„Sag mal spinnst du? Der ist ja voll hässlich!" „Warum? Ich find‘ ihn ganz niedlich...!" „Na, ich weiss nicht, wenn er nicht so quietschgrün wäre, vielleicht. Aber so.." „Naja, vielleicht hast du ja Recht,aber der Schnitt ist echt cool." „Ka, Du leidest unter Geschamcksverirrung!"
Das ging jetzt schon zum 10. Mal so. Catherine Levine war mal wieder mit ihrer besten Freundin Karen O’Brien shoppen in Cork. Die beiden 17 und 18 jährigen Mädchen hatten normalerweise immer viel Spass dabei, doch heute war irgendetwas anders. Man merkte Catherine an, dass sie nicht so die große Lust dazu hatte. Dauernd meckerte sie an irgendetwas rum. Das lag daran, dass sie erst vor kurzem von ihrem Ex-Freund Ben betrogen worden war. Sie hatte ihn einfach mit einer Anderen im Bett erwischt, und sofort Schluss mit ihm gemacht.Seit Tagen war sie schon so mies drauf und Karen nervte dieser Zustand immer mehr. „Mensch Cath, kannst du nicht mal aufhören an allem was auszusetzten? Ich weiss, es ist hart wenn man betrogen wird, aber da muss man durch. Andere Mütter haben auch schöne Söhne!Komm wieder zurück in’s Leben!"
„ Ja, du hast gut reden, du bist mit Aaron ja auch glücklich, wie nie zuvor.",erwiederte Cath. „Da hast du auch wieder recht. Wollen wir mal in den Laden da drüben? Da habe ich letztens so `ne geile Jeans gesehen.",fragte Karen. „OK, wenn du meinst, aber lass uns bitte nicht mehr von Typen reden, bitte...!
„Na gut!", willigte Karen ein.
Also gingen die beiden Freundinnen in den Laden rein. Karen hatte recht, da gab es echt super coole Jeans, und auch Pullover für den Winter, wie Cath schnell feststellte.Nur es gab da doch noch ein Problem. Entweder die Pullover gab es nicht in größe 36, oder die Farben passten nicht zu Cath‘s Haselnussbraunen langen Haaren und ihren dunkelbraunen Augen wie sie fand. Karen meinte nämlich, dass dazu doch alle nur erdenklichen Farben passten. ‚Ja, die hat gut reden‘, dachte Cath.‘Zu ihren blonden Haaren passt ja auch alles.‘ „Hey Cath, guck mal, hast du den hier schon gesehen?Das Hellblau ist ja wohl voll cool.Da steht dir bestimmt. Und dazu diese dunkelblaue Jeans!" „Wow, du hast ja mal was gefunden was mir gefällt.Sind die auch beide in größe 36 da?" „Ja, du hast Glück!" „Super, dann ab damit in die Umkleidekabine!" „OK, ich probier dann mal das hier an!" Hinter ihrem Rücken holte sie prompt einen dunkelbraunen Pulli und eine Hellblaue Jeans hervor.
„Das ist nicht dein Ernst!Wie passt das denn bitte zusammen?" „Eigentlich überhaupt nicht, aber man muss sie ja nicht zusammen anziehen. Den Pulli zu meiner dunkelblauen Jeans die ich gerade an habe und die Hose zu meinem weissen Pulli der schon seit Wochen bei mir in Schrank rumhängt, weil ich nichts passendes dazu habe!" „Achso, ich dachte schon!"
Mit diesem Worten verschwanden die beiden in ihren Kabienen.
Als sie wieder rauskamen, hatte Cath ersteinmal was zu lachen. Karen hatte die beiden Teile doch zusammen angezogen. Irgendwie sah sie komisch aus. „Oh man, versprich mir, dass du das nie so in der Schule anziehst." , meite Cath sofort. „Nein, bestimmt nicht, aber guck doch mal. Sie passen mir.Die werden jetzt sofort gekauft.Dir stehen die beiden Sachen aber auch nicht schlecht!" ,versicherte ihr Karen. „Ja, finde ich auch.Komm wir ziehen uns eben schnell wieder um und gehen dann zur Kasse, in Ordnung?", fragte Catherine. „Alles klar."
Gesagt, getan. An der Kassen dann meinte Karen plötzlich zu Catherine:" Du, Cath, dreh dich jetzt blos nicht um!!!" „Warum denn" „Da ist Ben, mit seiner neuen, weißt du eigentlich, wie sie heisst?" „Nö, wie kommst du denn darauf?" Cath war den Tränen nahe, als sie sich doch umdrehte. Schnell bezahlten sie und gingen aus dem Laden raus. Unter Tränen meinte Catherine: „Scheiße, warum bedeutet mir der Typ immernoch so viel?" „Keine Ahnung, aber besser ist, dass du das alles wieder vergisst." „OK. Aber jetzt vertrage ich keine ‚Überraschungen‘ mehr. Nicht mehr für die nächsten 2 Monate."
Um Cath abzulenken meinte Karen:" Sag mal, kam gestern nicht die neune Single von Westlife raus?World of our own?" „Ja, du hast recht. Komm, die wird sofort gekauft.Die müssen doch wieder auf eins in den Charts kommen." „Ja, dann aber schnell, wir müssen in 20 min am Bus sein!"
So schnell wie möglich also rannten sie zum CD-shop und wieder zur Bushaltestelle. Gerade noch rechtzeitig kamen sie dort an. 1 Minute später, und der Bus wäre weg gewesen. „Man, das war knapp. Und wir hatten Glück, das gerade noch 2 CD’s da waren." „Ja, stimmt." Den Rest der fahrt verbrachten sie schweigend.Noch ein kurzes ‚Bye‘ als Karen ausstieg und Cath war fast allein im Bus.Da waren nur noch ein paar alte Omas. Cath musste ganze 5 Haltestellen weiter als Karen fahren um nach Hause zu kommen. Wärenddessen machte sie sich Gedanken über die morgige Klausur in Englisch. Sie hatte noch kein bisschen in ihre Bücher geguckt. Ein Aufsatz über irgendein Thema, das wohl mal wieder ein ziemlich langweiliges werden würde. Aber was solls, die Hauptsache war, dass sie wieder ihre zwei schreiben würde. Wie immer in Englisch. Bei Mr.Thier war man eh immer gleichgut, da konnte man sich anstrengen wie man wollte.2 Minuten später stieg auch sie aus und lief nach Hause. Ein Kurzes ‚Hallo‘ in Richtung ihrer Mutter und schon war sie auf ihrem Zimmer verschwunden.Sie guckte auf die Uhr. Es war bereits 19.°° Uhr. Sie legte die neue CD in ihre Anlage legte sich ins Bett und schlief ein.
Als Catherine am nächsten morgen aufwachte bekam sie erstmal einen riesen Schreck. Es war schon halb Acht und um Acht Uhr würde sie ihre Klausur schreiben müssen. Schnell sprang sie unter die Dusche. Für haarewaschen und ihre morgentliche Joggingtour blieb keine Zeit mehr. Sie schnappte sich in Windeseile ein Brötchen vom Küchentisch, rannte so schnell wie möglich in den Stall zu ihrer Stute Artemis um sie zu wie jeden Morgen zu begrüßen und versuchte noch ihren Vater zu erwischen, damit er sie evtl. mitnehmen konnte. Zu ihrem Glück war er noch nicht weg und so kam sie doch noch rechtzeitig in der Schule an. Kurz vor Mr. Thier betrat sie den Klausurraum und setzte sich neben Karen auf den freien Platz, die sie sofort fragte: „ Wo warst du heute morgen beim Joggen? Ich hab dich vermisst, du verpasst doch sonst nie was!" „Sorry, hab total verpennt. Bin gestern sofort eingeschlafen als ich zu Hause war, hab mich nicht mal mehr ungezogen und da hatte ich natürlich den Wecker nicht gestellt." „Ähem!" Mr. Thier wirkte leicht ungeduldig. „ Würden die beiden Damen in der vorletzten Reihe jetzt auch mal bitte Ruhe geben, damit ich die Aufgabe stellen kann?" „Ja, entschuldigen sie bitte Mr.Thier", meinte Karen schnell. Also fuhr er fort: „ Also gut, der Aufsatz hat folgendes Thema: Was wäre, wenn ich auf einen Schlag berühmt werden würde?! Alles klar? Dann fangt an. Ab jetzt habt ihr 2 Schulstunden Zeit. Pause inklusive."
‚ Oh mann, das ist ja mal wieder ein Thema. Konnte der sich nichts anderes einfallen lassen?‘, schrieb Karen in einer unbeobachteten Minute auf den Tisch, damit Catherine es gut lesen konnte.
‚Du hast recht‘, schrieb sie auch sofort zurück.
Nachdem sie die Klausur geschrieben hatten, hatten sie erstmal 20 Minuten Pause. Jetzt fragte erstmal jeder jeden was er geschrieben hatte. Dabei kam raus, dass jeder etwa das Selbe geschrieben hatte.
Weitere 4 Schulstunden vergingen, bevor Cath eine freie Minuten fand, um alle ihre Klassenkameraden zu ihrem 18. Geburtstag einzuladen.Die Feier sollte am kommenden Samstag stattfinden, von 20.°° Uhr bis ungefähr 24.°° Uhr. Nach Schulschluss gingen Karen und Catherine zusammen zum Bus, wie jeden Nachmittag. Als Cath dann zu Hause war, ging sie erstmal etwas essen. Dann in den Stall. Als sie Artemis sattelte, dachte sie darüber nach, was ihr Vater ihr letztens erzählt hatte. Er hatte die Absicht, Artemis decken zu lassen. ‚Das ist ja gut und schön‘. Dacht Cath. ‚Aber dann kann ich sie so lange nicht reiten.Andererseits, was solls? Ich kann ja auch mal ein anderes Pferd nehmen. Paps hat ja genug davon.‘
Catherine hatte Artemis von klein auf aufgezogen, sie sogar zugeritten, da sie aus der eigenen Zucht ihres Verter kam.Die beiden waren so gut wie unzertrennlich, und sie konnte sich gar nicht mehr daran erinnern, jemals ein anderes Pferd geritten zu haben.
Jetzt ging sie aber erstmal reiten. Sie ritt mit Artemis quer über die Felder, im geschtreckten Galopp.
Dann, mitten im Wald, blieb Artemis plötzlich stehen. Sie wieherte ziemlich laut.
‚Komisch, hat sie ein anderes Pferd gewittert? So wiehert sie doch sonst nie!‘, dachte Cath.
Langsam ritt sie weiter, bis sie ein knacken im Unterholz hörte. Nicht weit von ihr entfernt erkannte sie tatsächlich ein Pferd. ‚Komisch, der Wallach da sieht ja so aus wie Kobold. Ja klar, das ist auch Kobold! Aber wer reitet ihn denn da? Den Typen habe ich hier noch nie gesehen.Trotzdem kommt er mir irgendwie bekannt vor...‘ Bevor sie aber noch weiter darüber nachdenken konnte fing Artemis schon wieder an zu galoppieren, wie immer auf dieser Strecke.
Nach einer halben Stunde war sie dann wieder zu Hause. Sie schaute sofort nach Kobold, aber der stand wie üblich in seiner Box, doch seine Satteldecke war nass. ‚Also war er es doch vorhin im Wald‘, dachte Catherine. Aber sie hatte jetzt keine Ziet, sich darüber weiter den Kopf zu zerbrechen. Sie musste ihre Stute versorgen. Also sattelte sie Artemis ab, rieb sie noch etwas trocken, gab ihr die übliche Portion Hafer und Pellets und ging dann auf ihr Zimmer.
Auf dem Weg dorthin begegnete sie ihrem Vater. „ Du Paps, wann hast du eigetnlich vor, Artemis decken zu lassen?" „ Ich denke so in eine bis zwei Jahren. Im Moment ist sie noch zu Jung dafür.", antwortete er ihr.
„Achso, ich dachte jetzt schon irgendwann." „Nein, kannst noch ein paar Jahre auf ihr reiten."
„OK!" „Aber was interessiert dich das denn so? Tu lieber was für die Schule."
„Ach Mensch Paps, nerv` nicht schon wieder.Ausserdem ist Artemis so gut wie mein Pferd. Von dir lässt sie sich ja kaum anfassen!" „Ja, ist ja schon gut. Ich muss jetzt aber los.Ich muss noch ein paar Gespräche mit dem Futterhändler führen. Die Reitpläne für morgen habe ich auch noch nicht fertig."
„Ok Paps!"
3 Tage später am Samstag wurde Catherine um 8.°° Uhr in der früh von Artemis geweckt. Da ihr Zimmer im untersten Stockwerk lag, konnt die Stute problemlos von der Weide aus ihren Kopf durch das Fenster stecken. Höchstens 10 Sekunden später kamen ihre Eltern und ihre kleine Schwester in’s Zimmer hereingepoltert und sangen lauthals „Happy Birthday"! „Hey, danke." ,freute sich Cath.
Ihre Eltern überreichten ihr ihre Geschenke. „Hier mein Schatz", sagte ihre Mutter."Ich hoffe du freust dich." Als sie den Umschlag öffnete kamen zwei Konzertkarten für ein Westlife-Konzert zum Vorschein."Für dich und Karen." Sagte ihre Mutter, bevor Cath anfing zu schreien." Mum, du bist die beste der Welt, wo hast du die denn bitte her? Die waren doch alle in Null Komma nichts ausverkauft." „Tja, da habe ich so meine Kontakte. Und wie du auf die reagieren wirst will ich gar nicht wissen. Hoffentlich fällst du nicht in Onmacht.Das Geschenk ist nämlich eigentlich gar nicht von uns." „Echt nicht? Von wem denn?" „Das erzähl ich dir später. Zieh dich erstmal an und komm hoch, was essen." „Na gut."
Nach 10 Minuten war sie dann oben. Ihre Mutter fing dann an zu erzählen:
„Also, du weißt ja, dass ich erst 22 Jahre alt war, als ich dich bekommen hatte." „Ja, und weiter?"
„Also, davor war ich schon einmal schwanger, mit 17 Jahren. Das war ein Unfall nach einem One-Night-Stand." „Echt? Ist ja interessant. Und, wo ist dein Kind jetzt?" „Das ist ja grad das komische. Ich habe den Jungen damals zu Adoption freigegeben. Er ist jetzt 22 und wird bald 23 Jahre alt. Er hat wohl schon vor 5 Jahren erfahren, dass er adoptiert worden ist." „Und dann hat er sich auf die Suche nach dir gemacht?" „Ja, genau. Und er hat mich gefunden. Vor etwa 1 Monat haben wir das erste mal miteinander telefoniert. Das war ein ganz schöner Schock für mich." „Kann ich mir vorstellen, und?"
„Ich denke für dich wird das noch ein größerer Schock." „Aha, und warum?" „Naja, also er wohnt schon seit etwa drei Tagen hier in der Nähe in einem Hotel. Er wollte mich und auch seine leiblichen Geschwister mal kennenlernen." „Ist der zufällig mal auf Kobold ausgeritten?" „ Ja, warum?", fragt nun ihr Vater. „Als ich mal mit Artemis ausgeritten war, habe ich Kobold gesehen, aber den Typen der auf ihm saß kannte ich nicht." „ Doch, den kennst du 100%ig.Von ihm sind auch die Konzertkarten. Und wenn du nochmal genau in den Umschlag geschaut hättest, hättest du sogar Backstagepässe finden können!" „ Echt?Ist ja cool. Und wo habe ich den Typen schon mal gesehen? Jetzt spannt mich doch nicht so auf die Folter!" „Komm einfach mit zur Weide, da wirst du sehen, was wir meinen."
An der Weide angekommen sah Cath vorerst nur einen etwa 1.75m grossen Mann mit Baseball-Cappi.
Noch dachte sie sich nichts grossartiges dabei, sie war nur gespannt auf ihren ‚neuen‘ Bruder.
Als sie ankamen, bekam Catherine erstmal einen grossen Schock.
„Aaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das ist doch jetzt ein Scherz, oder?"
„Äähh, hi Catherine!Happy Birthday!" Der Typ, der da vor ihr Stand war einer von Westlife. Ihr absoluter Liebling Shane Steven Filan!!! Das einzige an das Cath in diesem Moment dachte war: Bumm, klatschweg, inohnmachtfall. Sie konnte es einfach nicht fassen und lief total rot an. Erst ein neuer Bruder von 22 Jahren, der dann auch noch berühmt und ihr Schwarm ist.
„Habe ich nicht gesagt du bekommst einen Schock?", meinte ihre Mutter plötzlich.
„Ja, aber doch nicht so einen Schock!! Hättest du mich nicht vorwarnen können?"
„Haben wir doch gemacht!", sagte ihr Vater. „Ja, aber wie!", sagt Cath. „Und das ist jetzt echt kein Scherz?" „Nein, deine Mutter und ich haben extra einen Test machen lassen.", meinte Shane nun.
„Oh man, das haut mich echt um." „Kann ich verstehen. Achja, hast du nicht Lust mich und die Jungs in den Sommerferien besuchen zu kommen?", fragte Shane. „Äh, Mum, Dad, darf ich?"
„Ja klar, warum denn nicht? Er ist ja schließlich dein Bruder." , meinte ihre Mutter. „Cool, ja klar komme ich!" ,meite Cath nun zu Shane gewandt. „Ok, ich muss auch schon wieder los zu einen Interview.Dann bis zum Konzert. Du kommst doch?"
„Auf jeden Fall!" „Ok, bis dann, den Rest können wir ja da besprechen." „Bye...Shane."
„Cath, wer war das?", fragte nun ihre kleine Schwester. „Erzähl ich dir später, kleine."
Als Shane dann in seinen BMW gestiegen und abgefahren war stand Cath dann noch geschlagene 10 Minuten am Koppelzaun. Sie konnte es immernoch nicht fassen. Einer der berühmtesten Typen Irlands war ihr Bruder, und sie würde ihn in den Sommerferien besuchen kommen und dann auch noch die anderen von Westlife treffen. Das war der Hammer. Das musst sie am Abend erstmal Karen erzählen. ‚Mensch, die glaubt mir das garantiert nicht...!‘ , dachte Cath so bei sich. Jetzt ging sie erstmal ausreiten, bevor sie sich für ihre Geburtstagsparty stylte.
3 Stunden später war sie dann fertig und trug die Getränke rüber in die grosse Scheune, wo die Party stattfinden sollte, als es auch schon an der Tür klingelte.
„Mum, machst du mal eben auf? Ich kann grad nicht...!", rief sie. Also öffnete ihre Mutter die Tür.
Sie schickte die Gäste rüber zur Scheune, wo Catherine auch schon wenig später eintrudelte.
„Happy Birthday to you....." Erstmal wurde lauthals gesungen, bevor die Geschenke überreicht wurden. Den ganzen Abend war Cath wie verzaubert. Sie konnte sich auf absolut gar nichts konzentrieren, was Karen als ihre beste Freundin natürlich nicht verborgen blieb.
„Sag mal, was ist heute mit dir los? So kenne ich dich gar nicht!Ach ja, ich bleib ca. eine halbe Stunde länger. Meine Eltern sind auch noch auf einem Fest!Hallo? Cath? Hörst du mir überhaupt zu?"
„Wie?....Jaja, ales klar!" „Ne, eben nicht. Ich habe dich gefragt was mit dir los ist, und dir gesagt, dass ich ne halbe Stunde länger bleibe." „Was mit mir los ist? Erzähl ich dir später. Wenn die anderen weg sind, trifft sich gut, dass du etwas länger bleibst." „Na gut, wollen wir dir mal glauben. Aber reiss dich doch mal bitte etwas zusammen!!!" Als dann alle um Mitternacht gegangen waren, hackte Karen nochmals nach. „Also? Du wolltest mir was erzählen!!", erinnerte sie ihre Freundin.
„Jaja, komm, wir gehen nach draussen, zur Koppel." Dort angekommen, lehnte sich Karen an den Zaun. Da musste Cath grinsen. „Was ist? Habe ich irgendetwas an mir?", fragte diese. „Nö, aber weißt du, wer heute Mittag da am Zaun stand?Du wirst schreien, wenn du dast hörst!", antwortete Cath.
„Wer denn?" „Shane Filan!" „WAAAAAAAAAAS? Shane Filan? Der von Westlife? Was wollte der denn hier?" „Ja, der Shane Filan. Er ist mein Bruder, was ich heute erfahren habe. Meine Eltern haben ihn damals zur adoption freigegeben!" „Man, du Glückspilz. Kannst du mich mit ihm bekannt machen? Bitteeeeeeeeeeee!" „Du kannst ihn selbst kennenlernen. Ich habe Backstagepässe und Konzertkarten von ihm, für das Konzert in Dublin in einem Monat." „ECHT? Man, das ist ja geil."
Karen stand unter Schock, und das noch etwa 15 Minuten, bis ihre Eltern sie abholten.
Der nächste Monat verging wie im Flug. Cath und Shane telefonierten noch ein paar mal, um einige Dinge zu besprechen, als auch schon der Tag des Konzertes gekommen war.
„Mensch Karen, mach schneller. Man, das du immer so lange brauchst, ich versteh das nicht!"
Genervt guckte Catherine ihre Freundin an, die wahrscheinlich zum ungefähr 100. Mal ins Bad und wieder zurück in ihr Zimmer rannte.
„Musst du gerade sagen, wer kommt denn normalerweise immer zu spät zur Schule, weil sie zu lange im Badezimmer vorm Spiegel zugebracht hat?" „Jaja, ist ja schon gut. Aber du musst dich jetzt echt mal beeilen, sonst lassen die uns gleich nicht mehr rein. Mensch, das Konzert wird der Hammer!"
„Ja, du sagts es. So, jetzt bin ich fertig, wir können los."
5 Minuten später saßen sie bei Karens Mutter im Auto, auf dem Weg nach Dublin.
Eine weitere Stunde später standen sie vor der Halle und warteten darauf, dass sich endlich die Türen öffneten. Sie mussten nicht lange warten und nochmals eine halbe Stunde spätedr saßen sie auf ihren Plätzen, ziemlich nah an der Bühne. „Cath, du bist ein Schatz!" „HÄ? Warum das denn jetzt? Kann ich was dafür, dass Shane mein Bruder ist?" „Nö, aber trotzdem. Man, guck mal wie voll das hier ist? Wann geht das Konzi nochmal los?" „In 1 ½ Stunden!" „Na super. Noch so lange warten."
Die Zeit verging jedoch wie im Flug. Auf einmal ging das Licht aus, alle in der Halle fingen an zu kreischen. Als das Licht wieder an ging standen auf der Sternförmigen Bühne, die in der Mitte der Halle aufgebaut war, 5 „Gebilde", die mit grossen schwarzen Tüchern verhangen waren.
Die Tücher wurden langsam hochgezogen, während sich der Lautstärkepegel sich für kurze Zeit erhöhte, um dann gleich wieder herabzusinken, weil sich unter den Tüchern „nur" grosse Weltkugeln befanden, die wenige Augenblicke später ebenfalls hochgezogen wurden. Dann ging es erst richtig los. In den Weltkugeln öffneten sich Türen, und die Boys von Westlife seilten sich daraus ab. Das war ein spektakel. Cath und Karen dachten, dass ihnen gleich das Trommelfell platzten würde. Das Konzert war einfach Mega. Und als dann die letzten Takte von „When you’re looking like that" ausklangen waren die zwei schon irgendwie traurig. „Schade, können wir mal kurz die Zeit zurückdrehen?", fragte Karen. „Wie soll das denn bitte gehen? Und ausserdem, hast du vergessen, dass wir Backstagepässe haben, und einer von denen rein zufällig mein Bruder ist?" „Achja, los komm, auf zum Hintereingang!" So gingen die beiden also los. Nach kurzem Suchen hatten sie ihn auch endlich gefunden. „Man bin ich aufgeregt. Meinst du, sie sind nett?" „Karen. Sie sind nett. Naja, zumindest Shane. Aber die anderen sicher auch. Hey, da vorne ist so ein Typ von der Security. Lass uns den mal fragen..." Gesagt, getan. Sie wusten zuerst nicht, was sie sagen sollten, doch schliesslich fand Cath doch noch die richtigen Worte. „Äh, sorry, wir haben hier 2 Backstagepässe, wo müssen wir hin?", fragte sie schüchtern. „Backstagepässe? Wo habt ihr die denn her? Wie heisst ihr überhaupt?"
„Die habe ich von meinem Bruder bekommen. Wir heissen Catherine und Karen." „Ach, dann bist du die Schwester von Shane? Dann kommt mal mit ihr zwei!", sagte er nun etwas freundlicher, und Cath und Karen folgten ihm durch etliche Gänge, bis sie vor einer grossen Tür ankamen. „So, da sind wir", sagte der Typ, „Viel spass noch!" „Danke!", rief Karen ihm noch hinterher. „Du, Cath? Irgendwie habe ich Angst?" „Wovor denn? Komm einfach mit rein!" In diesem Moment wurde aber ach schon die Tür geöffnet.
„Hey, habe ich doch richtig gehört. HI Cath, schön dich wieder zu sehen!!!" Shane stand vor ihr und zog sie in seine Arme. „Hey Shane. Ich freue mich auch. Das ist ist übrigends Karen, meine beste Freundin!", sagte sie zu ihm. „HI Karen, wie geht’s?" „Äh, ....ja, danke, ....ganz gut!" Mit einem Lächeln drehte er sich zu den anderen um. „Hey Jungs. Meine Schwester und ihre Freundin sind da."
Sofort war Bryan an der Tür. „HI, wir haben euch schon erwartet. Kommt rein." Und zu den Shane gewandt sagte er: „Also nein, Filan. Wie kann man nur so unhöflich sein?"
Also betraten Cath und Ka den Aufhentaltsraum der 5 Boys. Ka war immer noch sichtlich unter Schock, während Shane schon die anderen vorstellte. „Also, ihr werdet sie wohl alle kennen, aber trotzdem. Ka, Cath, das sind Nix, Bry, Marky und Ki." „HI nochmal.", sagten sie zu allen.
„Sag mal Cath. Warst du eigentlich sehr geschockt, als dir gesagt wurde, dass Sha dein Bruder ist?", fragte Nicky irgendwann. „Naja, ich habe mich ehrlich gesagt gewundert, dass ich nicht in Ohnmacht gefallen bin. Aber sonst....!" Da mussten sie alle lachen. „Ähm, Ka? Kommst du eigentlich im Sommer auch nach Sligo? Würde mich mal interessieren..." wurde sie von Kian gefragt. „Keine Ahnung! Wenn ich darf?" Fragend guckte sie von Cath zu Shane."Shane? Was meinst du?", fragte nun auch Cath. „Tja, von mir aus. Wird bestimmt lusitg. Und ob nun eine mehr oder weniger, darauf kommt es nun auch nicht an. Also, wenn es dir deine Eltern erlauben, komm ruhig auch." „Sha, du bist ein Schatz, aber wir müssen jetzt los. Tut mir leid." Cath drückte ihrem Bruder noch ein Küsschen auf die Wange, umarmte die anderen und sie und Karen gingen wieder raus, wo ihre Eltern sie schon erwarteten. „Und? Wie wars?", fragte Cath’s Mum. „Einfach super. Ich freue mich schon irrsinnig auf die Sommerferien!" „Ja, und ich erst. Ich kann das alles kaum noch glauben..", sagte Ka nun. „Wie? Was heisst das denn jetzt?", fragte ihre Mutter völlig verwirrt. „Achja, Mum, darf ich im Sommer mit Cath nach Sligo, zu ihrem Bruder?" „Na, ich weiss nicht so recht. Störst du da denn nicht?"
„Bestimmt nicht Mrs. O’Brien. Die Jungs würden sich auch freuen.", mischte sich Cath nun ein.
„Na gut, wenn du unbedingt willst!" „Suppie Mum, du bist die Beste!" Karen fiel ihrer Mutter lachend um den Hals. Dann fuhren sie nach Hause, legten sich in ihre Betten und träumten von Westlife.
-Bei den Boys-
„Mark? Hallo? Bist du noch da?" „Hä? Wie? Ja klar Bry, alles in Ordnung. Ich war nur gearde in Gedanken. Was sagtest du gerade?" „Mensch, dich scheint es ja erwischt zu haben. Wer ist es denn? Karen? Oder doch eher Catherine?" „Was? Ach quatach. Ich habe mich nur auf unseren Urlaub gefreut. Endlich mal wieder ausspannen." „Jaja, und nebenbei auch noch die Girls wiedersehen.", sagte Bryan mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht.
„Bry, halt doch einfach mal bitte die Klappe!" Damit stopfte Mark Bryan einen Schokoriegel in den Mund, den er eben erst ausgepackt hatte. „Hm, lecker, danke, mein Magen hatte schon wieder geknurrt!", bedankte sich Bryan bei Mark, der ihm die Zunge herausstreckte.
Shane hatte der Unterhaltung der beiden die ganze Zeit gelauscht. Er dachte nochmal kurz über etwas nach, und setzte sich dann neben Mark. „Hey, was habe ich da gerade gehört?" „Wie?" „Mensch Marky, auf welchem Planeten warst du denn jetzt schon wieder? Hiess der evtl. Cath?" „Sha, fang du nicht auch noch damit an!", gab er etwas genervt zurück. „Ist ja schon gut, aber jetzt sag doch mal!"
„Was denn?" „Hast du dich echt in mein Schwesterchen verguckt?" „Nein, warum denn? Das ist doch alles völlig absurd....!", antwortete er ihm. „Das glaube ich dir nicht. Soll ich dir ihre Handynummer geben?" „Sha, nein. Was soll das ganze? Wollt ihr mich hier verkuppeln oder was?" „Och Marky.... Wie kommst du denn darauf?" „Bei euch weiss man nie...!"
„Handynummern? Hey Sha, hast du die von Karen?" „Ki? Ach nee. Du also auch!"
„Was heisst hier auch? Sha, Cath ist nicht mein Typ, wie oft soll ich es noch sagen?"
„Abgesehen davon, dass du es noch gar nicht gesagt hast.... vielleicht noch so 10.000 mal?"
„Ach menno, warum verarscht ihr mich immer alle?" „Mark, nimms nicht so schwer. Also Sha. Hast du jetzt die Nummer von Ka?" „Nein Ki, die habe ich nicht." „Echt nicht?" Pieppieppiep. Das war Shanes Handy. „Moment mal." Er lass die SMS und wendete sich wieder Kain zu. „Also Ki, wenn es dich beruhigt, ich habe die Handynummer wirklich nicht, aber du siehst sie doch im Sommer wieder. Cath hat mir gerade geschrieben, dass Ka mitkommt. Ihre Mutter hat es ihr erlaubt." „Echt? Wie cool. Jetzt kann ich mich ja sogar auf den Urlaub freuen. Genau wie Mark...!" „KIAN!" „Ist ja schon gut. Flieg lieber wieder zum Planeten Cath, dann nervst du wenigstens nicht rum." „Boah, mensch, zum 100. Mal. Ich will nichts von Shanes Schwester, und wer nervt hier überhaupt, das bist doch wohl DU!" „Ohoh, mit dir kann man ja kein vernünftiges Wort mehr wechseln." Damit wandte Kian sich ab, und auch Shane ging wieder seinen Beschäftigungen nach. Er musste ja schliesslich noch Gillian anrufen...
-Wieder bei den Girls-
Am nächsten Tag kam Karen zu Catherine auf den Hof, damit sie zusammen ausreiten konnten.
„Sag mal, was hast du denn da alles drin?" Karen zeigte fragend auf den grossen Rucksack, dan Cath auf dem Rücken hatte. „Ich dachte wir machen ein kleines Picknick, und reden über den Sommer!"
„Hey, super Idee." Nach ca. einer Stunde kamen die beiden an eine Lichtung. Sie stiegen ab, banden ihre Pferde an und assen das, was Cath’s Mum ihnen eingepackt hatte.
„Karen?" „Ja?" „Ich kann das alles gar nicht glauben. Erst stellt sich heraus, dass Shane von Westlife mein Bruder ist, dann gehen wir beide ihn auch noch im Sommer besuchen. Ich glaub es einfach nicht." „Ich kann dich verstehen. Aber der Sommer wird so geil. Ganze sechs Wochen mit Westlife. Das glaubt man uns nie. Aber auf die Nase binden möchte ich es ihnen auch nicht." „Du sagts es, Ich würde zwar gerne wissen, wie die alle reagieren würden, aber irgendwie möchte ich es auch wirklich nicht an die grosse Glocke hängen." Die zwei Freundinnen redeten noch eine ganze Weile über die bevorstehenden Ferien, bevor sie sich wieder auf den Weg zurück machten. Karen verabschiedete sich noch eben von Cath und beide gingen nach Hause, oder in Cath’s Fall auf‘s Zimmer.
So vergingen die restlichen 2 Monate bis zu den Ferien und schon waren sie im Auto ihrer Eltern, um nach Sligo zu fahren.
„Mum? Wie lange brauchen wir denn noch bis Sligo?", fragte Cath um das Schweigen, was sich mittlerweile eingestellt hatte, zu brechen. „Tja, ich denke so etwa noch eine halbe Stunde, Schatz!"
„Aha!" ‚Na, das kann ja noch was werden‘, dachte sie sich. ‚Mir ist langweilig, und Müde bin ich auch, wir hätten gestern nicht so lange feiern sollen‘
Das war wohl ihre eigene Schuld. Sie konnte diese Party, die immer zum Schuljahresende stattfand, einfach nicht verlassen. Die Stimmung war einfach super gewesen, aber irgendwann ist sie dann doch totmüde ins Bett gefallen. Um 4 Uhr Morgens. Um 8 Uhr musste sie dann wieder aufstehen, Koffer packen und dann sind sie auch schon losgefahren.
Aus der halbe Stunde wurde allerdings eine ganze, da sie noch in einen Stau gerieten. Keiner sagte während der restlichen Fahrt auch nure in Wort. Irgendwann war es dann jedoch so weit. Sie kamen auf dem Hof von Shanes Eltern an.
Sie stiegen aus dem Auto aus und guckten sich erstmal um. „Man ist das gross hier. Unser Hof dagegen ist ja eine kleine Hütte!", staunte Cath. In diesem Moment kam eine Frau aus dem Haupthaus.
„HI, ihr seid sicher Cath und Karen. Ich bin Mae, Shanes Mutter. Wenn mand as so sagen kann."
Bei diesem Satz schaute sie zu Caths Mutter hinüber. „Äh, ja, hi Mae, ich bin Sue. Ich wollte die zwei nur eben abliefern, ich muss wieder zurück nach Cork!", sagte diese. „Oh, schade. Naja, kann man wohl nichts machen." „Zja, leider, aufwiedersehen!" Mit diesem Worten stieg Sue wieder in ihr Auto und fuhr vom Hof. Nun wandte sich Mae den beiden Mädchen zu. „So, kommt mit rein, ich zeige euch erstmal eure Zimmer, ihr seht Müde aus." „Ja danke, Mae!" Sie gingen hoch in ihre Zimmer und richteten sich ein. Nach einer Weile gingen sie wieder hinunter in die Küche. „Ich dachte mir, ihr habt vielleicht Hunger. Am besten ihr esst erstmal was, dann könnt ihr rüber in den Stall. Shane und die anderen werden in etwa einer Stunde hier sein. Sie hatten heute noch ein letztes Interview."
„JA, alles klar!", antwortete Karen. Sie unterhielten sich noch eine Weile, wobei die Stimmung immer lockerer wurde. Dann tischte Mae das Essen. Sie saßen gerade recht gemütlich am Tisch, als die Tür aufging. „HI Mum, ist noch was zu essen da? Oh, Hallo, ihr seid Catherine und Karen, stimmts? Ihr könnt gleich mit in den Stall kommen, da zeige ich euch ein paar Pferde, die ihr auch reiten könnt, während ihr hier seid. Ihr könnt doch reiten? Achja, ich bin übrigends Liam. Shanes älterer Bruder!"
„Äh, ja, hi Liam, ich bin Cath, das ist Karen. Ja klar können wir reiten, mein Vater hat selbst ein kleines Gestüt!" „Das ist ja super." Dann setzte er sich an den Tisch und aß ebenfalls etwas. Als sie fertig waren, gingen alle in den Stall.
„So, das hier ist Mare, sie ist ziemlich temperamentvoll. Ich würde euch raten, sie lieber nicht zu reiten. Hmm, am besten ihr nehmt Alvara und Cisco. Kommt mit, die stehen weiter hinten."
Sie gingen die Boxengasse entlang und aufeinmal fiel Caths Blick auf einen wundervollen Schimmel.
Sie emrkte nicht, wie Lima hintersie getreten war, und auch Karen kam wieder zurück.
„Er ist schön, nicht wahr? Aber vergiss es. Shane lässt niemanden an Clover heran. Er lässt sich darüberhinaus auch von keinem anderen reiten!" „Hm, Schade. Er ist wirklich wunderschön."
Sie blieben noch ein Weile an Clovers Box stehen bis sie weiter gingen.
„So, hier sind wir." Sie standen vor zwei grossen Boxen. Alvara war eine mittelgrosse Schimmelstute, mit grauer Mähne. Cisco war im Vergleich zu ihr ziemlich riesig. Er hatte braunes Fell und eine schwarze Mähne. „Ich lass euch zwei dann mal hier. Shane und die anderen müssten jeden Moment kommen." „Ja, klar, danke Liam!", rief Catherine ihm noch hinterher. Sie standen noch ein ganze Weila da, bis sie beschlossen wieder rauszugehen.
Dor kamen ihnen auch schon die anderen entgegen. „Hey, da seid ihr, wir haben euch schon gesucht. Sie ihr gut angekommen?", begrüßte Shane sie. „Ja klar, Bruderherz. Und ihr? Endlich mal 6 Wochen frei?" „JA, wurde auch Zeit." Sie umarmten sich kurz alle. Bei Mark verspürte Cath allerdings ein leichtes Kribbeln in der Magengegend. ‚Hm? Komisch...‘, dachte sie, machte sich aber keine weiteren Gedanken darum. „Hey, was ist? Wollen wir heute noch ein paar Clubs unsicher machen?", fragte Kian irgendwann. „Ne, sorry Ki, ich fahr jetzt zu Georgina." „Ich muss auch zu Kerry und Molly. Die vermissen mich bestimmt auch schon so wie ich sie!", meldeten sich Nix und Bry zu Wort. Und schon waren sie verschwunden. „Ich ruf eben Gill an, dann könne wir von mir aus los.", sagte Shane nun.
„OK, wir gehen uns auch nochmal eben umziehen!" Und somit waren Cath und Karen wieder auf ihre Zimmer verschwunden.
10 Minuten später klopfte Karen an Caths Tür. Als Cath aufmachte musste sie lachen. Überall lagen ihre Klamotten verstreut. „Mensch, Cath, so kenne ich die gar nicht." „Haha, sag mir leiber, was ich anziehen soll!" „Wie wäre es mit dem schwarzen Top und deiner hellen Jeans? Dazu noch die einen Sandalen." „Habe ich mir auch schon gedacht, aber...!" „Nichts aber, jetzt mach aber schnell."
5 Minuten später gingen sie dann hinunter. Karen hatte übrigends eine schwarze Hose und ein rotes Top mit einer dünnen weißen Bluse darüber angezogen. Als sie unten ankamen schauten die Boys sie mit großen Augen an. „Hey, ihr seht super aus.", kam es von Kian, der die Augen nicht von Karen lassen konnte. Schlagartig wurde die zwei rot und gingen hinter den 3 Boys her, zum Auto.
„Wir müssen noch eben Gillian abholen, dann geht’s richtig los!", sagte Shane, und schon fuhren sie los. Sie hielten vor einem großen Haus an. Gillian kam raus und begrüßte Shane schnell mit einem Kuss, bevor sie sich neben Shane auf den Beifahrersitz fallen ließ. „Gill, das sind Cath, meine Schwester von der ich dir erzählt habe, und Karen, ihr beste Freundin!", stellte er die beiden vor.
„Hi ihr zwei, ich bin Gillian, ihr könnt mich aber ruhig Gill nennen." Die drei verstanden sich auf anhieb und als sie dann bei dem Club ankamen, waren sie schon richtig gute Freundinnen.
Sie guckten sich kurz um, und entdeckten dann Kian und Mark, die schonmal vorgefahren waren, an einem der hinteren Tische. Sie gingen hin und setzten sich zu ihnen.
„Hey, da seid ihr ja!", sagte Kian zu ihnen. Mark hielt sich dagegen eher im Hintergrund.
„Also, was wollt ihr trinken?", fragte Shane. „Äh, für Karen und mich bitte erstmal 2 Cola!", meinte
Catherine. „Gut, Kian, Mark, Gill? Was wollt ihr?" Kian und Gill wollten jeweils ein Guinnes, doch Mark meldete sich nicht zu Wort. „Mark? Komm mal bitte wieder in unser Sonnensystem...!", sagte Shane schon leicht genervt. „Hä? Jaja, ich nehm auch ein Guinnes." „Mensch, wie hiess der Planet denn jetzt schon wieder?", hakte Kian nach. „Wüsste nicht was dich das angeht.", gab Mark genervt zurück. Cath musste unweigerlich lachen. Auch Karen konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Kurz darauf kam Shane mit den Getränken wieder. „Bitteschön!", sagte er, uns stellte alles auf den Tisch. „Cath? Entschuldige mich mal bitte, ich geh eben mal auf’s Klo!" „Ja, Ka, ist gut!"
Und schon war sie verschwunden.
„Cath? Willst du tanzen?", fragte Kian sofort. „Ja klar!" Sie folgte ihm, bis
sie die anderen nicht mehr sehen konnten. „Cath? Kann ich dich mal was fragen?"
„Ja, klar Ki, schiess los!" „Meinst du, ich hätte bei Karen chancen?" „Wie kommst
du denn jetzt darauf?"
„Ach, nur so, sag doch mal bitte..." „Ich weiss es ehrlichgesagt nicht. Aber
sie hat eh einen Freund."
„Echt? Och mensch, war ja klar!" „Hey, lass den Kopf nicht hängen...Ich glaube das mit Aaron hält sowieso nicht mehr lange. Sie hat wohl langsam die Nase voll von ihm..." Schlagartig erhellte sich seine Miene wieder. „Na, dann kann man ja noch hoffen!"
-Währenddessen bei den anderen am Tisch-
„Mark? Was ist mit dir los? Hat Cath dir so den Kopf verdreht?" „Shane, was soll das denn jetzt schon wieder? Ich habe dir damals schon gesagt dass ich nichts von Cath will." „Jaja, wer’s glaubt..."
„"Also Marky, da muss ich Shane mal recht geben. So wie du immer abdriftest, wenn sie in der nähe ist..." „Gillian, jetzt fang du nicht auch noch damit an!"
„Hey, was ist denn hier los? Streitet ihr?" Karen kam wieder. „Ne, wie kommst du denn darauf?", sagte Mark schnell. „Ach, nur so. Wo sind Ki und Cath?" „Tanzen. Da kommen sie doch auch schon wieder..." „Na? Worüber habt ihr die ganze Zeit geredet?", fragte Cath. „Ach nichts besonderes!", wehret Shane sofort ab. Stimmung wollte seit dem nicht mehr so richtig aufkommen.
Doch irgendwann fragte Mark Cath, ob sie nicht mit ihm tanzen wolle. Zufälligerweise wurde gerade ein ziemlich langsames Lied aufgelegt.
„Willst du immernoch tanzen?", fragte Mark schüchtern. „Warum denn nicht?" So gingen beide ein Stück weiter weg, sodass sie die anderen nicht mehr sehen konnten. Zaghaft zog Mark sie an sich heran, woraufhin Cath schüchtern ihre Arme um seinen Hals legte.
Sobald die beiden verschwunden waren, ging am Tisch das große Getuschel los.
„Na? Was habe ich gesagt? Er hat sich doch in Cath verguckt!", sagte Kian sofort. „Weiss ich doch auch, er will es nur nicht zugeben!", sagte nun Gillian. „Hä? Um was geht es hier überhaupt?", fragte Karen leicht verwirrt. „Oh. Naja, wir haben so einen Verdacht, dass Mark sich in Catherine verguckt hat.", antwortete Shane. „Wie? Echt?" „Ja, sag mal, weißt du, was sie von Mark hält?", fragte Gillian wieder. „Nö, keinen blassen Schimmer. Mit dem einzigen den sie ziemlich süß fand, oder, allerdings mit ziemlich geringer Wahscheinlichkeit noch süß findet, würde sie nie eine ‚Beziehung‘ eingehen."
„Warum? Ich versteh nicht ganz...", sagte Kian, und guckte sie leicht verwirrt an. „Erstens hat er eine Freundin, und zweitens würde sie nie was mit ihrem Bruder anfangen!" Als sie das sagte guckte sie zu Shane rüber, der leicht verdutz aus der Wäsche schaute. Das war zu komisch, denn alle mussten anfangen zu lachen. „Aha, gut zu wissen.", sagte dieser. „Ach Shane. Musst doch keine Angst haben..." Da mussten alle nochmehr lachen. „Ne, aber mal Spass bei Seite, Ernst kommt. Wie sie Mark findet weiss ich echt nicht.", sagte Karen nun wieder, nachdem sie sich einigermaßen beruhigt hatte. „Hm, wie wäre es, mit ein paar Verkupplungsversuchen? Manche Menschen muss man halt zu ihrem Glück zwingen...", meinte Kian. „An was denkst du dabei?" „Naja, so an... oder evtl. auch..."
„Klar, ich bin dabei!" Kam es daraufhin von allen anderen im Chor.
-Währenddessen bei Mark und Cath auf der Tanzfläche-
‚So langsam aber sicher macht mich der Typ verrückt‘, dachte Cath immer wieder, während sie versuchte, das Kribbeln in ihrer Magengegend zu unterdrückend und ihre Gedanken zu ordnen.
Mark ging es nicht anders. Er mochte Cath, das heisst, er fand sie ziemlich süß. Er hatte ja kaum mehr als ein paar Sätze mit ihr gewechselt. Doch so langsam aber sicher glaubte er, dass die anderen Recht hatten. Denn auch er versuchte, genau wie Catherine, die Schmetterlinge im Bauch zu unterdrücken.
Seine letzte Beziehung war eine Enttäuschung, manchmal zogen ihn die anderen damit auf. Sie wussten zwar, dass das nicht fair war, aber sie taten es aber trotzdem. So langsam aber sicher konnte aber auch Mark mitlachen. So war das ganze nur halb so schlimm. Bevor er gemerkt hat, dass sie nur mit ihm spielte, hatte er den Boys immer von seiner großen Liebe erzählt. Er würde sich hüten, jetzt zuzugeben, sich verliebt zu haben. Nachher würden sie ihn wieder auslachen. Er glaubte dies zwar nicht, aber er wollte auch nichts überstürzen. Er wollte erstmal herrausfinden, wie Catherine fühlte, ob sie das gleiche für ihm empfand, wie er für sie, denn so langsam gestand er es sich ein. Er hatte sich bis über beide Ohren verliebt.
Während des gesammten Tanzes, guckten sie sich ununterbrochen in die Augen. Cath hätte in diesen wunderschönen himmelblauen Augen versinken können. Mark ging es nicht anders. Caths braune Augen faszinierten ihn auf eine geheimnissvolle Art und weise, die er nicht erklären konnte. Ohne das er es kontrollieren konnte, zog er sie ein wenig näher an sich heran, daraufhin legte Cath ihren Kopf aus seine Brust. Wenn es nach ihnen gegangen wäre, hätte das Lied ewig dauern können, was es natürlich nicht tat. Irgendwann war es zu Ende, sie lösten sich voneinander und gingen zurück zum Tisch, wo man sie schon erwartete. Die anderen waren in der zwischen so zuammengerückt, dass Mark und Catherine nebeneinander sitzen mussten. Beide waren froh darüber, wollten es den anderen aber nicht so offensichtlich zeigen. Sie redeten noch eine Weile über dies und das, aber Cath konnte sich kaum konzentrieren. Immerwieder schweiften ihre Gedanken zu Mark ab, und sie musterte ihn heimlich von der Seite. Dies blieb jedoch nicht ohne dass es bemerkt wurde. Gillian fiel es auf, und sie machte auch Shane darauf aufmerksam. Beide grinsten sich daraufhin an. Dies sah wiederum Mark, dachte sich aber nichts weiter dabei.
Es war bereits nach zwölf Uhr, als sie den Club verliessen. Als Cath zu Hause, oder besser gesagt auf dem Hof war, ging sie sofort ins Bett. Sie war Müde, konnte aber lange Zeit nicht einschlafen, sie dachte über Mark nach. ‚Einerseits ist ja total süß, aber er will bestimmt nichts von mir. Er ist immerhin ein Star. Ach quatsch, was denke ich hier eigentlich? Er ist immernoch genauso ein Mensch wie ich auch, mit seinen guten und schlechten Eiegenschaften...‘
Irgendwann schlief sie aber doch ein und träumte von Mark.
„Cath? Aufwachen, du kannst doch nicht ewig schlafen..." Mitten in der Nacht, so schien es Cath zumindest, wurde sie von Shane geweckt. Zögernd öffnete sie ihre Augen.
„Na endlich, und ich dachte schon ich wäre ein Langschläfer..." „Morgen", murmelte sie noch ganz verschlafen. „Haha, Morgen ist gut. Es ist schon 12.00 Uhr durch. Mark und Kian sind auch schon da. Komm, aufstehen anziehen, und runterkommen. Ich sattel Alvara für dich mit. Wir wollen ausreiten und am See ein Pick Nick machen. Nimm deine Badesachen mit!" „Jaja, ich steh ja schon auf. Gib mir 15 Minuten, dann bin ich unten, ok?" „Ist in Ordnung!" Schon war Shane wieder aus ihrem Zimmer verschwunden. Catherine gähnte noch einmal und stand dann auf. Sie nahm ihren Bikini und ging erstmal duschen. Sie zog sofort ihren Bikini an und ein Blick nach draussen genügte ihr, um zu wissen, dass es relativ warm werden würde. Sie zog noch eine Capri-hose und ein Top an, und ging runter. Unten in der Eingangshalle begegnete sie Mae. „Halle Catherine, schön, dass du auch schon wach bist. Hast du Hunger? Du kannst dir in der Küche ein Brötchen holen." „Ok, danke Mae."
Also ging sie in die Küche, schnappte sich ein kleines Brötchen und ging rüber zu den Stallungen.
Dort warteten schon alle auf sie. „Cath, wurde auch Zeit. Gut geschlafen?" Karen umarmte ihre Freundin kurz und stieg dann wie die anderen auf. Cath begrüßte noch schnell Kian und Mark, und setzte sich auf Alvara. So ritten sie los, und bis sie am See ankamen sagte Cath kein Wort. Sie war einfach noch zu müde. Sie ertappte sich aber immer wieder dabei, wie sie zu Mark rüber schielte.
Der Tat das selbe, und als sich einmal ihre Blicke trafen, guckten beide so schnell wie möglich weg.
Von da an ging Cath wieder ihren Gedaken nach. „So, wir sind da!" Shane sprang vom Pferd, was auch die anderen nach und nach taten. Sie banden ihre Pferde an und suchten dann einen Platz, um ihre Decke auszubreiten. Shane stellte den Korb ab, guckte kurz zu Gillian, Kian und Karen, und rannte mit ihnen ins Wasser. Mark und Cath blieben etwas verdutzt zurück.
„Tja, dann müssen wir wohl auspacken!", sagte er nach eine Weile. Schweigend machten sie sich an die Arbeit. Während sie auspackten berührten sich immer wieder ihre Hände, und Cath versuchte verzweifelt diese dämlichen Schmetterlinge im Bauch zu unterdrücken. Mark ging es ähnlich.
Als sie dann fertig waren, gingen auch sie ins Wasser zu den anderen, die Wasserball spielten.
„Da seid ihr ja endlich...!", rief Karen ihnen schon von weitem zu. „Ok, wie wäre es, wenn wir erstmal 2 Teams bilden würden? Mark Cath und Shane, und Karen Gillian und Ich.", meinte Kian.
„Nix da, Gill und ich wieder getrennt!", meldete sich Shane sofort zu Wort. „Ja und? Sonst ist es unfair. Mal sehen, wie es ist, wenn ihr gegeneinander spielt!", meinte Kian wieder.
„Also gut, lasst uns anfangen", sagte Gillian. Das war ein durcheinander. Kian und Shane warfen sich immer wieder gegenseitig Blicke zu, die nichts gutes zu bedeuten hatten. Irgendwann dann, schlich sich Kian von hinten an Catherine und schubste sie. In dem nur Hüfttiefen Wasser verlor sie dann auch schnell das Gleichgewicht und fiel direkt in die starken, muskulösen Arme von Mark. Während Kian Shane den nach oben gestreckten Daumen zeigte, guckten sich Mark und Cath eine Zeit lang völlig irritiert an. Als sie endlich kapierten was da gerade passierte, lösten sie sich schnell voneinander und guckten verlegen in eine andere Richtung.
„Na, das läuft doch gut bis jetzt, ich denke die beiden sind spätestens in 3 Wochen ein Paar!", meinte Karen zu Kian, der ihr zuzwinkerte. Der restliche Tag verleif relativ ruhig, genauso wie darauffolgenden 2 Wochen. Kian, Gillian, Shane und Karen versuchten immernoch alles, um Mark und Catherine zusammenzubekommen. Nicky und Bryan waren inzwischen mit Georgina bzw. Kerry und Molly nach Gran Canaria geflogen. Sie wollten ihren Urlaub dort verbringen.
Wie schon gesagt verliefen die 2 Wochen ziemlich ruhig. Doch dann passierte etwas, was niemand für möglich gehalten hätte.
Es war ein Tag wie jeder andere auch. Cath wachte auf, ging duschen und dann in den Stall um auszureiten. Das machte sie seit etwa einer Woche täglich. Sie genoss es einfach, die noch frische Lift einzuatmen und dabei im Galopp über die weiten Felder Irlands zu düsen. Sie sattelte Alvara und ging hinaus vor den Stall, um aufzusitzen. Dann ritt sie los, wie immer zwischen den einzelnen Koppeln entlang und geradeaus in den Wald. Plötzlich wurde Alvara unruhig. Sie fing an zu schnauben, und hätte Catherine nicht so schnell reagiert, wäre sie im nächsten Moment davongeprescht. ‚Na gut, jeder hat mal einen schlechten Tag, warum nicht auch Pferde?‘, sagte sie zu sich selber, um sich zu beruhigen. So ritt sie munter weiter zu der Lichtung, die sie vor 3 Tagen gefunden hatte. Sie stieg ab und setzte sich ins Weiche Gras, nachdem sie Alvara angebunden hatte. Etwas später nahm sie ihren Discman aus ihrem Rucksack und hörte Musik, die sie leicht mitsummte.
Sie dachte gerade an nichts böses, als ihr irgendjemand ein feuchtes Tuch aufs Gesicht legte. Sie bekam einen riesen Schreck, und einen Augenblick später wurden ihre Lieder immer schwerer, bis sie nichts mehr mitbekam...
Als Catherine wieder aufwachte sah sie erstmal nichts. Sie lag auf einem harten Betonboden, ohne irgendeine Decke, es war eisig kalt und stockduster. Sie bekam Angst. Was war mit ihr geschehen? Sie wusste es nicht. Eben lag sie doch noch auf der Lichtung und hatte Musik gehört. Das musste ein Traum sein, genau, ein Albtraum, aus dem sie jeden Moment wieder aufwachen würde. Doch dem war leider ganz und gar nicht so. Cath wusste nicht, wie lange sie da gesessen hatte, doch es schien ihr wie eine halbe Ewigkeit, mindestens. Aufeinmal hörte sie Schritte und ihr wurde flau im Magen. Was würde sie jetzt erwarten? Was würde passieren? Die Tür ging auf, und etwas Licht von draussen erhellte das Zimmer. Catherine konnte die Umrisse eines Mannes erkennen, genaueres jedoch nicht.
Er kam dirket auf sie zu. „Na? Endlich aufgewacht? Wurde auch Zeit!", sagte er schroff. Sie wich erschrocken zurück, und erst jetzt viel ihr auf, dass sie keine Fesseln trug, dass sie sich ja eigentlich frei bewegen hätte können, wenn sie nicht vor Angst fast wie gelähmt gewesen wäre. „Was wollen sie von mir? Wer sind sie?", brachte Cath mit zitternder Stimme hervor. „Was ich von dir will, willst du wissen? Eigentlich gar nichts, obwohl, mit dir kann man(n) wohl so seinen Spass haben..." Er lachte verächtlich, sodass Cath ein Eiskalter Schauer über den Rücken lief. „Ich will Clover!", brachte der Mann hervor. „Clover?", fragte Cath, und sie war erstaunt, überhaupt ein Wort herausgebracht zu haben. „Ja, den Hengst deines Bruders. Er gehörte mir, doch der Tierschutzverein hat ihn mir weggenommen und an deinen dämlichen Bruder verkauft. Ich habe ihn gefragt, aber er wollte ihn mir nicht zurückgeben!" Der Mann spuckte kurz auf den Boden und fuhr dann fort. „Wenn ich ihn so nicht bekomme, dann muss ich halt zu härteren Mittel greifen..." „Aber..." Cath wollte was erwiedern, aber der Typ war schon wieder verschwunden. ‚oh nein‘, schoss es ihr durch den Kopf. ‚Armer Shane, armer Clover. Was, wenn ich hier nie wieder rauskomme? Und Mark? Ich wollte hm doch noch sagen, was ich für ihn empfinde, jetzt habe ich nie die Gelegenheit dazu...‘ Cath fing an zu weinen. Sie war am Ende und total verzweifelt. Was, wenn der Typ sich wirklich an ihr vergreifen würde. Sie würde das nicht ertragen.
„Sag mal Karen, hast du Cath heute schon gesehen? Langsam mache ich mir Sorgen, so lange war sie doch noch nie weg!" Shane sah Karen fragend an. „Nein, sorry, aber Alvara ist auch weg. Sie ist wahrscheinlich nur irgendwo eingeschlafen.", versuchte sie ihn zu beruhigen. In diesem Moment vernahmen sie Hufgetrappel auf dem Hof. Sie rannten raus und sahen Alvara, aber von Cath keine Spur. „Ach du scheiße, irgendetwas stimmt da ganz und gar nicht!", rief Shane. Er fing die verängstigte Stute ein und bemerkte sofort den Zettel an ihrer Trense. Mit zitternden Fingern fing er an zu lesen.
Hi Shane,
dachte mir, ich muss mal zu härteren Maßnahmen greifen. Du wolltest mir Clover nicht zurückgeben, so habe ich deine Schwester entführt.Ich denke, das wird dich zur Besinnung bringen. Du gibst mir Clover, und du bekommst deine Schwester wieder.Komme Morgen zu der grossen Eiche am See, dirket im Wald.So gegen 18.00 Uhr, und sei bitte Pünktlich.
Mister X
Wie versteinert stand Shane eine ganze Weile da, bis Karen ihn sanft am Arm packte und ihn darauf aufmerksam amchte, dass Mark und Kian gerade auf den Hof gefahren kamen. Shane sackte zusammen und liess den Brief fallen. Karen hob ihn sofort auf und laß ihn ebenfalls. Sie reichte ihn an Mark und Kian weiter, die sich ebenfalls erstmal setzten mussten. So saßen sie mindestens 10 Minuten da, in denen keiner auch nur ein Wort sagte. Währenddessen fing Mark an zu weinen. Cath bedeutet ihm doch so viel, was, wenn er sie nie mehr wieder sehen würde.
„Scheiße, scheiße, scheiße....!", rief Shane. „Der Typ ist irre. Wer weiss, was er alles mit ihr macht? Ich muss Clover wohl oder Übel an ihn ausliefern! Aber der ist doch gar nicht da, der ist in Spanien bei einem guten Freund, das dauert ewig, bis wir ihn hierher verfrachtet haben"(Ok, das ist jetzt etwas unlogisch, aber mir viel nichts besseres ein, ausserdem ist es halb 3 Uhr Morgens!!!) Da liefen auch ihm ein paar Tränen die Wange entlang.
Sie haben zu allererst die Polizei benachrichtigt, und sich dann gedanken darüber gemacht, wie sie Cath befreien konten. Clover würde frühestens in einer Woche wieder in Sligo sein, wenn sie jetzt alles regeln lassen würden. Die Situation schien aussichtslos.
Der nächste Tag war angebrochen und Shane machte sich auf dem Weg zum Treffpunkt. Er wusste nicht, was er dem Entführer sagen sollte, aber er würde es schon irgendwie schaffen.
Es war 18.00 Uhr. ‚Na toll, unpünktlich ist er auch noch‘, dachte sich Shane, als er auch schon geräusche vernahm. Als er sich umdrehte sah er einen ziemlich grossen Mann vor sich.
„Und? Wo ist mein Clover?" „In Spanien. Er wird in einer Woche hier sein!" „So? Du willst ihn mir also immernoch nicht geben? Wie du willst..." Er wollte sich schon wieder umdrehen, als Shane ihn am Arm packte, was er jedoch im nächsten Moment wieder bereute, da er ein gutes Stück kleiner als der Typ war, und nicht wusste, was er tum sollte. „Was?", fuhr dieser ihn an. „Was ist mit Cath, meiner Schwester?" „Erwarte nicht, das ich freundlich zu ihr bin!" Und dann ging er fort. Shane stand noch eine Weile wie versteinert da, bevor auch er sich wieder auf den Heimweg machte.
Die Tür ging auf, und Cath wurde wach. Schnell setzte sie sich aufrecht hin.
„Tja, dein Bruder will mir Clover immernoch nicht geben. Erst in einer Woche oder so! Aber wenn du schon mal da bist, können wir uns ja ein wenig vergnügen..." Mit diesen Worten zog er sie auf die Beine und begann sie zu betatschen. Cath ekelte sich vor diesem Typ, und zitterte vor Angst am ganzen Körper. Zu ihrem Glück nahm sie seit 4 Jahren Karate-Stunden. Es war ihr ein leichtes ihn von sich zu stoßen. Er hatte nicht damit gerechnet, so viel er rücklinks auf den Boden. Cath wollte durch die offene Tür entkommen, doch der Mann war schneller und fasste sie noch am Bein. Sie viel hin und wurde von ihm wieder zurück geschleift. Fürs erste war er abgewimmelt, denn er ging wieder aus den Raum raus. Doch nach ca. 5 Minuten kann er mit einem dicken Seil wieder. Cath konnte sich nicht wehren so band er ihr die Füße zusammen. „So, dann kannst du wenigstens nicht abhauen. Zu Essen wirst du auch nichts bekommen, dann wirst du mir schon irgendwann willig sein.", sagte er noch, bevor er wieder verschwand.
So vergingen 4 Tage, indenen Cath sich noch tapfer wehren konnte, doch sie wurde zunehmends schwächer. Sie wäre wohl schon längst Ohnmächtig, wenn er ihr nicht wenigstens was zu trinken gebracht hätte. Sie weinte fast ununterbrochen, und wünschte sich sehnlichst, jetzt in Marks Armen zu liegen. Sie wünschte es sich so sehr, obwohl sie nicht wusste, ob er auch wirklich das selbe für sie empfand, wie sie für ihn.
Während dieser 4 Tage suchten Shane, Kian, Gillian, Karen und natürlich auch Mark das ganze Gebiet ab, aber fanden nicht eine einzige Spur. Immer wenn sie suchten, kam mindestens ein Polizist mit.
Am fünften Tag dann, kam Mark auf die Lichtung, von der aus Catherine entführt worden war.
Er fand ihren Discman und suchte die Gegend ab nach weiteren Hinweisen. Der Polizist holte sofort verstärkung und verliess Mark, um ihnen entgegenzugehen. Während Mark alleine auf der Lichtung stand bemerkte er etwas ältere Hufspuren im Waldboden. Sie führten geradewegs in des Wald hinein.
Ohne lange zu überlegen folgte er ihnen. Nach einer viertelstunde Fußmarsch sah er in der ferne ein altes marodes Haus, indem gerade ein Mann verschwunden war. Da der gute Marky nicht auf den Kopf gefallen war, konnte er sich einen Reim darauf machen, wer das war, und wo Cath stecken würde. Schnell rannte er zurück zur Lichtung, wo auch schon 5 Polizisten standen.
„Mensch Mr. Feehily, wo waren sie denn? Sie sollten nicht allein im Wald herumlaufen!"
„Jaja, sie klingen ja wie meine Mutter, kommen sie lieber mit, ich denke ich habe Cath gefunden."
Leicht verwirrt guckten ihn die Polizisten an, folgten ihm aber ohne weiter zu zögern in den Wald.
Mark musste etwas suchen, aber letztendlich kamen sie wieder am Haus an.
„So, hier habe ich einen Typen reinlaufen sehen, ich glaube kaum, dass der hier wohnt."
„Sie haben recht, das Haus steht schon seit mehr als 10 Jahren leer, so sieht es ja auch aus.", sagte nun ein kleiner rundlicher Polizist mit Glatze. Sie schlichen sich leise an das Haus heran und öffneten die Tür. Als sie eintraten kam ihnen ein modriger Geruch entgegen. Links war die Treppe eingefallen, die nach oben führte, geradeaus war alles voller Spinnweben, so gingen sich nach rechts, die Treppe hinunter in den dunklen, gepänstisch wirkenden Keller.
-Inzwischen bei Catherine-
Catherine wurde von Stunde zu Stunde schwächer, lange würde sie sich nicht mehr wehren können. Sie hatte seit Tagen nichts mehr gegessen, ihr war kalt, kurz: Sie war total am Ende.
Sie lag kraftlos auf dem Boden mit Tränen in den Augen, als die Tür aufging und ihr Entführer eintrat.
„Na Herzchen? Lebst du noch? Dachte mir ich seh mal wieder nach dir. Ich brauch mal ein bisschen Spass, mir ist so langweilig..." Mit diesen Worten beugte er sich über sie, und fing an sie zu küssen.
Cath wollte sich am liebsten übergeben. Doch selbst dafür war sie zu schwach. Sie ließ alles über sich ergehen. Sie konnte sich nicht mehr wehren, wie sie es sonst immer tat. Jetzt war sowieso alles egal. Hier würde sie nie wieder rauskommen. Der Typ war einfach ekelhaft. Er fuhr mit der Hand unter ihr T-Shirt und zog ihr kurz darauf die Hose aus. Cath war auf alles gefasst, sie konnte es ja sowieso nicht verhindern. Doch was dann geschah, hätte sie nie für möglich gehalten...
Mit einem Mal ging die Tür auf und 6 grosse Kerle kamen hereingestürmt. Ihr Entführer ließ abrupt von ihr ab, und wusste erst gar nicht was geschah. Einer der Männer die hereingestürmt kamen nahm sie vorsichtig in seinen Arm. Nun erkannte sie Mark und sie schaffte es sogar zu lächeln. „Mark,... ich bin so froh, ...dich zu seh...", sagte sie mit letzter Kraft. Sie hörte noch, wie er was erwiederte aber was, das konnte sie nicht verstehen, denn sie fiel in einen tiefen traumlosen Schlaf...
Das erste was Cath wieder mitbekam, war irgendein gepiepse. Sie wusste nicht, woher es kam, so öffnete sie langsam die Augen. Es war hell, zu hell, so schloss sie ihre Augen wieder. Es dauerte eine Weile, bis sie sich dazu durchringen konnte, sie wieder zu öffnen. Nun merkte sie, dass sie in einem Bett lag. Das gepiepse kam von einem Gerät, an das sie angeschlossen war. Sie war alleine im Raum, wie sie bald darauf feststellte. Doch trotzdem fühlte sie sich irgendwie geborgen, und in Sicherheit. Sie fragte sich, warum sie überhaupt hier war, bis die Erinnerungen der letzten Tage wieder hochkamen. Wie lange lag sie nun schon hier im Krankenhaus? Sie wusste es nicht. Nach etwa 5 Minuten kam eine Schwester rein, und als diese merkte, das Cath wach war rief sie sofort einen Arzt.
Der kam dann auch sofort und untersuchte Cath, laß irgendwelche Werte von den Geräten ab und ging wieder hinaus. Das alles bekam sie jedoch nur oberflächlich mit, und nach kurzer Zeit schlief sie wieder ein. Also sie das nächste Mal aufwachte, ging es ihr schon etwas besser. Sie machte die Augen auf, und merkte, dass sie nicht allein im Zimmer war. Es dauerte eine Weile, bis sie sich wieder an das Licht gewöhnt hatte, erkannte dann aber ihre Eltern und Shane. Sie lächelten unwillkürlich, als sie merkten, dass Cath die Augen aufgeschlagen hatte.
„Mein Schatz, wie geht es dir? Mein Gott, ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht!", fragte ihre Mutter sofort. Nach ein paar Sekunden konnte sie dann endlich ein paar Wörter herausbrigen.
„Den..Umständen entsprechend....würde ich mal sagen!", brachte sie stotternd hervor.
„Hat dir dieser Mistkerl irgendetwas angetan?", fragte Shane nun, der sich wohl für alles die Schuld gab. „Nein,...Mark kam ja noch rechtzeitig...!" Die drei blieben noch etwas, bis ein Arzt meinte, dass Catherine jetzt ihre Ruhe bräuchte. Sie verabschiedeten sich und gingen dann hinaus.
Cath erfuhr, das sie 3 Tage im Koma lag, völlig unterernährt und entkräftet. Ihr Entführer saß nun hinter Gittern. Cath musste noch eine weitere Woche im Krankenhaus bleiben, in dieser Zeit bekam sie viel Besuch, auch von Mark, der es allerdings immer so einrichtete, dass er nicht alleine da war.
Als sie dann entlassen wurde, bestand sie darauf, wieder zu Shane zu fahren. Sie hatte ja noch 2 Wochen ferien, und ausserdem war Karen auch noch bei ihm. Diese hatte Aaron inzwischen in die Wüste geschickt, und war nun glücklich mit Kian, was abzusehen war.
Als sie dann auf dem Hof ankam, wurde sie freuding in Empfang genommen. Shane hatte sie vom Krankenhaus abgeholt und nun standen da alle, bis auf Nix und Bry, die immernoch auf Gran Canaria waren, um sie zu begrüßen. Nach ein paar Tagen verlief wieder alles normal. Sie traute sich jedoch nicht mehr alleine in den Wald.
Cath wachte morgens auf, zog sich an und ging hinunter zum Frühstücken. Dort saßen bereits schon Shane und Karen. „Morgen Cath, gut geschlafen?" „Morgen Ka, ja danke, und du."
„Auch gut. Hast du Lust auf ein Picknick im Wald, heute Nachmittag?" „Ne, muss nicht sein!"
„Ach komm, wir sind doch dabei.", meldete sich nun Shane zu Wort. Nach ca. 2 Minuten hatten die beiden sie dann dazu überredet mitzukommen.
Es war 15.00 Uhr. Alle waren startklar. Sie ritten, bis sie auf eine kleine Anhöhe kamen. Dort wollten sie ihr Picknick machen. Sie breiteten alles aus und legten sich auf die Decken.
„Mark? Kann ich dich mal bitte kurz unter 4 Augen sprechen?", fragte Shane irgendwann.
„Klar was gibt’s?" Die beiden gingen in den Wald.
„Sag mal, was ist denn jetzt mit dir und Cath?" „Was soll da sein?" „Naja, merkst du nicht, wie sie dich immer anguckt? Mark, du musst ihr mal sagen, was Sache ist. Du magst sie doch auch!"
„Fängst du schon wieder damit an....!" Mark rollte genervt die Augen. „Mark, ich weiss, damals mit Marcia, das war nicht nett von uns, aber...!" „Nichts aber. Mensch, ich will nichts von Cath, versteh das endlich, und lasst doch mal endlich diese dämichen verkupplungsversuche sein...!" Da hörten sie ein rascheln hinter sich, und kurz darauf eilige Schritte. Ja, da rannte jemand weg. Mark konnte gerade nochmal Caths braune lange Haare erkennen und rannte ihr sofort hinterher. ‚Ja klar, das sieht aber ganz anders aus‘, dachte sich Shane und ging zu den anderen zurück. Er wollte die zwei mal alleine lassen, ausserdem wusste er ohnehin nicht, wo sie hingelaufen waren.
Mark rannte Cath hinterher, verlor sie aber bald aus den Augen. Eine Zeit lang suchte er noch, aber vergebens. Er fand sie einfach nicht.
Cath konnte nicht glauben, was sie da gehört hat. Wie lange hatte sie gehofft, mit Mark zusammen zukommen, und nun? Sie fing an zu weinen. Und sie bekam Angst, denn die ganzen Erinnerungen kamen wieder hoch. Bei jeden rascheln drehte sie sich so schnell wie möglich um, um zu gucken was es war. Jetzt weinte sie noch mehr, aber auch wegen ihrer eigenen Dummheit. Wie konnte sie nur glauben. Dass Mark irgendetwas für sie empfindet? Jetzt wünschte sie sich nichts sehnlicher, als das irgendjemand von den anderen hier vorbeikommen würde. Ach Mark wäre ihr recht gewesen, hauptsache weg von diesem Ort.
Mark versuchte wieder zu den anderen zurück zu kommen und irgendwann vernahm er ein leises Schluchzen. Er folgte diesem Geräusch und dann sah er Cath an einen grossen Baum gelehnt da sitzten. Langsam ging er auf sie zu. Cath drehte sich erschrocken um, fiel Mark dann aber in die Arme. Sie war froh, dass man sie gefunden hatte. „Cath ich.... das was ich vorhin zu Shane gesagt habe, das habe ich nicht so gemeint..." Er wusste nicht, wie er ihr das erklären konnte. Sie saßen lange so da, bis Cath sich wieder beruhigt hatte, und sich von Mark löste. Schweigend stand sie auf und wollte wieder gehen, als sie merkte, dass sie ja noch immer im Wald waren.
„Mark, warum?", fragte sie. „Cath, ich hatte vor etwa einem halben Jahr ein Freundin. Sie wollte nur durch mich berühmt werden, und hat nur mit mir gespielt. Die anderen haben mich damit aufgezogen. Ich wollte ihnen nicht wieder sofort auf die Nase binden, dass ich mich verliebt habe...In dich!"
Cath sah ihn mit grossen Augen an. Mark ging langsam auf sie zu und nahm sie in seine Arme.
Zuerst wollte sie zurückweichen, doch Mark hielt sie fest, sodass sie es nicht konnte.
Eine Zeit lang sahen sie sich einfach nur Stumm in die Augen. Keiner von beiden wusste hinterher, wer den letzten entscheidene Zentimeter gemacht hatte, als sich ihr Lippen zu einem zaghaften Kuss berührten, der jedoch schnell leidenschaftlicher wurde. „Cath ich liebe dich, und das schon, seit ich dich das erste Mal gesehen habe!", sagte Mark, als sie sich nach Minuten wieder voneinaner lösten. „Mark, ich liebe dich auch. Versprich mir nur, dass nie etwas zwischen uns stehen wird!" „Ehrenwort!" Damit küsste er sie erneut. Es begann zu regnen. Es war ein warmer Sommerregen. Schweigend gingen sie zu den anderen zurück und liessen einander den ganzen Weg über nicht mehr los.
Wenn eine Fortsetzung unbedingt erwünscht ist, werde ich mal sehen, ob mir noch was einfällt.
Sonst:
Ende
Als sie endlich wieder bei den anderen ankamen, wurden sie schon erwartet.
„Da seid ihr ja. Macht mal ein bisschen schneller, wir wollen nach Hause, bei dem Regen macht das ja keinen Spass mehr!" Doch das hörten die beiden kaum. Sie lächelten sich an und stiegen schweigend auf ihre Pferde. Während des Rückritts verhielten sie sich ebenfalls still, was Karen, Kian und Gillian schon ziemlich wunderte. Nur Shane kannte den Grund, nun ja, er konnte sich ihn zumindest denken.
Sie kamen auf dem Hof an und sattelten ihre Pferde ab. Danach rieben sie ihre Pferde trocken. (Nichts böses denken ;-)) Shane war schnell fertig, und auch Catherine brauchte nicht viel länger, da sie ja übung darin hatten. Cath brachte Sattel und Trense in die Sattelkammer. Shane wartete dort schon auf sie. „Na? Was läuft da zwischen euch? Ihr verhaltet euch beide irgendwie anders, seid ihr im Wald wart!", sagte er und setzte ein schelmisches Grinsen auf. „Ich wüsste nicht was dich das angeht, Bruderherz!" „Ne ganze Menge sogar. Immerhin bist du meine Schwester, und Mark einer meiner besten Freunde. Ich will nicht, dass er nochmal so verletzt wird, wie von Marcia!"
„Na gut, hast gewonnen, gegen diese Argumente komme ich nicht an." „Also?" „Mark und ich haben uns ausgesprochen!" „Und weiter?" „Wie und weiter?" „NUR ausgesprochen?" Sein Grinsen wurde immer breiter. „Naja..." „Aha, also war da doch noch was...." „Ähm,.... nun ja,..... wir....!"
„...sind zusammen!" Cath drehte sich um und erblickte Mark, der das ganze Gespräch verfolgt hatte.
„Aha, wusste ich es doch." Shane sprang wie ein kleiner Junge in die Baxongasse. „Leute, alle mal herhören, Cath und Mark sind zusammen....!" „ECHT?", kam es sofort aus allen Ecken. „Ja, wirklich!", rief Cath, die ihre Sprache wiedergefunden hatte. Mark und sie strahlten sich an und küssten sich zärtlich zum Beweis. „Na also, wurde auch Zeit, hat zwar etwas länger gedauert, als ich vorhergesagt hatte, aber immerhin..!" „Ka, was soll das heissen?" „Ach nichts, nichts..." „Du und deine Verkupplungsversuche, die haben mich fast in den Wahnsinn getrieben!", meinte Mark nun.
„Mach so was blos nicht wieder, sowas kann ganz schön ins Auge gehen, nicht wahr Sha?"
Er guckte Shane schon fast böse an, denn er war es, der Mark und Marcia damals zusammengebracht hatte. „Hey Marky, lass meine Karen in Ruhe.So was meint sie doch nicht böse...!"Damit nahm er sie in den Arm und die beiden küssten sich.
Später gegen 21.00 Uhr saßen Mark und Cath allein bei ihr im Zimmer. Besser gesagt, sie lagen. Sie hatten es sich auf Cath’s Bett gemütlich gemacht und lagen dort eng aneinandergekuschelt.
„Mark?" „Hm?" „Ich liebe dich. Ich bin so froh das ich dich habe!" „Ich liebe dich auch, meine süße. Und das für immer und ewig, auch, wenn wir mal ein paar kilometer mehr zwischen uns liegen." Mark wurde traurig, er dachte an die bevorstehenden Wochen. Cath merkte das, und machte sich Sorgen. „Mark? Was hast du?" „In zwei Wochen sind wir auf Promotour in den USA, und das wiederum ganze 2 Wochen. Ich vermisse dich jetzt schon, wenn ich nur daran denke." „Hey, lass den Kopf nicht hängen. Wir schaffen das, wir müssen das einfach schaffen." Daruafhin küsste er sie. Die Küsse der beiden wurden immer leidenschaftlicher, bis es auf einmal an der Tür klopfte. Erschrocken blickten die beiden sich an. Sie setzten sich wieder ordentlich hin und riefen ‚Herein‘. Es war Kian.
„Hey Mark, hier bist du, hätte ich mir eigentlich denken können. Kommst du? Ich will fahren."
In diesem Moment wünschte sich Mark sehnlichst mit seinem Auto gekommen zu sein. Aber nein, er musste ja mit Kian fahren. „Ja klar Ki, ich komm gleich. In 5 Minuten bin ich unten." „Ok, bis gleich!" „Schade.", meinte Cath nun. „Tja, kann man nichts machen. Bis morgen dann. Bye!" „Bye!"
Sie küsste ihn nochmal kurz auf die Wange, bevor er hinunter ging. Sie hörte zwei Autotüren und wie ein Motor angelassen wurde. Kurz darauf war wieder alles ruhig. Es klopfte erneut an ihre Tür.
„Ja?" „Hey Cath, wie geht’s?" „Ach du bist’s Ka. Geht so. Ich vermisse Mark jetzt schon, wenn ich nur an die Zeit nach den Ferien denke." Unbemerkt rann ihr eine kleine Träne die Wange hinunter.
„Hey, zwischen euch hast wohl echt gefunkt, wie?" „H-mh. Aber bei dir und Kian wohl auch!?"
„Ja, erst ist einfach so süß, nett, ich kann mit ihm lachen, was ich mit Aaron nicht konnte..."
„Jaja, ist gut, komm mal wieder runter von Wolke 7!" Sie redeten noch eine Zeit lang, bis beiden schon fast die Augen zu fielen. Sie machten sich Bettfertig und schliefen sofort danach ein.
Wenn es nach Cath und Mark ginge, vergingen die letzten beiden Wochen viel zu schnell.
Freitag, am Samstag mussten beide los, entweder nach Hause, oder zum Flughafen.
Cath saß gerade vor dem Fernseher, als Mark sie von hinten umarmte und sie küsste.
„Ich liebe dich!", raunte er ihr ins Ohr, was sie nun mit einem leidenschaftlichen Kuss beantwortete.
„Hey, ihr zwei. Hört auf da rumzuturteln, kommt lieber raus in den Garten. Der Grill ist schon an, und das Wasser im Pool ist erfrischend kühl, also hopp!" Also gingen sie raus, zu den anderen.
Alle waren da, auch Bry und Nix mit ihren Freundinnen bzw. Ehefrauen. Beide wussten nichts von Cath und Mark, und waren umso überraschter, als sich die beiden vor ihren Augen küssten.
„Na Marky, auch endlich die Frau für’s Leben gefunden?", fragte Nix irgendwann im Laufe des Abends. „Ja, ich denke schon.", antwortete er nur, und beobachtete sie, wie sie mit Ka, Ki und Sha im Pool rumalberte. Irgendwann spät Abends waren alle gegangen, bis auf Ki und Mark. Auf Gillian wollte nach Hause, da sie lange Abschiedsszenen am Morgen nicht leiden konnte. Es war noch ziemlich warm Draussen, und nachdem sie aufgeräumt hatten legte sich Cath noch etwas auf die Wiese. Plötzlich hob sie jemand hoch, und sie bekam einen riesen Schrecken, da ihr ihre Entführung im Wald wieder ins Gedächtnis kam. Schlagartig riss sie die Augen auf um sofort danach erleichtert auszuatmen, als sie Mark erkannte. „Keine Angst, ich bin’s nur!", sagte er mit sanfter Stimme. Cath lächelte ihn an und er trug sie auf ihr Zimmer, wo er sie sanft auf’s Bett legte. Er guckte sie mit so einem süßen Blick an, dem Catherine nicht widerstehen konnte. Sie zog ihn zu sich runter und küsste ihn vorsichtig. Er erwiederte den Kuss, zuerst auch eher sanft, dann aber leidenschaftlicher und inniger. Langsam fuhr er mit der Hand unter ihr Top und zog es ihr aus. Jeden Zentimeter ihrer Haut, der nun frei lag bedeckte er mit zärtlichen Küssen. Irgendwann hielt er kurz inne und Cath nutze die chance, um ihn auf den Rücken zu drehen und ihm ebenfalls sein T-Shirt auszuziehen. Sie guckten sich lange in die Augen, bis Mark wieder die Oberhand ergriff, und ihr ihre Hose auszog. Als sie gerade das Selbe bei ihm tun wollte küsste er sie auf den Mund und gab ihr mit seinen Blicken unmissverständlich zu verstehen, dass sie sich einfach fallen lassen und ihm alles überlassen sollte.
Beide verbrachten eine unendlich leidenschaftliche Nacht miteinander, und sie hätten sich wohl nie wieder losgelassen, wären einfach irgendwohin geflohen, wenn sie gewusst hätten, was noch alles auf sie zukommen würde.
Catherine wachte am nächsten Morgen auf und stellte fest, dass Mark nicht mehr da war. Sie dachte, dass er schon unten sei, deshalb stand sie auf um sich anzuziehen. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie an die letzte Nacht dachte. Da fiel ihr ein Brief auf, der an der Tür hing. Sie konnte sich denken, dass er von Mark war, so nahm sie ihn schnell ab, und lass ihn.
Guten Morgen meine süße,
gut geschlafen? Es tut mir unendlich leid, dass ich heute Morgen nicht bei dir bin, aber der Flug nach Amerika geht schon heute um 6.00 Uhr. Du schläfst hier noch so süß, da will ich dich nicht wecken. Du siehst aus wie ein kleiner Engel, mein kleiner süßer, über alles geliebter Engel. Ich vermisse dich schon jetzt, obwohl du neben mir auf dem Bett liegst. In 2 Wochen bin ich wieder in Irland, dann komme ich zu aller erst zu dir nach Cork, versprochen. Bis heute Abend, ich rufe dich an. Ich liebe dich!!!
Marky
Cath rannen Tränen über die Wangen. Sie konnte sich noch nicht einmal richtig von ihm verabschieden. Aber was hatte sie erwartet? Er war ein Star, musste immer um die Welt reisen, und Karen ging es bestimmt nicht besser. Ein Blick auf die Uhr verriet ihr, dass es schon halb 12 war.
‚Oh shit, in einer Stunde kommt Mum und holt uns ab.‘, dachte sich Cath, sprang schnell unter die Dusche, packte in Windeseile ihre Sachen und rannte mir ihrer schweren Reisetasche die Treppen hinunter. Dort stand auch schon Karen.
„Morgen Cath!" „Morgen Ka!" „Hast du auch eine Brief bekommen?" „Ja, ich weiss gar nicht, was ich ohne ihn machen soll. Er fehlt mir so!" „Mir geht es nicht anders. Aber das wird auch noch geschafft!" „Ja, bestimmt!" In dem Moment klingelte es an der Tür. Cath machte auf, und viel ihrer Mutter um den Hals. „Hi Mum, schön dich wiederzusehen." „Hallo meine süße, ich freu mich auch. Zu Hause wartet eine Überraschung auf dich!" „Bitte? Was denn?" „Wird nicht verraten! Hallo Karen, wie geht es dir denn so?" „Ganz gut, danke Mrs. Levine!" Sie veradschiedeten sich ncoh schnell von Mae und den anderen und fuhren dann los. Cath und Karen sagten nichts, während der gesamten Fahrt. Ihre Gedanken waren bei Kian und Mark.
Sie hatten Karen zu Hause
abgeliefert und waren auf ihrem Hof angekommen, da kam Cath auch schon ihr Vater
entgegen. „Hallo, mein Schatz, wir haben dch vermisst!" „Wer wir?" „Na, Ich,
Artemis und deine kleine Schwester!" „Artemis!" Und schon rannte Cath in den
Stall zu ihrer Stute, die sie freudig begrüßte. Sie stellte sie schnell auf
die Weide, ging in ihr Zimmer, duschen und dann runter ins Wohnzimmer, als ihr
einfiel, dass ihre Mutter ihr gesagt hatte, dass es eine Überraschung geben
würde.
„Mum, da gab es doch noch diese Über...!" Weiter kam sie nicht, denn auf dem
Sofa, gegenüber von ihren Eltern saß ein grosser Typ, so um die 19 oder 20.
Er hatte dunkelblonde Haare und braune Augen. „Wer ist das?", fragte sie etwas
verwirrt. „Das ist die Überraschung. Das ist James, der Sohn von Freunden von
uns!" „Aha!", sagte sie nur, begrüßte ihn, und ging zur Koppel, zu Artemis,
um sich bei ihr auszuweinen, wegen Mark. Wie sehr wünschte sie sich nun, dass
die 2 Wochen schnell vergehen würden!?
-Bei ihren Eltern und James im Wohnzimmer-
„Sieht ja ganz gut aus.", meinte James, als Cath gegangen war. „Ja, du musst sie nur entschuldigen. Sie war jetzt 6 Wochen bei ihrem Bruder in Sligo und sie hat Artemis, ihre Stute, wohl sehr vermisst."
„Macht doch nichts. Man kann es ja langsam angehen lassen. Weiss sie es überhaupt schon?" „Noch nicht, wir wollen es ihr schonend beibringen!" „Kann ich verstehen!"
Nach ein paar Minuten kam Cath wieder rein. Keiner sah ihr an, dass sie geweint hatte. Sie kam ins Wohnzimmer und setzte sich in den Sessel, am Kopf des Tisches. Sie, ihre Eltern und James redeten ein wenig, und Cath viel auf, dass er ihr vielsagemde Blicke zuwarf. Ihr gefiel der Typ nicht besonders. Sie sehnte sich nach Mark, nach seinen Berührungen, seinen starken Armen in denen sie alles vergessen konnte, und seinen Küssen. Sie träumte richtig vor sich hin, als auf einmal das Telefon klingelte. Sie ging an das Telefon im Wohnzimmer, da sie befürchtete, es nicht mehr runter in ihr Zimmer zu schaffen. „Cath Levine?" „Hi süße, ich bins!" „Mark, schön dich zu hören!" Bei dem Namen Mark wurde James hellhörig. „Wie geht’s dir, kleines?" „Ganz gut, ich vermisse dich nur so!"
„Ich vermisse dich auch. Aber in 2 Wochen bin ich ja wieder da!" „Ja, hoffentlich vergeht die Zeit schnell!" „Hoffe ich auch, du ich muss schon wieder auflegen, haben noch ein Fotoshooting! Ich liebe dich!" „Ich liebe dich auch! Bye" „Bye"
Als Cath das Gespräch beendet hatte, konnte man James ansehen, dass er irgendwie wütend war.
Den Grund sollte Cath allerdings erst später erfahren. Sie wollte gerade in ihr Zimmer gehen, als ihre Mutter sie fragte wer das war. „Das war Mark. Ein Bandkollege von Shane, und nebenbei mein neuer Freund!" Sie strahlte in die Runde. „Freund?", fragte James nochmal. „Ja, Freund. Was dagegen?", antwortete sie schnippisch. Er sagte daraufhin nichts mehr, und sie ging runter in ihr Zimmer. Sie hörte noch schwach, wie sich ihre Eltern und James über irgendetwas stritten, aber sie hörte nicht genau, um was es dabei ging. Das sollte sie wie gesagt noch früh genug erfahren...
Cath lag auf ihrem Bett, und dachte an Mark, als es an ihrer Tür klopfte. „Ja?"
Ihre Mutter trat ein. „Na, mein Schatz? Wie geht’s dir?" „Ganz gut. Ich vermisse Mark nur so schrecklich. Er ist jetzt in Amerika, und kommt erst in ein paar Wochen wieder."
„Aha, sag mal, wie findest du eigentlich James?" „James? Warum fragst du? Ich finde er ist ein arroganter Schnösel, der denkt, er kann alles haben. Obendrauf sieht er total scheiße aus! Er ist echt nicht mein Typ. Aber ich habe ja Mark!" „Wann kommt er denn genau wieder?" ‚Warum will die das denn jetzt wieder wissen?‘, dachte sich Cath und antwortete, dass er in 3 Wochen zurück sein würde. So nach dem Motto ‚Sie muss ja nicht alles wissen‘. Sie ahnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, das es das beste war, was sie je gemacht hatte.
Der restliche Tag verging relativ schnell. Mir James hatte sie nicht mehr gesprochen. Warum auch? Er war blöd und wird es auch immer bleiben. So dachte sie zumindest.
Eine knappe Woche war vergengen, ohne auch nur einen Tag, an dem sie nicht an Mark dachte. Er rief wie jeden Tag an und sie unterhielten sich mehr als eine Stunde. Als sie auflegten kamen Caths Eltern in ihr Zimmer. „Schatz? Können wir mal mit dir reden? Es geht um Mark....und James!"
„Bitte? Was ist denn da so wichtig?" „Nunja, ich weiss ehrlichgesagt nicht, wie wir es dir beibringen sollen!" „Sagt es doch einfach. So schlimm wird es schon nicht sein!", sagte sie, nichtsahnend, was sie erwarten würde. „Also, vor 20 Jahren lebte hier in der nähe ein sehr nettes Ehepaar. Wir verstanden uns wirklich gut mit ihnen. Sie hatten einen kleinen Sohn. James. Er war gerade 2 Jahre alt, als seine Eltern einen tödlichen Autounfall hatten. Seitdem lebte er bei der Schwester seiner Mutter. Wir waren gerade im Krankenhaus, weil du auf die Welt kamst!" Ihre Mutter konnte aus irgendeinem Grund nicht weiterreden. Also fuhr ihr Vater fort. „Wir gingen auch mal bei ihnen vorbei. Sie lagen beide im Sterben. Wir haben noch so gut es ging mit ihnen geredet und haben auch erzählt, dass wir eine Tochter bekommen haben. Und irgendwie hat es sich dann ereignet....!" „Ja, wir haben dich und James..!" „Mich und James was?" „Wir haben euch einander versprochen. Ihr sollt heiraten, wenn du 20 bist. Das war ihr letzter Wunsch! In 3 Wochen holt James dich nach Spanien wo er lebt. Damit wir uns richtig von dir verabschieden können, und du Mark nicht wiedersiehst. Irgendwie ist uns das auch recht. James kommt aus gutem Haus. Und Mark ist ein Boygroupsänger..." „Nein, das ist nicht wahr. Nicht diesen arroganten Schnösel?" Cath war den Tränen nahe. Sie wusste nicht was gerade passiert war, sie konnte und wollte es nicht glauben. Gedankenverloren lief sie zum Stall, holte Artemis aus ihrer Box und ritt quer in den Wald. Sie wusste nicht, wie lange sie geritten war, als sie an eine Lichtung kam. Schlagartig kamen die Erinnerungen an ihre Entführung wieder hervor, doch das war ihr jetzt egal. Hier auf der Lichtung fühlte sie sich sicher. Hier war sie schon als kleines Kind immer gewesen, wenn es ihr schlecht ging. Nur Karen wusste von diesem ‚geheimen‘ Ort, und das war auch gut so. Mit Karen konnte sie über alles reden, sie fand immer ein offenes Ohr. Sie stieg ab und legte sich ins Gras. Sie begann hemmungslos zu weinen. ‚Warum, warum, warum? Ich liebe doch Mark. Ich will ihn nicht verlieren, ihn nicht verlassen. Nie werde ich James auf freiem Willen heiraten...‘, das alles ging ihr durch den Kopf, bis sie Hufgetrappel hörte. Sie sah auf und erblickte Karen, wie sie auf sie zu kam. „Ich wusste doch, dass du hier bist. Was ist denn los? Meint gott, was ist passiert?"
„Ka, es ist so schrecklich! Ich darf Mark nie mehr wieder sehen!" „Was? Ach quatsch, was redest du denn da?" „Doch, es stimmt.....Ich soll James heiraten.......... Wir sind einander versprochen!", brachte sie stotternd hervor. „Wer ist James? Und was soll das alles?" Immernoch unter Tränen erzählte sie Karen alles, was sie wusste, was damit endete, dass sie noch mehr weinte, Karen geschockt neben ihr im Gras saß und versuchte sie zu trösten. „Aber natürlich siehst du Mark wieder!", sagte Karen dann irgendwann. „Und wie soll das gehen? Am besten ich vergesse ihn ganz schnell!" „Nein, das tust du auf gar keinen Fall. Du liebst ihn, und er liebt dich. Und damit Basta. Mark kommt in 1 Woche wieder, deine Eltern glauben aber erst in 3. Wo ist also das Problem?" „Und wie soll ich das machen, ohne dass sie Wind davon bekommen?" „Du haust einfach ab. Was anderes wird dir nicht übrig bleiben.Mark liebt dich wirklich. Der wird dich schon irgendwie verstecken. Und dann müsst ihr irgendwie heiraten!Dann können sie nicht mehr über dich bestimmen." „Haha, geht leider nicht, bevor ich 21 bin ohne die Zustimmung meiner Eltern!"
„Shit, daran habe ich gar nicht gedacht. Ach, irgendwie schaffen wir das, glaube mir!" „Wenn du meinst. Nur, wie sollen wir das Mark sagen? Meine Eltern haben mir das Telefon weggenommen. Er kann mich noch nicht mal mehr erreichen! Und weg von zu Hause darf ich auch nicht mehr!"
„Das ist ja wohl das geringste Problem. Ich sag einfach Kian er soll mir Mark geben, wenn er mich das nächste Mal anruft. Ich erkläre ihm schon alles. Wir schaffen das!"
Sie saßen noch eine ganze Weile dort auf der Lichtung, bis sie zurückritten.
Auf dem Hof angekommen warteten dort James und ihre Eltern. „Das ist er?", fragte Karen Cath.
„Ja!" „Man ist der hässlich! Ich krieg ja die krätze, wenn ich den nur sehe!" „Sag ich ja!"
Sie gingen in den Stall, um ihre Pferde zu versorgen, als James auf einmal hinter Cath stand, und sie umarmte. Sie drehte sich blitzartig um und scheuerte ihm eine, sodass er gegen die Wand flog. „Glaube ja nicht, dass ich dich heiraten werde. Dazu gehören immernoch 2!", fauchte sie ihn an.
Er packte sie grob am Arm. „Dir wird nichts anderes übrig bleiben meine süße!", sagte er noch, und verschwand dann. Das reichte, um sie wieder in Tränen ausbrechen zu lassen.
Die gesamte nächste Woche war der Horror für Cath. Immer wenn das Telefon klingelte durfte sie nicht rangehen. Es zerriss ihr das Herz. Mark wurde mittlerweile von Karen in ihren Plan eingeweiht. Da er Cath wirklich leibte, war es kein Problem für ihn, sich bereit zu erklären, alles zu tun, damit sie James nicht heiraten musste.
Sonntag, der Tag, an dem sie zusammen mit karen nach Sligo fahren würde. Ihr wecker klingelte um 4.00 Uhr in der früh. So leise wie möglich schlich sie sich aus dem Haus. Draussen war es noch stockfinster. Sie ging zum Hauptbahnhof mit ihrer grossen Reisetasche. Vor dem Haupteingang wartete schon Karen, die im Laufe der letzten Woche alles geregelt hatte. Mark und Kian würden sie von HBF in Sligo abholen. Auch Karen wollte von zu Hause fort. Sie wollte Cath nicht alleine lassen. Die Schule war ihnen egal. Sie hatten eh nur noch die 13. Klasse vor sich, die Cath sowieso nie gemacht hätte, da sie kein Wort spanisch verstand. Karen hatte ihrer Mutter noch einen Brief geschrieben, ihr alles versucht zu erklären. Sie würde es verstehen. Die ganze Fahrt über redeten sie nicht viel. Cath dachte darüber nach, wie es jetzt weitergehen sollte. Würde James sie finden? Würde sie vor der Presse verborgen bleiben? Sie würde Mark auf Tour begleiten, damit man sie nicht so schnell finden konnte. Sie würde als Visagistin arbeiten, also möglichst unauffällig. Sie durfte sich mit Mark nirgendwo zeigen, aber das war ihr egal. Hauptsache weg von James und bei Mark. Die 3 Jahre, bis sie 21 werden würde, würden hoffentlich schnell vergehen. Doch es sollte schwieriger werden, als geplant.
„Nächster Halt: Sligo HBF", tönte es aus dem Lautsprecher. Cath und Karen gingen zur Tür. Sie stiegen aus dem Zug aus und gingen schnurstracks auf den Haupteingang, oder in diesem Fall besser Hauptausgang, zu. Sie traten gerade an die frische Luft, als auch schon 2 Typen auf sie zu kamen.
Catherine fiel Mark um den Hals und fing prompt an zu weinen. „Shh, jetzt wird ja alles gut. Wir kriegen das schon hin, vertrau mir!" Damit küsste er sie und er hielt sie so fest, als ob er sie nie wieder loslassen würde. Auch Kian begrüßte Karen recht überschwenglich und redete daraufhin ebenfalls beruhigend auf Cath ein. „Cath, wenn irgendwas ist, du kannst immer mit uns reden. Man kann alles schaffen, wenn man nur will, glaube mir!" Auch er nahm Cath kurz in den Arm, bevor sie alle zu Kian, bzw. Mark nach Hause fuhren. Als sie ankamen gingen Mark und Cath erstmal Schlafzimmer.
„Sag mal Cath!", begann Mark plötzlich. „Ja?" „Können sich deine Eltern nicht denken, dass du hier bei mir bist?" Sie wunderte sich zwar, dass Karen davon anscheinend nichts erzählt hatte, erzählte es Mark dann aber. Irgendwann mitten in der Nacht schliefen sie dann ein.
Cath wachte am nächsten Morgen auf und merkte, dass Mark schon aufgestanden war. Sie zog sich an und ging runter in die Küche. „Morgen süße!", begrüßte er sie. „Morgen Mark!" Sie gab ihm einen Kuss und setzte sich an den bereits gedekten Tisch. Während sie Frühstückten redeten sie über ihr weiteres Vorgehen. Cath sollte als Visagistin mit auf Tour kommen. Sie würde nicht als solche Arbeiten, davon hatte sie ja schließlich keine Ahnung, es war als Tarnung gedacht. Wenn mal jemand fragen würde, wer sie sei, hätte man also eine Ausrede parat. Die vertraulichsten Personen vom Team waren eingeweiht. Dazu zählten der Choreograf, die Visagisten (wohl oder übel), Anto der Tourmanager, natürlich die Jungs selber, Louis, und zu guter Letzt die wichtigsten Securities.
Irgendwie würden sie das schon hinbekommen. Naja, wie man’s nimmt...
1 ¾ Jahre waren seitdem vergangen. Mark und Cath waren sehr glücklich. Sie konnten sich zwar kaum sehen, aber wenn, dann war es umso schöner. Alles funktionierte bestens auf Tour. Wenn sie mal zu Hause waren, mussten sie höllisch aufpassen. Cath wohnte nicht bei Mark, jedoch ganz in der Nähe von ihm. Sie bewohnte mit Karen eine kleine Wohnung in Sligo. Einmal kamen Polizisten vorbei, und fragten Mark nach ihr, sie fragten auch Shane und die anderen. Doch sie zogen sich gekonnt aus der Affäre. Dann kam Caths 20. Geburtstag. Früh Morgens wurde sich durch Mark und die anderen geweckt, die Happy Birthday singend in ihr Zimmer kamen. Nachdem sie fertig waren, war Catherine endlich hellwach. „Danke, ihr seid zu lieb!", sagte sie. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!" Mark gab ihr einen langen Kuss auf den Mund. Auch die anderen sprich Kian, Karen, Shane, Bryan, Nicky, Georgina, Kerry und Gillian gratulierten ihr. Dann kam was, was sie sich innerlich schon lange gewünscht hatte. Sie packte alle Geschenke aus, zuletzt das von Mark. Es war eine kleine schwarze Schatulle. Mark nahm sie ihr nochmal vorsichtig aus der Hand und öffnete sie. In der Schatulle befand sich ein Wunderschöner silberner Ring mit einem Diamanten besetzt, auf einem Roten Samtkissen. Cath wusste nicht was sie sagen sollte. Mark begann daher zu reden „Cath, wir haben jetzt soviel durchgemacht, und alles überstanden. Wenn du 21 bist, darfst du auch ohne die Zustimmung deiner Eltern heiraten. Aber ich habe dich nie gefragt, ob du das eigentlich willst. Deshalb hole ich das jetzt nach." Er holte nocheinmal tief Luft und sah dann genau in Caths braune Augen, die sich langsam mit Tränen füllten. „Cath? Willst du mich heiraten?" Cath liess ihren Tränen freien Lauf. Nur stotternd brachte sie ein ‚Ja, ich will‘ heraus, doch gerade noch so laut, dass es alle verstehen konnten. Sie applaudierten, und Mark und Cath küssten sich innig. „Ähem!" Kian räusperte sich. „Ich denke, jetzt ist der richtig Moment, es bekannt zu geben. Karen und ich sind auch verlobt!" Zuerst waren wieder alle sprachlos, dann wurde aber auch den beiden gratuliert.
Mark und Cath wollten genau an ihrem Geburtstag heiraten, dann konnte sie endlich wieder ‚frei‘ sein.
So verging ein weiteres halbes Jahr, indem noch alles super lief...
Es war Montag, alle saßen im Flugzeug nach Spanien, wo Westlife demnächst auf eine große Tour gingen. Die Tour startete in Madrid, wo sie auch landeten. Den ganzen Flug über lag Cath in den Armen von Mark, und träumte von einer schönen Zukunft. Auch Karen war mitgekommen, die mit Kian herumalberte. Als sie gelandet waren, weckte Mark Cath mit zarten Küssen. „Schatz? Aufwachen, wir sind da!" „Hmm?", fragte sie verschlafen. „Komm, du musst aufstehen."
Eine halbe Stunde später standen sie vor dem Flughafen und stiegen in einen Tourbus ein.
Cath wusste nicht, dass sie beobachtet wurde, ein ungutes Gefühl hatte sie dennoch.
„Mark?" „Was ist süße?" „Ich weiss nicht, ich habe irgendwie Angst, ich weiss selber nicht warum, oder wovor...!" „Hey, es ist doch alles gut. In weniger als in einem halben Jahr ist es doch vorbei, das Versteckspiel!" „Mark, das ist es nicht, es ist irgendwas anderes....!" „Beruhige dich doch wieder. Es passiert schon nichts." Daraufhin küsste er sie zärtlich. 10 Minuten später waren sie dann am Hotel und stiegen aus. Cath und Karen mussten etwas länger im Bus bleiben, und das Hotel durch den Hintereingang betreten, aber das waren sie mittlerweile gewohnt.
Schon am Abend gaben Westlife ihr erstes Konzert in Madrid, Die beiden Mädchen gingen selbstverständlich mit. Cath ahnte nicht, dass dies zu ihrem Verhängnis werden würde.
Die Jungs hatten sich gerade zum letzen Mal umgezogen, als es passierte. Nichtsahnend standen Karen und Cath hinter der Bühne, als 2 Polizisten auf sie zukamen. „Entschuldigen sie bitte. Sind sie zufällig Catherine Levine?" „Ja, warum fragen sie?", antwortete sie ängstlich. „darf ich sie bitten mit uns zu kommen?" Dann erkannte sie James, wie er in einiger Entfernung zu ihr stand. „OH nein, warum jetzt?", schoss es ihr durch den Kopf. „Cath? Alles in Ordnung? Du wirst so blass!" Ängstlich schaute Karen ihre Freundin an. Stumm zeigte sie mit dem Kopf in die Richtung, in der James stand.
Nun verdunkelte sich auch Karens Miene schlagartig. Cath wollte losrennen, einfach weg von den Polizisten, weg von allem, sich einfach irgendwo verstecken, wo sie keiner, ausser vielleicht Mark, fand. Doch sie konnte nicht. Vor Schreck wie gelähmt stand sie da, und schaute zu James. Der kam währenddessen zu ihnen rüber. Mit einem zuckersüßen lächeln fing er an zu sprechen. „Catherine, was machst du für Sachen? Deine Eltern und ich waren ganz krank vor Sorge. Zum Glück habe ich dich am Flughafen bemerkt, sonst hätten wir dich ja nie wieder gefunden. Warum bist du weggelaufen. Jetzt komm wieder mit mir, und wir besprechen alles, für unsere baldige Hochzeit!" Er gab den Polizisten ein unauffälliges Zeichen, woraufhin sie Cath packten und mit zogen. Sie schrie praktisch um ihr leben, bat alle ihr zu helfen, aber sie konnten nicht, da mittlerweile noch 2 andere Polizisten aufgetaucht waren, die sie alle zurück hielten.
Später, als Westlife mit ihrer Show fertig waren stürmte Mark hinter die Bühne, da er ein komisches Gefühl in der Magengegend hatte. Dort lagen sich alle in den Armen. Das ganze Team wusste schon seit ca. einem Jahr von der Sache mit Cath, und alle hatten sie in ihr Herz geschlossen. Den meisten zeriss es das Herz, sie so leiden zu sehen. „Was ist passiert?", fragte Mark flüsternd, obwohl er sich die Antwort bereits denken konnte. Unter Tränen erzählte Karen alles, was vorgefallen war.
Mark wollte es nicht glauben und schrie immer wieder ‚warum!‘. Er konnte das alles nicht glauben.
Die anderen brachten ihn dann bald ins Hotel, wo er in seinem Zimmer in einen tiefen traumlosen und dennoch unruhigen Schlaf fiel.
Catherine wurde von der Polizei und James in ein grosses Haus gebracht, welches ziemlich abgelegen lag. Ab dem Zeitpunkt an, an dem sie im Auto saß, hatte sie aufgehört sich zu wehren. Sie dachte sich, dass es sowieso keinen Sinn machen würde. Nun würde sie James heiraten müssen, ob sie wollte oder nicht. Niemand würde ihr nun mehr helfen können, noch nicht einmal ihre Eltern, wenn sie es gewollt hätten, oder Karen. Mehr als zwei Jahre lang ging alles gut, und jetzt? Das konnte doch einfach nicht wahr sein!? Nach einer Weile, in der sie alleine in ihrem Zimmer saß, kamen dann ihre Eltern.
„Catherine, was sollte das? Wir haben uns wer weiss wie viele Sorgen um dich gemacht. Aber wir wussten ja von Anfang an, dass du nur bei Mark sein konntest, nachdem Karen auch verschwunden war. Wir konnten nur nichts beweisen. Zum Glück wirst du jetzt James heiraten, dann wird alles wieder gut!" Was hatten ihre Eltern da gesagt? Sie konnte es einfach nicht glauben. „Sagt mal, spinnt ihr? Jetzt wird alles gut? Ihr habt sie doch nicht mehr alle. James ist ein ekel höchsten Grades, und ich liebe Mark, nur ihn allein. Wie könnt ihr nur so gemein zu mir sein, ich will ihn nicht heiraten,....
ausserdem bin ich mit Mark verlobt!" „Kind, rede nicht so einen Unsinn. Und mit Mark verlobt, das träumst du. In drei Tagen wirst du mit James verheiratet sein, keine Widerrede!", mischte sich nun auch ihre Mutter ein. Mit einem lauten Knall flog dann die Tür hinter ihren Eltern ins Schloss. Dann hielt Cath ihre Tränen nicht mehr zurück, sie liess ihnen freien Lauf. Warum nur? In drei Tagen einen Mann heiraten, von dem sie noch nicht einmal den Nachnahmen kannte. Das war alles nur ein Alptraum, und sie würde schnell aufwachen, doch fehlanzeige. Am nächsten Tag fing alles so an, wie es geendet hatte. Ein heller Sonnenstrahl durchflutete ihr Zimmer, als sie aufwachte. Normalerweise hätte sie sich darüber gefreut, aber danach war ihr ganz und gar nicht zu Mute. Sie blickte auf, und eine in Schwarz und Weiss gekleidete Dame huschte in ihrem Zimmer unher. „Oh, sie sind aufgewacht. Man hat mich geschickt, um ihnen bei der Anprobe des Hochzeitkleides zu helfen. Machen sie sich bitte schnell fertig, damit wir beginnen können mit der Anprobe!" Dann gign sie wieder hinaus. ‚Oh Gott, Hochzeitskleid, wenn ich das schon höre. Und ohne Mark...‘ Ihr kamen wieder die Tränen. Sie würde Mark nie wieder sehen, und ihr Leben an der Seite von diesem James verbringen müssen. Was hatte sie getan, dass man sie so bestrafte? Nur Widerwillig machte sie sich fertig, das hiess Duschen, anziehen und schminken. Anprobieren würde sie dieses komische etwas bestimmt nicht. Das Kleid war schlicht und einfach hässlich. Viel zu viel Verzierungen überall, einfach viel zu übertrieben, das gefiel Cath gar nicht. Nachdem sie eine Weile gewartet hatte kam die Dame dann wieder. „So, dann können wir ja anfangen!" Doch Cath rührte sich nicht. „Was ist denn? Wollen sie es nicht anprobieren?" „Ich weigere mich!", erwiederte Catherine trotzig. „Warum denn?" „Sagen sie, sie wissen von nichts?", fragte sie ungläubig. „Nein, ich soll mit ihnen nur das Kleid anziehen, für den schönsten Tag in ihrem Leben!" „Schönster Tag in meinen Leben? Das ich nicht lache. Ich will ihn nicht heiraten, ich werde dazu gezwungen, und Mark....!" „WAS WERDEN SIE? Das kann ja wohl nicht wahr sein!", rief die Dame aufgebracht. „Doch!" „Erzählen sie mal!" Dann erzählte Cath alles von Anfang an. Von Shane, ihrem Bruder, von Mark, wie sie sich kennengelernt hatten, von der Entführung, dem ersten Kuss, und den weiteren Geschehnissen. Als sie geendet hatte saß die Dame, die sich zwischendurch als Alexandra vorstellte und genauso alt war wie Cath, mit offenem Mund auf Caths Bett. „Das kann doch nicht wahr sein, aber warum wehrst du dich denn nicht?" „Das habe ich doch versucht. Aber, was soll ich denn noch machen?" „So, wie du mir das erzählt hast, kann es nicht weiter gehen. Gib mir die Adresse von diesem Mark. Ich lasse mir was einfallen. Ich kenne dich zwar kaum, aber ich werde dir helfen, egal wie! Das ist doch alles unmenschlich!" „Aber, ich glaube nicht, dass du an Mark rankommen wirst!" „Lass das mal meine Sorge sein. Gib mir einfach die Adresse!" Das tat sie dann auch, und schrieb alles auf einen Zettel. „So, ich habe noch was dazu geschrieben. Gib diesen Zettel Mark, dann wird er dir hoffentlich glauben. Bilder von ihm findest du ja in allen Zeitschriften!" „Ja, ich mache mich sofort auf den Weg!" Sie wollte schon gehen, als Cath sie noch mal zurück hielt. „Alexandra?" „Ja?" „Danke, danke für alles!" Mit einem lächeln ging Alexandra dann hinaus aus dem Zimmer und machte sich auf den Weg, Mark zu suchen!
-Inzwischen bei Mark-
Schweißgebadet wachte er auf. Alles war hell in seinem Hotelzimmer. Er erinerte sich wieder an den gestrigen Tag und musste die Tränen stark unterdrücken. Schweigend machte er sich auf dem Weg ins Bad. Als er in den Spiegel guckte erschrak er. Das konnte doch nicht er selber sein, oder? Der Typ, der ihn da im Spiegel anstarrte sah aus wie ein Zombie. Ok, so fühlte er sich auch, aber trotzdem war das kein Grund, so auszusehen, oder doch? Wie jeden Tag machte er sich fertig und als er wieder aus dem Badezimmer trat klopfte es an der Tür. Er ging hin und öffnete. „Oh Gott, Mark wie siehst du denn aus? Einfach schrecklich, geht es dir nicht gut?" Louis stand da und schaute ihn besorgt an. Mark schüttelte nur kurz den Kopf und legte sich auf sein Bett. „Ich habe es schon gehört. Tut mir leid. Am Besten, ich sage das Interview heute ab!" „Aber...!" „Keine Widerrede. Ruh dich aus, bis dann!" Dann ging er wieder. Warum machte Louis sich auf einmal Sorgen um seine Gesundheit? Wahrscheinlich weil auch er Cath besonders ins Herz geschlossen hatte. Er wusste später nicht mehr, wie lange er da so lag, aber irgendwann klopfte es an der Tür. Er stand auf, aber er musste sich gleich wieder hinsetzten. Ihm wurde fast schwarz vor Augen. Es klopfte noch ein zweites Mal. Dann gign er endlich zur Tür und machte auf. Dort stand Shane. „Hey Mark, du siehst ja nicht gerade gut aus, aber durch die haben wir mal eine Tag frei!" „Shane, was willst du? Mir geht es echt mies!" „JA, kann ich mir denken, aber guck mal, wen ich hier habe!" Marks Miene erhellte sich für kurze Zeit, aber nur so lange, bis er feststellte, dass das Mädchen bei Shane nicht Cath war. „Wer ist das?" „Hi, du bist also Mark?! Cath schickt mich, ich soll dir das hier geben!" Er nahm den Brief entgegen und öffnete ihn. Schnell überflog er die Zeilen und bat sie dann hinein. „Also, du hast einen Plan?", fragte er immer noch etwas ungläubig. „Nun, ja, wenn alles klappt schon!" Dann erzählte sie Mark und Shane alles. Nach kurzer Zeit holten sie dann auch noch Bryan, Nicky, Kian, Karen und auch Louis rüber. Alle fanden den Plan genial, aber sie wussten, dass es ziemlich schwer werden würde, das Ganze zu verwirklichen. Es würde ihre letzte Chance sein.
Zwei Tage später. Der Entscheidungstag. Cath wachte früh am Morgen von einem Klopfen an ihrerZimmertür auf. Noch schläfrig machte sie auf. Vor ihr stand Alexandra. „Morgen Cath. Ich soll dir bei
Deinen Vorbereitungen helfen!" Das ‚Gut‘ liess sie vorsichtshalber weg. „Hallo Alex. Ja, ok. Wie viel
Uhr ist es, und was ist mit Mark?" Die zwei hatten seit dem letzten Gespräch vor zwei Tagen nicht
mehr miteinander geredet. „Es ist jetzt halb sechs, und mit Mark und den anderen ist alles abgesprochen. Wenn alles klappt, fliegst du sofort mit Karen zurück nach Sligo, der Flug ist gebucht und alles ist vorbereitet! Du musst nur ein paar normale Sachen unter das Kleid anziehen,,aber das klappt schon!" Inzwischen waren die beiden in Cath’s Zimmer, und Cath musste einige Male die Tränen unterdrücken, da sie an Mark dachte. Er fehlte ihr ja so. Und dann auch noch..... nein, daran wollte sie gar nicht denken, was passieren würde, wenn es nicht klappen würde, und James davon erfahren würde. Niemand ausser ihr wusste es, doch das sollte sich ändern. „Und was soll ich genau machen?" „Also, erst mal........... dann klappt schon alles weitere. Verlass dich auf Karen!" Alex nahm Catherine beruhigend in den Arm. Es musste einfach klappen, wenn nicht dann....... Nein, das würde sie nicht überleben, und eine andere Person auch nicht, die sie sehr liebte.
Ganze vier Stunden hatten sie, um Cath fertig zu machen, für die ‚Hochzeit‘. Doch es wurde knapp, da ihr Make-up dauernd verwischte, da ihr mal wieder die Tränen kamen, vor Trauer... und Angst. Angst um Mark, um..... ach, es würde einfach alles klappen, es musste. Dann war es soweit. Cath wurde immer nervöser. Die Limousine stand schon vor der Tür. Noch in ihrem Zimmer sagte sie etwas zu Alex. „Alex, wenn du Mark, oder einen der anderen noch mal siehst, bitte sag ihnen, dass, egal was passiert, und egal was ich sage oder mache, sie einfach wie geplant weiter machen sollen, ok? Versprich es mir, bitte!" Einen Moment guckte Alex sie veriwrrt an. Dann antwortete sie. „Ja, klar, mache ich, verlass dich auf mich!" Sie umarmten sich kurz, bevor schon zwei ‚Schränke‘ kamen, um Cath zu begleiten. James und auch ihre Eltern wollten sicher gehen, dass sie nicht mehr abhauen konnte. Nach etwa einer halben Stunde kamen sie an der Kirche an. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Sie stieg aus der Limousine und ging, immernoch von den Schränken begleitet, die Treppe hoch. Kurz vor der Tür machten sie halt. Cath blickte nach links. Moment, das Gesicht kannte sie doch!
„Fran?", flüsterte sie kaum hörbar. Er nickte kaum merklich, zwinkerte ihr zu und machten dann die Tür auf. Jetzt fühlte sie sich sicherer. Mindestens ein Bodyguard von Westlife war hier. Doch sie konnte nicht lange darüber nachdenken, die Musik setzte ein. Ihr Vater nahm schnell ihren Arm und schreitete mit ihr zum Altar, wo ein breit grinsender James wartete. Schon beim Anblick dieses Kotzbrockens wurde ihr schlecht, was nicht unbedingt nur daran lag. Sie kam vor dem Altar an, und James hatte so ein typisches Siegerlächeln aufgesetzt. Wie sie diesen Typen doch hasste! Die Musik stoppte, und der Pfarrer begann. Zuerst kam die allgemeine Rede und zwischendurch bekam Cath Zweifel. Wäre das alles nicht zu gefählich? Aber das verwarf sie schnell wieder. Jetzt war es eh zu spät. Dann, die entscheidenden Worte.
„Willst du, James Fernandez, die hier anwesende Catherine Levine zu deiner rechtmäßigen Ehefrau nehmen, so antworte mit: Ja, ich will!" „Ja, ich will!" „Und willst du, Catherine Levine, den hier anwesenden James Fernandez zu deinem rechtmäßigen Ehemann nehmen, so antworte auch du mit: Ja, ich will!" Sie zögerte. Ok, jetzt kam es drauf an, hoffentlich hatte Alexandra die anderen noch mal gesprochen. „ Nein, ich will nicht!" Ein raunen ging durch die Menge, sie hörte ihre Mutter vor entsetzen aufschreien und der Pfarrer schaute sie entgeistert an. „Und warum nicht?", fragte nun wieder der Pfarrer, der sich sehr schnell gefasst hatte. „Weil,... weil ich,... weil ich schwanger bin, nicht von ihm da!" Sie zeigte auf James. Wieder Gemurmel im Hintergrund. Jetzt fing alles erst richtig an. Einige Bodyguards, angeführt von Fran Crosgrave, stürmten in die Kirche, Mark, Kian, Shane, Bryan und Nicky sprangen aus der hintersten Reihe auf und rannten etwas weiter nach vorne und riefen Cath. Karen kam von vorne aus der Sakrestai. „Cath, komm schnell!" Und schon wurde sie mitgezogen. Draussen stand ein kleiner Bus und Cath und Karen sprangen hinein. Der Fahrer fuhr sofort los und Cath sah noch, wie auch die Jungs in einen anderen Bus stiegen und in die entgegengesetzte Richtung fuhren, dann bogen sie um die Ecke, und alles war weg. Cath guckte nach vorne. „Sag mal, wie hast du das gemeint von wegen, du bist schwange?", fragte Karen, nach etwa 3 Minuten fahrt. „So, wie ich es gesagt habe!", gab diese zurück. „Du bist echt schwanger, von Mark?"
„Ne, von James, natürlich von Mark!" Sie strahlte über das ganze Gesicht. „Hey, Glückwunsch, da wird er sich aber freuen!" Sie umarmten sich, bevor Cath anfing das Kleid auszuziehen. Darunter hatte sie eine dünne Jeans und ein einfaches T-Shirt, was man unter dem Kleid icht erkennen konnte. Schnell zog sie sich noch andere Schuhe an, bevor sie auch schon am Flughafen ankamen. Die beiden stiegen aus. „So, wir fliegen jetzt nach Amerika, genauer gesagt Orlando/Florida, wo wir in einem Hotel unter einem falschen Namen wohnen, bis die Jungs mit der Tour in drei Wochen fertig sind. Dann wieder zurück nach Sligo und etwa vier Monate danach wird geheiratet!", klärte Karen Cath auf, als sie schon im Flugzeug saßen. „Da sehe ich Mark bis dahin ja gar nicht!", sagte sie traurig. „Ach komm, Kopf hoch, dafür bist du dann frei!" Cath zwang sich zu einem Lächeln. Erst als das Flugzeug abhob, lehnte sie sich entspannt zurück. Nun konnte sie wieder etwas sicherer sein. Nach einem 12 stündigen Flug kamen sie in Orlando an. „Sag mal, was ist eigentlich mit meinen Sachen?", fragte Cath, als sie ausstiegen. „Die haben wir schon ins Hotel fliegen lassen. Alles erledigt, keine Sorge!" Dann wurden sie zum Hotel gebracht. Diese Zeit über sagten sie kein einziges Wort. Wie würde es jetzt weiter gehen? Fünf Monate waren noch zu überstehen, davon mindestens die halbe Zeit über ohne Mark.
Die drei Wochen vergingen wie im Fluge. Sie telefonierte jeden Tag mit Mark, der sich riesig über das Baby freute. Irgendwann waren sie dann wieder im Flugzeug, Cath und Karen. „Sehr geehrte Fluggäste. Wir werden in wenigen Miuten landen, bitte,........!"
„Na endlich. Ich will zu Mark, ich vermisse ihn so!" „Ach Cath, das wird schon!",munterte Karen sie auf. Mark konnte sie nicht vom Flughafen abholen. Das Risiko wäre zu groß gewesen. Ein Bodyguard würde die zwei abholen, und dann zu Shane bringen, er war immerhin noch Caths Bruder. Endlich, sie saßen im Auto. Nun waren sie etwas sicherer, als im Flughafengebäude. Erschöpft, aber glücklich liessen sie sich auf die Rücksitze fallen. Zwei Stunden Fahrt lagen vor ihnen. Sie schienen den beiden endlos vorzukommen. Doch irgendwann fuhren sie auf den Hof von Shane. Sofort kamen Mark, Kian und die anderen aus dem Haus rausgesprungen. Der Wagen war gerade erst zum Stehen gekommen, da sprang Cath auch schon raus, genau in Marks Arme. „Süße, endlich habe ich dich wieder, ich habe dich ja so vermisst!" „Ich dich auch Mark!" Dann küssten sie sich. Das erste Mal seit vier Wochen. Der Kuss wollte gar keine Ende nehmen. Nach Ewigkeiten lagen sie sich dann in den Armen, immernoch auf dem Hof. „Sagt Mal, wollen wir nicht langsam mal reingehen? Es wird leicht kühl!", meinte Shane. Sie schnappten sich die Koffer und gingen ins Haus, direkt ins Wohnzimmer vor den Kamin. Als sie sich gesetzt hatten umarmte Mark Cath von hinten und legte seine Hand auf ihren Bauch. „Wie geht es euch beiden überhaupt!" Sie legte ihre Hand auf Marks und flüsterte: „Uns geht es im Moment besser denn je!" Dann küssten sie sich wieder. Auch Karen und Kian schienen sichtlich erfreut darüber, dass sie wieder vereint waren.
Es war schon ziemlich spät, als Cath irgendwann genau die Frage stellte, die wohl in diesem Augenblick jedem im Kopf herum schwirrten. „Wie geht es jetzt eigentlich weiter? James wird nicht so einfach aufgeben, ich will bei Mark bleiben!" Damit kuschelte sie sich noch etwas enger an ihn heran. Einige Minuten herrschte eine bedrückende Stille im Raum, bis Shane dann das Wort ergriff.
„Ich denke, hier werden sie mal wieder zu aller erst nach dir suchen, deshalb haben wir es so geregelt, dass du die nächsten Monate bei Gillian wohnen kannst, ist das in Ordnung für dich?", fragte er Cath.
„Klar, solange ich nicht wieder zurück zu diesem Ekel muss! Warum ist die Wetl nur so ungerecht?" Sie musste erneut aufkommende Tränen unterdrücken, während Mark ihr beruhigend über den Rücken strich. „Komm, mal den Teufel nicht an die Wand. Heute werden wir erstmal alle hier bleiben, und morgen geht es dann zu Gillian, in Ordnung?", fragte Kian. Alle nickten, so war es beschlossene Sache. Sie blieben nicht mehr lange auf, dafür waren sie alle viel zu erschöpft. In der Nacht konnten Cath und Mark endlich wieder in Ruhe schlafen (Nicht perveses denken!), ohne sich großartige Gedanken darüber machen zu müssen, wie es dem anderen wohl ginge. Eng aneinandergekuschelt schliefen die beiden ein, und wachten am nächsten Morgen genauso wieder auf, als Bryan wie von der Tarantel gestochen ins Zimmer gerannt kam und die beiden damit weckte.
„MARK; CATH; AUFWACHEN!" „Hey, Bry, spinnst du? Was ist denn los?", gab Mark leicht verschlafen und doch ziemlich genervt von sich. „Die Polizei, und James.....!", mehr konnte er nicht sagen, denn da hörten sie auch schon Stimmen auf der Treppe. Cath bekam Angst. Sollte nun doch wieder alles schief gehen? Nein, das durfte einfach nicht sein! „Mark...!", stammelte sie, völlig verzweifelt. „Hey, ist gut. Die bekommen die nicht noch einmal!" Schnell zogen sie sich das nötigste an, während Bryan schon wieder raus rannte, um die Polizisten abzulenken. Das dumme war nur, die hatten einen ganz legalen Dursuchungsbescheid! „Und wie kommen wir jetzt hier raus?", fragte Cath. „Ich weiss es auch nicht, süße!", gab Mark resignierend von sich. Aufeinmal wurde die Tür wieder aufgerissen. Shane kam hereingerannt. „Cath, komm. Die.... Polizisten sind....... im anderen Teil des Hauses. Schnell, zu den Pferden.... Clover ist gesattelt!", immer noch ausser Atem zog er Cath an der Hand und rannte Richtung Stall. Clover stand draussen auf dem Hof. „Komm, schnell, spring auf kleines!", keuchte Shane und half ihr in den Sattel. „DA SIND SIE!" James! Er war schon fast bei ihr, als Shane Clover einen Klaps gab, und der Richtung Wald los galoppierte. Er würde schon wissen, wo er hinläuft, und wie er zurückkommen würde. James kam bei Shane an. „WO REITET SIE HIN?????", schrie er ihn an, und packte ihm am Kragen. Die anderen kamen so schnell sie konnten angelaufen, und konnten gerade noch so eine Prügelei verhindern, als auch schon die ganzen Polizisten auf sie zukamen. „Wen meinst du?", fragte Liam, Shanes Bruder, der aus dem Stall kam. „IHR WISST GENAU; WEN ICH MEINE!" Alle sahen in gespielt fragend an. „CATH; DA; GERADE AUF DEM PFERD!", schrie er immer noch total wütend. „Ach, du meinst das Mädchen da gerade auf dem Pferd? Das war meine Freundin Gillian. Cath ist hier nicht, ich habe sie die letzten 4 Wochen nicht gesehen. Ich dachte, ihr zwei hättet geheiratet?!", tat Shane völlig ahnungslos mit einem Grinsen im Gesicht. Er wusste genau, dass er James damit noch wütender machte. „Tu nicht so, du Lackaffe. Ihr habt das doch gerade noch so verhindert!" James wollte wieder auf Shane losgehen, die Polizisten hielten ihn aber davon ab, und auch die anderen Boys stellten sich bedrohend hinter Shane.
„Ich kriege sie doch!", zischte James, und ging mit dem Polizisten davon.
Fünf Minuten später saßen alle im Stall. „Das war knapp, aber zu Gillian kann sie jetzt auch nicht mehr. Die werden sicher alles überwachen!", meinte Bryan, der ausnahmsweise mal keine Witze machte. „Hotel?!", schlug Kian vor. „Ne, zu gefährlich!", meinte Nicky. „Oh scheiße. Ich will sie nicht verlieren!", schluchzte Mark. „Ihre Entführung...!", murmelte Shane. „Was?", fragte alle gleichzeitig. „Na klar, das ist es!" „Jetzt sag schon Shane!", drängelte Nicky. „Na, als sie damals entführt wurde! Das alte Haus im Wald! Da kann sie bleiben. Kommt, wir packen ihr eben schnell ein paar Sachen ein, und reiten zu ihr. Clover ist 100% an einen kleinen See am anderen Ende des Waldes galoppiert, da finden wir sie!" Und schon stand er auf, und veranlasste alles nötige. Nur 10 Minuten später ritten sei alle zu der Stelle, die Shane ihnen genannt hatte, sogar Kian! Eine weitere halbe Stunde später kamen sie dann an. Schon von weitem erkannten sie Cath, wie sie zusammengekauert auf dem See hinaus blickte, und schluchzte. Mark sprang sofort vom Pferd, und umarmte sie beschützend. Cath lehnte sich völlig aufgelöst und zitternd an ihn. „Jetzt wird alles gut, vertau mir bitte. Ich liebe dich!", flüsterte er ihr ins Ohr. „Ich liebe dich auch!"
Chapter 14:
Die nächsten vier Monate verbrachte Cath also in dem alten Haus im Wald, mit Clover, damit sie jederzeit, wenn es irgendwie schwierigkeiten gab, zu Shanes Haus reiten konnte, auch wenn das in ihrem Zustand etwas schwer gehen würde. Clover blieb aber auch da, damit Cath nicht so ganz alleine war. Mark kam sie so oft wie möglich besuchen, und Shanes Bruder Liam, oder auch öfter seine Mutter Mae kamen jeden Tag vorbei und brachten ihr was zu essen, und was sie sonst noch so brauchte. Ein, zwei Räume rennovierten so gut es ging, und hinterher fühlte sich Cath fast schon wohl. Ihr Bauch wurde unterdessen immer dicker, und manchmal machte sie sich richtig Sorgen, ob alles in Ordnung sei. Einmal riskierten sie es, und fuhren zu einer Ärztin. Doch da gab es dann entwarnung. Es lief alles super.„Cath? Bist du da?" Sie schreckte hoch. Sie hatte sich gerade in ein Buch vertieft. Doch wer rief da nach ihr? Sie bekam Angst. Konnte James sie hier doch finden? „Catherine? Ich bins, Liam!" Sie atmete erleichtert aus. Sie öffnete ihm die Tür. „Na, wie geht es dir heute? Ich soll die von den anderen ausrichten, das alles geplant ist! Sie haben den Standesbeamten eingeweiht, der kommt zusammen mit den Fünfen an deinem Geburtstag nächste Woche hier hin. Dann ist alles vorbei!" Er lächelte sie aufmunternd an. „Hoffentlich. Ich wünsche es mir so sehr, endlich wieder frei sein zu können!", seufztze sie. „Kann ich verstehen! Mark kommt morgen, die Jungs hatten heute noch ein paar wichtige Termine. Ich muss auch wieder los. Mach es gut!" Dann ging er wieder und Cath war wieder alleine.
Die nächste Woche verlief wie die anderen zuvor auch. Sie ging viel spazieren und telefonierte mit Mark, wofür sie allerdings einen 15 Minuten langen Spaziergang hinlegen musste, denn dort, wo das Haus stand war ein Funkloch.
Dann war er fast da. Ihr 21. Geburtstag, und der Tag ihrer Hochzeit. Sie würden in dem Haus eben schnell alles formale regeln, und dann, eine Woche später, die eigentliche kirchliche Trauung! Aber wenn heute nichts mehr schief gehen würde, wäre sie frei und konnte überall runlaufen, wo es ihr passte.
Cath wachte gegen halb zwölf auf. Eine halbe Stunde noch, dachte sie. Sie ging zu einem Fenster und schaute hinaus in den klaren Sternenhimmel und alle paar Minuten auf ihre Uhr. Eine halbe Minute noch! 3..........2............1..........! Die Tür wurde aufgerissen. Einem Herzinfarkt nahe drehte sie sich ruckartig um und blickte in Richtung Tür. „Happy Birthday to you.......!" Entspannen war angesagt. Es waren die Boys mit einer grossen Geburtstagstorte. Singend kamen sie alle auf sie zu. Als sie fast fertig waren stellten sie die Torte ab und umarmten sie. „Herzlichen Glückwunsch. Alles gute für die Zukunft!" „Danke Kian." „Happy Birthday, kleines. Viel Glück weiterhin!" „Danke Bruderherz!" „Na? Auch endlich volljährig? Wurd auch Zeit. Ales Gute!" „Danke Bry!" „Hey, na? Wie fühlst du dich? Herzlichen Glückwunsch auch von mir!" „Danke auch dir Nicky!" „Na süße? Jetzt wein doch nicht, es wird doch alles gut! Happy Birthday!" „Danke Ka!" Dann kam Mark. „Jetzt ist es fast vorbei. Ich bin so froh. Happy Birthday to you, my love!" „Ich liebe dich, Mark!"
Jemand räusperte sich. „Darf ich mich vorstellen? King, mein Name, ich bin der Standesbeamte. Können wir anfangen?!", gähnte er halb. „Jetzt?", fragte Cath entgeistert. „Ja, je schneller, desto besser! Es waren heute ein paar Autos zu viel vor unseren Haus, Cath. Und wir hatten das Gefühl, als sei uns jemand gefolgt!", meinte Shane alarmierend. „Also gut, wer sind die Trauzeugen?", fragte Mr. King! Mark und Cath sahen sie fragend an. Darüber hatten sie nun nicht nachgedacht. „Shane!" „Kian!", riefen beide spontan. „Zur Stelle!", grinsten die zwei. „Also gut, dann können wir ja anfangen!" Die gesamte Prozudur dauerte insgesamt ziemlich lange, und irgendwann hörten sie draussen Stimmen. „Oh shit, ich habs geahnt. Bry, wir müssen raus und sie irgendwie aufhalten!", und schon zog Nicky den Armen Bryan mit sich. Was da draussen dann allerdings abging, davon bekamen Cath, Mark, Shane, Gillian, Kerry, Georgina, Karen und Kian nur wenig mit.
„Willst du, Marcus Michael Patrick Feehily, die hier anwesende Catherine Levine zu deiner dir angetrauten Ehefrau nehmen, sie lieben und ehren in guten wie in schlechten Zeiten, bis das der Tod euch scheidet? So antworte mit Ja, ich will!" „Ja, ich will!" In diesem Moment ertönten von draussen schreie. Sie mussten sich beeilen. „Und willst du, Catherine Levine den hier anwesenden Marcus Michael Patrick Feehily zu deinem die angetrauten Ehemann nehmen, ihn lieben und ehren in guten wie in schlechten Zeiten, bis das der Tod euch scheidet? So antworte mit Ja, ich will!" „Ja, ich will!"
„Wenn jemand Einwände gegen diese Eheschliessung haben sollte, so möge er jetzt sprechen, oder für immer schweigen!" Wieder ein Schrei von draussen. Der Standesbeamte stutze und alle hielten den Atem an. „Achten sie nicht darauf!", sagte Karen schnell. Der Mann nickte. Die Ringe wurde getauscht. „Dann dürfen sie die Braut jetzt küssen!", sagte er an Mark gerichtet. Das liess er sich nicht zwei Mal sagen. Mark und Cath küssten sich mit so viel Liebe, dass es einem richtig warm uns Herz wurde. All die Angst, die Anspannung, und die Besorgnis der letzten drei Jahre wich mit einem Mal von ihnen. Nun konnte sie nichts und niemand mehr trennen. Auch nicht James, der just in diesem Augenblick völlig zerrupft und verdreckt in das Zimmer hereingestürzt kam. „NEIN!", schrie er. Shane und Kian hatten bereits alle nötigen Formular unetrschrieben, und Mark und Catherine waren gerade dabei. Er rannte auf die kleine Gruppe zu, und versuchte, die Papeire an sich zu reissen, doch Karen war schnell. „Nichts da, mein Guter. Such dir ne andere, aber Cath gehört jetzt offiziell zu Mark!" James wurde wütend, er tobte regelrecht. „NEIN; SIE WAR MIR VERSPROCHEN; DAS MUSS RÜCKGÄNGIG GEMACHT WERDEN! ICH WERDEN EUCH ALLE VERKLAGEN!" Immer noch fluchend rannte wider hinaus und deutete den Polizisten, dass sie gehen konnten. Bryan und Nicky kamen nun wieder rein. Sie sahen auch nicht besser aus, als James vorhin. „Kann der das? Ich meine, uns verklagen!", fragte Mark ängstlich. „Nein, kann er nicht! Versprochen hin oder her, wir leben in Irland, nicht in Afrika, oder der Tükei, oder wo das sonst so ist!", versicherte der Standesbeamte. Alle atmeten erleichtert aus.
Am Abend lagen Cath und Mark dann gemeinsam im schönen weichen Bett bei Mark zu Hause, wo Cath ja auch ab diesem Zeitounkt an wohnen sollte. „Ich liebe dich so sehr.", flüsterte sie. „Ich liebe dich auch. Jetzt muss nur noch unser Baby gesund zur Welt kommen, dann ist unser Glück perfekt!" Er legte eine Hand auf ihren Bauch. Genau in dem Moment trat das Kleine zum ersten Mal. Mark zog Cath noch etas näher an sich heran, bevor er sie zärtlich küsste. Endlich waren sie glücklich vereint, und keiner konnte ihnen mehr was anhaben!
Eine Woche später heirateten die zwei dann kirchlich. Es wurde ein schönes und grosses Fest, und erst gegen 9 Uhr in der früh gingen die letzten Gäste nach Hause.
Auch Karen und Kian heirateten kurz darauf und alles war perfekt.
Fünf Monate später kam dann ihre kleine Tochter auf die Welt, die sie Alexandra nannten, denn, wer weiss, ohne sie, wären Mark und Catherine wahrscheinlich nie so glücklich geworden, wie sie es nun waren.
THE FINALLY HAPPYEND