Für mein Igelschnäuzchen!!! Lisa ich hab dich lieb, vergiss das nie, ja?? Ich hoffe dir gefällt mein FanFic, viel Spaß beim lesen!!
Le grá go deo, deine Knutschkugel! ;-)
Janie saß gedankenverloren und weinend auf einer Klippe in der Nähe ihres Hauses. Sie dachte über die schönste Zeit ihres Lebens nach. Schöner hätte es gar nicht mehr werdend können und sie selbst war schuld, dass diese schöne Zeit nicht weiterlief sondern genau vor 3 Jahren stehen blieb. Sie wusste, dass sie schuld war und sie würde es sich nie verzeihen. Zu viele fehler hatte sie gemacht...
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„Janie, jetzt komm endlich!", rief Shane durch den Proberaum eines Tanzcenters in Dublin und wartete darauf, dass Janie endlich ihr Handtuch und ihre Tasche nahm um mit ihm den Raum zu verlassen. „Bin ja schon unterwegs!" Sie packte sich schnell ihr Zeug und lief auf die andere Seite des Raumes zur Tür, in der Shane wartete. Es war gerade die letzte Probe vor dem 1. Konzert von Westlife zuende und die Jungs wollten mit ihren Tänzerinnen noch etwas trinken gehen. Nur Janie brauchte mal wieder ewig, weil sie mit Pat, dem Choreografen, noch etwas besprechen musste. Shane war so freundlich und hatte auf seine Tänzerin gewartet. Die Beiden liefen vom Tanzcenter in das Hotel gegenüber, in dem sie die Zimmer gebucht hatten. In der Lobby trennten sich ihre Wege, Janie lief ihn ihr Zimmer, während Shane im Speisesaal verschwand. Sie musste lächeln, als sie daran dachte, wie Shane schon unter den Proben immer genervt hatte, dass er Hunger hat. Die letzte Probe war sowieso mehr als chaotisch! Kian war überhaupt nicht bei der Sache und trat Tara, seiner Tänzerin, so gut wie bei jedem Tanzschritt auf den Fuß, Bryan machte wieder seine Witze oder gab blöde Kommentare von sich und Nicky und Mark waren beide nicht gut drauf. Nicky, weil Georgina Schluss gemacht hatte und Mark, weil er übermüdet war. Pat war am verzweifeln, was auch immer er versuchte zu erklären kam mindestens bei 3 nicht an.
Janie musste wieder lächeln, während sie den Schlüssel ins Schloss steckte und ihre Tür aufschloss. Sie nahm sofort eine kalte Dusche, dass war genau das Richtige was sie nach so einer chaotischen aber auch anstrengenden Tanzstunde brauchte. Sie wickelte sich ein Handtuch um ihre nassen Haare und um ihren Körper und lief anschließend in das Nebenzimmer um sich ihre Anziehsachen herzurichten. Es war gar nicht so leicht in ihrem Kofferchaos was schönes zu finden. Am Schluss hatte sie 3 Kombinationen zur Auswahl und sie entschied sich für ein rotes One-Shoulder-Top, einen kurzen Jeans Rock und ihre schwarzen Lederstiefel. Sie betrachtete sich im verspiegelten Schrank und lief zufrieden ins Bad. Nach einer halben Stunde war sie auch mit ihrem Make-up und ihren Haaren zufrieden und sie lief wieder ins Nebenzimmer zurück und schaltete den TV an. Sie hatte noch fast eine Stunde Zeit, bis sie sich mit den Jungs in der Lobby treffen wollte. Sie zappte durch alle Kanäle und bei Winnie Pooh stoppte sie. Sie dachte an die kleine Molly, die Winnie Pooh über alles liebte! Deshalb hatte sie auch den Spitznamen „Pooh". Sie musste an Mollys Geburtstag zurückdenken an dem sie ihr einen Stoff Pooh geschenkt hatte. Molly war überglücklich und zeigten ihren ganzen Verwandten ganz stolz ihren Winnie Pooh. Seit diesem Tag an hatte sie keine Nacht mehr ohne ihn verbracht.
Janie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als es an der Tür klopfte. Sie stand auf und öffnete, es war Marie, Nickys Tänzerin.
„Hi, ich wollte nur kurz fragen ob ich mir deinen Lipgloss ausleihen darf?? Meiner ist leer."
„Ja klar, komm rein."
Janie lief ins Bad um ihren Lipgloss zu holen während Marie sich vor lachen nicht mehr einkriegen konnte.
„Was ist denn? Warum lachst du so?"
„Also du warst ja schon immer mein „Big Baby", aber das du Winnie Pooh anschaust..."
„Oh, es kam nichts anderes..."
Nun musste auch Janie lachen und flehte Marie an, kein Wort darüber zu verlieren.
„Geht klar, Big Baby!", meinte Marie und verlies mit einem Zwinkern Janies Zimmer. Sie schaltete den Fernseher aus und rief kurz ihre beste Freundin Susan an. Bei ihr hatte sie sich schon eine halbe Ewigkeit nicht mehr gemeldet und das wollte sie jetzt nachholen. Es verging eine dreiviertel Stunde, sie hatte Susan so viel zu erzählen. Was ja auch kein Wunder war, sie hatte sich schließlich seit mehr als 2 Wochen nicht mehr gemeldet. Sie legte auf und machte sich anschließend gleich auf den Weg in die Hotellobby. Shane und Kian warteten schon auf sie. Um Punkt 20 Uhr waren alle in der Lobby versammelt, nur einer fehlte noch. Bryan.
„Wartet ihr etwa auf mich?", fragte er, als er endlich an der Rezeption ankam.
„Ne, auf den heiligen Geist!", gab Mark genervt zurück und lief zur Hoteltür. Die anderen folgten ihm und sie liefen gemeinsam in einen Pub der gleich um die Ecke war. Sie feierten bis kurz vor 6. Die Jungs waren alle so besoffen, dass sie ins Hotel geschleppt werden mussten. Und es war für die Girls gar nicht so leicht einen ausgewachsenen Mann ca. 500 Meter zu schleppen, weil sie selbst nur ein Strich in der Landschaft waren. Irgendwie schafften sie es doch noch und Janie viel erschöpft in ihr Bett. Sie dachte noch einmal über den vergangenen Abend nach und musste lächeln, ehe sie von ihrer Müdigkeit überfallen wurde und mit einem kribbeln im Bauch einschlief.
Sie hatte sich verliebt, verliebt in Shane. Das wurde ihr an diesem Abend bewusst, sie ertappte sich immer wieder dabei, wie sie ihn immer anstarrte und dabei immer ein kribbeln im Bauch hatte. Sie war verliebt.
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Sie wurde am nächsten morgen durch ein sehr laustes Klopfen an ihrer Tür geweckt. Mit verschlafenen Augen sah sie auf den Wecker, halb 3! Sie kämpfte sich aus dem Bett und schlüpfte, auf dem Weg zur Tür, in ihren Morgenmantel.
„Sorry, dass ich dich wecke, aber ich muss dich darauf aufmerksam machen, dass in einer Stunde die Generalprobe für das Konzert heute Abend ist. Wir treffen uns in 45 Minuten in der Lobby." Anto sah sie mit einem schrägen lächeln an und auch Janie versuchte zu lächeln, aber es sah mehr nach einem verzweifelten Blick aus, der sagen wollte, dass sie auf keinen Fall schon ausgeschlafen war.
„Ist gut, ich komm dann.", quälte sie heraus und drehte sich um. Sie schloss dir Tür hinter sich und lies sich rückwärts auf ihr Bett fallen. Nachdem sie noch 10 Minuten vor sich hin gedöst hatte, stellte sie sich unter die Dusche. Das war die einzige Möglichkeit um wach zu werden. Sie duschte außergewöhnlich lang, aber dass war genau das was sie jetzt brauchte. Nach ihrem Waschgang packte sie ihr Trainingszeug und schlüpfte ihn ihre Trainingshose und ein T-Shirt. Sie schnappte sich noch ein Handtuch, band ihre Haare zusammen und begab sich anschließend nach unten. Sie wurde bereits von den anderen erwartet, nur einer fehlte jetzt noch. Wie immer Bryan. Als er mit einer halben Stunde Verspätung eintrudelte konnte es endlich losgehen. Die 10 verteilten sich auf die 2 schwarzen Vans und machten sich auf den Weg zur Halle. Als sie am Hintereingang ankamen wurden die Jungs stürmisch von ca. 100 Fans begrüßt. Alle wollten ein Autogramm haben, doch sie mussten ihre Fans leider enttäuschen, weil sie durch Bryan eh schon eine halbe Stunde zu spät dran waren.
Nach 2 Stunden war die General Probe vorbei und die ganze Crew begab sich in den Backstagebereich. Während Nicky und Shane Fußball, Kian und Mark Playstation und Bryan Gitarre spielten blieben die 5 Tänzerinnen lieber in ihrer Garderobe.
„Man Mädels, ich bin vielleicht aufgeregt!", meinte Lucy, Bryans Tänzerin und ließ sich mit einem Seufzer auf einen Stuhl fallen.
„Nicht nur du.", antwortete Marie und fing an ihre Haare für den Auftritt zu stylen. Nun fingen auch die Anderen an sich für die Premiere fertig zu machen. Es war nur noch 1 Stunde Zeit, die Vorgruppe hatte bereits begonnen zu Spielen und die Halle war am Überkochen! Kurz vor dem Auftritt versammelten sich alle hinter der Bühne und bildeten zu 10. den Westlife- Circle. Alle fassten sich an den Händen und Shane schrie: „One-Two-Three" und dann alle zusammen „WESTLIFE!!!" Das machten sie vor jedem Auftritt gegen die Nervosität.
Der Erste Auftritt verlief ohne Probleme und ohne große Fehler. Die Jungs und auch die Restlichen der Westlife-Crew waren sehr zufrieden und die folgenden Konzerte verliefen nicht anders. Und Janie und Shane kamen sich immer näher.
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„Hast du Lust auf einen Spaziergang?", fragte Shane Janie nach einem anstrengenden Konzert in Deutschland. Janie lächelte und nickte kurz, bevor sie nach ihrer Jacke griff, sie anzog und sich bei Shane einhackte. Sie liefen an einer Hauptstraße in Nürnberg entlang und kamen irgendwann zu einem Park. Sie setzten sich auf eine Parkbank und schwiegen vor sich hin. Janie begann mit ihrem Fuß kleine Kreise in den Kies zu malen und nach 5 Minuten stille fasste Shane nach Janies Hand und streichelte sanft darüber. Mit der anderen Hand fasste er nach ihrem Kinn und drehte den Kopf so, dass er in ihre blauen Augen sehen konnte. Dieser Blick, er hätte jedes Mädchenherz zum schmelzen gebracht. Shane hatte so schöne warme braune Augen, ein Traum! Er beugte sich ein wenig nach vorne und drückte seine Lippen zärtlich auf die von Janie. Wie lange hatte sie sich nach diesem Augenblick gesehnt....
Shane löste seine Lippen wieder von Janies und strich ihr eine Haarsträne aus dem Gesicht. Sie lächelte und Umarmte ihn daraufhin.
„Du weißt gar nicht wie lange ich schon auf diesen Moment warte!", flüsterte sie ihm ins Ohr und strich kurz über seinen Kopf. Sie blieben noch lange auf der Bank sitzen und sahen in den Himmel der mit Sternen übersäht war.
Am nächsten Morgen mussten sie schon früh los um in die nächste Stadt zu kommen. Um punkt 7 Uhr waren alle vor dem Haupteingang versammelt, sogar Bryan hatte es mal wieder pünktlich geschafft.
„Los Jungs verteilt auch auf die Wägen.", forderte Anto und deutete auf 2 Autos die vor dem Hotel parkten.
„Jetzt müssten sich noch zwei von euch erbarmen die Autos zu fahren und wir können hier abhaun.", fügte er noch hinzu und sah in die Runde.
„Ich fahr!", schrie Bryan begeistert und sprang in eines der Autos.
„Verdammte scheiße, wo ist das Lenkrad??"
„Bryan, wir sind in Deutschland...", meinte Mark, der amüsiert an der offenen Tür stand und Bryan ins Gesicht lächelte. Bryan drehte seinen Kopf nach rechts und fing an zu lachen. Nun konnte sich auch der Rest nicht mehr beherrschen und alle lachten los. Bryan war auch wirklich zu dumm. Mit hochrotem Kopf stieg er aus und lief um das Auto herum um sich endlich hinters Lenkrad quetschen zu können. Als alle auf die 2 Autos verteilt waren machten sie sich auf den Weg zum Busbahnhof an dem der Tourbus schon wartete. Er konnte wegen eines Staues nicht in die Innenstadt fahren und deshalb mussten eben die Jungs zu ihm kommen.
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Die ersten Tage hielten Janie und Shane ihre Beziehung geheim, erst nach 5 Tagen lüfteten sie ihr Geheimnis, denn genau am 5. Tag waren Beide der festen Überzeugung, dass sie ihr Leben ohne den anderen nicht leben wollten. Louis war gegen die Liebe, aber er war sowieso gegen alles, was nicht in sein Konzept passte und Freundinnen passten absolut nicht in sein Konzept, aber das war Janie und Shane egal, gegen die Liebe ist man machtlos....
Und damit nicht irgendwelche Gerüchte in den Umlauf kamen wurde eine Woche später eine Pressekonferenz gehalten in der Shane seine Liebe zu Janie bekannt gab. Die Reaktion der Fans war überwältigend, auf jeder Homepage stand „Please support Janie and Shane" oder ähnliches, es war der Wahnsinn. Mit so einer Reaktion hatte keiner gerechnet, aber alle freuten sich riesig über die Unterstützung der Fans.
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„Mensch Leute, jetzt konzentriert euch doch mal!", schrie Pat in die Runde, als die Jungs und die Mädels mal wieder nicht richtig bei der Sache waren. Pat hatte sie zu einer extra Tanzstunde verdonnert, weil die Schritte nicht mehr wirklich richtig saßen und die letzten Konzerte genauso super verlaufen sollten wie die Ersten.
„Können wir nicht ne Pause machen, ich hab Hunger!", nörgelte Bryan und sah Pat mit seinem Hundeblick an, der bei ihm aber nicht die gewünschten Wirkung zeigte.
„Wann hast du nicht Hunger?", antwortete Pat genervt und klatschte in die Hände, was heiße sollte, dass sie sich zum tanzen aufstellen sollten. Alle nahmen ihre Position ein und Pat schaltete den CD-Player an. Nach einer Stunde wurden sie entlassen und es brach ein Freudengejubel aus, als Pat diese Nachricht verkündete.
„Wer geht mit zum Mc Donalds?", fragte Bryan und als sich keiner Meldete schüttelte er den Kopf und lief allein los.
„Ich versteh das gar nicht.", murmelte er noch vor sich hin, bevor er ganz verschwand. Janie und Shane verzogen sich gleich auf ihr Zimmer und nahmen erst mal eine ausgiebige Dusche, bevor sie sich ins Bett kuschelten und einen Film ansahen. Sie hatten noch über 1 Stunde bis es mit dem Soundcheck in der Halle weiterging und diese eine Stunde wollten sie nutzten um noch einmal auszuspannen und um miteinander zu kuscheln.
„Du weißt gar nicht wie sehr ich dich liebe!", flüsterte Shane Janie ins Ohr und knabberte daran.
„Du bist so süß!", erwiderte sie und fuhr ihm durch die Haare während sie ihren Kopf so drehte, dass sie ihm in seine Augen sehen konnte. Sie küsste ihn kurz bevor sie sich wieder in seine Arme kuschelte und er sie weiter liebkostete.
„Wir müssen gehen.", meinte Shane nach einiger Zeit und sah genervt auf die Uhr.
Janie befreite sich aus seiner Umarmung und stand auf um ins Bad zu laufen und ihre Haare zusammenzubinden. 10 Minuten später standen sie in der Hotellobby und warteten auf den Rest der Truppe und Bryan war nicht mal der Letzte!
„Hey Bry, diesen Tag müssen wir Notieren mit Uhrzeit. Ich glaub das könnten wir sogar schon als 8. Weltwunder bezeichnen!", scherzte Mark und klopfte ihm auf die Schulter.
„Sehr witzig!", entgegnete Bryan und lehnte sich an den Tresen der Rezeption.
Als die ganze Truppe beisammen war machten sie sich mit 2 Vans auf den Weg zur Halle, die nur 10 Minuten weg war. Der Soundcheck verlief gut und die Jungs konnten bald wieder hinter die Bühne und die restliche Zeit bis zum Konzert ausspannen. Bryan und Nicky spielten mit der Playstation, ohne die sie nirgends hingingen und Kian und Mark versuchten sich beim Basketballspielen.
Shane und Janie verzogen sich in eine stille Ecke und redeten über den bevorstehenden Abend.
Die letzten 10 Minuten verliefen wie immer. Shane knutschte mit Janie (er meinte immer, dass das sehr gut gegen Nervosität sei), Mark und Kian sangen ein „Ave Maria", Bryan telefonierte mit Kerry und Molly und Nicky rannte im Sekundentakt auf die Toilette.
„So Jungs auf geht’s, die Bühne wartet!", rief Anto in den Raum und hielt die Tür auf. Hinter der Bühne stellten sich noch einmal alle zusammen und bildeten ihren Westlife-Circle bevor sie auf die Bühne liefen und das taten was ihr Leben war, singen und ihre Fans glücklich machen.
Nicky lies sich nach dem Konzert erschöpft auf das Sofa im Tourbus fallen. Sie mussten in der Nacht schon zum nächsten Konzertort fahren. Es dauerte keine 10 Minuten und Nicky war mitten auf dem Sofa eingepennt und man brachte ihn auch nicht mehr so schnell wach, also ließen sie ihn liegen. Shane und Janie verkrochen sich auch gleich ins Bett, sie waren Beide total geschafft. Eigentlich hätte Janie ja mit den anderen Tänzerinnen im Van mitfahren müssen, aber bei ihr machten sie eine Ausnahme.
Am nächsten Morgen wurden sie alle unsanft von Anto geweckt, der Bus war kaputt. „Leute es gibt ein großes Problem, der Bus ist futsch!"
„Ne, oder?", fragte Mark ungläubig und verdrehte die Augen.
„Und jetzt?", wollte Kian wissen.
„Was und jetzt? Wir sitzen hier fest. Es ist weit und breit kein Dorf zu sehen und wir sind seit einer halben Stunde die Einzigen auf dieser verkackten Straße!", schimpfte Anto und blickte wütend in die Runde.
„Was schaust du uns denn so an? Sind wir vielleicht schuld? Warum fahren wir überhaupt auf einer Landstraße?"
„Wir wollten einen Stau umfahren..."
Anto drehte um und lief zum Busfahrer der dabei war beim ADAC anzurufen, aber zu allem Unglück hatte man in dieser verlassenen Gegend keinen Empfang. Die Jungs versuchten vergeblich anzurufen.
„So eine mist! Komm lass uns ein bisschen spazieren gehen!", meinte Shane und zog Janie mit nach draußen. Sie liefen einen Feldweg, der in einen Wald führte, entlang. Es war ein herrlicher Tag, nicht zu heiß und nicht zu kalt, genau richtig. Janie genoss es wenn die Sonnenstrahlen durch die Bäume blitzen. Sie liefen immer weiter und kamen irgendwann zu einer Lichtung die voll von roten Mohnblumen war. „Ist das nicht schön hier?", fragte Janie und rupfte eine Blume aus.
„Nicht so schön wie du.", antwortete Shane und küsste sie. Sie blieben noch eine ganze Weile bis Shane auf die Uhr sah und feststellte, dass es schon 16 Uhr war. Sie wollten zurück zum Bus laufen, wussten aber nicht mehr wo sie hergekommen waren. Sie waren so viele Abzweigungen gelaufen, dass es schier unmöglich war zurückzufinden.
„Oh no, Anto geht an die Decke! Ich glaub es ist am besten, wenn wir gar nicht mehr auftauchen. Wenn wir wegen meiner Blödheit nicht weiterfahren können bin ich tot! Hoffentlich ist der Bus noch kaputt...", meinte Shane und zog eine seiner Augenbrauen nach oben. Das sah so süß aus, dass Janie es nicht lassen konnte ihn zu küssen.
„Keine Angst ich persönlich werde schon aufpassen, dass er dir ja nichts tut!" Janie hackte sich wieder bei Shane ein und die Beiden suchten vergeblich nach dem richtigen Weg.
„Man wir laufen jetzt schon zwei Stunden durch den Wald, mir tun meine Füße weh!"
„Kein wunder mit deinen Schuhen käme ich keine 10 Meter!", lachte Shane und deutete auf Janies Schuhe die einen 10 cm hohen Absatz hatten.
Sie setzen sich auf einen Baumstamm und machten eine kurze Pause bevor sie mit der Suche weitermachten. So langsam wurde es schon dunkel und sie hatten nicht mehr viel Zeit, wenn sie noch am Bus ankommen wollten, bevor die Nacht einbrach. Es gelang ihnen nicht und als sie nichts mehr sahen, setzten sie sich erschöpft auf den Boden.
„Shane, ich hab Angst! Wer weiß was hier für Viecher rumlaufen!"
„Komm her, Süße!" Shane nahm Janie vorsichtig in den Arm und drückte sie an sich. Ihm war auch nicht wohl bei der ganzen Sache. Es ist ja wirklich nicht so toll im Wald zu schlafen...
Irgendwann war Janie so müde, dass sie, trotz ihrer Angst, einschlief. Shane wollte nicht schlafen er hatte Angst, dass etwas passieren könnte, aber irgendwann überfiel auch ihn die Müdigkeit und er schlief ein.
Sie wurden am nächsten Morgen durch das zwitschern der Vögel geweckt. Sie mussten Beide erst einmal realisieren, dass sie die Nacht im Wald verbracht hatten.
Sie machten sich gleich wieder auf den Weg und irgendwann kamen sie an einer Gabelung vorbei an die sie sich noch genau erinnern konnte. Shane hatte „Shane + Janie 4 ever" in einen Baum geritzt.
Nun kannten sie sich wieder ein wenig aus und kamen eine halbe Stunde später am Bus an.
Sie wurden von allen stürmisch begrüßt, alle hatten sich Sorgen gemacht.
„Mensch, wo wart ihr denn?", fragte Nicky besorgt und Umarmte Janie schnell.
„Ach das ist eine lange Geschichte, die erzähl ich euch nachher, ich hab jetzt erst mal Hunger!", meinte Shane und rieb sich den Bauch.
„Was für ein Glück, dass wir vor der Abreise noch Einkaufen waren...", sagte Mark und ging mit den anderen in den Bus, der immer noch nicht ging.
Anto war losgelaufen um ein Dorf zu suchen und er war schon über 2 Stunden weg. Am späten Nachmittag kam dann die Rettung. Anto hatte doch tatsächlich ein Dorf gefunden und von dort aus gleich den Abschleppdienst gerufen.
Sie kamen noch am selben Abend an ihrem Zielort Hamburg an, zum Glück hatten sie am letzen Abend kein Konzert...
Den Soundcheck ließen sie an diesem Abend ausfallen, es war einfach keine Zeit mehr. Sie kamen gerade noch rechtzeitig an. Das Konzert wollten sie auf keinen Fall absagen, schließlich war es ihr letztes bei dieser Tour!
Der Abend verlief super und nach dem Konzert vielen sie alle erschöpft in ihre Betten.
Am nächsten Tag ging es gleich weiter von Deutschland nach Irland und dann hatten sie erst mal 3 Wochen frei. Diese Auszeit hatten sich die Jungs wirklich verdient, sie waren über 3 Monaten fast jeden Abend in einem anderen Ort auf der ganzen Welt auf der Bühne gestanden und hatten Millionen von Fans glücklich gemacht.
In den 3 Wochen zog Janie mit zu Shane ins Haus und die letzte Woche verbrachten sie gemeinsam auf Mallorca.
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„Morgen um diese Zeit sind wir schon wieder im kalten Irland!", sagte Janie und lies sich auf das Bett plumpsen.
„Genau und deshalb gehen wir jetzt noch ein letztes mal an den Strand, was hältst du davon?"
Janie war sofort damit einverstanden und so waren sie kurze Zeit später am Menschenleeren Strand. Sie setzten sich in den warmen Sand und lauschten dem Rauschen der Wellen. Shane fing an Janie zärtlich zu küssen und ging immer weiter.
Janie zog Shane vorsichtig das Shirt über den Kopf während er sich an ihrer Hose zu schaffen machte. Sie bekam Gänsehaut als er mit seinen beiden Händen in die Hose fuhr und sie vorsichtig nach unten schob. Er stöhnte kurz auf als sie anfing ihn am ganzen Oberkörper zu küssen. Er öffnete ihren BH und auch er fing an ihren Oberkörper mit Küssen zu bedecken. Er fasste langsam nach unten und spielte mit dem Gummizug ihres Slips, bevor er ihn von ihrem Körper streifte. Auch Janie fasste nach unten und befreite Shane von seinen Boxershorts. Er drückte sie sanft in den Sand und beugte sich über sie. Sie sah im direkt in die Augen und kurze Zeit später trafen sich ihre Lippen. Der Kuss war zärtlich und fordernd zugleich. Janie gab sich ganz den Berührungen und Liebkostungen von Shane hin. Sie gab ein leichtes stöhnen von sich als er in sie eindrang und Beide in einer leidenschaftlichen Nacht versanken.
Am nächsten Tand stand der Rückflug an, sie mussten schon um 6 Uhr am Flughafen sein. Shane gähnte ein letztes mal ausgiebig und stieg in die Dusche um wach zu werden, was um 4 Uhr morgens gar nicht so leicht war. Janie bekam das alles nicht mit, sie schlief noch. Als Shane fertig war weckte er sie vorsichtig.
„Aufstehen, sonst verpassen wir unseren Flug."
„Ist doch egal, dann fliegen wir eben morgen!", meinte Janie völlig verschlafen und zog ihr Kissen über den Kopf. Shane lachte und machte erst mal das Fenster auf. Irgendwann würde sie schon aufstehen, dachte er sich. Falsch gedacht, Janie schlief wieder tief und fest. Shane startete einen zweiten Weckversuch. Er setzte sich auf sie drauf und rüttelte so lang an ihr herum bis sie aufgab und aufstand.
„Das gibt Rache! So unsanft hat mich noch niemand geweckt!", drohte sie lachen und verschwand im Bad. Als sie fertig war machte sie ihre Drohung war. Sie schlich sich an Shane heran, der gerade zum Fenster in den Sternenhimmel schaute und kippte ihm zwei Zahnputzbecher voll Wasser über den Kopf. Das lies der sich natürlich nicht gefallen und schmiss ihr ein Sofakissen ins Gesicht und schon war einen schöne Kissenschlacht im gang.
„Jetzt müssen wir aber wirklich los, unser Flug geht in einer Stunde! Und außerdem sollten wir verschwinden bevor der Zimmerservice kommt und dieses Chaos hier sieht."
„Du willst doch jetzt nicht wirklich so aus dem Zimmer verschwinden?", fragte Janie ungläubig.
„Warum denn nicht?"
„Männer!" Janie schüttelte den Kopf und schnappte sich die Kissen und brachte sie wieder an ihren Platz zurück. Den Wasserfleck vor dem Fenster bekämpfte sie mit dem Fön, den sie extra noch mal aus dem Koffer raussuchte.
„So jetzt können wir gehen. Die hätten uns bestimmt wegen Randalierung angezeigt, wenn wir so abgehaut wären!"
Janie lachte und packte ihren Koffer, den Shane ihr aber sofort abnahm und ihn ganz Gentleman nach unten brachte. Sie checkten aus und nahem das nächste Taxi. Ein paar Stunden später hatten sie wieder irischen Boden unter den Füßen. Im Auto dachte Janie noch einmal zurück. Sie hatte soeben ihre schönsten Tage hinter sich und sie war sich sicher, dass diese noch weiterlaufen würden.
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„Mach die Augen zu.", forderte Shane und führte Janie in das Schlafzimmer. Sie wurde von ihm auf einen Stuhl gedrückt und wenige Sekunden später aufgefordert die Augen wieder zu öffnen. Sie konnte nicht glauben was sie da sah. Überall auf dem Boden standen Kerzen und alles war mit roten Rosenblättern übersäht. Alles war in rot dekoriert, sogar die weißen Wände hatte er mit roten Tüchern bedeckt. Sie konnte es gar nicht glauben und fiel Shane glücklich um den Hals.
„Du bist verrückt!", flüsterte sie und lies ihn gar nicht mehr los.
„Ja, verrückt nach dir!"
Die beiden küssten sich und lagen wenige Minuten später auf dem Bett. Sie zogen sich gegenseitig aus und versanken in einer romantischen und leidenschaftlichen Nacht.
Sie wurde am nächsten morgen durch den herrlichen Duft von Kaffee und frischen Brötchen geweckt. Sie stand mit einem lächeln auf, schlüpfte in ihren Morgenmantel und lief in die Küche. Sie wurde bereits von Shane erwartet, der nur in Boxershorts bekleidet an der Küchenzeile stand und darauf wartete, dass der Kaffee endlich ganz durchlief.
„Na mein Schatz, gut geschlafen?", fragte er und lief auf Janie zu.
„Bei dir doch immer!", lächelte sie und gab ihm einen Kuss. Der Frühstückstisch war bereits gedeckt und der Kaffee war auch endlich fertig, sodass sie sich wenige Minuten später auf frische Brötchen und Kaffee stürzen konnte. Es war Shanes letzter freier Tag, bevor er mit Westlife ins Studio musste um das 4. Album aufzunehmen. Den Tag verbrachten sie auf der Couch, weil das Wetter nicht sonderlich gut war und sie so nichts unternehmen konnten.
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Ein halbes Jahr später:
Es war der 14. Februar, Valentinstag, als Janie in ihrem Hotelzimmer aufwachte und einen Strauß roter Rosen auf ihrem Nachttisch vorfand. Sie freute sich riesig und öffnete total glücklich das Kuvert, das zwischen den Blumen steckte.
Hey Sweetheart!
Tut mir leid, dass ich einfach so abgehaut bin ohne dir bescheid zu sagen, aber du hast so schön geschlafen.
Ich würde den Valentinstag auch lieber mit dir verbringen, aber die Arbeit ruft. Ich bin um 13 Uhr wieder bei dir, mein Schatz.
Ich liebe dich, Shane XxX
Janie steckt den Brief glücklich zurück in den Umschlag und lies sich zurück ins Bett fallen. Sie starrte an die weiße Decke und musste lächeln. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als ihr Handy piepste. Erschrocken fuhr sie auf und nahm ab.
„Ja?"
„Hi Süße! Gut geschlafen?"
„Hey Honey! In deinen Armen hätte ich besser geschlafen!"
„Tut mir leid, aber ich bin in 10 Minuten bei dir und dann können wir von mir aus gerne wieder ins Bett gehen und du kannst in meinen Armen weiter schlafen!"
„Gute Idee, ich warte auf dich!"
„Ist gut, dann bis gleich. Luv ya!"
„Ich dich auch."
Janie legte wieder auf setzte sich aufrecht aufs Bett und wartete auf die Ankunft von Shane. Sie sprang sofort auf als es an der Tür klopfte und fiel Shane glücklich um den Hals. Sie dachte zumindest, dass es Shane war, aber sie täuschte sich.
„Oh Nicky!", sagte sie entsetzt und trat einen Schritt zurück.
„Also mit so einer Begrüßung hatte ich echt nicht gerechnet. Ich wusste gar nicht, dass du mich so sehr vermisst!", meinte er und zwinkerte Janie zu. Ihr Gesicht hätte man jetzt ohne Probleme mit einer Tomate verwechseln können. Sie lächelte schüchtern und gab ein kurzes „Sorry" von sich.
„Kann ich kurz reinkommen?"
Janie nickte kurz und lies Nicky an sich vorbei ins Zimmer laufen. Inzwischen hatte ihr Gesicht wieder seine normale Farbe angenommen. Sie setzte sich zu Nicky, der sich aufs Bett gesetzt hatte und ihr ein Zeichen gab, das heißen sollte, dass sie sich neben ihn setzten sollte.
„Was ist denn nun?", fragte Janie als Nicky nichts sagte und sah ihn mit einem fragenden Blick an.
„Ähm... ach ja... also... ich... ähm... ich wollte sagen, dass es unten Essen gibt."
„Sag mal willst du mich verarschen?? Du kommst doch nicht hier hoch um mir zu sagen, dass es Essen gibt! Also warum bist du wirklich hier?" Janie sah Nicky schief an und wartete auf seine Antwort. Er zögerte einen Moment, er wusste anscheinend nicht ganz was er sagen sollte. Nach einer Minute konnte er sich doch noch dazu aufraffen eine Antwort zu geben.
„Okay du hast recht, ich bin nicht hier um dir zu sagen, dass es Essen gibt, wäre ja echt blöd. Es ist..." Nicky stockte und fasste vorsichtig an Janies Kinn und drehte ihren Kopf zu sich. Er sah ihr ganz tief mit seinen blauen Augen in ihre und kam mit seinem Mund immer näher an Janies. Ihre Lippen trafen aufeinander und der Kuss wurde immer leidenschaftliche und zärtlicher. Janie wollte es nicht zulassen, wurde aber schwach und gab sich ganz den zärtlichen Berührungen von Nicky hin.
Plötzlich stoppte sie: „Nicky, wir dürfen das nicht! Geh jetzt bitte, Shane kommt jeden Moment hier ins Zimmer geschneit!" Janie drückte Nicky von sich weg und deutete auf die Tür. Nicky stand verwirrt auf und ging. Er wusste nicht was er jetzt denken sollte, Janie hatte doch den Kuss erwidert! Bevor er die Tür schloss sagte er: „Janie ich liebe dich!" und verschwand dann im Flur.
Janie hatte noch gar nicht realisiert was geschehen war, aber als sie checkte, dass sie soeben mit Nicky rumgeknutscht hatte brach sie in Tränen aus. Was war nur los mit ihr? Sie liebte doch Shane! Sie war ganz verwirrt und sperrte sich ins Bad, was hatte sie nur getan.
„Janie jetzt mach doch bitte die Tür auf! Was ist denn los?", schrie Shane und hämmerte gegen die Badtür.
„Ich schlag sie gleich ein!", drohte er und hämmerte noch stärker dagegen, was Janie dazu brachte endlich zu öffnen. Sie kannte Shane lange genug um zu wissen, dass er solche Drohungen schnell ausführen konnte. Langsam erhob sie sich von der Toilette und öffnete die Tür. Sie fiel Shane weinend in den Arm und er drückte sie ganz verwirrt an sich.
„Shhhhh", flüsterte er immer wieder und strich immer langsam an Janies Rücken auf und ab.
Er drückte sie aufs Bett und fragte Janie nach dem Grund, sie konnte doch nicht einfach so weinen.
„Ich kann nicht Shane, ich kann es dir nicht sagen!", schluchzte sie und rannte ein paar Sekunden später aus dem Zimmer. Zurück blieb ein ganz verwirrter Shane der keine Ahnung hatte was in Janie vorging. Er lies sich aufs Bett fallen uns starrte an die Decke er wollte warten, irgendwann musste sie ja wieder kommen. Als Janie nach zwei Stunde immer noch nicht zurück war fing er an sich Sorgen zu machen und suchte das ganze Hotel ab. Vergebens, Janie war nirgends zu finden. Auch die restlichen Lifer machten sich ernsthaft Sorgen und halfen Shane. Nicky fand sie schließlich zusammengekauert in einer Besenkammer sitzen.
„Geh bitte!", flehte sie und fing wieder an zu weinen. Aber Nicky lies sich nicht so leicht abwimmeln und setzte sich zu ihr auf den Boden. Er nahm sie in den Arm, erst wollte sie sich wehren, aber als sie merkte, dass es nichts brachte, lies sie es zu. Er strich ihr immer wieder über den Kopf, flüsterte beruhigende Worte oder drückte sie einfach nur ganz fest an sich. Janie fühlte sich wohl, auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, sie fühlte sich wohl und geborgen in den starken Amen von Nicky, vielleicht auch ein bisschen zu wohl. Sie erlebte ein ganz neues Gefühl, eins das sie bei Shane noch nie gefühlt hatte.
„Janie es tut mir leid! Ich wollte das nicht. Ich weiß, dass du Shane liebst und ich weiß gar nicht wieso ich das getan habe. Ich verstehe dich, wenn du mich jetzt hasst!", flüsterte Nicky und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Janie, die sich wieder etwas beruhigt hatte, sah ihn an. Sie fühlte ein Kribbeln im Bauch und ihr wurde genau in diesem Moment bewusst, dass sie mehr für Nicky empfand als nur reine Freundschaft. Aber sie konnte doch nicht zwei Männer gleichzeitig lieben, oder doch?
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„Janie wo warst du denn?", fragte Shane besorgt und nahm sie ganz fest in den Arm. Nicky hatte sie zu ihrem Zimmer gebracht. Nun fing sie wieder an zu weinen, sie konnte Shane doch nicht einfach sagen, dass sie mit Nicky rumgeknutscht hatte. Nein das konnte sie auf keinen Fall.
„Sie war in der Besenkammer.", antwortete Nicky schließlich bevor er den Rückzug antrat. Er hielt es einfach nicht mehr länger in der Nähe von Shane aus, er musste weg. Er lief mit gesenktem Kopf in einen nahegelegenen Park und setzte sich auf eine der vielen Parkbänke. Er dachte nach, über sich, Janie, Shane und die Dinge die in den letzten Stunden passiert waren. Es hätte nie zu diesem Kuss kommen dürfen, nie, dass wusste er.
„Shane ich kann nicht darüber reden, noch nicht, es tut mir leid. Ich möchte ein bisschen allein sein, bitte." Shane nickt und lief aus dem Zimmer. Bevor er die Tür hinter sich schloss drehte er sich noch einmal um und sah zu Janie. Was war los? Shane lief ein Stockwerk nach unten zu Bryan, nachdem bei Nicky keiner aufgemacht hatte. Die zwei schmissen sich vor den TV und sahen sich Fußball an.
„Was ist los?", wollte Bryan dann wissen, als Shane schon fast eine halbe Stunde nichts mehr gesagt hatte.
„Ich weiß nicht. Janie weint die ganze Zeit und ich weiß nicht warum. Ich versteh das nicht, sie sagt mir doch sonst immer alles!"
„Gib ihr Zeit, sie kommt von selbst wenn sie mit dir darüber reden will!"
„Vielleicht hast du recht. Ich schau mal wieder nach oben, es ist ja schon halb 2."
„Ist gut, bis morgen."
Shane stand auf und ging. Auf dem Gang begegnete er Nicky, der ganz offensichtlich geweint hatte.
„Was ist denn mit dir los?"
Shane bekam keine Antwort, Nicky lief ohne einen Blick zu Shane an ihm vorbei, als wäre er Luft.
„Dann halt nicht. Ich wollte dir nur helfen, aber meine Hilfe hast du anscheinend nicht nötig!", sagte Shane sauer und lief weiter seinen Weg.
„Ist heute Tag der Heulsuse, oder was?", dachte er sich und betrat sein Zimmer. Es war leer. Er schaute ins Bad, doch auch das war leer. Wo war Janie?
„Das gibt’s doch nicht! Wo ist sie denn jetzt schon wieder? Janie ich find das jetzt gar nicht mehr lustig, komm raus, ich spiel nicht mehr mit!", schrie er ins Zimmer, in der Hoffnung sie würde ihn verarschen und unter dem Bett hervorkriechen. Doch es blieb still. Er kniete sich hin und schaute unters Bett doch außer ein paar Staubflocken konnte er nichts finden. Er öffnete den Schrank, doch auch dieser war leer, ein bisschen zu leer.
Er lies sich aufs Bett fallen und fing an zu weinen. Sie konnte doch nicht einfach so abreisen! Er wusste ja noch nicht einmal sicher ob sie abgereist war, aber alles deutete darauf hin. Warum redete sich nicht mit ihm darüber? Er war doch ihr Freund. Er verstand überhaupt nichts mehr, in seinem Kopf herrschte das totale Chaos. Er war aber auch zu schwach um aufzustehen und sie zu suchen. Irgendwann war er so erschöpft, dass er unter Tränen einschlief. So hatte er sich den ersten Valentinstag mit Janie nicht vorgestellt.
„Nicky, mir ist heute klar geworden, dass ich mehr für dich empfinde als nur reine Freundschaft. Ich bin noch ganz verwirrt, ich muss meine Gefühle erst ordnen. Ich weiß überhaupt nicht mehr was ich will. Ich sitze hier in einem Zimmer mit einem Mann bei dem mir vor ein paar Stunden klar geworden ist, dass ich mehr für ihn empfinde als Freundschaf und 2 Zimmer weiter sitzt ein anderer der überhaupt nichts kapiert, den ich aber liebe, mehr wie alles andere auf der Welt. In mir herrscht ein Gefühlschaos das wahrscheinlich Ähnlichkeiten mit dem Chaos unter Marks Bett hat! Ich muss einfach ein paar Tage weg. Ich brauche Abstand. Bitte sag Shane, dass ich zu Hause bin, ich kann mit ihm noch nicht darüber sprechen, ich kann es einfach noch nicht. Ich muss selbst erst wieder klar denken können! Bitte!", flehte Janie und sah Nicky mit Tränen in den Augen an.
„Ich sag’s ihm.", antwortete der und sah zu Boden. Ihm ging es wahrscheinlich auch nicht besser als Janie oder Shane.
„Versprochen?"
„Ja, versprochen!"
Janie packte ihren Koffer und lief zur Tür.
„Danke", sagte sie bevor sie die Klinke runterdrückte und aus dem Zimmer verschwand.
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Nicky klopfte am nächsten morgen an Shanes Tür, er hatte Janie versprochen, dass er Shane sagen würde wo sie war, also machte er das auch.
„Nix, was machst du so früh hier?", fragte Shane und versuchte fröhlich zu klingen.
„Ich konnte nicht mehr schlafen."
„Ach du auch? Komm rein."
Nicky betrat Shanes Zimmer und setzte sich auf einen freien Stuhl.
„Shane ich muss mit dir reden, es geht um Janie."
„Weißt du wo sie ist?"
„Ja, sie ist nach Hause gefahren."
„Ach dir kann sie das sagen und mir nicht, oder wie?!? Ich komm mir hier so langsam verarscht vor!!! Was macht sie denn zu Hause?!?"
„Shane ich kann doch nichts dafür, wenn sie mit mir redet und nicht mit dir! Ich hab sie nicht darum gebeten! Frag sie lieber selbst warum sie weg ist!"
„Ja tut mir Leid ich wollte dich nicht anschrein, aber ich versteh es einfach nicht."
Shane kullerten wieder ein paar Tränen über die Wange, ihn nahm das alles sehr mit, er liebte Janie doch. Warum vertraute sie ihm nicht mehr? Nicky hielt es jetzt für besser ihn allein zu lassen und lief zur Tür. Bevor er in den Gang raustrat flüsterte er noch ein kurzes „Sorry" und verschwand dann aus dem Zimmer. Er fühlte sich beschissen, er war ja an allem Schuld. Wenn dieser Kuss doch nie passiert wäre. Aber dann hätte er auch nie erfahren, dass Janie ihn liebte. Aber wenn das wiederum Shane herausfand, war er tot. Es war alles so kompliziert.
„Anto ich muss nach Hause! Sofort!"
„Wie bitte? Geht’s dir noch gut?"
„Ja mir geht es gut und ich muss sofort zurück nach Irland!"
„Und wie stellst du dir das vor?"
„Anto jetzt stell keine blöden Fragen. Bitte es ist wichtig... sehr wichtig."
Als Anto sah, dass sich Shanes Augen langsam mit Tränen füllten nickte er und buchte einen Flug für Shane. Er wusste zwar nicht warum er so dringend zurück musste, aber wenn Shane weinte, war es wirklich wichtig. Er fuhr ihn am Nachmittag zum Flughafen in Birmingham.
„Danke Anto, ich erklär dir alles wenn ich wieder da bin."
Anto nickte und Shane lief zum Flugzeug. Die bevorstehenden Interviews wurden abgesagt oder verschoben, alle hatten keinen Bock 100 000 mal die Frage „Wo ist Shane?" zu beantworten. Und da in den nächsten Tagen eh nicht viel anstand hatten die Jungs ein paar Tage frei. Nicky klärte alle auf, warum Shane in Irland war, aber er erwähnte nur, dass Janie abgereist war, den Grund für ihre Abreise verschwieg er. Es war besser so, dass ging ja schließlich keinen was an.
++++++++++++++++++++
Janie hatte sich gerade mit einer Tüte Chips auf das Sofa gesetzt, als es an der Tür klingelte. Sie unterbrach ihre Frust-Fress-Aktion kurz um die Tür zu öffnen, doch als sie sah wer davor stand, hätte sie sie am liebsten wieder zugeschlagen und weiter gegessen.
„Shane was machst du da?"
„Das sollte ich wohl eher dich fragen."
Janie blickte zu Boden und ging auf die Seite so, dass Shane ins Haus konnte.
„Oh mein Gott!", schrie er, als er das Wohnzimmer betrat und eine Müllkippe vorfand.
„Sag bloß du hast das alles gegessen?", fragte er schockiert und sah Janie ungläubig an, bevor er sich auf das Sofa, zwischen Chipstüten, Popcornbecher und Colaflaschen quetschte. Er sah sich noch kurz im Zimmer um, das man echt ohne Probleme mit einer Müllhalte verwechseln konnte, bevor er Janie zu sich her winkte.
„Was ist los?", fragte er sie, nachdem sie sich neben ihn gesetzt hatte und auf den Teppich starrte, von dem man schon gar nichts mehr sah.
„Shane es tut mir Leid, ich wollte das nicht!", schluchzte sie und legte ihren Kopf auf seine Schulter. Sie weinte, wie schon so oft in den vergangenen Tagen.
„Was tut dir Leid?", flüsterte Shane und strich sanft über ihren Kopf. Er wollte ihr doch nur helfen, aber wie, wenn er nicht einmal wusste was sie hatte? Janie beruhigte sich nur langsam und als sie sich wieder einigermaßen gefasst hatte begann sie zu erzählen. Alles, von der Verwechslung im Hotel über den Kuss bis hin zum letzten Gespräch vor ihrer Abreise. Shane konnte es nicht glauben, dass hatte er am wenigsten erwartet. Nun liefen auch ihm die Tränen über die Wange und er stand auf und verließ das Zimmer. Er rannte die Treppen hoch ins Schlafzimmer und sperrte sich ein. Wie konnte sie so etwas nur machen? Und Nicky, von ihm hätte er das am wenigsten erwartet, er war Shanes bester Freund. Er begriff es nicht und er wollte es gar nicht begreifen. Er war zu tiefst verletzt und enttäuscht worden, schlimmer hätte es ihn im Moment echt nicht treffen können. Irgendwann am späten Nachmittag ging er doch wieder nach unten, er musste mit Janie bereden wie es jetzt weiter gehen sollte. Sie saß immer noch auf dem Sofa und die Tränen flossen wie Sturzbäche aus ihren Augen. Shane setzte sich auf das andere Sofa und starrte sie an, bis er die stille nicht mehr ertrug.
„Janie wir müssen reden, so kann das nicht weitergehen!"
Sie blickte kurz auf, wischte sich die Tränen mit ihrem Ärmel aus dem Gesicht und starrte dann an die gegenüberliegende Wand.
„Ich bin nicht sauer ich bin enttäuscht, ich hätte das nie gedacht. Du hast immer gesagt, dass du mich liebst, aber anscheinend hast du mich die ganze Zeit nur angelogen."
„Shane ich hab dich nicht angelogen, ich liebe dich, ich weiß doch selbst nicht wie ich das zulassen konnte. Ich wollte das nicht, bitte glaube mir!"
„Warum sollte ich dir glauben? Jeder normale Mensch kann sich wehren... Mein Vertrauen zu dir ist weg, futsch, nicht mehr da. Ich kann das nicht einfach vergessen, okay es war „nur" ein Kuss, aber wer weiß was das nächste mal kommt!"
„Shane es wird kein nächstes mal geben! Gib mir eine Chance!"
„Ich denk drüber nach." Mit diesen Worten erhob sich Shane und lief hinaus in den Garten. Er wollte jetzt nichts und niemanden mehr sehen oder hören. Alles war ihm egal, so enttäuscht hatte ihn noch nie jemand. Und dann waren es auch noch zwei Personen von denen er es am geringsten erwartet hätte. Wie sollte das nur weiter gehen?
++++++++++++++++++++
„Hi Shane, warum rufst du an?"
„Das müsstest du ja wohl am besten wissen! Was fällt dir ein meine Freundin abzuschlabbern?!?", schrie Shane in sein Handy, so stark, dass Nicky seinen Hörer am anderen Ende der Leitung vom Ohr weg halten musste.
„Shane jetzt beruhig dich doch!"
„Ach ich soll mich beruhigen, was fällt dir ein? Hab ich vielleicht mit Georgina rumgeknutscht als du mir ihr zusammen warst?"
„Nein, aber das war ja auch ganz was anderes!"
„Was war daran denn anders?"
„Du hast Geo nur als Freundin gesehen, ich liebe Janie."
„Ach super, jetzt bist du also schon so weit, dass du es nötig hast deinem Freund die Freundin ausspannen! Auf so was wie dich Pfeife ich, Nicky du bist ein Arschloch!!" Shane knallte sein Handy wütend gegen die Wand, dass es in lauter Einzelteile zerschmetterte. Jetzt hatte sich seine Enttäuschung eindeutig zur Wut weiterentwickelt. Wie konnte Nicky nur? Er hatte sich vom besten Freund in das größte Arschloch in Shanes Bekanntenkreis mutiert und das in weniger als einer Woche. Unfassbar, für Shane zumindest. Er trampelte die Treppe hinunter in die Küche um sich eine Tasse Kaffee zu machen, in der Hoffnung sich wieder zu beruhigen. War wohl nix, nachdem er schon die 3. Tasse runtergeschmissen hatte, verging ihm auch die Lust auf Kaffee und er wollte einfach nur noch weg. Weg von dem ganzen Stress und dem ganzen Scheiß in dem er sich gerade befand, weit weg. Er packte eine Reisetasche und verlies das Haus, er wollte ein paar Tage einfach nur seine Ruhe. Wohin er fuhr wusste er selbst nicht, aber irgendwann kam er an einer kleinen Hütte an, die abgelegen mitten auf einer Wiese stand. Weit und breit kein Dorf oder der Anschein auf Leben zu entdecken. Genau das was Shane suchte. Kurzerhand parkte er vor der Hütte und sah sich um, keiner da, perfekt. In der Hütte befand sich nichts, außer ein paar Strohballen die wahrscheinlich noch vom letzten Winter übrig waren. Er lies sich auf den Holzboden fallen und blieb liegen. Er schloss die Augen, alles war ruhig. Er genoss die Stille nach dem ganzen Geschrei von vorhin. Er dachte an Janie, was machte sie jetzt wohl? Er war ohne bescheid zusagen abgehaut, aber das hatte sie ja selbst vor ein paar Tagen gemacht. Janie, er dachte schon wieder an sie, obwohl er doch hierher gekommen war um alles zu vergessen. Er verschob die Gedanken an sie schnell wieder und dachte an Westlife. Was machten seine Jungs jetzt wohl? Und da kam der Gedanke wieder an Nicky und somit auch an Janie. Verdammt noch mal konnte er nicht einfach mal an etwas denken, dass ihn nicht gleich wieder auf Janie brachte? Er gab es auf, weil ihn einfach alles an sie erinnerte. Er beschloss einfach an gar nichts zu denken und während er an gar nichts dachte, wurde er so müde, dass er wenige Minuten später einschlief.
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Shane blieb nur 1 Tag in der verlassenen Hütte. Länger hielt er es nicht mehr aus. Janie hatte einen Fehler gemacht, aber Shanes Liebe war zu stark um diese Fehler nicht zu verzeihen, dass wurde ihm an diesem Tag bewusst. Er hatte einen Entschluss gefasst, er würde Janie eine Chance geben und auch Nicky würde eine 2. Chance bekommen. Shane wollte alles vergangene vergessen und von vorne Anfangen. Er packte seine 7 Sachen und fuhr zurück nach Sligo.
Er steckte den Schlüssel ins Schloss und blieb im Flur stehen. Alles war ruhig.
„Janie?", rief er, doch er bekam keine Antwort. Er lies seine Reisetasche fallen und ging ins Wohnzimmer. Dort lag sie. Auf dem Boden und Blutüberströmt.
„JANIE!!", schrie Shane und rannte auf sie zu. Er hob ihren Oberkörper an und legte ihn auf sein Knie, sie bewegte sich nicht. Er legte sie wieder vorsichtig ab und rief den Krankenwagen, ehe er wieder ins Wohnzimmer rannte und nachsah ob sie überhaupt noch lebte. Er fasste ihr mit zitternden Händen an ihren Hals und tastete nach dem Puls. Ihm viel ein Stein vom Herzen als er ihn fand und er noch schlug, ganz langsam.
„Verdammt wo bleiben die?!?" Es waren gerade mal 2 Minuten seit dem Anruf vergangen doch Shane kam es vor wie eine Ewigkeit. Endlich klingelte es und die Sanitäter stürmten ins Haus. Sie hoben Janie auf eine Trage und fuhren sofort ins Krankenhaus, bevor es zu spät war. Shane blieb im Wohnzimmer zurück, er konnte es nicht glauben, sie wollte sich umbringen.
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„Guten Tag Mr. Filan, nehmen sie doch platz.", der Arzt schüttelte Shanes Hand, bevor er hinter den Schreibtisch lief und sich auf den Stuhl setzte. Nun nahm auch Shane platzt und sah den Arzt an. Der rückte kurz seine Brille zurecht, bevor er in einem Ordner die entsprechenden Unterlagen suchte und die aktuelle Situation erklärte.
„Sie haben Mrs. Parker gerade noch rechtzeitig gefunden. Ein paar Minuten später und... nun ja wir haben sie auf die Intensivstation gelegt und es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Ich versteh nur nicht warum sich ein so hübsches junges Mädchen das Leben nehmen will." Der Arzt sah Shane an und wartete auf eine Antwort von ihm. Shane überlegte kurz was er sagen sollte.
„Wir haben uns gestritten und ich bin abgehaut." Der Arzt nickte und plapperte noch irgendwas von irgendwelchen Therapien die Janie machen sollte, doch Shane hörte schon gar nicht mehr zu. Er wollte endlich zu ihr und er war sich sicher, dass Janie das ganze auch ohne Therapie schaffen würde. Er nickte immer nur und fragte nach dem Gespräch ob er kurz zu Janie dürfe. Der Arzt nickte und brachte ihn in ein Zimmer vor der Intensivstation. Er musste sich einen grünen Mantel überziehen um keine Bakterien mit reinzuziehen. Eine Krankenschwester führte ihn anschließend zu Janies Zimmer. Shane stockte, als er die viele Schläuche und Geräte sah mit denen Janie verbunden war. Er kniete sich vors Bett und sah sie an. Ihm liefen vereinzelt Tränen über die Wange und er fasste nach ihrer Hand. Sie war kalt und lag leblos in seiner.
„Janie, es tut mir Leid. Ich hätte nicht so reagieren dürfen und ich will das wieder gut machen. Bitte, du kannst mich jetzt nicht verlassen, nicht jetzt und nicht so. Bitte, ich liebe dich doch. Ich weiß, dass du das alles nicht wolltest und ich verzeih dir, aber bitte verlass mich nicht."
Shane wurde von der selben Krankenschwester die ihn auch hereingeführt hatte gestört, die ihn darauf hinwies, dass er jetzt gehen sollte. Er gab Janie einen Kuss auf die Stirn und verließ anschließend das Zimmer. Er hatte es immer noch nicht realisiert, er konnte es nicht glauben.
Zu Hause legte er sich erst mal ins Bett. Zuerst wollte er aufs Sofa, aber als er dann den Blutfleck auf dem Teppich sah verging es ihm und er lief ins Schlafzimmer. Sein Bett war sowieso viel bequemer. Er lag da uns starrte an die Decke. War er schuld? Auf eine gewisse Weise schon, aber hätte sie nicht mit Nicky rumgeknutscht wäre es gar nicht so weit gekommen. Nicky. Shane wollte ihn anrufen und mit ihm reden, so konnte es auf keinen Fall weiter gehen, doch er fand sein Handy nicht. Wie auch, wenn er es vor ein paar Tagen gegen die Wand geknallt hatte?? Er stand auf und lief in sein Arbeitszimmer. Unter dem ganzen Zettelwirrwarr musste er doch irgendwo Nickys Handynummer haben. Er fand sie schließlich doch noch und tippte die Nummer ins Telefon. Er atmete noch einmal tief ein, bevor sich Nicky auch schon am anderen Ende meldete.
„Hallo?"
„Hallo Nicky, ich bin’s Shane."
„Was willst du? Willst du mir jetzt noch mehr Ausdrücke an den Kopf werfen um mich fertig zu machen? Falls es dich interessiert du brauchst mich nicht anschrein, ich weiß auch so dass ich einen Fehler gemacht habe und es tut mir leid."
„Nein, ich will mit dir reden."
„Ach bist du jetzt auf dem Psychiater Trip, oder was?"
„Man jetzt lass mich doch mal reden! Janie wollte sich umbringen!"
Man konnte Nickys Schock richtig durch das Telefon spüren. Er atmete einmal tief ein, bevor er mit zitternder Stimme fragte:
„W...w...wann?"
„Ich weiß es nicht genau. Ich war nach dem Telefonat mit dir so sauer, dass ich abgehaut bin. Ich hielt es einfach nicht mehr aus und als ich heute morgen zurück gekommen bin, hab ich sie im Wohnzimmer gefunden. Es war gerade noch rechtzeitig." Shane schluckte und wartete auf Nickys Reaktion.
„Shane, ich wollte das alles nicht."
„Ja ja schon gut, ich weiß jetzt dass du es nicht wolltest, ich hoffe es zumindest. Wenn du von jetzt an die Finger von ihr lässt und es bei diesem einen Kuss bleibt, hab ich auch keine Schwierigkeiten wieder normal mit dir zu reden."
„Danke Shane, ich versprech dir nie wieder so einen scheiße zu machen."
„Das will ich für dich Hoffen, aber jetzt genug gelabert, ich muss schluss machen. Ich muss noch mal in die Klinik und Janies Sachen reinfahren. So wie es ausschaut wird sie morgen von der Intensiv in ein normales Zimmer verlegt."
„Ist gut und danke noch mal."
„Ja, bye."
„Bye"
Shane legte auf und packte gleich Janies Sachen. Ihm ging es schon viel besser, es hat ihn ziemlich mitgenommen mit seinem besten Freund zu streiten. Aber vergessen würde er das wohl nie, es hatte ihn zu sehr verletzt.
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Janie wurde 3 Wochen später entlassen und die beiden waren wieder glücklich. Sie wollten noch einmal von vorne anfangen und schworen sich, nie wieder so einen Mist zu machen. Das Vertrauen baute sich langsam wieder auf.
Nachdem Louis den Jungs noch mal 2 Wochen frei gegeben hatte trafen sie sich nach 5 Wochen endlich mal wieder um die folgenden Wochen zu planen und zu besprechen. Es war ein komisches Gefühl für Shane Nicky wieder zu treffen und Nicky ging es genauso. Zuerst ignorierten sie sich ein wenig, aber dann brach das Eis und sie redeten fast wieder so wie vorher miteinander. Nur dass das Vertrauen weniger war.
Shane nahm Janie wieder überall mit hin, nur er lies sie die ersten Wochen der Promotour keine Sekunde aus dem Augen. Janie ging das alles schon langsam auf den Geist, aber sie war ja selbst schuld...
Nach fast 3 Monaten hatte alles wieder seinen normalen Lauf. Shane und Janie vertrauten sich wieder blind, Shane verstand sich mit Nicky wieder so gut wie vorher und auch Janie und Nicky verstanden sich besser denn je, leider verstanden sie sich wieder zu gut. Alles verlief super, bis ein Tag kam, den alle Beteiligten am liebsten verbannt hätten.
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„Janie kannst du mal zu Louis in den 7. Stock laufen und die neuen Songtexte holen?? Ich kann grad nicht, ich muss noch schnell die Noten für meinen Song zusammenschreiben."
Janie gab ein leises Stöhnen von sich, als sie daran dachte jetzt in den 7. Stock laufen zu müssen, aber was tat sie nicht alles für Shane??
„Ja geht klar."
Janie verlies das Zimmer und lief durch die dunklen Gänge des Hotels. Sie fand keinen Lichtschalter, also rannte sie halt im dunklen zu Louis. Sie klopfte dreimal an und wartete dann auf eine Antwort. Als sie nichts hörte öffnete sie die Tür einfach und betrat Louis’ Zimmer. Er saß an einem Tisch und hatte seinen Kopf über Unmengen von Unterlagen gebeugt. Janie räusperte sich kurz, ehe Louis aufsah und sie anlächelte.
„Oh Janie, ich hab dich gar nicht gehört. Was gibt’s?"
„Ich soll die neuen Songtexte für Shane holen."
Louis nickte und griff nach einem von 100 Stapeln Papier. Er drückte ihn Janie in die Hand und setzte sich anschließen wieder vor seine Unterlagen. Janie murmelte noch ein kurzes „Danke" hervor und verließ anschließend das Zimmer. Nun war er ihr doch lieber, nicht im dunkel rumzulaufen, weil die Gefahr hinzufallen mit einen Stapel Papier viel größer war, also suchte sie einen Lichtschalter. Sie atmete erleichtert auf als sie ihn endlich fand und weiterlaufen konnte. Unterwegs begegnete sie Nicky mit dem sie sich noch kurz unterhielt. Er drückte ihr noch schnell einen Zettel in die Hand, bevor er seinen Weg fortsetze und um eine Ecke lief. Janie war leicht verwirrt und wusste nicht ganz was das sollte, aber sie würde es schon noch herausfinden, wenn sie den Zettel gelesen hatte. Sie steckte ihn in eine Hosentasche, was gar nicht so leicht war mit dem Stapel Papier und lief weiter. Nachdem sie der ganzen Westlife-Crew begegnet war und mit jedem kurz geredet hatte kam sie nach einer halben Stunde doch noch an ihrem Zimmer an. Sie öffnete die Tür mit ihrem Ellenbogen und schlug sie mit dem Fuß zu. Sie stellte den Stapel auf dem Tisch ab an dem Shane vor einer halben Stunde gesessen hatte. Sie fragte sich wo er schon wieder war, aber ihre Frage beantwortete sich von selbst, als sie die Dusche plätschern hörte. Sie setzte sich aufs Bett und holte den Zettel von Nicky aus der Tasche. Was wollte der denn schon wieder?
Hi Janie!
Komm heute Abend um 22 Uhr bitte zu mir!
Ich liebe dich, Nicky
Was sollte das den jetzt schon wieder? Wieso schreibt er „Ich liebe dich"? Janie hatte ihm doch klar und deutlich gesagt, dass sie Shane liebte und sie ihn nur als guten Freund will. Sie hatte sogar gesagt, die Freundschaft zu kündigen, wenn aus dieser Freundschaft wieder liebe werden würde. Was sollte das alles?? War er jetzt völlig durchgeknallt?? Janie wusste nicht was sie jetzt denken sollte, deshalb überlegte sie sich schon einmal einen Grund den sie Shane vorlügen konnte, sie wollte sich auf jeden Fall mit Nicky treffen und sie konnte Shane doch nicht erzählen, dass sie sich mit Nicky traf, der hätte ja gleich wieder mit dem schlimmsten gerechnet! Aber fair war es nicht und da wusste sie, aber sie entschied sich trotzdem dafür. Shane kam mit einem Handtuch um die Hüften gebunden aus dem Bad. Er lief auf Janie zu und die beiden küssten sich.
„Du bist ein Schatz!", sagte er als er die Songtexte auf dem Tisch vorfand. Er küsste sie noch einmal bevor er seine Jogginghose und ein Sweatshirt aus dem Koffer kramte. Als Shane fertig angezogen war setzte er sich wieder an den Tisch und studierte die Songtexte. Inzwischen war es schon kurz vor 22 Uhr.
„Shane ich muss noch mal kurz weg."
„Wo musst du denn jetzt noch hin?"
„Ähm, ich wollte mich mit einer Freundin treffen. Ich hab sie gestern Vormittag kennen gelernt, als du beim Interview warst. Wir wollten uns noch mal treffen, bevor wir morgen abeisen, vorher hatte sie nämlich keine Zeit. Ich weiß aber nicht wie lang das dauert!"
„Ist gut."
Janie küsste Shane noch einmal zärtlich, ehe sie zur Tür lief und aus dem Zimmer verschwand.
Sie lief zu Nickys Zimmer, das nur 1 Stockwerk tiefer war. Wie klopfte an und Nicky öffnete kurze Zeit später. Sie lief in das Zimmer und setzte sich auf einen Stuhl. Nicky setzte sich ihr gegenüber und sah sie an.
„Was ist?", fragte sie und wollte wissen warum sie eigentlich hier war. Nicky räusperte sich noch einmal bevor er auf ihre Frage antwortete.
„Janie, ich weiß nicht wie ich das sagen soll, also, es gibt wieder das gleiche Problem wie vor ein paar Monaten. Ich liebe dich! Ich weiß, dass du Shane liebst, aber gegen meine Gefühle kann ich doch nichts machen. Du bist das fantastischste Mädchen das ich je getroffen habe und..." Nicky stoppte, beugte seinen Kopf nach vorne und küsste sie einfach. Jetzt waren sie also wieder so weit. Janie drücke Nicky weg und wollte aus dem Zimmer rennen, doch Nicky war schneller und hielt sie am Arm fest.
„Lass mich los!", schrie sie doch Nicky gab nicht nach.
„Janie bitte!"
Er zog sie zu sich heran und sah ihr in die Augen die sich mit Tränen füllten. Er zog sie zum Bett und drückte sie drauf. Er setzte sich neben sie und nahm sie ganz fest in den Arm. Jetzt liefen die Tränen nur so über Janies Wangen.
„Janie, es tut mir Leid, aber was soll ich den gegen meine Gefühle machen?"
Janie sah ihn an und zuckte mit den Schultern. Was sollte sie darauf den Antworten? Nicky drückte sie ganz fest an sich und sie fühlte sich wohl. 1000 Blitze durchzuckten sie und Janie wusste, dass es jetzt schon zu spät war, sie war Nicky längst wieder verfallen. Nun musste sie sich selbst eingestehen, dass auch sie wieder Gefühle für Nicky hatte, die mehr als nur reine Freundschaft waren, auch wenn sie versuchte ihre Gefühle zu unterdrücken. Er hatte es also wieder geschafft. Janie war wieder bei dem Problem angelangt, dass sie am meisten vermeiden wollte. Jetzt war es zu spät. Janie hob ihren Kopf von Nickys Brust und fing an ihn zu küssen. Alles war ihr jetzt egal, es war sowieso schon zu spät, sie war ihm zweifellos verfallen. Er erwiderte ihren Kuss und es wurde immer leidenschaftlicher und zärtlicher. Sie wollte ihn.... jetzt! Sie öffnete seine Hose während ihre Zunge mit seiner Spielte. Sie lies die Hose über seine Füße auf den Boden gleiten und knöpfte anschließend sein Hemd auf. Er lag nur noch in Boxershorts da, als er ihr den Pulli über den Kopf zog und sich danach an ihrer Hose zu schaffen machte. Er öffnete ihren BH und bedeckte ihren ganzen Körper mit Küssen. Er drückte sie sanft ins Kissen und beugte sich über sie.
„Ich will dich..." flüsterte sie heiser, ehe Nicky ihr den Slip vom Körper streifte und ihn auf den Boden schmiss. Er zog sich seine Boxershorts aus und fing wieder an Janie leidenschaftlich zu küssen. Sie schmiegte sich sanft an seinen Körper und es entfuhr ihr ein leichtes stöhnen, als er in sie eindrang und sie alles um sich herum vergas.
Shane saß immer noch über seinen Unterlagen und Songtexten. Er wollte warten bis Janie zurück war, aber irgendwann war er so müde, dass er sich ins Bett legte und sofort einschlief.
„Sie kommt schon irgendwann zurück.", dachte er sich und versank im Land der Träume.
Janie lag im Arm von Nicky und starrte an die Decke, die sie eigentlich gar nicht sah, weil es im Zimmer dunkel war. Sie hörte Nickys gleichmäßiges ruhiges Atmen, er schlief. Sie drehte ihren Kopf zur Seite und sah auf die Uhr auf dem Nachttisch, 1.43 Uhr. Sie schrak hoch, Shane. Sie musste hoch, sonst würde er etwas merken. Janie rollte sich vorsichtig aus Nickys Armen und knipste das Nachttischlämpchen an. Durch den Schein der Lampe wurde Nicky wach und setzte sich auf. Janie lächelte ihn an und zog sich ihren Pulli über den Kopf.
„Ich muss hoch, sonst merkt Shane etwas." Nicky nickte und rieb sich die Augen. Als Janie fertig angezogen war lief sie noch mal auf Nicky zu und küsste ihn.
„Das war wunderschön!", flüsterte sie ihm ins Ohr und küsste ihn noch mal.
„Du bist wunderschön... und wenn Shane das rausfindet bin ich tot!"
Janie lachte.
„Er wird nichts erfahren, versprochen!"
Sie stand auf und lief zur Tür.
„Ich liebe dich!", sagte sie bevor sie die Tür geräuschlos zuzog und zu ihrem Zimmer schlich.
++++++++++++++++++++
„Und wie war der Abend mit deiner Freundin?", wollte Shane am nächsten morgen wissen.
„Ach war ganz lustig.", antwortete Janie aus dem Bad und machten sich fürs Frühstück fertig.
„Das klingt aber nicht so."
„Ich bin nur müde."
„Wie lang warst du denn weg?"
„Bis kurz vor 2."
Shane stand auf, als er fertig war seine Socken anzuziehen und lief zu Janie, die vor dem Spiegel stand und ihre Haare zurechtzupfte. Er fasste ihr von hinten an die Taille und schaute ihr über die Schulter. Sie lächelte ihn an und küsste ihn.
„Ich hab es vermisst mit dir im Arm einzuschlafen.", flüsterte Shane ihr ins Ohr und drehte sie zu sich herum. Er sah ihr ganz tief in die Augen und wollte sie gerade küssen, als Janie ihn vorsichtig wegdrückte und ins Nebenzimmer lief. Ihr ging es beschissen! Sie hatte Gewissensbisse, wie nie zuvor, was ja verständlich war. Sie hatte wieder Mist gebaut und diesmal noch größeren als vor ein paar Monaten.
„Komm gehen wir Frühstücken.", meinte Janie, als Shane aus dem Bad kam und sich aufs Bett setzte um seine Schuhe anzuziehen. Er nickte und ging zur Tür. Beide liefen schweigend die Treppen zum Speisesaal hinunter und suchten sich einen freien Platz. Kurze zeit später kam auch Nicky und Janie stütze ihren Kopf auf ihre eine Hand. Den konnte sie jetzt wirklich nicht gebrauchen. Shane würde sie beide killen, wenn er etwas von letzter Nacht erfahren würde. Nicky kam auf die Beiden zu. Der wollte sich doch jetzt nicht im Ernst zu ihnen setzten, oder? Doch, er wollte. Er winkte den Beiden schon von weitem zu und schnappte sich den noch freien Stuhl am Tisch.
„Hey Nix gut geschlafen?", wollte Shane wissen.
„Ja klar, gestern sogar besonders gut!", meinte er und sah Janie an. War der noch ganz dicht?
„Warum, was war gestern?"
„Ach war ne besondere Nacht."
„Muss ich das jetzt verstehen?"
„Ne, lass mal."
„Sorry Jungs mir geht’s nicht so gut, ich geh hoch."
Janie stand auf und verließ den Speisesaal. Der Typ hatte doch echt nen knall! Sie sperrte die Tür auf und schmiss sich aufs Bett. Sie hatte eh schon Gewissensbisse und dann taute Nicky auch noch beim Frühstück auf und hatte nichts besseres zu tun, als irgendeine scheiße zu labern! Wollte er, dass Shane alles erfuhr? Es sah zumindest so aus, der Typ hatte doch echt nicht mehr alle Tassen im Schrank! Shane kam ein paar Minuten später auch ins Zimmer. Er setzte sich zu Janie aufs Bett.
„Was ist denn?"
„Ach nichts, mir geht’s nur nicht so gut. Aber das vergeht bestimmt bald wieder!"
Shane nickte und zog seinen Koffer unter dem Bett hervor.
„Wir müssen gleich auschecken."
Das hatte Janie total vergessen, sie hatte noch nicht einmal angefangen ihr Zeug zusammen zu packen. Sie sprang geschockt vom Bett auf und hastete ins Badezimmer. Sie kannte Anto, wenn sie auch nur eine Minute zu spät dran waren, ging der an die Decke! Nach 15 Minuten war alles gepackt und Shane brachte die Koffer und Taschen in die Hotellobby. Vor dem Hotel stand schon der Bus mit dem sie weiterfahren sollten. Als alle ausgecheckt hatten und das ganze Gepäck verstaut war machten sie sich auf den Weg nach Dublin. Dort hatten sie einige Auftritte und Interviews, bevor sie 2 Tage frei hatten. Janie setzte sich in eine Ecke im Bus und starrte aus dem Fenster. Sie wollte jetzt einfach nur ihre Ruhe. Alle hatten was zu tun, nur Nicky nicht. Er kam auf sie zu und setzte sich zu ihr.
„Sag mal bist du noch ganz dicht?", begrüßte sie ihn und sah ihn mit einem Blick an der ihn wahrscheinlich ums Leben gebracht hätte, wenn Blicke töten könnten.
„Ich weiß, dass war scheiße von mir und es kommt nicht wieder vor."
„Ja, dass will ich für dich hoffen. Er wenn auch nur ein Sterbenswörtchen davon erfährt sind wie beide tot! Du weißt genau wie er bei unserem ersten Kuss abgegangen ist und das gestern war etwas mehr als nur ein Kuss!"
„Ja ja es tut mir ja Leid!" Nicky zog die Augenbrauen hoch und sah sie gespannt an. „Und wie geht’s jetzt weiter?", wollte er wissen.
„Ich weiß es nicht. Nicky ich liebe dich, dass ist mir gestern wieder klar geworden, aber ich weiß auch, dass ich Shane liebe. Ich bin wieder da wo ich vor ein paar Monaten schon mal war! Es ist ein großer Fehler, Shane so zu hintergehen, aber ich kann es ihm nicht sagen!"
Nicky nickte und verzog das Gesicht. Na super, er saß gerade vor einer Frau die er mehr liebte als alles andere, die aber nicht wusste wen sie liebte. Warum war das alles so kompliziert? Sie konnte doch nicht 2 Männer gleichzeitig lieben, sie musste doch wissen für wen sie mehr empfand! So konnte das nicht weitergehen.
„Janie dir ist schon klar, dass du dich für einen von uns entscheiden musst, oder? So schnell wie möglich. Es ist für mich genauso scheiße, wie für dich und wenn du dir nicht bald sicher bist für wen du mehr empfindest, stehst du am Schluss allein da!"
Nicky stand auf und lief runter zum Rest der Band. Janie zog ihre Knie an ihren Körper und vergrub ihren Kopf darin. Nicky hatte recht, sie musste sich entscheiden, so schnell wie möglich!
++++++++++++++++++++
Am nächsten morgen hatte sie sich entschieden.
„Nicky es tut mir Leid! Du hast selbst gesagt ich muss mich entscheiden und du hast leider verloren. Ich kann Shane nicht verlassen, ich kann es nicht. Vergiss aber nie, dass ich dich wirklich geliebt habe und auf eine Gewisse weiße immer noch sehr liebe!"
Janie umarmte Nicky und drückte ihm einen letzten Kuss auf den Mund bevor sie aus dem Hotelzimmer verschwand und in einen nahegelegenen Park lief. Sie setzte sich auf eine Bank und starrte in den Himmel. Sie schrak hoch, als sie plötzlich eine Hand auf ihrer Schulter spürte. Shane.
„Was ist los?", wollt er wissen.
Er setzte sich neben Janie auf die Bank und legte seinen Arm um sie. Sie zuckte mit den Schultern und sah ihn an.
„Irgendwas hast du doch? Das seh ich dir an! Du bist schon seit Tagen so komisch drauf!"
Janie schüttelte den Kopf und blickte auf den Boden. Sie fühlte sich beschissen. Sie hatte Shane nun schon zum 2. mal betrogen, obwohl sie ihn doch so sehr liebte. Sie wusste nicht so recht, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollte. Er durfte nichts merken!
„Es ist nichts, ich hab dich nur verdammt arg lieb!"
Diese Worte zauberten ein lächeln auf Shanes Mund.
„Ich dich auch."
Die Beiden blieben noch eine ganze Weile auf der Bank sitzen, bevor sie zurück ins Hotel liefen. Es stand noch ein kurzes Interview mit der Smash Hits an. Shane wurde schon erwartet, als er mit Janie im Arm das Hotel betrat.
„Man wo wart ihr denn? Wir warten seit 5 Minuten auf dich, Shane!", schimpfte Anto und zog Shane mit zu den Anderen.
„Ach ja? 5 Minuten? Bryan kommt immer ne halbe Stunde zu spät und wird nicht so angemault!", schnauzte Shane zurück und sah Bryan, der ausnahmsweise mal pünktlich war und Anto abwechselnd an.
„Ich hab jetzt keine Lust auf irgendwelche Diskussionen, wann wer angemault wird, weil er zu spät kommt. Jetzt seht zu, dass ihr eure kleinen Ärsche zu den Sesseln da hinten hin bewegt und ein anständiges Interview absolviert!" Anto war ja mal wieder super drauf!
„Ich geh hoch und warte auf dich!" Janie küsste Shane noch einmal bevor sie sich ins Hotelzimmer verzog und er sich mit den Anderen zu den Interview-Menschen gesellte. Nicky sah ihr traurig hinterher, aber jetzt konnte er auch nichts mehr ändern. Sie hatte sich entschieden, er selbst wollte es so.
Janie schmiss sich aufs Bett und schnappte sich eine Zeitung. Aber sie las nicht wirklich darin, ihrer Gedanken kreisten immer wieder zu Shane und zu Nicky. Wie sollte sie sich denn jetzt Nicky gegenüber verhallten? War die Entscheidung richtig? Sie hatte keine Ahnung, aber sie würde im richtigen Moment genau das Richtige tun, da war sie sich sicher. Sie Blätterte ein paar Seiten weiter und entdeckte dabei einen Artikel über Bryans ganzen Stolz. Sie las sich den Bericht über die McFaddens durch, Bryan war wohl zu diesem Zeitpunkt der glücklichste Mensch im ganzen Universum. Er war nun schon über ein Jahr mit Kerry verheiratet, Molly war schon über 1 ½ Jahre alt und Lilly kam vor ein paar Wochen gesund und munter auf die Welt. Janie stellte sich vor wie sie in ein paar Jahren vielleicht auch zwei so wundervolle Kinder und einen wundervollen Mann an ihrer Seite hatte. Und da wurde ihr bewusst, dass ihre Entscheidung richtig war. Sie wollte mit Shane alt werden und einen Familie Gründen, irgendwann. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als es an der Tür klopfte.
„Hey Sweetheart!" Shane stand vor der Tür und küsste Janie stürmisch.
„Na na, nicht so Stürmisch!", lächelte sie und zog ihn ins Zimmer.
„Wie war das Interview?"
„Frag lieber nicht...", Shane lies sich mit einem Seufzer auf einen Stuhl fallen und starrte an die Decke. Er war müde und geschafft, das sah man ihm an.
„Sei mir nicht böse, Süße, aber ich muss ins Bett!", meinte er und stand auf um ins Bad zu laufen und sich die Zähne zu putzen. Janie stellte sich hinter ihn als er vor dem Waschbecken stand und die Zahnbürste in den Mund steckte. Sie schlang ihre Arme um seinen Bauch und legte ihren Kopf auf seinen Rücken, bevor sie über seine Schultern guckte und ihn am Hals genau hinter seinem Ohr küsste. Sie wusste genau wie sehr er das liebte.
„Ist schon okay, ich bin auch müde!", flüsterte sie ihm ins Ohr und verließ anschließend das Bad um sich fürs Bett fertig zu machen. Shane lächelte ihr hinterher und führte dann seine Zahnpflege fort. Nach Shane verschwand Janie im Bad und als sie zurück kam lag Shane bereits im Bett und war schon im Land der Träume. Sie lächelte und schlug die Decke auf die Seite. Sie legte sich mit hin und schlief selbst nach wenigen Minuten ein.
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„Bryan jetzt setz dich hin! Du machst mich ganz nervös mit deinem blöden auf und ab gelaufe!", meinte Shane genervt und sah Bryan an.
„Tut mir Leid, ich kann jetzt nicht ruhig sitzen bleiben! Meine drei Mädels kommen gleich!", antwortete der strahlend und führte seine Runde durchs Zimmer fort. Shane verdrehte die Augen, las dann aber wieder in seinem Magazin weiter.
Plötzlich stürmte Bryan wie von der Tarantel gestochen aus dem Hotelzimmer. Von draußen hörte man schon Molly quäken.
„Daddy!", schrie sie als sie Bryan erblickte. Sie rannte mit ihren kleinen Füßchen auf ihren Dad zu und umarmte stürmisch sein Bein, weil sie nicht höher kam.
„Prinzessin!" Bryan hob seine Tochter glücklich hoch und lief mit ihr zu Kerry die mit Lilly auf dem Arm den Gang entlang lief. Er gab ihr einen langen zärtlichen Kuss, bevor er sich auf Lilly stürzte und die Kleine einmal richtig durchknuddelte. Nun stand auch Shane bei den vieren und begrüßte erst Kerry, dann Molly und dann sein Patenkind Lilly. Sie streckte schon ihre Ärmchen nach ihm aus, doch als Shane sie auf dem Arm hatte fing sie an zu weinen.
„Ich versteh das nicht! Erst freut sie sich, wenn sie mich sieht und wenn ich sie dann auf dem Arm hab weint sie!", Shane machte eine Schnute und gab Lilly zurück zu Kerry die ihn schräg anlächelte.
„Wo ist Janie?", wollte sie wissen und wiegte Lilly im Arm hin und her um sie wieder zu beruhigen.
„Die ist oben im Hotelzimmer.", antwortete Shane und sah zu Boden. Bryan klopfte ihm auf die Schulter und gab Kerry ein Zeichen, dass sie nicht weiter fragen sollte. Sie nickte und nahm Molly an der Hand um mal nach Janie zu schaun. Anscheinend gabs zwischen den Beiden ein bisschen krach. Als sie schon 2 Stockwerke hochgelaufen war, viel ihr ein, dass sie ja gar nicht wusste in welchem Zimmer Janie war. Sie holte ihr Handy aus der Tasche und rief Bryan an, sie hatte echt keine Lust jetzt wieder nach unten zu laufen!
„Hi Kerry!" Janie umarmte sie vorsichtig, damit sie Lilly nicht erdrückte und lies sie anschließend ins Zimmer.
„Hallo Pooh!", sagte sie zu Molly und hob sie hoch. Molly lachte fröhlich vor sich hin und fing an mit Janies Haaren zu spielen. Die Kleine war so niedlich! Janie liebte sie über alles! Janie forderte Kerry auf sich aufs Bett zu setzen, weil die Stühle alle mit Klamotten oder sonstigem vollgehängt waren und man sich unmöglich draufsetzen hätte können. Kerry setzte sich mit Lilly im Arm aufs Bett und Janie mit Molly.
„Es gibt Probleme mit Shane, stimmts?"
Janie nickte nur mit dem Kopf und lies Molly, die anfing mit den Füßen zu zappeln, auf den Boden. Die machte sich sofort auf Erkundungstour und tapste durchs ganze Zimmer.
„Also was ist los??"
„Ach es ist alles scheiße!" Janie rollte eine Träne über die Backe und Kerry nahm sie in den Arm, nachdem sie die schlafende Lilly vorsichtig aufs Bett gelegt hatte. Nun kam auch Molly wieder angetapst und zog Janie an den Haaren.
„Warum weinst du?", fragte sie und zog eine ihrer Augenbrauen nach oben. Als Janie gar nichts sagte kletterte sie auf ihren Schoß und hängte sich an ihren Hals. Janie musste lächeln und setzte sie vorsichtig auf ihre Füße.
„Warum weinst du?", fragte Molly wieder und sah fragend zu ihrer Mum.
„Janie ist traurig."
„Willst du meinen Winnie Pooh?? Der macht dich wieder fröhlich!!" Molly sprang von Janies Schoß runter und suchte nach Kerrys Tasche. Als sie diese gefunden hatte zog sie ihren Stoff-Pooh heraus und brachte ihn zu Janie.
„Da", sagte Molly und hielt Janie ihren Pooh vor die Nase.
„Danke" Janie nahm ihn ihr ab und setzte ihn auf ihren Schoß. Molly strahlte ganz stolz vor sich hin und kletterte vergnügt aufs Bett.
„Ich bring Molly kurz zu Bryan, dann bin ich wieder bei dir, ja? Lilly lass ich kurz bei dir, sie schläft grad so schön."
Janie nickte und Kerry stand auf und nahm Molly bei der Hand. Sie lief mit ihr zusammen zu Bryan und war 5 Minuten später wieder bei Janie auf dem Bett. Janie fing an zu erzählen. Sie erzählte alles.
„... ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Ich bekomm ein total schlechtes Gewissen wenn ich Shane auch nur anschau! Er selbst hat es jetzt schon gemerkt, dass irgendwas nicht stimmt und deshalb gabs auch wieder streit."
Kerry hatte die ganze Zeit schweigend zugehört.
„Du musst es ihm sagen."
„Ich kann nicht! Kerry ich kann es nicht! Er würde mich verlassen, aber ich liebe ihn doch!"
Plötzlich ging die Tür auf und Shane stand im Zimmer. Er hatte alles mitgehört, die Tür war nicht richtig zu.
„Ja da hast du vollkommen recht! Janie ich hab dir wieder vertraut und du hast das schamlos ausgenutzt! Du falsche Schlange!!! Es ist aus, für immer! Wenn du morgen nicht von hier verschwindest werde ich selbst dafür sorgen, dass du gehst!", schrie er durchs Zimmer und knallte anschließend die Tür zu, so dass alle Wände wackelten. Kerry sprang auf und rannte ihm hinterher, während Janie weinend auf dem Bett zusammenbrach.
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Janie hatte noch am selben Abend das Hotel verlassen. Shane hatte sich nie wieder
bei ihr gemeldet und er hatte Westlife verlassen. Er konnte einfach nicht mehr mit Nicky zusammenarbeiten, es war unmöglich für ihn. Er zog sich völlig zurück und wollte niemanden mehr hören oder sehen. Er wanderte aus nach Sydney. Janie war ein Menschliches Wrack, es dauerte Wochen bis sie wieder ein einigermaßen normales Leben führen konnte. Sie hatte sich ein kleines Haus in der Nähe von Galway an der Küste gekauft. Sie saß Stundenlang am Stand und dachte nach, sie konnte nicht glauben, was sie verloren hatte. Und sie konnte nichts machten, sie war ja selbst schuld.
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Nun saß sie hier auf der Klippe und weinte. Die wellen prasselten gegen den harten Stein und die Sonne versank im Meer. Sie wurde aus ihren ganzen Gedanken gerissen, als sie von hinten angetippt wurde.
„Shannon, Süße, was machst du hier?"
Shannon stand hinter ihr, in der einen Hand eine kleine Decke die sie hinter sich her zog, den Daumen der anderen Hand im Mund. Janie zog ihre kleine Tochter auf ihren Schoß und sah in ihre braunen strahlenden Augen.
„Warum weinst du?", wollte sie wissen und steckte gleich nach der Frage wieder ihren Daumen in den Mund.
„Das verstehst du noch nicht, Prinzessin. Geh wieder rein, du wirst noch krank. Ich komm gleich."
Shannon gab sich mit der Antwort zufrieden und tapste zurück zum Haus. Janie sah ihr hinterher und versank wieder in Gedanken...
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„Herzlichen Glückwunsch, sie sind schwanger!" Der Arzt hielt Janie lachend die Hand hin die sie wie in Trance schüttelte. Konnte das sein? Sie und schwanger? Sie hatte doch immer verhütet!
„A... a... aber, in welchem Monat?"
„Im 3. Mich wundert es ja, dass ihnen nicht aufgefallen ist, dass ihre Periode ausblieb..."
„Ich... ich... dachte, dass ist weil ich so viel Stress hatten. Oh mein Gott!"
Janie stützte ihren Kopf auf ihre Arme und schüttelte ihn immer wieder. Ein Kind war das Letzte was sie jetzt brauchen konnte. Sie hatte schon genug Probleme. Sie erhob sich langsam und verließ den Behandlungsraum. Der Arzt sah ihr Kopfschüttelnd hinterher.
Janie lief zum Strand, sie hatte es noch gar nicht richtig Realisiert. Das konnte doch nicht sein! Sie setzte sich in den Sand und fing hemmungslos an zu weinen. Da hatte sie gerade wieder begonnen ein normales Leben zu führen, sie hatte gerade alles wieder in den Griff bekommen und dann kam das. Das warf Janie völlig aus der Bahn, sie wollte das Kind nicht, sie wollte es nicht!
Erst als sie ihr Baby das erste mal auf dem Ultraschallbild sah, änderte sie ihre Meinung. Sie brachte es nicht übers Herz dieses kleine Ding herzugeben.
Nun, fast 2 Jahre später, war Shannon ihr Leben. Sie konnte sich nicht mehr vorstellen ohne ihre Tochter leben zu müssen. Sie füllte ihr Leben mit so viel Freude und so viel Liebe. Sie war das wunderbarste Kind auf der Welt. Man musste sie lieben, mit ihrem lachen, das die ganze Welt verzaubert hätte, ihrer kleinen Stupsnase und mit ihren braunen langen Löcken die ihr ins Gesicht hingen. Sie war hübsch, wie ihr Vater, Shane Filan.
Janie hasste sich dafür, daran gedacht zu haben, Shannon abtreiben zu lassen. Sie hätte es auch gemacht, wenn es nicht schon zu spät gewesen wäre. Abtreiben ist Gesetzlich nur bis zur 12. Woche möglich und die hatte sie bereits überschritten. Sie hasste sich auch dafür, so viele Fehler gemacht zu haben. Sie lag oft ganze Nächte lang wach und weinte. Wie sehr hatte sie sich gewünscht später eine Familie mit Shane zu gründen und der Traum war von einem Tag auf den anderen geplatzt wie eine Seifenblase nur, weil sie so dumm war. Sie war sooo dumm.
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Janie stand auf und wischte sich ihre letzten Tränen aus dem Gesicht. Es wurde kalt und sie lief zurück zum Haus. Shannon wartete bereits in der Balkontür auf sie.
„Mama, ich hab Hunger."
„Setzt dich ins Wohnzimmer, ich mach dir gleich was zu Essen."
Shannon lief hüpfend auf die Couch zu und lies sich lachend drauffallen. Janie verschwand in der Küche und machte ein paar belegte Brötchen und Tee. Sie trug alles auf einem Tablett ins Wohnzimmer und setzte sich neben Shannon auf die Couch. Shannon aß alles schön brav auf und ging nach Winnie Pooh ins Bett. Janie las ihr wie jeden Abend eine Geschichte vor bis sie einschlief. Es dauerte nie besonders lang bis ihre kleinen Äugelchen zufielen und sie ins Land der Träume befördert wurde. Janie blieb noch einige Minuten am Bett sitzen und sah sie an. Sie küssten sie auf die Stirn und strich ihr eine ihrer Locken aus dem Gesicht, bevor sie die Tür zuzog und selbst ins Bett ging. Sie legte sich hin und starrte auf ein Foto von Shane auf ihrem Nachttisch. Warum? Wie schon so oft, stellte sie sich auch heute diese Frage und wusste nur eine Antwort. Ihre Dummheit, wie konnte sie seine Liebe nur so aufs Spiel setzen? Irgendwann schlief sie unter Tränen ein, doch sie war sich sicher eines Tages über all das hinweg zu sein und mit einem Lächeln an die schönen Tage ihres Lebens zurückblicken zu können. Irgendwann...
~*~THE END~*~