Anne hatte gerade Sommerferien und sie beschloss, mit ihrem besten Freund Alex nach Irland zu fahren um dort mal richtig auszuspannen und sich von dem ganzen Stress zu erholen, den sie zu Hause hatte. Sie stand kurz vor der Zwischenprüfung was hieß, dass sie viel lernen musste und auch familiär war nicht alles im grünen Bereich. Sie fieberte schon eine ganze Zeit lang dem Abreisetag entgegen. Alex sollte sie an dem Tag zu Hause abholen, so dass sie gemeinsam zum Flughafen Düsseldorf fahren konnten. Am Abend zu vor war sie sichtlich aufgeregt, was alles auf sie zu kommen würde.
Pünktlich um 8:00 Uhr in der Früh klingelte es und Alex stand mit einem breiten Grinsen vor ihrer Haustür. Anne umarmte ihn freundschaftlich und bat ihn doch herein zu kommen, was er dann auch dankend annahm. Sie holte dann nur noch ihre Koffer von ihrem Zimmer, schnappte sich ihre Jacke und es konnte los gehen. Ihren Eltern hatte sie verschwiegen, dass sie nach Irland fliegen würde, da sie sich mit ihnen ziemlich in den Haaren hatte. Auf dem Weg zum Flughafen wechselten die beiden kaum ein Wort. Dort angekommen, suchte Alex einen Parkplatz und sie machten sich auf dem Weg zum Schalter. Dort ging alles relativ schnell voran und nachdem sie ihr Gepäck aufgegeben hatten, mussten sie noch ca. 1 Stunde warten, bis ihr Flugzeug in die Lüfte abhob. In dieser Zeit unterhielten sie sich darüber, was sie in ihrem 3 wöchigen Urlaub alles unternehmen wollten. Dabei viel ihnen so einiges ein und sie mussten über manche Vorschläge auch herzhaft lachen. Auf einmal wurde ihr Flug Richtung Dublin aufgerufen.
Endlich, sie sind gelandet. Anne rannte regelrecht aus dem Flugzeug raus und atmete erst mal tief durch. Sie war schon immer total begeistert von Irland gewesen und jetzt war sie wirklich dort. Sie konnte es noch immer nicht richtig glauben. Als sie ihre Koffer abgeholt hatten und endlich raus aus dem Gebäude waren, riefen sie sich ein Taxi und fuhren sofort ins Hotel.
Anne wusste aus den vielen Reiseführern, wie ihr Hotel ungefähr aussah, doch das was sie in diesem Augenblick sah, hätte sie selbst nicht mit Worten beschreiben können. Alles war sehr Modern eingerichtet, besonders die Zimmer gefielen Anne sehr gut. Neben ihrem Bett war ein süßes Nachtschränkchen, wo eine kleine Rose drauf platziert war. Als Anne ans Fenster ging, verschlug es ihr fast den Atem. Es war so wunderschön, sie hatte das Gefühl als könnte sie über ganz Dublin hinweg gucken.
Alex war noch unten an der Rezeption, um noch ein paar organisatorische Dinge zu klären und machte sich nun auf den Weg zu ihrem gemeinsamen Zimmer. Dort sah er Anne, wie sie aus dem Fenster starrte und die Welt um sich herum zu vergessen schien. Er umarmte sie freundschaftlich von hinten um ihre Teile. Sie zuckte regelrecht zusammen, so erschrocken hatte sie sich. "An was denkst du gerade?", fragte Alex sie. "Ich bin einfach nur glücklich, dass ich hier sein kann und diese wunderschöne Landschaft genießen kann. Es ist einfach nur wunderschön hier", "Ja, da hast du wohl recht. Was hältst du davon, wenn wir beide jetzt rausgehen, um Dublin etwas kennen zu lernen?" , "Das ist eine gute Idee. Lass uns direkt starten." Die beiden machten sich fertig und schon konnte es los gehen. Sie klapperten so ziemlich alle Geschäfte ab, die Dublin zu bieten hatte. Nach einigen Stunden entschieden sich die beiden, in ein Café zu gehen, um sich etwas zu erholen. Sie bestellten sich beide ein großes Eis mit viel Sahne und ließen es sich schmecken "Das nenne ich doch mal einen gelungenen Start in unseren Urlaub.", meinte Alex "Ja, dieser ist uns tatsächlich gelungen. Aber ich habe keine großartige Lust, den Abend im Hotelzimmer zu verbringen. Was hältst du davon, wenn wir in einem Pub gehen und da mal so richtig abfeiern?", fragte Anne Alex. "Dagegen hätte ich rein gar nix einzuwenden. Lass uns doch gleich mal schauen, welchen Pub wir heute Abend unsicher machen, damit uns mit der Sucherei nicht noch mehr nützliche Zeit verstrichen wird". Anne stimmte Alex zu und so machten sie sich, nachdem sie ihr Eis verspeisten und zahlten, auf die Suche nach einem geeigneten Pub. Sie wurden auch schnell fündig und merkten sich die Straße, wo der Pub liegt. Wieder im Hotel ließen sich beide total erschöpft, aber glücklich aufs Bett fallen. "Ich brauch jetzt erst mal eine Dusche", sagte Anne zu Alex und verschwand auch auf direktem Wege im Bad. Es dauerte auch eine Weile, bis sie wieder raus kam. "Hey Anne, was hast du denn da drinnen solange gemacht?" Fragte Alex schläfrig. Aber Anne gab ihm keine Antwort auf diese Frage, sondern grinste nur. Das Frauen im Bad ja bekanntlich länger brauchen, ist ja wohl inzwischen eindeutig erwiesen. Frisch geduscht wie sie war kuschelte sie sich neben Alex, der schon leicht eingenickt war. "Hey, du Schlafmütze, so was wie dich, kann ich nachher aber nicht gebrauchen." Sie stieß ihn leicht in die Seite.
"Was..?" Na toll, kaum ist man hier zusammen mit seinem besten Freund im Traumurlaub, schon mutiert dieser auch schon zum Couchpotato. "Ja ist ja gut, ich steh ja schon auf."
Schließlich gegen 22:00 Uhr zogen sie los um zusammen das Dubliner Nachtleben zu erobern. "Anne, ich will mir ein Bier holen, willst du auch was?" "Ja klar, für mich bitte das Selbe." Etwa um 2:30 Uhr beschloss Anne lieber nach draußen zu gehen, Alex folgte ihr prompt. "Oh, ist mir schlecht, ich glaub ich muss k..." Zu spät. Annes Abendessen und die paar Bier die sie vorher zu sich genommen hatte, verteilten sich fein säuberlich auf Alex’ neuer Hose. "Ich glaube, da hatte wohl jemand ein paar Bier zu viel oder?" Alex schaute ein wenig angewidert. "Lass alles raus... tu dir keinen Zwang an."
Anne ging es verdammt dreckig. "Hey, ich geh wieder rein, schnapp du noch in bisschen Luft und komm dann nach. Ok, kommst du alleine zurecht?" Anne brachte nur ein dumpfes "Ok"
hervor. ‚Oh man tut dass gut... frische Luft’ Dachte Anne.
Doch sie bemerkte nicht, wie sie jemand beobachtete. Plötzlich tippte sie jemand an. "Sag mal geht’s dir nicht gut? Brauchst du’n Arzt?" Diese Stimme... sie war so männlich und angenehm, irgendwie vertraut. "Nein, geht schon, ich wollte auch gerade wieder rein... gehen." Sie traute ihren Augen nicht als sie sich umdrehte. Vor ihr stand ein großer, attraktiver, durchtrainierter Mann. Genau ihr Typ Mann. *Der könnte mir gefährlich werden* dachte sie. "Wie heißt du?" Ertönte seine Stimme wieder.
"Äh, Anne und du?" Anne schwächelte immer noch. Sie begann zu taumeln. "Hey, fall mir jetzt ja nicht um... Übrigens ich heiße Mark."
"Angenehm Mark. Magst du vielleicht mit mir in den Pub wieder reinzugehen? Ein Freund von mir wartet schon drinnen auf mich," "Gerne komme ich mit rein. Da drin ist auch noch ein Freund von mir. Wenn du magst, stelle ich dich ihn vor." "Ok, lass uns reingehen." Anne hatte mittlerweile schon wieder etwas mehr Farbe im Gesicht bekommen und so ging sie mit Mark im Schlepptau zurück in den Pub. Alex viel ihr sofort auf der Tanzfläche auf, wie er mit einem anderen Girl dort tanzte. "Willst du was trinken? Evtl. ein Wasser? Ich glaube nämlich nicht, dass dir Alkohol nun so gut bekommt." "Ja gerne. Lass uns dann mal zur Bar gehen und die Getränke bestellen." "Ne, ist schon ok. Warte du hier und ich hole uns die Getränke." "Ok, danke." Mark machte sich nun durch die Menge auf dem Weg zur Bar. Das Lied war mittlerweile auch zu Ende und Alex kam ohne seine neue Tanzpartnerin zu Anne an den Tisch "Geht es dir jetzt wieder etwas besser, oder sollen wir zurück ins Hotel gehen?" "Nein, mir geht es schon wieder gut. Mark holt mir auch gerade ein Wasser und dann geht das schon. Wo ist eigentlich das Girl, mit dem du gerade wild getanzt hattest?" "Ach, die war mir zu aufdringlich. Und außerdem tanzt sie schon wieder mit jemand anderem, siehst du es?" Und Alex zeigte Anne das Girl mit dem anderen Typen "Ja, seh ich." "Ach und noch was, wer ist eigentlich dieser Mark, von dem du gerade gesprochen hattest?" Anne wollte ihm gerade antworten, doch da kam auch Mark schon mit den Getränken an ihren Tisch und setzte sich neben Anne "Ist das dieser Freund, von dem du mir draußen erzählt hattest?" "Ja Mark, das ist er. Darf ich ihn dir vorstellen. Mark, das ist Alex. Alex, das ist Mark." Die 2 Männer gaben sich zur Begrüßung die Hand. "Ich geh mir auch mal eben was zu trinken holen. Bin gleich wieder zurück. Mach mir keine Dummheiten". Und schon war auch Alex auf dem Weg zur Bar. "Was macht ihr beiden eigentlich hier in Dublin?" "Wir verbringen hier 3 Wochen unseres Sommerurlaubs und sind in einem Hotel untergekommen. Und was machst du hier? Wohnst du hier?" "Nein, ich wohne nicht hier. Ich bin nur mit meinem Freund Kian hier, der auch irgendwo in diesem Pub ist. Kian wollte ich dir eh noch vorstellen. Aber ich wohne eigentlich in Sligo, kennst du die Stadt?" "Ja, ich habe schon mal davon gehört. Ist es nicht an der Nord-West-Küste Irlands?" "Ja, da ist es. Ah, ich glaube, Kian sucht mich. Ich hole ihn mal eben zu uns an den Tisch, falls es dir nix ausmacht." "Ne, ist schon ok, mach das ruhig." Und schon war Mark auf dem Weg zu Kian. Er kam auch kurze Zeit später mit ihm zurück an Annes Tisch, wo auch mittlerweile Alex wieder eingetroffen war "Anne, das ist Kian, Kian, das ist Anne" "Freut mich dich kennen zu lernen, Anne" "Danke, das Vergnügen liegt ganz meinerseits, Kian" "Hast du Lust, gleich mit mir etwas zu tanzen?" "Sorry, aber ich glaube, das ist jetzt nicht ganz das richtige für mich. Mir war gerade etwas schlecht." "Ok, dann beim nächsten mal" und mit diesen Worten verschwand er wieder auf der Tanzfläche. "Ist Kian eigentlich immer so aufdringlich, Mark?" "Eigentlich nicht, aber ich glaube, er hat schon ein paar Biere getrunken." "Achso, hätte ich mir eigentlich auch denken können." "In welchem Hotel wohnt ihr beiden eigentlich?" "Im General Hotel in Dublin Mitte" bekam Mark von Alex als Antwort. Alex gefiel es überhaupt nicht, dass Mark die ganze Zeit bei Anne hockte. Eigentlich wollte er den Abend mit ihr in dem Pub verbringen. "Es ist nun schon ziemlich spät, wollen wir so langsam gehen?" "Och Alex, ich würd schon gern noch etwas bleiben. Du kannst ja schon mal voraus gehen und ich komme dann später nach. Keine Angst, ich find den Weg schon alleine zurück." "Ok, wie du meinst, aber mache mir keine Dummheiten, versprochen" "Ok, versprochen. Ich wünsche dir dann noch eine gute Nacht und bis morgen dann, bye." "Tschau." Und mit diesen Worten verschwand Alex alleine aus der Disco. Er dachte auf dem Weg zum Hotel die ganze Zeit über Anne und Mark nach *Er scheint ihr wohl zu gefallen, hab ich so den Eindruck. Hoffentlich wird da nicht mehr draus.*
In dem Pub hat Mark Anne auch gefragt, ob sie mit ihm doch tanzen wolle "Ok, weil du es bist und es mir jetzt schon besser geht." "Danke, Darling." Die beiden begaben sich nun auf die Tanzfläche. Es lief gerade ein schnelleres Lied, wo drauf die beiden richtig abtanzten. Dieses Lied war jedoch relativ schnell zu Ende und es wurde ein langsames Lied aufgelegt. Mark umfasste dabei Annes Hüften und zog sie eng an sich heran. Anne schaute ihm dabei tief in seine glasklaren, blauen Augen und legte ihre Hände um seinen Hals. Dabei wiegten sie sich zu dem langsamen Rhythmus der Musik. Mark näherte sich Annes Lippen, aber gerade da war das Lied zu Ende und Anne löste sich sanft von Mark. Sie zog ihn hinter sich her zum Tisch. "Danke für den Tanz, Mark." "Gern Geschehen. Wir können es gerne wiederholen." "Diese Einladung nehme ich dankend an. Aber leider muss ich jetzt gehen, da ich Alex auch nicht so lange warten lassen möchte, auch wenn er schläft. Es war ein sehr schöner Abend mit dir und ich hoffe, ich sehe dich so bald wie möglich wieder." "Das Vergnügen liegt ganz auf meiner Seite. Magst du mir noch deine Nummer geben, dann rufe ich dich Morgen mal an?" So schrieb Anne Mark ihre Nummer auf einen Bierdeckel, der auf dem Tisch lag und Mark tat es ihr mit seiner Nummer gleich. "Danke, wenn du magst, begleite ich dich noch nach draußen." "Gerne, dann lass uns gehen." Die beiden machten sich durch das Getümmel in dem Pub auf den Weg nach draußen. Dort angekommen, blieben sie stehen und schauten sich in die Augen. Mark nahm Annes Kinn, so dass sie ihn anschauen musste und er küsste sie geradewegs auf den Mund. Sie erwiderte den Kuss leicht. "Ok, ich muss dann auch los. Danke für den schönen Abend." "Nichts zu danken. Ich ruf dich dann Morgen an." Und mit diesen Worten verschwand Mark wieder in dem Pub und Anne machte sich auf dem Weg zurück zum Hotel.
Während sie so zurück lief, fing sie an, über sich und Mark nachzudenken *War es nur ein harmloser Abschiedskuss oder ist er für Mark von größerer Bedeutung? Was, wenn ich für ihn nur ein einfacher Flirt bin. Schließlich kann er Tausende von Girls haben. Aber was mach ich mir eigentlich solche Gedanken, ich habe mich nicht wirklich in den Kerl an diesem einen Abend verliebt, oder etwa doch? Am besten, ich spreche morgen mal mit Alex darüber, bevor Mark anruft.* Sie war mittlerweile schon am Hotel angekommen und machte sich auf dem Weg zu ihrem Zimmer. Vor der Zimmertüre blieb Anne noch mal stehen und atmete tief durch. Dann machte sie die Tür leise auf. Sie sah, bzw. hörte, wie Alex schlief. Kopfschüttelnd verschwand sie im Badezimmer, um sich für die Nacht fertig zu machen und legte sich dann zu Alex ins Bett.
Am nächsten morgen wachte Alex als erster auf und streckte sich erst mal ordentlich. Dann schaute er auf seine andere Bettseite *Wow, Madame ist auch noch mal nach Hause gekommen*, dachte er sich. Er stand auf und ging ins Badezimmer. Gerade als er unter die Dusche steigen wollte, hörte er Annes Handy klingeln. Da sie noch schlief, entschied er sich, für sie ran zu gehen. "Hier bei Anne" "Hallo Alex, hier ist Mark. Kann ich bitte Anne sprechen?" "Sorry, sie schläft noch. Soll ich ihr etwas ausrichten?" "Könntest du ihr sagen, dass sie mich bitte zurück rufen möchte? Meine Nummer hat sie ja." "Ok, mach ich, bye." "Bye". *Jetzt fängt dieser Kerl schon am frühen Morgen an, mich zu nerven. Dabei ging er mir schon die ganze Zeit in dem Pub auf den Wecker. Der soll ja die Finger von Anne lassen*, dachte sich Alex, während er sich wieder auf den Weg ins Badezimmer machte. Als Alex so genüsslich unter der Dusche stand, wurde Anne auch so langsam wach. Sie hörte, wie Alex sich eine Dusche gönnte. Sie stand langsam auf, ging zum Fenster und dachte nach *Ob Mark wohl schon angerufen hat?* Als sie so da stand und nachdachte, merkte sie nicht, wie Alex aus dem Bad kam und sie von hinten um ihre Teile packte "Mein Gott, hast du mich erschrocken. Aber guten Morgen erst mal und hast du gut geschlafen?" "Ja und du? Hattest du noch einen angenehmen Abend mit ‚deinem’ Mark?" "Ja, ich hatte noch einen sehr schönen Abend mit ihm. Er bat mich sogar darum, dass ich ihm meine Nummer gebe, weil er mich anrufen will, ist das nicht toll?" Dabei konnte sie sich ein Lächeln auf den Lippen nicht verkneifen "Ja, wunderbar. Aber jetzt mach dich bitte fertig, mein Magen macht sich so langsam bemerkbar." "Oh, da ist einem wohl eine Laus über die Leber gelaufen. Aber hast ja recht. Was zum Frühstück wäre jetzt wirklich nicht schlecht. Ich mach mich dann mal fertig."
Während Anne so im Bad war, klingelte wieder Annes Handy. Alex schaute auf den Display, wer es denn diesmal sein könnte und es war zu seinem Leid wieder Mark. Er nahm aber nicht ab, sondern legte einfach auf und zog sich weiter an. Anne kam auch komplett fertig und angezogen aus dem Bad und so gingen die beiden frühstücken. "So, ich such uns dann schon mal einen Tisch, du brauchst ja noch etwas länger.", raunte Anne Alex zu. "Haha, sehr witzig bist du heute." Anne reagierte darauf nicht mehr, sondern suchte ihnen nur noch einen freien Tisch, den sie auch schnell fand und setzte sich. Alex kam auch wenige Zeit später mit einem vollen Teller zu ihr. "Und, was machen wir heute?" "Das können wir uns ja noch überlegen. Der Tag ist ja noch lang. Hat sich Mark schon zufällig gemeldet?" "Nein, hat er nicht. Lass uns doch heute mal die Sehenswürdigkeiten von Dublin besichtigen. Was hältst du davon?" "Das können wir gerne machen. Aber nach dem Frühstück rufe ich erst mal Mark an. Vielleicht ist er ja noch in Dublin und ich kann mich in den nächsten Tagen mit ihm treffen." Alex war davon sehr wenig begeistert *Muss sie immer von diesem Mark reden? Das geht mir langsam, aber sicher auf den Zwirn.* "Kannst du das nicht auch heute Abend erledigen? Ich wollte nämlich nicht erst heute Nachmittag los. Ich kenne dich ja. Du kannst dich ja bei Telefonaten nie kurz fassen." "Sag mal, du hast wohl heute echt schlecht geschlafen. Ich bin nicht mit dir nach Irland gefahren, um mich von dir anmaulen zu lassen, sondern um hier mit dir Urlaub zu machen." "Ja, genau. Um mit mir Urlaub zu machen und nicht mit diesem Mark." "Was soll das denn jetzt bedeuten? Ist da etwas jemand eifersüchtig auf Mark?" "Ach, was redest du da. Das ist doch totaler quatsch. Ich und eifersüchtig auf Mark. Das ich nicht lache. Und nun geh doch und rufe deinen Mark an." "Ne, Alex. Du bist überhaupt nicht eifersüchtig auf ihn. Sonst würdest du ja kaum so reagieren. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch keine Lust, mir von dir den Morgen vergraulen zu lassen. Der Appetit ist mir außerdem auch vergangen. Ich wünsche dir noch einen angenehmen Tag. Du kannst dich ja wieder bei mir melden, wenn sich deine Laune verbessert hat, tschau" Und mit diesen Worten stand Anne wütend auf und marschierte in Richtung ihres Zimmers. Dort schnappte sie sich ihre Tasche samt Schlüssel und verließ das Hotel.
Alex schmollte immer noch im Speisesaal vor sich hin und schlang sein Frühstück in sich hinunter. Die anderen Gäste schauten ihn schon ganz komisch an, da ihre Auseinandersetzung etwas lauter war, so das es alle mitbekommen konnten. Als er fertig war, stand auch er auf und machte sich auch auf dem Weg zu ihrem Zimmer machen. Als er die Türklinke runterdrückte stellte er fest, dass sie abgeschlossen war und da viel ihm ein *Shit, mein Ersatzschlüssel ist ja im Zimmer und Anne hat ja den anderen. Super, echt klasse. Am besten Frag ich mal an der Rezeption nach, ob sie noch einen Ersatzschlüssel für mich haben.* So ging Alex wieder runter zur Rezeption und fragte nach dem Ersatzschlüssel für ihr Zimmer "Tut mir Leid, Mister Müller. Ihr 2. Schlüssel ist der, den sie auf dem Zimmer vergessen haben. Dann müssen sie wohl warten, bis ihre Freundin wieder zurück kommt. Ich wünsche ihnen noch einen angenehmen Tag." "Danke, den werde ich sicher haben." Genervt kehrte er der Rezeption den Rücken zu. *Bis meine Freundin zurück kommt. Die haben gut reden. Schön wär’s. Stopp, was rede ich da. Ich habe mich doch nicht in Anne verliebt, oder etwa doch?*
In der Zwischenzeit war Anne in der City von Dublin angelandet *Am besten, ich rufe erst mal Mark an, da er es ja wohl nicht nötig hat, sich bei mir zu melden.* Sie holte ihr Handy hervor und wählte etwas nervös Marks Nummer. Es tutete einmal, zweimal, und endlich nahm jemand ab "Hallo!" ertönte es vom anderen Ende der Leitung "Hi Mark, hier ist Anne." "Oh hi. Schön, dass du auch noch mal zurück rufst. Wie geht’s dir denn?" "Wie soll ich dich zurück rufen, wenn du nicht angerufen hast. Und danke der Nachfrage, mir geht es gut." "Sicher hab ich angerufen. Sogar schon 2 mal heute. Aber immer war Alex an deinem Handy. Ich habe ihn dann gebeten, dir auszurichten, dass du mich bitte zurückrufen sollst. Dies hat er dann wohl nicht gemacht, wie ich sehe." "Oh, dann sorry. Aber der wird noch was zu hören kriegen. Auch heute morgen hatte ich schon wegen seiner schlechten Laune eine kleine Auseinandersetzung mit ihm. Keine Ahnung, was mit ihm los ist." "Keine Angst, der kriegt sich schon wieder ein. Sag mal, hast du heute schon was vor?" "Nein, aber das gleiche wollte ich dich auch fragen. Sollen wir uns dann heute treffen?" "Ja, von mir aus gerne. In einer halben Stunde vor dem Pub von gestern Abend? Dann können wir ja immer noch sehen, was wir heute machen. Der Tag ist ja noch lang." "Ok, bis gleich. Ich freu mich, bye." "Ich mich auch, cu." Glücklich legte Anne auf und machte sich auf dem Weg zum vereinbarten Treffpunkt, der nicht gerade um die Ecke war.
Alex war im Hotel mittlerweile an den Pool gegangen und legte sich dort auf eine Liege. Er überlegte hin und her, ob er Anne wegen des Schlüssels anrufen sollte. Schließlich entschied er sich dafür. Er ging zurück zur Information "Endschuldigen sie bitte, dürfte ich einmal ein Telefonat wegen meinem Schlüssel tätigen?" "Ja klar. Kein Problem. Hier ist das Telefon." "Die freundliche Dame von der Rezeption hielt Alex den Telefonhörer entgegen und er wählte Annes Nummer. Anne war währen dessen schon fast am Treffpunkt angekommen, als plötzlich ihr Handy klingelte. "Ja" "Hi Anne, hier ist Alex." "Ach, hat der Herr sich wieder beruhigt?" "Jetzt fang bitte nicht wieder damit an. Ich wollte dich eigentlich nur fragen, ob wir uns kurz irgendwo treffen könnten. Ich habe nämlich dummerweise meinen Schlüssel im Hotelzimmer vergessen und du hast es ja abgeschlossen. Und dies war auch der Ersatzschlüssel. Hättest du kurz Zeit?" "Sorry, Alex. Da muss ich dich leider enttäuschen. Ich bin gerade auf dem Weg zum Treffen mit Mark. Du kannst es dir ja am Pool gemütlich machen, bis ich wieder da bin." "Ja super. Meinst du, was ich schon die ganze Zeit gemacht habe. Aber in den Klamotten ist das auch nicht so toll und die Leute schauen mich deswegen auch schon seltsam an." "Da kann ich leider nichts für. Das ist deine eigene Schuld. Bis heute Abend dann, tschau" Somit legte Anne auch auf und Alex konnte darauf nix mehr sagen. Ihm stand die Wut förmlich ins Gesicht geschrieben. "Danke für das Telefon", "Nichts zu danken. Sicher kriegen sie bald ihren Schlüssel." Darauf sagte Alex jetzt nichts mehr. Er gab der Dame nur noch das Telefon zurück und ging wieder weg.
Während dessen war Anne auch am Treffpunkt mit Mark angekommen, wo er auch schon mit einer roten Rose in der Hand auf sie wartete. "Hallo, sorry, wegen der Verspätung. Aber Alex hatte noch angerufen und ich musste mit ihm was klären." "Das ist doch kein Thema und auf die paar Minuten kommt es doch auch nicht drauf an. Jetzt bist du ja hier." "Ja, da hast du auch wieder recht. Was sollen wir jetzt machen?" "Wenn du magst, fahren wir zu mir nach Sligo und ich zeige dir, wie schön es da ist." "Ok, gerne. Wann kann es los gehen?" "Jetzt sofort. Wir müssen nur noch zu meinem Auto gehen. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden. Am Abend bringe ich dich wieder zurück nach Dublin, ok?" "Ja, das ist ok. Aber vorher müssen wir noch mal zu meinem Hotel zurück. Alex hat nämlich seinen Schlüssel im Zimmer gelassen und ich habe abgeschlossen. Deswegen hat er auch gerade angerufen. Ich habe ihm zwar gesagt, dass ich keine Zeit habe, ihm ihn zu bringen, jedoch will ich ihn dann doch nicht bis zum Abend vor verschlossener Tür stehen lassen." "Ok, dann lass uns gehen." Auf dem Weg zum Hotel erzählte Mark Anne viel von Sligo, wie schön es da wäre und das sie sicher von Sligo begeistert wäre. Nach einiger Zeit waren sie auch angekommen und Anne suchte Alex. Sie ging zur Rezeption, wo wieder die Dame war, die Alex schon das Telefon gegeben hatte. "Entschuldigen sie. Wissen sie evtl., wo Alex Müller ist?" "Ach, sie meinen ihren Freund. Ich glaube, er ist zu den Liegen am Pool gegangen." "Danke, ich werde ihn dann mal dort suchen." Mark schaute Anne plötzlich ganz traurig an. "Was schaust du so traurig? Ich bin gleich wieder zurück, warte hier bitte kurz auf mich." Und somit ging Anne zu den Liegen am Pool, wo sie Alex auch direkt fand. Dieser sah sie auch sofort und kam direkt auf sie zu. "Sag mal, was soll das ganze mit dem Schlüssel hier eigentlich? Findest du das eigentlich lustig?", fuhr er sie an "Was kann ich dafür, wenn du deinen Schlüssel im Zimmer vergisst. Und außerdem wollte ich nur so freundlich sein und dir oben aufschließen, da ich nämlich mit Mark nach Sligo fahre und dich nicht bis heute Abend vor verschlossener Tür stehen lassen wollte. Aber bei so einer Begrüßung überlege ich mir das ganze noch mal anders." "Nein, warte. So war das doch gar nicht gemeint. Kannst du mir bitte oben aufschließen, bitte?" Dabei setzte Alex seinen besten Hundeblick auf, dem Anne einfach nicht wiederstehen konnte. So schleifte sie Alex an der Hand hinter sich her und sie gingen die Treppen bis zu ihrem Zimmer rauf. Mark sah auf einmal, wie sie händchenhaltend die Treppe hinaufliegen und ihm kullerte plötzlich eine Träne die Wange hinunter. Schnell wischte er sich die Träne weg, da er nicht sehen wollte, dass ihn jemand weinen sieht. *Von wegen, er ist nur mein bester Freund. Die Frau an der Rezeption meinte ja schließlich auch noch, "Ach ihr Freund" und darauf hat sie ja auch schon nix gesagt. Und jetzt laufen sie auch noch händchenhaltend in aller Öffentlichkeit. Muss ich mich denn immer in diejenigen verlieben, die schon vergeben sind?* Doch auf diese Frage konnte er sich selbst keine Antwort geben und die nächste Träne bahnte sich ihren Weg über Marks Gesicht. Er merkte auch gar nicht, dass Anne schon wieder ohne Alex bei ihm war "So, da bin ich wieder. Von mir aus, können wir los. Aber hey, du hast ja geweint. Was ist los?" *Shit, jetzt hat sie es doch gemerkt* "Hm, es ist nix schlimmes. Dann las uns gehen." "Komm schon, mir kannst du ruhig erzählen, ich kann schweigen wie ein Grab." "Später vielleicht, aber jetzt geht es echt nicht, sorry. Das soll aber nicht heißen, dass ich dir nicht vertraue." Mit diesen Worten stand Mark auf und ging Richtung Ausgang. "Kommst du?", fragte er Anne, da sie immer noch da stand. "Ja", sagte sie und ging ihm nach. Auf dem Weg zu seinem Auto sagten beide nichts. Anne dachte die ganze Zeit darüber nach, warum Mark geweint hatte und sie immer so traurig anschaute. Aber sie konnte sich echt keinen Reim darauf machen. Bei Marks Auto angekommen, hielt er Anne die Tür auf und stieg dann selber ein und fuhr los. Anne hielt die Stille nicht mehr aus und schmiss einfach irgendwas in den Raum "Wohin gehen wir eigentlich als erstes, wenn wir in Sligo angekommen sind?" "Wir fahren erst zu meiner Familie. Ich habe sie das letzt mal vor unserer Tour gesehen." "Aber da störe ich doch bestimmt nur. Hättest du das ehr gesagt, wäre ich in Dublin bei Alex geblieben." "Nein, dass ist schon ok. Ich wollte dich ja auch wiedersehen." "Das hast du jetzt aber süß gesagt." Dabei gab Anne Mark einen flüchtigen Kuss auf die Wange. Mark wurde es dabei ganz heiß und kalt von innen. "So, wir sind da. Hier wohne ich also." "Wow, du hast echt nicht zu viel versprochen." "Sag ich doch." Und mit diesen Worten stieg Mark aus und öffnete Anne auch diesmal die Türe. Seine Mum hatte sein Auto wohl schon gehört und stand auf einmal in der Türe. "Mark, mein Junge. Schön dich nach so langer Zeit wieder zu sehen." Sie kam auf ihn zu und umarmte ihren Sohn erst mal. Mark tat es ihr gleich. "Wenn hast du denn da mitgebracht" "Das ist Anne. Ich habe sie in Dublin getroffen und wollte ihr Sligo zeigen. Da dachte ich, dass ich dann mal zu Hause vorbeischaue. Anne, das ist meine Mum." "Hallo Mrs. Feehily, ich heiße Anne Meier." Und sie reichte Marks Mum ihre Hand zur Begrüßung. "Hallo, kommen sie doch mit rein. Ich habe drinnen noch Kuchen. Sie können gerne mitessen und du selbstverständlich auch, Mark." "Dieses Angebot kann ich nicht ablehnen, Mum." So gingen sie alle 3 ins Haus rein. "Setzt dich doch an den Tisch da drüben. Ich komme gleich zu dir."
Mark ging gerade in sein Zimmer, da kam sein Vater zur Tür rein und sah nur Anne im Wohnzimmer sitzen. "Hallo, ich bin Mr. Feehily. Sind sie eine Freundin von Mark?" "Ja, das bin ich. Ich heiße Anne." "Weißt du auch, wo Mark ist?" "Er ist die Treppen rauf gegangen. Wo er genau da oben ist, kann ich ihnen leider nicht sage." "Danke, ich werde dann mal schaun, wo er sich wieder rumtreibt. Soll ich ihn direkt mitbringen?" "Ja, dass wäre lieb, dann bin ich hier nicht so alleine." "Ok." So ging Mr. Feehily die Treppen nach oben, um seinen Sohn zu suchen "Mark, bist du irgendwo hier oben?" "Ja, ich bin hier in meinem Zimmer. Komm doch rein, Dad." Mr. Feehily ging Richtung Marks Zimmer und öffnete seine Türe. Mark stand von seinem Bett auf und umarmte erst mal seinen Dad. "Unten wartet jemand auf dich. Ich sollte dich runterschicken." "Ok, kommst du wieder mit runter?" "Ja" Die beiden gingen wieder die Treppe runter und Mark setzte sich neben Anne auf die Couch. "Wollen wir uns an dem Tisch im Esszimmer setzten? Ich habe vorhin gesehen, dass meine Mum den Tisch gedeckt hat. Und ihren Kuchen darfst du dir nicht entgehen lassen. Er ist einfach der Beste." "Wenn du das so sagst, wird es wohl stimmen. Lass uns gehen." Sie gingen in das Esszimmer, wo Mrs. Feehily gerade den Kaffee fertig machte "Setzt euch, ihr beiden. Es ist gleich alles fertig." "Ok, Mum. Was gibt es eigentlich heute Abend zum Essen?" "Das ist mal wieder typisch Mark. Er hat noch nicht mal den Kuchen gegessen und denkt schon wieder an die nächste Mahlzeit." Als sie das so sagte, huschte ein deutliches Schmunzeln über Annes Gesicht, was Mark auch zur Kenntnis nahm "Das find ich jetzt gar nicht so lustig. War ja nur so eine Frage von mir." "So, der Kuchen ist jetzt fertig. Und zu deiner Beruhigung, Mark, zum Abendessen gibt es Irish Stew. Ich hoffe, damit habe ich deinen Geschmack getroffen." "Das ist schon ok. Habe ich schon länger nicht mehr gegessen. Kennst du das, Anne?" "Sorry, ich kenne es nur vom Namen her. Ich habe noch kein einziges, irisches warmes Essen gegessen." "Es wird dir sicher schmecken, vor allem, weil es von meiner Mum ist." Mittlerweile waren sie auch mit dem Kaffeetrinken fertig. Marks Dad kam vorher auch noch dazu. "So, jetzt zeige ich dir etwas Sligo. Ich bin ja nicht mit dir hierher gekommen, dass wir nur in der Bude hocken." "Gut, dann lass uns gehen." "Mum, wir sind spazieren." "Ok, seit aber bitte gegen 19 Uhr wieder da. Dann ist das Essen fertig." "Machen wir, bye" Dann hörte Mrs. Feehily nur noch die Tür ins Schloss fallen.
"So, nun zeige ich dir meinen persönlichen Lieblingsplatz
in Sligo. Dort gehe ich gerne hin, wenn ich mal für mich alleine sein möchte.
Du bist die einzigste, mit der ich dort zusammen hin gehe. Ich habe noch niemanden
zu vor hier hin mitgenommen." "Da fühle ich mich aber geehrt. Aber ich muss
dich gleich doch noch mal was fragen, wenn wir da sind." "Ok, es dauert ja nicht
mehr lange. Wir müssen nur noch in die nächste Abzweigung rechts rein und dann
sind wir auch schon fast da." Mark ergriff nach Annes Hand und ging mit ihr
einen Schritt schneller. Schließlich kamen sie an Marks Lieblingsplatz an, wo
außer ihnen niemand war. "Es ist wirklich wunderschön hier, Mark. Ich kann verstehen,
dass du hier gerne hin gehst." Der Platz lag am Rande eines unberührten, kleinen
Sees und war nur von Wald umgeben. "Willst du auch deine Schuhe ausziehen, um
deine Füße ins Wasser zu halten? Es ist echt nicht kalt." "Ok, wenn du das so
sagts." Somit zog Anne ihre Schuhe aus und hielt sie erst mal vorsichtig ins
Wasser. "Du hast recht, es ist schön angenehm warm." "Sag ich doch. An ganz
heißen Tagen geh ich hier auch manchmal schwimmen. Aber jetzt mal was anderes.
Du wolltest mich doch noch was fragen." "Also das mit meiner Frage ist so. Ich
hatte dich ja heute Morgen schon gefragt, warum du mich im Hotel an der Rezeption
so traurig angeschaut hattest und später hattest du ja auch geweint. Das kannst
du nicht leugnen." Mark schlug sein Herz bis zum Hals. Er wusste zwar auf ihre
Frage eine Antwort, aber er war sich absolut nicht sicher, ob er Anne jetzt
schon seine Gefühle zu ihr gestehen sollte. Schließlich kannten sie sich ja
erst seit ein paar Tagen. Und außerdem war sie ja auch nach Marks Meinung mit
Alex zusammen. "Darf ich dir vorher eine Gegenfrage stellen?" "Ok, wenn es unbedingt
sein muss." "Ist Alex jetzt wirklich dein fester Freund? Die Frau hat es ja
heute Morgen so an der Rezeption gesagt und du hattest auch nichts darauf einzuwenden.
Und im Pub meintest du zu mir, dass Alex nur dein bester Freund sei. Was stimmt
den jetzt nun?" Anne fing auf einmal an zu lachen. "Was ist daran jetzt so lustig?
Ich finde es überhaupt nicht zum lachen." "Ich lache ja auch nicht über dich,
sondern über den Gedanken, dass Alex und ich ein Paar sein sollen. Das ist absoluter
Humbuck. Wir sind nur sehr eng miteinander befreundet, würden aber auf dieser
Ebene keine Parallelen finden. Und das mit der Frau an der Rezeption. Ich habe
es wohl nicht mitbekommen, dass sie Alex als meinen Freund bezeichnet hatte.
Sonst hätte ich schon was dazu gesagt. Nur kannst du mir jetzt auch meine Frage
beantworten?" "Sorry, Anne. Es geht nicht. Zumindest jetzt noch nicht. Lass
mir noch etwas Zeit." "Mensch, du machst es ja spannend, aber ok. Ich lasse
dir soviel Zeit wie du brauchst." Dankend nahm Mark Anne in den Arm und küsste
sie sanft auf ihre Stirn. Anne drückte Mark dann noch fester ihre Arme und so
saßen sie eine ganze Zeit einfach nur da. Sie genossen ihre traute Zweisamkeit.
Bis Mark auf einmal einen Blick auf die Uhr warf und vor Schreck aufsprang.
"Hey, wir müssen los. Es ist schon kurz nach 19 Uhr. Meine Mum hat es nicht
besonders gerne, wenn wir zum Essen zu spät kommen." Er zog Anne an der Hand
hoch und rannte mit ihr Hand in Hand nach Hause. Dort kamen sie auch wenig später
total ko an. Ihre Schuhe hatten sie nur in die Hand genommen. Marks Mum hatte
die beiden schon vom Küchenfenster aus gesehen. Sie schüttelte nur den Kopf
und machte sich auf den Weg zur Tür. "Oh, hi Mum." Mark grinste seine Mum an,
die die 2 dann hereinbat. Das Essen war auch schon fertig und so konnten sie
sich nach einem kurzen Abstecher ins Badezimmer sofort an den Tisch setzten.
Der Rest von Marks Familie war auch schon da. "Lasset euch schmecken, guten
Appetit." "Es schmeckt wunderbar, Mrs. Feehily." "Danke, Anne. So was höre ich
immer gerne." Während des Essens schaute Mark immer unauffällig, was er zumindest
glaubte, zu Anne rüber. "Hey Mark, du haftest ja mit deinen Blicken förmlich
an Anne. Lass sie doch mal in Ruhe Essen." Mark bekam einen hochroten Kopf und
warf seinem Bruder grimmige Blicke zu. "Den Kommentar hättest du dir jetzt echt
sparen können, Barry. Das restliche Essen verlief ziemlich schweigsam. Es waren
soweit auch alle fertig und Marks Mum stand auf, um den Tisch abzuräumen. "Collin,
Barry, ihr beleibt hier und helft mir. Ihr anderen könnt schon gehen." "Danke
für das gute Essen, Mrs. Feehily." "Keine Ursache, Anne. So was mache ich doch
gerne und wenn’s einem dann noch schmeckt, um so lieber." "Wollen wir noch etwas
auf mein Zimmer gehen? Dort haben wir auch Ruhe vor meinem kleinen Bruder."
"Ok, gerne." So gingen die beiden auf Marks Zimmer. Anne schaute sich etwas
um und warf auch einen erschreckenden Blick auf Marks Uhr. "Oh shit, es ist
schon 20:30 Uhr und ich muss doch noch zurück nach Dublin, was auch noch 2 Stunden
dauert." "Also, wenn du magst, dann kannst du auch gerne hier übernachten. Ich
kann dir dann ein langes T-Shirt von mir für die Nacht geben." "Ok, danke. Aber
vorher muss ich noch Alex anrufen und ihm bescheit geben. Nicht, dass er sich
sorgen macht, wo ich denn so lange bleibe. Ich hole dann auch mal eben mein
Handy aus meiner Tasche. Die ist ja noch unten." "Warte, du kannst auch von
hier aus telefonieren. Hier hast du das Telefon." "Ok, danke." Anne wählte Alex
Nummer und er nahm auch wenig später ab. "Hallo." "Hi Alex, hier ist Anne. Ich
wollte dir nur sagen, dass ich diese Nacht nicht mehr nach Dublin komme. Ich
bleibe hier bei Mark." "Ach ne, dich gibt es auch noch", brüllte er ins Telefon,
so das es sogar Mark verstand. "Ist ja mal schön, dass du auch mal wieder ein
Lebenszeichen von dir gibt’s. Ich wünsche dir noch einen angenehmen Abend mit
Mark. Von mir aus kannst du auch länger bei deinem Mark bleiben, tschau."
"Alex..." doch es war schon zu spät. Alex hat schon wütend aufgelegt. "Oh, willst
du nicht doch lieber zurück fahren? Sonst ist er noch ganz außer sich?" "Nein,
Mark. Das würde jetzt auch nix mehr bringen." "Hast du was dagegen, wenn ich
etwas Musik anmache?" "Hm, kannst du auch selber was singen? Darüber würde ich
mich mehr freuen?!" "Das kann ich auch machen. Ich hole dann mal eben die Gitarre,
nicht weglaufen." "Keine Angst, ich lauf dir schon nicht weg." *Dir
ganz bestimmt nicht*, dachte sich Anne, während Mark dir Gitarre holen ging.
Er kam auch schnell wieder zurück und setzte sich neben Anne auf sein Bett.
"Was möchtest du denn gerne von mir hören?" "Ich weiß ja nicht, was du so aus
dem Stand heraus spielen kannst?" "Wie wäre es mit ‚Everlasting love’?", schlug
Mark vor. "Ok." Mark stellte noch eben seine Gitarre ein und legte dann los.
Anne saß die ganze Zeit neben ihm und ließ ihn nicht aus ihrem Blickfeld verschwinden.
Nachdem Mark die letzten Töne spielte, legte er die Gitarre weg. Anne umarmte
ihn. "Das war wunderschön, Mark. Danke." "Kein Thema, für dich mache ich es
doch gerne." Mark drückte Anne nun noch fester an sich und gab ihr einen Kuss
auf ihre Stirn. Sie saßen eine ganze Weile da, bis es auf einmal an der Tür
klopfte. "Ich wollte ja nicht stören, aber ich habe euch was leckres vor die
Tür gestellt." "Danke, Mum." Mark stand auf und schaute, was seine Mum ihnen
vor die Tür gestellt hat. "Wow, meine Mum ist einfach die beste." Er kam mit
einer Flasche gekühlten Champagner und Erdbeeren auf Vanille-Eis wieder. "Hey,
dass ist ja genau das Richtige." "Das sehe ich genauso." Mark öffnete die Champagner-Flasche
und schüttete den prickelnden Champagner in die Gläser ein. Er reichte Anne
schließlich ein Glas an. "Auf einen wunderschönen Abend" "Den werden wir haben."
Sie tranken einen Schluck. Nachdem nahm Mark Anne das Glas ab und stellte sie
neben sich auf den Boden. Dann sah er ihr tief in die Augen und küsste sie.
Anne zögerte kurz, aber erwiderte schließlich Marks Kuss. Er schien schier unendlich,
doch irgendwann lösten sich ihre Lippen dann doch wieder von einander. "Damit
hast du mich gerade zum glücklichsten Mann auf der ganzen Welt gemacht." "Und
du mich zur glücklichsten Frau. Ich habe mir das die ganze Zeit schon gewünscht,
mich aber erst nicht getraut dich zu küssen, da ich mir nicht sicher war, ob
du das selbe für mich empfindest. Aber jetzt weiß ich es ja, ich liebe dich,
Mark." Mark standen Tränen in den Augen, wie Anne das so sagte und er küsste
sie wieder. "Ich liebe dich auch. Jetzt weißt du bestimmt, warum ich dich so
traurig angeschaut hatte und auch geweint habe. Ich glaube, eine ausführliche
Erklärung ist da jetzt unnütz, oder?" "Pst, rede doch nicht so viel, sondern
sei einfach still." Erneut küssten sie sich und ließen sich auf Marks Bett fallen.
Sie gaben sich ganz ihren Zärtlichkeiten hin und fütterten sich gegenseitig
mit dem Eis, bis sie schließlich Arm in Arm einschliefen.
Chapter II
Am nächsten Morgen wurde Anne durch die ersten Sonnenstrahlen wach, die durch das Fenster schienen. Sie drehte sich mit ihrem Gesicht zu dem von Mark *Er sieht ja so süß aus, wie er da so schläft* und gab ihm einen guten Morgen Kuss direkt auf dem Mund. Dieser drehte sich aber auf die andere Seite und murmelte sich nur etwas von "nur noch 5 Minuten, Darling" in seinen Bart und schon war er wieder im Land der Träume. *Das hätte er wohl gerne. Wenn es nicht auf die sanfte Tour geht, dann halt auf die harte.* Anne zog Mark prompt die Bettdecke weg und kitzelte ihn von oben bis unten durch. Dieser zappelte nur noch mit all seinen Gliedmaßen und schrie wie am Spieß "Stopp, aufhören, bitte. Ich mach alles, was du willst." Durch den Lärm hatte Marks Mum mitbekommen, dass die beiden wach waren. Sie hatte für Mark und Anne schon Frühstück vorbereitet und ging damit die Treppen Richtung Marks Zimmer hoch. "Guten Morgen, ich habe hier was schönes für euch. Es steht vor der Tür." Und mit diesen Worten machte sie sich wieder zurück in die Küche. Mark ging zur Tür und staunte nicht schlecht, als er dort ein komplettes Frühstück fand. Er nahm das Tablett mit und machte die Tür hinter sich zu. "Schau mal, was ich hier gefunden habe." "Wow, dass ist jetzt genau das Richtige, was ich jetzt brauche." "Nicht nur du, Darling. Mein Magen meldet sich nämlich auch schon." "Dann mal her mit der Beute." Und schon war Mark wieder bei Anne im Bett verschwunden, wo sie sich gegenseitig mit den Leckereien fütterten. "Hm, so ein Frühstück hatte ich noch nie gehabt. Das ist einfach wunderbar." "Es ist ja auch von meiner Mum." "Du Mark, ich will heute nicht zurück nach Dublin. Ich will viel lieber bei dir bleiben, aber ich habe auch wieder rum ein schlechtes Gewissen gegenüber von Alex. Schließlich bin ich mit ihm nach Irland geflogen." "Was hältst du davon, wenn du ihn anrufst und ihn fragst, ob er hier nach Sligo kommen möchte?" "Ja, das kann ich machen. Dann ist er auch nicht so alleine in Dublin." "Ok, du weißt ja, wo das Telefon ist." Wenig später telefonierte Anne auch schon mit Alex "Hallo?" "Hi Alex, hier ist Anne." "Hallo, dich gibt’s auch noch?" "Alex, bitte. Jetzt lass doch das ganze Theater. Ich wollte dich fragen, ob du nicht zu Mark und mir nach Sligo kommen möchtest. Wie es aussieht, bleibe ich nämlich noch länger hier. Um die Unterkunft mach dir mal keine Sorgen." "Jetzt sag bloß, du hast dich in diesen Kerl verliebt und ihr habt euch geküsst?" "Ja, Alex, wir haben uns geküsst und wir lieben uns sehr." "Na bravo, herzlichen Glückwunsch. Und ich soll dann nach Sligo kommen, um euch beim knutschen zu zu schauen? Nein danke, darauf kann ich auch gut und gern verzichten. Ich werde mich lieber schon ehr auf den Rückweg nach Deutschland machen und den schnellst möglichen Flug nehmen." "Du siehst das völlig falsch. Ich bin zwar mit Mark zusammen, aber wir würden schon Rücksicht auf dich nehmen. Bitte, du würdest auch mir damit einen großen gefallen tun." "Sorry, aber damit kann ich dir leider nicht dienen. Ich habe mal gedacht, wir seien die besten Freunde, aber da habe ich mich wohl sehr getäuscht. Du hast ja jetzt Mark." "Aber was hat unsere Freundschaft mit meiner Beziehung zu Mark zu tun? Das sind zwei ganz verschiedene Welten. Es würde mir um unsere Freundschaft sehr leit tun." "Das hättest du dir vorher überlegen müssen, tschau." Als Alex auflegte, kullerten Anne Tränen über die Wange und sie brachte nur noch gebrochene Sätze hervor. "Warum ist er nur so ein Sturkopf. Er sieht das total falsch. Es war zwar auch nicht korrekt von mir, ihn so hängen zu lassen, aber was soll ich machen? Ich kann meine Gefühle zu dir auch nicht einfach so abstellen." "Ich glaub, Alex braucht jetzt einfach ein bischen Zeit für sich, um über die ganze Sache nachzudenken. Er wird schon noch einsehen, dass es ein Fehler war, die Freundschaft zu dir zu kündigen. Irgendwann wird er sich schon wieder bei dir melden." "Meinst du wirklich?" "Ja, glaube mir. Wenn ihm wirklich was an eurer Freundschaft liegt, wird er sich auch dahinter klemmen. Es ist halt nur eine Frage der Zeit, die du ihm auf jeden Fall geben musst." "Ok, dann werde ich halt warten müssen." "Du wirst sehen, es ist der einst richtige Weg. Aber mal was anderes. Willst du noch was frühstücken ?" "Nein danke, mir reicht es." "Gut, dann bringe ich es runter in die Küche." "Mach das. Ich warte dann in der Dusche auf dich." Beide stiegen nun aus dem Bett und gingen ihre Wege. "Mum, danke für das Frühstück. Es war wunderbar." Mark stand mittlerweile nur in Boxers und mit dem Tablett auf der Hand in der Küche. "Dacht ich’s mir doch, dass ich euch damit eine Freude mache. Und es freut mich auch für dich, dass du dich endlich wieder verliebt hast. Sie ist bestimmt die Richtige für dich." "Das ist sie Mum. Daran habe ich keine Zweifel. Ich geh dann mal ins Bad." So begab sich auch Mark auf dem Weg ins Bad, wo Anne schon unter der Dusche auf ihn wartete. "Ich bin sofort bei dir, Schatz." "Das will ich auch hoffen. Ich hätte es nicht noch länger ohne dich hier drunter ausgehalten. Aber jetzt komm schon her." Mark stieg nun zu Anne in die Dusche, wo sie sich erst mal innig küssten. Auf einmal hörten sie, wie es schellte. "Wer könnte das denn sein?" "Keine Ahnung, aber meine Mum ist ja da. Lass das mal nicht unser Problem sein."
An der Türe
Mrs. Feehily ging zur Tür und öffnete sie "Hallo Mrs. Feehily. Ich bin Alex, ein Freund von Anne. Kann ich sie mal bitte sprechen? Es ist wichtig." "Hallo Alex, jetzt komm doch erst mal rein." Sie ließ Alex rein und begleitete ihn ins Wohnzimmer. "Anne ist grade Duschen. Ich kann ja mal Fragen, wie lange sie noch braucht." "Ok, dass wäre lieb."
Mrs. Feehily ging nach oben und klopfte an die Badezimmertür. "Anne, Besuch für dich. Kannst du dich bitte etwas beeilen?" "Ja, ist ok. Wer ist es denn?" "Das wirst du ja gleich sehen." So machte sie sich wieder nach unten, um Alex bescheit zu sagen, dass Anne gleich kommt.
Im Badezimmer
"So Schatz, das war’s dann wohl mit unserem ausgiebigen Duschen. Für mich wartet unten Besuch, wie du ja gehört hast." "Ja, das habe ich. Aber ich komme direkt mit raus." Beide stiegen nun aus der Dusche aus, trockneten sich ab und cremten sich auch gegenseitig ein. Schließlich zogen sie sich an und gingen Hand in Hand nach unten. Unten angekommen, war Anne total überrascht, als sie Alex auf sich zu kommen sah. "Was machst du denn hier? Ich dachte, du wärst stink sauer auf mich." "Kann ich dich bitte alleine sprechen? Ich finde, es geht nur uns etwas an." "Ok, lass uns raus gehen." Anne und Alex gingen nach draußen, wo Alex fort fuhr "Ich war ein Trottel. Bei mir sind einfach nur die Sicherungen durchgebrannt, als du mir sagtest, dass du mit Mark zusammen bist. Verzeihst du mir noch einmal ?" "Hm, dass muss ich mir noch mal schwer überlegen, da du ja so ein Theater gemacht hast, obwohl es gar nicht nötig war." "Bitte, ich mach alles dafür. Du bist mir echt wichtig." "Ok, aber nur, weil du es bist. Du musst es aber auch wieder gut machen." "Nichts lieber als das. Ich lasse mir dafür schon etwas einfallen. Darüber brauchst du dir keine Gedanken zu machen. Aber jetzt lass dich doch endlich in Arm nehmen." Anne umarmte Alex schließlich und gab ihm einen Kuss links und einen rechts auf seine Wange. Dann hackte sie sich bei ihm ein und sie liefen die Straße weiter hinunter. Mark stand die ganze Zeit am Fenster und beobachtete die Szene. *Die haben sich wohl wieder vertragen und ich steh jetzt hier*. "Hey, lass den Kopf nicht hängen. Du weißt, dass das Verhältnis zwischen Anne und Alex nur rein freundschaftlich ist." "Ja, Mum ich weiß. Ich mache mir da mal wieder viel zu viele Gedanken drum." "Schön, dass du es auch mal einsiehst. Und jetzt lass den Kopf nicht hängen. Es ist ja nix passiert." "Ja, ja Mum." Mark drehte sich auf dem Absatz um, um den nervigen Fragen seiner Mum aus dem Weg zu gehen und ging Richtung Zimmer, wo er sich auf sein Bett legte. Doch als er grade da so lag schellte es. Mark stand auf und ging nach unten Richtung Tür, um sie zu öffnen. Doch seine Mum war schneller. Sie ließ Anne und Alex schon ins Haus rein, die immer noch eingehackt nebeneinander herliefen. "Na, bei euch wieder alles paletti?" "Ja, Schatz. Und ich bin richtig froh darüber." "Ich geh dann mal rüber zu Shane, damit ihr eure Versöhnung feiern könnt. Eine Straße weiter ist ein gemütliches Lokal." Und mit den Worten verschwand Mark mit gesenktem Kopf Richtung Tür. Anne ging ihm allerdings nach. "Hey Schatz, jetzt warte doch. Es ist nicht so, wie du denkst." "Ach, was soll nicht so sein. Du kommst mit Alex Arm in Arm ins Haus rein und vor der Tür gibt’s du ihm noch links und rechts ein Küsschen auf die Wange. Wie soll ich das den anders verstehen. Kannst du mir das mal bitte verraten?" "Ja, das kann ich. Wie du ja mitbekommen hast, habe ich mich mit ihm wieder versöhnt. Es ist nur ein rein freundschaftliches Verhältnis. Ich empfinde rein gar nix für Alex. Das musst du mir glauben. Ich liebe nur dich und niemanden anderen." Anne sagte dies etwas lauter, so dass dies auch Shane hörte, der die Straße langgelaufen kam. Er ging auf die beiden zu. "Hey Mark, was ist denn hier los. Jetzt kriegst du schon von fremden Mädchen eine Moralpredigt gehalten." "Ach Shane, halte du dich doch daraus. Und außerdem ist es nicht irgendein fremdes Mädchen, sondern meine Freundin." Mark ging auf Anne zu, nahm sie in den Arm und flüsterte ihr zu "Es tut mir leid, Darling. Ich war ein Trottel." "Ist schon gut." Schließlich küsste Mark Anne. Shane stand nun total baff da. "Dann habe ich mich gerade also doch nicht mit ‚meine Freundin’ verhört." "Nein, hast du nicht. Aber wir müssen jetzt wieder zurück. Ich rufe dich später mal an, tschau." "Bye Mark." Somit ging Shane weiter und Anne und Mark gingen wieder zurück. Doch als Mark anschellte, machte keiner auf. "Shit, jetzt sind die alle ausgeflogen und ich habe keinen Schlüssel. Was machen wir jetzt?" "Hm, hat den keiner einen Ersatzschlüssel?" "Nein, leider nicht." "Dann müssen wir wohl warten, bis wieder jemand zurück kommt. Ich hoffe ja nicht, dass sie weiter weg gefahren sind." "Das hoffe ich auch nicht. Sollen wir etwas spazieren gehen?" "Wir könnten ja Kian besuchen gehen. Was hältst du davon?" "Das war doch der, der in dem Pub so aufdringlich gegenüber von mir war, oder?" "Ja, aber ich habe dir da ja schon gesagt, dass er da ein paar Bierchen zu viel getrunken hatte. Du wirst sehen, er ist ein ganz netter." "Ok, wenn du meinst. Immerhin besser, als hier Wurzeln zu schlagen." "Gut, dann lass uns gehen." Hand in Hand machten sie sich auf den Weg nach Kian. Mark schellte an und es öffnete sich die Tür. "Hi Mark, was machst du denn hier?" "Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich dich gern besuchen kommen." "Ja, gerne, komm doch rein." Kian hielt ihnen die Tür auf und begleitete Mark und Anne in sein Wohnzimmer. "Bist du etwa mit der da zusammen?" "Ja, Kian. Ich bin mit Anne zusammen, was dagegen?" "Das lass mal meine Sache sein. Aber ist das nicht die, die im Pub nicht mit mir tanzen wollte? Schließlich habe ich euch später zusammen auf der Tanzfläche gesehen." "Ja, das bin ich.", meldete sich Anne zu Wort. "Wenn ihr schon mal über mich sprecht, kann ich mich auch selbst dazu äußern. Und zu deiner Frage wegen dem Tanzen, Kian. Du kamst mir im Pub ziemlich arrogant rüber und außerdem ging’s mir grad nicht so gut." "Ja, ja. Das kann ja jeder sagen. Du wolltest ja nur lieber bei Mark bleiben. Das hat man ja gesehen und außerdem hast du ja später sogar mit ihm getanzt." "Was geht dich das eigentlich an, mit wem ich tanze und mit wem nicht? Das dürfte doch wirklich nicht dein Problem sein." "Wenn du meinst. Aber ich seh schon. Es hat keinen Zweck, sich mit dir vernünftig zu unterhalten. Und zu dir Mark. Hättest du dir nicht jemand vernünftigeres als Freundin aussuchen können?" Das war zu viel für Mark. "Sag mal, geht’s dir noch ganz gut. Ich liebe Anne und daran wirst auch du nichts ändern. Warum machst du wegen dem Tanzen jetzt son Aufstand? Das muss ich mir wirklich nicht länger anhören. Komm, Anne. Wir gehen." Somit zog er Anne vom Sofa hoch und zerrte sie förmlich zur Tür. Als sie ein paar Meter von Kians Haus entfernt waren, holte Mark erst mal tief Luft. "Ich weiß echt nicht, was mit ihm los ist." "Vielleicht hat er wieder Liebeskummer, da er ja nicht so ein Glück in der Liebe hat, wie wir beide." "Das kann schon sein. Ich werde ihn zu einem anderen Zeitpunkt mal darauf ansprechen." Sie waren auch schon bei Mark angekommen, wo zu ihrem Glück auch wieder jemand da war. Mark schellte und ihnen wurde sofort geöffnet. Die Zwei gingen direkt auf Marks Zimmer.
© Anne-K.
Fortsetzung folgt !