht stehen sogar schon ein paar vor unserer Tür!“ Cat schrie auf. „Ach du scheiße! Sag das nicht noch mal!“ Kicky ging wieder perfekt in ihrer Rolle als Optimistin auf und lachend meinte sie: „Nun zieht mal nicht so nen Flunsch Mädels! Wir haben genug anderes Zeug um das wir uns Sorgen machen sollten, wie etwa unsere Prüfungen! Außerdem ist es doch total egal, WER unsere Liebsten sind. Ich liebe Nicky, und komme was wolle, ich will bei ihm bleiben.“ Bekkie grinste müde, immer noch ein wenig schwermütig wegen der Sache mit Shane. „Wie lange haben wir schon nach solchen Männern gesucht, die uns lieben, nun kommt schon ihr zwei, fangt endlich wieder an zu lachen! Cat, du musst doch mega glücklich sein. Wie lange hast du schon auf so einen tollen Mann gewartet, endlich ist er da, und er liebt dich!“ Cat starrte auf den Boden und lächelte bei dem Gedanken an Mark. Kicky meinte nun an Bekkie gewandt: „Und Bekkie, guck mal, Shane liebt dich über alles und er will dich wieder zurück haben, du willst wieder zu ihm zurück kommen, also ist doch alles bestens! Morgen werdet ihr euch in die Arme fallen und alles ist wieder so wundervoll wie am Anfang.“ Der Gedanke heiterte nun doch auch Bekkie endlich auf.

Den restlichen Tag lang lief nicht mehr viel, Lena ging los um einzukaufen, um den wieder mal leergefegten Kühlschrank der Mädels zu füllen und die anderen Drei saßen in ihren Zimmern und büffelten für Prüfungen.

Am nächsten Morgen waren alle schon sehr früh auf den Beinen, da sie es kaum erwarten konnten das es an der Tür klingelte. Die Stunden schlichen nur so vorbei, dauernd sah einer von den Vieren auf die Uhr in der Küche. Kicky rechnete vor: „Es sind noch 3 Stunden, 44 Minuten und 23 Sekunden....“ Lena schrie: „WAS?! Noch so lange?!“ Stöhnend verlagerten sie ihren Aufenthaltsort ins Wohnzimmer und versuchten sich durch zappen durchs Fernsehprogramm abzulenken.
Um Punkt Elf schrie Kicky: „SIE LANDEN!!“ „JIPPIEEE!“ schrie Lena. Nach einer weiteren halben Stunden langen Wartens entschlossen sie sich jeder in das eigene Zimmer zu gehen und sich dort zu beschäftigen.
Bekkie und Cat versuchten sich auf ihre Schulbücher zu konzentrieren, Kicky gröhlte „This Love“ durchs Haus, während Lena erst ihre Wäsche aufhing und dann einen Spaziergang durchs Haus unternahm und keine Ahnung hatte wie sie sich bis 14 Uhr ablenken sollte.
Sie hoffte auf eine Freundin, als es um ca. 13 Uhr an der Tür klingelte. Als sie jedoch die Tür aufriß standen Kian, Nicky, Mark und Shane vor der Tür.
Sie wollte loskreischen, aber schnell legte Kian ihr seine Hand auf den Mund und erstickte ihren Schrei. Die anderen drei legten verschwörerisch die Finger auf die Lippen und baten sie darum leise zu sein. „Überraschung!“ flüsterte Nicky.
Lena nickte und unterdrückte schwerenherzens einen weitere Freudenschrei und fiel statt dessen Kian bloß um den Hals, während die anderen Jungs das Haus nach ihren Freundinnen durchsuchten.

Lena flüsterte Shane noch schnell zu, bevor sie mit Kian in ihrem Zimmer verschwand, „Bekkie ist in ihrem Zimmer und lernt.“
Also wandte Shane seine Schritte in Richtung Bekkies Zimmer. Er stand eine Weile grübelnd vor der Zimmertür. Er hoffte das Bekkie jetzt zu ihm zurück kommen würde, er wollte sie unbedingt wieder in den Armen halten.
Er seufzte noch mal, drückte die Türklinke nach unten und betrat nervös Bekkies Zimmer. Diese saß mit dem Rücken zu ihm an ihrem Schreibtisch und lernte. Als sie hörte wie jemand in ihr Zimmer kam, sah sie nicht auf, sondern meinte bloß: „Oh Lena ich bin so aufgeregt, wie lange dauert es denn bloß noch bis die wiederkommen?!“ Ein Grinsten schlich sich über Shanes Gesicht als er meinte: „Ach, so lange wird’s schon nicht mehr dauern.“ Er sah wie Bekkies Hand zu zittern anfing und der Bleistift den sie gehalten hatte auf den Boden fiel. Ganz langsam drehte sie sich auf ihrem Stuhl herum und blickte sofort in Shanes grün-braune Augen die schelmisch aufblitzen. Sie sahen sich einen Moment lang bloß an, bis Bekkie freudig aufsprang und Shane um den Hals fiel. „Shane!“ schrie sie. Die beiden lagen sich einen langen Moment bloß in den Armen. Irgendwann sah Bekkie geniert auf den Boden, ihr vorheriges Verhalten war ihr peinlich. Shane nahm ihr Gesicht und drehte es in seine Richtung. Die beiden sahen sich bloß an, und redeten nichts. Shane beugte langsam sein Gesicht zu Bekkie, die ihre Augen schloss. Als sie endlich Shanes Lippen auf ihren spürte, fiel ihr ein Riesen Stein vom Herzen. Endlich konnte sie ihren Shane wieder in den Armen halten. Sie war sich sicher das sie ihn liebte und bei ihm bleiben wollte.

Bei Kian und Lena war es inzwischen „ruhig“ geworden, die beiden hatten die Zimmertür abgeschlossen, das „Bitte nicht Stören“ Schild an die Klinke gehängt und Lena knöpfte gerade sein Hemd auf.

Kicky gröhlte immer noch „This Love“ durch ihr Zimmer und hüpfte gut gelaunt herum. Nicky öffnete lachend die Zimmertür und begann lachend Kicky zu imitieren und durchs Zimmer zu hüpfen. Kicky blieb überrumpelt stehen, sah Nicky einen Moment lang verwirrt an und sprang auf Nicky zu und warf ihn vor lauter Freude auf den Boden.
Die beiden kugelten lachend herum, bis Nicky Kicky festhielt, sich über sie setzte und sie glücklich anlächelte. Dann beugte er sich zu ihr hinunter und küsste sie.

Mark klopfte zaghaft an Cats Zimmertür. „Herein!“ rief sie. Mark betrat lächelnd das Zimmer. Cat die gerade am lernen war blickte von ihren Büchern auf und sah Marks lächelndes Gesicht. „Ich hab die Tür gar nicht klingeln gehört. Ihr seid zu früh dran, ich lerne gerade noch!“ meinte sie lachend. „Ich kann ja gerne wieder gehen und später wiederkommen, wenn du magst...“ schlug Mark mit blitzenden Augen vor. „Nein, NEIN!“ schrie Cat. Sie sprang auf und fiel Mark um den Hals. Sie atmete tief Marks angenehmen Geruch ein, sie hatte diesen Duft schon vermisst. Cat blickte irgendwann auf und sah Mark tief in die Augen. Mark näherten sich ihrem Gesicht, Cat schloss die Augen, und er küsste sie glücklich.

Später am Tag saßen alle zusammen in der gemütlichen Wohnküche und unterhielten sich. Kicky fragte: „Wie war eigentlich das Interview nachdem ihr gelandet seid?“ Kian antwortete: „Es lief ganz gut, zum Glück dauerte es nur halb solange wie wir gedacht hatten, drum waren wir auch so früh da.“ Shane erzählte: „Die haben das Interview total umgeschmissen, nach unserem Auftritt am Tag vorher. Der Journalist meinte, es wäre viel interessanter wenn wir ihm von euch erzählen würden anstatt über unsere aktuelle Platte.“ Nicky meinte: „Es war zwar nicht sehr rücksichtsvoll Shane gleich einen Tag später über Bekkie auszufragen, aber das war dem natürlich egal.“
Shane erzählte weiter: „Er fragte sofort ob ich schon eine Nachricht von dir hätte Bekkie.“ Diese wandte den Blick zum Boden und schämte sich das sie ihn nicht sofort angerufen hatte. Shane aber nahm ihre Hand und lächelte sie glücklich an.
Mark sagte: „Die haben uns alle ausgequetscht und keine Ruhe gegeben, die wollten ganz genau wissen wie, wann und wo wir uns kennen gelernt haben.“
„Steht das morgen in der Zeitung?“ fragte Lena. Kian antwortete: „Ja, steht morgen schon in der Zeitung. Wenn wir Pech haben sogar auf der ersten Seite.“ „Ach du Scheiße...“ flüsterte Cat.
Der restliche Tag verlief in normalen Bahnen, die Paare verbrachten die meiste Zeit für sich allein.
Am nächsten Morgen stand Bekkie mit Shane sehr früh auf und die beiden fuhren los um alle möglichen Zeitungen zu kaufen um nachzulesen was über sie geschrieben würde.
Sie kamen mit einem Karton voller Zeitschriften zurück, die sie alle zusammen nach jedem noch so kleinen Artikel durch forsteten.


Ein Vierteljahr später, genau am 18. Dezember, waren die vier Pärchen immer noch glücklich zusammen, zwar hatte es in den vergangen drei Monaten hier und dort mal einen kleinen Streit oder eine Meinungsverschiedenheit gegeben, aber wirklich negativ beeinflußt hatte dies die Beziehungen nicht.
Es war ein Freitagabend und Vier Mädchen saßen in ihrem gemeinsamen Wohnzimmer und sahen eine ihrer Lieblingsserien, O.C. California.
„Och ne die können doch jetzt nicht schon aufhören, jetzt wo’s grad so spannend war!“ rief Bekkie ärgerlich. Lena meinte auch: „Ja, jetzt haben sie sich endlich fast geküsst, und dann ist das aus, das kann doch echt nicht wahr sein! Jetzt müssen wir wieder ne Woche warten!“
Cat gähnte, „Ich bin total fertig, ich geh ins Bett.“ Sie raffte sich auf und warf Kicky das Kissen zu das sie die ganze Zeit auf dem Schoss gehabt hatte. Diese reagierte jedoch nicht und bekam das Kissen direkt ins Gesicht. „Ey Kicky sag mal was ist denn mit dir eigentlich los!“ rief Lena. „Gar nichts, bin nur grad irgendwie schlecht drauf. Vielleicht werde ich krank.“ Kicky stand auf und verließ ohne ein weiteres Wort das Zimmer.
Lena zuckte mit den Schultern. „Sie ist in letzter Zeit echt komisch...“ meinte Bekkie grüblerisch. „Vielleicht wird sie ja wirklich krank.“ „Vielleicht vermisst sie heute ihren Schatz auch nur ganz besonders.“ warf Lena dazwischen. Bekkie zuckte mit den Schultern, „Die sind doch erst vorgestern weg, sie ist doch schon länger so.“
„Gut das sie morgen wieder kommen...“ seufzte Cat. „Sie? Du meinst wohl eher Mark.“, meinte Lena grinsend. „Es wär dir doch total egal ob unsere Männer auch da sind, solange du deinen Mark hast.“ Cat zuckte bloß mit den Schultern und grinste. „Kaum zu fassen, wie lange sind wir schon zusammen.... fast Vier Monate sind es schon, kommt mir vor wie eine Woche...“ Sie seufzte glücklich, warf den anderen beiden noch einen Gute-Nacht-Kuss zu und meinte gähnend: „Ich geh jetzt ins Bett. Bleibt ihr noch auf?“ „Ja, morgen ist Samstag.“ „Bin auch noch gar nicht wirklich müde.“ meinte Lena. „Bis Morgen ihr Zwei... Gute Nacht, und angenehme Träume...“ „Danke, dir auch.“
Cat verließ müde das Wohnzimmer und stieg die Treppen zu den Schlafzimmern rauf. Im Bad zog sie sich nachdenklich um.
Kicky war in letzter Zeit wirklich komisch, dauernd starrte sie Löcher in die Luft und war total ruhig, sie sprach kaum noch ein Wort, was so gar nicht ihre Art war. Vielleicht hatte sie Probleme mit Nicky und das war es was sie bedrückte? Aber warum erzählte sie es ihnen dann nicht? Sie beschloss noch einmal kurz bei Kicky vorbeizusehen, bevor sie selbst ins Bett ging.
Vorsichtig klopfte sie an Kickys Zimmertür. „Herein?“ Cat kam herein und schloss leise wieder die Tür hinter sich. „Hey Süße...“ flüsterte sie, während sie sich neben Kicky aufs Bett setzte.
Diese lag schon umgezogen im Bett und hatte sich in ihre Decke gekuschelt, nur noch ihre Nachttischlampe erhellte den Raum etwas.
„Na.“, sagte sie bloß. Als Cat nichts mehr sagte, fragte Kicky: „Ich dachte du wolltest ins Bett?“ Cat nickte und lächelte. „Ja, aber ich dachte ich besuch dich noch mal. Habe ich schon lange nicht mehr gemacht.“ Kicky nickte. „Ja, jetzt waren auch immer Nicky oder Mark da.“ Kicky setzte sich auf und machte damit mehr Platz für Cat, welche es sich im Schneidersitz neben Kicky bequem machte. „Ich freu mich schon wenn sie morgen wieder kommen, dabei sind sie erst zwei Tage weg, aber ich vermisse Mark schon wahnsinnig.“ Kicky grinste müde, „Das nennt sich Liebe.“
Sie saßen eine Weile nebeneinander, in Gedanken ganz bei ihren Freunden. Irgendwann fragte Cat vorsichtig: „Süße nun sag doch mal was los ist, du hast doch irgendwas. Ich kenn dich inzwischen auch schon lange genug um das zu merken.“ Kicky zuckte mit den Schultern. „Du redest fast nichts mehr, lachen hört man dich auch kaum mehr... du kannst mir nicht erzählen das du bloß krank wirst, sonst bist du auch nicht so wenn du krank wirst. Selbst wenn du im Sterbebett liegen würdest, würdest du noch lachen und reden wie ein Wasserfall.“ Kicky sah Cat bloß ein wenig verzweifelt an, sagte aber immer noch kein Wort. „Ich bin hier die Seelsorgerin in der WG, also rück raus mit der Sprache Honey.“ meinte sie aufmunternd und knuffte Kicky in die Seite.
Diese stütze den Kopf auf die Hände, schloss die Augen und seufzte. Als sie die Augen wieder öffnete flüsterte sie ganz leise: „Ich krieg meine Tage nicht mehr...“ Cat dachte erst sie hätte sich verhört. „Du kriegst deine Tage nicht?“ hakte sie leise nach. Kicky nickte. „Ja, sie sind schon seit fast vier Wochen überfällig...!“ „Bist du ganz sicher?“ fragte Cat vorsichtig. „Ja, ich habs doch zigmal ausgerechnet...“ Kicky zog die Knie ganz fest an sich und schlang die Arme darum. Cat überlegte was sie nun bloß sagen sollte, etwas wie *Das wird schon wieder* war hier absolut unpassend. „Warst du schon beim Gyn? Oder hast du nen Schwangerschaftstest gemacht?“ Kicky schüttelte erst den Kopf, dann nickte sie. „Beim Arzt war ich noch nicht, aber ich hab vorgestern einen Test gemacht...“ „Und?“ fragte Cat überflüssigerweise. „Positiv.“ Kicky begann zu schluchzen. „Oh Cat was mach ich bloß wenn ich schwanger bin? Ich bin doch erst 18, ich kann doch jetzt nicht schon ein Baby kriegen! Ich mache doch jetzt erst das Abi...!“ Cat nahm ihre Freundin in den Arm, strich ihr beruhigend über den Rücken und flüsterte: „Kicky mach keine Panik, so ein Test kann auch falsch ausfallen und deine Tage können auch aus einem anderen Grund weg bleiben...“ „Nein das glaub ich nicht, ich weiß nämlich das ich vor ein paar Wochen vergessen habe mir die Pille aus der Apotheke zu holen! Ich dachte da wird schon nichts passieren wenn ich trotzdem mit Nicky schlafe!“ Cat seufzte. „Oh scheiße...“ „Allerdings, oh scheiße! Verdammt, verdammt, verdammt!“ fluchte Kicky. Cat redete beruhigend auf Kicky ein, deren Nerven jetzt vollkommen blank lagen. „Mach dir keine Sorgen, dein Abi kannst auf jeden Fall noch machen, es ist doch erst Dezember. Das... Baby würde irgendwann im August kommen...“ Kicky war kaum zu beruhigend, schon gar nicht als sie die Worte „das Baby“ hörte. Sie fing jetzt vollkommen an zu heulen. Vor lauter Schluchzen bekam sie Schluckauf. Zwischen einigen Hicksern fragte sie: „Oh Gott.... was wird Nicky bloß dazu sagen?!“ Cat überlegte einen Moment. Nicky war 26, sie war sich sicher das er gerne ein Baby hätte. „Der wird sich bestimmt freuen! Du musst es ihm sagen!“ „NEIN!“ quietschte Kicky. „Nein ich kann ihm das nicht sagen!“ „Aber warum denn? Ich bin mir sicher er würde sich freuen wie ein kleines Kind!“ „Und was wenn nicht? Was wenn er das Kind nicht haben will? Wir sind doch erst seit vier oder fünf Monaten zusammen! Was wenn ich abtreiben soll und was wenn er mich verlässt wenn ich es nicht tue?!“ Kicky bekam riesige Panik und begann unkontrolliert zu zittern. „Kicky, Kicky nun hör doch mal auf mit solchen Gedanken!“ Sie nahm Kicky fest in den Arm und hielt sie fest bis sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatte und wieder sprechen konnte. „Tut mir Leid...“ schniefte Kicky. „Kicky, Süße, ich bin mir sicher das Nicky sich freuen würde! Er würde dich nie zwingen das Kind abzutreiben wenn du das nicht willst!“ „Ich weiß ja gar nicht was ich will.... will ich es, will ich es nicht... Verdammt ich weiß es nicht!“ „Du musst es ihm sagen.“ „Cat ich kann ihm das nicht sagen... ich kann nicht...“ „Aber was willst du denn jetzt tun...?“
Kicky traten wieder die Tränen in die Augen. „Ich weiß nicht... ich muss darüber nachdenken...“ „Aber du kannst es nicht vor Nicky verheimlichen... das wäre nicht fair, außerdem musst du seine Meinung dazu hören. Du kannst nicht einfach das Kind abtreiben wenn er es behalten möchte, schließlich gehört es zur Hälfte ihm!“ Kicky grinste ein ganz kleines bißchen. „Ja... es ist Nickys Baby...“ „Siehst du. Die Jungs kommen morgen zurück, da kannst du es ihm sagen. In einem guten Moment, wenn ihr zwei alleine seid... mach ein paar Kerzen an, macht es euch romantisch und gemütlich.“ Kicky grübelte. Sicherlich wäre so ein süßes kleines Baby toll. So eine Mischung aus Nicky und ihr selbst, das in ihrem Bauch wachsen würde und sie irgendwann Mum und Nicky Daddy nennen würde. Aber dann dachte sie wieder daran, das sie doch erst 18 war, 19 wenn das Baby kommen würde, aber das machte nicht viel aus. Sie wollte doch Polizistin werden und nicht Mutter! Sie würde mindestens zwei Jahre warten müssen bis sie den Beruf lernen konnte. Und Nicky, er war doch dauernd unterwegs, wie sollte das bloß werden!
Cat sah wie es in Kickys Hirn arbeitete, man konnte es förmlich rauchen sehen. Sie blieb still sitzen und rührte sich nicht. Irgendwann seufzte Kicky auf. „Ich weiß es nicht... ich weiß es einfach nicht.... ich muss darüber nachdenken. Ich denke zwar schon seit Tagen, aber vielleicht fällt mir jetzt eine Lösung ein...“ „Pass auf, am besten ist es wenn du morgen erst einmal zum Frauenarzt gehst. Dann weißt du hundertprozentig ob du schwanger bist oder nicht. Du kannst dir auch gleich Informationen geben lassen über Abtreibung oder so etwas, vielleicht auch über Adoption...“ Kicky sah Cat bei dem Wort Abtreibung entsetzt an. Abtreibung? Sollte sie ein kleines Leben wirklich sterben lassen? „Nein, abtreiben möchte ich nicht. Es ist mir egal wie alt ich bin und alles andere auch, aber ich würde niemals ein kleines Baby abtreiben!“ Cat nickte. „Das dachte ich mir sowieso.“ Die beiden Girls saßen wieder schweigend nebeneinander bis Cat fragte: „Also gehst du morgen zum Gyn?“ Kicky nickte. „Ja... ich habe Angst vor dem Ergebnis...“ „Aber es ist besser als so in der Luft zu hängen und nichts hundertprozentiges zu wissen.“ Kicky seufzte. „Ja... ich gehe schon hin... aber, kommst du vielleicht mit? Bitte, irgendjemand muss dabei sein, alleine halt ich das nicht aus!“ Cat nickte. „Wir gehen morgen ganz früh los, damit wir um elf beim Arzt sitzen.“

Die beiden unterhielten sich nur noch kurz, Cat redete Kicky gut zu, bis diese sich wirklich beruhigt hatte und es so aussah als wenn sie gut schlafen könnte. Dann erst ging sie in ihr eigenes Bett, es war bereits 1 Uhr vorbei.
Danach lag sie noch eine halbe Stunde grübelnd im Bett. Ob Kicky wirklich schwanger war? Sie war die Jüngste in der WG, erst 18!
Aber vielleicht war alles ja nur falscher Alarm. Vielleicht gab es noch eine andere logische
Erklärung dafür das ihre Tage nicht kamen. Und so ein Schwangerschaftstest war nicht hundertprozentig sicher.
Aber das würde sich morgen schon herausstellen, nachdem sie beim Frauenarzt gewesen waren.
Wie sollte es bloß weitergehen wenn Kicky wirklich schwanger war? Kicky würde das Kind bestimmt behalten. Da war sich Cat sicher. Worüber sie sich nicht ganz sicher war, wie es danach weiter gehen würde. Würde sie Nicky heiraten? Würde sie womöglich die WG verlassen um mit ihm und dem Kind zusammen zu leben?!
Cat hasste diesen Gedanken vom Moment seiner Entstehung an. Kicky konnte sie Drei doch nicht einfach so verlassen und alleine hier zurück lassen? Nur durch Kicky hatten sie sich alle kennen gelernt, sie war der Angelpunkt in ihrer Freundschaft.
Cat hatte Kicky im Internet kennen gelernt und war vor fünf Jahren zu ihr gezogen.
Sie hatte es in London nicht mehr ausgehalten und zog fürs Studium nach Irland und hatte sich dann mit ihr getroffen. Wenige Wochen später hatte sie ihre ungemütliche Studentenbude verlassen und war zu Kicky in dieses Haus gezogen, das sie von ihrer Uroma geerbt hatte und hier mit ihrer besten Freundin Bekkie wohnte.
Nach Cat war noch Lena in das Haus gezogen, damit war die Frauen-Weg vollständig gewesen.
Solange war das jetzt schon her... Es waren die schönsten Jahre ihres Lebens gewesen, und bestimmt die lustigsten. Mit den Drei Mädchen hatte sie soviel Spaß, sie fühlte sich soviel freier und selbstsicherer. Die Mädchen nahmen sie so wie sie war.
Ganz verstrickt in diese Gedanken schlief Cat irgendwann doch noch ein.

Am nächsten Morgen standen die beiden Mädchen ganz früh auf, vor allen anderen. „Psst, sei leise, wir wollen die anderen nicht aufwecken, die wollen bestimmt noch schlafen...“ flüsterte Cat, währen Kicky leise fluchend nach dem Hausschlüssel suchte.
Erleichtert seufzten sie auf als sie zusammen in Cats kleinem Auto saßen und endlich los fahren konnten.
Sie hatten beide nur schnell ein Brötchen gegessen und waren dann sofort losgefahren, so das sie bereits um halb elf beim Frauenarzt im Wartezimmer saßen.
„Zum Glück sind wir so früh da, und der Arzt hat gleich Zeit für dich.“, flüsterte Cat Kicky zu, während sie ihre Hand drückte. Kicky Hände zitterten und sie kaute nervös auf ihrer Unterlippe herum.
Als ihr Name aufgerufen wurde zuckte sie erschrocken zusammen und sah Cat hilfesuchend an. „Na, nun geh schon... ich warte auf dich.“, sagte diese bloß leise und lächelte Kicky aufmunternd an. Ohne ein weiteres Wort verschwand diese im Sprechzimmer des Arztes. Endlich konnte Cat ihre aufgesetzte, ruhig wirkenden Maske abnehmen. Sie war genauso nervös wie Kicky. Vielleicht nicht ganz so sehr, aber es reichte um ihre Hände zittern zu lassen. Sie griff sich eine der Zeitschriften die auf dem Tisch lagen um sich abzulenken und begann zu lesen. Aber sie konnte sich nicht wirklich auf den Text konzentrieren, also gab sie es wieder auf und starrte aus dem Fenster. Alle zwei Minuten sah sie auf die Uhr und hoffte das es nicht mehr lange dauern würde. Es war schon 11:30 Uhr.
Was sie dort drinnen wohl gerade besprachen? Vielleicht war alles ja nur ein falscher Alarm... Nervös tippten Cats Füße auf den Boden.
Nach einer halben Stunde, für Cat war es mindestens doppelt so lange gewesen, öffnete sich die Tür des Arztzimmers und Kicky kam heraus. Cat sprang auf und lief ihrer Freundin entgegen. Diese blickte sie bloß an und sagte gar nichts.
Die beiden holten bloß ihre Jacken und gingen schweigend zum Auto. Cat fragte nichts nach, sie konnte sich die Antwort denken. Wenn es falscher Alarm gewesen wäre, wäre Kicky ihr wie ein Wirbelsturm um den Hals gefallen.
Die beiden Mädchen saßen eine Weile schweigend nebeneinander, bis Kicky flüsterte: „Ich bin wirklich schwanger.“ Mehr sagte sie nicht. Cat seufzte und schloss die Augen.
„Ich möchte nach Hause....“ bat Kicky, und Cat startete den Wagen.

In der Zwischenzeit waren Bekkie und Lena daheim auch schon auf den Beinen und wunderten sich wo Kicky und Cat hin verschwunden waren, nachdem sie das halbe Haus nach ihnen durchsucht hatten.
„Wo sind die bloß hin?“ fragte Lena. Die beiden betraten die Küche. „Guck mal, da steht ihr Frühstücksgeschirr. Die beiden müssen früh aufgestanden sein... aber warum?“ Lena zuckte mit den Schultern. „Werden wir schon erfahren, wenn sie wiederkommen. Was mich ärgert, WIR dürfen jetzt nämlich ihr Geschirr abspülen!“ Bekkie meinte bloß: „Hoffentlich kommen sie bald. Shane hat gerade aus dem Auto angerufen und gesagt das sie in fünf Minuten bestimmt da sind.“ „Was?! In fünf Minuten? Wo ich grade erst aufgestanden bin und auch so aussehe?!“ Wie ein Blitz schoss Lena ins Bad.
Bekkie seufzte bloß und begann den Tisch abzuräumen. Tatsächlich hörte sie ein paar Minuten später mehrere Autos auf den Parkplatz vor dem Haus. Erfreut warf sie das Geschirrtuch in die Ecke und lief zur Tür um die Jungs zu begrüßen.
Draußen sah sie gerade Shanes schwarzen Mercedes einparken. Aus dem Wagen stiegen auch Mark und Nicky.
Bekkie fiel Shane sofort um den Hals und küsste ihn. „Ich hab dich schon wieder so vermisst!“ Shane wirbelte Bekkie einmal durch die Luft und schloss dann seine Arme wieder um sie. „Ich dich auch.“, flüsterte er.
Der Papparazzi der oft um die Ecke positioniert stand, kümmerte sie schon lange nicht mehr, sollten ruhig alle die Vier glücklichen Paare sehen.
Jetzt kam auch Lena aus der Tür gestürmt, die natürlich Bekkies Freudenschrei richtig gedeutet hatte. Sie gab Kian einen innigen Kuss und bestürmte ihn sofort mit Fragen wie es ihm ginge und wie es in London gewesen war.
Mark und Nicky gingen ins Haus und erwarteten dort ihre Freundinnen zu finden, aber nach ein paar Minuten trafen sie sich wieder unten in der kleinen Halle. „Hast du Kicky gesehen?“ fragte Nicky. „Nee, du Cat?“ Nicky schüttelte den Kopf. „Wo sind die denn bloß?“ Mark warf einen Blick aus dem Fenster. „Cats Auto steht auch nicht da, vielleicht sind die beiden zusammen weggefahren?“ „Also, die können doch nicht einfach weg fahren wenn wir auf dem Weg sind? Die wussten doch das wir kommen! Also jetzt bin ich aber wirklich schwer getroffen.“ Nicky zog wieder mal eine seiner Schnuten.
Bekkie, Shane, Lena und Kian betraten nun auch das Haus. Die beiden anderen Männer wunderten sich auch, wo Kicky und Cat geblieben waren. „Wollt ihr nicht mal eure Freundinnen suchen?“ fragte Kian, den Arm eng um Lena gelegt. Die sechs gingen ins Wohnzimmer und machten es sich auf Sesseln und dem Sofa bequem. „Haben wir schon, die sind vom Erdboden verschluckt.“, antwortete Nicky blickte fragend drein. Er war es nicht gewöhnt das seine Kicky nicht zuhause war wenn er zurück kam, er fühlte sich ignoriert.
„Schau uns nicht so an,“ meinte Bekkie. „wir wissen auch nicht wo die beiden hin sind, sie waren schon weg als wir aufgestanden sind. Das einzige was sie uns zurück gelassen haben, war ihr Frühstücksgeschirr.“
„Entschuldigung, wir haben total vergessen es wegzuräumen.“, ertönte auf einmal Cats Stimme hinter ihnen. Erstaunt drehten sich fünf Köpfe herum, Mark sprang sofort glücklich auf als er Cats Stimme vernahm. Die legte ihre Arme um seinen Hals und küsste ihn zur Begrüßung. „Hey Darling...“ flüsterte sie. Hinter ihr stand Kicky, die Hände um ihre Handtasche gekrallt, mit Tränen in den Augen. Nicky lief sofort auf sie zu und schloss sie in die Arme als er das sah. Er fragte leise: „Mein Schatz, meine Süße... was ist denn los?“ Kicky schüttelte bloß den Kopf und ein Tränen liefen ihr die Wangen hinunter. Die anderen beobachteten bloß die Szene, bis Lena fragte: „Wo seid ihr denn gewesen? Ihr hättet wenigstens einen Zettel hinterlassen können, damit wir wissen wo ihr seid!“ Cat entschuldigte sich: „Tut uns Leid, wir haben das total vergessen... wir mussten nur was... erledigen.“
„Kicky Süße was ist denn los?“ fragte Bekkie, nun auch besorgt. Aber Kicky sagte kein Wort und schlug sich nur die Hände vor die Augen. Nicky sah Cat fragend und ein wenig verzweifelt an. „Was ist denn passiert?“ wollte er leise wissen. Cat schüttelte den Kopf. „Das muss dir Kicky selber erzählen.“
Während sie sich mit Mark auf dem Sofa niederließ, führte Nicky seine immer noch weinende Kicky in ihr Zimmer.
Dort lagen die beiden eine lange Zeit zusammen gekuschelt auf Kickys großem Bett, bis die Tränen irgendwann versiegt waren.
Nicky strich Kicky immer wieder beruhigend durch die Haare und über den Rücken. Kicky war froh seine Wärme um sich zu spüren, seinen leisen Atem durch ihr Schluchzen zu hören. Dankbar legte sie seinen Kopf auf seine Brust. „Kicky, mein Schatz, meine Süße... willst du mir nicht endlich sagen was los ist? Bitte, ich mache mir schon solche Sorgen um dich! Du bist schon so lange so seltsam, ich wollte vor vier Tagen gar nicht wegfliegen und dich alleine lassen.“ Er seufzte. „Du bist gar nicht mehr so fröhlich, und du redest nicht mehr soviel.... ich vermisse das.... was ist aus der Kicky geworden die ich liebe?“ Kicky blickte ihn an und seufzte. Nicky fragte noch mal ganz leise: „Mein Schatz was ist los mit dir...?“ Kicky schloss die Augen. „Ich bin schwanger.“ Mehr sagte sie nicht. Aber diese drei Worte genügten um Nicky völlig aus der Fassung zu bringen. „Kicky hab ich das gerade richtig verstanden oder habe ich mir eingebildet das du gesagt hast du bist schwanger?“ Kicky öffnete die Augen wieder, sie musste sogar ein kleines bisschen grinsen. Statt einer Antworte flüsterte sie: „Nicky du wirst Daddy...“ „Oh mein Gott ich werde Vater?!“ Nicky lachte laut auf und schloss Kicky in die Arme. „Ist das wirklich wahr, ist das wirklich, wirklich wahr?!“ Als Kicky sah wie sehr Nicky sich freute, lächelte sie und nickte.
Nicky konnte sich nicht mehr halten und sprang auf. Er fuhr sich durch die Haare und lachte, er wusste gar nicht was er sagen sollte. Er zog Kicky hoch und in direkt in seine Arme. „Deshalb waren wir vorhin nicht da.... ich war mit Cat beim Frauenarzt...“ Nicky küsste Kicky glücklich. „Seit wann weißt du es?!“ „Ich habe mir schon seit Tagen Sorgen gemacht.... aber ganz sicher weiß ich es erst seit einer Stunde.“ „Sorgen gemacht? Aber warum denn Sorgen?“ „Nicky, ich bin erst 18... weißt du was es für ein Schock ist festzustellen, in dem Alter schwanger zu sein?“ „Aber wir wollen das Kind doch behalten, oder?!“ fragte er aufgeregt. Kicky überlegte kurz, aber wie sie so in Nickys Armen lag und in sein fröhliches Gesicht sah, in seine Augen die glücklich blitzen, war die Entscheidung nicht schwer. „Ja, wir behalten das Kind.“

Kickys Kopf lag auf Nickys Brust. Sie lauschte seinem Herzschlag. Nach einiger Zeit hob sie ihren Kopf und schaute in die strahlenden Augen ihres Freundes. „Ich kanns kaum erwarten den Anderen zu erzählen, dass ich Daddy werde!“ Nicky war aufgeregt, wie ein kleines Kind an Weihnachten. Kicky lächelte. „Wir können ja heute Abend eine kleine Party im Keller machen und den anderen dann davon erzählen.“ Nicky streichelte den Bauch seiner Freundin und küsste ihn. „Gute Idee. Dann bekommt unser Baby auch direkt mit, wie man richtig Party macht!“, grinste Nicky. Kicky begann zu lachen. „Spinner!“ Sie kuschelte sich wieder an ihren Freund. So verbrachten die beiden die nächsten drei Stunden damit, über ihr Baby zu sprechen, während Lena, Bekkie, Cat, Kian, Mark und Shane im Wohnzimmer saßen. „Was hat sie nur? Ich mache mir wirklich Sorgen. Sie ist doch meine beste Freundin. Kicky hat mir sonst immer alles erzählt!“ Bekkie zerbrach sich schon seid Stunden den Kopf über Kicky.
Cat fühlte sich ein wenig unwohl in ihrer Haut, da sie genau wusste, was mit Kicky los war.
Shane streichelte seiner Freundin über den Rücken. „Du wirst schon nocherfahren was los ist, Süße.“ Bekkie seufzte und sah Cat an. „Cat! Du weißt doch was!“ Cat sah verlegen zu Boden. „Ich kanns euch nicht sagen. Das muss Kicky wirklich selbst machen.“ Bekkie wollte gerade abermals versuchen etwas aus Cat heraus zu bekommen, als plötzlich Nicky und Kicky in der Tür standen. Beide grinsten ihren erwartungsvoll dreinschauenden Freunden fröhlich entgegen. Lena platzte als erstes mit der Frage, die allen auf der Zunge lag, heraus. „Und? Habt ihr uns nicht was mit zu teilen?“ Kicky sah ihren Freund fragend an. Nicky nickte und seine Freundin begann zu sprechen. „Nicky und ich.... wir werden Eltern. Ich bin schwanger.“
Allen außer Cat klappte die Kinnlade hinunter. DAS hatte keiner von ihnen erwartet. Cat grinste Kicky an und auch auf Kickys Gesicht formte sich ein noch breiteres grinsen als zuvor. Bekkie fand als erstes ihr Sprache wieder. „Das ist ja klasse! Herzlichen Glückwunsch!“ Sie sprang auf und umarmte ihre beste Freundin und deren Freund. Sie küsste die beiden auf die Wange und wandte sich dann Kickys Bauch zu. „Hallo Baby! Ich freu mich schon auf dich! Mal schaun ob du genauso süß bist , wie deine Mummy!“
Kicky begann zu lachen. „Du bist echt bescheuert Bekkie!“
Nach und nach kamen nun auch Kian, Mark und Lena, um den werdenden Eltern zu gratulieren. Nachdem alle sich wieder einigermaßen beruhigt hatten, bei Bekkie und Lena dauerte dies etwas länger, da Beide total aus dem Häuschen waren, machte sich die Gruppe auf den Weg in den Keller, wo noch bis tief in die Nacht gefeiert und über das Baby dikutiert wurde.


Einen Monat später waren Kicky und Lena mit dem Auto auf dem Heimweg. Lena hatte ihre Freundin nach der Uni zum shoppen getroffen. Die Beiden hatten diverse Boutiquen und Baby-Shops abgeklappert und waren schließlich bei D&G hängen geblieben.
Kicky hatte sämtliches Geld in der Babyabteilung für Strampler, Söckchen, Mützchen und was ein Baby von Welt sonst noch so braucht, ausgegeben, während Lena mindestens fünf neue Hosen und zehn Oberteile eingekauft hatte.
Nach fünf Stunden kamen die beiden Mädles, vollgepackt mit sechs riesigen Tüten, zu Lenas Auto zurück. Nachdem sie alle Tüten im KoffLerraum verstaur hatten , hatten sie sich auf den Heimweg begeben. Nun saßen sie im Auto und unterhielten sich aufgeregt über die gestrige OC-California Folge.
Sie überquerten gerade eine Kreuzung, als Lena plötzlich Reifenquietschen vernahm. Sie spürte einen heftigen Ruck und einen plötzlichen Schmerz im Kopf. Danach war alles schwarz..

Kian lag erschöpft im Bett.Sein Körper war noch immer schweißnass. Er sah neben sich. Jodi schlief bereits. Er fuhr sich durch die Haare und setzte sich auf die Bettkante. Er bereute, was er getan hatte. Er wusste von Anfang an, dass es falsch war mit Jodi zu schlafen, doch er hatte ihr nicht widerstehen können. Er liebte zwar seine Lena, doch der Versuchung und den Erinnerungen an die vergangene Zeit mit Jodi hatten ihn dazu bewegt sich mit ihr einzulassen. Es war wunderschön gewesen und doch hatte es nichts mit Liebe zu tun. Es war nur das tierische Verlangen gewesen, was ihn getrieben hatte. Er liebte Lena. Sie war sein Ein und Alles.
Plötzlich wurde Kian von seinem Handy aus den Gedanken gerissen. „Bekkie Handy“ stand dort auf dem Display. Er zog schnell seine Boxershorts an und verließ das Zimmer. Er hob ab. „Ja?“ „Kian! Du ... du musst sofort kommen!“ Bekkie war in Tränen aufgelöst. „Hey! Beruhig dich doch erst mal! Was ist denn los?“ „Lena und Kicky... sie hatten... einen... Unfall...“ Bekkie brach wieder in Tränen aus. „Du musst kommen, Kian!“ Kian spürte auf einmal nichts mehr. Es war, als wären seine gesamten Eingeweide plötzlich nicht mehr da.Als wäre er nur eine leere Hülle „Lena – Unfall – Lena – Unfall - Lena.“ Das war das einzige woran er nun denken konnte. „ Was hat Lena denn?“
Kians Stimme zitterte. Er war den Tränen nahe. „Wir wissen noch nichts... sie wird noch untersucht. Komm bitte sofort. Wir sind im Sligo-Hospital.“ „Ich bin schon unterwegs.“ Kian legte auf. Er stürmte ins Zimmer, wo Jodi immer noch schlafend im Bett lag, suchte seine Klamotten zusammen und zog sich so schnell es ging an. Danach stürmte er aus dem Haus und schwang sich in sein Auto. Während der ganzen Fahrt zum Krankenhaus wurde Kian von Angst um Lena und seinem schlechten Gewissen geplagt. Er hoffte inständig, dass es seiner großen Liebe gut ging. Ihr durfte einfach nichts schlimmes passiert sein. Er liebte sie doch so sehr.
Am Krankenhaus angekommen schwor Kian sich, nie wieder etwas mit einer anderen Frau anzufangen. Lena würde auch nie von seinem Seitensprung mit Jodi erfahren. Er liebte sie zu sehr, um ihr diesen Schmerz zu zu fügen. Er hielt auf dem Parkplatz und stieg aus seinem Auto. Im Eingangsbereich des Krankenhauses wurde er bereits von Bekkie, Cat und Mark erwartet. Nicky befand sich im Zimmer seiner Freundin, die noch immer bewusstlos war. Bekkie begrüßte Kian mit einer Umarmung, führte ihn in Lenas Zimmer und ließ ihn mit seiner Freundin allein. Kian setzte sich an Lenas Bett und begann still zu weinen.

Lena öffnete langsam die Augen. Sie sah eine verschwommene Gestalt. Als sich nach ein paar Sekunden ihr Blick klärte, erkannte sie Kian. Er lächelte sie an. „Endlich bist du wach, Schatz!“ Er drückte leicht ihre Hand und küsste diese. Lena versuchte sich aufzurichten, ließ sich allerdings sofort wieder zurücksinken, als sich alles in ihrem Kopf zu drehen begann.
Sie sah sich um. Sie war im Krankenhaus. Ihren linken Arm schmückte ein Gips und ihr gesamter Körper schmerzte. Sie schloss die Augen und versuchte sich an etwas zu erinner, doch es ging nicht. Es war alles weg. „Was ist passiert?“ Lena sah ihren Freund fragend an.
„Ihr... also du und Kicky... ihr hattet einen Unfall mit dem Auto. Ein LKW-Fahrer hat nicht auf die Ampel geachtet und ist auf der Kreuzung in euer Auto hineingerast.Du warts lange ohnmächtig. Der Arzt sagt, ihr hättet Glück gehabt. Du hast „nur“ einen gebrochenen Arm. Prellungen und eine Gehirnerschütterung und Kicky...“ Kian verstummte. Lena sah ihn durchdringend an. Ein schrecklicher gedanke schoss ihr Durch den Kopf. „Was ist mit Kicky? Was ist mit dem Baby?“ Sie hatte bereist Tränen in den Augen. Kian drückte ihre Hand ein wenig fester und begann langsam zu sprechen. „Kicky hat ebenfalls eine Gehirnerschütterung und Prellungen und das Baby...“ Kian schluckte. „... sie... sie hat es verloren.“ Lena konnte es nicht glauben. Das durfte nicht sein. „Nein“ Das... das kann nicht sein!“ Sie schlug die Hände vors Gesicht und begann zu schluchzen. Kian nahm seine Freundin in den Arm. „Shhhh“
Er streichelte ihr beruhigend über den Rücken.

Während dessen saß Bekkie an Kickys Bett. Kicky war bereits vor zwei Stunden aufgewacht. Sie war in Tränen und Schreikrämpfe ausgebrochen, als sie erfahren hatte, dass ihr Baby tot war. Nicky hatte versucht seine Freundin zu beruhigen und zu trösten. Kicky jedoch, hatte ihn nur schroff zurück gewiesen und ihm gesagt, er solle gehen. Nicky hatte nach einigem Hin und Her schließlich das Krankenhaus verlassen. Bekkie hatte ihm versprochen sich bei ihm zu melden, sobald es etwas Neues gab. Nachdem Nicky gegangen war hatte Kicky noch ein paar Minuten still geweint. Nun lag sie schon seid über einer Stunde in ihrem Bett und starrte die kahle, weiße Wand ihr gegenüber an. Bekkie hatte einige Male versucht mit ihr zu sprechen, doch Kicky hatte nicht geantwortet und statt dessen weiter auf die Wand gestarrt. Bekkie machte sich ernstahft Sorgen. Noch nie hatte etwas ihre beste Freundin so aus der Bahn geworfen.


Nach einer Woche wurden Lena und Kicky aus dem Krankenhaus entlassen. Kian hatte sich mitlerweile jemanden anvertraut. Er hatte Bekkie noch am selben Tag von seinem Fehltritt berichtet. Diese war bestürzt gewesen, dass er Lena so etwas angetan hatte. Doch sie hatte ihm versprochen Lena nichts zu sagen. Auch sie wollte ihre Freundin nicht verletzen. Sie wusste, dass ihre Freundin es nur sehr schwer ,wenn überhaupt, verkraften würde, dass Kian sie betrogen hatte. Noch dazu mit Jodi seiner Ex-Freundin, mit welcher er Lena wegen Schluss gemacht hatte.
Kicky hielt ihren Freund noch immer auf Distanz. Der einzige, den sie an sich heranließ, bei dem sie sich ausweinte und mit dem sie sprach, war Shane. Nicky war enttäuscht, dass sie sich nicht an ihn wandte, war allerdings auch froh, dass sie sich wenigstens seinem besten Freund öffnete. Es würde ihr gut tun mit jemandem über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen. So ließ Nicky es zu, dass Shane Stunde um Stunde bei Kicky weilte und ihr seine starke Schulter bot.
Während dieser Zeit verbrachte Bekkie viel Zeit mit Lena. Sie kümmerte sich um ihre Freundin und half ihr wieder auf die Beine zu kommen. Lena war nach dem Unfall sehr geschwächt gewesen. Bekkie päppelte sie wieder auf. Zwischen Lena und Kian hatte sich nichts geändert. Kian verhielt sich Lena gegenüber genau, wie er es vorher getan hatte. Er spielte den Freund, der sie über alles liebte und ihr nie etwas antun könnte.
Mit der Zeit quälte Bekkie das Wissen, dass Kian eine ihrer besten Freundinnen mit seiner Ex betrogen hatte. Sie konnte es einfach nicht mehr für sich behalten. Lena hatte ein Recht darauf dies zu erfahren. Doch konnte sie das wirklich tun? Nein. Sie konnte ihre Freundin nicht so verletzten. Bekkie beschloss abzuwarten, ob Kian es Lena selbst mitteilte.

Nach weiteren vier Wochen, Kickys Zustand hatte sich bisher nicht verändert und Lena wusste immer noch nichts vom Fehltritt ihres Freundes, kam Bekkie um 12.00 Uhr nach Hause. Einer ihrer Professoren war erkrankt. Somit war sie drei Stunden fürher zu Hause, als normalerweise. Sie wollte Shane überraschen und hatte ihm, auf Grund dessen, nicht Bescheid gegeben.
Sie schloss die Haustür leise hinter sich. Sie wollte ja niemanden auf sich aufmerksam machen. Ihre Jacke hing sie an die Garderobe. Leise schlich Bekkie die Treppe hoch, den Flur entlang auf ihr Zimmer zu. Plötzlich hörte sie aus Kickys Zimmer ein Geräusch. Das war eindeutig Shane gewesen. Anscheinend war er, wie so oft in den letzten Wochen, wieder bei Kicky. Bekkie machte also kehrt und ging zum Zimmer ihrer Freundin. Langsam öffnete sie die Tür und betrat das Zimmer. Überall auf dem Boden lagen Kleidungstücke verstreut. Bekkie stutzte. Als ihr Blick aufs Bett fiel, konnte sie nur schwer einen Schrei unterdrücken.
Das, was sie dort sah, verschlug ihr den Atem. Ihr wurde schwindelig. Bekkie klammerte sich an der Tür fest, um nicht um zu fallen. Dort im Bett lag Kicky, nur in eine Decke gehüllt, eng umschlungen mit Bekkies Freund, der nur eine Boxershorts trug.
Dieses Bild ließ wirklich keinen Zweifel. Ihr beste Freundin und ihr Freund, den sie über alles liebte, hatten sie hintegangen und miteinander geschlafen. Sie konnte es nicht fassen.
Bekkie schlug die Tür so heftig zu, wie es ihr möglich war, und beobachtete, wie Shane aufschrak und in Richtung Tür sah.
Als Dieser seine Freundin erblickte, weiteten sich seine Augen in Schock. „Honey...“
Bekkie sah Shane wütend und verletzt an. Sie verließ das Zimmer, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Sie ging geradewegs in ihr Zimmer und verschloss sorgfältig die Tür hinter sich. Danach lehnte Bekkie sich gegen die Wand und ließ sich langsam zu Boden sinken. Warum? Warum hatte er das getan? Sie zog die Knie an und schlang ihre Arme darum. Tränen der Wut und Tränen der Vrezweiflung rannen nun ihre Wangen hinab. Warum hatten die beiden Menschen, die ihr am meisten bedeuteten bzw, bedeutet hatten das angetan? Sie fragte sich, ob Shane sie überhaupt geliebt hatte. Die verrücktesten Gedanken schwirrten Bekkie durch den Kopf, während Shane mit den Fäusten gegen die Tür ihres Zimmers hämmerte und sie bat zu öffnen. „Es ist alles nicht so wie du denkst! Glaub mir! Ich liebe dich doch!!“ Bekkie lachte auf. „Geh weg! Behalt deine Lügen für dich! Ich will davon nichts hören! Verschwinde und komm nie wieder! Ich will dich nicht mehr sehn!“ Shane rief weiterhin irgend etwas durch die Tür, doch Bekkie hörte schon längst nicht mehr, was er sagte. Sie war wieder in ihre Gedanken versunken.
Vielleicht war Shane nur mit ihr zusammen gewesen, um Kicky nahe zu sein. Vielleicht hatte er die ganze Zeit ihre beste Freundin geliebt und nicht sie. Wenn er mit ihr geschlafen hatte, waren seine Gedanken sicherlich immer bei Kicky gewesen und nun, da Kicky psychisch labil war, hatte er seine Chance an sie heranzukommen genutzt. „Und Kicky, dieses Flittchen, hat sich natürlich von ihm trösten lassen.“, murmelte sie.
Sie wischte sich die Tränen von den Wangen. Dieser Kerl war es nicht Wert, dass sie ihm nachtrauerte. Vor ihrer Tür war es ruhig geworden. „Wahrscheinlich hat Shane sich wieder zu seiner Kicky verzogen“, dachte Bekkie. Sie stand vom Boden auf und ging zu ihrem Schrank. Sie holte einen Koffer daraus hervor und legte diesen geöffnet auf ihr Bett. Ein paar Minuten stand Bekkie unentschlossen in ihrem Zimmer, begann dann allerdings ihren Schrank auszuräumen und die Sachen im Koffer zu verstauen.

Eine Halbe Stunde später schloss Bekkie den fertig gepackten Koffer. Sie schaute sich noch ein Mal im Zimmer um. Nein, sie hatte nichts wichtiges vergessen. Den restlichen Kram würde sie später holen. Das blonde, zierliche Mädchen hievte den Koffer von ihrem Bett öffnete die Tür ihres Zimmers und trat hinaus auf den Flur. Shane, der an die Wand gelehnt neben der Tür gesessen hatte, sprang auf. „Was machst du? Wo willst du hin?“ Bekkie ignorierte ihren Ex-Freund und ging die Treppe hinunter in den Flur. Shane rannte hinter ihr her und hielt sie am Arm fest, „Fass mich nicht an!“ Bekkie sah ihn zornig an. In ihren Augen hatten sich abermals Tränen angesammelt. „Bekkie, ich liebe dich! Bleib hier! Bitte!“ Bekkie lachte verletzt auf und wischte sich die Tränen von der Wange. „Ich habe dich geliebt Shane! Ich habe dich geliebt, wie keinen anderen zuvor! Ich hasse dich dafür, dass du mir das angetan hast! Du bist genauso wie alle anderen. Belügst und betrügst die Frauen! Du hast mich NIE geliebt! NIE! Ich will dich nie wieder sehen!!!“ Mit diesen Worten verließ Bekkie das Haus. Die Tür fiel laut hinter ihr zu. Das nächste, was Shane vernahm, waren die Geräusche eines Autos, welches den Hof verließ. Nun war sie weg.
Shane konnte nicht glauben, was er getan hatte. Er hatte die Liebe seines Lebens durch solch eine Dummheit verloren. Er ließ sich auf der untersten Stufe der Marmortreppe nieder und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Er begann verzweifelt zu weinen.
Kicky der das alles sehr leid tat und peinlich war, setzte sich neben Shane auf die Treppe und strich ihm über den Rücken. „Das hätten wir nicht machen sollen..“ Kicky begann auch zu weinen. „Ich mein, sie ist meine beste Freundin und ich kann doch nicht einfach mit ihrem Freund schlafen.“ „Ich bin schuld, ich hab meine Beziehung und eure Freundschaft zerstört!“ „Shane, lass gut sein, ich hätte genauso gut abblocken können...“ Shane war total verzweifelt. „Ich… Fahr zu Nicky.“ Shane wollte sich bei seinem besten Freund ausheulen, Kicky gefiel diese Idee dennoch nicht so gut. „Shane, ich glaub das ich keine so ne gute Idee… Ich glaub ich will Nicky das selbst sagen.“ „Oh ja, sorry… Scheiße man… Dann ist eure Beziehung ja jetzt auch im Arsch!!“ Kicky begann zu weinen. „Ich… ich… Geh Bekkie suchen.“ Sie stand auf, zog ihre Jacke an und ging nach draußen. Draußen angekommen öffnete sie das Garagentor und stieg auf ihr Fahrrad. Sie bezweifelte das Bekkie sich noch irgendwo hier und Sligo aufhielt. Sie war bestimmt schon über alle Berge. Dennoch gab sie die Hoffnung nicht auf Bekkie irgendwo an einer ihrer Lieblingsplätze zu finden, wo sie früher immer hingegangen ist wenn sie verzweifelt war.
Und tatsache. Sie hörte schon von weitem ein Schluchzen. Als sie sich der kleinen Bucht näherte konnte sie von weitem schon Bekkies Auto erkennen. Kicky stieg von ihrem Fahrrad ab und lehnte es an den nächsten Baum. Langsam ging sie von hinten auf ihre Freundin zu. Bekkie saß im Sand. Ihr Gesicht in den Händen vergraben und bitterlich weinend. Kicky tat es in der Seele weh ihr Freundin so zu sehen und zu wissen, dass es ihre schuld war. Sie fragte sich, wie sie das hatte tun können. Sie hatte alles zerstört. Die Beziehung von Bekkie und Shane und ihre eigene. Was würde Nicky wohl dazu sagen?! As Kicky so ihren Gedanken nachging, drehte Bekkie sich um und erblickte ihre Freundin. Sie stand sofort auf und wollte sich auf den Weg zu ihrem Auto machen. Kicky jedoch hielt ihre Freundin am Arm fest. „Bitte Bekkie! Bleib hier! lauf nicht wieder weg! Wir müssen darüber reden!“ Bekkie wischte sich ihre Tränen von der Wange und sah Kicky wütend an. „ Du willst also mit mir darüber reden, das du mich total hinterhältig hintergangen hast und einfach mit meinem freund geschlafen hast ja? Okay! Können wir machen! Schämst du dich wenigstens, dass du mit dem Vater meines Kindes im Bett warst, ja? Du bist echt das letzte! IHR seid echt das letzte! Kümmer dich lieber mal um deinen Freund! Der ist sicherlich auch nicht begeistert davon!!“ Sie riss sich los und lief zu ihrem Auto. Eine ziemlich verwirre und verzweifelte kicky blieb zurück. Hatte sie das richtig gehört? Bekkie war schwanger von Shane?! Kicky fuhr sich durch die Haare und seufzte. Sie ging langsam wieder zurück zu ihrem Fahrrad, stieg auf und fuhr nach Hause. Dort angekommen stellte sie ihr Fahrrad nicht wie gewöhnlich in die Garrage somdern ließ es unachtsam auf den Hof fallen. Sie schloss die Tür auf und betrat das Haus. Es war still. Anscheinend war noch niemand zu Hause. Wenn Kicky näher darüber nachdachte war ihr das auch lieber so. Sie wollte jetzt niemanden sehn. sie ließ die Tür hinter sich zufallen und ging ins Wohnzimmer. Als Kickysich grade auf die Couch legen wollte, klingelte ihr Handy. Kicky ging also in den Flur kramte ihr handy aus einer ihrer diversen Jacken und ging ran. „ Ja?“ „Hi Schatz! ich bins...“, vernahm sie Nickys Stimme an der anderen Seite des Hörers. „Oh... Hi Nicky. Wie geht’s?“ “Mir ginge es besser, wenn ich bei dir wäre...“ Ein lächeln huschte über Kickys Gesicht. Er war so süß. Und schon wieder plagte sie das schlechte Gewissen. „Hmm...“ war das einzige was Kicky herausbrachte. Nicky stutzte. „Hey Süße. Was ist denn mit dir los? Irgendwas stimmt doch nicht.“ Kicky dachte kurz nach, dann antwortete sie: „Komm am besten vorbei! Ich möchte dir das nicht am Telefon erklären.“ Nicky war ein wenig verwundert und beunruhigt, aber machte sich dennoch sofort auf den Weg zu seiner Freundin.

Eine halbe Stunde später klingelte es an der Tür der WG. Kicky ging mit wackeligen Beinen und zitternden Händen durch den Flur, um Nicky die Tür zu öffnen. Sie atmete noch ein letztes mal tief durch, drückte die Klinke herunter und zog die Tür auf. Ein lächelnder Nicky mit strahlend blauen Augen sah ihr entgegen. „Na mein Schatz!“ Nicky wollte seinerFreundin zur Begrüßung einen Kuss geben, doch diese wich zurück und ging ohne ein Wort zu sagen ins Wohnzimmer. Nicky stuzte einen Augenblick, schloss dann die Tür hinter sich und folgte Kicky. Im Wohnzimmer angekommen setzte er sich auf einen Sessel, sodass er seiner Freundin direkt in die Augen schauen konnte. „Was ist los mit dir? Stimmt irgendwas nicht? Du warst schon am Telefon so komisch.“ Kicky seufzte. Ihr Freund sah sie erwartungsvoll an. „Ich... muss dir etwas sagen, Nicky.“ Dieser sah Kicky auffordernd an. „Spucks aus! So schlimm kanns ja wohl nicht sein.“ Kicky holte noch einmal tief Luft. „Nicky... Schatz... ich schwöre dir ich wollte das nicht! Ich liebe wirklich nur dich! ich weiß nicht was da über mich gekommen ist!! Das must du mir glauben!!!“ Nicky war verwirrt. „Wovon redest du bitte?“ Kicky nahm die Hand ihres Freundes. „Ich... ich habe mit einem anderen geschlafen... mit Shane....“ Sie sah Nicky zögernd an und wartete aufeine Reaktion. Nicky sah seine Freundin mit großen Augen, die sich langsam mit Tränen füllten, an. „Mit Shane... mit Shane....Warum?“ Er entriss Kicky seine Hand. „Ich....ich weiß es doch auch nicht!! es ist einfach so passiert! Aber ich liebe nur dich!!! Glaube mir das bitte!! Du bist mein Ein und Alles!“ Nicky stand auf und verließ fluchtartig das Haus. Als er gerade in sein Auto steigen wollte, kam Shane von seinem Spaziergang wieder. Nicky knallte die Tür seinen Ferraris zu und atürmte auf Shane los. „Du mieses Schwein!!! Was hast du dir dabei geacht mit meiner freundin zu schlafen??? Ich kastrier dich du Penner!!!“, schrie Nicky , stieß Shane zu Boden und begann mit den Fäusten auf Shanes Gesicht und den restlichen Körper einzuschlagen. Shane war von dem ganzen so überrumpelt, dass er gar nicht dazu kam etwas zu sagen oder sich zu wehren.Während dessen saß Kicky in ihrem Zimmer und weinte leise. Sie bekam von der Schlägerei auf dem Hof nichts mit. Ganz im Gegensatz zu Bekkie, welche 5 Minuten nachdem die Schlägerei begonnen hatte, auf den Hof einbog. Sie hatte eiegentlich nur noch
ein paar ihrer Büchjer holen wollen, die sie für die Uni benötigte und nun fand sie dies vor. Shane blutend am Boden liegend und Nicky über ihm, der immer und immer wieder auf den wehrlosen Shane einschlug. Bekkie rannte auf die beiden zu und versuchte Nicky von Shane weg zu ziehen. „Nicky!!! Hör auf!! Bitte!! Du schlägst ihn noch tot!!! Hör auf!!“ Doch Nicky wollte und wollte nicht aufhören. Bekkie zog und zerrte weiter an ihm und schroie immer wieder, dass Nicky aufhören soll, doch es nützte nichts. Nicky hörte einfach nicht auf. Bekkie fiel nun nichts anderes mehr ein, als sich schützend über Shane zu beugen. Nicky schlug noch ein oder zwei mal zu, bis er bemerkte, dass es nicht mehr Shane war, den er schlug, sondern Bekkie, die sich schützend über ihren Ex-Freund gebeugt hatte. „Warum schützt du diesen Mistkerl?“, schrie Nicky wütend. Bekkie sah in diese wutentbrannten Augen und antwortete: „Weil ich ihn liebe... auch wenn ich es nicht will. Außerdem bringt es niemandem etwas, wenn du ihn totprügelst!“ Nicky stand langsam auf, klopfte sich den Schutz von seiner Kleidung und stieg in sein Auto. Er machte sich wieder zurück auf den Weg nach Dublin.
Bekkie setzte sich vorsichtig neben Shane, der die Augen geschlossen hatte. Sie tätschelte ihm vorsichtig die Wange. „Hey Shane! Wach auf!! Bitte“ Shane öffnete langsam die Augen und sah Bekkie an. „Was... was.. warum hast du mir geholfen?“, brachte er unter Schmerzen hervor. „Es bringt keine was, wenn Nicky dich totprügelt! Da kommt er nur in den Knast für und das will ich nicht.“, antwortete Bekkie kühl, „Komm! Steh erst mal auf. ich bring dich ins haus und kümmer mich da um deine Verletzungen.“ Shane schaffte es, von Bekkie gestützt, ins Haus zu gelangen. Dort legte Bekkie ihren Ex-freund vorsichtig auf das Sofa und begab sich danach ins Badezimmer um Verbandskasten, Tücher und Kühlpack zu holen. Nach 10 Minuten saß kniete Bekkie schon bei Shane an der Couch und begann seine Wunden zu versorgen. Sorgfältig tupfte sie mit einem feuchten Tuch die Verletzungen ab und desinfizierte sie. Shane zuckte ein paar mal zusammen, da das esinfektionsspray in den Wunden brannte. Bekkie kümmerte sich jedoch nicht weiter darum. Nachdem die Wunden gereinigtund desinfiziert waren, klebte sie Shane ein Pflaster auf die Stirn und gab ihm ein Kühlpack, um sein geschwollenes Auge zu kühlen. Als Bekkie aufstehen wollte, um die Sachen weg zu bringen, hielt Shane sie an derhand fest. „Danke, dass du mir eben geholfen hast und mich jetzt versorgt hast. Ich hätte es echt nachvollziehen können, wenn du mich da httest liegen gelassen.“ Bekkie sah Shane einen Augenblick lang an und überlegte was sie sagen sollte. „Ich konnte ja schließlich nicht zulassen, dass Nicky dich zu Tode prügelt. Mein Kind soll ja immerhin noch seinen Vater kennenlernen, wenn es schon nicht mit ihm zusammenleben kann.“ Mit diesen Worten erhob sich Bekkie und verließ schnellstens das Haus. Sie ließ einen völlig verwirrten Shane zurück. Hatte er das richtig verstanden? Sie wollte nicht, dass ihr Kind ohne Vater aufwächst? Das bedeutete, dass sie schwanger war! Er würde Vater werden! Shane überkam ein unbeschreibliches Glücksgefühl und zugleich wollte er sich am liebsten selbst zusammenschlagen. Er würde Vater werden und er hatte die Mutter seines Kindes betrogen. Er hatte alles zerstört. Er war verzweifelt und Tränen bahnten sich ihren Weg seine Wangen hinab. Nach einer halben Stunde und etlichen wirren Gedanken war Shane, geschwächt von der Schlägerei und müde vom weinen, eingeschlafen.


Unterdessen machte sich Bekkie auf den Weg um zu ihrem Ex-Freund Dave zu fahren. Sie brauchte Abstand. Abstand von Shane und ihrer Freundin Kicky. Sie ertrug es nicht länger Shane in die Augen zu blicken. Der Mann den sie über alles liebte und von dem sie schwanger war, hatte sie betrogen. Es tat ihr weh. Deswegen beschloss sie wegzufahren.
Sie warf noch mal einen letzten Blick auf den schlafenden Shane und ging dann nach oben um ihre restlichen Sachen zu packen. Vor ihrem Zimmer angekommen hörte sie ein lautes schluchzen von nebenan. Es war Kicky. Sie fragte sich wie sie ihr so etwas nur antun konnte?! Ihre Freundin mit ihrem Freund. Kicky würde so etwas eigentlich nie machen. Sie dachte daran wie fertig sie war als sie erfuhr das sie ihr Kind verloren hatte. Hat sie bei Shane nur Trost gesucht? Den Trost den Nicky ihr womöglich nicht geben konnte, weil er sie zu sehr an ihr Kind erinnerte. Ihr schossen 1000 Gedanken durch den Kopf. Dennoch konnte sie den beiden nicht so schnell verzeihen und ging in ihr Zimmer. Sie kramte ihre ganzen Sachen aus dem Schrank und schmiss sie in den Koffer, der bereits schon auf ihrem Bett lag.
Als sie so ziemlich alle restlichen Sachen in ihrem Koffer verstaut hatte, sah sie sich noch einmal um. Sie erblickte ein Bild von ihr und Shane, welches auf ihrem Nachtschrank stand.
Sie verspürte Hass. Hass auf Shane und auf sich selbst und auf Kicky. Sie nahm das Bild und warf es gegen die Wand. Der Bilderrahmen fiel kaputt zu Boden. Bekkie lies sich auf ihr Bett fallen und weinte. Sie musste an die schöne Zeit mit Shane denken die sie hatten. Es war womöglich die schönste Zeit in ihrem Leben gewesen. Nach ein paar Minuten die sie damit verbracht hatte zu weinen, raffte sie sich wieder auf, packte ihren schweren Koffer und ging die Treppe hinunter. Sie warf noch einmal einen letzten Blick auf Shane und verschwand dann zu ihrem Ex-Freund.

Währendessen plagte Kicky ein schrecklicher Durst. Sie hatte so viel geweint das sie fast am austrocknen war. Als sie dann durchs Wohnzimmer ging um ihre Cola Flasche zu holen sah sie Shane. Er ein riesengroßes Pflaster im Gesicht kleben. Was war passiert? Hatte Bekkie ihm eine geknallt? Nein… Wohl eher nicht, so hart konnte keine Frau zuschlagen. Es muss wohl Nicky gewesen sein. Das machte Kicky Angst. Was war aus ihrem lieben, süßen, lustigen, treuen und verständnisvollem Nicky geworden? Er hat Shane zusammen geschlagen. Und Shane war nach Kicky Nickys ein und alles. Kicky verstand die Welt nicht mehr. Sie wusste genau, dass sie Shane nicht liebte und hatte trotzdem mit ihm geschlafen. Warum? Sie dachte daran, dass es vielleicht besser wäre wenn sie nicht mehr da wäre. Sie dachte an Selbstmord. Sie konnte plötzlich nicht mehr klar denken, ging in die Küche, schnappte sich eine Packung Schlaftabletten und eine Flasche Wein und ging in ihr Zimmer.
Sie setzte sich aufs Bett, und löste alle Tabletten aus ihrer Hülle. Sie nahm mit zitternden Händen die Tabletten und tat sie alle aufeinmal in ihren Mund. Kicky öffnete dann die Flasche mit Wein und spülte die Tabletten mit ein paar großen Schlucken hinunter. Nachdem sie die Flasche geleert hatte, ließ sie diese unachtsam auf den Boden fallen. Kickys Augenlder wurden schwer und sie fühlte sich benommen. Sie konnte keine klaren Gedanken mehr fassen und wurde letztendlich ohnmächtig.

Shane, der mitlerweile wieder erwacht war, hörte das poltern, welches Kicky verursachte, als sie unsanft auf dem Boden ihres Zimmer landete. Er stand so schnell es ging von der Couch auf und machte sich auf den Weg in Kickys Zimmer. Dort angekommen riss er vor Schock die Augen auf. Das was er dort sah ließ ihm den Atem verschlagen. Da lag kicky am Boden, eine leere Weinflasche neben ihr und auf dem Bett eine leere Packung Schlaftabletten. Es brauchte nicht lange, bis Shane wusste was geschehen war. Das war ein Selbstmordversuch. Shane ließ sich neben Kicky auf die Knie fallen, tätschelte ihr Gesicht und versuchte sie verzweifelt zu wecken. Doch nichts geschah. Sie öffnete nichtihre Augen. Mit zittrigen Händen holte Shane sein Handy aus der Hosentasche hervor und wählte die Nummer des Notrufes.
Für Shane schien eine Ewigkeit vergangen zu sein, bis der Krankenwagen endlich ankam. Der Notarzt zögerte nicht lange und ließ Kicky sofort ons Krankenhaus bringen, anstatt sie erst vor Ort zu untersuchen. Als der Krankenwagen mit Kicky den Hof verlassen hatte, beschloss Shane Nicky anzurufen. Er musste erfahren, was mit Kicky passiert war. Selbst, wenn die beiden Streit hatten, würde es Nicky sicherlich nicht kalt lassen, dass Kicky versucht hatte sich umzubringen.Immerhin liebte er sie trotz allem. Das wusste Shane. Er wählte vorsichtig die Nummer von Nicky. Wohlweißlich rief er von dem Telefon der WG an, anstattvon seinem Handy. Denn würde Nicky seine Nummer auf dem Display erblicken, würde er sicherlich nicht abheben. Es klingelte einmal, es klingelte zweimal. Endlich hob ein genervter Nicky ab. „Ja?“ Shane schluckte noch einmal und begann dann zu sprechen. „Kicky hat versucht sich umzubringen. Der Krankenwagen ist grade mit ihr zum Sligo-Hospital gefahren!“ Nicky war geschockt. Kicky hatte versucht sich umzubringen. Selbstmord?! Er konnte es nicht fassen. Er legte auf, ohne auch noch ein einziges Wort zu sagen. Das einzige woran er nun dachte war Kicky. Seine Kicky, die versucht hatte sich das Leben zu nehmen. Wahrscheinlich, weil sie gedacht hatte, dass es für die Beiden keine Chance mehr gäbe. Doch da hatte sie falsch gedacht. Nicky wusste nun, dass er Kicky auf keinen Fall und unter keinen Umständen verlieren wollte. Egal was sie getan hatte! Egal was sie noch tun würde! Er liebte sie über alles! Sie war sein Leben! Da war Nicky sich nun 100%ig sicher! Auf dem Weg zum Krankenhaus schwirrten tausend wirre Gedanken durch Nickys Kopf. „Hoffentlich geht es ihr gut, Oh Gott! Ich werde sie nie wieder gehen lassen“ ging es Nicky durch den Kopf, als er den Flur entlang zum Zimmer seiner Freundin ging. Vor der Tür des Zimmers 285 hielt Nicky kurz inne und holte tief Luft.Dann betrat er das Zimmer. Kicky lag schlafend im Bett. Sie war an einen Tropf angeschlossen und war furchtbar blass. Nicky zeriss es das Herz seine Freundin so sehen zu müssen. Er zog seine Jacke aus, warf sie über das Bettende und nahm auf dem Stuhl, welcher direkt neben dem Bett stand, platz. Kicky atmete ruhig und gleichmäßig. Vorsichtig nahm Nicky ihre Hand. Immer darauf bedacht seine Liebste nicht zu wecken. Sie brauchte nun viel Ruhe. Das wusste er.

Nach zwei Stunden, Nicky war mitlerweile eingeschlafen, erwachte Kicky und sah sich um. Als sie aus dem Fenster schaut und die Sonne sah, welche hereinstrahlte, wusste, dss sie nicht tot war. Sie wandte ihren Kopf zur Seite ihres Bettes und erblicke Nicky. Ruhig schlafend und immer noch ihre Hand haltend. Kicky huschte ein lächeln übers Gesicht. Nicky war hier bei ihr. Ihr Nicky. Sie musste ihm also doch noch wichtig sein. Sie war froh, dass sie noch lebte und nahm sich fest vor sich bei demjenigen, der sie gerettet hatte zu bedanken.
Das junge Mädchen streichelte ihrem Freund vorsichtig über den Kopf, woraufhin dieser erwachte und sie mit strahlenden Augen ansah. „Endlich bist du wach! Ich hab mir ja solche Sorgen um dich gemacht, Schatz! Tu sowas nie wieder! Versprich mir das! Ich würde es nicht aushalten, ohne dich zu leben!“ Nicky schloss seine Freundin fest in die Arme und küsste sie auf die Wange. „Es tut mir leid Nicky! Es tut mir so leid! Ich liebe dich so!“, brachte Kicky unter Tränen hervor. „Shhhhh.Shhhhh. Ist ja gut! Beruhige dich mein Schatz!“Nicky drückte seine Freundin noch fester an sich. Er würde sie nun nie wieder gehen lassen, denn er liebte sie über alles. Das stand fest!
Einen Monat nach Kickys Selbstmordversuch ging fast alles wieder seinen gewohnten Gang. Nicky und Kicky waren wieder glücklich und Bekkie und Kicky hatten sich wieder vertragen. Als Bekkie erfahren hatte, dass ihre Freundin versucht hatte sich das Leben zu nehmen, war sie sofort zu Kicky ins Krankenhaus gefahren, wo sich die beiden dann ausgesprochen haben. Bekkie hatte Kicky verzeihen können, dass sie mit Shane geschlafen hatte. Schließlich war Kicky psychisch am Ende gewesen und hatte nur Trost gesucht. Bekkie verstand das. Sie konnte zwar nicht vergessen, was ihre Freundin getan hatte, aber sie konnte es ihr verzeihen. Obwohl die beiden Mädchen nun wieder eng befreundet waren, wohnte Bekkie immer noch mit ihrem Ex-Freund Dave in dessen Wohnung in Sligo. Sie war einfach nicht bereit dazu wieder in die WG zu ziehen. Dort wo sie die ganzen glücklichen Paare um sich hatte und wo sie alles an Shane erinnerte. Bekkie versuchte verzweifelt über Shane hinweg zu kommen, ihn zu vergessen, doch das gelang ihr nicht. In ihr wuchs das Kind heran Das Baby von Shane und Ihr. Immer, wenn sie gedankenverloren ihren Bauch streichelte, welcher sich mittlerweile schon gerundet hatte, streichelte, musste sie an Shane denken und ob das Baby wohl so aussehen würde, wie er. Sie vermisste einen Mann an ihrer Seite. Immer, wenn sie beim Arzt zu einer Vorsorgeuntersuchung war und auf dem Ultraschall ihr Baby sah, dachte sie daran, wie schön es wäre, wenn sie nun jemanden bei sich hätte mit dem sie sich über das baby freuen könnte. Auch bei dem Gedanken an die Geburt des Babys, welche in 5 Monaten sein sollte, machte sich ein Gefühl von Trauer in ihr breit. Sie würde ganz allein im Kreissaal liegen, ohne jemanden, der ihre Hand hielt, oder beruhigend mit ihr redete. Sie würde ganz allein sein, wenn ihr Baby den ersten Schrei von sich gab, sie würde allein sei, wenn ihr das baby zum ersten Mal in den Arm gelegt wird und sie würde allein einen Namen aussuchen müssen. Sie würde immer ganz allein sein. Ohne den Vater ihres Kindes. Warum nur hatte Shane ihr das angetan?! Wieder einmal stand Bekkie am Fenster ihres Zimmer und sah auf die Felder, die hinter Daves Haus lagen. Es war ein schöner Tag. Die Sonne strahlte hoch vom Himmel herab und die Vögel zwitscherten munter. Bekkie seufzte und wischte die Tränen, die ihre Wangen hinab liefen mit dem Handrücken ab. Sie wollte nicht weinen. Sie hatte schon genug geweint in dem letzten Monat seit dem „Geschehnis“, wie sie es nannte. Sie beschloss einen kleinen Spaziergang zu machen. Sie nahm ihren weißen Zipp-Pullover und ihren Schlüssel, zog ihre Schuhe an und verließ das Haus. Als sie den Feldweg betrat atmete sie erst einmal tief die frische Luft ein. Es war wirklich ein wunderschöner Tag. Bekkie blickte hinauf zum Himmel und betrachtete ein paar Vögel, die über ihren Kopf hinwegflogen, als sie plötzlich einen Tritt spürte. Ein lächeln breitete sich auf Bekkies Gesicht aus. Ihr Baby hatte das erste mal getreten. Eine einzelne Träne rollte ihr aus dem Augenwinkel, ihre Wange hinab und tropfte letzendlch von ihrem Kinn hinunter auf ihren Pulli. Shane war nicht bei ihr. Er bekam dies alles nicht mit. Wie gerne würde sie diese Momente mit Shane teilen. Sie liebte ihn noch immer, auch wenn sie es nicht wollte. Ihr schwirrte wieder einmal das Lied durch den Kopf, welches sie für Shane geschrieben hatte, als sie eines Abends ganz allein in ihrem Bett lag und sich einsam fühlte. Während Bekkie langsam den Feldweg entlang ging, begann sie leise zu singen:

„Suddenly he’s leaving.
Suddenly the promise of love has gone.
Suddenly, breathing seam so hard to do.
Carefully, you planned it.
I got to know just a minute to late.
Now I understand it.
All the times we made love together.
Baby you were thinking of her.

Why do I love you?
Don’t even want to.
Why do I love you like I do?
Like I always do?
You should’ve told me!
Why did you have to be untrue?
Why do I love you like I do?

Ain’t gonna show no weakness.
I’m gonna smile and tell the whole world I’m fine.
I’m gonna keep my senses,
but deep down when no one can hear me
Baby I’ll be crying for you.

Why do I love you?
Don’t even want to.
Why do i love you like I do?
Like I always do?
You should’ve told me!
Why did you have to be untrue?
Why do I love you like I do?

Can’t go back
can’t erase
Baby your smiling face
I can’t think of nothing else but you
suddenly...

Why do I love you....?
Why do I love you....? “

Und schon wieder liefen Bekkie die Tränen die Wangen hinab. Sie beschloss ihre Freundinnen in der WG zu besuchen. Sie schlug also wieder die Richtung ein, aus der sie gekommen war und stand plötzlich, nachdem sie sich umgedreht hatte, direkt vor Shane. Schnell wischte sie die Tränen von ihren Wangen ab. „Hi.“ Shane sah sie mit seinen wunderschönen Augen durchdringend an. „Hi. Wie geht’s dir bzw. euch?“ Dieser Mann brachte Bekkie total aus dem Konzept. Wie er vor ihr stand, seine Körperhaltung, sein Blick. Einfach umwerfend. Am liebsten wäre Bekkie weg gelaufen. Sie fühlte sich sehr unwohl in Shanes Gegenwart. „Uns geht es bestens, danke. Und dir? “ Shane sah sie traurig an. „Na ja. Wie soll’s mir schon gehen?! Ich vermisse dich schrecklich. “ Bekkie hatte fast Mitleid mit ihrem Ex-Freund. Doch dann kam ihr wieder in den Sinn was er getan hatte. „Das bist du ja selbst Schuld! Und das weißt du!“, sagte sie kühl. Shane sah sie durchdringend an. „Bekkie, du liebst mich doch noch! Warum kannst du mir nicht noch eine Chance geben? Ich liebe dich!!“ Bekkie schüttelte den Kopf. „Shane, lass mich einfach in Ruhe! Ich will nichts mehr mit dir zu tun haben und ich liebe dich auch nicht mehr!!Das einzige was uns beide noch verbindet ist das Baby! Mehr auch nicht!“ Bekkie wurde etwas lauter. Sie wusste ganz genau, dass das was sie sagte nicht stimmte. „Ich glaube dir das nicht! Du musst mich noch lieben! Weshalb hast du sonst eben dieses Lied gesungen. Ich hab dich doch gehört.“
„Mag ja sein, dass ich dich noch liebe, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass du mich hintergangen hast!“, sagte Bekkie und rauschte an Shane vorbei den Feldweg entlang zurück zur Hauptstraße. Warum konnte er sie nicht einfach in Ruhe lassen?! Musste er es ihr denn so schwer machen? Konnte er sich nicht einfach eine andere Freundin suchen und mit ihr glücklich werden? Bekkie schwirrten diese Gedanken auf dem Weg zur WG durch den Kopf.
Als sie den Hof des Hauses betrat hörte sie schon das Gelächter ihrer Freunde, welches ihr aus der Küche entgegen hallte. Sie ging die Stufen bis zur Haustüre hinauf und drückte zaghaft den Knopf der Klingel. Einige Sekunden später öffnete ihr ein lachender Nicky die Tür. „Hey!“, umarmte er sie, „alles klar bei euch? Komm rein!“ Bekkie nickte nur stumm und betat das Haus. Sie wurde von Nicky geradewegsin die Küche geführt, wo sie herzlich von Kicky, Lena und Kian begrüßt wurde. Cat und Mark befanden sich zur Zeit bei Marks Eltern.
Bekkie ließ sich geknickt auf einem Stuhl nieder und berichtete ihren Freunden von ihrem Zusammentreffen mit Shane. Nachdem sie geendet hatte wurde eine heiße Diskussion entfacht. Alle waren der Meinung, dass Bekkie Shane noch eine Chance geben sollte. „Schau mal Süße. Mir hast du doch auch verziehen, warum also nicht auch Shane?!“, versuchte Kicky ihre Freundin zu überzeugen. „Ich weiß ja auch nicht. ich hab einfach nur Angst dass er das noch mal tut. Das würde ich nicht aushalten. Ich würde ja gerne wieder mit ihm zusammen sein. Allein schon wegen dem Baby.“ Bekkie seufzte. „Das ist alles so kompliziert! Ich...“, sie wurde vom Klingeln der Tür unterbrochen. Bekkie sprach weiter, während Nicky zur Tür sprintete, „Ich... vielleicht sollte ich noch mal mit ihm reden. Vielleicht habt ihr ja recht.“, endete Bekkie. „Ja, dann... tu das doch sofort mal.“ Lena deutete hinter Bekkie auf die Küchentür. Als Bekkie sich umdrehte, sah sie direkt in das Gesicht von Shane. „Ähm... ja... also...du wolltest mit mir reden?!“, fragte dieser ein wenig verunsichert. „Ja.“ Bekkie erhob sich vom Stuhl und ging von Shane gefolgt in ihr altes Zimmer, welches sie so vorfand, wie sie es verlassen hatte. Kaum hatte sie das Zimmer betreten, fiel ihr Blick auf das Foto von ihr und Shane, welches sie am Tag ihres Auszuges gegen die Wand geworfen hatte. Es stand nun wieder auf ihrem Nachttisch. In einem neuen, bunten Holzrahmen. Shane folgte dem Blick seiner Ex-Freundin. „Ich habe es in den neuen Rahmen getan und wieder an seinen Platz gestellt.“ Bekkie sah einen Augenblick lang Shane an und setzte sich dann auf das Sofa, welches gegenüber von ihrem Bett stand. Shane nahm neben ihr Platz. Keiner der beiden sprach ein Wort
Nach einigen Minuten ergriff Shane dann doch das Wort. „Worüber wolltest du denn mit mir reden?“ Er sah Bekkie erwartungsvoll an. Diese spielte nervös an ihrem Ring rum. „ Ja...also... alle meinen ich soll dir noch eine Chance geben und naja... ich liebe dich noch immer, außerdem bin ich schwanger von dir...“ Sie brach ab. „Also...gibst du mir noch eine Chance?!“ Bekkie war einen Moment langstill, als müsste sie noch üerlegen. „Ja.... du bekommst deine Chance.“ Shane konnte es nicht fassen. Er war überglücklich. Er sprang auf und drückte Bekkie so fest an sich, wie er konnte. Als Shane seine Freundin jedoch küssen wollte wich diese zurück. „Ich brauche trotzdem noch etwas Zeit, okay?“ Shane lächelte sie verständnisvoll an und streichelte ihr über die Wange. „Du bekommst alle Zeit der Welt, Süße.“ Bekkie lächelte Shane glücklich an, als sich plötzlich wieder das Baby in ihrem Bauch regte. Sie nahm die Hand ihres Freundes und legte sie auf ihren Bauch. „Dein Sohn ist schon ganz schön aktiv!“, lachte Bekkie. Shane sah seine Freundin erstaunt an. „Mein... Mein Sohn?!“ „Ja. Dein Sohn.“ Auf Shanes Gesicht breitete sich ein freudiges lächeln aus. Er nahm Bekkie in den Arm und wirbelte sie wild herum. „Hey! Hey! Vorsicht! Deinem Sohn wird sonst noch schlecht und der Mutter auch!“, lachte diese. Sofort ließ Shane sie runter und sah sie entschuldigend an. „Tut mir leid, aber ich freu mich halt so.“ Bekkie sagte nichts. Statt dessen küsste sie Shane nur auf die Wange. Danach setzte sie sich wieder auf ihr Sofa. „Was war eigentlich in den letzten Wochen so bei dir los? Wie läufst mit Westlife?“ Auf einmal verschwand das lächeln aus Shanes Gesicht. Er seufzte und setzte sich gegenüber von Bekkie aufs Bett. „ Westlife wird’s wohl nicht mehr lange geben, wenn das so weiter geht. Nicky kann mir die Sache einfach nicht verzeihen. Ständig geraten wir deswegen aneinander. Das ganze Bandklima ist hinüber. Nicky will nichts mit mir zu tun haben und Mark und Kian gehen die ständigen Streitereien von Nicky und mir auf die Nerven. Alles in allem ist es total beschissen. Wir werden wohl demnächst getrennte Wege gehen.“ Bekkie nahm Shanes Hand und streichelte mit ihrem Daumen beruhigend über seinen Handrücken. „Hmmm... irgendwie kriegt ihr das bestimmt hin. Ich meine. Ihr seid doch beste Freunde. Das kann doch nicht kaputt gehen, nur wegen so ner Sache. Schau mal... bei Kicky und mir ging’s ja auch. Wir haben uns auch wieder zusammengefunden und verstehen uns wieder genauso gut wie früher. Ihr packt das bestimmt!“ Shane sah seine Freundin dankend an und küsste ihre Hand. „Ich hoffe du hast recht, Süße. Ich hoffe du hast recht.“ Bekkie setzte sich neben Shane aufs Bett und kuschelte sich an ihn. Sie wollte ihm zeigen, dass sie für ihn da war. Egal was passieren würde.
„Ich bin so froh, dass zwischen uns wieder alles okay ist. Wenn das jetzt mit Nicky auch noch ´geklärt ist bin ich wirklich der glücklichste Mensch der Welt. Nur ich hoffe das Nicky das auch so sieht. Weißt du. Westlife leidet darunter. Und ich finde das ist den Fans gegenüber nicht fair. Das die Band wegen Streitereien zu Ende geht. Es wäre okay wenn die Band zugrunde geht, weil die Fans unsere Cd`s nicht mehr kaufen würde, aber das ist nun absolut nicht der Fall.“ Bekkie überlegte einen Moment lang. „Hmmm… Du hast wahrscheinlich Recht. Soll ich mal mit Nicky reden? Vielleicht bringt das ja was …“ „Nee, lass mal… Ich mach das schon. Bzw. Ich werds versuchen.“ Shane sah Bekkie lächelt an und küsste sie.
Währendessen machte sich auch Nicky, der mit Kicky im Bett lag und sie in seinen Armen hielt, Gedanken über seine und Shanes Freundschaft. Und über Westlife. „Schatz… Wie wär’s wenn du vielleicht mal zu Shane gehst, dich entschuldigst und ihr euch wieder vertragt?“ „Ich entschuldige mich bei dem nicht!!“ Nicky war stur. Ziemlich stur sogar. „Nicky, ihr zerstört damit ganz Westlife. Ihr zerstört damit das, was du dir Jahre gewünscht hast und nun endlich erreicht hast. Und das willst du wegen mir alles aufgeben?“ „Ich wollte Profi-Fußballer werden und kein Boygrpoup-Star.“ Kicky guckte ihren Freund schief an. „So, na wenn das so ist, dann werde ich jetzt zu Louis fahren und ihm sagen das du aussteigst.“ Kicky verließ das Bett und ging zur Tür. Was er jedoch nicht sah, war das sie frech grinste. „Süße! Lass den scheiß!!!“ Panisch sprang Nicky auf, rannte raus und zog Kicky am Arm zurück in ihr Zimmer. Kicky prustete los. „Du hast jetzt nicht wirklich gedacht das ich zu Louis fahre oder?“ „Na warte…“ Nicky stieß Kicky aus dem Zimmer. Kicky lief wie bescheuert vor Nicky weg. Sie ahnte was ihr blühte. Er wollte sie durchkitzeln. Unterwegs rannte Kicky in Lenas arme. „Was geht denn bei euch schon wieder ab?“ Sie musste sich ein lachen verkneifen. „Hilf mir Lena… Nicky will mich durchkitzeln“ Kian beobachtete das Vorgehen nur skeptisch. Doch es wunderte ihn nicht. Denn wenn Nicky und Kicky zusammen waren, war es nie ruhig oder langweilig. Sie wussten sich immer zu beschäftigen und wenn sie , wie in diesem Moment einfach nur wie bescheuert duchrs Haus rannten. Nicky stürzte sich auf Kicky und Lena die schreiend zu Boden fielen und kitzelte sie durch. „Hey Nicky, lass meine Süße in Ruhe!“ Kian half seiner Freundin auf. Die beiden sahen, dass sie nicht mehr erwünscht waren und verschwanden in der Küche um etwas zu essen. Nach 2 Minuten intensiven durchkitzeln wurde Kicky wieder etwas ernster. „Jetzt geh zu Shane… Bitte Nicky…“ Nicky sah, das es kein Sinn mehr hatte ihr zu widersprechen und entschloss sich bei Shane zu entschuldigen. Früher oder später hätte er sich sowieso bei Shane entschuldigt wenn Shane das nicht schon längst getan hätte. Was Nicky nicht wusste, war das sich Shane genau das gleiche dachte und auf dem Weg in Kickys Zimmer war um mit Nicky zu reden. So trafen sich die Beiden auf halber Strecke. Sie stießen zusammen. Nicky holte Luft: „Kannst du nicht aufpassen wo du…“ er schrie Shane na, bis er merkte, dass er sich eigentlich auf den Weg gemacht hatte um sich bei Shane zu entschuldigen und nicht ihn anzuschreien. Shane starrte ihn an und wollte gerade wieder umdrehen bis Nicky einfach drauflosplapperte: „Shane? Shane… Ich wollt mich eigentlich nur bei dir entschuldigen…“ „Nicky? Du hast da gar keinen Grund zu… Ich bin der jenige der die Scheiße gebaut hat, nicht du! Ich hab mit deiner Freundin…“ „Shane, lass gut sein… Ich kanns jetzt nicht sofort vergessen, denn das hat ziemlich wehgetan, dennoch weiß ich, dass du der beste Freund bis den man überhaupt haben kann und außerdem haben wir schon viel zuviel zusammen durchgemacht… Und überhaupt, wir müssen an Westlife denken. Wir können ja nicht ewig im Streit zusammenleben, Kian und Mark würden das auch nicht so toll finden… Und wenn noch einer aussteigt, dann ist es endgültig aus mit Westlife. Also werde ich wenigstens VERSUCHEN zu vergessen.“ Auf Shane und Nickys Gesichtern zeichnete sich langsam aber sicher ein Lächeln aus. „ Danke Nicky…“ Nicky grinste. „Komm her, lass dich knuddeln Honeyyyy!“ Quiekte Nicky. Shane lachte und ging näher zu Nicky. Sie umarmten sich. Hach, wie hatte Shane seinen besten Freund vermisst. Er könnte sich schlagen dafür, was er getan hatte. Er würde alles, aber auch alles dafür tun um das Geschehen rückgängig zu machen. Aber nun hatten sie sich wieder. ShNicky waren wieder vereint ( Ich konnt nit anders Mädels…Sorry :D ) Kicky kam aus ihrem Zimmer und sah wie sich die beiden umarmten. Sie lächelte. „Ach ihr seid ja süß… Habt ihr euch wieder, ja?“ „Wie du siehst.“ Lachte Nicky. „Wie wär’s wenn ihr 2 hübschen heute Abend einfach zusammen in Pub geht und euch da noch mal richtig aussprecht? Würd euch bestimmt ganz gut tun…“ sagte Kicky. „Joah, wieso eigentlich nicht?“ fügte Nicky hinzu. Shane nickte.
Lena, die gerade auf den Weg nach draußen war platzte in die Unterhaltung rein. „Wasn hier los? Flur-Versammlung?“ sie grinste. „Nee eher Versöhnung würd ich sagen.“ „Na, wenn das so ist. Kicky-Süße? Kommst du mit Shoppen? Kian schreibt die ganze Zeit an irgendsonem Song und ich darf ich dabei nicht stören…“ Sie verdrehte die Augen. „Klar, shoppen ist immer gut…“ „Schatz? Lass meine Kreditkarte bitte hier ja?“ Shane lachte. „Nicht das das so wie beim letzten Mal endet als du mit Lena in London warst.“ Kicky räusperte sich. „Neeeeeeheiiiin!“ Dann verschwand sie mit Lena.

Unterdessen im Hause der Feehily`s wo Cat sich mit ihrer „zukünftigen Schwiegermutter“ rumschlug. Sie schien nicht sehr begeistert von Cat zu sein… Cat hatte nicht erwartet, denn wenn Mark von ihr erzählte hörte es sich an als wenn sie eine liebe, ruhige, verständnisvolle Mutter gewesen wäre…. Dies war in der Tat aber überhaupt nicht so. Der Titel „Schwiegermonster“ würde wohl eher zutreffen. Marie hatte andauernd etwas an Cat auszusetzen, sei es ihre Kleidung, die Art wie sie mit Mark redete, wie sie ihn berührte…
Mark und Cat durften sich vor Marie nicht einmal knutschen, denn dann fühlte sie sich sofort ausgeschlossen und fing an sich wie wild zu räuspern oder irgendwelche Sachen runterzuschmeißen um sich bemerkbar zu machen… Marie machte Cat die Zeit, die sie im Hause der Feehily`s verbrachte, zur Hölle. Aber zum Glück waren da ja noch Mark und sein Vater Oliver. Oliver war lieb. Zu Anfang war er etwas misstrauisch, was Marie, wie Cat dachte ihm eingeredet haben musste, aber nach 1-2 Tagen dann war er nurnoch lieb und redete viel mit Cat über Mark, ihre Zukunft, Fans und andere Sachen.
Cat und Mark zogen sich in Marks Zimmer zurück und setzten sich auf seine lila Couch, die an die Milka-Kuh erinnerte. „Deine Mutter ist grauenvoll. Ist die zu all deinen Freundinnen so gewesen?“ Mark grinste und räusperte sich. „Ähm… Nein eigentlich nicht…“ „Danke, das beruhigt mich Schatz.“ „Ich weiß, das kann ich gut… Nein, vielleicht merkt sie einfach, dass es mir diesmal etwas ernster ist als bei den Girls davor weißt du? Sie ist vielleicht eifersüchtig auf dich.“ „Was laberstn du da für ein Müll? Wieso sollte sie eifersüchtig auf mich sein? Immerhin will ich dich ja nicht adoptieren oder so was… Ich bin „nur“ mit dir zusammen und hatte eigentlich nur versucht gut bei ihr zu landen, weil ich sie ja dann des Öfteren ertragen muss…“ „Meine Mutter ist eigentlich echt nie so, das ist mir unerklärlich Süße…“ „Ich hab ja dich…“ Sie küssten sich und schalteten dann den Fernseher ein.

„Woah, wie geil ist das Top denn, Süße?“ Lena und Kicky waren inzwischen schon seid 3 Stunden bei Dolce&Gabana hängen geblieben und überlegten was sie sich jetzt kaufen sollen, oder ob sie einfach alles kaufen sollten. „Lena? Is das Top zu gewagt?“ „So was fragst du mich doch sonst auch nicht…“ „Was solln das heißen?“ „Nichts nichts…“
Letztendlich entschied sich Kicky für ein ziemlich weit ausgeschnittenes Top, was dennoch irgendwie Stil hatte und Lena für eine Hose.

Währendessen arbeitete Kian hart an einem Song. Es war nicht irgendein Song, sondern er war für die Frau seiner Träume: Lena. Alles musste perfekt sein. Er hatte schon mindestens 10 Blätter vollgekrikelt, sich aber dann doch umentschied, sie dann zusammen knüllte und wild im Zimmer verteilte. Der Titel stand schon fest und der Text war auch schon fast fertig. Nur die Melodie wartete noch darauf komponiert zu werden.
Als dann nach 1 Stunde der Text vollkommen perfekt war und Kian gefiel, schnappte er sich seine Gitarre und sang sämtliche Melodien. Er überlegte auch, ob er es den anderen Jungs zeigen sollte. Vielleicht könnten sie es auf ihr neues Album packen.

2 Monate später

Nicky betrachtete zufrieden sein Werk. Es war alles perfekt. Er hatte in einer kleinen, sehr unbekannten Bucht ein Candlelight-dinner vorbereitet. Der Tisch war mit einzelnen Rosenblättern verziert, zwei Kerzen und eine Vase mit einer einzigen Rose schmückten seine Mitte. An dieser Rose war, wenn auch leicht versteckt, ein wunderschöner silberner Ring mit vielen kleinen eingearbeiteten Diamanten verzierter Ring, befestigt. Nicky rieb nervös seine Hände aneinander und schaute dann auf die Uhr. Es war halb neun. Sie müsste nun bald kommen. Eine Limosine sollte sie um 20 Uhr an ihrem Haus abholen und sie zu dieser Bucht bringen. Selbstverständlich war der Chaufeur in alles eingeweiht und verriet Kicky, auch wenn sie ihn noch so sehr löcherte nicht, wohin er sie fuhr und was dies alles auf sich hatte.
Endlich hörte Nicky ein Auto vorfahren. Er drehte sich um und erblickte die schwarze Limosine aus der gerade seine Feundin ausstieg. Schnell eilte er zu ihr, um sie mit einem leidenschaftlichen Kuss zu begrüßen. Nachdem die zwei sich wieder aus dem Kuss lösten, sah Kicky ihren Freund leicht verwirrt an. „Was hat das alles zu be...“ Doch weiter kam Kicky nicht. Nicky brachte sie mit einem Kuss zum schweigen und flüsterte ihr anschließend ins Ohr: „ Das erfährst du noch, Süße“. Er nahm sie an die Hand, führte sie zu ihrem Platz am Tisch und bat sie platz zu nehmen. Danach nahm Nicky gegenüber seiner Liebsten platz. So saßen die beiden nun beim Dinner in dieser wunderschönen, kleinen Bucht, im Schein der untergehenden Sonne und lauschten dem seichten rauschen der Wellen, die sanft auf den Strand trafen. Nach Beendigung des Dinners sprach keiner der beiden ein Wort. Sie schauten sich stattdessen gemeinsam den Sonnenuntergang an. Plötzlich fing Nicky leise an zu singen: „ Everybody‘s looking for that something
Something that makes it all complete
You find it in the strangest places
Places you never knew it could be......“
Kicky sah ihren Freund mit Tränen in den Augen an. Sie liebte es ihn singen zu hören und sie liebte vor allem dieses Lied. Langsam, ganz langsam bahnten sich die Tränen ihren Weg die Wangen hinab, um dort von Nicky, der mittlerweile vor Kicky kniete, weggewischt zu werden. Als Nicky die letzten Töne von Flying without wings gesummt hatte, griff er zu der Rose, die auf dem Tisch plaziert war und holte noch einmal tief Luft. Er sah Kicky geradewegs in die Augen und begann zu sprechen:“Kicky, meine Süße, mein Schatz. Du bist mein ein und alles. Ich liebe dich mehr als alles andere auf der Welt. Jedes Wort, was ich gerade gesungen habe drückt genau meine Gefühle für dich aus. Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben und ich möchte dich immer anmeiner Seite haben. Darum Frage ich dich hier und jetzt... Kicky... Willst du meine Frau werden und den Rest deines Lebens gemeinsam mit mir verbringen?“ Kicky war spachlos. Schon wieder rannen ihr Tränen die Wangen hinab. Es waren Tränen der Freude und Tränen der Rührung. Sie beugte sich zu Nicky vor und gab ihm einen innigen Kuss. Danach flüsterte sie ihm leise ins Ohr: Ja, ich möchte den Rest meines Lebens mit dir verbringen. Nickys Augen begannen zu strahlen. Er war der glücklichste Mensch auf der Welt. Kicky hatte ihn gerade dazu gemacht.

Am nächsten morgen, nach einer leidenschaftlichen Nacht, die Kicky und Nicky zu Hause verbracht hatten, machte sich Kicky gleich nachdem sie aufgewacht war auf den Weg zu Lena&Bekkie und ließ den schlafenden Nicky alleine im Zimmer zurück.
Als sie sich ein paar Meter von ihrem Zimmer entfernt hatte begann sie wie verrückt rumzuschreien: „LEEEEEEEEEEENAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!BEEEEEEEEKKIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEE!!!!!“ Ihre 2 Freundinnen, die sich in der Küche befanden und bis zu dem Zeitpunkt in Ruhe frühstückten schreckten auf und Lena rief zurück: „IN DER KÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜÜCHEEEEEEEEEEEEEEEEEE!“ Kicky rannte in die Küche. Angekommen starrten Bekkie und Lena sie mit großen Augen an. „Was is los Süße?“ sorgte sich Lena. „Ich hab…“ Sie brach ab. Sie grinste bis über beide Ohren und konnte den Satz nicht zu Ende sprechen. „Ich hab… Hab…“ „Du hast mit Nicky geschlafen? Ich weiß…“ sagte Lena und alle 3 mussten lachen. „WIR WERDEN HEIRAATEN!!“ Kicky schrie es förmig aus sich hinaus. Bekkie verschluckte sich an ihrem Kakao und verteilte ihn über den Tisch. Kicky bekam einen Lachanfall bis sie von hinten von ihrem zukünftigen Mann umarmt wurde. „Na, hast dus ihnen erzählt?“ „Ähm… Ja? Wie du siehst?“ Nicky gab Kicky einen Kuss auf die Wange umarmte sie jedoch immer noch von Hinten. Er legte seinen Kopf auf ihre Schulter. „Hach seid ihr süß…“ Schwärmte Lena, worauf jedoch keiner einging. „Ach, erkennt man das daran, dass ihr kompletter Mundinhalt sich in der Küche verteilt hat?“ Alle lachten. „Ich will ja nicht wissen wie du reagieren würdest, wenn Shaney plötzlich zu dir ankommt und dir mitteilt, dass er mich heiraten will. „Hmmm…“ Sagte Nicky nur.

Eine Woche nach diesem wunderbaren Ereigniss, dass natürlich die gesamten Lifer und Mädels kräftig gefeiert hatten, machten sich Mark, Shane, Nicky und Kian auf den Weg nach Deutschland, um dort ihre neue Single zu promoten, die bereits in den UK und Irland auf Platz Nummer 1 der Charts stand. Auch in Deutschland lief der verkauf der Single „Every little thing you do“, welche eine wunderschöne Ballade war, die Kian für seine Lena geschrieben hatte, sehr gut. Die Chancen auch in Deutschland endlich einen Nummer 1 Hit zu landen waren also groß. Den vier Lifern fiel es natürlich besonders schwer sich von ihren Freundinnen und Verlobten zu trennen. Vor allem Shane hatte ein ganz schlechtes Gefühl im Bauch, da er Bekkie, die mittlerweile im 7ten Monat schwanger war, allein lassen musste. Diese jedoch bestätigte ihm immer wieder, dass es ihr gut gehe und er sich auf keinen fall Sorgen machen brauche. Das Baby käme ja eh erst in einem Monat und somit würde Shane auch pünktlich zur Geburt wieder da sein. Was zu diesem Augenblick jedoch keiner wusste war, dass Shane die Geburt seines ersten Sohnes verpassen würde.

Fünf Tage nachdem Westlife Irland in Richtung Deutschland verlassen hatten, wurde Bekkie am späten Abend, als sie in ihrem Bett lag, von einem unglaublichen Schmerz überfallen, der ihr fast die Sinne raubte. Vrezweifelt versuchte sie einen klaren Kopf zu bewahren und ruhig zu bleiben, doch es gelang ihr nicht. Sie hatte panische Angst und war vor lauter Schmerzen noch nicht mal in der lage dazu aufzustehen. „KICKYYYYYYY!!!!! LENAAAAA!!!!“, brachte Bekkie schreiend uner Schmerzen hervor. Einige Minuten später standen ihre Freundinnen, verschlafen und sich die Augen reibend in ihrem Zimmer. „Was ist los?“, fragte Lena und rieb sich die Augen. Bekkie atmete schwer und konnte nur mit Mühe sprechen. „Irgendetwas.... irgendetwas stimmt nicht... mein Baby... es tut alles so weh... mein baby...“, schluchzte Bekkie. „Oh mein Gott! Oh mein Gott!“, Lena wurde leicht panisch. Kicky jedoch behielt einen kühlen Kopf. „Bleib ganz ruhig Süße!“, sie streichelte Bekkie über den Kopf, „Es wird alles wieder gut. Ich rufe jetzt den Krankenwagen. Ist wohl besser, wenn die dich holen. So wie ich das sehekannst du wohl nicht aufstehen.“ Mit diesen Worten verschwand Kicky aus dem Zimer und rief einen Krankenwagen,.während Lena bei Bekkie am Bett sitzen blieb und versuchte die völlig aufgelöste und verängstigte werdende Mutter zu beruhigen. Etwa 10 Minuten nachdem Kicky telefoniert hatte, fuhr der Krankenwagen in die Einfahrt des Hauses. kicky öffnete dem Notarzt die Tür und geleitete ihn zu Bekkies Zimmer.Der Notarzt untersuchte Bekkie gründlich und sprach dann zu ihr: „Wir müssen sie ins Krankenhaus bringen. Ich weiß nicht genau was los ist, aber es scheint als würden sie unter einer Schwangerschaftsvergiftung leiden.Wenn sich mein Verdacht besstätigt muss ihr Kind per kaiserschnitt auf die Welt geholt werden“ Bekkie sah den Arzt geschockt an. „Es ist doch noch viel zu früh! Mein Kind sollte doch erst in zwei Monaten kommen! Das können sie nicht machen!!! Es ist noch zu früh!!!“ Bekkie konnte sich gar nicht mehr beruhigen sie fing an hemmungslos zu schluchzen und zu schreien.Alle Versuche ihrer Freundinnen sie zu beruhigen schlugen Fehl. Auch der Notarzt wusste keine Lösung mehr und beschloss somit der werdenden Mutter eine Spritze zur beruhigung zu geben. Nachdem diese ihre Wirkung zeigte, wurde Bekkie in den Krankenwagen verladen und zum Sligo-General-Hospital gebracht.Kicky und Lena folgten dem Krankenwagen mit dem Auto. Sie konnten ihre Freundin schließlich unmöglich alleine lassen.
Im Krankenhaus angekommen wurde Bekkie abermals von einem Arzt untersucht und der Verdacht des Notarztes wurde bestätigt. Das Baby musste zwei Monate früher als geplant und per Kaiserschnitt zur Welt kommen. Auf dem Weg in den OP wurde Bekkies Bett an Kicky und Lena, die im Flur des Krabkenhauses warteten vorbeigeschoben. Bevor Bekkie endgültig im OP verschwand rief sie ihren Freundinnen noch zu: „Ruft... ruft bitte Shane an!“
Kicky schlug sich mit der flachen Hand vor die Stirn: „Shane. Mensch. Den haben wir ja ganz vergessen. Scheiße man... was wird der dazu sagen?“ Lena seufzte. „Rufst du ihn an? Ich kann das nicht.“ Kicky nickte, kramte ihr Handy aus der Tasche und machte sich auf den Weg zum Eingang des Krankenhauses. Als sie in die kühle Nachtluft hinaustrat atmete sie noch einmal tief durch und machte sich für das bevorstehende Gespärch bereit. Sie suchte Shanes Nummer und drückte auf den grünen Hörer. Es tutete einmal, es tutete zweimal....

Shane saß mit Nicky, Mark und Kian vergnügt an der Bar des Münchner Hilton-Hotels und schlürfte an seinem Guinness. Ihm liefen vor lachen die Tränen die Wangen hiab. Nicky hatte heute mal wieder einen seiner ganz witzigen Tage erwischt und riss pausenlos Witze oder stellte irgendwelche Dummheiten an. Plötzlich spürte Shane das vibrieren seines Handys in der Hosentasche. Er schaute auf die Uhr. es war 23.30 Uhr. „Wahrscheinlich ist es Bekkie, die mich noch mal sprechen will bevor sie schlafen geht“, dachte er bei sich während er sein Handy elegant aus der Hosentasche hervorzog. Er bat die Jungs kurz ruhig zu sein und ging dann an sein handy ohne vorher auf das Displa zu schauen. „Hey mein Schatz. Wie ge...“ Doch weiter kam Shane nicht. Kicky unterbrach ihn mitten im Satz. „Ich bins...Kicky...“
„Oh hey. Was willst du denn?“ Shane war ein wenig verwundert.“ „Shane halt den Mund und hör mir zu! Bekkie ist im Krankenhaus. Sie hatte heute Abend auf einmal furchtbare Schmerzen.. Wir haben sofort den Krankenwagen gerufen und jetzt liegt sie im OP... das Baby wird gerade per Kaiserschnitt geholt. Der Arzt meinte irgendwas von einer Schwangerschaftsvergiftung oder sowas.....“ Shane war geschockt. Bekkie.. seine Bekkie war im Krankenhaus und das Baby wurde zwei monate früher als geplant per Kaiserschnitt geholt.“Shane? Shane? Bist du noch dran?“ „J..ja... Ich bin noch dran. Oh mein Gott. Wie konnte das passieren. ich.. ich muss sofort zu ihr. Scheiße... warum musste ich auch auf diese beschissenen Promo-Tour!“ Mit diesen Worten legte Shane auf. Seine vier Freunde sahen ihn verwundert an. „Hey Mate! Was is los? Du siehst ja aus als hätte dich grade Dr. Scream-Man angerufen.“, meinte Nicky grinsend. „Es ist Bekkie... Das Baby... sie holen es gerade per Kaiserschnitt... ich muss sofort zu ihr! Sie ist ganz alleine!!!Ich muss zu ihr!“ Shane verfiel in leichte Panik. Er hatte Tränen in den Augen. Er machte sich furchtbare Sorgen um seine Freundin und sein Kind. Außerdem machte er sich vorwürfe, weil er in diesem Moment nicht bei ihr war.“Das ist ja ... mir fällt nichts ein. Man... wir brechen die Promotour ab und nehmen das erste Flugzeug zurück nach Irland!“ Nicky und Kian stimmten Mark zu. Sie musten sofort mit Louis sprechen und die Promo abbrechen. Sie hatten momentan wichtigeres zu tun. Nicky und Kian wollten bei ihren Freundinnen sein, denen es sicherlich auch nicht gut ging und Shane wollte bei seiner Freundin und seinem Kind sein. Er hoffte nur, dass die beiden den Kaiserschnitt gut überstehen würden.

„Jetzt lasst uns doch endlich los. Mein Kind kommt in Irland wahrscheinlich gerade zur Welt und ich bin hier in Deutschland auf so einer scheiß Promo-Tour.“ Shane war wütend und verzweifelt. „Hey hey, dein Job kann da nichts zu Sweetheart.“ Nicky versuchte Shane ein wenig zu beruhigen. Shane sagte nichts mehr und packte seine restlichen Sachen im Hotel zusammen, bis alle 5, Nicky, Shane, Kian, Mark und Louis, inklusive der Sicherheitsleute zusammen aus dem Hotel verschwanden und mit ihrem Bus zum Münchener Flughafen fuhren. Sahne konnte nicht aufhören sich Gedanken zu machen. Er verpasste die Geburt seines Kindes…

Im OP-Saal war Bekkie nurnoch halb bei Bewusstsein und es kam ihr alles vor wie in einem Traum. Sie sah verschwommen wir plötzlich eine Schwester das Kind auf dem Arm hielt und ihr entgegenstreckte. Bekkie musste lächeln und weinen. Sie hatte gerade zum ersten Mal ihr Kind auf dem Arm. Ohne Shane… Ohne den Vater ihres kleinen Jungen. Sie hatte geahnt das es ein kleiner Junge werden würde. Er sah genauso aus wie Shane. Sie hatte Shane bereits auf zahlreichen Baby-Fotos gesehen. Bekkie fiel auf das ihr Kind klein war. Zu klein, denn die Schwester nahm ihr das Kind auf schon wieder weg und verschwand aus dem OP-Saal. Sie spürte noch ein paar Rucke an ihrem Bauch und dann hatte sie es geschafft. Sie wurde zurück auf ihr Zimmer geschoben, vorbei an Lena und Kicky, die ungeduldig vor dem OP-Saal auf sie warteten, aber das Baby schon gesehen hatten als es hinaus gebracht wurde. Es war in der Tat sehr klein und sah gebrechlich aus. Beide hofften das es dem Kind gut gehen würde und es nicht zu schwach ist um weiter zu leben. Lena und Kicky stürmten hinter Bekkies Bett her. Angekommen in Bekkies Zimmer sagte Kicky: „Bekkie, du hast es geschafft. Es ist da!“ Lena und Kicky lächelten, dies erwiderte Bekkie jedoch nur zögernd. „Ich freu mich wirklich riesig das mein… Unser Kind da ist. Das war wirklich der schönste Moment in meinem Leben, aber mit Shane wäre er wohl noch schöner gewesen…“ Kicky schnappte sich einen Hocker und saß sich zu Bekkie ans Bett. Sie strich ihrer Freundin über den Kopf. „Er ist schon auf den Weg hierher. Er muss sich wohl sofort auf den Weg gemacht haben, als ich es ihm erzählt hab!“ Bekkie lächelte gut. Lena setzte sich auf das andere Bett im Zimmer, welches leer war. „Wie heißt der kleine?“ Wollte sie wissen. „Er heißt James!“ antwortete Bekkie. „Bringen sie ihn denn gleich auch mal zu dir? Das ist schließlich dein Kind.“ „Gute Frage Kicky.“ „Moment ich geh fragen.“ Kicky sprang auf und suchte den Arzt der Bekkie schon im OP begleitet hatte.
Als Kicky nach 15 Minuten wieder das Zimmer betrat war Bekkie bereits eingeschlafen. Kicky nahm wieder auf dem Stuhl neben Bekkies Bett platz un sagt zzu Lena gewand: „Das baby liegt im Brutkasten und hängt an etlichen Schläuchen. Es sieht voll furchtbar aus. Ich glaub es ist ganz gut, dass Bekkie nach ein paar Tage im Bett bleiben muss. Ich befürchte den Anblick würde sie nur schwer ertragen. Ich hoffe nur, dass die Jungs bald kommen.“ Lena seufzte. „Ja das hoffe ich auch. Shane ist wahrscheinlich derjenige, den Bekkie jetzt am meisten braucht.“
Während Kicky und Lena in Bekkies Zimmer saßen, um dort auf die Jungs zu warten betrat der Chef-Arzt das Zimmer. „Ladies es wird Zeit zu gehen! Wir haben schon längst keine Besuchszeit mehr. Sie können gerne Morgen um 9 Uhr wieder kommen.Ihre Freundinn braucht jetzt erst einmal Ruhe. Sie hat einen schweren Eingriff hinter sich.“
Nach einigem Protest machten Kicky und Lena sich schließlich auf den Weg nach Hause. Dort angekommen riefen sie sofort Shane an, der gerade auf dem Weg ins Flugzeug war. „Hey Shane Ich bins noch mal. Ich wollte dir nur bescheid sagen, dass du erst Morgen Früh ins Krankenhaus darfst. Der Arzt sagt Bekkie braucht Ruhe. Ihr geht es soweit ganz gut. Also mach dir keine Sorgen! Wir sehn uns dann zu Hause! Bye!“ Und schon legte sie wieder auf ohne auch nur auf eien Antwort von Shane zu warten. Dieser regte sich während des gesamten Fluges tierisch darüber auf, dass er seine Freundin nicht sofort sehen durfte und noch bis zum Morgen warten musste.

Am nächsten Morgen

Shane saß nervös in der Küche der WG. Es war erst 8 Uhr und er war schon seid 5 Stunden wieder zu Hause. Shane starrte in seine Kaffeetasse als jemand die Küche betrat. „Morgen Shane!“, kam es 6-stimmig von seinen Freunden. „Morgen Leute“ Shane sah von seiner Tasse auf. „Ich halte das nicht aus. Ich darf erst in einer Stunde zu ihr!!“ Nicky setzt sich neben Shane und klopfte ihm beruhigend auf die Schulter. „Komm schon! Die Stunde geht schneller um, als du denkst. Und so war es auch. Eine Stunde später standen Shane und die anderen vor Bekkies Zimmer. „Nun geh schon rein. Sie wartet bestimmt schon auf dich.“, drängte Kicky.“Wir warten dann erst mal hier draußen“. Shane öffnete vorsichtig die Tür und betrat das Zimmer. Bekkie lag in ihrem Bett und war am schlafen Sie war immer noch blass und sah ziemlich erschöpft aus. Langsam ging Shane auf das Bett seiner Freundin zu. Er streichelt ihr sanft über den Kopf und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. Bekkie öffneten langsam ihre Augen und blinzelte zu Shane rüber. Ein leichtes Lächeln zeigte sich in ihrem Gesicht „Shane...Endlich bist du da.“ „Ja Süße! Ich bin hier!“ Bekkie sah sich suchend im Zimmer um. „Wo..wo ist James? Wo ist unser Baby?“, fragte sie mit Tränen in den Augen. Sie hatte Angst, das es ihrem Kind nicht gut ging; ja sogar die Befürchtung, dass es Tod sei. „Ganz ruhig Süße. James liegt im Brutkasten. Er muss noch künstlich ernährt werden. Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Es geht im gut.“, log Shane, der ganz genau wusste, dass es noch nicht sicher war, ob ihr baby wirklich überleben würde. Er wollte jedoch Bekkie nicht beunruhigen und ließ sie somit in dem glauben, dass es James gut ginge. Bekkie nahm Shanes Hand. „Hast du ihn schon gesehen, Schatz? Er sieht genauso aus wie du“, fragte Bekkie mit einem lächeln. „Nein. Ich habe ihn noch nicht gesehen. Ich wollte erst nach dir sehn und dann nachher zu ihm gehen. Die anderen sind übrigens auch hier, m dich zu besuchen.“ Mit diesen Worten stand Shane auf, ging zur Tür und rief die anderen rein. Bekkie wurde von jedem mit einer Umarmung und einem Kuss auf die Wange begrüßt. „Wie ich gehört habe heißt euer Baby James?!“, grinste Nicky Bekkie breit an. Diese musste lachen. „Ja da hast du wohl richtig gehört. ich dachte mir wir sollten das Baby nach seinem Patenonkel benennen!“ Nicky stockte und sah Bekkie mit großen Augen an. „Patenonkel? Wer von den Leuten die ihr kennt heißt denn James?“ „Na da streng dein Hirn aber mal ganz doll an Byrne!“, lachte Kian laut. „Ach... ihr.. ihr meint mich?? Ich bin der Patenonkel?“ „Ja sicherlich! Wer denn sonst?“ Nicky war überglücklich und drückte erst Bekkie und dann Shane fest an sich. „Danke Leute! Ich werde meine Aufgabe gut erfüllen. Kanns kaum abwarten mit dem kleinen Fußball zu spielen!“
Zwei Stunden später verließen die Freunde Bekkie wieder, da der Arzt ihr noch ein wenig Ruhe verschrieben hatte. Während Bekkie also noch ein wenig schlief, machten sich die anderen mit Shane auf den Weg eine Schwester zu suchen, damit sie den kleinen James besuchen konnten.
Als sie eine Schwester gefunden hatten führte die sie gleich in das Zimmer wo mehrere Brutkästen standen. Die Schwester führte alle 6 zu James. Shane stockte der Atem. Sein Sohn lag da drin, angeschlossen an tausende von Schläuchen. Dennoch freute er sich. Seine Augen füllten sich mit Tränen. „Mein Sohn…“ brachte er heraus. Nicky hatte Mitleid mit Shane. Sein einziges Kind lag in da, in diesem Brutkasten, an Schläuche angeschlossen und keiner wusste ob der kleine James jemals überleben würde. Nicky kannte dieses Gefühl jemanden zu verlieren, den er eigentlich nie kannte aber sich doch verbunden mit ihm fühlte. Schließlich hatte er sein und Kickys Kind auch schon mal verloren. „Hey Shane… Der Kleine packt das bestimmt. Schließlich kommt er nach dir. Nach so einem starken Papa.“ Nicky nahm Shane in den Arm. Shane löste sich wieder von seinem besten Freund und wendete sich wieder der Schwester zu. „Wann kann ich ihn denn mal rausnehmen? Seine Mutter will ihn schließlich auch mal sehen…“ „So etwa 5 Wochen noch, dann ist der Kleine stark genug und er kann raus.“ Shane schluckte. „5 Wochen? Das ist nicht ihr ernst oder?“ „Doch, früher geht leider nicht, das wäre ein zu hohes Risiko. Immerhin ist er 2 Monate zu früh. Allerdings kann ihre Freundin ihn aber bald besuchen kommen wenn sie sich etwas erholt hat.“ Shane ging aus dem Raum raus und ließ sich auf einen der angebrachten Stühle im Gang sinken die eigentlich zum Warten gedacht waren. „5 Wochen…!“ Alle waren Shane gefolgt, doch keiner sagte etwas. Sie wusste nicht wie sie Shane beruhigen oder trösten konnten. Und sie mussten es Bekkie auch bald erzählen. Es wäre nicht fair gewesen sie anzulügen, dass es ihrem Baby gut geht. Außerdem würde sie sich selbst bald auf den Weg zu ihrem James machen und spätestens dann sehen das etwas mit ihrem Baby nicht stimmt wenn sie sich in dem Raum umsieht und feststellt, das nur ihr Kind an sämtliche Schläuche angeschlossen ist.
„Irgendwer muss es Bekkie sagen…“ Brach Kicky letztendlich die Stille. „Was?“ fragte Shane. „Das mit James nicht alles in Ordnung ist.“ „Wollt ihr nicht erstmal warten, bis sie sich vielleicht noch ein bisschen mehr von der OP erholt hat?“ sagte Lena. „Hmm ja vielleicht… Wer sagt’s ihr?“ Alle guckten Kicky an, sie machte eine abwinkende Handbewegung. „Nicht schon wieder ich… Immer muss alles ich machen.“ „Du kannst so was nun mal am Besten Schatz…“ Nicky sah sie erwartend an. „Okay… Ich sag’s ihr dann morgen.“ Kicky seufzte. „Shane? Du solltest jetzt vielleicht wieder zu ihr rein gehen…“ Schlug Lena vor. Shane stand auf und verschwand in Bekkies Zimmer. Sie beschlossen vorerst nach Hause zu gehen und die Beiden alleine zu lassen.


„Lena? Bekkie? Kicky? Wo seid ihr denn?!“ Als Cat endlich wieder von ihrer Freundin aus London nach Hause kam herrschte Totenstille in der sonst so belebten WG. In der WG war eigentlich immer etwas los, auch wenn nur Gesang aus Kickys Zimmer drang, oder Lena mal wieder einen ihrer Schrei-Wut oder Freudenausbrüche bekam. Irgendetwas war jedenfalls immer los. Und jetzt war es tot. Stiller als still, so still, das man jegliche kleinen Sachen auf den Boden fallen hören könnte. Fußschritte durchbrachen die Stille. „Hi Cat…“ „Hey Lena?!“ Beide umarmten sich. „Hab ich irgendwas verpasst?“ „Lass uns ins Wohnzimmer setzen…“ „Okay…“ Cat ahnte Schlimmes. „Was ist passiert? Ist etwas mit Mark? Oder Bekkies Baby?“ Beide ließen sich auf der großen Couch, die fast das ganze Wohnzimmer ausfüllte nieder.
„Bekkies Baby ist zu früh gekommen… Und man weiß nicht ob er es schafft…“ Cat war erschrocken. Erst hatte Kicky ihr Baby verloren und jetzt das. Sie schluckte und ihre Augen füllten sich mit Tränen wo sich einige Tränen auf den Weg machten an ihren Wangen entlang zu laufen. „Wie geht es Bekkie? Wie geht sie damit um?“ „Sie weiß es noch nicht… Kicky wird es ihr morgen erzählen… Sie ist ziemlich geschafft von dem Kaiserschnitt, aber auf dem Weg zu Besserung und es geht ihr immer besser…“ Cat nickte nur. „Kann ich sie besuchen?“ „Wir waren vorhin schon da… Jetzt ist Shane bei ihr. Den macht die ganze Sache mit dem kleine James auch ziemlich fertig… Wir fahren morgen wieder hin… Allerdings wird es ihr nachdem Kicky ihr es mitgeteilt hat auch nicht so toll gehen… Verständlich.“ „James?“ Cat musste lächeln. Lena nickte. „Ja,… James!“ Cat stand auf und ging ihn ich Zimmer von wo aus sie Mark anrief, dass er vorbei kommen sollte.
Später begrüße Cat auch Kicky die sich kuschelnd mit Nicky auf ihrem Zimmer befand.
Der Rest des Tages verlief relativ ruhig. Alle 3 machten es sich mit ihren Freundin gemütlich, schauten Filme gingen früh schlafen…
Shane widerum konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Er stellte sich immer und immer wieder die Frage: Warum? Warum musste ausgerechnet seinem Sohn so etwas passieren?! Eine Erklärung auf diese Frage fand er jedoch in der ganzen schlaflosen Nacht nicht.

Dann, am nächsten Morgen frühstückten alle zunächst in Ruhe bis es an der Tür klingelte. Es war Shane, der sie mit ins Krankenhaus nehmen wollte.
„Ich bin dafür das nicht alle mitkommen… Das wird Bekkie sonst zuviel denke ich mal…“ Sagte Lena und schlug vor: „Ich wär dafür wenn Kicky, Shane und Cat fahren würde. Cat hat Bekkie ja auch etwas länger nicht gesehen.“ „Gute Idee Lena-Schätzchen…!“ Stimmt Kicky zu und schnappte sich ihre Tasche und machte sich auf den Weg zur Haustür. Nicky folgte ihr. „Ich werde dich vermissen…“ Kicky lachte. „Spinner…“ Sie ging nach draußen, gefolgt von Cat und Shane. Die 3 schwangen sich in Shanes Mercedes und fuhren zum Krankenhaus.
Angekommen auf den Stock wo Bekkie und James sich befanden wurden sie gleich von der Schwester angequatscht:„James Zustand hat sich in den letzten Stunden erheblich gebessert und wir denken, dass es jetzt keinerlei Komplikationen mehr geben wird und es jetzt nurnoch bergauf geht.“ Shane dachte im ersten Moment das er sich verhört hätte. Er freute sich riesig und umarmte Kicky. Er hatte Freudentränen in den Augen. „Ach Shane, ich freu mich so für euch!!“