"Nicky,..." ganz leise und schüchtern kam es über Shanes Lippen. "Ja, Shay?" "Nicky, ich muß,.... Ich glaube,... Ach Nicky, ich kann‘s dir nicht sagen." Verzweifelt und ängstlich senkte sich sein Blick Richtung Boden. Dabei hätte er doch so gerne in Nickys wunderschöne Augen geschaut, aber er konnte sich nicht überwinden. Traurig saß er da. Nicky konnte die Anspannung im Raum förmlich riechen, er stand auf, konnte Shanes Schweigen nicht mehr länger ertragen. "Shay. Shany. Du weißt doch, daß du mir alles sagen kannst. Ich werde immer für dich da sein." Er sah Shane an. Es war totenstill. Wenn Nicky genau hingehört hätte, hätte er die Träne hören können, die sich ihre Bahn über Shanes Gesicht erkämpfte und schließlich sanft auf den Boden tröpfelte. Er hörte sie nicht, aber er sah sie. Sein Herz krampfte sich zusammen. Er konnte es nicht mit ansehen, wie sehr Shane litt. "Shay, komm! Sag mir was los ist. Danach wird es dir besser gehen." Immer noch Totenstille, die plötzlich unterbrochen wurde. Ein tiefer und grauenvoller Seufzer klang durch das Wohnzimmer. Shane fing an zu schluchzen. Der Tränen Strom wurde reger und stärker. "Ach Shane. Was ist nur los mit dir? Ich kann das nicht mehr mit ansehen. Es bricht mir das Herz, bitte sag mir, was dich so sehr bedrückt." "Nicky,..." leise und verheult klang seine Stimme. "Es ist wohl wahr, daß es mir besser gehen würde, wenn ich es dir sage, aber damit ist mir auch nicht geholfen, weil ich genau weiß, daß es dann DIR nicht besser gehen würde." Zu Nickys Mitleid und Anteilnahme für Shane kam nun auch Neugierde. "Was denn, Shay? Bitte!" Shane atmete tief durch. "Nicky, ich liebe dich." Ein tiefes Schluchzen, ein weggeschobener Stuhl und eine zugeknallte Türe. Mehr konnte Nicky nicht mehr hören. Shane war weg.
Damit hatte er nicht gerechnet. Langsam und wie in Trance setzte er sich auf das Sofa, seinen starren Blick immer noch auf die Türe gerichtet, durch die Shane vor einem Augenblick gerade noch gestürmt war. "Was hat er gesagt?" Nicky konnte es noch immer nicht glauben. "Hat er wirklich gesagt, er liebt mich?" Der starre Blick wurde immer ungläubiger. Dann schloß er die Augen. Er sah Shane. Doch das wollte er nicht. Er öffnete sie wieder, und diesmal war er es, der weinte.
RETROSPEKTIVE
"What am I doing without you......" ließ Mark das Lied ausklingen. "Ja," dachte sich Shane, "wie wahr das doch ist. Was würde ich doch bloß ohne dich machen, Nicky?" In Gedanken bedankte er sich mal wieder bei seinem besten Freund, der ihm gerade über eine schwere Trennungszeit hinweg geholfen hatte. Und wie als Unterstützung für seine gedachte Dankesrede tobte die Menge im Saal, die doch nicht mal erahnen konnte, wie dankbar er Nicky war. "Thank you all! We love you!" Shane erwachte aus seinem Tagtraum. "I love you hätte ich jetzt lieber gehört, mein liebster Nicky!" dachte er sich. Dann erschrak er unendlich. Er schüttelte sich kurz, als ob er versuchen wollte, die Gedanken, die gerade in seinem Herzen wohnten, so schnell wie möglich wieder los zu werden. Doch es ging nicht.
"Shane, Shane. Alter! Versuch dich zusammenzureißen! Das ist Nonsense! Absoluter Nonsense! Du liebst ihn doch nicht, zumindest nicht auf dieser Art. Er ist dein bester Freund, klar! Dafür liebst du ihn unendlich. Dafür, daß er immer für dich da ist, dafür, daß er jeden Blödsinn mitmacht. Aber das ist alles. SHANE!!!! Nein, Shane, das kannst du nicht machen. Du bist doch nicht schwul. Du hast doch noch nie leidenschaftliche Gefühle für einen Mann gehabt. Wieso das jetzt? Shane, du bist doch krank!" Er konnte sich sagen, was er wollte, es änderte nichts an der Tatsache, daß er das, was ihn nun so beschäftigte, vorher gedacht hatte. Er liebte Nicky. Das konnte und durfte nicht sein. Verdammt noch mal!!!
Gott sei Dank war das Konzert nun zu Ende. Shane wollte nichts anderes, als so schnell wie möglich in seiner Garderobe zu verschwinden. Dort ließ er sich aufs Sofa fallen. Verzweifelt sah er sein Spiegelbild an. Immer wieder nahm er die Hände vors Gesicht und blickte sich dann wieder im Spiegel an. Er begann zu weinen. "Ach Shane, das mußte doch eines Tages kommen. Er ist ja auch viel zu perfekt, als daß das nicht passieren konnte. Und wie bringst du ihm das jetzt bei? Ohne daß er dich für verrückt erklärt, oder schlimmer, ohne daß er sich auf der Stelle umdreht und niemals mehr was von dir wissen will? Dabei kannst du dir das ja gar nicht erklären. Du bist ja nicht schwul, warst es nie und wirst es nie sein. Du stehst nicht auf Männer. Und doch,..." Shane war einem Nervenzusammenbruch nahe.
Mark ging in seine Garderobe und horchte auf. Wer schluchzte denn da so herzzerreißend? Kam das nicht aus Shanes Garderobe nebenan? War es Shane oder wieder mal Nicky, der sich bei ihm ausheulte? Da Mark nach genauerem Hinhören nur ein Heulen vernehmen konnte, aber keine Stimmen, war er sich nach einer Weile sicher, daß Shane allein war und sich die Seele aus dem Leib heulte. So konnte er seinen Freund doch nicht in den Feierabend entlassen, wer weiß schon, was der sonst noch alles anstellen konnte. Also ging er eine Tür weiter und klopfte.
"Nein, bitte nicht! Wer auch immer das ist, ich hätte gerne meine Ruhe" konnte Mark von innen eine verheulte Stimme sagen hören. "Shay, komm schon, ich bin‘s Mark. Mach auf, du brauchst doch jemanden zum Reden, das merk ich und hör ich vor allem." "Okay, Mark danke! Wart mal schnell einen Augenblick bitte! Ich werde mir zuerst das Gesicht waschen." Mark hörte drinnen das Wasser laufen und Shane tief durchatmen.
"Bitte, Freund! Komm rein!" "Danke, Shay! Mensch, du siehst ja gar nicht gut aus! Was ist denn passiert? Schieß schon los!" Shane setzte sich wieder aufs Sofa. "Ach, Mark. Wenn‘s doch nur so einfach für mich wäre einfach loszuschießen. Aber das ist es nicht. Vor allem nicht vor dir! Eigentlich sollte ich das ja jemandem anderem sagen, aber das kann ich noch weniger,..." Shane wurde immer leiser, bis ihm seine Stimme versagte und in seinen Tränen erstickte. Mark nahm ihn in den Arm und streichelte über sein Haar. "Gott, Shane. Dir geht’s ja wirklich nicht gut. Wem solltest du was sagen? Ich check mal wieder gar nichts! Aber das ist ja mal wieder typisch Marcus Michael Patrick Feehily. Der ist ein alter Nix-Checker." Shane mußte leicht lächeln. "Nein, nicht!" schrie Mark. Shane sah ihn verwundert an. "Nicht lächeln, Shane! Das könnte für dich tödlich sein, du könntest dich überanstrengen, du hast das ja schon so lange nicht mehr gemacht.." Mark schaffte es doch immer wieder Shane aufzumuntern. Doch auch schon im nächstem Moment dachte er wieder an sein großes Problem. "Du hast ja recht, Mark! Aber wenn du wüßtest warum ich so traurig bin, dann würdest du mich verstehen." "Ich würde nichts lieber als das. Also rück endlich raus! Wem solltest du ES besser sagen?" "Nicky." "Aha. Und was?" "Ich kann es dir nicht sagen, und ihm schon gar nicht." "Okay, ich denke es ist was total Ernstes und etwas, für das du dich schämst, Shane. Das merk ich doch!" Shane haßte es, wenn Mark recht hatte, aber er hatte eben nun mal recht. Beschämt sah er auf den Boden. "Shane! Raus damit! Was solltest du Nicky sagen?" Absolute Stille. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Mark traute sich nicht einmal zu atmen, weil er fürchtete, er könnte damit Shanes Überlegungen stören. "Daß ich,.... Ich..., Also ich,..." Mark drehte fast durch, so stotterte Shane herum. Mark sah ihn auffordernd an. "Ach Mark! Es geht nicht! Ich will das doch gar nicht. Es ist alles so... ach, es gibt gar keinen Ausdruck für das alles." Mark hatte Mitleid mit Shane, der so verzweifelt aussah. "Mensch, Shane. Wenn du es nicht mal mir sagen kannst, wie willst du‘s dann Nicky sagen? Und ich habe das Gefühl, daß es sehr wichtig wäre, es ihm zu sagen." "Ja Mark, du hast wie immer recht." "Also sag schon!" Shane nahm sich zusammen. "Okay, Mark. Ich werde dir jetzt was sagen und mir dabei vorstellen, daß du Nicky bist." Mark sah ihn gespannt an. "Okay,..." "Also Nicky,..." Wenn die Situation nicht so ernst gewesen wäre, hätte Mark am liebsten laut losgelacht, aber er wußte um die Ernsthaftigkeit und deshalb wartete er gespannt auf das, was kommen sollte. "...Nicky,..." Shanes Gedanken gingen auf Wanderschaft. Er sah Nicky vor sich sitzen. Er sah seine traumhaften himmelblauen Augen, seine süße Frisur, seinen schönen Körper. Er roch sein herbes Parfum, er spürte seinen Atem auf seiner Haut und er hörte seine unvergleichliche Stimme fragen: "Shane was ist jetzt?" "Ach Nicky!" Plötzlich war alles ganz einfach. "Ach Nicky, ich liebe dich so sehr!" Endlich hatte er es gesagt. Wie in Trance kam Shane seinem Nicky immer näher. Er fühlte sich als ob er fliegen würde. Zärtlich und sanft küßte er seinen Nicky.
Mark zuckte zusammen und sprang vom Sofa auf. Shane wurde jäh aus seinen Träumen gerissen. "Shay! Das war ja ganz schön, aber ich denke, du solltest dir deine Küsse für Nicky aufheben." Shane lief knallrot an. "Mark, oh mein Gott Mark, ... Es tut mir so leid. Ich,..." "Forget it, Shane, das ist nie passiert!!!" Damit war die Sache aus der Welt.
"Bist du dir da sicher?" "Ich weiß auch nicht, warum ich mir dieser Gefühle jetzt so bewußt bin. Es kam auf einmal über mich. Plötzlich wollte ich Nicky sagen hören, daß er mich liebt. Ich bin total erschrocken. Ich bin doch nicht schwul. Ich stehe nicht auf Männer." "Das weiß ich doch, Shay." "Und trotzdem fühle ich für Nicky etwas, das ich noch die für jemanden empfunden habe. Nicht mit dieser Intensität und Bedingungslosigkeit. Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Ich würd ihn einfach am liebsten in den Arm nehmen und küssen." Seine Stimme wurde wieder schwächer und erneut begann er zu schluchzen.
"Ich werde dich jetzt lieber alleine lassen, Shane. Ich denke du brauchst das jetzt um nachdenken zu können. Aber eins will ich noch loswerden. Shay, sag‘s ihm!" Shane sah ihn erschrocken aber doch verstehend und zustimmend an. "Ich weiß, daß es nicht einfach für dich werden wird, Shane. Und sehr wahrscheinlich auch nicht für ihn, aber er sollte es wissen. Wenn eure Freundschaft wirklich was taugt, dann wird sie das überleben." "Ja, Mark,... Du hast recht, das weiß ich...... Ich muß nachdenken." "Bis dann, Shane und viel Glück!" Mark nahm ihn noch einmal in den Arm und drückte ihm seine Lippen auf die Stirn. "Du packst das schon! Ich glaub an dich!" mit diesen Worten war er auch schon durch die Tür entschwunden.
"Danke Mark, du bist ein echter Freund." Shane versank wieder in Gedanken. Er schloß die Augen. Alles konnte er sehen. Seine himmelblauen Augen, seine süße Nase, seinen wilden Haarschnitt, jede kleine Falte in seinem Gesicht, die es so hübsch formte, seine Lippen, seine strahlendweißen Zähne, sein Lächeln. Dieses Lächeln. Shane wurde warm ums Herz. Wie gern würde er es sehen, wenn er Nicky seine Gefühle gestehen würde. Dieses warme Gefühl, das gerade für mehrere Momente seinen Körper umspielt hatte, es verschwand. An seine Stelle traten plötzlich wieder Angst, Scham und Ungewißheit. "Nein, mach dir keine Hoffnungen! Er liebt dich nicht. Nicht so wie du ihn liebst. Er wird dich nicht verstehen. Oh, Gott, ich hab solche Angst!" Seine Augen füllten sich immer mehr und mehr mit jener salzigen Flüssigkeit, mit der er die Bekanntschaft in den letzten Minuten um ein vielfaches intensiviert hatte. Er fror, zitterte am ganzen Körper. "Shane, so geht es nicht weiter. Du mußt es ihm so bald wie möglich sagen. Aber wie......?!"
Shane war durch das viele weinen und sinnen müde geworden. Ihm fielen die verheulten Augen zu und er schlief auf dem Sofa sitzend ein.
Mark war noch ein paar Minuten in seiner Garderobe geblieben und wollte sich nun auf den Nachhauseweg machen. Shane wollte er natürlich nicht allein zurücklassen. Also ging er noch einmal in dessen Garderobe. Auf das Klopfen meldete sich niemand, also ging er hinein um zu sehen ob er noch da war. Er sah Shane auf dem Sofa sitzen. Die Knie ganz nah an seinen Körper gezogen und die Arme darum geschlungen. Der Kopf war nach vorne gekippt. Mark lächelte und holte die Wolldecke aus dem Schrank. "Es reicht mehr als, daß es dir im Herzen nicht gut geht, mein lieber. Da mußt du nicht auch noch krank werden," sagte er in Gedanken zu seinem Freund. Behutsam entkrampfte er Shane und legte ihn auf das Sofa. Die Wolldecke drüber und das Licht aus, nun war er versorgt. "Armer Shane! Ich wünsch dir einen wunderschönen und entspannenden Schlaf. Es wird schon alles gut werden. Ich glaub ganz fest daran. Ich hab dich lieb!"
"Autsch, mein Rücken. Wo bin ich? Ach ja immer noch hier. Wo kommt denn die Wolldecke her? Ach, Mark! Du bist ein Engel! Danke!" Shane erwachte aus seinem Tiefschlaf. Die Ereignisse des letzten Abends hatten ihn so mitgenommen, daß er in einen tiefen aber traumlosen Schlaf gefallen war. Jetzt konnte er wieder klar denken. Aber das änderte nichts daran, daß er als erstes an Nicky dachte. Seine Gefühle für ihn waren echt, das wußte er nun. Und er hatte sich auch entschlossen, sie ihm zu offenbaren. Es würde nicht einfach werden, das wußte er, aber er mußte es einfach schaffen. Er mußte.
"Ja?" "Ach Nix, ich bin’s, Shay! Hast du heute Nachmittag ein paar Minuten Zeit für mich? Bitte! Es ist wichtig." "Immer doch. Wo sollen wir uns treffen?" "Ich würd gern zu dir kommen, wenn‘s dir recht ist." "Kein Problem. Du bist in meinem Hause jederzeit willkommen, das weißt du doch hoffentlich." "Ja, schon... Also bis gleich."
"Ich werd‘s ihm einfach sagen. In die Augen sehen werde ich ihm dabei zwar nicht können, aber ich werd‘s ihm einfach sagen. Du schaffst das schon, Shane. Du kannst ja nichts für deine Gefühle, das wird er schon verstehen." Shane stand vor Nickys Haustüre und versuchte sich Mut zuzureden. Vor einer halben Stunde hatte er noch mit Mark telefoniert und ihm erzählt, daß er jetzt zu Nicky fahren und es ihm sagen würde. Mark war stolz auf ihn gewesen und hatte gesagt, daß er fest an Shanes Gefühle glaube und auch daran, daß es schon gut gehen würde. "Mark ist so ein Optimist, warum kann ich das jetzt nicht auch sein?" Er holte noch einmal tief Luft und klingelte dann an Nickys Türe.
Ein paar Sekunden später saßen sie zusammen in seinem Wohnzimmer. "Okay, Shay, schieß los. Was beschäftigt dich denn so?" Shane wurde immer nervöser und ängstlicher. Es war ihm egal, wenn Nicky ihn auslachen würde, davor hatte er keine Angst mehr, darüber würde er hinweg kommen. Aber er wollte um keinen Preis ihre Freundschaft riskieren, er brauchte sie genauso dringend wie er Nicky selbst brauchte. Aber jetzt mußte er es sagen, jetzt war es zu spät.
Er stand auf und ging zu einem Stuhl auf dem er sich wieder niederließ. Er konnte in diesem Augenblick, in dem sich alles entscheiden würde nicht in der Aura seines Geliebten sitzen, das hätte er nicht ertragen. Er nahm allen Mut zusammen und versuchte sich zu überwinden,...
RETROSPEKTIVE ENDE
Nicky saß einfach nur da. Eine Träne nach der anderen kullerte seine Wangen hinunter. "Shane, warum nur? Wir waren so gute Freunde und jetzt ist alles aus. Ich kann das nicht ertragen. Warum nur? Ich hoffe wenigstens, daß es dir jetzt besser geht und du erleichtert bist, daß es endlich raus ist." Dabei wollte er doch so sehr, daß es ihm auch wieder besser gehen würde, er wollte sich auch erleichtert fühlen, denn auch ihm lag etwas schwer auf dem Herzen.
Er griff nach einem Polster, umklammerte es ganz fest und legte seinen Kopf darauf. Schon nach einigen Minuten war es total durchnäßt.
Doch Shane ging es nicht wirklich besser. Zwar war er froh, daß er es hinter sich gebrach hatte, doch erleichtert war er nicht wirklich. Im Gegenteil. Nun belastete ihn etwas ganz anderes. " Wieso bist du weggerannt? Das hättest du nicht tun sollen. Wenigstens seine Reaktion hättest du noch abwarten sollen." Wieder kamen ihm die Tränen. Nun konnte Nicky ja alles falsch verstehen. Wieso war er weggerannt? Nicky mußte denken, daß er mit dem was er fühle nicht glücklich war, doch das war er. Darüber war er sich klar geworden. Er liebte Nicky. Er liebte ihn über alles. Dieses Gefühl war es nicht, was ihn bedrückte. Er fühle sich so schlecht, weil er zu wissen glaubte, daß es eine unerwiderte Liebe sei. Wie hatte Nicky reagiert? Warum war er nur weggerannt? Er mußte doch wissen, wie Nicky es aufgenommen hatte. Es gab nur zwei Möglichkeiten: entweder wollte er von Shane nichts mehr wissen, oder aber er war wirklich der Freund für den Shane ihn hielt, und er würde einfach alles ganz schnell vergessen wollen, damit ihre Freundschaft auch weiterhin eine Chance hatte. Oder gab es etwa doch noch eine dritte Möglichkeit? Er mußte es wissen und zwar auf der Stelle.
Als er durch die Türe ins Wohnzimmer ging, sah er Nicky auf dem Sofa sitzen. Das nasse Polster lag neben ihm. Er hatte die Arme über die Rückenlehne gelegt, seinen Kopf in ihnen vergraben und schluchzte fürchterlich. Jetzt erst fiel Shane auf, daß er ohne anzuklopfen eingetreten war. Doch er war ja schon im Wohnzimmer, also blieb er. "Shane, warum nur? Warum tust du uns das an? Jetzt hat mein Leben keinen Sinn mehr." Shane konnte Nickys verheulte Stimme kaum verstehen. Doch das, was er verstanden hatte reichte vollständig, um den letzten Funken Hoffnung, der in seinem Herzen wohnen geblieben war in einer Sekunde im Keim zu ersticken. Wieder liefen ihm die Tränen über das Gesicht. Er hatte genug gehört um zu wissen, daß Nicky es nicht wollte, daß er ihn liebte. Als er fast schon wieder die Türklinke in der Hand hatte, hörte er Nickys Stimme erneut. "Warum bist du so schnell gegangen, Shane? Ich hätte dir doch auch noch so gern etwas gesagt. Warum bist du nicht glücklich mit dem was du für mich fühlst? Wir zwei gehören doch zusammen, wir hätten ein wundervolles Leben zusammen gehabt. Warum willst du mich nicht lieben?"
Es schlug ein wie ein Blitz. Von einem Moment auf den anderen veränderte sich Shanes Gemütszustand. Seine Verzweiflung war über Hoffnung nun zur freudigen Gewißheit übergegangen. Sollte das wirklich heißen, daß Nicky ihn auch liebte? Wirklich? Er ging zurück ins Wohnzimmer. Nicky saß immer noch so da wie vor einer Minute. Also hatte er es nicht zu Shane gesagt, sondern mit sich selbst geredet. Aber was machte das für einen Unterschied? Hauptsache war doch, daß er es überhaupt gesagt hatte. Shane fühlte sich, als ob,... ach es gab gar keine Beschreibung für das, was Shane in diesem Moment fühlte. Alle seine Ängste, seine Verzweiflung, seine Scham, alles das war innerhalb nur eines Augenblickes verschwunden. Alles was er jetzt brauchte war Nicky. Er brauchte ihn. So sehr wie noch nie.
Langsam und mit einem Gefühl im Herzen, das mit absoluter Glückseligkeit noch zu gering beschrieben war, ging er auf das Häufchen Elend auf dem Sofa zu. Nicky drehte ihm den Rücken zu, er hatte ja noch nicht einmal bemerkt, daß Shane wieder zurückgekommen war, und noch viel weniger ahnte er, daß Shane alles, was er aus Verzweiflung in den Raum geschrien hatte, gehört hatte. Er heulte immer noch, sein Oberkörper bewegte sich krampfhaft auf und ab, immer im Takt mit seinem herzzerreißenden Schluchzen. Shane kam immer näher, er traute sich nicht zu atmen. Schon wieder einen Schritt näher, jetzt konnte er schon Nickys Aura spüren. Und wie er sie spürte. Er hielt kurz in seiner Bewegung inne, er wollte es einfach nur genießen, Nickys Nähe zu spüren. Er war sich ja schon sicher gewesen, sie nie wieder spüren zu können. Doch jetzt,...
"Nicky,..." Shane legte sanft seinen Arm auf Nickys Rücken. Er hatte erwartet, daß Nicky zusammenzucken würde. Doch das tat er nicht. Er saß immer noch unverändert auf dem Sofa und rührte sich nicht, nicht einen Millimeter. Doch das Schluchzen hatte in dem Moment aufgehört, als Shanes Arm mit seinem Rücken in Verbindung kam. Langsam, wie in Zeitlupe, drehte sich Nicky zu Shane um. Shane wollte seinen Arm wieder von ihm weg nehmen. "Nein," sagte Nicky leise, fast flüsternd aber bestimmt. "Nein, Shay, ich will deine Nähe spüren." Nicky hatte in dem Moment als Shane ihn berührte verstanden, daß Shane alles gehört hatte. Und er war ihm nicht böse, nein, ganz im Gegenteil. Er wahr froh und erleichtert. Es ihm ins Gesicht zu sagen, wäre unendlich viel schwerer gewesen, aber nun, da er es ja wußte, konnte er alles sagen, alles das, was er schon seit Ewigkeiten sagen wollte, sich aber nie getraut hatte. Doch dieser Augenblick brauchte nichts weniger als Worte. Shane stand vor Nicky, der noch immer auf dem Sofa saß, Shanes Hand ruhte auf seinen Schultern. Sie sahen sich tief in die Augen, tausend Stromschläge durchzuckten ihre Körper. Denken konnte keiner von beiden, sie sahen sich nur an. Ein Knistern lag in der Luft, und doch war es still. Jetzt etwas zu sagen wäre ein Verbrechen gewesen. Shane versank im Blau Nickys Augen und Nicky konnte nicht genug von Shanes einzigartiger braun-grünen Farbe bekommen. Langsam stand Nicky auf, immer noch in Shanes Augen blickend. Jetzt stand er vor ihm, nur noch wenige Zentimeter trennten sie. Wie lange hatte er von diesem Augenblick nicht einmal zu träumen gewagt, und nun standen sie da. Beide wußten, was jetzt folgen würde, aber keiner hatte Angst davor. Beide sehnten sich mit jeder Faser ihres Körpers danach. Shane lehnte sich nach vorne, Nicky wagte es nicht, sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Er konnte seinen Atem spüren, noch nie waren sie sich so nah gewesen. Mit jedem Herzschlag, den er bis in den Hals hinauf spüren konnte, kamen Shanes Lippen näher. Nicky konnte es nicht mehr erwarten, er kam auf Shane zu. Sanft und fast ohne Druck berührten sich ihre Lippen. Es war pure Elektrizität, die ihre Körper durchströmte. Diese intensiven Gefühle waren beinahe nicht auszuhalten, und doch waren sie das Schönste, was beide bisher erlebt hatten. Shane wurde frecher. Er drückte seine Lippen fester auf Nickys, der diesen Druck erwiderte. Es war einfach zu schön. Dieser Moment sollte nie vergehen. Endlich! Endlich konnte er Nicky schmecken, wie sehr hatte er sich danach gesehnt. Er trank Nickys Geschmack förmlich von seinen Lippen, noch nie hatte er etwas besseres geschmeckt. Er hatte alles, aber auch alles, was er nun zum Leben noch brauchen würde. Nicky.
Nicky wurde von einem Strom aus Leidenschaft geschüttelt, als er Shanes Zunge nach seiner suchen spürte. Er hatte noch nie einen Mann geküßt, doch was machte das für einen Unterschied. Er küßte den Menschen, den mehr als alles auf der Welt liebte. Er wußte, daß sie füreinander bestimmt waren. Er gab sich seiner Leidenschaft hin, ließ seinen Gefühlen freien Lauf. Shanes Zunge hatte die seine gefunden, zärtlich und vorsichtig spielten sie miteinander. Shane küßte einfach unglaublich gut. Dieser Kuß durfte nie aufhören. Immer wenn er das Gefühl hatte, der Kuß könnte bald zu Ende sein, verstärkte er sein Zungenspiel. Er wollte nicht, daß dieser unglaublich schöne Moment zu Ende ging.
Shane konnte es nicht glauben, noch nie hatte er so ein intensives Gefühl erlebt. Was waren alle Küsse seines Lebens gegen diesen einen, unendlich scheinenden. Sein Atem wurde schwerer und tiefer, als er Nickys Hände an seinem Rücken spürte. Er konnte diese Leidenschaft nicht mehr ertragen, es war einfach zu schön. Langsam löste er sich aus dem Kuß, fuhr mit seiner Zunge an seinen Lippen entlang, er wollte keinen auch noch so kleinen Tropfen von Nickys Geschmack verloren gehen lassen, viel zu traumhaft schmeckte er doch. Wieder sahen sie sich tief in die Augen. Nun legte auch Shane seine Arme um Nicky. So standen sie nun in einer tiefen Umarmung mitten im Wohnzimmer. Die Köpfe nebeneinander, eng umschlungen. Nie wieder würde er seinen Nicky loslassen, nie wieder!
Seinen Nicky? Ja, seinen Nicky! Genüßlich ließ er sich diese Wortkonstellation auf der Zunge zergehen. Er konnte es noch immer nicht glauben. Diese unendliche Freude löste etwas sehr bekanntes aus. Eine Träne nach der anderen rann über sein Gesicht. "Nicky,..." Shane hatte fast Angst, seine Stimme würde die Heiligkeit dieses Augenblickes entweihen, doch er mußte es ihm sagen. "Ja, Shay?" "Nicky, my Love. Ich bin der glücklichste Mann der Welt." "Nein, Shay. Das kann nicht sein. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es einen glücklicheren Menschen als mich auf der Welt gibt." Shane sah ihn an, auch ihm standen Tränen in den Augen. Sanft küßte Nicky die Tränen aus Shanes Gesicht. "Ich liebe dich." Drei einfache Worte, und doch genau das, was Shane hören wollte. "Ich dich auch."
Shane legte sich aufs Sofa. Er nahm Nicky bei der Hand und zog ihn auf sich. Nicky atmete tief und genoß es, Shane unter sich zu spüren. Und wieder fanden sich ihre Lippen und verschmolzen zu einem nicht enden wollenden Kuß. Immer wieder setzten sie ab, sahen sich lange und intensiv in die Augen uns küßten sich dann wieder. Das Spiel wiederholte sich mehrmals, bis beide vor Erschöpfung und Glück einschliefen. Nickys Kopf lag auf Shanes Brust, dieser hatte seine Arme um Nickys Hüften geschlungen und hielt ihn so fest, als hätte er Angst, Nicky könnte ihm weggenommen werden.
Mark machte sich langsam Sorgen. Shane hatte doch gesagt, er würde sich wieder melden, wenn alles vorbei war. Jetzt war es schon fast Mitternacht und noch immer hatte er keine Nachricht erhalten. Hoffentlich ging es ihm gut.
Als er es nicht mehr aushielt, machte er sich auf den Weg zu Shanes Haus. Doch dort öffnete ihm auch nach mehrmaligem Klopfen und Klingeln niemand. Also beschloß er, zu Nicky zu gehen. Vielleicht waren sie ja noch bei ihm. Vor Nickys Türe angekommen, wiederholte sich das ganze. Auch hier wurde ihm nicht geöffnet. Langsam machte er sich doch ernste Gedanken, ob Shane etwas passiert war. Er hätte sich doch ganz sicher gemeldet, wenn er gekonnt hätte. Was war passiert? Dann sah er Licht durch das Fenster schimmern. Also war ja doch jemand da. Warum machte ihm dann keiner auf? Mark wurde ziemlich sauer und ging auf das Fenster zu. Er sah hinein und plötzlich wurde ihm klar, warum keiner geöffnet hatte. Nicky lag auf Shane, der mitten auf dem Sofa lag. Mark wurde warm ums Herz. So etwas süßes hatte er noch nie gesehen. Beide schliefen tief und fest, eng umschlungen, und doch zeichnete sich ein glückliches Lächeln auf beider Gesichter ab. Mark war es beinahe peinlich, sie, wenn auch nur durch das Fenster, in ihrer trauten Zweisamkeit zu stören, also machte er sich wieder auf den Nachhauseweg.
"Sind sie nicht süß?" Mark zuckte zusammen und drehte sich schnell um. Er mußte doch wissen, wer außer ihm von ShNicky wußte. "Findest du etwa nicht?" fragte Bry mit einem fetten Grinsen im Gesicht, als er Marks bösen Blick sah. "Doch, ... Schon,... Bry, was machst du hier?" Mark war stinksauer. Das ging doch nur Nicky uns Shane was an, Bry brauchte doch davon nichts zu wissen. "Ich wollte zu Nicky und da mir keiner geöffnet hat, hab ich halt durchs Fenster geschaut. Gott, ich finde das einfach nur süß." "Ja," sagte Mark, der froh war, daß Bry es so gut aufnahm, daß seine Bandkollegen schwul waren. Schwul? Nein, das war das falsche Wort. Daß sie sich unendlich liebten? Ja, das fand Mark eine bessere Formulierung. "Das mußte doch eines Tages kommen," Bry war sich dessen immer schon bewußt gewesen. "Wieso Bry? Woher wußtest du das denn?"
"Beginnen wir am Anfang,..." "Ohje," dachte sich Mark, "das kann eine lange Nacht werden." Er saß mit Bry an der Bar ihres Stammpubs. Warum wollte er es nur so genau wissen, warum Bry davon geahnt hatte? Jetzt würde Bry wie immer reden, reden, reden, reden und nicht vor Morgengrauen ein Ende finden. "Okay, Bry! Fang schon an, mach es nicht so spannend, ich brenne darauf, zu wissen wie du das erahnen konntest." "Ich hab schon damals beim Casting gemerkt, daß es Liebe auf den ersten Blick war. Ich glaube fast, sie haben es selbst gar nicht bemerkt. Shane hat Nicky gesehen und das ganze Casting über seinen Blick nicht mehr von ihm genommen. Und Nicky? Nicky war hin und weg von Shane. Die ganze Zeit schwärmte er mir vor, was für eine gute Stimme er doch hatte, wie einzigartig seine Aussprache sei und überhaupt,.. usw." "Du mußt das ja wissen," unterbrach Mark ihn. "mir ist das nie aufgefallen." "Jaja, Markey! Du bist eben ein alter Nix-Checker." Irgendwie kam Mark das bekannt vor. "Und Ki? Hat er davon gewußt?" "Ki?" Bry lachte lauthals los. Ki hätte es ja nicht einmal verstanden, wenn er sie heute so Arm in Arm aufeinander liegen gesehen hätte." Mark dachte kurz über Ki nach. Als er damit fertig war, mußte er Bry recht geben. Ja, Ki hätte wahrscheinlich auch dann nichts begriffen. Mark mußte grinsen. Ki war eben Ki.
"Und wie ging‘s weiter?" Mark war neugierig wie noch nie. "Na Mark! Du bist doch auch schon von Anfang an dabei! Das könnte ich dich genauso fragen." "Schon,... aber ich hab ja davon nichts geahnt." "Also bei jedem Fotoshooting, bei jedem Auftritt, bei jeder Pressekonferenz, einfach immer und überall. Sie berühren sich gegenseitig wo sie nur können. Und bei den Songs sieht immer der eine den anderen an, der gerade singt. Und stellt sich wohl vor, daß das was dieser singt für ihn bestimmt ist." "Das hast du alles mitbekommen?" "Na klar, ich kenn mich doch mit Liebe aus." Für einen kurzen Moment schweiften seine Gedanken ab zu Kerry und den Mädchen. "Und warum hast du nie was davon gesagt?" "Weil es uns nichts angeht, sondern nur die beiden. Ich denke, daß es etwas total einzigartiges ist, was sich zwischen den beiden abspielt. Keiner ist schwul, das weiß ich,..." "Ja, daß weiß ich auch," warf Mark ein. "... und doch lieben sie sich unendlich. Keiner kann ohne den anderen sein. Sie würden eher ihrem Leben ein Ende setzten, als es ohne den anderen verbringen zu müssen. Das ist wahre Liebe." "Ja,..." sagte Mark und begann zu träumen. Doch schnell zwang er seine Träume wieder zurück in die Realität. "Und wie wird das jetzt weitergehen, Mr. Alleswisser?" "Auf alle Fälle sollten wir uns nicht einmischen. Wir sollten sie machen lassen, was sie für richtig erachten. Wenn sie es uns sagen wollen, dann werden sie es tun; daß wir es schon wissen, davon haben sie ja keinen blassen Schimmer. Und wenn sie denken, daß es besser ist, es momentan geheim zu halten, dann werden sie ihre Liebe privat ausleben. Sie wissen schon, was sie tun. Auf jeden Fall sollten wir Ki im Moment lieber aus dem Spiel lassen, wer weiß, wie der alte Konservativo reagieren würde." "Auf jeden Fall," sagte Mark und ließ seine Gedanken wieder in die Traumwelt entschwinden. Ob er auch einmal seine wahre Liebe finden würde? Langsam glaubte er schon nicht mehr daran.
Zärtlich umspielten der Sonne erste Strahlen die Körper der beiden Liebenden auf Nickys Sofa. Shane wachte auf und sah Nicky auf ihm liegen. Er betrachtete ihn ganz genau, versuchte sich jede einzelne Hautfalte einzuprägen. Er liebte jeden Zentimeter von diesem schlafenden Etwas, das es sich auf ihm gemütlich gemacht hatte. Er strich ihm durch das blonde Haar; am Hals entlang bewegten sich seine Finger zärtlich in Richtung Kinn. Als seine Finger die Konturen Nickys Lippen nachfuhren, durchzuckte es ihn als ob er von tausend Blitzen auf einmal getroffen werden würde. Gott, wie sehr er ihn doch liebte, nie wieder würde er ohne ihn sein müssen. Er mußte lächeln, Nicky sah so süß aus, wenn er schlief. Langsam richtete sich Shane auf und gab ihm einen sanften Gute-Morgen-Kuß. Nicky schlug seine wunderschönen himmelblauen Augen auf, in denen Shane so gerne versank. "Shay,.." sagte er immer noch schlaftrunken, "Shay du bist ja immer noch da! Ich hab das nicht nur geträumt?" "Nein, my Love," flüsterte er mit glückseliger Stimme, "ich bin noch da, und ich werde jetzt immer da sein, wenn du aus deinen Träumen erwachst." "Aber Shany, dann werde ich doch nie aus meinen Träumen aufwachen, denn dich in meinen Armen zu halten und zu wissen, daß deine wunderschönen Augen das erste sein werden, was ich sehe, wenn ich meine am Morgen öffne, das ist schöner als jeder Traum." "Ach, Nicky! Ich liebe dich, das war einfach so süß." "Ich werde dich immer lieben, Shay." Und wieder fanden sich ihre Lippen. Beide konnten es nicht glauben, daß alles Realität gewesen war, doch schon beim ersten Kuß merkten sie, daß sich ihre Lippen und Zungen schon kannten. Es gab keinen glücklicheren Menschen auf der Welt.
Nach einigen Minuten endloser Küsse, konnte es Shane nicht mehr erwarten. Er öffnete Nickys Hemd, einen Knopf nach dem anderen. Nickys Körper war so von Leidenschaft erfüllt, daß er sich nicht mehr halten konnte, leise stöhnte er auf. "Nicky?" "Ja, Shay?" "Willst du das?" "Ich weiß nicht wie weit ich gehen will, Shay. Aber mach nur, im Moment hab ich noch nicht genug." Shane durchströmte es wie ein warmer Strom von tausend Feuern. Er konnte nicht glauben, da es genau das war, wonach er sich sein ganzes Leben lang gesehnt hatte, doch in diesem einen Augenblick wurde ihm klar, das Nickys Zärtlichkeiten, seine Zuneigung und Liebe alles war, was ihm in seinem Leben gefehlt hatte. Langsam zog er Nicky das Hemd aus, ließ seine Zunge über seine Schultern gleiten. Nicky legte den Kopf in den Nacken, nie im Leben hatte er etwas annähernd schönes empfunden, Shanes Küsse ausgenommen. Er ließ sich vollkommen gehen. "Shay, ich liebe dich ja so, bitte hör nie mehr auf damit, laß diesen Tag nie zu Ende gehen." Shanes Zunge suchte sich ihrem Weg von Nickys Schultern zu seinem Hals. Wieder stöhnte er auf. "Oh, Shane,..." Shanes ganzer Körper krampfte sich zusammen. Er wollte Nicky, er brauchte Nicky, er liebte ihn ja so. Seine Zunge ließ von ihm ab. Shane sah sich seinen nackten Oberkörper an. Wieso hatte er nie bemerkt, wie sexy Nicky war? Er schloß die Augen und genoß das Gefühl, ihn auf sich sitzen zu spüren. Nicky lehnte sich wieder nach vor und küßte ihn. Nun war es seine Zunge, die auf Wanderschaft ging. Nachdem er Shane das Hemd ausgezogen hatte, stand ihr nichts mehr im Weg. Er sah Shane an, sah ihm tief in die Augen. Wieso hatte er erst jetzt bemerkt, erst in jenem Augenblick in dem Shane ihm seine Liebe gestanden hatte, wie sehr er ihn begehrte, ihn liebte, ihn brauchte? Seine Hände streichelten über Shanes Gesicht und fanden ihren Weg zu seinen Brustwarzen. Shane stöhnte auf. Nicky liebte es, seinen Shane zu verwöhnen, er streichelte über die harten Brustwarzen, dann küßte er sie zärtlich. Seine Zunge spielte mit ihnen und seine Hände gingen auf Wanderschaft. Langsam fanden sie den Reißverschluß Shanes Hose. Shane stöhnte laut. "Nicky, nein!" Nicky ließ ab und sah ihn an. "Nicky nicht böse sein, es ist sooooooooo schön, wir haben doch alle Zeit der Welt, können wir es nicht langsam angehen?" "Doch, du hast recht, so wird es viel schöner für uns beide werden." Shane sah ihn dankbar und verliebt an. Er mußte kein Wort sagen, Nicky wußte, was er dachte. "Ja Shay, ich dich auch!!!" Sie lagen sich erneut in den Armen. Keiner wollte den anderen jemals wieder loslassen.
Doch jeden schönen Tag holt der Alltag ein. Sie mußten ja auch arbeiten. Nachdem sie sich noch stundenlang in den Armen gelegen waren, machten sie sich langsam auf den Weg zum Studio. Proben waren angesagt. Louis und die anderen warteten schon ungeduldig auf die beiden Zuspätkommenden. Mark und Bry sahen sich an. Man konnte sofort erkennen, wie glücklich die beiden waren. Bry und Mark dachten sich wahrscheinlich das selbe, denn beide begannen ganz verträumt zu grinsen. Sie freuten sich ja so für ihre Freunde. "Was ist denn mit euch los?" Louis‘ Stimme riß sie aus ihren Träumen. "Seid ihr etwa verliebt?" Louis lachte sich über seinen gelungenen Scherz kaputt, Bry und Mark schüttelten nur den Kopf und Shane und Nicky sahen sich fragend an. Ki verstand einmal mehr gar nichts und sah alle der Reihe nach an, als ob er nicht mal wissen würde, wie er heiße.
Die Proben liefen so gut wie schon lang nicht mehr. Shanes Stimme hatte einen Klang wie die von Tausend Engeln zusammen. Und Nicky sang sich die Seele aus dem Leib. Noch nie hatten ihn die anderen so singen gehört. "Ausgezeichnet Nix" zollte ihm Louis Respekt. "Ich denke, im nächsten neuen Song solltest du wieder mal einen Solopart übernehmen. Oder doch besser gleich die Leadvocals? Hmmm... ich muß mal schnell was abklären, hmmm....." Louis verschwand sinnend im Background. Alle freuten sich für Nicky, doch keiner so sehr wie Shane. Er war ganz aus dem Häuschen. "Nicky, das ist ja phantastisch!" Wie gern hätte er ihn jetzt in den Arm genommen und ihm einen dicken Kuß auf die Lippen gedrückt, doch er traute sich nicht. Er hatte ja keine Ahnung, daß Mark nicht mehr der einzige war, der von seiner Liebe zu Nicky wußte.
"Mark?" Shane zog ihn in ein Eck. "Mark ich muß dir war erzählen!" "Wenn du mir sagen willst, daß alles gut geworden ist, und Nicky dich auch liebt, kannst du dir die Worte sparen." "Wo..., woher,...?" "Ach, Shay, das sieht doch ein Blinder. Ihr strahlt vor Glückseligkeit. Außerdem hab ich euch gesehen." Beschämt senkte sich sein Blick zu Boden. "Du hast was?" "Ich hab euch auf dem Sofa liegen gesehen, ihr wart soooooo süß." "Wann, wie? Mark wieso....?" "Ich hab mir eben Sorgen um dich gemacht. Und bei dir hat mir niemand aufgemacht, da bin ich zu Nicky gegangen,..." Mark erzählte ihm alles.
"Bry hat es also geahnt?" Shane dachte nach. War es so offensichtlich? Mark wußte, was Shane dachte. "Nein Shay, ich hab es auch nicht gewußt, aber Bry hat glaub ich für sowas eine Nase." "Sieht so aus. Na toll! Jetzt wissen es schon vier." "Wir sagen nichts, wenn ihr es nicht wollt, Bry genauso wenig wie ich." "Ja Mark, das weiß ich! Danke, ihr seid die besten Freunde, die man sich wünschen kann." Er nahm ihn in den Arm und drückte ihn an sich. "Ich hab dich lieb, Mark."
"Also Jungs, wir haben ein kleines Problem." Louis war nicht gerade sehr glücklich. "Der neue Song paßt nicht für Nickys Stimme." "Ach das macht doch nichts." "Doch Nicky, das macht schon was. Ich will, daß du den nächsten Song singst, du singst eh viel zu wenig. Eine andere Melodie haben wir schon, nur der Text fehlt noch. Shay, du bist doch hier der talentierteste Texter." "Ja, Louis, wenn du meinst." "Ja! Ich will, daß du nach Orlando zu Ben fliegst, er hat eine tolle Melodie, und du sollst ihm mit dem Text helfen." "Und warum kann er nicht herüber kommen?" Shay wollte sich um nichts auf der Welt von Nicky trennen. Nicky sah ihn ängstlich an, er wußte was jetzt kommen würde. "Nein, Shay. Ben sitzt im Rollstuhl. Er ist ein genialer Musiker, aber er kann leider wegen seiner Gehbehinderung nicht kommen, das wäre zu umständlich und anstrengend für ihn." "Oh, das tut mir leid, das hab ich nicht gewußt. In dem Fall,..." Er traute sich nicht, Nicky in die Augen zu sehen, er war ja selbst den Tränen nahe. "Okay, Louis! Ich fliege noch heute." "Danke, Shay. Auf dich ist Verlaß. Ich besorg dir das Ticket, der Flug geht um 22h."
Später im Auto. "Nicky, ich weiß, es wird nicht leicht für uns werden. Es wird hart, sehr hart sich jetzt schon wieder trennen zu müssen, ich hab dich ja noch nicht mal richtig." "Ja, Shay,..." Nicky wußte nicht, wie er auch nur einen Tag ohne Shane überleben sollte. "Es wird nicht lange dauern, mein Kopf platzt fast vor Ideen. Meine Liebe zu dir beflügelt mich, ich werde denen einen Text hinknallen, wie er schöner noch nicht gehört worden ist. Ach Nicky, ich liebe dich so sehr." Er nahm seinen linken Arm vom Lenkrad und zog ihn zu sich auf die Fahrerseite. Zärtlich drückte er ihm einen Kuß auf die Stirn. Nicky sah nur betrübt auf seine Füße. "Nix, was ist los? Wir schaffen das schon. Unsere Liebe ist stärker als alles." "Schon Shay,... Aber ich bin Schuld daran, daß wir uns trennen müssen." "Du? Wie kommst du denn darauf? Red dir doch nicht so einen Blödsinn ein!" "Doch Shay, wenn ich nicht unbedingt die Leadvocals singen müßte, dann könnte ich dich weiterhin einfach in den Arm nehmen und dich küssen, aber so,... So kann ich nur mein Polster umarmen, mit deinem Bild im Kopf." "Ach Nicky. Du bist so ein süßer Schatz! Wir schaffen das. Und du bist sicher nicht Schuld. Du kennst doch Louis, wenn er sich was in den Kopf setzt, dann hat es so zu geschehen. Ich liebe dich und ich werde dich immer lieben, egal wo ich bin." Er küßte Nicky. Nicky liebte es, seine Lippen auf den seinen zu spüren. Er vergaß alles, was ihn so bedrückte und versank in einem endlos langen Kuß mit seinem geliebten Shane.
"Bye, mein Engel." Shane umarmte ihn noch einmal zärtlich und drückte ihn an sich als wollte er ihn nicht mehr loslassen. Mark, Bry und Ki standen daneben. Sie hatten sich schon von Shane verabschiedet. Bry und Mark sahen sich an. Sie waren gespannt. Würden sie sich zum Abschied küssen und sich der Gefahr stellen, von irgend jemandem dabei ertappt zu werden, oder würden sie sich beherrschen können? Kaum hatten sie die Frage in Gedanken ausgesprochen, erhielten sie auch schon die Antwort. Shane nahm Nickys Kopf zwischen seine Hände, sah ihm tief in die Augen. "I love you." Er strich mit seinem Daumen Nickys Tränen aus seinem Gesicht und küßte ihn dann zum Abschied. Es war ihm egal, ob sie irgend jemand sehen konnte. Es zählten nur Nicky und er und ihre Liebe. "Ich dich auch, Shay! Und komm so bald wie möglich zurück, ich kann ohne dich nicht leben." Er schrie es Shane förmlich nach. Der drehte sich noch einmal um und warf ihm eine Kußhand zu. Nicky glaubte jeden Moment sterben zu müssen, sein Herz krampfte sich zusammen, wie tausend kleine Nadeln quälte ihn der Abschiedsschmerz. Er konnte nicht mehr, er heulte los. Mark lief zu ihm hin und nahm ihn in die Arme. "Ach Nicky, dein Schatz kommt ja bald wieder, alles wird gut. Du packst das schon. Du weißt doch, wie sehr er dich liebt." Nicky ließ sich in Marks Arme fallen und schluchzte was das Zeug hielt. Innert Sekunden war Marks dunkelgrünes Hemd beinah Schwarz gefärbt. Mark streichelte ihm mit der Hand über den Rücken. Wie sehr wünschte sich Nicky doch, daß es Shanes Hand gewesen wäre.
"Bry?" Kian sah ihn fragend an. "Was denn, Ki?" "Was sollte das gerade? Sind sie,... Ich meine haben sie,... Ach du weißt schon, Bry." "Ki, du merkst aber auch alles!" Bry klopfte ihm auf die Schulter. "Jaja, mach mich nur fertig." Kian war bedrückt. Wieso wußten wieder mal alle alles nur er nicht? Aber seine Niedergeschlagenheit wich bald der Freude für seine besten Freunde. Endlich waren sie glücklich. Wie viele unglückliche Beziehungen hatten die beiden doch hinter sich. Jetzt wußte er auch warum. Sie brauchten nur sich, niemand anderen, nur sich gegenseitig. "Ja," jetzt wo du‘s sagst,..." Kian versank total in Gedanken.
Shane hatte nur den Anschein gemacht, als würde ihm der Abschied leichter fallen als Nicky. Er wollte doch nur stark sein um es seinem Nicky leichter zu machen. Jetzt, da er im Flugzeug saß, kullerte eine Träne nach der anderen sein Gesicht herunter. Er vermißte ihn jetzt schon und war noch nicht mal eine Minute von ihm getrennt. Wie sollte das dann erst werden, wenn er abends allein im Bett liegen mußte? Ihm schauderte, er wollte gar nicht daran denken. Und Nicky? Ach, Mark und Bry würden sich schon um ihn kümmern, dachte Shane. Sie wußten ja, was er mitmachen würde. Und Ki? Vielleicht hatte es ja auch sogar schon Kian kapiert. Shane lehnte sich in seinem Sitz zurück und versank in Erinnerungen an die letze Nacht.
"Ein Telegramm für Sie, Mr. Filan." Shane schreckte aus seinen Träumen von Nicky auf. Er lag auf dem Bett seines Hotelzimmers. "Ja, einen Augenblick bitte." Er stand auf und öffnete dem Pagen die Türe. "Danke, vielen Dank." Langsam ging er wieder auf das Bett zu, ließ sich darauf nieder. Ein Telegramm? Wer würde ihm denn hierher ein Telegramm schicken? Es wußte ja eigentlich niemand, daß er hier war. Ungeduldig öffnete er es. Ein Zittern durchströmte seinen sehnsüchtigen Körper. "Nicky!" Dieses Wort wurde mehr gehaucht als gesagt. "Nicky, mein Schatz." Shane sank in Glückseligkeit auf das Bett. Als er das Telegramm zu Ende gelesen hatte, hörte man einen tiefen Seufzer durch das Zimmer schallen. "Ach Nicky, my Love. Das ist das schönste, was ich in meinem Leben gelesen habe. Ich liebe dich abgöttisch. Du bist der süßeste und zärtlichste Mensch auf der Welt." Shane war in seinem ganzen Leben noch nie so glücklich gewesen. Immer wieder las er, was Nicky in seiner schönen Handschrift auf das Papier gezaubert hatte. Als er merkte, daß die Tränen seines Glücks die Schrift auf dem Papier verwischen ließen, trocknete er seine Tränen noch einmal und las das Telegramm ein letztes Mal, bevor er es in seiner Hemdtasche verstaute. Immer, aber auch wirklich immer wollte er diese Zeilen auf seinem Herzen tragen, zu schön waren sie doch:
Liebster Shane, mein Schatz,
ich weiß wir sind noch nicht lange getrennt, aber ich halte es ohne dich nicht mehr aus.
Da ich weiß, daß du mich genauso liebst wie ich dich, habe ich dir hier ein paar Zeilen verfaßt, die dich immer und überall wo du bist, daran erinnern sollen, daß zu Hause in Sligo jemand auf dich wartet, der dich mehr liebt als sein eigenes Leben.
EIN STERN
Am
Himmel leuchtet ein Stern
er
scheint so nah und ist doch so fern
So
weit weg wie du,
doch
hör mir zu!
Sieh
zum Sternenhimmel hinauf
und
pass ja gut auf
versuch
zu finden den einen Stern
der
dir sagt, ich hab dich gern
der
dir sagt, ich will bei dir sein
denn
ich fühl‘ mich so allein
der
dir sagt, daß du mir fehlst
daß
ich will, daß du mich hältst
Du
hast ihn nicht gefunden, diesen Stern?
Mein
Schatz, das glaube ich dir gern
denn
es gibt am Himmel nicht genug Sterne
auf
der ganzen Sonne zu wenig Wärme
auch
zu wenig Worte gibt es dafür
um
dir zu sagen was ich spür‘
meine
Gefühle in Worte zu hüllen
dazu
müßte man den Himmel mit Sternen füllen
bis
man den Himmel selbst nicht mehr erkennen kann
ja,
mein Schatz, denn erst dann
erst
dann kannst du langsam verstehen
erst
dann die Stärke meiner Liebe sehen
so
hell, wie dann leuchtet der Sterne Schar
mein
lieber Schatz, und das ist wahr
so
hell müßte leuchten der eine Stern
der
dir sagt, ich hab dich gern.
Diesen
Stern gibt‘s auch für mich
ja
genau, ich meine dich
I LOVE YOU SO MUCH
Ich hoffe, dieses Gedicht kann dir auch nur Ansatzweise meine Gefühle für dich übermitteln. Ach, Shay, mein Schatz! Bitte komm bald zurück. Ich kann ohne dich nicht leben.
In ewiger und aufrichtigster Liebe zu dir, mein Engel
Dein Nicky
Nie würde Shane den Inhalt dieses Telegramms vergessen. Nie! Er griff zum Telefonhörer und wählte Nickys Nummer. "Byrne." Nickys Stimme wieder zu hören war einfach eine Wohltat für Shane. "Nicky, mein allerliebster Schatz! Ich habe dein Gedicht bekommen. Ach, wie sehr ich dich doch liebe. Es ist einfach wunderschön. Die Zeilen des Liedes, das du singen wirst werden nicht annähernd so schön sein, auch wenn ich mein bestes gegeben habe, um darin meine Liebe zu dir auszudrücken. Ich liebe dich, ich liebe dich! Oh mein Gott und wie ich dich liebe." Nicky war am anderen Ende der Leitung der Atem vergangen. Endlich konnte er Shanes Stimme wieder hören. Das allein reichte schon aus, um ihn in den siebten Himmel zu versetzen. "Shay, Engel! Ich liebe dich doch auch! Ich warte auf dich. Komm endlich wieder heim. Ich halte es ohne dich nicht mehr aus." "Ja, Nickylein! Ich komme ja morgen. Ich freu mich schon so, dich endlich wieder in die Arme schließen zu können." "Morgen erst? Warum bist du nicht schon da?" Nickys Frage war mehr rhetorisch, er konnte es ja kaum glauben, daß Shane gesagt hatte, er würde schon morgen wieder kommen, war er doch gestern erst geflogen. "Ach Nicky, du bist ja so süß. Ich freu mich auf morgen. Ich liebe dich! Gute Nacht." "Ich liebe dich auch, Engel! Schlaf gut und träum was Schönes von uns." "Keine Frage, mein Schatz. Ich liebe dich! Oiche mhait. Slán agat! Tá mé i ngrá leat, go deo!!!!" Nicky wollte nicht, daß Shane jemals wieder aufhörte, ihm auf gälisch zu sagen, wie sehr er ihn liebte, viel zu süß klangen seine Worte doch in dieser Sprache. Doch Shane hatte aufgelegt. Er konnte es nicht mehr ertragen, Nickys Stimme zu hören ohne ihm dabei in die Augen zu sehen. Glücklich und traurig zugleich schlief er ein und träumte von seiner ersten Nacht mit Nicky.
Nicky stand am Airport. Mark und Bry hatten ihn hergefahren. Er selbst wäre vor Nervosität nicht in der Lage dazu gewesen. Bry und Mark hatten sich Sorgen gemacht, er könne einen Unfall bauen, also hatten sie ihm verboten hinter das Lenkrad zu sitzen. Nun stand er da, so nah an der Gangway wie er nur durfte. Mark und Bry hielten sich im Hintergrund, sie wollten den beiden Liebenden nicht im Weg stehen. Nicky konnte es kaum erwarten. Immer wieder sah er den Gangway entlang und suchte nach Shane. Er war sehr nervös, konnte keine Sekunde ruhig stehen, kaute sogar an seinen Fingernägeln. Wo blieb er denn nur? Keine Minute länger mehr wollte er ohne seinen Shay sein.
Shane saß im Flugzeug, immer wieder schaute er aus dem Fenster und suchte jene grüne Insel, auf der er das gefunden hatte, ohne das er nicht mehr sein konnte: seinen Nicky. Da! Endlich konnte er das Land seiner Träume erkennen. Das einzigartige Grün stach ihm in die Augen. Endlos weite Ebenen in ihrer unnachahmlichen Farbe, graue Klippen, die steil in das dunkelblau gefärbte Meer abfielen, schwarze Strände. Die sanften Strahlen der Abendsonne ließen diese Farben im Wasser widerspiegeln und gaben dieser einzigartigen Landschaft ein unwiderstehliches Flair.
Er konnte es nicht erwarten, seinem Nicky endlich wieder in die Augen zu sehen, seinen Duft zu riechen, seine Lippen auf den seinen zu spüren, mit seiner Hand über sein wunderschönes Gesicht zu streicheln, ihn zu schmecken und ihn zu spüren.
Endlich sah er den Airport. Am liebsten wäre er aufgesprungen und zum Ausstieg gerannt, doch er mußte ja angeschnallt auf seinem Sitz bleiben. Und doch war er der erste, der die Gangway zu seinem Glück entlang lief, als das Flugzeug endlich gelandet war. Er rannte richtig. Da vorne konnte er seinen Nicky schon erkennen. Natürlich stand dieser ganz vorne bei den Wartenden. Sein Herzschlag ging schneller, er spürte ihn in seinem Hals und sogar in seinem Kopf. "Nicky,... oh mein Nicky."
Nicky sah ihn in der Gangway. Sein Herz machte einen Sprung. "Shay!" Wie oft hatte er in den letzten zwei Nächten diesen Namen in das dunkle Zimmer geschrien und war dabei aus seinen Träumen aufgeschreckt. Eine Nacht ohne seinen Shay, nein das war keine ruhige Nacht, keine sanfte und schöne Nacht, es war einfach eine Miss-you-Nacht. Shane kam immer näher. Nicky sprang über die Umzäunung und rannte auf ihn zu. Niemand hätte ihn aufhalten können. Als Shane seinen Nicky auf ihn zurennen sah, schmiß er das Gepäck auf den Boden und empfing Nicky, der sich in seine Arme warf. "Shane, oh mein Shane." Ihre Lippen fanden sich und versanken in ihrem wohlbekannten Spiel von Leidenschaft und endlich wieder gestillter Sehnsucht. Immer wieder ließen sie voneinander ab und sahen sich in die Augen. Doch schon bald danach wollten sie wieder ihre Lippen auf denen des anderen spüren. Es schien unendlich lange so weiterzugehen.
Mark und Bry standen im Hintergrund und sahen den beiden lächelnd zu. Mark legte seinen Arm um Brys Schultern. "Wie süß!" "Ja Mark, ich freue mich auch unendlich für die beiden, sie haben ihr Glück verdient."
Selbstverständlich saßen Nicky und Shane auf der Heimfahrt in Marks Wagen auf der Rückbank. Mark und Bry sahen sich immerzu an. Sie freuten sich ja so für ihre besten Freunde, die Arm in Arm hinten saßen und sich Zärtlichkeiten ins Ohr flüsterten. Shane hatte sie gar nicht richtig begrüßt, viel zu beschäftigt war er mit seinem Schatz gewesen. Doch keiner der beiden war ihm deswegen böse. "Sag mal, Shay," mußte Bry nun doch das Liebesspiel der beiden unterbrechen. "Hmmm?" Shane wollte seine Lippen nicht von Nickys nehmen. "Fehlt dir denn Kian überhaupt nicht?" "Kian? Ach ja, wo ist er eigentlich?" "Naja, er konnte nicht mit, hat zu Hause was besseres zu tun." "Aha. Was denn?" Nicky wurde neugierig. "Er hat eine neue Freundin." "Wirklich? Oh, das freut mich aber für ihn. Endlich! Meinst du, daß es diesmal länger hält?" "Ich denke schon," mischte sich Mark nun auch in die Unterhaltung ein, "er liebt sie wirklich sehr." "Schön! Dann sind ja im Moment alle glückl..." Shane hatte es noch nicht ganz ausgesprochen, da bereute er es schon wieder. "Sorry, Mark!" "Nein, ist schon okay, ich werde sie schon auch noch finden, die Frau meiner Träume." "Ganz bestimmt." Nicky war zuversichtlich. Ein so netter Kerl wie Mark würde die Frau fürs Leben auch noch finden. Er hatte ja noch Zeit, immerhin war er der jüngste.
Kaum hatten Mark und Bry die beiden bei Shane zu Hause abgeladen, machte sich Shane über Nicky her. Er hatte sich in den beiden vergangenen Tagen nichts mehr gewünscht, als endlich mit Nicky den letzen Schritt zu machen. Er streichelte ihm während eines besonders zärtlichen Kusses langsam über dem Hemd den Rücken entlang. Immer weiter hinunter fanden seine Hände den Weg zu Nickys Hintern. Sanft streichelte er darüber. Wie sexy er doch war. Nicky stöhnte auf. "Oh, Shay. Ich hab dich so vermißt." Shanes Hände fuhren ihm unter das Hemd und suchten seine Brustwarzen. Zärtlich streichelte er sie, fuhr mit seinem Zeigefinger darüber und zog kleine Kreise um sie. Nickys Atem wurde tiefer und schneller, aber auch Shane konnte sich vor Leidenschaft kaum noch zurückhalten. Er zog die Hände wieder unter Nickys Hemd hervor und machte sich an den Knöpfen zu schaffen. Einen nach dem anderen knöpfte er auf, seinen Blick ständig auf Nickys Augen gerichtet, der sie geschlossen hatte um Shanes Zärtlichkeiten noch intensiver spüren zu können. Zärtlich streifte er ihm das Hemd ab, als er endlich alle Knöpfe geöffnet hatte. Nun stand er da, mit nacktem Oberkörper. Shane konnte nicht mehr klar denken, viel zu sexy war er. Er war einen Schritt zurück gegangen um Nicky genauer betrachten zu können. Jetzt ging er wieder auf ihn zu und legte seine Arme um ihn. Langsam strich er mit seinen Händen unter seinen Armen entlang bis zu seiner Hüfte, Nickys Augen waren noch immer geschlossen, er genoß es, Shanes Hände auf seiner nackten Haut zu spüren. Shane suchte Nickys Reißverschluß und fand ihn auch. Zuerst war der Knopf fällig, dann öffnete er den Reißverschluß Glied für Glied. Langsam kamen Nickys weiße Boxershorts zum Vorschein. Nun streifte Shane Nicky die Hose ab. Also stand er nun nur in Boxershorts vor ihm. Zwar hatte Shane ihn schon oft so gesehen, sie hatten sich ja immer ein Hotelzimmer geteilt, wenn sie auf Tour waren, doch so erotisch und sexy wie in diesem Moment hatte Shane seinen Nicky noch nie gesehen. Zumindest kam ihm das so vor. Er ließ seinen Blick über Nickys gesamten Körper gleiten. Nicky konnte seinen Blick auf jedem Zentimeter seiner nackten Haut spüren. Shanes Blick blieb an Nickys Boxer hängen. "Wow," dachte er sich, als er die Erhebung sah. Er legte seine Arme wieder um Nicky und versank in einem erneuten Kuß. Langsam suchten sich seine Hände den Weg zu Nickys Boxershorts. Als sie sie gefunden hatten, ließ er sie unter dem weißen Stoff verschwinden. Nicky stöhnte auf. "Oh, Shay." hauchte er. Shane nahm Nickys bestes Stück in die Hand. "Shay, jaaaah!" Noch nie hatte er, seinen mal ausgenommen, einen Penis in der Hand gehabt. Er empfand aber keineswegs Ekel oder Angst bei dem Gedanken, daß er jetzt Nickys in der Hand hielt. Im Gegenteil, es machte ihn an. Sachte bewegte er seine Hand nun auf und ab. Nicky konnte sich nicht mehr halten. "Shay, oh mein Gott" Sein Atem wurde schneller und ging dann in ein lautes Stöhnen über. Er konnte nicht mehr und fiel über Shane her. Er zog ihm das Hemd aus, öffnete seine Hose. Nun standen sie beide in Boxershorts voreinander. Nicky wollte nun seinerseits seinen Shane verwöhnen, doch der blockte plötzlich ab. "Nein, Nicky." "Was? Warum? Wieso nicht, Shay? Es ist doch sooooooo schön." "Ach, Nicky! Es tut mir leid, ich hätte es heute noch nicht so weit kommen lassen dürfen. Ich hab ja was ganz besonderes vor mit dir." Shanes Dackelblick und seinem Schmollmund konnte Nicky einfach nicht widerstehen. "Schon gut, Shay. Ist okay. Ich kann warten. Auf dich würde ich bis in alle Ewigkeit warten. Außerdem hast du recht, das geht alles ein bißchen schnell. Auch wenn ich dich über alles liebe." "Ich dich auch! Und wie! Ach Nix, ich bin so froh, daß du mir jetzt nicht böse bist." "Ich dir böse sein? Aber nicht doch!" Nicky nahm Shane in die Arme. Sanft berührten seine Lippen Shanes. Dann fuhr er mit seiner Zunge die Konturen Shanes Lippen nach. In Shane brannte die Glut von Tausend Vulkanen. Wie sehr er Nicky doch liebte. Wieder verschwand Nickys Zunge in Shanes Mund und versank in einem nicht enden wollenden Tanz der Liebe mit der von Shane.
Da beide doch langsam müde wurden, legten sie sich in Shanes Bett. Nicky lag auf der linken Seite und drehte sich zu Shane, der auf der rechten lag und ihm seinerseits das Gesicht zugewandt hatte. Shane erhob sich leicht und legte seinen Kopf auf Nickys nackte Brust. Der legte seinen Arm um ihn und drückte ihn ganz fest an sich. Als er Shanes Zunge an seiner Brustwarze fühlte, schloß er die Augen. "Ja, Shay. Das darfst du!" dachte er sich. "Das geht nicht zu weit, hör ja nicht auf damit," genoß er Shanes Liebkosung. Shanes Zunge zog kleine Kreis um Nickys Brustwarze, immer wieder hauchte er einen Kuß darauf. Dann nahm er sie zwischen seine Lippen und saugte zärtlich daran. Ganz sanft und vorsichtig knabberte er an ihr. In Nickys Boxer regte sich schon wieder etwas. "Ach, Shay, ich dachte du seist müde." "Ja, das bin ich auch." "Davon merke ich aber nichts." Shane sah Nicky verträumt in die Augen. "Sorry, ich konnte nicht anders. Ich kann dir einfach nicht widerstehen." Glücklich küßte Nicky ihn. "Gute Nacht, Shay. Wir sollten jetzt wirklich schlafen." "Ich liebe dich!"
Sanft entschlummerten sie Arm in Arm in eine Traumwelt, die nur die beiden kannten.
Als Nicky am Morgen aufwachte, steig ihm ein herrlicher Duft von frischem Kaffee und warmen Brötchen in die Nase. Kaum hatte er den Duft richtig wahrgenommen, stand auch schon Shane mit einem Tablett in der Türe und kam auf das Bett zu. "Hier, das ist für dich! Laß es dir schmecken," sagte er als der das Tablett auf das Bett stellte. "Ich muß los." Hatte er richtig gehört? Wieso sagte Shane das? "Wieso? Wo mußt du denn hin?" "Wenn ich dir das verraten würde, wäre es keine Überraschung mehr für dich." Nicky horchte auf. Eine Überraschung für ihn? Shane war doch so ein Schatz! "Was für eine Überraschung?" "Nein, nein! Ich werd’s dir nicht sagen. Also ich muß jetzt aber wirklich los, sonst schaff ich das alles nicht." "Kannst du mich nicht wenigstens noch ein bißchen füttern, Shay?" Diesem Blick konnte Shane einfach nicht widerstehen. Er setzt sich aufs Bett und griff nach dem Brötchen, das er schon mit Erdbeermarmelade bestrichen hatte. Er führte es ganz langsam zu Nickys Mund und ließ es darin eintauchen. Doch Nicky hatte andere Pläne. Zärtlich aber doch flink schnappte er mit seiner Zunge und seinen Zähnen nach Shanes Finger und nahm ihm dann das Brötchen aus der Hand. Shanes Finger steckte immer noch in seinem Mund. Es durchströmte ihn jenes Gefühl, das meistens in späterer Folge in Stöhnen endete. Sanft saugte Nicky an Shanes Finger und ließ seine Zunge mit ihm spielen wie sie es schon so oft mit Shanes Zunge gemacht hatte. Dann bewegte er seinen Kopf vor und zurück, Shanes Finger immer zwischen seine Lippen geschlossen. Er konnte Shanes Atem hören, der so schnell ging wie noch nie. "Nihicky,... ooooooooh, laß das! Aaaaaahhhh, ...... ich muß doch.... mhhhhm ... ich muß doch gehen." "Bekomm ich wenigstens noch einen Abschiedskuß?" fragte Nicky und ließ Shanes Finger wieder frei. Anstatt ihm zu antworten, drückte Shane seine Lippen fest auf Nickys und wieder fanden sich ihre Zungen. "Okay, ich muß jetzt aber wirklich," sagte Shane nachdem er sich sanft aus dem Kuß gelöst hatte. "Ooooch, nein." "Doch, Nicky! Du wirst es nicht bereuen, mich gehen gelassen zu haben. Ich versprech’s dir." Er warf ihm noch einmal eine Kußhand zu und war schon durch die Türe verschwunden. Nicky setzte sich jetzt erst einmal richtig auf und genoß das Frühstück. Immer wieder gingen seine Gedanken auf Suche nach Shane. Was er wohl grade macht? Was für eine Überraschung? Wie süß er doch ist! Ach, wie sehr er ihn doch liebt!
"Oooch, Mensch. Was soll das denn um diese Zeit?" Mark wurde von einem stürmischen Klopfen an seiner Türe geweckt. Schnell, naja so schnell wie es einem verkaterten jungen Burschen eben möglich ist, zog er sich etwas an und ging schnell ins Bad um sich das Gesicht zu waschen und die Zähne zu putzen. Das mußte doch sein! "Mensch, Markey! Wo bleibst du denn so lange?" Shane war so voller Tatendrang, daß er es nicht aushalten konnte, noch weitere 5 Minuten vor der Türe zu stehen. "Komm ja schon!" "Schon ist gut! Ich warte hier schon eine Ewigkeit." Endlich öffnete ein verschlafener Mark die Türe und ließ Shane in seine Wohnung. "Gott, Mark! Wie sieht es denn hier aus?" Shane sah sich im Wohnzimmer um. Überall lagen Flaschen, Pizzakartons und Zigarettenkippen herum. "Sind Kerry und die Mädchen wieder mal aufs Land gefahren und Bry war langweilig?" Shane kannte doch seinen Freund Bryan. "Schon, ja. Mitten in der Nacht stand er auf einmal vor der Türe, mit Pizza und Guinness. Und da ich auch grade nichts Besseres zu tun hatte, dachte ich mir, okay! Machen wir es uns doch zur Abwechslung wieder mal zu Hause gemütlich. Es war auf alle Fälle ganz witzig." "Freut mich." "Uuuuund? Wie wars bei euch so?" fragte Mark mit einem frechen Grinsen. "Auch toll!" antwortete Shane und mußte lachen als er Marks große, neugierig fragenden Augen sah. "Aber Details interessieren dich ja eh nicht, oder?" "Hmmmmm,..... naja, eigentlich schon," grinste Mark. "Pech gehabt, alter Freund, das ist Privatsache." Shane gab ihm einen Knuff in die Seite. Mark schrie auf und rief mit gespielt schmerzverzerrtem Gesicht "Aua, Shany! Bist du immer so wild und grob? Stehst wohl auf die harte Tour, ja? Da muß ich dein Nickylein aber mal vorwarnen." Mark konnte sich vor lachen nicht mehr halten, und auch Shane mußte lauthals loslachen. "Du bist mir so ein Freund, Mark."
"Was habt ihr denn so gemacht, Bry und du?" "Naja, ein paar Guinness getrunken, eine Pizza gegessen und uns ein bißchen über euch unterhalten." "Aha, über uns?" "Ja, über euch." "Und was habt ihr da so geredet?" "Naja, daß es uns freut, daß ihr euch endlich gefunden habt. Und wir finden, daß ihr ein süßes Paar seid. Nein, wirklich! Ihr paßt einfach perfekt zusammen." "Seid ihr eigentlich gar nicht geschockt? Ich meine immerhin sind wir beide Männer." "Schon, aber was macht das denn? Ich habe da nichts dagegen. Und Bry auch nicht." Shane umarmte Mark und sagte freudetrunken: "Ihr seid die besten Freunde, die man sich wünschen kann. Es wäre nicht einfach für uns geworden, ohne eure Zustimmung." "Schon gut, Shay, ich hab dich ja auch lieb." Mark löste sich wieder aus Shanes Umarmung. "Sag mal, Shay, was willst du denn eigentlich in aller Herrgottsfrühe bei oder von mir?" "Oh, sorry, das hab ich ja vor lauter Neugierde glatt vergessen. Ich wollte dich fragen, ob du mir hilfst, etwas ganz besonderes für Nicky vorzubereiten." "Aber sicher doch, ich liebe Überraschungen. Um was geht’s denn?" Shane erzähle es ihm. "Au, ja! Toll, das wird ihm gefallen. Und wie. Ich freu mich schon auf sein Gesicht und auf deines auch." "Wieso auf meins, Mark?" "Ich stell mir eben grad dein glückliches Gesicht vor, wenn du Nickys Freudentränen beobachtest." "Ach Mark, sicher hast du recht, mir werden dann auch die Tränen kommen." "Mir doch auch, Shay. Und Bry, den alten Romantiker, wird es auch zu Tränen rühren." "Du denkst also, daß Bry uns helfen wird?" "Na sicher, ich bin überzeugt davon." Voller Tatendrang schlug Shane vor: "Na los, fahren wir gleich zu ihm!" "Zu wem?" hörte Shane hinter sich eine rauhe Stimme fragen. Er drehte sich um und sah in zwei kleine verschlafene, von schwarzen Ringen umgebene Äuglein. "Bry? Du bist noch hier?" "Naja, ich dachte er wäre besser gleich hier bei Markey zu schlafen. Ich hatte ziemlich viel intus, da wollte ich nicht mehr fahren." "Braver Bry!" Shane klopfte ihm lachend auf die Schulter. "Aber jetzt geh dich erst mal anziehen und waschen!" Bry sah an sich herunter und stellte fest, daß er in Boxershorts da stand. "Uuuuups." Schnell verschwand er wieder in Marks Gästezimmer und stand nach 10 Minuten angezogen und frisch gewaschen wieder vor den beiden.
"Also zu wem soll‘s denn nun gehen?" "Naja, da du ja hier bist, können wir uns den Weg zu dir sparen, also geht’s gleich auf zu Kian." "Stop! Halt! Moment mal!" Bryan war noch immer nicht ganz wach, konnte aber schon verstehen, daß hier was im Gange war, in das man ihn noch nicht eingeweiht hatte. "Was ist denn überhaupt los? Warum suchst du uns Jungs alle zusammen, Shay?" "Er hat eine super süße Überraschung für Nicky," erzählte Mark ihm euphorisch. "Ach ja? Was denn genau? Und wieso brauchst du uns dazu? Kann mir das mal bitte einer erklären? Was soll ich denn da? Und wo überhaupt?" "Mensch Bry! Doch nicht alles auf einmal. Also, folgendes: Shane hat sich gedacht, ......" Während Mark Bryan einweihte, fuhr Shane den Wagen vor. "Einsteigen bitte! Wir dürfen keine Minute verlieren!" "Du hast es aber eilig, Shay." "Es liegt viel Arbeit vor uns!" "UNS? Dir!" "Naja, ich weiß, aber ich darf doch schon ein bißchen auf eure Unterstützung zählen, oder Jungs?" "Na klar doch. Aber wie willst du das machen, ohne, daß Nicky was davon mitbekommt?" Mark konnte sich nicht vorstellen, daß das funktionieren würde. "Mal sehen, mir wird schon was einfallen." Inzwischen hatten sie Kians Wohnung erreicht.
Nachdem sie auch Kian geweckt hatten, wobei sich für Shane die Prozedur von Mark vorhin wiederholte, weihten sie auch ihn ein. "Shay, das ist einfach genial. Mensch, warum hab ich nicht so einen romantischen Freund? Ääääh, sorry, ich meinte Freundin. Ihr bringt mich noch ganz durcheinander." Alle mußten lachen. "Ooooh, Ki. Das tut mir leid." Shane konnte sich vor lachen nicht mehr halten. "Also, Jungs! Auf geht’s!" "Okay, Shay, laß uns fahren!" Zu viert machten sie sich auf dahin, wohin sie in den nächsten Tagen wohl noch öfter fahren würden.
Nicky saß allein in Shanes Wohnung. Er langweilte sich und vermißte seinen Shane. Was er wohl gerade macht? Wo er wohl ist? Er schloß seine Augen und sah ihn vor sich. Seine kurzen dunklen Haare, seine hohe Stirn mit den vielen süßen Fältchen drauf, seine schönen braun-grünen Augen, die wenn er lachte, immer so lieb von Falten umrahmt wurden, seine süße Nase. Ach, dieses Stupsnäschen. Wie sehr er es doch liebte. Seinen Mund mit den schmalen Lippen, die doch so gut küssen konnten, seinen süßen Körper, den festen Hintern. Nicky war so glücklich. Er liebe Shane mit jeder Faser seines Körpers und ganzer Kraft seines Herzens. Und genau deshalb vermißte er ihn in jetzt.
"Boah, das war vielleicht harte Arbeit. Shane, du kannst uns aber echt dankbar sein, daß wir das alles für dich und Nicky mitmachen." Kian war ziemlich fertig. "Und das willst du jetzt wirklich jeden Tag eine ganze Woche lang machen?" "Naja, so lange bis es perfekt ist. Aber so gut wie das heute geklappt hat, denk ich, daß wir das bald fertig haben werden. Danke, Jungs!" "Schon gut, Shay! Hey, Leute! Wollen wir noch auf einen Drink?" schlug Bryan, der alte Partytiger vor. Alle außer Shane waren sofort einverstanden. "Nein, Jungs, seid mir bitte nicht böse, aber Nicky mußte den ganzen Tag auf mich warten. Ich hab was gut zu machen." Bryan zuckte mit den Augenbrauen. "Aha,..." "Bry! Denk doch nicht immer so verdorben." Shay war gespielt entrüstet. "Bry ist aber doch verdorben," warf Mark ein. "Schon, ja! Woher weißt du das denn, Markeylein?" Bry sah ihm tief in die Augen. Mark hielt dem Blick stand. "Von heute nacht, mein liebstes Bry-Schätzchen. Kannst du dich etwa nicht mehr daran erinnern?" Bryan und Mark lachten lauthals los. "Doch, Baby! Wie könnte ich unsere Nacht vergessen! Du warst einfach göttlich, Markey-Baby!" Immer noch kugelten sich die beiden vor lachen. Kian sah sie entsetzt an. Shane legte den Arm um Kians Schulter. "Nicht doch, Ki. Das ist alles nur Spaß!" "Bist du dir da sicher, Shane? Ich meine, du und Nicky, ihr wart ja auch nie schwul und jetzt,..." Aber nachdem Mark und Bryan ihm mehrmals und eindringlich versichert hatten, daß sie nur gute Freunde waren und sich gerade einen Spaß erlaubt hatten, war er schließlich wieder beruhigt.
Shane setzte seine Kumpels also vor ihrem Lieblingspub ab und fuhr dann auf dem schnellsten Weg zurück zu Nicky. Es war schon spät, er war den ganzen Tag weg gewesen. Hoffentlich war Nicky nicht böse und würde es ihm verzeihen, daß er ihn heute so vernachlässigt hatte. Nicky, sein Nicky. Seine Gedanken schweiften ab in die Vergangenheit. Es war an dem Tag gewesen, an dem Louis das Casting veranstaltet hatte. Sie hatten sich viele Jungs angehört und angesehen, aber keiner wollte so recht in die Band passen. Immer wieder hatte Louis entschuldigend zu Mark, Ki und Shane geblickt, weil er die richtigen zwei immer noch nicht gefunden hatte. Doch dann war Bry gekommen. Er hatte Chris De Burgh’s "Lady in Red" gesungen. Shane und die anderen waren hin und weg von seiner Stimme gewesen. Und schlecht sah er ja auch nicht aus. Innerhalb einer Minute war beschlossen gewesen, daß dieser Brian McFadden dazugehören sollte. Jetzt war nur mehr einen Bewerber zur Auswahl gestanden. Als Nicky Byrne sich vorgestellt hatte, hatte Shanes Herz einen Sprung gemacht. Und als er dann auch noch begonnen hatte, "Leaving on a jetplane" mit seiner einzigartigen, süßen Stimme zu singen, war es um Shane geschehen gewesen. Er wollte diesen Nicky in seiner Band haben, um jeden Preis. Und Gott sei Dank hatten ihn die anderen auch haben wollen. Jetzt war nur noch die Frage gewesen, ob Brian und Nicky sich vertragen würden. Und dann? Dann hatte sich herausgestellt, daß sich die beiden schon kannten. Dieser Brian hatte Nicky dazu überredet, bei dem Casting mitzumachen. Als Shane das erfahren hatte, wäre er ihm am liebsten um den Hals gesprungen. Es hatte sich alles so entwickelt, wie Shane es sich gewünscht hatte. Er hatte sich mit Nicky von Anfang an super verstanden und sie vertrauten sich blind. Sie wurden unzertrennlich. Doch daß sie sich eines Tages ineinander verlieben würden, damit hatte Shane nicht gerechnet. Eines Tages? Naja, wenn er sich alles noch einmal durch den Kopf gehen ließ und über das, was er gerade gedacht hatte, noch einmal nachdachte, dann wurde ihm klar, daß es Liebe auf den ersten Blick gewesen war. Ja, das war es wirklich!
Endlich kam er bei seiner Wohnung an. Als er voller Vorfreude auf Nickys Nähe und Zärtlichkeit die Tür geöffnet hatte, blieb er verwundert stehen. Alles war stockdunkel. War Nicky etwa schon ins Bett gegangen? Shane lief die Treppen zum Schlafzimmer hinauf. Doch das Bett war leer. Shane wurde von Angst und Verzweiflung gepackt. Nicky? Nicky, wo bist du? Er rannte im Schlafzimmer umher, konnte aber nichts finden, was auf Nicky hindeutete. "Oh, mein Gott! Ich hab ihn zu sehr vernachlässigt, nun ist er sauer und hat mich verlassen." Shane war einem Nervenzusammenbruch nahe. Da! Was war das? Shane hörte eine wohl bekannte Melodie erklingen. Schnell lief er wieder die Treppen hinunter ins Wohnzimmer, wo er diesen schönen Klang vermutete. Doch mitten in der Türe blieb er stehen. Nicky stand neben dem Tisch, der wunderschön gedeckt war. Drei große Kerzen waren das einzige Licht im Zimmer. Und nicht nur Shanes Auge wurde in diesem Raum angesprochen. Nein! Alle seine Sinne wurden auf einmal verwöhnt, Shane konnte es gar nicht glauben. Er konnte den herrlichen Duft von Nickys einzigartiger Kochkunst riechen, dieses romantische Arrangement sehen und sein Lieblingslied hören. "...back for good, back for good, I just want you back for good,.." klang es ihm ins Ohr. Nun gab es nur noch zwei Sinne, die nicht befriedigt waren. Er konnte noch nichts spüren und nichts schmecken, doch das änderte sich schlagartig, als er Nickys Lippen auf seine zukommen sah. Er fühle sie und konnte Nicky endlich wieder schmecken. Wie sehr er ihn heute den ganzen Tag über doch vermißt hatte. "Endlich, Shay: Endlich bist du wieder da."
Nach einem nicht enden wollenden Kuß setze sich Shane an den Tisch. Nicky verwöhnte ihn, tischte einen wunderbaren Gang nach dem anderen auf. "Er muß den ganzen Nachmittag gekocht haben," dachte sich Shane. "Nicky?" "Ja?" "Hab ich dir heute eigentlich schon mal gesagt, wie sehr ich dich liebe?" "Hmmmmm,... naja, ich denke schon. Aber ich kann es nicht oft genug hören." Nicky sah ihn wieder mit seinem unverwechselbaren und einzigartigem Blick an, dem er nicht widerstehen konnte. "Okay, dann sage ich es dir eben noch einmal. Ich liebe dich, Nicholas Bernard James Adam Byrne. Ich liebe dich mehr als mein eigenes Leben." "Und ich liebe dich, Shane Steven Filan. Und zwar so sehr, daß ich es nicht in Worte fassen kann." Und wieder fanden sich ihre Lippen, und der Kuß wollte nicht enden.
"Sagt mal, was meint ihr?" Bryan war neugierig auf die Meinung der anderen. Sie hatten es sich in ihrem Pub gemütlich gemacht und relaxten bei ein paar Guinness. "Was denn, Bry?" "Naja, ob sie,.... Ob sie,... Naja,... Ach, ihr wißt schon,..." "Ob sie miteinander schlafen?" fragte Mark. Kian sah ihn entsetzt an. "Genau das!" Bryan war froh, es nicht aussprechen zu müssen. "Kian, wieso schaust du so schockiert?" "Naja, ich kann mir das halt einfach nicht vorstellen." Er versank in Gedanken. "Nein! Ich kann es einfach nicht," sagte er schließlich wieder. "Warum habt ihr euch so schnell damit abgefunden? Für mich kam das sehr plötzlich." "Macht es dir was aus? Ich meine, stört es dich?" Mark konnte seinen Freund nicht verstehen. "Nein, ich denke nicht. Es ist nur,... Naja, es kam so überraschend. Obwohl, ... Wenn ich mal genauer nachdenke und mir die letzen Jahre mal so anschaue, dann ist das ja gar nicht so überraschend. Es war schon ziemlich offensichtlich, was?" "Ja, Ki!" Bry hatte es doch schon immer gewußt. "Mach dir nichts draus," versuchte Mark Kian zu trösten, "ich hab es auch erst erfahren. Naja, früher als du zwar, aber auch ich hab das nicht geahnt." Alle drei ließen die letzen Jahre in Gedanken Revue passieren und kamen schließlich alle zu dem selben Schluß. Ja, es war Liebe auf den ersten Blick gewesen.
Shane hatte inzwischen alles, was Nicky ihm vorsetzte aufgegessen. Jetzt kam noch das Dessert. Nicky stellte ihm den Teller hin. Shane ließ seine Finger über Nickys Hand gleiten und sah ihm dabei tief in die Augen. "Nicky,..." hauchte er. Nickys Blick bewegte sich keinen Millimeter. "Ja, Shay?" "Ich würde gern auf das Dessert verzichten und von etwas anderem, viel süßeren naschen." Dieses Angebot konnte Nicky unmöglich abschlagen. Er nahm Shane bei der Hand und führte ihn hinauf ins Schlafzimmer. Dort setzte er sich aufs Bett und sah seinem Shane wieder tief in die Augen. "Willst du mich heute, Shane?" "Ich will dich, mein Schatz, aber nicht ganz. Ich möchte, daß unser erstes Mal so schön wird, wie es noch nie für irgend jemanden auf der ganzen Welt war. Ich möchte mit dem schönsten Mann, am schönsten Ort, zum schönsten Zeitpunkt das schönste erleben, das ich jemals erleben werde. Und das werde ich auch, dafür sorge ich. Bitte sei mir nicht böse, Nicky. Denn wir haben alle Zeit der Welt." "Ich bin dir nicht böse, Shay. Ganz im Gegenteil. Ich werde jede Minute mit dir genießen, egal wie diese Minute aussieht. Alles was ich will, ist deine Nähe zu spüren, dich riechen zu können, deine Liebe zu fühlen." Shane setzte sich zu ihm aufs Bett, legte sich auf den Rücken und zog Nicky auf sich. Nach einem langen und wunderschönen Liebesspiel schliefen beide erschöpft und glücklich Arm in Arm ein.
Die nächsten sechs Tage verliefen alle ähnlich dem, der gerade vorüber war. Zwar kochte Nicky nicht jeden Tag ein so tolles Menü, und die Jungs gingen nicht jeden Abend nach den gemeinsamen Vorbereitungen für Nickys Überraschung ins Pub, doch mußte Nicky die ganzen Tage allein verbringen. Shane und die Jungs waren ja so beschäftigt. Nicky konnte es vor Neugierde und freudiger Erwartung kaum mehr aushalten, doch fragte er nie einen der Jungs nach der Überraschung. Es wäre ja seine gewesen, die er damit verdorben hätte. Also wartete er ungeduldig darauf, daß der Tag nun endlich kommen würde.
"Jungs! Ich glaube das war’s!" Shane strahlte über das ganze Gesicht. "Es ist perfekt. So lassen wir es!" "Na endlich!" stöhnten Mark, Bryan und Kian wie aus einem Mund. "Das gibt’s ja nicht, daß du endlich mal zufrieden bist, Shay." "Für meinen Nicky muß eben alles perfekt sein." "Das wird es auch, Shay. Ganz sicher. Wir wissen, daß er vor Freude und Glück weinen wird und wir wahrscheinlich gleich mit. Das wird soooooo schön." Mark kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. "Das hoffe ich doch auch! Immerhin haben wir uns so viel Mühe gegeben. Es muß ihm einfach gefallen. Also, Jungs! Morgen abend machen wir’s. Den morgigen Abend wird Nicky hoffentlich nie vergessen." "Ich denke, daß wir alle den morgigen Abend nie vergessen werden, Shay."
Irgendwie war Shane heute anders als sonst, dachte sich Nicky am nächsten Tag. Ständig rannte Shane umher und war total nervös. "Was ist denn los, Shay?" "Ach, nichts!" wich Shane der Frage aus, "Du wirst es schon bald selber sehen, Nicky. Was los ist." "Dann bekomm ich also heute meine Überraschung?" Nicky freute sich jetzt schon wie ein kleines Kind. "Schon möglich," grinste Shane. "Aber du mußt mir versprechen, daß du genau das tust, was ich dir sage, okay? Sonst wird das alles nicht so, wie ich es geplant habe." "Okay, Shay. Ich verspreche es dir." Nicky konnte es nicht mehr erwarten. Doch Shane ging noch einmal ohne ihn weg. Er müsse noch einiges Vorbereiten, hatte er gesagt.
"So! Jetzt ist alles an seinem Platz. Ihr wartet hier und ich geh Nicky holen, okay?" "Na mach schon endlich, Shay! Wir können es ja schon selbst nicht mehr erwarten, wie er reagieren wird." Mark war nervöser als Shane. Der setzte sich ins Auto und fuhr zu Nicky, den er zu sich ins Auto steigen ließ und ihm dann eine Augenbinde umband. "Wohin geht’s, Shay?" "Nicky, was glaubst du, warum ich dir die Augen verbinde?" fragte Shane neckisch. "Versuchen darf ich es doch noch oder?" Nicky hatte zwar schon gewußt, daß es keinen Sinn hatte, Shay zu fragen wohin er mit ihm fahren würde, doch hatte er die Stille im Wagen nicht mehr ertragen. Er spürte Shanes Nervosität und wurde dadurch auch selbst immer aufgeregter und neugieriger. Was hatte sich Shane denn nur für ihn ausgedacht? Er hatte so lange für die Vorbereitungen gebraucht. Was alles dahinter stand, konnte Nicky wahrscheinlich gar nicht erahnen. Er fühlte ein Kribbeln im Bauch und es wurde ihm schlecht vor Aufregung.
Shane saß nur hinter dem Steuer und war froh, daß Nicky so in Gedanken versunken war, denn auch er wollte nicht reden. Stück für Stück ließ er sich alles noch einmal durch den Kopf gehen. Hatte er auch alles, was er brauchte? Hatte er auch wirklich nichts vergessen? Würde er noch wissen, was zu tun war, wenn er Nickys neugierigem Blick entgegentreten mußte? Endlich! Endlich waren sie angekommen.
Nicky spürte, wie Shane den Wagen anhielt und den Motor ausschaltete. "Darf ich jetzt schauen, Shay?" "Nein, Nicky! Noch nicht." Shane stieg aus und half seinem "blinden" Nicky aus dem Auto. Er führte ihn. Nicky konnte fühlen, daß er auf sehr weichem Untergrund ging und glaubte das Meer rauschen zu hören. Ging er etwa auf Sand? Führte ihn sein Shane zum Strand? Ja! Das Rauschen wurde deutlicher, er war sich nun sicher, daß sie am Strand waren. Doch was ihn da erwarten würde, davon hatte er keine Ahnung.
Endlich blieb Shane stehen. Er drehte Nicky in eine andere Richtung. Nicky konnte den Atem der See nun in seinem Gesicht spüren, sanft umspielte es der Wind. "Nicky, ich werde dir jetzt die Augenbinde abnehmen. Aber du mußt mir versprechen, dich nicht umzudrehen, bis ich es sage." "Okay, Shane." hauchte Nicky mit vor Aufregung zitternder Stimme. Shane nahm ihm die Augenbinde ab. Nicky konnte fühlen, wie sehr Shanes Hände zitterten. Er machte Augen auf und konnte nun sehen, daß er wirklich am Strand stand, er konnte geradewegs aufs offene Meer hinaus sehen, in dem die Sonne in einem unwahrscheinlich schönen orange, violetten Kleid versank.
Plötzlich hörte er eine Gitarre hinter sich und er horchte auf. "Ja, mein liebster Schatz, du kannst dich jetzt umdrehen," durchfuhr ihn Shanes samtige Stimme wie ein Blitz. Langsam drehte er sich um. Was er sah, konnte er nicht glauben. Shane stand inmitten einem Kreis aus brennenden Fackeln, links und rechts von ihm befanden sich Kian und Bryan. Kian saß auf einem Stuhl und spiele eine wunderbare Melodie auf seiner Gitarre, und Bryan saß hinter einem weißen Flügel und begleitete seinen Freund mit sanften Klaviertönen. Mark stand im Hintergrund und summte jene Melodie mit, die Nicky in seinem Leben nie wieder vergessen würde, viel zu schön war sie. Nicky wurde von einer Welle aus Gefühlen und Glück gepackt. Schon allein das Bild, daß sich ihm bot, rührte ihn zu Tränen. Als nun Shane mit seiner engelsgleichen Stimme zu singen begann, rannen Nicky die Tränen des Glücks und der Liebe zu Shane in breiten Strömen über das Gesicht.
Die Melodie des Liedes schuf für Shanes Stimme ein unwiderstehliches und unvergleichliches Ambiente, zu dem das flackernde Licht der Fackeln ihr übriges tat. Nie wieder würde Nicky diesen Anblick, diese Melodie und diesen Text vergessen, den Shane mit Tränen in den Augen ganz allein für seinen Nicky sang.
All of my life
I’ve been looking for that one
to make it complete
to be the reason I live for.
All of my nights
I’ve been dreaming of that love
to make me feel
like I never felt before.
After all I went through
Baby, I know it’s true
your love was missing
your touch and your kissing.
Your love is all I’ll ever need
to make my life complete.
Now I’ve found you
I will never let you go
I will always enjoy
to hold you close in my arms.
The feeling’s so great
to know your love lasts forever.
To feel your lips on mine
is more than I ever dared to hope.
After all I went through
Baby, I know it’s true
your love was missing
your touch, your kissing.
Your love is all I’ll ever need
to make my life complete.
After all I went through
Baby, I know it’s true
your love was missing
your touch, your kissing.
Your love is all I’ll ever need
to make my life complete.
I know it’s true
you make my life complete
you’re all I’ll ever need.
Diese Zeilen von Shanes Lippen zu lesen, seine Stimme dazu zu hören, Kians und Bryans Melodie und Marks Background-vocals dazu, das war einfach zu viel für Nicky. Er sank auf die Knie und legte die Hände vors Gesicht, die bald von seinen Freudentränen durchtränkt waren. Shane konnte sich vor Freude über Nickys Tränen des Glücks keinen Millimeter bewegen. Es sah Nicky im Sand knien, auch ihm kamen die Tränen. Daß Nicky so emotional reagieren würde, hatte er nicht zu hoffen gewagt. Nun ging er doch zu ihm hin, nahm ihm eine Hand vom Gesicht und zog ihn hoch. Nicky sah ihm mit tränengefüllten Augen in seine und umarmte ihn schließlich. Er schlang seine Arme ganz fest um Shane und drückte ihn an sich. Nie wieder wollte er ihn loslassen. "Shane, das ist das Schönste, was du jemals für mich machen hättest können. Es ist so unglaublich schön. Alles! Diese ganze Inszenierung, diese Melodie, deine Stimme und dieser Text erst. Shane, ich liebe dich über alles. Ich werde diesen Tag nie vergessen. Niemals. Und ich werde dich nie mehr gehen lassen. Ich kann keinen Tag länger ohne dich sein. Ich liebe dich!" Shane konnte vor Rührung nichts sagen. Er legte einfach nur seine Lippen auf Nickys und küßte ihn so leidenschaftlich wie noch nie. Ihre Seelen waren zu einer einzigen verschmolzen, und nie wieder würden sie sich trennen.
Mark, Kian und Bryan standen bzw. saßen noch immer regungslos da. Allen rannen die Tränen übers Gesicht. So etwas schönes hatten sie noch nie erlebt. So schön hatten sie sich Shanes Überraschung nie vorgestellt, auch wenn sie ja wußten, was er vorgehabt hatte. Sie hatten den Song ja jeden Tag bis zur Erschöpfung geprobt. Aber daß alles soooooo schön werden würde, hätten sie sich nie träumen lassen. Bryan war der erste, der seine Fassung wiederfand. "Leute," flüsterte er den anderen zu. "ich denke, wir lassen die beiden jetzt lieber alleine." Kian und Mark nickten nur stumm und gingen mit Bryan zum Wagen. Langsam und leise fuhren sie in die junge Nacht.
Das inzwischen vom Violett ins Schwarz übergehende Lichtspiel dieses lauen Abends umschmeichelte das Paar, das noch immer eng umschlungen am schwarzen Strand stand. Keiner der beiden wollte sich aus dieser innigen Umarmung lösen. So standen sie nun also einfach nur da, in Gedanken versunken und sich ihrer Liebe sicher. Shanes Hände ruhten auf Nickys Hintern und Nicky hatte seine Arme um Shanes Hals gelegt. Shane hob seinen Kopf, den er auf Nickys Schulter gelegt hatte, leicht an und sah Nicky lange und eindringlich an. Das flackernde Licht der Fackeln hüllte Nickys schönes Gesicht in einen beinahe unheimlichen, einzigartigen und doch für Shane so vertrauten Schleier. Shane sah Nicky tief in die himmelblauen Augen, in denen sich das Licht der Fackeln widerspiegelte. Und doch trotzte das Licht in Nickys Augen jedem Vergleich mit dem zarten und durch geringe Nahrung schon fast dezenten Licht, das von der Stelle ausging, von der aus Shane Nicky diesen Beweis seiner unendlichen Liebe gemacht hatte. In Nickys Augen brannte ein Feuer, das Shane einen Hitzestoß durch seinen Körper schoß, der ihn erbeben ließ. Shane war so von Leidenschaft ergriffen, daß seine Hand zitterte, als er sie zu Nickys Gesicht hob um ihm mit dem Handrücken über die zarte Haut zu streicheln. Als Nicky Shanes Hand auf seinem Gesicht spürte, schloß er seine Augen, deren Blick die ganze Zeit über mit dem von Shane verschmolzen zu sein geschienen hatte. Er genoß es, Shanes schöne, starke Hand und seine Wärme zu spüren. Langsam drehte er seinen Kopf und küßte Shane zärtlich auf den Handrücken. Shane hielt in seiner Bewegung inne und schloß nun seinerseits die Augen. Er konnte Nickys heiße Lippen so intensiver auf seiner Haut spüren. Ein Feuer stieg in ihm auf, daß er glaubte, jeden Moment in Flammen aufgehen zu müssen. Zärtlich und ganz langsam ließ Nicky seine Lippen mit kleinen Küssen, die Shanes Hand kaum berührten, aber trotzdem oder gerade deshalb Shane in den siebten Himmel hievten, an seinem Handrücken entlang wandern, weiter über den Unterarm bis in die Armkehle. Dort kam seinen Lippen die Zunge zu Hilfe. Zärtlich schwebte sie über Shanes Haut und fand ihren Weg über seinen Oberarm und die Schulter bis zu Shanes Hals. Diesen bedeckte Nicky nun wieder mit Tausenden von winzigen Küssen, die Shane ebenso viele Schauer durch den Körper jagten. Shanes Augen waren noch immer geschlossen. Nun legte er den Kopf in den Nacken. Als Nickys Zunge in der kleinen Mulde unterhalb des Kehlkopfes versank, konnte Shane diese Leidenschaft nicht mehr ertragen und machte seiner Lust freie Luft indem er ein langes und leidenschaftliches, aber doch leises und sanftes Stöhnen in die Nacht entgleiten ließ. Nickys Körper erschauderte vor Leidenschaft, als er Shanes Lust hören konnte. Das ermutigte ihn zu mehr. Weiter Shanes Hals liebkosend, ließ er seine Hände auf Shanes Hintern niedersinken; sanft massierte er seine festen Backen. Shanes Atem wurde schneller und schneller, und immer wieder konnte Nicky ihn leise aufstöhnen hören. Nun wanderten seine Hände von Shanes Hintern langsam unter dem ärmellosen Shirt die Wirbelsäule entlang höher und immer höher. Zärtlich und mit vor Leidenschaft zitternden Händen zog er ihm das Shirt aus. Nun konnte Shane Nickys heißen Atem auf seiner nackten Haut spüren. Er hob den Kopf wieder und sah Nicky erneut tief in die Augen, aus denen unendliche und wahre Liebe sprach. Shane fühlte sich, als ob er auf Wolken ginge, als er den Ausdruck in Nickys Augen sah. Er öffnete langsam den Mund um Nicky zu sagen, wie sehr er ihn liebte und begehrte, doch Nicky legte ihm den Zeigefinger auf die heißen, liebeshungrigen Lippen. Shane verstand. Sanft hauchte er einen Kuß auf Nickys Finger. Auch dessen Atem ging nun schneller. Als Shanes Hände ihren Weg unter Nickys Hemd suchten, machte Nicky einen Schritt zur Seite. Unverstehend und fragend sah Shane ihn an. Nickys Lippen formten ein süßes und zärtliches Lächeln, das Shane beruhigte. Nicky ging nun noch einen Schritt zur Seite. Nun stand er neben seinem geliebten Shane. Dieser schloß die Augen. Er wollte in vollen Zügen genießen, was auch immer Nicky nun mit ihm vorhatte. Nickys Lippen legten sich auf Shanes Schulter. Shane zuckte zusammen. Einerseits weil diese sanfte, kaum spürbare Berührung kitzelte, andererseits weil ihn eine Welle von Leidenschaft und Lust übermannte. Doch Nicky ließ sich von dem bebenden Körper unter seinen Lippen nicht beirren. Vorsichtig glitt seine Zunge über Shanes Schulterblatt bis in dessen Nacken. Shanes Stöhnen wurde nun lauter. Nicky wußte, wie empfindlich Shanes Nackenpartie war. Wieder hauchte er einen zarten Kuß nach dem anderen auf Shanes heiße, verlangende Haut. Nun stand er direkt hinter ihm. Er legte seine Arme um ihn. Der Spur von Härchen unter Shanes Bauchnabel nach oben folgend, bahnte er sich seinen Weg hinauf zu seiner Brust. Shanes Brusthaare liebkosten Nickys empfindliche Nervenenden an den Fingerspitzen, und ein unterdrückter Seufzer drang Shane von hinten ans Ohr. Nickys Hände glitten auseinander, und jede fand eine Brustwarze, die sie sanft liebkosen konnte. Zärtlich und doch fordernd nahm Nicky sie zwischen Daumen und Zeigefinger und ließ sie mit sanften Druck durch seine Finger tanzen. Shane warf, erneut von einer Welle aus Leidenschaft gepackt, seinen Kopf nach hinten, so daß er auf Nickys Schulter zu Liegen kam. Seine Finger weiter mit Shanes Brustwarzen spielen lassend, hauchte er Shane einen winzigen Kuß auf das Ohrläppchen, bevor er es zwischen die Lippen nahm und daran saugte. Als Shane nun auch noch spürte, wie Nicky begann, daran zu knabbern, wurde es ihm endgültig zu viel. Er schnellte herum und küßte seinen Schatz leidenschaftlich. So forsch wie in diesem Augenblick hatte seine Zunge noch nie Einlaß in Nickys lieblich schmeckenden Mund gefordert, den Nicky ihr unter heftigen Atemzügen gewährte. Ihre Zungen schlangen sich umeinander. Nicky wünschte sich, dieser Kuß würde nie vergehen. Doch da entzog ihm Shane schon wieder seine Zunge. Wieder sah er Nicky tief in die Augen. Deren Ausdruck ließ Shane nicht den geringsten Zweifel. Nicky wollte ihn genauso wie er ihn wollte. Beider Körper verlangten und sehnten sich mit jeder Faser nach dem des anderen. Nicky spürte Shanes heißen und leidenschaftlichen Atem in seinem Gesicht. "Ich liebe dich," hauchte Shane. Nicky durchzuckte es wie ein Blitz, er schloß die Augen. Er wollte diesen Moment für alle Ewigkeit in seinem Gedächtnis speichern. Shane nützte Nickys kleinen Moment der Unachtsamkeit aus und ließ seine Hände unter dessen Hemd verschwinden. Diese suchten nun ihrerseits nach Nickys Brustwarzen, die sich hart unter dem dünnen und engen Stoff seines Hemdes abzeichneten. Langsam stich er mit seinen Fingern über seine Brustwarzen, ließ sie sanfte Kreise ziehen. Nicky hielt den Atem an, er konnte spüren, wie sich Millionen von Schmetterlingen in seiner Magengegend breit machten. Überall in seinem Körper flatterte es, was ihn erzittern ließ. Shanes Lippen suchten wieder Nickys und legten sich sanft auf sie. Wieder versanken sie in einem innigen Kuß. Dann sah Nicky Shane mit einem Blick an, der Shanes Blut beinah zum überkochen brachte. Pure Lust und Ekstase sprachen aus Nickys Augen. Shane konnte diesem Blick nicht Stand halten, viel zu sehr wühlte er ihn auf und erregte ihn. Also schloß er kurz die Augen und holte tief Luft. Nickys Sehnsucht nach Shanes zärtlichen Berührungen drängte ihn dazu sich das Hemd selbst aufzuknöpfen. Langsam und seinen Blick stets in Shanes Augen gerichtet öffnete er Knopf für Knopf. Shane stockte der Atem. Sein Blick folgte Nickys Finger immer weiter abwärts. Jetzt war das dunkelblaue Hemd offen. Shane fuhr mit beiden Händen unter das Hemd und ließ sie bis zu seinen Schultern wandern. Von dort aus, schob er ihm das Hemd über die Schultern, so daß es sanft zu Boden glitt. Nun standen sie beide mit nacktem Oberkörper voreinander. Shane ließ seine Hände erneut von Nickys Hüften aus noch oben wandern. Nickys Atem ging ungleichmäßig, ja fast stoßweise. Mit jedem Atemzug spannten sich seine Muskeln mehr. Shane konnte unter seinen Händen jeden auch noch so kleinen Muskel spüren. Plötzlich ließen seine Hände von Nickys Brust ab. Lange und verführerisch sah er Nicky in die Augen bevor er sich leicht duckte und seine Zunge über Nickys Brustwarzen gleiten ließ. Immer wieder nahm er sie zwischen seine weichen Lippen und saugte daran. Als er schließlich auch noch sanft hineinbiß, wurde Nicky auf einer Woge von Leidenschaft in eine andere Welt getragen. Er realisierte nichts mehr um sie herum. Es gab nur noch Shane und ihn. Immer wieder ging ein Zucken durch seinen von Ekstase geschüttelten, angespannten Körper. Shane ging nun immer weiter in die Knie. Dementsprechend veränderte sich auch die Körperstelle, die er voller Leidenschaft und Liebe liebkoste. Als seine Zunge in Nickys Bauchnabel versank, stieß Nicky einen langen Seufzer aus. "Ooooooooooh, Shane,....." Shane erregte Nickys Stimme so sehr, daß er kurz in seinem Spiel innehalten mußte. Nicky ergriff seine Chance, sich unter Shanes Liebkosungen nicht total biegen zu müssen, und nahm Shanes Kopf zwischen seine Hände. Er zog ihn langsam wieder in Höhe seines Gesichtes. Langsam schüttelte er verneinend den Kopf. Doch noch bevor Shane ihn fragend ansehen konnte, setzte er sich in den warmen, dunklen Sand. Dann nahm er Shanes Hand und zog ihn zu sich herunter. Er deutet ihm, sich hinzulegen. Shane legte sich also, seinen Blick nicht von Nickys Augen nehmend, auf den Rücken. Nicky kniete sich nun unterhalb Shanes Füßen in den Sand. Dann zog er Shane die Schuhe aus und ließ seine Hände mit kleinen, sanft massierenden Bewegungen unter Shanes Hose hinauf bis zu seinen Knien wandern. Doch schon fanden sie wieder ihren Weg zurück und zogen ihm nun auch die Socken aus. Shane hob leicht seinen Oberkörper und sah Nicky an. Sein Blick sprach mehr als Tausend Worte. Nicky verstand sofort, was Shane wollte, also stand er auf. Er ließ seine Hände langsam an seinem Bauch herunter wandern. Als sie seinen Hosenbund erreicht hatten, ließ er sie ganz langsam unter der engen Jeans verschwinden. Shane starrte ihn an. Die Show, die Nicky hier abzog, machte ihn so heiß, daß er glaubte, den Verstand verlieren zu müssen. Nicky nahm seine Hände nun wieder aus der Hose und ließ sie mit seinem Knopf spielen. Für Shanes Geschmack viiiiiel zu langsam öffnete er ihn endlich. Shane konnte es ihm ansehen, wie sehr er es genoß, mit Shanes Leidenschaft zu spielen und ihn in immer noch intensivere Ekstase zu versetzen. Glied für Glied öffnete er seinen Reißverschluß. Dann ließ er seine Jeans zu Boden fallen. Shane starrte auf die gewaltige Erhebung, die sich unter Nickys CK-Boxer abzeichnete. Schnell war Nicky nun auch Socken und Schuhe losgeworden. Er kniete sich nun wieder unterhalb von Shane in den Sand und drückte Shanes Beine auseinander. Shane legte seinen Oberkörper wieder in den warmen Sand, um Nickys Liebkosungen noch besser spüren zu können. Nickys Hände fuhren an der Innenseite von Shanes Schenkeln immer höher zu seinem Genitalbereich. Als Shane Nickys Hände sanft und beinah ohne Druck über sein bestes Stück gleiten spürte, entkam ihm ein tiefes Stöhnen. Nicky genoß es, Shanes Leidenschaft zu sehen, zu spüren, irgendwie sogar zu riechen. Immer wieder strichen seine Hände leicht über Shanes bestes Stück, das sich unter dem samtigen Stoff von Shanes Hose immer härter abhob. Langsam öffnete er nun Shanes Hose und streifte sie ihm mitsamt der Shorts von den Hüften. Shane hob seine Hüfte leicht an, um es ihm leichter zu machen, ihn von diesen störenden Stoffstücken zu befreien. Inzwischen kniete Nicky zwischen Shanes schönen Beinen und ließ seine Augen immer wieder über Shanes bestes Stück gleiten. Shane konnte jeden seiner Blicke spüren. Er konnte diese Erregung kaum mehr aushalten, sein Körper verlangte immer mehr nach Erlösung. Doch Nicky leckte sich genüßlich über die Lippen und ließ sich viel Zeit. Shane konnte die Leidenschaft, die so tief und erbarmungslos in ihm brannte nicht mehr ertragen. Er glaubte, sie würde ihn in den Wahnsinn treiben. Doch Nicky ließ sich in seiner Qual nicht beirren. Mit einem schelmischen Lächeln auf den Lippen - er wußte ganz genau welche süße Pein er Shane mit seiner unglaublichen Zärtlichkeit bereitete - lehnte er sich über Shane und küßte ihn. Shanes Lippen preßten sich forsch auf seine. Doch Nicky hatte nicht vor, wieder in einem ewigen Kuß zu versinken, er hatte andere Pläne. Er löste sich aus dem Kuß und ließ seine Zunge über Shanes Kinn, über den Hals, die Brust entlang bis in Shanes Schambereich gleiten. Der feuchte Film, den seine Lippen und seine Zunge bei diesem Liebesspiel auf Shanes Körper hinterließ, brannte wie Feuer auf Shanes heißer, vor Verlangen bebender Haut. Er war wirklich nah daran, den Versand zu verlieren. Dieses Gefühl würde nichts weniger als abgeschwächt, als er Nickys Zunge noch weiter nach unten gleiten spürte. Schon fast konnte er sie an seinem steifen Glied spüren, doch Nicky war ein grausamer Liebhaber. Er ließ seine Zunge leise Kreise ziehen, ohne Shanes Glied auch nur einmal zu berühren. Dabei verlangte Shanes Erregung doch eben nach genau diesem. Nicky sog den sanften Duft Shanes Erregung tief in die Nase und genoß es, Shane vollkommen in der Hand zu haben. Doch endlich gewährte er Shanes Verlangen Erfüllung. Vorsichtig umfaßten seine Finger Shanes Glied, warm und zärtlich konnte Shane sie fühlen. Shane hielt den Atem an. Dann hob er den Oberkörper. Genüßlich fuhr Nicky mit seiner Zunge über seine Lippen um sie geschmeidiger zu machen. Shane starrte ihn an, er konnte nicht glauben, daß er das nun wirklich tun würde. Wie sehr Nicky ihn doch lieben mußte, daß er sich dazu durchrang. Doch Nicky kostete es überhaupt keine Überwindung. Im Gegenteil, er war überglücklich, weil er wußte, daß er Shane damit unglaubliche Freude bereiten würde. Also schloß er seine Finger fester um Shanes Glied. Shanes Atem ging heftiger als je zuvor. Dann ließ Nicky Shanes bestes Stück zwischen seinen feuchten, heiß brennenden Lippen verschwinden. Shane brannte vor Leidenschaft und Ekstase, als er spürte, wie sich Nickys schöne Lippen warm und weich um sein Glied schlossen. Nicky ließ sie zuerst ruhig liegen und bewegte nur seine Hand, die fest um Shanes Glied lag, auf und ab. Shane glaubte vor Ekstase zerspringen zu müssen. Nickys Herz brannte vor Freude darüber, wie glücklich er seinen Shane in diesem Moment machte. Langsam hob er den Kopf wieder und suchte Shanes Blick, den er jedoch nicht fand, weil Shane seine Augen geschlossen hatte. Also ließ er den Kopf wieder sinken. Langsam erkundete seine Zunge nun Shanes Glied. Zärtlich ließ er sie am Schaft entlang fahren und konnte jede prall gefüllte und pochende Ader auf ihm unter seiner Zunge spüren. Dann ließ er sie um die Eichel kreisen und tupfte leicht auf die Öffnung. Shanes Stöhnen war nun nicht mehr zu überhören, und immer wieder ging ein Zittern durch seinen Körper. Nicky hauchte Tausende von kleinen Küßchen auf Shanes bestes Stück. Shane kralle seine Finger in Nickys blondes Haar. Die Gefühle, die ihn übermannten waren zu viel für ihn. Noch nie in seinem Leben hatte er beim Liebesspiel so intensive Gefühle empfunden. Er nahm Nickys Kopf zwischen seine Hände und zog ihn nach oben. Nicky wollte nicht von Shanes Glied ablassen, doch mußte er sich Shanes Kraft beugen. Shane zog Nicky nun auf sich und küßte ihn leidenschaftlich. Nicky kam zwischen Shanes Beine zu liegen und bewegte sich nun auf ihm auf und ab; er wollte Shane keine Pause gönnen. Shane konnte nicht mehr, also drehte er sich leicht zur Seite, so daß Nicky von ihm runterrutschte. Nicky nahm ein Bein zwischen Shanes heraus. Nun lag sein rechtes Bein zwischen denen von Shane und umgekehrt. Nicky hob sein Knie leicht an und ließ es über Shanes Glied gleiten. Shane spürte, wenn er nicht sofort etwas unternahm, würde das Spiel bald ein feuchtes Ende nehmen. Also drehte er sich auf Nicky. Dieser wollte Shane nicht die Initiative überlassen, viel zu sehr genoß er es, ihn zu verwöhnen und ihn mit seiner Zärtlichkeit fast in den Wahnsinn zu treiben. Also versuchte er, Shane wieder rumzudrehen. Doch Shane behielt auf Grund seiner Kraft die Oberhand und drückte Nickys Arme nach oben, so daß sie links und rechts neben seinem Kopf im warmen Sand lagen. Dann schlossen sich Shanes Finger in die seinen. Er küßte seinen Nicky noch einmal leidenschaftlich und ließ seine Hände über Nickys Arme abwärts wandern. Dann hob er den Oberkörper uns saß nun auf Nicky. Nicky biß sich leicht auf die Unterlippe, als er die fordernden Bewegungen von Shanes Becken spürte. Nun war er es, der glaubte vor Leidenschaft vergehen zu müssen. Immer wieder konnte er Shanes steifes Glied auf seiner Haut spüren. Shane fühlte, wie Nickys bestes Stück unter seinen Bewegungen immer härter und härter wurde. Ohne in seinen Bewegungen inne zu halten ließ er seine Zunge wieder um Nickys Brustwarzen kreisen, saugte sanft daran und biß zärtlich hinein. Nicky konnte sein Stöhnen nicht mehr unterdrücken. Shane steig von ihm herunter und ließ seine Zunge über jeden Zentimeter von Nickys Oberkörper gleiten. Nickys Haut erbebte unter den zärtlichen Berührungen. Immer weiter glitt Shanes Zunge in Richtung Nickys Schambereich. Als sie der Bund seiner Boxershorts stoppte, hielt er kurz inne, als ob er überlegen würde, wie er seinen Nicky nun weiterhin beinah in den Wahnsinn treiben konnte. Dann nahm er den Bund zwischen die Zähne und zog leicht daran. Immer weiter hinunter zog er die Shorts, bis Nickys Glied, steil abgestellt von den Schamhaaren, die es umgaben, zum Vorschein kam. Shane mußte bei diesem Anblick tief Luft holen. Groß und steif ragte ihm Nickys Glied entgegen und lud ihn zu Zärtlichkeiten ein. Doch er ließ sich nicht beirren und zog Nicky die Boxer nun ganz aus. Nicky leistete nicht den geringsten Widerstand. Er war willenlos unter Shanes Berührungen zusammengebrochen und lag wie in Trance im warmen Sand und harrte dem weiteren Verlauf der Dinge. Shanes Hände umfaßten nun ihrerseits Nickys Glied warm und fest. Nicky ließ sein Becken im Takt mit Shanes Handbewegungen auf und ab zucken. Shane starrte auf Nickys Glied, der sich in seinen Liebkosungen wand. "Ich liebe dich über alles, Nicky." Das war zu viel für Nicky. Unter einem langen Seufzer entließ er seine Körpersäfte in den warmen Sand. Sein Körper zuckte und bebte, jede Faser war bis zum Bersten gespannt. Er glaubte sich in mitten eines Vulkanausbruches. Er hielt die Hitze, die in jedem Zentimeter seines Körpers sein Blut zum Kochen brachte, beinah nicht mehr aus. Er brauchte einige Minuten um seinen Körper wieder unter Kontrolle zu bringen, während denen Shane einfach nur da saß und ihn ansah. Als er sich endlich wieder halbwegs gefaßt hatte, stand er auf uns sah Shane, der nun vor ihm kniete lange in die wunderschönen Augen. Ein süßes, verspieltes und neckisches Lächeln spielte um seine Lippen. Er zog Shane zu sich hoch und küßte ihn. Dann nahm er ihn bei der Hand und führte ihn mit weichen, zittrigen Knien näher ans Wasser. An der Brandung ließ er sich nieder. Er spürte, wie das kühle Wasser seinen Körper liebkoste, doch es war nichts verglichen mit Shanes Berührungen. Er zog Shane zu sich herunter und setzte sich wieder auf ihn, als er sich in den nassen Sand legte. Shanes Hände streichelten über Nickys Hintern und kneteten seine Backen. Nicky warf den Kopf in den Nacken und genoß das wunderbare Gefühl. Als er spüren konnte, wie Shanes Finger zwischen seinen Backen versanken, stöhnte er lauf auf. Er zuckte, als Shanes Finger sanft und vorsichtig in ihn eindrang. Er hatte sich nicht vorgestellt, daß das Gefühl so schön sein würde. Er hatte nur noch einen Gedanken: Shane dieselbe süße Qual zuteil werden zu lassen. Also hob er sein Becken an und drehte Shane unter sich auf den Bauch. Shane konnte das kühle Wasser überall auf seinem Körper spüren und den nassen Sand, der unter ihm weggespült wurde. Er kniete sich ins Wasser und Nicky sich hinter ihn. Nicky schlang seine Arme von hinten um ihn uns liebkoste seine Brustwarzen. Zärtlich fuhr mit seiner Zunge an Shanes Rücken entlang und glitten schließlich über seine Pobacken. Endlich legte er sein Becken eng an Shanes. Shanes Oberkörper sank wieder in den warmen Sand. Nicky holte tief Luft und nahm sein Glied in die Hand. Vorsichtig drückte er es zwischen Shanes Backen. Als er die Öffnung fand, hielt er kurz inne und schloß die Augen. Zärtlich, langsam und mit der Vorsicht eines Liebenden preßte er sein Glied auf die Öffnung. Er hatte Angst, seinem Shane weh zu tun, deshalb dauerte es eine Weile, bis die Öffnung unter Nickys sanftem Druck nachgab und er in Shane eindrang. Beide stöhnten laut auf. Shane hatte so etwas ähnliches wie in diesem Moment noch nie gefühlt. Dieses Gefühlt trotze jeder Beschreibung. Es war unglaublich schön, Nicky so nah wie nur möglich zu spüren. Tausend Schauer jagten durch seinen Körper, er glaubte, sein Kopf würde von dem Pochen, das sich in ihm breit machte, zerspringen. Und doch wollte er nicht, daß dieses Gefühl jemals wieder verging. Auch Nicky wurde von Strömen aus Leidenschaft geschüttelt, noch nie hatte etwas sein Glied so eng umschlossen und ihm solche Wonnegefühle verschafft. Er liebte Shane mit jedem Moment noch mehr. Er spürte, daß ihre Körper zu einem verschmolzen. Nie wieder würde er sich von Shane trennen. Langsam und mit kleinen, zärtlichen Stößen drang er immer wieder in Shane ein. Als er merkte, daß es Shane nicht weh tat, wurde er mutiger und seine Stöße immer fordernder. Shane wand sich unter seiner Leidenschaft. Immer wieder stieß Nickys steifes Glied in sein Lustparadies. Der Rhythmus Nickys Bewegungen wechselte ständig. Shane drehte beinah durch, so gut verstand es Nicky, ihn Schritt für Schritt einer Erlösung näher zu bringen. Endlich hallte Nickys lautes Stöhnen in die Nacht. Shane konnte fühlen, wie seine Öffnung immer mehr ausgefüllt wurde. Vorsichtig glitt Nickys Glied wieder aus Shanes Körper. Er atmete tief. Schweißtropfen perlten auf seiner Stirn und seiner Nase, das kühle Wasser umspielte seinen Körper. Shane glaubte, den Verstand verlieren zu müssen, als er seinen Nicky so sah. Er hatte seine Gefühle nicht mehr unter Kontrolle und warf Nicky in den Sand. Heftig und ungeduldig bedeckte er Nickys Rücken mit Küssen, bevor er sanft in ihn eindrang. Nicky konnte seinen schnellen Herzschlag bis in den Kopf hinauf spüren. Mit jedem Stoß von Shane ging er schneller und schneller. Auf einer Woge aus Leidenschaft und Ekstase entglitt er sanft in seinen Orgasmus. Doch Shane war noch nicht fertig, seine Stöße wurden schneller und heftiger, es glich einem Rauschzustand. Mit einem lauten, langgezogenen Seufzer entließ er seine Erregung in Nickys Öffnung. Shane sackte vor Erschöpfung zusammen und legte sich neben Nicky in die Brandung. Das sanfte Spiel des Wassers kühlte seinen heißen Körper nur langsam wieder ab. Beide lagen nebeneinander im Wasser, mit einem süßen, glücklichen Lächeln im Gesicht. Nicky war der erste, der sich wieder halbwegs gefangen hatte. Langsam drehte er sich zu Shane um. Seine Lippen suchten Shanes. Nach einem langen Kuß aus dem wahre und aufrichtige Liebe sprach, sagte er schließlich zärtlich: "Shane, mein Engel. Das war das Schönste, was ich in meinem Leben bisher erfahren konnte. Ich liebe dich über alles." Shanes Freudentränen waren zwischen den Schweißperlen und Wassertropfen in seinem Gesicht kaum zu erkennen. "Nicky, du bist der einzige für mich, und jetzt weiß ich auch, daß du es immer gewesen bist. Ich liebe dich über alles. Und diese Nacht werde ich nie vergessen." Wieder fanden sich ihre Lippen und Zungen. Stundenlang lagen sie noch im Wasser und ließen sich den Abend noch einmal durch den Kopf gehen. Immer wieder streichelten sie sich und suchten die Nähe des anderen. Es gab keine glücklicheren Menschen auf der Welt. "Sag mal, mein Engel. Hat es dir eigentlich weh getan? fragte Nicky ängstlich. Er hätte es nicht ertragen, seinem Shane Schmerzen bereitet zu haben.
"Spinnst du? Das hat ganz sicher nicht weh getan." "Doch hat es!" "Markey-Baby, du bist sowas von empfindlich. Ich hab dich doch nur ganz leicht gezwickt." "Bry, du bist ein Ekelpaket, weißt du das?" Mark rieb sich die Stelle auf seinem Arm, in die Bry vor wenigen Sekunden gezwickt hatte. "Du müßtest doch langsam wissen, daß ich auf die harte Tour stehe, Markey-Baby." "Ja, Bry-Schätzchen. Ich hab es wohl nur gerade vergessen. Aber letzes Mal bei uns,... Oh, Gott, da ging aber die Post ab. Du bist einfach unglaublich gut!" Als sie Kians verschrecktes und ungläubiges Gesicht sahen, prusteten beide laut los. "Mensch, Jungs! Ihr wißt doch, daß ich mich im Moment nicht auskenne, also laßt die blöden Scherze gefälligst, wenn ihr es nicht ernst meint." Kian haßte sie in diesem Moment sogar wirklich ein bißchen. "Aber Ki, das ist kein Spaß. Wir lieben uns doch von ganzem Herzen." Mark sah Bry tief in die Augen. Doch beide konnten nicht ernst bleiben, zu witzig fanden sie es doch, Kian aufzuziehen. Wieder lachten sie lauthals los. "Also wirklich, ich finde es nicht nett, daß ihr euch so über Shanes und Nickys Gefühle lustig macht." "Wir uns über ihre Gefühle lustig machen? Geht’s dir noch? Wir sind überglücklich für die beiden. Sie passen so gut zusammen und sind doch schon von Anfang an füreinander bestimmt gewesen." Mark war entrüstet über Kians Vorwurf. "Schon gut, Mark. Kommen wir wieder zu unserem Thema von vorhin zurück, ja?" Sie hatten darüber diskutiert, was ihre beiden Freunde da wohl am Strand noch treiben würden. "Ja, treiben! Das ist das richtige Wort dafür," hatte Bryan gesagt. Mark und Kian hatten ihn entsetzt angesehen. "Na stimmt doch. Was werden sie wohl machen? Noch ne blödere Frage könnt ihr nicht stellen! Also echt, Jungs!" "Naja, ich weiß zwar, daß sie ES machen werden, aber ich kann mir das einfach nicht vorstellen." Kian war in Gedanken versunken. "Schon," hatte Mark gesagt, "aber ich glaube auch, daß sie ES machen. Sie lieben sich über alles und ich denke, es gibt nichts Schöneres für sie. Was glaubt ihr, was sie als nächstes machen werden?" "Vielleicht Urlaub. Ich denke, daß sie jetzt viel Zeit für sich brauchen und das werden sie hier nicht haben." "Ja Bry, das ist eine gute Idee. Wir könnten ihnen doch was buchen und sie damit überraschen" hatte Mark voller Stolz gesagt. "Mark, das ist eine fabelhafte Idee." Bryan hatte ihm auf die Schulter geklopft. "Und wohin soll’s gehen, Mark?" "Na auf alle Fälle irgendwohin, wo es einen schönen weiten und einsamen Strand gibt," hatte Mark neckisch geantwortet und dabei verschwörerisch gezwinkert. Dann hatte Bryan ihn gezwickt.
"Ich hab da so ne Idee." Bryan begann zu träumen. "Meint ihr wirklich, daß sie von hier weg wollen? Von hier, wo sie sich gefunden haben und so unvergeßlich Dinge erlebt haben." "Nein, Bry. Da hast du recht." Mark stimmte ihm vollständig zu, er würde das auch nicht wollen. "Also folgendes:........"
"Nein, my Love. Es hat mir nicht weh getan. Du warst zärtlicher als ich es jemals zu träumen gewagt habe. Nicky, ich liebe dich." Glücklich sah er Nicky in die Augen, die vor Freude strahlten. Langsam stand Nicky auf. Er konnte fühlen und sehen, daß seine Haut vom langen Bad ganz runzlig war. "Shane. Hast du was dagegen, wenn wir nach Hause fahren?" "Nein, my Love. Solange du bei mir bist, ist mir alles egal." Ein glückliches Lächeln kam über Nickys Lippen, er zog Shane zu sich herauf. Langsam gingen sie Hand in Hand zu ihren Kleidern, die immer noch verstreut am Strand lagen. Sie zogen sich an und halfen sich gegenseitig dabei. Natürlich ging das Ganze nicht ohne die eine oder andere zärtliche Berührung von Statten, unter der sie immer wieder erzitterten. Als sie angezogen waren, setzten sie sich ins Auto und Shane stand aufs Gas. Nach ein paar Metern, machte er Kehrt und stellte den Motor kurz wieder aus. Nun saßen sie im Auto und sahen genau auf den Teil des Strandes, auf dem sie vor Stunden in ihrem Liebesspiel der Wirklichkeit enthoben waren. Shane legte den Arm um Nickys Schultern und küßte ihn. "Diesen Ort und diese Nacht werde ich nie wieder vergessen. Und diesen Mann schon gar nicht mehr." "Ach, Shane. Das wirst du auch nicht müssen. Ich werde nie wieder von deiner Seite weichen. Ich liebe dich. Für immer und ewig." Nach einem langen Kuß fuhr Shane sie schließlich doch nach Hause. Hand in Hand gingen sie in Shanes Wohnung, als sie endlich wieder in Sligo angekommen waren. Beide waren total erschöpft und sehnten sich nach einem warmen, bequemen Bett. Als sie sich ins Bett schmissen, hörte Shane etwas unter ihm rascheln. Er setzt sich auf und fand einen Zettel im Bett.
Hallo, ihr zwei!
Wir haben eine Überraschung für euch! Wir dachen uns, daß ihr sicher noch etwas mehr Zeit gebrauchen könntet, um in eurer Liebe zu baden. Louis hat alle Termine von nächster Woche verschieben können. Wir haben also eine Woche frei. Eigentlich wollten wir euch mit einem Urlaub überraschen, doch dachten wir, ihr würdet lieber in Eire bleiben. Und da dachten wir uns, wir machen euch eine Freude, indem ihr jede Nacht, wenn ihr nach Hause kommt, etwas Warmes zu Essen vorfinden würdet. Deshalb wird Mark (Mark!!! denn das was wir anderen kochen würden, würdet ihr eh nicht essen) jeden Tag für euch kochen. Bryan wird euch jeden Tag an den Strand fahren und euch nach einem Telefonanruf von Euch dort wieder abholen. Und Ki? Naja, wir dachen uns, er könnte ja die Wohnung aufräumen und das Bett machen (wenn es überhaupt einen Sinn hat, es zu machen *g*) Wir hoffen, wir können euch damit eine Freude machen. Ihr braucht euch um nichts zu kümmern, genießt es einfach, eine Woche für euch zu haben.
Wir haben euch lieb und wünschen euch, daß eure Liebe für immer hält!!!!!!
Eure Jungs
Shane und Nicky sahen sich an. "Unsere Jungs!" "Das ist ja wohl das netteste, das sie machen können. Uns im Großen und Ganzen in Ruhe zu lassen, und uns doch zur Hand gehen." Glücklich legte sich Shane wieder auf den Rücken. "Man könnte sich fast in dich verlieben, Shay." "In mich? wieso das denn? Wie kommst du darauf? In mich würde sich doch nie jemand verlieben." "Ja, eigentlich hast du recht!" Shane bedachte Nickys Antwort mit einem kleinen Klaps auf den Hintern. Beide mußten lachen. "Ich bin so froh, daß wir uns gefunden haben, mein Engel." "Nicky, my Love. Ich liebe dich doch auch über alles." Erschöpft und doch überglücklich schlief Shane auf der Stelle ein. Nicky schmiegte sich eng an ihn und legte seinen Kopf auf seine Brust. Doch etwas pikste ihm ins Ohr. Er hob den Kopf wieder und fuhr mit seiner Hand über Shanes Hemdtasche, in der er das unbequeme Etwas vermutete. Und tatsächlich! Er zog einen zusammengefalteten, vom vielen Lesen abgenützten Zettel aus ihr hervor. Vorsichtig öffnete er das Blatt Papier. Als er den Inhalt gelesen hatte, übermannten ihn seine Tränen wieder. Er hielt das Telegramm in Händen, das er Shane damals nach Orlando geschickt hatte. Er konnte die Spuren erkennen, die Shanes Freudentränen auf dem Papier hinterlassen hatten. Er konnte es nicht glauben, daß Shane das Telegramm immer bei sich trug. Es machte ihn glücklich, überglücklich. Er steckte den Zettel wieder an seinen Platz und kuschelte sich wieder an Shane. Nun entschlummerte auch er in eine Welt, in der es nur sie beide gab.
Sie hatten endlich das gefunden, nachdem sie sich ihr ganzes Leben lang gesehnt hatten. Each other!