Wir kannten uns schon seit einer ewigkeit!
Erlich, ich kann mich nicht mehr
errinern, wann wir uns zum ersten mal sahen, solange ist das her.
Doch dann kam Westlife und mit einem Schlag veränderte sich alLen.
Westlife hatte den ersten Hit und waren im ganzen Land und in Groß Britanien
bekannt. Er hatte nicht mehr viel Zeit für mich.
Irgendwan sahen wir uns garnicht mehr. Und wenn wir mal kurz vor einem
Treffen standen, wurde dann doch alLen wieder gestrichen.
Eines Tages saß ich zu Hause und starrte in den Ferseher. Ich verfolgte ein
Live Konzert von Westlife. Jetzt gerade im Moment sang er auf der Bühne und
1.000.000 kreichender Mädchen und Schwulis* flehten ihn an, ihn zu heiraten.
Dabei wussten sie doch, dass er eine Freundin hat.
Wie ich da saß und wie erstarrt meinen besten Freund beobachtete, klingelte
plötzlich die Haustür-klingel. Ich schrack auf und stand auf. Schaltete noch
schnell den Fernseher aus und lief zur Woh-nungstür. Als ich öffnete, traf
mich der Schlag.
Wie konnte das denn gehen?
Eben stand er noch auf der Bühne und jetzt schon vor mir?
Ich schaute zum Fernseher, dann wieder zu ihn. Sein Gesicht gebadet in
Tränen. Ich bat ihn hinein. Er ließ sich auf die Couch fallen.
"Was ist geschehen?" Fragte ich, während ich die Tür schloss.
"Meine Freundin ist weg!"Sagte er und wischte sich die letzte
Träne weg. "Wie das?", fragte ich "Wie kann Georgina weg
sein?" Nicky zuckte die Schultern: "Ach ich weiß nicht. Als ich kam,
war er schon weg. Dann blieb er zwei Tage ver-schwunden."
Ich hätte die Frage nicht stellen dürfen, aber es interessierte mich
mächtig.
"Was ist mit den Konzerten. Und jetzt gerade, mit dem Konzert?"
Ich zeigte auf den Fernseher. Nicky schluchste: "Michael ersetzt
mich!"Ich nickte überlegend.
Michael konnte doch nie so eine schöne Stimme wie Nicky haben. Doch ich
machte mir nicht länger etwas raus. "Und was nun?" Fragte mich
Nicky.
Erst hast du sogut wie keine Zeit mehr für mich, dann überhaupt keine mehr
und jetzt, wo Georgina weg ist, da krabbelst du an???
Dachte ich. Aber sagen wollte ich es nicht. Nicky tat mir leid. Wer weiß,
was aus seiner Georgi geworden war. Ich wollte ihn nicht mehr verletzen, als
er es sowieso schon war.
Ich zuckte die Schultern: "Ich weiß nicht, Polizei?"Nicky
schüttelte den Kopf: "Da war ich schon. Die haben keine Hinweise auf eine
Entführung!" "Wer sagt, dass sie entführt wurde?"Fragte ich.
Nicky überlegte, sagte schließlig:"Meinst du, sie würde
weglaufen?"
Es kann sein. Nicky hatte zuwenig Zeit für sie. Einfach. Sie wollte nicht
mehr so weit von ihren Freund entfernt sein. Das könnte doch sein. Es geht
alLen. Ja, das war's. Georgina ist also doch weggelaufen. Meine Theorien
sind doch immer so gut.
Ich zuckte die Schultern. "Möglich ist alles" "...also auch, dass sie entführt
wurde!" Unterbrach mich Nicky.
Ich
seuftzte. "Ja, entführt oder weggelaufen! Wie auch immer, sie ist weg und
du bist hier und solltest ein Konzert geben!" "Ich kann nicht
singen!" Entgegnete Nicky. Ich lächelte: "Das ist nicht dein Ernst!
Du kannst doch gut singen!"Nicky hielt meine Hand und schüttelte den
Kopf: "Nein, es ist wegen Georgi. Ich muss immer an sie denken und kann
mich auf nichts anderes konzentrieren! Beim letzten Konzert konnte ich
garnicht mehr singen!" "Das habe ich geLesen. I'm never gonna
Georgina, Georgina, Georgina!" Erklärte ich ihm und lächelte. Nicky sagte:
"Ja. Aber du denkst doch auch oft an deinen Freund!" Ich
schüttelte den Kopf. Nicky schaute mich fragerisch an. "Ich habe keinen
Freund!" Antwortete ich. Nicky schaute mich traurig an. Dann sagte ich:
"Aber hier geht es um dich und Georgina und nicht um mich!"Ich
stand
auf. Nicky nickte: "Stimmt." Dabei schien es ihn recht gut zu
gehen. Seine Freundin war weggelaufen und hatte sich seit zwei Tagen nicht mehr
gemeldet. Und er fragte mich nach meinem Freund!
Ich schüttelte den Kopf. Nicky stand auch auf und kam zu mir. "Was
ist?" Fragte er.
Nichts. Oh, ich meinte
"Nichts!" "Warum hast du gerade den Kopf
geschüttelt?" Fragte Nicky, der schien, als hätte er Georgina schon
längst vergessen!
Ich erklärte: "Ich habe gerade über etwas nachgedacht!"
"Über was?" Wollte Nicky sofort wissen. Ich ließ mich wieder auf die
Couch
fallen. Er schaute mich an. Ich seuftzte und antwortete: "über
Georgina! Wer könnte soetwas tun und sie entführen?"Nicky zuckte die
Schultern. Irgendwie schien es ihn garnicht mehr schlecht zugehen.
Als er sich zu mich fallen ließ, musste ich es einfach fragen: "Nicky,
warum bist du wirklich hier?"Nicky schaute auf: "Wie meinst du
das?"Ich zuckte die Schultern: "Naja, du hast den Kontakt zu mir
abgebrochen und jetzt wo Georgina angeblich weg ist, kommst du zu mir? Ich
meine, es gibt doch andere Freunde, zudenen du noch Kontakt hast!" Nicky
überlegte eine Weile. Ich schaute ihn schweigend an. Dann schaute er auf,
mir in die Augen, und erklärte: "Okay, du hast mich erwischt! Ich bin
nicht da, weil Georgina weg ist! Ich wollte dich wieder sehen!" Ich stand
lachend auf: "Nicky, du brauchst dir doch keine Lüge ausdenken, nur um
mich wiederzusehen!" Nicky lächelte auch, aber es war lange nicht so
gemeint."Georgina ist wirklich weg!" Da drehte sich meine
Stimmung wieder. Nicky nickte und stand auf: "Ja, aber sie ist nicht
entführt
worden! Ob man das weglaufen nennen kann?
Ich habe sie verlassen!"
Ich blieb still. Was sollte ich jetzt sagen? Ich hab's
"Oh!" Ich setzte mich auf einen Sessel. Nicky nickte: "Ja,
aber das ist schon vier Monate her!"
Respekt. Seit vier Monaten getrennt und trotzdem wusste die Presse nichts.
Ich lächelte. Nicky ebenfalls. "Es wird einen Grund gehabt haben,
nicht?" Fragte ich. Nicky nickte. Ich wusste, das ich den Grund vorerst
nicht erfahren würde, egal, was ich tun würde. Deswegen fing ich garnicht erst
an, die Fragen zustellen!
Nicky fragte: "Len, können wir uns in der Zukunft öffters
treffen?" Ich nickte. "Wie früher?" Fuhr Nicky fort. Auch
diesesmal
nickte ich. Nicky lächelte: "Du bist ein wahrer Freund, Len!"
Och komm, du bist auch gut als Freund. Und du küsst auch gut... schwärm,
Nicky... was tu ich da? Ich schwärmte von Nicky? Das ging aber nicht. Er hat
mich noch nie geküsst, ich wusste nicht, wie er küsste. Aber vorstellen konnte
ich es mir. Da schmelze ich doch glatt im Boden dahin.
"Alles okay?" Fragte Nicky. Ich wachte auf und nichte:
"Ja. AlLen okay!"Nicky lächelte.
Man, sein lächeln war so süß. Ich schwärem ja schon wieder.
Nicky stand auf. Ich auch. "Willst du jetzt gehen?" Nicky
nickte: "Ja, ich muss, die Show ist gleich vor-bei und wenn Louis oder
Anto
oder gar beide herausfinden, dass ich geschwänzt habe" " Während er
das erklärte, lief er zur Tür. Ich folgte ihn. Eigentlich wollte ich ihn die
Tür aufhalten, aber ehe ich sie öffnen konnte, war Nicky schon draußen und
hatte die Tür zugeknallt.
Hatte ich ihn angelogen, oder nicht? Ich sagte, ich habe keinen Freund. Den
hatte ich ja auch nicht. Aber Nein, ich mach mir mal keine Gedanken.
Ich war auch nicht in Nicky verliebt.
Nicky war ein guter Freund. Bei mir wurde er kein bischen höher eingestuft.
Freund. Genau das war er. Ein Freund.
Am nächsten Tag wachte ich schon recht früh auf. Aber meine Mitbewohner war
entweder immernoch oder schonwieder weg. Toni war immer weg. Nun war er meine
beste Freund und niemals da. Er arbeitete Tag für Tag. Ich schufftete auch,
aber zu Hause. Am Computer. Ich war Schriftstellerin und hatte schon einige
Bücher verkauft. Und auch Gedichte. Eigentlich viele Dinge.
Heute wollte ich nicht an meinem aktuellen Roman schreiben. Dazu hatte ich
keine Lust. Ich setzte mich nach dem Frühstück an der Computer und dachte
nach. Ich dachte immerzu an Nicky. Das war garnicht meine Art, aber er
verschwand
nicht aus meinem Kopf. Konnte es sein, dass ich ihn ver-misste? Aber vorher
dachte ich auch an ihn. Nur nicht so extrem. Mensch, heute war alLen im
Eimer, nur weil ich immer an Nicky denken musste.
Plötzlich klingelte die Klingel. Ich hoffte, dass das Nicky sei. Ich lief
zur Tür. Es war nicht Nicky. Ein Postmann. Ich bekam ein Paket. Ich hatte doch
garkeine Klamotten bestellt. Komisch. Es war auch ein gewöhnlicher Karton
ohne Werbung. Für Toni war es auch nicht. Ich öffnete es vorsichtig. Drinne
wa-ren mindestens zwanzig kleine Hunde. Aus Plüsch, versteht sich. Sie waren
alle
sehr süß. Ansonsten war nichts drinn. Einen Absender gab es auch nicht.
Ich brachte das Paket in mein Zimmer und dachte nicht weiter dran. War
bestimmt eine Entschuldi-gung von Toni.
Ich setzte mich wieder an den Computer und schaffte es, endlich ein Gedicht
zu stande zubringen. Dafür, dass es ersteinmal nur zwei Zeilen waren, war es
recht gut. Ja, es gefiel mir. Aber es reimte sich nicht und dieses mal wollte
ich ein Reim schreiben. Ich entschloss mich, einen Kreuzreim zu-schreiben.
Ich hatte es gerade fertig geschrieben, da klingelte die Klingel. Diesmal
erschreckte ich micht nicht. Ich stand auf und ging auf die Tür zu. Ich dachte,
das wäre Toni. Aber als ich die Tür öffnete, musste ich feststellen, dass
das Nicky war. Ich seuftzte. Nicky lächelte: "War das dein
Freudesschrei?" Ich schüttelte den Kopf und bat ihn hinein. Er drehte sich
zu mir und
fragte: "Was war's dann?" "Hast du jetzt
frei?" Fragte ich. Nicky nickte: "Ja. Wir haben jetzt überhaupt für
vier
Tage frei. Ich find's gut, du nicht?"Ich nickte und ließ mich
wieder auf den Schreibtischstuhl fallen. Er lächelte: "Was machste
da?" "Ich schreibe!" Stöhnte ich und tippte weiter. Obwohl das
Gedicht schon fertig war. Nicky schaute mir über die Schulter. Ich sah es nicht,
aber ich konnte mir denken, dass er nickte. Er hatte doch gar-keine Ahnung von
soetwas, vondaher wollte er sich nur bemerkt machen. Ich kannte ihn. Ein
stum-mes, aber freches lachen wiederfuhr mir. Er war doch so süß. Aber daran
durfte ich nicht denken. Er war schließlig nicht mehr als ein Freund. Verbat
ich
meinen Gefühlen jetzt aufzutreten oder empfand ich wirklich nichts für ihn?
Ach das ist ja eigentlich egal.
Plötzlich fragte er: "Hast du heute schon was vor?"Ich nickte
verträumt. Dann drehte ich mich zu ihm und schüttelte den Kopf: "Nein,
du?" Nicky lächelte. Er ließ sich auf die Couch fallen und sagte:
"Nein!" "Und was interessiert's mich?" Fragte ich
und
drehte mich zu ihn."Du hast mich doch eben gefragt!" "Aber nur, weil du mich
gefragt hast!" Entgegnete ich ihn. Nicky
lächelte
und seuftzte: "Soll'n wir etwas zusammen unternehmen?" Ich
drehte mich wieder zum Computer und schwärmte. Während er auf seine Antwort
wartete, tippte ich weiter. Dann drehte ich mich vom Bildschirm weg und Nicky
konnte ein großes JA erkennen. Er lächelte mich mit seinen schneeweißen Zähnen
an. Die Zähne fiellen mir sofort auf. "Nicky, was macht ihr mit euren
Zähnen, damit die so weiß sind?" Fragte ich. Nicky grinste und
erklährte: "Na putzen!" Ich stand auf und kam Kopf schütteltnd zu
ihm:
"Jeder andere Mensch tut's auch und trotzdem glänzen sie nicht
so!" Nicky zog mich an sich und sagte:"Ist doch egal, oder?"
Dann küsste er mich. Ich genoss es. Es war schön. Aber das ging nicht. Ich
empfand rein garnichts für ihn. Ich stand auf und fragte: "Um wieviel Uhr,
wo?" "Um sechs heuteabend hier, ich hol dich ab!"
Ant-wortete er. Ich lächelte und want mich wieder meinen Computer zu. Er ging
nicht.
Das verbreitete mir Gänsehaut.
"Küss ich gut?"Fragte er schließlig. Ich ignorierte ihn. Doch
dann sagte ich schließlig: "Frag doch Ge-orgina!" Das hatte ihn
verletzt. Man konnte sehen, wie sich die Tränen langsam über seinen Wangen
mühten. Das war zu hart. Aber zum heulen hatte es ihn nicht gebracht.
Ich drehte mich zu ihn und stand auf. Wir standen ganz nah beieinander, Auge
in Auge. Jetzt konnte ich es sagen:"Tut mir leid!"Hey, das war
ja garnicht so schwer!
Nicky lächelte gequält. Ich nahm seine Hände und wiederholte:
"Entschuldigung, Nicky!" Er nickte. Drehte sich um und verschwand
zur Tür.
Während er hinaus ging, sagte er: "18 Uhr heute hier!"
Hatte ich ihn jetzt wirklich verletzt? Oder war das ein Spiel? Mensch, er
hatte mich verarscht!
Langsam nur wurde es später. Schließlig wurde es halb sechs. Da kam Toni
nach Hause. "Hi!" Rief er durch die Wohnung. Ich kam aus dem Bad,
nur ein Handtuch um meinen Körper gewickelt und be-grüßte ihn."Ist
irgendetwas?"Fragte er. Ich zuckte die Schultern: "Bei dir?"
Er
schüttelte den Kopf:"Nein, weil du dich so spät Abends noch fertig
machst!" Ich kam Toni näher: "Ich hab nen Date!" Es blieb
still. Dann brach er in schallendes Gelächter aus.
Ich nickte: "Toni, es stimmt. Ein richtiges Date!"Toni blieb
ruhig. Er schaute mich leer an. Ich lächelte. Dann gab er mir einen Schub und
sagte: "Warum wirklich?" Ich grinste: "Ich habe heute noch
was vor! Es ist eine Überraschung!" Dann verschwand ich schnell in
meinem Zimmer um Fragen vorzubeugen.
Pünktlich um 18 uhr klingelte die Klingel. Ich hatte gehofft, dass Toni
schon schlafen würde. Doch als ich aus dem Bad kam, stand er neben Nicky. Ich
kam
zu ihnen. Toni zog mich zur Seite und fragte leise: "Wann kommst du
wieder?"Ich zuckte die Schultern: "Nicht später als 12!
Okay?" Toni nickte. Dann ließ er mich gehen. Nicky fragte: "Wer ist
das?"Er zeigte auf die Tür zurück. Ich seuftzte und ging voran.
"Toni,
mein Mitbewohner!"
Die fahrt über blieb es ruhig. Nach ca. 30 Minuten kam der Wagen zum stehen.
Nicky öffnete die Tür vom Auto. Ich stieg aus und stand direkt vor einem
Kino. Nicky lächelte: "Okay?"Ich nickte und Nicky schlug die Tür
vom Wagen zu.
Wärend ich interesiert den Film verfolgte, saß Nicky eher gelangweilt da.
Dann legte er seinen Arm um mich.
Er kam mir immer näher. Ich beobachtete ihn im Augenwinkel. Er schaute mich
ebenfalls nur im Au-genwinkel an. Dann kam er näher zu mir. Als ich mich zu
ihn drehte, küsste er mich zärtlich. Ich er-wiederte seinen Kuss nicht,
sondern want mich ab. Nicky fragte: "Was ist?" Ich drehte mich zu
ihn
und, schaute ihn nicht an: „Nicky, warst nicht mit Georgina
glücklich?“ Nick schüttelte den Kopf: „Nein. Sonst hätte ich sie
doch nicht
verlassen!“ Ich schaute auf, ihn direkt in die Augen. „Warum
denn?“ Fragte ich ihn. Er seuftzte und drehte sich Richtung Leinwand!
„Ich liebe Georgina nicht mehr“ „Und dafür jetzt mich oder wie
soll ich das begreifen?“ Unterbrach ich ihn „Wir haben uns seit
einer ewigkeit nicht mehr gesehen und dann verliebst du dich in mich?“
Nicky schaute weg. Ich nahm seine Hand. Er drehte sich wieder zu mir.
„Nicky“, begann ich. Doch dann wusste ich nicht mehr weiter. Nicky
schluchste. Hatte er jetzt angefangen, zuweinen? Ich hoffte es nicht, doch als
das
Licht, das von der Leinwand kam, auf ihn viel, sah ich deutlich eine Träne.
Ich
konnte nicht mit Leuten umgehen, die Traurig waren. Ich wollte eine Träne
weg wischen, zögerte aber. Schließlig machte er es selbst. Ich drehte mich
wieder zum Film. Er stand auf und verschwand. Ich schaute ihn hinterher. Als
er
den Saal verlassen hatte, lief ich ihn hinterher. Ich sah ihn, aufs Klo
verschwinden. Ich lief hinterher. Es gab drei Kabinen. Zwei waren zugeschlossen.
Die in der Mitte war frei. Auf der verzog ich mich. Ich kletterte auf das Klo
und schaute über die Wand. Man, da war niemand. Ich drehte mich zu anderen
Seite. Dort war Nicky. Er saß auf den Boden und weinte. Ich sprang wieder
hinunter und kam aus der Kabine heraus. Ich öffnete die Tür der Kabine
problemlos,
mit einem 20cent Stück. Nick schaute mich nicht an, sondern drehte sich zum
Klo. Ich bückte mich zu ihn. „Auf dem Klo?“ Fragte ich. Er drehte
sich wieder zu mir. Ich lächelte und küsste ihn zärtlich. Er wischte sich
Tränen weg und nahm meine Hilfe an, wieder auf die Beine zukommen. Arm in Arm
verließen wir nun die Toiletten und gingen zurück in den KinoSaal.
„Soll ich dich zu Hause absetzten?“ Fragte mich Nicky. Ich
drehte mich zu ihn und fragte: „Hattest was anderes vor?“ Nicky
schaute mich an: „Georgina wohnt nicht mehr bei mir!“ Ich lächelte
und
schaute auf die Uhr. Es war 22 uhr. Ich nickte: „Brauchst mich nicht da
abzusetzten!“ Nicky strahlte. Sein Haus war nicht besonders groß, aber
es okay. Ich schaute mich um, Nicky sagte: „Also, du musst die
Un-ordnung ignorieren.“ Das war nicht so leicht, wie er sich das
vorstellte.
Überall, wo man sich hindrehte, lag ein T-Shirt oder eine Socke. Manchmal aber
auch ein dreckiger Teller. Auf zwei von den fünf Tel-lern lagen Essensreste.
„Mensch Nicky bist du ordentlich!“ Nicky zuckte die Schultern.
Er nahm meine Hand und lief mit mir die Treppe hinauf. Wir liefen in ein
Zimmer. Nicky küsste mich auf den Mund. Ich öffnete meinen währenddessen und
aus
den einfachen wurde nun ein langer, zärtlicher Zunge-kuss. Nicky setzte aich
aufs Bett und zog mich zu ihn. Wir kuschelten und küssten uns weiter.
Als ich am Morgen aufwachte, war Nicky nicht mehr da. Ich fühlte mich ein
wenig unwohl, aber ich stand dennoch auf. Ich lief die Treppe hinunter. Als
ich
um eine Ecke kam, stand Nicky vor mir. Er lächelte mich an. Ich lächelte
ebenfalls. Er legte seinen Arm auf meine Schultern und sagte: „Das Bad ist
dort!“ Er zeigte auf eine Tür. Ich bedankte mich und verschwand. Man
war ich froh. Als ich wieder aus den Zimmer kam, war Nicky wieder weg. Ich
ging in die Küche, da war es. Nicky hatte mich über-raschen wollen und ein
Frühstück vorbereitet. Ich strahlte ihn an, als Antwort küsste er mich.
Ich hatte da nicht gewusst, wie es meinem Mitbewohner ging. Ich hatte
gesagt, ich komme um Mitter-nacht zurück und jetzt hatten wir halb zehn. Aber
ich
dachte, er würde es verstehen. Außerdem war ich 19 Jahre alt.
Nach dem Frühstück verabschiedete ich mich von Nicky und verschwand. Es
regnete nicht. Die Son-ne schien angenehm auf mich herab und ich wohnte nicht
weit entfernt. Ich konnte also problemlos laufen. Als ich vor Nicky’s Haus
stadn, schaute ich mich um. Da kam er aus dem Haus und fragte: „Soll
ich dich fahren?“ Ich lächelte ihn an. Nicky hob die Augenbrauen und
warf mir einen Schlüssel zu. Ich schnappe ihn – dachte ich. Nicky brach in
gelächter aus, als ich in meine Hand schaute. Er hob den Schlüssel auf und
sagte: „Besuch mal einen Sprotkurs, Len!“ Dann lief er zum Wagen.
Er setzte mich vor den Haus ab. Ich wohnte in einem Miethaus und musste noch
bis zum 5 Stock die Treppen hinauf laufen. Den Lift wollte ich nicht nehmen.
Ich hatte keine Angst vorm fahren, aber ich hatte mich die ganze Nacht nicht
bewegt. Für gewöhnlich drehte ich mich im Schlaf immer etwa alle 30 Minuten
um. Auch wenn ich schlief. Aber letzte Nacht bewegte ich micht nicht. Ich
hatte Angst, Nicky aufzuwecken. Selbst, als ich schon schlief, dachte ich
irgendwie immer an Nicky und das ich ihn nicht aufwecken wollte. Man die letzte
Nacht war so super. Wir hatten uns geküsst und geschmust. Mehr nicht. Aber es
war fürs erste genial. Ich kam im 5. An. Ich öffnete die Tür auf und Toni fiel
mir um den Hals. „Toni…“ stöhnte ich. Er sagte:
„Mensch Len, wo warst du? Du sagtest 12. Jetzt ist es 11. Du hast mir sehr
viele
Gedanken verbreitet, ich hatte mir Sorgen gemacht!“ Ich schubste Toni
weg und sagte: „Ich war noch bei Nicky. Sorry, dass ich dich nicht
angerufen habe!“ Toni seuftzte und ließ sich auf das Sofa fallen.
„Du
hast doch nicht im gleichen Bett wie er geschlafen, oder?“ Ich setzte
mich neben ihn und überlegte. Dann schüttele ich den Kopf: „Nein!“
Toni seuftzte und legte seinen Arm um mich. Ich legte seine Han jedoch wieder
zurück und sagte: „Toni, was soll das?“ Toni lächelte und sagte:
„Len, ich liebe dich!“ Ich nickte und sagte: „Toni, zu
früh am Morgen trinken ist ungesund!“ Er lächelte mich an und küsste mich.
Man, das war so wiederlich, er stank und sein Mundgeruch stank noch mehr.
Ich schubste ihn weg und sagte: „Mensch Toni laß das!“ Er stand
auf. Toni stadn ebenfall sauf und sagte: „Aber du sagtest doch, dass du
schwul bist!“ „Aber ich liebe dich nicht!“ Motzte ich.
„Lenny!“ Rief Toni und machte greifbewegungen. Ich war doch nicht
mal
weg. Da packte er meinen Arm, zog mich zu sich und küsste mich. Ich versuchte
zwar, ihn von mir weg zubekommen, aber er klammerte sich an mich. Plötzlich
klingelte es. Toni und ich schraken auf. Bevor er etwas sagen konnte, lief ich
zur Tür. Es war nicht Nicky, aber der Postman. Ich rief Toni. Toni kam und
kümmerte sich darum. Ich ief in mein Zimmer und schloss die Tür. Ich krammte
alles zusammen, was ich brauchte und versteite das in einen Rucksack. Dann
lief ich ohne ein Wort aus der Wohnung.
Ich lief zu Nicky’s Haus. Auf der Fahrt zu mir nach Hause hatte ich
mir den Weg genau eingeprägt. Ich betätigte den Knopf. Nicky öffnete und war
nicht überrascht, mich anzutreffen. „Hi Lenny, ich wusste das du das
bist!“ Ich nickte: „Ja, das merke ich, darf ich rein kommen?“
Nicky nickte und bat mich rein.
„Also, warum bist du hier?“ Fragte mich Nicky, als ich mich auf
die Couch fallen ließ. Ich zuckte die Schultern. Nicky kam zu mir und sagte:
„Len, sag was ist?“ Er legte seinen Arm auf meine Schultern. Ich
fragte: „Woher wusstest du, dass ich komme?“ Nicky nahm seinen
Arm wieder zurück und sagte: „Keine Ahnung, das wusste ich halt!“
Ich seuftzte. „Na, was ist jetzt? Warum bist du hier?“ Fragte er
mich und schaute mich an. Ich konnte ihn nicht in die Augen schauen.
„Toni“, jammerte ich. „Was ist mit ihn?“ Fragte Nicky.
Ich
seuftzte: „Er, er hat schon getrunken!“ Es blieb ruhig. Nicky
erwartete et-was. Dann fragte er: „Und?“ Ich wollte es nicht aber es
geschah. Eine Träne rollte mir über die Wange. „Er, denkt, das ich ihn
lieben würde…“ „Tust du nicht???" Nicky tat überrascht. Ich
schüttelte den Kopf: „Nein, ich…“ ich hielt inne.
„liebe ihn nicht!“ Fuhr ich fort. „Er hat mich geküsst, mit
seiner
Fahne!“ Wieder mühten sich Tränen über mein Gesicht. Nicky legte seine
Hand auf meinen Kinn und schob mein Gesicht hoch. Wir sahen uns in die Augen,
wobei ich ihn durch die Tränen nicht so gut sah. Er lächelte und wischte sie
mir weg. Er tat es. Er hatte es getan. So ein Feigling war ich gewesen. Seine
Hand blieb auf meiner Wange liegen. „Liebst du mich?“ Flüsterte er.
Ich legte meine Hand auf seine und nickte. Er kam mir näher und schließlig
küssten wir uns.
Als wir so auf der Couch kuschelten, klingelte plötzlich die Klingel. Nicky
schrack auf. Ich meinte: „Nicht Nix. Du bist nicht da!“
Es war gerade so gemütlich, ich lag auf der Couch in seinen Armen, auf
seinen Beinen. Draußen war es durch ein Gewitter dunkler geworden und einige
Kerzen standen mit winzigen Flammen in ihren Haltern.
Nicky schüttelte den Kopf: „Tut mir leid, Len!“ Er stand auf und
lief zur Tür. Ich dachte, es sei Toni. Er würde Nix glatt den Arm brechen.
Ich stand also auf und lief ihn hinterher. Yvonne. „Mom?“ Fragte
Nicky überrascht. „Oh du hast Besuch“, sagte sie und kam ins kam
ins Haus. Sie knallte die Tür zu und stellte den Korb mit vermutlich
Nicky’s frischen Klamotten auf den Boden.
„Mom, was soll das jetzt?“ Fragte Nicky und folgte seiner Mutter
in die Küche. Warum ich Nixter hin-terher lief, wusste ich selbst nicht.
Yvonne schaltete den Backofen an und durchstöberte die Schrän-ke. Nicky und
ich
standen nur verwundert da und bekamen keine Antwort. Da ging Nicky zum
Back-ofen, schaltete ihn aus und sagte: „Mom, ich kann mir selber etwas
Essbares auftauen, was machst du hier?“ Yvonne schob Nicky weg und
schaltete
den Ofen wieder ein. „Ja schon, aber du hast ja kei-ne Tiefkühl Pizzen
mehr, jetzt habt ihr bestimmt Hunger… oder?“ Erklärte sie. Nicky
drehte sich zu mir und zuckte die Schultern. Da drehte Yvonne sich zu mir
und sagte: „Hey, ich bin Yvonne, du bist…?“
„Lenny!“ Antwortete ich. „Wurde ja auch mal Zeit, das Nicholas
seine Zeit
nicht nur mit den Mädchen verschwendet!“ „Mom!“ Stöhnte
Nicky. Yvone lächelte, lief an Nicky vorbei und legte ihren Arm um mich:
„Es
stimmt doch, nicht war Leslie?“ „Lenny!“ Motzte ich.
Yvonne nickte: „Ja, tut mir leid! Lenny!“ Nicky nahm Yvonne’s
Arm, führte sie ins Wohnzimmer und sagte: „Würdest du uns bitte
entschuldi-gen?!“ Da war er weg. Ich nickte. Klar konnte er sich mit
seiner
Mutter unterhalten. Hätte ich auch ge-macht. Was sollte es überhaupt, einfach
hier
rein zukommen und Essen für Nicky machen. Er war auch schon 22 und konnte
das selber. Okay, dass keine Tiefkühl Pizzen mehr im Haus waren war okay. In
den ganzen Büchern von Westlife stand doch, dass Nicky kochen konnte. Nur Bryan
konnte das nicht. Ich mach mir echt zuviele Gedanken. Und dann auch noch um
Nicky’s Kochkünste. Ach-herje was tat ich da. Ich konnte nicht weiter
denken, denn Nicky kam wieder. Er lächelte mich an und legte seine Hände um
meine Hüfte. „Wo’s Yvonne??“ Fragte ich. Nix lächelte nur und
küsste mich zärtlich. Ich wand mich jedoch ab: „Was ist mit
Yvonne?“ Nicky seuftzte. Er lief ins Wohnzimmer und sagte: „Die hab
ich
nach Hause geschickt. Okay?“ „Und sie ist einfach so gegangen? Was
hast du gesagt?“ Mensch, was war mit mir los? Nicky nickte: „Ja
Len! Ich hab ihr nur gesagt, dass ich mit dir etwas wichtiges besprechen
muss… wegen Westlife!“ „Das ist alles?“ Ich benahm mich
selbst für mich komisch. Nicky seuftzte und zog mich zu sich: „Len, laß
das fragen!“ Dann küsste er mich. Diesmal erwiderte ich den Kuss! Jaja,
ich genoss es. Auch vorher, ich machte mir nur Sorgen. Um seine Mom. Achherje
seine Mom. Warum erkannte die mich eigentlich nicht??? Hab ich mich sosehr
verändert? Ach das war jetzt auch egal. Ich sollte mir mal nicht soviele
Gedanken machen, sondern einfach nur genießen.
„Was ist mir dir?“ Fragte Nicky. „Wie, was sollte
sein?“ Fragte ich, wobei ich doch wusste, was war. Nicky ließ mich loß und
fiel
auf das Sofa: „Du bist so verkrampft!“ Ich setzte mich zu ihn:
„Ich habe mir nur ein paar Gedanken gemacht! Ehrlich, es ist alles
Okay!“ Nicky nickte. Er drehte sich zu mir, wollte mich küssen. Aber im
letzten Moment, schrack er erst ein wenig zurück. Dann tat ich es, ich küsste
ihn.
Konnte aus einer ewigen nur Freundschaft eine andere, nähere Freundschaft
werden? Ich dachte nicht länger darüber nach. Ja, dass konnte passieren und
mir
war es passiert. Dann genoss ich ein-fach den Moment.
Es wurde Abend. Die Kerzen waren ausgegangen und draußen war es jetzt
entgültig dunkel. Ich war eingeschlafen. Doch als ich aufwachte, war Nicky nicht
mehr da. Im gesamten unteren Stockwerk war es dunkel und von Oben kam auch kein
Licht hinunter. Vielleicht unten? Mensch, ich allein in soeinem Haus. Wo war
Nicky??? Ich wollte ihn nicht rufen. Tat ich es? Nein. Ich hatte Angst
bekommen. Ner-vosität übernahm die Kontrolle. Ich war ein kleiner Junge in einem
riesen Haus. Ich starrte wie vernarrt die Treppe hinauf, als mich plötzlich
jemand sanft berührte. Die Hände glitten an meinem Körper ent-lang, bis zu
meinem Hals. Dort blieben sie stehen, legten ihre Finger um ihn und dann
drückten
sie zu. Ich schrie nicht. Als ich dann versuchte, mich loszureißen, bemerkte
ich, das das nicht Nickty’s Hände waren. Sicher waren es nicht seine,
sie könnten soetwas nie tun. Mein erster Gedanke war Toni. Dann ging das
Licht an. Oben war Nicky, er hang an einem Strick und war tot. Ich wurde immer
nervöser. Da hörte ich Nicky’s Stimme: „Len?“ Ich schlug
meine Augen auf. „Len…“ Wollte Nicky beginnen, ich drückte ihn
jedoch so feste, dass er garnicht mehr zu Worte kam.
Ich ließ ihn los. „Was hast du denn geträumt?“ Ich schüttelte
den Kopf und sah, dass es draußen schon dunkel war. Die Kerzen waren auch schon
aus und das ganze Haus war dunkel. Doch Nicky war da. Er war da, direkt vor
mir. Ich richtete mich auf. Er fragte: „Alles okay Lenny?“ Ich
nickte. Es war ja alles okay. Ich hörte es erst jetzt. Der Regen prasselte
gegen die Fenster. Ich schaute auf die Uhr. Ich stand auf und schaute mich um:
„Wo ist meine Tasche???“ Nicky hielt sie hoch fragte: „Gehst
du nach Hause?“ Ich nickte: „Ja wahrscheinlich…“ Ich
nahm die Tasche und lief zur Haustür. Der Re-gen lud mich nicht gerade ein,
aber ich ging hinaus. Nicky stand in der Tür und hatte lauter Fragen in den
Augen. Aber ich drehte mich nicht ein weiteres mal um, sondern lief weiter.
Ich
lief irgendwo hin. Nichteinmal in die Richtung, in die ich musste. Ich lief
durch diesen Teil von Dublin. Irgendwo in einer Großstadt. In einer
Großstadt, die garnicht so groß war. Nein, dass war der Stadtrand. Ich lief
immer
weiter aus der Stadt hinaus. Dort war ein Feldweg. In den bog ich rein. Er führte
direkt in einen Wald. Der Regen peitschte mir ins Gesicht und der Wind fegte
die Blätter hinterher. Meine Klamotten waren pitschnaß und ich war erst seit
15 Minuten im Regen. Wo sollte ich jetzt hin??? Zu Hause war Toni. Zu Nicky
konnte ich auch nicht. Und meine anderen Freunde, John, Finbarr und Sunney
wohnten in der anderen Richtung. Irgendwo. Ich hatte den Wald erreicht. Hier
war
es ein witzel trockener. Die dichten Baumkronen fingen den meisten Teil des
Wassers auf, aber der anderen Teil kam dennoch hinunter. Aber mir konnte das
nichts ausmachen, ich war sowieso schon so nass, nasser ging es nicht mehr.
Ich hatte den Wald durchquert. Hier waren Felder. Nirgens war ein Haus zu
sehen und es regnete immer noch. Mensch ich bereute es, dass ich von Nicky
weglief. Da war ein Weg. Es war zwar ein Feldweg, aber es war ein richtiger
Weg.
Ich weiß nicht, was geschah. Aber als ich aufwachte, da lag ich im Gras. Das
Gras war ziehmlich hoch. Ich richtete mich auf. Ich war immernoch ziehmlich
nass und machte mir langsam auf den Weg nach Hause. Ich lief den Weg entlang.
Doch mir war recht schwindelig. Aufeinmal sah ich alles nur noch
verschwommen. Ich hoffte, dass ich nicht wieder hinfallen würde. Plötzlich hörte
ich das
bellen eines Hundes. Doch dann geschah es. Ich merkte gerade noch den
Schmerz, den ich verspürtte, als ich auf meinen Arm aufkam.
Ich verspürte schreckliche Schmerzen in meinen linken Arm. Ich schlug die
Augen wauf. Ich lag in einem Bett. Die Bettwäsche war weiß. Dass konnte ich
erkennen. Doch der Rest war ziehmlich ver-schwommen. Dennoch stand ich auf.
Ich
stand ziehmlich wackelig, aber so langsam kam das Bild wieder. Dort war eine
Tür. Ich ging auf die zu. Direkt hinter der Tür war eine Treppe, die ich
langsam hinunter taumelte. Unten war die Küche. Ich sah, wie ein Mann kam. Er
lächelte mich an: „Oh hallo!“ Ich nickte nur. Da kam eine ältere
Frau: „mit wem sprichst du? Oh du bist’s!“ Jetzt kam ein Hund.
Denn musste ich heutemorgen auf den Weg gehört haben. Die Frau zog mich zu
einen Stuhl und verlangte, dass ich mich setzte. „Wer bist du?“
Fragte der Mann und setzte sich zu mir. Er sagte: „Ich bin Walter, das
ist meine Frau Sonia! Und du?“ Ich hörte nicht sogut, mein Kopf brummte
und ich sah wieder nur verschwommen. „Nix!“ Brachte ich hervor.
Der Mann schaute zu Sonia. Die zuckte die Schultern und fragte: „Hast du
hunger Nix?“ Ich schüttelte den Kopf. Mein Magen schien aus alles
Nähten zuplatzen. „Geht’s dir nicht gut… Nix?“ Fragte
Walter. Ich schüttelte den Kopf. Doch jetzt wur-de das Bild wieder besser.
„Nix???“ Fragte die Frau. Ich nickte. Langsam kamen meine Kräfte
zurück. Ich sah wieder ein richtiges Bild und stand auf. Ein wenig schwindelig
war
mir, aber das war mir egal. „Wo ist meine Tasche?“ Fragte ich und
drhete mich um.
Das nächste, was ich mitbekam, war, dass ich in einen Krankenwagen war. Als
ich die Ärzte sah, oder was das war, verschwand ich jedoch gleich wieder.
Der Arzt verließ gerade das Zimmer. Ich hörte die Tür knallen und wurde
entgültig aus den Land der Träume gerissen. Das hoffte ich auch.
Ich konnte doch Atmen; und trotzdem hatte ich ein Beatmungsgerät unter
meiner Nase. Ich rieß das Ding Weg. Mir ging es nicht schlecht. Nur in diesen
Moment. Der Schmerz in meinem Arm war auch weg. Das lag vielleicht auch an den
Gips, den meine linke Hand trug.
Niemand kam. Kein Arzt, keine Schwester, nichtmal Nicky.
Ach der wusste das ja nicht. Aber als ich eine halbe Stunde nachgedacht
hatte, kam jemand ins Zim-mer. Ein Arzt. Es war doch tatzächlich ein Arzt.
Mensch
war ich froh. Er war ziehmlich überrascht, dass ich wach war, aber auch
glücklich. „Mr. Unbekannt!“ Sagte er. Ich lächelte und schüttelte
den
Kopf: „Mr. Irwin! Lenny Irwin!“ Der Arzt lächelte und fragte:
„Lenny Irwin?“ Ich nickte: „Ja, wann kann ich raus?“
Ich stand auf. Der Arzt lächelte: „Eigentlich sofort wenn Sie wollen,
aber es wäre besser, zur Beobachtung noch da zubleiben!“ Ich schüttelte
den Kopf: „Never! Ich muss zu meinen Freund…en!“ Der Arzt
zuckte die Schultern: „Okay, es ist Ihre Sache, Mr. Irwin!“
Die Worte des Arztes vergaß ich schnell. Zur Beobachtung, meine Sache…
blablabla! Ich war wieder in Dublin. Mein Arm war geprellt. Manchmal
übertrieben Ärzte ja auch. Ein Gips bei einer Geprellten Hand… wie auch
immer.
Ich war auf den Weg nach Hause. Ich hatte nicht lange gebraucht und war auch
schon im 5. Stock. Ich kam zur Tür hinein. Toni stand da. Er schaute zu mir.
Ein Lächeltn über-kam ihn: „Len!!!“ Er kam zu mir und umarmte
mich. Er war nur betrunken gewesen! „Was ist passiert? Als ich weg
war… gestern!“ Fragte ich. Toni bekam große Augen: „Gestern?
Du
bist seit vier Tagen weg gewesen! Weißt du eigentlich, wie oft Nicky hier war,
um zufragen, ob du da bist?“ Ich schüttelte den Kopf. Plötzlich
klingelte die Klingel. John und Finbarr kamen in die Wohnung, als Toni öffnete.
Sie
umarmten mich einer nach den anderen. Toni auch nocheinmal. „Wie
oft?“ Fragte ich. Toni sagte: „Einmal! Aber er hat mir das hier
gelassen!“ Toni gab mir einen Brief.
For Len, only!!!
Ich wollte ihn noch nicht öffnen! John und Finbarr und Toni fragten mir
Löcher in den Bauch. „Ich habe nichts mitbekommen, ich lag doch im
Koma!“ Waren meine Antworten. Das stimmte ja auch. Das kam mir eigentlich
nicht
solange vor, aber es war bereits 21 uhr als John und Finbarr endlich weg
waren.
Ich lief sofort in mein Zimmer und öffnete den Brief. Man, auf diesen Moment
hatte ich gewartet.
Hey Lenny,
why did you remain not there? You could surely have stayed overnight with
me! But you ran away and of it have we now annoyance. I hope, you do not remain
not so for a long time away. I am with the boys on the way and if you read
this letter, probably already lengthen in Asia.
Do not forget, what you said me!
Lenny, I love you,
bye
Nixter
„In Asien!“ Flüsterte ich und legte den Brief weg. Ich schlief
ziemlich schnell ein.
Als ich aufwachte, war Toni schon weg. Er hatte aber geschrieben, dass es
ihn furchtbar leid tut, dass er jetzt weg sei. Ich aß ein Brot und ging dann
wieder an meine Arbeit. Ich wollte meinen Roman be-enden.
Es verging ein lange Zeit. Der Roman war fertig und ich hatte über 100.000
Exemplare verkauft. Ich konnte nicht sagen, dass ich nicht Reich war, aber das
schien mir alles egal. Ich dachte immerzu an Nicky. Ich musste mich ja
verliebt haben. Ich hatte es ihm gesagt. Ich hatte mir ihn gekuschelt,
ge-schmust
und geküsst. Ich musste ihn lieben. Und jetzt war ich 500.000 Meilen
entfernt. Achherje, noch mehr. Ob er auch an mich dachte? Ich schaute zum
Telefon.
Sollte ich ihn anrufen? Oder doch lieber nicht? Mensch, warum musste ich immer
in solchen Situationen stecken? Das war schwerer, als mein Coming-out!
Ich tat es. „Hallo?“ Fragte Nicky. „Hi, ich
bin’s… Len!“ Sagte ich. Man konnte seine funkelnen Augen
hören.
„Lenny, ich habe mir die ganze Zeit über scheiß Sorgen gemacht. Ich wusste
nicht, ob du schon wieder zu Hause warst!“ „Wo bist du?“
Fragte
ich. „Ich bin in… naja, ich bin in Deutschland. In zwei Tagen
fliegen wir nach Schottland und dann nochmal ein Tag, dann bin ich wieder in
Dublin.“ Ich lächelte: „Schon schön… hast du dann wieder
frei?“ Nicky seuftzte: „Naja, ein Tag. Aber nicht ganz, am Abend
muss
ich dann schon wieder weg!“
Ich glaube, wir unterhielten uns noch Stunden, bevor ich vor Glück fast
platzte. Heute war der 26 Fe-bruar . Nur noch drei Tage!!! Ich war
soooo happy. Ich lief in Toni’s Zimmer und wollte den Tag ins einen
Kalender ankreuzen. Doch ein großer Kringel bedeckte ihn schon. Ich schaute
genau
hin: 29 Februar – Len’s Geburtstag!!!
Mensch, hatte ich meinen eigenen Geburtztag vergessen oder wollte Toni mich
nur mal wieder vera-schen. Aber woher wusste er dann, dass ich genau diesen
Tag ankreuzen wollte? Mensch, das war doch alles so schwer. Vielleicht waren
das noch nachtragene Schäden von der Zeit, der ich im Kran-kenhaus war.
Apropros Krankenhaus. Ich lag da doch vier Tage, warum haben die nicht heraus
finden wollen, wer ich eigentlich war??? Ich begriff das alles nicht. Wie
denn???
Mensch war alles so schwer?
Am Abend kam Toni nach Hause. Als er durch die Tür trat, fragte ich:
„Toni, wann wurde ich gebo-ren?“ Toni schaute mich erst verblüfft
an,
meinte dann aber: „1980!“ „Werde ich in diesen Jahr
20?“ Fragte ich. Toni nickte: „Ja klar!“ Ich ließ mich fallen:
„Ich bin ja noch garnicht volljährig!“
Was war bloß mit mir los? Warum wusste ich nicht, dass ich nicht volljährig
war? Und warum wohnte ich in der Wohnung mit meinen besten Freund, wenn ich
nicht volljährig war? Es hatte mich sowieso schon gewundert, dass mich meine
Eltern nie angerufen haben. Und außerdem, warum konnte ich mich nicht mehr an
Dinge aus meiner Kindheit erinnern? Warum gab es eigentlich keine Babyfotos
von mir? Jetzt gab es all diese Fragen.
Ich drehte mich zu Toni und fragte: „Was ist los?“ toni setzte
sich zu mich: „Wie, was sollte los sein?“ Warum kann ich mich
nicht mehr an meine Kindheit erinnern, Toni?“ Toni stand wieder auf und
ging in Richtung seines Zimmers: „Ich weiß nicht, schlechtes Gedächtnis
oder so!“
Ich konnte mich an nichts erinnern, nur an Nicky. Nicky war da gewesen, die
ganze Zeit über. Aber vielleicht stimmte das auch nicht. Vielleicht erkannte
seine Mutter mich deswegen nicht?! Was war blos wieder los. Ich nahm meine
Jacke und lief aus die Wohnung. Ich lief ohne anzuhalten in die nächste
Buchhandlung. Ich schaute mich in den großen Haus um. Überall waren die Bücher.
„Kann ich Ihnen helfen?“ Fragte eine Dame. Ich nickte: „Ja,
ich
suche Lenny Irwin Romane!“ Die Dame lä-chelte, verschwand kurz und kam
dann wieder. Sie hatte drei Bücher in der Hand: „Das sind die letz-ten
Exemlare seiner aktellen Romane.“ Ich nahm ein Buch, nickte und sagte:
„Ich nehm das!“ die Da-me lächelte: „Okay!“ Sie
stellte die anderen Bücher in ein Regal und lief dann zur Kasse. „So, dass
macht dann 25 Pfund!“ Ich war geschockt, zahlte dann den Betrag und
verließ das Haus. 25 Pfund. Trotz der hohen Preise verkaufte das Buch sich aber
prächtig. Was hatte ich gerade getan? Ich hatte eines meiner eigenen Bücher
gekauft. Das Geld, zumindest ein Teil davon bekam ich doch sowieso wieder und
das Original hatte ich zu Hause. Ich lief zur nächsten Buchhandlung. Das war
eine kleiner in einer Seitenstraße. „Lenny Irwin!“ Sagte ich. Der
Buchhändler fragte: „Denken sie an ein bestimm-tes?“ Ich
überlegte. „Haben Sie auch Bücher, die er schrieb, als er noch jünger war?
So,
12 oder 13!“ Der Mann nickte: „diese alten Teile. Die hat damals
jeder gekauft. Nicht nur, weil die Story so gut war, sondern weil man das Geld
brauchte.“ Der Mann wollte gehen, doch ich hielt ihn fest: „Wie,
das Geld?“ Der Mann antwortete nicht. Er kam mit einem Buch und einer
alten, eingeschweißten Zeitschrift zu-rück. Er gab mir erst die Zeitschrift:
„Hier!“ Ich las, mich traf der Schlag.
„Was ich passiert?“ Hörte ich. „Ich, ich weiß nicht,
er… ist einfach so umgekippt….. er, er hat die Zei-tung… o
mein
gott!“ Ich schlug die Augen auf. Ich lag in der Buchhandlung und Ärzte
waren da. Au-ßerdem waren noch tausende Kunden da gewesen. Ich richtete mich
auf und riss das Beatmungding von mir hinunter: „Mir geht’s
gut!“ Sagte ich und stand auf, zwa rein bisschen wackelig, aber ich
stand. Das Buch fest in der Hand. Der Arzt sagte: „Nein Mister, jetzt
nicht!“ Er drückzte mich auf die Liege. „Wie heißen Sie?“
Frgte
ein Sanitäter. „Irwin“, Sagte ich „Lenny!“ Der Buch
Händler war wie geschockt, als ich das sagte. Ein Sanitäter drehte sich um und
besprach etwas mit einen anderen Sani. Der Arzt sagte: „Mr. Irwin, wir
wollen Sie mit ins Krankenhaus nehmen.“ Ich schüttelte den Kopf:
„Nein ich kann nicht. Ich muss zu Toni!“ Der Arzt zuckte die
Schultern:
„Naja, es ist Ihre Gesundheit, aber es wäre besser…“ Ich
unterbrach ihn: „Nein, ich geh jetzt. Bye!“ Ich stand auf und
verließ so schnell wie möglich den Schauplatz. Warum holten die eigentlich
immer sofort den Krankenwagen? Ach was, ich wollte sie schnell wie möglich nach
Hause. Ich hatte voll vergessen, warum ich eigentlich umgekippt bin. Aber
darüber machte ich mir keine Gedanken! Ich war zu Hause angekommen. „Aloa,
da bist du ja wieder!“ Begrüßte mich Toni. Ich nickte, warf die Bücher
auf den Tisch und sagte: „Es ist warm draußen! Beinahe wäre ich ins
Krankenhaus gekommen!“ „Warum?“ Fragte Toni mich und nahm mir
die Jacke ab. „Ich bin umgekippt! Aber es war nichts schlimmes!“
„Nicht schlimm? Lenny, du hast er vor kurzem Tagelang im Koma
gelegen!“ „Vor vier Wochen Toni!“ Entgegnete ich und ließ mich
auf
die Couch fallen. Toni nickte: „Ja schon, aber… warum passiert dir
das eigentlich?“ Ich zuckte die Schultern: „Ist mir auch egal!
Am 29 kommt Nicky!“ Toni schaute auf: „Am 29???“ Ich
nick-te. Toni überlegte. Ich fragte: „Was ist?“ Er schüttelte den
Kopf:
„Ist schon okay! Treff dich mit ihn. Er ist bestimmt happy, dich wieder
zu sehen, wobei er dich das letzte mal gesehen hat, wo du weggelaufen
bist!“ Ich nickte: "Ja, ich bin auch froh, ihn wieder sehen
zudürfen!“
Toni lächete und ließ sich neben mich fallen!
Tage vergingen. Heute war 29 Februar und es war verdammt warm für die
Jahreszeit. Es war etwa 10 uhr morgens als Nicky kam. „hi!“ Begrüßte
er
mich und kam in die Wohnung. Kurz nachdem er hinein kam, kam Toni und sagte
zum Abschied: „Bye ihr süßen!“ Nicky schaute ihn hinterher:
„Ihr süßen?“ „Ich habe nichts gesagt, erlich! Naja, du kennst
doch Toni?!“ Nicky nickte: „Ja, ein winziger Gedanken ist noch
irgendwo!“ Ich lächelte und wollte aus dem Flur hinaus gehen, da zog
Nicky
mich zu sich und küsste mich. Ich erwiederte den Kuss mit freuden. Nun
standen wir im Flur und küssten uns. Danach fragte ich: „Ist’s dir
auch
aufgefallen? Verdammt warm für diese Jahreszeit… nicht?“ Nicky
nickte und folgte mir in die Wohnung. Nicky fragte: „Was ist jetzt
eigentlich mit Toni?“ Ich drehte mich zu ihn: „Wie, was ist mit
ihn?“ Er läcehlte und erklärte: „Naja, vor einigen Tagen…
Wochen,
da kamst du zu mir. Wegen Toni. Was ist jetzt mir ihn?“ „Er war
betrunken. Dicht bis oben hin… Also, ich glaube, er hat alles
vergessen!“ „Wie du…“ Nuschelte Nicky. Ich hatte ihn
verstanden, fragte jedoch: „Was, wie ich?“Nicky schüttelte den Kopf:
„Nee, ist schon gut! Hab nur mal laut gedacht!“ Ich zuckte die
Schul-tern, da küsste Nicky mich unertwartet. Ich wandt mich ab und sagte:
„Aber nicht hier!“ Ich zog ihn in mein Zimmer, wo wir weiter
machten.
„Heuteabend muss ich weiter!“ Sagte er, doch ich zog ihn wieder
zu mir und küsste ihn weiter. Das ging noch eine Weile so. Irgendwann
schliefen wir ein. Ich wachte auf, öffnete die Augen ein bischen. Nicky schlief
auch. Er lag groß da und hatte seinen Arm um mich. Ich lag klein zusammen
gerollt da. Plötzlich ging die Tür auf und Toni kam herein:
„Len???“Er
blieb stehen und schaute zu uns. Er biss sich auf die Unterlippe und schlich
sich aus den Zimmer. Ich seuftzte und versuchte, wieder zuschla-fen. Es
gelang mir.
Erst am nächsten Morgen wurde ich wieder wach. Nicky war noch immer da. Ich
lag auch noch in seinen Armen. Ich war sehr leise und schlich mich nachdem
ich umständlich aus den Bett geklettert war, aus dem Zimmer. Er war dunkel,
weil ich die Rolläden unten hatte. Toni saß schon and er Theke.
„Morgen!“ Sagte er. Ich lächelte: „Hi!“ „Ist Nick
noch
da?“ Fragte er mich. Ich gesellte mich zu ihn: „Toni… jetzt tu
nicht so, als wüsstest du das nicht!“ Er lächelte: „Erwischt. Ihr
wart echt niedlich!“ Ich zuckte die Schultern und griff nach einen Apfel.
Er zeigte auf den und fragte: „Zum Frühstück?“ Ich nickte:
„Ja, hab hunger drauf…“ Toni zog kurz die Augenbrauen hoch und
sagte: „Okay, es ist deine Sache!“ Ich nickte.
Toni war weg, ich schaltete den Computer ein. Ich hatte echt keine Lust,
weiter zu schreiben. Aber ich musste. Mein Verlag verlankte, dass ich bis Ende
des Jahres noch zwei Bücher schreiben sollte und insgesamt über eine
Millionen Exemplare verkaufen sollte. Naja, das konnte ich locker schaffen.
Als
ich
13 war, hatte ich bereits mit einem Buch über 200 Millionen Stück verkauft.
Und dass nur in Groß Britanien und Irland. Und wenn ein so’n Buch 25
Pfund kosstete, hatte ich damals 50 000 000 000 000 Pfund zusammen. Ich musste
doch
reich gewesen sein, selbst wenn ein Buch nur 50 pounds gekostet hätte. Doch
wo war dann das Geld??? Ich schrieb weiter und dachte einfach nicht darüber
nach. Plötzlich kam Nicky aus meinem Zimmer und sagte verschlafen:
„Morgen!“ Ich begrüßte ihn lächelnd: „Hi!“ Er schaute
auf die
Uhr: „Ich muss schon seit…“ er hielt inne, dann sprach er
weiter: „einer Ewigkeit bei den Jungs sein!“ Aber das ganze ließ ihn
ziehmlich kalt, er schien noch halb zuschlafen und hatte sich nicht besonders
Gedanken über die Sache gemacht. Ich fragte: „Und?“ Er sagte:
„Ich will morgen zu ihnen gehen! Heute habe ich keine Lust!“ Und er
kam zu mir. Er küsste mich aber nicht, erwartete auch nicht, dass ich ihn
küsste. Wir starrten uns nur in die Augen. Deine Augen sind so schön, wie
der… wie was? Sie waren so schön. Aber jetzt viel mir nichts passenden
ein.
Verdammt ich war Schriftsteller und schrieb Gedichte und mir viel kein
Vegleich zu Augen ein? Er nahm meine Hände, küsste mich dann doch. Plötzlich
klingelte die Kingel. Wir schraken beide zurück. Er schaute mich unschuldig
an,
ich
sagte: „Wenn du niemanden von mir erzählt hast, weiß keiner
bescheid!“ Dann lief ich zu Tür. Jaja klar, es war John. Er plazte in die
Wohnung
und sagte: „Len, bei der Band, wo Nicky ist, ist jemand
verschwunden…“ Er schaute auf und sah Nicky. Nicky lächelte, John
auch.
„Hey… du bist’s!“ Sagte John. Nicky lächelte: „Hi
Johnny…“ Sie umarmten sich. Das konnte ich nicht mit ansehen. Sie
umarmten sich, unterhielten sich und John stupste ihn auf die Nase. Okay, auch
John war Nicky’s Freund gewesen, aber sie konnten sich doch auch nur die
Hand geben! Och gott, jetzt umarmten sie sich noch mal! Warum tat er mir das
an? Ich schrieb weiter. Ich hätte auf Nicky hören sollen… ich hätte
nicht auf machen sollen… ich hätte bringt auch nichts. Ich hab’s
getan! Fertig, aus Ende! Ich schrieb weiter. John und Nicky unterhielten sich
noch eine Ewigkeit, bevor John wieder ging. Nicky kam zu mir und küsste mich
am
Hals. Ich fragte: „Warum willst du erst morgen zurück?“
„Ich habe keine Lust! Ich habe keine Lust, mit den Jungs nochmal nach
Deutschland rüber zu fliegen. Manchmal bereue ich’s, dass ich den Weg
gewählt
habe!“ Ich seuftzte. Er fragte: „Was hast du?“ Ich schüttelte
den Kopf: „Naja, ich bewundere dich. Du lässt deine Arbeit
ruhen… deine Fans lässt du glauben, dass du verschollen bist und du
breitest den
Jungs und deiner Familie größte Sor-gen zu… nur um bei mir zu
sein!“ Nicky zuckte die Schultern: „Lenny, sieh das ganze mal bitte
von der
Positiven Seite… ich bin bei dir. Der komplette nächste Tag gehört
dir!“ Ich schüttelte den Kopf: „Nicky, ich muss noch zwei Bücher
schreiben, am besten bis August!“ Nicky stöhnte. Er ließ sich auf die
Couch fallen und sagte: „Es ist Februar!“ „März!“ Sagte
ich „Heute ist der 1. März!“ Nicky schüttelte den Kopf. Ich
schaute ihn verwirrt in die Augen. „Nicky zeigte auf einen Kalender:
„Heute ist der 29. Februar!“ Ich stadn auf und lief zum Kalender:
„Der 1! Gestern…“ Ich blieb ruhig. „Lenny, du dachtst,
ich
komme am 29… nicht?“ Ich nickte und kam zu Nicky. „Du
hast’s nicht gemerkt!“ Ich stand wieder auf und lief zurück zum
Computer: „Aber draußen ist’s so warm wie im August!“ Nicky
seuftzte. Jetzt wusste er nicht mehr! Nach ein paar Minuten Stille drehte ich
mich
um und stand auf. Als ich auf-schaute, sah ich in Nicky’s schönen
Augen! Wir lächelten und küssten uns dann. Wir ließen uns auf die Couch fallen
und
küssten und kuschelten. Oh mensch, Danke Nicky, dass du das für mich tust!
Das dachte ich immer wieder.
Was auch immer in der zwischenzeit geschah, wir hatten kein Sex! Das stand
fest. Die Zeit verging so schnell. Kaum war es 14 uhr, hatten wir auch schon
wieder 20. Nicky stand auf, wodurch mein Kopf hart auf der Couch aufkam, die
doch sooo weich war. Er sagte: „Ich werde jetzt nach Hause
fahren!“ Er schaute aus dem Fenster. Naja, es war merkwürdig, aber draußen
war es
noch immer hell. Nicky machte eine Handbewegung, dass ich kommen sollte. Ich
kam, er zeigte auf sein Auto. Shane, Louis und Kian standen da. „Wie
lange die wohl schon da stehen!“ Fragte sich Nicky. Ich zuckte die
Schul-tern. Plötzlich schaute Shane hinauf und uns mitten ins Gesicht. Wir
verschwanden vom Fenster und Nicky fragte besorgt: „Ob er uns gesehen
hat?“
Ich zuckte wieder die Schultern. Wir waren im 5. Nicky ließ sich auf die
Couch fallen: „Naja, solange die da stehen, kann ich nicht raus. Die
würden mich dann immer wieder hier aufsuchen und dann…?“ Ich
seuftzte
und setzte mich zu ihn. Nicky rückte zu mir und legte seinen Arm um mich.
„Aber solange“, flüsterte er. Ich lächelte und küsste ihn.
Plötzlich kam Toni in die Wohnung, doch wir konnten nicht voneinander
lassen. Nach ein paar Min-uten sagte Toni aufgeregt: „Leute, unten“
Ich
hob meine Hand, küsste Nicky aber weiter. Toni fragte: „Jetzt? Sollen
die da unten verrotten?“ Wir hörten auf, uns zu küssen, drehte uns zu
Toni und nickten gleichzeitig. Toni seuftzte, Nicky und ich standen auf und
verschwanden in meinem Zimmer. Da es schon später war, schliefen wir
wiedereinmal Arm in Arm in meinem Bett ein! Ich war so glücklich und gewöhnte
mir dann
auch ab, mich immer umzudrehen. Ja, ich hatte mich verliebt. Ob man sagen
konnte, das wir ein Paar sind? Naja, ich habe ihn einfach geliebt, er liebte
mich. Wir küssten uns, wir kuschelten und schliefen in einem Bett. Da konnte
man
doch sagen, dass er mein fester Freund war. Oder doch nicht? Schließlig war
zwischen uns nicht mehr. Aber schon genug.
Ich wachte auf. Nicky war weg. Ich stand auf und lief aus meinem Zimmer.
Nicky war auch nicht hier. Ich schaute aus den Fenster und sein Wagen war weg.
Das erste,w as ich tat, war an den Computer. Als das Ding hochgefahren war,
loggte ich mich sofort ins Net ein.
In den Pop-News stand es Nicky Bynre ist wieder da!!! Der seit vorgestern
verschollenen Nicky Byrne von Westlife tauchte heute wieder auf... blablabla
Er war zurück. Zurück zu den Jungs. Was die wohl dachten??? Aber Hauptsache
war doch, dass sie ihr fünftes Mitglied wieder hatten.
Eine Woche blieb es still. Nicky meldete sich nicht, aber alles begann mit
einen Traum. Ich träumte, dass Nicky, Zoni, Finbarr und alle anderen Freunde
von mir vor meinen Augen erschossen wurden. Als sich das Gesicht von den
Verbrecher zeigen sollte, wachte ich immer auf. Diesen Traum hatte ich seither
jede Nacht und jede Nacht schlief ich seither in Toni’s Zimmer. Und
Seither war Toni immer zu Hause gewesen. Irgendein Grund musste das doch haben.
Toni meinte immer nur: „Stress!“ Dabei war ich ganz locker. Ich
musste nur bis Ende des Jahres einige Exemplare von zwei Büchern verkauft
haben... ja und? So ein Buch bekam ich schnell hin.
Ich kam nach Hause, Toni war schon da. Ich ließ mich genervt auf die Couch
fallen. Toni kam sofort und massierte meine Schultern und fragte: „Was
ist?“ Ich drehte mich zu ihn, wobei er aufhören musste, mir ein
angenehmes Gefühl zuverbreiten und fragte: „Was ist mit mir?“ Toni
zuckte
die Schultern: „Ich bin nicht du!“ Ich schüttelte den Kopf:
„Toni, du weißt es! Ich kann mich an keinen Tag aus meiner Kindheit
errinnern, meine Eltern waren noch nie zu Besuch und ich habe für so ein Scheiß
Buch
über 50 Millionen Pfun bekommen… abgesehen davon, wo ist das
Geld?“ Ich drückte ihn das Buch in die Hand. Toni zuckte die Schultern:
„Auf dem Konto deiner Eltern!“ „Was ist mit meinen
El-tern?“
Fragte ich. Toni seuftzte: „Ich weiß nicht, es sind deine
Eltern!“ Er stand auf und wollte gehen. Doch ich hielt ihn am Pullover
fest und tog
ihn wieder hinunter. Ich schaute ihn in die Augen, wodurch er nervös wurde,
dann fragte ich: „was ist passiert?“ Toni stand auf. Ich stand
ebenfalls auf und fragte: „Toni, warum wechselst du immer das Thema, wenn
ich dich soetwas frage?“ Er drehte sich um, zu mir und motzte
„Weil du es doch schon vergessen hast und wir geschworen haben, dich nicht
mehr
daran zuerrinnern!“ „Wer sind wir?“ Fragt euch als erstes,
wobei mich das andere viel mehr interes-sierte. Toni seuftzte und ging zur
Couch, auf die er sich fallen ließ. „Naja, alle! John, Finbarr, Sunney,
Nicky, ich… die ganze Clique von früher!“ „Moment, Nicky
auch?“ Fragte ich verwirrt. Toni nickte nur: „Ich sagte doch, die
ganze Clique!“ Klar, Nicky gehörte ja auch zur Clique.
Dann wand ich mich meiner anderen Frage zu, wo Toni gehofft hatte, dass ich
sie nicht fragen wür-de. „Woran wollt ihr mich nicht
errinern???“
Den ganzen nächsten Abend verbrachte ich damit, versuchen Toni dazu
zubringen, dass er mir dass sagt, was er mir nicht sagen durfte.
Daraus wurde aber nichts und schließlig schlief ich ein und träumte von
Fragen. Als ich aufwachte, lag ich in Toni’s Arm auf der Couch. Er schien
auch eingeschlafen sein. Klar, sonst würde er da nicht schlafen!
Ich richtete mich auf und stand auf. Als ich zurück vom Bad kam, war Toni
auch wach. Meine erste Frage war: „Warum?“ Ich wollte es wirklich
wissen. Diesmal sagte Toni: „Naja, darum halt!“ Dann ver-schwand
er im Bad. Er hatte mir einen Hinweis gegeben. Ich weiß nur nicht, was das
hieß.
Als er wieder vom Bad kam, fragte ich wieder. Wir wiederholten nur den Abend
zuvor. Aber ich wuss-te, dass Toni mir nichts sagen würde. Doch als es still
war, sagte er: „Nicky sagst dir!“ Ich schaute auf:
„Echt?“ Toni nickte und stand auf. Er lief zur Wohnungstür und
öffnete sie.
Nicky kam etwas verwundert hinein. „Du wusstest es?“ Fragte er.
Toni nickte: „Jaja, ich habe dein Auto vorhin anhalten sehen!“
Nicky lächelte und kam zu mir. Er begrüßte mich: „Hi!“
„Fisch!“ War meine Antwort, Eine Zeit, zum begreifen brauchten die
beiden, dann
begannen sie, zu lachen.
Wir redet noch eine ganze Weile, bevor Nicky mal ins Badezimmer
verschwand. Es wunderte mich schon, als Toni ihm hinterher lief. Nach einer
oder
zwei Minuten hörte ich, wie Nicky etwas laute etwas sagte: „WAS?“
Dann war es wieder ruhig. Nach ein paar Minuten kamen beide wieder aus dem
Zimmer und setzten sich wieder, als wenn nichts gewesen wäre. Ich schaute auf
die Uhr, als Toni auf-stand und verschwand.
Nicky nickte ihn noch einmal hinterher und wante sich dann mich zu. Er nahm
meine Hand und sagte: „Du, Len, Toni…“ „…hat
heutemorgen gesagt, dass du mir etwas sagen möchtest, blablabala! Aber ich
weiß nicht, ob ich’s wirklich hören möchte“, unterbrach ich. Ich
nahm meine Hand wieder weg und sagte: „Toni sagte, ihr habt geschworen, es
mir nicht zu sagen! Wenn’s wirklich so schlimm ist…“ Nicky
schüttelte den Kopf: „Okay, wenn…“ Da unterbrach ich ihn
wieder: „Sag es!!!“ Nicky seufzte. Er erklärte mir alles, von der
ersten bis zur letzten Stunde des geschehens.
Danach wusste ich nur noch, dass der Stuhl auf den ich saß, plötzlich weg
war.
Ich wachte in meinem Bett auf. Es war dunkel, nur ein bischen Licht viel
durch den kleinen Spalt, den die offene Tür hergab. Mein Kopf brummte. Ich war
doch nicht schon wieder in Ohnmacht gefallen. Seit Nicky da war, war ich
schon mindestens 8 mal bewusstlos geworden. Warum war alles so schwer?
Ich hatte keine Lust, mich aufzurichten. Ich hörte keine Stimmen, das erste,
was ich dachte, war, dass Nicky nickte mehr da war. Doch dann hörte ich
Toni’s Stimme. Ich war so erleichtet, seine Stimme in meinem Ohr zuspüren.
Plötzlich ging die Tür auf, ich schloss meine Augen ein bisschen. Ich konnte
sehen, dass John ins Zimmer kam, aber er dachte wohl, dass ich schlafen
würde. Er kam zu mir, legte seine Hand auf meine Stirn und zog sie zugleich
wieder
weg. Dann verschwand er wieder. „Ja!“ Sagte er etwas lauter, als
er die Tür wieder zuzog. Ich fühlte selber. Ich war doch kalt. Obwohl, mir
war echt warm und es ging mir super schlecht. Ich verkroch mich wieder unter
die Decke und drehte mich auf die Seite. Da kam John wieder ins Zimmer. Aber
er wurde in der Tür zurück gehalten. Ich schloss meine Augen ganz. Da hörte
ich die Tür zugehen. Leise bewegte sich jemand zu mir. Ich dachte, dass wäre
John. Die Person kniete sich vor mir hin. Ja genau Auge in Auge wenn meine auf
gewesen wä-ren. Er nahm meine Hand, da wusste ich sofort, dass es Nicky war.
Ich lächelte. Merkte Nicky aber nicht. Er küsste meine Hand. Seine Lippen
waren ganz kalt, sodass ich zuckte, als sie meine Hand berührten. Aber seine
Lippen waren nicht kalt, sondern meine Hand extrem warm. Plötzlich merkte ich,
wie ein Tropen wasser auf mein Gesciht viel. „Lenny!“ Sagte Nicky
leise. Es war kein Wasser, sondern seine Träne. Ich schlug meine augen auf.
Es war so dunkel, dass man nicht sehen konnte. Die Rollanden waren unten und
ließen kein Mondlicht durch. Nicky hatte meine Hand schon los gelas-sen. Ich
lächelte und richtete mich auf. Ich konnte ihn nirgenswo fühlen. Doch dann
hatte ich soein Gefühl und umarmte einfach die Luft. Ja, da war er. Er
erwiederte die Umarmung sofort. „Oh man Lenny!“ Stöhnte er
erleichtert.
Ich sagte nichts. Erst, als wir uns losließen, fragte ich: „Wie lange war
ich weg?“ Nicky setzte sich auf das Bett und sagte: „9
Tage.“ Ich war förmlich geschockt. „Solange? Und ich bin nicht in
einem
Krankenhaus?!??“ Nicky seuftzte. „Nein, der Arzt war zwar hier. Hat
auch geraten, dich ins KH zubringen, aber dur durftest auch hier
bleiben!“ Erklärte er. Ich nickte, obwohl ich doch lieber ins Krankenhaus
gewollt
hätte. „Nicky?“ Fragt eich. Nicky schaute auf, obgleich ich es
sah. Aber ich hörte es. „Hm?“ „Warum ist das so?“
Fragte ich. Nicky seuftzte: „Ich weiß es nicht! Es tut mir leid!“ Er
umarmte mich nocheinmal. Ich dachte an das, was Nicky mir vorher sagte.
Natürlich waren Toni und die anderen froh, als sie mich zwei Tage später
wieder auf eigenen Beiden sahen. Es verging eine Zeit. Nicky rufte mich jeden
Tag an und fast jeden Tag, wo er frei hatte, kam er zu mir… oder ich kam
zu ihn.
An einen Tag Ende Juli kam zwar nicht zu mir. Aber mit der Post kam ein
Brief von ihn. Es war ein Brief, zwei Konzert Karten und ein Bild von ihn.
Leider
fand ich niemanden, der mit mir zum Konzert ging, zwei Tage später, aber
alleine mit Nicky, den anderen Jungs und 82.000 Fans war es auch okay.
Ich stand in der zweiten Reihe. Das Konzert war nicht in der Halle.
Vielleicht war es in der Halle zu warm. Irgendein Grund wird’s ja gehabt
haben.
Die Vorgruppen waren langweilig. Es war auch viel zu warm, ich fragte mich
immernoch, wie man bei soeiner Hitze performieren konnte.
Nach ca. 40 min kamen Endlich Westlife auf die Bühne. Sie sangen, die Fans
kreischten. Alles war wie immer. Doch als sie ihren uralten Hit Forever
performierten, wurde alles anders. Okay, sie sangen noch gut, doch Nicky wurde
leiser. Ich machte mir solche scheiß Sorgen um ihn. Bei den zweiten Re-frain
passierte das Unglück: Nicky ließ sein Mikro fallen und stürzte zu Boden. Die
anderen reagierten sofort und kümmerten sich um Nicky und auch… Ärzte oder
so kamen. Die Fans blieben außerge-wöhnlich still. Erlich, keiner kreischte.
Auch ich hielt den Mund. Irgendwann hielt ich’s nicht mehr aus. Ich
drängelte mich durch die geschockten Fans und sprang über die Sperre. Selbst
die Security hielt mich nicht auf. Naja, sie versuchten es, aber ich wollte
einfach zu Nixter. Kaum war ich da, wurde ich weggeschubst; und die anderen
vier
auch. Nicky wurde auf einer Trage hinter die Bühne getragen. Alle waren zu
sehr geschockt, um etwas zutun. Doch dann nahm Bryan das Mikro und sagte:
„Sorry, Show kann nicht vortgesetzt werden!“ Dann gingen er und die
Jungs hinter die Bühne. Ich folgte ihn-hnen. Es war merkwürdig, dass keiner
etwas unternahm. Gegen mich. Hinter der Bühne blieb Shane stehen. Bryan fragte:
„Was ist?“ Shane schüttelte den Kopf: „Nichts… nur
Nicky!“ Ich seuftzte. Plötz-lich fragte Kian: „Wer bist überhaupt
du?“ Und er zeigte auf mich. Ich wollte etwas sagen, doch Shane meinte:
„Ist schon gut Ki!“ Ich starrte verwirrt zu Shane.
„Wie meinst
du das?“ Shane schlug seinen Arm um meine Schultern und zog mich weiter bis
zur Gadrobe. „Weißt du“, begann er. Doch so endete er auch schon wieder. Er
blieb stehen und überlegte. Ich hob meine Augenbrauen und wartete gespannt dadrauf,
was jetzt kam. Shane ging an mir vorbei und sagte: „Ich hab dich mit Nicky gesehen!“
Dann drehte er sich wieder zu mir und ich mich zu ihn: „Wann?“ Fragte ich. Shane
lächelte, shien Nicky vergessen, und sagte: „Süßes Paar seit ihr!“ Ich stand
verblüfft da. Woher um alles in der Welt wusste Shane davon? Nicky hatte hoch
und heilig geschworen, dass das vorerst unser Geheimnis bleiben sollte. Bisher
wusste nur die Clique davon. Und auf die konnte man sich verlassen, dass sie
dicht hielten und ich konnte mich um besten Wilen nicht daran errinnern, dass
Shane in unsere Clique war, obwohl ich’s mir doch gewünscht hätte. Wie er so
vor mir stand, dieses freche blinzeln und sein süßes Lächeln. Mensch, ich benahm
mich… ich schwärmte für Shane, obwohl Nicky doch mein Star war. Plötzlich riss
Shane mich aus meinen Träumen und fragte: „Wie heißt du?“ Ah, okay, jetzt war
alles klar. Shane hatte uns nur mal gesehen, Nicky hatte nichts erzählt. „Wie
heißt du?“ Wiederholte Shane. Ich lächelte: „Len!“ Shane hob seinen Augenbrauen.
Ich nickte: „Ja, eigentlich Lenny, aber Len ist schöner!“ Shane nickte ebenfalls
und zog mich näher zu sich: „Gut Len!“ Dann ging er in ein Raum und deutete
an, dass ich mit kommen sollte. Er schloss die Tür zu und sagte: „Ich habe gesehen,
dass es Mark nicht gut geht, die anderen beiden werden sich jetzt wahrscheinlich
erst um ihn kümmern, bevor sie hier hin kommen.“ Es war ihre Gadrobe. Also,
dass die anderen drei nicht viel Ahnung vom denken hatten, merkte ich sofort.
Wenn Mark mit einen Schock zu… wie auch immer. Jeder anderen wäre in die Gadrobe
gegangen. Shane sagte, während er sein weißes Hemd auszog: „Woher kennst du
Nicky?“ Ich wandte mich ihn zu, bekam große Augen. Schüttelte dann aber den
Kopf und sagte: „Kindheit!“ Shane nickte und kramte gerade halbnackt wahrscheinlich
nach seinem T-Shirt oder was auch immer. Was sollte ich sagen. Vorallen, was
konnte Shane sagen. Warte, jetzt viel mir da was ein. Ich drehte mich um und
fragte: „Was wird aus Nicky?“ Ich schaute suchent zur Wand. Shane hatte gefunden,
wonach er suchte und sagte: „Krankenhaus. Ich werde jetzt Yvonne und Nicholas
anrufen, dann dahin fahren!“ Sichtlich ging es ihn gut. Vielleicht ging es ihn
aber auch total scheiße, aber er wollte es nicht zeigen. Ich kannte Shane nicht
direkt. Er legte seine Hand auf meine Schulter und fragte: „Soll ich dich mitnehmen?
Du willst doch jetzt bestimmt bei ihn sein, oder?“ Ich nickte, wobei ich Shane
inmoment doch süßer fand. Aber vielleicht war es auch deswegen, dass Nicky nicht
gerade gut aussah, als ich ihn das letzte mal sah und mich immer nur an das
Bild errinnerte. Ich schüttelte noch mal den Kopf und drehte mich wieder zu
Shane. Seine braunen Augen luden mich geradezu ein… aber ich konnte mich beherschen.
Außerdem war ich mit Nicky zusammen, was würde er sagen, wenn ich plötzlich
Shane lieber mochte. Aber was würde Shane erst sagen. Ein schwuler, 19-Jähriger
Junge war in ihn verliebt… das er garnicht war, was aber danach aussehen würde.
Shane ging vorbei zur Tür. Er hatte ja eine ganz anderen Hose an. Er hatte sich
umgezogen, und ich hatte weggeschaut. Aber das war vielleicht doch besser gewesen.
Ich folgte ihn. Auf den Weg zum Telefon lief er Louis in den Arm. „Huch Shane“,
sagte der „pass besser auf!“ Shane nickte und wollte links an Louis vorbei gehen.
Doch Louis hielt ihn an der Schulter fest und fragte: „Was machst du jetzt?“
Shane zeigte auf eine Tür. Louis nickte und fragte nochmals: „Wo sind die anderen?“
Shane zeigte auf mich: „In der Gadrobe, glaub ich!“ Ich ging einen Schritt nach
rechts. Louis nickte: „Fährst du jetzt zum Kranknehaus, gleich?“ Shane nickte:
„Ja, muss wissen, wie es Nicky geht!“ Louis nickte und ließ Shane jetzt gehen.
Ich folgte ihn. Shane holte ein Handy aus seiner Tasche und tippte umständlich
eine Nummer. Das Gespräch hörte ich mir nicht mit an. Was ging es mich an? Nun
ja, aber ich schaltete ab, als Shane sagte: „Hallo, Yvonne…“
Wir gingen
zu seinen Wagen. Kaum waren wir eingestiegen, waren wir los gefahren. So, wie
Shane fuhr, hätte er gleich mal einen Krankenwagen rufen können. Naja, nachdem
er das Handy weggelagt hatte, gings aber besser. „Mensch“, fluchte er, bei der
ersten roten Ampel. Ich seuftzte nur und kaute auf meinem Kaugummi. Shane drehte
sich zu mich, was ich im Augenwinkel sah. „Lenny, wie lange geht dass schon,
zwischen euch?“ Ich zuckte die Schultern. Lang genug. „5 Monate!“ Shane nickte
und wante sich wieder der Straße zu. Bald waren wir am Ziel angekommen.
Shane lief
immer voran. Bis in die Rezeption. „Was kann ich für Sie tun?“ Fragte die Dame.
Shane lächelte. Gott war er süß. „Nicky Byrne!“ Sagte er. „Em, ich meinte Nicholas
Byrne!“ Verbesserte er sich. Die Dame lächelte und fragte: „Tut mir leid. Es
dürfen nur Familien Mitglieder zu Mr. Byrne.“ Shane schubste mich nach vorne
und sagte: „Und was ist mit Lebengefärten?“ Die Dame schaute auf und zog ihre
Augenbrauen hoch. Sie zeigte auf mich und wollte etwas sagen, brachte aber nur:
„Sie?“ Hervor. Ich nickte. Sie lächelte und sagte: „Zimmer 156!“ ich bedankte
mich und lief zum Flur, wo die Zimmer lagen. Shane folgte mir. „Was hat die
denn so doof geguckt?“ Fragte ich. „Hat nicht damit gerechnet, dass Nicky schwul
ist!“ sagte Shane, der hinter mir lief. Ich nickte. „Was machst du?“ Fragte
er. Ich blieb stehen und drehte mich um, schaute dann auf die Nummer des letzten
Zimmer’s, die 149 anzeigte. Ich schaute ihn an. Er fragte: „Beruflich!“ Ich
nickte: „Achsooo, bin Schriftsteller!“ Ich drehte mich wieder um und lief weiter.
Ich wollte so schnell wie möglich zu Nicky. Obwohl, wenn ich’s mir recht überlegte,
eignetlich nicht. Ich wollte Nicky nicht sehen. Er war zwar sweet, aber Shane
kam mir irgendwie süßer vor. Wir waren angekommen. „Ich will da nicht rein!“
Sagte ich. Shane lächelte: „Lenny, es ist dein Freund!“ Ich nickte und drehte
mich zu Shane: „Schon, aber ich konnte sowieso noch nie gut mit sowas umgehen!“
Shane legte wieder seinen Arm um mich und sagte dann: „Jetzt geh rein! Ich warte
hier!“ Da schubste er mich in das Zimmer. Nicky war nicht wach. Das fand ich
gut. Ich hatte keine Lust, ihn irgendwie Mut zu machen.
Ich verlies
das Zimmer wieder und schaute Shane in die Augen. „War aber nicht lange!“ Sagte
er und nahm mein Arm. Er zog mich zu sich und ging mit mir den Flur entlang.
„Was machst du?“ Fragte ich entgeistert. Shane lächelte und schaute weiter nach
vorn. Er sagte: „Wie was mach ich? Wir gehen nach Hause.“ „Du weißt ja nichtmal,
wo ich wohne!“ Lächelte ich ihn an. Shane blieb stehen. Er schaute mir lange
in die Augen und ich ihn. Braune Augen. Schließlig fragte ich: „Und?“ Shane
drehte sich wieder um und zuckte die Schultern. „Keine Ahnung“, begann er „ich
mach mir Sorgen um Nicky!“ Er lief weiter. Ich folgte ihn und fragte: „Geht’s
dir auch gut?“ Er nickte und viel vor dem Haus auf die Bank. Ich setzt mich
neben ihn: „Du machst dir solche Sorgen, dass du fast zusammen brichts?“ Er
nickte. „Er ist mein bester Freund. Er ist noch nie auf der Bühne zusammen gebrochen.
Ich begreif das nicht.“ Ich seuftzte und schaute nach vorne: „Shane, es ist
warm, nahe zu heiß. Er musste sich anstrengen. Er hat bestimmt zuwenig getrunken!“
„Und?“ schluchtse Shane. Ich erklärte: „Natrium Mangel! Wie gesagt, er hat einfach
zu wenig getrunken und das ist bei soeiner Hitze ungheuer wichtig!“ Shane nickte.
„Wo wohnst du?“ Fragte er schließlig. Ich schaute auf, antwortete schließlig:
„Das weißt du doch!“ Shane nickte: „Stimmt. Soll ich dich nach Hause bringen?“
Ich nickte und stand zeitgleich mit Shane auf.
Der Wagen
hielt. Shane drehte sich zu mich und fragte: „Willst du wirklich nach Hause
Lenny?“ Ich zuckte die Schultern. Shane fragte: „Wie du weißt nicht? Willst
du, oder nicht?“ Ich dachte an Toni. Wenn ich nach Hause gehen würde, würde
er mich wieder zu sehr verwöhnen. Wenn ich zu Shane gehen würde, würde Toni
sich betrinken, und mich morgen wieder lieben wollen. Plötzlich sagte Shane:
„Du willst nicht, stimmts?“ Ich schüttelte den Kopf. Die Ampel wurde grün und
Shane fuhr vorbei. An meinem Haus. Zumindest an dem Haus, in dem ich wohnte.
Shane fragte: „Woher kennst du Nicky?“ „Das weißt du doch schon!“ Motze ich
gespielt. Shane nickte: „Kann sein. Ich hab halt Angst wegen Nicky!“ Ich seuftzte.
Er hatte Anst wegen Nicky. Nicky ging es doch gut.
Unertwartet
blieb der Wagen stehen und hinten krachte ein anderen Auto in Shane’s hinein.
Er saß wie versteinert da. Ich fragte: „Shane???“ Doch Shane rührte sich nicht.
Ich berührte seinen Arm leicht: „Shane?“ Wiederholte ich. Plötzlich kam ein
Mann ans offene Fenster. „Alles okay?“ Fragte er. Ich schaute zum Mann, dann
zu Shane. Ich schüttelte den Kopf. Der Mann öffnete die Autotür und schaute
Shane’s, mittlerweile weiß gewordenes, Gesicht an. Er legte seine Hand auf ein
Shanes Schulter und fragte: „Mister?“ Doch Shane rührte sich nicht. Ich griff
nach seinem Handy und wählte die Nummer.
Nach 15
Minuten kam ein Notarztwagen. Shane war wie eine leere Hülle. Einfach ein Körper,
mit nichts drinn. Er rührite sich nicht. Nur an in langen abständen kommenen
atembewegnung, konnte man erkennen, dass doch noch was da war. Ich stieg aus
den Wagen und war sichtlich nervös. Sowas alle konnte nur mir passieren. Und
alles an einen Tag.
Mein Liebling
viel in Ohnmacht, ich verliebte mich in einen anderen und der war nun auch so,
als ob er im Koma liegen würde. Jetzt war nur noch Toni da. Toni.